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V/0926/2006

Hilfen zur Erziehung - Entwicklung und Ausbau frühzeitiger Präventionsangebote

Vorlage 07.12.2006

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 21.02.2007, TOP 14

Anlage 2 - GAL-Antrag "Alle Chancen für Kinder"

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Ansehen

Anlage 4 - SPD-Antrag "Vorschulische Sprachförderung"

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 - CDU-Antrag "Präventive Hilfen"

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Ansehen

Anlage 3 - CDU/FDP-Antrag "Trägerübergreifendes Forum"

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Ansehen

Anlage 2 - GAL-Antrag "Alle Chancen für Kinder"

4979 Zeichen

02.05.2005 Antrag 
 
„Alle Chancen für Kinder von 
Anfang an!“ 
 Bündnis 90/Die Grünen/GAL
Ratsfraktion Münster 
  
 Bremer Str. 54 
48155 Münster 
 
Fon: 0251 / 8 99 58 10 
Fax: 0251 / 8 99 58 15 
gruene.ratsfraktion@muenster.de 
www.gruene-muenster.de 
 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
1. Die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe werden 
weiterentwickelt. Dabei werden die Ziele verfolgt: 
• frühe Hilfen anzubieten, um später notwendige Intervention zu 
vermeiden (aufsuchen statt abwarten), 
• neue Kontakte und neue Zugangswege zu Familien und ihren 
Problemen zu schaffen 
• niedrigschwellige Angebote zu schaffen und die Öffnung 
sozialer Einrichtungen für entsprechende Angebote zu 
befördern, 
• eine gezielte Vernetzung und  Kooperation der verschiedenen 
Hilfesysteme im Stadtteil unter Einbeziehung und Nutzung 
vorhandener Ressourcen und Angebote (nicht nur 
professionelle Dienste) vorantreiben, 
• innovative, qualifizierte, sozi alräumlich angelegte soziale Arbeit 
für Familien zu entwickeln, 
• die Initiierung und Stärkung eigener Ressourcen 
(Empowerment) der Familien mit zu unterstützen. 
 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt:  
 
• Die verschiedenen sozialräumlich angelegten Projekte früher 
Hilfen für Familien im Sinne „sozialer Frühwarnsysteme“ in 
Münster darzustellen. Dabei sollen die an den Projekten 
beteiligten Träger und die Art der Beteiligung benannt werden. 
 
• Den möglichen Bedarf in den jeweiligen Bezirken an weiteren 
Projekten und/oder Projektideen zu benennen und 
darzustellen, welche (konkreten) Pläne zur Ausgestaltung 
bestehen. 
 
 
• Bei der Entwicklung von Projektideen insbesondere 
biographische Übergänge wie Familiengründung (sehr junge 
 1

Elternschaft, Alleinerziehend) oder der Eintritt in den 
Kindergarten oder die Einschulung zu berücksichtigt unter 
Einbeziehung des Themas Migration und 
geschlechterbezogener Themen etc.. Die Projekte sollen aus 
dem jeweiligen Stadtteil heraus unter Beteiligung der 
Betroffenen mit den dort vorhandenen Ressourcen entwickelt 
werden. 
 
• Gemeinsam mit entsprechenden Trägern und Vereinen zu 
prüfen, inwieweit Formen  bürgerschaftlichen Engagements, 
wie z.B. Patenschaften einbezogen werden können. 
 
 
 
Begründung: 
 
Krisen wie Arbeitslosigkeit und Armut, Beziehungs- und 
Generationsprobleme, Gewalt und Hilflosigkeit belasten und überfordern 
viele Familien. Dieses wirkt sich  nachteilig auf deren Lebenssituation, die 
gesellschaftliche Teilhabe und Integration sowie die  
Entwicklungschancen ihrer Kinder aus.  
 
Es gibt in Münster ein ausdifferenziertes System an Hilfen für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Außerdem wurde mit der sozialräumlichen 
Orientierung des KSD ein wichtiger Schritt getan. Dennoch gestaltet sich 
die frühe Erkennung riskanter Lebenssituationen und Entwicklungen nach 
wie vor oft  schwierig. Die Hintergründe sind vielfältig. Individuelle 
Hintergründe können z.B. Überforderung in Erziehungsfragen, 
gesundheitliche Probleme,  Gewalterfahrungen in der Familie, Alkohol-, 
Drogenproblematik seitens der Eltern etc. sein. Die Lebenslage der 
Familie kann aufgrund von sozialen und ökonomischen Faktoren prekär 
sein (fehlende Unterstützung aus dem sozialen Umfeld, beengte 
Wohnverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Schulden, Bildungsferne etc.). Die 
Familien erhalten oder nehmen oft erst Hilfe in Anspruch, wenn sich die 
Probleme manifestiert haben.   
 
In der Regel entstehen Probleme/Krisen nicht von heute auf morgen. 
Hilfen müssen Eltern und Kinder frühzeitig erreichen und da ansetzen, wo 
die Familien leben - in ihrem Stadtteil. Daher muss die Entwicklung der 
Hilfen auch aus dem Stadtteil heraus erfolgen. 
 
Strukturierte und verlässliche Kooperationen zwischen Fachkräften 
öffentlicher und freier Träger von Kinder und Jugendhilfeeinrichtungen, 
des Gesundheitswesens und anderer Angebote für Familien im 
Sozialraum können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, riskante 
Lebenslagen frühzeitig zu erkennen und entsprechende frühe Hilfen 
anzubieten, damit größere Probleme gar nicht erst entstehen.  
 2

Das Ministerium für Gesundheit Soziales, Frauen und Familie NRW 
fördert die Gründung sozialer Frühwarnsysteme, indem es nach der 
modellhaften Erprobung an sechs Standorten (Bielefeld, Dortmund, 
Emmerich, Herne, Essen und Kreis Siegen-Wittgenstein) in NRW das in 
Münster ansässige Institut für soziale Arbeit beauftragt hat, als 
Servicestelle für interessierte Kommunen und Träger der Kinder-, Jugend- 
und Familienhilfe zur Verfügung zu stehen und sie beim Aufbau 
passgenauer Hilfen zu unterstützen. 
 
„...um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ (Afrikanisches 
Sprichwort) 
 
 
gez. Jutta Möllers 
gez. Helga Bennink 
gez. Wilhelm Breitenbach 
gez. Christof Hoffmann 
gez. Manfred Kehr 
gez. Hery Klas 
gez. Maria Klein-Schmeink 
gez. Jörn Möltgen 
gez. Carsten Peters 
gez. Tim Rohleder 
gez. Ilse Schleef 
gez. Claudia Scholz 
gez. Dr. Rita Stein-Redent 
gez. Brigitte von Schoenebeck
 
 3

Anlage 4 - SPD-Antrag "Vorschulische Sprachförderung"

6074 Zeichen

Antrag  
 
 
03.05.2005 
 
 
 
 
 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster 
 
 
 
Münzstr. 15 
48143 Münster 
Telefon: 0251/ 45 314 
Fax: 0251/ 511 750 
mail: spdfrak@muenster.de  
Internet: www.spd-muenster.de  
Keine Schultüte ohne Deutschstunde – 
Vorschulische Sprachförderung für jedes Kind  
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1) Für alle 
 Kinder, die bis zum Alter von vier Jahren - unter Umständen auch 
früher - noch nicht über die nötige Sprachkompetenz  verfügen, wird eine 
gezielte Sprachförderung angeboten. 
 
2) Kinder aus Migrantenfamilien, die Deutsch als Zw eitsprache erlernen, sollen 
dabei besonders berücksichtigt werden.  
 
3) Zusätzlich zur Förderung dieser Kinder werden di e Eltern in die 
Sprachförderung mit einbezogen. Sie erhalten bei Sp rachproblemen in 
möglichst enger Zusammenarbeit mit den Kindertagess tätten das Angebot 
eines Sprachförderkurses. 
 
4) In jeder Betreuungsgruppe einer Kindertagesstätt e wird mindestens eine 
pädagogische Fachkraft speziell fortgebildet.  
 
5) Die Verwaltung erarbeitet unter Berücksichtigung  der zur Verfügung 
stehenden Landesmittel ein Finanzierungskonzept, mi t dem die Bedarfe 
abgedeckt werden können. 
 
 
Begründung:  
 
Viele Kinder in Münster – Migrantenkinder, aber auc h deutsche Kinder – besitzen 
nicht den Schlüssel um in Schule und Gesellschaft e rfolgreich bestehen zu können. 
Kinder ohne hinreichende Kenntnisse in der Schulspr ache Deutsch sind vom 
Kindergarten über die Schule bis hin zum Beruf erhe blich in ihrer individuellen 
Entwicklung benachteiligt. Der schulische Misserfol g verbunden mit demotivierenden 
Effekten ist damit oftmals vorprogrammiert. 
 
Gerade für Migrantenkinder, die häufig bereits Schw ierigkeiten mit gesprochenem 
Deutsch haben, stellt der Erwerb der darauf aufbaue nden Schriftsprache eine 
besondere Hürde dar. Damit Kindern, die nicht über die notwendigen

Sprachkompetenzen verfügen, dennoch ähnliche Bildun gschancen eröffnet werden 
können wie nicht benachteiligten Kindern, muss früh zeitig  eine gezielte sprachliche 
Förderung der gesprochenen und geschriebenen (Zweit -)Sprache einsetzen. Nur so 
erhalten die Kinder Zugang zum Wissen über die Welt und zur Kultur. 
 
Heute ist bekannt, dass das günstigste Zeitfenster für das Erlernen der Sprache weit 
vor der Einschulung liegt. Je frühzeitiger eine Spr achförderung bei Kindern einsetzt, 
desto effektiver sind die Maßnahmen und desto kürze r ist in der Regel der 
notwendige Förderzeitraum. Der Eintritt in eine Ein richtung markiert dabei den 
Beginn der individuellen Bildungslaufbahn eines Kin des und ist auch der Zeitpunkt, 
ab dem Kinder – unabhängig vom Engagement ihrer Elt ern – an einer öffentlichen 
Maßnahme teilnehmen können. Die Schwerpunkte der Sp rachförderung müssen 
daher auf die Vorschulzeit – und damit in die Kindertagesstätte – gelegt werden. 
 
Im Jahr 2003 (Zahlen von 2004 liegen noch nicht vor ) konnten in Münster für 28 
Gruppen spezielle Sprachförderprogramme erfolgreich , d.h. für die Kinder 
gewinnbringend, durchgeführt werden. Leider konnten  jedoch nicht alle 
förderungsbedürftigen Kinder berücksichtigt werden,  da die finanziellen Mittel nicht 
ausreichten. Deshalb sollte ab 2005 durch die Mitfi nanzierung der Stadt Münster 
allen Kindern ab vier Jahren, ggf. bei Bedarf auch früher (z.B. Migrationshintergrund), 
ein spezielles Sprachförderprogramm angeboten werde n. Das Land NRW stellt 
jährlich 7,5 Millionen Euro für vorschulische Sprac hkurse zur Verfügung. Diese 
Anstrengungen des Landes müssen durch kommunale Mit tel sinnvoll unterstützt und 
ergänzt werden. Mit der finanziellen Beteiligung du rch die Stadt sollte es möglich 
sein, in Münster alle Bedarfe auch abzudecken.  
 
Sinnvoll und notwendig ist ebenfalls die intensive Einbeziehung der Eltern in die 
Sprachfördermaßnahmen. Durch die Einbeziehung der E ltern wird die 
Sprachentwicklung der Kinder unterstützt und innerh alb der Familie aufgewertet. 
Zudem gehören gesellschaftliche Integration und spr achliche Förderung untrennbar 
zusammen. Integration benötigt den Erwerb sprachlic her Fähigkeiten zur 
kommunikativen Teilnahme am gesellschaftlichen Lebe n. Ziel kann nicht nur die 
Integration der Kinder, sondern muss die Teilhabe d er ganzen Familie an der 
Gesellschaft sein. 
 
Durch die Gewährleistung von speziellen Fortbildung en in den Bereichen 
Sprachförderung und Methodik für mindestens eine Er zieherin/ einen Erzieher in 
jeder Betreuungsgruppe in den Kindertagesstätten so ll das Sprachverhalten aller 
Kinder in den Betreuungsgruppen differenziert und s ystematisch beobachtet, erfasst 
und ausgewertet werden. Darüber hinaus stellen die speziell fortgebildeten 
Fachkräfte pädagogische Angebote zur Erhöhung der S prachlernmotivation und zur 
Erweiterung der Sprachkompetenz zur Verfügung. 
 
Wenn bei den obligatorischen Sprachstandserhebungen  im Herbst des Jahres vor 
der Einschulung erhebliche Defizite festgestellt we rden, erhalten alle Kinder, die bis 
zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die notwendige Sprachkompetenz in der 
Bildungssprache Deutsch verfügen, eine Sprach-Inten siv-Förderung. Dazu werden 
die bereits vorhandenen Angebote des Amtes für Schu le und Weiterbildung 
bedarfsdeckend fortgeführt. Dabei wird gleichzeitig mit Vorbereitungsmaßnahmen für 
den Schriftspracherwerb begonnen, um den Übergang i n die Schule zu erleichtern.

Diese Intensiv-Förderung zwischen Schulanmeldung un d Einschulung wird bei 
Bedarf auch während der anschließenden Grundschulzeit weiter fortgeführt. 
 
Allen verantwortlichen Akteuren sollte bewusst sein: die präventiven Maßnahmen, für 
die jetzt finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt  werden müssen, zahlen sich für alle 
 
längerfristig aus. 
 
 
Anne Schulze Wintzler  Marianne Hopmann  Karsten Ra hn 
Anne Hakenes   Ralf Hubert   Udo Reiter 
Wolfgang Heuer   Michael Jung  Moritz von Schmeling  
Alexander Bercht   Marianne Koch  Joachim Tonn 
Anika Bergner   Gaby Kubig-Steltig  Beate Vilhjalms son 
Philipp Gabriel   Kurt Pölling   Holger Wigger 
Beanka Ganser

Beschlussvorlage

30342 Zeichen

V/0926/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - V 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Hilfen zur Erziehung - Entwicklung und Ausbau frühzeitiger Präventionsangebote sowie Aufbau 
eines sozialen Frühwarnsystems im Stadtteil Coerde 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
16.01.2007 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 
23.01.2007 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
23.01.2007 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 
24.01.2007 Ausländerbeirat Anhörung 
31.01.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
21.02.2007 Hauptausschuss Vorberatung 
21.02.2007 Rat Entscheidung
 
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, das nachfolgend beschriebene Erziehungshilfeprojekt ab 
Beginn des Jahres 2007 in Coerde für drei Jahre als Modell, mit der Zielsetzung der 
Entwicklung und dem Ausbau frühzeitiger Präventionsangebote sowie dem Aufbau eines 
sozialen Frühwarnsystems, umzusetzen. 
 
2. Der Rat stimmt zu, dass für den Stadtteil Coerde eine Koordinationsstelle (1,0 Stelle) für 
eine/-n Dipl. Sozialarbeiter/-in bzw. eine/-n Dipl. Sozialpädagogin/-en befristet für drei Jahre 
(2007-2009) eingerichtet wird. Die Stelle wird in zwei 0,5 Stellen aufgeteilt. Eine 0,5 Koor-
dinationsstelle wird im Kommunalen Sozialdienst, Bezirk Nord befristet eingerichtet. Die 
zweite 0,5 Koordinationsstelle soll bei einem freien Träger im Sozialbezirk Coerde angesie-
delt werden. Sie wird im konsensualen Verfahren in Rückkopplung zum Arbeitskreis Coer-
de besetzt. Sinnvoll ist hier, eine zentral tätige Fachkraft aus dem Stadtteil auszuwählen. 
Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem ausgewählten Träger eine Leistungsvereinbarung 
abzuschließen. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0926/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Heintze 
Frau  Thesing 
Ruf: 
492 51 57 
492 58 76 
E-Mail: 
HeintzeO@stadt-muenster.de  
ThesingS@stadt-muenster.de 
Datum: 
21.11.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0926/2006 
 
3. Der Rat stimmt zu, dass die anfallenden Personalkosten und die weiteren Projektmittel für 
zunächst drei Jahre (2007 – 2009) mit 60.000 € jährlich aus Haushaltsmitteln der Hilfen zur 
Erziehung (HH St. 4551.770.0000.X) aufgewendet werden. Dies ist möglich, da durch den 
präventiven Ansatz des Projektes Einspareffekte im Bereich der kostenintensiven Hilfen zur 
Erziehung erwartet werden. 
 
4. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung im Ausschuss für Kinder, Jugendliche 
und Familien in jährlichen Abständen über das Erziehungshilfeprojekt in Coerde berichtet. 
 
5. Mit der Beschlussfassung zu dieser Vorlage sind die Anliegen folgender Anträge in Bezug 
auf den Sozialraum Coerde aufgegriffen worden: 
• den Antrag der CDU-Fraktion „Präventive Hilfen zur Erziehung“ vom 22.02.2005 (Anlage 1), 
• den Ratsantrag der Fraktion Bündnis 90/GAL „Alle Chancen von Anfang an!“ vom 
02.05.2005 (Anlage 2), 
• den Ratsantrag der CDU-Fraktion und FDP-Frak tion „Trägerübergreifendes Forum zur Ko-
ordinierung und Bündelung der Angebote schaffen“ vom 01.02.2005 (Anlage 3) und 
• den Ratsantrag der SPD-Fraktion "Keine Schultüte ohne Deutschstunde - vorschulische 
Sprachförderung für jedes Kind“ vom 03.05.2005 (Anlage 4). 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass in den Haushaltsjahren 2007 bis 2009 Kosten von 60.000 € jähr-
lich für Personal und Projektmittel entstehen.  
 
Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt über Veränderungsblätter im Entwurf des Haushaltplans 
2007 zu veranschlagen: 
 
Ausgaben 
 
Haush.- 
stelle 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
4551.760.9000.7 Präventionsprojekt Coerde 2007-
2009 
je 60.000 € neue HHSt. 
4551.770.0000.X Heimerziehung, betreute 
Wohnform, Abklärung 
2007-
2009 
je -60.000 €1 Reduzierung 
HH-Ansatz 
 
 
Begründung: 
 
1. Anlass 
 
Alle Kommunen stehen heute vor der Herausforderung, unter gewandelten gesellschaftlichen Be-
dingungen bei gleichzeitiger Verknappung öffentlicher Mittel dem Auftrag der Kinder- und Jugend-
hilfe effektiv nachzukommen. 
 
Ausgehend von dieser Prämisse sowie den Anträgen der Ratsfraktionen aus 2005 – insbesondere 
• dem Antrag der CDU-Fraktion „Präventive Hilfen zur Erziehung“ vom 22.02.2005, 
                                                
 
1 Einsparung im Bereich der kostenintensiven Hilfen zur Erziehung. Wie in der Vorlage „Controlling im Be-
reich der Hilfen zur Erziehung“ vom 20.05.2005 (Vorlage 0421/2005) ausgeführt, ist es Ziel des Amtes für 
Kinder, Jugendliche und Familien, die Kosten für stat ionäre und teilstationäre Unterbringungen durch den 
verstärkten Einsatz kostengünstiger ambulanter und pr äventiver Maßnahmen konstant zu halten und mittel-
fristig zu senken.

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V/0926/2006 
• dem Ratsantrag der Fraktion Bündnis 90/GAL „Alle Chancen von Anfang an!“ vom 
02.05.2005  
sowie u. a.  
• dem Ratsantrag der CDU-Fraktion und FDP-Fraktion „Trägerübergreifendes Forum zur Ko-
ordinierung und Bündelung der Angebote schaffen“ vom 01.02.2005 wie auch  
• dem Ratsantrag der SPD-Fraktion "Keine Schultüte ohne Deutschstunde - vorschulische 
Sprachförderung für jedes Kind“ vom 03.05.2005 –  
hat sich die Verwaltung intensiv mit neuen Präventivstrategien in der Kinder- und Jugendhilfe und 
entsprechenden Ansätzen in anderen Kommunen auseinandergesetzt (vgl. Beschlussvorlage 
„Familien stärken, Eltern im Fokus präventiver Angebote – Ein dreijähriges Modellprojekt“ Vorlage 
0342/2005).  
 
Die Auseinandersetzung mit Präventionsstrategien in Verbindung mit der Analyse sozialräumlicher 
Bedarfe hat beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien dazu geführt, in Zusammenarbeit mit 
dem Gesundheitsamt den Rahmen für ein Präventionskonzept für Coerde zu entwickeln. In den 
nächsten Jahren sollen hier modellhaft Ideen und Ansätze entwickelt und ausprobiert werden. Die 
Ergebnisse und Erfahrungen werden durch ein fachliches Controlling ausgewertet und auf eine 
mögliche Übertragbarkeit auf andere Sozialräume hin überprüft. 
 
2. Ausgangslage 
 
2.1 Ansatzpunkt 
 
Es gibt vier Koordinaten, in deren Feld präventive Angebote verortet werden können. Präventive 
Angebote können bei den Eltern
 oder bei den Kindern ansetzen. Sie können entweder in der Fami-
lie, das heißt Zuhause , oder außerhalb der Familie  stattfinden. Ein wesentlicher Ansatzpunkt zur 
Erreichung der Kinder und ihrer Eltern sind die im Sozialraum tätigen Fachkräfte. 
 
Präventionskonzepte müssen sich an den sozialräumlichen Gegebenheiten und den Lebenslagen 
der Familien vor Ort ausrichten. Das heißt, hier sind die Bedarfe der Familien sowie das Potenzial 
der Eltern ausschlaggebend.  
 
Ein Präventionskonzept sollte sich langfristig auf alle zentralen Unterstützungs- und Versorgungs-
systeme im Sozialraum beziehen und sie in di e Präventionsstrategie einbinden (u. a. Gesund-
heitsbereich, Soziales, Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe). 
 
Wichtig ist, dass das Präventionskonzept ein Gesamtkonzept darstellt. Die Zielgruppe präventiver 
Aktivitäten sollte mit verschiedenen Ansätzen im Laufe der Zeit immer wieder erreicht werden, um 
die Wirksamkeit der Aktivitäten zu erhöhen. Daher sollte in Präventionsketten gedacht werden, die 
sich an den Lebenslinien der Familien orientieren (z. B. werden die gleichen Familien über die Zeit 
mit einer Einrichtung der Kindertagesbetreuung (Kita), Grundschule und weiterführender Schule im 
Kontakt sein). Es hat sich herausgestellt, dass kurzfristig erfolgreiche Interventionen bei fehlendem 
Anschluss weiterer Unterstützungsangebote mit der Zeit ihre Wirkung verlieren (z. B. ist eine Ver-
besserung der Sprachfähigkeit nur durch regelmäßiges Einüben aufrecht zu erhalten). 
 
Auf Grund von Ressourcen- und Steuerungsüberlegungen ist es sinnvoll, sich zunächst auf eine 
Altersgruppe zu begrenzen und sich erst in späteren Schritten weiteren Altersgruppen zuzuwen-
den. Als erste Zielgruppe für das Präventionsprojekt in Coerde wurden daher Familien mit Kindern 
zwischen 0 und 6 Jahren ausgewählt
2. Frühe Hilfen – im präventiven Sinn – sind hier alle Maß-
nahmen für Kinder, Eltern und Familien, die dazu beitragen, die Entwicklungsbedingungen von 
Kindern zu verbessern. 
 
                                                 
2 Ausnahme hierbei bildet der Baustein V: Verbesserung des Gesundheitsstatus (Projekt: „Kitas und Schule 
bewegen…“)

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V/0926/2006 
2.2 Bedarfe in Coerde 
 
Der Stadtteil Coerde wurde für die Entwicklung eines Präventionskonzeptes ausgewählt, da hier 
die Bedarfe besonders ausgeprägt sind. Dies wird eindringlich durch die Daten der Jugendhilfepla-
nung und die Daten der Schuleingangsuntersuchung belegt. 
 
Im Stadtteil Coerde leben aktuell 9.888 Einwohner. Mit insgesamt 2.658 Kindern und Jugendlichen 
im Alter von 0 bis 20 Jahren ist diese Bevölkerungsgruppe im Stadtteil mit einem Anteil von rund 
27% besonders stark vertreten; davon weisen 469 Kinder und Jugendliche (rund 18 %) eine Migra-
tionsvorgeschichte auf
3. Insgesamt 691 Kinder und Jugendliche (31 %) der Kinder und Jugendli-
che im Alter von 0 bis 18 Jahren wachsen in Haushalten Alleinerziehender auf. Der stadtweite 
Wert liegt bei durchschnittlich 23 %. Mit knapp 37 % stellt der Anteil der Kinder, die von der Grund-
schule zur Hauptschule wechseln, stadtweit den zweithöchsten Wert dar. Der Durchschnittswert 
für die gesamte Stadt lag in 2005/2006 bei 14,6 %.  
 
Der Anteil der Familien, die eine Hilfe zur Erziehung erhalten, liegt im innerstädtischen Vergleich 
eklatant über dem gesamtstädtischen Durchsc hnittswert. Auch die Anzahl der beim Familienge-
richt beantragten Eingriffe in die elterliche Sorge ist überdurchschnittlich. 
 
Die Schuleingangsuntersuchungen des Gesundheitsamtes belegen, dass bei circa 63 % der un-
tersuchten Kinder aus Coerde die Sozialressourcen auf einer dreistufigen Skala (gering, mittel, 
hoch) als gering zu bewerten sind. Dieser Wert li egt im gesamten Stadtgebiet bei durchschnittlich 
17 %. Im Folgenden sind einige besonders markante Ergebnisse der Auswertung aufgelistet: 
• 70 % der Mütter haben nach der Geburt keine Hebammenbetreuung.  In den übrigen 
Stadtbezirken von Münster ist die Zahl überwiegend umgekehrt. Hier liegt die Hebammen-
betreuungsquote nach der Geburt bei 63 %. 
• 42% der Kinder aus Coerde sind nicht bei allen empfohlenen neun Vorsorgeuntersu-
chungen gewesen. 20% der Kinder weisen mit weniger als 8 Vorsorgen sogar erheblich 
lückenhafte Vorsorgeuntersuchungen auf. Bei den übrigen Bezirken weisen dagegen 20% 
Lücken und 8% erhebliche Lücken im Vorsorgestatus auf. 
• Bei cirka 17% der untersuchten Kinder kann von der Notwendigkeit der Deutschför-
derung ausgegangen werden. Dieser Wert liegt bei den übrigen Stadtbezirken bei cirka 
8%. 
• Ca. 31% der Kinder ohne
 Migrationsvorgeschichte weisen ein unterdurchschnittli-
ches Sprachniveau auf. Für die übrigen Stadtbezirke liegt dieser Wert bei ca. 11%. 
 
Des Weiteren gibt es zur Gesundheitssituation der Kinder teilweise überproportional hohe Werte 
bezogen auf den mangelnden Status wie z. B. in den Bereichen der Zahngesundheit und dem 
Körpergewicht. 
 
Es ist festzustellen, dass die Lebenslagen vieler Familien in Coerde durch eine schwierige soziale 
und ökonomische Ausgangslage geprägt sind, die unmittelbare Auswirkungen auf die Gesund-
heitsvorsorge, den Förderungsstatus der Kinder und deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben 
haben.  
 
Die Ergebnisse der Erhebung der Schuleingangsuntersuchungen (2001-2005) werden aus schul-
ärztlich-sozialpädiatrischer Sicht wie folgt resümiert: 
 
„Prävention bzw. Förderung von Gesundheit im Stadtteil Coerde 
• 
ist in erster Linie keine medizinische Fragestellung,  
• bedeutet in erster Linie Förderung der ‚sozialen Gesundheit‘,  
• muss die Besserung zahlreicher ‚Symptome‘ zum Ziel haben, 
• darf trotzdem nicht ‚symptomorientiert‘ erfolgen, 
                                                 
3 Ergänzend belegen die Daten der Schuleingangsuntersuchung, dass ca. 57 % der untersuchten Kinder 
mindestens einen Elternteil mit Migrationsvorgeschichte haben

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V/0926/2006 
• bedarf eines multidisziplinären Ansatzes, 
• erfordert gute Konzepte und eine gute Evaluation, da u. U. erhebliche Mittel erforderlich 
werden.“ 
 
2.3 Handlungsbedarf 
 
Coerde verfügt über eine ausgeprägte und vielfältige Angebotsstruktur im Bereich der Kinderta-
gesbetreuung, der Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, der Hilfen zur Erziehung, der Fa-
milienbildung, der Offener Ganztagsschulen im Pr imarbereich, der Beratungsstellen und weiteren 
sozialen Dienstleistungen. 
 
Die vor Ort tätigen Träger sind sehr engagiert und immer wieder auf der Suche nach neuen We-
gen. Insbesondere sind hier die Aktivitäten des Trägerübergreifenden Forums zu benennen, des-
sen Ziele sich ebenfalls in diesem Projekt bündeln und wiederfinden. 
 
Es wird schon viel getan. Dennoch sind die erhobenen Werte (siehe 2.2) trotz der vielen Akteure 
und Ressourcen aus den unterschiedlichen Bereichen wie Schule, Gesundheitshilfe oder auch der 
Kinder- und Jugendhilfe kritisch. Sie weisen deutlich auf die Fördernotwendigkeiten im Stadtteil 
hin. Diese Betrachtung führt zu dem Schluss, einen neuen Weg zu erproben, der das Vorhandene 
kooperativ einbezieht, aber auch neue Strategien im Rahmen eines Netzwerks wirkungsorientiert 
generiert.  
 
Für die Entwicklung eines Präventionskonzepts für Münster hat sich das Amt für Kinder, Jugendli-
che und Familien u. a. mit Präventionsansätzen aus anderen Kommunen auseinandergesetzt. Be-
sonders überzeugend war ein Präventionskonzept aus Monheim. Das Modellprojekt „MO.KI – 
Monheim für Kinder“ wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. erhielt es 2004 den deutschen Präven-
tionspreis (www.deutscher-praeventionspreis.de).  
 
Aufbauend auf den Strukturen vor Ort, den Aktivitäten der Stadtteilakteure sowie Anregungen aus 
dem Präventionskonzept aus Monheim hat die Stadt Münster ein Präventionskonzept für Coerde 
entwickelt. 
 
3. Ziel des Präventionskonzepts 
 
3.1 Ziellinien 
 
Das Präventionskonze
pt für den Stadtteil Coerde hat zwei Ziellinien: erstens die Entwicklung und 
den Ausbau frühzeitiger Präventionsangebote  sowie zweitens den Aufbau eines sozialen Früh-
warnsystems. Die einzelnen Ansatzpunkte des Präventionskonzeptes sind: 
 
• die Entwicklung bedarfsgerechter und frühzeitiger Präventionsangebote für Kinder und 
deren Familien, die aufgrund nachgewiesener Belastungsfaktoren einer erhöhten Wahr-
scheinlichkeit ausgesetzt sind, Erziehungshilfe zu benötigen, 
• der  Ausbau präventiver Angebote  für Kinder im Sinne einer bedarfsgerechten und quali-
tativ hochwertigen institutionellen Tagesbetreuung (Kitazeit ist Bildungszeit), 
• die Durchführung von Maßnahmen der Elternberatung und Elternbildung zur Ressour-
censtärkung von Familien, 
• das Erkennen riskanter Problemlagen und die Entwicklung angemessener Handlungs-
schritte im Sinne eines Sozialen Frühwarnsystems, 
• die Koordination und Vernetzung von bereits existierenden Angeboten sowie Anregung 
und Unterstützung von „neuen“ Initiativen.

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V/0926/2006 
 
3.2 Zielgruppe 
 
Ausgehend von der Prämisse, dass Prävention möglichst frühzeitig ansetzen muss, um eine mög-
lichst große Wirkung entfalten zu können, sind in einem ersten Schritt die Familien in Coerde mit 
Kindern im Alter von 0-6 Jahren Zielgruppe des Konzepts. 
 
Kann das Konzept seine Wirksamkeit nachweisen, ist es sinnvoll, über die Erweiterung der Ziel-
gruppe auf Familien mit Kindern im Grundschulalter nachzudenken. Präventive Aktivitäten sind 
dann besonders wirksam, wenn sie über Jahre hinweg kontinuierlich die Zielgruppe erreichen. 
 
4. Konzeptbausteine 
 
Ausgehend von dem Grundsatz „das Rad muss nicht neu erfunden werden“ ist bei der Entwicklung 
und dem Aufbau der Konzeptbausteine auf die bestehenden Strukturen und Angebote zurückzu-
greifen, um diese sinnvoll mit dem Projekt zu verknüpfen. Besonders hervorzuheben ist hierbei die 
gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung der Kinder und Jugendhilfe und der Gesundheits-
hilfe. Die gemeinsam aufeinander abgestimmte und integrierte Bedarfs- und Maßnahmenplanung 
dieser beiden Hilfesysteme ist Grundvoraussetz ung, damit die Präventionskette greifen und Effek-
te erzielen kann. 
 
Es ist angezeigt, einzelne Bausteine über das bestehende Angebot hinaus zu entwickeln. Resultie-
rend aus den Vorüberlegungen sollen am Anfang insbesondere folgende Bausteine entwickelt und 
implementiert werden:  
 
Baustein I : Prävention vor und nach der Geburt bis zum Eintritt in die Kita 
Die frühen Bindungserf
ahrungen im Leben eines Kindes spielen eine zentrale Rolle für die gesam-
te Entwicklung. Unterstützungsleistungen für Mütter, Väter und Säuglinge sollen den Start ins Le-
ben erleichtern und Überforderung der Eltern verhindern. 
 
Die nachgeburtliche Betreuung durch Hebammen wird in Coerde nur von 30 % der Mütter wahrge-
nommen. In Kooperation mit Krankenhäusern, niedergelassenen Kinderärzten, Gynäkologen und 
Hebammen soll u. a. die Nutzung der Hebammenbetreuung erhöht werden. 
 
Baustein II: Stärkung der Erziehungskompetenz  
Erziehung von Kindern ist eine hera
usfordernde  Aufgabe für Eltern. Veränderte gesellschaftliche 
Bedingungen erfordern vielfältige Kompetenzen. Die Stärkung von Erziehungskompetenz soll El-
tern darin unterstützen, ihre Rolle wahrzunehmen.  
 
Die Sozialressourcen von Kindern in Coerde sind laut der Schuleingangsuntersuchung bei 63 % 
der Kinder als gering zu bewerten. Die Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern soll auch 
positive Auswirkungen auf die Sozialressourcen von Kindern bewirken. 
 
Hierzu gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte. So können z. B. in den Kitas den Eltern die Teil-
nahme an Elternkursen oder Elternabende zu bestimmten Themen in Kooperation mit der Famili-
enbildung bzw. den Beratungsstellen angeboten werden. 
 
Baustein III: Verbesserung der Betreuungssituation unter dreijährig
 er Kinder 
Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren sind eine wichtige und die Familien ergänzende 
Sozialisationsinstanz. Sie helfen Eltern, die Betreuung, Versorgung und Förderung ihrer Kinder zu 
gewährleisten.  
 
Wie in dem ganzen Stadtgebiet wird auch in Coerde an der Verbesserung der Betreuungssituation 
der unter dreijährigen Kinder gearbeitet (vgl . „Tagesbetreuungsausbauprogramm für die Betreu-
ung, Förderung und Bildung von Kindern unter drei Jahren gemäß Tagesbetreuungsausbaugesetz 
(TAG)“ Grundsatzvorlage 1033/2004; „Kindertagesbetreuungsbericht 2006“ Vorlage 0362/2006;

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und Ratsbeschluss vom 21.06.2006 „Erweiterung der städtischen Kita Coerde Edelbach für die 
Betreuung unter dreijähriger Kinder – Errichtungsbeschluss – bauliche Erweiterung der Kinderta-
geseinrichtung“ Vorlage 0405/2006). 
 
Baustein IV: Verbesserung der Sprachkompetenz (Kinder & Mütter) 
Die Sprache ist eine zentrale menschliche Fähigkeit. Sie spielt bei der kognitiven Entwicklung des 
Kindes eine zentrale Rolle und hat auch Einfluss darauf, wie das Kind neues Wissen erwirbt. Die 
sprachliche Ausdrucksfähigkeit ist sowohl für den Lebensalltag als auch den Lernprozess von  
enormer Bedeutung.  
 
Bei Familien mit Migrationsvorgeschichte eröffnet der Erwerb der deutschen Sprache die Möglich-
keit von Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Für die konkrete Projektplanung soll auf das 
derzeit in Planung befindliche Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Sprachförderung für Kin-
der in Münster (vgl. „Stand der Erstellung eines Konzeptes zur Weiterentwicklung der Sprachförde-
rung für Kinder in Münster“ Vorlage 0725/2006) zurückgegriffen werden. 
 
Baustein V: Verbesserung des Gesundheitsstatus (das Projekt „Kitas und Schule bewe-
gen…“ und das Projekt „Gesund aufwachsen in Münster“) 
Sowohl die Zahngesundheit als auch Übergewicht und Fettleibigkeit sind als Problemstellung in 
Coerde auffallend. Gezielte Maßnahmen sollen den Gesundheitsstatus der Kinder verbessern. 
 
Das Projekt „Kitas und Schule bewegen…“ ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung, 
der Stadt Münster, des Landes NRW und des Gemeindeunfallversicherungsverbands Westfalen-
Lippe. Gemeinsames Ziel ist es, das gesunde Aufwachsen von Kindern in ihren Lern- und Le-
benswelten zu fördern und Gesundheit in den Alltag der Kitas (und Schulen) zu integrieren. U. a. 
sind die sechs Kitas und die beiden Grundschulen aus Coerde Projektmitglieder. 
 
Das Gesundheitsamt hat sich mit dem Projekt „Gesund aufwachsen in … Münster“ am Wettbe-
werb „Besser essen. Mehr bewegen.“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und 
Verbraucherschutz beworben und gehört zu den 24 Projekten, die über 3 Jahre eine Förderung 
erhalten. Das Projekt wird in Münster zunächst modellhaft von 2007 – 2008 im Stadtteil Berg Fidel 
„Gesund aufwachsen in … Berg Fidel“ durchgeführt und soll 2009 (Vorbereitung ab 2008) auf den 
Stadtteil Coerde „Gesund aufwachsen in … Coerde“ übertragen werden. Dieses Projekt wird dann 
die Aktivitäten des Präventionskonzeptes Coerde ergänzen und unterstützen. 
 
Baustein VI: Verbesserung des Vorsorgestatus 
Bei den Sc
huleingangsuntersuchungen wurde festgestellt, dass in Coerde ein überdurchschnittli-
cher Anteil der Kinder nicht alle vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen durchlaufen haben. An-
satz ist es nun, die Eltern aus dem Stadtteil aktiv zu motivieren, an den Vorsorgeuntersuchungen 
teilzunehmen (siehe hierzu auch das Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 
„Ich geh’ zur U! …Und Du?“).  
 
Baustein VII: Qualifizierung der Fachkräfte 
Ein wesentlicher Ansatzpunkt zur E
rreichung der Kinder und ihrer Eltern sind die im Sozialraum 
tätigen Fachkräfte. Gegebenenfalls sind hier für spezifische Fragestellungen gezielte Qualifizie-
rungen angezeigt. So hat es sich z. B. in einem Modellprojekt mit sechs städtischen Kitas als sehr 
erfolgreich erwiesen, freigestellte Mitarbeiterinnen im Bereich der Elternberatung (hier nach dem 
Elternprogramm Triple P) zu qualifizieren. 
 
Baustein VIII: Vernetzung 
Der Baustein Vernetzung ist als strukturelles 
Element aufgeführt. Das Gelingen des Projektes 
hängt auch mit der Bereitschaft und der Fähigkeit der Akteure zusammen, sich kooperativ einzu-
bringen. Der Arbeitskreis Coerde bietet hier eine hervorragende Basis. Da der Arbeitskreis jedoch 
die anstehende Bündelungs- und Initiierungsfunktion aus Kapazitätsgründen nicht im vollen Um-
fang leisten kann, soll die einzurichtende Koordinationsstelle (0,5 Personalstelle beim freien Träger

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und 0,5 Personalstelle beim KSD) diese Bündelungsfunktion in Kooperation mit den Stadtteilakteu-
ren befristet wahrnehmen (siehe hierzu Punkt 5). 
 
Baustein IX: Aufbau eines sozialen Frühwarnsystems 
Ziel eines Fr
ühwarnsystems ist es, riskante Entwicklungen so früh wie möglich wahrzunehmen und 
entsprechend zu handeln. Es wird ein Reaktionskreislauf mit drei Stufen entwickelt: Wahrnehmen, 
Warnen, Handeln. Für den Aufbau eines Frühwarnsystems sind unterschiedliche Ansatzpunkte 
denkbar. So kann es z. B. mit der U-Untersuchung, mit einer Hebammenhilfe oder aber auch mit 
einem noch zu initiierenden nachgeburtlichen Begrüßungshausbesuch verknüpft werden. Welcher 
Ansatzpunkt für Coerde geeignet ist, ist mit den Akteuren vor Ort zu entscheiden. Zum Aufbau des 
sozialen Frühwarnsystems soll auf die Service- und Kontaktstelle für den Themenbereich soziales 
Frühwarnsystem des Instituts für Soziale Arbeit in Münster (ISA) zurückgegriffen werden. 
 
5. Projektstruktur 
 
Das Projekt soll weder mit den 
vorhandenen Strukturen und Angeboten konkurrieren, noch diese 
ersetzen (insbesondere: Stadtteilarbeitskreis Coerde,  Trägerübergreifendes Forum). Ziel ist viel-
mehr eine optimierte Vernetzung innerhalb der vorhandenen Strukturen, insbesondere auch der 
Gesundheitshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der vor Ort ansässigen Schulen. 
 
Als Erfolgsfaktoren für das Projekt werden die Einrichtung einer Koordinationsstelle im Stadtteil, 
der Aufbau eines Kooperationskreises der Kita-Leiterinnen mit Vertretern beider Grundschulen und 
die Gründung einer Projektsteuerungsgruppe gesehen (siehe auch den Evaluationsbericht zu 
„MO.KI – Monheim für Kinder“, hier werden o. g. Punkte als wesentliche Erfolgsfaktoren benannt, 
www.monheim.de/moki/index.html
). 
 
5.1 Koordinationsstelle im Stadtteil 
 
Ein entsche
idender Erfolgsfaktor für das beabsichtigte Präventionsprojekt ist eine Koordinations-
stelle im Stadtteil. Die Koordinationsstelle hat die Aufgabe, die Angebote miteinander in Verbin-
dung zu bringen, abzustimmen und bekannt zu machen. Aufgabe der Koordinationsstelle ist ferner 
die Schaffung eines Netzwerkes und der schnelle Transport von Informationen und Ideen sowohl 
zu den Trägern vor Ort als auch zur Projektsteuerungsgruppe (Drehscheibenfunktion). Des Weite-
ren soll die Koordinationsstelle nach Ermittlung der Bedarfe an Weiterbildung die gezielte Qualifi-
zierung der Fachkräfte organisieren. 
 
Neben den Koordinationsaufgaben im engeren Sinne erfüllt die Koordinationsstelle auch die in 
diesem Zusammenhang anfallenden Verwaltungsar beiten und die projektbezogene Öffentlich-
keitsarbeit. 
 
Die Koordinationsstelle ist Mitglied im Arbeitskreis Coerde, der Projektsteuerungsgruppe und des 
Koordinationskreises der Kita-Leiterinnen.  
 
Aufgaben der Koordinationsstelle in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort sind: 
• Verknüpfung, Abstimmung und Bekanntmachung der Angebote 
• Schaffung eines Netzwerkes und der schnelle Transport von Informationen und Ideen 
(Drehscheibenfunktion) 
• Ermittlung der Bedarfe an Weiterbildung und Organisation der gezielten Qualifizierung der 
Fachkräfte 
• Kontaktherstellung und Kontaktpflege mit den Kooperationspartnern in Coerde 
• Prozessbegleitung und -beratung bei der Umsetzung der Maßnahmen 
• Mittler zwischen Projektsteuerung und Projektumsetzung vor Ort  
• Berichtslegung, Protokollierung 
• Öffentlichkeitsarbeit 
• Mittelakquise

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Für die Koordinationsstelle soll eine Personalstelle zur Verfügung gestellt werden. Diese Stelle soll 
je zur Hälfte mit einer Mitarbeiterin / einem Mitarbeiter eines vor Ort tätigen freien Trägers und des 
KSD besetzt werden. Die Koordinationsstelle wird aus dem Bereich der Hilfen zur Erziehung finan-
ziert. Hierzu wird ein Finanzbudget festgelegt, welches durch adäquate Einsparungen im Bereich 
der Hilfen zur Erziehung erwirtschaftet wird
4. Abrechnungsgrundlage sind die tatsächlichen Perso-
nalkosten. Die Aufgaben der Koordinationsstelle werden über eine Leistungsvereinbarung be-
schrieben und festgelegt. Die Federführung liegt beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
5.2 Kooperationskreis der Kita-Leiterinnen und Vertretern beider Grundschulen  
  
Im Rahmen
 des Projektbausteins „Kitas und Schule bewegen…“ sollen durch eine auf den Stadt-
teil bezogene Vernetzung der sechs Kitas und zwei Grundschulen bedarfsgerechte Angebote ent-
wickelt werden.  
 
Zweck ist die Bündelung von Problemkenntnissen, Erfahrungen und Professionalität. Zentrales 
Anliegen ist der fachliche Austausch. Es sollen thematische Schwerpunkte wie Gesundheitsförde-
rung festgelegt und bearbeitet werden. Ziel ist es, sich gemeinsam zu entwickeln und von einander 
zu lernen.  
 
5.3 Projektsteuerungsgruppe 
 
Aufgabe der Projektste
uerungsgruppe ist die Koordination und Begleitung des Gesamtprojekts. 
Hierzu bedarf es der Bündelung, Steuerung und Überprüfung/Evaluation der Maßnahmen/Projekte 
sowie der Auseinandersetzung mit der Wirkung und Übertragbarkeit der Ergebnisse. Des Weiteren 
wird in der Projektsteuerungsgruppe über die Verteilung der Projektmittel beraten. In der Pro-
jektsteuerungsgruppe sollen die Koordinationsstelle, der Arbeitskreis Coerde, das Gesundheitsamt 
sowie das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien vertreten sein. 
 
6. Bereitstellung von Projektmitteln/Finanzierung einzelner Projekte  
 
Das Präventionskonzept ist so angelegt, dass es auf die bestehenden Strukturen und Ressourcen 
aufsetzt. D. h. vieles besteht schon und ist sinnvoll einzubinden. Daher werden nur für einzelne, 
den Bausteinen zugeordneten Maßnahmen und Projekte zusätzliche Mittel notwendig sein. 
 
Der Grundstock für diese Projektmittel ergibt sich aus den von 2007 bis 2009 aus dem Bereich der 
Hilfen zur Erziehung jährlich bereitgestellten Finanzmitteln in Höhe von 60.000 €. Hierin sind die 
Personalkosten für die Koordinationsstelle und die Projektmittel enthalten. Des Weiteren ist ge-
plant, die Projektmittel über die Akquise von Drittmitteln aufzustocken. 
 
7. Evaluation des Präventionskonzepts Coerde  
 
Der Stadtteil Coerde wurde u. a. auf
grund der sozialräumlichen Daten sowie den Ergebnissen der 
Schuleingangsuntersuchung als Sozialraum zur Erprobung eines Präventionskonzepts ausge-
sucht. Die Schuleingangsuntersuchung soll daher zentrales Evaluationsinstrument zur Überprü-
fung der Wirksamkeit der Anstrengungen in Coerde sein. Bei Bedarf kann die Schuleingangsunter-
suchung den Erfordernissen des Präventionsprojekts angepasst werden. Des Weiteren sollen ein-
zelne Projekte über das fachliche Controlling des  Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien eva-
luiert werden. Die Evaluationsergebnisse werden in einem Abschlussbericht zusammengefasst 
und bewertet. 
 
                                                
 
4 Hintergrund ist die Annahme, dass durch die frühe Unterstützung von Familien, die Wahrscheinlichkeit der 
Notwendigkeit einer kostenintensiven Hilfe zur Erziehung reduziert wird.

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8. Zeitraum für die Modellphase, regelmäßige Berichterstattung 
 
Präventionsstrategien sind aufgrund ihrer Konstruktion langfristig angelegt; dies sowohl bezogen 
auf ihre Wirkung, als aber auch auf den Interventionszeitraum. Dennoch ist es zur Absicherung der 
Effektivität und Effizienz notwendig, Maßnahmen und Projekte zeitlich zu befristen. Als ein ange-
messener Zeitraum zur Erprobung und Evaluation des Ansatzes werden zunächst drei Jahre er-
achtet. Stellt sich der hier beschriebene Ansatz als erfolgreich heraus, ist nach Abschluss der Mo-
dellphase über eine Fortführung des Präventionskonzepts erneut zu beraten. 
 
Während des Modellzeitraums wird dem Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien jährlich 
über den Verlauf und die Ergebnisse des Präventionskonzepts für Coerde berichtet.  
 
I. V. 
gez. 
 
 
Dr. Hanke

Anlage 1 - CDU-Antrag "Präventive Hilfen"

3014 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de
22. Februar 2005 bm
Antrag
Präventive Hilfen zur Erziehung
Im Rahmen ihrer Tätigkeiten und zum Haushaltsjahr 2005 haben der Deutsche Kinderschutzbund,
das Haus der Familie, die Beratungsstelle Südviertel und das Anna-Krückmann-Haus Anträge gestellt
bzw. in Gesprächen mit der CDU-Fraktion ihr Interesse bekundet, Projekte durchzuführen, die die
Stärkung der Erziehungs- und Bindungsfähigkeit von Eltern zum Ziel haben.
Diese Aktivitäten finden bei der CDU-Fraktion großes Interesse.
Der Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien möge daher beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob diese Vorhaben im Rahmen eines dreijährigen
Projektes umgesetzt werden können.
Wenn diese Möglichkeit, einschließlich der nachfolgend beschriebenen Finanzierung, ein
gangbarer Weg ist, soll die Verwaltung dem Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie die
Umsetzung in Form einer Beschlussvorlage vorlegen.
Durch ein Controlling, begleitet durch eine Berichterstattung im Ausschuss, soll nachgewiesen
werden, ob und wie diese Projekte dazu beitragen können spätere kostenintensive Hilfen zur
Erziehung zu reduzieren.
Die Finanzierung dieses Projektes soll durch Mittel aus den HHSt 455.770.000.X
(Heimerziehung, sonstige betreute Wohnformen) und 4561.770.0000.4 (Stationäre Hilfen für
junge Volljährige) erfolgen.
Begründung:
Die Stadt Münster wendet erhebliche finanzielle Mittel für Heimerziehung, sonstige betreute
Wohnformen und stationäre Hilfen für junge Volljährige auf. Dies ist gesetzlich so vorgesehen und
auch richtig so.
Grundsätzlichen wäre es allerdings besser, diese Notwendigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen.
Wichtig aus Sicht der CDU wäre hier eine verstärke Prävention.
Nun haben verschiedene freie Träger im Rahmen ihrer Antragstellung zum Haushalt bzw. im Rahmen
von Informationsgesprächen eine Verstärkung ihrer Tätigkeiten hinsichtlich präventiver Ansätze zur
Stärkung der Erziehungsfähigkeit von Eltern vorgeschlagen. Diese Tätigkeit soll niedrigschwellig
angesetzt sein, um Eltern möglichst frühzeitig zu erreichen.
Die CDU-Fraktion ist der Meinung, dass dieser Grundgedanke richtig ist und durch Prävention
Entwicklungen vermieden werden können, die die Notwendigkeit von Erziehungshilfen hervorrufen.
Deswegen soll die Finanzierung aus Finanzmitteln der o.g. Haushaltsstelle im Rahmen eines
dreijährigen Projektes erfolgen. Die notwendige Höhe der Mittel soll die Verwaltung nach Rücksprache
mit den Trägern dem Ausschuss im Rahmen der zu erstellenden Vorlage benennen.
Die Umsetzung dieser Projekte soll während der dreijährigen Laufzeit intensiv durch die Verwaltung
begleitet werden. Dem Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie wird regelmäßig Bericht erstattet,
um über Konsequenzen entscheiden zu können.
Für die CDU-Fraktion:
Carmen Greefrath
Markus Funk
Josef Rickfelder

Anlage 3 - CDU/FDP-Antrag "Trägerübergreifendes Forum"

1925 Zeichen

01. Februar 2005 bm
Antrag
Trägerübergreifendes Forum zur Koordinierung und Bündelung
der Angebote schaffen
Der Rat möge beschließen:
Es wird ein trägerübergreifendes Forum eingerichtet, in dem die Stadt Münster gemeinsam
mit den freien und kirchlichen Trägern ihre Angebote im Kinder-, Jugend-, Familien- und So-
zialbereich koordiniert. Im Rahmen eines zu erarbeitenden Gesamtkonzepts sollen die An-
gebote aller Träger eingehend geprüft und so aufeinander abgestimmt werden, dass Syner-
gieeffekte geschaffen, gleichzeitig aber Angebote in jedem einzelnen Stadtteil sichergestellt
werden.
Begründung:
Münster verfügt über ein breit gefächertes Angebot im Kinder-, Jugend-, Familien- und Sozi-
albereich. Dieses wird von einer Vielzahl freier und kirchlicher Träger und der Stadt Münster
getragen. Sowohl die Kirchen und die freien Träger als auch die Stadt Münster haben jedoch
Mindereinnahmen zu verzeichnen und müssen zugleich Kürzungen des Landes NRW in der
Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit hinnehmen. Die Stadt Münster und die einzelnen Trä-
gereinrichtungen stehen deshalb vor der Herausforderung, bei ihren Auf- und Ausgaben
neue Prioritäten zu setzen.
Vor diesem Hintergrund bietet die Einrichtung eines trägerübergreifendes Forums die Chan-
ce, durch die gezielte Bündelung und Koordinierung von Angeboten ein effizientes und tra-
gendes Gesamtkonzept im Kinder-, Jugend-, Familien- und Sozialbereich für Münster zu
erarbeiten. Durch die gemeinsame Arbeit im Forum können wichtige Synergieeffekte ge-
schaffen und trotz knapper Kassen Betreuungsangebote in allen Stadtteilen sichergestellt
werden. Im Rahmen eines gemeinsamen Konzepts können die unterschiedlichen Träger ihre
Angebote aufeinander abstimmen und umbauen, ohne Qualität und Profil zu verlieren.
gez. SEllenriek gez. Möllemann-Appelhoff
CDU-Ratsfraktion                                                                  FDP-Ratsfraktion
   

Beratungsverlauf (8)

16.01.2007 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.01.2007 Sitzung
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
23.01.2007 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
30.01.2007 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
31.01.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
13.02.2007 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.02.2007 Hauptausschuss
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
21.02.2007 Rat
TOP 14 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Bremer Straße 54
  • Münzstraße 15
  • Mauritzstraße 7
  • Edelbach

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0926/2006
Typ
Vorlage
Datum
07.12.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37