Mandari Insight

V/0543/2013

Hauptbahnhof Münster West- und Ostseite, Zwischenstand 2013

Vorlagen 13.08.2013

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 25.09.2013, TOP 19

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

17927 Zeichen

V/0543/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Hauptbahnhof Münster West- und Ostseite, Zwischenstand 2013 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
10.09.2013 Beirat für Stadtgestaltung Vorberatung 
10.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
19.09.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
25.09.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
25.09.2013 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat nimmt den derzeitigen Sachstand zum Hauptbahnhof Münster, West - und 
Ostseite, zur Kenntnis. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt,  
 
2.1. auf der Grundlage des vorgestellten Konzeptes der Deutschen Bahn AG (Wes t-
seite) und der Stadt Münster (Ostseite) weiter zu verhandeln, mit dem Ziel eine 
ganzheitliche gemeinsame Lösung für den Hauptbahn hof Münster  (Ost- und 
Westseite) und sein Umfeld sowie  einen Baubeginn möglichst noch im Jahr 2014 
zu erreichen. 
 
2.2. Verhandlungen für den erforderlichen Grunderwerb für die Realisierung eines 
Funktionsgebäudes, einschl. Fahrradstation, und des Bahnhofsvorpla tzes auf der 
Bahnhofostseite aufzunehmen bzw. weiterzuführen.  
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt entstehen noch keine Kosten. Die liegenschaftlichen R e-
gelungen zum Grunderwerb Bahnhofostseite werden zu einem entsprechenden Zei t-
punkt in einer gesonderten Vorlage zur Entscheidung vorgelegt.  
 
  
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0543/2013 
Auskunft erteilt: 
Herr Thiel 
Ruf: 
492 61 80 
492 70 70 
E-Mail: 
Thiel@stadt-muenster.de  
Schultheiss@stadt-muenster.de 
Datum: 
20.08.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0543/2013 
 
Begründung: 
 
Historie: 
Der Rat der Stadt Münster hatte am 24.10.2007 aufgrund eines gemeinsamen Antrages 
mit Bezug auf die Vorlage V/0767/2007 „Hauptbahnhof Münster – Sachstand: Investoren-
verfahren und Verkehrsstation“ die Verwaltung einstimmig u. a. damit beau ftragt, auf der 
Basis der im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wir tschaft am 
18.10.2007 vorgestellten Konzepte, eine Entscheidung zum Neubau des Hauptbah nhofes 
Münster vorzubereiten. 
 
Mit der Vorlage 0331/2008/1 hatte der Rat der Stadt Münster am 07.05.2008 seine Berei t-
schaft bekräftigt, den Um - und Neubau des Hauptbahnhofes Münster zu unterstützen und 
gemeinsam mit einem Investor und der Deutschen Bahn AG die näch sten Schritte vorzu-
bereiten. Die Verwaltung wurde zusätzlich beauftragt, gemeinsam mit dem Investor die 
Planungen für ein Fahrradparkhaus auf der Ostseite voranzutreiben.  
 
Am 06.04.2011 hat der Rat der Stadt Münster in einer erneuten Beschlussvorlage zum 
Umbau und der Modernisierung des Empfangsgebäudes Hauptbahnhof Münster die g e-
änderte Vorgehensweise der DB AG und die neue Konzeptstudie der DB AG zur Kenntnis 
genommen. Die Deutsche Bahn AG hatte sich nunmehr entschieden, das Empfangsg e-
bäude Westseite in Eigenregie um- und neu zu bauen. Für den Gebäudeteil Ostseite sollte 
ggf. ein Investor gesucht werden. 
Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Vertrag mit der DB AG zu erarbeiten, um die städ-
tebaulichen und finanziellen Verpflichtungen abzusichern. Ferner s ollten notwendige 
Grundstücksbereinigungen durchgeführt und das Genehmigungsverfahren vorbereitet 
werden.  
 
Die Verwaltung hatte seinerzeit ausgeführt, dass aus Sicht der Stadt die städtebaulichen 
und funktionalen Aspekte sowie die Strukturverträglichkeit des Gesamtprojektes (Begre n-
zung der Einze lhandelsflächen), bestehend aus den Gebäudeteilen West - und Ostseite, 
wichtige Komponenten der Entscheidungsfindung sind und diese höher zu bewerten sind, 
als rein wirtschaftliche Aspekte. 
Unter dieser Maßgabe erklärte der Rat seine grundsätzliche Bereitschaft, die Realisierung 
des Empfangsgebäudes finanziell zu unterstützen: Aufgrund des gestalterischen, funkti o-
nalen und städtebaulichen Mehrwerts des Projektes „Neubau Empfangsgebäude Münster 
Hbf.“ mit dem Ziel einer  weiteren Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Personenna h- 
und Fernverkehrs stellt die Stadt Münster im Rahmen der noch vorzulegenden Gesamtf i-
nanzierung des Projektes durch die DB AG eine Finanzierungsbeteiligung der Stadt Mün s-
ter in Höhe von maximal  5,0 Mio. € nur für das Gesamtprojekt (West- und Ostseite) in 
Aussicht (vgl. Vorlage 0159/2011/1). 
 
Sachstand 2013: 
Die aktuell zwischen der DB AG und der Stadt Münster abgestimmte Gesamtkonzeption 
Hauptbahnhof Münster besteht aus zwei Teilen und sieht auf  beiden Seiten der Bahnanla-
ge jeweils einen Gebäudekomplex  vor, der auf der Westseite als klassisches Empfang s-
gebäude (Reiseserviceeinrichtungen, Gastronomie, Handel, Dienstlei stungen) und auf der 
Ostseite als Funktionsgebäude (Gleiszugänge, Radstation, Dienstleistung, Bahnservicebe-
reich (Backoffice), Büro, ggf. Hotel) ausgebildet we rden soll. Im Zusammenwirken beider 
Teile – ergänzt um die Vorplatzgestaltung Ostseite mit den dienenden Funktionen Pa rken, 
Vorfahrt Taxi etc. - und der bereits modernisierten und fertig gestellten Verkehrsstat ion

- 3 - 
V/0543/2013 
(Tunnel, Bahnsteige, Rolltreppen, Aufzüge) ergibt sich zukünftig ein ganzheitliches G e-
samtbild des Hauptbahnhofes der DB AG in der Stadt Münster. 
 
Die Grundkonzeption der aktuellen Konzeptstudie spiegelt die Absicht wi der, ein anspr e-
chendes, gestalterisch hochwertiges Entree zur Stadt zu schaffen und dabei gleichzeitig 
den Standort des Hauptbahnhofes als Eingangstor und Verbindungsglied zwischen Inne n-
stadt und Ostviertel sowie Hafenquartier zu entwickeln. Dabei berücksi chtigt die Konzep t-
studie die Verknüpfungsfunktion des Hauptbahnhofes dahingehend, dass sie klare und 
direkte Wegeverbindungen zwischen der Innenstadt über den Bahnhofsbereich zum Os t-
viertel und zum Stadthafen sowie zum Messe und Congress Zentrum Halle Müns terland 
unterstützt und attraktiviert.  
 
Die von der DB Station & Service AG vorgestellte Konzeptstudie aus dem Jahr 2011 wu r-
de dafür in den beiden zurückliegenden Jahren umfassend überarbeitet und weiter entw i-
ckelt. Schwerpunkt des  Entwurfes bildet immer  noch das in weiten Teilen neu gebaute 
Empfangsgebäude, ergänzt um einen sanierten südlichen Gebäudeteil. In diesem Em p-
fangsgebäude sollen alle bahnnotwe ndigen Funktionen (Reisezentrum, Schließfächer, 
Auskunft, Toilettenanlage, Aufenthaltsbereiche, Fahrkar tenautomaten, Bahnhofsmanag e-
ment, 3-S-Zentrale) sowie ergänzende gastronomische Einrichtungen und Dienstleistungs- 
und Einzelhandelsfunktionen untergebracht werden. Ergänzend werden in den Oberg e-
schossen Büro- und Sozialräume für Bahnmitarbeiter und Mieter eingerichtet. 
 
Die Deutsche Bahn AG stellt im Rahmen einer Präsentation die aktuellen Entwürfe vor. 
Diese Entwürfe sind Bestandteil des Bauantrages der Deutschen Bahn AG zum Em p-
fangsgebäude Münster Hauptbahnhof. Verfahrensmäßig zuständig für den Bauantrag  der 
DB AG ist im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens gem. § 18 AEG das Eisenbah n-
bundesamt (EBA). Die Stadt Münster wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens 
beteiligt und um Zustimmung gebeten. Derzeit ist die Stadt Münster im Rahmen einer Vo r-
abstimmung in das Verfahren der DB AG eingebunden. 
 
Weiter aktuell ist der Umstand, wie bereits in der Vorlage 0159/2011/1 berichtet, dass die 
DB AG nur für den westlichen Gebäudeteil selbst als Bauherr auftreten will. Für den östl i-
chen Gebäudeteil w urde urspr ünglich ein Investor gesucht . Wegen der zahlreichen Ve r-
flechtungen mit städtischen Interessen sollte aus Sicht der Verwaltung das Projekt durch 
die Stadt/städtische Tochter projektiert und umgesetzt werden. Aufgrund der Nu tzungen 
(u.a. Fahrradparkhaus) wir d eine Abwicklung durch die Westfälische Bauindustrie GmbH 
(WBI) empfohlen. Die von der DB AG alternativ vorgeschlagene „Mini-Lösung“ mit ergän-
zenden Pavillons und einer Überdachung der beiden Eingangsbereiche entspricht aus 
Sicht der Verwaltung weder der politischen Beschlußlage noch ist sie städtebaulich befri e-
digend. Seitens der Stadt wird angestrebt, auf eine solche „Zwischenlösung“ zu verzic hten 
und beide Bahnhofsseiten zeitgleich bzw. aufeinander abgestimmt zu realisieren.  
 
Derzeit arbeiten DB AG und  Stadt Münster gemeinsam am Abschluss des Städtebaul i-
chen Vertrages, der alle erforderlichen Regelungen und Vereinbarungen enthalten soll, um 
den Neu- und Umbau der Gebäudeteile West seite und Ostseite abzusichern. Dabei wer-
den z.B. einzelne Funktionen (z.B. Wertstoff- und Lieferhof) für die Westseite ausschlie ß-
lich auf der Ostseite abgebildet. Im Städtebaulichen Vertrag sollen auch die funktionalen 
Aspekte (z.B. Bahnhofsvorfahrt, Pkw-Stellplätze, Fahrradabstellanlagen, Erreichbarkeiten, 
Zuständigkeiten) festgelegt werden. Liegenschaftliche Fragen sollen vorab zwischen be i-
den Partnern einvernehmlich geregelt werden.

- 4 - 
V/0543/2013 
Westseite: 
Das geplante Gebäude auf der Westseite passt sich der Umgebung in Form von Größe, 
Ausdehnung und Gestaltung an. Es greift im Wesentl ichen die bisherigen Linienführungen 
und Gebäudekanten auf. Aus der bisherigen Architektursprache der 1950er Jahre wird der 
Neubauteil (zwischen dem Nordeingang und dem Haupteingang) durch seine durchg e-
hende Glassfassade deutlich hervor treten. Dies wird u nterstützt durch eine Wölbung der 
Fassade nach außen zum Berliner Platz hin, die etwa 3 m betr agen soll. Der vorgesehene 
Dachüberstand betont sowohl den Neubau - als auch den Altbauteil und schafft als verbi n-
dendes Element eine einheitliche Dachstruktur am gesamten Empfangsgebäude.  
 
Das Gebäudeinnere zeichnet sich durch klare und  geradlinige Wegeführungen aus, die 
der Breite der neugebauten Personentunnel folgen und für Übersichtlichkeit und Sicherheit 
sorgen werden. Wunsch der Stadt Münster ist, dass diese  breiten Bewegungsflächen n e-
ben den vorgesehenen Sitz - und Informationsmöglichkeiten nicht durch temporäre und 
fest installierte Werbe- und Verkaufspavillons im Nachgang wieder eingeschränkt werden.  
Die Reduzierung der Verkaufsflächen auf das in etwa heut e schon vorhandene Maß en t-
spricht den bisherigen Vereinbarungen und den Vorgaben der älteren Ratsvorlagen. Die 
darüber hinaus vorgesehene Mischung mit bahnaffinen Dienstleistungen und Büronutzu n-
gen stärkt die zukünftige Funktion des Gebäudes. Das Empfangsg ebäude kann somit als 
klassisches Bahnhofsgebäude wahrgenommen werden und erweckt nicht den Anschein 
eines Einkaufszentrums. 
 
Die durch die großzügige Verglasung erreichte Transparenz setzt sich mit Sicht - und 
Blickachsen im Gebäude fort und ermöglicht zud em bereits vom Bahnhofsvorplatz her e i-
nen Einblick auf den ersten Bahnsteig. Der gebäudehohe Luftraum über den Bewe gungs-
flächen lässt das Empfangsgebäude in Zusammenhang mit der Transparenz als vergr ö-
ßerten „Bahnhofsvorplatz“ erscheinen. Die im Erdgeschoss  vorgesehenen Öffnungen ein-
zelner Ladenlokale zum Berliner Platz sollen diese Wahrnehmung unterstützen. 
 
Die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie die Dimensionierung des Empfangsgebä u-
des müssen sich an den Vorgaben und Entscheidungen zum Berliner Platz und der Bahn-
hofstraße orientieren. So soll die Vorplatzfläche entsprechend gestaltet und ausgebaut 
werden wie die angrenzenden Bereiche. Die Bahnhofstraße erhält auch in ihrem Mitte l-
stück die Trennung zwischen Busverkehr ( ÖPNV, zentraler Haltebereich) mit Radverkehr 
und Individualverkehr durch einen bepflanzten Grünstreifen. 
 
Ostseite: 
Die Stadt Münster  stellt ihr Strukturkonzept zum Hauptbahnhof Ostseite (Baustruktur und 
Funktionszuweisung) im Rahmen einer Präsentation vor. Die vorgesehene Gebäudeko n-
zeption auf der Ostseite stellt ein Verbindungselement zw ischen dem Parkhaus Bremer 
Straße und dem Geschosswohnungsbau entlang der Bremer Straße dar und bildet eine 
stadtstrukturell-räumliche Fassung des Bremer Platzes in der gedachten Erweiterung zum 
Bahnhofsvorplatz hin. Die mögliche Gebäudehöhe orientiert  sich an den Bauten der U m-
gebung und ermöglicht die Ausbildung eines eigenständigen Gebäudes in angemessener 
Architektursprache. Hier werden im weiteren Verfahren noch bauliche und gestalterische 
Optimierungsmöglichkeiten zu nutzen sein, die vorgestellte Konzeption dient lediglich als 
„Massenmodell“ zum Aufzeigen der Möglichkeiten. 
 
Das neue Gebäude nimmt die Fußgängertunnel auf, ermöglicht die Realisierung einer 
Radstation mit attraktiven direkten Zugangsmög lichkeiten zu den beiden Fußgängertu n-
neln und eröffnet somit kurze Wege  zu den Gleisen.  Die bauliche Gliederung und fl ä-

- 5 - 
V/0543/2013 
chenmäßige Inanspruchnahme des geplanten Gebäudekonzeptes ermöglicht zwar grund-
sätzlich zeitlich unabhängige Baustufen . Aus wirtschaftlic hen Erwägungen empfiehlt sich 
jedoch eine Realisierung im Zusammenhang mit dem Bau der Westseite, damit baul iche 
Zwischenlösungen für die Ostseite vermieden werden. Die Gestaltung des Gebäudes soll 
ähnlich transparente Einblicke wie auch auf der Westseite  ermöglichen. Die Gestaltung 
der Obergeschosse wird abhängig sein von der zukünftigen Nutzung . Der Standort ist auf-
grund seiner zentralen Lage als Büro- und Dienstleitungsstandort geeignet. Der Bahnhof 
inklusive des Vorplatzes soll auch ein adäquates Gesich t zur Ostseite erhalten und damit 
das gesamte Umfeld städtebaulich aufwerten. Festlegungen hierzu können zu einem sp ä-
teren Zeitpunkt getroffen werden. 
 
Es werden ferner die Voraussetzungen geschaffen, die notwendigen und wichtigen Fun k-
tionen der Bahnhofsvo rfahrt für den Hauptbahnhof Münster, von Kurzzeitstellplätzen für 
den motorisierten Verkehr, Taxenstellplätzen und Stellplätzen für Fernreisebusse und 
Schienenersatzverkehr gestalterisch und funktional optimal organisieren zu können. 
 
Die vorgestellte Funktionszuweisung geht von einer Einbindung der Bremer Straße in den 
direkten Bahnhofsvorplatzbereich aus und bindet sich somit in die Gestaltung der Grünan-
lage Bremer Platz  ein. Zukünftig soll der gesamte unbebaute Platzbereich als eine z u-
sammenhängende Fläc he mit unterschiedlichen Funktionen/Aufgaben wahrgenommen 
werden. Die konkrete Ausgestaltung der Freiflächen ist im weiteren Verfahren in Abhä n-
gigkeit zum neuen Gebäude Ostseite zu optimieren. In diesem Zusammenhang sind A n-
passungen bzw. Änderungen an der heute vorhandenen Grünfläche durchaus denkbar 
und im Gesamtkonzept beabsichtigt. 
 
Fazit: 
Die eigentliche Grundfunktion eines Hauptbahnhofes - bestehend aus zwei Gebäuden 
West und Ost , Zugangsbereich, Tunnel und Bahnsteigen - wird mit der vorgelegten Ko n-
zeptstudie klar herausgearbeitet und funktional sowie baulich optimiert. Die vorges ehene 
Gebäudekubatur wird sich in die Umgebung einfügen und berücksichtigt die stadträuml i-
che Bestandssituation. Die beiden neuen Gebäudeteile werden sowohl für das Ersche i-
nungsbild als auch für die Nutzer deutliche Vorteile bringen und der Stadt Münster endlich 
den lange ersehnten Hauptbahnhof mit Visitenkartefunktion zu beiden Stadtseiten ermög-
lichen. Deshalb ist  bei der Bewertung des Gesamtprojektes Hauptbahnhof die Struktu r-
verträglichkeit einschließlich einer städtebaulichen, gestalterischen und funktionalen B e-
deutung aus Sicht der Stadt Münster deutlich höher zu gewichten, als der rein wirtschaftl i-
che Aspekt.  
Durch die zuvor beschriebenen baulichen Maßnahmen verliert der „ Komplex“ Hauptbahn-
hof in der Wahrnehmung seine bisherige Barrierewirkung und erlaubt – bei entsprechen-
der großzügiger Ausgestaltung der Verkehrsflächen (Eingangshallen, Tunnel, Vorplatz - 
und Zugangsbereiche) eine transparente und kurzweilige Verbindung dur ch die Tunnel 
hindurch zur Überwindung der Bah ngleise und zur Verbindung von Stadträumen. Unter 
dem Stichwort „kurze Wege für Alle“ ermöglicht die Konzeptstudie nicht nur die wic htige 
Stadtteilverbindungsfunktion des Hauptbahnhofes, sondern indirekt auch e ine Stärkung 
des ÖPNV genauso wie eine optimale Verknüpfung zwischen Bahn und Bus sowie Bahn 
und Rad, mit guter Erreichbarkeit und Orientierungsmöglichkeit für Reisende, Bes ucher 
und Passanten des Hauptbahnhofes. Unter diesen Prämissen kann die Beschlußlage vom 
06.04.2011 über die Gewährung einer städtischen finanziellen Beteiligung in Höhe von 5 
Mio. Euro nochmals bekräftigt werden.

- 6 - 
V/0543/2013 
Hinsichtlich der Zuständigkeiten sollte die Westseite weiterhin durch die DB AG realisiert 
werden und die Ostseite durch d ie Stadt Münster /städtische Tochter  (gerade auch im 
Hinblick auf die Errichtung einer zweiten Fahrradstation). Hierzu beabsichtigt die Verwa l-
tung weitere Abstimmungen und Vereinbarungen mit der DB AG über den Verhandlung s-
weg zu erzielen.  
 
Die vorgestellten Konzepte bieten die Chance einer gemeinsamen ganzheitlichen Lösung 
für den Hauptbahnhof Münster. Daher wird empfohlen, diese beiden Konzepte weiter zu 
verfeinern und zu optimieren, so dass eine tragfähige Gesamtkonzeption entsteht und ein 
Baubeginn möglichst im Jahr 2014, so wie von der DB AG vorgestellt, möglich ist. In die-
sem Zusammenhang soll die Verwaltung ermächtigt werden, die erforderlichen Verhan d-
lungen für den Grunderwerb auf der Bahnhof-Ostseite aufzunehmen bzw. fortzuführen und 
soweit vorzubereiten, dass bei entsprechender Einigung dem Rat ein Vorschlag zur Ent-
scheidung vorgelegt werden kann.  
 
Geplant ist, dem Rat noch in diesem Jahr  eine entsprechende Beschlussvorl age 
zum Bauvorhaben West- und Ostseite und zum Gesamtprojekt (incl. dem Städtebau-
lichen Vertrag) vorzulegen.  
 
 
Hinweis: 
Die Deutsche Bahn AG wird im Rahmen einer Präsentation die Entwürfe zum Empfang s-
gebäude Münster Hauptbahnhof Westseite am 19.09.2013 vorstellen. 
 
Die Stadt Münster wird im Rahmen der o.g. Präsentation ihr Strukturko nzept zum Haup t-
bahnhof Ostseite (Baustruktur und Funktionszuweisung) am 19.09.2013 vorstellen.  
 
 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (4)

19.09.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
19.09.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.09.2013 Hauptausschuss
TOP 16 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
25.09.2013 Rat
TOP 19 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Bremer Straße
  • Berliner Platz
  • Bremer Platz
  • Bahnhofstraße
  • Hofstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0543/2013
Typ
Vorlagen
Datum
13.08.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37