V/0346/2021
Maßnahmenprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2019
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Anlage 1 - Förderung im Jahr 2019
1541 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0346/2021 Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide Förderung im Jahr 2019 – Gesamt 150.000,00 € Sozialamt Projekt Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung* 1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/- innenschulung Amt für Wohnungswesen 1.000,00 € 2.02 Spiel- und Freizeitzone Amt für Grünflächen und Umweltschutz 6.000,00 € 4.02 Integrationsarbeit vor Ort Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 44.660,00 € 5.01 / 5.03 „Wir verstehen uns“ Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI e.V. 30.000,00 € 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus Amt für Gesundheits- und Veterinäramt 10.000,00 € 6.01 Schuldnerberatung vor Ort Diakonie Münster e.V. 41.160,00 € 6.02 Kulturprojekte: Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V. Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. 2.000,00 € 7.01 Quartiersmanagement Gebietsmoderation / Sozialamt 1.200,00 € 7.02 Quartiersfonds 1.200,00 € GESAMT 137.220,00 € Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Projekt Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung* 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 1.100,00 € 6.05 / 6.06 Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugend(sozial)arbeit Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 19.450,00 € 6.07 Sport und Bewegung Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 3.300,00 € 6.08 Drogenprävention INDRO e.V: 2.750,00 € GESAMT 26.600,00 € *Ansatz
Anlage 2 Jahresbericht Soziale Stadt 2019
116306 Zeichen
Jahresbericht 2019
für das Wohngebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
- Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“ -
- Oktober 2020 -
Quelle: Stadtplanungsamt; Vermessungs- u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0346/2021
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
ii
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Stadt Münster
Stadtplanungsamt
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen
des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
iii
Gliederung
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“ ..................... 5
2 Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte 2019 ................................ ......................... 6
2.1 Bauliche und wohnungswirtschaftliche Entwicklungen im Programmgebiet
„Kinderhaus-Brüningheide“ ................................................................ ..................... 6
2.2 „Quartier Moldrickx“ ................................................................................................ 6
2.3 BV-Antrag „Aufwertung Sprickmannplatz als Maßnahme im Gesamtprogramm
´Soziale Stadt Kinderhaus´" (Geplantes Werkstattverfahren)................................ .. 8
3 Zusammenfassende Querauswertung der Zielerreichung ................................ ......... 9
3.1 Rahmenbedingungen für die Projektdurchführung (Ausgewählte Kontextdaten,
vgl. Anlage 3) ................................................................................................ ......... 9
3.2. Zielerreichung 2019 unter Berücksichtigung der Projekt- und Programmziele ...... 10
3.3. Herausforderungen für die aktuelle und weitere Projektdurchführung ................... 15
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der
Wohnsituation“ ............................................................................................................ 17
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“ ....................... 21
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 4: „Integration zugewanderter
Menschen fördern“ ...................................................................................................... 23
7 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der Heraus-
forderungen für das Bildungswesen“ ........................................................................ 26
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“ ....................................... 29
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“ ...................... 40
10 Themenfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ ............................................. 43
10.1 Beobachtung der Zielerreichung ........................................................................... 43
10.2 „Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019“ ........................................ 43
11 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigten
Projekten ...................................................................................................................... 44
12 Fazit und Ausblick auf das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ 2020 ..................................................................................................... 47
13 Anhang ......................................................................................................................... 49
o Zielsystem
o Die Anlage 3 zur Vorlage V/0346/2021 „Kontextdatenmonitor 2019“ ist Bestandteil des
Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten der Stadtteil-
entwicklung)
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
iv
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
5
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“
Das träger- und aufgabenfeldübergreifende Maßnahmeprogramm für das Wohngebiet Kin-
derhaus-Brüningheide arbeitet auf der Grundlage eines integrierten Handlungskonzeptes
und des nachfolgenden Verstetigungskonzeptes seit seinem Start 20071 an folgenden zent-
ralen Zielen:
• die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation,
• die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet,
• die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.
Seither durchlief es folgende Phasen:
• Förderzeitraum „Soziale Stadt“ (2007 - 2010): Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt
Kinderhaus – Brüningheide“,
• Verstetigungsphase I (2011- 2013): „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus –
Brüningheide“ (mit einer städtischen Förderung in Höhe von 150.000,- € im Jahr)2,
• Verstetigungsphase II (ab 2014) (weiterhin mit einer städtischen Förderung in Höhe
von 150.000,- € im Jahr)3.
Handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung und konzeptioneller Rahmen für
die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation ist das im Anhang 1 dargestellte, in
einem kooperativen Verfahren mit den Projektakteuren entwickelte Zielsystem.
Der Jahresbericht als Bestandteil des Themenfeldes 8 „Prozessbegleitende Selbstevalua-
tion“ skizziert auf der Grundlage des Ratsbeschlusses V/0533/2013/1.Erg den Projektverlauf
und die Projektergebnisse des Jahres 20194. Die Inhalte des Jahresberichts, insbesondere
die Aussagen zur Zielerreichung, stellen wichtige Orientierungsgrundlagen für die Pro-
grammsteuerung und Projektdurchführung bereit und sollen die Entscheidungen der politi-
schen Gremien zur weiteren Programmgestaltung unterstützen.
Die Bewertung der Zielerreichung konzentriert sich auf die 14 Projekte, die im Jahr 2019 aus
dem Maßnahmenprogramm gefördert wurden und auf die inhaltliche Zielebene hin ausge-
richtet sind. Die beiden Projekte zur prozessbegleitenden Selbstevaluation (Themenfeld 8)
sind nicht Teil der Ergebnisdarstellung.
1 vgl. Vorlage V/0927/2006, V/0927/2006 E1
2 vgl. Vorlagen V/0291/2010, V/0291/2010/1
3 vgl. Vorlage V/0533/2013, V/0533/2013/1 Erg. Seit 2019 werden die Personalkostenanteile in den Zuschüssen
des Maßnahmeprogramms an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst angepasst.
4 Vergleiche zu den Ergebnissen der Vorjahre sind aufgrund einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der
Programmziele und der verstetigten Projekte an geänderte Rahmenbedingungen nur eingeschränkt möglich.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 6
2 Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte 2019
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über stadtteilbezogene Aktivitäten und Planungen in Kin-
derhaus, die einen Einfluss auf das Programm und die bauliche und infrastrukturelle Weiter-
entwicklung des Quartiers sowie die Integration der dort ansässigen Bevölkerung in den
Stadtteil Kinderhaus haben.
2.1 Bauliche und wohnungswirtschaftliche Entwicklungen im Programmge-
biet „Kinderhaus-Brüningheide“
Das Quartier Kinderhaus-Brüningheide entwickelte sich 2019 mit Blick auf die baulichen
Maßnahmen (Modernisierung, Sanierung, Neubau) aller Wohnungsunternehmen grundsätz-
lich positiv.
Nach dem Neubau am Carlo-Schmid-Weg 2 mit 25 Wohneinheiten 2017 macht die Sanie-
rung des Wohnungsbestandes der WohnSieGer GbR an der Sprickmannstraße 11-21 wei-
terhin Fortschritte. Auch 2019 konnten die Dämmmaßnahmen auf der Rückseite des Gebäu-
debereichs in Anlehnung an das in 2008 vorgestellte energetische Gebäudesanierungsgut-
achten fortgeführt werden.
Im Mietwohnungsbestand von ZBI (ehem. BGP) folgten nach Ende der Modernisierungs-
maßnahme Sprickmannstraße 31-41 (Heizung, Fenster, Fassadendämmung, Dach) 2018
keine weiteren Investitionen im Jahr 2019, obschon es hier weiteren Handlungsbedarf gibt.
Ein Investitionsprogramm wird vom neuen Eigentümer seit 2020 vorbereitet, die Inhalte und
der Investitionsumfang bleiben abzuwarten.
Im Wohnungsbestand Josef-Beckmann-Straße der Wohn+Stadtbau GmbH wurden ebenfalls
keine weiteren Investitionen für energetische Verbesserungen im Jahr 2019 durchgeführt.
Dies gilt auch für den Wohnungsbestand der Fa. Sahle Wohnen, die mit dem Bezug der Se-
niorenresidenz Paulinum im Jahr 2016 die letzte größere Investition tätigte.
In der direkten Nachbarschaft zum Quartier wird das Gebiet der ehemaligen Gärtnerei Mold-
rickx als Wohngebiet entwickelt. Dies wird als eine weitere positive Entwicklung für das ge-
samte Quartier eingestuft.
2.2 „Quartier Moldrickx“
Zur Konzeptentwicklung des ehemaligen Gärtnereigeländes hat die Stadt Münster gemein-
sam mit den Eigentümern einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt. Im Oktober 2016
wurde der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs der Öffentlichkeit vorgestellt.
Ausgehend von dem städtebaulichen Entwurf wurde im Anschluss ein Bebauungsplan zur
Umsetzung der Planung aufgestellt. Die Abgrenzung des Bereichs des Bebauungsplans Nr.
590 ist aus dem nachfolgenden Übersichtsplan zu ersehen:
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 7
Mit der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans wurde vom 11. Juni bis einschließlich
11. Juli 2019 die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Bis zum Ende der
öffentlichen Auslegung am 11. Juli bestand für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit,
Stellungnahmen zur Planung abzugeben. Unter Abwägung der vorgebrachten Stellungnah-
men wurde der Bebauungsplan vom Rat der Stadt Münster beschlossen und trat am
04.09.2020 in Kraft. Auf Grundlage des Bebauungsplans kann die Erschließung und Ver-
marktung der Grundstücke erfolgen. Aktuell werden die hierzu erforderlichen Planungen
durch die Stadt Münster durchgeführt.
Für den Stadtteil können durch die Planungen in integrierter Lage Wachstums- und Entwick-
lungspotenziale eröffnet werden. Der Bebauungsplan bietet den Rahmen zur Entwicklung ei-
nes Wohnquartiers inklusive ergänzender Nutzungen. Insgesamt können im Quartier rund
240 Wohneinheiten realisiert werden. Während entlang der Erschließungsachse überwie-
gend Mehrfamilienhäuser vorgesehen sind, wird für die Wohnhöfe im zentralen Bereich eine
Mischung von Mehrfamilien- und Reihenhäusern angestrebt. Damit lassen sich Angebots-
qualitäten für unterschiedliche Ziel- und Einkommensgruppen realisieren. Auch lokal zuneh-
mend nachgefragte Gemeinschaftswohnformen zugunsten von Baugruppen, Projektgenos-
senschaften oder Bewohnergemeinschaften können hier Berücksichtigung finden. Im Ein-
gangsbereich zum Quartier und damit im Übergang zum Stadtbereichszentrum sind größere
Strukturen vorgesehen, die neben Wohnungen auch Raum für Büros und Dienstleistungsnut-
zungen bieten. Neben den Nutzungen Wohnen und Arbeiten sollen im Plangebiet durch eine
Kindertageseinrichtung mit sieben bis acht Gruppen und einen zentralen Spielplatz auch so-
ziale Bedarfe abgedeckt werden. Das angrenzende Waldstück kann perspektivisch für die
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aufgrund der vorhandenen Wohnbebauung im
Gebiet, die zunächst bestehen bleiben wird, ist das Plankonzept so konzipiert, dass eine ab-
schnittsweise Umsetzung möglich ist (vgl. Vorlage Nr. V/0658/2020: Bebauungsplan Nr. 590:
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 8
Kinderhaus-Langebusch / Westhoffstraße [Ehem. Gärtnerei] 1. Beschluss über die Stellung-
nahmen 2. Satzungsbeschluss, https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/session-
netbi/to0050.php?__ktonr=204752).
2.3 BV-Antrag „Aufwertung Sprickmannplatz als Maßnahme im Gesamtpro-
gramm ´Soziale Stadt Kinderhaus´" (Geplantes Werkstattverfahren)
Seitens der Fraktionen in der Bezirksvertretung Münster Nord wurde 2019 ein gemeinsamer
Antrag zur Weiterführung des Programms „Soziale Stadt Kinderhaus“ (A-N/0018//2019) ge-
stellt. Die Verwaltung wurde gebeten, das im gemeinsamen Antrag A-N/0006//2018 unter der
Ziff. 2.1 beschriebene Projekt „Sprickmannplatz - belebte Mitte“ mit Priorität zu bearbeiten,
die erforderlichen Anträge beim Land NRW zu stellen und dazu noch im Jahr 2019 ein Werk-
stattverfahren unter Beteiligung aller relevanten örtlichen Akteure durchzuführen und die da-
für erforderlichen Mittel in Höhe von ca. 15.000 Euro bereit zu stellen.
Die Verwaltung hat hierzu in der BV-Nord am 6. Juni 2020 Stellung bezogen. Der Einschät-
zung der Verwaltung nach werden die bereitgestellten 15.000 € nicht ausreichen, um, wie im
Antrag vorgeschlagen, drei fachkundige Büros mit Vorschlägen für die Gestaltung der
„Neuen belebten Mitte“ (Vorentwürfe) sowie mit weiteren Entwürfen (zweite Runde und End-
entwürfe) beauftragen zu können. Da die Bearbeitungs- und Umsetzungsthemen rund um
den Sprickmannplatz sehr vielfältig und breit aufgestellt sind und somit unter Einbindung vie-
ler unterschiedlicher Akteure im Vorfeld Schwerpunkte herausgearbeitet werden sollten,
wurde ein 2-stufiges Verfahren zur Zielfindung und Erarbeitung erster Maßnahmen, inkl. ei-
ner Moderation, vorgeschlagen. Angedacht sind folgende Verfahrensschritte:
1. Workshop der Verwaltung gemeinsam mit ausgewählten Akteuren aus Kinderhaus
(geplante Durchführung bis Ostern 2021); mit externer Moderation
a. Erzeugung eines aktuellen Stimmungsbildes
b. Erarbeitung einer ersten Zielsetzung / Zielfindung bzw. Priorisierung von Schwer-
punktthemen als Basis für das anschließende Wettbewerbsverfahren
c. Weiteres Vorgehen: Wettbewerbsverfahren mit Planungsbüros usw.
2. Workshop mit erweitertem Teilnehmerkreis (Akteure/innen, Nutzer/innen, Interes-
sierte vor Ort)
a. Erarbeitung erster Maßnahmenvorschläge; mit Moderation
b. Einbindung der lokalen Akteure/innen
c. ggf. Vorbereitung von Fördermaßnahmen.
Hingewiesen wurde auf das Erfordernis, für weitere Schritte wie z.B. die Beauftragung von
Büros für die Erstellung von Gestaltungsentwürfen sowie die spätere Umsetzung von Maß-
nahmen im Rahmen der Haushaltsanmeldungen 2021 zusätzliche Haushaltsmittel bereit-
bzw. einzustellen. Der Start und die Ausgestaltung des Prozesses sind abhängig von der
weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie.
Um beim Land NRW erneut einen Antrag auf Städtebauförderung stellen zu können, muss
zuvor ein aktuelles Integriertes Handlungskonzept aufgestellt werden, welches der neuen
Programmintention „Sozialer Zusammenhalt“ folgen müsste.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 9
3 Zusammenfassende Querauswertung der Zielerreichung
3.1 Rahmenbedingungen für die Projektdurchführung (Ausgewählte Kontext-
daten, vgl. Anlage 3)
Bevölkerung • Bevölkerungsrückgang zum Vorjahr um 2,5 %-Punkte auf ins-
gesamt 2.835 Einwohner/innen.
• Demografischer Wandel spürbar, Anstieg der Anzahl älterer
Menschen (Durchalterung).
Soziale Lage • Arbeitslosigkeit entwickelt sich in ihrer Ausprägung seit Jahren
sukzessive rückläufig.
• Anteil Empfänger/innen sozialer Leistungen zur Existenzsiche-
rung im Vergleich zu 2018 wieder leicht angestiegen (+1,2 %-
Punkte).
• Nach deutlichem Rückgang der Kinderarmut im Jahr 2018 nun
Stagnation feststellbar (38,4 %).
• Die soziostrukturellen Daten weisen auf Verbesserungsten-
denzen oder zumindest eine Stabilisierung hin, haben aber
teilweise dennoch stadtweit die negativsten Ausprägungen.
Wanderung/Fluktuation • Wanderungssaldo erstmalig wieder seit 2015 negativ (-2,5 %
der WBV), Brüningheide als „Durchgangsstation“, da insbe-
sondere Fortzüge in andere Stadtteile Münsters erfolgen.
• Im stadtweiten Vergleich ist die Fluktuation hoch.
• Seit zwei Jahren leichte „Beruhigung“: ca. 29 % der Bewoh-
ner/-innen der Brüningheide haben im Laufe des Jahres 2019
ihre Adresse durch Fort-, Zu- oder Umzug geändert, während
dieser Wert in früheren Jahren durchaus schon bei knapp über
40 % lag.
Haushalte • Durchschnittlich wohnen 2,4 Personen in einem Haushalt
(Münster =1,8).
• Seit 2014 Trend zur Verkleinerung der Haushalte, deutlicher
Anstieg bei 1-Personen-Haushalten.
Wohnungsmarkt • Die Kontextdaten verweisen auf einen angespannten Woh-
nungsmarkt in der Brüningheide, insbesondere für einkom-
mensschwache Haushalte (Vollvermietung der Bestände,
Rückgang des Anteils öffentlich geförderter Wohnungen).
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 10
3.2. Zielerreichung 2019 unter Berücksichtigung der Projekt- und Programm-
ziele5
Themenfelder • Themenfeld 1: Wohnen
• Themenfeld 2: Öffentlicher Raum
• Themenfeld 3: Lokale Ökonomie (nicht Bestandteil der Mes-
sung der Zielerreichung; Projekte verstetigt, aber nicht aus
dem Maßnahmeprogramm gefördert)
• Themenfeld 4: Integration zugewanderter Menschen fördern
• Themenfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bil-
dungswesen
• Themenfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in
Zeiten knapper öffentlicher Haushalte
• Themenfeld 7: Quartiersmanagement
• Themenfeld 8: „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ (strate-
gische Funktion, inhaltlich keinen direkten Einfluss auf die Ziel-
erreichung)
Anzahl Projekte 23 Projekte aus acht Themenfeldern (wie im Vorjahr)
• 14 Projekte werden über das Maßnahmeprogramm finanziert
bzw. sind ohne Finanzierungsbedarf, diese sind Gegenstand
der Berichterstattung,
• 7 Projekte erhalten eine anderweitige Förderung bzw. sind Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden,
• 2 strategisch ausgerichtete Projekte im Themenfeld „Selbste-
valuation“ (Beobachtung Zielerreichung, Erstellung Kontextda-
ten).
Projektziele quantita-
tiv
Von 36 inhaltlich ausgerichteten Projektzielen wurden 81 % voll-
ständig bzw. annähernd erreicht, 17 % teilweise und 3 % nicht er-
reicht.
5 Zu berücksichtigen ist, dass die Ziele der einzelnen Themenfelder in der Regel auf mehrere Programmziele in je
unterschiedlicher Weise wirken (integrative Programmausrichtung).
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„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 11
Reichweite der Pro-
jekte / Zugang Teilneh-
mende
… nach Migrationsvor-
geschichte
… nach Geschlecht
Insgesamt wurden rund 7.250 Personen bzw. Haushalte erreicht
(ca. 3.000 beratend und betreuend, ca. 3.000 im Rahmen öffentli-
cher Kultur- und Freizeitangebote sowie Feste, ca. 1.250 durch
regelmäßige Kursangebote). Zu berücksichtigen ist, dass die ge-
nannten Zahlen aufgrund einer Modifizierung der Projektinhalte
bzw. Veränderung der Projektanzahl von Jahr zu Jahr teilweise
nicht oder nur eingeschränkt mit denen der vorhergehenden
Jahre vergleichbar sind.
• Über alle Projekte hinweg liegt der Migrationsanteil seit Jahren
auf einem hohen Niveau von durchschnittlich ca. 85 - 90 %.
• Spürbarer Rückgang des Migrationsanteils beim Atrium, Zu-
nehmende Inanspruchnahme von Angeboten auch durch deut-
sche Bewohner/innen der Schleife (4.02 und 6.02).
• Der Migrationsanteil liegt bei größeren Festen (z.B. Weih-
nachtsmarkt) bei 60 %.
• Es zeigt sich je nach Themenfeld eine sehr unterschiedliche
Inanspruchnahme der Projekte durch Mädchen/Frauen und
Jungen/Männer. Bei sportlichen Angeboten, der integrativen
Jugendsozialarbeit und der Arbeit der Drogenprävention ist
der Teilnehmendenkreis mehrheitlich männlich geprägt. Nur
10 % der sportlichen Teilnahmen beim Projekt 6.07 sind von
weiblichen Teilnehmenden wahrgenommen worden, bei den
Angeboten der Drogenprävention sind 90 - 100 % männlich,
ebenso überwiegen die männlichen Teilnehmenden mit 68 %
beim Projekt 6.06 (Mobiles Beratungsangebot für Jugendli-
che), und dies mit steigender Tendenz.
75 % = 27
Ziele abs.
6 % = 2 Ziel
abs.
17% = 6
Ziele abs.
3% = 1 Ziel
abs.
Zielerreichung 2019 der verstetigten Projekte, die über das
Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne
Finanzierungsbedarf sind (14 von insgesamt 23)
Projektziel erreicht
Projektziel
annähernd erreicht
Teilerfolg
Ziel nicht erreicht
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… nach Alter
• Frauen zeigen sich aktiver bei der Bewältigung von Alltagsher-
ausforderungen und Lebenskrisen. Über alle Projekte hinweg
ist die Teilnahme bei ca. 60 - 65 %, bei Aktivitäten mit erhöh-
tem Eigenengagement teilweise 80 - 90 %.
• Weitere Zunahme von älteren Hilfesuchenden, die an der Ar-
mutsgrenze leben oder keine bzw. nur wenige soziale Kon-
takte haben.
Programmziel Förde-
rung der Integration
unterschiedlicher
Gruppen im Wohnge-
biet
• Zunehmende interkulturelle Beteiligung an angebotenen Pro-
jekten und Aktionen.
• Aktivere Unterstützung von Aktionen durch Bewohner/innen
mit Migrationsvorgeschichte feststellbar.
• Steigende Anzahl selbstorganisierter interkultureller Initiativen.
Diese sind noch aktiver und mobiler geworden.
• Aufbau neuer Netzwerke erfolgt, um Ältere zu erreichen, u.a.
durch neue Kooperationen mit einigen neuen Bewohnern/in-
nen aus der Seniorenwohnanlage Paulinum sowie mit dem
Heimatverein; Senioren/innen werden mobiler und nehmen
mehr an Veranstaltungen und Fahrten teil (4.02).
• Für das Frühstück im Atrium konnte ein neues Team von Eh-
renamtlichen akquiriert werden (6.02).
• Stärkere Nachfrage nach Bildungsangeboten in Form von Kur-
sen und Bildungswochenenden, insbesondere Sprachange-
bote.
• Die Sprechstunde der Schuldnerberatung (Projekt 6.01) wird
sehr gut angenommen, zunehmend auch von deutschen Be-
wohnern/innen der Schleife. Ein höherer Anteil der Klienten/in-
nen als in früheren Jahren hat aktiv an der Problemlösung mit-
gewirkt.
• Durch enge Kooperation der vor Ort tätigen Akteure/innen und
Projektträger/innen Realisierung öffentlicher Feste und Aktio-
nen für die gesamte Bewohnerschaft, die einen Beitrag dazu
leisten, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusam-
menzubringen, das Interesse an anderen Sitten und Gebräu-
chen zu wecken (erstmalig gemeinsames öffentliches Zucker-
fest im Anschluss an den Ramadan, Kinder- u. Familienfest,
Musik-Convoy, Weihnachtsmarkt, Clean Kinderhaus, Projekt-
tage „Grünschleife“ u.a.).
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 13
• Intensivierung der gezielten Einbindung von Jugendlichen, die
aus diversen Gründen Angebote vom Sportverein nicht nut-
zen, sowie neuzugezogener Jugendlicher, u.a. durch Einbin-
dung in die Stadtteilarbeit und Interessenvertretung (4.02).
• Die im Workshop 2017 angedachte Zusammenarbeit mit Stu-
dierenden insbesondere im Bereich „Aufbau eines Nachhilfe-
netzwerkes, Sozialpaten/-lotsen“ gestaltet sich aufgrund einer
relativ geringen Anzahl in Kinderhaus wohnender Studierender
schwierig.
• Neu zugezogene Familien werden intensiv begleitet und über
Hilfsangebote im Stadtteil informiert.
• Aufnahme des Projektziels “Etablierung einer Fähigkeiten-
börse im Quartier“, erste Sondierungsgespräche mit potentiel-
len Trägern erfolgt (Ergebnis aus dem Workshop 2017).
• Feststellbar ist ein gestiegenes Engagement von Einzelperso-
nen und Gruppen. Gestiegenes Engagement wiederum ist ein
Hinweis auf eine Gebietsbindung und Integration. So gab es
z.B. mehr Anfragen von Bewohnergruppen nach Mitteln aus
dem Quartiersfonds. Es konnten mehr Projekte mit höherer
Gesamtteilnehmerzahl durchgeführt werden. Weiterhin gibt es
eine feste Gruppe von 4 und 5 Personen, die täglich die Grün-
anlage pflegt.
Programmziel Stär-
kung der Bildungs-
chancen für Kinder
und Jugendliche /
Chancengleichheit
• Projektübergreifend erfolgte eine intensive Auseinandersetzung
mit dem Thema Berufswahl und Berufsorientierung aufgrund
gestiegener Nachfrage.
• Die Hausaufgabenhilfe (5.01) konnte wieder auf ein sehr erfolg-
reiches Jahr zurückblicken. Kontinuierlich hohe Nachfrage so-
wohl für die Deutsch-Sprachkurse als auch für die Einzelnach-
hilfe sowie die sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperations-
partner und auch des Jobcenters Nord. Bei den Sprachkursen
ist außerdem eine stetig steigende Anzahl von Anfragen aus
angrenzenden Stadtteilen zu verzeichnen.
• Die Zusammenarbeit zwischen den U25-Jobcoaches und den
Streetworkern wird von Jahr zu Jahr intensiviert.
• Durch vielfältige Kooperationen des Gesundheitsamtes mit ver-
schiedenen Projektträgern konnte im Ergebnis die aktive Inan-
spruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere
und Kinder gesteigert werden.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 14
• Ein Beitrag für ein gesundes Aufwachsen findet auch durch die
Teilnahme der Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Frühe Hil-
fen an Sprachkursen und Müttercafés statt. Zudem wird von
ihnen eine Begleitung von Familien mit besonderem Unterstüt-
zungsbedarf geleistet.
• 2019 waren keine präventiven Veranstaltungen der Schuldner-
beratung u.a. in Schulen möglich. Die Aussichten auf Fortfüh-
rung werden aufgrund lehrplanbedingter Gründe sowie der Um-
strukturierung der Uppenbergschule sehr skeptisch angesehen.
Eine Neuausrichtung der Ziele hinsichtlich der präventiven Ver-
anstaltungen wird von allen Beteiligten als sinnvoll angesehen.
• Es gab ein neues Angebot im Bereich der Mobilen Jugendsozi-
alarbeit: fünf Workshoptreffen zur „Erstellung digitaler Sounds“.
• Feststellbar ist eine erhöhte Anzahl von Jugendlichen, die bis-
her keine oder nur seltenen Angebote der offenen Jugendarbeit
wahrgenommen hat. Die Kommunikation findet möglicherweise
zunehmend über Soziale Medien statt, so dass offene Jugend-
arbeit/Jugendzentren möglicherweise als “Vermittler“ ent-
fällt/entfallen.
• Feststellbar ist, dass im Projekt 6.01 Eltern immer häufiger nicht
zu vorgesehenen Elterngesprächen erscheinen.
Verbesserung der
Wohnsituation und
Wohnumfeldsituation
• Die Investitionstätigkeit in die energetische Gebäudesanierung
insbesondere durch lokale und regionale Wohnungswirtschaft
fand auch 2019 in Teilbereichen eine Fortführung. Welche In-
vestitionen durch ZBI zukünftig vorgesehen sind, bleibt abzu-
warten.
• Die Anzahl der Netzwerktreffen zwischen den örtlichen Woh-
nungsunternehmen, der Mieterschaft und der Stadt Münster
konnte im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt werden.
• Enttäuschend ist 2019 der geringe Zuspruch aus dem Mieter-
rat. Lediglich 9 Mieter/innen von ca. 50 nahmen an der Sitzung
teil. Gleichwohl gelang es auch bei einer geringen Beteiligung
einen intensiven und wichtigen Meinungsaustausch zu führen.
Ggf. fehlt es derzeit an Multiplikatoren aus der Mieterschaft
und auch an Mieterinnen und Mietern, die hier für wichtige Un-
terstützung und Sprachfunktion im nachbarschaftlichen Umfeld
sorgen.
• Auch 2019 gelang es, viele gemeinsame identifikationsstif-
tende Aktionen der Wohnungswirtschaft zusammen mit ande-
ren Projektträgern durchzuführen (z.B. Blumenaktion).
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 15
• Erstmalig nach Jahren ist Vandalismus in der Parkanlage
(Brandstiftung Pavillon) zu beobachten.
• Auf dem und um den Sprickmannplatz herum fallen weiterhin
alkoholisierte und psychisch kranke Menschen auf. Ebenso
sind Dealertätigkeiten feststellbar, diese haben sich jedoch au-
genscheinlich reduziert.
3.3. Herausforderungen für die aktuelle und weitere Projektdurchführung
Wohnen/Wohnumfeld • Eine der größten Herausforderungen ist nach wie vor die Siche-
rung und Schaffung von „gesundem und bezahlbarem Wohn-
raum. Im Fokus: Geschäftsausrichtung von ZBI (ehem. BGP).
• Notwendig ist eine konsequente Einflussnahme auf die in den
Beständen der ZBI herrschenden wohnungs- und wohnumfeld-
bezogenen Problemlagen und Mängel durch enge Zusammen-
arbeit zwischen der Bewohnerschaft, den örtlichen Einrichtun-
gen, der örtlich vermietenden Wohnungswirtschaft, der Woh-
nungsverwaltungen und dem städtischen Wohnungsamt.
• Es gab viele Hinweise zur Notwendigkeit der Gestaltung und
Aufwertung des Sprickmannplatzes (Werkstattverfahren)
Nachfrage nach Bera-
tungsleistungen
• Die Erfahrungen und die Rückmeldung verschiedener Projekt-
träger zeigten insgesamt auch für 2019, dass die vorhandenen
Betreuungskapazitäten zu knapp sind:
Die Nachfrage nach Beratungsleistungen steigt von Jahr zu
Jahr.
Die Notwendigkeit von Hausbesuchen nimmt zu, insbeson-
dere bei älteren Personen.
Höhere erforderliche Betreuungsintensität und -dauer (u.a.
auch durch ältere alleinstehende Personen, schwierige Fami-
lienkonstellationen).
Insbesondere das Bestreben, durchgehend feste Ansprech-
partner/innen in der Beratung anzubieten, stößt an seine
Grenzen.
Engagement der Be-
wohnerschaft
• Das Thema „Empowerment im Programmgebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ ist zu vertiefen (Zielgruppe: Bewohnerschaft und
Projektträger/innen).
• Es bedarf weiterhin in vielen Projekten noch eines Motivations-
anstoßes und einer Begleitung durch die Projektträger, auch
wenn sich 2019 gegenüber dem Vorjahr Verbesserungen ab-
zeichnen.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 16
• Weitere Zunahme schwieriger familiärer Problemkonstellatio-
nen. Im Bereich der Nachhilfe muss die Einbindung von Eltern
noch intensiver verfolgt werden.
• Im Mieterrat ist der rückläufige Zuspruch mit Blick auf die künfti-
gen Sitzungen zu beobachten, ggf. müssen Anpassungen bei
Inhalten, Zeitpunkt, Ort oder auch betreuende Stelle diskutiert
werden.
Anspruch an Projek-
tinhalte, Konzeptio-
nierung, Ansprache
• Wichtig ist eine auf Zielgruppen zugeschnittene Projektarbeit.
• Aufsuchende Angebote wie z.B. Hausbesuche kristallisieren
sich für den nachhaltigen Erfolg der Arbeit vor Ort von Jahr zu
Jahr als wichtiger heraus, insbesondere um die Personen zu er-
reichen, die ansonsten keinen Zugang zu bestehenden Hilfsan-
geboten haben (wie z.B. kinderreiche, ältere und/oder kranke
Menschen).
• Gerade die niedrigschwellige zielgruppenbezogene Arbeit ist
besonders personalintensiv und ressourcenaufwändig. Nicht nur
die mengenmäßige Bewältigung der hohen Anzahl an Nachfra-
gen stellt eine Herausforderung dar, sondern zunehmend auch
der individuell gestiegene Betreuungsaufwand.
• Die Ressourcenausstattung ist entsprechend der Rahmenbedin-
gungen immer wieder neu zu verhandeln und sicherzustellen
(Stichwort: Vermeidung von Altersarmut sowie existenzbedro-
hende Folgewirkungen der Corona-Pandemie).
• Ältere hilfebedürftige Personen sind projektübergreifend noch
mehr in den Blick der zukünftigen Maßnahmen zu nehmen.
• Aus der Zunahme schwieriger familiärer Problemkonstellatio-
nen erwächst besonderer Anspruch an die Inhalte und Konzep-
tionierung der Angebote.
• Es bleibt die Herausforderung, die Jugendlichen zu erreichen,
die bisher keine oder nur seltenen Angebote der offenen Ju-
gendarbeit wahrgenommen haben. Zumal hier eine steigende
Tendenz feststellbar ist.
• Genderaspekte sind projektübergreifend vermehrt in den Blick
nehmen.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 17
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der Wohnsituation“
Projektname Weiterentwicklung der Kooperation zur Verbesserung der Wohnverhältnisse im Quartier Nordwestschleife Projekt-Nr. 1.04
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung
Kontakt Rainer Leskow, 492-6430, leskowr@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Ein Netzwerk zwischen den örtlichen Wohnungsunternehmen, der Mieterschaft und der Stadt Münster ist zu erstellen und zu si-
chern mit den Zielen
- der langfristigen Zusammenarbeit
- der Verbesserung der Wohnverhältnisse
- der Schaffung und Erhalt von sozial stabilen Bewohnerstrukturen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse/Inhalte 2019 Zielerreichung
Das bestehende Netzwerk
"Wohnen in Kinderhaus/
Brüningheide" arbeitet regel-
mäßig im Sinne der aufgeführ-
ten Ziele, mindestens 12 Ver-
anstaltungen, Sitzungen o. ä.
sind im Jahr abzuhalten.
Anzahl Netzwerktreffen und
Veranstaltungen
Netzwerktreffen: 15 (2018: 7)
Die zahlreichen Netzwerktreffen, Veranstaltungen und Sitzungen mit Vertretern/innen
von Bewohnerschaft, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Wohnungswirtschaft
und der Stadt Münster dienten den o. a. Zielen.
Wichtigste Ergebnisse/Inhalte waren:
- Verkauf von BGP an Immobilienfond ZBI und Union Investment in 2019
- Zukünftige Erneuerung der Aufzüge in den Gebäuden Killingstraße 15, 29, 65, 73
- Neuauflage der Broschüre „Mein Kinderhaus“
- Blumenaktion der Wohnungswirtschaft
- Internationales Sommerfest am 06.07.2019
- Weihnachtsmarkt am 06.12.2019
- Antrag der BV-Nord „Sprickmannplatz/Belebte Mitte“ aus 2019
- Antrag der BV-Nord Soziale Stadt aus 2018
- Verstärkte Zusammenarbeit mit Mietervereinen insbesondere bei Nebenkosten
- Schulung zur Wohngeldberechnung
- Schimmelfälle im Quartier
- Mangelnde Aufenthaltsqualität am Sprickmannplatz, erforderliche Neugestaltung
- Austritt des Begegnungszentrums Kinderhaus aus der Imagewerkstatt Schleife
- Einsatz von Schädlingsbekämpfern bei Pharaoameisen nach Terminabsprache
- Befragung der BGP-Mieterschaft (Themen Schimmel, Aufzüge, Fenster, Balkone,
Stromversorgung, Heizung, Warmwasser, Elektrik)
- Müll (teilweise fehlerhafte Mülltrennung, willkürliche Nutzung der Müllcontainer nach
dem Motto "kürzester Weg", illegale Müllablagerungen in fast allen Bereichen des
Quartiers, AWM-Infostand während des Sommerfestes, Einführung Wertstofftonne
im Jahr 2020)
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 18
- Abstellen von PKW's ohne Kennzeichen
- Überwiegend leere Parkgaragen und -decks sowie gleichzeitig gefüllte Seitenstrei-
fen mit geparkten PKW‘s
- Lärm im Bestand, Nachtruhe
- Wohnungstausch im Bestand
- Zwangsräumungen von Mietwohnungen
- Investitionen im Wohnungsbestand
Gesamtfazit Die unterschiedlichen Arbeits- und Handlungsansätze im Sinne der vor Ort lebenden Bewohnerinnen und Bewohner haben sich wiederholt be-
währt und sollten fortgeführt werden. Die bestehende Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen der Bewohnerschaft, den örtlichen Einrich-
tungen, der örtlich vermietenden Wohnungswirtschaft und dem städtischen Wohnungsamt wird durch das Netzwerk abgesichert.
Ausblick 2020 Auch 2020 wird weiterhin versucht, mit allen Akteuren und insbesondere der Mieterschaft vor Ort eng zusammenzuarbeiten, um die Projektziele
im Sinne der Bewohnerschaft zu erreichen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes ist jedoch absehbar, dass sich die Corona-Problematik
negativ auf die Zusammenarbeit und insbesondere auf die geplanten Veranstaltungen und Arbeitsrunden auswirken wird.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 19
Projektname Stärkung und Unterstützung der Mieterschaft Projekt-Nr. 1.05
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung
Kontakt Rainer Leskow, 492-6430, leskowr@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Sitzungen des örtlichen Mieterrates, Organisation von Mieterschulungen und
sonstigen Treffen bei Bedarf
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Den Bewohnern wird die Mög-
lichkeit gegeben, sich aktiv an
der Verbesserung der Wohnsitu-
ation zu beteiligen und/oder sich
vor Ort hierzu auszutauschen.
Mindestens zwei Sitzungen des
Mieterrates sollen im Jahr statt-
finden und mindestens 10 Per-
sonen sollten daran teilnehmen.
Anzahl der öffentlichen Sit-
zungen des Arbeitskreises
der Vertrauensmieter
Anzahl der öffentlichen Sitzungen des Mieterrates: 1 (2018: 2), Sitzung am 09.07.2019
Eine zweite Sitzung des Mieterrates sollte unter der Federführung des Begegnungszentrums
Kinderhaus im Dezember stattfinden, um die Ergebnisse der Befragung (Exposé) innerhalb
des Wohnungsbestandes BGP bzw. ZBI vorzustellen. Diese Sitzung musste jedoch aus un-
terschiedlichen Gründen auf den 30.01.2020 verlegt werden.
Projektziel teilweise
erreicht
Anzahl der teilnehmenden
Mieter/innen
An der ersten Sitzung des Mieterrates am 09.07.2019 nahmen trotz persönlicher Anschrei-
ben von rd. 50 Personen und Aushängen in den Eingangsbereichen der Mehrfamilienhäuser
lediglich 9 Mieter/innen teil (2018: 1. Sitzung 24 Mieter/innen, 2. Sitzung 15 Mieter/innen).
Dennoch gab es angeregte Diskussionen zu unterschiedlichen Themen:
- Verkauf von BGP an Immobilienfonds ZBI und Union Investment zum 01.07.2019
von insgesamt 16.000 WE
- Ausschreibung zur Erneuerung der Aufzüge in den Gebäuden Killingstraße 15, 29,
65, 73
- Einsatz von Schädlingsbekämpfern bei Pharaoameisen 4 x im Jahr im Wohnungs-
bestand BGP (Zugang zu den Wohnungen ist nach Terminabsprache erforderlich)
- Müll (teilweise fehlerhafte Mülltrennung, fehlerhafte Nutzung der Müllcontainer "kür-
zester Weg", AWM informierte während Sommerfest über Mülltrennung)
- Abstellen von PKW‘s ohne Kennzeichen
- Leere Parkgaragen und -decks – jedoch gefüllte Seitenstreifen mit geparkten PKW‘s
- Lärm im Bestand (Musik, laute Gespräche am Wochenende zur Nachtzeit)
- Im Einzelfall nicht funktionierender Kabelanschluss
- Wohnungstausch innerhalb des Mietwohnungsbestandes
- Termine
- Befragung der BGP-Mieterschaft (Themen Schimmel, Aufzüge, Fenster, Balkone,
Stromversorgung, Heizung, Warmwasser, Elektrik),
- Hinweis auf die geplante zweite Sitzung mit Schwerpunkt Mieterbefragung
Anteil Frauen: rund 60 %, Anteil Männer: rund 40 %
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 20
Gesamtfazit Mit dem Arbeitskreis des Mieterrates wird unter der Leitung des Amtes für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung der örtlichen Mieterschaft die
Möglichkeit gegeben, sich mit weiteren Mietern auszutauschen und zu vernetzen sowie sich bei Bedarf auch mit Vertretern der ansässigen Woh-
nungsunternehmen und -verwaltungen oder weiteren Fachleuten über die Wohnsituation und die unterschiedlichen Problemlagen zu besprechen
und Rat zu erhalten.
Derzeit sind etwa 46 interessierte Personen/Haushalte im Adressenverzeichnis aufgeführt, die eine Einladung zu den Sitzungen erhalten. Der Be-
such von lediglich 9 Mieter/innen in der Sitzung am 09.07.2019 ist jedoch enttäuschend. Gleichwohl gelang es auch bei einer geringen Beteiligung
einen intensiven und wichtigen Meinungsaustausch zu führen. Letztlich handelt es sich um ein freiwilliges Angebot.
Ggf. fehlt es derzeit an Multiplikatoren aus der Mieterschaft und auch an Mieterinnen und Mietern, die hier für wichtige Unterstützung und Sprach-
funktion im nachbarschaftlichen Umfeld sorgen. Sitzungen mit bedeutenden Schwerpunktthemen wurden in der Vergangenheit verstärkt besucht, so
auch die verschobene Sitzung am 30.01.2020 zur Mieterbefragung.
Neben den Treffen des Mieterrates werden auch Telefonate, Gespräche vor Ort sowie Ortsbesichtigungen mit einzelnen Mitgliedern des Mieterrates
zur Ergänzung angeboten. Dieses Angebot des Wohnungsamtes wurde auch 2019 von unterschiedlichen Mietern/innen genutzt.
Der ehrenamtlich arbeitende Mieterrat sollte weiter hauptamtlich begleitet werden, um die Sitzungen jeweils vorzubereiten, durchzuführen und nach-
zubereiten sowie ggf. Gäste zu bestimmten Themen einzuladen und auch Gespräche zu moderieren. Die Mieterschaft im Quartier wird weiterhin
Interesse daran haben, in ihren Anliegen unterstützt zu werden. Der Zuspruch an die künftigen Sitzungen sollte weiterhin beobachtet werden, ggf.
müssen Anpassungen bei Inhalten, Zeitpunkt, Ort oder auch betreuende Stelle diskutiert werden. Dies sollte auch mit den Mieterinnen und Mietern
in einer der nächsten Sitzungen besprochen werden.
Ausblick 2020 Eine weitere Anpassung oder wesentliche Veränderung der Ziele oder Indikatoren ist vorerst nicht notwendig.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 21
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“
Projektname Grünschleife - Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage Projekt-Nr. 2.02
Projektträger Stadt Münster, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
Kontakt Wolfram Goldbeck, Tel: 492-6762, goldbeck@muenster.de
Projektkurzbeschreibung Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage mit Anwohnern
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Durchführung von zwei bewoh-
neraktivierenden Veranstaltun-
gen zur Gestaltung der Grün-
schleife mit jeweils mindestens
50 Personen aus dem Quartier
Anzahl Projekttage / Teil-
nehmende
Projekttag am 15. Mai mit ca. 60 Beteiligten (Vorjahr: 50). Die Bepflanzung mir Kirschlorbeer
wurde an den Eingangsbereichen intensiviert, durch dauerndes Wässern im heißen Sommer
sind alle Pflanzen gut angegangen. Die winterlich bedingten Pflanzausfälle in den Staudenbee-
ten und Rosenbeeten sind durch Neuanpflanzungen ausgeglichen worden. Die Zucchiniernte
in diesem Jahr war sehr gut, entgegen der Salaternte, die unter der Hitze stark gelitten hat. Die
Anlage Beerenobststräucher wurde in diesem Jahr erweitert, hierzu wurden 2 Tonnen Natursa-
ndsteine und 1,5 Tonnen Mutterboden verbaut. Die „alten“ Pflanzen hatten auch in diesem Jahr
wieder reichlich Früchte, die jedoch teilweise bereits im noch nicht voll ausgereiften Stadium
Abnehmer fanden.
Projekttag am 14.September mit ca. 70 Beteiligten (Vorjahr: 60). Durch Trockenbruch mussten
Teile der Obstwiese stark beschnitten werden, die teils großen Äste sind zersägt und entsorgt
worden. Die mit Dolomitsand gebundenen Wege sind in den Randbereichen vom reinwachsen-
den Gras befreit und mit neuem Dolomitsand aufgefüllt worden. Die Sträucher auf dem Wall
sind auf den Stock gesetzt und der Wallbereich ist mit einer dicken Holzhäckselschicht bedeckt
worden. In den Rosen und Lavendelbeeten sind die Unkräuter komplett entfernt worden und an
einigen Stellen ist nachgepflanzt worden. Die Nistkästen wurden ebenfalls gereinigt. Die Bänke
wurden teilweise überarbeitet und eine gegen eine komplett neue Bank ausgetauscht.
Generell wird die jeweilige Mitarbeit von Frauen und Männern ausgeglichen wahrgenommen
(je ca. 50 %).
Projektziel erreicht
Bereitschaft der Bewohner-
schaft zur aktiven Mitwirkung an
Pflege und Gestaltung des Woh-
numfeldes ist weiter gestärkt
worden
Ganzjährige Arbeiten Im gesamten Jahr pflegt täglich eine Gruppe zwischen 4 und 5 Personen die Grünanlage sowie
die Blumen- und Gemüsebeete. Das neu gestaltete Tulpenbeet hatte über einige Wochen eine
strahlende rote Leuchtkraft und diente, wie beabsichtigt, auch als kostenloses Selbstpflückbeet.
Des Weiteren fallen pflegerische Arbeiten wie Laubentfernung, Reinigung des Teiches, Säube-
rung der Nistkästen sowie der Gehölzschnitt an. Gießdienste für Gemüse und Staudenbeete in
den Sommermonaten werden organisiert. Die Gehölze um die Trafostation, die im Vorjahr pro-
fessionell mit „Gartenmotiven gestaltet wurden, sind zurückgeschnitten worden, sodass die tolle
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 22
Gestaltung von Weiten bereits zu sehen ist. An einigen Eingangsbereichen ist Kirschlorbeer
angepflanzt worden, der dort wie eine grüne Eingangstür in die Parkanlage wirkt. Inzwischen
werden auch an den Park heranreichende Bereiche, wie die große Pergola oder auch vor allem
der Sprickmannplatz, mit in die Pflege integriert. Am Sprickmannplatz werden vor allem die
grünen Hecken und Gebüschstreifen regelmäßig von Laub und von Müll gereinigt. Leider gab
es einen Brandschaden durch ein Lagerfeuer unter den Pavillon. Teile des Pavillons wurden in
Mitleidenschaft gezogen. Die Renovierung ist im Frühjahr geplant. Es wurde Strafanzeige ge-
stellt, ein Täter konnte aber nicht ermittelt werden.
Im Stadtteil Kinderhaus hat sich die ehrenamtlich arbeitende Gruppe gefestigt und pflegt die
Baumscheiben im Zentrum und die beiden Verkehrskreisel auf einem hohen Niveau. Durch den
sehr trockenen Sommer hat das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit die Kosten
für das eingesetzte Gießwasser übernommen. Die sich nach Kinderhauser Vorbild gebildete
Gruppe im Stadtteil Coerde pflegt ebenfalls auf sehr hohen Niveau die Rosen- und Stauden-
beete entlang des Hohen Heckenweges. Die Sitzgruppe mit den Schachtischen in der Grün-
schleife war abgängig und wurde durch sechs neue wetterfeste Sitzpoller ersetzt und sind wie-
der voll nutzbar was die Aufenthaltsqualität weiter erhöht hat.
Gesamtfazit Das Projekt läuft weiterhin gut, die Parkanlage ist gepflegt und wird von Anwohnerinnen und Anwohnern im Quartier genutzt, obwohl diese durch
den Wegfall eines qualifizierten Mitarbeiters in ihrer Qualität eingebüßt hat. Dies ist vor allem bemerkbar bei der nun nicht immer fachmännischen
Bearbeitung der Grünbereiche. Die Gesamtbeteiligung bei den Projekttagen ist weiterhin auf einem recht ordentlichen Niveau, jedoch stagniert die
Zahl der regelmäßig dort mitarbeitenden Bewohnerinnen und Bewohner.
Ausblick 2020 Durch ein neues Arbeits- und Qualifizierungsprogramm (gem. §16i SGBII, Teilhabe am Arbeitsmarkt) beim Jobcenter besteht die Möglichkeit,
dass eine der Ein-Eurokräfte, die bereits seit zwei Jahren die Parkanlage mit Herzblut pflegt, auch für die nächsten Jahre dort eine Beschäfti-
gungsmöglichkeit findet, um sich zu qualifizieren. Hinzu kommt eine weitere Person, die -ebenfalls durch da Programm- längerfristig in der Park-
anlage arbeiten kann, so dass eine Betreuung der Grünanlage dann sichergestellt wäre. Dies würde dem Projekt sicherlich sehr gut tun um auch
langfristige Aktionen und Planungen in der Parkanlage zu gewährleisten. Die Idee zur Umsetzung einer Boulefläche steht noch immer auf der
Agenda. Der Holzpavillon soll erstmal repariert werden und langfristig durch einen Metallunterstand ersetzt werden.
weiterführende Informatio-
nen
Pressemitteilungen, Informationen zum Projekt unter www.muensterbekenntfarbe.de
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 23
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 4: „Integration zugewanderter Menschen fördern“
Projektname Integrationsarbeit vor Ort Projekt-Nr. 4.02
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Olga Stolz, 0251/3 90 96 97, olga.stolz@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung Ausgangslage, Zielgruppe: Menschen mit Migrationshintergrund, Projektinhalte
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Die Zahl der Personen mit Mig-
rationsvorgeschichte, die sich
gesellschaftlich engagieren
bleibt konstant bzw. nimmt zu
(+5%).
Anzahl engagierter Personen
mit Migrationsvorgeschichte
Die bestehenden Gruppen öffnen sich mehr nach außen, nehmen teil an gemein-
samen Veranstaltungen und Aktivitäten des BGZ und engagieren sich stärker im
Stadtteil.
Es kommen immer wieder neue Personen und Gruppen dazu, die gerne mitarbei-
ten möchten (Palästinensische Gruppe; Gambia-Gruppe; kreative Frauengruppe).
Das persönliche Engagement im Stadtteil wächst zunehmend, ebenso wie die in-
terkulturelle Beteiligung.
117 engagierte Personen mit Migrationsvorgeschichte (2018 = 111, 2017 = 103);
81 weiblich / 36 männlich.
Projektziel erreicht
Die Zahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
bleibt konstant bzw. soll mög-
lichst sinken.
Anzahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
Im Stadtteil ist es ruhiger geworden, jedoch fallen weiterhin alkoholisierte und
psychisch kranke Menschen im Umfeld des Sprickmannplatzes auf.
Insgesamt 34 durch die Konfliktmoderation bearbeitete Fälle (2018 = 33, 2017 = 39).
Projektziel erreicht
Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die
an Bildungsmaßnahmen teil-
nehmen, steigt jährlich um 10%
an.
Anzahl der Personen mit Mig-
rationsvorgeschichte an Bil-
dungsangeboten
Es wurden Weiterbildungen zum Thema: „Gesundheitsprävention“, „Erfolg und
Nachhaltigkeit“ in niederschwelligen Frauenkursen angeboten. Das Angebot und
das Bildungswochenende wurden zahlreich angenommen. Die Inhalte der Weiter-
bildung waren einfach zu verstehen und auch im Alltag umsetzbar. Ende 2019 sind
einige Anfragen zur Durchführung von Bildungswochenenden in 2020 für Migrantin-
nen gekommen. Leider werden, aufgrund der aktuellen Situation (Corona-Pande-
mie), wegen fehlender Finanzierung und zu hohen Kosten der Anbieter, vorerst
keine Zusagen gemacht.
Anzahl Teilnehmende 319 (2018 = 316, 2017 = 312), 250 weiblich/59 männlich.
Projektziel teilweise erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 24
Die Zusammenarbeit mit beste-
henden Gruppen im Wohnge-
biet (BGZ, KAI u.a.) wird inten-
siviert.
Anzahl, Art, Dauer des Beste-
hens der Gruppe
Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen ist auch weiterhin sehr gut.
Sie treffen sich regelmäßig (wöchentlich) im Begegnungszentrum. Einige der Grup-
pen (Arabische Gruppe; Jesidische Gruppe; internationaler Seniorenkreis) sind
noch aktiver und mobiler geworden. Sie unternehmen Ausflüge und besuchen Ver-
anstaltungen nicht nur im Raum Münster, sondern auch außerhalb der Stadtgren-
zen (Schlösser-Tour; Bergbaumuseum; Natura Card).
Im Begegnungszentrum treffen sich zurzeit 39 interkulturelle Gruppen (2018 u. 2017
= 35). Pro Woche gibt es mehr als 50 Angebote.
Projektziel erreicht
Die interkulturelle Interessen-
vertretung in der Stadtteilarbeit
soll in Kooperation mit dem
neuen Integrationsrat gestärkt
werden, insbesondere auch im
Bereich der jungen Erwachse-
nen
Anzahl der Beratungskontakte
junge Migranten/innen
Absicherung der TN von jun-
gen Migranten/innen im Vor-
stand BGZ
Anzahl der Veranstaltungen
mit dem Integrationsrat
Anzahl der Beratungskontakte mit jungen Migranten/innen: 310 (2018 = 300, 2017
= 260).
Unterstützung Jugendlicher in Fragen Schule und Ausbildung/Beruf durch Frau
Rosin. Enge Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat. Infotreffen, gemeinsame
Veranstaltungen (Tag der MSO, interkulturelle Wochen).
Junge Erwachsene sind im Vorstand des BGZ vertreten und arbeiten aktiv mit. Zu
den Vorstandsitzungen werden 2 Jugendliche eingeladen und können so an der
Arbeit des Vorstandes aktiv mitwirken.
Mit Gruppenvertretern/innen wurden Veranstaltungen des Integrationsrates mitge-
plant und besucht. Insgesamt 3 Veranstaltungen (2018 = 2).
Projektziel erreicht
Die interkulturelle Seniorenar-
beit soll verstetigt werden und
jährlich um 10% steigen.
Anzahl der Senioren mit
Migrationsvorgeschichte
Anzahl der Senioren/innen mit Migrationsvorgeschichte: 117 Senioren/innen (2018
= 107, 2017 = 79).
Die Zahl älterer Menschen, die Probleme haben, steigt auch weiterhin. Viele leben
an der Armutsgrenze oder leiden unter Vereinsamung. 2019 waren viel mehr
Hausbesuche notwendig, als noch in 2017 und 2018. Erfreulich ist, dass Senior/in-
nen viel mobiler werden und mehr an Veranstaltungen und Fahrten teilnehmen.
Projektziel erreicht
Das Projekt “Interkulturelle
Stadtteilmütter” soll verstetigt
werden und neben dem Be-
schäftigungssektor auch im
Gesundheitsbereich wirken.
Anzahl der über die interkultu-
rellen Stadtteilmütter erreich-
ten Frauen.
Für 2019 wurden 20 AGH-Stellen bewilligt. Projekt „Interkulturelle Stadtteilmütter“
wurde in 2019 weitergeführt (2018 und 2017 = 22). 6 Langzeitarbeitslose waren
2019 im Rahmen des §16i SGB II (Teilhabe am Arbeitsmarkt) mit 30 Stunden pro
Woche im BGZ tätig (deut. /türk./russ. Herkunft).
Anzahl der über die interkulturellen Stadtteilmütter erreichten Frauen: 2019 = 95
Frauen (2018 = 93 Frauen, 2017 = 95 Frauen).
Projektziel teilweise erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 25
Für neu zugezogene Familien
soll eine abgesicherte Willkom-
menskultur im Wohngebiet her-
gestellt werden.
Informationsmaterialien über
die Angebote im Stadtteil wer-
den verteilt und Kontakte zu
den bestehenden Gruppen
werden hergestellt
Neu zugezogene Familien werden ebenfalls intensiv begleitet. Sie werden über
Hilfsangebote im Stadtteil informiert und auch zu den Angeboten begleitet. Es wird
Kontakt zu bestehenden Gruppen hergestellt.
Projektziel teilweise erreicht
Gesamtfazit Die Projektziele wurden erreicht bzw. teilweise erreicht.
Ausblick 2020 In der Verstetigungsphase 2020 soll sich das Projekt 4.02. Integrationsarbeit vor Ort auch weiterhin auf die festgelegten Ziele ausrichten.
weiterführende Informatio-
nen
www.bgz-kinderhaus.de
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 26
7 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen“
Projektname „Wir verstehen uns“ Projekt-Nr. 5.01
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt
Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI e.V.
Diplom-Pädagogin Julia Jehnen, Josef-Beckmann-Straße 5, 48159 Münster, Tel.: 0251-263689, E-Mail: KAI-muenster@t-online.de
Projektkurzbeschreibung
KAI e.V. führt als Projektträger gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Haus der Familie“ und weiteren Kooperationspartnern
- Deutschsprachkurse für Eltern zur Stärkung ihrer Aufgaben im Lernprozess der Kinder
- Alphabetisierungs- und Sprachkurse für Erwachsene zur sozialen Integration, zur Integration in den Arbeitsmarkt bzw. zur Schu-
lung deutsch- und muttersprachlicher Fähigkeiten für verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens
- Einzelnachhilfe für Kinder und Jugendliche sowie
- erforderliche Begleitmaßnahmen (Weiterbildung, Kinderbetreuung usw.) durch
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Erhöhung der Chancengleich-
heit durch eine Erhöhung der
Bildungsbeteiligung für Familien
mit Sprachdefiziten
Zieldimension:
Verbesserung der Sprachfähig-
keit der Erwachsenen
Zieldimension:
Verbesserung / Stabilisierung
der schulischen Leistungen der
Schüler/innen
Anzahl der Erwachsenen-
kurse und Anzahl der er-
wachsenen Sprachkursteil-
nehmenden
Vermittlung Sprachkursteil-
nehmende in weiterfüh-
rende Kurse bzw. in Arbeit
Anzahl der durchgeführten
Einzelnachhilfe für Schü-
ler/innen sowie Anzahl Teil-
nehmende
Sprachkurse für Erwachsene: Alphabetisierungskurse und Deutsch als Fremdsprache:
1. Halbjahr 2019: vier Projektgruppen mit insgesamt 30UStd
2. Halbjahr 2019: vier Projektgruppen mit insgesamt 30UStd
Anzahl Erwachsene: 96, davon 77 Frauen (80,2 %), 100 % Migrationsvorgeschichte (2018 =
115 Erwachsene: davon 89 Frauen (77,5 %), 100% Migrationsvorgeschichte)
Vermittlung in weiterführende Sprachkurse / Integrationskurse: in 2019 insgesamt 7 Teilneh-
mende = 7,3 % (2018 = 12 Teilnehmende = 10,4 %)
Vermittlung in Arbeit: in 2019 insgesamt 9 Teilnehmende = 9,3 % (2018 = 6 Teilnehmende =
6,2 %).
Einzelnachhilfe für Schüler/innen der Grundschule sowie der Sekundarstufen 1 + 2, vorwie-
gend Schüler/innen der weiterführenden Schulen von der 5. bis zur 10. Klassenstufe
In 2019 wurden bei KAI e.V. im Projekt Einzelnachhilfe insgesamt 37 Schüler/innen von 15
Nachhilfelehrer/innen betreut (2018 = 43 Schüler/innen), Geschlechterverteilung unter den
Schüler/innen: 22 männlich (59 %), 15 weilblich (41 %), Umfang ca. 1 Std./Woche/Schüler
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 27
Noten in den Nachhilfefä-
chern der teilnehmenden
Schüler/ innen
Der Anteil der Schüler/innen mit Migrationsvorgeschichte lag 2019 bei 86,5 %, also 32 von 37
Schüler/innen (2018 = 86 %).
66,6 % der Schüler/innen haben sich 2019 verbessert (2018 = 68 %), 16,6 % wurden befähigt,
ihre Noten zu stabilisieren (2018 = 14 %).
Darüber hinaus sind Pünktlichkeit und regelmäßige Teilnahme sowohl der erwachsenen Pro-
jektteilnehmenden als auch der Schülerinnen und Schüler im Projekt mittlerweile selbstver-
ständlich, kaum unentschuldigte Fehlzeiten, keine Abbrüche ohne Grund.
Gesamtfazit Das Gesamtfazit für die Projektdurchführung ist durchweg positiv. Dies belegt die kontinuierlich hohe Nachfrage der Bewohner/innen des Stadtteils
sowohl für die Deutsch-Sprachkurse als auch für die Einzelnachhilfe sowie die sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperationspartner und auch des
Jobcenters Nord. Bei den Sprachkursen ist außerdem eine stetig steigende Anzahl von Anfragen aus angrenzenden Stadtteilen zu verzeichnen
gewesen.
Ausblick 2020 Der Bedarf sowohl bei den Deutsch-Sprachkursen als auch bei der Einzelnachhilfe wird gleichbleibend hoch bleiben; es zeigt sich darüber hinaus
weiterhin ein erhöhter Betreuungsaufwand der Kinder und Jugendlichen im Nachhilfeprojekt, da vermehrt „Multi-Problem-Familien“; Einbindung
der Eltern muss noch intensiver verfolgt werden, da diese zu den regelmäßig vorgesehenen Elterngesprächen häufig nicht erscheinen. Erhöhung
der Chancengleichheit bei den Kindern u. Jugendlichen sowie der Bildungsbeteiligung bei den Familien bleibt daher auch in 2020 das Ziel des
Projekts.
Neue Kontaktperson ab 2020: Die soziale Beratung hat Mitte 2020 der Caritasverband übernommen. Ansprechpartnerin ist Frau Lavinia Stroe.
Das in Rede stehende Projekt führt weiterhin KAI durch.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 28
Projektname Gesund aufwachsen in Kinderhaus Projekt-Nr. 5.04
Projektträger Stadt Münster, Gesundheits- und Veterinäramt
Kontakt Dr. Dagmar Schwarte, Tel. 492 5434; schwartedagmar@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Durch Hebammensprechstunden in Kitas soll die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere und Kinder gestei-
gert werden. Eltern sollen dabei unterstützt werden, ihren Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Die Inanspruchnahme von
Schwangerschaftsvorsorgen und
Hebammenhilfe nimmt zu.
Anzahl der Hebammen-
sprechstunden/der Mütter in
Hebammenbetreuung
2019 wurden 58 Sprechstunden im Projekt durchgeführt (2018: 88 Sprechstunden); durch-
schnittlich konnten 5 Frauen je Sprechstunde erreicht werden. Eine weitere Einrichtung hat wie-
der selbständig alle 14 Tage eine Hebammensprechstunde durchgeführt.
Die aktive Inanspruchnahme von Hebammenhilfe zur Schwangerschaftsvorsorge hat laut Aus-
sage der Hebammen vor Ort deutlich zugenommen. Hausbesuche wurden nur sechs abgerech-
net, alle anderen konnten über die Krankenkassen abgewickelt werden (2018: 29).
Projektziel erreicht
Die Fertigkeiten der Eltern mit
geringem Einkommen eine ge-
sunde Lebensweise ihrer Kinder
zu fördern, werden gestärkt.
Anteil positiver Rückmeldun-
gen bei Befragung der Teil-
nehmenden
Die Sure-Start-Gruppe wird einmal im Monat durch die Hebamme der Beratungsstelle Frühe
Hilfen besucht. Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle nehmen an Sprachkursen und Müttercafés
teil. Kinderkrankenschwestern der Beratungsstelle begleiten Familien mit besonderem Unter-
stützungsbedarf.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Projekt ist weiterhin geeignet, die Zielgruppe zu erreichen.
Ausblick 2020 Weitere Vernetzung mit Akteuren vor Ort geplant.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 29
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentli-
cher Haushalte“
Projektname Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte - Schuldnerberatung vor
Ort
Projekt-Nr. 6.01
Projektträger Bildungs- und BeratungsCentrum Diakonie Münster (Schuldnerberatung)
Kontakt Bettina Krämer, Josef Beckmannstraße 5, 48159 Münster, b.kraemer@diakonie-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Kinderhaus ist der Stadtteil in Münster mit der höchsten Verschuldungsquote; hoher Anteil an Migranten, hohe Arbeitslosigkeit, unzu-
reichende Ausbildungs- und Arbeitsplätze vor Ort, Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, Verschuldung, Abhängigkeit von staatlichen Trans-
ferleistungen. Das Angebot richtet sich an verschuldete Haushalte und Einzelpersonen in Kinderhaus/Brüningheide; Hilfestellung un-
terschiedlicher Art zur Lösung der Schuldenproblematik und Präventionsarbeit wird geleistet.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Umfassende Hilfestellung für
Ratsuchende mit einer Ver-
schuldungsproblematik (junge
Menschen, Erwachsene, Mig-
ranten) in mindestens 20 Neu-
fällen
Anzahl von Neufällen, wel-
che 2019 zusätzlich zu den
19 aus den Vorjahren weiter-
betreuten Fällen hinzukom-
men
43 neu hinzukommende Fälle 2019 (Ziel: 20 Fälle) neben noch offenen 19 Fällen aus den Vor-
jahren; Beratungsintensität bleibt hoch; Erfolgsquote liegt bei 87,5 % (= 28 von 32 abgeschlos-
senen Fällen; 4 abgebrochene Fälle); 30 Fälle aus 2018 und 2019 werden mit allerdings etwas
geringerer Beratungsintensität 2020 weitergeführt; bei Langläufern handelt es sich zumeist um
Familien mit Migrationshintergrund; die Mehrzahl der Klientinnen und Klienten ist weiblich; mit
84 % hat ein höherer Anteil der Klientinnen und Klienten als in früheren Jahren (76 %) aktiv an
der Problemlösung mitgewirkt. Insgesamt erscheinen die vorhandenen Betreuungskapazitäten
zu knapp. Diese Aussage bezieht auch die wahrscheinliche coronabedingte Fallsteigerung ab
dem 2. Halbjahr 2020 noch nicht ein.
Projektziel erreicht
bzw. deutlich über-
troffen
Durchführung von 8 präven-
tiven Aufklärungs-veranstal-
tungen im Jahr mit insgesamt
mind. 80 Teilnehmern/innen
Anzahl der Veranstaltungen
Anzahl Gesamteilnahmen
Insgesamt konnten keine präventiven Veranstaltungen durchgeführt werden. Trotz aktiver An-
sprache und mehrfacher Hinweise kamen weder im KAI noch in den Schulen Veranstaltungen
zustande. Zumindest für Veranstaltungen im KAI scheint eine Fortführung von präventiven Ver-
anstaltungen sinnvoll und möglich (Anfragen für 2020 liegen vor). Für Schulen (lehrplanbedingte
Gründe; Umstrukturierung Uppenbergschule) werden die Aussichten auf Fortführung weiterhin
sehr skeptisch angesehen. Diese Problematik wurde im Workshop „Maßnahmeprogramm Kin-
derhaus-Brünigheide“ 2019 mit dem verantwortlichen Kolleg/innen der Stadt Münster diskutiert.
Eine Neuausrichtung der Ziele hinsichtlich der präventiven Veranstaltungen wird von allen Be-
teiligten als sinnvoll angesehen.
Projektziel nicht er-
reicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 30
Wöchentlich (nicht in den
Schulferien) eine offene
Sprechstunde im Zeitumfang
von 2 Stunden mit im Durch-
schnitt wenigstens 4 Personen
Anzahl Sprechstunden au-
ßerhalb der Schulferien
Durchschnittliche Besucher-
zahl in den Sprechstunden
33 Sprechstunden durchgeführt (krankheitsbedingt verringerte Anzahl); durchschnittlich 6,8 Kli-
entinnen und Klienten pro Sprechstunde; insgesamt 225 Klientinnen und Klienten (davon 141
Frauen und 37 Männer); Sprechstunden decken eine Vielzahl von Themen rund um Finanzen
und Verschuldung ab; es ergeben sich häufig Folgetermine und/oder langfristige Beratungen;
nach Beendigung der Vertretungssituation ist die Anzahl der Besucher/innen in 2019 auf das
frühere Niveau von fast 7 Besuchern/innen pro Sprechstunde gestiegen (absolut 47 mehr Besu-
cher/innen als in 2018).
Projektziel annä-
hernd erreicht
(krankheitsbedingte
Ausfallzeiten)
Wöchentlich mindestens 1
Hausbesuch
Anzahl Hausbesuche pro
Jahr
Anzahl der Hausbesuche lag mit insgesamt 33 nach Beendigung der Vertretungssituation etwa
auf Zielniveau und deutlich über Vorjahr (4); Zielgruppe sind Personen, die aufgrund von Mobi-
litätseinschränkungen keinen Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten haben (z.B. kinderreiche,
ältere/kranke Mitbürger). Hausbesuche werden weniger von neuen Klientinnen und Klienten an-
gefragt, dafür fragen die bestehenden Kontakte häufiger nach.
Projektziel annä-
hernd erreicht
(krankheitsbedingte
Ausfallzeiten)
Gesamtfazit Das Projekt ist seit Jahren am Standort Kinderhaus etabliert, was sich in der hohen Klientelfrequentierung zeigt. Ein Bedarf ist deutlich zu erkennen.
Nach Beendigung der Krankheitsvertretung wurde in 2019 eine Zielerreichung auf früherem Niveau erreicht. Präventive Veranstaltungen sind trotz
der o.g. schwierigen Aspekte sinnvoll und sehr wichtig einzuschätzen. Eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung mit örtlichen Kooperationspart-
nern ist gegeben.
Ausblick 2020 Ziele für 2020 können grundsätzlich beibehalten bleiben. Die grundlegenden Zielrichtungen des Teilprojekts sind nach wie vor sinnvoll. Hinsichtlich
präventiver Veranstaltungen sollte die Zielformulierung konkretisiert werden. Mit Blick auf die Beratung älterer Menschen (Stichwort: Vermeidung
von Altersarmut) sowie die existenzbedrohenden Folgewirkungen der Corona-Pandemie erscheint eine Ausweitung der personellen Kapazitäten
sinnvoll.
Bereits zum jetzigen Zeitpunkt wirken sich die pandemischen Folgen in 2020 deutlich auf das Tätigkeitsfeld der Schuldnerberatung vor Ort aus.
Sprechstunden und Hausbesuche sind seit dem 2. Quartal 2020 nur eingeschränkt möglich. Das Beratungskonzept wurde den pandemiebedingten
Erlassen und Vorgaben entsprechend angepasst (mit einer verstärkten telefonischen Beratungspräsenz und schriftlicher Korrespondenz mit Klientin-
nen und Klienten versus eines persönlichen Kontakts). Schuldnerberatung ist somit vollumfänglich möglich, gestaltet sich inhaltlich und mit Blick auf
institutionsübergreifende Zusammenarbeit aber umständlicher und langwieriger als früher. Auch wenn die Folgen von Corona noch nicht abschlie-
ßend beurteilt werden können, gibt es bereits jetzt Hinweise auf eine starke Zunahme der Anfragen auf Beratung.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 31
Projektname Lebenswelten kennen lernen Projekt-Nr. 6.0
2
Projektträger Internationaler Kulturverein Atrium e.V.
Kontakt Adelgund Schmitz und Nicole Berner, Sprickmannplatz 1, 48159 Münster, atrium-kulturverein@gmx.de
Projektkurzbeschreibung Kulturprojekte, interkulturelle Veranstaltungen zwecks wechselseitigem Kennenlernen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Das Interesse der Bewohne-
rinnen und Bewohner an Ei-
genaktivitäten nimmt zu
Es findet monatlich mindes-
tens eine kulturelle Veranstal-
tung im Atrium bzw. durch
den Atrium e.V. organisiert
statt.
2019 haben 18 Veranstaltungen stattgefunden (2018 = 21, 2017 = 24).
Hier sind nicht die regelmäßigen Veranstaltungen (Frühstück, Mittagstisch, sonntägliches Kaf-
feetrinken) sowie die Kooperationsveranstaltungen (Blumenmarkt, Frauenfest, Sommerfest)
mitgezählt, um Doppelzählungen zu vermeiden. Sie sind allerdings in der Statistik nachricht-
lich aufgeführt und entsprechen der Anzahl aus dem Vorjahr.
Projektziel erreicht
An jeder Veranstaltung neh-
men durchschnittlich mindes-
tens 15 Personen teil.
Die Teilnehmendenzahl der durchgeführten Veranstaltungen (ohne Feste, ohne Kooperations-
veranstaltungen sowie Mittagstisch und Frühstück) liegen bei 638 TN (2018 = 809). Bei 18
Veranstaltungen ergibt sich eine durchschnittliche Besucherzahl von 35 (2018 = 39, 2017 =
35).
Das Interesse der Wohnbe-
völkerung am Kennenlernen
anderer Kulturen wächst
Der Anteil der Menschen mit
Migrationsvorgeschichte an
den teilnehmenden Personen
beträgt im Mittel 35 %.
Von den Teilnehmern/innen (ohne Kooperationsveranstaltungen und tägliche Angebote) hat-
ten knapp 40 % eine Migrationsvorgeschichte (223 TN von 638 TN), (2018=50%). Dies ist ein
spürbarer Rückgang des Anteils im Verhältnis zur Gesamtzahl der TN. Allerdings ist es bei
den neu eingeführten Stricknachmittagen vor dem Weihnachtsmarkt erstmals gelungen, in ei-
ner Gruppe von Frauen den Anteil der Frauen mit Migrationsvorgeschichte (überwiegend
russlanddeutsche Frauen) auf mehr als 50 % zu erhöhen und zusätzlich haben sich hierdurch
auch einige muslimische Frauen motivieren lassen, wenn auch nicht gemeinsam in der
Gruppe, so doch zu Hause ebenfalls für das gemeinsame Ziel zu stricken oder häkeln.
Projektziel erreicht
Die Motivation der Wohnbe-
völkerung, eine Verstetigung
kultureller inkl. künstlerischer
Aktivitäten im Wohngebiet zu
unterstützen nimmt zu
Anzahl der ehrenamtlich Täti-
gen wächst
Erfreulicherweise ist es gelungen, für das Frühstück ein neues Team von Ehrenamtlichen zu
akquirieren, was für die Beteiligten ja immerhin bedeutet, zuverlässig vier Mal in der Woche
anwesend zu sein und das Angebot verbindlich aufrechtzuerhalten.
Hierbei hat sich nach anfänglichen Reibungsverlusten auch eine kooperative Umgangsweise
zwischen den unterschiedlichen Teams entwickelt, was bei den nicht wenigen Überschnei-
dungen in der Verantwortung für Küche, Inventar, Sauberkeit und Abläufe nicht einfach ist und
natürlich auch jetzt noch einer guten Begleitung bedarf. Die neuen Kooperationen mit einigen
neuen Bewohnern/innen aus der Seniorenwohnanlage Paulinum sowie mit dem Heimatverein
e.V. wirkt sich motivierend aus. Die Durchführung des Sommerfestes war in diesem Zusam-
menhang ein echtes Highlight, weil das Gemeinsame bei der Durchführung unmittelbar erleb-
bar war.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 32
Gesamtfazit Insgesamt war 2019 ein sehr erfreuliches und buntes Jahr. Es etablieren sich nach und nach Traditionen (Struwenessen, Ramadan, Spargelessen,
Fahrten etc.), die auf jeden Fall fortgeführt werden sollen. Die somalische Bevölkerungsgruppe hatte ihr Engagement wie angekündigt verstärkt, ist
aber leider inzwischen aufgrund interner Konflikte nicht mehr so präsent. Die private Vermietung der Räumlichkeiten für Familienfeiern etc. führt zu
einem größeren Bekanntheitsgrad auch über Brüningheide hinaus und durchweg zu einem sehr positiven Feedback.
Ausblick 2020 Die Attraktivität der Einrichtung als öffentlicher und auch als privater Veranstaltungsort ist ungebrochen. Es ist gelungen, mithilfe vom Jugendthea-
ter Cactus e.V. die Nutzung der Räume für junge Rapper, die ihre Werke qualitativ hochwertig aufnehmen und verbreiten wollen, fortzuführen, ob-
wohl die ursprüngliche Förderung ausgelaufen war. Gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen und dem Amt für Wohnungswesen und Quartiers-
entwicklung ist es gelungen, im 1. Quartal 2020 eine Überarbeitung der „Sozialbroschüre“ fertigzustellen, die aktuell in Umlauf gebracht wird. Die
konkreten Absprachen und der Informationsaustausch mit dem Begegnungszentrum konnten verbessert werden. Es ist noch unklar, ob diese Ent-
wicklung stabil ist.
Das Hauptproblem besteht aktuell darin, dass aufgrund der Corona-Krise alle Veranstaltungen seit März abgesagt werden mussten, obwohl ein
sehr reichhaltiges Programm erstellt war. In der Konsequenz wird es ganz sicher auch zu finanziellen Engpässen kommen, so dass ein Ausblick
aktuell schwer fällt.
weiterführende Informatio-
nen
Es werden weiterhin je 2 Halbjahresprogramme erstellt und gedruckt sowie zu den Veranstaltungen jeweils Flyer und/oder Aushänge sowie Veran-
staltungshinweise in WN und nadann.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 33
Projektname Jungenprojekt „Sport gegen Gewalt“ Projekt-Nr. 6.04
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Roland Erfurt, roland.erfurt@bgz-kinderhaus.de / Benjamin Bunzel, benjamin.bunzel@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung
Ziel ist die Zusammenführung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen, die gerne
Fußball spielen. Alle Teilnehmer sollen die Bereitschaft mitbringen, auftretende Konflikte ohne den Einsatz körperlicher Gewalt zu
lösen. Aber auch die Vermittlung sozialer Kompetenzen im weitesten Sinn (Teamfähigkeit, Rücksichtnahme auf Schwächere, Über-
nahme von Verantwortung etc.) ist über den Spaß hinaus primäres Ziel des Projekts. Das Angebot findet regelmäßig jeweils Sams-
tag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Das Projekt findet regelmäßig
einmal wöchentlich statt
Anzahl der Treffen
Regelmäßige Teilnahme an
den Sportveranstaltungen
Gesamtzahl der Treffen im Kalenderjahr 2019: 40 (2018: 39, 2017 = 40, 2016 = 42, 2015 =
39)
Anzahl der Jungen, die an weniger als 50 % der Termine teilgenommen hat: 9 (7 in 2018)
Anzahl der Jungen, die an mehr als 50 % der Termine teilgenommen hat: 25 (32 in 2018)
Das Projektziel
wurde erreicht
Unterschiedliche Nationalitä-
ten werden über das Sportan-
gebot zusammengeführt
Sozialverhalten und die Be-
wältigung von Konflikten
während der Sportveran-
staltung
Es gelang auch 2019, verschiedene Nationalitäten aus unterschiedlichen Kulturen im Rahmen
unseres Fußballangebots regelmäßig zusammenzuführen. Nennenswerte Konflikte blieben
laut unserer eingesetzten Honorarkräfte aus. Kleinere Konflikte konnten grundsätzlich friedlich
besprochen und ausgetragen werden.
Das Projektziel
wurde erreicht.
Gesamtfazit Das Angebot wurde durchgängig gut besucht. Das soziale Miteinander unterschiedlicher Kulturen aus dem Stadtteil konnte gefördert werden.
Überschüssige Kräfte der jungen Teilnehmer wurden durch den Sport sinnvoll kanalisiert und soziale Kompetenzen spielerisch erlernt.
Ausblick 2020 Alle Ziele dieses Projekts sollen unverändert beibehalten werden.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 34
Projektname Mobile Jugend(-sozial)arbeit Projekt-Nr. 6.06
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Dieter Schmitz, 492-5811, SchmitzD@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Mobiles Beratungsangebot für Jugendliche
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Bislang durch die Jugendsozi-
alarbeit nicht erreichte Jugend-
liche sollen angesprochen und
erreicht werden.
Anzahl/Struktur der Nutzer/-
innen des offenen Ange-
bots:
Anzahl, Geschlecht, schuli-
scher oder beruflicher Hin-
tergrund, bisherige Anbin-
dung an Jugend- und Frei-
zeiteinrichtungen der Nut-
zer/-innen des offenen An-
gebots
Im Jahr 2019 wurden 1827 Kontakte zu Jugendlichen durch die Mobile Jugend(-sozial)arbeit
hergestellt. (Anmerkung: Es handelt sich vielfach um Mehrfachkontakte, Höhe des Anteils lässt
sich nicht abschätzen) (2018 = 1774, 2017 = 1783; 2016 = 1828; 2015 = 1654; 2014 = 1731;
2013 = 1925; 2012 = 2332; 2011 = 2588; 2010 = 2100)
- Von den 1827 Kontakten fanden 1255 (= 68 %) zu Jungen/Männern (2018 = 65 %; 2017 = 65
%; 2016 = 66 %; 2015 = 62 %; 2014 = 65 %; 2013 = 60 %; 2012 = 63 %; 2011 = 60 %, 2010 =
53 % und 572 (= 34 %) zu Mädchen/Frauen statt. (2018 = 34 %; 2017 = 34 %; 2016 = 34 %;
2015 = 38 %; 2014 = 36 %; 2013 = 40 %; 2012 = 37 %; 2011 = 40 %, 2010 = 46 %)
- Anzahl der Kontakte bis einschließlich 13 Jahre: 661 (2018 = 758, 2017 = 811; 2016 = 778;
2015 = 805; 2014 = 875; 2013 = 1.000; 2012 = 1008; 2011 = 1.133; 2011 = 724; 2010 = 1026)
- Anzahl der Kontakte 14 bis einschl. 17 Jahre: 805 (2018 = 815, 2017 = 780; 2016 = 864; 2015
= 794; 2014 = 774; 2013 = 864; 2012 = 863; 2011 = 1133; 2010 = 1008)
- Anzahl der Kontakte ab 18 Jahre 361; 2018 = 201, 2017 = 192; 2016 = 186; 2015 = 54; 2014
= 82; 2013 = 103; 2012 = 73; 2011 = 115; 2010 = 66)
- Anzahl Kontakte, die eine Haupt- oder Förderschule besuchen: 937 (2018 = 758, 2017 = 1089;
2016 = 857; 2015 = 1027; 2014 = 1168; 2013 = 1781; 2012 = 1455; 2011 = 1630; 2010 = 1916)
- Anzahl Kontakte, die eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen: 305 (2018 = 268, 2017
= 259; 2016 = 331; 2015 = 275; 2014 = 256; 2013 = 144; 2012 = 60; 2011 = 61; 2010 = 62)
- Anzahl Kontakte, die sich in einer beruflichen Ausbildung befinden 265 (2018 = 234, 2017 =
179; 2016 = 196; 2015 = 180; 2014 = 128; 2013 = 291; 2012 = 136; 2011 = 245, 2010 = 277)
- Anzahl Kontakte, die bisher gelegentlich oder regelmäßig Angebote der offenen Jugendarbeit
o.ä. wahrgenommen haben: 1166 (2018 = 1204; 2017 = 1155; 2016 = 1194; 2015 = 1066; 2014
= 1209; 2013 = 1474; 2012 = 1529; 2011= 2500; 2010 = 1568)
- Anzahl Kontakte, die bisher keine oder nur selten Angebote der offenen Jugendarbeit wahrge-
nommen haben: 88 (2018 = 41; 2017 = 22; 2016 = 16; 2015 = 12; 2014 = 11; 2013 = 19; 2012 =
16; 2011 = 14; 2010 = 14). Die Kommunikation findet möglicherweise zunehmend über Soziale
Medien, welche Chat- und Videokonferenz bieten, statt, so dass offene Jugendarbeit/Jugendzen-
tren möglicherweise als “Vermittler“ entfällt/entfallen.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 35
Teilnahme an Angeboten
der Mobilen Jugendarbeit
und Zufriedenheit mit den
Angeboten
Das mobile Sportangebot/sportpädagogische Angebot im Bereich der Nordwestschleife wird wei-
terhin gut angenommen. Die Nutzer/innen der mobilen Jugendarbeit treffen sich auch auf dem
Außensportgelände des Wuddi, um dort an Sportangeboten teilzunehmen. Das Kooperationsan-
gebot mit dem U25 Team des Jobcenters wird gut genutzt. Die allgemeine Sozialberatung (bzw.
verweisende Arbeit zu anderen qualifizierten Fachstellen) und Präventionsangebote im Bereich
Sucht, Medien und Straffälligkeit werden nachgefragt. Zusätzlich hat sich aus einer partizipativen
Umfrage ergeben, dass „selbst Musik machen und digital erstellte Sounds“ als kulturelles Ange-
bot gewünscht werden. Fünf Workshoptreffen zur „Erstellung digitaler Sounds“ wurden durchge-
führt.
Wege zur Lösung persönlicher
und sozialer Probleme sollen
aufgezeigt und genutzt wer-
den.
Anzahl der Nutzer/-innen,
die an realistischen Lösun-
gen arbeiten. Realistische
Lösungen sind zum Beispiel
die Teilnahme an Angebo-
ten der Jugendarbeit /Ju-
gend-sozialarbeit, Besuche
von Freizeiteinrichtungen,
Kontaktaufnahmen zu ande-
ren Beratungsangeboten
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen arbeiten: 2019 = 332 (2018 = 235; 2017 = 203;
2016 = 206; 2015 = 178; 2014 = 131; 2013 = 148; 2012 = 127; 2011 = 46; 2010 = 110)
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Die Kontaktaufnahme und Kurzberatungen finden im Streetworkbereich („auf der Straße“) statt. Weiterführende Hilfen und Beratungsgespräche finden in
den geschützten Räumlichkeiten des Wuddi statt. Es werden weiterhin Jugendliche im Stadtteil angetroffen, die kurz vor Anmeldeschluss bei diversen
Schulen (vorwiegend Online Anmeldung) kurzfristige und schnelle Hilfe (Zugang zum System) benötigen. Das gleiche gilt für Bewerbungsschreiben, die
im Wuddi unter Anleitung gefertigt werden können. Durch die enge Zusammenarbeit von Jobcenter, JGH und Jugendsalon konnten „schwierige“ Ju-
gendliche unterstützt werden.
Ausblick 2020 Anpassung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem U25 Jobcenter. Der Wochentag der gemeinsamen aufsuchenden Arbeit soll von Dienstag auf
Donnerstag verlegt werden, da dann die angesprochenen Jugendlichen im Anschluss die offene Sprechstunde des U25 Teams aufsuchen können..
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 36
Projektname Sport und Bewegung Projekt-Nr. 6.07
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Dieter Schmitz, 492-5811, SchmitzD@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Das Wuddi hat mobile Sportangebote im Stadtteil weiter verankert. Zum Beispiel: Soccer Cage, Boule, Tischtennis und Basketball. Die
Angebote sind niedrigschwellig. Vereinsungebundene Jugendliche sollen sich sportlich beteiligen und, falls möglich, an die Sportver-
eine im Stadtteil angebunden werden.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Kinder und Jugendliche über
Sportangebote für Sport und Be-
wegung zu begeistern.
Wöchentlich 10 Jugendliche
an den mobilen, z.T. trendigen
Kleinsportangeboten der auf-
suchenden Jugendsozialarbeit
zu beteiligen.
Die Zahlen sind weitgehend konstant. Auch 2019 nahmen wöchentlich 10 bis 20 Jugendliche
an den Sportangeboten der Mobilen Jugendsozialarbeit teil, vorwiegend am Basketball-, Fuß-
ball- und Smashballangebot.
Insgesamt 199 Teilnahmen
Das Ziel ist erreicht
worden.
Anzahl von 25 Jugendlichen,
die außerhalb der Schule wö-
chentlich an den Sportangebo-
ten des Wuddi teilnehmen.
Die Sportangebote des Wuddi auf der Außensportanlage wurden durchschnittlich von 20 Ju-
gendlichen, vorwiegend für Ballsportarten, genutzt.
Insgesamt 203 Teilnahmen
Teilnahme von Kindern und Ju-
gendlichen an Sportangeboten
und -veranstaltungen außerhalb
des Stadtteils
Anzahl von 60 Jugendlichen,
die an Aktionen zur Soccer-
Halle teilnehmen.
Das groß angelegte Fahrtenprogramm zu Bundesliga- bzw. Länderspielen darf gemäß ver-
waltungspolitischer Vorgabe seit 2017 nicht weiter angeboten werden. Damit entfallen auch
die Teilnahmen der Jugendlichen aus der Stadtzelle 631.
Insgesamt haben 187 Jugendliche an sechs Fahrten zu Soccer-Hallen-Turnieren teilgenom-
men. Besonders die Fahrten zur Soccer Halle sind bei Jugendlichen begehrt. So können sich
auch vereinsungebundene Jugendliche sportlich betätigen und gegebenenfalls an Sportver-
eine angebunden werden.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Projekt hat die gesetzten Ziele erreicht. 10 % der sportlichen Teilnahmen sind von weiblichen Teilnehmenden wahrgenommen worden.
Ausblick 2020 Sport hat einen hohen Stellenwert im Stadtteil. Sportangebote sollen in bisheriger Form erhalten bleiben. Neue Trends und Sportarten werden be-
rücksichtigt. Es ist festzustellen, dass ein Teil der Jugendlichen aus diversen Gründen Angebote vom Sportverein nicht nutzt bzw. wahrnimmt. Spe-
ziell für diese Jugendlichen sind die Sportangebote der (Mobilen) Jugendarbeit besonders wichtig. Das Fitness-Center am Moorhock „Fit-x“ wird von
etlichen Jugendlichen des Stadtteils genutzt. Hier spielen wohl Sonderangebote und Schnupperpreise eine große Rolle. Die Prüfung einer Initiierung
von gemeinsamen Gruppenangeboten im FitX ergab, dass nur Einzelmitgliedschaften zugelassen werden. In den Wintermonaten sollen kostenlose
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 37
Schwimmangebote im Kinderhauser Hallenbad ermöglicht werden. Gruppen-Eintrittskarten wurden gekauft, aber wegen Corona konnte bislang nur
ein gemeinsames Schwimmen im Oktober 2020 mit 4 Jugendlichen realisiert werden.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 38
Projektname Drogenprävention Projekt-Nr. 6.08
Projektträger INDRO e.V.
Kontakt Marlene Kamolz, 0251-60123, Marlenekamolz@t-online.de
Projektkurzbeschreibung
Wöchentliche Beratungssprechstunde & Cannabissprechstunde im Jugendsalon; Aufsuchenden Arbeit; Aktionstage Sucht; Spritzen-
tausch & -entsorgung / Spritzenautomat
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Die Drogenproblematik ent-
spannt sich aus Sicht der
Fachkräfte vor Ort
Entwicklung Drogenproble-
matik
Kontinuierliche Nutzung des
Spritzenautomaten (ca. 30
PA-Packs/Woche)
Dealertätigkeiten sind weiterhin insbesondere um den Sprickmannplatz zu beobachten, diese ha-
ben sich jedoch augenscheinlich reduziert. Zudem wurden keine Spritzen gefunden. Eine Ent-
spannung und Verlagerung der Drogenproblematik ins Bahnhofsviertel ist somit weiter zu vermu-
ten.
2018 wurden 1820 Päckchen aus dem Spritzenautomaten gezogen, im Jahr 2019 ist die Zahl
noch einmal auf rund 1890 Päckchen gestiegen. Die Nutzung des Automaten stieg somit nochmal
etwas an von durchschnittlich 35 Spritzenpäckchen / Woche auf 36 Spritzenpäckchen / Woche.
Projektziel erreicht
Bewohner/innen verschiede-
nen Alters & verschiedener
Herkunft setzen sich mit dem
Thema Drogenkonsum ausei-
nander
Teilnahme an den Aktions-
tagen
An den Aktionstagen neh-
men durchschnittlich 15 An-
wohner/innen unterschiedli-
chen Alters & unterschiedli-
cher Herkunft teil
2019 fand ein Aktionstag „Sucht“ statt, ein weiterer Termin musste krankheitsbedingt abgesagt
werden. Inhalt des Aktionstages war ein Brettspiel mit integriertem Quiz zu den Themen: Canna-
bis, Energiedrinks, Zigaretten, Alkohol, Shisha.
Teilnehmendenzahl: 14 (2018 = 23), davon 13 männlich (92,8 %), 1 weiblich (7,1 %), (2018 =
87 % männlich)
12 Teilnehmer mit Migrationsvorgeschichte (85,7 %) (2018 = 91 %)
Teilnehmende nach Altersgruppen:
9 Personen bis einschließlich 13 Jahre (64,3 %) (2018 = 39 %), 4 Personen bis einschließlich 17
Jahre (28,6 %) ( 2018 = 52 %), 1 Person ab 18 Jahre (7,1 %) ( 2018 = 9 %)
Projektziel teilweise
erreicht
Drogengebrauchende kennen
Safer-Use-Maßnahmen
Es finden jährlich mindes-
tens 10 Beratungsgesprä-
che zu Safer-Use-Themen
im Wohnquartier statt.
Der Spritzentausch in Kin-
derhaus wird weiterhin an-
geboten.
Es fanden 2019 insgesamt 12 Safer-Use-Beratungen im Wohnquartier statt (wie im Vorjahr). Vor-
rangiges Thema bei den Jugendlichen war der Konsum von Cannabis, zudem kamen die Themen
„Alkohol“ und „Shisha rauchen“ häufiger im Gespräch auf.
Alle 12 Teilnehmenden waren männlich. 7 Teilnehmer (58,3 %) davon sind zwischen 14 und 17
Jahre alt (vgl. 2018: 42 %), 5 waren (41,7 %) über 18 Jahre alt (vgl. 2018: 58 %).
Das Spritzentauschangebot in Kinderhaus wurde nicht frequentiert. Aus der Erfahrung ist dies
damit zu begründen, dass die Konsumvorgänge fast ausschließlich in Wohnungen und der
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 39
Tausch von sterilem Besteck aus zeitlichen Gründen (Öffnungszeiten, Verfügbarkeit ...) im IN-
DRO e.V. stattfinden. Da es keine Spritzenfunde gegeben hat, wirkt sich dies jedoch nicht negativ
auf das Projekt aus.
Drogengebrauchende kennen
Beratungs- und Ausstiegshil-
fen
Es finden jährlich mindes-
tens 8 Beratungs- und Ver-
mittlungsgespräche zu wei-
terführenden Hilfen (Bera-
tungs- und Ausstiegshilfen)
statt.
Im Rahmen der aufsuchenden Arbeit hatten die harten illegalen Drogen Priorität.
2019 wurden 9 Personen zu weiterführenden Hilfen vermittelt (städtische Drogenberatungsstelle)
(2018 = 11, 2017 = 9, 2016 = 7). Davon wie in den vorigen Jahren 100 % männlich. 8 (88,9 %)
der Jugendlichen haben eine Migrationsvorgeschichte (2018 = 73 %) und sind zu 100% genau
wie im Vorjahr über 18 Jahre alt.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Vor allem die offenen Beratungssprechstunden werden sehr gut angenommen. Der Spritzenautomat wird weiter zunehmend frequentiert.
Ausblick 2020 Ziele und Indikatoren können beibehalten werden
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 40
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“
Projektname Quartiersmanagement Projekt-Nr. 7.01
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Matthias Kau, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Kommunaler Sozialdienst Nord, 0251/492-5692
Projektkurzbeschreibung Aktivierung, Beteiligung und Information
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Gebietsmoderation ist bei Ver-
anstaltungen im Quartier prä-
sent
Anwesenheit von mindes-
tens einem Mitglied der Ge-
bietsmoderation
Teilnahme an:
Internationales Frauenfest, Clean Kinderhaus, Pflanzaktionen der Kitas Grünschleife, Brüning-
heide und Killingstraße, Jolkafest
Projektziel erreicht
An drei Standorten im Stadtteil
sind Schaukästen vorhanden,
deren Aushänge regelmäßig
aktualisiert werden. Sichten
der Aushänge
Sichten und aktualisieren
der Aushänge
Die Kernprojekte haben sich laufend in den Schaukästen präsentiert.
Das Ziel soll perspektivisch nicht in den Jahresbericht 2020 übernommen werden. Grund: Die
Gebietsmoderation hat festgestellt, dass sich die regelmäßige Aktualisierung und Bestückung
mit Inhalten der einzelnen Projekte schon seit längerem institutionalisiert hat und daher einer
wiederkehrende Formulierung dieses Ziels nicht mehr angezeigt ist.
Projektziel erreicht
Die Gebietsmoderation tauscht
mit allen Projektträgern min-
destens einmal pro Halbjahr,
mit allen Handlungsfeldverant-
wortlichen mindestens einmal
pro Jahr mündlich Informatio-
nen, Bewertungen und weitere
Perspektiven aus
Anzahl der Gespräche Die Gespräche mit den Projektträgern finden im „laufenden Betrieb“ des Begegnungszentrums,
KAI und des Familienzentrums Killingstraße statt. Eine genaue Anzahl der Gespräche kann
deshalb nicht angegeben werden.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 41
Etablierung einer Fähigkeiten-
börse im Quartier
Erarbeitung einer Kooperati-
onsvereinbarung mit einem
„Träger“ / Verein / Initiative
2019 sind erste Sondierungen mit dem Verein Anti Rost e.V. erfolgt. 2020 soll die Möglichkeit
der Zusammenarbeit konkretisiert werden.
Teilziel erreicht
Gesamtfazit Die Gebietsmoderation ist durch die Vernetzung der einzelnen Mitglieder über viele Prozesse im Quartier informiert und tauscht die Erfahrungen
regelmäßig aus. Abhängig vom jeweiligen hauptamtlichen Arbeitsauftrag können die Informationen an die Bewohner/innen weitergegeben werden.
Der niederschwellige Zugang der „im Quartier verorteten“ Mitglieder (Frau Stolz, Frau Jehnen, Frau Özdemir) bewährt sich. Auch innerhalb des
jährlichen Workshops fand ein Austausch zwischen allen Projektträgern statt.
Ausblick 2020 Konkretisierung der Möglichkeiten einer Fähigkeitenbörse / ehrenamtlicher Unterstützungsangebote im handwerklichen Bereich
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 42
Projektname Quartiersfonds Projekt-Nr. 7.02
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Matthias Kau, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Kommunaler Sozialdienst Nord, 0251/492-5692
Projektkurzbeschreibung Aktivierung, Beteiligung und Information
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2019 Zielerreichung
Vergabe von Mitteln aus dem
Quartiersfonds nach den ent-
wickelten Kriterien
Zahl der Aktionen, Zahl der
Teilnehmenden je Aktion
Rundfahrt mit dem Doppeldecker-Bus am 18.06. (13 Teilnehmende, davon 10 Frauen und 3
Männer aus 8 Nationen)
Rundfahrt auf dem Aasee mit der Solaris (44 Kinder, 13 Erwachsene)
Unterstützung einer Fahrt zu „Eis, Heiß, Preis“ (40 Personen)
Besuch der Burg Vischering in Lüdinghausen am 9.7.
Projektziel teilweise
erreicht
Gesamtfazit Für 2019 ist festzustellen, dass im Vergleich zu 2018 mehr Projekte durchgeführt wurden und für diese insgesamt auch mehr Mittel aus dem Quarti-
ersfonds verausgabt worden sind. Die Gesamtteilnehmerzahl ist ebenfalls größer als im Vorjahr. Es bleibt abzuwarten, ob diese positive Entwick-
lung bleibt.
Ausblick 2020 Aktivierung und Akquise von „Hauptakteuren“ für förderfähige Gruppenaktivitäten.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 43
10 Themenfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“
Das strategisch ausgerichtete Themenfeld 8 „Selbstevaluation“ unterstützt die anderen
Themenfelder und Projekte durch die Beobachtung und Querauswertung der erzielten Wir-
kungen sowie durch grundlegende, jährlich aktualisierte Informationen zur Stadtteil- und
Programmgebietsentwicklung in Form der Fortführung und Auswertung der Kontextindika-
toren. Indem es Transparenz über den Projektverlauf und die Projektfortschritte schafft und
Anpassungserfordernisse verdeutlicht, ermöglicht es so eine optimierte Steuerung des Pro-
gramms. Da es inhaltlich keinen direkten Einfluss auf die Zielerreichung hat, ist es nicht in
der Ergebnisübersicht der Kapitel 4 - 9 beinhaltet, sondern an dieser Stelle gesondert mit
den jeweiligen themenfeldbezogenen Aktivitäten im Jahr 2019 aufgeführt.
10.1 Beobachtung der Zielerreichung
Im Themenfeld 8.01 „Zielentwicklung und Beobachtung Zielerreichung“ erfolgte wie in den
Vorjahren die verbindliche Berichterstattung über den Programmverlauf und die Zielerrei-
chung in den einzelnen Projekten in Form eines Jahresberichtes. Konzeption, Abstimmung
und Erstellung des Jahresberichtes fußen auf der Grundlage der von den Projektakteuren
entwickelten projektbezogenen Indikatoren, Monitoringbögen und Projektberichten.
Im Jahr 2019 wurden zwei interne Reflexions-Workshops mit den Projektträgern durchge-
führt, um alle Projektbeteiligten über den aktuellen Sachstand ins Bild zu setzen und einen
Austausch zur Überprüfung der Zielrichtung und zur Klärung von Rahmenbedingungen zu
ermöglichen. Der erste Workshop fand am 14. März 2019 im Begegnungszentrum Kinder-
haus statt. Neben der jährlichen Standortbestimmung zu den Projekten standen die The-
men „Planen und Bauen in Kinderhaus-West“ und ein Gastvortrag zum Thema „Empower-
ment im Programmgebiet Kinderhaus-Brüningheide“ auf der Tagesordnung. Weiterhin wur-
den die Projektideen aus der öffentlichen Veranstaltung und dem nachfolgenden Workshop
zum 10-jährigen Bestehen des Programms aus 2017 diskutiert. Von den 22 entwickelten
Projektideen wurden zunächst 12 Projektideen in den Fokus genommen und Zuständigkei-
ten festgelegt. Im Folgeworkshop am 14. November 2019 berichteten die Projektträger/in-
nen über die Prüfergebnisse und Fortschritte. Weiterhin thematisiert wurden die Ergebnisse
der Mieterbefragung 2019 durch das BGZ und die katholischen und evangelischen Pfarrge-
meinden in den 638 Wohnungen der BGP-Gruppe. Besondere Aufmerksamkeit wurde der
Aufteilung der Geschlechter bei den jeweiligen Angeboten gewidmet. Dabei wurde folgen-
den Fragen nachgegangen: Wer nimmt die Angebote wahr? Ist die aktuelle Aufteilung wün-
schenswert? Gibt es Änderungsbedarfe? (siehe Ergebnisniederschrift, Anlage 4).
10.2 „Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019“
Durch die Aufbereitung demografischer und sozioökonomischer Indikatoren liefert der Kon-
textdatenmonitor für alle Beteiligten Hinweise zum Umfeld der Projektdurchführung und zur
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 44
Einordnung der zu beobachtenden Veränderungen. Nicht gemessen werden die Pro-
gramm- und Projektziele. Aktuell umfasst der Kontextdatenmonitor 50 Einzelmerkmale aus
acht Themenbereichen6.
Betrachtet man die Entwicklung der sozialstrukturellen Indikatoren7 in einer Zeitreihe so
zeigt sich für 2019 nach mehreren Jahren einer positiven Entwicklung eine Stagnation für
das Quartier. Die Arbeitslosezahlen sinken in Fortsetzung des Vorjahrestrends wieder
leicht, der Anteil der Beziehenden von Leistungen der Grundsicherung steigt aber wieder
leicht an und zwar entgegnen des Münsteraner Trends. Diese Entwicklung gilt es weiterhin
im Blick zu haben und zu schauen, ob es sich um eine momentane „Delle“ aufgrund über-
geordneter Entwicklungen handelt oder die Ursachen lokal begründet sind. Verglichen mit
dem Münsteraner Gesamtwert und mit anderen Teilräumen, bewegen sich die Kennwerte,
die die soziale Lage anzeigen, nach wie vor auf einem hohen Niveau, teilweise dem stadt-
weit höchsten.
Erstmalig seit 2015 ist die Bevölkerungsentwicklung durch Abwanderung aus dem Pro-
grammgebiet rückläufig. Brüningheide erweist sich als „Durchgangsstation“ in Münster, da
insbesondere Fortzüge in andere Stadtteile Münsters erfolgen. In Bezug auf die Fluktuation
im Programmgebiet deutet sich eine leichte „Beruhigung“ an: ca. 29 % der Bewohner/-in-
nen der Brüningheide haben im Laufe des Jahres 2019 ihre Adresse durch Fort-, Zu- oder
Umzug geändert, während dieser Wert durchaus schon bei knapp über 40 % lag. Stadtweit
ist dieser Wert jedoch als hoch einzustufen.
Feststellbar ist weiterhin eine Haushalteverkleinerung. Wohnten 2011 noch durchschnittlich
2,65 Personen in einem Haushalt, so sind dies 2019 noch 2,40 Personen (Münster gesamt
= 1,81 Personen). Begründet liegt dies im Wesentlichen in einer deutlichen Zunahme der
Ein-Personen-Haushalte.
11 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms
verstetigten Projekten
Während die Ergebnisdarstellung in den Kapiteln 4 - 10 die 16 Projekte umfasst, die laut
Ratsbeschluss vom 11.12.2013 im Jahre 2018 verstetigt sind und aus dem Maßnahmepro-
gramm gefördert werden, werden in diesem Kapitel vier verstetigte Projekte nachrichtlich
aufgeführt, welche Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind (3.02, 4.03,
5.02, 5.06) sowie drei verstetigte Projekte, welche anderweitig gefördert wurden (Projekt
1.06, 3.01, 4.01). Obwohl diese Projekte bei der Messung der Zielerreichung nicht berück-
sichtigt werden, finden sie dennoch Erwähnung, da sie im Gesamtkontext zur Stabilisierung
der Quartiersstrukturen beitragen.
6 Erarbeitet in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale Stadt NRW / MBV NRW / ILS NRW
(2008).
7 Beziehende von Leistungen zur Grundsicherung, Arbeitslosigkeit, Grundsicherung im Alter u. bei Erwerbs-
minderung, Hilfen zum Lebensunterhalt, Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 45
Projekt 1.06 „Das Quartier spart Strom“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Bis auf kleinere Aktionen, wie die Verteilung des KlimaMischpoken-Flyers und der Aushän-
gung von Plakaten in Geschäften und Werbeflächen in Kinderhaus, wurden in 2019 keine
Aktionen durch die Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO) beim Amt für
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit durchgeführt, die explizit auf Kinderhaus-Brüning-
heide oder andere Stadtteile ausgerichtet waren. Die Kampagne "KlimaMischpoke" stellt
den Klimaschutz im Alltag in den Mittelpunkt und setzt dabei besondere Schwerpunkte auf
die Entwicklung und Stärkung eines Gemeinschaftsgefühls. Die Kampagne wird schwer-
punktmäßig durch Print- und digitale Medien kommuniziert und an zentralen Orten in der
Innenstadt durch Infostände vorgestellt. Zudem verteilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Aktion Stromsparcheck die Flyer in den Haushalten, in denen sie beratend unterwegs
sind. (Quelle: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit (67), Ansprechpartnerin:
Caroline König)
Projekt 3.01 „Wertstoffe / Sperrgut“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Mit dem Projektziel, die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen zu unterstützen, rei-
nigt ein seit 2011 unbefristet beschäftigter Mitarbeiter der AWM im Bereich der Großwohn-
anlage die öffentlichen Flächen. Hierbei wurden auch in 2019 Restabfälle und falsches o-
der zum falschen Zeitpunkt herausgestelltes Sperrgut beseitigt. Darüber hinaus wurden
Wertstoffe erfasst und Problemabfälle einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Das
Projekt hat auf das Stadtbild im Bereich Kinderhaus eine äußerst positive Wirkung. (Quelle:
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), Ansprechpartner: Gregor Walterbusch)
Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (verstetigt,
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden):
Das ehemals aus ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds) und Mitteln aus der Gewinnaus-
schüttung der Sparkasse Münsterland-Ost geförderte Programm (Laufzeit: 15.05.13 -
14.05.15) wird seit Mitte Mai 2015 vom Sozialamt betreut.
In den gemeinsamen Gesprächen zwischen Jobcenter und Sozialamt stellte sich heraus,
dass einige der Handlungsempfehlungen, die in den Netzwerken erarbeitet wurden, bereits
umgesetzt sind. So ist das Jobcenter nun dezentral aufgestellt und berät in den JiJ (Job-
center im Jobcenter) ihre Kunden vor Ort. Außerdem wurde auch die Netzwerkarbeit des
Jobcenters in den letzten Jahren ausgebaut. So ist das Jobcenter Mitglied im Arbeitskreis
Kinderhaus und nimmt anlassbezogen an den Treffen der Gebietsmoderation teil. Seit 2016
wurde beispielsweise auch die Zusammenarbeit zwischen den U25-Jobcoaches und den
Streetworkern intensiviert. Die offene Sprechstunde und die gemeinsamen Rundgänge ha-
ben sich etabliert.
Um weitere Bedarfe der Akteure vor Ort zu erörtern, planen Jobcenter und Sozialamt auf
mittlere Sicht einen Fachtag (nach dem Ende der Pandemie). (Quelle: Sozialamt (50), An-
sprechpartnerin: Daniela Stemmer)
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 46
Projekt 4.01 „Interkulturelle Mädchenarbeit“, ehemals „Unser Alltag - Unsere Sor-
gen“, (verstetigt, aber anderweitig gefördert im Rahmen des Maßnahmenprogramms
kind- und jugendbezogene Armutsprävention in Münster)
Die interkulturelle Mädchenarbeit im Jugendsalon des Begegnungszentrums wurde 2019
wieder erfolgreich durchgeführt. Für die teilnehmenden Mädchen und jungen Frauen war es
ein wichtiges ergänzendes und vielfältiges außerschulisches Angebot. Die Mädchen waren
und sind nach wie vor interessiert, die Treffs zu besuchen und diese aktiv mitzugestalten.
Die Kerngruppe bestand 2019 aus 14 Mädchen aus unterschiedlichen Kulturkreisen (kur-
disch, türkisch, russlanddeutsch, arabisch, iranisch, eritreisch, somalisch etc.), weitere Mäd-
chen nehmen unregelmäßig teil. Die Mädchen und jungen Frauen sind derzeit im Alter von
zwischen 13 und 17 Jahren. Begleitet und unterstützt wurden sie von festen Gruppenleite-
rinnen, sowie externen Kräften bei Sonderprojekten auf Honorarbasis.
Themen wie Freundschaft, Erwachsen werden, Von Zuhause ausziehen, Liebe, Trauer und
viele andere prägten die Gespräche. Ein weiteres zentrales Thema war das der beruflichen
Perspektiven. Die Mädchen konnten erfolgreich an das Beratungsangebot der hauptamtli-
chen Jugendsozialarbeiterin im Jugendsalon vermittelt werden. Berufswahl und Berufsorien-
tierung wurden nicht nur besprochen, sondern auch konkret bearbeitet, indem bspw. indivi-
duell mit den Mädchen an Bewerbungsmappen gearbeitet wurde. Darüber hinaus wurden
Tipps zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche gegeben oder Voraussetzung zur Auf-
nahme unterschiedlicher Ausbildungsarten durchgesprochen. Das Thema der Interkulturali-
tät war ebenfalls großgeschrieben. Das Verständnis von kulturellen Unterschieden oder Ge-
meinsamkeiten wurde unter anderem am Medium Essen thematisiert. Es wurde landesspe-
zifisch gekocht, gegrillt und gebacken (türkisch, arabisch, deutsch, kurdisch). Auf diese
Weise konnten Mädchen andere Bräuche und Traditionen kennenlernen und dadurch Res-
pekt gegenüber Andersartigkeit und Akzeptanz des Anderssein erkennen und lieben lernen.
Zur Weihnachtszeit wurden traditionell-deutsch Plätzchen gebacken. An den meisten Tagen
wurde besonderer Wert daraufgelegt, gesund zu essen. Der sogenannte „Beauty Day“ war
ein wichtiger Bestandteil, das Selbstwertgefühl auf eine besonders feminine Art zu unterstrei-
chen. Dabei war hauptsächlich wichtig, den Mädchen die Möglichkeit zu geben, sich mit na-
türlichen Produkten zu verwöhnen und über die eigene Schönheit bewusst zu werden. Kör-
perpflege und Gesundheit waren somit zwei zentrale Themen. Neben dem „Alltagsge-
schäft“ wurden 2019 auch Sonderaktionen durchgeführt: U.a. konnten Ausflüge ins Umland
ermöglicht werden wie bspw. ein Ausflug ins Schokoladenmuseum Köln, in den NaturZoo
Rheine, in den Botanischen Garten Münster oder auch einen Ausflug in die Eishalle. Dabei
handelte es sich in erster Linie um Maßnahmen, die den Gruppenzusammenhalt stärken und
somit unverzichtbar für die „Mädchengruppe“ sind. Die Mädchen haben darüber hinaus an
den Stadtteilaktionen wie „Clean Kinderhaus“, den Projekttagen der „Grünschleife“ im Früh-
jahr und im Herbst sowie auch am Sommerfest aktiv teilgenommen. Beim Sommerfest wird
alljährlich von der „Mädchengruppe“ Waffeln gebacken und Kinderschminken angeboten. Mit
dem Projektpartner ‚Sozialpalast‘ konnte mit ca. 25 Mädchen ein großes Tanzprojekt mit an-
schl. Bühnenaufführung durchgeführt werden. Hierbei steht im Mittelpunkt ein Bewusstsein
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 47
für das eigene Wohnumfeld zu schaffen. Die Mädchen sind allesamt in der „Schleife“ zu-
hause und hatten durch die Aktionen die Möglichkeit aktiv ihr Lebensumfeld mitzugestalten.
Ein weiteres Projekt war die Teilnahme am „Upcycling-Projekt“ einer Studentin der Sozialen
Arbeit von der Fachhochschule Münster. Müll ist ein Problem auf der ganzen Welt, aber ge-
rade auch in Kinderhaus, speziell in der „Schleife“, ist das Problem auf den Straßen sichtbar:
Müllsäcke häufen sich neben den Mülltonnen, Sperrmüllberge an Straßenecken, Mülltouris-
mus und Ratten. Neben dem Aspekt der Bildungsarbeit ging es auch um intergenerative
Arbeit, da die Studentin als Assistentin eine Mitarbeiterin mittleren Alters mit in den Workshop
einbinden konnte. Die Planung für Aktivitäten in 2020 wurden bereits im Dezember 2019 in
Absprache mit den Mädchen durchgeführt. (Quelle: Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.,
Ansprechpartnerin: Irina Rosin)
Zu den Projekten 4.03 „Gewaltprävention“ (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien),
5.02 „Elternkompetenz stärken“ sowie 5.06 „Kontinuierliche Praxistage zum Über-
gang Schule-Beruf“ (Amt für Schule und Weiterbildung), die alle als verstetigt gelten und
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, liegen keine Projektberichte
vor8.
12 Fazit und Ausblick auf das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinder-
haus-Brüningheide“ 2020
Durch das gemeinsame Engagement von engagierten Kräften aus dem Stadtteil, Bewohne-
rinnen und Bewohnern „der Schleife“, der Politik und der Verwaltung konnten 2019 wieder
viele Projekte umgesetzt bzw. weiterentwickelt werden. Die unterschiedlichen Arbeits- und
Handlungsansätze im Rahmen der 23 Projekte und der vielfältigen entstandenen Projektko-
operationen haben sich wiederholt bewährt und zeigen sicht- und spürbare nachhaltige Er-
folge. Im Mittelpunkt standen die sozial-integrativen Maßnahmen zur Förderung der gesell-
schaftlichen Teilhabe, der Identifikation mit dem Quartier und dem Lebensumfeld. Eine be-
sondere Herausforderung für die sozialintegrative Arbeit ist nach wie vor die hohe Fluktua-
tion im Quartier; 2019 überwogen im Saldo Abwanderungen. Einen Beitrag zur Verbesse-
rung der Wohnsituation leisteten die fortgeführten energetischen Sanierungsmaßnahmen
durch die lokalen und regionalen Wohnungsunternehmen, wenn auch nicht im Umfang der
Vorjahre, da viele Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Ein bestimmen-
des Thema 2019 war die Situation in den ehemaligen BGP-Beständen, jetzt ZBI Immobili-
enfonds. Hier gilt es, die zukünftigen Investitionsplanungen durch ZBI kritisch zu begleiten.
Neben den Erfahrungen aus der Projektarbeit zeigen auch die Kontextdaten wieder deut-
lich auf, dass auch im zwölften Jahr der Projektdurchführung nach wie vor noch erhebliche
8 Ein Sachstandsbericht ist für Projekte, die Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, nicht
mehr verpflichtend.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 48
Handlungsbedarfe zur Stabilisierung und Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sei-
ner Bewohnerschaft bestehen. Besonders verdeutlicht wird dies durch die allgemein
schwierige finanzielle Situation vieler Personen und Familien im Quartier. Auch wenn sich
hier insgesamt seit mehreren Jahren eine Stabilisierung andeutet, zeigen die auf soziale
Ungleichheit verweisenden Strukturmerkmale in der Brüningheide nach wie vor starke ne-
gative Abweichungen im Vergleich zu den Werten der Gesamtstadt und den Vergleichsräu-
men. Hieraus ergibt sich ein eindringlicher Hinweis auf die Notwendigkeit, die umfangrei-
chen zielgruppenorientierten Beratungsleistungen und aufsuchenden Angebote finanziell
abzusichern und auf solide Beine zu stellen.
Als bestimmende Themen des nächsten Jahres (und darüber hinaus) kristallisieren sich fol-
gende Themen- und Aktivitätenschwerpunkte heraus:
• Neugestaltung Sprickmannplatz,
• Seniorenarbeit: Ausweitung der Beratung älterer Menschen,
• Blickpunkt Kinderarmut (projektübergreifend),
• Sicherung und Herstellung gesunder und bezahlbarer Wohnverhältnisse (projektüber-
greifend),
• „Empowerment“ – Mobilisierung zur Selbsthilfe (projektübergreifend), u.a.
- Projekt 5.01 Intensivere Einbindung von Eltern, da diese zu den regelmäßig vorge-
sehenen Elterngesprächen häufig nicht erscheinen
- Projektübergreifend: Aktivierung und Akquise von „Hauptakteuren“ für förderfähige
Gruppenaktivitäten,
• Genderspezifische Angebote (projektübergreifend),
• Konkretisierung der Möglichkeiten einer Fähigkeitenbörse / ehrenamtlicher Unterstüt-
zungsangebote im handwerklichen Bereich (Projektidee aus der öffentlichen Veranstal-
tung / dem Workshop zum 10-jährigen Bestehen des Programms 2017).
Zudem wird genauer zu analysieren sein, wie sich die Corona-Pandemie auf die Projektar-
beit auswirkt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zeichnet es sich in vielen Projek-
ten ab, dass sich die Pandemie in 2020 negativ auf die Zusammenarbeit und insbesondere
auf die geplanten Veranstaltungen und Arbeitsrunden auswirken wird.
In Kontinuität der bisherigen Vorgehensweise wird die Verwaltung auch in Zukunft dem Rat
jährliche Berichte über Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die Ent-
wicklung der Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, die zuvor der Bezirksvertretung
Münster-Nord, den zuständigen Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich
des Integrationsrates vorgelegt werden.
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 49
13 Anhang
Jahresbericht 2019 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 50
Anhang: Zielsystem
Programmziele
Münster-Kinder-
haus/Brüningheide
Programm-
maßnahmen
Verstetigt, mit
anderweitiger
Förderung / Bestandteil
laufender
Verwaltungsarbeit
3.02
Aktiv für Arbeit
4.01
Interkulturelle Mädchenarbeit
5.02
Elternkompetenz stärken
5.06
Kontinuierliche Praxistage zum
Übergang Schule-Beruf
4.03
Gewaltprävention
7.01 Quartiersmanagement: Information und Vernetzung
7.02 Quartierfonds:Aktivierung und Beteiligung
1.06
Das Quartier spart Strom
3.01
Wertstoffe/Sperrgut
Leitzielbereiche Themenfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie
und der Beschäftigungssituation
Themenfeld 1 :
Verbesserung der
Wohnsituation
1.05
Stärkung und Unterstützung
der Mieterschaft
5.01
Wir verstehen uns
4.02
Integrationsarbeit vor Ort:
Anlauf-, Beratungs- und
Koordinationsstelle
1.04
Weiterentwicklung der Ko-
operation zur Verbessserung
der Wohnverhältnisse
5.04
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Themenfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte
Maßnahmeprogramm Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Programmziele und Maßnahmeübersicht (Stand Oktober 2019)
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Soziale Sicherung und Förderung gesellschaftlicher Teilhabe
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Themenfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Themenfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen
Raums für einen sicheren und
lebendigen Stadtteil
2.02
Spiel- und Freizeitzone
(Grünschleife)
Themenfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
6.06
Mobile Jugend(sozial)arbeit
6.07
Sport und Bewegung
6.08
Drogenprävention
Themenfeld 7: Gebietsmoderation
6.01
Schuldnerberatung vor Ort
6.02
Interkulturelle Veranstaltungsreihe
"Lebenswelten kennenlernen"
6.04
Jungenprojekt "Sport gegen
Gewalt"
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
8.01 Zielentwicklung, Beobachtung Zielereichung
80.2 Entwicklung u. Auswertung Kontextindikatoren
Anlage 4 Workshop Protokoll vom 14.11.2019
9175 Zeichen
Daniela Stemmer 50.13.0003 Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ Protokoll zum Workshop am 14.11.2019 von 14.00-17.00 Uhr im Begegnungszentrum Kinderhaus Begrüßung, Auftragslage und Zielstellung Herr Treutler begrüßt die Anwesenden und führt in die Veranstaltung ein. Projektideen aus dem Workshop 2017 Alle Anwesenden berichten über den Umsetzungsstand der Projektideen, dazu wurde zur Veranschaulichung ein Ampelsystem genutzt. - (Abend)Markt: Es wird berichtet, dass die Ide e eher zu einem Markt tendiert, der samstags tagsüber stattfinden soll. - Neuauflage Stadtteilevent: Es gab dieses Jahr ein Sommerfest, welches auch für das nächste Jahr bereits in Planung ist. Außerdem soll es dann ein Promenadenfest in kleinerer Ausführung für Kinderhaus geben und Musik in der Grünschleife. Es wird dieses Jahr noch einen Weihnachtsmarkt geben . Es gab eine Stadtteilführung und weitere Führungen ca. einmal im Monat. Weiteres ist in Planung. - Verstärkte Zusammenarbeit mit Mieterverein gegen Mieterhöhungen: Es wird berichtet, dass das Problem eher bei den Nebenkosten, als bei der Erhöhung der Miete liegt. Es wird eine punktuelle Zusammenarbeit mit dem Mieterverein ange- strebt. Es wird eine Versammlung der BGP-Mieter geben und es werden kostenlose Beratungen sowie weitere Aufklärungsarbeit angeboten. - Schulung zur Wohngeldberechnung: Die Recherche ergab, dass es extern keine Nachfragen für eine solche Schulung gibt. Nur von Sahle gab es eine Anfrage, wo- raufhin die Unterlagen dort aktualisie rt wurden. Aufklärungsarbeit ist schwierig, da die Leistung aus Scheu und Scham nicht angenommen werden. Durch die neue Wohngeldreform wird die Unterstützung qualitativ und quantitativ erhöht. Adressaten für die Schulung sind nicht die Bewohner, sondern die Berater/Träger vor Ort. Es soll im ersten Halbjahr 2020 eine überblicksverschaffende Schulung vom Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung geben. - Studierendennachhilfenetzwerk: Nach einer Recherche von einem Mitarbeiter des KAI e. V. gibt es in Kinderhaus nicht genügend Studentinnen und Studenten, die für ein solches Projekt in Frage kämen. Das Projekt wird momentan nicht weiter verfolgt. - Sozialpaten/-lotsen: zu diesem Projekt hat bisher noch kein Treffen stattgefunden. - Urban Gardening: Es gibt zwei Projekte (Gemüse- und Birnenanbau) sowie ein Hei- matprojekt. - Durchführung von Festen/Touristenattraktion: Zusammenfassen mit der Neuauf- lage Stadtteilevent - Einrichtung eines Reparaturcafés: Es wird nach einem möglichen Standort (Pavil- lon, Container o.ä.) gesucht. Eine Kooperation mit der Kirchengemeinde wird dazu vorgeschlagen. - Fähigkeiten Börse/Förderung von Institutionen im Wohngebiet: Es fand ein Ge- spräch mit ANTI Rost statt, daraus resultierte, dass eher eine Kooperation sinnvoll wäre, als die Schaffung einer Konkurrenz. - Arbeitsteilung und Zusammenarbeit von Institutionen im Wohngebiet: Es fand ein Gespräch mit dem BGZ, dem ATRIUM un d dem KAI e. V. statt, um die Zusam- menarbeit und Kommunikation der Träger zu verbessern. Standortbestimmung I Sachstand BGP Frau Regenitter berichtete, dass die Stadt Münster bei den Wohnungen/Häusern, die derzeit von BGP betrieben werden, kein Vorkaufs recht ausüben könne. Durch die Gesetzeslücke und den daraus resultierenden Handel über Hedgefonds kommt es zu einer Verschleierung der Verantwortlichen, sodass weitere Recherche notwendig ist, um Verhandlungen mit ei- nem Vertretungsberechtigten führen zu kö nnen. Bei der Nachfrage bei der Wirtschaftsför- derung kam heraus, dass BGP viele Unterfirmen (20-25) hat. Informationen zur Mieterbefragung Herr Kollmann berichtet über die Umfrage und die Ergebnisse zur Mieterbefragung. (siehe Anhang) Was sagen die Kontextindikatoren? Herr Treutler vertritt bei der Vorstellung der Kontextindikatoren (siehe Anhang) Frau Peu- ling-Heerstraß. Standortbestimmung II Die Projektakteure berichten, was in diesem Jahr erreicht wurde und geben einen Ausblick auf das kommende Jahr. Auch ging es erstmalig um die Aufteilung der Geschlechter bei den jeweiligen Angeboten. - 1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innen-Schulung: Die Verantwortlichen haben sich vorzeitig verabschiedet und konnten somit keine Auskunft erteilen. Die Gender-Verteilung wurde vorher erfragt und als Ergebnis wurden 60 % Frauen zu 40 % Männern angegeben. - 2.02 Spiel- und Freizeitzone: Es gab zwei Projekttage, die mäßig besucht waren. Es kam zu einem Vandalismus-Vorfall mit Strafanzeige. Der Pavillon wurde zuvor mit Frischhaltefolie umwickelt und umfunktioniert . Des Weiteren wurden Beerensträu- cher abgeschnitten (anstatt die Beeren zu pflücken), womit die Pflanzen zerstört wur- den. Es ist eine Qualitätsveränderung zu vernehmen, seit ein Wechsel bei den Ver- antwortlichen stattfand. Insgesamt gibt es gutes Feedback von den Bürgern. Es kam zu der Überlegung eine Boule Bahn für das Jahr 2020 einzurichten. Generell wird hier die Mitarbeit ausgeglich en wahrgenommen (50 % zu 50 %). Zur Nutzung können keine Zahlen benannt werden. - 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Die Sprechstunde wird sehr gut angenommen, mitt- lerweile auch von Deutschen. Seit März sind die Zahlen der Hausbesuche gestiegen, da der Aufzug im Gebäude seitdem nicht mehr funktioniert und die dritte Etage somit für viele ein unüberwindbares Hindernis darstellt. Diese Hausbesuche nehmen zu- dem deutlich mehr Zeit in Anspruch. Die angedachte Zusammenarbeit mit den Stu- dentinnen und Student en funktioniert nur schwer . Die Zahlen zu den Mieterbera- tungsscheinen schwanken. - 5.01/5.03 Wir verstehen uns: Die Sprachkurse sind immer voll, es waren im Jahr 2018 ca. 115 Teilnehmer/innen, diese Zahl wird auch für 2019 erwartet. Die meisten Teilnehmer/innen der Sprachkurse sind weiblich. Die Quote für die Männer liegt bei 0-25 %. Die Nachhilfe nehmen 37 Schüler/innen in Anspruch, hier ist der Überhang bei den Männern zu verzeichnen mit 60 % zu 40 % Frauen. Die Lehrer/innen hingegen haben den Überschuss bei den Frauen mit 2/3 zu 1/3 Männer. Für 2020 sind mehr Struktur und ein höheres Niveau geplant. - 5.04 Gesundheit: Die Verantwortlichen sind nicht anwesend, es gibt die Information, dass eine Hebamme aufhört. - 6.01 Schuldnerberatung vor Ort: Die Sprechstunde wird gut besucht (60 % weibli- che zu 40 % männliche Inanspruchnahme), die Hausbesuche werden weniger von neuen Klientinnen und Klienten angefragt, dafür fragen die bestehenden Kontakte häufiger nach (80 % weibliche zu 20 % männliche Inanspruchnahme) und auch prä- ventive Veranstaltungen werden weniger nachgefragt (90 % Frauen zu 10 % Män- nern). - 6.02 Kulturprojekte: Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e. V.: In 2018 gab es eine Ausstellung zum 10 -jährigen Bestehen. Momentan findet ein Schalstri- cken für den Weihnachtsmarkt statt, welches große Beteiligung erfährt. Es werden Kooperationen mit Parea und dem Heimatverein eingegangen. Die Verteilung der Geschlechter ist veranstaltungsabhängig. - 6.04 Jungenprojekt/Sport gegen Gewalt: Es gab 39 Treffen mit durchschnittlich mehr als 32 Teilnehmern. Alle Teilnehmer sind männlich. - 6.05/6.06 Integrative Jugendsozialarbeit/Mobile Jugend(sozial)arbeit: Es findet eine Kooperation mit dem Jobcenter statt. Innerhalb des Projektes werden viele Sportangebote vorgehalten, wobei öffentliches Spielen, z. B. von Fußball, schwierig ist, da öffentliche Sportplätze fehlen. Es gab Probleme durch den Eichenprozessi- onsspinner, hier wurde die Bitte nach prophylaktischer Bekämpfung geäußert. - 6.08 Drogenprävention: Dealen, Drogen kosum und damit zusammenhängender Missbrauch ist wieder vermehrt Thema geworden . Damit zusammen hängen auch Einbrüche, welche aber zurückgegangen sind, seit drei 14-17-jährige festgenommen wurden. Die Kiffer-Szene hat die Kokain -Szene an die Polizei verraten. Es wurde außerdem festgestellt, dass die Drogenszene vom Bremer Platz in Kinderhaus güns- tig einkauft und die Drogen dann am Bahnhof teurer verkauft. Außerdem wurde da- rauf aufmerksam gemacht, dass die Drogen eine andere Zusammensetzung haben, sodass nun größere Mengen gehandelt werden, da die Wirkung kürzer ist. Im Zusammenhang damit wurde außerdem ein Problem mit Listenhunden angespro- chen. Die Halter seien nicht registriert und führen die Hunde, vor allem in den Som- mermonaten, nicht an der Leine. Es wird sich mehr Präsenz durch das Ordnungsamt gewünscht. Beim Aktionstag im Wuddi waren 75 % Männer und 25 % Frauen anwesend. - 7.01/7.02 Quartiersmanagement, Quartiersfond s: Die Gebietsmoderation betei- ligte sich an Projekten und unterstütze eher Projekte in Kitas, da Projekte, bei denen Eigeninitiative gefragt ist, schlecht angenommen werde n und über die Kitas mehr Reaktion und Annahme zu erreichen ist. Insgesamt wird der Fond s weniger ange- fragt. Es wurde gebeten, interessierte Gruppen an die Gebietsmoderation zu verwei- sen. Es war ein Fotowettbewerb zum Thema Schimmel geplant, der eventuell im Jahr 2020 nachgeholt werden soll. Verschiedenes Herr Treutler bedankt sich für die Teilnahme und beendet den Workshop.
Anlage A
1211 Zeichen
Anlage A zur V/0346/2021 Kurzüberblick Die Vorlage berichtet über die Ergebnisse des Maßnahmenprogramms Kinderhaus-Brüningheide im Jahr 2019. Darüber hinaus werden für die Programmdurchführung relevante Kontextindikato- ren und Entwicklungen im Wohngebiet dargestellt Ziele/Teilziele/Zielerreichung Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Finanzierung Produktgruppe: 0503 (und weitere) Sicherung besonderer sozialer Bedarfe Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2021 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig x überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Anlage 3 V_346_2021
39824 Zeichen
Anlage 3 zur Vorlage V/0346/2021
Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt“ – Kinderhaus-Brüningheide
Handlungsfeld: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Kontextdatenmonitor 2019
(Stadtzelle 631)
Bearbeitung: 61-1-1, Stand: 31.12.2019
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Bevölkerungszusammensetzung
1 wohnberechtigte Bevölkerung
2 wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren
3 wohnberechtigte Bevölkerung 14 bis unter 18 Jahren
4 wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren
5 wohnberechtigte Bevölkerung 18 bis unter 25 Jahren
6 wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre und älter
7 Jugendquotient
8 Altenquotient
9 Personen mit Migrationsvorgeschichte
10 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 6 Jahren
11 Personen mit Migrationsvorgeschichte 14 bis unter 18 Jahren
12 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 18 Jahren
13 Personen mit Migrationsvorgeschichte 65 Jahre und älter
14 Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit
15 Größte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
16 Zweitgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
17 Drittgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
18 Anzahl Nationalitäten
19 Einwohnerdichte
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
20 Geburten
21 Sterbefälle
22 Umzüge im Quartier
23 Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS
24 Zuzüge von außerhalb
25 Fortzüge in andere Stadtzelle von MS
26 Fortzüge außerhalb MS
27 Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet)
28 Wanderungsvolumen
29 Wohndauer
Haushalte
30 Haushalte mit 5 und mehr Personen
31 Haushalte mit Kindern
32 Paare mit 3 und mehr Kindern
33 Alleinerziehende ("Ein-Eltern-Familie")
Wohnen
34 Sozialwohnungen
35 Leerstand im Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich gefördert)
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
36 Arbeitslose (SGB II und III)
37 Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
38 Langzeitarbeitslose (SGB II und III)
39 Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II und III)
40 Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
41 Nichtdeutsche Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende
(SGBII): "Hartz IV"
42 Hilfebedürftige unter 15 Jahren mit Bezug von Leistungen nach dem SGB II (Sozialgeld):
"Kinderarmut"
43
Soziale Leistungen zur Existenzsicherung (Grundsicherung SGB II, Grundsicherung im
Alter/Erwerbsminderung, Hilfen z. Lebensunterhalt, Leistungen Asylbewerberleistungsgesetz)
Bildung und Betreuung
44 Schulübergangsquote Grundschule - Hauptschule
45 Schulübergangsquote Grundschule - Realschule
46 Schulübergangsquote Grundschule - Gymnasium
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
(Stadtzelle 631)
Kontextdaten_ Übersicht Indikatoren_2019
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
47 Schulübergangsquote Grundschule - Gesamtschule
48 Versorgungsquoten Kinderbetreuungsangebote 0 - unter 3 Jahre und 3 - unter 6 Jahre
Gesundheit
49 Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
50 Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
Kontextdaten_ Übersicht Indikatoren_2019
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Bevölkerungszusammensetzung
wohnberechtigte Bevölkerung (WBV) 2835 davon
1409 weiblich
1426 männlich
49,7 weiblich
50,3 männlich / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 257
129 weiblich
128 männlich
8,6 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren 735
356 weiblich
379 männlich
25,9 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre u. älter 279
164 weiblich
115 männlich
9,8 / in % WBV
Personen mit Migrationsvorgeschichte 1942
928 weiblich
960 männlich
68,5 / in % WBV
Wohnbevölkerung ohne deutsche
Staatsangehörigkeit (Nichtdeutsche)
1059
523 weiblich
536 männlich
37,4 / in % WBV
Anzahl Nationalitäten 67
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Geburten 44 15,5 / je 1000 EW
Sterbefälle 14 5,6 / je 1000 EW
Umzüge im Quartier 56 2,0 / in % WBV
Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS 149 5,3 / in % WBV
Zuzüge von außerhalb MS 202 7,1 / in % WBV
Fortzüge in andere Stadtzellen von MS 261 9,2 / in % WBV
Fortzüge nach außerhalb MS 162 5,7 / in % WBV
Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet /
Quartier)
-72 -2,5 / in % WBV
Wanderungsvolumen 943 33,3 / Summe der Zu, Fort- u.
Umzüge in % der WBV
Wohndauer 8,3 / Jahre durchschnittliche
Wohndauer
Haushalte
Haushalte mit Kindern
356 30,1 / Haushalte mit Kindern
< 18 J. in % aller Haushalte
Paare mit 3 und mehr Kindern 87 34,1/ in % der Paare mit
Kindern
Wohnen
Sozialwohnungen 333
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
Arbeitslose (SGB II und III) 198
92 weiblich
106 männlich
10,9 / in % der HW
Bevölkerung 18 - u. 65 J.
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019 (Stadtzelle 631)
Die Kontextdaten verdeutlichen die Rahmenbedingungen, unter denen die
Stadtteilentwicklung bzw. die Projekte der "Sozialen Stadt" ablaufen. Der
Kontextdatenmonitor dient der Schaffung von Transparenz der sozialen und räumlichen
Struktur und gibt als Teil der prozessbegleitenden Evaluation Orientierung für die an der
Programmdurchführung der "Sozialen Stadt" Beteiligten. Er ist keine Wirkungsanalyse
der "Sozialen Stadt".
Ausgewählte Daten in der Übersicht (31.12.2019)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
81
10,9 / in % der nicht-
deutschen HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz
IV"
792 31,1 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Hilfebedürftige unter 15 Jahren mit Bezug von
Leistungen nach SGBII (Sozialgeld):"Kinderarmut"
232 38,4 / in % der WBV 0-14
Jahren
Gesundheit
Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern 10,7 (Übergewicht),
14,3 (Adipositas) / in % der
untersuchten Kinder der
Schuleingangsuntersuchung
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller Wahl-
berechtigten des Stimm-
bezirks ohne Briefwähler
Hinweis: Die Daten werden fortlaufend zum 31.12. eines Jahres aktualisiert. Eine erweiterte Darstellung der
Daten nach Geschlecht wird unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte angestrebt.
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Bevölkerungszusammen-
setzung
1
wohnberechtigte Bevölkerung
(WBV) 2835
davon
1409 weiblich
1426 männlich
49,7 weiblich
50,3 männlich
/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
52,0 weiblich
48,0 männlich
/ in % WBV
Stadtplanungsamt
2
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 6 Jahren 257
davon
129 weiblich
(=50,2 %)
128 männlich
(= 59,8 %)
8,6 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
5,5 / in % WBV
Stadtplanungsamt
3
wohnberechtigte Bevölkerung
14 bis unter 18 Jahren 168
davon
86 weiblich
(= 51,2 %)
82 männlich
(= 48,8 %)
5,9 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
3,1 / in % WBV
Stadtplanungsamt
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
4
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 18 Jahren 735
davon
356 weiblich
(= 48,4 %)
379 männlich
(= 51,6 %)
25,9 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
15,1 / in % WBV
Stadtplanungsamt
5
wohnberechtigte Bevölkerung
18 bis unter 25 Jahre 452
davon
199 weiblich
(= 44,0 %)
253 männlich
(= 56,0 %)
15,9 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
12,7 / in % WBV
Stadtplanungsamt
6
wohnberechtigte Bevölkerung
65 Jahre und älter 279
davon
164 weiblich
(= 58,8 %)
115 männlich
(= 41,2 %)
9,8 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
17,4 / in % WBV
Stadtplanungsamt
7
Jugendquotient 40,4 / in %,
Personen bis < 18
J. bezogen auf 100
Pers. von 18 bis <
65 J.
Anteil der unter 18-
Jährigen an den 18- bis
unter 65-Jährigen
22,4 / in %, Personen
bis < 18 J. bezogen
auf 100 Pers. von 18
bis < 65 J.
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
8
Altenquotient 15,3 / in %,
Personen 65 J. u.
ä. bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Anteil der 65-Jährigen
und Älteren an den 18-
bis unter 65-Jährigen
25,8 / in %,
Personen 65 J. und
älter bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Stadtplanungsamt
9
Personen mit
Migrationsvorgeschichte
1942
davon
982 weiblich
(= 50,6 %)
960 männlich
(= 49,4 %)
68,5 / in % WBV
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
23,2 / in % WBV
Stadtplanungsamt
10
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter 6
Jahren 218
davon
111 weiblich
(= 50,9 %)
107 männlich
(= 49,1 %)
84,8 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
38,6 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
11
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 14 bis
unter 18 Jahren 130
davon
65 weiblich
(= 50,0 %)
65 männlich
(= 50,0 %)
77,4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
37,4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
12
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter
18 Jahren 592
davon
294 weiblich
(= 49,7 %)
298 männlich
(= 50,3 %)
80,5 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
39,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
13
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 65
Jahre und älter 182
davon
102 weiblich
(= 56,0 %)
80 männlich
(= 44,0 %)
65,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
18,4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
14
Wohnbevölkerung ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(Nichtdeutsche)
1059
davon
523 weiblich
(= 59,4 %)
536 männlich
(= 50,6 %)
37,4 / in % WBV
Personen mit auslän-
discher Staatsangehör-
igkeit
10,9 / in % WBV
Stadtplanungsamt
15
Größte Gruppe ohne deutsche
Staatsangehörigkeit/Herkunfts-
land
Polen:
164
davon
88 weiblich
(= 54,3 %)
74 männlich
(= 45,7 %)
5,7 / in % WBV
Personen mit polnischer
Staatsangehörigkeit
Polen: 0,7 / in % WBV
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
16
Zweitgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland Serbien:
142
davon
60 weiblich
(= 42,3 %)
82 männlich
(= 57,7 %)
5,0 / in % WBV
Im Melderegister gab es
zum Stichtag 31. 12.
2019 verschiedene
Staatsangehörigkeiten
aus dem ehemaligen
Jugoslawien, durch Um-
kodierungen im Melde-
register sind Jahres-
vergleiche nur bedingt
möglich
Serbien: 0,6 / in %
WBV
Stadtplanungsamt
17
Drittgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland
Rumänien:
118
davon
56 weiblich
(= 47,5 %)
62 männlich
(= 52,5 %)
4,2 / in % WBV
Personen mit
rumänischer
Staatsangehörigkeit
Rumänien: 0,2 / in %
WBV
Stadtplanungsamt
18
Anzahl Nationalitäten
67
berücksichtigt wurden
Nationalitäten mit
mindestens 10
Personen, Angabe
beinhaltet auch die
deutsche Nationalität
Stadtplanungsamt
19
Einwohnerdichte
183 / EW je ha
Einwohner auf 1 Hektar
10 / EW je ha
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Bevölkerungsentwicklung/-
fluktuation
20
Geburten 44
davon
24 weiblich
(= 54,5 %)
20 männlich
(= 45,5%)
15,5 / je 1000 EW
WBV
rohe Geburtenziffer
10,0 / je 1000 EW
WBV
Stadtplanungsamt
21
Sterbefälle 14
davon
6 weiblich
(= 42,9 %)
8 männlich
(= 57,1%)
5,6 / je 1000 EW
WBV
rohe Sterbeziffer
8,6 / je 1000 EW WBV
Stadtplanungsamt
22
Umzüge im Quartier
56 2,0 / in % WBV
ohne Umzüge innerhalb
eines Hauses, ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
8,0 / in % WBV
(Umzüge MS gesamt)
Stadtplanungsamt
23
Zuzüge aus anderen Stadtzellen
von Münster 149 5,3 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge
Stadtplanungsamt
24
Zuzüge von außerhalb Münsters
202 7,1 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge 6,9 / in % WBV
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
25
Fortzüge in andere Stadtzellen
von Münster
261 9,2 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger
Mehrfachumzüge
Stadtplanungsamt
26
Fortzüge nach außerhalb
Münsters 162 5,7 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehr-
fachumzüge
6,1 / in % WBV
Stadtplanungsamt
27
Saldo der Zu- u. Fortge-
zogenen -72
-2,5
(Quartiersgrenze) /
in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehr-
fachumzüge
+0,8 (Stadtgrenze) /
in % WBV
Stadtplanungsamt
28
Wanderungsvolumen
943
33,3 / Summe der
Zu-, Fort- u.
Umzüge in % der
WBV
Wanderungsvolumen =
Gesamtmobilität; ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehr-fach-
umzüge
20,9 / Summe der
Zu-, Fort- u. Umzüge
in % der WBV
Stadtplanungsamt
29
Wohndauer
8,3 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Wohndauer von
Personen im Alter von
18 und mehr Jahren an
der Adresse
12,9 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Haushalte
30
Haushalte mit 5 und mehr
Personen
142 12,0 / in % aller
Haushalte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
3,2 / in % aller
Haushalte
Stadtplanungsamt
31
Haushalte mit Kindern
356
30,1 / Haushalte
mit Kindern < 18 J.
in % aller Haus-
halte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
16,0 / Haushalte mit
Kindern < 18 J. in %
aller Haushalte
Stadtplanungsamt
32
Paare mit 3 und mehr Kindern
87 34,1 / in % der
Paare mit Kindern
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
15,5 / in % der Paare
mit Kindern
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
33
Alleinerziehende ("Ein-Eltern-
Familie")
101
28,4 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
21,0 / in % der
Haushalte mit Kindern
< 18 J.
Stadtplanungsamt
Wohnen
34
Sozialwohnungen
333 _ / in % aller
Wohnungen
Die Anzahl aller
Wohnungen insgesamt
wird seit 2012 nicht
mehr ausgewiesen,
womit die relative
Bezugsgröße nicht
berechnet werden kann
_ / in % aller
Wohnungen
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
35
Leerstand im Mietwohnungs-
bestand der Wohnungs-
unternehmen in Kinderhaus-
Brüningheide (überwiegend
öffentlich gefördert)
_ / in % an allen
Wohnungen;
im Einzelnen: ZBVV
keine Angabe,
Wohn + Stadtbau
0,0 %, Sahle
Wohnen 0,0 %,
WohnSieGer 0,0 %
struktureller Leerstand
= länger als 3 Monate
leerstehend;
ZBVV kann für 2019
keine Zahlen über
strukturell leerstehende
Mietwohnungen liefern,
somit kann keine
Leerstandsquote
bezogen auf den
gesamten Mietwohn-
ungsbestand errechnet
werden
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Transferleistungen u.
Arbeitsmarkt
36
Arbeitslose (SGB II und III)
198
davon
92 weiblich
(= 46,5 %)
106 männlich
(= 53,5 %)
10,9 / in % der
HW Bevölkerung 18
- u. 65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ermöglicht
Vergleiche mit Ver-
öffentlichungen des
Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW" und
ist mit der offiziellen
Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeits-
losen an den Erwerbs-
personen) nicht ver-
gleichbar; Stichtag:
15.12.2019
3,6 / in % der
Bevölkerung 18 - u.
65 J.
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
37
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB
II und III)
81
10,9 / in % der
nicht-deutschen
HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Erfasst sind alle
Personen, die eine
ausländische 1. Staats-
angehörigkeit haben,
staatenlos sind oder
deren Staatsange-
hörigkeit ungeklärt ist;
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ist mit der offizi-
ellen Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der Agen-
tur für Arbeit gemel-
deten Arbeitslosen an
den Erwerbspersonen)
nicht vergleichbar;
Stichtag: 15.12.2019
8,4 / in % der nicht-
deutschen Bevölker-
ung 18-u. 65 J.
Stadtplanungsamt
38
Langzeitarbeitslose (SGB II
und III)
Durch Änderungen bei
der Bundesanstalt für
Arbeit (BA) werden
"Langzeitarbeitslose"
seit 2018 nicht mehr
ausgewiesen
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
39
Arbeitslose 15 -u. 25 Jahre
(Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II
und III)
24
4,2 / in % der
gleichaltrigen HW-
Bevölkerung
Bis 2018 wurden die
Arbeitslosen unter 20
Jahren durch die Bun-
desanstalt für Arbeit
(BA) aufgeführt; daher
keine Vergleiche mit
Werten vor 2018
möglich; Stichtag:
15.12.2019
1,5 / in % der
gleichaltrigen HW-
Bevölkerung
Stadtplanungsamt
40
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Hartz IV" 792
davon
409 weiblich
(= 51,6 %)
383 männlich
(= 48,4%)
31,1 / in % der
HW-Bevölkerung <
65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung;
Anmerkung: durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar; Stichtag:
15.12.2019.
8,2 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
41
Nichtdeutsche Hilfebedürftige
mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeits-
suchende (SGBII): "Hartz IV"
269
davon
weiblich 141
(= 52,4%)
männlich 128
(= 47,6 %)
26,2 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65
J.
Doppelte Staatsange-
hörigkeiten werden nicht
erfasst. Sollte eine der
Mehrfachstaats-
angehörigkeiten die
Deutsche sein, soll
deutsch eingetragen
werden. Personen, deren
Staatsangehörigkeit
unbekannt, ungeklärt
oder staatenlos sind,
sind in dieser
Auswertung NICHT
ausgewertet; HW-Bevöl-
kerung = Bevölkerung
am Ort der Hauptwohn-
ung; durch Revision der
Statistik der Grund-
sicherung für Arbeits-
suchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar; Stichtag:
15.12.2019
23,9 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42
Hilfebedürftige unter 15 Jahren
mit Bezug von Leistungen nach
dem SGB II (Sozialgeld) 232 38,4 / in % der
WBV 0 - 14 Jahren
Indikator bildet Kinder-
armut ab, Stichtag:
15.12.2019 14,8 / in % der WBV 0
- 14 Jahren
Stadtplanungsamt
43
Soziale Leistungen zur Exi-
stenzsicherung (Grund-
sicherung SGB II, Grund-
sicherung im Alter/Erwerbs-
minderung, Hilfe z. Lebens-
unterhalt, Leistungen Asyl-
bewerberleistungsgesetz)
971
davon
499 weiblich
(= 51,4 %)
472 männlich
(= 48,6 %)
34,3 / in % WBV
Indikator bildet
Einkommensarmut ab,
Achtung: während sich
die lfd. Nr. 36 - 41 auf
die HW-Bevölkerung
beziehen, ist hier der
Anteil an der wohn-
berechtigten
Bevölkerung (WBV)
dargestellt; durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
8,7 / in % WBV
Sozialamt und
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Bildung und Betreuung
44
Schulübergangsquote
Grundschule - Hauptschule
(Bezirk Nord)
56 20,4 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2019/2020
5,5 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Gemeindedatensatz)
45
Schulübergangsquote
Grundschule - Realschule
(Bezirk Nord)
108 39,9 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2019/2020
22,2 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Gemeindedatensatz)
46
Schulübergangsquote
Grundschule - Gymnasium
(Bezirk Nord)
78 28,4 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2019/2020
51,7 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Gemeindedatensatz)
47
Schulübergangsquote
Grundschule - Gesamtschule
(Bezirk Nord)
/ in % aller
Übergänge
Aufgrund datenschutz-
rechtlicher Bestimmung-
en 2019 nicht
darstellbar
/ in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Gemeindedatensatz)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2019 (31.12.2019, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
48
Versorgungsquoten Kinder-
betreuungsangebote 0 - unter 3
Jahre, 3 - unter 6 Jahre
41,7 (0 - u. 3
Jahre, Kita + KTP)
108,4 (3 - u. 6
Jahre) / in % nach
statistischem
Bezirk
Daten beziehen sich auf
die statistischen Bezirke
62 und 63, kleinräum-
iger sind die Werte nicht
sinnvoll darzustellen;
Kindergartenjahr
2019/2020
46,6 (0 - u. 3 Jahre,
Kita + KTP) 104,3
(3 - u. 6 Jahre) / in %
Gesamtstadt
Amt für Kinder,
Jugendliche und Familien
49
Übergewicht / Adipositasquote
bei Kindern
10,7
(Übergewicht),
14,3 (Adipositas) /
in % der unter-
suchten Kinder der
Schuleingangs-
untersuchung
Adipositas: Körperfett-
anteil im Körper patho-
logisch erhöht (Fett-
leibigkeit, Fettsucht);
Durchschnittswerte der
Schuleingangsunter-
suchung 2018 und 2019
5,3 (Übergewicht) 3,7
(Adipositas) /
in % der untersuchten
Kinder der
Schuleingangs-
untersuchung
Gesundheits- und
Veterinäramt
Bürgerbeteiligung /
politische Partizipation
50
Wahlbeteiligung bei
kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller
Wahlberechtigten
des Stimmbezirks
ohne Briefwähler/-
innen
Näherungswert für
Stadtzelle 631: Stimm-
bezirk und statistische
Gebietsgliederung
stimmen nicht überein
39,5 / in % aller
Wahlberechtigten des
Stimmbezirks ohne
Briefwähler/-innen
Stadtplanungsamt
Gesundheit
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2019
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 1
„Maßnahmeprogramm Kinderhaus-Brüningheide“
Entwicklung des Wohngebietes Kinderhaus-Brüningheide –
Was sagen die Kontextindikatoren?
Ein Rückblick auf ausgewählte Kontextindikatoren
der Verstetigungsphase II - 2019
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 2
Kontextindikatoren 2019
Programmbeginn
322631653140
2923 2855
2712
2802 2862
2958
3049 2996
2879
2744
2626 2603
2755
2845 2783 2768 2785
2655
2838 2876 2906 2835
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500Personen
Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide
1995 - 2019
Quelle: Stadtplanungsamt
Programmbeginn
Programmbeginn
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 3
Kontextindikatoren 2019
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
60,4 64,8 63,7 61,3 58,2 62,8 60,2 56,9 58,9 63,4 70,1 71,7 70,7
5,3
5,3 6,5 5,8
3,8
3,0 4,5
3,1 2,3
3,0
1,3 1,9 2,05,5
5,3 8,1 8,3
6,1
5,4 5,2
6,2 7,6
8,6 4,2 4,6 5,310,0 7,6 6,4 10,0
14,4 11,4 12,0 14,4 9,3
10,7 10,3 8,8 7,1
12,3 8,9 10,3 8,4 9,1 9,6 9,4 11,0 13,6
7,4 6,7 6,3 9,2
6,5 8,1 5,0 6,2 8,3 7,8 8,7 8,4 8,3 6,9 7,4 6,7 5,7
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2007-2019*
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS
Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts wegen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 4
Kontextindikatoren 2019
1088
923 944
1067 1088
1033
959
1201
1091 1125
936 929 943
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Anzahl
Kinderhaus-Brüningheide: Wanderungsvolumen 2007- 2019
(Summe Zu-, Fort- und Umzüge)
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 5
Kontextindikatoren 2019
1,87 1,88 1,89 1,87 1,86 1,86 1,87 1,89 1,88
2,14 2,13 2,12 2,12 2,09 2,08 2,06 2,05 2,05
2,65
2,61
2,57
2,65
2,60
2,52
2,43
2,39 2,40
1,82 1,82 1,81 1,80 1,80 1,81 1,80 1,81 1,81
1,70
1,80
1,90
2,00
2,10
2,20
2,30
2,40
2,50
2,60
2,70
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Personen
Kinderhaus: Durchschnittliche Haushaltegröße 2011 - 2019
62 Kinderhaus-Ost 63 Kinderhaus-West 631 Brüningheide MS gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 6
Kontextindikatoren 2019
29,8
30,1
33,4
31,1
32,5
34,5
38,0 38,4 38,0
27,8 29,5
26,2
27,9 27,0 27,9 27,2 27,4 27,3
15,6 15,0 15,6
13,8
15,4
13,8
12,2 12,5 12,812,9 12,2 10,9 11,8
10,3 10,2 9,8 9,3 9,8
14,0 13,3 13,9
15,3 14,9 13,6 12,8 12,3 12,0
-4
1
6
11
16
21
26
31
36
41
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Prozent
Kinderhaus-Brüningheide: Anteile der Haushaltsgrößen 2011 – 2019
(Haushalte mit … Personen)
1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 und mehr Personen
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 7
Kontextindikatoren 2019
0
100
200
300
400
500
600
700
800
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
800 800 800 799 799 799 799
744
225
306
333 333 333
Anzahl
Kinderhaus-Brüningheide: Entwicklung des öffentlich geförderten Miet-
wohnungsbestandes 2007- 2019 (A/WoFG, 1. Förderweg/II. WoBauG)
Quelle: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, Bearbeitung: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 8
Kontextindikatoren 2019
20,6
22,6
18,8 18,7 19,0 19,1
18,0
16,0
14,7
13,0 12,5 11,6 10,9
5,0 4,7 4,7 4,5 4,3 4,6 4,5 4,4 4,4 4,3 4,0 3,7 3,6
0
5
10
15
20
25
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
in % d. HW-Bevölkerung 18-u. 65 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Arbeitslose (SGB II/III)*, 2007- 2019
Kinderhaus-Brüningheide MS gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 9
Kontextindikatoren 2019
10,9
5,5
7,7
4,8
3,4
10,1
8,8
10,4
3,6
0
2
4
6
8
10
12
14
16in % der HW-Bevölkerung 18-65 Jahre
*nicht vergleichbar mit der offiziellen Arbeitslosenquote
Arbeitslose (SGB II/III)* 2019 im räumlichen Vergleich
Quelle: Stadtplanungsamt
Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 10
Kontextindikatoren 2019
45,6 45,2
38,9
35,5
30,0 31,1
8,5 8,7 9,0 8,9 8,5 8,2
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
2014 2015 2016 2017 2018 2019
in % der HW-Bevölkerung < 65 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Personen mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung (SGB II) 2014 - 2019
Kinderhaus Brüningheide Münster gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 11
Kontextindikatoren 2019
31,1
13,2
20,0
12,5
9,4
28,5 27,9
26
8,2
0
5
10
15
20
25
30
35
in % d. HW-Bevölkerung < 65 Jahre
Anteil Personen mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung
(SGB II) im räumlichen Vergleich 2019
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 12
Kontextindikatoren 2019
* Aufgrund Revision der Statistik der Grundsicherung sind Daten vor 2014 nicht direkt vergleichbar
47,1 47,3
41,8
38,5
33,1 34,3
8,9 9,9 9,7 9,4 9,1 8,7
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
2014 2015 2016 2017 2018 2019
in % der WBV
Empfängerinnen und Empfänger sozialer Leistungen zur Existenzsicherung
2014 - 2019 (Grundsicherung SGB II, im Alter u. bei Erwerbsminderung, Hilfen
zum Lebensunterhalt, Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz)
Kinderhaus Brüningheide Münster gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 13
Kontextindikatoren 2019
59,1 59,2
53,5
50,6
38,1 38,4
0
10
20
30
40
50
60
70
2014 2015 2016 2017 2018 2019
Anteil an WBV 0-14 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Kinderarmut 2014-2019
(SGBII - Beziehende 0 -14 Jahre)
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation 14
Kontextindikatoren 2019
18,6 16,9
42,6
21,5
29,4
38,4
41,5
38,1
14,8
0,0
5,0
10,0
15,0
20,0
25,0
30,0
35,0
40,0
45,0Anteil an WBV 0-14 Jahre
Kinderarmut 2019 im räumlichen Vergleich
(SGB II - Beziehende 0 -14 Jahre )
Quelle: Stadtplanungsamt
Berichtsvorlage
3390 Zeichen
V/0346/2021 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Maßnahmenprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2019 Beratungsfolge 07.09.2021 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 08.09.2021 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar- beitsförderung Bericht 14.09.2021 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 15.09.2021 Integrationsrat Bericht 23.09.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 23.09.2021 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht 29.09.2021 Hauptausschuss Bericht 29.09.2021 Rat Bericht Bericht: Das Maßnahmenprogramm Kinderhaus-Brüningheide startete 2007 zunächst im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ und wird seit 2011 überwiegend aus kommunalen Mitteln finanziert. Wie in den vergangenen Jahren berichtet die Verwaltung mit dieser Vorlage über die Durchführung des Projektes. Der vorliegende Jahresbericht 2019 enthält die Ergebnisdarstellung und -auswertung des Programms und seiner Einzelprojekte sowie die für die Programmdurchführung wichtigen Rahmenbedingungen (Kontextindikatoren) und weitere Entwicklungen im Wohngebiet. Wie die Ausgaben in den Vorjahren folgt der Aufbau des Berichts der Systematik des integrierten Handlungskonzepts, das dem Programm mit seinen 8 Themenfeldern und gut 20 Projekten zugrun- de liegt. Das im Rahmen des Teilprojekts 8.01 (Prozessbegleitende Selbstevaluation) erarbeiteten Dokumentations- und Zielsystem bildet mit den sowohl themenfeldübergreifenden Programmzie- len als auch den projektspezifischen Zielen die Basis für die Auswertung und Darstellung der Er- gebnisse. Anlage 1 informiert über die Verteilung des Budgets in Höhe von 150.000 € auf die verschiedenen Projekte. Sozialamt 09.08.2021 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Weinlich Telefon: 492-5594 Weinlich@stadt-muenster.de Frau Peuling-Heerstraß Telefon: 492-6178 Peuling-Heerstrass@stadt - muenster.de Der Jahresbericht enthält eine gebündelte Querauswertung und wurde auf der Grundlage der von den Projektakteuren gefertigten tabellarischen Berichte und Monitoringbögen federführend durch das Stadtplanungsamt erstellt - Anlage 2. Die Einzeldaten des Kontextdatenmonitors 2019 in Anlage 3 enthalten Informationen über relevante demographische und sozioökonomische Rahmenbedingungen des Gebiets. Im Rahmen der Programmsteuerung können daraus wichtige Orientierungspunkte und Handlungsbedarfe im Gebiet abgeleitet werden. Aus den Kontextdaten kann allerdings keine Aussage über das Erzielen oder Ver- fehlen von Programm- bzw. Projektzielen begründet werden. Über den Jahresworkshop am 14.11.2019 informiert das beigefügte Protokoll - Anlage 4. Auch in Zukunft wird die Verwaltung über die Durchführung des Programms jährlich berichten. Im kommenden Jahr beabsichtigt die Verwaltung in Abstimmung mit den Projektdurchführenden, aus- nahmsweise eine Doppelausgabe vorzulegen, die die Befunde und Ergebnisse der Jahre 2020 und 2021 abbilden wird. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage 1: Finanzierungsübersicht 2019 für das Maßnahmenprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide Anlage 2: Jahresbericht 2019 für das Maßnahmenprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2019 Anlage 4: Protokoll des Workshops vom 14.11.2019 V/0346/2021
Beratungsverlauf (9)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (9)
- Sprickmannstraße 11
- Westhoffstraße
- Josef-Beckmann-Straße 5
- Killingstraße 15
- Sprickmannplatz 1
- Bremer Platz
- Brüningheide 2019
- Kinderhaus
- Langebusch
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Details
- Aktenzeichen
- V/0346/2021
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.07.2021
- Erstellt
- 28.04.2021 10:23