V/0787/2017
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck an der Meyerbeerstraße
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10 Anlage 3 Fröbel
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Anlage 3 Bewerbungs- unterlagen FRÖBEL
07 Anlage 2 ASB
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Anlage 2 Bewerbungs- unterlagen ASB
05 Kleine Riesen
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1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck an der Meyerbeerstraße Name und Adresse des Trägers: Kleine Riesen Nord gGmbH Esslinger Straße 69 73732 Esslingen 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co KG - Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertageseinrichtung in Betrieb - Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Betreiber von Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen - Betreiber von aktuell 25 Kindertageseinrichtungen bundesweit (hauptsächlich in NRW) - Ab 2018 Betreiber von zwei Kindertageseinrichtungen (Willingrott und Hermannschule) in Münster - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9% Trägeranteil 3. Fachlichkeit/Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Konzeptausrichtung Meyerbeerstraße: Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration/Partizipation - Jedes Kind wird individuell wahrgenommen - Einsatz von multikulturellen/multiprofessionellen Teams - Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter in Bezug auf Migration/Inklusion - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern - Beratung der Familien/Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Der Träger bietet Essen vom Zuliefer in Kombination mit frischen Lebensmitteln an - Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag - Angebote des päd. Kochens mit Sozialraumakteuren - Projekte zur Zahngesundheit 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit Schulen und Sportvereinen im Sozialraum - Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung - Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pro- jekte usw. - Kooperation mit Unternehmen im Sozialraum - Kooperation mit Kindertagespflege im Sozialraum - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter - Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fachberatung vor Ort in Münster - Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode - Teilnahme an Fachgremien und AG’s ist geplant - Kinderschutzkonzept liegt vor 3.7. Besondere Merkmale/Eignung 3 - Möglichkeiten der verschiedenen Schwerpunktbildungen anhand der sozialräumlichen Bedarfe (Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) - Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfernen Familien
18 Anlage 5 Step Kids
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Anlage 5 Bewerbungs- unterlagen Step Kids
20 2017-01-23 Basis-Konzeption-NRW
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Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH Step Kids Kitas gGmbH Schultenbuschstr. 47 45549 Sprockhövel Ansprechpartner: Träger: Frauke Schittek 02324 9218228 f.schittek@stepke-kitas.de Stand: September 2015 Herausgeber: Step Kids Education GmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Inhalt 1. Vorwort ................................ ......................................................................................... 5 2. Rahmenbedingungen ................................ ..................................................................... 5 2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) ................................ ......................................... 6 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 4. Pädagogische Ziele und Inhalte ................................ ..................................................... 10 4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 5. Mehrsprachigkeit ................................ ......................................................................... 12 6. Religiöse Erziehung ................................ ...................................................................... 13 7. Die E ingewöhnung im Kindergarten .............................................................................. 13 8. Das Freispiel ................................ ................................................................................. 14 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ................................ ........... 14 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 10. Vorschulerziehung ................................ ........................................................................ 15 11. Ein Tag in unserer Kita ................................ .................................................................. 16 11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ....................................................................................................... 16 11. 5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 17 11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung,Supervision und Fortbildung ................ 19 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 12.2. Teamsitzung........................................................................................................................... 19 13. Erziehungs - und Bildungspartnerschaft mit Eltern ......................................................... 20 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen ....... 21 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ........................................ 21 15. Öffentlichkeitsarbeit ................................ .................................................................... 21 16. Gesunde Kinder ................................ ............................................................................ 21 16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 21 16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 22 16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 23 16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 23 16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 23 16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 23 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ................................ .................. 24 17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 25 17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 25 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 25 18. U3 Bereich ................................ ................................................................................... 26 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 26 18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 26 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 26 18.4. Motorik .................................................................................................................................. 27 18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 27 18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 27 18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 28 18.8. Essen und Trinken .................................................................................................................. 28 19. Unser Kinderschutz-Ko nzept ......................................................................................... 29 19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 30 19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 33 20. Inklusion ................................ ...................................................................................... 34 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ....................................................................................... 34 21. Tiergestützte Pädagogik ................................ ............................................................... 34 22. Nachwort ................................ ..................................................................................... 35 1. Vorwort Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das Wissen selbst erschließen zu können. Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden. Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH. 2. Rahmenbedingungen 2.1. Der Träger “Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren zu lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie beim Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 2.2. Rec htliche Grundlagen Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. (www. national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des SGB VIII Dritter Abschnitt: Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege § 22, 22a , 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in verschiedenen Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 0 bis 6 Jahren. Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit bedarfsangepassten Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden. Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen. Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie. 3.1. M itarbeiter/Innen und Fachpersonal In der Step Kids Kitas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: s ozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) Sportpädagogen Theaterpädagogen Musikpädagogen Kunstpädagogen Kinderpflegerinnen Kinderkrankenschwestern Ergänzungskräfte Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten Köche Reinigungskräfte Hausmeister Verwaltungskräfte Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) A lle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die Haltung des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklungsstandes. Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen haben eine umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids Kitas gGmbH als familienergänzende Einrichtung. D ie jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem Träger abgestimmt. A ls anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten oder Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher Schulträger, die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten. 3.2. Öffnungszeiten Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten zwischen von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten. Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage nachzulesen. Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur Optimierung der Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 3.4. Aufnahmekriterien In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen aufgenommen. Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten Aufnahme: Alter des Kindes Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich Geschwisterkinder in unseren Kindertageseinrichtungen Jugendhilfemaßnahme Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 3.5. Raumkonzept Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige Einladung die Welt zu erkunden. Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit… Bewegung – toben, tanzen… Pflege - wickeln, waschen, duschen… Schlafen - ausruhen, Stille erleben… Essen - Trinken Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen… Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… Experimentieren - konstruieren, bauen… Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in einem ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die Räume sind mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Neben den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und Aktionsräume, die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten und Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu. Die direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und Wippen, kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen ein. 4. Pädagogische Ziele und Inhalte Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach dem KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice Prinzip“, welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik beinhaltet. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 4.1. Stand der aktuellen Forschung Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit sind. 4.1.1. Bindungsforschung Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer Umwelt: Sie forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein Kind durch Menschen, mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen Bindungspersonen. Sie geben ihm das Gefühl der psychischen Sicherheit und helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins Gleichgewicht zu kommen. Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist besonders das Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf kindliche Bedürfnisse und Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für ihr Kind. Darüber hinaus können Kinder zu weiteren Menschen aus ihrem nahen Umfeld Beziehungen mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen zurückkommen kann. Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen bedeutsamen Übergang in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen neue Rituale, andere Kinder und die pädagogischen Fachkräfte kennen. Um diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das Kind mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm vertraute Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den Eltern, individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer Kinder wahr und tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes aus. 4.2. Hirnforschung und Lernen Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit von elementarer Bedeutung. Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – sind gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen mit anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss anregend und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht es Zeit und Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt und den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder berücksichtigen. In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung bezüglich des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern vielfältige Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die Kinder in ihren unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, unterstützen und aktiv anregen. 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer Altersgruppen. Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, indem sie voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens ermöglichen unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen und Erprobungsfelder. Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf Gleichaltrige zu. Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen für die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion mit Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie lernen, Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht nur das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen und Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten. 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - Entspannung und Konzentration im Snoezelraum Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei Step Kids Kitas gGmbH. Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper geraten mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können nicht ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen schlecht, werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits ihren natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es nicht darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, mit den Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im Sinne von "SEI MAL STILL"! Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die leisen und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens dafür eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder Kleingruppen Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, Geschichten hören, fallen lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu erfahren, die Seele baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 5. Mehrsprachigkeit Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ um, was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein kontinuierlicher und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten Kontexten selbstverständlich genutzt wird. Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen möchten. In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 6. Religiöse Erziehung Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl vermittelt: Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner Kultur. 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine unserer Einrichtungen besucht. Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu "beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu erlangen. Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 8. Das Freispiel Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, was sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet Verständigung und vieles mehr. Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag zu beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder dazu eingeladen. Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch umzusetzen. 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die sie konkret betreffen. In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu übernehmen. Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 10. Vorschulerziehung Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen haben. 11. Ein Tag in unserer Kita 11.1. Zeit In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in ihren Aktivitäten unterbrochen werden. Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf beanspruchen Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder ergeben. 11.2. Ankommen In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und suchen sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in den Tag zu starten. 11.3. Morgenkreis Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische Ausgangslage der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und pädagogische Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die Hauptmahlzeit nicht essen möchte. Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht zu verlernen. Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb bieten wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen anregt. Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 11.5. Ruhen und Schlafen Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der bereits zuvor genannten Komponenten. Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf. 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen sich unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder führen uns dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen wir auf eine entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - dazu anzustellen. Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als Grundsätze zum gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen Kompetenzen. Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren STEPKE-Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 11.7. Nach Hause Gehen Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren. 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung,Supervision und Fortbildung Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch Häuserübergreifend - stattfinden. 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit und der Zusammenarbeit im Team. Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume umgestaltet. 12.2. Teamsitzung Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder projektspezifischen Teamtreffen. Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsansätze, gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden überlegt. Feste und Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird viel Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, die Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, z.B. Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert und Tagesordnungspunkte gesammelt. Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden jährlich so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption weiterentwickelt wird. 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es werden Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 13.1.1. Elternabende Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer gesellig-kreativen Form entsprechen. 13.1.2. Hospitationen Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 13.1.3. Hausbesuche Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine Bezugspädagogin an. 13.1.4. Beschwerdemanagement Eltern haben die Möglichkeit über Elternbefragung, Elternsprechtagen und Elternräte Ihre Wünsche, Sorgen und Anliegen vorzutragen. 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir haben darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: anderen Kindertageseinrichtungen ASD und Soziale Beratungsstellen Jugendamt Polizei und Feuerwehr Gesundheitsamt Erziehungsberatungsstellen Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 15. Öffentlichkeitsarbeit Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 16. Gesunde Kinder 16.1. Ernährung Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. ( Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) Bei der Step Kids Kitas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend zur Verfügung. Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen berücksichtigt. Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. Die Eltern haben bei mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung im Haus zu vereinbaren ist. Regelmäßig backen wir mit den Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere Speisen zu. 16.2. Bewegung Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und machen Erfahrungen über sich selbst. Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich über Bewegung aus. Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine Wahrnehmung erfolgt über: Sehsinn (optische Wahrnehmung), Hörsinn (akustische Wahrnehmung), Tastsinn (taktile Wahrnehmung), Geruchssinn, Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. "Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der Fuß versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt ..." (H. Kükelhaus) Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie weiterzuentwickeln. "Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung bestimmen lassen." (E. Pikler) Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte Spielerische Wassergewöhnung Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe Waldtag 16.3. Schwimmen und Turnen Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten sich altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. Jede Einrichtung hat dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln. 16.4. Schuhfreie Zone Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist und bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr zum Spielen ein. 16.5. Gesunde Zähne Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" ein wichtiger Bestandteil. Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen. Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 16.6. Wald- Wiesentage Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben und zum häufigen Fernsehkonsum. An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald befinden. 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke- Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der englischen Sprache ausdrücken zu können. Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und Methoden in der Sprachförderung ein. Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der Kinder. Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von zentraler Wichtigkeit. Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden. 17.1. Unsere Ziele: Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als wichtige Schlüsselkompetenz erleben Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und Benennen Wortschatzerweiterung Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken aufgebaut und präzisiert 17.2. Musik und Gesang Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen abzubauen. Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen arbeiten. 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit in den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der Bilderbuchbetrachtung integriert. Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern, Deutungsprozesse bewusst machen, Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen Geschichten selber weiter erfinden Eigene Geschichten erzählen lassen Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer Geschichte immer weiter…) Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird und seine Freude entdeckt. Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen Autor gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text einzelne Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m. 18. U3 Bereich Der U3 Bereich ist ein Schwerpunkt unserer STEPKE – Einrichtungen. Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu erwähnen sind: 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt. Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine intensive Begleitung durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 18.2. Feste Rituale Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen einstellen kann. Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl einer Zugehörigkeit: Begrüßungs- und Abschiedsrituale Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) das gemeinsame Essen 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Fachkraft in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen Morgenkreis. Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis gebildet. Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der Mittagsschlaf. Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell gestaltet. 18.4. Motorik Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. Platz für großräumige Bewegung durch: Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… Anregendes, vielseitiges Außengelände Ausflüge in die Natur Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 18.5. Gesundheit und Körperpflege Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept angelehnt. Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in ihre Wickelsituation. Die Pflegesituation beinhaltet z.B. : Waschen von Gesicht und Händen Wickeln Zähne putzen Baden/Duschen bei Bedarf Nase putzen Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um die Eltern informieren und beraten zu können. Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 18.6. Ernährung Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine Kinder werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am Essenstisch zu wahren. Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch geachtet, denn das Auge isst mit. Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Für Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen ( Brei ) vorbereitet. 18.7. Sauberkeitsentwicklung Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung ein wichtiger Punkt. Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern (Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens sauber ist. Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen dazu setzt. Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich der Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist eine bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch regelmäßige und liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas Angenehmes und behält sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten orientieren sich am individuellen Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das Kind angeregt, seinen Körper wahrzunehmen. Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem Kind bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 18.8. Essen und Trinken Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern abgesprochen was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. Die größeren Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes Mittagessen. Ein wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken … gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel nahe bringen … Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling gibt’s Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin bereitet frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. Beim Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle Babynahrung aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und verschiedene Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken. 19. Unser Kinderschutz-Konzept Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII Präambel Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: eine gewaltfreie Erziehung die Entfaltung seiner Persönlichkeit staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen Fürsorge Ernährung Partizipation Meinungsäußerung Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. Der Gesetzeswortlaut § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. § 72a SGB VIII Persönliche Eignung Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 19.1. Kinderschutzauftrag 19.1.1. Vorgehensweise im Überblick I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 19.1.2. Ausführungen I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen. Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf Vernachlässigung körperliche und seelische Misshandlung sexuellen Missbrauch Partnerschaftsgewalt Entzug von Chancen überprüft. Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen zeitnah informiert. Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen. III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nur über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs- wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und – fähigkeit sind vor allem: die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere Personensorgeberechtigte nicht abwendbar. es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 19.2. Datenschutz Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und –fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag). Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm Anlage 1: Beobachtungsbogen Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 20. Inklusion 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur eine Vision bleibt. 21. Tiergestützte Pädagogik Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die kindliche Entwicklung haben. Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten von Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern. Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in seinem Handeln. Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt es Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita ihrer Wahl dieses besondere Angebot vorhält. 22. Nachwort Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.
06 Step Kids
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1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck an der Meyerbeerstraße Name und Adresse des Trägers: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 11 Kindertageseinrichtungen - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Stepke beschäftigt zur Zeit 220 Mitarbeiter an 11 Standorten, fünf weiter Kindertagesein- richtungen befinden sich im Bau oder in der Planungsphase - Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe – der größte private Bildungsanbie- ter Nordeuropas - Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil - 9% Trägeranteil - Zusatzbeitrag von 60€ für Zusatzangebote wie Schwimmen oder andere Aktionen (Beitrag wird mit dem Elternbeirat abgestimmt, nicht für Eltern unter einem bestimmten Mindest- einkommen, alle Kinder können an den Aktionen teilnehmen) - Freiwillige Servicepauschale für Pflegeprodukte von 15€ (z.B. für Windeln usw.) - Bisher Aufnahmegebühr von 200€, falls nicht ortsüblich würde der Träger davon absehen 3. Fachlichkeit/Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreu- ung liegen vor - Konzeptausrichtung Meyerbeerstraße: Best Practice Modelle abhängig vom Sozialraum, Personal und Bedarf der Eltern - Alltagsintegrierte Sprachbildung (Situationsansatz) - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Individuelle Arbeit mit jedem Kind anhand dessen Bedarf - Schulung der Mitarbeiter im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche Beglei- tung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) - Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mitarbeiter zur Fortbildung zu aktuellen Themen - Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Kitabus im Rahmen der Brückenangebote für Flüchtlingskinder 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Wenn möglich: Einrichtung einer Frischkostküche - Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse - Regelmäßiges Schwimmen - Regelmäßige Wald- und Wiesentage 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Kitaleitungen sind angehalten den Sozialraum zu prüfen und Optionen zu nutzen - Zusammenarbeit mit Schule ist von Seiten des Trägers erwünscht - Regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeitern und Lehrpersonal an den Schulen um die Vorschulgruppen an den Bedarfen der Schule auszurichten 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Berreich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben - Interne Fortbildungsangebote durch die eigene Akademie für Mitarbeiter - Regionale Fachberatung für Münster - Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas umgesetzt - Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant - Kinderschutzkonzept liegt vor 3.7. Besondere Merkmale/Eignung - Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter - Regelmäßige Angebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage
22 Stepke_Kinderschutzkonzept_Berlin_2017
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Stepke Schutzkonzept
Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung
2
1
Inhalt
Präambel ......................................................................................................................... 3
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4
1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5
1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5
1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5
2. Datenschutz 7
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm .................................................. 9
Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11
Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan ........................................................................... 13
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen
vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16
3
Präambel
Jedes Kind hat gemäß der UN‐Kinderrechtskonvention ein Recht auf:
eine gewaltfreie Erziehung
die Entfaltung seiner Persönlichkeit
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen
Fürsorge
Ernährung
Partizipation
Meinungsäußerung
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt.
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs‐,
Bildungs‐ und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII).
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung
gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Stepke‐Kitas‐Einrichtungen umgesetzt wird.
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen
Zuständig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum
Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden.
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche
Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe.
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt
kommen.
Das pädagogische und beraterische Handeln in unseren Kitas in Berlin in Bezug auf die Umsetzung des
§ 8a SGB VIII basiert grundlegend auf dem Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG) § 9 Abs. 5, sowie der
Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssic herstellung der Tageseinrichtungen (§ 3
Abs. 5, 6, 7 RV Tag). Auf Grundlage dieser Vorgaben arbeiten die Mitarbeiter/innen unserer Kitas mit
dem Gesundheitsamt, sowie dem Jugendamt bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zusammen. Die
Zusammenarbeit dient dem Schutz der Kinder in problematischen Lebenssituationen vor der
Gefährdung ihrer Entwicklung durch eine frühzeitige Wahrnehmung und Einschätzung.
4
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder
Jugendlichen bekannt, so hat es das G efährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte
abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche
einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage
gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für
geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den
Erziehungsberechtigten anzubieten.
(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch
erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in
entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit
erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte
bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von
Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls d ie
angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.
5
1. Kinderschutzauftrag
1.1 Vorgehensweisen im Überblick
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und
überprüfen
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen.
3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken
und Hilfen überprüfen.
4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben.
1.2 Ausführungen
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und
überprüfen.
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter H inweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft
sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die
Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer
Fachkräfte vorgen ommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen
Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kolleg ialen
Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans" (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte
genommen.
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf
Vernachlässigung
körperliche und seelische Misshandlung
sexuellen Missbrauch
Partnerschaftsgewalt
Entzug von Chancen
überprüft.
Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren
Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges
Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden.
Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über
die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen,
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das
Vorgehen zeitnah informiert.
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist
für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer
Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein G espräch mit den
Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage
gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste
Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis.
6
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen.
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und
Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung
vor.
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen
wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigne ter Hilfen (z.B.
Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über
das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist.
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden
gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans" vereinbart,
dokumentiert und zur Kinderakte genommen.
3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken
und Hilfen überprüfen.
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans
zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise
und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen
mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen.
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschä tzung durch die Kindertageseinrichtung
informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan
entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte.
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen
vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern
unterschrieben und zur Kinderakte genommen . Handelt es sich dabei um Hilfen, di e nur über das
Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur
Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen
Voraussetzungen für ein umf assendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen.
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des
Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen
im Schutzplan vor und definiert Erfolgs‐ wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert.
4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben.
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige
Verbesserung der S ituation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter
Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert.
Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und ‐fähigkeit sind vor allem:
die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs‐ oder andere Personensorgeberechtigte
nicht abwendbar.
Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen.
Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden.
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Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten
den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die
Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen
der Personensorgeb erechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die
Fallverantwortung auf das Jugendamt über.
Über die Information des Jugendamtes/ AS D sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu
setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre.
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „Inanspruchnahme des ASD
vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis
gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitung en bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich
informiert.
Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt:
Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung
Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung
Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber,
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden.
2. Datenschutz
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschut zrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis
65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen
sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen
an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit
ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, ‐verpflichtungen und
‐ fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft.
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII
Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes
Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren
vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch
durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine B elehrung zu
ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}.
8
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen
• Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm
• Anlage 1: Beobachtungsbogen
• Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team)
• Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan
• Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team)
• Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft)
• Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.)
• Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durc h Fachkräfte
in Institutionen
9
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm
Verantwort-
lichkeiten
Eingabe
(Input)
Ablaufdiagramm Ausgabe
(Output)
MA L FK
Arbeitshilfe des
Paritätischen
Anlage 1:
Beobachtungsbogen
Anlage 2:
Interner Beratungsplan
Regionale Datei
Der Fachbehörde
Anlage 3:
Gemeinsamer Beratungs-
Und Hilfeplan
Anlage 3:
Gemeinsamer
Beratungs- und
Hilfeplan
Anlage 1
Ausgefüllt
Anlage 2
Ausgefüllt
Anlage 3
ausgefüllt
Verdacht auf
Kindswohlgefährdung
Schritt 1
Erkennen und Dokumentieren
Von Anhaltspunkten
Schritt 2
Information an Leitung
Und Team
Schritt 3
Einschaltung der insoweit
erfahrenen Fachkraft
Schritt 4
Gemeinsame
Risikoabschätzung
Gesprächsvorbereitung
Schritt 5
Gespräch mit Eltern / anderen
Sorgeberechtigten
10
Verantwort-
lichkeiten
Eingabe
(Input)
Ablaufdiagramm Ausgabe
(Output)
MA L FK
Anlage 4:
Überprüfung der
Zielvereinbarungen
Im Hilfe-planverfahren
Alle Dokumente
Anlage 5:
Inanspruchnahme
der Fachbehörde
vorbereiten
Anlage 3
ausgefüllt
und unter-
zeichnet
Anlage 4
Ausgefüllt /
Gesprächs-
protokoll
Protokoll
und
Beschluss
Anlage 5
Ausgefüllt
und
unterzeichnet
Schritt 6
Aufstellen eines Beratungs-/
Hilfeplans =
Zielvereinbarungen
Schritt 7
Maßnahmen der
Zielvereinbarungen erreicht
Gespräch mit Eltern /
Sorgeberechtigten zur
weiteren
Stabilisierung der
Situation und weitere
Beobachtung
Schritt 8
Gemeinsame
Risikoabschätzung und
Absprachen über das weitere
Vorgehen
Schritt 10
Weiterleitung an Fachbehörde
mit zeitgleicher
Benachrichtigung der Eltern
1
1
Anlage 1: Beobachtungsbogen
Datum: Name:
1. Beobachtung:
□ eigene Beobachtung
Name:
□ Kollege
□ Kollegin
Adresse:
□ andere Eltern
□ sonstige:
Telefon:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
Adresse:
3. Angaben zur Familie:
Name:
Adresse:
Telefon:
Sonstiges:
4. Inhalt der Beobachtung:
5. Nächste Schritte:
□ Überprüfung im Team
□ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am:
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:
☐ sonstiges …………………………………………………………………………………………………………………………..
12
Anlage 2: Interner Beratungsplan
Datum: Name:
1. Beteiligte:
□ Pädagogin
□ Kollege/in
□ Leitung
□ externe Fachkraft
□ sonstige:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
3. Einschätzung:
5. Maßnahmen:
Weitere Beobachtung durch:
□ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am:
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:
□ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle:
(Datenschutz beachten)
□ sonstiges:
1
3
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan
Datum: Name:
1. Beteiligte:
□ Eltern / Sorgeberechtigte
□ Pädagogin
□ Kollege/in
□ Leitung
□ externe Fachkraft
□ sonstige:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
……………………………………………………………….. …………………………….…………………………………….
Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte Vertreter/in der Einrichtung
3. Absprachen:
4. Zeitstruktur:
12
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren
Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher:
Datum:
Name
:
Name des Kindes
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Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten
Datum: Name:
1. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
2. Wann wurde entschieden:
3. Wer hat entschieden:
□ Eltern / Sorgeberechtigte
□ Leitung
□ Externe Fachkraft
□ sonstige:
4. Informationsfluss:
Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte
☐ per Post am: …………………………………………………..................................................................
☐ per Telefonat am: ……………………………………………………………………………………………..
☐ per persönlichem Gespräch am: ……………………………………………………………………….
☐ sonstiges: ………………………………………………………………………………………………………….
Durch:
□ Pädagogin
□ hinzugezogene Fachkraft
□ Leitung
□ sonstige:
………………………………………………………………………………………………………………………………..
Information der externen Fachkraft durch:
□ hinzugezogene Fachkraft
□ Leitung
□ sonstige:
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Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch
eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche,
Bundesfreiwillige etc.)
Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung im
familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei
übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen.
1. Unser Leitbild
Durch die g rundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der
wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart.
Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet,
dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese
Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen.
Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit e inem
hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen.
Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige und individuelle
Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang
mit den Kindern voraus.
2. Präventive Maßnahmen
Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermöglicht
Stepke Kitas die Teilnahme an Fort - und Weiterbildungen zu den Themen Sexualpädagogik und
Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB.
In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert.
Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben
genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an.
3. Grenzverletzendes Verhalten
Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Ein schreiten bei übergriffigen
Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden
Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen
Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Formen
körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie
Stigmatisierungen.
Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl
des Kindes sicher zu stellen.
15
4. Handlungsleitfaden (siehe auch „Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch
Fachkräfte in Institutionen„ vom Paritätischen in der Anlage)
1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, b zw. werden diese durch andere
Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu
informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger.
2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertreter n des Trägers zunächst intern eingeschätzt und
auf Plausibilität geprüft.
3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung
durch kooperierende Beratungsdienste, wie beispielsweise „Der Paritätische“ eingeholt.
4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert.
5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden
zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des O pferschutzes, in
Kenntnis gesetzt.
6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt.
7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei
der Strafverfolgungsbehörde
8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur
Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters.
9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert.
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Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte
in Institutionen vom Paritätischen
17
18
Notizen:
19
15
Stand: 01.03.2017
Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
stepke‐kitas.de
03 ASB
4501 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck an der Meyerbeerstraße Name und Adresse des Trägers: ASB-RV Münsterland e.V. Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung des ASB Kreisverbandes Münsterland e.V.: 1972 - Anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe - Betreibt bereits ein Kita in Münster und ab Herbst/Winter 2019 eine zweite Einrichtung - Der ASB ist eine Hilfsorganisation und ein Wohlfahrtsverband - Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, den Landesverbänden sowie Kreis und Ortsverbänden zusammen - Die Grundlage der Arbeit bilden humanitäre und demokratische Grundsätze - Der ASB arbeite parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden - Der ASB Kreisverband arbeitet am Leitbild der Gesamtorganisation 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 3% Trägeranteil 3. Fachlichkeit/Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassen erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Konzeptausrichtung Meyerbeerstraße: Schwerpunkte im Bereich Bewegung und ge- sunder Ernährung - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: Montag-Donnerstag von 07.00-16.30 Uhr und Freitag von 07.00- 15.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Aufnahme von Kindern mit und ohne Behinderung ist erwünscht - Eine Fachkraft für den Bereich der Inklusion soll eingestellt werden - Bereits als Träger schon Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingshilfe und in der Be- treuung von Kindern / Flüchtlingskindern - Erfahrungen auf Landesebene sollen im Kreisverband genutzt werden 3.3. Gesundheitsförderung - Bewegungsförderung - Gesundes Essen (Belieferung mit Frischkost aus bestehender Einrichtung in Kinder- haus) - Projekte zum Thema Ernährung im Kitaalltag - Zusammenarbeit mit Frühförderung, Ergotherapie usw. - Angebote zur Verkehrserziehung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Bereits bestehende Vernetzungen: - Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen des ASB Geplante Vernetzungen: - Vernetzungen mit den kirchlichen Trägern vor Ort, Schulen, Frühförderstellen, Ärzten, Physio-, Ergotherapie und Alteneinrichtungen - Aktive Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen - Übernahme von Trägerschaften von Großtagespflegen mit angestellten Großtages- pflegepersonen wird vom ASB geprüft - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Einsatz einer Kita-App zur Probe ab Herbst 2017: Möglichkeit des beidseitigen Infor- mationsaustausches, Kommunikation, Abmeldungen, Dokumentation usw. 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter - Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fachberatung vor Ort in Münster - Ein ausführliches Qualitätsmanagement wird aktuell mit den Mitarbeitern entwickelt - Teilnahme an Fachgremien und AG’s ist geplant - Kinderschutzkonzept liegt vor 3 3.7. Besondere Merkmale/Eignung - Ganzheitliche Erfahrungen des Trägers durch Tätigkeitsfelder wie Altenarbeit und El- ternarbeit z.B. - Beschwerdemanagement für Kinder
11 Bewerbung Fröbel
1498 Zeichen
.& FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödiensir. 18-24 - 50667 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anna Pohl Hafenstraße 30 48127 Münster Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in der Meyerbeerstraße in Münster (Ausschreibungsnummer: 04/2017), Zeichen: 51 10 0012 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Sehr geehrte Frau Pohl, hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange- bot zur Übernahme der Trägerschaft der Kinderlageseinrichtung in der Meyer- beerstraße in Münster ab. Wie in unseren ausführlichen Bewerbungsunterlagen aufgeführt, ist es uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 4,5% zu leisten. Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH FRÖBEL Kompetenz für Kinder Köln, 06. September 2017 Von Oliver Just Tel 0221]2999 42-71 just@froebel-gruppe.de FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- melnnötzige GmbH Komödliensir. 18-24 50667 Köln Tel 0221|29 99 42 60 Fax 0221|29 99.42 80 www.froebel-gruppe.de Geschäftsführung: Dr. Gudrun Rannacher Stefan Spieker (Sprecher) ‚Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Borgmann-Quade Bank für Soziatwirtschaft IBAN DE72 1002 0500 0003 3635 00 BIC BFSWDES3BER Amisgericht Charlottenburg HRB 102668 B Sitz der Gesellschaft; Berlin Steuernummer 271603/52722 Sievemummer des Organträgers 271635/52999 Gläubiger-Identifikalionsnummer DE1122200000342880 |
Beschlussvorlage
13747 Zeichen
V/0787/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck an der Meyerbeerstraße Beratungsfolge 04.10.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 12.10.2017 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 18.10.2017 Rat Entscheidung 18.10.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die oben genannte viergruppige Kinderta- geseinrichtung in Mecklenbeck an der Meyerbeerstraße dem Kinder- und Jugendhilfeträger Kleine Riesen Nord gGmbH (siehe Begründung zu Ziffer 3). Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Winter 2018. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs- vereinbarung) zwischen dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH und der Stadt Münster getroffen. Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Wohn und Stadtbau (Vermieter) und dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH getroffen. II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Meyerbeerstraße betragen auf der Grundl a- ge der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen für Dezember 2018 = 66.492 € für 2019 ff. = 802.888 € Vorlagen-Nr.: V/0787/2017 Auskunft erteilt: Herr Westarp, Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl Ruf: 492-5134 E-Mail: Westarp@stadt-muenster.de Datum: 20.09.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0787/2017 Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 Kleine Ri e- sen Nord 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 9,00% 0,00% 55,00% Dez 18 2019 Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil Anteil BKZ Angebot Stadt. (erfor- derlicher Zuschuss) gesamt Angebot Stadt. erfor- derlicher Zuschuss gesamt 5 6 7 5 6 7 Kleine Rie- sen Nord 5.984,28 € 0,00 € 36.570,60 € 72.259,92 € 0,00 € 441.588,40 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits in dem Errichtungsbeschluss V/0166/2017dargestellt und sind im Entwurf des Haushaltplanes 2018 ff. bei der Produktgruppe 0601 vorgesehen. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtungen mit der Vorlage V/0166/2017 beschlossen: Die Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Gru ndlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. - 3 - V/0787/2017 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 14.07.2017 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 10.08.2017 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 17.07.2016 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 23.08. und 28.08.2017 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.09.2017. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB), Gustav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0376/2017 beschriebenen neuen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschriebenen, Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen o Besondere Merkmale/Eignung Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit - 4 - V/0787/2017 Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebsk osten ab Inbetriebnahme der Einrichtu n- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuß) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 3,00% 6,00% 61,00% Fröbel 4,50% 4,50% 59,50% Kleine Ri e- sen Nord 9,00% 0,00% 55,00% Step Kids 9,00% 0,00% 55,00% Die jährlichen Betriebskosten für die Ki ndertageseinrichtung an der Meyerbeerstraße betragen ab 2019 ff. 802.888 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/ Freiwilliger städt. Zuschuss/ Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2019 ff Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 ASB 3,00% 24.086,64 6,00% 48.173,28 61,00% 489.761,68 Fröbel 4,50% 36.129,96 4,50% 36.129,96 59,50% 477.718,36 Kleine Ri e- sen Nord 9,00% 72.259,92 0,00% - 55,00% 441.588,40 Step Kids 9,00% 72.259,92 0,00% - 55,00% 441.588,40 Der Träger Kleine Riesen Nord gGmbH und der Träger Step Kids KiTas gGmbH bieten den vollen Trägeranteil von 9% für den Betrieb der Kindertageseinrichtung an. Alle anderen Träger bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0376/2017 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlic h- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Der Träger: - 5 - V/0787/2017 ASB Regionalverband Münsterland e.V. Der Träger betreibt seit März 2017 eine Kindertageseinrichtung am Carlo-Schmidt-Weg in Kinderhaus und ab 01.10.2019 eine Einrichtung an der Regina -Prothmann-Straße. Der Träger betreibt zusätzlich in anderen Städten Kindertageseinrichtun gen und ist als freie r Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertagesei n- richtung. Der Träger: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be- treibt aktuell bundesweit 155 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Jugendhilfe aner- kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus- richtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der musikalischen Bildung und Mint (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH Ab 2018 wird der Träger zwei Kitas in Münster betreiben (Willingrott und Hermannschule). Der Träger betreibt aktuell bundeswei t 25 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kin- der- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Ec kpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in ei ner Kindertageseinrichtung. Der Träger b e- nannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtte il und stellte seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegen an bereits bestehenden Kitastandorten vor. Der Träger: Step Kids KiTas gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be treibt aktuell bundesweit acht Kindertageseinrichtungen und ist als freie r Träger der Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda- gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunk- te im Bereich der regelmäßigen Bewegungsangebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Unter dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster wird eine gleichwertige Gewichtung der Kriterien Wirtschaft lichkeit (50%) und Fachlichkeit/Pädagogik (50%) vorgenommen. 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in der Meyerbeerstraße zu übertragen, da der Träger den vollen Trägeranteil für den Betrieb der Kindertageseinrichtung anbietet, zukünftig in Münster an me hreren Standorten aktiv in der Kindertagesbetreuung arbeitet, ein umfassendes pädagogisches Konzept vo r- gelegt hat und über bundesweite Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung verfügt. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. - 6 - V/0787/2017 Das gesamte Auswahlverfahren bele gt zudem weiterhin eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus vier Bewerbern unter der gleichgewichteten Würd i- gung der Fachlichkeit/Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der Vorlage V/0376/2017 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: 1. Auswertungsformulare aller Träger 2. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland, Gustav- Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 3. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 4. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 5. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin
21 Broschüre Bausteine für die Zukunft
30339 Zeichen
Bausteine für die Zukunft Stepke-KiTas Wir machen KiTa. Richtig gute KiTa. Stepke-KiTas Wir machen KiTa. 2 Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns, Ihnen in dieser Broschüre unser innovatives Stepke- Konzept vorzustellen. Als bundesweit tätiger Träger setzen wir auf modernste Einrichtungen mit einem besonderen Raumkonzept und einer hervorragenden technischen Ausstattung. Unser Erfolg beruht auf unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unser anspruchsvol - les pädagogisches Konzept umsetzen. So geben wir Kindern die besten Startvoraussetzungen mit optimalen Bildungschancen und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die besonderen Merkmale unseres Konzepts sind: 1. ein hoher Personalschlüssel, 2. frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, 3. ganztägig bilinguale Betreuung, 4. Schwimmen, 5. eigene Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir neue Wege und verwirklichen Ihre individuelle Idee von Kinderbetreuung. Lassen Sie sich von unserem zukunftsweisenden Konzept begeistern und gehen Sie den Weg gemeinsam mit uns. Herzlich willkommen bei Stepke Ihre Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung Johannes Nagel Geschäftsführer 3 Unsere Leistungsvielfalt Vorwort 2 Grundsätze unserer Pädagogik 4 Best-Practice Modelle 8 Situationsansatz 9 Emmi Pikler 10 Montessori-Pädagogik 12 Reggio-Pädagogik 14 Waldpädagogik 16 Unsere Einrichtungen 18 Bilinguale Erziehung 22 Vorschule 23 Gesunde Ernährung 24 Schwimmunterricht 26 Weitere Highlights 28 Service 30 Übernahme von Trägerschaften 32 Stepke-Betriebs-KiTas 34 Für Kommunen 36 Mobile KiTas 38 Stepke Akademie 40 Unsere Standorte 42 Impressum 43 Kontakt 44 Inhalt 4 5 Das Kind als Person Wir nehmen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst. Deshalb sehen wir uns als Weg- und Entwicklungsbegleiter des Kindes. Wir unter- stützen es darin, sich gesund zu entwickeln, seine Interessen und Begabun- gen zu finden, Neues zu lernen und seinen ganz eigenen Bildungsweg zu gestalten. Mit einer lernfördernden und anregungsreichen Architektur und Gestaltung der Räume unserer Einrichtungen unterstützen wir aktiv den Selbstbildungs-Prozess der Kinder. Alle Stepke-Einrichtungen sind als vielfältige und anregende Lebens-, Lern-, Bewegungs- und Erfahrungsräume angelegt, in denen sich die Kinder sicher und geborgen fühlen und enge Bindungen zu Erwachsenen und anderen Kindern aufbauen können. Um alle Sinne der Kinder anzusprechen und zu aktivieren, umfassen unsere Angebote folgende Aspekte: • gesunde Ernährung, • Spiel und Spaß, • bilinguale Erziehung, • Bewegung und Schwimmen, • Musik und Kunst, • Natur und Technik, • Partizipation, • Vorschule. Bei unserer gesamten Arbeit betrachten wir Familie und Kindertageseinrichtung als sich ergänzende und eng miteinander verbundene Bereiche der Lebenswelt des Kindes. Der Dialog mit den Eltern ist uns darum beson - ders wichtig. Mit regelmäßigen hausinternen Veranstaltungen bieten wir Räume zur Begegnung und ein von den Eltern geschätztes Forum für gemeinsamen Austausch. Grundsätze unserer Pädagogik 6 Bausteine unseres Konzepts 7 täglich frisch gekochte Vollverpflegung eigenes Vorschul- konzept Musik & Kunst ganztägige Bilingualität regelmäßige Wald- & Wiesen- wochen Schwimmen/ Psychomotorik Vermi�lung von Werten Das Kind im Fokus 8 Best-Practice- Modelle In allen Stepke-KiTas arbeiten wir gemäß bewährter und bekannter pädagogischer Ansätze. Die Teams in unseren Häusern sehen es als ihre Aufgabe an, unsere Konzeption regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Bedingungen und Strukturen anzupassen. So gelingt „Richtig gute KiTa.“ 9 Situationsansatz „Lernen in konkreten Situationen“ Kinder haben eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte aus eigenem Antrieb heraus. Gemeinsam entwicklen wir die Fragen und Ideen der Kinder mit Bezug auf ihre Lebens- welt weiter. Dadurch können wir die Kinder in ihrem Entwicklungspotenzial in konkreten Situationen verstehen; und die Kinder lernen, ihre Lebenswelt selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Orientierung an demokratischen Werten In unserer täglichen Arbeit unterstützen wir die Kinder in ihrem Streben nach Weiterentwicklung durch verlässliche Beziehungen, durch ein anregungsreiches Umfeld und durch Sachkompetenz. Regelmäßige Kinder- konferenzen und tägliche Morgenkreise ermöglichen es, die Belange der Kinder und ihre Anliegen aufzunehmen und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Auch unsere pädagogischen Ziele von Autonomie, Solidarität und Kompetenz orientieren sich stets an demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen. 10 11 Pikler-Pädagogik „Tastend, behutsam und feinfühlig“ Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler wusste bereits in den 1930er Jahren, was aktuelle Forschungen bestätigen: Die ersten Erfahrungen, die ein Baby macht, sind unheimlich wichtig – und die meisten Erfahrungen sammelt ein Säugling, wenn er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und ausgezogen wird. Damit ist schon die Pflege des Kindes ein wichtiger Teil der Erziehung und des Aufbaus zwischenmenschlicher Beziehungen. Das Kleinkind fühlt einen liebevollen Umgang durch Hände, die es „tastend, behutsam und feinfühlig“ pflegen. Es wird sich entspannen und sofort gut aufgehoben fühlen. Pflege ist Kommunikation Ob wickeln, waschen oder füttern: Durch den hohen Personalschlüssel in unseren KiTas können wir jedem Kind unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Es erlebt Pflege als eine intensive zwischenmenschliche Begeg- nung, an der es aktiv beteiligt ist. Jede Handlung wird angekündigt und das Kind spürt: „Ich werde wahrgenommen. Ich werde ernst genommen.“ So entstehen von Beginn an vertrauensvolle und entwicklungsfördernde Beziehungen zwischen dem Kind und seinen Erzieherinnen und Erziehern. 12 13 Montessori-Pädagogik „Folge dem Kind, es wird Dir seinen Weg zeigen!“ Ein Kind kann in Freiheit und unabhängig vom Erwachsenen selbstständig lernen – dies ist ein wichtiges Prinzip der Montessori-Pädagogik. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein zentrales Motto dieses entwicklungspsychologi - schen Ansatzes der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 bis 1952). Sie erwarb als erste Frau den Doktortitel der Medizin, spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und entwickelte zunächst für Kinder mit geistiger Behinderung didaktische Materialien, mit denen diese erheblich gefördert werden konnten. Später übertrug sie ihr Konzept auf Kinder ohne Behinderung. Ihre Methode zeichnet sich dadurch aus, in einer didak- tisch vorbereiteten Umgebung die gesammelte, polarisierte Aufmerksamkeit des Kindes und damit seine Selbst- ständigkeit zu wecken. Dazu benutzte Maria Montessori besonderes pädagogisches Spielzeug („Montessori- Material“) sowie Übungen und Spiele. Kernstück ist die Freiarbeit Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, denn: In einer Umgebung, die auf ihre individuellen Bedürfnisse und entwicklungspsychologischen Phasen abgestimmt ist, erwerben Kinder sehr viel Konzentra - tionsfähigkeit, Sozialverhalten und Handlungskompetenz. In Einrichtungen, die sich an Montessori orientie - ren, entscheidet jedes Kind selbst, mit welchen Arbeits- oder Spielmaterialien es sich beschäftigen möchte. Es bestimmt weitgehend selbst den Rhythmus und die Dauer seiner Beschäftigung und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder forschen, entdecken, toben, träumen oder kreativ sein möchte. Freie Wahl führt zu echtem Interesse Diese freie Entscheidung führt zu einer inneren Selbstdisziplin, die nicht von außen beeinflussbar ist. Besucher bewundern nicht selten die ruhige und entspannte Atmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori. Uns geht es darum, das Kind zu achten und zu respektieren, es als eigenständigen Menschen zu sehen, ihm Raum zu geben und ihm dabei zu helfen, selbstständig zu denken und zu handeln. In allen Stepke-KiTas erhalten schon die Jüngsten die Gelegenheit, den eigenen Impulsen und Lernbedürfnissen zu folgen und ihren individuellen Lernweg zu gehen. Sie erleben mit all ihren Sinnen und begreifen, wie Leben funktioniert. So ist in unseren Einrichtungen schon der Alltag das Besondere. 14 Reggio-Pädagogik „Hundert Sprachen spricht ein Kind“ Viel Raum für den Forscherdrang der Kinder bietet die Reggio-Pädagogik, die von der UNESCO als weltbeste Vorschulpädagogik ausgezeichnet wurde. Die Erziehungsphilosophie ist in den kommunalen Kindertagesstätten der norditalienischen Stadt Reggio Emilia seit den 1960er Jahren entwickelt worden. Kinder werden als Forscher und Entdecker gesehen, von Geburt an neugierig, wissbegierig, kreativ, aktiv – und unermüdlich in ihrem Tun. Dabei verknüpfen sie Neues mit ihren bisherigen Erkenntnissen und erweitern auf diese Weise ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Kinder sind Schöpfer ihrer eigenen Entwicklung, sie sind Konstrukteure ihrer persönlichen Wirklichkeit. Der Raum als Erzieher In Anlehnung an die besondere Rolle der Architektur in der Reggio-Pädagogik haben unsere KiTa-Räume viel Licht und helle Farben, es gibt Pflanzen und Spiegel, die das Spiel mit der eigenen Identität ermöglichen, ein „Atelier“, Bühnen, Podeste, Bewegungsräume und „Denk“-Ecken. Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkei- ten zum Wahrnehmen, Gestalten und Experimentieren – bis hinein in den Waschraum: Hier finden sich Röhren, Gefäße, Siebe, Spiegel sowie Gegenstände, die untergehen oder schwimmen. Außerdem stellen wir den Kindern vor allem Material und Werkzeug zur Verfügung: Draht, Lehm, Holz, Gips, Farben und Papier, Schrauben, Feilen, Sägen, Pinsel, Scheren. In unseren Stepke-KiTas fördern und unterstützen unsere Pädagogen sehr aufmerksam die kindliche Ausdrucksvielfalt. Denn Kinder haben „hundert Sprachen“, in denen sie denken, entdecken und ihre Geschichten erzählen. 15 16 17 Waldpädagogik „Frei von Lärm und Stress“ Böschungen, die von Wurzeln durchsetzt sind, Schlaglöcher in den Waldwegen, die sich bei Regen in kleine Seen verwandeln, umgestürzte Bäume, auf denen man klettern und wippen kann. Harte, steinige und weiche, mit Moos und Laub bedeckte Böden – alles echte Herausforderungen. In der Natur können Kinder (wieder) lernen, sich natürlich zu bewegen. Wälder und Wiesen bieten eine Fülle von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Berührungsempfindungen und Bewegungsmöglichkeiten. Die Kinder passen sich dem unebenen Gelände an, hangeln sich hinauf, kugeln sich hinunter, balancieren, krabbeln, kriechen, waten. Das kräftigt die Muskulatur und fördert die Körperbeherrschung. Das entwickelt die motorische Geschicklichkeit und die kognitiven Fähig- keiten. Die frische Luft stärkt das Immunsystem und verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Die Stille im Wald differenziert das Wahrnehmungsvermögen und fördert innere Ruhe und Konzentration. Kreativ ohne vorgefertigtes Spielzeug Die spielzeugfreie Umgebung regt die Kreativität der Kinder an und unterstützt ihren Forscherdrang und ihre Selbstständigkeit. Unsere Erzieherinnen und Erzieher führen deshalb regelmäßig Waldtage durch, planen Waldwochen sowie besondere Naturprojekte für die Kinder und fördern damit ihre körperliche Robustheit, ihre Sportlichkeit und ihre Kreativität. Gemeinsam sammeln die Kinder unvergesseliche Naturerfahrungen! 18 Ein persönliches und modernes Raumkonzept In den Kindertageseinrichtungen der Stepke-KiTas spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Alle Einrichtungen sind gemäß unseres pädagogischen Konzepts ausgestat- tet. Unsere Erzieherinnen und Erzieher erfüllen in ihrer täglichen Arbeit die hohen Stepke-Standards, denn eine qualitativ hochwertige und an neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Praxis ausgerichtete Erziehung ist für uns eine Herzensangelegenheit. Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und -anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Wir gestalten unsere Räume mit einer großen Materialvielfalt und unterstützen damit die Selbsttätig- keit und die Selbstbildungsprozesse. In klar definierten Bereichen erhalten die Kinder bei uns genau die Orien - tierung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und genau deshalb laden sie die Kinder von Beginn an ein, die Welt zu erkunden. Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit ihrer Bezugserzieherin bzw. ihrem Bezugserzieher nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet, durch das die Kinder selbst zu den Wickelplätzen hochklettern können. Die Waschgelegenheiten grenzen unmit- telbar an, die Regale sind so ausgerichtet, dass alle Pflegeutensilien für die Erzieherinnen und Erzieher direkt in Griffweite sind. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, sodass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand möglich sind. Die Schlaf- und Ruheräume befinden sich in einem ruhigen und ungestörten Bereich innerhalb der KiTa. Sie sind mit Teppichen und Vorhängen ausgestattet, haben Fenster zur natürlichen Belüftung, eine dimmbare Beleuch- tung und ein Farbkonzept, das Ruhe ausstrahlt. Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafplatz. Die großzügigen Gruppen- und Aktionsräume verfügen über Spiegelwände, Snoezelen-Effekte und Rückzugsorte in Form von kleinen Höhlen und Nischen. Unsere Einrichtungen 19 KiTa HannaLegoranTo - Werder KiTa Walnussweg - Köln 20 21 22 Früh Englisch lernen Wir arbeiten nach der Immersi - onsmethode: Das Kind „taucht“ sozusagen völlig automatisch in eine zweite Sprache ein, denn es kommt täglich mit ihr in Berührung und wird mit ihr vertraut gemacht. Unser Ziel ist es, dass eine Englisch sprechende Fachkraft in jeder Gruppe die Kinder im Kindergartenalltag begleitet. Sie bietet die gleichen Aktivi - täten an wie die Deutsch sprechenden Kollegen - dabei spricht sie nur Englisch. Auf diese Art und Weise erfährt das Kind nicht nur die pädago - gischen Inhalte der Aktivitäten, sondern lernt gleichzeitig auch Englisch und geht wie selbstverständlich mit der Sprache um. Je früher ein Kind eine Sprache lernt, desto besser lernt es sie. Studien haben gezeigt, dass Kinder, wenn sie eine Sprache vor Vollendung des vierten Lebensjahres lernen, diese mit dem gleichen Teil des Gehirns lernen, mit dem sie auch ihre Muttersprache lernen. Weiterhin haben junge Kinder keinerlei Hemmungen und imitieren ganz natürlich die Aussprache der Native Speaker. Eine frühe Mehrsprachigkeit ist zudem mit weiteren, indirekten Vorteilen verbunden: Die Kinder entwickeln ein größeres Selbstvertrauen und ein gestärktes Bewusstsein für andere Kulturen. Bilinguale Erziehung 23 Für einen guten Schulstart Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit vor der Schule. Nach den Grundlagen der Konzep - tion kann sich die „Vorschulförde - rung“ nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkei - ten, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlrei- che wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge, zum Beispiel innerhalb unserer intensiven Waldwochen, sowie gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen Projektgruppen ist es uns möglich, kompetente Ansprechpart - ner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem ausführlichen Entwicklungsgespräch teilen wir den Eltern unsere Beobachtungen rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Beim Verlassen der KiTa erhalten die Kinder ihre Bildungsdokumentation in Form ihres Portfolios sowie eines Abschlussberichts. Wir setzen uns in allen Einrichtungen engagiert dafür ein, dass die Kinder die besten Voraussetzungen für den Start in der Schule haben. Vorschule 24 25 Auf dem Weg zu FIT KID In unseren Stepke-KiTas sollen die Kinder vom ersten Tag an alles bekom- men, um sich optimal entwickeln zu können. Dazu gehört eine gesunde und natürlich schmackhafte Ernährung. Wir legen großen Wert auf das Leben einer ästhetischen Tischkultur und vermitteln den Kindern schon früh, wie wichtig die sozialen Aspekte des gemeinsamen Essens sind. Von Köchen ernährungsphysiologisch und kindgerecht zubereitete frische Mahlzeiten und Snacks gehören deshalb für uns zur gesunden „Rundum-Verpflegung“ der Kinder, denn KiTas tragen aufgrund ihres Mahlzei - tenangebotes zur Bildung des Ernährungsverhaltens von Kindern bei. Sie bieten somit die Möglichkeit, von Anfang an den Grundstein für eine gesundheitsfördernde Lebensweise zu legen. Um langfristig ein ernährungs- physiologisch ausgewogenes Verpflegungsangebot sicher zu stellen, haben wir begonnen, unsere KiTas von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zertifizieren lassen und als sichtbares Zeichen nach außen bereits für eine Einrichtung eine FIT KID-Zertifizierung erhalten. Natürlich gibt es aber auch mal Pommes Frites oder Schokoladen-Pudding. Was ist FIT KID? Im Rahmen der Zertifizierung werden folgende Kriterien überprüft: • Lebensmittel: Mittagsverflegung (optimale Lebensmittelauswahl und Anforderungen an den Speisenplan), • Speisenplanung und -herstellung: Kriterien zur Planung und Herstellung der Speisen für die Mittagsverpfle- gung, Gestaltung des Speisenplans, • Lebenswelt: Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder (z.B. Essatmosphäre oder Essenszeiten). Die zertifizierte Verpflegung ist an diesem Logo zu erkennen: Gesunde Ernährung 26 Schwimmen lernen Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, viele kleine „Seepferdchen” auszubilden. Von Beginn an gewöhnen wir die Kinder spielerisch ans Wasser, sodass sie nach und nach völlig angstfrei mit diesem Element umgehen. Nicht schwimmen zu können, ist nicht nur lebensgefährlich für die Kinder. Es bringt sie auch um eine wunderbare Bewegungserfahrung. Denn Schwim - men schult den kompletten Bewegungsapparat und das Koordinationsvermö - gen. Früh mit Wasser und dem Schwimmen in Kontakt gebracht, werden die Kinder zu richtigen „Wasserratten“, die unheimlich stolz ihr erstes Schwimmabzeichen präsentieren. Und wer dann noch verschiedene Schwimmarten beherrscht, wird zum Star im Freibad – das gibt Selbstvertrauen! Großer Spaß für kleine „Wasserratten“ 27 28 Weitere Highlights Frisch aus dem eigenen Garten Die Gärten in unseren Einrichtungen laden die Kinder zu sinnlichen Erfah- rungen ein: Eine Kräuterspirale, ein Tastpfad sowie Nutzbeete regen alle Sinne an und ermöglichen es darüber hinaus, jahreszeitlich bedingte Veränderungen zu beobachten, Pflanzen zu pflegen und Früchte zu ernten. Kinder brauchen besonders gute Bildungseinrichtungen Wir lassen stets die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in unsere tägliche Arbeit mit den Kindern einfließen. Durch neue Anregun - gen und vielfältige Impulse erleben die Kinder bei uns eine anregungsrei- che und abwechslungsreiche KiTa-Zeit. Regelmäßige Thementage wie z.B. der Großelterntag sorgen für Varia - tionen im KiTa-Alltag. Auch mehrtägige Projekte wie unsere Waldwoche werden mit den Kindern gemeinsam vorbereitet, mit Spannung erwartet und von allen Beteiligten mit viel Freude umgesetzt. Lerncomputer Eigenständigkeit, Experimentieren und Auseinandersetzung mit Neuen Medien sind Voraussetzung für verstehendes Lernen. Im Bereich der Medienkompetenz lernen die Kinder, sich in einer medial geprägten Welt zu orientieren, auszutauschen und sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. 29 Aktionen Bei uns ist immer etwas los. An jahreszeitlichen Festen wie z.B. St. Martin werden Laternen gebastelt und erste haptische Erfahrungen mit Kleister und verschiedenem Kreativmaterial gemacht. In Bezug auf die Bildungs - qualität für Kleinstkinder geht es in Stepke-KiTas vor allem darum, die in diesem Alter typischen Verhaltensweisen als „Erforschung“ und Aneig - nung der Welt zu verstehen. Erfahrungen mit allen Sinnen werden von unseren Pädagogen herausgefordert und liebevoll begleitet. Werkzeuge für die Kreativität In allen Stepke-KiTas sind die Angebote und vorbereiteten Umgebungen auf das jeweilige Alter und die Entwicklung des Kindes abgestimmt. Ob beim Sandmalen am Lichttisch, „Sich-Ausprobieren“ an Musikinstru - menten, Arbeiten an der Werkbank oder dem großflächigen Malen an Malstaffeleien bieten wir den Kindern in „natürlichen“ Lernsituationen täglich zahlreiche Herausforderungen und jede Menge Möglichkeiten für kindliches Forschen. 30 31 Wir für Sie Bei uns können die Kinder spielen und lernen; ihre Eltern können sich in Ruhe austauschen oder Rat und Unterstützung einholen. Kindergeburtstag Unsere qualifizierten Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter gestalten in unseren KiTas individuelle Geburtstagspartys zu den Themen „Hexen und Hexenmeister“, „Ritter und Prinzessinnen“, „Gespenster“, „wilde Piraten“, „Elfen und Feen“. Krabbelgruppen Wir bieten Eltern aus dem Stadtteil an unseren Standorten die Möglich - keit, sich miteinander auszutauschen. Die Kinder können bereits erste Kontakte zu gleichaltrigen Kindern knüpfen. Erziehungsberatung Wir bieten eine niederschwellige Beratung in unseren Elterncafés an. Durch die Vereinbarung von Einzelgesprächsterminen durch unsere qualifizierten Hausleitungen unterstützen wir Eltern auch in schwierigen Lebenslagen. Kurse und Aktionen Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikali - sche Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kur- se, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen Anbietern zusammen. Service 32 Übernahme von Trägerschaften Soll Ihre KiTa eine Stepke-KiTa werden? Dann sind wir Ihr Ansprechpartner! Als erfahrener Träger sind wir an der Übernahme von KiTas interessiert und sind für Sie ein verlässlicher Partner im gesamten Übergabeprozess: Wir stellen sicher, dass bei einer Trägerübernahme die Interessen des ehemaligen Trägers, aber auch die Inter- essen von Eltern, Kindern und Mitarbeitern stets berücksichtigt werden und der Übergang für alle Beteiligten eine positive Erfahrung darstellt. Durch eine kompetente Unterstützung in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Pädagogik gehen wir auf die Ängste und Sorgen von Eltern und Mitarbeitern, die ein Trägerwechsel mit sich bringt, ein und schaffen Vertrauen für die Zukunft. Familien und Kinder sollen die Betreuung erhalten, die sie gewohnt sind und zu Recht erwarten dürfen. Unser erprobter Prozess der Übernahme der Trägerschaft macht es Einrichtungen leichter, eine Entscheidung zu fällen, mit der sich alle wohlfühlen. Kontaktieren Sie uns noch heute und fordern Sie Ihr unverbindliches Angebot an! Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikalische Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kurse, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen Anbietern zusammen. Für Träger 33 34 Stepke-Betriebs-KiTas Im Zeitalter zunehmender Arbeitsbelastungen und sich verändernder Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern steigen die Anforderun - gen an die Kinderbetreuung. Junge Familien möchten Familie und Beruf in Einklang bringen; und Sie als Unternehmen können hier Unterstützung leisten und von einem eigenen Betreuungsangebot enorm profitieren. Denn: Eine Betriebs-KiTa erhöht nicht nur Ihre Attraktivität als Arbeitge - ber, sondern führt nachweislich zu weniger Fehlzeiten, geringeren Personal- und Betriebskosten und entspann- teren sowie motivierteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Stepke begleitet Firmen und Organisationen professionell und zielorientiert bei der Entwicklung und Realisie - rung individueller Betreuungslösungen. Wir suchen die für Ihr Unternehmen wirtschaftlich sichere Lösung und stehen Ihnen mit festen Ansprechpartnern mit professionellem Know-how in jeder Projektphase zur Seite. So wird die Kinderbetreuung zum Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Termin mit uns und wir besprechen die optimale KiTa-Lösung für Sie. Weitere Informationen finden Sie online unter www.stepke-bekita.de. Fordern Sie auch unsere Broschüre zum Thema Stepke-Betriebs-KiTas an. Für Unternehmen 35 36 KiTas als Wett- bewerbsfaktor Kinder- und Familienfreundlichkeit sind entscheidende Faktoren im Wettbewerb um Einwohner. Wo sich Kinderbetreuungseinrichtun - gen an die Bedürfnisse von Kindern anpassen und den hohen Qualitäts- ansprüchen der Eltern entsprechen, lassen sich gerade junge Familien gerne nieder. In Zeiten knapper Ressourcen ist es daher umso wichtiger, keine Einschnitte bei der Kinderbetreuung vorzunehmen, sondern gezielt in erfolgversprechende Projekte zu investieren, die Kind und Beruf eltern- freundlich realisieren lassen. So fördern Sie eine positive demografische Entwicklung. Unsere Stepke-KiTas arbeiten kunden- und mitarbeiterorientiert, ohne dabei betriebswirtschaftliche Aspekte aus den Augen zu verlieren. Wir bereichern mit unserer Qualität die Trägervielfalt in den Städten. Wir arbeiten innovativ, schnell und unürokratisch mit allen beteiligten Ämtern zusammen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz schnell und angemessen zu realisieren. Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen individuelle Betreuungslösun- gen, die auf unserer Basis-Konzeption aufbauen und passgenau an den Bedingungen des jeweiligen Standortes ausgerichtet sind. Für Kommunen 37 38 Ein ganz besonderes Angebot Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung erfahren, haben wir ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken unsere KiTas „on Tour“ zu Flüchtlingsunterkünften – innovativ und unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden. Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Flüchtlingsunterkünften im Einsatz und bieten den Kindern ein Programm mit Herz: In amerikanischen Schulbussen finden sie an fünf Tagen in der Woche Spiel- und Lernmaterialien sowie abwechslungsreiche Aktivitäten, die von unseren Pädagoginnen und Pädagogen geleitet werden. Die Kinder tauchen in die deutsche Sprache ein und haben die Möglichkeit, sich mit vielfältigen Angeboten zu beschäftigen. Im nahen Lebensraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die oftmals schrecklichen Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. Das Projekt ist an Unterkünften in Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet, unterstützt die Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen. So gelingt die soziale und sprachliche Integration direkt am Ort! Mobile KiTas 39 40 STEPKE AkademieAS Für Wissenshungrige Wir legen großen Wert auf die fachliche Qualifikation und Fortbil- dung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb haben wir als ständige Weiterbildungsmaßnah- me die Stepke Akademie ins Leben gerufen. Regelmäßig können sich interne und externepädagogische Fachkräfte in praxisnahen Workshops gezielt und themenorientiert neues Wissen aneignen – immer nach dem neuesten Stand aus Forschung und Praxis. Alle Dozenten und Workshopleiter verfügen über eine langjährige Erfah- rung in ihrem Arbeitsfeld und sind seit mehreren Jahren unsere Bildungs- partner und Berater. Die Stepke Akademie ist für unsere Mitarbeiter kostenfrei. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Träger erheben wir eine Teilnahmegebühr. Stepke-Mitarbeiter können sich zudem einrichtungsübergreifend in extra für ihren pädagogischen Schwerpunkt eingerichteten Qualitätszirkeln austauschen, die stets von unseren Fachberaterinnen praxisnah begleitet werden. Weitere Informationen unter: www.stepke-kitas.de/stepke-akademie Stepke Akademie 41 42 Unsere Standorte Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Nordrhein-Wes� alen KiTa Löwenherz – Köln-Ostheim KiTa Matschpiraten – Köln-Roggendorf KiTa Niehler Pänz – Köln-Niehl KiTa Walnussweg – Köln-Merheim KiTa Wichtelstadt – Köln-Nippes KiTa Samoastraße – Wuppertal-Langerfeld KiTa Tal-Strolche – Wuppertal-Barmen KiTa Zaunkönige – Wuppertal-Vohwinkel Berlin/Brandenburg KiTa Am Mauerpark – Berlin-Mitt e KiTa HannaLegoranTo – Werder an der Havel KiTa Tannenzapfen – Zeesen Weitere Standorte sind deutschlandweit in Planung. stepke-kitas.de/standorte stepke-kitas.de/standorte/kita-standorte-in-planung/ 43 Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Impressum Herausgeber Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Tel.: 030-420 259 29 info@stepke-kitas.de www.stepke-kitas.de Stand April 2017 Text und Redakti on Petra Karl, Frauke Schitt ek, Sabine Schollas Gestaltung und Produkti on Christi na Delikoura, Sabine Schollas Bildnachweis Titel: Wojciech Gajda/fotolia.com S. 3: silviebliss/pixabay.com S. 4: Petro Feketa/fotolia.com S. 6: Pexels, isakarakus, mcconnmama, amyelizabethquinn, paologhedin/pixabay.com Brian A. Jackson/shutt erstock.com Trinity Kubassek/pexels.com S. 8: w8lift ed/pixabay.com S. 10: dagon/pixabay.com S. 12: Antony_Wegener/pixabay.com S. 16: Unsplash/pixabay.com S. 22: Sergey Novikov/shutt erstock.com S. 24: Sergiy Bykhunenko/fotolia.com S. 27: Thommy Wong/piqs.de S. 28: omgimages/istockphotos.com S. 29: Alex77UK/pixabay.com S. 30: hadesdaiphat/pixabay.com S. 33: Pezibear/pixabay.com S. 35: Oksana Kuzmina/fotolia.com S. 37: Pexels/pixabay.com S. 41: Rawpixel/istockphoto.com Stepke ist Teil der AcadeMedia Gruppe 44 Richtig gute KiTa. Johannes Nagel Geschäftsführer j.nagel@stepke-kitas.de Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung f.schittek@stepke-kitas.de Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer k.berlin@stepke-kitas.de Kontakt Haben Sie Interesse an unserer Arbeit oder Fragen? Wir stehen gerne für ein persönliches Gespräch bereit.
17 Konzept Kleine Riesen
86689 Zeichen
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
für die Kindertagesstätte in Münster, Meyerbeerstraße
|
N
Pädagogisches Konzept
Kindertagestätte Little Giants
Meyerbeerstraße in Mecklenbeck
TRÄGER:
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen am Neckar
Tel: . (0711) 35 1164-0
Fax: (0711) 35 1164 -17
E-Mail: info@tittlegiants,de
Internet: www.littlegiants.de
2.
3.
4.
u
g m Träger.
1.1. - Kontaktinformationen / Rechtsform .u.anarisunenessnerennsensansensensennansensnnennensantennanenstnnnrensnn tan 5
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld...uessssessensenesnnenenensnnenenensenennennnennsnsennenensnannannennn 5
Organisation und Verwaltung ...uueesenssenenennnnnnsnnernnnennnonnnenersenennsnrsennnenenenannannennonnennannnenrannntnnnenennan 6:1
Angaben zur Trägerkonzeption
3.1. Leitbild ....
3.2. Werte .nnesnsneesesnennonnensenanssenssnsnsesnennnesennensnenennensnsnrannenennsannrannenensrannssnsnenssasnnnensnsntsnssennssentisenenssssninen 6
Pädagogisches Konzept......unsnesesesnenesnsesnsnensnsnsnenennenennonssnonensensnnonsnennnnsnnnnnsensnsnnnnnsonsnnnnannsnssnsnaensnnannaen 7
4.1. Zielsetzung ..uenesesennenennensnnernnnenenennansnsnnsensnnensntnssnnannensnennnenensnnnnensnanssnnnanennnsnssnnensnssnsnnensnsessennansensenn 7
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag .....uesessenesensnenaensnenenenenenannenenonenannonenaenssnensensannensnene 7
4.3. Grundsätze
4.4. Philosophie .uereensnssennennenenennnennununnsananantusananontnsnonsnsnsasensnensnensnsusssnsasensnssnssannnennassennennsesssnsnsansensanenn 9
4.5. Eingewöhnung ....uneenseneneenessensssnsenestenssennstennersnnenassenussenssenssssnsenssinssssnsssssssssessessensenssensssessnssansene 11
4.6 “ Partizipation der Kinder... Tnnuneneeserenssunsensesenessensnnnassnnsensersnannnseesaessansonssssanstanennnnne 13
4.7. Pädagogik nach Altersgruppen ........ jesansnennensnnensensntensnsensnsenssensssensnsensnssenssensansensessnenssnnstnenennenen 13
2-24 Monate
24-36 Monate Keeneenneenteetsteteneennnnennesesssestsretessssenteennsennnennssestesseneetensnsnenensensteserssensnsseesseserneene
Kindergarten & .Vorschule...uussssssesesennenenensenennenennenonnenennenonnannuensnannenensnnennensnnnnnunnnennsensansosrenenana 15
Pädagogische Angebote...uuuussssesesnensensnanensnsasansnrnansusunnsansnnnsnsarnentusnsnsnnsenensssnensasnssasnsnsntnnnrasnsnsnene 17
Integration und interkulturelle Orientierung .....uessesenensnenenersesssnnnsansornensannnsunnuonsnenanenennansarantensanae 17
5.1. Grundsätzliches......nerssnenreseneonsuennsennananannennensnnanennenunnanennensnnnnsnsnenennensnnsännensennentnsesnsurssnsasnenn 18
5.2. Integration
5.3. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik .....eusseeelensesssenensnsnsenensnenentnennnensnenenesenssunnannanen 18
5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten.......useeossasnsesennannsnsenntnenenansenennunnsanenenensnnnssnnenennnsrer 18
5,5 Genderthematik.....nuesenenessensnsnsnnsnsnenenensnsnsasesnenenennanensannnsnssssnnnenensnnsnenssensnesnnnenenssnsnessrnassnonnanenn 19
B Familienorientierung und Elternbeteiligung......usessssnssnsnenssunennensnenunnorunnonsssnennennnonnansnnnnnnannannnn 20
6.1 Elterngespräche
6.2 Elternbefragung .
6.3 Elternbeirat ..usssessssenssnsssursusssenssuurssnsensssuosnassnesssnearsunsnassusassneorsnosensenonsonernsannonnenuensseossuenssessannen
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt
Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) «nesmenenssensennsensssesennennensennessnnnssnsennennannesnne 21
7.
9. Qualitätsmanagement ...ueeensnsnsnnesesnonnenennsnsnannesusnenannnunsannenensnnsnsnenanunssnensnenenonnsnosnosnennuonmennnnnnorenmennanı 22
9.1. Dokumentation
9.2. Eiternbefragung
9.3. PersonalAusstattunß..eueessnnnanesenennnnnnnssneneneenmnnnanneennnunenenanenennenennnsensnnennnntennaennanian nn! er 23
9.4. Hygieneplan .....n.nnnsssseeennnsssennnssenennunsssssnnnnsseesennnesessnnnnnesnnannaneasnunnnesennnnennunnnnnennnnnenanlanmnannnennne 23
9.5. Qualitätsmanagementhandbuch
9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma - DMAIC) .aueenensesenenenenennnenennenonnnennnnennnnnnnennnnnenenanannnnn 23
9.7. Qualitätszirkel ....nunnresesensssuenennenensunnnensnnnnenennnnurunnnennnannnnnansnnnsnsnsssasassnsantnsnensennasnnannusssenunasennnsnnn 24
9.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIll, 8a....eusesmnenensnennsusunananensnsnnenennnansunnannnsnensannsnensnensannsnnenen 24
9.9. Fachberatung ...aunenennensensernnnnnnnnnennonnnenennenennnontonentnnnennensnnnnnnnontnnrsontnnnontnsannnnsanensnnnanransnnnnnnnen 24
9.10. Pädagogische Tage
9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen....usssnssesnssessensensneneensnesnsnenensnenennensennnenenennenssennennn 25
9.12. Leitungskonferenzen ......unnenessnnusesnnnnnsunnsnannansnensonunnsunnsontsnenanansnsanssenanonssssensnessnuonsssossnsannanenn 25
9.13. Beschwerdemanagement i. $. d. 845 Abs. 2 Nr. 3 SGB VI .neeesesenenennennensenonnnonnnonnenonnenennanann 25
9.14. Beschwerdemanagement.....enssssansansnenennansnnurunnanassrsenrnenrenenensnssasuansannnnanntnnntnensnentntnsnsanensnen 25
10. Ernährung «nenseensensennennsennnnenenneonenunsensnnenensnensennenensnnnnenenunnunsansensennsssansnassnäenssssenssensenusnsenssasenssenennennen 26
11. Personalmanagement...
"iin, Personalgewinnung Mensesennentssunssssesannsssenannesssasanenssnanssesennnssessnnnnnsssnnnlsessenssssnnensssnsssssnnssssnnnnnen 26
11.2. Mitarbeiterentwicklung .eeensnseseneensenenenensssnsnsanssenenenensnsnsnnensnsunnononnenensnenansnensonnnsnnuensnsennensn na 26
12. Finanzmanagement ...u.usessesenursennenunnenenuensnonnsnoronnnsnnensnnsnsnonnononnsnnnenssoonennonnannansnsnssssnssessessssstsssnnstsnn 27
13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. 8 8a SGB VIH....enensensesnnennennnennenennnnnennenensnnensnnenne 28
Anlage 1: Ernährungskreis ...
Anlage 2: Hygiene Plan .uessesesnsnessensesusnenenannsnnnonsnnnsnnnnnanenunnennnanennenennnsnnnnntnenenensentnessnnanensnsnsessensnnensenenen 29
Hygiene im Sanitärbereich....uneseensssssenenssennenenansennensnonnonneenennnnnnononnnnnnnnnssenentsssnenennenensensnensensensnenene 29
Trinkwasserhygiene ...uucsneneensusnnsnnnessenssonnauannenannnnnsssnnsnsnsnunsunnnennnenenennenennanssnnnnnsnssenassssssessesessesessnanen 30
Erste Hilfe...enesesesressensesennensnsnenenennnannensnensnnnnenensnensnnunnuenanrnansurassssnensannssnsnensnsnennenensonssnnsrasnnannensnsenenen 30
Küche ..uueseresensassnnnsessenenonanssssssnenennsasnnessenennususnannonanennorennesnennureranurununnsnansnsersesesasnsonsnssssensnsssenssnsnssnen 31
Handhygiene...
Flächenreinigung und Desinfektion ......eseesssnensnesnnsnennensunnanenonanenennsnsunnennnesenansennnennosannonenannnnnananne 32
Außenanlagen ...unsesnsenessonsenennnanennnensnensunsnananeunanennnenensusssansstnenensusnsnninsansennnentnnnentennnnsnnannnsonontanasnsnsann 32
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen ...uunenssseninsnnenennnnnennnenennnensennnenannennenenanane 32
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1.1. . KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM
Kontaktdaten: -
2 Esslinger Straße 69
73732 Esslingen
Geschä EEE Jelena Wahler, Peter Wahler
1.2. UNTERNEHMENSGEGENSTAND /.GSESCHÄFTSFELD
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.
Träger
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Einrichtung
Pädagogische Richtlinien...
j Pädagogik : ;
. richtungen...
Kinderschutz
Buchhaltung 5
Finanzen
nl Jahresabschluss
Controlling
Bu Be Budgetierung
Personalmanagement . Br 3 ERERZ Bewerbermanagement
: Lohnbuchhaltung:
‚Fortbildung.
3 :. 360°-Feedback
Abschluss von Rahmenverträgen
Kreditorenbuchhaltung Debito-
renbuchhaltung
" Vertragsgestaltung
Elternbefragungen -.
„Richtlinien zur Elternarbeit -
‚Richtlinien zur Eingewölhnung
Beschaffung 5
Eiternarbeit
Budgetierung
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern on
‚Qualität, andbuch.
Investitionen
Qualitätsm
_Beschwerdemanagment
Wissensaustausch zwischen Ein: Rn
-Frühkindliche Bildung (Pla-. :
„nung und Durchführung =
‚von Angeboten):
" "Dokumentation.
Weitersch reibung Ko Konzep-
tion
Kinderkonferenzen
Kassenbuch
Einkäufe
Bewerbungsgespräche .
Beteiligung an Personalent- =
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: Reflexionsgespräche.
Beteiligung an Fortbil-
dungsentscheidungen :
Bedarfsmeldung
Beschaffung und Bestel-
lung
-Elterngespräche .
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gungen
Eiternabende:und Feste
E Erziehungs- “und Bildungs- :
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Individuelle Eingewöhnung
Bedarfserhebung und -
meldung
Qualitätszirkel
‚Pädagogische Tage .
Beschwerden bearbeiten.
und Arbeitskreise.bilden ..:...
| Kapitet: Allgemeine Angaben zum Träger
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|
3.1. LEITBILD
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendam und der Politik steht, um mit jeder neuen
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen.
3.2. WERTE
INDIVIDUALITÄT: Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants
fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und ihrer Persön-
lichkeit.
INTELLEKTUELLE STIMULATION: Kinder haben einen angeborenen Lern-
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch
in der Gruppe oder geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder
Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so
ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von der Betreuerin lernen können.
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT: Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene,
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht, Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt.
PARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN: Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines
intensiven Austauschs zwischen Betreuerin und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich oder
mündlich über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei
Little Giants ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent-
wicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden.
WÄRME UND ZUWENDUNG: Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen Möglichkeiten jedes Kind einer
Betreuerin zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern ganz individuell während seiner Zeit bei
Little Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD: Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute
Kinderbetreuung gewährleisten können. Little Giants bietet, seinen Mitarbeitern einen sicheren und motivie-
renden Arbeitsplatz, dan den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern
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nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Flexibel reagieren
wir auf die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zu-
gute.
4.1. ZIELSETZUNG
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung “
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben.
4.2. BETREUUNGS-, BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSAUFTRAG
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele
begründet:
® Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle.
« Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprözesse. sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen. j
. Bildung ist der Zusammenhang von Lernen, Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit:
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben.
® Wir bieten. Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl
der Kinder sichergestellt ist.
* Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative.
® Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Kreativität der
Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen.
® Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln.
« Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben.
« Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die
pädagogischen Bezugspersonen fungieren als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis-
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate-
gien zu.entwickeln.
Kapitei: 4. Pädagogisches Konzept
SI
* Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, insbesondere mit allen im
Stadtteil verfügbaren Ressourcen.. .
® Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt Münster.
4.3. GRUNDSÄTZE
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen
folgende vier Prinzipien zugrunde:
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS: Bei den Little
Giants ist jedes Kind einer Gruppe zugeordnet. Das pä-
dagogische Personal in dieser ist für das Kind und da-
mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Betreuer
arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am bes-
ten in gut organisierten Teams funktioniert. Darüber
hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch möglich,
eine hauptverantwortliche Betreuungsperson jedem
Kind und seiner Familie zuzuordnen.
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer Betreuerin hat. Vielmehr ist stets klar,
wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumentiert,
KLEINE GRUPPEN: Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger
das Kind, desto kleiner die Gruppe.
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
‚cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu-
ern.
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG: Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes
nach innigen Beziehungen und Bindung an Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Little Giants größ-
ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste Al-
tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt.
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein.
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an-
derer Kinder abweichen.
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handelns.
Das Littie Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants Konzept. Dadurch
spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res-
pektiert werden.
:!: 4. Pädagogisches Konzept
4.4. PHILOSOPHIE
Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben
sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un-
sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants
werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat-
tet, die im späteren Leben wichtig sind.
EIN PLATZ FÜR KINDER: Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha-
ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre
bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.
AKTIVES LERNEN: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie ‘..
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler,
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.
BETREUER SIND MENTOREN: Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eines Teams,
das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte
Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Fin-
den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbst-
vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die
Schule spielerisch vorbereitet.
ANGEMESSENE UMGEBUNG: Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben,
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen. °
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenaktivitä-
ten an, bei’denen-die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in einer
Gruppe zu’ bearbeiten. Sich’in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkeiten, d die
in der’frühesten Kindheit gelernt werden sollten.
DOKUMENTATION: Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants.
Betreuerinnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern in Portfolios. Quartalsweise werden
Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setzten wir in der Regel“ Mondey“, im Ü3 Bereich
„Grenzsteine der Entwicklung“ als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, zweimal
| Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
Kie}
jährlich mit den Eltern besprochen. .
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft
der Betreuerin, den Eitern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh-
zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.
ELTERN SIND PARTNER: Bei Lttle Giants sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie.helfen )
Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu-
hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin,
die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wieder-
gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt.
GRUNDLAGEN: Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick-
lung. Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard
Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen
Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.
Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind:
Kinder lernen aktiv.
Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet.
» Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen.
Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.
» Kinder lernen mit allen Sinnen.
Kinder lernen mit anderen.
» Spielen bedeutet Lernen.
® Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern jedes Kind individuell.
5 Intelligenz hat viele Formen. j .
® Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel
ist.
* Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.
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» Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern E\ |
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen. \ 1
® Die Aufgabe unserer Betreuer ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder bestmög- |
lich unterstützt. i
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD: Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt. |
Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.
» Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte
Herausforderungen bieten.
« Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen
aktivan der Raumgestaltung und Veränderung teil.
Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken. . :
» Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.
‚tet: 4, Pädagogisches Konzept
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Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.
Die Erfahrungen der Kinder und. der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.
Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so-
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den- .. »
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Cen-
ter, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen Sinne
mit Lernstoff „berieselt“ werden.
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS
* _\Wirund unsere Mitarbeiter sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und Erfahrun-
gen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit.
«® Wirund unsere Mitarbeiter sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwerten un-
serer Gesellschaft.
® Unsere Mitarbeiter sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sichtweise des
Kindes zu setzen.
« Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau-
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus.
® Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung.
« Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen.
4.5. EINGEWÖHNUNG
GRUNDSÄTZLICHES -. re,
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist.
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. _,--
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten,
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d.h. Eltern,
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen
müssen.
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen.
AUFKLÄRUNG DER ELTERN
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert:
».. Ablauf und Dauer der Eingewöhnung
- "Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität
Trennungsstress beim Kind
“Kriterien für einen erfolgreichen Abschlüss bzw. Abbruch der Eingewöhnung
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Kapitel: 4, Pädagogisches Konzept
|
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DER ERSTE TAG
Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das.
Kind ‚die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen
kennenlernt.
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuerin kennenlernen.
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein weiterer Kennenlerntag
notwendig ist, oder ob das Kind’am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll,
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten-
siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern-
teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf.kurzfristig abge-
halt werden kann.
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil,
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuerin
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall
sein, wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. -
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht sukzessive verlängert.
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können.
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuerin und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob : :
e _ dasKind vollständig eingewöhnt ist,
die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte,
oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe
besser abgesehen werden sollte. .
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder — es wechselt aus der
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind,
immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel
!: 4. Pädagogisches Konzept
>
N
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten Über-
gang, geht immer eine Erziehrin mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste,
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern - schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freundliche
Grüßen der Erzieher und Ihrer Zöglinge beschränkt
4.6 PARTIZIPATION DER-KINDER
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch
von zentraler-Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. De
Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen.
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen.
Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche
Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen zu er-
möglichen, sich Ihren Interessen zu widmen.
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz.
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen.
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.
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4.7. PÄDAGOGIK NACH. ALTERSGRUPPEN
2-24 MONATE
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben,
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung'zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen.
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver:
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.
Pr
w
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen, die sie brau-
chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin-
der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild
ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die
sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln:
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer stellen in Kooperation mit den Eltern einen individuellen Betreuungs-
plan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Betreuung bei
Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt.
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu
entwickeln. Unsere Betreuerinnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle. Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort: £
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist.
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß,
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei Little Giants frühzeitig, die Magie von
Büchern und Geschichten zu schätzen.
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind,
Lernerfahrungen zu ermöglichen:
® _ Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben,
ziehen, usw. -
« Sihneseindrücke: Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen,
Geruch, Geschmack und Gewicht.
® Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt
werden, um Probleme zu lösen. . . j
* Sprache und Musik: Unsere Betreuerinnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der
Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.
® Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit
Puppen und Kuscheltieren.
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Betreuerinnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.
Zusätzlich zu klasssichen Vier-, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas „Ideen Boxen“, in
die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können.
2!\ 4. Pädagogisches Konzept
Kanlta
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24-36 MONATE
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine
zunehmend soziale Welt zu erleichtern.
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein, Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent-
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen Betreuer, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Inkonsistenz
akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. .
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem kreativen
Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches
Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden:
Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu
schaffen. Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern.
Typische Lerncenter sind:
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles,
etc.
Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln
sich im.Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, .die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis .
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncenter, die den Kindern in
ihrem Raum gerecht werden. \
Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Pröjek-
tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh-.
rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags der
Kinder.
KINDERGARTEN & VORSCHULE
Im Zentrum unserer Kindergarten- und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädagogische
Angebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen und zu ler-
nen.
Unsere Erzieherinnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematisches und
naturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln das Ler-
numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Lerncenter bie-
ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern
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Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be-
suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem
sanften Übergang.
Typische Lerncenter sind:
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien -
;Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, etc.
Kinder entscheiden selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an.
Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti-
ger'Bestandteil unserer Pädagogik.
Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.
Auf Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere Erzieherinnen ständig neue
Lerncenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente
der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach-
kunde, der Musikalischen- sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und
Projekte integriert.
Was ist im Kindergarten wichtig?
Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ-
ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da-
bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste-
hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad-Wettren-
nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu-
sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten. -
Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule
Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die
Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden
und Spaß haben.
Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die
Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen-
ter Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich eine überschaubare Zeit konzentriert am
Tisch.
In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben
und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert.
Unsere Erzieherinnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise
zusammen mit den Kooperationslehrern Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg-
reich in die Schule starten kann.
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den
Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen
jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor
Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen. .
\apiten 4. Pädagogisches Konzept
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PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE
SPRACHERZIEHUNG: Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts.
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt.
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele.
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, Zuord-
nungen und Reihen.
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN: Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, j
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre
Fähigkeiten.Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und
zu vermitteln wissen.
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc.
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B.
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc.
KUNST- UND MUSIKERZIEHUNG: Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben, Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergartenalter
werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote ergänzt.
Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze auf.
KOCHEN UND ERNÄHRUNG: Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi- . "
scher. Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßig gehen
die Kinder. der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeitern einkaufen. Sei es auf
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden gemeinsam
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht.
Little Giants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbeiatern
unterschiedlicher Herkunft belegt sind.
;5. Integration und interkulturelle Orientierung
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5.1. GRUNDSÄTZLICHES
Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen:
e Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes
Anerkennung von Grund und Menschenrechten j
.Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance
© Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede
5.2. INTEGRATION
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar.
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und
begegnen diesem „Anderssein” mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen.
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SPRACHE
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer-erfolgreichen In-
tegration.’Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen.
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste
(Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert.
5.3. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK z
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt MitarbeiterInnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind.
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.
5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt: Der KiTa
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu. ö ö
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen. Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren KiTas in den
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Kölner Stadtteilen Gremberghoven und Ostheim. Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in unmittel-
barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete.
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv
ist, für. solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um Mitarbeitern die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung von
Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkita in Köln, die auch als.
Schulungszentrum dient.
Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziellen auf
das Erlernen von.Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten. Stets gehen unsere Mitarbeitef‘
individuell auf das Kind’ ein,.um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden.
5.5 GENDERTHEMATIK
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick-
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln.
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags.
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen:
1. Multiprofessionei (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und“
Master und Diplom - Absolventen)
2.. -Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und
‚übernehmen, Sprachkurse vor und nach der Anerkennung)
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie-Entwicklung entsprechende
Altersmischung innerhalb des Teams
5. Menschen mit und ohne Behinderung
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015)
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann.
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder,
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeitenin
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schön jetzt, im Kita -Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-.
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander verknüpft.
Kapitel! 5. Integration und interkulturelle Orientierung
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Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes {und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses. setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidungs-)
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei-
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können.
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle
einzubeziehen.
6.1 Elterngespräche
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Little Giants Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes
sucht mindestens zweimal im Jahr ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah-
men, durchzusprechen.
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal-zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle
zu vermitteln.
6.2 Elternbefragung
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine EI-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:
» Öffnungszeiten
® Zufriedenheit des Kindes
» Pädagogische Aktivitäten
® Ernährung
» _ Kundenfreundlichkeit
» Ausstattung
6.3, Elternbeirat
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turrius demo-
kratisch gewählt.
Die Aufgaben des Elternbeirates sind:
® _ Vertreten der Eiterninteressen
s _ Vorschlags- und Beschwerdemanagement
® _ Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen.
® Organisation von Festen
» Spendenaktionen
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6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit.
Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elernhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere
Lösung weiß. Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-:: -
nen oder'als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine'heraus- *
findet - es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.
Hier sind dann die Erzieher gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch des ge-
waltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer Weise
zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens einer
anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konsequen-
zen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegenwirken —
man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Projekte zu-
weisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell wer-
den unsere Mitarbeiter im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, Schulungen
und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben müssen. Ge-
meinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten herauszufinden,
danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipiell wir die
Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den Eltern hinzu-
gezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von Psychologen ge-
holt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pesonal und der
konsequente Umgang mit Gewalt gehört.
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Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisatio-
nen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft ünd
Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an.
Konkret werden wir eine Kooperation mit den Grundschulen, insbesondere mit der Hermannschule, an die an-
grenzend duch eine unserer Kindertagesstätten liegt, mit der Peter-Wust-Schule, bei der wir uns an den tollen
Projekten, wie zum Beispiel dem Zirkusprojekt, beteiligen können oder der Grundschule Loevelingloh suchen.
Eventuell können wir eine Kooperation mit der Montessorischule Münster aufbauen, da hier der Übergang für
die Grundschüler besonders sanft erfolgt. Im letzten Kindergartenjahr werden die Kinder die Räumlichkeiten
der Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teilnehmen
und parallel durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen.
Auch nutzen wir die Sportmöglichkeiten des Stadtteils, hier ist eine Kooperation mit der Kampfkunstschule
Münster und anderen Sportvereinen geplant. Natürlich werden wir die Reitschule Hippo Fun zu einem regelmä-
Bigen Ausflugsziel machen. Nicht zuletzt werden wir nach Möglichkeiten suchen, mit dem DJK Mecklenbeck
1956 eine Zusammenarbeit aufzubauen. Auch die im Stadtteil verstreuten kleinen Grünflächen bieten viele
Möglichkeiten zum Entdecken.
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Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung}
Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit professionellen
Unterricht zu genießen - hier planen wir insbesondere die Musikschule Albachten anzusprechen. Den beiden
Kirchengemeinden würden wir im Rahmen von Ausflügen immer wieder einen Besuch abstatten. Sofern Kinder
vom Elternhaus aus die Einrichtungen kennen, dürfen sie dann ihren Freunden von den Erfahrungen erzählen.
Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstäten an der Hermann-
schule und in Willingrott 49a, aber auch mit den nahegelegenen Einrichtungen Kotenkotten, Kath. Tagesein-
richtung für Kinder und Familienzentrum, dem Städtischen Kindergarten in der alten Schule, dem Kinderhof
und anderen Kitas in der Umgebung an.
Auch versuchen wir immer mit ausgesuchten Unternehmen Kooperationen aufzubauen. Hier würden sich die
Medi-Tech GmbH und die Hansa Flex AG aufgrund er räumlichen Nähe besonders anbieten, dennoch würden
wir gerne zusätzlich auch kleinere Unternehmen im Stadtteil, wie zum Beispiel die Mobile Zweiradwerkstätt
oder die Schreinerei Rainer Beddendieck, Beratungsfirmen, Läden mit ins Boot zu holen.
Da Little Giants flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch in der Meyer-
beerstraße nicht nur flexible, sondern auch lange Öffnungszeiten anbieten. Eine Übermittagbetreuung,
Blocköffnungszeiten und Extrazeit bei Bedarf, sind uns wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht da- £
runter leidet. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in.allen
unseren Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den
Nachmittgasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen
genießen die Möglichkeit, die Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit
den Kindern zu entdecken.
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen
auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen. Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber
auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte angenom-
men. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf ein.
Die Konzeption ist das Konzept in die Praxis umgesetzt.
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9.1: DOKUMENTATION
TAGESBERICHTE
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende Punkte
informiert werden:
» Laune des Kindes
» Mahlzeiten
s _ Windelwechsel und Stuhlgang
» Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe
# Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.
ENTWICKLUNGSPROFILE
Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von „ Mondey“ und „Grenzsteine der Entwicklung“ für jedes Kind quar-
talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompe-
tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen.
::9. Qualitätsmanagement
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9.2. ELTERNBEFRAGUNG.
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine EI-
ternbefragung durch.:Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:
» Öffnungszeiten
» Pädagogische Aktivitäten
Ernährung
Kundenfreundlichkeit
9.3. PERSONALAUSSTATTUNG
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden
unsere Erzieher durch Praktikanten, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlastet, sondern
es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten Abschlüssen,
Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams merken sehr
schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergänzen, gemein-
sam viel stärker als die Summe der Individuen sind.
9.4. HYGIENEPLAN
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3.
9.5. QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats Qualitäts-
managementhandbuch dokumentiert.
9.6. QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6-SIGMA-= DMAIC)
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.).
aitel: 9. Qualitätsmanagement
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Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind.
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus:
- prägung der Merkmale des Prozesses.
Analysieren . Ursachen für Abweichung von den definierten |
: Leistungszielen identifizieren.
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase
identifizierten und ausgewählten Probleme
gefunden werden.
Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag.
9.7. QUALITÄTSZIRKEL
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere Mitarbeiter in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel'setzen die gefunden Lö-
sungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor. u
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene.
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit
mit Rat und Tat zur Verfügung.
9.8. INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, SA
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erziehern, Eltner und Kindern auch die Einschaltung von anderen Be-
ratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12.
9.9. FACHBERATUNG
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir MitarbeiterInnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzufüh-
ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zuständig
ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, zum Bei-
spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet.
9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für
j
j
sieh 9. Qualitätsmanagement
- Fortschreibung der Konzeption;
- Jahresplanung;
- - Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel;
- Teambuildingmaßnahmen
- Gruppenschulungen
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume
9.11. KENNENLERNEN: VON ANDEREN EINRICHTUNGEN
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine andere Kin-
dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations-Trägers.
9.12. LEITUNGSKONFERENZEN
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little-Giants-Leitungen einer Region zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen.
9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT 1. $. D..8.45 ABS. 2 NR. 3 SGB Vill
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6-mal im Jahr Kinderkonferenzen abge-
halten. Unsere Mitarbeiter sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich festzuhal-
ten, sodass diese in dem Zusammenhang von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können.
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis.
Sollten Kinder ein-Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson
regelmäßig’ans Herz gelegt.
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten,
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.
9,14. BESCHWERDEMANAGEMENT...
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde
können pädagogische Mitarbeiter auf Gruppen-
bzw. Leitungsebene oder der Träger sein.
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden.
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter stets sach-
lich, emotional zurückhaltend und lösungsorien-
tiert sein.
Dokumentation /.Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich
sein, so wird im Team das Problem analysiert und
#9. Qualitätsmanagement
25
nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung sr
zu dokumentieren.
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis
. zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit
von zwei Wochen abzuarbeiten.-Die Rückmeldung
an die Eitern kann sowohl schriftlich als auch
mündlich erfolgen.
Einbindung des Trägers / von externen Bera- Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
tungsstellen lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal-
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung
gemeinsam beschlossen und eingeleitet.
Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die
Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt.
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:
ix «Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich
aus der Region. .
® Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).
® Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.
» Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen.
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
ter als unsere wichtigste Ressource an. (
11.1. PERSONALGEWINNUNG
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden
an die jeweilige Kita weitergeleitet.
In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesstättenlei-
tung entschieden, welche Bewerber!nnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden.
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen.
11.2..MITARBEITERENTWICKLUNG
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.
:10. Ernährung
WEITERBILDUNG
ug
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an die
Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam mit der Mitarbeiterin bespricht
die Leitung welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiterin hat und welche Notwendigkeit das Unternehmen
sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden.
REFLEXIONSGESPRÄCHE
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll.
DIVERSITÄT. . -
Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl die
Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert.
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeitern in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir flexi-
bei auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf.
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeitern stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), werden
für alle Standorte zentralisiert ausgeübt.
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente:
« Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung
® _ Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung
®e _ Controlling-System
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.
\| Kapitel! 12. Finanzmanagement
SCHULUNG
» Die Leitung der Einrichtung ist
bezüglich der Thematik zu schulen.
® Das Wissen ist durch jährliche
Schulungen an die anderen
Mitarbeiter weiterzugeben.
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)
# Körperliche und seelische Gewalt
» Emotionale und körperlich-
gesundheitliche Vernachlässigung
« Sexueller Missbrauch
“ _ Versagung entscheidender existenzi-
eller Entwicklungschancen
INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.
Erkennen
Gefährdungsrisiko
Y
Dokumentation
Gefährdungsrisiko
Information
erfahrene
Fachkraft
(Leitung)
Risiko
ausgräumt,
Nein
v
Dokumentation
Gespräch
Hilfe- und
Beratungsplan
Dokumentation
der Schritte
Dokumentation
Gespräch mit
Erziehungs-
berechtigten
Nein
Hinwirken auf
Inanspruchnahme
von Hilfen
erfolgreich
Dokumentation
Jugendamt
informieren
Nein
ei: 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. $ 83 SGB VII
28
en,
ij
Streich- und
Kochfette Lebensmittel, die
viel Stärke
enthalten, wie
Getreideprodukte
und Kartoffeln
Fleisch, Wurst und
Fisch
Milch und
Milchprodukte
Gemüse und
Hülsenfrüchte
Obst
Bu
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen
sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam - sie sind gesund.
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH
SANITÄRAUSSTATTUNG
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die
Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö-
sung zu versehen.
WARTUNG UND PFLEGE
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle
und Pflege wird dokumentiert.
WICKELBEREICHE
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter haben
nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine Ver-
fahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.
m
Äte}
Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis
BE- UND ENTLÜFTEN
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden
Zeitnah in Stand gesetzt.
TRINKWASSERHYGIENE _
LEGIONELLENPROPHYLAXE
Bei-Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden.
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt.
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten
Tag benutzt oder alternativ gespült werden.
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverodnugn
jährlich durchgeführt.
ERSTE HILFE
ERSTE-HILFE-INVENTAR
Die ‚Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor:
» Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C”
a Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände
gründlich gewaschen und desinfiziert.
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die
Fläche nochmals desinfizieren.
NOTFALLKONTAKTE
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt: j
Polizei
!; Anlage 2: Hygiene Plan
5
BG
30
v.
Feuerwehr
» Ärztlicher Bereitschaftsdienst
» Giftinformationszentrum
» Kinderarzt
KÜCHE
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des 8 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des $ 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult.
QUALITÄTSSICHERNDE MARNAHMEN UND LEBENSMITTELHYGIENE
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert:
» Messung der Kühlschranktemperatur
s Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch)
° Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan
e Kontrolle auf Schädlinge
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.
HANDHYGIENE
Hände sind wie folgt zu waschen:
. . Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.
B. Vor und Nach:
» Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes
» Verabreichen von Medizin
a Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.
c. Nach:
= _ Windelwechsel
® Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang.
x Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden.
& Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.
© | Berühren von Tieren. .
De Spiel im Sandkasten
„2... Reinigung und Handhabung von Müll
s Berühren von Geld
e _ Handhabung von verschmutztem Geschirr
Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal.
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet.
w
rs
Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend. : -
AUBENANLAGEN
Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Maßnahmen
ferngehalten.
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht.
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich {
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark auflieizen
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet:
®e Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räumen ge-
öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.
® Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä-
den, .heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst zur
Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu’verhindern. °
« Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räumen wäh-
rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. . -. u
® Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind dann
alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausch zu
schaffen.
« Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafalterna-
tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Schlafwa-
che auch für über Dreijährige zu halten.
® Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut.
® Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erinnert
werden sollen, gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste - z.B. halbstündliche - „Trinkrunden“ zu ma-
chen sind. ö
® Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser ein-
geleitet werden.
e Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei
ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem Wasser in
einem Eimer ertrinken können. .
* Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen tra-
gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, ggf. auch
am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im Schatten spielen!
® _Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge-
mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.
: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen
®e Esistimmer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen-
falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für den Auf-
enthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz
vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein sollte, ungeeignet.
® Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden.
« Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tempera-
turen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten
Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung durch abholbe-
rechtigte Personen einzuleiten.
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra-
gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.
Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen
w
[7]
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04 Fröbel
4334 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck an der Meyerbeerstraße Name und Adresse des Trägers: FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH Komödienstraße 18-24 50667 Köln 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e.V. - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im paritätischen Gesamtver- band - Bundesweit tätiger Träger im Bereich der Kinderbetreuung und Hilfen zur Erziehung (ins- gesamt über 150 Kitas in Deutschland, 51 davon in NRW) - Philosophie des Friedrich Fröbels (Kinder verfügen über individuelles Bildungspotential) - Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4,5% Trägeranteil 3. Fachlichkeit/Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Konzeptausrichtung Meyerbeerstraße: Ganzheitlicher pädagogischer Ansatz nach Friedrich Fröbel - Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung - Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-17.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stell fol- gende Merkmale besonders hervor: - Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft/Konfessionen - Einsatz von multikulturellen/multiprofessionellen Teams - Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen - Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Kinder 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Wenn möglich: Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (Beteiligung der Kin- der, Erleben der Essenskultur, Lernen von Essenszubereitung, Anlegen von Gemüse- /Kräuterbeeten) - Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körperlichen/seelischen Entspannung und Ruhe - Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Bewegungskitas 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakteure ist geplant - Kooperation mit GTP und Schule um frühzeitig die Übergange zu gestalten - Aufgrund der Gegebenheiten vor Ort: Schwerpunktkita im MINT Bereich (Mathematik, In- formatik, Naturwissenschaften und Technik) - Ggf. Kooperationen mit Behindertenwerkstätten - Kooperation mit Feuerwehr - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter - Regionale Fachberatung für Münster - Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagogischen Qualitäts- und Informati- onssystem) - Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant - Kinderschutzkonzept liegt vor 3.7. Besondere Merkmale/Eignung 3 - Keine Schließungszeiten in den Ferien - Träger ist nur in der Kindertagesbetreuung tätig - Explizite Bewerbung für zwei Standorte
02 Anlage 1 Auswertungsformulare
51 Zeichen
Anlage 1 Auswertungs- formulare aller Träger
13 20170628-Leitbild_der_FROEBEL-Gruppe
10496 Zeichen
Unternehmensleitbild der FrÖbel-GrUppe „Kompetenz für Kinder“: Mit diesem Leitgedanken be treiben wir als gemeinnütziger, überregionaler Träger Kindergärten, Horte und familienunterstützende Leis tungen. Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von sozialer und kul tureller Herkunft, von besonderem Förderbedarf und vom jeweiligen Geschlecht. editorial 3 die rechte der Kinder sind Fundament unserer ar- beit. schon unser namensgeber Friedrich Fröbel stellte als innovator der pädagogik das Kind als ei- genständiges individuum in den mittelpunkt seiner pädagogischen idee. diesem ideal und dieser tra- dition fühlen wir uns auch in Zukunft verpflichtet. Wir sind ein zuverlässiger partner für eltern und ihre Kinder und gewährleisten eine beziehungsbasierte und liebevolle erziehung und betreuung. Wir legen Wert darauf, menschen zu bilden, um sie darin zu unterstützen, selbstständige, selbstbewusste, vorur - teilsfreie und verantwortungsvolle mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden. Wir unter- stützen Kinder dabei, eigene Wertmaßstäbe zu ent- wickeln. Wir stehen für eine interkulturelle offenheit in unse- ren Kindergärten und horten, um menschen mit vielfältigen kulturellen und sprachlichen lebens- welten an der bildung, erziehung und betreuung zu beteiligen. Wir leben alle Facetten einer inklusiven pädagogik - Verschiedenheit ist unsere normalität. Wir leisten einen aktiven beitrag zu einer chancen- gerechten Gesellschaft, indem wir Kindern aus Familien aller schichten bestmögliche start- und bildungschancen ermöglichen. dies schließt die Unterstützung der eltern und Familien mit ein. die Gemeinschaft unserer Fördermitglieder und ehren- amtlichen Unterstützer ist hierbei eine wesentliche und wertvolle ressource. Wir engagieren uns für die anerkennung der profes- sion von erzieherinnen und erziehern im bereich der aus- und Weiterbildung, insbesondere durch mo - derne Fortbildungsangebote und die Förderung der akademischen Qualifikation in der Frühpäda- gogik - auch dafür steht unser motto „Kompetenz für Kinder“. Wir verstehen uns als partner aller, die für eine bil- dungsgerechte Gesellschaft eintreten. in diesem sinne setzen wir uns gemeinsam mit Verbänden, wissenschaftlichen organisationen, Unternehmen und öffentlichen t rägern für optimale bedingun- gen des aufwachsens von Kindern ein. auf die Ver- einbarkeit von Familie und beruf legen wir großen Wert und schaffen dafür die notwendigen rah- menbedingungen. Wir handeln verantwortungsbewusst vor dem hin- tergrund der Größe und des Wachstums unserer organisation. in diesem bewusstsein wollen wir als innovativer und gesellschaftspolitisch engagierter akteur maßstäbe für eine hohe Qualität in der Frühpädagogik setzen. FrÖbel steht als marke für eine qualitativ hochwer- tige pädagogik. diese wollen wir möglichst vielen Kindern und ihren Familien in deutschland zugäng- lich machen. Wir nehmen als überregionaler träger die herausforderung an, die in deutschland etab- lierten pädagogischen standards international zu verbreiten. FührUnGsleitbild der FrÖbel-GrUppe Führungskräfte bei FrÖbel schaffen durch trans- parentes und klares Führungshandeln ein von Ver- trauen geprägtes arbeitsklima und binden mitar- beiterinnen und mitarbeiter frühzeitig in für sie re- levante Veränderungsprozesse ein. dabei planen, strukturieren und organisieren unsere Führungs- kräfte die arbeitsprozesse so, dass alle mitarbeite- rinnen und mitarbeiter sich mitverantwortlich ein- bringen können. Führungskräfte bei FrÖbel achten darauf, dass in ihren Teams unterschiedliche Qualifikationen und persönlichkeiten vertreten sind. sie legen beson- deren Wert auf heterogene teams, in denen menschen verschiedener Generationen und Kultu- ren, mit verschiedenen ausbildungen und fach- lichen hintergründen sowie unterschiedlichen Geschlechts zusammen arbeiten. Führungskräfte bei FrÖbel bilden damit die Grundlage für einen vorurteilsbewussten Umgang miteinander und für eine inklusive pädagogik. Führungskräfte bei F rÖbel erfüllen ihren a uftrag, gezielt mitarbeiterinnen und mitarbeiter auszuwäh- len, die sich mit leidenschaft für Kinder engagie- ren, die deren entwicklung planen und fördern und sich für eine hohe Qualität in der Kindertagesbe- treuung einsetzen. Führungskräfte bei FrÖbel ge- ben als qualifizierte Leitungspersonen fachliche orientierung und impulse für die Weiterentwick- lung ihrer teams. Führen bedeutet, offen zu kommunizieren, eigen- verantwortlich zu entscheiden und unternehme- risch zu handeln. Darüber hinaus reflektieren Füh- rungskräfte bei FrÖbel ihr handeln und setzen sich konstruktiv mit eigenen Fehlern und Fehlern ihrer mitarbeiterinnen und mitarbeiter auseinander. Führungskräfte bei FrÖbel begreifen innovative pädagogische Konzepte als herausfordernde ar- beitsfelder und stehen aktuellen bildungsthemen aufgeschlossen gegenüber. sie sind neugierig, ent- wickeln ideen und sind offen für Veränderungen. im sinne eines lebenslangen lernens vertiefen und stärken sie durch regelmäßige Fort- und Weiterbil- dung ihre fachliche Qualifikation und ihre Kompe- tenzen in der personal- und teamentwicklung. Führungskräfte bei FrÖbel engagieren sich für op- timale start- und bildungschancen aller Kinder. sie stehen für eine interkulturelle offenheit und leben das pädagogische leitbild und das Unternehmens- leitbild der FrÖbel-Gruppe. Führungskräfte folgen in ihrem anspruch und ihrem handeln den rechten der Kinder und setzen sich täglich für diese ein. Füh- rungshandeln bei FrÖbel bedeutet, modelle zur Vereinbarkeit von Familie und beruf zu verwirklichen und damit gesellschaftspolitische akzente zu setzen. Führungskräfte bei FrÖbel sind teil einer Gemein- schaft, die offen für Kooperationen mit dritten ist. sie schaffen netzwerke mit und für Familien und kooperieren mit politik, Verbänden und anderen trägern, um ein stabiles Fundament für bildung in unserer Gesellschaft zu schaffen. Führungskräfte bei FrÖbel übernehmen als exper- tinnen und experten Verantwortung und erfüllen ihre Vorbildfunktion für eine hohe Qualität in der institutionellen bildung, erziehung und betreuung von Kindern. Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Eigeninitiative und Engage ment als grundlegende Prinzipien ihres Arbeitens verinnerlicht haben, sind die wichtigste Ressource von FRÖBEL. Alle Führungskräfte bei FRÖBEL tragen die Verantwortung, die dafür notwendigen Bedingungen bereitzustellen. das leitbild gibt es auch zum download unter www.froebel-gruppe.de/leitbild. editorial 4 bei uns sollen Kinder erfahren, was es heißt, eigene rechte zu haben, und erleben, dass diese sowohl für sie selbst als auch für erwachsene verbindliche maßstäbe im Umgang miteinander sind. damit sind für uns wesentliche und täglich wiederkehren- de herausforderungen verbunden: die herausforderung, die Individualität des einzelnen Kindes, seine besonderheiten, seinen Willen und seine rechte im pädagogischen alltag jederzeit zu achten und zu wahren und die Gren- zen des eigenen Verhaltens dabei zu erkennen. die herausforderung, Kinder dabei zu be gleiten, anzuregen und zu unterstützen, ihre eigenen Fragen und Interessen zu verfolgen, um sich so ein bild von sich und der Welt zu machen. die herausforderung, dass alle Kinder an der sozialen Gemeinschaft im Kindergarten teilhaben und die rechte der jeweils anderen Kinder von allen geachtet und respektiert werden. die herausforderung, Kindern gerade im hek- tischen alltag liebevolle und stabile Beziehungen und einen sicheren erfahrungsraum zu bieten. die herausforderung, Kinder in ihrem famili - ären Umfeld wahrzunehmen und Eltern und Fami lien aktiv einzubeziehen und zu beteiligen. die herausforderung, die Qualität unserer Arbeit stets im sinne dieser rechte und der best- möglichen Förderung der Kinder laufend weiterzu entwickeln. die herausforderung, das eigene pädago gische Handeln immer wieder zu hinterfragen und zu reflektieren und uns fortzubilden. pädaGoGisches leitbild der FrÖbel-GrUppe mit diesem leitbild greifen wir diese rechte auf und erweitern und akzentuieren sie für unseren päda- gogischen alltag. Kinder erfahren in unseren ein- richtungen Gemeinschaft und lernen dadurch so- ziales handeln. im miteinander erkennen sie die Grenzen ihrer rechte darin, dass andere men- schen gleichermaßen anzuerkennende und zu re- spektierende rechte haben. Kinder haben das Recht auf Bildung und die Entfaltung ihrer Persönlichkeit. sie haben ein recht auf die Zeit, die sie brauchen, um die Welt zu erfor- schen und ihre eigenen ideen zu verfolgen. Kinder haben das recht, Fragen zu stellen und eigene Antworten zu finden. Kinder haben das Recht, so zu sein, wie sie sind: Junge oder mädchen, schüchtern, mutig, ängstlich, wild, unordentlich, kreativ, mit ihren indi- viduellen Fähigkeiten, ihrer jeweiligen sprache, ih- rer sozialen und kulturellen herkunft und ihrer fami- liären lebensweise. Kinder haben das Recht auf Partizipation. dazu gehört, teil einer sozialen Gemeinschaft zu sein, eigene entscheidungen zu treffen, die mit ih- nen selbst und dem leben in der Gemeinschaft zu tun haben, und den alltag aktiv mitzugestalten. Kinder haben das Recht auf Selbstbestim mung. dazu gehört das recht, eigenen bedürfnis- sen und interessen nachgehen zu können, nein zu sagen und sich zurückzuziehen, wach zu bleiben, wenn sie nicht müde sind, zu essen, wenn sie hung- rig sind und das zu essen, was ihnen schmeckt. Kinder haben das Recht auf eigene Erfah rungen. dies bedeutet auch, zu lernen mit risiken und herausforderungen umzugehen. Kinder haben das Recht auf verlässliche und vertrauensvolle Beziehungen zu erwachsenen, auf Kontakte und Freundschaften mit anderen Kindern und auf gemeinsam vereinbarte regeln, die orien- tierung und sicherheit bieten. Kinder haben das Recht auf kompetentes pädagogisches Personal sowie eine hohe Qualität der pädagogischen arbeit. Kinder sollen in unseren Kindergärten und Horten die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UNKinderrechtskonvention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden. So unterstützen wir Kinder darin, selbstständige, selbstbewusste, vorur teilsfreie und verantwortungsvolle Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden. in Unseren Kinder Gärten U nd horten Füllen W ir die r echte der Kinder tä Glich ne U mit l eben.
15 Anlage 4 Kleine Riesen
57 Zeichen
Anlage 4 Bewerbungs- unterlagen Kleine Riesen
09 Konzeption Mecklenbeck
43809 Zeichen
Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch/B. Gedenk
Pädagogische Konzeption
Arbeiter – Samariter - Bund
Regionalverband Münsterland e.V.
ASB Kindertageseinrichtung
Seite 1 von 20
Vorwort
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung seine zweite
Kindertageseinrichtung im Stadtgebiet Münster.
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsä tze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und
Ausland.
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt in Münster Mecklenbeck Meyerbeerstraße
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach
sozialen Kriterien.
Aufnahmekriterien:
● Kinder aus dem Einzugsgebiet
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● Kinder berufstätiger Eltern
● Geschwisterkinder
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
● in 1 Gruppe Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2)
● in 2 Gruppe Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1)
● in 1 Gruppe Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren betreut (G3)
1.5 Team und Personalstruktur
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverständnis gehört es,
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten
und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und geg enseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team . Ein kollegialer Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber d er gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientiertes Aufeinander -Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung)
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft (Teilzeit)
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
Wir kooperieren eng mit der ASB Kita am Carlo -Schmid-Weg. Auch im Hinblick auf das
pädagogische Personal nutzen wir das Synergiepotential.
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1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:00 Uhr – 16:30 Uhr
Freitag 7:00 Uhr – 15:00 Uhr
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats wird geprüft, ob ein
Bedarf besteht, erweiterte Öffnungszeiten von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr – 20:00 Uhr anzubieten.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) –
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII
Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag an
den Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
Tägliches Mittagessen 70,- €
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block -Buchungszeit mit täglichem
Mittagessen)
2 Tage Mittagessen 30,- €
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(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen)
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freundschaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, t olerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleran z entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen
Netzwerkes
Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einem bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu
gestalten, bedarf es eine r hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
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Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse.
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Ki nder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und
zugemutet.“
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dah in gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale-
gefördert werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre be sondere Begabung
und das Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
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Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaf tliche als auch die kindliche
Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische
Arbeit evaluiert.
3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und
als Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Dur ch
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme
zu finden
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipa tion ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen
Persönlichkeiten, engagierten und kri tischen Bürgern/innen in einer demokratischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B. :
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) ,
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit
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sich und ihre Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre
Anliegen formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur
erleichtert.
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
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D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen.
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren.
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“.
Zudem gibt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgeste llt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstätten alltag. Das Kind entscheidet
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozess e -, je nach seinen Interessen und
Bedürfnissen
was
wann und wie lange
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wo
wie
und mit wem es spielt.
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung v on anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes L ernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der
Ergebnisse.
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AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert.
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene u nd geschlossene AG s, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbau en, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes
Bedürfnis jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
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Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle
spezielle Förderangebote eingeleitet.
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstütze n die Lernprozesse der Kinder und steigern ihre
Bewegungsfreude.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und
Bewegungsspiele f ordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachlich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lerne n, Selbständigkeit, Orientierungs -
und Lernfähigkeit)
Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit
(zuhören, sich mitteilen, die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen
Auffassungen auseinandersetzen)
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Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.)
Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen
anwenden und ggf. verändern)
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 – 6 Jahren.
In der Regel findet die Maxi -Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder
nachmittags) statt.
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind.
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben
somit eine kurze Eingewöhnungsphase.
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotio nale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, V erständnis und eine besondere
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
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Wir achten darauf - wenn möglich - das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
3.13. Interkulturelle Orientierung
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und
fremdländische Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird darauf
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen. Wir bieten eine gesunde,
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit u nd
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderu ngen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.).
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten
und üben ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer
Gruppe als Gemeinschaft essen.
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen,
Lebensmittelkunde usw.) durchgeführt.
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Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen
werden. So wird elementares Erleb en ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern z udem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit a am
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das
Essen täglic h frisch. Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische
Qualität des Essens sicher.
Durch die kurze Entfernung der beiden Kita -Standorte sind die Transportwege sehr kurz, die
frisch zubereiteten Speisen behalten ihre Qualität. Wir können den Kindern Mahlzeiten mit
einem hohen Anteil an regionalen und/oder ökologisch erzeugten Produkten anbieten.
Durch den Syn ergieeffekt der beiden Kitas können Ernährungseinschränkungen einzelner
Kinder gezielt berücksichtigt werden, der Einfluss auf die Qualität ist unmittelbar möglich.
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur
Ruhe kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt.
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen
Perspektive zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Ku schelecke, Schlafraum, Lese - und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die u nterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -,
Konstruktions-, Rollenspiel- und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierten Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
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Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bä lle, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit
anderen Eltern.
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.
Familienzentrumsaktivitäten z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw.
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass den allgemeinen
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten,
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und
Behörden, Kliniken sowie familienentlast enden sozialen Diensten gehören zu unseren
täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
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Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen der
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und er halten ein Bild der Arbeit
und des Einrichtungsprofils.
Im Rahmen dessen werden
Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger
veröffentlicht
Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre
Zusammenarbeit)
Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagement
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragter für das
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
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Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Ein richtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich. Bei
ansteckenden Krankheite n wie z. B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns
informiert. Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.
Mit den Kindern werden allgemeine M aßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen . Alle
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu
verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
Infektionsschutzgesetz
Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7. Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen
zu bewahren
Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu
beheben
Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch g ezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
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Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Ge fahrenquellen im Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen
teil.
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Mitgeltende Unterlagen:
Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
Gewährleistung der Aufsichtspflicht
Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
Seite 19 von 20
8. Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Träger Seite 1
1.1 Allgemeines Leitbild Seite 1
1.2 Lage Seite 1
1.3 Aufnahmekriterien Seite 1
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur Seite 2
1.5 Team und Personalstruktur Seite 2
1.6 Öffnungszeiten Seite 3
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze Seite 3
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern Seite 3
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Seite 4
Arbeiter-Samariter-Bundes
3.1 Fachlichkeit Seite 4
3.2 Selbstverständnis Seite 5
3.3 Partizipation Seite 6
3.3.1 Beschwerdemanagement Seite 6
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen Seite 7
3.5 Regeln Seite 8
3.6 Freispiel Seite 8
3.7 Projekte und AGs Seite 9
3.8 Bildung/ päd. Arbeit Seite 10
3.9 Kommunikation und Sprache Seite 10
3.10 Bewegung Seite 11
3.11 Maxi- Gruppe Seite 11
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme Seite 12
3.13 Interkulturelle Orientierung Seite 13
3.14 Ernährung Seite 13
4. Räume Seite 14
4.1 Raumplan Seite 15
4.2 Außengelände bis Fertigstellung Seite 15
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation Seite 15
5.1 Öffentlichkeitsarbeit Seite 16
6. Qualitätsmanagement Seite 16
Seite 20 von 20
6.1 Hygiene Seite 16
7.0 Prävention und Sicherheit Seite 17
8.0 Inhaltsverzeichnis Seite 19
12 20170530-Rahmenkonzeption_der_FROEBEL-Gruppe
71329 Zeichen
FRÖBEL-Rahmenkonzeption 2., überarbeitete Auflage Impressum Herausgeber: FRÖBEL e.V., Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender), Alexanderstraße 9, 10178 Berlin Redaktion: Jule Marx, Elisa Steinfeldt Autorinnen: Annegret Kieschnick, Jule Marx, Elisa Steinfeldt Beteiligte: Henrike Früchtenicht, Dr. Gudrun Rannacher, Pia Schnadt, Christine Ulbrich Satz und Grafik: LOVETO. Kommunikation, die bewegt. www.loveto.de Druck: Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG Alle verwendeten Fotos sind in FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten entstanden. Copyright FRÖBEL e. V. Oktober 2015, 2., überarbeitete Auflage Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung. Wir wünschen … … allen Kolleginnen und Kollegen viel Freude beim Lesen der zweiten Auflage der FRÖBEL- Rahmenkonzeption und Impulse, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesein - richtungen bei FRÖBEL bereichern. www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Seite 3 Inhalt FRÖBEL ................................................................................................................................................................................................................... 05 Kompetenz für Kinder ........................................................................................................................................................................ 05 Wie wir organisiert sind ...................................................................................................................................................................... 05 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel .................................................................................................................................. 07 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt ..................................................................................................................................... 08 Leitbild und Werte ................................................................................................................................................................................. 09 Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte .................................................................. 09 Was Bildung für uns ist ........................................................................................................................................................................ 11 Beziehung als Prinzip .................................................................................................................................................................... 12 Individualisierung als Prinzip ................................................................................................................................................... 13 Partizipation als Prinzip ............................................................................................................................................................... 13 Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit ............................................................................................ 14 Das pädagogische Profil von FRÖBEL .......................................................................................................................................... 16 Fachlicher Orientierungsrahmen .............................................................................................................................................. 16 FRÖBEL-Standards ................................................................................................................................................................................. 17 FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung ....................................................................................................................... 17 Einrichtungsschwerpunkte ............................................................................................................................................................. 18 Umsetzung des pädagogischen Profils ............................................................................................................................... 19 Gestaltung des pädagogischen Alltags .................................................................................................................................... 20 Übergänge ................................................................................................................................................................................................. 21 Beobachtung und Dokumentation im Dialog ............................................................................................................... 23 Alltagsintegrierte Sprachförderung ........................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit der Grundschule ................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit Familien ..................................................................................................................................................... 25 Leitung und Team ................................................................................................................................................................................. 26 Kinderschutz ............................................................................................................................................................................................... 27 Ehrenamtliche im Alltag ................................................................................................................................................................... 29 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ...................................................................................................................................... 30 Qualität und Qualitätsentwicklung ................................................................................................................................................ 31 Fortbildung und Wissenstransfer ....................................................................................................................................................... 33 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung ........................................................................................................................ 34 Seite 5 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL Kompetenz für Kinder „Kompetenz für Kinder“ bedeutet zum einen, Kindern kompetente Er - wachsene als Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter zur Seite zu stellen. Des Weiteren wird das Ziel von FRÖBEL deutlich, Kindern zu ermöglichen, sich in einem offenen Miteinander zu selbständigen, selbst- bewussten, vorurteilsbewussten und verantwortungsvollen Mitgliedern einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Wir nehmen damit den Auftrag wahr, Orte für Kinder und ihre Familien zu gestalten, in denen sie willkommen sind und im Mittelpunkt stehen. Chancengleichheit Gelebte Chancengleichheit heißt für uns, dass jedes Kind die Möglich - keiten erhält, die eigenen Kompetenzen zu entdecken und zu stärken und dadurch individuelle Potenziale ausbauen kann. Wir sind davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, hohe Qualität in der frühpä- dagogischen Bildung, Erziehung und Betreuung allen Kindern und ihren Familien zu ermöglichen. Wir leben ein inklusives Verständnis von Pädagogik, das auf einer Kultur des wertschätzenden, gleichberechtigten Miteinanders und der Teil- habe aller Kinder und Familien in der Einrichtung basiert und von Teams und Fachkräften im täglichen Handeln umgesetzt und weiterent- wickelt wird. Dazu gehört es, Gemeinsamkeiten ebenso wie Unter- schiede zu erkennen und individuelle Voraussetzungen wahrzunehmen, um das pädagogische Handeln vorurteilsbewusst daran auszurichten. à mehr unter „Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit“ S. 14 Wie wir organisiert sind Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V., anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTISCHEN Gesamtverband. FRÖBEL betreibt Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung in mehreren Bundesländern Deutschlands sowie in Australien, in der Türkei und in Polen. Gegenwärtig werden circa 12.500 Kinder von mehr als 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 145 Einrichtungen betreut. Alle FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind regionalen Ge - schäftsstellen zugeordnet, die von regionalen Geschäftsleitungen Seite 6 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 geführt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dort direkte An - sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in fachlichen und organisatori- schen Fragen der Region. Die fachliche Begleitung der Einrichtung findet durch eine regionale Fachberatung statt. Regionalübergreifende Themen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle in Berlin bearbeitet. Hierzu gehören neben den Verwaltungs- und Organi- sationsbereichen wie Personal, Controlling und Elternbeitragsverwaltung sowie Bau, Softwareentwicklung/IT und Unternehmenskommunikation/ Marketing auch die Fachabteilungen für Pädagogik und Qualitätsent - wicklung, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung, Ehrenamt und Beschwerdemanagement. In regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungs- sowie Fachberatungs - konferenzen werden aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert und Entscheidungen für FRÖBEL getroffen. Die regionale Information und Bearbeitung von Themen erfolgt in monatlichen Leitungskonferenzen zwischen regionaler Geschäftsleitung, Fachberatung und Einrichtungs - leitung. Weitere Informationen zu FRÖBEL, Ansprechpartnerinnen und Ansprech- partnern sowie die einzelnen Standorte finden Sie unter: www.froebel-gruppe.de Seite 7 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852) gilt als Vater des Kinder- gartens und Pionier der Reformpädagogik. Als internationaler Ideen - geber war er Verfechter einer kindgerechten Bildung und Entwicklung. Sein Erziehungsziel war der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“. Er forderte daher für Kinder eine Umgebung, die ihnen Handlungs-, Ge - staltungs- und Entscheidungsspielraum lässt. In dieser Umgebung hielt Friedrich Fröbel eine Erziehung von Körper, Geist und Seele, die alle Stärken des Menschen anregt, weckt und fördert, für das Beste. Friedrich Fröbel gründete Kindergärten, in denen seine Ideen von Erzie - hung umgesetzt wurden. Im Unterschied zu dem Personal der damals bestehenden Bewahranstalten für Kinder beschäftigte Friedrich Fröbel Kindergärtnerinnen, die er nach seinen pädagogischen Vorstellungen ausbildete. Hiermit legte er einen wichtigen Grundstein für die Qualifikati- on pädagogischer Fachkräfte. Das ausgebildete Personal war bereits zu dieser Zeit nicht allein für die Bildung und Erziehung der Kinder verantwort- lich. Vielmehr ging Friedrich Fröbel davon aus, dass die Kindererziehung von Familien und Bildungsinstitutionen gemeinsam gestaltet wird. Die pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL schaffen täglich eine an - regende Umgebung für die Kinder, um den pädagogischen Grundge - danken von Friedrich Fröbel, „freie, denkende, selbsttätige Menschen“ zu erziehen, umzusetzen und eine lebensweltorientierte Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wirksam zu unterstützen. Familien werden aktiv in diese Ausgestaltung eingebunden und haben die Gelegenheit, diese pädagogische Grundorientierung kennenzulernen. So können Familie und Kindertageseinrichtung als zentrale Lebensmittelpunkte von Kindern eine gemeinsame Werteorientierung ausbilden. Seite 8 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt Unsere Krippen, Kindergärten und Horte erstrecken sich über weite Teile der Bundesrepublik, nach Australien, Polen und in die Türkei. Den Rah - men bildet unsere gemeinsame pädagogische Orientierung, die alle Einrichtungen miteinander verbindet und zusammenhält. Diese Gemeinsamkeit ist im FRÖBEL-Leitbild beschrieben und wird in dieser FRÖBEL-Rahmenkonzeption konkretisiert. Hier sind neben Prinzipien des Umgangs und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und deren Familien gemeinsame fachliche Themen beschrieben, die für alle FRÖBEL-Einrich - tungen eine hohe Verbindlichkeit besitzen und dabei unterstützen, den pädagogischen Alltag mit dem Anspruch bester Fachpraxis zu gestalten. Alle FRÖBEL-Einrichtungen sind individuell: schon allein deswegen, weil sie in jeweils unterschiedlich geprägten Umgebungen liegen und weil die Menschen, die sich in den Häusern aufhalten und miteinander agieren, verschieden sind. Jede Krippe, jeder Kindergarten und jeder Hort ver - fügt über eine eigene Einrichtungskonzeption. Die dort beschriebenen Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit werden von den pädagogi - schen Fachkräften zusammen mit der Leitung entwickelt. Dabei finden die Bedürfnisse aller Kinder und ihrer Familien Berücksichtigung. Die Einrichtungskonzeptionen sind darüber hinaus konkret an standortge - bundenen Voraussetzungen und Bedingungen ausgerichtet und werden kontinuierlich geprüft und entsprechend weiterentwickelt. LEITBILD EINRICHTUNGS- KONZEPTION RAHMEN- KONZEPTION Seite 9 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Leitbild und Werte Das Leitbild von FRÖBEL setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leitbild ist das Herzstück der Pädagogik. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten. So unterstützen wir Kinder darin, sich zu Menschen zu entwickeln, die in gemeinsamen Aushandlungspro - zessen ihren Alltag und ihre Umgebung mitgestalten. Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte In FRÖBEL-Einrichtungen ist immer viel los, denn bei uns gestalten alle Akteurinnen und Akteure das Leben in Krippe, Kindergarten und Hort gemeinsam. Kinder Kinder sind die Hauptpersonen in unseren Krippen, Kindergärten und Hor- ten. Sie sind von Natur aus neugierig und haben Lust, sich ihre Umwelt mit all ihren Facetten selbst anzueignen und diese zu gestalten. Sie wollen aktiv sein und sich bewegen und erobern sich Stück für Stück mit allen Sinnen die Welt. Kinder lernen durch eigenes Tätigsein, insbesondere auch im Spiel, indem sie ausprobieren, Erfahrungen sammeln und sich als soziale Wesen im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erleben. Kinder wollen Spaß haben, Freunde finden, spielen und so ihre Bildungsprozesse selbst gestalten. Kinder bringen viele Fähigkeiten mit, brauchen aber andere Kinder und kompetente Erwachsene, die ihnen Anreize bieten, sie bei ihren Entde - ckungen ernst nehmen und ihre Entwicklung begleiten. FRÖBEL-Einrichtungen werden von Kindern unterschiedlichen Alters be - sucht. Die Spannbreite ist dabei sehr groß und kann von acht Wochen bis zu zwölf Jahren reichen. Der individuelle Entwicklungsstand eines jeden Kindes ist handlungsleitend für die pädagogischen Fachkräfte in unseren Einrichtungen. So wird jedes Kind in seinem persönlichen Bildungsprozess angeregt und in seiner Entwicklung dort abgeholt, wo es gerade steht. LEITBILD DER FRÖBEL-GRUPPE Unternehmensleitbild Pädagogisches Leitbild Führungsleitbild Seite 10 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern und Familien Zuhause sind es in der Regel die Eltern und Familien der Kinder, die den Kindern Orientierung in ihrer Entwicklung bieten, ihnen Schutz und Ge - borgenheit geben und Bildungssituationen für sie schaffen. Zu ihnen wird das Kind immer eine besondere Beziehung haben. Aufgabe der päda - gogischen Fachkräfte ist es, diese Beziehung zu stützen und Eltern und Familien an der institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder zu beteiligen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit Familien“, S. 25 Pädagogische Fachkräfte Bei der Teamzusammensetzung achten wir darauf, dass Menschen ver - schiedener Generationen, Kulturen und Ausbildungen sowie unterschied- lichen Geschlechts zusammenarbeiten. Eine respektvolle, empathische und ressourcenorientierte Grundhaltung unserer pädagogischen Fach - kräfte ist selbstverständlicher Bestandteil ihres professionellen Habitus. Das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien. Wo die Rechte von Kindern im Vordergrund stehen, fängt die Verantwortung und Herausfor- derung für die pädagogischen Fachkräfte an. In ihrem pädagogischen Selbstverständnis verstehen sie sich als Begleiterinnen, Gesprächspartner, Beobachterinnen, Lernende, Sicherheitsgeberinnen, Fragensteller und Unterstützerinnen. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten liebevolle und zugewandte Erwachsene, die sich ideenreich und fach - kompetent mit Kindern beschäftigen. Sie sind mit aktuellen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsthemen vertraut, bilden sich stetig fort und suchen den Erfahrungsaustausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. à mehr unter „Fortbildung und Wissenstransfer“, S. 33 Seite 11 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht darauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Um- gebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl das Entwi - ckeln sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten umfasst. Bildungs - prozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an de - nen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Diese Bildungsprozesse vollziehen sich bei Kindern vor allem im Spiel. Wenn Kinder spielen, dann ist das nicht nur Spielerei, sondern vielmehr die Gelegenheit, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu erfahren, mit anderen – Kindern und Erwachsenen – in Kontakt zu treten. Die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte liegt darin, die räum- liche Umgebung und vor allem die Interaktionen so zu gestalten, dass die Kinder vielfältige Erfahrungen machen können. Das Selbst- und Weltverständnis von Kindern entwickelt sich immer auch in einem sozialen Kontext. Indem Kinder ihre Handlungen auf andere Menschen beziehen und ihre eigenen Handlungen bei anderen Reso - nanzen erzeugen, entdecken Kinder Selbstwirksamkeit. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzu - wenden und sich in neuen Situationen und immer wieder anderen Kons- tellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädagogischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu unter- stützen. Seite 12 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 In unseren Krippen, Kindergärten und Horten schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit diese kom- plexen Bildungsprozesse angeregt und begleitet werden. ▲ Beziehung als Prinzip ▲ Individualisierung als Prinzip ▲ Partizipation als Prinzip Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entspre - chend ihrer individuellen Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind dabei bedeutsame Faktoren. ▲ Beziehung als Prinzip Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben dem Kind Sicherheit. Von dieser sicheren Basis aus können Kinder aktiv mit ihrer Umwelt in Kon- takt treten und diese mit all ihren Sinnen erforschen und auch verändern. Deswegen haben Kinder ein Recht auf verlässliche Beziehungen, denn diese bilden die Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwick - lungsprozesse. Durch die Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit unserer pädagogischen Fachkräfte unterstützen wir diesen so bedeu - tenden Beziehungsaufbau. In den ersten Lebensjahren baut das Kind zunächst primäre Bindungen zu den Personen auf, die auf seine körperlichen und psychischen Be - dürfnisse regelmäßig eingehen. Es handelt sich dabei zumeist um die Eltern-Kind-Bindung. Zugleich entwickelt das Kind individuelle Beziehun - gen zu anderen Erwachsenen, die sich in ihrer Intensität von der Bindung zu seinen Hauptbezugspersonen unterscheiden, aber nicht weniger wichtig sind. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es einem Kind, sich in einer sozialen Gemeinschaft zu erleben, die sich vom Zusammenleben in der Familie unterscheidet. Es trifft dort auf Kinder verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen und Herkunftsfamilien, die zum Teil gleiche, aber auch teils andere Vorstellungen und Interessen haben. Gemein - sam mit ihnen Spielideen zu besprechen, Freundschaften zu knüpfen, über die Welt zu philosophieren, aber auch Konflikte zu lösen, fördert die Persönlichkeit eines Kindes und die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern das Erleben trag - fähiger Beziehungen zu ermöglichen. Wir gestalten den Alltag in unseren Krippen, Kindergärten und Horten so, dass Kinder vielfältige Erfahrungen Seite 13 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 machen und sich in unterschiedlichen Beziehungen, Rollen und Formen des sozialen Miteinanders erleben können. ▲ Individualisierung als Prinzip Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- und Lernprozesse berücksichtigt werden. Die pädagogische Arbeit orien - tiert sich deshalb an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist in der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort Teil einer Gemeinschaft. Daraus ergeben sich Möglichkeiten, aber auch Grenzen im Hinblick auf individuelle Vorlieben und Interessen. Nicht immer können die pädagogi - schen Fachkräfte alle Bedürfnisse jedes Kindes erfüllen – entscheidend ist, dass die pädagogischen Fachkräfte diese wahrnehmen und den Kindern signalisieren, dass sie diese grundsätzlich anerkennen. Wenn sie auf die Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt nicht eingehen können, erklären sie die Gründe dafür. Im Sinne einer Individualisierung der pädagogischen Arbeit haben Kinder die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu nutzen und sich für oder gegen eine Gruppenaktivität im Tagesverlauf zu entscheiden. Indem alle pädagogischen Fachkräfte die spezifischen Be- dürfnisse sowie Bildungs- und Entwicklungsthemen der Kinder erkennen, gestalten sie eine Umgebung, die die Individualität und die Bildungspro - zesse eines jeden Kindes in den Mittelpunkt stellt. ▲ Partizipation als Prinzip Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie sind zu Entscheidungen und Urteilen fähig und werden bei uns ermutigt, dies in die Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte und lernen sich selbst, aber auch das Wohl und die Wünsche anderer zu achten. Demokratie wird so schon früh erlebbar, indem Kinder die Gele- genheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten Umwelt auszuprobieren und diese mitzugestalten. Jedes Kind soll die Chance haben, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten in die Entwicklung der Gemeinschaft einzubrin - gen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unseren Kinder- tageseinrichtungen schaffen wir deshalb verschiedene Situationen der Teilhabe von Kindern. Kinder werden so als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen. Hierbei ist es wichtig, Kinder nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern sie entwicklungsangemessen in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten. Seite 14 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Durch Öffnungsprozesse in unseren Krippen, Kindergärten und Horten er- weitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern, in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume erweitern können. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist. Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit Die Heterogenität von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere Normalität und Fundgrube für das Gestalten einer inklusiven Pädago - gik. Dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen immer Personen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und (biologischen und sozialen) Geschlechtern aufeinander. Wir sehen diese Heterogenität als Chance, die vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht und neue Horizonte eröffnet. In einem offenen, wertschätzenden und gleichberechtigten Miteinander wirken wir so Benachteiligung und Dis - kriminierung aufgrund von Verschiedenheit aktiv entgegen. Wir sehen es als unseren Auftrag, die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen zu sichern. Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt von Menschen in Gesprächen, Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung wird Gemeinsamkeiten und Unterschieden begegnet. Kinder und ihre Familien sowie die päd - agogischen Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Stärken, Interessen und Sichtweisen in unseren Einrichtungen willkommen. Haben Kinder einen besonderen Förderbedarf, ermöglichen wir bei ent - sprechend vorhandenen Rahmenbedingungen eine bedürfnisgerechte Betreuung. Sozioökonomische Vielfalt Kinder wachsen in Familien mit vielfältigen bildungs- und sozioökono - mischen Hintergründen und Lebensformen auf. Dies bedeutet, dass die Lebenslagen der Kinder von unterschiedlichen finanziellen Ressourcen, Wohn- und Lebensumständen und Alltagserfahrungen geprägt sind. Mögliche sozioökonomische Risikolagen von Kindern und ihren Familien werden von unseren pädagogischen Fachkräften berücksichtigt, indem der pädagogische Alltag entsprechend gestaltet wird. So können pä - dagogische Angebote von allen Kindern wahrgenommen werden. Es gibt keine zusätzlichen kostenpflichtigen Angebote Dritter, es sei denn, die Teilhabe aller Kinder ist z. B. durch Spenden/Fördermitgliedschafts - beiträge oder Bildungs- und Teilhabepakete gesichert. Seite 15 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Kulturelle und religiöse Vielfalt FRÖBEL ist ein weltoffener Träger. In unseren Kindertageseinrichtungen kommen Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kul - turen, Ethnien und Religionen zusammen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennenlernen können. Wir möchten für verschiedene Weltanschauungen sensibilisieren und in - terkulturelle und religiöse Kompetenzen der Kinder und Erwachsenen för- dern. Ermöglicht wird dies über Gespräche, das Erleben unterschiedlicher Traditionen, durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest sowie durch die Präsenz der in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrsprachigen Büchern. Kinder mit besonderem Förderbedarf Alle Kinder sind in ihrer Entwicklung individuell und einzigartig. Kogniti - ve, motorische, sprachliche sowie soziale und emotionale Fertig- und Fähigkeiten werden unterschiedlich schnell entwickelt, variieren im Ent - wicklungsverlauf und sind stets verschieden stark ausgeprägt. Diese Un - terschiedlichkeit ist nicht nur zwischen Kindern, sondern auch zwischen den Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes zu beobachten. In FRÖBEL-Einrichtungen werden alle Kinder so gefördert, dass sie ihr Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Sie werden dort abgeholt, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Fördereinheiten für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden, wenn möglich, in den nor - malen Alltag integriert, sodass diese nicht als separate Angebote erlebt werden, sondern als Bereicherung für alle Kinder. Geschlechtssensible Pädagogik Ein sensibler, gleichberechtigter Umgang mit Mädchen und Jungen im pädagogischen Alltag ist für uns selbstverständlich. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen gleichermaßen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich zu behaupten, sich in ihrer Geschlechts - entwicklung zurechtzufinden und eine positive Geschlechtsidentität her - auszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Sie werden darin begleitet, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Erfahrungen erleben können. Seite 16 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Das pädagogische Profil von FRÖBEL Unser pädagogisches Profil ist durch einen verbindlichen Rahmen ge - kennzeichnet, der für alle FRÖBEL-Einrichtungen gilt. So ergibt sich eine gemeinsame Orientierung, durch die Qualität gesichert und Zusammen - gehörigkeit ausgedrückt wird. Darüber hinaus gibt es individuelle Aus - prägungen, die jede FRÖBEL-Einrichtung zu etwas Besonderem machen. Fachlicher Orientierungsrahmen Grundlage der pädagogischen Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten sind die jeweiligen Landesgesetze und Verordnungen sowie die Bildungsprogramme der Bundesländer. Die Regelungen des SGB VIII weisen dabei Kindertageseinrichtungen bundesweit einen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag zu. Da FRÖBEL in verschiedenen Bundesländern Krippen, Kindergärten und Horte betreibt, dient der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“ der Jugendministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2004 mit folgenden Bildungs - bereichen für uns als überregionale Orientierung: ▲ Sprache, Schrift, Kommunikation ▲ Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung ▲ Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik ▲ Musische Bildung/Umgang mit Medien ▲ Körper, Bewegung, Gesundheit ▲ Natur und kulturelle Umwelten Diese Bildungsbereiche werden von all unseren Einrichtungen je nach Ausprägung innerhalb des jeweils gültigen Bildungsprogramms umge - setzt. Unsere Aufgabe als Träger ist es, die fachlichen Kompetenzen unserer pädagogischen Fachkräfte zur professionellen Arbeit mit den Bildungsprogrammen zu stärken. Neben den Bildungsprogrammen bilden die vorliegende Rahmenkon - zeption sowie das pädagogische Leitbild einen verbindenden Rahmen für die tägliche Arbeit aller pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL. Seite 17 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eine zusätzliche Orientierung gibt der Nationale Kriterienkatalog „Päda - gogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze & Vierni- ckel, 20151). In ihm wird beste Fachpraxis in Kindertageseinrichtungen in sogenannten Qualitätsbereichen beschrieben. Dabei wird die konkrete Handlungspraxis von pädagogischen Fachkräften angesprochen, wobei vielfältige Themen der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung fokussiert werden. Wiederkehrende und strukturierende Leitgesichtspunk- te gliedern die Themenkomplexe und lenken den Blick auf bedeutsame Faktoren pädagogischer Praxis, wie Erzieherin-Kind-Interaktion, Partizi - pation und Individualisierung. FRÖBEL-Standards Pädagogische Qualitätskriterien, die als sogenannte FRÖBEL-Standards einen verbindenden Charakter für alle Einrichtungen haben, konkreti - sieren das pädagogische Profil bei FRÖBEL. Unabhängig von den bun - desslandspezifischen Bildungsprogrammen finden sich so Querschnitts- themen, die in der pädagogischen Praxis in jeder Krippe, in jedem Kindergarten und in jedem Hort verankert sind. Zu den FRÖBEL-Standards gehören: ▲ Zusammenarbeit mit Familien ▲ Gesunde Ernährung ▲ Übergänge ▲ Ausstattung ▲ Beobachtung und Dokumentation ▲ Beziehung ▲ Individualisierung ▲ Partizipation ▲ Qualitätsentwicklung FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung FRÖBEL ist bestrebt, Kindern die Möglichkeit zu geben, frühzeitig eine Fremdsprache kennenzulernen. Deshalb ist bereits in einem Teil unserer Einrichtungen der FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung durch fremd- sprachige pädagogische Fachkräfte fest verankert. Zumeist können die Kinder beim Besuch einer solchen Einrichtung mit der englischen Sprache in Kontakt treten, aber auch Polnisch, Italienisch und Spanisch werden vereinzelt angeboten. Perspektivisch wird dieser Schwerpunkt in allen 1 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 18 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL-Einrichtungen aufgebaut. Das frühe Heranführen an eine weitere Sprache fördert kommunikative und sprachliche Kompetenzen der Kinder sowie die Offenheit und Fähigkeit für das Erlernen von Sprachen im Allge- meinen. Bilinguale Erziehung bietet darüber hinaus die Chance, andere Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Uns kommt es darauf an, dass die Kinder in unseren Krippen, Kinder - gärten und Horten spielerisch und nach dem Prinzip „Eine Person, eine Sprache" in ihrem Alltag mit der Fremdsprache in Kontakt kommen. Auf diese Weise können sie diese Sprache beiläufig und nach den Prinzipien des Muttersprachenerwerbs kennenlernen. In Einrichtungen mit dem FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung wer - den die Kinder daher sowohl von deutschsprachigen als auch einem Anteil fremdsprachiger pädagogischer Fachkräfte begleitet. Damit sind zwei Sprachen selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags und die Kinder können in Form eines „Sprachbads“ in eine Fremdsprache ein- tauchen. In der Sprachwissenschaft und Pädagogik wird dieses Konzept Immersion (lat. „Eintauchen/Einbetten“) genannt. Durch die Integration der weiteren Sprache in den Alltag ermöglichen wir allen Kindern den Zugang zu diesem Angebot – unabhängig von der finanziellen und sozi - alen Situation der Familie. Einrichtungsschwerpunkte Jede FRÖBEL-Einrichtung hat ein individuelles Profil, das sich durch Ein - richtungsschwerpunkte ausdrückt. Diese Schwerpunkte liegen z. B. im Bereich Musik, Bewegung, Medien oder stellen andere Bildungsthemen in den Mittelpunkt. Das Profil orientiert sich an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den individu - ellen Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Es wird fortlaufend weiterentwickelt, angepasst und in der eigenen Einrichtungskonzeption festgehalten. So unterscheiden sich FRÖBEL-Einrichtungen trotz des ge - meinsamen Orientierungsrahmens über ihr individuell ausgestaltetes und gelebtes Einrichtungsprofil. Seite 19 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umsetzung des pädagogischen Profils Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkräfte Die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bildungsprogram - men, der FRÖBEL-Rahmenkonzeption, den sogenannten FRÖBEL-Stan - dards, dem Leitbild von FRÖBEL und dem Nationalen Kriterienkatalog (NKK; Tietze & Viernickel, 20152) liegt in der Verantwortung der pädago - gischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Durch eine qua - lifizierte Ausbildung sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen besitzen sie die fachliche Kompetenz, um die Inhalte in den Alltag zu integrieren. Kooperationen zur Ergänzung des pädagogischen Angebots In bestimmten Bildungsbereichen arbeiten wir darüber hinaus mit ver - schiedenen Kooperationspartnern zusammen. Diese stellen fachlich fundierte Materialien zu speziellen Themenbereichen für unsere päda - gogischen Fachkräfte zur Verfügung. In Bezug auf Sprach- und Leseförderung kooperiert FRÖBEL mit der Stif - tung Lesen und entwickelt gemeinsam ergänzende Materialien für den Einsatz in der Praxis. Um den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu stär - ken, kooperieren wir mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Unsere pädagogischen Fachkräfte erhalten umfangreiche Anregungen, wie sie diesen Bildungsbereich noch stärker in den Alltag verankern können. Über die Möglichkeiten des naturwissenschaftlichen Experimentierens greifen sie das Bedürfnis der Kinder auf, sich die (Um-)Welt aktiv zu erschließen. Nicht zuletzt hat jede Einrichtung ein eigenes Netzwerk mit verschiede - nen Kooperationspartnern, um die Einrichtungskonzeption und eigene pädagogische Schwerpunkte zu leben. 2 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 20 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gestaltung des pädagogischen Alltags In FRÖBEL-Einrichtungen richtet sich die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Er ist geprägt durch eine Offenheit, die den Kindern die Entfaltung ihrer Persönlichkeit ermöglicht, Zeit für individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse gibt und den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen fördert. Den Rahmen dafür bilden Tagesstrukturen, die durch Beständigkeit und Fle - xibilität gekennzeichnet sind, sowie anregend gestaltete Räumlichkeiten. Offen sein In unseren Kindertageseinrichtungen wird eine offene Pädagogik gelebt. Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch eine gute Balance von Kontinuität und Veränderung, die sich am jeweiligen Bedarf der Beteiligten entwickelt. Pädagogische Fachkräfte ermöglichen aktives, selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrnehmen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass sie aufbauend auf individuellen Beobachtungen Impulse setzen und dem Kind zutrauen, geleitet von seiner Neugier, selbst Interessen nachzuge - hen und sich auf diesem Weg eigene Bildungskontexte und -inhalte zu schaffen. Sie sind offen für die Ideen der Kinder und stehen ihnen über den gesamten Tag als Bezugspersonen zur Verfügung. Tagesstruktur Bei der gemeinsamen Planung von Tagesabläufen, dem Ausloten von unterschiedlichen Interessen und im Aushandeln von Konflikten erleben Kinder Wertschätzung, fühlen sich ernst genommen und lernen, Verant - wortung zu übernehmen. Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für die Kinder, eigenständig und spielerisch zu handeln und zu experimentieren. Zudem gibt es feste Elemente im Tagesverlauf, die den Kindern Orientie- rung und Struktur bieten. Zeit für Entwicklung Die pädagogischen Fachkräfte richten die Angebote und die Ausstat - tung an dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. Jedes Kind hat ausreichend Zeit, sich in seinem Tempo mit Inhalten und Themen zu beschäftigen, die es interessieren. Seite 21 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gruppen von Kindern Dort, wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen automatisch und spon- tan Gruppen. So finden sich auch in Kindertageseinrichtungen im Laufe des Tages immer wieder Gruppen von Kindern zusammen, die – zum Teil begleitet von Erwachsenen – mit einer Sache beschäftigt sind. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten entstehen diese Gruppen nach den Interessen der Kinder und variieren im Tagesablauf in ihrer Größe und Zusammensetzung. Spielpartnerinnen und Spielpartner sind selbst ge - wählt. Über die Anregung der pädagogischen Fachkräfte können gezielt Angebote für Gruppen von Kindern unter Beachtung der individuellen Bildungsthemen gestaltet werden. Sich in einer Gruppe zu erleben, bedeutet, am sozialen Leben teilzuneh - men. In diesen vielfältigen sozialen Kontexten können Kinder wiederum neue Erfahrungen machen, verschiedene Rollen einnehmen und eigene Möglichkeiten und Grenzen erproben. Offene Räume Unsere Kindertageseinrichtungen sind auch daran zu erkennen, dass sich die Gestaltung der Räume durch eine möglichst flexible Struktur und ei - nen hohen Anregungsgehalt auszeichnet. Sie lassen zu, dass die Kinder im Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Durch Räume mit verschiedenen Themen- und Möglichkeitsbereichen können Kinder vielfältigen Tätigkeiten nachgehen. Die Räumlichkeiten werden immer wieder den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder, die aktiv an der Umgestaltung beteiligt sind, angepasst. Übergänge Das Leben eines Kindes ist von vielfältigen Übergängen geprägt – so auch von den klassischen Übergängen, wie zum Beispiel von der Familie in eine Kindertageseinrichtung oder von der Kindertageseinrichtung in die Schule. Auch im Tagesverlauf gibt es für ein Kind viele kleinere Über - gänge, die aus pädagogischer Sicht ebenfalls von Bedeutung sind. All diese Übergänge werden von unseren pädagogischen Fachkräften ernst genommen und professionell begleitet. Eingewöhnung Ein bedeutender Übergang im Leben eines Kindes und dessen Familie ist der von der Familie in die Krippe bzw. in den Kindergarten. Er stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Bei uns wird diese Zeit kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung begleitet. Seite 22 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kin - dertageseinrichtung und ihren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertages- einrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich beispiels- weise am Berliner Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert in unseren Einrichtungen diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Rituale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kinder und Fa - milien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen pädagogischen Bezugsperson können sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften aufbauen und erste Kontakte zu neuen Spielkameraden knüpfen. Übergang in die Grundschule Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die Grundschule. Daher hat die Vorbereitung auf die Schule im letzten Kin - dergartenjahr einen wichtigen Stellenwert. Wenngleich im letzten Jahr im Kindergarten Themen, die mit der Schule verbunden sind, an Bedeu - tung gewinnen, so gilt für uns immer, dass Kinder während der gesamten Krippen- und Kindergartenzeit Kompetenzen erwerben, die sie auf die Schule und auf das Leben vorbereiten. Seite 23 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Auch für die Familien ist das letzte Jahr im Kindergarten häufig mit Aufre- gung verbunden und Eltern fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist. Durch Entwicklungsgespräche und Veranstaltun - gen werden den Familien in dieser Zeit bedarfsgerechte Informationen zu dem Thema Übergang in die Grundschule angeboten, um dieser Sorge kompetent zu begegnen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit der Grundschule“, S. 24 Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus dem Kindergarten auch eine Trennung von Gewohn- tem und Liebgewonnenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundin - nen und Freunden und von vertrauten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist Aufgabe im letzten Kindergartenjahr. Beobachtung und Dokumentation im Dialog Beobachtung und Dokumentation bildet die Grundlage für das profes - sionelle Handeln von pädagogischen Fachkräften. Wenn Kinder regel - mäßig und systematisch beobachtet werden, können ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse, Interessen, Stärken, Themen und Zugangswege zur Welt erkannt und von pädagogischen Fachkräften für die Gestaltung und Anregung von Projekten, Räumen, Angeboten etc. genutzt werden. Zur systematischen Beobachtung werden in FRÖBEL-Einrichtungen aner - kannte Verfahren genutzt, die individuelle Bildungs- und Entwicklungspro- zesse von Kindern abbilden können. Je nachdem, welches Ziel bei einer Beobachtung verfolgt wird, setzen unsere pädagogischen Fachkräfte ein dafür geeignetes Verfahren ein. Die Beobachtungsergebnisse werden festgehalten und bilden die Grundlage für das Ableiten pädagogischer Schritte. Auf diesem Weg können pädagogische Fachkräfte individuelle Angebote und Projekte an den Themen der Kinder ausrichten. Wichtig ist dabei, dass die Beobachtungen in erster Linie den Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder folgen. Beobachtungen werden von pädagogischen Fachkräften auch genutzt, um mit den Kindern in einen Dialog zu treten. Dadurch entsteht oft ein intensiver Austausch mit dem Kind, der zusätzliche Einblicke in seine aktuellen Interessen und Wünsche gibt. In regelmäßigen Teamsitzungen besprechen die pädagogischen Fachkräfte ihre Beobachtungen und tauschen sich zu unterschiedlichen Erfahrungen und Einschätzungen aus. Der Blickwinkel auf das Kind wird zudem durch Gespräche mit den Familien erweitert. Gleichzeitig sind die Beobachtungen Grundlage für die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche. Seite 24 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Teile der Beobachtungen werden für die Kinder und Familien in einer individuellen Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu - sammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Kind und dessen Familie aktiv in den Prozess einzubinden und gemeinsam zu entscheiden, welche Inhalte präsentiert und dokumentiert werden sollen. Alltagsintegrierte Sprachförderung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachförderung ist somit eine grundlegende Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen. Den ge - samten Alltag für Sprachförderung zu nutzen, trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen von Kindern bei. Dazu gehört, dass pädagogische Fachkräfte als sprachliches Vor - bild Alltagssituationen begleiten, Gespräche initiieren, weiterführende Fragen stellen, mit den Kindern zusammen denken, ihnen zuhören und ihre Themen und Interessen sprachlich aufgreifen. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnung von Gegenständen und Darbietung von Büchern sind ein wichtiges Element der alltagsintegrier - ten Sprachförderung. Zusammenarbeit mit der Grundschule Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder, deren Familien und die pädagogischen Fachkräfte ein bedeutender Schritt. Ihn gemeinsam zu bewältigen, sehen wir als spezielle Entwicklungsaufgabe im letzten Kindergartenjahr. In diesem Zeitraum unterstützen wir die an - gehenden Schulkinder mit Projekten und Ausflügen zum Themengebiet Einschulung. Dabei kooperieren die Kindergärten mit den Grundschulen der Umgebung. Besonders durch Besuche der Grundschule lernen die Kinder die neue Bildungseinrichtung kennen und können sich ein Bild davon machen, was es heißt, ein Schulkind zu sein. Begleitet und unterstützt wird dies von den pädagogischen Fachkräften aus der Einrichtung des Kindes. Parallel dazu wird angestrebt, dass Lehrerinnen und Lehrer den Kindergarten besuchen und so ein Austausch mit Kindern und den pädagogischen Fachkräften stattfindet. Familien im letzten Jahr vor der Schule intensiv zu begleiten, gelingt zum Beispiel über Elternabende und Entwicklungsgespräche, die den Schuleintritt der Kinder thematisieren. Hier haben Familien Gelegenheit, Fragen zu stellen, Ängste zu besprechen und eine kompetente Beratung durch die pädagogischen Fachkräfte in Anspruch zu nehmen. Seite 25 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Zusammenarbeit mit Familien Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und Vater, bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil in neuer Partnerschaft, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit Geschwistern, mit den Großeltern oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem Hintergrund vieler verschiedener Familienformen beziehen wir mehr Menschen ein, als der Begriff Eltern fasst. Die wichtigsten Bezugspersonen und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von zu Hause bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse in Krippe, Kindergarten und Hort gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauens - voller Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfolgen. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, Leitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf einer wertschätzenden Grundhaltung, die die individuellen Erziehungs- kompetenzen der Eltern anerkennt und die Unterschiedlichkeit der fami - lialen Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind Lebens- und Erfahrungswelten von und für Kinder – und Orte, an denen Familien selbstverständlicher Teil des Geschehens sind. Dialog als Basis gelingender Zusammenarbeit Wesentlich für diese Zusammenarbeit ist zum einen der regelmäßige Dialog über die Entwicklung und die Bildungsinteressen des Kindes. Zum anderen ist es aber auch eine Verständigung über gegenseitige Erwar - tungen, familiale und kindliche Bedürfnisse sowie mögliche Probleme. Diese Gespräche finden regelmäßig und geplant statt, orientieren sich an den Themen der Kinder und nehmen den Bedarf der Familien und der Einrichtung auf. Den grundlegenden Rahmen bilden ein ausführli - ches Aufnahmegespräch zur Vorbereitung der Eingewöhnung sowie das mindestens einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch, in dem aktuelle Themen, Stärken und Entwicklungspotenziale des Kindes bespro- chen werden. Der Erziehungsdialog lebt von gegenseitigem Vertrauen, guten Kommunikationsstrukturen und dem Anspruch, dass die Bezugs - personen des Kindes kontinuierlich über die pädagogische Arbeit und das Alltagsgeschehen in der Kindertageseinrichtung informiert werden. Die transparente Gestaltung der pädagogischen Arbeit gehört ebenso zu den Eckpfeilern einer gelingenden Zusammenarbeit. Anhand von Dokumentationen in Form von Fotostrecken oder -reihen, Projektmappen Seite 26 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 oder kurzen Alltagsanekdoten werden Erlebnisse, Projekte und Momente des Alltags sichtbar gemacht. Beteiligung von Familien Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen All- tags einzubringen und eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. à mehr unter „Ehrenamtliche im Alltag“, S. 29 Unsere Krippen, Kindergärten und Horte sind als Bildungseinrichtungen auch immer Begegnungsräume für Eltern und Familien. Sie ermöglichen den Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Dazu tragen auch ge - meinsame Veranstaltungen wie Feste, Elternabende und gemeinsame Projekte bei. Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwir - kungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt werden. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdema - nagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklä- rend bearbeitet und als Impuls zur Veränderung unserer Arbeit gewertet. Leitung und Team Eine funktionierende Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mit - arbeiter einer Einrichtung ist Grundlage für die Qualität des Alltags. Die Verantwortung hierfür liegt bei der Leitung und bei jeder einzelnen pä - dagogischen Fachkraft, die sich engagiert und eigenverantwortlich in den gesamten Prozess einbringt. Die Herausbildung einer gemeinsamen Teamkultur sowie einer ressourcenorientierten Zusammenarbeit, die die gesamte Einrichtung in den Blick nimmt, ist dabei ein anspruchsvoller Prozess, zu dem Leitung, pädagogische Fachkräfte, Küchenpersonal wie auch technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Beitrag leisten. Alle sind durch ihre Haltung und ihre Handlungen Vorbilder für Kinder und deren Familien. Sie sorgen für eine offene und beteiligungsfreundliche Atmosphäre, in der die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden und in der eine Partizipationskultur im Team, mit den Kindern und ihren Familien entsteht. Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, ihre Rech - te, wie sie im Leitbild formuliert sind, kennenzulernen und zu leben. Bei Veränderungen im Haus wird die Perspektive der Kinder stets mitgedacht. Die pädagogischen Aufgaben und Ziele werden durch eine interne Organisationsstruktur unterstützt, die den Informationsfluss zwischen den Teammitgliedern sicherstellt und einen regelmäßigen fachlichen Aus - tausch sowie gemeinsame Reflexionen ermöglicht. Seite 27 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Die Einrichtungsleitung nimmt in der Planung und Gestaltung aller Prozesse eine besondere Rolle ein. Ihre Aufgabe ist es, durch transparentes und klares Führungshandeln alle Beteiligten einzubinden und Impulse für die (Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Arbeit zu geben. Sie trägt die Verantwortung dafür, die Bedingungen für eine fachlich hochwertige Pädagogik bei FRÖBEL bereitzustellen, die die gesamte Einrichtung und die Kinder mit ihren Familien in den Blick nimmt und so optimale Bildungs- und Entwicklungschancen der Kinder ermöglicht. Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes Gebot. In allen Krippen, Kindergärten und Horten gilt das FRÖBEL-Kin - derschutzkonzept: „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“. Handeln bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orien - tierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten auf Einrichtungsebene und im FRÖBEL-Kinderschutznetzwerk, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge - fährdung bei von uns betreuten Kindern und Familien erfolgt eine Risiko- abschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kin - derschutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fachstellen vor Ort. Ziel ist es, durch die vertrauensvolle Einbeziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden. Sollte dies nicht gelingen, werden weitere Wege aufgezeigt. Im Kontakt mit dem zustän- digen Jugendamt streben die FRÖBEL-Fachkräfte eine Lotsenfunktion an. Gewaltfreie Erziehung bei FRÖBEL Kinderschutz heißt für uns auch, dass alle in den FRÖBEL-Einrichtungen Tätigen selbstverständlich gewaltfrei mit den ihnen anvertrauten Kindern umgehen. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team überprüfen sie ihre Haltung sowie die Wirkung ihrer Worte und ihres Handelns. Dieser in allen FRÖBEL-Einrich- tungen installierte Teamprozess stellt sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Zusätzlich zu diesem Teamprozess geht FRÖBEL über die gesetzliche For - derung nach der Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses hinaus. So verpflichten sich die pädagogischen Fachkräfte sowie die längerfristig Seite 28 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 tätigen Praktikantinnen oder Praktikanten bei FRÖBEL mit einer „Persön- lichen Erklärung zum Kinderschutz“, das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung und ihren Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form anzuerken - nen und umzusetzen. Kindliche Sexualität und körperliche Selbstbestimmung Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept und das FRÖBEL-Leitbild bieten auch den Rahmen für die ganzheitliche Bearbeitung von Themen der ge - schlechtersensiblen Pädagogik und Sexualpädagogik sowie zum fairen Miteinander der Kinder und zur Problematik sexueller Übergriffe von Kin - dern untereinander. Es geht darum, dass die pädagogischen Fachkräfte im Team zunächst eine gemeinsame Haltung entwickeln, altersangemes- sene sexuelle Aktivitäten von Übergriffen unterscheiden sowie zeitnah und angemessen darauf reagieren können. Sexuelle Übergriffe werden als Gewaltthema mit besonderer Spezifik betrachtet. Konfliktpräventions- und Konfliktlösungsstrategien werden ebenso gemeinsam mit den Kindern erarbeitet wie die Regeln zu den sogenannten Doktorspielen. Kinder und auch deren Familien sollen die Erwachsenen zu diesen Problematiken als offen und ansprechbar wahrnehmen, die ihr Anliegen ernst nehmen und ihnen Sicherheit bieten. Präventiver Kinderschutz Pädagogische Arbeit bewegt sich oft im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Die Sicherheit für Kinder und das Handeln der Fachkräfte werden gestärkt, wenn es im Team ein Bewusstsein für risikobelastete Alltagssituationen gibt und regelmäßige Reflexionsprozesse stattfinden. Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen verbindliche Regeln im täglichen Umgang, z. B. dass Kinder nicht mit Koseworten angesprochen werden oder unbekleidet umherlaufen. Grenzsetzungen sind pädagogisch begründet und werden im Team und im Dialog mit den Eltern abgestimmt. Unbeabsichtigte grenzwerti - ge Situationen werden gegenüber den Kindern und ihren Eltern zeitnah und proaktiv kommuniziert. Das schafft Vertrauen und beugt Missver - ständnissen vor. Wenn Grenzverletzungen gegenseitig niedrigschwellig angesprochen werden, erfahren Kinder dadurch ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Eltern erleben, dass die Fachkräfte mit den ihnen anvertrauten Kindern verantwortlich umgehen. Seite 29 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umgang mit Beschwerden Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kinder in den Krippen, Kindergärten und Horten zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. Gemeinsam mit den Kindern werden entwicklungsangemessene Formen der Beteiligung und offenen Kommunikation gefunden und etabliert. So bekommen sie die Möglich - keit, sich zu äußern, wenn ihnen etwas unangenehm ist und sie in ihren Gefühlen verletzt sind. Auch für die Familienangehörigen der Kinder sind innerhalb der FRÖBEL-Gruppe klare Strukturen vorhanden, die es ihnen ermöglichen, auf direktem Wege Bedenken und Beschwerden zu äußern. Ehrenamtliche im Alltag Die pädagogische Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten kann und soll durch ehrenamtliche Tätigkeiten von Familien und anderen Freiwilligen unterstützt und bereichert werden. Auf diese Weise werden zusätzliche Bildungsmöglichkeiten und Erfahrungen für Kinder geschaf - fen. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements gehört daher zum Selbstverständnis jeder FRÖBEL-Einrichtung – sie soll die hauptamtliche pädagogische Tätigkeit ergänzen, nicht ersetzen. Eltern und Familien erhalten durch eigenes ehrenamtliches Engagement die Möglichkeit, den Alltag des eigenen Kindes mitzuerleben und aktiv zu bereichern. Darüber hinaus begrüßen wir in unseren Kindertageseinrich - tungen Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen Kulturen und Berufen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben. Im pädagogischen Alltag unterstützen ehrenamtlich Tätige bei besonde- ren Projekten. Sie bringen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten beispielswei- se im Sport oder durch musikalische Aktivitäten ein oder lesen Kindern vor. Ehrenamtliche werden in FRÖBEL-Einrichtungen in die bestehenden Struk- turen eingebunden, fachlich vorbereitet und begleitet. Auf diese Weise erhalten sie wichtige Informationen und werden in die Teams der Krippen, Kindergärten und Horte integriert. Seite 30 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Vereinbarkeit von Familie und Beruf Viele Familien stehen vor der besonderen Herausforderung, Berufsleben und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen. Um diese Ansprü - che verwirklichen zu können, brauchen sie Unterstützung vonseiten der Kindertageseinrichtung. Als familienunterstützender Dienstleister nehmen wir die damit verbundene Verantwortung wahr und reagieren engagiert auf die Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Eltern. Wir passen unsere Angebote und Öffnungszeiten an die Familien an. Schließtage aufgrund von Teamfortbildungen oder Brückentagen wer - den langfristig angekündigt, damit Familien sich darauf einstellen können. Kooperationen mit Unternehmen Unser Ziel ist es auch, Wünsche und Belange von Unternehmen sowie berufstätiger Eltern in eine optimale Betreuungslösung zu integrieren. Vor diesem Hintergrund haben viele unserer Einrichtungen Partnerschaften zu Unternehmen aufgebaut. Arbeitgeber und Kindertageseinrichtung arbeiten gemeinsam daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Seite 31 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Qualität und Qualitätsentwicklung Kinder, die eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort der FRÖBEL-Gruppe besuchen, erhalten ein hochwertiges pädagogisches Angebot. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist durch einen gemein- samen Orientierungsrahmen definiert und wird durch die FRÖBEL-Stan - dards betont. Durch den Einsatz verschiedener Verfahren zur internen und externen Evaluation wird die pädagogische Qualität stetig weiter - entwickelt und gesichert. Damit sind Qualitätsentwicklungsmaßnahmen verankert, die zwei unterschiedliche Perspektiven auf das System einer Kindertageseinrichtung ermöglichen und sich sinnvoll ergänzen. Interne und externe Evaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der NKK (Tietze & Viernickel, 2015 3). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch konkrete Handlungsempfehlungen für pä- dagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazuge- hörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze, 2013 4) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen werden verstärkt die Verantwortung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Per - sonals unseren Kindertageseinrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Hand- buchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwicklungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. Auf der anderen Seite wird die externe Evaluation als fester Bestandteil der Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt. Durch eine objektive und unabhängige Expertensicht von außen erhalten die Teams weitere wertvolle Impulse als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung der päda - gogischen Arbeit. 3 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. 4 Tietze, W. (Hrsg.) (2013). Pädagogische Qualität entwickeln. Praktische Anleitung und Methoden - bausteine für die Bildung, Betreuung und Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren (3., Auflage). Berlin: Cornelsen. Seite 32 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern- und Mitarbeiter*innenbefragung Des Weiteren ist die regelmäßig stattfindende Eltern- und Mitarbeiter*in - nenbefragung fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rück - meldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Verän- derungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Bedingungen nicht nur Kindern und deren Familien, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen. Seite 33 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Fortbildung und Wissenstransfer Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Bedürfnissen und Inter - essen entsprechend entwickeln zu können, arbeiten wir in einem stetigen Prozess an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Qualität. Dazu gehören insbesondere auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung sowie eine gemeinsame Reflexion des pädagogischen Handelns und fachliche Profilierung in den Teams der FRÖBEL-Einrichtungen. Mit dem 2014 eingeführten FRÖBEL-Curriculum haben alle Mitarbeiterin - nen und Mitarbeitern die Möglichkeit, die Grundlagen der pädagogi - schen Arbeit bei FRÖBEL sowie spezifische Themengemeinsam in ihren Teams oder auch in überregionalen und damit teamübergreifenden Seminaren zu diskutieren und zu reflektieren. Darüber hinaus stehen in unserem jährlichen Fortbildungsprogramm Seminarangebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRÖBEL, auch denjenigen aus Verwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie Tech- nik, zur Verfügung. Sie erhalten über diesen Seminarkatalog die Chance, ihre Kompetenzen individuell in ausgewählten Themenschwerpunkten zu vertiefen und so eine Fachkarriere anzustreben. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Führungskarriere einzuschlagen, um sich langfristig auf eine Leitungstätigkeit vorzubereiten. Durch dieses umfangreiche Bildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diese ihre Kompetenzen auf Basis aktueller wis - senschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel stetiger Qualitätsverbesserung der pädagogischen Arbeit systematisch weiterentwickeln. Seite 34 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung Seit Juli 2010 gibt es in allen regionalen Geschäftsstellen bei FRÖBEL Fachberaterinnen und Fachberater, die die pädagogische Arbeit der Krippen, Kindergärten und Horte unterstützen. Übergeordnetes Ziel der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, durch den direkten Kontakt zu den Leitungen und Teams die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen im Sinne bestmöglicher Bildung, Erziehung und Betreuung vertrauensvoll zu begleiten. Ebenso werden in Gesprächen zwischen Fachberatung und regionaler Geschäftsleitung aktuelle Themen aus der Praxis aufgegriffen, diskutiert und gemeinsam Entwicklungen angestoßen. Die Fachberaterinnen und Fachberater sind Begleitende der pädago - gischen Fachkräfte und bieten durch professionelle Beratungsange - bote Hilfe zur Selbsthilfe. Vornehmliche Aufgabe ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen so zu stärken, dass sie befähigt sind, nicht nur die pädagogische Qualität voranzutreiben und zu sichern, sondern auch die einrichtungsbezogenen Abläufe zu optimieren. Fachberatung bei FRÖBEL ist dabei gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. In dem engen Kontakt zu den Teams der Krippen, Kindergärten und Horte liegt die Chance, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertagesein - richtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. So werden Qualitätsentwicklungsprozesse systematisch begleitet und methodisch unterstützt. Die Fachberaterinnen und Fachberater beraten bei der pä - dagogischen Profilbildung der Einrichtungen, bei der Erarbeitung von Einrichtungskonzeptionen und bei der Umsetzung unternehmensspezi - fischer Anforderungen. Zur fachlichen Unterstützung der Teams bieten sie Fortbildungen zu verschiedenen pädagogischen Themen an oder initiieren und moderieren regionale Arbeitskreise, die dem kollegialen Austausch dienen sowie die Fachkompetenz der pädagogischen Fach - kräfte erweitern. Um den überregionalen Austausch unter den regional angesiedelten Fachberaterinnen und Fachberatern sicherzustellen, finden in regelmä - ßigen Abständen Fachberatungskonferenzen statt. Diese werden von dem Team Pädagogik und Qualitätsentwicklung ausgestaltet und dienen darüber hinaus als Rückmeldeinstanz, um eine Optimierung der von dort aus gesteuerten Unterstützungsleistungen für FRÖBEL zu erreichen. FRÖBEL e.V. Alexanderstr. 9 10178 Berlin info@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de
08 Bewerbungsschreiben ASB
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Regionalverband ASB-RV Münsterland e.V. : Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster ” Münsterland e.V. Stadt Münster i Gustav-Stresemann-Weg 62 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien : 48155 Münster ® Zentrale? 0251/2897 -0 Hafenstraße 30 © Fax 0251 / 2897 - 219 Ü Verwaltung: 0251 / 2897 - 100 48153 Münster © Fax: 0251 / 2897 - 119 Mail; info@asb-muenster.de Internet: www.asb-muenster.de Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum 51 10 0012 0251-2897-301 29.08.2017 Sehr geehrte Damen und Herren, bezugnehmend auf unser Gespräch vom 25.08.2017 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Münster- Mecklenbeck Meyerbeerstraße aufrechterhalten. Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich Trägeranteile von 3% zu übernehmen. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl gerne zur Verfügung. Freundliche Grüße Dir ter Geschäftsführer Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00 Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 Steuernummer: 336 / 5754 / 4041 - IK-Nummer: 500 552 690 MWGLED) Mm Vorstand ($ 26 BGB): Andr& Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), IMIPARITATISCHEN Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener (Regionalverbandsarzt) Pre ale - eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 - u \ \ |
14 FRÖBEL_Bewerbung Meyerbeerstraße_Ausschreibungsnummer 04_2017
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Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der Kindertagesstätte in Mecklenbeck, Meyerbeerstraße (Ausschreibungsnummer: 04/2017) Mein Zeichen: 51 10 0012 10.08.2017 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen Komödienstraße 18-24 50667 Köln Internet: www.froebel-gruppe.de Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Nordrhein-Westfalen Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 71 just@froebel-gruppe.de Bärbel Klünter, Geschäftsleiterin Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 62 kluenter@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 2 Der FRÖBEL e.V. betreibt über die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mittlerweile mehr als 150 Einrichtungen in zehn Bundesländern. In einem stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres Handelns ste- hen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwicklung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesent- liche Ziele. Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen für Kinder an- zubieten, setzen wir bisher in 51 Kindergärten in NRW um. Von diesen 51 Einrichtungen sind zehn als Familienzentren zertifiziert. Gern möchten wir unser Angebot durch die Betriebsträgerschaft der neuen Kinderta- gesstätte in der Meyerbeerstraße in Mecklenbeck auf den Standort Münster erweitern. Von besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte dabei unsere langjährige Erfah- rung in der Betreuung von Kindern unter drei Jahren, unsere an die Bedürfnisse der Fa- milien flexibel anzupassende Öffnungszeit sowie unsere durchgängige Betreuung auch in der Ferienzeit sein. Für den Start einer neuen Einrichtung in Mecklenbeck steht ein Expertenteam aus unse- rem pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfügung. Sie übernehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Inbetriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalak- quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kin- dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionelle Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich- keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Be ilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL - Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un- terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so- wohl auf regionale Unterstützung aus der Geschäftsstelle der Region Rhein-Ruhr als auch auf Unterstützung aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In- formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan- zierungrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL -Haustarifvertrag und eine Referenz- liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL -Rahmenkonzeption und das FRÖBEL -Leitbild. Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 3 Inhaltsverzeichnis 1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 5 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 5 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ............................................................................... 5 2.1.2 Was Bildung für uns ist..................................................................................... 6 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms ................. 6 2.1.4 Partizipation ..................................................................................................... 7 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation .............................................................. 8 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung .................. 8 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 10 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 11 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 14 2.5.1 Gestaltung von Übergängen ...................................................................... 15 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 16 2.6.1 Interne Selbstevaluation .............................................................................. 17 2.6.2 Externe Evaluation ........................................................................................ 17 2.6.3 Fachberatung ............................................................................................... 18 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ....................................................................... 18 2.6.5 Elternbefragung ............................................................................................ 18 2.6.6 Personalmanagement ................................................................................. 19 2.6.7 Kinderschutz ................................................................................................... 20 3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 22 4 Finanzierung ..................................................................................................................... 23 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 24 5 Referenzliste ..................................................................................................................... 25 www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 4 1 Trägerhintergrund 1.1 Organisation und Struktur Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI- SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bildung und Erziehung gemein- nützige GmbH bundesweit über 150 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtun- gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen 3.000 Mitarbeiter*innen rund 13.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig -Holstein sowie in Australien, in Polen und in der Türkei . Durch die Unterschiede im Hinblick auf Bildungs- pläne, Sozialräume, unterschiedliche Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund und verschiedene kulturelle Bezüge haben wir vielfältige Erfahrungen in der Umsetzung und Gewährleistung pädagogischer Qualität im Rahmen institutioneller Betreuung von Kindern. 1.2 FRÖBEL als Träger Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in der Übernahme einer Träger- schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda- gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago- gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeer- straße in Mecklenbeck wird diese in die Region Rhein-Ruhr eingegliedert. Alle buchhal- terisch notwendigen Abrechnungen so wie die Umsetzung der landesspezifischen Bil- dungsschwerpunkte werden durch die Geschäftsleitung und Fachberatung vor Ort so- wie Mitarbeiter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sichergestellt und koordiniert. Neben Verwaltungsaufgaben wie die Elternbeitragsverwaltung, Lohnabrechnung, Mit- telverwaltung und Controlling gibt es in der Hauptgeschäftsstelle auch eine zentrale fachliche Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorganisation. Ebenso stellt FRÖ- BEL als Träger die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal sicher. Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unseren langjäh- rigen Erfahrungen als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusi- chern, die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrechnungssysteme zu erfüllen. 1.3 Trägerkonzeption Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich- tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein- richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannu ngsfeld von Gemeinsamkeit auf der einen und Individualität auf der anderen Seite. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 5 Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL-Einrichtung ist gekennzeichnet durch einen fachlichen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente beinhaltet. Neben der Umsetzung, der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme, für Einrichtungen in Münster die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreu- ung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“ geben die FRÖBEL-Rahmen- konzeption (sieh e Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogische Ar- beit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leitbild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern im päda- gogischen Alltag in allen FRÖBEL -Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kinder bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungsprozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi- schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis- tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der- zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be- obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung, Zusammenarbeit mit Familien, Gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So- zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen geprägt . So kann eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be- wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien- tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte und wird in der Einrichtungskonzeption festgeschrieben. 2 Fachlichkeit 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder- gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö- bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün- dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf- fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For- schung. In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 6 der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungspro- zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er- worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu einer ästheti- schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 2.1.2 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da- rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil- dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni- tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent- decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter- schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen sich mit den Spielideen der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa- tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be- zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago- gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un- terstützen. In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Vora ussetzungen, damit Bildungs - und Entwicklungsprozesse angeregt und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen wer- den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ- BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein -Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 7 Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, ▲ Bewegung, ▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, ▲ Sprache und Kommunikation, ▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, ▲ Musisch-ästhetische Bildung ▲ Religion und Ethik, ▲ Mathematische Bildung, ▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, ▲ Ökologische Bildung ▲ Medien, werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan- der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago- gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den Themen und Interessen der Kinder – um. Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti- gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen die Sinne an, regen Aktivitäten an und fördern damit ki ndliche Bildungs- und Entwick- lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi- schen Bewegungs -, Ruhe -, Begegnungs- und Rückzugsorte geachtet. Sie sind immer wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich ist. 2.1.4 Partizipation Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent- scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewe gen, damit sie die Welt aktiv kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder- tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent- scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind. Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon- vention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden, denn n ur so entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün- sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de- mokratische Strukturen hinein. In der Gemeinschaft einer Kindertage seinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie- dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna- tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz- www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 8 lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin- der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei- tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar- über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen. 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks-zeug pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge- staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen und ggf. zu verändern. Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokumentation, die es aktiv mit -ge- stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern- prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho- discher Kompetenzen, da die Kinder so ihren eigenen Lernfort -schritt selbst beurteilen können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes. Um die pädagogische Ar beit transparent zu gestalten, werden verschiedene Doku - mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati- onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktivitäten der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden. 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut- scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt. Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe- tenzen von Kindern bei. Pädagogische Fachkräfte begleiten Alltagssituationen als sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin- dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter- hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine weitere Fremdsprache ins pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung da- für ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweiligen Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit einer Fremdsprache nicht durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. Durch die sie umgebende Fremdsprache kommen die Kinder ganz selbstverständlich in Kontakt www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 9 mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags selbst beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. Damit stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. Denn nur wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und ihren In- teressen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Kindern geschaffen. 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Erzie- hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil- dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung von Chancengleichheit in der Teilhab e von Kindern an Bildung und Gesellschaft eine große Bedeutung zu. Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussagen und den international aner- kannten Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindertageseinrich- tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslagen, das Ge- schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Ressourcen von Kindern und damit sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden Doku- mentationen nachhalt en. Über eine enge Bildungs - und Erziehungspartnerschaft mit den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe - und Handlungspläne zu erstellen. Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Ethnien und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von Benach- teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 10 Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen- lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra- ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge- meinen werden an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrspra- chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und gleichzeitig in ihren interkulturellen Kompetenzen gefördert. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge- schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an- gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und K rawatten anziehen, das Spiel mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen unsere Fachkräfte sensibel und aufmerksam Mädchen und Jungen darin, handlungs- kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werde n. Sie werden darin begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er- fahrungen erleben können. Im Bereich „Soziale und emotionale Ent wicklung“ werden im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön- lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern untermauern. 2.3 Gesundheitsförderung Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf- gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour- cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz- heitlicher Ansatz von Gesun dheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh- rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven- tion. Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen- wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi- schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo- torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den Innenräu- men als auch auf dem Außengelände großzüg ige und anregende Bewegungsräume für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin- den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei d er Stress- regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück- www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 11 zugsbedürfnissen. Im pädagogisch geführten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge- schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen. Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentspre- chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge- sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Kindern im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas- ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahru ngsaufnahme, denn die Atmosphäre, die die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran- staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstü tzt die Zusammenarbeit und er- höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsförderung inte- griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Misshandlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proakti v zu handeln. FRÖBEL hat dazu ein ei- genes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt und geht da- mit weit über die üblichen Standards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wichtiger Bestandteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensibilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutzteams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen. Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär- ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi- ckelt. Dies beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbeiter*in- nenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits- schutzberatungen, Betriebsvereinbarun gen zum Wiedereingliederungsmanagement sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel- bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote. 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusamme n- arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regio- nen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband. Die künftige Einrichtung befindet sich auf einem Areal an der Meyerbeerstraße im Bau- gebiet Mecklenbeck-Mitte in direkter Nachbarschaft zur örtlichen Feuerwache. In den letzten Jahren hat sich im Bereich rund um die Feuerwache viel verändert. Nach Ände- rung des Bebauungsplans war es ein erklärtes Anliegen, die Vielfältigkeit des Wohnraums im Stadtteil zu erhöhen und eine zukunftsfähige Stadtentwicklung zu fördern. Im Rahmen von Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern soll hier ein Mix aus Wohnungen für Se- nioren, Wohnungen für Familien und in tegrativem Wohnen entstehen. Die direkte Um- www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 12 gebung ist also geprägt von Wohnraum sowie kleineren Einkaufsmöglichkeiten. Außer- dem befindet sich in direkter Nachbarschaft eine städtische Gemeinschaftsgrundschule und ein weiterer städtischer Kindergarten (Brockmannstraße 162). Die neue Einrichtung in der Meyerbeerstraße soll dazu beitragen den Versorgungsgrad der außerfamilialen Betreuung im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren sicherzustellen. Insbesondere ist durch zwei neue Baugebiete in nächster Umgebung von einem steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsangeboten auszugehen. Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Übernahme der Trägerschaft einer vier- gruppigen Kindertageseinrichtung mit einem Angebot von insgesamt 70-75 Plätzen, von denen 22 U3-Plätze und 48-53 Ü3-Plätze sind. Für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichte tes Konzept, das unter anderem eine sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell, sogenannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile, liebevolle Beziehungen zu Bezugserzie- her*innen vorsieht. In fast allen FRÖBEL-Einrichtungen können Kinder ab einem Alter von acht Wochen betreut werden, so dass wir im Gebiet der U3 -Betreuung umfassende Er- fahrungen besitzen, die auf die neue Einrichtung übertragen werden. Bei der Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebotsstruktur orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Fa- milien und ermöglichen so eine bessere Vereinbarkeit von „Familie und Beruf“. Schließ- tage durch Teamfortbildungen und Konzeptionstage werden langfristig angekündigt. Die sozialräumliche Einbindung der Einrichtung als Ort der Begegnung von Familien ist uns sehr wichtig. Sie soll ein kommunikativer Schnittpunkt von Lebens- und Alltagsthemen der Familien sein. Deshalb betrachten wir die Zusammenarbeit mit den Familien und da- mit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als grundlegende Elemente der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfahrungen eigener Einrich tun- gen als Familienzentren zurückgrei fen. Familienmitglieder können beispielsweise Aus- flüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und Feiern organisieren oder sich als Lesepaten in den pädagogischen Alltag einbringen. Durch die direkte Nähe zur städtischen Gemeinschaftsgrundschule (Peter-Wust-Schule) ist die von FRÖBEL angestrebte enge Zusammenarbeit mit der Grundschule problemlos umsetzbar. Gegenseitige Besuche sowie ein enger pädagogischer Austausch ermögli- chen einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Darüber hin- aus befinden sich im direkten Umfeld der neuen Einrichtung weitere Einrichtungen von unterschiedlichen Trägern mit interessanten Konzepten. Hier sehen wir, insbesondere in diesem Sozialraum, gute Ansätze für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von sozial- raumorientierten Arbeitsprinzipien und interkulturellen Konzepten. Benachbarte Einrich- tungen sollen, insbe sondere bei der Belegung von Be treuungsplätzen zum neuen Kin- dergartenjahr, in die Prozesse einbezogen werden, damit alle Einrichtungen, unter Be- rücksichtigung von Wunsch- und Wahlfreiheit der Familien, eine möglichst optimale Be- legung vornehmen können. Die Teilnahme am „Kita-Online-Portal“ ist für FRÖBEL selbst- verständlich. Neben den zehn verankerten Bildbereichen der „Bildungsgrundsätze für Kinde r von 0 bis Schuleintritt in der Kindertagesbetreuung im Primarbereich in Nordrhein – Westfa- len“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit gestellt, das sich wie ein roter Faden im täglichen Geschehen in der Kindertageseinrichtung zeigt. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 13 Geplant ist auf Grund der Lage der Kindertageseinrichtung die Kombination von natur- pädagogischen Elementen und den Themen Mathematik, Informatik, Naturwissen- schaft und Technik (MINT). Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie staunen über biologische und physikalische Ge- setzmäßigkeiten, finden eigene Erklärungen und haben unzählige Fragen. Diesen Pro- zess der Entwicklung naturwissenschaftlicher, technischer und mathematischer Kompe- tenzen unterstützen wir, indem jedem Kind Raum und Zeit zum eigenständigen Entde- cken, Forschen, Konstruieren und Probieren gegeben wird. Die Begegnung mit den Themen Natur, Naturwissenschaften und Technik fängt dabei bereits in der Gestaltung des Innenbereichs und des Außengeländes der Kindertages- einrichtung an. Vielfältige Naturmaterialien, die ebenso von den Kindern selbst gesam- melt und mitgebracht werden, werden angeboten und in verschiedenste Aktivitäten, wie Experimentieren, Bauen und Konstruieren, Musizieren und Gestalten, eingebunden. Pflanzen, Beete, Kräuter- und Gewürzgärten können von Kindern, Fachkräften und Eh- renamtlichen gemeinsam angelegt werden. Im Nachgang werden sie von den Kindern gepflegt und sie können ihr Wachsen und Blühen beobachten. Exkursionen und Ausflüge rund um den „Galgenbach“ erweitern das naturpädagogi- sche Angebot der Einrichtung. Es ist ein Ort der Ruhe mit einem ganz besonderen Cha- rakter und eignet sich für Spaziergänge und Entdeckungstouren der Flora und Fauna. Als eine besondere Verbindung zum Natur- und Tierleben ist eine Kooperation mit dem in der Nähe der Einrichtung lokalisierten Reitverein St. Georg vorstellbar. Die Kinder könn- ten Erfahrungen über Abläufe auf einem Pferdehof sammeln und natürlich selbst mit den Tieren in Kontakt treten. Langsames Heranführen der Kinder an die Pferde durch Beobachten, Streicheln, Füttern könnte stetig erweitert werden. Dadurch lernen Kinder den Umgang mit Tieren, loten selbst aus, was sie sich zutrauen und was noch nicht und ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt. Um der Natur auf vielfältige Weise zu begegnen, stehen den Kindern verschiedene Ma- terialien zur Verfügung. So können sie von den Naturmaterialien die Eigenschaften und Beschaffenheit sowie Mengen und Gewichte auf ganz natürliche Weise erkunden. Un- terstützend steht neben Lupen, Mikr oskopen und Beobachtungsbechern eine Vielzahl an analytischem Werkzeug zur Verfügung. Dem Thema MINT wird darüber hinaus durch weitere Freiräume zum Entdecken und Forschen Raum geschaffen. Den Kindern stehen vielfältige(z.B. Magnetwerkstatt, Stromwerkstatt, Bau- und Konstruk- tionswerkstatt) und auch besondere (z.B. Tablets, Endoskop Kameras) Materialien zur Verfügung. Dem Forscherdrang der Kinder wird Raum und Zeit gegeben und Forscher- fragen, Vermutungen und Hypothesen können nachgegangen werden. Zur unters tüt- zenden Ausgestaltung des MINT–Ansatzes in der geplanten Kindertageseinrichtung wer- den Fortbildungsmöglichkeiten durch das Haus der kleinen Forscher in Anspruch genom- men. Ziel ist es, durch die Bestrebung der Kindertageseinrichtung als Haus der kleinen Forscher zertifizieren zu lassen, Kindern schon frühzeitig die Lust und Freude am Erkunden der (Um-)Welt zu bestärken. Auch die Bildung für nachhaltige Entwicklung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Kinder lernen beispielsweise die Natur zu achten, bedacht mit Ressour- cen umzugehen, selbst Spielzeuge herzustellen und zu reparieren. Müll zu trennen und www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 14 Materialien zu recyceln. So entwickeln sie am Vorbild der Erwachsenen selbst ein Ver- ständnis für ihr eigenes Handeln und den Umweltschutz. Vorstellbar ist dafür die Etablie- rung einer kleinen Sammelstelle z.B. in Form eines Bauwagens in Anlehnung an das itali- enische Model einer ReMida in Reggio Emilia. Materialien, die in Industrie, Handel, Hand- werk und Gewerbe abfallen, werden als einzigartige Ressourcen in der ReMida gesam- melt und zum Spielen, Bauen, Konstruieren, Forschen, Gestalten, Neuentdecken und Zweckentfremden weiterverwendet. Eine ReMida weckt das Bewusstsein für Ressourcen und zeigt die Schönheit und Nutzbarkeit des vermeintlichen Abfalls. Wir begleiten die Kinder auf ihren Weg und ermöglichen ihnen ihre Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen. 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie- hung der Kinder von wesentli cher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehungspartnerschaft münden zu lassen, in der ▲ sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tages- einrichtung austauschen und kooperieren, ▲ die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertagesein- richtung) anerkannt wird, ▲ die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kinderta- geseinrichtung wahrgenommen wird, ▲ die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumge- bung zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich- tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und Erziehung des Kin- des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit auch die entsprechende Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Familien und Kindern - beides bedingt sich. In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind daher neben Elternabenden, Tür - und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko- operationsangebote vorgesehen: ▲ Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Fa- milie und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Reli- gion, Gewohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entspre- chend darauf eingehen zu können. ▲ Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Einschätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 15 Dies geschieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumen- tationen und der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. ▲ Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kin- dertageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. ▲ Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Pro- jekte. ▲ Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pä- dagogischer Aktivitäten und Projekte. ▲ Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schlafen, Interessen und Neigungen des Kindes. ▲ Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaus- tausch der Eltern untereinander. Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer- den. Elternbeschwerden werden im Rahmen d es FRÖBEL -Beschwerdemanagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 2.5.1 Gestaltung von Übergängen Eingewöhnung Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih- ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart- ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, d as sich entweder am Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri- tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin- der und Familien gleichermaßen. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 16 Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände- rung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperson könne n sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf- bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. Übergang in die Grundschule Auch der Übergang in die Grundschule wird von unseren Fachkräften kompeten t vor- bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei- tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten- jahr an Bedeutung. Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl Angebote für die Kinder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar- beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten. Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewo n- nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau- ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ- BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral verantwortlich für das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: ▲ Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtun- gen durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriteri- enkatalog (NKK) in Kindertageseinrichtungen. ▲ Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu pädagogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsent- wicklungsprozessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Ein- richtungen sicherzustellen. ▲ Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS. ▲ Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbe- gehungen www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 17 ▲ Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The- men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Si- cherheit, Hygiene und Datenschutz. ▲ Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fach- berater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig um- zusetzen und wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. verpflichtende externe Evaluation in Berlin). ▲ Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hinter- grund der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsent- wicklungsstrategie. ▲ Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das gemeinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotenti- ale zu erschließen. ▲ Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie- ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. ▲ Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 2.6.1 Interne Selbstevaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio- nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis d urch kon- krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantwor- tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages- einrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick- lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 2.6.2 Externe Evaluation FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei- nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto- ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu- ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädaQUI S gGmbH anhand der Krippen -, Kindergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ih- rer pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende Sys- tem einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Ein- richtungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourcenorientierten www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 18 Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich- tungen integriert und durch die Fachberatung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge- stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werden. Neue FRÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte- griert. 2.6.3 Fachberatung Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb bei FRÖBEL. Sie sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali- tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä- dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be- reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen im Sinne eines kollegiale n Beratungssystems zu stärken. Dieses syste- mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach- beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fachbe- ratung bei FRÖBEL nicht. 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele- ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei- nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be- dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 2.6.5 Elternbefragung Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be- standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergänzt damit als Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogi- schen Fachkräften. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die allen Ak- teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort Meyerbeerstraße wird einmal jähr- lich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch die Befra- gung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokussiert zu formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kindes/ihrer Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in anonymisierter Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 19 2.6.6 Personalmanagement Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bezüglich Anzahl sowie Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge- setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta- geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä- dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellenbeschreibungen, die sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professioneller Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL- Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. Individuelle berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinu- ierlicher kollegialer Fachaustausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und akademischen Berufsabschlüssen sind weitere wesentliche Elemente unseres Personal- entwicklungskonzepts. Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen hospitieren und sich in regionalen Arbeitskreisen zu pädagogischen Fragestellungen austauschen. Eine besondere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe ei- nes Konzepts von Fach- und Führungskarrieren realisiert, das eine Karrieremöglichkeit bei FRÖBEL darstellt. Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein tariflich verankertes Recht auf Freistel lung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran- staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage im Zuge der Fortbildungsinitiative des FRÖBEL -Curriculums ermöglichen den Teams ge- meinsames Diskutieren, Reflektieren und Vers tändigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzten Instrumenten der Perso- nalführung und -entwicklung: Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Regelmäßig stattfindende Teamberatungen Jährliches Personalentwicklungsgespräch Fachtage Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor- bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimm t mit ei- nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nach einem transparenten Leitungs- konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL -Leitbild) Rahmen und Ori- entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter- stützt: www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 20 Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der Geschäftsleitung und Fachberatung Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich- keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh- men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera- tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 2.6.7 Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der Kinder ist in unseren Einrichtungen oberstes Gebot und ist im FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“ festgeschrieben. Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept wurde erstma- lig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst: ▲ Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren bei Kinderschutzfällen nach § 8a – Reaktion auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung außerhalb der Einrichtung: Hierzu arbeitet ein internes Kinder schutznetzwerk mit verantwortli- chen Kinderschutzbeauftragten und intern ausgebildeten Fachkräften vor Ort in den Regionen. Der Ablauf und die Dokumentation sind verbindlich geregelt. ▲ Der institutionelle Kinderschutz – das Vorgehen, wenn die Kindeswohlgefährdung vermutlich von Mitarbeiter*innen an den zu betreuenden Kindern ausgeht. Grundlegend sind dabei die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen (Er- weitertes Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen, wie der Handlungsrahmen b zw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. Darüber hinaus sind vorrangig die präventiven Maßnahmen, auch in Verbindung mit dem FRÖBEL-Curriculum und der Umsetzung des Leitbildes und der Rahmen- konzeption, umzusetzen. Das Ablaufverfahren im Falle einer vermutlichen Kinder- schutzproblematik, ausgehend von Mitarbeiter*innen, steht in Verbindung mit dem professionellen Umgang mit diesbezüglichen Elternbeschwerden und akti- viert in der Regel das Krisenmanagement von FRÖBEL. ▲ Das Sexualpädagogische Konzept in Kindertagesstätten (sowie in anderen Berei- chen der „Hilfen zur Erziehung“, insbesondere für die Tagesgruppe und die Wohn- gruppe) und der Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern. Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orientieru ngshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung bei von FRÖBEL betreuten Kindern und Famil ien er- folgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kinder- schutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fach- stellen vor Ort. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 21 Kinderschutz heißt auch, dass selbstverständlich gewaltfrei mit den uns anvertrauten Kin- dern umgegangen wird. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team werden Haltung sowie die Wirkung von Worten und Handlungen geprüft. Dieser fest installierte Teamprozess stellt sicher, dass sich alle Mitar- beiter*innen der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kin- der zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 22 3 Finanzmanagement Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung von FRÖBEL in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni- sche Führung gewährleistet. Der FRÖBEL-Haustarifvertrag FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli- che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitkonten, Regelungen zur Höhergruppierung auf der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah- lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver- träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden. Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit Gültigkeit ab 01.07.2017 (in EUR) befindet sich im Anhang (siehe Anhang FRÖBEL-Haustarifvertrag). www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 23 4 Finanzierung Als frei gemeinnütziger Träger geht FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschafts ent- scheidung von einem kommunalen Zuschuss und somit einem abgesenkten Trägeranteil von 4,5 Prozent aus. Eine Zufinanzierung ist auch in Form von Belegplatzbuchungen im Rahmen von Unternehmenskooperationen denkbar. Sofern zum Zeitpunkt der angedachten Eröffnung des Kindergartens ein Fördermittelpro- gramm für die Ausstattung des Kindergartens erreichbar ist , wird FRÖBEL einen Antrag auf investive Fördermittel stellen um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren. Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen als auch durch Spenden. Die Kostenanteile für Verwaltung und Overhead entsprechen den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Maximalwerten. Sofern die Stadt Müns- ter der Bereitstellung von Belegplätzen an Unternehmen im Rahmen der besseren Ver- einbarkeit von Familie und Beruf positiv gegenüber steht, so stünden dem Kindergarten weitere finanzielle Mittel zur Verfügung, die in die weitere Ausprägung von Bildungs- schwerpunkten investiert werden können. Die Einnahmen aus Essensgeldern betragen pro Kind rund 55 Euro im Monat; zzgl. Einnahmen für Verpflegung von eigenen Beschäf- tigten. FRÖBEL legt hierbei eine Kostenkalkulation für eine Frischküche zugrunde . Das Angebot einer Frischküche ist in allen von FRÖBEL neu eröffneten Kindertageseinrichtun- gen fester Bestandteil und Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. FRÖBEL hat allein in den letzten zwei Jahren in Nordrhein-Westfalen neun neue Kinder- gärten eröffnet und verfügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Ar- chitekten unterstützen die Planungsprozesse daher fundiert und praxisnah. FRÖBEL selbst tritt üblicherweise als Mieter der Immobilien auf. FRÖBEL stellt bei Bedarf einen Kontakt zu einem bereits erfahren Investor her. Sollte die Stadt Münster bereits einen Investor über ein Auswahlverfahren bestimmt haben, steht FRÖBEL auch hier für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung zur Verfügung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen den durch das Kinderbildungsgesetz refinanzierten Werten ent- sprechen und als Planungsgrundlage dienen. Sofern eine Überschreitung der refinan- zierten Mietflächen bzw. Quadratmetermieter vorliegt, geht FRÖBEL davon aus, dass die entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale Sonderförderung ausgeglichen wer- den. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 24 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag *) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung Gruppe Stellenbezeichnung Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Stufe E Stufe F 0 Jahre 1 Jahr 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 18 jahre Einstieg 3 FP 9 FP 15 FP 15 FP 9 FP P10 Kindergartenleitung mehr als 17 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.563,69 3.658,50 3.780,33 3.902,14 4.023,96 4.163,20 P9 Kindergartenleitung bis 17 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.171,23 3.293,04 3.414,88 3.536,69 3.658,50 3.797,75 P8 Kindergartenleitung bis 8 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.045,47 3.167,27 3.289,11 3.410,93 3.532,73 3.671,98 P7 Koordinatorin 2.805,78 2.927,59 3.049,42 3.171,23 3.293,04 3.432,29 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum 2.831,82 2.953,65 3.075,47 3.197,27 3.336,52 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin 2.680,01 2.801,82 2.923,65 3.045,47 3.167,27 3.306,52 Erzieherin im Regeldienst mit Zusatzqualifikation und abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum 2.751,94 2.873,74 2.995,57 3.117,39 3.256,63 Erzieherin im Regeldienst 2.600,11 2.721,94 2.843,74 2.965,57 3.087,39 3.226,63 Erzieherin im Regeldienst mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum 2.693,36 2.815,18 2.937,00 3.058,82 3.198,07 Erzieherin im Regeldienst 2.541,53 2.663,36 2.785,18 2.907,00 3.028,82 3.168,07 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum 2.409,41 2.531,24 2.653,05 2.774,86 2.914,10 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 2.257,60 2.397,41 2.501,24 2.623,05 2.744,86 2.884,10 P2 Berufsbegleitende Ausbildung "PiA-Modell" *) 786,05 838,45 890,85 entfällt entfällt entfällt P1 Erziehungshelferin ohne Ausbildung 1.766,37 1.888,18 entfällt entfällt entfällt entfällt P4 P3 Beschäftigungszeit: Pädagogischer Bereich P6 P5 0 Jahre 1 Jahr 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 18 jahre Einstieg 1 FP 4 FP 4 FP 4 FP 3 FP T4 Küchenleitung ab 5 Regel-Beschäftigten 2.128,92 2.250,75 2.372,55 2.494,37 2.616,20 2.755,45 T3 Köchin/ technische Koordinatorin 2.070,90 2.192,74 2.314,55 2.436,36 2.558,19 2.697,43 T2 Wirtschaftsdienst/Haushandwerkerin/Reinigerin 1.595,82 1.656,74 1.717,64 1.778,55 1.900,37 2.039,62 T1 Ungelernte Reinigungskräfte/Hauswirtschaftshelferin 1.537,45 entfällt entfällt entfällt entfällt entfällt Beschäftigungszeit: Technischer Bereich www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte in der Meyerbeerstraße | 10.08.2017 25 5 Referenzliste Berlin Herr Sven Nachmann Abteilungsleitung Jugend und Familie, Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung Stadt Berlin, Tel. 030 - 90 22 75 503 Hamburg Herr Manfred Woynowski Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Freie und Hansestadt Hamburg, Tel. 040 - 428 63 6260 Köln und Umgebung Frau Carolin Krause Amtsleitung Kinder, Jugend und Familie Stadt Köln, Tel. 0221 – 2210 Leipzig Herr Dr. Nicolas Tsapos Jugendamt Stadt Leipzig, Tel. 0341 – 1234683 München Frau Dr. Susanne Herrmann Leitung Abteilung KITA, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, Tel. 089 – 239 84440
16 Bewerbung Kleine Riesen
1218 Zeichen
Bilinguale Kindertagesstätten Kindertagesstätten
Kleine Riesen Nord gGmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen
EINSCHREIBEN-EINWURF
Stadt Münster
Amt für-Kinder, Jugendliche und Familie
48127 :Münster
Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum
(0711) 35 116 40, Pw 31.08.2017
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertageseinrichtung
Mecklenbeck, Meyerbeerstraße
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme .der Trägerschaft der
Kindertagesstätte „Mecklenbeck, Meyerbeerstraße“ aufrechterhalten.
Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können wir sicherstellen.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Geschäftsführer
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen | Telefon: (07211) 35 11640 | Telefax: (0711) 35 116417 | www.littlegtants,de ] Info@littlegiants.de
Geschäftsführer } Dipl.-Ing. Jelena Wahler, MBA (Duke) | Dipl.-Ing. Peter Wahler, MBA {Duke)
Sitz der Gesellschaft | Esslingen am Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393
Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG | IBAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 } BIC GENODESIESS
19 Bewerbung Step Kids
1348 Zeichen
| AıEr Richtig gute KiTa. Step Kids KiTas gGmbH « Am Friedrichshain 22 « 10407 Berlin Stadt Mü Step Kids KiTas gGmbH tadt Münster Am Friedrichshain 22 48 127 Münster 10407 Berlin Tel.: 030 42029974 Fax: 030 42025935 www.stepke-kitas.de Ansprechpartner Brit Linde: b.linde@stepke-kitas.de Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für Agruppige Kindertageseinrichtung in Mecklenbeck in Münster Ausschreibungsnummer: 04/2017 Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 4gruppige Einrichtung in Mecklenbeck ab voraussichtlich Oktober 2018, entsprechend Ihrer Ausschreibung. Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für dieses Angebot maßgeblich und verbindlich. Den festgesetzten Trägeranteil von 9% gemäß KiBiz wird Stepke bei dieser 4gruppigen Einrichtung in vollem Umfang übernehmen. Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung. f Mit freundlichen Grüßen N LORD RT Dr. Kung Bektin IN Geschäftsführer Step Kids KiTas g.mbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften it}, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshaln 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 8 |
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (8)
- Meyerbeerstraße 1
- Hafenstraße 30
- Brockmannstraße 162
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Carlo-Schmid-Weg
- Loevelingloh
- Willingrott 49a
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0787/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.09.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37