Mandari Insight

V/0675/2020

Bedarfsbeschluss: Zum Raumprogramm des neu zu errichtenden und multifunktionalen Stadtteilhauses am Hamannplatz in Coerde

Vorlagen 23.07.2020

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Anlage A

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Ansehen

Anlage 1_Raumprogramm Projekt Stadtteilhaus Coerde

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

2585 Zeichen

Anlage A zur V/0675/2020 
Kurzüberblick 
 
Das aktuell abgestimmte Raumprogramm sowie die vorgesehenen Akteur/-innen und inhaltlichen 
Nutzungen für das neu zu errichtende und multifunktionale Stadtteilhaus Coerde sollen durch 
diese Vorlage vorgestellt und beschrieben werden. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit der Errichtung des multifunktionalen Stadtteilhauses wird insbesondere das kommunale Ziel 
verfolgt, Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens - und Erlebnisqualität, d.h. mit hohem 
Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterzuentw i-
ckeln. 
 
Das Raumprogramm soll Grundlage sein, um weitere Schritte mit und durch die Westfälische 
Bauindustrie (WBI) im Planungsprozess wie die Planung und Durchführung eines Architektur-
wettbewerbs und schließlich den Bau des Stadtteilhauses einleiten zu können. 
 
Zu den nächsten Schritten gehören die von der WBI und der Stadt Münster gemeinsame Planung 
und Durchführung eines Workshops mit allen Nutzergruppen des Stadtteilhauses zur weiteren 
Konkretisierung des Raumprogrammes (Lage der Räume), der Weiterentwicklung von Synergieef-
fekten und auch dem gezielten Erkennen von Sachzwängen, die ggf. in Teilen gegen eine ge-
meinschaftliche Nutzung sprechen könnten. Das konkretisierte Raumprogramm soll dann Grund-
lage für die Ausschreibung des Architekturwettbewerbs sein. 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0103 OB, BM und Verwaltungsführung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
Soweit Erstattungsleistungen i.H.v. 80.000€ für die Kosten des von der WBI durchzuführenden 
Architekturwettbewerbs tatsächlich aufgrund der aufgeführten Gründe (s. Vorlage) an die WBI ge-
zahlt werden würden, werden diese Mittel zum nächstmöglichen Haushaltsplan angemeldet. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
 
Mit dieser Vorlage werden insbesondere die Querschnittsthemen Demographie und Migration im 
Sinne der weiteren Stadtteilentwicklung von Coerde sowie der ressortübergreifenden Zusa m-
menarbeit von Verwaltung, von freien Trägern und von Institutionen vor Ort und im Rah men des 
InSEK-Maßnahmenkonzepts positiv aufgegriffen.

Anlage 1_Raumprogramm Projekt Stadtteilhaus Coerde

8369 Zeichen

Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" 
insgesamt 4 Seiten
Seite 1
Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt
Multifunktions-/ Bewegungsraum
Gesundheitshilfe
Jugendhilfe
Coerde mittendrin
VHS
Amt für Schule und Weiterbildung
Verein für Mototherapie
Mitnutzung: DRK Kreisverband 
(Synergien mit DRK noch zu heben)
z. B. Gesundheits- Bewegungsangebote, Angebote der 
Familienbildung wie z. B. Elterntrainingsprogramme, 
Baby-Spiel-Stunden, Infoveranstaltungen etc. 
Gruppentreffen, Kreatives, Senior/-innen- 
Generationsübergreifende Begegnung
Sprachkurse für Erwachsene (ggf. mit Kinderbetreuung), 
MitSprache- (Ferien-)Angebote
inkl. 15 qm Geräteraum und 15 qm Materialschränke
Trennwand
Elterncafé & Multifunktionsraum sollten idealerweise 
eine Einheit bilden
1 180 180
Elterncafé/ Familien-Stadtteiltreff
Jugendhilfe
Gesundheitshilfe
VHS
Amt für Schule und Weiterbildung
Coerde mittendrin (Mitnutzung)
z. B. Austausch und Kontakt von Eltern, 
niedrigschwellige Beratung bzw. Gesprächsangebote z. 
B. durch Stadtteilkoordination, Fallscouts
Kochkurse für Eltern und Jugendliche (ca. 10 TN.)
Infoveranstaltungen zu Erziehungs-, Gesundheits- und 
Bildungsfragen (bei gleichzeitiger Kinderbetreuung im 
Multifunktionsraum) sowie Begegnung für Senior/-innen
mit Spielecke und Küche
Elterncafé & Multifunktionsraum sollten idealerweise 
eine Einheit bilden
1 90 90
Beratungsräume 
Gesundheitshilfe
Jugendhilfe
Soziales
VHS
Coerde mittendrin
Amt für Schule und Weiterbildung
z. B. Ernährungsberatung, Schwangerschaftsberatung, 
Hebammensprechstunde, Beratungsangebote Kinder- 
und Jugendgesundheit, Sozialpsychiatrischer Dienst, 
Sport- und Bewegungskoordinator,
Stadtteilkoordination Frühe Hilfen, Erziehungsberatung, 
Kommunaler Sozialdienst (KSD), Psychologische 
Beratung, Kultur- Sprachmittlerinnen, Gewalt- 
Extremismusprävention etc.
Niedrigschwellige soziale Beratung, Integrationshilfen, 
Beratung zum Bildungscheck u. zur beruflichen 
Entwicklung, 
Bildungsberatung, Schulpsychologische Beratung, 
Fallscouts
mit abschließbaren Schrank- und Schließsystemen für 
die jeweiligen Nutzer/-innen sowie Verbindungs- und 
Fluchttüren
3 18 54
Gruppen-/Kurs-/Seminarraum
Coerde mittendrin
Jugendhilfe
Gesundheitshilfe
Amt für Schule und Weiterbildung, 
VHS
z. B. Hausaufgabenbetreuung, Bewerbungstraining, 
Sprachkurse,
Kurse Familienbildung 
und in Gesundheitsfragen
MitSprache- (Ferien)angebote
für bis zu 15 TN 1 40 40
Büro Träger / Leitung Leitung der Einrichtung (optional 
für das Stadtteilhaus insgesamt) 1 20 20
Abstell- und Kopierraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 10 10
Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum
Projekt "Stadtteilhaus Coerde"

Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" 
insgesamt 4 Seiten
Seite 2
Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt
Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum
Personal-WC, Besucher/-innen- und 
Behinderten-WC 
inkl. Still-und Wickelraum Gemeinschaftliche Nutzung m² abhängig vom Architekturentwurf
Liege- und Wickelmöglichkeit für Erwachsene einplanen 1 35 35
Eingangsbereich / Warteraum bzw. 
Wartebereich Gemeinschaftliche Nutzung Betrieb des BBG-Zentrums möglichst unabhängig von 
den Öffnungszeiten des Stadtteilhauses
inkl. Abstellfläche für Kinderwagen / Verkehrsflächen / 
Putzraum / barrierefrei
separat zum Eingangsbereich Stadtteilhaus
m² abhängig vom Architekturentwurf
Kinder- und 
Jugendarztpraxis
1 150 150
Multifunktionsraum DRK Jugendtreff Besprechungen, Workshops, Billard, Kickern etc. für bis zu 15 Personen 1 25 25
Gruppen- / Medienraum DRK Jugendtreff 1 25 25
Gruppen-/ Kreativ- / Werkraum DRK Jugendtreff 1 25 25
Büro DRK Jugendtreff 1 15 15
Beratungsraum DRK Jugendtreff 1 25 25
Küche mit größerem Sitzbereich DRK Jugendtreff 1 25 25
Mitarbeiter/-innen WC DRK Jugendtreff mit Nebenraum als Lagerfläche für Reinigung- und 
Hygieneartikel (inkl. Ausgussbecken) 1 10 10
Besucher/-innen WC DRK Jugendtreff 2 10 20
DRK-Jugendtreff  (eigenständig definierter Bereich mit separatem Zugang, barrierefrei)

Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" 
insgesamt 4 Seiten
Seite 3
Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt
Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum
Standardbüros in Einzelbelegung Jobcenter FSL, Jobcoaches, KuZ 13 17 221
Standardbüros in Doppelbelegung Jobcenter SB, Grundsicherung, Auszubildende, Praktikant/-innen 6 17 102
Beratungsbüro
Bezirksverwaltung Nord, 
Quartiersmanagerin/ 
Stadtteilkümmerin (61, MM); ggf. 
andere Akteur/-innen
Beantragung und Abholung von Ausweisdokumenten, 
An-, Ab- und Ummeldungen, Beglaubigungen, 
Führungszeugnisse etc.; Stadtteilarbeit; Umsetzung des 
InSEK; Austausch mit Bürger/-innen
zwei Bedienplätze; Raum für Kinderwagen oder Rollator 
etc. 1 40 40
Beratungsbüros DRK Migrationshilfen Beratung im Bereich Migration/Integration, 
Stadtteilarbeit
Einhaltung städtischer Standards sinnvoll, um mögliche 
Doppelbelegungen für die Zukunft zu berücksichtigen. 6 17 102
Büro Stadtbücherei Bibliothekarische Arbeiten, Besprechungen etc. 1 20 20
Veranstaltungsraum Stadtbücherei; weitere Akteur/-
innen 
Klassenführungen, Bilderbuchkinos, Medienkompetenz, 
Theaterpädagogik, Literatur, Ferienveranstaltungen für 
Kinder, Vorträge und Workshops für Erwachsene 
Gemeinsame Nutzung denkbar, wichtig ist die direkte 
Anbindung an die Bücherei
geschlossen, schalldicht, mit WLAN
1 80 80
Medienpräsentationsfläche + 
Ausstellungsfläche Stadtbücherei Mit Aufenthaltsqualität inkl. Sitz- und Lernnischen
Beratung und Verbuchung, Ausleih- und Infotheke, Platz 
für Ausstellungen (Schulen, DRK-Jugendgruppen etc.)
Medienpräsentationsfläche 250 m² + Ausstellungsfläche 
10 m² 
Empfangsbereich für das Stadtteilhaus kombiniert mit 
ruhigen Bereich der Medienpräsentation. Verteilung der 
Besucher/-innen (System zur Steuerung)
1 260 260
Raumbedarfe für Lerngruppen / 
Open Space
Stadtbücherei
VHS Digitale Medien
Computerarbeitsplätze Angelegt als Open Space 1 100 100
Fläche für Internet Stadtbücherei 3 öffentliche Internetplätze im Empfangsbereich /Open Space zu integrieren oder in 
Medienpräsentation enthalten 1 10 10
Unterrichtsräume Westf. Schule für Musik Bandprojekte, klassischer Instrumentalunterricht 
(Schlagzeug, Keyboard, E-Gitarre etc.) Nutzung auch von anderen Akteur/-innen möglich 4 20 80
großer Raum Westf. Schule für Musik Bandprojekte, klassischer Instrumentalunterricht 
(Schlagzeug, Keyboard, E-Gitarre etc.) Nutzung auch von anderen Akteur/-innen möglich 1 80 80
Instrumentenlager Westf. Schule für Musik (alleinige 
Nutzung) Lagerung der Instrumente im Zusammenhang mit dem großen Raum 1 25 25
Büro Westf. Schule für Musik 1 17 17
Werkraum / Werkstattraum VHS, DRK Migrationshilfen Weiterbildungsangebote: Kunst und Kultur etc. 1 25 25
Besprechungsraum / Gruppenraum DRK Migrationshilfen, Mitnutzung: 
VHS, Jobcenter, Stadtbücherei
Angebote und Beratung, lebensgestaltendes Lernen, 
Themenabende für 15 P. 1 70 70
Lagerraum Stadtbücherei saisonale Medien, Materialien für Klassenführungen, 
Veranstaltungen 1 10 10
Stadtteilhausangebote

Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" 
insgesamt 4 Seiten
Seite 4
Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt
Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum
Kopierraum und Poststelle Jobcenter (alleinige Nutzung) 1 10 10
Wickelraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 5 5
Warteraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 30 30
Erste-Hilfe-Raum Gemeinschaftliche Nutzung 1 10 10
Mitarbeiter/-innen-WC Gemeinschaftliche Nutzung 2 15 30
Besucher/-innen-WC Gemeinschaftliche Nutzung 2 15 30
Behinderten-WC Gemeinschaftliche Nutzung auf jeder Etage 3 5 15
Teeküche /  Pausenraum / 
Aufenthaltsraum Gemeinschaftliche Nutzung
genaue m² noch festzulegen (gemäß der genauen Anzahl 
der Nutzer/-innen)
Für Stadtbücherei wünschenswert mit Anbindung zum 
Veranstaltungsraum
1 15 15
Technik- und Stuhllager Stadtbücherei Stühle, Sitzkissen und Technik Für Stadtbücherei wünschenswert mit Anbindung zum 
Veranstaltungsraum 1 15 15
Putzraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 5 5
Lagerraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 25 25
Hausanschlussraum / 
Hausmeisterraum inkl. Materiallager (Entwurfsabhängig) 1 20 20
Raumbedarfe Sicherheit und 
Ordnung Bürger/-innensprechstunde 1 20 20
Summe 2221
davon extern (Arztpraxis) 150
Städtischer Anteil 2071

Beschlussvorlage

39141 Zeichen

V/0675/2020 
V/0675/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Bedarfsbeschluss: Zum Raumprogramm des neu zu errichtenden und multifunktionalen 
Stadtteilhauses am Hamannplatz in Coerde 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   12.08.2020 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r-
schutz und Arbeitsförderung 
Vorberatung 
   13.08.2020 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   13.08.2020 Kulturausschuss Vorberatung 
   18.08.2020 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
   19.08.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   19.08.2020 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches  
Flächenmanagement 
Vorberatung 
   25.08.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und  
E-Government 
Vorberatung 
   26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   26.08.2020 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
 
1. Der Rat beschließt das aktuell abgestimmte und standardisierte Raumprogramm der Fach-
dienststellen für das multifunktionale Stadtteilhaus in Coerde. 
 
2. Der Rat stimmt der weiteren Differenzierung der sozialräumlichen Organisation des Jobcen-
ters in Nord mit der Einrichtung einer Geschäftsstelle in Coerde zu. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, für das Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ ein weiter ausdifferen-
ziertes und abgestimmtes Angebots- und Nutzungskonzept mit allen Nutzergruppen und in 
Zusammenarbeit mit der städtischen Tochtergesellschaft Westfälische Bauindustrie (WBI) zu 
entwickeln. 
 
Dezernat 
Oberbürgermeister/Quartiers
management 
 
28.07.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Becker 
Telefon: 492-6050 
BeckerSV@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0675/2020 
4. Der Rat beauftragt die WBI, alle weiteren Schritte für einen Architektenwettbewerb in Abspra-
che mit der Verwaltung einzuleiten.  
 
5. Die Verwaltung wird ermächtigt, der WBI die Kosten für den Architektenwettbewerb zu erstat-
ten, wenn das Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ nicht realisiert wird. Dies gilt nur dann, wenn die 
WBI nicht Verursacherin des Projektstopps ist. 
 
6. Die Verwaltung wird beauftragt, nach Abschluss der vorgenannten Verfahrensschritte die An-
mietung des Stadtteilhauses dem Rat zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen.  
 
7. Der Rat nimmt des Weiteren zur Kenntnis, dass für die Anmietung und den Betrieb des Stadt-
teilhauses sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen erforderlich sind und beauftragt 
die Verwaltung, diese rechtzeitig zu den Etatberatungen für das Jahr 2022 zu beziffern. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Um eine geeignete Grundlage für Mietpreisverhandlungen zu haben, ist der Abschluss des  Architek-
tenwettbewerbs abzuwarten. Der WBI entstehen bis zu diesem Zeitpunkt Kosten i.H.v. 80.000 € für 
dieses Verfahren. Diese Kosten sind der WBI zu erstatten, wenn es nicht zu ei nem Abschluss eines 
Mietvertrages kommt und die Stadt Münster dies zu vertreten hat. Eine Erstattung ist erforderlich, 
damit es zu keiner verdeckten Gewinnausschüttung an die Stadt Münster kommt. 
 
Soweit diese Erstattungsleistungen tatsächlich an die WBI gezahlt werden würden, werden diese Mit-
tel zum nächstmöglichen Haushaltsplan angemeldet. Die Verwaltung ist angehalten, die zusätzlichen 
Belastungen des städtischen Haushalts an anderer Stelle zu kompensieren. 
 
 
Begründung: 
 
1. Vorbemerkung 
 
Zentrale Intention des multifunktionalen Stadtteilhauses ist die Sicherung, Erweiterung und Forten t-
wicklung der Angebotsinfrastruktur in Coerde. Die Zugänglichkeit zu Maßnahmen und Angeboten in 
den Bereichen Begegnung, Bildung, Gesundheit, Soziales und Bürgerservices soll d amit verbessert 
werden. Ebenso soll die Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedenster Akteur/-innen im Stadtteil-
haus weiter gefördert werden. Zu den Angeboten des Stadtteilhauses gehören städtische Dienstlei s-
tungen, professionelle Leistungen freier Träger und Vereine sowie weitere stadtteilaffine und bürge r-
nahe Aktivitäten. Das Stadtteilhaus ist Kernelement des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts 
(InSEK) und spiegelt durch die Bündelung der Vielzahl verschiedener Angebote die integrative — 
handlungsfeld- und akteursübergreifende — Dimension des InSEK wider. 
 
Zur Aufwertung der Lebens -, Wohn- und Arbeitsbedingungen im Stadtteil Coerde wurde das Stad t-
planungsamt im November 2016 vom Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und 
Wohnen beauftragt, ein Integriertes Entwicklungskonzept für den Stadtteil Coerde zu erstellen. Als 
Resultat des InSEK -Prozesses – mit Erarbeitungszeitraum von Dezember 2016 bis März 2020 und 
unter breiter Beteiligung verschiedenster Fachämter der Verwaltung, zahlreiche r Akteur/ -innen und 
Vertreter/-innen von Politik, freien Trägern, Institutionen und Vereinen vor Ort sowie der interessierten 
Coerder Bürgerschaft – konnte für den Stadtteil Coerde u.a. ein großer Bedarf unterschiedliche r und 
miteinander zu verknüpfender s ozialer, bildungs-, freizeit- und gesundheitsbezogener Angebote so-
wie vielfältiger Beratungs - und Unterstützungsmaßnahmen für bestimmte Zielgruppen festgestellt 
werden. Am 24.06.2020 wurde das InSEK Coerde (siehe V/0224/2020) mit einem umfangreichen 
Maßnahmenkonzept durch den Rat der Stadt Münster beschlossen. Zur Deckung des vielschichtigen 
Bedarfskomplexes soll auch die geplante Errichtung eines neuen multifunktionalen Stadtteilhauses 
als Anlaufadresse und identitätsstiftendes Leuchtturmprojekt an zentral er Stelle im südöstlichen Tei l-

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V/0675/2020 
bereich des Hamannplatzes, Nr. 36 -40, beitragen. Zudem soll der Hamannplatz neugestaltet werden 
(vgl. Bebauungsplan Nr. 557, V/0187/2019). 
 
Das multifunktionale Stadtteilhaus ist eins von sieben Handlungsfeldern, die im InSEK für den Stadt-
teil Coerde als besonders zielführend und wichtig klassifiziert wurden. Wie in den Vorlagen 
V/1006/2019 (Grundsatzbeschluss) und V/0957/2019 beschrieben und durch den Rat im Dezember 
2019 einstimmig beschlossen soll die WBI alle erforderlichen  Schritte zur Entwicklung und Errichtung 
des Stadtteilhauses mit integriertem Begegnungs -, Bildungs- und Gesundheitszentrum am Haman n-
platz durchführen. D. h. die WBI übernimmt die Abstimmung des Raumprogramms, die Entwurfs- und 
Ausführungsplanung, das Verg abeverfahren sowie den Bau des Gebäudes. Grundlage für das 
Raumprogramm waren zunächst die Nutzungsmöglichkeiten, die im Rahmen des derzeitigen InSEK -
Prozesses entwickelt wurden. Diese angedachten Nutzungsbedarfe sind derweil in Zusammenarbeit 
von WBI, Verwaltung und den potentiellen Nutzer/-innen weiter ausdifferenziert worden. Aufgrund des 
kontinuierlichen Prozesses und weiterer dezernats - und ämterübergreifender Gespräche konnten 
bereits zusätzliche Synergien gehoben und damit weiterführende multifunktio nale Nutzungen der 
Räumlichkeiten gedacht werden. Das aktuell abgestimmte Raumprogramm sowie die vorgesehenen 
Akteur/-innen und inhaltlichen Nutzungen werden durch diese Vorlage vorgestellt und beschrieben 
(siehe auch Anlage 1 Raumprogramm Projekt „Stadtteilhaus Coerde“). Im fortlaufenden Planungspro-
zess soll das jetzige Raumprogramm mit allen Nutzergruppen noch weiter ausdifferenziert und um ein 
detaillierteres Angebots- und Nutzungskonzept erweitert werden. 
 
Zu den nächsten Schritten gehören die von der WBI und der Stadt Münster gemeinsame Planung und 
Durchführung eines Workshops mit allen Nutzergruppen des Stadtteilhauses zur weiteren Konkret i-
sierung des Raumprogrammes (Lage der Räume), der Weiterentwicklung von Synergieeffekten und 
auch dem gezielten Erk ennen von Sachzwängen, die ggf. in Teilen gegen eine gemeinschaftliche 
Nutzung sprechen könnten. Das konkretisierte Raumprogramm soll dann Grundlage für die Au s-
schreibung des Architekturwettbewerbs sein. Im Rahmen des von der WBI durchzuführenden Arch i-
tektenwettbewerbs sollen bauliche und funktionale Gestaltungsmöglichkeiten des Stadtteilhauses 
erstellt und präsentiert werden. Diese sollen die vielseitigen Interessen der Verwaltung, der freien 
Träger, weiterer Akteur/-innen vor Ort und der Bürger/ -innen berücksichtigen. Zudem sollen die En t-
würfe auch so gestaltet werden, dass sie Möglichkeiten zu weiteren stadtteilaffinen Nutzungen zur 
optimalen Ausnutzung des Hauses wie bspw. (Mit)Nutzungen von Akteur/ -innen in den Bereichen 
Logopädie oder Ergotherapie mitdenken oder diese noch entwickelt werden können. Dasselbe soll für 
Möglichkeiten der gewerblichen Nutzung gelten, die Synergien zum Stadtteilhaus aufwerfen sollen 
(wie bspw. eine Bäckerei). 
 
 
2. Das multifunktionale Stadtteilhaus 
 
Das multifunktionale Stadtteilhaus spricht den Stadtteil Coerde im Grunde in zweifacher Hinsicht  an: 
Es greift verschiedene der im InSEK festgestellten Bedarfe unterschiedlicher Zielgruppen auf und 
vereint deren Deckung an einer zentralen Stelle im Stadtteil. Dadurch bringt es untersc hiedliche Ak-
teur/-innen der Verwaltung, freier Träger, der Vereine und der Institutionen vor Ort zur Weiterentwick-
lung von Kooperationen und der Unterstützung der Bürger/ -innen in Coerde unter einem Dach z u-
sammen und fördert somit das Miteinander sowie ein  lebendiges Stadtteilleben. Deshalb soll das 
Stadtteilhaus zum einen durch seine Lage eine zentrale Anlaufstelle zur Wahrnehmung von Angeb o-
ten und Dienstleistungen sein. Zum anderen soll es zu einem Haus der Begegnungen und des Au s-
tausches, des Ankommens, Annehmens und Verweilens sowie der Gemeinschaft — für die Akteur/ -
innen und Stadtteilbewohner/-innen — werden. Des Weiteren stellt es eine Ergänzung zu den bereits 
vorhandenen Angeboten, Maßnahmen und Institutionen im Stadtteil dar und soll mit diesen in d en 
Austausch treten, um perspektivisch zur weiteren Vernetzung beizutragen und Doppelstrukturen zu 
vermeiden. Durch die zukünftig im Stadtteilhaus agierenden Akteur/ -innen und deren bereits vorha n-
dene gute Vernetzung mit den im Stadtteil ansässigen Gesundheits-, Bildungs- und Begegnungsein-
richtungen etc. entwickelt das Stadtteilhaus den Stadtteil Coerde weiter: Es schafft weitere Anreize für 
eine noch bessere Kombination und Verzahnung von Bildungsangeboten, Präventions - und Unter-
stützungsmaßnahmen; im Haus und mit anderen Institutionen in Coerde.

- 4 - 
V/0675/2020 
 
Das Stadtteilhaus soll eine Atmosphäre des Willkommen -Seins versprühen und die Bewohner/-innen 
des Stadtteils mit ihren je individuellen Bedürfnissen ansprechen. Es soll dazu beitragen, Zugänge zu 
Hilfesystemen im Stadtteil zu erleichtern. Deshalb ist es wichtig, dass das Stadtteilhaus als ein off e-
nes Haus für jeden und jede wahrgenommen und dies in seiner räumlichen Struktur mit umgesetzt 
wird. Geplant werden soll ein einladendes Haus, welches mit seiner zukunft sweisenden Architektur 
zum stadtteil- und identitätsstiftenden Merkmal für das neue Stadtteilzentrum am Hamannplatz wird. 
Der Eingangsbereich des Stadtteilhauses soll dementsprechend in seiner Ausrichtung und Funktion 
ein niedrigschwelliger und moderner Au fenthalts- bzw. Teilhabeort sein. Er soll großzügig und offen 
gestaltet sein und integrativ wirken. Es bietet sich an, die Unterbringung eines Teilbereiches der 
Stadtteilbücherei Coerde, die bereits zu den Bestandsmietern am Hamannplatz gehört, im oder als  
Eingangsbereich zu verorten, um in diesem Bereich neben einem Infoschalter (Lotse) für das gesa m-
te Stadtteilhaus und Wartemöglichkeiten, z.B. auch ein Lesecafé vorzusehen. 
 
In seiner Gesamtheit setzt sich das Stadtteilhaus aus unterschiedlichen inhaltlich en und räumlichen 
Kernfunktionen und Teilbereichen zusammen. Diese bedienen verschiedene Zielgruppen und Beda r-
fe und stehen untereinander durch die teils gemeinsamen Themenkomplexe der Begegnung, Ber a-
tung, Bildung und Gesundheit in Verbindung miteinander: Neben einzelnen Stadtteilhausangeboten 
sollen ein integriertes Begegnungs -, Bildungs- und Gesundheitszentrum, eine Kinder- und Jugend-
arztpraxis und die derzeitigen Bestandsmieter wie die Stadtteilbücherei Coerde, der DRK Jugendtreff 
und die DRK Migrationshilfen im Stadtteilhaus untergebracht werden:1 
 
 
Integriertes Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum 
 
Ein wichtiger Teilbereich des Stadtteilhauses ist das integrierte Begegnungs -, Bildungs- und Gesund-
heitszentrum. Das BBG -Zentrum wird insbesondere der strukturellen Vernetzung und interdisziplin ä-
ren Zusammenarbeit von Gesundheits - und Jugendhilfe dienen so wie im Sinne eines integrierten 
Stadtteilkonzeptes weitere Partner/ -innen aus den Bereichen Soziales, Bildung und auch Akteur/ -
innen von „Coerde mittendrin“ unter einem Dach umfassen. Grundlage für ein solches Zentrum ist der 
Ratsantrag Nr. A -R/0008/2019 der CDU-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL mit dem 
die Verwaltung beauftragt wurde, ein Konzept für „ein Kinder - und Jugendgesundheitszentrum Kiese-
kampweg in Coerde“ zu entwickeln. Mit der Vorlage V/0957/2019, die dies aufgreift und im Dezember 
2019 durch den Rat beschlossen wurde, wurden u. a. die Ausgangslage, die Anforderungen in der 
Vernetzung der Gesundheits- und Jugendhilfe und an das geplante Begegnungs -, Bildungs- und Ge-
sundheitszentrum sowie ein vorläufiges Raumprogramm dargelegt und begründet.  
 
Das Angebots- und Nutzungskonzept des integrierten Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszent-
rums ist stetig weiterentwickelt worden, berücksichtigt entsprechende Synergien zur multifunktionalen 
Raumnutzung und soll unter stadtteilspezifischen Aspekten den Lebenszusammenhängen und Pro b-
lemlagen der Familien und Menschen im Stadtteil entsprechen. Erarbeitet und abgestimmt wurde das 
Raumprogramm des BBG-Zentrums auf Grundlage dezernats- und ämterübergreifender Planungsge-
spräche, Stellungnahmen der Fachämter sowie den Erkenntnissen, die bereits im Rahmen des Betei-
ligungsverfahrens zur Erarbeitung des InSEK  für Coerde gewonnen werden konnten. Konkret sollen 
hier in verschiedenen Raumtypen Angebote der Gesundheitsversorgung und -förderung vorgehalten 
werden wie z. B. Bewegungsangebote, Ernährungsbildungsangebote, Hebammensprechstunden, 
Senior/-innen-/Generationsübergreifende Begegnungen, Sprechstunden des Sozialpsychiatrischen 
Dienstes, Angebote des Vereins für Mototherapie sowie niedrigschwellige Beratungsangebote der 
freien und öffentlichen Jugendhilfe wie z.B. der Schwangerschaftsberatung, der Stadtteilkoor dination 
Frühe Hilfen, der Erziehungsberatung, des Kommunalen Sozialdienstes, der sozialen Beratung (z. B. 
Schuldnerberatung), der Bildungsberatung, der schulpsychologischen Beratung, Fallscouts sowie 
Kursangebote der Familienbildung und Volkshochschule (V HS) und Angebote von „Coerde mitte n-
                                                
1 Im Folgenden werden vor allem die städtischen Raumbedarfe und Angebote genauer beschrieben, was allein 
dem Zweck der Begründung für die Nutzung der Flächen des Stadtteilhauses der jeweiligen städtischen Ämter 
und Institutionen für diesen Beschlussvorschlag dienen soll.

- 5 - 
V/0675/2020 
drin“. Hinterlegte Träger/Vereine für die benannten Angebote sind beispielhaft der Verbund Sozialthe-
rapeutischer Einrichtungen NRW e.V. ( VSE), die Diakonie, die Caritas, das Haus der Familie, das 
Anna-Krückmann-Haus etc. Durch die Vielfalt der Angebote, das abgestimmte Konzept und die Nied-
rigschwelligkeit sollen für Familien und Menschen in Coerde  Zugangshemmnisse zu den Gesun d-
heitshilfen, den Beratungs- und Bildungsangeboten abgebaut werden und zur Inanspruchnahme di e-
ser Angebote führen.  
 
Die konkreten Angebots - und Belegungsplanungen sind, wie für das gesamte Stadtteilhaus, in den 
weiteren Planungsprozessen entsprechend den aktuellen Erfordernissen anzupassen und abzusti m-
men. Folgende barrierefreie Räumlichkeiten sind fü r das integrierte Begegnungs-, Bildungs- und Ge-
sundheitszentrum bei multifunktionaler Nutzung der aufgeführten Akteur/-innen vorzusehen: 
 ein niedrigschwelliges Elterncafé, Familien - bzw. Stadtteiltreff (mit Spielecke und Küche) von 
insgesamt 90 m² 
in Kombination mit 
 einem Multifunktions- und Bewegungsraum von 180 m²; 
 ein Gruppen- bzw. Kursraum von 40 m²,  
 drei Beratungsräume á 18 m²,  
 ein Büro von 20 m²: Leitung (optional für das Stadtteilhaus insgesamt, siehe Punkt 5), 
 ein Abstell- und Kopierraum von 10 m² 
 sowie Besucher/-innen- und Behinderten-WCs, Personal-WC, Still- und Wickelraum, Putzraum 
und Wartebereich 
 
Um kurze Wege für Eltern sowie Fachkräfte und um hohe Synergieeffekte in der Zusammenarbeit 
von Gesundheits - und Jugendhilfe zu erzielen, soll die v orgesehene Kinder- und Jugendarztpraxis 
räumlich in das Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum mit integriert werden. 
 
Die einzelnen Kernnutzungen der Stadtteilhausangebote umfassen weitere Dienstleistungs- und Ser-
viceangebote in unterschiedlichen Bereichen. Akteur/-innen sind hier die Stadtbücherei, die VHS, das 
Jobcenter, die Bezirksverwaltung Nord, das Stadtplanungsamt, Münster Marketing, die Westfälische 
Schule für Musik sowie die D RK Migrationshilfen und der DRK Jugendtreff und voraussichtlich A k-
teur/-innen im Bereich Ordnung und Sicherheit. 
 
 
Stadtteilbücherei Coerde 
 
Einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Bildung im Stadtteil Coerde leistet bereits die Stadtteilbü-
cherei Coerde, die sich seit 1967 am Hamannplatz befindet und 1986 in ihre ak tuellen 228 m² großen 
Räume zog. Als bürgernahe Einrichtung wird die Stadtteilbücherei als Sozial -, Lern -, Medien - und 
Aufenthaltsraum, aber auch als Veranstaltungsort genutzt. Im Zentrum von Coerde verfügt die Stad t-
teilbücherei Coerde als gut vernetzte Ei nrichtung über ein Kooperationsnetzwerk, das u. a. zwei 
Grundschulen, eine Hauptschule, neun Kitas (z. T. mit angebundenen Familienzentren), das meh r-
sprachige Vorleseprojekt „Mulingula“, die DRK Coerde, die Initiative „Coerde mittendrin“, das Bege g-
nungszentrum Meerwiese und den Arbeitskreis Coerde als Partner/-innen umfasst. Durch das Qualifi-
zierungsprogramm „Strategieentwicklung für Stadtteilbibliotheken“ der Fachstelle Öffentliche Bibli o-
theken NRW erarbeitet die Stadtteilbücherei Coerde seit letztem Jahr ein Zukunftskonzept mit dem 
Ziel, die Bücherei noch weiter als „Dritten Ort“ und partnerschaftliche und niederschwellige Bege g-
nungsstätte für alle Bürger/ -innen zu etablieren. Im Zuge einer intensiven Analyse des Ist - und Soll-
Zustandes, des Stadtteilumfel des, des Bücherei -Netzwerkes, der Nutzergruppen und der generellen 
strategischen Neuausrichtung der Stadtbücherei unter Berücksichtigung des Funktionsrahmens „Bi b-
liotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ der Fachstelle ÖB NRW ist festgestellt word en, dass 
die Stadtteilbücherei bereits sehr gut in Coerde vernetzt ist und als wichtige Kooperationspartnerin 
z.B. von Schulen und Kitas genutzt wird. Gleichzeitig wird die Stadtteilbücherei auch von vielen 
Kund/-innen aufgesucht, um sie als Lern-, Aufenthalts- und Sozialraum zu nutzen. Diese Entwicklung 
ist kohärent zu der neuen Rolle der Bücherei in der Gesellschaft als Dritten Ort. In diesem sind neue 
Formen der Leseförderung, des Aufenthalts, der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen und des 
kreativen Experimentierens (z. B. in Form von Makerspaces) möglich. Für die Stadtteilbücherei Coe r-

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de ergibt sich daraus, dass mehr Lernplätze erforderlich sind, gleichzeitig die Kooperationen mit 
Kitas, Schulen und anderen Partner/ -innen intensiviert werden müssen und  deswegen mehr Fläche 
benötigt wird. Hier ist die Möglichkeit der Raumteilung mit anderen Partner/-innen des Stadtteilhauses 
nicht nur gewünscht, sondern ausdrücklich gewollt.  
 
Eine Unterteilung der Stadtteilbücherei in Funktionsabschnitte ist insgesamt w ichtig, damit unte r-
schiedliche Interessen der Büchereibesucher/ -innen gewahrt werden können. So kann es im Ei n-
gangsbereich mal etwas lebhafter zugehen, während es in den weiteren Teilen der Bücherei auch 
möglich sein muss, in Ruhe zu lernen oder Bücher (an )zulesen. Als Netzwerkerin und Kooperation s-
partnerin möchte die Stadtteilbücherei die benötigte Fläche für den Veranstaltungsraum mit anderen 
Vereinen und Institutionen ausdrücklich gemeinschaftlich nutzen. Bisher gibt es schon eine erfolgre i-
che Zusammenarbeit zwischen der Stadtbücherei und "Coerde mittendrin", das die Räumlichkeiten 
der Stadtteilbücherei für ihre Sitzungen nutzt. Auf diesen Ansatz der erfolgreichen Multifunktional i-
tätsnutzung der Räume möchte die Stadtbücherei weiter aufbauen. Besonders au ßerhalb der Öf f-
nungszeiten der Stadtteilbücherei gibt es freie Kapazitäten, die genutzt werden können. Auch wä h-
rend der Öffnungszeiten stehen Kapazitäten zur Verfügung. Gemeinsame Veranstaltungen, wie es 
sie bspw. bisher mit dem Sprachkurs der St. Norbert -Gemeinde gibt, sind auch denkbar. Ein Raum 
für Lerngruppen bzw. ein Open Space soll bspw. mit der VHS und auch anderen Akteur/ -innen ge-
meinsam genutzt werden. Weitere Synergien mit der VHS bzgl. der Vermittlung von digitalen Medien 
können weitergehend erarbeitet werden.  
 
Insgesamt benötigt die Stadtbücherei zur Deckung der unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen 
der Zielgruppen in Coerde folgende Flächen im Stadtteilhaus:  
 Eine 250 m² große Medienpräsentationsfläche (Medien- und Ausleihbereich inkl. Sitz- und Le-
senischen) + 10 m² Ausstellungsfläche: Die Medienpräsentationsfläche, die das Herzstück der 
Stadtteilbücherei Coerde ist, soll sich durch eine hohe Aufenthaltsqualitä t auszeichnen und 
zur Unterbringung von ca. 10.000 Medien und zum Stöbern, Anlesen und Ausprobieren von 
Spielen, für Beratungen und Verbuchungen (Selbstverbuchungsgeräte und eine Ausleih - und 
Infotheke) und auch für Ausstellungen (z.B. von Schulen und Juge ndgruppen) genutzt we r-
den.  
 Ein Veranstaltungsraum von mind. 80 m² soll für Kooperationen und Veranstaltungsformate 
unterschiedlichster Art (mit)genutzt werden, wie bspw. die Vermittlung von Medienkompetenz, 
Klassenführungen der umliegenden Schulen, Bilderbuchkinos für Kita-Kinder mit anschließen-
dem Kennenlernen des Medienangebots der Bücherei oder für externe Angebote von The a-
terpädagog/-innen und Literaturvermittler/ -innen, Ferienangebote sowie Vorträge oder Wor k-
shops für Erwachsene etc. Aufgrund des begrenzten Raumangebots sind benannte Veranstal-
tungen zurzeit nur begrenzt und mit sehr viel organisatorischem Aufwand möglich. 
 Ein Open Space von 100 m² für Lerngruppen und zur gemeinschaftlichen Nutzung mit der 
VHS und anderen Nutzer/-innen. Hier oder im Eingangsbereich kann bzgl. der Gewährleistung 
gesellschaftlicher Teilhabe auch das stark frequentierte Internet und PC -Angebot ausgebaut 
werden. 
 Ein Lagerraum von 10 m² zur Lagerung saisonaler Medien, Materialien für Klassenführungen 
etc. (mit zusätzlichen m² zur gemeinschaftlichen Nutzung) 
 Ein Technik- und Stuhllager von 15 m² (zur Lagerung von Stühlen, Sitzkissen und Technik, die 
im Veranstaltungsraum regelmäßig zum Einsatz kommen) 
 Ein Büro (z.B. für bibliothekarische Arbeiten wie Bestandsaufbau und Pflege, aber auch Vo r-
bereitung auf Veranstaltungen und Büroarbeiten. Ebenso ist der Ort für kurze Besprechungen 
mit Gästen während der Öffnungszeiten gedacht) 
 
 
Angebote der VHS und das DRK 
 
Neben der gemeinsamen Nutzung des Open Spaces von Stadtbücherei und VHS ist angedacht, dass 
die VHS im Stadtteilhaus mit Blick auf die Bereitstellung von Weiterbildungsangeboten im Bereich 
Kunst und Kultur auch Synergien mit den DRK Migrationshilfen bzgl. der gemeinsamen Nutzung e i-
nes Werkstattraumes hebt. Zusätzliche Nutzungen des Werkstattraumes sollen im fortlaufenden Pr o-

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zess weiter erschlossen werden. Das DRK als derzeitiger Bestandsmieter soll im Stadtteilhaus we i-
terhin mit den Migrationshilfen zur Beratung und Vermittlung von Angeboten vor allem für Menschen 
mit Migrationsvorgeschichte (u.a. Joblotsen, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer, Sozia l-
beratung, Angebote der Stadtteilarbeit etc.) untergebracht werden. Das DRK benötigt für den Bereich 
Migration / Integration und zur Stadtteilarbeit werktags und teilweise am Wochenende 215 m² zur teils 
ausschließlichen (6 Beratungsbüros, 1 Gruppenraum) sowie teils gemeinsamen Nutzung mit anderen 
Akteur/-innen (Werkstattraum, Aufenthaltsraum).   
 
Der DRK Jugendtreff als derzeitiger Bestandsmieter  ist eine Einrichtung der offen en Kinder- und Ju-
gendarbeit und richtet sich mit einer vielseitigen Angebotspalette an  Kinder und Jugendliche im Alter 
von 6 bis 21 Jahren im Stadtteil Coerde. Der Jugendtreff soll ebenfalls in einem eigenständigen Tei l-
bereich des Stadtteilhauses mit separ atem Zugang, barrierefrei und möglichst in räumlicher Nähe zu 
den DRK Migrationshilfen untergebracht sein. Zu den Angeboten des Jugendtreffs gehören u.a. J u-
gendkooperationsprojekte im Stadtteil, Mädchengruppen, allgemeine und bedürfnisorientierte Sport - 
und Freizeitangebote und vieles mehr, das zur gesellschaftlichen Teilhabe, außerschulischen Bi l-
dung, Freizeitgestaltung und Bewegung beiträgt. Für den DRK  Jugendtreff sind zur exklusiven Nu t-
zung 160 m² mit einem Multifunktionsraum, einem Gruppen -/Medienraum, einem Gruppen-/ Kreativ-/ 
Werkraum, einem Beratungsraum, einer Küche mit größerem Sitzbereich und einem Büro sowie zwei 
Besucher/-innen- und einer Mitarbeitertoilette im Stadtteilhaus vorgesehen. Zusätzlich hat der DRK -
Kreisverband folgende Raumbedarfe an gemeldet: Die Mitnutzung eines Mult ifunktions-
/Bewegungsraums sowie die Nutzung eines Außengeländes (zur alleinigen oder gemeinsamen Mi t-
nutzung mit Kooperationspartner/-innen). Synergien bzgl. der Mitnutzung des Mu ltifunktions- und Be-
wegungsraums des BBG-Zentrums durch das DRK sollen während der Ausgestaltung des Angebots - 
und Nutzungskonzepts gehoben werden. 
 
 
Westfälische Schule für Musik 
 
Für Coerde als Stadtteil in Bewegung soll auch die Vermittlung und das Leben musikalischer Bildung 
eine noch größere Rolle spielen. Deshalb möchte die Westfälische Schule für Musik ihr Angebot für 
wohnortnahen Musikunterricht durch die Nutzung des Stadttei lhauses im Stadtteil Coerde erweitern. 
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einrichtung eines niederschwelligen Bandprojekts, wie 
es seit Jahren erfolgreich in Kinderhaus durchgeführt wird. Dieses integrative Projekt soll Kinder und 
Jugendliche im Alter von 11 bis ca. 14 Jahren mit Migrationsvorgeschichte oder aus bildungsfernen 
Schichten zum gemeinsamen Musizieren motivieren und ihnen so einen aktiven Zugang zur Musik 
verschaffen. Durch die integrativen Kräfte von Musik werden Jugendliche aus unter schiedlichen sozi-
alen Milieus zusammengebracht, es wird ihnen ein nachhaltiges Verständnis von Toleranz und Mite i-
nander vermittelt. Darüber hinaus fördert das Projekt auch die soziale und musikalische Identität im 
Stadtteil. Neben dem Bandprojekt soll auch  das Angebot an klassischem Instrumentalunterricht um 
Instrumente wie Schlagzeug, Keyboard, E -Gitarre etc. erweitert werden. Um diese Unterrichte anbi e-
ten zu können, benötigt die Westfälische Schule für Musik ein Ensemble von fünf dicht beieinande r-
liegenden und schallisolierten Räumen:  
 Vier Probenräume à 20 m²,  
 Ein Probenraum von 80 m² plus einen Lagerraum von 25 m², wobei die Unterrichtsräume von 
anderen Nutzer/-innen des Stadtteilhauses mitgenutzt werden können. 
 
 
Das Jobcenter 
 
Stadtteileinrichtungen wie das geplante Stadtteilhaus übernehmen neben einem Bildungsauftrag z u-
dem eine tragende Rolle bei der Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und der Chancengerechtigkeit 
sowie bei der Beratung hilfesuchender Menschen hinsichtlich Themen wie Existenzsicheru ng, 
(Re)Integration in den Arbeitsmarkt etc. In Coerde ist der höchste Anteil an SGB II- Empfänger/-innen 
an der Münsteraner Gesamtbevölkerung zu verorten (21,23 % bei den Einwohner/ -innen im Alter von 
15 – 64 Jahren und 42,57 % unter den Einwohner/-innen im Alter von 0 – 14 Jahren). Seit der Einfüh-
rung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Jahr 2005 ist das Jobcenter der Stadt Münster mit

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einer Geschäftsstelle bereits im Stadtbezirk Nord, in Kinderhaus, vertreten. Durch die größere räuml i-
che Nähe zu den  Leistungsberechtigten konnten hier schon eine bessere Erreichbarkeit erzielt und 
gute sozialräumliche Netzwerke aufgebaut werden. Durch die Verortung der Geschäftsstelle in Ki n-
derhaus-West gilt dies jedoch nur bedingt für den Stadtteil Coerde. Deshalb wir d eine weitere Diff e-
renzierung der sozialräumlichen Organisation im Bezirk Nord mit der Einrichtung einer Geschäftsste l-
le in Coerde als sinnvoll und zielführend im Sinne des gesetzlichen Auftrags des Jobcenters erachtet. 
 
Die Präsenz des Jobcenters im Stadtteilhaus soll kurze Wege, den Wegfall von Mobilitätshinderni s-
sen und einen niedrigschwelligen Zugang zu allen angebotenen Leistungen des Jobcenters bieten. 
Damit erfährt die bereits bestehende sehr gute Vernetzung im Stad tteil anlassbezogen durch umfas-
sende und ganzheitliche Unterstützungen und Förderungen zudem Konkretisierungsmöglichkeiten; 
Ressourcen und Bedarfe der in Coerde lebenden Kund/-innen können durch eine Anlaufstelle vor Ort 
besser erkannt werden. Die bereichs übergreifende Perspektive ermöglicht somit eine bessere Ve r-
sorgung von den Stadtteilbewohner/ -innen, eine Entwicklung neuer Projekte und neuer Lösungen 
sowie das Angebot spezieller Fördermaßnahmen und die Einbindung neuer Partner/-innen. Die Bera-
tungsangebote des Jobcenters für die Menschen in Coerde sollen zur Gestaltung des eigenen L e-
bens durch Auseinandersetzung, Verstehen und Kooperation mit und durch die Jobcenter -
Mitarbeiter/-innen beitragen.  
 
Zur Realisierung eines vollständigen Leistungsangebotes f ür die Leistungsberechtigten und Rats u-
chenden im Stadtteil Coerde benötigt das Jobcenter zur ausschließlichen Nutzung deshalb insgesamt  
 19 Büroeinheiten als Einzel- und Doppelbüros sowie  
 Einen Post- und Kopierraum mit einer Fläche von 10 m²  
 Einen Bespre chungsraum und eine Teeküche zur gemeinschaftlichen Nutzung mit den A k-
teur/-innen im Stadtteilhaus 
 
 
Stadtteilmanagement 
 
Zudem wird in Coerde ein Stadtteilmanagement neu eingerichtet, um die Umsetzung des InSEK vor 
Ort zu koordinieren, planerisch und komm unikativ zu begleiten, das bürgerschaftliche Engagement 
weiterhin zu stärken, einen stetigen Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Bürgerschaft zu 
gewährleisten und die Akteur/-innen, Institutionen und Vereine in Coerde aktiv in ihrer täglichen Stadt-
teilarbeit zu unterstützen. Ein regelmäßig von einer Stadtteilkümmerin des Stadtplanungsamtes und 
einer Quartiersmanagerin von Münster Marketing besetztes Büro an zentraler Stelle im Stadtteil soll 
es den Coerderanern ermöglichen, direkt mit diesen Anspr echpartnerinnen in Kontakt zu treten, A n-
regungen oder Probleme mitzuteilen und sich über den aktuellen Stand der Planungen und Umse t-
zungen im Stadtteil zu informieren. Durch die direkte Verankerung dieses neuen Stadtteilmanag e-
ments in Coerde können Angebot slücken und spezifische Bedarfe der Bürgerschaft und der Akteur/ -
innen schneller identifiziert und direkt an die zuständigen Verwaltungsstellen weitergeleitet werden.  
 
Um Synergieeffekte mit den weiteren Akteur/-innen des Stadtteilhauses hinsichtlich der Verbesserung 
der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im Stadtteil Coerde zu generieren, bietet es sich beson-
ders an, die Kontaktstelle für das hier benannte Stadtteilmanagement für Coerde im multifunktionalen 
Stadtteilhaus räumlich mit einem Büro vorzusehen. 
 
 
Bürgerbüro 
 
Da das Amt für Bürger - und Ratsservice für das seit Mitte 1997 am Hamannplatz 39 betriebene Bü r-
gerbüro als Dependance und zusätzliches Serviceangebot der Bezirksverwaltung Nord auch eine 
Räumlichkeit mit zwei technisch voll ausgestattete n Bedienplätzen und ausreichend Platz für Bes u-
cher/-innen (auch mit Kinderwagen oder Rollator etc.) benötigt, ist angedacht, dass sich das Stad t-
teilmanagement und die Bezirksverwaltung Nord ein Büro bei zeitlich getrennter Belegung teilen; ggf. 
können noch  weitere Akteur/ -innen dieses Büro für Präsenszeiten nutzen. Im derzeit rückwärtigen 
Bereich der Stadtteilbücherei Coerde können Bürger/ -innen jeden Dienstag in der Zeit von 14.00 –

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18.00 Uhr Serviceleistungen des Bürgerbüros wie die Beantragung und Abholu ng von Ausweisdoku-
menten, An-, Ab- und Ummeldungen, Beglaubigungen, Führungszeugnisse etc. und auch Dienstlei s-
tungen anderer städtischer Ämter wahrnehmen. Jährlich suchen über 1.900 Personen das Bürgerb ü-
ro Coerde auf. Der jetzige Zustand des Bürgerbüros we ist einige Mängel auf, so dass dieses nicht in 
vollem Umfang die Mindeststandards zum Arbeitsstättenrecht und zur Gewaltprävention erfüllt. Durch 
die Neukonzeption des Stadtteilhauses soll der dringend benötigte Bedarf des Bürgerbüros an einer 
Verbesserung der räumlichen Situation für Bürger/-innen aber auch für Mitarbeitende umgesetzt we r-
den. Berücksichtigt werden muss hierbei auch ein Bereich für eine besondere funktionale Nutzung. 
 
 
Gemeinschaftliche Nutzungen 
 
Die von allen Nutzergruppen benötigten Sani täranlagen (Mitarbeiter/-innen, Besucher/-innen, Behin-
derten), Wickel- und Stillräume, barrierefreie Wartebereiche sowie Lagerräume und Pausenbereiche / 
Teeküchen, Besprechungsräume und Material -/Kopierraum sind durch eine gemeinschaftliche Nu t-
zung der Akteur/-innen im Stadtteilhaus vorgesehen. Im weiteren Prozess müsste geklärt werden, ob 
und wie ein System zur Steuerung der Besucher/ -innen des Stadtteilhauses für einzelne Dienstlei s-
tungen (bspw. Jobcenter - oder Bezirksverwaltung-Nord-Kund/-innen) konzipiert und umgesetzt we r-
den kann. 
 
 
 
Im Rahmen der investiven Belastungen steht die Errichtung des multifunktionalen Stadtteilhauses am 
Hamannplatz in Coerde mit seinen vielfältigen Bildungs -, Beratungs -, Begegnungs - und Gesun d-
heitsangeboten für die Stadtteilb evölkerung und als Leuch tturmprojekt im Vordergrund. Als Investor 
und Bauherrin für dieses umfangreiche Bauprojekt – der Bebauungsplan lässt eine Bruttogrundfläche 
von ca. 3.065 m² zu – ist die städtische Tochtergesellschaft WBI verantwortlich, so dass die anfallen-
den Kosten für den Teilabriss der Bestandsbebauung und die Errichtung des neuen Stadtteilhauses 
nicht den städtischen Haushalt belasten werden.  
 
Gemäß der Vorlagen V/1006/2019 und V/0224/2020 werden die Gremien über den genauen Realisie-
rungszeitraum sowie über damit verbundene Kosten und deren Finanzierung zu angemessenen Zei t-
punkten mittels separater Vorlagen informiert. In den zuständigen Gremien werden e ntsprechende 
Beschlüsse zu fassen sein. Die Veranschlagung der Haushaltsmittel erfolgt über die jeweils zuständ i-
gen Fachämter der Stadt Münster im Rahmen ihrer eigenen Haushaltsplananmeldungen in den 
kommenden Jahren. Das InSEK dient zudem als Grundlage zu r Beantragung von Fördermitteln aus 
dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ der Städtebauförderung NRW.  
 
 
3. Flächen / Raumprogramm 
 
Aufgrund der bereits gehobenen Synergien und einer Standardisierung der Raumbedarfe beinhaltet 
das aktuelle Raumprogramm eine Flächennutzung von ca. 2.221 m² NUF (siehe Anlage 1 Raumpro-
gramm Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ ). Im aktuellen Raumprogramm sind sowohl die Raumbedarfe 
und Flächen für eine rein städtische Nutzung als auch Flächen für die multifunktionale Nutzung mit 
anderen Nutzer/-innen / freien Trägern des Stadtteilhauses sowie die Flächenbedarfe der Kinder- und 
Jugendarztpraxis, der DRK Migrationshilfen und des DRK Jugendtreffs enthalten. Im weiteren Pr o-
zess und unter Einbezug aktueller Erfordernisse bei der Ausgestaltung des Raumprogramms und des 
Angebots- und Nutzungskonzepts wird weiter darauf geachtet werden, mögliche und sinnvolle Syne r-
gien zu heben und multifunktionale Nutzungen weiter zu forcieren, um die Flächen effektiv zu nutzen 
und dem Stadt teilhaus noch mehr „R aum zum At men“ zu geben. Schon im derzeitigen Raumpr o-
gramm sind rd. 25% der Fläche für eine Nutzung durch mehrere Institutionen vorgesehen. 
 
 
4. Zwischenlösungen für die Bestandsmieter während der Bauphase

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Während des Teilabrisses der Bestandsbebauung und des stufenhaften Neubaus des Stadtteilhauses 
ist eine Zwischenlösung sowohl für die Stadtbücherei als auch den DRK Jugendtreff und die DRK 
Migrationshilfen – alle derzeitige Bestandsmieter – zwingend erforderlich, damit die jeweiligen Zie l-
gruppen in Coerde weiterhin mit Angeboten und/oder Medien versorgt werden können und einen 
Lern- und Aufenthaltsraum haben. Gerade in der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen ist eine l ü-
ckenlose, verbindliche und zuverlässige Weiterarbeit von Seiten der Stadtbücherei notwen dig. Es 
sollte bei der Zwischenlösung beachtet werden, dass der Zugang möglichst barrierefrei erfolgen kann, 
um auch alten Menschen mit Rollator oder Müttern mit Kinderwagen die Nutzung der Stadteilbücherei 
zu ermöglichen. Eine Zwischenunterbringung für di e Stadtbücherei in einem Container ist vorstellbar.  
Ebenso ist darauf zu achten, dass der Kinder - und Jugendarztpraxis während der Bauphase ang e-
messene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. 
 
 
5. Eine Leitung für das Stadtteilhaus 
 
Aufgrund der Vielzahl der Ins titutionen und Akteur/ -innen mit ihren unterschiedlichen Handlungsfe l-
dern und räumlichen Nutzungen bzw. Teilbereichen ist im weiteren Planungsprozess des Stadttei l-
hauses zu klären, ob und inwieweit es einer Leitung für das Stadtteilhaus zur weitergehenden und 
zukunftsgerichteten, effektiven und auf Synergien ausgerichteten Koordination und Steuerung bedarf. 
Eine Leitung könnte das Stadtteilhaus als „neutrale Stelle“ leiten und die übergeordneten Ziele stets 
im Blick behalten sowie diese nach außen und innen  kommunizieren. Um ein für alle Seiten annehm-
bares Konzept zu entwickeln, wird sich die Verwaltung diesbezüglich mit den weiteren Nutzer/ -innen 
des Stadtteilhauses austauschen. 
 
 
6. Ausblick 
 
Das Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ entwickelt sich stetig und im Au stausch mit den jeweiligen Fac h-
dienststellen sowie den nicht -städtischen Akteur/-innen bzw. Nutzer/ -innen und der WBI weiter. Es 
stellt einen dynamischen Prozess dar, insbesondere bei der weiteren Raumplanung und der Ausg e-
staltung eines Angebots- und Nutzerkonzepts. Grundlage dafür ist die hiermit angestrebte Festlegung 
einer Grundstruktur, d.h. des Flächenbedarfs, um weitere Schritte im Planungsprozess wie die Pl a-
nung und Durchführung eines Architekturwettbewerbs und schließlich den Bau des Stadtteilhauses  
einleiten zu können.  
 
Der nächste Meilenstein des Projektes ist die Durchführung des Architekten wettbewerbs. Wenn die 
Ergebnisse vorliegen, sind erste Aussagen zu den möglichen Folgekosten für die Stadt Münster mög-
lich. In diesem Stadium können dann auch  Mietverträge verhandelt und dem Rat der Stadt Münster 
zum Beschluss vorgelegt werden. 
 
 
 
gez. 
 
Markus Lewe 
Oberbürgermeister 
 
 
Anlagen: 
Anlage A 
Anlage 1 Raumprogramm Projekt „Stadtteilhaus Coerde“

Beratungsverlauf (9)

12.08.2020 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.08.2020 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.08.2020 Kulturausschuss
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
18.08.2020 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 4.1 Anhörung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
19.08.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
19.08.2020 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement
TOP 5.8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.08.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 17 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
26.08.2020 Rat
TOP 11 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0675/2020
Typ
Vorlagen
Datum
23.07.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37