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V/0324/2026

Münsterumfrage 2025 - Methodik und zentrale Ergebnisse

Vorlagen 21.05.2026

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Berichtsvorlage

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Bericht_Münsterumfrage2025

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Berichtsvorlage

18674 Zeichen

V/0324/2026 
V/0324/2026 
 
 
Öffentliche  Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Münsterumfrage 2025 - Methodik und zentrale Ergebnisse 
 
 
 
Beratungsfolge  
 
   16.06.2026 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 
   17.06.2026 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Migration Bericht 
   24.06.2026 Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration Bericht 
   30.06.2026 Ausschuss für Wohnen, Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht 
   01.07.2026 Hauptausschuss Bericht 
   01.07.2026 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
I. Münsterumfrage 2025 
Seit 1988 führt die Stadt Münster regelmäßig kommunale Bürgerumfragen zu den Lebensbedingun-
gen in der Stadt Münster und den Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zu kommunalen Themen 
durch. Ziel der Münsterumfrage ist es, die Entscheidungsgrundlage des Stadtrats und der Stadtver-
waltung um repräsentative Ergebnisse der Umfragen zu ergänzen. Damit stellt die Münsterumfrage 
ein wichtiges Instrument der Bürgerbeteiligung dar.1  
Die Münsterumfrage ist eine sozialwissenschaftliche Befragung, die im jährlichen Wech sel als 
Schwerpunktthemen- oder Mehr-Themen-Befragung konzipiert ist. Die Münsterumfrage 2025 war als 
Mehr-Themen-Umfrage zu den Themen Gesundheit, Ehrenamt, Profil Münsters und Leben und Woh-
nen in Münster  angelegt und wurde vom 25.10.2025 bis 12.12.2025 von der Statistikdienststelle 
(Stadtplanungsamt) durchgeführt. Die Münsterumfrage basiert auf einer Zufallsauswahl aus dem 
Melderegister der Stadt Münster. Als repräsentative Bürgerumfrage erlaubt die Befragung Aussagen 
über die Grundgesamtheit der volljährigen Hauptwohnsitzbevölkerung auf gesamtstädtischer Ebene.  
 
Umstellung auf Push-to-Web-Verfahren 
Mit der Münsterumfrage 2025 wurde das Format der Mixed -Mode-Befragung fortgeführt, die den zu 
befragenden Bürgerinnen und Bürgern zwei Optionen zur Teilnahme an der Befragung bot: 1) die 
Beantwortung der Befragung via Papierfragebogen oder 2) via Online-Befragung. Dabei wurde für die 
aktuelle Erhebung zum ersten Mal das Push -to-Web-Verfahren angewendet, bei dem Bürgerinnen 
 
1 Seit der Durchführung der Münsterumfrage 2025 wurde die „Bürgerumfrage“ in „Münsterumfrage“ umbenannt, 
um der Vielfalt der Münsteraner Gesellschaft Rechnung zu tragen.  
Stadtplanungsamt  
 
08.06.2026  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Dr. Knausenberger  
Frau Dr. Verneuer -Emre 
Telefon: 492-6185, 492-6179 
Knausenberger@stadt -
muenster.de  
Verneuer-Emre@stadt-
muenster.de

- 2 - 
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und Bürger zunächst einen Link zum Onlinefragebogen erhielten und den Papierfragebogen nur zu-
gesandt bekamen, wenn sie nach ca. 3 Wochen noch nicht an der Umfrage teilgenommen hatten. 
Damit konnte der Anteil der Personen, die online teilnahmen, auf 77  % erhöht werden. Dies ist eine 
deutliche Steigerung gegenüber der Bürgerumfrage 2023, bei der der Online-Anteil bei 45,4 % lag. 
II. Methodik der Münsterumfrage 
Bei der Stichprobenziehung wurden zunächst 20 000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 
18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Münster aus dem Melderegister gezogen. Um einen Rücklauf zu er-
halten, der möglichst repräsentativ für die Verteilung der Münsteraner Bevölkerung in den 45 Stadttei-
len ist, wurde bei der Stichprobenziehung eine Gewichtung vorgenommen  anhand des Anteils der 
Bevölkerung jedes Stadtteils an der Gesamtbevölkerung sowie der Rücklaufquoten der Stadtteile in 
den Bürgerumfragen 2021 und 2023. Von den 10 852 versendeten Fragebögen konnten 10 427 zu-
gestellt werden (96,1 %). Die Stichprobe entspricht damit 3,8  % der volljährigen, wohnberechtigten 
Bevölkerung in der Stadt Münster. Die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger haben zu Beginn der 
Münsterumfrage einen Brief der Stadt mit einem persönlichen Anschreiben des Oberbürgermeisters, 
der Datenschutzerklärung sowie den Zugangsdaten zur Online -Teilnahme erhalten. Mit den Zu-
gangsdaten konnte sichergestellt werden, dass nur die ausgewählten Personen an der Münsterum-
frage teilnehmen konnten. Alle Personen, die nach 3 Wochen noch nicht den Online -Fragebogen 
ausgefüllt hatten, bekamen ein Erinnerungsschreiben, unterschrieben vom Oberbürgermeister, sowie 
einen Papier-Fragebogen und einen frankierten Rückumschlag zugesendet. Um verspätete Eingänge 
von Fragebögen zu berücksichtigen, gab es nach Beendigung der Feldphase eine dreiwöchige Nach-
frist, in der die Online-Befragung für die Befragten offengehalten wurde.  
Insgesamt haben 4 214 Personen den ausgefüllten Fragebogen online ausgefüllt bzw. zurückge-
schickt. Das entspricht einer Rücklaufquote von 40,4 %.  Während dem ungleich verteilten Antwort-
verhalten hinsichtlich der Stadtteile bereits bei der Stichprobenziehung begegnet werden konnte, 
wurde eine nachträgliche Gewichtung der Ergebnisse hinsichtlich der Kombination von Alter und 
Ausbildungsabschluss sowie von Alter und Geschlecht vorgenommen. 
 
III. Themenschwerpunkte 
Folgende Themenschwerpunkte sind in der Münsterumfrage 2025 integriert: 
I. Gesundheit - Allgemeiner Gesundheitszustand 
- Chronische Erkrankungen 
- Bewertung der Wohnumgebung („StadtRaumMonitor“)2 
II. Ehrenamt - Wahrnehmung des Ehrenamts 
- Wichtige Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Tätigkeiten 
- Wer engagiert sich ehrenamtlich? 
- Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement 
- Bereiche ehrenamtlicher Tätigkeit 
III. Profil Münster - Spontanassoziationen 
- Gestützte Abfrage des Profils Münsters 
- Eigenschaften von Münster (Ist- und Soll-Eigenschaften) 
IV. Leben und 
Wohnen in Müns-
ter 
- Zufriedenheit 
- Einschätzung der persönlichen Zukunft 
- Einschätzung der wirtschaftlichen Situation 
- Wohnform 
- Mietniveau 
 
2 Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: https://stadtraummonitor.bioeg.de

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- Mietumstände 
V. Soziodemografie - Haushaltsgröße, -struktur und -zusammensetzung (Alter, Geschlecht, 
Verwandtschaftsbeziehungen) 
- Familienstand 
- Stadtteil 
- Erwerbsstatus, Voll-/ Teilzeit  
- Höchster Ausbildungsabschluss  
- Staatsangehörigkeit 
- Geburtsland 
- Privater Sprachgebrauch  
- Einkommen 
 
Die Ergebnisse der Münsterumfrage gehen in laufende städtische Prozesse, Konzeptentwicklungen 
und Maßnahmenprogramme ein:  
 
Themenschwerpunkt Gesundheit 
Die Ergebnisse des Themenschwerpunkts Gesundheit werden in die Gesundheitsplanung und Kon-
zeptionierung weiterer Bedarfserhebungen einfließen. Indem gezielt der Gesundheitszustand und 
ausgewählte Aspekte des Wohnumfelds abgefragt wurden, die nachweislich einen Einfluss auf den 
Gesundheitszustand haben, sollen Entscheidungen über Maßnahmen zukünftig stärker evidenzba-
siert getroffen werden können. Das Gesundheits- und Veterinäramt wird die gewonnenen Erkenntnis-
se zu den pro Stadtteil individuell unterschiedlichen Gesundheitsressourcen und -risiken in Aus-
tauschformate mit den zuständigen Fachämtern einbringen. Ziel ist es, gemeinsam zu prüfen, in wel-
chen Bereichen gesundheitliche Aspekte bei der Planung von Maßnahmen stärker berücksichtigt 
werden können. Hierbei sollen vorhandene Aktivitäten einbezogen und Synergien genutzt werden. 
Inhaltlich zeichnen sich insbesondere zwei Handlungsfelder ab, die in der direkten Zuständigkeit des 
Gesundheits- und Veterinäramtes liegen: 
1. Klima und Gesundheit: Die Aspekte Trinkwasser und Kühle Räume wurden stadtteilübergreifend 
deutlich schlechter als die anderen Themenbereiche bewertet. Sie werden bereits im Rahmen des 
Hitzeaktionsplans vom Gesundheits- und Veterinäramt adressiert. Dazu zählt unter anderem die 
Maßnahme des Coolen Stadtplans für heiße Tage (Maßnahme M4 im Hitzeaktionsplan), der fort-
laufend weiterentwickelt wird. Diese digitale Karte ermöglicht es Bürgerinnen  und Bürgern, sich 
schnell und unkompliziert darüber zu informieren, wo kostenfreie Trinkwasserangebote (Refill -
Stationen), Trinkbrunnen sowie kühle Aufenthaltsorte an heißen Tagen zu finden sind und bietet 
darüber hinaus weitere hilfreiche Hinweise für heiße Tage. Vor dem Hintergrund der Befragungs-
ergebnisse erfolgt eine Priorisierung der Maßnahmen aus dem Hitzeaktionsplan, insbesondere  
die Ausweitung von Refill -Standorten und die Steigerung des Bekanntheitsgrades von Refill 
Deutschland sowie die Prüfung von Möglichkeiten zur  Fördermittelakquise u.a. für den Bau und 
Betrieb von Trinkwasserbrunnen (Maßnahme M10 im Hitzeaktionsplan). 
2. Datengestützte Gesundheitsplanung auf Stadtteilebene (Mehrfachbelastungen):  Mit Blick 
auf die Vielzahl der erhobenen Aspekte des Wohnumfelds ermöglicht die Befragung eine differen-
zierte Betrachtung sozialräumlicher Belastungslagen. Insbesondere Stadtteile, in denen sich ge-
sundheitliche und soziale Benachteiligungen mit ungünstigen Wohnumfeldbedingungen überla-
gern, können so besser identifiziert werden und Planungs- und Entscheidungsprozesse stärker an 
diesen Bedarfen ausgerichtet werden. Darüber hinaus bieten sie eine Grundlage, um das Einwer-
ben und den zielgerichteten Einsatz von Ressourcen und Fördermitteln zu unterstützen. 
 
Themenschwerpunkt Ehrenamt 
Die Ergebnisse der Münsterumfrage liefern eine empirische Grundlage für die Weiterentwicklung der 
Engagementförderung in Münster. Sie bestätigen die bisherigen Arbeitsansätze der Freiwilligenagen-
tur der kommunalen Stiftung Siverdes und unterstreichen deren Relevanz. Die gewonnenen Erkennt-

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nisse werden schrittweise in die strategische und operative Arbeit der Freiwilligenagentur integriert. 
Ziel bleibt es, freiwilliges Engagement in Münster niedrigschwellig zugänglich zu machen, die ent-
sprechenden Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern und unterschiedliche Bevölkerungs-
gruppen bedarfsgerecht anzusprechen. Die Umfrageergebnisse leisten damit einen wesentlichen 
Beitrag zur evidenzbasierten Weiterentwicklung der Engagementförderung und stärken die Grundlage 
für zukünftige strategische Entscheidungen.  
1. Weiterentwicklung der Kommunikation: Die gesellschaftliche Wertschätzung des Ehrenamts ist 
nach wie vor hoch und bildet eine stabile Ausgangsbasis für die Arbeit der Freiwilligenagentur. 
Fast 90 % der Befragten stimmen der Aussage zu, dass ehrenamtliches Engagement den gesell-
schaftlichen Zusammenhalt stärkt. In diesem Punkt sind die Unterschiede zwischen den einzelnen 
Altersgruppen nur gering. Zugleich zeigen die Umfrageergebnisse, dass es darüber hinaus starke 
Unterschiede gibt, wie Ehrenamt in den verschiedenen Altersgruppen wahrgenommen wird. Ins-
besondere jüngere Menschen verstehen freiwilliges Engagement nicht als Verpflichtung oder als 
Substitut staatlicher Leistungen. Dieses Verständnis entspricht auch der Haltung der Freiwilligen-
agentur Münster. Dies wird in der Kommunikation zum Thema Ehrenamt künftig deutlicher darge-
stellt. Darüber hinaus ist die Ansprache der verschiedenen Zielgruppen stärker an deren jeweilige 
Lebensrealitäten anzupassen. Dabei sind Anerkennung und Wertschätzung von Engagierten als 
wesentliche Rahmenbedingung besonders zu berücksichtigen. 
2. Zielgruppenspezifische Angebotsentwicklung: Ältere Bevölkerungsgruppen engagieren sich 
überdurchschnittlich häufig und messen dem Ehrenamt eine hohe persönliche Bedeutung bei. 
Jüngere Zielgruppen zeigen demgegenüber eine geringere Bindung an ein konkretes Ehrenamt 
sowie veränderte Erwartungen an Form und Ausgestaltung von freiwilligen Tätigkeiten. Die Ange-
bote der Freiwilligenagentur sind auf dieser Grundlage stärker an lebensphasenspezifischen Be-
dürfnissen auszurichten. Für ältere Zielgruppen liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Stabilisie-
rung bestehender Engagementstrukturen sowie der Förderung von Anerkennung und langfristiger 
Bindung. Für jüngere Zielgruppen gilt es, in Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen fle-
xible, projektbezogene und sinnorientierte Formate verstärkt zu entwickeln und sichtbar zu ma-
chen. Bestehende Instrumente sind im Hinblick auf ihre Anschlussfähigkeit für diese Zielgruppe zu 
überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. 
 
Themenschwerpunkt Profil Münsters 
Eine glaubwürdige Profilierung von Münster setzt voraus, dass die nach außen kommunizierten 
Merkmale der Stadt auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern gestützt und getragen werden. 
Hierfür werden entsprechende Informationsgrundlagen benötigt. Die Münsterumfrage 2025 beschäf-
tigt sich daher mit Profilankern und Stadteigenschaften. Ein klares Selbstbild sowie eine große Über-
einstimmung vorhandener und gewünschter Stadteigenschaften sind entscheidende Voraussetzun-
gen für eine authentische Profilierung von Münster. Da die Fragen zum Profil bereits in der Münster-
umfrage 2007 gestellt wurden, lassen sich auch Entwicklungen aufzeigen. Die Ergebnisse werden für 
weitere Profilbildung und sowie Binnen- und Außenkommunikation genutzt. Die aktuell im Auftrag von 
Münster Marketing durchgeführte Fremdbildumfrage 2025, deren Fragen mit der Selbstbildumfrage 
2025 abgestimmt sind, liefert darüber hinaus wichtige Information zum Fremdbild von Münster. 
 
Inhaltlich sind folgende Ergebnisse hervorzuheben: 
1. Spontanassoziationen und gestützte Profilabfrage:  Die Ergebnisse bestätigen in einer Ge-
samtbetrachtung von Spontanassoziationen und gestützter Profilabfrage die bisher genutzten 
Profilanker für Münster wie „Fahrradstadt“, „Studierendenstadt“, „historische Altstadt (v. a. Prinzi-
palmarkt)“ und „ Stadt mit viel Grün und Natur “. Bemerkenswert ist, dass sich im Vergleich zu 
2007 bei den Spontanassoziationen die genannten positiven Eigenschaften anteilig stark vergrö-
ßert haben. Hierzu zählen v. a. „schön“, „lebenswert“, „tolerant und weltoffen“, „gesellschaftliches 
Miteinander“ und „saubere Stadt“. Die Auswertung der verdichteten Kategorien nach Altersgrup-
pen zeigt, dass die „positiven Eigenschaften“ von allen Altersgruppen in hohem Umfang genannt 
werden. Demgegenüber ist die „historische Altstadt“ für die älteren Altersgruppen von besonde-
rer Bedeutung, während die „Studierenden -/Hochschulstadt“ besonders stark von den 18 -29-
Jährigen thematisiert wird. Die gestützte Profilabfrage macht darüber hinaus deutlich, dass im 
Gesamtergebnis die „Studierendenstadt“ die höchste Zustimmung erfährt, gefolgt von der „Fahr-
radstadt“. Hier liegt die Einordnung als zutreffend für Münster jeweils über 96  %. Zugleich zeigt

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die gestützte Abfrage, dass wirtschaftsbezogene Profilelemente im Selbstbild nur relativ geringe 
Zustimmung finden. Daher stellt sich weiterhin die Aufgabe, die Bedeutung von Münster als 
„Technologiestandort“, als „Wirtschaftsstandort“, als „Kongressstadt“ und als „Industriestandort“ 
durch vorhandene Leistungsbeweise in Münster aufzuladen. Im Vergleich zu 2007 hat die 
„Sportstadt“ besonders an Bedeutung im Profil hinzugewonnen, während „Stadt zum Wohnen“ 
sehr deutlich an Bedeutung im Profil verloren hat. Die verstärkte Wahrnehmung Münsters als 
Sportstadt lässt sich aufbauend auf der „Stadt in Bewegung“ und den mehr als 100.000 Mitglie-
dern im Stadtsportbund vermutlich auf die Ausstrahlung des Ausbaus des Preußen-Stadions und 
der zweijährigen Zugehörigkeit von Preußen Münster zur 2. Fußball-Bundesliga, auf Spitzensport 
im Volley- und Basketball sowie auch auf mittlerweile etablierte sportliche Großveranstaltungen 
(v. a. Münster -Marathon, Münsterland-Giro) zurückführen, die entsprechend kommuniziert wer-
den. Die geringere Wahrnehmung Münsters als „Stadt zum Wohnen“ lässt sich vermutlich auf 
den angespannten Wohnungsmarkt zurückführen. 
2. IST-Eigenschaften und SOLL-Eigenschaften: An der Spitze der IST-Eigenschaften steht der 
Begriff „teuer“. Danach folgen Eigenschaften, die zusammengefasst in zwei Richtungen weisen. 
Zum einen wird Münster als „lebendig“, „weltoffen“, „tolerant“ gesehen, zum anderen als „gemüt-
lich“, „gastlich“, „gepflegt“ und „traditionsverbunden“. Dies bestätigt das häufig für Münster ver-
wendete Bild von Tradition verbunden mit Weltoffenheit. Im Vergleich zu 2007 hat 2025 die Be-
deutung von „weltoffen“ und „tolerant“ noch einmal deutlich zugenommen, ebenso aber auch die 
Zuschreibung von „spießig“, „hektisch“ und „unpersönlich“. Die Zuschreibung von „teuer“ hat sich 
von einem hohen Niveau ausgehend noch weiter verstärkt. Dieser Befund bestätigt im Zusam-
menhang mit der abgesunkenen Bedeutung von „Stadt zum Wohnen“ alle Maßnahmen, die das 
Handlungsfeld Leistbares Wohnen unterstützen. Im Hinblick auf die gewünschten Eigenschaften 
von Münster („SOLL -Eigenschaften“) dominiert neben „gepflegt“ die Eigenschaftengruppe „tole-
rant“, „weltoffen“, „lebendig“ und „fortschrittlich“. Danach folgt dann „gemütlich“ und „gastlich“. Im 
Vergleich zu 2007 liegt „gepflegt“ unverändert an der Spitze der Soll-Eigenschaften. Ausgehend 
von einem bereits hohen Niveau haben „tolerant“, „weltoffen“ und „fortschrittlich“ noch weiter an 
Bedeutung gewonnen. Auf diese Eigenschaften dürften beispielsweise die Skulptur Projekte 
2027 und die Internationalisierungsbemühungen von Stadtverwaltung und Hochschulen einzah-
len. 
 
Themenschwerpunkt Leben und Wohnen in Münster 
Im Themenschwerpunkt „Leben und Wohnen in Münster“ wird dem Beschluss des Ergänzungsantrag 
zur Bürgerumfrage 2021 (Vorlagen Nr. V/0805/2022) Rechnung getragen: In jeder Münsterumfrage 
werden Fragen zum Wohnen integriert. Um eine genauere Einschätzung der Wohnsituation zu erlau-
ben, wurde der Themenschwerpunkt im Vergleich zu früheren Bürgerumfragen erweitert und um Fra-
gen zur allgemeinen Lebenszufriedenheit, der wirtschaftlichen Situation und der Zukunftsperspektive 
ergänzt. Diese Ergänzungen sollen künftig in allen Münsterumfragen integriert werden, um eine Ent-
wicklung über die Zeit beobachten zu können. Die Ergebnisse des Themenschwerpunkts finden Ein-
gang in ein Wohnungsmarktmonitoring, das aktuell von der Statistikdienststelle erstellt wird. Lebens-
zufriedenheit und die Mietpreisentwicklung stehen in einem Zusammenhang: 49  % der Mieterinnen 
und Mieter geben an, dass sie eine Mieterhöhung von 15 % nicht problemlos weiterbezahlen könnten. 
Diese Personen geben zudem eine geringere Lebenszufriedenheit an als Personen, die sich eine 
Mieterhöhung von 15  % problemlos leisten könnten. Dies verdeutlicht erneut die Wichtigkeit aller 
Maßnahmen im Handlungsfeld „Leistbares Wohnen“. 
 
Die Ergebnisse der Münsterumfrage werden in einem gebündelten Ergebnisbericht zu allen Themen-
bereichen der Umfrage zur Verfügung gestellt. Der Ergebnisbericht enthält die statistischen Auswer-
tungen zu den einzelnen Themenschwerpunkten und weitere Informationen zur Stichprobe (siehe 
Anlage 1). Der Fragebogen ist unter umfragen.stadt-muenster.de bereitgestellt.  
 
 
 
 
 
i. V.

- 6 - 
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Robin Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
Anlagen: Anlage 1: Münsterumfrage 2025 - Bericht

Bericht_Münsterumfrage2025

68468 Zeichen

Münsterumfrage 2025
Im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage befragt die Stadtverwaltung die Münsteraner Bürgerschaft
regelmäßig zu den Lebensbedingungen in der Stadt Münster und ihren Einstellungen zu Themenfeldern
kommunalen Handelns. Ab 2025 wurde die Bürgerumfrage in Münsterumfrage umbenannt, um der Vielfalt
der Münsteraner Stadtgesellschaft Rechnung zu tragen. Die Münsterumfrage 2025 ist eine repräsentative
Mehrthemen-Umfrage zu den Themen Gesundheit, Ehrenamt, Wohnen und Profil Münsters. Fragen zu
soziodemografischen Merkmalen werden in allen Münsterumfragen standardmäßig integriert. Die Ergebnisse
zur Methodik (Kapitel 0) und den zentralen Themenbereichen der Umfrage (Kapitel 1 – 4) werden im
Folgenden beschrieben.
0 Methodik
Grundgesamtheitund Stichprobenziehung
Bei der Stichprobenziehung wurden zunächst 20.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 18
Jahren mit Hauptwohnsitz in Münster aus dem Melderegister gezogen. Um einen Rücklauf zu erhalten, der
möglichstrepräsentativfürdieVerteilungderMünsteranerBevölkerungaufdie45Stadtteileist,wurdebeider
Stichprobenziehung eine Gewichtung vorgenommen. Dabei wurde der Anteil der Hauptwohnsitzbevölkerung
ab 18 Jahren jedes Stadtteils an der Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren in Münster sowie die Rücklaufquoten
derStadtteileindenBürgerumfragen2021und2023berücksichtigt,sodassStadtteilemitinderVergangenheit
geringererRücklaufquote überproportional häufig in deraktuellen Stichprobe vertreten waren.
Versandund Rücklauf
Von den 10.852 versendeten Fragebögen der Münsterumfrage 2025 konnten 10.427 zugestellt werden
(96,1 %). Insgesamt haben sich 4.214 Bürgerinnen und Bürger an der Münsterumfrage 2025 beteiligt
(Rücklauf 40,4 %). In diesem Jahr wurde zum ersten Mal das Push-to-Web-Verfahren angewendet. Dabei
bekamen die Bürgerinnen und Bürger zunächst eine Einladung zum Online-Fragebogen zugesendet. Den
Personen, die nach ca. drei Wochen noch nicht an der Münsterumfrage teilgenommen hatten, wurde
anschließend der Papierfragebogen zugesandt, wobei weiterhin die Möglichkeit bestand, online an der
Umfrage teilzunehmen. Durch dieses Verfahren füllten 77,1 % der Befragten den Online-Fragebogen und
22,9% den Papierfragebogen aus.
Vergleichvon Grundgesamtheit, Stichprobe und Rücklauf
Die Stichprobenziehung über das Melderegister erlaubt einen Vergleich der Geschlechts- und Altersstruktur
sowie der Verteilung auf die Stadtteile zwischen der Grundgesamtheit (Hauptwohnsitzbevölkerung), der
gezogenen Stichprobe und dem Rücklauf (auf Basis des Fragebogens). Die Befragten wurden direkt zu
Beginn des Fragebogens gebeten, ihre Stadtteilnummer einzutragen, die im Anschreiben sowohl beim
Online-Zugangscode als auch oberhalb der Adresse abgedruckt war. Der Anteil der fehlenden Angaben bei
denStadtteilenlagdabeibei9,3%(n=357).DiemeistenAbweichungenzwischenHauptwohnsitzbevölkerung
und Rücklauf bezüglich der Stadtteile liegen zwischen - 0,3 %-Punkten und + 0,3 %-Punkten. Etwas geringer
war der Rücklauf in den Stadtteilen 21 Bahnhof (- 0,4 %-Punkte), 25 Mauritz-West (- 0,5 %-Punkte), 32 Geist
(-0,7%-Punkte),47Uppenberg(-0,6%-Punkte),51Gievenbeck(-0,4%-Punkte)und81Gremmendorf-West
(- 0,6 %-Punkte). Etwas höher war der Rücklauf in den Stadtteilen 33 Schützenhof (+ 0,9 %-Punkte), 82
1

Gremmendorf-Ost (+ 0,6 %-Punkte) und 96 Hiltrup-Mitte (+ 0,6 %-Punkte). Betrachtet man den Anteil der
befragten Personen pro Stadtteil an der Bevölkerung des jeweiligen Stadtteils, lag dieser zwischen 1,0 %
(Gelmer-Dyckburg und Gremmendorf-West) und 2,2 % (Martini), was eine deutliche Verbesserung zur
Bürgerumfrage 2023 darstellt, in der der Anteil der befragten Personen pro Stadtteil an der Bevölkerung
des jeweiligen Stadtteils zwischen 0,5 % (Berg Fidel) und 2,4 % (Hafen) lag. Da die Stichprobengrößen in
5 Stadtteilen in Münster-Mitte kleiner als 30 Personen sind, werden die Stadtteile in Münster-Mitte zu den 4
TeilbereichenAltstadt, Innenstadtring, Mitte-Süd und Mitte-Nordost zusammengefasst.
In der Münsteraner Hauptwohnsitzbevölkerung (18 Jahre und älter; Stichtag 30.09.2025) machen Frauen
(52,5 %) einen höheren Anteil aus als Männer (47,5 %). In der Stichprobe – abzüglich nicht zustellbarer
Briefe – zeigen sich geringe Abweichungen von dieser Verteilung (< 0,5 %-Punkte; Frauen: 52,0 %; Männer:
47,9 %). In der Münsterumfrage 2025 wurden bei der Abfrage des Geschlechts vier Antwortkategorien zur
Verfügung gestellt: weiblich, männlich, divers, und ohne Angabe. Der Rücklauf umfasst insgesamt 1.956
weibliche(46,4%),1.705männliche(40,5%),15diverse(0,4%)Befragteund43Personen,dieohneAngabe
angekreuzt haben (1,0 %). 495 Befragte bzw. 11,7 % machten keine Angabe. Betrachtet man zum Vergleich
mitderHauptwohnsitzbevölkerunglediglichFrauenundMänner,unterscheidetsichdieGeschlechterverteilung
des Rücklaufs (Frauen: 53,4 %, Männer 46,6 %) kaum von der Geschlechterverteilung der Stichprobe, wobei
Frauen etwas häufiger teilnahmen als Männer. In den Auswertungen der Themenschwerpunkte werden
aufgrundder Fallzahlen nur die Geschlechtsangabenweiblich und männlich näher analysiert.
Abbildung
1zeigtdiealtersspezifischeVerteilungderMünsteranerHauptwohnsitzbevölkerung,derStichprobe
abzüglichnichtzustellbarerBriefeunddesRücklaufsderMünsterumfrage.DieStichprobederMünsterumfrage
bildet die Altersstruktur der Hauptwohnsitzbevölkerung insgesamt relativ gut ab: Die meisten Abweichungen
bewegen sich zwischen -0,4 %-Punkten und + 0,6 %-Punkten. Die Altersgruppe 85 Jahre und älter (- 1,0 %-
Punkte) ist leicht unterrepräsentiert. Bei einem Vergleich von Stichprobe und Rücklauf können Rückschlüsse
auf altersspezifisches Teilnahmeverhalten gezogen werden. Es gibt Altersgruppen, die proportional häufiger
bzw. seltener an der Münsterumfrage teilgenommen haben (Abweichungen > + 0,5 %-Punkte / < - 0,5 %-
Punkte):SeltenerteilgenommenhabendieAltersgruppe18-24Jahre(-4,7%-Punkte)und25-29Jahre(-1,4%-
Punkte); häufiger haben sich die Altersgruppen 55-59 Jahre (+ 1,6 %-Punkte), 60-64 Jahre (+ 1,4 %-Punkte),
65-69Jahre (+ 1,6 %-Punkte) und70-74 Jahre (+ 1,4 %-Punkte) beteiligt.
Abbildung1: Hauptwohnsitzbevölkerung, Stichprobe und Rücklauf derMünsterumfrage nach Alter (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
2

Gewichtung
In Bevölkerungsbefragungen tritt es häufig auf, dass Personen mit niedrigerem Bildungsabschluss
ein geringeres Antwortverhalten zeigen als Personen mit höherem Bildungsabschluss.
1 Dies wurde
daher auch für die Münsterumfrage 2025 geprüft. Da das Melderegister keine Informationen über den
Ausbildungsabschluss beinhaltet, ist ein Vergleich mit der Stichprobe nicht möglich. Beim Rücklauf verfügen
53,1 % der Befragten über eine Hochschulausbildung. Ausbildung, Lehre, Meister-/ Technikerausbildung
oder Fachschulabschluss sind bei 36,1 % der Befragten der höchste Ausbildungsabschluss und 10,8 %
sind (noch) ohne abgeschlossene Berufsausbildung. In der Münsteraner Hauptwohnsitzbevölkerung ab 18
JahrenverfügenlautMikrozensus202439,1%übereineHochschulausbildung,35,5%übereineAusbildung,
Lehre,Meister-/TechnikerausbildungodereinenFachschulabschlussund25,8%sindohneabgeschlossene
Berufsausbildung. Somit sind Personen mit Hochschulabschluss im Rücklauf überrepräsentiert, wohingegen
Personenohne abgeschlossene Ausbildung unterrepräsentiert sind.
Abbildung2: Hauptwohnsitzbevölkerung, Rücklauf und gewichteter Rücklaufder Münsterumfrage nach
Geschlechtund Bildungsabschluss (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
WährenddemungleichverteiltenAntwortverhaltenhinsichtlichderStadtteilebereitsbeiderStichprobenziehung
begegnet werden konnte, wurde eine nachträgliche Gewichtung der Ergebnisse hinsichtlich der Kombination
von Alter und Ausbildungsabschluss sowie von Alter und Geschlecht vorgenommen: Mithilfe eines iterativen
VerfahrenszurSchätzungvonAnpassungsgewichten 2konntederabweichendenVerteilungdesRücklaufsvon
derHauptwohnsitzverteilungab18JahrenhinsichtlichAlter,GeschlechtundAusbildungsabschlussRechnung
getragen werden. Für Personen, bei denen Angaben zu Alter, Geschlecht oder Ausbildungsabschluss
1 Stein, A. et al. (2025):Education Bias in Probability-Based Surveys in Germany: Evidence and Possible Solutions.International
Journal of Social Research Methodology ,S. 1-18.
2 DeBell,M.,&Krosnick,J.A.(2009):ComputingWeightsforAmericanNationalElectionStudySurveyData.AnnArbor,MI,PaloAlto,
CA:ANES TechnicalReport Series.
3

fehlten, wurde ein Gewicht von 1 festgelegt. Prozentangaben und Mittelwerte werden im Folgenden immer
für die gewichtete Stichprobe berichtet, während die berichteten absoluten Fallzahlen (n) die ungewichteten
Stichprobengrößen darstellen. Sofern bei der Betrachtung von Untergruppen weniger als 30 Fälle vorliegen,
werden die Ergebnisse für die entsprechenden Untergruppen nicht berichtet (siehe Methodeninformation
1 für Informationen zum Stichprobenfehler). Da es nicht verpflichtend war, alle Fragen zu beantworten,
werden Prozentangaben immer nur für alle verfügbaren Fälle pro Frage berichtet. Abbildung 2 und 3 zeigen
die Verteilung der Münsteraner Hauptwohnsitzbevölkerung, des Rücklaufs der Münsterumfrage und des
gewichtetenRücklaufshinsichtlichderKombinationausGeschlechtundBildungsabschluss(Abbildung
2)und
hinsichtlichder Kombination aus Alter undBildungsabschluss (Abbildung3).
Abbildung3: Hauptwohnsitzbevölkerung, Rücklauf und gewichteter Rücklaufder Münsterumfrage nach Alter
undBildungsabschluss (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
4

Schriftlichevs. Online-Teilnahme
Mit einem Anteil von 77,1 % zeigt sich eine große Akzeptanz für das Angebot der Online-Teilnahme.
Dabei ist der Anteil der Online-Teilnahmen gegenüber denen der Bürgerumfrage 2023 (45,4 %) deutlich
gestiegen. Abbildung
4 bildet die Altersstruktur des Rücklaufs der Münsterumfrage insgesamt ab, sowie die
Altersstruktur der Befragten, die schriftlich und online teilgenommen haben. Es zeigt sich, dass die Gruppe
der Onlineteilnehmenden deutlich jünger ist und die Besetzung in den Altersgruppen mit steigendem Alter
abnimmt. So sind 10,0 % respektive 12,0 % der Online-Teilnehmenden 18 - 24 Jahre bzw. 25 - 29 Jahre alt,
während die Schriftlich-Teilnehmenden diese Altersgruppen nur zu 5,5 % bzw. 3,4 % besetzen. Am Ende
der Altersskala zeigt sich eine gegensätzliche Verteilung: die Befragtengruppe, die mittels Papierfragebogen
teilgenommen hat, ist zu 9,2 % in der höchsten Altersgruppe der 85-Jährigen und Älteren vertreten. Diese
Gruppemacht bei den Online-Teilnehmendennur 1,8% aus.
Abbildung4: Befragungsmodi (gesamt, online oder schriftlich)nach Altersgruppe (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
SoziodemografischeMerkmale
Haushaltsstruktur: Die Haushaltsstruktur setzt sich zusammen aus der Anzahl der Haushaltsmitglieder, der
AltersstrukturderHaushaltsmitgliederundderBeziehungzueinander.DieAltersstrukturderHaushaltsmitglieder
dient der Berechnung des Nettoäquivalenzeinkommens, auf das im Abschnitt zum Haushaltseinkommen
näher eingegangen wird. Am häufigsten kommt der 2-Personen-Haushalt mit 44,4 % in der Stichprobe vor,
gefolgt von 3-Personen-Haushalten mit 17,3 % und Alleinlebenden mit 17,2 %. 4-Personen-Haushalte und
Haushalte mit 5 Personen und mehr kommen mit 14,2 % und 4,4 % seltener vor. Mit der (Ehe-)Partnerin
bzw. dem (Ehe-)Partner lebten 62,2 % der Befragten zusammen, 24,7 % mit Kindern, 6,4 % mit Eltern bzw.
Schwiegerelternund 3,4 % mit anderenVerwandten.Wohngemeinschaftensind mit 9,6% vertreten.
Erwerbsstatus: 60,4 % der Befragten sind Erwerbstätige. Die zweitgrößte Gruppe machen die Rentnerinnen
und Rentner, Pensionärinnen und Pensionäre aus (22,1 %), gefolgt von Studierenden (17,2 %). Ebenfalls
5

vertreten sind Hausfrauen/ Hausmänner (2,9 %), Arbeitslose/ Arbeitssuchende/ Personen in Umschulung
(2,1 %) und Schülerinnen und Schüler (0,7 %). Unter den erwerbstätigen Befragten arbeitet der Großteil in
Vollzeit mit mehr als 35 Stunden pro Woche (68,4 %), 19,9 % in Teilzeit mit 21 bis 35 Stunden und 11,6 % in
Teilzeitmit bis zu 20 Stunden proWoche.
Einwanderungsgeschichte: Auf Basis des Geburtslands (anderes Geburtsland als Deutschland) der
Befragten wurde das Merkmal Einwanderungsgeschichte abgeleitet. Bei 11,8 % der Befragten liegt eine
Einwanderungsgeschichtevor,88,2 % habenkeine Einwanderungsgeschichte.
Haushaltseinkommen:DasHaushaltsnettoeinkommenwurdein21Einkommensklassenvon„bisunter500€“
bis „ab 10.000 €“ erhoben. Für 3.078 Befragte liegen Angaben zum Einkommen und zur Haushaltsgröße
vor. Das Haushaltsnettoeinkommen ist begrenzt in seiner Aussagekraft, da es je nach Haushaltsgröße und
-altersstruktur anders zu bewerten ist. Auf Basis des Haushaltsnettoeinkommens und der Haushaltsstruktur
wird daher das bedarfsgewichtete Nettoäquivalenzeinkommen errechnet, auch bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-
Einkommengenannt.
3
Das durchschnittliche bedarfsgewichtete Pro-Kopf-Einkommen in Münster beträgt 2.732,27 €, der
Median 2.450,00 €. Im Vergleich mit den für Deutschland erhobenen Einkommensdaten im Rahmen der
Mikrozensus-Unterstichprobe zu Einkommen und Lebensbedingungen des Statistischen Bundesamts liegt
das bedarfsgewichtete Pro-Kopf-Einkommen in Münster nahe an dem Deutschlands: Das durchschnittliche
bedarfsgewichtetePro-Kopf-Einkommen2024beträgtfürDeutschland33.385€proJahr,proMonat2.782,08
€ (eigene Berechnung), und der Median des Pro-Kopf-Einkommens 28.913 € pro Jahr, pro Monat 2.409,42 €
(eigeneBerechnung).
4
Sprache: 94,5 % der Befragten geben an, normalerweise Deutsch in ihrer Familie zu Hause zu sprechen,
10,2%gebenan,mindestenseineandereSpracheinihrerFamiliezuHausezusprechen.UnterdenPersonen,
die angeben, mindestens eine andere Sprache in ihrer Familie zu Hause zu sprechen, sind die häufigsten
SprachenEnglisch (24,1 %), Russisch (17,1%), Polnisch (9,8 %) und Spanisch(7,0 %).
3 Bundeszentrale für politische Bildung:https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/03%20E inkommensverteilung_1.pdf ,
abgerufenam 04.03.2026.
4 Statistisches Bundesamt:https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwel t/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Le
bensbedingungen-Armutsgefaehrdung/Tabellen/armutsschwelle-zvgl.html,abgerufen am 04.03.2026.
6

Methodeninformation 1: Stichprobenfehler
Durch die große Stichprobe und die Gewichtung hinsichtlich soziodemographischer Merkmale können
mit hoher Verlässlichkeit Aussagen für die Gesamtstadt getroffen werden. Der Stichprobenfehler gibt als
MaßzahlAuskunftdarüber,wiegroßdieAbweichungzwischenStichprobeundGesamtpopulationistund
hilft dabei, die Verlässlichkeit der Auswertungen zu bestimmen. Ein großer Stichprobenfehler bedeutet
dabeieine größere Abweichung zwischen Stichprobeund Gesamtpopulation.
Der Stichprobenfehler beträgt für eine „Ja/Nein-Frage“ mit einer Verteilung von 50 % Ja- und 50 % Nein-
Antworten für die Gesamtstichprobe 1,5 %-Punkte. Das bedeutet, der wahre Wert für die Münsteraner
Bevölkerung liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % zwischen 48,5 % und 51,5 %. Bei Fragen,
bei denen die Antwortwahrscheinlichkeiten weiter auseinanderliegen (z. B. 70 % und 30 %) ist der
Stichprobenfehler geringer und somit die Aussage genauer. Für Teilstichproben erhöht sich allerdings
die Ungenauigkeit in den Aussagen. So liegt der Stichprobenfehler bei einer 50/50-verteilten Frage
beispielsweisefürMännerbei2,4%-Punkten,fürFrauenbei2,2%-Punkten.FürdiekleinsteAltersgruppe
(80 Jahre und älter) liegt der Stichprobenfehler bei einer 50/50-verteilten Frage bei 6,0 %-Punkten.
Der Stichprobenfehler bei einer 50/50-verteilten Frage liegt für die Stadtteile mit der geringsten
Stichprobengröße (Sprakel und Gelmer-Dyckburg) bei 16,8 %-Punkten. Daher werden in Karten die
Stadtteilnummern eingeklammert, bei denen die Fallzahl unter 100 liegt, da in diesen Fällen der
Stichprobenfehler bei einer 50/50-verteilten Frage bei mindestens 9,8 %-Punkten liegt. Eingeklammerte
Werte sollten daher nur mit großer Vorsicht interpretiert werden und werden daher auch im Text nicht
beschrieben.
1 Gesundheit
AllgemeinerGesundheitszustand
Zu Beginn des Themenbereichs Gesundheit wurden die Münsteranerinnen und Münsteraner zunächst
gebeten, ihren allgemeinen Gesundheitszustand einzuschätzen. 74,0 % der Befragten geben an, dass
ihr Gesundheitszustand gut oder sehr gut sei, 23,6 % berichten einen mittelmäßigen bis sehr schlechten
Gesundheitszustand.
5 Wie in Deutschland zeigen sich auch in Münster Unterschiede nach Alter, Geschlecht,
Einkommen, Bildung, Arbeitslosigkeit und Einwanderungsgeschichte. Frauen berichten dabei etwas häufiger
von einem mittelmäßigen bis sehr schlechten Gesundheitszustand (26,6 %) als Männer (21,2 %). Zwischen
verschiedenen Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede (s. Abbildung
5). Während in der jüngsten
Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen nur 9,8 % einen mittelmäßigen bis sehr schlechten Gesundheitszustand
berichten, geben 58,0 % der Personen, die 80 Jahre und älter sind, einen mittelmäßigen bis schlechten
Gesundheitszustand an. Personen, deren Nettoäquivalenzeinkommen unter dem Median von 2.700 €/Monat
liegt, berichten häufiger (29,3 %) einen mittelmäßigen bis sehr schlechten Gesundheitszustand als Personen,
derenNettoäquivalenzeinkommen über dem Median von2.700 €/Monat liegt (19,8 %).
5 Die Unterteilung in „gut oder sehr gut“ und „mittelmäßig bis sehr schlecht“ folgt der Unterteilung des Robert-Koch Instituts (RKI) in
der Gesundheitsberichterstattung:
https://www.gbe.rki.de/DE/Themen/Gesundheitszustand/SubjektiveGesundheit/Selbsteingescha
etzteGesundheit/selbsteingeschaetztegesundheit_node.html,abgerufen am 13.05.2026.
7

Abbildung5: Allgemeiner Gesundheitszustand nach Altersgruppen (in%; n = 3.687)6
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
GroßeUnterschiedezeigensichhinsichtlichdesBildungsabschlusses(s.Abbildung 6).VondenPersonenohne
abgeschlossene Berufsausbildung geben rund 45,6 % an eine mittelmäßige bis sehr schlechte Gesundheit
zu haben. Am geringsten ist der Anteil an Personen mit mittelmäßiger bis sehr schlechter Gesundheit bei
Studierenden (12,4 %), Personen in Ausbildung (16,4 %) und Personen mit einem Universitäts-/Hochschul-
/Fachschulabschluss (17,4 %). Auch gibt es Unterschiede beim Thema Arbeitslosigkeit: Personen, die
arbeitslossind,schätzenihreGesundheithäufigeralsmittelmäßigbissehrschlechtein(37,6%)alsPersonen,
die nicht arbeitslos sind (23,3 %). Personen mit Einwanderungsgeschichte berichten häufiger (29,3 %)
einen mittelmäßigen bis sehr schlechten Gesundheitszustand als Personen ohne Einwanderungsgeschichte
(22,8%).
6 Hinweis:Die Abweichungen von 100 %ergeben sich durch die Antworten „weißnicht“ und „keine Angabe“.
8

Abbildung6: Allgemeiner Gesundheitszustand nach Bildungsabschluss (in%; n = 3.647)7
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Auch zwischen den Stadtteilen zeigen sich Unterschiede im Gesundheitszustand (s. Abbildung 7). Mit
38,0 % und damit mehr als zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert aller Stadtteile liegt der
Anteil an Personen mit mittelmäßiger bis sehr schlechter Gesundheit in Angelmodde (86) besonders hoch.
Die Unterschiede zwischen den Stadtteilen können Unterschiede in der Bevölkerungszusammensetzung
(z. B. hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Arbeitslosigkeit und Einwanderungsgeschichte)
widerspiegeln. Beispielsweise ist es nicht überraschend, dass in einem Stadtteil mit überdurchschnittlich
vielen älteren Menschen die Gesundheit im Mittel schlechter eingeschätzt wird. Wie oben beschrieben,
verschlechtert sich die allgemeine Gesundheit mit steigendem Alter. Daher wurde ergänzend mittels
einer indirekten Altersstandardisierung (s. Methodeninformation
3) geprüft, ob die Unterschiede auch nach
BerücksichtigungderunterschiedlichenAltersstrukturenderStadtteilebestehenbleiben.Abbildung 8zeigtden
Anteil der Personen mit mittelmäßigem bis sehr schlechten Gesundheitszustand nach Altersstandardisierung.
Der einzige Stadtteil mit mehr als 100 Beobachtungen, der klar über dem städtischen Mittelwert liegt, ist der
Stadtteil Angelmodde (86). Bei allen anderen Stadtteilen ist kein eindeutiger Unterschied zum städtischen
Mittelwert nachweisbar. Dabei ist zu beachten, dass die Stichprobengröße nur ausreicht, um größere
7 Hinweis:Die Abweichungen von 100 %ergeben sich durch die Antworten „weißnicht“ und „keine Angabe“.
9

Unterschiede zwischen den Stadtteilen statistisch sicher nachzuweisen. Für kleinere Unterschiede wären
mehr Befragte pro Stadtteil erforderlich gewesen. Über soziodemografische Faktoren hinaus gibt es noch
weitere (unbekannte) Faktoren, die Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Beispielsweise ist bekannt, dass
FaktorenimWohnumfeldEinflussaufGesundheitnehmen.DieseFaktorenwerdenimKapitel„Bewertungder
Wohnumgebung“beschrieben.
Abbildung7: Anteil der Personen mit mittelmäßigembis sehr schlechten Gesundheitszustand nach Stadtteil
(in%; n = 3.749)
8
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
8 sieheMethodeninformation 1und2fürInformationen zu den eingeklammerten Stadtteilen undder Farbkodierung
10

Methodeninformation 2: Farbkodierung nach Abweichungen vom Mittelwert
InallenKartendarstellungenwerdendieStadtteileanhandihrerAbweichungvomMittelwertallerStadtteile
eingefärbt.Dabei gilt folgende Farbkodierung:
Die Standardabweichung ist ein Maß dafür, wie stark die Werte vom Mittelwert abweichen. Werte,
die weniger als eine Standardabweichung über oder unter dem Mittelwert liegen, gelten dabei als
durchschnittlich. Werte, die mehr als eine Standardabweichung abweichen, gelten als leicht über- bzw.
unterdurchschnittlich,Werte,diemehralszweiStandardabweichungenvomMittelwertabweichen,gelten
alsdeutlich über- bzw.unterdurchschnittlich.
Abbildung8: Altersstandardisierter Anteil der Personen mitmittelmäßigem bis sehr schlechtem
Gesundheitszustandnach Stadtteil, Abweichung vom Münster-Durchschnitt(n = 3.395)
9
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
11

Methodeninformation 3: Indirekte Altersstandardisierung
Die indirekte Standardisierung nach dem Standardized-Mortality-Ratio-Konzept (SMR) ist bei kleineren
Fallzahlengeeignet.Verglichenwird,obineinemStadtteilmehroderwenigerPersonenmitmittelmäßiger
bissehr schlechter Gesundheit leben, alsaufgrund der Altersstruktur zu erwarten wäre.
Ein Wert von 1,0 entspricht dem gesamtstädtischen Durchschnitt. Werte über 1,0 weisen auf einen
höheren, Werte unter 1,0 auf einen niedrigeren Anteil von Personen hin, die ihren Gesundheitszustand
alsmittelmäßigbissehrschlechteinschätzen.Beispiele:0,81=19%unterdemstädtischenDurchschnitt;
1,19= 19 % über demstädtischen Durchschnitt.
ChronischeErkrankungen
Im nächsten Schritt wurden die Münsteranerinnen und Münsteraner gefragt, ob sie eine chronische
Krankheit, ein lang andauerndes gesundheitliches Problem oder eine Behinderung haben, was von
34,9 % der Befragten bejaht wurde. Die Unterschiede bezüglich Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss,
Arbeitslosigkeit und Einkommen zeigen sich ebenso wie beim allgemeinen Gesundheitszustand. Personen
mit Einwanderungsgeschichte berichten mit 34,6 % nicht häufiger eine chronische Krankheit als Personen
ohne Einwanderungsgeschichte (35,4 %). Die Personen, die angeben, eine chronische Krankheit, ein lang
andauerndes gesundheitliches Problem oder eine Behinderung zu haben, wurden zudem gefragt, inwiefern
sie dadurch in den letzten 6 Monaten bei Tätigkeiten des normalen Alltagslebens eingeschränkt waren
(n= 1.604).30,1%derBefragtengebenan,nichteingeschränktzusein,48,7%mäßigeingeschränktzusein
und 17,8 % stark eingeschränkt zu sein. Frauen geben hier häufiger als Männer an, stark (Frauen: 18,7 %;
Männer: 16,5 %) und mäßig eingeschränkt zu sein (Frauen; 50,6 %; Männer: 46,6 %), wohingegen Männer
häufigerangeben,nichteingeschränktzusein(Frauen:26,9%;Männer:33,9%).BeidenAltersgruppenzeigt
sicherneut, dass der Grad derEinschränkung mit zunehmendem Alter steigt.
Bewertungder Wohnumgebung
ImAnschlussandieallgemeinenGesundheitsfragenbeantwortetendieMünsteranerinnenundMünsteranerdie
FragendesStadtRaumMonitorsdesBundesinstitutsfürÖffentlicheGesundheit.
10 MitdemStadtRaumMonitor
wird die Bewertung der Umgebung erfasst, die einen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden
habenkann.Dabeiwerden19Kategorienin5Themenclusternuntersucht.DieThemenclustersind„Mobilität”,
„Öffentlicher Raum”, „Versorgung, Arbeit, Wohnen”, „Soziales Miteinander” und „Klimaanpassung”. Dabei
wurdenlediglichdiesogenannten„Leitfragen“verwendet,dieaufeinerSkalavon1(sehrschlecht)bis7(sehr
gut) beantwortet werden sowie kurze erklärende Hinweise. Bei der Bewertung des öffentlichen Nahverkehrs
waren die erklärenden Hinweise zum Beispiel „Zum öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) gehören zum Beispiel
Busse, Straßenbahnen und Züge. Der öffentliche Nahverkehr ist eine umweltfreundliche Alternative zum
eigenen Auto“.
11 Bei der Beantwortung der Leitfragen desStadtRaumMonitors wurden die Münsteranerinnen
und Münsteraner gebeten, sich jeweils auf ihren Stadtteil zu beziehen. Abbildung9 zeigt die Zustimmung
zu den einzelnen Leitfragen in der Münsterumfrage. Am schlechtesten werden dabei die Leitfragen zum
9 siehe Methodeninformation 1 und 2 für Informationen zu den eingeklammerten Stadtteilen und der Farbkodierung und
Methodeninformation3zurInterpretation der Werte
10 Bundesinstitutfür ÖffentlicheGesundheit: https://stadtraummonitor.bioeg.de,abgerufen am 18.03.2026
11 Neben den Leitfragen und den erklärenden Hinweisen enthält der StadtRaumMonitor im Original auch Hinweise zur Bewertung
der jeweiligen Leitfrage sowie ein offenes Antwortfeld zu jeder Leitfrage. Diese Hinweise und offenen Antwortfelder wurden in der
Münsterumfrage2025 nicht präsentiert.
12

Thema Klimaanpassung bewertet, insbesondere das Angebot an kostenlosem Trinkwasser in der Umgebung.
Besonders positiv werden die Naturräume, sowie die Versorgung im Alltag (durch beispielsweise Geschäfte,
Banken, Cafés und Restaurants etc.) und die gesundheitliche Versorgung bewertet. Betrachtet man die
Bewertung der Umgebung abhängig von Stadtteilen, fallen eine Reihe von Stadtteilen auf, in denen die
UmgebungetwaspositiverbewertetwirdalsimMittelallerStadtteile(mehralseineStandardabweichungüber
demMittelwertallerStadtteile).LeichtüberdurchschnittlichwirddieUmgebungindenStadtteilenMecklenbeck
(54), Hiltrup-Mitte (96) und Hiltrup-West (97) bewertet. Deutlich negativer als im Mittel (mehr als zwei
StandardabweichungenunterdemMittelwert)wirddieUmgebunginCoerde(61)miteinemDurchschnittswert
von4,08bewertet,inAngelmodde(86)wirdsieleichtunterdurchschnittlich(mehralseineStandardabweichung
unterdem Mittelwert) bewertet (s. Abbildung
10).
Abbildung9: Durchschnittliche Bewertung verschiedener Aspekte derUmgebung im eigenen Stadtteil von
1= „sehr schlecht” bis 7= „sehr gut” (n = 4.064)12
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Betrachtet man für die Stadtteile, die insgesamt überdurchschnittlich imStadtRaumMonitor bewertet werden,
welche Bereiche jeweils besonders positiv wahrgenommen wurden, zeigt sich, dass in Mecklenbeck (54)
die aktive Fortbewegung, der öffentliche Nahverkehr, Straßen und Plätze, Zustand und Sauberkeit, Wohnen
und Mitsprache und Mitgestaltung leicht positiver (mehr als eine Standardabweichung über dem Mittelwert
aller Stadtteile) wahrgenommen werden als im Mittel der Stadt. In Hiltrup-Mitte (96) werden der öffentliche
Nahverkehr,dieVersorgungimAlltag,diegesundheitlicheVersorgung,BildungundWirtschaftundIdentitätund
Zugehörigkeit leicht positiver bewertet, in Hiltrup-West (97) die aktive Fortbewegung, Straßen und Plätze und
IdentitätundZugehörigkeit.BeidenStadtteilen,dienegativerbewertetwurdenalsdieStadtteileimMittel,zeigt
12 Hinweis:Der Mittelwert über alle Personenenthält auch Personen, die keinen Stadtteilangegeben haben.
13

sichinCoerde(61)einedeutlichunterdurchschnittlicheBewertung(mehralszweiStandardabweichungenunter
dem Mittelwert aller Stadtteile) hinsichtlich Straßen und Plätze, Zustand und Sauberkeit, wahrgenommener
Sicherheit, Wohnen, Bildung und Wirtschaft, und Identität und Zugehörigkeit. Leicht unterdurchschnittliche
Bewertungen finden sich hier hinsichtlich Spiel- und Freizeit-Angeboten, Begegnungs-Möglichkeiten, dem
Angebot an kostenlosem Trinkwasser und Schutz vor extremem Wetter. In Angelmodde (86) werden die
Begegnungs-Möglichkeiten deutlich unterdurchschnittlich bewertet, die aktive Fortbewegung, die Versorgung
im Alltag, die gesundheitliche Versorgung, Bildung und Wirtschaft, Spiel- und Freizeit-Angebote, Identität und
Zugehörigkeitund das Angebot an kühlenRäumen leicht unterdurchschnittlich.
Abbildung10: Durchschnittliche Bewertung verschiedener Aspekte derUmgebung im eigenen Stadtteil von
1= „sehr schlecht” bis 7= „sehr gut” (n = 3.857)
13
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
13 sieheMethodeninformation 1und2fürInformationen zu den eingeklammerten Stadtteilen undder Farbkodierung
14

2 Ehrenamt
Wahrnehmungdes Ehrenamts
Im Abschnitt zum Thema Ehrenamt wurden die Münsteranerinnen und Münsteraner zunächst darüber
informiert, dass es sich bei ehrenamtlichem Engagement um gemeinnützige Aufgaben handelt, die nicht auf
materiellen Gewinn ausgerichtet sind. Daraufhin bewerteten alle befragten Personen vier Aussagen zum
ThemaEhrenamt,unabhängigdavon,obsieselbsteinEhrenamtausüben.Abbildung
11zeigtdieZustimmung
zudiesenAussagen.BetrachtetmandieZustimmungzudeneinzelnenAussagennachAltersgruppen,gibtes
bei der Aussage „Ehrenamtliches Engagement stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ nur sehr geringe
Unterschiede zwischen den einzelnen Altersgruppen. Bei allen anderen Aussagen stimmen ältere Personen
hingegenhäufiger zu als jüngere Personen(s. Abbildung
12und13).
Abbildung11:Zustimmung zu denAussagen zum Ehrenamt (in %).
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
15

Abbildung12: Zustimmung zu den Aussagen zumEhrenamt nach Altersgruppen (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
16

Abbildung13: Zustimmung zu den Aussagen zumEhrenamt nach Altersgruppen (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
WichtigeRahmenbedingungen für ehrenamtliche Tätigkeiten
Im nächsten Schritt wurden die Münsteranerinnen und Münsteraner gefragt, welche Rahmenbedingungen
sie für ehrenamtliches Engagement als besonders wichtig erachten und gebeten, maximal drei Antworten
17

auszuwählen. Am häufigsten wurden dabei „Flexible Zeiteinteilung“ und „Wertschätzung und Anerkennung
derArbeit“ ausgewählt. Abbildung
14zeigt,wie häufig die jeweiligen Antworten ausgewähltwurden.
Abbildung14: Auswahl der besonders wichtigen Rahmenbedingungenfür Engagement (in %, n =3.947)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Während einige Rahmenbedingungen über alle Altersgruppen hinweg ähnlich häufig als besonders wichtig
ausgewähltwurden,wird„FlexibleZeiteinteilung“besondershäufigvonPersonenzwischen30und49Jahren
ausgewählt und besonders selten von Personen ab 70 Jahren. „Wertschätzung und Anerkennung“ wird umso
häufigerausgewählt,jejüngerdiebefragtenPersonensind.Dahingehenwird„AustauschundZusammenarbeit“
imTeam,„guteErreichbarkeitdesEinsatzortes“und„festeAnsprechpersonen“insbesonderevonPersonenab
70Jahren als besonders wichtig wahrgenommen(s. Abbildung
15).
18

Abbildung15: Auswahl der besonders wichtigen Rahmenbedingungenfür Engagement nach Altersgruppen
(in%; n = 3.660)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Werengagiert sich ehrenamtlich?
DesWeiterenwurdendieMünsteranerinnenundMünsteranergefragt,inwelchenBereichensieehrenamtlich
tätig sind oder sich eine ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen können. 40,9 % der befragten Personen gaben
an, sich in mindestens einem Bereich ehrenamtlich zu engagieren. Deutschlandweit engagieren sich 36,7 %
ehrenamtlich.
14 Somit liegt das ehrenamtliche Engagement in Münster etwas höher als in Deutschland
insgesamt. Zuletzt wurde in Münster eine Bürgerumfrage zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement“ im
Jahr 2014 durchgeführt. Damals gaben 47 % der befragten Personen an, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Der Rückgang des Anteils der Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, zeigt sich im Freiwilligensurvey
auchimdeutschlandweitenTrend,woderAnteil2014nochbei40,0%lag.Vergleichtmandasehrenamtliche
Engagement zwischen Männern und Frauen, geben Männer leicht häufiger an, sich ehrenamtlich zu
engagieren als Frauen (Männer: 41,8 39,7 %), dieser Unterschied ist jedoch nicht statistisch signifikant. Der
14 Fritzsche et al. (2025): Freiwilliges Engagement in Deutschland. Zentrale Ergebnisse des Sechsten Deutschen Freiwilligensurveys
(FWS2024).
19

höchste Anteil an Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, entfällt mit 44,2 % auf die Altersgruppe 70-79
Jahre,der geringste Anteil mit 35,6% auf die Altersgruppe 30-39 Jahre(s. Abbildung16).
Größere Unterschiede finden sich zwischen Personen mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Personen
mit Einwanderungsgeschichte engagieren sich seltener ehrenamtlich (32,0 %) als Personen ohne
Einwanderungsgeschichte (41,7 %). Auch bei Personen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen gibt
es Unterschiede, wie häufig Personen ehrenamtlich engagiert sind (s. Abbildung
17). Am seltensten
engagierensichhierPersonenohneabgeschlosseneBerufsausbildung(25,4%),amhäufigstenPersonenmit
Meister-/Technikerausbildung oder Fachschulabschluss (47,0 %) und Personen mit Universitäts-/Hochschul/-
Fachhochschulabschluss (46,9 %). Bei der Betrachtung des Anteils der ehrenamtlich tätigen Personen pro
Stadtteil, zeigt sich ein besonders niedriger Anteil der ehrenamtlich tätigen Personen in den Stadtteilen des
Teilbereichs Mitte-Nordost (4), Mecklenbeck (54), Kinderhaus-West (63) und Hiltrup-Mitte (96) (s. Abbildung
18).
Abbildung16: Anteil Personen, die sich ehrenamtlichengagieren nach Altersgruppen (in %; n= 3.513)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
20

Abbildung17: Anteil Personen, die sich ehrenamtlichengagieren nach Bildungsabschluss (in %; n= 3.489)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Abbildung18: Anteil Personen, die sich ehrenamtlichengagieren nach Stadtteil (in %; n= 3.857)15
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
21

Bereitschaftzu ehrenamtlichem Engagement
VondenPersonen,dieangeben,aktuellkeinEhrenamtauszuüben(n=2.151),geben66,1%an,inmindestens
einem Bereich grundsätzlich bereit zu sein, eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben. Weitere 24,1 % der
Personen, die sich aktuell nicht ehrenamtlich engagieren, geben an, eher bereit zu sein, sich in mindestens
einem Bereich ehrenamtlich zu engagieren. Insgesamt geben also über 90 % der befragten Personen, die
sich aktuell nicht ehrenamtlich engagieren, an, dass sie grundsätzlich bereit oder eher bereit wären, eine
ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben. Dabei zeigen Männer mit 89,9 % eine ebenso hohe Bereitschaft wie
Frauen mit 90,9 %. Hinsichtlich verschiedener Altersgruppen zeigt sich, dass der Anteil der momentan nicht
ehrenamtlich tätigen Personen, die grundsätzlich oder eher bereit sind, sich ehrenamtlich in mindestens
einemBereichzuengagieren,mitzunehmendemAltersinkt(s.Abbildung
19),aberselbstbeiderGruppeder
Personenim Alter von 80 Jahrenund älter noch bei über 70% liegt.
Abbildung19: Bereitschaft zu einer ehrenamtlichen Tätigkeitbei Personen, die derzeit nicht ehrenamtlich
tätigsind, nach Altersgruppe (in %; n= 2.151)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
15 sieheMethodeninformation 1und2fürInformationen zu den eingeklammerten Stadtteilen undder Farbkodierung
22

Abbildung20: Bereitschaft zur ehrenamtlichen Tätigkeitnach Bereichen (in %; n =3.748)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
23

Abbildung21: Ehrenamtliche Tätigkeit („Ja, bereitstätig“-Antworten) nach Bereichen und Geschlecht (in%; n = 1.429)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
24

Bereicheehrenamtlicher Tätigkeit
DiePersonen,dieehrenamtlichtätigsind,gabenimSchnitt2,1Bereichean,indenensietätigsind.Abbildung
20 zeigt die Häufigkeitsverteilung der ehrenamtlichen Tätigkeit und der Bereitschaft zur ehrenamtlichen
TätigkeitnachBereich.AmhäufigstenwurdedabeiderBereich„SportundBewegung“mit11,8%ausgewählt,
gefolgt vom „Sozialen Bereich“ mit 11,7 %. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern
und Frauen. Während 14,4 % der Männer angeben, sich im Bereich „Sport und Bewegung“ zu engagieren,
engagieren sich nur 8,8 % der Frauen in diesem Bereich. Im „Sozialen Bereich“ engagieren sich hingegen
14,3%derFrauenundnur8,9%derMänner.DeutlichistauchderUnterschiedbeimEngagementimBereich
„Kirche,religiöserBereich“,derbeiFrauenmit8,9%amzweithäufigstengenanntwird,beiMännernmit6,2%
abernur die sechsthäufigste Nennung darstellt(s. Abbildung
21).
Motivefür ehrenamtliches Engagement
Personen, die angaben, in mindestens einem Bereich ehrenamtlich tätig zu sein, wurden daraufhin gefragt,
welcheGründeundMotivefürsiebesonderswichtigfürehrenamtlichesEngagementsind.Amhäufigstenwurde
„Spaß und Freude am Engagement“ als wichtig oder sehr wichtig bewertet, gefolgt von „anderen Menschen
helfen“.AmseltenstenwurdedasMotiv„Qualifikationenerwerben,diemichberuflichvoranbringen“alswichtig
oder sehr wichtig bewertet (s. Abbildung
22). Bei nahezu allen Motiven geben Frauen häufiger als Männer
an, dass sie sie sehr wichtig oder wichtig finden (s. Abbildung23). Beim Vergleich der Altersgruppen fällt
auf, dass „Spaß und Freude am Engagement“ von Menschen ab 80 Jahren seltener als wichtig oder sehr
wichtig eingestuft wird als von Menschen aller anderen Altersgruppen. Zudem nimmt die Wichtigkeit von „ein
sinnvollerAusgleichzumBeruf“,„eigeneInteressenvertreten“und„Qualifikationenerwerben,diemichberuflich
voranbringen“jeweils mit steigendem Alter ab(s. Abbildung24).
Abbildung22: Motive für ehrenamtliches Engagement (in%)16
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
25

Abbildung23: Motive für ehrenamtliches Engagement („sehrwichtig“- und „wichtig“-Antworten) nach
Geschlecht(in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
16 Hinweis:Die Abweichungen von 100 %ergeben sich durch die Antwort „weißnicht”.
26

Abbildung24: Motive für ehrenamtliches Engagement („sehrwichtig“- und „wichtig“-Antworten) nach
Altersgruppe(in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Zeitaufwandfür ehrenamtliches Engagement
Die Personen, die ehrenamtlich tätig sind, wurden gefragt, wie viel Zeit sie durchschnittlich pro Woche
aufwenden. Im Mittel wenden Münsteranerinnen und Münsteraner, die ehrenamtlich tätig sind, 4,5 Stunden
pro Woche für die ehrenamtliche Tätigkeit auf (Median = 3 Stunden). 2014 lag die durchschnittliche Zeit, die
ehrenamtlich Tätige pro Woche für ihr Ehrenamt aufgewendet haben, bei 5,2 Stunden (Median =4 Stunden).
Somit ist die für ein Ehrenamt aufgewendete Zeit im Mittel in Münster seit 2014 gesunken. Frauen
(Mittelwert= 4,1 Stunden) bringen im Mittel dabei etwas weniger Zeit für das Ehrenamt auf als Männer
(Mittelwert= 4,7 Stunden). Bei den verschiedenen Altersgruppen bringen Personen zwischen 70 und 79
Jahren mit durchschnittlich 5,4 Stunden/Woche am meisten Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten auf, Personen
zwischen40 und 59 Jahren mit3,9 Stunden/Wocheam wenigsten (s. Abbildung
25).
27

Abbildung25: Zeitaufwand für ehrenamtliche Tätigkeiten nachAltersgruppe (in Stunden; n = 1.454)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Zusammenhangehrenamtliches Engagement mit Lebenszufriedenheit
Personen,diesichehrenamtlichengagieren,gebenimMittel(Mittelwert=7,3)einehöhereLebenszufriedenheit
analsPersonen,diesichnichtehrenamtlichengagieren(Mittelwert=7,0).DasowohldieLebenszufriedenheit
als auch die Möglichkeit, sich ehrenamtlich engagieren zu können, auch von weiteren Faktoren beeinflusst
werden kann, wurde zudem geprüft, ob dieser Zusammenhang bestehen bleibt, wenn für das Netto-
äquivalenzeinkommen, den Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht kontrolliert wird. Es ist anzunehmen,
dassPersonenmiteinemschlechtenGesundheitszustandundgeringemNettoäquivalenzeinkommenweniger
Kapazitäten für ehrenamtliches Engagement haben. Das Nettoäquivalenzeinkommen ist bei Personen,
die sich ehrenamtlich engagieren, im Mittel (Mittelwert = 3.047,38 €) höher als bei Personen, die sich
nicht ehrenamtlich engagieren (Mittelwert = 2.898,46 €). Zudem berichten Personen, die sich ehrenamtlich
engagieren,seltenereinenmittelmäßigenbisschlechtenGesundheitszustand(20,4%)alsPersonen,diesich
nichtehrenamtlichengagieren(26,9%).DerpositiveZusammenhangzwischenehrenamtlichemEngagement
und Lebenszufriedenheit bleibt jedoch auch bestehen, wenn für das Nettoäquivalenzeinkommen, den
Gesundheitszustand,Geschlecht und Alter kontrolliert wird.
17
17 DerZusammenhang wurde mithilfe einer multiplenlinearen Regression geprüft (s. Methodeninformation4).
28

Methodeninformation 4: Lineare Regression
Eine lineare Regression ist ein statistisches Verfahren, mit dem der Zusammenhang zwischen einer
abhängigen, d.h. zu erklärenden, Variable (hier z. B. Lebenszufriedenheit) und einer oder mehreren
unabhängigen, d.h. erklärenden, Variablen (hier z. B. ehrenamtliches Engagement) untersucht wird.
Mithilfe der Methode wird geschätzt, wie stark sich die abhängige Variable im Durchschnitt verändert,
wennsicheineunabhängigeVariableumeineEinheitverändert.DadurchlassensichsowohldieStärkeals
auchdieRichtungeines(positivenodernegativen)Zusammenhangsbestimmen.DurchdieEinbeziehung
von sogenannten Kontrollvariablen (hier z. B. Nettoäquivalenzeinkommen) kann geprüft werden, ob der
Zusammenhang bestehen bleibt, wenn weitere Variablen, die ebenfalls mit der abhängigen Variable im
Beziehung stehen, im Modell berücksichtigt werden. Insgesamt gilt jedoch: Eine Regression beschreibt
zwarstatistische Zusammenhänge, aber keine kausaleUrsache-Wirkungs-Beziehung.
3 ProfilMünsters
Spontanassoziationen
Auf der ersten Seite des Fragebogens wurden die Münsteranerinnen und Münsteraner gebeten, maximal
drei Begriffe zu nennen, die ihnen als erstes einfallen, wenn sie an Münster denken. Insgesamt wurden
9.412 Spontanassoziationen genannt (durchschnittlich 2,5 Assoziationen pro Person). In der Bürgerumfrage
2007 wurde diese Bitte schon einmal an die Teilnehmenden gerichtet. Im Rahmen der Bündelung der
Einzelassoziationen zu übergeordneten Kategorien wurde für die Münsterumfrage 2025 nun auf die in 2007
entwickelte Kategorisierung zurückgegriffen. Dies erlaubt einen direkten Vergleich mit den Ergebnissen der
Münsterumfragevon2007.DieKategorie,dieinderMünsterumfrage2025amhäufigstengenanntwurde,war
„Fahrradstadt“ mit 14,8 % aller Nennungen, gefolgt von „positiven Eigenschaften“ (10,7 %). Unter positiven
EigenschaftenlassensichAssoziationenwie„schön“und„lebenswert“finden.AufPlatzdreiundvierrangieren
„Universität,Student/innen“(7,6%)und„Aasee,Promenade“(4,3%),gefolgtvon„Prinzipalmarkt“(4,0%)und
„Wohnungsmarkt“(3,8 %). Abbildung
26zeigtdie 12 häufigsten Spontanassoziationen.18
Wie bereits bei der Bürgerumfrage 2007 wurden unter der Berücksichtigung thematischer Bezüge verdichtete
Themenkomplexe gebildet. Dabei wurden ebenfalls die übergeordneten Kategorien der Bürgerumfrage 2007
verwendet.DasClusteringschaffteineinhaltlicheZusammenfassung,wobeiKategorien,diesichnichtsinnvoll
zusammenfassen lassen, als eigenständige Einheiten beibehalten wurden. In den verdichteten Kategorien
wurden beispielswiese alle Nennungen von Aspekten, die in der historischen Altstadt zu verorten sind
wie „Prinzipalmarkt“, „Dom/Domplatz“, „Innenstadt“ oder „historische Gebäude“ zur verdichteten Kategorie
„historische Altstadt“ zusammengefasst. Bei diesen verdichteten Assoziationen dominieren mit 19,0 %
aller Nennungen „positive Eigenschaften“. In dieser Auswertung fallen unter „positive Eigenschaften“ mehr
Assoziationen, da „gesellschaftliches Miteinander“, „saubere Stadt“ und „tolerant und offen“nun auch in diese
Kategorieeingeordnetwerden.DiezweitmeistenNennungenmit15,0%entfallenauf„Fahrradstadt“.Andritter
Stelle folgt „historische Altstadt“ (s. Abbildung
27). Die 10 verdichteten Kategorien bilden dabei 79,1 % aller
Nennungenab. 19
18 Der Begriff ’Grün’ wurde als ambivalente Assoziation klassifiziert. Da ohne weiteren Kontext nicht eindeutig bestimmbar ist, ob die
Befragten hiermit naturbezogene oder politische Eigenschaften assoziieren, wurde auf eine subjektive Zuweisung verzichtet. Der
Begriff wird daher in einer separaten Kategorie geführt. Wenn die Kategorien „Grün“ und „Stadt mit viel Grün/Natur“ addiert werden,
liegtderWertbei4,7%unddamitineinerähnlichenGrößenordnungwiebeiderMünsterumfrage2007.HierlagderWertfür„Grüne
Stadtund Umgebung” bei 4,4 %.
19 Wenndie Kategorien „Natur,grünesUmfeld“ und „Grün“ zusammengefasst werden, ergibtsich ein Wertvon 9,6 %.
29

Abbildung26: Anteilder12häufigstenSpontanassoziationenanallenSpontanassoziationen(in%;n=3.822)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Während die fünf am häufigsten genannten verdichteten Kategorien 2025 die gleichen waren wie 2007, gibt
es deutliche Unterschiede in der Reihenfolge dieser Kategorien. 2007 war „historische Altstadt“ mit 24,3 %
der Nennungen die häufigste Kategorie, 2025 ist diese Kategorie mit 11,3 % deutlich seltener vertreten.
Während„Fahrradstadt“sowohl2007alsauch2025jeweilsca.15%derNennungenausmachtunddamitam
zweithäufigstengenanntwird,zeigtsich2025eindeutlichhöhererAnteilan„positivenEigenschaften“als2007
– mit 19,0 % aller Nennungen hat sich der Anteil der Spontanassoziationen in dieser Kategorie im Vergleich
zu2007 mehr als verdoppelt (s.Abbildung
28).20
Abbildung27: Anteil der 10 häufigsten Spontanassoziationenan allen Spontanassoziationen in verdichteten
Kategorien(in %; n = 3.822)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
20 Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass es 2007 die Kategorie „Grün“ nicht gab. Wenn die Kategorien „Natur, grünes Umfeld“
und „Grün“ zusammengefasst werden, ergibt sich ein Wert von 9,6 %. Hiermit würde sich die Differenz dieser Kategorie zu 2007
verringern.
30

Abbildung28: Anteil der 5 häufigsten Spontanassoziationenan allen Spontanassoziationen in verdichteten
Kategorienim Jahr 2007 und 2025 (in%)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Zwischen Männern und Frauen zeigen sich bei den vier am häufigsten genannten Kategorien nur geringe
Unterschiede (s. Abbildung
29). Frauen nennen jedoch häufiger „Natur, grünes Umland” und „Kultur-,
Freizeitangebote”,wohingegenMännerhäufigerSpontanassoziationnennen,diesichderKategorie„Verkehr”
zuordnen lassen. Beim Vergleich verschiedener Altersgruppen bezüglich der fünf am häufigsten genannten
verdichteten Kategorien fällt auf, dass „Fahrradstadt“ und „Universität, Student/innen“ insbesondere bei den
jüngeren Altersgruppen häufig genannt werden, wohingegen „historische Altstadt“ insbesondere Personen
der älteren Altersgruppen spontan zu Münster einfällt. „Positive Eigenschaften“ werden hingegen von allen
Altersgruppenhäufig genannt (s. Abbildung
30).
Abbildung29: Anteil der 10 häufigsten Spontanassoziationenan allen Spontanassoziationen in verdichteten
Kategoriennach Geschlecht (in %; n =3.443)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
31

Abbildung30: Anteil der 5 häufigsten Spontanassoziationenan allen Spontanassoziationen in verdichteten
Kategoriennach Altersgruppe (in %; n =3.482)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
GestützteAbfrage des Profils
Im weiteren Verlauf des Fragebogens wurde anhand vorgegebener Begriffe die Zustimmung zu 21
verschiedenen Profilkomponenten mithilfe einer fünfstufigen Skala von „trifft überhaupt nicht zu“ bis „trifft
vollkommen zu“ abgefragt. Abbildung
31 zeigt die Zustimmung zu den 21 Aussagen. Dabei werden
die Aussagen absteigend nach ihren Zustimmungswerten anhand der Kategorien „trifft vollkommen
zu“ und „trifft zu“ sortiert. Übereinstimmend mit den Aussagen in den freien Assoziationen werden die
Profilkomponenten „Studierendenstadt“, „Fahrradstadt“ und „Bildungsstadt“ als stark zutreffend bewertet. Die
geringste Zustimmung erhalten die Begriffe „Wirtschaftsstandort“, „Kongressstadt“ und „Industriestandort“.
Die meisten Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Einschätzung der Profilkomponenten sind
gering (< 5 % Differenz bei der Addition von „trifft vollkommen zu” und „trifft zu”). Leicht größere Unterschiede
gibt es bei der Profilkomponente „Wirtschaftsstandort”, die Männer zu 42,9 % als (vollkommen) zutreffend
einschätzenundFrauenzu36,1%,sowiebeidenProfilkomponentenFriedensstadt(Männer:77,3%,Frauen:
82,3%) und Kongressstadt (Männer: 33,9%, Frauen: 38,9 %).
32

Abbildung31: Einschätzung des ZutreffensderProfilkomponenten Münsters (in %; n =3.883)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Im Vergleich zu 2007 zeigt sich für das Erhebungsjahr 2025 insgesamt wenig Veränderung in der Einordnung
der Profilkomponenten (s. Abbildung
32). Auch 2007 wurden „Studierendenstadt“, „Fahrradstadt“ und
„Bildungsstadt“ als sehr treffend eingestuft. Der deutlichste Unterschied ist bei der Profilkomponente „Stadt
zum Wohnen“ zu sehen, die in 2007 als deutlich treffender bewertet wurde. 2025 sind demgegenüber die
Komponenten „Wissenschaftsstadt“, „Soziale Stadt“ „Sportstadt“, „Kongressstadt“ und „Industriestandort“
deutlichhäufiger als zutreffendeingeordnet. (DerBegriff„Wirtschaftsstandort“ wurde 2007 nicht abgefragt.)
33

Abbildung32: Einschätzung (Addition von „trifftvollkommen zu“ und „trifftzu“) derProfilkomponenten
Münstersim Jahr 2007 und 2025 (in%)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Eigenschaftenvon Münster
Wie bereits bei der Münsterumfrage 2007 wurden auch bei der Münsterumfrage 2025 sowohl IST-
EigenschaftenalsauchSOLL-Anforderungenabgefragt,dieMünsterzugeschriebenwerden.Dafürsolltendie
Münsteranerinnen und Münsteraner 15 Adjektive hinsichtlich des Zutreffens auf Münster (IST-Eigenschaften;
von 1 = „trifft überhaupt nicht zu“ bis 5 = „trifft vollkommen zu“) und der Wichtigkeit für Münster (SOLL-
Eigenschaften; von 1 = „überhaupt nicht wichtig“ bis 5 = „sehr wichtig“) beurteilen. Um die Ergebnisse mit
34

denen vorheriger Bürgerumfragen vergleichen zu können, werden Mittelwerte gebildet.21 Höhere Mittelwerte
stehendabei für höheres Zutreffenundhöhere Wichtigkeit der Eigenschaften.
WelcheEigenschaften hat Münster?
Am stärksten werden die Begriffe „teuer“, „lebendig“, „gemütlich“, „weltoffen“, „gastlich“, „tolerant“ und
„gepflegt“ als zutreffend bewertet, am geringsten die Begriffe „unpersönlich“ und „hektisch“ (s. Abbildung33).
DiemeistenUnterschiedezwischenMännernundFrauenbeiderEinschätzungderEigenschaftensindgering
(< 0,1 Differenz des Mittelwerts). Lediglich die Eigenschaft „unpersönlich” wird von Frauen etwas stärker
(Mittelwert= 2,38) abgelehnt als von Männern(Mittelwert = 2,52).
Abbildung33: Mittelwert des wahrgenommenen Zutreffensder Eigenschaften Münsters von 1 =„trifft
überhauptnicht zu” bis 5 = „trifftvollkommen zu” (n = 3.718)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Im Vergleich zu 2007 zeigen sich dabei einige Veränderungen (s. Abbildung34). Die meisten Eigenschaften
werden 2025 als stärker zutreffend bewertet als 2007. Besonders große Unterschiede (Differenz ≥0,4) zeigen
sich dabei bei „weltoffen“, „tolerant“, „teuer”, „spießig“, „hektisch“ und „unpersönlich“. Somit werden sowohl
einzelne positive als auch einzelne negative Eigenschaften 2025 stärker als zutreffend erlebt als 2007. Als
wenigerzutreffendals2007werdennurdieBegriffe„gemütlich“,„gepflegt“und„traditionsverbunden”bewertet,
wobei die Unterschiede hier gering sind. Betrachtet man die Eigenschaften, die jeweils am häufigsten als
zutreffend erlebt werden, fällt auf, dass hier eine leichte Verschiebung stattgefunden hat. 2007 waren die fünf
am stärksten als zutreffend bewerteten Eigenschaften „gemütlich“, „gepflegt“, „traditionsverbunden“, „teuer“
21 InfrüherenBürgerumfragenwurdendieEigenschaftenvon1=„trifftvollkommenzu“bzw.„sehrwichtig“bis5=„trifftüberhauptnicht
zu“ bzw. „überhaupt nicht wichtig“ kodiert. Um die Bewertungen der verschiedenen Jahre vergleichen zu können, wurden hier die
Werte der Bürgerumfrage 2007 entsprechend umkodiert, sodass auch dort die Kodierung 1 = „trifft überhaupt nicht zu“ / “überhaupt
nichtwichtig“ bis 5 = „trifftvollkommen zu“ / „sehr wichtig“ gilt.
35

und „gastlich“. Die Eigenschaften „teuer“, „lebendig“ und „weltoffen“ nehmen somit 2025 eine höhere Position
inder Rangfolge ein als noch2007.
Abbildung34: Mittelwert des wahrgenommenen Zutreffensder Eigenschaften Münsters im Jahr 2007und
2025von 1 = „trifftüberhauptnicht zu” bis 5 = „trifftvollkommen zu”
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
WelcheEigenschaften soll Münster haben?
Abbildung 35 zeigt den Mittelwert der SOLL-Eigenschaften. Höhere Werte bedeuten dabei, dass die
Eigenschaften den Münsteranerinnen und Münsteranern wichtiger für Münster sind. Die am wichtigsten
bewerteten Eigenschaften sind dabei „gepflegt“, „tolerant“, „weltoffen“, „lebendig“ und „fortschrittlich“. Am
wenigstengewünscht sind die Eigenschaften „spießig“, „hektisch“und „unpersönlich“.
36

Abbildung35: Mittelwert der gewünschten Eigenschaften Münsters(n = 3.495) von
1= „überhaupt nicht wichtig” bis5 = „sehr wichtig”
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Im Vergleich zu 2007 zeigt sich auch bei der Frage nach der Wichtigkeit der Eigenschaften 2025 bei
nahezu allen Eigenschaften eine leicht größere Bedeutung, die Unterschiede sind jedoch insgesamt gering
(s. Abbildung
36). Die größten Unterschiede finden sich bei den negativen Eigenschaften wie „spießig“,
„hektisch“, „unpersönlich“ und „teuer“, bei denen der Mittelwert 2025 etwas näher am Mittelwert der Skala
liegt, wohingegen die Eigenschaften 2007 noch etwas stärker abgelehnt wurden. Es bleibt aber dabei,
dass diese Eigenschaften zu den am wenigsten gewünschten Eigenschaften gehören. Bei den positiv
konnotierten Eigenschaften zeigen sich in der Wichtigkeit geringere Unterschiede. 2007 waren die fünf am
wichtigsten bewerteten Eigenschaften „gepflegt“, „tolerant“, „gastlich“, „lebendig“ und „weltoffen“. „Weltoffen“
und„fortschrittlich“habensomit2025etwasanBedeutungfürdieMünsteranerBevölkerunggewonnen.Etwas
wenigerBedeutung wird den Eigenschaften „traditionsverbunden” und„elegant” zugeschrieben.
37

Abbildung36: Mittelwert der gewünschten Eigenschaften Münstersim Jahr 2007 und 2025 von
1= „überhaupt nicht wichtig” bis5 = „sehr wichtig”
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Wiestark stimmen IST-undSOLL-Eigenschaften überein?
Da alle Eigenschaften sowohl hinsichtlich ihres Zutreffens auf Münster (IST) als auch hinsichtlich ihrer
Wichtigkeit für Münster (SOLL) abgefragt wurden, ist es möglich zu prüfen, inwiefern IST- und SOLL-Werte
übereinstimmen. Wünschenswert ist eine möglichst hohe Übereinstimmung. Wenn der SOLL-Wert über
dem IST-Wert liegt, sollte insbesondere bei den wichtigen Stadteigenschaften geprüft werden, worauf diese
Lücke zurückgeht und mit welchen Maßnahmen sie gegebenenfalls verringert werden kann. Im Hinblick
auf den starken IST-Wert der Eigenschaft „teuer“ wird deutlich, dass hier eine große Lücke zum Soll-Wert
besteht. Abbildung
37 zeigt den Vergleich der IST- und SOLL-Werte (absteigend sortiert nach Wichtigkeit der
38

SOLL-Werte).
Abbildung37: SOLL-IST-VergleichderEigenschaften 22
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
DadieDifferenzensoberechnetwurden,dassderSOLL-WertvomIST-Wertsubtrahiertwird,istdieDifferenz
beiEigenschaften,beidenenderSOLL-WerthöheristalsderIST-Wert,negativ.BeiEigenschaften,beidenen
derIST-WertgrößeristalsderSOLL-Wert,istdieDifferenzpositiv.DiegrößteDifferenz,beiderderSOLL-Wert
höher ist als der IST-Wert, findet sich bei der Eigenschaft „fortschrittlich“ (Differenz = - 0,8 Punkte). Ebenfalls
negative Differenzen finden sich bei „gepflegt“ (- 0,6), „tolerant“ (- 0,6), „modern“ (- 0,5), „weltoffen“ (- 0,4),
„lebendig“ (- 0,3), „gastlich“ (- 0,2) und „gemütlich“ (- 0,2). Die größte Differenz, bei der der IST-Wert höher ist
alsderSOLL-Wert,findetsichbei„teuer“(+1,5).EbenfallspositiveDifferenzenfindensichbei„spießig“(+1,4),
„provinziell“(+ 0,7), „elegant“ (+ 0,5),„traditionsverbunden“ (+ 0,5) und „hektisch“ (+0,3).
BeimVergleichmitdemErhebungsjahr2007fälltauf,dassbeieinigenEigenschaftenderAbstandzwischenIST-
undSOLL-Wertgrößergewordenist,beianderenhingegenkleiner(s.Abbildung
38).GrößereAbweichungen
findensich2025imVergleichzu2007bei„gepflegt“und„spießig“.WährenddieWichtigkeitvon„gepflegt“sich
von 2007 bis 2025 kaum verändert hat, wird die Erfüllung dieser Eigenschaft 2025 geringer wahrgenommen.
Deutlich geringer wurde der Abstand 2025 hingegen im Vergleich zu 2007 bei den Eigenschaften „tolerant“
und„weltoffen“:dieseEigenschaftenwerden2025alsstärkererfülltangesehenals2007.Auchbei„lebendig“,
„gastlich“und „provinziell“ ist die Abweichungzwischen IST-und SOLL-WertimJahr 2025 geringer geworden.
22 negativeWerte:SOLL-Wert> IST-Wert;positive Werte:IST-Wert> SOLL-Wert
39

Abbildung38: Differenzdes IST-und SOLL-Wertsim Jahr 2007 und2025
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
4 Lebenund Wohnenin Münster
Zufriedenheit
Zu Beginn des Fragebogens wurden die Münsteranerinnen und Münster gebeten, ihre derzeitige allgemeine
Zufriedenheit mit dem eigenen Leben auf einer Skala von 1 („sehr unzufrieden“) bis 10 („sehr zufrieden“)
anzugeben. 53,1 % der Befragten geben an, hochzufrieden (Skalenwerte 8 - 10) zu sein, 33,8 % sind mäßig
zufrieden (Skalenwerte 5 - 7) und 13,0 % unzufrieden (Skalenwerte 1 bis 4). Der Mittelwert der Skala beträgt
7,09. Männer berichten dabei mit einem Mittelwert von 7,21 eine etwas höhere Zufriedenheit als Frauen
(Mittelwert = 7,02). Die höchste Zufriedenheit berichten Personen zwischen 70 und 79 Jahren, wohingegen
Personenzwischen 30 und 39 Jahrendie geringste Zufriedenheit berichten (s. Abbildung
39).
40

Abbildung39: Zufriedenheit nach Altersgruppen (n =3.679)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Einschätzungder persönlichen Zukunft
Die Mehrheit der Münsteranerinnen und Münsteraner schätzt ihre persönliche Zukunft (eher) optimistisch ein
(optimistisch: 17,8 %; eher optimistisch: 47,7 %), wohingegen nur 11,3 % ihre persönliche Zukunft (eher)
pessimistisch einschätzen (pessimistisch: 1,5 %, eher pessimistisch: 9,8 %) und 23,1 % ihre Zukunft weder
optimistisch noch pessimistisch einschätzen. Während sowohl bei Männern als auch bei Frauen 11,0 % ihre
persönliche Zukunft als (eher) pessimistisch einschätzen, geben Männer etwas häufiger an, dass sie ihre
Zukunft (eher) optimistisch einschätzen (Männer: 67,2 %; Frauen: 64,5 %). Hinsichtlich des Alters zeigt sich,
dass der Anteil der Personen, die (eher) optimistisch bezüglich ihrer persönlichen Zukunft sind, in jüngeren
Altersgruppen größer ist. Mit steigendem Alter nimmt dabei vor allem der Anteil der Personen zu, die weder
optimistischnoch pessimistisch bezüglich ihrer persönlichenZukunft sind (s. Abbildung
40).
41

Abbildung40: Einschätzung der persönlichen Zukunft nachAltersgruppen (in %; n = 3.661)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Bewertungder wirtschaftlichen Situation
Die Münsteranerinnen und Münsteraner wurden im nächsten Schritt gebeten, ihre persönliche wirtschaftliche
Situation,diewirtschaftlicheSituationinMünsterunddiewirtschaftlicheSituationinDeutschlandaufeinerfünf-
stufigenSkalavon„sehrschlecht“bis„sehrgut“zubewerten.Abbildung
41zeigtdieBewertungderjeweiligen
wirtschaftlichen Situation. Dabei fällt auf, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner ihre persönliche
wirtschaftliche Situation deutlich besser bewerten als die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Auch die
wirtschaftliche Situation in Münster wird im Schnitt schlechter bewertet als die persönliche wirtschaftliche
Situation,wenn auch deutlich positiver alsdie wirtschaftliche Situation in Deutschland.
42

Abbildung41: Einschätzung der gegenwärtigen persönlichen wirtschaftlichenSituation und der
wirtschaftlichenSituation in Deutschland und inMünster (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
BetrachtetmandieBewertungderwirtschaftlichenSituationnachAltersgruppen,nimmtdiepositiveBewertung
derpersönlichenwirtschaftlichenSituationmitsteigendemAlterzu.SobewertenPersonenzwischen18und29
JahrenihrepersönlichewirtschaftlicheSituationzu55,7%als(sehr)gut,PersonenimAltervon80Jahrenund
älterhingegenzu81,9%.JüngerePersonenbewertenjedochhäufigerdiewirtschaftlicheSituationinMünster
als(sehr)gut.Sogeben69,4%derbefragtenPersonenzwischen18und29Jahrenan,dassdiewirtschaftliche
SituationinMünster(sehr)gutsei,wasPersonenimAltervon80Jahrenundälternurzu31,4%angeben.Bei
der Bewertung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland gibt es hingegen keine klaren Zusammenhänge
mit dem Alter gibt (s. Abbildung
42 und 43). Die Bewertung der persönlichen wirtschaftlichen Situation hängt
positiv mit dem Nettoäquivalenzeinkommen zusammen, d.h., je höher das Nettoäquivalenzeinkommen ist,
umsozufriedenersinddiePersonenimSchnittmitihrerpersönlichenwirtschaftlichenSituation.Esgibtjedoch
keinensignifikantenZusammenhangzwischenderEinschätzungderwirtschaftlichenSituationinMünsteroder
inDeutschland mit dem eigenen Nettoäquivalenzeinkommen.
43

Abbildung42: Einschätzung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situationnach Altersgruppen (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
44

Abbildung43: Einschätzung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situationnach Altersgruppen (in %)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Wohnform
Zu Beginn des Fragebogenteils zum Thema Wohnen wurden die Münsteranerinnen und Münsteraner gefragt,
in was für einer Wohnung sie wohnen. Mit 57,0 % wohnt über die Hälfte der Münsteraner Bevölkerung in
Mietwohnungen,ineinemeigenenHauswohnen28,9%,ineinerEigentumswohnungleben7,5%,wohingegen
3,5 % in einem gemieteten Haus und 3,0 % woanders (z. B. Heim, zur Untermiete) wohnen. Betrachtet man
die Wohnform nach Altersgruppe, sieht man einen deutlichen Unterschied zwischen den Altersgruppen unter
40 Jahren und den Altersgruppen ab 40 Jahren – bei den Altersgruppen ab 40 Jahren nimmt der Anteil der
Personen, die in Mietwohnungen wohnen deutlich ab und der Anteil der Personen im eigenen Haus oder der
Eigentumswohnungdeutlichzu(s.Abbildung
44).ImMittelgebendieMünsteranerinnenundMünsteraneran,
seit13,1 Jahren in ihrer aktuellenWohnungzu wohnen.
45

Abbildung44: Wohnungsartnach Altersgruppen (in%; n = 3.784)
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Mietniveau
Der Median der berichteten Nettokaltmiete beträgt 10,9 €/m², der Median der berichteten Gesamtmiete
13,8 €/m². Auf Bezirksebene finden sich die höchsten berichteten Nettokaltmieten in der Altstadt und im
Innenstadtring mit jeweils 12,2 €/m². Am geringsten sind die berichteten Nettokaltmieten in den Bezirken
Münster-Hiltrupund Münster-Nord mit 9,5 €/m²(s. Abbildung
45).23
23 Aufgrundder geringen Anzahl an berichtetenMieten pro Stadtteil wird die Mietepro m² auf Bezirksebene dargestellt.
46

Abbildung45: Nettokaltmiete nach Stadtbezirken (in €/m²;n = 1.716)24
Quelle:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle
Mietumstände
Bei der Frage nach dem Vermieter oder der Vermieterin geben 78,7 % der befragten Mieterinnen und Mieter
einenprivatenVermieter,14,5%einekommunaleGesellschaftund6,8%eineGenossenschaftan.31,2%der
MünsteranerinnenundMünsteranergebenan,dasssieinnerhalbdesnächstenJahresmiteinerMieterhöhung
rechnen, weitere 37,5 % rechnen möglicherweise mit einer Mieterhöhung. Sollte sich die Kaltmiete um 15 %
erhöhen,geben 49,0 % an, dasssie die Miete nicht problemlos weiterbezahlenkönnten.
Zusammenhängezwischen Wohnumständen,finanzieller Situation und
Zufriedenheit
Die Wohnsituation zählt zu den zentralen Lebensbedingungen eines Menschen und steht in engem
Zusammenhang mit der finanziellen Situation sowie dem subjektiven Wohlbefinden. Personen, die im
Eigentum wohnen, geben häufiger an, dass ihre persönliche wirtschaftliche Situation gut oder sehr gut sei
(79,7 %), als Personen, die zur Miete wohnen (58,1 %). Personen, die im Eigentum leben, sind im Mittel
mit 56,6 Jahren älter als Personen, die zur Miete wohnen (Mittelwert = 40,4 Jahre) und verfügen über ein
höheres Nettoäquivalenzeinkommen (Mittelwert
Eigentum = 3.316 €, MittelwertMiete = 2.416 €). Diese Variablen
könnten ebenfalls Unterschiede in der Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation erklären. Der
24 sieheMethodeninformation 2fürInformationen zur Farbkodierung
47

Zusammenhang zwischen Wohnform und Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation bleibt
allerdings statistisch signifikant, wenn in einer linearen Regression für Alter und Nettoäquivalenzeinkommen
kontrolliert wird (s. Methodeninformation
4). Das heißt, dass Personen, die im Eigentum wohnen, ihre
persönliche wirtschaftliche Situation auch unabhängig von Einkommensunterschieden positiver einschätzen
alsPersonen, die zur Miete wohnen.
Im Eigentum wohnende Personen berichten ebenfalls eine höhere Lebenszufriedenheit (Mittelwert = 7,36)
als Personen, die zur Miete wohnen (Mittelwert = 6,96). Dieser Zusammenhang bleibt ebenfalls statistisch
signifikant, wenn für Alter und Nettoäquivalenzeinkommen kontrolliert wird. Wenn zudem aber auch für die
Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Situation kontrolliert wird, sind nur noch der Zusammenhang
der persönlichen wirtschaftlichen Situation und des Nettoäquivalenzeinkommens mit der Lebenszufriedenheit
signifikant.
Personen, die ihre persönliche wirtschaftliche Situation als gut oder sehr gut einschätzen, geben eine
höhere Lebenszufriedenheit (Mittelwert = 7,48) an als Personen, die ihre persönliche wirtschaftliche
Situation als sehr schlecht, schlecht oder mal gut / mal schlecht einschätzen (Mittelwert = 6,38). Personen,
deren Nettoäquivalenzeinkommen über dem Median von 2.700 €/Monat liegt, berichten eine höhere
Lebenszufriedenheit (Mittelwert = 7,52) als Personen, deren Nettoäquivalenzeinkommen unter dem Median
von2.700 €/Monat liegt (Mittelwert =6,87).
MünsteranerinnenundMünsteraner,dieangeben,dasssieeineMieterhöhungnichtproblemlosweiterbezahlen
könnten, wenn diese um 15 % erhöht würde, berichten deutlich häufiger eine schlechte oder sehr schlechte
persönliche wirtschaftliche Situation (22,6 %) als Münsteranerinnen und Münsteraner, die die Miete
problemlos weiterbezahlen könnten (4,8 %). Personen, die angeben, dass sie eine Mieterhöhung nicht
problemlos weiterbezahlen könnten, berichten zudem eine geringere Lebenszufriedenheit (Mittelwert = 6,66)
als Personen, die angeben, dass sie sie problemlos weiterbezahlen könnten (Mittelwert = 7,36). Auch diese
Zusammenhänge bleiben statistisch signifikant, wenn für Alter und Nettoäquivalenzeinkommen kontrolliert
wird. Das heißt, dass Personen, die sich eine Mieterhöhung um 15 % nicht problemlos leisten könnten,
auch unabhängig von Einkommensunterschieden eine schlechtere persönliche wirtschaftliche Situation und
eine geringe Lebenszufriedenheit berichten als Personen, die dies problemlos könnten. Dies zeigt, dass die
Wohnsituation in Zusammenhang mit der Einschätzung der persönlichen wirtschaftlichen Umstände und der
Lebenszufriedenheitsteht und somit eine wichtigeRolle in den Lebensbedingungen der Menscheneinnimmt.
48

Kleinräumige Gebietsgliederung
98
77
58
68
87
57
76
56
95
51
52
81
54
96
61
71
63
86
91
97
82
47 46
62
34
45
29
31
32
43
44
27
33
26
2221
28
2513
2423
12
14
11
15
Kleinräumige Gebietsgliederung   
45 Stadtteile (Statistische Bezirke)   
Stand: 31.12.2025 
http://statistik.stadt-muenster.de
11 Aegidii 51 Gievenbeck
12 Überwasser 52 Sentrup
13 Dom 54 Mecklenbeck
14 Buddenturm 56 Albachten
15 Martini 57 Roxel
58 Nienberge
21 Pluggendorf
22 Josef 61 Coerde
23 Bahnhof 62 Kinderhaus-Ost
24 Hansaplatz 63 Kinderhaus-West
25 Mauritz-West 68 Sprakel
26 Schlachthof
27 Kreuz 71 Mauritz-Ost
28 Neutor 76 Gelmer-Dyckburg
29 Schloss 77 Handorf
31 Aaseestadt 81 Gremmendorf-West
32 Geist 82 Gremmendorf-Ost
33 Schützenhof 86 Angelmodde
34 Düesberg 87 Wolbeck
43 Hafen 91 Berg Fidel
44 Herz-Jesu 95 Hiltrup-Ost
45 Mauritz-Mitte 96 Hiltrup-Mitte
46 Rumphorst 97 Hiltrup-West
47 Uppenberg 98 Amelsbüren
Impressum
Herausgeberin:Stadt Münster – Stadtplanungsamt |Statistikdienststelle, 48127 Münster
Inhalt,Redaktion, Layout, Grafiken: Dr.Judith Knausenberger,Dr.LenaVerneuer-Emre
Weiterestatistische Nachrichten der Stadt Münster:
statistik.stadt-muenster.de
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Beratungsverlauf (6)

16.06.2026 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 3.2 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.06.2026 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Migration
TOP 7 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.06.2026 Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
TOP 5.5 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
30.06.2026 Ausschuss für Wohnen, Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 6.1 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.07.2026 Hauptausschuss
TOP 14 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.07.2026 Rat
TOP 20 Bericht

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0324/2026
Typ
Vorlagen
Datum
21.05.2026
Erstellt
18.05.2026 09:32