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0515/2017

Ernährungsrat Köln und Umgebung, hier: Finanzielle Förderung

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 21.06.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.07.2017, TOP 10.6

Anlage2_Liste der Mitglieder Ernährungsrat Köln und Umgebung

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Ansehen

Anlage4_ErnährungsratKoeln_Flyer_2016

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage1_Geschäftsordnung Ernährungsrat Köln und Umgebung

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Anlage3_Projektkoordination

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Anlage2_Liste der Mitglieder Ernährungsrat Köln und Umgebung

1337 Zeichen

Mitglieder des Ernährungsrats für Köln und Umgebung 
 
 
Name  Funktion  
Zivilgesellschaft   
Frank Bowinkelmann Vorsitzender foodsharing 
e.V. 
Mehret Haile Preylowski Ökotrophologin, Journalisti n  
Dorothea Hohengarten Gemeinschaftsgarten NeuLand, 
Köln 
Sven Johannsen Slow Food e.V., Regionalwert 
AG 
Dr. Stephan Lück Leiter der HGS Rheinland 
Ulrike Päffgen GemüseAckerdemie 
Florian Sander MISEREOR 
Katharina Schwartz COLABOR, Food Assembly 
Ehrenfeld 
Valentin Thurn Taste of Heimat e.V., 
Dokumentarfilmer 
Tobias Welz Erzbistum Köln, 
Klimaschutzmanager 
Wirtschaft   
Bernhard Bonfig Bio-Spitzenkoch 
Johannes Dobelke Horbacher Mühle, 
Neunkirchen-Seelscheid 
Dr. Christoph Dornbusch Ökomärkte Köln, Gemüsekiste n  
Amarine Ergert-Gillern Ackerbaubetrieb Brosch, 
Bedburg 
Holger Kleinjung Metzgerei Kleinjung, 
Engelskirchen 
Achim Mantscheff Swimming Pool GmbH, Köln 
Engelbert Schlechtrimen (Slow) Bäckerei 
Schlechtrimen, Köln 
Peter Schmidt Klosterhof Bünghausen, 
Gummersbach 
Peter Zens Erlebnisbauernhof 
Gertrudenhof, Hürth 
Verwaltung   
Theo Boxberg Naturpark Bergisches Land 
Michael Kreuzberg Landrat Rhein-Erft-Kreis 
Ulrich Timmer Landwirtschaftskammer NRW 
 Vertreter der Ratsfraktion: 
CDU 
 Vertreter der Ratsfraktion: 
SPD

Vertreter der Ratsfraktion: 
Die Linke 
 Vertreter der Ratsfraktion: 
Die Grünen

Anlage4_ErnährungsratKoeln_Flyer_2016

4895 Zeichen

www.ernährungsrat-köln.de
Mitmachen:
… in den Ausschüssen
Arbeiten Sie mit Gleichgesinnten zu Ernährungs-
themen, welche die Stadt und die Welt bewegen! 
Die Ausschüsse treffen sich regelmäßig (immer in 
den Abendstunden), die Termine werden auf der 
Seite des Ernährungsrats angekündigt.
... im Ernährungsrat
Dort sitzen Menschen, die in der Ernährungs-
szene aktiv und gut vernetzt sind und langfristig 
eine nachhaltige und regionale Ernährungs -
strategie für Köln ausarbeiten.
... in der Organisation
Sie wollen unser Team organisatorisch und stra-
tegisch unterstützen? Werden Sie Mitglied beim 
Initiator des Projekts Taste of Heimat e.V. !
Kontakt:
Ernährungsrat Köln und Umgebung 
c/o Taste of Heimat e. V.
Marsiliusstraße 36
D-50937 Köln
info@tasteofheimat.de
Projektkoordination: Marie Zimmermann
marie@tasteofheimat.de
www.ernährungsrat-köln.de
Was soll erreicht werden?
Die Ausschüsse entwickeln verbind-
liche und messbare Ziele, wie z.B. mehr 
Schul- und Gemeinschaftsgärten oder 
regionale Produkte in Großküchen
Auf dieser Grundlage wird eine 
 Ernährungsstrategie für die Stadt 
Köln und ihr Umland erarbeitet
Stadtverwaltung wird in Ernährungs -
fragen beraten.  Zum Beispiel: Regio-
nale Lebensmittel für städtische 
Kantinen, Schulen, Kin der gärten. 
Oder: Wie sollen die Flächen genutzt 
werden, welche die Stadt an Land-
wirte verpachtet?
Vernetzung von Akteuren
Aufklärung und Sensibilisierung 
der Kölner Bürgerinnen und Bürger
„Ernährungs- und Agrarwende“
zur  Stärkung regionaler Lebens-
mittelkreisläufe 
Ernährungsrat
Köln u n d  U m g ebung
Ernährungsrat
Köln u n d  U m g ebung
Ernährungsrat
Köln und Umgebung
Ernährungsrat
Köln und Umgebung
… damit 
Köln besser
 is(s)t.
Auf FSC-zertifi  ziertem Papier mit mineralölfreien Ökofarben, 
chemiefreier Druckplattenherstellung und CO2-neutral hergestellt. 
Ein Produkt der Schloemer-Gruppe Düren.

Warum braucht Köln das?
Was in Köln gegessen wird, wird oft aus großer Entfer-
nung zu uns transportiert. Gleichzeitig produzieren die 
Landwirte unserer Region hauptsächlich für den inter-
nationalen Markt. Kaum einer weiß, wo das herkommt, 
was wir täglich essen und wie es produziert wird. Wir 
Kölner sind zunehmend von unserem eigenen Umland 
entfremdet und schädigen es dabei auch noch, da die 
Wertschöpfung nicht in der Region bleibt. 
Zusammen wollen wir die Ernährungspolitik auf die 
lokale Ebene holen!
Wie machen wir das?
Im Rat sitzen Expertinnen und E aus: 
• Landwirtschaft
• Lebensmittelerzeugung, 
-verarbeitung und -vertrieb
• Gastronomie
• Initiativen und Vereine
• Verwaltung und Kommunalpolitik
• Bildung und Forschung, sowie
• engagierte Kölner BürgerInnen.
Wie machen wir das?
Ernährungsrat 
für Köln und Umgebung
Der Ernährungsrat ist ein Projekt des ge-
meinnützigen Vereins Taste of Heimat e.V. 
in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln und 
den verschiedensten Akteuren des Kölner 
 Ernährungssystems.
Was ist ein Ernährungsrat?
Ein Ernährungsrat formuliert Ziele für eine  lokale 
Ernährungspolitik. Damit soll die Stadt und die Region 
wieder Kontrolle über die Gestaltung ihres eigenen Er-
nährungssystems zurückerhalten. Durch die Internatio-
nalisierung des Lebensmittelmarktes werden Entschei-
dungen über unser Essen immer weiter weg gefällt. 
Wir möchten wieder mitentscheiden, woher unser Essen 
kommt und wie es produziert wird. Ziel ist ein nachhal-
tig gerechtes, effektives und ökologisches Ernährungs-
system, in dem die Wertschöpfung bei den kleinbäu-
erlichen Betrieben und dem verarbeitenden Handwerk 
bleibt. Dadurch wird die ganze Region lebenswerter.
Der Rat besteht aus je einem Drittel Vertretern der Zivil-
gesellschaft, Wirtschaft und städtischer Verwaltung.
In den vier Ausschüssen wird regelmäßig inhaltlich 
zu den folgenden Themen gearbeitet:
Veranstaltungen zum Thema 
„Regionale und nachhaltige Ernährung“
Mit einer Veranstaltungsreihe soll in der ganzen 
Stadt für Genuss, Wertschätzung und die Bedeutung 
von Regionalität sensibilisiert und über den Zusam-
menhang mit der Welternährung aufgeklärt werden.
Regionale Direktvermarktung
Durch den Ausbau neuer Absatz- und Bezugsmöglich-
keiten sollen kleine Erzeugerbetriebe in der Region 
 gestärkt und den Verbrauchern der Zugang zu regio-
nal erzeugten Lebensmitteln vereinfacht werden.
Ernährungsbildung und Schulverpfl  egung
Wenn Kinder den Anbau, die gesunde Zubereitung 
und Wertschätzung von Lebensmitteln von Klein auf 
lernen, ist das eine Möglichkeit, ihre Gesundheit zu 
schützen und ihr Konsumverhalten langfristig nach-
haltig zu ändern.
Zukunft der Lebensmittelproduktion in der Stadt
Der Erhalt von Flächen für die urbane Landwirtschaft 
und Gemeinschaftsgärten, sowie neue, innovative 
 Lösungen für eine nachhaltige Lebensmittelproduk-
tion in der Stadt sind u.a. Thema.
Was ist ein Ernährungsrat?Was ist ein Ernährungsrat?Was ist ein Ernährungsrat?Was ist ein Ernährungsrat? Warum braucht Köln das?

Beschlussvorlage Rat

9815 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/57 
 
Vorlagen-Nummer 
 0515/2017 
Freigabedatum 
21.06.2017 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Ernährungsrat Köln und Umgebung, hier: Finanzielle Förderung 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beschließt, als neue freiwillige Aufgabe, den „Ernährungsrat Köln und Umgebung“ mit einem 
jährlichen Zuschuss in Höhe von 50.000 € p.a. ab 09/2017 zunächst für 3 Jahre zu unterstützen. Die 
Finanzierung in den Haushaltsjahren 2017 bis 2020 erfolgt durch Umschichtung veranschlagter Mittel 
im Teilergebnisplan 1401, Umweltordnung, -vorsorge, bei Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen, 
aufgrund erfolgter Neupriorisierung von Aufgaben und führt nicht zu einer Vergrößerung des bereits 
bestehenden Haushaltsdefizits. 
Der Rat beauftragt den jeweiligen Beigeordneten / die jeweilige Beigeordnete des Dezernates für So-
ziales, Integration und Umwelt bzw. den jeweiligen Amtsleiter / die jeweilige Amtsleiterin des Umwelt- 
und Verbraucherschutzamtes, als festes Mitglied die Stadt Köln im „Ernährungsrat Köln und Umge-
bung“ zu vertreten. 
 
Alternative:  
Der Rat lehnt die Förderung des „Ernährungsrates Köln und Umgebung“ ab. Dabei verzichtet die 
Stadt Köln auf die Nutzung des Netzwerkes „Ernährungsrat Köln und Umgebung“ und verliert einen 
wichtigen Partner für die Etablierung einer entsprechenden kommunalen Ernährungspolitik. 
 
Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017 
Finanzausschuss 10.07.2017 
Rat 11.07.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  50.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja        0 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2018-2020 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.    50.000 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
Auf Initiative des Vereins „Taste of Heimat“ wurde Anfang 2015 die Arbeit für eine regionale Ernäh-
rungspolitik in der Metropolregion Köln und Umgebung gestartet und von der Stadt Köln seither be-
gleitet und unterstützt. Im März 2016 erfolgte die Gründung des ersten Ernährungsrates für Köln und 
Umgebung im Historischen Rathaus.  
 
Der Ernährungsrat strebt an, als dauerhaft konstituiertes beratendes Gremium eine Ernährungsstra-
tegie für die Stadt Köln zu erarbeiten, die auf nachhaltige, regional produzierte, gesunde Lebensmittel 
setzt und somit den kleinbäuerlichen und handwerklichen Betrieben im Umland auf Dauer einen loka-
len Absatzmarkt erhält. Der Ernährungsrat versteht sich als ein zivilgesellschaftliches Projekt, das die 
Diskussion und Partizipation in der Stadtgesellschaft anregen will und dessen Ergebnisse im Verlauf 
des bürgerschaftlichen Prozesses von Bürgerinnen und Bürgern selbst erarbeitet werden. In enger 
Kooperation mit der Stadtverwaltung, den Akteuren im Umland und den Landesministerien sollen 
konkrete Projekte angestoßen werden, damit sich Köln langfristig zu einer lokalen, auf Nachhaltigkeit 
und Regionalität fokussierten Modellregion entwickelt. 
 
Im Ernährungsrat sind mit dem Vorsitzenden bis zu 30 feste Mitglieder vertreten, die sich zu je einem 
Drittel aus den Bereichen der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft sowie der Verwaltung zusammensetzen 
(Landwirtschaft, Gastronomie, Bürgerschaft, Lebensmittelerzeugung, -verarbeitung und -vertrieb, Ini-
tiativen, Vereine, Bildung, Forschung, Verwaltung und Kommunalpolitik). Der Ernährungsrat selbst 
tagt viermal jährlich, ergänzt um die jeweiligen Sitzungen der vier Ausschüsse: 
 Regionale Direktvermarktung 
 Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung 
 Urbane Landwirtschaft/ Essbare Stadt 
 Gastronomie und Lebensmittelhandwerk (ab März 2017)

3 
Diese vier Ausschüsse stehen auch allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Beteiligung 
offen. Der Ernährungsrat will Menschen eine intensivere Beziehung zum Essen ermöglichen und da-
mit einhergehend eine höhere Wertschätzung für die Nahrung erzielen. Er will vernetzen, regionale 
Lebensmittelkreisläufe stärken und aktiv werden, wenn es um die Aufklärung, Sensibilisierung und 
Beratung beispielsweise bei regionalen Produkten der Mittagsverpflegung in Kitas, Schulen und Kan-
tinen oder die Nutzung von städtischen Flächen für urbane Gärten oder Landwirtschaft geht. 
Mittels der zu entwickelnden Ernährungsstrategie soll langfristig eine vielfältige, kleinstrukturierte 
Landwirtschaft, die durch Artenvielfalt und ein attraktives Landschaftsbild gekennzeichnet ist, in der 
Region erhalten werden. Wirtschaftliche Vorteile sieht der Ernährungsrat auch gesichert durch: 
 Förderung der regionalen Landwirtschaft; 
 Erhalt der Individualgastronomie gegenüber den systemgastronomischen 
 Großbetrieben durch Angebote frischer, regionaler Speisen; 
 Neue (regionale) Perspektiven für den Handel; 
 Reduzierungen des Verkehrsaufkommens, kurze Wege der 
 Lebensmittelbeschaffung, geringere Luftbelastung; 
 Innovative Pilotprojekte der Gastronomie steigern das touristische Interesse an Köln. 
 
Der Ernährungsrat hält einen jährlichen städtischen Zuschuss zur Fortführung seiner Tätigkeiten für 
erforderlich und setzt für die Stelle der Projektkoordination 50.000 € an. Die Projektkoordination orga-
nisiert die konzeptionelle und praktische Arbeit des Ernährungsrates, seiner Ausschüsse und des 
Koordinationsteams. Dazu zählen u.a. die Vor- und Nachbereitungen der Sitzungen, die Öffentlich-
keitsarbeit, Projektentwicklungen sowie Veranstaltungsplanungen des Ernährungsrates (s. Anlage 3).  
Bislang erfolgte eine prozessbezogene, finanzielle Unterstützung der Aktivitäten, die im August 2017 
ausläuft. Zum Aufbau und der Etablierung einer kommunalen Ernährungsstrategie ist aber eine konti-
nuierliche, verlässliche, mehrjährige Finanzierung des Ernährungsrates erforderlich.  
 
Trägerverein des Ernährungsrates für Köln und Umgebung ist der Verein „Taste of Heimat e.V.“. In 
diesem Zusammenhang liegt auch die Beschlussvorlage zur Mitgliedschaft der Stadt Köln im Verein 
„Taste of Heimat e.V.“ dem Rat zur Entscheidung vor. Der Mitgliedsbeitrag beträgt für staatliche Or-
ganisationen jährlich 250 €. 
 
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt betrachtet den Ernährungsrat als wichtige Vorsorgemaß-
nahme des Verbraucherschutzes für mehr Umweltverträglichkeit, zur Sicherstellung einer guten Qua-
lität von Lebensmitteln, für mehr Transparenz am Markt und Entwicklung von mehr Ernährungsbe-
wusstsein und Sicherung der regionalen Betriebe. Die Verwaltung unterstützt die Arbeit des Ernäh-
rungsrates und ist an der Mitwirkung und Mitarbeit für die Metropolregion Köln und Umgebung inte-
ressiert. So befasst sich das Umwelt- und Verbraucherschutzamt seit 2011 mit nachhaltigem Konsum 
und Lebensstil im Zusammenhang von Lebensmittelverschwendung und Welthunger. Im Projekt 
„Schad dröm“ wurde die Thematik aufgegriffen und als Aufgabenschwerpunkt der schulischen Um-
weltbildung umgesetzt. Auf Veranstaltungen mit Vereinen, Institutionen und Schulen wurde die Wert-
schätzung von Lebensmitteln öffentlichkeitswirksam vermittelt (Beispiele: Aktionstag „Taste the Was-
te“, Videoclip für Jugendliche gegen die Lebensmittelverschwendung, Kochaktionen, Mitwirkung am 
Netzwerktreffen „Für eine regionale Ernährungspolitik“ in 2015, Mitwirkung an der Gründung des Er-
nährungsrates 2016 sowie Beteiligung an „Köln isst joot - Aktionstage nachhaltige Ernährung“ 2016).  
 
Darüber hinaus hat sich die Stadt Köln mit der Unterzeichnung des Urban Food Policy Pact im Okto-
ber 2015 in Mailand zu einer nachhaltigen Ernährungspolitik verpflichtet.  
 
Das Erfordernis, sich auch auf kommunaler Ebene mit den Themen der Ernährungssicherheit, besse-
rer Ernährung, Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft, nachhaltigem Konsum und Lebensstile 
zu befassen, können an den internationalen und nationalen Nachhaltigkeitsstrategien abgelesen wer-
den. Hierfür stehen die bei der UN-Vollversammlung in New York 2015 beschlossenen Entwicklungs- 
und Nachhaltigkeitsziele, die in einzelnen Handlungsfeldern aufgelistet sind (Sustainable Develop-
ment Goals, SDGs). Die Landesregierung NRW hat im Juni 2016 ihre Nachhaltigkeitsstrategie be-

4 
schlossen, mit der sich NRW als erstes Bundesland verpflichtet, die globalen Nachhaltigkeitsziele des 
UN-Gipfels der Agenda 2030 umzusetzen. Kern des Zukunftskonzeptes ist ein Ziel- und Indikatoren-
system für 19 zentrale Handlungsfelder, denen auch die internationalen SDGs zu Grunde liegen. Für 
eine zu entwickelnde Ernährungsstrategie für Köln und Umgebung sind u.a. die beiden Indikatoren 
maßgeblich „Nachhaltiger Konsum, nachhaltiger Lebensstil“ sowie „Landbewirtschaftung – in unseren 
Kulturlandschaften nachhaltig produzieren“. 
 
Die Stadt Köln nimmt mit 14 weiteren Kommunen am Modellprojekt „Global nachhaltige Kommune 
NRW“ der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW teil, um eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie 
im Zusammenhang mit der städtischen Gesamtstrategie in 2017 zu entwickeln, wobei die UN-
Nachhaltigkeitsziele auf regionale und lokale Anforderungen herunter zu brechen sind. Grundlegend 
wären hierbei die benannten Handlungsfelder und Indikatoren in eine lokale Ernährungs- und Nach-
haltigkeitsstrategie für Köln zu implementieren.  
 
Anlagen 
1) Geschäftsordnung Ernährungsrat Köln und Umgebung 
2) Mitglieder des Ernährungsrates Köln und Umgebung  
3) Projektkoordination 
4) Flyer Ernährungsrat Köln und Umgebung

Anlage1_Geschäftsordnung Ernährungsrat Köln und Umgebung

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Anlage3_Projektkoordination

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Projektkoordination für den „Ernährungsrat Köln und Umgebung“ 
Tätigkeitsfeld, Finanzierung und geplante Aktivitäten 
Der Ernährungsrat hat 30 ordentliche Mitglieder, je zehn aus Verwaltung, Wirtschaft und 
Zivilgesellschaft. In den vier Ausschüssen des Ernährungsrats kann hingegen jede Bürgerin, 
jeder Bürger mitarbeiten, derzeit sind es rund 100 Aktive. Sie wählen jeweils zwei Vorsitzende. 
Diese acht Personen bilden das Koordinationsteam, gemeinsam mit der / dem Ernährungsrat-
Vorsitzenden und der Projektkoordination, das die Ernährungsrat-Sitzungen inhaltlich 
vorbereitet.  
Die Projektkoordination, derzeit die einzige hauptamtliche Stelle, ist verantwortlich für die 
Entwicklung der Strukturen und die Unterstützung der konzeptionellen und praktischen Arbeit 
des Ernährungsrats, der Ausschüsse und des Koordinationsteams. Dazu gehören: 
• Inhaltliche und logistische Koordination, Vor- und  Nachbereitung der Ernährungsrat-
Sitzungen, interne Kommunikation zwischen den verschiedenen Organen des 
Ernährungsrates 
• Projektentwicklung und -leitung der Projekte, die aus den Ausschüssen initiiert werden - 
Antragstellung, Koordination mit Projektpartnern, Durchführung und Berichtlegung 
• Außenkommunikation, Öffentlichkeitsarbeit für den „Ernährungsrat Köln und Umgebung“: 
o Vernetzung und Kommunikation mit Partnern im Ernäh rungssystem (Stadtverwaltung 
und Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft) 
o Weiterentwicklung und Betreuung der Website und an derer Webpräsenzen, 
Herausgeben des Ernährungsrat-Newsletters 
o Koordination von Anfragen aus den Medien, aus der Bürgerschaft und von 
Studierenden 
• Veranstaltungsmanagement und Moderation bei Inform ationsveranstaltungen, Workshops  
• Recherchearbeiten (Strukturen, Gelegenheiten und H erausforderungen in Verwaltung, 
Wirtschaft und Stadtgesellschaft, potenzielle Partner, Strategien anderer Städte, Daten und 
Fakten zu nachhaltiger regionaler Ernährung) 
Die Stelle wird in Anlehnung an TVöD 10 bezahlt. 
Tabelle: Kostenaufstellung / Finanzierung 
Posten  Gesamt in 
Euro 
  
Personalkosten   
Koordination Ernährungsrat 43.019  
  
Sachkosten   
Büroplatz 3.600  
Zuschuss Veranstaltungskosten 1.000  
  
Summe 47.619  
Gemeinkosten     (5%) 2.381  
Gesamtsumme 50.000

Geplante Aktivitäten des Ernährungsrats für 2018 - 2020 
Der Ernährungsrat strebt als ein wichtiges Ziel der kommenden Jahre die Ausarbeitung einer 
nachhaltigen regionalen Ernährungsstrategie für Köln und Umgebung an. Dies erfordert eine 
Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, den Verwaltungen der Kreise und der 
Stadt, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren. Hierzu beteiligt sich der Ernährungsrat 
aktuell an zwei Projektanträgen unter der Ausschreibung „Stadt-Land-Plus“ des 
Bundesministeriums für Bildung und Forschung, BMBF. Auch die Ausschüsse des 
Ernährungsrates entwickeln zurzeit mehrere größere Projekte: 
Der Ausschuss Gemeinschaftsverpflegung / Ernährungsbildung  hat eine Zusammenarbeit mit 
den Trägern der Kölner Kitas begonnen. In diesem Jahr wird eine Bestandsaufnahme zur 
Verpflegungssituation erfolgen, es werden Kontakte und Partnerschaften geknüpft, Maßnahmen 
entwickelt und Pilot-Kitas zur exemplarischen Umsetzung gesucht. 2018 sollen dann in diesen 
Einrichtungen Pilotprojekte anlaufen: Sie umfassen die Verbesserung der Versorgung mit 
regionalen und saisonalen Speisen, Einführung ernährungspädagogischer Maßnahmen zur 
Entwicklung eines nachhaltigen Ernährungsbewusstseins sowie Weiterbildungsmaßnahmen für 
Multiplikatoren (Erzieherinnen, Erzieher, Hauswirtschafterinnen, Hauswirtschafter, Köchinnen 
und Köche) in den Kitas. 
 
Der Ausschuss Urbane Landwirtschaft / Essbare Stadt  hat die Arbeit an einer partizipativen 
Entwicklung für ein Konzept „Essbare Stadt Köln“ aufgenommen. Partizipativ heißt: Die Bürger 
der einzelnen Stadtviertel erarbeiten die Ziele selbst in so genannten „Zukunftswerkstätten“. In 
Zusammenarbeit mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen und den relevanten 
zivilgesellschaftlichen Organisationen soll ein tragfähiges Konzept für die gesamte Stadt 
entwickelt werden, das dem Rat der Stadt vorgelegt werden wird. Begleitend sollen in einzelnen 
Veedeln Pilotprojekte initiiert und begleitet werden. 
Der Ausschuss Regionale Direktvermarktung strebt eine Bestandsanalyse an: Welche Landwirte 
der Region können was liefern? Derzeit gibt es eine solche Datenbank nicht. Dabei ist von 
Interesse, wie nachhaltig die Produktion ist, der Verein „Taste of Heimat“ hat dafür ein Set von 
Indikatoren entwickelt, sowie die speziellen Eigenschaften der Erzeuger und deren 
Lieferfähigkeiten (Eignung für Privatkunden, Großkunden etc.). Auf der Basis dieser Studie 
können dann Lücken im regionalen Versorgungssystem identifiziert und Strukturen geschaffen 
werden, diese zu schließen. 
Der Ausschuss Gastronomie und Lebensmittelhandwerk  befindet sich in Gründung und wird 
voraussichtlich Mitte des Jahres seine Arbeit aufnehmen. Er ersetzt den bisherigen Ausschuss 
Events und Veranstaltungen, dieses Feld wird in Zukunft als Querschnittsaufgabe von allen 
Ausschüssen abgedeckt werden.

Beratungsverlauf (3)

07.07.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.9 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
10.07.2017 Finanzausschuss
TOP 12.11 Vorberatung (Fachausschuss)

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
11.07.2017 Rat
TOP 10.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0515/2017
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
21.06.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27