V/0141/2019
Trägervergabe für die Interims-Kindertageseinrichtung am Holunderweg sowie eine dauerhafte Einrichtung in Sprakel-Ost
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Beschlussvorlage
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V/0141/2019 V/0141/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Trägervergabe für die Interims-Kindertageseinrichtung am Holunderweg sowie eine dauerhafte Einrichtung in Sprakel-Ost Beratungsfolge 19.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 03.04.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die zweigruppige Interims-Kindertages- einrichtung am Holunderweg im Stadtteil Sprakel sowie eine dauerhafte Kindertageseinrichtung in Sprakel-Ost dem Kinder- und Jugendhilfeträger Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Jo- sef (siehe Begründung zu Ziffer 3). Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.08.2019 geplant. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver- einbarung) zwischen dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef und der Stadt Münster getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 12,0% vereinbart. 2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef getroffen. Für die dauerhafte Folgeeinrichtung in Sprakel-Ost werden die mietvertraglichen Regelungen zwi- schen dem Vermieter (Stadt Münster oder privater Investor) und dem Träger Katholische Kirchen- gemeinde St. Marien und St. Josef getroffen. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 27.02.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Gerick, Frau Tigger, Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl Telefon: 492-5528 -5768 Gerick@stadt-muenster.de Tigger@stadt-muenster.de - 2 - V/0141/2019 II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtun g am Holunderweg betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen für August bis Dezember 2019 = 173.500 € für 2020 ff. = 418.900 € Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 Kath. KG St. Marien / St. Josef 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 12,0% 0,0% 51,5% Aug. - Dez. 2019 2020 ff. Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil Anteil BKZ Angebot Stadt. (erfor- derlicher Zu- schuss) gesamt Angebot Stadt. erfor- derlicher Zu- schuss gesamt 5 6 7 5 6 7 Kath. KG St. Marien / St. Josef 20.820,00 € 0,00 € 89.352,50 € 50.268,00 € 0,00 € 215.733,50 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0699/2018 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die erforderlichen Mittel ab 2019ff. im Haushalt eingeplant sind und bereitgestellt werden. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der Vorlage V/0699/2018 beschlossen: Die Kindertageseinrichtung in Sprakel beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 1 Gruppe für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) - 3 - V/0141/2019 Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 03.12.2018 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 11.01.2019 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 03.12.2018 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 21.01. und 06.02.2019 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.02.2019. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef (KG St. Marien und St. Josef) , Kristian- sandstraße 70, 48159 Münster Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge- stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen - Besondere Merkmale des Trägers - 4 - V/0141/2019 Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 Kath. KG St. Marien / St. Josef 88,0% 36,5% 51,5% 12,0% 12,0% 0,0% 51,5% Kleine Riesen Nord 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Holunderweg betragen ab 2020f f. 418.900 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2020 ff. Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 Kath. KG St. Marien / St. Josef 12,0 50.268,00 0,0 0,00 51,5 215.733,50 Kleine Riesen Nord 9,0 37.701,00 0,0 0,00 55,0 230.395,00 Sowohl der Träger Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef als auch der Träger Kleine Riesen Nord gGmbH bieten den vollen Trägeranteil von 9,0% (freier Träger) bzw. 12,0% (kirchlicher Träger) für den Betrieb der Kindertageseinrichtung an. - 5 - V/0141/2019 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) getätigt wird. Der Träger: Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef Die Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef ist bereits Träger von zwei Kindertages- einrichtungen in den Stadtteilen Sprakel und Kinderhaus und ist als Träger der Kinder- und Jugendhil- fe anerkannt. Insgesamt bestehen derzeit 43 Kitas in katholischer Trägerschaft im Stadtdekanat Münster. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Die Schwerpunktthemen sollen anhand der Ressourcen im Team und vor Ort entwickelt werden. Vernetzungen und Kooperationen im Stadtteil, insbesondere mit den zwei Kitas der Kirchengemeinde sowie den Grundschulen, sind geplant. Durch die Übernahme der Einrichtung am Holunderweg werden die Angebote für Familien und Kinder im Stadtteil Sprakel ausgebaut. Durch eine zusätzliche Kindertageseinrichtung innerhalb der Kirchengemeinde entstehen Synergieef- fekte für alle drei Standorte. Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH Der Träger betreibt bereits drei Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-Ost). In 2019 werden die Einrichtungen an der Meyerbeerstraße, an der Eichendorffstraße und der Pavillon Beckstraße hinzukommen. Zudem hat Kleine Riesen Nord eine anteilige Fachberatung in Münster eingesetzt. Der Träger betreibt aktuell bundesweit 30 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Trä- ger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grund- sätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Der Trä- ger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen, Sportvereinen und stellte seine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestel- len vor. Für diesen Standort ergeben sich Synergien zu den trägereigenen Einrichtungen in Münster. 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef die Trägerschaft für die Interims-Kindertageseinrichtung am Holunderweg im Stadtteil Sprakel sowie eine dauerhafte Kindertageseinrichtung in Sprakel-Ost zu übertragen, da der Träger den vollen Trägeranteil für kirchliche Träger von 12,0% für den Betrieb der Kinderta- geseinrichtung anbietet, ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt hat und über langjährige Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung verfügt. Durch die Übertragung der Trägerschaft kann die Kirchengemeinde zukünftig in Münster an drei Standorten in den Stadtteilen Sprakel und Kinderhaus aktiv in der Kindertagesbetreuung arbeiten. Die Trägerübernahme durch die Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef eröffnet wei- tere Synergieeffekte (z. B. Personaleinsatz) für diesen Standort durch Kooperationen mit den nahege- legenen Kitas in Sprakel und Kinderhaus. Zudem bietet der Träger bereits ein breites Spektrum von Angeboten für Familien und Kinder im Stadtteil Sprakel und Kinderhaus an und weitet dies entspre- chend aus. Im Verfahren wurde beachtet, dass der Träger Kleine Riesen Nord gGmbH ebenfalls den vollen Trä- geranteil für freie Träger von 9,0% bietet. - 6 - V/0141/2019 Aufgrund der oben beschriebenen Gründe wird die Übernahme der Trägerschaft an den Träger Ka- tholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef von der Verwaltung vorgeschlagen. Mit einer weiteren Einrichtung innerhalb der Kirchengemeinde im Stadtteil Sprakel wird der Träger in die Lage versetzt, weitere Synergien (u. a. Vertretungsregelungen) zu schaffen. Der Träger zahlt nach Tarif. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie- ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus den beiden Bewerbern unter der gleichgewichteten Würdigung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Be- werber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: 1. Anlage A 2. Auswertungsformulare der beiden Träger 3. Bewerbungsunterlagen: Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef, Kristiansand- straße 70, 48159 Münster 4. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 und 4: Anschreiben und Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0141/2019 zur Verfügung. Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php
Anlage A
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Anlage A zur V/0141/2019 Kurzüberblick Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef die Trägerschaft für die Interims-Kindertageseinrichtung am Holunderweg im Stadtteil Sprakel sowie eine dauerhafte Kindertageseinrichtung in Sprakel-Ost zu übertragen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens- jahr. Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe- treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen auf. Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah- ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn- wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for- ciert. Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Interims- Kindertageseinrichtung am Holunderweg und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0699/2018 beschlossen. Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef die Trägerschaft für die Interims-Kindertageseinrichtung am Holunderweg im Stadtteil Sprakel sowie eine dauerhafte Kindertageseinrichtung in Sprakel-Ost zu übertragen. Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung am Holunderweg sowie ei- ner dauerhaften Einrichtung in Sprakel-Ost wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Trä- ger getroffen werden können. Finanzierung Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Betriebskosten für die Interims-Kindertageseinrichtung am Holunderweg betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen August bis Dezember 2019 173.500 € und 2020 ff. 418.900 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für August bis De- zember 2019 bei 89.352,50 € und für 2021 ff. bei 215.733,50 €. Die Betriebskostenzuschüsse wur- den bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0699/2018 dargestellt. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig Vollständig frei- willig Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh- ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs- tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita- ausbauplanung. Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi- gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli- che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei. Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As- pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich- tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirtschaftsstandort.
Anlage 3.2 Konzeption St Marien St Josef
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Pädagogische Konzeption
„Pädagogik soll Dienst am Leben sein,
das Leben fließt, unentwegt verändert es sich,
und damit verändern sich auch
die pädagogischen Bedürfnisse und Notwendig-
keiten,
aber auch die pädagogischen Möglichkeiten.“
( Verfasser unbekannt)
Im Draum 42 * 48159 Münster
Tel.: (0251) 216521 * Fax: (0251) 3904754
eMail: kiga-sprakel@muenster.de
www.kiga-st-marien-sprakel.de
1. Vorwort des Trägers
Wenn ein Kind geboren wird, dann krempelt es das Leben der Eltern
total um. Da ist plötzlich so ein kleines Wesen, das ganz auf Mutter
und Vater angewiesen ist. Es braucht Menschen, die Verantwortung
für sein Wohlergehen übernehmen und bereit sind, für eine gewisse
Zeit ihre eigenen Wünsche und ihre eigene Bequemlichkeit zurückzu-
stellen, damit das kleine Kind alle Zuwendung und Pflege bekommt,
die es zum Wachsen und Gedeihen braucht.
Ulrich Messing,
Pfarrer
Dies ist für Eltern in der heutigen Zeit sicherlich nicht immer leicht. Das Familienl e-
ben erfordert eine gewisse Organisation, besonders dann , wenn beide Eltern berufs-
tätig sind oder es sich um allein erziehende Eltern handelt oder in der Familie schon
größere Kinder mit ihren eigenen Ansprüchen und Wünschen vorhanden sind.
Kinder brauchen Siche rheit für ihr körperliches Wohl und sie brauchen das Gefühl,
wichtig und wertvoll zu sein. Wenn sie da s bekommen, dann haben sie gute Cha n-
cen, gesund an Leib und Seele heranzuwachsen.
Wir als Pfarrgemeinde St. Marien und St. Josef und besonders unsere Kindertage s-
stätte St. Marien wollen dabei Familien unterstützen und begleiten. Wir tun dies aus
dem Gru ndgedanken heraus, dass wir alle Geschöpfe Gottes sind. Gott der Vater
liebt jeden Menschen und er möchte, dass wir ein „Leben in Fülle“ haben.
Ich danke allen, die sich in unserer Kinderstätte engagieren und wünsche Ihnen viel
Freude bei der Arbeit mit und für die Familien und Kinder in Sprakel.
_____________________
Ulrich Messing
Pfarrer der Kirchengemeinde
St. Marien und St. Josef
2. Vorwort des Kindergartenteams
Die Kindertageseinrichtung ist in unserer Gesellschaft inzwischen erste Bildungsei n-
richtung, die durch das Kindergartengesetz (Kibiz) einen klar geregelten Bildungs -,
Erziehungs- und Betreuungsauftrag hat. Dadurch bewegen wir uns als Team in un-
serer Arbeit auf einem hohen, fachlichen Niveau, das durch regelmäßige Schulungen
und Fortbildungen stetig weiterentwickelt wird. Insbesondere die Veränderungen in
der Kindergarten arbeit in den letzten Jahren verdeutlichen den gesteigerten A n-
spruch an die pädagogische Arbeit im Kindergarten. Durch den Ausbau der Gan z-
tagsbetreuung, die U3-Betreuung, die integrative Arbeit, die schulvorbereitenden
Projekte und der Bildungsdokumentation wurden im Kindergarten ganz neue
Schwerpunkte gesetzt. Neben diesen kommt aber nach wie vor der individuellen Be-
ziehungsarbeit und dem Wohlfühlen der Kinder im Kinderga rten eine hohe Bede u-
tung zu. Schließlich sind wir eine familienergänzende Einrichtung, die familiäre Ritua-
le, wie z.B. das Mittagessen oder die Ruhephase in ihre Arbeit aufnimmt.
Wir laden Sie alle herzlich ein, einen Einblick in unsere Konzeption zu nehme n und
hoffen, dass Sie beim Durchstöber n einige neue Dinge über unsere Kindertagesei n-
richtung erfahren und unsere Arbeit noch besser verstehen.
Für das Mitarbeiterteam
_____________________
Anja Feldmann
Leiterin der Einrichtung
3. Unser Leitbild
Unsere Kindertageseinrichtung ist seit 1969 Teil der Katholischen Kirchengemeinde
St. Marien und St. Josef in Münster – Sprakel. Daher richten wir uns und unser Han-
deln in der Erziehung nach dem christlichen Menschenbild in katholischer Ausprä-
gung.
Wir orientieren uns an der Einzigartigkeit eines jeden Kindes, geben ihm Zeit, Raum
und Anregungen zur Entfaltung seiner individuellen Persönlichkeit.
Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Integration von Kindern mit
Entwicklungsverzögerungen oder einer Behinderung.
Als Einrichtung der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef arbeiten
wir auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens. Wir sehen uns nicht nur als
Elternberater bei pädagogischen Fragen, sondern ermöglichen gerne Kontakte zu
weiteren Gruppen und Menschen der Gemeinde, zur Evangelischen Emmausge-
meinde, zu den Vereinen in Sprakel mit ihren kulturellen Veranstaltungen sowie zu
den Familien untereinander. Die Verknüpfung der Alt- und Neubürger ist uns hierbei
ein großes Anliegen.
„Jemand hat mich angelacht,
mir zugehört,
mich ernst genommen,
mir Rat gegeben,
mir liebevoll auf die Schulter geklopft,
mir Mut gemacht,
mir die Hand gegeben,
mich geführt,
Zeit für mich gehabt.“
( Verfasser unbekannt
4. Personal
Um die bestmögliche Förderung und Unterstützung für die Kinder zu erzielen, ist un-
ser Team multiprofessionell zusammengesetzt. So wird es möglich, Optimierungen in
der Förderung der Kinder sowie Unterstützungsideen aus verschiedene n Blickwi n-
keln zu betrachten und somit die Stärken und Potentiale der Kinder ganzheitlich zu
fördern.
Darüber hinaus schult sich unser Team in regelmäßigen Abständen durch Individual-
und Teamfortbildungen weiter. Dazu zählen z.B. regelmäßige Fortbildungen zur Ers-
ten Hilfe bei Kindern und Kleinkindern, Fortbildungen zu aktuellen Veränderungen im
Kindergartenwesen (z.B. Kibiz, Sicherheit, neue Kindergartensoftware) sowie Fortbil-
dungen zu verschiedenen pädagogischen Themen (z.B. Arbeit mit U3-Kindern).
2018/2019:
Leitung
Anja Feldmann
Erzieherin - Leiterin der Kindertageseinrichtung - Fachkraft mit 39 Wochenstunden
Bärengruppe:
Erzieherin - Fachkraft mit 39 Wochenstunden
Erzieherin - Fachkraft mit 39 Wochenstunden
Erzieherin mit 19 Wochenstunden ( 9 reguläre Fachkraftstunden und 10 Stunden für
die gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder )
Tigergruppe:
Erzieherin - Fachkraft mit 39 Wochenstunden
Erzieherin - Fachkraft mit 28 Wochenstunden
Erzieherin - Fachkraft mit 19 Wochenstunden
Mäusegruppe:
Erzieherin - Fachkraft mit 21 Wochenstunden
Sozialpädagogin - Fachkraft mit 20 Wochenstunden
Sozialpädagogin - Fachkraft mit 25 Wochenstunden
Erzieherin – Fachkraft mit 18.5 Wochenstunden
Zusatzkraft:
- Heilpädagogin mit 39 Wochenstunden
für die gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder
Zusatzkräfte auf Honorarbasis:
Hausmeister:
Willi Möllers mit 5 Wochenstunden
Eine gut harmonisierende Teamarbeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für
die Arbeit mit den Kindern, denn „ Ein Team ohne Entwicklung lebt wie ein Fisch
ohne Wasser“.
Regelmäßig findet einmal wöchentlich eine „große“ Teamsitzung statt, in der das ge-
samte Team pädagogisch und organisatorisch plant, über die Entwicklung und Fö r-
derung der Kindergartenkinder reflektiert, Kenntnisse aus Fortbildungen austauscht
und über neue, pädagogische Entwicklungen diskutiert.
Neben der „großen“ Teamsitzung finden wöchentlich auch gruppeninterne Sitzungen
statt, in der aktuelle Gruppensituationen bearbeitet werden.
Zwei Tage im Jahr schließt der Kindergarten für sogenannte Team - bzw. Planungs-
tage, an denen das Team die Halbjahresplanung mit Themen, Ausflügen, Festen und
Terminen erarbeitet, pädagogische Konzept e weiterentwickelt sowie aktuelle, päda-
gogische Themen bespricht und diskutiert.
Für die Leiterin finden zusätzlich regelmäßige Treffen mit weiteren Kindergartenleit e-
rinnen auf Dekanats - oder Stadtebene zum Austausch aktueller Informationen und
Themen im pädagogischen, organisatorischen und verwaltungstechnischen Bereich
statt.
Die Fachkraft für die integrative Arbeit nimmt regelmäßig an Arbeitskreistreffen mit
Kolleginnen aus integrativ arbeitenden Einrichtungen teil. Neben dem Austausch von
aktuellen Themen und Fachi nformationen werden durch Hospitationen und Besicht i-
gungen in sozialen, therapeutischen u. schulischen Einrichtungen externe Netzwerke
geschaffen.
5. Unser Betreuungsangebot
Der Träger der Einrichtung hat entschieden, dass wir in unserer E inrichtung eine
Ganztags- und U3- Betreuung sowie die Betreuung von Kindern mit einer Behind e-
rung oder drohenden Behinderung anbieten.
Die konkrete Planung von Betreuungsformen und Betreuungszeitbudgets erfolgt in
Kooperation mit der Jugendhilfeplanung des örtlichen Jugendamtes.
5.1 Öffnungszeiten 2018 / 2019
Für Kinder mit 35 Stunden Betreuungszeit
Montag bis Freitag vormittags 7.30 Uhr - 13.00 Uhr
Montag bis Donnerstag nachmittags 14.30 Uhr - 16.30 Uhr
Für Kinder mit 45 Stunden Betreuungszeit / Ganztagsbetreuung
Montag bis Donnerstag 7.15 Uhr - 16.45 Uhr
Freitag 7.15 Uhr - 14.30 Uhr
Öffnungszeiten sind nicht unbedingt Betreuungszeiten für jedes Kindergartenkind. Diese
sollten -individuell auf die Bedürfnisse des Kindes und de r Eltern- mit den Erzieherinnen
abgestimmt werden. Im Frühdienst von 7.15 Uhr – 8.00 Uhr sind 3 Kolleginnen anw e-
send. Bis zum gemeinsamen Morgenkreis um 9.00 Uhr sollten alle Kinder im Kindergar-
ten eingetroffen sein.
5.2 Gruppenkapazitäten
In diesem Kindergartenjahr werden in unserer Einrichtung 61 Kinder in drei Gruppen
betreut. Diese sind nach Tieren benannt, was ihrem Kind eine generelle Orientierung
bieten soll. Im Zuge unserer gruppenübergreifenden Arbeit wollen wir diese Zugeh ö-
rigkeit jedoch nicht in einem überhöhten Rahmen betonen, Ausnahme ist siche rlich
die Arbeit im U -3 Bereich, in dem die Arbeit in der Gruppe aus alterstechnischen
Gründen engmaschiger und stärker gruppenbezogen erfolgt.
5.3 Lage und Ausstattung
Innerhalb eines familienfreundliche n Wohngebietes am Ortsrand von Sprakel findet
man unseren Kindergarten St. Marien am Ende einer Sackgasse in einer verkehrsbe-
ruhigten Zone.
Die Katholische Pfarrkirche St. Marien, das Marienheim, umliegende Spielplätze,
Sportanlagen, Natur - und Waldgebiet e, die Grundschule / Schulturnhalle und die
verschiedenen Geschäfte in Sprakel sind mit den Kindern von der Kindertagesei n-
richtung aus gut zu erreichen.
In unserer Kindertageseinrichtung stehen den Kindern seit August 2012 renovierte
und neuerbaute Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen sie zahlreiche Bewegungs -,
Erkundungs-, Ruhe- und Spielmöglichkeiten finden. Wir verstehen diese Räume als
Erfahrungs- und Erlebnisfeld für Körper und Sinne.
Die Räumlichkeiten in unserem Kindergarten sollen Wärme, Gemütli chkeit sowie Be-
haglichkeit ausstrahlen. Unser Wunsch ist es, dass Ki nder und Erwachsene sich in
unserer Einrichtung wohl und geborgen fühlen.
Jede unserer drei Gruppentüren zeigt die Gruppentiere Bär, Tiger und Maus, die
gemeinsam an einem Seil ziehen . Dies verdeutlicht, dass im Sinne unserer teiloff e-
nen Arbeit alle Kinder in jeder Gruppe willkommen sind. Das jeweilige Gruppentier
wird entsprechend größer dargestellt, so dass man erkennen kann, welcher Gru p-
penraum gerade betreten wird.
Unsere drei Gruppen sind individuell und entsprechend der Bedürfnisse der Kinder g e-
staltet. Gut, sorgfältig und liebevoll ausgestattet mit den verschiedensten Materialien und
Accessoires können die Kinder in den einzelnen Aktionsbereichen ihren vielfältigen Int e-
ressen nachgehen, ihre Phantasie ausleben sowie erweitern.
Jeder Gruppenbereich verfügt über einen Gruppenraum, einem Gruppen nebenraum so-
wie einem eigenen Wasch- und Wickelraum.
So stehen den Kindern Spiel- und Erlebnisbereiche zur Verfügung, wie z.B.
Bauteppich
Lese- oder Kuschelecke
Spielbereich
Frühstücksbereich
Kreativecke
Computertisch
Rollenspielecke
Bällebad
Bewegungsbereich
Für die U3- und Ganztagskinder ist in der Kindertageseinrichtung jeweils ein Schlafbe-
reich konzipiert.
Jeder Winkel unserer Einrichtung ist mit Leben gefüllt.
So werden auch der Flurbereich und die Kellerräume vielseitig und flexibel als zusätzli-
cher Spielraum oder zur Kleingruppenarbeit genutzt. Den Kindern stehen daher neben
dem großen Turnraum u.a. auch ein Werkkeller, ein Bohnenbad, ein flexibler Flur-
Spielbereich und ein Sandtisch im Flur zur Verfügung.
Unser Spielplatz mit altem Baumbestand bietet
zu jeder Jahreszeit Möglichkeiten zu
Spiel- und Naturerfahrungen und zum
Be-greifen unserer Umwelt.
Die Kinder haben auf dem naturnahen Spielplatz die Möglichkeit, auf Naturexpedition zu
gehen, Abenteuerpfade zu erkunden sowie Rollenspiele o.a. im Weidenhaus zu erleben.
Neben den natürlichen Gegebenheiten finden sie dazu vielfältige Spielmaterialien sowie
Fahrzeuge.
In durch kleine Hecken abgegrenzten Spielbereichen haben auch unsere U3-Kinder die
Möglichkeit, sicher und geschützt die ersten eigenen Außenspielerfahrungen zu sammeln.
6. Unser Leistungsprofil
Die Grundlage unseres Leistungsprofils liegt im §3 des Kinderbildungsgesetzes
(Kibiz) verankert und umfasst einen eigenständigen Bildungs -, Erziehungs- und Be-
treuungsauftrag für jedes Kind in unserer Einrichtung.
Zu unserem Auftrag gehören in erster Linie die individuelle Förderung eines jeden
Kindes und die Entfaltung seiner individuellen Persönlichkeit.
Hinzu kommt ein regelmäßiger Dialog mit den Eltern, in dem neben einem Austausch
auch Informationen und Fragen zur Erziehung und Bildung der Kinder im Vorde r-
grund stehen.
Elemente unserer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit möchten wir Ihnen in
den nächsten Punkten näher beschreiben.
6.1 Teiloffene und gruppenübergreifende Arbeit
Seit mehreren Jahren gestalten wir in unserer Einrichtung unseren Bildungs-, Erzie-
hungs- und Betreuungsauftrag teiloffen.
Einerseits bedeutet dies, dass jedes Kind eine feste Gruppenzugehörigkeit zur Bä-
ren-, Tiger- oder Mäusegruppe hat und damit feste Bezugspersonen und Spielfreu n-
de. Auch die festen Rituale des Alltags, wie z.B. der Morgen - oder Abschlusskreis,
finden in der Regel auf Gruppenebene statt.
Andererseits dürfen die Kinder nach Absprache alle Gruppen- und Spielbereiche der
Einrichtung erkunden und diese bespielen. So gibt es für jedes Kind ausreichend
Platz und Raum, den sie ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend nutzen kön-
nen.
Einen großen Vorteil der teiloffenen Arbeit besteht in den vielfältigen Möglichkeiten
der Kinder , sich untereinander sowie auch die Erzieherinnen gruppenübergreifend
besser kennen zu lernen und sich selbstbestimmten Tätigkeiten und Spielgr uppen
zuzuwenden.
Darauf aufbauend haben wir zwei Vormittage in der Woche, an denen gruppenübe r-
greifende Aktionen stattfinden, wie z.B. ein gemeinsames Fußballspiel, eine Liede r-
runde oder ein Kreativangebot. Auch das Mittagessen, die Ruhephase sowie die
Turn- und Nachmittagsangebote finden gruppenübergreifend statt.
Wichtig ist, dass das gruppenübergreifende Spiel kein „Muss“, sondern ein Angebot
ist. Wir nehmen jedes Kind so lange an die Hand, bis es sich frei und selbstständig in
unserer Einrichtung zu Recht findet.
Teiloffene und gruppenübergreifende Arbeit ermöglicht darüber hinaus eine intensive
Beobachtung der Kinder durch alle Mitarbeiter. So können regelmäßige Reflektionen
und ein gegenseitiger Austausch im Team stattfinden.
Wir sehen die teiloffene und gruppenübergreifende Arbeit als Gewinn für jedes Kind
an. Auch im Hinblick auf die Schule, wird das Gemeinschaftsgefühl der zukünftigen
Klasse schon einmal aufgebaut und gestärkt.
6.2 Ganztagsbetreuung
Seit 1999 gibt es in unserem Kindergarten das b edarfsorientierte Betreuungsangebot
einer Ganztagsbetreuung = 45-Stunden-Betreuung.
Die Ganztagsbetreuung umfasst inzwischen weitere wichtige Elemente einer
familienergänzenden Arbeit. Zeiten und Rituale, die Ki nder früher in der Familie ve r-
bracht und erlebt haben, fließen ebenfalls in unsere pädagogische Arbeit ein.
Wichtig ist uns daher vor allem, dass das gemeinsame Mi ttagessen in gemütlicher
Atmosphäre stattfindet. Die Kinder sitzen mit einer Erzieherin gemeinsam am ge-
deckten Tisch, lernen und erle ben Tischregeln sowie -manieren und tauschen sich
über Erlebtes und den Tag aus.
Die Gerichte werden täglich frisch und warm von ei nem Essens-Service direkt in die
Kindertageseinrichtung geliefert. Bei den wechselnden Wochen-Menü-Plänen achten
wir auf e ine abwechslungsreiche sowie ausgewogene Ernährung mit Hauptg ericht
und Nachspeise.
Täglich um kurz nach zwölf treffen sich die Mittagskinder zum g emeinsamen Essen.
Im Anschluss daran putzen sie sich die Zähne, bevor sie in die Mittagsruhe gehen.
Die Mi ttagsruhe wird bedarfsorientiert gestaltet. Es stehen Schlafräume zur Verf ü-
gung, in denen sich die Kinder in eigenen Betten ausruhen und schlafen können.
In einem anderen Raum haben die überwiegend älteren Kinder die Möglichkeit, bei
einer Geschichte ode r einem ruhigen Spiel zur Ruhe zur kommen und wi eder Kraft
zu tanken.
„Einfach mal zur Ruhe kommen“ braucht Zeit. D aher sollen die Mittagskinder nicht
vor 14.00 Uhr abgeholt werden.
Um 14.00 Uhr gibt es einen Nachmittagssnack / Nachtisch, ehe dann um 1 4.30 Uhr
die Nachmittagsgruppen beginnen.
Die Verpflegungskosten werden über ein Verpflegungsportal (verwaltet durch die
Zentralrendantur Münster - Verwaltung der Pfarrgemeinde St. Marien und St. Josef)
von den Eltern eingezogen / verrechnet.
Die Betreuun gskosten für die Ganztagsbetreuung werden in Verbindung mit dem
monatlichen Elternbeitrag durch die Stadt Münster berechnet.
6.3 U3-Betreuung
In den vergangenen Jahren hat sich das Familienleben stark gewandelt. Eltern bra u-
chen zunehmend qualifizierte Betreuungsangebote auch für Kinder unter drei Jahren.
Um auf diese veränderten Bedürfnisse zu reagieren, nehmen wir seit dem Kinderga r-
tenjahr 2010/2011 auch zweijährige Kinder in unserer Einrichtung auf.
6.3.1 Struktur
Aktuell ste hen in unserer Einrichtung vierzehn U3 -Plätze verteilt auf drei altersge-
mischte Gruppen (zwei bis sechs Jahre) zur Verfügung. Um den U3 -Kindern in der
Gesamtgruppe gerecht werden zu können, hat sich die Gruppenstärke von 25 auf 20
Kinder reduziert. Darüber hinaus wird die Gruppe von zwei bis drei pädagogisch qua-
lifizierten Fachkräften betreut.
Für die U3-Kinder ist ein strukturierter Tagesablauf sehr wichtig. Dieser orientiert sich
daher an den Bedürfnissen der Kinder. Essens- sowie Schlafgewohnheiten werden
in unserer Einrichtung individuell fortgesetzt, um für die Kinder eine Wohlfühla t-
mosphäre zu schaffen. Generell legen wir viel Wert auf feste Rituale und gleich ble i-
bende Abläufe, die den U3-Kindern eine für sie erforderliche Sicherheit geben.
6.3.2 Eingewöhnungsphase
Für die U3-Kinder unserer Einrichtung gestaltet sich der Einstieg in den Kindergarten
etwas intensiver. Eingangs sind informative Erstgespräche mit den Eltern erforde r-
lich, in denen Gewohnheiten und Besonderheiten über das Kind ausgetauscht we r-
den. Absprachen über den Tagesablauf, vor allem über die Bring - und Abholphasen
werden getroffen.
Unser Bestreben ist es, jedem Kind seine eigene , individuelle Eingewöhnungsphase
zukommen zu lassen. Dies bedeutet für die Eltern, sich für die Eingewöhnungsphase
ihres Kindes a usreichend Zeit ggf. auch Urlaub zu nehmen (Berliner Eingewö h-
nungsmodell).
Um den Kindern den Start zu erleichtern, können sie etwas Vertrautes von Zuhause
mitnehmen. Dies kann ein Schnuller oder Kuscheltier, aber auch ein Foto / Fotobuch
von der Familie oder dem Haustier sein.
Gerade in den ersten Monaten ist die Betreuung unserer jüngsten Kinder eng und
intensiv an feste Bezugserzieherinnen orientiert. Auf einfühlsame Weise bauen diese
ein besonders enges Vertrauensverhältnis zu den Kleinsten unserer Einrichtung auf,
so dass sie sich sicher und geborgen fühlen.
Da sich die U3-Kinder oftmals noch nicht ausreichend sprachlich mitteilen können, ist
der ständige Dialog mit den Eltern sehr wichtig . Dieser sorgt für einen entspannten
Kindergartenalltag und einen gelungenen Entwicklungsabschnitt der U3-Kinder.
6.3.3 Raumkonzept
Die Räumlichkeiten in unserer Einrichtung sind im Sommer 2012 neu strukturiert,
renoviert und umgebaut worden, so dass sie nun auf die Bedürfnisse und die Sicher-
heit der U3-Kinder au sgelegt sind. Spielbereiche, Bewegungs - und Kreativräume,
Rückzugs- und Schlafräume sowie ein Wickelbereich stehen den U3-Kindern nun zur
Verfügung.
6.3.4 Entwicklungsbegleitung
Nach behutsamer Eingewöhnungsphase erhalten die Kinder weiterhin liebevolle Zu-
wendung und Betreuung . Dabei steht die individuelle, ganzhei tliche Förderung der
Kinder im Vordergrund.
Gerade in den er sten Lebensjahren durchlaufen Kinder eine enorme Entwicklung.
Deshalb verfügen unsere Erzieherinnen über ein hohes Maß an Verständnis für die-
sen Entwicklungsprozess. Durch intensive Beobachtung, situationsorientierte En t-
wicklungsthemen und altersgemäße ausgerichtete pädagogische A ngebote möchten
wir das besondere Potential in den Kindern wecken und liebevoll fördern.
Die intensive Nähe zur Bezugsperson, Raum und Zeit zum B eobachten, Nachahmen
und selbst bestimmtes Forschen unterstützen den Entwicklungsprozess und regen
Phantasie und Kreativität der Kinder an. Das spielerische Miteinander mit den
Gleichaltrigen fördert zudem erste Sozialkontakte und das Selbstbewusstsein.
6.4 Inklusive Arbeit
Gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung in unserer Ein-
richtung
Unsere Einrichtung ist eine staatlich anerkannte Integrativeinrichtung, in der Kinder mit
Behinderung und Verhalten sauffälligkeiten zusammen mit Kindern ohne Behinderung
betreut werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund des §53 SGB XII vgl. analog §35a
SGB VIII.
Für uns bedeutet Inklus ion nicht eine Erfüllung von Gesetzesparagraphen sondern g e-
lebte Überzeugung. Vers chiedenartige Fähigkeiten, anders gelagerte Potenziale und
Ideen der Kinder dürfen und sollen nicht zu einer Separation führen. Es liegt auf der
Hand, dass jedes Kind so angenommen und wer tgeschätzt wird, wie es ist. Dabei ist in
der inklus iven Arbeit das Spektrum der Behinderungen und Verhaltensauffälli gkeiten
breit gefächert, es reicht von geistigen und körperlichen Behinderungen über neurolog i-
sche Erkrankungen bis hin zu aggressivem bzw. autoaggressivem Verhalten.
Gelingende Eingliederung kann unsere r A nsicht nach nur über eine wertschätzende
Betonung der Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Kindes in der Gruppe erfolgen. J eder
wird so in die Gruppe eingeschlossen, wie er ist.
Die Kunst der inklusi ven Förderung besteht somit darin, dem behinderten K ind bes t-
mögliche Förderung zugutekommen zu lassen, ohne es in eine exponierte Position zu
stellen. Denn nur so kann es durch Aufbau von Kompetenzen und durch die Erfahrung
authentischer Wertschätzung ein gesundes und nachhaltiges Selbstbewusstsein entw i-
ckeln. Dieses Selbstbewusstsein ist darüber hinaus ein wichtiger Resilienzfaktor bei
Diskriminierungen, die das Kind eventuell im Verlauf seines Lebens erfahren wird.
Die Inklusion in unserer Kindertageseinrichtung verschließt trotz des wertschätzenden
und auf Ressourcen ausgelegten Blickes in der individuellen Förderung nicht die Augen
vor Optimierungsmöglichkeiten und Entwicklungspotentialen beim einzelnen Kind. Di e-
se werden in Individualarbeit, Kleingruppenarbeit und im lebensweltnahen Training in
der Großgruppe erarbeitet. Gerade durch ein verstärktes Arbeiten in Gruppen erhält die
Förderung einen Multiplikatoreffekt. Zudem wird durch die Rotation in den Gruppen und
in der Ei nzelarbeit der Effekt einer Exklusion vermieden, die Förderung erhält bei den
Kindern und den Erwachsenen einen Normalitätsstatus.
Wir versuchen bei Kindern in der Integration einen adäquaten Bildungsaufbau zu erzi e-
len, um einen nahtlosen Übergang in die Schule zu ermöglichen. Dies geschieht mit
allen übrigen Kindern analog, jedem K ind werden entsprechend seinen Fähigkeiten
Angebote gemacht, Bedürfnisse abgefragt und kommuniziert. Erneut zeigt sich, dass so
eine Exklusion vermieden wird, denn eine in diesem Entwicklungsalter vorgelebte A k-
zeptanz für Individualität und Verschiedenheit erzeugt ein Klima von Akzeptanz, Re s-
pekt und Vertrauen in dem sich eine gesunde selbständige Persönlichkeit entfalten
kann. Wenn dies gelingt, so werden wir auch unserem im Kinder - Hilfe und Jugendge-
setz formulierten Auftrag gerech t: „Jeder junge Mensch hat ein R echt auf Förderung
seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemei n-
schaftsfähigen Persönlichkeit.“(vgl. §1 Abs. I SGB VIII)
6.5 Religionspädagogische Arbeit
Als Teil der kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Jose f richtet sich unsere pädago-
gische Arbeit nach dem christlichen Menschenbild und orientiert sich an der Einzigarti g-
keit eines jeden Kindes.
Gemeinsam erleben wir mit den Kindern Glauben und ein tägliches Miteinander im
singen, beten, erzählen, zuhören, staunen, spielen, sich freuen, trauern, lachen, Feste
feiern, sich und andere annehmen und respektieren.
Miteinander leben,
Glauben erleben
In unserer Einrichtung findet religionspädagogische Arbeit auf verschiedenen Ebenen
statt:
im sozialen Miteinander, auch in der Begegnung mit Kindern mit Behinderungen,
fremden Kulturen und Religionen;
im Erzählen und Erarbeiten biblischer Botschaften und Geschichten;
im respektvollen Umgang und der Wertschätzung mit der Schöpfung – Mensch
und Natur;
in Gebeten im Morgenkreis, an Geburtstagen, am Mittagstisch;
in Besuchen der Pfarrkirche St. Marien, der Pfarrkirche St. Josef und des Paulus
Doms ;
in der Vermittlung und Mitgestaltung der Feste und Feiern im Kirchenjahr;
in der gemeinsamen Vorbereitung der Familien- und Wortgottesdienste.
Eine regelmäßige Unterstützung unserer Arbeit erfahren wir durch unseren Pfarrer
Ulrich Messing und Mitarbeiter des pastoralen Teams / der Pfarrgemeinde, die aktiv eine
enge Verbindung zwischen der Kirchengemeinde und unserer Einrichtung schaffen.
„Unser Ziel ist es, die Kinder so zu begleiten, dass sie
die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung entdecken,
achtsam mit ihr umgehen und sich als Teil von ihr
erleben.“ (Verfasser unbekannt)
6.6 Elternarbeit
„Viele Dinge gehen gemeinsam besser“
Die Kindertageseinrichtung ist eine familienergänzende Institution. Daher sind eine
enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und der Kontakt zwischen Erziehungsb e-
rechtigten, pädagogischen F achkräften und dem Träger die Voraussetzung für eine
gute pädagogische Arbeit.
Auf die Mitarbeit und Mitverantwortung von Eltern ist die Kindertageseinrichtung an-
gewiesen. Zum einen soll die Elternmitwirkung in der Elternversammlung, dem E l-
ternbeirat und dem Rat der Kindertageseinrichtung die Zusammenarbeit mit pädag o-
gischen Fachkräften und Träger beleben, die Kindergartenarbeit transparent machen
und den Eltern die Möglichkeit geben, durch ihre Beteiligung für das gemeins ame
Anliegen Mitverantwortung zu tragen.
Über diese Mitarbeit in den gewählten Gremien hinaus, sind alle Eltern herzlich ei n-
geladen, sich am Leben unsere r Einrichtung aktiv zu beteiligen, z.B. als Mithilfe im
Tagesablauf oder als Begleitperson bei Ausflügen, als Unterstützung des Flohmarkt -
oder Förderverein-Teams oder als Mithilfe bei Festen und Feiern.
6.6.1 Elternarbeit in Gremien
Auf der jährlichen Elternversammlung, zu der alle Kindergarteneltern herzlich eingeladen
sind, werden auf Gruppenebene zwei Eltern zum Elternvertreter und Stellvertreter gewählt.
Sie stellen für ein Jahr den Elternbeirat dar und sind somit das Bindeglied zwischen Elter n-
schaft und pädagogischen Kräften sowie Träger.
Aus dem Elternbeirat, den pädagogischen Fachkräften und Vertretern des Trägers bildet
sich der Rat der Einrichtung. Dieser hat insbesondere die Aufgabe, die Grundsätze für die
Erziehungs- und Bildungsarbeit zu beraten, sich um die erforderliche räumliche,
sachliche und personelle Ausstattung zu bemühe n, legt die Ferienregelung sowie die
Schließungs- und Öffnungszeiten fest und vereinbart Kriterien für die Aufnahme von Ki n-
dern in die Tageseinrichtung.
6.6.2 Elterngespräche, -information und -abende
In unserer Einrichtung finden verschiedene Formen von Elterngesprächen statt. Di e-
se können spontan al s sogenanntes „Tür - und Angelgespräch“ stattfinden, wenn E l-
tern oder auch Erzieherinnen ein kurzes Feedback geben möchten, eine Frage oder
wichtiges Anliegen haben.
Darüber hinaus bieten wir jährlich ein ausführliches Entwicklungsgespräch an (in
Kombination mit dem jährlich altersentsprechenden Entwicklungs - und Beobac h-
tungsverfahren DESK).
Ausnahme ist das letzte Kindergartenjahr. In diesem Jahr finden in den Herbstferien
die sogenannten Elternsprechzeiten statt, in denen die Schulfähigkeit des Kindes
thematisiert wird. Darüber hinaus wird zusätzlich vor den Sommerferien ein A b-
schlussgespräch geführt, in dem die El tern die Bildungsdokumentation ihr es Kindes
erhalten.
Letztendlich gilt, dass ein Gespräch immer möglich ist, wenn Eltern oder Erzieherin-
nen eines wünschen.
Elterninformationen erhalten Eltern über die Elternpost in den persönlichen Postf ä-
chern der Ki nder. Auf täglich aktuelle Informationen wird an der Infotafel in der Ei n-
gangshalle oder durch aktuelle Anschläge an der Eingangstür aufmerksam gemacht.
Letztendlich haben Eltern in unserer Kindertageseinrichtung die Möglichkeit, sich in
unserer kleinen Elternbücherei vorne in der Eingangshalle über spezielle pädagog i-
sche Themen zu informieren.
In jedem Kindergartenjahr findet in der Rege l ein Themenelternabend in der Kinde r-
tageseinrichtung statt. Dort werd en Eltern über unterschiedliche pädagogische The-
men durch das Kindergarten-Team oder einen externen Referenten informiert.
6.6.3 Gemeinsamer Start in den Kindergarten
Am 01. August beginnt immer das neue Kindergartenjahr und damit verbunden auch
der Tag, an dem für viele Kinder und Eltern die Kindergartenzeit startet.
Ein erster Tag, eine Zeit, in der für alle Beteiligten vieles neu und spannend, doch
auch ebenso aufregend und anstrengend ist.
Die Kinder machen ihren ersten Schritt heraus aus dem Elternhaus und müssen sich
in der Bären -, Tiger- oder Mäusegruppe einleben sowie vertraut werden mit den Er-
zieherinnen, Spielgefährten, Regeln.
Die gesamte Kindergartengruppe muss sich neu finden, denn ve rtraute Kinder und
Freunde sind zur Schule gekommen. Die nun älteren und mittleren Kinder mit den
neu dazugekommenen Kindern suchen ihren Platz in der Gruppe.
Diese Veränderung, dieser Neuanfang ist mit viel Unsicherheit verbunden.
Auf die Eltern der neu en Kinder kommt in der Eingewöhnungsphase eine wichtige
Rolle zu. Sie müssen ihre Kinder bei der manchmal nicht so leichten Abnabelung
unterstützen, u.a. indem sie sich für ihre Kinder in der Eingewöhnungsphase ausre i-
chend Zeit zur behutsamen Eingewöhnung nehmen.
Für Kinder stellt ein Kindergartenmorgen zunächst eine große Herausforderung dar,
die ihnen viel Energie und Kraft abverlangt. Von daher beginnt der Kindergartentag
zunächst stundenweise. Die Betreuungszeiten werden nach und nach geste igert.
Das h eißt, dass sich die Eltern gegebenenfalls auch einmal ein paar Tage U rlaub
nehmen müssen oder eine andere Bezugsperson, wie z.B. Oma und Opa, bi tten,
sich für die Eingewöhnungsphase der Kinder Zeit zu nehmen.
Doch da „aller Anfang schwer ist“, versuchen wir vor dem regulären Beginn durch einen
Informationsabend für die neuen Eltern und durch einen Spielnachmittag für die neuen
Kinder den Start in die Kindergartenzeit zu erleichtern. Hier lernen alle sch on im Voraus
die Räumlichkeiten und die Erzieherinnen als zukünftige, neue Bezugspersonen und An-
sprechpartner kennen.
Die Eltern erhalten darüber hinaus eine Mappe mit allen wichtigen Informationen für
die Kindergartenzeit. Zudem bleibt viel Zeit für die Eltern offene Fragen zu klären.
6.7 Institutionsübergreifende Arbeit
Eine gute Zusammenarbeit und ein regelmäßiger Austausch mit anderen Gremien,
Einrichtungen und Institutionen sind in unserer heutigen Arbeit unerlässlich.
Damit wir in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern , in der fachlichen Begleitung
und Beratung der Eltern sowie in der Organisations - und Verwaltungsarbeit ein ho-
hes Maß an Fachkompetenz aufweisen können, arbeiten wir mit verschiedenen In-
stitutionen zusammen.
Ein weiterer Teil unserer Arbeit ist die Vermittlung von Kontakten zu and eren profes-
sionellen Beratungsstellen in freier und öffentlicher Trägerschaft, bei denen familiäre
Lebensfragen und Erziehungsunsicherheiten von Eltern durch zuverlässige Informa-
tionen, Beratung, Diagnostik und Therapie erarbeitet werden.
Mit folgenden Gremien, Einrichtungen und Institutionen arbeiten wir regelmä-
ßig zusammen:
Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef
- Kirchenvorstand
- Pfarrgemeinderat
- Kirchentermintreff
Zentralrendantur Münster
Bischöfliches Generalvikariat Münster
Diözesan-Caritasverband
Caritas-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien
Andere Kindertageseinrichtungen
Grundschulen, Förderschulen, weiterführende Schulen
Berufsbildende Schulen für Erzieherinnen, Heil- oder Sozialpädagogen
Stadt Münster:
- Amt für Kinder, Jugendliche und Familie
- Gesundheitsamt / Zahngesundheitsdienst
- Frühförderstelle
- Sportamt
- Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Therapeuten der Kinder wie Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und
Kinderpsychologen
Dem örtlichen Arbeitskreis
Kinder- und Zahnärzte
Verkehrspolizei
Um auch in der Gemeinde Sprakel ein gutes Miteinander zu leben, halten wir engen
Kontakt zu folgenden Vereinen und Einrichtungen:
Sportverein
Freiwillige Feuerwehr
Heimatverein
Karnevalsverein
Schützenverein
6.8 Sprachförderung
Sprache spielt in der kindlichen En twicklung eine ganz wichtige Rolle. Deshalb muss
die Förderung der kindlichen Sprachentwicklung früh beginnen.
Die Sprachentwicklung eines Kindes ist unmittelbar mit der Entwicklung der Wah r-
nehmung, der Motorik, des Denkens und mit dem sozial – emotionalen Erlebnisbe-
reich verbunden und verknüpft.
In unserer Tageseinrichtung arbeiten wir nach dem Ansatz der Ganzheitlic hkeit, der
sich nicht nur mit einem Teil der kindlichen Entwicklung beschäftigt, sondern ver-
sucht, sich der Gesamtentwicklung zu nähern.
Dieses bedeutet für die Erzieherinnen, Sprache spielerisch über das Handeln, über
das Spiel, über die Bewegung oder der Wahrnehmung erfahrbar zu machen.
Im Kindergartenalltag bieten sich spielerisch viele Möglichkeiten zur Sprachförde-
rung:
Gespräche jeglicher Art
Erzählen im Morgenkreis
Reime, Lieder, Fingerspiele
Gesellschaftsspiele
Rhythmische Spiele (Klatschspiele, Seilchen springen)
Psychomotorik, Bewegungserziehung
Angebote zur Grob- und Feinmotorik
6.8.1 Altersintegrierte Sprachentwicklung
„Es zeigt sich, dass es vor allem eine systematische alltagsintegrierte Sprachbi ldung
ist, die die sprachliche Entwicklung der Kinder fördert. Eine sprachanregende Umg e-
bung im pädagogischen Alltag der Kindertagesbetr euung bietet dafür viele A nlässe.
Sprachliche Bildung soll möglichst früh beginnen und alle Kinder von Be ginn an er-
reichen. Sprachbildung und Beobachtung soll integriert im pädagogi schen Alltag
stattfinden; begleitet von entwicklungs- und prozessbegleite nden Beobachtungsver-
fahren (in unserer Kindertageseinrichtung BaSiK = Begleitende alltagsintegrierte
Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen).
Mit dem zum 1. August 2014 in Kraft getretenen KiBiz -Änderungsgesetz hat das
Land die Grundlage n für diese Neuausrichtung der Sprachförderung im Elementa r-
bereich beschlossen.“
6.8.2 BISC - Bielefelder Screening
- Früherkennung von einer Lese-Rechtschreibschwäche
Das „BISC“ = Bielefelder Screening ist ein spielerischer Test zur Früherkennung von
einer möglichen Lese-Rechtschreib-Schwäche ( LRS). Dieser wird 10 Monate vor
Eintritt in die Schule im Kindergarten durchgeführt.
Die Testung basiert auf dem Basisverständnis, welches die Kinder für das Lesen und
Schreiben lernen benötigen, wie z.B. differenziertes hören „Hörst du „Au“ in Auto?“.
Kindern, bei denen Schwächen im Test zu erkennen sind , die auf evtl. später e
Schwierigkeiten beim Lesen sowie Schreiben hinweisen, haben
die Chance, an einem 20 wöchigen, anschließenden Förderprogramm „Hören, Lau-
schen, Lernen“ (HLL) in der Kindertageseinrichtung teilzunehmen. Das Förderpr o-
gramm umfasst täglich 10 Minuten, in denen spielerische Aufgaben zu den Bere i-
chen Lauschspiele, Reime, Sätze und Wörter, Silben, Anlaute und Phoneme den
Kindern angeboten werden.
Mehrere Kolleginnen unserer Einrichtung haben an einer en tsprechenden Fortbi l-
dung zum BISC und dem Förderpr ogramm HLL teilgenommen, so dass sie befähigt
sind, diesen Test und das anschließende Förderprogramm HLL durchzuführen.
6.9 Bewegungsförderung
Lernen über Wahrnehmung und Bewegung – in unserer Einrichtung legen wir e i-
nen Schwerpunkt auf die Bewegung und die Bewegungsfreude der Kinder.
Laut wissenschaftlichen Untersuchungen, die die KINDER IN BEWEGUNG gGmbH
(KiB) sehr präzise zusammenfasst, ist die Bewegung den Kindern ein ureigenes Be-
dürfnis und die Quelle vielfältiger Erlebnisse und Erfahrungen. Vor allem in den er s-
ten Lebensjahren ist Bewegung der wichtigste Weg zur Erkenntnis. Die sinnliche
Wahrnehmung über Bewegung eröffnet Kindern den Zuga ng zur Welt. Sie ist die
Wurzel jeder Erfahrung, durch die sie die Welt verstehen lernen.
Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess, bei dem Kinder mit allen Sinnen in die Ause i-
nandersetzung mit ihrer Umwelt eintreten. Das Zusammenspiel der Sinne wird durch
Bewegungsaktivitäten gefördert. Wahrnehmungsleistungen nehmen eine Schlüsse l-
funktion hinsichtlich der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen aus der U m-
welt ein. Kinder eignen sich die Welt in den ersten Jahren weniger über Denken und
Vorstellen an, sond ern vor allem über ihre unmittelbaren kö rperlichen Handlungen.
Bewegung ermöglicht die schrittweise Erweiterung kindl icher Handlungsfähigkeit.
Kinder setzen die Bewegungsaktivität ein, um zu einem Wissen über die Bescha f-
fenheit der Umwelt zu gelangen.
6.9.1 Tägliche Bewegungsangebote
In unserer Einrichtung haben Kinder die vielfältige Möglic hkeit, Bewegung zu erleben
und erfahren. Hierfür stehen die Bew egungsbereiche auf Gruppenebene, die Kiga -
Turnhalle, Schulturnhalle und der große Außenbereich zur Verfü gung. Insbesondere
durch die Bewegungsangebote in der Kit a- und Schu lturnhalle sollen den Kindern
vielfältige Erfahrungen mit sich und ihrer Umfeld ermöglicht werden:
den eigenen Körper und damit sich selbst kennen lernen;
mit anderen etwas tun, mit- und nicht gegeneinander spielen, sich absprechen,
an Regeln halten, Kompromisse eingehen, durchsetzen;
Gefühle wie Lust, Freude, Erschöpfung, Energie empfinden, wahrnehmen und
ausleben;
Dinge aus der Umwelt räumlicher oder materieller Art kennen lernen, ausprobieren
und ihre Eigenschaften erfassen;
sich mit anderen vergleichen, Unterschiede erkennen und akzeptieren, wetteifern
und dabei Siege und Niederlagen verkraften;
Belastungen ertragen, die körperliche Leistungsfähigkeit steigern;
Ängste überwinden und eigene Stärken kennen lernen.
Die Turnangebote finden in unserer Kindertageseinrichtung in altershomogenen Grup-
pen statt.
Unsere Zwerge und Minis gehen in die Kindergartenturnhalle im Haus.
Die Medis und Maxis dürfen schon alle zwei Wochen in die große Schulturnhalle ge-
hen.
6.9.2 Psychomotorik
Ergänzend zu unseren tägliche n Bewegungsangeboten bieten wir in unserer Kinderta-
geseinrichtung psychomotorische Förderstunden an.
Psychomotorik ist ein Konzept zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Ki n-
dern durch Wahrnehmung und Bewegung.
Der Begriff Psychomotorik basiert auf der Erkenntnis, dass sich körperlich -motorische
und geistig-seelische Prozesse nicht trennen lassen, dass ein enger Zusammenhang
zwischen Wahrnehmen, Erleben, Denken und Handeln ein es Menschen innerhalb se i-
ner materiellen und sozialen Umwelt besteht. Bei Kindern ist diese Ganzheitlichkeit im
Erleben und Handeln beso nders stark ausgeprägt. Sie eig nen sich ihre Umwelt über
Sinneseindrücke und Bewegung an und drücken ihre Gefühle in Bewegung aus.
Die Idee der Psychomotorik ist, über eine motorische Förderung eine Persönlichkeit s-
entfaltung zu ermöglichen. Hierbei findet Erziehung durch Bewegung statt. Im Gege n-
satz zum gängigen Sport und Kinderturnen, bei dem die Erziehung zur Bewegung im
Vordergrund steht.
In den psychomotorischen Förderstunden erhält jedes Kind die Möglichkeit, sich mit
den vorhandenen Geräten und Materialien auseinander zu setzen und sich in vielfält i-
ger Weise an ihnen zu erproben. Dabei ist der Prozess wichtiger als die entstehenden
Produkte.
In unserem Kindergarten findet die psychomotorische Förderung in kleinen Gruppen
von 4-6 Kindern statt. Hier haben die Kinder die Gelegenheit, auch ihre soziale Han d-
lungsfähigkeit zu erweitern.
6.10 Medienerziehung – Spielplatz Computer
Der Computer ist in unserer heutigen Zeit ein nicht mehr wegzudenkendes Medium
in Schule, Beruf und Privatleben.
Von daher haben wir im Oktober 2000 auf Basis einer medienpädagogischen Fortbil-
dung das Projekt „Spielplatz Computer“ in unserer Einrichtung gestartet und integrie-
ren seitdem den Computer gezielt in unsere pädagogische Arbeit.
Jeder Gruppenraum ist mit einem Computerplatz für die Kinder ausgestattet.
Nach einer entsprechenden Einführung und Anleitung dürfen die Kindergartenkinder
den Computer nutzen, um den Umgang mit dem Computer angstfrei kennen zu ler-
nen sowie in seiner Nutzung und Handhabung selbstständig zu werden.
Unser Ziel ist, dass die Kinder eine Medienkompetenz und einen adäquaten Umgang
mit dem Computer kennen lernen.
Hierzu haben wir mit den Kindern feste Regeln erarbeitet wie:
Das Spiel am Computer beginnt auf Wunsch erst nach dem Morgenkreis.
Der „Mausbediener“ regelt seine Spielzeit von 10 Minuten in Eigenverantwor-
tung mit einer Eieruhr.
Da der Computer inzwischen in unserer Kindertageseinrichtung ein alltägliches Me-
dium ist, gibt es auch Tage / Wochen, an denen dieser nicht gefragt ist und ausge-
schaltet bleibt.
Wir bieten den Kindern am Computertisch nur pädagogisch ausgewählte Spiele /
CD-ROMs an. Wichtig ist uns hier bei, dass bei Ende der Spielzeit das Spiel abge-
speichert werden kann. Dadurch stehen die Kinder nicht unter dem Druck, das Spiel
beenden zu müssen.
Verschiedene Malprogramme werden ebenfalls mit einbezogen.
Zu beobachten ist auch, dass durch das Spielen de r Gemeinschaftssinn der Kinder
gefördert wird. Die Kinder kommunizieren miteinander und geben Fachwissen weiter.
Ein besonderes Highlight ist der Computerführerschein, den alle Kindergartenkinder
während ihrer Kindergartenzeit machen dürfen.
6.11 Interkulturelle Arbeit
Alle Kinder dieser Welt sind neugierig, möchten Kontakt e knüpfen und andere Kinder
kennen lernen. Sie kennen keine Grenzen.
Kinder lernen sich im Spiel kennen, unabhängig davon, aus welchem Land oder welcher
Kultur sie stammen. Sprachliche Hindernisse stellen für Kinder keine wesentliche n Hür-
den dar. Sie beobachten sich gegenseitig, ahmen einander nach und werden im Spiel zu
Freunden. Auf diese Weise leben Kinder „Interkulturalität“ bereits im Kindergarten.
Unsere Kindertageseinrichtung steht Kindern und Familien aller Religionen und He r-
kunftsländern offen. Wir möchten schon den Kindern vermitteln, dass eine kulturelle Viel-
falt eine große Bereicherung im Leben ist.
Im Zusammenleben mit Kindern mit einem anderen kulturellen Hintergrund besteh t die
Chance, voneinander zu lernen. Andere Kul turen mit ihrer eigenen Sprache , ihren Bräu-
chen und Festen zu erleben bereichert unser Leben.
6.12 Unser Nachmittagsangebot
Zu den Kindern, die durch die Ganztagsbetreuung in der Einrichtung geblieben sind,
können auch die anderen Kindergartenkinder von 14.30 – 16.30 Uhr wieder zum
Kindergarten kommen.
6.12.1 Offene Spielgruppe
In einer täglich stattfindenden, offenen Spielgruppe haben die Kinder die Möglichkeit,
sich mit Freunden im Kindergarten zu treffen. Sie können das Spiel vom Vormittag
wieder aufgreifen oder sich in den oft kleineren Gruppen neue Spielmöglichkeiten
suchen.
Die Spielgruppe wechselt an den verschiedenen Wochentagen den Gruppenraum,
so dass die Kinder neben den Kindern der anderen Gruppen auch die Spielbereiche
der anderen Gruppen kennen lernen. Morgens an der Infotafel im Eingangsbereich
werden die Gruppenräume der Spielgruppe bekannt gegeben.
Im Rahmen der offenen Spielgruppe finden täglich flexible und / oder situationsorien-
tierte Angebote statt. Diese werden über den Aushang „Rückblick der Woche - spon-
tanes aus der Spielgruppe“ transparent gemacht.
6.12.2 Nachmittagsangebote
Nachmittags bieten wir zusätzlich zur Spielgruppe verschiedene Angebote an.
Diese können von Jahr zu Jahr variieren.
In diesem Jahr findet eine Kunstgruppe statt.
„Kinder gehen klein rein und kommen groß raus“
In ihrem letzten Kindergartenjahr haben u nsere Großen, die Maxis, an einem Nac h-
mittag in der Woche den sogenannten „Maxitreff“.
Im Maxi -Treff erwarten die Kinder Angebote und Möglichkeiten, die dem Entwic k-
lungsstand, den Wünschen und Interessen der Kinder angepasst sind und sie somit
noch intensiver, aber mit viel Spaß auf die Schul e vorbereiten. Es geht nicht darum,
dass die Kinder schon ein bisschen Schule vor der Schule h aben. Im Vordergrund
steht das unbeschwerte Spielen, Toben, E xperimentieren, Streiten und sich wieder
Vertragen zum Aufbau eines positiven Selbstwertgefühls.
Im letzten Kindergar tenjahr suchen und brauchen die Kinder besondere Herausfo r-
derungen aufgrund ihrer inzwischen erworbenen Reife.
Für alle Maxi -Kinder gemeinsam oder in gruppenübergreifenden Kleingruppen we r-
den z.B. eine ausführlichere Projektarbeit zu bestimmten Themen, wi e Weltraum,
Märchen, Berufe, durchgeführt, aufwendigere Gestaltungsarbeiten angeboten, Wa n-
derungen und Ausflüge unternommen, Theateraufführungen oder Kirchen besucht.
In Vorbereitung auf die Schule fördert letztendlich der Maxi -Treff den Zusammenhalt
der zukünftigen Schulkinder , die in der Schule eine n Teil der Klassengemeinschaft
bilden.
6.13 Sonstige Angebote
Wir bemühen uns stetig , aktuelle Themen und Anliegen der Kinder in unsere pädagog i-
sche Arbeit aufzunehmen.
Darüber hinaus finden im Kindergartenja hr Projekte zu verschiedenen Festen wie z.B.
Karneval, Ostern, St. Martin, Weihnachten , sowie zu speziellen Themen, wie z.B. Brand-
schutz, Zahngesundheit, Experimentieren, Tierwelt, Verkehrserziehung, statt.
Feste, regelmäßig terminiert stattfindende Angebote sind zudem das gemeinsame
Frühstück auf gruppenebene oder das gruppenübergreifende Frühstücksbuffet,
Entspannungsgruppen, Experimentiergruppen, etc.
7. Pädagogische Ziele
Unsere Kindertageseinrichtung stellt für die Kinder einen besonderen Lebensraum zum
Spielen, Entdecken und Experimentieren dar. In ihm soll jedes Kind einfach Kind sein
dürfen.
SPIELEN SPIELEN SPIELEN
„Kinder sollten mehr spielen,
als viele Kinder es heutzutage tun.
Denn wenn man genügend spielt,
solange man klein ist –
dann trägt man Schätze mit sich herum,
aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann.
Dann weiß man, was es heißt,
in sich eine warme, geheime Welt zu haben,
die einem Kraft gibt,
wenn das Leben schwer wird.
Was auch geschieht, was man auch erlebt,
man hat diese Welt in seinem Inneren,
an die man sich halten kann.“
Astrid Lindgren
7.1 Kindgerechte Förderung und Entwicklung
Jedes Kind wird auf seinem ganz persönlichen Entwicklungsweg begleitet und in der
Entwicklung seiner individuellen Persönlic hkeit unterstützt. Wir möchten, dass sich die
Kinder in einer auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Atmosphäre wohl fühlen und geben
ihnen Zeit und Raum zum Ausprobieren und Sammeln verschiedenster Erfahrungen.
Die Entwicklung eines jeden Kindes wird durch die Erzieherinnen begleitet, beobachtet
und mit den Kolleginnen im Team reflektiert und besprochen. Gemeinsam werden Fö r-
derschwerpunkte erarbeitet, die in die pädagogische Arbeit mit dem Kind einfließen.
7.2 Lebenspraktische Fähigkeiten
Besonders wichtig ist u ns die Entwicklung l ebenspraktischer Fähigkeiten, die jedes Kind
zur Selbstständigkeit im Alltag benötigt. Dies unterstützen wir durch eine kinderfreundl i-
che Ausstattung, wie z.B. Möbel und Sanitäranl agen auf Kinderhöhe, durch sogenannte
Helferkinder, d.h. die großen Kinder helfen den kleinen Kindern, sowie durch einen
Schutzraum, den die Kinder von uns erhalten, um Fehler machen zu dürfen, aus denen
sie lernen können. Letztendlich geben wir den Ki ndern Zeit und Raum, um Dinge selbst
ausprobieren zu dürfen – entsprechend der Pädagogik von Maria Montessouri:
„Hilf’ mir, es selbst zu tun!“
7.3 Selbstvertrauen
Im Kindergarten erfahren die Kinder ein Zusammenleben und –spiel mit anderen Kindern.
Sie müssen lernen, sich in einer Gruppe einzuleben und ihre Posi tion zu finden. Sie erl e-
ben Freude, aber auch Enttäuschung.
Durch ihr eigenes Handeln sollen die Kinder verschiedene Möglichkeiten entdecken und
gewinnen. Wir begleiten sie bei diesem Prozess und b eim Aufbau von Selbstvertrauen
und Stärke.
7.4 Gemeinschaftsgefühl
In unserem Kindergartenalltag hat das soziale Miteinander einen hohen Stelle nwert. Wir
unterstützen und fördern die Kinder bei der Achtung und Wertschätzung von ihren Mi t-
menschen. Nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark!“ soll j edes Kind bei uns in der
Gemeinschaft Geborgenheit, Vertra uen, Anteilnahme, Zuwendung und Hilfe finden. Als
katholische Kindertageseinrichtung gestalten wir aktiv das Gemeinde - und Gemei n-
schaftsleben der Kirchengemeinde St. Marien und Josef mit.
Unsere pädagogischen Ziele basieren auf dem vom Kinderbildungsgesetz (Kibiz) und
vom Bistum vorgegebenen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag.
8. Ein Tagesablauf im Kindergarten
07.15 Uhr:
Zwei Erzieherinnen öffnen für die 45-Stunden-Kinder den Kindergarten. Bis um 07.30
Uhr die 35-Stunden-Kinder dazukommen, werden die Kinder gemeinsam in einer
Gruppe betreut.
07.30 Uhr:
Die Kindertageseinrichtung ist mit drei Erzieherinnen besetzt, die auch die weiteren
ankommenden Kinder begrüßen.
08.00 Uhr:
Dienstbeginn der weiteren pad. Mitarbeiter. An der Infotafel in der Eingangshalle fin-
det eine kurze Morgenbesprechung zum Tagesablauf statt. Zudem werden alle aktu-
ellen Informationen zum Tag für die Eltern auf der Infotafel zusammengefasst. Bis
09.00 Uhr findet in den Gruppen die weitere Ankunftsphase und das Freispiel aller
Kinder statt.
9.00 Uhr:
Morgenkreis für alle Kinder auf Gruppenebene oder gruppenübergreifend in der
Turnhalle.
Der Morgenkreis wird durch ein Trommelzeichen eingeleitet und ist ein wichtiges Ri-
tual zu Beginn des gemeinsamen Kindergartentages. Von daher legen wir großen
Wert auf frühzeitiges und pünktliches Eintreffen der Kinder.
Im Morgenkreis begrüßt sich die Gesamtgruppe und wird von den drei Morgenkreistie-
re, dem Bären, dem Tiger und der Maus zu einer morgendlichen Erzählrunde eingela-
den. Die Tiere geben den Kindern Mut und Halt beim Erzählen. Wer dieses Tier in der
Hand hält, darf erzählen, die anderen Gruppenmitgliede r hören zu. Kinder und Erzie-
herinnen haben hier Gelegenheit, über Erlebnisse zu beri chten, ihr momentanes Be-
finden mitzuteilen oder Wünsche für den Tag zu äußern.
Darüber hinaus werden organisatorische Fragen für den Tag geklärt, Geburtstage gefei-
ert und Lieder gesungen.
In regelmäßigen Abständen feiern wir im Rahmen des gemeinsamen Morgenkreises ei-
nen themenbezogenen Wortgottesdienst mit Pfarrer Ulrich Messing.
Den Zeitpunkt geben wir für alle Eltern an der Infotafel im Eingangsbereich bekannt.
Bis 12.00 Uhr:
Nach dem Morgenkreis haben die Kinder entsprechend unseres Leistungsangebotes
verschiedene Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese umfassen sowohl die
Freispielphase als auch angeleitete Angebote und Projekte.
Der Morgenbereich endet mit einem gemeinsamen Abschluss in der Gruppe. Bei gu-
tem Wetter gehen gruppenübergreifend alle Kinder zum Spielen nach draußen auf
den Spielplatz. Bei schlechtem Wetter findet eine große Abschluss-Spiel-Runde in
der Turnhalle statt.
12.00 – 13.00 Uhr:
Abholphase für alle 35-Stunden-Kinder, bei trockenem Wetter vom Spielplatz, bei schlech-
tem aus den Gruppen oder der Turnhalle.
12.00 – 14.30 Uhr:
Gemeinsames Essen und Ruhephase für die Kinder mit Ganztagsbetreuung.
14.30 - 16.30/16.45 Uhr:
Alle Kinder sind herzlich eingeladen an der täglich stattfindenden Spielgruppe teilzunehmen.
Neben der Spielgruppe finden zusätzlich wechselnde Nachmittagsangebote statt.
35-Stunden-Kinder müssen bis 16.30 Uhr abgeholt werden.
45-Stunden-Kinder müssen bis 16.45 Uhr abgeholt werden.
9. Der Förderverein stellt sich vor
Der Förderverein des kath. Kindergartens S t. Marien Sprakel e.V. hat es s ich zur
Aufgabe gemacht, unsere Kindertageseinrichtung sowohl ideell als auch materiell zu
unterstützen.
Trotz der Kindergartenbeiträge ist die Kindertageseinrichtung auf finanzielle Unte r-
stützung angewiesen, da von Budgetk ürzungen auch unsere Kindertageseinrichtung
betroffen ist. Aufgrund dieser politischen Maßnahme ist eine angemessene pädag o-
gische Arbeit g efährdet und erfordert unser eigenes Engagement.
Wir als Eltern versuchen mit viel Spaß und Elan durch verschi edene Aktionen Geld
für den Kindergarten einzunehmen. Wir unterstützen mit diesem Geld die Kita sowohl
bei Großprojekten (z.B. Neugestaltung des Spielplatzes), als auch in der ganzheitl i-
chen pädagogischen Arbeit durch Beschaffung spezieller Materialien (z.B. Lau fräder,
Schmetterlingsschaukel). Darüber hinaus übernehmen wir die Kosten für einige Au s-
flüge und Angebote, so dass nur geringe oder gar keine zusätzlichen Kosten für die
Eltern entstehen. Traditionen und traditionelle Feste, wie z.B. St. Martin werden
ebenfalls vom Förderverein unterstützt.
Im Sommer 2012 hat der Förderverein den Kindergartenkindern ein neues Kletter-
Schiff für ihren Spielplatz geschenkt. Seitdem gehen die Kinder mit Vorliebe auf
große Seereisen.
Mitglied werden
Mit einem Jahresbeitrag von mindestens 12 €, d.h. 1 € im Monat, können Sie Mitglied
im Förderverein werden. Wenn Sie die pädagogische Arbeit ohne Mitgliedschaft un-
terstützen wollen, so sind Sach- oder Geldspenden ebenso willkommen.
Spendenquittungen erhalten Sie auf Anfrage.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
- 1. Vorsitzende
- 2. Vorsitzende
- 1. Schriftführerin
- 2. Schriftführer
- 1. Kassierer
- 2. Kassiererin
- Beisitzerin
- Beisitzerin
Kontoverbindung:
Volksbank Sprakel e.G.
BIC: GENODEM1MSC
IBAN: DE 13 4016 0050 2509 5798 00
Impressum
Katholischer Kindergarten St. Marien
Im Draum 42
48159 Münster
Tel.: (0251) 216521
Fax: (0251) 3904754
eMail: kiga-sprakel@muenster.de
www.kiga-st-marien-sprakel.de
Herausgeber:
Kath. Kirchengemeinde
St. Marien und St. Josef
Kristiansandstr. 70
48159 Münster
Redaktion:
Kindergartenteam St. Marien
Die Konzeption unserer Einrichtung wird aktuell neu überarbeitet /
aktualisiert.
Unter anderem in folgenden Bereichen:
Prävention
Partizipation / Beschwerdemanagement
Alltagsintegrierte Sprachbildung
Beobachtungsverfahren
Nachmittagsangebote
Etc.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kindergartenteam
aus dem Kath. Kindergarten St. Marien
Anlage 2 Auswertungsformulare beider Träger V 0141 2019
11305 Zeichen
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Interims-Kindertageseinrichtung Holunderweg im Stadtteil Alt-
stadt sowie eine dauerhafte Einrichtung in Sprakel-Ost
Name und Adresse des Trägers:
Kleine Riesen Nord gGmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit,
Leitbild etc.
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co
KG
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe
- Betreiber von bundesweit aktuell 30 Kindertageseinrichtungen und Kinderkripp en
- Seit 2018 Betreiber von drei Kindertageseinrichtungen Willingrott, H ermannschule, und
Interims-Pavillon Albachten (dauerhafte Folgeeinrichtung in Albachten-Ost) und in
2019 Inbetriebnahme von drei weiteren Einrichtungen (Meyerbeerstraße, Eichendorff-
straße, Pavillon Beckstraße)
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
9,00% Trägeranteil
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe-
treuung liegen vor
- Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes
- Entwicklung des Schwerpunktes der Einrichtung anhand der bestehenden Bedarfe und
Ressourcen des Teams, der Eltern und Kinder
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern für die Kinder
- Sprachförderung im Kitaalltag
- Bildungsdokumentationskonzept (quartalsweise Entwicklungsprofile) liegt vor
- Bei Bedarf soll Bilingualität angeboten werden
Flexible Betreuung:
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg
in das Modell ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar
- Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 16.00 Uhr
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschied enen Migrati-
onshintergründen, Einsatz von männlichen Fachkräften
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-innen in Bezug auf Migration / Inklusi-
on
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern
- Möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:
- Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmittel n an
nach DGE-Standards
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag
- Projekte zur Gesundheitserziehung und Zahngesundheit in Kooperation mit dem G e-
sundheitsamt
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita, auch in Kooperation mit Vere i-
nen im Stadtteil
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Geplante Vernetzungen:
- Zusammenarbeit mit Schulen (z.B. Grundschule Sprakel) im Sozialraum
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pr o-
jekte usw.
- Kooperation mit Sportvereinen im Sozialraum geplant
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert
- Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, Tagespflegepersonen, Ärzten , Betrieben
und anderen Akteuren im Sozialraum geplant
- T eilnahme an Arbeitskreisen und AG’s ist geplant
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berliner Modell am Kind orientiert
- Strukturierte Elternarbeit findet statt
- Stichwortartige Tagesdokumentation bei den u3-Kindern
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
- Jährliche Elternbefragung
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben
- Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen
- Fünf Konzeptionstage pro Einrichtung im Jahr
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode
- Teilnahme an Fachgremien und AG’s ist geplant
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale des Trägers
- Möglichkeit verschiedener Schwerpunktbildungen anhand sozialräumlicher Bedarfe
(Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.)
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfe rnen Familien
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte (Vertretungsregelungen, Fachbe-
ratung vor Ort) zu erzielen
1
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster
Auswertungsformular
Ausgeschriebene Einrichtung: Interims-Kindertageseinrichtung Holunderweg im Stadtteil Alt-
stadt sowie eine dauerhafte Einrichtung in Sprakel-Ost
Name und Adresse des Trägers:
Katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef
Kristiansandstraße 70
48159 Münster
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild
etc.
- Die Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef ist bereits Träger von zwei Ki n-
dertageseinrichtungen in Sprakel und Kinderhaus
- Insgesamt 43 Kitas in kath. Trägerschaft im Stadtdekanat Münster
- Ausbau des Angebotes für Familien und Kinder im Stadtteil Sprakel
- Unterstützung und Begleitung der Kinder in ihrer Entwicklung
- Grundgedanke: Alle Menschen sind Geschöpfe Gottes
2. Wirtschaftlichkeit
Angebotener Trägeranteil
12,0% Trägeranteil im Rahmen des kirchlichen Grundbestandes.
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben.
3. Fachlichkeit / Pädagogik
3.1. Rahmenkonzept
Fachliche Ausrichtung:
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe-
treuung liegen vor
- Grundhaltung: Unantastbarkeit der Würde des Menschen
- Individuelle Bedürfnisse und Stärken des Kindes im Mittelpunkt
- Religion und Ethik: religionspädagogische Angebote zur Vermittlung einer offenen und
akzeptierenden Weltanschauung
- Pädagogische Schwerpunktthemen werden nach Start der Einrichtung je nach Res-
sourcen entwickelt
- Alltagsintegrierte Sprachförderung (BasiK)
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar (Pfarrgemeinde bietet bereits je tzt
viele Angebote eines Familienzentrums an)
Flexible Angebote:
- Die Öffnungszeiten werden bedarfsgerecht angeboten.
- Notfallbetreuung in den Ferien durch die Kitas in den Kirchengemeinden abgedeckt
2
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor:
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Ki n-
der
- Partizipation als Grundlage der pädagogischen Arbeit (z. B. demokrati sche Abstim-
mung)
- Interkulturelle Bildung und Förderung in der Einrichtung ist Alltag; Erfahrung durch die
Arbeit in Flüchtlingseinrichtungen
- Einsatz eines multiprofessionellen Teams
- Langjährige Erfahrung in der inklusiven Betreuung von Kindern
- weitergehende Förderungen können in Abstimmung mit der kirchlichen Papst-
Johannes-Schule erfolgen
- Beratung und Hilfestellung für Familien hinsichtlich anderer Fachdienste (Familienz ent-
rumähnliche Angebote)
3.3. Gesundheitsförderung
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor:
- Zahlreiche Bewegungsangebote im Alltag
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zur Verpflegung (Anlieferung
durch einen Caterer)
- Angebote und thematische Elternarbeit zur gesunden Ernährung werden vorgehalten
- Kooperation mit Ärzten und dem Gesundheitsamt hinsichtlich Hygiene, Zahngesun d-
heit und Impfaufklärung
- Schlaf- und Ruhephasen der Kinder nach den individuellen Bedürfnissen
- Körperliches und seelisches Wohlbefinden steht im Vordergrund
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner
Bestehende Vernetzungen:
- Die Kirchengemeinde ist in den dörflichen Strukturen eng mit Ärzten, Kita, Vereinen,
Ehrenamtliche etc. vernetzt
- Vorhandene Kooperationen können übernommen werden
- Enger Austausch zwischen Grundschule und Kita im Übergang zur Verbesserung der
weiteren Entwicklung der Kinder ist vorhanden
- Neubürger/-innen sollen aktiv in den Ort eingebunden werden
- Soziale Angebote von Kinderhaus werden eingebunden
3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.
Der Träger garantiert:
- Individuelle Eingewöhnungskonzept e nach dem Berliner Modell
- Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern
- Strukturierte Bildungsdokumentation
- Aufnahmegespräche, Kennenlernen-Nachmittage , Hospitationen, Eltern-Kind-
Nachmittage, Feste und Feiern, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden
statt
- Beschwerde- und Feedbackmanagement für Eltern und Mitarbeiter/-innen
- Aktive Einbindung der Eltern durch ehrenamtliches Engagement und Gremi enarbeit
3
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor:
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben
- Fachberatung durch Diözesan Caritasverband
- Qualitätsentwicklung durch QualiCa (Zertifizierungsprojekt der Cariats)
- Regelmäßige interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen
- Regelmäßige Konzeptionstage in den Einrichtungen
- Zentralrendantur als gemeinsame Verwaltung der Kitas in Münster
- Anbindung des Kirchenvorstandes ist fest verankert
- Bezahlung nach KAVO analog zum TVöD, plus KZVK
- Kinderschutzkonzept liegt vor
4. Besondere Merkmale / Eignung
- Langjährige Erfahrungen mit Kindertagesbetreuungsangeboten im Stadtt eil Sprakel
- Bestehende Kooperationen und Vernetzungen im Stadtteil
- Familienzentrumsähnliche Angebote und Beratungen durch die Kirchengemeinde
- Nutzung von Synergien durch eine weitere Einrichtung innerhalb der Kirchengemeinde
Anlage 4.1 Bewerbung Kleine Riesen
1460 Zeichen
Bilinguale Kindertagesstätten
Kieme Riesen Nord gGmbH I Esslmger Straße 69 1 73732 Esslmgen
PER EXPRESS
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Famile
48127 Münster
VORAB PER MAll gerick@stadt-muenster.de
VORAB PER FAX {0251) 4927909
Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unsere Ze1chen, unsere Nachncht vom Telefon, Name
(0711) 35 116 40, PW
Kindertagesstätten
Datum
06.02.2019
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertageseinrichtung
Kita am Holdunderweg im Stadtteil Sprakel und dauerhafte Einrichtung in Sprakei-Ost
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätten "Kita
am Holdunderweg im Stadtteil Sprakel und dauerhafte Einrichtung in
Sprakei-Ost" aufrechterhalten.
Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können sicherstellen.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
l'v'litfre~n · en Grüßen
./l·
I
P'eter Wahle
Geschäftsführer
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH I Esslinger Straße 69 I 73732 Esslingen I Telefon: (0711) 35 116 40 I Telefax: (0711) 35 116 417 I www.littlegiants.de I info@llttlegiants.de 1.1 :.~!:.?.
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GESchäftsführer I Dipl.-lng. Jelena Wahler, MBA (Duke) I D1pl.-lng. Peter Wahler, MBA (Duke)
Sitz der Gesellschaft I Essl1ngen am Neckar I Amtsgericht Stuttgart HRB 7393
Bankverbindung I Volksbank Esslingen eG I I BAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 I BIC GENODESlESS
Anlage 3.1 Bewerbung St Marien St Josef
2266 Zeichen
ZENTRALRENDANTUR I ZENTRALRENDANTUR Münster : Königsstraße 25 : 48143 Münster Stadt Münster Telefon: 02 51/4 95 14 - 110 für Kinder. Ju i Familien Telefax: 02 51/4 95 14 - 199 Amt ng ndlereuunelzs E-Mail: fraune@bistum-muenster.de z. Hd. Frau Gerick / Frau Tigger Hafenstr. 30 Auskunft erteilt: Christian Fraune 48127 Münster Aktenzeichen: CF/ Datum: 25.01.2019 Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef, Münster Bewerbung - Kita Holunderweg Ausschreibungsnummer 14/2018 Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrte Damen und Herren, die Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef bat uns Ihnen, ergänzend zum Interessenbekun- dungsschreiben vom 20.12.2018, mitzuteilen, dass die Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef sich mit diesem Schreiben verbindlich auf die Trägerschaft der neu zu errichtenden Kindertageseinrichtung am Holunderweg (Ausschreibungs-Nr. 14/2018) bewirbt. Im Falle einer positiven Trägerschaftsentscheidung bestätigt die Kirchengemeinde, als freier Trä- ger, den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil an den entstehenden Betriebskosten in Höhe von 12 Prozent im Rahmen des kirchlichen Grundbestandes zu übernehmen. Ebenfalls bedanken wir uns für das freundliche Gespräch am 23.01.2019 in Ihrem Hause, in dem Pfr. Messing und ich die konzeptionellen und wirtschaftlichen Vorstellungen für den Betrieb der Kita am Holunderweg erläutern durften. Als Grundlage der konzeptionellen Ausrichtung der Kita am Holunderweg wird sich die Kirchengemeinde an der in der Anlage beigefügten Konzeption der Kita St. Marien orientieren. Aus dieser Konzeption ist die Ausrichtung und das Verständnis des Trägers zu den wesentlichen Punkten der Kindertagesbetreuung ersichtlich. Für weitere Fragen stehen wir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung und würden uns sehr über eine positive Rückmeldung zu unserer Trägerschaftsbewerbung freuen. Mit freundlichen Grüßen Für die Kath. Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef im Auftr: Christian Fraune Referatsleitung Personal / Kindertageseinrichtung DKM Darlehnskasse Münster eG: BIC GENODEM1 DKM Kassengemeinschaft Münster 1: IBAN DE49 4006 0265 0003 8893 00 Kassengemeinschaft Münster 2: IBAN DE43 4006 0265 0003 9220 00 Kassengemeinschaft Münster 3: IBAN DE45 4006 0265 0003 9693 00
Anlage 4.2 Konzeption Kleine Riesen
91807 Zeichen
<ĂƉŝƚĞů͗ ϭ W 'K'/^,^<KEWd ĨƺƌĚŝĞ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŝŶDƺŶƐƚĞƌ͕,ŽůƵŶĚĞƌǁĞŐ <ĂƉŝƚĞů͗ Ϯ WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ <ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƚćƚƚĞ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ ,ŽůƵŶĚĞƌǁĞŐʹ^ƚĂĚƚƚĞŝů^ƉƌĂŬĞů dZ 'Z ͗ <ůĞŝŶĞZŝĞƐĞŶEŽƌĚŐĞŵĞŝŶŶƺƚnjŝŐĞ'ŵď, ƐƐůŝŶŐĞƌ^ƚƌĂƘĞϲϵ ϳϯϳϯϮƐƐůŝŶŐĞŶĂŵEĞĐŬĂƌ dĞů͗ ;ϬϳϭϭͿϯϱϭϭϲϰͲϬ &Ădž͗ ;ϬϳϭϭͿϯϱϭϭϲϰͲϭϳ ͲDĂŝů͗ ŝŶĨŽΛůŝƚƚůĞŐŝĂŶƚƐ͘ĚĞ /ŶƚĞƌŶĞƚ͗ ǁǁǁ͘ůŝƚƚůĞŐŝĂŶƚƐ͘ĚĞ <ĂƉŝƚĞů͗ ϯ /E,>d^sZ/,E/^ ϭ͘ ůůŐĞŵĞŝŶĞŶŐĂďĞŶnjƵŵdƌćŐĞƌ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ ϭ͘ϭ͘ <ŽŶƚĂŬƚŝŶĨŽƌŵĂƚŝŽŶĞŶͬZĞĐŚƚƐĨŽƌŵ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ ϭ͘Ϯ͘ hŶƚĞƌŶĞŚŵĞŶƐŐĞŐĞŶƐƚĂŶĚͬ'ĞƐĐŚćĨƚƐĨĞůĚ͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ Ϯ͘ KƌŐĂŶŝƐĂƚŝŽŶƵŶĚsĞƌǁĂůƚƵŶŐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ ϯ͘ ŶŐĂďĞŶnjƵƌdƌćŐĞƌŬŽŶnjĞƉƚŝŽŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ 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Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (10)
- Königsstraße 25
- Kristiansandstraße 70
- Meyerbeerstraße
- Eichendorffstraße
- Beckstraße
- Holunderweg
- Hafenstraße 30
- Willingrott
- Kinderhaus
- Im Draum 42
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0141/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.02.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37