V/0247/2008
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2007
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Vorblatt 2007
54 Zeichen
Jahresabschluss Lagebericht Geschäftsjahr 2007
Lagebericht2007
66127 Zeichen
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2007
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Scheibenstraße 109
48153 Münster
März 2008
Inhalt
Jahresabschluss
Seite
Bilanz 3
Gewinn- und Verlustrechnung 5
Anhang 6
Anlage
Anlagennachweis 13
Lagebericht 14
citeq
Bilanz zum 31.12.2007
Bilanz - 3 -
A K T I V S E I T E 31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 2.362.139,00 2.570.837,00
2. Geleistete Anzahlungen 201.486,32 218.386,24
2.563.625,32 2.789.223,24
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge 44.206,00 39.709,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.885.295,00 6.034.094,00
4.929.501,00 6.073.803,00
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 6.999.247,64 5.430.067,79
14.492.373,96 14.293.094,03
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
Betriebsstoffe 65.106,27 81.330,89
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 199.114,62 221.741,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2007 0,00 €
31.12.2006 0,00 €
2. Forderungen an die Stadt 11.828.879,88 11.124.096,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2007 6.394.022,36 €
31.12.2006 6.394.022,36 €
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.482,93 27.344,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2007 0,00 €
31.12.2006 0,00 €
4. Sonstige Vermögensgegenstände 18.520,89 475,68
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2007 0,00 €
31.12.2006 0,00 € 12.059.998,32 11.373.658,25
12.125.104,59 11.454.989,14
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 636.994,10 857.246,15
27.254.472,65 26.605.329,32
Bilanz - 4 -
P A S S I V S E I T E 31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL
200.000,00 200.000,00
II. RÜCKLAGEN
Allgemeine Rücklage 3.603.842,56 2.514.042,51
III. JAHRESERGEBNIS
Jahresüberschuss 1.535.616,27 2.003.059,30
5.339.458,83 4.717.101,81
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND 3.851,00 5.276,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtun gen 13.028.997,00 10.921.147,00
2. Steuerrückstellungen 41.060,00 73.561,39
3. Sonstige Rückstellungen 906.140,18 823.268,01
13.976.197,18 11.817.976,40
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 145.192,87 238.157,66
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2007 145.192,87 €
31.12.2006 238.157,66 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 956 .125,67 757.378,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2007 956.125,67 €
31.12.2006 757.378,83 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 1.536.965,68 4.555.835,41
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2007 1.478.678,42 €
31.12.2006 4.405.515,61 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.296.681,42 4.513.603,21
a) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2007 5.296.681,42 €
31.12.2006 4.513.603,21 €
b) davon aus Steuern
31.12.2007 84.459,61 €
31.12.2006 60.607,55 €
7.934.965,64 10.064.975,11
27.254.472,65 26.605.329,32
Gewinn- und Verlustrechnung - 5 -
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2007
2007 2007 2006
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.386.988,61 19.324.449,88
./. Rückerstattung ÖrV -240.615,02 -551.108,00
19.146.373,59 18.773.341,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 176.781,49 170.883,25
3. Gesamtleistung 19.323.155,08 18.944.225,13
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 83.575,59 92.084,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.787.688,74 4.564.140,93
4.871.264,33 4.656.225,88
5. Rohergebnis 14.451.890,75 14.287.999,25
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.713.405,77 4.629.915,38
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 3.055.639,68 1.880.248,64
davon für Altersversorgung: 7.769.045,45 6.510.164,02
2007: 2.451.163,02 €
2006: 1.224.382,53 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen 3.998.173,63 4.471.390,01
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.570.329,94 1.686.908,09
9. Betriebsergebnis 1.114.341,73 1.619.537,13
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 518.640,72 566.945,31
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 128.626,37 163.088,80
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.504 .356,08 2.023.393,64
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -32.501,39 19.207,00
14. Sonstige Steuern 1.241,20 1.127,34
-31.260,19 20.334,34
15. Jahresüberschuss 1.535.616,27 2.003.059,30
Nachrichtlich:
Behandlung des Jahresüberschusses
Zur Einstellung in Rücklagen 423.065,25 €
Zur Abführung an den Haushalt der Stadt Münster 1.112.551,02 €
bericht
Anhang - 6 -
Anhang
I. Angaben zur Form und Darstellung
von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlust-
rechnung
Der Jahresabschluss wurde gemäß den gelten-
den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung
(EigVO NW) aufgestellt.
Die Bilanzansätze der Jahresabschlussbilanz zum
31.12.2006 wurden unverändert übernommen.
II. Erläuterungen zu den Positionen von
Bilanz sowie Gewinn- und Verlust-
rechnung bezüglich Ausweis, Bilanzie-
rung und Bewertung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs-
oder Herstellungskosten bewertet.
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem
Nettoanschaffungswert bis 410,00 Euro werden
als Trivialsoftware im Jahr der Anschaffung voll-
ständig abgeschrieben.
Es wurde die lineare und die degressive Ab-
schreibungsmethode unter Zugrundelegung der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewen-
det. Es wurde grundsätzlich pro rata tempore
abgeschrieben, geringwertige Vermögensgegen-
stände wurden voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu
Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Be-
standsaufnahme ermittelt und unter Beachtung
des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstän-
de sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung
des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versi-
cherungsmathematisch ermittelten Teilwert unter
Berücksichtigung der Generationentafel der Heu-
beck AG, Köln 2005, angesetzt; es wurde ein
Rechnungszinsfuß von 5,5 % 1 zu Grunde gelegt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle
erkennbaren Risiken und sind grundsätzlich mit
dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen er-
mittelt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Ge-
nerationentafeln der Heubeck AG, Köln 2005.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen er-
mittelt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von
5,2 %² zu Grunde gelegt. Bei der Berechnung der
Teilwerte wird ein durchschnittlicher Krankenkas-
sentarif verwendet. Die citeq hat zum vorliegen-
den Jahresabschluss die berechneten Teilwerte
zu Grunde gelegt. Zum Jahresabschluss 2006
wurden für die Beihilferückstellung noch 90 % der
Teilwertberechung berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbe-
trag ausgewiesen.
1,2 Der bisher zur Anwendung gekommene Zinsfuß von 6,0 %
bzw. 5,5 % lag laut Prüfungsbericht 2005 an der Untergrenze
des nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung
Vertretbaren. Mit der Stadt Münster wurde vereinbart, dass
sich die citeq sukzessive dem Wert von 5,0 % nähert, um
damit u. a. den Vorgaben des NKF zu entsprechen. Die Be-
wertung der Rückstellungen für Beihilfen wird ebenfalls ange-
passt.
bericht
Anhang - 7 -
b) Angaben zu Positionen der Bilanz
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im
beigefügten Anlagennachweis auf S. 13 gezeigt.
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2007 bei
4.294.661,56 €. Die Investitionen setzen sich wie
folgt zusammen:
Bezeichnung
Investitionen
2007 in €
Investitionen
2006 in €
Investitionen
2005 in €
EDV-Software 836.616,29 1.323.387,01 737.074,23
Geleistete Anzahlung für SW 83.213,18 124.209,16 113.179,32
PKW 17.195,50 0,00 42.733,60
Technische Ausstattung 57.790,50 27.608,45 6.199,60
Mobiliar 0,00 1.847,38 17.701,84
Sonstiges Inventar 0,00 0,00 3.480,00
Rechnersysteme 806.872,63 1.289.113,32 1.684.694,08
Monitore 188.251,61 232.052,30 249.028,91
Drucker, Plotter, Scanner 97.683,67 145.308,23 219.750,32
Sonstige DV-Peripheriegeräte 170.027,47 228.679,23 177.890,86
Router, Hub, Switch 133.651,83 172.190,76 7.690,39
DV-Netzkomponenten 104.929,31 0,00 1.755,08
TK-Anlagen, Komponenten 7.947,05 14.743,11 44.442,37
Telefax 2.314,00 0,00 0,00
GWG 218.988,67 410.968,78 722.674,56
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 1.569.179,85 1.143.705,93 2.132.010,24
Summe 4.294.661,56 5.113.813,66 6.160.305,40
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im
Wesentlichen technisch und wirtschaftlich optimal
genutzt werden. Im Sinne einer sicheren Bewälti-
gung der Aufgabenstellung sind sie zurzeit aus-
reichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen
sich auf 11.828.879,88 €. Darin enthalten sind
Forderungen aus der gestundeten Abgeltung für
übernommene, laufende und zukünftige Pensi-
onsverpflichtungen von der Stadt Münster bei
Eigenbetriebsgründung in Höhe von
6.394.022,36 € sowie kurzfristige Geldanlagen
aus dem ÖrV-Bereich (s. a. Gegenposten unter
„sonstige Verbindlichkeiten“) in Höhe von
4.892.613,53 €, die Rücklage des ÖrV-Bereichs in
Höhe von 385.000,00 € sowie Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von
115.679,17 €.
Passivseite
Eigenkapital
Stammkapital
Nach § 12 der Satzung der citeq beträgt das
Stammkapital 200.000,00 €.
Rücklagen
Die Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen
Vereinbarung stellten der citeq eine Rücklage zur
Verfügung, die dazu bestimmt ist, Verluste aus
der Neuentwicklung oder wesentlichen Änderun-
gen des IT-Angebotes zu decken.
Die genannte Rücklage ist gemäß Beschluss des
Zentralausschusses vom 10.11.2006 um
200.000,00 € erhöht worden. In 2007 sind weitere
100.000,00 € dieser Rücklage lt. Beschluss zuge-
führt worden.
Gewinn
Der Jahresgewinn der citeq beläuft sich auf
1.535.616,27 €.
Sonderposten
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüs-
sen der öffentlichen Hand erfolgt analog zur Ab-
schreibung der bezuschussten Anlagegüter.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der fol-
genden Tabelle zu entnehmen:
01.01.2007
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2007
€
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrück-
stellung
9.344.824,00 1.617.402,08 155.342,08 0,00 10.806.884,00
Rückstellung für
Beihilfeverpflich-
tung
1.576.323,00 656.887,26 11.097,26 0,00 2.222.113,00
Summe
Pensionsrück-
stellungen und
ähnliche
Verpflichtun-
gen
10.921.147,00 2.274.289,34 166.439,34 0,00 13.028.997,00
bericht
Anhang - 8 -
01.01.2007
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2007
€
Sonstige Rückstellungen
Urlaub und
Überstunden 335.849,27
402.076,72 335.849,27 0,00 402.076,72
Altersteilzeit 232.720,00 90.324,00 129.652,00 0,00 193.392,00
Ausstehende
Rechnungen 234.468,74
262.277,11 195.299,45 11.004,94 290.441,46
Jahresab-
schluss 20.230,00
20.230,00 20.230,00 0,00 20.230,00
Summe
Sonstige
Rückstellun-
gen
823.268,01 774.907,83 681.030,72 11.004,94 906.140,18
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungs-
betrag ausgewiesen.
Die erhaltenen Anzahlungen betragen
145.192,87 € für Leistungen, die in 2008 erbracht
werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen der citeq belaufen sich auf
956.125,67 €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt
Münster belaufen sich auf 1.536.965,68 €. Davon
betreffen
• 758.708,70 € Bankverbindlichkeiten auf Kon-
ten, die von der Stadtkasse für die citeq ge-
führt werden,
• 150.319,80 € ein inneres Darlehen bei der
Stadt Münster,
• 101.900,45 € Leistungsentgeltrückerstattung
des ÖrV-Bereichs und
• 526.036,73 € Verbindlichkeiten aus Lieferun-
gen und Leistungen gegenüber der Stadt
Münster.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von
5.296.681,42 € enthalten im Wesentlichen Ver-
bindlichkeiten
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt
Münster)
in Höhe von 4.892.613,53 € aus
kurzfristigen Geldanlagen und 138.714,57 €
Leistungsentgeltrückerstattung an Kunden
des ÖrV-Bereichs und
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von
84.459,61 €.
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden
Restlaufzeiten :
davon mit einer Laufzeit
Verbindlichkeiten
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen 145 145 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
956 956 0
Verbindlichkeiten gegenüber der
Stadt Münster
1.537 1.479 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.297 5.297 0
Gesamt 7.935 7.877 0
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge
mit Einrichtungen der Stadt Münster, mit Koopera-
tionspartnern und Dritten aus
• Bereitstellung von Hard- und Software,
• Bereitstellung des Datennetzes,
• gesondert abzurechnenden Dienstleistungen,
• Schulungen sowie
• sonstigen privatrechtlichen Leistungsentgel-
ten
erzielt.
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für
die Stadt Münster erbracht:
Leistung Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2007
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2006
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2005
Bereitstellung von Zentralein-
heiten (PC, Notebooks) 2.812 2.868 2.872
Bereitstellung von Monitoren
und Beamern 2.504 2.654 2.671
Bereitstellung von Druckern /
Plottern 1.172 1.256 1.299
Bereitstellung von Scannern 188 195 185
Bereitstellung von Sicherungs-
systemen 18 21 22
Bereitstellung von Telefaxgerä-
ten 291 297 280
Bereitstellung von Telefongerä-
ten / -einrichtungen (ab 2007
inkl. Kleine TK-Anlagen und
Mobiltelefonen)
5.945 3.481 3.224
Internet / Intranet Pauschal Pauschal Pauschal
Überlassung Softwareprodukte Pauschal Pauschal Pauschal
Gesamterträge hierzu 7.315.952,40 € 7.158.001,18 € 7.852.521,49 €
bericht
Anhang - 9 -
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für
den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster
erbracht:
Leistung Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2007
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2006
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2005
Bereitstellung von Zentralein-
heiten (PC, Notebooks) 2.826 2.324 1.461
Bereitstellung von Monitoren
und Beamern 2.408 1.798 1.239
Bereitstellung von Druckern /
Plottern 550 438 310
Bereitstellung von Scannern 146 122 85
Bereitstellung von sonstigen
Gerätetypen 21 21 15
Schulungen Preisliste Preisliste Preisliste
Einrichtung der Anlagen Nach Aufwand Nach Aufwand Nach Aufwand
Gesamterträge hierzu 1.883.516,73 € 2.055.970,66 € 1.714.683,93 €
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen
der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte
erbracht:
Aufgabenbereich
Umsatzanteil
2007
Umsatzanteil
2006
Umsatzanteil
2005
Zentrale Verwaltung (KSD) 0,00% 0,02% 0,03%
Personalwesen 5,71% 5,63% 5,19%
Statistik und Wahlen 0,27% 1,08% 1,97%
Kämmerei (Kosten- und Leis-
tungsrechnung, Haushaltswesen,
-überwachung, SAP)
22,81% 24,19% 23,04%
Kasse (Kassenwesen, FAD,
Allgemeines Veranlagungswesen,
Verwaltungsvollstreckung)
7,89% 8,85% 9,47%
Steuern 7,22% 6,78% 7,49%
Sicherheit und Ordnung ( Aus-
länderwesen, Verkehrsordnungs-
widrigkeiten, Veterinärangelegen-
heiten, Ordnungsangelegenheiten,
Führerscheinwesen)
6,64% 8,00% 8,72%
Einwohner- und Meldewesen 4,99% 5,73% 6,16%
Personenstand (Standesamt) 0,05% 0,00% 0,00%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,56% 0,39% 0,74%
Schule und Kultur 0,13% 0,00% 0,00%
Büchereiwesen 0,11% 0,11% 0,11%
Weiterbildung 0,00% 0,00% 0,01%
Musikschulwesen 0,00% 0,00% 0,00%
Soziales (Sozialwesen, Über-
gangsheime, BaföG) 8,89% 9,09% 6,50%
Jugend (Mündelgeld, Kostener-
mittlung Kindergärten, Kindergar-
tenverfahren, Jugendamtsverfah-
ren)
5,28% 3,69% 0,46%
Gesundheitswesen 0,21% 0,21% 0,22%
Bauverwaltung 0,49% 0,50% 0,51%
Vermessung und Kataster 1,24% 1,17% 1,45%
Bauordnung 0,45% 0,09% 0,09%
Wohnungsförderung ( Woh-
nungswesen, Fehlbelegungsab-
gabe)
0,70% 0,62% 0,42%
Aufgabenbereich
Umsatzanteil
2007
Umsatzanteil
2006
Umsatzanteil
2005
Hochbau 0,00% 0,00% 0,02%
Tiefbau
(Fäkalschlammentsorgung)
0,33% 0,45% 0,32%
Friedhofswesen 0,12% 0,19% 0,06%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken,
IMSWare)
2,38% 2,39% 4,98%
Bereitstellung Server 0,17% 0,08% 0,11%
Betrieb, Unterhaltung von
Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von
Leistungen, Anbindung von
Nebenstandorten)
7,99% 8,10% 8,16%
Dienstleistungen
(DataClearing NRW, Krebsregis-
ter, Governikus)
2,57% 0,00% 0,00%
Dienste
(Internet-Server/Nutzer, Internet-
Leistungen nach Angebot,
Redaktionssystem, E-
Government)
6,94% 6,69% 5,84%
Dienstleistung / Betreuung
(Betreuung fremder Systeme,
Arbeitsstunden / Rechenzeit,
Datensicherung, digitale Archivie-
rung)
0,70% 0,72% 2,51%
Schulungen 0,00% 0,00% 0,01%
Pauschalen
(Einwohnerpauschale u. a.)
5,16% 5,23% 5,41%
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
Zusammenstellung der Erträge
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preis-
verzeichnis abgerechnet.
Erträge
Leistung
2007 in € 2006 in € 2005 in €
Dienstleistungen ausschließ-
lich für die Stadt Münster 7.315.952,40
7.158.001,18 7.852.521,49
Dienstleistungen ausschließ-
lich für den Bereich Medien-
entwicklungsplan der Stadt
Münster
1.883.516,73
2.055.970,66 1.714.683,93
Dienstleistungen für die
Kooperationspartner (Anteil
Stadt Münster)
4.093.854,09
4.250.372,30 4.354.933,51
Dienstleistungen für die
Kooperationspartner (Dritte) 5.845.745,73
5.551.918,07 5.091.142,28
Sonstige Leistungen (Veran-
staltungen, Schulungen,
Beraterleistungen, kurzfristige
Ausleihen von Hardware)
247.919,66
308.187,67 121.697,74
Leistungsentgeltrückerstattung
an die Kooperationspartner
-240.615,02 -551.108,00 -364.655,45
Umsatzerlöse gesamt 19.146.373,59 18.773.341,88 18.770.323,50
Sonstige betriebliche Erträge
(Veräußerung von Anlage-
vermögen, Versicherungser-
stattungen, Auflösung Son-
derposten)
176.781,49
170.883,25 154.004,84
Finanzerträge 518.640,72 566.945,31 515.113,94
Erträge gesamt 19.841.795,80 19.511.170,44 19.439.442,28
bericht
Anhang - 10 -
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung
von beweglichen und immateriellen Vermögens-
gegenständen des Anlagevermögens, Versiche-
rungserstattungen sowie Erträge aus der Auflö-
sung von Rückstellungen und des Sonderpostens
aus Zuschüssen der öffentlichen Hand.
Zusammenstellung der Aufwendungen
Aufwendungen
Leistung
2007 in € 2006 in € 2005 in €
Materialaufwendungen 4.871.264,33 4.656.225,88 4.390.587,36
Personalaufwendungen 7.769.045,45 6.510.164,02 6.289.454,79
Sonstige betriebliche Aufwendun-
gen 1.570.329,94
1.686.908,09 1.919.446,15
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesent-
lichen Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe,
für bezogene Waren sowie für die Unterhaltung
und Miete der Betriebs- und Geschäftsausstat-
tung, der immateriellen Vermögensgegenstände
und für Datenleitungen.
Die Personalaufwendungen setzen sich aus den
Regelzahlungen, Sonderzuwendungen, Beihilfen,
Versorgungsaufwendungen sowie vermögens-
wirksamen Leistungen zusammen. Für die Ange-
stellten enthalten sie zusätzlich die Beiträge zu
den Versorgungskassen, Beiträge zur gesetzli-
chen Sozialversicherung und pauschalierte Lohn-
steuern.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für
Verwaltungsleistungen der Stadt Münster, sonsti-
ge Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen,
Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto.
Angaben zum Jahresergebnis
Das Wirtschaftsjahr 2007 ergab einen Jahresge-
winn in Höhe von 1.535.616,27 €. Der erwirtschaf-
tete Jahresüberschuss wird nach Bildung verein-
barter Rücklagen an die Stadt Münster ausge-
schüttet.
Im aktuellen Jahr wurde ein geringerer Jahres-
überschuss im Vergleich zu 2006 erzielt. Dies ist
insbesondere auf die Umsetzung aus dem
Rödl & Partner-Gutachten, Anpassungen bei den
Pensions- und Beihilferückstellungen und redu-
zierten Preisen in einigen Bereichen zurückzufüh-
ren. Hierbei handelt es sich überwiegend um ein-
malige Effekte, so dass eine Übertragung auf die
Folgejahre nicht möglich ist.
Zusätzlich reduzierten sich in einigen IT-Verfahren
im laufenden Jahr die Fallzahlen und geplante
Sonderentwicklungen mussten in das Jahr 2008
verschoben werden. Daneben sind Verzögerun-
gen bei Investitionen eingetreten. Dieses führte
dazu, dass aus der zentral bewirtschafteten
Haushaltsstelle der Stadt Münster nicht alle Mittel
verausgabt wurden. Die sich hieraus ergebenden
Konsequenzen müssen durch die citeq im Wirt-
schaftsplan 2009 und in der Investitionsplanung
der Folgejahre und durch die Stadt Münster in der
Gegenfinanzierung berücksichtigt werden.
Kennzahlen zur Erfolgsanalyse 2007 2006 2005
Umsatzerlöse T € 19.146 18.773 18.770
Veränderungsrate % 2,0 0,0 14,8
Materialaufwand T € 4.871 4.656 4.391
Materialaufwandsquote % 25,4 24,8 23,4
Personalaufwand T € 7.769 6.510 6.289
Personalaufwandsquote % 40,6 34,7 33,5
Mitarbeiter (einschl. Auszibildende) Anzahl 115 115 115
Jahresgewinn T € 1.536 2.003 2.324
Umsatzrentabilität % 8,0 10,7 12,4
Personalausstattung
In der citeq waren in 2007 durchschnittlich be-
schäftigt:
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt
(ohne
Azubis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2007 51 58 109 6
30.06.2007 50 57 107 6
30.09.2007 49 60 109 6
31.12.2007 49 60 109 6
Durchschnitt 50 59 109 6
Die citeq ist als Teil der Stadt Münster Mitglied der
Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfa-
len-Lippe (ZKW). Das Mitgliedsverhältnis ist ein
privatrechtliches Versicherungsverhältnis zwi-
schen dem Arbeitgeber und der ZKW. Die ZKW
hat die Aufgabe, durch Versicherung den Be-
schäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche
Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebe-
nenversorgung nach Maßgabe der Satzung und
bericht
Anhang - 11 -
der dazu erlassenen Durchführungsvorschriften
zu gewähren.
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen
und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse
sowie die Versicherungsleistungen richten sich
nach den Bestimmungen des Tarifvertrages über
die zusätzliche Altersversorgung der Beschäftig-
ten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV
– (ATV-K vom 01.03.2002).
Der Umlagesatz für 2007 beträgt 4,5 %, das Sa-
nierungsgeld 3,0 %. Bemessungsgrundlage wa-
ren die Entgelte nach dem Tarifvertrag für den
öffentlichen Dienst (TVöD) vom 01.10.2005. Die
Arbeitgeberaufwendungen für die ZKW betrugen
176.873,68 €.
Einzelheiten und Berichterstattung zum Per-
sonalaufwand
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Auf-
wandskomponenten geht aus der nachfolgenden
Übersicht hervor:
Die Leistungen der citeq werden erbracht von
insgesamt 109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
(einschließlich 7 überplanmäßig befristet beschäf-
tigten Personen) sowie 6 Auszubildenden. Die
Organisation der citeq ist aus dem als Anlage
beigefügten Organigramm ersichtlich.
Beamte
Grundlage für die Besoldung der Beamten war
das Bundesbesoldungsgesetz in der jeweils gülti-
gen Fassung.
Beschäftigte
Grundlage für die Entgelte der Beschäftigten war
in 2007 der Tarifvertrag zur Überleitung der Be-
schäftigten der kommunalen Arbeitgeber in den
TVöD und zur Regelung des Übergangsrechts
(TVÜ-VKA) v. 13.09.2005 und der Tarifvertrag für
den öffentlichen Dienst (TVöD).
Aus- und Fortbildung
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich
weitergebildet, um den Anforderungen gewachsen
zu sein. Insgesamt wurden dafür 87.549,31 €
aufgewandt.
d) Ergänzende Angaben
Zusammensetzung der Organe und Aufwen-
dungen für Organe
Der Werkleiter der citeq ist Herr Rolf Tewes.
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe
der Gesamtbezüge der Werkleitung verzichtet.
Für ein ehemaliges Mitglied der Werkleitung und
eine Hinterbliebene wurden an Pensionen
72.846,49 € aufgewendet. Für beide Personen
bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von
744.789 €.
Eine Informations- und Entscheidungspflicht
der citeq besteht gegenüber folgenden Gre-
mien:
Werksausschuss der citeq
Der Werksausschuss wurde im Jahr 2007 in 6
öffentlichen und 6 nicht-öffentlichen Sitzungen
von der Werkleitung über die Entwicklung der
citeq und alle wichtigen Angelegenheiten unter-
richtet. Dabei hat er Entscheidungen im Rahmen
seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder
des Werksausschusses sind sämtlich in Münster
wohnhaft.
Personalaufwand
2007
in €
2006
in €
2005
in €
Beamtenbezüge 2.273.853,69 2.270.152,62 2.278.695,82
Gehälter 2.372.506,23 2.337.344,70 2.293.720,40
Löhne 0,00 716,08
Dienstaufwendungen für
sonstige Beschäftigte 818,40
0,00 0,00
Veränderung Urlaubs- u.
Überstundenrückstellung 66.227,45
22.418,06 -6.057,56
Zwischensumme 4.713.405,77 4.629.915,38 4.567.074,74
Soziale Abgaben und Aufwen-
dungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
3.055.639,68
1.880.248,64 1.722.380,05
davon für Altersversorgung 2.451.163,02 1.224.382,53 1.122.138,78
Gesamtsumme 7.769.045,45 6.510.164,02 6.289.454,79
bericht
Anhang - 12 -
Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zu-
sammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkun-
dige Bürger/innen
Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkun-
dige Bürger/innen
1 RF Marliese Kosmider,
Oberstudienrätin
(Vorsitzende)
1. RH Frank Baumann, Online
Designer
2. RH Christoph Jahn, Rechts-
anwalt
(Stellvertr. Vorsitzende)
2. RH Georg Berding, Schullei-
ter
3. RF Helga Welker, Notarsek-
retärin
3. Renate Buschermöhle,
kaufm. Angestellte
4. Christian Moll, Geschäftsfüh-
rer
4. RH Rolf Klein, Systemanaly-
tiker
5. Gertrud Sparding, EDV-
Dozentin
5. RH Dr. Michael Jung, Histo-
riker
6. RF Anne Schulze Wintzler,
Verbraucherberaterin
6. Clemens Kraus, Systemad-
ministrator
7. Jürgen Lemke, Dozent für
Medientechnik
7. Otto Reiners, Organisations-
berater
Beratendes Mitglied gem. § 58
Abs. 1 S. 7 GO NRW
8. Sebastian Lücke, freier
Onlineredakteur
8. Karl-Heinz Henrichmöller,
Versicherungskaufmann i. R.
9. Arne Reuter, Unternehmer 9. Dieter Sumbeck, Arch itekt
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für
den Werksausschuss:
Bürgermeister Josef Himmelmann, Stadt Olfen,
Jürgen Hoffstädt, Gemeinde Ostbevern.
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wich-
tigen Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u.
a. über Umlagen, Produkte und deren Preise. Er
hat im Jahr 2007 zweimal getagt.
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen
der öffentlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten
Kooperationspartner (Stimmanteil in Höhe des
Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen
die Beschlüsse und Empfehlungen des Zentral-
ausschusses vor. Er hat im Jahr 2007 viermal
getagt.
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zu-
ständigen Organisationseinheit der Kooperations-
partner.
Münster, den 31.03.2008
citeq
Rolf Tewes
Anlagennachweis - 13 -
Anlagennachweis
der citeq - Informations-Technologie
für Kommunen
Posten des Anlagevermö-
gens
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Kennzahlen
Anfangsbestand
01.01.2007
Zugang
2007
Abgang
2007
Umbuchungen Endstand
31.12.2007
Anfangsbestand
01.01.2007
Zugang
(d.h. Abschrei-
bungen im WJ
2007)
Abgang
(d.h. angesammel-
te Abschreibungen
auf die in Spalte 4
ausgewiesenen
Beträge)
Endstand
31.12.2007
Restbuchwerte am
Ende des WJ
Restbuchwerte am
Ende des vorange-
gangenen WJ
Durch-
schnittl.
Abschrei-
bungssatz
Durch-
schnittl.
Rest-
buchwert
€ € € € € € € € € € € v.H. v.H.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
I.
Immaterielle Ver-
mögens-
gegenstände
1. Software 9.485.386,87 836.616,29 20.732,21 100.1 13,10 10.401.384,05 6.914.549,87 1.145.367,39 20.672,21 8.039.245,05 2.362.139,00 2.570.837,00
2. Geleistete Anzahlung 218.386,24 83.213,18 -100.113,10 201.486,32 0,00 0,00 0,00 0,00 201.486,32 218.386,24
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände 9.703.773,11 919.829,47 20.732,2 1 0,00
10.602.870,37 6.914.549,87 1.145.367,39 20.672,21 8.039.245,05 2.563.625,32 2.789.223,24 10,80 24,18
II. Sachanlagen
1. PKW 85.701,11 17.195,50 10.919,15 0,00 91.977,46 45.992,11 12.698,50 10.919,15 47.771,46 44.206,00 39.709,00
2.
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
20.726.931,77 1.788.456,74 1.897.928,92 0,00 20.617.459,59 14.692.837,77 2.840.107,74 1.800.780,92 15.732.164,59 4.885.295,00 6.034.094,00
Summe Sachanlagen 20.812.632,88 1.805.652,24 1.908. 848,07 0,00 20.709.437,05 14.738.829,88 2.852.806,24 1.811.700,07 15.779.936,05 4.929.501,00 6.073.803,00 13,78 23,80
III. Finanzanlagen
1.
Wertpapiere des
Anlagevermögens 5.430.067,79 1.569.179,85 0,00 0,00
6.999.247,64 0,00 0,00 0,00 0,00 6.999.247,64 5.430.067,79
Summe Finanzanlagen 5.430.067,79 1.569.179,85 0,00 0,00 6.999.247,64 0,00 0,00 0,00 0,00 6.999.247,64 5.430.067,79 0,0 100,0
Gesamtsumme 35.946.473,78 4.294.661,56 1.929.580,28 0,00 38.311.555,06 21.653.379,75 3.998.173,63 1.832.372,28 23.819.181,10 14.492.373,96 14.293.094,03 10,44 37,83
ebericht
Lagebericht - 14 -
Lagebericht
Allgemeine Übersicht
Die citeq ist seit dem 01.01.2001 eine eigenbe-
triebsähnliche Einrichtung. Sie entspricht den
Vorschriften der Gemeindeordnung für das Land
Nordrhein-Westfalen und wird gemäß der Eigen-
betriebsverordnung (EigVO) sowie nach den Be-
stimmungen der Betriebssatzung geführt. Der
citeq obliegt die Erbringung von Dienstleistungen
im Bereich der Informationstechnologie (IT) ein-
schließlich der Kommunikationstechnologie für die
Stadt Münster, für die übrigen Kooperationspart-
ner (20 Städte, Gemeinden und Kreise im Müns-
terland) der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung
(öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die ge-
meinsame Inanspruchnahme der eigenbetriebs-
ähnlichen Einrichtung citeq der Stadt Münster)
und für sonstige Kunden im Rahmen des § 107
der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Die citeq ist für die komplette Steuerung, Bedarfs-
analyse, Planung und den Betrieb der Informati-
onstechnologie (IT) einschließlich der Kommuni-
kationstechnologie für die Stadt Münster zustän-
dig.
Das Jahr 2007 war in diesem Zusammenhang
stark geprägt von der Haushaltskonsolidierung bei
der Stadt Münster. Die citeq hat für die IT-Planung
und für den Betrieb entsprechende Maßnahmen
eingeleitet, um dieses Ziel zu unterstützen. Dabei
kommt der IT im Hinblick auf die Verdichtung der
Aufgaben und den damit verbundenen Ge-
schäftsprozessen erhebliche Bedeutung zu.
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Ver-
pflichtung zur Erhaltung des Vermögens und der
Leistungsfähigkeit (§ 10 der überarbeiteten Ei-
genbetriebsverordnung EigVO) und entsprechend
den für Aktiengesellschaften geltenden gesetzli-
chen Bestimmungen ein Risikomanagementsys-
tem aufgebaut.
Ziel ist es, bestehende und mögliche Risiken für
alle Betriebsbereiche zu identifizieren, sie zu be-
werten und strategische Maßnahmen zur Redu-
zierung und Vermeidung von Risiken zu planen,
umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollie-
ren.
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt
Münster als Hauptabnehmer der Leistungen der
citeq, der langjährigen Zusammenarbeit mit den
Kooperationspartnern und der Kündigungsfrist
von mindestens 18 Monaten im Rahmen der ÖrV
für Leistungen der citeq ist das unternehmerische
Risiko zur Zeit als gering zu bezeichnen.
Vorjahresabschluss
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2006 erteilte
die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. von der
Hardt & Partner einen uneingeschränkten Bestäti-
gungsvermerk. Diesen hat die Gemeindeprü-
fungsanstalt in Herne unverändert mit Datum vom
19.07.2007 in ihren eigenen abschließenden
Vermerk übernommen.
Entwicklung der citeq
Für die citeq stellt sich das Jahr 2007 trotz des
Ergebnisrückgangs in Höhe von 467 T€. als er-
folgreich dar. So konnten nicht nur weitere Pro-
dukte platziert, sondern auch zusätzliche Aufga-
ben von bisherigen und von neuen Kunden über-
nommen werden. Hinzu kommt, dass wichtige
Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss oder
wesentlich weiter geführt werden konnten. Der
Ergebnisrückgang resultiert hauptsächlich aus der
Anpassung der Bewertung der Pensions- und
Beihilferückstellungen an eine marktkonforme
Verzinsung.
Seit dem 01.01.2007 bestehen Verträge mit ca.
80 % aller Kommunen aus Nordrhein-Westfalen
sowie mit einzelnen Kommunen in Niedersachsen
für den Betrieb DataClearing. In diesem Zusam-
menhang wird für das Saarland der DVDV-Server
betrieben. Im Bereich Einwohnerwesen wird der
Dienst Inforegister mit 6 neuen Kunden abge-
rechnet.
BS2000 Ablösung
Die citeq betreibt seit über 30 Jahren Großrech-
nersysteme der Fa. Siemens/Fujitsu Siemens,
insbesondere für die großen Anwendungen, wie
Einwohner, Sozialhilfe, Haushalt, Steuern, Perso-
nalabrechnung usw.
Durch die Umstellung verschiedener Anwendun-
gen aus wirtschaftlichen und technischen Grün-
den auf Systeme der mittleren Datentechnik in
den letzten Jahren werden derzeit auf dem Groß-
rechnersystem nur noch das Sozialhilfeverfahren,
für nur noch wenige Mandanten der Haushalt und
die Kasse, sowie das Steuerverfahren betrieben.
ebericht
Lagebericht - 15 -
Da bis Ende 2008 auch das Sozialhilfeverfahren
auf ein System der mittleren Datentechnik migriert
und bis Ende des 1. Quartals 2009 auch die rest-
lichen noch bestehenden Anwendungen auf Ver-
fahren der mittleren Datentechnik umgestellt sein
werden, ist eine Abschaltung des Großrechner-
systems zum 01.04.2009 geplant. Damit entfallen
nicht unerhebliche Kosten für den Betrieb dieses
Systems.
Medienentwicklungsplan (MEP)
Nach dem Abschluss der Erst-Ausstattungen der
Schulen in den Jahren 2003 bis 2006 wurden im
Mai bzw. Juni des Jahres 2007 dem Werksau-
schuss der citeq und dem Ausschuss für Schule
und Weiterbildung der Bericht zur Umsetzung des
Medienentwicklungsplanes der Stadt Münster
vorgelegt. In diesem Bericht wurden die Umset-
zung der Zielsetzungen des MEP und die Erfah-
rungen, die sich im Zeitraum 2003 bis 2006 erga-
ben, beschrieben.
Die Fortschreibung des MEP war ein Hauptaufga-
benbereich der citeq im Jahr 2007. Die entspre-
chende Dokumentation war zum Oktober 2007
fertig gestellt. Die Vorstellung im Werksausschuss
und im Ausschuss für Schule und Weiterbildung
fand im Januar 2008 statt.
In den Jahren 2008 und folgende wird der Ar-
beitsschwerpunkt im Bereich MEP in der Planung
und Umsetzung der Reinvestitionsmaßnahmen
liegen. Darüber hinaus ist zu erwähnen:
• Die Entwicklung einer browserbasierten An-
wendung zur Pflege des Kataloges der Lern-
software.
• Die Entwicklung von IT-Nutzungsverein-
barungen für die Schulverwaltungen.
• Die Konzeption eines Typo3-basierten Redak-
tionssystems zur Unterstützung der Internet-
auftritte der Schulen.
Einführung NKF - SAP
PSCD (Kasse)
Die NKF-Daten für die 3. Welle in Münster und 2.
Welle in Hamm wurden komplett verarbeitet (Ü-
bernahme Kassenzeichen, Sollstellungen, Orga-
nisationsbuchungen, Überzahlungen und be-
triebswirtschaftliche Sperren). Die Heuristik wurde
umgestellt.
Mit Stand 27.12.2007 wurden aus dem ALSOL-
Datenbestand (BS2000) Buchungssätze für
PSCD-Daueranordnungen generiert und bis Mitte
Januar 2008 eingebucht. Die ersten Massenläufe
für Daueranordnungen (Ablösung ALSOL) wurden
in Hamm und Münster gestartet.
Die Jahresabschlussarbeiten konnten durch er-
hebliche Mehrarbeit in den betroffenen Organisa-
tionseinheiten der Städte Münster und Hamm
sowie der citeq erfolgreich durchgeführt werden.
Es sind noch NKF-Rollout-Nacharbeiten durchzu-
führen.
Anlagenbuchhaltung
Die Software IRP wurde in Münster komplett
durch SAP abgelöst. Die Anlagenstammsätze
wurden mit Werten nach SAP übernommen. Das
betrifft bei der Stadt Münster die Ämter 37, 52, 66
und 67.
Die Anforderungen aus dem Unternehmensteuer-
reformgesetz 2008 wurden in SAP durch erweiter-
tes Customizing erfüllt.
Für die letzten NKF-Rollout-Wellen in Münster
und Hamm wurden die erforderlichen Einstellun-
gen gemacht und Tests durchgeführt. Die kom-
plette Übernahme des Anlagevermögens der
Kernverwaltungen Münster und Hamm wird in
2008 durchgeführt.
SAP-Lizenzen
Die aktuelle Systemvermessung im Januar 2008
hat ergeben, dass die geplante Userzahl nicht
überschritten wurde. Zurzeit sind 774 NKF-User
und 663 User Geschäftspartnerbuchhaltung nutz-
bar.
Schnittstellen
Im Dezember 2007/Januar 2008 sind folgende
Schnittstellen von Vorverfahren nach SAP produk-
tiv gegangen: IKOL (KfZ-Zulassungsverfahren),
INPRO (Baugenehmigungsgebühren), KITA2000
(Elternbeiträge), KRAB (Krankentransportverfah-
ren/Hamm), LABBase (Chem. Untersuchungs-
amt), PAISY (Personalabrechnungsverfahren),
SOZNW (Abrechung Sozialleistungen).
Für die Schnittstellen Virtuoso (Musikschulpro-
gramm), KKG (Erschliessungsbeiträge), KRAB
(Krankentransportverfahren/Münster) wurden
Tests durchgeführt, dort wird die Produktivsetzung
nach Freigabe erfolgen.
ebericht
Lagebericht - 16 -
Die Produktivsetzung der SCOWI-Schnittstelle
wurde wegen Erkenntnissen aus den umfangrei-
chen Tests auf (zunächst) Februar 2008 verscho-
ben.
SAP BASIS
Solution Manager
Der SAP Solution Manager 4.0 wurde installiert
und in Betrieb genommen. Im SAP Umfeld wurde
eine Supportstruktur über das Service Desk des
Solution Managers aktiviert. SAP Anwender kön-
nen Problemmeldungen aus der Applikation an
das Solution Manager System senden und dort
einen Servicevorgang erzeugen.
Dreistufige Bearbeitung des Servicevorgangs
1. Stufe
Zentrale Mitarbeiter/innen der Stadt Hamm / Stadt
Münster bearbeiten den Servicevorgang in enger
Kommunikation mit dem meldenden SAP Anwen-
der.
2. Stufe
Kann ein Servicevorgang auf der 1. Stufe nicht
abschließend bearbeitet werden, wird die Bearbei-
tung an die SAP Modulbetreuer der citeq eska-
liert.
3. Stufe
Liegt dem Servicevorgang ein Systemfehler
zugrunde, der nur mit Hilfe der SAP beseitigt wer-
den kann, wird der gesamte Servicevorgang aus
dem Solution Manager an die SAP übermittelt.
Die Softwarewartung wurde im Solution Manager
aktiviert. Updates der SAP Software werden nun
zentral im Solution Manager überwacht.
Business Warehouse / Business Intelligence
Für das Berichtswesen aus dem PSCD (Kasse)
sowie zur späteren Umstellung des Haushalts-
plandrucks wurden zwei SAP NetWeaver2004
Systeme (Test und Produktion) mit der Kompo-
nente BI 700 installiert.
Einführung NKF – INFOMA newsystem
Zum 01.01.2008 haben die Verwaltungen von
Ahlen, Sendenhorst, Dülmen, Lüdinghausen
(doppisch) und Ascheberg sowie Havixbeck (ka-
meral) die Produktion mit newsystem verwal-
tungsweit neu aufgenommen. Diese Umstellung
von GINFIS und Veranlagung im BS2000 auf
newsystem lief in 2007 unproblematisch, auch
wenn für einige Verwaltungen umfangreiche Pro-
grammerweiterungen für die Übernahme der
Verbrauchsabrechnungsdaten erforderlich waren.
Die Städte Warendorf und Sassenberg haben die
Kernhaushalte innerhalb von newsystem von der
kameralen in die doppische Variante migriert.
Die Migration innerhalb des Verfahrens verlief
unproblematischer als in 2006.
Insgesamt arbeiten ab 2008 zwölf Verwaltungen
im doppischen Umfeld und drei Verwaltungen mit
der kameralen Variante. Zusätzlich betreut die
citeq zehn Gemeindewerke/-betriebe bei denen
auch newsystem-kommunal zum Einsatz kommt.
Die Gemeinde Beelen und die ZVM setzen auch
im Jahr 2008 noch das GINFIS- / Veranlagungs-
verfahren im BS2000 ein.
Nach wie vor sind hohe personelle Aufwände bei
den Infoma-newsystems-Kunden und der citeq
erforderlich, da die Software immer wieder erheb-
liche Mängel aufweist, die zu Mehraufwendungen
führen.
Damit müssen auch im Jahr 2008 drei Finanzver-
fahren und zwei Veranlagungsverfahren parallel
betreut werden. Erweiterten Leistungen innerhalb
der newsystem-kommunal Module sind deshalb
enge personelle Grenzen gesetzt.
Zum 01.01.2009 müssen alle Verwaltungen von
GINFIS auf newsystem bzw. SAP umgestellt sein.
Umstellung Personalsoftware
Das Projekt zur Einführung von ds2000 als Per-
sonalmanagementsystem neben dem Abrech-
nungssystem PAISY wurde Anfang 2007 beendet.
Die Projektziele konnten letztlich nicht erreicht
werden, auch wenn einige Module dieser Soft-
ware in den Produktivbetrieb gegangen sind. Der
Hersteller der Software, die Fa. dsoftware GmbH
aus Neuss, wurde mittlerweile aufgekauft. Die
Software wird nicht mehr weiter entwickelt.
Der Bedarf für eine integrierte Software im Be-
reich der Personalwirtschaft besteht bei den Kun-
den der citeq nach wie vor. Daher wurde ein ge-
meinsames Projekt der Städte Münster, Hamm
und des Kreises Coesfeld zur Auswahl und Ein-
führung einer integrierten Personalwirtschaftslö-
ebericht
Lagebericht - 17 -
sung gestartet. Die neue Software wird gegebe-
nenfalls PAISY ablösen. Die Auswahl soll bis
Mitte des Jahres 2008 erfolgt sein. Die Einführung
wird in der Hauptsache bis Ende 2009 erfolgt
sein.
Dokumentenmanagement /digitale Archivie-
rung
Vereinfachend betrachtet umfasst Dokumenten-
management alle Prozesse, Abläufe und Verant-
wortlichkeiten, die mit der Administration von Do-
kumenten zusammenhängen.
Konkreter verbirgt sich dahinter der gesamte Le-
benszyklus von digitalem wie auch papierbasier-
tem Schriftgut, von der Entstehung, Kennzeich-
nung, Fortschreibung, der Historienverwaltung,
der Verteilung und Recherche bis zur revisionssi-
cheren Ablage / Archivierung - und letztlich gehört
auch die Vernichtung von Schriftgut dazu.
Ein komplexes Dokumentenmanagement-System
(DMS) impliziert darüber hinaus auch eine elekt-
ronische Vorgangsbearbeitung oder Workflow-
Management, um der steigenden Informations-
und Dokumentenflut mittels IT effektiv zu begeg-
nen.
Insbesondere die Einhaltung gesetzlicher Grund-
lagen und Bestimmungen (AO, HGB, GoBS,
GDPdU, Archivgesetz Land NRW) sind zu erfül-
len.
Das DMS von der Fa. SER mit dem Namen DO-
XiS iECM Suite zählt zum Standard-
Produktportfolio der citeq. Vorbehaltlich der noch
ausstehenden Genehmigungen zu beteiligender
Gremien wird ein Rahmenvertrag mit der Fa. SER
geschlossen.
Einige ÖrV Partner beabsichtigen ebenfalls das
System von SER zu beschaffen.
Stadt Münster
Im Rahmen der NKF-Einführung wurden bei der
citeq erste Tests zur digitalen Archivierung im
Umfeld von SAP mit dem DMS der Fa. SER
durchgeführt. Ferner wurden Möglichkeiten der
automatisierten Rechnungseingangsbearbeitung
evaluiert. Die Umsetzung musste aufgrund geän-
derter Prioritäten seitens des Fachamtes (Kasse)
verschoben werden.
Beim Stadtarchiv gibt es die Notwendigkeit, die
aus den Fachverfahren historisch relevanten und
daher archivwürdigen Daten einer dauerhaften
Archivierung zu zuführen. Die gesetzliche Grund-
lage dazu bildet das Archivgesetz des Landes
NRW. Die citeq unterstützt und begleitet diesen
Prozess aus informationstechnischer Sicht, z. B.
durch die Beteiligung am AK Stadtarchivare im
Rahmen des KDN.
ÖrV-Bereich
Aufgrund des allgemeinen Interesses und der
Nachfrage von ÖrV-Partnern wurden von der citeq
Informationsveranstaltungen zu DMS/digitaler
Archivierung durchgeführt.
Im Zuge der Konsolidierung der beiden digitalen
Archive (KFZ/Führerscheinwesen und Veranla-
gungswesen) wurde zur Reduzierung der Admi-
nistrationsaufwendungen des DMS-/Archiv-
Betriebes und zur Performance-Verbesserung bei
Recherchen die DOXiS Speicheroptionssoftware
beschafft. Dadurch wird der Einsatz des SAN
(Storea Area Network) als Primärspeicher für
einen schnellen Zugriff ermöglicht, während die
WORM–Medien der Jukebox als Sekundärspei-
cher mit revisionssicheren Eigenschaften einge-
setzt werden.
Stadt Hamm
Die Stadt Hamm führte eine Teststellung mit dem
bei der Stadt Münster eingesetzten System der
Fa. SER zur digitalen Archivierung im Bereich
Führerscheinwesen durch, das bei der citeq ge-
hostet wird. Aufgrund des positiven Test-
Ergebnisses beabsichtigt die Stadt Hamm nun
den Produktivbetrieb bei der citeq aufzunehmen
und weitere Anwendungsgebiete im Bereich Do-
kumenten-Management und Archivierung sukzes-
sive anzubinden (z. B. SAP, SCOWI, TFA, Job-
Center / SGB II etc.).
Gemeinde Wadersloh
Die citeq unterstützte die Gemeinde Wadersloh
beim Auswahlprozess eines für kleine Kommunen
geeigneten DMS/Archivierungssystems, mit dem
die lokal betriebenen Verfahren und Anforderun-
gen abgedeckt werden sollen. Sowohl aus funkti-
onalen als auch aus wirtschaftlichen Gründen fiel
die in Wadersloh getroffene Systementscheidung
zu Gunsten der Fa. SER aus.
Die citeq wird in Kürze mit der Gemeinde Waders-
loh in die Planung des Referenzprojektes einstei-
ebericht
Lagebericht - 18 -
gen und die ÖrV-Partner über die Zwischener-
gebnisse des Projektverlaufs zeitnah informieren.
Zunächst wird mit der digitalen Archivierung von
Bauakten begonnen.
TFA – SAP – basiertes Veranlagungspro-
gramm
Im Laufe des Jahres 2007 wurden die Einstellun-
gen auf dem Entwicklungs- und Qualitätssiche-
rungssystem für Münster vorgenommen und
laufend angepasst. Im Mai des Jahres wurden die
Gewerbesteuer, Hundesteuer, Grundbesitzabga-
ben und die Daten für die Fäkalschlammentsor-
gung mit Unterstützung der Firma CSC in das Q-
System eingespielt. Das Produktivsystem blieb
unangetastet.
Bei den anschließenden Kontrollen stellte sich
heraus, dass eine geordnete Verarbeitung mit
dem damaligen Programmstand nicht möglich
war. Mit Hamm wurde daher vereinbart, keine
Einstellungen im SAP-System durchzuführen, um
Doppelarbeit bei erforderlichen Berichtigungen zu
vermeiden.
Im Laufe des Jahres wurden zahlreiche, mit den
anderen KDN-Mitgliedern abgestimmte, aber auch
nur für Münster erforderliche, Verbesserungen
seitens CSC geliefert, die jedoch nicht ausreich-
ten, um einen Produktivstart zum 01.01.2008 zu
gewährleisten. Aus diesem Grunde entschieden
die Städte Münster und Hamm im Oktober 2007
die Verschiebung des Produktivstarts um ein Jahr
auf den 01.01.2009.
Im 1. Quartal 2008 werden die Daten für Münster
erneut und für Hamm erstmals auf dem Q-System
zur Verfügung gestellt. Mit diesen Daten wird eine
parallele Verarbeitung der Jahresveranlagung und
von Änderungsdiensten zum BS2000 durchge-
führt, um die Ergebnisse vergleichen zu können.
Ebenfalls werden die Datenträgeraustauschpro-
gramme (z.B. Grund- und Gewerbesteuer mit
Land NRW, Entwässerungsdaten mit den Stadt-
werken Münster) parallel getestet. Entsprechende
Schulungen für die Endanwender erfolgen.
BS2000 Ablösung SozNW
Nach der grundsätzlichen Entscheidung Anfang
2007, das Produkt akdn-sozial (SozNW) von der
Plattform BS2000 auf LINUX zu portieren, wurden
im April 2007 erste Vorgespräche mit der GKD
Paderborn geführt und ein Ablaufszenario für die
Umsetzung geplant. Da die Systematik und die
Verfahrensphilosophie bei den derzeitigen Echt-
anwendern auf LINUX und der citeq differieren,
wurde im Mai/Juni 2007 ein Testberechnungslauf
durchgeführt mit der Prüfung, ob eine Portierung
des Verfahrens auch unter den besonderen Ge-
sichtspunkten eines Einsatzes bei der citeq mög-
lich ist. Diese Prüfung wurde erfolgreich abge-
schlossen.
Danach erfolgten Maßnahmen wie LINUX - Schu-
lung, Beschaffung eines Produktionsservers, Ein-
richten von Produktions- und Testumgebungen
und das Überspielen der Testdatenbestände so-
wie der örtlichen Prozeduren von der BS2000 -
Anlage.
Derzeit wird der Client für den Einsatz auf LINUX
vorbereitet. Aufgrund der Umstellung der Kassen-
verfahren auf SAP und INFOMA und durch Kran-
kenstände ist ein Zeitverzug gegenüber dem Pro-
jektplan von ca. 6 Wochen eingetreten.
Einführung RFID
Mit dem Gutachten der Fa. Rödl & Partner wurde
als Maßnahme zur Effizienzsteigung die Einfüh-
rung der RFID-Technik zur Mediensicherung und
Selbstverbuchung in der Stadtbücherei vorge-
schlagen. Nach Klärung des zu erwartenden Aus-
stattungsumfangs mit der Stadtbücherei hat die
citeq die voraussichtlich zu erwartenden laufen-
den jährlichen Kosten für Einführung und Betrieb
dieser Technik kalkuliert, sodass die entspre-
chenden Kosten über den Haushalt der Stadt
Münster zur Verfügung gestellt werden konnten.
Beschafft werden durch die citeq ein Kassenau-
tomat zur automatisierten Abwicklung des Kas-
sengeschäftes sowie Komponenten für die Be-
standskonvertierung, Personalverbuchung, Me-
dieneinarbeitung, Selbstverbuchung und Medien-
sicherung. Die RFID-Technik wird über Schnitt-
stellen vollständig in die bestehende IT-
Infrastruktur der Stadtbücherei integriert. Nach
Neukalkulation der laufenden jährlichen Kosten
auf Basis der positiven Ergebnisse der durchge-
führten EU-weiten Ausschreibungen können die
für die Finanzierung der RFID-Technik veran-
schlagten Mittel für die Jahre 2008 und folgende
erheblich reduziert werden.
Nicht von der citeq beschafft wird das automati-
sierte Rücknahmesystem mit angeschlossener
Sortieranlage, welches auf Grund der damit ein-
hergehenden Baumaßnahme vom Amt für Immo-
ebericht
Lagebericht - 19 -
bilienmanagement in enger Kooperation mit der
citeq beschafft wird.
Das Projekt "Einführung der RFID-Technik bei der
Stadtbücherei Münster" wurde bereits im April
2007 gestartet. Der Start des Produktivbetriebs ist
für den 01.12.2008 vorgesehen.
Kita2000 (Kindertagesstätten, offene Ganz-
tagsschulen)
Seit 2006 sind folgende Verwaltungen mit der
Software produktiv: Ahlen (Jugendamt – Kinder-
tagesstätten (Kita), Schulamt – offene
Ganztragsschulen (OGS)), Ascheberg (Kita),
Stadt Coesfeld (Kita, OGS), Dülmen (Kita, OGS,)
Hamm (Kita), Havixbeck (Kita), Lüdinghausen
(Kita, OGS), Münster (Kita), Nordkirchen (Kita,
OGS), Nottuln (Kita).
Neben den laufenden Maßnahmen (wöchentliche
Änderungssollstellungen, Jahressollstellungen,
Anwendersupport, Auswertungen/Statistiken)
wurden in 2007 folgende besondere Maßnahmen
durchgeführt:
Zum 01.01.2007 erfolgte eine Beitragsanpassung
der Betreuungssätze bei den Verwaltungen A-
scheberg (XML), Coesfeld, Havixbeck (XML),
Lüdinghausen (XML), Nordkirchen und Nottuln.
Neben dem Sollstellungskorrekturlauf wurden für
die Verwaltungen, die XML-Vorlagen nutzen,
Massendruckdateien für die Bescheiderteilung der
Zahlungspflichtigen erstellt und den Verwaltungen
zur Verfügung gestellt.
Zudem wurden im Laufe des Jahres sukzessiv
alle Verwaltungen, mit Ausnahme von Münster,
wegen Performance-Steigerungen auf Terminal-
server-Betrieb umgestellt. Bei Test-Messungen für
Münster konnten keine relevanten Verbesserun-
gen der Performance-Werte erzielt werden, so
dass hier von einer Umstellung abgesehen wurde.
Weiterhin wurden Anpassungsprogrammierungen
der Kassenschnittstellen für die zum 01.01.2008
erfolgten Wechsel auf die Kassenverfahren SAP
(Hamm und Münster) und INFOMA (Ahlen, A-
scheberg, Dülmen, Havixbeck und Lüdinghausen)
initiiert und getestet.
Einführung von LOGO, Software für das Stra-
ßenerhaltungsmanagement (PMS)
Die Software LOGO steht seit Anfang 2007 im
Tiefbauamt grundsätzlich zur Nutzung zur Verfü-
gung. Bei dieser erstmaligen Zusammenführung
der Sach- und Grafikbasisdaten des Straßenbe-
reichs wurden zusammen mit der Herstellerfirma
Geologix die vorhandenen Datenbestände durch
automatisierte Datenabgleiche soweit möglich in
Einklang gebracht. Angesichts der Qualität dieser
Ergebnisse im Vergleich zu der in LOGO mögli-
chen, detaillierten Erfassung der Daten und des
damit erreichbaren größeren Nutzens hat das
Tiefbauamt entschieden, eine umfassende manu-
elle Überarbeitung der Basisdaten vorzunehmen
und dabei eine Verzögerung der umfassenden
Produktivsetzung von LOGO in Kauf zu nehmen.
Das Ergebnis dieser Überarbeitung, eine detail-
lierte grafische und mengenmäßige Darstellung
aller im Straßenraum vorhandenen Flächen der
Stadt Münster, stellt eine hervorragende Grundla-
ge für alle weiteren Planungen im Straßenbereich
(z. B. Erhaltungsmanagement, Vermögensbewer-
tung und -fortschreibung) dar. Weiter entsteht die
Möglichkeit, viele straßen- oder raumbezogene
Themen in LOGO zu ergänzen und über die ver-
schiedenen Datenaustauschmöglichkeiten auch
anderen internen und externen Verfahren und
Nutzern zur Verfügung zu stellen. Vor diesem
Hintergrund werden zurzeit die Planungen zum
Zeitpunkt und Umfang des Einsatzes der Module
und Datenthemen von LOGO ausgehend von der
ursprünglichen Projektplanung von Tiefbauamt
und citeq überarbeitet.
E-Government-Funktionen
DataClearing NRW
DataClearing NRW bedient seit dem 01.01.2007
ganz Nordrhein-Westfalen als landeseinheitlich
pflegende Stelle des DVDV sowie das Saarland
mit dem Hosting des DVDV. Den Betrieb des
OSCI-Intermediärs auf Basis einer Flatrate nutzen
289 der 396 NRW-Kommunen mit 80% der NRW-
Bevölkerung (14,9 Mio. Einwohner) und 21 Kom-
munen in Niedersachsen. Über DataClearing
NRW wurden im Jahr 2007 insgesamt 1,59 Millio-
nen OSCI-Nachrichten empfangen und 2,84 Milli-
onen DVDV-Anfragen zur Übermittlung von Nach-
richten verarbeitet. Folgende Dienste sind umge-
setzt:
ebericht
Lagebericht - 20 -
• Rückmeldungen und Fortschreibungen auf
Basis von XMeld
• Datenübermittlungen an die Kassenärztlichen
Vereinigungen (Mammografiescreening)
• Sterbefallübermittlungen an das Epidemiolo-
gische Krebsregister
• Meldedatenübermittlungen an die Bundesfi-
nanzverwaltung (SteuerID)
• Geburtenmitteilungen an die Datenstelle der
Rentenversicherungsträger
• Sterbefallmitteilungen an die Deutsche Post
RentenService
Die Deutsche Post RentenService nutzt Data-
Clearing NRW für den Intermediärsbetrieb.
DataClearing NRW arbeitet darüber hinaus im
bundesweiten Verbund intensiv an der Entwick-
lung weiterer OSCI-Datenübermittlungen. Konkre-
te Planungen bestehen in folgenden Bereichen:
• Optionsverfahren nach Staatsangehörigkeits-
gesetz (Pilotierung mit den Kreisen COE und
WAF noch im ersten Halbjahr 2008)
• Meldungen zum Zensus 2011
• Projekt Kindeswohl des Ministeriums für Ar-
beit, Gesundheit und Soziales NRW
Weitere Empfänger kommunaler Daten haben
bereits Interesse an einer OSCI-Übermittlung
bekundet. Zur Einbindung der Kundenanforderun-
gen hat DataClearing NRW eine Arbeitsgruppe
„Dienste für OSCI“ eingerichtet.
Virtuelle Poststelle
Nach einer längeren – vorab angekündigten –
Projektpause wurde das Projekt im zweiten Quar-
tal 2007 erneut aufgenommen. Die ausgewählte
Software Julia MailOffice wurde zum Beginn der
Sommerferien in den Produktivbetrieb übernom-
men, die Ausgestaltung der Nutzung obliegt seit-
dem den organisatorischen und inhaltlichen Rege-
lungen der einzelnen Partner.
Die Kreise Coesfeld und Warendorf sowie die
Städte Hamm und Münster arbeiten in eigenen
Projektgruppen an der Inbetriebnahme. Diese
Inbetriebnahme erfolgt in unterschiedlichen Stufen
zu unterschiedlichen Zeitpunkten. So hat der
Kreis Coesfeld beispielsweise zum 01.01.2008
den Betrieb grundsätzlich aufgenommen. Die
Stadt Münster wird die Ergebnisse der Arbeits-
gruppe den Gremien im 2. Quartal 2008 zur Ent-
scheidung vorlegen.
Die citeq hat zur Koordination der jeweiligen Akti-
vitäten einen Projektbereich im Portal „projekt-
intern“ eingerichtet, über den die Projektbeteilig-
ten der einzelnen Partner auf die Entwicklungen
zugreifen und somit Doppelarbeiten vermeiden
können.
KDV-Projekte
Zu Ende 2006 wurden zwei Förderanträge der
citeq an das Kompetenzzentrum Digitale Verwal-
tung positiv beschieden. Das Projekt KDV-Master
wird voraussichtlich im Frühjahr 2008 abge-
schlossen werden. Der Abschluss ist Vorausset-
zung für den Start des zweiten Projekts „Teilpro-
jekt EWO“, in dem die Geschäftsprozesse des
Einwohneramtes analysiert werden sollen. Bei
kurzfristigem Abschluss des Teilprojektes wären
somit in 2008 die Förderbeträge für beide Projekte
einplanbar.
Mit einem weiteren Antrag wurde der Aufbau ei-
nes E-Government-Informationssystems zur För-
derung vorgeschlagen. Über diesen Antrag, der
die Umsetzung und Förderung in zwei Schritten
für die Jahre 2008 und 2009 vorsieht, wird im April
entschieden.
Jugendamtverfahren LogoData
Das Jugendamtverfahren LogoData ist mit den
Modulen Amtsvormundschaften/Beistandschaften
(AV/BS), Beurkundung (BEU), Unterhaltsvor-
schussgesetz (UVG), Hilfen zur Erziehung (HZE)
und Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) produktiv.
Der Einsatzstand bei den fünf beteiligten Verwal-
tungen ist jedoch unterschiedlich:
• Das Modul AV/BS ist bei allen seit dem
01.01.2007 im Einsatz.
• Die Beurkundung wird in Coesfeld und Dül-
men eingesetzt.
• Das Modul UVG kommt in Münster und Dül-
men zum Einsatz.
• Die Module HZE und ASD werden in Münster
und Ahlen eingesetzt.
• Die Einführung der Module Unterhaltsberech-
nung, Auswertung und Planung, Genogram-
me, Jugendgerichtshilfe und Adoption steht
noch aus, ist aber für das Jahr 2008 geplant.
ebericht
Lagebericht - 21 -
Netzinfrastruktur
Bestimmendes Thema im Bereich des ÖRV-
Netzes war in 2007 ein umfassendes Restruktu-
rierungsprojekt. Nachdem das ÖRV-Netz über
längere Zeit auf Basis "klassischer" Netztechnolo-
gie (Festverbindungen) betrieben wurde, sollen
künftig verstärkt neue technische Möglichkeiten
(virtuelle Netze) berücksichtigt werden. Es wird
erwartet, dass unter Wahrung der Wirtschaftlich-
keit das ÖRV-Netz den weiter steigenden techni-
schen Ansprüchen angepasst werden kann. Ende
2007 wurde eine EU-weite Ausschreibung über
einen Rahmenvertrag zur Bereitstellung von DV-
Verbindungen durchgeführt.
Erheblichen Aufwand verursachte die Erhaltung
der Betriebsfähigkeit des DV-Netzes der Stadt
Münster. Bedingt durch mehrere Hoch- und Tief-
baumaßnahmen (Stubengasse, Albersloher Weg,
Bahnhofstr./Servatiiplatz) mussten Kabeltrassen
abgesichert bzw. verlegt werden um die Übertra-
gungswege vor Beeinträchtigungen zu schützen.
Mehrere auf Basis eigener LWL-Kabel betriebene
Strecken wurden durch Einsatz von Gigabit-
Technologie den steigenden Anforderungen an-
gepasst.
Einführung eines Risikomanagementsystems
§ 10 EigVO NRW schreibt die Einrichtung eines
Überwachungssystems zur frühzeitigen Erken-
nung bestandsgefährdender Entwicklungen vor.
Somit ist die citeq zur Einführung eines Risikoma-
nagementsystems (RMS) verpflichtet.
Der Gesetzgeber fordert die Einführung eines
Risikomanagementsystems mit folgenden
Schwerpunkten:
• Internes Überwachungssystem
• Frühwarnsystem
• Risikocontrolling
Ein Risikomanagementsystem verfolgt folgende
Ziele:
• Nachhaltige Erhaltung des Unternehmens-
wertes
• Sicherung der Unternehmensziele
• Sicherung des künftigen Erfolgs des Unter-
nehmens
• Optimierung der Risikokosten
• Soziale Ziele aus der gesellschaftlichen Ver-
antwortung des Unternehmens
Die citeq hat zur Begleitung der Einführung des
Risikomanagementsystems die Unternehmensbe-
ratung uve GmbH aus Berlin beauftragt, da diese
bereits gute Referenzen in diesem Bereich vor-
weist.
Mit Unterstützung der Unternehmensberatung
wurden im Zeitraum von Juli 2007 bis Dezember
2007 folgende Prozessschritte durchlaufen:
1. Risiko-Identifikation:
86 bestehende und mögliche Risiken für alle
Bereiche der citeq wurden im Rahmen einer
Risikoinventur identifiziert.
2. Risiko-Bewertung und –aggregation:
Die identifizierten Risiken wurden kontextspe-
zifisch bewertet. Die Bewertungskriterien sind
geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit, der
Schadenswert pro Betrachtungszeitraum (12
Monate), der anzunehmende Höchstscha-
denswert und die Angabe zur Bestandgefähr-
dung.
Die Wertebereiche der Schadenswerte wur-
den von unbedeutend (< 10 T€) bis schwer-
wiegend (> 500 T€) deklariert und die Ein-
trittswahrscheinlichkeit bezogen auf den Be-
trachtungszeitraum in Prozent festgelegt. Es
wurde eine Klassifizierung der Risiken in be-
standsgefährdend und nicht bestandsgefähr-
dend vorgenommen.
Ergebnis war, dass insgesamt 14 Risiken als
entwicklungsbeeinträchtigend (bestandsge-
fährdend oder Höchstschadenswert mindes-
tens hoch) für die citeq deklariert wurden, von
denen folgende fünf Risiken bestandsgefähr-
dend für den Fortbestand der citeq sein kön-
nen:
• Kommunalpolitik ändert bisherige Zielset-
zung für die citeq
• Änderung der für das Unternehmen rele-
vanten Rechtslage
• Ausfall des Serverraums RR08 im Stadt-
haus 1
• Vertragskündigung durch einen Großkun-
den
• Datenschutz wird nicht beachtet
3. Risiko-Steuerung und –kontrolle:
Ein Frühwarnsystem für entwicklungsbeein-
trächtigende Risiken wurde implementiert und
mit Frühwarnindikatoren, Schwellenwerten
und Gegenmaßnahmen hinterlegt. Es wurden
strategische Maßnahmen zur Reduzierung,
ebericht
Lagebericht - 22 -
Vermeidung oder Kompensation von Risiken
festgelegt.
Der letzte und für den Fortbestand des Risikoma-
nagementsystem entscheidende Prozessschritt ist
das strategische Risiko-Management, was bedeu-
tet, dass die Umsetzung der vorgesehenen Maß-
nahmen durch Kontrollmechanismen sicherge-
stellt werden, und ein regelmäßiges Risikocontrol-
ling durch die Risikoverantwortlichen erfolgen
muss. Um dieses zu gewährleisten, findet in je-
dem Quartal ein Treffen der Werks- und Bereichs-
leitung und der Verantwortlichen für das Risiko-
managementsystem statt, um die bestehenden
und ggf. auch neuen Risiken zu evaluieren und
die Umsetzung der Maßnahmen zu überprüfen.
Berichterstattung zur Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätslage
Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätsanalyse 2007 2006 2005
Aufbereitete Bilanzsumme T € 24.659 21.870 21.187
Eigenkapital T € 4.227 3.704 2.714
Eigenkapitalquote (Eigenkapital /
Gesamtkapital) %
17 17 13
Anlagevermögen T € 14.489 14.288 13.765
Investitionen in das Anlagevermö-
gen T €
4.295 5.114 6.160
Anlagenintensität (Nettoanlagever-
mögen / Gesamtvermögen) %
59 65 65
Goldene Finanzierungsregel
(Langfristiges Vermögen / Langfris-
tiges Kapital)
1,21 1,40 1,55
net working capital (Kurzfristiges
Vermögen – kurzfristiges Fremdka-
pital)
T €
-3.569 -5.907 -7.168
Cash Flow aus laufender Ge-
schäftstätigkeit T €
8.107 7.752 7.715
Der allgemeinen Rücklage wurden aus dem Jah-
resgewinn 2006 989.800,05 € zugeführt.
Voraussichtliche Entwicklung des Eigenbe-
triebes
Die Leistungen der citeq werden verstärkt von den
Kommunen nachgefragt. So konnten neue Kun-
den nicht nur im regionalen Umkreis, sondern
auch in Niedersachsen gewonnen werden. Damit
kann nicht nur für bestehende Anwendungen,
sondern auch für neue Aufgaben im E-
Governmentbereich eine neue Basis geschaffen
werden, um die Kosten der citeq auf eine breitere
Grundlage zu stellen.
Die Anforderungen der Kunden sowie die gesetz-
lichen und technischen Änderungen bedingen bei
der citeq immer größere Anstrengungen und Ein-
satz von personellen und technischen Ressour-
cen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden,
sind Investitionen in diese Ressourcen unbedingt
erforderlich. Nur unter diesen Voraussetzungen
kann die citeq ihre Aufgaben weiterhin erfüllen.
Münster, den 31.03.2008
citeq
Rolf Tewes
Organigramm - 23 -
Organigramm mit den Namen der Mitarbeiter/innen
Beschlussvorlage
5398 Zeichen
V/0247/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2007 Beratungsfolge 05.06.2008 Werksausschuss der citeq Vorberatung 17.06.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 18.06.2008 Hauptausschuss Vorberatung 18.06.2008 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Jahresabschluss der citeq zum 31.12.2007 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 27.254.472,65 € und einem Jahresüberschuss von 1.535.616,27 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2007 in Höhe von 1.535.616,27 € wird wie folgt verwendet: 1.112.551,02 € werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. An Rücklagen werden insgesamt 423.065,25 € gebildet. Diese setzen sich wie folgt zu- sammen: 1.1 Rücklage für die Verzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 358.065,25 €, 1.2 Rücklage für das in 2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen in Höhe von 65.000,00 €. 2. Dem Werksausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2007 Entlastung erteilt. Begründung: Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. von der Hardt & Partner, Münster, hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Kalenderjahres 2007 geprüft. Die geprüften Unter- lagen sind gemäß § 15 der Betriebssatzung der citeq dem Werksausschuss sowie dem Rat vorzu- legen. Zu 1. Jahresabschluss 2007 Die Gewinn- und Verlustrechung für das Kalenderjahr 2007 vom 01.01.2007 bis 31.12.2007 weist einen Jahresgewinn von 1.535.616,27 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl Vorlagen-Nr.: V/0247/2008 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: Boenigk@citeq.de Datum: 27.03.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0247/2008 • bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 240.615,02 € an die Kooperations- partner gemäß der Öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat (Anteil Stadt Münster: 101.900,45 €), • der Pensionsrückstellung die Veränderung in Höhe von 1.462.060,00 € zugeführt wurde, um den Pensionsfall der in der citeq beschäftigten Beamten ausreichend abzudecken, • der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 645.790,00 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre auch künftig abdecken zu können, • die Einsparungen aus den Maßnahmen Nrn. 22 (39%), 41 und 42 des Rödl & Partner- Gutachtens in Höhe von 168.000,00 € erzielt wurden. Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wurde eine Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen: Zu 1.1 Danach verpflichtet sich die Stadt Münster den Barwert der übertragenden Pensionslasten zu ver- zinsen. Für den Jahresabschluss 2007 der citeq wurde ein Zinssatz von 5,6 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen betragen für den Jahresabschluss 2007 auf dieser Grundlage 358.065,25 €. Zu 1.2 Zwischen der Stadt Münster und der citeq wurde vereinbart, dass der Jahresüberschuss u. a. dafür verwendet wird, um jährliche Rücklagen in Höhe von 65.000,00 € für die Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen einstellen zu können. Die citeq ihrerseits verpflichtet sich, • die Zinsen in Höhe von 358.065,25 €, • die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.462.060,00 €, • die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 645.790,00 € und • die jährliche Rücklage in Höhe von 65.000,00 € für die Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen in einen vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds einzuzahlen. Der nach Bildung der Rücklagen verbleibende Überschuss in Höhe von 1.112.551,02 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Durch Kooperationen innerhalb der KDN konnten bereits schon jetzt Einsparungen erzielt werden, die sich in den getätigten Preissenkungen niedergeschlagen haben. Dies hat zur Folge, dass die Maßnahme Nr. 41 des Rödl & Partner-Gutachtens bereits in 2007 und 2008 umgesetzt werden kann. Daraus folgt, dass auch für 2008 die ehemalige Haushaltsstelle um 100.000,00 € gekürzt werden kann. Der Ausschüttungsbetrag beinhaltet den Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 300.000,00 € für das Jahr 2007. Lagebericht 2007 Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. von der Hardt & Partner hat festge- stellt, dass der Lagebericht gemäß § 25 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der aktuellen Fassung aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebericht keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wecken. Prüfungsergebnis Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. von der Hardt & Partner, Münster, erteilt der citeq für das Kalenderjahr 2007 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. - 3 - V/0247/2008 Zu 2. Dem Werkausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2007 Entlastung erteilt. Die Entlastung des Werkleiters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO NRW in der nächsten Sitzung des Werksaus- schusses. I. V. Dr. Heinrichs Anlagen: Jahresabschluss 2007
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Scheibenstraße 109
- Stubengasse
- Bahnhofstraße
- Albersloher Weg
- Servatiiplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0247/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.03.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37