V/0674/2018
Bürgerumfrage 2018: Ergebnisse zum Fragenkomplex "Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung"
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V_0674_2018_Anlage_1_Foliensatz
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• Schriftliche und Onlinebasierte Umfrage mit Zufallsstichprobe • 5.250 Fragebögen per Post (mit Rückumschlag) • 5.250 S chreiben für Online-Befragung (mit individuellem Zugangscode) • Effektiv Befragte: 10 .294 (ab 18, Hauptwohnung, 2% unzustellbar) • Laufzeit: 10.04. – 18.05.2018 • Themen: > Leben in Münster (Wohndauer, Zufriedenheit, Verbundenheit) > Stadtentwicklung – heute und morgen > Stärken + Schwächen Münsters > Po tentiale / Möglichkeiten / Chancen + Risiken Münsters > Konkrete Maßnahmen zur Erhaltung der Attraktivität Münsters > Bedeutende Angebote und Einrichtungen in Münster > BÜRGERINNEN- UND BÜRGERBETEILIGUNG > Zufriedenheit und Wichtigkeit von Angeboten / Einrich tungen > Skulptur Projekte Münster 2017 Bürgerumfrage 2018 - Untersuchungsdesign Folie 1 V/0674/2018, Anlage 1 Folie 2 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Anlage 1 zu V/0674/2018 Folie 3 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 4 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 5 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 6 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 7 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 8 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 9 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 10 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 11 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 12 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 13 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 14 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 15 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 16 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 17 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 18 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 19 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 20 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 21 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 22 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1 Folie 23 Bürgerumfrage 2018: Fragenkomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ V/0674/2018, Anlage 1
Anlage A
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Anlage A zur V/0674/2018 Kurzüberblick Die Vorlage enthält die zentralen Ergebnisse der Bürgerumfrage 2018 zum Fragenkomplex „Bür- gerinnen- und Bürgerbeteiligung“. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Bürgerumfrage setzt das Leitbild einer bürgerorientierten Verwaltung um. Sie verfolgt mehre- re Ziele: Verbesserung der Informations- und Planungsgrundlagen für die Verwaltung Verbesserung der Kundenorientierung im „Dienstleistungsunternehmen“ Stadt Münster („Kommunale Marktforschung“) Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürgerschaft durch Einbeziehung breiter Bevölkerungsgruppen Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für die parlamentarischen Gremien und damit Verstärkung der Bürgernähe Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Effektivität kommunalen Handelns Mit der Frage nach gewünschten Beteiligungsverfahren zu spezifischen Projekten, Vorhaben oder Problemen der Stadtentwicklung wird insbesondere folgende ISM-Leitorientierung aufgegriffen: Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Im Besonderen wird mit dieser Vorlage die Informationsgrundlage zur „Bürgerinnen- und Bür- gerbeteiligung in Münster“ qualifiziert. Dies steht im Kontext von Rats- und GO § 24-Anträgen, die Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung in Münster systematisch weiterzuentwickeln. Finanzi- elle Aussagen lassen sich erst treffen, wenn der Rat der Stadt hierzu entsprechend beschlos- sen hat. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein x Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein x Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein x teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein x teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein x Bereits veranschlagt? Ja Nein x Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Mit der Vorlage 203/88 hat der Rat der Stadt Münster die Durchführung kommunaler Bürgerumfra- gen beschlossen. Die Ausgestaltung der Umfragen (schriftlich, online, telefonisch) ist gestaltbar. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Bürgerinnen- und Bürgerumfrage schafft wichtige Informationsgrundlagen für Querschnitts- themen: Die Umfrage ist konsequent geschlechterdifferenziert ausgewertet und berücksichtigt damit unterschiedliche Perspektiven und Lebenslagen der Geschlechter. Die Umfrage ist konsequent nach Altersgruppen ausgewertet, so dass wichtige demografi e- relevante Informationen gewonnen werden können. Zudem werden die Lebensphasen „Stu- dierende“, „Haushalte mit Kind/ern“ und „Rentner/in bzw. Pensionär/in“ differenziert. Die Umfrage ist konsequent nach Menschen mit und ohne Migrationsvorgeschichte ausg e- wertet, so dass hier entsprechende Informationen geliefert werden. Als Konsequenz der un- terdurchschnittlichen Beteiligung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte an der Umfrage muss jedoch auf statistisch abgesicherte Aussagen verzichtet werden. Daher erfolgt auch keine grafische Darstellung der Ergebnisse im Foliensatz. In den Auswertungstabellen (I n- ternetangebot des Amtes 61) werden die Ergebnisse differenziert dokumentier t, so dass sie für eine fachliche Reflektion zur Verfügung stehen.
V_0674_2018_Anlage_2_Methodik
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Anlage 2
zu V/0674/2018
Bürgerumfrage 2018: Hinweise zur Methodik und zur Übertragbarkeit der Ergebnisse
Für die Bürgerumfrage 2018 wurden 10.500 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster aus-
gewählt, um an der Befragung teilzunehmen. Die Ausw ahl erfolgte mittels eines mathemati-
schen Zufallsverfahrens, das auf der Grundlage des Einwohnermelderegisters des Amtes für
Bürger- und Ratsservice der Stadt Münster durchgefü hrt wurde. In die Stichprobe wurden
alle Personen einbezogen, die zum Zeitpunkt der Bef ragung ihren Hauptwohnsitz in Münster
hatten und mindestens 18 Jahre alt waren. Bei einem Gesamtbestand von 256.361 Einwoh-
nerinnen und Einwohnern über 18 Jahre bedeutet dies , dass etwa jede/r 24. Bürgerin bzw.
Bürger über 18 Jahre in die Stichprobe einbezogen wurde.
Die Bürgerumfrage 2018 wurde wie bisher in bewährter Form schriftlich (5.250 Befragte) und
erstmals zusätzlich auch online als Pilotanwendung (5.250 Befragte) durchgeführt. Für die
5.250 Befragten, die jeweils einen eigenen Online-C ode per Brief erhalten haben, bestand
zusätzlich die Option, bei Bedarf einen schriftlichen Fragebogen anzufordern. Hiervon haben
67 Befragte Gebrauch gemacht. Um die zeitliche Belastung der Online-Befragten in Grenzen
zu halten und die Gefahr von Abbrüchen zu verringer n, wurde der sechsseitige schriftliche
Fragebogen für die Onlineversion auf zwei Umfragen aufgeteilt. Damit erhielten 2.625 Be-
fragte die eine Hälfte der Fragen, 2.625 Befragte d ie andere Hälfte. Fragen zum „Leben in
Münster“ (Wohndauer/Zufriedenheit) und die Fragen z ur Statistik erhielten alle Teilnehmen-
den an der Onlineversion.
An der Umfrage vom 10.04.-17.05.2018 (einschließlic h Erinnerungsphase für schriftlich Be-
fragte) haben sich insgesamt 2.226 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Hiervon entfielen auf
die schriftliche Umfrageversion 1.532, auf die Onli ne-Version 694 Antworten. Dies entspricht
unter Berücksichtigung der bekannten Adressausfälle einer Rücklaufquote für den schriftli-
chen Teil von 29,7 % (Frauen 31,0 %; Männer 27,9 %) . Für die Online-Version lag die Rück-
laufquote hingegen nur bei 13,5 % (Frauen 13,0 %; Männer 14,1 %).
Die Rücklaufquote der schriftlichen Umfrageversion liegt mit 29,7 % etwas unter den Rück-
laufquoten der letzten Mehr-Themen-Bürgerumfragen a us den Jahren 2010 (31,2 %), 2013
(33,8 %), 2015 (35,3 %) und 2016 (36,5 %). Allerdin gs ist für das Jahr 2018 zu berücksichti-
gen, dass der Fragebogen im Teil „Stadtentwicklung – heute und morgen“ v. a. fünf offene
Fragen zu „Stärken/Schwächen – Chancen/Risiken“ von Münster enthielt, deren Beantwor-
tung für die Befragten mehr Zeit erfordert als gesc hlossene Fragen, die üblicherweise ver-
wendet werden. Diejenigen, die den Fragebogen beant wortet haben, haben hier teilweise
umfangreiche Antworten abgegeben, was belegt, dass die Themen der Umfrage bei den
Befragten auf entsprechendes Interesse gestoßen sind.
Für die schriftliche Umfrage und die Online-Umfrage mit Schwerpunkt „Stadtentwicklung –
heute und morgen“ ergibt sich insgesamt ein Rücklau f von 1.864 Befragten. Die schriftliche
Umfrage und die Online-Umfrage mit Schwerpunkt „Bür gerinnen- und Bürgerbeteiligung“
liefern zusammen 1.894 Rückläufe. Der Schwerpunkt „ Leben in Münster“ wurde in beiden
Online-Umfragen gestellt, so dass mit der schriftlichen Umfrage insgesamt 2.226 auswertba-
re Fragebögen vorhanden sind. Damit liegt eine gute quantitative Grundlage vor, die diffe-
renzierte Auswertungen nach Geschlecht, Alter (Alte rsgruppen bis 79 Jahre
1) und weiteren
Merkmalen ermöglicht.
1 Für die Altersgruppe 80 Jahre und älter ist der Rü cklauf quantitativ so gering, dass hier keine alter s-
gruppenspezifischen Auswertungen sinnvoll möglich sind.
2
Der Rücklauf zeigt hinsichtlich wichtiger Strukturm erkmale (Geschlecht, Alter, Wohnorte
nach Stadtbezirken) eine sehr hohe Übereinstimmung mit der Struktur der Münsteraner Be-
völkerung 2. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Übertragbarkeit der Ergebnisse.
Hinsichtlich der Geschlechterverteilung im Rücklauf wurden nahezu exakt die Geschlechter-
proportionen in der Bevölkerung über 18 Jahre (= Gr undgesamtheit) erreicht. Der Anteil der
Frauen über 18 Jahre in der Grundgesamtheit liegt b ei 52,5 %, der Anteil der Frauen im
Rücklauf liegt mit 53,4 % minimal darüber. Dementsp rechend stimmen auch die Anteile der
Männer nahezu überein (47,5 % Grundgesamtheit, 46,6 % Rücklauf).
Bezüglich der Altersgruppen macht der ergänzende, i m Internetangebot des Amtes 61 be-
reitgestellte Tabellensatz deutlich, dass sich die Unterschiede in der Altersstruktur zwischen
Stichprobe und Rücklauf in einem sehr engen Rahmen bewegen:
• Etwas schwächer vertreten im Rücklauf, als es ihre n Anteilen an der Münsteraner Bevöl-
kerung entspricht, sind die jüngeren Altersgruppen von 18 – 24 Jahren (- 2,2 %-Punkte)
und von 25 – 29 Jahren (- 1,6 %-Punkte) sowie die A ltersgruppe 75 Jahre und älter (- 4,1
%-Punkte).
• Etwas stärker im Rücklauf als in der Gesamtbevölke rung vertreten sind die Altersgruppen
45 – 49 Jahre (+ 1,9 %-Punkte), 50 – 54 Jahre (+ 2, 5 %-Punkte) und 65 – 69 Jahre (+ 2,0
%-Punkte).
• Die weiteren Altersgruppen im Rücklauf decken sich nahezu mit dem Anteil der jeweiligen
Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung.
• Das dargestellte Antwortverhalten bei den jüngeren und älteren Altersgruppen entspricht
grundsätzlich dem Muster, das auch in den letzten M ehr-Themen-Umfragen zu beobach-
ten war, allerdings sind hier leichte Veränderungen durch die Online-Version festzustellen
(leichte Verbesserung des Rücklaufs bei jüngeren Al tersgruppen, leichte Verschlechte-
rung in der Altersgruppe 75 J. und älter).
• Im Hinblick auf die Online-Pilotanwendung ist fest zuhalten, dass hier die jüngeren Alters-
gruppen von 18 – 24 Jahren und von 25 – 29 Jahren b esser als in der schriftlichen Fas-
sung geantwortet haben. Die Unterschiede zur Grundg esamtheit lagen bei - 0,1 %-
Punkten (schriftlich – 3,1 %-Punkte) bzw. bei + 0,5 %-Punkten (schriftlich – 2,5 %-
Punkte).
• Hingegen führte die Online-Version bei Befragten ü ber 70 Jahren zu einem unterdurch-
schnittlichen Rücklauf, obwohl die Möglichkeit Best and, einen schriftlichen Fragebogen
anzufordern: Altersgruppe 70 – 74 J.: - 1,3 %-Punkt e (schriftlich + 0,3 %-Punkte), Alters-
gruppe 75 J. und älter: - 8,1 %-Punkte (schriftlich – 2,1 %-Punkte).
Im Hinblick auf den Wohnort der Befragten in Münste r zeigt sich bezogen auf die Stadtbezir-
ke ebenfalls eine hohe Übereinstimmung. Der Stadtbe zirk Mitte liegt 3,0 %-Punkte über der
Grundgesamtheit, die Außenstadtbezirke liegen 3,0 % -Punkte darunter. Unter den Außen-
stadtbezirken zeigt der Stadtbezirk Ost einen leich t überdurchschnittlichen Rücklauf
(+ 1,2 %-Punkte), die anderen Außenstadtbezirke wei sen einen geringfügig unterdurch-
schnittlichen Rücklauf auf (maximal - 1,9 %-Punkte im Stadtbezirk Hiltrup und - 1,8 %-Punkte
im Stadtbezirk Nord).
2 Vgl. Tabellensatz zur Vorlage V/0674/2018 veröffen tlicht auf den Internetseiten des Amtes für Stadt-
entwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung unter „Bürgerumfrage 2018“:
www.stadt-muenster.de/stadtentwicklung/kommunale-umfragen.html
3
Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren sind in der U mfrage stärker vertreten als in der
Grundgesamtheit. In 23 % der Haushalte, die geantwortet haben, lebten Kinder unter 18 Jah-
ren. Nach der Haushaltegenerierung 2017 lag dieser Anteil an der gesamten Bevölkerung
bei 16 % 3. Die Haushalte mit Kindern sind damit – wie in den letzten Bürgerumfragen –
überrepräsentiert, gleichzeitig liegt hiermit aber auch für Fragen zur Kinder- und Familien-
freundlichkeit ein breiter Erfahrungshintergrund vor.
Personen mit Migrationsvorgeschichte sind mit einem Anteil von 12 % in der Umfrage unter-
repräsentiert. Nach den Berechnungen zur Migrations vorgeschichte in Münster, die im Un-
terschied zur Umfrage auch die Kinder unter 18 Jahr en einbeziehen, betrug dieser Wert En-
de 2017 für Münster insgesamt rd. 22 %4. Als Konsequenz der unterdurchschnittlichen Betei-
ligung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte an der Umfrage, die aus vielen schriftli-
chen Umfragen deutschlandweit bekannt ist, muss hin sichtlich dieses Merkmals auf statis-
tisch abgesicherte Aussagen verzichtet werden. In d en Auswertungstabellen werden die Er-
gebnisse entsprechend differenziert dokumentiert, so dass diese für eine fachliche Reflektion
zur Verfügung stehen.
Festzuhalten bleibt, dass hinsichtlich der Geschlec hterproportionen, der Altersgruppen und
der räumlichen Verteilung des Rücklaufs ein gutes A bbild der Gesamtbevölkerung vorliegt.
Die Überzeichnung der Familien mit Kindern unter 18 Jahren dürfte zu einer größeren Absi-
cherung der kinder- und familienbezogenen Befragung sergebnisse führen. Die Ergebnisse
für Menschen mit Migrationsvorgeschichte sind als T endenzaussagen einzuschätzen, die
einer entsprechenden fachlichen Prüfung bedürfen. I nsgesamt kann davon ausgegangen
werden, dass sich die Ergebnisse der Umfrage grunds ätzlich auf die Münsteraner Bevölke-
rung übertragen lassen.
3 Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtpla nung, Verkehrsplanung (2018): Bevölkerungsin-
dikatoren – Haushalte in Münster und den Stadtbezir ken 2017. Münster (SMS – Statistik für Münsters
Stadtteile).
4 Quelle: Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung (wie FN 3)
Berichtsvorlage
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V/0674/2018
V/0674/2018
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Bürgerumfrage 2018: Ergebnisse zum Fragenkomplex "Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung"
Beratungsfolge
11.09.2018 Ausschuss für Gleichstellung Bericht
13.09.2018 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h-
nen
Bericht
18.09.2018 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht
19.09.2018 Haupt- und Finanzausschuss Bericht
19.09.2018 Rat Bericht
Bericht:
0. Bürgerumfrage 2018: Kurzfassung der Ergebnisse zu dem Fragenkomplex „Bürgerinnen
und Bürgerbeteiligung
Wie aktiv beteiligen Sie sich in Ihrer Freizeit an der Entwicklung/Gestaltung der Stadt Münster?
Hier: Durch Teilnahme an Informations- und Beteiligungsveranstaltungen (vgl. Folien 2-5):
o 37 % insgesamt (davon: stadtteilorientiert 25 %, gesamtstädtische Themen 18 %)
o Unterschiedliche Teilnahme nach Alter, Lebensphasen, Wohndauer, Bildungsstand und bürger-
schaftlichem Engagement (Geschlecht alleine kein Differenzierungsmerkmal)
Wie erfahren Sie von Beteiligungsverfahren bzw. Beteiligungsprozessen in der Stadt Münster?
(Folien 9-11)
o Mit 68 % sind die „Lokalen Medien (Zeitung, Radio)“ die wichtigsten Informationsquellen
o Mit 57 % besitzen „Familien, Freunde, Bekannte, Kollegen“ ebenfalls eine sehr hohe Bedeutung
o Mit 30 % schließt sich daran die „Persönliche Einladung per Brief/E-Mail“ an.
o Die digitalen Medien folgen: 21 % „Soziale Netzwerke (Twitter, Facebook, …)“, 20 % „Inte r-
netangebot der Stadt Münster“.
o Bei 17 % liegen „Parteien, Vereine, Bürgerinitiativen usw.“
o Keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Frauen und Männern, vielmehr Unterschiede
nach Lebensphasen sowie bisheriger Teilnahme/Nicht-Teilnahme an Veranstaltungen
Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung,
Verkehrsplanung
09.08.2018
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Prof. Dr. Hauff
Telefon: 492-6135
HauffTho@stadt-
muenster.de
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Wie zufrieden sind Sie im Allgemeinen mit den Informationsmöglichkeiten zur Stadtentwicklung
und den Beteiligungsverfahren bzw. –prozessen in Münster?
Hier: Informationsmöglichkeiten zur Stadtentwicklung (Folien 12-13)
o Mittelwert 2,95 auf fünfstufiger Skala: „sehr zufrieden“ (3 %), „eher zufrieden“ (23 %), „teils/teils“
(34 %), „eher unzufrieden“ (15 %), „sehr unzufrieden“ (5 %) [17 % „weiß nicht“]
o Mit zunehmendem Alter und mit bisheriger Teilnahme an Veranstaltungen höhere Zufriedenheit
(Geschlecht zeigt keine wesentlichen Unterschiede)
Wie zufrieden sind Sie im Allgemeinen mit den Informationsmöglichkeiten zur Stadtentwicklung
und den Beteiligungsverfahren bzw. –prozessen in Münster?
Hier: Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Münster (Folien 14-15)
o Mittelwert 3,03 auf fünfstufiger Skala: „sehr zufrieden“ (3 %), „eher zufrieden“ (19 %), „teils/teils“
(34 %), „eher unzufrieden“ (15 %), „sehr unzufrieden“ (6 %) [19 % „weiß nicht“]
o Bezogen auf Mittelwerte keine grundsätzlichen Unterschiede nach Geschlecht, Alter (Ausna h-
me 70 J. u. ä. zeigt höhere Zufriedenheit), Lebensphasen, bisherige Teilnahme/Nicht -
Teilnahme an Veranstaltungen
Welche Gründe gibt es für S ie, nicht an einer Beteiligungsveranstaltung für Bürgerinnen - und Bür-
ger teilzunehmen? (Folien 16-18)
o Hauptgründe sind „Fehlende Informationen“ (42 %), gefolgt von „Es gibt (noch) keinen Anlass
teilzunehmen“ (35 %) und „Keine Zeit“ (34 %).
o Darauf folgt „Keine Einflussnahme möglich“ (21 %).
o Alle weiteren, vorgegebenen Gründe hatten für die Befragten kaum Bedeutung, d.h. die An t-
wortwerte lagen unter 10 %
o Grundsätzliche Reihenfolge bei Frauen und Männern identisch
o Differenzierung der Gründe für Nicht -Teilnahme nach Lebensphase: „Studierende“ 51 % „Fe h-
lende Informationen“; „Haushalte mit Kinder/ern unter 18 J.“ 46 % „Keine Zeit“; „Renter/in, „Pen-
sionär/in“ 31 % „Keine Einflussnahme möglich“
Gibt es spezifische Projekte, Vorhaben oder Probleme in Münster, zu dene n Sie sich eine Beteil i-
gung der Bürgerinnen und Bürger wünschen? (Folie 19-23)
o 49 % der Befragten (Frauen 47 %, Männer 50 %) hat Frage mit JA beantwortet und bei der o f-
fenen Frage (Freitextfeld) bis zu drei Themen benannt
o Mit 45 % der Nennungen dominiert der Themenbereich „Verkehr“: v.a. „Verkehrsplanung/ -
politik“ 10,9 %, „Radwege/Velorouten“ 7,0 %.
o Mit 24 % folgt der Themenbereich „Wohnen“: v.a. „Wohnen/Wohnungsmarkt“ 15,0 %, „Woh n-
baulandentwicklung“ 5,2 %.
o Mit 19 % rangiert der Themenbereich „Hafen“ auf Platz 3: v.a. „E-Center/Bebauung“ 9,0 %, „Ha-
fen allgemein“ 6,3 %.
o Danach folgen mit 11 % der Themenbereich „Umwelt/Natur“, mit 9 % der Themenbereich
„Stadtteilentwicklung“ und mit 9 % der Themenbereich „Stadtplanung“.
o Als konkrete Projekte wurden genannt: „Preußenstadion“ (7 %), „Musikhalle“ (5 %), „Schlos s-
platz“ (3 %).
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1. Bürgerumfrage 201 8 zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung : Schwerpunkt „Stan d-
ortbestimmung MünsterZukünfte 20|30|50“ und „Bürgerinnen-/Bürger-Beteiligung“
Die Bürgerumfrage 2018 wurde vom 10.04. - 17.05.20181 als Mehr-Themen-Umfrage sowohl schrift-
lich als auch erstmals online (Pilotanwendung) zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung durchg e-
führt (Anlage 1, Folie 1):
Leben in Münster (Wohndauer, Zufriedenheit, Verbundenheit)
Stadtentwicklung – heute und morgen (v.a. Stärken/Schwächen – Chancen/Risiken)
Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung
Lebensbedingungen: Zufriedenheit mit Angeboten/Einrichtungen und deren Wichtigkeit
Skulptur Projekte Münster 2017
Ziel der Umfrage war es, di e Informationsgrundlagen für die Erarbeitung des Integrierten Stadten t-
wicklungskonzepts Münster 2030 (ISEK 2030) als Teil der MünsterZukünfte 20|30|50 zu verbreitern
und die Bevölkerung in die Standortbestimmung für das ISEK repräsentativ einzubeziehen. Da rüber
hinaus wurde ein Schwerpunkt beim Thema „Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung“ gesetzt, da die
Möglichkeiten zur systematischen Stärkung der lokalen Demokratie ebenfalls im Rahmen der Mün s-
terZukünfte 20|30|50 bearbeitet werden sollen (V/0494/2016, Beschlusspunkt 10).
Mit dem Schwerpunkt „Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung“ unterstützt die Umfrage zugleich die A k-
tionspläne zur Europäischen Charta der Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler und reg i-
onaler Ebene. Dieser Fragenkomplex liefert wichtige Informationen zur Berücksichtigung von gender-
spezifischen Belangen in Beteiligungsprozessen. Darüber hinaus wird die Umfrage standardmäßig
geschlechterdifferenziert, nach Altersgruppen und Lebensphasen ausgewertet.
Die Umfrage stieß auf entsprechen des Interesse, wie die Rücklaufquote von 29,7 % bei der schriftl i-
chen Version der Umfrage zeigt (Frauen 31,0 %, Männer 27,9 %). Für die Online -Version als Pilotan-
wendung lag die Rücklaufquote hingegen nur bei 13,5 % (Frauen 13,0 %, Männer 14,1 %), was sich
mit Erfahrungen aus einer Reihe von anderen Städten deckt. Grundlage der Umfrage ist eine Zufall s-
stichprobe unter der Hauptwohnsitzbevölkerung über 18 Jahre. Der Rücklauf zeigt hinsichtlich wicht i-
ger Strukturmerkmale (Geschlecht, Alter, Stadtbezirk) eine hohe Übereinstimmung mit der Struktur
der Münsteraner Bevölkerung, so dass sich die Ergebnisse der Umfrage grundsätzlich übertragen
lassen dürften (vgl. Anlage 2).
Die Auswertung hat darüber hinaus ergeben, dass Menschen mit Migrationsvorgeschichte deutl ich
unterrepräsentiert sind, so dass auf statistisch abgesicherte Aussagen verzichtet werden muss. In
den ergänzenden Auswertungstabellen im Internet werden die Ergebnisse differenziert dokumentiert,
so dass diese für eine fachliche Reflektion zur Verfügung stehen.
Mit der vorliegenden Vorlage werden zunächst die zentralen Ergebnisse des Fragenkomplexes „Bü r-
gerinnen- und Bürgerbeteiligung“ dokumentiert, um hiermit die weitere Bearbeitung des Prüfauftrages
„Stärkung der lokalen Demokratie“ zu unterstützen. Soweit möglich, werden Vergleichswerte aus ent-
sprechenden Umfragen anderer Städte (v.a. Karlsruhe, Augsburg) herangezogen. In der weiteren
Auswertung folgen dann die Ergebnisse zur „Stadtentwicklung heute und morgen“, zum „Leben in
Münster“ sowie zu den Skulptur Projekten Münster 2017.
1 Im Hinblick auf dieses Zeitfenster ist zu berücksichtigen, dass die Befragungsergebnisse möglicherw eise
durch die zeitgleich geführten Diskussionen um Entwicklungen im Hansa -/Hafenviertel beeinflusst worden sind
(Diskussion um Fällung von Platanen am Hansaring, Aufhebung des Bebauungsplans „Hafencenter“ etc.).
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2. Zentrale Ergebnisse zur „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ (vgl. Anlage 1,
Folien 2 - 23)
2.1 Aktive Beteiligung an der Entwicklung/Gestaltung der Stadt
In Münster gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung sowie zum bü r-
gerschaftlichen Engagement. Die Umfrage thematisiert die Nutzung dieser Möglichkeiten mit der Fr a-
ge: „Wie aktiv beteiligen Sie sich in Ihrer Freizeit an der Entwicklung / Gestaltung der Stadt Mün s-
ter?“. Dabei wurde die Frage differenziert nach:
Teilnahme an Informations- und Beteiligungsveranstaltungen
Ehrenamtlichem/freiwilligem Engagement
Im Hinblick auf die Frage nach der Teilnahme an Informations- und Beteiligungsveranstaltungen zeigt
sich (Anlage 1, Folie 2):
37 % haben angegeben, bereits an mindestens einer Veranstaltung teilgenommen zu haben. D a-
bei ist zu berücksichtigen, dass sich diese Aussage nicht nur auf Veranstaltungen der Stadt Mün s-
ter beziehen dürfte, sondern auch auf Veranstaltungen von anderen Initiatoren (z.B . Parteien, Initi-
ativen, Vereine etc.).
Eine Differenzierung der Veranstaltungen macht deutlich, dass insbesondere „Veranstaltungen
zum eigenen Stadtteil“ besucht werden (25 %), demgegenüber liegt der Wert für „Veranstaltungen
zu gesamtstädtischen Themen“ bei 18 %.
Diese Werte stimmen weitgehend mit den Ergebnissen für Karlsruhe 2017 überein 2 (Teilnahme
Veranstaltungen insgesamt 36,3 %, Teilnahme Stadtteilveranstaltungen 26,5 %). Lediglich die
Werte zu gesamtstädtischen Themen lagen in Karlsruhe (25,5 %) höher als in Münster. In der Bür-
gerumfrage Augsburg 2015 3 wurde ein Wert von 22,2 % für die Teilnahme an Informationsvera n-
staltungen ermittelt (z. B. Bürgerversammlungen, Bürgerforen). Dabei ist zu berücksichtigen, dass
die Frage in Augsburg im Kontext der Nutzung von Möglichkeiten der kommunalpolitischen Beteili-
gung gestellt wurde.
Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass auch in Münster die Teilnahme an Informations - und
Beteiligungsveranstaltungen nach sozialstrukturellen Merkmalen unterschiedlich er folgt. Dabei zeigt
eine reine Differenzierung nach Frauen und Männern keine nennenswerten Unterschiede (Folie 3).
Die Unterschiede zeigen sich insbesondere bei der Differenzierung nach Alter, Lebensphasen,
Wohndauer, Bildungsstand und bürgerschaftlichem Engagement (Folie 4/Folie 5).
Demnach haben folgende Gruppen überdurchschnittlich an Informations - und Beteiligungsveranstal-
tungen teilgenommen (Gesamtwert 37 %):
Altersgruppen: ab 40 J. und älter (v.a. 60 – 69 J., 54 %), demgegenüber 18 – 29 J. (20 %)
Lebensphasen: Rentner/in, Pensionär/in 52 %; demgegenüber Studierende 22 %
Wohndauer in Münster: „mehr als 20 Jahre“ 47 %; demgegenüber Wohndauer „bis zu einem Jahr“
16 %
Ehrenamtliches/ Freiwilliges Engagement: mit Engagement in Münster 60 %; demgegenüber ohne
Engagement 24 %.
2 Stadt Karlsruhe (Hg.) (2017): Bürgerumfra ge 2017. Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement.
Karlsruhe, S. 18ff.
3 Stadt Augsburg (Hg.) (2017): Bürgerumfrage 2015 der Stadt Augsburg: Ergebnisse zum Schwerpunktthema
Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation. Augsburg (ePaper v. 04.07.2017, S. 19).
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Höchster Bildungsabschluss: Hochschulabschluss 38 %; demgegenüber Volks -/Haupt-
schulabschluss 29 %.
Die Beteiligung an der Gestaltung von Münster erfolgt nicht allein über die Teilnahme an Inform a-
tions- und Beteiligungsveranstaltungen, ebenso besitzt auch das ehrenamtliche bzw. freiwillige Enga-
gement hohe Bedeutung. Daher wurde dieser Aspekt in e iner zweiten Teilfrage thematisiert (vgl. A n-
lage 1, Folien 6-8). Da das bürgerschaftliche Engagement bereits ausführlich im Rahmen der Bürger-
umfrage 2014 behandelt und analysiert wurde (vgl. V/0992/2014), konnte in der vorliegenden Umfr a-
ge auf vertiefende Fragestellungen verzichtet werden.
Die im Kontext des Fragenkomplexes „Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung“ gestellte Frage nach e h-
renamtlichem/freiwilligem Engagement in Münster liefert folgende Ergebnisse:
Ehrenamtliches/freiwilliges Engagement: 31 % (Frauen 30 %, Männer 31 %)
Davon: „Engagement im Stadtteil/Quartier“ 18 %; „Engagement in Münster außerhalb des eigenen
Stadtteils“ 18 %.
Im Vergleich zur Bürgerumfrage 2014 in Münster, wo eine Engagementquote von 47 % ermittelt wu r-
de, erscheint der hier erhobene Wert von 31 % für ehrenamtliches/freiwilliges Engagement zunächst
relativ niedrig. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass in der Bürgerumfrage 2014 das bürgerschaf t-
liche Engagement anhand 15 vorgegebener Bereiche abgefragt wurde, so dass für di e Befragten die
inhaltlichen Möglichkeiten zum Engagement deutlich aufgezeigt wurden. Zudem wurde die 2014 e r-
mittelte Engagementquote durch die weitere Frage nach dem organisatorischen Rahmen des Eng a-
gements gestützt (vgl. V/0992/2014, S. 3). Daher erscheint der in der Bürgerumfrage 2018 im Kontext
der „Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ ermittelte Wert für ehrenamtliches/freiwilliges Engagement
von 31 % den unteren Rand zu markieren. Ein ähnliches Phänomen trat auch in Karlsruhe auf, wo
der im Zusammenhan g von Beteiligung ermittelte Wert einige Prozentpunkte unter der in der ident i-
schen Umfrage erhobenen Engagementquote lag.
2.2 Informationsquellen zu Beteiligungsprozessen
Im Hinblick auf Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung und den Befund einer differenzi erten Teilnahme
an Veranstaltungen spielt die Frage eine wichtige Rolle: „Wie erfahren Sie von Beteiligungsverfahren
bzw. Beteiligungsprozessen in der Stadt Münster?“.
Dabei wird zur Nutzung der Informationsquellen deutlich (vgl. Anlage 1, Folie 9):
Mit 68 % sind die „Lokalen Medien (Zeitung, Radio)“ die wichtigsten Informationsquellen
Mit 57 % besitzen „Familien, Freunde, Bekannte, Kollegen“ ebenfalls eine sehr hohe Bedeutung
Mit 30 % schließt sich daran die „Persönliche Einladung per Brief/E-Mail“ an.
Die digitalen Medien folgen: 21 % „Soziale Netzwerke (Twitter, Facebook, …)“, 20 % „Interneta n-
gebot der Stadt Münster“.
Bei 17 % liegen „Parteien, Vereine, Bürgerinitiativen usw.“
Im Hinblick auf die Differenzierung nach Frauen und Männern zeigen sich in der ermittelten Reihen-
folge keine grundsätzlichen Unterschiede. In zwei Kategorien liegt der Wert für Frauen 4 % -Punkte
und mehr über denen für Männer (vgl. Anlage 1, Folie 9):
In der Kategorie „Soziale Netzwerke (Twitter, Facebook, …)“ liegt der Wert für Frauen mit 24 % um
6 %-Punkte über dem Wert für Männer (18 %).
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In der Kategorie „Familien, Freunde, Bekannte, Kollegen“ liegt der Wert für Frauen mit 59 % um
4 %-Punkte über dem Wert für Männer (55 %).
Deutliche Unterschiede für die Relevanz von Informati onsquellen liefert eine Differenzierung nach
Lebensphasen (Anlage 1, Folie 10):
Studierende:
o Weit überdurchschnittlich ist hier der Wert für „Soziale Medien (Twitter, Facebook, …)“ mit 45 %
(+ 24 %-Punkte);
o auch die „Persönliche Einladung per Brief/E-Mail“ besitzt mit 38 % überdurchschnittliche Bedeu-
tung (+ 8 %-Punkte).
Familien mit Kind/ern unter 18 Jahren:
o Die Kategorie „Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen“ besitzt mit 62 % überdurchschnittliche
Bedeutung (+ 5 %-Punkte)
Rentner/in, Pensionär/in:
o Weit übe rdurchschnittlich ist hier der Wert für „Lokale Medien (Zeitung, Radio)“ mit 87 % (+
19 %-Punkte);
o auch „Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen“ besitzen mit 62 % überdurchschnittliche Bede u-
tung (+ 5 %-Punkte);
o ebenfalls überdurchschnittliche Bedeutung kommt mit 21 % „Parteien, Vereine, Bürgerinitiativen
usw.“ zu (+ 4 %-Punkte).
Von Interesse ist auch die Frage, ob sich diejenigen, die bisherige Veranstaltungsteilnahme angeg e-
ben haben, von denjenigen ohne Veranstaltungsteilnahme unterscheiden. Eine Differenzierung der
Informationsquellen nach „Teilnahme/Nicht-Teilnahme“ macht deutlich (vgl. Anlage 1, Folie 11):
Die ermittelte allgemeine TOP 3 der Informationsquellen besitzt für Befragte mit Veranstaltung s-
teilnahme noch stärkere Bedeutung: 79 % „Lokal e Medien (Zeitung, Radio)“ (+ 11 %-Punkte);
72 % „Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen“ (+ 15 % -Punkte); 35 % „Persönliche Einladung per
Brief/E-Mail“ (+ 5 %-Punkte).
Ebenfalls eine überdurchschnittliche Bedeutung besitzen mit 29 % „Parteien, Vereine, Bürgerinitia-
tiven usw.“ (+ 12 %-Punkte) und mit 27 % das „Internetangebot der Stadt Münster“ (+ 7 %-Punkte).
2.3 Zufriedenheit mit Informationsmöglichkeiten zur Stadtentwicklung und den Beteiligung s-
verfahren/-prozessen in Münster
Um im Zuge der Bearbeitung des Prüfauftrages „Stärkung der lokalen Demokratie“ Hinweise zur Aus-
gangslage zu gewinnen, wurde die allgemeine Zufriedenheit mit Informationsmöglichkeiten zur Stad t-
entwicklung und zu Beteiligungsverfahren/-prozessen erhoben.
Im Hinblick auf die Zufriedenheit mit Informationsmöglichkeiten zur Stadtentwicklung im Allgemeinen
bleibt festzuhalten (vgl. Anlage 1, Folie 12):
Mit zusammen 26 % liegt der Anteil „sehr zufrieden“ (3 %) und „eher zufrieden“ (23 %) über dem
Anteil „eher unzufrieden“ (15 %) und „sehr unzufrieden“ (5 %), auf die zusammen 20 % entfallen.
Die Kategorie „teils/teils“ weist mit 34 % den höchsten Anteil auf.
Der Anteil von 17 % in der Kategorie „weiß nicht“ erklärt sich in erster Linie dadurch, dass sich
diese Frage an alle richtete. Differe nziert nach Befragten mit/ohne Veranstaltungsteilnahme liegt
dieser Wert bei 6 % (mit Teilnahme) bzw. 24 % (ohne Teilnahme).
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Differenziert nach Geschlecht, Altersgruppe, Lebensphase sowie mit/ohne Veranstaltungsteilnahme
lässt sich bezüglich der Zufriedenheit mit Informationsmöglichkeiten zur Stadtentwicklung Folgendes
festhalten (vgl. Anlage 1, Folie 13):
Geschlecht: Hier zeigen sich im Hinblick auf die Zufriedenheit keine wesentlichen Unterschiede.
Altersgruppen: Hier wird sehr deutlich, dass m it zunehmendem Alter die Zufriedenheit erheblich
zunimmt. Sie steigt von der Altersgruppe 18-29 Jahre (3 % „sehr zufrieden“, 17 % „eher zufrieden“)
bis zur Altersgruppe 70 Jahre und älter auf 4 % „sehr zufrieden“ und 32 % „eher zufrieden“.
Lebensphase: Kor respondierend mit dem Ergebnis nach Altersgruppen ist die Zufriedenheit bei
der Gruppe der „Studierenden“ unterdurchschnittlich (4 % „sehr zufrieden“, 18 % „eher zufrieden“)
und der Gruppe der „Rentner/innen, Pensionär/innen“ überdurchschnittlich (4 % „seh r zufrieden“,
28 % „eher zufrieden“).
Mit/ohne Teilnahme an Informations-/Beteiligungsveranstaltungen: Hier wird deutlich, dass diejeni-
gen, die an Veranstaltungen teilgenommen haben, deutlich höhere Zufriedenheitswerte (30 % „ e-
her zufrieden“) bekundet habe n als diejenigen, die bisher noch an keiner Veranstaltung teilg e-
nommen haben (18 % „eher zufrieden“). Gleichwohl bleibt festzustellen, dass auch diejenigen mit
Veranstaltungsteilnahme zu 14 % „eher unzufrieden“ und zu 4 % „unzufrieden“ sind.
Die Frage nach der Zufriedenheit im Allgemeinen mit der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in
Münster hat Folgendes verdeutlicht (vgl. Anlage 1, Folie 14):
Einem Anteil von zusammen 22 % mit von „sehr/eher Zufriedenen“ (3 % „sehr zufrieden“, 19 %
„eher zufrieden“) steht ein Anteil von zusammen 21 % mit „eher/sehr Unzufriedenen“ gegenüber
(15 % „eher unzufrieden“, 6 % „sehr unzufrieden“).
Die Kategorie „teils/teils“ weist mit 32 % den höchsten Anteil auf.
Der Anteil von 19 % in der Kategorie „weiß nicht“ erklärt sic h in erster Linie dadurch, dass sich
diese Frage an alle richtete. Differenziert nach Befragten mit/ohne Veranstaltungsteilnahme liegt
dieser Wert bei 6 % (mit Teilnahme) bzw. 27 % (ohne Teilnahme).
Bei einer Differenzierung der Ergebnisse nach Geschlecht , Altersgruppe, Lebensphasen sowie
mit/ohne Veranstaltungsteilnahme lässt sich bezüglich der Zufriedenheit mit den Beteiligungsverfa h-
ren/-prozessen in Münster Folgendes feststellen (vgl. Anlage 1, Folie 15):
Geschlecht: Hier liegen die Werte für Männer in der Kategorie „sehr unzufrieden“ 4 % -Punkte und
in der Kategorie „teils/teils“ 3 %-Punkte über denen für Frauen.
Altersgruppe: Bei Betrachtung der Mittelwerte, die positive und negative Bewertungen einbezi e-
hen, liegen die Werte für die Gesamtzufriedenheit mit Ausnahme der Altersgruppe 70 J. und älter
auf einem Niveau. In dieser Gruppe ist der Wert von 24 % für „eher zufrieden“ überdurchschnittlich
hoch, gleichzeitig haben aber auch 17 % diese Frage nicht beantwortet.
Lebensphase: Hier zeigen sich kaum Unter schiede bezüglich des Mittelwertes. Korrespondierend
mit dem Ergebnis bei den Altersgruppen zeigt hier auch die Gruppe der „Rentner/innen, Pensi o-
när/innen“ das beste Ergebnis. Den 24 % „eher zufrieden“ stehen aber auch 14 % „eher unzufri e-
den“ gegenüber. 14 % haben hier keine Antwort abgegeben.
Mit/ohne Teilnahme an Informations -/Beteiligungsveranstaltungen: Die Ergebnisse für diejenigen,
die bereits an Veranstaltungen teilgenommen haben, sind leicht besser, als bei denjenigen ohne
Veranstaltungsteilnahme. Gleichwohl stehen auch bei denjenigen mit Veranstaltungsteilnahme, die
zu 22 % „eher zufrieden“ artikuliert haben, 39 % in der Kategorie „teils/teils“ und 16 % in der Kat e-
gorie „eher unzufrieden“ gegenüber.
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Ein Vergleich mit den Werten aus der Bürgerumfr age Karlsruhe ist nur sehr eingeschränkt möglich,
da in Karlsruhe die Kategorie „teils/teils“ nicht abgefragt und die Möglichkeiten zur Information und
Bürgerbeteiligung in Karlsruhe in einer Frage gestellt wurde. Unter Berücksichtigung dieser method i-
schen Restriktionen verbietet sich ein direkter Vergleich, gleichwohl bleibt anzumerken, dass in Karls-
ruhe auf die Kategorie „sehr zufrieden“ 20,7 % und auf die Kategorie „eher zufrieden“ 50,4 % entfi e-
len4.
2.4 Gründe für die Nicht-Teilnahme an Beteiligungsveranstaltungen
Angesichts des Ergebnisses, dass von den Befragten 58 % angegeben haben, bisher noch an keiner
Informations-/Beteiligungsveranstaltung in Münster teilgenommen zu haben (vgl. Anlage 1, Folie 2),
gewinnt die Frage nach den Gründen für die Nicht-Teilnahme an Beteiligungsveranstaltungen zusätz-
liches Interesse. Zunächst werden die Ergebnisse für alle Befragten behandelt, danach erfolgt eine
Differenzierung nach bisheriger Teilnahme/Nicht-Teilnahme an Veranstaltungen.
Im Hinblick auf die Gründe für die Nicht -Teilnahme an Beteiligungsveranstaltungen bleibt anhand der
vorgegebenen Kategorien festzuhalten (vgl. Anlage 1, Folie 16):
Hauptgründe sind „Fehlende Informationen“ (42 %), gefolgt von „Es gi bt (noch) keinen Anlass teil-
zunehmen“ (35 %) und „Keine Zeit“ (34 %).
Darauf folgt „Keine Einflussnahme möglich“ (21 %).
Alle weiteren, vorgegebenen Gründe hatten für die Befragten kaum Bedeutung, d.h. die Antwor t-
werte lagen unter 10 %: „Planungen sollen Fachleuten überlassen bleiben“ (7 %), „Entscheidungen
sollen durch die gewählten Vertreterinnen und Vertreter erfolgen“ (6 %), „Generell kein Interesse“
(3 %).
Auf die Sammelkategorie „Sonstige Gründe (z.B. neu zugezogen)“ entfielen 10 %.
Eine Differenzierung der Ergebnisse nach Frauen und Männern zeigt, dass die grundsätzliche Re i-
henfolge der Gründe bei beiden Geschlechtern identisch ist (vgl. Anlage 1, Folie 16). Nennenswerte
Unterschiede zeigen sich bei dem Punkt „Keine Einflussnahme möglich“. Der Wert für Frauen liegt mit
18 % unter dem Gesamtwert von 21 %, der Wert für Männer beträgt 25 %. Auch bei der Kategorie
„Sonstige Gründe“ liegt der Wert bei Frauen mit 12 % deutlich über dem der Männer 7 %. Welche
Einzelgründe hierauf entfielen, kann nicht analy siert werden, da die Frage kein offenes Feld beinha l-
tete.
Aufschlussreich ist eine Auswertung der Gründe für eine Nicht -Teilnahme nach Lebensphasen (vgl.
Anlage 1, Folie 17). Dabei zeigt sich:
„Fehlende Informationen“: Dieser Grund spielt für „Studierende“ eine überdurchschnittliche Rolle
(51 %), demgegenüber liegt er bei „Rentner/innen, Pensionär/innen“ bei nur 28 %.
„Es gab (noch) keinen Anlass teilzunehmen“: Auch dieser Grund spielt für Studierende eine übe r-
durchschnittliche Rolle (43 %), de mgegenüber liegt er bei „Rentner/innen, Pensionär/innen“ ebe n-
falls bei nur 28 %.
„Keine Zeit“: Dieser Grund trifft auf Befragte „mit Kind/ern unter 18 Jahren“ überdurchschnittlich zu
(46 %), aber auch für „Studierende“ mit 36 % ist dieser Grund relevant.
„Keine Einflussnahme möglich“: Dieser Grund wurde überdurchschnittlich von Rentner/innen, Pen-
sionär/innen“ mit 31 % angegeben, für Studierende (10 %) war dieser Grund hingegen kaum von
Bedeutung.
4 Stadt Karlsruhe 2017 (FN 1), S. 28ff.
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„Sonstiger Grund (z. B. neu zugezogen)“: Diese Sammelkategori e war für „Studierende“ mit 19 %
besonders relevant.
Folie 18 differenziert die Gründe für eine Nicht -Teilnahme an Veranstaltungen nach Befragten
mit/ohne Teilnahme an Informations -/Beteiligungsveranstaltungen in Münster. Hier wird Folgendes
deutlich:
„Es gab (noch) keinen Anlass teilzunehmen“: Erwartungsgemäß entfielen auf diesen Grund bei
Befragten, die bisher noch an keiner Informations -/Beteiligungsveranstaltung in Münster teilg e-
nommen haben, deutlich höhere Anteile mit 46 %. Demgegenüber lag der Wert bei Befragten mit
Teilnahme bei 17 %.
„Keine Einflussnahme möglich“: Hierzu ist anzumerken, dass dieser Grund mit 28 % bei Befragten
mit Teilnahme an einer Informations -/Beteiligungsveranstaltung in Münster überdurchschnittlich
ausgeprägt ist. Bei Befragt en ohne bisherige Teilnahme an einer Veranstaltung lag der Wert bei
18 %.
Eine ähnliche Frage wurde bei der Bürgerumfrage Karlsruhe 2017 gestellt, allerdings mit einer and e-
ren Methodik5 (Telefonumfrage, freie Antworten, nachträgliche Codierung). Da sich d ie Antwortkate-
gorien zumindest in Teilen decken, soll trotz der methodischen Restriktionen versucht werden, die
Münsteraner Ergebnisse einzuschätzen. Auf folgende Punkte ist dabei hinzuweisen:
Die Gründe „Keine Zeit dazu“ (KA 38,3 % – MS 34 %), „Keine Einf lussnahme durch Bürgerinnen
und Bürger möglich“ (KA 21,6 % – MS 21 %) und „Planung sollte Fachleuten bzw. gewählten Ve r-
tretern/innen überlassen bleiben“ (KA 7,1 % – MS 7 % Fachleute bzw. 6 % Vertreter/in) liegen auf
einem ähnlichen Niveau.
Der Grund „Gener ell kein Interesse daran“ (KA 33,0 % - MS 3 %) ist in Karlsruhe der zweitwic h-
tigste Grund, in Münster spielt er keine Rolle.
Der Grund „fehlende Informationen“ ist in Karlsruhe nachrangig (KA 7,6 % - MS 42 %), in Münster
entfielen auf diesen Grund die höch sten Antwortanteile (z.B. überdurchschnittlich bei Studiere n-
den) (Folie 17).
2.5 Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung
Um Hinweise für eine Weiterentwicklung der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung in Münster zu erhal-
ten, wurde nach Wünschen der Bürgerinnen- und Bürger für eine Beteiligung zu spezifischen Proje k-
ten, Vorhaben oder Problemen gefragt. Diejenigen, die mit JA geantwortet haben, hatten die Möglich-
keit, in einem Freitextfeld bis zu drei Themen zu benennen.
Wie Folie 19 verdeutlicht, hat knapp die Hälfte der Befragten (Frauen 47 %, Männer 50 %) diese Fra-
ge mit JA beantwortet und Themen benannt. Auf „NEIN“ entfielen lediglich 11 % (Frauen 11 %, Mä n-
ner 11 %). 29 % gaben an „weiß nicht“ (Frauen 32 %, Männer 27 %). Demgegenüber zeigt diese Fra-
ge für Karlsruhe andere Ergebnisse. Hier haben 73,3 % mit „Nein“ geantwortet, nur 18,9 % wünsc h-
ten sich in Karlsruhe 2017 eine Bürgerbeteiligung zu spezifischen Projekten oder Vorhaben6.
Diejenigen, die in Münster diese Frage mit JA beantwortet haben , gaben insgesamt 1.711 Nennu n-
gen zu Projekten, Vorhaben oder Problemen in Münster ab, zu den sie sich eine Beteiligung der Bü r-
gerinnen und Bürger wünschen. Eine überblicksartige Zusammenfassung der Nennungen nach i n-
haltlichen Schwerpunkten macht folgendes Ergebnis deutlich (vgl. Anlage 1, Folie 20):
5 Stadt Karlsruhe 2017 (wie FN 1), S. 36ff.
6 Stadt Karlsruhe 2017 (wie FN 1), S. 37.
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Mit 45 % der Nennungen dominiert der Themenbereich „Verkehr“: v.a. „Verkehrsplanung/ -politik“
10,9 %, „Radwege/Velorouten“ 7,0 % (vgl. Folie 22).
Mit 24 % folgt der Themenbereich „Wohnen“: v.a. „Wohnen/Wohnungs markt“ 15,0 %, „Wohnba u-
landentwicklung“ 5,2 % (vgl. Folie 23).
Mit 19 % rangiert der Themenbereich „Hafen“ auf Platz 3: v.a. „E -Center/Bebauung“ 9,0 %, „Hafen
allgemein“ 6,3 % (vgl. Folie 23).
Danach folgen mit 11 % der Themenbereich „Umwelt/Natur“, mit 9 % der Themenbereich „Stadttei-
lentwicklung“ und mit 9 % der Themenbereich „Stadtplanung“.
Als konkrete Projekte wurden genannt: „Preußenstadion“ (7 %), „Musikhalle“ (5 %), „Schlossplatz“
(3 %).
Darüber hinaus wurde eine Vielzahl einzelner Themen genannt, di e in der Kategorie „Sonstige
Nennungen“ mit 33 % zusammengefasst sind. Die einzelnen Themen sind in dem Tabellensatz zu
dieser Vorlage dokumentiert7.
Im Hinblick auf die Wünsche von Frauen und Männer zeigt sich (vgl. Anlage 1, Folie 20):
Männer messen mit 50 % der Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung zum Themenbereich „Verkehr“
noch stärkere Bedeutung bei als Frauen (41 %).
Für Frauen besitzt mit 26 % die Bürgerinnen - und Bürgerbeteiligung zum Themenbereich „Wo h-
nen“ größere Bedeutung (Männer 21 %).
Interessante Hinweise zur gewünschten Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung lassen sich auch aus der
Perspektive der Lebensphasen finden (vgl. Anlage 1, Folie 21).
Die Themenbereiche „Verkehr“ und „Wohnen“ spielen für alle drei Gruppen („Studierende“, „B e-
fragte mit Kindern unter 18 J.“, „Rentner/in, Pensionär/in“) eine wichtige Rolle.
Für „Studierende“ sind die Themenbereiche „Hafen“ (25 %) und „Flüchtlinge“ (11 %) von übe r-
durchschnittlicher Bedeutung.
Für „Befragte mit Kind/ern unter 18 J.“ sind folgende Themen von überdurchschnittlicher Bedeu-
tung: „Stadtteilentwicklung“ (13 %), „Schule/Bildung“ (10 %), „Kita-Angebot“ (8 %)
Für „Rentner/innen, Pensionär/innen“ sind folgende Themen von überdurchschnittlicher Bede u-
tung: „Umwelt/Natur“ (13 %), „Stadtplanung“ (12 %), „Musikhalle“ (12 %).
3. Weiteres Vorgehen und Verwendung der Ergebnisse
Mit den Ergebnissen der Bürgerumfrage 2018 zum Fragenkomplex „Bürgerinnen - und Bürgerbeteili-
gung“ wird eine wichtige Informationsquelle für den vom Rat beschlossenen Prüfauftrag „Stärkung der
lokalen Demokratie“ erschlossen. Zugleich unterstützt die Umfrage die Aktionspläne zur Europä i-
schen Charta der Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler und regionaler Ebene, in dem
sie wichtige Grundlagen zur Berücksichtigung von genderspezifi schen Belangen in Beteiligungspr o-
zessen schafft.
In diesem Kontext liefert die Umfrage differenzierte Hinweise zur zielgruppenorientierten Ansprache
von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Weiterhin wichtige Informationskanäle sind nach der
Umfrage die „Lokalen Medien“ und „Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen“. Auch die persönliche
Einladung besitzt Relevanz. Für einzelne Zielgruppen sind jedoch spezifische Informationskanäle von
7 Der Tabellensatz zur Vorlage V/0674/2018 ist auf den Internetseiten des Amtes für Stadtentwicklung, Stad t-
planung, Verkehrsplanung unter „Bürgerumfrage 2018“ unter folgender URL abzurufen:
https://www.stadt-muenster.de/stadtentwicklung/kommunale-umfragen.html
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V/0674/2018
besonderer Bedeutung wie z.B. die Nutzung der „Sozialen Medien“ zur Errei chung der Studierenden.
Entsprechend den Zielgruppen sind weitere Möglichkeiten zur Intensivierung der Information über
Stadtentwicklungsprozesse und Beteiligungsverfahren zu erproben.
Auch belegt die Umfrage noch einmal, dass es beteiligungsaffine Bevölkerungsgruppen gibt, während
andere Bevölkerungsgruppen deutlich schwerer erreicht werden können. Hierauf wird bereits durch
gezielte Ansprachen und Verfahren in Stadtteilentwicklungsprozessen wie z.B. Kinderhaus -
Brüningheide, Soziale Stadt Coerde oder auch Albachten und Amelsbüren reagiert.
Der Befund der unterschiedlich erreichbaren Bevölkerungsgruppen trifft auch auf die Umfrage zu, in
der z.B. der Anteil von Menschen mit Migrationsvorgeschichte deutlich unterrepräsentiert ist. Dieses
Phänomen ließe sic h auch kaum durch mehrsprachige Fragebögen beeinflussen, vielmehr sind hier
andere methodische Zugänge zu wählen (z.B. Stellvertreter-Interviews etc.).
Perspektivisch ist darauf hinzuweisen, dass die in dieser Umfrage von den Bürgerinnen - und Bürgern
vorrangig adressierten Themen, wie z.B. Verkehr, Wohnen und Hafen/Hafenviertel, in den weiteren
Beteiligungsverfahren zu den MünsterZukünften 20|30|50 sowie im Masterplan Mobilität 2035+ au f-
gegriffen werden.
Aus methodischer Sicht bleibt festzuhalten, dass d ie Einführung einer Online -Version des Frageb o-
gens zu einem verbesserten Rücklauf der jüngeren Altersgruppen (18 – 24 J., 25 – 29 J.) geführt hat.
Gleichwohl liegt der Rücklauf in der Online -Version mit 13,5 % deutlich unter dem schriftlichen Rüc k-
lauf (29, 7 %). Es gilt nach Wegen zu suchen, die Teilnahmebereitschaft an der Online -Version zu
steigern (z. B. Startmöglichkeit der Umfrage mit dem spezifischen Code über die Homepage der Stadt
Münster).
I.V.
Gez.
Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen:
Anlage 1: Foliensatz mit zentralen Ergebnissen zum Fragekomplex „Bürgerinnen- und Bürgerbeteili-
gung“
Anlage 2: Hinweise zur Methodik und Übertragbarkeit der Ergebnisse
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (5)
- Hansaring
- Schlossplatz
- Preußenstadion
- Brüningheide
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0674/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.08.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37