V/0648/2017
"Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK)" - Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - Teil 1: "Thematische Leitlinien und strategische Entwicklungsziele"
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Anlage 1 Zielekatalog
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Anlage 1 Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - Teil I: Zielekatalog mit thematischen Leitlinien und strategischen Entwick- lungszielen Zu beschließende thematische Leitlinien, strategische Entwicklungsziele 1 Themenfeld Gesellschaftliche Teilhabe und Gender mit Berücksichtigung der Wohnraumsituation ......................................................................... 3 2 Themenfeld Natürliche Ressourcen und Umwelt mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs ............................................................................. 4 3 Themenfeld Klima und Energie ......................................................................... ..................... 5 4 Themenfeld Arbeit und Wirtschaft mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs ............................................................................. 5 5 Themenfeld Bildung ................................................................................... ............................ 7 6 Themenfeld Globale Verantwortung und Eine Welt .. ................................................... ........... 8 7 Themenfeld Konsum und Lebensstile .............. ................................................... ................... 8 2 Einleitung Teil I der Nachhaltigkeitsstrategie ist mit seinem Zielekatalog ein wesentliches Zwischenergebnis des Beteiligungsprozesses Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK). Der GNK-Beirat hat die- sen Zielekatalog gemeinschaftlich mit 42 Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung erarbeitet und in seiner Sitzung am 5. Juli gemeinsam mit zwei Empfehlun- gen an den Rat der Stadt Münster verabschiedet. Damit bilden diese Ziele und thematischen Leit- linien den strategischen Rahmen für alle Akteure - auch über Verwaltung und Politik hinaus – die gemeinsam an einer nachhaltigen Entwicklung Münsters arbeiten wollen. Neben den GNK-Beirat sind insgesamt 22 Ämter aus allen Dezernaten der Stadtverwaltung einge- bunden worden, sich zu den jeweiligen Arbeitsschritten und Zwischenergebnissen zu äußern und eigene Schwerpunkte und Anregungen einzubringen. Die Politik wird (über die Beteiligung von je einer/m Fraktionsvertreter/in im GNK-Beirat hinaus) in allen relevanten Gremien über den jeweili- gen Projektstand informiert (siehe Vorlagen V0070/2016, V/0320/2017). Über diese Vorgehens- weise soll eine größtmögliche Transparenz geschaffen werden. Die Nachhaltigkeitsstrategie – Teil I bezieht sich auf die sieben (im vorgegebenen Rahmen des GNK-Projekts) ausgewählten Themenfelder. Für jedes Themenfeld werden eine thematische Leit- linie und ein bis zwei strategische Entwicklungsziele mit ihren jeweiligen strategischen Unterzielen zum Beschluss empfohlen. Im GNK-Prozess wurde auch fortlaufend am Themenfeld Klima und Energie gearbeitet. Die bishe- rigen Ergebnisse sind in den parallel laufenden Strategieprozess zum Masterplan Klimaschutz 2050 eingeflossen und werden dort im Rahmen der Ausformulierung von strategischen Zielen be- rücksichtigt. Entsprechend sind in der vorliegenden Vorlage nur die thematische Leitlinie und das strategische Entwicklungsziel des Themenfelds aufgeführt. Der Beschluss zu den strategischen Unterzielen wird über die Beschlussvorlage zur Strategie Masterplan Klimaschutz 2050 erfolgen. Anschließend werden diese Ziele in die Nachhaltigkeitsstrategie übernommen. Im verbleibenden GNK-Projektzeitraum wird die Nachhaltigkeitsstrategie im GNK-Beirat über die Formulierung operativer Ziele und eines Maßnahmenkatalogs weiter konkretisiert und die Ergeb- nisse in einem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst. Dieser wird der Politik mit der Be- schlussvorlage zur Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 – Teil II „Operative Ziele und Maß- nahmen“ im Frühjahr 2018 vorgelegt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des GNK-Modellprojektes als wichtige Leitorientierungen und Bestandteile im Zukunftsprozess MünsterZukünfte 20I30I50 verankert (V/0070/2016, V/0494/2016, V/1063/2016). 3 1 Themenfeld Gesellschaftliche Teilhabe und Gender mit Berücksichtigung der Wohnraumsituation Thematische Leitlinie „In Münster haben alle Menschen, unabhängig von ihr em Alter und Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihren körperlichen, seelischen und ge istigen Beeinträchtigungen, ihrer Herkunft, Re- ligion und Zugehörigkeit zu einer kulturellen Grupp e sowie ihrem sozialen Status gleiche Teilha- bechancen. Münster ist eine solidarische, bunte, an tirassistische und vorurteilsfreie Gesellschaft, in der alle Menschen die Möglichkeit haben, ein akt ives und selbstbestimmtes Leben zu führen. Alle Menschen haben die Möglichkeit, bezahlbar umwe lt- und sozialgerecht sowie gesund in Münster zu wohnen.“ Gesellschaftliche Teilhabe für alle verwirklichen Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 1.1 Gelebte gesellschaftliche Teilhabe ist in Münst er für alle selbstverständlich. Strategische Unterziele 1.1.1 Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft leist en ihre Beiträge, um Armut, Existenznot und damit einhergehende Gesundheitsrisiken sowie Teilhabehindernisse in anderen gesell- schaftlichen Bereichen zu minimieren. 1.1.2 Die kulturelle Vielfalt, internationale Impul se und die interkulturelle Begegnung in Münster werden gefördert. Möglichst früh und unabhängig vom Bildungsgrad soll eine gleichberechtigte Teilhabe aller an den kulturellen Angeboten sowie Austausch, Dialog und kritische Erinnerung ermöglicht werden. 1.1.3 Frauen und Männer haben in unterschiedlichen Lebenslagen und ohne stereotype Rollenzuweisungen gleiche Teilhabechancen insbesondere im Hinblick auf Bildung, Kultur, Beruf und selbstbestimmtes Leben. Menschen mit Behinderungen profitieren in allen Lebenslagen von inklusiven Angeboten. 1.1.4 Die Teilhabe von Neuzugewanderten und Mensche n mit Migrationsvorgeschichte am gesellschaftlichen Leben ist gestärkt (gleiche Rechte und Pflichten). 1.1.5 Bedarfsorientierte kulturelle und sportliche Angebote sind vorhanden und können von allen wahrgenommen werden. 1.1.6 Der Bedeutung bürgerschaftlicher Mitwirkung s ind sich alle Akteure Münsters bewusst. Die Möglichkeiten der Mitwirkung von Menschen in Münster bei Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen sind verankert und werden von den Verantwortlichen aktiv befördert. Sozialgerecht, umweltschonend und gesund wohnen Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 1.2 Alle Menschen haben die Möglichkeit bezahlbar u mwelt*- und sozialgerecht sowie gesund in Münster zu wohnen. Strategische Unterziele 1.2.1 Bedarfsorientierte Angebote auf dem Münsteran er Wohnungsmarkt für Studierende, Familien, allein Erziehende, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Neue Wohnformen werden unterstützt. 1.2.2 Stadt, Stadtteile und Quartiere werden den Le benslagen aller Zielgruppen entsprechend sozial- und umweltgerecht, flächenschonend, bewegungsfördernd und sozial gemischt im Dialog mit den Menschen in Münster entwickelt und gestaltet. 1.2.3 Der Wohnungsneubau sowie die Sanierung des Wo hnungsbestandes erfolgen klimaneutral und unter Berücksichtigung der Anforderungen an die Klimaveränderungen. Bei der Auswahl von Bauarten und Baustoffen sind die Aspekte Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Wohngesundheit sowie Verträglichkeit im Straßen- und Ortsbild zu berücksichtigen. 4 *Anmerkung: Der Begriffe „umweltgerecht bzw. Umweltgerechtigkeit“ haben zum Ziel, gesunde Umwelt- und Lebensver- hältnisse für alle Menschen zu schaffen“. Die Begrif fe beziehen sich auf die „die sozialräumliche Ungle ichheit von Um- weltbelastungen als Gerechtigkeitsproblem“. Weitere Informationen dazu unter: http://www.umweltgerechtigkeit.de/Einfuehrung.html 2 Themenfeld Natürliche Ressourcen und Umwelt mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs Thematische Leitlinie „Die Stadt Münster ist sich ihrer Verantwortung für einen schonenden Umgang mit der Natur und der nachhaltigen Verwendung von Ressourcen bewusst. Sie trägt zum Erhalt und zur Verbesse- rung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie zur Wei terentwicklung höchster Lebens- und Ent- wicklungsqualität bei. Das Handeln der Menschen in Münster erfolgt im Bewusstsein der globalen ökologischen Belastungsgrenzen. Die Wirtschafts-, P endler- und Freizeitverkehre erfolgen über- wiegend umweltverträglich und klimaneutral.“ Natürliche Lebensgrundlagen schützen und verbessern Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 2.1 In Münster bleiben die natürlichen Lebensgrundl agen erhalten und die biologische Vielfalt ist verbessert. Strategische Unterziele 2.1.1 Die Entwicklungspotentiale im bebauten Bestan d werden grundsätzlich vor der Inan- spruchnahme neuer Flächen im Außenbereich genutzt. Dies erfolgt unter Berücksich- tigung der Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel, der Erholungsfunktion und der Produktion von Lebensmitteln. 2.1.2 Das Grundwasser und alle Oberflächengewässer befinden sich in einem guten ökologi- schen und chemischen Zustand. Mengenmäßig wird nicht mehr Grundwasser entnom- men als sich neu bildet. 2.1.3 Die regionsspezifische Arten- und Sortenvielf alt (Flora und Fauna) ist erhalten oder hat zugenommen. 2.1.4 Die Frei-, Grün- und Forstflächen werden umwe ltgerecht bewirtschaftet und besser vernetzt. 2.1.5 Die ökologische und die ressourcenschonende, tiergerechte konventionelle und umweltverträgliche Landwirtschaft haben wesentlich an Bedeutung gewonnen. 2.1.6 Münster hat vorsorgend Maßnahmen zur Anpassun g an den Klimawandel weiter ausgebaut. Mobilität umweltverträglich gestalten Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 2.2 Wirtschafts-, Pendler- und Freizeitverkehre erf olgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei). (s. auch 4.2.6) Strategische Unterziele 2.2.1 In Münster haben die von Waren- und Lieferver kehren ausgehenden Belastungen deutlich abgenommen. 2.2.2 Die Pendlerverkehre erfolgen in regionaler Zu sammenarbeit überwiegend umweltver- träglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei). 2.2.3 Siedlungsflächen werden vorrangig im Einzugsb ereich leistungsfähiger Infrastrukturen, Versorgungszentren und ÖPNV-Angeboten („Stadt der kurzen Wege“) entwickelt. 5 3 Themenfeld Klima und Energie Thematische Leitlinie „In der Stadt Münster sind die negativen Auswirkung en auf das Klima auf ein Minimum reduziert. Gemeinsam richten alle Akteure ihr Handeln gezielt auf Ressourcenschonung und decken ihren Energiebedarf bis zum Jahr 2050 klimaneutral und umweltverträglich.“ 3.1 Klimaneutral leben Strategisches Entwicklungsziel bis 2050: 3.1 Die Erzeugung und Verteilung von Energie ist kl imaneutral und umweltverträglich, der Energieverbrauch ist halbiert und der Anteil klimafreundlicher Mobilität hat erheblich zugenommen. * Anmerkung: Die Ergebnisse aus dem bisherigen GNK- Prozess zu diesem Themenfeld fließen in die Strategie Masterplan Klimaschutz 2050 ein. Nach politischem Beschluss werden die strategi- schen Unterziele in die Nachhaltigkeitsstrategie übernommen. 4 Themenfeld Arbeit und Wirtschaft mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs Thematische Leitlinie „Münster ist einer der führenden Bildungs-, Wissens chafts-, Forschungs- und Entwicklungsstand- orte in Europa. Sie ist Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein-Westfalen. Die Wirtschaft ist ein wichtiges Fundament für das Gemeinwohl in M ünster. „Gute Arbeit“ und ökologisches Wirt- schaften bilden die Basis zur Stärkung und zum Ausbau des Wirtschaftsstandorts Münster.“ Beschäftigungsverhältnisse im Sinne von „Guter Arbeit“ ausbauen Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 4.1 Alle Menschen gehen ihrer Qualifikation entspre chend einer „Guten Arbeit“* nach. Inklusive und faire Beschäftigungsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Strategische Unterziele 4.1.1 Stadt und Unternehmen fördern aktiv eine „Gut e Arbeit“ (sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, faire Löhne, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeits- und Gesund- heitsschutz, Gesundheitsförderung, familienfreundliche Arbeitsorganisation, Kindertagesbetreuung). 4.1.2 Die Fähigkeiten aller Menschen werden erkannt und individuell gefördert, um eine best- mögliche berufliche Perspektive zu erzielen. Alle haben ein Arbeitszeitvolumen, das ihren persönlichen Bedarfen entspricht. 4.1.3 Frauen und Männer erhalten gleiche Vergütung bei gleicher Arbeit. Die Arbeitsbe- dingungen geringfügig Beschäftigter werden kontinuierlich verbessert. * Anmerkung: „Gute Arbeit“ ist das Leitbild der deu tschen Gewerkschaften für eine moderne, hu- mane Arbeitswelt und soll den Blick auf die Qualität der Arbeitsbedingungen richten. 6 Wirtschaft zukunftsorientiert entwickeln Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 4.2 Die Stadt Münster verfolgt das Ziel einer zukun ftsorientierten Wirtschaftsent- wicklung, in der ökonomische Wettbewerbsfähigkeit im Einklang steht mit ökologischer Tragfähigkeit und sozialer Verantwortung. Strategische Unterziele 4.2.1 Die Stadt Münster schafft Rahmenbedingungen z ur Sicherung und Weiterentwicklung eines breiten Branchen- und Unternehmensmixes und sorgt für ein innovations-freund- liches Klima. 4.2.2 Die Stadt Münster unterstützt die Standortsic herung (einschließlich der Erreichbarkeit bestehender Betriebe), stellt ein flächen- und ressourcensparendes, differenziertes, bedarfsorientiertes Gewerbeflächenangebot zur Verfügung (siehe Punkt 2.1.1). Sie schafft die Voraussetzung für ein qualifiziertes Fachkräfteangebot. 4.2.3 Der wechselseitige Austausch zwischen Wissens chaft, Wirtschaft und der Stadt Münster ist fest etabliert und wird aktiv für ressourcenschonendes und nachhaltiges Wirtschaften genutzt. 4.2.4 Zukunftsweisende Geschäftsmodelle, Innovation en, Produkte und Dienstleistungen werden entwickelt und realisiert. Die Möglichkeiten des digitalen Wandels werden dabei genutzt. 4.2.5 Unternehmen sind sich ihrer globalen Verantwo rtung und ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl* in Münster bewusst. Sie gestalten im fairen Wettbewerb ihre Unternehmensführung und ihre Wertschöpfungsketten nachhaltig (siehe auch Pkt. 6.1.1) 4.2.6 Stadt und Unternehmen setzen sich gemeinsam d afür ein, dass Beschäftigte angemessen in Münster wohnen können. Wirtschafts- und Pendlerverkehre erfolgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei). (siehe auch Pkt. 2.2) * Anmerkung: Der Begriff Gemeinwohl beschreibt das allgemeine Wohlergehen einer Gesellschaft, einer Stadt oder einer Region. Was genau unter dem Gemeinwohl verstanden wird, ist Ergebnis eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Zivilges ellschaft, Politik, und Wirtschaft in der jeweili- gen Region. In der Regel wird das Gemeinwohl über Kriterien wie Zugang zu Bildung, gesellschaft- liche Teilhabe, Wohlstand und Beschäftigung, Gesund heitsangebote, Fairness, nachhaltiger Kon- sum und Lebensstile sowie Ressourcenschonung beschrieben. Zur Stärkung des Gemeinwohls im Münster tragen Bürgerinnen und Bürger, Zivilgesells chaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Unternehmen in ihren jeweiligen Handlungsfeldern be i, indem sie ihr Handeln am Gemeinwohl orientieren. 7 5 Themenfeld Bildung Thematische Leitlinie „Nachhaltige Bildung zielt vor allem auf die Persön lichkeitsbildung und Gestaltungskompetenz im lokalen und persönlichen Umfeld sowie auf eine glob ale Perspektive. Sie schließt im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsauftrags die Fähigkeit mit e in, die Welt rational und emotional zu erleben, zu erkennen und zu gestalten. Sie befähigt Menschen , ein zufriedenes und zugleich verantwor- tungsvolles Leben führen zu können. Als Beitrag zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung schafft die Stadt Münster die Rahmenbedingungen für ein leb ensbegleitendes Lernen in einer inklusiven, gerechten und gleichberechtigten Bildungslandschaft.“ Bildungsgerechtigkeit ermöglichen Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 5.1 Die Menschen in Münster entwickeln ihr jeweilig es Bildungspotential ungehindert ihrer Herkunft und ihres sozialen Hintergrunds im ganzheitlichen Sinne bestmöglich. Strategische Unterziele 5.1.1 Die Stadt Münster schafft Rahmenbedingungen f ür die allgemeine kulturelle Bildung, die Kenntnis umweltbezogener und globaler Zusammenhänge sowie für eine chancengleiche, interkulturelle, inklusive und geschlechtersensible Bildungslandschaft. 5.1.2 Alle relevanten Akteure der allgemeinen kultu rellen und der ausbildungsbezogenen Bildung sind gut miteinander vernetzt, berücksichtigen vorhandene Schnittstellen und arbeiten gemeinsam an der Verbesserung von Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. 5.1.3 Die Wissenschaftsstadt eröffnet über die Koop eration von Schulen, Hochschulen, städtischen Einrichtungen und sonstigen Bildungseinrichtungen zusätzliche nachhaltige Bildungschancen. 5.1.4 Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist fest als Bestandteil in Verwaltung, Wirtschaftsunternehmen, (Hoch-) Schulen, Kindertagesbetreuung und sonstigen Bildungseinrichtungen etabliert. 8 6 Themenfeld Globale Verantwortung und Eine Welt Thematische Leitlinie „Münster ist eine Stadt mit hohem Verantwortungsbewusstsein für lokale und globale Zusammen- hänge und für friedenssicherndes und humanitäres Ha ndeln in der Einen Welt. Die Stadt Münster, die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger legen ihre Finanzanlagen überwiegend in nachhal- tigen Geldanlagen und Projekten an.“ Unsere Globale Verantwortung leben Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 6.1 Die Themen Globale Verantwortung und Eine Welt sind fest im Handeln von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft verankert. Strategische Unterziele 6.1.1 Stadt und Wirtschaft und Zivilgesellschaft nu tzen überwiegend die Möglichkeiten des fairen Handels, der fairen Beschaffung und fairer Finanzanlagen und fördern in Ländern des Globalen Südens* menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen. 6.1.2 Die Stadt unterstützt alle Initiativen der Wi rtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die zum Ziel haben, mehr globale Gerechtigkeit zu erreichen. 6.1.3 Die Akteure für eine gerechtere Welt sind eng miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig bei ihren Projekten. 6.1.4 Die Stadt Münster initiiert und unterstützt S tadt- und Projektpartnerschaften mit Akteuren des Globalen Südens. * Anmerkung: Der Begriff Globaler Süden ist in dies em Sinne nicht geografisch zu verstehen, son- dern umfasst eine wertfreie Beschreibung in der glo balisierten Welt. Ein Land des Globalen Sü- dens ist in diesem Sinn ein gesellschaftlich, polit isch und wirtschaftlich benachteiligter Staat. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) definiert, welche Staa- ten als Länder des Globalen Südens gelten, auch wen n sie nach wie vor den Begriff „Entwick- lungsländer“ verwendet. Weitere Informationen dazu auf: https://www.oecd.org/ . 7 Themenfeld Konsum und Lebensstile Thematische Leitlinie „Münster bietet alle Voraussetzungen für ein zukunf tsorientiertes und gesundes Leben. Die Men- schen nutzen die Möglichkeiten einer bewussten und maßvollen Lebensführung sowie eines fried- vollen Miteinanders.“ Zukunftsfähig produzieren und konsumieren Strategisches Entwicklungsziel bis 2030: 7.1 Münster ist Vorbild für zukunftsfähige Produkti ons- und Konsummuster (weniger, einfach, besser). Strategische Unterziele 7.1.1 Der Begriff Wohlstand hat eine neue Bedeutung bekommen. Zeitwohlstand, Eigenarbeit und Selbstversorgung sowie eine Kultur des „Teilens und Tauschens“ und des Lebens in und für die Gemeinschaft sind weit verbreitet. 7.1.2 Kreislaufwirtschaft, Re- und Upcycling, Cradl e-to-Cradle *-Ansätze werden unterstützt und realisiert. Die Nutzungsdauer von Produkten wird verlängert. 7.1.3 Ver- und Entsorgung erfolgen zunehmend aus de r Region, regionale Wertschöpfungs- prozesse und der Markt für nachhaltige Produkte sind systematisch ausgebaut. * Anmerkung: „Cradle to Cradle“, übersetzt „Von der Wiege zur Wiege“, steht für einen anderen Umgang mit Ressourcen und Stoffströmen. Es steht fü r die Vision einer abfallfreien Wirtschaft, bei der Firmen keine gesundheits- und umweltschädlichen Materialien mehr verwenden und alle Stoffe dauerhaft Nährstoffe für natürliche Kreisläufe oder geschlossene technische Kreisläufe sind. Bei- spiele hierfür sind kompostierbare Textilien, essba re Verpackungen, reine Kunststoffe oder Metal- le, die unendlich oft für denselben Zweck verwendet werden können.
Anlage 2 Empfehlungen des GNK_Beirats
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Anlage 2 Beschluss des GNK-Beirats und Empfehlungen an den Rat der Stadt Münster (Auszug aus dem Protokoll der GNK-Beiratssitzung am 05. Juli 2017) Zusammenfassend wurden folgende vier Punkte beschlossen: 1. Der Beirat Global Nachhaltige Kommune beschließt den vorliegenden Zielekatalog mit thematischen Leitlinien und strategischen Entwicklungszielen mit Unterzielen. 2. Der Beirat Global Nachhaltige Kommune empfiehlt dem Rat der Stadt Münster den erarbei- teten Zielekatalog für die nachhaltige Entwicklung der Stadt Münster bis 2030 zu beschlie- ßen. Er soll zukünftig beim Zukunftsprozess Münster 20I30I50, bei allen städtischen Pro- zessen und Fachkonzepten sowie bei den Eigenbetrieben zugrunde gelegt werden. 3. Der Beirat Global Nachhaltige Kommune bringt sei nen Wunsch zum Ausdruck, dass auch nach Ende des GNK-Projekts zivilgesellschaftliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Akteuren beteiligt werden, um gemeinsam mit Politik und Verwaltung an der Umsetzung und kontinuierlichen Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsprozesses zu arbeiten. Er empfiehlt dem Rat der Stadt Münster, die Verwalt ung zu beauftragen, hierfür ein geeig- netes Konzept zu erarbeiten. Das Konzept sollte mit Ende des GNK-Projekts in die dann anstehende politische Beschlussvorlage eingebracht werden. 4. Die GNK-Beiratsmitglieder verpflichten sich, in ihren jeweiligen Entsendeorganisationen ebenfalls für Selbstverpflichtungen zum gemeinsam e rarbeiteten Zielekatalog und für kon- krete Beiträge zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 zu werben.
Anlage 3 Bezug zu übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategien
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1 Anlage 3 Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 – Teil I: Bezug zu übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategien auf globaler Ebene sowie auf Bundes- und Landesebene 1 Gesellschaftliche Teilhabe und Gender mit Berücksichtigung der Wohnraumsituation……………………… ………………………………………. 2 2 Natürliche Ressourcen und Umwelt mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs…………………………… ……………………………….…… 6 3 Klima und Energie…………………………………………………………………………………… .……….. 11 4 Arbeit und Wirtschaft mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs…………………………… ……………………………………. 12 5 Bildung…………………………………………………………………………………………………………… 16 6 Globale Verantwortung und Eine Welt…………………………………… …………………………………. 18 7 Konsum und Lebensstile……………………………………………………………………… ……………… 19 2 Bezug der Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 zu übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategien auf globaler Ebene sowie auf Bundes- und Landesebene 1 Gesellschaftliche Teilhabe und Gender mit Berücksichtigung der Wohnraumsituation Strategische Entwicklungsziele bis 2030: 1.1 Gesellschaftliche Teilhabe für alle verwirklichen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein-Westfalen 1.1 Gelebte gesellschaftliche Teilhabe ist in Münster für alle selbstverständlich. SDGs 1, 3, 4, 5, 8, 10, 11, 16: SDG 1: Armut beenden SDG 3 Gesundheit und Wohlbefinden SDG 4: Inklusive und hochwertige Bildung SDG 5: Gleichstellung der Geschlechter SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum SDG 10: Reduzierte Ungleichheiten SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden SDG 16: Leistungsfähige Institutionen und gerechte Gesellschaften Armut - Armut begrenzen Gleiche Bildungschancen - Schulische Bildungserfolge von Ausländern in Deutschland Verteilungsgerechtigkeit - zu große Ungleichheit innerhalb Deutschland verringern Gleichstellung - Gleichstellung in der Gesellschaft fördern Gesundheit und Ernährung - Länger gesund leben Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe Bürgerschaftliches Engagement/Teilhabe Inklusion Integration Gesundheit fördern und Prävention stärken 1.1.1 Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft leisten ihre Beiträge, um Armut, Existenznot und damit einhergehende Gesundheitsrisiken zu minimieren. 1.2 relative Armut senken 1.5 Widerstandsfähigkeit armer Menschen erhöhen Armut - Armut begrenzen Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe - Sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe sicherstellen 1.1.2 Die kulturelle Vielfalt, internationale Impulse und die 4.5 Chancengleichheit und gleichberechtigten Zugang zu Gleiche Bildungschancen - Schulische Bildungserfolge von Ausländern in Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe 3 interkulturelle Begegnung in Münster werden gefördert. Möglichst früh und unabhängig vom Bildungsgrad soll eine gleichberechtigte Teilhabe aller an den kulturellen Angeboten sowie Austausch, Dialog und kritische Erinnerung ermöglicht werden. Bildung für alle 10.2 Befähigung aller Menschen zur Selbstbestimmung und Inklusion fördern SDG 16 Leistungsfähige Institutionen und gerechte Gesellschaften: keine direkte Zuordnung auf Target-Ebene möglich Deutschland - Ausländische Schulabsolventen und Schulabsolventinnen - Sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe sicherstellen - Frühkindliche Bildung stärken sowie Integration und Vereinbarkeit von Familie & Beruf verbessern Bürgerschaftliches Engagement/Teilhabe - Mobilisierung des bürgerschaftlichen Engagements für eine nachhaltige und offene Gesellschaft 1.1.3 Frauen und Männer haben in unterschiedlichen Lebenslagen und ohne stereotype Rollenzuweisungen gleiche Teilhabechancen insbesondere im Hinblick auf Bildung, Kultur, Beruf und selbstbestimmtes Leben. Menschen mit Behinderungen profitieren in allen Lebenslagen von inklusiven Angeboten. 4.5 Chancengleichheit und gleichberechtigten Zugang zu Bildung für alle 5.1 Diskriminierung von Frauen und Mädchen beenden 5.5 Teilhabe und Chancengleichheit von Frauen auf allen Ebenen 8.5 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit 10.2 Befähigung aller Menschen zur Selbstbestimmung und Inklusion fördern 10.3 Chancengleichheit gewährleisten und Ungleichheiten reduzieren Verteilungsgerechtigkeit - zu große Ungleichheit innerhalb Deutschland verringern Gleichstellung - Gleichstellung in der Gesellschaft fördern Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe - Gerechte Einkommensverteilung fördern Inklusion - Gemeinsames Lernen ermöglichen 1.1.4 Die Teilhabe von Neuzugewanderten und Menschen mit Migrationsvorgeschichte am gesellschaftlichen Leben ist gestärkt (gleiche Rechte und Pflichten). 10.2 Befähigung aller Menschen zur Selbstbestimmung und Inklusion fördern 10.3 Chancengleichheit gewährleisten und Ungleichheiten reduzieren Gleiche Bildungschancen - Schulische Bildungserfolge von Ausländern in Deutschland Integration - Aufbau einer Teilhabe- und Willkommenskultur 1.1.5 Bedarfsorientierte kulturelle und sportliche Angebote sind vorhanden und können von allen wahrgenommen werden. keine direkte Zuordnung auf Target- Ebene möglich SDG 3 Gesundheit und Wohlbefinden Gesundheit und Ernährung - Länger gesund leben Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe - Sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe sicherstellen Gesundheit - Gesundheit fördern und Prävention stärken 4 1.1.6 Der Bedeutung bürgerschaftlicher Mitwirkung sind sich alle Akteure Münsters bewusst. Die Möglichkeiten der Mitwirkung von Menschen in Münster bei Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen sind verankert und werden von den Verantwortlichen aktiv befördert. 11.3 integrierte nachhaltige Stadtentwicklung 16.7 partizipative Entscheidungsfindung gewährleisten Kein Bezug Bürgerschaftliches Engagement/Teilhabe - Mobilisierung des bürgerschaftlichen Engagements für eine nachhaltige und offene Gesellschaft 1.2 Sozialgerecht, umweltschonend und gesund wohnen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 1.2 Alle Menschen haben die Möglichkeit bezahlbar umwelt- und sozialgerecht sowie gesund in Münster zu wohnen. SDGs 3, 11, 16: SDG 3 Gesundheit und Wohlbefinden SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden SDG 16: Leistungsfähige Institutionen und gerechte Gesellschaften Wohnen - Bezahlbarer Wohnraum für alle Flächeninanspruchnahme - Nachhaltige Flächennutzung Luftbelastung - Gesunde Umwelt erhalten Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung 1.2.1 Bedarfsorientierte Angebote auf dem Münsteraner Wohnungsmarkt für Studierende, Familien, allein Erziehende, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Neue Wohnformen werden unterstützt. 11.1 bezahlbarer Wohnraum und Grundversorgung für alle Wohnen - Bezahlbarer Wohnraum für alle Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe - Sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe sicherstellen Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung - Sicherung zukunftsfähiger Quartiere in den Städten und im ländlichen Raum 1.2.2 Stadt, Stadtteile und Quartiere werden den Lebenslagen aller Zielgruppen entsprechend sozial- und umweltgerecht, flächenschonend bewegungsfördernd und sozial gemischt im Dialog mit den Menschen in Münster entwickelt und gestaltet. 11.1 bezahlbarer Wohnraum und Grundversorgung für alle 11.3 integrierte nachhaltige Stadtentwicklung 11.7 Zugang zu Grünflächen und öffentlichen Räumen für alle Wohnen - Bezahlbarer Wohnraum für alle Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe - Sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe sicherstellen Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung - Sicherung zukunftsfähiger Quartiere in den Städten und im ländlichen Raum 5 16.7 partizipative Entscheidungsfindung gewährleisten 1.2.3 Der Wohnungsneubau sowie die Sanierung des Wohnungsbestandes erfolgen klimaneutral und unter Berücksichtigung der Anforderungen an die Klimaveränderungen. Bei der Auswahl von Bauarten und Baustoffen sind die Aspekte Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Wohngesundheit sowie Verträglichkeit im Straßen- und Ortsbild zu berücksichtigen. 3.9 Todesfälle und Erkrankungen durch Chemikalien und Verschmutzung der Umweltgüter verringern 11.6 Umweltbelastung durch Städte senken Luftbelastung - Gesunde Umwelt erhalten Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung - Sicherung zukunftsfähiger Quartiere in den Städten und im ländlichen Raum - Gebäudebestand langfristig klimaneutral stellen 6 2 Natürliche Ressourcen und Umwelt mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs Strategische Entwicklungsziele bis 2030: 2.1 Natürliche Lebensgrundlagen schützen und verbessern GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 2.1 In Münster bleiben die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und die biologische Vielfalt ist verbessert. SDG 2, 6, 11, 12, 13, 15: SDG 2 Nahrungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft SDG 6 Nachhaltiges Wassermanagement SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden SDG 12 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster SDG 13 Klimaschutz und Klimaanpassung SDG 15 Nachhaltige Landökosysteme Flächeninanspruchnahme - Nachhaltige Flächennutzung Gewässerqualität - Minderung der stofflichen Belastungen von Gewässern Artenvielfalt - Arten erhalten - Lebensräume schützen Ökosysteme - Ökosysteme schützen, Ökosystemleistungen erhalten und Lebensräume bewahren Wälder - Entwaldungen vermeiden Landbewirtschaftung - In unseren Kulturlandschaften umweltverträglich produzieren Klimaschutz – Treibhausgase reduzieren Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung Schutz natürlicher Ressourcen Landbewirtschaftung Klimaschutz/Energiewende 2.1.1 Die Entwicklungspotentiale im bebauten Bestand werden grundsätzlich vor der Inanspruchnahme neuer Flächen im Außenbereich genutzt. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel, der Erholungsfunktion und der Produktion von Lebensmitteln. 11.3 integrierte nachhaltige Stadtentwicklung 11.7 Zugang zu Grünflächen und öffentlichen Räumen für alle 11.b nachhaltige Stadtentwicklungspolitik in mehr Städten und Gemeinden sowie ganzheitliches Katastrophenrisikomanage ment entwickeln 12.2 nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung natürlicher Flächeninanspruchnahme - Nachhaltige Flächennutzung Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung - Sicherung zukunftsfähiger Quartiere in den Städten und im ländlichen Raum - Reduzierung der Flächeninanspruchnahme 7 Ressourcen 2.1.2 Das Grundwasser und alle Oberflächengewässer befinden sich in einem guten ökologischen und chemischen Zustand. Mengenmäßig wird nicht mehr Grundwasser entnom- men als sich neu bildet. 6.3 Wasserqualitäten verbessern 6.4 Effizienz der Wassernutzung wesentlich steigern 6.5 integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen 6.6 wasserverbundene Ökosysteme schützen und wiederherstellen Gewässerqualität - Minderung der stofflichen Belastungen von Gewässern Schutz natürlicher Ressourcen - Wahrung und Sicherung der nachhaltigen und ökologischen Wasserwirtschaft 2.1.3 Die regionsspezifische Arten- und Sortenvielfalt (Flora und Fauna) ist erhalten oder hat zugenommen. 15.5 Verlust biologischer Vielfalt beenden 15.9 Ökosystem- und Biodiversitätswerte in Gesamtrechnungssysteme einbeziehen 15.a finanzielle Mittel für Erhalt biologischer Vielfalt erhöhen Artenvielfalt - Arten erhalten - Lebensräume schützen Schutz natürlicher Ressourcen - Arten erhalten – Lebensräume schützen 2.1.4 Die Frei-, Grün- und Forstflächen werden umweltgerecht bewirtschaftet und besser vernetzt. 11.7 Zugang zu Grünflächen und öffentlichen Räumen für alle 15.1 Erhaltung, Widerherstellung und nachhaltige Nutzung der Land- und Binnensüßwasser- Ökosysteme 15.2 nachhaltige Bewirtschaftung aller Waldarten 15.b finanzielle Mittel für nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder erhöhen Flächeninanspruchnahme - Nachhaltige Flächennutzung Ökosysteme - Ökosysteme schützen, Ökosystemleistungen erhalten und Lebensräume bewahren Wälder - Entwaldungen vermeiden Schutz natürlicher Ressourcen - Arten erhalten – Lebensräume schützen - Wahrung und Sicherung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung 2.1.5 Die ökologische und die ressourcenschonende, tiergerechte konventionelle und umweltverträgliche Landwirtschaft haben wesentlich an Bedeutung gewonnen. 2.4 nachhaltige Landwirtschaft sicherstellen, Anpassungsfähigkeit an Klimaänderungen verbessern Landbewirtschaftung - In unseren Kulturlandschaften umweltverträglich produzieren Landbewirtschaftung - In unseren Kulturlandschaften nachhaltig produzieren 8 2.5 genetische Vielfalt bewahren 6.3 Wasserqualitäten verbessern 12.1 Maßnahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster einleiten 12.2 nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung natürlicher Ressourcen 15.1 Erhaltung, Widerherstellung und nachhaltige Nutzung der Land- und Binnensüßwasser- Ökosysteme 2.1.6 Münster hat vorsorgend Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel weiter ausgebaut. 13.1 Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit an Klimawandel stärken 13.2 Klimaschutzmaßnahmen in nationale Politiken einbeziehen 13.3 Aufklärung und Sensibilisierung im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung Klimaschutz – Treibhausgase reduzieren Klimaschutz/Energiewende - Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort stärken - Begrenzung der negativen Auswirkungen des Klimawandels 9 2.2 Mobilität umweltgerecht gestalten GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 2.2 Wirtschafts-, Pendler- und Freizeitverkehre erfolgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei) . (s. auch 4.2.6) SDGs 3, 9, 11: SDG 3 Gesundheit und Wohlbefinden SDG 9 Widerstandsfähige und nachhaltige Infrastruktur SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden Mobilität - Mobilität sichern - Umwelt schonen Nachhaltige Mobilität Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung 2.2.1 In Münster haben die von Waren- und Lieferverkehren ausgehenden Belastungen deutlich abgenommen. 3.9 Todesfälle und Erkrankungen durch Chemikalien und Verschmutzung der Umweltgüter verringern 11.2 nachhaltige Verkehrssysteme für alle 11.6 Umweltbelastung durch Städte senken Mobilität - Mobilität sichern - Umwelt schonen Nachhaltige Mobilität - Mobilität sichern – Umwelt schonen 2.2.2 Die Pendlerverkehre erfolgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei). 9.1 widerstandsfähige und nachhaltige Infrastruktur aufbauen 11.2 nachhaltige Verkehrssysteme für alle 11.6 Umweltbelastung durch Städte senken Mobilität - Mobilität sichern – Umwelt schonen Nachhaltige Mobilität - Mobilität sichern – Umwelt schonen 2.2.3 Siedlungsflächen werden vorrangig im Einzugsbereich leistungsfähiger Infrastrukturen, Versorgungszentren und ÖPNV- Angeboten („Stadt der kurzen Wege“) entwickelt. 9.1 widerstandsfähige und nachhaltige Infrastruktur aufbauen 11.2 nachhaltige Verkehrssysteme für alle 11.3 integrierte nachhaltige Stadtentwicklung Mobilität - Mobilität sichern – Umwelt schonen Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung - Sicherung zukunftsfähiger Quartiere in den Städten und im ländlichen Raum - Reduzierung der Flächeninanspruchnahme 10 3 Klima und Energie Strategische Entwicklungsziele: 3.1 klimaneutral leben GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 3.1 Die Erzeugung und Verteilung von Energie ist klimaneutral und umweltverträglich, der Energieverbrauch ist halbiert und der Anteil klimafreundlicher Mobilität hat erheblich zugenommen. SDG 7, 9, 11 SDG 7 Bezahlbare und saubere Energie 7.2 Anteil erneuerbarer Energien erhöhen 7.3 Erhöhung der Energieeffizienz SDG 9 Widerstandsfähige und nachhaltige Infrastruktur 9.4 Infrastrukturen modernisieren und Industrien nachhaltig nachrüsten SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden 11.6 Umweltbelastung durch Städte senken 11.b nachhaltige Stadtentwicklungspolitik in mehr Städten und Gemeinden sowie ganzheitliches Katastrophenrisikomanagement entwickeln Klimaschutz - Treibhausgase reduzieren Deutscher Beitrag internationale Klimafinanzierung Erneuerbare Energien - Zukunftsfähige Energieversorgung ausbauen Klimaschutz/Energiewende - Treibhausgase reduzieren - Ausbau der Erneuerbaren Energien - Energieressourcen sparsam und effizient nutzen 11 4 Arbeit und Wirtschaft mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs Strategische Entwicklungsziele bis 2030: 4.1 Beschäftigungsverhältnisse im Sinne von „Guter Arbeit“ ausbauen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 4.1 Alle Menschen gehen ihrer Qualifikation entsprechend einer „Guten Arbeit“ nach, inklusive und faire Beschäftigungsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. SDGs 4, 5, 8, 10: SDG 4 Inklusive und hochwertige Bildung SDG 5 Gleichstellung der Geschlechter SDG 8 Menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum SDG 10 Reduzierte Ungleichheiten Perspektiven für Familien - Vereinbarkeit von Familie und Beruf Beschäftigung - Beschäftigungsniveau steigern Gleiche Bildungschancen - Schulische Bildungserfolge von Ausländern in Deutschland Gleichstellung - Gleichstellung in der Gesellschaft fördern Gute Arbeit - Faire Arbeit Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe Bildung und Wissenschaft Geschlechtergerechtigkeit 4.1.1 Stadt und Unternehmen fördern aktiv eine „Gute Arbeit“ (sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, faire Löhne, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung, familienfreundliche Arbeitsorganisation, Kindertagesbetreuung). 8.3 entwicklungsorientierte Politiken zur Unterstützung menschenwürdiger Arbeit, Unternehmertum und Innovation fördern 8.5 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit 8.8 Arbeitsrechte schützen und Arbeitssicherheit fördern Perspektiven für Familien - Vereinbarkeit von Familie und Beruf Beschäftigung - Beschäftigungsniveau steigern Gute Arbeit - Faire Arbeit - Gute und faire Arbeit fördern - Beschäftigungsniveau steigern, insbesondere bei Frauen Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe - Frühkindliche Bildung stärken sowie Integration und Vereinbarkeit von Familie & Beruf verbessern 4.1.2 Die Fähigkeiten aller Menschen werden erkannt und individuell gefördert, um eine bestmögliche berufliche Perspektive zu erzielen. Alle haben ein Arbeitszeitvolumen, das ihren persönlichen Bedarfen entspricht 4.4 Qualifikationen für Beschäftigung, menschwürdige Arbeit und Unternehmertum 4.5 Chancengleichheit und gleichberechtigten Zugang zu Bildung für alle 8.5 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit Gleiche Bildungschancen - Schulische Bildungserfolge von Ausländern in Deutschland Beschäftigung - Beschäftigungsniveau steigern Bildung und Wissenschaft - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern Gute Arbeit - Faire Arbeit - Gute und faire Arbeit fördern - Beschäftigungsniveau steigern, insbesondere bei Frauen 12 8.6 Anteil junger Menschen ohne Ausbildung und Beschäftigung verringern 10.2 Befähigung aller Menschen zur Selbstbestimmung und Inklusion fördern 4.1.3 Frauen und Männer erhalten gleiche Vergütung bei gleicher Arbeit. Die Arbeitsbedingungen geringfügig Beschäftigter werden kontinuierlich verbessert. 5.5 Teilhabe und Chancengleichheit von Frauen auf allen Ebenen 8.5 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit 8.8 Arbeitsrechte schützen und Arbeitssicherheit fördern Gleichstellung - Gleichstellung in der Gesellschaft fördern Geschlechtergerechtigkeit - Gleichstellung in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt fördern 4.2 Wirtschaft zukunftsorientiert entwickeln GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 4.2. Die Stadt Münster verfolgt das Ziel einer zukunftsorientierten Wirtschaftsentwicklung, in der ökonomische Wettbewerbsfähigkeit im Einklang steht mit ökologischer Tragfähigkeit und sozialer Verantwortung. SDGs 4, 8, 9, 11, 12, 17: SDG 4 inklusive und hochwertige Bildung SDG 8 Menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum SDG 9 Widerstandsfähige und nachhaltige Infrastruktur SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden SDG 12 Nachhaltige Konsum und Produktionsmuster SDG 17 Globale Partnerschaften Wirtschaftliche Zukunftsvorsorge - Gute Investitionsbedingungen schaffen - Wohlstand dauerhaft erhalten Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit - Wirtschaftsleistung umwelt- und sozialverträglich steigern Innovation - Zukunft mit neuen Lösungen gestalten Bildung - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern Ressourcenschonung - Ressourcen sparsam und effizient nutzen Globale Lieferketten - Menschenwürdige Arbeit weltweit ermöglichen Wohnen - Bezahlbarer Wohnraum für alle Mobilität - Mobilität sichern – Umwelt schonen Nachhaltiges Wirtschaften Bildung und Wissenschaft Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung Nachhaltige Mobilität 13 4.2.1 Die Stadt Münster schafft Rahmenbedingungen zur Sicherung und Weiterentwicklung eines breiten Branchen- und Unternehmensmixes und sorgt für ein innovations- freundliches Klima. 8.2 hohe wirtschaftliche Produktivität durch Diversifizierung, Modernisierung und Innovation erreichen 9.1 widerstandsfähige und nachhaltige Infrastruktur aufbauen 9.4 Infrastrukturen modernisieren und Industrien nachhaltig nachrüsten 9.c Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologie erweitern und Zugang zu Internet bereitstellen Wirtschaftliche Zukunftsvorsorge - Gute Investitionsbedingungen schaffen - Wohlstand dauerhaft erhalten Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit - Wirtschaftsleistung umwelt- und sozialverträglich steigern Innovation - Zukunft mit neuen Lösungen gestalten Nachhaltiges Wirtschaften - Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens 4.2.2 Die Stadt Münster unterstützt die Standortsicherung (einschließlich der Erreichbarkeit bestehender Betriebe), stellt ein flächen- und ressourcensparendes, differenziertes, bedarfsorientiertes Gewerbeflächenangebot zur Verfügung (siehe Punkt 2.1.1). Sie schafft die Voraussetzung für ein qualifiziertes Fachkräfteangebot. 4.4 Qualifikationen für Beschäftigung, menschwürdige Arbeit und Unternehmertum 9.1 widerstandsfähige und nachhaltige Infrastruktur aufbauen 12.2 nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung natürlicher Ressourcen Bildung - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern Ressourcenschonung - Ressourcen sparsam und effizient nutzen Nachhaltiges Wirtschaften - Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens Bildung und Wissenschaft - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern 4.2.3 Der wechselseitige Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und der Stadt Münster ist fest etabliert und wird aktiv für ressourcenschonendes und nachhaltiges Wirtschaften genutzt. 8.2 hohe wirtschaftliche Produktivität durch Diversifizierung, Modernisierung und Innovation erreichen 8.4 Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben 17.17 Bildung öffentlicher, öffentlich- privater und zivilgesellschaftlicher Partnerschaften Ressourcenschonung - Ressourcen sparsam und effizient nutzen Nachhaltiges Wirtschaften - Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens Bildung und Wissenschaft - Zukunft mit neuen Lösungen gestalten 4.2.4 Zukunftsweisende Geschäftsmodelle, Innovationen, Produkte und Dienstleistungen werden entwickelt und realisiert. Die Möglichkeiten des digitalen Wandels werden dabei genutzt. 8.2 hohe wirtschaftliche Produktivität durch Diversifizierung, Modernisierung und Innovation erreichen 8.4 Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Innovation - Zukunft mit neuen Lösungen gestalten Nachhaltiges Wirtschaften - Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens Bildung und Wissenschaft - Zukunft mit neuen Lösungen 14 Umweltzerstörung anstreben 8.3 entwicklungsorientierte Politiken zur Unterstützung menschenwürdiger Arbeit, Unternehmertum und Innovation fördern gestalten 4.2.5 Unternehmen sind sich ihrer globalen Verantwortung und ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl* in Münster bewusst. Sie gestalten im fairen Wettbewerb ihre Unternehmensführung und ihre Wertschöpfungsketten nachhaltig (siehe auch Pkt. 6.1.1). 8.3 entwicklungsorientierte Politiken zur Unterstützung menschenwürdiger Arbeit, Unternehmertum und Innovation fördern 8.4 Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben 8.5 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit Globale Lieferketten - Menschenwürdige Arbeit weltweit ermöglichen Nachhaltiges Wirtschaften - Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens 4.2.6 Stadt und Unternehmen setzen sich gemeinsam dafür ein, dass Beschäftigte angemessen in Münster wohnen können. Wirtschafts- und Pendlerverkehre erfolgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei). (siehe auch Pkt. 2.2) 11.1 bezahlbarer Wohnraum und Grundversorgung für alle 11.2 nachhaltige Verkehrssysteme für alle 11.3 integrierte nachhaltige Stadtentwicklung 11.6 Umweltbelastung durch Städte senken Wohnen - Bezahlbarer Wohnraum für alle Mobilität - Mobilität sichern – Umwelt schonen Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung - Sicherung zukunftsfähiger Quartiere in den Städten und im ländlichen Raum Nachhaltige Mobilität - Mobilität sichern – Umwelt schonen 15 5 Bildung Strategische Entwicklungsziele bis 2030: 5.1 Bildungsgerechtigkeit ermöglichen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 5.1. Die Menschen in Münster entwickeln ihr jeweiliges Bildungspotential ungehindert ihrer Herkunft und ihres sozialen Hintergrunds im ganzheitlichen Sinne bestmöglich. SDGs 4, 10: SDG 4 Inklusive und hochwertige Bildung SDG 10 Reduzierte Ungleichheiten Bildung - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern Bildung und Wissenschaft Inklusion Integration 5.1.1 Die Stadt Münster schafft Rahmenbedingungen für die allgemeine kulturelle Bildung, die Kenntnis umweltbezogener und globaler Zusammenhänge sowie für eine chancengleiche, interkulturelle, inklusive und geschlechtersensible Bildungslandschaft. 4.1 kostenlose und hochwertige Bildung für alle 4.2 Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Bildung und Betreuung 4.3 Zugang zu bezahlbarer und hochwertiger Hochschul- und beruflicher Bildung 4.4 Qualifikationen für Beschäftigung, menschwürdige Arbeit und Unternehmertum 4.5 Chancengleichheit und gleichberechtigten Zugang zu Bildung für alle 4.a sichere, inklusive und effektive Bildungseinrichtungen Bildung - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern Bildung und Wissenschaft - Bildung und Qualifikation kontinuierlich verbessern 5.1.2 Alle relevanten Akteure der allgemeinen kulturellen und der ausbildungsbezogenen Bildung sind gut miteinander vernetzt, berücksichtigen vorhandene Schnittstellen und arbeiten gemeinsam an der Verbesserung von Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. 4.1 kostenlose und hochwertige Bildung für alle 4.2 Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Bildung und Betreuung 4.3 Zugang zu bezahlbarer und hochwertiger Hochschul- und Kein Bezug Inklusion - Gemeinsames Lernen ermöglichen Integration - Aufbau einer Teilhabe- und Willkommenskultur 16 beruflicher Bildung 4.4 Qualifikationen für Beschäftigung, menschwürdige Arbeit und Unternehmertum 4.5 Chancengleichheit und gleichberechtigter Zugang zu Bildung für alle 4.a sichere, inklusive und effektive Bildungseinrichtungen 10.2 Befähigung aller Menschen zur Selbstbestimmung und Inklusion fördern 5.1.3 Die Wissenschaftsstadt eröffnet über die Kooperation von Schulen, Hochschulen, städtischen Einrichtungen und sonstigen Bildungseinrichtungen zusätzliche nachhaltige Bildungschancen. 4.3 Zugang zu bezahlbarer und hochwertiger Hochschul- und beruflicher Bildung Kein Bezug Kein Bezug 5.1.4. Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist fest als Bestandteile in Verwaltung, Wirtschaftsunternehmen, (Hoch-) Schulen, Kindertagesbetreuung und sonstigen Bildungseinrichtungen etabliert. 4.7 Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung verbessern Kein Bezug Bildung und Wissenschaft 17 6 Globale Verantwortung und Eine Welt Strategische Entwicklungsziele bis 2030: 6.1 Unsere Globale Verantwortung leben GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 6.1 Die Themen Globale Verantwortung und Eine Welt sind fest im Handeln von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft verankert. SDG 1, 2, 12, 17: SDG 1 Armut beenden SDG 2 Nahrungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft SDG 12 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster SDG 17 Globale Partnerschaften Globale Lieferketten - Menschenwürdige Arbeit weltweit ermöglichen Entwicklungszusammenarbeit - Nachhaltige Entwicklung unterstützen Wissenstransfer insbesondere im technischen Bereich - Wissen international vermitteln Eine-Welt-Politik/europäische und internationale Dimension 6.1.1 Stadt und Wirtschaft und Zivilgesellschaft nutzen überwiegend die Möglichkeiten des fairen Handels, der fairen Beschaffung und fairer Finanzanlagen und fördern in Ländern des Globalen Südens* menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen 1.1 extreme Armut beseitigen 1.5 Widerstandsfähigkeit armer Menschen erhöhen 2.3 landwirtschaftliche Produktivität und Einkommen von kleinen Nahrungsmittelproduzenten verdoppeln 2.4 nachhaltige Landwirtschaft sicherstellen, Anpassungsfähigkeit an Klimaänderungen verbessern 12.7 nachhaltige öffentliche Beschaffung Globale Lieferketten - Menschenwürdige Arbeit weltweit ermöglichen Eine-Welt-Politik/europäische und internationale Dimension - Einen Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung leisten 6.1.2 Die Stadt unterstützt alle Initiativen der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die zum Ziel haben, mehr globale Gerechtigkeit zu erreichen 12.8 Information und Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung bei allen Menschen sicherstellen Entwicklungszusammenarbeit - Nachhaltige Entwicklung unterstützen Eine-Welt-Politik/europäische und internationale Dimension - Einen Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung leisten 6.1.3 Die Akteure für eine gerechtere Welt sind eng miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig bei ihren 17.16 Multiakteur-Partnerschaften ausbauen 17.17 Bildung öffentlicher, öffentlich- Entwicklungszusammenarbeit - Nachhaltige Entwicklung unterstützen Eine-Welt-Politik/europäische und internationale Dimension - Einen Beitrag zu einer global 18 Projekten. privater und zivilgesellschaftlicher Partnerschaften nachhaltigen Entwicklung leisten 6.1.4 Die Stadt Münster initiiert und unterstützt Stadt- und Projektpartnerschaften mit Akteuren des Globalen Südens. 17.16 Multiakteur-Partnerschaften ausbauen 17.17 Bildung öffentlicher, öffentlich- privater und zivilgesellschaftlicher Partnerschaften Entwicklungszusammenarbeit - Nachhaltige Entwicklung unterstützen Wissenstransfer insbesondere im technischen Bereich - Wissen international vermitteln Eine-Welt-Politik/europäische und internationale Dimension - Einen Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung leisten 19 7 Konsum und Lebensstile Strategische Entwicklungsziele bis 2030: 7.1 Zukunftsfähig produzieren und konsumieren GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Globale Agenda 2030 Querbezüge zu SDGs und Targets Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeitsstrategie Nordrhein- Westfalen 7.1 Münster ist Vorbild für zukunftsfähige Produktions- und Konsummuster (weniger, einfach, besser). SDGs 11, 12: SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden SDG 12 und Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster Nachhaltiger Konsum - Konsum umwelt- und sozialverträglich gestalten Nachhaltiger Konsum/Nachhaltige Lebensstile Nachhaltiges Wirtschaften 7.1.1 Der Begriff Wohlstand hat eine neue Bedeutung bekommen. Zeitwohlstand, Eigenarbeit und Selbstversorgung sowie eine Kultur des „Teilens und Tauschens“ und des Lebens in und für die Gemeinschaft sind weit verbreitet. 12.8 Information und Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung bei allen Menschen sicherstellen Kein Bezug Nachhaltiger Konsum/Nachhaltige Lebensstile - Nachhaltigen Konsum und nachhaltige Lebensstile fördern 7.1.2. Kreislaufwirtschaft, Re- und Upcycling, Cradle-to-Cradle *-Ansätze werden unterstützt und realisiert. Die Nutzungsdauer von Produkten wird verlängert. 11.6 Umweltbelastung durch Städte senken 12.1 Maßnahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster einleiten 12.2 nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung natürlicher Ressourcen Nachhaltiger Konsum - Konsum umwelt- und sozialverträglich gestalten Nachhaltiges Wirtschaften - Ressourcen sparsam und effizient nutzen Nachhaltiger Konsum/Nachhaltige Lebensstile - Nachhaltigen Konsum und nachhaltige Lebensstile fördern 7.1.3 Ver- und Entsorgung erfolgen zunehmend aus der Region, regionale Wertschöpfungsprozesse und der Markt für nachhaltige Produkte sind systematisch ausgebaut. 12.1 Maßnahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster einleiten 12.2 nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung natürlicher Ressourcen 12.3 Nahrungsmittelverschwendung halbieren und Nahrungsmittelverluste verringern 12.5 Abfallaufkommen verringern Nachhaltiger Konsum - Konsum umwelt- und sozialverträglich gestalten Nachhaltiger Konsum/Nachhaltige Lebensstile - Nachhaltigen Konsum und nachhaltige Lebensstile fördern
Anlage 4 Bezug zu bestehenden Strategien der Stadt Münster
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1 Anlage 4 Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 – Teil I: Einführung in die Themenfelder, Bezüge zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 1 Gesellschaftliche Teilhabe und Gender mit Berücksichtigung der Wohnraumsituation .................................................................................. 2 2 Natürliche Ressourcen und Umwelt mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs ...................................................................................... 7 3 Klima und Energie ............................... ................................................... ....................................... 10 4 Arbeit und Wirtschaft mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs .................................................................................... 12 5 Bildung ......................................... ................................................... .............................................. 16 6 Globale Verantwortung und Eine Welt ............. ................................................... ........................... 19 7 Konsum und Lebensstile .......................... ................................................... .................................. 21 2 1 Gesellschaftliche Teilhabe und Gender mit Berücksichtigung der Wohnraumsituation Nach einer Einführung zum Themenfeld und einer Kurzdarstellung des lokalen Bezugs zu Münster (Trends und Herausforderungen) werden die Bezüge des (neuen) GNK- Zielekatalogs zu bestehenden strategischen Zielen und Leitlinien der Stadt Münster dargestellt. Einführung Die natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, Luft und natürliche Vielfalt sind wesentliche Grundlagen menschlichen Lebens und Wirtschaftens. Münster ist eine grüne Stadt mit hoher Natur- und Umweltqualität. Trotz unbestrittener Erfolge in diesem Bereich steigt in Münster insbesondere auf-grund des Wachstums (Wirtschafts-, Pendler- und Bevölkerungsentwicklung) der Druck auf die natürlichen Ressourcen und die Umwelt kontinuierlich an. Hier gilt es, Möglichkeiten auszuloten, Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum stärker zu entkoppeln und für eine sozialgerechtere Verteilung der Umweltbeeinträchtigungen zu sorgen. Trends Herausforderungen Gesellschaftliche Teilhabe - Wunsch von Bürgerinnen und Bürger nach einer weit ergehenden Beteiligung, nach einer Mitwirkung an Entscheidungsprozessen und nach einer aktiven Mitgestaltung der Stadtentwicklung - Bevölkerungsanteil mit Migrationsvorgeschichte is t auf 22,6% in 2015 gestiegen und ist insbesondere bei den jüngeren Altersklassen besonders hoch (unter 10 Jährigen 39,7%; bei den 10 bis 19 Jährigen 28,8%).(Stadt Münster 2015: Jahres-Statistik Bevölkerung) - Armutsrisiko Gesellschaftliche Teilhabe - gesellschaftliche Teilhabe, soziale Sicherheit, I nklusion, Gleichstellung der Geschlechter und Integration von Zugewanderten und Stärkung des sozialen Zusammenhalts - zukünftige Finanzierbarkeit der Sozialleistungen - Umgang mit der zunehmenden Heterogenität der Gese llschaft angesichts von Migration, kultureller Vielfalt, demografischem Wandel sowie sich verändernder Lebensstile, -formen und Erwerbsbiografien - Notwendigkeit der Solidarität zwischen den Genera tionen Wohnraumsituation - zunehmende Wohnungsknappheit aufgrund des dynamis chen Wohnungsmarkts; insbesondere die hohe Nachfrage im innerstädtischen Bereich führt dort zu steigenden Mieten und Bodenpreisen (Bericht zur Wohnbaulandentwicklung 2015) - zunehmende Wohnungsknappheit aufgrund des dynamis chen Wohnungsmarkts; insbesondere die hohe Nachfrage im innerstädtischen Bereich führt dort zu steigenden Mieten und Bodenpreisen (Bericht zur Wohnbaulandentwicklung 2015) - Bedarf/Wunsch an barrierefreien Quartieren und Mo bilitätsangeboten sowie altersgerechten Wohnformen steigt. (Ausgehend von steigendem Altenquotient, Stadt Münster 2015: Bevölkerungsindikatoren: Alter) - Anteil an Singlehaushalten sowie der Bedarf an Wo hnfläche pro Einwohner steigt kontinuierlich. (Stadt Münster f2016: Bevölkerungsindikatoren: Haushalte Wohnraumsituation - Herausforderung einer wachsenden Stadt: sozial- u nd umweltverträgliche Wohnraumschaffung für alle Gesellschaftsgruppen - sozioökonomische, raumstrukturelle und raumfunkti onale Veränderungsprozesse - sozialer Wohnungsbau häufig in Wohnlagen mit Immi ssionsbeeinträchtigungen (Lärm, Luftschadstoffe) 3 Strategische Entwicklungsziele bis 2030 und Bezug zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster: 1.1 Gesellschaftliche Teilhabe für alle verwirklichen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 1.1 Gelebte gesellschaftliche Teilhabe ist in Münster für alle selbstverständlich. Stadtstrategische Ziele (2006) - Wir werden im Sinne einer generationengerechten u nd familienfreundlichen Stadtentwicklung die Infrastruktur Münsters mit seinen Stadtteilen in besonderer Weise auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung ausrichten und dabei die Gesamtstadt und die Stadtteile funktionsfähig und lebenswert erhalten. Handlungskonzept "Demografischer Wandel in Münster" (2008) - Starke Stadt in wachsender Region - Generationengerechte Stadt - Partnerschaftliche Gestaltung des Demographischen Wandels Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess (2004) - Lebens- und Erlebnisqualität: Umwelt- und Naturqu alität, Freizeit- und Sportangebot, hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und soziale Balance in der Stadtgesellschaft Dezentrale Betreuung von Flüchtlingen - Dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen (Integr ation) Kinderfreundliche Kommune - Beteiligung von Kindern in politischen und planer ischen Prozessen 1.1.1 Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft leisten ihre Beiträge, um Armut, Existenznot und damit einhergehende Gesundheitsrisiken zu minimieren. Handlungskonzept einer kind- und jugendbezogenen Armutsprävention (2011) - Leitprinzipien der Prävention, Vernetzung, Nachha ltigkeit - Fortführung des kommunalen Maßnahmenprogramms ein er kind- und jugendbezogenen Armutsprävention in Münster - Ausbau von Präventionsketten und Vernetzungsstru kturen Leitbild der Stadtbücherei Münster - Die Stadtbücherei eröffnet allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen die Chance auf freie Information und Bildung und ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern einen individuellen Zugang zu Medien und Informationen. 4 1.1.2 Die kulturelle Vielfalt, internationale Impulse und die interkulturelle Begegnung in Münster werden gefördert. Möglichst früh und unabhängig vom Bildungsgrad soll eine gleichberechtigte Teilhabe aller an den kulturellen Angeboten sowie Austausch, Dialog und kritische Erinnerung ermöglicht werden. Ziele der Stadt Münster im Bereich Kultur - Das Kulturamt koordiniert und beteiligt sich dabe i vor allem an Maßnahmen, die in besonderer Weise die soziale und kulturelle Teilhabe aller Menschen unabhängig von ihrer (ethnischen) Herkunft fördern, und zwar zu einem möglichst frühen Zeitpunkt. Dabei folgt das Kulturamt vornehmlich einem sozialräumlichen Ansatz, nach dem die kulturelle Teilhabe nicht vorwiegend von der ethnischen Herkunft abhängt, sondern vielmehr von der sozialen Lage, d.h. der Bildung, den Einkommensverhältnissen, dem Wohnumfeld usw. - Gegenstand der Stadtteilkultur ist die Gewährleis tung von Infrastruktur, Rahmenbedingungen, Kooperationen und Netzwerken, die kulturelle Eigenaktivitäten von Akteuren in verschiedenen Stadtteilen ermöglichen. Diese Breitenkultur hat eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die so vorgehaltenen Möglichkeiten zu kultureller Selbsttätigkeit in Eigenorganisationen haben Auswirkungen auf die Lebensqualität, die soziale Balance innerhalb des gesellschaftlichen Gefüges und damit ich hohem Maße für die Integrationsfähigkeit gesellschaftlicher Gruppen oder ganzer Stadtteile. - Das Stadtmuseum ermöglicht über die Breite von 12 00 Jahren Stadtgeschichte einen kritischen, interkulturellen Zugang für alle Bevölkerungsgruppen und verdeutlicht so, dass kulturelle Vielfalt zur Geschichte und zur Dynamik auch vergangener Gesellschaften gehörte. - Der Geschichtsort Villa ten Hompel sieht seine Au fgabe darin, Zeitgeschichte ins Gespräch zu bringen. Auf der Basis einer wissenschaftlichen Recherche und Dokumentation werden museale und kommunikative Angebote gemacht, die die Aspekte Geschichte – Gewalt – Gewissen thematisieren. 1.1.3 Frauen und Männer haben in unterschiedlichen Lebenslagen und ohne stereotype Rollenzuweisungen gleiche Teilhabechancen insbesondere im Hinblick auf Bildung, Kultur, Beruf und selbstbestimmtes Leben. Menschen mit Behinderungen profitieren in allen Lebenslagen von inklusiven Angeboten. 1. und 2. Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Charta zur Gleichstellung von Männern und Frauen - „Münster. Fair - Für Frauen und Männer. Ausgewoge n. Innovativ. Richtig“ - Systematische Beachtung und Integration von Siche rheitsbedürfnissen aller Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Grünanlagen der Stadt Münster bei Neuplanung, baulichen Veränderungen und bei der Unterhaltung aller Grünanlagen. - Geschlechterspezifische Gewalt - Förderung der Partizipation von Frauen - Ausgewogene Beteiligung als Handlungsgrundlage fü r alle - Zusammenarbeit mit Partnern zur Förderung der Gle ichstellung - Kampf gegen Stereotype Teilhabe an Arbeit für Menschen mit Behinderung in Münster (2015) - Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behi nderungen am regulären Arbeitsmarkt schaffen und absichern Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention: - Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung - Barrierefreie Stadt - Kultursensibilität - Begegnungs- und Netzwerk- sowie Beratungs- und Un terstützungsstrukturen - Partizipation an Planungs-, Gestaltungs- und Ents cheidungsprozessen - Inklusion von Anfang an, d.h. Inklusion wird auch im Rahmen einer offenen Kinder- und Jugendarbeit und 5 einer inklusiven Bildung berücksichtigt - Haltung, die Alle einbezieht und Niemanden aussch ließt - Wertschätzung von Vielfalt und umfassende Teilhabe Rahmenkonzept Inklusion an Schulen 1.1.4 Die Teilhabe von Neuzugewanderten und Menschen mit Migrationsvorgeschichte am gesellschaftlichen Leben ist gestärkt (gleiche Rechte und Pflichten). Leitbild „Migration und Integration Münster“ (2015): - Neuzugewanderte und bereits ansässige Menschen mi t Migrationsvorgeschichte sollen die Möglichkeit haben, am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben unter Gewährung gleicher Rechte und Pflichten teilzunehmen. Willkommensräume in der Stadtbücherei - Mit dem Ziel der Integration möchte die Stadtbüch erei ihre Angebote für Flüchtlinge und deren Betreuer erweitern und diesen Angeboten in der Bibliothek Raum geben Frühkindliche Bildung - Die Versorgungsquote für die Zielgruppe der über Dreijährigen geflüchteten Kinder soll bis 2020 auf 100 % gesteigert werden. Sie liegt derzeit bei 90,5 %. - Bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Brückenp rojekte (Spielgruppen, Mutter-Kind-Gruppen) für geflüchtete Kinder - Ausbau der Sprachkitas in Münster (aktuell 12 Kit as) - Verstetigung des Einsatzes von Sprach-und Kulturm ittlerinnen in Kitas 1.1.5 Bedarfsorientierte kulturelle und sportliche Angebote sind vorhanden und können von allen wahrgenommen werden. Ziele der Stadt Münster im Bereich des Sport: - die Sportförderung im Rahmen der Münsteraner Spor tförderrichtlinie und des Paktes für den Sport zu garantieren - den Freizeit-, Breiten- und Leistungssport in bes tehenden bürgerschaftlichen Strukturen in funktionsfähigen Sportstätten bedarfsorientiert zu sichern und entsprechend gesellschaftlicher Entwicklung sowie spezifischen Gesichtspunkten urbaner Lebensqualität einer europäischen Stadt mit sportlichem Flair weiterzuentwickeln“ - 1.1.6 Der Bedeutung bürgerschaftlicher Mitwirkung sind sich alle Akteure Münsters bewusst. Die Möglichkeiten der Mitwirkung von Menschen in Münster bei Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen sind verankert und werden von den Verantwortlichen aktiv befördert. Münster im demografischen Gleichgewicht: - Münster attraktiv, generationengerecht und partne rschaftlich entwickeln Vision der Stadtbücherei - Die Stadtbücherei bietet Raum für bürgerschaftlic hes Engagement, indem sie Menschen ermutigt, sich mit ihren persönlichen Fähigkeiten in die Gestaltung der Bibliotheksangebote einzubringen. 6 1.2 Sozialgerecht, umweltschonend und gesund wohnen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 1.2 Alle Menschen haben die Möglichkeit bezahlbar umwelt- und sozialgerecht sowie gesund in Münster zu wohnen. Kommunales Handlungskonzept Wohnen (2014): - Sozial gerechte Bodennutzung - Zielzahl: 2.000 Neubauwohnungen im Jahr - Förderung von mindestens 300 neuen Mietwohnungen im Jahr - Zusätzliche Angebote zur sozialen Wohnraumversorg ung im Bestand - Verbesserung der Wohnsituation für Familien, alle in Erziehende, Senioren, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Studierende - Vorrang der Innenentwicklung - Sozial gemischte Quartiere Baulandprogramm: - Baulandprogramm hat ein Volumen von etwa 7.500 Wo hneinheiten bis 2020 1.2.1 Bedarfsorientierte Angebote auf dem Münsteraner Wohnungsmarkt für Studierende, Familien, allein Erziehende, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Neue Wohnformen werden unterstützt. Altengerechte Quartiersentwicklung/ Masterplan (2015) - Stadtgebietsweites Rahmenkonzept (Masterplan) für die Entwicklung altengerechter Quartiere/Versorgungssicherheit für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf erarbeiten, anwenden und fortentwickeln 1.2.2 Stadt, Stadtteile und Quartiere werden den Lebenslagen aller Zielgruppen entsprechend sozial- und umweltgerecht, flächenschonend bewegungsfördernd und sozial gemischt im Dialog mit den Menschen in Münster entwickelt und gestaltet. Maßnahmenprogramm Soziale Stadt Kinderhaus (2007) - Integratives, sozialraumbezogenes Programm zur Ve rbesserung der Wohnsituation, der Integration der unterschiedlichen Gruppen und Verbesserung der Lebensperspektive von Kindern und Jugendlichen Dialogprozesse mit Bürgerschaft - Aaseeprozess, Hafenforum, Konversionsflächen etc. Integriertes Handlungskonzept Coerde (in Erarbeitung) 1.2.3 Der Wohnungsneubau sowie die Sanierung des Wohnungsbestandes erfolgen klimaneutral und unter Berücksichtigung der Anforderungen an die Klimaveränderungen. Bei der Auswahl von Bauarten und Baustoffen sind die Aspekte Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Wohngesundheit sowie Verträglichkeit im Straßen- und Ortsbild zu berücksichtigen. 7 2 Natürliche Ressourcen und Umwelt mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs Nach einer Einführung zum Themenfeld und einer Kurzdarstellung des lokalen Bezugs zu Münster (Trends und Herausforderungen) werden die Bezüge des (neuen) GNK- Zielekatalogs zu bestehenden strategischen Zielen und Leitlinien der Stadt Münster dargestellt. Einführung Die natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, Luft und natürliche Vielfalt sind wesentliche Grundlagen menschlichen Lebens und Wirtschaftens. Münster ist eine grüne Stadt mit hoher Natur- und Umweltqualität. Trotz unbestrittener Erfolge in diesem Bereich steigt in Münster insbesondere auf-grund des Wachstums (Wirtschafts-, Pendler- und Bevölkerungsentwicklung) der Druck auf die natürlichen Ressourcen und die Umwelt kontinuierlich an. Hier gilt es, Möglichkeiten auszuloten, Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum stärker zu entkoppeln und für eine sozialgerechtere Verteilung der Umweltbeeinträchtigungen zu sorgen. Trends Herausforderungen Natürliche Ressourcen /Umwelt - stetige Bevölkerungszunahme erhöht den Druck auf natürliche Ressourcen und Umwelt (bedingt durch mehr Verkehr, mehr Konsum, steigender Bedarf an Siedlungs- und Verkehrsflächen) - Abnahme der Artenvielfalt - Zunahme an Extremwetterereignissen (z. B. Starkre gen, Stürme) - punktuelle (zeitliche und räumliche) Überschreitu ngen von Luft- und Lärmimmissionswerten Natürliche Ressourcen/Umwelt - Verminderung von Umweltbeeinträchtigungen - Nitrat- und Salzbelastungen infolge von Nährstoff - und Streusalzeintrag - flächendeckende Einhaltung der Luft- und Lärmimmi ssionswerte (Einhaltung von Grenz- und Richtwerten). - Anteil der Fließgewässer mit Güteklasse II-III so ll 100 % erreichen. - Grundwasserschutz - Umsetzung von Maßnahmen hinsichtlich des Klimaanp assungskonzepts Pendlersituation - 360.000 Pendlerfahrten pro Tag werden zu 80 Proze nt mit dem Auto und nur zu 20 Prozent mit Bus und Bahn erledigt. - Münsters Stadtgrenze überqueren montags bis freit ags täglich rund 300.000 Autos, 15.000 Personen im Bus und nochmal 63.000 im Zug. - Acht Bahnstrecken und 18 Regionalbuslinien, davon sieben Schnellbuslinien verbinden Münster mit dem Umland. - Wird zum Pendeln nach Münster ein Auto genutzt, s itzen im Schnitt 1,2 Personen darin. Zum Vergleich: In einen Schnellbus passen 80 Personen. - Für 71% der Wege nutzen die Münsteranerinnen und Münsteraner umweltfreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad, Bus und Bahn sowie Carsharing oder gehen zu Fuß. Pendlersituation - Steuerung des hohen Drucks auf die Fläche und Flä chenkonkurrenzen, z. B. zwischen Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Erholung und Landwirtschaft - Möglichkeiten der Entkopplung von Ressourcenverbr auch und Wirtschaftswachstum ausloten 8 Strategische Entwicklungsziele bis 2030 und Bezug zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster: 2.1 Natürliche Lebensgrundlagen schützen und verbessern GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 2.1 In Münster bleiben die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und die biologische Vielfalt ist verbessert. Grünordnung Stadt Münster in kontinuierlicher Fortschreibung): - Ziel- und Schutzkonzepte für Natur und Landschaft , den Freiraum und für die Freizeit und Erholung Umweltleitlinien der Stadtverwaltung (2001): - Die Verwaltung der Stadt Münster ist sich ihrer V erantwortung für einen schonenden Umgang mit der Natur und der nachhaltigen Verwendung von Ressourcen bewusst. Mit der Umsetzung des EG-Öko- Audits in der Stadtverwaltung Münster stellt sie sich dieser Verantwortung und führt ein Umweltmanagementsystem ein, welches die kontinuierliche Verringerung der Umweltbelastungen bei den alltäglichen Verwaltungstätigkeiten zum Ziel hat. 2.1.1 Die Entwicklungspotentiale im bebauten Bestand werden grundsätzlich vor der Inanspruchnahme neuer Flächen im Außenbereich genutzt. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel, der Erholungsfunktion und der Produktion von Lebensmitteln. Meilenstein (Flächensparende Kommune): - „Entwicklung einer an den lokalen Ressourcen der Stadt angepassten Siedlungsstruktur, vorrangige Siedlungsentwicklung im Einzugsbereich leistungsfähiger Infrastruktur, insbesondere im Einzugsbereich leistungsfähiger Versorgungszentren und öffentlicher Verkehrsangebote, eine auf die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes abgestimmte Siedlungsentwicklung, Nutzung innerstädtischer Entwicklungspotentiale vor Flächeninanspruchnahme im Außenbereich.“ - "Zielwert für die Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche für das Jahr 2020" (2012): Der vereinbarte durchschnittliche jährliche Zielwert von rund 30 ha (Bund/Land) der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) soll nicht überschritten werden. - Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungs markt insbesondere im Segment preisgünstigen Wohnraums soll dafür Sorge getragen werden, dass eine nachhaltige Flächenentwicklung nicht zu Lasten von Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen geht. 2.1.2 Das Grundwasser und alle Oberflächengewässer befinden sich in einem guten ökologischen und chemischen Zustand. Mengenmäßig wird nicht mehr Grundwasser entnommen als sich neu bildet. Münster Stadt der Wissenschaft und Lebensart (2014): - „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster „ Lebens- und Entwicklungsqualität weiterentwickeln mit hoher Umwelt und Naturqualität …“ - „Wir setzen uns dafür ein, dass Münster nachhalti g lebenswert bleibt - als Stadt im Gleichgewicht.“ 2.1.3 Die regionsspezifische Arten- und Sortenvielfalt (Flora und Fauna) ist erhalten oder hat zugenommen. Umweltdaten - Monotoring aller umweltrelevanten Parameter im St adtgebiet 2.1.4 Die Frei-, Grün- und Forstflächen werden Städtische Forste - Städtische Forste (incl. der Stadtwerke und Siver des Stiftung) werden umweltgerecht bewirtschaftet (FSC, 9 umweltgerecht bewirtschaftet und besser vernetzt. P EFC-Zertifikat) 2.1.5 Die ökologische und die ressourcenschonende, tiergerechte konventionelle und umweltverträgliche Landwirtschaft haben wesentlich an Bedeutung gewonnen. 2.1.6 Münster hat vorsorgend Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel weiter ausgebaut. Klimaanpassungskonzept - Klimaanpassung in Münster beschreibt die Gesamthe it der Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (Deiche, Frühwarnsysteme etc.) 2.2 Mobilität umweltgerecht gestalten GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 2.2 Wirtschafts-, Pendler- und Freizeitverkehre erfolgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei) . (s. auch 4.2.6) Umweltdaten zum Modelsplit, Zielwerte für 2025 - 70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den Umweltverbund, davon - 40 % Rad - 18 % Fuß - 12 % ÖPNV/SPNV - Im Regionalverkehr Minderung des Kfz-Anteils von z. Zt. ca. 80 % auf ca. 75 %. 2.2.1 In Münster haben die von Waren- und Lieferverkehren ausgehenden Belastungen deutlich abgenommen. Lärmaktionsplan Stadt Münster 2.2.2 Die Pendlerverkehre erfolgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei). 3. Nahverkehrsplan Stadt Münster (2015) - Mit dem Beschluss zum 3. NVP wurde ein Zielwert v on 15 % im ÖPNV/SPNV ausgegeben. Radverkehrskonzept Münster 2025 (2016) - Zielwert von 50 % Radverkehrsanteil 2.2.3 Siedlungsflächen werden vorrangig im Einzugsbereich leistungsfähiger Infrastrukturen, Versorgungszentren und ÖPNV-Angeboten („Stadt der kurzen Wege“) entwickelt. Stadtstrategische Ziele (2006) - Wir werden im Sinne einer generationengerechten u nd familienfreundlichen Stadtentwicklung die Infrastruktur Münsters mit seinen Stadtteilen in besonderer Weise auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung ausrichten und dabei die Gesamtstadt und die Stadtteile funktionsfähig und lebenswert erhalten. 10 3 Klima und Energie Nach einer Einführung zum Themenfeld und einer Kurzdarstellung des lokalen Bezugs zu Münster (Trends und Herausforderungen) werden die Bezüge des (neuen) GNK- Zielekatalogs zu bestehenden strategischen Zielen und Leitlinien der Stadt Münster dargestellt. Einführung Zugang zu sauberer und sicherer Energie ist Grundbedingung für eine nachhaltige Entwicklung, u.a. durch die Steigerung der Energieeffizienz und des Anteils der erneuerbaren Energien und die Senkung von CO2-Emissionen. Klimaschutz wird dabei verstanden als die Gesamtheit der Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter Klimaänderungen. Münster nimmt mit seinen Klimaschutzerfolgen eine bundesweite Vorreiterstellung ein. Im Rahmen dieses Themenfeldes werden, um Doppelarbeit zu vermeiden, kontinuierlich Ergebnisse aus dem zeitgleich stattfindenden Masterplan 100 %-Klimaschutz-Prozess übernommen Trends Herausforderungen Klimaschutz und Energie - In Münster wird seit über 20 Jahren erfolgreich K limaschutz betrieben, zahlreiche Auszeichnungen dokumentieren diesen Weg: Bundeshauptstadt im Klimaschutz 1997 und 2006, European Energy Award in Gold (2005, 2009, 2012). - In Münsters Allianz für Klimaschutz engagieren si ch bereits über 100 lokale Unternehmen für Umwelt- und Energieeffizienz. - Entwicklung der Energie- und Klimaschutzbilanz: E rgebnis von 21% CO2- Reduzierung im Zeitraum 1990 bis 2013. - Münster ist ein attraktiver Wohn- und Arbeitsstan dort. Die hohe Nachfrage an Wohnungen wird auch in den nächsten Jahren anhalten. - Die „Belegungsdichte“ der Haushalte sinkt. Derzei t leben im Durchschnitt 1,8 Personen je Haushalt, d.h. u.a. dass selbst bei gleichbleibender Bevölkerungszahl ein Bedarf an zusätzlichen Wohnungen besteht. Klimaschutz und Energie - Umsetzung ambitionierter Klimaschutzziele (CO 2-Reduzierung von 40% bis 2020 bzw. 95% bis 2050) in einer wachsenden Stadt. - Insbesondere für den Mobilitätsbereich bedarf es besonderer Anstrengungen: So werden z. B. 360.000 Pendlerfahrten pro Tag zu 80 Prozent mit dem Auto und nur zu 20 Prozent mit Bus und Bahn erledigt. - Entwickeln von sektorenübergreifenden Lösungen fü r Strom, Wärme und Mobilität. - Konsumgewohnheiten/Lebensstile überdenken, Verhal tensänderungen anstoßen. - Einbindung von Wirtschaft/Landwirtschaft. 11 Strategische Entwicklungsziele bis 2030 und Bezug zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 3.1 klimaneutral leben GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 3.1 Die Erzeugung und Verteilung von Energie ist klimaneutral und umweltverträglich, der Energieverbrauch ist halbiert und der Anteil klimafreundlicher Mobilität hat erheblich zugenommen. Atomstromfreies Münster bis 2020 (2011): - Sicherstellung der Stromversorgung durch die Stad twerke ohne Atomstrom (100% aus atomstromfreier Erzeugung) - Ausbau der regenerativen und klimaschonenden Erze ugungskapazitäten im Jahre 2020 von 100% Klimaschutzkonzept 2020 (2010): - CO 2-Reduzierung von mindestens 40 Prozent bis 2020 (Basis 1990) - Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energien an de r gesamten Energieversorgung Masterplan 100 % Klimaschutz (2015): - Die Stadt Münster strebt damit das langfristige Z iel der Bundesregierung an, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 95% gegenüber dem Jahr 1990 zu mindern und gleichzeitig den Endenergieverbrauch um 50% zu senken. Umweltleitlinien der Stadtverwaltung (2001): - Die Verwaltung der Stadt Münster ist sich ihrer V erantwortung für einen schonenden Umgang mit der Natur und der nachhaltigen Verwendung von Ressourcen bewusst. Mit der Umsetzung des EG-Öko- Audits in der Stadtverwaltung Münster stellt sie sich dieser Verantwortung und führt ein Umweltmanagementsystem ein, welches die kontinuierliche Verringerung der Umweltbelastungen bei den alltäglichen Verwaltungstätigkeiten zum Ziel hat. European Energy Award (seit 2005) - EEA in Gold in 2008, 2012, 2015 12 4 Arbeit und Wirtschaft mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs Nach einer Einführung zum Themenfeld und einer Kurzdarstellung des lokalen Bezugs zu Münster (Trends und Herausforderungen) werden die Bezüge des (neuen) GNK- Zielekatalogs zu bestehenden strategischen Zielen und Leitlinien der Stadt Münster dargestellt. Einführung "Nachhaltiges Wirtschaften und Arbeiten“ in Münster bedingt eine Wirtschaft, die ihre Produktions-faktoren in der Gegenwart so einsetzt, dass diese noch zukünftigen Generationen langfristig zur Verfügung stehen. Nachhaltiges Wirtschaften impliziert demnach sowohl wirtschaftlich tragfähige Strukturen (insbesondere des Mittelstandes), einen effizienten und schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen als auch gute und faire Arbeitsbedingungen für die Menschen. Weiterhin sind nachhaltige Mobilitätskonzepte (für Pendler und Pendlerinnen) zu integrieren. Trends Herausforderungen Arbeit und Wirtschaft - Münster hat sich als Wirtschaftsstandort dynamisc h entwickelt: (im Vgl. zu 2010) großes Wohnungsneubauaufkommen, ca. 1/3 weniger Verbraucherinsolvenzen, geringe Arbeitslosenquote (5,8%), enormer Anstieg (40 %) sozialversicherungspflichtig Beschäftigter - Zunahme des Fachkräftebedarfs/-mangels in einigen Berufsfeldern: Gesundheit, Nahrung, Gastronomie, Bauberufe und in den Bereichen Metall, Elektro- und Kfz-Technik - zunehmende Nutzung des Onlinehandels - Landwirtschaft: geringe Anteile direktvermarktung sfähiger Kulturen (6% im Münsterland im Vgl. zu 12% in NRW) und ökologisch bewirtschafteter Flächen (1,5 % in Münster im Vgl. zu 3,5 % in NRW) - Zunehmende Anzahl an Sharing Economy Angeboten (C oworking Spaces, Repaircafés, Urban Gardening, Lasse- das Lastenrad ….) Arbeit und Wirtschaft - Entwicklungen von Innovationen für Nachhaltigkeit - Ressourcen- und CO 2-ärmere und sozialgerechtere Entwicklungen fördern - Stärkung von regionalen Wertschöpfungsketten (öko logisch und sozialverträglich), z. B. Steigerung der Produktion und der Vermarktung ökologischer Produkte aus der Landwirtschaft der Umgebung - wirtschaftlich tragfähiger Mittelstand - nachhaltiges Angebot an Gewerbeflächen - gute Arbeit und faire Beschäftigung: z. B. befind et sich in Münster jede fünfte Frau in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis; für Menschen mit und ohne deutschen Pass bestehen ungleiche Chancen am Arbeitsmarkt etc…. - Chance der Digitalisierung für lokale/regionale N achhaltigkeitsmärkte nutzen - Wissenschaftspotenziale für die Erforschung und I mplementierung nachhaltiger Arbeits- und Wirtschaftsmodelle nutzen - Entwicklung zukunftsweisender Geschäftsmodelle, P rodukte und Dienstleistungen Wirtschafts- und Pendlerverkehr - Zunahme des Wirtschaftsverkehrs - Zunahme der Pendlerfahrten: täglich 95.000 Pendle rinnen und Pendler, die in die Stadt einströmen und 40.000 die ausströmen. Wirtschafts- und Pendlerverkehr - Steuerung des hohen Drucks auf die Fläche und Flä chenkonkurrenzen, z. B. zwischen Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Erholung und Landwirtschaft - Möglichkeiten der Entkopplung von Ressourcenverbr auch und Wirtschaftswachstum ausloten 13 Strategische Entwicklungsziele bis 2030 und Bezug zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 4.1 Beschäftigungsverhältnisse im Sinne von „Guter Arbeit“ ausbauen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 4.1 Alle Menschen gehen ihrer Qualifikation entsprechend einer „Guten Arbeit“ nach, inklusive und faire Beschäftigungsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Integrierte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (Konzept der Stadt Münster zur Umsetzung des SGB II in kommunaler Trägerschaft), - Strategische Leitsätze des Jobcenters der Stadt M ünster (V/0443/2012): - Vermeidung von Drehtüreffekten Kernbotschaft: Wir streben nachhaltige Lösungen an! - Ausbildung vor Kurzfristiger Integration 4.1.1 Stadt und Unternehmen fördern aktiv eine „Gute Arbeit“ (sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, faire Löhne, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung, familienfreundliche Arbeitsorganisation, Kindertagesbetreuung). Arbeitsmarkt und Integrationsprogramm des Jobcenters der Stadt Münster - Strategie: Soziale Teilhabe durch Beschäftigung Ausbau und Flexibilisierung der frühkindlichen Bildung - 50 %-ige Versorgungsquote für unter dreijährige K inder innerhalb der Kindertagesbetreuungsangebote bis 2020 - Beratungsleistungen und Ausbau betrieblicher Kind ertagesbetreuungs-plätze um jährlich 20 weitere Plätze - Ausbau der bedarfsorientierten Betreuungszeit - Bedarfsanalyse und Weiterentwicklung der flexible n Betreuungsangebote (Abdeckung sensibler Zeiten) in Kitas im Rahmen des Bundesprogramms „KitaPluS“ 4.1.2 Die Fähigkeiten aller Menschen werden erkannt und individuell gefördert, um eine bestmögliche berufliche Perspektive zu erzielen. Alle haben ein Arbeitszeitvolumen, das ihren persönlichen Bedarfen entspricht „Migration und Integration Münster“ (2014): - Wir wollen die Potenziale von Menschen mit Migrat ionsvorgeschichte besser erkennen, individuell fördern und für ihre berufliche Entwicklung nutzbar machen. Beschulung Neuzugewanderter - potenzialorientierte Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlichen in Regelschulen - Der Anteil der höherwertigen Schulabschlüsse bei Neuzugewanderten erhöht sich Übergang Schule/Beruf - Alle neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler, die die internationalen Förderklassen an Berufskollegs verlassen, werden erfasst und mit dem Ziel einer Anschlussperspektive beraten - Additive Sprachförderprogramme, die die Bildungsc hancen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsvorgeschichte in Münster verbessern, werden ausgebaut Schulen als inklusive Lebens- und Lernorte - Die Inklusion der Schülerinnen und Schüler mit Be hinderungen und Beeinträchtigungen wird flankiert 14 durch städtische Schulsozialarbeit an den Schulen. - Jugendliche mit Behinderungen und/oder negativen schulischen Vorerfahrungen sind auf eine besondere Lernumgebung und auf die Unterstützung von vertrautem pädagogischem Personal angewiesen. Schulsozialarbeiter*innen helfen, Ausbildungsplätze zu akquirieren, bereiten den Übergang von der Schule in den Beruf vor und begleiten ihn. Daneben richtet sich die Unterstützung im erheblichen Maße an diejenigen Schüler*innen, die jedes Jahr die Schule ohne Abschluss verlassen . 4.1.3 Frauen und Männer erhalten gleiche Vergütung bei gleicher Arbeit. Die Arbeitsbedingungen geringfügig Beschäftigter werden kontinuierlich verbessert. 1. und 2. Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Charta zur Gleichstellung von Männern und Frauen (2014): - Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Interkulturelle Personalentwicklung - Förderung der Gleichberechtigung bei Vergabeentsc heidungen und Verträgen, Berufswahl, Kinderbetreuung 4.2 Wirtschaft zukunftsorientiert entwickeln GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 4.2 Die Stadt Münster verfolgt das Ziel einer zukunftsorientierten Wirtschaftsentwicklung, in der ökonomische Wettbewerbsfähigkeit im Einklang steht mit ökologischer Tragfähigkeit und sozialer Verantwortung. Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess (2004) - Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mit telstandes in Nordrhein-Westfalen 4.2.1 Die Stadt Münster schafft Rahmenbedingungen zur Sicherung und Weiterentwicklung eines breiten Branchen- und Unternehmensmixes und sorgt für ein innovations-freundliches Klima. Center for Nanotechnology (CeNTEch) und Nano-Bioanalytik-Zentrum Münster (NBZ) (1996) - Weiterentwicklung Münsters zu einem starken Techn ologiestandort im Fokus Nanoanalytik. Einzelhandels- und Zentrenkonzept (2009) - Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche; Bestimmung Zentrensystem; Stärkung Nahversorgung; Ausbau durch diverse Maßnahmen 4.2.2 Die Stadt Münster unterstützt die Standortsicherung (einschließlich der Erreichbarkeit bestehender Betriebe), stellt ein flächen- und ressourcensparendes, differenziertes, bedarfsorientiertes Gewerbeflächenangebot zur Verfügung (siehe Punkt 2.1.1). Sie schafft die Voraussetzung für ein qualifiziertes Fachkräfteangebot. 15 4.2.3 Der wechselseitige Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und der Stadt Münster ist fest etabliert und wird aktiv für ressourcenschonendes und nachhaltiges Wirtschaften genutzt. Allianz für Wissenschaft Münster (2007) - Weiterentwicklung Münsters als Wissenschaftsstadt durch eine (nachhaltige) wissensbasierte Stadtentwicklung 4.2.4 Zukunftsweisende Geschäftsmodelle, Innovationen, Produkte und Dienstleistungen werden entwickelt und realisiert. Die Möglichkeiten des digitalen Wandels werden dabei genutzt. 4.2.5 Unternehmen sind sich ihrer globalen Verantwortung und ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl* in Münster bewusst. Sie gestalten im fairen Wettbewerb ihre Unternehmensführung und ihre Wertschöpfungsketten nachhaltig (siehe auch Pkt. 6.1.1). 4.2.6 Stadt und Unternehmen setzen sich gemeinsam dafür ein, dass Beschäftigte angemessen in Münster wohnen können. Wirtschafts- und Pendlerverkehre erfolgen in regionaler Zusammenarbeit überwiegend umweltverträglich und klimaneutral (vermeiden, verlagern, emissionsfrei). (siehe auch Pkt. 2.2) 16 5 Bildung Nach einer Einführung zum Themenfeld und einer Kurzdarstellung des lokalen Bezugs zu Münster (Trends und Herausforderungen) werden die Bezüge des (neuen) GNK- Zielekatalogs zu bestehenden strategischen Zielen und Leitlinien der Stadt Münster dargestellt. Einführung Bildung ist ein zentrales Element für die nachhaltige Entwicklung Münsters und seiner Bevölkerung. Sie ist Voraussetzung für die Innovationskraft der Wirtschaft und hat eine soziale Funktion, indem es das Individuum zum selbstständigen Lernen, Erkennen von Problemen und Entwickeln sachgerechter sowie nachhaltiger Lösungen befähigt. Bildung stärkt die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die Integration und den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft. Trends Herausforderungen Bildung - prognostizierte Bevölkerungszunahme zeigt eine de utliche Zunahme der 0 bis 18-Jährigen und der über 60-jährigen. - zunehmender Bedarf an Integration zugezogener Flü chtlingskinder in Kita und Schule - Bedarf an flexiblen und individuellen Kinderbetre uungsangeboten (Vereinbarkeit von Familie und Beruf) steigt - Jede/r soll eine Berufsperspektive erhalten - Allen Einwohnerinnen und Einwohnern Münsters soll ein passendes Bildungsangebot (für jedes Alter) zugänglich sein - zunehmende Digitalisierung bietet neue Chancen un d Möglichkeiten in der Bildungslandschaft, spaltet allerdings die Gesellschaft in Bildungsgewinner und Bildungsverlierer - Zunahme höherwertiger Schulabschlüsse und steigen de Studierendenzahlen Bildung - Bedarf an bis zu 3.000 neuen Kitaplätzen bis 2020 für das Alter 0 bis 6 - zeitnahe Umsetzung zusätzlicher Bedarfe an Infras truktur (Kitas, Schulraumbedarf, Schulmensen ..) - Herausforderung für das duale System: Übereinstim mung von Bildungsnachfrage zu Ausbildungsangebot - Durchlässigkeit beim Bildungsaufstieg und im Übe rgang zwischen Schule und Beruf ist zu gewährleisten. - Schaffung gleicher Bildungschancen von Menschen m it und ohne deutschen Pass - Angebot an wohnortnaher „Bildungsgrundversorgung“ für zugezogene Schüler und Schülerinnen aus Flüchtlingsfamilien ohne deutsche Sprachkenntnisse; ungleiche Vert eilung der Kinder auf die Stadtteile ; zunehmender Anteil beim Übergang in die weiterführenden Schulen - Integrierte Jugendhilfe und die Schulentwicklungs planung als gemeinsames Planungs- und Analyseinstrument weiterentwickeln - Fachkräftesicherung in den erzieherischen Berufen 17 Strategische Entwicklungsziele bis 2030 und Bezug zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 5.1 Bildungsgerechtigkeit ermöglichen GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 5.1 Die Menschen in Münster entwickeln ihr jeweiliges Bildungspotential ungehindert ihrer Herkunft und ihres sozialen Hintergrunds im ganzheitlichen Sinne bestmöglich. 5.1.1 Die Stadt Münster schafft Rahmenbedingungen für die allgemeine kulturelle Bildung, die Kenntnis umweltbezogener und globaler Zusammenhänge sowie für eine chancengleiche, interkulturelle, inklusive und geschlechtersensible Bildungslandschaft. Rahmenkonzept zur Schulentwicklungsplanung (SEP) (2011/2015): - Münster will ein Schulangebot vorhalten, dass Sch üler*innen so fördert, dass ihnen ihr jeweils bestmöglicher Schulabschluss ermöglicht wird. - Münster geht von der Konzeption einer „erweiterte n Schulträgerschaft aus“, die soziale Chancengleichheit anstrebt, das bedeutet u.a. - Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Entfaltung persönlicher Potenziale fördert und dem Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungsabschlüssen entgegenwirkt, - Inklusion als leitendes Prinzip der Schulentwickl ungsplanung zu verankern. Neukonzeption der Beschulung von neuzugewanderten Kindern und Jugendlichen in Regelschulen - Beschulung in allen Schulformen, orientiert an de r jeweiligen Bildungsaspiration - Bildungsberatung - Fallscouts - Additive Sprachförderung Übergang Schule/Beruf - Die Zahl der SuS ohne Abschluss wird kontinuierli ch reduziert. - Alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I werden ab der 8. Klasse systematisch und individuell auf den Übergang vorbereitet. Der Übergang selbst wird gestaltet; die/der Jugendliche nach seinen individuellen Bedarfen begleitet und beraten (Landesprogramm KAOA ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘) - Alle Schülerinnen und Schüler, die die Ausbildung svorbereitung und die Berufsfachschule I/II an Berufskollegs verlassen, werden systematisch begleitet und mit dem Ziel einer Anschlussperspektive beraten (u.a. Projekt der Walter Blüchert Stiftung ‚was geht!‘) - Die Stadt Münster verfügt über Instrumente und Ve rfahren, die sicherstellen, dass Unversorgte im Übergang identifiziert und beraten werden Amtsziele – Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Kontinuierliche und frühzeitige Begleitung durch Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern, - Jugendlichen und Familien – Absicherung von gleic hen Bildungschancen ab der Geburt - Chancengleichheit durch kind- und jugendbezogene Armutsprävention 18 - Verstetigung der Maßnahmen Früher Hilfen und Über gangskonzepte in die Bildungssysteme Geflüchtete Menschen in Münster – Handlungskonzept (2016): - Integration neu zugewanderter Kinder, Jugendliche r und Familien: aktiv, von Anfang an 5.1.2 Alle relevanten Akteure der allgemeinen kulturellen und der ausbildungsbezogenen Bildung sind gut miteinander vernetzt, berücksichtigen vorhandene Schnittstellen und arbeiten gemeinsam an der Verbesserung von Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess (2004): - führender Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa 5.1.3 Die Wissenschaftsstadt eröffnet über die Kooperation von Schulen, Hochschulen, städtischen Einrichtungen und sonstigen Bildungseinrichtungen zusätzliche nachhaltige Bildungschancen. Forder-Förder-Projekt – Kooperationsprojekt der Universität mit Grund,- und weiterführenden Schulen - Weiterentwicklung der Schullandschaft Münsters: I ndividuelle Förderung und Inklusion. 5.1.4 Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist fest als Bestandteil in Verwaltung, Wirtschaftsunternehmen, (Hoch-) Schulen, Kindertagesbetreuung und sonstigen Bildungseinrichtungen etabliert. 19 6 Globale Verantwortung und Eine Welt Nach einer Einführung zum Themenfeld und einer Kurzdarstellung des lokalen Bezugs zu Münster (Trends und Herausforderungen) werden die Bezüge des (neuen) GNK- Zielekatalogs zu bestehenden strategischen Zielen und Leitlinien der Stadt Münster dargestellt. Einführung Individuen, Organisationen und Gemeinschaften handeln global verantwortungsvoll, wenn sie sich für Chancengleichheit bzw. Teilhabegerechtigkeit, eine gerechte globale Verteilung der Güter, eine friedvolle Entwicklung sowie die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen. Im Fokus stehen Strategien und Konzepte, die die Kommunalverwaltung und -politik Münsters einsetzen und ergreifen können, um eine nachhaltige Entwicklung vor Ort und in Entwicklungsländern zu fördern. Das Themenfeld kann sowohl Aktivitäten innerhalb Münsters z. B, in den Bereichen Informations- und Bildungsarbeit, Faires Beschaffungswesen und Migration als auch Aktivitäten im Ausland, etwa in Form von Kommunalpartnerschaften oder dem Austausch von kommunalem Fachpersonal im Rahmen internationaler Netzwerke umfassen. Trends Herausforderungen Globale Verantwortung und Eine Welt - breites und erfolgreiches Netzwerk an Initiativen und Vereinen, die sich zu Themen der Migration und Entwicklungszusammenarbeit engagieren - zahlreiche Informations- und Bildungsangebote - viele engagierte Schulen, Vereine und Kirchengeme inden, die konkrete Projekte in der Einen-Welt unterstützen - Münster ist Fair-Trade-Town - aufgrund des aktuell hohen Flüchtlingszuzugs in M ünster ist das Interesse für die Themen der globalen Zusammenhänge gestiegen / hohes Maß an Aktivierung von zivilgesellschaftlichem Engagement und Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit - Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei städtischen Anlagen (Divestment) Globale Verantwortung und Eine Welt - hohes Maß an Ehrenamtlichkeit bei den Aktivitäten - Implementierung eines nachhaltigen Beschaffungswe sens in Verwaltungen und Unternehmen - Implementierung von Kommunalpartnerschaften/Netzw erken mit Partnern in der Einen Welt - Integration der angekommenen Flüchtlinge in die S tadtgesellschaft 20 Strategische Entwicklungsziele bis 2030 und Bezug zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 6.1 Unsere Globale Verantwortung leben GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 6.1 Die Themen Globale Verantwortung und Eine Welt sind fest im Handeln von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft verankert. 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung (2015): - Münster begrüßt die von den Vereinten Nationen ve rabschiedete 2030-Agenda und die darin enthaltenen Entwicklungsziele, die „Sustainable Development Goals (SDGs) Leitbild „Migration und Integration Münster“ (2015): - Neuzugewanderte und bereits ansässige Menschen mi t Migrationsvorgeschichte sollen die Möglichkeit haben, am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben unter Gewährung gleicher Rechte und Pflichten teilzunehmen. 6.1.1 Stadt und Wirtschaft und Zivilgesellschaft nutzen überwiegend die Möglichkeiten des fairen Handels, der fairen Beschaffung und fairer Finanzanlagen und fördern in Ländern des Globalen Südens* menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen Fair Trade-Stadt Münster (2011) - Stärkung des Fairen Handels in Münster Neufassung der städtischen Anlagerichtlinie – Divestment (2015) - keine Beteiligung an Unternehmen, die Kinderarbei t zulassen, Militärwaffen herstellen oder vertreiben, Atomenergie erzeugen oder auf nicht nachhaltige und klimaschädliche Energien setzen oder Unternehmen, die Schiefergasgewinnung (sog. „Fracking“) betreiben. 6.1.2 Die Stadt unterstützt alle Initiativen der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die zum Ziel haben, mehr globale Gerechtigkeit zu erreichen Grün tagen in Münster - Klimaschonende Kongress- bzw. Veranstaltungsplanu ng durch Münster Marketing 6.1.3 Die Akteure für eine gerechtere Welt sind eng miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig bei ihren Projekten. 1648 Dialoge zum Frieden – Europäisches Kulturerbesiegel und Friedensstadt - Weiterentwicklung Münsters als Friedensstadt, jäh rliche Veranstaltungssequenzen 6.1.4 Die Stadt Münster initiiert und unterstützt Stadt- und Projektpartnerschaften mit Akteuren des Globalen Südens. Münster ist Mitglied im Klimabündnis: - … „gemeinsam mit indigenen Völkern Klimagerechtig keit anstreben - durch Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen, Bewusstseinsbildung und Verz icht auf Tropenholz aus Raubbau“ 21 7 Konsum und Lebensstile Nach einer Einführung zum Themenfeld und einer Kurzdarstellung des lokalen Bezugs zu Münster (Trends und Herausforderungen) werden die Bezüge des (neuen) GNK- Zielekatalogs zu bestehenden strategischen Zielen und Leitlinien der Stadt Münster dargestellt. Einführung Im Rahmen dieses Themenfelds Konsum und Lebensstile werden in Münster Wege für gesamtgesellschaftliche Veränderungen zu nachhaltigen Lebensstilen und nachhaltigem Konsum aufgezeigt und erprobt. Dabei spielen die Veränderung von Verhaltens- und Konsummustern, Schaffung von Produktions- und Absatzmärkten für regionale Warenströme (regionale Wertschöpfung), soziale Innovationen, Rebound-Effekte oder konsumbedingte Emissionen (wie z. B. CO2- und CH4-Emissionen) eine zentrale Rolle. Folgt man dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung sind Lebensstile und Konsum dann nachhaltig, wenn sie „den Bedürfnissen der heutigen Generation entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen“. Trends Herausforderungen Konsum und Lebensstile - Zunahme der Individualisierung von Lebensstilen u nd Konsummustern unabhängig von „Milieuzugehörigkeit“ - Zunahme von Onlinehandel und -dienstleistungen - Nebeneinander gegensätzlicher Konsummuster (Fast Food, enormer Fleischkonsum versus vegetarisch oder vegan; Verschwendung, Übermaß versus Suffizienz und teilen statt besitzen….) - Zunahme des digitaler Dauer-Konsums - zunehmende Angebote hinsichtlich Sharing Economy (Coworking Spaces, Repair-Cafés, Urban Gardening, …) - zunehmendes Angebot an Informationen und Aktivitä ten zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung - Regionale Produkte: Konsumenten möchten wissen, w o ihre Lebensmittel herkommen – wer und wie sie produziert wurden. - Nachhaltigkeitskriterien sind nur teilweise Grund lage des städtischen Beschaffungswesens: (Tropenholz- und PVC-Verzicht bei städtischen Bauvorhaben, Pestizidverzicht auf städtischen Grünflächen, …) - Zunahme von Lieferverkehren in Wohnvierteln - Nutzungsdauer vieler Produkte sinkt Konsum und Lebensstile - Förderung des nachhaltigen Konsums und Verstetigu ng der „Kultur des Teilens“ - Sicherung der wohnungsnahen Grundversorgung. - Senkung von Ressourcenverbrauch (Abfall, Abwasser ….) - gesunde Ernährung an Schulen und Kitas - Exportorientierung der Landwirtschaft - Ausloten von Möglichkeiten der Entkopplung von Wa chstum und Ressourcenverbrauch - Verringerung des ökologischen Fußabdrucks sowohl jedes einzelnen als auch als Stadtgesellschaft - Fokus auf ökonomische Entwicklungen oder Konsum, Spaß und Freizeit - Faires und nachhaltiges Beschaffungswesen in Stad tverwaltung und Betrieben - Auswirkungen des Online-Handels auf den stationär en Einzelhandel und die zentralen Versorgungsbereiche 22 Strategische Entwicklungsziele bis 2030 und Bezug zu bestehenden Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 7.1 Zukunftsfähig produzieren und konsumieren GNK-Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - neu! Bestehende Leitlinien und Strategien der Stadt Münster 7.1 Münster ist Vorbild für zukunftsfähige Produktions- und Konsummuster (weniger, einfach, besser). Masterplan 100 % Klimaschutz (2015) - Senkung des Endenergieverbrauchs um 50% und des C O2-Emissionen um 95% bis 2050. Titel als „Fair Trade Stadt Münster“ (2011) Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept Münster (2004) - Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Münster nachhaltig lebenswert bleibt – als Stadt im Gleichgewicht! Münster ist Mitglied im Gesunde-Städte-Netzwerk (1997) - Damit hat sich Münster verpflichtet, eine ressort übergreifende gesundheitlich nachhaltige Politik zu entwickeln. Die Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung soll bei allen öffentlichen Planungen und Entscheidungen berücksichtigt werden. Auf Bürgerbeteiligung wird geachtet. 7.1.1 Der Begriff Wohlstand hat eine neue Bedeutung bekommen. Zeitwohlstand, Eigenarbeit und Selbstversorgung sowie eine Kultur des „Teilens und Tauschens“ und des Lebens in und für die Gemeinschaft sind weit verbreitet. 7.1.2 Kreislaufwirtschaft, Re- und Upcycling, Cradle-to- Cradle-Ansätze werden unterstützt und realisiert. Die Nutzungsdauer von Produkten wird verlängert. 7.1.3 Ver- und Entsorgung erfolgen zunehmend aus der Region, regionale Wertschöpfungsprozesse und der Markt für nachhaltige Produkte sind systematisch ausgebaut.
Beschlussvorlage
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V/0648/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit Betrifft "Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK)" - Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - Teil 1: "Thematische Leitlinien und strategische Entwicklungsziele" Beratungsfolge 14.09.2017 Integrationsrat Vorberatung 25.09.2017 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 26.09.2017 Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit Vorberatung 04.10.2017 Sportausschuss Vorberatung 04.10.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 10.10.2017 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E -Government Vorberatung 10.10.2017 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Vorberatung 11.10.2017 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement Vorberatung 11.10.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Vorberatung 12.10.2017 Kulturausschuss Vorberatung 12.10.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Vorberatung 12.10.2017 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 17.10.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 17.10.2017 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 17.10.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 17.10.2017 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 18.10.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 18.10.2017 Rat Entscheidung Vorlagen-Nr.: V/0648/2017 Auskunft erteilt: Frau Höper Frau Sander Herr Goldbeck Ruf: 492 67 12, -67 61, - 67 62 E-Mail: Hoeper@stadt-muenster.de Sander@stadt-muenster.de Goldbeck@stadt-muenster.de Datum: 01.08.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0648/2017 Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der vom Beirat Global Nachhaltige Kommune (GNK-Beirat) erarbeitete Zielekatalog zur Nach- haltigkeitsstrategie Münster 2030 - Teil I (siehe Anlage 1) mit thematischen Leitlinien und stra- tegischen Entwicklungszielen wird zur Kenntnis genommen. 2. Der Zielekatalog zur Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 (siehe Anlage 1) wird als Orientie- rungs- und Handlungsrahmen für die nachhaltige Entwicklung beschlossen, die Ziele werden gemäß Ratsbeschluss vom 14.12.2016 (V/1063/2016) als Leitorientierungen und Bestandteile im Prozess MünsterZukünfte 20|30|50 verankert. 3. Der Empfehlung des GNK -Beirats (siehe Anlage 2) wird gefolgt. Die Verwaltung wird beauf- tragt ein Konzept zur Fortführung und Weiterentwicklung des bisherigen Beteiligungsproze s- ses zu entwickeln und darin darzustellen, wie die Beteiligungen von zivilgesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren zukünftig nach Ende des GNK -Projekts ge- währleistet werden kann. Das Konzept ist dem Rat mit der Beschlussvorlage zur Nachhalti g- keitsstrategie – Teil II im Frühjahr 2018 vorzulegen. II. Finanzielle Auswirkungen: Kann derzeit noch nicht ermittelt werden. Begründung: Mit der Teilnahme am Modellprojekt Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK) erarbeitet die Stadt Münster ihre Nachhaltigkeitsstrategie für 2030 in d erzeit sieben priorisierten Themenfeldern. Dies erfolgt nach Vorgabe des Projektträgers unter Einbindung des GNK -Projektbeirats und eines verwal- tungsinternen Kernteams. Der Projektrahmen und die konkrete Vorgehensweise wurden bereits au s- führlich in der Vorlage V/0320/2017 dargestellt. Die Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030, Teil I: „Zielekatalog mit thematischen Leitlinien und str a- tegischen Entwicklungszielen“ (siehe Anlage 1) ist ein wesentliches Zwischenergebnis des Beteil i- gungsprozesses. Der GNK-Beirat hat diesen Zielekatalog gemeinschaftlich mit 42 Akteuren aus Zivi l- gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung erarbeitet und in seiner Si tzung am 5. Juli gemeinsam mit zwei Empfehlungen an den Rat der Stadt Münster verabschiedet (sieh e Anlage 2). Damit bilden diese Ziele und thematischen Leitlinien den strategischen Rahmen für alle Akteure - auch über Verwaltung und Politik hinaus – die gemeinsam an einer nachhaltigen Entwicklung Mün s- ters arbeiten wollen. Der GNK -Beirat seinerseits hat sich in seiner Sitzung am 5. Juli 2017 verpflic h- tet, dass die Beiratsmitglieder in ihren jeweiligen Entsendeorganisationen für Selbstve rpflichtungen und Beiträge zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 werben. Politik und Verwaltung übernehmen Vorbildfunktion, in dem sie sich als erste Akteure zur Umse tzung der Nachhaltigkeitsziele selbstverpflichten. Weitere Akteure aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft we r- den motiviert, sich selbst zu verpflichten und ihre jeweiligen Beiträge zur Umsetzu ng der gemeins a- men Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 zu definieren. Mittlerweile liegt der LAG 21 in NRW als Projektträger eine Verlängerung des Bewilligungszei traums bis April 2018 vor. Dies wirkt sich in den beteiligten Modellkommunen insofern aus, dass die jeweili- gen Endberichte erst im Frühjahr 2018 fertiggestellt werden können (siehe Vorlage V/0320/2017). - 3 - V/0648/2017 Da die Ergebnisse des GNK -Modellprojektes als wichtige Leitorientierungen und Bestandteile im Z u- kunftsprozess MünsterZukünfte 20I30I50 veranker t werden sollen (V/0070/2016, V/0494/2016, V/1063/2016), erfolgt die Beschlussvorlage des (isolierten) Zielekatalogs zum jetzigen (vorgezog e- nen) Zeitpunkt. Damit wird gewährleistet, dass die thematischen Leitlinien und strategischen Entwic k- lungsziele im Zu kunftsprozess von Anfang an berücksichtigt werden können. Das entspricht der I n- tention der „MünsterZukünfte 20|30|50, wo die vorliegenden GNK-Ergebnisse zu Zielen und Leitorien- tierungen genutzt werden sollen. Dabei ist im Rahmen des Integrierten Handlungsk onzeptes (ISEK) auch eine Verständigung über Entwicklungsziele, insbesondere Zielkonflikte auf der Basis vorhand e- ner Zielkataloge vorgesehen (vgl. hierzu Vorlage V/1063/2016). Im GNK-Prozess wurde auch das Themenfeld Klima und Energie bearbeitet. Die bish erigen Ergeb- nisse sind in den parallel laufenden Strategieprozess zum Masterplan Klimaschutz 2050 eingeflossen und werden dort im Rahmen der Ausformulierung von strategischen Unterzielen berücksichtigt. En t- sprechend sind in der vorliegenden Vorlage nur die thematische Leitlinie des Theme nfelds und das strategische Entwicklungsziel aufgeführt. Der Beschluss zu den strategischen Unte rzielen wird über die Beschlussvorlage zur Strategie Masterplan Klimaschutz 2050 erfolgen. Anschließend werden di e- se Unterziele in die Nachhaltigkeitsstrategie übernommen. Ausblick Im verbleibenden Projektzeitraum wird die Nachhaltigkeitsstrategie im GNK -Beirat über die Formulie- rung operativer Ziele und eines Maßnahmenkatalogs weiter konkretisiert. Alle Ergebnisse we rden in einem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst. Dieser wird dem Rat mit der Beschlussvo rlage zur Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 – Teil II „Operative Ziele und Maßnahmen“ im Frühjahr 2018 vorgelegt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des GNK -Modellprojektes als wichtige Leitorientierungen und Bestandteile im Zukunftsprozess MünsterZukünfte 20I30I50 verankert (V/0070/2016, V/0494/2016, V/1063/2016). Die aktuellen Informationen und Zwischenergebnisse des Projekts werden fortlaufend auf der Inte r- netseite des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit unter: http://www.stadt-muenster.de/umwelt/nachhaltigkeit.html veröffentlicht. In Vertretung gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen: - Anlage 1: Zielekatalog mit thematischen Leitlinien und strategischen Entwicklungszielen - Anlage 2: Beschluss des GNK-Beirats und Empfehlungen an den Rat der Stadt Münster (Auszug aus dem Protokoll des GNK-Beirats – Sitzung am 05. Juli 2017) - Anlage 3: Bezug zu übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategien auf globaler Ebene sowie auf Bundes- und Landesebene - Anlage 4: Einführung in die Themenfelder, Bezüge zu bestehenden Leitlinien und Strate- gien der Stadt Münster
Beratungsverlauf (18)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0648/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 31.08.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37