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V/0902/2017

Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung – Übergang von der Kita in die Grundschule am Beispiel der Sozialräume Coerde und Südviertel

Vorlagen 20.10.2017

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 06.12.2017, TOP 16

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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V/0902/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Dezernat IV 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung – Übergang von der Kita in die 
Grundschule am Beispiel der Sozialräume Coerde und Südviertel 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
15.11.2017 Integrationsrat Anhörung 
21.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
21.11.2017 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
22.11.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung 
 
1. Zur Weiterentwicklung einer stadtteilorientierten Bildungslandschaft im Rahmen des Projekts 
„Bildung integriert“ sollen die Sozialräume Coerde im Stadtbezirk Nord und Südviertel (mit den 
statistischen Bezirken Ge ist, Josef und Schützenhof) im Stadtb ezirk Mitte als Sta dtviertel mit 
jeweils besonderen Sozial- und Bevölkerungsstrukturen im Fokus stehen. 
 
2. Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt zur Kenntnis, dass zunächst das Handlungsfeld des 
Übergangs von der Kita in die Grundschule im Rahmen der Weiter entwicklung einer stadtteil-
orientierten Bildungslandschaft einen Schwerpunkt bildet und die wirkenden Akteure vor Ort 
aktiv in diesen Prozess einbezogen werden. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob im Rahmen eines steuerungsunterstützenden 
Bildungsmonitorings für das Handlungsfeld „Übergang Kita-Grundschule“ weitere, spezifische 
Daten erhoben und Indikatoren gebildet werden können. 
 
4. Der Haupt- und Finanzausschuss  nimmt die bisherigen Aktivitäten und geplanten Umse t-
zungsschritte in den Sozialräumen Coerde und dem Südviertel zur Kenntnis. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Keine. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0902/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Luttmer 
Ruf: 
492-7044 
E-Mail: 
Luttmer@stadt-muenster.de  
Datum: 
20.10.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0902/2017 
Begründung:  
 
1. Ausgangslage 
 
Seit September 2016 beteiligt sich die Stadt Münster an dem Förderprogramm des Bundesminister i-
ums für Bildung und Forschung „Bildung integriert“ (auf der Grundlage der Ratsentscheidung zur Vor-
lage V/0734/2015). Das Programm unterstützt Kommunen bundesweit beim Aufbau eines datenb a-
sierten Bildungsmanagements.  
Das Programm „Bildung Integriert“ wird unter dem Projekttitel „Bildung öffnet Welten“ in Münster u m-
gesetzt. Es unt erstützt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familie sowie das Amt für Schule und 
Weiterbildung, ihre Bildungsplanungen im Bereich der Jugendhilfe und der Schulentwicklung zu i n-
tensivieren und systematisch zu verzahnen.  
 
Bisherige Handlungsfelder im Rahmen des Projekts: 
 
- Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Teilprojekt Neuausrichtung Schulsoziala r-
beit zum Schuljahr 2017/2018 (vgl. V/0741/2016)  
- Umsetzung der Neuausrichtung der Schulsozialarbeit: Ergebnisse des Qualitätsentwicklungspr o-
zesses (vgl. V/0580/2017) 
- Qualitätsoffensive "Offene Ganztagsschulen" - Zwischenbericht und weiteres 
Verfahren (vgl. V/0366/2017) 
 
Die übergreifende Zielsetzung  im Rahmen der integrierten Jugendhilfe - und Schulentwicklungspla-
nung ist es, die (Bildungs -) Bedürfnisse eines jeden Kindes und Jugendlichen stärker als bi sher in 
den Fokus zu setzen und damit gelingende Bildungsbiografien und Bildungsteilhabe zu unterstützen. 
Diesem Ziel haben sich das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sowie das Amt für Schule u nd 
Weiterbildung verpflichtet1. 
 
Weitere Ziele:  
- Eine Fortsetzung der kommunalen Mitverantwortung im Sinne einer erweiterten Schulträge rschaft 
für die Gestaltung von Bildungsprozessen in Münster.  
- Abgestimmte und zielgerichtete kooperative Herangehensweise  an bildungspolitische Herausfo r-
derungen und Aufbau systematischer Kooperationsstrukturen mit Akteuren der Zivilgesellschaft im 
Handlungsfeld Bildung (vgl. Projektantrag der Stadt Münster für das Förderprogramm „Bildung I n-
tegriert“). 
- Bildungsstrukturen anzupassen und bedarfsorientierte Bildungsangebote zu initiieren mithilfe e i-
nes Bildungsmonitorings2. (vgl. V/0734/2015 – Anlage 1 sowie Projektantrag der Stadt Münster für 
das Förderprogramm „Bildung Integriert). 
- Erweiterung der Transparenz von Bildungsangeboten und –anbietern3. 
Besondere Bezüge zu Feldern der Bildungsarbeit bestehen zu den schon existierenden 
                                                
1 Vgl. Bildungsziele, festgehalten in den Amtsziele des Amts für Kinder, Jugendliche und Familie n sowie in den 
Schulpolitischen Leitlinien des Amtes für Schule und Weiterbildung, und Ausgangspunkt für das kommunale 
Handeln in der Stadt Münster. 
2 Im Rahmen einer kontinuierlichen, anhand von vorher festgelegten Indikato ren überwiegend datengestützten  
Bildungsberichterstattung wird das kommunale Bildungswesen mittels empirisch-wissenschaftlicher Methoden 
beobachtet und analysiert. 
3 vgl. Projektantrag der Stadt Münster für das Förderprogramm „Bildung Integriert“.

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- Präventionsangeboten im Rahmen der Frühen Hilfen,  
- dem Landesprogramm „Kein Kind zurück lassen“ sowie  
- dem kommunalen Maßnahmenprogramm einer kind - und jugendbezogenen Armutsprävent ion 
(vgl. V/0638/2017).  
 
Im Mittelpunkt dieser Programme und Maßnahmen stehen folgende kindbezogene Ziele:  
- Allen Kindern gleiche Chancen auf ein gutes Aufwachsen, auf Bildung und auf gesellschaftl iche 
Teilhabe zu ermöglichen – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. 
- Die gesamte Bildungsbiografie und Entwicklung des Kindes (bis zum Eintritt als junger Mensch in 
das Berufsleben) besser in den Blick zu nehmen und Bildungsprozesse anschlussfähig zu gesta l-
ten. 
 
Darüber hinaus legt  die integrierte Jugendhilfe - und Schulentwicklungsplanung einen Schwe rpunkt 
auf die Einbeziehung von kleinräumigen Netzwerken und der Stadtteilarbeitskreise bei der „Feinjustie-
rung“ der Bedarfe nach pädagogischer Unterstützung der Bildungseinrichtungen im Stadtteil4. Die dort 
handelnden Akteure kennen ihren Sozialraum und die Strukturen vor Ort g enau und sind zentraler 
Ansprechpartner für eine (Weiter -) Entwicklung einer stadtteilorientierten Bildungslandschaft.  Im Zu-
sammenwirken der handelnden Akteure kan n eine Verstärkung der Maßnahmen und Strukturen für 
eine erfolgreiche Bildungsteilhabe erreicht werden. 
 
Besonderes Augenmerk wirft das Projekt „Bildung integriert“ auf Bildungsprozesse, die im Sozialraum 
(außerhalb von Schule) stattfinden. Gerade die unmi ttelbare Umgebung spielt für Bildung sprozesse 
von Kindern und Jugendlichen eine herausragende Rolle: (Alltags -)Bildung findet im Kontext des So-
zialraumes statt – und zwar im Wechselspiel von formellen und informellen Prozessen und in unte r-
schiedlichen sozi alen Zusammenhängen sowie im Wirken unterschiedlicher Akteure (vgl. den 14. 
Kinder- und Jugendbericht des Bundes aus dem Jahr 2013)5. 
 
 
2. Systematisches Übergangsmanagement für das Handlungsfeld „Kita - Grundschule“ in 
ausgewählten Sozialräumen 
 
Im Rahmen der  integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung ist das Handlungsfeld des 
Übergangs zwischen der Kita und der Grundschule ein ganz Bedeutendes und soll als weiteres Tei l-
projekt aufgegriffen werden. Dazu liegt die Beschlussvorlage „Integrierte Jugen dhilfe- und Schulent-
wicklungsplanung – Teilprojekt: Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtu n-
gen und Grundschulen“ (V/0888/2017) vor. Diese Vorlage greift den Ratsantrag „A -R/0011/2017 – 
Kita und Schule zusammen als „Bildungshäuser“ planen und konzipieren“ auf. Ist der Fokus der Vo r-
lage auf die gesamtstädtische Perspektive einer Weiterentwicklung des Übe rgangsmanagements 
ausgerichtet, betrachtet das Teilprojekt „Integrierte Jugendhilfe - und Schulentwicklungsplanung - 
Übergang von der Kita in die Grundschule am Beispiel der Sozialräume Coerde und Südviertel“ die 
Übergangsgestaltung in zwei unterschiedlichen Sozialräumen. 
 
Zahlreiche Bildungsübergänge erlebt jeder Mensch in seinem Lebenslauf, welche mit einschneide n-
den Veränderungen der persönlichen Lebenssituation einhergehen. Ein besonders wichtiger Bi l-
dungsübergang ist der frühe Übergang von der Kita in die Grundschule und stellt einen bede utenden 
                                                
4 (vgl. Vorlage V/0734/2015) 
5 https://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs/14-Kinder-und-Jugendbericht.pdf (Stand 05.10.2017)

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Schritt im Leben eines Kindes und seiner Familie dar. Gelingt die Gestaltung des Übe rgangs, ist ein 
wichtiger Grundstein für die Kontinuität der individuellen Bildungsbiografie eines jeden Kindes gelegt.  
Dieser erste institutionelle Bildungsübergang  stellt besondere Anforderungen an das Bewältigung s-
vermögen des Kindes sowie an die abgebende u nd aufnehmende Einrichtung. D.h. Aufg abe beider 
Bildungseinrichtungen ist es, frühkindliches Lernen anschlussfähig für weitere Bi ldungsprozesse des 
Kindes zu machen. Notwendig ist daher die Kooperation aller am Übergang beteiligten Akteure, ei n-
schließlich der aktiven Einbindung der Eltern (siehe auch Erfahrungen aus dem Landesmodellvorh a-
ben „Kein Kind zurücklassen! Kommunen beugen vor“) 6 im Rahmen einer gelebten Erziehungs - und 
Bildungspartnerschaft.  
In Münster existieren vielfältige gewachsene Kooperation sbeziehungen zwischen Kindertageseinrich-
tungen und Grundschulen. In ihrer Ausprägung und Intensität haben sie sich häufig vor dem jeweil i-
gen sozialraumspezifischen Hintergrund entwickelt. Darüber hinaus gibt es zielgerichtete Projekte, die 
z.B. Erziehungsb erechtigte frühzeitig in den Übergangsprozess einbinden und erziehungspartne r-
schaftliche Modelle stärken oder sich an definierte Zielgruppen richten (z.B. Erziehungs - und Bi l-
dungspartnerschaft des Kommunalen Integrationszentrums). Gelingensbedingung ist u. a. die syst e-
matische Verzahnung der Akteure, wie die des kinder - und jugendärztlichen Dienstes des Gesun d-
heitsamtes, der Kitaleitungen sowie der Lehrkräfte. Diese Zusammenarbeit fördert den sanften Übe r-
gang zwischen den Institutionen für das Kind.  
 
Die nachfolgenden Aspekte sind im Prozess der Übergangsgestaltung mitzudenken und beso nders 
zu berücksichtigen: 
 
- Anschlussfähiger Übergang von der Kita zur Grundschule für jedes Kind und damit die Weiteren t-
wicklung eines nachhaltigen Übergangsmanagements (V/1002 /2014 -Weiterentwicklung der 
kommunalen Präventionsketten) 
- Stärkung der Elternrolle in ihrer Erziehungskompetenz (Präventionsmaxime der Stadt Mün ster 
aus 2014)7 
- Frühzeitige und umfassende Förderung von Kindern in benachteiligten Lebenslagen 
(V/0638/2017) 
 
Die Bedeutung und der Stellenwert des Übergangsmanagements wird auch im Rahmen des Träger-
auswahlverfahrens für (neue) Kitas  betont. In die Entscheidungsempfehlung der Verwaltung wird j e-
weils auch das Übergangskonzept sowie die Sozialraumorientierung des Tr ägers miteinbezogen 
(V/0376/2017: Weiterentwicklung des Trägerauswahlverfahrens für Kindertageseinric htungen in der 
Stadt Münster).   
 
 
Rechtlicher Rahmen 
 
Eingebettet ist der Übergang in gesetzliche Vorschriften. Den rechtlichen Rahmen bilden hierfür § 14b 
Absatz 2 des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) und § 5 des Schulgesetzes (SchulG), die die Kooperati-
onsbeziehungen zwischen beiden Institutionen regeln: 
Allgemeine und grundsätzliche Kooperationsanforderungen wie den Auftrag , mit Personen und Ei n-
richtungen ihres Umfeldes zur Erfüllung des schulischen Bildungsauftrages und bei der G estaltung 
                                                
6 http://www.kommunale-
praeventionsket-
ten.de/fileadmin/user_upload/Praxishandreichungen/Praxishandreichung1__UEbergangsmanagement_Guenth
er.pdf (Stand 05.10.2017)

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des Übergangs von den Tageseinrichtungen für Kinder in die Grundschule zusammen zu wirken, fi n-
den sich im Schulgesetz. 
Das KiBiz formuliert Qualitätsstandards für die Koo peration, dazu gehört z.B. der gegenseitige Info r-
mationsaustausch über die Bildungsinhalte, -methoden und -konzepte, regelmäßige Hospit ationen, 
Benennung fester Ansprechpersonen in beiden Institutionen, gemeinsame (Informations -) Veranstal-
tungen für die El tern und Familien der Kinder oder auch gemeinsame Fort - und Weiterbildungsmaß-
nahmen der Fach- und Lehrkräfte. Weiter ist geregelt, dass der Schulträger gemeinsam mit den Le i-
tungen der Kindertageseinrichtungen und den Grundschulen die Eltern, d eren Kinder in zwei Jahren 
eingeschult werden, zu einer Informationsveranstaltung einladen. Dieser Passus, ebenso wie die 
Feststellung des Sprachstandes zwei Jahre vor der Einschulung, ist identisch im Schulgesetz aufg e-
führt (§ 36 SchulG NRW). 
Auf den gesetzlichen Vorgaben hat sich eine Arbeitsgemeinschaft zum Themenfeld Kooperation zw i-
schen der Kita und der Grundschule gebildet, die u.a. unter Beteiligung des Amtes für Kinder, J u-
gendliche und Familien, des Amtes für Schule und Weiterbildung, der Schulaufsicht, Fachkrä ften aus 
Schule und Kita Handlungsempfehlungen herausgearbeitet und Arbeitsmaterialien mit konkreten 
Maßnahmen zur Gestaltung des Übergangs für die Praxis entwickelt.  
 
 
3. Stadtteilorientierte Bildungslandschaft - Modellstandorte  
 
Um Gelingensbedingungen, aber auch mögliche Stolpersteine im Übergang zu identifizieren, ist g e-
plant, dass das Projekt in zwei (Pilot -) Sozialräumen in Kooperation mit den Akteuren vor Ort in di e-
sem Handlungsfeld aktiv wird. Dafür sind zwei von der Sozialstruktur sehr unterschiedliche Sozial-
räume ausgewählt worden, in denen - neben den Stadtteilarbeitskreisen  - Gremien und Netzwerke 
speziell zur Übergangsgestaltung eingerichtet sind.  
Zum einen ist das der statistische Bezirk Coerde, geprägt durch die Randlage im Norden und zum 
anderen ist es das Südviertel mit den statistischen Bezirken Geist, Josef und Schützenhof im Bezirk 
Mitte.  
 
3.1. Der Modellstandort Coerde 
 
Coerde gehört mit Kinderhaus und Sprakel zum Stadtbezirk Nord. In seiner heutigen Ausprägung 
wurde Coerde als Wohnvorort von Münster in den 1960er Jahren völlig neu – als Stadtteil „aus einem 
Guss“ entwickelt. In dieser Zeit wurden hier 2.371 Wohnungen für rund 7.500 Menschen geschaffen. 
Rund 80% davon waren Mietwohnungen. Da der Stadtteil Coerde - anders als bei herkömmlichen 
Siedlungserweiterungen - nicht an eine bereits bestehende Infrastruktur anknü pfen konnte, musste 
diese völlig neu entwickelt werden. Zur damaligen Zeit ein Stadtteil mit einem hohen Anteil an jungen 
Familien, war der Schulbau einer der vorrangigsten Aufgabe n. In diesen Jahren entstanden 1967 die 
Melanchthon und 1969 die Norbertschule. 
Große städtebauliche Projekte standen lange Zeit nicht auf dem Programm. Erst in den 90iger Jahren 
gab es einen deutlichen Wachstumsschub durch die Entwicklung der neuen Wohnge biete Edelbach 
und Meerwiese sowie den Umbau der Kasernen, die als Wohnungen und Gewerbe genutzt wurden. 8 
Aktuell wird ein integriertes Handlungskonzept als handlungsleitender Orienti erungsrahmen für die 
zukünftige Entwicklung von Coerde erstellt (Vorlage V/0929/2016).  
Zentraler Anlauf- und Treffpunkt der Bewohner ist der Hamannplatz, u.a. ist hier die Stadtteilb ücherei 
zu finden.  
                                                                                                                                                                 
7 http://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-
muenster/51_jugendamt/pdf/praeventionsmaxime.pdf (Stand 11.10.2017)  
8 in: Richard-Wiegandt, Ursula: Münster und seine Stadtteile – 30 Jahre Eingemeindung 1975-2005, S. 82-90

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V/0902/2017 
Heute leben im Stadtteil Coerde rund 11.000 Einwohner, davon rund 2.850 Kinder und Jugendl iche 
im Alter von 0-19 Jahren (Stand: 31.12.2016)9. 
 
3.1.1. (Bildungs-)Infrastruktur in Coerde 
 
Der Sozialraum Coerde verfügt über verschiedene soziale und kulturelle Einrichtungen, wie F amilien- 
und Erziehungsberatungsstellen, eine Stadtteilbücherei sowie weitere spezifische auf den Sozialraum 
zugeschnittene Angebote der frühen Hilfen und der Prävention. Verankert ist die Stadtteilkoordination 
Frühe Hilfen, die schon vor 10 Jahren ihre Arbeit aufgenommen hat und Angebote auf die Strukturen 
im Stadtteil konzipiert (z.B. Kooperation mit den Familienh ebammen und Kinderarztpraxen). Die Z u-
gänge für Familien sind dadurch niederschwellig, verlässlich und gut erreichbar konzipiert. Weiter gibt 
es in Coerde eine gute Ausstattung an Angeboten der offenen und aufsuchenden Kinder - und Ju-
gendarbeit. 
8 Kindertageseinrichtungen, davon 4 als Familienzentren 10 (z.T. im Verbund geführt) und Kindert a-
gespflegeplätze werden in Coerde angeboten. 28 Plätze sind im Rahmen der Kindertagespflege b e-
legt. Die Versorgungsquote der unter 3 -jährigen liegt bei 35,9% und die Versorgu ngsquote der 3 -6-
jährigen bei 108,6%.11 
Coerde verfügt über zwei städtische Grundschulen (Melanchthonschule und Norbertschule) s owie 
eine städtische Hauptschule (Hauptschule Coerde). 
Beide Grundschulen in Coerde bieten die Offene Ganztagsbetreuung an, die N orbertschule bietet 
zudem Betreuungsplätze in der Variante „Schule von acht bis eins“ an. An der Melanchthonsch ule 
besuchen 118 Schülerinnen und Schüler (62%) das Angebot des Ganztags und an der Norbertschule 
sind dies 136 Schülerinnen und Schüler (53%). D er Anteil der Schülerinnen und Schüler, die das A n-
gebot der Ganztagsbetreuung wahrnehmen, liegt damit über dem Durchschnitt der Besuchsquote von 
53,5% in der Gesamtstadt (5.255 Schülerinnen und Schüler).12  
 
 
3.2. Der Modellstandort Südviertel 
 
Das Südviertel ist ein Wohnbereich, der sich aus den statistischen Bezirken Josef, Schützenhof und 
Geist zusammensetzt. Innerstädtisch gelegen, wird das Viertel von der Hammer Straße, der Frie d-
rich-Ebert-Straße und der Hafenstraße umrahmt. Die Hammer Straße ist die zentral e Verkehrsader, 
an der sich Einzelhandels - und Dienstleistungseinrichtungen angesiedelt haben und die durch die 
Vielfalt der Infrastruktur Menschen über das Viertel hinaus anzieht.  
Das Südviertel kennzeichnet eine ausgeprägte soziale Heterogenität mit verschiedenen sozialstruktu-
rellen Milieus in unmittelbarer Nachbarschaft. 
Städtebaulich entwickelte sich ab den 70iger Jahren im Südviertel vieles: Mit der Unterstützung ve r-
schiedenster Programme zur Stadterneuerung begann die Stadt eine umfassende Aufwertung  des 
innerstädtischen Viertels. 1975 wurde mit einem Pilotprojekt die Erneuerung des traditionellen Arbe i-
terviertels Alter Schützenhof angegangen. Nordwestlich der Friedrich -Ebert-Str. wurden in diesem 
Quartier bis 1984 rund 600 Wohnungen saniert, Innenhöf e umgestaltet, Grünflächen angelegt und 
auch in die Bildungsinfrastruktur (neue Kindertageseinrichtungen) investiert. Ab 1983 wurde das übr i-
ge Südviertel zum Schwerpunkt der Stadterneuerung.  
                                                
9 http://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-
muenster/61_stadtentwicklung/pdf/steckbriefe/Stadtteilsteckbrief_61_Coerde.pdf  (Stand 19.10.2017) 
10 Familienzentren sind Kitas mit ergänzenden Angeboten zur Unterstützung von Eltern  bei der Förderung ihrer 
Kinder. Sie vernetzen und bündeln Beratungs- und Hilfsangebote für Eltern. 
11 Bericht zur Kindertagesbetreuung in Münster zum Kindergartenjahr 2017/2018 (V/0268/2017) 
12 Daten des Schuljahres 2016/2017

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Zentraler Anlauf- und Identifikationspunkt der Bewohner im Südvi ertel ist der Südpark zwischen A u-
gusta- und Kronprinzenstraße. Unter Beteiligung der Bewohner plant momentan die Stadt Münster 
eine Sanierung des Südparks.   
Heute leben im Sozialraum Südviertel rund 26.000 Menschen, davon rund 3.200 Kinder und Jugen d-
liche im Alter von 0-19 Jahren (Stand 31.12.2016)13. 
 
3.2.1. (Bildungs-) Infrastruktur im Südviertel: 
 
Das Südviertel verfügt über verschiedenste soziale und kulturelle Einrichtungen, wie z.B. Fam ilien- 
und Erziehungsberatungsstellen, eine Stadtteilkoordination Frühe H ilfen. Die Stadtteilkoo rdination 
bietet z.B. Elterncafés in Kitas an, pflegt Kontakt zu Kinderärztinnen und -ärzten und ist eine Säule für 
die Vernetzung der Akteure im Stadtteil (Arbeitskreis Südviertel und Arbeitskreis Kindertageseinric h-
tungen und Grunds chulen im Südviertel). Wie im Sozialraum Coerde gibt es Angebote der offenen 
Kinder- und Jugendarbeit, wie z.B. das Abenteuerdorf ABI Südpark. 
Durch die Nähe zur Innenstadt gibt es einen übergangslosen Zugang zur dortigen kompletten Infr a-
struktur. 
Die statistischen Bezirke Josef, Schützenhof und Geist verfügen über 17 Kindertageseinrichtu ngen 
und Plätze in der Kindertagespflege (ein Standort wird davon als Familienzentrum betri eben). Die 
Versorgungsquote der 0 -3-jährigen liegt bei 41,2% Bei den 3 -6-jährigen liegt die Ve rsorgungsquote 
bei 124,7 %.14 
Im Südviertel befinden sich insgesamt drei Grundschulen, die Johannisschule im Bezirk Josef, die 
Matthias-Claudius-Schule im Bezirk Geist und die Hermannschule im Bezirk Schützenhof. Die S e-
kundarstufe der PRIMUS-Schule hat ihren Standort an der Grevingstraße. Unter den weiterführenden 
Schulen des Viertels befinden sich zwei Gymnasien, das städtische Wilhelm -Hittorf-Gymnasium und 
die bischöfliche Marienschule sowie das Ludwig-Erhard-Berufskolleg. 
Alle Grundschulen bi eten die Betreuungsmodelle „Schule von acht bis eins“ und die Offene Gan z-
tagsbetreuung an. 445 (75,9%) der Kinder nehmen das Angebot der Offenen Ganztagsb etreuung 
wahr. Dies liegt über dem Durchschnitt der Quote in der Gesamtstadt (53,5%) (5 .255 Schülerinnen 
und Schüler).15  
 
 
4. Beispielhafte Vergleiche beider Sozialräume  
 
4.1. Sozialstrukturelle, soziodemografische und –ökonomische Situation der Kinder in der 
Altersgruppe der 6 – 10-jährigen in den Sozialräumen 
 
Für eine Abbildung der Sozialräume und die Darstell ung derer Unterschiedlichkeit sind beispie lhaft 
die sozialstrukturelle, soziodemografische und –ökonomische Situation der Kinder in der Altersgruppe 
der 6-10jährigen gegenübergestellt. Diese Daten werfen ein erstes Blitzlicht auf die Strukturen in den 
Sozialräumen, liefern Hinweise auf soziale Problemlagen sowie die unterschiedlichsten Lebenslagen 
und -welten von Kindern und ihren Familien. Weitere Sozialindikatoren blieben zunächst unberüc k-
sichtigt.  
 
In Coerde leben im Vergleich zu den Zahlen der Gesamtst adt und dem Südviertel ein überproporti o-
naler Anteil von Kindern im Alter von 6–10 Jahren (Coerde: 5,2%; Gesamtstadt 3,2% und im Südvier-
tel 2%). Diese Zahlen sind ein wichtiger Orientierungspunkt für die Planung und Gestaltung des Bi l-
dungsangebotes in den Sozialräumen (z.B. Planung des Angebots an Ganztagsplätzen).  
                                                
13 http://www.stadt-muenster.de/stadtentwicklung/zahlen-daten-fakten.html#c36305 (Stand 19.10.2017) 
14 Bericht zur Kindertagesbetreuung in Münster zum Kindergartenjahr 2017/2018 (V/0268/2017)  
15 Daten des Schuljahres 2016/2017

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Auch in der Altersgruppe der 6 –10-jährigen Kinder mit Migrationsvorgeschichte leben überdurc h-
schnittlich viele Kinder in Coerde (69%). Diese Zahl hebt sich deutlich gegenüber dem Anteil der Ki n-
der in dieser Altersgruppe von der Gesamtstadt (40,6%) und auch dem Südviertel (35,4%) ab. Der 
nationale Bildungsbericht beschreibt in diesem Zusammenhang die Unterschiedlichkeit der Lernu m-
welten von Kindern mit und ohne Migrationsvorgeschichte. Bereits vo r dem Eintritt in das Schulsy s-
tem sind Kinder mit Migrationsvorgeschichte häufiger von Risikolagen betroffen, ihre Eltern haben 
geringere Bildungsabschlüsse, bei ihnen wird häufiger ein Sprachförderbedarf diagnostiziert, und ihre 
Wortschatzkompetenzen sind niedriger als die der Gleichaltrigen ohne Migrationsvorgeschichte.16  
 
Die Anzahl der 6-10-jährigen Kinder, die in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II leben, diff eriert 
in Coerde im Vergleich zur Gesamtstadt und dem Südviertel: 44,78% der Kinder in der A ltersgruppe 
der 6 – 10-jährigen leben in SGB II -Haushalten. Im Südviertel sind dies 12,8 % der Kinder und g e-
samtstädtisch liegt die Quote bei 17,4%. Überdurchschnittlich viele Kinder wachsen unter der Bedi n-
gung einer finanziellen Risikolage in Coerde auf, die die Bildungschancen der Kinder negativ beei n-
flussen können.  
 
4.2. Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen – KIDS-Indikator  
 
Zur Beschreibung der Sozialräume werden auch Gesundheitsdaten, die im Rahmen der Schulei n-
gangsuntersuchung vom Amt für Gesundheit , Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten erhoben 
werden, herangezogen. Diese geben wichtige Hinweise nicht nur zu körperlichen und geistig -
emotionalen, sondern auch zu sozialen Gesundheitsbedingungen. Diese Daten haben einen Rau m-
bezug und liegen für je des Kind mit den Angaben zum Wohnbezirk, der besuchten Kindertagesstätte 
und Schule, welche das Kind besuchen wird, vor und eignen sich für eine sozialräumliche Betrac h-
tung. 
 
Jährlich wird aus den Daten der Schuleingangsuntersuchung mit dem sogenannten „Ko mpetenz-
Indikator der Schulanfänger“ (KIDS -Indikator)17 ein kindbezogener, anonymisierter Indikator g ebildet, 
der ein Abbild über die Förderbemühungen der Eltern und die sprachlichen Ressourcen (Kommunika-
tionsfähigkeit in deutscher Sprache) der Kinder  liefert. Zur groben Unterscheidung werden für b e-
trachtete Gruppen von Kindern (auf Kita -, Schul-, oder Bezirksebene) vier Klassen gebildet: obere 
Gruppe; obere Mitte; untere Mitte und untere Gruppe. Je höher, umso größer die entspreche nden 
„Gesamtkompetenzen“ der Gruppe der betrachteten Kinder.  
 
Werden die KIDS -Werte des Südviertels mit denen aus Coerde verglichen, sind diese im Sü dviertel 
höher. Nach der oben beschriebenen Gruppenzuordnung entspricht dies der „unteren Mi tte“ und ist 
vergleichbar mit dem Ergebniss der Gesamtstadt. Die KIDS-Werte von Coerde fallen in die Kateg orie 
„untere Gruppe“. Dies bedeutet, dass die „Kommunikationskompetenz“ und die „elterliche Erzi ehung 
und Förderung“ der Schulanfängerinnen und Schulanfänger aus Coerde niedriger ausfallen. 
 
Aus den vorliegenden Daten geht hervor, dass die meisten Erziehungsberechtigten für ihr Kind eine 
Grundschule „im Sozialraum“ wählen.  
                                                
16 https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2016/pdf-bildungsbericht-
2016/h_web2016.pdf (S. 173) (Stand 11.10.2017) 
17 Dieser Indikator setzt sich aus zwei Teilindikatoren, bisherige elterliche Förderung des  Kindes durch Sport, 
Schwimmen, Musik (davon muss eine Dimension „positiv“ sein, um als gefördert zu gelten – nur wenn alle drei 
Dimensionen „negativ“ sind, wird das Kind als „nicht gefördert“ eingestuft) sowie die Ko mmunikationsfähigkeit 
des Kindes in deutscher Sprache im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung.

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In beiden Sozialräumen fällt auf, dass sich die Kinder aus den Bezirken nicht gleichmäßig auf die g e-
wählten Schulen vert eilen. Dadurch ergeben sich deutliche Unterschiede in der Zusamme nsetzung 
der Schulen in Bezug auf ihre Schülerschaft, gemessen am KIDS-Indikator. Es kann also davon aus-
gegangen werden, dass sich die Startbedingungen der Grundschulen im Bezirk in Bezug auf  die 
Kompetenzen ihrer Schulanfänger deutlich voneinander unterscheiden. 
Dabei sind diese Unterschiede im Bezirk Coerde deutlicher als im Südviertel. In Coerde fällt als z u-
sätzliche Besonderheit auf, dass Kinder mit einem hohen Kompetenzwert zu fast 20% ei ne Schule 
außerhalb von Coerde besuchen. Dagegen verteilen sich zu gut 40% der Kinder mit e inem niedrigen 
Kompetenzwert auf eine Schule in Coerde, die damit offensichtlich eine überdurchschnittliche „Inte g-
rationsarbeit“ zu bewältigen hat, die höher ist, al s es der durchschnittliche Kompetenzwert des Stad t-
teiles erwarten lassen würde. 
Diese Detailanalyse deutet darauf hin, dass in Coerde etwa 20% der Kinder mit hohen Komp etenzen 
für eine „positive Integration“ in den Stadtteilschulen nicht zur Verfügung steh en, da sie eine Schule 
außerhalb des Bezirks besuchen. 
 
 
5. Fazit 
 
In der Analyse der Daten sind die Lebenslagen der Kinder und ihrer Familien in den beiden Sozia l-
räumen sehr unterschiedlich. Auch wenn die Auswahl der Indikatoren nur einen kleinen Au sschnitt 
der Situation vor Ort darstellen kann und auch die Daten in den einzelnen Bezirken des Sü dviertels 
voneinander abweichen, muss auf Basis der betrachteten Daten konstatiert werden, dass die Star t-
chancen der Kinder in Coerde schwieriger sind. So wachsen in Coerde potentiell mehr Kinder auf, die 
von Armut bedroht sind und geringere deutsche Sprachkenntnisse aufweisen.  
Niederschwellige Unterstützungsangebote, Information und Beratung, auf die Bedürfnisse der Fam i-
lien zugeschnittene Handlungskonzepte sind in be iden Sozialräumen elementar, um frühzeitig Bi l-
dungsteilhabe und die Integration eines jeden Kindes zu ermöglichen. Das gilt auch für die Begleitung 
der Kinder im Übergangsprozess zwischen der Kita und der Grundschule.  
Der Vernetzungs- und Kooperationsgedanke zwischen den Akteuren spielt in diesem Prozess eine 
elementare Rolle. Dafür sind Netzwerkstrukturen nötig, die in beiden Sozialräumen durch den A r-
beitskreis „Erweiterte Kita -Leitungsrunde und Schule“ in Coerde sowie durch den Arbeitskreis „Ki n-
dertageseinrichtungen und Grundschulen im Südviertel“ vorhanden sind.  
 
 
 
6. Bildungsmonitoring  
 
Im Rahmen des Projektes „Bildung integriert“ wird ein kommunales Bildungsmonitoring aufgebaut und 
eine Bildungsberichterstattung eingeführt (V/0734/2015). Das Bildungsmon itoring verdeutlicht übe r-
greifende Problemlagen, bietet eine empirische Fundierung der Informationen durch eine gesicherte, 
kontinuierlich nutzbare Datenbasis. Insbesondere werden Entwicklungen im Bi ldungswesen in einer 
Zeitreihe oder im Vergleich sichtbar  und vergrößern die Transparenz des Bildungsgeschehens durch 
die Schaffung einer verlässlichen Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen. 
 
Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, inwiefern die Entwicklung und der Aufbau eines steuerungsu n-
terstützenden Bildungsmonitorings für das Handlungsfeld „Kita -Grundschule“ diesen Übergang fla n-
kieren kann. Dazu wird geprüft, ob weitere, spezifische Daten erhoben und Indikatoren gebildet we r-
den können, die Rückschlüsse auf wesentliche Aspekte des „Übergangs“ zulassen  und in den Quali-
tätsdiskurs einfließen. Ziel ist es, den Kindern wie auch ihren Eltern einen ebenso sanften wie posit i-
ven Übergang zu ermöglichen, indem die aktive Gestaltung des Bildungsübergangs verbessert wird.

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7. Weiteres Verfahren und Ausblick 
 
In Kooperation mit den freien Trägern der Kinder - und Jugendhilfe und weiteren Akteuren in den S o-
zialräumen soll gezielt an der (Weiter -) Entwicklung einer stadtteilorientierten Bildungslan dschaft im 
Rahmen des Übergangsmanagement s zwischen der Kita und der Grunds chule gearbe itet werden. 
Dazu wurden zunächst Gespräche mit den Mitgliedern der Stadtteilarbeitskreise in Coerde und dem 
Südviertel geführt und die Grundidee des Projektes transportiert. Weitere K ooperationsschritte, wie 
die der Teilnahme an den Arbeitskre isen zum Übergang von der Kita in die Schule, sind vereinbart. 
Die ersten Gespräche über die Form der Zusammenarbeit starten im November 2017.  
 
Als Anliegen formuliert das Projekt den anschlussfähigen Übergang von der Kita zur Grundschule für 
jedes Kind und damit die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Übergangsmanagements. In Koop e-
ration mit den pädagogischen Fach - und Lehrkräften in beiden Sozialräumen sollen sozialraumbez o-
gene Qualitätsaussagen für einen gelungenen Übergang entwickelt werden. In diesem Prozess sollen 
gute Beispiele eines Übergangsmanagements, die in beiden Sozialräumen verankert sind, aufgegri f-
fen und als Umsetzungsempfehlung für einzelne Bezirke, die ähnliche Strukturen und Herausford e-
rungen aufweisen, aufbereitet werden. 
 
Die Umsetzung der Beschlussvorlage erfolgt in enger inhaltlicher Abstimmung mit der Projektarbeit s-
gruppe, die sich im Rahmen der „Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung – Teilprojekt: 
Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen u nd Grundschulen“ 
(V/0888/2017) gebildet hat. 
 
Mit der verwaltungsübergreifenden AG Kooperation Kita – Grundschule wird eine weitere Kooperation 
abgestimmt. 
 
Berücksichtigt werden in diesem Prozess u.a. die Ergebnisse der „Elternumfrage zur Schulentwic k-
lung 2017 – Übergang Grundschule“ (Vorlage V/0333/2017). Hier wurden Eltern von Kitakindern kurz 
vor der Einschulung zum Übergang von der Kita in die Grundschule befragt.  
 
Im Rahmen des Projektes „Bildung integriert“ werden systematische Kooperationsstrukture n mit Akt-
euren der Zivilgesellschaft im Handlungsfeld Bildung aufgebaut. Eine Kontaktaufnahme zu einer reg i-
onalen Bildungsstiftung ist erfolgt und eine Zusammenarbeit im Rahmen des Übergangsprojekts ve r-
einbart worden. Hier sind unterstützende Maßnahmen, di e insbesondere die Eltern im Übergang b e-
gleiten, in Planung.  
 
Über die weiteren Handlungsschritte mit den Akteuren, erste Ergebnisse und den Entwicklungen in 
den Sozialräumen wird im Rahmen einer Vorlage im 2. Quartal 2018 berichtet. 
 
 
 
I.V. 
 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (6)

14.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.11.2017 Integrationsrat
TOP 2.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.11.2017 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 4.4 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.11.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 16 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Hammer Straße
  • Hafenstraße
  • Kronprinzenstraße
  • Grevingstraße
  • Friedrich-Ebert-Straße
  • Kinderhaus
  • Edelbach

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Details

Aktenzeichen
V/0902/2017
Typ
Vorlagen
Datum
20.10.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37