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V/0868/2013

Das Städtedreieck Münster, Osnabrück, Netwerkstad Twente (MONT): Rückblick, Sachstand, Perspektiven

Vorlagen 05.11.2013

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Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

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V/0868/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Das Städtedreieck Münster, Osnabrück, Netwerkstad Twente (MONT): Rückblick, Sachstand, 
Perspektiven 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
06.02.2014 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
12.02.2014 Hauptausschuss Bericht 
12.02.2014 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1. Rückblick 
1.1 Anlass der Berichterstattung 
Das heutige Städtenetzwerk Münster (M), Osnabrück (O) und die Netwerkstad Twente, die aus 
den Gemeinden Enschede, Hengelo, Almelo,  Borne und Oldenzaal besteht (=NT),  k urz MONT 
genannt, kann im Dezember 2014 auf eine 25 -jährige Kooperationszeit zurückblicken. Diese lan-
ge Tradition der internationalen Städtekooperation gibt Anlass für eine Standortbestimmung, in 
der neben einem Überblick zu den formal -organisatorischen Rahmenbedingungen und den aktu-
ellen und mittelfristigen Arbeitsschwerpunkten auch Perspektiven für die zukünftige Zusamme n-
arbeit aufgezeigt werden sollen. Mit dieser Intention haben die Oberbürgermeister der MONT -
Städte bei ihrem letzten Spitzengespräch am 1 8.03.2013 die Wichtigkeit und Notwendigkeit u n-
terstrichen, die politischen Gremien und die Räte im Rahmen einer Vorlage über die MONT -
Arbeit zu informieren und dabei die B edeutung der euregionalen oberzentralen Kooperation für 
eine Positionierung in Europa  und die europäische Förde rkulisse aufzuzeigen. Damit wird den 
Räten der MONT -Städte eine zwischen den Städten inhaltlich abgestimmte Vorlage über den 
Sachstand und die Perspektiven von MONT vorgelegt.  
Ein weiterer Bezugpunkt ist die Vorlage V/0319/2013 ‚Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-
R/0009/2013 ‚Europa als Chance für Münster’; hier insbesondere der Beschlusspunkt 6, in dem 
die Verwaltung beauftragt wird, die Kooperation im Städtenetzwerk MONT (Münster, Osnabrück, 
Netwerkstad Twente)  in einer V orlage für die Fachausschüsse und den Rat aufzubereiten, und 
dabei aktuelle sowie mittelfristige Arbeitsschwerpunkte und Perspektiven für die zukünftige Z u-
sammenarbeit aufzuzeigen. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0868/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Kreft-Kettermann 
Ruf: 
492 61 70 
E-Mail: 
KreftH@stadt-muenster.de 
Datum: 
05.12.2013 
Öffentliche Berichtsvorlage

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V/0868/2013 
 
1.2 Rückblick auf Entstehung und inhaltliche Schwerpunkte 
Wie alles begann 
Der Startschuss für das Städtedreieck fiel im Dezember 1989. Die fachliche Grun dlage bildete 
die „4. Nota Ruimtelijke Ordening“, die die Städte Enschede und Hengelo als städtischen Kn o-
tenpunkt auswies und eine Zusammenarbeit mit den beiden deutschen Oberzentren Münster und 
Osnabrück empfahl. Die Entwicklungskommission sah schon seinerzeit in der Verknüpfung und 
Vernetzung einzelner Regionen besondere Entwicklungschancen und die Möglichkeit, sich inte r-
national besser profilieren zu können. 
Mit dieser Empfehlung ergriffen die vier Städte die Initiative und schlossen sich zu einem gren z-
überschreitenden deutsch-niederländischen Städtenetzwerk, dem Städtedreieck Enschede, Hen-
gelo, Münster, Osnabrück, zusammen.  
Damit waren sie Schrittmacher einer Entwicklung, die  zwischenzeitlich auch andere Städte und 
Regionen erreicht hat (dokumentiert im Projekt ‚Metropolitane Grenzregionen: überr egionalen 
Partnerschaften in grenzüberschreitenden Verflechtungsregionen’ des Bundesm inisteriums für 
Verkehr, Bau und Stadtentwicklun g 2011). Als Hauptzielsetzung für das Städtedreieck wurde 
seinerzeit u. a. formuliert, mit gemeinsamen Bemühungen als europäische Partnerstädte die wei-
tere Entwicklung vor allem in den Bereichen der internationalen und interregionalen Erreichba r-
keit (Verkehr) sowie der Wirtschaft, Technologie und Wi ssenschaft aktiv voranzutreiben und in 
der Funktion eines Motors, die Städte und damit auch die Region in einem Europa der Regionen 
zu positionieren. Eine Formulierung, die heute nahezu 25 Jahre später an Aktualität nach wie vor 
Bestand hat und im Kontext der aktuellen europäischen Politik mit dem Fokus auf ein ‚Europa der 
Regionen’ wie auch der Ausrichtung der europäischen Förderprogramme an zentraler Bedeutung 
gewinnt. 
Mit dem Entwurf der 5. Nota der niederländi schen Raumordnung erhielten 2001 die Städte E n-
schede, Hengelo, Almelo, Borne den Status der Ne twerkstad Twente (NT), 2006 kam Oldenzaal 
dazu. Das führte dazu, dass das Kooperationsdreieck mit insgesamt 830 000 Einwohnern seither 
den Namen MONT trägt (siehe Anlage).  
Rückblick auf Schwerpunktprojekte 
Obgleich jede einzelne Stadt eigene Strukturen, Entwicklungsansprüche und Profile aufweist, hat 
es sich doch gezeigt, dass es Gemeinsamkeiten in oberzentralen Fragestellungen gibt, die effe k-
tiver und mit der Lob by und dem Know-How von Großstadtverwaltungen gemeinsam gelöst we r-
den können. Im Fokus der Zusammenarbeit, das wird rückblickend deutlich, standen der gemein-
same Einsatz für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Stärkung der regionalen Wirtschaft, 
insbesondere durch gezielte Vernetzung und Schaffung von Synergieeffekten, aber auch das 
gegenseitige Kennenlernen, so zum Beispiel durch den ‚Tag des Gastes’, wo Bürgerinnen und 
Bürger zu Besuch in den jeweiligen Partnerstädten waren (Juni 2003). 
Zentrales Anliegen war und ist auch stets die gemeinsame Vertretung oberzentraler Int eressen, 
die insbesondere bei einem Schulterschluss in der Positionierung zu wichtigen ve rkehrs- und 
raumordnungspolitischen Vorhaben über sogenannte Resolutionen zum Tr agen kam (z. B . zum 
Bundesverkehrswegeplan, zur Betuweline, zur Berlin-Line). 
Um einen Eindruck der MONT-Kooperation zu bekommen, sollen beispielhaft zwei Schwerpunkt-
projekte der letzten Jahre kurz vorgestellt werden: 
Gemeinsamer Einsatz für die Stärkung und den Ausbau  des Ost-West-Korridors  
Eine große Chance dieser internationalen oberzentralen Kooperation liegt in der Lag egunst. Das 
Städtedreieck MONT liegt im zentralen Einzugsbereich und Kernraum bedeutender En twick-
lungs- und Verkehrsachsen. Die zentrale Lage an der  Nord-Süd-Achse sowie an der West -Ost-
Achse, wobei letztere zu den zentralen Wachstumskorridoren im Europa der Regionen (TEN -T = 
Transeuropean Transportnetwork) zählt, ist entscheidend für die Partizipation am wirtschaft s-
strukturellen wie auch verkehrswirt schaftlichen Leistungsaustausch sowie den möglichen En t-
wicklungsimpulsen. Hier gilt es, aufgrund der skizzierten Lagegunst insbesond ere bei stark 
wachsenden west-ost-gerichteten Verkehrsströmen, nicht zum passiven Transitraum zu werden,

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sondern aktiv an der wirtschaftlichen Entwicklung teil zu haben und die Position des Städtenetzes 
auf Landes- und Bundesebene sowie im europäischen Konzert der Regionen zu stärken. 
In diesem Zusammenhang hat sich das Städtedreieck kontinuierlich - erstmals im Jahr 2001 mit 
dem Projekt ‚Randstad – Twente – Berlin (kurz: Berlin -Linie) -  für den Ausbau der West -Ost-
Achse (Amsterdam – Berlin – Warschau) als europäische Wirtschafts - und Transportachse ei n-
gesetzt; ein Engagement, das sich gelohnt hat, da der Nordsee Baltikum Korridor (bestehend aus 
dem früheren Baltikum Korridor und dem neuen Corridor2)  im TEN -T Kernnetzwerk der europäi-
schen Union aufgenommen worden ist. Das Kernnetzwerk priorisiert die wichtigsten Verbindu n-
gen und Knotenpunkte von TEN-T, es besteht aus neun Kernkorridoren. 
Damit ist die West -Ost-Achse weiterhin ein zentrales Arbeitsfeld, wobei der Fokus aktuell nicht 
allein auf die Verkehrs- und Transportachse, sondern stärker auf die Positionierung des Korridors 
als wirtschaftsstarker und europäisch orientierter Innovationsraum gerichtet wird. 
MONT-Mapping 
Die räumlich aufgeweitete Ausrichtung war auch ein Ergebnis des MONT -Mapping-Prozesses, 
der im Jahr 2005 aufgenommen wurde. Den Hintergrund hierzu bildete eine Initiative der Provinz 
Overijssel, den deutsch -niederländischen Grenzraum mit einer grenzüberschreitenden strateg i-
schen Perspektive auszustatten und daraus gemeinsame Handlungsoptionen zu erarbeiten. Den 
Kommunikationsrahmen boten die sogenannten Twente -Konferenzen, die unter dem Motto 
‚Twente in internationaler Perspektive (TiiP)’ durchgeführt wurden. In einem der ersten aus dieser 
Zusammenarbeit entstandenen Projekte – initiiert auf der Twentekonferenz 2007 in Rheine und 
unterstützt durch die Bezirksregierung Münster -  sollte (im wahrsten Sinne des Wortes) ein ‚Bild’ 
der Region erarbeitet werden, das die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Stärken des Lebens-
raumes abbildet. Das Städtedreieck hat seinerzeit diese Initiative zum Anlass genommen, sich im 
europäischen Raum stärker zu positionieren und die ses Ziel unter Mitnahme der R egion im 
MONT-Mapping-Prozess zu erarbeiten. Unter Beteiligung der EUREGIO und finanziert mit I N-
TERREG-III A Mitteln über das People -to-People-Programm wurde in der Zielsetzung formuliert, 
„die Qualität, Intensität und Effizien z der interregionalen Zusammenarbeit in der MONT -Region 
zu verbessern und die MONT -Region in europäischen Netzwerken zu stä rken“. Das Ergebnis 
wurde gut ein Jahr später auf der vierten Konferenz ‚Twente in intern ationaler Perspektive’ am 
11.06.2008 in Nordhorn und auch bei einer eigenen Abschlusskonferenz in Osnabrück 2009 pr ä-
sentiert, zu der Oberbürgermeister Pistorius eingeladen hatte. 
Die Inhalte sind nach wie vor aktuell und stehen im Internet zum Download bereit unter 
 
http://www.osnabrueck.de/images_design/Grafiken_Inhalt_MONT/MONT-
Mapping__Praes_17.06.09.pdf 
 
Die herausgearbeiteten Stärken des MONT -Raumes lassen sich unter WWW = Wachstum (B e-
völkerung und Wirtschaft), Wissen, Wohlfühlen zusammenfassen. Deutlich wird, dass es sich um 
eine Wachstumsregion handelt, die auch in Zeiten des demografischen Wandels nicht auf der 
Verliererseite steht. Darüber hinaus ist eine gesunde Wirtschaftsstruktur i nsbesondere mit inn o-
vativen mi ttelständischen Unternehmen prägend, und das mit einem grenzüberschreitenden 
Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik. Doch auch als Wissen s-
region kann MONT punkten. 14 Hochschulen mit rund 100.000 S tudenten und zahlreiche Fo r-
schungs- und Bildungseinrichtungen präsentieren die MONT-Region als ‚Wissenshochburg’. Ins-
besondere in der Nanotechnologie genießen die Forschungszentren Weltruf. Das dritte W b e-
zieht sich auf die Lebens - und Umweltsituation; hie r punktet der MONT -Raum als europäische 
Wohlfühlregion, wobei die Stärken des urbanen und ländlichen Lebens sich sehr gut ergänzen. 
Insgesamt hat das MONT -Mapping die wirtschaftlichen und strukturellen Stärken des Raumes 
einerseits aber auch die Entwicklun gspotenziale und Entwicklungsnotwendigkeiten andererseits 
anschaulich aufbereitet und ist damit eine sehr gute Ausgangslage, um die MONT -Region im 
Europa der Regionen und in e uropäischen Netzwerken zu positionieren. Diese Einschätzung 
wurde im Spitzengespräch der Bürgermeister und Oberbürgermeister im Juni 2011 in Osnabrück 
nochmals ausdrücklich unterstrichen, allerdings auch ergänzt um den ausdrücklichen Wunsch, 
die oberzentralen Interessen, Stärken und Alleinstellungsmerkmale deutlicher als bislang heraus-
zuarbeiten und aktiv zu nutzen. Im Verhältnis zum EUREGIO-Raum versteht sich das Städtenetz

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MONT als oberzentrales Netzwerk in der EUREGIO und verfolgt damit - nicht im Wide rspruch 
oder in Konkurrenz – einen an oberzentralen Themen und Fragestellungen ausgerichteten Hand-
lungsrahmen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Diese profilierte Standortbesti m-
mung wird das Handeln in der MONT-Kooperation künftig bestimmen. 
Für die MONT-Städte ist eine deutliche und starke Positionierung von MONT im Europa der  Re-
gionen als Innovations - und  starker Wirtschaftsraum wichtig. Dabei sollen insbesondere die i n-
haltlichen Schwerpunkte der künftigen europäischen Entwicklungsstrategie mit den Prioritäten 
intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum im Fokus der  künftigen Arbeit stehen, und 
das eindeutig mit Blick auf die Kulisse der europäischen Förderpr ogramme. So erklären sich 
auch die unter Punkt drei aufgeführten Arbeitsschwerpunkte der nächsten Jahre. 
Damit ist MONT mehr als die Aneinanderreihung der Initia lien der Oberzentren Münster, Osn ab-
rück, Netwerkstad Twente. MONT hat verglichen mit den Berggipfeln in der wirtschaftsstrukt urel-
len Landschaft herausragende Leistungen zu bewerben, die es europaweit zu kommunizieren, zu 
sichern und auszubauen gilt. Ein er ster Aufschlag hierzu wurde mit einem gemeinsamen Au ftritt 
der Ober-Bürgermeister bei der EXPO Real in München 2009 und der Präsentation von MONT 
bei den OPEN-DAY`s der Europäischen Union in Brüssel 2009 gemacht. 
Einen weiteren informellen inhaltlichen Aus tausch gab es im Oktober 2011 in Brüssel, wo eine 
Delegation der MONT -Oberbürgermeister sich mit Markus Pieper, Mitglied des europäischen 
Parlaments, Guus Muijzers, Programm -Manager in der Generaldirektion Regi onalpolitik und 
Wanda Knowles, Direktorin Euro cities über substanzielle Zukunftsthemen im europäischen Ko n-
text ausgetauscht und die MONT-Kooperation vorgestellt haben. 
Im Resumée lässt sich bereits an dieser Stelle  festhalten, dass der Beschluss zur grenzübe r-
schreitenden Zusammenarbeit im Jahr 1989 s ehr weitsichtig und die Bildung eines euregionalen 
Städtenetzwerkes die richtige Entscheidung war, um bis heute und mit einer einzigartigen Trad i-
tion von fast 25 Ja hren infrastrukturelle und wirtschaftliche Ansprüche und Positionen in einem 
Europa der Regi onen authentisch artikulieren und positionieren zu können. Auch ist die offene, 
vertrauensvolle und freundschaftliche Atmosphäre der langjährigen Zusammenarbeit auf der A r-
beits- und Stadtspitzenebene ein deutliches Plus, das  nicht nur einen hohen Grad an Vertraut-
heit im U mgang und in der Diskussion schafft, sondern auch gezielt in Europa und für Europa 
eingesetzt werden kann. 
2. Das  MONT-Arbeitsprogramm und zentrale Projekte 
Nachdem im Jahre 2008 der MONT -Mapping-Prozess mit der Präsentation der Ergebniss e auf 
der TiiP -Konferenz in Nordhorn (Juni 2008) beendet war, folgte eine Standortbestimmung zur 
künftigen Ausrichtung der MONT -Arbeit. Hierzu wurden das Programm Europe 2020 sowie die 
europäische Förderkulisse 2014 ff im Kontext der Kernprofile der MONT -Städte ausgewertet und 
das Arbeitsprogramm der MONT-Partner aktualisiert und fortgeschrieben. Darüber hinaus wurde 
der Fokus auf drei inhaltliche Schwerpunkte gelegt, die im Folgenden kurz vorgestellt werden. 
2.1 Sicherstellung und Ausbau der Erreichbarkeit: Einsatz für den Ost-West-Korridor 
Der gemeinsame Einsatz für den Ost -West-Korridor (Warschau –) Berlin – Hannover – Ensche-
de/Hengelo – Amsterdam/Rotterdam hat im Städtedreieck Tradit ion. Seit Mitte der 1990er Jahre 
setzt sich das Städtedreieck für die Ve rbesserung der internationalen Erreichbarkeit und den 
Ausbau der Verkehrsachsen, hier insbesondere die Schienenverbindung, der sogenannten Be r-
lin-Linie, ein.  
2012 hat die EU die Ost -West-Verbindung durch die Klassifizierung als einen der neun europä i-
schen Hauptverkehrskorridore (Corridor2) innerhalb der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-
T) weiter in ihrer Bedeutung gestärkt. Durch die Ausweisung von neun vorrangig auszubauenden 
Verkehrskorridoren sollen ein länderübergreifendes Infrastrukturnetzwerk gef ördert, infrastruktu-
relle Engpässe beseitigt, die Infrastruktur modernisiert und der grenzüberschreitende Verkehr 
flüssiger gestaltet werden. Zugleich sollen dabei im Rahmen der Europa 2020 -Ziele die Themen 
Nachhaltigkeit, Umweltschutz und intelligente Lös ungen für Verkehrsprobleme besondere Au f-
merksamkeit erhalten. Die EU will den Ausbau in der Förderperiode 2014 ff. durch die neue 
‚Connecting Europe facility’ unterstützen.   
Diesen Bedeutungszuwachs haben die (Ober -)Bürgermeister zum Anlass genommen und i m 
Nachgang zum Spitzengespräch am 1.12.2011 in Münster eine gemeinsame Erklärung unte r-

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zeichnet. Hierin sprechen sie sich dafür aus, sich g emeinsam mit der EUREGIO  für die Zukunft 
des Korridors einzusetzen sowie str ategische Weichenstellungen und Konzepte zu erarbeiten, 
um die europäische G ewichtung des Ost-West-Korridors für den EUREGIO -Raum und damit für 
auch für die MONT-Partner gezielt in Wert zu setzen. Ein erster konkreter Schritt wurde durch die 
Beteiligung der MONT -Städte am EUREGIO -Projekt ‚Green i n between’ unternommen. Darüber 
hinaus gehören die MONT -Städte zu den Initial -Partnern der 2012 bei der EUREGIO gegründ e-
ten Korridorinitiative und haben sich auf der internationalen Konferenz ‚Partnership for Corridor2’ 
am 23. N ovember 2012 mit weiteren 70  Interessenten dazu bekannt, künftig kooperativ an dem 
Ausbau und der Gestaltung des Corridor2 mitzuwirken und dieses mit dem Ziel, einen grünen, 
nachhaltigen und intelligent vernetzten europäischen Verkehrskorridor zu entwickeln (z. B. durch 
den Ei nsatz i ntelligenter Verkehrsmanagementsysteme, den Einsatz regenerativer Energie). 
Stellvertretend für die MONT -Städte hat Oberbürgermeister Lewe das ‚Memorandum of u nder-
standing’ unterschrieben, da Münster zur Zeit federführende Stadt ist. 
Ausführliche Informationen zum Corridor2 finden sich unter 
 
http://www.corridor2.eu/corridor2/home.html?L=2  
 
Die MONT-Städte sind aktives Mitglied im Arbeitskreis ‚Green in between/Corridor2’ der EUR E-
GIO. Der fachliche Austausch und die  künftige Beteiligungsform werden darüber sichergestellt.  
Aktuell werden seitens der EUREGIO mit den Projektpartnern an der Ausformulierung einer Pr o-
jektskizze gearbeitet sowie die Fördermodalitäten und die Frage der Partnerstrukt uren geklärt; 
letztere ist von den Vorgaben der entsprechenden Förderprogramme abhä ngig. In Brüssel wird 
derzeit die Vergabe von Studien vorbereitet, die zu den neun TEN -T-Korridoren  und so auch zu 
dem North Sea Baltic Corridor erstellt werden sollen. Sob ald der Gutac hter für diesen Korridor 
feststeht, wird die EUREGIO Kontakt aufnehmen, um den Gutachter über den Projektsachstand 
zu informieren. Wichtig ist, dass die euregionalen Interessen gewahrt bleiben und der Mehrwert 
für die Region, die Städte und Gemeinden deutlich herausgearbeitet werden muss.  
Aus Sicht der MONT -Städte ist der gezielte gemeinsame Einsatz für den Ausbau des Korr idors 
auch weiterhin von zentraler Bedeutung, dieses auch im Kontext der Kreuzungs -
/Knotenpunktlage mit der Nord -Süd-Achse, die die internationale Erreichbarkeit noch erhöht und 
damit einen zentralen Standortfaktor für den Wirtschaftsraum MONT darstellt. 
2.2 Profilierung und Positionierung als Innovations -, Wissens - und Hightech -Region im  
Europa der Regionen 
Der MONT-Mapping-Prozess hat die Stärken des Wirtschafts - und Wissensraumes MONT und 
hier insbesondere der Städte Münster, Osnabrück und Netwerkstad Twente herausg earbeitet 
und eine deutlichere internationale Pr ofilierung als High -Tech-Region formuliert. Auch in dem 
Papier ‚Europe 2020: Powered by Twente’ (bearbeitet von Buck Consultants International, Juli 
2011) werden in den identifizierten sieben Aktionslinien unter anderem die optimale Nutzung der 
Möglichkeiten im High -Tech-Bereich, der Ausbau der Internati onalisierung, eine Forcierung der 
nachhaltigen Entwicklung und damit ein effizienter U mgang mit natürlichen Ressourcen sowie 
eine Optimierung des Standortklimas sowie die Sicherung und der Ausbau der Infrastruktur g e-
nannt. Die MONT -Partner sind sich einig, dass in Kenn tnis der Strategie Europa 2020, der en t-
sprechenden Auswertungen und der Fokussierung der europäischen Förderprogramme 2014 ff – 
hier insbesondere des Europ äischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 ff – keine 
eigene MONT-Strategie entwickelt werden soll, sondern in enger K ooperation mit der EUREGIO 
(INTERREG-Förderkulisse) die Möglichkeiten geprüft werden, MONT als ex klusiven Innovations-
raum in Europa zu positionieren, in dem intelligente und zukunftsträchtige Technologien erforscht 
und entwickelt werden. 
Im Fokus der künftigen Zusammenarbeit stehen auch die Intensivierung und der Ausbau des 
Informationsaustausches zwischen den Wirtschaftsförderern der MONT-Städte, um gemeinsame 
Innovationsstärken zu identifizieren, diese zu kommunizieren und sich g ezielt zu vernetzen. Mit 
dieser Intention sollen regelmäßig Standortvorstellungen und Vorortbesichtigungen organisiert 
werden. Den Aufschlag macht im Herbst 2013 Enschede. Herr Kees Eijkel, Direktor des ‚Ke nnis-
park Twente’ wird die Wirtschaftsförderer der MONT-Städte einladen. Auch in Osnabrück ist ein 
InnovationsCentrum im Aufbau, das 2014 im Wissenschaftspark auf dem Gelände der eh emali-

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gen Scharnhorstkaserne seinen Betrieb aufnehmen wird. Und Münster punktet in seinem Wi s-
senschaftspark mit dem Zentrum für  Nano-Bioanalytik, dem Zentrum für Nanotechnologie, dem 
Batterieforschungszentrum MEET und dem Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin. 
Perspektivisch ist der Aufbau eines Innovationsnetzwerkes MONT denkbar, wobei im Ra hmen 
eines euregionalen Innovationsmanagementsystems gezielt und gebündelt kompetente Hilfeste l-
lung bei innovativen Entwicklungen im Nano - und High-Tech-Bereich  gegeben und der Zugang 
zu europäischen Fördermöglichkeiten erleichtert werden soll. In di esem Zusammenhang wird 
seitens der M ONT-Partner auch die Chance einer stärkeren Internationalisierung des MONT -
Raumes gesehen und das wiederum mit Blick  auf die Positioni erung als europäische Hightech -
Region. 
Grundsätzlich ist zu diesem Themenschwerpunkt festzuhalten, dass dort, wo der Mark t einen 
Mehrwert verspricht, die Kooperation von Wirtschaftsunternehmen und Forschung seinrichtungen 
bereits gesucht und eingegangen wird; gleiches gilt auch für die Kooperation unter Hochschulen 
und Universitäten (siehe hierzu Kooperation der Universitäten Münster und Twente; Pressemittei-
lung der WWU vom 15. April 2013). In Kenntnis dieser Tatsache und der aufgezeigten Perspekt i-
ven ist die Funktion und Aufgabe der MONT -Städte, Experten gezielt zusamme nzubringen und 
damit ein Forum oder eine Plattform zu sch affen, um Standortstärken besser und in Kooperation 
mit den Akteuren zu kommunizieren und zu vernetzten.  
Eine weitere Initiative der MONT -Städte widmet sich aktuell der  Fachkrä fteproblematik. Konkret 
werden derzeit in Kooperation mit der EUREGIO und weit eren Partnern (der Age ntur für Arbeit 
Gronau und Rheine, der UWV Enschede und Doetinchem) grenzüberschreitende Lösungsansä t-
ze zum Einsatz von niederländischen Erzieherinnen in Kindertagesstätten in Münster und Osnab-
rück geprüft. Hintergrund ist die Gesetze sänderung in Deutsc hland zum 1. August 2013, die j e-
dem Kind ab dem ersten Lebensjahr einen A nspruch auf einen Platz in der Kinderbetreuung g e-
währt. Mit dieser Maßgabe wird kurz - bis mittelfristig mit einem Mangel an E rzieherinnen zu 
rechnen sein. Um diesem frühzeitig zu begegnen, haben sich die Stadtspitzen der MONT -Städte 
dafür ausgesprochen, mit der EUREGIO eine grenzüberschreitende Lösung zu prüfen, zumal in 
den Niederlanden viele Erzieheri nnen momentan ihren Job verlieren. In einem ersten Gespräch 
im Juli 2013 wurden die Rahmenbedingungen aufgezeigt, die es zu prüfen gilt, um ggf. mit einem 
Modellversuch zu starten. 
2.3 Stärkung und Ausbau der Kooperation im Bereich Klimaschutz und Energie 
Klimaschutz und Energieeffizienz sind zentrale Themen sowohl in d er Netwerkstad Twente wie 
auch in Münster und Osnabrück, das hat eine 2012 in den MONT -Städten durchgeführte B e-
standsanalyse zum Thema ‚Klimaschutz’ ergeben.  
Während in allen Städten Klimaschutzziele formuliert werden, so ist der Weg zur Zielerre ichung 
im Konkretisierungsgrad, in der Zeitschiene und den formulierten Maßnahmenbündeln recht u n-
terschiedlich. Die Stadtspitzen sind sich jedoch einig, dass die MONT -Städte das Thema der 
‚Energieautarkie’ aktiv besetzen sollen und mit der Formulierung eines a mbitionierten Zieles -  
konkret der ‚Energieautarkie 2050 für MONT’ -  zwar eine langfristige Perspektive aufzeigen, 
gleichzeitig aber die zentrale Botschaft vermitteln, dass die Obe rzentren in der EUREGIO sich 
dem Thema stellen und mit gebündelter Kraft an Lös ungswegen arbeiten wollen. (Tenor im Spi t-
zengespräch am 18.03.2013 und am 17.10.2013 in Münster). 
Ein möglicher Lösungsweg zur gemeinsamen Zielerreichung zeigt sich in e nger Kooperation mit 
der EUREGIO und in Vorbereitung auf die EU-Förderperiode 2014 ff, wo ‚Klimawandel und Ener-
gie’ als zentrale Themen ausgewiesen sind. Interessant ist in diesem Kontext das im Herbst 2012 
gestartete INTERREG IVA -Projekt ‚KlimaEnergie 2020’ der EUREGIO, das die Unterstützung, 
Beratung, Stimulierung und Koordinierung von lau fenden und neuen Projekten sowie Initiativen 
auf den Gebieten ‚Energieeffizienz und Klimaschutz’ zum Inhalt hat. Im Rahmen dieses Projektes 
(die Städte Osnabrück und Münster sind in der Co -Finanzierung bereits beteiligt) bietet es sich 
an, die Bestandsanal yse der MONT -Städte unter der Fragestellung auszuwerten: Gibt es Mö g-
lichkeiten und Ansätze für den MONT -Raum eine innovative Projektidee zu generieren, um ggf. 
für die Förderperiode 2014 ff einen MONT -weiten Untersuchungsansatz oder ein Projekt zur E r-
örterung der Möglichkeiten einer energieautarken Region 2050 zu entwickeln? Das Projekt 
‚KlimaEnergie 2020’ ist so angelegt, dass nach einer Inventarisierung bestehender und neuer 
Energieinitiativen in einer  zweiten Phase eine Zuordnung nach energetischen Schw erpunktthe-

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men, wie zum Beispiel Smart Grids (Intelligente Netze), Elektromobilität, Energieeffizienz in KMU, 
in öffentlichen Gebäuden, Erzeugung von ‚grüner’ Energie etc. erfolgt, um dann für ve rschiedene 
Energieschwerpunktthemen Projektanträge zu stellen. 
Am 26.09.2013 hat in Hengelo ein Erfahrungsaustausch der Fachleute der MONT-Städte und der 
EUREGIO zur Abschätzung der Möglichkeiten für eine ‚Energieautarke MONT -Region 2050’ 
stattgefunden. Im Mittelpunkt stand der Austausch über Entwicklungen, Erfahrung en und Projek-
te in den MONT -Städten, um auf dieser Basis gemeinsame Projektansätze zu generieren. Die 
Fachleute haben sich in der Sitzung darauf verständigt, die Themen ‚Nachhaltige und energi e-
sparende Konzepte im Bereich der Mobilität’ (z. B. mit einer Sc hwerpunktsetzung auf Fahrra d-
schnellwege) und die verstärkte Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, z. B. über Bürgeriniti a-
tiven bei Klim aschutz- und Energieprojekten in Arbeitsgruppen weiter zu untersuchen, um hier 
ggf. ein gemeinsames MONT-Projekt für die neue EU-Förderperiode zu generieren. Darüber hin-
aus wollen die MONT -Städte gemeinsam mit der EUREGIO zu einem weiteren zentralen Wor k-
shop ‚Klima und Energie’ einladen, zu dem dann auch gezielt Unternehmen und einschlägige 
Forschungseinrichtungen aus den M ONT-Städten zum fachlichen Austausch hinzugeladen we r-
den. Auch sollen verstärkt die Hochschulen an der Frage der Machbarkeit mit eingebunden we r-
den, um rechtliche und technische Hindernisse von deutsch -niederländischen Kooperationspro-
jekten darzustellen und gleichzeitig mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.  
Insgesamt ist zum Thema ‚Klima und Energie’ und der ambitionierten Botschaft ‚energiea utarke 
Region 2050’ festzuhalten, dass nicht jede MONT-Stadt alle Bereiche abdecken kann, dass jeder 
sein stadtspezifisches Vorgehen hat, dass in der Addition der einzelnen Stärken viel bewegt we r-
den kann und die gemeinsame grenzüberschreitende Positionierung die zentrale Botschaft auch 
nach Brüssel sein muss.  
3. Organisation der Zusammenarbeit 
Die MONT-Partnerstädte kooperieren auf zwei Ebenen. 
3.1 Das Spitzengespräch 
Ein bis zweimal im Jahr treffen sich die (Ober -)Bürgermeister von Osnabrück, Münster und der 
Netwerkstad Twente zu Spitzengesprächen, um Handlungsziele und Arbeitsaufträge zu reflekti e-
ren, das Arbeitsprogr amm zu aktualisi eren und Prüfaufträge zu formulieren. Die Federführung, 
das bedeutet die Verantwortung für die organisatorische und inhaltliche Vorbereitung der Spi t-
zengespräche, d ie Übernahme des  Vorsitzes durch den jeweiligen (Ober -)Bürgermeister der 
Stadt sowie die Vertretung des Städtedreiecks nach außen, wechselt unter den Stä dten seit 
Gründung im Jahr 1989.  
Die wechselnde Federführung ist gute Tradition im Städtedreieck, die jeder Stadt die Mö glichkeit 
gibt, besondere Akzente in der Zusammenarbeit zu  setzen. Auch scheint sie ein Garant für die 
lange Lebensdauer von MONT zu sein. Zur Zeit hat die Stadt Münster nach 1989 und 1998 zum 
dritten Mal die Federführung inne. Münster wird versuchen, MONT stärker auf dem europäischen 
Parkett zu platzieren und da bei auch die Inhalte der künftigen europäischen Entwicklungsstrat e-
gie zu besetzen (vgl. Punkt 3).  
Im Spitzengespräch im Dezember 2012 wurde beschlossen, aufgrund der engen Verzahnung mit 
den Schwerpunktthemen der EUREGIO und den europäischen Förderprogram men auch die Ge-
schäftsführerin der EUREGIO, Frau Dr. Schwenzow, sowie zur breiteren Vertretung der Netwerk-
stad Twente auch die Bürgermeisterin von Almelo, Frau Hermans-Vloedbeld mit einzuladen.  
Die Vor- und Nachbereitung der Spitzengespräche erfolgt durch die Koordinatoren.  
3.2 Der Arbeitskreis der Koordinatoren 
Die Spitzengespräche werden durch sogenannte Koordinatoren in den jeweiligen Städten inhal t-
lich vor- und nachbereitet, die im engen Austausch mit den Fachämtern stehen. Die Koordinat o-
ren sind auch  für die Kommunikation der Aufträge in die Fachämter hinein sowie für die Begle i-
tung der Umsetzung und entsprechende Berichterstattung zuständig. Darüber hinaus gehören 
die konzeptionelle Weiterentwicklung der Zusammenarbeit entsprechend den Beschlüssen in den 
Spitzengesprächen, ein kontinuierlicher Informations - und Erfahrungsaustausch, die Begleitung

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der Projektentwicklung und –umsetzung in den aufgefüh rten Schwerpunktbereichen sowie die 
Vorbereitung von MONT-Präsentationen für europäische Auftritte zum Aufgabenkatalog. 
Die Umsetzung dieses Aufgabenkatalogs erfordert vier bis fünf Arbeitskreissitzungen jäh rlich mit 
entsprechendem Aufwand für die Vor- und Nachbereitung. In der fast 25-jährigen Geschichte des 
Städtedreiecks ist die Arbeitsstruktur stetig verschlankt worden. Lange Zeit gab es mit dem AK I 
zum Themenfeld ‚Raumordnung, Verkehr, Wirtschaft, Technologiefö rderung und Umweltschutz’ 
und dem AK II zu den Themen ‚Kultur, Sport, Schule, Jugend und Tourismus’ und weiteren pr o-
jektbezogenen Arbeitskreisen, so z. B. zur Ausrichtung des ‚Tag des Gastes’ oder in der inhaltl i-
chen Begleitung des MONT-Mapping-Prozesses weitere Arbeitsebenen, in denen Personalkap a-
zitäten gebunden wurden. Zwischenzeitlich ist der Arbeitsaufwand auf die Koordinatorensitzu n-
gen reduziert worden, wobei jedoch von den Koordinatoren mit der fachlichen Bündelung und 
dem Austausch zur Projektarbeit wie auch der stetigen konzeptionellen Weiterentwicklung ein 
konzentrierter Arbeitsaufwand zu leisten ist. Ein besonderer Arbeitsaufwand mit der organisatori-
schen und fachlichen Vorb ereitung sowie der Ausrichtung der Spitzengespräche entfällt dabei 
jeweils auf die federführende Stadt. 
Diese Organisationsstruktur hat sich in den letzten Jahren bewährt, bedeutet aber auch unter 
reduziertem konzentriertem Einsatz die Bindung von jeweils 40% Stellenanteilen in den MONT -
Städten. Letzteres insbesondere auch mit Blick auf eine konkrete projektorie ntierte Ausrichtung 
auf die neuen thematischen Schwerpunkte der EU -Förderung in den nächsten Jahren und einer 
stärkeren Präsenz in Brüssel. 
4. Ausblick und Fazit 
Mit Blick auf die europäische Dimension ist es schwer, als einzelne Stadt Gehör und Aufmer k-
samkeit auf internationaler Ebene zu erhalten, sich zu etablieren und an europäischen Förde r-
programmen teilzuhaben . Das betrifft insbesondere die sogenannten solitären Obe rzentren 
Münster, Osnabrück und auch die Netwerkstad Twente, die sich im Kräftefeld der Metropole 
Ruhr, der Randstad und der Metropolregion Bremen bewegen und im interregionalen Standor t-
wettbewerb be haupten müssen. Vor diesem Hintergrund ist die Bündelung der oberzentralen 
Stärken, herausgearbeitet im MONT -Mapping-Prozess, eine Notwendigkeit, um sich in europä i-
schen Netzwerken zu positionieren. Das haben die Oberbürgermeister und Bürgermeister in den 
Spitzengesprächen am 18.03.2013 und 17.10.2013 erneut bekräftigt: es gilt, „MONT als Innovati-
onsraum und Wissensregion mit optimaler Erreichbarkeit in Europa zu etablieren und im Bereich 
‚Klimaschutz und Energieeffizienz’ durch verstärkte Kooperation und g ezielte Bündelung der in 
den Städten vorhandenen Klimaschutzkonzepte eine Vorreiterrolle einzunehmen“. Hier kann der 
gemeinsame und konzertierte Auftritt der euregionalen Oberzentren, der MONT -Städte, als g e-
lebtes Beispiel für die europäische Zusammenarbei t und Spiegelbild wirtschaftlicher Stärken ein 
Türöffnersein, um stärker als bislang in Brüssel wahrgenommen zu werden und an europäischen 
Fördermitteln teilhaben zu können. Stärker ausgebaut werden soll auch die Zusammenarbeit mit 
den Hochschulen, dieses insbesondere mit Blick auf die Fragestellung, wie rechtliche und techni-
sche Hindernisse von deutsch -niederländischen Kooperationsprojekten überwunden we rden 
können. 
Insbesondere mit Blick auf die Strategie Europa 2020 und die Schwerpunktsetzung der europä i-
schen Förderkulisse 2014ff, die den Fokus auf intelligentes, nachhaltiges und integratives 
Wachstum legt und dabei energiepolitischen und qualifikations - wie auch innovat ionspolitischen 
Projekten einen hohen Stellenwert einräumt, sind europäische Schwerpunktthemen zu besetzen. 
Dieses auch unter Berücksichtigung des INTERREG-Programm ab 2014, wo nach den Vorschlä-
gen der Europäischen Kommission die „europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ oder I N-
TERREG) in der künftigen Förderperiode gestärkt und ausgeba ut werden soll. Hier ist die enge 
Zusammenarbeit mit der EUREGIO wichtig. 
Das Verhältnis zur EUREGIO ist gut aufgestellt. Im Spitzengespräch am 18.03.2013 hat Dr. El i-
sabeth Schwenzow, Geschäftsführerin der EUREGIO, eine enge Kooperation begrüßt, gerade 
auch um stärker als bisher an europäischen Fördermitteln zu partizipieren. Im Verständnis des 
Miteinander sieht sich MONT als starkes Herz  der EUREGIO, denn die Obe rzentren sind ein 
starker und prägender Teil der Region; sie haben die Kraft, die Region mit n ach vorn zu entw i-
ckeln und können auch Motoren für die Projektgenese sein (vgl. Punkt 2). Gleichzeitig werden die 
Oberzentren auch von der Region getragen werden. Diese Symbiose wurde im MONT -Mapping

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deutlich he rausgearbeitet. Grundsätzlich sprechen sich d ie MONT -Oberbürgermeister für eine 
stärkere Zusammenarbeit mit der EUREGIO aus; ein Wunsch, der auch bei der aktuellen Ne u-
ausrichtung der EUREGIO (Reform der Beratungs - und Entscheidungsstrukturen) Berücksicht i-
gung finden muss.  
Mit dem Blick auf die EU -Förderprogramme wird MONT gezielt die Projektarbeit in den Schwe r-
punktthemen ‚Klima und Energie, transeuropäische Erreichbarkeit, High tech und Innovationen’ 
aufnehmen und in einen engeren Austausch mit Brüssel eintreten. Gerade auch im Kontext der 
EU-Aktivitäten zum transnationalen Nord -See-Baltikum-Korridor muss es ein zentrales Ziel der 
MONT-Städte sein, sich als starke Wissensregion mit der nachhaltigen Perspektive einer ene r-
gieautarken Region zu positionieren. Entscheidend ist hierbei die enge Zusammenarb eit mit der 
EUREGIO, wo die Städte als Initiatoren und Motoren auf der euregionalen Projektebene auftr e-
ten und damit das Bild ‚starkes Herz der EUREGIO’ mit inhaltlichem Leben füllen. 
Auf der Basis der langjährigen Kooperationspartnerschaft der MONT -Städte, der wachsenden 
Bedeutung europäischer Dimensionen und Netzwerke sowie der Au srichtung der EU -Förderung 
wird die Zusammenarbeit im Städtenetzwerk MONT fortgeführt, wobei das polit ische Bekenntnis 
zur MONT-Kooperation wichtig ist, um die notwendige Planungssicherheit zu geben, den europä-
ischen Außenauftritt zu unterstützen und dem Städtenetzwerk eine belastbare Grundlage für die 
nächste Kooperationsdekade zu geben.  
Dabei darf auch nicht außer acht bleiben, dass die Projektarbeit, die Teilna hme an EU -
Förderprogrammen und eine professionelle Präsentation von MONT bei öffentlichkeitswirksamen 
Außenauftritten, zum Beispiel bei Konferenzen, Tagungen, Messen oder auch bei der EU in 
Brüssel, den Einsatz von Personalkapazitäten und Finanzmitteln in den jeweiligen S tädten erfor-
dert und bindet.  
Mit dieser Berichtsvorlage ist der Antrag der CDU -Fraktion Nr. A-R/0009/2013 ‚Europa als Chan-
ce für Münster’ zum Thema Städtenetzwerk MONT erledigt. 
 
 
 
gez. 
 
Lewe 
Oberbürgermeister 
 
 
 
Anlage: 
 
MONT-Karte

Beratungsverlauf (3)

06.02.2014 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 7.5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.02.2014 Hauptausschuss
TOP 15 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.02.2014 Rat
TOP 20 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0868/2013
Typ
Vorlagen
Datum
05.11.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37