V/0675/2020
Bedarfsbeschluss: Zum Raumprogramm des neu zu errichtenden und multifunktionalen Stadtteilhauses am Hamannplatz in Coerde
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Anlage A
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Anlage A zur V/0675/2020 Kurzüberblick Das aktuell abgestimmte Raumprogramm sowie die vorgesehenen Akteur/-innen und inhaltlichen Nutzungen für das neu zu errichtende und multifunktionale Stadtteilhaus Coerde sollen durch diese Vorlage vorgestellt und beschrieben werden. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Errichtung des multifunktionalen Stadtteilhauses wird insbesondere das kommunale Ziel verfolgt, Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens - und Erlebnisqualität, d.h. mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterzuentw i- ckeln. Das Raumprogramm soll Grundlage sein, um weitere Schritte mit und durch die Westfälische Bauindustrie (WBI) im Planungsprozess wie die Planung und Durchführung eines Architektur- wettbewerbs und schließlich den Bau des Stadtteilhauses einleiten zu können. Zu den nächsten Schritten gehören die von der WBI und der Stadt Münster gemeinsame Planung und Durchführung eines Workshops mit allen Nutzergruppen des Stadtteilhauses zur weiteren Konkretisierung des Raumprogrammes (Lage der Räume), der Weiterentwicklung von Synergieef- fekten und auch dem gezielten Erkennen von Sachzwängen, die ggf. in Teilen gegen eine ge- meinschaftliche Nutzung sprechen könnten. Das konkretisierte Raumprogramm soll dann Grund- lage für die Ausschreibung des Architekturwettbewerbs sein. Finanzierung Produktgruppe: 0103 OB, BM und Verwaltungsführung Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten? Ja x Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja x Nein Soweit Erstattungsleistungen i.H.v. 80.000€ für die Kosten des von der WBI durchzuführenden Architekturwettbewerbs tatsächlich aufgrund der aufgeführten Gründe (s. Vorlage) an die WBI ge- zahlt werden würden, werden diese Mittel zum nächstmöglichen Haushaltsplan angemeldet. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig x überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Mit dieser Vorlage werden insbesondere die Querschnittsthemen Demographie und Migration im Sinne der weiteren Stadtteilentwicklung von Coerde sowie der ressortübergreifenden Zusa m- menarbeit von Verwaltung, von freien Trägern und von Institutionen vor Ort und im Rah men des InSEK-Maßnahmenkonzepts positiv aufgegriffen.
Anlage 1_Raumprogramm Projekt Stadtteilhaus Coerde
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Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" insgesamt 4 Seiten Seite 1 Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt Multifunktions-/ Bewegungsraum Gesundheitshilfe Jugendhilfe Coerde mittendrin VHS Amt für Schule und Weiterbildung Verein für Mototherapie Mitnutzung: DRK Kreisverband (Synergien mit DRK noch zu heben) z. B. Gesundheits- Bewegungsangebote, Angebote der Familienbildung wie z. B. Elterntrainingsprogramme, Baby-Spiel-Stunden, Infoveranstaltungen etc. Gruppentreffen, Kreatives, Senior/-innen- Generationsübergreifende Begegnung Sprachkurse für Erwachsene (ggf. mit Kinderbetreuung), MitSprache- (Ferien-)Angebote inkl. 15 qm Geräteraum und 15 qm Materialschränke Trennwand Elterncafé & Multifunktionsraum sollten idealerweise eine Einheit bilden 1 180 180 Elterncafé/ Familien-Stadtteiltreff Jugendhilfe Gesundheitshilfe VHS Amt für Schule und Weiterbildung Coerde mittendrin (Mitnutzung) z. B. Austausch und Kontakt von Eltern, niedrigschwellige Beratung bzw. Gesprächsangebote z. B. durch Stadtteilkoordination, Fallscouts Kochkurse für Eltern und Jugendliche (ca. 10 TN.) Infoveranstaltungen zu Erziehungs-, Gesundheits- und Bildungsfragen (bei gleichzeitiger Kinderbetreuung im Multifunktionsraum) sowie Begegnung für Senior/-innen mit Spielecke und Küche Elterncafé & Multifunktionsraum sollten idealerweise eine Einheit bilden 1 90 90 Beratungsräume Gesundheitshilfe Jugendhilfe Soziales VHS Coerde mittendrin Amt für Schule und Weiterbildung z. B. Ernährungsberatung, Schwangerschaftsberatung, Hebammensprechstunde, Beratungsangebote Kinder- und Jugendgesundheit, Sozialpsychiatrischer Dienst, Sport- und Bewegungskoordinator, Stadtteilkoordination Frühe Hilfen, Erziehungsberatung, Kommunaler Sozialdienst (KSD), Psychologische Beratung, Kultur- Sprachmittlerinnen, Gewalt- Extremismusprävention etc. Niedrigschwellige soziale Beratung, Integrationshilfen, Beratung zum Bildungscheck u. zur beruflichen Entwicklung, Bildungsberatung, Schulpsychologische Beratung, Fallscouts mit abschließbaren Schrank- und Schließsystemen für die jeweiligen Nutzer/-innen sowie Verbindungs- und Fluchttüren 3 18 54 Gruppen-/Kurs-/Seminarraum Coerde mittendrin Jugendhilfe Gesundheitshilfe Amt für Schule und Weiterbildung, VHS z. B. Hausaufgabenbetreuung, Bewerbungstraining, Sprachkurse, Kurse Familienbildung und in Gesundheitsfragen MitSprache- (Ferien)angebote für bis zu 15 TN 1 40 40 Büro Träger / Leitung Leitung der Einrichtung (optional für das Stadtteilhaus insgesamt) 1 20 20 Abstell- und Kopierraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 10 10 Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum Projekt "Stadtteilhaus Coerde" Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" insgesamt 4 Seiten Seite 2 Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum Personal-WC, Besucher/-innen- und Behinderten-WC inkl. Still-und Wickelraum Gemeinschaftliche Nutzung m² abhängig vom Architekturentwurf Liege- und Wickelmöglichkeit für Erwachsene einplanen 1 35 35 Eingangsbereich / Warteraum bzw. Wartebereich Gemeinschaftliche Nutzung Betrieb des BBG-Zentrums möglichst unabhängig von den Öffnungszeiten des Stadtteilhauses inkl. Abstellfläche für Kinderwagen / Verkehrsflächen / Putzraum / barrierefrei separat zum Eingangsbereich Stadtteilhaus m² abhängig vom Architekturentwurf Kinder- und Jugendarztpraxis 1 150 150 Multifunktionsraum DRK Jugendtreff Besprechungen, Workshops, Billard, Kickern etc. für bis zu 15 Personen 1 25 25 Gruppen- / Medienraum DRK Jugendtreff 1 25 25 Gruppen-/ Kreativ- / Werkraum DRK Jugendtreff 1 25 25 Büro DRK Jugendtreff 1 15 15 Beratungsraum DRK Jugendtreff 1 25 25 Küche mit größerem Sitzbereich DRK Jugendtreff 1 25 25 Mitarbeiter/-innen WC DRK Jugendtreff mit Nebenraum als Lagerfläche für Reinigung- und Hygieneartikel (inkl. Ausgussbecken) 1 10 10 Besucher/-innen WC DRK Jugendtreff 2 10 20 DRK-Jugendtreff (eigenständig definierter Bereich mit separatem Zugang, barrierefrei) Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" insgesamt 4 Seiten Seite 3 Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum Standardbüros in Einzelbelegung Jobcenter FSL, Jobcoaches, KuZ 13 17 221 Standardbüros in Doppelbelegung Jobcenter SB, Grundsicherung, Auszubildende, Praktikant/-innen 6 17 102 Beratungsbüro Bezirksverwaltung Nord, Quartiersmanagerin/ Stadtteilkümmerin (61, MM); ggf. andere Akteur/-innen Beantragung und Abholung von Ausweisdokumenten, An-, Ab- und Ummeldungen, Beglaubigungen, Führungszeugnisse etc.; Stadtteilarbeit; Umsetzung des InSEK; Austausch mit Bürger/-innen zwei Bedienplätze; Raum für Kinderwagen oder Rollator etc. 1 40 40 Beratungsbüros DRK Migrationshilfen Beratung im Bereich Migration/Integration, Stadtteilarbeit Einhaltung städtischer Standards sinnvoll, um mögliche Doppelbelegungen für die Zukunft zu berücksichtigen. 6 17 102 Büro Stadtbücherei Bibliothekarische Arbeiten, Besprechungen etc. 1 20 20 Veranstaltungsraum Stadtbücherei; weitere Akteur/- innen Klassenführungen, Bilderbuchkinos, Medienkompetenz, Theaterpädagogik, Literatur, Ferienveranstaltungen für Kinder, Vorträge und Workshops für Erwachsene Gemeinsame Nutzung denkbar, wichtig ist die direkte Anbindung an die Bücherei geschlossen, schalldicht, mit WLAN 1 80 80 Medienpräsentationsfläche + Ausstellungsfläche Stadtbücherei Mit Aufenthaltsqualität inkl. Sitz- und Lernnischen Beratung und Verbuchung, Ausleih- und Infotheke, Platz für Ausstellungen (Schulen, DRK-Jugendgruppen etc.) Medienpräsentationsfläche 250 m² + Ausstellungsfläche 10 m² Empfangsbereich für das Stadtteilhaus kombiniert mit ruhigen Bereich der Medienpräsentation. Verteilung der Besucher/-innen (System zur Steuerung) 1 260 260 Raumbedarfe für Lerngruppen / Open Space Stadtbücherei VHS Digitale Medien Computerarbeitsplätze Angelegt als Open Space 1 100 100 Fläche für Internet Stadtbücherei 3 öffentliche Internetplätze im Empfangsbereich /Open Space zu integrieren oder in Medienpräsentation enthalten 1 10 10 Unterrichtsräume Westf. Schule für Musik Bandprojekte, klassischer Instrumentalunterricht (Schlagzeug, Keyboard, E-Gitarre etc.) Nutzung auch von anderen Akteur/-innen möglich 4 20 80 großer Raum Westf. Schule für Musik Bandprojekte, klassischer Instrumentalunterricht (Schlagzeug, Keyboard, E-Gitarre etc.) Nutzung auch von anderen Akteur/-innen möglich 1 80 80 Instrumentenlager Westf. Schule für Musik (alleinige Nutzung) Lagerung der Instrumente im Zusammenhang mit dem großen Raum 1 25 25 Büro Westf. Schule für Musik 1 17 17 Werkraum / Werkstattraum VHS, DRK Migrationshilfen Weiterbildungsangebote: Kunst und Kultur etc. 1 25 25 Besprechungsraum / Gruppenraum DRK Migrationshilfen, Mitnutzung: VHS, Jobcenter, Stadtbücherei Angebote und Beratung, lebensgestaltendes Lernen, Themenabende für 15 P. 1 70 70 Lagerraum Stadtbücherei saisonale Medien, Materialien für Klassenführungen, Veranstaltungen 1 10 10 Stadtteilhausangebote Anlage 1: Raumprogramm Projekt "Stadtteilhaus Coderde" insgesamt 4 Seiten Seite 4 Raumtypen Nutzer/-innen Angebote Besonderheiten Anzahl Räume m² Fläche gesamt Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum Kopierraum und Poststelle Jobcenter (alleinige Nutzung) 1 10 10 Wickelraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 5 5 Warteraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 30 30 Erste-Hilfe-Raum Gemeinschaftliche Nutzung 1 10 10 Mitarbeiter/-innen-WC Gemeinschaftliche Nutzung 2 15 30 Besucher/-innen-WC Gemeinschaftliche Nutzung 2 15 30 Behinderten-WC Gemeinschaftliche Nutzung auf jeder Etage 3 5 15 Teeküche / Pausenraum / Aufenthaltsraum Gemeinschaftliche Nutzung genaue m² noch festzulegen (gemäß der genauen Anzahl der Nutzer/-innen) Für Stadtbücherei wünschenswert mit Anbindung zum Veranstaltungsraum 1 15 15 Technik- und Stuhllager Stadtbücherei Stühle, Sitzkissen und Technik Für Stadtbücherei wünschenswert mit Anbindung zum Veranstaltungsraum 1 15 15 Putzraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 5 5 Lagerraum Gemeinschaftliche Nutzung 1 25 25 Hausanschlussraum / Hausmeisterraum inkl. Materiallager (Entwurfsabhängig) 1 20 20 Raumbedarfe Sicherheit und Ordnung Bürger/-innensprechstunde 1 20 20 Summe 2221 davon extern (Arztpraxis) 150 Städtischer Anteil 2071
Beschlussvorlage
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V/0675/2020
V/0675/2020
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Bedarfsbeschluss: Zum Raumprogramm des neu zu errichtenden und multifunktionalen
Stadtteilhauses am Hamannplatz in Coerde
Beratungsfolge
12.08.2020 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r-
schutz und Arbeitsförderung
Vorberatung
13.08.2020 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
13.08.2020 Kulturausschuss Vorberatung
18.08.2020 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
19.08.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
19.08.2020 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches
Flächenmanagement
Vorberatung
25.08.2020 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und
E-Government
Vorberatung
26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
26.08.2020 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat beschließt das aktuell abgestimmte und standardisierte Raumprogramm der Fach-
dienststellen für das multifunktionale Stadtteilhaus in Coerde.
2. Der Rat stimmt der weiteren Differenzierung der sozialräumlichen Organisation des Jobcen-
ters in Nord mit der Einrichtung einer Geschäftsstelle in Coerde zu.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, für das Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ ein weiter ausdifferen-
ziertes und abgestimmtes Angebots- und Nutzungskonzept mit allen Nutzergruppen und in
Zusammenarbeit mit der städtischen Tochtergesellschaft Westfälische Bauindustrie (WBI) zu
entwickeln.
Dezernat
Oberbürgermeister/Quartiers
management
28.07.2020
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Becker
Telefon: 492-6050
BeckerSV@stadt-
muenster.de
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V/0675/2020
4. Der Rat beauftragt die WBI, alle weiteren Schritte für einen Architektenwettbewerb in Abspra-
che mit der Verwaltung einzuleiten.
5. Die Verwaltung wird ermächtigt, der WBI die Kosten für den Architektenwettbewerb zu erstat-
ten, wenn das Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ nicht realisiert wird. Dies gilt nur dann, wenn die
WBI nicht Verursacherin des Projektstopps ist.
6. Die Verwaltung wird beauftragt, nach Abschluss der vorgenannten Verfahrensschritte die An-
mietung des Stadtteilhauses dem Rat zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen.
7. Der Rat nimmt des Weiteren zur Kenntnis, dass für die Anmietung und den Betrieb des Stadt-
teilhauses sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen erforderlich sind und beauftragt
die Verwaltung, diese rechtzeitig zu den Etatberatungen für das Jahr 2022 zu beziffern.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Um eine geeignete Grundlage für Mietpreisverhandlungen zu haben, ist der Abschluss des Architek-
tenwettbewerbs abzuwarten. Der WBI entstehen bis zu diesem Zeitpunkt Kosten i.H.v. 80.000 € für
dieses Verfahren. Diese Kosten sind der WBI zu erstatten, wenn es nicht zu ei nem Abschluss eines
Mietvertrages kommt und die Stadt Münster dies zu vertreten hat. Eine Erstattung ist erforderlich,
damit es zu keiner verdeckten Gewinnausschüttung an die Stadt Münster kommt.
Soweit diese Erstattungsleistungen tatsächlich an die WBI gezahlt werden würden, werden diese Mit-
tel zum nächstmöglichen Haushaltsplan angemeldet. Die Verwaltung ist angehalten, die zusätzlichen
Belastungen des städtischen Haushalts an anderer Stelle zu kompensieren.
Begründung:
1. Vorbemerkung
Zentrale Intention des multifunktionalen Stadtteilhauses ist die Sicherung, Erweiterung und Forten t-
wicklung der Angebotsinfrastruktur in Coerde. Die Zugänglichkeit zu Maßnahmen und Angeboten in
den Bereichen Begegnung, Bildung, Gesundheit, Soziales und Bürgerservices soll d amit verbessert
werden. Ebenso soll die Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedenster Akteur/-innen im Stadtteil-
haus weiter gefördert werden. Zu den Angeboten des Stadtteilhauses gehören städtische Dienstlei s-
tungen, professionelle Leistungen freier Träger und Vereine sowie weitere stadtteilaffine und bürge r-
nahe Aktivitäten. Das Stadtteilhaus ist Kernelement des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts
(InSEK) und spiegelt durch die Bündelung der Vielzahl verschiedener Angebote die integrative —
handlungsfeld- und akteursübergreifende — Dimension des InSEK wider.
Zur Aufwertung der Lebens -, Wohn- und Arbeitsbedingungen im Stadtteil Coerde wurde das Stad t-
planungsamt im November 2016 vom Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und
Wohnen beauftragt, ein Integriertes Entwicklungskonzept für den Stadtteil Coerde zu erstellen. Als
Resultat des InSEK -Prozesses – mit Erarbeitungszeitraum von Dezember 2016 bis März 2020 und
unter breiter Beteiligung verschiedenster Fachämter der Verwaltung, zahlreiche r Akteur/ -innen und
Vertreter/-innen von Politik, freien Trägern, Institutionen und Vereinen vor Ort sowie der interessierten
Coerder Bürgerschaft – konnte für den Stadtteil Coerde u.a. ein großer Bedarf unterschiedliche r und
miteinander zu verknüpfender s ozialer, bildungs-, freizeit- und gesundheitsbezogener Angebote so-
wie vielfältiger Beratungs - und Unterstützungsmaßnahmen für bestimmte Zielgruppen festgestellt
werden. Am 24.06.2020 wurde das InSEK Coerde (siehe V/0224/2020) mit einem umfangreichen
Maßnahmenkonzept durch den Rat der Stadt Münster beschlossen. Zur Deckung des vielschichtigen
Bedarfskomplexes soll auch die geplante Errichtung eines neuen multifunktionalen Stadtteilhauses
als Anlaufadresse und identitätsstiftendes Leuchtturmprojekt an zentral er Stelle im südöstlichen Tei l-
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bereich des Hamannplatzes, Nr. 36 -40, beitragen. Zudem soll der Hamannplatz neugestaltet werden
(vgl. Bebauungsplan Nr. 557, V/0187/2019).
Das multifunktionale Stadtteilhaus ist eins von sieben Handlungsfeldern, die im InSEK für den Stadt-
teil Coerde als besonders zielführend und wichtig klassifiziert wurden. Wie in den Vorlagen
V/1006/2019 (Grundsatzbeschluss) und V/0957/2019 beschrieben und durch den Rat im Dezember
2019 einstimmig beschlossen soll die WBI alle erforderlichen Schritte zur Entwicklung und Errichtung
des Stadtteilhauses mit integriertem Begegnungs -, Bildungs- und Gesundheitszentrum am Haman n-
platz durchführen. D. h. die WBI übernimmt die Abstimmung des Raumprogramms, die Entwurfs- und
Ausführungsplanung, das Verg abeverfahren sowie den Bau des Gebäudes. Grundlage für das
Raumprogramm waren zunächst die Nutzungsmöglichkeiten, die im Rahmen des derzeitigen InSEK -
Prozesses entwickelt wurden. Diese angedachten Nutzungsbedarfe sind derweil in Zusammenarbeit
von WBI, Verwaltung und den potentiellen Nutzer/-innen weiter ausdifferenziert worden. Aufgrund des
kontinuierlichen Prozesses und weiterer dezernats - und ämterübergreifender Gespräche konnten
bereits zusätzliche Synergien gehoben und damit weiterführende multifunktio nale Nutzungen der
Räumlichkeiten gedacht werden. Das aktuell abgestimmte Raumprogramm sowie die vorgesehenen
Akteur/-innen und inhaltlichen Nutzungen werden durch diese Vorlage vorgestellt und beschrieben
(siehe auch Anlage 1 Raumprogramm Projekt „Stadtteilhaus Coerde“). Im fortlaufenden Planungspro-
zess soll das jetzige Raumprogramm mit allen Nutzergruppen noch weiter ausdifferenziert und um ein
detaillierteres Angebots- und Nutzungskonzept erweitert werden.
Zu den nächsten Schritten gehören die von der WBI und der Stadt Münster gemeinsame Planung und
Durchführung eines Workshops mit allen Nutzergruppen des Stadtteilhauses zur weiteren Konkret i-
sierung des Raumprogrammes (Lage der Räume), der Weiterentwicklung von Synergieeffekten und
auch dem gezielten Erk ennen von Sachzwängen, die ggf. in Teilen gegen eine gemeinschaftliche
Nutzung sprechen könnten. Das konkretisierte Raumprogramm soll dann Grundlage für die Au s-
schreibung des Architekturwettbewerbs sein. Im Rahmen des von der WBI durchzuführenden Arch i-
tektenwettbewerbs sollen bauliche und funktionale Gestaltungsmöglichkeiten des Stadtteilhauses
erstellt und präsentiert werden. Diese sollen die vielseitigen Interessen der Verwaltung, der freien
Träger, weiterer Akteur/-innen vor Ort und der Bürger/ -innen berücksichtigen. Zudem sollen die En t-
würfe auch so gestaltet werden, dass sie Möglichkeiten zu weiteren stadtteilaffinen Nutzungen zur
optimalen Ausnutzung des Hauses wie bspw. (Mit)Nutzungen von Akteur/ -innen in den Bereichen
Logopädie oder Ergotherapie mitdenken oder diese noch entwickelt werden können. Dasselbe soll für
Möglichkeiten der gewerblichen Nutzung gelten, die Synergien zum Stadtteilhaus aufwerfen sollen
(wie bspw. eine Bäckerei).
2. Das multifunktionale Stadtteilhaus
Das multifunktionale Stadtteilhaus spricht den Stadtteil Coerde im Grunde in zweifacher Hinsicht an:
Es greift verschiedene der im InSEK festgestellten Bedarfe unterschiedlicher Zielgruppen auf und
vereint deren Deckung an einer zentralen Stelle im Stadtteil. Dadurch bringt es untersc hiedliche Ak-
teur/-innen der Verwaltung, freier Träger, der Vereine und der Institutionen vor Ort zur Weiterentwick-
lung von Kooperationen und der Unterstützung der Bürger/ -innen in Coerde unter einem Dach z u-
sammen und fördert somit das Miteinander sowie ein lebendiges Stadtteilleben. Deshalb soll das
Stadtteilhaus zum einen durch seine Lage eine zentrale Anlaufstelle zur Wahrnehmung von Angeb o-
ten und Dienstleistungen sein. Zum anderen soll es zu einem Haus der Begegnungen und des Au s-
tausches, des Ankommens, Annehmens und Verweilens sowie der Gemeinschaft — für die Akteur/ -
innen und Stadtteilbewohner/-innen — werden. Des Weiteren stellt es eine Ergänzung zu den bereits
vorhandenen Angeboten, Maßnahmen und Institutionen im Stadtteil dar und soll mit diesen in d en
Austausch treten, um perspektivisch zur weiteren Vernetzung beizutragen und Doppelstrukturen zu
vermeiden. Durch die zukünftig im Stadtteilhaus agierenden Akteur/ -innen und deren bereits vorha n-
dene gute Vernetzung mit den im Stadtteil ansässigen Gesundheits-, Bildungs- und Begegnungsein-
richtungen etc. entwickelt das Stadtteilhaus den Stadtteil Coerde weiter: Es schafft weitere Anreize für
eine noch bessere Kombination und Verzahnung von Bildungsangeboten, Präventions - und Unter-
stützungsmaßnahmen; im Haus und mit anderen Institutionen in Coerde.
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V/0675/2020
Das Stadtteilhaus soll eine Atmosphäre des Willkommen -Seins versprühen und die Bewohner/-innen
des Stadtteils mit ihren je individuellen Bedürfnissen ansprechen. Es soll dazu beitragen, Zugänge zu
Hilfesystemen im Stadtteil zu erleichtern. Deshalb ist es wichtig, dass das Stadtteilhaus als ein off e-
nes Haus für jeden und jede wahrgenommen und dies in seiner räumlichen Struktur mit umgesetzt
wird. Geplant werden soll ein einladendes Haus, welches mit seiner zukunft sweisenden Architektur
zum stadtteil- und identitätsstiftenden Merkmal für das neue Stadtteilzentrum am Hamannplatz wird.
Der Eingangsbereich des Stadtteilhauses soll dementsprechend in seiner Ausrichtung und Funktion
ein niedrigschwelliger und moderner Au fenthalts- bzw. Teilhabeort sein. Er soll großzügig und offen
gestaltet sein und integrativ wirken. Es bietet sich an, die Unterbringung eines Teilbereiches der
Stadtteilbücherei Coerde, die bereits zu den Bestandsmietern am Hamannplatz gehört, im oder als
Eingangsbereich zu verorten, um in diesem Bereich neben einem Infoschalter (Lotse) für das gesa m-
te Stadtteilhaus und Wartemöglichkeiten, z.B. auch ein Lesecafé vorzusehen.
In seiner Gesamtheit setzt sich das Stadtteilhaus aus unterschiedlichen inhaltlich en und räumlichen
Kernfunktionen und Teilbereichen zusammen. Diese bedienen verschiedene Zielgruppen und Beda r-
fe und stehen untereinander durch die teils gemeinsamen Themenkomplexe der Begegnung, Ber a-
tung, Bildung und Gesundheit in Verbindung miteinander: Neben einzelnen Stadtteilhausangeboten
sollen ein integriertes Begegnungs -, Bildungs- und Gesundheitszentrum, eine Kinder- und Jugend-
arztpraxis und die derzeitigen Bestandsmieter wie die Stadtteilbücherei Coerde, der DRK Jugendtreff
und die DRK Migrationshilfen im Stadtteilhaus untergebracht werden:1
Integriertes Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum
Ein wichtiger Teilbereich des Stadtteilhauses ist das integrierte Begegnungs -, Bildungs- und Gesund-
heitszentrum. Das BBG -Zentrum wird insbesondere der strukturellen Vernetzung und interdisziplin ä-
ren Zusammenarbeit von Gesundheits - und Jugendhilfe dienen so wie im Sinne eines integrierten
Stadtteilkonzeptes weitere Partner/ -innen aus den Bereichen Soziales, Bildung und auch Akteur/ -
innen von „Coerde mittendrin“ unter einem Dach umfassen. Grundlage für ein solches Zentrum ist der
Ratsantrag Nr. A -R/0008/2019 der CDU-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL mit dem
die Verwaltung beauftragt wurde, ein Konzept für „ein Kinder - und Jugendgesundheitszentrum Kiese-
kampweg in Coerde“ zu entwickeln. Mit der Vorlage V/0957/2019, die dies aufgreift und im Dezember
2019 durch den Rat beschlossen wurde, wurden u. a. die Ausgangslage, die Anforderungen in der
Vernetzung der Gesundheits- und Jugendhilfe und an das geplante Begegnungs -, Bildungs- und Ge-
sundheitszentrum sowie ein vorläufiges Raumprogramm dargelegt und begründet.
Das Angebots- und Nutzungskonzept des integrierten Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszent-
rums ist stetig weiterentwickelt worden, berücksichtigt entsprechende Synergien zur multifunktionalen
Raumnutzung und soll unter stadtteilspezifischen Aspekten den Lebenszusammenhängen und Pro b-
lemlagen der Familien und Menschen im Stadtteil entsprechen. Erarbeitet und abgestimmt wurde das
Raumprogramm des BBG-Zentrums auf Grundlage dezernats- und ämterübergreifender Planungsge-
spräche, Stellungnahmen der Fachämter sowie den Erkenntnissen, die bereits im Rahmen des Betei-
ligungsverfahrens zur Erarbeitung des InSEK für Coerde gewonnen werden konnten. Konkret sollen
hier in verschiedenen Raumtypen Angebote der Gesundheitsversorgung und -förderung vorgehalten
werden wie z. B. Bewegungsangebote, Ernährungsbildungsangebote, Hebammensprechstunden,
Senior/-innen-/Generationsübergreifende Begegnungen, Sprechstunden des Sozialpsychiatrischen
Dienstes, Angebote des Vereins für Mototherapie sowie niedrigschwellige Beratungsangebote der
freien und öffentlichen Jugendhilfe wie z.B. der Schwangerschaftsberatung, der Stadtteilkoor dination
Frühe Hilfen, der Erziehungsberatung, des Kommunalen Sozialdienstes, der sozialen Beratung (z. B.
Schuldnerberatung), der Bildungsberatung, der schulpsychologischen Beratung, Fallscouts sowie
Kursangebote der Familienbildung und Volkshochschule (V HS) und Angebote von „Coerde mitte n-
1 Im Folgenden werden vor allem die städtischen Raumbedarfe und Angebote genauer beschrieben, was allein
dem Zweck der Begründung für die Nutzung der Flächen des Stadtteilhauses der jeweiligen städtischen Ämter
und Institutionen für diesen Beschlussvorschlag dienen soll.
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drin“. Hinterlegte Träger/Vereine für die benannten Angebote sind beispielhaft der Verbund Sozialthe-
rapeutischer Einrichtungen NRW e.V. ( VSE), die Diakonie, die Caritas, das Haus der Familie, das
Anna-Krückmann-Haus etc. Durch die Vielfalt der Angebote, das abgestimmte Konzept und die Nied-
rigschwelligkeit sollen für Familien und Menschen in Coerde Zugangshemmnisse zu den Gesun d-
heitshilfen, den Beratungs- und Bildungsangeboten abgebaut werden und zur Inanspruchnahme di e-
ser Angebote führen.
Die konkreten Angebots - und Belegungsplanungen sind, wie für das gesamte Stadtteilhaus, in den
weiteren Planungsprozessen entsprechend den aktuellen Erfordernissen anzupassen und abzusti m-
men. Folgende barrierefreie Räumlichkeiten sind fü r das integrierte Begegnungs-, Bildungs- und Ge-
sundheitszentrum bei multifunktionaler Nutzung der aufgeführten Akteur/-innen vorzusehen:
ein niedrigschwelliges Elterncafé, Familien - bzw. Stadtteiltreff (mit Spielecke und Küche) von
insgesamt 90 m²
in Kombination mit
einem Multifunktions- und Bewegungsraum von 180 m²;
ein Gruppen- bzw. Kursraum von 40 m²,
drei Beratungsräume á 18 m²,
ein Büro von 20 m²: Leitung (optional für das Stadtteilhaus insgesamt, siehe Punkt 5),
ein Abstell- und Kopierraum von 10 m²
sowie Besucher/-innen- und Behinderten-WCs, Personal-WC, Still- und Wickelraum, Putzraum
und Wartebereich
Um kurze Wege für Eltern sowie Fachkräfte und um hohe Synergieeffekte in der Zusammenarbeit
von Gesundheits - und Jugendhilfe zu erzielen, soll die v orgesehene Kinder- und Jugendarztpraxis
räumlich in das Begegnungs-, Bildungs- und Gesundheitszentrum mit integriert werden.
Die einzelnen Kernnutzungen der Stadtteilhausangebote umfassen weitere Dienstleistungs- und Ser-
viceangebote in unterschiedlichen Bereichen. Akteur/-innen sind hier die Stadtbücherei, die VHS, das
Jobcenter, die Bezirksverwaltung Nord, das Stadtplanungsamt, Münster Marketing, die Westfälische
Schule für Musik sowie die D RK Migrationshilfen und der DRK Jugendtreff und voraussichtlich A k-
teur/-innen im Bereich Ordnung und Sicherheit.
Stadtteilbücherei Coerde
Einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Bildung im Stadtteil Coerde leistet bereits die Stadtteilbü-
cherei Coerde, die sich seit 1967 am Hamannplatz befindet und 1986 in ihre ak tuellen 228 m² großen
Räume zog. Als bürgernahe Einrichtung wird die Stadtteilbücherei als Sozial -, Lern -, Medien - und
Aufenthaltsraum, aber auch als Veranstaltungsort genutzt. Im Zentrum von Coerde verfügt die Stad t-
teilbücherei Coerde als gut vernetzte Ei nrichtung über ein Kooperationsnetzwerk, das u. a. zwei
Grundschulen, eine Hauptschule, neun Kitas (z. T. mit angebundenen Familienzentren), das meh r-
sprachige Vorleseprojekt „Mulingula“, die DRK Coerde, die Initiative „Coerde mittendrin“, das Bege g-
nungszentrum Meerwiese und den Arbeitskreis Coerde als Partner/-innen umfasst. Durch das Qualifi-
zierungsprogramm „Strategieentwicklung für Stadtteilbibliotheken“ der Fachstelle Öffentliche Bibli o-
theken NRW erarbeitet die Stadtteilbücherei Coerde seit letztem Jahr ein Zukunftskonzept mit dem
Ziel, die Bücherei noch weiter als „Dritten Ort“ und partnerschaftliche und niederschwellige Bege g-
nungsstätte für alle Bürger/ -innen zu etablieren. Im Zuge einer intensiven Analyse des Ist - und Soll-
Zustandes, des Stadtteilumfel des, des Bücherei -Netzwerkes, der Nutzergruppen und der generellen
strategischen Neuausrichtung der Stadtbücherei unter Berücksichtigung des Funktionsrahmens „Bi b-
liotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ der Fachstelle ÖB NRW ist festgestellt word en, dass
die Stadtteilbücherei bereits sehr gut in Coerde vernetzt ist und als wichtige Kooperationspartnerin
z.B. von Schulen und Kitas genutzt wird. Gleichzeitig wird die Stadtteilbücherei auch von vielen
Kund/-innen aufgesucht, um sie als Lern-, Aufenthalts- und Sozialraum zu nutzen. Diese Entwicklung
ist kohärent zu der neuen Rolle der Bücherei in der Gesellschaft als Dritten Ort. In diesem sind neue
Formen der Leseförderung, des Aufenthalts, der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen und des
kreativen Experimentierens (z. B. in Form von Makerspaces) möglich. Für die Stadtteilbücherei Coe r-
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de ergibt sich daraus, dass mehr Lernplätze erforderlich sind, gleichzeitig die Kooperationen mit
Kitas, Schulen und anderen Partner/ -innen intensiviert werden müssen und deswegen mehr Fläche
benötigt wird. Hier ist die Möglichkeit der Raumteilung mit anderen Partner/-innen des Stadtteilhauses
nicht nur gewünscht, sondern ausdrücklich gewollt.
Eine Unterteilung der Stadtteilbücherei in Funktionsabschnitte ist insgesamt w ichtig, damit unte r-
schiedliche Interessen der Büchereibesucher/ -innen gewahrt werden können. So kann es im Ei n-
gangsbereich mal etwas lebhafter zugehen, während es in den weiteren Teilen der Bücherei auch
möglich sein muss, in Ruhe zu lernen oder Bücher (an )zulesen. Als Netzwerkerin und Kooperation s-
partnerin möchte die Stadtteilbücherei die benötigte Fläche für den Veranstaltungsraum mit anderen
Vereinen und Institutionen ausdrücklich gemeinschaftlich nutzen. Bisher gibt es schon eine erfolgre i-
che Zusammenarbeit zwischen der Stadtbücherei und "Coerde mittendrin", das die Räumlichkeiten
der Stadtteilbücherei für ihre Sitzungen nutzt. Auf diesen Ansatz der erfolgreichen Multifunktional i-
tätsnutzung der Räume möchte die Stadtbücherei weiter aufbauen. Besonders au ßerhalb der Öf f-
nungszeiten der Stadtteilbücherei gibt es freie Kapazitäten, die genutzt werden können. Auch wä h-
rend der Öffnungszeiten stehen Kapazitäten zur Verfügung. Gemeinsame Veranstaltungen, wie es
sie bspw. bisher mit dem Sprachkurs der St. Norbert -Gemeinde gibt, sind auch denkbar. Ein Raum
für Lerngruppen bzw. ein Open Space soll bspw. mit der VHS und auch anderen Akteur/ -innen ge-
meinsam genutzt werden. Weitere Synergien mit der VHS bzgl. der Vermittlung von digitalen Medien
können weitergehend erarbeitet werden.
Insgesamt benötigt die Stadtbücherei zur Deckung der unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen
der Zielgruppen in Coerde folgende Flächen im Stadtteilhaus:
Eine 250 m² große Medienpräsentationsfläche (Medien- und Ausleihbereich inkl. Sitz- und Le-
senischen) + 10 m² Ausstellungsfläche: Die Medienpräsentationsfläche, die das Herzstück der
Stadtteilbücherei Coerde ist, soll sich durch eine hohe Aufenthaltsqualitä t auszeichnen und
zur Unterbringung von ca. 10.000 Medien und zum Stöbern, Anlesen und Ausprobieren von
Spielen, für Beratungen und Verbuchungen (Selbstverbuchungsgeräte und eine Ausleih - und
Infotheke) und auch für Ausstellungen (z.B. von Schulen und Juge ndgruppen) genutzt we r-
den.
Ein Veranstaltungsraum von mind. 80 m² soll für Kooperationen und Veranstaltungsformate
unterschiedlichster Art (mit)genutzt werden, wie bspw. die Vermittlung von Medienkompetenz,
Klassenführungen der umliegenden Schulen, Bilderbuchkinos für Kita-Kinder mit anschließen-
dem Kennenlernen des Medienangebots der Bücherei oder für externe Angebote von The a-
terpädagog/-innen und Literaturvermittler/ -innen, Ferienangebote sowie Vorträge oder Wor k-
shops für Erwachsene etc. Aufgrund des begrenzten Raumangebots sind benannte Veranstal-
tungen zurzeit nur begrenzt und mit sehr viel organisatorischem Aufwand möglich.
Ein Open Space von 100 m² für Lerngruppen und zur gemeinschaftlichen Nutzung mit der
VHS und anderen Nutzer/-innen. Hier oder im Eingangsbereich kann bzgl. der Gewährleistung
gesellschaftlicher Teilhabe auch das stark frequentierte Internet und PC -Angebot ausgebaut
werden.
Ein Lagerraum von 10 m² zur Lagerung saisonaler Medien, Materialien für Klassenführungen
etc. (mit zusätzlichen m² zur gemeinschaftlichen Nutzung)
Ein Technik- und Stuhllager von 15 m² (zur Lagerung von Stühlen, Sitzkissen und Technik, die
im Veranstaltungsraum regelmäßig zum Einsatz kommen)
Ein Büro (z.B. für bibliothekarische Arbeiten wie Bestandsaufbau und Pflege, aber auch Vo r-
bereitung auf Veranstaltungen und Büroarbeiten. Ebenso ist der Ort für kurze Besprechungen
mit Gästen während der Öffnungszeiten gedacht)
Angebote der VHS und das DRK
Neben der gemeinsamen Nutzung des Open Spaces von Stadtbücherei und VHS ist angedacht, dass
die VHS im Stadtteilhaus mit Blick auf die Bereitstellung von Weiterbildungsangeboten im Bereich
Kunst und Kultur auch Synergien mit den DRK Migrationshilfen bzgl. der gemeinsamen Nutzung e i-
nes Werkstattraumes hebt. Zusätzliche Nutzungen des Werkstattraumes sollen im fortlaufenden Pr o-
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zess weiter erschlossen werden. Das DRK als derzeitiger Bestandsmieter soll im Stadtteilhaus we i-
terhin mit den Migrationshilfen zur Beratung und Vermittlung von Angeboten vor allem für Menschen
mit Migrationsvorgeschichte (u.a. Joblotsen, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer, Sozia l-
beratung, Angebote der Stadtteilarbeit etc.) untergebracht werden. Das DRK benötigt für den Bereich
Migration / Integration und zur Stadtteilarbeit werktags und teilweise am Wochenende 215 m² zur teils
ausschließlichen (6 Beratungsbüros, 1 Gruppenraum) sowie teils gemeinsamen Nutzung mit anderen
Akteur/-innen (Werkstattraum, Aufenthaltsraum).
Der DRK Jugendtreff als derzeitiger Bestandsmieter ist eine Einrichtung der offen en Kinder- und Ju-
gendarbeit und richtet sich mit einer vielseitigen Angebotspalette an Kinder und Jugendliche im Alter
von 6 bis 21 Jahren im Stadtteil Coerde. Der Jugendtreff soll ebenfalls in einem eigenständigen Tei l-
bereich des Stadtteilhauses mit separ atem Zugang, barrierefrei und möglichst in räumlicher Nähe zu
den DRK Migrationshilfen untergebracht sein. Zu den Angeboten des Jugendtreffs gehören u.a. J u-
gendkooperationsprojekte im Stadtteil, Mädchengruppen, allgemeine und bedürfnisorientierte Sport -
und Freizeitangebote und vieles mehr, das zur gesellschaftlichen Teilhabe, außerschulischen Bi l-
dung, Freizeitgestaltung und Bewegung beiträgt. Für den DRK Jugendtreff sind zur exklusiven Nu t-
zung 160 m² mit einem Multifunktionsraum, einem Gruppen -/Medienraum, einem Gruppen-/ Kreativ-/
Werkraum, einem Beratungsraum, einer Küche mit größerem Sitzbereich und einem Büro sowie zwei
Besucher/-innen- und einer Mitarbeitertoilette im Stadtteilhaus vorgesehen. Zusätzlich hat der DRK -
Kreisverband folgende Raumbedarfe an gemeldet: Die Mitnutzung eines Mult ifunktions-
/Bewegungsraums sowie die Nutzung eines Außengeländes (zur alleinigen oder gemeinsamen Mi t-
nutzung mit Kooperationspartner/-innen). Synergien bzgl. der Mitnutzung des Mu ltifunktions- und Be-
wegungsraums des BBG-Zentrums durch das DRK sollen während der Ausgestaltung des Angebots -
und Nutzungskonzepts gehoben werden.
Westfälische Schule für Musik
Für Coerde als Stadtteil in Bewegung soll auch die Vermittlung und das Leben musikalischer Bildung
eine noch größere Rolle spielen. Deshalb möchte die Westfälische Schule für Musik ihr Angebot für
wohnortnahen Musikunterricht durch die Nutzung des Stadttei lhauses im Stadtteil Coerde erweitern.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einrichtung eines niederschwelligen Bandprojekts, wie
es seit Jahren erfolgreich in Kinderhaus durchgeführt wird. Dieses integrative Projekt soll Kinder und
Jugendliche im Alter von 11 bis ca. 14 Jahren mit Migrationsvorgeschichte oder aus bildungsfernen
Schichten zum gemeinsamen Musizieren motivieren und ihnen so einen aktiven Zugang zur Musik
verschaffen. Durch die integrativen Kräfte von Musik werden Jugendliche aus unter schiedlichen sozi-
alen Milieus zusammengebracht, es wird ihnen ein nachhaltiges Verständnis von Toleranz und Mite i-
nander vermittelt. Darüber hinaus fördert das Projekt auch die soziale und musikalische Identität im
Stadtteil. Neben dem Bandprojekt soll auch das Angebot an klassischem Instrumentalunterricht um
Instrumente wie Schlagzeug, Keyboard, E -Gitarre etc. erweitert werden. Um diese Unterrichte anbi e-
ten zu können, benötigt die Westfälische Schule für Musik ein Ensemble von fünf dicht beieinande r-
liegenden und schallisolierten Räumen:
Vier Probenräume à 20 m²,
Ein Probenraum von 80 m² plus einen Lagerraum von 25 m², wobei die Unterrichtsräume von
anderen Nutzer/-innen des Stadtteilhauses mitgenutzt werden können.
Das Jobcenter
Stadtteileinrichtungen wie das geplante Stadtteilhaus übernehmen neben einem Bildungsauftrag z u-
dem eine tragende Rolle bei der Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und der Chancengerechtigkeit
sowie bei der Beratung hilfesuchender Menschen hinsichtlich Themen wie Existenzsicheru ng,
(Re)Integration in den Arbeitsmarkt etc. In Coerde ist der höchste Anteil an SGB II- Empfänger/-innen
an der Münsteraner Gesamtbevölkerung zu verorten (21,23 % bei den Einwohner/ -innen im Alter von
15 – 64 Jahren und 42,57 % unter den Einwohner/-innen im Alter von 0 – 14 Jahren). Seit der Einfüh-
rung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Jahr 2005 ist das Jobcenter der Stadt Münster mit
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einer Geschäftsstelle bereits im Stadtbezirk Nord, in Kinderhaus, vertreten. Durch die größere räuml i-
che Nähe zu den Leistungsberechtigten konnten hier schon eine bessere Erreichbarkeit erzielt und
gute sozialräumliche Netzwerke aufgebaut werden. Durch die Verortung der Geschäftsstelle in Ki n-
derhaus-West gilt dies jedoch nur bedingt für den Stadtteil Coerde. Deshalb wir d eine weitere Diff e-
renzierung der sozialräumlichen Organisation im Bezirk Nord mit der Einrichtung einer Geschäftsste l-
le in Coerde als sinnvoll und zielführend im Sinne des gesetzlichen Auftrags des Jobcenters erachtet.
Die Präsenz des Jobcenters im Stadtteilhaus soll kurze Wege, den Wegfall von Mobilitätshinderni s-
sen und einen niedrigschwelligen Zugang zu allen angebotenen Leistungen des Jobcenters bieten.
Damit erfährt die bereits bestehende sehr gute Vernetzung im Stad tteil anlassbezogen durch umfas-
sende und ganzheitliche Unterstützungen und Förderungen zudem Konkretisierungsmöglichkeiten;
Ressourcen und Bedarfe der in Coerde lebenden Kund/-innen können durch eine Anlaufstelle vor Ort
besser erkannt werden. Die bereichs übergreifende Perspektive ermöglicht somit eine bessere Ve r-
sorgung von den Stadtteilbewohner/ -innen, eine Entwicklung neuer Projekte und neuer Lösungen
sowie das Angebot spezieller Fördermaßnahmen und die Einbindung neuer Partner/-innen. Die Bera-
tungsangebote des Jobcenters für die Menschen in Coerde sollen zur Gestaltung des eigenen L e-
bens durch Auseinandersetzung, Verstehen und Kooperation mit und durch die Jobcenter -
Mitarbeiter/-innen beitragen.
Zur Realisierung eines vollständigen Leistungsangebotes f ür die Leistungsberechtigten und Rats u-
chenden im Stadtteil Coerde benötigt das Jobcenter zur ausschließlichen Nutzung deshalb insgesamt
19 Büroeinheiten als Einzel- und Doppelbüros sowie
Einen Post- und Kopierraum mit einer Fläche von 10 m²
Einen Bespre chungsraum und eine Teeküche zur gemeinschaftlichen Nutzung mit den A k-
teur/-innen im Stadtteilhaus
Stadtteilmanagement
Zudem wird in Coerde ein Stadtteilmanagement neu eingerichtet, um die Umsetzung des InSEK vor
Ort zu koordinieren, planerisch und komm unikativ zu begleiten, das bürgerschaftliche Engagement
weiterhin zu stärken, einen stetigen Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Bürgerschaft zu
gewährleisten und die Akteur/-innen, Institutionen und Vereine in Coerde aktiv in ihrer täglichen Stadt-
teilarbeit zu unterstützen. Ein regelmäßig von einer Stadtteilkümmerin des Stadtplanungsamtes und
einer Quartiersmanagerin von Münster Marketing besetztes Büro an zentraler Stelle im Stadtteil soll
es den Coerderanern ermöglichen, direkt mit diesen Anspr echpartnerinnen in Kontakt zu treten, A n-
regungen oder Probleme mitzuteilen und sich über den aktuellen Stand der Planungen und Umse t-
zungen im Stadtteil zu informieren. Durch die direkte Verankerung dieses neuen Stadtteilmanag e-
ments in Coerde können Angebot slücken und spezifische Bedarfe der Bürgerschaft und der Akteur/ -
innen schneller identifiziert und direkt an die zuständigen Verwaltungsstellen weitergeleitet werden.
Um Synergieeffekte mit den weiteren Akteur/-innen des Stadtteilhauses hinsichtlich der Verbesserung
der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im Stadtteil Coerde zu generieren, bietet es sich beson-
ders an, die Kontaktstelle für das hier benannte Stadtteilmanagement für Coerde im multifunktionalen
Stadtteilhaus räumlich mit einem Büro vorzusehen.
Bürgerbüro
Da das Amt für Bürger - und Ratsservice für das seit Mitte 1997 am Hamannplatz 39 betriebene Bü r-
gerbüro als Dependance und zusätzliches Serviceangebot der Bezirksverwaltung Nord auch eine
Räumlichkeit mit zwei technisch voll ausgestattete n Bedienplätzen und ausreichend Platz für Bes u-
cher/-innen (auch mit Kinderwagen oder Rollator etc.) benötigt, ist angedacht, dass sich das Stad t-
teilmanagement und die Bezirksverwaltung Nord ein Büro bei zeitlich getrennter Belegung teilen; ggf.
können noch weitere Akteur/ -innen dieses Büro für Präsenszeiten nutzen. Im derzeit rückwärtigen
Bereich der Stadtteilbücherei Coerde können Bürger/ -innen jeden Dienstag in der Zeit von 14.00 –
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18.00 Uhr Serviceleistungen des Bürgerbüros wie die Beantragung und Abholu ng von Ausweisdoku-
menten, An-, Ab- und Ummeldungen, Beglaubigungen, Führungszeugnisse etc. und auch Dienstlei s-
tungen anderer städtischer Ämter wahrnehmen. Jährlich suchen über 1.900 Personen das Bürgerb ü-
ro Coerde auf. Der jetzige Zustand des Bürgerbüros we ist einige Mängel auf, so dass dieses nicht in
vollem Umfang die Mindeststandards zum Arbeitsstättenrecht und zur Gewaltprävention erfüllt. Durch
die Neukonzeption des Stadtteilhauses soll der dringend benötigte Bedarf des Bürgerbüros an einer
Verbesserung der räumlichen Situation für Bürger/-innen aber auch für Mitarbeitende umgesetzt we r-
den. Berücksichtigt werden muss hierbei auch ein Bereich für eine besondere funktionale Nutzung.
Gemeinschaftliche Nutzungen
Die von allen Nutzergruppen benötigten Sani täranlagen (Mitarbeiter/-innen, Besucher/-innen, Behin-
derten), Wickel- und Stillräume, barrierefreie Wartebereiche sowie Lagerräume und Pausenbereiche /
Teeküchen, Besprechungsräume und Material -/Kopierraum sind durch eine gemeinschaftliche Nu t-
zung der Akteur/-innen im Stadtteilhaus vorgesehen. Im weiteren Prozess müsste geklärt werden, ob
und wie ein System zur Steuerung der Besucher/ -innen des Stadtteilhauses für einzelne Dienstlei s-
tungen (bspw. Jobcenter - oder Bezirksverwaltung-Nord-Kund/-innen) konzipiert und umgesetzt we r-
den kann.
Im Rahmen der investiven Belastungen steht die Errichtung des multifunktionalen Stadtteilhauses am
Hamannplatz in Coerde mit seinen vielfältigen Bildungs -, Beratungs -, Begegnungs - und Gesun d-
heitsangeboten für die Stadtteilb evölkerung und als Leuch tturmprojekt im Vordergrund. Als Investor
und Bauherrin für dieses umfangreiche Bauprojekt – der Bebauungsplan lässt eine Bruttogrundfläche
von ca. 3.065 m² zu – ist die städtische Tochtergesellschaft WBI verantwortlich, so dass die anfallen-
den Kosten für den Teilabriss der Bestandsbebauung und die Errichtung des neuen Stadtteilhauses
nicht den städtischen Haushalt belasten werden.
Gemäß der Vorlagen V/1006/2019 und V/0224/2020 werden die Gremien über den genauen Realisie-
rungszeitraum sowie über damit verbundene Kosten und deren Finanzierung zu angemessenen Zei t-
punkten mittels separater Vorlagen informiert. In den zuständigen Gremien werden e ntsprechende
Beschlüsse zu fassen sein. Die Veranschlagung der Haushaltsmittel erfolgt über die jeweils zuständ i-
gen Fachämter der Stadt Münster im Rahmen ihrer eigenen Haushaltsplananmeldungen in den
kommenden Jahren. Das InSEK dient zudem als Grundlage zu r Beantragung von Fördermitteln aus
dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ der Städtebauförderung NRW.
3. Flächen / Raumprogramm
Aufgrund der bereits gehobenen Synergien und einer Standardisierung der Raumbedarfe beinhaltet
das aktuelle Raumprogramm eine Flächennutzung von ca. 2.221 m² NUF (siehe Anlage 1 Raumpro-
gramm Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ ). Im aktuellen Raumprogramm sind sowohl die Raumbedarfe
und Flächen für eine rein städtische Nutzung als auch Flächen für die multifunktionale Nutzung mit
anderen Nutzer/-innen / freien Trägern des Stadtteilhauses sowie die Flächenbedarfe der Kinder- und
Jugendarztpraxis, der DRK Migrationshilfen und des DRK Jugendtreffs enthalten. Im weiteren Pr o-
zess und unter Einbezug aktueller Erfordernisse bei der Ausgestaltung des Raumprogramms und des
Angebots- und Nutzungskonzepts wird weiter darauf geachtet werden, mögliche und sinnvolle Syne r-
gien zu heben und multifunktionale Nutzungen weiter zu forcieren, um die Flächen effektiv zu nutzen
und dem Stadt teilhaus noch mehr „R aum zum At men“ zu geben. Schon im derzeitigen Raumpr o-
gramm sind rd. 25% der Fläche für eine Nutzung durch mehrere Institutionen vorgesehen.
4. Zwischenlösungen für die Bestandsmieter während der Bauphase
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Während des Teilabrisses der Bestandsbebauung und des stufenhaften Neubaus des Stadtteilhauses
ist eine Zwischenlösung sowohl für die Stadtbücherei als auch den DRK Jugendtreff und die DRK
Migrationshilfen – alle derzeitige Bestandsmieter – zwingend erforderlich, damit die jeweiligen Zie l-
gruppen in Coerde weiterhin mit Angeboten und/oder Medien versorgt werden können und einen
Lern- und Aufenthaltsraum haben. Gerade in der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen ist eine l ü-
ckenlose, verbindliche und zuverlässige Weiterarbeit von Seiten der Stadtbücherei notwen dig. Es
sollte bei der Zwischenlösung beachtet werden, dass der Zugang möglichst barrierefrei erfolgen kann,
um auch alten Menschen mit Rollator oder Müttern mit Kinderwagen die Nutzung der Stadteilbücherei
zu ermöglichen. Eine Zwischenunterbringung für di e Stadtbücherei in einem Container ist vorstellbar.
Ebenso ist darauf zu achten, dass der Kinder - und Jugendarztpraxis während der Bauphase ang e-
messene Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.
5. Eine Leitung für das Stadtteilhaus
Aufgrund der Vielzahl der Ins titutionen und Akteur/ -innen mit ihren unterschiedlichen Handlungsfe l-
dern und räumlichen Nutzungen bzw. Teilbereichen ist im weiteren Planungsprozess des Stadttei l-
hauses zu klären, ob und inwieweit es einer Leitung für das Stadtteilhaus zur weitergehenden und
zukunftsgerichteten, effektiven und auf Synergien ausgerichteten Koordination und Steuerung bedarf.
Eine Leitung könnte das Stadtteilhaus als „neutrale Stelle“ leiten und die übergeordneten Ziele stets
im Blick behalten sowie diese nach außen und innen kommunizieren. Um ein für alle Seiten annehm-
bares Konzept zu entwickeln, wird sich die Verwaltung diesbezüglich mit den weiteren Nutzer/ -innen
des Stadtteilhauses austauschen.
6. Ausblick
Das Projekt „Stadtteilhaus Coerde“ entwickelt sich stetig und im Au stausch mit den jeweiligen Fac h-
dienststellen sowie den nicht -städtischen Akteur/-innen bzw. Nutzer/ -innen und der WBI weiter. Es
stellt einen dynamischen Prozess dar, insbesondere bei der weiteren Raumplanung und der Ausg e-
staltung eines Angebots- und Nutzerkonzepts. Grundlage dafür ist die hiermit angestrebte Festlegung
einer Grundstruktur, d.h. des Flächenbedarfs, um weitere Schritte im Planungsprozess wie die Pl a-
nung und Durchführung eines Architekturwettbewerbs und schließlich den Bau des Stadtteilhauses
einleiten zu können.
Der nächste Meilenstein des Projektes ist die Durchführung des Architekten wettbewerbs. Wenn die
Ergebnisse vorliegen, sind erste Aussagen zu den möglichen Folgekosten für die Stadt Münster mög-
lich. In diesem Stadium können dann auch Mietverträge verhandelt und dem Rat der Stadt Münster
zum Beschluss vorgelegt werden.
gez.
Markus Lewe
Oberbürgermeister
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1 Raumprogramm Projekt „Stadtteilhaus Coerde“
Beratungsverlauf (9)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0675/2020
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.07.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37