AN/1355/2024
Änderungsantrag zu TOP 3.1.6
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 2 Vorabauszug Ausschuss Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 10.10.2024
10190 Zeichen
Geschäftsführung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren Herr Krämer Telefon: (0221) 221-27467 Fax: (0221) 221-27447 E-Mail: sozialamt.ausschuss@stadt - koeln.de Datum: 29.10.2024 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 27. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 10.10.2024 öffentlich 3.2 Umgang mit wohnungslosen und kranken Menschen Antrag der Fraktion Die Linke vom 19.09.2024 AN/1299/2024 Änderungsantrag zu TOP 3.1.6 Änderungsantrag der Volt-Fraktion vom 01.10.2024 AN/1355/2024 Zurückgestellt. 12.6 Information zum 10-Punkte-Plan 3028/2024 Frau Gismann (Leitung Stadtbau im Quartier | Domumfeld, Dezernat VI) stellt an- hand einer Präsentation (Anmerkung der Schriftführung: Die Präsentation ist der Vor- lage 3028/2024 als Anlage 1 angefügt) das Maßnahmenpaket des 10-Punkte-Plans, als Maßnahmenpaket zur Umsetzung im laufenden Geschäft der Verwaltung, vor. Der 10-Punkte-Plan bezieht sich auf das enge Gebiet des Altstadtkerns mitsamt Domum- feld, als ein kompaktes Gebiet mit einer hohen Nutzungsüberschneidung, dessen at- traktives Erscheinungsbild für die Stadt Köln sehr wichtig sei. Ein besonderer Fokus liege auf den zentralen Handlungsfeldern Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung. Im 10- Punkte-Plan würden u. a. die Handlungsfelder Stadtbild, Öffentliche Ordnung und Baustellen mit konkreten Maßnahmen und Zielen belegt. In ihren weiteren Ausführun- gen erläutert Frau Gismann die konkreten Maßnahmen, welche derzeit aktuell in Be- arbeitung seien. Herr Detjen (Die Linke) sieht hier eine Fehlinterpretation der bisherigen sozialen Poli- tik in der Stadtgesellschaft und betont, dass bei den zentralen Handlungsfeldern die Soziale Prävention fehle, welche schon immer zentraler Bestandteil der Politik in der Innenstadt gewesen sei. Er erinnert an die Diskussion zum Umgang mit Obdachlosen in der Innenstadt, welche bereits vor 20 Jahren geführt wurde, und aus welcher her- aus die Schaffung der Überlebensstation für Obdachlose Gulliver in der unmittelbaren Domumgebung entstanden sei. Herr Rudolph (Bündnis 90/Die Grünen) mahnt ein gezieltes Konfliktmanagement zwischen den verschiedenen Zielgruppen an, wie es für andere Bereiche bereits vor- gesehen sei oder durchgeführt werde, auch für den hier umrissenen engen Altstadt- kern. Die Notwendigkeit von mehr Tagesangeboten für obdachlose Menschen wurde bereits mehrfach, auch im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, disku- tiert. Hier müsse herangegangen werden, da dies zu essenzieller Hilfe für obdachlose Menschen beitrage und mit welcher man einer aktiven Verdrängung dieser Menschen entgegenwirken könne. Er bittet die Verwaltung um Auskunft zu dem aktuellen Bear- beitungsstand des 10-Punkte-Plans und zu konkreten Maßnahmen, welche in Pla- nung seien oder umgesetzt werden sollen. Er bittet darüber hinaus um Auskunft, was aus Sicht des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren hierzu geplant sei und wie die Finanzierung von Maßnahmen sichergestellt sei. Frau Schmerbach (SPD) teilt mit, dass sich der vorgestellte 10-Punke-Plan sehr rest- riktiv darstelle. Die Aussage „wohnungslosen und suchtkranken Menschen einen neuen Aufenthaltsort geben“ sei nichts anderes als eine Verdrängung. Es müsse hier darum gehen diesen Menschen Hilfsangebote bereitzustellen. Sie bittet die Verwal- tung um Auskunft darüber, welche Ämter beteiligt seien, da sich dies als eine Quer- schnittsaufgabe darstelle. Frau Glashagen (Volt) teilt mit, dass das Zielbild „neue Aufenthaltsorte schaffen“ nicht zu einer Verdrängung führen dürfe, sondern als ein zu schaffendes Angebot ver- standen werden müsse. Sie vermisse den gesamten Bereich Soziales, also Street- work etc. sowie die Möglichkeit, z.B. wie am Neumarkt, die Schaffung eines Anlauf- punktes für Bürger*innen und Besucher*innen, an welchem Mitarbeitende verschiede- ner Bereiche bereitstehen. Frau Gismann (Leitung Stadtbau im Quartier | Domumfeld, Dezernat VI) erläutert, dass die Verwaltung den 10-Punkte-Plan als eine Querschnittsaufgabe sehe, bei wel- cher alle in Frage kommenden Ämter beteiligt seien. Der 10-Punkte-Plan werde mit allen betroffenen Fachdienststellen umgesetzt. Die Koordination zwischen den Ak- teur*innen, um einzelne Aspekte zu erörtern, abzustimmen, Verbesserungsmöglich- keiten zu finden und letztendlich Ziele zu erreichen, sei Aufgabe der Stabsstelle Stadt- bau im Quartier beim Dezernat VI, da keines der 10-Punkte-Ziele im Alleingang bear- beitet oder umgesetzt werden könne. Zum Thema der Schaffung neuer Aufenthaltsräume für suchtkranke und obdachlose Menschen führt Frau Gismann aus, dass die angesprochene Befürchtung, hier soll- ten Bevölkerungsgruppen verdrängt werden, definitiv verneint werden könne. Ziel sei es, Stadträume für alle gleichermaßen nutzbar zu halten und weitere Angebote zu schaffen. Hier seien sowohl die Belange aller Bürger*innen, Besucher*innen und An- lieger*innen zur Nutzung des Stadtraumes zu berücksichtigen, aber auch Stadträume zu schützen, um deren Funktionsfähigkeit für alle aufrecht zu erhalten. Bezüglich der Nachfrage nach einer konkreten Maßnahme verweist Frau Gismann auf Blatt 9 der Präsentation und führt am Beispiel der fünf neuen Toiletten im Altstadt- kern aus, dass für diese Bauanträge gestellt wurden und aktuell in Bearbeitung seien. Sie gehe davon aus, dass erste Baugenehmigungen noch im laufenden Jahr erteilt würden. Hinsichtlich der Sensibilisierung der Nutzergruppen durch Schwerpunktaktionen weist Frau Gismann auf die Kampagne „Haltet Köln Sauber! Keep Cologne clean!“ hin, mit welcher zur Sensibilisierung in Hinblick auf eine richtige Entsorgung von Müll aufmerk- sam gemacht wurde. Diese Kampagne sei eine konkrete Umsetzung einer Maß- nahme, welche aus einem der Ziele des 10-Punkte-Plans heraus entwickelt wurde. Das Ergebnis der Kampagne wird im Anschluss evaluiert. Sie hebt die enge Zusammenarbeit aller beteiligter Dezernate, Ämter und Dienststel- len bei der Ausarbeitung einzelner Maßnahmen aus dem 10 -Punkte-Plan hervor. Herr Dr. Rau (Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen) führt aus, dass es, gerade bei einem solchen Querschnittsthema, Zielkonflikte gebe. Die sozia- len Belange würden aber durchaus bei der Erarbeitung und Umsetzung aktueller Maß- nahmen berücksichtigt. Die Sozialverwaltung sei aber, innerhalb der Handelnden, bei der Ausarbeitung und Ausgestaltung dieses 10-Punkte-Plans ein Akteur unter Vielen. Hilfeleistende Angebote, auch unter dem Aspekt der finanziellen Möglichkeiten, zu un- terstützen, stehe im Fokus der Sozialverwaltung. Frau Dr. Robinson (Amtsleiterin, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren) erläutert, dass mit dem Kölner Konzept der Wohnungslosigkeit selbstverständlich nicht nur hin- sichtlich einzelner Stadtquartiere, sondern stadtweit gedacht werde. Sie macht auf das Allparteiliche Konfliktmanagement, welches derzeit in der Ostmerheimer Straße er- probt werde, aufmerksam und weist darauf hin, dass hier viele Aspekte einer engen Arbeitsabstimmung zwischen den Beteiligten aus dem Arbeitskreis Dom/Hauptbahn- hof, welcher der Sozialdienst katholischer Männer (SKM) schon seit vielen Jahren am Dom betreibt, mit aufgenommen wurden. Die Verwaltung setze auf eine, insbesondere auch rechtskreisübergreifende, zielgruppengerechte Weiterentwicklung, besonders im Hinblick auf sucht- und/oder psychisch kranke Menschen, aber auch Menschen mit Pflegebedarf. Hier finden zwischen SKM, SKF (Sozialdienst Katholischer Frauen) und der Diakonie Michaelshoven Überlegungen statt, wie man rechtskreisübergreifend ge- meinsam handeln könne, um weitere Angebote, auch hinsichtlich humanitärer Hilfen wie der medizinischen Versorgung, zu einer guten Versorgung zu schaffen. Unter der Regie des Dezernats Allgemeine Verwaltung und Ordnung wurde bereits eine gemeinsame Begehung im Bereich Dom/Hauptbahnhof durchgeführt, an welcher sowohl das Amt für Soziales, Seniorinnen und Senioren, das Gesundheitsamt, als auch das Ordnungsamt und Ausländeramt teilgenommen haben, um sich die Bedarfe der betroffenen Zielgruppen vor Ort genauer anzusehen. Hier sei festgestellt worden, dass es einen großen Kreis von Menschen gebe, welcher zwar einen großen Bedarf an humanitären Hilfen benötigten, diese Angebote aber nicht annehmen wollten. Im Rahmen des 10-Punkte-Plans prüfe die Sozialverwaltung gerade Räumlichkeiten und Flächen um möglichst bedarfsgerechte Angebote zu platzieren. Frau Hoyer (FDP) teilt mit, dass es notwendig sei eine Stadt für alle zu schaffen. Hier seien Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen, zwischen denen ein Ausgleich geschaffen werden müsse, zu berücksichtigen. Sie mahnt an, dass Ent- scheidungen, welche nicht umgesetzt werden würden zu einer Verdrossenheit unter der Bevölkerung führen könnten. Frau Scho-Antwerpes (SPD) hebt hervor, dass der vorgestellte 10-Punkte-Plan den Willen zu einer gemeinsamen Zusammenarbeit aller Beteiligten aus den unterschiedli- chen Fachbereichen zeige. Sie macht darauf aufmerksam, dass das Augenmerk auf der Notwendigkeit einer präventiven Arbeit liegen müsse. Nur restriktive Maßnahmen seien nicht zu akzeptieren. Herr Intveen (Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik) bittet die Verwaltung die vage formulierten Maßnahmen inhaltlich auszugestalten und zu formulieren und diese zugänglich zu machen. Herr Rudolph (Bündnis 90/Die Grünen) schlägt vor, TOP 3.1, mit dem Änderungs- antrag und dem TOP 12.6 wegen Beratungsbedarf in die nächste Sitzung des Aus- schusses am 21.11.2024 zu schieben und unter den Fraktionen einen gemeinsamen Änderungsantrag zu formulieren. Im Rahmen der gemeinsamen Debatte mit TOP 3.2 der Tagesordnung, auf Vorschlag von Herrn Rudolph (Bündnis 90/Die Grünen) zurückgestellt. Anmerkung: Im Rahmen der Beschlussfassung über die Festsetzung der Tagesordnung w urde vereinbart, den Tagesordnungspunkt 3.2, gemeinsam mit dem dazugehörenden Än- derungsantrag der Volt-Fraktion vom 01.10.2024 (AN/1355/2024) mit dem Tagesord- nungspunkt 12.6 Information zum 10-Punkte-Plan (3028/2024) gemeinsam zu behan- deln. Die Wortmeldungen sind unter TOP 12.6 zusammengefasst.
Anlage 1 Vorabauszug Rat 01.10.2024
785 Zeichen
Geschäftsführung Rat Frau Lange Telefon: (0221) 221-22058 Fax: (0221) 221-26570 E-Mail: maria.lange@stadt-koeln.de Datum: 02.10.2024 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 35. Sitzung des Rates vom 01.10.2024 öffentlich 3.1.6 Antrag der Fraktion Die Linke betreffend "Umgang mit wohnungslosen und kranken Menschen" AN/1299/2024 Änderungsantrag der Fraktion Volt AN/1355/2024 Beschluss: Die Angelegenheit wird zur Beratung in den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren und den Gesundheitsausschuss sowie zur Entscheidung in den Ausschuss für Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales verwiesen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. __________ Anmerkung: Mündlicher Antrag auf Verweisung durch RM Kienitz.
Volt Änderungsantrag nach § 13
4107 Zeichen
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 01.10.2024
AN/1355/2024
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Rat 01.10.2024
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 10.10.2024
Gesundheitsausschuss 29.10.2024
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe /
Internationales 04.11.2024
Änderungsantrag zu TOP 3.1.6
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Antrag für die Sitzung des Rates am 01.10.2024
auf die Tagesordnung zu setzen:
Der Beschlusstext wird wie folgt ersetzt:
Beschluss:
1. Die Verwaltung stellt den Gremien Ausschuss für Allgemeine Verwaltung und Rechtsfra-
gen / Vergabe / Internationales und Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
den sogenannten „10-Punkte-Plan zur Sauberkeit im Domumfeld“ unter Federführung des
Dezernates Planen und Bauen1 vor und setzt diesen in Bezug zum Kölner Konzept zur Be-
kämpfung von Wohnungslosigkeit (4113/2023).
2. Die darauffolgende Auswertung der verschiedenen Gremien zu Punkt 1 findet Einfluss in
die 4. Änderungsfassung der Kölner Stadtordnung (KSO).
1 hier: Stadtbau im Quartier für die Domumgebung sow ie im Facharbeitskreis zu Plätzen mit besonderem Handlungsbedarf des Kriminalprä-
ventiven Rates
An die Vorsitzende des Rates
Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker
Ratsfraktion Volt
Rathaus Spanischer Bau
Rathausplatz , Zi. B 137
50667 Köln
Volt@stadt-koeln.de
- 2 -
3. Bei Maßnahmen, die gegen die abgebildeten Standards des Gestaltungshandbuches der
Stadt Köln verstoßen oder von diesen abweichen, sind im Vorfeld die oben genannten po-
litischen Gremien mit einzubeziehen und die Maßnahmen zu begründen. Bei der Weiter-
entwicklung des Gestaltungshandbuches ist darauf zu achten, defensive Architektur zu
vermeiden.
4. Der Rat bekräftigt das Ordnungsamt und die Polizei, die Zusammenarbeit und bestehende
Verzahnung mit Akteur*innen, wie den Sicherheitskräften, sozialen Leistungsträger*innen
und ehrenamtlich engagierten Bürger*innen, zu intensivieren. Besonders in Situationen, in
denen wohnungs- und obdachlose Menschen den öffentlichen Raum so nutzen, dass die
Aufenthaltsqualität anderer deutlich beeinträchtigt wird, soll die Kooperation verstärkt
werden. Auch die zunehmende Ansammlung von Müll ist dabei zu berücksichtigen.
5. Es soll geprüft werden, ob das Konzept der Anlaufstelle Neumarkt auf das Domumfeld er-
weitert werden kann.
Begründung:
In Köln gibt es Orte wie das Domumfeld und andere Plätze von übergeordneter und internationaler Be-
deutung, die mit besonderen Herausforderungen und Interessen verbunden sind. Diese führen zu einem
erhöhten Handlungsbedarf. Themen wie Müll und Konflikte zwischen verschiedenen Interessensgruppen
treten dort regelmäßig auf. Dabei ist es wichtig, die Rechte aller Beteiligten zu schützen, insbesondere
die der obdach- und wohnungslosen Menschen. Unsere Stadt gehört allen, und das bedeutet, dass nie-
mand vom öffentlichen Raum ausgeschlossen werden darf.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist es entscheidend, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ak-
teur*innen wie dem Ordnungsamt, der Polizei und sozialen Einrichtungen weiter zu intensivieren. Nur so
können Spannungen, die durch die Nutzung des öffentlichen Raums entstehen, effektiver bewältigt wer-
den.
Wichtig ist, bestehende Vorgehensweisen regelmäßig zu überprüfen, zu reflektieren und bei Bedarf an-
zupassen. Bewährte und effektive Maßnahmen sollten dabei auch auf andere Orte mit besonderem
Handlungsbedarf übertragen werden. Eine ganzheitliche Betrachtung der Problematik ist unerlässlich,
um sicherzustellen, dass sowohl die Rechte obdach- und wohnungsloser Menschen als auch die Bedürf-
nisse der Anwohner*innen, Tourist*innen, Händler*innen und aller Nutzer*innen des öffentlichen Raums
besser berücksichtigt werden.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Lucas Sickmöller
Geschäftsführer Volt-Fraktion
Anlage 3 - Auszug Beschlussprotokoll ASSS 21.11.2024 zu AN 1299 2024 AN 1355 2024 und AN 1355 2024
5968 Zeichen
Geschäftsführung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren Herr Krämer Telefon: (0221) 221-27467 Fax: (0221) 221-27447 E-Mail: sozialamt.ausschuss@stadt - koeln.de Datum: 25.11.2024 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 28. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren vom 21.11.2024 öffentlich 3.2 Umgang mit wohnungslosen und kranken Menschen Antrag der Fraktion Die Linke vom 19.09.2024 AN/1299/2024 Änderungsantrag zu TOP 3.1.6 Änderungsantrag der Volt-Fraktion vom 01.10.2024 AN/1355/2024 Von der Antragstellenden Volt-Fraktion im Rahmen der Debatte über die Festsetzung der Tagesordnung zurückgezogen. Ersetzungsantrag zum Änderungsantrag AN/1355/2024 aus der Sitzung am 10.10.2024 AN/1638/2024 Beschluss: 1. Die Verwaltung vermeidet eine defensive Architektur und richtet sich nach dem Gestaltungshandbuch der Stadt Köln. Möbelstücke, wie zum Beispiel Stadt- bänke, die vom Standard abweichen und darauf abzielen, Menschen (insbe- sondere Obdachlose) zu vertreiben, sollen vermieden werden. 2. Der Rat Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren bekräftigt das Ordnungsamt, Streetwork, die Polizei und die AWB, die Zusammenarbeit sowie die bestehende Verzahnung mit Akteur*innen wie Sicherheitskräften, sozialen Träger*innen und ehrenamtlich engagierten Bürger*innen zu intensivieren. Be- sonders in Situationen, in denen wohnungs- und obdachlose Menschen den öf- fentlichen Raum so nutzen, dass die Aufenthaltsqualität deutlich beeinträchtigt wird, sollen Maßnahmen zur Konfliktprävention ergriffen werden. Auch die zu- nehmende Ansammlung von Müll ist dabei zu berücksichtigen. 3. Die bestehende „Anlaufstelle Dom“ von Ordnungsamt und Polizei soll im Sinne von Beschlusspunkt 2 weiterentwickelt werden. 4. Im unmittelbaren Bahnhofsumfeld sollen Aufenthaltsräume für obdachlose Menschen geschaffen werden, die auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen abge- stimmt sind, kurze Wege zu bereits bestehenden Anlaufstellen bieten und mit einem zusätzlichen Hilfsangebot verbunden werden können. 5. Der von der Verwaltung vorgestellte 10-Punkte-Plan sollte neben den Schwer- punkten Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung auch das Handlungsfeld “soziale Prävention” umfassen. Die Verwaltung wird gebeten, die in der Präsentation aufgeführten aktuellen Maßnahmen um den Aspekt der „sozialen Prävention“ zu ergänzen und entsprechend zu überarbeiten. Abstimmungsergebnis: I. Abstimmung zu den Einzelpunkten des Ersetzungsantrags AN/1638/2024: Punkt 1: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktionen von CDU und FDP, zugestimmt. Absatz 2: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktion der CDU, zugestimmt. Absatz 3: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktion der CDU, zugestimmt. Absatz 4: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der CDU-Fraktion und bei Enthaltung der FDP, zugestimmt Punkt 5: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktion der CDU, zugestimmt. II. Abstimmung über den gesamten Ersetzungsantrag AN/1638/2024 im Ganzen: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der Fraktionen von CDU und FDP, zugestimmt. III. Abstimmung über den durch Antrag AN/1638/2024 geänderten Ursprungsan- trag: Mehrheitlich, gegen die Stimmen der CDU-Fraktion und bei Enthaltung der FDP-Fraktion, zugestimmt. Beschluss 1. Die Stadt Köln verfolgt keine Vertreibungspolitik gegenüber wohnungslosen und kranken Menschen. Dies auch dann nicht, wenn sie sich in Bereichen aufhalten, in denen eine Häufung der Luxusgüterbranche besteht. 2. Wohnungslose und kranke Menschen haben das gleiche Recht, wie alle anderen Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Köln, sich in stark frequentierten Be- reichen des öffentlichen Raums aufzuhalten. 3. Die Stadt Köln verzichtet auf eine defensive Architektur (manche sprechen auch von einer ausgrenzenden Architektur), also auf eine Gestaltung des öffentlichen Raums, öffentlicher Gebäude oder von Stadtmöbeln, um wohnungslose und kranke Menschen davon abzuhalten, sich an einer bestimmten Stelle aufzuhalten. Konzepte der Stadtverwaltung, die Dritten vorgestellt werden, sind immer auch den politischen Gremien bekannt zu geben. Der Rat der Stadt Köln fordert die Oberbürger- meisterin daher auf, auch den o.g. 10-Punkte-Plan in den Gremien des Rates vorzu- stellen. 1. Die Verwaltung vermeidet eine defensive Architektur und richtet sich nach dem Gestaltungshandbuch der Stadt Köln. Möbelstücke, wie zum Beispiel Stadtbänke, die vom Standard abweichen und darauf abzielen, Menschen (insbesondere Ob- dachlose) zu vertreiben, sollen vermieden werden. 2. Der Rat Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren bekräftigt das Ord- nungsamt, Streetwork, die Polizei und die AWB, die Zusammenarbeit sowie die bestehende Verzahnung mit Akteur*innen wie Sicherheitskräften, sozialen Trä- ger*innen und ehrenamtlich engagierten Bürger*innen zu intensivieren. Besonders in Situationen, in denen wohnungs- und obdachlose Menschen den öffentlichen Raum so nutzen, dass die Aufenthaltsqualität deutlich beeinträchtigt wird, sollen Maßnahmen zur Konfliktprävention ergriffen werden. Auch die zunehmende An- sammlung von Müll ist dabei zu berücksichtigen. 3. Die bestehende „Anlaufstelle Dom“ von Ordnungsamt und Polizei soll im Sinne von Beschlusspunkt 2 weiterentwickelt werden. 4. Im unmittelbaren Bahnhofsumfeld sollen Aufenthaltsräume für obdachlose Men- schen geschaffen werden, die auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen abgestimmt sind, kurze Wege zu bereits bestehenden Anlaufstellen bieten und mit einem zu- sätzlichen Hilfsangebot verbunden werden können. 5. Der von der Verwaltung vorgestellte 10-Punkte-Plan sollte neben den Schwer- punkten Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung auch das Handlungsfeld “soziale Prävention” umfassen. Die Verwaltung wird gebeten, die in der Präsentation auf- geführten aktuellen Maßnahmen um den Aspekt der „sozialen Prävention“ zu er- gänzen und entsprechend zu überarbeiten.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
Zur SitzungBeschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungBeschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1355/2024
- Typ
- Volt Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 01.10.2024
- Erstellt
- 01.10.2024 11:16