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V/0982/2017

Digitales Vermittlungskonzept Bürgerhalle/Friedenssaal

Vorlagen 08.11.2017

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 06.12.2017, TOP 11

Beschlussvorlage

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Anlagen Digitales Vermittlungskonzept Bürgerhalle Friedenssaal

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Beschlussvorlage

6113 Zeichen

V/0982/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Münster Marketing 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Digitales Vermittlungskonzept Bürgerhalle/Friedenssaal 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
23.11.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Vorberatung 
23.11.2017 Kulturausschuss Vorberatung 
28.11.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 
05.12.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt das digitale Vermittlungskonzept Bürgerhalle/Friedenssaal 
zur Kenntnis und beschließt die Umsetzung des Konzeptes im Rahmen  des Europäischen Kultur-
erbejahres (ECHY) 2018. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 1502 Stadtmarketing (MM)    
 15 Transferaufwendungen 2018 0 Im Wirt-
schaftsplan 
von MM: 
Ertrag: 
+ 64.125 € 
Aufwand: 
+64.125 € 
Produktgruppe 1002 Denkmalschutz und Den k-
malpflege 
   
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0982/2017 
Auskunft erteilt: 
Frau Spinnen 
Frau Voss 
Ruf: 
492 27 00 
492 61 43 
E-Mail: 
spinnen@stadt-muenster.de  
voss-marlies@stadt-muenster.de 
Datum: 
14.11.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0982/2017 
 16 Sonstige ordentliche Au f-
wendungen 
2018 67.500  
 
Die für die Realisierung des neuen digitalen Vermittlungskonzeptes notwendigen Maßnahmen und 
Aufgaben sowie die benötigten Medien und Materialien sind dem ebenfalls in der Anlage beigefü gten 
Kosten- und Finanzierungsplan zu entnehmen (s. Anlage 4: Kosten- und Finanzierungsplan). Die Mit-
tel sind im Haushaltsplanentwurf 2018 bzw. dem Entwurf des Wirtschaftsplanes von Münster Mark e-
ting veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
Mit der Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels (EKS) für das historische Rathaus  mit dem 
Friedenssaal ist die Stadt Münster Verpflichtungen eingegangen, die sie zur dauerhaften B ewahrung 
dieser Auszeichnung erfüllen muss. Hierfür hat der Rat jährliche Haushaltsmittel bereitgestellt. Zu den 
angekündigten Vorhaben gehörte bei Antragstellung u.a. die Einführung neuer elektronischer Medien 
zur verbesserten Kommunikation der europäischen Bedeutung der Stätte insbesondere an junge Leu-
te, wozu auch Maßnahmen zur Umgestaltung und Aufwertung der Bürgerhalle notwendig sind.  
 
Der Arbeitskreis „D ialoge zum Frieden“ begleitet die Erstellung des inhaltlichen Konzeptes, für die 
Umgestaltung, das von Prof. Dr. Kenkmann und Prof. Dr. Jakobi fachlich verantwortet wird. Das Ko n-
zept sieht vor, dass die  Besucherinnen und Besu cher in der Bürgerhalle besser als derzeit auf den 
Friedenssaal vorbereitet wer den und die gegenwärtige Bedeutung des Rathauses mit dem Schwe r-
punkt „Westfälischer Frieden“ auf besondere Weise vermittelt wird (s. Anlage 2: Bürgerha lle: Inhalt, 
Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonze pt“ und räumliche Darstellung). D ie Bürgerhalle, die zu r-
zeit im Erscheinungsbild und im Auf tritt kaum Zusammenhänge zur Thematik des Friedenssaals er-
kennen lässt,  soll künftig ihre Besucher/innen quasi in den Friedenssaal leiten und sie auf diesen 
zentralen Ort der Geschichte vorbereiten. D idaktische und dramaturgische Bezüge zwischen Bürger-
halle und Friedenssaal sollen hergestellt werden. Der Einsatz innovativer zeitgemäßer Kommunikat i-
onsmedien mit didaktisch sinnvollen und für ein großes Publikum aufb ereiteten Inhalten als Methode 
zur Vermittlung der histori schen Bedeutung des Rathauses ist Kern des stä dtischen Vorhabens (s. 
Anlage 3: Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe).  
 
Neu sind der Einsatz von digitaler Kommunikationstechnik (Bürgerhalle: Bildschirme/Displays, Tablets 
– Friedenssaal: App) und eine  Sitzgruppe (Bürgerhalle). Diese Elemente sollen die Bürgerhalle und 
den Friedenssaal mit modernen Mitteln inhaltlich fundiert , denkmalpflegerisch angemessen  und at-
traktiv neu in Szene  setzen, aber auch weiterhin die Nutzung der Bürgerhalle in ihrer bisherigen 
Form, d. h. für Veranstaltungen, Empfänge etc.  ermöglichen. Medien und Mobiliar sind so konzipiert, 
dass eine jederzeit ige Verschiebbarkeit/Umpositionierung gewährleistet ist. Die Inform ationstheke 
sowie auch die stadtgeschichtlich bedeutsamen Elemente Hansekogge und originale Sandsteinskulp-
turen aus dem Rathausgiebel verbleiben an ihren Standorten.   
 
Das digitale Vermittlungskonzept ist  Bestandteil eines Projektes des Europäischen Kultu rerbejahres 
ECHY 2018 (s. Anlage 1: Das Gesamtprojekt: „ Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Eur o-
pa“ ein Leitprojekt des ECHY 2018). Die Europäische Kommission hat im Rahmen dessen zur Mitwir-
kung aufgerufen. So finden 2018 europaweit Projekte mit  unterschiedlichen, Europa verbi ndenden 
Inhalten statt. Innerhalb des Leitprojektes bildet das Vermittlungskonzept in der Bürgerha lle und im 
Friedenssaal als Modul 1 den Ausgangspunkt für das Gesamtprojekt in Münster und Osnabrück. Mo-
dul 2 umfasst eine fün fteilige Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ von fünf Museen in 
Münster. Modul 3 ist eine Europäische Jugendbegegnung aus Osnabrück.  
 
Das Gesamtprojekt der drei Module trägt den Titel „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für 
Europa“ und wurde vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz im Bundeskulturminister ium 
als eines von insgesamt fünf  Leitprojekten für das ECHY 2018 ausge wählt und damit als gesam t-
staatlich bedeutsames Vorhaben qualifiziert. Es  gewährt eine finanziel le Zuwendung  in Höhe von

- 3 - 
V/0982/2017 
571.000 Euro für die Durchführung des gesamten Projektes in Münster und Osnabrück, das alle drei 
Module einschließt. Damit ist eine Umsetzung der Maßnahmen Anfang 2018 erforderlich. 
 
 
I.V. 
 
gez. Denstorff 
Stadtbaurat 
 
Anlagen: 
 
1. Das Gesamtprojekt: „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ ein Leitprojekt 
des ECHY 2018 
2. Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und räumliche Darstellung 
3. Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe 
4. Kosten- und Finanzierungsplan

Anlagen Digitales Vermittlungskonzept Bürgerhalle Friedenssaal

14995 Zeichen

Das Gesamtprojekt: „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für 
Europa“ ein Leitprojekt des ECHY 2018 
2018 ist das Europäische Kulturerbejahr SHARING HERITAGE. Ausgerufen von der 
Europäischen Kommission finden europaweit Projekte mit unterschiedlichen Europa 
verbindenden Inhalten statt. Das Projekt der Städte Münster und Osnabrück lautet: 
„Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ 
3 Zugänge - 1 Ziel 
Modul 1: „Europäische Kulturerbe-Stätte Rathaus Münster: Digitales 
Vermittlungskonzept“
Modul 2: Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ 
Modul 3: „Labor Europa“ 
Das Gemeinschaftsprojekt „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ 
besteht aus drei Modulen mit jeweils eigenen methodischen Ansätzen. Zusammen 
eröffnen sie vielfältige Zugänge zum Europäischen Kulturerbe:
- zum baulichen Kulturerbe, denn die für die europäisch e Geschichte bedeutsamen 
Rathäuser des Westfälischen Friedens in Münster und Osnabrück sind zentrale Orte 
der Aktivitäten und öffentlichkeitswirksamen Angebote sowie 
- zum immateriellen Kulturerbe, denn die schwierigen W ege zum Frieden im Europa der 
Vergangenheit, aber auch die damit verbundenen Errungenschaften und die Sicherung 
des Friedens in Gegenwart und Zukunft sind wesentlicher Teil der europäischen   
Identität.
Das Projekt „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ der Europäischen 
Kulturerbe-Städte Münster und Osnabrück ist daher im Rahmen des ECHY 2018 in 
besonderer Weise geeignet, das Leitthema „Europa: Erinnern und Aufbruch“ mit 
relevanten Inhalten zu füllen und in breiter und vielfältiger Weise zu vermitteln. Der 
Frieden als das unumstrittene Merkmal des geeinten Europas ist wie kein anderes Thema 
prädestiniert, die Identifikation mit dem kulturellen Erbe zu fördern und die Menschen für 
die Bewahrung dieses wertvollen gemeinsamen Erbes zu gewinnen. 
Der Westfälische Friedensschluss als Erfindung eines internationalen Regelwerks, das 
1648 einen Krieg beendete, der Europa vollkommen zu verwüsten drohte, wirkt als 
europäische Erfahrung über Europa hinaus bis in die Gegenwart als globale Verpflichtung 
eines Primats der Diplomatie zur Beilegung aller nationalen, ethnischen und religiösen 
Differenzen im Dialog. 
Ausgehend von der historischen Bedeutung des Westfälischen Friedens als einer der 
ersten europäischen Friedensschlüsse der Moderne in den Rathäusern der Städte 
Münster und Osnabrück sowie der historischen Bedeutung beider Stätten als Träger des 
Europäischen Kulturerbe-Siegels soll in einer großangelegten Kooperation mit Partnern in 
beiden Städten ein dreiteiliges Gemeinschaftsprojekt unter dem Titel „Frieden. 
Herausforderung und Verpflichtung für Europa“ ab Frühjahr 2018 realisiert werden.
Anlage 1

Modul 1: „Europäische Kulturerbe-Stätte Rathaus Münster: Digitales 
Vermittlungskonzept“
Das Rathaus von Münster mit seinem Friedenssaal, ausgezeichnet mit dem 
Europäischen Kulturerbe-Siegel, ist als Modul 1 Ausgangspunkt für das 
Gemeinschaftsprojekt. Dabei ist das Rathaus mehr als ein historischer Erinnerungsort 
an den Friedensschluss zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges. Der Friedenssaal 
steht auch heute für die Verpflichtung in Gegenwart und Zukunft, Konflikte durch 
Verhandlungen zu bewältigen. Ist doch die entscheidende Bedeutung des 
Westfälischen Friedens für ganz Europa darin zu sehen, dass erstmals in der 
Geschichte des Kontinents eine Konfliktlösung nicht durch Waffengewalt auf 
militärischem Wege erreicht wurde, sondern auf der Basis rechtsgültiger 
Vereinbarungen auf dem Verhandlungswege. Das Völkerrecht war geboren und durch 
ein Garantiesystem aller Vertragsparteien das Existenzrecht auch der kleineren 
und mittleren Staaten prinzipiell anerkannt und gesichert. Mit dem Westfälischen 
Frieden war zumindest potentiell ein neues Konfliktbewältigungsinstrumentarium 
geschaffen, auch wenn der Friede selbst in Deutschland und Europa damit keineswegs 
dauerhaft gesichert war. 
Mit dem Begriff ‚Westphalian System‘ bezeichnet die Politikwissenschaft international 
die mit dem Westfälischen Frieden geschaffene völkerrechtliche Basis der 
zwischenstaatlichen Beziehungen seit 1648 bis heute. Das ‘Westphalian System’ hatte 
und hat insofern grundlegende Bedeutung im Zusammenhang des europäischen 
Einigungsprozesses und bietet deshalb heute vielfältige Anknüpfungspunkte für 
Forschung, Kooperationen sowie Informations- und Bildungsmaßnahmen.
Aber mehr noch als der Westfälische Frieden als staats- und völkerrechtliches 
Vertragswerk bietet das historische Themenfeld „Friedensverhandlungen in Münster 
1643 – 1648. Konfliktlösung und Friedenssicherung am Ende des „Dreißigjährigen 
Krieges“ Anknüpfungs- und Orientierungspunkte für die Lösung von 
Gegenwartsproblemen in Europa und in der ganzen Welt, insbesondere für das Ringen 
um Konsens durch Verhandlungen und die Entwicklung neuer Instrumentarien und 
Verfahren für die Krisenherde unserer Zeit. 
Hier liegt das einmalige Potenzial der Stätte. Die Stadt Münster ist sich als Gastgeberin 
des ersten europäischen Friedenskongresses der Verantwortung ihres historischen 
Erbes bewusst, setzt es in die Gegenwart um und profiliert die Stätte des Rathauses als 
europäischen Identifikationsort für das Thema Konfliktlösung. 
Modul 2: Das zweite Modul umfasst die fünfteilige Ausstellung „Frieden. Von der Antike 
bis heute“, die vom 28. April bis zum 2. September 2018 an vier Standorten in Münster 
gezeigt wird. 
Modul 3: Hieran anknüpfend trägt die Stadt Osnabrück mit ihren Partnern für das 
Europäische Jahr des kulturellen Erbes das dritte Modul zum gemeinsamen Thema 
unter dem Titel „Labor Europa“ bei, das einen multiperspektivischen Zugang zum 
Thema Europa, seiner Gegenwart und Zukunft ermöglicht. 
Das Gesamtprojekt: „Frieden. Herausforderung und Verpflichtung für 
Europa“ ein Leitprojekt des ECHY 2018

Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und 
räumliche Darstellung 
Ziel 
Die historische und gegenwärtige Bedeutung des Friedenssaales soll über seine museale 
Funktionalität als wichtiger europäischer Erinnerungsort hinaus mit dem Einsatz moderner 
digitaler Kommunikationstechnologien kommuniziert und in seiner Relevanz als 
Anknüpfungspunkt für die Identifikation mit dem Kulturerbe Europas sowie als 
beispielgebender aktiver Ausgangsort für globale Konfliktlösungen hervorgehoben werden.
Ziel ist dabei eine reduzierte Vermittlung und didaktische Herleitung beginnend beim 
Eintreten in die Bürgerhalle bis hin zum Eintritt in den Friedenssaal. Die Inhalte der Medien 
werden aufeinander abgestimmt und sind je nach individueller Nutzer-Präferenz 
unterschiedlich abrufbar, da verschiedene Inhaltsebenen zum Einsatz kommen. Die 
Elemente setzen die Bürgerhalle und den Friedenssaal mit modernsten Mitteln inhaltlich 
fundiert und attraktiv neu in Szene, ermöglichen aber auch weiterhin die Nutzung der 
Bürgerhalle in ihrer bisherigen Form, d. h. für Veranstaltungen, Empfänge etc. Die 
Informationstheke sowie auch die stadtgeschichtlich bedeutsamen Elemente Hansekogge 
und originale Sandsteinskulpturen aus dem Rathausgiebel verbleiben an ihren Standorten. 
Kurz-Konzept Bürgerhalle 
Das Konzept sieht vor, dass anders als in der gegenwärtigen Form, in der die Eingangshalle 
(Bürgerhalle) im Erscheinungsbild und im Auftritt nur punktuell Zusammenhänge erkennen 
lässt, didaktisch und dramaturgisch Bezüge zwischen Friedenssaal und Bürgerhalle 
hergestellt werden. Schon beim Eintritt in das historische Rathaus soll in der Bürgerhalle 
mittels digitaler Technik (Displays, Tablets) der Gegenwartsbezug hergestellt, 
versinnbildlicht und kommuniziert werden. Weitere Monitore führen näher in das historische 
Geschehen ein. Eine Sitzgruppe ergänzt dies um ein bewegbares Möbelstück. Dort werden 
stationär angebrachte Tablets zentrale Informationen über die aktuellen und 
zeitgeschichtlichen Formate der Rückbesinnung auf den Westfälischen Frieden als auch 
ergänzendes visuelles Bildmaterial zum historischen Ereignis 1648 gegeben: Zu den 
abrufbaren geschichtskulturellen Facetten werden die Geschichte der bisherigen 
Preisträgerinnen und Preisträger des von Westfälischen Wirtschaftsgesellschaft 
ausgelobten Preises ebenso zählen wie die Verleihung des Europäischen Kulturerbesiegels 
als auch die bisherigen und aktuellen Bemühungen des „Arbeitskreises ´1648 – Dialoge 
zum Frieden´“. 
Kurz-Konzept Friedenssaal 
Der Friedenssaal bildet das Geschichtsereignis des Westfälischen Friedens ab. Er ist der 
historische Originalschauplatz mit der erhaltenen hölzernen Ausstattung von 1577 und den 
Portraits von Beteiligten der Friedensverhandlungen. Dabei soll weiterhin die Aura des 
Friedenssaals mit seinen Historien- und biographischen Gemälden in ihrer Ausstrahlung 
und Anmutung im Mittelpunkt stehen. Mit der Möglichkeit der Nutzung einer App soll aber 
nun eine zusätzliche zeitgemäße Rezeptionsperspektive geschaffen werden. Für die jungen 
Besucherinnen und Besucher des Friedensaals aber auch die klassischen älteren 
Geschichtsbummler wird für die Begehung des Friedenssaales über den freien Download 
einer mobilen application (App) ein individueller Zugang zum historischen Ereignis 1648 
angeboten. Damit finden nutzerspezifische Lernkanäle und Medienpräferenzen vor allem 
jüngerer Besucherinnen und Besucher eine stärkere Berücksichtigung. Dies geschieht 
konkret über eine ´Reenactment´-Begegnung mit dem Friedensschluss von 1648 und 
seinen politischen und diplomatischen Akteuren. 
Anlage 2

Trägermedium 1
Display 
Gegenwartsbezug 
Trägermedium 2
Display 
historische 
Kontextualisierung 
seiner Zeit 
Trägermedium 3
Display 
Einführung historischer 
Kontext Friedenssaal 
Sitzmöbel 
Tablets 
Entwürfe liegen noch nicht vor 
5
Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und 
räumliche Darstellung

6
Bürgerhalle: Inhalt, Ziele, Didaktik „Digitales Vermittlungskonzept“ und 
räumliche Darstellung

Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe 
Trägermedium 1: Display Gegenwartsbezug  
Der Gegenwartsbezug des Ankerthemas, der Bezug der heutigen Politik auf die Mediation 
des politischen Großkonflikts als Folie für heutige Konfliktlösungen muss 
schon beim Betreten der Bürgerhalle sofort ins Bewusstsein des Besuchers treten 
(„eyecatcher“).  Dieses soll über einen Monitor/Display mit visuellen und symbolischen Zitaten 
(KofiAnan/Steinmeier/Gauck/Kissinger etc.) zum „Westphalian System“ umgesetzt werden.
(Entwurf: Bildliche Visualisierung, siehe nächste Seite).
Was für bedeutende Ereignisse passierten in der Vergangenheit und vollziehen sich hier 
gegenwärtig, von den Verhandlungen zum Friedensschluss, den herausragenden 
Verleihungen des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens über 
Bürgerversammlungen bis hin zu den Empfängen und Begegnungen nationaler und 
internationaler Politikerinnen und Politiker und anderer wichtiger Persönlichkeiten? 
Der Display ist so angebracht, dass er weggeklappt werden kann. Ziel dabei ist eine Nutzung 
der Räumlichkeit zu gewährleisten wie bisher. 
Trägermedium 2: Historische Kontextualisierung um 1600/1700 
Ebenso wichtig ist die breitere historische Kontextualisierung des Anker-
Ereignisses „Westfälischer Friede“ in der Zeit. Vor allem unter Inklusions- und 
migrationsintegrativen Gesichtspunkten ist die Erweiterung des bisherigen diplomatie- und 
politikgeschichtlichen Zugriffs um mentalitäts-, kultur- und alltagsgeschichtliche 
Dimensionen unverzichtbar. 
Diese Einsicht verlangt nach einem Blitzlicht in die Welt um 1630, in die Alltagswelten auch 
sogenannter „kleiner Menschen“ und in die Facetten täglichen Lebens einer „Geschichte von 
unten“; diese ist bisher in der Narration des Westfälischen Friedens vor Ort außen vor 
geblieben Mit einem interaktiven Touch-Display in der Mitte der Bürgerhalle sollen die 
Besucherinnen und Besucher tiefer in die Historie eindringen können. Gerade der Transfer 
des Themas in die Reihen der jüngeren Generationen, die über unterschiedliche schulische 
und außerschulische Kooperationsprojekte und Austauschprogramme in Münster und 
der Region deutlich transnational europäisch aufgestellt sind, verlangt zwingend diese 
Perspektiverweiterung. 
Der Display ist so angebracht, dass er weggeklappt bzw. verschoben werden kann. Ziel dabei 
ist eine Nutzung der Räumlichkeit zu gewährleisten wie bisher. 
Trägermedium 3: Einführung historischer Kontext Friedenssaal 
Unmittelbar neben dem Eingang des Friedenssaales wird ein zweiter stationärer Monitor 
installiert werden. Damit wird die regionale und europäische Dimension zu einer globalen 
erweitert und die historische Herleitung der Bedeutung der Mediation aktueller Konflikte 
hervorgehoben. Dort wird eine inhaltliche Hinführung auf den Friedenssaal geleistet sowie 
eine Einführung in den historischen Kontext. Aussagekräftige Bildzeugnisse werden 
präsentiert. 
Anlage 3

Es handelt sich um erste Visualisierungsoptionen mit beispielhaftem Charakter 
hinsichtlich Position, Raumgefühl, didaktischer Wegeleitung und Motivwirkung.  
Trägermedium 1 / Eingangsbereich: 
Variante 1 
Variante 2
Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe

Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe 
Trägermedium 2 / Bürgerhalle Mitte: 
Variante 
interaktiver Bildschirm 
Es handelt sich um erste Visualisierungsoptionen mit beispielhaftem Charakter 
hinsichtlich Position, Raumgefühl, didaktischer Wegeleitung und Motivwirkung.

Bürgerhalle: Trägermedien und Visualisierungsentwürfe 
Trägermedium 3 / Eingang Friedenssaal: 
Variante 
Es handelt sich um erste Visualisierungsoptionen mit beispielhaftem Charakter 
hinsichtlich Position, Raumgefühl, didaktischer Wegeleitung und Motivwirkung.

Kosten- und Finanzierungsplan 
Anlage 4 
KOSTEN:  
Gesamtkonzeption  
 
9.600 Euro  
Gestalterische und technische Umsetzung/ Projektmanagement  
 
5.400 Euro  
Regie Audio/Videoproduktion  
 
2.800 Euro  
Produktion Audio/Video  
2 Drehtage, 2 Nachbearbeitungstage, Freistellungen, Effekte 
 
12.000 Euro  
Gestaltung (grafische Oberflächen, Interfaces, Menüs etc.) incl. 
Artdirektion 
 
15.000 Euro  
Wissenschaftliche Redaktion, incl. Recherche Material  
 
6.000 Euro  
Konzept Historische Narration  
 
5.000 Euro * 
Sprecher - und Darsteller  
4 Personen (extern), Ausstattung usw. 
 
12.000 Euro * 
Drehbuch, inhaltliche Vorlagen durch wissenschaftliche Redaktion  
 
2.800 Euro * 
Texte, (historisches) Bildmaterial, Fotos, Videomaterial  
 
6.000 Euro * 
Informatik (Backendprogrammierung, Server etc.)  
- nur technische Anteile 
 
35.000 Euro *  
Monitore/OLEDisplays (z. T. interaktiv)  11.000 Euro * 
Tablets und Zubehör  5.500 Euro * 
Richtlautsprecher  1.000 Euro * 
Sonstiges  2.525  Euro * 
Gesamtsumme  13 1.625  Euro  
               (*Aufwendungen/Maßnahmen, die im weiteren Fortgang der Umsetzung vorzunehmen sind)  
 
 
FINANZIERUNG: 
Stadt Münster  67.500 Euro  
Bewilligter Zuschuss  ECHY 2018   64.125  Euro  
Gesamtsumme   13 1.625  Euro

Beratungsverlauf (5)

23.11.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 7.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
23.11.2017 Kulturausschuss
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.12.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 11 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0982/2017
Typ
Vorlagen
Datum
08.11.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37