Mandari Insight

V/0639/2024

Kommunaler Pflegebedarfsplan 2024-2027

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.12.2024, TOP 41

Anlage 1: Pflegebedarfsplan 2024-2027

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2: Antrag A-R/0048/2023

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Ansehen

Anlage 1: Pflegebedarfsplan 2024-2027

208760 Zeichen

Kommunale Pflegeplanung
Sozialamt
Kommunaler 
Pflegebedarfsplan   
2024 - 2027 
Publication name: Broschüre DIN A4 hoch - KOPIE generated:
2022-09-01T14:27:46+02:00

Impressum  
Herausgeberin: Stadt Münster, Sozialamt 
Oktober 2024 
Redaktion: Karin Stritzke, Kommunale Pflegeplanung 
Kontakt: StritzkeK@stadt-muenster.de

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 3 
Inhalt  
1 Grundlagen und Ziele der Pflegebedarfsplanung ............................................................. 5 
2 Aspekte der Bevölkerungsentwicklung in Münster .......................................................... 6 
 Altersstruktur der Bevölkerung ........................................................................................ 6 
 Gesellschaftliche Entwicklungen ...................................................................................... 9 
 Alterung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte .................................................. 10  
 Lesbische, schwule, bisexuelle und trans*, inter* und queere Menschen (LSBTIQ*) ... 11  
3 Inanspruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung ........................................... 12  
4 Pflegende An- und Zugehörige ....................................................................................... 20  
5 Pflegeinfrastruktur in Münster ....................................................................................... 22  
 Einrichtungen und Dienste in Münster ........................................................................... 23  
5.1.1  Vollstationäre Pflegeeinrichtungen ................................................................... 23  
5.1.2  Kurzzeitpflege ..................................................................................................... 29  
5.1.3  Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften ............................................. 34  
5.1.4  Tagespflege ........................................................................................................ 39  
5.1.5  Ambulante Pflege ............................................................................................... 44  
5.1.6  Service-Wohnen (Betreutes Wohnen) ............................................................... 47  
5.1.7  Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI ................................. 51  
 Wohn- und Betreuungsangebote für spezifische Zielgruppen ....................................... 55  
5.2.1  Junge (erwachsene) Pflegebedürftige ................................................................ 55  
5.2.2  Menschen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf ...................................... 57  
5.2.3  Personen mit Bedarf an geschützter Unterbringung ......................................... 57  
5.2.4  Ältere Menschen mit Behinderung .................................................................... 58  
5.2.5  Wohnungslose Menschen mit Pflegebedarf ...................................................... 59  
6 Pflege(fach)kräfte in Münster ......................................................................................... 61  
7 Bedarfsfeststellung für die vollstationäre Dauerpflege 2024-2027 ............................... 64  
 Auslastung der Angebote mit umfassender Pflege in Münster ..................................... 64  
 Vorausberechnung der zukünftigen Inanspruchnahme von Pflegeleistungen .............. 66  
 Bewertung ....................................................................................................................... 70  
8 Ausblick ........................................................................................................................... 72

4 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Anhang 
 
1 Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplan 2024-2027 in der Sitzung der Konferenz 
Alter und Pflege am 26.09.2024 ............................................................................................... 76  
 
2 Sozialräumliche Darstellung der Angebote .................................................................... 78  
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte ........................................................ 80  
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West ......................................................... 87  
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord ......................................................... 92  
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost ............................................................ 95  
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost ...................................................... 98  
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup .................................................... 102

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 5 
 
1 Grundlagen und Ziele der Pflegebedarfsplanung 
Die kommunale Pflegebedarfsplanung ist verankert im § 7 des Alten- und Pflegegesetzes NRW 
(APG NRW). Sie umfasst eine Bestandsaufnahme, die Feststellung ob quantitativ und qualita- 
tiv ein ausreichendes Angebot besteht und ob und gg f. welche Maßnahmen zur Herstellung, 
Sicherung und Weiterentwicklung von Angeboten notwe ndig sind. Die verbindliche Bedarfs- 
planung gemäß § 7 Abs. 6 gibt den Kommunen zusätzlich dazu eine Steuerungsmöglichkeit mit 
dem Instrument der Bedarfsbestätigung. Hat sich die  Kommune für diese Möglichkeit ent- 
schieden, ist eine solche Bedarfsbestätigung Voraus setzung für die Landesförderung der be- 
treffenden Einrichtungen bzw. zusätzlich geschaffen er Plätze. Mit diesem Zusatzinstrument 
können Kommunen in den Ausbau der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingreifen, was 
die weiteren Möglichkeiten wie die Information und Beratung von Trägern ergänzt.  
Der Rat der Stadt Münster hat im Jahr 2015 die Einführung der verbindlichen Bedarfsplanung 
für die vollstationäre Dauerpflege nach dem APG NRW beschlossen. Seitdem ist die öffentliche 
Förderung von zusätzlichen stationären Plätzen von einer kommunalen Bedarfsbestätigung 
abhängig. Mit dem Ratsbeschluss zur Vorlage „Kommun aler Pflegebedarfsplan 2023-2026“ 
(V/0402/2023) wurde im Dezember 2023 der Bedarf an 101 zusätzlichen vollstationären Pfle- 
geplätze festgestellt. Auf die darauffolgende Bedarfsausschreibung nach § 27 Abs. 1 APG DVO 
bewarben sich Träger mit einem Interesse an der Sch affung von insgesamt 29 zusätzlichen 
Plätzen, die alle durch eine Erweiterung bestehende r Angebote geschaffen werden sollen. 
Aufgrund der geringen Zahl angezeigter Plätze gelin gt es nicht, eine Bedarfsdeckung im Be- 
reich der stationären Pflege zu erreichen. In diesem Pflegebedarfsplan 2024-2027 erfolgt eine 
Aktualisierung der Bedarfsfeststellung unter Berück sichtigung der Ergebnisse der erfolgten 
Ausschreibung. 
Die Kurzzeitpflege sowie die Tagespflege sind von d er verbindlichen Bedarfsplanung explizit 
ausgenommen und Teil der allgemeinen Pflegeplanung.  Über Investitionsvorhaben für diese 
Bereiche berät die Konferenz Alter und Pflege und trifft eine entsprechende Einschätzung zum 
Bedarf. Hierfür bietet der vorliegende Bericht eine Grundlage, indem er einen Überblick über 
die bestehenden Angebote der pflegerischen Versorgung insgesamt sowie deren Entwicklung 
und Inanspruchnahme gibt. 
Im Rahmen der Quartiersentwicklung sollen mittel- bis langfristig in allen Teilgebieten Müns- 
ters Bedingungen geschaffen werden, die die Anforde rungen an altengerechte Quartiere er- 
füllen. Ziel sind individuelle Unterstützungsangebote für das Leben zu Hause sowie quartiers- 
bezogene Wohn- und Pflegeangebote. Dazu gehören neb en barrierefreiem Wohnraum, An- 
geboten des Service Wohnens, ambulanten Pflege-Wohngemeinschaften und Tagespflegeein- 
richtungen auch das Bauen und Wohnen in Gemeinschaf t. Die für ein lebenslanges Wohnen 
im Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusamme narbeit von Trägern und Anbietern von 
Dienstleistungen, der zivilgesellschaftlichen Akteure und der Stadt vor Ort gestaltet werden.  
Leitbild ist eine vielseitige, bedarfs- wie nachfra gegerechte Angebotslandschaft, die den ver- 
schiedenen Präferenzen pflegebedürftiger Menschen Rechnung trägt, gegenüber geänderten 
Bedarfen, Struktur- und Qualitätsanforderungen anpa ssungsfähig ist und deren Angebote fi- 
nanzierbar sind. Durch die Verzahnung des Pflegebed arfsplans mit dem Masterplan altenge- 
rechte, inklusive Quartiere für Münster soll die Pf legeplanung kleinräumigere Betrachtungen 
einbeziehen und langfristig die Pflege mit allen Se ktoren in die altengerechte Quartiersent- 
wicklung eingebunden werden.

6 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Der Pflegebedarfsplan gibt einen Überblick über die  Situation von pflegebedürftigen Men- 
schen in Münster und das Angebot von pflegerischen Leistungen. Die Kapitel 2 und 3 stellen 
Aspekte der Bevölkerungsentwicklung in Münster sowi e die Statistik zur bisherigen Inan- 
spruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung d ar. In Kapitel 4 geht es um pflegende 
An- und Zugehörige, bevor in Kapital 5 die aktuellen professionellen Angebote dargestellt so- 
wie der Bedarf und die Möglichkeit des Ausbaus betrachtet werden. Auch wenn zur besseren 
Übersicht die einzelnen Angebotsformen separat betr achtet werden, sind diese miteinander 
verzahnt. Die Angebotsformen können zum Teil nebeneinander in Anspruch genommen wer- 
den, um eine bestmögliche Betreuung und pflegerisch e Versorgung zu organisieren. Gleich- 
zeitig gibt es auch Schnittstellen, Wechselwirkungen und Synergien. Bei Veränderungen in ei- 
nem Bereich, hat dies immer auch Auswirkungen auf die anderen Bereiche, z.B. bei Personal- 
veränderungen oder bei hohen Auslastungen. 
Der Personalmangel im Bereich Pflege wird in den kommenden Jahren alle Kommunen weiter 
beschäftigen und Auswirkungen auf die Entwicklung der Pflegeinfrastruktur haben. Das Kapi- 
tel 6 geht auf die Situation der Pflege(fach)kräfte und die Ausbildungssituation in Münster ein. 
Das Kapitel 7 zeigt anhand unterschiedlicher Parameter den Bedarf im Bereich der vollstatio- 
nären Dauerpflegeplätze auf. Aufgrund der ersten Er fahrungen mit einer Bedarfsausschrei- 
bung und den Entwicklungen auch in anderen Kommunen , empfiehlt die Verwaltung, diese 
Planung bis auf Weiteres nicht mehr zur Grundlage f ür eine verbindliche Entscheidung über 
eine bedarfsabhängige Förderung zusätzlicher vollstationärer Pflegeeinrichtungen zu machen 
und damit die verbindliche Pflegebedarfsplanung aufzuheben. 
Der Ausblick (Kapitel 8) benennt die Gewährleistung einer pflegerischen Versorgung als zent- 
rale gesellschaftliche Herausforderung und zeigt Handlungsfelder auf, die in den Fokus rücken. 
Im Anhang erfolgt eine sozialräumliche Darstellung der Angebote in Münster mit Informatio- 
nen zur Bevölkerungsstruktur und -entwicklung. 
Aktuelle Bedarfseinschätzungen und konkrete Projekte/Entwicklungen werden in dem Pflege- 
bedarfsplan durch diesen Rahmen hervorgehoben. 
 
2 Aspekte der Bevölkerungsentwicklung in Münster 
Es gibt viele verschiedene Aspekte der Bevölkerungs entwicklung, die Einfluss auf das Leben, 
die Versorgung und die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen haben. Im Folgenden geht 
der Pflegebedarfsplan auf die Alterung der Bevölker ung, einzelne wesentliche gesellschaftli- 
che Entwicklungen sowie auf Bedürfnisse besonderer Zielgruppen wie Seniorinnen und Seni- 
oren mit Migrationsvorgeschichte und lesbische, sch wule, bisexuelle und trans*, inter* und 
queere Menschen (LSBTIQ*) ein. 
 Altersstruktur der Bevölkerung 
Münsters Bevölkerungszahl ist in den vergangenen Jahren stetig angewachsen. Die städtische 
Statistik weist zum Stichtag 31.12.2023 rund 321.50 0 Einwohnerinnen und Einwohner aus. 
Das sind etwa 2000 Personen mehr als ein Jahr zuvor.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 7 
 
Auch die Ergebnisse des Zensus 2022, die im Juni 20 24 bekannt gegeben wurden, bestätigen 
eine Steigerung der Einwohnzahlen. Diese lag demnach am 15.05.2022 bei 303.772 Personen; 
ein Plus von 14.196 Einwohnerinnen und Einwohnern g egenüber dem Zensus 2011. Die Be- 
völkerungszahl ist also weiter angestiegen, aber ni cht um 10,1 Prozent wie auf Basis der Be- 
völkerungsfortschreibung ermittelt, sondern um 4,9 Prozent in 11 Jahren. 
 
In der Betrachtung der verschiedenen Altersgruppen, auf Basis der städtischen Daten aus dem 
Melderegister, wird deutlich, dass Münster eine vergleichsweise junge Stadt ist. Dennoch gibt 
das durchschnittliche Alter einen ersten Hinweis au f den Fortschritt des Alterungsprozesses 
der Bevölkerung. Vor 30 Jahren lag das durchschnittliche Alter der Münsteraner Bevölkerung 
bei 37,9 Jahren; am Jahresende 2023 lag es bei 41,6  Jahren. Der jüngste Stadtteil ist Bahnhof 
mit 33 Jahren und der älteste Stadtteil ist Hiltrup-Ost mit 48,6 Jahren.   
Obwohl hohes Alter nicht gleichzusetzen ist mit Pfl egebedürftigkeit, nimmt dennoch das Ri- 
siko, pflegebedürftig zu werden, mit dem Alter deut lich zu. Aktuell macht die Generation 80 
plus 6,1 Prozent der gesamtstädtischen Bevölkerung aus. In den 45 Stadtteilen Münsters va- 
riiert der Bevölkerungsanteil im Alter von 80 und mehr Jahren zwischen 1,5 Prozent im Bahn- 
hofsviertel und 13,1 Prozent im Stadtteil Buddenturm. Aber auch in Hiltrup-Mitte, Hiltrup-Ost, 
Schloss, Aegidii und Herz-Jesu ist jede zehnte Person 80 Jahre oder älter.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt  
Das Geschlechterverhältnis in den Altersgruppen ver ändert sich mit steigendem Alter. In der 
folgenden Grafik ist erkennbar, dass es bis zum 70.  Lebensjahr keine signifikanten Unter- 
schiede bei der Anzahl der Männer und Frauen gibt. Anschließend nimmt der Anteil der Frauen 
in der jeweiligen Altersklasse spürbar zu. Mit 71 P rozent leben deutlich mehr hochbetagte 
Frauen (90 Jahre und älter) in Münster als Männer. 
0-19 Jahre 
17,4% 
20-39 Jahre 
34,2% 40-59 Jahre 
24,0% 
60-79 Jahre 
18,3% 
80 und mehr Jahre 
6,1% 
Wohnberechtigte Bevölkerung am 31.12.2023 in Münster nach 
Altersgruppen

8 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt  
Das Verhältnis der Altersgruppen zueinander ist im Rahmen der Pflegeplanung ein wichtiger 
Indikator, da dieses einen maßgeblichen Einfluss au f die Versorgungsmöglichkeiten hat. Der 
sogenannte Altenquotient, der die Anzahl der über 65- Jährigen ins Verhältnis zur erwerbstä- 
tigen Bevölkerung (20-64 Jahre) setzt, liegt in 2023 bei 28,1. Dies bedeutet, dass auf 100 Per- 
sonen im Alter von 20 bis 64 Jahren in Münster rechnerisch 28 Personen im Alter ab 65 Jahre 
entfallen. Der geringste Altenquotient liegt im Sta dtteil Bahnhof mit 7,8 und der höchste in 
Hiltrup-Ost mit 58,0 vor.  
Bei einem Blick auf die letzten zehn Jahre ist eindeutig, dass sich die Anzahl der älteren Men- 
schen und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich erhöht hat. Betrachtet man die 
zahlenmäßige Entwicklung, lässt sich dabei ein Unte rschied zwischen den Altersgruppen be- 
obachten.  
 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt  
49 48 45 39 
29 
51 52 55 61 
71 
0
10 
20 
30 
40 
50 
60 
70 
80 
50 - 59 Jahre 60 - 69 Jahre 70 - 79 Jahre 80 - 89 Jahr e 90 Jahre und älter 
Prozentualer Anteil der Männer und Frauen in einer Altersgruppe am 
31.12.2023 
Männer Frauen 
-
5 000 
10 000 
15 000 
20 000 
25 000 
30 000 
35 000 
40 000 
2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 
Wohnberechtigte Bevölkerung in Münster ab 60 Jahre 
60 - 69 Jahre 70 - 79 Jahre 80 - 89 Jahre 90 Jahre und älter

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 9 
 
Die obenstehende Grafik zeigt, dass einzig die Anzahl der Menschen in den Altersgruppen 70 
bis 79 Jahren seit 2014 gesunken ist und seit 2022 wieder leicht ansteigt. Hier sind die Auswir- 
kungen des 2. Weltkrieges zu erkennen, die sich in den kommenden Jahren, siehe nachfol- 
gende Abbildung, in der Gruppe der 80 bis 89-Jährig en weiter fortsetzen werden. Seit 2022 
verringert sich ebenfalls die Gruppe der 90-Jährigen und älter (von 3312 Personen in 2021 auf 
3154 Personen in 2023). Die gesamte Gruppe der Seni orinnen und Senioren in Münster wird 
jedoch in den kommenden Jahren weiter deutlich anwachsen. 
 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt (2024), Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
Die zahlenmäßig sehr starke Generation der Babyboom er, aktuell zwischen 55 und 69 Jahre 
alt, wird zu einem deutlichen Anstieg der Bevölkeru ng zwischen 60 und 79 Jahren führen. In 
2030 erreicht die Gruppe der 60 bis 69-Jährigen den  Höhepunkt, anschließend wird sich die 
Anzahl in dieser Altersgruppe wieder reduzieren. Di e Generation der Babyboomer wird die 
Gruppe der Seniorinnen und Senioren mit einer größe ren Vielfalt an Lebensformen und Le- 
bensstilen als die vorherigen Generationen prägen. Der Anteil der über 90-Jährigen steigt 
ebenfalls weiter an. 
 Gesellschaftliche Entwicklungen 
Neben der sich verändernden Altersstruktur der Bevö lkerung wirken sich auch Veränderun- 
gen der strukturellen Merkmale einer Gesellschaft auf die Versorgung und Unterstützung pfle- 
gebedürftiger Menschen aus. Dazu zählt, dass die informelle Pflege nach wie vor weitgehend 
von Frauen übernommen wird. Der VDK kommt in seiner Studie zur „Nächstenpflege“ (2022) 
zu dem Ergebnis, dass 72 Prozent der Pflegenden wei blich sind. Die Rolle der Frau hat sich in 
den vergangenen Jahren jedoch stark verändert. Frau en gehen immer häufiger und in höhe- 
rem Umfang einer Erwerbstätigkeit nach, so dass die  Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Pflege, 
familiäre Unterstützung) oftmals neu verteilt wird.  Gleichzeitig ist die Mobilität deutlich ge- 
stiegen. Kinder ziehen aus beruflichen oder private n Gründen immer häufiger in andere 
Städte, so dass dadurch auch die räumliche Nähe zur  Unterstützung der Eltern nicht mehr 
gegeben ist. Die „Pflege auf Distanz“ wird eine wachsende Rolle einnehmen.  
Die starke Bedeutung der individuellen Unabhängigkeit und Autonomie sowie niedrigere Ge- 
burtenraten und veränderte Familienstrukturen sind einige der Faktoren, die landesweit zu 
einer Zunahme der Ein-Personen-Haushalte führt. Nac h einer städtischen Auswertung liegt 
dieser insgesamt bei 55 Prozent. Der Anteil der Sen ioren-Single-Haushalte (Personen ab 75 
0
5000 
10000 
15000 
20000 
25000 
30000 
35000 
40000 
45000 
60 - 69 Jahre 70 - 79 Jahre 80 - 89 Jahre 90 Jahre und  älter 
Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
2023 
2025 
2030 
2033

10 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Jahre) liegt bei 11 Prozent. Dabei reicht der Anteil von 2,2 Prozent im Stadtteil Bahnhof bis zu 
26 Prozent in Hiltrup-Ost (Stadt Münster, SMS, Bevö lkerungsindikatoren – Haushalte, 2023). 
Zwar lässt die Tatsache, dass eine Person im Alter allein lebt, an sich noch keinen Rückschluss 
darauf zu, ob soziale Unterstützungsnetzwerke vorhanden sind. Gleichwohl kann dies aber ein 
Hinweis auf einen steigenden Bedarf an haushaltsnahen Dienstleistungen und professioneller 
Pflege sein.  
Die Generation der Babyboomer setzt sich aktuell vorrangig in der Rolle als pflegende An- und 
Zugehörige mit dem Thema Pflege auseinander. Wenn sie im Laufe der Jahre selbst betroffen 
sein wird, tritt eine Generation in die pflegerisch e Versorgung, die sich deutlich von den vor- 
herigen unterscheidet. Viele Babyboomer haben wenig er Kinder und leben häufiger alleine 
oder in kinderlose Partnerschaften. Das familiäre U nterstützungspotential wird dadurch ab- 
nehmen. Es ist davon auszugehen, dass die Zielgruppe der alleinlebenden Menschen mit Hilfe- 
und Unterstützungsbedarf weiter anwachsen wird. Die  informelle Pflege von Freunden und 
eine begleitende Unterstützung durch Nachbarschaft wird wichtiger. Gleichzeitig ist aber auch 
davon auszugehen, dass die Lebensphase mit Unterstützungs- und Pflegebedarf zukünftig ak- 
tiver und bewusster durch die betroffenen Personen selbst gestaltet wird. 
 Alterung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte 
2,4 Prozent der münsterschen Bevölkerung im Alter v on 80 und mehr Jahren sind Ausländer, 
über eine Migrationsvorgeschichte verfügen 20 Prozent (Stand 31.12.2023).  
Die Bevölkerungsgruppe mit Migrationsvorgeschichte ist nach wie vor jünger als der Bevölke- 
rungsdurchschnitt. Gleichwohl ist auch hier eine Steigerung der Anzahl älterer Menschen, ins- 
besondere in der Altersgruppe 60 - 69 Jahre und 80 - 89 Jahre zu verzeichnen. Damit steigt 
auch hier die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig z u werden, kontinuierlich an. In dieser 
Gruppe sind inzwischen fünf Prozent der Menschen 80 Jahre und älter. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt  
Dabei lässt sich feststellen, dass die Menschen, di e über das Anwerbeabkommen zwischen 
der Bundesregierung Deutschland und der Türkei aus dem Jahr 1961 eingewandert sind, in 
-
1 000 
2 000 
3 000 
4 000 
5 000 
6 000 
7 000 
31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2023 
Wohnberechtigte Bevölkerung mit Migrationsvorgeschichte in Münster 
ab 60 Jahre 
60 - 69 Jahre 70 - 79 Jahre 80 - 89 Jahre 90 Jahre und älter

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 11 
 
höherem und in stärkerem Maße als die deutschstämmi ge Bevölkerung von Pflegebedürftig- 
keit betroffen sind. Zu den Ursachen gehören u.a. e ine hohe Arbeits- und Lebensbelastung, 
niedriges Einkommen, weniger Gesundheitsvorsorge und schlechtere Wohnverhältnisse (vgl. 
K. Jacobs et al. (Hrsg.), Pflege-Report 2022). Es l iegen derzeit allerdings keine Erkenntnisse 
darüber vor, wie viele Menschen mit Migrationsvorge schichte in Münster pflegerische Ange- 
bote benötigen bzw. in Anspruch nehmen. Es ist davo n auszugehen, dass nach wie vor Zu- 
gangshürden und Informationsbarrieren bestehen, die  die Inanspruchnahme von Unterstüt- 
zungsangeboten erschweren. Öffentliche Angebote der Beratung oder Veranstaltungen wer- 
den in der Regel wenig von dieser Zielgruppe genutzt. Wichtig ist eine direkte Ansprache bzw. 
eine Ansprache durch Multiplikatorinnen und Multipl ikatoren. Ein wichtiges Thema für Ein- 
richtungen und Dienste bei der Gestaltung von Wohn-  und Betreuungsangeboten sind feh- 
lende sprachliche Verständigungsmöglichkeiten. Gerade im Verlauf von demenziellen Erkran- 
kungen können auch bei zugewanderten Personen, die vorher gut Deutsch gesprochen haben, 
erlernte Sprachkenntnisse verloren gehen. Viele Trä ger profitieren hier von der Vielfalt im 
Team der Pflegenden. Hinzu kommen Themen wie der Umgang mit Diskriminierung und Ras- 
sismuserfahrungen, denen diese Personengruppe vermehrt ausgesetzt war und ist. Es gilt, sys- 
tematisch einen Prozess der interkulturellen Öffnung zu gestalten und mögliche Zugangshür- 
den zu identifizieren und abzubauen. 
Das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz, Region Münster und das westliche Münsterland, 
wird gefördert vom Land NRW und den Trägern der Pflegeversicherung NRW. Eine der Aufga- 
ben ist die Förderung von Angebotsstrukturen für Zi elgruppen mit besonderen Bedarfen. In 
diesem Rahmen haben verschiedene Infostände u.a. bei der interkulturellen Woche oder dem 
Tag der Migrantenselbstorganisationen (MSO) stattgefunden. Außerdem gab es einzelne Kon- 
taktaufnahmen zu verschiedenen Vereinen und Communities. Durch einen Austausch mit der 
kommunalen Seniorenvertretung und dem Integrationsrat soll der Zugang zur Zielgruppe über 
Multiplikator*innen weiter verbessert werden. 
 Lesbische, schwule, bisexuelle und trans*, inter* und queere Menschen (LSBTIQ*) 
Ein Großteil der heute alten und hochaltrigen lesbi schen und schwulen, trans- und interge- 
schlechtlichen Menschen haben in jungen Jahren ständige Kriminalisierung, Ausgrenzung und 
Gewalt aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität erfahren. Bis 1994 waren se- 
xuelle Handlungen zwischen Männern – unter wechseln den Tatbestandsvoraussetzungen – 
nach Paragraf 175 des Strafgesetzbuchs (StGB) in De utschland strafbar. Erst am 22. Juli 2017 
trat das Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitation  der nach dem 8. Mai 1945 wegen einver- 
nehmlicher Handlungen verurteilten Personen in Kraf t. Homosexualität wurde von der WHO 
erst 1992 aus dem Verzeichnis der psychischen Erkra nkungen gestrichen. Trans*Personen 
mussten bis 2022 auf diesen Schritt warten. Erst seit 2021 schützt ein Gesetz Kinder mit soge- 
nannten „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ vor geschlechtsverändernden operativen 
Eingriffen. Organisationen intergeschlechtlicher Menschen bemängeln, dass das Gesetz noch 
nicht ausreichend Schutz und zu viel Spielraum für operative Behandlungen (z. B. im Ausland) 
bietet.  
 
Bei vielen LSBTIQ*-Personen, die im Laufe ihres Leb ens z.T. traumatisierende Diskriminie- 
rungs- und Gewalterfahrungen gemacht haben, bestehen Sorgen und Ängste, im Alter mit ih- 
ren Bedürfnissen nicht ernst genommen zu werden, so  dass sie ihre sexuelle und geschlecht- 
liche Identität (wieder) verbergen. In der Pflege b efürchten sie z.B. Ablehnung und Diskrimi- 
nierung aufgrund „nicht normgerechter“ Körperlichke it oder eine Ansprache, die nicht ihrer

12 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
geschlechtlichen Identität entspricht. Um sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in die 
Konzeption von Pflegeangeboten einzubeziehen, haben freie Träger (z. B. in Berlin, Dortmund, 
Frankfurt und München) Konzepte für ein queersensible Pflege entwickelt. In Münster hat ein 
erstes Fachgespräch mit Beteiligung des Vereins „Starke Pflege in Münster“ deutlich gemacht, 
dass es weiteren Fortbildungsbedarf für Pflegekräfte gibt. 
 
Die Stadt Münster erarbeitet unter Berücksichtigung  von Beteiligungsverfahren einen LSB- 
TIQ*-Aktionsplan. Ziel ist ein kommunales Handlungskonzept zum Abbau von Diskriminierun- 
gen und zur Stärkung der Selbstbestimmung von lesbi schen, schwulen, bisexuellen, trans*, 
inter* und queeren Menschen. Teil des Aktionsplans ist u. a. das Handlungsfeld „Selbstbe- 
stimmtes Älterwerden und Pflege“. Im Rahmen der Bedarfserhebung fanden qualitative Inter- 
views mit queeren Senior*innen - auch in Kooperatio n mit der Fachhochschule Münster und 
dem Studiengang Public Health - statt. Darüber hina us wurden Fragen zum Thema Alter und 
Pflege in die stadtweite Befragung der queeren Comm unity integriert. Die Auswertung der 
Ergebnisse fließt in die Entwicklung von Zielen und Maßnahmen ein. Die Verabschiedung des 
Aktionsplans durch den Rat der Stadt Münster ist für Sommer 2025 geplant. 
 
3 Inanspruchnahme von Leistungen der Pflegeversicherung 
Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein -Westfalen, IT.NRW, erstellt alle zwei 
Jahre eine Statistik der Leistungsempfängerinnen un d Leistungsempfänger der Pflegeversi- 
cherung. Im Oktober 2022 erfolgte die Veröffentlich ung der neuesten Zahlen auf Basis der 
Datenerhebung zum 15. bzw. 31.12.2021.  
Für den aktuellen Pflegebedarfsplan liegen keine ne uen Zahlen vor und damit auch keine 
neuen Erkenntnisse im Vergleich zum Pflegebedarfsplan 2023-2026.  
In Münster erhielten Ende Dezember 2021 insgesamt 1 2.336 Menschen Leistungen der Pfle- 
geversicherung. Aus der nachfolgenden Abbildung ist zu erkennen, dass die Inanspruchnahme 
von Leistungen der Pflegeversicherung in Münster in den vergangenen Jahren insgesamt deut- 
lich gestiegen ist. Dabei ist die Steigerung fast a usschließlich auf den ambulanten Bereich zu- 
rückzuführen. Insbesondere die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Pflegegeld und 
der Inanspruchnahme von Unterstützung im Alter für Menschen mit Pflegegrad 1 haben sich 
in Münster deutlich erhöht.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 13 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Ursächlich für die deutliche Ausweitung der ambulanten Leistungen sind im Wesentlichen die 
Effekte des dritten Pflegestärkungsgesetzes, das im  Jahr 2017 in Kraft getreten ist. Die damit 
verbundene Einführung des neuen Pflegebedürftigkeit sbegriffs führte insbesondere zu einer 
Verbesserung des Leistungsanspruches für Menschen m it Demenz. Seitdem wird die Perso- 
nengruppe mit Pflegegrad 1 und anderen Leistungen ( landesrechtlich anerkannte Angebote 
zur Unterstützung im Alltag und Tagespflegeangebote) erfasst. Im Jahr 2021 ist hier eine deut- 
liche Steigerung erkennbar, die zum einen auf eine bestehende Untererfassung aus dem Jahr 
2019 zurückzuführen ist, zum anderen aber auch an d em starken Ausbau und auch an der 
steigenden Akzeptanz der Angebote liegt. 
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassend die Auswertung für das Land NRW, den Re- 
gierungsbezirk und die Stadt Münster. Insgesamt leb en 78,5 Prozent der pflegebedürftigen 
Menschen in der eigenen Wohnung und 21,52 Prozent in einer stationären Pflegeeinrichtung. 
Die Pflege-Wohngemeinschaften gelten als ambulante Angebote, so dass die Bewohnerinnen 
und Bewohner dieser Wohnform im Bereich der ambulanten Pflege erfasst werden. Die stati- 
onäre Versorgungsquote in Münster liegt weiter deut lich über dem Durchschnitt des Landes 
und des Regierungsbezirkes Münster. Umgekehrt verhält es sich beim ausschließlichen Bezug 
von Pflegegeld. Hier liegt Münster mit einer Quote von 43,58 Prozent nahezu zwölf Prozent 
unter dem landesweiten Durchschnitt.  
 
  
0
2.000 
4.000 
6.000 
8.000 
10.000 
12.000 
14.000 
2011 2013 2015 2017 2019 2021 
Entwicklung der Zahl der Leistungsempfänger/-innen nach Leistungsart 
2011-2021 
mit Pflegegrad 1 und andere Leistungen Pflegegeld 
ambulante Pflege stationäre Pflege

14 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Tabelle: Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung in Nordrhein-Westfalen  
(im Dezember 2021) 
Verwaltungsbezirk  
––––––––––––––– 
Pflegegrad 
Leistungsempfänger/-innen der Pflegeversicherung 
insgesamt 
davon  
in ambulan- 
ter Pflege 
in voll- 
stationärer 
Pflege 
mit  
Pflegegeld 
mit Pflege- 
grad 1 und 
anderen 
Leistungen 1 
Nordrhein-Westfalen       
 Pflegegrad 1  153 444  18 517  355  - 134 568  
 Pflegegrad 2 498 226  103 606  26 161  368 459  - 
 Pflegegrad 3 338 203  73 220  60 109  204 874  - 
 Pflegegrad 4 143 969  28786  52 988  62 195  - 
 Pflegegrad 5 57 909  10 936  27 247  19 726  - 
noch keine Zuordnung  234  - 234  - - 
 Insgesamt  1 191 981  235 065  167 094  655 254  134 568  
  100 %  19,72 %  14,02 %  54,97 %  11,29 %  
Reg.-Bez. Münster        
 Pflegegrad 1 24 678  3 474  69  - 21 135  
 Pflegegrad 2 70 734  17 754  4 746  48 234  - 
 Pflegegrad 3 42 423  10 578  9 147  22 698  - 
 Pflegegrad 4 17 811  3 936  7 260  6 615  - 
 Pflegegrad 5 7 047  1 374  3 474  2 199  - 
noch keine Zuordnung  33  - 33  - - 
 Insgesamt  162 726  37 113  24 729  79 746  21 135  
  100 %  22,81 %  15,20 %  49,01 %  12,99 %  
Münster, Stadt        
 Pflegegrad 1  1 869  249  21  - 1599  
 Pflegegrad 2  4 899  1 278  543  3 078  - 
 Pflegegrad 3  3 402  780  984  1 641  - 
 Pflegegrad 4  1 557  294  771  492  - 
 Pflegegrad 5  606  105  333  165  - 
noch keine Zuordnung  3 - 3 - - 
 Insgesamt  12336  2709  2655  5376  1599  
  100 %  21,96 %  21,52 %  43,58 %  12,96 %  
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
1) Personen mit Pflegegrad 1 und teilstationärer Pflege plus Personen mit Pflegegrad 1 und ausschließlich lan- 
desrechtlichen bzw. ohne Leistungen 
Ende 2021 lebten 2.655 pflegebedürftige Menschen - und damit etwa genauso viele Personen 
wie im Jahr 2019 - in einer vollstationären Pflegee inrichtung. Ihr Anteil an allen Pflegeleis- 
tungsempfängerinnen und -empfängern ist allerdings von 24,87 Prozent auf 21,52 Prozent ge- 
sunken. Dies ist allein auf die massive Steigerung der Zahl der Leistungsempfängerinnen und 
Leistungsempfänger im ambulanten Bereich zurückzuführen. In NRW insgesamt gibt es in der 
Tendenz die gleiche Entwicklung; die stationäre Versorgung reduzierte sich von 17,53 Prozent 
auf 14,02 Prozent.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 15 
 
Zur Begründung der besonders hohen stationären Vers orgungsquote in Münster gibt es ver- 
schiedene Ansätze: Ein möglicher Grund liegt in der Bevölkerungsstruktur der Stadt. Es leben 
viele gut qualifizierte Menschen in Münster, die Ab iturientenquote ist hoch und ein hoher 
Bevölkerungsanteil verortet sich im linken und grünen politischen Spektrum. In dieser Gruppe 
gibt es überwiegend das Verständnis, dass Pflege ei ne staatliche Fürsorgeaufgabe ist und 
keine rein private Sorgeaufgabe. Auch Spiegel, Klie und Rischard weisen in ihrer Forschung auf 
den Zusammenhang zwischen den Wertevorstellungen der Bevölkerung und der Inanspruch- 
nahme professioneller Hilfe bei der Pflege hin. Prä ferenzen für eine umfassende Versorgung 
als gemeinwesenorientierte, öffentliche Sorgeaufgabe seien vor allem in Bevölkerungskreisen 
mit eher modernen Wertvorstellungen und hohem sozio ökomischen Status zu finden. Hier 
sehen Angehörige ihre Aufgabe in der Begleitung und in der Organisation der Versorgung, sel- 
tener in der pflegerischen Unterstützung selbst (vg l. Spiegel, J., Klie,T. & Rischard, P. (2021). 
Monitoring Pflegepersonalbedarf in Bayern: Langzeitpflege in den Landkreisen und kreisfreien 
Städten; Pflegekulturelle Orientierungen und ihre B edeutung für Pflegearrangements. Frei- 
burg im Breisgau, FIFAS e.V. und FIVE e.V.).  
Durch eine Erhebung der Aufnahmeanlässe in der stationären Pflege im Jahr 2022 wurde fest- 
gehalten, dass Menschen dann in die stationäre Pflege wechseln, wenn aufgrund des steigen- 
den Pflegebedarfs, mit hohen Versorgungsintervallen , nächtlichem Bedarf oder erheblichen 
kognitiven Einschränkungen, die ambulante Versorgun g nicht mehr sichergestellt werden 
kann. Ein fehlendes soziales Umfeld sowie fehlende An- und Zugehörige vor Ort erschweren 
die ambulante Versorgung, die unter Umständen auch durch die Wohnsituation der pflegebe- 
dürftigen Menschen an ihre Grenzen kommt.  
Die Zurückführung der hohen Quote auf die Rolle Mün sters als Oberzentrum für die angren- 
zenden Landkreise, konnte durch die Auswertung von IT.NRW zu der Leistungsinanspruch- 
nahme nach Postleitzahlen widerlegt werden, aus der die Wanderungsbewegungen in die sta- 
tionäre Pflege sichtbar werden. Hieraus ergibt sich  für den Stichtag 31.12.2021, dass 19 Pro- 
zent der Nutzerinnen und Nutzer einer stationären P flegeeinrichtung vor Aufnahme nicht in 
Münster gewohnt haben und somit zugezogen sind. Es ist anzunehmen, dass dabei in vielen 
Fällen verwandtschaftliche Bezüge nach Münster auss chlaggebend sind. Bei einem Vergleich 
mit den Nachbarkreisen wird deutlich, dass auch der Anteil der Münsteranerinnen und Müns- 
ter, die in eine stationäre Pflege außerhalb von Mü nster gezogen sind, nicht unerheblich ist. 
Im direkten Vergleich sind im Jahr 2021 357 Münsteranerinnen und Münsteraner in stationäre 
Einrichtungen der Nachbarkreise gezogen und 246 Per sonen wurden in die stationäre Pflege 
in Münster aufgenommen. Der Saldo ist demnach negat iv und kann die hohe stationäre Ver- 
sorgungsquote nicht erklären. 
Die Altersstruktur der Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger veranschaulicht 
deutlich, dass das Risiko einer Pflegebedürftigkeit mit dem steigenden Alter zunimmt. Nahezu 
60 Prozent der Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger sind älter als 80 Jahre. Be- 
trachtet man die Empfängerinnen und Empfänger von Pflegeversicherungsleistungen nach Al- 
tersstufen (siehe nachfolgende Abbildung), so zeigt sich, dass die absolute Zahl der Menschen 
mit Pflegebedarf zwischen 80 und 90 Jahren am größten ist.

16 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Die Zahl der Pflegebedürftigen unter 60 Jahre wirkt auf den ersten Blick sehr hoch. Gemessen 
am Anteil an der Bevölkerung, ist der Anteil pflege bedürftiger Menschen in diesem Alter mit 
0,8 Prozent jedoch am niedrigsten. Die Berechnung d er Pflegequote veranschaulicht den An- 
teil der pflegebedürftigen Menschen an ihrer jeweiligen Altersgruppe in Münster.   
 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021;  
Bevölkerungsdaten der Stadt Münster, Stadtplanungsamt 
 
0
500 
1000 
1500 
2000 
2500 
unter 60 
Jahre 
60 -64 
Jahre 
65 - 69 
Jahre 
70-74 
Jahre 
75-79 
Jahre 
80 - 84 
Jahre 
85 - 89 
Jahre 
90 - 95 
Jahre 
95 Jahre 
und älter 
Leistungsempfänger/-innen nach Alter 
0,8% 3,1% 
9,2% 
29,7% 
73,5% 
0% 
10% 
20% 
30% 
40% 
50% 
60% 
70% 
80% 
Unter 60 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre 90 J ahre und 
älter 
Pflegequote nach Alter

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 17 
 
Vom 70. bis zum 79. Lebensjahr ist die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, mit 9,2 
Prozent noch eher gering. In der Altersgruppe 80 - 89 Jahre ist dann bereits nahezu ein Drittel 
der Menschen betroffen. Bei Personen ab 90 Jahren e rhöht sich die Wahrscheinlichkeit 
sprunghaft auf 73,5 Prozent.  
Bei der Differenzierung der Leistungsarten nach Alt er in der nachfolgenden Abbildung wird 
deutlich, dass sich der Anteil der stationären Vers orgung mit steigendem Alter stark erhöht. 
Hier ist davon auszugehen, dass Angehörige selbst aufgrund des eigenen Alters oft die Versor- 
gung nicht mehr leisten können oder die Partner ber eits verstorben sind. Gleichzeitig steigt 
der Grad der Pflegebedürftigkeit. Nichtsdestowenige r werden auch in der Gruppe der Men- 
schen über 95 Jahre noch immer 57 Prozent der Menschen im häuslichen Umfeld versorgt. 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021  
Die meisten Leistungsempfängerinnen und Leistungsem pfänger der Pflegeversicherung wa- 
ren, wie der nachfolgenden Grafik zu entnehmen ist,  dem Pflegegrad 2 zugeordnet. 
0
200 
400 
600 
800 
1000 
1200 
60 -64 
Jahre 
65 - 69 
Jahre 
70-74 
Jahre 
75-79 
Jahre 
80 - 84 
Jahre 
85 - 89 
Jahre 
90 - 95 
Jahre 
95 Jahre 
und älter 
Leistungsarten nach Altersstufen 
vollstationäre Pflege ambulante Pflege 
Pflegegeld Pflegegrad 1 und andere Leistungen

18 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021  
Bei einer Betrachtung der Inanspruchnahme von Leistungen nach Pflegegraden wird deutlich, 
dass insbesondere die ausschließliche Nutzung des P flegegeldes und die stationäre Pflege 
durch die Höhe der Pflegebedürftigkeit beeinflusst wird. Bei Pflegegrad 2 ist der Anteil derje- 
nigen, die ausschließlich Pflegegeld in Anspruch ne hmen, mit rund 63 Prozent sehr hoch und 
mit elf Prozent die Inanspruchnahme von stationärer Pflege gering. Umgekehrt verhält es sich 
bei Pflegegrad 5. Dort nehmen rund 55 Prozent der pflegebedürftigen Personen die stationäre 
Pflege in Anspruch und 27 Prozent das Pflegegeld. D ie ambulante Pflege und die Tagespflege 
sind Angebote, die durchgängig weniger abhängig vom  bestehenden Pflegegrad in Anspruch 
genommen werden. 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021  
0
1000 
2000 
3000 
4000 
5000 
6000 
Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pfl egegrad 5 
Leistungsempfänger/-innen nach Pflegegraden 
0% 
10% 
20% 
30% 
40% 
50% 
60% 
70% 
Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pfl egegrad 5 
Inanspruchnahme nach Leistungsarten und Pflegegraden
in Prozent 
Ambulante Pflege Stationäre Pflege Pflegegeld Tagespflege

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 19 
 
Es ist ein Trend zu erkennen, dass pflegebedürftige  Personen länger ambulant zu Hause ge- 
pflegt werden und immer später, mit zunehmender Pflegebedürftigkeit, in eine stationäre Ein- 
richtung umziehen. Es zeigt sich in den stationären Einrichtungen kontinuierlich eine Abnahme 
der Zahl der Personen mit Pflegegrad 2 seit 2017 un d eine Steigerung bei den Personen mit 
Pflegegrad 3 und 4. Die Struktur der Bewohnerinnen und Bewohner, welche Auswirkungen 
auf das Zusammenleben und das Angebot in den statio nären Einrichtungen hat, hat sich 
dadurch in den letzten Jahren verändert.  
 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
Bei der Betrachtung der Inanspruchnahme von Leistun gen der Pflegeversicherung nach Ge- 
schlecht gibt es bei dem Vergleich der absoluten Za hlen deutliche Unterschiede. Mit insge- 
samt 7.791 pflegebedürftigen Frauen ist deren Antei l deutlich höher als der der Männer mit 
4.545 Personen. Dies setzt sich fort bei der Auswertung der einzelnen Leistungsangebote. Der 
Anteil der Frauen überwiegt.  
In der nachfolgenden Tabelle wird die prozentuale I nanspruchnahme verschiedener Leistun- 
gen nach Männern und Frauen differenziert dargestellt. Die Angebote der Tagespflege (m=3,5; 
w= 4,3) und der ambulanten Pflege (m=20; w=23) werden anteilsmäßig nahezu gleichermaßen 
von beiden Geschlechtern in Anspruch genommen. Rund  die Hälfte aller pflegebedürftigen 
Männer nutzen ausschließlich Pflegegeld, bei den Frauen sind es mit 40 Prozent deutlich we- 
niger. In der stationären Pflege ist es umgekehrt. Mit 23,5 Prozent der pflegebedürftigen 
Frauen ist der Anteil deutlich höher als bei den Männern mit 16 Prozent.  
0
100 
200 
300 
400 
500 
600 
700 
800 
900 
1000 
Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pfl egegrad 5 
Leistungsempfänger/-innen in der vollstationären Dauerpflege nach 
Pflegegrad 
2017 2019 2021

20 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021 
*Personen mit der Geschlechtsangabe „divers“ oder „ ohne Angabe“ (Geschlecht nach § 22 Abs. 3 PStG) sin d 
zufällig auf männlich oder weiblich verteilt. 
Es ist anzunehmen, dass Frauen, aufgrund eines oftm als geringeren Alters und höheren Le- 
benserwartungen, ihre Partner bei zunehmender Pfleg ebedürftigkeit unterstützen und pfle- 
gen, so dass die Inanspruchnahme von Pflegegeld bei Männern höher ausfällt und die Nutzung 
der stationären Dauerpflege seltener notwendig wird . In der stationären Pflege leben mit 72 
Prozent deutlich mehr Frauen als Männer. 
4 Pflegende An- und Zugehörige 
Ein Großteil der pflegerischen Versorgung und der Betreuung von pflegebedürftigen Personen 
wird nicht von Pflegefachkräften, sondern von An- u nd Zugehörigen geleistet. Sie sind die 
zentrale Säule zur Sicherstellung der Pflege und Ve rsorgung von pflege- und hilfsbedürftigen 
Menschen. In Münster beziehen mehr als 5.350 Personen ausschließlich Pflegegeld, das heißt, 
sie werden im eigenen Haushalt alleine von An- und Zugehörigen versorgt. Dies entspricht 
einem Anteil von 42,5 Prozent aller pflegebedürftig en Personen. Im Vergleich zum Jahr 2019 
(4.500 Personen) kam es zu einer Steigerung von rund 20 Prozent. Zum Teil ist diese Entwick- 
lung immer noch auf die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs in 2017 zurückzu- 
führen, mit der Ausweitung von Leistungsansprüchen für Personen mit geringer Beeinträchti- 
gung der Selbstständigkeit (Pflegegrad 1). Anteiliges Pflegegeld erhalten zudem Personen, die 
Pflegegeld als Kombination von Geld- und Sachleistung erhalten (1.365 Personen) oder ergän- 
zend Leistungen der Verhinderungs- bzw. Kurzzeitpflege (381 Personen) in Anspruch nehmen.  
Der nachfolgenden Abbildung kann man entnehmen, das s mehr als die Hälfte der Personen 
über 60 Jahre, die ausschließlich von An- und Zugehörigen versorgt wird, den Pflegegrad 2 hat. 
Es werden jedoch auch noch schwer pflegebedürftige Personen der Pflegegrade 4 und 5 aus- 
schließlich von An- und Zugehörigen versorgt. Ihr Anteil beträgt immerhin noch zehn Prozent 
der Pflegegeldempfängerinnen und Pflegegeldempfänger.   
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 
Ambulante Pflege 
stationäre Dauerpflege 
 Pflegegeld 
Tagespflege 
Inanspruchnahme von Leistungen nach Geschlecht* 
in Prozent 
Frauen Männer

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 21 
 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021  
Zur Unterstützung der Pflege im häuslichen Umfeld sieht die Pflegeversicherung unterschied- 
liche Leistungen vor. Ein wichtiges begleitendes An gebot kann neben der ambulanten Pflege 
durch Pflegedienste die Tagespflege darstellen, die  eine Betreuung tagsüber ermöglicht und 
einen Fahrdienst bereitstellt. Auch Angebote der Ve rhinderungs- und Kurzzeitpflege sind be- 
sonders für Pflegebedürftige, die von An- und Zugehörigen gepflegt werden, notwendig. Dort 
kann die pflegerische Versorgung sichergestellt werden, wenn die pflegende Person für einen 
begrenzten Zeitraum abwesend ist oder plötzlich aus fällt. Hinzu kommen Angebote zur Ent- 
lastung im Alltag oder niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI (siehe Kapitel 
5.1.7). 
Über das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz gibt es unterschiedliche Möglich- 
keiten zur Vereinbarung von Familie, Pflege und Ber uf. Arbeitnehmende können an zehn Ar- 
beitstagen der Arbeit fernbleiben, um auf akut auft retende Pflegesituationen zu reagieren. 
Die Zeit kann genutzt werden, um bedarfsgerechte Pf lege zu organisieren oder selbst sicher- 
zustellen. Für diese Zeit besteht nach § 44a SGB XI Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld. 
Bundesweit gibt es verschiedene Studien zum Thema, die u.a. Aussagen dazu machen, dass 
pflegende An- und Zugehörige größtenteils weiblich und zum Teil sehr hoch belastet sind so- 
wie bestehende Entlastungsangebote wenig genutzt we rden (z.B. VDK Studie, 2022, Nächs- 
tenpflege).  
Um einen Einblick in die Situation dieser Zielgruppe in Münster zu erhalten, wurde im Rahmen 
der repräsentativen Umfrage „Pflege und Unterstützung im Alter“, in rund 5.000 Fragebögen, 
die per Zufallsstichprobe aus dem Melderegister an Münsteranerinnen und Münsteraner ab 
60 Jahre verschickt wurden, das Thema mit aufgenomm en. Durch die verschiedenen Frage- 
stellungen sollen Erkenntnisse dazu gewonnen werden, wie die Netzwerke der pflegenden An- 
62% 
28% 
8% 2% 
Pflegegeldempfänger/-innen ab 60 Jahre 
nach Pflegegrad in Prozent 
Pflegegrad 2 
Pflegegrad 3 
Pflegegrad 4 
Pflegegrad 5

22 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
und Zugehörigen aufgebaut sind, welche Unterstützun g sie kennen und nutzen beziehungs- 
weise welche Angebote ihnen fehlen. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden im 4. Quartal 
2024 über eine Berichtsvorlage an den Rat der Stadt Münster veröffentlicht.  
In Zusammenarbeit mit den Beratungs- und Unterstützungsangeboten vor Ort, sollen aktuelle 
Angebote dem Bedarf angepasst und bekannter gemacht werden, damit möglichst viele Men- 
schen davon profitieren können.  
5 Pflegeinfrastruktur in Münster 
In Münster gibt es ein ausdifferenziertes Angebot a n pflegerischen und pflegeergänzenden 
Angeboten. Im Folgenden werden die vorhandenen stationären, teilstationären und ambulan- 
ten Angebote sowie deren Entwicklung dargestellt. D ie benannten Angebote sind der Daten- 
bank PfAD.wtg, dem elektronischen Anzeigeverfahren für Wohn- und Betreuungsangebote 
nach dem Wohn- und Teilhabegesetz Nordrhein-Westfalen, sowie der Datenbank des Infobü- 
ros Pflege des Sozialamtes (www.stadt-muenster.de/pflege) entnommen.  
In der folgenden Tabelle erfolgt einleitend die Dar stellung der Entwicklung der Pflegeinfra- 
struktur je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner ab 80 Jahren. Der Anteil der Plätze im stati- 
onären Bereich an der hochaltrigen Bevölkerung ist seit dem Jahr 2016 kontinuierlich auf jetzt 
133 Plätze pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner ab 80 Jahren gesunken. Dies ist zurück- 
zuführen auf den Anstieg der Bevölkerung ab 80 Jahre, während die Anzahl der bestehenden 
Plätze nahezu gleichgeblieben sind. Bei der Kurzzei tpflege stagniert der Anteil bei rund 14 
Plätzen. Im Bereich der ambulanten Pflege-Wohngemei nschaften sowie der Tagespflege 
kommt es in diesem Jahr erstmalig zu einem gleichbl eibenden Wert bzw. einer Reduzierung 
des Anteils der Plätze. Eine sozialräumliche Darste llung auf Ebene der Stadtbezirke befindet 
sich in der Anlage. 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur je 1.000 Einwohner/-innen ab 80 Jahre 
Am  
31.12.  
Bevölkerung 
ab 80 Jahre 
Plätze pro 1.000 Einwohner/-innen ab 80 Jahre 
Stationäre 
Pflegeplätze  
Ambulant betreute 
Wohngemein-
schaften 
Tages- 
pflegeplätze  
Kurzzeit-
pflegeplätze  
2016  16.262,00  162,71  12,67  11,87  14,33  
2017  16.808,00  157,43  13,56  11,48  15,83  
2018  17.394,00  152,12  12,94  11,21  16,10  
2019  18.178,00  145,40  13,75  10,73  15,79  
2020  18.908,00  138,51  13,22  13,49  15,18  
2021  19.410,00  135,34  14,99  13,45  14,89  
2022  19.448,00  134,98  15,89  15,07  14,50  
2023  19.571,00  133,82  15,79  14,05  14,41  
Quelle: Bevölkerungsdaten: Stadt Münster, Stadtplan ungsamt; eigene Berechnung 
Ziel der Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur ist es, dass alle Pflegebedürftigen einen 
Zugang zu den bestehenden Versorgungsformen erhalte n, unabhängig von der Herkunft, so- 
zialer Stellung, dem Geschlecht und der sexuellen bzw. geschlechtlichen Orientierung. Nur so 
kann eine gute Versorgungslösung, individuell und abgestimmt auf den tatsächlichen Bedarf, 
organisiert werden.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 23 
 
 
Im Jahr 2024 hat die Arbeitgeberinitiative „Starke Pflege in Münster“ einen Verein gegründet, 
um die bewährte Zusammenarbeit fortzuführen. Der Verein erhält eine auf zwei Jahre befris- 
tete städtische Förderung. Aktuell macht der Verein  insbesondere auf die schwierige finanzi- 
elle Situation der Träger aufmerksam, ausgelöst dur ch einen Verhandlungsstau bei den Kos- 
tenträgern bezüglich der Vergütungsvereinbarungen u nd die verzögerte Refinanzierung der 
Investitionskosten. Im Januar 2024 gab es unter anderem dazu eine öffentliche Veranstaltung 
mit einem 360 Grad Blick auf die Pflege mit Vertreter*innen aus der Politik und der Kommune. 
Außerdem beteiligte sich der Verein an Protestaktio nen vor dem LWL und den Pflegekassen 
und machte durch Pressemitteilungen auf die aktuelle Situation der Träger aufmerksam. 
 
Auch für die Nutzerinnen und Nutzer sind die steigenden Preise in allen Sektoren spürbar. Die 
Preissteigerungen durch die höheren Energie- und Ve rpflegungskosten und auch die Anhe- 
bung der Löhne durch die Tarifbindung bzw. -steigerung werden nur zum geringen Teil durch 
die Pflegeversicherung übernommen und führen somit auch zu einer höheren Eigenbeteili- 
gung für die pflegebedürftigen Personen. Nicht selten wird dadurch die Inanspruchnahme von 
Versorgungsleistungen eingeschränkt und auf ein Minimum reduziert. 
 
Des Weiteren wirkt sich gerade im Pflegesektor der Fachkräftemangel immer spürbarer aus. 
Im Jahr 2023 gab es keinen Ausbau von stationären Einrichtungen, ambulanten Pflege-Wohn- 
gemeinschaften oder Tagespflegeeinrichtungen. Neue Angebote werden, neben der Frage der 
Wirtschaftlichkeit für die Träger, auch von der Fra ge begleitet, ob die erforderlichen Fach- 
kräfte für ein Angebot gewonnen werden können.  
 Einrichtungen und Dienste in Münster 
5.1.1  Vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
Aktuell stehen in Münster 32 vollstationäre Pflegee inrichtungen mit insgesamt 2.601 Dauer- 
pflegeplätzen zur Verfügung. Ergänzend kommt eine stationäre Einrichtung für Menschen mit 
Intensivpflegebedarf mit 18 Plätzen hinzu.  
Viele der stationären Pflegeeinrichtungen bieten auch Kurzzeitpflege (siehe Kapitel 5.1.2) und 
weitere Unterstützungsleistungen für Pflegebedürfti ge und ihre Angehörigen an. Hierzu ge- 
hören unter anderem offene Angebote wie ein Mittags tisch oder ein Café, das auch Bewoh- 
nerinnen und Bewohnern des Stadtteils zur Verfügung  steht. Unterstützt werden die Einrich- 
tungen oftmals von Ehrenamtlichen und Angehörigen, die einzelne Personen betreuen und/o- 
der weitere Freizeitangebote in der Einrichtung oder im Quartier ermöglichen. 
Das Martin-Luther-Haus und das Haus vom guten Hirte n werden aktuell über das Landespro- 
gramm „Miteinander - Digital“ gefördert. Im Fokus s teht ein Aufbau von bedarfsgerechten 
digitalen Angeboten durch den Aufbau von Strukturen, Kooperationen mit anderen Akteuren 
und Verbindungen im Quartier. 
Der nachstehenden Abbildung ist zu entnehmen, dass die Zahl der vorhandenen Plätze nach 
einem zunächst kontinuierlichen Anstieg seit dem Ja hr 2012 nahezu stabil geblieben ist. Dies 
ist u.a. damit zu begründen, dass in der verbindlic hen Pflegebedarfsplanung vom Jahr 2015 
bis 2023 keine Bedarfsbestätigungen für die Errichtung neuer Pflegeeinrichtungen erteilt wur- 
den. Eine erste Bedarfsausschreibung erfolgte für 1 01 zusätzliche vollstationäre Pflegeplätze

24 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
im Januar 2024. Es bewarben sich vier Träger mit einem Interesse an der Schaffung von insge- 
samt lediglich 29 Plätzen. Aufgrund der geringen An zahl der Angebote gelingt es nicht, eine 
Bedarfsdeckung zu erziehen (siehe auch Kapitel 7). 
Im Jahr 2023 verringerte sich die Anzahl der statio nären Pflegeplätze um insgesamt sechs 
Plätze. Das Haus Augustinus, ein Angebot für Menschen mit Intensivpflegebedarf, verringerte 
die Platzzahl aufgrund fehlender Pflegefachkräfte mit der Weiterbildung zur Fachkraft für au- 
ßerklinische Beatmungspflege von 24 auf 18 Plätze. 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung   
Einrichtungen stehen immer mehr unter finanziellem Druck, da die Anpassung durch die in 
der Regel nur jährliche Verhandlung der Vergütungsv ereinbarungen aufgrund des bestehen- 
den Verhandlungsstaus extrem zeitverzögert erfolgt.  
Nachdem im Jahr 2022 die tarifliche Bezahlung umgesetzt wurde und im Jahr 2023 steigende 
Energiepreise sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen die Eigenanteile der pflegebedürf- 
tigen Menschen erhöhte, wird es in diesem Jahr unte r anderem durch die Umsetzung des 
neuen Personalbemessungsinstruments, mit verändertem Personalbedarf, und steigenden In- 
vestitionskosten zu weiteren Erhöhungen kommen.  Da die Leistungen der Pflegeversicherung 
gedeckelt sind und nicht alle Aufwendungen der stat ionären Versorgung umfassen, steigen 
die Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen weiter an. 
Eine Einschätzung zum Bedarf an vollstationären Dauerpflegeplätzen in den kommenden 
drei Jahren erfolgt, aufgrund der Besonderheit der verbindlichen Planung, in Kapitel 7. 
 
Tabelle: Vollstationäre Pflegeeinrichtungen, Stand: 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Achatius -Haus  
(inkl. Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost  Wolbeck  66  
2 Altenheim Friedrichsburg  Stiftung der Schwestern 
von der Göttlichen Vorse- 
hung 
Mitte  Pluggendorf  138  
-
 500 
1 000 
1 500 
2 000 
2 500 
3 000 
2003 
2004 
2005 
2006 
2007 
2008 
2009 
2010 
2011 
2012 
2013 
2014 
2015 
2016 
2017 
2018 
2019 
2020 
2021 
2022 
2023 
Anzahl der vollstationären Pflegeplätze in Münster 
(jeweils am 31.12.)

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 25 
 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
3 Altenheim Haus  
Heidhorn 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Hiltrup  Amelsbüren  52  
4 Altenheim St. Elisabeth  Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
West  Gievenbeck  92  
5 Altenhilfe -Zentrum  
Haus Franziska 
Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
60  
6 Altenwohnheim  
Maria-Hötte-Stift 
Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte  Düesberg  123  
7 Altenzentrum Klarastift  
 
Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Mitte  Herz -Jesu  10 1 
8 Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte  Pluggendorf  83  
9 Alwine -Lauterbach - 
Seniorenzentrum 
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West  Albachten  66  
10  Cohaus -Vendt -Stift  Cohaus -Vendt -Stiftung  Mitte  Aegidii  82  
11  DKV -Residenz am  
Tibusplatz 
DKV -Residenz am Tibus- 
platz gGmbH 
Mitte  Buddenturm  49  
12  Ev. Seniorenzentrum  
Meckmannshof 
Evangelische Perthes -Stif- 
tung e.V. 
West  Mecklen- 
beck 
171  
13  Friederike -Fliedner -Haus  Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Mitte  Kreuz  80  
14  Fritz -Krüger -Senioren- 
zentrum  
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West  Gievenbeck  81  
15  Handorfer Hof -  
Seniorenzentrum 
Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste 
GmbH 
Ost  Handorf  78  
16  Haus Simeon  Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste 
GmbH 
Hiltrup  Berg -Fidel  146  
17  Haus Thomas  Alexianer Münster GmbH  Hiltrup  Amelsbüren  54  
18  Haus vom Guten Hirten - 
Pflegebereich 
Guter Hirte Münster 
gGmbH 
Mitte  Herz -Jesu  20  
19  Haus Wilkinghege  Haus Wilkinghege  
Wirbelauer KG  
Nord  Kinderhaus 
West  
65  
20  Johanniter -Stift Münster  Johanniter Seniorenhäu- 
ser GmbH Regionalzent- 
rum West 
Mitte  Geist  80  
21  Kardinal -von -Galen -Stift  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Südost  Angelmodde  66

26 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
22  LWL -Pflegezentrum 
Münster "Ernst-Kirchner-
Haus" 
Landschaftsverband  
Westfalen-Lippe 
Mitte  Uppenberg  80  
23  Marienheim  Altenhilfe -Zentrum  
St. Clemens Münster 
Hiltrup  
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
83  
24  Martin -Luther -Haus  Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste 
GmbH 
West  Sentrup  151  
25  Meyer -Suhrheinrich -Haus  Altenhilfe -Zentrum  
St. Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
42  
26  Papst -Johannes -Paul -Stift  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Nord  Coerde  72  
27  Perthes -Haus  Evangelische Perthes -Stif- 
tung e.V. 
Mitte  Uppenberg  87  
28  Residenz Aaseehof  Alloheim Senioren -Resi- 
denzen Zehnte SE & Co. 
KG 
Mitte  Schloss  80  
29  Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Mitte  Mauritz -
Mitte 
59  
30  Seniorenzentrum  
Haus Maria Trost 
Genossenschaft der Kran- 
kenschwestern nach der 
III Regel des hl. Franziskus 
Mitte  Herz -Jesu  80  
31  Wohnen in Pastors  
Garten 
Stift Tilbeck GmbH  West  Roxel  40  
32  Wohnstift am Südpark  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte  Schützenhof  74  
Plätze in vollstationären Einrichtungen gesamt   2.60 1 
Quelle: PfAD.wtg 
Tabelle:  Vollstationäre Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Intensivpflegebedarf  
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
33  Haus Augustinus  Alexianer Münster GmbH  Hiltrup  Amelsbüren  18  
 
Tabelle: geplante Erweiterungen von stationären Plätzen in Bestandseinrichtungen (Ergeb- 
nisse der Bedarfsausschreibung im Januar 2024) 
Nr.  Stationäre Einrichtung  Träger  Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Alwine -Lauterbach -Senioren- 
zentrum 
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West  Albachten  12  
2 DKV -Residenz am Tibusplatz  DKV -Residenz am Tibus- 
platz gGmbH 
Mitte  Budden- 
turm 
4

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 27 
 
Nr.  Stationäre Einrichtung  Träger  Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
3 Haus vom Guten Hirten – 
Pflegebereich 
Guter Hirte Münster 
gGmbH 
Mitte  Herz -Jesu  4 
4 Kardinal -von -Galen -Stift  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbh 
Südost  Angel- 
modde 
9 
Geplante Plätze stationären Einrichtungen insgesamt 29  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

28 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 29 
 
5.1.2  Kurzzeitpflege 
Das Angebot der Kurzzeitpflege ermöglicht eine vorü bergehende stationäre Versorgung und 
ist damit ein wichtiger Baustein zur Sicherung der häuslichen Pflege. Sie bietet pflegenden An- 
und Zugehörigen die Möglichkeit, für einige Tage de n Pflegealltag zu verlassen und die pfle- 
gebedürftige Person gut versorgt zu wissen. Die Kur zzeitpflege ist jedoch auch ein Angebot, 
das bei Akutsituationen zum Einsatz kommt, wenn z.B . die pflegende Person ad hoc ausfällt 
oder die gesundheitliche Situation des Betroffenen eine Rund-um-die-Uhr Betreuung erfor- 
derlich macht. Langzeit-Pflegeplätze stehen oftmals nicht direkt zur Verfügung, so dass für die 
Suche Zeit benötigt wird. Nach Krankenhausaufenthalten, wenn eine stationäre medizinische 
Behandlung nicht weiter notwendig ist, ein erhöhter  Versorgungsbedarf jedoch weiterhin 
über einen befristeten Zeitraum besteht, bietet die  Kurzzeitpflege eine Überbrückung bis zur 
Rückkehr ins eigene Zuhause.  
Solitäre und eingestreute Kurzzeitpflegeplätze sind  voneinander zu unterscheiden. Solitäre 
Kurzzeitpflegeplätze stehen ausschließlich zu diesem Zweck zur Verfügung. Eingestreute Kurz- 
zeitpflegeplätze können variabel für die Dauer- ode r Kurzzeitpflege genutzt werden. Sie wer- 
den von den meisten Pflegeeinrichtungen angeboten. Eingestreute Kurzzeitpflegeplätze ste- 
hen jedoch nur dann zur Verfügung, wenn die Plätze nicht im Rahmen der Dauerpflege belegt 
sind. Vorrangig werden sie dafür genutzt, Leistungsansprüche gegenüber der Pflegekasse gel- 
tend zu machen, bevor die Dauerpflege beginnt. Der eigentliche Zweck der Kurzzeitpflege wird 
durch dieses Angebot nur nachrangig erfüllt. 
Das Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen hat sich in den letzten Jahren nur geringfügig geändert. 
Aktuell gibt es in Münster insgesamt 282 Kurzzeitpflegeplätze, davon 69 solitäre und 213 ein- 
gestreute Plätze.  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung  
Die Kurzzeitpflege ist in Münster nicht von der ver bindlichen Bedarfsplanung umfasst. Die Fi- 
nanzierung dieses Angebotes gestaltete sich jedoch aus Sicht der Träger bisher als unattraktiv, 
-
 50 
 100 
 150 
 200 
 250 
 300 
 350 
2003 
2004 
2005 
2006 
2007 
2008 
2009 
2010 
2011 
2012 
2013 
2014 
2015 
2016 
2017 
2018 
2019 
2020 
2021 
2022 
2023 
Anzahl der Kurzzeitpflegeplätze in Münster 
(jeweils am 31.12.)

30 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
so dass wenig Interesse an einem Ausbau dieses Ange botes bestand. Aufgrund der hohen 
Fluktuation und der kurzen Verweildauer ergibt sich  für die Einrichtungen ein hoher Koordi- 
nations- und Verwaltungsaufwand durch Aufnahme, Pfl egeprozessplanung und die Überlei- 
tung zurück in die häusliche Versorgung. Zudem ist die Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen 
im Jahresverlauf starken Schwankungen unterworfen, so dass eine kontinuierliche Auslastung 
nicht sichergestellt ist. 
Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene haben bis her nicht dazu geführt, dass sich Trä- 
ger für einen Ausbau interessieren. Der Aufwand im Vergleich zur stationären Dauerpflege sei 
wesentlich höher, sowohl in der Pflege, als auch in der Verwaltung, im sozialen Dienst, in der 
Hauswirtschaft, bei der Reinigung und bei der Instandhaltung. 
Die Auslastungsabfrage der solitären Kurzzeitpflege einrichtungen zeigt auch hier die Auswir- 
kungen des Fachkräftemangels. 14 Plätze waren zum Stichtag 01.04.2024 nicht belegt. Zudem 
gab es in den letzten Monaten erhebliche Auswirkungen durch Baumaßnahmen auf die Bele- 
gung der zur Verfügung stehenden Plätze. 
In Münster gibt es weiter einen zusätzlichen Bedarf an solitären Kurzzeitpflegeplätzen. Träger 
werden in Beratungen auf die fehlenden Kapazitäten aufmerksam gemacht. Es wird gemein- 
sam überlegt, wie ein Ausbau von Plätzen gelingen kann. 
Tabelle: Eingestreute Kurzzeitpflege, Stand: 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Achatius -Haus  
(inkl. Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost  Wolbeck  6 
2 Altenheim Friedrichsburg  Stiftung der Schwestern 
von der Göttlichen Vorse- 
hung 
Mitte  Pluggendorf  8 
3 Altenheim Haus  
Heidhorn 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Hiltrup  Amelsbüren  6 
4 Altenheim St. Elisabeth  Missionsschwestern vom 
Hlst. Herzen Jesu von 
Hiltrup 
West  Gievenbeck  5 
5 Altenhilfe -Zentrum  
Haus Franziska 
Missionsschwestern vom 
Hlst. Herzen Jesu von 
Hiltrup 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
2 
6 Altenwohnheim  
Maria-Hötte-Stift 
Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte  Düesberg  12  
7 Altenzentrum Klarastift  Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Mitte  Herz -Jesu  11  
8 Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte  Pluggendorf  8 
9 Alwine -Lauterbach - 
Seniorenzentrum 
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West  Albachten  10  
10  Cohaus -Vendt -Stift  Cohaus -Vendt -Stiftung  Mitte  Aegidii  3 
11  DKV -Residenz am  
Tibusplatz 
DKV -Residenz am Tibus- 
platz gGmbH 
Mitte  Buddenturm  5

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 31 
 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
12  Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes -Stif- 
tung e.V. 
West  Mecklen- 
beck 
15  
13  Friederike -Fliedner -Haus  Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Mitte  Kreuz  10  
14  Handorfer Hof -  
Seniorenzentrum 
Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste 
GmbH 
Ost  Handorf  8 
15  Haus Simeon  Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste 
GmbH 
Hiltrup  Berg -Fidel  8 
16 Haus Thomas  Alexianer Münster GmbH  Hiltrup  Amelsbüren  4 
17 Johanniter -Stift Münster  Johanniter Seniorenhäuser 
GmbH Regionalzentrum 
West 
Mitte  Geist  10  
18 Kardinal -von -Galen -Stift  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Südost  Angelmodde  6 
19  LWL -Pflegezentrum 
Münster  
"Ernst-Kirchner-Haus" 
Landschaftsverband West- 
falen-Lippe 
Mitte  Uppenberg  2 
20  Marienheim  Altenhilfe -Zentrum St. Cle- 
mens Münster Hiltrup  
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
9 
21  Martin -Luther -Haus  Diakonie Münster  - Statio- 
näre Seniorendienste 
GmbH 
West  Sentrup  8 
22  Meyer -Suhrheinrich -Haus  Altenhilfe -Zentrum St. Cle- 
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
5 
23  Papst -Johannes -Paul -Stift  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Nord  Coerde  7 
24  Perthes -Haus  Evangelische Perthes -Stif- 
tung e.V. 
Mitte  Uppenberg  6 
25 Residenz Aaseehof  Alloheim Senioren -Residen- 
zen Zehnte SE & Co. KG 
Mitte  Schloss  15  
26  Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Mitte  Mauritz -
Mitte 
8 
27  Seniorenzentrum  
Haus Maria Trost 
Genossenschaft der Kran- 
kenschwestern nach der III 
Regel des hl. Franziskus 
Mitte  Herz -Jesu  5 
28  Wohnen in Pastors  
Garten 
Stift Tilbeck GmbH  West  Roxel  4 
29  Wohnstift am Südpark  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte  Schützenhof  7 
Eingestreute Kurzzeitpflegeplätze gesamt  21 3 
Quelle: PfAD.wtg

32 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Tabelle : Solitäre Kurzzeitpflege, Stand: 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
30  Altenhilfe -Zentrum der Missi- 
onsschwestern Kurzzeitpflege 
"Haus Maria" 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
20  
31 Fritz -Krüger -Seniorenzentrum 
Solitäre KZP 
AWO Bezirk Westliches 
Westfalen e.V. 
West  Gieven- 
beck 
15  
32 Kurzzeitpflege Haus Ludgera  Alexianer Haus Heid- 
horn GmbH 
Mitte  Dom  34  
Solitäre Kurzzeitpflegeplätze gesamt  69  
Quelle: PfAD.wtg

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 33 
 
Kurzzeitpflege in Münster

34 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
5.1.3  Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften ermögli chen ein Leben in häuslicher Ge- 
meinschaft mit umfassender Versorgungssicherheit. D ie Nutzerinnen und Nutzer mieten ein 
Zimmer in einer Wohngemeinschaft und schließen eine n weiteren Vertrag über allgemeine 
Betreuungsleistungen (Rund-um-die-Uhr-Betreuung) ab . Die gesondert zu vereinbarende 
pflegerische Versorgung erfolgt über einen ambulanten Pflegedienst. Perspektivisch soll in je- 
dem Quartier ein solches Wohn- und Versorgungsarran gement umgesetzt werden, um den 
pflegebedürftigen Menschen einen Verbleib im vertrauten Sozialraum zu ermöglichen. 
Das Angebot an Pflege-Wohngemeinschaften wurde in den vergangenen 20 Jahren stetig aus- 
gebaut. Im Jahr 2023 gab es keine Neueröffnung.  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung  
Die Kosten für eine ambulante Pflege-Wohngemeinschaft sind in den letzten Jahren, aus den 
verschiedensten Gründen, kontinuierlich angestiegen . Für Bewohnerinnen und Bewohner 
sind diese in der Regel nur bedingt kalkulierbar. Erhöht sich der Pflegebedarf, erhöht sich viel- 
fach auch der Eigenanteil an den pflegerischen Leistungen. In dem Gesetz zur Weiterentwick- 
lung der Gesundheitsversorgung (GVWG) wurde verankert, dass in der stationären Pflege ein 
Zuschuss für die Pflege- und Ausbildungskosten gewä hrt wird, abhängig von dem Zeitraum 
der Inanspruchnahme, während die Pflege-Wohngemeins chaften unberücksichtigt blieben. 
Dadurch liegen die Eigenanteile, abhängig vom Pfleg ebedarf und der Verweildauer, mittler- 
weile deutlich über den Eigenanteilen in der stationären Versorgung. 
Aufgrund der Kostensteigerungen stehen insbesondere kleine Wohngemeinschaften mit we- 
niger als 12 Plätzen vor erheblichen wirtschaftlich en Herausforderungen. Im April schlossen 
die Pflege-Wohngemeinschaften der Caritas in Nienbe rge (zweimal 7 Plätze). Im November 
2024 wird auch die Diakonie in der Schulstraße (8 und 10 Plätze) den Betrieb einstellen. 
-
 50 
 100 
 150 
 200 
 250 
 300 
 350 
2003 
2004 
2005 
2006 
2007 
2008 
2009 
2010 
2011 
2012 
2013 
2014 
2015 
2016 
2017 
2018 
2019 
2020 
2021 
2022 
2023 
Anzahl der Plätze in Pflege-Wohngemeinschaften in Münster 
(jeweils am 31.12.)

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 35 
 
Es besteht in Münster grundsätzlich ein Bedarf an w eiteren Pflege-Wohngemeinschaften. Ei- 
nige Stadtteile und Stadtbezirke sind bereits gut versorgt, in anderen gibt es noch kein Ange- 
bot. Bei der Planung ist eine individuelle Betracht ung der Situation vor Ort notwendig. Die 
Darstellung der einzelnen Stadtbezirke im Anhang können bereits erste Hinweise geben. 
 
Direkte Auswirkungen auf zukünftige Planungen werde n Entscheidungen auf Bundes- und 
Landesebene haben, welche die Finanzierung der ambu lanten Pflege-Wohngemeinschaften 
betreffen. 
 
Zum Stichtag 30.07.2024 gibt es in Münster 28 Pflege-Wohngemeinschaften mit insgesamt 
295 Plätzen. 
 
Tabelle: Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften, Stand 30.07.2024 
Pflege -Wohngemeinschaften  
Nr.  Pflege -Wohngemeinschaft  Träger / Betreuungsdienst  Stadt -
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Demenz -Wohngemeinschaft 
Mehrgenerationenhaus  
Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Mitte  Buddenturm  9 
2 DRK -Wohngemeinschaft  
Erphobogen 
DRK Münster -  
gemeinnützige Pflege und 
Service GmbH 
Mitte  Schlachthof  12  
3 Haus Elisabeth  Alexianer Münster  GmbH  Südost  Wolbeck  12  
4 Haus Genius  miCura Pflegedienste 
Münster GmbH 
Mitte  Buddenturm  9 
5 Hof Schultmann  Alexianer Münster  GmbH  West  Mecklen- 
beck 
12  
6 Irmgard Buschmann Haus (1)  Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
West  Gievenbeck  11  
7 Irmgard Buschmann Haus (2)  Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
West  Gievenbeck  8 
8 Selbstverwaltete Senioren - 
gemeinschaft Villa Kahmann 
Cathamed Pflegedienst  Südost  Gremmen -
dorf-Ost 
11  
9 Taubenstraße  Alexianer Münster GmbH  Mitte  Herz -Jesu  8 
10  Villa Hittorfstraße  Alexianer Münster GmbH  Mitte  Schloss  10  
11  Villa Mauritz  Alexianer Münster GmbH  Mitte  Mauritz -
Mitte 
10  
12 Wohngemeinschaft  
Mitten in Mauritz (1) 
Sander Pflege GmbH  Ost  Mauritz -Ost  10  
13 Wohng emeinschaft  
Mitten in Mauritz (2) 
Sander Pflege GmbH  Ost  Mauritz -Ost  10  
14 Wohngemeinschaft  
Arche Noah 
Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
Mitte  Mauritz -
Mitte 
12

36 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Pflege -Wohngemeinschaften  
Nr.  Pflege -Wohngemeinschaft  Träger / Betreuungsdienst  Stadt -
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
15 Wohngemeinschaft  
Arche Sarah 
Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
Mitte  Mauritz -
Mitte 
12  
16 Wohngemeinschaft  
Beim Erdelbach (1) 
Sander Pflege GmbH  Südost  Angelmodde  8 
17 Wohngemeinschaft  
Beim Erdelbach (2) 
Sander Pflege GmbH  Südost  Angelmodde  8 
18  Wohngemeinschaft  
Böckmannplatz 
Sander Pflege GmbH  Nord  Sprakel  12  
19  Wohngemeinschaft  
Casa Mauritz 
Ambulante Dienste  
Klarastift gGmbH 
Mitte  Herz -Jesu  15  
20  Wohngemeinschaft  
Hüfferstraße (1) 
DRK Münster - gemeinnüt- 
zige Pflege und Service 
GmbH 
Mitte  Schloss  11  
21  Wohngemeinschaft  
Hüfferstraße (2) 
DRK Münster - gemeinnüt- 
zige Pflege und Service 
GmbH 
Mitte  Schloss  11  
22  Wohngemeinschaft  
Schulstraße (1) 
Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
Mitte  Kreuz  10  
 
Pflege -Wohngemeinschaften für junge Pflegebedürftige  
23  Haus Margareta (1)  Alexianer Münster  GmbH  Ost  Mauritz -Ost  12  
24  Haus Margareta (2)  Alexianer Münster GmbH  Ost  Mauritz -Ost  12  
25  Wohngruppe Leo - ISB  Alexianer Münster GmbH  Hiltrup  Amelsbüren  6 
 
Pflege -Wohngemeinschaften für Menschen mit Intensivpflegebedarf/Dauerbeatmung  
26  Außerklinische Intensivpflege 
Mehrgenerationenhaus  
Mathildenstift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Mitte  Buddenturm  9 
27  Christopher Haus  air vital Kranken - und  
Intensivpflege GmbH 
Hiltrup  Hiltrup -Mitte  17 
 
 
Pflege -Wohngemeinschaft für somatisch oder psychisch erkrankte ältere Menschen  
28  Wohngemeinschaft  
Schulstraße (2) 
Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
Mitte  Kreuz  8 
Plätze in Pflege -Wohngemeinschaften insgesamt  295  
Quelle: PfAD.wtg  
Aktuell sind fünf Pflege-Wohngemeinschaften in Plan ung. Darüber hinaus bringt die Pflege- 
planung zusätzliche Bedarfe bei der Entwicklung von  Baugebieten sowie im Zuge der Erstel- 
lung der Vermarktungskonzepte städtischer Grundstücke mit ein.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 37 
 
Tabelle: Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften im Bau/in Planung,  
Stand: 30.07.2024 
Nr.  Pflege -Wohngemeinschaft  Träger  Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Plä tze  
1 Lydia -Zentrum  Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
Nord  Nienberge  12  
2 Selbstverantwortete Wohn- 
pflegegemeinschaft Grüner 
Weiler 
Grüner Weiler eG  West  Gievenbeck  9 
3 Senioren -Wohngemeinschaft 
Grevener Str. 248 
Cathamed  Pflege GmbH  Mitte  Uppenberg  12  
4 Wohngemeinschaft  
"Am Albersloher Weg" (1) 
Pflegebote GmbH  Südost  Angel- 
modde 
8 
5 Wohngemeinschaft  
"Am Albersloher Weg" (2) 
Pflegebote GmbH  Südost  Angel- 
modde 
8 
Geplante Plätze in Pflege -Wohngemeinschaften ins gesamt  49  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung 
Mit den Handlungsempfehlungen „Pflege und Versorgun gssicherheit im Quartier“ wurde an- 
geregt, die Pflege-Wohngemeinschaften als Angebote mit umfassender Pflege in die Bedarfs- 
ermittlung für vollstationäre Pflegeplätze einzubez iehen. Vor diesem Hintergrund wird die 
Entwicklung beider Angebotsformen in der folgenden Abbildung gemeinsam betrachtet. Zum 
Stichtag 31.12.2023 standen insgesamt 2.928 Plätze mit umfassender Pflege zur Verfügung.   
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung  
  
-
 500 
1 000 
1 500 
2 000 
2 500 
3 000 
2003 
2004 
2005 
2006 
2007 
2008 
2009 
2010 
2011 
2012 
2013 
2014 
2015 
2016 
2017 
2018 
2019 
2020 
2021 
2022 
2023 
Anzahl der Plätze in Angeboten mit umfassender Pflege 
(jeweils am 13.12.) 
Stationäre Pflegeplätze Ambulant betreute Wohngemeinschaften

38 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 39 
 
5.1.4  Tagespflege 
In der Tagespflege werden pflegebedürftige und deme nziell erkrankte Menschen tagsüber 
professionell betreut und gepflegt. Die Tagespflege  ist ein wichtiges Angebot, welches den 
Verbleib in der bekannten Häuslichkeit unterstützt.  Pflegebedürftige Menschen erhalten die 
Möglichkeit, den Tag in Gemeinschaft zu verbringen und sich an Freizeitaktivitäten zu beteili- 
gen. Im eigenen Zuhause erfolgt die Betreuung und p flegerische Versorgung durch An- und 
Zugehörige oder einen ambulanten Pflegedienst. Durc h die Betreuung am Tag ist es vielen 
Personen möglich, ihre pflegebedürftigen Bezugspers onen zu pflegen und zu Hause zu be- 
treuen und gleichzeitig weiter einer Erwerbstätigke it nachzugehen. An- und Zugehörige wer- 
den durch dieses Angebot tageweise entlastet, was o ftmals einen längeren Verbleib in der 
vertrauten Umgebung ermöglicht und die Selbstständi gkeit der Betroffenen stärkt. Alleinle- 
bende Personen haben durch das Angebot der Tagespfl ege eine organisierte Form, um Ge- 
meinschaft zu erleben und eine Tagesstruktur aufrecht zu erhalten.  
Im Jahr 2023 kam es durch die Schließung der Tagespflege Böckmannplatz in Sprakel zu einem 
Rückgang der Plätze. 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung   
Im April 2024 eröffnete die Tagespflege Kirschgarte n der Diakonie mit 13 Plätzen. Das bishe- 
rige Angebot des Trägers im Handorfer Hof mit 6 Plä tze wurde gleichzeitig beendet. Die Ta- 
gespflege Mathildenstift (12 Plätze) hat ihr Angebo t aufgrund mangelnder Nachfrage zum 
30.07.2024 geschlossen. Es gibt demzufolge in Münst er aktuell 18 Tagespflegeeinrichtungen 
mit insgesamt 270 Plätzen.  
Von 2019 bis 2021 ist die Anzahl der Pflegebedürfti gen, die eine teilstationäre Pflege in An- 
spruch genommen haben, um rund 20 Prozent gestiegen . 2021 haben insgesamt 492 Perso- 
nen von dem Angebot in Münster Gebrauch gemacht. Di e größte Altersgruppe war dabei die 
Gruppe der 80 bis 89-Jährigen. 
-
 50 
 100 
 150 
 200 
 250 
 300 
 350 
2003 
2004 
2005 
2006 
2007 
2008 
2009 
2010 
2011 
2012 
2013 
2014 
2015 
2016 
2017 
2018 
2019 
2020 
2021 
2022 
2023 
Anzahl an Tagespflegeplätzen in Münster 
(jeweils am 31.12.)

40 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Die jährliche Auslastungsabfrage macht deutlich, da ss die Tagespflege sich nur sehr langsam 
von der zeitweisen Schließung und dem Auslastungsei nbruch während des Zeitraums der 
Corona-Pandemie erholt. Gleichzeitig kam es in dem Zeitraum von 2019 bis 2022 zu einer 
deutlichen Steigerung des Platzzahlangebotes.  
Tabelle: Auslastung der Tagespflegeeinrichtungen in Prozent 
zum  1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal  
2019 90,8 92,3 91,1 90,6 91,2 
2020 ./.* ./.* ./.* ./.* ./. 
2021 ./.* ./.* 68,9 73,0 71,0 
2022 72,2 69,0 76,5 76,5 73,6 
2023 80,5 82,2 84,7 81,0 82,1 
2024 80,6 ./. ./. ./. 80,6 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung, eigene Erhebung 
* Die Datenerhebung wurde aufgrund der Corona-Pandemie für diesen Zeitraum ausgesetzt. 
Acht Tagespflegeeinrichtungen haben mit über 90 Prozent wieder eine sehr gute Auslastung, 
weitere drei Einrichtungen liegen über 80 Prozent. Zwei Einrichtungen haben mit unter 60 
Prozent dagegen eine sehr schlechte Auslastung. Ein e Steigerung ist gegenüber den letzten 
Jahren erkennbar, dennoch muss die Situation weiter  beobachtet werden. Auch durch die 
Schließungen wird deutlich, dass eine Sättigung des Bedarfs in den meisten Stadtgebieten ein- 
getreten ist.  
Offen ist, warum dieses Angebot der Unterstützung, insbesondere zur Entlastung von pfle- 
gende An- und Zugehörige, wenig in Anspruch genommen wird. Denn grundsätzlich steigt die 
Anzahl der pflegebedürftigen Menschen kontinuierlich an und gleichzeitig sind andere pflege- 
rische Angebote, wie die ambulante Pflege und die s tationäre Pflege in ihren Kapazitäten 
deutlich begrenzt.  
Es ist davon auszugehen, dass die häusliche Versorg ung weiter zunimmt. Die Tagespflege ist 
ein wirksames Mittel zur Entlastung von An- und Zug ehörigen sowie eine gute Möglichkeit, 
den Verbleib im eigenen Zuhause zu fördern. Schluss folgernd müsste der Bedarf weiter an- 
steigen. Diese Entwicklung spiegelt sich jedoch bis her nicht in den Auslastungszahlen der Ta- 
gespflegeeinrichtungen vor Ort wieder. Gründe liege n voraussichtlich darin, dass die Ange- 
botsform zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist und an Kostensteigerungen, die dazu füh- 
ren, dass in Summe weniger Tage durch die Pflegeversicherung refinanziert werden. 
Aufgrund der Rückmeldungen der Tagespflegeeinrichtu ngen wird davon ausgegangen, dass 
aktuell in den meisten Stadtgebieten kein Bedarf an  zusätzlichen Plätzen besteht. Die Tages- 
pflegeeinrichtungen sind gut verteilt, vereinzelt g ibt es aber noch räumliche Lücken. Bei An- 
fragen zum Neubau von Tagespflegeeinrichtungen wird jeweils der konkrete Standort bewer- 
tet.

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 41 
 
Tabelle: Tagespflegeeinrichtungen, Stand: 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Achatius -Haus, Tagespflege  Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost  Wolbeck  12  
2 Altenheim St. Elisabeth - 
Tagespflege 
Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
West  Gievenbeck  15  
3 Klaras Tagespflege  Ambulante Dienste Klaras- 
tift gGmbH 
Mitte  Herz -Jesu  13  
4 pro.cura Tagespflege  pro.cura Tagespflege GmbH  Ost  Mauritz -
Ost 
16  
5 Tageshaus St. Marien  Altenhilfe -Zentrum St. Cle- 
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -Ost  15  
6 Tagespflege Akticom  Tagespflege Akticom GmbH  Südost  Angel- 
modde 
14  
7 Tagespflege Albachten  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
West  Albachten  15  
8 Tagespflege Altenzentrum 
am Südpark 
 
Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Mitte  Schützen- 
hof 
15  
9 Tagespflege am  
Friederike-Fliedner-Haus 
Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Mitte  Kreuz  12  
10  Tagespflege an der Kreuz 
Christi Kirche 
Alexianer Münster GmbH  Hiltrup  Amelsbü- 
ren 
14  
11  Tagespflege Haus Benteler  Tagespflege e.V.  Mitte  Mauritz -
Mitte 
12  
12 Tagespflege im  
Clemens-Wallrath-Haus 
Alexianer Münster GmbH  Mitte  Josef  20  
13 Tagespflege im  
Meckmannshof 
Ev. Perthes -Stiftung e.V.  West  Mecklen- 
beck 
24  
14 Tagespflege Kirschgarten  Diakonie Münster – Statio- 
näre Seniorendienste GmbH  
Ost  Handorf  13  
15  Tagespflege Miteinander 
Friedrichsburg 
Altenheim Friedrichsburg 
gGmbH 
Mitte  Pluggen- 
dorf 
14  
16 Tagespflege  
Papst-Johannes-Paul-Stift 
Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Nord  Coerde  15  
17 Tagespflege Simeon  Diakonie Münster -  
Diakoniestation GmbH 
 
Hiltrup  Berg Fidel  16

42 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
18 Tagespflege St. Clemens  Altenhilfe -Zentrum St. Cle- 
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
15  
Plätze in Tagespflegeeinrichtungen gesamt    270  
Quelle: PfAD.wtg 
 
Die Diakonie plant die Eröffnung der neuen Tagespfl ege im Lydia-Zentrum in Nienberge im 
November 2024. Darüber hinaus gibt es Planungen der Caritas für eine Tagespflege in Kinder- 
haus, auf dem ehemaligen Moldrickx-Gelände. 
Tabelle: Tagespflegeeinrichtungen in Planung, Stand: 30.06.2024 
Nr.  Einrichtung  Träger  Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Tagespflege  
Lydia-Zentrum 
Diakonie Münster - Diako- 
niestation GmbH 
West  Nienberge  13  
2 Tagespflege Moldrickx  Caritas -Betriebsführungs - 
und Trägergesellschaft 
Münster mbH 
Nord  Kinderhaus  17  
 
Geplante Tagespflegeplätze gesamt  30  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 43 
 
Tagespflegeeinrichtungen in Münster

44 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
5.1.5  Ambulante Pflege 
Die ambulante Pflege ist die pflegerische Versorgun g Zuhause, welche durch einen ambulan- 
ten Pflegedienst erbracht wird. Diese Versorgungsform wird von 22 Prozent der pflegebedürf- 
tigen Menschen in Münster in Anspruch genommen (Pfl egestatistik IT NRW, 2022). Pflege- 
dienste bieten darüber hinaus Unterstützung bei der  hauswirtschaftlichen Versorgung, der 
Behandlungspflege sowie Angebote zur Entlastung im Alltag nach § 45a SGB XI an.  
Aktuell gibt es 41 ambulante Pflegedienste in Münst er. Hinzu kommen einzelne Dienste von 
außerhalb, die auch Kundinnen und Kunden in Münster betreuen. Dabei ist das Einzugsgebiet 
zum Teil auf bestimmte Stadtteile beschränkt. Einig e Pflegedienste verfügen über mehrere 
Stützpunkte in der Stadt zur besseren Erreichbarkeit der Pflegebedürftigen. Im Jahr 2023 wur- 
den insgesamt fünf ambulante Pflegedienste und in der ersten Jahreshälfte 2024 zwei ambu- 
lanter Pflegedienste neu eröffnet. Seit dem letzten Bericht gab es jedoch auch drei Schließun- 
gen von ambulanten Pflegediensten.  
Die ambulante Pflege ist ein wachsender Sektor in d er pflegerischen Versorgung. Träger am- 
bulanter Dienste berichten von der hohen Nachfrage und Beratungsstellen von den Schwie- 
rigkeiten, eine pflegerische ambulante Versorgung z u organisieren. Die ambulante Pflege in 
Münster hat die Kapazitätsgrenze erreicht. Einem Ausbau der ambulanten Pflege steht primär 
der Fachkräftemangel entgegen. Gleichzeitig berichten die ambulanten Pflegedienste von er- 
heblichen finanziellen Herausforderungen aufgrund g estiegener Preise und zeitverzögerter 
Anpassung der Vergütungsvereinbarungen mit den Land esverbänden der Pflegekassen. Dies 
ist besonders für die kleineren privaten Dienste eine hohe Belastung. 
In Münster gibt es weiteren Bedarf an ambulanten Pf legeleistungen. Ein Ausbau der beste- 
henden Kapazitäten der ambulanten Pflegedienste, so wie die Gründung neuer Pflegedienste 
wird befürwortet. 
Das Sozialamt entwickelt zurzeit gemeinsam mit dem städtischen IT-Dienstleister citeq den 
„Marktplatz ambulante Pflege Münster“. Im Austausch  mit der „Starken Pflege in Münster“ 
und dem Arbeitskreis der ambulanten Pflegedienste wurde die Idee erarbeitet und die Durch- 
führung vorbereitet. Die Bevölkerung soll die Mögli chkeit erhalten, mit einer einmaligen An- 
frage gleichzeitig alle Münsteraner Pflegedienste z u erreichen. Der „Marktplatz ambulante 
Pflege Münster“ wird voraussichtlich ab Herbst 2024 auf der Homepage des Infobüros Pflege 
zu finden sein. Die Stadt möchte so ihr Serviceange bot für pflegebedürftige Menschen und 
deren An- und Zugehörige sowie für die professionel len Beratungskräfte ausbauen und die 
ambulanten Pflegedienste durch einen zentralen Zugang zu Bedarfsmeldungen unterstützen. 
 
Tabelle: Ambulante Pflegedienste, Stand: 30.07.2024 
Nr.  Name  Straße  PLZ  Ort  
1 ADVITALIS; Pflegedienst  Hanses -Ketteler -Straße 2  48165  Münster  
2 air vital Kranken - und Intensivpflege 
GmbH 
Westfalenstraße 176  48165  Münster  
3 AK mobil Pflegedienst  Münsterstr.  111  48155  Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 45 
 
Nr.  Name  Straße  PLZ  Ort  
4 AL Münsterland Care GmbH  An der Alten Ziegelei  30  48157  Münster  
5 Alexianer Münster GmbH - Alexianer Am- 
bulant 
Achtermannstraße 11  48143  Münster  
6 Ambulanter Pflegedienst Akticom GmbH  Dirk -v. -Merveldt -Strasse 47  48167  Münster  
7 Ambulante Dienste e.V.  Grevener Str. 102  48159  Münster  
8 Ambulante Dienste Klarastift GmbH  Andreas -Hofer -Str . 72  48145  Münster  
9 Ambulante Dienste Sander Pflege GmbH 
Münster 
Mondstr. 104 -106  48155  Münster  
10  Ambulanter Dienst Füreinander  Offenbergstraße  17  48151  Münster  
11  Ambulanter Krankenpflegedienst Julia 
GmbH 
Rüschhausweg  149  48161  Münster  
12  AP Lindenhof  Idenbrockplatz 21  48159  Münster  
13  Arbeiter -Samariter -Bund Regionalver- 
band Münster e.V.; Pflegedienst 
Gustav -Stresemann -Weg 62  48155  Münster  
14  Böckis Pflegeteam  An der Alten Ziegelei 20  48157  Münster  
15  Caritas Betriebsführungs - und Trägerge- 
sellschaft Münster mbH Ambulante 
Pflege 
Josefstr . 2 48151  Münster  
16  Comfort -Pflege Ostviertel GmbH  Hohenzollernring  67  48145  Münster  
17  Cura Westfalia - Ambulanter Pflegedienst  Drensteinfurtweg 31  48163  Münster  
18  Diakonie Münster – Diakonie mobil 
gGmbH  
Wienburgstraße 171 a  48147  Münster  
19  DRK -Pflegedienst Münster  Hüfferstraße 20  481 49  Münster  
20  Erste Hilfe Ambulanter Pflegedienst  
GmbH 
Kardinalstraße  26  48165  Münster  
21  Everybody’s Care GmbH  Antwerpener Str.  8 48163  Münster  
22  Häusliche Pflege der DRK -Schwestern- 
schaft; Westfalen e.V., Münster 
Münzstraße 38  48143  Münster

46 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Nr.  Name  Straße  PLZ  Ort  
23  Home Instead MW Betreuung und Pflege 
Zuhause GmbH 
Scheibenstraße 117  48153  Münster  
24  Johanniter Pflege - und Gesundheits- 
dienste 
Geringhoffstraße  45/47  48163  Münster  
25  KV Ambulanter Pflegedienst  UG  Zumbuschstr. 10  48167  Münster  
26  LEBEN - ERLEBEN; Ambulante Kranken - 
u. Altenpflege GmbH 
Wolbecker Str. 140b  48155  Münster  
27  MiCura Pflegedienste Münster GmbH 1  Tibusplatz 6  48143  Münster  
28  NÄCHSTENLIEBE Betreuung & Pflege 
GmbH 
Marktallee 56  48165  Münster  
29  Panda Pflege  Warendorfer Str. 183  48145  Münster  
30  Perthes -Pflegedienst  Marktallee 19a  48165  Münster  
31  Pflegebüro Bahrenberg Münster GmbH 
& Co.KG 
Augustastraße  34  48153  Münster  
32  Pflegebüro Schmidt  Marktallee 66  48165  Münster  
33  Pflegedienst P3 GmbH  Roxeler Str.  559  48161  Münster  
34  Pflegedienst Strube GmbH  Welsingheide  10  48161  Münster  
35  Pflegefreunde GmbH  Feldstiege 100  48161  Münster  
36  Pflegelokal GmbH  Steinkuhle 18  48163  Münster  
37  Pflegeteam miteinander GmbH  Gasselstiege 13  48159  Münster  
38  RD Münster Pflege GmbH  Gartenbreie 62  48161  Münster  
39  Regenbogen Außerklinische Intensiv- 
pflege und Heimbeatmung GbR 
Coerdestiege 69  48157  Münster  
40  VITA.Pflege!  Rudolf -Diesel -Straße 40  48157  Münster  
41  VITA -MED Pflegedienst GmbH  Rudolf -Diesel -Str. 40  48157  Münster  
Quelle: PfAD.wtg

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 47 
 
5.1.6  Service-Wohnen (Betreutes Wohnen) 
Service-Wohnen verbindet das eigenständige Wohnen mit einem Betreuungsangebot vor Ort. 
In der Regel handelt es sich um mehrere altengerech te Wohnungen in einem Gebäudekom- 
plex, die von Seniorinnen und Senioren angemietet w erden können. Das Wohn- und Teilha- 
begesetz versteht unter Service-Wohnen ausschließli ch solche Angebote, bei denen die Mie- 
terinnen und Mieter bestimmte Serviceleistungen als  Grundleistungen abnehmen müssen. 
Hierzu gehören z. B. allgemeine Unterstützungsleist ungen wie die Vermittlung von Betreu- 
ungsleistungen, Beratung, Notrufdienste oder kleinere Freizeitangebote. Wahlleistungen wie 
z. B. Reinigungsdienst, Wäscheservice, Mahlzeitendienst oder Pflegeleistungen können in der 
Regel je nach Bedarf dazu gebucht werden.  
Diese Wohnform ermöglicht es vielen Seniorinnen und  Senioren, frühzeitig einen guten Aus- 
gangspunkt zu wählen, indem eine einsetzende Pflege bedürftigkeit aufgefangen werden 
kann. Eine selbstständige Lebensführung ist dort au fgrund der räumlichen Gegebenheiten, 
der Ausstattung und natürlich der Unterstützungsstrukturen ggf. länger möglich als in anderen 
Wohnungen. 
Anbieter von Service-Wohnen sind nach dem Wohn- und Teilhabegesetz verpflichtet, das An- 
gebot in dem elektronischen Anzeigeverfahren PfAD.wtg zu registrieren. Die nachfolgende Ta- 
belle zeigt die bestehenden Angebote in Münster. Üb er die Angebote des Service-Wohnens 
hinaus gibt es in Münster weitere altengerechte und barrierefreie Wohnungen, bei denen die 
Abnahme von Serviceleistungen jedoch nicht mit dem Mietvertrag gekoppelt ist. Ein vollstän- 
diger Überblick über alle seniorengerechten Wohnang ebote kann hier leider nicht geleistet 
werden.  
Das Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung berät mit dem Team „Hilfen zum Um- 
zug“ Menschen ab 60 Jahren, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen allgemein 
über verschiedene Wohnformen, wie Seniorenwohnungen , Betreutes Wohnen und Service-
Wohnen. 
 
Bestehende Angebote sind in der Regel gut ausgelast et und werden oft nachgefragt. Es be- 
steht Bedarf für einen weiteren Ausbau. 
Tabelle: Service-Wohnen, Stand: 30.07.2024 
Nr.  Name  Anbieter der Service leistun- 
gen 
Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Anzahl der 
Wohnun- 
gen 
1 Achatius -Haus /  
Servicewohnen 
Alexianer Haus Heidhorn 
GmbH 
Südost  Wolbeck  35  
2 Altenheim St. Elisabeth - 
Heimverbundenes  
Wohnen 
Missionsschwestern von 
Hiltrup gGmbH 
West  Gieven- 
beck 
15  
3 Altenwohnungen am 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes -Stif- 
tung e.V. 
West  Mecklen- 
beck 
38  
4 AWO Münster Gievenbeck  Arbeiterwohlfahrt Bezirks- 
verband Westliches Westfa- 
len e.V. 
West  Gieven- 
beck 
32

48 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Nr.  Name  Anbieter der Service leistun- 
gen 
Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Anzahl der 
Wohnun- 
gen 
5 Betreutes Wohnen am 
Marienheim 
Altenhilfe -Zentrum St. Cle- 
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
3 
6 Betreutes Wohnen beim 
Erdelbach 
Sander Pflege GmbH  Südost  Angel- 
modde 
21  
7 Betreutes Wohnen Böck- 
mannplatz 
Sander Pflege GmbH  Nord  Sprakel  34  
8 Betreutes Wohnen  
Hofmann von Fallersle- 
bens Weg 
Altenhilfe -Zentrum St. Cle- 
mens Münster-Hiltrup 
gGmbH 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
25  
9 Betreutes Wohnen Werse- 
winkel 1+2 
Diakonie Münster -Statio- 
näre Seniorendienste GmbH  
Ost  Handorf  22  
10  Brüningheide /Killingstr.  AWO  Nord  Kinder- 
haus West 
80  
11  Domicil Aaseehof  Kirchliche Zusatzversor- 
gungskasse Rheinland-
Westfalen 
Mitte  Schloss  76  
12  Domicil im Kreuzviertel  Diakonissenmutterhaus 
Münster GmbH 
Mitte  Kreuz  40  
13  Handorfer Hof /  
Servicewohnen 
Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste GmbH  
Ost  Handorf  24  
14  Haus Simeon /  
Servicewohnen - Bunga- 
low 
Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste GmbH  
Hiltrup  Berg Fidel  48  
15  Johanniter Stift Münster  Johanniter Seniorenhäuser 
GmbH Regionalzentrum 
West 
Mitte  Geist  13  
16  Martin -Luther -Haus / Ser- 
vicewohnen 
Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste GmbH  
West  Sentrup  10  
17  Pankokstr. 14 / Service- 
wohnen 
Diakonie Münster - Statio- 
näre Seniorendienste GmbH  
Hiltrup  Berg Fidel  15  
18  Paulinum Zentrum Nord 
Münster – Service Woh- 
nen 
AWO  Mitte  Rump -
horst 
35  
19  Residenz Aaseehof Service 
Wohnen 
Alloheim  Senioren -Residen- 
zen Zehnte SE & Co.KG 
Mitte  Schloss  48  
20  Rottkamp  AWO  West  Albachten  35  
21 Seniorenzentrum  
"Mitten in Mauritz" 
Sander Pflege GmbH  Ost  Mauritz 
Ost 
20  
22 Service Wohnen im Zent- 
rum Kinderhaus 
H+S Wohnkonzept GmbH & 
Co. KG 
Nord  Kinder- 
haus West 
10 0 
23 Servicewohnen DKV -Resi- 
denz am Tibusplatz 
DKV -Residenz am Tibusplatz 
gGmbH 
Mitte  Budden- 
turm 
258  
24 Servicewohnen Lukas 
Zentrum 
Diakonie Münster – Diako- 
niestation GmbH 
West  Gieven- 
beck 
52  
25 Servicewohnen  
Tönne-Vormann-Weg 
Ambulanter Pflegedienst 
Akticom; GmbH 
Südost  Wolbeck  16

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 49 
 
Nr.  Name  Anbieter der Service leistun- 
gen 
Stadt- 
bezirk 
Stadtteil  Anzahl der 
Wohnun- 
gen 
26 Wohnen am Lohausbach  pro.cura Service Wohnen 
GmbH 
Ost  Mauritz 
Ost 
50  
27 Wohnen im Klarapark  Ambulante Dienste Klaras- 
tift gGmbH 
Mitte  Herz -Jesu  81  
28 Wohnen mit Service an 
der Meyerbeerstraße 
H+S  Wohnkonzept GmbH & 
Co. KG 
West  Mecklen- 
beck 
44  
29 Wohnpark Mecklenbeck  H+S Wohnkonzept GmbH & 
Co. KG 
West  Mecklen- 
beck 
57  
30  Wohnresidenz Gassel- 
stiege 
Wohnresidenz Sentruper 
Höhe GmbH 
Mitte  Uppen- 
berg 
26  
31 Wohnresidenz Sentruper 
Höhe 
Wohnresidenz Sentruper 
Höhe GmbH 
West  Sentrup  56  
32 Wohnresidenz Yorkhouse  Wohnresidenz Sentruper 
Höhe GmbH 
Mitte  Uppen- 
berg 
16  
33 Wohnungseigentümerge- 
meinschaft Junker-Jörg-
Platz 17/18 
Diakonie Münster – Diako- 
niestation GmbH 
Südost  Angel- 
modde 
23  
Quelle: PfAD.wtg

50 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Service-Wohnen (Betreutes Wohnen) in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 51 
 
5.1.7  Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI 
Angebote zur Unterstützung im Alltag sollen dazu be itragen, Pflegebedürftigen dabei zu hel- 
fen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuer- 
halten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbstä ndig bewältigen zu können. Hierzu zählen 
Gruppen- und Einzelbetreuung, Hilfen im Haushalt, B egleitung zum Einkauf, Begleitung bei 
Behörden-, Arzt- oder Kirchgängen, Pflege von Sozialkontakten und Begleitung zu Kultur- und 
Freizeitangeboten. 
Die Unterstützungsangebote können von Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad in An- 
spruch genommen werden. Für anerkannte Angebote nac h der Anerkennungs- und Förde- 
rungsverordnung (AnFöVO) kann der Entlastungsbetrag in Höhe von maximal 125 Euro im Mo- 
nat eingesetzt werden. Der Betrag kann zweckgebunden zur eigenen Entlastung oder zur Ent- 
lastung der pflegenden Angehörigen eingesetzt werde n. Darüber hinaus besteht eine bis zu 
40-prozentige Umwidmungsmöglichkeit des ambulanten Pflegesachleistungsanspruchs. Dies 
bedeutet, dass bis zu 40 Prozent der ambulanten Pflegesachleistungen für zusätzliche Entlas- 
tungsleistungen eingesetzt werden können. 
Die meisten ambulanten Pflegedienste bieten solche Unterstützungsleistungen an. Daneben 
gibt es auch andere Angebote durch gewerbliche und gemeinnützige Anbieter und Einzel- 
kräfte im unmittelbaren Beschäftigungsverhältnis.  
In diesem Sektor gewinnen die Angebote durch Einzel personen, die im Bereich Nachbar- 
schaftshilfe tätig sind, immer mehr an Bedeutung.  Die Regionalbüros Alter, Pflege und De- 
menz, auch in Münster, bieten regelmäßig Qualifizie rungskurse für Nachbarn, Freunde oder 
andere, die der pflegebedürftigen Person nahestehen. Dadurch ist auch deren Unterstützung 
durch den Entlastungsbetrag der Pflegekassen erstat tungsfähig. Auf der Seite des Ministeri- 
ums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (https://angebotsfinder.nrw.de) gibt 
es einen Angebotsfinder, in dem anerkannte Unterstützungsangebote angezeigt werden. 
Im Folgenden sind die Angebote aus der Datenbank de s Infobüros Pflege aufgelistet. Über 
diese Angebote hinaus, gibt es im gesamten Stadtgebiet ehrenamtliche Angebote und Unter- 
stützungsformen, die keine Förderung bzw. Refinanzi erung durch die Pflegeversicherung er- 
halten, jedoch auch eine Unterstützung für die Betr offenen und Angehörigen darstellen. Die 
Selbsthilfe und das bürgerschaftliche Engagement sp ielen bei der Unterstützung eine große 
Rolle. Beispiele für diese Angebote sind die Initia tive „Von Mensch zu Mensch“ oder „Anti-
Rost Münster e.V.“.  
Tabelle: Häusliche Besuchs- und Unterstützungsdienste nach § 45a SGB XI,  
Stand: 30.07.2024 
Nr.  Angebot  Straße  PLZ  Ort  
1 24h -Hilfe.de; Schindler Pflege und Haushalts- 
hilfen UG 
Wiengarten 32  48147  Münster  
2 
 
All -we -you  Hohenzollernring 30  48145  Münster  
3 Alltagsbetreuung, hauswirtschaftliche Hilfen  
Senay Berisha 
Am Rüschhaus 14a  48161  Münster  
4 Alltagshelfer Münster, Gemeinsam durch den 
Alltag 
Flensburger Str. 26  48147  Münster

52 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Nr.  Angebot  Straße  PLZ  Ort  
5 Alltagshilfe Suna  Wolbecker Wind- 
mühle 16 
48 167  Münster  
6 Andrea Miske  – Lotse und Begleitung  Königsberger Str. 131  48157  Münster  
7 Anne Posner -Kraus  Rikeweg 2  48155  Münster  
8 Be.Be.K Begleitung und Kompetenz durch  
Bettina Berger-Kersting 
Schöppingenweg 84  48149  Münster  
9 BED Besuchs - und Entlastungsdienst,  
Malteser Hilfsdienst e.V. 
Daimlerweg 33  48163  Münster  
10  Beratung, Betreuung und Förderung  
Safieh Jailani Seite an Seite 
Drensteinfurtweg 5  48163  Münster  
11  Betreuung  und Begleitung, Mobiler Alltagsser- 
vice für Senioren und hilfsbedürftige Men- 
schen, Dietmar Preuß 
Mecklenbecker Str. 
133 
48151  Münster  
12  Betreuungsdienst Brita Weßling  Weißenburgstr. 22  48151  Münster  
13  Betreuungsdienst Marie mobil,  
Meyer-Suhrheinrich-Stiftung 
Patronatsstr. 2  48165  Münster  
14  Carpecura  Annette -Allee 20  48149  Münster  
15  Chance e.V. – Haushaltsnahe Dienstleistungen  Friedrich -Ebert -Str. 17  48153  Münster  
16  Christine Schröder – Unterstützung im Alltag  Mierendorffstraße 26  48151  Münster  
17  Corina Niculae, Freiberufliche ambulante Al- 
tenpflegerin 
Oberschlesier Str. 86  48151  Münster  
18  Die Gute Laune Fee Sabriye Kadife  An der Kleimannbrü- 
cke 13a 
48157  Münster  
19  Dienstleistungen mit Kopf, Herz und Hand,  
Marc Würfel-Elberg  
Am Berler  Kamp 146  48167  Münster  
20  Dienstleistungs - und Reinigungsservice Schlot- 
mann GmbH DRS 
Sprakeler Str. 47  48159  Münster  
21  fb -pflege: Freiberufliche Pflege,  
Fernanda Bogado 
Otto -Hersing -Weg  48167  Münster  
22  Fixclean -Care, Wir reinigen mit Herz  Rudolf -Diesel -Str. 61  48157  Münster  
23  Frank Wolf  Holtmannsweg 41a  48157  Münster  
24  Gut betreut mit Herz und Seele,  
Heike Kaiser-Blömker 
Rüschhausweg 152  48161  Münster  
25  HaDi Handwerk & Dienstleistung,  
Foppe GmbH & Co.KG 
Mecklenbecker Str. 
387 
48163  Münster  
26  Haushaltshilfe im Alltag  Ludgeriplatz 2  48151  Münster  
27  Häusliche Kreativbetreuung "mein Poesieal- 
bum", Brigitte Kraneburg 
Lühnstiege 2  48151  Münster  
28  Heuermann Seniorendienste, Rolf Heuermann  Auf der Horst 34  48147  Münster  
29  Homeplus.Münster  Sessendrupweg 54  48161  Münster  
30  Ihre Haushaltsmanagerin Elisabeth Kramer  Augustastr. 30  48153  Münster  
31  Imi -Ich mit Ihnen, Eva -Maria Posner  Rikeweg 2  48155  Münster  
32  Jakö – gemeinsam eigenständig  
Jana Körschkes 
Jahnstr. 67  48147  Münster  
33  Lebenshilfe Münster e.V.  Windthorststr. 7  48143  Münster  
34  Linkech Dienstleistung c/o Wiafe  Im Moorhock 56  48159  Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 | 53 
 
Nr.  Angebot  Straße  PLZ  Ort  
35  LWL -Pflegezentrum Münster,  
Ernst-Kirchner-Haus 
Kinderhauser Str. 92  48147  Münster  
36  Kathrins Seniorendienst GmbH, Eli die Fee  Dülmener Str. 20 a  48163  Münster  
37  Martina Weitzenbürger  Piusallee 154 a  48147  Münster  
38  Musiktherapie, Marlis Marchand  Haus Angelmodde 2  48167  Münster  
39  PAGU Betreuungsservice GmbH  Gropiusstr. 7  48163  Münster  
40  Pällmann  Soziale Dienste – Hilfen im Alltag  Kriegerweg 34  48153  Münster  
41  Pferdegestützte Betreuung für pflegebedürf- 
tige Personen, Claudia Augenstein 
Roxeler Str. 466  48161  Münster  
42  Projekt LichtBlick, Alexianer Münster GmbH  Josefstr. 4  48151  Münster  
43  SeHt  Münster e.V., Ambulanter Dienst  Bohlweg 10  48147  Münster  
44  Seniorenassistenz Berkenheide, Wiltrud Ber- 
kenheide 
Carossastraße 36  48161  Münster  
45  Seniorenbetreuung Strube GbR  Knufenkamp 53  48163  Münster  
46  Seniorenservice Münster, Johannes Gorschlü- 
ter 
Hafenweg 19  48155  Münster  
47  Udo Stier  Schüttorfweg 19  48161  Münster  
48  Unterstützung im Alltag – Atia Hussein  Gustav -Freytag -Str. 2  48161  Münster  
49  Wabe – Veränderung begleiten   
Petra Sokolowsky 
Eichenweg 11 a  48161  Münster  
50  Zauberfrau Münster  Alter Fischmarkt 16  48143  Münster  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege 
Tabelle: Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI,  
Stand: 30.07.2024 
Nr.  Angebot  Träger  Stadtbezirk  Stadtteil  
1 Betreuungsgruppe Marie  Meyer -Suhrheinrich Stiftung  Hiltrup  Hiltrup -
Mitte  
2 „Café Wigbold“ ein Ange- 
bot für Menschen mit De- 
menz in Wolbeck 
Katholische Kirchengemeinde St. 
Nikolaus Münster, Alexianer Haus 
Heidhorn GmbH 
Südost  Wolbeck  
3 Gruppe D , 
Im Haus der Begegnung 
St. Ida 
Katholische Kirchengemeinde St. 
Nikolaus Münster 
Südost  Gremmen- 
dorf-Ost 
4 Pferdegestützte Bet reu- 
ung für pflegebedürftige 
Personen in Kleingruppen 
Claudia Augenstein  West  Gievenbeck  
5 Tagesbetreuung , 
Gruppenangebot nach 
Wochenplan 
DKV Residenz am Tibusplatz  Mitte  Budden- 
turm 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege

54 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI in Münster

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 55 
 
 Wohn- und Betreuungsangebote für spezifische Zielgruppen 
Die Gruppe der pflegebedürftigen Menschen ist so vielfältig wie die übrige Bevölkerung. Pfle- 
gebedürftigkeit kann grundsätzlich in allen Altersg ruppen auftreten, auch wenn die Wahr- 
scheinlichkeit mit steigendem Alter deutlich zunimmt. Pflegebedürftigkeit kann alle Menschen 
betreffen, unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung, Geschlecht und sexueller Orientierung. 
Angebote der Pflege, aber auch schon vorpflegerische Angebote, müssen sich an die gesamte 
Bevölkerung richten und für alle zugänglich und nutzbar sein. Um das zu erreichen, ist es not- 
wendig, dass sich Träger und Mitarbeitende mit der Vielfalt an Lebenswelten auseinanderset- 
zen und ihre Konzepte, Arbeitsabläufe und Strukturen regelmäßig überprüfen.  
Unter den pflegebedürftigen Personen gibt es aber auch Zielgruppen, die eine besondere pfle- 
gerische Versorgung oder speziell ausgerichtete Kon zepte benötigen. In den folgenden Ab- 
schnitten werden die Besonderheiten dargestellt und die pflegerischen Angebote in Münster 
aufgelistet. 
5.2.1  Junge (erwachsene) Pflegebedürftige 
Die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden, ist in der Altersgruppe unter 60 Jahren sehr 
gering (siehe Kapitel 3). Dennoch gibt es vielfälti ge Situationen in denen auch jüngere Men- 
schen aufgrund von Erkrankungen oder Unfällen von P flegebedürftigkeit betroffen sein kön- 
nen, sei es vorübergehend oder auf Dauer. Multiple Sklerose, Querschnittslähmungen, neu- 
rologische Erkrankungen oder erworbene Hirnschädigu ngen können dazu führen, dass eine 
umfängliche Betreuung und pflegerische Versorgung erforderlich wird. 
In der folgenden Grafik ist die Inanspruchnahme der  verschiedenen Leistungen der Pflege- 
kasse (SGB XI) am 31.12.2021 in den Altersgruppen ab 20 Jahren bis zu den 50 bis 59- Jährigen 
dargestellt: 
Quelle: Information und Technik NRW (2022), Pflegestatistik über die Pflegeversicherung am 31.12.2021  
0
50 
100 
150 
200 
250 
300 
350 
20-29 Jahre 30-39 Jahre 40-49 Jahre 50-59 Jahre 
Inanspruchnahme von Pflegeleistungen von jungen Pflegebedürftigen 
Pflegegeld PG 1 und andere Leistungen 
Ambulante Pflege Stationäre Dauerpflege

56 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Im Jahr 2021 waren insgesamt 1.278 Personen zwische n 20 und 60 Jahre in Münster pflege- 
bedürftig. 94,4 Prozent dieser Personengruppe nutzten zum Stichtag Angebote der ambulan- 
ten Versorgung. Neben der Unterstützung von An- und  Zugehörigen, gibt es Angebote an 
Pflege- und Assistenzdiensten, die ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung mög- 
lich machen. Die Kapazitäten der ambulanten Dienste stoßen jedoch aktuell an ihre Grenzen. 
Hier wären eine Stärkung und ein Ausbau der Kapazitäten für die Bedürfnisse der jungen Pfle- 
gebedürftigen dringend notwendig. Wo der Verbleib in der eigenen Häuslichkeit nicht möglich 
oder sinnvoll ist, werden Angebote benötigt, in den en eine umfassende Pflege sichergestellt 
ist. 2021 lebten 72 Personen (5,6 Prozent) der jung en Pflegebedürftigen in einer stationären 
Pflegeeinrichtung. Hauptsächlich nimmt die Gruppe der 50 bis 59-Jährigen das Angebot in An- 
spruch (57 Personen). Durch einen Vergleich mit dem bestehenden Angeboten (18 stationäre 
Plätze) wird deutlich, dass ein Großteil kein bedar fsgerechtes stationäres Angebot erhalten 
hat. Personen, die in ambulanten Wohngemeinschaften (30 Plätze) leben, fallen in der Statis- 
tik unter die Kategorie „Ambulante Pflege“.  
Die Versorgung in einer regulären vollstationären P flegeeinrichtung entspricht in der Regel 
nicht den Wünschen und dem Bedarf der Menschen unte r 65 Jahren. Eigene Wohngruppen 
oder Wohnbereiche können sich sowohl räumlich als auch konzeptionell besser an die Bedürf- 
nisse der Zielgruppe anpassen. Neben einem pflegerischen Bedarf haben junge pflegebedürf- 
tige Menschen oftmals zusätzlich einen Anspruch auf  Teilhabeleistungen der Eingliederungs- 
hilfe (SGB IX). 
Aktuell stehen 48 Plätze mit umfassender Versorgung für junge pflegebedürftige Personen zur 
Verfügung.  
Tabelle: Junge Pflege in Münster, Stand 30.07.2024  
Nr.  Einrichtung  Angebotsform  Stadtbe- 
zirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Achatius -Haus , 
Alexianer Münster 
stationäre Dauerpflege  Südost  Wolbeck  18  
2 Haus Margareta (EG) , 
Alexianer Münster 
ambulante Wohngemein- 
schaft 
Ost  Mauritz -Ost  12  
3 Haus Margareta (OG) , 
Alexianer Münster 
ambulante Wohngemein- 
schaft 
Ost  Mauritz -Ost  12  
4 Wohngruppe Leo ISB , 
Alexianer Münster  
 
ambulante Wohngemein- 
schaft 
Hiltrup  Amelsbüren  6 
Gesamt  48  
Quelle: PfAD.wtg 
Über die bestehenden Plätze hinaus gibt es einen we iteren Bedarf an Angeboten mit einer 
umfassenden Versorgung für junge pflegebedürftige Menschen in Münster. In Gesprächen mit 
interessierten Trägern wird dieser Bedarf benannt u nd beraten, ob und in welcher Form ein 
Ausbau erfolgen kann. Darüber hinaus ist auch eine Stärkung der ambulanten Versorgungs- 
möglichkeiten erforderlich.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 57 
 
5.2.2  Menschen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf 
Die außerklinische Intensivpflege wurde im Jahr 2023 mit dem Intensivpflege- und Rehabilita- 
tionsstärkungsgesetz (GKV-IPReG) neu geregelt. Ziel ist es, die pflegerische und medizinische 
Begleitung zu verbessern und das Potenzial einer mö glichen Entwöhnung von der Beatmung 
oder der Kanülierung besser auszuschöpfen. Vor Ausstellung einer Verordnung muss eine Er- 
hebung des Entwöhnungspotenzials vorliegen und ein Behandlungsplan erstellt werden. Dies 
kann jedoch nur von Ärztinnen und Ärzten mit besonderer Qualifikation durchgeführt werden. 
Es besteht die Sorge, dass den bundesweit ca. 18.00 0 beatmeten oder trachealkanülierten 
Personen nicht genügend Fachpersonal gegenübersteht, welche die Verordnungen alle sechs 
Monate ausstellen können. Aktuell gibt es noch die Möglichkeit, mit einer Begründung in der 
Verordnung ausnahmsweise davon abzusehen. Ab dem 01 .01.2025 wird diese Regelung ver- 
bindlich. 
In Münster gibt es aktuell 44 Plätze in Wohnformen für Menschen mit einem Intensivpflege- 
bedarf.  
  
Tabelle: Angebote für Menschen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf,  
Stand: 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Angebotsform  Stadt - 
bezirk 
Stadtteil  Plätze  
1 Außerklinische Intensivpflege 
Mehrgenerationenhaus Mat- 
hildenstift, 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Ambulante betreute 
Wohngemeinschaft 
Mitte  Budden- 
turm 
9 
2 Christopher Haus,  
air vital Kranken- und Inten- 
sivpflege GmbH 
Ambulant betreute 
Wohngemeinschaft 
Hiltrup  Hiltrup -
Mitte 
17  
3 Haus Augustinus,  
Alexianer Münster 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
Hiltrup  Amelsbüren  18  
Gesamt  44  
Quelle: PfAD.wtg 
In Münster besteht aktuell kein Bedarf am Ausbau weiterer Plätze der außerklinischen Inten- 
sivpflege mit umfassender Versorgungssicherheit. Dieser Bereich ist durch die Notwendigkeit 
einer Zusatzqualifikation und des hohen Personalbedarfs insbesondere vom Fachkräfteman- 
gel betroffen. Vorhandene Plätze konnten im letzten Jahr durch die personelle Situation 
nicht durchgehend betrieben werden. Vorrang sollte die Auslastung der bestehenden Plätze 
haben, bevor Träger zu einem weiteren Ausbau beraten werden. 
 
5.2.3  Personen mit Bedarf an geschützter Unterbringung 
Einige gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen benö tigen aufgrund selbst- und fremdge- 
fährdender Verhaltensweisen eine geschützte (geschlossene) Unterbringung. In Münster gibt 
es aktuell drei stationäre Pflegeeinrichtungen, die  einzelne Wohnbereiche geschlossen füh- 
ren. Voraussetzung für die Aufnahme in geschützte W ohnbereiche ist jeweils das Vorliegen

58 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
einer richterlichen Genehmigung für die Unterbringung. Grundsätzlich ist hier eine hohe Nach- 
frage zu verzeichnen. 
 
Tabelle: Geschützte Plätze, Stand: 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Angebotsform  Stadt - 
bezirk 
Stadtteil  Ge- 
schützte 
Plätze 
1 LWL -Pflegezentrum Münster 
“Ernst-Kirchner-Haus“ 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
Mitte  Uppenberg  20  
2 Martin -Luther -Haus , 
Diakonie Münster 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
West  Sentrup  19  
3 Wohnstift am Südpark , 
Caritas-Betriebsführungs- und 
Trägergesellschaft Münster 
mbH 
Vollstationäre  
Pflegeeinrichtung 
Mitte  Schützen- 
hof 
14  
Gesamt  53  
 
Am 18.01.2024 fand ein Austausch mit den Trägern der drei Pflegeeinrichtungen, Vertreterin- 
nen und Vertretern von Kliniken und Ansprechpersonen des LWL und der Pflegekassen für den 
Bereich der Pflegesatzverhandlungen sowie der Kommu ne statt. Es wurde festgestellt, dass 
der Bedarf an geschlossener Unterbringung weiter an steigt und die Kapazitäten bereits jetzt 
nicht ausreichen, um insbesondere Menschen mit psychischen Erkrankungen bzw. neurologi- 
schen Veränderungen und schweren Verhaltensstörungen bedarfsgerecht zu versorgen. Eine 
Ausweitung der Platzzahl wird derzeit aufgrund der schwierigen Refinanzierungsbedingungen 
und der extrem hohen Anforderungen an das Personal als unrealistisch erachtet. Es bräuchte 
deutliche zusätzliche Anreize für die Leistungserbringer, damit neue Plätze entstehen können. 
Bevor entsprechende Einzelverhandlungen geführt werden können, sind noch Grundsatzent- 
scheidungen auf Landesebene abzuwarten. 
 
5.2.4  Ältere Menschen mit Behinderung 
Immer mehr Menschen, die mit einer Beeinträchtigung geboren worden sind oder diese sehr 
früh im Leben erworben haben, erreichen heute ein hohes Lebensalter. Die erste Generation 
von Menschen mit Behinderung, die nach den Verbrech en des Nationalsozialismus geboren 
wurde, ist ins Rentenalter gekommen. Die Lebenserwa rtung von Menschen mit Behinderung 
steigt zudem insbesondere aufgrund der verbesserten  medizinischen Versorgung sowie der 
verbesserten Lebensbedingungen. 
Personen, die in ihrer Fähigkeit an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer 
solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, erha lten bei Bedarf Leistungen der Einglie- 
derungshilfe nach dem Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX). Die entsprechenden Einrichtungen 
und Dienste sind im vorliegenden Pflegebedarfsplan,  der den Bereich der Pflege und pflege- 
ergänzenden Hilfen nach dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) abbildet, nicht enthalten. 
Der Anstieg an älteren, pflegebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohnern stellt die Angebote 
der Eingliederungshilfe vor Herausforderungen, da für eine angemessene Betreuung und Ver- 
sorgung zunehmend pflegefachliche Qualifikationen u nd Ressourcen erforderlich sind. Um- 
züge in reguläre Pflegeeinrichtungen sind oftmals k eine adäquate Lösung, da diese nicht auf 
die besonderen Bedarfe von Menschen mit psychischen  Erkrankungen und/oder kognitiven

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 59 
 
Einschränkungen ausgerichtet sind. Ziel sollte es s ein, eine pflegerische Versorgung im Zu- 
hause der Menschen umzusetzen, sei es in der eigene n Wohnung, in ambulanten Versor- 
gungsformen der Eingliederungshilfe oder in besonderen Wohnformen. Dennoch gibt es ver- 
mehrt Bedarf an Plätzen in stationären Einrichtunge n der pflegerischen Versorgung (SGB XI), 
wenn ambulante Versorgungsformen an ihre Grenzen stoßen.  
Aktuell gibt es in Münster drei stationäre Einrichtungen mit insgesamt 154 Plätzen für pflege- 
bedürftige Menschen mit einer geistigen Behinderung  bzw. einem erhöhten psychosozialen 
Hilfebedarf. 
Tabelle: Angebote für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf, Stand 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Angebotsform  Stadtbezirk  Stadtteil  Plätze  
1 Haus Thomas , 
Alexianer Münster 
Stationäre 
Dauerpflege 
Hiltrup  Amelsbüren  54  
2 Haus vom Guten Hirten – 
Pflegebereich,  
Guter Hirte Münster gGmbH 
Stationäre 
Dauerpflege 
Mitte  Herz -Jesu  20  
3 LWL -Pflegezentrum Münster  
"Ernst-Kirchner-Haus" 
Stationäre 
Dauerpflege 
Mitte  Uppenberg  80  
Gesamt  154  
Quelle: PfAD.wtg 
 
Im ambulanten und teilstationären Bereich ist für B etroffene individuell die Frage zu klären, 
welche Ansprüche eine Person gegenüber der Pflegeve rsicherung (SGB XI) geltend machen 
kann und welcher Teilhabeanspruch (SGB IX) besteht. Die Schnittstelle ist fließend und durch 
die verschiedenen Sozialgesetzbücher und Zielrichtungen nicht einfach zu erfassen. Trägerun- 
abhängige Beratung erhalten Betroffene z.B. durch d ie Ergänzende unabhängige Teilhabebe- 
ratung (EUTB) Lebens(t)raum Münster. 
Es besteht ein Bedarf an weiteren Angebote für dies e Zielgruppe. Die bestehenden Einrich- 
tungen sind durchgehend ausgelastet und führen lange Wartelisten.  
5.2.5  Wohnungslose Menschen mit Pflegebedarf 
Der Nationale Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit „Gemeinsam für ein Zuhause“ vom Bun- 
desministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen vom 24.04.2024 kommt zu dem 
Ergebnis, dass der Gesundheitszustand für wohnungsl ose, insbesondere obdachlose Men- 
schen häufig schlecht ist. In dieser Zielgruppe gib t es nachweislich eine höhere Anzahl von 
psychischen Erkrankungen sowie Gewalterfahrungen. D ie unzureichende gesundheitliche Si- 
tuation kann sowohl Ursache als auch Auswirkung der  Wohnungslosigkeit sein. Zudem steigt 
die Anzahl älterer wohnungsloser Menschen an. Laut dem Statistischem Bundesamt ist in 
Nordrhein-Westfalen eine Zunahme der Betroffenen in sbesondere in den Altersgruppen „40 
bis 60 Jahre“ und „60 Jahre und mehr“ zu verzeichne n (Statistisches Bundesamt, Statistik zur 
Anzahl untergebrachter wohnungsloser Personen, Stic htage 31.12.2022; 31.12.2023). In der 
Fachstelle „Sozialdienst Alter, Pflege und Teilhabe“ des Sozialamtes steigt die Anzahl der Per- 
sonen dieser Zielgruppe an, für die ein Hilfe- und Pflegebedarf festgestellt und eine Organisa- 
tion von Hilfs- und Unterstützungsangeboten begleitet wird.

60 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Stationäre Angebote der Wohnungslosenhilfe (Langzeitwohnen) sind nicht auf einen steigen- 
den Pflegebedarf ausgerichtet. Im Fokus stehen hier  die Tagesstrukturierung, Freizeitange- 
bote und eine hauswirtschaftliche Versorgung. Eine krankenpflegerische Versorgung ist bei 
Bedarf möglich, umfasst jedoch nicht die regelmäßige Körperpflege oder eine nächtliche Ver- 
sorgung. Rückt die pflegerische Versorgung der dort  Lebenden in den Vordergrund, ist ein 
Übergang in eine Anschlussversorgung notwendig.  
 
Die Angebote des Pflegesystems mit den ambulanten, teilstationären und stationären Ange- 
boten kommen jedoch auch an ihre Grenzen, insbesond ere bei wohnungslosen Personen 
ohne Unterkunft, die in den Strukturen der Wohnungslosenhilfe untergebracht sind und/oder 
aufgrund ihrer individuellen Lebenslagen Angebote n icht oder nur teilweise annehmen kön- 
nen. Ein erhöhter Bedarf an sozialer Betreuung sowie notwendige Aushandlungsprozesse zur 
pflegerischen Versorgung sind unter den bestehenden Rahmenbedingungen nur vereinzelt zu 
leisten. Notwendig sind spezialisierte Einrichtunge n die sich auf die Bedürfnisse von woh- 
nungslosen und/oder suchterkrankten Personen mit zu nehmendem Pflegebedarf einstellen 
können, wie z.B. das Haus Maria Veen und das St. Antoniusheim im Kreis Borken. 
 
In Münster gibt es bislang keine spezialisierten An gebote für wohnungslose Menschen mit 
Pflegebedarf. Mit den Wohngemeinschaften „Wohnen 60 plus“ stehen jedoch Wohnangebote 
für ältere wohnungslose und hilfebedürftige Menschen in Trägerschaft der Bischof-Hermann-
Stiftung zur Verfügung. Es handelt sich dabei um betreute Wohnformen zur Überwindung be- 
sonderer sozialer Schwierigkeiten gem. §§ 67 ff. SG B XII. Zielgruppe sind Personen aus den 
Strukturen der Wohnungslosenhilfe, die einen Bedarf an sozialer Betreuung sowie einen haus- 
wirtschaftlichen und/oder gesundheitsfördernden Bedarf haben. Bei Bedarf erfolgt im Einzel- 
fall eine ergänzende pflegerische Versorgung über einen ambulanten Pflegedienst. Anders als 
in ambulanten Pflege-Wohngemeinschaft ist keine 24-Stunden-Betreuung vorgesehen. 
 
Tabelle: Angebote für ältere wohnungslose Menschen, Stand 30.07.2024 
Nr.  Einrichtung  Angebotsform  Stadtbezirk  Stadtteil  Plätze  
1 Dreifaltigkeitskirche  
Wohnen 60 Plus 
Ambulant  Mitte  Uppenberg  8 
2 Yorkhöfe  
Wohnen 60Plus 
Ambulant  Mitte  
 
Neutor  11  
Gesamt  19  
 
Die Anzahl älterer wohnungsloser Personen mit Hilfe- und Pflegebedarf steigt tendenziell auch 
in Münster weiter an. Um eine Versorgung sicherzustellen, werden pflegerische Angebote be- 
nötigt, die konzeptionell und personell auf diese Zielgruppe ausgerichtet sind. 
 
Das Projekt „Cared.Wende – neue Wege in der Versorgung schwer kranker und pflegebedürf- 
tiger wohnungsloser Menschen in Münster“ ist ein vo m Ministerium für Arbeit, Gesundheit 
und Soziales des Landes NRW gefördertes Projekt der  Bischof-Hermann-Stiftung. Es ist am 
01.04.2024 gestartet und hat eine Laufzeit von 2,5 Jahren. Im Projekt sind vier Mitarbeitende, 
verteilt auf zwei Vollzeitstellen, tätig. Das übergeordnete Ziel ist die Verbesserung des Zugangs 
schwer kranker und pflegebedürftiger wohnungsloser Menschen zu (palliativ-)pflegerischen 
Angeboten in Münster. In einem ersten Schritt geht es um eine Situationsanalyse, wofür u.a. 
relevante Personen (von Wohnungslosigkeit betroffen e Personen, Akteurinnen und Akteure 
im Gesundheitswesen und in der Pflege, die Wohnungs losenhilfe und Verwaltung) befragt

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 61 
 
werden sollen. Im zweiten Schritt geht es in die praktische Umsetzung durch Wissensvermitt- 
lung, Gestaltung von Lebensorten und die Verbesserung der Zugänge für die Zielgruppe. 
6 Pflege(fach)kräfte in Münster 
Der Personalmangel in der Pflege beschäftigt nicht nur Münster, sondern auch die Landes- 
und Bundesebene, da es sich um eine bundesweite und auch sektorenübergreifende Heraus- 
forderung handelt. Weiterhin wird auf die Erhöhung des Ausbildungspotenzials hingearbeitet 
sowie der Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland in den Blick genommen. Es wird aktuell 
außerdem verstärkt diskutiert, wie die bestehende Kompetenzen und Ressourcen der vorhan- 
denen Fachkräfte effizienter eingesetzt werden könn en. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass 
perspektivisch die altersbedingten Austritte aus dem Pflegeberuf nicht mehr durch Absolven- 
tinnen und Absolventen der Pflegeschulen ersetzt we rden können (DAK Pflegereport 2024). 
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten bietet die Digitalisierung, die in den verschiedenen Be- 
reichen weiter ausgebaut werden muss.  
Zum 01.01.2024 ist das Pflegestudiumstärkungsgesetz in Kraft getreten, welches zum Ziel hat, 
den Anteil Studierender in der Pflege zu steigern. Studierende in der Pflege erhalten nun für 
die Dauer des Studiums eine angemessene Vergütung, welche in das Finanzierungssystem der 
Pflegeausbildung integriert wurde. Gleichzeitig wur den die Anerkennungsverfahren von aus- 
ländischen Berufsabschlüssen auf Bundesebene vereinheitlicht und insgesamt vereinfacht. Im 
Frühjahr 2024 wurden durch das Bundesministerium für Gesundheit außerdem die Eckpunkte 
zum Kompetenzstärkungsgesetz vorgelegt, welches die Befugnisse der verschiedenen Berufs- 
gruppen neu strukturieren soll. Insbesondere in der  ambulanten Pflege könnte dies zu einer 
Vereinfachung der Prozesse und Optimierung der Schnittstellen führen.  
Auf Landesebene wurde im Oktober 2023 die „Landesberichterstattung der Gesundheitsfach- 
berufe NRW 2023“ veröffentlicht. Dieser Bericht der  Dienstleistung, Innovation, Pflegefor- 
schung GmbH, der alle zwei Jahre für das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des 
Landes NRW erstellt wird, gibt neue Anhaltspunkte z ur aktuellen Situation der 
Pflege(fach)kräfte und zur Versorgungssituation in NRW. Pflege(fach)kräfte sind demnach im 
hohen Maße berufstreu, sektorentreu und ortstreu. Der oftmals beschriebene „Pflexit“ (Aus- 
stieg aus der Pflege) konnte empirisch nicht belegt  werden, ebenso wenig ein Wechsel von 
der Altenpflege hin zur Krankenpflege, aufgrund bes serer Bezahlung. Berufseinsteigerinnen 
und Berufseinsteiger waren jedoch kein Bestandteil dieser Analyse. Rückmeldungen von Aus- 
bildenden in der Altenpflege in Münster lassen vermuten, dass nach erfolgreichem Abschluss 
der Ausbildung durchaus eine Sogwirkung besteht. Au s dem Bericht geht außerdem hervor, 
dass Pflege grundsätzlich regional zu betrachten ist. Nicht nur die pflegebedürftigen Personen 
möchten ortsnah versorgt werden, auch das Personal ist nicht bereit, lange Strecken zum Ar- 
beitsplatz zurückzulegen. 
Zur Versorgungssituation kommt der Bericht zu dem E rgebnis, dass bis 2030 weiterhin ein 
Aufbau von Pflegekräften, jedoch in deutlich reduzi erter Form, erfolgen wird. Ein Aufbau der 
Pflegeinfrastruktur könne dadurch weder aktuell noc h perspektivisch realisiert werden. Die 
Zulassung von Pflegenden aus Drittstaaten spiele ak tuell noch eine untergeordnete Rolle. In 
den Städten nehme die Relevanz zu, insbesondere in der Krankenpflege.

62 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Fachkräfte in Münster 
Im Oktober 2022 wurden die neusten Daten der Pflege statistik (SGB XI) mit dem Stichtag 
15.12.2021 vom Landesbetrieb Information und Techni k Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) für 
die Stadt Münster veröffentlicht. Bei der Betrachtung der pflegenden Berufsgruppen, die un- 
ter der neuen Ausbildung zur Pflegefachkraft und Pflegefachassistenzkraft zusammengeführt 
wurden, waren insgesamt 825 Personen in Angeboten der ambulanten Altenpflege und 1.203 
Personen im Bereich der teilstationären- und stationären Altenpflege tätig. Die Anzahl ist na- 
hezu gleich geblieben gegenüber der letzten Erhebun g mit Daten zum Stichtag 15.12.2019 
(Ambulant: 834 Personen; Stationär: 1.185 Personen) . 36 Prozent von ihnen sind älter als 50 
Jahre und rund jede/r Zehnte der Pflegenden in Münster wird in den kommenden fünf Jahren 
in Rente gehen. Neben dem aktuellen Fachkräftemange l, der in allen Bereichen der Pflege in 
Münster bereits Auswirkungen zeigt, wird die Berufs demographie die Situation in den kom- 
menden Jahren weiter verschärfen. 
Aus der Pendlerstatistik der „Landesberichterstattung der Gesundheitsfachberufe NRW 2023“ 
wird deutlich, dass ein Großteil, rund 60 Prozent, der versicherungspflichtig beschäftigten Al- 
ten-, Gesundheits- und (Kinder)Krankenpflegenden in Münster wohnt. Damit verbleiben rund 
40 Prozent auf Pendelnde aus dem Kreis Coesfeld (13  Prozent), Kreis Warendorf (9 Prozent), 
Kreis Steinfurt (14 Prozent) und sonstiges. Bei der Versorgung der pflegebedürftigen Personen 
besteht demzufolge eine Abhängigkeit zu den benachb arten Kreisen, aus denen das 
Pflege(fach)personal kommt. 
Neben dem bestehenden Mangel an Personal, entsteht durch die Umsetzung des neuen Per- 
sonalbemessungsverfahren in der vollstationären Pflege ein zusätzlicher personeller Mehrbe- 
darf, ganz überwiegend im Bereich der Assistenzkräf te. In den Pflegesatzverhandlungen der 
Einrichtungsträger mit den Landesverbänden der Pflegekassen wird seit dem 01.07.2023 zwi- 
schen Hilfspersonal (ohne Ausbildung), Pflegefachas sistenzpersonen (ein Jahr Ausbildung) 
und Pflegefachpersonen (drei Jahre Ausbildung) unte rschieden. Dabei sollen Pflegende vor- 
rangig die Aufgaben übernehmen, die ihrer jeweiligen Qualifikation entsprechen. Ziel ist eine 
Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege mit dem Einsatz der tatsächlichen 
Fähigkeiten ohne Über- und Unterforderung. Das Personal wird für jede Einrichtung individu- 
ell anhand des Pflegegradmixes der Bewohnerinnen und Bewohner errechnet. Die Einrichtun- 
gen haben eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2025. In dieser Zeit werden die Pflegesätze suk- 
zessive neu verhandelt und die Träger haben Zeit die zusätzlichen Stellen zu besetzen.  
Auswirkungen des Fachkräftemangels in der stationären Pflege 
In diesem Jahr erfolgte erneut eine Abfrage der sta tionären Einrichtungen zum bestehenden 
Fachkräftemangel. Neun von 35 Einrichtungen gaben a n, dass sie innerhalb der letzten sechs 
Monate aufgrund von Fachkräftemangel nicht alle Plä tze belegen konnten. Das sind rund 25 
Prozent der Münsteraner Pflegeeinrichtungen. Im ver gangenen Jahr waren es 8 Einrichtun- 
gen.  
Bei der Summierung der freien Plätze der neun betro ffenen Einrichtungen zum Stichtag 
01.04.2024 waren im Ergebnis 97 Plätze leer. Dies e ntspricht mehr als einer vollstationären 
Einrichtung und rund vier Prozent der Gesamtplätze.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 63 
 
Ausbildung 
Seit dem Jahr 2020 gibt es die generalistische Pfle geausbildung zur Pflegefachfrau oder zum 
Pflegefachmann, welche die Ausbildungen der ehemali gen Krankenpflegeschulen, Kinder- 
krankenpflegeschulen und der Fachseminare für Altenpflege zusammenfasst.  
Im Jahr 2023 haben in Nordrhein-Westfalen 4,5 Prozent mehr Personen mit einer Ausbildung 
zur Pflegefachkraft begonnen. Auch in Münster ist die Anzahl der neuen Auszubildenden von 
522 (2022) auf 582 (2023) gestiegen. Die Gesamtzahl  der Auszubildenden im Jahr 2023 ist 
dagegen deutlich gesunken. Insgesamt absolvieren 1.497 Personen eine Ausbildung zur Fach- 
kraft, davon sind 24 Prozent männlich und 76 Prozen t weiblich. Eine Auswertung der Alters- 
struktur zeigt deutlich, dass die Pflegeausbildung auch für Menschen attraktiv ist, die bereits 
einen anderen Bildungsweg bestritten haben. 2023 wa ren rund 35 Prozent der Auszubilden- 
den in Münster älter als 24 Jahre. 
 
Die Zahlen der Auszubildenden in Münster werden in zwei verschiedenen Statistiken erfasst, 
was eine Gesamtauswertung erschwert. Die Statistik der Schulen des Gesundheitswesens mit 
den Fachseminaren für Altenpflege und den (Kinder-)Krankenpflegeschulen dokumentiert die 
Entwicklung der ehemaligen Ausbildungsberufe bis 2022. Die neue Statistik für Auszubildende 
nach dem Pflegeberufegesetz enthält die Angaben zu den Auszubildenden zur Pflegefach- 
frau/Pflegefachmann seit dem Jahr 2020. In der folg enden Tabelle werden die unterschiedli- 
chen Ausbildungsgänge addiert, um eine Entwicklung für Münster abzuleiten.  
 
Tabelle: Auszubildende zur Pflegefachkraft in Münster 
Schulen des Gesundheitswesens 1: 2019  2020  2021  2022  2023  
Krankenpflegeschule 816  485  245  135  ./.  
Kinderkrankenpflegeschule 212  130  70  40  ./.  
Fachseminar für Altenpflege 591  423  220  85  ./.  
Auszubildende nach dem Pflegeberu- 
fegesetz 2: 
     
Pflegefachfrau/Pflegefachmann - 573  1086  1500  1497  
Gesamt 1.619  1.611  1.621  1.760  1.497  
Quellen:  
1) Information und Technik NRW, „Schulen, Klassen, Auszubildende und neu belegte Ausbildungsplätze nach Typ 
an Schulen des Gesundheitswesens“, Stichtag: 15.10. 
2) Information und Technik NRW, Statistik nach der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung, „A uszu- 
bildende nach dem Pflegeberufe-Gesetz in Münster nach Geschlecht“, Stichtag: 31.12. 
Insbesondere vor dem Hintergrund des neuen Personalbemessungsinstruments in der statio- 
nären Pflege erhöht sich der Bedarf an Pflegefachas sistenten. Im Jahr 2022 ist in Nordrhein-
Westfalen die generalistische Ausbildung zur Pflegefachassistenzkraft eingeführt worden. Für 
diesen Ausbildungsgang ist zudem die sogenannte „Ex ternenprüfung“ möglich, wenn Berufs- 
erfahrung im pflegerischen Bereich vorliegt. Die Prüfung erfolgt bei den Pflegeschulen, die u.a. 
Vorbereitungskurse anbieten. Während im ersten Jahr 110 Personen ausgebildet wurden, wa- 
ren es 2023 nur noch 100 Personen. NRW insgesamt ve rzeichnet einen gegenläufigen Trend 
mit einer Steigerung von rund 30 Prozent.

64 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Tabelle: Auszubildende zur Pflegefachassistenz 
Schule für Pflegefachassistenz 2022  2023  
Münster 110  100  
NRW 2.155  2.805  
Quellen:  
1) Information und Technik NRW, „Schulen, Klassen, Auszubildende und neu belegte Ausbildungsplätze nach Typ 
an Schulen des Gesundheitswesens“, Stichtag: 15.10. 
Aktuell wird an einer bundeseinheitlichen Pflegeass istenzausbildung gearbeitet mit dem Ziel 
eines Ausbildungsbeginns zum 01.01.2026.  
Münster bildet mit neun Pflegeschulen im Stadtgebie t, im Vergleich zu anderen Regionen, 
überdurchschnittlich viele Pflegekräfte aus. Ein gr oßes Hemmnis zum weiteren Ausbau der 
Kapazitäten stellen auch hier die fehlenden pädagogisch geeigneten Lehrkräfte nach dem Pfle- 
geberufegesetz (PflBG) dar.  
Unter dem Titel „Starke Pflege - starke Ausbildung“  wurde von dem Verein „Starke Pflege in 
Münster“ ein Konzept entwickelt, welches den Schulen als Element zur Berufsorientierung an- 
geboten wird. Es haben bereits mehrere Informationsveranstaltungen in Form einer „Doppel- 
stunde Pflege“ in Haupt-, Real- und Gesamtschulen s owie in Gymnasien und Berufskollegs 
stattgefunden. Die Schülerinnen und Schüler werden über das Arbeitsfeld „Pflege“ sowie über 
die Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten informiert. Außerdem werden z.B. Simulations- 
brillen oder ein Tremor-Simulator eingesetzt, um Ei nschränkungen erlebbar zu machen. Die 
Stunde wird durch die Anbieter an die jeweilige Zie lgruppe individuell angepasst. Neben An- 
geboten für einzelne Klassen wurde auch schon ein S tationslauf zum Berufsfeld Pflege für ei- 
nen gesamten Jahrgang organisiert.  
Die Akteure betonen, dass der Zusammenschluss innerhalb der Altenpflege dieses Projekt erst 
möglich gemacht hat. Es ginge nicht darum, dass ein zelne Träger Auszubildende gewinnen, 
sondern darum, die Pflege als mögliches Berufsfeld insgesamt zu bewerben. 
Darüber hinaus werden Praktikumsplätze zum Beispiel im Rahmen der Betriebsrallye der „Stif- 
tung Bürger für Münster“ oder des Girls-/Boysday angeboten. Insbesondere Praktika und Bun- 
desfreiwilligendienste geben die Möglichkeit, das B erufsfeld zu präsentieren und Menschen 
dafür zu begeistern. Der Erfolg von guten Praktikumskonzepten ist spürbar, da von den Erfah- 
rungen in den eigenen Kreisen berichtet und Empfehlungen auf die nachrückenden Jahrgänge 
weitergegeben werden. 
7 Bedarfsfeststellung für die vollstationäre Dauerpflege 2024-2027 
In diesem Kapitel soll die Frage beantwortet werden, ob das bestehende Angebot an vollsta- 
tionären Pflegeeinrichtungen den örtlichen Bedarf abdeckt bzw. ob und in welcher Höhe zu- 
sätzliche Kapazitäten erforderlich sind. 
 
 Auslastung der Angebote mit umfassender Pflege in Münster 
Personen, die eine stationäre Pflegeeinrichtung suc hen, schildern nach wie vor, dass es sehr 
schwierig ist, einen geeigneten Platz zu finden. Vi ele Einrichtungen führen Wartelisten und 
kontaktieren die Interessentinnen und Interessenten, sobald freie Kapazitäten zur Verfügung

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 65 
 
stehen. Ein Verbleib in dem vertrauten Quartier ode r eine Unterbringung in der Wunschein- 
richtung ist in dieser Situation nur möglich, wenn Wartezeiten durch andere Versorgungsfor- 
men überbrückt werden können. Träger, Beratungsstellen und auch pflegende An- und Zuge- 
hörige machen auf Grundlage ihrer Erfahrungen gegen über der kommunalen Pflegeplanung 
deutlich, dass sie einen zusätzlichen Bedarf an weiteren Plätzen mit umfassender Versorgung 
sehen.  
Durch die Stadt Münster wird seit dem Jahr 2011 regelmäßig die Auslastung der vollstationä- 
ren Pflegeeinrichtungen abgefragt. Diese Daten waren in der Vergangenheit ein Anhaltspunkt 
dafür, inwieweit das bestehende Platzangebot vollum fänglich genutzt wurde oder ob ggf. 
Überkapazitäten bestanden. Die aktuellen Rückmeldun gen bestätigen jedoch, dass freie Ka- 
pazitäten in der Regel nicht (mehr) mit fehlender Nachfrage zu begründen sind. 
 
Tabelle: Auslastung der vollstationären Pflegeeinrichtungen in Prozent  
zum  1.1. 1.4. 1.7. 1.10.  
2011 93,9 97,0 97,3 95,6 96,0 
2012 93,6 96,3 96,8 96,7 95,9 
2013 96,0 96,0 93,7 95,5 95,3 
2014 96,7 95,7 96,5 95,8 96,2 
2015 96,7 96,2 96,4 96,5 96,5 
2016 96,5 96,0 96,8 96,5 96,5 
2017 95,8 95,9 96,1 95,8 95,9 
2018 95,7 96,3 95,2 96,0 95,8 
2019 94,5 96,5 96,0 96,1 95,8 
2020 ./.* ./.* ./.* ./.* ./.* 
2021 ./.* ./.* 96,4 96,2 96,3 
2022 95,7 95,3 95,6 95,7 95,6 
2023 93,5 95,0 95,5 94,9 94,7 
2024 93,5 93,7 ./. ./. 93,6 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung, eigene Erhebung 
*Die Datenerhebung wurde aufgrund der Corona-Pandemie für diesen Zeitraum ausgesetzt. 
Mit einer Auslastung von durchschnittlich 94,7 Proz ent für das Jahr 2023 ist die Auslastung 
seit 2021 weiter rückläufig. Bei der Betrachtung der durchschnittlichen Auslastung der einzel- 
nen Einrichtungen der letzten Abfrage wird erkennbar, dass 18 der 32 Einrichtungen mit min- 
destens 98 Prozent voll ausgelastet waren und weite re vier  Einrichtungen mit 97 Prozent na- 
hezu ausgelastet waren. Zwei Einrichtungen haben in dem abgefragten Zeitraum Baumaßnah- 
men durchgeführt, die zu einer verminderten Belegun g geführt haben. Insgesamt neun  Ein- 
richtungen gaben an, dass sie aufgrund des Fachkräf temangels innerhalb der letzten sechs 
Monate Plätze nicht belegen konnten. Hier sind die Auswirkungen des Fachkräftemangels be- 
reits deutlich erkennbar. Zum Stichtag 01.04.2024 w aren in diesen Einrichtungen insgesamt 
97 Plätze frei. Das sind rund 4 Prozent der Gesamtplätze in Münster, die aufgrund von Perso- 
nalmangel nicht belegt werden konnten.

66 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Die Belegung der ambulanten Pflege-Wohngemeinschaft en wird seit Mitte 2021 abgefragt 
und fließt in die Bewertung des Bedarfs an Angeboten der umfassenden Versorgung mit ein. 
Tabelle:  Auslastung der Pflege-Wohngemeinschaften in Prozent 
zum  1.1. 1.4. 1.7. 1.10.  
2021 ./.* ./.* 88,3 88,3 88,3 
2022 90,7 90,0 92,8 88,3 90,5 
2023 89,6 92,5 91,5 92,9 91,6 
2024 93,9 94,9 ./. ./. 94,4 
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung, eigene Erhebung 
*Die Datenerhebung wurde aufgrund der Corona-Pandemie für diesen Zeitraum ausgesetzt. 
Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 91,6 Pr ozent im Jahr 2023 und einer bisherigen 
Auslastung im Jahr 2024 von 94,4 Prozent steigt die Auslastung der Pflege-Wohngemeinschaf- 
ten weiter an. Bei der Betrachtung der einzelnen Pf lege-Wohngemeinschaften ist erkennbar, 
dass insgesamt 18 von 30 Angeboten voll ausgelastet  waren (maximal ein freier Platz zum 
Stichtag). Das Angebot der Diakonie an der Schulstr aße wird aufgrund der angekündigten 
Schließung im November nicht neu belegt, so dass hi er die Auslastung bereits rückläufig ist. 
Zwei ambulante Pflege-Wohngemeinschaften begründen die niedrigere Auslastung mit Per- 
sonalmangel. Zum Stichtag 01.04.2024 waren dort insgesamt 4 Plätze frei. 
Die Auslastungsabfrage sowohl der stationären Einri chtungen als auch der Pflege-Wohnge- 
meinschaften macht deutlich, dass viele der bestehe nden Angebote in der Regel ausgelastet 
sind. Die Anzahl der Träger mit geringerer Auslastung, welche angaben, dass Plätze durch Um- 
baumaßnahmen und Personalmangel dem Markt für eine bestimmte Zeit nicht zur Verfügung 
standen, ist im Vergleich zum letzten Jahr nahezu gleichgeblieben.  
Auch wenn die freien Kapazitäten in stationären Einrichtungen und Pflege-Wohngemeinschaf- 
ten nicht auf den Mangel an potenziellen Bewohnerinnen und Bewohnern zurückzuführen ist, 
bleibt dennoch festzustellen, dass die freien Zimme r perspektivisch, nach Beendigung von 
Baumaßnahmen oder Einstellung der fehlenden Arbeitskräfte, wieder zur Verfügung stehen.   
Es lässt sich jedoch festhalten, dass die Auslastungsabfrage nur noch sehr eingeschränkt als 
Indikator für den Bedarf an Pflegeplätzen herangezogen werden kann, die Aussagekraft des 
Indikators ist aufgrund des Fachkräftemangels deutlich gesunken. 
 Vorausberechnung der zukünftigen Inanspruchnahme von Pflegeleistungen 
IT.NRW hat im Juni 2023 eine neue Modellrechnung zu r Entwicklung der Pflegebedürftigkeit 
in NRW, eine Statistik zur Einschätzung der zukünftigen Nachfrageentwicklung, zur Verfügung 
gestellt. Die Berechnung beruht auf Daten aus der P flegestatistik 2019 und 2021 und der Be- 
völkerungsvorausberechnung für NRW 2021 bis 2050/2070. 
Die Modellrechnung bezieht sich auf die verschiedenen Arten der Pflegeleistungen nach Alter, 
Geschlecht und Pflegegrad. Es erfolgt eine konstant e Hochrechnung bis 2050 in den Kreisen 
und kreisfreien Städten. Für die ambulante sowie st ationäre Pflege wurde die durchschnittli- 
che Pflegequote von 2019 und 2021 verwendet. Für die Berechnung der Pflegegeldleistungen 
wurde ausschließlich die Pflegequote aus 2021 genut zt, um den Einführungseffekten des

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 67 
 
neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs entgegenzuwirken. Das Ergebnis stellt keine fest zu erwar- 
tende Entwicklung dar. Es wird eine „Wenn-dann-Aussagen“ getroffen, die eine Orientierung 
für die Kommunen darstellt. 
In Münster steigt nach der Pflegemodellrechnung die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen 
bis 2050 überdurchschnittlich stark an mit 48,8 Prozent (NRW: 30,4 Prozent). Neben Münster, 
haben auch die Münsterlandkreise Kreis Steinfurt, Kreis Borken und Kreis Coesfeld einen sehr 
hohen Anstieg an pflegebedürftigen Personen zu erwa rten. In der nachfolgenden Grafik ist 
der prozentuale Anstieg in NRW, Münster und den Nachbarkreisen in den einzelnen Leistungs- 
arten dargestellt.  
Quelle: IT.NRW 2023: Pflegemodellrechnung NRW 2021-2050 
  
0
20 
40 
60 
80 
100 
NRW Münster Steinfurt Coesfeld Warendorf Borken 
Prozentuale Veränderung der Inanspruchnahe von Pflegeleistungen im 
Vergleich (2050 gegenüber 2021) 
Ambulante Pflege Stationäre Pflege Pflegegeld

68 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Pflegemodellrechnung von IT.NRW  
Die nachfolgende Grafik stellt die Entwicklung der stationären Pflege laut der Modellrechnung 
von IT.NRW in Münster bis zum Jahr 2050 dar: 
Quelle: IT.NRW 2023: Pflegemodellrechnung NRW 2021-2050 
Die konstante Hochrechnung berücksichtigt nur die d emographische Entwicklung der Bevöl- 
kerung. Die Weiterentwicklung und Veränderung von Angeboten, Auswirkungen durch Ände- 
rungen der gesetzlichen Regelungen sowie Annahmen z ur Personalentwicklung werden hier 
nicht berücksichtigt. Langfristige Prognosen sind a us diesem Grund nur bedingt aussagekräf- 
tig. 
Für die Bedarfsfeststellung werden die kommenden dr ei Jahre in den Blick genommen. Die 
Modellrechnung kommt in den Jahren 2024-2025 zu einem Bedarf in Höhe von 2.700 und im 
Jahr 2026-2027 in Höhe von 2.800 Plätzen in der sta tionären Pflege 
1. Dem gegenüber steht 
ein aktuelles Angebot an 2.619 Plätzen in stationären Einrichtungen. 
Vorausberechnung der Pflegeplanung  
Seit dem Jahr 2020 wird für die Ermittlung des Bedarfs an stationären Dauerpflegeplätzen zu- 
sätzlich eine eigene Berechnung auf der Grundlage der Daten der Pflegestatistik (IT.NRW) und 
der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Mü nster durchgeführt, die die Bevölke- 
rungsentwicklung erfahrungsgemäß genauer abbildet. Dabei wird ebenfalls eine konstante 
Entwicklung unterstellt, indem die Inanspruchnahme der Pflegeleistungen auf dem Niveau des 
Referenzjahres verbleibt (Status-Quo-Berechnung).  
Seit dem Pflegebedarfsplan 2023-2026 werden hierbei auch die Pflege-Wohngemeinschaften 
berücksichtigt. Dazu werden die Belegungsdaten der Pflege-Wohngemeinschaften zum Stich- 
tag 31.12. durch das Sozialamt abgefragt und zu Gru nde gelegt. Eine Berechnung der Pflege- 
quoten nach Alter und Geschlecht erfolgt analog zum Vorgehen bei der Inanspruchnahme der 
stationären Pflege. Ausgangspunkt für die Hochrechnung ist also die Anzahl der Personen, die 
                                                      
1 Die Daten werden jeweils auf Hunderter auf- bzw. abgerundet.    
0
1000 
2000 
3000 
4000 
5000 
2025 2030 2035 2040 2045 2050 
Entwicklung der Inanspruchnahme von stationärer Pflege

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 69 
 
tatsächlich Angebote mit umfassender Pflege in Ansp ruch nehmen. Wie bereits oben be- 
schrieben, können aber bereits heute nicht alle Per sonen mit einem entsprechenden Bedarf 
stationär bzw. in Pflege-Wohngemeinschaften versorg t werden, sodass sich hierdurch eine 
Unterschätzung des zu erwartenden Bedarfes ergibt. 
Die Pflegequoten reichen im Bereich der ambulanten Pflege-Wohngemeinschaften von 0,02 
bei den Personen unter 60 Jahren bis hin zu 2,09 Prozent bei den über 90-jährigen Frauen. Im 
stationären Bereich ist die Pflegequote - und damit  die Inanspruchnahme des Angebotes - 
deutlich höher. Es leben 28,29 Prozent der Frauen ü ber 90 Jahre in einer stationären Pflege- 
einrichtung. 
Tabelle : Prozentualer  Anteil (Pflegequoten) der Pflegebedürftigen in ambulanten Pflege-
Wohngemeinschaften und in der stationären Dauerpflege nach Alter und Geschlecht* 
Alter  Pflegequote  
ambulante Pflege-WGs 
Pflegequote stationäre Dauer- 
pflege 
Männlich  Weiblich  Männlich  Weiblich  
unter 60 Jahre 0,02%  0,02%  0,04%  0,03%  
60 - 69 Jahre 0,07%  0,07%  0,60%  0,42%  
70 - 79 Jahre 0,20%  0,33%  1,65%  2,18%  
80 - 89 Jahre 0,25%  0,89%  4,87%  8,08%  
90 Jahre und älter 1,22%  2,09%  13,45%  28,29%  
Gesamt 0,05%  0,13%  0,48%  1,12%  
Quelle: Pflegestatistik IT.NRW; Bevölkerungsdaten der Stadt Münster; eigene Erhebung und Berechnung 
*Personen mit Geschlechtsangabe „divers“ o. „ohne Angabe“ sind zufällig auf männlich oder weiblich verteilt. 
 
Die Pflegequoten wurden auf der Grundlage der klein räumigen Bevölkerungsprognose der 
Stadt Münster 2022-2033 bis zum Jahr 2027 hochgerec hnet (siehe nachfolgende Tabelle). 
Während die Anzahl der pflegebedürftigen Personen unter 60 Jahren mit Bedarf an umfassen- 
der Pflege stabil bleiben wird, zeichnet sich bei den über 90-Jährigen der größte Zuwachs mit 
insgesamt 117 Personen ab. 
Tabelle: Vorausberechnung der Pflegebedürftigen in ambulanten Pflege-WGs und stationären 
Einrichtungen nach Altersgruppen (Status-Quo-Modell) 
Alter  Pflegebedürftige in Pflege -WGs  Pflegebedürftige in stationären Ein- 
richtungen 
2024  2025  2026  2027  2024  2025  2026  2027  
unter 60 Jahre  42  42  42  42  76  76  75  75  
60 - 69 Jahre  27  27  28  28  191  195  199  202  
70 - 79 Jahre  61  65  67  69  441  464  481  498  
80 - 89 Jahre  103  99  95  93  1.104  1.054  1.022  995  
90 Jahre und älter  62  66  70  74  817  862  916  966  
Gesamt  296  298  302  306  2.629  2.651  2.694  2.736  
Quelle: Pflegestatistik IT.NRW; Bevölkerungsdaten: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölke- 
rungsprognose der Stadt 2022-2033; eigene Berechnung

70 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Im Ergebnis dieser Status-Quo-Berechnung benötigen 3.042 Pflegebedürftige im Jahr 2027 ein 
Angebot mit umfassender Versorgungssicherheit, d.h. einen Platz in einer stationären Einrich- 
tung oder einer ambulanten Pflege-Wohngemeinschaft.  
Im nächsten Schritt wird die Zahl der demnach insgesamt erforderlichen Pflegeplätze der Zahl 
der zur Verfügung stehenden Pflegeplätze mit umfass ender Versorgung gegenübergestellt. 
Das sind 2.619 vollstationäre Dauerpflegeplätze und  295 Plätze in ambulanten Pflege-Wohn- 
gemeinschaften. Es wird dabei davon ausgegangen, dass das eine Vollauslastung bei den sta- 
tionären Einrichtungen mit einer durchschnittlichen  Belegung von 98 Prozent erreicht wird. 
Aufgrund der niedrigeren Platzzahl wird bei den Pflege-Wohngemeinschaften bereits bei einer 
durchschnittlichen Belegung von 90 Prozent von einer Vollauslastung ausgegangen. 
Tabelle: Bedarfsermittlung für Angebote mit umfassender Versorgungssicherheit (Status-
Quo-Modell) unter Berücksichtigung des Bestands 
Jahr  Prognose  
Pflegebedürftige 
mit umfassendem 
Versorgungsbe- 
darf 
Bestand statio- 
näre Pflege (Aus- 
lastung 98%) 
Bestand Pflege -
Wohngemein- 
schaften (Auslas- 
tung 90%) 
Bedarf an 
umfassen- 
der Pflege  
2024  2925  2567  266  92  
2025  2949  2567  266  116  
2026  2996  2567  266  163  
2027  3042  2567  266  209  
Quelle: eigene Berechnung 
Auf Grundlage dieser Berechnung ergibt sich bis 202 7 ein Bedarf an 209 zusätzlichen Plätzen 
mit umfassender Pflege in ambulant betreuten Pflege-Wohngemeinschaften und/oder zusätz- 
lichen stationären Pflegeeinrichtungen. 
 Bewertung 
Der Bedarf an Angeboten der umfassenden Versorgung steigt stetig an. Die Gründe liegen im 
Wesentlichen im demographischen Wandel. Gleichzeiti g verändern sich die Landschaft rund 
um die vorpflegerischen und pflegerischen Angeboten , die leistungsrechtlichen Rahmenbe- 
dingungen sowie die Vorstellungen der Menschen, wie  eine Unterstützung bei Pflegebedarf 
aussehen soll. Ziel ist es, dass alle Münsteranerinnen und Münsteraner bei Pflegebedarf eine 
passende Unterstützung erhalten.  
Bis zum Jahr 2027 werden 209 zusätzliche Plätze mit  umfassender Versorgungssicherheit be- 
nötigt. Gestützt wird das Ergebnis durch die Pflege modellberechnung von IT.NRW und die 
Aussagen der Träger von stationären Einrichtungen und Beratungsstellen.  
Es ist davon auszugehen, dass 60 Plätze des festges tellten Bedarfs durch neue Angebote ge- 
deckt werden können. Wie in Kapitel 5.1.1. beschrie ben, sollen vier stationäre Einrichtungen 
um insgesamt 29 Plätze erweitert werden. Außerdem b efinden sich, siehe Kapitel 5.1.2, 49 
Plätze in ambulanten Pflege-Wohngemeinschaften in d er Umsetzung. Gleichzeitig wurde je- 
doch bereits eine Schließung der Pflege-Wohngemeins chaften in der Schulstraße mit insge- 
samt 18 Plätzen für November 2024 angekündigt.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 71 
 
Darüber hinaus ist bekannt, dass mehrere Träger grundsätzlich Interesse an einem Ausbau des 
Angebotes haben. Die Umsetzung wird jedoch seit ein iger Zeit durch den angespannten Im- 
mobilien- und Grundstücksmarkt sowie die schwierige n Bedingungen in der Baubranche ge- 
bremst. Dennoch erscheint es realistisch die Annahme zu treffen, dass bis zum Jahr 2027 min- 
destens zwei weitere Pflege-Wohngemeinschaften mit insgesamt 24 Plätzen realisiert werden 
können, für die aktuell noch keine konkreten Planungen vorliegen. 
Legt man diese Annahme zugrunde, könnten insgesamt 84 Plätze des festgestellten Bedarfs 
durch aktuelle Planungen im ambulanten und stationären Bereich gedeckt werden. In der sta- 
tionären Pflege verbleibt dadurch ein zusätzlicher Bedarf in Höhe von 125 Plätzen.  
Vorschlag der Verwaltung: 
Ziel der Einführung der verbindlichen Pflegeplanung  im Jahr 2015 war die Abkehr von einem 
weiteren Ausbau großer Einrichtungen und die Hinwen dung zu quartiersbezogenen Wohn- 
und Pflegeangeboten. Dieses Instrument konnte in Ze iten der Bedarfsdeckung seinen Zweck 
erfüllen, da hiermit der Ausbau neuer stationärer E inrichtungen verhindert werden konnte. 
Es besteht nun jedoch auf absehbare Zeit ein Bedarf  an zusätzlichen stationären Plätzen, so 
dass Anfang des Jahres 2024 erstmalig die gesetzlich geforderte Bedarfsausschreibung erfolgt 
ist. Im Ergebnis sind nicht einmal für ein Drittel der ausgeschriebenen Plätze Interessensbe- 
kundungen eingegangen. Eine kommunale Steuerung dur ch eine kriteriengeleitete Auswahl 
zwischen verschiedenen Angeboten war damit nicht ge geben und ist auch für künftige Aus- 
schreibungsverfahren eher nicht zu erwarten. Bereit s mit der Einführung des APG NRW im 
Jahr 2014 haben sich die Refinanzierungsbedingungen für den Neubau stationärer Einrichtun- 
gen deutlich verschlechtert; zwischenzeitlich wird die Neuerrichtung von Einrichtungen insbe- 
sondere auch durch den massiven und weiter zunehmenden Fachkräftemangel begrenzt.  
 
Die verbindliche Bedarfsplanung erschwert den erfor derlichen Ausbau zusätzlicher stationä- 
rer Plätze unnötig und verursacht einen hohen bürokratischen Aufwand. Neben der jährlichen 
Erstellung und Beratung des Pflegebedarfsplans ist hier insbesondere die Durchführung des 
Ausschreibungsverfahrens zu nennen, welches vorauss ichtlich ebenfalls jährlich erforderlich 
wird.  
 
Die Stadt Münster bekennt sich weiterhin zu ihrer Verantwortung im Rahmen der Daseinsvor- 
sorge und dem Ziel, eine koordinierende und steuernde Rolle bei der Planung präventiver und 
pflegerischer Versorgungsstrukturen in den Sozialrä umen zu übernehmen. Daher soll auch 
weiterhin eine regelmäßige Pflegebedarfsplanung durchgeführt und kontinuierlich weiterent- 
wickelt werden, die über das gesetzlich geforderte Mindestmaß einer örtlichen Planung im 2-
Jahres-Rhythmus hinausgeht.  
 
Die Möglichkeit, durch das Instrument der verbindli chen Pflegebedarfsplanung auf die Ent- 
wicklung der Angebotsstruktur Einfluss zu nehmen, b esteht im Falle eines Bedarfs an zusätz- 
lichen Angeboten, wie es in Münster seit dem vergan genen Jahr der Fall ist, allerdings nicht 
mehr. Aus diesem Grund schlägt die Verwaltung vor, die Förderung zusätzlicher stationärer 
Pflegeplätze bis auf Weiteres nicht mehr von einer kommunalen Bedarfsbestätigung abhän- 
gig zu machen und damit die verbindliche Pflegebeda rfsplanung für die stationäre Pflege 
zunächst wieder aufzuheben.

72 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Interessierte Träger könnten damit direkt in ein Ab stimmungsverfahren mit der Verwaltung 
zum Neubau zusätzlicher Plätze eintreten, ohne im V orfeld an einem Ausschreibungsverfah- 
ren teilzunehmen. Grundsätzlich könnte dann jeder T räger, der die rechtlichen Vorgaben er- 
füllt, eine neue Einrichtung errichten. Mit einem u ngesteuerten Bauboom wäre jedoch auf- 
grund der genannten Rahmenbedingungen derzeit nicht zu rechnen. 
 
In enger Abstimmung mit der Konferenz Alter und Pfl ege sowie den politischen Gremien soll 
regelmäßig im Zusammenhang mit der Vorlage der Pfle geberichterstattung geprüft werden, 
ob die o.g. Voraussetzungen weiter vorliegen oder ob die Pflegeplanung erneut durch den Rat 
für verbindlich erklärt werden soll. Darüber hinaus soll ein enger Austausch zwischen der Ver- 
waltung, den Trägern der bestehenden Einrichtungen und den Wohlfahrtsverbänden stattfin- 
den. 
 
Erforderlich wäre eine rechtliche Stärkung der Rolle der Kommunen, die eine tatsächliche Ein- 
flussnahme auf die pflegerische Infrastruktur gewährleistet, wie dies auch der Deutsche Städ- 
tetag in seinem Positionspapier „Zukunftsfeste Vers orgung älterer und pflegebedürftiger 
Menschen in den Städten“, das im Juni 2024 beschlossen wurde, fordert.   
 
Eine Entscheidung des Rates zum Vorschlag der Verwaltung erfolgt mit der Vorlage zum Pfle- 
gebedarfsplan 2024-2027, voraussichtlich am 11.12.2024. 
8 Ausblick 
Münster ist eine vergleichsweise junge Stadt mit ei nem hohen Anteil Studierender. Die Zahl 
älterer und hochaltriger Menschen steigt aber auch hier stetig an. Perspektivisch wird diese 
Entwicklung noch durch die zahlenmäßig starke Gener ation der Babyboomer, die aktuell ins 
Rentenalter kommt, an Dynamik gewinnen. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass zukünftig 
immer mehr Menschen im Alter immer länger gesund un d selbstständig bleiben, wird die In- 
anspruchnahme von Pflegeleistungen dadurch weiter steigen. Die Pflegemodellrechnung von 
IT.NRW kommt zu dem Ergebnis, dass Münster die höch ste Steigerung bei der Zahl der pfle- 
gebedürftigen Personen unter den kreisfreien Städten in NRW verzeichnen wird. Bis zum Jahr 
2050 werde die Zahl der pflegebedürftigen Personen gegenüber dem Jahr 2021 um 48,8 Pro- 
zent ansteigen. In Nordrhein-Westfalen ist insgesam t mit einem Anstieg von 30,4 Prozent zu 
rechnen.  
Gleichzeitig ist bereits bekannt, dass die Ausbildu ng von Nachwuchskräften die altersbeding- 
ten Austritte der Pflegenden nicht mehr lange kompensieren wird. Der DAK-Pflegereport 2024 
sagt erste Kipppunkte ab Ende der 2020er Jahre vora us. Es gibt einen kontinuierlich steigen- 
den Bedarf an Pflege- und Betreuungskräften bei gleichzeitig stagnierenden Personalressour- 
cen. 
 Die professionelle pflegerische Versorgung kommt dadurch zunehmend an ihre Grenzen. 
Bereits heute können nicht mehr alle Bedarfe bedient werden. Es ist davon auszugehen, dass 
gewohnte Versorgungsstandards perspektivisch nicht mehr aufrechterhalten werden können.  
Erschwerend kommen aus Sicht der Träger insbesondere ein extremer wirtschaftlicher Druck 
- bedingt u.a. durch den Verhandlungsstau in den Pflegesatzverhandlungen - sowie ein hoher 
bürokratischer Aufwand hinzu. Die Schaffung zusätzl icher Angebote gestaltet sich auch 
dadurch zunehmend unattraktiv. Darüber hinaus stell en die steigenden Kosten der pflegeri- 
schen Versorgung bei gedeckelten Sachleistungen der Pflegekassen eine Herausforderung für 
Betroffene und Kommunen gleichermaßen dar.

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 73 
 
Es braucht eine breite gesellschaftliche und politi sche Diskussion darüber, wie die erforderli- 
che Pflege und Unterstützung insbesondere bei der steigenden Zahl älterer Menschen zukünf- 
tig noch gewährleistet werden kann. Dies kann nur i m Zusammenwirken unterschiedlicher 
staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure und ein Bündel an präventiven Maßnahmen ge- 
lingen. 
Auch wenn die wesentlichen Rahmenbedingungen für di e pflegerische Versorgung auf Lan- 
des- und Bundesebene gestaltet werden, können und m üssen auf kommunaler Ebene insbe- 
sondere im Bereich der Prävention, Beratung und Qua rtiersentwicklung weiterhin Anstren- 
gungen unternommen werden: 
Effizienter Einsatz von pflegerischen Ressourcen 
Der Ausbau der pflegerischen Infrastruktur beginnt zu stagnieren. Es ist davon auszugehen, 
dass der Fachkräftemangel und die steigenden Kosten  den Ausbau von Angeboten auch per- 
spektivisch weiter begrenzen wird. Aus diesem Grund  ist es notwendig zu prüfen, wie ein ef- 
fizienter Einsatz der begrenzten personellen Ressourcen erfolgen kann.  
Hier sind die Träger der Altenpflege bereits aktiv und entwickeln im Rahmen des neuen Per- 
sonalbemessungsverfahrens in der stationären Pflege  neue Organisationsstrukturen, bei de- 
nen sich die Übernahme von Aufgaben noch stärker an den jeweiligen Kompetenzniveaus und 
Qualifikationen der Beschäftigten orientiert.  
Auch die Entwicklung des digitalen „Marktplatzes am bulante Pflege Münster“ soll zu einer 
Verbesserung beitragen, indem die ambulanten Pflege dienste die Möglichkeit erhalten, ver- 
schiedene Bedarfsmeldungen auf einen Blick zu sehen  und passgenau auszuwählen. Durch 
den neuen Zugang sollen außerdem telefonische Anfra gen reduziert werden, die aktuell viel 
Personal binden. 
Ein effizienter Einsatz von pflegerischen Ressourcen beinhaltet ebenso, dass sie nur dort ein- 
gesetzt werden, wo diese tatsächlich benötigt werde n, ganz nach dem Prinzip „so viel wie 
nötig, so wenig wie möglich“. Die Einbeziehung von zusätzlichen Akteuren in dem Sozialraum 
kann dies unterstützen. Es ist ein Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung notwendig, 
hin zu einer „sorgenden Gemeinschaft“, in der informelle und familiäre Netzwerke gemeinsam 
mit professionellen Anbietern Strukturen schaffen, die pflegebedürftige Personen unterstüt- 
zen. 
Beratungsangebote 
Beratungsangebote haben das Ziel, die Situation von pflegebedürftigen Personen und ihre An- 
und Zugehörigen zielorientiert zu verbessern. In einem individuellen Gespräch wird der Hilfe- 
und Unterstützungsbedarf ermittelt und nach Möglichkeiten gesucht, das häusliche Pflegesys- 
tem zu unterstützen. Verschiedene pflegerische Ange bote, aber auch niedrigschwellige Un- 
terstützung durch Entlastungsangebote und Nachbarsc haftshilfe können thematisiert wer- 
den. 
Mit dem „Infobüro Pflege“ bietet die Kommune eine t rägerneutrale Anlaufstelle an. Sie stellt 
Informationsmaterial zu bestehenden Angeboten zur Verfügung, übernimmt jedoch vorrangig 
auch eine fachliche Beratung der betroffenen Person en mit dem Ziel, diese bei dem Aufbau 
von Pflege- und Unterstützungsnetzwerken zu unterstützen.

74 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Daneben gibt es weitere Fachberatungen zum Thema Pflege oder zu konkreten Krankheitsbil- 
dern durch die Pflegekassen, die Wohlfahrtsverbände, Vereine, das Regionalbüro Alter, Pflege 
und Demenz aber auch durch ambulante Pflegedienste. Die „Sozialarbeit im Stadtteil“ ergänzt 
das Angebot durch einen niedrigschwelligen Zugang in Wohnortnähe. Sie übernimmt eine Art 
Lotsenfunktion und hilft Ratsuchenden weiter, die zum Teil noch gar nicht sicher sind, an wen 
sie sich mit ihrem Anliegen wenden müssen bzw. welche Hilfe sie überhaupt benötigen. Dem- 
zufolge gibt es ein breites Beratungsangebot mit un terschiedlichen Schwerpunkten und 
Rechtsgrundlagen. Die kommunale Herausforderung bes teht darin, einen Überblick über die 
verschiedensten Angebote mit unterschiedlichen Aufg abenschwerpunkte zu erhalten, diese 
zu vernetzen und für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen.  
In Beratungsgesprächen spielt neben dem Wunsch pfle gebedürftiger Personen auch die not- 
wendige Entlastung von pflegenden An- und Zugehörigen eine Rolle. Hier können Möglichkei- 
ten der stundenweisen Betreuung sowie der Austausch mit anderen betroffenen Personen in 
einer Selbsthilfegruppe aufgezeigt werden. Diese Zi elgruppe gilt es perspektivisch zu stärken 
und neue Möglichkeiten der Unterstützung für sie zu finden. 
Unabdingbar für eine Beratungsannahme ist, dass die Beratungsstellen bekannt sind und von 
den betreffenden Personen auch genutzt werden. Die präventiven Hausbesuche, welche von 
der Kommune koordiniert und in Zusammenarbeit mit d er „Sozialarbeit im Stadtteil“ durch- 
geführt werden, bieten eine sehr gute Möglichkeit, um frühzeitig auf Unterstützungsmöglich- 
keiten aufmerksam zu machen. Neben Informationen zu  ersten Unterstützungsleistungen ist 
es auch möglich, Informationen zur sozialen Teilhab e über Themen wie Begegnung, soziale 
Kontakte oder ehrenamtliches Engagement zu erhalten.  
Eintritt von Pflegebedürftigkeit hinauszögern und informelle Netzwerke stärken 
Um die Belastung der betroffenen Personen, deren An- und Zugehörigen sowie der Angebots- 
strukturen in der Pflege insgesamt zu reduzieren und die Versorgungssicherheit gewährleisten 
zu können, sind Strategien gefragt, um Pflegebedürf tigkeit zu vermeiden, hinauszuzögern 
bzw. zu reduzieren. Dafür eignen sich insbesondere präventive Maßnahmen. 
Auf der Organisationsebene befassen sich insbesonde re das Gesundheitsamt und das Sozial- 
amt mit diesem Handlungsfeld. Das Gesundheitsamt zi elt mit dem Kooperationsprojekt „Ge- 
sundheit in der nachhaltigen Stadt“ von Stadt (Gesundheitsamt; Wissenschaftsbüro bei Müns- 
ter Marketing) und Universität Münster darauf ab, s trukturelle Gesundheitsförderung in der 
Stadtentwicklung zu verankern und gesundheitliche C hancengleichheit zu fördern. Hierbei 
stehen vulnerable Personengruppen im Fokus. Darüber  hinaus wurde der Hitzeaktionsplan 
erarbeitet. Ältere Menschen werden als eine von dre i vulnerablen Personengruppen beson- 
ders in den Blick genommen. Im Sinne eines fortlauf enden Prozesses werden künftig weitere 
Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Des Weiteren un terstützt das Gesundheitsamt klei- 
nere Projekte, Maßnahmen und Aktionstage wie der jä hrliche Aktionstag „Gesund & aktiv – 
älter werden in Münster“.  
Im Sozialamt werden präventive Maßnahmen vor allem durch die Altenhilfeplanung und die 
altengerechte, inklusive Quartiersentwicklung unterstützt. In diesem Feld kooperiert die Stadt 
ebenfalls mit verschiedenen freien Trägern, um viel fältige Angebote in Wohnortnähe vorzu- 
halten, die zu einem gesunden Altern beitragen. So fungieren beispielsweise Seniorenbegeg-

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 75 
 
nungsstätten und Quartierstreffs als Orte der Begeg nung. Hier können ältere Menschen ge- 
meinsam mit anderen ihre Freizeit gestalten und mit  ihrer Nachbarschaft ins Gespräch kom- 
men. Daraus können informelle Netzwerke entstehen, die zum einen Unterstützung bei ersten 
Einschränkungen in der alltäglichen Lebensführung leisten und zum anderen Einsamkeit redu- 
zieren können. Sport- und Bildungsangebote helfen, körperlich und mental fit zu bleiben. Zu- 
dem bestehen in den Treffs Möglichkeiten, sich ehre namtlich für andere ältere Menschen zu 
engagieren, was ebenfalls entlastende Auswirkungen auf das System haben kann. 
Über diese Angebote hinaus besteht die Möglichkeit,  auch ohne eigenen Unterstützungsbe- 
darf, in Kontakt mit engagierten Netzwerken und Ans prechpersonen im eigenen Viertel zu 
kommen. Falls dann zu einem späteren Zeitpunkt Unte rstützungsbedarfe auftreten, können 
die Quartiersbewohnerinnen und -bewohner auf eine g ewachsene Vertrauensbeziehung zu- 
rückgreifen und haben eine Anlaufstelle. 
Grundsätzlich ist es anzustreben, die Projekte der altengerechten, inklusiven Quartiersent- 
wicklung, die Begegnungsstätten, die Beratung der Sozialarbeit im Stadtteil sowie die präven- 
tiven Hausbesuche als bewährte Angebotsstrukturen z u sichern und sukzessive auszubauen, 
um im Dreiklang von Pflegeplanung, Altenhilfeplanun g und altengerechter, inklusiver Quar- 
tiersentwicklung den Herausforderungen einer älter werdenden Bevölkerung in den nächsten 
Jahren gerecht zu werden. 
Die familiäre Pflege wird aufgrund niedrigerer Gebu rtenraten und höherer Mobilität weiter 
zurückgehen, so dass Netzwerke durch Freunde und Na chbarschaften oder organisierte Ge- 
nossenschaften an Bedeutung gewinnen. Das so genann te Mikro-Engagement (alltäglich, ge- 
meinwohlorientiert, sozialraumnah, ohne institutionelle Bindung) findet an vielen Stellen be- 
reits statt, ist jedoch nicht für jeden zugänglich. Innovative Lösungen für verlässliche Struktu- 
ren werden notwendig, die eine Zusammenarbeit der p rofessionellen, ehrenamtlichen und 
informellen Pflege ermöglichen. 
Eine weitere Möglichkeit bietet der Arbeitsmarkt fü r Rentnerinnen und Rentner. Es gibt Per- 
sonen, die auch während des Rentenbezug weiter beruflich aktiv bleiben möchten oder einen 
Hinzuverdienst zur Rente benötigen. Der Markt wächst und bietet neue Möglichkeiten für Un- 
ternehmen, auch für Träger der Altenpflege. 
Die Notwendigkeit von externer Unterstützung kann a uch durch geeigneten Wohnraum ver- 
zögert werden. Der Ausbau an barrierefreien Wohnungen sowie der Umbau von Bestandsge- 
bäuden ist wichtig, um die ambulante pflegerische V ersorgung und damit einen Verbleib in 
der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Denkbar si nd auch Angebote wie Mehrgeneratio- 
nenhäuser oder genossenschaftliches Wohnen, in denen das Zusammenleben und die gegen- 
seitige Unterstützung in Gemeinschaft organisiert wird.

76 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Anhang 
1 Beratung des Kommunalen Pflegebedarfsplans 2024-202 7 in der 74. Sit- 
zung der Konferenz Alter und Pflege am 26.09.2024 
Die Niederschrift der Konferenz Alter und Pflege is t online zu finden im Ratsinformationssys- 
tem der Stadt Münster ( https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/session- 
netbi/si0057.php?__ksinr=13771 ). 
Hier ein Auszug aus der Niederschrift: 
Punkt 7 der Tagesordnung 
 
Pflegebedarfsplans 2024-2027 
 
Frau Arnkens-Homann schlug vor, die Tagesordnungspunkte 7.1 und 7.2 zu tauschen und da- 
mit den Bericht zum Pflegebedarfsplan 2024-2027 vorzuziehen und anschließend die zukünf- 
tige Vorgehensweise bei der Bedarfsfeststellung für die vollstationäre Pflege zu diskutieren. 
Die Mitglieder der Konferenz stimmten dem Vorgehen zu. 
 
Die Beratung zu TOP 7.1 und 7.2. wird als Anlage 1 in den Pflegebedarfsplan 2024-2027 auf- 
genommen, um die Einschätzungen und Forderungen der Konferenz transparent zu machen. 
 
 
Punkt 7.1 der Tagesordnung 
 
Vorstellung und Beratung der wesentlichen Inhalte 
 
Frau Stritzke stellte wesentliche Inhalte des Pflegebedarfsplan 2024-2027 vor ( Anlage 9). 
 
Einzelne Änderungsvorschläge wurden entgegengenommen und Nachfragen beantwortet. 
 
Herr Ratzki wies darauf hin, dass besonders im Bereich der informellen Netzwerke Angebote 
zur Stärkung der Gesundheitskompetenz sinnvoll wären. 
 
 
Punkt 7.2 der Tagesordnung 
 
Beratung zur zukünftigen Vorgehensweise bei der Be-
darfsfeststellung für die vollstationäre Pflege (Kapitel 
7) 
 
Frau Schulte-Siebeck erläuterte den Vorschlag der Verwaltung, die Förderung zusätzlicher 
stationärer Pflegeplätze bis auf Weiteres nicht mehr von einer kommunalen Bedarfsbestäti- 
gung abhängig zu machen und somit die verbindliche Pflegebedarfsplanung für die statio- 
näre Pflege zunächst wieder aufzuheben. Sie erläuterte insbesondere, dass die mit der Ein- 
führung der verbindlichen Bedarfsplanung beabsichtigte Steuerungswirkung, angesichts des 
absehbar bestehenden Bedarfs an zusätzlichen stationären Plätzen bei gleichzeitig – auf- 
grund schwieriger Rahmenbedingungen – fehlendem Interesse der Trägerlandschaft an der 
Schaffung neuer Einrichtungen, nicht mehr gegeben sei. Dieser Aspekt wurde intensiv disku- 
tiert. Aus der Konferenz wurde darauf hingewiesen, dass neben dem Fachkräftemangel an

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 77 
 
den hohen Grundstücks- und Baukosten auch die hohen baulichen und bürokratischen Aufla- 
gen zu einer Verzögerung bzw. Verhinderung von Bauprojekten führten. 
 
 
Der Vorschlag der Verwaltung, die verbindliche Pflegebedarfsplanung bis auf Weiteres aus- 
zusetzen, wurde einstimmig angenommen, unter der Voraussetzung, dass folgende Inhalte 
berücksichtigt werden: 
 
 Die Stadt Münster bekennt sich weiterhin zu ihrer Verantwortung im Rahmen der Da- 
seinsvorsorge und dem Ziel, eine koordinierende und steuernde Rolle bei der Planung 
präventiver und pflegerischer Versorgungsstrukturen in den Sozialräumen zu überneh- 
men. Das Positionspapier des Städtetages „Zukunftsfeste Versorgung älterer und pfle- 
gebedürftiger Menschen in den Städten“, das eine St ärkung der Rolle der Kommunen 
in der Pflegeplanung fordert, wird ausdrücklich mitgetragen. 
 Die Pflegebedarfsplanung wird weiterhin regelmäßig durchgeführt und kontinuierlich 
weiterentwickelt. Eine Berichterstattung soll über das gesetzlich geforderte Mindest- 
maß einer „Örtlichen Planung“ im 2-Jahres-Rhythmus hinausgehen. 
 In enger Abstimmung mit der Konferenz Alter und Pfl ege sowie den politischen Gre- 
mien soll regelmäßig im Zusammenhang mit der Vorlag e zur Pflegeberichterstattung 
geprüft werden, ob die Pflegebedarfsplanung wieder für verbindlich erklärt werden 
soll. Diese Fragestellung soll fester Bestandteil des Pflegebedarfsplans werden. 
 
Die Verwaltung sagte zu, die o.g. Punkte in den Pflegebedarfsplan 2024-2027 aufzunehmen. 
 
Der Pflegebedarfsplan 2024-2027 wurde daraufhin einstimmig angenommen.

78 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
2 Sozialräumliche Darstellung der Angebote 
In den nachfolgenden Kapiteln wird auf Stadtbezirks ebene die prognostizierte Bevölkerungs- 
entwicklung bis 2027 sowie die bestehende Pflegeinf rastruktur dargestellt. Dadurch ist ein 
erster Überblick über die Versorgungsstruktur und a uch die Versorgungsbedarfe in den ein- 
zelnen Bezirken möglich. Die ambulante Pflege kann nicht mit abgebildet werden, da nicht alle 
Pflegedienste eine Einteilung nach Stadtbezirk bzw. Stadtteil vornehmen.  
Für den Überblick folgt hier die Übersicht über die  städtische Bevölkerungsentwicklung nach 
Altersstruktur von 2024-2027 insgesamt.  
Tabelle:  Bevölkerungsprognose von 2024-2027 
Altersgruppe 2024  2025  2026  2027  
0-59 Jahre 242.398  241.860  240.774  240234  
60-69 Jahre 37.643  38.517  39.223  39916  
70-79 Jahre 22.818  23.989  24.880  25775  
80-89 Jahre 16.170  15.452  15.002  14627  
Über 90 Jahre 3.404  3.598  3.846  4060  
Gesamt 322.434  323.416  323.724  324612  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die prozentualen Veränderungen in den einzel- 
nen Altersgruppen von 2024 bis 2027 auf Stadtbezirksebene.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die bestehenden Pflegeangebote in den einzel- 
nen Stadtteilen. Anschließend folgt eine Darstellun g der Angebote je 1.000 Einwohnerinnen 
und Einwohner ab 80 Jahren. 
-15,00 
-10,00 
-5,00 
0,00 
5,00 
10,00 
15,00 
20,00 
25,00 
30,00 
Gesamt Mitte West Nord Ost Südost Hiltrup 
Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Prozent 
von 2024 bis 2027 nach Stadtbezirken 
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 79 
 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur nach Stadtbezirken, Stand: 30.07.2024 
Stadtbe- 
zirk 
Vollstationäre 
Pflege 
Kurzzeit- 
pflege 
ambulant betreute 
Wohngemeinschaften 
Tages- 
pflege  
Mitte 1216  144  146  86  
West 601  57  31  54  
Nord 137  7 12  15  
Ost 78  8 44  29  
Südost 132  12  39  26  
Hiltrup 455  54  23  60  
Gesamt 2619  282  295  270  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung 
 
Tabelle:  Pflegeinfrastruktur je 1.000 Einwohner/-innen ab 8 0 Jahre je Stadtbezirk,  
Stand 30.07.2024 
Bezirk  Einwohner/ -
innen  
ab 80 Jahre  
(31.12.2023) 
Plätze pro 1.000 Einwohner/ -innen ab 80 Jahre  
Vollstationäre 
Pflege 
Kurzzeit -
pflege 
ambulant betreute 
Pflege-Wohngemein- 
schaften  
Tages -
pflege  
Mitte  6.983  174,1  20,6  20,9  12,3  
West  3.514  171,0  16,2  8,8  15,4  
Nord  2.022  67,8  3,5  5,9  7,4  
Ost  1.821  42,8  4,4  24,2  15,9  
Südost  2.101  62,8  5,7  18,6  12,4  
Hiltrup  3.130  145,4  17,3  7,3  19,2  
Gesamt  19.571  133,8  14,4  15,1  13,8  
Quelle: Bevölkerungsdaten: Stadt Münster, Stadtplan ungsamt; eigene Berechnung

80 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte  
Zum Stadtbezirk Mitte gehören insgesamt 23 Stadttei le (statistische Bezirke). Allein die Alt- 
stadt hat fünf Stadtteile: Aegidii, Überwasser, Dom, Buddenturm und Martini. Der Innenstadt- 
ring setzt sich aus neun Stadtteilen zusammen: Pluggendorf, Josef, Bahnhof, Hansaplatz, Mau- 
ritz-West, Schlachthof, Kreuz, Neutor und Schloss. Mitte-Süd umfasst die Stadtteile Aasee- 
stadt, Geist, Schützenhof und Düesberg. Der Teilbereich Innenstadt-Nordost besteht aus den 
Stadtteilen Hafen, Herz-Jesu, Mauritz-Mitte, Rumphorst und Uppenberg. 
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2024 bis 2027 des Stadtbe- 
zirkes Mitte. Mit einer Zunahme von rund 1100 Perso nen vergrößert sich die Gruppe der 70 
bis 79-Jährigen bis 2027 am meisten. 
Tabelle:  Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Mitte von 2024 – 2027 
Altersgruppe  2024  2025  2026  2027  
0-59 Jahre  102.432  102.106  101.701  100901  
60 -69 Jahre  13.519  13.826  14044  14241  
70 -79 Jahre  7.950  8.375  8695  9045  
80 -89 Jahre  5.661  5.448  5273  5162  
Über 90  Jahre  1.376  1.477  1582  1638  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
Bei der Betrachtung des prozentualen Anstiegs, lieg t die größte Steigerung bei den über 90-
Jährigen, siehe nachfolgende Grafik.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
In Münster-Mitte finden sich alle Pflegeformen wieder. Das Angebot ist hier im Vergleich mit 
den anderen Stadtteilen am dichtesten.   
-15,00 
-10,00 
-5,00 
0,00 
5,00 
10,00 
15,00 
20,00 
25,00 
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre 
Bevölkerungsentwicklung in % von 2024 bis 2027 
Stadtbezirk Mitte 
Gesamt Mitte

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 81 
 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster-Mitte, Stand: 30.07.2024 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen  
Einrichtung  Träger  Straße  PLZ  Stadtteil  Plätze  
Altenheim Friedrichs- 
burg 
Stiftung der Schwes- 
tern von der Göttlichen 
Vorsehung 
Offenberg- 
straße 19 
48151  Pluggendorf  138  
Altenwohnheim  
Maria-Hötte-Stift 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Düesberg- 
weg 143 
48153  Düesberg  123  
Altenzentrum  
Klarastift 
Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Andreas -Hofer -
Str. 70 
48145  Herz -Jesu  101  
Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Scharnhorst- 
str. 4-8 
48151  Pluggendorf  83  
Cohaus -Vendt -Stift  Cohaus -Vendt -Stiftung  Krumme Str. 
39/40 
48143  Aegidii  82  
DKV -Residenz am  
Tibusplatz 
DKV -Residenz am  
Tibusplatz gGmbH 
Tibusplatz 1  48143  Budden- 
turm 
49  
Friederike -Fliedner -
Haus 
Diakonissenmutter- 
haus Münster gGmbH 
Coerdestr. 56  48147  Kreuz  80  
Haus vom Guten Hir- 
ten - Pflegebereich 
Guter Hirte Münster 
gGmbH 
Mauritz -Linden- 
weg 61 
48145  Herz -Jesu  20  
Johanniter -Stift Müns- 
ter 
Johanniter Senioren- 
häuser GmbH Regio- 
nalzentrum West 
Weißenburgstr. 
48 
48151  Geist  80  
LWL Pflegezentrum 
Münster "Ernst-Kirch- 
ner-Haus" 
Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe 
Kinderhauser 
Str. 92 
48147  Uppenberg  80  
Perthes -Haus  Evangelische Perthes -
Stiftung e.V. 
Wienburgstr. 60  48147  Uppenberg  87  
Residenz Aaseehof  Alloheim Senioren -Re- 
sidenzen Zehnte SE & 
Co. KG 
Pottkamp 25  48149  Schloss  80  
Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Ostmarkstr. 9  48145  Mauritz -
Mitte 
59  
Seniorenzentrum 
Haus Maria Trost 
Genossenschaft der 
Krankenschwestern 
nach der III Regel des 
hl. Franziskus 
Sankt -Mauritz -
Freiheit 52 
48145  Herz -Jesu  80  
Wohnstift am Südpark  Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Clevornstr. 5  48153  Schützenhof  74  
Gesamt  
    
1.216

82 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
 
Eingestreute Kurzzeitpflege  
Altenheim  
Friedrichsburg 
Stiftung der Schwes- 
tern von der Göttlichen 
Vorsehung 
Offenbergstraße 
19 
48151  Pluggendorf  8 
Altenwohnheim  
Maria-Hötte-Stift 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Düesbergweg 
143 
48153  Düesberg  12  
Altenzentrum  
Klarastift  
Altenzentrum Klarastift 
gGmbH 
Andreas -Hofer -
Str. 70 
48145  Herz -Jesu  11  
Altenzentrum  
St. Lamberti 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Scharnhorststr. 
4-8 
48151  Pluggendorf  8 
Cohaus -Vendt -Stift  Cohaus -Vendt -Stiftung  Krumme Str. 
39/40 
48143  Aegidii  3 
DKV -Residenz am  
Tibusplatz 
DKV -Residenz am  
Tibusplatz gGmbH 
Tibusplatz 1  48143  Buddenturm  5 
Friederike -Fliedner -
Haus 
Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Coerdestr. 56  48147  Kreuz  10  
Johanniter -Stift Müns- 
ter 
Johanniter Senioren- 
häuser GmbH Regional- 
zentrum West 
Weißenburgstr. 
48 
48151  Geist  10  
LWL Pflegezentrum 
Münster "Ernst-Kirch- 
ner-Haus" 
Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe 
Kinderhauser 
Str. 92 
48147  Uppenberg  2 
Perthes -Haus  Evangelische Perthes -
Stiftung e.V. 
Wienburgstr. 60  48147  Uppenberg  6 
Residenz Aaseehof  Alloheim  Senioren -Re- 
sidenzen Zehnte SE & 
Co. KG 
Pottkamp 25  48149  Schloss  15  
Seniorenresidenz  
Kastanienhof 
Residenz Kastanienhof 
GmbH 
Ostmarkstr. 9  48145  Mauritz -
Mitte 
8 
Seniorenzentrum Haus 
Maria Trost 
Genossenschaft der 
Krankenschwestern 
nach der III Regel des 
hl. Franziskus 
Sankt -Mauritz -
Freiheit 52 
48145  Herz -Jesu  5 
Wohnstift am Südpark  Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Clevornstr. 5  48153  Schützenhof  7 
Gesamt  
    
110  
 
Solitäre Kurzzeitpflege  
Kurzzeitpflege Haus 
Ludgera 
Alexianer Haus  
Heidhorn GmbH 
Loerstr. 23  48143  Dom  34

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 83 
 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften  
Außerklinische Inten- 
sivpflege Mehrgenera- 
tionenhaus Mathilden- 
stift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Münzstr. 38  48143  Buddenturm  9 
Demenz -Wohnge- 
meinschaft Mehrgene- 
rationenhaus Mathil- 
denstift 
DRK Schwesternschaft 
Westfalen e.V. 
Münzstr. 38  48143  Buddenturm  9 
DRK -Wohngemein- 
schaft Erphobogen 
DRK Münster - gemein- 
nützige Pflege und Ser- 
vice GmbH 
Bohlweg 55  48147  Schlachthof  12  
Haus Genius  miCura Pflegedienste 
Münster GmbH 
Tibusplatz 6  48143  Buddenturm  9 
Taubenstraße  Alexianer Münster 
GmbH 
Taubenstraße 
12 
48145  Herz -Jesu  8 
Villa Hittorfstraße  Alexianer Münster 
GmbH 
Hittorfstraße 
10 
48149  Schloss  10  
Villa Mauritz  Alexianer Münster 
GmbH 
Kaiser -Wil- 
helm-Ring 34 
48145  Mauritz -
Mitte 
10  
Wohngemeinschaft 
Arche Noah 
Ambulante Dienste Kla- 
rastift gGmbH 
Manfred -von -
Richthofen-Str. 
45 
48145  Mauritz -
Mitte 
12  
Wohngemeinschaft 
Arche Sarah 
Ambulante Dienste Kla- 
rastift gGmbH 
Manfred -von -
Richthofen-Str. 
45 
48145  Mauritz -
Mitte 
12  
Wohngemeinschaft 
Casa Mauritz 
Ambulante Dienste Kla- 
rastift gGmbH 
Andreas -
Hofer-Str. 86 
48145  Herz -Jesu  15  
Wohngemeinschaft 
Hüfferstraße (1) 
DRK Münster - gemein- 
nützige Pflege und Ser- 
vice GmbH 
Hüfferstr. 20  48149  Schloss  11  
Wohngemeinschaft 
Hüfferstraße (2) 
DRK Münster - gemein- 
nützige Pflege und Ser- 
vice GmbH 
Hüfferstr. 20  48149  Schloss  11  
Wohngemeinschaft 
Schulstraße (1) 
Diakonie Münster - Dia- 
koniestation GmbH 
Schulstr. 47  48149  Kreuz  10  
Wohngemeinschaft 
Schulstraße (2) 
Diakonie Münster - Dia- 
koniestation GmbH 
Schulstr. 47  48149  Kreuz  8 
Gesamt  
    
146  
 
Tagepflegeeinrichtungen  
Klaras Tagespflege  Ambulante Dienste Kla- 
rastift gGmbH 
Manfred von 
Richthofen Str. 
45 a 
48145  Herz -Jesu  13  
Tagespflege Altenzent- 
rum am Südpark 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägergesell- 
schaft Münster mbH 
Clevornstr. 5  48153  Schützen -
hof 
15

84 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Tagepflegeeinrichtungen  
Tagespflege am Frie- 
derike-Fliedner-Haus  
Diakonissenmutterhaus 
Münster gGmbH 
Coerdestr. 56  48147  Kreuz  12  
Tagespflege Haus Ben- 
teler 
Tagespflege e.V.  Prozessions- 
weg 54 
48145  Mauritz -
Mitte 
12  
Tagespflege im Cle- 
mens-Wallrath-Haus 
Alexianer Münster 
GmbH 
Josefstr. 4  48151  Josef  20  
Tagespflege Miteinan- 
der Friedrichsburg 
Altenheim Friedrichs- 
burg gGmbH 
Offenbergstr. 
15 a 
48151  Pluggen -
dorf 
14  
Gesamt  
    
86  
 
Service -Wohnen  
Domicil Aaseehof  Kirchliche Zusatzversor- 
gungskasse Rheinland-
Westfalen 
Pottkamp 15 -
19 
48149  Schloss  76  
Domicil im Kreuzvier- 
tel 
Diakonissenmutterhaus 
Münster GmbH 
Tannenberg -
str. 1-11 
48147  Kreuz  40  
Johanniter Stift  
Münster 
Johanniter Senioren- 
häuser GmbH Regional- 
zentrum West 
Weißenburg -
str. 48 
48151  Geist  13  
Paulinum Zentrum 
Nord Münster 
AWO  Anton -Bruch- 
hausen-Str. 10 
48147  Rumphorst  35  
Residenz Aaseehof 
Service Wohnen 
Alloheim Senioren -Resi- 
denzen Zehnte SE & 
Co.KG 
Robert -Koch -
Str. 55 
48149  Schloss  48  
Servicewohnen  
DKV-Residenz am  
Tibusplatz 
DKV -Residenz am Tibus- 
platz gGmbH 
Tibusplatz 1 -7 48143  Budden- 
turm 
258  
Wohnen im Klarapark  Ambulante Dienste Kla- 
rastift gGmbH 
Andreas -
Hofer-Str. 72-
76 
48145  Herz -Jesu  81  
Wohnresidenz Gassel- 
stiege 
Wohnresidenz Sentru- 
per Höhe GmbH 
Prins -Claus -
Str. 56 
48159  Uppenberg  26  
Wohnresidenz York- 
house 
Wohnresidenz Sentru- 
per Höhe GmbH 
York -Ring 1 -3 48159  Uppenberg  16  
Gesamt  
    
593  
Quelle: PfAD.wtg, Stand 30.07.2024 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI  
Tagesbetreuung, 
Gruppenangebote 
nach Wochenplan 
DKV -Residenz am Tibus- 
platz 
Tibusplatz 1 -7 48143  Buddenturm  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege, Stand: 30.07.2024

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 85 
 
Tabelle: Geplante Einrichtungen/Erweiterungen, Stand 30.07.2024 
Stationäre Einrichtung  
DKV -Residenz am Tibus- 
platz 
DKV -Residenz am Ti- 
busplatz gGmbH 
Tibusplatz 1  48143  Budden -
turm 
4 
Haus vom Guten Hirten – 
Pflegebereich 
Guter Hirte Münster 
gGmbH 
Mauritz -Linden- 
weg 61 
48145  Herz -Jesu  4 
Gesamt      8 
 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften  
Senioren -Wohngemein- 
schaft Grevener Str. 248 
Cathamed Pflege 
GmbH 
Grevener Str. 
248 
48159  Uppen -
berg 
12  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

86 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Mitte

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 87 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-West 
Der Stadtbezirk Münster-West besteht aus den sechs Stadtteilen Gievenbeck, Sentrup, Meck- 
lenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge. Der Stadtteil Sentrup grenzt direkt an den Stadtbe- 
zirk Mitte an und orientiert sich auch in diese Ric htung. Die Stadtteile Albachten, Roxel und 
Nienberge liegen im Außenbereich.  
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2024 bis 2027 des Stadtbe- 
zirkes West. Die am stärksten wachsende Gruppe ist mit 686 Personen die Gruppe der 60 bis 
69-Jährigen. 
Tabelle:  Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk West von 2024 – 2027 
Altersgruppe  2024  2025  2026  2027  
0-59 Jahre  49.513  49.389  49.386  49700  
60 -69 Jahre  7.058  7.297  7548  7744  
70 -79 Jahre  4.387  4.581  4725  4911  
80 -89 Jahre  2.987  2.852  2791  2745  
Über 90 Jahre  612  607  657  696  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
Im Vergleich zur Gesamtentwicklung in Münster steig t überdurchschnittlich die Bevölkerung 
im Alter zwischen 60 bis 69 Jahren. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
Im Stadtbezirk Münster-West sind alle Pflegeformen vertreten, jedoch ungleichmäßig verteilt. 
Durch die Schließung von zwei Pflege-Wohngemeinscha ften mit insgesamt 14 Plätzen in Ni- 
enberge, steigt dort weiter der Bedarf an Angeboten mit umfassender Versorgungssicherheit. 
Entwicklungen sind im den kommenden Baugebieten in Nienberge, Albachten und dem 
Oxford-Quartier zu erwarten. Außerdem werden aktuel l die Modellquartiere Steinfurter 
Straße und Busso-Peus-Straße entwickelt.  
-15,00 
-10,00 
-5,00 
0,00 
5,00 
10,00 
15,00 
20,00 
25,00 
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre 
Bevölkerungsentwicklung in % von 2024 bis 2027 
Stadtbezirk West 
Gesamt West

88 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster-West, Stand: 30.07.2024 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen  
Einrichtung  Träger  Straße  PLZ  Stadtteil  Plätze  
Altenheim St. Elisabeth  Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Südlohnweg 1  48161  Gieven -
beck 
92  
Alwine -Lauterbach -Senio- 
renzentrum 
AWO Bezirk Westli- 
ches Westfalen e.V. 
Rottkamp 49  48163  Albachten  66  
Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes -
Stiftung e.V. 
Meckmannweg 
74 
48163  Mecklen -
beck 
171  
Fritz -Krüger -Senioren- 
zentrum  
AWO Bezirk Westli- 
ches Westfalen e.V. 
Gartenbreie 1  48161  Gieven -
beck 
81  
Martin -Luther -Haus  Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Fliednerstr. 17  48149  Sentrup  151  
Wohnen in Pastors Gar- 
ten 
Stift Tilbeck GmbH  Alte Dorfstr. 10  48161  Roxel  40  
Gesamt  
    
601  
 
Eingestreute Kurzzeitpflege  
Altenheim St. Elisabeth  Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Südlohnweg 1  48161  Gieven -
beck 
5 
Alwine -Lauterbach -Senio- 
renzentrum 
AWO Bezirk Westli- 
ches Westfalen e.V. 
Rottkamp 49  48163  Albachten  10  
Ev. Seniorenzentrum 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes -
Stiftung e.V. 
Meckmannweg 
74 
48163  Mecklen -
beck 
15  
Martin -Luther -Haus  Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Fliednerstr. 17  48149  Sentrup  8 
Wohnen in Pastors Gar- 
ten 
Stift Tilbeck GmbH  Alte Dorfstr. 10  48161  Roxel  4 
Gesamt  
    
42  
 
Solitäre Kurzzeitpflege  
Fritz -Krüger -Senioren- 
zentrum Solitäre KZP 
AWO Bezirk Westli- 
ches Westfalen e.V. 
Gartenbreie 1  48161  Gieven -
beck 
15

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 89 
 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften  
Hof Schultmann  Alexianer Münster 
GmbH 
Stratmannweg 
23 
48163  Mecklen -
beck 
12  
Irmgard Buschmann Haus 
(1) 
Ambulante Dienste 
Klarastift gGmbH 
Am Küchen- 
busch 15 
48161  Gieven -
beck 
11  
Irmgard Buschmann Haus 
(2) 
Ambulante Dienste 
Klarastift gGmbH 
Am Küchen- 
busch 15 
48161  Gieven -
beck 
8 
Gesamt  
    
31  
 
Tagepflegeeinrichtungen  
Altenheim St. Elisabeth - 
Tagespflege 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Südlohnweg 1  48161  Gieven -
beck 
15  
Tagespflege Albachten  Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Dülmener Str. 9  48163  Albachten  15  
Tagespflege im Meck- 
mannshof 
Ev. Perthes -Stiftung 
e.V. 
Meckmannweg 
74 
48163  Mecklen -
beck 
24  
Gesamt  
    
54  
 
Service -Wohnen  
Altenheim St. Elisabeth - 
Heimverbundenes Woh- 
nen 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Südlohnweg 1  48161  Gieven -
beck 
15  
Altenwohnungen am 
Meckmannshof 
Evangelische Perthes -
Stiftung e.V. 
Mecklenbecker  
Str. 421-423 
48163  Mecklen -
beck 
38  
AWO Münster Gieven- 
beck 
Arbeiterwohlfahrt Be- 
zirksverband Westli- 
ches Westfalen e.V. 
Gartenbreie 3  48161  Gieven -
beck 
32  
Martin -Luther -Haus / Ser- 
vicewohnen 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Fliednerstr. 17 -
19 
48149  Sentrup  10  
Rottkamp  Parea gGmbH  Rottkamp 53 -57 
a 
48163  Albachten  35  
Servicewohnen Lukas 
Zentrum 
Diakonie Münster - Di- 
akoniestation GmbH 
Rüschhausweg 
17-19 
48161  Gieven -
beck 
52  
Wohnen mit Service an 
der Meyerbeerstraße 
H+S Wohnkonzept 
GmbH & Co. KG 
Meyerbeerstr. 
37-51 
48163  Mecklen -
beck 
44  
Wohnpark Mecklenbeck  H+S Wohnkonzept 
GmbH & Co. KG 
Dingbängerweg 
31-49 
48163  Mecklen -
beck 
57  
Wohnresidenz Sentruper 
Höhe 
Wohnresidenz Sentru- 
per Höhe GmbH 
Schmeddingstr. 
115-121 
48149  Sentrup  56  
Gesamt  
    
339  
Quelle: PfAD.wtg

90 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Tabelle: Geplante Einrichtungen/Erweiterungen, Stand: 30.07.2024 
Stationäre Einrichtung  
Alwine -Lauterbach -Senio- 
renzentrum 
AWO Bezirk West -li- 
ches Westfalen e.V. 
Rottkamp 49  48163  Albachten  12  
 
 
 
Tagespflegeeinrichtungen  
Lydia -Zentrum  Diakonie Münster  Plettendorf -
straße 1 
48161  Nien -
berge 
13  
 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften  
Lydia -Zentrum  Diakonie Münster - Di- 
akoniestation GmbH 
Plettendorf -
straße 1 
48161  Nien -
berge 
12  
Selbstverantwortete 
Wohnpflegegemeinschaft 
Grüner Weiler 
Grüner Weiler eG  Gumprich- 
straße/Henny-
Uhlmann-
Weg/Edith-Mil- 
tenberg-Weg 
48161  Gieven- 
beck 
9 
Gesamt      21  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 91 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-West

92 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord 
Der Stadtbezirk Münster-Nord besteht aus den Stadtt eilen Coerde, Kinderhaus-Ost, Kinder- 
haus-West und Sprakel. Bis auf Sprakel grenzen alle  Stadtteile an den Stadtbezirk Mitte an. 
Der Stadtteil Sprakel verfügt über die größten Flächen, diese sind aber ländlicher Struktur mit 
dem verhältnismäßig kleinen Ort Sprakel. Der Stadtteil Sprakel hat mit 24 Prozent einen über- 
durchschnittlichen Anteil an Senioren-Single-Haushalte.  
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2024 bis 2027 des Stadtbe- 
zirkes Nord.  
Tabelle:  Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Nord von 2024 – 2027 
Altersgruppe  2024  2025  2026  2027  
0-59 Jahre  22.744  22.770  22.793  22791  
60 -69 Jahre  4.046  4.064  4067  4081  
70 -79 Jahre  2.462  2.617  2757  2871  
80 -89 Jahre  1.642  1.544  1475  1419  
Über 90 Jahre  315  328  353  386  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
Es ist mit einem Anstieg der Bevölkerung zwischen 7 0-79 Jahren, sowie der über 90-Jährigen 
zu rechnen. Die Anzahl der Bevölkerung ab 80 Jahren verringert sich überdurchschnittlich. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
  
-20,00 
-15,00 
-10,00 
-5,00 
0,00 
5,00 
10,00 
15,00 
20,00 
25,00 
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre 
Bevölkerungsentwicklung in % von 2024 bis 2027 
Stadtbezirk Nord 
Gesamt Nord

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 93 
 
Einen Überblick über die bestehende Pflegeinfrastruktur in Stadtbezirk Nord gibt die nachfol- 
gende Tabelle. Es gibt weiterhin einen Bedarf an An geboten mit umfassender Versorgung im 
Stadtbezirk Nord. Geplant ist eine neue Tagespflegeeinrichtung in Kinderhaus. 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster-Nord, Stand: 30.07.2024 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen  
Einrichtung  Träger  Straße  PLZ  Stadtteil  Plätze  
Haus Wilkinghege  Haus Wilkinghege  
Wirbelauer KG 
Wilkinghege 55  48159  Kinder -
haus 
West 
65  
Papst -Johannes -Paul -
Stift 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Culmer Str. 16  48157  Coerde  72  
Gesamt  
    
137  
 
Eingestreute Kurzzeitpflege  
Papst -Johannes -Paul -
Stift 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Culmer Str. 16  48157  Coerde  7 
 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften  
Wohngemeinschaft 
Böckmannplatz 
Sander Pflege GmbH  Böckmannplatz 
2-4 
48155  Sprakel  12  
 
Tagepflegeeinrichtungen  
Tagespflege Papst -Jo- 
hannes-Paul-Stift 
Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Culmer Str. 16  48157  Coerde  15  
 
Service -Wohnen  
Betreutes Wohnen 
Böckmannplatz 
Sander Pflege GmbH  Böckmannplatz 
1 
48159  Sprakel  34  
Brüningheide /Killingstr.  AWO  Brüningheide 
75-77 / 
Killingstr. 1-7 
48159  Kinder- 
haus 
West 
80  
Service -Wohnen Zent- 
rum Kinderhaus 
Pflegeteam miteinan- 
der GmbH 
Westhoffstr. 
140 
48159  Kinder- 
haus 
West 
103  
Gesamt  
    
217  
Quelle: PfAD.wtg

94 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Tabelle: Geplante Einrichtungen/Erweiterungen, Stand: 30.07.2024 
Tagespflegeeinrichtungen  
Tagespflege Moldrickx  Caritas Münster  Moldrickx Allee, 
Grd. 05 
48149  Kinder -
haus 
17  
 
 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Nord

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 95 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost 
Der Stadtbezirk Münster-Ost besteht aus den drei St adtteilen Mauritz-Ost, Gelmer-Dyckburg 
und Handorf. Dieser Stadtbezirk ist sehr ländlich g eprägt. Der Stadtteil Mauritz-Ost grenzt an 
den Bezirk Mitte, der Kanal bildet die Grenze. Dies er Stadtteil weist durch die Nähe und di- 
rekte Anbindung an Münster-Mitte noch städtische St rukturen auf und die Orientierung der 
Bewohnerinnen und Bewohner richtet sich auch vorwiegend auf die Innenstadt aus. Im Stadt- 
teil Gelmer-Dyckburg finden sich die Orte Gelmer, S udmühle und Mariendorf. Der Stadtteil 
Handorf umfasst neben einem großen Anteil ländliche r Flächen auch den Ort Handorf. Dort 
gibt es mit 26 Prozent zudem überdurchschnittlich viele Senioren-Single-Haushalte. 
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2024 bis 2027 des Stadtbe- 
zirkes Ost.  
Tabelle: Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Ost von 2024 – 2027 
Altersgruppe 2024  2025  2026  2027  
0-59 Jahre 16.635  16.454  16.227  16001  
60-69 Jahre 3.228  3.303  3401  3470  
70-79 Jahre 1.978  2.062  2110  2148  
80-89 Jahre 1.480  1.383  1335  1281  
Über 90 Jahre 288  312  323  334  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
Im Stadtbezirk Ost liegt die prozentuelle Entwicklung der Altersgruppe, bis auf die Gruppe der 
60 bis 69-Jährigen, zum Teil deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt. 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
-20,00 
-15,00 
-10,00 
-5,00 
0,00 
5,00 
10,00 
15,00 
20,00 
25,00 
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre 
Bevölkerungsentwicklung in % von 2024 bis 2027 
Stadtbezirk Ost 
Gesamt Ost

96 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Nachfolgend eine Übersicht der Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Ost. In Handorf, im Bauge- 
biet Kirschgarten, plant die Wohn- und Stadtbau ein e neue ambulante Pflege-Wohngemein- 
schaft mit ein. Sobald die Planungen konkreter werden, wird diese in dem nächsten Pflegebe- 
darfsplan mit aufgenommen. 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster-Ost, Stand: 30.07.2024 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen  
Einrichtung  Träger  Straße  PLZ  Stadt- 
teil 
Plätze  
Handorfer Hof - Senioren- 
zentrum 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
24 
48157  Handorf  78  
 
Eingestreute Kurzzeitpflege  
Handorfer Hof - Senioren- 
zentrum 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
24 
48157  Handorf  8 
 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften  
Wohngemeinschaft  
"Mitten in Mauritz" (1) 
Sander Pflege GmbH  Mondstr. 104  48155  Mauritz -
Ost 
10  
Wohngemeinschaft  
"Mitten in Mauritz" (2) 
Sander Pflege GmbH  Mondstr. 104  48155  Mauritz -
Ost 
10  
Haus Margareta (1)  Alexianer Münster 
GmbH 
Hegerskamp 5  48155  Mauritz -
Ost 
12  
Haus Margareta (2)  Alexianer Münster 
GmbH 
Hegerskamp 5  48155  Mauritz -
Ost 
12  
Gesamt  
    
44  
 
Tagespflegeeinrichtungen  
pro.cura Tagespflege  pro.cura  Tagespflege 
GmbH 
Wolbecker Str. 
226 
48155  Mauritz -
Ost 
16  
Tagespflege  
„Am Kirschgarten“ 
Diakonie mobil GmbH  Kirschgarten 
28a 
48157  Handorf  13  
Gesamt  
    
29  
 
Service -Wohnen  
Betreutes Wohnen 
Wersewinkel 1+2 
Diakonie Münster -Sta- 
tionäre Senioren- 
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
28-30 
48157  Handorf  22  
Handorfer Hof / Service- 
wohnen 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Handorfer Str. 
20-24 
48157  Handorf  24  
Seniorenzentrum "Mitten 
in Mauritz" 
Sander Pflege GmbH  Mondstr. 104 -
106 
48155  Mauritz 
Ost 
20

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 97 
 
Service -Wohnen  
Wohnen am Lohausbach  pro.cura Service Woh- 
nen GmbH 
Wolbecker 
Straße 224 
48155  Mauritz 
Ost 
50  
Gesamt  
    
116  
Quelle: PfAD.wtg 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Ost

98 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost  
Der Stadtbezirk Münster-Südost besteht aus den vier Stadtteilen Gremmendorf-West, Grem- 
mendorf-Ost, Angelmodde und Wolbeck, wobei einzig Wolbeck als solitärer Stadtteil gesehen 
werden kann. Die anderen drei Stadtteile gehen inei nander über, ausgenommen Alt-Angel- 
modde, welcher mit dörflicher Struktur zwischen Gre mmendorf/Angelmodde und Wolbeck 
liegt. Im Stadtteil Wolbeck gibt es mit 22 Prozent überdurchschnittlich viele Senioren-Single-
Haushalte. 
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2024 bis 2027 des Stadtbe- 
zirkes Südost. 
Tabelle:  Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Südost von 2024 – 2027 
Altersgruppe  2024  2025  2026  2027  
0-59 Jahre  24.389  24.654  24.340  24686  
60 -69 Jahre  4.404  4.556  4631  4710  
70 -79 Jahre  2.548  2.677  2808  2958  
80 -89 Jahre  1.768  1.703  1644  1610  
Über 90 Jahre  325  336  360  376  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
Der Anstieg der Personenanzahl erfolgt überdurchsch nittlich in den Altersgruppen bis 79 
Jahre.  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
-15,00 
-10,00 
-5,00 
0,00 
5,00 
10,00 
15,00 
20,00 
25,00 
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre 
Bevölkerungsentwicklung in % von 2024 bis 2027 
Stadtbezirk Südost 
Gesamt Südost

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 99 
 
Einen Überblick über die bestehende Pflegeinfrastru ktur im Stadtbezirk Südost gibt die fol- 
gende Tabelle. In Angelmodde werden derzeit zwei we itere ambulante Pflege-Wohngemein- 
schaften und die Erweiterung des Kardinal-von-Galen-Stifts geplant mit insgesamt 25 Plätzen. 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster-Südost, Stand: 30.07.2024 
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen  
Einrichtung  Träger  Straße  PLZ  Stadtteil  Plätze  
Achatius -Haus  
(inkl. Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heid- 
horn GmbH 
Münsterstr. 24 b  48167  Wolbeck  66  
Kardinal -von -Galen -Stift  Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Clemens -August -
Platz 8a 
48167  Angel -
modde 
66  
Gesamt  
    
132  
 
Eingestreute Kurzzeitpflege  
Achatius -Haus (inkl. 
Junge Pflege) 
Alexianer Haus Heid- 
horn GmbH 
Münsterstr. 24 
b/c 
48167  Wolbeck  6 
Kardinal -von -Galen -Stift  Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
mbH 
Clemens -August -
Platz 8a 
48167  Angel -
modde 
6 
Gesamt  
    
12  
 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften  
Haus Elisabeth  Alexianer Münster 
GmbH 
Herrenstr. 10  48167  Wolbeck  12  
Selbstverwaltete Senio- 
rengemeinschaft Villa 
Kahmann 
Cathamed Pflege- 
dienst 
Gremmendorfer 
Weg 44 
48167  Grem- 
mendorf-
Ost 
11  
Wohngemeinschaft 
Beim Erdelbach 
Sander Pflege GmbH  Schlesienstr. 1 -27  48167  Angel -
modde 
8 
Wohngemeinschaft 
Beim Erdelbach 
Sander Pflege GmbH  Schlesienstr. 1 -27  48167  Angel -
modde 
8 
Gesamt  
    
39  
 
Tagepflegeeinrichtungen  
Achatius -Haus, Tages- 
pflege 
Alexianer Haus Heid- 
horn GmbH 
Münsterstr. 24 b  48167  Wolbeck  12  
Tagespflege Akticom  Tagespflege Akticom 
GmbH 
Twenhövenweg 
18 
48167  Angel -
modde 
14  
Gesamt  
    
26

100 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Service -Wohnen  
Achatius -Haus / Service- 
wohnen 
Alexianer Haus Heid- 
horn GmbH 
Münsterstr. 24 c -
d 
48167  Wolbeck  35  
Betreutes Wohnen beim 
Erdelbach 
Sander Pflege GmbH  Schlesienstr. 1  48167  Angel -
modde 
24  
Servicewohnen Tönne -
Vormann-Weg 
Ambulanter Pflege- 
dienst Akticom; 
GmbH 
Tönne -Vormann -
Weg 5 
48167  Wolbeck  16  
Wohnungseigentümer- 
gemeinschaft Junker-
Jörg-Platz 17/18 
Diakonie Münster - 
Diakoniestation 
GmbH 
Junker -Jörg -Platz 
17/18 
48167  Angel -
modde 
23  
Gesamt  
    
98  
Quelle: PfAD.wtg  
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI  
„Café Wigbold“ ein An- 
gebot für Menschen mit 
Demenz in Wolbeck 
Katholische Kirchen- 
gemeinde St. Niko- 
laus Münster, Alexia- 
ner Haus Heidhorn 
GmbH 
Herrenstr. 17  48167  Wolbeck  
Haus der Begegnung St. 
Ida, Gruppe D 
Katholische Kirchen- 
gemeinde St. Niko- 
laus Münster 
Nachtigallenweg 
25 
48167  Gremmendorf -Ost  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege 
 
Tabelle: Geplante Einrichtungen/Erweiterungen, Stand: 30.07.2024 
Stationäre Einrichtung  
Kardinal -von -Galen -Stift  Caritas -Betriebsfüh- 
rungs- und Trägerge- 
sellschaft Münster 
Clemens -August -
Platz 18 a 
48167  Angel -
modde 
9 
 
 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften  
Wohngemeinschaft "Am 
Albersloher Weg" (1) 
Pflegebote GmbH  Albersloher Weg 
619b 
48167  Angel -
modde 
8 
Wohngemeinschaft "Am 
Albersloher Weg" (2) 
Pflegebote GmbH  Albersloher Weg 
619b 
48167  Angel -
modde 
8 
Gesamt      16  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Pflegeplanung

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 101 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Südost

102 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
 Pflegeinfrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup 
Der Stadtbezirk Münster-Hiltrup besteht aus den fün f Stadtteilen Berg Fidel, Hiltrup-Ost, 
Hiltrup-Mitte, Hiltrup-West und Amelsbüren. Der Stadtteil Berg Fidel grenzt an die Innenstadt 
und erfährt durch die durchgehende Bebauung eine direkte Anbindung und auch Orientierung 
der Bewohnerinnen und Bewohner in diese Richtung. O rganisatorisch erfolgt diese verwal- 
tungsseitig allerdings in Richtung Hiltrup. Hiltrup  selbst ist aufgrund seiner Größe in drei sta- 
tistische Bezirke (Stadtteile) eingeteilt. Amelsbür en ist von ländlicher Struktur umgeben. Der 
Anteil der Senioren-Single-Haushalte ist in den Sta dtteilen Hiltrup Ost (26 Prozent), Hiltrup 
Mitte (19 Prozent) und Amelsbüren (21 Prozent) überdurchschnittlich hoch.  
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2024 bis 2027 des Stadtbe- 
zirkes Hiltrup. Bei der Gruppe der über 90-Jährigen  gibt es einen überdurchschnittlichen An- 
stieg mit rund 140 Personen.  
Tabelle:  Bevölkerungsprognose im Stadtbezirk Hiltrup von 2024 – 2027 
Altersgruppe 2024  2025  2026  2027  
0-59 Jahre 26.683  26.487  26.327  26154  
60-69 Jahre 5.387  5.472  5531  5671  
70-79 Jahre 3.495  3.677  3784  3842  
80-89 Jahre 2.632  2.523  2484  2410  
Über 90 Jahre 488  538  571  629  
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033 
Quelle: Stadt Münster, Stadtplanungsamt, Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2022-2033  
Der Stadtbezirk Hiltrup verfügt über eine vielfältige Pflegeinfrastruktur, die sich hauptsächlich 
im Ortsteil Hiltrup befindet. Der Schwerpunkt liegt hier im vollstationären Pflegebereich. 
  
-15,00 
-10,00 
-5,00 
0,00 
5,00 
10,00 
15,00 
20,00 
25,00 
30,00 
35,00 
0-59 Jahre 60-69 Jahre 70-79 Jahre 80-89 Jahre Über 90 Jahre 
Bevölkerungsentwicklung in % von 2024 bis 2027 
Stadtbezirk Hiltrup 
Gesamt Hiltrup

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 103 
 
Tabelle: Pflegeinfrastruktur in Münster-Hiltrup, Stand: 30.07.2024 
Vollstationäre Pflegeeinrichtu ngen  
Einrichtung  Träger  Straße  PLZ  Stadtteil  Plätze  
Altenheim Haus 
Heidhorn 
Alexianer Haus  
Heidhorn GmbH 
Westfalenstr. 490  48165  Amels -bü- 
ren 
52  
Altenhilfe -Zentrum 
Haus Franziska 
Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Westfalenstr. 109  48165  Hiltrup -
Mitte 
60  
Haus Augustinus  Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg 9  48163  Amels -bü- 
ren 
18  
Haus Simeon  Diakonie Münster - Sta- 
tionäre Seniorendienste 
GmbH 
Am Berg Fidel 70  48153  Berg -Fidel  146  
Haus Thomas  Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg 8  48163  Amels -bü- 
ren 
54  
Marienheim  Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster 
Hiltrup  
An der Alten Kirche 
5 
48165  Hiltrup -
Mitte 
83  
Meyer -Suhrhein- 
rich-Haus 
Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Marktallee 42  48165  Hiltrup -
Mitte 
42  
Gesamt  
    
455  
 
Eingestreute Kurzzeitpflege  
Altenheim Haus 
Heidhorn 
Alexianer Haus  
Heidhorn GmbH 
Westfalenstr. 490  48165  Amels -bü- 
ren 
6 
Altenhilfe -Zentrum 
Haus Franziska 
Missionsschwestern 
vom Hlst. Herzen Jesu 
von Hiltrup 
Westfalenstr. 109  48165  Hiltrup -
Mitte 
2 
Haus Simeon  Diakonie Münster - Sta- 
tionäre Seniorendienste 
GmbH 
Am Berg Fidel 70  48153  Berg -Fidel  8 
Haus Thomas  Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg 8  48163  Amels -bü- 
ren 
4 
Marienheim  Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster 
Hiltrup  
An der Alten  
Kirche 5 
48165  Hiltrup -
Mitte 
9 
Meyer -Suhrhein- 
rich-Haus 
Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Marktallee 42  48165  Hiltrup -
Mitte 
5 
Gesamt  
    
34

104 | Kommunaler Pflegebedarfsplan für Münster 2024 - 2027 
 
Solitäre Kurzzeitpflege  
Altenhilfe -Zentrum 
der Missions-
schwestern Kurz- 
zeitpflege "Haus 
Maria" 
Missionsschwestern 
von Hiltrup gGmbH 
Westfalenstr. 109  48165  Hiltrup -
Mitte 
20  
 
Ambulant betreute Pflege -Wohngemeinschaften  
Christopher Haus  air vital Kranken - und 
Intensivpflege GmbH 
Westfalenstr. 176  48165  Hiltrup -
Mitte 
17  
Wohngruppe Leo - 
ISB 
Alexianer Münster 
GmbH 
Alexianerweg  9 48163  Amels -bü- 
ren 
6 
Gesamt      23  
 
Tagespflegeeinrichtungen  
Tageshaus St. Ma- 
rien 
Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Loddenweg 10  48165  Hiltrup -
Ost 
15  
Tagespflege an der 
Kreuz Christi Kirche 
Alexianer Münster 
GmbH 
Leisnerstr. 17  48163  Amels -bü- 
ren 
14  
Tagespflege 
Simeon 
Diakonie Münster - Di- 
akoniestation GmbH 
Am Berg Fidel 78  48153  Berg -Fidel  16  
Tagespflege St. Cle- 
mens 
Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Kortumweg 56  48165  Hiltrup -
Mitte 
15  
Gesamt  
    
60  
 
Service -Wohnen  
Betreutes Wohnen 
am Marienheim 
Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
An der alten Kirche 5  18165  Hiltrup -
Mitte 
3 
Betreutes Wohnen 
Hofmann von Fal- 
lerslebens Weg 
Altenhilfe -Zentrum St. 
Clemens Münster-
Hiltrup gGmbH 
Hofmann von Fallers- 
lebens Weg 30-32 
48165  Hiltrup -
Mitte 
25  
Haus Simeon / Ser- 
vicewohnen - Bun- 
galow 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Am Berg Fidel 70  48153  Berg Fidel  48  
Pankokstr. 14 / Ser- 
vicewohnen 
Diakonie Münster - 
Stationäre Senioren- 
dienste GmbH 
Pankokstr. 14  48153  Berg Fidel  15  
Gesamt  
    
91  
Quelle: PfAD.wtg

Kommunaler Pflegebedarfsplan Münster 2024 - 2027 | 105 
 
 
Wohnortnahe niedrigschwellige Betreuungsgruppen nach § 45a SGB XI  
Betreuungsgruppe 
Marie 
Meyer -Suhrhein- 
rich Stiftung 
Patronatsstr. 3  48165  Hiltrup -Mitte  
Quelle: Stadt Münster, Sozialamt, Infobüro Pflege 
 
Pflegerische Infrastruktur im Stadtbezirk Münster-Hiltrup

Anlage A

1562 Zeichen

Anlage A zur V/0639/2024 
Kurzüberblick 
Der kommunale Pflegebedarfsplan 2024-2027 gibt einen Überblick über den Bestand der Pfle-
geinfrastruktur in Münster und bewertet den kommenden Bedarf. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit dem kommunalen Pflegebedarfsplan 2024-2027 wird folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess 
verfolgt: 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
 
Das Teilziel lautet: 
 Sicherstellung einer dem örtlichen Bedarf entsprechenden pflegerischen Angebotsstruktur 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja x Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja x Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
x überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
§ 7 APG NRW 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Sicherstellung der pflegerischen Infrastruktur steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der 
demographischen Entwicklung der Gesellschaft.

Beschlussvorlage

16736 Zeichen

V/0639/2024 
V/0639/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Kommunaler Pflegebedarfsplan 2024-2027 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   13.11.2024 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und  
Arbeitsförderung 
Vorberatung 
   14.11.2024 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
   20.11.2024 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit  
Behinderungen 
Vorberatung 
   25.11.2024 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung 
   27.11.2024 Integrationsrat Vorberatung 
   11.12.2024 Hauptausschuss Vorberatung 
   11.12.2024 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat nimmt den Kommunalen Pflegebedarfsplan 2024-2027 (Anlage 1) zur Kenntnis. 
 
2. Der Rat beschließt, dass die Förderung zusätzlicher Plätze in vollstationären Pflegeeinrichtun-
gen nach dem Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (APG NRW) bis auf Weiteres nicht 
mehr von einer kommunalen Bedarfsbestätigung abhängig gemacht wird. Die verbindliche Be-
darfsplanung nach § 7 Abs. 6 APG NRW wird damit zunächst wieder aufgehoben. 
 
3. Der Rat beschließt, dass zukünftig jährlich im Zusammenhang mit der Vorlage zur Pflegebe-
richterstattung - nach Vorberatung in der Konferenz Alter und Pflege - darüber entschieden wird, 
ob die Pflegebedarfsplanung erneut Grundlage für eine verbindliche Entscheidung über eine be-
darfsabhängige Förderung zusätzlicher vollstationärer Pflegeeinrichtungen sein soll und die ver-
bindliche Bedarfsplanung damit wieder eingeführt wird.  
 
4. Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge auch weiterhin eine koordi-
nierende und steuernde Rolle bei der Planung präventiver und pflegerischer Versorgungsstruk-
turen in den Sozialräumen zu übernehmen. Das Positionspapier des Städtetages „Zukunftsfeste 
Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den Städten“, das eine Stärkung der Rol-
le der Kommunen in der Pflegeplanung fordert, wird ausdrücklich mitgetragen.  Es s oll daher 
Sozialamt 
 
24.10.2024 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Stritzke 
Telefon: 492-5988 
StritzkeK@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0639/2024 
auch weiterhin eine jährliche Pflegeberichterstattung durchgeführt und kontinuierlich weiterent-
wickelt werden. 
 
5. Der Antrag A -R/0048/2023 „Quartiersbezogene Pflege stärken und ausbauen“ der CDU -
Ratsfraktion (Anlage 2) wurde inhaltlich im Pflegebedarfsplan 2024-2027 aufgegriffen. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es entstehen keine zusätzlichen Kosten und Folgekosten. 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
Die Zahl älterer und hochaltriger Menschen steigt stetig an. Perspektivisch wird diese Entwicklung 
noch durch die zahlenmäßig starke Generation der Babyboomer, die aktuell ins Rentenalter kommt, 
an Dynamik gewinnen. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass zukünftig immer mehr Menschen im 
Alter immer länger gesund und selbstständig bleiben, wird die Inanspruchnahme von Pflegeleistun-
gen dadurch weiter steigen. Die Pflegemodellrechnung von IT.NRW kommt zu dem Ergebnis, dass 
bis zum Jahr 2050 die Zahl der pflegebedürftigen Personen in Münster gegenüber dem Jahr 2021 um 
48,8 Prozent ansteigen wird.  
 
Gleichzeitig ist bereits bekannt, dass die Ausbildung von Nachwuchskräften die altersbedingten Aus-
tritte der Pflegenden nicht mehr lange kompensieren wird. Der DAK -Pflegereport 2024 sagt erste 
Kipppunkte ab Ende der 2020er Jahre voraus. Es gibt einen kontinuierlich steigenden Bedarf an Pfle-
ge- und Betreuungskräften bei gleichzeitig stagnierenden Personalressourcen.  Die professionelle 
pflegerische Versorgung kommt dadur ch zunehmend an ihre Grenzen. Bereits heute können nicht 
mehr alle Bedarfe bedient werden. Es ist davon auszugehen, dass gewohnte Versorgungsstandards 
perspektivisch nicht mehr aufrechterhalten werden können.  
Erschwerend kommen aus Sicht der Träger  von Pflegeleistungen insbesondere ein extremer wirt-
schaftlicher Druck - bedingt u.a. durch den Verhandlungsstau in den Pflegesatzverhandlungen - so-
wie ein hoher bürokratischer Aufwand hinzu. Aus der Konferenz Alter und Pflege wurde darauf hin-
gewiesen, dass neben dem Fachkräftemangel und den hohen Grundstücks- und Baukosten auch die 
hohen baulichen und bürokratischen Auflagen zu einer Verzögerung bzw. Verhinderung eines Aus-
baus der Pflegeinfrastruktur führten. Die Schaffung zusätzlicher Angebote gestalte sich zune hmend 
unattraktiv.  
 
Darüber hinaus stellen die steigenden Kosten der pflegerischen Versorgung bei gedeckelten Sach-
leistungen der Pflegekassen eine Herausforderung für Betroffene und Kommunen gleichermaßen dar.  
 
2. Zentrale Ergebnisse der kommunalen Pflegeplanung 
 
Die kommunale Pflegeplanung hat zu bewerten, inwieweit quantitativ und qualitativ ausreichende 
Angebote zur Verfügung stehen. In Münster besteht ein breites Angebot an pflegerischen Angeboten, 
das jedoch zunehmend an seine Grenzen gerät. Der aktuell e Pflegebedarfsplan kommt zu den fol-
genden Ergebnissen: 
 
 In Münster besteht aktuell und perspektivisch ein deutlicher Bedarf an zusätzlichen Angeboten 
mit umfassender Pflege. Hier ist für die Jahre 2024 bis 2027 mit einem zusätzlichen Bedarf in 
Höhe von 125 Plätzen zu rechnen. Dieser Zahl liegt die Annahme zugrunde, dass 84 Plätze 
durch bereits geplante bzw. noch zu erwartende neue Angebote realisiert werden können. 
Bedarf besteht dabei auch für Zielgruppen mit besonderen Versorgungsbe darfen wie junge

- 3 - 
V/0639/2024 
Pflegebedürftige, pflegebedürftige Personen mit Bedarf an geschützter Unterbringung sowie 
ältere Menschen mit Behinderung. 
 Die Versorgung mit T agespflegeeinrichtungen wird, die Umsetzung geplanter Einrichtungen 
eingeschlossen, als überwiegend gedeckt angesehen. Es bestehen nur noch vereinzelt räum-
liche Lücken.  
 Es gibt weiterhin einen Bedarf an ambulanten Pflegeleistungen. Die bestehenden ambulanten 
Pflegedienste können die Nachfrage nicht decken.  
 Im Bereich des Service-Wohnens wird ein weiterer Ausbau befürwortet.  
 
3. Temporäre Aussetzung der verbindlichen Bedarfsplanung 
 
Der Rat der Stadt Münster hat im Jahr 2015 die Einführung der verbindlichen Bedarfsplanung nach 
§ 7 Absatz 6 APG NRW für die vollstationäre Dauerpflege beschlossen. Die Förderung zusätzlicher 
stationärer Pflegeplätze wurde damit an das Vorliegen einer kommunalen Bedarfsbestätigung gekop-
pelt. Ziel war es, hierdurch eine zusätzliche Steuerungsmöglichkeit zu gewinnen und die kommunale 
Gestaltungsrolle zu stärken. Leitend war die Intention, einen weiteren Ausbau großer stationärer Ein-
richtungen zu verhindern und den Ausbau kleinteiliger, quartiersnaher Versorgungsangebote zu för-
dern. In der Folge wurden in den vergangenen Jahren keine zusätzlichen stationären Pflegeplätze 
geschaffen. 
 
Die kommunale Pflegebedarfsplanung kam dann jedoch im Jahr 2023 erstmals seit Einführung der 
verbindlichen Bedarfsplanung zum Ergebnis, dass ein Bedarf an (insgesamt 101) zusätzlichen statio-
nären Plätzen besteht. In diesem Fall besteht die rechtliche Verpflichtung, innerhalb von drei Monaten 
nach dem entsprechenden Rats beschluss eine Bedarfsausschreibung zu veröffentlichen (§ 27 APG 
DVO NRW).  Dies ist mit Veröffentlichung im Amtsblatt vom 26.01.2024 erfolgt. Im Ergebnis haben 
vier Träger ihr Interesse an de r Schaffung von insgesamt lediglich 29 zusätzlichen Plätzen erklärt. 
Eine kriteriengeleitete Auswahl zwischen den Anbietern war nicht möglich und erforderlich, da die 
Zahl der Interessenbekundungen die Zahl der ausgeschriebenen Plätze bei Weitem nicht erreicht hat. 
Eine kommunale Steuerungsmöglichkeit ist in einem solchen Fall nicht gegeben. Alle Träger, die ihr 
Interesse bekunden und die rechtlichen Vorgaben erfüllen, erhalten auch eine Bedarfsbestätigung.  
 
Es wird nach jetziger Einschätzung auf absehbare Zeit ein Bedarf an zusätzlichen stationären Pflege-
plätzen bestehen, sodass bei Beibehaltung der verbindlichen Bedarfsplanung jährlich eine neue Aus-
schreibung erfolgen müsste. Es ist jedoch auch für künftige Ausschreibungsverfahren zu erwarten, 
dass das In teresse an der Schaffung zusätzlicher stationärer Plätze aufgrund der schwierigen Rah-
menbedingungen insgesamt eher gering sein wird. Diese Erfahrungen haben auch andere Kommu-
nen gemacht. Bereits mit der Einführung des APG NRW im Jahr 2014 haben sich die Re finanzie-
rungsbedingungen für den Neubau stationärer Einrichtungen deutlich verschlechtert. Zwischenzeitlich 
wird die Neuerrichtung von Einrichtungen insbesondere aber durch den massiven und weiter zuneh-
menden Pflege(fach)kräftemangel begrenzt. Die ursprüngliche Intention der kommunalen Steuerung 
läuft damit ins Leere. 
 
Die im Rahmen der verbindlichen Pflegebedarfsplanung zwingend erforderliche Durchführung eines 
Ausschreibungsverfahrens erschwert den notwendigen Ausbau zusätzlicher stationärer Plätze unnö-
tig und verursacht sowohl aufseiten der Verwaltung als auch der Träger einen hohen bürokratischen 
Aufwand. Die Verwaltung schlägt daher vor, den erforderlichen Ausbau zusätzlicher stationärer Plätze 
bis auf Weiteres nicht mehr an das Vorliegen einer Bedarfsbestätigung zu koppeln und damit die örtli-
che Planung nicht mehr zur Grundlage für eine bedarfsabhängige Förderung zu machen. Die Res-
sourcen der kommunalen Pflegeplanung könnten damit wieder zielgerichteter eingesetzt werden. 
Sollte sich die Ausgangslage pe rspektivisch wieder verändern und ein Überangebot an stationären 
Plätzen drohen oder sich angesichts geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen eine andere Ein-
schätzung ergeben, so kann und sollte die verbindliche Pflegebedarfsplanung wieder eingeführt wer-
den.

- 4 - 
V/0639/2024 
Grundsätzlich wird eine kommunale Steuerung der pflegerischen Angebotsstruktur weiterhin für sinn-
voll und erforderlich erachtet. Hierfür müssten jedoch die Einflussmöglichkeiten der Kommunen ent-
sprechend gestärkt werden. 
 
4. Beratung in der Konferenz Alter und Pflege am 26.09.2024 
 
In der Sitzung der Konferenz Alter und Pflege am 26.09.2024 wurde eingehend über die Frage der 
kommunalen Steuerungsmöglichkeiten beraten (siehe Anlage 1 des Pflegebedarfsplans). Die Mitglie-
der stimmten dem von der Verwaltun g vorgeschlagenen Vorgehen zur Aussetzung der verbindlichen 
Bedarfsplanung unter der Voraussetzung zu, dass folgende Inhalte bei dem Ratsbeschluss berück-
sichtigt werden: 
 
 Die Stadt Münster bekennt sich weiterhin zu ihrer Verantwortung im Rahmen der Daseinsvor-
sorge und dem Ziel, eine koordinierende und steuernde Rolle bei der Planung präventiver und 
pflegerischer Versorgungsstrukturen in den Sozialräumen zu übernehmen. Das Positionspa-
pier des Städtetages „Zukunftsfeste Versorgung älterer und pflegebedürftige r Menschen in 
den Städten“, das eine Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflegeplanung fordert, wird 
ausdrücklich mitgetragen. 
 Die Pflegebedarfsplanung wird weiterhin regelmäßig durchgeführt und kontinuierlich weiter-
entwickelt. Eine Berichterstattung soll über das gesetzliche geforderte Mindestmaß einer „Ört-
lichen Planung“ im 2-Jahres-Rhythmus hinausgehen. 
 In enger Abstimmung mit der Konferenz Alter und Pflege sowie den politischen Gremien soll 
regelmäßig im Zusammenhang mit der Vorlage zur Pflegeberichterstattung geprüft werden, ob 
die Pflegebedarfsplanung wieder für verbindlich erklärt werden soll. Diese Feststellung soll 
fester Bestandteil des Pflegebedarfsplans werden. 
 
Der Pflegebedarfsplan 2024-2027 wurde daraufhin einstimmig angenommen. 
 
5. Antrag A-R/0048/2023 „Quartiersbezogene Pflege stärken und ausbauen“ 
 
Der Ratsantrag „Quartiersbezogene Pflege stärken und ausbauen“ greift im wesentlichen Bereiche 
auf, die im Rahmen der jährlichen Pflegebedarfsplanung thematisiert und diskutiert werden. 
 
Die Siche rstellung einer bedarfsgerechten Pflegeinfrastruktur zählt grundsätzlich zu den Aufgaben 
der kommunalen Pflegeplanung. Diese prüft daher kontinuierlich,  ob und gegebenenfalls welche 
Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Angeboten erforderlich sind. Zu den Instrumenten der Pfle-
geplanung gehören im Wesentlichen die regelmäßige Bestandsaufnahme und Bedarfsfeststellung im 
Rahmen der Pflegebedarfsplanung, die Beratung von Investoren und Trägern sowie die Zusammen-
arbeit mit der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege. 
 
Darüber hinaus wird das Sozialamt bei der Entwicklung von Baugebieten vom Stadtplanungsamt so-
wie im Zuge der Erstellung der Vermarktungskonzepte städtischer Grundstücke durch das Amt für 
Immobilienmanagement beteiligt und bringt frühzeitig soziale Bedarfe ein. 
 
Die Schaffung jeglicher zusätzlicher Pflegeangebote ist jedoch davon abhängig, dass diese nach Ein-
schätzung der Träger*innen wirtschaftlich zu betreiben sind und absehbar genug Personal zur Verfü-
gung stehen wird, um die Leistungen umzusetzen. Insbesondere der bestehende und sich noch wei-
ter verschärfende Pflege(fach)kräftemangel stellt den entscheidenden limitierenden Faktor beim Aus-
bau der Pflegeinfrastruktur dar. Bereits heute können die bestehenden Plätze in den pflegerischen 
Einrichtungen nicht immer voll belegt werden und auch die ambulante Versorgung ist an ihre Kapazi-
tätsgrenze gestoßen. 
 
Ziel der kommunalen Pflegeplanung ist und bleibt es, eine sozialräumlich orientierte pflegerische Ver-
sorgung der Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier 
relevante Infrastruktur soll in Zusammenarbeit mit Träger und Anbieter von Dienstleistungen, den 
zivilgesellschaftlichen Akteuren und der Stadt vor Ort gestaltet werden. Dem gewünschten und erfor-

- 5 - 
V/0639/2024 
derlichen Ausbau der Pflegeinfrastruktur sind jedoch aufgrund der oben beschriebenen Faktoren en-
ge Grenzen gesetzt.  
 
6. Ausblick 
 
Das gemeinsame Ziel aller Akteure ist eine bedürfnisgerechte, wohnortnahe Versorgung mit Pflege-
leistungen, die ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Es ist eine breite gesellschaftli-
che und politische Diskussion darüber erforderlich, wie die notwendige Pflege und Unterstützung ins-
besondere bei der steigenden Zahl älterer Menschen zukünftig noch gewährleistet werden kann. Dies 
kann nur im Zusammenwirken unterschiedlicher staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure und ein 
Bündel an präventiven Maßnahmen gelingen. 
Auch wenn die wesentlichen Rahmenbedingungen für die pflegerische Versorgung auf Landes- und 
Bundesebene gestaltet werden, können und müssen auf kommunaler Ebene insbesondere im Be-
reich der Prävention, Beratung und Quartiersentwicklung weiterhin Anstrengungen unternommen 
werden: 
Ein Ansatz ist der effiziente Einsatz von pflegerischen Ressourcen . Dies beinhaltet neue Organi-
sationsstrukturen, die Verbesserung von Zugängen, z.B. durch den „Marktplatz Ambulante Pflege 
Münster“, sowie die Einbeziehung von zusätzlichen Akteuren im Sozialraum, hin zu einer gemeinsa-
men Verantwortung, in der informelle und familiäre Netzwerke gemeinsam mit professionellen Anbie-
tern Strukturen schaffen, um die pflegebedürftigen Personen zu unterstützen. 
 
Ein weiteres Instrument sind Beratungsangebote und niedrigschwellige Zugänge zu pflegebedürfti-
gen Personen sowie ihren An - und Zugehörigen, um sie über Versorgungsmöglichkeiten aber auch 
Entlastungsangebote zu informieren. Neben dem „Infobüro Pflege“ und weiteren Fachberatungsstel-
len sind hier insbesondere die Sozialarbeit im Stadtteil und die präventiven Hausbesuche zu nennen. 
 
Eine weitere Herangehensweise ist das Hinauszögern der Pflegebedürftigkeit und die Stärkung 
von informellen Netzwerke. Hiermit sind insbesondere präventive Maßnahmen gemeint, die z.B. 
über Projekte der altengerechten, inklusiven Quartiersentwicklung und die Begegnungsstätten orga-
nisiert und angeboten werden. Die familiäre Pflege wird aufgrund niedrigerer Geburtenraten und hö-
herer Mobilität weitere zurückgehen, so dass Netzwerke durch Freunde und Nachbarschaften oder 
organisierte Genossenschaften an Bedeutung gewinnen. Hier gilt es, verlässliche Strukturen zu stär-
ken bzw. aufzubauen, die eine Zusammenarbeit der professionellen, ehrenamtlichen und informellen 
Pflege ermöglichen. Die Verwaltung strebt an, die Projekte der altengerechten, inklusiven Quartiers-
entwicklung, die Begegnungsstätten, die Beratung der Sozial-arbeit im Stadtteil sowie die präventiven 
Hausbesuche als bewährte Angebotsstrukturen zu sichern und sukzessive auszubauen sowie weitere 
innovative Ansätze zu entwickeln, um im Dreiklang von Pflegeplanung, Altenhilfeplanung und altenge-
rechter, inklusiver Quartiersentwicklung den Herau sforderungen einer älter werdenden Bevölkerung 
in den nächsten Jahren zu begegnen. 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
Anlage A 
Anlage 1: Kommunaler Pflegebedarfsplan 2024-2027 
Anlage 2: Antrag A-R/0048/2023

Anlage 2: Antrag A-R/0048/2023

5385 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0048/2023 
 
Münster, 26. Oktober 2023 
 
Ratsantrag 
 
 
Quartiersbezogene Pflege stärken und ausbauen 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
 Pflegebedürftige Menschen sollen in Münster so lange wie möglich zuhause bleiben können. 
Um den Verbleib in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen, werden passgenaue 
Pflegeangebote entwickelt und individuelle Unterstützungsmodelle gestärkt.  
 
 Auf Grundlage einer quartiersbezogenen Bestandsaufnahme über das vorhandene Angebot 
an Pflegediensten, Pflegeeinrichtungen, Tagespflege, Kurzzeitpflege und Servicewohnen 
(Betreutes Wohnen) werden kleinteilige Versorgungskonzepte entwickelt, um die dezentrale 
Pflege zu stärken. Die so ermittelten Bedarfe an relevanter Infrastruktur sollen in 
Zusammenarbeit der Träger und Anbieter von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen 
Akteure und der Stadt vor Ort gestaltet werden. 
 
 Eine Bestandsanalyse zeigt eine Überversorgung mit Vollstationären Pflegeplätzen im 
Stadtbezirk Mitte bei gleichzeitigen Defiziten in den Außenstadtbezirken (v.a. in den Bezirken 
Nord, Ost und Südost). Vom weiteren Ausbau zentral gelegener Pflegeeinrichtungen wird 
zugunsten von Einrichtungen in den Stadtteilen vorerst abgesehen. 
 
 Trotz einer ausreichenden Versorgung in Stadtbezirken gibt es auch Stadtteile, die bisher über 
keine oder nur geringe Vollstationären Pflegeplätze verfügen (z.B. Nienberge, Gremmendorf 
und Roxel). Die Verwaltung prüft, wie diese Stadtteile in die Versorgungslösung mit 
einbezogen werden können.  
 
 Die statistische Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit bei über 80jährigen liegt bei 
30 %, bei über 90jährigen bei 74 %. Nach der Kleinteiligen Bevölkerungsprognose 2030 gibt 
es Stadtteile mit einem besonders hohen Anteil von über 80jährigen Menschen (z.B. 
Stadtteile Hiltrup-Mitte, Kinderhaus-West und Handorf). Die Verwaltung prüft hier eine 
angemessene Versorgungssicherheit und macht Vorschläge.   
 
 Die „Verbindliche Bedarfsplanung“ gibt den Kommunen Steuerungsmöglichkeiten, um in die 
Gestaltung der lokalen Pflegeinfrastruktur regulierend eingreifen zu können. Die Verwaltung 
zeigt Wege auf, wie das Ziel von kleinteiligen stadtweit ausgeglichenen quartiersbezogene 
Wohn- und Pflegeangebote über die Ausschreibung als qualitatives Kriterium erreicht werden 
kann.   
 
 Für ein lebenslanges Wohnen im Quartier werden weitere Maßnahmen zur Stärkung des 
Ehrenamts in der Pflege entwickelt.  
 
 Im Alter nimmt das Quartier für die Menschen aufgrund körperlicher Einschränkungen, 
fehlender finanzieller Mittel und geringerer Aktionsradien an Bedeutung zu. Die

„altersgerechte Quartiersgestaltung“, d.h. die aktuelle und künftige Wohnsituation, das 
Wohnumfeld, die soziale Einbettung sowie die bedarfsgerechten sozialen und pflegerischen 
Unterstützungsangebote in den Quartieren sollten ermittelt und der Veränderungsbedarf 
dargestellt, Konzepte entworfen werden.  
 
 Zusammen mit den Anbietern vor Ort werden Sport und Bewegungsangebote in den 
Quartieren entwickelt, die zu einem aktiven und gesunden Leben bis ins hohe Alter beitragen 
können. 
 
 Die Verwaltung legt ein Finanzierungskonzept zur Umsetzung der beantragten Maßnahmen 
vor. 
 
 
Begründung 
 
Der Anteil der älteren Menschen in Deutschland wächst. Ein besonders starkes Wachstum 
verzeichnet die Gruppe der über 85-Jährigen. Im steigenden Alter nehmen chronische Erkrankungen, 
Multimorbidität und in der Folge auch Pflegebedürftigkeit zu. So wächst die Anzahl jener Menschen, 
die auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind.  
 
Dies stellt erhebliche Anforderungen an die Gestaltung der sozialen Infrastruktur, insbesondere an die 
Qualität und Quantität der Angebote zur Versorgung und Unterstützung älterer Menschen, sowie 
pflegebedürftiger Menschen, unabhängig von ihrem Alter und ihren Angehörigen.  
Ziel ist ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit einer hohen Versorgungssicherheit bis zum 
Lebensende. Dies bedeutet nicht nur die individuelle Lebenssituation in der Wohnung in den Blick zu 
nehmen. Genauso wichtig sind der Erhalt sozialer Teilhabe am Leben der Gemeinschaft und die 
Vermeidung sozialer Ausgrenzung, insbesondere in Folge von Altersarmut oder Vereinsamung. 
Es bedarf zukunftssicherer Lösungen, die in allen Bereichen von den Menschen hergedacht und 
gemeinsam mit ihnen gestaltet werden müssen.  
 
Eine Analyse der Versorgungssituation in den einzelnen Stadtbezirken zeigt, dass die stationäre 
Versorgungsquote in Münsters Stadtbezirken extrem unterschiedlich ist. Im Bezirk Mitte ist sie sehr 
gut (> 45%), in den Bezirken Nord, Ost und Südost hingegen nicht angemessen. 
 
Die CDU will die Quartiere entsprechend der gegebenen Bedarfe, Strukturen und Ressourcen so 
weiterentwickeln und ausgestalten, dass die Lebensqualität und die Gesundheit der dort lebenden 
Menschen gesichert und gesteigert werden. 
 
Der Weg geht von großen stationären Einrichtungen hin zu kleinteiligen und stärker auf die 
individuellen Bedarfe älterer Menschen angepassten Wohnformen, die in Quartiersstrukturen 
integriert sind, wozu auch neue Wohnformen zählen.  
 
Die für ein lebenslanges Wohnen im Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusammenarbeit der 
Träger und Anbieter von Dienstleistungen, der bürgerschaftlichen Akteure und der Stadt vor Ort 
gestaltet werden. 
 
Gez. Stefan Weber  
und Fraktion

Beratungsverlauf (7)

20.11.2024 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.11.2024 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
26.11.2024 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
27.11.2024 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
27.11.2024 Integrationsrat
TOP 5.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.12.2024 Hauptausschuss
TOP 34 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.12.2024 Rat
TOP 41 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (138)

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  • Taubenstraße 12
  • Hüfferstraße 20
  • Grevener Straße 248
  • Westfalenstraße 176
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  • Achtermannstraße 11
  • Mondstraße 104
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  • Mierendorffstraße 26
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  • Sprakeler Straße 47
  • Jahnstraße 67
  • Windthorststraße 7
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  • Gropiusstraße 7
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  • Am Berg Fidel 70
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  • Mecklenbecker Straße 133
  • Friedrich-Ebert-Straße 17
  • Gustav-Freytag-Straße 2
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  • Andreas-Hofer-Straße 70
  • Sankt-Mauritz-Freiheit 52
  • Scharnhorststraße 4
  • Manfred-von-Richthofen-Straße 45
  • Robert-Koch-Straße 55
  • Prins-Claus-Straße 56
  • Steinfurter Straße
  • Busso-Peus-Straße
  • Schmeddingstraße 115
  • Henny-Uhlmann-Weg
  • Handorfer Straße 24
  • Clemens-August-Platz 8a
  • Gremmendorfer Weg 44
  • An der Alten Kirche 5
  • Hittorfstraße 10
  • Sentruper Höhe
  • Am Berler Kamp 146
  • Otto-Hersing-Weg
  • Haus Angelmodde 2
  • Krumme Straße 39
  • Westhoffstraße 140
  • Nachtigallenweg 25
  • Wilkinghege 55
  • Kirschgarten 28a
  • Welsingheide 10
  • Gasselstiege 13
  • Gartenbreie 62
  • Coerdestiege 69
  • Brüningheide 75
  • Am Lohausbach
  • Annette-Allee 20
  • Im Moorhock 56
  • Düesbergweg 143
  • Meckmannweg 74
  • Stratmannweg 23
  • Dingbängerweg 31
  • Twenhövenweg 18
  • Pluggendorf 138
  • Kinderhaus 17
  • Feldstiege 100
  • Steinkuhle 18
  • Wiengarten 32
  • Lühnstiege 2
  • York-Ring 1
  • Wersewinkel 1
  • Düesberg 123
  • Werse
  • Neutor 11

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Details

Aktenzeichen
V/0639/2024
Typ
Vorlagen
Datum
22.10.2024
Erstellt
11.10.2024 12:56