Mandari Insight

V/0369/2010

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2009

Vorlagen 04.05.2010

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Anlage 2

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2

57381 Zeichen

Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2009
Saubere
Lösung

Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 1
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2009
Saubere Lösung

Saubere Lösung
2 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Mai 2010, 500
Konzept
X & Y Design | Münster
Druck
Thiekötter Druck GmbH & Co. KG
48157 Münster

Jahresabschluss
Seite
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  3
Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 – 5
Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 – 22
I. Allgemeine Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
III. Bilanzerläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . 11
V. Ergänzende Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
VI. Anlagen 
Anlagennachweis [Anlage 1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 – 21
Gewinn- und Verlustrechnung 
nach Betriebszweigen [Anlage 2] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Lagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23– 27 
I. Geschäftsverlauf und Lage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und 
betriebsrelevante Marktentwicklungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
III. Ertragslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
IV. Vermögens- und Finanzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
V. Nachtragsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
VI. Risikomanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
VII.Prognosebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 3
Inhalt
Saubere Lösung

4 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Aktivseite 31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen und Software 61.791,19 111.366,30
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 14.302.010,44 14.570.894,65
2. Anlagen der Stadtreinigung 2.129.377,97 1.823.898,97
3. Anlagen der Abfallwirtschaft 5.644.109,80 5.844.958,92
4. Andere Anlagen, Betriebs- und 
Geschäftsausstattung 770.300,87 509.448,42
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 428.152,62 282.475,16
23.273.951,70 23.031.676,12
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 8.992.118,49 8.992.118,49    
32.327.861,38 32.135.160,91
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 470.445,11 448.339,80
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 96.812,72 23.853,99
567.257,83 472.193,79
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE 
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.920.348,83 1.487.172,78
2. Forderungen an die Stadt Münster 20.580.933,98 21.573.843,39
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2009: 18.228.463,40 €
[31.12.2008: 19.959.696,40 €]
3. Sonstige Vermögensgegenstände 161.042,99 414.307,02
22.662.325,80 23.475.323,19
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN
BEI KREDITINSTITUTEN 17.024.403,21 16.378.289,80
40.253.986,84 40.325.806,78
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.035,54 57.309,24
72.604.883,76 72.518.276,93
Saubere Lösung
Bilanz zum 31.12.2009 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster

Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 5
Saubere Lösung
Passivseite 31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL 500.000,00 500.000,00
II. RÜCKLAGEN
Allgemeine Rücklagen 8.900.879,62 7.781.461,28
III. JAHRESÜBERSCHUSS 
Jahresüberschuss 937.125,49 1.410.050,92
10.338.005,11 9.691.512,20
B. SONDERPOSTEN AUS DSD-ÜBERSCHÜSSEN 748.808,31 731.614,99
C. SONDERPOSTEN AUS PHOTOVOLTAIK-ÜBERSCHÜSSEN 23.439,26 0,00
D. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 1.766.716,00 1.769.858,00
2. Steuerrückstellungen 21.320,00 14.620,00
3. Sonstige Rückstellungen
a] Gebührenüberschüsse 5.266.701,74 8.527.196,93
b] Übrige 49.650.651,24 48.319.488,21 
56.705.388,98 58.631.163,14
E. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.097.884,44 1.371.767,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2009 : 285.184,44 € [31.12.2008: 288.167,18 €]
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.148.084,45 1.633.337,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2009 : 2.148.084,45 € [31.12.2008: 1.633.337,03 €]
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.539.137,26 456.801,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2009 : 1.539.137,26 € [31.12.2008: 456.801,12 €]
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.135,95 2.081,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 
31.12.2009 : 4.135,95 € [31.12.2008: 1.375,40 €]
4.789.242,10 3.463.986,60
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 0,00
72.604.883,76 72.518.276,93

Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2009 2008
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.836.869,38 42.534.159,87
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen Erzeugnissen 1.872,50 - 4.006,50
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 12.325,16 5.976,63
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.084.165,35 2.847.121,19
davon Inanspruchnahme der Rückstellungen
aus Gebührenüberschüsse
2009: 3.766.747,75 € [2008: 1.736.742,93 €]
48.935.232,39 45.383.251,19
5. Materialaufwand
a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 3.451.386,88 3.365.049,09
b] Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.546.793,00 18.153.969,11
22.998.179,88 21.519.018,20
6. Personalaufwand
a] Löhne und Gehälter 11.274.925,02 10.756.732,32
b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 3.303.923,63 3.127.187,00
davon für Altersversorgung: 14.578.848,65 13.883.919,32
2009: 1.049.302,71 € [2008: 947.580,44 €]
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.882.680,25 3.801.446,61
8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
aus DSD-Überschüssen 0,00 8.370,89
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.676.298,54 5.498.226,74
davon Zuführung zu Rückstellungen für 
Gebührenüberschüsse:
2009: 506.252,56 € [2008: 44.725,45 €]
48.136.007,32 44.694.239,98
10.Erträge aus anderen Wertpapieren 
des Finanzanlagevermögens 0,00 2.630,46
11.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 283.902,30 828.251,86
283.902,30 830.882,32
12.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.063,07 70.965,78
13.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.037.064,30 1.448.927,75
14.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.700,00 - 17.193,32
15.Sonstige Steuern 93.238,81 56.070,15
16.Jahresüberschuss 937.125,49 1.410.050,92
Nachrichtlich: 
Behandlung des Jahresüberschusses
a] zur Einstellung in Rücklagen 603.812,23 1.119.418,34
b] zur Zuführung in den Sonderposten aus DSD-Überschüssen 64.373,99 17.193,32
c] zur Zuführung in den allgemeinen Haushalt 250.000,00 250.000,00
d] zur Zuführung in den Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüssen 18.939,27 23.439,26
6 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Gewinn- und Verlustrechnung

I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Ein-
richtung Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)
wurde nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverord-
nung NRW in Verbindung mit den Bestimmungen des
Handelsgesetzbuches aufgestellt.
Um die unternehmens- und branchenspezifischen Be-
sonderheiten der AWM abbilden zu können, wird in der
Bilanz gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite eine
Untergliederung des Sachanlagevermögens um die
Anlagen der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft
und auf der Passivseite eine Untergliederung der
Sonstigen Rückstellungen in Rückstellungen für Ge-
bührenüberschüsse und Übrige Rückstellungen vorge-
nommen. Darüber hinaus wurde die Passivseite um die
Positionen „Sonderposten aus DSD-Überschüssen“ und
„Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüssen“
erweitert. 
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Ge-
samtkostenverfahren aufgestellt; der Gliederung wurde,
um den branchenspezifischen Gegebenheiten Rech-
nung zu tragen, die Position „Erträge aus der Auflösung
des Sonderpostens aus DSD-Überschüssen“ hinzuge-
fügt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die
nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmetho-
den maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sach-
anlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Es wurde die lineare Ab-
schreibungsmethode unter Zugrundelegung der be-
triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des
Zugangs voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit ei-
nem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 bis EUR
1.000, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft
worden sind, werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in einen
Sammelposten eingestellt, der im Jahr der Anschaffung
sowie in den vier folgenden Jahren mit jeweils einem
Fünftel abzuschreiben ist. Die tatsächliche Nutzungs-
dauer dieser Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs-
kosten dem Sammelposten zugeführt wurden, ist ohne
Bedeutung. 
Die Abschreibungen des 3. Bauabschnitts der ZDM II
werden auf Basis des ermittelten verbleibenden Rest-
verfüllvolumens leistungsabhängig vorgenommen. 
Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu An-
schaffungskosten angesetzt. 
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungs-
kosten bzw. zu gleitenden Durchschnittspreisen ange-
setzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit
Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren
unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. 
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind
zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten
Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwert-
berichtigungen Rechnung getragen. 
Die Sonderposten aus Überschüssen DSD und Photo-
voltaik enthalten die erwirtschafteten Überschüsse aus
Vorjahren. 
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 7
Anhang 
für das Wirtschaftsjahr 2009 
Saubere Lösung

Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versiche-
rungsmathematisch ermittelten Barwert unter Berück-
sichtigung der Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck,
Köln, Richttafeln 2005 G, angesetzt; es wurde ein
Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt. 
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstel-
lungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und sind
grundsätzlich mit dem Betrag angesetzt, der nach ver-
nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach versiche-
rungsmathematischen Grundsätzen ermittelt; es
wurde ein Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt.
Die Rückstellung für die Rekultivierung und Nachsorge
der ZDM I und II basiert auf einem Gutachten von der
IWA (Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Abfall-
wirtschaft mbH). Für die gebührenrechtliche Re-
finanzierung der in der Vergangenheit noch nicht
erwirtschafteten Rückstellungsanteile wurde ein
Nutzungszeitraum von 19 Jahren zugrunde gelegt.
Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ange-
setzt.
III. Bilanzerläuterungen
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beige-
fügten Anlagennachweis (Anlage 1 des Anhangs) ge-
zeigt.
Zum Bilanzstichtag werden geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau mit 428 T€ ausgewiesen. Es han-
delt sich hierbei in erster Linie um Fahrzeuge, die in
2010 fertig gestellt werden.
Für das Jahr 2010 sind Investitionen in Höhe von 3.344 T€
geplant. Von diesen Neu- und Reinvestitionen entfallen
931 T€ auf die Stadtreinigung und 1.895 T€ auf den
Bereich der Abfallwirtschaft. Der verbleibende Anteil in
Höhe von 518 T€ betrifft überwiegend Neu- und Ersatz-
investitionen in gemeinsame Anlagen. Die Finanzierung
soll über Abschreibungen und Eigenmittel erfolgen. 
Die vorhandenen Anlagen im Bereich der Stadtreinigung
und Abfallwirtschaft konnten im Wesentlichen technisch
und wirtschaftlich optimal genutzt werden. Im Sinne
einer sicheren Bewältigung der Aufgabenstellung sind sie
ausreichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
V
orräte
Der Posten Vorräte enthält im Wesentlichen Lager-
material.
Forderungen an die Stadt Münster
Die Forderungen an die Stadt resultieren mit 545 T€
aus Lieferungen und Leistungen, mit 19.886 T€ aus der
Einstandsverpflichtung in Höhe des Rückstellungsbe-
darfs für die Nachsorge der ZDM I und II, soweit diese
bisher nicht über die Gebührenbedarfsberechnung
erfasst wurden, 131 T€ Rückforderung von Starkver-
schmutzerzuschlägen sowie mit 19 T€ aus dem Cash
Pooling.
8 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung

Passivseite
Eigenkapital
Das Eigenkapital belief sich zu Beginn des Wirtschafts-
jahres auf 9.691.512,20 €. Gemäß Ratsbeschluss vom
24.06.2009 wurde von dem Jahresüberschuss 2008
(1.410.050,92 €) ein Anteil in Höhe von 1.119.418,34 €
der Allgemeinen Rücklage zugeführt, 17.193,32 € in
den Sonderposten aus DSD-Überschüssen sowie
23.439,26 € in den Sonderposten aus Photovoltaik-Über-
schüssen eingestellt. Das Eigenkapital erhöht sich um
den Jahresüberschuss 2009 in Höhe von 937.125,49 €.
Das Eigenkapital beträgt damit zum 31. Dezember 2009
10.338.005,11 €.
Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2009
wie folgt entwickelt:
Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im
Wesentlichen um die Nachsorge/Rekultivierung der
ZDM I und II (45.859 T€), Rückstellungen für ungewisse
Verbindlichkeiten (2.536 T€), Urlaubs- und Überstun-
denansprüche (730 T€) sowie Rückstellungen aus Ge-
bührenüberschüssen (5.267 T€). Von den Rückstellungen
aus Gebührenüberschüssen entfallen 16 T€ auf die
Straßenreinigung-ALT (erwirtschaftet vor 1999), 951 T€
auf die Straßenreinigung-NEU, 4.300 T€ auf die Abfall-
wirtschaft-ALT (erwirtschaftet vor 1999) und 0 € auf die
Abfallwirtschaft-NEU.
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 9
Saubere Lösung
31.12.2008 Inanspruchnahme [ I ] Zuführung 31.12.2009
Auflösung [A] 
Verrechnung [V]
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Rückstellungen für Pensionen 1.770 162 [ I ] 159 1.767
2. Steuerrückstellungen 14 0 7 21
3. Sonstige Rückstellungen 56.847 4.707 [ I ] 2.871 54.917
94 [A]
–––––– –––––– –––––– ––––––
Summe Rückstellungen 58.631 4.963 3.037 56.705

Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden
Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster
betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der
Überzahlung von Gebühren sowie Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen. 
Besicherungen für Verbindlichkeiten bestehen nicht.
10 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
davon mit einer Laufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.098 285 813 0
[31.12.2008] [ 1.372] [ 288] [1.084] [ 0]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.148 2.148 0 0
[31.12.2008] [ 1.633] [ 1.633] [0] [0]
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.539 1.539 0 0
[31.12.2008] [ 457] [ 457] [0] [0]
Sonstige Verbindlichkeiten 4 400
[31.12.2008] [2] [1] [1] [0]
_____ _____ _____ _____
Gesamt 4.789 3.976 813 0
[31.12.2008] [ 3.464] [ 2.379] [1.085] [0]

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung für jeden Betriebs-
zweig ist als Anlage 2 dem Anhang beigefügt.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten Gebühreneinnahmen und
Einnahmen aus privatrechtlichen Entgelten.
Von den Umsatzerlösen entfallen 32.878 T€ auf die Ab-
fallwirtschaft; davon betreffen 29.337 T€ die Abfall-
abfuhr, 2.522 T€ die Abfalldeponierung, 953 T€ den
DSD-Bereich und 66 T€ die Sonderabfälle. Weitere
Umsatzerlöse entfallen in Höhe von 4.664 T€ auf die
Straßenreinigung sowie 1.780 T€ auf den Winterdienst.
Auf die Nebengeschäfte in allen Betriebsbereichen ent-
fallen Erlöse in Höhe von 4.515 T€.
Abfallwirtschaft
Abf
allabfuhr
Die den Umsatzerlösen zu Grunde liegenden Leistungen
im Abfallabfuhrbereich entsprechen der Anzahl der tat-
sächlichen Behälterentleerungen auf der Grundlage der
jeweiligen monatlichen Behälterbestände. 
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 11
Saubere Lösung

Abfalldeponierung/-verwertung
Die den Umsatzerlösen zu Grunde liegenden Leistungen
im Abfalldeponierungs/-verwertungsbereich sind der
nachfolgenden Anlieferungsstatistik zu entnehmen.
Stadtreinigung
Die den Umsatzerlösen Stadtreinigung zu Grunde lie-
genden Leistungen sind der nachfolgenden Leistungs-
übersicht zu entnehmen.
Allgemeine Stadtr
einigung
12 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Altholz Bioabfälle Grünabf älle Haus-/ Sperrmüll Straßenkehrricht/
nicht verwertbar MBRA/
Kompostierung
Istmenge in Mg 3.700 17.318 17.338 48.597 6.041
Planmenge in Mg 3.800 18.000 15.000 50.000 5.500
Abweichung in Mg - 100 - 682 2.338 - 1.403 - 541
Jahresabschluss in Euro 111.013,50 3.903.132,27 780.229,80 14.569.527,50 1.010.404,47
Planungsgröße in Euro 114.000,00 4.306.000,00 675.000,00 14.990.000,00 920.000,00
Abweichung in Euro - 2.986,50 - 402.867,73 105.229,80 - 420.472,50 90.404,47
Abweichung in % - 2,62 - 9,36 15,59 - 2,81 9,83
2009 Vorjahr
Kehrmeter Kehrmeter
Vollreinigung 
[insgesamt] 795.822 795.822
Fahrbahnreinigung 
[wöchentlich] 268.831 268.831
Fahrbahnreinigung 
[14-täglich] 270.515 270.515
Reinigung von ca. 816 Kilometern Rad- und Gehwegen und 
31.115 qm Flächenreinigung (Abendreinigung in der Stadt).

Bezüglich der Tarifstatistik wird auf die beschlossene
Gebührensatzung zur Abfallabfuhr und Straßenreini-
gung verwiesen.
Sonderleistungen
- Neujahrsreinigung 
- Eurocityfest, Hafenfest, Karneval sowie weitere 
Veranstaltungen
- Sonderreinigungen für städt. Ämter (Schulamt, Amt
für Liegenschaften, Tiefbauamt, Sportamt, Amt für 
Grünflächen und Umweltschutz)
- Flohmarktreinigungen
- Reinigung für private und gewerbliche Auftraggeber 
(z. B. Betriebsgelände, Parkplätze)
Winterdienst
Der Winterdienst wurde planmäßig durchgeführt. Der
Winterdienst war im Geschäftsjahr in Folge des frühen
Winterstarts sowie immer wiederkehrender Schneefälle
besonders intensiv und aufwendig. Bedingt durch
andauernde Schneefälle bzw. Glatteis waren per
31.12.2009 10 große (Großteil der verfügbaren Kräfte),
28 mittlere (> 5 Streufahrzeuge) sowie 14 kleinere
Einsätze (bis 5 Streufahrzeuge) erforderlich.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Er-
träge aus dem Bereitschaftsdienst, aus der Werkstatt,
aus der Photovoltaikanlage, aus dem Abgang von
Gegenständen des Anlagevermögens, Pacht- und Miet-
einnahmen, der Inanspruchnahme der Rückstellung
aus Gebührenüberschüssen sowie aus Schadensersatz-
leistungen und Sonderleistungen.
Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
in Höhe von 3.451 T€ sowie Aufwendungen für bezoge-
ne Leistungen in Höhe von 19.547 T€.
Abschreibungen
Die Abschreibungen betrugen 2009 3.883 T€.
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 13
Saubere Lösung
2009 Vorjahr
Streugutverbrauch Mg Mg
Streusalz   3.215,01  637,02 
Lava-Granulat 432,15 246,05

Personalaufwand
Am 31.12.2009 waren 328 Mitarbeiter einschließlich Aus-
zubildende bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster
beschäftigt. Für 2009 ergibt sich folgende Entwicklung:
Löhne und Gehälter
Grundlage für die Lohn- und Gehaltsabrechnung ist seit
dem 01.10.2005 für alle bisherigen Angestellten und
Lohnempfänger eine einheitliche Entgelttabelle nach
dem TVöD in der jeweils gültigen Fassung.
Beamtenbesoldung
Grundlage der Bezüge war das Landesbesoldungsge-
setz in der jeweils gültigen Fassung.
Die AWM sind als Teil der Stadt Münster Mitglied der
Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe
(ZKW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche
Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren.
Die ZKW hat mit der Stadt Münster in einer Beteiligungs-
vereinbarung festgelegt, dass alle Arbeitnehmer zu ver-
sichern sind, die nach dem Tarifvertrag über die Versor-
gung der Arbeitnehmer des Bundes und der Länder
sowie von Arbeitnehmern kommunaler Verwaltungen
und Betriebe zu versichern wären. Der derzeitige Um-
lagesatz beträgt 7,5 %. 
14 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Beschäftigte Nachrichtlich
Zeitpunkt [ohne Azubis] Azubis
31.03.2009 306 8
30.06.2009 311 8
30.09.2009 312 12
31.12.2009 316 12
Durchschnitt 2009 311,25 10

Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwands-
komponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht
hervor:
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten
1.657 T€ Wertberichtigungen zu Forderungen an die
Stadt aus der Rekultivierung und Nachsorge für die
ZDM I und II (soweit diese über die Gebührenbedarfs-
berechnung erzielt wurden), 1.000 T€ Zuführung in die
Rückstellung der ZDM II 3. BA, 850 T€ Zuführung in die
Rückstellung für die Sanierung der ZDM I, 902 T€ Auf-
wendungen für Verwaltungsleistungen der Stadt
Münster sowie 2.267 T€ sonstige allgemeine Betriebs-
und Verwaltungsaufwendungen.
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 15
Saubere Lösung
2009 2008 Veränderung Veränderung
zum Vorjahr zum Vorjahr
EUR EUR EUR in Prozent
Beschäftigungsentgelte 10.907.658,38 10.527.006,50 + 380.651,88 3,62
Beamtenbezüge 214.783,51 208.310,30 + 6.473,21 3,11
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 66.559,13 - 41.356,48 + 107.915,61 260,94
Veränderung Rückstellung für Altersteilzeit + 85.924,00 + 62.772,00 + 23.152,00 36,88 
Gesamt 11.274.925,02 10.756.732,32 + 518.192,70 4,82
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 2.134.623,99 2.073.628,86 + 60.995,13 2,94
Gruppenversicherung 73.827,45 83.500,20 - 9.672,75 -11,58
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 10.627,94 - 12.508,65 + 23.136,59 184,96
Veränderung Rückstellung für Altersteilzeit + 17.185,00 + 12.555,00 + 4.630,00 36,88
2.236.264,38 2.157.175,41 + 79.088,97 3,67
Beiträge zur Zusatzversorgungskasse 880.631,61 850.740,81 + 29.890,80 3,51
Zuführung zur Pensionsrückstellung 159.237,18 98.926,57 + 60.310,61 60,97
Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 5.567,92 - 4.912,94 + 10.480,86 213,33
Veränderung Rückstellung für Altersteilzeit + 3.866,00 + 2.826,00 + 1.040,00 36,80
1.049.302,71 947.580,44 + 101.722,27 10,73
Aufwendungen für Beihilfen und Unterstützungen 18.356,54 22.431,15 - 4.074,61 -18,16
Gesamt 3.303.923,63 3.127.187,00 + 176.736,63 5,65

Saubere Lösung
16 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
V. Ergänzende Angaben
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen 
für Organe
Werkleitung
Alleiniger Werkleiter ist Herr Diplom-Geograph 
Patrick Hasenkamp. 
Werksausschuss
Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
[Besetzung bis zum 20.10.2009]: 
[Besetzung ab dem 20.10.2009]: 
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bürger/innen
1. RH Dr. Dietmar Erber 1. RF Ursula Möllers 
Chemiker Wirtschafterin
2. RH Frank Baumann 2. RH Heinz Georg 
Online-Designer Buddenbäumer
Diplomagraringenieur
3. RH Holger Wigger 3. RF Marianne Hopmann
Techniker für elektr. Büroangestellte
Energietechnik
4. RH Dr. Michael Jung 4. RF Hedwig Chudziak
Historiker Hausfrau
5. RF Dr. Rita Stein-Redent 5. RF Maria Klein-Schmeink
[stellvertr. Vorsitzende] Wissenschaftliche 
Wissenschaftl. Mitarbeiterin Mitarbeiterin
6. Thomas Marczinkowski 6. RH Jörn Möltgen
Angestellter /selbständig Landschaftsökologe
7. BM Hans Varnhagen 7. RH Wolfgang Klein 
[Vorsitzender] Bankkaufmann
Dachdeckermeister
8. Andreas Ahrenbog 8. RF Hannelore 
Techn. Angestellter Wiesenack-Hauß
Richterin am 
Landessozialgericht i. R.
Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bürger/innen
1. RH Frank Baumann 1. RH Heinz Georg 
Programmierer Buddenbäumer
Diplomagraringenieur
2. RH Gilbert Hartmann 2. RH Olaf Dressen
Bankkaufmann Rechtsanwalt
3. RH Dr. Dietmar Erber 3. RH Bruno Kleine Borgmann 
Dipl.-Chemiker Lehrer am Berufskolleg
4. RH Horst Kisnat 4. BM Karin Reismann
Polizeibeamter Rentnerin
5. Ludger Albacht 5. Karl Heinz Sonnabend
Interim-Manager
6. Karsten Rahn 6. RH Dr. Michael Jung
Jurist Beamter
7. BM Holger Wigger 7. Martin Treder 
Techniker für elektr. Techn. Angestellter
Energietechnik
Beschäftigtenvertreter/innen
9. Hugo Tork 9. Rainer Eisen
Technischer Angestellter Werkstattleiter 
10. Rolf Kuschel 10. Monika Holtmann 
Mitarbeiter Lager / Sachbearbeiterin
Materialwirtschaft
11. Karsten Markfort 11. Burkhard Lotz 
Kraftwagenfahrer, Kontrolleur
Kontrolleur Straßenreinigung
12. Karl-Heinz Falkhausen 12. Roland Krüger 
Einsatzplaner Ver- und Entsorger 
Abfalltransport
[BM = Bürgermeister | RH = Ratsherr | RF = Ratsfrau]

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 17
Der Werkleitung wurden im Geschäftsjahr Gesamtbe-
züge in Höhe von 108.107,15 € gewährt.
Für die Pensionäre und Hinterbliebenen der früheren
Amtsleitung wurden an Pensionen 27.658,80 € aufge-
wendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in
Höhe von 386.203 €.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle 
Verpflichtungen
Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. 
Es bestehen wesentliche langfristige finanzielle
Verpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen für
die Restabfallbehandlung bis zum 31.05.2015. Eine
betragsmäßige Angabe dieser finanziellen Verpflich-
tungen ist nicht möglich, da die Höhe insbesondere von
den zukünftig angelieferten Mengen abhängig ist.
Honorar des Abschlussprüfers
Das für den Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft, Essen, im Geschäftsjahr als
Aufwand erfasste Gesamthonorar beträgt 69 T€. Hiervon
entfallen auf die Abschlussprüfung 40 T€, auf steuerliche
Beratung 16 T€ und auf sonstige Beratung 13 T€. 
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Werkleitung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss
2009 in Höhe von 937.125,49 € einen Anteil in Höhe
von 250.000,00 € gemäß Konsolidierungsvereinbarung
Nr. 244 an den Haushalt der Stadt Münster abzuführen,
603.812,23 € in die allgemeine Rücklage der AWM und
18.939,27 € in den Sonderposten aus Photovoltaik-
Überschüssen und 64.373,99 € in den Sonderposten
aus DSD-Überschüssen einzustellen.
Münster, 31. März 2010
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick Hasenkamp
8. Andreas Ahrenbog 8. Wilfried Denz
Techn. Angestellter freiberuflicher 
Umweltberater
9. RH Gerhard Joksch 9. RH Stefan Kubel
[Vorsitzender] Jurist
Stadtplaner
10. RF Dr. Rita Stein-Redent 10. Thomas Marczinkowski
Wissenschaftl. Mitarbeiterin Fraktionsgeschäftsführer 
11. RH Hans Varnhagen 11. RH Jürgen Reuter 
[stellvertr. Vorsitzender] Architekt
Dachdeckermeister [bis 9.12.2009]
RF Carola 
Möllemann-Appelhoff
Studienrätin
[ab 9.12.2009]
12. RF Iris Toulas 12. RH Ali Atalan 
Dipl.-Ing. für Ver- und Dipl.-Sozialwissenschaftler
Entsorgungstechnik
Beschäftigtenvertreter/innen
13. Hugo Tork 13. Monika Holtmann 
Fachstellenleiter Chemielaborantin 
technische Angelegenheiten
14. Karsten Markfort 14. Roland Krüger 
Disponent Ver- und Entsorger
15. Rolf Kuschel 15. Theodor Froning 
Mitarbeiter Lager / Kraftfahrer
Materialwirtschaft
16. Rainer Eisen 16. Udo Gehring 
Werkstattleiter Ver- und Entsorger 
17. Thomas Giesbert 17. Ralf Dunker 
Kfz-Meister Ver- und Entsorger 
18. Gregor Koprowski 18. Derek Ashby 
Kfz-Mechatroniker Dipl.-Ingenieur 
[BM = Bürgermeister | RH = Ratsherr | RF = Ratsfrau]

Saubere Lösung
18 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2009 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2009 
+ ./. + ./. + / ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle 
Vermögensgegenstände
1. Konzessionen 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00
2. Software 437.253,78 8.925,00 11.840,00 0,00 0,00 0,00 434.338,78
441.921,78 8.925,00 11.840,00 0,00 0,00 0,00 439.006,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 36.268.746,16 1.131.701,77 0,00 0,00 0,00 + 2.499,10 37.402.947,03
2. Anlagen der Stadtreinigung 6.165.168,55 839.998,24 1.172.921,00 136.577,00 0,00 0,00 5.968.822,79
3. Anlagen der Abfallwirtschaft 17.828.867,67 1.234.575,05 923.208,51 0,00 136.577,00 + 279.976,06 18.283.633,27
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.267.046,08 442.516,23 165.303,96 0,00 0,00 0,00 2.544.258,35
5. Geleistete Anzahlungen,
Anlagen im Bau 282.475,16 428.152,62 0,00 0,00 0,00 - 282.475,16 428.152,62
62.812.303,62 4.076.943,91 2.261.433,47 136.577,00 136.577,00 0,00 64.627.814,06
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des 
Anlagevermögens 8.992.118,49 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49
Summe 72.246.343,89 4.085.868,91 2.273.273,47 136.577,00 136.577,00 0,00 74.058.939,33
I. Stadtreinigung
1. Konzession 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 142.101,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 142.101,00
3. Anlagen der Stadtreinigung 6.165.168,55 839.998,24 1.172.921,00 136.577,00 0,00 0,00 5.968.822,79
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 24.851,15 29.839,18 4.296,00 0,00 0,00 0,00 50.394,33
Summe 6.332.120,70 869.837,42 1.177.217,00 136.577,00 0,00 0,00 6.161.318,12
VI. Anlagen
Anlagennachweis
der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster zum 31.12.2009 
[Anlage 1]

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 19
[9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18]
Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge durchschn. durchschn.
01.01.2009 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2009 31.12.2009 01.01.2009 AfA-Satz RBW
+ ./. + ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H.
3.734,80 466,60   0,00 0,00 0,00 4.201,40 466,60 933,20 10,00 10,00 
326.820,68 58.033,51   11.840,00 0,00 0,00 373.014,19 61.324,59 110.433,10 13,36 14,12 
330.555,48 58.500,11   11.840,00 0,00 0,00 377.215,59 61.791,19 111.366,30 13,33 14,08 
21.697.851,51 1.403.085,08   0,00 0,00 0,00 23.100.936,59 14.302.010,44 14.570.894,65 3,75 38,24 
4.341.269,58 524.318,66   1.162.720,42 136.577,00 0,00 3.839.444,82 2.129.377,97 1.823.898,97 8,78 35,68 
11.983.908,75 1.715.182,96   922.991,24 0,00 136.577,00 12.639.523,47 5.644.109,80 5.844.958,92 9,38 30,87 
1.757.597,66 181.593,44   165.233,62 0,00 0,00 1.773.957,48 770.300,87 509.448,42 7,14 30,28 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 428.152,62 282.475,16 0,00 100,00
39.780.627,50 3.824.180,14 2.250.945,28 136.577,00 136.577,00 41.353.862,36 23.273.951,70 23.031.676,12 5,92 36,01 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49 8.992.118,49 0,00 100,00 
40.111.182,98 3.882.680,25 2.262.785,28 136.577,00 136.577,00 41.731.077,95 32.327.861,38 32.135.160,91 5,24 43,65 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 
37.709,29 7.199,43 0,00 0,00 0,00 44.908,72 97.192,28 104.391,71 5,07 68,40 
4.341.269,58 524.318,66   1.162.720,42 136.577,00 0,00 3.839.444,82 2.129.377,97 1.823.898,97 8,78 35,68 
20.330,03 5.242,34 4.296,00 0,00 0,00 21.276,37 29.117,96 4.521,12 10,40 57,78 
4.399.308,90 536.760,43 1.167.016,42 136.577,00 0,00 3.905.629,91 2.255.688,21 1.932.811,80 8,71 36,61

20 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2009 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2009 
+ ./. + ./. + / ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
II. Abfall- und Wertstoffwirtschaft
1. Konzession 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00
2. Software 225,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 225,00
3. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 23.236.648,88 1.118.305,43 0,00 0,00 0,00 +2.499,10 24.357.453,41
4. Anlagen der Abfallwirtschaft 17.820.867,67 1.234.575,05 923.208,51 0,00 136.577,00 +279.976,06 18.275.633,27
5. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 374.926,53 190.343,82 25.894,00 0,00 0,00 0,00 539.376,35
Summe 41.437.336,08 2.543.224,30 949.102,51 0,00 136.577,00 + 282.475,16 43.177.356,03
III.
Allgemeine und Zentrale 
Betriebe
1. Software 437.028,78 8.925,00 11.840,00 0,00 0,00 0,00 434.113,78
2. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 12.889.996,28 13.396,34 0,00 0,00 0,00 0,00 12.903.392,62
3. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 8.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.000,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.867.268,40 222.333,23 135.113,96 0,00 0,00 0,00 1.954.487,67
5. Finanzanlagen 8.992.118,49 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49
Summe 24.194.411,95 244.654,57 146.953,96 0,00 0,00 + 0,00 24.292.112,56
IV. Anlagen im Bau
1. Grundstücke mit Betriebs- 
und anderen Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Straßenreinigung 0,00 79.325,78 0,00 0,00 0,00 0,00 79.325,78
3. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 282.475,16 348.826,84 0,00 0,00 0,00 - 282.475,16 348.826,84
4. Allgemeine und zentrale Bereiche 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 282.475,16 428.152,62 0,00 0,00 0,00 - 282.475,16 428.152,62

Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 21
Saubere Lösung
[9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18]
Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen
Zugänge Abgänge durchschn. durchschn.
01.01.2009 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2009 31.12.2009 01.01.2009 AfA-Satz RBW
+ ./. + ./.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H.
3.734,80 466,60 0,00 0,00 0,00 4.201,40 466,60 933,20 10,00 10,00 
143,75 75,00 0,00 0,00 0,00 218,75 6,25 81,25 33,33 2,78 
16.838.694,62 957.195,58 0,00 0,00 0,00 17.795.890,20 6.561.563,21 6.397.954,26 3,93 26,94 
11.980.908,75 1.714.382,96   922.991,24 0,00 136.577,00 12.635.723,47 5.639.909,80 5.839.958,92 9,38 30,86 
282.484,84 37.938,14 25.823,66 0,00 0,00 294.599,32 244.777,03 92.441,69 7,03 45,38 
29.105.966,76 2.710.058,28 948.814,90 0,00 136.577,00 30.730.633,14 12.446.722,89 12.331.369,32 6,28 28,83
326.676,93 57.958,51 11.840,00 0,00 0,00 372.795,44 61.318,34 110.351,85 13,35 14,12
4.821.447,60 438.690,07 0,00 0,00 0,00 5.260.137,67 7.643.254,95 8.068.548,68 3,40 59,23
3.000,00 800,00 0,00 0,00 0,00 3.800,00 4.200,00 5.000,00 10,00 52,50 
1.454.782,79 138.412,96 135.113,96 0,00 0,00 1.458.081,79 496.405,88 412.485,61 7,08 25,40 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49 8.992.118,49 0,00 100,00
6.605.907,32 635.861,54 146.953,96 0,00 0,00 7.094.814,90 17.197.297,66 17.588.504,63 2,62 70,79 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 79.325,78 0,00 0,00 100,00 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 348.826,84 282.475,16 0,00 100,00 
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 428.152,62 282.475,16 0,00 100,00

Saubere Lösung
22 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung nach Betriebszweigen für Gesamt Allgem. Bereich Stadtreinigung Abfallwirtschaft
das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.836.869,38  2.372.066,81  5.782.589,63  35.682.212,94
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen Erzeugnissen 1.872,50  0,00  0,00  1.872,50
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 12.325,16  0,00  0,00  12.325,1 6  
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.084.165,35  523.370,04  357.829,17  4.202.966,14
davon Inanspruchnahme der Rückstellungen
aus Gebührenüberschüsse: 3.766.747,75 € 232.512,25  3.534.235,50  
[Stadtreinigung: 232.512,25 €] 
[Abfallwirtschaft: 3.534.235,50 €] 
5. Materialaufwand 22.998.179,88  772.154,60  1.626.374,81  20.599.650,47
a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren [584.136,36]  [858.949,29]  [2.008.301,23] 
b] Aufwendungen für bezogene Leistungen [188.018,24]  [767.425,52]  [18.591.349,24] 
6. Personalaufwand 14.578.848,65  3.571.541,15  2.524.779,74  8.482.527,76 
a] Löhne und Gehälter [2.705.815,78]  [1.966.856,39]  [6.602.252,85] 
b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung [865.725,37]  [557.923,35]  [1.880.274,91] 
davon für Altersversorgung: 1.049.302,71 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.882.680,25  635.861,54  536.760,43  2.710.058,28
8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
aus DSD-Überschüssen 0,00  0,00 0,00 0,00 
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.676.298,54  2.418.261,47  76.327,23  4.181.709,84
davon Zuführung zu Rückstellungen für 
Gebührenüberschüsse: 506.252,56 € [26.879,00]  [479.373,56] 
10.Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
11.Zinsen und ähnliche Erträge 283.902,30  0,00  38.509,14  245.393,16
12.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.063,07  46.031,70  0,00  31,37
Verrechnung des allgemeinen Bereichs - 4.578.770,94  1.264.444,00  3.314.326,94  
13.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.037.064,30  30.357,33  150.241,73  856.465,24
14.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.700,00  6.700,00  0,00  0,00
15.Sonstige Steuern 93.238,81  4.718,06  27.279,86  61.240,89
16.Jahresüberschuss 937.125,49  18.939,27  122.961,87  795.224,35
Nachrichtlich: 
Behandlung des Jahresüberschusses
a] zur Einstellung in Rücklagen 603.812,23  
b] zur Zuführung in den allgemeinen Haushalt 250.000,00  
c] zur Zuführung zum Sonderposten Photovoltaik 18.939,27  
d] zur Zuführung zum Sonderposten Duale Systeme 64.373,99  
[Anlage 2]

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 23
Lagebericht
I. Geschäftsverlauf und Lage
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster sind seit 1996
eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt
Münster entsprechend den Vorschriften der Gemeinde-
ordnung für das Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden
gemäß der Eigenbetriebsverordnung sowie nach den
Bestimmungen der Betriebssatzung für die Abfallwirt-
schaftsbetriebe Münster geführt. Dem Eigenbetrieb
einschl. etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe obliegen die
Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (Sammlung, Trans-
port, Verwertung und Entsorgung von Abfällen im Sinne
des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes, Aufstel-
lung und Umsetzung des kommunalen Abfallwirt-
schaftskonzeptes) im gesamten Stadtgebiet.
Der Eigenbetrieb orientiert sich umfassend an den vom
Rat der Stadt Münster beschlossenen ökologischen
Zielsetzungen der Abfallwirtschaft sowie gleicherma-
ßen an den Belangen der Nutzer/Gebührenzahler im
Hinblick auf die Gestaltung der Kosten-Nutzen-Relation
des Leistungsangebotes. Diese Aufgabe konnte auch im
Jahr 2009 erfolgreich erfüllt werden.
Zur Dokumentation der Unternehmensziele und Opti-
mierung der betrieblichen Steuerung wurde in 2009 ein
Balanced Scorecard System (BSC) eingeführt, das die
betrieblichen Einzelziele der zertifizierten betrieblichen
Managementsysteme (ISO 9001:2008 Qualitäts,-, 
ISO 14001:2004 Umwelt-, und OHSAS 1001:2007 Ar-
beitsschutzmanagement) kennzahlengestützt
zusammenführt.
Eines der Kernziele der AWM besteht weiterhin in der
Sicherung sozialverträglicher Gebühren für die hoheit-
lichen Kernaufgaben Abfallentsorgung und Straßen-
reinigung unter Beibehaltung bürgerorientierter Dienst-
leistungsangebote mit dem hohen Qualitätsstandard
der AWM.
Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Haushalts-
lage bei der Stadt Münster ist dabei für die Zukunft
jedoch auch eine angemessene Eigenkapitalverzinsung
zu berücksichtigen. Auf Empfehlung der Kommunal-
aufsicht Münster wurden daher im abgelaufenen Jahr
2009 bei der Gebührenkalkulation 2010 für die Stadt-
reinigungs- und Abfallgebühren der AWM erstmals kal-
kulatorische Zinsen berücksichtigt. In Verbindung mit
den im abgelaufenen Wirtschaftsjahr aufgezehrten und
plangemäß in 2009 gebührenkalkulatorisch zurückge-
gebenen Gebührenüberschüssen aus Vorjahren resul-
tierte daraus eine deutliche Gebührenerhöhung im
Bereich der Abfallgebühren.
Im Hinblick auf die Fortentwicklung der kommunalen
Abfallwirtschaft in Münster und zur frühzeitigen
Reaktion auf die befristeten Vertragslaufzeiten für die
Mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage
und die Bioabfallvergärungsanlage haben die AWM in
2009 damit begonnen, das aktuelle Abfallwirtschafts-
konzept bezüglich der Optimierungspotenziale in Klima-
und Ressourcenschutz sowie den ökonomischen
Rahmenbedingungen zu überprüfen. 
Wesentliche längerfristige Verträge bestehen mit:
- der REMONDIS GmbH & Co.KG sowie der Reiling MS
Recycling GmbH über den Verkauf der von AWM bereit-
gestellten Papier, Pappen und Kartonagen. Die Verträge
laufen vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2009. 
Ab dem 01.01.2010 besteht der Vertrag nur noch mit
der REMONDIS GmbH & Co.KG bis zum 31.12.2010 mit
Option der Verlängerung.
- der REMONDIS GmbH & Co. KG über die Betreibung
der MBRA. Der Grundvertrag wurde am 22.12.2000
abgeschlossen. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 10
Jahre nach endgültiger Abnahme der Anlage und endet
am 31. Mai 2015.
- der Stadtwerke Münster GmbH über die allgemeine
Stromlieferung und die Stromlieferung für die Sicker-
wasserbehandlungsanlage. Diese Verträge wurden bis
zum 31.12.2010 verlängert. 
- der Stadtwerke Münster GmbH über den Bau und
Betrieb der Bioabfallvergärungsanlage. Der Vertrag
läuft vom 14.06.1996 bis zum 31.12.2016.

24 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
- der Stadtwerke Münster GmbH über die Nutzung von
Deponie- und Klärgas.
- der Stadtwerke Münster GmbH über die Energieein-
speisung aus der Photovoltaikanlage.
II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und
betriebsrelevante Marktentwicklungen
Kommunale Altpapiersammlung in Haushalten und
Gewerbe durch die AWM, Duale Systeme – Miterfas-
sung der Verkaufsverpackungen aus Papier, Pappe,
Kartonagen über das kommunale Sammelsystem
Die AWM waren für das Gebiet der Stadt Münster bis
zum 30.06.2008 im Rahmen einer aus der Verpackungs-
verordnung (VerpackV) abgeleiteten und seit mehr als
15 Jahren als regelmäßig verlängerte „vorläufige Beauf-
tragung“ praktizierten Mitbenutzungsvereinbarung der
Leistungsvertragspartner der DSD GmbH für den Auf-
gabenbereich Sammlung und Transport von Verkaufs-
verpackungen aus Papier, Pappe und Kartonagen (PPK)
in Münster.
Die Papiererfassung der AWM in Münster wird durch
die AWM als erzeugernahe Sammlung über die gebüh-
renfreie „Blaue Tonne“ für Haushalte und Gewerbebe-
triebe sowie als dezentrale Sammlung über Großcon-
tainer auf den AWM-Recyclinghöfen unter dem Regime
der kommunalen Abfallsatzung praktiziert.
Die DSD GmbH ist gegenüber den Lizenznehmern und
aus § 6 Abs. 3 VerpackV verpflichtet, die lizenzierten
PPK-Verpackungen von den Verbrauchern zurückzuneh-
men. Dieser Pflicht kommt die DSD GmbH derzeit
durch eine faktische Mitbenutzung des bestehenden
Entsorgungssystems in Münster nach.
Die DSD GmbH ist verpflichtet, nach § 6 Abs. 3 Satz 8
VerpackV für die Mitbenutzung dieser AWM-Entsorgungs-
einrichtungen ein angemessenes Entgelt zu zahlen.
Wie im Lagebericht 2008 bereits beschrieben, hat die
DSD GmbH jedoch aus wirtschaftlichen Gründen das
(Fort-) Bestehen eines Mitbenutzungsanspruchs ein-
schließlich der Zahlung eines angemessenen Mitbe-
nutzungsentgeltes abgelehnt, obwohl die Stadt Münster
den Anspruch der AWM auf Mitbenutzung der Einrich-
tungen zur PPK-Entsorgung ausdrücklich schriftlich gel-
tend gemacht hat.
Die AWM vertreten die Auffassung, dass die PPK-Er-
fassungssysteme im Rahmen der gültigen Abstimmungs-
vereinbarung zwischen Stadt Münster als öffentlich-
rechtlichem Entsorgungsträger und der DSD GmbH als
Systemträger für die Erfassung von PPK-Verpackungen
auch weiterhin von der DSD GmbH finanziell getragen
werden muss und haben vor dem Verwaltungsgericht
Klage gegen die DSD GmbH erhoben. Die Kanzlei
Gassner, Groth, Siederer & Coll. aus Berlin ist in diesem
Verfahren beauftragt, die rechtlichen und finanziellen
Interessen der Stadt Münster in dieser Angelegenheit
durchzusetzen. 
Das Verfahren der Stadt Münster ist bis heute noch
nicht zur Verhandlung beim Verwaltungsgericht
Münster gekommen.
Auch die in 2009 parallel bei den Verwaltungsgerichten
Gelsenkirchen und Stuttgart anhängigen Verfahren der
Städte Herne und Böblingen sind bisher nicht rechts-
kräftig abgeschlossen worden. 
Die seit 2008 aufgelaufenen Ansprüche gegenüber der
DSD GmbH betragen 1.052 T€. 
Von der Auseinandersetzung zwischen der DSD GmbH
und AWM über die finanzielle Einbeziehung der kom-
munalen Altpapiererfassungssysteme (Blaue Tonne und
Recyclinghöfe) sind in der Praxis weder die Bürgerinnen
und Bürger noch die gewerblichen Kunden der AWM
direkt betroffen. Die Leerung der Sammelbehälter er-
folgt ebenso wie die Verwertung der erfassten Papier-
mengen ohne Unterbrechung und über die gleichen
Verwertungswege wie bisher.
Abgesehen von der gerichtlichen Auseinandersetzung
mit der DSD GmbH, die zum Endes des Jahres 2009 nur
noch einen Lizenzanteil von weniger als 50 % an den
PPK-Verkaufsverpackungen nachgewiesen hat, konnten
die AWM mit den übrigen zugelassenen Systembetrei-
bern Mitbenutzungsvereinbarungen abschließen und
entsprechende Mitbenutzungsentgelte vereinnahmen.

Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 25
Saubere Lösung
III. Ertragslage
Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss
sank im Vergleich zum Vorjahr von 1.410 T€ auf 937 T€.
Dies ist maßgeblich im rückläufigen Finanzergebnis
(T€ 238, Vorjahr T€ 757) begründet, welches das signifi-
kant gesunkene Zinsniveau widerspiegelt. Die Zinsauf-
wendungen konnten infolge regulärer Darlehnstil-
gungen nochmals um 25 T€ (35,09 %) gesenkt werden. 
Die Gesamterlössituation hat sich im Vergleich zum
Vorjahr um 1.303 T€ (3,06 %) verbessert. Die sonstigen
betrieblichen Erträge sind in der Vergleichsbetrachtung
zum Vorjahr um 2.237 T€ (78,57 %) gestiegen. Im We-
sentlichen ist dies auf eine höhere Auflösung von Rück-
stellungen aus Gebührenüberschüssen, auf die Rück-
stattung von Abwassergebühren für die BVA 2004 –
2008 sowie auf Öko-Sponsoring für die Photovoltaikan-
lage zurückzuführen.
Die Erhöhung der Materialaufwendungen um 1.479 T€
im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus
der Erhöhung des Verwertungspreises pro t in der MBRA
sowie höherer Winterdienst-Pauschalen und Streu-
mittel. Die Personalaufwendungen stiegen um insge-
samt 695 T€ (5,01 %). Ursächlich hierfür ist die Lohn-
und Gehaltssteigerung in Höhe von 2,8 % sowie einer
Erhöhung der Personalrückstellungen von 12,78 %. 
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum
Vorjahr um 81 T€ (2,14 %).
IV. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr un-
erheblich um 87 T€ (0,12 %) verlängert. Auf der Aktiv-
seite hat sich das Anlagevermögen um 193 T€ (0,6 %)
erhöht und das Umlaufvermögen um 72 T€ verringert.
Auch waren in 2009 34 T€ weniger Positionen aktiv
abzugrenzen. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte
sich das Eigenkapital um 646 T€. Die Rücklagen der
AWM haben sich gegenüber dem Vorjahr um die
Gewinnzuführung (1.119 T€) des Jahres 2008 erhöht. 
Die DSD-Überschüsse und die Überschüsse aus der
Photovoltaikanlage wurden dem entsprechenden
Sonderposten zugeführt. Die Rückstellungen liegen
1.926 T€ unter Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im
Wesentlichen auf Entnahmen von 3.721 T€ aus der
Rückstellung für Gebührenüberschüsse zurück zu füh-
ren, welcher durch Zuführungen in den übrigen Be-
reichen teilweise kompensiert wurde. Die Verbindlich-
keiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.325 T€
erhöht. Diese Erhöhung resultiert zum größten Teil
(1.164 T€) aus einer zum Stichtag erfolgten Überzah-
lung durch die Stadt Münster, die in 2010 zurück ge-
führt wird. 
Mit der Stadt Münster besteht seit Januar 2003 eine
sogenannte Cash-Pool-Management-Vereinbarung,
mittels derer die Liquiditätsströme der Stadt und ihrer
Beteiligungen optimiert werden. Im Rahmen dieser
Vereinbarung wurde den AWM ein unverändertes
Kassenkreditvolumen von 500 T€ eingeräumt.
Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2009 bei 4.086 T€.
Davon wurden 840 T€ in Anlagen der Stadtreinigung,
1.235 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 1.132 T€
in Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten in-
vestiert. Der verbleibende Anteil entfällt in Höhe von
451 T€ auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, imma-
terielle Vermögensgegenstände, Finanzanlagen sowie
in Höhe von 428 T€ auf geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau. Die vorgenannten Investitionen wur-
den aus eigenen Mitteln finanziert.
Die Stabilität und Liquidität der AWM ist bei einer An-
lagendeckung von 202 % vollständig durch mittel- und
langfristig zur Verfügung stehendes Eigenkapital und
Fremdkapital finanziert. Auch die Anlagendeckung
durch Eigenkapital weist mit 31,98 % einen relativ
hohen Wert auf. 
Die Liquidität II (kurzfristige Liquidität) beträgt am
Bilanzstichtag 14.217 T€ und weist damit weiterhin
eine hohe Überdeckung auf.
Das kurzfristige realisierbare Schuldendeckungspoten-
tial deckt in vollem Umfang das kurzfristige Fremd-
kapital. Die Eigenkapitalquote beträgt – ohne Betrach-
tung des Sonderpostens aus DSD-Überschüssen und

26 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Photovoltaik-Überschüssen – zum Bilanzstichtag
14,24 %, die kurzfristige Fremdkapitalquote 10,01 %.
Die AWM waren und sind jederzeit in der Lage, ihren
finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.
V. Nachtragsbericht
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach
dem Schluss des Wirtschaftsjahres 2009 eingetreten,
die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss darge-
stellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
VI. Risikomanagement
Um bestehenden und möglichen Risiken für das Unter-
nehmen frühzeitig und wirksam begegnen zu können,
haben die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster im Jahr
2001 ein Risikomanagementsystem eingeführt. Dieses
entspricht den Maßgaben des am 01. Mai 1998 in Kraft
getretenen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich (KonTraG) sowie dem § 10 der mit
Wirkung vom 24.11.2004 in Kraft getretenen EigVO NRW.
Das Risikomanagement bei den AWM vollzieht sich in
drei aufeinander aufbauenden Abschnitten, der Risiko-
inventur, der Risikobewertung und der Risikofrüherken-
nung und -handhabung.
Zur Risikofrüherkennung wurden Kennzahlen definiert
und Toleranzgrenzen festgelegt. Eine Schwellenwert-
überschreitung ist in allen Fällen zur Zeit nicht zu be-
fürchten. Alle erkannten Risiken für das Unternehmen
werden kontinuierlich beobachtet und bewertet. Der
Risikobericht 2009/2010 ist erstellt.
Im Vergleich zum Vorjahr wurden keine neuen Risiken
inventarisiert. 
Als wesentliche Risiken wurden identifiziert:
- Änderung der Politik;
- Änderung der Wettbewerbssituation;
- Änderung der Rechtslage;
- Strategische Ausrichtung geht nicht konform mit
Rahmenbedingungen;
- Es findet keine Marktbeobachtung statt;
- Es liegt kein Leistungs- und Produkt-Portfolio vor;
- Dienstleistungsvertrag enthält Rechtsfehler;
- Es kommt zu Haftpflichtschäden über 26 Mio. € 
Versicherungssumme;
- Nicht versicherte Schäden auf dem Betriebshof;
- Erstellung/Fortschreibung Abfallwirtschaftskonzept
(AWK)/Abfallwirtschaftsplan (AWP);
- Umsetzung des Abfallwirtschaftkonzeptes;
- Korruption und Unterschlagung.
Um mögliche aus den Risiken resultierende Schäden zu
vermeiden, zu verringern oder zu kompensieren, sind
geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen worden.
VII. Prognosebericht
Neben den gebührenfinanzierten Betriebsbereichen
haben die gewerblichen Geschäftsfelder der AWM eine
finanziell und prozessual unterstützende Funktion: Sie
tragen zur Minderung der Gebührenlasten im Bereich
der privaten Haushalte bei und können darüber hinaus
Potenziale für Konsolidierungsbeiträge an die Stadt
Münster bieten. Voraussetzung hierfür ist allerdings
eine Neudefinition des unternehmerischen Handlungs-
rahmens für die AWM auf der Ebene des Rates der
Stadt Münster einschließlich möglicher Änderungen
der Unternehmensform.
Erweiterte gewerbliche Dienstleistungen in der Abfall-
wirtschaft und Stadtreinigung müssen sich dabei aber
auch an zukünftig ihrem wirtschaftlichen Erfolg und
ihrem Potenzial, das hoheitliche Geschäft zu stützen,
messen lassen, wobei (Markt-) Chancen und Risiken
angemessen abgewogen werden.
Die AWM sind sich dabei in allen Dienstleistungsbe-
reichen und Arbeitsprozessen ihrer umweltpolitischen
und sozialen Verantwortung als öffentliches Unter-
nehmen bewusst.
Um langfristige Effekte auf die Entwicklung der Abfall-

Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss | 27
Saubere Lösung
und Straßeneinigungsgebühren einschätzen zu können,
wird mit dem Wirtschaftsplan der AWM eine minde-
stens fünfjährige Vorausschau aufgestellt. Diese sieht
nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 für das Jahr
2010 unter Berücksichtigung der v.g. Einbeziehung von
kalkulatorischen Zinsen Gebührenstabilität für die
Straßenreinigung und aufgrund der in den vergange-
nen Jahren sukzessiv aufgelösten Rücklagen aus Ge-
bührenüberschüssen eine Gebührenerhöhung im Be-
reich der Abfallwirtschaft vor. Für die weiteren Folge-
jahre können die Gebühren in beiden Bereichen voraus-
sichtlich wieder stabil gehalten werden.
Eine entscheidende Rolle nimmt bei dieser Einschätzung
die (politische) Stabilität der steuerlichen Rahmenbe-
dingungen ein, da die in 2009 neu konstituierte Bun-
desregierungskoalition in ihrer Koalitionsvereinbarung
die Vakanz der umsatzsteuerlichen Privilegierung von
kommunalen Dienstleistungen in der Abfallwirtschaft
in Erwägung gezogen hat.
Münster, den 31. März 2010
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Patrick Hasenkamp

28 | Geschäftsbericht 2009 | Jahresabschluss
Saubere Lösung
Bestätigungsvermerk der 
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben
wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„ Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, Münster, für das
Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden
landesrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwor-
tung der Werkleitung der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317
HGB und § 106 GO NRW unter Beachtung der vom Insti-
tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deut-
schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die
sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesent-
lich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und
über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Erwar-
tungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungsle-
gungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nach-
weise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss
und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stich-
proben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung
der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der we-
sentlichen Einschätzungen der Werkleitung der eigen-
betriebsähnlichen Einrichtung sowie die Würdigung der
Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lage-
berichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung
eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurtei-
lung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresab-
schluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen ent-
sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lage-
bericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ver-
mittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.“
Essen, 7. Mai 2010
Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Mutig 
Wirtschaftsprüfer 
Janzen
Wirtschaftsprüfer
Bestätigungsvermerk

Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 0
Telefax: 0251/6052 - 48
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de 
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
X&Y Design | Münster
Saubere
Lösung

Anlage 1

55840 Zeichen

Geschäftsbericht
2009
Saubere
Lösung

Geschäftsbericht 2009 | Editorial | 1 
Kommunale Entsorger sind die erste Wahl – diese Bot -
schaft haben wir 2009 wieder durch zahlreiche Aktionen
und Entwicklungen dokumentiert. Vor allem unsere
Nach haltigkeit, Flexibilität und unsere Nähe zum Kun -
den sind die großen Stärken der kommunalen Entsor ger
wie den AWM. Wie sehr wir uns auf die Anforderun gen
des Marktes einstellen bzw. ihnen sogar noch zuvor-
kommen, zeigen viele Beispiele. Eines davon: der Stand -
ort Service Plus für Großwohnanlagen. Mit diesem
Ange bot bieten wir einem großen Kundenkreis ein
Komplettpaket für die Entsorgung von Abfällen. So hel-
fen wir, Kosten zu sparen und Mieter zu binden. Auch
das ist Nachhaltigkeit (mehr dazu auf Seite 10). Über-
haupt war und ist die Nachhaltigkeit ein Thema, das
uns sehr bewegt. Dabei verstehen wir es nicht nur öko-
logisch, sondern auch ökonomisch und gesellschaftlich.
In puncto Ökologie bedeutet das, klima- und ressour-
censchonende Prozesse zu fördern und unseren Kunden
Produkte mit einem hohen Umweltnutzen anzubieten. 
Konkret heißt das: Wir erhöhen die Verwertungsquote,
etwa durch die MBRA (mechanisch-biologische Rest -
abfall behandlungsanlage). Wir sparen aktiv CO
2, etwa
durch den Betrieb der größten Photovoltaikanlage
Münsters. Und wir setzen auf umweltschonende Inno -
vationen, etwa durch den Einsatz von Erdgasfahrzeu -
gen in geeigneten Bereichen. Unsere Ideen und unser
Engagement sind hier sehr vielfältig (lesen Sie dazu
auch das Interview auf Seite 12/13).
Wir freuen uns, dass dieser Geschäftsbericht Ihnen
neben einem lebendigen Rückblick auf das Jahr 2009
auch wieder zahlreiche Aussichten auf neue Initiativen
und Entwicklungen bei den AWM gibt. 
Viel Freude beim Lesen!
Ratsherr Gerhard Joksch
Vorsitzender des AWM Werksausschusses
Helga Bickeböller 
Stadtkämmerin
Patrick Hasenkamp
Werkleiter AWM
Nachhaltig zu handeln heißt 
vor allem vorausschauend zu handeln.
Saubere Lösung

Januar
Auch zwischen
den Feiertagen
erreichbar: Unser
Service-Telefon
Februar
Star-Waste-Team
rückt zur Mission
Karneval aus
März
Wieder mehr
Helfer: Aktion
„Sauberes
Münster“ 
2009 
bei den AWM
April
Frühjahrsputz in
Münsters Innen -
stadt: Mit dem
neuen Super -
sauger
Mai
AWM-Team
nimmt Arbeit im
Projektgebiet 
soziale Stadt auf
Juni
Radarfalle in
Papiertonne
entsorgt und
andere
Kuriositäten
Seite 6
 Seite 4
 Seite 7
 Seite 15

Geschäftsbericht 2009 | Inhalt | 3
AWM-Hintergründe
12 Innovativ!
Ein Interview mit Patrick 
Hasenkamp.
13 Betriebsam
Unterwegs mit 
Deponiemeister 
Erwin Eixler.
14 Menschlich
AWM spendet zu 
Weihnachten 
für„draußen“ .
15 Fotogenial
Ein ungewöhnlicher  
Rückblick in Bildern.
AWM Nachhaltig
17 Z.B. für die Umwelt
Von Klimaschutz bis 
Rekultivierung.
20 Z.B. ökonomisch
Von Arbeitsschutz bis 
Gebührenvergleich.
22 Z.B. in puncto
Gemeinwohl und 
Verantwortung
Von Kunde 
bis Mitarbeiter.
24 Impressum
Saubere Lösung
Stadt und Bürger
4 Stadtbekannt 
Neue Aktionen und Missio -
nen des Star-Waste-Teams.
6 Auf Draht
Das neue Service-Telefon 
der AWM.
7 E wie Elektro
Eigene Abfuhr für 
Elektroschrott.
7 Eiszeit
Straßendienst in Zeiten 
des Mega-Winters 2009
7 Saubersauger
Wie der Glutton die 
City saugt.
7 Klein, kleiner...,
am kleinsten: das Mini- 
Pressmüllfahrzeug.
Wirtschaft und Verwaltung
8 Gute Wahl
Die Johanniter entschei-
den sich für die AWM.
10 Rundum-Service
Der Standort Service Plus 
für Wohnanlagen.
11 Maßgeschneidert
Die Branchenlösungen 
der AWM. 
11 Haus- und Hof-Feger
Mit den AWM zum 
sauberen Betriebsgelände. 
Juli
Star-Waste-Team
besucht Griller
am Kanal
August
Fünf neue Azubis
beginnen ihre
Ausbildung bei
den AWM
September
Landesfach -
tagung des VKS
in Münster
Oktober
Noch mit
Kunstschnee –
Weihnachts -
stimmung für 
„draußen“
November
Früher und
heftiger
Winterein bruch
für Münster
Dezember
Die AWM
nehmen den
Weihnachts -
markt in Angriff
Seite 4
 Seite 15Seite 12
 Seite 7

Saubere Lösung
4 | Geschäftsbericht 2009 | Stadt und Bürger
STAR
WASTE
TEAM
Diese Helden kommen an: 
Star-Waste.
Ran Raboh schon einmal gehört oder gelesen. Beson -
ders beliebt: Plakate und sprechende Mülltonnen. Das
schönste Lob aber ist, dass über 70 % sich häufiger sol-
che Kampagnen wie Star-Waste wünschen. 
Missionen zum Mitmachen
Doch wie heldenhaft sich die fünf galaktischen Freunde
auch einsetzen, ohne die Hilfe
der Münsteraner geht es nicht.
Deshalb schicken Anna und Co
die Bürger auf verschiedene
Missionen, für die sie auf City -
light-Plaka ten werben. 
vom Institut für Soziologie der Westfälischen Wil helms -
Universität Münster unter den Bürgern durchgeführt
wurde.
Gute Noten für Star-Waste
„Sympathisch“ und „lustig“ – das fiel Befragten zur
Star -Waste-Kampagne häufig ein. Die Helden gehö-
ren zum Stadtbild: 60 % der unter 30-Jährigen kennen
das galaktische Müllaufräumer-Team. Doch nicht nur
die Figuren sind bekannt, auch die Inhalte kommen
an. „Feste ohne üble Reste“ ist der bekannteste Slogan.
Ein Viertel der Befragten hat das Motto von Mind master
Seit zwei Jahren kämpfen sie für ein sauberes Münster:
die Helden vom Star-Waste-Team. Und die Münstera -
ner schätzen sie dafür – das zeigt eine Umfrage, die
Macht mit: 
Krieg den Scherben!

Ob Kau gummis, Kaffeebecher, Fla schen,
Verpackungen oder Ziga retten kippen: Mit fünf
Missio nen motiviert das Star-Waste-Team die
Münsteraner zum Mit machen. Und das nicht nur
auf dem Papier. Die Helden tauchen auch immer
wieder live in Münster
auf und ernten dafür
viel Sympathie.
iPod zu gewinnen
Wer sich den Missionen
an schloss, hatte nicht
nur die Chance auf ein
noch saubereres
Münster. Er konnte
auch etwas gewinnen.
Jeden Monat verloste
das Star-Waste-Team einen iPod unter den eifrigen
Müll mis sio nierern. Insge samt 5 iPods wechselten so
den Besitzer und bewiesen, dass es sich lohnt, beim
Aufräumen mitzumachen.
Helden zum Anfassen
Ein sonniger Tag im August.
Das Queck silber steigt auf
über 30° C. Ganz Münster
genießt den Sommer. Einer
der beliebtesten Orte in der
Stadt ist jetzt der Kanal.
Hunderte gehen hier schwim-
men, treffen sich mit Freun -
den, picknicken, grillen oder
feiern am Ufer. Wo so viele
Menschen fröhlich zusam -
menkommen, bleibt eines meist auf der Strecke: der
Müll. Ein Grund, warum das Star-Waste-Team sich
einen Auftritt
hier nicht ent -
gehen lässt. In
ihren schillern -
den Raum kostü -
men sind sie ein
galaktischer
Blick fang. 
Mit viel Spaß motiviert
das ungewöhnliche
Team dazu, die Grün -
flächen sauber zurückzulassen.
Dafür verteilen sie Mülltüten und
vor allem lockere Sprüche an die erfreuten Kanalbesu -
cher. Übrigens nicht nur am Kanal, sondern auch bei
anderen Spontan einsätzen am Kreativkai oder Aasee.
Überall dabei, wo Münster
feiert
Auch die großen Veran stal -
tungen in Münster standen
natürlich auf dem Programm
des Star-Waste-Teams. Ob
Hafenfest, Eurocityfest,
Marathon oder Rosen mon -
tag: Die illustre Fußtruppe
war immer dabei
und bereit, ihre
Missionen persön-
lich unters Volk zu
bringen. Und lie-
fen die fünf in
diesem Jahr noch als Fußtruppe mit ihrer Karnevals-
Kehrmaschine beim großen Umzug mit, wird gerade an
einem standesgemäßen spacigen Wagen gebaut. Von
diesen fünf wird man also auch im nächsten Jahr noch
einiges zu hören und zu sehen bekommen!
Mehr über die vier Helden
und Messi, Fanliste, E-Cards,
Gewinnspiel, Klingelton ...
www.starwaste.de
Geschäftsbericht 2009 | Stadt und Bürger | 5
Saubere Lösung
Macht mit: 
Kampf den Kaugummis!
Macht mit: 
Feste ohne Reste!
Macht mit: 
Schluss mit Kippen-Schnippen
Macht mit: 
Snack ohne Dreck!

60 52 53 – 
schnelle Antworten statt lange abwarten.
6 | Geschäftsbericht 2009 | Stadt und Bürger
Saubere Lösung
„Guten Tag, Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, mein
Name ist Frank Hoffmeister. Was kann ich für Sie tun?“
So freundlich begrüßen die AWM ihre Kunden seit eh
und je am Telefon. Und doch hat sich vieles verändert,
seit sich die AWM im Oktober 2007 eine Neu -
organisation ihres Telefonservices auf die Fahnen
geschrieben haben.  
Etwa 200 Mal am Tag und 4100 Mal im Monat klingelt
das Servicetelefon. Im Durchschnitt. Natürlich variiert
die Zahl der Anrufer. So wählten im Januar ganze 6000
Münsteraner die AWM Servicenummer. Wie die Abfuhr
zu den Feiertagen geregelt ist, wann der Weihnachts -
baum wo entsorgt werden kann und wann Schnee
und Eis geräumt werden ... Das sind die Klassiker der
Fragen zum Jahreswechsel. Mit einem verstärkten
Team reagieren die AWM auf solche Telefonanstürme.
Und das ist nur einer von vielen Punkten, die den
neuen Telefonservice der AWM ausmachen.
Kurz: Wir sind kein unpersönliches Callcenter. Sondern
ein Telefonservice, bei dem eigene Mitarbeiter den
Bürgern schnell, kompetent und pragmatisch helfen. 
„Ich hab da zwei Surfbretter in meiner Garage … “ 
„Und die sollen weg?“ „Ja, mein Mann braucht sie nicht
mehr, er zieht jetzt ins Altersheim.“
Der neue AWM Telefonservice heißt:
- Bestens erreichbar – zu den Hauptanrufzeiten 
mo – fr 8 – 17 Uhr sind wir durchgehend für 
Sie da.
- Direkt dran – 95 % der Anrufe nehmen wir 
innerhalb von 20 Sekunden an.
- Mehr Anrufe, mehr Mitarbeiter – unser Telefon-
team ist flexibel und stellt sich auf die 
Anrufmenge ein.
- Wir rufen gleich zurück – falls Sie doch 
einmal auf dem AB gelandet sein sollten.
- Die richtigen Antworten schneller parat – 
unsere Mitarbeiter sind so geschult, dass sie 
90 % aller Fragen selbst beantwor
ten können, 
ohne weiter zu verbinden.
- Freundlich und verbindlich – genau wie im 
persönlichen Gespräch.
- Beschwerden kommen an – und werden in 
kürzester Zeit bearbeitet.
„Mein Portemonnaie
liegt im Papierkorb an
der Promenade!“ „Wie
konnte das passieren?“ 
„Na, ich habs reinge-
worfen...“
„Wie lange hat der Recyclinghof heute geöffnet?“ 
„Bis 19:00 Uhr.“ „Ist es da nicht schon dunkel?“ 
„Stimmt, aber Gott sei Dank haben wir Licht.“

Geschäftsbericht 2009 | Stadt und Bürger | 7
Saubere Lösung
Er sieht aus wie ein überdimensionaler Staub sauger
von einem anderen Stern. Und er saugt still und leise
alles weg, was ihm unter oder in die Röhre kommt: der
Glutton, unser Münsteraner Stadt staubsauger. Seit
2009 begleitet das gelenkige Gefährt die AWM bei
Einsätzen in der Innen stadt – und ist seitdem nicht
mehr wegzudenken. Sein Vorteil: Er kommt in die
kleinsten Ecken und Winkel. So saugt er selbst da, wo
keiner mehr fegen kann: zwischen Fahr rädern, in
Pflasterfugen oder unter Sitzbän ken. Hier entfernt er
mühelos groben Dreck wie
Dosen, Flaschen, Papier oder
Pommes schalen. Besonders
aber liebt er kleinen, feinen
Unrat wie Zigarettenkippen.
Umweltfreundlich und elek-
trisch betrieben, saugt er so
die Stadt sauber – und ern-
tet aus den Schaufenstern
manch neidischen Blick der
kleinen Hausstaubsauger. 
Der Glutton: 
Ein kosmisches Gefährt.
Der Kühlschrank brummt nur noch müde, die Wasch -
ma schine schleudert nicht mehr, der Fernseher serviert
Filme in Streifen ... Klarer Fall: diese Geräte haben aus-
gedient. Doch wohin mit dem sperrigen Gut? Nach wie
vor holen die AWM große Elektrogeräte von privat
kostenfrei direkt vor der Haustür ab. Seit 2008 gehören
diese allerdings nicht mehr zum Sperrmüll, sondern
müssen gesondert ent-
sorgt werden. Diese
Abholung können Kun -
den einfach per Inter -
net oder über eine
Karte anmelden. Über
2400 Aufträge arbei te te
AWM-Mitar beiter
Nicholas Nkansah
2009 ab. Fast 7800
ausrangierte Trockner,
Kühlschränke und
Wasch maschi nen sammelte er am Straßenrand ein.
Übrigens: kleine Elektro geräte wie Staubsauger, Toaster
oder Kaffeemaschinen gehören nicht an die Straße,
sondern auf einen der zehn Recyclinghöfe. Danke!
Dieser Winter ließ keinen kalt!
Manchmal sind die Kleinen
das Größte – das ist auch bei
einem Pressmüllfahrzeug so.
Es fährt problemlos durch
schma le Gassen, zugeparkte
Straßen und an Bau stel len
vorbei. Denn anstelle der sat-
ten 21 Kubikmeter Müll
nimmt es der bescheidene
Kleine mit maximal sieben
Kubikmetern auf. Dieses
Diätprogramm hält ihn klein,
dynamisch und wendig und lässt ihn auch überall dort
noch elegant manövrieren, wo der große Müllwagen
längst nicht mehr hinkommt. Oder wo er schon einmal
war. Denn der Kleine holt auch nach, was der Große
nicht mehr geschafft hat, ob ein Zuviel an Sperrgut
oder die vergessene Tonne. Bei all diesen großartigen
Qualitä ten wundert es also nicht, dass unser „Mini“
täglich im Einsatz ist.
Wenn es mal eng wird:
Mini-Pressmüllfahrzeug.
Sperrmüll mit Kabelanschluss.
Was für ein Winter! Verschneite Landschaften,
vereiste Straßen … kurz: eine heiße Phase für
unseren Winterdienst . 67 Einsätze mussten gefah-
ren werden – im Gegensatz zu den durchschnitt -
lichen 25. Auch bei den Großein sätzen mussten
wir mit 25 ganze 20-mal häufiger ausrücken als
sonst. Dazu bescherte uns die Streusalz-Knappheit
noch zusätzli chen Aufwand für das Räumen. Doch
alles in allem ziehen wir ein positives Fazit: Die
gesetzlichen Vorga ben wurden stets eingehalten
und die verkehrswichtigen Straßen waren jederzeit
befahrbar. Nach anfänglichen Schwierigkeiten
haben sich die meisten Bürgerinnen und Bürger
gut an die Situation angepasst. Schließlich kann
auch der beste Winter dienst Schnee und Eis nicht
aufhalten. Doch angesichts der immensen Kosten
und der knappen städtischen Kassen muss man
sich in Münster eine Frage stellen: Wie viel sind
uns annähernd sommerliche Straßenverhältnisse
mitten im Winter wert?

Saubere Lösung
Die Johanniter kennt jeder.
Kein Wunder, denn seit über
900 Jahren setzt sich der
Orden mit seinen verschie -
denen Unter nehmen und
Einrichtungen für andere ein:
ob mit der Unfall hilfe, mit
Krankenhäusern, Senioren -
heimen, Kindergärten …
Verlässlichkeit ist hier ein
hohes Gut. Ein Grund, wa rum
die Johanniter in Münster auch in Entsorgungs fragen Part ner
brauchen, die genauso zuverlässig und vielseitig sind wie sie
selbst. Wir sprachen mit Herrn Schmidt-Dierkes, Leiter des
Johanniter-Stiftes, über die Entscheidung für die AWM.
Herr Schmidt- Dierkes, die Johanniter sind ja in vielen
Bereichen aktiv. Welche Einrichtungen in Münster
arbeiten mit den AWM zusammen?
Im Johanniter-Stift machen wir alles mit den AWM.
Hier bieten wir 13 Wohnungen für das selbstständige
Leben wie in der eigenen Wohnung zu Hause. Dazu
kommen 80 vollstationäre Pflegeplätze. Außerdem
haben wir fünf Kurzzeitpflege plätze. Tätig sind die
AWM auch für die Johanniter-Akademie mit ihrem
umfang reichen Fort- und Ausbil dungsangebot. Und
dann kennen Sie die Johanniter in Münster sicher von
den ambulanten Diensten mit Behindertenfahrdienst,
Krankentransport, Rettungs dienst und Menüservice. 
Die Johanniter versorgen. 
Die AWM entsorgen. 
Zuverlässig und flexibel.
8 | Geschäftsbericht 2009 | Wirtschaft und Verwaltung

Saubere Lösung
Für uns als Entsorger hört sich
das nach ganz vielen unter-
schiedlichen Abfallarten,
Abfuhrrhythmen und
Herausforderungen an ... 
Im Grunde haben wir alles,
was der Otto Normalver brau -
cher im eigenen Haus auch an
Müll hat. Nur dass hier ganz
viele Menschen auf relativ
engem Raum zusammenkom -
men und deshalb das Müll -
aufkommen recht hoch ist.
Doch wir können gut vorsor-
tieren und zentral sammeln.
Ist das Müllaufkommen gut planbar?
Ja, mittlerweile hat sich alles sehr gut eingespielt. Und
wenn der Bedarf spontan höher liegt, wird auch das
superschnell erledigt, z.B. an Weihnachten. Sobald wir
sehen, dass wir nicht mit der normalen Entsorgung hin-
kommen, kommt die AWM auf Anruf auch mal außer-
halb der Planung zu uns – selbst dann, wenn es sowie-
so schon eng bei ihnen ist.
Gibt es besondere Abfälle?
Ein Spezialthema sind bei uns Inkontinenz produkte. Hier
könnte eine besondere Trenn möglichkeit sinnvoll sein.
Ich habe von Firmen gehört, die recyceln diese Produkte
zu Granulaten und fertigen daraus Blumen kübel. Dann
könnten wir hier gemein sam noch ökologischer han-
deln. Über so etwas kann ich immer gut mit meinem
Ansprechpartner bei den AWM sprechen. Die engagie-
ren sich bei diesen Themen ohnehin besonders stark.
Wie kam es zu der Zusammenarbeit? Warum haben Sie
sich für die AWM entschieden?
Ich war die ersten vier Monate vor der Eröff nung des Stif -
tes und während der Bauphase mit meinem Büro neben-
an in der Akade mie und habe dort einfach nachgehört,
Geschäftsbericht 2009 | Wirtschaft und Verwaltung | 9
Saubere Lösung
wer empfehlenswert ist.
Dann habe ich bei Herrn
Ashby von den AWM ange-
fragt. Er hat mich eingehend
beraten, welches Tonnenvo -
lumen wir benötigen, wo die
Tonnen am besten stehen,
wie die Abholung erfolgen
kann und in welchen Zyklen.
Es war sehr wertvoll, einen
erfahrenen Berater an
der Seite zu haben. Das
galt für die Bauphase,
wo auch Abfuhrbedarf
war, genauso wie für die
Testphase.
Was überzeugt Sie
besonders bei den AWM?
Die Zuverlässigkeit und
das Engagement. Und
dass sie ein lokaler Entsorger sind. Natürlich hätte ich
mich auch für jemanden entscheiden können, der nah
der tschechischen Grenze sitzt und billiger ist. Aber
wenn sie dann Service brauchen, erreichen sie keinen.
Für uns ist auch wichtig, dass wir die lokale Wirtschaft
stützen und qualitativ gute Arbeitsplätze fördern. Denn
letztlich kommt uns das auch wieder zugute – über die
Betreuung vor Ort, den abfragbaren Service, wenn man
ihn braucht, und die Berater kompetenz, die man auch
mitgeliefert bekommt.
„Die AWM kommen auch mal außerhalb der Planung
zu uns – selbst dann, wenn es sowieso schon eng bei
ihnen ist.“
„Service, wenn man ihn
braucht, und die Berater -
kom petenz gleich mitge-
liefert.“

Standort Service Plus ist …
… eine Dienstleistung, auf die
sich immer mehr kommunale
Entsorgungsunternehmen
verständigen. Sie soll die
Abfall situation in Großwohnanlagen verbessern. Für die
Partner aus der Wohnungswirtschaft heißt das: Unab hän -
gig davon, wo ihre Wohnanlage ist, sie können sich auf
einen einheitlichen Service verlassen.
Die Vorteile:
- reduzierte Entsorgungsgebühren 
- ein aufgewertetes Wohnumfeld
- zufriedene, engagierte Mieter
- Imagegewinn und Wettbewerbsvorteil
Saubere Lösung
Einfach wegwerfen – das
war früher. Heute ist Ab -
fall ein Kostenfaktor. Des -
halb sind schon in einem
einzigen Haushalt oft bis
zu fünf Mülleimer, Säcke
und Kisten zum Sammeln
und Trennen keine Selten -
heit. Hochgerechnet auf
eine Haus mit 100 Mie tern
wären das 500 einzelne
Behälter, unterschiedlich befüllt. Die wiederum müssen
richtig in die großen Tonnen und Behälter vor der Tür
entsorgt werden – Sperrmüll und Sonderabfälle noch
nicht mitgerechnet. Da ist ein Durcheinander fast vor-
programmiert und das verursacht hohe Abfall gebüh  ren.
Was Großwohnanlagen heute brauchen, ist so etwas
wie ein Komplettservice rund um den Abfall. Und
genau das bietet der AWM Standort Service Plus. Mit
unseren innovativen Lösun gen und vielen Service ange -
boten können Sie eine Menge Geld und Ärger sparen.
Das leistet der AWM Standort Service Plus: 
1. Wir analysieren.
Wie viel Abfall welcher Art kommt in Ihrer Wohnan la -
ge vor und wie viele Tonnen für Restmüll brauchen Sie
wirklich? Wo kann man optimieren und Kosten sparen? 
2. Wir reduzieren den
Restabfall.
Mit einem innovativen Spar-
Behälter sorgen wir dafür,
dass große Volu men fresser
wie z.B. Sperr gut, die nichts
im Rest abfall zu suchen
haben, draußen bleiben. So
können einige Behäl ter
eingespart und die Kosten
deutlich gesenkt werden. 
Weil große Wohnanlagen große Ideen brauchen: 
der AWM Standort Service Plus.
10 | Geschäftsbericht 2009 | Wirtschaft und Verwaltung
3. Wir räumen auf.
Überfüllte Mülltonnen, herumliegende Tüten, herum-
geisternder Sperrmüll – wir räumen die Standplätze
für die Tonnen auf und reinigen auch Wege und mehr.
So sorgen wir für ein schöneres Wohnum feld. Und:
Wenn etwas ge pflegt ist,
achten alle mehr darauf,
dass es so bleibt. 
4. Wir beraten.
Welcher Müll gehört in wel-
che Tonne? Wir beraten die
Mieter zu Sinn und Zweck
des Trennens, machen
Sperrmüllaktionen und ver-
teilen Infoblätter zum Abfall
in verschiedenen Sprachen.

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2009 | Wirtschaft und Verwaltung | 11
Beide arbeiten mit Bohrer, Meißel
und Beton. Und doch unterscheiden
sich Bauunternehmen und Zahnarzt -
praxis erheblich. Auch beim Blick
über den Mülltonnen rand. Deshalb
haben die AWM für sieben verschie -
dene Bran chen spezielle Angebotspakete geschnürt, die
genau auf die jeweiligen Heraus forde rungen eingehen. 
Die speziellen Angebotspakete und Infos zur Entsor -
gung sind bislang für folgende Branchen erhältlich: 
- Baugewerbe (Industrie und Handwerk) 
- Wohnungswirtschaft
- Groß- und Einzelhandel
- Gastronomie und Hotellerie
- Dienstleistungsbetriebe/Behörden/Versicherungen
- Arztpraxen/medizinische Einrichtungen 
- Ämter und Betriebe der Stadt Münster
Sieben Branchen, 
sieben Angebote.
Beispiel Baubranche:
Damit die Baustellenlogistik reibungslos läuft
und die Entsorgung ebenso kostengünstig
wie umweltgerecht funktioniert, beraten wir
Sie gerne. Auch vor Ort. 
Die AWM bieten Ihnen:
- eine vielseitige und moderne Fahrzeugflotte
-  Container in den gängigen Größen von 2,2 m
3 bis 34 m3
- je nach Anforderung im Absetz- oder Abrollverfahren
- Zertifizierungen als Entsorgungsfachbetrieb und 
gemäß DIN ISO 9001, ISO 14001, OHSAS18001
- sachkundige Gewerbekundenberater
- Entsorgung und Verwertung aller gängigen Bauabfälle
1. Genügend Papierkörbe bereithalten!
Auch das ist Kundenservice: genau da Papierkörbe und
Aschenbecher zu platzieren, wo sie gebraucht werden.
Bei den Einkaufswagen, am Ein- und Ausgang, bei den
Ein- und Ausfahrten.
2. Ein sauberer Hof fängt innen an
Wenn innen die Papierkörbe überquellen oder einfach
keine passenden Behälter zu finden sind, landet der
Müll oft auf dem Platz. Deshalb: Hier beugt ein gutes
Entsorgungskonzept vor. 
3. Regelmäßig kehren
Kehren ist nie verkehrt. Denn ein sauberer Platz hinter-
lässt einen sauberen Eindruck und bleibt erfahrungs-
gemäß auch länger müllfrei.
4. Container und Co 
Passende Behälter und gute Standplätze sind das A
und O. Der Müll muss über sichtlich trennbar sein, die
Behälter ausreichend groß und gut vor Wind und
Wetter geschützt, sodass bei der nächsten Böe nicht
alles umherfliegt. Bei besonderen Aktionen hilft ein
schnell bestellter Container gegen ein Zuviel an Müll. 
Wir machen Ihnen 
den Hof!
Die AWM übernehmen das Reinigen Ihres Betriebs -
geländes gerne für Sie – wie hier bei Ratio in Münster.
Ob einmalig oder als regelmäßiger Service. In jedem
Fall aber schnell, erfahren und konsteneffizient. Unsere
Mitarbeiter bringen ihre Erfahrungen aus der Straßen -
reini gung ein.
Modernste Kehrma -
schinen und Fahrzeuge
stehen bereit. Und auf
die Qualität unserer
Arbeit ist nicht nur
dank DIN ISO-9001
Zertifizierung Verlass.
Hier noch ein paar
Tipps für Ihren Betrieb:
Profi-Tipps:
Übrigens: Unter
www.containerbestellung24.de
sind unsere Container jederzeit
online buchbar!

Saubere Lösung
Über 100 engagierte kom -
mu nale Entsor gungs unter -
neh men tauschten sich 2009
auf der Landesfach tagung
der VKS im VKU in Münster aus. In diesem Jahr stand
vor allem ein Thema auf der Agenda: Perspektiven. Ob
es darum geht, sich in der Wirtschaftskrise zu behaup-
ten, auf den demografischen Wandel vorbereitet zu
sein oder neue Angebote zu etablieren: Ideen und
Inno vationen sind gefragt. Patrick Hasenkamp, Werk -
leiter der AWM und Vorsitzen der der Landes gruppe
NRW des VKS im VKU, erklärt im Interview, vor welchen
Herausfor derungen und Chancen die kommunalen
Entsorger stehen. 
Herr Hasenkamp, welche
The men sind zurzeit die
dring lichsten auf der Ver -
bands ebene?
Die kommunalen Entsorger
bewegt vor allem ein Thema:
Wir sind in vielerlei Hin sicht besser als die privaten und
wir müssen das deutlicher dokumentieren.
Wo genau liegen denn die Stärken der kommunalen
Entsorger?
Die Nähe zum Kunden hat bei uns Prinzip. Wir stehen
für einen schnellen Service. Wir bieten eine Leistung
von Bürgern für Bürger. Das heißt auch: Das Geld bleibt
im lokalen Wirtschaftskreis lauf. Darüberhinaus investie-
ren wir für unser hohes Leistungs niveau bewusst in
höhe re Lohnkosten und schaffen hochwertige Arbeits -
plätze und Wirtschaftskraft in und für Münster. Nicht
zuletzt nehmen wir unsere Verantwortung für den
Klima- und Ressourcenschutz sehr ernst. Wir halten die
Standards nicht nur ein, sondern setzen oft sogar neue,
höhere Standards.
„Wir wollen die Besten sein: 
ökologisch, servicestark und 
wirtschaftlich!“
12 | Geschäftsbericht 2009 | AWM-Hintergründe

Saubere Lösung
Wie gewährleisten Sie, dass
bei den AWM bei allen Verände rungen die 
Qualität hoch bleibt? 
Schritt eins war für uns bereits vor Jahren die Zertifizie -
rung zum Entsorgungsfachbetrieb. Hinzu kamen nach
und nach unser Qualitäts ma nagement, Um welt mana -
ge ment und das Arbeitsschutzma nage ment. Außerdem
etablieren wir zurzeit ein Balanced Scorecard-System.
Damit stellen wir sicher, dass wir lang fristig nachhaltig
unsere strategischen Ziele erreichen und dabei unsere
Werte im Alltag nachweislich leben.
Was bewegt die AWM der Zeit vor allem?
Erstens das Optimieren der Wertstofferfassung und
zweitens die Neu organisation bestimmter Abfuhren.
Sperrgut zum Beispiel. Hier beobachten wir, dass ver-
mehrt zu falschen Zeiten irgendetwas an die Straße
gestellt wird. Das trägt nicht gerade zur „ Verhübschung“
der Stadt bei. Außerdem birgt das auch ein Umwelt -
problem, wenn etwa Lösungsmittel, Lackdosen oder
Kühlflüssigkeiten auslaufen. Wenn Kinder damit spie-
len, wird es in manchen Fällen sogar zum Gesund heits -
problem. Da müssen wir etwas tun.
Und wie steht es um technische Innovationen?
Die AWM sind oft Vorreiter, wenn es um das Einführen
neuer Techniken und Methoden geht. Ein Beispiel: die
Bioabfallvergärung wird bei uns schon fast 15 Jahre prakti-
ziert. Die Bundesregierung und Landesregierungen geben
aber erst heute die Empfehlung heraus, dieses Verfahren
zum Standard zu machen. Auch in die Photo voltaik-Technik
haben wir frühzeitig richtig investiert. An unserer Werk-
statt wurden neben den Panels auf dem Dach jetzt auch
neue Fassaden mo dule eingesetzt. Aufgrund der positi-
ven, auch wirtschaftlichen Erfah run gen überlegen wir
zurzeit, eine weitere Anlage auf die Zentraldeponie zu
installieren. Andere erfolgreiche Neuerungen sind etwa
die Flotationsanlage, die Opti mierung der Sickerwasser -
an lage und die Wiege- und Entsorgungsstationen. 
Was treibt die AWM zu solchen Innovationen an? 
Der Beste zu sein. Aber auch Spaß und Neugier an
Neuerungen. Doch natürlich steckt hinter unserer Inno -
vationsfreude auch eine handfeste Innovations pflicht.
Wenn ich für den Kun -
den immer eine wirt-
schaftliche, technische
und ökologische Leistung
anbieten will, muss ich
mich verändern. Und
Neu es entdeckt nur, wer
sich auf neue an dere
Blick winkel einlässt. Des -
halb bemühe ich mich,
vernetzt zu denken und
Impulse aus anderen
Fach richtungen und Branchen aufzunehmen – nicht nur
wirtschaftlich oder ökologisch, sondern interdisziplinär.
Und natürlich bin ich ein auf merksamer Beob  ach ter von
neuen wissenschaftlichen Ansätzen, zum Beispiel durch
den regen Austausch mit der Fachhoch schule Münster.
Im Entsorgungszentrum be trei ben wir beispielsweise
gemeinsam ein Tech ni kum, in dem es unter anderem um
die Optimierung der Abfall- und Wertstoffsortie rung geht.
Wie schaffen die AWM es, die Innovationen in den
Alltag zu integrieren? 
Ganz einfach: durch Beharrlichkeit. Und durch Idea lis -
mus. Nehmen Sie zum Beispiel unsere Zweikammer -
fah rzeuge. Sie sind zwar etwas komplizierter im Hand -
ling und sind auch etwas teurer, aber in der Summe
dann doch wirtschaftlicher und ökologischer als ande-
re. Manchmal muss man sogar Nachteile hinnehmen,
um neuen Ideen Raum zu geben. Mein Dienstwagen
beispielsweise ist ein „Erdgaselch“, also ein Volvo mit
Erdgasantrieb. Da nehme ich die mangelnde Dichte von
Erdgastankstellen eben in Kauf.
Wo sehen Sie in der Zukunft vor allem Bedarf an neuen
Ideen und Lösungen?
Die AWM verbrauchen eine Million Liter Kraftstoff pro
Jahr. Deshalb suchen wir dringend nach einer Lösung
für die schweren Nutzfahrzeuge. Ein anderes großes
Ziel ist die wertstofforientierte Abfallwirtschaft. Hier
müssen alle umdenken – Produzenten, Konsumenten
und Entsorger. Viele Rohstoffe werden in 20 bis 80
Jahren nicht mehr verfügbar sein. Das ist der große
Auftrag für uns alle, hier neue Wege zu beschreiten. 
Geschäftsbericht 2009 | AWM-Hintergründe | 13

Saubere Lösung
Viel Betrieb im Betrieb: „Ich habe einen Berg gebaut“ –
unterwegs mit Deponiemeister Erwin Eixler.
14 | Geschäftsbericht 2009 | AWM-Hintergründe
Früher fuhr man zur
Müllkippe – heute fährt
man ins Entsor gungs -
zen trum. Dabei ist „frü-
her“ gerade mal 20 Jahre
her. Was sich in dieser
Zeit getan hat, weiß kei-
ner besser als Erwin Eixler.
Der 61-Jährige ist seines
Zeichens Deponiemeister
und seit 30 Jahren dabei.
„Eigentlich stimmt meine
Berufsbezeichnung gar nicht mehr, denn Mülldeponien
gibt es so ja nicht mehr“ . 1980, als er anfing, gab es sie
aber noch. 500.000 Tonnen Abfälle wurden hier pro Jahr
abgelagert. Heute sind es gerade mal 25.000 Tonnen.
Dem Recycling sei Dank. Doch auch das braucht seinen
Platz. 40 ha groß ist das Gelände des Entsorgungs zen -
trums in Coerde. Hier wird gesammelt, behandelt und
wiederverwertet. Dafür setzen die AWM modernste
Maschinen und Verfahren ein: ob mechanisch-biologi-
sche Restabfallbehandlung,
Bioabfallvergärung, Kom -
postie rung oder Sickerwas -
serbe handlung ... jeder Müll
erfährt seine ganz eigene
Behandlung. 
Für das und mehr sorgen
22 Fachkräfte der AWM. Ihre
Aufgaben sind höchst unter-
schiedlich. Während die
einen etwa Grünabfälle
schreddern oder fertigen,
Kompost absieben und die anderen Pumpwerke und
Leitungen für das Deponiesickerwasser warten, küm-
mern sich die nächsten um die Anlieferungen der
Bürger und Gewerbebetriebe auf dem Recyclinghof.
Auch eine Aufgabe, die
es in sich hat: Rund
90.000 Mal kamen allein
im Jahr 2009 neue Abfall-
Lieferungen verschie-
denster Art auf den Hof
gefahren, durchschnitt-
lich 300 pro Tag. Zwei
Waagen müssen tags-
über für das korrekte
Anliefern und Deklarieren
der Abfälle besetzt sein. Was
man als Besucher nicht
sieht: die vielen bürokrati-
schen Vorgänge, die jedes
Mal in Gang gesetzt werden
müssen. Und mit jeder
neuen gesetzlichen Auflage
steigt der Aufwand.
Dirk Kryszat (41), verant-
wortlich für die Verwaltung,
kümmert sich außerdem noch um die Kompostver mar k-
tung. Jährlich stellen die AWM in der Kompostie rungs -
anlage 16.000 Tonnen Grünkompost her. „ Wir haben
viele Stammkunden, die sich regelmäßig Kompost
abholen oder von uns geliefert bekommen. Friedhofs -
gärt nereien, Landwirte, Landschaftsbauer, Kleingarten -
ver eine … Auch die Hobbygärtner in Münster wissen
unseren Kompost mit dem Qualitätsgütesiegel als
Dünger zu schätzen.“
Zurück zu Erwin Eixler, dem
Deponiemeister. Er geht
2011 in seine wohlverdiente
Rente. Mit Blick auf die alte
Deponie sagt er: „Ich habe
einen Berg gebaut“ – 
wer kann schon ein solches
Fazit von seinem Arbeits -
leben ziehen?
ZAHLEN & FAKTEN – Entsorgungszentrum Münster:
Gesamtfläche: 40 ha groß
Mitarbeiter: 22 
Anlieferungen: jährlich 90.000 im EZM
z. B. Bioabfall: 18.000 t 
z. B. Grünabfälle: 29.000 t 
Produktion von: jährlich 16.000 t Grünkompost 
Deponierung von: 25.000 t vorbehandeltem Restabfall

Saubere Lösung
Dicke Schneeflocken rieseln auf das Pflaster des Prin zi -
palmarkts. Ein Verkäufer der „draußen“ und ein AWM-
Müllwerker begrüßen sich freundlich. Doch halt –
irgend was stimmt hier nicht. Richtig, der Schnee.
Mitten im Oktober. Denn der entpuppt sich als Papier -
schnee und wird von einer lustigen Truppe vor ein
Kame ra-Objektiv gewirbelt. Der Rest allerdings ist echt.
Toby, der „draußen“-Verkäufer, und Yilmaz Kaydu, der
AWM-Müllwerker, kennen sich tatsächlich – von ihrer
Arbeit in der City, auf der Straße. Und diese Verbindung
brachte die AWM auf die Idee, die Obdachlosen-Zeit -
schrift „draußen“ zu Weihnachten zu unterstützen.
Anstelle von Karten verschickten die AWM die Dezem -
ber aus gabe. Für dieses Titelbild traf sich also die illustre
Truppe aus „draußen“-Verkäufern, Hund Emma, AWMlern
und dem Foto grafen-Team in Münsters guter Stube.
Mit viel Spaß sorgten sie dafür, dass man neben einer
leisen Weihnachtsstimmung eines besonders spürte:
Menschlichkeit. Vielen Dank! 
Geschäftsbericht 2009 | AWM-Hintergründe | 15
„draußen“ 
weihnachtet es sehr.
Foto-
Fundstücke:
Der etwas 
andere
Jahresrückblick.
Mehr Park als Platz! So ein-
fach geht’s: Damit aus tristen
Park streifen blühende Land -
schaften werden, gönnen Sie
Ihrem Wagen eine Pause.
Zwei bis drei Jahre sollten
genügen und schon sprießt
es rundherum. Ganz Auto-
matisch!
Schon bemerkt? Hier stimmt
was nicht. Ja, genau: Die
Tonne hat einen blauen
Deckel und ist somit eine
Papiertonne. Radarfallen
gehören da wirklich nicht
hinein – auch wenn mancher
sie gerne entsorgen möchte.
Ob sich das als neue Polizei-
Uniform durchsetzen wird,
ist noch fraglich. Sicher ist,
dass „ Wo Iss Erga“ schon rein
optisch eine galaktische Be -
reicherung für die Münste -
raner Polizei wäre – von sei-
nem morbiden Charakter
ganz zu schweigen.

Saubere Lösung
In den vergangenen Jahren hat das umweltgerechte und
verantwortliche Verhalten von Unternehmen und Ein -
rich tungen zunehmend Bedeutung erlangt. Immer mehr
Unternehmen gehen daher dazu über, über ihr Handeln
zu berichten und Rechenschaft abzulegen. Dem wollen
wir uns gerne anschließen und ab sofort und in Zukunft
über das nachhaltige Handeln der AWM berichten. Denn
schließlich leisten die AWM schon seit vielen Jahren
ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt
Münster. 
Allerdings sind wir ein kommunales Unternehmen von
mittelständischer Größe und kein global operierender
Konzern. Dem soll eine kurze und prägnante Fassung des
Nachhaltigkeitsberichtes Rechnung tragen. Um eine
breite Leserschaft zu erreichen, ist der Bericht Teil dieses
jährlich erscheinenden Geschäftsberichts der AWM.
Da ist er:
Der Nachhaltigkeitsbericht der AWM.
16 | Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig

Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig | 17
Die AWM sind vielseitig nachhaltig. Ob für die Umwelt,
ökonomisch oder in puncto Gemeinwohl und Verantwortung.
Die kommunale Abfall wirt -
schaft dient der Sicherung
gesunder und hygienischer
Lebens bedingungen. Somit
ist die Daseinsvorsorge und
die Verantwortung für das
Gemeinwohl unser Unter -
nehmens zweck. Die Sicher -
stellung einer langfristigen
Entsor gungs sicherheit impli-
ziert nachhaltiges Denken
und Handeln. Außerdem sind
wir als Eigenbetrieb der Stadt Münster besonders
gehalten, im Rahmen unserer Handlungs mög lichkeiten
einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt
Münster zu leisten. Somit ist Nachhaltigkeit ein zentra-
les Leitbild für die AWM. 
Nachhaltigkeit findet
bei uns in vielen ver -
schiedenen Hand lungs -
feldern statt. Vom
Abfallwirtschafts kon -
zept über die Anlagen-
und Fahrzeugtechnik
bis hin zur konkreten
Leistungserbringung
vor Ihrer Haustür – die
ökologischen, ökonomi-
schen und sozialen
Belange sind stets in Einklang zu bringen. 
Die Umsetzung dieser Ziele im täglichen Handeln wird
über ein Managementsystem gesteuert. In einem gere-
gelten Verfahren setzen sich die AWM Ziele in den ver-
schiedenen Handlungsfeldern, kommunizieren diese
im Betrieb und kontrollieren deren Fortgang und Um -
set zung. Das Managementsystem und die Umsetzung
der Ziele werden jährlich von einem unabhängigen
Unter nehmen geprüft. 
Wie die AWM das Leitbild der nachhaltigen Entwick -
lung inhaltlich in den einzelnen Handlungsfeldern
umsetzten und wie sich dies in Zahlen und Fakten
niederschlägt, können Sie auf den nächsten Seiten
nachlesen.
Die AWM sind zertifiziert 
- als Entsorgungsfachbetrieb
- im Qualitätsmanagement (ISO-Norm 9001:2008)
- im Umweltmanagement (ISO-Norm 14001:2004) 
- im Arbeitsschutzmanagement (OHAS 18001:2007)

Saubere Lösung
18 | Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig 
Handlungsfeld Betrieb 
und Mitarbeiter
Die AWM betreiben verschie -
dene Abfall behandlungs anla -
gen, einen großen Fuhr park
von Entsorgungs-, Reini gungs-
und sonstigen Nutzfahr zeu -
gen sowie Werk stätten und
Ver wal  tungsge bäude. Inner -
halb dieser Betriebsbereiche
wird Energie, Wasser und
Material verbraucht. 
Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist es das Ziel
der AWM, den Ver brauch dieser Güter zu minimieren
und eine Beein trächtigung der Umwelt zu vermeiden.
So wer den z. B. Mitarbei ter schu lun gen zum sparsamen
Um gang mit Energie sowie insbesondere Fahrer schu -
lun gen zur Ver rin gerung des individuellen Kraftstoff ver -
brauchs durchgeführt. Als Kompensation wird zudem
auf den Dächern der AWM-Hallen eine Photovoltaik an -
lage betrie ben.
Die AWM sind vielseitig nachhaltig:
Zum Beispiel für die Umwelt.
Handlungsfeld Produkte und Dienstleistungen
Abfälle – ob ordnungsgemäß in Behälter gefüllt oder als
wilde Müllablagerung oder Straßenkehricht durch die
AWM-Straßenrei nigung zusammengetragen – sind
potenziell stets umweltgefährdende Stoffe. Im Rahmen
ihres Abfallwirtschaftkonzeptes haben die AWM seit
1990 umfassende Maßnahmen ergriffen, um die Um -
weltfol gen der Abfallwirtschaft in Münster zu minimie-
ren. Zum einen bieten wir ein sehr differenziertes System
zur Wertstoffer fas sung und -verwertung an. Zum ande -
ren werden in der mechanisch-biologischen Restabfall -
be hand lungs anlage (MBRA) weitere Wertstoffe aus dem
Restabfall sortiert und
verwertet. Dies ergibt
eine sehr gute Verwer -
tungs quote, geringe
Umweltbelastungen
und erhebliche CO
2-Ein -
sparun gen. Von 1990 bis
2007 wurden 213.000 t
CO
2 eingespart, seither
jährlich rd. 81.000 t. 
Kennzahlen 2009 2008
jährliche CO2-Einsparungen aufgrund 
abfallwirtschaftlicher Maßnahmen [t] 80.255 80.720
Behälteranschlussgrad Biotonne [%] 80,09 79,16
Behälteranschlussgrad Papiertonne [%] 95,93 96,10
Verwertungsquote Hausmüll [%] 63,7 62,9
Verwertungsquote Siedlungsabfälle 
gesamt [%] 83,1 82,5
aufgekehrter Straßenkehricht pro Einwohner [kg] 20,77 18,42
beseitigte wilde Müllablagerungen 1.220 1.247
Sammelmengen „Sauberes Münster“ [t] 40 33
Kennzahlen 2009 2008
Gesamtenergieverbrauch AWM 
(ohne Behandlungsanlagen) [kwh] 1.900.000  2.400.000 
jährlich durch Photovoltaikanlagen erzeugte 
Energie [kwh] 249.326 104.822
Anteil selbst erzeugter regenerativer Energie 
an Gesamtstromverbrauch AWM 
(ohne Behandlungsanlagen) [%] 12,8  4,4  
Kraftstoffverbrauch Müllfahrzeuge 
je Tsd. Leerungen [1] 83,7 -----
Kraftstoffverbrauch Kehrmaschinen 
pro Kehrkilometer [1] 8,42 -----
Papierverbrauch (Recyclingpapier) 
Verwaltung [Blatt] 550.000 650.000
Ziele:
- Die AWM vertreten eine dauerhaft ökologische Ausrichtung.
- Die Prozesse der AWM sind klima- und ressourcenschonend.
- Die Produkte und Dienstleistungen der AWM haben einen hohen Umweltnutzen für Bürger und Kunden. 
- Die Verantwortung für die Umwelt ist im Selbstverständnis und im Handeln der Mitarbeiter verankert.

auf der Depo nie abgelagert wird. Die MBRA hat die
Verwer tungs quote des Hausmülls in Münster um annä-
hernd 30 % erhöht. Sie trägt außerdem jährlich mit ca.
20 % zur CO
2-Reduzierung durch die Abfallwirtschaft in
Münster bei. 
Photovoltaikanlage der
AWM spart 150 t CO
2 ein
Die AWM betreiben auf den
Dächern der AWM-Betriebs -
hallen die bisher größte
Photo voltaikanlage in
Münster. Rund 250.000
Kilowattstunden haben die
Photo-Module im vergange-
nen Jahr produziert. Und weil
dadurch weniger Strom in
Kraftwerken produziert wer-
den muss, konnte eine CO
2-Ersparnis von rund 150 t
erzielt werden. Das entspricht dem durchschnittlichen
Jahresausstoß von ca. 70 Haushalten.
Ressourcenschonender und innovativer Technikeinsatz
Die AWM bemühen sich stets, durch Einsatz innovativer
Technologien einen Beitrag zum Um welt- und Klima -
schutz zu leisten. Dies gilt nicht nur im Bereich der Anla -
gentechnik, sondern z.B. auch bei den eingesetzten Fahr -
zeugen. Auch wenn der Einsatz von Erdgasfahr zeu gen im
Bereich der Sammel- und Reinigungsfahrzeu ge noch
nicht sinnvoll ist, nutzen die AWM diese Technologie
dort, wo es Sinn macht. So wird das Fahrzeug, das vor
allem in der Innenstadt zur Leerung der Papierkörbe
genutzt wird, mit Erdgas betrieben. Die sonstigen
Arbeitsfahrzeuge der AWM werden bereits seit längerer
Zeit standardmäßig mit Abgasreinigung über das
moderne BlueTec-Verfahren betrieben. Diese Technik
erfüllt die strenge Euro-4-Norm und ist bereits für die
Euro-5-Norm ausgelegt. Neben Feinstaub werden vor
allem bis zu 85 % der Stickoxide reduziert.
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig | 19
Münsteraner kompensieren 8,3 Mio. Flugkilometer im
Jahr durch ihre Biotonne 
Die Bürgerinnen und Bürger in Münster sind umweltbe-
wusst. Aber wussten Sie schon, dass sie mit der Biotonne
bereits seit über 15 Jahren jede Woche einen großen
Beitrag zum Klimaschutz leisten? Damit sind Münster
und die AWM den meisten anderen Städten mehr als 10
Jahre voraus. Klimaschutz mit den AWM.
In Münster werden jährlich
rund 18.000 Tonnen Bioabfall
von den Bürgerinnen und
Bürgern in die Biotonne
gefüllt und in der Bioabfall -
ver gä rungs anlage zunächst
zu Biogas und dann in Ener -
gie umgewandelt. Dadurch
werden jährlich mehr als
4.150 Tonnen CO
2 eingespart.
Und dafür kann man, wie
man sieht, ganz schön weit
„fliegen“ . Da Münster und die AWM bereits seit 15 Jahren
auf Bioabfallvergärung setzen, wurden in Münster insge-
samt bis heute ca. 62.250 Tonnen CO
2 eingespart und
125 Millionen Flugkilometer kompensiert. 
MBRA leistet ihren jähr-
lichen Beitrag zum
Klimaschutz
In der mechanisch-
biologischen Restabfall -
be hand lungsanlage wer-
den jährlich knapp
70.000 t Restabfälle
behandelt. Dabei werden
dem Restabfall verschie-
dene Wertstoffe wie
Metalle, Papier und
Kunststoffe entnommen und entweder stofflich, d.h. als
Rohstoff, oder energetisch, z.B. als Ersatz-Brennstoff in
der Industrie, verwertet. Der verbleibende Rest wird in
der biologischen Stufe ähnlich wie bei der Biovergärung
behandelt, sodass Energie gewonnen wird. Zurück bleibt
ein biologisch nicht mehr aktiver Rest (ca. 25.000 t), der

Saubere Lösung
20 | Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig 
Handlungsfeld Wettbewerbsfähigkeit
Als kommunales Unternehmen mit hoheitlichen Aufga -
ben stehen die AWM nicht unmittelbar im Wettbewerb.
Aber das Gebührenniveau ist sowohl bezüglich der So z ial-
verträglichkeit als auch hinsichtlich der Akzeptanz des
Kosten-/Leistungsverhältnisses durch die Bürger eine
entscheidende Größe. Das Abfallwirtschaftskon zept
Münster unterscheidet sich in Umfang und Quali tät
zum Teil erheblich von dem anderer Gemein den. Dies
wirkt sich auf die Kosten und somit auf die Gebühren
aus. Die AWM haben das Ziel, die hohe Qualität und
den breiten Leistungsumfang der Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung in Münster dauerhaft zu angemessenen
Gebühren zu erbringen. In den Geschäfts be reichen, in
denen die AWM im Wettbewerb stehen (Entsorgung
von gewerblichen Wertstoffen), ist Wett bewerbs fähig -
keit natürlich von erheblicher Bedeutung. Auch hier
wollen die AWM eine Qualitätsdienstleistung anbieten,
die ihren Preis wert ist. 
Die AWM sind vielseitig nachhaltig:
Zum Beispiel ökonomisch.
Handlungsfeld ökonomische Nachhaltigkeit
Abfall wird schnell zur Altlast. Die unkontrollierte, aber
auch die geregelte Ablagerung von Abfällen in den ver-
gangenen Jahrzehnten belastet heute die Gemeinden.
Die Gebührenzahler tragen nicht unerhebliche Kosten
für die Sanierung, Sicherung, Überwachung und Rekul -
ti vie rung der Deponien. 
Zur Vermeidung bzw. Verringerung weiterer Langzeit -
kosten für die kommenden Generationen sind zudem
schon heute Maßnahmen zu
treffen. Dazu zählen neben
der Nutzung innovativer tech-
nischer Verfahren auch die
Abfallberatung und Öffent -
lichkeitsarbeit, denn wesent -
lich effektiver als die Abfall -
ver wertung und -behandlung
ist die Abfallvermeidung
durch den Nutzer.
Kennzahlen 2009 2008
Abfallgebühren pro Einwohner 
und Jahr [€/EW] 90,84 € 92,13 €
Abfallgebührenanteil an verfügbarem 
Einkommen [%] 0,43 % 0,48 %
Reinigungsgebühren pro Einwohner 
und Jahr [€/EW] 12,12 € 12,07 €
Reinigungsgebührenanteil an 
verfügbarem Einkommen [%] 0,06 % 0,07 %
Effizienz Abfallwirtschaft: 
Entleerungen pro Mitarbeiter und Tag 535 525
Effizienz Straßenreinigung: Kehrmeter 
pro Mitarbeiter und Tag 2.489 2.434
Leerungen pro Woche 95.591 95.701
Kehrkilometer pro Woche 613.289 607.600
Kennzahlen 2009 2008
Ausgaben für Rekultivierung und Nachsorge 
der Deponien [€ pro Einwohner] 8,4 8,4
Ausgaben für Abfallvermeidung: 
Abfallberatung/Öffentlichkeitsarbeit/ 
Abfallpädagogik [€ pro Einwohner] 1,02 1,28 
Ziele:
- Politik und Bürgerschaft bewerten das Abfallgebührenniveau als angemessen. 
- Die Kunden der AWM schätzen die hochwertigen Leistungen der AWM und empfinden die Preise als angemessen.
- Die Prozesse der AWM sind effizient, innovativ und kundenorientiert; sie werden kontinuierlich verbessert. 
- Die Mitarbeiter der AWM arbeiten effektiv und kostenbewusst. Sie sind leistungsfähig, engagiert und kompetent.

Alles, was recht ist
Die Bezirksregierung Münster entkräftete die Vorwürfe
eines Bürgers gegen die Gebührenkalkulation der AWM. 
Sie stellte unmissverständlich klar, dass die AWM in der
Gebührenkalkulation rechtskonform gehandelt haben.
Ein Bürger hatte der Stadt Münster und den AWM vorge-
worfen, sich unrechtmäßig an Gebühren mitteln zu
bereichern. Dem widersprach die Bezirksre gierung nicht
nur, sondern empfahl den AWM stattdessen, weitere
rechtlich zulässige Wege zur Gewinnabfüh rung an die
Stadt Münster zur Stützung
des Haushalts zu nutzen.
Rekultivierung der Deponie
schreitet voran
Zurück zur Natur lautet das
Motto für die Rekultivierung
der Zentraldeponie II in
Coerde. Acht unterschiedliche
Schichten werden dafür auf
dem Müllberg aufgebracht.
Sie dichten ihn gegen Wasser
von oben und Faulgas von
unten ab. Das Herzstück bildet eine 2,5 mm dicke
Kunststoffdichtungsbahn. Insge samt soll die
Rekultivierungsmaßnahme bis 2013 dauern und 18 Mio.
Euro kosten. 
Saubere Lösung: Flotationsanlage
Eine nachhaltige ökologische und ökonomische
Belastung stellen das Sickerwasser der Deponien und die
Abwässer der Behandlungsanlagen dar. Seit August 2009
betreiben die AWM eine sogenannte Flotationsanlage,
die das Abwasser der Bioabfallvergärungsanlage reinigt,
bevor es über die Sickerwasserbehandlungsanlage letzt-
lich der Hauptkläranlage zugeführt wird. Damit verlassen
diese Abwässer das AWM-Gelände deutlich unbelasteter
als bisher.
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig | 21
Gebührenvergleich des Bundes der Steuerzahler 2009
zu den Abfallgebühren 2010 
Die Ergebnisse des Bundes der Steuerzahler zeigen, dass
Münster nicht zu den günstigsten, aber auch nicht zu
den teuersten Gemeinden gehört. Je nach Behältergröße
und -kombination liegen die Gebühren in Münster im
Mittel- bis oberen Mittelfeld. Und das ist für uns ein
gutes Ergebnis, denn in vielen Bereichen bieten wir den
Bürgerinnen und Bürgern ein im Vergleich zu vielen
anderen Gemeinden wesentlich umfassenderes und –
wie das vorherige Kapitel zeigt – besonders ökologisches
Leistungsspektrum. Und das hat seinen guten Preis. Die
Pro-Kopf-Belastung der Bürger ist 2009 im Vergleich zu
2008 geringfügig gesunken. Dies ist nicht durch verän-
derte Gebühren, sondern durch Verringerung der Behäl -
ter zahlen bzw. Behältervolumina durch die Bürger ent-
standen.
Weit und breit alles in bester Ordnung
Das stellte Lloyd´s Register Quality Assurance mit einem
abschließenden Blick über das AWM-Werksgelände fest.
Damit endete die erneute unabhängige Prüfung der
AWM in den Bereichen Qualitätsmanagement, Um -
weltmanagement und im
Arbeitsschutz manage ment.
Mit der Zertifizierung nach
internationalen Maß stäben
unterwerfen sich die AWM
den gleichen Maßstä ben wie
viele große, internationale
Unternehmen. Dies ist für
kommunale Unterneh men –
insbesondere im Arbeits -
schutz – nicht selbstver-
ständlich. Der erfolgreiche
Abschluss der Betriebs prüfungen bescheinigt den AWM
eine vorbildliche und nachhaltige Unternehmens- und
Organisations struktur.

22 | Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig 
Saubere Lösung
Die AWM sind vielseitig nachhaltig:
Zum Beispiel in puncto Gemeinwohl und Verantwortung.
Handlungsfeld Gesellschaft 
Eine qualitativ hochwertige
Abfallwirtschaft sowie die
garantierte Entsorgungs -
sicher heit sind im Sinne der
Daseinsvorsorge an sich
schon ein Beitrag zum Ge -
mein wohl. Insofern sind in
den o. g. Kapiteln bereits
Handlungsfelder der AWM
beschrieben, die positive
Auswirkungen auf die Gesell -
schaft haben. Insbeson dere die ökologische
Ausrichtung des Abfallwirtschafts konzep tes Münster
summiert sich z. B. in einem erheblichen Anteil an den
Klimaschutz-Erfolgen der Stadt Münster. So wurden
bisher 36 % der CO
2-Einsparungen der Stadt Münster
durch die Umsetzung des Abfall wirtschaftskonzeptes
der AWM erzielt. Darüber hinaus stellen die AWM als
Arbeitgeber hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung.
Als Auftraggeber an das Handwerk, den Handel und den
Dienstleis tungs  sektor sind die AWM ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor für Münster und die Region. 
Handlungsfeld Kunden
Ein verantwortlicher Umgang mit den Bürgern und
Kunden sowie eine an den Kundenbedürfnissen orien-
tierte Leistungserbringung spiegeln sich vor allem in
den Beschwerden wider.
Handlungsfeld Mitarbeiter
Ein wichtiger Aspekt für einen verantwortlichen Um -
gang mit seinen Mitarbeitern ist der Bereich Gesund -
heits- und Arbeitsschutz. Dies gilt für ein Entsor gungs -
unternehmen mit schwer körperlich arbeitenden Mit -
arbeitern ganz besonders. Im Jahr 2006 sind die AWM
als erstes kommunales Unternehmen in Deutsch land
im Arbeitsschutz zertifiziert worden. Im Jahr 2008 hat
die Unfallkasse NRW (die für die Kommunen zuständi-
ge Berufsgenossenschaft) die überdurchschnittliche
Organisation von Sicherheit und Gesundheit bei den
AWM gewürdigt und prämiert. Ein weiterer Bereich zur
Förderung der Mitarbeiter ist die Weiterbildung. 
Ziele:
- Die AWM sind Garant für eine gemeinwohlorientierte Abfallwirtschaft.
- Die Leistungen der AWM haben positive Auswirkungen auf die Lebensqualität und die nachhaltige Entwicklung 
der Stadt Münster.
- Die AWM stellen hochwertige und sozialverträgliche Arbeitsplätze in Münster zur Verfügung. 
Kennzahlen 2009 2008
Mittelabführung an den Haushalt der 
Stadt Münster [€] 250.000 250.000
Auftragssumme an Unternehmen in 
Münster [Mio. €] 7,3 7,7 
Auftragssumme an regionale Unternehmen 
[Mio. €] 0,6 0,7
Anzahl sozialversicherungspflichtige 
Arbeitsplätze 311 311
Anzahl besetzter Ausbildungsplätze 8,00 8,00
Anteil Arbeitsplätze für Leistungsgeminderte [%] 5,1 3,5
Relation Min. Stundenlohn TVÖD zu 
Mindestlohn Entsorgung [%] 142 140
Kennzahlen 2009 2008
Beschwerden absolut 9.297 8.756
Beschwerden pro  Einwohner [%] 3,4 3,2
Beschwerden im Bereich Behälterleerung  
pro angeschlossenem Grundstück [%] 6,3 5,6
Beschwerden im Bereich Behälterleerung pro 
Gesamtanzahl Leerungen (rd. 5 Mio./a) [%] 0,063 0,055
Kennzahlen 2009 2008
Unfälle je gewerblichen Mitarbeiter 0,20 0,15
Krankenquote [%] 8,16 8,18
Fortbildungstage pro Mitarbeiter  1,97 1,29

Geschäftsbericht 2009 | AWM Nachhaltig | 23
250.000 € für den städtischen Haushalt 
Mit dieser Finanzspritze unterstützen die AWM den knap-
pen städtischen Haushalt und tragen dazu bei, dass die
Stadt Münster ihre Leistungen für die Bür gerinnen und
Bürger in Münster weiter hin in gewohntem Umfang
und geschätzter Qualität erbringen kann. Das Geld
stammt aus Einnahmen aus sog. Nebenge schäften der
AWM und bisher nicht aus dem Gebüh renhaushalt.
Wie je doch bereits auf Seite 21 erwähnt, gibt es darü-
ber hinaus einen rechtlichen Anspruch der Stadt Münster
auf Zahlungen aus dem Gebühren haus halt. Auch zu -
künftig werden die AWM daher weitere finanzielle
Beiträge zur Stützung des städtischen Haushalts leisten. 
Entsorgungssicherheit bis 2022 
Auf einer ungefähr fußballfeldgroßen Fläche von fast
6.000 Quadratmeter wird zukünftig der in der Rest ab -
fall behand lungs anlage vorbehandelte Abfall abgelagert.
Damit stehen jetzt zusätzlich 148.000 Kubikmeter Ver -
füll volumen für die vorbehandelten Rest abfälle aus der
Stadt Münster zur Verfügung. Dies wird voraussichtlich
bis zum Jahr 2022 die Münsteraner Restabfallentsor -
gung sicherstellen. 
AWM unterstützen soziale Projekte
Wenn immer es möglich ist, unter -
stützen die AWM so ziale Projekte in
Münster. Zum Jahres ende 2009
haben wir statt Weihnachts karten
ein Heft des Stra ßen  maga zins
„draußen“ verschickt und das
Projekt damit nicht nur finanziell,
sondern auch in Hinblick auf neue
Ziel grup pen unterstützt. Mehr
dazu lesen Sie auf Seite 15. 
Langzeitarbeitslose arbeiten für die AWM im Projekt
Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide
Mit Beschäftigungszu schüs sen der Arbeitsagentur sorgen
drei Einsatzkräfte in Kinderhaus dafür, dass aus kleinen
Schmuddelecken nicht große Müllberge werden. Unter
Leitung der AWM arbeiten sie mit den Hausmeistern
und Wohnungsbau unter nehmen eng zusammen und
sorgen für ein sauberes Stadtbild. Die Mitglieder des
Reinigungstrupps kommen selbst aus Kinderhaus und
kennen den Stadtteil und seine Bewohner. Das erleich-
tert die Arbeit natürlich. 
Bürger mit den AWM zufrieden
Die AWM befragen regelmäßig Bürger oder Kunden be-
züglich ihrer Zufriedenheit mit den AWM. Zuletzt wur-
den die AWM sowohl im Bereich Abfallwirtschaft als auch
im Bereich Straßenreini gung mit Noten zwischen sehr
gut und gut bewertet. Das freut uns und spornt uns an.
Das Beschwerdeaufkommen der AWM ist gemessen an
der Gesamtleistung verhältnismäßig gering. 2009 war
die Zahl der Beschwerden leicht steigend. Dafür war in -
haltlich u.a. der harte Winter 2009 verantwortlich. Durch
organisatorische Maßnahmen wie z.B. die Ver bes se rung
der Erreichbarkeit im Kundenservice wird aber auch die
Erfassung der Beschwerden laufend verbessert. Dies
führt ebenfalls zu steigenden Beschwerdezahlen.
Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiter
Die AWM beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem
Thema Gesundheitsvorsorge. So setzen die AWM z. B.
Niederflurfahrzeuge ein. Diese schonen die Gelenke der
Fahrer, die oft vielmals am Tag ein- und aussteigen müs-
sen. Komfort-Sitze, die laut Berufs genossen schaften bei
Rückenleiden eingesetzt werden, sind bei den AWM
Standardsitze, und Automa tik  lifter erleichtern das Bela -
den der Fahrzeuge. Diese Ausstat tung, die noch lange
nicht überall Standard ist, ist in Hinblick auf den anste-
henden demografischen Wandel eine Investition in die
Zukunft. Bei der hohen körperlichen Belastung in der
Entsorgungsbranche ist bereits frühzeitig alles zu
unternehmen, damit die Mit -
arbeiter auch im fortgeschrit-
tenen Alter gesund und
leistungs fähig sind. Deshalb
ar beiten die AWM auch unter
wissenschaftlicher Begleitung
mit anderen Entsorgern zu -
sammen, um zukunftsfä hige
Konzepte zur Gesundheits -
förderung zu erarbeiten. 2009
wurde z. B. ein Seminar zur
gesunden Führung veranstal -
tet, das den Führungs kräften wichtige Hilfen zur
Gesundheitsvorsorge für ihre Mitarbeiter aufzeigte. 
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draußen! und die AWM 
wünschen Frohe Weihnachten und
ein gutes Neues Jahr!
draußen! und die AWM 
wünschen Frohe Weihnachten und
ein gutes Neues Jahr!
draußen! und die AWM 
wünschen Frohe Weihnachten und
ein gutes Neues Jahr!
draußen! und die AWM 
wünschen Frohe Weihnachten und
ein gutes Neues Jahr!
M

24 | Geschäftsbericht 2009 | Impressum
Saubere Lösung
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Mai 2010, 800
Konzept
X & Y Design | Münster
Fotografie
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster [25]
Ralf Breer [3]
Ewald Freitag [7]
Andreas Hempel Photography [1]
Johanniter [5]
Danyel Jung [2]
Rasmus Schübel [41]
Druck
Thiekötter Druck GmbH & Co. KG
48157 Münster

Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10 
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 53
Telefax: 0251/6052 - 48
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de 
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Lösung

Beschlussvorlage

4431 Zeichen

V/0369/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2009 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
23.06.2010 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
06.07.2010 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
07.07.2010 Hauptausschuss Vorberatung 
07.07.2010 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der in der Anlage beigefügte Jahresabschluss der AWM für das Geschäftsjahr 2009 (Bilanz, 
GuV und Anhang) wird festgestellt. 
 
2. Der Lagebericht (Anlage) wird zur Kenntnis genommen. 
 
3. Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 937.125,49 €.  
     Davon werden 
• der allgemeinen Rücklage 603.812,23 € 
• dem allgemeinen Haushalt 250.000,00 € 
• dem SOPO aus DSD-Überschüssen 64.373,99 € 
• dem SOPO aus Photovoltaik-Überschüssen 18.939,27 € 
 
     zugeführt. 
 
4. Dem Werksausschuss wird für das Wirtschaftsjahr 2009 Entlastung erteilt. 
 
 
Begründung: 
 
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Essen hat im Auftrag der AWM mit Zu-
stimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den La-
Vorlagen-Nr.: 
V/0369/2010 
Auskunft erteilt: 
Frau Eichwald 
Ruf: 
60 52 43 
E-Mail: 
Eichwald@awm.stadt-muenster.de  
Datum: 
12.05.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0369/2010 
gebericht des Wirtschaftsjahres 2009 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gem. § 14 der Be-
triebssatzung dem Werksauschuss und dem Rat vorzulegen. 
 
1. Jahresabschluss 2009 
 
 Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 87 T€ verlängert. 
 
 
 Die Umsatzerlöse 2009 betrugen insgesamt rd. 43.837 T€ 
       
      Davon entfielen auf die 
 
 Abfallwirtschaft 
• Abfallabfuhr 29.337 T€ 
• Abfalldeponierung/-verwertung 2.522 T€  
• Problemabfälle                                                                                     66 T€  
• DSD-Bereich 953 T€ 
 
 Stadtreinigung 4.664 T€ 
      Winterdienst                                                                                          1.780 T€ 
          
 Nebengeschäfte 4.515 T€ 
 
 Der Jahresüberschuss in  Höhe von 937.125,49 € resultiert in Höhe von 403.104,79 € aus dem 
Unterschied zwischen den gesetzlichen Grundlagen der Gebührenkalkulation und den Ansät-
zen der Handelsbilanz, in Höhe von 237.839,23 € aus Zinsüberschüssen, in Höhe von 
132.868,21 € aus Erträgen von Anlageabgängen, in Höhe von 18.939,27 € aus dem Über-
schuss aus der Photovoltaikanlage, in Höhe von 64.373,99 € aus dem Überschuss im DSD-
Bereich sowie in Höhe von 80.000,00 € aus Einnahmen des Öko-Sponsorings. 
  
 Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2009 bei 4.086 T€. Davon wurden 840 T€ in Anlagen 
der Stadtreinigung, 1.235 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 1.132 T€ in Grundstücke mit 
Betriebs- und anderen Bauten investiert. Der verbleibende Anteil in Höhe von 451 T€  entfällt 
auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe 
von 428 T€ auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. 
 
 Gemäß § 4 der EigVO wird dem Werksausschuss für das Wirtschaftsjahr 2009 Entlastung er-
teilt. 
 
 Die Entlastung der Werkleitung erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO vom 16. November 
2004 durch den Werksausschuss. Hiermit wird sich der Werksausschuss in seiner nächsten 
planmäßigen Sitzung befassen. 
 
2. Lagebericht 
 
 Zum Lagebericht wurde seitens der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festge-
stellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jah-
resabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von 
der Lage des Eigenbetriebes erwecken.

- 3 - 
V/0369/2010 
 
3.  Prüfungsergebnis 
 
 Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt den AWM für das Wirtschaftsjahr 
2009 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2009 können den beigefügten Unterlagen entnom-
men werden. 
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter der Ernst & Young AG Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft in der Werksaussc husssitzung am 23.06.2010 im Rahmen einer Jah-
resabschlussbesprechung im Einzelnen erläutert. 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Bickeböller 
Stadtkämmerin 
 
Anlagen: 
Jahresabschluss der AWM (Bilanz, GuV und Anhang) 
Lagebericht

Beratungsverlauf (4)

23.06.2010 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.07.2010 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.07.2010 Hauptausschuss
TOP 21.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
07.07.2010 Rat
TOP 23.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Rösnerstraße 10
  • Brüningheide
  • Promenade
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0369/2010
Typ
Vorlagen
Datum
04.05.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37