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V/0130/2015

Verbindliche Bedarfsplanung für teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster für 2015 - 2018 nach § 7 Abs. 6 Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (APG NRW)

Vorlagen 13.02.2015

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Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018

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Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018

45778 Zeichen

Kommunaler Pflegebedarfsplan  
für Münster 
2015 – 2018

Inhalt 
1. Einleitung ........................................................................................ .................................. 2  
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung............................................................... ................ 3 
3. Pflegesituation in Münster ........................................................................ ......................... 4  
4. Pflegeinfrastruktur in Münster .................................................................... ........................ 8  
5. Entwicklung der älteren Bevölkerung in Münster .................................................... ..........15  
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster ..........................18  
7. Pflegebedarfsfeststellung 2015 - 2018.............................................................. ................20  
8. Ausblick .......................................................................................... ..................................22

2 Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
1. Einleitung 
 
Das am 16.10.2014 in Kraft getretene neue Alten- un d Pflegegesetz NRW (APG NRW) er- 
öffnet kreisfreien Städten und Kreisen die Möglichkeit, mit dem Instrument der Bedarfsbestä- 
tigung auf der Grundlage einer verbindlichen und kriteriengeleiteten Pflegeplanung die quan- 
titative Entwicklung der voll- und teilstationären Angebote der lokalen Pflegeinfrastruktur mit- 
telbar zu steuern. Hat sich die Kommune für diese M öglichkeit entschieden, ist eine solche 
Bedarfsbestätigung Voraussetzung für die Landesförd erung der betreffenden Einrichtungen 
bzw. ihrer neuen Plätze. Mit diesem Zusatzinstrumen t können Kommunen in die Gestaltung 
der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingrei fen, was die bisherigen Gestaltungsmög- 
lichkeiten wie Information, Beratung und Überzeugun g wesentlich ergänzt. Die Gestaltungs- 
rolle der Stadt wird gestärkt. 
 
Die Entscheidung für die Option, in Münster künftig  eine verbindliche Pflegebedarfsplanung 
(§ 7 Abs. 6 APG NRW) vorzuhalten und damit eine Gru ndlage für die Erteilung oder Versa- 
gung einer Bedarfsbestätigung zu haben, unterstützt  das Vorhaben ein gesamtstädtisches 
Quartiersentwicklungskonzept zu erarbeiten (s. Vorlage V/0835/2013). Im Rahmen der Quar- 
tiersentwicklung sollen mittel- bis längerfristig i n allen Teilgebieten Münsters Bedingungen 
geschaffen werden, die die Anforderungen an altenge rechte Quartiere erfüllen. Ziel ist die 
Abkehr von einem weiteren Ausbau von großen (Spezia l-)Einrichtungen, statt dessen die 
Hinwendung zu individuellen Unterstützungsmodulen für das Leben zu Hause sowie zu quar- 
tiersbezogenen Wohn- und Pflegeangeboten, wozu auch  die sog. neuen Wohnformen zäh- 
len. Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier re levante Infrastruktur soll in Zusammen- 
arbeit der Träger und Anbieter von Gütern wie Diens tleistungen, der bürgerschaftlichen Ak- 
teure und der Stadt vor Ort gestaltet werden. Mit d er verbindlichen Pflegebedarfsplanung 
werden daher wichtige Randbedingungen geschaffen, d ie die Entwicklung auch der pflegeri- 
schen Infrastruktur im Rahmen von Quartiersentwicklung begünstigen.  
 
Eine verbindliche Bedarfsplanung als Grundlage von Bedarfsbestätigungen muss zuvor vom 
Rat beschlossen und öffentlich bekannt gemacht werd en (§ 11 Abs. 7 S. 2 APG NRW), um 
als zusätzliche Fördervoraussetzung gem. § 11 Abs. 7 APG NRW wirksam zu werden. Der 
Beschluss bezieht sich auf alle Plätze, für die der  Einrichtungsträger in der Zeit nach dem 
Ratsbeschluss erstmals eine Förderung beantragt. Die Entscheidung des Rates muss festle- 
gen, ob sich die Bedarfsbemessung auf das gesamte S tadtgebiet beziehen soll oder ein in 
der Bedarfsplanung ausgewiesener sozialräumlicher Bedarf Grundlage sein soll.  
 
Da ein Konzept für eine verbindliche Bedarfsplanung  weder gesetzlich vorgegeben noch 
anderweitig verfügbar ist, müssen die interessierte n Kreise und Städte diese Planungsbasis 
mit den entsprechenden Kriterien und Bezugsgrößen s elbst entwickeln. Kommunen, die die 
verbindliche Bedarfsplanung zur Nutzung der Bedarfsbestätigung kurzfristig einführen möch- 
ten, konnten von der Übergangsregelung Gebrauch mac hen und Entscheidungen über Be- 
darfsbestätigungen bis zum 31.03.2015 aussetzen (§ 22 Abs. 4 APG NRW), indem sie noch 
vor Ende 2014 (Ausschlussfrist: 31.12.2014) einen B eschluss herbeiführten. Hierzu wurde 
mit einer Dringlichkeitsentscheidung (D/0065/2014) Gebrauch gemacht, um Entscheidungen 
über etwaige Vorhaben in der Zeit bis zur Beschluss fassung über die verbindliche Bedarfs- 
planung bis zum 31.03.2015 zurückstellen zu können.  
 
Mit dem nun vorgelegten Pflegebedarfsplan legt die Verwaltung zunächst eine gesamtstäd- 
tisch angelegte Bedarfsermittlung vor, der nur die wesentlichen Daten abdeckt. Der Pflege- 
bedarfsplan wird zum Ende des Jahres aktualisiert u nd um weitere Aspekte ergänzt und 
spezifiziert. Der Planungszeitraum betrifft immer d ie kommenden drei Jahre ab Beschluss- 
fassung. So wird mit dem vorliegenden Bedarfsplan d er Zeitraum 2015 – 2018 abgedeckt, 
zum Ende des Jahres wird dann der Zeitraum um ein Jahr verschoben auf 2016 – 2018.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  3 
 
2. Zielsetzung der Pflegebedarfsplanung 
 
Die Stadt Münster will sich mit der verbindlichen P flegebedarfsplanung ein zusätzliches 
Steuerungsinstrument erschließen, um gemeinsam mit anderen Akteuren, vor allem mit der 
Kommunalen Konferenz Alter und Pflege an der Entwicklung der örtlichen Pflegeinfrastruktur 
aktiv mitzuwirken. Leitbild ist eine vielseitige, b edarfs- wie nachfragegerechte Angebotsland- 
schaft, die den verschiedenen Präferenzen Pflegebed ürftiger Rechnung trägt, gegenüber 
geänderten Bedarfen, Struktur- und Qualitätsanforde rungen anpassungsfähig ist und deren 
Angebote finanzierbar sind. Die verbindliche Pflege bedarfsplanung soll außerdem die alten- 
gerechte Quartiersentwicklung flankieren, in die di e Stadt einsteigen wird. Dabei sollen be- 
stehende Pflegeinfrastruktur und künftige Quartiers strukturen nicht als Gegeneinander son- 
dern synergetisch verstanden werden.  
 
Die verbindliche Pflegebedarfsplanung ist Grundlage für die Bedarfsbestätigung für die Neu- 
errichtung von stationären und teilstationären Pfle geeinrichtungen bzw. zusätzlichen Plätzen 
in solchen Einrichtungen, wenn deren Träger die Inv estitionskostenförderung in Anspruch 
nehmen wollen (§ 11 Abs. 7 APG NRW). Der konkrete Z weck des vom Rat für verbindlich 
erklärten Pflegebedarfsplans besteht daher darin, eine überprüfbare Entscheidungsunterlage 
für die Erteilung oder Versagung der kommunalen Bed arfsbestätigung bereitzustellen; sie ist 
Zugangsöffner für die Landesförderung. Damit hat di e verbindliche Pflegebedarfsplanung 
eine instrumentelle Funktion. Belastbare empirische Aussagen über Zahlen fehlender Plätze, 
die (noch) errichtet werden müssen, um eine tatsäch lich zu erwartende bzw. prognostizierte 
Inanspruchnahme mit zusätzlichen Kapazitäten an vol l- oder teilstationären Plätzen zu be- 
dienen, lassen sich aus einem Pflegebedarfsplan mit  dieser Funktion dagegen nicht entneh- 
men. Um gültige Aussagen treffen zu können, inwiewe it Pflegekapazitäten fehlen, die sich 
allein durch zusätzliche teil- oder vollstationäre Plätze auffüllen lassen, müsste dem Pflege- 
bedarfsplan ein Messkonzept unterlegt werden, das a uf der einen Seite sämtliche Pflegean- 
gebote mit ihren Kapazitäten und Auslastungen auch unter Berücksichtigung der Angebots- 
qualitäten und -bandbreiten abgreift, auf der ander en Seite die gegenwärtigen und künftig 
erwartbaren Individualbedürfnisse implementiert. De rart anspruchsvolle Konzepte gehen 
jedoch weit über die gesetzliche Funktion der verbindlichen Pflegebedarfsplanung hinaus. 
 
Dennoch enthält der vorliegende Pflegebedarfsplan a uch (Bestands-)Informationen über 
andere Bereiche des Pflegesektors, um den Blick auf  ein integriertes und den Bedarfen an- 
gepasstes Pflegeangebot zu richten. Genauere Aussag en über Abhängigkeiten zwischen 
voll- und teilstationärer Pflege einerseits und and eren Pflegeangeboten andererseits werden 
jedoch erst im Rahmen der Weiterentwicklung der Pfl egebedarfsplanung getroffen werden 
können. Dabei werden neben der klassischen Pflege a uch alternative bzw. neue entwickelte 
Angebote und Modelle einbezogen, abgesehen von ambu lanter Pflege gehören dazu u. a. 
Demenz-Wohngruppen, neue Wohnformen sowie vor allem  quartiersbezogene Angebote 
und Versorgungsstrukturen. Da ambulante Pflege oder  alternative Pflegemodelle wie z. B. 
die Demenz-Wohngruppen nicht in jedem Einzelfall mi t im Vergleich zur stationären Pflege 
geringeren Kosten verbunden sind, muss auch der Kos tengesichtspunkt im Blick bleiben, 
wenngleich Vergleiche zwischen stationären und anderen Pflegeformen weitere Aspekte der 
persönlichen Situation nicht ausblenden dürfen. Die  stationäre Pflege kämpft zudem mit ei- 
nem kritischen Ruf, der durch Berichte in den Medien immer wieder angefacht wird. Generell 
benötigt die Pflege eine Imageaufbesserung, sowohl für die Pflege im Heim (Nutzerperspek- 
tive) als auch für den Arbeitsmarkt Pflege. Es wird  bereits jetzt und nicht erst in Zukunft eine 
deutlich höhere Anzahl an Pflegekräften benötigt, e s finden sich aber nicht genügend Inte- 
ressierte. Der Kinderkranken- oder Krankenpflege wi rd immer noch der Vorzug vor der Al- 
tenpflege gegeben.

4 Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
3. Pflegesituation in Münster 
 
Seit 1999 wird in NRW von Information und Technik N ordrhein-Westfalen (IT NRW) als sta- 
tistischem Landesamt anhand der Daten der Leistungs empfänger/innen der Pflegeversiche- 
rung in NRW die Pflegestatistik erstellt. Die Statistik wird im Abstand von zwei Jahren jeweils 
zum 31. Dezember durchgeführt. Die aktuellen Daten liegen für 2013 vor.  
 
Tabelle 1 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Nordrhein-Westfalen 
(im Dezember 2013) 
Verwaltungsbezirk 
––––––––––––––– 
Pflegestufe 1)  
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
insgesamt 
davon erhielten 
ambulante 
Pflege 
vollstationäre 
Pflege Pflegegeld 2) 
Nordrhein -
Westfalen   
     Pflegestufe I   331 262   75 758   60 934   194 570  
 Pflegestufe II   181 488   42 501   63 156   75 831  
 Pflegestufe III   66 678   13 172   34 170   19 336  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeord
net    2 064  –   2 064  –  
 Insgesamt   581 492   131 431   160 324   289 737  
  100 %  22,6 %  27,6 %  49,8 %  
Reg.-Bez. Münster    
     Pflegestufe I   47 833   12 060   9 109   26 664  
 Pflegestufe II   24 877   6 523   9 095   9 259  
 Pflegestufe III   8 168   1 698   4 357   2 113  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeord
net     352  –    352  –  
 Insgesamt   81 230   20 281   22 913   38 036  
  100 %  25 %  28,2 %  46,8 %  
Münster, Stadt        
 Pflegestufe I   3 820   1 210   1 002   1 608  
 Pflegestufe II   2 064    558    922    584  
 Pflegestufe III    696    173    393    130  
 
bisher noch keiner 
Pflegestufe zugeordnet     48  –    48  –  
 Insgesamt   6 628   1 941   2 365   2 322  
  100 %  29,3 %  35,7 %  35 %  
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) ohne Empfänger von Pflegegeld, die zusätzlich ambulante Pflege erhalten 
(diese werden bei der ambulanten Pflege berücksichtigt)  
Quelle: Information und Technik NRW 
 
Mit zunehmender Pflegestufe verschiebt sich die Pfl ege in den vollstationären Bereich. Im 
Vergleich zu Gesamt-NRW und dem Regierungsbezirk Münster fällt auf, dass Münster einen 
deutlich höheren Anteil an stationärer Pflege und s ehr viel niedrigeren Anteil an Pflegegeld 
(Pflege von Angehörigen) aufweist. Die Ursache kann in der Lage und Funktion von Münster 
als Oberzentrum liegen, Einfluss haben möglicherwei se auch die eher städtischen Gesell- 
schaftsstrukturen im Vergleich zum ländlichen Raum.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  5 
 
Tabelle 2 
Leistungsempfänger/ -innen der Pflegeversicherung  
in Nordrhein-Westfalen 2009, 2011 und 2013 (jeweils im Dezember) 
Verwaltungsbezirk 
––––––––––––––– 
Pflegestufe 1)  
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
2009 2011 2)  2013 Veränderung 2013  
geg. 2011 
Nordrhein-
Westfalen   
    
 Pflegestufe I   277 497   305 098   331 262  +  8,6 %    
 Pflegestufe II   169 689   176 633   181 488  +  2,7 %    
 Pflegestufe III   60 537   65 138   66 678  +  2,4 %    
 
bisher noch keiner Pfle- 
gestufe zugeordnet     1 422 
   964   2 064  +114,1 %    
 Insgesamt   509 145   547 833   581 492  +  6,1 %    
Reg.-Bez. 
Münster    
    
 Pflegestufe I   40 780   44 684   47 833  +  7,0 %    
 Pflegestufe II   24 353   24 921   24 877  –  0,2 %    
 Pflegestufe III   7 869   8 028   8 168  +  1,7 %    
 
bisher noch keiner Pfle- 
gestufe zugeordnet      162 
   109    352  +222,9 %    
 Insgesamt   73 164   77 742   81 230  +  4,5 %    
Münster, 
Stadt        
    
 Pflegestufe I   3 190   3 526   3 820  +  8,3 %    
 Pflegestufe II   1 803   1 909   2 064  +  8,1 %    
 Pflegestufe III    561    660    696  +  5,5 %    
 
bisher noch keiner Pfle- 
gestufe zugeordnet      19 
   25    48  + 92,0 %    
 Insgesamt   5 573   6 120   6 628  +  8,3 %    
1) Pflegestufe III: einschl. Härtefälle; 2) Vergleichbarkeit zu den Vorjahren eingeschränkt  
Quelle: Information und Technik NRW 
 
Die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit nach Pflege stufen zeigt die größte Zunahme in der 
Pflegestufe I auf, wobei im Vergleich in Münster auch die Zunahme in Pflegestufe II sich ähn- 
lich entwickelt. Insgesamt ist eine deutliche Zunah me der Leistungsempfänger der Pflege- 
versicherung festzustellen, was auch einen erhöhten Bedarf an Pflegeinfrastruktur erfordert.

6 Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
Tabelle 3 
 
  
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Münster 
Jahr Insgesamt  je 1 000 
Einwohner 
davon erhielten am 15.12. Pflegegeld am 
ambulante Pflege stationäre Pflege 1)   31.12. 2) 
1999 5 447  21 1 295 1 849 2 303  
2001 5 395  20 1 352 1 740 2 143  
2003 5 187  19 1 349 2 112 1 726  
2005 5 294  20 1 339 2 221 1 734  
2007 5 714  21 1 605 2 343 1 766  
2009 5 573  20 1 534 2 130 1 909  
2011 6 120 21 1 686 2 280 2 154  
2013 6 628 22 1 941 2 365 2 322  
1)  Bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Pflegebedürftigen in Einrichtungen werden ab der Erhebung 2009 die 
Besucher von Tagespflegeeinrichtungen nicht mehr addiert. 
2)  Ohne Empfänger und Empfängerinnen von Kombinationsleistungen, die bereits bei der ambulanten 
    oder stationären Pflege berücksichtigt sind. 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Tabelle 4 
Pflegebedürftige nach Versorgungsart in Münster, Entwicklung von 2011 zu 2013 
  Pflegebedürftige 2011 Pflegebedürftige 2013 Veränderung 
2013 geg. 2011 
Stationäre Pflege 2 280 37,3 % 2 365 35,7 % + 3,7 %  
Pflege zu Hause 3 840 62,8 % 4 263 64,3 % + 11 %  
-  durch Angehörige 2 154  35,2 % 2 322  35%  + 7,80 % 
-  mit bzw. durch ambu- 
lante Pflegedienste 1 686  27,6 % 1 941  29,3 % + 15,1 % 
Insgesamt 6 120 100 % 6 628  100 % + 8,30 %  
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Diese Daten machen die starke Entwicklung der Ambulantisierung der Pflege deutlich. Durch 
die Pflege mit ambulanten Pflegediensten kann der W unsch vieler Pflegebedürftiger, in der 
eigenen Wohnung oder in bekanntem Umfeld ggf. bei Angehörigen zu verbleiben, ermöglicht 
werden. Häufig können pflegende Angehörige so eine Entlastung wahrnehmen oder auch 
ggf. noch vorhandener Berufstätigkeit ausüben und a ndere familiäre Verpflichtungen wahr- 
nehmen.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  7 
 
Tabelle 5 
  Leistungsempfänger/-innen 
aus der Pflegeversicherung in Münster nach Altersstufen 
am 15.12.13 
insgesamt  ambulante 
Pflege 
vollstationäre Pflege Pflege-
geld 1)  
nachr.: teil- 
stationäre 
Pflege 
2)  
Alter von … 
bis unter … zusammen  Dauer-
pflege 
Kurzzeit-
pflege 
Tages-
pflege 
Insgesamt  6 628 1 941 2 365 2 276   89 2 322   182 
0 - 65 Jahre 1 032  189  135  126   9  708   9 
65 - 70 Jahre  241  65  63  58   5  113   7 
70 - 75 Jahre  482  136  157  149   8  189   13 
75 - 80 Jahre  812  259  278  266   12  275   31 
80 - 85 Jahre 1 167  389  426  406   20  352   44 
85 - 90 Jahre 1 489  461  649  628   21  379   51 
90 - 95 Jahre 1 110  351  516  507   9  243   20 
95 Jahre und 
älter   295  91  141  136 
  5  63   7 
1)  Ohne Empfänger/-innen von Pflegegeld, die zusätzlich auch ambulante Pflege erhalten. Diese wer- 
den bei der ambulanten  Pflege berücksichtigt. Stichtag: 31.12.2013. Zudem ohne Empfänger/-innen 
von Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege. Diese werden bereits bei der vollstationären bzw. ambulan- 
ten Pflege erfasst. 
2)  Empfänger/-innen von Tages- und Nachtpflege erhalten in der Regel auch Pflegegeld oder ambulan- 
te Pflege. Sie sind dadurch bereits bei der Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt erfasst und werden 
hier nur nachrichtlich ausgewiesen. 
Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
 
 
Der Aufgliederung der Empfängerinnen und Empfänger von Pflegeversicherungsleistungen 
nach Altersstufen zeigt, dass die Pflegebedürftigkeit bei Menschen über 80 Jahren am größ- 
ten ist. Deutlich wird hier auch, dass die Pflege z u Hause mit zunehmendem Alter schwieri- 
ger wird. Dies mag zum einen auch am zunehmenden Al ter der Angehörigen bzw. auch an 
dem Nichtvorhandensein liegen, da der Partner oder die Partnerin bereits verstorben ist, zum 
anderen der Grad der Pflegebedürftigkeit sich erhöht.

8 Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
4. Pflegeinfrastruktur in Münster 
 
Die Pflegeinfrastruktur setzt sich in Münster vielf ältig zusammen und ist in stetigem Wachs- 
tum, wie aus folgender Tabelle ersichtlich wird: 
 
Tabelle 6 
Am 
31.12. 
Pflegerische Infrastruktur in Münster 
Stationäre 
Pflegeplätze 
Ambulant betreute 
Wohngemeinschaften  
Tages- 
pflegeplätze 
Kurzzeit- 
pflegeplätze  
Anzahl 
1999 1 875   20   84   67  
2000 1 960   20   104   78  
2001 2 100   20   104   93  
2002 2 100   20   104   93  
2003 2 145   20   116   105  
2004 2 145   20   122   116  
2005 2 171   29   107   114  
2006 2 261   58   107   131  
2007 2 416   77   95   152  
2008 2 406   110   113   163  
2009 2 481   118   113   183  
2010 2 508   136   113   198  
2011 2 607   136   152   184  
2012 2 647   136   152   190  
2013 2 667   147   152   199  
2014 2 637   171   164   210  
Quelle: Stadt Münster - Sozialamt 
 
 
Die Abnahme an stationären Plätzen liegt daran, das s eine Einrichtung geschlossen wurde 
und dass in anderen Einrichtungen stationäre Plätze  in ambulant betreute Wohngemein- 
schaften umgewandelt wurden. Insgesamt hat sich die  Anzahl an Plätzen in der Pflegeinfra- 
struktur erhöht. 
 
Nachfolgend werden die Einrichtungen in Münster mit ihren Angeboten aufgeführt.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  9 
 
Tabelle 7  
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen, Stand Januar 2015  
  Einrichtung Straße, Hausnummer Postleitzahl  Stadtbezirk  Stadtteil Platzz. EZ DZ Eingst . 
KP EZ-Quote 
1 Achatius-Haus Wolbeck Münsterstr. 24 b/c 48167 Sü dost Wolbeck 66 66 0 4  100,0 
2 Alexianer – Haus Thomas Alexianerweg 8 48163 Hilt rup Amelsbüren 54 46 4 4 85,2 
3 Altenheim St. Elisabeth Südlohnweg 1 48161 West G ievenbeck 92 92 0 5  100,0 
4 Altenheim St. Lamberti Scharnhorststr. 4-8 48151 Mitte Pluggendorf 83 65 9 2 78,3 
5 Altenzentrum Klarastift Andreas-Hofer-Str. 70 481 45 Mitte Herz-Jesu 103 81 11  78,6 
6 Cohaus-Vendt-Stift Krumme Str. 39/40 48143 Mitte Aegidii 82 82 0   100,0 
7 DKV-Residenz am  
Tibusplatz Tibusplatz 1 48143 Mitte Buddenturm 49 39 5   79,6 
8 Ev. Altenzentrum 
Meckmannshof Meckmannweg 74 48163 West Mecklenbeck 171 59 56 15 34,5 
9 Friederike-Fliedner-Haus Coerdestr. 56 48147 Mitt e Kreuz 80 70 5 6  87,5 
10  Friedrichsburg Offenbergstraße 19 48151 Mitte Plugg endorf 138 114 12 8  82,6 
11  Handorfer Hof Handorfer Str. 24 48157 Ost Handorf 7 8 78 0 8 100,0 
12  Haus Franziska Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hilt rup-Mitte 60 60 0   100,0 
13  Haus Heidhorn - Hiltrup Westfalenstr. 490 48165 Hil trup Amelsbüren 52 52 0  6 100,0 
14  Haus Maria Trost Sankt-Mauritz-Freiheit 52 48145 Mi tte Herz-Jesu 84 76 4   90,5 
15  Haus Simeon Am Berg Fidel 70 48153 Hiltrup Berg-Fid el 149 149 0 0  100,0 
16  Haus v. Guten Hirten 
 - Pflege  Mauritz-Lindenweg 61 48145 Mitte Herz-Jesu 16 12 2   75,0 
17  Haus Wilkinghege Wilkinghege 55 48159 Nord Kinderhaus 
West 65 65 0   100,0 
18  Johanniter-Stift Münster Weißenburgstr. 48 48151 Mi tte Geist 80 80 0 5 100,0 
19  Kardinal-von-Galen-Stift Clemens-August-Platz 8a 48 167 Südost Angelmodde 66 54 6 6 81,8 
20  LWL Pflegezentrum Münster Friedr.-W.-Weber-Str. 30 48147 Mitte Uppenberg 80 72 4 2 90,0 
21  Maria-Hötte-Stift Düesbergweg 143 48153 Mitte Düesb erg 123 91 19 6 74,0 
22  Marienheim An der Alten Kirche 5 48165 Hiltrup Hilt rup-Mitte 83 71 6 1 85,5 
23  Martin-Luther-Haus Fliednerstr. 17 48149 West Sentr up 151 133 9 8 88,1

10  Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
  Einrichtung Straße, Hausnummer Postleitzahl  Stadtbezirk  Stadtteil Platzz. EZ DZ Eingst . 
KP EZ-Quote 
24  Meyer-Suhrheinrich-Haus Marktallee 42 48165 Hiltrup  Hiltrup-Mitte 42 42 0   100,0 
25 Papst-Johannes-Paul-Stift Culmer Str. 16 48157 Nord  Coerde 72 72 0 4 100,0 
26  Perthes-Haus Wienburgstr. 60 48147 Mitte Uppenberg 87 49 19 4 56,3 
27  Residenz Aaseehof Pottkamp 25 48149 Mitte Schloss 8 0 72 4 15 90,0 
28  Schölling-Lentze-Heim Bohlweg 5 48147 Mitte Schlach thof 21 21 0   100,0 
29  Seniorenresidenz  
Kastanienhof Ostmarkstr. 9 48145 Mitte Mauritz-Mitte 62 44 9 8 7 1,0 
30  Seniorenzentrum  
Gievenbeck Gartenbreie 1 48151 West Gievenbeck 81 81 0   100,0 
31  Seniorenzentrum Albachten Rottkamp 49 48163 West Al bachten 66 56 5 10 84,8 
32  Wohnen in Pastors Garten Alte Dorfstr. 10 48161 Wes t Roxel 40 40 0 4 100,0 
33  Wohnstift am Südpark Clevornstraße 5 48153 Mitte Sc hützenhof 74 62 6 2 83,8 
 Gesamt     2 636 2 240 201 138 85,0 
 
Ausgewiesene Sonderformen 
1. Stationäre Hausgemeinschaftsangebote für an Demenz Erkrankte: Klarastift, Meyer-Suhrheinrich-Haus (ausschließlich), DKV Residenz 
2. Angebot für Wachkomapatienten, 22 Plätze im Klarastift (Casa Vitae) 
3. Angebote für junge Pflegebedürftige, 18 Plätze im Achatius-Haus Wolbeck

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  11  
 
Mit der Tagepflege werden insbesondere für demente Pflegebedürftige Angebote geschaf- 
fen, die es ihnen ermöglichen, tagsüber eine Betreu ung und Pflege in Anspruch zu nehmen 
und trotzdem in der vertrauten Umgebung wohnen zu b leiben. Dies ermöglicht den Angehö- 
rigen häufig die weitere Berufstätigkeit und entlas tet von einem Teil der pflegerischen Ver- 
antwortung. In Münster gibt es derzeit folgende Tagespflege-Angebote: 
 
Tabelle 8 
Tagespflege, Stand Januar 2015 
Einrichtung Plätze  Straße Pos t- 
leitzahl  
Stadt - 
bezirk Stadtteil 
Clemens-Wallrath-Haus 20 Josefstr. 4 48151 Mitte Jo sef 
Achatiushaus  12 Münsterstr.  48167 Südost Wolbeck 
Altenhilfe-Zentrum  
St. Clemens 15 Kortumweg 56 48165 Hiltrup Hiltrup-Mitte 
Haus Benteler 12 Prozessionsweg 54 48145 Mitte Maur itz-Mitte  
Meckmannshof 24 Meckmannweg 74 48163 West Mecklen- 
beck 
Wohnstift 
am Südpark 15 Clevornstr. 5 48153 Mitte Schützenhof 
 
Papst-Johannes-Paul-
Stift 15 Culmer Str. 16 48157 Nord Coerde 
Friederike-Fliedner-
Haus  12 Coerdestr. 56 48147 Mitte Kreuz 
Altenheim St. Elisabeth  15 Südlohnweg 1 48161 West  Gievenbeck 
Josef Stift 12 Twenhövenweg 18 48167 Südost Angelmo dde  
pro.cura Tagespflege 12 Wolbecker Str. 226 48155 Os t Mauritz-Ost 
Gesamtplatzzahl 164    
 
 
Mit der Kurzzeitpflege wird vorübergehende Pflegebe dürftigkeit z. B. nach einem Kranken- 
hausaufenthalt oder bei Verhinderung der pflegenden Angehörigen die Pflege abgedeckt. Es 
gibt solitäre Kurzzeitpflegeangebote (s. Tabelle), darüber hinaus bieten viele Altenpflege-
Einrichtungen eingestreute Kurzzeitpflegeplätze an. 
 
 
Tabelle 9 
Kurzzeitpflege, Stand Januar 2015  
  Solitäre Kurzeitpflege  Plätze Straße Post-
leitzahl  Stadtbezirk  Stadtteil 
Seniorenzentrum 
Gievenbeck 15 Gartenbreie 1 48161 West Gievenbeck  
Clemenshospital 18 Düesbergweg 143 48153 Mitte Dües berg 
„Haus Maria“ 20 Westfalenstr. 109 48165 Hiltrup Hil trup-Mitte  
Raphaelsklinik 23 Klosterstr. 75 48143 Mitte Dom 
Gesamt 76

12  Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
In ambulant betreuten Wohngemeinschaften können dem ente Pflegebedürftige ein Leben in 
häuslicher Gemeinschaft führen, die allein durch di e Größe einen familiäreren Charakter als 
eine stationäre Pflegeinrichtung vermittelt. Das An gebot richtet sich bisher meistens an De- 
menz-Erkrankte, es gibt auch Wohngruppen für Mensch en mit geringem oder speziellem 
Pflegebedarf. 
 
Tabelle 10 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften, Stand Januar 2015 
Wohngemeinschaften Plätze Straße Post -
leitzahl  Stadtbezirk Stadtteil 
Casa Mauritz 
Klarastift 15 Andreas-Hofer-Str. 
86 48145 Mitte Herz-Jesu 
Haus Taubenstraße 
Alexianer 8 Taubenstraße 12 48149 Mitte Herz-Jesu 
Hof Schultmann 
Alexianer 12 Stratmannweg 21 48163 West Mecklen- 
beck 
Irmgard Buschmann 
Haus/Klarastift 11/8 Am Küchenbusch 
15 48161 West Gievenbeck  
Villa Hittorfstraße 
Alexianer 10 Hittorfstraße 10 48149 Mitte Schloss 
Villa Kahmann 
 11 Gremmendorfer 
Weg 44 48167 Südost Gremmen- 
dorf 
Villa Mauritz 
Alexianer 10 Kaiser-Wilhelm-
Ring 34 48145 Mitte Mauritz-
Mitte 
WG Josef-Beckmann-
Str., DRK 10 Josef-Beckmann-
Straße 5 - 7 48159 Nord Kinderhaus  
Nienberge 
CBM 7/7 Kirmstr. 
18/Gartenstiege 6 48161 West Nienberge 
Haus Genius 
DKV Residenz 9 Tibusplatz 1 - 7 48143 Mitte Buddenturm  
WG Schulstraße 
Diakonie Münster  10 /8 Schulstr. 47 48149 Mitte Kreuz 
Dreifaltigkeitskirche 
Verein für Wohnhilfen 
e.V.  
8 Kinderhauser Str. 
63 48147 Mitte Uppenberg 
 
Haus Elisabeth 
Alexianer 
12 Herrenstr. 10 48167 Südost Wolbeck 
Hof Schultmann 
Alexianer 
12 Stratmannweg 21 48163 West Mecklen- 
beck 
WG Arche Noah 
Klarastift 
12 Manfred-von-
Richthofen-Str. 45 
48145 Mitte Mauritz-
Mitte 
WG Arche Sarah 
Klarastift 
12 Manfred-von-
Richthofen-Str. 45 
48145 Mitte Mauritz-
Mitte 
 
Gesamt 
 
193 
    
Planung/Bau      
Münzstraße 
DRK Schwesternschaft  8/8 Münzstr. 38 48143 Mitte Buddenturm  
 
 
Der Großteil der Pflege wird ambulant durchgeführt, in den Räumlichkeiten der Pflegebedürf- 
tigen oder ihrer Angehörigen. Besteht nicht oder nur teilweise die Möglichkeit, die Pflege von 
Angehörigen durchführen zu lassen, wird ein profess ioneller Pflegedienst zumindest unter- 
stützend hinzugezogen. Mit dem zunehmenden Pflegebe darf ist auch der Markt der ambu-

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  13  
 
lanten Pflegedienste gewachsen. Das Angebot reicht von hauswirtschaftlichen Hilfen, pflege- 
rischen Leistungen bis hin zu Anleitung und Betreuu ng für Personen mit eingeschränkter 
Alltagskompetenz nach § 45b SGB XI. Nachfolgende am bulanten Pflegedienste bieten in 
Münster Versorgungsangebote an: 
 
Tabelle 11 
Ambulante Dienste, Stand Januar 2015  
Dienst Straße, Hausnummer Postleitzahl 
Ambulanter Pflegedienst Akticom Münsterstr. 25 4816 7 
Akticom Beratungsbüro Gesundheit 
und Pflege Mondstr. 179 48155 
air vital Intensivpflegedienst Nordstr. 66 59569 Be ckum 
Akti-Med Pflegedienst GmbH Westfalenstr. 171 48165 
Aktive-Pflege-Münster Hohenzollernring 30 48145 
AKTI-Vital Merkureck 14 48165 
Ambulante Dienste e.V. Bohlweg 10 48147 
Ambulante Dienste e.V. 
Quartier Gievenbeck Toppheideweg 9 48161 
Ambulante Dienste e.V. 
Quartier An der Aa Rjasanstr. 21 48147 
Ambulanter Krankenpflegedienst 
Julia GmbH Rüschhausweg 149 48161 
Ambulante Psychiatrische Pflege Geiststr. 37 48151 
ASB Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 
AWO Ambulanter Dienst Hochstr. 12 48151 
Bahrenberg Münster Mitte Augustastraße 34 48153 
Bahrenberg Münster Nord Kanalstr. 30 48147 
Care aktiv An den Loddenbüschen 77 48155 
Caritas Münster Ambulante Pflege Josefstraße 2 4815 1 
Caritas Münster Familienpflege Josefstraße 2 48151 
Cathamed Pflegedienst  Gremmendorfer Weg 26 48167 
Cathamed Pflegedienst, Kinderin- 
tensivpflege Oststr. 57 48231 Waren- 
dorf 
Clemenshospital – Ambulanter 
Dienst Duesbergweg 124 48153 
Comfort Pflege Ostviertel GmbH Hohenzollernring 67 48145 
DRK-Sozialstation Häusliche  
Pflege Zumsandestr. 25/27 48145 
DRK-Sozialstation Mathildenstift  Münzstraße 38 481 43 
eins:eins Intensivpflege Osttor 74 48165 
Erste Hilfe Ambulanter Pflegedienst  Schlossplatz 22 48143 
Ev. Diakoniestation Münster 
gGmbH Wichernstr. 22 48147 
Pflegedienst Herms Feldstiege 100 48161 
Humanitas Grevener Str. 105 48159 
jederzeit ambulante Pflege GmbH Kirchstr. 6 481268 Greven

14  Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
Dienst Straße, Hausnummer Postleitzahl 
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Sozial- 
station Häusl. Pflege u. Betreuung Geringhoffstraße 45 – 47 48163 
Ambulante Dienste Klarastift  Andreas-Hofer-Straße 70 - 72 48145 
Lebens-Nah Letterhausweg 103 48167 
Leben – Erleben Amb. Kranken- u. 
Altenpflege Wolbecker Straße 140 b 48155 
Ambulante Pflege Lindenhof Idenbrockplatz 21 48159 
Familienpflege Meinert Münsterstr. 26 48727 Billerb- 
eck  
Amb. Pflegedienst Meinert, Bera- 
tungsbüro Pantaleonplatz 24 48161 
MiCura Pflegedienst Münster Tibusplatz 6 48143 
Pflegeteam miteinander Coerdestr. 45 48147 
die mobilen - Mobile Alten- und 
Behindertenhilfe e.V.  Augustastraße 28 48153 
Münster Pflege Gartenbreie 62 48161 
pia causa  Josefstraße 4  48151 
pro.cura Pflegeteam Wolbecker Str. 224 48155 
Raphaelsklinik – Ambulante Kran- 
kenpflege Loerstr. 23 48143 
Pflegebüro Schmidt Marktallee 66 48165 
Vis Vitalis Sophienstraße 1 48145 
VITA-MED  Krögerweg 14  48155  
Zentrum Mobiler Dienste  Pottkamp 15 – 19  48149

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  15  
 
5. Entwicklung der älteren Bevölkerung in Münster 
 
Die vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung durchgeführte Bevöl- 
kerungsprognose bis 2030 wurde zum 30.06.2014 aktualisiert. Mit der Bevölkerungsprogno- 
se wird deutlich, dass Münster wächst, wobei auch die ältere Bevölkerung zunimmt.  
 
 
 
 
 
Stadt Münster - Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 0 1 000 2 000 3 000 4 000 
99 
96 
93 
90 
87 
84 
81 
78 
75 
72 
69 
66 
63 
60 
57 
54 
51 
48 
45 
42 
39 
36 
33 
30 
27 
24 
21 
18 
15 
12 
9
6
3
0
 0 1 000 2 000 3 000 4 000 
1
3
5
7
9
1 1 
1 3 
1 5 
1 7 
1 9 
2 1 
2 3 
2 5 
2 7 
2 9 
3 1 
3 3 
3 5 
3 7 
3 9 
4 1 
4 3 
4 5 
4 7 
4 9 
5 1 
5 3 
5 5 
5 7 
5 9 
6 1 
6 3 
6 5 
6 7 
6 9 
7 1 
7 3 
7 5 
7 7 
7 9 
8 1 
8 3 
8 5 
8 7 
8 9 
9 1 
9 3 
9 5 
9 7 
9 9 
1 0 1 
Alter 
Männer Frauen 
Bestand 31.12.2013 
Prognose 2020 
Einwohnerzahl, absolut

16  Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
Tabelle 12 
Wohnberechtigte Bevölkerung über 70 Jahre nach Altersgruppen in der Stadt Münster  
1995 bis 2020 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
 Jahre 
 jew. 31.12. 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   in der Stadt Münster 
insgesamt darunter im Alter von ... bis unter ... Jahre 
70 - 75 75 - 80 80 - 85 85 - 90 90 u. ä. 
IST             
         
1995 279 632  10 590  6 290  6 336  3 424  1 368  
2000 279 461  11 061  8 946  4 789  3 805  1 776  
2005 278 925  10 698  9 497  6 881  3 065  2 065  
2010 285 180  13 858  9 529  7 590  4 589  2 018  
2011 296 440  14 124  10 036  7 592  4 703  2 252  
2012 296 536  13 715  10 671  7 471  4 802  2 376  
2013 298 518  13 301  11 425  7 275  5 018  2 525  
            
PROGNOSE             
         
2014 300 893  12 676  12 041  7 523  5 241  2 746  
2015 303 787  11 459  12 515  7 850  5 424  2 992  
2016 305 633  10 778  12 761  8 318  5 501  3 248  
2017 307 190  10 660  12 422  8 892  5 530  3 463  
2018 308 581  10 557  12 102  9 518  5 510  3 740  
2019 309 834  10 819  11 574  10 028  5 708  3 948  
2020 310 995  11 632  10 520  10 422  5 967  4 149  
              
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
Wie bereits unter Punkt 3 aufgezeigt, nimmt bei den über 80-jährigen der Pflegebedarf er- 
heblich zu. Die für die nächsten Jahre prognostizierte Zunahme insbesondere der Bevölke- 
rung ab 80 Jahren wird eine deutliche Zunahme des Pflegebedarfs verursachen. Wie die 
folgende Grafik zeigt, werden die älteren Menschen überwiegend Frauen sein.  
 
 
 
7 415 
6 620 
4 557 
3 421 
2 015 
6 336 6 071 6 339 
3 951 
3 069 
5 886 
4 805 
2 718 
1 597 
510 
5 297 
4 449 
4 083 
2 016 
1 080 
 0 
1 000 
2 000 
3 000 
4 000 
5 000 
6 000 
7 000 
8 000 
70 - 75 75 - 80 80 - 85 85 - 90 90 u.ä. 
Altersgruppen 
Bevölkerungsprognose Stadt Münster 2013 bis 2020 
Altersgruppen ab 70 Jahre 2013 und 2020 nach Geschlecht 
Frauen 2013 Frauen 2020 (Prognose) Männer 2013 Männer 2020 (Prognose)

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  17  
 
 Tabelle 13 
Entwicklung der Bevölkerung 2013 - 2020 ab 60 Jahren in Stufen von 
5 Altersjahren (absolut, relativ) 
(Differenzen in den Summen durch Runden) 
Alters-
gruppen 
Bevölkerung insgesamt 
31.12.2013 
(Bestand) 
31.12.2020 
(Prognose) 
Differenz zu 2013 
absolut in % 
60 - <65 J. 14 849 18 027 3 178 21,4 
65 - <70 J. 11 138 14 595 3 457 31,0 
70 - <75 J. 13 301 11 632 -1 669 -12,5 
75 - <80 J. 11 425 10 520 - 905 -7,9 
80 - <85 J. 7 275 10 422 3 147 43,3 
85 - <90 J. 5 018 5 967  949 18,9 
90 J. u. ä. 2 525 4 149 1 624 64,3 
 Quelle: Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
Die absoluten Zahlen machen die Zunahme der hochaltrigen Bevölkerung (ab 80 Jahren) 
ausgehend von 2013 bereits bis 2020 mit 38,6 % deutlich.

18  Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
6. Zukünftige Entwicklung der Nachfrage von Pflegeleistungen in Münster 
 
Für die zukünftige Entwicklung der Nachfrage stehen  als Grundlage die Daten von IT.NRW 
mit der Bevölkerungsprognose und den Modellrechnung en zur Entwicklung der Pflegebe- 
dürftigkeit in NRW (Auswirkungen des demografischen  Wandels, Modellrechnungen zur 
Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in NRW, Statist ische Analysen und Studien, Band 76 
(IT.NRW)) zur Verfügung. Zur Auswirkung der demografischen Entwicklung steht vom städti- 
schen Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verke hrsplanung die kleinräumige Bevölke- 
rungsprognose zur Verfügung (s. 5). Die Bevölkerung sentwicklung von IT.NRW berücksich- 
tigt die Bewohnerinnen und Bewohner mit Erstwohnsit z, die münstersche Bevölkerungs- 
prognose berücksichtigt auch die Bewohnerinnen und Bewohner mit Zweitwohnsitz, lässt 
aber Aussagen auf kleinere Bezugsräume zu. 
 
Für die zukünftige Entwicklung der Pflegebedürftigkeit hat IT.NRW Modellrechnungen durch- 
geführt, die räumlich bezogen auf die Kreise und kr eisfreien Städte bis zum Jahr 2030 er- 
stellt wurden. Die Entwicklung der Pflegebedürftigk eit wird durch die Bevölkerungsentwick- 
lung und das bestehende Pflegerisiko beeinflusst. F ür die Modellrechnungen wurden als 
Datenbasis die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausber echnung die die Statistik der Pflege- 
versicherung verwendet. Bei der Berechnung zu den P flegestufen ist zu berücksichtigen, 
dass die Pflegebedürftigen, die noch keiner Pfleges tufe zugeordnet sind, nicht einbezogen 
werden konnten. Es wurden zwei Modellrechnungen durchgeführt, eine sogenannte konstan- 
te Variante und eine Trendvariante. Bei der konstan ten Variante wird der Fokus ausschließ- 
lich auf die demografischen Veränderungen gelegt un d ein gleichbleibendes Pflegerisiko 
unterstellt. Basis sind die alters- und geschlechtsspezifischen Pflegehäufigkeiten (Pflegequo- 
ten) der Jahre 2007, 2009 und 2011, die konstant au f den gesamten Berechnungszeitraum 
bis 2030 angewandt werden. Die Trendvariante geht d agegen von einer Abnahme des Pfle- 
gerisikos aus. Basierend auf aktuellen Studien wird angenommen, dass mit einer steigenden 
Lebenserwartung auch eine bessere Gesundheit verbun den sein wird, also von einem An- 
stieg der pflegebedürftigkeitsfreien Lebenszeit aus zugehen ist. Für die Berechnung der 
Trendvariante wurde analog der Steigerung der Leben serwartung eine Verschiebung der 
Pflegequoten durchgeführt. Beide Modellrechnungen s ind als Schätzungen einzustufen, die 
zur Orientierung dienen können, jedoch keine festst ehenden Ergebnisse voraussagen kön- 
nen. 
 
Tabelle 14 
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Altersgruppen  
Ergebnisse für 2011 und für die Modellrechnungsjahre 2015, 2020, 2025 und 2030 
 
Konstante Variante 
  2011 2015  2020  2025  2030  
  Anzahl  1000 
Männlich           
unter 60 418  0,4  0,4  0,4  0,4  
60 bis unter 70 224  0,2  0,3  0,3  0,4  
70 bis unter 80 532  0,5  0,5  0,5  0,6  
80 bis unter 90 680  0,7  0,9  1,1  1,0  
90 und mehr 184  0,3  0,4  0,5  0,7  
Weiblich           
unter 60 400  0,4  0,4  0,4  0,4  
60 bis unter 70 202  0,2  0,3  0,3  0,4  
70 bis unter 80 696  0,7  0,7  0,7  0,8  
80 bis unter 90 1 791  1,8  2,1  2,3  2,1  
90 und mehr 993  1,1  1,3  1,4  1,8  
            
Zusammen 6 120  6,4  7,2  7,9  8,6  
 
 
Trendvariante 
  2011 2015  2020  2025  2030  
  Anzahl  1000 
Männlich           
unter 60 418  0,4  0,4  0,4  0,4  
60 bis unter 70 224  0,2  0,2  0,3  0,3  
70 bis unter 80 532  0,5  0,4  0,4  0,5  
80 bis unter 90 680  0,7  0,8  0,9  0,9  
90 und mehr 184  0,3  0,4  0,5  0,7  
Weiblich            
unter 60 400  0,4  0,4  0,4  0,4  
60 bis unter 70 202  0,2  0,2  0,3  0,3  
70 bis unter 80 696  0,7  0,6  0,6  0,6  
80 bis unter 90 1791  1,8  1,8  2,0  1,8  
90 und mehr 993  1,1  1,2  1,3  1,7  
            
Zusammen 6 120  6,3  6,5  7,0  7,5

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  19  
 
 
 
Tabelle 15 
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Pflegestufe 
Ergebnisse für 2011 und für die Modellrechnungsjahre 2015, 2020, 2025 und 2030  
 
Konstante Variante 
  2011 2015  2020  2025  2030  
  Anzahl  1000 
Männlich            
Pflegestufe I 1 179  1,2  1,4  1,6  1,8  
Pflegestufe II 670  0,7  0,8  0,9  1,0  
Pflegestufe III 179  0,2  0,2  0,2  0,3  
Weiblich           
Pflegestufe I 2 347  2,4  2,7  2,9  3,1  
Pflegestufe II 1 239  1,4  1,5  1,6  1,8  
Pflegestufe III 481  0,5  0,5  0,6  0,6  
            
Zusammen 6 095  6,4  7,2  7,9  8,6  
 
Trendvariante 
  2011 2015  2020  2025  2030  
  Anzahl  1000 
Männlich            
Pflegestufe I 1 179  1,2  1,3  1,4  1,5  
Pflegestufe II 670  0,7  0,7  0,8  0,9  
Pflegestufe III 179  0,2  0,2  0,2  0,2  
Weiblich          
Pflegestufe I 2 347  2,4  2,4  2,6  2,7  
Pflegestufe II 1 239  1,4  1,4  1,5  1,6  
Pflegestufe III 481  0,5  0,5  0,5  0,5  
            
Zusammen 6 095  6,3  6,5  7,0  7,5  
 
 
 
Tabelle 16 
Pflegebedürftige in Münster nach Geschlecht und Art der Pflegleistung 
Ergebnisse für 2011 und für die Modellrechnungsjahre 2015, 2020, 2025 und 2030  
 
Konstante Variante 
  2011 2015  2020  2025  2030  
  Anzahl  1000 
Männlich            
ambulante Pflege 550  0,6  0,7  0,8  0,9  
stationäre Pflege 537  0,6  0,7  0,8  0,9  
Pflegegeld-
empfänger 951 
 0,9  1,0  1,1  1,2  
Weiblich           
ambulante Pflege 1 136  1,2  1,3  1,4  1,5  
stationäre Pflege 1 743  1,9  2,2  2,3  2,5  
Pflegegeld-
empfängerinnen 1 203 
 1,2  1,3  1,4  1,5  
            
Zusammen 6 120  6,4  7,2  7,9  8,6  
 
Trendvariante 
  2011 2015  2020  2025  2030  
  Anzahl  1000 
Männlich            
ambulante Pflege 550  0,6  0,7  0,7  0,8  
stationäre Pflege 537  0,6  0,6  0,7  0,8  
Pflegegeld-
empfänger 951 
 0,9  0,9  1,0  1,1  
Weiblich           
ambulante Pflege 1 136  1,2  1,2  1,2  1,3  
stationäre Pflege 1 743  1,9  1,9  2,0  2,2  
Pflegegeld-
empfängerinnen 1 203 
 1,2  1,0  1,3  1,3  
            
Zusammen 6 120  6,3  6,5  7,0  7,5

20  Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
7. Pflegebedarfsfeststellung 2015 - 2018 
 
Für die Ermittlung des erforderlichen Pflegebedarfs  für die stationäre und teilstationäre Pfle- 
ge werden die vorhandenen Pflegeplätze in Münster, die städtische Bevölkerungsprognose 
und die Modellrechnungen zur zukünftigen Entwicklung der Nachfrage nach Pflegeleistungen 
gegenüber gestellt. Als Modellrechnung wird die kon stante Variante ausgewählt, da Münster 
in der Pflegestatistik seit Jahren über dem NRW-Dur chschnitt liegt und daher noch in der 
näheren Zukunft von keiner Annäherung ausgegangen wird.  
 
Eine weitere Basis für die Bedarfsermittlung bietet  die Belegungsrate der Einrichtungen. Bei 
einer Auslastung von 95 % wird von einer Vollauslastung gesprochen. Für den Pflegebedürf- 
tigen soll eine Wahlmöglichkeit aus unterschiedlich en Pflegeangeboten auch unterschiedli- 
cher Einrichtungen bestehen.  
 
 Tabelle 17 
Auslastung in vollstationären Pflegeeinrichtungen in % 
zum 1.1. 1.4. 1.7. 1.10. 
2011 93,9 97,0 97,3 95,6 
2012 93,6 96,3 96,8 96,7 
2013 96,2 96,0 94,0 95,6 
2014 96,4 95,3 96,2 95,5 
Quelle: eigene Erhebung  
 
 
Ergänzt wird die Auslastungsquote durch die Meldequ ote von freien Plätzen an das Infobüro 
Pflege des Sozialamtes im Gesundheitshaus. Hier kön nen freie Plätze zur Vermittlung ge- 
meldet werden, es erfolgt ergänzend eine zweimal wö chentliche Abfrage. Da die Meldung 
der freien Plätze nicht verpflichtend ist und sie a uch nicht von allen Einrichtungen genutzt 
wird, kann sie nur ergänzend zur Bewertung herangez ogen werden. Dennoch stehen im 
Durchschnitt rund 45 Plätze monatlich zur Vermittlu ng zur Verfügung, auf Anfragen nach 
Pflegeplätzen konnten immer unterschiedliche Einrichtungen mit freien Plätzen benannt wer- 
den. 
 
Für die weitere Bedarfsermittlung muss berücksichti g werden, dass freie Plätze nicht immer 
wiederbelegt werden können, weil teilweise das Pers onal nicht in erforderlichem Umfang 
vorhanden ist. Neben der Ausweitung des Pflegeangebotes (sowohl ambulant als auch stati- 
onär) stellt der Mangel an Fachkräften schon jetzt eine wesentliche und zunehmende Her- 
ausforderung dar. 
 
Die Modellberechnungen von IT NRW zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit besagen nach 
der konstanten Variante für 2015 einen Bedarf von 2  500 Plätzen für stationäre Pflege, für 
2020 einen Anstieg auf 2 900 Plätze. Die Modellbere chnung Trendvariante sagt für 2015 
einen Bedarf von 2 500 Plätzen für stationäre Pflege und für 2020 ebenfalls einen Bedarf von 
2 500 Plätzen aus. Demgegenüber stehen in 2014 bere its 2 637 vorhandene Plätze in der 
stationären Pflege in Münster. Die konstante Modell rechnung geht von einer gleichbleiben- 
den Entwicklung aus, die Trendvariante eher von ein er Verschiebung zur Professionalisie- 
rung der Pflege zu Hause und einer Verzögerung der Pflegebedürftigkeit durch längere Ge- 
sundheit und damit einhergehend einem geringeren An stieg des Bedarfs. Da Münster im 
NRW-Vergleich eine hohe Pflegequote hat, muss für d ie erste Bedarfsermittlung mindestens 
von dem Bedarf nach der konstanten Modellrechnung a usgegangen werden. Dies wird un- 
terstützt von der bereits bestehenden Auslastung der Altenpflegeeinrichtungen.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2015 - 2018  21  
 
Für die Feststellung des Bedarfs für stationäre und  teilstationäre Pflegeplätze wird die Ent- 
wicklung in Münster ab 2009 zu Grunde gelegt und fü r die erste Bedarfsermittlung für die 
Jahre 2015 – 2018 eine konstante Weiterentwicklung der Pflegebedürftigkeit angenommen 
mit einem Anteil der stationären Pflege von 35 %. Folgende Tabelle stellt dies dar: 
 
Tabelle 18 
Bedarfsfeststellung für stationäre Pflege 
Jahr 
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen  
aus der Pflegeversicherung in Münster 
Bedarfs-
feststellung 
stationäre 
Pflege  
Plätze 
Einwohner/  
-innen  in Tausend 
Pflegebedürftige 
je 1 000 Einwoh- 
ner/-innen 
davon  
stationäre 
Pflege  
IST   
2009 275 543  5,6 20 2 130  
2011 279 803  6,1 22 2 280   
2013 293 170  6,6 22,5 2 365   
PROGNOSE   
2014 295 640  6,8 23 2 380   
2015 298 071  7,0 23,5 2 450 + 70 
2016 300 443  7,2 24 2 520 + 70 
2017 302 784  7,4 24,5 2 590 + 70 
2018 305 158  7,6 25 2 660 + 70 
Datenquelle IT NRW, eigene Berechnungen 
 
Demnach können für die Jahre 2015 – 2018 für jeweils 70 Plätze jährlich eine Pflegebedarfs- 
feststellung erteilt werden. Die ermittelten 70 Plä tze müssen und sollen nicht einer Einrich- 
tung allein zugeordnet oder genehmigt werden. Für d ie nächste Aktualisierung des Pflege- 
bedarfsplans ist eine räumliche Einordnung des Bedarfs vorgesehen.

22  Kommunaler Pflegebedarfsplan 2015 - 2018  
 
8. Ausblick 
 
Mit dem vorliegenden Pflegebedarfsplan für die Jahr e 2015 – 2018 wird eine erste Berech- 
nung bezogen auf die gesamte Stadt Münster vorgeleg t. Die Bedarfsermittlung bezieht sich 
lediglich auf die stationäre und teilstationäre Pfl ege, da nur hierfür vom Gesetzgeber die 
Pflegebedarfsplanung als Grundlage für die Bedarfsf eststellung erforderlich ist. Eine erste 
Aktualisierung und Weiterentwicklung ist bereits fü r Ende 2015 für die Jahre 2016 – 2018 
vorgesehen.  
 
In die Pflegebedarfsplanung der kommenden Jahre sol len kleinräumigere Betrachtungen 
einbezogen werden und im Weiteren dann auch die Ein bindung der Pflege mit allen Sekto- 
ren in die altengerechte Quartiersentwicklung. Auch  spezifische Bedarfe wie Geschlecht, 
Konfession, Migrationsgeschichte sollen differenzie rt betrachtet werden. Auf dieser Basis 
sollen komplementäre Hilfen, alternative Wohn- und Pflegeformen, zielgruppenspezifische 
Angebote unter Einbezug der örtlichen Infrastruktur weiter- und neuentwickelt werden. 
 
Darüber hinaus müssen die weiteren Auswirkungen des  steigenden Pflegebedarfs auf den 
gesamten Sektor Pflege erörtert werden. So werden d ie bereits jetzt bestehenden Probleme 
des fehlenden Pflegepersonals sich noch drastischer auswirken. Daher gilt es sich auch die- 
sem Bereich angefangen beim Image der Altenpflege ü ber die Ausbildung bis hin zum Ar- 
beitsmarkt offensiv zu widmen.

Beschlussvorlage

4520 Zeichen

V/0130/2015 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Verbindliche Bedarfsplanung für teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster für 2015 - 
2018 nach § 7 Abs. 6 Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (APG NRW) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
10.03.2015 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen  
 mit Behinderungen Vorberatung 
11.03.2015 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit,  
 Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Vorberatung 
18.03.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
25.03.2015 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Kommunale Pflegebedarfsplan für Münster 2015 – 2018 (Anlage) wird zur Kenntnis ge-
nommen. 
 
2. Dem im Pflegebedarfsplan festgestellten Bedarf für stationäre Pflegeangebote für die Jahre 
2015 – 2018 wird zugestimmt. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Pflegebedarfsplanung für die kommenden Jahre mit weite-
ren Parametern weiterzuentwickeln und auf verschiedene Sozialräume der Stadt zu beziehen. 
 
4. Die Pflegebedarfsplanung soll in die altengerechte Quartiersentwicklung integriert werden. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Zunächst sind keine zusätzlichen Kosten zu erwarten. 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0130/2015 
Auskunft erteilt: 
Frau Menke 
Ruf: 
492-5025 
E-Mail: 
MenkeChristine@stadt-muenster.de  
Datum: 
13.02.2015 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0130/2015 
Begründung: 
Mit der am 11.02.15 vom Rat genehmigten Dringlichkeitsentscheidung D/0065/2014 hat der Rat 
der Einführung der verbindlichen Pflegebedarfsplanung für Münster zugestimmt. Mit dieser Vorlage 
erfüllt die Verwaltung die Voraussetzungen für eine verbindliche Bedarfsplanung gemäß § 7 Abs. 6 
in Verbindung mit § 11 Abs. 7 APG NRW, damit die Beschlussfassung durch den Rat der Stadt 
Münster vor Ablauf des 31.03.15 erfolgen kann.  
 
Die Planung soll G rundlage für eine verbindliche Entscheidung über eine bedarfsgerechte Förd e-
rung zusätzlicher teil- oder vollstationärer Pflegeeinrichtungen sein. Sie ist jährlich nach Beratung 
durch die Pflegekonferenz (Konferenz für Alter und Pflege) durch Beschluss des Rates festzustel-
len (verbindliche Bedarfsplanung) und öffentlich bekannt zu machen. Da die Daten für teilstation ä-
re Pflege nicht kompatibel vorliegen, bezieht sich die vorliegende Bedarfsermittlung zunächst nur 
auf vollstationäre Pflegeplätze. Sie bildet d amit einen Einstieg in die verbindliche Pflegebedarf s-
planung dar und wird sukzessive vervollständigt und in ihrem Sozialraumbezug verfeinert. 
 
Die verbindliche Bedarfsplanung muss einen Zeitraum von drei Jahren ab Beschlussfassung u m-
fassen und auf der Grundlage nachvollziehbarer Parameter darstellen, ob das Angebot an Pfleg e-
einrichtungen den örtlichen Bedarf abdeckt und in welcher Höhe zur zukünftigen Bedarfsdeckung 
zusätzliche Kapazitäten erforderlich sind. Die verbindliche Bedarfsplanung ist jährlich zum 31.12. 
zu aktualisieren. 
 
Die Aussagen können auf verschiedene Sozialräume der Stadt bezogen werden. Eine Bedarfsd e-
ckung kann angenommen werden, wenn einer zu erwartenden Nachfrage nach den jeweiligen 
Pflege- und Betreuungsangeboten ein mindestens deckungs gleiches Angebot gegenüber steht 
und auch Wahlmöglichkeiten in angemessenem Umfang gesichert sind. 
 
Um die Bedarfsplanung auf verschiedene Sozialräume der Stadt Münster zu beziehen, sind noch 
weitere Datenerhebungen und -spezifizierungen erforderlich. Es w ird davon ausgegangen, dass 
dies für die Aktualisierung der Bedarfsplanung zum 31.12.15 möglich ist. 
 
In der weiteren Planung sollen komplementäre Hilfen, bestehende und neue Wohn - und Pflege-
formen und zielgruppenspezifische Angebotsformen einbezogen werden. Dabei sollen die Planun-
gen der angrenzenden Kreise berücksichtigt werden.  
 
Die Verbindlichkeit der Bedarfsplanung bezieht sich nur auf die stationären und teilstationären A n-
gebote, da für diese für die Förderung der Investitionskosten eine Grundlage ge schaffen werden 
muss. Im Rahmen der Pflegeplanung muss jedoch auch die weitere Pflegeinfrastruktur in Betracht 
gezogen werden. Der ermittelte Pflegebedarf für stationäre Pflege muss nicht zwangsläufig mit 
stationären Angeboten gedeckt werden, wünschenswert sind alternative Wohn- und Pflegeformen. 
Deren Entwicklung und Bestand wird Auswirkungen auf die Nachfrage stationärer und teilstation ä-
re Angebote haben. 
 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
 
Anlagen: 
Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2015 - 2018

Beratungsverlauf (5)

23.02.2015 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: entfällt

Zur Sitzung
10.03.2015 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
11.03.2015 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
18.03.2015 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 23.1 Vorberatung
Zur Sitzung
25.03.2015 Rat
TOP 26.1 Entscheidung
Zur Sitzung

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Details

Aktenzeichen
V/0130/2015
Typ
Vorlagen
Datum
13.02.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37