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V/1006/2016

Digitale Stadt Münster: Einrichtung einer Stelle Breitbandkoordination

Vorlagen 03.11.2016

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V_1006_2016_Anlage1_Bericht_Breitbandkoordination

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

V_1006_2016_Anlage1_Bericht_Breitbandkoordination

20086 Zeichen

Breitbandkoordination 
 
 
 
 
Bericht an den Rat  
 
der Stadt Mü  nster

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
2 
 
Inhalt 
 
 
1. Einleitung und Ratsbeschluss .......................................................................................................... 3 
2. Aufgabenstellung nach Ratsbeschluss ............................................................................................ 4 
 Breitbandkoordinator .................................................................................................................. 4 
 Wirtschaftsförderung Münster (WFM) ....................................................................................... 4 
3. Projektbeteiligte .............................................................................................................................. 5 
4. Infrastrukturatlas für Münster ........................................................................................................ 6 
Datengrundlage und dargestellte Elemente ....................................................................................... 6 
Verwendung des Infrastrukturatlas .................................................................................................... 8 
5. Breitband in den Gewerbegebieten ................................................................................................ 9 
6. Breitbandbedarfe der Stadt Münster ............................................................................................ 11 
7. Tätigkeiten als Ansprech- und Koordinierungsstelle zum Thema Breitband in Münster ............. 13 
Deutsche Telekom - VDSL-Ausbau in Münster .................................................................................. 13 
Deutsche Glasfaser - Interessensbekundung an einigen Ausbaugebieten in Münster .................... 14 
Koordinierung von Baumaßnahmen der Stadtwerke Münster und des Tiefbauamtes mit 
Telekommunikationsnetzbetreibern ................................................................................................. 14 
Arbeitskreis mit dem umliegenden  Kreisen zum Thema Breitband ................................................. 15 
8. Weitere Schritte ............................................................................................................................ 15 
Beratungsleistung aus dem Bundesförderprogramm ....................................................................... 15

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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1. Einleitung und Ratsbeschluss  
 
Am 17.06.2015 wurde vom Rat der Stadt Münster die öffentliche Beschlussvorlage 
(Vorlagen-Nr.: V/0181/2015) "Digitale Stadt Münster: Breitbandausbau" verabschiedet. Mit 
diesem Beschluss wurde bei der münsterNETZ GmbH, einer Tochtergesellschaft der 
Stadtwerke Münster, die Stelle eines Breitbandkoordinators angesiedelt. Als 
Infrastrukturdienstleister für Münster sind die Stadtwerke und ihre Tochtergesellschaft 
münsterNETZ in besonderer Weise geeignet, Synergieeffekte zu nutzen und 
Tiefbaumaßnahmen im öffentlichen Raum hinsichtlich aktueller und perspektivischer 
Breitbandbedarfe zu analysieren und kooperative Ausbauvorhaben voranzutreiben. 
Zur Umsetzung der Aufgabenstellungen aus der Ratsvorlage V/0181/2015 wurde ein 
Projektteam unter Leitung des Breitbandkoordinators mit Vertretern der 
Wirtschaftsförderung Münster (WFM), der citeq sowie des Tiefbauamtes gegründet.

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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2. Aufgabenstellung nach Ratsbeschluss 
 
 Breitbandkoordinator 
 
Der Breitbandkoordinator fungiert als Informations- und Koordinierungsstelle insbesondere 
für Unternehmen, Infrastrukturinhaber, Telekommunikationsdienstleister, Investoren und 
bspw. auch Hochschulen sowie andere öffentliche Träger. Er soll alle Informationen zum 
Thema Breitband zusammentragen, mit Raumbezug darstellen und kooperative 
Ausbauprojekte vorantreiben. Vorhandenes Wissen soll gebündelt werden, neue 
Entwicklungen rasch analysiert und berücksichtigt und vorhandene Synergien genutzt 
werden. Tiefbaumaßnahmen im öffentlichen Raum, die möglicherweise für die Verlegung 
von Leerrohren und Lichtwellenkabel geeignet wären, sollen den 
Telekommunikationsdienstleistern aktiv kommuniziert werden. 
 
 Wirtschaftsförderung Münster (WFM) 
 
Die WFM soll in Abstimmung mit dem Breitbandkoordinator die Breitbandbedarfe in den 
Gewerbegebieten in Münster systematisch erfassen und Lösungsmöglichkeiten zu 
bestehenden Anbindungsmängeln darstellen.  
Ebenfalls soll ein Prozess mit interessierten Unternehmen, Infrastrukturanbietern und 
Telekommunikationsanbietern initiiert werden, der den Angebotsmangel unter 
ordnungspolitischen Rahmenbedingungen aufhebt. 
Bei der Neuerschließung von Gewerbegebieten soll die WFM die Verlegung von Leerrohren 
zur Aufnahme von Lichtwellenleitungen sicherstellen.

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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3. Projektbeteiligte 
 
Unter der Leitung des Breitbandkoordinators haben sich folgende Projektbeteiligte 
zusammen gefunden. Die jeweiligen Einrichtungen haben dabei spezielle 
Breitbandschwerpunkte die im Rahmen des Gesamtprojektes bearbeitet werden. 
 münsterNETZ GmbH 
o Breitbandkoordinator; Projektleitung und Ansprechpartner 
 
 Stadtwerke Münster GmbH 
o Inhaber von Infrastruktur in erheblichen Umfang in Münster 
o Ausführung von diversen Tiefbaumaßnahmen in Münster in allen 
Versorgungssparten 
 Tiefbauamt Münster 
o Betreiber des städtischen Leerrohrnetzes 
o Betreuung, Begleitung und Genehmigungen der ausbauenden 
Telekommunikationsunternehmen 
o Ausführung von Tiefbaumaßnahme im Straßen- und Kanalbau 
  Wirtschaftsförderung Münster 
o Ansprechpartner für Gewerbekunden und Wirtschaft in Münster  
 citeq 
o Repräsentant der kommunalen Breitbandbedarfe in Münster 
o Breitbandanbindungen für Schulen, Stadthäuser, Verwaltungsnebenstellen, 
Flüchtlingsunterkünfte usw. 
o Ggf. Breitbandanbindung für die Rathäuser von Umlandskommunen

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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4. Infrastrukturatlas für Münster 
 
Im Rahmen des Projektes Breitbandkoordination haben die Projektbeteiligten einen 
Infrastrukturatlas für Münster erarbeitet. Dies ist ein Tool, welches im geografischen 
Informationssystem (GIS-System) des Vermessungs- und Katasteramt angesiedelt ist.  
Datengrundlage und dargestellte Elemente 
 
Die Datengrundlage des Infrastrukturatlas sind zum einen die "kommunalen" Leerrohre des 
Tiefbauamtes und zum anderen der Stadtwerke Münster. Diese wurden im Infrastrukturatlas 
erstmals in einem gemeinsamen Planwerk dargestellt. Somit können Synergien bei 
Ausbauvorhaben durch die Nutzung von Leerrohren beider Institutionen genutzt werden.  
 
 
Neben den Leerrohren sind ebenfalls die Gewerbegebiete innerhalb der Stadt Münster im 
Infrastrukturatlas dargestellt. Diese Daten wurden von der Wirtschaftsförderung Münster 
zur Verfügung gestellt.

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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Seitens der citeq wurden die Daten ihres Bestandsnetzes sowie Standortdaten städtischer 
Gebäude zur Verfügung gestellt, die zukünftig an das Breitbandnetz der citeq angeschlossen 
werden sollen. Zu diesen Standorten gehören Schulen, Verwaltungsgebäude und diverse 
weitere öffentliche Einrichtungen der Verwaltung.

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Verwendung des Infrastrukturatlas 
 
Derzeit haben die Projektbeteiligten Zugriff auf den Infrastrukturatlas. Ziel ist es, mit diesem 
Infrastrukturatlas die identifizierten Bedarfe, sowohl die kommunalen als auch Bedarfe in 
Gewerbegebieten, mit der verfügbaren Infrastruktur zu verschneiden um konkrete 
Anbindungsmängel auf passiver Infrastrukturebene zu beheben. 
Bereits im Jahre 2016 wurde das erste Projekt, die Anbindung eines  zusätzlichen 
Verwaltungsgebäudes an das städtische LWL-Netz, mit Hilfe des Infrastrukturatlas 
umgesetzt. Dank der gemeinsamen Darstellung der Leerrohre des Tiefbauamtes und der 
Stadtwerke Münster, konnte eine Anbindungslänge von ca. 1,6 km des Ausweichquartiers 
weitestgehend ohne Tiefbau erfolgen. Durch die verbesserte Kommunikation und die  
gemeinsame Nutzung der Infrastruktur beider Projektbeteiligten konnten ca. 900 Meter 
Tiefbau vermieden werden. 
Weitere Projekte, zur Anbindung von öffentlichen Einrichtungen und Schulen sind derzeit in 
der Planung.

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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5. Breitband in den Gewerbegebieten  
 
Ermittlung der Breitbandbedarfe in den Gewerbegebieten 
Die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) hat im April 2016 ergänzend zu den sechs 
bereits durchgeführten Befragungen (2010 bis 2015) eine schriftliche Befragung zur 
bestehenden und gewünschten Internetanbindung in drei weiteren Gewerbegebieten 
durchgeführt. Ziel der Befragung war es, mögliche Bedarfe bzw. Unterversorgungen zu 
erkennen. 
Die Auswahl der Gewerbegebiete erfolgte nach der Anzahl der ansässigen Unternehmen. Es 
wurden jeweils ein Gewerbegebiet mit dem Branchenschwerpunkt „Produktion u. Logistik“, 
„Handel u. Gastronomie“ sowie „Dienstleistung“ ausgewählt. Insgesamt wurden rund 325 
Unternehmen in den Gewerbegebieten „Süd-Höltenweg“, „Süd-Siemensstraße“ und „Roxel–
Nottulner Landweg“ angeschrieben. Die Unternehmen wurden gebeten, in einem 
Fragebogen mit überwiegend standardisierten Fragen Angaben zu ihrer jetzigen und zur 
gewünschten Internetanbindung zu machen. Der Fragebogen konnte seitens der 
Unternehmen via Fax oder Internet als auch postalisch zurückgesandt werden. Für 
Rückfragen stand im Befragungszeitraum ein Mitarbeiter der WFM zur Verfügung. 
Lediglich 36 Unternehmen nahmen an der Befragung teil, was einer Rücklaufquote von 11% 
entspricht.  72% der antwortenden Unternehmen sind mit Ihrer jetzigen Internetanbindung 
weniger zufrieden oder unzufrieden, da sie über langsame Geschwindigkeiten auf DSL-
Niveau verfügen (unter 10 Mbit/s). Die Mehrheit der Befragungsteilnehmer wünscht sich 
allerdings weitaus höhere Geschwindigkeiten zwischen 50 und 100 Mbit/s (Vectoring-
/Glasfaserniveau), 22% gaben den Breitbandbedarf sogar mit 100 Mbit/s oder mehr 
(Glasfaserniveau) an. 
Knapp die Hälfte der Unternehmen zahlt derzeit weniger als 100 € im Monat für den 
Internetanschluss, etwas mehr als ein Drittel der Unternehmen zahlt zwischen 100 und 200 
€. Die Mehrheit der Unternehmen (64%) wäre bereit für einen leistungsfähigeren 
Internetanschluss bis zu 200 €/ Monat zu zahlen. Für Anschlüsse über 200 € gibt es nur 
vereinzelt eine Zahlungsbereitschaft. Dies entspricht dem Bild, dass die WFM in 
vorangegangenen Bedarfsanalysen gewonnen hat: Ein Großteil der Unternehmen ist nicht

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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bereit, die höheren Kosten für einen leistungsfähigeren VDSL-, Vectoring- oder 
Glasfaseranschluß zu tragen. Dies betrifft sowohl Kosten für infrastrukturellen Aufwand 
(Tiefbau und Hausanschluss) als auch die Kosten für die gewerblichen Tarifsysteme der 
Telekommunikationsdienstleister mit entsprechenden Serviceversprechen (Business-Tarife). 
Die WFM wird auf die unzufriedenen Unternehmungen zugehen, um im Dialog mit 
Telekommunikationsanbietern Lösungsmöglichkeiten für bestehende Unterversorgungen zu 
finden. 
Aufhebung von Anbindungsmängeln 
Im Technologiepark konnte auf Initiative der WFM in Kooperation mit dem deutsch-
niederländischen Gemeinschaftsunternehmen NDIX BV (Nederlands-Duitse Internet 
Exchange) eine Angebotsverbesserung erreicht werden. Nach erfolgter Nachfragebündelung 
wird bis September 2016 ein neues Glasfasernetz geschaffen. Die angeschlossenen 
Unternehmen verfügen dann über einen überdurchschnittlichen Breitbandanschluss mit 
einer Geschwindigkeit von 1Gbit/s (garantiert und symmetrisch). Ein Novum ist das vom 
NDIX angebotene „Open-Access-Modell“: Die Unternehmen können auf einem vom NDIX zur 
Verfügung gestellten Marktplatz zwischen ca. 80 IT-Dienstleistern frei wählen. Es erfolgt 
somit eine Trennung zwischen Netz und Dienstleistung. 
Leerrohrverlegung bei der Erschließung neuer Gewerbegebiete 
Im Hansa-BusinessPark ist die WFM Erschließungsträgerin der Stadt Münster und hat bzw. 
wird im gesamten Gebiet beidseitig der Straßen eigene zusätzliche Leerrohre verlegen 
lassen. Mit der TELEKOM wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, der die Versorgung 
des Gebietes mit 50 Mbit/s. sicherstellt. Ein weiterer Kooperationsvertrag wurde mit dem 
NDIX abgeschlossen, dieser sieht eine Versorgung bei Bedarf bis zu 1 Gbit/s. (garantiert und 
symmetrisch) vor. Damit kann von der WFM im Hansa-BusinessPark jederzeit auf die 
Nachfrage nach individuellen Breitbandbedarfen reagiert werden.

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6. Breitbandbedarfe der Stadt Münster 
 
Die citeq betreibt zentral für die Stadtverwaltung Münster u. a. ein Datennetz zur Anbindung 
der  Verwaltungsstandorte, Kitas, Schulen und sonstigen Standorten  
Die citeq hat zur nachhaltig wirtschaftlichen Bedarfsdeckung eine Planung für die Anbindung 
von weiteren 92 Standorte (Schulen, Verwaltungsstandorte, Kita´s und Rettungswachen) mit 
einer Gesamtstrecke von ca. 50 km an das städtische Datennetz erstellt. Diese Planung dient 
zur Umstellung von derzeit angemieteten Datenleitungen auf eigene 
Lichtwellenverbindungen. Hierbei wurde der Ratsbeschluss zur Vorlage V/0916/2015 – 
Digitale Stadt Münster: Neukonzeption des Medienentwicklungsplanes  berücksichtigt. 
Weitere, derzeit noch nicht an ein Datennetz angebundene Verwaltungsstandorte, 
insbesondere 9 Rettungswachen, sind mit in die Planung aufgenommen. 
Planungsgrundlage ist der Infrastrukturatlas. Die inzwischen vorliegende 
Aufwandskalkulation zeigt, dass für die allermeisten Anbindungen bei Nutzung vorhandener 
Leerrohre des Tiefbauamtes und der Stadtwerke (Anmietung) und eines planmäßigen 
weiteren Ausbaus der Leerrohrverbindungen für Erweiterungsstrecken bereits kurzfristig ein 
wirtschaftlicher Betrieb möglich ist.  
In die weiteren Planungen wird der Breitbandkoordinator der Stadt Münster eng einbezogen 
zur Erschließung möglicher Synergien mit anderweitigen Netzausbauplanungen sowie ggf. 
zur Beantragung eventueller Fördermittel.

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Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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7. Tätigkeiten als Ansprech- und Koordinierungsstelle zum Thema 
Breitband in Münster 
 
In der Tätigkeit als Ansprech- und Koordinierungsstelle erreichten den Breitbandkoordinator 
diverse Anfragen. Dies waren zum Teil Anfragen von Bürgern der Stadt Münster, die Fragen 
zum Thema Breitband hatten oder über eine nicht zufriedenstellende Bandbreite verfügten. 
Diese Fragen konnten ausnahmslos beantwortet werden oder den anfragenden Personen 
wurde ein adäquater Ansprechpartner bei den hiesigen Netzbetreibern vermittelt. 
Ebenfalls hat der Breitbandkoordinator Gespräche mit diversen Netzbetreibern zu deren 
Ausbauvorhaben in Münster geführt: 
Deutsche Telekom - VDSL-Ausbau in Münster 
 
Bereits im Dezember 2015 hat der Breitbandkoordinator ein Austauschgespräch mit der 
Deutschen Telekom zum geplanten und bereits durchgeführten VDSL-Ausbau (Vectoring) in 
Münster geführt. Im Jahre 2014 /2015 hat die Deutsche Telekom in den Stadtteilen Hiltrup 
und Amelsbüren den VDSL-Ausbau bereits durchgeführt und ist somit in der Lage, den 
Endkunden eine Bandbreite bis zu 100 Mbit/s im Download anzubieten. Ein weiterer VDSL-
Ausbau wurde in dem Gespräch für den Vorwahlbereich "0251" in Münster für das Jahr 2016 
angekündigt, dieser Ausbau d wird derzeit durchgeführt. 
Als Ergebnis dieses Gesprächs wurde der Deutschen Telekom durch die Stadtwerke Münster  
die entgeltliche Nutzung von Leerrohrkapazitäten angeboten.

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Deutsche Glasfaser - Interessensbekundung an einigen Ausbaugebieten in 
Münster 
 
Die Deutsche Glasfaser, ein Unternehmen, das derzeit einige unterversorgte Gemeinden im 
Umland von Münster mit Glasfaser erschließt, hat ebenfalls den Kontakt zum 
Breitbandkoordinator aufgenommen. In einem ersten Gespräch wurde Interesse an einem 
Ausbau in Teilbereichen der Stadt Münster signalisiert.  
Desweitern hat die Deutsche Glasfaser Interesse an einer Erschließung von einigen 
Gewerbegebieten in Münster geäußert. Dazu hat das Unternehmen parallel Kontakt zur 
Wirtschaftsförderung Münster aufgenommen. Die Wirtschaftsförderung Münster ist in dem 
Punkte im engen Austausch mit dem Breitbandkoordinator. 
Auch das Tiefbauamt Münster befindet sich im engen Kontakt mit der Deutschen Glasfaser. 
Diese Gespräche beziehen sich auf technische Fragen des Tiefbaus. 
Da der Austausch mit der Deutschen Glasfaser seitens des Tiefbauamts, der 
Wirtschaftsförderung Münster und des Breitbandkoordinators noch nicht abgeschlossen 
sind, kann an dieser Stelle noch kein Ergebnis genannt werden. 
 
Koordinierung von Baumaßnahmen der Stadtwerke Münster und des 
Tiefbauamtes mit Telekommunikationsnetzbetreibern 
 
Die Baumaßnahmen im öffentlichen Raum, die die Stadtwerke Münster und das Tiefbauamt 
in den Versorgungssparten durchführen, werden während des Planungsprozesses aktiv den 
Telekommunikationsnetzbetreibern kommuniziert. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit für 
die Telekommunikationsnetzbetreiber, eventuelle eigene Ausbaumaßnahmen mit den 
Bauvorhaben der Stadtwerke Münster und des Tiefbauamtes zu koordinieren. Durch diesen 
Abstimmungsprozess, der mittlerweile gelebte Praxis ist, werden zum Teil doppelte 
Baumaßnahmen am gleichen Ort durch verschiedene Netzbetreiber vermieden.

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Arbeitskreis mit dem umliegenden  Kreisen zum Thema Breitband 
 
Das Thema Breitband/Breitbandkoordination ist bei den umliegenden Kreisen meist bei dem 
Wirtschaftsförderungsunternehmen auf Kreisebene angesiedelt. Diese 
Breitbandverantwortlichen der Kreise (z.B. die Kreise Steinfurt, Coesfeld und Warendorf) 
haben sich in einem gemeinsamen Arbeitskreis organisiert und sind im engen Austausch zu 
aktuellen Themen. Ebenfalls wurden schon Workshops mit dem Breitbandbüro des Bundes 
(ateneCOM) und breitbandconsulting.NRW zu diversen Themen wie der Förderkulisse auf 
Bundes- und Landesebene durchgeführt. 
Der Breitbandkoordinator der Stadt Münster, ist ebenfalls in diesem Arbeitskreis vertreten. 
8. Weitere Schritte 
 
Beratungsleistung aus dem Bundesförderprogramm 
 
Das Bundesförderprogramm Breitband fördert neben Infrastrukturprojekten, auch den 
Einsatz von Beratern. Diese Berater sollen Städte, Kreise und Gemeinden bei den komplexen 
Fragestellungen rund um das Bundesförderprogramm Breitband unterstützen. Die 
Förderung von Beratungsleistungen soll ausdrücklich der Unterstützung bei der 
Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen dienen. Die Antragstellung 
muss nicht zwingend in ein Ausbauprojekt münden. 
Mit Hilfe dieser Beratungsleistung sollen eventuell förderfähige Gebiete in Münster, sofern 
vorhanden, identifiziert werden. Diese Gebiete sollen zu einem Projektgebiet 
zusammengefasst werden und die notwendigen Schritte für eine eventuelle Förderung 
sollen vorbereitet werden.  
Im Rahmen der Breitbandkoordination wurde alles Notwendige in die Wege geleitet, um den 
ersten Schritt in dem Bundesförderprogramm, die Beantragung der Beraterleistung, zu 
gehen. Eine notwendige Registrierung im Breitbandportal des Bundesministeriums für 
Verkehr und digitale Infrastruktur wurde durchgeführt und der Antrag zur Förderung der 
Beraterleistung wurde für die Stadt Münster erarbeitet und eingereicht. Dieser Förderantrag

Breitbandkoordination   - Bericht an den Rat der Stadt Münster 
 
 
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wurde am 27.06.16 positiv beschieden. Die Förderhöhe der Beratungsleistung beläuft sich 
auf 50.000€. 
Die weiteren Schritte zur Verwendung der Fördermittel werden mit der Stadt Münster 
abgestimmt.

Beschlussvorlage

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V/1006/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
citeq 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Digitale Stadt Münster: Einrichtung einer Stelle Breitbandkoordination 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
17.11.2016 Betriebsausschuss der citeq Vorberatung 
01.12.2016 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E -Government
 Vorberatung 
07.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
14.12.2016 Rat Entscheidung 
 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat beschließt, dass bei der citeq eine auf drei Jahre befristete Stelle (EG12: ca. 
85.000,-  € Jahreskosten) für eine/n Breitbandkoordinator/in eingerichtet wird unter der Vo-
raussetzung einer Förderung gemäß Richtlinie des Landes NRW über die Gewährung von 
Zuwendungen an Kreise und kreisfreie Städte für die Breitbandkoordination und für die Er-
stellung von Next Generation Access (NGA) Entwicklungskonzepten vom 01.06.2016 in Hö-
he von jeweils 50.000,- € für drei Jahre. 
  
2. Die über die Fördersumme hinausgehend zu finanzierenden Stellenanteile werden für die 
Umsetzung  von Planungsaufgaben im Bereich des – ebenfalls über drei Jahre vorgesehe-
nen - Ausbaus des stadteigenen Lichtwellennetzes (Breitbandausbau Schulen) eingesetzt. 
 
3. Der Rat nimmt im Rahmen des beigefügten Tätigkeitsberichtes des Breitbandverantwortli-
chen bei der münsterNETZ GmbH zur Kenntnis, dass das Unternehmen diese Verantwor-
tung aufgrund seiner Provideraktivitäten nicht mehr wahrnehmen kann. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Personalkosten zum Ausbau des stadteigenen Lichtwellennetzes in Höhe von 35.000,- €  für die 
folgenden 3 Jahre. Diese werden im Wirtschaftsplan 2017 der citeq veranschlagt. 
 
 
 
Begründung: 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/1006/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Schoenfelder 
Ruf: 
492-1800 
E-Mail: 
Schoenfelder@citeq.de  
Datum: 
04.11.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/1006/2016 
 
Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur ist ein Schlüsselfaktor der Stadtentwicklung und Voraus-
setzung für den Weg der Stadt Münster zur zukunftsfähigen Digitalen Stadt. Die unterschiedlichen 
Provider betreiben in Münster den Netzausbau mit jeweils eigenen Zielsetzungen. Auf Basis des ak-
tuellen Stand des gesamten Breitbandausbaus ist ein Handlungskonzept zur Förderung der Breit-
bandsituation in der Stadt Münster zu erarbeiten und umzusetzen.  
 
Der/ Die  Breitbandkoordinator/in steht als offizieller Ansprechpartner/in für alle Fragestellungen zum 
Breitbandausbau zur Verfügung. Er/ Sie  berät die lokalen Akteure und initiiert auf Basis von  Analy-
sen übergreifende Lösungsansätze und entsprechende NGA-Projekte zur Optimierung der Breitband-
versorgung von Wirtschaft, Unternehmen und Behörden. 
 
Der weitere Ausbau zur breitbandigen Anbindung der städt. Schulen und Dienstgebäude an das 
stadtinterne Netz ist für die Jahre 2017 – 2019 geplant (s. Vorlage V/0969/2016). Für die Umsetzung 
dieser Planung können die Stellenanteile genutzt werden, die nicht über die Fördersumme finanziert 
werden können. 
 
 
 
I. V.  
 
gez.  
 
Wolfgang Heuer 
Stadtrat

Beratungsverlauf (4)

17.11.2016 Betriebsausschuss der citeq
TOP 4.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
01.12.2016 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government
TOP 12 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
14.12.2016 Rat
TOP 12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Nottulner Landweg
  • Siemensstraße
  • Höltenweg

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Details

Aktenzeichen
V/1006/2016
Typ
Vorlagen
Datum
03.11.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37