KUA/118/2025
Jahresbericht der Geschäftsstelle der Kunstkommission 2023/2024
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Informationsvorlage
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KUA/118/2025 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Jahresbericht der Geschäftsstelle der Kunstkommission 2023/2024 Fachbereich: 41 - Kulturamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Miriam Koch Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz 15.09.2025 Kenntnisnahme Schulausschuss 16.09.2025 Kenntnisnahme Ordnungs- und Verkehrsausschuss 17.09.2025 Kenntnisnahme Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 24.09.2025 Kenntnisnahme Rat 09.10.2025 Kenntnisnahme Kulturausschuss 27.11.2025 Kenntnisnahme Sachdarstellung: 1. Kurzdarstellung: Gemäß § 4 (3) der Richtlinie der Landeshauptstadt Düsseldorf für Kunst im öffentlichen Raum, hat die Kunstkommission dem Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf und den zuständigen Fachausschüssen einmal jährlich über ihre Arbeit zu berichten. Mit diesem Bericht kommt die Kunstkommission dieser Aufgabe für die Periode Juni 2023 bis zum Ende der Amtszeit der zweiten Kunstkommission im September 2024 nach. Zukünftig ist ein ausführlicher Kommissionsbericht über die Aktivitäten der jeweiligen Amtsperiode einer Kommission avisiert. Die Jahresberichte werden daher entsprechend in vereinfachter Kurzform erstellt. Der aktuelle Kurzbericht ist als Anlage 1 beigefügt. 2. Ausgangslage Mit Beschluss vom 18. Mai 2017 hat der Rat die Richtlinie Kunst im öffentlichen Raum beschlossen und die Kunstkommission erstmals einberufen. Am 01. Juli 2021 hat der Rat auf Basis einer Evaluation und der entsprechenden Empfehlung der Seite 2 Kunstkommission eine vollständig überarbeitete Richtlinie beschlossen (KUA/024/2021/1). Die Kunstkommission befasst sich seit ihrer Gründung mit einer stetig wachsenden Anzahl von Projekten und Anfragen. Es wurde bereits eine Vielzahl dauerhafter und auch temporärer Projekte realisiert. Weitere Projekte befinden sich aktuell im Wettbewerbsverfahren oder sind in Vorbereitung bzw. in der Entwicklung. Der Bericht ist in 5 Kategorien unterteilt. Dies sind: 1. Organisatorisches 2. Wettbewerbsverfahren und Projekte 3. Sonstige projektbezogene Tätigkeiten 4. Öffentlichkeitsarbeit 5. Finanzen Unter Ziffer 2.1 des Berichts sind beispielsweise Wettbewerbe in Realisierung wie das städtische Gymnasium Heinzelmannchenweg sowie auch temporäre Projekte wie das offene Wettbewerbsformat stadt.raum.experimente und das kuratorische Format für den Lantz´schen Park zu finden. Diverse laufende Verfahren und Projekte in Vorbereitung bzw. der Entwicklung werden unter den Ziffern 2.2 und 2.3 dargestellt. Weiter sind sonstige Projekte, Anfragen und Aufgaben unter Ziffer 3 wie beispielsweise das Projekt missing link_ des Künstlers Mischa Kuball oder die Fachtagung Perspektiven von Kunst im öffentlichen Raum, die im Oktober 2023 stattfand, erläutert. Ein weiteres wichtiges Arbeits- und Aufgabenfeld der Kunstkommission ist die Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeit für die Website, den Newsletter oder beispielsweise auch die Social Media-Aktivitäten werden unter Ziffer 4 ausführlich beschrieben. Den Abschluss bildet das Kapitel zu Finanzen, in dem der Finanzstatus aufgezeigt wird. 3. Geplante Maßnahmen Der nächste Jahresbericht ist Anfang 2026 für den Zeitraum IV. Quartal 2024 bis IV. Quartal 2025 vorgesehen. 4. Finanzielle Auswirkungen x Ja Nein Das Budget der Kunstkommission ist im § 2 der Richtlinie der Landeshauptstadt Düsseldorf für Kunst im öffentlichen Raum geregelt. Demnach steht der Kunstkommission ein Jahresbudget in Höhe von 700.000 Euro zur Verfügung. Im Zuge der pandemischen Auswirkungen und den Auswirkungen des Ukraine Krieges, wurden die konsumtiven Mittel im Jahr 2023 von 233.000 Euro auf 190.000 Euro konsolidiert. Details zum Stand der Finanzen sind dem Jahresbericht unter dem Ziffer 5 „Finanzen“ zu entnehmen. 5. Weiteres Vorgehen Den Bezirksvertretungen wird der Jahresbericht bis Ende 2025 zur Verfügung gestellt und bei Bedarf entsprechend vorgestellt. Anlagen: Anlage 1 Jahresbericht Juni 2023 bis September 2024
Anlage 1 Jahresbericht Juni 2023 bis September 2024
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1 Anlage Jahresbericht der Kunstkommission 2023/2024 In der aktualisierten Richtlinie Kunst im öffentlichen Raum vom 27. Mai 2021 ist unter Paragraph 4 Abs. 3 festgelegt, dass die Kunstkommission dem Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf und den zuständigen Fachausschüssen einmal jährlich über ihre Arbeit berichtet. Der hier vorliegende sechste Jahresbericht betrachtet den Zeitraum von der zweiten Jahreshälfte 2023 bis zum Ende der Amtsperiode der zweiten Kunstkommission im September 2024. Schwerpunkte innerhalb dieses Zeitraums waren die Fortführung begonnener Projekte, die Entwicklung neuer künstlerischer Formate sowie die Wahl der dritten Kunstkommission. Dieser Bericht wurde August 2025 fertiggestellt. Daher umfasst er auch den aktuellen Stand der Dinge, der jeweils am Ende des Kapitels unter Anmerkung aufgeführt wird. 1 Organisatorisches 1.1 Aufstockung der Geschäftsstelle Seit dem 15. August 2024 ist Julia Soyka als Verwaltungsfachkraft Teil der Geschäftsstelle und unterstützt schwerpunktmäßig die Projektabwicklung sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Die kunstwissenschaftliche Unterstützung wird weiterhin durch die externe Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Miriam Bettin wahrgenommen: Sie hat auch in diesem Berichtszeitraum verstärkt kuratorische Aufgaben ausgeübt, die in Zusammenhang mit den jährlich repetitiven Kunstprojekten Lantz’scher Skulpturenpark und stadt.raum.experimente standen. Die Besetzung der dauerhaften kuratorischen Fachkraft ist avisiert. 1.2 Wahl der künstlerischen Mitglieder für die dritte Kunstkommission Im Frühjahr 2024 wählten die Künstler*innen der Landeshauptstadt Düsseldorf ihre Fachmitglieder für die dritte Kommission. Alle wahlberechtigten Künstler*innen waren vom 8. April bis 3. Mai 2024 aufgerufen, zu kandidieren und vom 6. Mai bis 7. Juni 2024 online oder per Brief an der Wahl teilzunehmen. 16 Künstler*innen stellten sich zur Wahl und nahmen am 16. Mai 2024 im Plenarsaal des Rathauses an der Wahlveranstaltung teil – auch per Live-Stream. 403 Stimmen wurden abgegeben. Folgende Künstler*innen wurden von der Künstler*innenschaft als Mitglieder für die Kommission gewählt: Anke Lohrer, Claudia Mann und Nicola Schrudde. Als Vertretungen wurden gewählt: Liza Dieckwisch, Florian Fausch, Laude yu Freyer, Christoph Görke, Evelyn Möcking und Carl Friedrich Schröer. Erstmals wurde eine Reserveliste erstellt, um Ausfälle auszugleichen. Die gewählten Künstler*innen wurden dem Rat zur Bestellung vorgeschlagen. Zur Sicherung des Wissenstransfers und der Kontinuität wurde ferner Wanda Koller von der scheidenden Kommission für eine weitere Amtszeit zur Bestellung vorgeschlagen. Die Künstler Christoph Schäfer und Felix Schramm wurden zur Sicherung einer qualitativen Bandbreite ebenfalls auf der Grundlage eines Votums der scheidenden Kommission der Politik zur Bestellung vorgeschlagen. 2 Anm.: Der Rat hat zwischenzeitlich alle vorgeschlagenen Künstler*innen bestellt (KUA/115/2024). 2 Wettbewerbsverfahren und Projekte 2.1 Realisierungen 2.1.1 Luisen-Gymnasium Beim Neubau am Ersatzstandort Völklinger Straße wurde die Kunstkommission frühzeitig einbezogen. Die erste Kunstkommission hat für das Projekt das Künstlerduo The Project Twins im Frühjahr 2021 beauftragt. The Project Twins stellte ihre Grundidee – ein Blumenmotiv für den Eingangsbereich, das Vielfalt, Natur und Spiel thematisiert – den Architekten, der Schulleitung sowie der Kunstkommission vor. Die Kommission beschloss in ihrer Sitzung am 31. Januar 2023, diese Grundidee weiterzuverfolgen. Die entsprechende Informationsvorlage wurde am 24. August 2023 dem Kulturausschuss vorgestellt. Ein Workshop mit der Schüler*innenschaft fand am 28. August 2023 statt. Die Fachverwaltung, Projektbeteiligte und die Künstler*innen sind im regelmäßigem Austausch. Die Realisierung ist für Oktober 2025 avisiert. 2.1.2 Technisches Berufskolleg Färberstraße Das Franz-Jürgens-Berufskolleg hat mittlerweile eine neue Schulbezeichnung erhalten: Technisches Berufskolleg Färberstraße. Der Kulturausschuss hatte in seiner Sitzung im Mai 2019 auf Empfehlung der Kunstkommission die Durchführung eines partizipatorischen Verfahrens unter Beteiligung der Schüler*innenschaft beschlossen. In ihrer Sitzung am 31. Januar 2023 wählte die Jury den Entwurf von Catherina Cramer zur Realisierung aus. Der Entwurf wurde mit der Klasse von Systemplaner*innen für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) entwickelt. Für die avisierte Realisierung bleibt zunächst die Besetzung der vakanten Stelle der Schulleitung (voraussichtlich im Sommer 2025) abzuwarten. Mit ihr und dem Amt für Schule und Bildung (Amt 40) ist dann das gewünschte Betriebskonzept abzustimmen. Im Anschluss wird das Verfahren mit allen Beteiligten wieder aufgenommen und die politische Beschlussfassung zu gegebener Zeit vorbereitet. 2.1.3 U81 – Neuer U-Bahnhof "Flughafen Terminal": Fassadenkunst frequencies Die Glasfassaden der unterirdischen Endhaltestelle der neuen U-Bahnlinie U81 unter dem Abflugterminal des Düsseldorfer Flughafens erhalten eine künstlerische Ausgestaltung. Den Zuschlag dazu erhielt Anna Vogel (siehe auch Vorjahresberichte). Ihre Arbeit frequencies gestaltet den Nord- und Südkopf des U- Bahnhofs, die so eine visuelle Einheit bilden. Seit Sommer 2024 läuft nun planmäßig der Realisierungsprozess. Eine Glasbaufirma wurde durch das Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau (Amt 69) beauftragt. Die Probemuster wurden überarbeitet. Die Bemusterung ist abgeschlossen und die Glaselemente wurden bis August 2024 produziert. Der Einbau der ersten Glasscheiben ist für Ende September 2025 geplant. Die Bemusterung des 3 Fugenmaterials an den Säulen ist für Mitte 2025 avisiert. 2.1.4 Lantz‘scher Skulpturenpark Konzept 2023: on damp earths we wander – a journey of ten stories in the sonic garden of Kermina Tariman von Lynhan Balatbat-Helbock Die seit 2020 jährlich stattfindende Projektereihe Lantz‘scher Skulpturenpark zeigte vom 16. Juni bis 15. September 2023 das audiovisuelle Begegnungsprojekt on damp earths we wander – a journey of ten stories in the sonic garden of Kermina Tariman von der Kuratorin Lynhan Balatbat-Helbock. Das Projekt wurde durch eine Reihe öffentlicher Programme begleitet und schloss mit einer Publikation ab. Mithilfe verschiedener Kunstwerke wurden insgesamt zehn Geschichten erzählt. Die Komposition der zehn Geschichten war nach der Verteilung der Kunstwerke ausgerichtet, die im und um den Park herum angeordnet waren. Jedes Kapitel stand in Verbindung mit der Symbolik einer Pflanze, eines Tieres oder einer räumlichen Struktur. Gezeigt wurden Arbeiten von folgenden Künstler*innen: Theresah Ankomah, Monai de Paula Antunes & Niko de Paula Lefort, Anne Duk Hee Jordan, Phil Collins, Antoinette Yetunde Bintu Oni, Al Hassan Issah, Refuge Worldwide, Pedro Oliveira, Farkhondeh Shahroudi und Barthélémy Toguo. Konzept 2024: The Park as Lover von Katharina Klang Der Lantz’sche Skulpturenpark 2024 fand in seiner fünften Ausgabe mit dem Titel The Park as Lover unter der Kuratorin Katharina Klang statt. Die Eröffnung war am 9. Juni und die Finissage am 16. September 2024. In dem von Klang konzipierten Ausstellungs-, Performance- und Veranstaltungsprogramm begegnete der Lantz’sche Skulpturenpark den Besucher*innen aus der Perspektive seiner nicht-menschlichen Bewohner*innen als gleichwertiges Gegenüber: als Liebende*r. Gezeigt wurden Werke von Zuzanna Czebatul, Poncili Creación, Richard Frater, Gerrit Frohne-Brinkmann, Keta Gavasheli, Asli Hatipoğlu, Lilli Lake, Rosilene Luduvico & Takeshi Makishima, Hedda Roman, Lin May Saeed, Annie Sprinkle & Beth Stephens sowie Katja Tönnissen. Konzept 2025: Stephanie Seidel Für das Jahr 2025 hat die Kunstkommission dem Kulturausschuss die Kuratorin Stephanie Seidel vorgeschlagen. Der Kulturausschuss hat die entsprechende Realisierung in seiner Sitzung am 13. Juni 2024 beschlossen. Anm.: Die Veranstaltungseröffnung fand am 29. Juni 2025 mit großer Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Zudem wird das Format durch die Kunstkommission Ende 2025 evaluiert. Dabei wird sich die Kommission auch eine Meinung darüber bilden, ob die Projektreihe Lantz’scher Skulpturenpark fortgeführt werden soll oder nicht. Diese Entscheidung wird den politischen Gremien im Sommer 2025 vorgestellt, um gleichzeitig einen entsprechenden politischen Beschluss zu empfehlen. 4 2.1.5 Städtisches Gymnasium Heinzelmännchenweg Die Landeshauptstadt Düsseldorf plant den Neubau des Städtischen Gymnasiums Heinzelmännchenweg im Stadtteil Grafental. Der Kulturausschuss beschloss in seiner Sitzung am 17. Februar 2022 auf Empfehlung der Kunstkommission die Durchführung und Realisierung eines anonymen, einphasigen, geladenen Wettbewerbs mit einer Realisierungssumme von maximal bis zu 126.000 Euro (KUA/018/2022). Aus den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen hat die Kunstkommission in ihrer Jurysitzung am 7. September 2022 die Arbeit Komposition für eine Schulklingel von Suse Weber, Füttere alle deine Aliens der Künstlerin Liza Dieckwisch und die Arbeit Du bist okay! von Jan Hoeft für die Realisierung empfohlen. Der Kulturausschuss ist in seiner Sitzung am 3. November dieser Empfehlung gefolgt (KUA/133/2022). Die Realisierung der Arbeiten ist für 2026 avisiert; die Künstler*innen werden im Realisierungsprozess durch die Kunstkommission begleitet. 2.1.6 Joseph-Beuys-Gesamtschule Die Joseph-Beuys-Gesamtschule in Wersten erhielt mehrere Neubauten. Der Kulturausschuss ist in seiner Sitzung am 17. Februar 2022 (KUA/018/2022) der Empfehlung der Kunstkommission zur Durchführung eines einphasigen, geladenen, anonymen künstlerischen Wettbewerbs gefolgt. Aus den vier eingereichten Entwürfen hat die Kunstkommission in ihrer Jurysitzung am 6. September 2022 die Arbeit JANEE der Künstlerin Silke Wagner ausgewählt. Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung am 25. Oktober 2022 den Beschluss zur Realisierung des Entwurfs gefasst (KUA/132/2022). Die Montage der Lichtinstallation JANEE fand in Abstimmung mit den weiteren Bauarbeiten von Juli bis August 2024 statt. Die Übergabe des Kunstwerks an die Joseph-Beuys-Gesamtschule erfolgte am 29. August 2024. Die Lichtinstallation über dem Haupteingang der Joseph-Beuys-Gesamtschule bezieht sich auf eine Performance von Joseph Beuys (Ja Ja Ja Nee Nee Nee). Mit dem Schriftzug, der in verschiedenen Intervallen und zu unterschiedlichen Tageszeiten leuchtet, gelingt Silke Wagner eine zeitgemäße Neuinterpretation der historischen Arbeit von Beuys. Zugleich beabsichtigt die Künstlerin, mit JANEE Schüler*innen sowie Passant*innen an die transformative Kraft von Irritationsmomenten, Widersprüchlichkeit und Kunst zu erinnern. 2.1.7 RRX Mit dem Projekt Rhein-Ruhr-Express (RRX) realisiert die Deutsche Bahn-AG (DB-AG) eines der wichtigsten Eisenbahninfrastrukturprojekte in NRW von Dortmund über Düsseldorf nach Köln. Der erforderliche Infrastrukturausbau ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Berührungspunkten mit unterschiedlichen Stakeholder*innen. Um diese städtebauliche und gestalterische Herausforderung zu lösen, lobte die Verwaltung gemeinsam mit der DB einen interdisziplinären Gestaltungswettbewerb aus. Dieser verfolgt das Ziel, ein nach den Planfeststellungsbeschlüssen zeitnah realisierbares, sinnstiftendes, innovatives und finanzierbares Konzept zu entwickeln, wie die Lärmschutzwand besser in das Stadtbild integriert werden kann. Damit 5 verbunden ist die Vorstellung, dass dieses Konzept Akzeptanz in der Stadtgesellschaft findet, für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität steht sowie überregionale Strahlkraft entwickelt. Auf Empfehlung der Kunstkommission und vorbehaltlich der Finanzierungszusage der DB-AG wurde ein interdisziplinärer, geladener, einphasiger Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Lärmschutzwände mit vorgeschaltetem Präqualifikationsverfahren mit insgesamt 13 teilnehmenden Teams sowie einer Hochschule durchgeführt. Die Jury kürte im Frühjahr 2023 keinen Entwurf zum Sieger bzw. zur Siegerin. Statt dessen empfahl sie, mit der Preisgruppe (bestehend aus den folgenden drei eingereichten Konzepten) weitere Verfahrensschritte zur Übertragung der Entwürfe in ein realisierungsfähiges Gesamtkonzept abzustimmen. Die Teams einigten sich auf die grundsätzliche Entwicklung eines Biodiversitätsbandes. Ausgewählt wurden folgende drei Konzepte: FERALcatalyst, KON TAKT ZONE und LEHM - gefaltete Erde. Die DB-AG lehnte eine Beteiligung bei der Realisierung der Entwurfsidee von Ute Reeh (LEHM – gefaltete Erde) ab und forderte zunächst eine klare Kostenteilung für die erforderlichen Konzeptbeauftragungen des Teams Ingo Vetter und des Teams Ursula Damm. Diese beiden Teams wurden beauftragt, die Gestaltungsideen in realisierungsfähige Planungsvorschläge konkret weiterzuentwickeln und zu übertragen. Der Austausch zwischen der Verwaltung, der DB-AG und den Künstler*innen findet fortlaufend statt. Die Wellerlehmwand von Ute Reeh plant die Verwaltung im Sinne eines Biodiversitätsbandes zu fördern. Ein städtisches Forschungsprojekt ist entsprechend in Planung. 2.1.8 stadt.raum.experimente (s.r.e) Die Projektreihe stadt.raum.experimente (s.r.e) findet seit 2022 jährlich statt. Im Jahr 2023 wurden folgende Projekte realisiert: Das Virtual Reality-Programm Manufacturing Antimonument des Vereins ANTIMONUMENT e.V., die Langzeitperformances-Serie Private Property von Jota Ramos, die Performance-Serie Cleaning Her von Martina Morger, das Planungsprojekt Platz der Pioniere von studio3 und das partizipative Projekt Perspective von Molly Joyce. Im Rahmen einer Ausstellung mit Künstler*innengesprächen wurden die Arbeiten im März 2024 im Privatkundencenter Berliner Allee der Stadtsparkasse Düsseldorf präsentiert. Für den Projektzeitraum 2024 wählte die Kunstkommission nach Durchführung eines erneuten Open calls 7 Arbeiten aus 88 Bewerbungen aus: das Projekt Microbial Cityscape von Funda Zeynep Aygüler, die performativen Spaziergänge mit Schildkrötenroboter Flâneur von Fangchao Bi, die Tanzperformance destination_paradise/next stop Düsseldorf von Daniela Georgieva, die ortsbezogenen fotografischen Arbeiten unter dem Titel Membran von Alwin Lay, die audiovisuelle Performance Dark night of the soul von Make Like a Tree & VJkET, das Forschungs- und Performanceprojekt The Grand Tour von Rebecca J. Squires sowie die interaktive Minigolf-Installation My Crazy Family Golf von Watts & Dad. Die jährliche Repetition ist zunächst für die Jahre 2023 bis einschließlich 2025 geplant. Auf der Basis einer Evaluation soll auf Empfehlung der Kunstkommission in der Politik über eine mögliche Fortführung entschieden werden. 6 2.1.9 Thomas-Edison-Realschule Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung am 25. August 2022 auf Empfehlung der Kunstkommission die Durchführung eines einphasigen, geladenen, anonymen künstlerischen Wettbewerbs für den Neubau beschlossen (KUA/091/2022). In seiner Sitzung am 1. Juni 2023 beschloss der Kulturausschuss auf Empfehlung der Kunstkommission die Realisierung der Arbeit ohne Titel des Künstlers Lorenzo Pompa (KUA/073/2023). Anm.: Die Realisierung erfolgte bis Ende 2024. 2.1.10 Glashaus Palace am Worringer Platz Im Rahmen des Kunstprojekts Palace der Künstler*innen Evelyn Möcking und Christoph Görke wurden von Januar 2021 bis Januar 2024 künstlerische Projekte und Ausstellungen im Glashaus und auf dem Worringer Platz selbst gezeigt, die die Besetzung und Nutzung städtischer Räume hinterfragten. Das Glashaus war dabei sowohl Ausstellungsraum, Schaukasten, Infobox als auch Treffpunkt. Wiederholter Vandalismus führte zu Schäden am Glashaus. Ende Februar 2024 verschärfte sich die Situation vor Ort, sodass die Instandhaltung des Glashauses – als Basis des Projektes – nicht mehr möglich war. Im Anschluss an ihre Sitzung am 19. März 2024 stellte die Kunstkommission zunächst 10.000 Euro aus eigenen Mitteln für eine künstlerische temporäre Einhausung der noch vorhandenen Strukturen des Glashauses zur Verfügung. Dies war erforderlich als kurzfristige Voraussetzung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Diverse Fachbereiche der Verwaltung sind Teil des Projekts SiBU (Sicherheit im Bahnhofsumfeld), das sich unter anderem mit dem Worringer Platz und den dort vor Ort herrschenden spezifischen Herausforderungen befasst. So beschäftigt sich auch die Geschäftsstelle der Kunstkommission seit 2023 mit der Thematik. Zu den ersten Schritten des Sicherheitsprojekts gehörte im Sommer 2024 der Abbau des Glashauses Palace, so dass die geplante Einhausung nicht mehr stattfand. Die beschädigten Einzelteile sind im Lager des Kulturamtes in Neuss aufbewahrt. In gemeinsamen Gesprächen zwischen Mitgliedern der Kunstkommission und KreativRaum D vor Ort wird erörtert, ob und wie zukünftige künstlerische Projektformate für den Worringer Platz möglich sein können. Dies ist ein Thema der Kunstkommission und des städtischen Sicherheitsprojektes. 2.2 Laufendes Wettbewerbsverfahren: Realschule Borbecker Straße Das Schulgründungsteam trat im Mai 2023 an die Kunstkommission mit dem Wunsch heran, Kunst-und-Bau beim Neubau zu realisieren. Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner Sitzung am 30. November 2023 entsprechend der Empfehlung der Kunstkommission einen geladenen, einphasigen, anonymen künstlerischen Wettbewerb in Höhe von bis zu 112.000 Euro beschlossen (KUA/167/2023). Die Kunstkommission lobte in Abstimmung mit den Beteiligten am 6. Dezember 2023 den Wettbewerb aus und lud sechs Künstler*innen zur Teilnahme ein. Während des gestarteten Wettbewerbs teilte die IDR AG mit, dass sie nicht in der Lage sei, Kunst- 7 und-Bau während der Baumaßnahme umzusetzen. Der Wettbewerb musste daher ausgesetzt werden. Er wird in Abstimmung mit dem Amt für Schule und Bildung nach Abschluss der Baumaßnahme am 14. Oktober 2024 fortgesetzt. Anm.: Die Jurysitzung fand im Frühjahr 2025 statt. 2.3 Wettbewerbsverfahren in Vorbereitung 2.3.1 Übersicht der Schulbauprojekte Das jährliche Abstimmungsgespräch mit dem Amt für Schule und Bildung (Amt 40) fand am 6. März 2024 statt. Unter Berücksichtigung des aktuellen Kenntnisstandes hat die Geschäftsstelle die Tabelle aktualisiert. Stadt- bezirk Standort Stand & Tätigkeit der Kunstkommission 1 Gemeinschafts- grundschule Rolandstraße 02.03.2020: Erste Besprechung zwischen der Geschäftsstelle, Amt 40 und der Schulleitung. Die Schulleitung äußerte ein hohes Interesse daran, dass im neu entstehenden Erweiterungsbau Kunst-und-Bau realisiert wird. Als mögliche Handlungsfelder wurden der Außenbereich, der Innenbereich und der Neubau benannt. Da die Schule in ihrer originalen Ausstattung bedeutend für die Architektur- und Stadtgeschichte ist (Planungseinbindung der Künstlergruppe ZERO), steht sie als Gesamtkunstwerk seit 1990 unter Denkmalschutz. Der Geschäftsstelle liegen die Rahmenbedingungen aus Sicht des Denkmalschutzes vor. Die Planunterlagen wurden durch die IPM Ende September 2024 zur Verfügung gestellt. 6 Franz-Marc- Förderschule Amt 40 stellte das Bauprojekt (Neues Förderschulzentrum) der Kunstkommission vor. Diese erteilte in ihrer Sitzung am 06.06.2023 den Auftrag zur Recherche mit Erstellung einer Auslobung und bildete eine AG. Am 30.04.2024 hospitierte die AG der Kunstkommission in der Schule, um sich aufgrund der Besonderheiten der Schule einen Tagesablauf vor Ort anzuschauen. Nach der Sommerpause ist die Entwicklung eines Verfahrens und einer Auslobung avisiert. Anm.: Aufgrund einer grundlegenden Änderung der Planung verzögerte sich das Projekt. 8 8 Gymnasium Bernburger Straße Im Mai 2023 tauschte sich das Schulgründungsteam erstmals mit Amt 40, dem Architekturbüro und der Geschäftsstelle über den Neubau aus. Die Beteiligung der Kunstkommission am Vorhaben ist ausdrücklich gewünscht. Die Kunstkommission sprach sich in ihrer Sitzung am 19.03.2024 einstimmig für die Realisierung eines geladenen, anonymen, einphasigen künstlerischen Wettbewerbs mit einer Realisierungssumme bis zu 120.000 Euro, 6 Teilnehmenden und einem Bearbeitungshonorar von jeweils 2.000 Euro aus. Ziel des Wettbewerbs war es, mit eigenständigen künstlerischen Entwürfen das Profil des noch jungen Gymnasiums zu etablieren und nach außen hin sichtbar zu machen. Nach Beschlussfassung der politischen Gremien ist der Start des Wettbewerbs voraussichtlich Anfang März 2025 geplant. Die Jurysitzung soll vor der Sommerpause stattfinden. Die politische Beschlussfassung zur Realisierung soll für das zweite Halbjahr 2025 vorbereitet werden. Anm.: Die genannten Schritte sind zwischenzeitlich planmäßig erfolgt. Stadt- bezirk Standort Stand & Tätigkeit der Kunstkommission 10 Koblenzer Straße: pARTicipate Im September 2019 hat sich die Kunstkommission mit der Frage befasst, wie künstlerisches Denken an Schulen freigesetzt und aktiviert werden kann. Für die Entwicklung eines konzeptionellen Vorschlags wählte die Kunstkommission in ihrer Sitzung am 09.09.2020 Thomas Quack aus. Aufgrund der Corona-Pandemie musste der mit ihm geplante Projektstart am Koblenzer Gymnasium mehrfach verschoben werden und die Kooperation kam nicht zustande. Aktuell wird ein offenes Wettbewerbsverfahren zur Förderung zeitgenössischer Kunst an weiterführenden Schulen (unter Beibehaltung des grundsätzlichen Ansatzes Summer Schools) entwickelt. Die politische Beschlussfassung ist für das III. Quartal 2025 avisiert. 2.3.2 Abstimmung der Maßnahmen der Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) 2.3.2.1 Neues Technisches Verwaltungsgebäude (Neues TVG) Die Landeshauptstadt Düsseldorf erhält ein Neues Technisches Verwaltungsgebäude (Neues TVG). Das Architektenteam Alles wird gut wurde nach Durchführung eines Wettbewerbs als Generalplaner ausgewählt. Die Kunstkommission hat in ihrer 9 Sitzung am 4. September 2024 einstimmig die Durchführung und Realisierung von drei geladenen, einphasigen, anonymen Kunst-und-Bau-Wettbewerben in Höhe von 800.000 Euro beschlossen, vorbehaltlich der Bereitstellung gesamtstädtischer Mittel in Höhe von 600.000 Euro in 2025 (200.000 Euro werden ggf. aus dem eigenen Kunst- und Bau-Budget bereitgestellt): ein Wettbewerb für den Außenbereich und zwei Wettbewerbe je für die Innenbereiche Foyer und Halle. Dabei sollen insgesamt vier künstlerische Positionen ausgewählt werden: zwei Arbeiten für den Außenbereich sowie jeweils eine Arbeit für das Foyer und für die Halle. Die Kommission wählte von den 32 vorgeschlagenen Teilnehmenden zehn Künstler*innen für den Wettbewerb Außenbereich, sechs für den Wettbewerb Foyer und acht für den Wettbewerb Halle aus. Geplant ist, dass das Amt für Immobilienmanagement (Amt 23) und die IPM den Finanzierungsplan über den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss (AuF) in die politischen Gremien einbringen. Nach dem entsprechenden Beschluss kann das Wettbewerbsverfahren durch die Kunstkommission starten. 2.3.2.2 Neue Oper Die IPM hat zugesagt, dass die Kunstkommission nach Beschlussfassung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses in das Neubau-Vorhaben eingebunden wird. Nach der Gesprächsaufnahme mit der Kunstkommission zu konkreten Realisierungsmaßnahmen von Kunst-und-Bau wird die Kunstkommission gemeinsam mit der IPM die weiteren Schritte erörtern. 10 2.3.3 Bauleitverfahren Projekt Stand & Tätigkeit der Kunstkommission Konrad-Adenauer- Platz (KAP): Städtebaulicher Gesamtwettbewerb Das gesamte Vorhaben wurde der Kunstkommission in ihrer Sitzung am 13.12.2022 durch das Amt für Verkehrsmanagement (Amt 66) vorgestellt und es wurde eine AG (Arbeitsgruppe) aus Mitgliedern der Kunstkommission gebildet. Das Amt 66 hat darüber hinaus in der Sitzung der Kunstkommission am 19.03.2024 über den aktuellen Sachstand zu den ober- und unterirdischen Planungen, den Hochbau-Plänen der DB sowie dem gemeinsamen Bebauungsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Deutschen Bahn berichtet. Zur Vorbereitung des Bedarfsbeschlusses (für Anfang 2026 avisiert) werden vom Amt für Verkehrsmanagement konkrete Aussagen zu Kosten und Bauzeiten benötigt, falls eine Berücksichtigung von Kunst-und-Bau am Konrad-Adenauer-Platz erfolgen soll. Es wurde vereinbart, dass die Projektleitung weiterhin regelmäßig der Kunstkommission über neue Sachstände berichtet. Die Kunstkommission beauftragte die AG im Austausch mit der Projektleitung KAP einstimmig, einen geladenen Wettbewerb für die oberirdische Platzgestaltung sowie einen geladenen Wettbewerb für die unterirdische Fahrradgarage (UFG) vorzubereiten. Amt 66 sollen die Anforderungen für die Bedarfsplanung durch die AG KAP mitgeteilt werden. Die Realisierungssumme soll je Verfahren ein Prozent der jeweiligen anrechenbaren Kosten betragen und im Rahmen des Bedarfsbeschlusses eingeplant werden. Die Verfahrenskosten übernimmt die Kunstkommission aus ihrem Budget. Halbinsel Kesselstraße Das Liegenschaftsamt (Amt 65) und die Firma wmp haben der Kunstkommission das Projekt am 06.02.2024 vorgestellt. Bei der Halbinsel Kesselstraße gibt es verschiedene Flächen und Bauteile, die für künstlerische Elemente geeignet erscheinen. Die AG, wmp und Amt 65 tauschen sich derzeit zur Klärung der Rand- und Rahmenbedingungen aus. Nördlich Kalkumer Schloßallee Beim Vorhaben Nördlich Kalkumer Schloßallee hat das Planungsamt der Kunstkommission eine Einbindung in Form einer beratenden Beteiligung in der Jury des städtebaulichen Qualitätssicherungsverfahrens am 31.01.2024 angeboten. Der städtebauliche Wettbewerb ist abgeschlossen. In die weiteren Planungen soll die Kunstkommission durch das Fachamt eingebunden werden; die Einbindung steht noch aus. 11 2.3.4 Weitere Projekte in Vorbereitung 2.3.4.1 39er Denkmal auf dem Reeser Platz Seit vielen Jahren gibt das umstrittene Denkmal der Stadtgesellschaft Anlass für eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte: Es ist daher von gesellschaftlicher und historischer Bedeutung. Bereits 2018 fand unter der Leitung der Kunstkommission Düsseldorf ein offener Werkstatt-Tag zum Thema Zukünftiger Umgang mit dem 39er Denkmal auf dem Reeser Platz statt. Die Ergebnisse flossen 2019 in einen Ideenwettbewerb ein, der die künstlerische und freiraumplanerische Kommentierung des 39er Denkmals mit dem dazugehörigen Aufmarschplatz zum Ziel hatte. Von den eingereichten 67 Entwürfen wurden vier Vorschläge prämiert. Aufbauend auf den prämierten Wettbewerbsergebnissen hat die Kunstkommission auf Beschluss des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf im Sommer 2020 (RAT/225/2020) eine umfassende Bürger*innen-Beteiligung mit unterschiedlichen Formaten und Kommunikationswegen analog und digital durchgeführt. Im August 2022 folgte eine Vor-Ort-Veranstaltung in Form eines Präsenztages. Die Entwürfe wurden auch hier anhand von Videos vorgestellt und die Anwesenden hatten erneut die Möglichkeit, sich auf dieser Grundlage der prämierten Ideen am Prozess zu beteiligen, die Ideen zu kommentieren sowie auch Ergänzungen anzuregen. Den Abschluss des Beteiligungsverfahrens bildete am 23. September 2022 ein Expert*innentag zum Thema Erinnerungskultur in Veränderung. Als Resümee aus dem Ideenwettbewerb und dem darauf aufbauenden Bürger*innen- Beteiligungsverfahren hat die zweite Kunstkommission am 6. Februar 2024 einen geladenen, einphasigen Realisierungswettbewerb beschlossen. Anm.: Der Start des Kunst-und-Bau-Wettbewerbs wurde im Frühling 2025 gestartet. 2.3.4.2 Hallenbad Rheinblick 741 Die Bezirksvertretung 4 (BV 4) hat in ihrer Sitzung am 6. Oktober 2021 einstimmig den Beschluss gefasst, zu prüfen, ob Kunst-und-Bau im Nachgang zum Neubau des linksrheinischen Hallenbads im Stadtteil Heerdt möglich sei. Die Kunstkommission hat zur Prüfung in ihrer Sitzung am 25. Januar 2022 den Beschluss gefasst, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die die Situation auf Basis der zugesandten Pläne und auch im Rahmen von Ortsbesichtigungen auslotet. In ihrer Sitzung am 7. November 2023 aktualisierte die Kunstkommission die Beschlussfassung. Die AG schlägt einen geladenen Kunst-und-Bau-Wettbewerb mit der Fragestellung Was ist das Verhältnis zur Natur, mit fünf Teilnehmenden und einem Honorar von 1.500 Euro und einer Realisierungssumme von 100.000 Euro vor. Die Kunstkommission beauftragte die Geschäftsstelle, eine Auslobung zu erarbeiten und die BV 4 über die Empfehlung der Kommission zu informieren; die Finalisierung der Auslobung ist für die zweite Jahreshälfte 2025 avisiert. Der Zeitpunkt hängt von der Zuarbeit der Bädergesellschaft ab. 12 2.3.4.3 Ludwig-Hammers-Platz Das Amt für Verkehrsmanagement (Amt 66) hat der Geschäftsstelle der Kunstkommission den Umbau des Ludwig-Hammers-Platzes Ende 2020 vorgestellt. Damit soll die Lücke im Radhauptnetz geschlossen werden. Der zweiten Kunstkommission wurde das Projekt am 19. September 2023 vorgestellt. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, dass der gesamte Platz für eine künstlerische Intervention grundsätzlich interessant sei und zudem eine Anknüpfung an das Biodiversitätsband im Rahmen des Infrastrukturausbaus des Rhein-Ruhr-Express denkbar sei; es wurde eine AG gebildet. In ihrer Sitzung am 19. März 2024 hat diese AG der Kunstkommission den Sachstand berichtet. Die AG hat sich mit Amt 66 als Flächeneigentümer und dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt (Amt 68) für die Betreuung der diversen Grünflächen ausgetauscht und den Fokus für eine mögliche künstlerische Intervention auf die Grünflächen gelegt. Die Kunstkommission beauftragte die AG einstimmig, in Zusammenarbeit mit Amt 68 und ggf. einer Begleitung durch Amt 66 eine Auslobung vorzubereiten. Parallel sollen Gespräche mit den prämierten Teams zum Wettbewerbsergebnis Biodiversitätsband entlang des RRX bezüglich einer direkten Realisierung sowie mit dem Eigentümer der Arcaden geführt werden. Dabei soll ausgelotet werden, wie weit eine Einbindung möglich ist. Die Auslobung für den geladenen, einphasigen, anonymen Kunst-und- Bau-Wettbewerb ist bereits vorbereitet. Das Workshop-Verfahren des Stadtplanungsamtes (Amt 61) ist abgeschlossen. Die Auswertung der Ergebnisse, die Klärung weiterer Handlungsschritte sowie die Einbindung in das weitere Verfahren durch Amt 61 stehen aus. Ein neuer Sachstandsbericht in der Kunstkommission ist für das dritte Quartal 2025 avisiert. 2.3.4.4 XR-Format für den öffentlichen Raum Im November 2023 wurde der Kunstkommission die XR-Thematik erstmals vorgestellt. In Kooperation mit dem Team MIREVI Lab, welches Teil des Fachbereichs Medien der Hochschule Düsseldorf ist, wurde zunächst ein Workshop entwickelt, um Ideen für ein experimentelles und innovatives neues Wettbewerbsformat zu erarbeiten. Weiter sollte die Frage diskutiert werden, wie XR-Arbeiten Archivmaterial wieder erlebbar machen, Vermittlungsarbeit leisten und wie eine XR-Archivierung aussehen könnte. Zum Zeitpunkt des Berichtes erstellte die Kunstkommission auf Basis der Workshop- Ergebnisse (November 2024) ein Verfahren und eine Auslobung für einen XR- Wettbewerb. Ziel des Wettbewerbs ist es, dass die eingeladenen Künstler*innen einen eigenständigen künstlerischen Entwurf für eine XR-Arbeit im öffentlichen Raum entwickeln und im Jahr 2026 realisieren. Anm.: Die entsprechende Beratung in der Kunstkommission wurde im Februar 2025 gestartet. 13 3 Sonstige projektbezogene Tätigkeiten Die Kunstkommission war mit folgenden weiteren Projekten und Aufgaben befasst: Aus Anlass ihres fünfjährigen Bestehens richtete die Kunstkommission Düsseldorf am 21. Oktober 2023 im Palais Wittgenstein eine international besetzte Fachtagung zu Perspektiven von Kunst im öffentlichen Raum aus. Die vielstimmigen Podiumsgespräche und Impulsvorträge wurden von der Journalistin Dr. Christiane Hoffmanns und der Kunsthistorikerin Prof.in Dr. Astrid Mania moderiert. Teilnehmer*innen waren Aram Bartholl, Carina Bukuts, Margit Czenki, Matthias Einhoff, Elena Frickmann, Gerrit Gohlke, Ayşe Güleç, Prof.in Dr. Natasha A. Kelly, Carola Kemme, Paula Kommoss, Anika Meier, Cornelia Offergeld, Temitayo Ogunbiyi, Christoph Schäfer, Simon Speiser, Ülkü Süngün, Susanne Titz, Prof.in Dr. Renée Tribble sowie Prof.in Dr. Mechtild Widrich. Die Veranstaltung war in zwei Blöcke gegliedert: Am Vormittag standen Strukturen zur Organisation und Realisierung von Kunst für den öffentlichen Raum im Mittelpunkt; nachmittags ging es um Best Practice anhand beispielhafter Projekte. Rund 100 Personen nahmen in Präsenz sowie weitere 200 Personen online über einen Live-Stream an der Veranstaltung teil. Zukünftig soll ein regelmäßiger interkommunaler Austausch angestrebt werden, um sich den Fragestellungen zur Kunst im öffentlichen Raum anzunehmen und ihnen gerecht zu werden. Das Kunstwerk Blickfang von Barbara Wille auf dem Dach des Konrad-Adenauer- Platzes 1 (KAP1) soll beleuchtet werden. Bei einem Ortstermin am 7. Februar 2024 wurde eine Beleuchtungsoption getestet und im Einvernehmen mit der Künstlerin festgelegt. Mittlerweile hat ein Eigentümerwechsel bei der Gebäudeeigentümerin stattgefunden. Anm: Nach Abstimmung mit den Beteiligten der Flugsicherung, dem Amt für Verkehrsmanagement, der Bauaufsicht, dem Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege sowie dem Eigentümer wurde der Auftrag an die Beleuchtungsfirma erteilt. Die Realisierung ist für Herbst 2025 avisiert. Mit seiner Arbeit missing link_ hat der Konzeptkünstler Mischa Kuball von November 2023 bis März 2024 zunächst eine temporäre Lichtinstallation auf der Kasernenstraße realisiert. Ende 2024 hat das Kunstwerk mit Unterstützung der Geschäftsstelle, der Kulturbauabteilung sowie des Amts für Verkehrsmanagement nun dauerhaft seinen Platz vor der ehemaligen Jüdischen Synagoge an der Ecke Kasernenstraße/Siegfried-Klein-Straße gefunden und damit das Gedenken an die im Nationalsozialismus zerstörte zentrale Synagoge der Stadt in den Mittelpunkt gestellt. Die Kunstkommission hat in ihrer Sitzung am 6. Februar 2024 die Realisierung der Arbeit ausdrücklich begrüßt. Für den Aufbau der permanenten Installation wurde der unauffällige, vor Ort bereits vorhandene Gedenkstein im August 2024 vorübergehend abgebaut und eingelagert. Eine ergänzende App ist vor Ort über einen QR-Code oder über den Link https://missinglink-düsseldorf.de aufrufbar. In Bild und Text wird darin die Historie der Synagoge vermittelt. Das Projekt EINE STRASSE von Markus Ambach Projekte (MAP) fand vom 8. Juni bis 18. August 2024 statt und setzte sich am Beispiel der Graf-Adolf-Straße mit der Zukunft der Innenstädte auseinander. Über achtzehn Kunst- und Kulturprojekte, 14 aber auch solche mit lokalen Protagonist*innen aus Anlieger*innenschaft und Alltagskultur diskutierten erste Vorschläge, wie sich die Innenstadt von morgen als heterogene Größe und komplexer sozialer urbaner Raum neu erfinden kann. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm begleitete die Ausstellung. Die Bezirksvertretung 6 (BV 6) hat in ihrer Sitzung am 8. November 2023 auf Antrag der CDU-Fraktion das Aufstellen einer Mannesmann-Stahlröhre als Erinnerungsstück an die Firma Vallourec nach deren Weggang beschlossen. Die Geschäftsstelle der Kunstkommission unterstützt bei der Standortrecherche und der Abstimmung der Rahmenbedingungen mit allen Beteiligten. Im Anschluss wird die Geschäftsstelle die konkrete Realisierung mit der BV 6 erörtern. 4 Öffentlichkeitsarbeit Die Website der Kunstkommission Düsseldorf (www.kunstkommission- duesseldorf.de) mit ihren Inhalten zu kommenden, laufenden sowie abgeschlossenen Projekten sowie Wettbewerben wird kontinuierlich durch die Geschäftsstelle der Kunstkommission weiterentwickelt. Sie dient in bewährter Weise als Plattform für Wettbewerbsverfahren und gibt Überblicke über Termine, Berichterstattungen sowie Projekte. Neben den digital bereitgestellten Inhalten werden zur Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit auch gedruckte Medien eingesetzt: unter anderem Programmflyer zur Projektreihe stadt.raum.experimente oder die Ausstellungsbroschüre zum Lantz’schen Skulpturenpark. In vier Newslettern pro Jahr informiert die Kunstkommission zudem über aktuelle Projekte und Neuigkeiten (www.kunstkommission-duesseldorf.de/newsletter/). Der Newsletter hat rund 700 Abonnent*innen. Im Jahr 2024 wurden vier Newsletter und ein Sondernewsletter zu den Neuwahlen (monothematisch) versendet. Die durchschnittliche Open Rate (Anteil, wie viele Personen den Newsletter geöffnet haben) liegt bei 71,7%. Die Social Media-Arbeit konzentriert sich seit April 2023 auf Instagram. Auf Facebook (www.facebook.com/kunstkommission) werden keine eigenen Beiträge mehr veröffentlicht. Der Instagram-Kanal (www.facebook.com/kunstkommission) besteht seit Juni 2021 und verzeichnet (Stand September 2024) 213 Beiträge und rund 2.000 Follower*innen. Aktiv wird er seit März 2022 durch Britta Rübsam betreut. Sie unterstützt bei der Entwicklung und Ausarbeitung der Postings sowie bei der Interaktion mit der Community. Mit im Schnitt zwei Beiträgen pro Woche hat sich die Follower*innenzahl seit August 2023 verdoppelt. Über den Pressedienst des Amtes für Kommunikation werden wichtige Ereignisse, Ankündigungen und Veranstaltungen der Kunstkommission im Rahmen von Pressemitteilungen veröffentlicht. Ferner werden die Fachmedien informiert. 15 5 Finanzstand und Mittelabfluss Sachkonten Budget 2023 inkl. Übertragung Verausgabt in 2023 Übertragung nach 2024 Budget 2024 inkl. Übertragung Allgemeine Geschäftskosten Kunstkommission und Geschäftsstelle- konsumtiv - in Euro 190.000 190.000 0 181.600 Kosten für Projekte/Wett- bewerbsverfahren /Realisierung- investiv - in Euro 1.731.650 587.765 1.072.656 1.989.656 Summe 1.921.650 777.765 1.072.656 2.171.256
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- KUA/118/2025
- Typ
- Informationsvorlage
- Datum
- 05.06.2025
- Erstellt
- 05.06.2025 10:44