V/0213/2017
Stiftung Magdalenenhospital: Taschengeldbörse
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Beschlussvorlage
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V/0213/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen Betrifft Stiftung Magdalenenhospital: Taschengeldbörse Beratungsfolge 05.04.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Vorberatung 24.04.2017 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 17.05.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 17.05.2017 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die kommunale Stiftung Magdalenenhospital wird beauftragt, das Projekt „Taschengeldbörse Müns- ter“ in enger Kooperation mit dem Projekt „Von Mensch zu Mensch“ bis Ende 2019 umzusetzen. II. Finanzielle Auswirkungen: Die Stiftung Magdalenenhospital stellt dazu in ihren Wirtschaftsplänen der Jahre 2018 und 2019 aus den Erträgen der Stiftung jeweils einen Betrag von 6.000 € zur Verfügung. Die für das laufende Wirtschaftsjahr 2017 benötigten Mittel in Höhe von 4.500 € werden nachträglich bereitgestellt. Der städtische Haushalt ist von dieser Entscheidung nicht betroffen. Wirtschaftsplan 2017 4.500 € Wirtschaftsplan 2018 6.000 € Wirtschaftsplan 2019 6.000 € Stiftungsmittel insgesamt 16.500 € Begründung: 1. Ausgangslage Ältere Menschen benötigen bei einfachen, ungefäh rlichen, haushaltsnahen Tätigkeiten gelegen tlich Unterstützung zu kleinem Preis. Jugendliche suchen Möglichkeiten, unkompliziert und ohne dauerhaf- te Verpflichtung, ihr Taschengeld aufzubessern, um sich den einen oder anderen Wunsch erfüllen zu Vorlagen-Nr.: V/0213/2017 Auskunft erteilt: Herr Claaßen Ruf: 492 59 03 E-Mail: Claahsen@stadt-muenster.de Datum: 08.03.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0213/2017 können. Die Taschengeldbörse Münster bringt Jung und Alt zusammen und bietet J ugendlichen und Seniorinnen und Senioren eine gemeinsame Plattform und Vermittlungsstelle. www.taschengeldboerse-muenster.de Die S tiftung Magdalenenhospital setzt sich aktiv für das Wohlergehen älterer und hilfsbedürftiger Menschen ein. Sie unterstützt Angebote, die es Menschen ermöglichen, selbstbestimmt und selbs t- ständig in ihrer Wohnung zu leben. Das Projekt Taschengeldbörse ergän zt bestehende A ngebote, wie die bewährte Initiative „Von Mensch zu Mensch“, und fördert insbesondere generationsübergre i- fende Kontakte und Hilfeleistungen zwischen Jung und Alt. 2. Vorbereitungs- und Pilotphase Die Idee zur Einrichtung einer Taschengeldbö rse wurde 2015 von der Kommunalen Seniorenvertr e- tung an die kommunale Stiftung Magdalenenhospital herangetragen. Im Rahmen des seit 2015 la u- fenden Projektes „Servicebrücken Jugend und Alter“ der nordrhein -westfälischen Ministerien für A r- beit, Integration und Soziales sowie für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter entwickelten die Stiftung Magdalenenhospital und die Kommunale Seniorenvertr etung die Grundlagen für den Aufbau der Taschengeldbörse in Münster. Um möglichst viele Synergieeffekte in der Alte nhilfe zu erzielen, wurde die Taschengeldbörse eng an das Projekt „Von Mensch zu Mensch“ angeschlossen. Mit U n- terstützung der FreiwilligenAgentur konnten Ehrenamtliche für das Projektteam gewonnen werden. Die Taschengeldbörse startete im Mai 2016 in ihre Pilotphase. Von Mai bis September 2016 bild eten sechs Ehrenamtliche (Studierende und Rentner) ein Team und organisierten jeden Donnertag von 16 bis 18 Uhr ein offenes Treffen (Sprechstunde) zur Aufarbeitung der über die Homepage eingegang e- nen Anliegen von Senioren und Jugendlichen . Das Team stellt die Kontakte zwischen Jugendlichen und Senioren her (Matching der Tandems Jung & Alt) und bereitete die Kennenlerntreffen mit den Jugendlichen vor. Wegen der stark ansteigenden Nachfrage bei Senioren und Jugendlic hen bis Sep- tember 2016, wurde eine zweite Sprechstundenzeit am Dienstag angeboten. Gleichzeitig wurde deut- lich, dass das Team der Ehrenamtlichen für die konsequente Aufarbeitung und Erledigung der vielfäl- tigen Aufgaben und Aufträge, die aus den Sprechstund en resultierten, kontinuierlich Unterstützung benötigte. Die Stiftung stellte daraufhin dem Ehrenamtsteam eine Honorarkraft für 6 Stunden die Wo- che bis Ende Januar 2016 (Ende der Pilotphase) an die Seite. Auswertung der Pilotphase Seniorinnen und Senioren erhalten über die Taschengeldbörse gezielte Hilfe und Unterstützung im Alltag. Das Zusammentreffen und die Zusammenarbeit von Senioren und Jugendlichen sind beson- dere Formen der intergenerativen Kommunikation, die den Bedarf treffen und Spaß machen. Die Ta- schengeldbörse bringt die Generationen näher zueinander und fördert den Austausch und das wech- selseitige Verständnis. Jugendliche entdecken Stärken und Neigungen. Jungen Menschen mit Migra- tionsvorgeschichte kann das Projekt zur Integration dienen. Zahlen und Daten aus der Pilotphase (Mai 2016 bis Januar 2017) 74 Jugendliche und 65 Senioren sind in der Datenbank. 54 Vermittlungen (der größte Teil nach Einrichtung der zweiten Sprechstunde und Unterstüt- zung durch eine Honorarkraft) wurden erfolgreich durchgeführt. 11 durchgeführte Kennenlerntreffen der Jugendlichen; sie werden erst vermittelt, wenn das ehrenamtliche Team der Taschengeldbörde sie kennengelernt hat. Die finanziellen Aufwendungen während der Pilotphase betrugen rd. 10.000 €. Die Mittel wur- den durch großzügiger Spenden münsterscher Unternehmen aufgebracht für den Aufbau von Datenbank und Homepage sowie Sachkosten und Honorarmittel. Der Kommunalen Seniorenvertretung Münster gilt für die tatkräftige Unterstützung im IT-Bereich be- sonderer Dank. - 3 - V/0213/2017 3. Umsetzungszeitraum 2017 bis Ende 2019 Die Taschengeldbörse hat für alle Beteiligten einen Mehrwert erbracht. Aufgrund der positiven Rück- meldungen von Senioren und Jugendlichen wird vorgeschlagen, das Projekt zunächst bis Ende 2019 fortzuführen. Projektträger ist die kommunale Stiftung Magdalenenhospital, die die Kosten trägt. Die konzeptionellen Eckpunkte für die zukünftige Umsetzung wurden zunächst am 15.03.2017 mit dem Vorstand der Kommunalen Seniorenvertretung abgestimmt. Ziele für die Projektlaufzeit: - Vermittlungszahlen erhöhen, - Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit steigern, - auf alle Stadtteile Münsters ausweiten, - weitere Kooperationspartner - über die Initiative Von Mensch zu Mensch hinaus - gewinnen (Begegnungszentren, Seniorenbüros, Netzwerke), - das Ehrenamtsteam weiter aufbauen und stabilisieren sowie - die IT-Basis (einfache Handhabbarkeit) weiterentwickeln. Erforderliche Mittel für die Umsetzungsphase Für den Betrieb der Taschengeldbörse in den Jahre 2017 bis Ende 2019 werden voraussichtlich jähr- lich ca. 6.000 € benötigt. Laufende Kosten pro Jahr Sachkosten IT Datenbank, Homepage, Tel e- fon, etc. 1.000 € Öffentlichkeitsarbeit Nachdruck Printmedien, 1.000 € Ehrenamtsteam/Fortbildungen Anerkennung, Fortbildung für Ehrenamtliche und Jugendl i- che 1.000 € Honorarmittel 3.000 € Gesamtkosten 6.000 € Die Overheadkosten für Projektkoordination Von Mensch zu Mensch (3 Stunden pro Woche) und Kommunale Geschäftsstelle, Leitung Projekte und Programme (1 Stunde pro Woche), sind darin nicht enthalten. Austausch und Berichterstattung Trägerstiftung und Kommunale Seniorenvertretung treffen sich regelmäßig zu einem Informationsaus- tausch. In der 2. Jahreshälfte 2019 soll über die Erfahrungen der Taschengeldbörse im Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung berichtet werden. I. V. gez. Cornelia Wilkens Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0213/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.03.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37