V/0982/2017
Digitales Vermittlungskonzept Bürgerhalle/Friedenssaal
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Beschlussvorlage
6113 Zeichen
V/0982/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Münster Marketing Betrifft Digitales Vermittlungskonzept Bürgerhalle/Friedenssaal Beratungsfolge 23.11.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Vorberatung 23.11.2017 Kulturausschuss Vorberatung 28.11.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 05.12.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt das digitale Vermittlungskonzept Bürgerhalle/Friedenssaal zur Kenntnis und beschließt die Umsetzung des Konzeptes im Rahmen des Europäischen Kultur- erbejahres (ECHY) 2018. II. Finanzielle Auswirkungen: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1502 Stadtmarketing (MM) 15 Transferaufwendungen 2018 0 Im Wirt- schaftsplan von MM: Ertrag: + 64.125 € Aufwand: +64.125 € Produktgruppe 1002 Denkmalschutz und Den k- malpflege Vorlagen-Nr.: V/0982/2017 Auskunft erteilt: Frau Spinnen Frau Voss Ruf: 492 27 00 492 61 43 E-Mail: spinnen@stadt-muenster.de voss-marlies@stadt-muenster.de Datum: 14.11.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0982/2017 16 Sonstige ordentliche Au f- wendungen 2018 67.500 Die für die Realisierung des neuen digitalen Vermittlungskonzeptes notwendigen Maßnahmen und Aufgaben sowie die benötigten Medien und Materialien sind dem ebenfalls in der Anlage beigefü gten Kosten- und Finanzierungsplan zu entnehmen (s. Anlage 4: Kosten- und Finanzierungsplan). Die Mit- tel sind im Haushaltsplanentwurf 2018 bzw. dem Entwurf des Wirtschaftsplanes von Münster Mark e- ting veranschlagt. Begründung: Mit der Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels (EKS) für das historische Rathaus mit dem Friedenssaal ist die Stadt Münster Verpflichtungen eingegangen, die sie zur dauerhaften B ewahrung dieser Auszeichnung erfüllen muss. Hierfür hat der Rat jährliche Haushaltsmittel bereitgestellt. Zu den angekündigten Vorhaben gehörte bei Antragstellung u.a. die Einführung neuer elektronischer Medien zur verbesserten Kommunikation der europäischen Bedeutung der Stätte insbesondere an junge Leu- te, wozu auch Maßnahmen zur Umgestaltung und Aufwertung der Bürgerhalle notwendig sind. Der Arbeitskreis „D ialoge zum Frieden“ begleitet die Erstellung des inhaltlichen Konzeptes, für die Umgestaltung, das von Prof. Dr. Kenkmann und Prof. Dr. Jakobi fachlich verantwortet wird. Das Ko n- zept sieht vor, dass die Besucherinnen und Besu cher in der Bürgerhalle besser als derzeit auf den Friedenssaal vorbereitet wer den und die gegenwärtige Bedeutung des Rathauses mit dem Schwe r- punkt „Westfälischer Frieden“ auf besondere Weise vermittelt wird (s. Anlage 2: Bürgerha lle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonze pt“ und räumliche Darstellung). D ie Bürgerhalle, die zu r- zeit im Erscheinungsbild und im Auf tritt kaum Zusammenhänge zur Thematik des Friedenssaals er- kennen lässt, soll künftig ihre Besucher/innen quasi in den Friedenssaal leiten und sie auf diesen zentralen Ort der Geschichte vorbereiten. D idaktische und dramaturgische Bezüge zwischen Bürger- halle und Friedenssaal sollen hergestellt werden. Der Einsatz innovativer zeitgemäßer Kommunikat i- onsmedien mit didaktisch sinnvollen und für ein großes Publikum aufb ereiteten Inhalten als Methode zur Vermittlung der histori schen Bedeutung des Rathauses ist Kern des stä dtischen Vorhabens (s. Anlage 3: Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe). Neu sind der Einsatz von digitaler Kommunikationstechnik (Bürgerhalle: Bildschirme/Displays, Tablets – Friedenssaal: App) und eine Sitzgruppe (Bürgerhalle). Diese Elemente sollen die Bürgerhalle und den Friedenssaal mit modernen Mitteln inhaltlich fundiert , denkmalpflegerisch angemessen und at- traktiv neu in Szene setzen, aber auch weiterhin die Nutzung der Bürgerhalle in ihrer bisherigen Form, d. h. für Veranstaltungen, Empfänge etc. ermöglichen. Medien und Mobiliar sind so konzipiert, dass eine jederzeit ige Verschiebbarkeit/Umpositionierung gewährleistet ist. Die Inform ationstheke sowie auch die stadtgeschichtlich bedeutsamen Elemente Hansekogge und originale Sandsteinskulp- turen aus dem Rathausgiebel verbleiben an ihren Standorten. Das digitale Vermittlungskonzept ist Bestandteil eines Projektes des Europäischen Kultu rerbejahres ECHY 2018 (s. Anlage 1: Das Gesamtprojekt: „ Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Eur o- pa“ ein Leitprojekt des ECHY 2018). Die Europäische Kommission hat im Rahmen dessen zur Mitwir- kung aufgerufen. So finden 2018 europaweit Projekte mit unterschiedlichen, Europa verbi ndenden Inhalten statt. Innerhalb des Leitprojektes bildet das Vermittlungskonzept in der Bürgerha lle und im Friedenssaal als Modul 1 den Ausgangspunkt für das Gesamtprojekt in Münster und Osnabrück. Mo- dul 2 umfasst eine fün fteilige Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ von fünf Museen in Münster. Modul 3 ist eine Europäische Jugendbegegnung aus Osnabrück. Das Gesamtprojekt der drei Module trägt den Titel „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ und wurde vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz im Bundeskulturminister ium als eines von insgesamt fünf Leitprojekten für das ECHY 2018 ausge wählt und damit als gesam t- staatlich bedeutsames Vorhaben qualifiziert. Es gewährt eine finanziel le Zuwendung in Höhe von - 3 - V/0982/2017 571.000 Euro für die Durchführung des gesamten Projektes in Münster und Osnabrück, das alle drei Module einschließt. Damit ist eine Umsetzung der Maßnahmen Anfang 2018 erforderlich. I.V. gez. Denstorff Stadtbaurat Anlagen: 1. Das Gesamtprojekt: „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ ein Leitprojekt des ECHY 2018 2. Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und räumliche Darstellung 3. Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe 4. Kosten- und Finanzierungsplan
Anlagen Digitales Vermittlungskonzept Bürgerhalle Friedenssaal
14995 Zeichen
Das Gesamtprojekt: „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für
Europa“ ein Leitprojekt des ECHY 2018
2018 ist das Europäische Kulturerbejahr SHARING HERITAGE. Ausgerufen von der
Europäischen Kommission finden europaweit Projekte mit unterschiedlichen Europa
verbindenden Inhalten statt. Das Projekt der Städte Münster und Osnabrück lautet:
„Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“
3 Zugänge - 1 Ziel
Modul 1: „Europäische Kulturerbe-Stätte Rathaus Münster: Digitales
Vermittlungskonzept“
Modul 2: Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“
Modul 3: „Labor Europa“
Das Gemeinschaftsprojekt „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“
besteht aus drei Modulen mit jeweils eigenen methodischen Ansätzen. Zusammen
eröffnen sie vielfältige Zugänge zum Europäischen Kulturerbe:
- zum baulichen Kulturerbe, denn die für die europäisch e Geschichte bedeutsamen
Rathäuser des Westfälischen Friedens in Münster und Osnabrück sind zentrale Orte
der Aktivitäten und öffentlichkeitswirksamen Angebote sowie
- zum immateriellen Kulturerbe, denn die schwierigen W ege zum Frieden im Europa der
Vergangenheit, aber auch die damit verbundenen Errungenschaften und die Sicherung
des Friedens in Gegenwart und Zukunft sind wesentlicher Teil der europäischen
Identität.
Das Projekt „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ der Europäischen
Kulturerbe-Städte Münster und Osnabrück ist daher im Rahmen des ECHY 2018 in
besonderer Weise geeignet, das Leitthema „Europa: Erinnern und Aufbruch“ mit
relevanten Inhalten zu füllen und in breiter und vielfältiger Weise zu vermitteln. Der
Frieden als das unumstrittene Merkmal des geeinten Europas ist wie kein anderes Thema
prädestiniert, die Identifikation mit dem kulturellen Erbe zu fördern und die Menschen für
die Bewahrung dieses wertvollen gemeinsamen Erbes zu gewinnen.
Der Westfälische Friedensschluss als Erfindung eines internationalen Regelwerks, das
1648 einen Krieg beendete, der Europa vollkommen zu verwüsten drohte, wirkt als
europäische Erfahrung über Europa hinaus bis in die Gegenwart als globale Verpflichtung
eines Primats der Diplomatie zur Beilegung aller nationalen, ethnischen und religiösen
Differenzen im Dialog.
Ausgehend von der historischen Bedeutung des Westfälischen Friedens als einer der
ersten europäischen Friedensschlüsse der Moderne in den Rathäusern der Städte
Münster und Osnabrück sowie der historischen Bedeutung beider Stätten als Träger des
Europäischen Kulturerbe-Siegels soll in einer großangelegten Kooperation mit Partnern in
beiden Städten ein dreiteiliges Gemeinschaftsprojekt unter dem Titel „Frieden.
Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ ab Frühjahr 2018 realisiert werden.
Anlage 1
Modul 1: „Europäische Kulturerbe-Stätte Rathaus Münster: Digitales
Vermittlungskonzept“
Das Rathaus von Münster mit seinem Friedenssaal, ausgezeichnet mit dem
Europäischen Kulturerbe-Siegel, ist als Modul 1 Ausgangspunkt für das
Gemeinschaftsprojekt. Dabei ist das Rathaus mehr als ein historischer Erinnerungsort
an den Friedensschluss zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges. Der Friedenssaal
steht auch heute für die Verpflichtung in Gegenwart und Zukunft, Konflikte durch
Verhandlungen zu bewältigen. Ist doch die entscheidende Bedeutung des
Westfälischen Friedens für ganz Europa darin zu sehen, dass erstmals in der
Geschichte des Kontinents eine Konfliktlösung nicht durch Waffengewalt auf
militärischem Wege erreicht wurde, sondern auf der Basis rechtsgültiger
Vereinbarungen auf dem Verhandlungswege. Das Völkerrecht war geboren und durch
ein Garantiesystem aller Vertragsparteien das Existenzrecht auch der kleineren
und mittleren Staaten prinzipiell anerkannt und gesichert. Mit dem Westfälischen
Frieden war zumindest potentiell ein neues Konfliktbewältigungsinstrumentarium
geschaffen, auch wenn der Friede selbst in Deutschland und Europa damit keineswegs
dauerhaft gesichert war.
Mit dem Begriff ‚Westphalian System‘ bezeichnet die Politikwissenschaft international
die mit dem Westfälischen Frieden geschaffene völkerrechtliche Basis der
zwischenstaatlichen Beziehungen seit 1648 bis heute. Das ‘Westphalian System’ hatte
und hat insofern grundlegende Bedeutung im Zusammenhang des europäischen
Einigungsprozesses und bietet deshalb heute vielfältige Anknüpfungspunkte für
Forschung, Kooperationen sowie Informations- und Bildungsmaßnahmen.
Aber mehr noch als der Westfälische Frieden als staats- und völkerrechtliches
Vertragswerk bietet das historische Themenfeld „Friedensverhandlungen in Münster
1643 – 1648. Konfliktlösung und Friedenssicherung am Ende des „Dreißigjährigen
Krieges“ Anknüpfungs- und Orientierungspunkte für die Lösung von
Gegenwartsproblemen in Europa und in der ganzen Welt, insbesondere für das Ringen
um Konsens durch Verhandlungen und die Entwicklung neuer Instrumentarien und
Verfahren für die Krisenherde unserer Zeit.
Hier liegt das einmalige Potenzial der Stätte. Die Stadt Münster ist sich als Gastgeberin
des ersten europäischen Friedenskongresses der Verantwortung ihres historischen
Erbes bewusst, setzt es in die Gegenwart um und profiliert die Stätte des Rathauses als
europäischen Identifikationsort für das Thema Konfliktlösung.
Modul 2: Das zweite Modul umfasst die fünfteilige Ausstellung „Frieden. Von der Antike
bis heute“, die vom 28. April bis zum 2. September 2018 an vier Standorten in Münster
gezeigt wird.
Modul 3: Hieran anknüpfend trägt die Stadt Osnabrück mit ihren Partnern für das
Europäische Jahr des kulturellen Erbes das dritte Modul zum gemeinsamen Thema
unter dem Titel „Labor Europa“ bei, das einen multiperspektivischen Zugang zum
Thema Europa, seiner Gegenwart und Zukunft ermöglicht.
Das Gesamtprojekt: „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für
Europa“ ein Leitprojekt des ECHY 2018
Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und
räumliche Darstellung
Ziel
Die historische und gegenwärtige Bedeutung des Friedenssaales soll über seine museale
Funktionalität als wichtiger europäischer Erinnerungsort hinaus mit dem Einsatz moderner
digitaler Kommunikationstechnologien kommuniziert und in seiner Relevanz als
Anknüpfungspunkt für die Identifikation mit dem Kulturerbe Europas sowie als
beispielgebender aktiver Ausgangsort für globale Konfliktlösungen hervorgehoben werden.
Ziel ist dabei eine reduzierte Vermittlung und didaktische Herleitung beginnend beim
Eintreten in die Bürgerhalle bis hin zum Eintritt in den Friedenssaal. Die Inhalte der Medien
werden aufeinander abgestimmt und sind je nach individueller Nutzer-Präferenz
unterschiedlich abrufbar, da verschiedene Inhaltsebenen zum Einsatz kommen. Die
Elemente setzen die Bürgerhalle und den Friedenssaal mit modernsten Mitteln inhaltlich
fundiert und attraktiv neu in Szene, ermöglichen aber auch weiterhin die Nutzung der
Bürgerhalle in ihrer bisherigen Form, d. h. für Veranstaltungen, Empfänge etc. Die
Informationstheke sowie auch die stadtgeschichtlich bedeutsamen Elemente Hansekogge
und originale Sandsteinskulpturen aus dem Rathausgiebel verbleiben an ihren Standorten.
Kurz-Konzept Bürgerhalle
Das Konzept sieht vor, dass anders als in der gegenwärtigen Form, in der die Eingangshalle
(Bürgerhalle) im Erscheinungsbild und im Auftritt nur punktuell Zusammenhänge erkennen
lässt, didaktisch und dramaturgisch Bezüge zwischen Friedenssaal und Bürgerhalle
hergestellt werden. Schon beim Eintritt in das historische Rathaus soll in der Bürgerhalle
mittels digitaler Technik (Displays, Tablets) der Gegenwartsbezug hergestellt,
versinnbildlicht und kommuniziert werden. Weitere Monitore führen näher in das historische
Geschehen ein. Eine Sitzgruppe ergänzt dies um ein bewegbares Möbelstück. Dort werden
stationär angebrachte Tablets zentrale Informationen über die aktuellen und
zeitgeschichtlichen Formate der Rückbesinnung auf den Westfälischen Frieden als auch
ergänzendes visuelles Bildmaterial zum historischen Ereignis 1648 gegeben: Zu den
abrufbaren geschichtskulturellen Facetten werden die Geschichte der bisherigen
Preisträgerinnen und Preisträger des von Westfälischen Wirtschaftsgesellschaft
ausgelobten Preises ebenso zählen wie die Verleihung des Europäischen Kulturerbesiegels
als auch die bisherigen und aktuellen Bemühungen des „Arbeitskreises ´1648 – Dialoge
zum Frieden´“.
Kurz-Konzept Friedenssaal
Der Friedenssaal bildet das Geschichtsereignis des Westfälischen Friedens ab. Er ist der
historische Originalschauplatz mit der erhaltenen hölzernen Ausstattung von 1577 und den
Portraits von Beteiligten der Friedensverhandlungen. Dabei soll weiterhin die Aura des
Friedenssaals mit seinen Historien- und biographischen Gemälden in ihrer Ausstrahlung
und Anmutung im Mittelpunkt stehen. Mit der Möglichkeit der Nutzung einer App soll aber
nun eine zusätzliche zeitgemäße Rezeptionsperspektive geschaffen werden. Für die jungen
Besucherinnen und Besucher des Friedensaals aber auch die klassischen älteren
Geschichtsbummler wird für die Begehung des Friedenssaales über den freien Download
einer mobilen application (App) ein individueller Zugang zum historischen Ereignis 1648
angeboten. Damit finden nutzerspezifische Lernkanäle und Medienpräferenzen vor allem
jüngerer Besucherinnen und Besucher eine stärkere Berücksichtigung. Dies geschieht
konkret über eine ´Reenactment´-Begegnung mit dem Friedensschluss von 1648 und
seinen politischen und diplomatischen Akteuren.
Anlage 2
Trägermedium 1
Display
Gegenwartsbezug
Trägermedium 2
Display
historische
Kontextualisierung
seiner Zeit
Trägermedium 3
Display
Einführung historischer
Kontext Friedenssaal
Sitzmöbel
Tablets
Entwürfe liegen noch nicht vor
5
Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und
räumliche Darstellung
6
Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und
räumliche Darstellung
Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe
Trägermedium 1: Display Gegenwartsbezug
Der Gegenwartsbezug des Ankerthemas, der Bezug der heutigen Politik auf die Mediation
des politischen Großkonflikts als Folie für heutige Konfliktlösungen muss
schon beim Betreten der Bürgerhalle sofort ins Bewusstsein des Besuchers treten
(„eyecatcher“). Dieses soll über einen Monitor/Display mit visuellen und symbolischen Zitaten
(KofiAnan/Steinmeier/Gauck/Kissinger etc.) zum „Westphalian System“ umgesetzt werden.
(Entwurf: Bildliche Visualisierung, siehe nächste Seite).
Was für bedeutende Ereignisse passierten in der Vergangenheit und vollziehen sich hier
gegenwärtig, von den Verhandlungen zum Friedensschluss, den herausragenden
Verleihungen des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens über
Bürgerversammlungen bis hin zu den Empfängen und Begegnungen nationaler und
internationaler Politikerinnen und Politiker und anderer wichtiger Persönlichkeiten?
Der Display ist so angebracht, dass er weggeklappt werden kann. Ziel dabei ist eine Nutzung
der Räumlichkeit zu gewährleisten wie bisher.
Trägermedium 2: Historische Kontextualisierung um 1600/1700
Ebenso wichtig ist die breitere historische Kontextualisierung des Anker-
Ereignisses „Westfälischer Friede“ in der Zeit. Vor allem unter Inklusions- und
migrationsintegrativen Gesichtspunkten ist die Erweiterung des bisherigen diplomatie- und
politikgeschichtlichen Zugriffs um mentalitäts-, kultur- und alltagsgeschichtliche
Dimensionen unverzichtbar.
Diese Einsicht verlangt nach einem Blitzlicht in die Welt um 1630, in die Alltagswelten auch
sogenannter „kleiner Menschen“ und in die Facetten täglichen Lebens einer „Geschichte von
unten“; diese ist bisher in der Narration des Westfälischen Friedens vor Ort außen vor
geblieben Mit einem interaktiven Touch-Display in der Mitte der Bürgerhalle sollen die
Besucherinnen und Besucher tiefer in die Historie eindringen können. Gerade der Transfer
des Themas in die Reihen der jüngeren Generationen, die über unterschiedliche schulische
und außerschulische Kooperationsprojekte und Austauschprogramme in Münster und
der Region deutlich transnational europäisch aufgestellt sind, verlangt zwingend diese
Perspektiverweiterung.
Der Display ist so angebracht, dass er weggeklappt bzw. verschoben werden kann. Ziel dabei
ist eine Nutzung der Räumlichkeit zu gewährleisten wie bisher.
Trägermedium 3: Einführung historischer Kontext Friedenssaal
Unmittelbar neben dem Eingang des Friedenssaales wird ein zweiter stationärer Monitor
installiert werden. Damit wird die regionale und europäische Dimension zu einer globalen
erweitert und die historische Herleitung der Bedeutung der Mediation aktueller Konflikte
hervorgehoben. Dort wird eine inhaltliche Hinführung auf den Friedenssaal geleistet sowie
eine Einführung in den historischen Kontext. Aussagekräftige Bildzeugnisse werden
präsentiert.
Anlage 3
Es handelt sich um erste Visualisierungsoptionen mit beispielhaftem Charakter
hinsichtlich Position, Raumgefühl, didaktischer Wegeleitung und Motivwirkung.
Trägermedium 1 / Eingangsbereich:
Variante 1
Variante 2
Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe
Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe
Trägermedium 2 / Bürgerhalle Mitte:
Variante
interaktiver Bildschirm
Es handelt sich um erste Visualisierungsoptionen mit beispielhaftem Charakter
hinsichtlich Position, Raumgefühl, didaktischer Wegeleitung und Motivwirkung.
Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe
Trägermedium 3 / Eingang Friedenssaal:
Variante
Es handelt sich um erste Visualisierungsoptionen mit beispielhaftem Charakter
hinsichtlich Position, Raumgefühl, didaktischer Wegeleitung und Motivwirkung.
Kosten- und Finanzierungsplan
Anlage 4
KOSTEN:
Gesamtkonzeption
9.600 Euro
Gestalterische und technische Umsetzung/ Projektmanagement
5.400 Euro
Regie Audio/Videoproduktion
2.800 Euro
Produktion Audio/Video
2 Drehtage, 2 Nachbearbeitungstage, Freistellungen, Effekte
12.000 Euro
Gestaltung (grafische Oberflächen, Interfaces, Menüs etc.) incl.
Artdirektion
15.000 Euro
Wissenschaftliche Redaktion, incl. Recherche Material
6.000 Euro
Konzept Historische Narration
5.000 Euro *
Sprecher - und Darsteller
4 Personen (extern), Ausstattung usw.
12.000 Euro *
Drehbuch, inhaltliche Vorlagen durch wissenschaftliche Redaktion
2.800 Euro *
Texte, (historisches) Bildmaterial, Fotos, Videomaterial
6.000 Euro *
Informatik (Backendprogrammierung, Server etc.)
- nur technische Anteile
35.000 Euro *
Monitore/OLEDisplays (z. T. interaktiv) 11.000 Euro *
Tablets und Zubehör 5.500 Euro *
Richtlautsprecher 1.000 Euro *
Sonstiges 2.525 Euro *
Gesamtsumme 13 1.625 Euro
(*Aufwendungen/Maßnahmen, die im weiteren Fortgang der Umsetzung vorzunehmen sind)
FINANZIERUNG:
Stadt Münster 67.500 Euro
Bewilligter Zuschuss ECHY 2018 64.125 Euro
Gesamtsumme 13 1.625 Euro
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0982/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.11.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37