Mandari Insight

V/0617/2024

Innenstadt stärken: Umgestaltung von Domplatz und -quartier - Ergebnisse des partizipativen Planungsprozesses

Vorlagen 31.10.2024

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Anlage 1 Endbericht Planungsprozess Domplatz

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 Endbericht Planungsprozess Domplatz

50586 Zeichen

Entwurf Dezember 2024
Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft
Partizipativer Planungsprozess 
Domplatz und -quartier Münster (2024)
Anlage 1 zu V/0617/2024

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
2
Stadt Münster
Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft
Stadtplanungsamt 
Albersloher Weg 33
48155 Münster
Stadt Münster
Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft
Stadtplanungsamt
 
Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung, Wissenschaftsstadt
Ansprechpartnerin: Simone Thiesing
Stabsstelle Projektsteuerung Innere Stadt/Häfen
Ansprechpartner: Lukas Fiegen
scheuvens + wachten plus
planungsgesellschaft mbH
Friedenstraße 18
44139 Dortmund
Ansprechpartnerinnen und -partner: Daniela Fink, Kira Roth, 
Christoph Schökel, Prof. Kunibert Wachten
wbp Landschaftsarchitekten GmbH
Nordring 49
44787 Bochum
Ansprechpartnerinnen: Rebekka Junge, Luisa Walterbusch
Gestaltung
scheuvens + wachten plus, Dortmund
Bildnachweis
scheuvens + wachten plus, wbp und Stadt Münster, 
wenn nicht anders benannt
Münster | Dortmund/Bochum, im Dezember 2024
Aktuelle Informationen zum Zukunftsprozess für die
 
Innenstadt „Stadt. Raum. Leben. #münsters mitte machen“
 
unter: www.muensters-mitte-machen.de
Herausgeberin
Bearbeitung
Impressum

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 3
Vorspann - Das INSEK Münster-Innenstadt und die Schlüsselräume
1. Zukunft Domplatz und -quartier: Ein partizipativer Planungsprozess
 1.1 Warum und wie? - Partizipative Konzeptentwicklung 
 1.2 Mit wem und in welcher Schrittfolge? - Die Beteiligten und die Vielfalt der Formate
 1.3 Welches Resultat? - Einige Ergebnisse der Partizipation
2. Ein fast perfekter Stadtraum, aber mit Potenzial 
3. Die Zukunftsplanungen für Domplatz und -quartier: Eine schrittweise
 Entwicklung mit Augenmaß
 3.1 Ränder des Platzes: von Fassade zu Fassade
 3.2 Niveaugleiche Fahrbahn für Domplatz und Pferdegasse
 3.3 Barrierefreiheit: Wege über den Platz und Leitsystem
 3.4 Erreichbarkeit und ruhender Verkehr
 3.5 Mehr Vielfalt auf dem Platz
 3.6 Beleuchtung und Sicherheit
 3.7 Marktnutzung und Großevents
 3.8 Bäume und Klimagerechtigkeit
 
4. Resümee: Der Domplatz im Ganzen
 4.1 Auf den Punkt gebracht 
 4.2 Wie es weitergeht: Die nächsten Schritte zur Umsetzung
Zu guter Letzt: Details des Platzes
Inhalt
4
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6
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32

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
4
Vorspann - Das INSEK Münster-Innenstadt 
und die Schlüsselräume
Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft
Integriertes städtebauliches 
Entwicklungskonzept Münster-Innenstadt
Die Stadt Münster arbeitet kontinuierlich daran, 
die Zukunftsentwicklung der Innenstadt positiv zu 
gestalten. Dies geschieht in bereits bewährter Weise 
im Schulterschluss zwischen Stadt Münster und 
zahlreichen öffentlichen und privaten Akteurinnen 
und Akteuren, die sich hierfür engagieren und ge-
meinsam einsetzen. 
Mit diesem Anspruch wurde unter intensiver Ein-
beziehung der Stadtgesellschaft ein Zukunftskon-
zept für die Innenstadt erarbeitet, das sogenannte 
„Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept 
Münster-Innenstadt“ 
(INSEK Münster-Innenstadt), das vom Rat der Stadt 
Münster im März 2023 beschlossen wurde. Es dient 
als Leitorientierung für die Zukunftsentwicklung der 
Innenstadt und defi  niert unter anderem auch einen 
Rahmen für zahlreiche städtebauliche Schlüsselräu-
me und -maßnahmen (s. Abbildung Stadträumliches 
Konzept). Eine vom Rat der Stadt Münster priorisier-
te Maßnahme des INSEK Münster-Innenstadt ist die 
Umgestaltung des Domplatzes und -quartieres mit 
Pferdegasse (M3.35 im INSEK Münster-Innenstadt, 
2023). 
Der Domplatz besitzt in vielerlei Hinsicht einen 
herausgehobenen Stellenwert in der Stadt. Er ist 
das Herzstück und die Keimzelle Münsters. Von hier 
aus, ausgehend von der Domburg, hat sich die Stadt 
kontinuierlich entwickelt und der Dom, der Sitz des 
Bischofs, die Gebäude der Kurien, das Klarissen-
kloster zeugen noch heute von dieser Historie.
 
Die große Bedeutung des Domplatzes hat sich 
heute auch im städtischen Alltagsleben verfestigt. 
Zweimal wöchentlich fi  ndet hier der große Wo-
chenmarkt statt, der als einer der zehn schönsten 
Deutschlands gilt und eine überregionale Anzie-
hungskraft hat. Überdies wird der Domplatz wegen 
seiner Größe und zentralen Lage regelmäßig für 
eine Vielzahl von Veranstaltungen wie beispielswei-
se das Stadtfest genutzt. Der Dom dominiert das 
Bild des Platzes, der überwiegend von kirchlichen, 
öffentlichen, universitären und kulturellen Einrich-
tungen aber auch von Gastronomie, Handel und 
Dienstleistungen gesäumt ist. 
Bis in die jüngste Vergangenheit bot der Domplatz 
auch Parkraum für Autos. Seitdem die zwei dortigen 
Parkplätze nicht mehr als solche genutzt werden 
und anstelle von PKWs nun Stühle und Bänke 
stehen, zeigt sich, wie gerne diese Orte von den 
Menschen auch für das Verweilen genutzt werden. 
Es wird deutlich, dass dieser Stadtraum noch we-
sentlich mehr leisten 
kann als das bislang 
Angebotene. Überdies 
weisen der Domplatz 
und auch die sich an-
schließende Pferde-
gasse einige Mängel 
auf, die es mit Blick 
auf eine zukunftsge-
rechte Entwicklung 
der Innenstadt zu be-
seitigen gilt: Fehlen-
de Barrierefreiheit, 
Hitzeinsel, gestresste 
Bäume, fehlende 
Klimaresilienz und 
eingeschränkte Nut-
zungsvielfalt sind hier 
beispielhaft zu nennen.
Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2024 ein 
partizipativer Planungsprozess durchgeführt. Im Er-
gebnis liegt nun eine Konzeptskizze für eine „sanfte“ 
Umgestaltung von Domplatz und -quartier inklusive 
der Pferdegasse als Grundlage für nachfolgende 
konkrete Entwurfsplanungen vor. Ein kooperatives 
Erarbeiten dieser Konzeptskizze mit der Einbindung 
der Anrainerinnen und Anrainern, von Fachleuten 
sowie von weiteren Akteurinnen und Akteuren der 
Innenstadtentwicklung von Anfang an und ein früh-
zeitiger Dialog mit der Bürgerschaft standen hierbei 
im Fokus.
 
Der partizipative Planungsprozesses wird im Rah-
men des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innen-
städte und Zentren“ durch Fördermittel fi  nanziell 
unterstützt.
Dieser Endbericht dokumentiert den partizipati-
ven Planungsprozess und insbesondere dessen 
Ergebnisse zur Umgestaltung von Domplatz und 
Pferdegasse. Er dient damit als erster wichtiger 
Meilenstein der Gesamtmaßnahme „Umgestal-
tung Domplatz und -quartier“ und als Leitlinie für 
die sich anschließenden konkretisierenden noch 
nötigen Planungs- und Entwurfsarbeiten bis hin zur 
baulichen Umsetzung.
INSEK Münster-Innenstadt 
(2023)

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 5
Stadträumliches Konzept INSEK Münster-Innenstadt (2023) (Quelle: s+w plus und Junker Kruse Stadtforschung.Planung)
Handlungsfelder des INSEK Münster-Innenstadt (2023) Beteiligung im INSEK Münster-Innenstadt-Prozess (2023)

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
6
1.2 Mit wem und in welcher Schrittfolge?
  Die Beteiligten und die Vielfalt der Formate
Akteurinnnen und Akteure im Prozess
1. Zukunft Domplatz und -quartier:      
  Ein partizipativer Planungsprozess
Eine Vielfalt an Formaten des Gedanken- und 
Ideenaustauschs, der Zusammenarbeit und der 
Verständigung ist notwendig, um die zahlreichen 
Akteurinnen und Akteure und deren unterschied-
liche Sichten, Anforderungen und Interessen zur 
Zukunftsgestaltung von Domplatz und Pferdegasse 
einzubeziehen. So wurde im Rahmen dieses par-
tizipativen Planungsprozesses eine Bandbreite an 
Veranstaltungen aufgespannt, die von Einzelgesprä-
chen über Gruppenarbeiten und Werkstätten bis 
hin zur öffentlichen Beteiligung der Bürgerinnen 
und Bürger mit Ausstellung, Dialog und Führungen 
reichte. Dieses breit angelegte kooperative Heran-
gehen an die Aufgabe führte im Ergebnis zu einer 
Konzeptskizze für diesen Ort, die eine breite Zu-
stimmung erfährt. Die vorliegende Konzeption ist 
somit das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit von 
Stadt, (Planungs)-Fachleuten, Anliegerinnen und 
Anliegern, politischen Vertreterinnen und Vertretern 
sowie der Stadtgesellschaft.
1.1  Warum und wie? - Partizipative
  Konzeptentwicklung
Die Attraktivität eines Platzes ist neben den unmit-
telbar dort bestehenden Nutzungsmöglichkeiten 
wesentlich von der Ausstrahlung seiner Ränder 
abhängig. Neben der fachlichen Arbeit der Stadt 
Münster – unterstützt durch ein externes Stadtpla-
nungs- und ein Landschaftsarchitekturbüro – war es 
deshalb ein unverzichtbarer Baustein des Prozesses, 
die Nutzerinnen und Nutzer des Platzes selbst, aber 
vor allem auch dessen Anliegerinnen und Anlieger 
vom „ersten Strich“ an in die Erarbeitung der Kon-
zeptskizze einzubinden. Ihre Belange an die Funk-
tion dieses Ortes, Anforderungen an Erreichbarkeit 
und Repräsentanz und Ideen für die zukünftige 
Nutzung und Gestaltung waren genauso zu erfassen 
wie ihre möglichen Beiträge zur Belebung dieses 
Stadtraumes. 
In ähnlicher Weise galt dies auch für den Austausch 
von Gedanken und Ideen mit Multiplikatoren in 
der Innenstadt wie beispielsweise der „Initiative 
Starke Innenstadt Münster e.V.“ (ISI e.V.), mit einigen 
(Planungs-)Fachverbänden und politischen Ver-
treterinnen und Vertretern. Auf dieser Grundlage 
wurde dann der Dialog für weitere Akteurinnen und 
Akteure der Stadtgesellschaft und letztendlich auch 
für alle Bürgerinnen und Bürger und Gäste Münsters 
eröffnet.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 7
Impressionen der Partizipationsveranstaltungen zum Planungsprozess
7

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
8
Die Steuerung des gesamten Planungsprozesses 
obliegt bei der Stadt Münster dem Stadtplanungs-
amt. Besonders hervorzuheben ist auch das bereits 
langjährig etablierte „Zentrenmanagement“, ein 
Zusammenschluss von Münster Marketing, Stadtpla-
nungsamt, Wirtschaftsförderung Münster GmbH und 
dem ISI e.V., mit dem diese Maßnahme im engen 
Schulterschluss ausgeführt wird.
Da ein Platz viele verschiedene Aufgaben erfüllt und 
auch der laufenden Pflege und Unterhaltung bedarf, 
sind unterschiedliche Fachgebiete wie Grünplanung, 
Klimagerechtigkeit, Wasserwirtschaft, Mobilität und 
Tiefbau, Sicherheit, Barrierefreiheit oder Stadtge-
staltung bei einer Planung einzubinden. Deshalb 
wurden zunächst Gespräche mit verschiedenen 
Fachämtern und -stellen der Stadt Münster und 
beispielsweise auch mit Polizei und Feuerwehr 
geführt, um so wichtige Grundlagen für die Konzep-
tionserarbeitung zusammenzutragen.
Nach dieser umfänglichen Sammlung verschiedens-
ter Belange und Anregungen wurde in einer Ver-
waltungswerkstatt mit den thematisch betroffenen 
Fachämtern und städtischen Dienststellen an einer 
ersten Konzeptidee gearbeitet und auch die räumli-
che Abgrenzung des Planungsbereiches festgelegt. 
Aufbauend auf diesen Vorarbeiten wurden dann, 
wie in einem „Speed-Dating“, zeitlich konzentrierte, 
intensive Gespräche in kleinen Gruppen mit Anrai-
nerinnen und Anrainern und auch mit Nutzerinnen 
und Nutzern von Domplatz und Pferdegasse geführt. 
Zu nennen sind zum Beispiel das Bistum Münster 
und das Domkapitel, der Bau- und Liegenschafts-
betrieb NRW, die Universität Münster, insbesondere 
auch mit den drei an der Pferdegasse gelegenen 
Museen der Universität (Bibelmuseum, Geomuse-
um, Museum für Archäologie), dem Fürstenberghaus 
und dem Philosophikum, das LWL Museum für 
Kunst und Kultur sowie der Bau- und Liegenschafts-
betrieb des LWL, die Bezirksregierung Münster und 
einzelne Mitglieder des ISI e.V..
Unter der Überschrift „Think Tank“ wurde das Zwi-
schenergebnis auch mit Vertretenden der Fach-
welt erörtert und auf den Prüfstand gestellt. Der 
Münsterland Bund Deutscher Architektinnen und 
Architekten (BDA), Bund Deutscher Baumeister, 
Architekten und Ingenieure (BDB), Münsterlän-
der Architekten- und Ingenieurverein e. V. (MAIV), 
Westfalen bauen Kultur e. V. und Bund Deutscher 
Landschaftsarchitekten (BDLA) haben dabei ihre 
Expertise und ihre Wahrnehmung einfließen lassen.
Aus diesen Dialogrunden sind zahlreiche Anregun-
gen und Vorschläge hervorgegangen, die nach einer 
weiteren Konzeptausarbeitung in einer zweiten ver-
tiefenden Verwaltungswerkstatt überprüft wurden. 
In der Mehrzahl haben sie danach Eingang in die 
Konzeptskizze für Domplatz und -quartier finden 
können. 
In einer sich anschließenden großen Werkstattver-
anstaltung kamen die eingebundenen Verwaltungs-
fachleute erstmals gemeinsam mit allen interessier-
ten Anliegerinnen und Anliegern und Nutzerinnen 
und Nutzern von Domplatz und Pferdegasse zusam-
men, um gemeinschaftlich den letzten „konzeptio-
nellen Feinschliff“ der Planungsideen vorzunehmen.
Das auf diese Weise partizipativ erarbeitete Pla-
nungskonzept wurde dem fest etablierten „In-
terfraktionellen Arbeitskreis Innenstadt“, in dem 
Ratsvertreterinnen und -vertreter aller Fraktionen 
und -gruppen sowie der Bürgermeister des Stadtbe-
zirks Mitte vertreten sind, vorgestellt und auch dort 
abgestimmt.
Um im Besonderen die Berücksichtigung der Belan-
ge von Menschen mit Behinderungen in die Planung 
zu integrieren, wurden diese auch mit einer Arbeits-
gruppe der Kommission zur Förderung der Inklusion 
von Menschen mit Behinderungen besprochen.
Nach diesen vielfältigen Partizipationsschritten lag 
ein breit vorabgestimmter Entwurf einer Konzept-
skizze mit Plandarstellungen soweit ausgearbeitet 
vor, dass er der Öffentlichkeit präsentiert werden 
konnte.
Mit dem „Domplatz-Dialog“ fand eine fünftägige, 
vielfältig ausgestaltete Beteiligung der Bürgerin-
nen und Bürger auf dem Domplatz statt. In einem 
Pavillon wurden das Konzept und die Gestaltungs-
ideen präsentiert. Alle Interessierten konnten mit 
Expertinnen und Experten der Verwaltung und der 
Planungsbüros täglich während des gesamten Tages 
ins Gespräch kommen und eigene Anregungen 
und Vorschläge einbringen. Außerhalb des Pavil-
lons bestand die Gelegenheit, sich die Entwürfe an 
Bauzäunen rund um die Uhr anzusehen und sich 
mittels Online-Portal zu beteiligen. Der Zeitraum der 
Aktion war so gewählt, dass die Besucherinnen und 
Besucher den Domplatz an einem Markttag, einem 
Sonntag aber auch an gewöhnlichen Werktagen in 
völlig unterschiedlichen „Settings“ erleben konnten.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 9
Prozessablauf mit Arbeitsschritten und Partizipationsformaten
Um einige Konzeptideen symbolisch zu veranschau-
lichen und aufzuzeigen, welche neuen Qualitäten 
der Domplatz und die Pferdgasse zukünftig zu-
sätzlich entwickeln können, wurden parallel einige 
„Ausprobierformate“ installiert. Auf der ehemaligen 
westlichen Parkplatzfläche bot ein als Getränkesta-
tion gestalteter Container Getränke an, zusätzliche 
Domplatz-Oasen-Stühle wurden auch dort aufge-
stellt. Auf einigen Stellplätzen an der Ostseite des 
Domplatzes schufen der ISI e.V. gemeinsam mit dem 
dort ansässigen Modehaus Schnitzler einen „Platz 
für den Moment“ mit Tischen und Bänken, einem 
kleinen Gastronomieangebot und Begrünung. Die 
Pferdegasse veränderte ihr Gesicht durch zwanzig 
im Straßenraum aufgestellte Pflanzkübel mit Stadt-
grün. 
Begleitet wurde die Ausstellung von einem in 
Kooperation mit dem Kinderschutzbund angebote-
nen Kinderprogramm, einem Konzert der „Capella 
Ludgeriana“, dem Knabenchor des Doms, und von 
kommentierten Führungen für geladene Gruppen 
und für alle Menschen, denen die Planungen vor Ort 
näher erklärt wurden. Durch das vielfältige Pro-
gramm konnten verschiedene Zielgruppen erreicht 
und gezielt in die Beteiligungsaktion eingebunden 
werden. Gleichzeitig konnte so die Vielfalt an neuen 
potenziellen Nutzungsmöglichkeiten dieses Ortes 
veranschaulicht werden.
Einen Abschluss findet dieser partizipative Pla-
nungsprozess mit Beschlussfassung des Rates der 
Stadt Münster zur Planungskonzeption.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
10
Anregungen aus dem Domplatz-Dialog und der Online-Beteiligung 
(dunkel gefärbt = am häufi  gsten genannt)

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 11
1.3 Welches Resultat? - Einige Ergebnisse der 
Partizipation
Im Verlauf der dargestellten zahlreichen Partizipati-
onsrunden unterschiedlichen Formats haben viele 
Grundzüge der Konzeptskizze Zustimmung gefun-
den:
•	 Das Prinzip, die Umgestaltung von Domplatz und 
-quartier möglichst „sanft“ mit so wenigen Ein-
griffen wie möglich vorzunehmen, wurde geteilt, 
ebenso die Akzentsetzungen auf eine neue Viel-
falt der Nutzungsmöglichkeiten und -angebote, 
auf Klimaresilienz und auf die Anforderungen der 
Barrierefreiheit. 
•	 Auch darüber, die Südseite des Doms als Raum 
für urbane Aktivitäten vorzusehen und auf der 
Nordseite im Bereich Horsteberg eine Folge 
kleiner Plätze und Höfe als Rückzugsorte sicher-
zustellen, bestand Konsens.
•	 Einigkeit bestand auch darin, dass der Markt und 
Großevents natürlich nach wie vor dort stattfin-
den werden und dies in der Gestaltung Berück-
sichtigung finden muss. 
•	 Die Ränder gestalterisch in den Platz einzubezie-
hen und auch die heutigen Fahrbahnen umzuge-
stalten, hat ebenfalls viel Anklang gefunden. 
•	 Die Pferdegasse als Hauptzugang zum Domplatz 
aufzuwerten und sie so umzugestalten, dass 
sie den Charakter als reiner Durchgangs- und 
Verkehrsraum verliert und zu einem Verknüp-
fungsraum zwischen den beidseits gelegenen 
vier Museen wird, hat gleichermaßen ein äußerst 
positives Echo erfahren. 
•	 Das galt in ähnlicher Weise auch für die Vorschlä-
ge zu versuchen, mehr Gastronomie am Süd- und 
Ostrand des Domplatzes anzubieten sowie die 
Ausstattung - vor allem auch auf den ehemaligen 
Parkplatzflächen - mit mehr nicht-kommerziellen 
Aufenthalts- und Sitzgelegenheiten, Trinkwasser-
spendern, einer barrierefreien WC-Anlage und 
einem Wasserspiel zu verbessern.
Neben der Befürwortung dieser grundsätzlichen 
Eckpunkte der Konzeptskizze haben die Beteili-
gungsformate noch eine Reihe von weiteren Hin-
weisen und Anforderungen hervorgebracht, die 
der nebenstehenden Grafik zu entnehmen sind 
(s. Abbildung links). Soweit möglich wurden diese 
Anregungen in die Konzeption aufgenommen oder 
teils einem Themenspeicher zugeführt, der bei der 
späteren detaillierteren Ausführungsplanung erneut 
hinzugezogen wird.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
12
2. Ein fast perfekter Stadtraum, aber mit Potenzial
Zunächst haben fast alle Menschen, die den Dom-
platz und seine engste Umgebung aufsuchen, den 
Eindruck, dass dies ein attraktiver und gut funk-
tionierender Stadtraum ist. Der Dom bietet eine 
faszinierende Platzkulisse. Beeindruckend sind auch 
die dominante diagonale Wegeführung und zugleich 
Blickachse zwischen dem Bischöfl  ichen Palais und 
dem Historischen Rathaus. Auch die Topographie 
des Platzes und seine Erhabenheit, die die histo-
rische Bedeutung des Standortes für die Domburg 
begründet hat, ist spürbar.
Verstärkt wird der Eindruck der Attraktivität des 
Domplatzes an den Markttagen und wenn dort Feste 
gefeiert werden, das heißt, wenn er richtig belebt ist 
und ein urbanes Flair zeigt. Der Domplatz kann auch 
beschaulich schön sein und eine fast südländische 
Atmosphäre vermitteln, zum Beispiel sommertags, 
wenn die Abendsonne unter den Bäumen sitzend 
genossen werden kann. Also: Ein schon nahezu per-
fekter Ort! Aber durchaus mit weiterem Potenzial!
Wie so oft zeigen sich die „Unebenheiten“ erst bei 
näherer Betrachtung. Der Platz selbst weist einige 
Unzulänglichkeiten auf, die eine gute Nutzbarkeit 
für alle einschränkt. So ist er nicht barrierefrei 
zugänglich und überquerbar. Und nicht immer zeigt 
sich dort die Lebendigkeit, die an den Markttagen 
herrscht. Oftmals ist der Domplatz ein wenig ge-
nutzter Transitraum. Die Fußabdrücke der früheren 
Parkplatznutzungen beherrschen noch das Bild. Im 
Boden zeichnen sich die asphaltierten Stellplätze 
ab, die Bäume leiden unter schlechten Standort-
bedingungen und sind teils nicht klimaresistent. 
Die Pferdegasse als wichtiger Zugang zum Domplatz 
und -quartier erscheint als reiner Verkehrsraum mit 
wenig Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger und 
lässt die angrenzenden Museen nicht richtig zur 
Geltung kommen. Dies sind einige Mängel, die ein 
Verbesserungspotenzial dieses Ortes begründen.
Darüber hinaus ist die Vermutung naheliegend, 
dass der Domplatz noch deutlich mehr an urbanen 
Qualitäten aufweisen kann als er bislang zeigt: Neue 
Betrachtungs- und Handlungsraum des Projekts
Betrachtungsraum
Handlungsraum
Erweiterter Handlungsraum

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 13
Nutzungs- und Aufenthaltsangebote, ein Ort mit 
mehr Lebendigkeit und Vielfalt. Ein Beleg dafür ist 
die zunächst temporär geplante Aktion der „Domp-
latz-Oase“ mit ihren markanten gelben Stühlen, die 
sich mittlerweile etabliert hat. Sie war ursprünglich 
mit der Absicht initiiert worden, zu zeigen, dass aus 
einem ehemaligen Parkplatz ein „Lieblingsort“ wer-
den kann. Der Erfolg der Aktion zeigt eine Facette 
von Möglichkeiten, den Domplatz mit „minimalin-
vasiven Eingriffen“ noch attraktiver zu machen, ein 
Potenzial, das noch nicht überall ausgeschöpft ist.
Die wesentlichen Stärken und Schwächen von Dom-
platz und -quartier wurden in den zahlreichen Ar-
beits- und Beteiligungsformaten herausgearbeitet. 
Ein wichtiger Aspekt der Konzeptskizze für Domplatz 
und Pferdegasse ist, dass eine behutsame, mög-
lichst eingriffsarme Umgestaltung und Optimierung 
des Ortes angestrebt wird, die in einzelnen Schrit-
ten erfolgen kann. 
Die wesentlichen Stärken des Stadtraums liegen 
zum Beispiel in:
•	 der Kulisse des Doms, die das Bild des Platzes 
auf seiner Längsseite bestimmt,
•	 die Lage des Doms, die den Domplatz in einen 
eher ruhigen Rückzugsort im Norden und in 
einen lebendigeren urbanen südlich des Doms 
gelegenen Bereich unterteilt, 
•	 der dichte Baumbestand, der den offenen Raum 
einfasst, gute Aufenthaltsqualitäten im Westen 
und Osten des Platzes bietet und Schatten und 
Kühle spendet,
•	 das Natursteinpflaster in unterschiedlichen 
Verlegearten je nach Bereich, das dem Platzbo-
den generell eine hohe Wertigkeit verleiht und 
stadtbildprägend ist,
•	 der Wochenmarkt als besondere Stärke, da er 
mit seiner Eigenart eine große Ausstrahlung und 
Anziehungskraft besitzt und vor der Kulisse des 
Doms ein besonderes Flair hat,
•	 die Gastronomie an der Südseite, die für eine 
gute Belebung am Platzrand sorgt und die 
man sich auch in den anderen Randbereichen 
wünscht.
•	 das mit der „Domplatz-Oase“ und dem neuen 
(temporären) Mobiliar auf den ursprünglichen 
Parkplatzflächen entstandene nicht-kommerzielle 
Aufenthaltsangebot, mit dem die Verweilqualität 
auf dem Platz und auch seine Belebung deutlich 
erhöht wird.
Dem sind folgende wesentliche Schwachpunkte 
gegenüberzustellen:
•	 die Dominanz der randlichen Straßenflächen im 
gesamten Erscheinungsbild des Domplatzes, 
•	 die mit den Straßenflächen verbundene Barrie-
rewirkung zwischen dem Platz und seinen Rän-
dern, die zu funktionalen Einschränkungen und 
Belebungshindernissen führt,
•	 die immer noch optisch präsenten früheren Park-
platzflächen am Ost- wie am Westrand, die den 
Platzzusammenhang stören und gestalterische 
Mängel aufweisen,
•	 fehlende Nutzungen in den Erdgeschossen der 
platzrahmenden Gebäude, die die Ränder be-
leben und zugleich auf den Platz ausstrahlen 
könnten,
•	 eine mangelnde Vielfalt der Nutzungsangebo-
te, die dazu führt, dass der Platz außerhalb der 
Marktzeiten zumeist nur als Transferraum genutzt 
wird,
•	 die fehlende Barrierefreiheit des Platzes vor al-
lem aufgrund des Kopfsteinpflasters, der Pferde-
gasse mit sehr schmalen Bordsteinbereichen und 
des Bereichs Horsteberg, der verschiedene Hö-
henniveaustufen aufweist, und auch hinsichtlich 
des fehlenden Angebots an für alle Menschen 
zugänglichen öffentlichen Toiletten,
•	 der teilweise schlechte Zustand der Bäume 
aufgrund schlechter Standortbedingungen und 
fehlender Klimaanpassungsfähigkeit,
•	 der Platz als sommerliche Hitzeinsel mit Straßen-
räumen, die stark versiegelt sind,
•	 der Pflastermix, der in der jüngeren Zeit durch 
Reparatur- und Anpassungsmaßnahmen entstan-
den ist und nun die Einheitlichkeit im Belagsbild 
stört,
•	 das teils veraltete, nicht barrierefreie Mobiliar, 
das nicht nur das Erscheinungsbild beeinträch-
tigt, sondern auch nicht von allen Menschen gut 
nutzbar ist.
•	 und schließlich die linear an den Platzrändern 
abgestellten Fahrräder, die zusätzliche Barrieren 
bilden.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
14
3. Die Zukunftsplanungen für Domplatz und -quartier:             
E  Eine schrittweise Entwicklung mit Augenmaß
Das Augenmerk der Zukunftskonzeption für Domp-
latz und Pferdegasse ist darauf gerichtet, diese Orte 
möglichst schrittweise, schonend und ressourcen-
sparend, also „mit Augenmaß“ umzugestalten. 
Die Verbesserungsmaßnahmen resultieren zum 
einen aus der Beseitigung von Problemen und Män-
geln. Zum anderen sind sie darauf angelegt, die ur-
bane Leistungsfähigkeit von Domplatz und -quartier 
als zentralem Stadtraum in der Münsteraner Innen-
stadt zu erhöhen und die noch offenen Potenziale, 
beispielsweise hinsichtlich Klimaresilienz, Inklusion, 
mehr Nutzungsvielfalt und veränderter Mobilität zu 
heben.
Domplatz heute
Die Maßnahmen der Umgestaltung von Domplatz 
und -quartier lassen sich folgenden Leitstrategien 
zuordnen, die im Folgenden anschaulich gemacht 
werden:
•	 Ränder des Platzes: von Fassade zu Fassade
•	 Niveaugleiche Fahrbahn für Domplatz und 
 
Pferdegasse
•	 Barrierefreiheit: Wege über den Platz und  
Leitsystem
•	 Erreichbarkeit und ruhender Verkehr
•	 Mehr Vielfalt auf dem Platz
•	 Beleuchtung und Sicherheit
•	 Marktnutzung und Großevents
•	 Bäume und Klimagerechtigkeit
Domplatz aus der Vogelperspektive

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 15
Konzeptskizze „Platz von Fassade zu Fassade“
3.1 Ränder des Platzes: von Fassade zu Fassade
Der Domplatz soll sich in Zukunft gestalterisch von 
Fassade zu Fassade erstrecken. Dafür werden die 
heute trennend wirkenden asphaltierten Straßen, 
die den Platzraum umgeben, in die Platzfläche 
integriert. Das vorhandene Pflaster auf dem Platz 
wird erhalten, ergänzt und bis an die umliegenden 
Gebäudekanten geführt. Im Rahmen der weiteren 
Umgestaltung soll dafür im Sinne eines Recyclings 
vor Ort auch Material eingesetzt werden, das an 
anderen Stellen nicht mehr benötigt wird.
Münsterplatz Freiburg 
(@Jürgens.mi)
Ränder des Platzes:
von Fassade zu Fassade

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
16
Konzeptskizze „Niveaugleiche Fahrbahn“
3.2 Niveaugleiche Fahrbahn für Domplatz und 
   Pferdegasse
Die heutige Barrierewirkung der Straßen mit den 
randlichen Gehwegen wird durch eine niveau-
gleiche Neugestaltung und die Verwendung eines 
barrierefreien Pflastermaterials reduziert. Durch 
die durchgehende Pflasterung von Bürgersteig, 
Fahrbahn und Platz „auf einer Höhe“ gehören 
die Randflächen zukünftig optisch zum Platz und 
hinderliche Bordsteinkanten fallen weg. Nur die 
Bushaltebereiche erhalten ein Bord, um den barri-
erefreien Einstieg in die Busse zu gewährleisten. So 
wird ein weitestgehend barrierefreier Platz geschaf-
fen. Auch die Pferdegasse erhält eine niveaugleiche 
neue Pflasterung und damit eine neue gestalteri-
sche Aufteilung und Aufwertung des Straßen- und 
Gesamtraumes. Dadurch werden die Museen stärker 
mit dem öffentlichen Raum in Verbindung gebracht. 
Es entsteht mehr Platz für Fußgängerinnen und 
Fußgänger und die Barrierefreiheit wird verbessert. 
Innenstadt Billerbeck 
(@Lohaus-Carl-Köhmos)
Niveaugleiche Fahrbahn für
 Domplatz und Pferdegasse

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 17
3.3  Barrierefreiheit: Wege über den Platz und 
Leitsystem
Barrierefreie Wege über den Platz
Auf der Platzfläche werden Bänder mit gesägtem 
Natursteinpflaster eingebracht. Diese nehmen zum 
Teil historische Achsen auf oder zeichnen wich-
tige Wegeverbindungen nach. Das Material weist 
eine möglichst ebene Oberfläche auf, ist damit gut 
begehbar, verbessert die Querung des Platzes sowie 
den Zugang zum Dom für mobilitätseingeschränk-
te Personen und fügt sich zugleich sehr gut in das 
Stadtbild ein. Die barrierefreien Achsen werden 
über die Straßen- und Fahrbahnflächen bis zu den 
Platzrändern als sichere Querungsmöglichkeiten 
verlängert. Die Achse in Richtung Überwasserkirche 
bzw. Rathaus soll auf 4,5 m verbreitert werden, um 
eine gefahrenlose Begegnung von Fußgängerinnen 
und Fußgängern und Radfahrerinnen und Radfah-
Barrierefreie Pflasterbänder, 
Münsterplatz Basel
(@Marc David Vardai)
Konzeptskizze „Barrierefreiheit und Wege über den Platz“
Barrierefreiheit: Wege über den Platz und Leitsystem

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
18
rern zu gewährleisten. Die Gehwegbereiche an den 
Platzrändern und in der Pferdegasse werden eben-
falls mit gesägtem Natursteinpflaster gestaltet. Die 
Fußgängerbereiche werden sich optisch und taktil 
von den Verkehrswegen abheben, um die Sicher-
heit aller Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten. 
Im Rahmen der Detailplanung sind verschiedene 
technische Möglichkeiten zu prüfen, ob und wie die 
glatte Oberfläche auch durch Bearbeitung des vor-
handenen Pflasters hergestellt werden kann.
Mit einem geschickten Wiedereinbaukonzept wer-
den die für die ebenen Wegebänder und weniger 
wertigen Pflasterflächen erforderlichen Pflasterstei-
ne ausgebaut, ggf. bearbeitet und wieder eingebaut. 
So werden die wertvollen Natursteine bestmöglich 
wiederverwendet.
Natursteine wieder 
verwenden
Leitsystem
Die barrierefreien Bänder sind auch ein wichtiges 
Element des Leitsystems für Blinde und Sehbe-
hinderte: Der Wechsel zwischen der gesägten, sehr 
ebenen Oberflächer der Bänder zum historischen  
Pflasterbelag des Platzes wird als taktile Leitlinie für 
Blinde genutzt. 
Damit entsteht ein Leitsystem, das sich gut in die 
historische Pflasterflächen und das Altstadtbild 
integriert. Die Gehwege an den Platzrändern sollen 
mit einem Sicherheitsstreifen von 1 m Breite zur 
Fahrbahn eingefasst werden. Auch in die Gestaltung 
der Pferdegasse wird ein Leitsystem eingeplant. Die 
genaue Ausgestaltung des Leitsystems sowie die zu 
verwendenden Materialien sind im weiteren Pla-
nungsverfahren noch zu spezifizieren.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 19
Konzeptskizze „Erreichbarkeit und ruhender Verkehr“
3.4 Erreichbarkeit und ruhender Verkehr
Die Erreichbarkeit des Domplatzes mit dem Pkw 
wird für Anliegerinnen und Anlieger sowie mobi-
litätseingeschränkte Personen wie heute erhalten 
bleiben. Das Planungskonzept geht davon aus, dass 
auch der Linienbusverkehr sowie der Münsterbus 
weiterhin den Bereich Domplatz und Pferdegasse 
passieren werden und die bestehenden Haltestel-
len erhalten bleiben.
Es wird angestrebt, für Domplatz und Pferdegasse 
einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit 
einer 20 km/h-Zone einzurichten und dadurch 
die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu 
erhöhen.
Auf dem Domplatz wird es weiterhin einige Son-
derstellplätze für die Fahrzeuge geben. An den 
Platzrändern sind an drei Stellen insgesamt 15 
Stellplätze für mobilitätseingeschränkter Personen 
vorgesehen, an der Ostseite weitere Stellplätze bzw. 
Bereiche für Liefer-, Hol- und Bringverkehr, Hand-
werksfahrzeuge und für den Besuch von Arztpraxen. 
Außerdem werden Fahrradabstellplätze punktuell 
gebündelt angeordnet, sodass keine Fahrräder die 
Zugänglichkeit des Platzes von den Rändern her be-
einträchtigen. Der Bestand von 320 Radstellplätzen 
wird erhalten. Die Fahrradinfrastruktur wird ergänzt 
durch Stellplätze für Lastenräder sowie eine Repa-
ratur- und Ladestation.
Radabstellplatz 
mit Bügel
Erreichbarkeit und 
ruhender Verkehr

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
20
Konzeptskizze „Nicht-kommerzieller Aufenthalt und Gastronomie“
3.5 Mehr Vielfalt auf dem Platz
Nicht-kommerzieller Aufenthalt und 
  
Gastronomie
Die ehemaligen Parkplatzflächen am Ost- und West-
rand des Domplatzes werden zu attraktiven nicht-
kommerziellen Aufenthaltsorten umgestaltet, in 
denen alle Menschen sitzen, verweilen, eine Pause 
genießen oder auch arbeiten können, ohne etwas 
konsumieren zu müssen. 
Ein Sommerausschank ist an der Südseite des Plat-
zes gut vorstellbar und bietet dort ein zusätzliches 
gastronomisches Angebot. Vor der östlichen Gebäu-
dekante des Domplatzes könnte auf den derzeitigen 
Pkw-Stellplätzen ebenfalls eine zusätzliche Gastro-
nomie im Außenbereich entstehen.
Nicht-kommerzieller 
Aufenthalt und Gastronomie
Sommerausschank

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 21
Bildungs- und Kultur-Corner
Auf der westlichen bisherigen Parkplatzfläche ent-
steht mit einer runden Fläche aus wassergebunde-
ner Decke (feiner Split) ein neuer Ort, ein „Bildungs- 
und Kultur-Corner“. Nicht nur die Bürgerinnen und 
Bürger, vor allem die anliegenden Museen und die 
Universität können den neuen Kulturort für Veran-
staltungen, Bildungsangebote und Aktionen nutzen. 
Nördlich des „Bildungs- und Kultur-Corners“ ergänzt 
ein festinstalliertes Büchertauschregal das Angebot.
Spiel
Als Bewegungs- und Spielangebot für Kinder ist 
eine Installation von einzelnen, kleinen Spielgerä-
ten, die sich in das Stadtbild einfügen, am Rande 
der westlichen ehemaligen Parkplatzfläche vorge-
sehen. Vorstellbar sind z. B. schlanke Drehspielge-
Wasser- und Nebelspiel 
(@Ardfern)
Konzeptskizze „Bildung, Kultur, Spiel, Wasser und Möblierung“
Bildung, Kultur, Spiel, 
Wasser und Möblierung
räte, die keinen gesonderten Fallschutz benötigen. 
Das dort auch vorgesehene Büchertauschregal soll 
mit einer festinstallierten per App zugänglichen 
Ausleihstation für Spielgeräte erweitert werden. 
Weiterhin ist auf dem Domplatz ein Wasserelement 
mit Nebelfeld als zusätzliche kleine Attraktion für 
Kinder vorgesehen. 
Als weiterer potenzieller Standort für eine kinder-
gerechte Gestaltung mit festinstallierten dezenten 
Spielgeräten ist auch der Horsteberg im Rahmen 
der Konkretisierung der Planungen zu prüfen.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
22
Brunnen und Wasserelemente
Der im südwestlichen Bereich des Domplatzes 
bestehende Kneipp-Brunnen wird modernisiert und 
zu einem Trinkwasserbrunnen aufgerüstet. Auch 
der Brunnen vor dem Bankhaus Lampe soll eine 
technisch-energetische Modernisierung erfahren. 
Ein weiterer Trinkwasserbrunnen im Bereich der 
Domplatz-Oase ergänzt das Trinkwasserangebot. 
Ein zusätzliches Wasserelement auf dem Platz ist 
das Nebelfeld, das zum einen als Spielelement 
genutzt werden kann, aber auch zur Reduzierung 
der Hitze auf dem Platz durch Verdunstungskühlung 
beiträgt. 
Vor allem an heißen Sommertagen wird sich der 
Kühleffekt des Wasserspiels für den gesamten Platz 
bemerkbar machen.
Möblierung und barrierefreie Toilette
Die bereits bestehenden neuen Stadtmöbel sollen 
vor allem im Bereich der ehemaligen Parkplatz-
flächen um weitere barrierefreie Tisch- und Bank-
kombinationen ergänzt werden. Weiterhin ist eine 
Verstetigung der „Domplatz-Oase“ und auch ihre 
Ausweitung mit den mobilen gelben Stühlen auf 
beide Räume wünschenswert. 
Im Bereich der vorhandenen unterirdischen, nicht 
barrierefreien Toilette soll eine weitere oberirdische 
barrierefreie Toilette vorgesehen werden.
Die Möbel auf dem Platz werden überwiegend aus 
Holz hergestellt. So wird auch hier ein nachhaltiger 
Umgang mit Materialien gesichert.
Wasserelement mit 
Nebelfeld
Kühlung für Alle
Holz als nach-
haltiger Rohstoff

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 23
Konzeptskizze „Beleuchtung und Sicherheit“
3.6 Beleuchtung und Sicherheit
Insgesamt wird die Beleuchtung des Domplatzes 
an die neue gestalterische Situation angepasst. 
Die Bestandsleuchten entlang der barrierefreien 
Wegeverbindungen werden ergänzt, so dass diese 
auch nachts sicher begehbar sind. Die Platzränder 
werden dadurch heller beleuchtet. Im Bereich der 
baumüberstandenen Platzflächen soll eine atmo-
sphärische Ausleuchtung unter Nutzung der Baum-
strukturen entstehen. Ziel ist die Vereinbarkeit von 
Beleuchtungsintensität und Raumwirkung.
Generell gilt dabei, die Beleuchtung so anzulegen, 
dass Angsträume vermieden und die Sicherheit 
sowie Barrierefreiheit gewährleistet werden. Ebenso 
wird die Beleuchtung energie- und ressourcenspa-
rend sowie arten- und insektenfreundlich vorgese-
hen. Im Rahmen der weiteren Planungsarbeiten ist 
ein detailliertes Beleuchtungskonzept auszuarbei-
Beleuchtung
Beleuchtung und Sicherheit
ten, ein neues Lichtkonzept für den Dom findet in 
der weiteren Planung Berücksichtigung.
Die Beleuchtung wird auf das Mindestmaß reduziert, 
mit der LED-Leuchte und der Lichtfarbe wird die 
Insektenfreundlichkeit gewährleistet.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
24
Konzeptskizze „Marktnutzung und Großevents“
Marktnutzung und Großevents
3.7 Marktnutzung und Großevents
Die Nutzung des Domplatzes für die Märkte und 
für verschiedene Großevents ist nach wie vor von 
großer Bedeutung. Deshalb wurden die geplan-
ten Umgestaltungen so justiert, dass sich für die 
Marktnutzung nur minimale Veränderungserforder-
nisse ergeben. Die Installation von zusätzlichen (z. 
B. Möblierungs-)Elementen ist beispielsweise sehr 
gut möglich, wenn einzelne Marktstände an ihrem 
jetzigen Standort leicht verschoben werden. Auch 
Großevents wie das Stadtfest sind mit der Umge-
staltungsplanung in Einklang gebracht. 
Eine diesbezügliche Feinabstimmung ist im weiteren 
Planungsverfahren vorgesehen. Dort sind beispiels-
weise auch weitere technische Verbesserungen für 
den Wochenmarkt und für Festivalausrichtungen 
(feste Installation von Bodentanks zur Stromversor-
gung etc.) zu prüfen.
Wochenmarkt auf 
dem Domplatz

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 25
Konzeptskizze „Kurzfristiger Baumbestand“
Kurzfristiger Baumbestand
3.8 Bäume und Klimagerechtigkeit
Bestehende Bäume
Der dichte Baumbestand wird als große Qualität 
des Platzes erhalten und ergänzt. Um den Zustand 
der vorhandenen teils strapazierten Bäume besser 
einschätzen zu können, soll ein Baumgutachten 
erarbeitet werden. Die derzeit schlechten Standort-
bedingungen für die Bäume werden verbessert. 
Gezielte Maßnahmen wie Belüftungsbohrungen, 
eine gute Nährstoffversorgung und eine bessere 
Wasserversorgung werden vorgesehen, sodass die 
Vitalität der Bestandsbäume verbessert wird. 
Die Anlage der barrierefreien Querverbindungen 
werden in geringem Maße die Entfernung einzelner 
Bäume erfordern, die aber im angelegten Baumras-
ter durch neue ersetzt werden. 
Neue Bäume
Einige neue Bäume sollen in Abstimmung mit den 
Erfordernissen der Markt- und Eventnutzung im 
südlichen Bereich des Domplatzes ergänzt und im 
bestehenden Raster gepflanzt werden. Bäume, die 
entsprechend des noch zu erstellenden Baumgut-
achtens in einem schlechten bzw. nicht haltbaren 
Zustand sein sollten, sollen langfristig, ggf. auch 
durch klimaangepasstere Arten ersetzt werden.
Auch in der Pferdegasse sind neue Baumstandorte 
vorgesehen, deren Umsetzbarkeit im Rahmen der 
weiteren Planungen detailliert zu prüfen ist.
Standortbedingungen für 
Bestandsbäume verbessern

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
26
Konzeptskizze „Langfristiger Baumbestand“
Langfristiger 
Baumbestand
Bäume, die ersetzt werden müssen, sowie einige 
neue Bäume werden langfristig wieder im historisch 
begründeten Raster gepflanzt.
Um den langfristigen Erhalt des grünen, baumüber-
standenen Domplatzes zu sichern, werden nicht 
mehr nur Linden gepflanzt.
Eine Durchmischung mit „Zukunftsbäumen“, die für 
die Klimaanforderungen besser gewappnet sind 
und die zu einer größeren ökologischen Vielfalt und 
robusten Grünstruktur beitragen, ist angedacht. Mit 
ähnlich großen Bäumen wird trotzdem die Einheit-
lichkeit der Baumfelder erhalten.
Bäume auf dem 
Domplatz
Neue Bäume für den 
grünen Domplatz
Baumvieltfalt und 
nicht nur Linden

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 27
Wassersensibilität
Fugen im Pflaster des Domplatzes werden im weite-
ren Bereich der Baumscheiben verbreitert, um eine 
direkte Versickerung und höhere Aufnahme des 
Bodens von Regenwasser zu erreichen. 
Hitzevorsorge
Die bestehenden Bäume sowie die Baumneu-
pflanzungen leisten einen wichtigen Beitrag zur 
Abkühlung und Beschattung von Domplatz und 
Pferdegasse. Einen weiteren Effekt zur Reduzierung 
der Hitzeinsel auf dem Domplatz wird durch die 
modernisierten Brunnen und das Wasserelement 
mit Nebelfläche erreicht, die für eine Kühlung durch 
Verdunstung sorgen. Darüber hinaus ist im Rahmen 
der weiteren Planung zu prüfen, inwieweit für die 
Umgestaltung der derzeitigen Asphaltflächen hel-
lere Materialien als im Bestand verwendet werden 
können, um so die Aufheizung dieser Flächen zu 
reduzieren. So kann der Platz im Sommer kleinstkli-
matisch angenehmer werden.
Trotz der sehr hohen Nutzungsintensität dieses 
Ortes, die eine fast durchgehende Pflasterung erfor-
dert, kann eine größere Fläche für den „Bildungs- 
und Kultur-Corner“ entsiegelt werden.
Weiterhin ist im Rahmen der nachfolgenden De-
tail- und Ausführungsplanung zu prüfen, inwieweit 
der Einsatz von unterirdischen Rigolensystemen zur 
Speicherung von Niederschlagswasser eingesetzt 
und weitere Maßnahmen einer wassersensiblen 
Gestaltung vorgesehen werden können.
So werden nicht nur bessere Bedingungen für die 
Bäume geschaffen, sondern auch die Rückhaltung 
und Versickerung von Regenwasser verbessert.
Die neuen Bäume erhalten vom Anfang sehr gute 
Startbedingungen. Mit zeitgemäßen Baumrigolen, 
die auch in trockeneren Zeiten den Baum mit Was-
ser versorgen, werden sie für die Zukunft klimaresi-
lienter gemacht.
Grüne Fugen
Entsiegelte 
Flächen
Hellere Oberflächen 
für den Albedoeffekt
Beste Voraussetzungen 
für neue Bäume

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
28
 4. Resümee: Der Domplatz im Ganzen
Gesamtplan

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 29
Als Herzstück ist der Domplatz einer der historisch 
bedeutendsten und identitätsstiftendsten Stadträu-
me Münsters. Das Domquartier beschreibt in etwa 
die Umrisslinien der ehemaligen Domburg, von der 
aus sich Münster entwickelt hat, ergänzt durch die 
Pferdegasse. Mit dem raumbeherrschenden Dom 
und der ihn umgebenden Kette kirchlicher, kulturel-
ler und öffentlicher Einrichtungen ist der Domplatz 
ein äußerst repräsentativer Stadtraum. 
Seine Rolle und Bedeutung tragen dazu bei, dass 
er im Rahmen der weiteren Entwicklung der Innen-
stadt zukunftsgerecht gestaltet werden soll. Dies-
bezügliche Potenziale bestehen beispielsweise in 
der Verbesserung der Klimagerechtigkeit, Barriere-
freiheit, Nutzungs- und Angebotsvielfalt und Auf-
enthaltsqualität sowie hinsichtlich der Stadtgestal-
tung, die die Akzentsetzung für eine Umgestaltung 
ausmachen.
Die wesentlichen Eckpunkte der Umgestaltung: 
•	 Platzgestaltung von Fassade zu Fassade und 
Pflasterung auf „einem Höhenniveau“, auch in 
der Pferdegasse,
•	 Verbesserung der Barrierefreiheit von Dom-
platz und Pferdegasse mit gut begehbaren 
Wegeverbindungen, 
•	 Einrichtung von Pkw-Stellplätzen für Menschen 
mit Behinderungen, Bereiche für Liefer-, Hol- 
und Bringverkehre, für Handwerksfahrzeuge 
und für Fahrradparken,
•	 weitere Nutzung des Domplatzes durch Markt 
und Großveranstaltungen,
•	 Stärkung des nicht-kommerziellen Aufenthalts 
mit Möblierung und Spielelementen, insbeson-
dere auf den ehemaligen Parkplatzflächen,
•	 Einrichtung eines „Kultur- und Bildungs-Cor-
ners“ als neuer Ort für Kultur- und Bildungsan-
gebote und Aktionen,
•	 Modernisierung und Anpassung der Beleuch-
tung auch zur Gewährleistung der Sicherheit,
•	 zusätzliche Außengastronomie, z. B. in Form 
eines Sommerausschanks,
•	 Modernisierung der Brunnen, Ergänzung eines 
Wasserspiels und von Trinkwasserspendern,
•	 Verbesserung bestehender und Ergänzung 
neuer Baumstandorte mit klimaresilienten 
Arten auf dem Platz und in der Pferdegasse,
•	 mehr Klimagerechtigkeit durch breitere ver-
sickerungsfähige Fugen unter den Bäumen, 
wassersensible Gestaltung, Entsiegelung von 
Flächen und hitze-sensibles Material.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
30
4.1 Auf den Punkt gebracht
Mit der Umgestaltung von Domplatz und -quartier 
zeigt sich künftig ein Stadtraum, der seine Weite als 
großer, offener Platz behält und gleichzeitig eine 
Reihe kleinerer Räume mit jeweils eigener Atmo-
sphäre aufweist. 
Der von der Abendsonne beschienene Raum der 
Domplatz-Oase unter den Bäumen auf der Ost-
seite lädt zum Verweilen ein, dahinter entlang der 
Platzseite der Prinzipalmarkt-Bebauung ein Ort, der 
ideal für eine kleine Gastronomie ist, und davor das 
Wasserspiel, das sommertags Abkühlung bringt und 
Jung und Alt begeistert. 
Der Michaelisplatz ist mit seinem Brunnen auch 
künftig ein Tor zum Domplatz und das Bindeglied 
zum Prinzipalmarkt. Von hier aus tritt die Wege-
achse zwischen dem Bischöflichen Palais und dem 
Historischen Rathaus prägend in Erscheinung. 
Das baumüberstandene Dreieck im Südwesten des 
Platzes beherbergt neue Angebote, die den Platz 
auch hier beleben, darin der kleine Sommeraus-
schank, der „Bildungs- und Kultur-Corner“ als Treff- 
und Veranstaltungsort mit weiteren Bänken, Tischen 
Zukunftsperspektive Ostseite Domplatz (Quelle: WILLNER VISUALISIERUNG)
und Stühlen. Und schließlich ist es auch die Folge 
der ruhigen kleinen Plätze und Höfe im Bereich des 
Horstebergs mit dem von-Galen-Denkmal, die zur 
unterschiedlichen Atmosphäre beitragen. 
Und auch die Pferdegasse zeigt ein neues Gesicht 
mit dem ohne Barrieren gepflasterten, neu aufge-
teilten Straßenraum, der mehr gestalterische Quali-
tät und Platz für den Fußverkehr bietet. So kann ein 
Zusammenwirken der vier Museen an diesem Ort 
auch stadträumlich zur Geltung kommen.
All diese Bereiche haben nicht nur einen eigenen 
Charakter, sie werden auch von unterschiedlichen, 
auch neuen Nutzungsangeboten geprägt sein, die in 
der Summe den Domplatz und sein Quartier vielfäl-
tiger und lebendiger machen. Es entsteht ein Ort für 
Alle, der für jeden einladend, gut und sicher nutzbar 
sein wird. Gleichermaßen erfahren Domplatz und 
Pferdgasse durch die Verbesserung der Standortbe-
dingungen für den Baumbestand, durch Neupflan-
zungen, eine Erhöhung der Versickerungsfähigkeit 
des Bodens und durch zusätzliche Wasserelemente 
eine höhere Klimagerechtigkeit. So bleibt der Dom-
platz auch zukünftig in der zunehmend heißer und 
schwüler werdenden Sommerzeit ein angenehm 
nutzbarer und weniger überhitzter Stadtraum.
Zukunftsbild Ostseite 
 
des Domplatzes
Situation 
heute

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 31
Zukunftsperspektive Bildungs- und Kultur-Corner Domplatz (Quelle: WILLNER VISUALISIERUNG)
Situation 
heute
Zukunftsbild Bildungs-  
 
und Kultur-Corner
4.2 Wie es weitergeht: Die nächsten Schritte
   zur Umsetzung
Mit dieser im Rahmen des partizipativen Planungs-
prozesses gemeinschaftlich von vielen Akteurinnen 
und Akteuren entwickelten Konzeptskizze liegt nun 
eine erste Grundlage für die angestrebte behutsame 
zukunftsgerechte Umgestaltung von Domplatz und 
Pferdegasse vor. Als Meilenstein wird diese dem Rat 
der Stadt Münster zur Beschlussfassung vorgelegt.
Parallel zum Planungsprozess wurden bereits 
Städtebaufördermittel des Bundes und des Landes 
NRW für die weiteren Planungsschritte sowie für die 
bauliche Umsetzung dieser Maßnahme beantragt. 
Eine Entscheidung hierüber wird im Spätsommer 
2025 erwartet.
Die weitere Aufgabe besteht dann darin, auf der 
Grundlage der vom Rat der Stadt Münster be-
schlossenen Konzeptskizze, die nächsten erforder-
lichen Planungsarbeiten auszuführen. Dies umfasst 
Arbeitsschritte wie die Erstellung einer detaillierten 
Entwurfs- und Ausführungsplanung, Kostenkalkula-
tionen und Sicherstellung der Finanzierung sowie 
der späteren Unterhaltung, die Durchführung ar-
chäologischer und weiterer fachlicher Untersuchun-
gen und schließlich die Vorbereitung der Vergabe 
der Bauleistungen und deren Ausführung. 
Auch liegt im Sinne der angestrebten „sanften“, 
schrittweisen Umgestaltung in der Festlegung und 
Priorisierung einzelner Bauabschnitte oder -maß-
nahmen eine wichtige Aufgabe.
Es ist vorgesehen, diese Arbeiten wie im bisherigen 
Planungsprozess in bewährter Weise auch weiterhin 
in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den 
Anrainerinnen und Anrainern, den Nutzerinnen und 
Nutzern und den weiteren eingebundenen Akteu-
rinnen und Akteuren fortzuführen, um gemeinsam 
zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen.

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
32
In den folgenden Detailausschnitten der Konzept-
skizze für die Umgestaltung sind „lupenartige“ 
Einblicke in einzelne Bereiche des Platzes und der 
Pferdegasse gegeben, die die neuen Nutzungs- und 
Gestaltungsansätze aufzeigen und die Idee des Ge-
samtvorhabens weitergehend vermitteln.
Bildungs- und Kultur-Corner mit Sitzmöglichkeiten und Spielangebot
Detail Bildungs- und Kultur-Corner
Zu guter Letzt: Details des Platzes

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 33
Detail Wasserspiel und Domplatzoase
Wasserspiel und Domplatz-Oase

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
34
Sommerausschank
Detail Sommerausschank

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 35
Pkw-Stellplätze, Bereiche für Liefer-, Hol- und Bringverkehre
Detail Stellplätze, Bereiche für Liefer-, Hol- und Bringverkehre

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
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Bereich Von-Galen-Denkmal mit Sitzkante
Detail von-Galen-Denkmal

Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)
Entwurf Dezember 2024 37
Zusätzliche Bäume und niveaugleiche Pflasterung im Bereich der Bezirksregierung
Zusätzliche Bäume und niveaugleiche Pflasterung in der Pferdegasse
Detail Bezirksregierung
Detail Pferdegasse
LWL Museum für Kunst und Kultur
N

Anlage A

2920 Zeichen

Anlage A zur V/0617/2024 
Kurzüberblick 
Im Rahmen eines partizipativen Planungsprozesses Domplatz und -quartier wurde ein Konzept 
zur zukunftsgerechten Weiterentwicklung von Domplatz und Pferdegasse erarbeitet. Das Konzept 
inkl. Entwürfen, Erläuterungen und Visualisierungen wird dem Rat zum Beschluss und zur Würdi-
gung des breiten Partizipationsprozesses und hohen Engagements der Anlieger/-innen und Bür-
gerschaft vorgelegt. Es wird darauf hingewiesen, dass für die weiteren Planungsschritte sowie die 
bauliche Umsetzung des Vorhabens Städtebaufördermittel beim Land NRW beantragt wurden. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit dieser Maßnahme wird die Umsetzung des vom Rat der Stadt Münster beschlossenen INSEK 
Münster-Innenstadt (2023) verfolgt. Die Maßnahme wurde vom Rat der Stadt Münster als prioritär 
beschlossen.  
Grundsätzlich verfolgt die Maßnahme das Ziel, zu einer zukunftsgerechten Innenstadt beizutra-
gen. Folgende Teilziele sind zu nennen:  
 Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, 
als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken. 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeitangebot 
 mit hoher Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft. 
 Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch 
Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln. 
Nach heutigem Stand ist eine Realisierung bis zum Jahr 2030 vorgesehen. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 1201 
1301 
Bereitstellung von Verkehrsflächen und –anlagen 
Grün- und Freiflächen 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja  Nein   
Im Haushaltsplan 2025 enthalten? x Ja  Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? x Ja  Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
x überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Bei dieser Maßnahme handelt es sich um eine per Ratsbeschluss priorisierte Maßnahme aus dem 
INSEK Münster-Innenstadt (2023), für die mit Antrag vom 30.09.2024 Städtebaufördermittel bean-
tragt wurden. Verschiedene Ratsbeschlüsse liegen hierfür vor (vgl. V/0723/2021, V/0041/2023, 
V/0042/2023, V/0202/2024, V/0377/2024) 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Sowohl bei der Ausgestaltung des partizipativen Planungsprozesses „Domplatz und -quartier“ 
sowie im erarbeiteten Konzept wurden die Aspekte „Demographie“, „Gleichstellung/Geschlechter-
sensibilität“, „Inklusion“, „Klimaschutz“, „Barrierefreiheit“ und „Migration“ inhaltlich und prozessual 
einbezogen. Auch bei den partizipativen Beteiligungsformaten fanden sie Berücksichtigung.

Beschlussvorlage

12938 Zeichen

V/0617/2024 
V/0617/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Innenstadt stärken: Umgestaltung von Domplatz und -quartier - Ergebnisse des partizipativen 
Planungsprozesses 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   21.01.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   27.01.2025 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 
   28.01.2025 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Be-
hinderungen 
Vorberatung 
   06.02.2025 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 
   12.02.2025 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Vorberatung 
   18.02.2025 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 
   20.02.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 
   26.02.2025 Hauptausschuss Vorberatung 
   26.02.2025 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt die Ergebnisse des partizipativen Planungsprozesses „Domplatz 
und -quartier“ (s. Anlage 1) zur Kenntnis. 
2. Der Rat der Stadt Münster würdigt das breite Beteiligungsangebot und das hohe Engagement der 
Anliegerinnen und Anlieger und der Bürgerschaft in diesem partizipativen Planungsprozess.  
3. Der Rat der Stadt Münster beschließt das Ergebnis des partizipativen Planungsprozesses (s. An-
lage 1) als Leitlinie für die weitere Entwicklung von Domplatz und -quartier. 
4. Der Rat der Stadt Münster nimmt zur Kenntnis, dass für die weiteren Planungsschritte sowie die 
bauliche Umsetzung dieser Maßnahme Städtebaufördermittel beim Land NRW beantragt wurden 
(s. V/0377/2024). 
 
 
 
 
Stadtplanungsamt 
 
13.01.2025 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Thiesing 
Telefon: 492-6136 
Thiesing@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0617/2024 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilfinanzplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Ver-
kehrsflächen und -anlagen 
   
Investitionsmaßnahme 4278 Domplatz, Pferdegasse, 
Königsstraße 
   
Auszahlungen  für Baumaßnahmen Bereitgestellt 
bis inkl. 2024 
2025 
2026 
2027 
2028 
2029 
 
334.660 
650.000  
890.000  
80.000  
2.410.000  
2.410.000  
 
Einzahlungen  aus Zuwendungen für 
Investitionsmaßnahmen 
2025 
2026 
2027 
2028 
2029 
510.000  
740.000  
50.000  
1.450.000  
1.450.000  
 
Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen    
Investitionsmaßnahme 5970 Sanierung Brunnen 
STEP 2  
  (hier: Michae-
lisbrunnen) 
Auszahlungen  für Baumaßnahmen 2026 
2028 
20.670  
103.330  
 
Einzahlungen  aus Zuwendungen für 
Investitionsmaßnahmen 
2026 
2028 
12.400  
 62.000  
 
Investitionsmaßnahme 0080 Wasser ist Leben    (hier: Anteil für 
Domplatzbrun-
nen) 
Auszahlungen  für Baumaßnahmen 2026 23.000   
Einzahlungen  aus Zuwendungen für 
Investitionsmaßnahmen 
2026 13.800   
Saldo  2.633.460   
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2025 bei den o. g. Investi-
tionsmaßnahmen veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
Zum Hintergrund 
Im Frühjahr 2023 wurde mit dem partizipativen Planungsprozess zur Umgestaltung von Domplatz und 
Pferdegasse begonnen. Bei dem Vorhaben „Umgestaltung des Domplatzes und -quartiers mit Pfer-
degasse“ handelt es sich um eine vom Rat der Stadt Münster priorisierte Maßnahme aus dem INSEK 
Münster-Innenstadt (M3.35) (s. V/0042/2023).  
Im Fokus steht die zukunftsgerechte Weiterentwicklung von Domplatz und Pferdegasse, vor allem 
bezüglich der Aspekte „Umgestaltung und -nutzung der bisherigen Parkplatzfläch en“, „nicht -
kommerzielle Aufenthaltsangebote“, „Barrierefreiheit“, „Klimagerechtigkeit und Wassersensibilität“, 
„mehr Vielfalt, neue Nutzungsangebote“ sowie „Stadtgestaltung“.

- 3 - 
V/0617/2024 
Für die Durchführung des Planungsprozesses konnten aus dem Bundesprogramm „Zukun ftsfähige 
Innenstädte und Zentren“ im Rahmen eines Wettbewerbes Fördergelder gewonnen werden.  
 
Zu den Beschlussvorschlägen 1. und 2.: Ergebnisse des partizipativen Planungsprozesses 
„Domplatz und -quartier“ 
Der partizipative Planungsprozess für Domplatz und Pferdegasse wurde gemeinschaftlich mit zahlrei-
chen verschiedenen Akteuren und unter Einbeziehung der gesamten Stadtgesellschaft durchgeführt. 
In verschiedenen Einzel- und Fachgesprächen, Werkstätten sowie einer mehrtägigen Bürgerinnen - 
und Bürgerbeteiligung inklusive Ausprobierformat und Rahmenprogramm (Domplatz -Dialog vor Ort 
und online) wurden die Konzeption und Planskizzen gemeinsam entwickelt, diskutiert und finalisiert.  
Einbezogen waren neben Fachleuten aus der Verwaltung, politischen Vertreterinn en und Vertretern 
und der Bürgerschaft beispielsweise auch: Universität Münster, BLB NRW, LWL, LWL BLB, LWL Mu-
seum für Kunst und Kultur, Bibelmuseum, Geomuseum, Archäologisches Museum, Bistum Münster, 
Bezirksregierung Münster, ISI Münster e. V., weitere An liegerinnen und Anlieger sowie Nutzerinnen 
und Nutzer des Domplatzes (Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Immobilienbesitzende, Münster-
bus), Marktvereine, Planungs -Fachverbände und weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der 
Stadtgesellschaft. Auch mit dem Interfraktionellen Arbeitskreis Innenstadt wurde das Konzept disku-
tiert und abgestimmt. 
Im beiliegenden Bericht sind das partizipative Planungsverfahren und dessen Ergebnisse inklusive 
Gesamtkonzept, Entwurfsskizzen, textlichen Erläuterungen, Visualisierungen und Detaildarstellungen 
umfassend dargestellt (s. Anlage 1). 
Kurz zusammengefasst sind f olgende wesentliche Maßnahmen für die zukunftsgerechte Umgestal-
tung des Domplatzes und der Pferdegasse vorgesehen: 
 Platz von Fassade zu Fassade:  Der Domplatz soll sich zukünftig von Fassade zu Fassade erstre-
cken. Dafür werden die heute trennend wirkenden asphaltierten Straßen, die den Platzraum umge-
ben, in die Platzfläche integriert. 
 Niveaugleiche Fahrbahn: Die heutige Barrierewirkung der Straßen (an den Platzrändern und in der 
Pferdegasse) mit den Bürgersteigen wird durch eine niveaugleiche Neugestaltung und die Verwen-
dung barrierefreien Materials reduziert. Nur der Bushaltebereich am Domplatz behält ein barriere-
freies Bord.  
 Barrierefreiheit des Platzes : Über die Platzfläche werden Bänder m it gesägtem Natursteinpflaster 
verlegt. Das Material weist eine möglichst ebene Oberfläche auf,  ermöglicht so die barrierefreie 
Querung des Platzes und den Zugang zum Dom auch für mobilitätseingeschränkte Personen  und 
fügt sich zugleich in das Stadtbild ein . Auch die Gehwegbereiche an den Platzrändern und in der 
Pferdegasse werden barrierefrei gestaltet. Zusätzlich wird in der weiteren Planung ein Blindenleit-
system bedacht.  
 Erreichbarkeit und ruhender Verkehr: Die Erreichbarkeit des Domplatzes mit dem Pkw wird für An-
liegerinnen und Anlieger sowie mobilitätseingeschränkte Personen wie heute erhalten bleiben. Auch 
die Haltestelle für den Linienbusverkehr bleibt bestehen. An den Seiten des Platzes sind an drei 
Stellen Stellplätze für mobilitätseinschränkte Personen vorgesehen, an der Ostseite zudem einige 
Stellplätze bzw. Bereiche für Liefer-, Hol- und Bringverkehre und Handwerksfahrzeuge. Außerdem 
werden die Fahrradabstellplätze punktuell gebündelt und durch Stellplätze für Lastenräder und eine 
Reparatur- und Ladestation ergänzt. 
 Mehr Vielfalt – nicht-kommerzieller Aufenthalt und Gastronomie: Die ehemaligen Parkplatzflächen 
am Ost- und Westrand werden zu nicht-kommerziellen Aufenthaltsorten umgestaltet. An der Südsei-
te des Platzes sowie an der östlichen Gebäudekante könnte ggf. eine zusätzliche Gastronomie, z. 
B. als Sommerausschank, entstehen.  
 Mehr Vielfalt – Bildungs- und Kultur-Corner, Spiel: Auf der westlichen ehemaligen Parkplatzfläche 
entsteht ein „Bildungs- und Kultur-Corner“ als runde Fläche, die von Universität, Museen und Bürge-
rinnen und Bürgern für Kultur- und Bildungsveranstaltungen nutzbar sein wird. Als Bewegungs- und 
Spielangebot für Kinder ist am Rande dieses Bereichs eine Installation von einzelnen, kleinen Spiel-

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V/0617/2024 
geräten vorgesehen. Ergänzt wird das Angebot durch ein Büchertauschregal, in dem auch per App 
ausleibare Spielgeräte angeboten werden. 
 Mehr Vielfalt – Brunnen, Wasserelemente, Möblierung und Toilette: Die zwei vorhandenen Brunnen 
werden modernisiert und Trinkwasserbrunnen geschaffen. Zusätzlich soll ein Wasserelement mit 
Nebelfeld als Spielelement und zur Kühlung des Platzes entstehen. Barrierefreie Tische und Bänke 
sollen ergänzt, die Domplatz -Oase mit den gelben Stühlen verstetigt werden. Wei terhin soll eine 
barrierefreie Toilette vorgesehen werden. 
 Beleuchtung und Sicherheit: Die Beleuchtung des Domplatzes wird an die neue Gestaltung ange-
passt, so dass die Wegeverbindungen auch nachts sicher und angstfrei begehbar sein werden. Im 
Bereich der baumüberstandenen Flächen ist eine atmosphärische Ausleuchtung angedacht. Gene-
rell gilt es, die Beleuchtung energie -, ressourcensparend und arten- und insektenfreundlich vorzu-
sehen. Auch für den Dom selbst ist gemeinsam von Domkapitel und Stadt ein nachhaltiges Beleuch-
tungskonzept in Vorbereitung, das in die Gesamtplanung integriert wird. 
 Marktnutzung und Großevents: Die Markt- und Eventnutzung des Domplatzes ist nach wie vor von 
zentraler Bedeutung. Die Gestaltung wurde deshalb so entworfen, dass sie umset zbar ist, wenn 
einzelne Marktstände an ihrem jetzigen Standort nur leicht verschoben werden. Im weiteren Verfah-
ren ist hierzu eine Feinabstimmung vorgesehen, auch um dort beispielsweise technische Verbesse-
rungen (z. B. Bodentanks für Strom) für Markt und Feste zu prüfen.  
 Bäume und Klimagerechtigkeit: Es ist angedacht, den Baumbestand zu erhalten und im südlichen 
Platzbereich in Abstimmung mit den Erfordernissen der Markt- und Eventnutzung zu ergänzen. Ein 
Baumgutachten soll erarbeitet und die Standortbedingungen für die Bäume verbessert werden. 
Auch in der Pferdegasse werden Standorte für neue Bäume geprüft. Eine Durchmischung mit klima-
resilienten Arten ist bei Neu- und Ersatzpflanzungen angestrebt. Zur Erhöhung der Wassersensibili-
tät des Domplatzes werden im Bereich der Baumscheiben die Pflasterfugen verbreitert, um eine hö-
here Versicherungsfähigkeit zu erhalten. Die Fläche des Bildungs - und Kultur-Corners wird entsie-
gelt. Zu prüfen ist, inwieweit unterirdische Rigolensysteme zur Speicherung von Regenwasser ein-
gesetzt werden können. Eine Reduzierung der Hitzeinsel auf dem Domplatz wird durch die moder-
nisierten Brunnen, weitere Bäume und das Wasserelement mit Nebelfeld erreicht. Weiter ist zu prü-
fen, inwieweit für die Umgestaltung der heutigen Asphaltflächen hellere Materialien zum Einsatz 
kommen können, die sich nicht so stark aufheizen.   
Im Zuge der partizipativen Arbeit an diesem Vorhaben wurden auch Hinweise und Anregungen ein-
gebracht, die aufgrund des frühen Planungsstandes und des damit verbundenen recht hohen Abs-
traktionsniveaus des hier vorgelegten Konzeptes noch nicht im Detail ausgearbeitet sind. Beispielhaft 
seien hier die genaue Ausgestaltung der Elemente zur Verbesserung der Barrierefreiheit, der Toilet-
tenanlage und des Stellplatzbereichs für Hol-/Bring-/Handwerksverkehre oder die Realisierung weite-
rer gastronomischer Angebote und Baumstandorte genannt. Alle diese Hinweise sind in einem The-
menspeicher gesammelt worden und fließen zu gegebenem Zeitpunkt in die weiteren Ausarbeitungs-
schritte der Planung ein. 
 
Zum Beschlussvorschlag 3.: Leitlinien für die weitere Planung 
Mit dem vorliegenden Ergebnisbericht (s. Anlage 1) liegt ein von der Stadt Münster im breiten Kon-
sens gemeinsam mit Anliegerinnen und Anliegern sowie der Stadtgesellschaft erarbeitetes, gestalte-
risches und funktionales Gesamtkonzept inklusive Entwurfsskizzen, textlichen Erläuterungen, Visuali-
sierungen und Detaildarstellungen für Domplatz und Pferdegasse vor.  
Dieses soll als Leitlinie für weitere Planungsarbeiten und -schritte bis hin zur Umsetzung dienen. Zum 
Abschluss d es geförderten partizipativen Planungsprozesses wird es deshalb mit dieser Vorlage in 
die politische Beratung eingebracht und dem Rat der Stadt Münster zur Beschlussfassung vorgelegt 
(s. Beschlussvorschlag 3.).   
 
Zum Beschlussvorschlag 4.: Städtebauförderung 
Mit Antrag vom 30.09.2024 hat die Stadt Münster einen Städtebauförderantrag für die Gesamtmaß-
nahme „Zukunftsgerechte Innenstadtplätze“ beim Land NRW eingereicht (s. V/0377/2024). Zu dieser

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V/0617/2024 
Gesamtmaßnahme, mit der die Umsetzung einiger priorisierter Maß nahmen des INSEK Münster -
Innenstadt (2023) verfolgt wird, gehört auch die Umgestaltung von Domplatz und -quartier. 
Eine Entscheidung über die grundsätzliche Förderung der Maßnahme inklusive einer ersten anteili-
gen Bewilligung von Fördergeldern für die weiteren nötigen Planungsleistungen ist seitens des Lan-
des NRW voraussichtlich im Sommer 2025 zu erwarten.  
 
 
i. V. 
 
gez. Robin Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
 
Anlage 1 Endbericht „Partizipativer Planungsprozess Domplatz und -quartier Münster (2024)“

Beratungsverlauf (9)

21.01.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
27.01.2025 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.01.2025 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
11.02.2025 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
12.02.2025 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 5.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
18.02.2025 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 5.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
20.02.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
26.02.2025 Hauptausschuss
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
26.02.2025 Rat
TOP 21 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Pferdegasse 3
  • Königsstraße
  • Albersloher Weg 33
  • Prinzipalmarkt
  • Michaelisplatz
  • Domplatz
  • Horsteberg

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Details

Aktenzeichen
V/0617/2024
Typ
Vorlagen
Datum
31.10.2024
Erstellt
02.10.2024 13:16