0515/2017
Ernährungsrat Köln und Umgebung, hier: Finanzielle Förderung
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Anlage2_Liste der Mitglieder Ernährungsrat Köln und Umgebung
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Mitglieder des Ernährungsrats für Köln und Umgebung Name Funktion Zivilgesellschaft Frank Bowinkelmann Vorsitzender foodsharing e.V. Mehret Haile Preylowski Ökotrophologin, Journalisti n Dorothea Hohengarten Gemeinschaftsgarten NeuLand, Köln Sven Johannsen Slow Food e.V., Regionalwert AG Dr. Stephan Lück Leiter der HGS Rheinland Ulrike Päffgen GemüseAckerdemie Florian Sander MISEREOR Katharina Schwartz COLABOR, Food Assembly Ehrenfeld Valentin Thurn Taste of Heimat e.V., Dokumentarfilmer Tobias Welz Erzbistum Köln, Klimaschutzmanager Wirtschaft Bernhard Bonfig Bio-Spitzenkoch Johannes Dobelke Horbacher Mühle, Neunkirchen-Seelscheid Dr. Christoph Dornbusch Ökomärkte Köln, Gemüsekiste n Amarine Ergert-Gillern Ackerbaubetrieb Brosch, Bedburg Holger Kleinjung Metzgerei Kleinjung, Engelskirchen Achim Mantscheff Swimming Pool GmbH, Köln Engelbert Schlechtrimen (Slow) Bäckerei Schlechtrimen, Köln Peter Schmidt Klosterhof Bünghausen, Gummersbach Peter Zens Erlebnisbauernhof Gertrudenhof, Hürth Verwaltung Theo Boxberg Naturpark Bergisches Land Michael Kreuzberg Landrat Rhein-Erft-Kreis Ulrich Timmer Landwirtschaftskammer NRW Vertreter der Ratsfraktion: CDU Vertreter der Ratsfraktion: SPD Vertreter der Ratsfraktion: Die Linke Vertreter der Ratsfraktion: Die Grünen
Anlage4_ErnährungsratKoeln_Flyer_2016
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www.ernährungsrat-köln.de Mitmachen: … in den Ausschüssen Arbeiten Sie mit Gleichgesinnten zu Ernährungs- themen, welche die Stadt und die Welt bewegen! Die Ausschüsse treffen sich regelmäßig (immer in den Abendstunden), die Termine werden auf der Seite des Ernährungsrats angekündigt. ... im Ernährungsrat Dort sitzen Menschen, die in der Ernährungs- szene aktiv und gut vernetzt sind und langfristig eine nachhaltige und regionale Ernährungs - strategie für Köln ausarbeiten. ... in der Organisation Sie wollen unser Team organisatorisch und stra- tegisch unterstützen? Werden Sie Mitglied beim Initiator des Projekts Taste of Heimat e.V. ! Kontakt: Ernährungsrat Köln und Umgebung c/o Taste of Heimat e. V. Marsiliusstraße 36 D-50937 Köln info@tasteofheimat.de Projektkoordination: Marie Zimmermann marie@tasteofheimat.de www.ernährungsrat-köln.de Was soll erreicht werden? Die Ausschüsse entwickeln verbind- liche und messbare Ziele, wie z.B. mehr Schul- und Gemeinschaftsgärten oder regionale Produkte in Großküchen Auf dieser Grundlage wird eine Ernährungsstrategie für die Stadt Köln und ihr Umland erarbeitet Stadtverwaltung wird in Ernährungs - fragen beraten. Zum Beispiel: Regio- nale Lebensmittel für städtische Kantinen, Schulen, Kin der gärten. Oder: Wie sollen die Flächen genutzt werden, welche die Stadt an Land- wirte verpachtet? Vernetzung von Akteuren Aufklärung und Sensibilisierung der Kölner Bürgerinnen und Bürger „Ernährungs- und Agrarwende“ zur Stärkung regionaler Lebens- mittelkreisläufe Ernährungsrat Köln u n d U m g ebung Ernährungsrat Köln u n d U m g ebung Ernährungsrat Köln und Umgebung Ernährungsrat Köln und Umgebung … damit Köln besser is(s)t. Auf FSC-zertifi ziertem Papier mit mineralölfreien Ökofarben, chemiefreier Druckplattenherstellung und CO2-neutral hergestellt. Ein Produkt der Schloemer-Gruppe Düren. Warum braucht Köln das? Was in Köln gegessen wird, wird oft aus großer Entfer- nung zu uns transportiert. Gleichzeitig produzieren die Landwirte unserer Region hauptsächlich für den inter- nationalen Markt. Kaum einer weiß, wo das herkommt, was wir täglich essen und wie es produziert wird. Wir Kölner sind zunehmend von unserem eigenen Umland entfremdet und schädigen es dabei auch noch, da die Wertschöpfung nicht in der Region bleibt. Zusammen wollen wir die Ernährungspolitik auf die lokale Ebene holen! Wie machen wir das? Im Rat sitzen Expertinnen und E aus: • Landwirtschaft • Lebensmittelerzeugung, -verarbeitung und -vertrieb • Gastronomie • Initiativen und Vereine • Verwaltung und Kommunalpolitik • Bildung und Forschung, sowie • engagierte Kölner BürgerInnen. Wie machen wir das? Ernährungsrat für Köln und Umgebung Der Ernährungsrat ist ein Projekt des ge- meinnützigen Vereins Taste of Heimat e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln und den verschiedensten Akteuren des Kölner Ernährungssystems. Was ist ein Ernährungsrat? Ein Ernährungsrat formuliert Ziele für eine lokale Ernährungspolitik. Damit soll die Stadt und die Region wieder Kontrolle über die Gestaltung ihres eigenen Er- nährungssystems zurückerhalten. Durch die Internatio- nalisierung des Lebensmittelmarktes werden Entschei- dungen über unser Essen immer weiter weg gefällt. Wir möchten wieder mitentscheiden, woher unser Essen kommt und wie es produziert wird. Ziel ist ein nachhal- tig gerechtes, effektives und ökologisches Ernährungs- system, in dem die Wertschöpfung bei den kleinbäu- erlichen Betrieben und dem verarbeitenden Handwerk bleibt. Dadurch wird die ganze Region lebenswerter. Der Rat besteht aus je einem Drittel Vertretern der Zivil- gesellschaft, Wirtschaft und städtischer Verwaltung. In den vier Ausschüssen wird regelmäßig inhaltlich zu den folgenden Themen gearbeitet: Veranstaltungen zum Thema „Regionale und nachhaltige Ernährung“ Mit einer Veranstaltungsreihe soll in der ganzen Stadt für Genuss, Wertschätzung und die Bedeutung von Regionalität sensibilisiert und über den Zusam- menhang mit der Welternährung aufgeklärt werden. Regionale Direktvermarktung Durch den Ausbau neuer Absatz- und Bezugsmöglich- keiten sollen kleine Erzeugerbetriebe in der Region gestärkt und den Verbrauchern der Zugang zu regio- nal erzeugten Lebensmitteln vereinfacht werden. Ernährungsbildung und Schulverpfl egung Wenn Kinder den Anbau, die gesunde Zubereitung und Wertschätzung von Lebensmitteln von Klein auf lernen, ist das eine Möglichkeit, ihre Gesundheit zu schützen und ihr Konsumverhalten langfristig nach- haltig zu ändern. Zukunft der Lebensmittelproduktion in der Stadt Der Erhalt von Flächen für die urbane Landwirtschaft und Gemeinschaftsgärten, sowie neue, innovative Lösungen für eine nachhaltige Lebensmittelproduk- tion in der Stadt sind u.a. Thema. Was ist ein Ernährungsrat?Was ist ein Ernährungsrat?Was ist ein Ernährungsrat?Was ist ein Ernährungsrat? Warum braucht Köln das?
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57 Vorlagen-Nummer 0515/2017 Freigabedatum 21.06.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Ernährungsrat Köln und Umgebung, hier: Finanzielle Förderung Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt, als neue freiwillige Aufgabe, den „Ernährungsrat Köln und Umgebung“ mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 50.000 € p.a. ab 09/2017 zunächst für 3 Jahre zu unterstützen. Die Finanzierung in den Haushaltsjahren 2017 bis 2020 erfolgt durch Umschichtung veranschlagter Mittel im Teilergebnisplan 1401, Umweltordnung, -vorsorge, bei Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen, aufgrund erfolgter Neupriorisierung von Aufgaben und führt nicht zu einer Vergrößerung des bereits bestehenden Haushaltsdefizits. Der Rat beauftragt den jeweiligen Beigeordneten / die jeweilige Beigeordnete des Dezernates für So- ziales, Integration und Umwelt bzw. den jeweiligen Amtsleiter / die jeweilige Amtsleiterin des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes, als festes Mitglied die Stadt Köln im „Ernährungsrat Köln und Umge- bung“ zu vertreten. Alternative: Der Rat lehnt die Förderung des „Ernährungsrates Köln und Umgebung“ ab. Dabei verzichtet die Stadt Köln auf die Nutzung des Netzwerkes „Ernährungsrat Köln und Umgebung“ und verliert einen wichtigen Partner für die Etablierung einer entsprechenden kommunalen Ernährungspolitik. Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017 Finanzausschuss 10.07.2017 Rat 11.07.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 50.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 0 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2018-2020 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 50.000 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Auf Initiative des Vereins „Taste of Heimat“ wurde Anfang 2015 die Arbeit für eine regionale Ernäh- rungspolitik in der Metropolregion Köln und Umgebung gestartet und von der Stadt Köln seither be- gleitet und unterstützt. Im März 2016 erfolgte die Gründung des ersten Ernährungsrates für Köln und Umgebung im Historischen Rathaus. Der Ernährungsrat strebt an, als dauerhaft konstituiertes beratendes Gremium eine Ernährungsstra- tegie für die Stadt Köln zu erarbeiten, die auf nachhaltige, regional produzierte, gesunde Lebensmittel setzt und somit den kleinbäuerlichen und handwerklichen Betrieben im Umland auf Dauer einen loka- len Absatzmarkt erhält. Der Ernährungsrat versteht sich als ein zivilgesellschaftliches Projekt, das die Diskussion und Partizipation in der Stadtgesellschaft anregen will und dessen Ergebnisse im Verlauf des bürgerschaftlichen Prozesses von Bürgerinnen und Bürgern selbst erarbeitet werden. In enger Kooperation mit der Stadtverwaltung, den Akteuren im Umland und den Landesministerien sollen konkrete Projekte angestoßen werden, damit sich Köln langfristig zu einer lokalen, auf Nachhaltigkeit und Regionalität fokussierten Modellregion entwickelt. Im Ernährungsrat sind mit dem Vorsitzenden bis zu 30 feste Mitglieder vertreten, die sich zu je einem Drittel aus den Bereichen der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft sowie der Verwaltung zusammensetzen (Landwirtschaft, Gastronomie, Bürgerschaft, Lebensmittelerzeugung, -verarbeitung und -vertrieb, Ini- tiativen, Vereine, Bildung, Forschung, Verwaltung und Kommunalpolitik). Der Ernährungsrat selbst tagt viermal jährlich, ergänzt um die jeweiligen Sitzungen der vier Ausschüsse: Regionale Direktvermarktung Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung Urbane Landwirtschaft/ Essbare Stadt Gastronomie und Lebensmittelhandwerk (ab März 2017) 3 Diese vier Ausschüsse stehen auch allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Beteiligung offen. Der Ernährungsrat will Menschen eine intensivere Beziehung zum Essen ermöglichen und da- mit einhergehend eine höhere Wertschätzung für die Nahrung erzielen. Er will vernetzen, regionale Lebensmittelkreisläufe stärken und aktiv werden, wenn es um die Aufklärung, Sensibilisierung und Beratung beispielsweise bei regionalen Produkten der Mittagsverpflegung in Kitas, Schulen und Kan- tinen oder die Nutzung von städtischen Flächen für urbane Gärten oder Landwirtschaft geht. Mittels der zu entwickelnden Ernährungsstrategie soll langfristig eine vielfältige, kleinstrukturierte Landwirtschaft, die durch Artenvielfalt und ein attraktives Landschaftsbild gekennzeichnet ist, in der Region erhalten werden. Wirtschaftliche Vorteile sieht der Ernährungsrat auch gesichert durch: Förderung der regionalen Landwirtschaft; Erhalt der Individualgastronomie gegenüber den systemgastronomischen Großbetrieben durch Angebote frischer, regionaler Speisen; Neue (regionale) Perspektiven für den Handel; Reduzierungen des Verkehrsaufkommens, kurze Wege der Lebensmittelbeschaffung, geringere Luftbelastung; Innovative Pilotprojekte der Gastronomie steigern das touristische Interesse an Köln. Der Ernährungsrat hält einen jährlichen städtischen Zuschuss zur Fortführung seiner Tätigkeiten für erforderlich und setzt für die Stelle der Projektkoordination 50.000 € an. Die Projektkoordination orga- nisiert die konzeptionelle und praktische Arbeit des Ernährungsrates, seiner Ausschüsse und des Koordinationsteams. Dazu zählen u.a. die Vor- und Nachbereitungen der Sitzungen, die Öffentlich- keitsarbeit, Projektentwicklungen sowie Veranstaltungsplanungen des Ernährungsrates (s. Anlage 3). Bislang erfolgte eine prozessbezogene, finanzielle Unterstützung der Aktivitäten, die im August 2017 ausläuft. Zum Aufbau und der Etablierung einer kommunalen Ernährungsstrategie ist aber eine konti- nuierliche, verlässliche, mehrjährige Finanzierung des Ernährungsrates erforderlich. Trägerverein des Ernährungsrates für Köln und Umgebung ist der Verein „Taste of Heimat e.V.“. In diesem Zusammenhang liegt auch die Beschlussvorlage zur Mitgliedschaft der Stadt Köln im Verein „Taste of Heimat e.V.“ dem Rat zur Entscheidung vor. Der Mitgliedsbeitrag beträgt für staatliche Or- ganisationen jährlich 250 €. Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt betrachtet den Ernährungsrat als wichtige Vorsorgemaß- nahme des Verbraucherschutzes für mehr Umweltverträglichkeit, zur Sicherstellung einer guten Qua- lität von Lebensmitteln, für mehr Transparenz am Markt und Entwicklung von mehr Ernährungsbe- wusstsein und Sicherung der regionalen Betriebe. Die Verwaltung unterstützt die Arbeit des Ernäh- rungsrates und ist an der Mitwirkung und Mitarbeit für die Metropolregion Köln und Umgebung inte- ressiert. So befasst sich das Umwelt- und Verbraucherschutzamt seit 2011 mit nachhaltigem Konsum und Lebensstil im Zusammenhang von Lebensmittelverschwendung und Welthunger. Im Projekt „Schad dröm“ wurde die Thematik aufgegriffen und als Aufgabenschwerpunkt der schulischen Um- weltbildung umgesetzt. Auf Veranstaltungen mit Vereinen, Institutionen und Schulen wurde die Wert- schätzung von Lebensmitteln öffentlichkeitswirksam vermittelt (Beispiele: Aktionstag „Taste the Was- te“, Videoclip für Jugendliche gegen die Lebensmittelverschwendung, Kochaktionen, Mitwirkung am Netzwerktreffen „Für eine regionale Ernährungspolitik“ in 2015, Mitwirkung an der Gründung des Er- nährungsrates 2016 sowie Beteiligung an „Köln isst joot - Aktionstage nachhaltige Ernährung“ 2016). Darüber hinaus hat sich die Stadt Köln mit der Unterzeichnung des Urban Food Policy Pact im Okto- ber 2015 in Mailand zu einer nachhaltigen Ernährungspolitik verpflichtet. Das Erfordernis, sich auch auf kommunaler Ebene mit den Themen der Ernährungssicherheit, besse- rer Ernährung, Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft, nachhaltigem Konsum und Lebensstile zu befassen, können an den internationalen und nationalen Nachhaltigkeitsstrategien abgelesen wer- den. Hierfür stehen die bei der UN-Vollversammlung in New York 2015 beschlossenen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele, die in einzelnen Handlungsfeldern aufgelistet sind (Sustainable Develop- ment Goals, SDGs). Die Landesregierung NRW hat im Juni 2016 ihre Nachhaltigkeitsstrategie be- 4 schlossen, mit der sich NRW als erstes Bundesland verpflichtet, die globalen Nachhaltigkeitsziele des UN-Gipfels der Agenda 2030 umzusetzen. Kern des Zukunftskonzeptes ist ein Ziel- und Indikatoren- system für 19 zentrale Handlungsfelder, denen auch die internationalen SDGs zu Grunde liegen. Für eine zu entwickelnde Ernährungsstrategie für Köln und Umgebung sind u.a. die beiden Indikatoren maßgeblich „Nachhaltiger Konsum, nachhaltiger Lebensstil“ sowie „Landbewirtschaftung – in unseren Kulturlandschaften nachhaltig produzieren“. Die Stadt Köln nimmt mit 14 weiteren Kommunen am Modellprojekt „Global nachhaltige Kommune NRW“ der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW teil, um eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie im Zusammenhang mit der städtischen Gesamtstrategie in 2017 zu entwickeln, wobei die UN- Nachhaltigkeitsziele auf regionale und lokale Anforderungen herunter zu brechen sind. Grundlegend wären hierbei die benannten Handlungsfelder und Indikatoren in eine lokale Ernährungs- und Nach- haltigkeitsstrategie für Köln zu implementieren. Anlagen 1) Geschäftsordnung Ernährungsrat Köln und Umgebung 2) Mitglieder des Ernährungsrates Köln und Umgebung 3) Projektkoordination 4) Flyer Ernährungsrat Köln und Umgebung
Anlage1_Geschäftsordnung Ernährungsrat Köln und Umgebung
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Anlage3_Projektkoordination
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Projektkoordination für den „Ernährungsrat Köln und Umgebung“ Tätigkeitsfeld, Finanzierung und geplante Aktivitäten Der Ernährungsrat hat 30 ordentliche Mitglieder, je zehn aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. In den vier Ausschüssen des Ernährungsrats kann hingegen jede Bürgerin, jeder Bürger mitarbeiten, derzeit sind es rund 100 Aktive. Sie wählen jeweils zwei Vorsitzende. Diese acht Personen bilden das Koordinationsteam, gemeinsam mit der / dem Ernährungsrat- Vorsitzenden und der Projektkoordination, das die Ernährungsrat-Sitzungen inhaltlich vorbereitet. Die Projektkoordination, derzeit die einzige hauptamtliche Stelle, ist verantwortlich für die Entwicklung der Strukturen und die Unterstützung der konzeptionellen und praktischen Arbeit des Ernährungsrats, der Ausschüsse und des Koordinationsteams. Dazu gehören: • Inhaltliche und logistische Koordination, Vor- und Nachbereitung der Ernährungsrat- Sitzungen, interne Kommunikation zwischen den verschiedenen Organen des Ernährungsrates • Projektentwicklung und -leitung der Projekte, die aus den Ausschüssen initiiert werden - Antragstellung, Koordination mit Projektpartnern, Durchführung und Berichtlegung • Außenkommunikation, Öffentlichkeitsarbeit für den „Ernährungsrat Köln und Umgebung“: o Vernetzung und Kommunikation mit Partnern im Ernäh rungssystem (Stadtverwaltung und Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft) o Weiterentwicklung und Betreuung der Website und an derer Webpräsenzen, Herausgeben des Ernährungsrat-Newsletters o Koordination von Anfragen aus den Medien, aus der Bürgerschaft und von Studierenden • Veranstaltungsmanagement und Moderation bei Inform ationsveranstaltungen, Workshops • Recherchearbeiten (Strukturen, Gelegenheiten und H erausforderungen in Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft, potenzielle Partner, Strategien anderer Städte, Daten und Fakten zu nachhaltiger regionaler Ernährung) Die Stelle wird in Anlehnung an TVöD 10 bezahlt. Tabelle: Kostenaufstellung / Finanzierung Posten Gesamt in Euro Personalkosten Koordination Ernährungsrat 43.019 Sachkosten Büroplatz 3.600 Zuschuss Veranstaltungskosten 1.000 Summe 47.619 Gemeinkosten (5%) 2.381 Gesamtsumme 50.000 Geplante Aktivitäten des Ernährungsrats für 2018 - 2020 Der Ernährungsrat strebt als ein wichtiges Ziel der kommenden Jahre die Ausarbeitung einer nachhaltigen regionalen Ernährungsstrategie für Köln und Umgebung an. Dies erfordert eine Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, den Verwaltungen der Kreise und der Stadt, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren. Hierzu beteiligt sich der Ernährungsrat aktuell an zwei Projektanträgen unter der Ausschreibung „Stadt-Land-Plus“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, BMBF. Auch die Ausschüsse des Ernährungsrates entwickeln zurzeit mehrere größere Projekte: Der Ausschuss Gemeinschaftsverpflegung / Ernährungsbildung hat eine Zusammenarbeit mit den Trägern der Kölner Kitas begonnen. In diesem Jahr wird eine Bestandsaufnahme zur Verpflegungssituation erfolgen, es werden Kontakte und Partnerschaften geknüpft, Maßnahmen entwickelt und Pilot-Kitas zur exemplarischen Umsetzung gesucht. 2018 sollen dann in diesen Einrichtungen Pilotprojekte anlaufen: Sie umfassen die Verbesserung der Versorgung mit regionalen und saisonalen Speisen, Einführung ernährungspädagogischer Maßnahmen zur Entwicklung eines nachhaltigen Ernährungsbewusstseins sowie Weiterbildungsmaßnahmen für Multiplikatoren (Erzieherinnen, Erzieher, Hauswirtschafterinnen, Hauswirtschafter, Köchinnen und Köche) in den Kitas. Der Ausschuss Urbane Landwirtschaft / Essbare Stadt hat die Arbeit an einer partizipativen Entwicklung für ein Konzept „Essbare Stadt Köln“ aufgenommen. Partizipativ heißt: Die Bürger der einzelnen Stadtviertel erarbeiten die Ziele selbst in so genannten „Zukunftswerkstätten“. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen und den relevanten zivilgesellschaftlichen Organisationen soll ein tragfähiges Konzept für die gesamte Stadt entwickelt werden, das dem Rat der Stadt vorgelegt werden wird. Begleitend sollen in einzelnen Veedeln Pilotprojekte initiiert und begleitet werden. Der Ausschuss Regionale Direktvermarktung strebt eine Bestandsanalyse an: Welche Landwirte der Region können was liefern? Derzeit gibt es eine solche Datenbank nicht. Dabei ist von Interesse, wie nachhaltig die Produktion ist, der Verein „Taste of Heimat“ hat dafür ein Set von Indikatoren entwickelt, sowie die speziellen Eigenschaften der Erzeuger und deren Lieferfähigkeiten (Eignung für Privatkunden, Großkunden etc.). Auf der Basis dieser Studie können dann Lücken im regionalen Versorgungssystem identifiziert und Strukturen geschaffen werden, diese zu schließen. Der Ausschuss Gastronomie und Lebensmittelhandwerk befindet sich in Gründung und wird voraussichtlich Mitte des Jahres seine Arbeit aufnehmen. Er ersetzt den bisherigen Ausschuss Events und Veranstaltungen, dieses Feld wird in Zukunft als Querschnittsaufgabe von allen Ausschüssen abgedeckt werden.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0515/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 21.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27