V/0118/2009
Neuausrichtung des Projektes "Wohnen für Hilfe"
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Beschlussvorlage
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V/0118/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Wohnungswesen Betrifft Neuausrichtung des Projektes "Wohnen für Hilfe" Beratungsfolge 04.03.2009 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 10.03.2009 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen Vorberatung 25.03.2009 Hauptausschuss Vorberatung 25.03.2009 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ wird in ehrenamtlicher Trägerschaft mit dem in der Begrün- dung dargestellten neuen Konzept und den dort genannten Rahmenbedingungen fortgeführt. 2. Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung in zwei Jahren einen Erfahrungsbericht zu der Entwicklung und zu den Ergebnissen des Projektes vor. 3. Der Antrag der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0055/2008 vom 28.10.2008 ist damit erledigt. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass im Jahr 2009 Kosten entstehen i. H. v. 6.500 €. Hierunter fällt eine jährliche pauschale Aufwandsentschädigung i. H. v. 1.500 € für die ehrenamtlichen Tätig- keiten sowie eine Anschubfinanzierung von 5.000 € für die anfallenden Sachkosten und die Öffent- lichkeitsarbeit, insbesondere für die Erstellung von Flyer und Plakaten. Ab 2010 werden jährliche Ausgaben von insgesamt 2.500 € erwartet aufgrund der kalkulierten fort- laufenden pauschalen Aufwandsentschädigung i. H. v. 1.500 € sowie einer Sachkostenpauschale von 1.000 €, insbesondere für Nachdrucke von Flyer und Plakaten. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Vorlagen-Nr.: V/0118/2009 Auskunft erteilt: Herr Leskow Ruf: 4 92 64 81 E-Mail: LeskowR@stadt-muenster.de Datum: 09.02.2009 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0118/2009 Zur Finanzierung der o. g. Sachentscheidung werden ab dem Haushaltsjahr 2009 zusätzlich be- reitgestellt: Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1003 Wohnen Teilergebnisplan (Zei- le) 16 Sonstige ordentliche Aufwen- dungen 2009 6.500,00 Insgesamt: 6.500,00 Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1003 Wohnen Teilergebnisplan (Zei- le) 16 Sonstige ordentliche Aufwen- dungen 2010 ff. 2.500,00 jährlich Insgesamt: 2.500,00 Begründung: 1. Antrag der CDU-Fraktion und FDP-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0055/2008 vom 28.10.2008 (s. Anlage) Die Intention des Antrages der CDU- Fraktion und FDP-Fraktion ist, das bis einschließlich Mai 2008 vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Modellprojekt „Wohnen für Hilfe“ auf der Basis der bisherigen Erfahrungen der Verwaltung auf eine neue Grundlage zu stellen. Anders als bis- her soll nicht mehr die Verwaltung Wohnpartnerschaften vermitteln und begleiten, sondern z. B. freie Träger, Vereine, Stiftungen und/oder ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger. Dabei sollen die in den Stadtteilen vorhandenen Potentiale und Synergien für eine Weiterent- wicklung des Modellprojektes „Wohnen für Hilfe“ genutzt werden. 2. Neuausrichtung des Projektes Zukünftige Projektleitung und Vernetzung In zahlreichen Gesprächen mit ehrenamtlich arbeitenden Bürgerinnen und Bürgern sowie Ver- tretern der bisherigen Projektpartner konnte eine Lösung für die Fortführung des ursprüngli- chen Pilotprojektes „Wohnen für Hilfe“ gefunden werden. Der Leiter des Seniorentreffs Hansahof e.V., Herr Erwin Stroot, und seine Ehefrau Ursula Stroot haben sich vorbehaltlich des positiven Votums des Rates bereit erklärt, das Projekt auf ehrenamtlicher Basis fortzuführen. Sie werden zentrale Ansprechpartner für die noch beste- henden und künftig zu bildenden Wohnpartnerschaften sein. Auch für die Organisation des Gesamtprojektes werden sie die Verantwortung übernehmen. - 3 - V/0118/2009 Dabei sollen die Räumlichkeiten des Seniorentreffs Hansahof e. V. als primäre Anlaufstelle für Gespräche mit Wohnpartnern und ehrenamtlichen Helfern z. B. der Stadtteilinitiativen „Von Mensch zu Mensch“ genutzt werden. Sie stehen dann auch für die anfallenden Büroarbeiten und sonstigen Tätigkeiten zur Verfügung. Herr und Frau Stroot werden wöchentlich jeweils mittwochs von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr und freitags von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr im Hansahof für Beratungsgespräche zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird es zusätzliche Termine im Rahmen der Zusammenführung von Wohnpartnerschaften in den einzelnen Stadtteilen geben. Aktuell führten die Eheleute Stroot bereits erste Gespräche mit verschiedenen Grup- pen/Institutionen, um die Fortführung und weitere Vernetzung des Projektes vorzubereiten: • AStA einschl. Wohnbörse • SeHT Münster e. V. (Selbständigkeitshilfen bei Teilleistungsschwächen e. V.) • Stadtteilinitiativen „Von Mensch zu Mensch“ – Information und Begleitung in den Stadt- teilen • Seniorenvertretung Münster e. V. • Lebenshilfe e.V. Herr Stroot wird ferner über die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, Diözesan- verband Münster e.V.), Seniorentreffs und den jeweiligen Kirchenvertretern der Stadtteile vor Ort den Kontakt zu den Menschen suchen, um für das Projekt zu werben. Weitere Gespräche mit unterschiedlichen Institutionen werden folgen. Auch ist angedacht, ein regelmäßiges „Frühstück im Hansahof“ für die Studierenden bzw. hilfe- leistenden Mieter aller Wohnpartnerschaften anzubieten, um sich bei dieser Gelegenheit aus- tauschen zu können. Die bisher aus der hauptamtlichen Projektleitung gewonnenen Erkenntnisse einschließlich der Evaluation der Fachhochschule Münster sowi e alle maßgeblichen Unterlagen einschließlich zahlreicher Vordrucke, Flyer, Plakate und die Beschreibung von Vernetzungsinitiativen wurden dem Ehepaar Stroot zur weiteren Verwendung überreicht. Projektinhalte Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ soll grundsätzlich in seiner bisherigen Form übernommen und weitergeführt werden. Das Projekt bringt Seniorinnen und Senioren, die über ausreichend Wohnraum verfügen mit z. B. Studierenden und Auszubildenden, die preiswerten Wohnraum suchen, in einer Wohnpart- nerschaft zusammen. Als Voraussetzung für beide Altersgruppen gilt, dass sie ein soziales In- teresse an der jeweils anderen Generation haben und sich auf eine Wohnpartnerschaft einlas- sen wollen. Der Mietwert des zur Verfügung stehenden Wohnraums wird ganz oder teilweise durch Gegenleistungen abgegolten nach der Faustregel, dass für einen Quadratmeter Wohn- raum eine Stunde Hilfeleistungen im Monat erbrac ht werden. Hilfe- oder Gegenleistungen sind hier alle Arbeiten des Alltags rund um Haus und Garten, Einkaufen sowie Gesellschaft leisten oder persönliche Begleitung. Darüber hinaus soll weiterhin vom Grundsatz her gelten, dass es sich bei den Hilfeleistungen nicht um pflegerische Tätigkeiten handelt. Als Neuerung wird es aber eine Öffnung für weitere Bevölkerungsgruppen geben. Dies war ei- ne der zentralen Erkenntnisse, die sich sowohl aus der bisherigen hauptamtlichen Tätigkeit der Projektleitung als auch aus der Evaluation der Fachhochschule Münster ergaben. Gleicherma- ßen argumentierte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW in der Vergan- genheit. - 4 - V/0118/2009 Somit soll das Projekt auf der Seite der Wohnraumanbieter erweitert werden, z. B. um den Personenkreis der Menschen mit Behinderungen und/oder Teilleistungsschwächen jeglichen Alters. Ebenso wie bei den bisherigen Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt soll es auch in dem erweiterten Anbieterkreis darum gehen, den behinderten Menschen bei Arbeiten des täglichen Lebens grundsätzlich im nicht pflegerischen Bereich zu unterstützen. Er kann so seine Lebensentwürfe selbstständig planen und umsetzen. Angehörige der Menschen mit Be- hinderungen können eine Entlastung bei deren Begleitung und Betreuung erfahren. Auch können sich allein Erziehende ebenso als Wohnraumanbieter bewerben, z. B. um durch sinnvoll abgesprochene Betreuungszeiten einschließlich Kindergarten- oder Schulwegbeglei- tung, einer teilweise beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Ebenso ältere Menschen, die aufgrund ihres Alters und ihrer körperlichen Fitness in der Lage sind, ältere Menschen im Haushalt zu unterstützen oder auch Gesellschaft zu leisten, können in Absprache mit der neuen Projektleitung als Wohnungsbewerber für das Wohnprojekt in Fra- ge kommen. Weitere Beispiele neuer Personenkreise sind denkbar und werden von der ehrenamtlichen Projektleitung nach Bedarf überprüft und ggf. in das bestehende Konzept des Wohnprojektes einbezogen. Verfahren Die Impulse bei der Bildung von Wohnpartnersc haften sollen im Regelfall aus den dezentralen Stadtteilkontakten, insbesondere aus den Stadtteilinitiativen „Von Mensch zu Mensch“ heraus entstehen. Von ihnen sollen die Eheleute Stroot als die verantwortliche Projektleitung jeweils Mitteilung über Menschen erhalten, die die Vermittlung in eine Wohnpartnerschaft anstreben. Darüber hinaus dient auch das Büro im Hansahof für mögliche erste Kontaktaufnahmen, die sich z. B. aus der Öffentlichkeitsarbeit heraus ergeben können. Der/dem Anbieter/in von Wohnraum soll dann eine aus den bestehenden und künftig zu aktua- lisierenden Listen entsprechend passende wohnungssuchende Person ausgesucht und vorge- schlagen werden. Hierzu dienen die bereits in der Vergangenheit erstellten und mit zahlreichen Informationen versehenen Bewerberlisten des bisherigen Projektes. Grundsätzlich wollen Herr und Frau Stroot die Wohnungsanbieter/innen gemeinsam besuchen und die vor Ort vorhandenen räumlichen Möglichkeiten kennenlernen. Ebenso soll ein gemein- sames Gespräch mit allen Beteiligten (ggf. auch mit weiteren Angehörigen) vor Ort geführt werden, so dass im Regelfall mindestens zwei Besuchstermine je abzuschließende Partner- schaft angedacht sind. Vorausgehen werden jedoch auch separate Einzelgespräche beider Bewerberkreise. Sobald die Wohnpartnerschaft einvernehmlich erzielt wurde, soll ein detaillierter Mietvertrag mit den dann vom Bewerber zu erbringenden Leistungen abgeschlossen werden. Eine ggf. nötige Begleitung könnte anschließend sowohl über die Eheleute Stroot als auch über die Stadtteilini- tiativen erfolgen. Diese Entscheidung wird im Einzelfall getroffen. Öffentlichkeitsarbeit Die bestehende Homepage des Hansahofes wird neu erstellt. Insbesondere die Einbeziehung und gleichzeitige Werbung für das Wohnprojekt soll hier erreicht werden. Gleichzeitig sollen der Homepage technische Möglichkeiten statistischer Auswertungen zugeführt werden. Angedacht ist derzeit die Einrichtung eines kurzen Werbefilms, in dem Wohnpartnerschaften vorgestellt sowie ggf. die möglichen Aufgaben/Hilfeleistungen innerhalb der Wohnpartnerschaft - 5 - V/0118/2009 aufgezeigt werden. Hier sollen alle Interessiert en die Möglichkeit erhalt en, sich ein sehr an- schauliches Bild von dem Projekt und seinen Inhalten zu verschaffen. Ein neuer Flyer soll in Eigeninitiative der Projektverantwortlichen, den Eheleuten Stroot, vorbe- reitet werden. Er soll die wichtigsten Inhalte des Projektes in ähnlicher Weise wie im bisherigen städtischen Flyer darstellen. Auch hier soll er als ein wesentlicher Beitrag für die Weitergabe von Grundsatzinformationen in Form eines prägnanten Faltblattes eingesetzt werden. Die Er- stellung dieses Flyers und neuer Plakate soll mit einem neuen Kooperationspartner detailliert besprochen und auch mit dem Amt für Wohnungswesen abschließend abgestimmt werden. Begleitung durch die Fachhochschule Münster Eine thematische Begleitung im Rahmen der Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. E. Bock- Rosenthal von der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen, und ihrer Fachschaft soll z. B. als Studierendenprojekte fortgeführt werden. Erste Gespräche diesbezüglich gab es bereits, weitere Gespräche zur Unterstützung der neuen Projektform sind geplant. 3. Finanzen Im Jahr 2009 soll in Absprache mit den Eheleuten Stroot eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 1.500 € gewährt werden. Dieser Betrag gilt als pauschale Entschädigung für die Aufwen- dungen, die im Laufe des Jahres 2009 aufgrund ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten entstehen. Ferner wird im Jahr 2009 eine einmalige Anschubfinanzierung i. H. v. knapp kalkulierten weite- ren 5.000 Euro benötigt, um insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit z. B. Kosten für Flyer- und Plakatgestaltung sowie Druck der Exponate zu gewährleisten. Die Änderung der Homepage und das Erstellen eines kurzen Informationsfilms sollen ebenfalls aus diesen Mit- teln bestritten werden, wie auch z. B. die Finanzierung eines neuen Anrufbeantworters. Im Jahr 2009 besteht somit ein Finanzbedarf von insgesamt 6.500 €. Ab 2010 ist neben der laufenden Aufwandentschädigung von 1.500 Euro eine Sachkostenpau- schale von 1.000 Euro geplant, insbesondere für notwendige Nachdrucke von Flyern und Pla- katen. Im Jahr 2010 besteht somit ein Finanzbedarf von insgesamt 2.500 €, der auch für die folgen- den Haushaltsjahre als zukünftiger Basisbetrag anzusetzen ist. 4. Berichterstattung gegenüber dem zuständigen Fachausschuss Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung wird über die Fortführung des in ehrenamtliche Verantwortung übertragenen Projektes informiert. Die Verwaltung wird ihm ge- meinsam mit der Projektleitung nach zwei Jahren ehrenamtlicher Projektarbeit „Wohnen für Hil- fe“ einen entsprechenden Sachbericht vorlegen. i. V. Thomas Paal Stadtrat - 6 - V/0118/2009 Anlage: Antrag der CDU-Fraktion und FDP-Fraktion an den Rat NR. A-R/0055/2008 vom 28.10.2008 – Modellprojekt „Wohnen für Hilfe“ auf neue Grundlagen stellen -
Anlage 08-10-28 Antrag Rat 0055-2008
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0055/2008 RATSFRAKT ION Münster, 28. Oktober 2008 Antrag Modellprojekt "Wohnen für Hilfe" auf neue Grundlage stellen Der Rat möge beschließen: 1. Auch in Zukunft sollen in Münster generationsübe rgreifende Wohnpartnerschaften, in deren Rahmen entgeltfreies oder besonders mietgünstiges W ohnen gegen Hilfen im Alltag er- möglicht wird, zustande kommen und begleitend unter stützt werden. Dazu soll das bislang vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Modellproje kt "Wohnen für Hilfe" aufbauend auf den bisher gemachten Erfahrungen der Stadt Münster auf eine neue Grundlage gestellt werden. 2. Die Vermittlung und Unterstützung der Wohnpartne rschaften erfolgt künftig durch freie Trä- ger, Vereine, Stiftungen und/oder eigeninitiativ in den einzelnen Stadtteilen. Um das Projekt möglichst nahtlos fortführen zu können, zugleich ab er in ein möglichst dauerhaftes Pro- gramm auf modifizierter Grundlage umzuformen, wird die Verwaltung beauftragt, einen ordnenden Gestaltungs- und Beratungsrahmen für die beteiligten Gruppen zu erarbeiten, der Empfehlungen zur Erweiterung des Personenkreises, der Wohnraum anbietet (z.B. eine Erweiterung um den Personenkreis von Menschen mit B ehinderungen und / oder Teil- leistungsschwächen jeglichen Alters) sowie zur Erwe iterung der Wohnraum suchenden Gruppen umfasst, so dass sich mittelfristig ein breiterer Teilnehmerkreis für das genera- tionenübergreifende Wohnpartnerschaftsprojekt gewinnen lässt, Vorschläge zur Vernetzung und arbeitsteiligen Aufg abenwahrnehmung der beteiligten Gruppen enthält, die bisher mit dem Modellprojekt gesammelten Erfah rungen sowie eine Übersicht der häufig gestellten Fragen und Problemfelder zu dem Modellprojekt genau auflistet, für die einzelnen Stadtteile die jeweiligen Anspre chpartner benennt, die Einbeziehung eines auf Erfolgsbasis arbeitende n 'Sozialmakler' prüft, der für Interessenten/Bewerber sowie für alle beteiligten G ruppen, Vereine, Träger und Personen gleichermaßen als Ansprechpartner agiert u nd zugleich eine Angebots- und Nachfragebörse für Wohnpartnerschaften aufbaut und pflegt und die Kosten des Projekts gegenüber der bisherigen K ostenstruktur deutlich reduziert und diese genau darstellt. Nennenswerte Kosten im Personalbereich entstehen nicht, da auf vorhandene Strukturen zurückgegriffen werden kann. Die Verwaltung gibt das in den letzten drei Jahren erstellte umfangreiche Informations- und Begleitmaterial inklusive Musterverträgen an die ge nannten Gruppen weiter bzw. stellt die- ses je nach Bedarf in ausreichender Zahl zur Verfügung. - 2 - 3. Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung in zwei Jahren einen Erfahrungsbericht zur Entwicklung und zu den Ergebnissen des Projekts vor. Begründung: Die Grundidee des Modellprojekts "Wohnen für Hilfe" , dass junge Menschen bei einem älteren Menschen wohnen, Miete sparen und dafür nach festge legten Regeln ihren 'Wohnpartner' im Alltag unterstützen oder ihm einfach Gesellschaft l eisten, ist in Münster auf Interesse und Nachfrage gestoßen. 43 Partnerschaften wurden vermi ttelt. Durch das Angebot "Wohnen für Hilfe" können ältere Menschen in den eigenen vier Wänden i n ihrem vertrauten Umfeld bleiben, junge Menschen kostengünstig wohnen und Erfahrungen gewinnen. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Modellprojekt "Wohnen für Hilfe" zeigen allerdings, dass das Zustandekommen und die Stabilität von Wohnpartnerschaften eine entsprechende Beratung und Begleitung erfordert. Die Anforderungen an die Passgenauigkeit einer solchen Wohnpartnerschaft sind im Vergleich zu herkömmlichen Mietverhältnissen wesentlich größer, zudem lebt diese Form des Zusammenlebens von einer besonderen Vertrauensbasis zwischen den Wohnpartnern. Anders als bei einer Fortsetzung des Projekts unter Landesförderung soll es künftig nicht mehr städtische Aufgabe sein, Wohnungspartnerschaften im konkreten Einzelfall zu vermitteln und zu begleiten. Das Projekt soll vielmehr unter neuen de zentralen Vorzeichen weiterentwickelt und künftig direkt vor Ort in den einzelnen Stadtteilen verankert werden. Im Mittelpunkt des Projekts stehen im jeweiligen Stadtteil fest verankerte frei e Träger, Vereine und Gruppen, weil diese vor Ort aus ihrem bisherigen Engagement und ihrer Arbei t heraus persönliche Kontakte und Vertrauen aufgebaut und geschaffen haben. Zu den Partnern des stadtteilorientierten Projekts können Kirchen, Stiftungen, freie Träger und Vereine wie z .B. von 'Mensch zu Mensch' ebenso gehören, wie auch Hochschulen, freiwillige Initiativen, Frei willigenagentur oder Privatpersonen. Der Erfolg des Projekts lebt vor allem vom direkten Kontakt im Stadtteil und der persönlichen Ansprache – dies schafft und sichert Vertrauen. Auch im Zusamme nhang mit dem geplanten Aufbau von dezentralen Beratungs- und Pflegestützpunkten ist e ine stadtteilorientierte Ausrichtung des Projekts "Wohnen für Hilfe" eine interessante Weite rentwicklung. Die freien Träger, Vereine, Gruppen und Personen vor Ort wissen für ihren jewei ligen Orts- /Stadtteil am besten, für wen das Programm geeignet sein könnte und wer in welcher Form Hilfe benötigt. Ergänzend kann in das neue Konzept des Projekts "Wohnen für Hilfe" möglicherweise auch ein auf Erfolgsbasis arbeitender 'Sozialmakler' einbezogen werden, der als federführender fester Ansprechpartner sowohl für Interessenten/Bewerber als auch für alle beteiligten Gruppen, Vereine, Träger und Personen in den Stadtteilen agiert und z ugleich eine Angebots- und Nachfragebörse für Wohnpartnerschaften aufbaut und pflegt. Im Verlauf des Ende Mai 2008 ausgelaufenen Modellpr ojekts hat die Vewaltung die Nachfragepotenziale von Wohnungspartnerschaften im Hinblick auf die festgelegten Zielgruppen ausgelotet und ihre Rahmenbedingungen getestet. Die Erfahrungen verdeutlichen, dass auch eine Erweiterung der Bewerberkreise zusätzliche Potenziale für das Projekt eröffnen kann. gez. gez. H.-Dieter Sellenriek C. Möllemann-Appelhoff CDU-Fraktion FDP-Fraktion
Ergänzungsvorlage V/0118/2009/1
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DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Wohnungswesen Vorlagen-Nr.: V/0118/2009/1. Erg. Öffentliche Beschlussvorlage Auskunft erteilt: Herr Leskow Ruf: Betrifft Neuausrichtung des Projektes "Wohnen für Hilfe" Beratungsfolge 25.03.2009 Hauptausschuss Vorberatung 25.03.2009 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ wird in ehrenamtlicher Trägerschaft mit dem in der Begrün- dung dargestellten neuen Konzept und den dort genannten Rahmenbedingungen fortgeführt. 2. Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung und der Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen in zwei Jahren einen Erfahrungsbericht zu der Entwicklung und zu den Ergebnissen des Projektes vor. 3. Der Antrag der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0055/2008 vom 28.10.2008 ist damit erledigt. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass im Jahr 2009 Kosten entstehen i. H. v. 6.500 €. Hierunter fällt eine jährliche pauschale Aufwandsentschädigung i. H. v. 1.500 € für die ehrenamtlichen Tätig- keiten sowie eine Anschubfinanzierung von 5.000 € für die anfallenden Sachkosten und die Öffent- lichkeitsarbeit, insbesondere für die Erstellung von Flyer und Plakaten. Ab 2010 werden jährliche Ausgaben von insgesamt 2.500 € erwartet aufgrund der kalkulierten fort- laufenden pauschalen Aufwandsentschädigung i. H. v. 1.500 € sowie einer Sachkostenpauschale von 1.000 €, insbesondere für Nachdrucke von Flyer und Plakaten. 4 92 64 30 E-Mail: LeskowR@stadt-muenster.de Datum: 11.03.2009 V/0118/2009/1 - 2 - V/0118/2009/1 III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Zur Finanzierung der o. g. Sachentscheidung werden ab dem Haushaltsjahr 2009 zusätzlich be- reitgestellt: Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1003 Wohnen Teilergebnisplan (Zei- le) 16 Sonstige ordentliche Aufwen- dungen 2009 6.500,00 Insgesamt: 6.500,00 Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1003 Wohnen Teilergebnisplan (Zei- le) 16 Sonstige ordentliche Aufwen- dungen 2010 ff. 2.500,00 jährlich Insgesamt: 2.500,00 Begründung: Die Verwaltung schlägt vor, dem Beschluss der Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen vom 10.03.2009 zu folgen. i. V. Thomas Paal Stadtrat
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0118/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 11.02.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37