V/0784/2017
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße
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05 Step Kids
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1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße Name und Adresse des Trägers: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 11 Kindertageseinrichtungen - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Stepke beschäftigt zur Zeit 220 Mitarbeiter an 11 Standorten, fünf weiter Kindertagesein- richtungen befinden sich im Bau oder in der Planungsphase - Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe – der größte private Bildungsanbie- ter Nordeuropas - Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil - 5% Trägeranteil - Zusatzbeitrag von 60€ für Zusatzangebote wie Schwimmen oder andere Aktionen (Beitrag wird mit dem Elternbeirat abgestimmt, nicht für Eltern unter einem bestimmten Mindest- einkommen, alle Kinder können an den Aktionen teilnehmen) - Freiwillige Servicepauschale für Pflegeprodukte von 15€ (z.B. für Windeln usw.) - Bisher Aufnahmegebühr von 200€, falls nicht ortsüblich würde der Träger davon absehen 3. Fachlichkeit/Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreu- ung liegen vor - Konzeptausrichtung Hansestraße: Best Practice Modelle abhängig vom Sozialraum, Per- sonal und Bedarf der Eltern - Alltagsintegrierte Sprachbildung (Situationsansatz) - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Individuelle Arbeit mit jedem Kind anhand dessen Bedarf - Schulung der Mitarbeiter im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche Beglei- tung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) - Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mitarbeiter zur Fortbildung zu aktuellen Themen - Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Kitabus im Rahmen der Brückenangebote für Flüchtlingskinder 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Wenn möglich: Einrichtung einer Frischkostküche - Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse - Regelmäßiges Schwimmen - Regelmäßige Wald- und Wiesentage 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Kitaleitungen sind angehalten den Sozialraum zu prüfen und Optionen zu nutzen - Zusammenarbeit mit Schule ist von Seiten des Trägers erwünscht - Regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeitern und Lehrpersonal an den Schulen um die Vorschulgruppen an den Bedarfen der Schule auszurichten 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben - Interne Fortbildungsangebote durch die eigene Akademie für Mitarbeiter - Regionale Fachberatung für Münster - Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas umgesetzt - Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant - Kinderschutzkonzept liegt vor 3.7. Besondere Merkmale/Eignung - Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter - Regelmäßige Angebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage
09 Anlage 3 Kleine Riesen
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Anlage 3 Bewerbungsun- terlagen Kleine Riesen Nord
Beschlussvorlage
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V/0784/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße Beratungsfolge 04.10.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 05.10.2017 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 18.10.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 18.10.2017 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die oben genannte dreigruppige Kinderta- geseinrichtung an der Hansestraße im Stadtbezirk Hiltrup dem Kinder- und Jugendhilfeträger Hiltru- per Strolche e.V. (siehe Begründung zu Ziffer 3). Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass sich die Inbetriebnahme der Kindertageseinrichtung verzögert und der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung im März 2018 ist. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass eine Kitagruppe aus dem Bestand der aktuellen Kindertagesein- richtung der Hiltruper Strolche e.V. mit in die neue Einrichtung in der Hansestraße zieht und somit zwei neue Kitagruppen für den Wohnbereich entstehen. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs- vereinbarung) zwischen den Hiltruper Strolchen e. V. und der Stadt Münster getroffen. Mietvertragliche Regelungen werden zwischen den privaten Investoren (Vermieter) und dem Träger Hiltruper Strolche e. V. getroffen. Vorlagen-Nr.: V/0784/2017 Auskunft erteilt: Herr Westarp, Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl Ruf: 492-5134 E-Mail: Westarp@stadt-muenster.de Datum: 20.09.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0784/2017 II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Tra nsferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Hansestraße betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen Für März bis Dezember 2018: 489.381 € für 2019 ff. = 599.163 € Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 Hiltruper Strolche 96,00% 38,50% 57,50% 4,00% 4,00% 0,00% 57,50% 2018 2019 ff. Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Anteil BKZ Angebot Stadt. erfor- derlicher Zuschuss gesamt Angebot Stadt. erforder- licher Zu- schuss gesamt 5 6 7 5 6 7 Hiltruper Strolche 19.575,24 € 0,00 € 281.394,08 € 23.966,52 € 0,00 € 344.518,73 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits in dem Errichtungsbeschluss V/0295/2016 dargestellt und sind im Entwurf des Haushaltplanes 2018 ff. bei der Produktgruppe 0601 vorgesehen. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der Vorlage V/0295/2016 beschlossen: Diese Kindertageseinrichtung beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 1 Gruppe für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu ve reinbarenden Rahmenstruk- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. - 3 - V/0784/2017 Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsb e- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 14.07.2017 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 10.08.2017 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 17.07.2016 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 23.08. und 28.08.2017 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.09.2017. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Hiltruper Strolche e.V. (Hiltruper Strolche), Nimrodweg 22, 48165 Münster Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0376/2017 beschriebenen neuen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschriebenen, Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen o Besondere Merkmale/Eignung - 4 - V/0784/2017 Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtu n- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuß) 1 2 3 4 5 6 7 Hiltruper Strolche 96,00% 38,50% 57,50% 4,00% 4,00% 0,00% 57,50% Kleine Ri e- sen Nord 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 9,00% 0,00% 55,00% Step Kids 5,00% 4,00% 59,00% Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Hansestraße betragen ab 2019 ff. 599.163 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/ Freiwilliger städt. Zuschuss/ Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2019 ff Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 Hiltruper Strolche 4,00% 23.966,52 0,00% - 57,50% 344.518,66 Kleine Ri e- sen Nord 9,00% 53.924,66 0,00% - 55,00% 329.539,59 Step Kids 5,00% 29.958,14 4,00% 22.784,00 59,00% 353.506,10 Damit bieten die Träger Die Hiltruper Strolche e.V. und Kleine Riesen Nord gGmbH den vollen Tr ä- geranteil. Der Träger Step Kids bietet einen Trägeranteil von 5%, so dass ein freiwilliger städtischer Zuschuss von 4% geleistet werden müsste. - 5 - V/0784/2017 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0376/2017 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlic h- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Der Träger: Hiltruper Strolche e.V. Der Träger ist seit 20 Jahren als Träger einer Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup aktiv und ist als Träger der Kinder und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesent- lichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Die Bewerbung der Elterninitiative für den Standort an der Hansestraße in Hiltrup wird von der g e- samten Elternschaft und dem Vorstand aktiv unterstützt und befürwortet. Die Hiltruper Strolch e sind zurzeit die einzige Elterninitiative in dem Stadtteil Hiltrup. Der Träger benannte darüber hinaus seine bereits bestehende Vernetzung im Stadtteil mit zahlreichen Kooperationspartnern im Wohnbereich. Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH Ab 2018 wird der Träger zwei Kitas in Münster betreiben (Willingrott und Hermannschule). Der Träger betreibt aktuell bundesweit 25 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kin- der- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wes entlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in ei ner Kindertageseinrichtung. Der Träger b e- nannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil und stellte seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegen an bereits bestehenden Kitastandorten vor. Der Träger: Step Kids KiTas gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger betreibt aktuell bundesweit acht Kindertageseinrichtungen und ist als freie r Träger der Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda- gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunk- te im Bereich der regelmäßigen Bewegungsangebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Unter dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster wird eine gleichwertige Gewichtung der Kriterien Wirtschaftlichkeit (50%) und Fachlichkeit/Pädagogik (50%) vorgenommen. 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung s chlägt abschließend vor, dem Träger Hiltruper Strolche e. V. die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Hansestraße in Hiltrup , zu übertragen. Der Träger ist bereits seit 20 Jahren in dem Stadtteil als Träger einer Kindertageseinrichtung aktiv und umfa ssend vernetzt. Der Träger stellt die einzige Elterninitiative in Hiltrup dar. Zudem bietet er den vollen Trägeranteil und durch die Vergabe der Trägerschaft an die Hiltruper Strolche kann der Fortbestand der Kindertage s- einrichtung langfristig gesichert werden. Mit diesem Beschlus s wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft vo n Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. - 6 - V/0784/2017 Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem weiterhin eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus drei Bewerbern unter der gleichgewichteten Würd i- gung der Fachlichkeit/Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in de r Vorlage V/0376/2017 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: 1. Auswertungsformulare aller Träger 2. Bewerbungsunterlagen: Die Hiltruper Strolche, Nimrodweg 22, 48165 Münster 3. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 4. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin
07 Bewerbungsschreiben Hiltruper Strolche
1585 Zeichen
)_STROLCHE EV. Die Hiltruper Strolche e.V. Die Hiltruper Strolche e.V. + Nimrodweg 22 « 48165 Münster . Nimrodweg 22 AMT FÜR JUGEND, KINDER UND FAMILIEN R z. Hd. Herrn Westarp 48165 Münster Hafenstr. 30 Tel: 02501 / 28139 48127 Münster Email: strolche @ muenster.org Web: www.muenster.org/strolche Verbindliche Bewerbung zur Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Münster, Hiltrup an der Hansestraße (Ausschreibungsnummer 01/2017) 04.09.2017 Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Westarp, hiermit bewerben wir uns fristgerecht und verbindlich auf die Trägerschaft der geplanten „Kita Hansestraße“ in Münster Hiltrup (Ausschreibungsnummer 01/2017). Für den Betrieb der Einrichtung bieten wir als Elterninitiative den gesetzlich geforderten Trägeranteil von 4%. Unser im Trägerinterview vorgestelltes Konzept für den Betrieb der Einrichtung senden wir Ihnen für die Veröffentlichung bis zum Bewerbungsende am 08.09.2017 als finale digitale Version per Email zu. Diese Bewerbung auf die Trägerschaft wird von allen Eltern und Team-Mitgliedern unterstützt, und wir verbleiben stellvertretend mit freundlichen Grüßen Andre Hasken, Kassenwart Kathrin Schulte-Scherlebeck, Schriftführerin Für den Vorstand & die Elternschaft der Hiltruper Strolche e.V. Ko Wicke/- Fabırp Kirsten Bücker-Enking, Leitung Für das pädagogische Team der Hiltruper Strolche e.V. Die Hiltruper Strolche e.V. « Nimrodweg 22 ® 48165 Münster Tel.: 02501/28139 + Email: strolche@muenster.org + Web: www.muenster.org/strolche Volksbank Münster ® Kto.-Nr.: 1014200200 « BLZ: 40160050
13 Bewerbungsschreiben Step Kids
1574 Zeichen
ar
5 ARE
Richtig gute KiTa.
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familie
Tel.: 030 42029974
Fax: 030 42025935
www.stepke-kitas.de
Ansprechpartner
Brit Linde: b.linde@stepke-kitas.de
48 127 Münster
Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft einer 3gruppigen Einrichtung in Hiltrup an |
der Hansestraße
Ausschreibungsnummer: 01/2017
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft, für die 3gruppige
Einrichtung in Hiltrup entsprechend Ihrer Ausschreibung.
Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für
dieses Angebot maßgeblich und verbindlich.
Den festgesetzten Trägeranteil von 9% gemäß KiBiz kann Stepke leider erst ab einer 4gruppigen
Einrichtung in vollem Umfang übernehmen. Bei einer dreigruppigen Einrichtung wie in Hiltrup |
können wir die Übernahme von 5% Trägeranteil durch Stepke anbieten. Sobald Stepke in Münster
mehr als 5 Gruppen insgesamt betreibt, können wir die Übernahme von 9% Trägeranteil für alle |
Einrichtungen in Münster in Aussicht stellen.
Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
I
AA IM
Dr. KurtBerlin
Geschäftsführer
Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: i
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 {
10407 Berlin HRB 149735 8
15 Broschüre Bausteine für die Zukunft
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Bausteine für die Zukunft Stepke-KiTas Wir machen KiTa. Richtig gute KiTa. Stepke-KiTas Wir machen KiTa. 2 Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns, Ihnen in dieser Broschüre unser innovatives Stepke- Konzept vorzustellen. Als bundesweit tätiger Träger setzen wir auf modernste Einrichtungen mit einem besonderen Raumkonzept und einer hervorragenden technischen Ausstattung. Unser Erfolg beruht auf unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unser anspruchsvol - les pädagogisches Konzept umsetzen. So geben wir Kindern die besten Startvoraussetzungen mit optimalen Bildungschancen und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die besonderen Merkmale unseres Konzepts sind: 1. ein hoher Personalschlüssel, 2. frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, 3. ganztägig bilinguale Betreuung, 4. Schwimmen, 5. eigene Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir neue Wege und verwirklichen Ihre individuelle Idee von Kinderbetreuung. Lassen Sie sich von unserem zukunftsweisenden Konzept begeistern und gehen Sie den Weg gemeinsam mit uns. Herzlich willkommen bei Stepke Ihre Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung Johannes Nagel Geschäftsführer 3 Unsere Leistungsvielfalt Vorwort 2 Grundsätze unserer Pädagogik 4 Best-Practice Modelle 8 Situationsansatz 9 Emmi Pikler 10 Montessori-Pädagogik 12 Reggio-Pädagogik 14 Waldpädagogik 16 Unsere Einrichtungen 18 Bilinguale Erziehung 22 Vorschule 23 Gesunde Ernährung 24 Schwimmunterricht 26 Weitere Highlights 28 Service 30 Übernahme von Trägerschaften 32 Stepke-Betriebs-KiTas 34 Für Kommunen 36 Mobile KiTas 38 Stepke Akademie 40 Unsere Standorte 42 Impressum 43 Kontakt 44 Inhalt 4 5 Das Kind als Person Wir nehmen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst. Deshalb sehen wir uns als Weg- und Entwicklungsbegleiter des Kindes. Wir unter- stützen es darin, sich gesund zu entwickeln, seine Interessen und Begabun- gen zu finden, Neues zu lernen und seinen ganz eigenen Bildungsweg zu gestalten. Mit einer lernfördernden und anregungsreichen Architektur und Gestaltung der Räume unserer Einrichtungen unterstützen wir aktiv den Selbstbildungs-Prozess der Kinder. Alle Stepke-Einrichtungen sind als vielfältige und anregende Lebens-, Lern-, Bewegungs- und Erfahrungsräume angelegt, in denen sich die Kinder sicher und geborgen fühlen und enge Bindungen zu Erwachsenen und anderen Kindern aufbauen können. Um alle Sinne der Kinder anzusprechen und zu aktivieren, umfassen unsere Angebote folgende Aspekte: • gesunde Ernährung, • Spiel und Spaß, • bilinguale Erziehung, • Bewegung und Schwimmen, • Musik und Kunst, • Natur und Technik, • Partizipation, • Vorschule. Bei unserer gesamten Arbeit betrachten wir Familie und Kindertageseinrichtung als sich ergänzende und eng miteinander verbundene Bereiche der Lebenswelt des Kindes. Der Dialog mit den Eltern ist uns darum beson - ders wichtig. Mit regelmäßigen hausinternen Veranstaltungen bieten wir Räume zur Begegnung und ein von den Eltern geschätztes Forum für gemeinsamen Austausch. Grundsätze unserer Pädagogik 6 Bausteine unseres Konzepts 7 täglich frisch gekochte Vollverpflegung eigenes Vorschul- konzept Musik & Kunst ganztägige Bilingualität regelmäßige Wald- & Wiesen- wochen Schwimmen/ Psychomotorik Vermi�lung von Werten Das Kind im Fokus 8 Best-Practice- Modelle In allen Stepke-KiTas arbeiten wir gemäß bewährter und bekannter pädagogischer Ansätze. Die Teams in unseren Häusern sehen es als ihre Aufgabe an, unsere Konzeption regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Bedingungen und Strukturen anzupassen. So gelingt „Richtig gute KiTa.“ 9 Situationsansatz „Lernen in konkreten Situationen“ Kinder haben eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte aus eigenem Antrieb heraus. Gemeinsam entwicklen wir die Fragen und Ideen der Kinder mit Bezug auf ihre Lebens- welt weiter. Dadurch können wir die Kinder in ihrem Entwicklungspotenzial in konkreten Situationen verstehen; und die Kinder lernen, ihre Lebenswelt selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Orientierung an demokratischen Werten In unserer täglichen Arbeit unterstützen wir die Kinder in ihrem Streben nach Weiterentwicklung durch verlässliche Beziehungen, durch ein anregungsreiches Umfeld und durch Sachkompetenz. Regelmäßige Kinder- konferenzen und tägliche Morgenkreise ermöglichen es, die Belange der Kinder und ihre Anliegen aufzunehmen und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Auch unsere pädagogischen Ziele von Autonomie, Solidarität und Kompetenz orientieren sich stets an demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen. 10 11 Pikler-Pädagogik „Tastend, behutsam und feinfühlig“ Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler wusste bereits in den 1930er Jahren, was aktuelle Forschungen bestätigen: Die ersten Erfahrungen, die ein Baby macht, sind unheimlich wichtig – und die meisten Erfahrungen sammelt ein Säugling, wenn er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und ausgezogen wird. Damit ist schon die Pflege des Kindes ein wichtiger Teil der Erziehung und des Aufbaus zwischenmenschlicher Beziehungen. Das Kleinkind fühlt einen liebevollen Umgang durch Hände, die es „tastend, behutsam und feinfühlig“ pflegen. Es wird sich entspannen und sofort gut aufgehoben fühlen. Pflege ist Kommunikation Ob wickeln, waschen oder füttern: Durch den hohen Personalschlüssel in unseren KiTas können wir jedem Kind unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Es erlebt Pflege als eine intensive zwischenmenschliche Begeg- nung, an der es aktiv beteiligt ist. Jede Handlung wird angekündigt und das Kind spürt: „Ich werde wahrgenommen. Ich werde ernst genommen.“ So entstehen von Beginn an vertrauensvolle und entwicklungsfördernde Beziehungen zwischen dem Kind und seinen Erzieherinnen und Erziehern. 12 13 Montessori-Pädagogik „Folge dem Kind, es wird Dir seinen Weg zeigen!“ Ein Kind kann in Freiheit und unabhängig vom Erwachsenen selbstständig lernen – dies ist ein wichtiges Prinzip der Montessori-Pädagogik. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein zentrales Motto dieses entwicklungspsychologi - schen Ansatzes der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 bis 1952). Sie erwarb als erste Frau den Doktortitel der Medizin, spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und entwickelte zunächst für Kinder mit geistiger Behinderung didaktische Materialien, mit denen diese erheblich gefördert werden konnten. Später übertrug sie ihr Konzept auf Kinder ohne Behinderung. Ihre Methode zeichnet sich dadurch aus, in einer didak- tisch vorbereiteten Umgebung die gesammelte, polarisierte Aufmerksamkeit des Kindes und damit seine Selbst- ständigkeit zu wecken. Dazu benutzte Maria Montessori besonderes pädagogisches Spielzeug („Montessori- Material“) sowie Übungen und Spiele. Kernstück ist die Freiarbeit Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, denn: In einer Umgebung, die auf ihre individuellen Bedürfnisse und entwicklungspsychologischen Phasen abgestimmt ist, erwerben Kinder sehr viel Konzentra - tionsfähigkeit, Sozialverhalten und Handlungskompetenz. In Einrichtungen, die sich an Montessori orientie - ren, entscheidet jedes Kind selbst, mit welchen Arbeits- oder Spielmaterialien es sich beschäftigen möchte. Es bestimmt weitgehend selbst den Rhythmus und die Dauer seiner Beschäftigung und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder forschen, entdecken, toben, träumen oder kreativ sein möchte. Freie Wahl führt zu echtem Interesse Diese freie Entscheidung führt zu einer inneren Selbstdisziplin, die nicht von außen beeinflussbar ist. Besucher bewundern nicht selten die ruhige und entspannte Atmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori. Uns geht es darum, das Kind zu achten und zu respektieren, es als eigenständigen Menschen zu sehen, ihm Raum zu geben und ihm dabei zu helfen, selbstständig zu denken und zu handeln. In allen Stepke-KiTas erhalten schon die Jüngsten die Gelegenheit, den eigenen Impulsen und Lernbedürfnissen zu folgen und ihren individuellen Lernweg zu gehen. Sie erleben mit all ihren Sinnen und begreifen, wie Leben funktioniert. So ist in unseren Einrichtungen schon der Alltag das Besondere. 14 Reggio-Pädagogik „Hundert Sprachen spricht ein Kind“ Viel Raum für den Forscherdrang der Kinder bietet die Reggio-Pädagogik, die von der UNESCO als weltbeste Vorschulpädagogik ausgezeichnet wurde. Die Erziehungsphilosophie ist in den kommunalen Kindertagesstätten der norditalienischen Stadt Reggio Emilia seit den 1960er Jahren entwickelt worden. Kinder werden als Forscher und Entdecker gesehen, von Geburt an neugierig, wissbegierig, kreativ, aktiv – und unermüdlich in ihrem Tun. Dabei verknüpfen sie Neues mit ihren bisherigen Erkenntnissen und erweitern auf diese Weise ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Kinder sind Schöpfer ihrer eigenen Entwicklung, sie sind Konstrukteure ihrer persönlichen Wirklichkeit. Der Raum als Erzieher In Anlehnung an die besondere Rolle der Architektur in der Reggio-Pädagogik haben unsere KiTa-Räume viel Licht und helle Farben, es gibt Pflanzen und Spiegel, die das Spiel mit der eigenen Identität ermöglichen, ein „Atelier“, Bühnen, Podeste, Bewegungsräume und „Denk“-Ecken. Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkei- ten zum Wahrnehmen, Gestalten und Experimentieren – bis hinein in den Waschraum: Hier finden sich Röhren, Gefäße, Siebe, Spiegel sowie Gegenstände, die untergehen oder schwimmen. Außerdem stellen wir den Kindern vor allem Material und Werkzeug zur Verfügung: Draht, Lehm, Holz, Gips, Farben und Papier, Schrauben, Feilen, Sägen, Pinsel, Scheren. In unseren Stepke-KiTas fördern und unterstützen unsere Pädagogen sehr aufmerksam die kindliche Ausdrucksvielfalt. Denn Kinder haben „hundert Sprachen“, in denen sie denken, entdecken und ihre Geschichten erzählen. 15 16 17 Waldpädagogik „Frei von Lärm und Stress“ Böschungen, die von Wurzeln durchsetzt sind, Schlaglöcher in den Waldwegen, die sich bei Regen in kleine Seen verwandeln, umgestürzte Bäume, auf denen man klettern und wippen kann. Harte, steinige und weiche, mit Moos und Laub bedeckte Böden – alles echte Herausforderungen. In der Natur können Kinder (wieder) lernen, sich natürlich zu bewegen. Wälder und Wiesen bieten eine Fülle von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Berührungsempfindungen und Bewegungsmöglichkeiten. Die Kinder passen sich dem unebenen Gelände an, hangeln sich hinauf, kugeln sich hinunter, balancieren, krabbeln, kriechen, waten. Das kräftigt die Muskulatur und fördert die Körperbeherrschung. Das entwickelt die motorische Geschicklichkeit und die kognitiven Fähig- keiten. Die frische Luft stärkt das Immunsystem und verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Die Stille im Wald differenziert das Wahrnehmungsvermögen und fördert innere Ruhe und Konzentration. Kreativ ohne vorgefertigtes Spielzeug Die spielzeugfreie Umgebung regt die Kreativität der Kinder an und unterstützt ihren Forscherdrang und ihre Selbstständigkeit. Unsere Erzieherinnen und Erzieher führen deshalb regelmäßig Waldtage durch, planen Waldwochen sowie besondere Naturprojekte für die Kinder und fördern damit ihre körperliche Robustheit, ihre Sportlichkeit und ihre Kreativität. Gemeinsam sammeln die Kinder unvergesseliche Naturerfahrungen! 18 Ein persönliches und modernes Raumkonzept In den Kindertageseinrichtungen der Stepke-KiTas spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Alle Einrichtungen sind gemäß unseres pädagogischen Konzepts ausgestat- tet. Unsere Erzieherinnen und Erzieher erfüllen in ihrer täglichen Arbeit die hohen Stepke-Standards, denn eine qualitativ hochwertige und an neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Praxis ausgerichtete Erziehung ist für uns eine Herzensangelegenheit. Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und -anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Wir gestalten unsere Räume mit einer großen Materialvielfalt und unterstützen damit die Selbsttätig- keit und die Selbstbildungsprozesse. In klar definierten Bereichen erhalten die Kinder bei uns genau die Orien - tierung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und genau deshalb laden sie die Kinder von Beginn an ein, die Welt zu erkunden. Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit ihrer Bezugserzieherin bzw. ihrem Bezugserzieher nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet, durch das die Kinder selbst zu den Wickelplätzen hochklettern können. Die Waschgelegenheiten grenzen unmit- telbar an, die Regale sind so ausgerichtet, dass alle Pflegeutensilien für die Erzieherinnen und Erzieher direkt in Griffweite sind. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, sodass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand möglich sind. Die Schlaf- und Ruheräume befinden sich in einem ruhigen und ungestörten Bereich innerhalb der KiTa. Sie sind mit Teppichen und Vorhängen ausgestattet, haben Fenster zur natürlichen Belüftung, eine dimmbare Beleuch- tung und ein Farbkonzept, das Ruhe ausstrahlt. Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafplatz. Die großzügigen Gruppen- und Aktionsräume verfügen über Spiegelwände, Snoezelen-Effekte und Rückzugsorte in Form von kleinen Höhlen und Nischen. Unsere Einrichtungen 19 KiTa HannaLegoranTo - Werder KiTa Walnussweg - Köln 20 21 22 Früh Englisch lernen Wir arbeiten nach der Immersi - onsmethode: Das Kind „taucht“ sozusagen völlig automatisch in eine zweite Sprache ein, denn es kommt täglich mit ihr in Berührung und wird mit ihr vertraut gemacht. Unser Ziel ist es, dass eine Englisch sprechende Fachkraft in jeder Gruppe die Kinder im Kindergartenalltag begleitet. Sie bietet die gleichen Aktivi - täten an wie die Deutsch sprechenden Kollegen - dabei spricht sie nur Englisch. Auf diese Art und Weise erfährt das Kind nicht nur die pädago - gischen Inhalte der Aktivitäten, sondern lernt gleichzeitig auch Englisch und geht wie selbstverständlich mit der Sprache um. Je früher ein Kind eine Sprache lernt, desto besser lernt es sie. Studien haben gezeigt, dass Kinder, wenn sie eine Sprache vor Vollendung des vierten Lebensjahres lernen, diese mit dem gleichen Teil des Gehirns lernen, mit dem sie auch ihre Muttersprache lernen. Weiterhin haben junge Kinder keinerlei Hemmungen und imitieren ganz natürlich die Aussprache der Native Speaker. Eine frühe Mehrsprachigkeit ist zudem mit weiteren, indirekten Vorteilen verbunden: Die Kinder entwickeln ein größeres Selbstvertrauen und ein gestärktes Bewusstsein für andere Kulturen. Bilinguale Erziehung 23 Für einen guten Schulstart Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit vor der Schule. Nach den Grundlagen der Konzep - tion kann sich die „Vorschulförde - rung“ nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkei - ten, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlrei- che wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge, zum Beispiel innerhalb unserer intensiven Waldwochen, sowie gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen Projektgruppen ist es uns möglich, kompetente Ansprechpart - ner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem ausführlichen Entwicklungsgespräch teilen wir den Eltern unsere Beobachtungen rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Beim Verlassen der KiTa erhalten die Kinder ihre Bildungsdokumentation in Form ihres Portfolios sowie eines Abschlussberichts. Wir setzen uns in allen Einrichtungen engagiert dafür ein, dass die Kinder die besten Voraussetzungen für den Start in der Schule haben. Vorschule 24 25 Auf dem Weg zu FIT KID In unseren Stepke-KiTas sollen die Kinder vom ersten Tag an alles bekom- men, um sich optimal entwickeln zu können. Dazu gehört eine gesunde und natürlich schmackhafte Ernährung. Wir legen großen Wert auf das Leben einer ästhetischen Tischkultur und vermitteln den Kindern schon früh, wie wichtig die sozialen Aspekte des gemeinsamen Essens sind. Von Köchen ernährungsphysiologisch und kindgerecht zubereitete frische Mahlzeiten und Snacks gehören deshalb für uns zur gesunden „Rundum-Verpflegung“ der Kinder, denn KiTas tragen aufgrund ihres Mahlzei - tenangebotes zur Bildung des Ernährungsverhaltens von Kindern bei. Sie bieten somit die Möglichkeit, von Anfang an den Grundstein für eine gesundheitsfördernde Lebensweise zu legen. Um langfristig ein ernährungs- physiologisch ausgewogenes Verpflegungsangebot sicher zu stellen, haben wir begonnen, unsere KiTas von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zertifizieren lassen und als sichtbares Zeichen nach außen bereits für eine Einrichtung eine FIT KID-Zertifizierung erhalten. Natürlich gibt es aber auch mal Pommes Frites oder Schokoladen-Pudding. Was ist FIT KID? Im Rahmen der Zertifizierung werden folgende Kriterien überprüft: • Lebensmittel: Mittagsverflegung (optimale Lebensmittelauswahl und Anforderungen an den Speisenplan), • Speisenplanung und -herstellung: Kriterien zur Planung und Herstellung der Speisen für die Mittagsverpfle- gung, Gestaltung des Speisenplans, • Lebenswelt: Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder (z.B. Essatmosphäre oder Essenszeiten). Die zertifizierte Verpflegung ist an diesem Logo zu erkennen: Gesunde Ernährung 26 Schwimmen lernen Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, viele kleine „Seepferdchen” auszubilden. Von Beginn an gewöhnen wir die Kinder spielerisch ans Wasser, sodass sie nach und nach völlig angstfrei mit diesem Element umgehen. Nicht schwimmen zu können, ist nicht nur lebensgefährlich für die Kinder. Es bringt sie auch um eine wunderbare Bewegungserfahrung. Denn Schwim - men schult den kompletten Bewegungsapparat und das Koordinationsvermö - gen. Früh mit Wasser und dem Schwimmen in Kontakt gebracht, werden die Kinder zu richtigen „Wasserratten“, die unheimlich stolz ihr erstes Schwimmabzeichen präsentieren. Und wer dann noch verschiedene Schwimmarten beherrscht, wird zum Star im Freibad – das gibt Selbstvertrauen! Großer Spaß für kleine „Wasserratten“ 27 28 Weitere Highlights Frisch aus dem eigenen Garten Die Gärten in unseren Einrichtungen laden die Kinder zu sinnlichen Erfah- rungen ein: Eine Kräuterspirale, ein Tastpfad sowie Nutzbeete regen alle Sinne an und ermöglichen es darüber hinaus, jahreszeitlich bedingte Veränderungen zu beobachten, Pflanzen zu pflegen und Früchte zu ernten. Kinder brauchen besonders gute Bildungseinrichtungen Wir lassen stets die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in unsere tägliche Arbeit mit den Kindern einfließen. Durch neue Anregun - gen und vielfältige Impulse erleben die Kinder bei uns eine anregungsrei- che und abwechslungsreiche KiTa-Zeit. Regelmäßige Thementage wie z.B. der Großelterntag sorgen für Varia - tionen im KiTa-Alltag. Auch mehrtägige Projekte wie unsere Waldwoche werden mit den Kindern gemeinsam vorbereitet, mit Spannung erwartet und von allen Beteiligten mit viel Freude umgesetzt. Lerncomputer Eigenständigkeit, Experimentieren und Auseinandersetzung mit Neuen Medien sind Voraussetzung für verstehendes Lernen. Im Bereich der Medienkompetenz lernen die Kinder, sich in einer medial geprägten Welt zu orientieren, auszutauschen und sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. 29 Aktionen Bei uns ist immer etwas los. An jahreszeitlichen Festen wie z.B. St. Martin werden Laternen gebastelt und erste haptische Erfahrungen mit Kleister und verschiedenem Kreativmaterial gemacht. In Bezug auf die Bildungs - qualität für Kleinstkinder geht es in Stepke-KiTas vor allem darum, die in diesem Alter typischen Verhaltensweisen als „Erforschung“ und Aneig - nung der Welt zu verstehen. Erfahrungen mit allen Sinnen werden von unseren Pädagogen herausgefordert und liebevoll begleitet. Werkzeuge für die Kreativität In allen Stepke-KiTas sind die Angebote und vorbereiteten Umgebungen auf das jeweilige Alter und die Entwicklung des Kindes abgestimmt. Ob beim Sandmalen am Lichttisch, „Sich-Ausprobieren“ an Musikinstru - menten, Arbeiten an der Werkbank oder dem großflächigen Malen an Malstaffeleien bieten wir den Kindern in „natürlichen“ Lernsituationen täglich zahlreiche Herausforderungen und jede Menge Möglichkeiten für kindliches Forschen. 30 31 Wir für Sie Bei uns können die Kinder spielen und lernen; ihre Eltern können sich in Ruhe austauschen oder Rat und Unterstützung einholen. Kindergeburtstag Unsere qualifizierten Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter gestalten in unseren KiTas individuelle Geburtstagspartys zu den Themen „Hexen und Hexenmeister“, „Ritter und Prinzessinnen“, „Gespenster“, „wilde Piraten“, „Elfen und Feen“. Krabbelgruppen Wir bieten Eltern aus dem Stadtteil an unseren Standorten die Möglich - keit, sich miteinander auszutauschen. Die Kinder können bereits erste Kontakte zu gleichaltrigen Kindern knüpfen. Erziehungsberatung Wir bieten eine niederschwellige Beratung in unseren Elterncafés an. Durch die Vereinbarung von Einzelgesprächsterminen durch unsere qualifizierten Hausleitungen unterstützen wir Eltern auch in schwierigen Lebenslagen. Kurse und Aktionen Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikali - sche Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kur- se, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen Anbietern zusammen. Service 32 Übernahme von Trägerschaften Soll Ihre KiTa eine Stepke-KiTa werden? Dann sind wir Ihr Ansprechpartner! Als erfahrener Träger sind wir an der Übernahme von KiTas interessiert und sind für Sie ein verlässlicher Partner im gesamten Übergabeprozess: Wir stellen sicher, dass bei einer Trägerübernahme die Interessen des ehemaligen Trägers, aber auch die Inter- essen von Eltern, Kindern und Mitarbeitern stets berücksichtigt werden und der Übergang für alle Beteiligten eine positive Erfahrung darstellt. Durch eine kompetente Unterstützung in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Pädagogik gehen wir auf die Ängste und Sorgen von Eltern und Mitarbeitern, die ein Trägerwechsel mit sich bringt, ein und schaffen Vertrauen für die Zukunft. Familien und Kinder sollen die Betreuung erhalten, die sie gewohnt sind und zu Recht erwarten dürfen. Unser erprobter Prozess der Übernahme der Trägerschaft macht es Einrichtungen leichter, eine Entscheidung zu fällen, mit der sich alle wohlfühlen. Kontaktieren Sie uns noch heute und fordern Sie Ihr unverbindliches Angebot an! Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikalische Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kurse, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen Anbietern zusammen. Für Träger 33 34 Stepke-Betriebs-KiTas Im Zeitalter zunehmender Arbeitsbelastungen und sich verändernder Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern steigen die Anforderun - gen an die Kinderbetreuung. Junge Familien möchten Familie und Beruf in Einklang bringen; und Sie als Unternehmen können hier Unterstützung leisten und von einem eigenen Betreuungsangebot enorm profitieren. Denn: Eine Betriebs-KiTa erhöht nicht nur Ihre Attraktivität als Arbeitge - ber, sondern führt nachweislich zu weniger Fehlzeiten, geringeren Personal- und Betriebskosten und entspann- teren sowie motivierteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Stepke begleitet Firmen und Organisationen professionell und zielorientiert bei der Entwicklung und Realisie - rung individueller Betreuungslösungen. Wir suchen die für Ihr Unternehmen wirtschaftlich sichere Lösung und stehen Ihnen mit festen Ansprechpartnern mit professionellem Know-how in jeder Projektphase zur Seite. So wird die Kinderbetreuung zum Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Termin mit uns und wir besprechen die optimale KiTa-Lösung für Sie. Weitere Informationen finden Sie online unter www.stepke-bekita.de. Fordern Sie auch unsere Broschüre zum Thema Stepke-Betriebs-KiTas an. Für Unternehmen 35 36 KiTas als Wett- bewerbsfaktor Kinder- und Familienfreundlichkeit sind entscheidende Faktoren im Wettbewerb um Einwohner. Wo sich Kinderbetreuungseinrichtun - gen an die Bedürfnisse von Kindern anpassen und den hohen Qualitäts- ansprüchen der Eltern entsprechen, lassen sich gerade junge Familien gerne nieder. In Zeiten knapper Ressourcen ist es daher umso wichtiger, keine Einschnitte bei der Kinderbetreuung vorzunehmen, sondern gezielt in erfolgversprechende Projekte zu investieren, die Kind und Beruf eltern- freundlich realisieren lassen. So fördern Sie eine positive demografische Entwicklung. Unsere Stepke-KiTas arbeiten kunden- und mitarbeiterorientiert, ohne dabei betriebswirtschaftliche Aspekte aus den Augen zu verlieren. Wir bereichern mit unserer Qualität die Trägervielfalt in den Städten. Wir arbeiten innovativ, schnell und unürokratisch mit allen beteiligten Ämtern zusammen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz schnell und angemessen zu realisieren. Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen individuelle Betreuungslösun- gen, die auf unserer Basis-Konzeption aufbauen und passgenau an den Bedingungen des jeweiligen Standortes ausgerichtet sind. Für Kommunen 37 38 Ein ganz besonderes Angebot Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung erfahren, haben wir ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken unsere KiTas „on Tour“ zu Flüchtlingsunterkünften – innovativ und unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden. Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Flüchtlingsunterkünften im Einsatz und bieten den Kindern ein Programm mit Herz: In amerikanischen Schulbussen finden sie an fünf Tagen in der Woche Spiel- und Lernmaterialien sowie abwechslungsreiche Aktivitäten, die von unseren Pädagoginnen und Pädagogen geleitet werden. Die Kinder tauchen in die deutsche Sprache ein und haben die Möglichkeit, sich mit vielfältigen Angeboten zu beschäftigen. Im nahen Lebensraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die oftmals schrecklichen Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. Das Projekt ist an Unterkünften in Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet, unterstützt die Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen. So gelingt die soziale und sprachliche Integration direkt am Ort! Mobile KiTas 39 40 STEPKE AkademieAS Für Wissenshungrige Wir legen großen Wert auf die fachliche Qualifikation und Fortbil- dung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb haben wir als ständige Weiterbildungsmaßnah- me die Stepke Akademie ins Leben gerufen. Regelmäßig können sich interne und externepädagogische Fachkräfte in praxisnahen Workshops gezielt und themenorientiert neues Wissen aneignen – immer nach dem neuesten Stand aus Forschung und Praxis. Alle Dozenten und Workshopleiter verfügen über eine langjährige Erfah- rung in ihrem Arbeitsfeld und sind seit mehreren Jahren unsere Bildungs- partner und Berater. Die Stepke Akademie ist für unsere Mitarbeiter kostenfrei. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Träger erheben wir eine Teilnahmegebühr. Stepke-Mitarbeiter können sich zudem einrichtungsübergreifend in extra für ihren pädagogischen Schwerpunkt eingerichteten Qualitätszirkeln austauschen, die stets von unseren Fachberaterinnen praxisnah begleitet werden. Weitere Informationen unter: www.stepke-kitas.de/stepke-akademie Stepke Akademie 41 42 Unsere Standorte Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Nordrhein-Wes� alen KiTa Löwenherz – Köln-Ostheim KiTa Matschpiraten – Köln-Roggendorf KiTa Niehler Pänz – Köln-Niehl KiTa Walnussweg – Köln-Merheim KiTa Wichtelstadt – Köln-Nippes KiTa Samoastraße – Wuppertal-Langerfeld KiTa Tal-Strolche – Wuppertal-Barmen KiTa Zaunkönige – Wuppertal-Vohwinkel Berlin/Brandenburg KiTa Am Mauerpark – Berlin-Mitt e KiTa HannaLegoranTo – Werder an der Havel KiTa Tannenzapfen – Zeesen Weitere Standorte sind deutschlandweit in Planung. stepke-kitas.de/standorte stepke-kitas.de/standorte/kita-standorte-in-planung/ 43 Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Impressum Herausgeber Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Tel.: 030-420 259 29 info@stepke-kitas.de www.stepke-kitas.de Stand April 2017 Text und Redakti on Petra Karl, Frauke Schitt ek, Sabine Schollas Gestaltung und Produkti on Christi na Delikoura, Sabine Schollas Bildnachweis Titel: Wojciech Gajda/fotolia.com S. 3: silviebliss/pixabay.com S. 4: Petro Feketa/fotolia.com S. 6: Pexels, isakarakus, mcconnmama, amyelizabethquinn, paologhedin/pixabay.com Brian A. Jackson/shutt erstock.com Trinity Kubassek/pexels.com S. 8: w8lift ed/pixabay.com S. 10: dagon/pixabay.com S. 12: Antony_Wegener/pixabay.com S. 16: Unsplash/pixabay.com S. 22: Sergey Novikov/shutt erstock.com S. 24: Sergiy Bykhunenko/fotolia.com S. 27: Thommy Wong/piqs.de S. 28: omgimages/istockphotos.com S. 29: Alex77UK/pixabay.com S. 30: hadesdaiphat/pixabay.com S. 33: Pezibear/pixabay.com S. 35: Oksana Kuzmina/fotolia.com S. 37: Pexels/pixabay.com S. 41: Rawpixel/istockphoto.com Stepke ist Teil der AcadeMedia Gruppe 44 Richtig gute KiTa. Johannes Nagel Geschäftsführer j.nagel@stepke-kitas.de Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung f.schittek@stepke-kitas.de Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer k.berlin@stepke-kitas.de Kontakt Haben Sie Interesse an unserer Arbeit oder Fragen? Wir stehen gerne für ein persönliches Gespräch bereit.
06 Anlage 2 Hiltruper Strolche
64 Zeichen
Anlage 2 Bewerbungsun- terlagen Hiltruper Strolche
16 Stepke_Kinderschutzkonzept_Berlin_2017
24870 Zeichen
Stepke Schutzkonzept
Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung
2
1
Inhalt
Präambel ......................................................................................................................... 3
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4
1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5
1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5
1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5
2. Datenschutz 7
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm .................................................. 9
Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11
Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan ........................................................................... 13
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen
vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16
3
Präambel
Jedes Kind hat gemäß der UN‐Kinderrechtskonvention ein Recht auf:
eine gewaltfreie Erziehung
die Entfaltung seiner Persönlichkeit
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen
Fürsorge
Ernährung
Partizipation
Meinungsäußerung
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt.
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs‐,
Bildungs‐ und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII).
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung
gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Stepke‐Kitas‐Einrichtungen umgesetzt wird.
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen
Zuständig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum
Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden.
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche
Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe.
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt
kommen.
Das pädagogische und beraterische Handeln in unseren Kitas in Berlin in Bezug auf die Umsetzung des
§ 8a SGB VIII basiert grundlegend auf dem Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG) § 9 Abs. 5, sowie der
Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssic herstellung der Tageseinrichtungen (§ 3
Abs. 5, 6, 7 RV Tag). Auf Grundlage dieser Vorgaben arbeiten die Mitarbeiter/innen unserer Kitas mit
dem Gesundheitsamt, sowie dem Jugendamt bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zusammen. Die
Zusammenarbeit dient dem Schutz der Kinder in problematischen Lebenssituationen vor der
Gefährdung ihrer Entwicklung durch eine frühzeitige Wahrnehmung und Einschätzung.
4
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder
Jugendlichen bekannt, so hat es das G efährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte
abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche
einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage
gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für
geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den
Erziehungsberechtigten anzubieten.
(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch
erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in
entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit
erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte
bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von
Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls d ie
angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.
5
1. Kinderschutzauftrag
1.1 Vorgehensweisen im Überblick
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und
überprüfen
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen.
3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken
und Hilfen überprüfen.
4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben.
1.2 Ausführungen
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und
überprüfen.
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter H inweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft
sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die
Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer
Fachkräfte vorgen ommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen
Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kolleg ialen
Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans" (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte
genommen.
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf
Vernachlässigung
körperliche und seelische Misshandlung
sexuellen Missbrauch
Partnerschaftsgewalt
Entzug von Chancen
überprüft.
Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren
Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges
Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden.
Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über
die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen,
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das
Vorgehen zeitnah informiert.
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist
für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer
Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein G espräch mit den
Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage
gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste
Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis.
6
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen.
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und
Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung
vor.
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen
wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigne ter Hilfen (z.B.
Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über
das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist.
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden
gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans" vereinbart,
dokumentiert und zur Kinderakte genommen.
3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken
und Hilfen überprüfen.
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans
zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise
und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen
mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen.
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschä tzung durch die Kindertageseinrichtung
informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan
entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte.
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen
vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern
unterschrieben und zur Kinderakte genommen . Handelt es sich dabei um Hilfen, di e nur über das
Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur
Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen
Voraussetzungen für ein umf assendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen.
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des
Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen
im Schutzplan vor und definiert Erfolgs‐ wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert.
4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben.
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige
Verbesserung der S ituation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter
Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert.
Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und ‐fähigkeit sind vor allem:
die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs‐ oder andere Personensorgeberechtigte
nicht abwendbar.
Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen.
Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden.
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Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten
den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die
Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen
der Personensorgeb erechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die
Fallverantwortung auf das Jugendamt über.
Über die Information des Jugendamtes/ AS D sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu
setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre.
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „Inanspruchnahme des ASD
vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis
gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitung en bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich
informiert.
Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt:
Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung
Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung
Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber,
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden.
2. Datenschutz
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschut zrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis
65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen
sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen
an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit
ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, ‐verpflichtungen und
‐ fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft.
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII
Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes
Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren
vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch
durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine B elehrung zu
ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}.
8
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen
• Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm
• Anlage 1: Beobachtungsbogen
• Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team)
• Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan
• Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team)
• Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft)
• Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.)
• Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durc h Fachkräfte
in Institutionen
9
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm
Verantwort-
lichkeiten
Eingabe
(Input)
Ablaufdiagramm Ausgabe
(Output)
MA L FK
Arbeitshilfe des
Paritätischen
Anlage 1:
Beobachtungsbogen
Anlage 2:
Interner Beratungsplan
Regionale Datei
Der Fachbehörde
Anlage 3:
Gemeinsamer Beratungs-
Und Hilfeplan
Anlage 3:
Gemeinsamer
Beratungs- und
Hilfeplan
Anlage 1
Ausgefüllt
Anlage 2
Ausgefüllt
Anlage 3
ausgefüllt
Verdacht auf
Kindswohlgefährdung
Schritt 1
Erkennen und Dokumentieren
Von Anhaltspunkten
Schritt 2
Information an Leitung
Und Team
Schritt 3
Einschaltung der insoweit
erfahrenen Fachkraft
Schritt 4
Gemeinsame
Risikoabschätzung
Gesprächsvorbereitung
Schritt 5
Gespräch mit Eltern / anderen
Sorgeberechtigten
10
Verantwort-
lichkeiten
Eingabe
(Input)
Ablaufdiagramm Ausgabe
(Output)
MA L FK
Anlage 4:
Überprüfung der
Zielvereinbarungen
Im Hilfe-planverfahren
Alle Dokumente
Anlage 5:
Inanspruchnahme
der Fachbehörde
vorbereiten
Anlage 3
ausgefüllt
und unter-
zeichnet
Anlage 4
Ausgefüllt /
Gesprächs-
protokoll
Protokoll
und
Beschluss
Anlage 5
Ausgefüllt
und
unterzeichnet
Schritt 6
Aufstellen eines Beratungs-/
Hilfeplans =
Zielvereinbarungen
Schritt 7
Maßnahmen der
Zielvereinbarungen erreicht
Gespräch mit Eltern /
Sorgeberechtigten zur
weiteren
Stabilisierung der
Situation und weitere
Beobachtung
Schritt 8
Gemeinsame
Risikoabschätzung und
Absprachen über das weitere
Vorgehen
Schritt 10
Weiterleitung an Fachbehörde
mit zeitgleicher
Benachrichtigung der Eltern
1
1
Anlage 1: Beobachtungsbogen
Datum: Name:
1. Beobachtung:
□ eigene Beobachtung
Name:
□ Kollege
□ Kollegin
Adresse:
□ andere Eltern
□ sonstige:
Telefon:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
Adresse:
3. Angaben zur Familie:
Name:
Adresse:
Telefon:
Sonstiges:
4. Inhalt der Beobachtung:
5. Nächste Schritte:
□ Überprüfung im Team
□ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am:
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:
☐ sonstiges …………………………………………………………………………………………………………………………..
12
Anlage 2: Interner Beratungsplan
Datum: Name:
1. Beteiligte:
□ Pädagogin
□ Kollege/in
□ Leitung
□ externe Fachkraft
□ sonstige:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
3. Einschätzung:
5. Maßnahmen:
Weitere Beobachtung durch:
□ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am:
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:
□ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle:
(Datenschutz beachten)
□ sonstiges:
1
3
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan
Datum: Name:
1. Beteiligte:
□ Eltern / Sorgeberechtigte
□ Pädagogin
□ Kollege/in
□ Leitung
□ externe Fachkraft
□ sonstige:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
……………………………………………………………….. …………………………….…………………………………….
Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte Vertreter/in der Einrichtung
3. Absprachen:
4. Zeitstruktur:
12
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren
Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher:
Datum:
Name
:
Name des Kindes
13
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten
Datum: Name:
1. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
2. Wann wurde entschieden:
3. Wer hat entschieden:
□ Eltern / Sorgeberechtigte
□ Leitung
□ Externe Fachkraft
□ sonstige:
4. Informationsfluss:
Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte
☐ per Post am: …………………………………………………..................................................................
☐ per Telefonat am: ……………………………………………………………………………………………..
☐ per persönlichem Gespräch am: ……………………………………………………………………….
☐ sonstiges: ………………………………………………………………………………………………………….
Durch:
□ Pädagogin
□ hinzugezogene Fachkraft
□ Leitung
□ sonstige:
………………………………………………………………………………………………………………………………..
Information der externen Fachkraft durch:
□ hinzugezogene Fachkraft
□ Leitung
□ sonstige:
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Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch
eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche,
Bundesfreiwillige etc.)
Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung im
familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei
übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen.
1. Unser Leitbild
Durch die g rundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der
wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart.
Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet,
dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese
Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen.
Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit e inem
hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen.
Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige und individuelle
Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang
mit den Kindern voraus.
2. Präventive Maßnahmen
Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermöglicht
Stepke Kitas die Teilnahme an Fort - und Weiterbildungen zu den Themen Sexualpädagogik und
Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB.
In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert.
Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben
genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an.
3. Grenzverletzendes Verhalten
Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Ein schreiten bei übergriffigen
Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden
Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen
Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Formen
körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie
Stigmatisierungen.
Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl
des Kindes sicher zu stellen.
15
4. Handlungsleitfaden (siehe auch „Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch
Fachkräfte in Institutionen„ vom Paritätischen in der Anlage)
1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, b zw. werden diese durch andere
Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu
informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger.
2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertreter n des Trägers zunächst intern eingeschätzt und
auf Plausibilität geprüft.
3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung
durch kooperierende Beratungsdienste, wie beispielsweise „Der Paritätische“ eingeholt.
4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert.
5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden
zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des O pferschutzes, in
Kenntnis gesetzt.
6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt.
7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei
der Strafverfolgungsbehörde
8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur
Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters.
9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert.
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Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte
in Institutionen vom Paritätischen
17
18
Notizen:
19
15
Stand: 01.03.2017
Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
stepke‐kitas.de
08 2017.09.07_Hiltruper Strolche eV_Konzept KiTa Hansestr_Web
171153 Zeichen
KONZEPT DER HILTRUPER STROLCHE E.V. FÜR DIE TRÄGERSCHAFT EINER KITA AN DER HANSESTRASSE IN HILTRUP ZUR VORLAGE BEI DER STADT MÜNSTER KONZEPT DER HILTRUPER STROLCHE E.V. FÜR DIE TRÄGERSCHAFT EINER KITA AN DER HANSESTRASSE IN HILTRUP ZUR VORLAGE BEI DER STADT MÜNSTER MÜNSTER HILTRUP , SEPTEMBER 2017 2.4.1 Inklusion 29 2.4.2 Gender 29 2.4.3 Migration 30 2.5 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 31 2.5.1 Sozialraumorientierung und Synergien 31 2.5.2 Kooperationen im Stadtteil und mit anderen Professionen 32 2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 34 2.6.1 Strukturierte Zusammenarbeit mit den Eltern 34 2.6.2 Informationsaustausch 34 2.6.3 Mitwirkung der Eltern 35 2.6.4 Professionelles Eingewöhnungskonzept 36 2.7 Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 36 2.7.1 Kultur der Mitgestaltung und Gemeinschaft 36 2.7.2 Personal 37 2.7.3 Verfahren der Qualitätsentwicklung und -sicherung 38 2.7.4 Kinderschutz 38 3 WIRTSCHAFTLICHKEIT 40 3.1 Trägeranteil 41 3.2 Dauerhafte Sicherung der Wirtschaftlichkeit 41 4 BESONDERE MERKMALE UND EIGNUNG DER HILTRUPER STROLCHE 42 4.1 Weiterentwicklung unserer Stärken 42 4.2 Unser Umsetzungsplan und -management 44 4.3 Argumente für die Hiltruper Strolche aus unserer Sicht 46 5 UNSER TEAM UND VORSTAND 50 6 LITERATURVERZEICHNIS 55 INHALTSVERZEICHNIS 1 EINLEITUNG 6 1.1 Hiltruper Strolche e.V. seit 1995 7 1.1.1 Kurzchronologie 7 1.1.2 Unser Selbstverständnis als Einrichtung 7 1.2 Motivation zur Bewerbung 7 1.3 Zukünftige Leistungsbeschreibung 7 1.3.1 Rahmenstruktur 7 1.3.2 Öffnungszeiten 7 2 PÄDAGOGISCHES KONZEPT 8 2.1 Rahmenkonzept 9 2.1.1 Unsere pädagogischen Kompetenzen 9 2.1.2 Schwerpunkte der Einrichtung 9 2.1.3 Unsere Werthaltung 9 2.1.4 Pädagogische Zielsetzungen 13 2.1.5 Frühkindliche Bildung 13 2.1.6 Dokumentation 18 2.2 Natur und Umwelt 18 2.3 Gesundheitsförderung und -erhaltung 20 2.3.1 Bewegungsförderung 20 2.3.2 Psychosoziales Wohlbefinden 22 2.3.3 Gesunde Ernährung 24 2.3.4 Unfallprävention 26 2.3.5 Gewaltprävention 26 2.3.6 Suchtprävention 27 2.3.7 Körpererfahrung 28 2.3.8 Zahngesundheit 28 2.3.9 Hygiene 28 2.3.10 Weitere Maßnahmen der Gesundheitsförderung 29 2.4 Querschnittsaufgaben 29 54 7 6 1 EINLEITUNG 1.1 HILTRUPER STROLCHE e.V. SEIT 1995 1.1.1 Kurzchronologie Die Kindertageseinrichtung (KiTa) wurde 1995 von engagier - ten Eltern und Erzieherinnen zur Schaffung von Betreuungs- plätzen für Kinder gegründet und war in Hiltrup, Münsters größtem Stadtteil, die erste Einrichtung, die Kinder unter drei Jahren betreute. Auch über 20 Jahre später betreut die Ein- richtung als einzige Elterninitiative in Hiltrup überdreijährige und unterdreijährige Kinder in einer altersgemischten Grup- pe. Mit ihrer Erfahrung und dem über 20jährigen Bestehen ist sie in Hiltrup fest etabliert. Ihr Zuhause findet die Einrichtung seit Beginn im Einfamilienhaus am Nimrodweg 22, in 48165 Münster, in dem 15 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren betreut werden. Der Träger der altersgemischten Einrichtung ist der Verein „Hiltruper Strolche e.V.“ Die Trägerschaft ist als Elterninitia- tive organisiert. Nach außen wird der Verein durch den von der Mitgliederversammlung gewählten Vorstand, derzeit be- stehend aus fünf Elternteilen, vertreten. Die Einrichtung ist Mitglied bei „Eltern helfen Eltern e.V.“. Dieser Verein berät, informiert und unterstützt Elterninitiativen in Münster. Die gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit in dieser Einrichtung bilden zum einen die Bildungsvereinbarung NRW, auf die wir uns konzeptionell und pädagogisch beziehen und zum an- deren die Vorschriften des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). 1.1.2 Unser Selbstverständnis als Einrichtung • basiert auf einem Bild vom Kind, das die Fachkräfte auffor- dert, eine entsprechende Haltung einzunehmen, wie sie den Kindern in der täglichen pädagogischen Arbeit begegnen. Diese Haltung orientiert sich am humanistischen Menschen- bild. • lebt den Grundsatz der Partizipation, d. h. „Entscheidun- gen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden“ (Schröder 1995, S. 14). • hat das Ziel, gemeinsam mit den Eltern in eine Erziehungs- partnerschaft zu treten und zum Wohl des Kindes zu agieren, damit jedes einzelne Kind die bestmöglichen Entwicklungs- chancen in seinen physischen, kognitiven, motivationalen, sozialen und methodischen Kompetenzen erfährt. 1.2 MOTIVATION ZUR BEWERBUNG Bereits seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass die typi- scherweise eingruppig organisierten Elterninitiativen wirt- schaftlich unter Druck geraten. Diese Situation haben wir ebenfalls beobachtet. Um einer wesentlichen Verschlechte- rung der wirtschaftlichen Situation unserer Einrichtung zuvor- zukommen, beschäftigt sich der Vorstand seit längerer Zeit mit erforderlichen und sinnvollen Veränderungen. Im letzten Jahr verstarb unser Vermieter. Die Eigenbedarfskündigung des Mietvertrages durch seine Erben mit Wirkung zum 31.07.2018 beschleunigte unseren Veränderungsprozess. In den Überlegungen spielt die Beibehaltung der Organisations- form Elterninitiative eine wichtige Rolle. In Elterninitiativen können Eltern, Kinder und Fachkräfte besonders viel Einfluss auf die Gestaltung des täglichen Rahmens nehmen. Gleich- zeitig entsteht ein besonderes Miteinander, das von regem Austausch, Teilhabe und Abstimmungsprozessen gekenn- zeichnet ist. Die Trägerschaft für das geplante Objekt an der Hansestra- ße bietet die Möglichkeit diese Ziele in unmittelbarer Nach- barschaft zu unserem aktuellen Standort zu erreichen. Damit bleiben wir unserem Stadtteil Hiltrup treu, können den an- gestellten Fachkräften einen Arbeitsplatz in gewohnter Ent- fernung bieten und unseren Kindern eine bekannte Umge- bung (benachbarter Wald, Oedingteich, Spielplatz) erhalten. Die Vergrößerung und Ausweitung der Rahmenstruktur ist neben den wirtschaftlichen Aspekten eine Bereicherung un- seres Angebots für alle Beteiligten. Unsere besonderen Er - fahrungen der altersgemischten Pädagogik lassen sich dann besser mit gezielteren Angeboten für einzelne Altersgruppen kombinieren. Mit einer größeren Elternschaft lassen sich viele Projekte und Aufgaben besser schultern. Gleichzeitig werden wir den besonderen familiär geprägten Zusammenhalt durch die Beibehaltung unserer Organisationsform Elterninitiative erhalten. 1.3 ZUKÜNFTIGE LEISTUNGSBESCHREIBUNG 1.3.1 Rahmenstruktur Unsere zukünftige Rahmenstruktur bietet, wie in der Beschluss- vorlage vom 18.04.2017 vorgesehen, Betreuungsplätze für Kinder unter und über drei Jahren in drei Gruppen: • Gruppe G1: Kinder im Alter von 2–6 Jahren (20 Kinder, davon 6 Kinder im Alter von zwei Jahren) • Gruppe G2: Kinder im Alter von 0–3 Jahren (10 Kinder) • Gruppe G3: Kinder im Alter von 3–6 Jahren (20–25 Kinder) Insgesamt ergibt das 50–55 Plätze, davon mindestens 16 U3-Plätze und mindestens 34 Ü3-Plätze. Die Eltern sollen die Möglichkeit haben, zwischen einer wöchentlichen Betreu- ungszeit von 25, 35 oder 45 Stunden zu wählen. 1.3.2 Öffnungszeiten Die Öffnungszeiten unserer Einrichtung werden bisher über eine jährliche Bedarfsabfrage bei den Eltern abgestimmt. Derzeit ist die Einrichtung von 07:30 bis 16:30 Uhr geöffnet. Auch im Zuge einer Vergrößerung wird diese bedarfsgerechte Vorgehensweise durch jährliche Abfragen innerhalb der El- ternschaft beibehalten. Noch mehr Flexibilität können wir den Eltern dadurch bieten, dass für Randzeiten bei Bedarf eine gruppenübergreifende Betreuung angeboten wird. 98 2 PÄDAGOGISCHES KONZEPT UNSERE SCHWERPUNKTE SIND: NATUR UND UMWELT Mit Ansätzen der Natur- und Umweltpädagogik legen wir den Grundstein für ökologisch sinnvolles Handeln, Verhalten und Entscheiden. Dabei wecken wir Interesse und Freude an der Natur, und zeigen die Grenzen und daraus abzuleiten- den Notwendigkeiten menschlicher Eingriffe im Wechselwir - kungsgefüge auf (vgl. Kapitel 2.2). BEWEGUNG Bewegung ist für Kinder ein natürliches Bedürfnis und Grundlage für jegliches Lernen. Daran knüpfen wir mit vielfäl- tigen Gelegenheiten für Bewegung an (vgl. Kapitel 2.3). GESUNDHEIT Gesundheit ist der Grundstein für ein aktives und zufriedenes Leben. Die Grundlagen werden im Kindesalter gelegt. Mit un- serem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit, das über gesunde Ernährung hinausgeht und z. B. auch psychosozi- ales Wohlbefinden umfasst, leisten wir einen wichtigen Bei- trag zu diesem Thema (vgl. Kapitel 2.3). 2.1.3 Unsere Werthaltung Der Gedanke der Humanität umfasst die prinzipielle Gleich- heit aller Menschen jeder Herkunft und jeden Geschlechts (Art. 3 Abs. 3 GG) sowie die allgemeine Menschenwür - de (Art. 1 Abs. 1 GG). Im weiteren Sinn gebietet Humanität auch religiöse und politische Toleranz und Achtung vor dem Mitmenschen und seinen Überzeugungen, im weiteren Sinn auch die Achtung vor Tieren und den Schutz der Natur. Dieser Gedanke bildet die Basis für die Werthaltung des Trä- gers, der Elternschaft und der pädagogischen Fachkräfte, die sich konkret in folgenden Themenbereichen manifestiert: • Bild vom Kind • Religion / Ethik • pädagogischer Ansatz • Partizipation • erziehungspartnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern • Alltagsbegegnungen über Generationen hinweg BILD VOM KIND Die Basis der pädagogischen Arbeit in unserer Einrichtung ist das Bild vom Kind, welches die Fachkräfte auffordert, eine entsprechende Haltung einzunehmen, wie sie den Kindern in der täglichen pädagogischen Arbeit begegnen. Diese Hal- tung orientiert sich am humanistischen Menschenbild. Dies umfasst die Anerkennung des Kindes • das nach Autonomie mit äußerer Kontrolle strebt • das ein aktives Selbst entwickelt • als Ko-Erzieher seiner selbst, der seine Entwicklung steuert 2.1 RAHMENKONZEPT 2.1.1. Unsere pädagogischen Kompetenzen „Man sollte Kinder lehren, ohne Netz auf einem Seil zu tan- zen, bei Nacht allein unter freiem Himmel zu schlafen, in ei- nem Kahn auf das offene Meer hinaus zu rudern. Man sollte sie lehren, Luftschlösser statt Eigenheime zu erträumen, nirgendwo sonst, als im Leben zu Hause zu sein und in sich selbst Geborgenheit zu finden.“ (Hans-Herbert Dreiske) QUALIFIKATIONEN DER PÄDAGOGISCHEN FACHKRÄFTE Das derzeitige pädagogische Team unserer Einrichtung setzt sich aus staatlich anerkannten Erzieherinnen und staatlich anerkannten Sozialpädagoginnen zusammen. Die Fachkräf- te verfügen über wertvolle Zusatzqualifikationen, z. B. im Bereich der Psychomotorik und Entspannungspädagogik. Im Zuge eines möglichen Umzugs in die Hansestraße und der damit verbundenen Vergrößerung würden wir weiteres Per - sonal einstellen, das von seinem Kompetenzprofil in unser bisheriges pädagogisches Team passt. Wünschenswert sind zudem Zusatzqualifikationen im Bereich der Bewegungsthe- rapie, Natur- und Umweltpädagogik oder Ernährungswis- senschaften. Zur Betreuung von Kindern mit integrativem Förderbedarf werden Heilpädagogen/-innen eingestellt. SELBSTVERSTÄNDNIS DER PÄDAGOGISCHEN FACHKRÄFTE Die Fachkräfte verstehen sich in unserer Einrichtung als: • Vorbilder, an denen sich die Kinder orientieren. Sie vermit- teln gesellschaftliche Werte, Normen und Regeln, aber auch eine ganz eigene persönliche Haltung. Damit sind sie sich der Wichtigkeit eines reflektierten Verhaltens bewusst. • Begleiter, die die Eigenaktivität der Kinder unterstützen und Selbstbildungsprozesse fördern. Durch wahrnehmende Beobachtung erkennen sie die Bedürfnisse der Kinder und ermöglichen ihnen Lernfelder. • Beschützer, die einen sicheren Hafen bieten, damit die Kin- der sich vertrauensvoll öffnen und neuen Herausforderungen stellen können. • Herausforderer, die Ressourcen erkennen und die Kinder motivieren, sich in neue Lernfelder zu begeben. Die Fachkräf- te ermöglichen ein Erfahrungsumfeld, in dem die Kinder sich Fähigkeiten wie selbständiges Denken und Handeln aneig- nen, damit sie gesellschaftlichen Aufgaben wie Übernahme von Verantwortung und kritischem Denken, aber auch alltäg- lichen Herausforderungen gewachsen sind. 2.1.2 Schwerpunkte der Einrichtung Die Kompetenzschwerpunkte unserer Einrichtung haben wir entsprechend der örtlichen Gegebenheiten (z. B. Wald und Gewässer in unmittelbarer Nähe zur KiTa) und Werthaltun- gen der Eltern (z. B. Interesse für gesundes und bewusstes Essen) in den letzten Jahren entwickelt. Das Profil unseres pädagogischen Teams ist darauf abgestimmt (z. B. Zusatz- qualifikationen in Bewegungspädagogik). 1110 Jahren von Dr. Armin Krenz erarbeitet und danach stetig wei- terentwickelt worden ist. Der Situationsorientierte Ansatz ist derjenige pädagogische Ansatz, der umfassend unsere Vorstellungen über die päda - gogischen Ziele, unser Bild vom Kind, die Rechte des Kin- des, wissenschaftliche Erkenntnisse über Entwicklungs-, Bildungs- und Bindungsforschung sowie die Rolle der Fach- kräfte und nicht zuletzt gesetzliche Grundlagen berücksichtigt. Im Vordergrund stehen im Situationsorientierten Ansatz die Persönlichkeit des Kindes und seine Biografie. Erlebtes wird in der Gegenwart verarbeitet, damit das Kind sich unbelastet auf die Zukunft einlassen kann. Das Kind entwickelt so eine starke Persönlichkeit, Lebensfreude und Handlungsstrategi- en, welche wiederum als Lernmotor zum selbstbestimmten Lernen dienen. Themenschwerpunkte, die aus der Lebens- welt der Kinder entstanden sind und die sie bewältigen kön- nen und wollen, sind Lernfelder mit hoher Wertigkeit und Nachhaltigkeit. Im Einzelnen sind es folgende Eckpunkte des Situationsori- entierten Ansatzes, die für uns Wegweiser einer professionel- len Elementarpädagogik sind: 1. Das Berufsbild der pädagogischen Fachkräfte: Das humanistische Bild vom Kind ist eng verknüpft mit der Rolle der pädagogischen Fachkräfte. In ihrer Vorbildfunktion gelten das Prinzip des lebenslangen Lernens und die dazu- gehörige reflektierte Selbstbildung und Persönlichkeitsent- wicklung ebenso für ihre Person, zumal sie durch authenti- sches Verhalten bei den Kindern Bildungsimpulse setzen. Die Fachkräfte leben Humanität, Werteorientierung, Engagement, Neugierde und Selbstbildungsinteresse vor. Was heißt das für unsere pädagogischen Fachkräfte? Sie sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und reflektieren ihr Verhalten regelmäßig. Sie erhalten durch Fortbildungen ihre Fachlichkeit und begegnen den Kindern und Eltern authen- tisch und positiv. 2. Eltern tragen eine entscheidende Verantwortung für die Entwicklung ihrer Kinder und werden in die pädagogische Arbeit einbezogen. Elternberatung und -bildung sowie eine kommunikationsfreudige Zusammenarbeit haben einen ho- hen Stellenwert. Dies entspricht der grundlegenden Haltung der Fachkräfte gegenüber Eltern (Eltern sind die Experten für ihre Kinder) sowie den gesetzlichen Anforderungen der El- ternbeteiligung und -information. Die Fachkräfte gehen mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft ein und sind gleich- zeitig enger Begleiter des Kindes; sie treten für die Rechte des Kindes ein und handeln entsprechend dem gesetzlich verankertem Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftra- ges und der UN-Konvention für Kinderrechte. Die pädagogischen Fachkräfte gehen eine enge Erziehungs- partnerschaft mit den Eltern ein und erkennen so sehr gut die Bedürfnisse der Kinder. Dabei folgen sie der Haltung im Situationsorientierten Ansatz und holen die Kinder dort ab, wo sie stehen. 3. Die kollegiale Zusammenarbeit ist konstruktiv und quali- tätsgeprägt. Sie kann erst dann entwicklungsförderlich sein, wenn es den Fachkräften gelingt, in einem konstruktiven kol- • als ein aktives, lebendiges und wahrnehmungslustiges Wesen • das nach Selbstverwirklichung strebt • welches das Bedürfnis hat, seine Umwelt zu erforschen • welches nach Wissen strebt • welches seine schöpferischen Fähigkeiten entfalten möchte • welches nach einem sinnvollen und erfüllten Dasein strebt • als ganzer Mensch; seine psychischen, kognitiven, emo- tionalen, sozialen und somatischen Prozesse sind aufein- ander bezogen • als frei handelndes Rechtssubjekt • als Träger des Rechtes auf Beteiligung und freie Mei- nungsäußerung • als kompetenter Entscheidungsträger in Anbetracht sei- nes Alters und des Grades seiner Entwicklung • als sich zu entwickelndes teilhabendes Mitglied am de- mokratischen und gesellschaftlichen Leben Nach Zimmer (2012) können diese Anlagen und Fähigkeiten eines Menschen nur mit entsprechenden Umgebungsfakto- ren erlangt werden, die diese unterstützen. Unter diesen Umgebungsfaktoren verstehen wir unsere Ein- richtung mit den Räumlichkeiten, Materialien und Angeboten sowie unser pädagogisches Team, das die Kinder ein gan- zes Stück beim Großwerden begleitet. RELIGION / ETHIK Die Kinder bringen von sich aus Offenheit und Neugierde in Bezug auf die eigene Religion, andere Religionen und ande- re Weltanschauungen mit. Im Vordergrund steht dabei häufig die Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen, zur Welt und je nach religiöser Orientierung auch zu einem Gott. Unsere KiTa versteht sich als konfessionsfreie Einrichtung, die keine religiösen Feste einer bestimmten Konfession feiert. Gleichwohl ist es uns sehr wichtig, den Kindern bestimmte Sitten und Brauchtumstage näher zu bringen, wie z. B. St. Martin oder die Nikolausfeier. Hierbei stehen die ethischen Werte hinter den Sitten und Bräuchen im Vordergrund, wel- che die Achtung der Würde des Menschen und die Bereit- schaft zum sozialen Handeln thematisieren. In der heutigen Gesellschaft ausgeprägter sozialer und kultu- reller Diversität stellt die weltanschaulich neutrale Wertever- mittlung eine besondere Herausforderung dar, deren Ergeb- nis gesellschaftlich umso gewinnbringender sein kann. Daher ist den pädagogischen Fachkräften in der ethischen Bildung besonders die Erziehung zum kritischen Denken und moralischen Urteilen wichtig. Dazu zählt in der päda- gogischen Arbeit mit den Kindern die Vermittlung von Aus- drucks- und Argumentationsvermögen und des Rechtes auf freie Meinungsäußerung. Ethische Bildung bedeutet zwar die Herausbildung eines gesunden Menschenverstandes; sie lehrt die Kinder aber auch, wie er sich anwenden und kritisch hinterfragen lässt. PÄDAGOGISCHER ANSATZ Die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung richtet sich nach dem Situationsorientierten Ansatz, der in den 80er haltig eingestuft. Das Spiel bietet dem Kind zudem als eine von sechs Ausdrucksformen die Möglichkeit, sich mit Erlebtem aus der Vergangenheit auseinanderzusetzen, in der Gegenwart zu verarbeiten und sich auf die Zukunft einzulassen; somit also seine Persönlichkeit zu stärken und neue Gefühls-, Gedanken- und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Weitere Ausdrucksformen sind Verhalten, Sprache, Malen, Bewegung und Träume. Für uns bedeutet dies, dass wir dem Spiel einen hohen Stel- lenwert beimessen und dieses sowohl als Ausdrucksform für Gefühle und Erlebtes, als auch als Möglichkeit zum Erlernen neuer Strategien und Inhalte schätzen. In das Spiel versun- kene Kinder offenbaren uns viel von ihrer Persönlichkeit und ihren inneren Gedanken, die sie sonst nicht in Worte fassen könnten. PARTIZIPATION „Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.“ (Schröder, 1995, S.14) Seit 2015 spielt das Thema Partizipation eine aktive und of- fiziell integrierte Rolle in unserer Einrichtung. Alle pädagogi- schen Fachkräfte sind zu diesem Thema geschult und be- teiligen jeden Tag aufs Neue die Kinder an allen Fragen, die ihre Lebenswelt betreffen. Auch mit Blick auf die Vermittlung erster demokratischer Werte ist die Beteiligung unserer Kin- der unerlässlich. Demokratie bedeutet, sich als wirksamer Mensch in einer Gemeinschaft zu erleben. „Niemand wird als Demokrat geboren. Jede Generation muss Demokratie wieder neu lernen und üben.“ (Knauer, 2007, S. 275) Diese ersten Selbstwirksamkeitserfahrungen können die Kinder schon in frühen Jahren in unserer KiTa erleben. Nach heutigem Wissensstand wird Partizipation unter anderem als legialen Austausch unter Zurückstellung eigener Bedürfnisse die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und Bedingungen zu schaffen, unter denen sie sich weiterentwickeln können. Innerhalb solch guter Bedingungen muss sich Elementar - pädagogik im Zuge des gesellschaftlichen Wandels auf be- deutende Wertebereiche beziehen wie Kommunikations- und Umgangskultur, Ess- und Spielkultur, Konfliktfähigkeit, all- tagsorientiertes Lernen. Deswegen haben unsere pädagogischen Fachkräfte den ge- sellschaftlichen Wandel im Blick und eine eigene Vorstellung von Werten. Diese Werte vertreten die pädagogischen Fach- kräfte gegenüber Kindern und Eltern, aber auch gegenüber den Kollegen/-innen, mit denen sie gemeinsam für die Kinder ein entwicklungsförderliches Umfeld schaffen. 4. Aktive Projektarbeit bietet den Kindern Entwicklungs- chancen, wenn diese auf Grundlage von Beobachtungen und unter ihrer Beteiligung geplant ist. So findet Bildung nicht zufällig und punktuell, sondern nachhaltig statt. Dabei geht es um wirklichkeitsnahe, für die Kinder bedeutsame Arbeits- schwerpunkte. Für die Fachkräfte bedeutet dies, dass sie die Kinder sensi- bel beobachten, sich in deren Umfeld gut auskennen, sie be- fragen und aus den Erkenntnissen – unter Berücksichtigung der Ausdrucksform – Bedingungen schaffen, die den Kindern Entwicklungs- und Lernfelder eröffnen. Dabei verzahnen sie verschiedene Bildungsbereiche aus den Bildungsgrundsät- zen NRW, um kein teilisoliertes, sondern ganzheitliches Ler- nen und Erleben zu gewährleisten. 5. Aufbauend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht im Situationsorientierten Ansatz der Standpunkt, dass das Spiel in seinen vielen verschiedenen Spielformen und Facet- ten Mittelpunkt der kindlichen Entwicklung ist und die Fä- higkeit zum intensiven Spiel Wegbereiter für die Schulfähig- keit ist. Eine Vorschulpädagogik im Sinne von vorgezogener Schuldidaktik wird in der Bildungsforschung als nicht nach - 1312 • Jede Gruppe ernennt Vertreter für ein Kinderparlament, welches sich in regelmäßigen Abständen trifft, um Be- schwerden und Wünsche zu besprechen, die die ganze Einrichtung betreffen. • Bedürfnisse von Kindern, die sich (noch) nicht äußern können, wie besonders junge, entwicklungsbeeinträch- tigte oder nicht Deutsch sprechende Kinder, werden durch die Fachkräfte wahrgenommen und thematisiert. So wird die Verantwortung vieler Alltagsprozesse mit den Kindern geteilt. Dadurch werden einerseits sowohl aktuelle Ereignisse und Bedürfnisse der Kinder aufgegriffen, die die Selbstbildungs- prozesse der Kinder unterstützen, als auch dem Situations- orientierten Ansatz unserer pädagogischen Arbeit entspre- chen. Andererseits werden die Kinder aktiv in den Prozess der Umsetzung eingebunden, was ihnen eine Expertenrolle zuschreibt: Die Kinder fühlen sich ernst genommen. Als Aus- wirkungen werden Kontroll- und Kompetenzerfahrungen ge- fördert, die nach Albert Banduras Selbstwirksamkeitstheorie maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung eines Individuums nehmen. Die positive Einschätzung der eigenen Wirksamkeit und persönlichen Handlungskompetenz beeinflusst das Indi- viduum in seiner Lebenszufriedenheit, seinen Lebensleistun- gen und der Gestaltung seiner Beziehungsstrukturen positiv. „Hat ein Mensch sehr früh die Erfahrung gemacht, Situati- onen nicht nur ausgeliefert zu sein, sondern Möglichkeiten zu haben, diese für sich zufriedenstellend zu verändern, lässt das eine Grundannahme in das Vertrauen der eigenen Bewältigungs- und Anpassungsleistungen zu.“ (Tschöpe-Scheffler, 2009) ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN Alle Fachkräfte unserer Einrichtung haben das Ziel, mit den Eltern in eine Erziehungspartnerschaft zu treten und ge- meinschaftlich zum Wohl des Kindes zu agieren, damit jedes einzelne Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen in seinen physischen, kognitiven, motivationalen, sozialen und methodischen Kompetenzen erfährt. Dabei werden kulturel- le und soziale Bedingungen in der Familie und das familiä- re Umfeld berücksichtigt und mit eingebunden. Dies ist nur möglich, wenn zwischen Fachkräften und Eltern eine vertrau- ensvolle Atmosphäre herrscht. Durch eine behutsame Ein- gewöhnung, eine ständige Transparenz der pädagogischen und pflegerischen Arbeit sowie eine wertschätzende Haltung gegenüber den Eltern sorgen die Fachkräfte der Einrichtung dafür, dass diese gut über den Entwicklungsstand ihres Kin- des informiert sind und sie jederzeit einen Ansprechpartner für Fragen, Wünsche und Sorgen haben. ALLTAGSBEGEGNUNGEN ÜBER GENERATIONEN HINWEG Wir vertreten Werte wie Respekt für Vielfalt und Diversität, Partizipation, Autonomie und Teilhabe. Diese Werte sollen die Kinder in unserer Einrichtung lebend lernen. Dafür möch- ten wir reale Alltagsbegegnungen schaffen. Dazu bahnen wir derzeit eine Kooperation mit einem einrichtungsnahen Seniorenzentrum an. Den Kontakt haben wir bereits auf- genommen und planen zurzeit die konkrete Ausgestaltung. Schlüssel zur frühkindlichen Bildung gesehen, geht mit dem humanistischen Menschenbild einher und meint, dass sich das Kind erst durch die Selbstbildung aktiv entwickeln kann (Knauer, 2007). Die Fachkräfte der Einrichtung fördern die frühkindliche Bil- dung, indem sie aus der Perspektive des Kindes bei der Ent- deckung der Welt, Bildungsanlässe anbieten. Ob ein Kind sich auf diese einlässt oder nicht, entscheidet das Kind, was man laut Knauer (2007) Partizipation nennt. In unserem KiTa-Alltag partizipieren unsere Kinder z. B. so: • Die Kinder entscheiden in der Freispielphase selbst, wo und mit wem sie innerhalb der Räumlichkeiten der Ein- richtung spielen und mit welchen angebotenen Materiali- en sie sich beschäftigen und auseinandersetzen. • In den täglich stattfindenden Morgenrunden haben sie die Möglichkeit Wünsche und Ideen zur inhaltlichen Ge- staltung, zu äußern und dadurch die Morgenrunde aktiv mitzugestalten. • Mottos oder Themen für bevorstehende Feierlichkeiten entscheiden die Kinder mit, indem die Fachkräfte ihre Vorschläge und Ideen sammeln und sie bei der de- mokratischen Abstimmung unterstützen. Im Anschluss überlegen die Fachkräfte gemeinsam mit den Kindern, wie und unter welchen Rahmenbedingungen diese Wün- sche und Ideen umgesetzt werden können. • Die Kinder wählen auch das Essen aus dem Speiseplan der Großküche aus, indem sie zwischen zwei angebote- nen Speisen abstimmen können. • Jeden Tag läutet ein anderes Kind das gemeinsame Auf- räumen mit einem Klingelstab ein. • Jeden Tag darf ein anderes Kind die Wetterlage draußen testen, um den Kindern mitzuteilen, welche Kleidung an- gemessen ist. Zur Partizipation von Kindern in der KiTa gehört auch ein al- tersentsprechendes Angebot, sich beschweren zu können. Die Kinder kennen die Beschwerdewege und werden ermun- tert, diese zu nutzen. Die Fachkräfte beziehen sie in die Lö- sungsfindung von Problemen oder die Ideengenerierung zur Realisierung von Wünschen maßgeblich mit ein. Wir bieten den Kindern mit unterschiedlichen Methoden die Möglichkeit, sich zu beschweren oder ihre Meinung zu äußern: • In den einzelnen Gruppen finden regelmäßig Morgenrun- den statt, in denen die Kinder zu Wort kommen können. Die Gefühle der Kinder und ihre Äußerungen werden ernst genommen. • Ältere Kinder gestalten Postboxen, in denen sie Wün- sche und Notizen in Form von Zeichnungen sammeln können. Diese Boxen werden gemeinsam mit den Fach- kräften geleert. Kinder zu diesen Randzeiten nicht in ihrer eigenen Grup- pe betreut werden, kennen sie die jeweilige pädagogische Fachkraft durch vielfältige Angebote gut. Eine Ausnahme hier bildet die G2-Gruppe. Hier legen wir Wert darauf, dass die jüngsten Kinder dieser Gruppe konti- nuierliche Bezugspersonen haben und keinen Raum- oder Personenwechsel erfahren. Bei der gegebenenfalls aufkom- menden Frage nach einer Randzeitenbetreuung von ganz jungen Kindern etwa unter zwei Jahren suchen wir individuell und mit Blick auf das Kindeswohl nach Lösungen. Durch das Angebot der Gruppenformen G1, G2 und G3 er - möglichen wir es den aufgenommenen unterdreijährigen Kin- dern, bis zum Schuleintritt unsere Einrichtung zu besuchen. Die Kinder der G2-Gruppe wachsen ganz natürlich aus ihrer Gruppe heraus und wechseln in die nächstgrößere Gruppe, wo sie schon Kinder und pädagogische Fachkräfte kennenlernen konnten. So erleben die Kinder Kontinuität und verlässliche Bezugspersonen in einer vertrauten Umgebung. BILDUNGSBEREICHE MITEINANDER VERZAHNEN Unsere pädagogischen Ziele orientieren sich an den „Bil- dungsgrundsätzen für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kin- dertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich NRW“, in denen umfassend und aus einer ganzheitlichen Sicht heraus alle einzelnen Bildungsbereiche beschrieben sind. Dabei steht das Kind im Mittelpunkt und wird in der Entwicklung seiner Persönlichkeit individuell, ganzheitlich und ressourcenorien- tiert gefördert und gefordert. Die Fachkräfte begleiten es un- ter Berücksichtigung seiner bisherigen Lebenserfahrung und unterstützen es in seinen (Selbst-)Bildungsprozessen. Unsere Einrichtung ist dabei der außerfamiliäre Lebensraum, der die frühkindliche Bildung, die bereits in der Familie verwurzelt ist, ergänzt und unterstützt. 2.1.5 Frühkindliche Bildung SPRACHLICHE BILDUNG Die Sprache gilt als wichtigstes Kommunikationsmittel in der zwischenmenschlichen Beziehung. Sie stellt die grund- legende Voraussetzung für die kognitive und emotionale Ent- wicklung von Kindern dar und ist – zusammen mit der Schrift – eine Schlüsselqualifikation für Bildungserfolge. Sprache ist eine der Grundlagen für die Persönlichkeitsent- wicklung des Kindes. Sprachkompetenz versetzt das Kind in die Lage, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, sich Wissen anzueignen, sich die Welt zu erschließen. Durch sie ist das Kind in der Lage, seine Gefühle und Bedürfnisse aus- zudrücken. Die Sprachentwicklung steht in einem engen Zusammenhang mit der Wahrnehmung, Bewegung, Denkfä- higkeit und dem emotionalen Wohlbefinden. Gute Vorausset- zungen in diesen Bereichen unterstützen die Entwicklung von Sprachkompetenz. Der Erwerb und die Erweiterung der Sprachkompetenz ist ein Bestandteil der alltäglichen pädagogischen Arbeit in der KiTa. Die Förderung der Sprache beginnt schon im Eltern- haus und bildet den Grundstein für die weitere Entwicklung. Regelmäßige Besuche mit Vorlesenachmittagen, Erzählrun- den und Aufführungen seitens der KiTa-Kinder sollen auf der Tagesordnung stehen, und verdeutlichen, dass alle Beteilig- ten profitieren. Auch ist der Einbezug der eigenen Großeltern in Form von Vorlese- und Geschichtennachmittagen in den KiTa-Alltag angedacht. Weitere Kooperationen zur Anbah- nung von Alltagsbegegnungen sind denkbar. Konkret werden wir Alltagsbegegnungen zum generationsüber- greifenden Lernen und Leben ausbauen. Wir orientieren uns hierbei am pädagogischen Ansatz des „voneinander Lernens“, der zeigt, dass Lernen hierbei wechselseitig stattfindet. 2.1.4 Pädagogische Zielsetzungen ORGANISATION UNSERER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT Im Zuge eines Umzugs in das Objekt in der Hansestraße streben wir ein teiloffenes Konzept an; d. h. die Kinder ha- ben feste Gruppen mit festen Fachkräften. In den Gruppen gibt es jeweils eine eigene Tagesstruktur (morgens gemein- sam beginnen, nachmittags gemeinsam verabschieden). Da- zwischen können die Kinder der G1- und G3-Gruppe nach Absprache mit den pädagogischen Fachkräften ihre eigene Gruppe verlassen und sich Spielpartner suchen, wenn nicht bestimmte gruppeninterne Aktionen anstehen. In dem Zuge planen wir, gruppenübergreifend altersspe- zifisch zu arbeiten. Das bedeutet, dass einzelne Fachkräfte regelmäßig mit allen Kindern einer Altersgruppe arbeiten und Projekte planen. Auch die Vorschulgruppe für die ältesten Kinder ist eines dieser Angebote. Die wöchentliche alters- spezifische Kleingruppenarbeit ist auch in unserer bisherigen eingruppigen Einrichtung ein sehr wertvoller Bestandteil un- seres Wochenplanes. Die Kinder der G2-Gruppe verbringen den Tag in weiten Tei- len in ihrer eigenen Gruppe und statten ggf. mit ihren Bezugs- personen Besuche in anderen Gruppen oder im gemeinsa- men Flur ab. So haben sie altersentsprechend ihren eigenen geschützten Bereich, können sich aber auch langsam an das allgemeine KiTa-Leben herantasten. Wichtig ist uns im Allgemeinen, Berührungspunkte für alle Kinder zu schaffen. Gemeinsame Spielbereiche im Flur laden dazu ein, die Kinder der anderen Gruppen kennenzulernen. Ein einmal wöchentlich am Morgen stattfindender Singkreis im Flur an, in dem jede Gruppe ihr momentanes Lieblingslied vorstellt und mit allen gemeinsam singt, stärkt das Gemein- schaftsgefühl. Das Anbieten pädagogischer Angebote für bestimmte Al- tersgruppen (in denen sich Kinder aus zwei oder allen drei Gruppen treffen können) und das teiloffene Konzept an sich, in dem die Kinder ihre Gruppen für einen bestimmten Zeitraum verlassen und andere Gruppen besuchen dürfen, haben zum Vorteil, dass die pädagogischen Fachkräfte alle Kinder der Einrichtung gut kennenlernen. So ist es möglich, eine gegebenenfalls benötigte Randzeitenbetreuung vor oder nach der Kernöffnungszeit durch unsere pädagogi- schen Fachkräfte anzubieten und gleichzeitig unseren ho- hen pädagogischen Ansprüchen (gute Bindung, Kontinuität und Verlässlichkeit) gerecht zu werden. Denn auch, wenn 1514 • im Morgenkreis durch Reime, Fingerspiele, Rätsel, Lie- der ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln • Ausflugserlebnisse als Anlass zum Erzählen und Austau- schen zu nutzen Die Sprachförderung fließt in alle Bereiche ein, denn Sprache begleitet uns u. a.: • im Freispiel • bei alltäglichen Handlungen, wie z. B. Händewaschen, An- und Ausziehen usw. • beim Wickeln • beim Vorlesen und Betrachten von Bilderbüchern • bei Gesellschaftsspielen • beim Basteln • in der Morgenrunde • beim Singen • bei Fingerspielen • im Rollenspiel • beim Turnen • beim Essen Seit August 2016 nutzen die pädagogischen Fachkräfte das Beobachtungsverfahren BaSiK (Begleitende alltagsinteg- rierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertagesein- richtungen). Bei BaSiK handelt es sich um ein Verfahren, das eine alltagsintegrierte, begleitende Beobachtung der kindlichen Sprachentwicklung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in Kindertageseinrichtungen ermöglicht. Das Ziel In Entwicklungsgesprächen vermitteln die pädagogischen Fachkräfte den Eltern die Bedeutsamkeit des alltäglichen Sprachgebrauchs und den hohen Stellenwert, den sie als Vorbilder einnehmen. Sprachliche Bildung findet in unserer Einrichtung alltagsin- tegriert statt und orientiert sich an den Interessen und indivi- duellen Kompetenzen der Kinder. Sie steht immer im Kontext der Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder. Wir geben unseren Kindern die Möglichkeit: • im Alltag über ihre Gefühle, Gedanken und Erlebnisse zu sprechen • Gesprächsregeln zu erlernen (anderen zuzuhören und sie aussprechen zu lassen) • durch gezielte Spielangebote die Körpersprache, Ges- tik, Mimik zu erlernen • durch ein differenziertes Bücherangebot das Interesse an Sprache zu wecken • beim Besuch der ortsnahen Bücherei Bücher auszulei- hen • eine Streitkultur zu entwickeln, in der die Kinder lernen, ihre Konflikte verbal zu lösen Dies geschieht u. a. • durch Musik in ihren unterschiedlichen Formen (z. B. Trommeln, Klatschen, Singen) • beim Tanzen • beim Handpuppenspiel • beim Theaterspiel • beim Rollenspiel • beim Gestalten • beim Werken Die pädagogischen Fachkräfte singen viel mit den Kindern gemeinsam (eine Gitarre kommt auch zum Einsatz), z. B. in den regelmäßigen Morgenkreisen oder im Alltag. Das Singen sehen wir als einen bedeutenden Teil der pädagogischen Ar- beit an, da es die Gemeinschaft fördert, die Gefühle der Kinder unmittelbar anspricht (Lieder können lustig, spannend, albern, traurig sein), die Aufmerksamkeit der Kinder in dieser einen be- stimmten Sache aber auch untereinander erhöht, die Sprache fördert und Rituale bietet. Musik fördert die Freude am Leben und die gesamte Persönlichkeit des Kindes. Das gemeinsame Singen stärkt die soziale Kompetenz und die Sprachentwick- lung. Beim Singen und Musizieren lernen die Kinder, die eigene Stimme, das eigene Gehör und die eigenen Bewegungen mit den Stimmen der anderen Kinder und dem Rhythmus des Lie- des zu koordinieren. Andere musikalische Varianten erleben die Kinder, wenn sie unsere Instrumente wie Trommeln oder Klangstäbe nutzen. Zudem bieten wir den Kindern zum kreativen Gestalten unterschiedlichste Farben und Materialien an, wobei wir auch gerne auf kostenloses Material wie Kartons oder Klo- papierrollen zurückgreifen. Die Kinder können verschiedene Handpuppen nutzen und erleben auch die Fachkräfte, wie sie Handpuppen im Mor - genkreis oder als Kasperletheater einsetzen. Beim Werken werden wir momentan durch eine werkerfahre- ne Mutter unterstützt, die sich Zeit für die Kinder nimmt. NATURWISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE BILDUNG Kinder beobachten ihre Umgebung genau und sind Meister der Warum-Fragen. Neugierde und Wissensdrang bringen sie dazu, Beobachtungen genau zu hinterfragen. Dabei erwar - ten sie von den Erwachsenen keine vorgefertigten Antworten, sondern Begleitung bei der Suche nach Antworten. Die Kin- der lernen nicht über bloße Erklärungen, sondern über das eigene Tun. Die Fachkräfte teilen die Neugierde der Kinder und schaffen Möglichkeiten, vielfältige Erfahrungen zu ma- chen und den aufkommenden Fragen nachzugehen. In unserer Einrichtung haben unsere Kinder z. B. folgende Mög- lichkeiten naturwissenschaftlicher-technischer Erfahrungen: • das Auseinanderschrauben eines alten Radios an der Werkbank • das Brotbacken und Erleben, wie die Hefe den Teig ver- größert • das Verfolgen des Weges von der Kaulquappe bis zum Frosch am Oedingteich dieser Methode ist, den Sprachentwicklungsverlauf eines Kin- des kontinuierlich zu dokumentieren und darüber hinaus spe- ziellen Förderbedarf ableiten zu können. Aufbauend auf den Beobachtungen können Maßnahmen für die alltagsintegrierte Sprachbildung entwickelt werden, in denen Kinder individuell gefördert werden. Das Beobachtungsverfahren liegt in einer Fassung für Kinder unter drei Jahren und einer Version für Kin- der von drei Jahren bis zum Schuleintritt vor. UMGANG MIT MEDIEN Medien sind Mittel zum Zweck, um zu kommunizieren und sich Wissen anzueignen. Kinder wachsen heute in der Fa- milie mit einer Vielzahl von Medien auf. In unserer heutigen, medienüberlasteten Welt entkommen sie ihnen kaum, selbst wenn sie es wollen. Zudem bergen manche Medien die Ge- fahr, als Zeitvertreib oder Ersatzbefriedigung eingesetzt zu werden und haben somit Suchtpotential. In unserer Einrichtung bieten wir den Kindern einen Schutz- raum vor Medienüberreizung. Wir setzen ausgewählte Me- dien wohl dosiert ein. Dazu gehören Bilder- und Vorlesebü- cher sowie CDs (Hörbücher oder Musik). Themenplakate über heimische Vögel, Teichbewohner, Buch- staben und Zahlen oder eine Weltkarte laden zum Betrachten ein und bieten Erzählanlässe. Eigene, mit den Kindern ge- staltete Plakate und Collagen dokumentieren Projekte oder Ausflüge und lassen die Gemeinschaft am Erlebten teilhaben. Gemeinsam mit den Fachkräften besteht die Möglichkeit, im Internet nach Sachverhalten zu suchen, die für die Beantwor- tung einer Frage wichtig sind, oder sich ein Wunschmandala auszusuchen. Für das Rollenspiel dürfen die Kinder ausgediente Handys und Telefone benutzen.Bei Ausflügen oder auch im pädago- gischen Alltag dürfen die Kinder mit der Begleitung der päda- gogischen Fachkräfte die KiTa-Kamera benutzen (jede Grup- pe besitzt eine eigene Kamera). So können die Kinder Dinge, die ihnen wichtig sind, fotografieren. Von Kindern erstellte Fotos sind wertvolle, aussagekräftige Bilder, die genau ihre Sicht darstellen und den pädagogischen Fachkräften dazu verhelfen, die Welt aus Kinderaugen zu sehen. Denkbar ist das Installieren einer KiTa-Zeitung, die zweimal jährlich erscheint. Sie dient als Medium für Eltern und Kinder, um über Projekte und Feste zu berichten. Die Kinder erfahren somit Wertschätzung ihrer Projektergebnisse und darüber hi- naus ergibt sich damit eine gute weitere Möglichkeit der Au- ßendarstellung. MUSISCH-ÄSTHETISCHE BILDUNG In diesem Bereich werden die künstlerischen und musischen Fähigkeiten der Kinder angesprochen und gefördert. Ästhe- tische Bildung ist das Ergebnis sinnlicher Erfahrungen in Bil- dungsprozessen und hat somit einen hohen Stellenwert. Die Vielfalt an Erfahrungen, die mit den Sinnen aufgenommen werden, fördert facettenreiches, kreatives Denken. Zudem bekommen die Kinder die Möglichkeit, ihr inneres Bild durch das kreative Tun auch äußerlich darzustellen und somit ihr Denken mit den eigenen Sinnen zu erfahren und ihre Gefühle auszudrücken. 1716 Oft verhindern Überfürsorglichkeit oder mangelnde Zeit von Erwachsenen diese von Kindern selbst initiierten und damit als besonders befriedigend empfundenen Kompetenzerfah- rungen. Umgekehrt wirken sich Lob und Bestätigung bei der Bewältigung eines selbst gesetzten Ziels besonders positiv aus. Der Wunsch, etwas alleine tun zu wollen, ist für alle Kin- der ein besonderer Entwicklungsanreiz. Im Alltag schaffen die pädagogischen Fachkräfte Situationen, in denen das Nachahmungs- und Autonomiestreben der Kinder gefördert wird. Die Selbstwirksamkeitserfahrungen heben das Selbstwert- gefühl der Kinder und unterstützen wiederum die Motivation, sich weitere lebenspraktische Fertigkeiten anzueignen. Da die Entwicklung der Kinder nicht isoliert verläuft, werden ganz nebenbei andere entwicklungsrelevante Fähigkeiten, wie z. B. die Feinmotorik und die Kognition geübt.Unsere Kinder ma- chen angeleitet durch das pädagogische Team, Erfahrungen bei ihrer selbständigen Sorge für ihre eigene Person wie z. B. • das eigene Ankleiden • das Schuhe Anziehen • das Umziehen vor dem Turnen • das selbständige Auffüllen und Essen von Speisen • die selbständige Körperpflege, wie z. B. Toilettengang, Händewaschen, sich Waschen, Zähneputzen, sich mit- Sonnencreme Eincremen Wir beziehen unsere Kinder in alltägliche und hauswirt- schaftliche Tätigkeiten ein, wie z. B. • sich selbst Wasser an der Trinkstation in den eigenen Be- cher einschenken, • Dinge abwaschen und abtrocknen, • Blumen pflanzen und gießen • Tisch decken und abräumen, Tische abwischen, Boden fegen • wöchentliches Backen von Brot • Kuchen backen • Schneiden von Obst • das Einhalten von Ordnung Im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten lernen die Kinder den Umgang mit unterschiedlichen Geräten, Materialien, Werkzeugen und Werkstoffen kennen. Unsere Kinder können ihre lebenspraktischen Fähigkeiten auch beim Erkunden der Lebenswelt und ihres Sozialraumes erwerben, wie z. B. • beim Weg zur nahgelegenen Turnhalle, die man über die Marktallee in Hiltrup erreicht (Apotheken, Schulen, Ge- schäfte, Post) • bei kleineren Einkäufen für pädagogische Aktionen • der Suche nach dem Briefkasten um Post zu verschicken • bei Ausflügen in die Bücherei, zum Bäcker oder zur Feuerwehr • das Erleben eines fallenden Bauklötze-Turms und die Frage, ob es an der Höhe oder an der Bauweise lag • das Erkennen von Oberflächenspannung, wenn der Wasserläufer am Oedingteich über das Wasser läuft • die Erfahrung von unterschiedlichen Wetterlagen und das Erkennen erster Zusammenhänge (wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, wird es dunkler; aus man- chen Wolken regnet es, aus manchen aber nicht; wenn es kalt wird, wird aus Regen Schnee) MATHEMATISCHE BILDUNG Viele Kinder lieben es zu zählen, sind fasziniert von großen Zahlen und benutzen im täglichen Alltag gerne Abzählreime. Sie nehmen beim Klettern, miteinander Toben usw. unter - schiedliche räumliche Perspektiven ein und experimentieren gerne mit unterschiedlichem Baumaterial. Eine Vielfalt an Ma- terial aus dem täglichen Alltag bietet den Kindern die Möglich- keit, ihr Interesse an mathematischer Bildung zu unterstützen. Wir geben unseren Kindern die Möglichkeit: • verschiedene Ordnungssysteme kennenzulernen und Strukturen zu entdecken (Spielzeugregale mit unterschied- lichem Spielmaterial in Kisten, Jahreszeitenuhr) • eine größere Menge vielfältiger Materialien zur Verfügung zu haben, wie z. B. Wäscheklammern, Eisstiele, Perlen, Bausteine usw.; diese können sie in unterschiedlichster Weise nach Größen, Formen, Farben etc. sortieren • das Konzept der Menge im täglichen Alltag kennenlernen: Umgang mit Waage und Messbecher beim Backen ein Kind zählt die Kinder im Morgenkreis wir bilden zwei gleichgroße Gruppen für ein Wettspiel • Strukturen verschiedener Abläufe wiedererkennen (Tag und Nacht, Wochenplan, Tagesablauf, Geburtstage, Jahreszeiten) LEBENSPRAKTISCHE BILDUNG „Hilf mir, es selbst zu tun“ (Maria Montessori) Von sich aus haben Kinder ein großes Bedürfnis, sich an den Tätigkeiten der sie umgebenden Personen zu orientieren. Häufig kann man bereits sehr junge Kinder im Alltag beob- achten, wie sie die Tätigkeiten der Erwachsenen nachahmen; wie sie z. B. mit einem Telefon telefonieren, mit einem Besen den Boden fegen usw. Besonders bei kleinen Kindern be- steht ein starker Wille, Dinge selbst tun zu können. Aber auch bei den älteren Kindern besteht ein großes In- teresse, nachzuahmen, was andere Kinder schon können. Lebenspraktische Tätigkeiten bieten Kindern von klein auf eine Fülle von Lerngelegenheiten, die sie in ihrem Selbstbild stärken. Wegen ihrer Vielseitigkeit ist die Lebenspraxis ein elementarer Baustein im Prozess der frühen Bildung, gerade auch für die unter Dreijährigen. Deswegen ist es uns beson- ders wichtig, den Kindern viele Möglichkeiten zu bieten, die lebenspraktischen Kompetenzen zu erwerben oder bereits Erprobtes zu festigen. arbeiten. Dazu benutzen sie z. B. Verkleidung oder Handpup- pen, aber auch Dinge des alltäglichen Gebrauchs. Kinder in diesem Alter wählen zudem bewusst Konstruktionsmaterial wie Bausteine/Duplo und Puzzles, mit dem sie ihre kognitiven Fähigkeiten üben. Ältere Kinder, die sich im Übergang zur Grundschule befinden, erproben sich mit Vorliebe an Geschicklichkeits-, Wett- und Reaktionsspielen. Auch in dieser Phase werden immer noch gerne Phantasien in Rollenspielen ausgelebt. In unserer Einrichtung sehen wir den Wert des Spiels als sehr hoch an und räumen den Kindern täglich Freispielphasen ein, in denen sie Material, Spielpartner und Ort (wenn es perso- nell möglich ist) selbst wählen können. Die einzelnen Gruppen sind altersgerecht ausgestattet; das Spielmaterial sowie des- sen Aufbewahrung orientiert sich am Alter der Kinder in der jeweiligen Gruppe. Räume, die gemeinschaftlich genutzt wer- den (Differenzierungsräume, Flur, aber auch der Garten) sind entsprechend ausgestattet, so dass alle Kinder diese gefahrlos nutzen können. Zudem bieten sie die Möglichkeit der Begeg- nung für alle Kinder der Einrichtung. Jüngere und ältere Kinder treffen zusammen und profitieren von den Vorteilen der Alters- mischung (Jüngere lernen am Vorbild der Älteren, Ältere üben sich in Rücksichtnahme). Das Spiel fördert unmittelbar das Sozialverhalten. Jüngere Kinder, die entwicklungsgemäß noch sehr auf die eigenen Bedürfnisse fokussiert sind und nebeneinander her spie- len, entdecken Spielpartner. Das geht nicht immer ganz rei- bungslos vonstatten; hier machen die Kinder erste wichti- ge soziale Erfahrungen. Später bilden sich Freundschaften und Spielgrüppchen, in denen Konflikte erlebt, Verhand- lungen geführt und Zugeständnisse gemacht werden. Die Rolle der Fachkraft ist es, die Kinder zu beobachten, bei SPIEL „Kinder sollen mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann.“ (Astrid Lindgren) Das Spiel ist eine ureigene Ausdrucksform des Kindes und zudem ein zentrales Mittel, sich seine Welt anzueignen. Somit ist es auch elementar, um frühkindliche Bildungsprozesse in Gang zu setzen. Alle sinnlichen, körperlichen, sozialen, kog- nitiven, ästhetischen und biografischen Erfahrungen können im Spiel aufgegriffen, dargestellt und geprobt werden. Dabei ist das Spiel eine selbstbestimmte Tätigkeit des Kindes, in der immer die Handlung und nie das Ergebnis das Ziel ist. Somit ist das Spiel auch immer ein ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen, starker emotionaler Beteiligung und geistigem und körperlichem Kraftaufwand. Im Spiel findet Selbstbildung aus eigenem Antrieb statt, indem das Kind die für sich relevanten Themen selbst wählt und ohne Versagensängste bearbeitet. Durch Versuch und Irrtum werden eigene Schwächen erkannt und bearbeitet, aber auch eigene Stärken erfahren, was zu Selbstvertrauen führt. Je nach Alter variiert die Form des Spiels. Kleinkinder set- zen insbesondere ihre Sinne ein: u. a. Untersuchen von Ge- genständen, Tasten, Schmecken, Fühlen, Hören, Riechen. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnisgewinnung über die Be- schaffenheit unterschiedlichster Materialien. Erweiterung der Sprache findet mittels Sprach- und Fingerspiele, Kniereiter und Singen statt. Später, in der Phase zwischen Kleinkind und Schulkind, setzen Kinder viel Phantasie ein, indem sie Rollenspiele spielen und so die von ihnen wahrgenommene Wirklichkeit konstruieren, nachspielen, neu konstruieren und in einem für sie erfassbaren Rahmen selbst erleben und ver - 1918 Die Entwicklungsdokumentation basiert in unserer Einrich- tung auf der offenen Beobachtung. Individuelle Mappen do- kumentieren die Bildungsprozesse eines jeden Kindes. Dazu zählen bestimmte Bildungsanlässe wie Projekte, das Turnen, Ausflüge, aber auch alltäglich neu erlernte Fähigkeiten und Fertigkeiten, die anhand von Fotos oder selbst gestalteten Werken dargestellt werden. Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Mappen selbständig einzusehen und um wei- tere besondere gebastelte oder gemalte Werke zu ergänzen. Sie dienen als Gesprächsanlass zwischen Kind und Fachkraft und geben einen Einblick in ihren Entwicklungsverlauf. Zusätzlich zur individuell gestalteten, offenen Dokumentati- on für jedes Kind setzen die Fachkräfte das standardisierte Dokumentationsinstrument „BaSIK“ für alle Kinder ein. Damit erfüllt die Einrichtung die gesetzlichen Vorgaben zur Doku- mentation der Sprachentwicklung von Kindern in Kinderta- geseinrichtungen. Bei allen Vorteilen, die wir in einer individuellen, offenen Beob- achtung und Dokumentation sehen, streben wir im Zuge einer Vergrößerung die Verwendung eines standardisierten Be- obachtungs- und Dokumentationsverfahrens an. Ziel ist es, damit verlässliche Dokumentationen von allen Kindern zu er- stellen, die durch individuelle Beobachtungen ergänzt werden. Alle Dokumentationen sind auch Grundlage von Entwick- lungsgesprächen. 2.2 NATUR UND UMWELT Pflanzen, Tiere und Menschen brauchen sich gegenseitig und stehen in Wechselbeziehungen zueinander. Mit unserem natur- und umweltpädagogischen Ansatz verfolgen wir das Ziel, die Kinder an einen achtsamen Umgang mit der Natur heranzuführen. Dazu brauchen sie gute Vorbilder, die ihnen den Umweltschutz nahebringen. Vom Erwachsenen können sie einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lernen. Die Kinder erleben ihre Umwelt mit allen Sinnen. Besonders draußen in der Natur nehmen sie viele visuelle, akustische, körperliche und emotionale Anreize auf und verarbeiten sie. Gleichzeitig entwickeln sie ihren Ori- entierungssinn weiter. Wir geben den Kindern die Möglichkeit: • einen sorgsamen Umgang mit den Pflanzen und Tieren zu erlernen • Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen • sich in kindgerechten Sachbüchern über Tiere und Natur zu informieren • im Garten zu pflanzen und zu säen, um den natürlichen Lebenszyklus vom „Werden“ über das „Ernten“ bis zum „Vergehen“ kennenzulernen sowie auch die Pflege der Pflanzen zu übernehmen • die Umwelt außerhalb der KiTa kennenzulernen; im nah- Bedarf zu unterstützen und Stärken zu erkennen und aus- zubauen; aber auch, den Kindern ihr Verhalten gegenüber anderen Kindern zu spiegeln, Alternativen zu bieten und so die Kinder dabei zu unterstützen, empathisch gegenüber Mitmenschen aufzutreten und gewaltfrei Konfliktlösungen zu suchen. Ältere Kinder spielen gerne unbeobachtet und für sich; sie dürfen sich nach Absprache mit den Fachkräften auch al- lein in einem Raum aufhalten. Je kleiner die Kinder sind, desto mehr suchen sie im Spiel die Nähe eines Erwachse- nen. Die Fachkräfte begleiten die Kinder in den Freispiel- phasen, sind manchmal Mitspieler, oft Beobachter. Das intensive Spiel der Kinder bietet den Fachkräften eine gute Gelegenheit, die Kinder zu beobachten und die daraus er - haltenen Informationen als Grundlagen für Elterngesprä- che zu nutzen oder auch zu ermitteln, mit welchen Themen sich das Kind gerade beschäftigt. Die Fachkräfte greifen Ideen und Wünsche der Kinder auf und tauschen dementsprechend Materialien aus. So kann sich eine Spielecke thematisch ändern (z. B. von Lese- zur Verkleidungsecke oder Duplosteine werden gegen Kapla- steine ausgetauscht). Ein maßvolles Angebot an Material verhindert Reizüberflutung und weckt Interesse für neue Themen. Das Freispiel in der Natur hat einen sehr großen Stellen- wert. Natur verändert sich ständig, ist täglich im Wandel, es gibt immer etwas Neues zu entdecken, wenn man Glück hat, sogar Lebewesen wie Kellerasseln, Spinnen, Schne- cken, Frösche, Mäuse, Vögel, Eichhörnchen, Kaninchen. Alle Naturerfahrungen faszinieren Kinder jeden Alters glei- chermaßen und bieten ganz nebenbei Lernerfahrungen mit allen Sinnen. Tägliche Entdeckungstouren im Garten bieten immer wieder Neues. Die Kinder nutzen die große Fläche zum Stillen ihrer unbändigen Bewegungsfreude und rennen oder rollern durch den Garten, erklimmen Kletter - gerüst und Rutsche, hüpfen auf dem Trampolin und klet- tern auf dem Kletterbaum. Der Sandkasten im Garten ist ein unverzichtbares und in allen Altersgruppen beliebtes Spielelement: Hier wird gebaggert, gebaut, Eis verkauft, mit Wasser gematscht, und er lädt somit zu Rollenspielen und Sinneserfahrungen ein. Der nahegelegene Wald und der Spielplatz in der Nähe sind weitere optimale Ausflugsziele. Freispiel in der Natur bietet unzählige Bewegungsanlässe, Erfahrungen und Sin- neseindrücke. 2.1.6 Dokumentation Grundsätzlich verfahren wir bei der Dokumentation von Ent- wicklungsprozessen der Kinder unserer Einrichtung ressour - cenorientiert, d.h. die Fachkräfte • sind Bildungs- und Lernbegleiter des Kindes • verfolgen das Ziel, individuelle Stärken des Kindes zu erkennen und anhand dieser Erkenntnisse weiter aufzu- bauen. 2120 tet sich die Chance, sich aktiv und im eigenen näherem Umfeld für die Umwelt einzusetzen. Damit werden wir auch unserem Grundsatz der Partizipation gerecht: durch aktive Beteiligung am Erhalt unserer Umwelt, Übernehmen von Verantwortung, verantwortliches Handeln. Bachpaten praktizieren Umweltschutz in organisierter, syste- mischer und vorbildlicher Weise. Für unsere Einrichtung heißt das konkret: • Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Gewässern • Regelmäßige Präsenz am Oedingteich • Säubern, z. B. im Zuge von Aktion „Sauberes Münster“ • Dokumentation, z. B. über den Wasserstand und Auffäl- ligkeiten um und im Teich Durch die Kooperation stärken wir unser Profilverständnis einer naturverbundenen KiTa. Aufgrund der Lage unseres Hauses können wir wöchentliche Besuche des Teiches ermöglichen und das Ufer des Gewässers ausgiebig erforschen. Die Kinder lernen hautnah und in eigener Verantwortung die bewusste Wahrnehmung und Wertschätzung von Natur und Umwelt. Es wird auch auf Umweltverschmutzungen hingewiesen und thematisiert. In enger Kooperation mit Dr. Thomas Hövel- mann werden wir mit den Kindern Projekte zum Aufgabenfeld der Betreuung des Oedingteiches auf den Weg bringen. Dazu werden regelmäßige Beobachtungen von Tieren und Pflan- zen im und um den Teich gehören. Auch die jährliche Teilnahme an der „Aktion Sauberes Müns- ter“ lässt sich gut in unseren neuen Schwerpunkt einbinden. So kann auch das Thema Umweltverschmutzung am Oe- dingteich und im naheliegenden Wald regelmäßig Thema werden. Unterstützung erhalten wir durch die nah gelegene NABU-Station. 2.3 GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND -ERHALTUNG 2.3.1 Bewegungsförderung „Die Schatten bewegen sich, die Tiere bewegen sich, sogar die Erde bewegt sich. Wie kann ich da stillsitzen?“ (Afrikanisches Sprichwort) In unserer Gesellschaft wird, vor allem bei Kindern, immer mehr Bewegungsmangel festgestellt. Das hat gravierende Fol- gen für die physische und psychische Entwicklung des Kindes. Bewegung ist für Kinder ein natürliches Bedürfnis und schafft die Grundlage für jegliches Lernen. Dies gilt somit nicht nur für die motorische, sondern auch für die kognitive, emotiona- le und soziale Entwicklung. Darüber hinaus ist sie der Motor für die Sprachentwicklung. Ein Kind lernt durch Bewegung die Kenntnisse über sich selbst und seinen Körper, bekommt Vertrauen in die eigene gelegenen Wald die Veränderungen innerhalb der Jah- reszeiten zu erleben • einmal jährlich eine Waldwoche zu erleben, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen und durch Lupen, Ferngläser etc. noch einen „genaue- ren“ Einblick zu bekommen • bei der Aktion „Sauberes Münster“ unseren benachbar- ten Wald von Müll zu befreien und so aktiv ein Umwelt- bewusstsein auszubilden • in pädagogisch angeleiteten Aktionen (z. B. durch den NABU, die „Wildniswerkstatt“, durch die Fachkräfte selbst oder durch engagierte Eltern mit Fachwissen) ihre Neugierde zu wecken und ihr Wissen mit allen Sinnen zu erweitern ZUSAMMENARBEIT MIT DEM NABU Im Juli 2017 hat unsere Elterninitiative in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU) 1 eine sogenannte Bach- patenschaft für den Oedingteich in Münster-Hiltrup übernom- men. Damit ist sie die erste KiTa in Münster, die als Bachpa- ten ein Gewässer betreut. Bachpaten helfen durch ihren ehrenamtlichen Einsatz der Stadt Münster bei der Betreuung von Gewässern. Hier bie- 1 Vertreten durch Herrn Dr. Thomas Hövelmann ziergängen ermuntern die Fachkräfte die Kinder, kleine Bewegungsanreize wie das Balancieren auf Mäuerchen oder das Slalomlaufen um Bäume zu nutzen • Nutzung des nahe gelegenen öffentlichen Sportplatzes Hiltrup Süd (spontane Ausflüge mit den Kindern oder ge- plante Veranstaltungen für Familien wie z. B. ein kitain- ternes Fußballturnier) RAUM UND MATERIALIEN FÜR BEWEGUNG Die pädagogischen Fachkräfte bewegen sich bevorzugt mit den Kindern im Freien. Das großzügige Außengelände fördert die Bewegungsfreude der Kinder und bietet vielfältige Bewe- gungsanreize. Außerdem stehen dort Rutschautos, Laufrä- der, Tretroller, Matsch- und Wasserspielsachen sowie diverse andere Spielsachen für alle Altersstufen zur Verfügung. Sinneserfahrungen über Bewegung erleben die Kinder durch Barfußlaufen im Sommer (geplant ist die Errichtung eines Barfußpfades), Kletter- und Wippmöglichkeiten. Zur Förderung der Feinmotorik stellen die Fachkräfte den Kin- dern darüber hinaus verschiedene Materialien zum Basteln, Schneiden, Kleben zur Verfügung und geben weitere Möglich- keiten um die Motorik zu fördern, wie z. B. Knete, Bügelperlen, Webrahmen, Modelliersand und eine Bohnenkiste. Mit allen Kindern nutzt das pädagogische Team täglich den Bewegungsraum in der KiTa. In Freispielphasen steht er den Kindern nach Absprache mit den Fachkräften zum freien Spiel zur Verfügung; zu festgelegten Zeiten bieten die Fach- Person und kann somit sein Selbst-Konzept aufbauen. Durch Übungen im Gleichgewicht und in der Konzentration erfahren die Kinder körperliche Grenzen, Erfolg und Misserfolg. Sie lernen mit Hand und Fuß und wollen die Welt begreifen und erfassen. Dadurch erhalten sie ein besseres Körperbewusst- sein und eine bessere Körperwahrnehmung. Unsere Überzeugung, dass Menschen und vor allem Kinder ausreichend Bewegung benötigen, kommt in mannigfaltigen Bewegungsangeboten für unsere Kinder zum Ausdruck. Zwei Teilaspekte sind dabei wesentlich. Zum einen müssen Räu- me und Möglichkeiten für die Bewegung geschaffen werden, zum anderen muss im Alltag Gelegenheit für Bewegung ein- geräumt werden. GELEGENHEIT FÜR BEWEGUNG Wir legen großen Wert darauf, viele Gelegenheiten zur Bewe- gung in unserem „typischen KiTa-Tag“ neben den anderen laufenden Angeboten zu verankern: • Während der Bringphase (7:30 – ca. 9:15 Uhr): • Im Freispiel wählen die Kinder nach ihren Interessen und Bedürfnissen ihre Spielpartner sowie auch die Art ihrer Beschäftigung. Sie können schon jetzt ihrem Be- wegungsdrang in den dafür vorgesehenen Räumen oder nach Absprache im Garten nachkommen. • Vor dem Mittagessen (ca. 10:30 – 11:45 Uhr): • Im Freispiel, möglichst im Garten, stehen den Kindern unterschiedliche Spielgeräte und Fahrzeuge zur Erweite- rung ihrer motorischen Fähigkeiten zur Verfügung. Kleine Bewegungsspiele fördern nebenbei auch die Sprachent- wicklung („Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser“ etc.). • Nach der Mittagspause (ca. 13:30 – 15:30 Uhr): • Das Freispiel kann sowohl draußen im Garten als auch im Haus stattfinden; je nach den Bedürfnissen der Kinder und in Absprache mit den Fachkräften. • Nach dem „Kaffeeklatsch“ (16:00 – Ende): • Abholphase; in dieser Zeit suchen die Kinder sich je nach Situation ruhigere Aktivitäten oder nutzen häufig noch die letzten Minuten vor dem Abholen zum Rennen, Klet- tern und Toben. Inhaltlich bieten wir unseren Kindern bei diesen und anderen Gelegenheiten ein abwechslungsreiches Angebot: • regelmäßig (i. d. R. wöchentliche) angeleitete Turnstun- den für die Kinder • Körpererleben durch Rangeln und Raufen in unserem Bewegungsraum • Körperwahrnehmung durch z. B. Kuscheln, Kraulen und Massagen mit Igelbällen, was oft in der Ruhephase nach dem Mittagessen stattfindet • Bewegungsspiele im Morgenkreis oder im Garten • Ausflüge in den Wald oder zum Spielplatz; bei Spa- 2322 was diese Kinder stark macht, was sie gesund hält und woher sie die Kraft nehmen nicht nur zu überleben, sondern sogar gestärkt aus diesen schwierigen Lebensbedingungen hervorzugehen. Nach Sit (2007) bezeichnet der Begriff „Resilienz“ die Fähig- keit, selbst schwierige Lebenskrisen und schwere Schicksals- schläge zu überstehen und gestärkt daraus hervorzugehen. „Resilienz steht somit für das Immunsystem der Psyche oder auch für den Schutzschirm der Seele.“ (Sit, 2007, S.1) Für Doubek (2003) ist Resilienz: • die Fähigkeit, Kummer zu kanalisieren, statt zu explodie- ren. • die Fähigkeit, negative Gefühle in positive Emotionen umzugestalten. • die Fähigkeit, sich zu wehren. • die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu meistern. • die Fähigkeit, Rückschläge auszuhalten. • die Fähigkeit, die Wunden der eigenen Seele zu heilen. • der Wille zu überleben. • die Disziplin, Herausforderungen anzunehmen. Nach Sit (2007) haben neuste Resilienzforschungen erge- ben, dass: • Resilienz nicht angeboren, sondern erlernbar ist. • Resilienz mit der Zeit und unter verschiedenen Umstän- den variieren kann, da kein Mensch immer gleich wider - standsfähig ist. • die Wurzeln für die Entwicklung von Resilienz einerseits in der Person des Menschen, andererseits in seiner Le- bensumwelt liegen. Das Konzept der Resilienz legt die Aufmerksamkeit auf die Bewältigung von Risikosituationen sowie auf die Fähigkei- ten, die Ressourcen und die Stärken jedes einzelnen Kindes, ohne dabei Probleme zu ignorieren oder zu unterschätzen. „Resiliente Kinder • rechnen mit dem Erfolg eigener Handlungen, • gehen Problemsituationen aktiv an, • nutzen eigene Ressourcen effektiv aus, • glauben an eigene Kontrollmöglichkeiten, erkennen aber auch realistisch, wenn etwas für sie unbeeinflussbar, d. h. außerhalb ihrer Kontrolle, ist.“ (Sit, 2007, 2) Diese aufgezählten Fähigkeiten und Kompetenzen haben einen großen Anteil daran, dass Stressereignisse und Prob- lemsituationen weniger als Belastung, sondern vielmehr als Herausforderung wahrgenommen werden. Dies hat zur Fol- ge, dass die Kinder zu mehr aktiv-problemorientierten und weniger passiv-vermeidenden Bewältigungsstrategien ange- regt werden. Dies führt wiederum dazu, dass sich die Kinder ihrem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert fühlen. Die pädagogischen Fachkräfte stärken deswegen unsere Kinder in ihren personalen Ressourcen. Sie fördern konkret: kräfte angeleitete altersspezifische Bewegungsangebote an, die auch gruppenübergreifend sein können. Die zurzeit bestehende Möglichkeit, am Dienstagmorgen mit den älteren Kindern die Turnhalle Hiltrup Mitte zu nutzen, wol- len wir beibehalten. Die Turnhalle wird fußläufig nicht mehr er- reichbar sein, jedoch befindet sich eine Bushaltestelle direkt am KiTa-Eingang, die passend von der Linie 18 angefahren wird. Über die Organisation des Bustransfers werden wir im Bedarfsfall mit allen Eltern und den Stadtwerken beraten. Neben den Angeboten im Rahmen unseres typischen Alltags, kooperieren wir auch mit der Praxis für Kinder 2 aus Hiltrup. Diese bietet uns den Zugriff auf Angebote in den Bereichen Physiotherapie, Heilpädagogik, Psychomotorik und Musik- pädagogik. 2.3.2 Psychosoziales Wohlbefinden Soziale Beziehungen sind eine Grundvoraussetzung für alle Bildungsprozesse. Die Fachkräfte unserer Einrichtung unterstützen die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbe- wusstseins, ihrer Identitätsfindung und ihrem konstruktiven Konfliktverhalten, damit sie sich sicher in der Gemeinschaft bewegen können und gesellschaftlich verantwortlich, rück- sichtsvoll und tolerant handeln. Dazu gehört auch, dass wir den Kindern respektvoll und wertschätzend begegnen, damit diese in die Lage versetzt werden, ebenfalls anderen Men- schen, Kulturen und Lebenswelten offen gegenüber zu treten. Hierbei benötigen die Kinder die stetige Begleitung eines Er - wachsenen, der sie mit Respekt und Empathie im täglichen Alltag unterstützt. Gefühle wie Angst, Wut und Unsicherheit z. B. in Konflikten oder auch vor Unbekanntem, vor ande- ren Kulturen oder Menschen mit Behinderungen nehmen die Fachkräfte wahr und greifen sie in Gesprächen auf. Die Kin- der haben die Möglichkeit, im Gruppenraum anhand von Ma- gneten ihre Gefühle darzustellen. In Konflikten besprechen die Fachkräfte die Gefühle aller Beteiligten. Dabei lernen die Kinder einerseits, dass ihre eigenen Interessen wahr- und ernst genommen werden, dass aber auch die Gefühle des anderen wichtig und zu respektieren sind. Aber auch Gruppenregeln gehören zum Zusammenleben dazu und hängen sichtbar für alle im Gruppenraum. In Entscheidungen, die die Kinder betreffen, beziehen wir die Kinder ein und stärken somit ihr Gefühl für Anerkennung, Zu- gehörigkeit und Mitbestimmung. Übermäßige Energie kann beim Toben abgebaut werden. Zum Wohlbefinden gehört auch, dass sich die Kinder nach den an- strengenden Bewegungsspielen ausreichend erholen können. Dafür stehen natürlich die Mittagspause und kurze Ruhepha- sen zur Verfügung. Aber auch während der Spielphasen ach- ten die Fachkräfte darauf, dass kein Kind überfordert wird und ermöglichen im Bedarfsfall ausreichende Erholung. RESILIENZ Es gibt Kinder, die unter außerordentlich schlechten Lebensbe- dingungen, wie z. B. Armut, Arbeitslosigkeit der Eltern oder Ge- walterfahrungen, aufwachsen und sich entgegen aller Erwartung erstaunlich positiv und kompetent entwickeln. Man fragt sich 2 www.praxis-fuer-kinder-in-hiltrup.de • kompetente und fürsorgliche Fachkräfte, die als positi- ve Vorbilder dienen, Mut zusprechen und vorleben, wie man Krisensituationen im Alltag bewältigt, • positive Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen und Freundschaftsbeziehungen zu fördern • ein wertschätzendes Klima in der Einrichtung SALUTOGENESE Die Salutogenese als modernes Gesundheitskonzept spielt in unserer Neuausrichtung unseres Schwerpunktes „Gesund- heitsförderung und -erhaltung“ eine zentrale Rolle. Das von Aaron Antonovsky in den 70er Jahren entwickelte Konzept der Salutogenese benennt Faktoren und dynami- sche Wechselwirkungen, die zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit führen und ist damit der Komplementärbe- griff zur Pathogenese, der Frage nach krankmachenden Ri- sikofaktoren. Laut Antonovsky ergänzen sich die salutoge- netische und die pathogenetische Sichtweise; Salutogenese kann erst entstehen, wenn der Mensch in der Selbstregulati- on bestrebt ist, die Gesundheit zu erhalten bzw. Krankheiten zu vermeiden. (Antonovsky, 1997) Nach Antonovskys Auffassung bewegt sich jeder Mensch sein Leben lang auf einem Kontinuum zwischen den zwei Polen „maximale Krankheit“ und „maximale Gesundheit“. Ein Ungleichgewicht ist dabei der Normalfall; Bestrebung ist, dem gesunden Pol näher zu kommen. Antonovsky fand her - aus, dass auch Menschen, die unter schlimmsten Bedingun- • Problemlösefähigkeiten und Konfliktlösestrategien • Eigenaktivität und persönliche Verantwortungsübernahme • Selbstwirksamkeit und realistische Zuschreibungen • Selbstwertgefühl • soziale Kompetenzen, verbunden mit der Stärkung sozi- aler Beziehungen • effektive Stressbewältigungsstrategien, wie z. B. die Fähigkeiten, Unterstützung zu mobilisieren oder sich zu entspannen • den Umgang mit Gefühlen Unser selbst gebasteltes Gefühlsbarometer hilft den Kindern, den Umgang mit ihren eigenen Gefühlen zu üben. Sie können ihr Foto an ein Feld mit ihrem aktuellen Gefühl (fröhlich, wü- tend, traurig, ängstlich, aufgeregt) heften und so ihre inneren Empfindungen verdeutlichen. Neben diesen personalen Res- sourcen tragen auch schützende Bedingungen in der Lebens- umwelt des Kindes zur Entwicklung von Resilienz bei. Explizit bedeutet dies: • dem Kind eine stabile, emotional-positive Beziehung zu mindestens einer Bezugserzieherin zu bieten, aufgrund derer das Kind ein sicheres Bindungsmuster entwickeln kann • ein unterstützendes und strukturierendes Erziehungs- verhalten und einen Erziehungsstil zu leben, der durch Wertschätzung und Akzeptanz dem Kind gegenüber ge- kennzeichnet ist 2524 Wasser zum Trinken können sich die Kinder den ganzen Tag über eigenständig am Wasserbuffet in ihrer eigenen Gruppe holen. Säfte und andere süße Getränke werden nicht ange- boten. Die Kinder können bei uns Frühstück, Mittagessen, Zwischenmahlzeiten und einen Nachmittags-Snack („Kaf- feeklatsch“) einnehmen. Das Mittagessen wird zum Betriebs- start von einer lokalen Küche geliefert und in der Einrichtung für die Gruppen angerichtet. Bei der Auswahl des Dienstleis- ters legen wir im Sinne gesunder und kindgerechter Ernäh- rung großen Wert auf eine ausgewogene Zusammenstellung des Wochenmenüs (z. B. auch einmal in der Woche Fisch), auf Kenntnis und Mitsprache bezüglich verwendeter Zutaten und Zubereitungsarten sowie auf den Verzicht von unnötigen Zusatzstoffen. Zu jeder Mittagsmahlzeit wird Rohkost ge- reicht; zum Nachtisch gibt es Quarkspeisen oder Obst; an warmen Tagen auch gelegentlich Eis. Das Frühstück und den Nachmittagssnack richten die pädagogischen Fachkräfte in ihren jeweiligen Gruppen an. Brot für das Frühstück backen wir mit den Kindern regel- mäßig zusammen; das verwendete Biogetreide mahlen wir selbst in unserer Mühle. Dazu gibt es dann Aufstriche, Frisch- käse, Schnittkäse, Honig, Marmelade, Haferflocken, Rosinen, Kokosflocken und Milch für Müsli sowie Obst und Rohkost, aber keine Wurst. Mit dem Einsatz möglichst natürlicher Lebensmittel wollen wir es den Kindern ermöglichen, eine Vielfalt an Geschmack, Geruch, Konsistenz und Aussehen zu bieten, um ihr senso- risches Gedächtnis zu prägen. Verzichten möchten wir auf Aromen und Geschmacksverstärker, durch deren Verzehr der Sinn für die Geschmacksvielfalt natürlicher Lebensmittel ver- loren geht. Bei Projekten, Festen oder manchmal auch ein- fach nur so nutzen wir die Gelegenheit, mit den Kindern Ku- chen oder Kekse zu backen oder gar ein ganzes Mittagessen zu kochen, wie z. B. im Herbst die Kürbissuppe. So erfahren sie, welche Zutaten sich in Lebensmitteln befinden und wie gut diese nach der Zubereitung schmecken. Beim Einkaufen bevorzugen wir regionale Lebensmittel, z. B. Milch und Obst aus der Region und in Bio-Qualität. Dar- über hinaus nutzen wir die Kooperationsmöglichkeit mit der nahegelegenen NABU-Station Münsterland. In gemeinsamen Exkursionen erfahren die Kinder z. B. über regionale Kräuter und Pflanzen, aus denen leckere Gerichte, Salate oder Back- waren hergestellt werden können. Natürlich mögen auch unsere Kinder Süßigkeiten. Die meis- ten Kinder verzehren außerhalb der KiTa-Zeit sicherlich ab und zu Süßigkeiten, sodass wir darauf in der KiTa verzichten möchten. Eine Ausnahme stellt der Nachtisch dar. Besonder- heiten sind Geburtstage der Kinder. Hier gibt es oft ein Stück Kuchen oder Eis, und auch die für die Deko des Kuchens verwendeten Gummibärchen & Co. dürfen selbstverständlich genüsslich gegessen werde. Wenn Feste anstehen (Karneval, Sommerfest etc.), planen wir gerne ein Buffet, zu dem die Eltern etwas beitragen können. Auch hier achten wir darauf, dass ein Großteil der Nahrungs- mittel gesund, ausgewogen und nahrhaft ist (Obstspieße, Rohkost, Brot, Quark, Käsespieße etc.). Wir sind neugierig und freuen uns über das Kennenlernen unterschiedlicher Kul- gen litten, Möglichkeiten finden konnten, ihre körperliche und seelische Gesundheit zu bewahren und stellte sich die Frage „Was hält den Menschen gesund?“ So stellt er in seinem salutogenetischen Ansatz die Suche nach Widerstandsressourcen –individuelle Schutzfaktoren, die eine Person gesund erhalten – in den Mittelpunkt. Diese Schutzfaktoren unterteilt er in gesellschaftlich-politische, ma- terielle, soziale und personale Faktoren. Kern des salutogenetischen Gesundheitsmodelles ist das Kohärenzgefühl; eine Lebenseinstellung, in der: • Fähigkeiten vorhanden sind, die Zusammenhänge des Lebens zu verstehen (Verstehbarkeit) • Überzeugung vorhanden ist, das eigene Leben gestalten zu können (Handhabbarkeit) • Glaube an den Sinn des Lebens vorhanden ist (Sinnhaftigkeit) Das Kohärenzgefühl entwickelt sich von Geburt an bis in das Erwachsenenalter und basiert auf Erfahrungen und Lebens- umstände. Für unseren pädagogischen Alltag hat der salutogenetische Blick auf das Kind zur Folge, dass sich die Erziehungsarbeit anstelle der Verhinderung von Risiken auf die Förderung von individuellen Schutzfaktoren konzentriert und die pädagogi- schen Fachkräfte die sozialen und personalen Ressourcen der Kinder wahrnehmen und verstärken. Damit Kinder ein Kohärenzgefühl entwickeln, brauchen sie • verlässliche Strukturen und Bindungen zu Bezugspersonen (Verstehbarkeit) • entwicklungsgerechte Forderung und Förderung, Ent- scheidungsfreiheit und Zeit und Raum zum Erproben (Handhabbarkeit) • Akzeptanz, Wertschätzung und Aufmerksamkeit (Bedeutsamkeit / Sinnhaftigkeit) Im weiteren Sinn ist auch die Kommunikation ein Instru- ment zur Erzeugung des Kohärenzgefühls, da sie zwischen- menschliche Beziehungen aufbaut und fördert. Der saluto- genetische Ansatz, den wir in unserer Einrichtung verfolgen, verzahnt sich eng mit unseren inhaltlichen und konzeptionel- len Aussagen zur Resilienz. 2.3.3 Gesunde Ernährung Das Thema gesunde und bewusste Ernährung ist ein wich- tiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit, denn in der Kindheit erworbene Ernährungsgewohnheiten werden in der Regel das ganze Leben beibehalten. Da die Kinder in unse- rer Einrichtung einen großen Teil ihres Tages verbringen, hat das pädagogische Team, gemeinsam mit den Eltern, die Ver- antwortung, den Grundstein für eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu legen, die einen wichtigen Beitrag zur körperli- chen und geistigen Entwicklung leistet und somit elementarer Bestandteil der Gesundheitsförderung ist. 2726 helfen Eltern e.V. (Beratung in allen Sicherheitsfragen, re- gelmäßige Prüfung der elektronischen Geräte, Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung, Belehrungen für das Per- sonal, Schulungen in Brandschutz und Fortbildungen für Sicherheitsbeauftragte) • Regelmäßige Brandschutzübungen mit allen Kindern und kompletter Räumung der KiTa • Sensibilisierung der Kinder für den Umgang mit Feuer in regelmäßigen Projekten und beim Besuch der Feuerwehr • sichere Bekleidung für alle Kinder (Damit sind Haus- schuhe, gutsitzende Schuhe für schlechtes Wetter, Klei- dung ohne enge Kordeln u. Ä. gemeint.) • Sonnenhüte als Schutz an heißen Tagen • Sonnencreme zur Prävention von Schäden an der Haut 2.3.5 Gewaltprävention Gewaltprävention erfolgt bei uns als Konsequenz unserer pädagogischen Ansätze und unserer grundsätzlichen Wert- haltung. Gewalt entsteht häufig als „letztes Mittel“, wenn ein Kind keine anderen Lösungsmöglichkeiten für eine Situation erkennt. Das pädagogische Team ermöglicht unseren Kin- dern, eine Streitkultur zu entwickeln, in der die Kinder ler - nen, ihre Konflikte selbständig und bevorzugt verbal zu lösen. Außerdem werden die Kinder aktiv in den Prozess der Umset- zung eingebunden, was ihnen eine Expertenrolle zuschreibt: Die Kinder fühlen sich ernst genommen. Als Auswirkungen werden Kontroll- und Kompetenzerfahrungen gefördert, die nach Albert Banduras Selbstwirksamkeitstheorie maßgebli- chen Einfluss auf die Entwicklung eines Individuums nehmen. Die positive Einschätzung der eigenen Wirksamkeit und per - sönlichen Handlungskompetenz beeinflusst das Individuum in seiner Lebenszufriedenheit, seinen Lebensleistungen und der Gestaltung seiner Beziehungsstrukturen positiv. „Hat ein Mensch sehr früh die Erfahrung gemacht, Situati- onen nicht nur ausgeliefert zu sein, sondern Möglichkeiten zu haben, diese für sich zufriedenstellend zu verändern, lässt das eine Grundannahme in das Vertrauen der eigenen Bewältigungs- und Anpassungsleistungen zu.“ (Tschöpe-Scheffler, 2009, S.63) Zusammenfassend vermitteln wir unseren Kindern das Be- wusstsein, Situationen selbst und gewaltfrei beeinflussen zu können, sodass das „letzte Mittel“ der Gewalt gar nicht mehr als Handlungsalternative wahrgenommen wird. Natürlich erfordert dies eine einfühlsame und aufmerksame Steuerung von Konflikten, in denen eine gewalttätige „Lö- sung“ droht. Außerdem müssen die Erwachsenen stets als gewaltfrei kommunizierende Vorbilder fungieren. Das ist für alle pädagogischen Fachkräfte eine selbstverständliche Ker - naufgabe aus dem bereits beschriebenen pädagogischen Ansatz und wird auch von den Eltern unterstützt. Ein weiteres Aufgabenfeld unserer Einrichtung ist der Schutz der Kinder vor Gewalt durch Erwachsene. Kinder vertrauen in der Re- turen und berücksichtigen daher auch unterschiedliche kul- turelle Essgewohnheiten. Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten der Kinder wer- den selbstverständlich berücksichtigt. Alle Teammitglieder sind über Allergien, Unverträglichkeiten und Essgewohnheiten informiert. ESSEN IN DER KITA 7:30 – ca. 9:15 Uhr gleitendes Frühstück In dieser Zeit steht den Kindern ein gedeckter Frühstücks- tisch im Gruppenraum zur Verfügung. Die Kinder entschei- den selbst, wann sie frühstücken möchten. Wir reichen den Kindern ein gesundes Frühstück mit Brot und verschiedenen vegetarischen Aufstrichen, sowie Müsli, das sich die Kinder selbst zusammenstellen können. Die Kinder brauchen kein Frühstück von Zuhause mitzubringen. 12:00 – 12:30 Uhr Mittagessen Das Mittagessen findet in der Regel für jede Gruppe im jewei- ligen Gruppenraum statt. Wir essen mit allen Kindern gemein- sam an den Tischen. Das Essen wird den Kindern an jedem Tisch in Schüsseln gereicht. Jedes Kind kann selbständig das Essen auf seinen Teller aufnehmen. 12:30 – 13:00 Uhr Nachbereitungszeit des Mittagessens In dieser Zeit räumen die Kinder ihr Geschirr und Besteck selbständig von den Tischen ab und helfen beim Tische Ab- wischen und Fegen. Im Anschluss daran putzen die Kinder ihre Zähne. 13:30 – 15.30 Uhr: Snack Die Kinder können sich an einem Obst-/Rohkostteller bedie- nen, der sich in den jeweiligen Gruppen befindet. So haben auch die Kinder die Möglichkeit für einen kleinen Snack, die vor dem Kaffeeklatsch abgeholt werden. 15:30 – 16:00 Uhr „Kaffeeklatsch“ Die Kinder treffen sich in ihren jeweiligen Gruppen, sitzen gemeinsam am Tisch und essen Brot oder Obst. Die Kinder bestreichen sich selbst ihre Brote. Der Kaffeeklatsch ist die Möglichkeit, den Tag gemeinsam zu beenden, Gespräche zu führen und Energiereserven aufzufüllen, die seit dem Mittag- essen verbraucht wurden. 2.3.4 Unfallprävention In der KiTa gelten folgende Standards zur Unfallprävention: • Ausbildung aller pädagogischen Fachkräfte in Erste-Hilfe • Regelmäßige Kontrolle der Erste-Hilfe Materialien • Umsetzung der Richtlinien für sicheres Kinderspielzeug und Einrichtung in KiTas • Informationsabende für Eltern zu Schwerpunktthemen wie Kopfverletzungen und der daraus resultierenden Helm-Pflicht für alle Kinder beim Laufradfahren • Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro AJP über Eltern 2.3.6 Suchtprävention Suchtprävention beginnt für uns damit Verhaltensmustern vorzubeugen, die Suchtverhalten entstehen lassen. Das päd- agogische Team achtet darauf, wenn Kinder aus Langeweile, Stress oder Frust zu Ersatzbefriedigungen greifen wie über - mäßiges (vor allem süßes) Essen oder Medienkonsum. Die pädagogischen Fachkräfte bieten den Kindern Aktivitäten und Erlebnisse, die ihren Interessen entsprechen und sie be- geistern. Auf diese Weise lernen sie ihre eigenen Interessen und vor allem auch ihre Stärken kennen und können diese – z. B. beim Singen, Fußballspielen, Tanzen oder Werken – wei- ter ausbauen. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Stärkung der Persönlichkeit und die Förderung des Selbstwertgefühls. Das Ausbilden einer Frustrationstoleranz und die Erweiterung der Kompetenzen im Umgang mit Konflikten tragen ebenfalls dazu bei, suchtbildende Risikofaktoren zu minimieren. Wichtig sind sinnvolle Grenzen. Daher haben wir in unse- rer KiTa z. B. einen Spielzeugtag festgelegt: nur an diesem Tag darf Spielzeug von zuhause mitgebracht werden, an den anderen Tagen bleibt das Spielzeug zuhause. Außerdem ist bei uns das Mitbringen von elektrischen Geräten wie Han- dys oder Kinderkameras nicht erlaubt. Diese Geräte wirken oft magisch anziehend. Sie fesseln die Kinder, blockieren sie dadurch in ihrem eigentlichen, fantasievollen Tun. Alle Erwachsene sind dabei Vorbilder: Handyumgang der El- tern vor den Kindern in der Einrichtung soll nach Möglich- keit nicht oder zumindest nur aufs Notwendigste beschränkt stattfinden. Rauchen ist auf dem gesamten KiTa-Gelände verboten. gel ihren Bezugspersonen und häufig auch älteren Kindern oder Erwachsenen bedingungslos. Deswegen ist es wichtig, dass sie • ihre Rechte kennen (niemand darf mir wehtun, mein Kör- per gehört mir, ich darf Nein sagen). • sich mit ihrem Körper auskennen (es ist ein Unterschied, ob der Freund der Familie meine Hand nimmt oder mein Geschlechtsteil anfasst). • ihre Gefühle kennen und beschreiben können (emotiona- le Kompetenz). • wissen, dass sie sich ihrer Bezugsperson in der KiTa ge- genüber vertrauensvoll öffnen können. • Selbstvertrauen haben und ihre Meinung kundtun können. Die pädagogischen Fachkräfte in der Einrichtung • nehmen Signale der Kinder aufmerksam wahr und ernst. • sind zum Thema Kindeswohlgefährdung geschult und kennen die Vereinbarung zum Kindesschutz mit der Stadt Münster, das standardisierte Verfahren bei Ver - dacht einer Kindeswohlgefährdung sowie entsprechen- de Beratungsstellen wie z. B. die Clearingstelle. • stärken die Kinder in ihren Persönlichkeiten, ihrem Selbstbewusstsein und ihren sozialen Kompetenzen. Zudem bieten wir in unserer Einrichtung präventiv Elternbil- dung wie z. B. themenbezogene Elternabende zu „Konflik- ten“, Beratung in schwierigen Familienphasen (Schreikind, Trotzphase, Trennung der Eltern usw.), Unterstützung bei der Suche nach Hilfsangeboten. 2928 ist. Die kindliche Sexualität äußert sich in dem Wunsch nach Nähe, Geborgenheit, Körperkontakt, Neugierde und Interes- se. Die Kinder wollen ihren eigenen Körper erforschen und sich selber dabei kennenlernen. Sie wollen aber auch Unter - schiede und Gemeinsamkeiten zu den anderen Kindern und zum anderen Geschlecht herausstellen. Dies geschieht im Spiel mit sich und mit den anderen Kindern. Dabei begleiten wir die Kinder mit Gesprächen und vermitteln klare Regeln und Grenzen, die dem Schutz der einzelnen Kinder dienen. Wir bieten zu diesem Thema regelmäßig Informationsabende für die Eltern an. 2.3.8 Zahngesundheit Eltern und das pädagogische Team legen viel Wert auf kon- sequente Zahngesundheit. Im Zuge unserer gesunden und vor allem auch bewussten Ernährung (vgl. 2.3.3), achten wir darauf, gesunde, für die Zähne zuträgliche Lebensmittel mit wenig Zucker anzubieten – und auch selbst mit Genuss zu verzehren. Zudem ist das Zähneputzen nach dem Mittages- sen als festes Ritual in den Tagesablauf integriert. Unsere Einrichtung wird zahngesundheitlich durch den Ar - beitskreis Zahngesundheit Münster begleitet. Eine Zahn- arztpraxis in Hiltrup übernimmt die Betreuung unserer Kinder in Form einer Zahnschule. 2.3.9 Hygiene Kinder dürfen im Dreck spielen; eine kleine Kostprobe Spiel- platzsand schadet der Gesundheit nicht. Wir möchten, dass unsere Kinder nicht übermäßig rein gehalten werden, zumal neuere Erkenntnisse der Wissenschaft nahelegen, dass über- mäßige Keimfreiheit die Entstehung von Allergien begünstigt. Eine gute Hygiene in den entscheidenden Bereichen (insbe- sondere bei der Handhabung von Lebensmitteln, der Wund- versorgung, beim Wickeln usw.) ist für uns selbstverständ- lich. Unser aktueller Hygieneplan beinhaltet beispielsweise folgende Regeln und Maßnahmen: • Wir achten auf regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen für alle – Eltern, Fach- kräfte und Kinder. • Wir stellen die Einhaltung der Hygienevorschriften bei der Handhabung von Speisen (Temperaturmessung, Reinigung, usw.) sicher. Die pädagogischen Fachkräfte nehmen regelmäßig an Schulungen teil. • Nach dem Mittagessen geschieht das Aufräumen und Reinigen gemeinsam mit den Kindern. • Praktikanten wickeln in unserer Einrichtung nicht und begleiten in der Regel die Kinder auch nicht zu Toilet- tengängen. • Halbjährlich erfolgt eine Grundreinigung für die gesamte KiTa und sämtliche Spielzeuge. Suchtprävention geht aber auch weiter. So streben wir da- nach, Kritikfähigkeit auszubilden und Dinge zu hinterfragen anstatt sie als gegeben hinzunehmen. Wir nehmen die Fragen der Kinder ernst und hinterfragen mit ihnen gemeinsam, so- dass ihnen Alternativen klarwerden. 2.3.7 Körpererfahrung Ein gutes körperliches und seelisches Wohlbefinden ist die Voraussetzung für eine gute Entwicklung des Kindes. Das Kind erlebt mit allen Sinnen seinen eigenen Körper mit seinen Bewegungen, Handlungen und Gefühlen. Es versucht, über seine Körpersinne verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten zu sammeln, Grundvorrausetzung für selbstgesteuertes Lernen. Das Kind benötigt somit eine anregungsreiche Umgebung, um seine Sinne gut zu entfalten. Das pädagogische Team gibt unseren Kindern die Möglich- keit, • vielfältige, unterschiedliche Sinneserfahrungen zu sam- meln. • mit verschiedenem Material, wie Sand, Erde, Ton, Kleis- ter, Knete, Fingerfarbe etc. zu matschen und kneten. • sich zurückziehen zu können (Kuschelecke). • selbst zu entscheiden, wie viel sie essen möchten. • selbst das Essen auf den Teller zu schöpfen. • durch Spiegel, Creme, Schminke usw. sich und ihre Mit- menschen unterschiedlich wahrzunehmen. • sich gegenseitig mit unterschiedlichem Material (Igelbäl- le, Kissen, Pinsel etc.) zu massieren. • im Bohnenbad eigene Körpererfahrungen zu machen. • selbst zu entscheiden, ob es draußen trocken oder nass ist (und ob man daher eine Regenjacke benötigt). • bei geeignetem Wetter draußen barfuß zu laufen. • ihre Stärke in kleineren Rangeleien zu testen. • selbständig Kletterversuche an unseren Spielgeräten zu unternehmen • durch Schmeck-, Tast- und Riechspiele die Sinneswahr- nehmung zu intensivieren. • Körpererfahrung passiert zudem ganz nebenbei im be- wegten Spiel (vgl. 2.3.1). KINDLICHE SEXUALITÄT Für Kinder ist die Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Kör- per sehr wichtig. Dazu gehört auch die kindliche Sexualität, die nicht mit der Sexualität von Erwachsenen zu vergleichen 2.4.1 Inklusion Es ist normal, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Un- ser Grundverständnis von Inklusion beinhaltet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört, egal wie er aussieht, welche Sprache er spricht oder ob er ein Handicap hat. Kin- der mit einem Handicap haben das Recht auf eine Betreuung in einer Regeleinrichtung. Das bringt auch für die pädagogi- schen Fachkräfte neue Herausforderungen mit sich. Hier knüpfen wir an bereits gesammelte Erfahrungen an. Im Zeitraum von 2006 bis 2014 wurden in unserer Einrichtung mit Hilfe einer Heilpädagogin vier Kinder integrativ betreut. Dabei war und ist uns weiterhin wichtig, Inklusion nicht als reine Einzelförderung zu verstehen, sondern als Gruppen- aufgabe. So wachsen die Kinder in einem Umfeld auf, indem es normal ist, dass jedes Kind seine Fähigkeiten und Talente besitzt und dass jeder Mensch anders ist. Im Zuge eines Umzugs in die Hansestraße und der damit statt- findenden Vergrößerung sehen wir optimale Voraussetzungen für die Aufnahme von Integrativkindern. Die damit einhergehen- de Vielfalt sehen wir als Bereicherung für unseren KiTa-Alltag, von der alle Beteiligten profitieren. Als Kooperationspartnerin konnten wir die Kinderphysiotherapeutin Frau Voss-Schoma- cher 3 gewinnen, die uns beratend zur Seite steht. Zudem bieten die ebenerdigen Räumlichkeiten des Objektes in der Hansestraße gute Ausgangsvoraussetzungen für eine bedarfsgerechte Förderung. Durch einen prinzipiell barriere- freien Zugang können beispielsweise Kinder mit einem kör - perlichen Handicap uneingeschränkt integriert werden. Die Prüfung weiterer Voraussetzungen für Barrierefreiheit, wie barrierefreie Waschräume oder ein barrierefreier Zugang zum Außengelände, ist geplant. 2.4.2 Gender Gender bezeichnet das soziokulturelle Geschlecht und ver - deutlicht, dass dieses – im Gegensatz zum biologischen Ge- schlecht – hinsichtlich vermeintlich geschlechtsspezifischer Fähigkeiten, Zuständigkeiten und Identitäten veränderbar, formbar und nicht festgelegt ist. Die Genderthematik ist in unserer Einrichtung ein wichtiger Bestandteil. Die Fachkräfte fungieren als Vorbilder und ver - mitteln durch ihre Haltung Werte und Normen, die ein Leben lang prägen. So unterstützen sie die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, die in unserem gesellschaft- lichen Wandel immer wichtiger wird, da sich die Rolle der Frauen und der Männer in diese Richtung verändert. In unserer Einrichtung erleben die Kinder dazu beispielsweise: • Beide Elternteile sind für die Erwerbstätigkeit, Haushalt und Kindererziehung zuständig • Mütter und Väter sind gleichberechtigte Ansprechpartner für das pädagogische Team • Die zu besetzenden Ämter in der Einrichtung werden 3 www.praxis-fuer-kinder-in-hiltrup.de Bei der Herstellung von Speisen für Gemeinschaftseinrich- tungen gelten besondere Hygienevorschriften, die den Eltern mit dem Aufnahmevertrag ausgehändigt werden und die sie beachten müssen, wenn sie Speisen mit in die KiTa bringen. Weitere Maßnahmen, die für die größere Einrichtung wichtig sind und in einen detaillierten Hygieneplan gehören, werden wir in Kooperation mit dem Gesundheitsamt ergreifen und umsetzen. 2.3.10 Weitere Maßnahmen der Gesundheitsförderung Impfungen gehören zur Erhaltung von Gesundheit dazu. Deswegen erhalten alle Eltern zu Beginn der KiTa-Zeit ihrer Kinder umfassendes Informationsmaterial zum Thema Imp- fen. Außerdem weisen die pädagogischen Fachkräfte auf die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen bei den Kinderärzten hin. Zum KiTta-Eintritt legen die Eltern eine Bestätigung des Kin- derarztes vor, dass sie eine Impfberatung in Anspruch ge- nommen haben. Der dann aktuelle Impfstatus wird durch eine Kopie des Impfbuches in der Einrichtung dokumentiert. Die Eltern werden auch über die allgemeinen Regelungen im Zusammenhang mit ansteckenden Erkrankungen ihrer Kinder informiert. 2.4 QUERSCHNITTSAUFGABEN „Ich bin ich und du bist du. Wenn ich rede hörst du zu. Wenn du sprichst, dann bin ich still, weil ich dich verstehen will. Wenn du fällst, helf ich dir auf, und du fängst mich, wenn ich lauf. Wenn du kickst, steh ich im Tor, pfeif ich Angriff, schießt du vor. Spielst du Pong, dann spiel ich Ping, und du trommelst, wenn ich sing. Allein kann keiner diese Sachen, zusammen können wir viel machen. Ich mit dir und du mit mir – Das sind wir.“ (Irmela Bender) Soziale Beziehungen sind eine Grundvoraussetzung für alle Bildungsprozesse. Die Fachkräfte unserer Einrichtung unterstützen die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbe- wusstseins, ihrer Identitätsfindung und ihrem konstruktiven Konfliktverhalten, damit sie sich sicher in der Gemeinschaft bewegen können und gesellschaftlich verantwortlich, rück- sichtsvoll und tolerant handeln. Dazu gehört auch, dass sie den Kindern respektvoll und wertschätzend begegnen, damit diese in die Lage versetzt werden, ebenfalls anderen Men- schen, Kulturen und Lebenswelten offen gegenüber zu treten. In dem Zusammenhang sehen wir Themen wie Inklusion, Migra- tion und Gender als zentrale Querschnittaufgaben, mit denen sich das pädagogische Team täglich aufs Neue auseinandersetzt. 3130 Kinder die gleiche Chance, sich interessant zu machen, Auf- merksamkeit zu erlangen und andere zu beindrucken, steigt die allgemeine Toleranz untereinander und die Ausgeglichen- heit im sozialen Umgang (Maccoby, 2000). Deswegen unterstützt unser pädagogisches Team, die Kin- der auf der einen Seite in ihrer ganz spezifischen, individu- ellen Geschlechtsfindung, indem sie ihr Interessensgebiet frei wählen (z. B. beim Vater-Mutter-Kind-Spiel, beim Vorle- sen geschlechtsspezifischer Bilderbücher) sowie auch ge- schlechtsspezifisches Spiel- und Lernmaterial angeboten bekommen. Andererseits bieten die Fachkräfte aber auch Raum, Material und Gelegenheit, damit die Kinder sich mit der „Rolle“ des anderen Geschlechtes befassen und aus- einandersetzen, wie z. B. in Kleingruppen beim Werken oder beim Fußballspiel im Garten. Die pädagogischen Fachkräfte machen es sich zur Aufgabe, den Kindern einerseits zu einem sicheren Geschlechtsbild zu verhelfen und geschlechtsspezifische Bedürfnisse anzu- erkennen (indem z. B. auch das biologische Geschlecht be- nannt und bewusstgemacht wird), andererseits trotz Abgren- zung dafür zu sorgen, dass Jungen und Mädchen gleiche Chancen bekommen und sich als gleichberechtigt ansehen. Die geschlechtsspezifischen Rollenbilder, die es in der Ver - gangenheit gegeben hat, haben zwar Orientierung gegeben, aber auch dafür gesorgt, dass Menschen in ihren (gesell- schaftlich) zugeschriebenen Rollen gefangen waren. Im Sin- ne der Genderthematik und mit Blick auf den gesellschaftli- chen Wandel der Rollenbilder unterstützt das pädagogische Team die Kinder darin, ihre individuelle Identität zu finden und stärkt alle positiven Verhaltensweisen, egal ob männlich oder weiblich. 2.4.3 Migration Die Aufnahme von Migrantenkindern sehen wir als große Be- reicherung für unsere Einrichtung. In den Mittelpunkt unse- rer Arbeit stellen wir die damit verbundene Vielfalt, die sich nicht nur in der unterschiedlichen Sprache, sondern auch in kulturellen Besonderheiten bzw. Eigenarten und in mitunter unklaren Vorstellungen der Institution KiTa zeigt. Dabei ist uns wichtig, auch Migranten als höchst heterogene Gruppe zu verstehen: „Sie unterscheiden sich nach Herkunftsregion bzw. -land, Kultur, Religion, Werten, Aufenthaltsdauer, Schichtzugehö- rigkeit, Familienstruktur, Geschlechtsrollenleitbildern, Er - ziehungsstil, Integrationswillen usw. Die Deutschkenntnis- se von Familienmitgliedern können höchst unterschiedlich sein: Ist nur der Mann erwerbstätig, spricht er die deutsche Sprache oft besser als seine Frau; so genannte Heirats- migrant/innen mögen überhaupt kein Deutsch sprechen, während ihre Partner es fließend sprechen. Ältere, bereits in Deutschland aufgewachsene Kinder können häufig mehr Deutsch als ihre Eltern.“ (Textor, 2015) nach Interessen und Fähigkeiten besetzt, nicht aber nach Geschlecht. • Dass sich die üblichen Männer- und Frauenrollen mischen So kann es einen Kassenwart oder eine Kassenwartin geben. Elterndienste werden auch selbstverständlich von Vätern wahrgenommen. Eingewöhnungen überneh- men häufig auch Väter, das Streichen des Gruppenrau- mes auch Mütter Die Fachkräfte unterstützen dies, indem sie umsichtig auf die jeweilige Familiensituation eingehen und Eltern in ihrem Tun bekräftigen Nichtsdestotrotz steht auch fest, dass Kinder in keinem Alter geschlechtsneutral sind. Bereits sehr früh ist ein geschlech- terdifferenziertes Verhalten erkennbar, dass in einer ganz individuellen Mischung sowohl angeboren als auch von der Umwelt geprägt ist. Dabei stellen Kinder in der Regel erst ab ca. fünf Jahren fest, dass ihr biologisches Geschlecht bereits feststeht und nicht durch Verkleidung oder Wünsche verän- derbar ist. Ihr bereits bis zum KiTa-Eintritt erworbenes Wissen und Ver- halten bezogen auf ihr Geschlechtsschema erweitern sie in der Einrichtung in verschiedenen Bereichen; dabei spielen die Rahmenbedingungen eine große Rolle: • die Anzahl der gleichgeschlechtlichen und gegenge- schlechtlichen Spielpartner in der eigenen Altersgruppe und in der Gesamtgruppe • die Anzahl weiblicher und männlicher Fachkräfte • das vorhandene Spiel- und Lernmaterial • die Mischung des Angebotes von Freispiel und angelei- teten Aktivitäten Häufig ist zu beobachten, dass die Kinder in ihrer Freispiel- zeit geschlechtsbezogen agieren und auch diesbezüglich ihr Spielmaterial und den dazugehörigen Ausdruck/die Sprache wählen. Während Mädchen häufig in – gleichgeschlechtlich – offenen sozialen Gruppen unterwegs sind, grenzen sich Jungen häufig ab und ein Umgang mit Mädchen kann sogar zu Hänseleien führen. Zugleich haben Untersuchungen zum Übergang in die Grundschule (Griebel & Niesel, 1999) gezeigt, dass Mäd- chen bereitwilliger an Maßnahmen für die Schulvorbereitung teilnahmen als Jungen und auch in der feinmotorischen Ent- wicklung den Jungen voraus waren (Gilbert, 2000), sodass es für Jungen schwieriger sein könnte, den Rollenanforde- rungen eines Schulkindes gerecht zu werden. All diese entwicklungsbedingten und sozialisationsabhän- gigen Erfahrungen führen eher zu einem Auseinanderdriften der Geschlechter als zu einer gegenseitigen Anerkennung und somit der Chance zum gleichberechtigten Umgang mit- einander. Deswegen ändert ein bloßes Zusammenbringen von Mädchen und Jungen nicht zwangsläufig ein bestimmtes geschlechtsspezifisches Verhalten, wohl aber die Verände- rungen von Statusbeziehungen zwischen diesen. Haben alle len von Bio-Äpfeln aus dem örtlichen Super-Biomarkt mit einer Apfelschälmaschine. Auch auf dem Fest der freiwilli- gen Feuerwehr und beim alljährlichen Adventssingen für die Hiltruper Senioren in der Stadthalle sind wir gern gesehene Gäste und immer mit Freude und kleinen herzlichen Beiträ- gen unserer Kinder dabei. Unsere Kinder tanzen, spielen, schwimmen, sporteln und musizieren – oft gemeinsam mit ihren KiTa-Freunden – in den Sportvereinen und Schulen in Hiltrup und deren Eltern engagieren sich ebenso in diesen für Hiltrup so wertvollen Einrichtungen und tragen auch hier zur weiteren Vernetzung unserer KiTa bei. VERNETZUNG IM ORT – STADTTEIL OFFENSIVE HILTRUP E. V. Wir unterstützen die Marketing-Kampagne der STADTTEIL Offensive Hiltrup e. V. und führen in diesem Zusammenhang auch das 48165-Logo in unserer Außenkommunikation. Im Jahr 2006 machten sich eine Reihe von Kaufleuten und Vereinsvertretern, Teile der Bezirksvertretung und der Verwal- tung vor Ort auf den Weg, gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern Ideen zu sammeln, um dem „schönsten Stadtteil Münsters“ noch mehr Charme zu verleihen. „Hiltrup – alles drin“ hieß fortan das Motto, das sich der Verein auf die Fah- nen schrieb. Eine so schöne und vollständige Infrastruktur bietet kein anderer Stadtteil. Deshalb soll es auch zukünftig „offensiv“ nach vorn gehen, wie der Vereinsname ausdrückt. Unter dem Motto „Projekte anregen und vermittelnd auftre- ten. Gemeinsam anpacken und erfolgreich umsetzen.“ haben wir als Hiltruper Einrichtung auch die Möglichkeit und das Bestreben durch unsere Elternschaft hier eigene Projektideen für die Kinder Hiltrups einzubringen. 4 SYNERGIEN DURCH VERNETZUNG Seit jeher ermöglichen uns unsere enge Vernetzung und der damit verbundene hohe Bekanntheitsgrad in unserem Stadt- teil, unseren Kindern immer wieder kleinere oder größere Wünsche und Bedürfnisse erfüllen zu können. In der Vergan- genheit haben uns schon einige Male verschiedene Stadtteil- akteure oder unsere Familien und deren Verwandte, Freunde, Bekannte und vor Ort ansässige Arbeitgeber durch Sach- spenden ihre Wertschätzung ausgedrückt. Dies wissen wir unsererseits sehr zu schätzen und haben es uns zur Aufgabe gesetzt, diese Vernetzung stets noch weiter zu vertiefen und durch unsere Präsenz im Stadtteil zu danken. Über unseren Dachverband Eltern helfen Eltern e.V. sind alle Elterninitiativen Münsters sehr eng vernetzt. Dieser Ver - ein bietet Informationen, Beratung und Fortbildung für ange- schlossene Elterninitiativen und deren Fachkräfte und Eltern. Darüber hinaus nehmen wir dort an einem regelmäßigen Qua- litätszirkel teil (vgl. 2.7.3). Eine Vergrößerung unserer KiTa sehen wir als Chance, wei- tere – sowohl wirtschaftliche als auch inhaltliche – Synergien 4 Vgl. http://www.48165.de/ und für mehr Informationen vgl. https://www.muenster-hiltrup.de/stadtteil-offensive-hiltrup-e-v/der-verein In der Vergangenheit konnten wir bereits einige wenige Migrantenkinder in unserer Einrichtung begleiten. In größe- ren und kleineren Projekten, Gesprächen und Spielen wurden kulturelle Besonderheiten spielerisch thematisiert (z. B. Weih- nachten in Namibia) – immer mit dem Fokus „Selbstverständ- lichkeit von Vielfalt“: Die Kinder erfahren z. B., dass es neben ihrem eigenen kleinen Mikrokosmos Kinder gibt, die „anders“ leben, also andere Feste feiern, andere Sprachen sprechen, andere Speisen bevorzugen usw. Auch die sensible Elternar- beit und -beratung gehörte zu unseren Aufgaben. Mit Blick auf eine Vergrößerung freuen wir uns darauf, eine Kultur der Vielfalt noch stärker zu leben. 2.5 SOZIALRAUMORIENTIERUNG UND KOOPERATIONSPARTNER 2.5.1 Sozialraumorientierung und Synergien SEIT 20 JAHREN IN HILTRUP VERWURZELT Seit über zwanzig Jahren besteht die Elterninitiative am der - zeitigen Gründungsstandort im Nimrodweg, unweit des Orts- zentrums von Hiltrup und unmittelbar am Hiltruper Sandforts Busch gelegen. Allein schon durch diese lange Geschichte sind wir tief in unserem Umfeld verwurzelt. Als einzige Elterninitiative in Hiltrup tragen wir mit Herz und Verstand zur Vielfalt der Kindertagesbetreuung in unserem Stadtteil bei. UNSERE UMGEBUNG – WÄLDCHEN, WOCHENMARKT, FRÜHLINGSFEST ETC. Unsere Kinder leben permanent in und mit ihrem Umfeld. Der Lebensraum der Kinder endet nicht an unserer KiTa-Haustür oder dem Gartenzaun. Wöchentliche Erkundungen unseres nahegelegenen Wäld- chens und die regelmäßigen Besuche des Waldspielplatzes sind hierzu nur einige Beispiele. Wir erkunden den Wald auf der Suche nach ersten Frühlingsboten, nehmen – für uns selbstverständlich – jedes Jahr an der Aktion „Saube- res Münster“ teil, bei der die Kinder mit Eifer dabei sind, ihr Wäldchen von jeglichem Unrat zu befreien. Umso mehr freu- en wir uns, nach so langer Nachbarschaft im Jahr 2017 in Kooperation mit dem Naturschutzbund die Patenschaft für den in unserem Wäldchen gelegenen Oedingteich übernom- men zu haben. Ein weiterer regelmäßiger Bestandteil sind die Ausflüge über die Hiltruper Marktallee. Sei es zum wöchentlichen Turnen in der Turnhalle am kleinen Schulzentrum oder freitags zum Besuch auf dem Wochenmarkt, wo wir zum Beispiel auf der Suche nach saisonalen Lebensmitteln von den Händlern an den Marktständen immer freudig empfangen werden. Bereits mehrfach haben sich die Hiltruper Strolche mit einem eigenen Stand auf dem Hiltruper Frühlingsfest präsentiert. Angeboten wurden dort Bastelaktionen oder auch das Schä- 3332 Einrichtung zu besuchen und mit den Kindern früh ein erstes Bild von der neuen, zukünftigen Welt bekommen. Wir haben großes Interesse daran, den Kindern einen möglichst sanften Übergang ganz im Sinne unseres Eingewöhnungskonzepts (s. Kap. 2.6.4) zu ermöglichen. AUSBAU UNSERER VERNETZUNGEN HINSICHTLICH ÜBERGANG KITA - SCHULE Gemäß §14 b Abs.1 KiBiz streben wir eine Kooperation zwi- schen unserer Einrichtung und den örtlichen Grundschulen an, um den Kindern einen sanften Übergang in die Schule zu ermöglichen. Die Kooperation wird von den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung stark angestrebt, da sie die ih- nen anvertrauten Kinder gut kennen und als Bezugsperson wichtige Begleiter in diesem Übergangsprozess sind. Die Hospitationstage an den Hiltruper Grundschulen unterstützt das pädagogische Team bereits regelmäßig, indem die Be- zugserzieherin die Kinder dort hinbringt, gemeinsam mit Ih- nen zu Fuß von der Schule wieder zur KiTa zurück läuft und in der Vorschulgruppe mit den Kindern über das Erlebte spricht. Einmal jährlich findet eine gemeinsame Veranstaltung von Kitas und Grundschulen statt, zu der alle Eltern eingeladen werden, deren Kinder in zwei Jahren eingeschult werden. Das Ziel dieser Veranstaltung ist, den Eltern zu vermitteln, welche lebenspraktischen Kompetenzen, Kenntnisse und Regeln des sozialen Miteinanders grundlegend sind, damit ihre Kin- der den anstehenden Übergang bestmöglich schaffen. AUSBAU DER VERNETZUNG MIT DEM GESUNDHEITSWESEN Bereich Frühförderung und Therapeuten: Jedes Kind entwickelt sich individuell in seinen Bereichen. Da- bei kommt es manchmal vor, dass ein Entwicklungspotenzial bei den Kindern aufgedeckt wird, das es besonders zu unter- stützen gilt. Daher erhalten einige Kinder Fördermaßnahmen, die sie in ih- rer Entwicklung individuell fördern. Sie beziehen sich bspw. auf den sprachlichen oder motorischen Bereich. Fachkräfte wie für eine noch zukunftsfähigere und umfassendere Betreuung für die Hiltruper Kinder und Familien anbieten zu können. Wir legen dabei großen Wert darauf, so wenig wie möglich das Gefühl von Institutionalisierung aufkommen zu lassen und unseren „familiären“ Charakter zu bewahren. 2.5.2 Kooperationen im Stadtteil und mit anderen Professionen Im Rahmen unserer langjährigen Arbeit in Hiltrup bestehen Kooperationen mit zahlreichen Partnern. Im Rahmen einer Vergrößerung ist ein weiterer Ausbau bestehender und neuer regionaler Kooperationen geplant. Hierzu sollen zukünftig zwei Elternteile das neue Amt Kooperationspflege übernehmen. AUSBAU UNSERER VERNETZUNGEN HINSICHTLICH DER ZEIT VOR DEM EINTRITT IN DIE KITA Vor dem Eintritt in unsere Einrichtung werden die Kinder in der Regel von ihrer Familie zuhause betreut oder wechseln nach ei- ner ersten Betreuungsphase durch eine Tagespflegeperson zu uns in die KiTa. Unser Bestreben ist es, diesen ersten und da- mit sehr wichtigen Übergang im Leben des Kindes besonders behutsam zu gestalten. Dazu möchten wir unseren zukünftigen Strolchen und ihren Eltern die Möglichkeit bieten, deutlich vor dem Beginn des betreffenden KiTa-Jahres die Gelegenheit zu weiteren Begegnungen mit unseren pädagogischen Fachkräf- ten und unseren Räumlichkeiten zu bekommen. Bei der Aufnahme von Kindern, die zuvor bei einer Tagesmut- ter oder Großtagespflegestelle betreut wurden, bieten wir eine Kontaktaufnahme an. Dies kann ein Besuch der zu- künftigen Bezugserzieherin bei der Tagespflegeperson sein. Ein solcher Besuch ermöglicht ein erstes Kennenlernen im noch vertrauten Rahmen und es kann – sofern von den El- tern gewünscht – ein Austausch über das Kind stattfinden. Im Gegenzug bieten wir den Tagespflegepersonen an, die die diese mit dem Kind durchführt. Wir sehen die Zusammen- arbeit mit den externen Fachkräften als gewinnbringend an, da durch den wechselseitigen Austausch das Kind ganzheit- lich in seiner Entwicklung betrachtet werden kann. AUSBAU ELTERNBILDUNG MIT FOKUS AUF THEMEN DER KINDERGESUNDHEIT Im Bereich Elternbildung eröffnet uns die Vergrößerung unserer Einrichtung am Standort Hansestraße vielfältige Möglichkeiten längerfristiger Kooperation mit unterschied- lichsten Akteuren des Gesundheitswesens. Themeneltern- abende wie wir sie bisher zum Beispiel zum Thema Schä- del-Hirn-Traumata von der Kinderneurologie-Hilfe Münster angeboten haben, treffen dann auf eine größere Anzahl an potenziellen Teilnehmern und können somit in regelmäßigen Abständen terminiert werden. Als Referenten sind z. B. Ärz- Logopäden, Ergotherapeuten oder Motopäden führen die För- derungen außerhalb der Betreuungszeiten der Kinder durch. Damit die externen Fachkräfte einen Gesamteindruck über das Kind und dessen Entwicklungsstand erhalten, nehmen sie häufig Kontakt zu den Fachkräften der Einrichtung auf. Dem geht selbstverständlich das Einholen einer Einverständ- niserklärung der Eltern oder Erziehungsberechtigten seitens der internen oder externen Fachkräfte voraus. In der Regel übernimmt die jeweilige Bezugserzieherin das Gespräch mit der externen Fachkraft. Aber nicht nur die externe Fachkraft erhält in den Gesprächen Informationen über das Kind. Auch die Bezugserzieherin er - langt einen Einblick in die Arbeit der externen Fachkraft mit dem Kind hinsichtlich des aktuellen Entwicklungsstandes im Förderbereich und den Fördermaßnahmen bzw. Übungen, Name Sitz Art der Zusammenarbeit AJP GmbH – Ingenieurbüro Münster Sicherheitstechnische Betreuung unserer Einrichtung Eltern helfen Eltern e.V. Münster Informationen, Beratung und Fortbildungen, Qualitätszirkel, Leitungskonferenzen Freiwillige Feuerwehr Hiltrup Münster- Hiltrup Gestaltung einer Feuerwehrmannfigur für die Straßensperrung beim Feuerwehrfest, Besichtigungen Haus Heidhorn – Seniorenheim Münster- Hiltrup Schwerpunkt: Alltagsbegegnungen und generationenübergreifendes Lernen und Leben Kinderneurologiehilfe Münster e.V. Münster Allgemeine Beratung und jährlicher Elternabend über mögliche neurologische Auswirkungen von Kopfverletzungen im Kindesalter, Bedeutung von Fahrradhelmen etc. NABU Naturschutzstation Münsterland Münster Schwerpunkt: Natur- und Umweltbewusstsein Bachpatenschaft Oedingteich im Hiltruper Sandforts Busch, Jährliche Aktionen mit Kindern ab 4 Jahren Praxis für Kinder, Silke Voss-Schomacher – Physiotherapie Münster- Hiltrup Schwerpunkt: Gesundheitsförderung Geplanter Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Physiotherapie, Heilpädagogik, Psychomotorik und Musikpädagogik. proVedi GmbH – Verwaltungsdienstleistungen Münster Buchführung und Jahresabschluss; Personalmanagement Arbeitskreis Zahngesundheit Münster Münster Schwerpunkt: Zahngesundheit Jährlicher Besuch unserer Einrichtung durch eine Zahnärztin und Aufklärung der Kinder zum Thema Zahngesundheit Übersicht unserer Kooperationspartner – in Hiltrup und darüber hinaus Name Sitz Art der Zusammenarbeit AJP GmbH – Ingenieurbüro Münster Sicherheitstechnische Betreuung unserer Einrichtung Eltern helfen Eltern e.V. Münster Informationen, Beratung und Fortbildungen, Qualitätszirkel, Leitungskonferenzen Freiwillige Feuerwehr Hiltrup Münster- Hiltrup Gestaltung einer Feuerwehrmannfigur für die Straßensperrung beim Feuerwehrfest, Besichtigungen Haus Heidhorn – Seniorenheim Münster- Hiltrup Schwerpunkt: Alltagsbegegnungen und generationenübergreifendes Lernen und Leben Kinderneurologiehilfe Münster e.V. Münster Allgemeine Beratung und jährlicher Elternabend über mögliche neurologische Auswirkungen von Kopfverletzungen im Kindesalter, Bedeutung von Fahrradhelmen etc. NABU Naturschutzstation Münsterland Münster Schwerpunkt: Natur- und Umweltbewusstsein Bachpatenschaft Oedingteich im Hiltruper Sandforts Busch, Jährliche Aktionen mit Kindern ab 4 Jahren Praxis für Kinder, Silke Voss-Schomacher – Physiotherapie Münster- Hiltrup Schwerpunkt: Gesundheitsförderung Geplanter Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Physiotherapie, Heilpädagogik, Psychomotorik und Musikpädagogik. proVedi GmbH – Verwaltungsdienstleistungen Münster Buchführung und Jahresabschluss; Personalmanagement Arbeitskreis Zahngesundheit Münster Münster Schwerpunkt: Zahngesundheit Jährlicher Besuch unserer Einrichtung durch eine Zahnärztin und Aufklärung der Kinder zum Thema Zahngesundheit Name Sitz Art der Zusammenarbeit AJP GmbH – Ingenieurbüro Münster Sicherheitstechnische Betreuung unserer Einrichtung Eltern helfen Eltern e.V. Münster Informationen, Beratung und Fortbildungen, Qualitätszirkel, Leitungskonferenzen Freiwillige Feuerwehr Hiltrup Münster- Hiltrup Gestaltung einer Feuerwehrmannfigur für die Straßensperrung beim Feuerwehrfest, Besichtigungen Haus Heidhorn – Seniorenheim Münster- Hiltrup Schwerpunkt: Alltagsbegegnungen und generationenübergreifendes Lernen und Leben Kinderneurologiehilfe Münster e.V. Münster Allgemeine Beratung und jährlicher Elternabend über mögliche neurologische Auswirkungen von Kopfverletzungen im Kindesalter, Bedeutung von Fahrradhelmen etc. NABU Naturschutzstation Münsterland Münster Schwerpunkt: Natur- und Umweltbewusstsein Bachpatenschaft Oedingteich im Hiltruper Sandforts Busch, Jährliche Aktionen mit Kindern ab 4 Jahren Praxis für Kinder, Silke Voss-Schomacher – Physiotherapie Münster- Hiltrup Schwerpunkt: Gesundheitsförderung Geplanter Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Physiotherapie, Heilpädagogik, Psychomotorik und Musikpädagogik. proVedi GmbH – Verwaltungsdienstleistungen Münster Buchführung und Jahresabschluss; Personalmanagement Arbeitskreis Zahngesundheit Münster Münster Schwerpunkt: Zahngesundheit Jährlicher Besuch unserer Einrichtung durch eine Zahnärztin und Aufklärung der Kinder zum Thema Zahngesundheit 3534 Während der Eingewöhnung steht das pädagogische Team im täglichen Austausch mit den Eltern und verabredet ge- meinsam weitere Schritte. Tür- und Angelgespräche: Diese kurzen Gespräche können in Bring- und Abholsituationen entstehen und dienen dem allgemeinen Informationsaustausch über aktuelle Gescheh- nisse. Dabei sollte beachtet werden, dass keine schwierigen Situationen besprochen werden, da sich in der Regel Kinder in unmittelbarer Nähe aufhalten. In so einem Falle wählen die Beteiligten einen separaten Raum oder vereinbaren einen Gesprächstermin. Spontanes Elterngespräch: Nach Bedarf und Absprache kann kurzfristig ein Elterngespräch terminiert werden, das in der Regel dazu dient, aktuell aufgetretene Fragen oder Beob- achtungen bezüglich des Kindes auszutauschen. Der Bedarf kann sowohl durch die Eltern als auch durch die Fachkräfte angemeldet werden. Beratungsgespräche: Eltern können die Fachkräfte um einen Gesprächstermin bitten, wenn sie allgemeinen Beratungsbe- darf haben, der die Erziehung des Kindes und Bewältigung des Alltags betrifft. Ziel eines solchen Gespräches ist es, El- tern eine Rückmeldung zu geben, konstruktiv in Bezug auf das angesprochene Problem zu beraten oder auch Informa- tionsmaterial bzw. Adressen von geeigneten Hilfsangeboten oder Beratungsstellen weiterzugeben. Entwicklungsgespräche: Diese geplanten und regelmäßigen Gespräche finden einmal jährlich statt – bei Bedarf auch öfter – und werden durch die Fachkräfte intensiv vorbereitet. Der Entwicklungsstand des Kindes in den Bereichen Sozialver - halten, kognitive Entwicklung, Grob- und Feinmotorik sowie Selbstständigkeit wird umfangreich durch die Fachkräfte be- schrieben und dokumentiert. Außerdem wird der BaSiK-Bo- gen zu Hilfe genommen, um die Sprachentwicklung zu be- schreiben. Bei den älteren Kindern ab ca. drei Jahren fließt auch ein Kinderinterview mit in die Vorbereitung eines Ent- wicklungsgespräches ein, welches die Fachkraft vorher mit dem Kind geführt hat. Die Eltern vervollständigen das Bild der pädagogischen Fachkräfte durch eigene Erlebnisse und wichtige Informationen zur Entwicklung des Kindes. Konfliktgespräche: Konflikte entstehen überall dort, wo Menschen zusammenleben. Sie können unterschiedliche Ur- sachen haben; Missverständnisse, Meinungsverschiedenhei- ten, persönliche Gründe. Das pädagogische Team und die Eltern gehen Konflikten nicht aus dem Weg, sondern begeg- nen ihnen sachlich und ehrlich, aber auch wertschätzend und gewaltfrei (auch in der Kommunikation); schon alleine des- wegen, weil wir gemeinsam Vorbilder für die Kinder sind. Aus diesem Grunde vermeiden wir auch spontane Konfliktgesprä- che „zwischen Tür und Angel“. Konfliktgespräche finden in der Regel mit etwas zeitlichem Abstand zu dem jeweiligen Konflikt statt; dies dient der Vor - bereitung und um das Gespräch möglichst sachlich anzuge- hen. Ziel eines solchen Gespräches ist es, einen Konsens zu finden, mit dem beide Konfliktpartner gut leben können. te, Therapeuten oder MitarbeiterInnen von Beratungsstellen zu gewinnen. Als weitere Themen wären zum Beispiel die fol- genden denkbar: • Gesunde Kinderfüße oder gesunder Kinderrücken • Gesunde Ernährung für Kinder und Kleinkinder • Giftpflanzen in unserer Umgebung • Allergien vorbeugen, erkennen, behandeln • Die Bedeutung des Schlafes im Kindesalter • Umgang mit kindlicher Sexualität 2.6 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFTEN 2.6.1 Strukturierte Zusammenarbeit mit den Eltern Alle Fachkräfte unserer Einrichtung haben das Ziel, mit den Eltern in eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zu tre- ten und gemeinschaftlich zum Wohl des Kindes zu agieren, damit jedes einzelne Kind die bestmöglichen Entwicklungs- chancen in seinen physischen, kognitiven, motivationalen, sozialen und methodischen Kompetenzen erfährt. Dabei wer- den kulturelle und soziale Bedingungen in der Familie und das familiäre Umfeld berücksichtigt und mit eingebunden. Dies ist nur möglich, wenn zwischen Fachkräften und Eltern eine vertrauensvolle Atmosphäre herrscht. Die Fachkräfte unserer Einrichtung treten Eltern offen und wertschätzend gegenüber und vertreten die Haltung, dass Eltern Experten für ihr Kind sind. Die pädagogischen Fach- kräfte sind jederzeit Ansprechpartner bei allen Fragen, die das Kind betreffen, um die Familien im Sinne der Erziehungs- partnerschaft zu beraten. Sie sind ebenfalls Experten, wenn es darum geht, wie das Kind seinen Alltag in der KiTa verlebt. Alle Fachkräfte in der Einrichtung sind gleichermaßen über den Entwicklungsstand der Kinder informiert. Dies setzt ei- nen intensiven Austausch unter den Fachkräften voraus, der in der Regel in der wöchentlichen Teamsitzung sowie mittels Austausch von Aufzeichnungen stattfindet. In Verbindung mit den weiteren Maßnahmen, die wir in diesem Abschnitt be- schreiben, führt dies zu einer strukturierten Elternarbeit durch die Fachkräfte. 2.6.2 Informationsaustausch Um die Entwicklung des Kindes ideal zu begleiten, ist auch ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern sinnvoll und wich- tig. Dieser Austausch findet in unterschiedlichen Gesprächs- formen statt. Eingewöhnungsgespräche: Ziel dieser Gespräche ist sowohl die Informationsweitergabe als auch das Kennenlernen. Eltern, die neu in der KiTa sind, erfahren in kurzer Zeit viele neue Infor- mationen, die sie verarbeiten müssen. Ebenso ist aber die Fach- kraft an Informationen interessiert, die das Kind betreffen, um dieses mit seinen Gewohnheiten besser kennenzulernen und es in der Eingewöhnungsphase bestmöglich zu unterstützen. Einige dieser Aufgaben erledigen die Eltern gemeinsam und erleben mit den Kindern den aktiven Einsatz für die Gemein- schaft. Ein besonders schönes Event ist die Gartenaktion, die regelmäßig mit einem Grillnachmittag endet. Elternversammlungen Die Elternversammlungen finden bei Bedarf oder aber min- destens vierteljährlich statt. Hierzu werden alle Eltern einge- laden mit dem Ziel, gruppenübergreifende Themen zu dis- kutieren und eventuell Entscheidungen herbeizuführen. Die Versammlung wird von mindestens einem Mitglied des Vor - stands organisiert und moderiert. Elternversammlungen werden bei Bedarf auch als Informa- tionsabende genutzt, um Eltern in Fachvorträgen oder klei- nen Workshops bestimmte Themen der KiTa, der Entwick- lung etc. im Sinne einer Elternbildung zu vermitteln. Dabei besteht die Möglichkeit, dass das pädagogische Team sich auf ein Thema vorbereitet und durch den Abend führt, oder es werden Referenten eingeladen (z. B. zum Thema kindliche Sexualität). Mitgliederversammlungen Es findet mindestens einmal im Jahr eine Mitgliederversamm- lung des Trägervereins statt, zu der alle Vereinsmitglieder ge- sondert eingeladen werden. Sie ermöglicht die Regelung von vereinsinternen Angelegenheiten, wie z. B. Vorstandswahlen, Finanzangelegenheiten, Bestimmung der jährlichen Schlie- ßungstage. Ämter Je nach Bedarf und Situation der Einrichtung ergeben sich Aufgaben, welche von den Eltern der Einrichtung übernom- men werden. Eine Aufschlüsselung der Ämter kann zukünftig z. B. wie folgt aussehen: • Gartenamt (3 Elternteile, davon ein Hauptansprechpartner) • Heimwerkeramt, EDV (4 Elternteile, davon ein Hauptansprechpartner) • Einkaufsamt (4 Elternteile) • Kassenprüfer (2 Elternteile) • Öffentlichkeitsamt (3 Elternteile) • Kinderschutz (3 Elternteile) • Geschenke (2 Elternteile) • Kassenprüfung (2 Elternteile) • Veranstaltungen (4 Elternteile) • Elternbeirat bestehend aus den Elternräten (2 Elternteile pro Gruppe) • Kooperationspflege (2 Elternteile) Vorstand • Erste(r) und zweite(r) Vorsitzende(r) • Finanzen (2 Elternteile) • Personal (2 Elternteile) • Schriftführer (2 Elternteile) „Warum eigentlich sollten die Beziehungen zwischen den Menschen reibungslos funktionieren. Reibung erzeugt Wärme.“ (Hans Derendinger) Beschwerdemanagement für die Eltern: Bereits bei der Ein- gewöhnung ihrer Kinder wird den Eltern vermittelt, dass sie bei Anliegen, die sie, ihr Kind oder die Pädagogik direkt betreffen, primär die Bezugserzieherin und bei deren Abwesenheit alle anderen pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung anspre- chen können. Bei Anliegen, welche die Einrichtung allgemein betreffen, wie beispielsweise das Gebäude, den Garten, Fi- nanzen etc. wird den Eltern der Vorstand der Einrichtung als Ansprechpartner genannt. Die Fachkräfte der Einrichtung neh- men sich täglich während der Bring- und Abholphase Zeit für die kurzen „Tür- und Angelgespräche“. Hier können die Eltern kleine und große Anliegen oder Beschwerden äußern. Zudem werden die Eltern einmal jährlich zu einer anonymen Online-Befragung eingeladen, welche die Zufriedenheit hin- sichtlich organisatorischer wie auch pädagogischer Themen abfragt. Der Link zur Befragung wird vom Vorstand verschickt und die vorläufige Auswertung findet in einer Team- und Vor- standssitzung statt. Der Fragebogen wurde gemeinsam von Vorstand und Leitung entwickelt. Ziel ist es, die Stärken der Einrichtung herauszufinden und eventuelle Schwächen zu er- kennen, um diese gemeinsam zu verbessern. Die Ergebnisse der Befragung werden auf einem Elternabend oder einer El- ternversammlung besprochen und bearbeitet. Den Eltern sowie dem Team ist ein beschwerdefreundliches Klima in der Einrichtung wichtig. Dieses bildet für alle Betei- ligten die Basis für eine gute Kommunikation und Zusam- menarbeit. Elternabende: Es ist vorgesehen, dass an einem festen Tag im Monat ein Elternabend pro Gruppe stattfindet, zu dem alle Eltern der jeweiligen Gruppe eingeladen werden. In der Re- gel sind mindestens zwei Personen aus dem pädagogischen Team anwesend. Insgesamt bildet der Elternabend ein Fo- rum, in dem sich Eltern und Fachkräfte über pädagogische und organisatorische Themen austauschen und die Eltern von den Erzieherinnen einen Einblick in die pädagogische Ar- beit der KiTa erhalten. Gruppenübergreifende Themen für die Elternschaft werden in der Elternversammlung besprochen. 2.6.3 Mitwirkung der Eltern Da die Trägerschaft in einer Elterninitiative organisiert ist, übernehmen die Eltern je nach Fähigkeiten Aufgaben zur Si- cherstellung des KiTa-Betriebs. Zu diesen Aufgaben zählen u. a: • die Pflege der Außenanlagen, Pflanzen, Spielgeräte im Garten • Sicherung der Wege im Winter bei Glätte und Schnee • Einkauf der Lebensmittel für unser gesundes Frühstück • Einkauf der Hygieneartikel • Erledigung leichterer Reparaturen im Haus und Garten usw. 3736 3). Dies soll zum einen durch Aufstocken der Stundenkapazi- täten bei den bereits angestellten Fachkräften und zum ande- ren durch Einstellungen neuer Fachkräfte geschehen. PERSONALENTWICKLUNG Der Träger strebt grundsätzlich langfristige Arbeitsverhältnis- se an. Dies ist in Zeiten des Fachkräftemangels unverzicht- bar und trägt zudem zu einem Wertschätzungsgefühl der Fachkräfte und einer positiven, motivierten Grundhaltung des Teams bei. Personalentwicklung spielt dabei eine zentrale Rolle. An ihr sind Träger, Leitung, Elternschaft und die Fach- kräfte selbst beteiligt. Bewerbungsverfahren, Auswahlverfah- ren und Einstellungsgespräche von neuem Personal führen in der Regel der Vorstand und die Leitung mit dem Team unter Beteiligung der Elternschaft. Der Vorstand bietet den Fachkräften einmal jährlich ein Personalgespräch an, in dem die Zufriedenheit und die in- dividuellen Entwicklungsmöglichkeiten besprochen wer - den. Die Fachkräfte erhalten die Möglichkeit, an Fortbil- dungen und Fachberatungen teilzunehmen. Diese sollen sich zukünftig vor allem an den Schwerpunkten der Ein- richtung „Umwelt/Natur“, „Bewegung“ und „Gesundheit“ orientieren. TEILNAHME AN FACHGREMIEN UND AGS. Der Austausch und die Vernetzung unserer Fachkräfte in Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften (AGs) leisten einen wichtigen Beitrag zur Organisationsentwicklung unserer Ein- richtung. Zu nennen sind insbesondere folgende Gremien: • Die KiTa-Leitungen aller Hiltruper und Amelsbürener Kin- dertageseinrichtungen treffen sich ein- bis zweimal jähr- lich zur Abstimmung gemeinsamer Anliegen und Bespre- chung allgemeiner Fragen in Leiterrunden. • Ergänzend ist die KiTa-Leitung in einem weiteren Arbeits- kreis eingebunden, der sich in einem monatlichen Turnus trifft und speziell aus Leitungen besteht, die eine Elterni- nitiative in Münster leiten. Zweck dieser Leiterrunde ist vor allem der Austausch und die Klärung für Elterninitia- tiven spezifischer Fragen. • An dem Arbeitskreis KiTa-Grundschule nehmen sowohl KiTa- als auch Grundschulleitungen der Stadtteile Hiltrup und Amelsbüren teil und bereiten gemeinsam Informati- onsveranstaltungen für Eltern vor. • Das Ingenieurbüro AJP bietet regelmäßig Informations- veranstaltungen und Schulungen für unsere Sicherheits- beauftragte und das gesamte pädagogische Team an. • Die Leitung nimmt an einem Qualitätszirkel teil, der sich zweimal jährlich trifft und eine konsequente Fortführung der begonnenen Qualitätsmaßnahme ist. Hier findet ein gemeinsamer Austausch über die Erfahrungen in der praktischen Umsetzung der Qualitätsstandards statt, die dann gegebenenfalls angepasst werden. Die Elterngemeinschaft kennt sich in der Regel gut, wächst zusammen, weil alle sich als wichtigen Teil des Ganzen er - leben. Viele positive Kontakte unter den Familien kommen wiederum den Kindern zu Gute, weil enge Freundschaften entstehen können. Dadurch, dass wir uns als Einrichtung sehen, in der Gemein- schaft und gemeinschaftliche Verantwortung herrschen, er - öffnen sich auch Möglichkeiten, die Eltern nutzen können, um sich zu vernetzen (z. B. gegenseitige Absprachen für das Abholen der Kinder treffen, wenn es beruflich mal eng wird; bewusst Elterndienste vor oder nach der regulären Öffnungs- zeit einrichten, wenn die Öffnungszeit phasenweise nicht ausreicht). Unsere Kultur als Einrichtung zeichnet sich aus durch • ein hohes Maß der Mitgestaltung und Mitbestimmung, • ein erziehungspartnerschaftliches Miteinander, • gegenseitige Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung für die Kompetenzen aller Beteiligten (auch der Kinder) und eine offene Feedbackkultur. 2.7.2 Personal PERSONALAUSSTATTUNG Der Personalschlüssel orientiert sich an den in § 19 KiBiz be- schriebenen Vorgaben und sieht derzeit wie folgt aus: • KiTa-Leitung mit 30 Stunden (9 Stunden für die Büroar - beit freigestellt) • Gruppenleitung mit 39 Stunden • Fachkraft mit 39 Stunden • 2 Fachkräfte mit je 19,5 Stunden Das pädagogische Team setzt sich aus staatlich anerkannten Erzieherinnen/-ern und staatlich anerkannten Sozialpädago- ginnen/-en zusammen. Die Fachkräfte arbeiten in Schicht- diensten, um die personelle Besetzung am Vormittag und Nachmittag zu gewährleisten. An einem Vormittag in der Wo- che wird das pädagogische Personal von einer Zusatzkraft unterstützt. Die tägliche Reinigung der Räumlichkeiten der Einrichtung wird von einer Reinigungskraft übernommen. Im Zuge einer Vergrößerung werden wir die Personalausstat- tung gemäß den neuen Anforderungen anpassen (vgl. Kapitel Bevor die eigentliche Eingewöhnung in der Einrichtung be- ginnt, findet ein Hospitationstag für die neuen Kinder statt. Dieser wird in der Regel von zukünftigen Bezugserzieherin- nen gestaltet. In diesem Rahmen können erste organisatori- sche Fragen von Seiten der Eltern und Fachkräfte in Bezug auf die Eingewöhnung geklärt werden. An dieser Stelle wird auch das schriftliche Eingewöhnungskonzept an die Eltern verteilt, welches alle wichtigen Informationen zur Eingewöh- nung beinhaltet. Um sich auch über die individuellen Gegebenheiten und Be- sonderheiten (z. B. Schlaf- und/oder Essensgewohnheiten) der einzugewöhnenden Kinder austauschen zu können, be- sucht die Bezugserzieherin (eingewöhnende Fachkraft) an ei- nem Nachmittag, ca. einen Monat vor KiTa-Start, die Familien zuhause. MINI-STROLCHE Im Hinblick auf die Vergrößerung unserer Einrichtung und die damit verbundene deutlich steigende Zahl der einzugewöh- nenden Kinder, möchten wir weiterhin einen sensiblen und behutsamen Prozess der Eingewöhnung gewährleisten, in- dem wir die Gruppe der „Mini-Strolche“ ins Leben rufen. Ziel ist es, den Kindern im ersten Lebensjahr den Übergang in die KiTa durch einen regelmäßigen und intensiveren Kontakt zu unserer KiTa zu erleichtern. Sobald die Betreuungsverträge (und die Mitgliedschaft in un- serem Verein) unterschrieben vorliegen, haben die Eltern die Möglichkeit, freiwillig in einem 14-tägigen Rhythmus an der Gruppe der Mini-Strolche mit ihren Kindern teilzunehmen. Die Mini-Strolche bestehen aus angehenden KiTa-Kinder, ihren Eltern und mindestens einem Elternteil unserer Elter - ninitiative. Die Gruppe wird von einer Fachkraft der KiTa begleitet. In einem geschützten Rahmen haben wir hier die Möglichkeit, durch die regelmäßigen Treffen den Prozess des Zueinanderfindens zu erleichtern und Sicherheit und Wohlbe- finden der Kinder zu unterstützen. 2.7 ORGANISATIONSKULTUR UND QUALITÄT SICHERNDE MASSNAHMEN 2.7.1 Kultur der Mitgestaltung und Gemein- schaft Als Elterninitiative zeichnet sich unsere Einrichtung durch eine Kultur der Mitgestaltung aus. Das bringt für alle Betei- ligten besondere Rechte und Pflichten mit sich. Eltern über - nehmen Aufgaben, die sie in anderen Einrichtungen so nicht übernehmen würden (Finanzen, Personal, diverse Dienste, die für den Betrieb nötig sind, wie Einkäufe usw.). Die Mo- tivation hierfür erwächst daraus, dass sich die Eltern für ihr eigenes Kind einbringen. Der größere Einblick und die Möglichkeit der Mitbestimmung steigert die Wertschätzung für das, was in der Einrichtung von den anderen Eltern und den Fachkräften geleistet wird. Vorstandsarbeit Die Vereinsmitglieder wählen einen Vorstand, der die forma- len Aufgaben der Trägerschaft übernimmt. Der Vorstand setzt sich aus 7–8 Elternteilen zusammen, die sich mindestens ein- mal im Monat in einer Vorstandssitzung treffen, um die zu er- ledigenden Aufgaben zu kommunizieren und zu koordinieren. Idealerweise schickt jede einzelne Gruppe der Einrichtung mindestens einen Vertreter in den übergreifenden Vorstand. Der Vorstand fungiert u. a. als • Ansprechpartner und Interessenvertretung für Eltern • Ansprechpartner und Interessenvertretung für Fachkräfte • Vertretung nach Außen • Experte der Finanzen der Einrichtung • Initiator für Neuaufnahmen von Familien und Personalein- stellungen in Absprache mit dem pädagogischen Team • Experte für Personalangelegenheiten 2.6.4 Professionelles Eingewöhnungskonzept Das Eingewöhnungskonzept der Einrichtung ist an das Ber - liner Modell angelehnt. Das Berliner Eingewöhnungsmodell nach INFANS stützt sich auf die Bindungstheorie nach John Bowlby und wurde in den 90er Jahren entwickelt. Das bedeu- tet für uns, dass jedes Kind in seiner Entwicklung und seinen Bedürfnissen individuell ist. Dementsprechend gewöhnen wir die Kinder alle gleichsam behutsam und individuell ein, was eine genaue Vorhersage über die Länge der Eingewöhnung unmöglich macht. Unserer Erfahrung nach sollten von der Einrichtung und den Eltern vier bis sechs Wochen für eine Eingewöhnung eingeplant werden. Unseren Fachkräften der Einrichtung ist es sehr wichtig, dass die Eingewöhnung mit den Eltern und Kindern in Schritten abläuft, da die Erfahrung gezeigt hat, dass eine langsame und sensible Eingewöhnung die Belastung des Kindes, verur- sacht durch die Trennung von seinen Eltern, deutlich mindert. Insbesondere muss berücksichtigt werden, dass die einzu- gewöhnenden Kinder in der Regel noch sehr jung sind und sowohl die Kinder als auch die Eltern sich zum ersten Mal mit einer Institution vertraut machen müssen und sich oft erstma- lig in einem Ablöse- und Übergangsprozess befinden. In der Regel übernimmt eine Fachkraft den primären Kon- takt mit dem Kind und seinen Eltern und wird über die Zeit die Bezugserzieherin des Kindes. Alle einzelnen Schritte der individuellen Eingewöhnung werden im Dialog zwischen der Bezugserzieherin und den Eltern gemeinsam besprochen, geplant und umgesetzt. Laut Braukhane und Knobeloch (2011) ist das primäre Ziel der Eingewöhnung der Aufbau einer tragfähigen Beziehung zwi- schen Fachkraft und Kind während der Anwesenheit der Be- zugsperson (Eltern o. Ä.). Aus diesem Grund sollen zu Anfang der Eingewöhnung die Eltern oder andere wichtige Bezugs- personen das Kind während des KiTa-Alltags mit all seinen Abläufen, Ritualen, Regeln und anderen Menschen begleiten. Dies bietet den Bezugspersonen zudem einen wichtigen Ein- blick in den Tagesablauf und der pädagogischen Arbeit der Einrichtung. 3938 in denen ein Austausch über das QM mit den Qualitätsbeauf- tragten aus anderen Elterninitiativen stattfindet. Der Vorstand und die Eltern werden regelmäßig über die Arbeit an den Ent- wicklungsvorhaben informiert. Qualitätsentwicklung braucht Zeit. In unserer Einrichtung steht diese in Form von zwei jährlichen Teamtagen und klei- nen Zeitfenstern in den Teamsitzungen zur Verfügung. Die Verbesserung von Qualität und Umsetzung von konkreten Entwicklungsvorhaben ist immer wieder Thema in Team- und Vorstandsitzungen und auf Elternabenden. Beschwerdemanagement seitens der Eltern und Kinder Ein offenes Beschwerdemanagement sehen das pädago- gische Team und die Eltern ebenfalls als wichtigen Teil der Qualitätsentwicklung und -sicherung unserer Einrichtung. Hier setzen wir auf zwei Ebenen an. Auf Ebene der Eltern bie- ten persönliche Gespräche und eine jährliche Online-Befra- gung die Möglichkeit, Anliegen zu äußern und Stärken und Schwächen des KiTa-Alltags aufzuspüren (vgl. 2.6.2). Auch ein Beschwerdemanagement seitens der Kinder gehört dazu (vgl. 2.1.3). 2.7.4 Kinderschutz Der Kinderschutz basiert auf der UN-Kinderrechtskonventi- on, die am 20. November 1989 festgeschrieben wurde. Ne- ben dem Recht auf Förderung (insbesondere Bildung) und dem Recht von Kindern auf Teilhabe an Entscheidungen, die ihr tägliches Leben betreffen, beinhaltet sie das Recht auf Schutz und gesundheitliche Unversehrtheit (Knauer, 2007). Die Einrichtung „Hiltruper Strolche e.V.“ hat im Hinblick auf den Kinderschutz eine Vereinbarung mit der Stadt Münster zum § 8a Abs. 4 SGB VIII geschlossen. Alle Fachkräfte der Einrichtung haben den Auftrag und die Pflicht, ein Verhalten, das sie beobachten und nicht einordnen können, weiter zu untersuchen. Unter anderem verpflichtet sich die Einrichtung damit zu einem klaren Verfahren bei einer möglichen Kindes- wohlgefährdung, einer Installation von Ansprechpartnern in Fragen Kinderschutz auf Trägerseite, und zur verpflichtenden Teilnahme von Fortbildungen auf Seiten der Fachkräfte (min. eine Fachkraft) der Einrichtung. Zudem ist der Träger der Einrichtung verpflichtet, sich alle fünf Jahre das erweiterte Führungszeugnis aller pädagogi- schen Fachkräfte, Ehrenamtlichen und sonstigen Mitarbei- tern vorlegen zu lassen. Diese Anforderungen werden sowohl aktuell als auch zukünftig in der Einrichtung erfüllt. • Die Leitung nimmt an Leitungskonferenzen teil, die von Eltern helfen Eltern organisiert werden und unterschied- liche Themenfelder aus Politik, Pädagogik oder Wissen- schaft bieten und sich immer auf aktuelle Belange von Kindertageseinrichtungen beziehen. 2.7.3 Verfahren der Qualitätsentwicklung und -sicherung Entwicklung und Überprüfung von Qualitätsstandards Gemäß der Anforderung des § 11 KiBiz gibt es seit Oktober 2014 ein Qualitätsmanagementsystem in unserer Einrichtung (pragma-indikatoren-modell, pim©). In unserem Qualitäts- handbuch sind die erarbeiteten Kernprozesse enthalten, die Indikatoren formuliert und die Qualitätsstandards festgelegt. Dieses Handbuch hat das pädagogische Team diskutiert. Alle pädagogischen Fachkräfte sind in der Anwendung des QM-Systems und der webbasierten Selbstbewertung ge- schult.Der Einführungsprozess wurde moderiert und begleitet von dem Autor des Indikatoren-Modells und der Fachbera- tung unseres Dachverbandes Eltern helfen Eltern. Für das pim© haben wir uns aus folgenden Gründen ent- schieden: • Die beschriebenen Anforderungen und Arbeitsweisen sind gemeinsam mit mehreren Elterninitiativen erarbeitet worden, und es wurde ein gemeinsamer Konsens über das Verständnis von Qualität gefunden, sodass die Kri- terien den besonderen Strukturen einer Elterninitiative gerecht werden. • Alle Mitarbeiter/-innen sind in den Prozess mit einbezo- gen; sowohl in die Entwicklung der Kriterien als auch in die jährlich stattfindenden Bewertungen. • Der Qualitätsprozess ist offen und es wird kontinuierlich (z. B. in Entwicklungsvorhaben) daran gearbeitet. • Alle Mitarbeiter/-innen können sich durch das gemein- same Erarbeiten der Indikatoren mit den im Handbuch beschriebenen Prozessen identifizieren und ihren Ar - beitsalltag wiederfinden. • Die Eltern können jederzeit Einblick in das Handbuch nehmen und werden in Entwicklungsprozesse einbezo- gen. • Es gibt einen fachlichen Gewinn mit einem vertretbaren Zeiteinsatz. Auf der Grundlage des Handbuchs findet einmal im Jahr eine webbasierte Selbstbewertung durch alle pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung statt. Die Ergebnisse werden im Team diskutiert. Alle entscheiden gemeinsam, in welchen Bereichen an der Weiterentwicklung der Qualität gearbeitet werden soll (Entwicklungsvorhaben). Qualitätsbeauftrage in unserer Einrichtung ist die Leitung. Sie nimmt an den Quali- tätszirkeln teil, die vom Dachverband angeboten werden und 41 40 3 WIRTSCHAFTLICHKEIT • Buchführung und Jahresabschluss haben wir an pro- Vedi, einen auf Kindertageseinrichtungen spezialisierten Finanzdienstleister, abgegeben. So kann sich unser Fi- nanzvorstand stärker auf die vorausschauende Finanz- planung der Einrichtung konzentrieren. • Bei Bedarf arbeiten wir eng mit den Experten unseres Dachverbandes Eltern helfen Eltern e.V. zusammen oder gehen in Erfahrungsaustausch mit anderen Elterninitia- tiven. • Bei der Besetzung von Vorstandsposten streben wir eine hohe Kontinuität im Vorstand an. Im Falle von Neube- setzungen der Position des Finanzvorstandes erfolgt ein sehr umfassender Wissenstransfer bei der Übergabe. Der Nachfolger wird in der Regel durch das ausschei- dende Vorstandsmitglied bereits ein Jahr zuvor im Tan- dem eingearbeitet. 3.1 TRÄGERANTEIL Als Trägeranteil leisten wir als Elterninitiative sowohl bisher als auch zukünftig den gesetzlich verlangten Trägeranteil für Elterninitiativen von 4%. 3.2 DAUERHAFTE SICHERUNG DER WIRTSCHAFTLICHKEIT Der Verein „Die Hiltruper Strolche e.V.“ verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb der Elterninitiative am Nimrodweg in Hiltrup. Auch in den aktuell für kleine Einrichtungen wirtschaftlich eher schwierigeren Zeiten, steht die KiTa Hiltruper Strolche de rzeit wirtschaftlich solide da. Die Tariferhöhungen im Jahr 2016 konnten wir so beispiels- weise ohne Erhöhung der E lternbeiträge oder Auswirkungen auf laufende Ausgaben und anfallende Ersatzinvestitionen voll- ständig an unsere Mitarbeiterinnen weitergeben. Um die neue Einrichtung an der Hansestraße und die damit einhergehende Vergrößerung mit veränderten Gruppenstruk- turen und Betreuungszeiten zukünftig ebenso verantwor - tungsvoll steuern zu können, werden wir zahlreiche heute schon etablierte Grundsätze weiterhin befolgen und stetig weiter optimieren. Dies beinhaltet beispielsweise: • Langfristige Personalkostenplanung, die regelmäßig z. B. anstehende Gehaltssteigerungen durch tarifliche Er - fahrungsstufen antizipiert • Stetige Optimierung der Sachkosten, z. B. unter Zugriff auf Vergleichswerte für Versicherungen, Strom- oder Druckkosten anderer Einrichtungen über proVedi • Für eine wirtschaftlich gesunde Gruppenstruktur bringen wir pädagogische und personalwirtschaftliche mit finan- ziellen Anforderungen in Einklang. Dabei greifen wir auf unsere langjährige Erfahrung bei der Platzbelegung im Sinne der vorgegebenen Rahmenstrukturen zurück. • Festsetzung der Elternbeiträge unter Sicherstellung aus- reichender Finanzpuffer für zukünftige Elterngeneratio- nen, z. B. durch Rücklagen für den anstehenden Umzug und Rückbau unseres bestehenden Mietobjektes, Rück- lagen für Personalkostensteigerungen sowie für Ersat- zinvestitionen abnutzbarer Ausstattungsgegenstände 4342 VERTRAUENSVOLLES VERHÄLTNIS DER ELTERN ZUM PÄDAGOGISCHEN TEAM Nicht nur die Kinder vertrauen den Fachkräften, auch die Eltern haben volles Vertrauen in diese. Das äußert sich in ei - ner entspannten KiTa-Atmosphäre, in der man sich oft beim „ausgedehnten Abholen“ noch gerne ein wenig über dieses und jenes unterhält – oft im Garten, während die Kinder noch etwas weiterspielen. Entsprechend offen ist auch die Feedbackkultur in der Ein - richtung, die es erlaubt, Kritik zu üben, Missverständnisse aufzuklären, Wünsche zu äußern, aber auch Anerkennung auszusprechen. Die regelmäßigen Elternabende, bei denen sich Eltern und Team in kleinerem Kreise (zukünftig auf die einzelnen Gruppen begrenzt) austauschen, sehen wir eben - falls als wertvoll und erhaltenswert an. Zielsetzung ist es, dem Team auch in einer größeren Einrich- tung weiterhin Freiheit zu geben, seine Ideen einzubringen und umzusetzen – seien es nun Ideen in Bezug auf Pädago - gik, Einrichtung oder KiTa-Events. Andersherum kann das Team sich auf die Eltern verlassen, wenn es um die konse - quente Anwendung von Absprachen oder um Hilfe in der KiTa durch Elterndienste, Besorgungen usw. geht. Wir wünschen uns, dieses besondere Verhältnis auch in ei - ner großen KiTa mit deutlich mehr Beteiligten aufrecht zu er- halten und zu pflegen. FREUNDSCHAFTLICHES VERHÄLTNIS DER ELTERN UNTEREINANDER Zur Pflege des guten Verhältnisses gehört nach unserer Überzeugung, dass sich nicht nur die Kinder in der KiTa wohl- fühlen, sondern auch die Eltern. Wir arbeiten viel dafür, re - gelmäßige Gelegenheiten zur Pflege der Kontakte zwischen den Eltern zu schaffen. Trifft man beim Bringen und Abholen häufig immer dieselben Personen, bieten unsere Grillabende, Gartenaktionen und gemeinsame Elternaktivitäten mannigfal- tige Gelegenheiten zur weiteren Kontaktpflege. Ohne große Umstände lässt sich daher Unterstützung in 4.1 WEITERENTWICKLUNG UNSERER STÄRKEN Abgesehen von den Anforderungen des Vergabeverfahrens an das pädagogische Konzept und der Wirtschaftlichkeit, welche wir in den Kapiteln 2 und 3 ausführlich beantwortet haben, möchten wir nun Stellung beziehen, warum wir uns für besonders gut geeignet halten, die Trägerschaft für die neue Einrichtung an der Hansestraße zu übernehmen. Die Hiltruper Strolche bieten seit über 20 Jahren ein gemüt - liches Zuhause für eine Gemeinschaft von Personen: Kin - der, Eltern und Fachkräfte – teilweise sogar Großeltern und Ehemalige – fühlen sich dort wohl und hervorragend aufge - hoben. Wir sehen vier wesentliche Werte, die wir in unserer Einrichtung in dieser Hinsicht geschaffen haben, die wir in - tensiv pflegen und zukünftig gerne auf eine größere Einrich - tung übertragen wollen. LIEBEVOLLES VERHÄLTNIS ZWISCHEN KINDERN UND PÄDAGOGISCHEM TEAM Es ist Konsens der Eltern – aber auch regelmäßig durch „Besucher“ (wie Großeltern oder Freunde) bestätigt –, dass sich das pädagogische Team außerordentlich liebevoll und geduldig um alle Kinder kümmert. Die pädagogischen Fach - kräfte geben sich sehr viel Mühe, dass sich die Kinder wohl fühlen: Sie planen beispielsweise gemütliche Kuschelecken; sie sorgen für ein familiäres „Wohnzimmer“-Gefühl in der Einrichtung; sie geben regelmäßig neue Impulse durch Ar - rangieren von Mobiliar und Materialien etc. Das Ergebnis ist ein großes Vertrauen der Kinder in alle Fachkräfte gleichermaßen. Besonders eng ist das Verhältnis zu den jeweiligen Bezugserzieherinnen – und dank der ge - mischten Gruppe bis zur Schulzeit! Auch ehemalige KiTa-Kinder besuchen uns gerne, ins - besondere zu Festen wie unserem Sommerfest oder dem Hiltruper Frühlingsfest. 4 BESONDERE MERKMALE UND EIGNUNG DER HILTRUPER STROLCHE 45 44 WIR VERGRÖSSERN UNSERE FAMILIE UND ZIEHEN IN EIN NEUES ZUHAUSE Für alle möglicherweise sehr bald anstehenden Veränderun- gen haben wir uns einige Dinge vorgenommen: • Wir bleiben, wer wir sind, nur in einem etwas größeren Haus, mit mehr Kindern, aber in unmittelbarer Nachbar - schaft unseres Wäldchens und unseres neuen „Paten- kindes“ dem Oedingteich. • Wir nehmen unsere liebsten Spielzeuge und ziehen da- mit um, um diese mit vielen neuen Kindern zu teilen. • Wir freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, die uns die neue größere Einrichtung bietet, um unsere Schwer - punkte zu vertiefen, und werden alle aufkommenden He- rausforderungen gemeinsam anpacken. KiTa sind die Eckpfeiler für eine schnelle Auswahl der passendsten Ausstattung bereits jetzt gesteckt. • Im Falle des Zuschlags würden wir sehr gern schnellst - möglich prüfen, inwiefern das Objekt baulich eine even - tuelle Nachrüstung einer vollwertigen Küche ermögli - chen könnte. • Um den Umzug für die bestehenden Strolche-Kinder vorzubereiten, würden wir das Thema Umzug in einer Themenwoche behandeln und die Kinder z. B. durch das Packen einer Lieblingskiste am Umzug partizipie - ren lassen. • Wie immer werden wir uns auf unsere Familien und ver - mutlich auch auf zahlreiche Förderer verlassen können. der Elternschaft finden, wenn Kinder einmal nicht selbst abgeholt werden können. Notwendige Elterndienste wer - den wie selbstverständlich geleistet – nicht selten gibt es auf kurzfristige Anfragen sehr schnell mehr freiwillige Rück - meldungen als angefragt waren. Insgesamt zeigt sich, dass alle mit Freude mithelfen, so gut ein Jeder es kann; niemand „drückt“ sich vor den Aufgaben. Diese Mentalität ist uns besonders wichtig. Sie herzustel - len wird sicherlich nicht einfach – die Gruppendynamik einer größeren Gruppe arbeitet manchmal dagegen an –, aber wir wollen durch gemeinsame „Rituale“ und ein gemeinsames Sozialleben im Rahmen von Stammtischen, Partys, Grilla- benden, Gartenaktionen usw. diese Gemeinschaftswerte beibehalten. ERLEBTE UND ERWÜNSCHTE VIELFALT Auch wenn dies vielleicht nach einer womöglich in sich ge - schlossenen Gemeinschaft klingt, ist genau das Gegenteil der Fall. Gerade weil alle Beteiligten Vielfalt als Bereicherung empfinden, funktioniert die Gemeinschaft so gut. Daher ist es uns wichtig, auch weiterhin Vielfalt in all ihren Formen in unsere KiTa zu bringen und den Kindern ein Umfeld zu bie - ten, in dem sie lernen wie spannend und zugleich selbstver - ständlich Vielfalt ist. Vielfalt bezieht sich dabei einerseits auf die Unterschiedlich - keit von Menschen, beispielsweise in Bezug auf Herkunft, Kultur, Sprache oder Fähigkeiten und Talente. Die Erfüllung von Querschnittsaufgaben in Bezug auf Migration, Inklusion oder Gender ist somit für uns ebenfalls eine Selbstverständ - lichkeit und Bereicherung. Ebenso leben wir Vielfalt mit unseren Kindern durch immer wieder neue Themen für Ausflüge und Projekte. Wir freuen uns darauf, hierzu zukünftig in einer größeren Gemeinschaft noch viel mehr und vielfältige Ideen generieren und umset - zen zu können – für unsere jetzigen Hiltruper Strolche, für viele neue Strolche-Kinder und für unser Umfeld in Hiltrup und Umgebung. Zusammenfassend müssen wir sicherlich festhalten: Nicht alles lässt sich jetzt schon planen und nicht für alles, was sich jetzt schon planen lässt, haben wir bereits eine Lö - sung, die sich auch in einer großen KiTa anwenden lässt. Aber wir sind uns sicher, dass unsere gewachsene Gemein - schaft eine sehr gute Lösung für alles finden wird, damit wir – Kinder, Eltern und Fachkräfte gemeinsam – uns weiterhin so zuhause wie bisher fühlen – selbst, wenn unser „kleines Zuhause“ dann langsam zu einem „großen Zuhause“ wird. 4.2 UNSER UMSETZUNGSPLAN UND -MANAGEMENT Wir sind uns bewusst, dass der Übergang von unserer be - stehenden eingruppigen Einrichtung zu einer dreigruppigen KiTa vor allem vor dem Hintergrund des sehr eng gesteck - ten Zeitplans eine große Herausforderung darstellt. Aber wir sind überzeugt, diese Herausforderung meistern zu können. Hierzu im Folgenden einige Einblicke in unser Umsetzungs - management. PROJEKTTEAM ERARBEITET BEWERBUNGSKONZEPT UND PLANT DIE UMSETZUNG Wir sind überzeugt diese Herausforderung zu meistern, weil unsere Elternschaft geschlossen und engagiert hinter der Bewerbung steht. Die Eltern sehen einstimmig die großen Chancen für ihre Kinder und den Trägerverein „Hiltruper Strolche e.V.“ und sind nicht zuletzt aufgrund der unmittel - baren Betroffenheit mit vollem Herzen und großer Leiden - schaft dabei. Alle Familien freuen sich schon jetzt in ge - wohnter Weise wo und auch wann immer nötig tatkräftig mit anzupacken. Zudem gehen wir die Umsetzung professionell an: • mit einer schlagkräftigen Projektgruppe aus der Eltern - schaft • mit relevanten beruflichen Expertisen • mit klarer Rollen- und Aufgabenzuweisung sowie Meilensteinplänen • regelmäßigen Abstimmungen mit dem Vorstand • professioneller Netzwerkarbeit über unseren Dachver - band Eltern helfen Eltern e.V. und die anderen ange - schlossenen Elterninitiativen Münsters Basierend auf unserem erprobten Rahmenkonzept haben wir bereits ergänzende Vorgehenseckpunkte für die Auf - bau- und Startphase der KiTa erarbeitet. Aus unserer Sicht stellen sich für einen termin- und qualitätsgerechten Start des KiTa-Betriebs an der Hansestraße zwei Kernherausfor - derungen: • Gewinnung von qualifiziertem und passendem Personal • Einrichtung der neuen KiTa und Durchführung des Umzuges Unser Vorgehensmodell für diese Herausforderungen ba - siert auf nachfolgenden Eckpunkten: Zu Personal: • Recruitingstart unmittelbar nach erfolgreicher Bewer - bung. • Synchronisation des Aufbaupfades für die Kinderanzahl und die Erzieherstunden in enger Abstimmung mit der Stadt Münster • Nutzung unseres Netzwerkes (z. B. ehemalige Prakti - kanten/innen) um geeignete Bewerber zu erreichen Zu Einrichtung und Umzug: • Auf Basis der bereits in der Bewerbungsphase vorge - nommenen tiefgehenden Konzeptarbeit für die neue So werden wir zukünftig organisatorisch aufgestellt sein 20 Kinder (2 – 6 Jahre) 71,7 Fachkraftstunden 4 Ergänzungskraftstunden 23 Kinder (3 – 6 Jahre) 30,9 Fachkraftstunden 43,9 Ergänzungskraftstunden 10 Kinder (0,4 – 3 Jahre) 70,6 Fachkraftstunden 12 Ergänzungskraftstunden 2 Elternräte 2 Elternräte 2 Elternräte Kita-Leitung (39 Leitungsstunden) 58 sonstige Personalstunden (z.B. für Hauswirtschafter/in, …) Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Vorstand (bestehend aus 8 Elternteilen) Je 2 Elternteile für die Ämter Vorsitz, Finanzen, Personal und Schriftführer Elternbeirat (bestehend aus den 2 Elternräten je Gruppe) 46 47 KRITERIUM KERNBOTSCHAFT Wirtschaftlichkeit Wir bieten 4% Trägeranteil in Verbindung mit einem zu- kunftsfähigen Finanzplan bei gesicherten Arbeitsplät- zen und Bezahlung in enger Anlehnung an den Tarif. Rahmenkonzept - Unsere Werthaltung Wir orientieren uns am Gedanken der Humanität. Die- ser umfasst die prinzipielle Gleichheit aller Menschen jeder Herkunft und jeden Geschlechts (Art. 3 Abs. 3 GG) sowie die allgemeine Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG). Im weiteren Sinn gebietet Humanität auch religiöse und politische Toleranz und Achtung vor dem Mitmenschen und seinen Überzeugungen, im weiteren Sinn auch die Achtung vor Tieren und den Schutz der Natur. - Unsere Schwerpunkte - Natur und Umwelt - Bewegung - Gesundheit - Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 20 Jahre Betreuung von U3- und Ü3-Kindern in der Ganztagesbetreuung in Münster-Hiltrup - Frühkindliche Bildung Mithilfe des Situationsorientierten Ansatzes stehen die Kinder im Mittelpunkt und werden von den Fachkräften in allen Bereichen der frühkindlichen Bildung beobach- tet, begleitet, unterstützt und durch altersangemessene Angebote zur Entwicklung angeregt. Unser Konzept erläutert diesen Ansatz in den Berei- chen der musisch-ästhetischen Bildung, dem Werken und kreativen Gestalten, naturwissenschaftlich-techni- schen Erfahrungen und der mathematischen Bildung. - Sprachliche Bildung Schlüsselqualifikation, die alltagsintegriert vermittelt wird. Die Kinder lernen strukturiert Gesprächsregeln, Streitkultur, Reime, Lieder usw. Der Sprachentwicklungsverlauf aller Kinder wird doku- mentiert und begleitet. - Dokumentation Aktuell mit offenen Beobachtungen die in strukturierten Bögen und Mappen dokumentiert werden. Zukünftig wegen der größeren Anzahl Kinder in einem standardi- sierteren Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren. BaSik für den Sprachentwicklungsverlauf 4.3 ARGUMENTE FÜR DIE HILTRUPER STROLCHE AUS UNSERER SICHT KRITERIUM KERNBOTSCHAFT Querschnittsaufgaben - Inklusion Von 2006 bis 2014 besuchten mehrere Integrativkinder unsere Einrichtung. Die Erfahrungen waren durchweg positiv, so dass wir Integration als Gruppenaufgabe gerne mit dem entsprechend qualifizierten Personal fortführen möchten. Die ebenerdige Bauweise des Objekts eignet sich für eine barrierefreie Ausstattung. Zur besonderen Förderung für Kinder mit Behinderung dient auch die Kooperation mit einer Praxis für Kinder- physiotherapie aus Hiltrup. - Gender Wir leben ein offenes und tolerantes Miteinander, in dem alle Kinder bei der Suche nach ihrer individuellen Geschlechtsidentität unterstützt werden. Wir treten für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen ein. - Migration Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund haben wir in einigen wenigen Fällen bereits erlebt und gemeistert. Wir möchten daran anknüpfen und erfolgreiche Integ- ration als individuell ausgerichtete Gemeinschaftsauf- gabe fördern. Gesundheitsförderung Gesundheitsförderung ist einer der Schwerpunkte unserer KiTa, was sich in vielfältigen Angeboten für die Kinder, aber auch in entsprechenden Kooperationen manifestiert. Die konzeptionelle Ausarbeitung findet sich in den Kapitelpunkten - Bewegungsförderung - psychosoziales Wohlbefinden - gesunde Ernährung - Unfallprävention - Gewaltprävention - Suchtprävention - Körpererfahrung - Zahngesundheit und - Hygiene. KRITERIUM KERNBOTSCHAFT Sozialraumorientierung und Kooperationen „Hiltruper Strolche e.V.“ ist mit zahlreichen Akteuren im Stadtteil vernetzt. Wir unterstützen unsere Stadtteiloffensive und führen das Logo 48165 der Marketingoffensive Hiltrup. Mit der nahegelegenen NABU-Station gibt es eine Kooperation und die Patenschaft für den in Hiltrup gelegenen Oedingteich. Mit einem Zahnarzt und einer Physiotherapeutischen Praxis gibt es eine örtliche Kooperation für die Berei- che Gesundheit/ Inklusion. Wir begleiten das Hiltruper Frühlingsfest mit einem Stand und singen beim Adventskonzert für Senioren in der Hiltruper Stadthalle. Wir packen Päckchen für die Weihnachtsaktionen zur Unterstützung von Flüchtlingsfamilien und einkom- mensschwachen Familien. Unsere KiTa kooperiert mit den Grundschulen für einen sanften Übergang der Vorschulkinder in die Schule. In Planung befindet sich die Kooperation mit den Tagespflegepersonen in Hiltrup. Die ersten Kontakte haben wir bereits hergestellt. Auch an dieser Stelle soll ein sanfter Übergang in die KiTa installiert werden. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Erziehungspartnerschaften mit den Eltern: Die Eltern sind die Experten für ihr Kind. Die pädagogischen Fachkräfte sind Experten für die Zeit der Kinder in der KiTa. Sie sind Ansprechpartner für die Eltern und be- raten diese bei Bedarf kompetent und wertschätzend. Der dokumentierte Entwicklungsstand der Kinder ist Grundlage der Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Daneben gibt es vielfältige Gesprächsangebote in unterschiedlicher Tiefe und Umfang. Die Eingewöhnung der Kinder beginnt schon vor dem Start in der Einrichtung mit den Eingewöhnungsge- sprächen mit den Eltern. Das Eingewöhnungskonzept ist detailliert und individu- ell. Es ist an das Berliner Modell angelehnt und weiter- entwickelt. Der Übergang in die Grundschule wird eng mit den El- tern begleitet und die frühkindliche Bildung gemeinsam unterstützt. Die Zufriedenheit der Eltern wird einmal jährlich mit einer anonymen Online Befragung erfragt. Elternabende mit unterschiedlichen Informationsange- boten finden regelmäßig statt. KRITERIUM KERNBOTSCHAFT Organisationskultur Die pädagogischen Fachkräfte haben eine eigene Hal- tung und Wertvorstellung formuliert. Diese ist stimmig zum Leitbild des Trägers formuliert. Unser Personal ist regelmäßig bei allen gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen und hat individuelle Schwerpunkte über Weiterbildungen und Schulungen erworben. Die Weiterbildung ist unter anderem Thema in den jähr- lich angebotenen Personalentwicklungsgesprächen. Die Fachberatung erfolgt durch verschiedenste Gremi- en und Organisationen: Eltern helfen Eltern e.V.; Ingenieurbüro AJP für Sicher- heitsfragen; Gesundheitsamt, Jugendamt; proVedi für Buchhaltung, Jahresabschluss und Personalangele- genheiten; Clearingstelle; Arbeitskreise der KiTa Kinderschutz ist eine benannte und mit Ansprechpart- nern besetzte Aufgabe in der KiTa. Vereinbarung mit der Stadt Münster zum § 8a Abs. 4 SGB VIII zum Kinderschutz Qualität sichernde Maßnahmen Seit 2015 ist das pragma-indikatoren-modell, pim©, als Verfahren zur Qualitätsentwicklung und –sicherung etabliert. Die Teilnahme am Qualitätszirkel und die Verankerung der Qualitätsthemen im KiTa Arbeitsalltag mit eigenen Zeitfenstern garantieren die qualitative Fortentwick- lung. Eltern werden einmal jährlich zur Zufriedenheit anonym online befragt. Besondere Merkmale / Eignung Wir sind die einzige Elterninitiative in Hiltrup und können unseren nachhaltigen Ansatz durch unsere 20-jährige Erfahrung in der Kinderbetreuung und der Elternarbeit nachweisen. Im Sinne der Trägerpluralität für unseren Stadtteil möchten wir gerne noch lange in Hiltrup als Elterninitiative arbeiten. Unsere Eltern wirken in besonderem Maße als Träger der Einrichtung im KiTa- Alltag mit. Sie sind auch in anderen Organisationen oder den Schulen am Ort ehrenamtlich tätig und können so engere Kontakte im Stadtteil knüpfen. 4948 5150 5 UNSER TEAM UND VORSTAND UNSER TEAM VON LINKS NACH RECHTS NATALIA NUSS, Jahrgang 1984 BERUF: Diplom Sozialpädagogin BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014 STUNDENUMFANG: 19,5 Std pro Woche SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: Betreuung der Kinder unter drei Jahren: Freispiel Be- gleitung, Kleingruppenarbeit, Durchführung der U3- Morgenrunden und Unterstützung beim Essen. Deswe- gen besuche ich Fortbildungen überwiegend zu diesem Thema wie z.B. Partizipation oder Arbeit mit Portfolios im U3-Bereich. Weiterhin besuchte ich Erste-Hilfe-Kur- se und Brandschutzübung. AUFGABEN: Ich bin Ersthelferin und für die Zusammenstellung der Einkäufe und der damit verbundenen Erstellung und Verteilung der Einkaufslisten zuständig. ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN- SESTRASSE: Durch die größeren Räumlichkeiten haben wir mehr Möglichkeiten auf die Bedürfnisse einzelner Altersgrup- pen besser einzugehen und pädagogische Angebote in Bereichen wie beispielweise Kunst, Bewegung oder Musik anzubieten. LISA RIESENBECK, Jahrgang 1956 BERUF: Kinderpflegerin und Diplom Sozialpädagogin BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2003 STUNDENUMFANG: 39 Std pro Woche SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: Ich bin sehr naturverbunden und ein Schwerpunkt meiner pädagogischen Arbeit ist die Vermittlung eines achtsamen Umgangs mit der Natur, verbunden mit Ak- tionen innerhalb des KiTa Gartens sowie auch in der nä- heren Umgebung (Wald, Wiesen, …) AUFGABEN: In unserer KiTa bin ich für die Lebensmittelhygiene zu- ständig. ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN- SESTRASSE: Dass sich durch die neuen Räumlichkeiten insbeson- dere für die unter Dreijährigen mehr Spielraum auf einer Ebene bietet speziell zum Klettern, Rutschen, Hochzie- hen etc. Außerdem sehe ich für alle Kinder, dass sich bei einer Erweiterung die Möglichkeit ergibt, eine grö- ßere Auswahl an Spielpartnern zu haben. 5352 ANGELA FUCHS-REINKER, Jahrgang 1968 BERUF: staatlich geprüfte Erzieherin seit 1989 BEI DEN STROLCHEN SEIT: 1996 STUNDENUMFANG: 19,5 Std pro Woche SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: vor allem im musischen Bereich (Singen, Spielen, Tan- zen) aber auch die „Auszeiten und Ruhephasen‘ der Kinder liegen mir sehr am Herzen. Um die natürliche Freude der Kinder an vielfältiger Bewegung angemes- sen zu ermöglichen, zu unterstützen und fördern zu können, wuchs mein Interesse stetig, an verschiedenen Fortbildungen zu diesem Schwerpunkt teilzunehmen. Grundlage gaben mir die Inhalte aus der Fortbildung „Basisqualifikation im Bereich Motopädagogik (Psy- chomotorik)“. AUFGABEN: Ich bin Sicherheitsbeauftragte der KiTa, Brandschutz- helferin und Ersthelferin; besuchte die Fortbildung „Handeln bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung“ und habe an der Qualifizierungsmaßnahme „alltagsin- tegrierte Sprachbildung und Beobachtung im Elemen- tarbereich“ teilgenommen. ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN- SESTRASSE: Meine Erfahrungen weiter ausbauen zu können, da uns dort ein eigener Bewegungsraum zur Verfügung stehen wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Materialien zur Förderung der Psychomotorik anzuschaffen. KIRSTEN BÜCKER-ENKING, Jahrgang 1973 BERUF: staatlich anerkannte Erzieherin BEI DEN STROLCHEN SEIT: 1997 (als erste Praktikantin der Strolche im Anerkennungsjahr, dann als Mutter, seit 2014 als Leiterin) STUNDENUMFANG: 30 Std pro Woche SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: liegen in den Bereichen „Förderung der lebensprak- tischen Kompetenzen“ und „Orientierung im Sozial- raum“ (das Erkunden der näheren Umgebung, den ge- schützten Raum verlassen und Neues entdecken). Zudem begleite ich Kinder gerne beim Singen auf der Gitarre und versinke mit ihnen gemeinsam in Bilder - buchgeschichten. AUFGABEN: Neben den gängigen Leitungsaufgaben im Büro und der Teamführung, alle Fäden zusammenzuführen und schwerpunktmäßig die Qualität der KiTa weiterzuent- wickeln. Zudem bin ich bestrebt, die Vernetzung im Stadtteil auszubauen, um Synergien zu nutzen und die KiTa zu positionieren. ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN- SESTRASSE: Dass wir unsere – oft auch von Außenstehenden so empfundene – familiäre Atmosphäre fortführen und un- ser Team durch weitere kompetente Fachkräfte erwei- tern und uns somit multiprofessionell aufstellen. Eine Vergrößerung sehe ich als positive Herausforderung und die Möglichkeit zu mehr Vielfalt in allen Bereichen. CLAUDIA FURLANETTO, Jahrgang 1987 BERUF: staatlich anerkannte Erzieherin und Sozialpäd- agogin BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2007 (mit einem Jahr Unterbre- chung) STUNDENUMFANG: 39 Std pro Woche SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: Meine Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit sind neben der Freispielführung und der damit verbunde- nen Impulssetzung von kreativen und thematischen Angeboten, die Förderung der Bildungsbereiche „So- ziale und (inter-)kulturelle Bildung“ und „Lebensprakti- sche Bildung“. Dabei liegt ein besonderer persönlicher Schwerpunkt auf dem Thema „Partizipation von Kin- dern in Kindertageseinrichtungen“. Neben der pädago- gischen Arbeit mit den Kindern, sehe ich zudem einen großen Fokus meiner Arbeit auf der Elternarbeit in Form der Erziehungspartnerschaft und der Elternberatung. AUFGABEN: Pädagogische Fachkraft in Gruppenleiterfunktion und stellvertretende Leitung seit August 2009 ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN- SESTRASSE: Dass sich unsere räumlichen Möglichkeiten zur Umset- zung von pädagogischen Angeboten verbessern, wie z.B. durch einen eigenen Bewegungsraum und Snoe- zelraum. So könnten wir noch gezielter auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder in ihren Altersgruppen eingehen. UNSER VORSTAND VON LINKS NACH RECHTS KATHRIN SCHULTE-SCHERLEBECK BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014 voraussichtlich bis: 2019 HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (3 Jahre) MEIN AMT: Schriftführerin AUFGABEN: Protokoll von Elternabenden / Team & Vorstand Sitzun- gen / Mitgliederversammlungen, Erinnerung / Infos an Eltern bzgl. Terminen, techn. Lösungen für Umfragen / Auswertungen WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: wir riesen Glück hatten, dass uns überhaupt eine KiTa mit einem Kind, dass zum Stichtag noch nicht 1 Jahr alt war, eine Chance gegeben hat. Und dann noch viel mehr Glück hatten, dass es die Hiltruper Strolche wa- ren: Wir können uns einbringen, haben ein super Team und eine familiäre Atmosphäre. JUILA KRÄMER-DELUWEIT BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2015 voraussichtlich bis: 2022 HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (3 Jahre) und das 2. Kind (1 Jahr) ab August 2017 MEIN AMT: 2. Vorsitzende AUFGABEN: schwerpunktmäßig Personalangelegenheiten und Be- treuungsverträge WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: wir uns für unsere Kinder eine individuelle, familiäre und liebevolle Betreuung wünschen und uns sehr gerne ak- tiv einbringen, wenn es um das Wohl unserer Kinder geht! 5554 Antonovsky, A. (1997). Salutogenese. Zur Entmystifi- zierung der Gesundheit. Deutsche Herausgabe von Alexa Franke. Tübingen. Braukhane, K. & Knobeloch, J. (2011). Das Berliner Eingewöhnungsmodell - Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung. Erhalten unter http://www.kita-fachtexte.de/uploads/media/KiTaFT _ Braukhane_Knobeloch _2011.pdf Doubek, K. (2003). Was uns nicht umbringt, macht uns stark. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch. Gilbert, S. (2001). Typisch Mädchen! Typisch Junge! Praxisbuch für eine geschlechtsgerechte Erziehung. Düsseldorf: Walter. Griebel, W. & Niesel, R. (1999). Vom Kindergarten in die Schule: Ein Übergang für die ganze Familie. Bil- dung, Erziehung, Betreuung von Kindern in Bayern, 4 (2), 8-13. Knauer, R. (2007). Die Kinderstube der Demokratie: Kindertageseinrichtungen. InBertelsmann Stiftung (Hrsg.). Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutsch- land. Entwicklungsstand und Handlungsansätze. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. Maccoby, E.M. (2000). Psychologie der Geschlechter. Stuttgart: Klett-Cotta. Textor, M. (2015). Das Kitahandbuch. Würzburg. Erhalten unter: http://www.kindergartenpaedagogik. de/1438.html. Tschöpe-Scheffler, S. (2009). Familie und Erziehung in der Sozialen Arbeit. Schwalbach: Wochenschau. Schröder, R. (1995). Kinder reden mit! Beteiligung an Politik, Stadtplanung und Stadtgestaltung. Weinheim/ Basel: Beltz. Sit, M. (2007). „Resilienz“- Was Kinder stark macht. Erhalten unter https://gesundheitsfoerderung. bildungrp.de/fileadmin/user_upload/gesundheitsfoer- derung.bildung-rp.de/Psychische_Gesundheit/Leitfa- den_Resilienz.pdf Zimmer, R. (2012). Handbuch Psychomotorik. Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung. Frei- burg im Breisgau: Herder. OLIVIA MESSING BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014 voraussichtlich bis: 2019 HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (4 Jahre) MEIN AMT: Vertretung der 2. Vorsitzenden und Kinder - schutzbeauftragte AUFGABEN: Betreuungsverträge Aufgaben der 2. Vorsitzenden WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: eine familiäre Atmosphäre herrscht und wegen der Wertschätzung aller kleinen und großen Strolche ANDRÉ HASKEN BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014 voraussichtlich bis: 2022 HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (5 Jahre) und das 2. Kind (1 Jahr) ab August 2017 MEIN AMT: Finanzvorstand (Kassenwart) AUFGABEN: Banktransaktionen und Finanzplanung Buchführung und Jahresabschluss Meldungen im Zuge von KiBiz Allgemeine Vorstandsarbeit WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: es eine KiTa mit Herz, Verstand und persönlicher Note ist, in der sich Kinder und Eltern gleichermaßen zu Hau- se fühlen, wertvolle Impulse erhalten und neue Freund- schaften knüpfen. NICOLE HESPER BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2013 voraussichtlich bis: 2022 HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: aktuell 2 Kinder (5 und 3 Jahre) und das 3. Kind (1 Jahr) soll ab August 2018 in die KiTa kommen MEIN AMT: 1. Vorsitzende AUFGABEN: Bindeglied sein zwischen Team und Elternschaft (und umgekehrt) + Organisation in diversen Bereichen WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: wir die familiäre Atmosphäre sehr schätzen und unsere Kinder sich hier zu Hause fühlen können. 6 LITERATUR- VERZEICHNIS 5756 58 BILDNACHWEISE: Quelle: http://www.unsplash.com (Seiten 4/5) Quelle: http://www.pixabay.com (Seite 23) Quelle: http://www.pexels.com (Seiten 14/17/21/27/43) Quelle: Hiltruper Strolche e.V. (Seiten 11/19/20/25/32/37/39/45/53/55/58/59) DIE HILTRUPER STROLCHE E.V. Nimrodweg 22 48165 Münster kontakt@hiltruperstrolche.de
03 Hiltruper Strolche
5342 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße Name und Adresse des Trägers: Die Hiltruper Strolche e.V. Nimrodweg 22 48165 Münster 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung 1995 - Betreiber einer ein-gruppigen Einrichtung als Elterninitiative in Hiltrup - Einzige Elterninitiative in Hiltrup - Anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe - Mitglied bei „Eltern helfen Eltern e.V.“ - Vorstand bleibt zunächst bestehen, da Kinder noch lang in der Einrichtung bzw. Ge- schwisterkinder in die Einrichtung gehen werden - Elternschaft hat einstimmig für die Bewerbung gestimmt - Team unterstützt die Bewerbung - Aktuelle Motivation: Langfristige Sicherung der Wirtschaftlichkeit, Kündigung der aktu- ellen Immobilie zum 31.07.2018, Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze, Sicherung der gewohnten Umgebung der aktuellen Kitakinder 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4% Trägeranteil 3. Fachlichkeit/Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Konzeptausrichtung Hansestraße: Pädagogische Orientierung am Gedanken der Hu- manität – Situationsorientierter Ansatz - Vorliegendes Konzept für den Betrieb Hansestraße mit Elternschaft und Angestellten entwickelt - Schwerpunkte im Bereich der Natur und Umwelt, Bewegung und Gesundheit. - Sprachliche Bildung wird alltagsintegriert angewandt und dokumentiert (Basik) - Individuelles Bildungsdokumentationssystem wird bei Vergrößerung der Einrichtung angepasst Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten werden nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Be- darfen der Eltern angeboten 2 - Regelöffnungszeiten: 07.30-16.30 Uhr 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Humanistischer Grundgedanke: Prinzipielle Gleichheit aller Menschen jeder Herkunft und jeden Geschlechts - Bereits Erfahrung mit der Betreuung von Integrativkindern - Offenes und tolerantes Miteinander losgelöst von Konfessionen, Geschlechteridentitä- ten oder kulturellen Hintergründen - Diversität soll von Mitarbeitern vorgelebt werden - Integration soll als individuell ausgerichtete Gemeinschaftsaufgabe gefördert werden 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Regelmäßige Turnstunden und Bewegungsspiele - Resilienzförderung im Kitaalltag - Ausgewogene zur Bereitstellung von Nahrungsmitteln - Förderung der Entwicklung einer gesunden Streitkultur - Angebot eines Projektes zur Zahngesundheit in der Kita - Beratung der Eltern in Bezug auf das Thema Impfungen 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Bereits bestehende Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt und einer Kinderphysiotherapiepraxis in Hiltrup - Kooperation mit der NABU und Übernahme einer Patenschaft für den Oedingteich - Begleitung des Hiltruper Frühlingsfest, des Adventskonzerts für Senioren und der Weihnachtsaktion zur Unterstützung von Flüchtlingsfamilien und einkommensschwa- chen Familien - Kooperation mit dem Haus Heidhorn (Seniorenheim) - Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Hiltrup - Kooperation mit ortsansässigen Grundschulen zur Planung des Übergangs Kita- Grundschule Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit der Kindertagespflege vor Ort ist geplant - Ausbau der Kooperation zwischen Kita-Schule - Ausbau der Kooperation mit Gesundheitswesen 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben - Personal nimmt regelmäßig an gesetzlich vorgeschriebenen sowie individuellen Fort- bildungen und Weiterbildungen teil - Fachberatung durch verschiedene Institutionen: Eltern helfen Eltern e.V., Ingenieurbü- ro AJP für Sicherheitsfragen; Gesundheitsamt; Jugendamt; provedi; Clearingstelle; Ar- beitskreise - Pragma-indikatoren-modell (pim) als Verfahren zur Qualitätsentwicklung eingesetzt - Teilnahme an Fachgremien und AG`s - Kinderschutzkonzept liegt vor 3.7. Besondere Merkmale/Eignung - Einzige Elterninitiative in Hiltrup - Auslaufender Mietvertrag in der aktuellen Immobilie (bis 31.07.2018) - Sicherung des Fortbestandes der Elterninitiative - Bereits ausgeprägte Vernetzungen im Sozialraum vorhanden
04 Kleine Riesen
4383 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße Name und Adresse des Trägers: Kleine Riesen Nord gGmbH Esslinger Straße 69 73732 Esslingen 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co KG - Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertageseinrichtung in Betrieb - Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Betreiber von Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen - Betreiber von aktuell 25 Kindertageseinrichtungen bundesweit (hauptsächlich in NRW) - Ab 2018 Betreiber von zwei Kindertageseinrichtungen (Willingrott und Hermannschule) in Münster - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9% Trägeranteil 3. Fachlichkeit/Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Konzeptausrichtung Hansestraße: Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration/Partizipation - Jedes Kind wird individuell wahrgenommen - Einsatz von multikulturellen/multiprofessionellen Teams - Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter in Bezug auf Migration/Inklusion - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern - Beratung der Familien/Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Der Träger bietet Essen vom Zuliefer in Kombination mit frischen Lebensmitteln an - Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag - Angebote des päd. Kochens mit Sozialraumakteuren - Projekte zur Zahngesundheit 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit Schulen und den Sportvereinen im Sozialraum - Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung - Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pro- jekte usw. - Kooperation mit Unternehmen im Sozialraum - Kooperation mit Kindertagespflege im Sozialraum - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter - Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fachberatung vor Ort in Münster - Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode - Teilnahme an Fachgremien und AG’s ist geplant - Kinderschutzkonzept liegt vor 3 3.7. Besondere Merkmale/Eignung - Möglichkeiten der verschiedenen Schwerpunktbildungen anhand der sozialräumlichen Bedarfe (Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) - Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfernen Familien
11 Konzept Kleine Riesen
86400 Zeichen
E
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
für die Kindertagesstätte in Münster, Hansestraße
Pädagogisches Konzept
Kindertagestätte Little Giants
Hansestraße in Hiltrup
TRÄGER:
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen am Neckar
Tel: (0711) 35 116 4-0
Fax: (0711) 35 1164 - 17
E-Mail: info@!ittlegiants.de
Internet: www.littlegiants.de
1.
won
Allgem Angab
g
1.1. Kontaktinformationen J Rechtsform annensesssenesnsenenensnnnnsnussnonnannnnannnanunnannunennnnnennenennenennnannannenen 5
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld....nasnsssnesenenennenennnnnennenenennnnnennenennnnnenannennennnn 5
Organisation und Verwaltung....enesensneensssensensensenesnensenennennnnnnennenenanunnnenannennnnnnnannensnennanannnenaensannann 5
Angaben zur Trägerkonzeption ...
3.1. Leitbild ....
3,2. Werte .neensnskunnnssennnnnnnerennnssennnnnssssnnenesennnnessnsennssennnananeneunnnnsntennnnnen anna snsnennnsnnnnsnnennnsenennssnnnnene 6
4. Pädagogisches Konzept..nesesssenseneessnnsensnsennsosennennensnnennsennennennnunennsnnnunnunennonennennsnnnnansasnnnennensanennenennennn 7
4.1. Zielsetzung uneeenneessannnnnuunasssnesannannnnnnnennnnnnnanunnnnnaenannnnnannnnnnnnensnnnnnnannanennansennnennnnnnnnnnnnien 7
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag
4.3. Grundsätze
4.4. Philosophie ..enenessenessenanensensnnenennnnenensanonnensnnenennnnennonnnnnnnenennenennanennennnnnennenennsnenenensenannensnnetnnanen 9
4.5. Eingewöhnung Kerkenessnentntensetoenenestsntssnenentstsstorernssnsnsonnrasssasntssnsnuensnnensensssennnsstssnsssnantnsssnsensnnannennen vl
4.6 Partizipation der Kinder .uaensssessssssssnsrnsssusensennsennaennaunsenussunennennussnsensensenannssusnnssannennennenennunnane 13
4.7. Pädagogik nach Altersgruppen ..nsenenssensenennsenensnnssnsonsonsnnnensononnunnanuannsnnnnenennnnennennannananunnnennenanne 13
2-24 Monate ..uneseesesnnssenssssnsnnenusnonnennennenunsnsnusnuennnunannountsnnnsssnsnsensensansenstennenasnaensanansansansnnensnnnnonen 13
24-36 Monate ..enensesansenasunrusessonssnsenennansenesunrnsrunnnsunsnnonusensenennesnsensensnnensensensensanstnensensensnnannennennautnnen 15
Kindergarten & Vorschule..nenessneenssrnsenensenensenennneenennenennsnsonennnennennnnannnnnntnenennenennunnunnennnnennnnnnnennnnn 15
Pädagogische Angebote....usensnssesseenesnernnsunsnsonnensunansnensnunnenansonsensnnenssennennnsnsnnnennenennennenennonunnunannnnn 17
5. Integration und interkulturelle Orientierung .............. Senensnenensnsnenesnentannannssstssesusssnnsnnsonesnenssssnannennaen 17
5.1. Grundsätzliches
5.2. Integration ...
5.3. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ..uuassersenseneennnnneneensnensensonnnenenennonnnanenansenennennne 18
5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten......unnennssenmmssesennssrennunssesennsssnsssssenssrennensaenann 18
5.5 Genderthematik.nnnesssesssemeensssssnunnsersennnenssestsmunneresnnneternsneneetsssnnensenteeetsssenseeteessensanseeene 19
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung
6.1 Elterngespräche...
6.2 Elternbefragung Khestnenentanassesentsesnestsnsnnenennenentansnestsssnsinnersnnnesnannatonnsnnsnnsnsnennansanusstsnsnssesssnaenannenen 20
6.3 Elternbeirat ....eneessessensenensenaenannonnennserenennensnannensunnentnnsnnenusensansensensansnnensonsennnsnenennsnnssnsanenaenstnenaen 20
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt ..nenssussenennennennenssnennennnnennnnensenennannemnennennennannn 21
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) aesssassnenannennnnannnnnnnnonnnnnnnnnannenenennenenannannnnn 21
9. Qualitätsmanagement
9.1. Dokumentation...
9.2. Elternbefragung .uneenenseessensenssnneunnenseunsennsunennennnnunsennennnenunsnnennnnnnunnennsennnnnennnnnenannnenneseannenneeneenne 23
9.3. PersonalAusstattung...uusssenenssssnansnurnunnssunnansasnnuneneususunenensnennnnnentennensansnnsnsonnennosennnnsntnsanonsunnee 23
9,4. Hygieneplan ...unesessenenenenenesnononenanennnnnnnannnennnannnnnnnnnnnnnnasonnnnnnonnnnnenssnsntnenenanennsensnsnrnrurnonenmennennenennten 23
9.5. Qualitätsmanagementhandbuch.
9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma - DMAIC) .......caneesennnnennensnnnensnennonenonansnenenenesnrorannenen 23
9.7. Qualitätszirkel.uencnencneneseseresornenenannsonusesesunnennnennnanennansennennurennennnesennenternsnsnssnsnnnnsenensensnsantsnstsessenten 24
“&,8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VII, 8a...unnnemnseennsenuernensennnennsnuunsansnsensennannennsenneansennessanse 24
9.9. Fachberatungananncaanuessnnneennnnnennnnennnnaanennennnnnn kerstsssensenassstsiserusansnnennuenensresunnisussssennisnannen 24
9.10. Pädagogische Tage...
9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen
9.12. Leitungskonferenzen ....unesesesnssnanensnenonnsnsunnnnununnsnsnnnsnnnnnanannenensnnennensensnnsnnssiseonentnsennensnensnenns 25
9.13. Beschwerdemanagement i. $. d. 845 Abs. 2 Nr. 3SGB VIll .aneeeeeensennesenennennenennennenennenennnonnn 25
9.14. Beschwerdemanagement.....nesessesnsnenenenenenanssntanannsnenennnenannenennnsnnassnasstnessnennanenennenssnsnsanasenne 25
10. Ernährung ....
11. Personalmanagement
11.1. Personalgewinnung ........essenessnnnensnsennnanssnnnnsnnsnensensennsnnsnessnnsnennensnensnsnsenennsnnnensnsnensensnnssensnsanane 26
11.2. Mitarbeiterentwicklung....u.ueesseenensusnsenssennsnsnsnenennenensennnessensneensnenensnensenennsnnnnsennnsenentensssnsorane 26
12. Finanzmanagement .....ussenesesnsnserusnnennnnnnsnnnnnonnnnnsunnansensnnsensnanansenenssnennanansssssnnsnssensnesensnnsansenenaonsanne 27
13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. $ 8a SGB Vll..unsesseesenenssnensneesenneenennensnnansenensennen 28
Anlage 1: Ernährungskreis
Anlage 2: Hygiene Plan .....nunennsennennesssnesssnsennensenenennennnnnnenenenenenensnensnnsensnennnnenanenitnnennetanen
Hygiene im Sanitärbereich...unsenesnesennenenesenenornensnnenonsenennenssnsnssussnsnsnanssnensnannnassennensensenssnessensssensann 29
Trinkwasserhygiene ....unnnernenesnenensnsernesssnsnsnnnsenssenennsnansnnansnansnnanannnuenesnsnnenennnennssnnnessnnnesnnssenssnentann 30
Erste Hilfe.....nesnesesnonsessnsesenssnenansssnnannenssnenenenenenennsssnenzonnensnanensenensnentnensntensesasnansannnosnsonensonssnrenensssensenn 30
Küche .uuensensesnnassnneneenennennnonansonennonansenensonsnnansanensansanonsnnansananensusnrensnranansnsnrasnersanensnonnessnssensnsanssensatsne 31
Handhygiene
Flächenreinigung und Desinfektion ......ueuesenessuesssnsnsereenenessunsansnunstnsnsnenansnsennunnonsnnensensnnannensennorennesannnen 32
Außenanlagen......uuuneesesnsesesnenesnsrontnsnenonsnnsnnnnansenssnannsnnenanananansnnsnnsannesenstenusnnnessnnennannensesssnenensensnanen 32
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen ...uueesessnannersenesenntenusesensnnenenenennentenanenansnn 32
el: Allgemeine Angaben zum Träger
v—.
1.1. KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM
Kontakte: aten:
Geschäftsführer:
1.2. UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen
Jelena Wahler, Peter Wahler
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.
Träger
Einrichtung
Pädagogik '.
Finanzen- ‘
Personalmanagement :
Beschaffung
Elternarbeit...
Investitionen =
Qualitätsmanagement
: - Kinderschutz:
"Pädagogische Richtlinien
Wissensaustausch zwischen Ein-
richtungen .-
Buchhaltung
Jahresabschluss
Controlling
Budgetierung
Bewerbermanagement..:'
--kohnbuchhaltung
>... Fortbildung...
:360°-Feedback
renbuchhaltung
= Vertragsgestaltung
Elternbefragungen
Richtlinien zur Elternarbeit:
“Richtlinien zur:Eingewölhnung
Budgetierung
Abschluss von Rahmenverträgen
Kreditorenbuchhaltung Debito-
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern
Qualitätshandbuch
: Dokumentation :
: ‚Weiterschreibung Konze -
tion: ; \
Frühkindliche Bildung (Pla-
nung und Durchführung,
von ‚Angeboten) :
Kinderkonferenzen
Kassenbuch
Einkäufe
Bewerbungsgespräche
- Beteiligung an Personalent-
.“ scheidungen.
Reflexionsgespräche.
“Beteiligung an Fortbil- -
‚dungsentscheidungen
Bedarfsmeldung
Beschaffung und Bestel-
lung
-Elterngespräche
Beteiligung an Elternbefra-
gungen
„„Elternabende und.Feste:
Erziehungs-.und Bildungs-. -
Partnerschaft
‚Individuelle Eingewöhnung' .
Bedarfserhebung und —
meldung
Qualitätszirkel :;
Pädagogische Tage
Beschwerden bearbeiten .:_
und Arbeitskreise bilden
Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger
1,
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I
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3.1. LEITBILD
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.
h öllen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendam und der Politik steht, um mit jeder neuen
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen.
3.2. WERTE
INDIVIDUALITÄT: Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants
fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer Persön-
lichkeit.
INTELLEKTUELLE STIMULATION: Kinder haben einen angeborenen Lern-
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der.Kindheit mit sinnvollen '
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch
B in der Gruppe oder geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder
‚Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so
ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von der Betreuerin lernen können.
GESUNDHEIT UND SICHERHEIT: Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene,
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht. Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt.
PARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN: Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines
intensiven Austauschs zwischen Betreuerin und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich oder
mündlich über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei
Little Giants ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent-
wicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden.
WÄRME UND ZUWENDUNG: Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen Möglichkeiten jedes Kind einer
Betreuerin zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern ganz individuell während seiner Zeit bei
Littke Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD: Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute
Kinderbetreuung gewährleisten können. Little Giants bietet, seinen Mitarbeitern einen sicheren und motivie-
renden Arbeitsplatz, dan den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern
ei! Angaben zur Trägerkonzeption
nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Flexibel reagieren
wir auf die sich wandeinden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zu-
gute.
4.1. ZIELSETZUNG. 000 : RED DDS a rsupn
Wir verstehen. unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben.
4.2. BETREUUNGS-, BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSAUFTRAG
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele
begründet:
® Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher
in der:Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner:anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle.
® Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen.
«e Bildung ist der Zusammenhang von Lernen, Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben.
e__Wirbieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl
der Kinder sichergestellt ist.
« Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative.
e Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Kreativität der:
Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen.
® Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln.
® Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben.
« DasLernen findet’durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Di
pädagogischen Bezugspersoneh fungieren als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb‘ von Wi
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösurigssträt
gien’zu’entwickeln. . PER
Kapitei: 4. Pädagogisches Konzept
Dt
|
: Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, Insbesondere mit allen. im
... ‚Stadtteil verfügbaren Ressourcen.. “ :
® Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt Münster.
4.3. GRUNDSÄTZE
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen
folgende vier Prinzipien zugrunde:
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS: Bei den Little
Giants ist jedes Kind einer Gruppe zugeordnet. Das pä-
dagpgische Personal in dieser ist für das Kind und da-
mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Betreuer
arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am bes-
ten ‚in.gut organisierten Teams funktioniert. Darüber
hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch möglich,
eine hauptverantwortliche Betreuungsperson jedem
Kind und seiner Familie zuzuordnen.
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer Betreuerin hat. Vielmehr ist stets klar,
wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumientiert.
KLEINE GRUPPEN: Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger
das Kind, desto kleiner die Gruppe.
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu-
ern.
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG: Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes
nach innigen Beziehungen und Bindung an Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Littie Giants größ-
ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste Al-
tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt.
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein.
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an-
derer Kinder abweichen.
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handeins.
Das Little Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants Konzept. Dadurch
spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestilit und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res-
pektiert werden.
1: 4. Pädagogisches Konzept
[>]
4.4. PHILOSOPHIE
Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben
sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un-
sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants
werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat-
tet, die im späteren Leben wichtig sind.
EIN PLATZ FÜR KINDER: Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere
Umgebung, in der.Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha-
ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre
bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.
AKTIVES LERNEN: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler,
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.
1
|
BETREUER SIND MENTOREN: Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eines Teams,
das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte
Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Fin-
den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbst-
vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die
Schule spielerisch vorbereitet.
ANGEMESSENE UMGEBUNG: Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in:der
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten. tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell-entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, -
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenaktivitä-
ten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in einer
Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkeiten, die
in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten.
DOKUMENTATION: Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden
Kindes ist’ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants.
Betreuerinnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern in Portfolios. Quartalsweise werden
Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setzten wir in der Regel“ Mondey“, im Ü3 Bereich
„Grenzsteine der Entwicklung“ als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, zweimal,
1:4. Pädagogisches Konzept
.| K
jährlich mit den Eltern besprochen. .
Unsere Dokumentation stelit die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft
der Betreuerin, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh-
zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.
ELTERN SIND PARTNER: BeiLttle Giants sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie helfen
Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu-
hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin,
die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wieder-
gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt.
GRUNDLAGEN: Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick-
lung. Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard
Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen
Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.
Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind:
» Kinder lernen aktiv.
® Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet.
» Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen.
® Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.
# Kinder lernen mit allen Sinnen.
* Kinder lernen mit anderen.
x Spielen bedeutet Lernen. . .
® Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern jedes Kind individuell.
s Intelligenz hat viele Formen.
Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel
ist. :
Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.
Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.
# Die Aufgabe unserer Betreuer ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder bestmög-
lich unterstützt.
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD: Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt.
® Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.
Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte
Herausforderungen bieten.
» Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil.
# Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken.
Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momenie, in denen’das
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.
iı 4. Pädagogisches Konzept
m
» Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.
» Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.
® Unser pädagögisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so-
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den-
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Cen-
ter, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen Sinne
mit Lernstoff „berieselt“ werden.
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS
® _Wirund unsere Mitarbeiter sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und Erfahrun-
gen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit.
® Wir und unsere Mitarbeiter sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwerten un-
serer Gesellschaft.
®e Unsere Mitarbeiter sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sichtweise des
Kindes zu setzen.
® Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau- ,
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. “
« Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. -
e Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen.
4.5. EINGEWÖHNUNG
GRUNDSÄTZLICHES
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist.
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten,
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern,
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen
müssen.
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen.
AUFKLÄRUNG DER ELTERN
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert:
a Ablauf und Dauer der Eingewöhnung
Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität
Trennungsstress beim Kind
Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung
m
fer
Kapitel; 4, Pädagogisches Konzept
F
DER ERSTE TAG
Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das
Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen
kennenlernt.
Der’ änwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuerin kennenlernen.
Die.Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein. weiterer Kennenlerntag
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll. :
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten-
siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern-
teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig abge-
holt werden kann.
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil,
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuerin
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der
Eiternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall
sein, „wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind.mit. Wichtig
ist,.dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und
spielen’kann, wenn keine Eltern dabei sind. ö ö
In.den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die-Krippe besucht sukzessive verlängert.- ... N
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können.
II
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuerin und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob
» das Kind vollständig eingewöhnt ist,
die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte,
® oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe
besser abgesehen werden sollte.
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN
‚Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert.eine Eingewöhnung. Das
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder - es wechselt aus der
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind,
immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel
!: 4. Pädagogisches Konzept
12
gang, geht immer eine Erziehrin mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude aufden
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste,
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern - schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freundliche
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten Über-
Grüßen der Erzieher und Ihrer Zöglinge beschränkt
4.6 PARTIZIPATION DER KINDER. :
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch |
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. |
Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch
\ mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen.
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verstänglich.vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen. j
Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche
Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen zu er-
möglichen, ‚sich Ihren Interessen zu widmen.
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz.
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen.
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.
4.7. PÄDAGOGIK NACH ALTERSGRUPPEN.
2-24 MONATE
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.
Es ist wichtig,.jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, |
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie _'
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen.
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.
1;
Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept
rm
w
Von'Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen, die sie brau-
chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin-
der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und'vor allem
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild
ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die
sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln:
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer stellen in Kooperation mit den Eltern einen individuellen Betreuungs-
plan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Betreuung bei
Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt.
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu
entwickeln. Unsere Betreuerinnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort:
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besönderes ist.
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt. werden. Ob auf dem Schoß,
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei Little Giants frühzeitig, ‚die Magie von
Büchern, und Geschichten zu schätzen.
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind,
Lernerfahrungen zu ermöglichen:
® Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben,
ziehen, usw.
* Sinneseindrücke: Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen,
Geruch, Geschmack und Gewicht.
® Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, .die benötigt
werden, um Probleme zu lösen. .
« Sprache und Musik: Unsere Betreuerinnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der
Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.
e . Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit
Puppen und Kuscheltieren.
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Betreuerinnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern. und Kind
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.
Zusätzlich zu klasssichen Vier-, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas „Ideen Boxen“, in
die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können.
An
4. Pädagogisches Konzept
[24-36 MONATE
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine
zunehmend soziale Welt zu erleichtern.
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent- \
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen Betreuer, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Inkonsistenz
akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen.
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem kreativen
Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches
Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden
Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu
schaffen. Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern.
Typische Lerncenter sind:
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles,
etc.
Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.
Im Ablauf.eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln
sich im-Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis j
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncenter, die den Kindern in
ihrem Raum gerecht werden.
Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Projek-
tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh-
rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags der
Kinder.
KINDERGARTEN & VORSCHULE
Im Zentrum unserer Kindergarten- und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädagogische
Angebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen und zu ler-
nen. '
Unsere Erzieherinnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematisches und
naturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln das.Ler- _
numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Lerncenter bie-
ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern
m
in
Kapitel; 4. Pädagogisches Konzept
|
und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be-
suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem
sanften Übergang.
Typische Lerncenter sind:
Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, etc.
Kinder entscheiden selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an.
Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti-
ger Bestandteil unserer Pädagogik.
Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.
Auf. Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere Erzieherinnen ständig neue
Lernicenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente
der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach-
kunde, der Musikalischen- sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und
Projekte integriert.
Was ist im Kindergarten wichtig?
Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ-
ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da-
bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste-
hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad-Wettren-
nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu-
sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten.
Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule
Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die
Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden
und Spaß haben.
Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die
Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen-
ter.Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich eine überschaubare Zeit konzentriert am
Tisch.
In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben
und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert.
Unsere Erzieherinnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise
zusammen mit den Kooperationslehrern Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg-
reich in die Schule starten kann.
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den
Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen
jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor
Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen.
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PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE
SPRACHERZIEHUNG: Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts,
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt.
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele.
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten
zu schaffen, die’ dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, Zuord-
nungen und Reihen.
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN: Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden,
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und
zu vermitteln wissen.
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc.
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B.
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc.
KUNST- UND MUSIKERZIEHUNG: Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergartenalter
werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote ergänzt.
Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze auf.
KOCHEN UND ERNÄHRUNG: Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi® “
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßig gehen
die Kinder der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeitern einkaufen. Sei es auf
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden gemeinsam
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht.
Little Glants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbeiatern
unterschiedlicher Herkunft belegt sind.
S Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung
5.1. GRUNDSÄTZLICHES
Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen:
* Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes
«e Anerkennung von Grund und Menschenrechten
« Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance
® Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede
5.2. INTEGRATION
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsätz mit
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar.
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen.
SPRACHE
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen.
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
Esi ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste
(Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert.
5.3. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt MitarbeiterInnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind.
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.
5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN-
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen. Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren’KiTas:in’ den.
Kapitei 5. Integration und interkulturelle Orientierung
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Kölner Stadtteilen-Gremberghoven und Ostheim, Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in unmittel-,
barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete.
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um Mitarbeitern die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung von
Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkita in Köln, die auch als
Schulungszentrum dient.
Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziellen auf
das Erlernen von Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten. Stets gehen unsere Mitarbeiter
individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden.
5.5 GENDERTHEMATIK
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen, Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick:
lung eines s positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. \
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender °
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags.
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen:
1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und
Master und Diplom - Absolventen)
2. -Multikulturell {wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung)
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie-Entwicklung entsprechende
Altersmischung innerhalb des Teams
5. Menschen mit und ohne Behinderung
Zu 3. Es’ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015)
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und-
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann.
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder,
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeitenin
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander verknüpft.
ei! 5. Integration und interkulturelle Orientierung
[4
Kapi
Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes {und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidungs-)
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei- i
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können.
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle
einzubeziehen.
6.1 Elterngespräche
Eiterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Little Giants Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes {
sucht mindestens zweimal im Jahr ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah-
men durchzusprechen.
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle
zu vermitteln. \
6.2 Elternbefragung
Um die Zufriedenheit der Eltern.mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine EI-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:
® Öffnungszeiten
® Zufriedenheit des Kindes
s Pädagogische Aktivitäten
s Ernährung
® _ Kundenfreundlichkeit { j
» Ausstattung |
_ Ei |
6.3 Elternbeirat EB) |
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. © |
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo- r |
kratisch gewählt. »
w
5-3
Die Aufgaben des Elternbeirates sind: EI ij
5
» _ Vertreten der Elterninteressen [}
‘= Vorschlags- und Beschwerdemanagement 5
o Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen. S
a Organisation von Festen =
Spendenaktionen 5
[62
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit.
Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie
nichts anderes, Aber es muss nicht immer das Elernhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere
Lösung weiß. Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet — es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.
Hier sind dann die Erzieher gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch des ge-
waltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer Weise
zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens einer
anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konsequen-
zen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegenwirken —
man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Projekte zu-
weisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell wer-
den unsere Mitarbeiter im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, Schulungen
und Hilfen’ an: In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben müssen. Ge- -
meinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten herauszufinden,
danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipiell wir die
Fachkraft nach SGB 84 eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den Eltern hinzu-
gezogen „Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von Psychologen ge-
holt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pesonal und der’
konsequente Umgang mit Gewalt gehört.
Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisatio-
nen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und
Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an.
Konkret werden wir eine Kooperation mit den Grundschulen, insbesondere mit den Schulen im Stadtteil
Hiltrup, auf die wahrscheinlich auch die meisten Kinder aus dem Kindergarten gehen werden, wie zum Beispiel
der Ludgerusschule, bei der wir uns am Spielefest beteiligen oder aber viel über das Projekt Klimaschutz lernen
können;-oder: der Paul Gerhard Schule, die Gesundheit zu Ihrem Projekt gemacht hat oder auch der Marien-
schule. suchen, Eventuell können wir ebenfalls eine’Kooperation mit der Hermannschule, an die angrenzend
auch eine unserer Kindertagesstätten liegt, aufbauen. Im letzten Kindergartenjahr werden die Kinder die Räum-
lichkeiten der Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teil-
nehmen und.parallel’durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen.
Auch nutzen.wir die Sportmöglichkeiten des Stadtteils, hier ist eine Kooperation mit dem TUS Hiltrup und sei-
nen zahlreichen Sportangeboten geplant. Der Hiltruper See bietet mit seinem Landschaftsschutzgebiet viele
Möglichkeiten für Entdeckungstouren. Auch den Naturlehrpfad im Hohe Ward werden wir regelmäßig erkun-
den.
>| Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung)
Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit professionellen
Unterricht-zu genießen - hier planen wir insbesondere die Musikschule Wichtrup anzusprechen..Den beiden
Kirchengemeinden würden wir im Rahmen von Ausflügen immer wieder einen Besuch abstätten. Sofern Kinder
vom Elternhaus aus die Einrichtungen kennen, dürfen sie dann ihren Freunden von den Erfahrungen erzählen.
Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstäten an der Hermann-
schule und in Willingrott 49a, aber auch mit den nahegelegenen Einrichtungen Hiltruper Strolche e.V., den °
Kath. Kindergärten St. Martin und St. Clemens, dem Evangelischen Kindergarten Hilrup, Educcare, der DRK Kita
Lummerland und anderen Kitas in der Umgebung an. -
Auch versuchen wir immer mit ausgesuchten Unternehmen Kooperationen aufzubauen. Hier würde sich die die
BASF Coatings GmbH aufgrund der räumlichen Nähe besonders anbieten, dennoch würden wir gerne zusätzlich
auch kleinere Unternehmen im Stadtteil, wie zum Beispiel den SuperBioMarkt wenn es um gesundes Essen
geht oder die Hölscher GmbH mit ihrem Fahrrad-Knowhow, aber auch Beratungsfirmen, Kanzleien und Gesund-
heitspraxen mit ins Boot zu holen.
Da Little Giants flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch in der'Han-
sestraße nicht nur flexible, sondern auch lange Öffnungszeiten anbieten. Eine Übermittagbetreuung, Blocköff-
nungszeiten und Extrazeit bei Bedarf, sind uns wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter lei-
det. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in.allen unseren
Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmitt-
gasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen genießen
die Möglichkeit, die Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit.den Kin-
dern zu entdecken.
Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen
auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen. Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber
auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte angenom-
men. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf ein.
Die Konzeption ist das Konzept in die Praxis umgesetzt.
9.1. DOKUMENTATION
TAGESBERICHTE
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende Punkte
informiert werden:
”» Laune des Kindes
* Mahlzeiten
» Windelwechsel und Stuhlgang
Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe
» Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat..
ENTWICKLUNGSPROFILE
Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von „ Mondey“ und „Grenzsteine der Entwicklung“ für jedes Kind quar-
talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompe-
tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen.
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9.2. ELTERNBEFRAGUNG Da
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine EI-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:
a Öffnungszeiten
Pädagogische Aktivitäten
» . Ernährung
» Kundenfreundlichkeit
9.3. PERSONALAUSSTATTUNG.
Qualität kommt.durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das’KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden‘:
unsere Erzieher durch Praktikanten, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlastet, sondern
es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten Abschlüssen,
Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams merken sehr
schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergänzen, gemein-
sam viel stärker als die Summe der Individuen sind.
9.4. HYGIENEPLAN 0 0
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3.
9.5. QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats Qualitäts-
managementhändbuch dokumentiert.
9.6. QUÄLITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6-SIGMA - DMAIC)
Alle im Qualitätshandbüch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.).
- ..phase
[implement]
{rg | Kapitel: 9. Qualitätsmanagement
Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind.
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.
Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten
Leistungszielen identifizieren.
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase
identifizierten und ausgewählten Probleme _
gefunden werden. "
"Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag. . Bi
9.7.:QUALITÄTSZIRKEL
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere Mitarbeiter in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel setzen die gefunden Lö-
sungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor.
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene.
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit
mit Rat und Tat zur Verfügung. .
9.8. INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VII, 8A
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische
Beratung, Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erziehern, Eltner und Kindern auch die Einschaltung von anderen Be-
ratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12.
9.9. FACHBERATUNG
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir MitarbeiterInnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzufüh-
ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zuständig
ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, zum Bei-
spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet.
9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE ı
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für
9. Qualitätsmanagement
E Ita
n
>
- Fortschreibung der Konzeption;
- Jahresplanung;
- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel;
-" Teambuildingmaßnahmen
- Gruppenschulungen
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume
9.11. KENNENLERNEN VON-ANDEREN EINRICHTUNGEN
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine andere Kin-
dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations-Trägers.
9.12. LEITUNGSKONFERENZEN.
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little-Giants-Leitungen einer Region zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen.
9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT 1. $. D. $.45 ABS. 2 NR. 3 SGB Vlll
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6-mal im Jahr Kinderkonferenzen abge-
halten. Unsere Mitarbeiter sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich festzuhal-
ten, sodass diese in dem Zusammenhang von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. j
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis.
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson
regelmäßig ans Herz gelegt.
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten,
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.
9.14. BESCHWERDEMANAGEMENT.
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde
können pädagogische Mitarbeiter auf Gruppen-
bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. "
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich
° der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden.
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter stets sach-
lich, emotional zurückhaltend und lösungsorien-
tiert sein.
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich
sein, so wird im Team das Problem analysiert und
sitel! 9. Qualitätsmanagement
nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist
zu dokumentieren.
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch
mündlich erfolgen.
"Einbindung des Trägers / von externen Bera- Solite das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
tungsstellen lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden _
Bu können, so hat die Leitung.den Träger einzuschäl- '
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. |
_
Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die
Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt.
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:
>» Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich
aus der Region.
» Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).
# Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.
“na Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen,
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
ter als unsere wichtigste Ressource an.
en
11.1. PERSONALGEWINNUNG
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden
an die jeweilige Kita weitergeleitet.
In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesstättenlei-
tung entschieden, welche Bewerberinnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden.
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen.
11.2. MITARBEITERENTWICKLUNG
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.
"WEITERBILDUNG
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an die ...
Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam mit der Mitarbeiterin bespricht
die Leitung welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiterin hat und weiche Notwendigkeit das Unternehmen
sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden.
REFLEXIONSGESPRÄCHE
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll,
DIVERSITÄT
Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl die
Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert.
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeitern in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir flexi-
bel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf.
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeitern stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), werden
für alle Standorte zenträlisiert ausgeübt. ö
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente:
« Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung
® _ Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung
* . Controlling-System
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-,
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.
Kapitel: 12. Finanzmanagement
N
ur
SCHULUNG
Erkennen
s Die Leitung der Einrichtung ist Gefährdungsrisiko
bezüglich der Thematik zu schulen.
ss» Das Wissen ist durch jährliche 3
Schulungen an die anderen Dokumentation Information
Mitarbeiter weiterzugeben. Gefährdungsrisiko Fachkraft
(Leitung)
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)
» Körperliche und seelische Gewalt
» Emotionale und körperlich-
Nein
gesundheitliche Vernachlässigung Y
» Sexueller Missbrauch Dokumentation Gespräch mit
. \ j Gespräch Erziehungs-
» Versagung entscheidender existenzi- berechtigten
eller Entwicklungschancen
INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.
Hilfe- und
Beratungsplan
Hinwirken auf
Inanspruchnahme
von Hilfen
Dokumentation
der Schritte
Dokumentation i
Nein
Dokumentation Jugendamt
informieren
Lei! 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. 5. d. $ 8a SGB VIII
DS
I
ı
)
Streich- und
Lebensmittel, die
viel Stärke
enthalten, wie
Getreideprodukte
und Kartoffeln
Kochfette
Fleisch, Wurst und
Fisch
Milch und
Milchprodukte
Getränke (Wasser)
Gemüse und
Obst Hülsenfrüchte
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen.
sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam - sie sind gesund.
HYGIENE IM SANITÄRBEREICH.
SANITÄRAUSSTATTUNG
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die
Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö-
sung zu versehen.
WARTUNG UND PFLEGE
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle
und Pflege wird dokumentiert.
WICKELBEREICHE
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit
einem mit Desinfektiönsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter haben
nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine Ver-
fahrensanweisung zur Wickelhygiene aus. vr
Anlage 1: Ernährungskreis
BE--UND ENTLÜFTEN
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden
Zeitnah in Stand gesetzt.
TRINKWASSERHYGIENE
LEGIONELLENPROPHYLAXE
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden.
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt.
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
was$er entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. °
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverodnugn
jährlich durchgeführt.
ERSTE HILFE
ERSTE-HILFE-INVENTAR
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor:
» Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“
@ _ Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände
gründlich gewaschen und desinfiziert.
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die
Fläche nochmals desinfizieren.
NOTFALLKONTAKTE
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt:
® Polizei
} Anlage 2: Hygiene Plan
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s Feuerwehr
» Ärztlicher Bereitschaftsdienst
» Giftinformationszentrum
>» Kinderarzt
KÜCHE
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des $ 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des $ 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult.
QUALITÄTSSICHERNDE MARNAHMEN UND LEBENSMITTELHYGIENE
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert:
» Messung der Kühlschranktemperatur
® Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch)
» Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan
» Kontrolle auf Schädlinge
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.
HANDHYGIENE
Hände sind wie folgt zu waschen:
. Bei Ankunft'in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.
B. Vor und Nach:
on Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes
Verabreichen von Medizin
» Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.
c. Nach:
» ‚Windelwechsel
» Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang.
» Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden.
® Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.
» Berühren von Tieren.
Spiel im Sandkasten
s Reinigung und Handhabung von Müll
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» Berühren von Geld
# Handhabung von verschmutztem Geschirr
Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal.
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet.
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Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan
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An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend.
AUBENANLAGEN
Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Maßnahmen
ferngehalten.
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. j ı
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen 'auf deutlich
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark aufheizen
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet:
® Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räumen ge-
öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.
* Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä-
den, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst zur
Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu verhindern.
*e Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räumen wäh-
rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. Bu
« Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind dann
alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausch zu
schaffen.
e Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafalterna-
tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Schlafwa-
che auch für über Dreijährige zu halten.
« Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut.
«e Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erinnert
werden sollen, gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste — 2.B. halbstündliche - „Trinkrunden“ zu ma-
chen sind.
e Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser ein-
geleitet werden.
e Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei
ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem Wasser in
einem Eimer ertrinken können.
®e Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen tra-
gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, ggf. auch
am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im Schatten spielen!
®e _Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge-
mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.
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e Esistimmer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen-
falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für den Auf-
enthalt im Freien sind dünne, heile Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz
vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein solite, ungeeignet.
® Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden.
® Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tempera-
turen, In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten
Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung durch abholbe-
rechtigte Personen einzuleiten.
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra-
gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.
Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen
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02 Anlage 1 Auswertungsformulare
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Anlage 1 Auswertungs- formulare aller Träger
14 2017-01-23 Basis-Konzeption-NRW
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Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH Step Kids Kitas gGmbH Schultenbuschstr. 47 45549 Sprockhövel Ansprechpartner: Träger: Frauke Schittek 02324 9218228 f.schittek@stepke-kitas.de Stand: September 2015 Herausgeber: Step Kids Education GmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Inhalt 1. Vorwort ................................ ......................................................................................... 5 2. Rahmenbedingungen ................................ ..................................................................... 5 2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) ................................ ......................................... 6 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 4. Pädagogische Ziele und Inhalte ................................ ..................................................... 10 4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 5. Mehrsprachigkeit ................................ ......................................................................... 12 6. Religiöse Erziehung ................................ ...................................................................... 13 7. Die E ingewöhnung im Kindergarten .............................................................................. 13 8. Das Freispiel ................................ ................................................................................. 14 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ................................ ........... 14 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 10. Vorschulerziehung ................................ ........................................................................ 15 11. Ein Tag in unserer Kita ................................ .................................................................. 16 11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ....................................................................................................... 16 11. 5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 17 11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung,Supervision und Fortbildung ................ 19 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 12.2. Teamsitzung........................................................................................................................... 19 13. Erziehungs - und Bildungspartnerschaft mit Eltern ......................................................... 20 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen ....... 21 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ........................................ 21 15. Öffentlichkeitsarbeit ................................ .................................................................... 21 16. Gesunde Kinder ................................ ............................................................................ 21 16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 21 16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 22 16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 23 16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 23 16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 23 16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 23 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ................................ .................. 24 17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 25 17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 25 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 25 18. U3 Bereich ................................ ................................................................................... 26 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 26 18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 26 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 26 18.4. Motorik .................................................................................................................................. 27 18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 27 18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 27 18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 28 18.8. Essen und Trinken .................................................................................................................. 28 19. Unser Kinderschutz-Ko nzept ......................................................................................... 29 19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 30 19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 33 20. Inklusion ................................ ...................................................................................... 34 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ....................................................................................... 34 21. Tiergestützte Pädagogik ................................ ............................................................... 34 22. Nachwort ................................ ..................................................................................... 35 1. Vorwort Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das Wissen selbst erschließen zu können. Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden. Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH. 2. Rahmenbedingungen 2.1. Der Träger “Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren zu lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie beim Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 2.2. Rec htliche Grundlagen Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. (www. national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des SGB VIII Dritter Abschnitt: Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege § 22, 22a , 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in verschiedenen Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 0 bis 6 Jahren. Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit bedarfsangepassten Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden. Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen. Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie. 3.1. M itarbeiter/Innen und Fachpersonal In der Step Kids Kitas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: s ozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) Sportpädagogen Theaterpädagogen Musikpädagogen Kunstpädagogen Kinderpflegerinnen Kinderkrankenschwestern Ergänzungskräfte Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten Köche Reinigungskräfte Hausmeister Verwaltungskräfte Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) A lle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die Haltung des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklungsstandes. Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen haben eine umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids Kitas gGmbH als familienergänzende Einrichtung. D ie jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem Träger abgestimmt. A ls anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten oder Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher Schulträger, die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten. 3.2. Öffnungszeiten Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten zwischen von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten. Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage nachzulesen. Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur Optimierung der Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 3.4. Aufnahmekriterien In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen aufgenommen. Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten Aufnahme: Alter des Kindes Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich Geschwisterkinder in unseren Kindertageseinrichtungen Jugendhilfemaßnahme Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 3.5. Raumkonzept Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige Einladung die Welt zu erkunden. Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit… Bewegung – toben, tanzen… Pflege - wickeln, waschen, duschen… Schlafen - ausruhen, Stille erleben… Essen - Trinken Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen… Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… Experimentieren - konstruieren, bauen… Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in einem ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die Räume sind mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Neben den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und Aktionsräume, die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten und Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu. Die direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und Wippen, kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen ein. 4. Pädagogische Ziele und Inhalte Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach dem KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice Prinzip“, welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik beinhaltet. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 4.1. Stand der aktuellen Forschung Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit sind. 4.1.1. Bindungsforschung Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer Umwelt: Sie forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein Kind durch Menschen, mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen Bindungspersonen. Sie geben ihm das Gefühl der psychischen Sicherheit und helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins Gleichgewicht zu kommen. Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist besonders das Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf kindliche Bedürfnisse und Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für ihr Kind. Darüber hinaus können Kinder zu weiteren Menschen aus ihrem nahen Umfeld Beziehungen mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen zurückkommen kann. Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen bedeutsamen Übergang in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen neue Rituale, andere Kinder und die pädagogischen Fachkräfte kennen. Um diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das Kind mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm vertraute Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den Eltern, individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer Kinder wahr und tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes aus. 4.2. Hirnforschung und Lernen Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit von elementarer Bedeutung. Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – sind gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen mit anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss anregend und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht es Zeit und Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt und den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder berücksichtigen. In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung bezüglich des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern vielfältige Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die Kinder in ihren unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, unterstützen und aktiv anregen. 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer Altersgruppen. Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, indem sie voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens ermöglichen unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen und Erprobungsfelder. Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf Gleichaltrige zu. Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen für die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion mit Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie lernen, Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht nur das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen und Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten. 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - Entspannung und Konzentration im Snoezelraum Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei Step Kids Kitas gGmbH. Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper geraten mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können nicht ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen schlecht, werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits ihren natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es nicht darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, mit den Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im Sinne von "SEI MAL STILL"! Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die leisen und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens dafür eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder Kleingruppen Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, Geschichten hören, fallen lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu erfahren, die Seele baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 5. Mehrsprachigkeit Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ um, was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein kontinuierlicher und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten Kontexten selbstverständlich genutzt wird. Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen möchten. In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 6. Religiöse Erziehung Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl vermittelt: Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner Kultur. 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine unserer Einrichtungen besucht. Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu "beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu erlangen. Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 8. Das Freispiel Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, was sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet Verständigung und vieles mehr. Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag zu beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder dazu eingeladen. Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch umzusetzen. 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die sie konkret betreffen. In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu übernehmen. Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 10. Vorschulerziehung Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen haben. 11. Ein Tag in unserer Kita 11.1. Zeit In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in ihren Aktivitäten unterbrochen werden. Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf beanspruchen Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder ergeben. 11.2. Ankommen In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und suchen sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in den Tag zu starten. 11.3. Morgenkreis Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische Ausgangslage der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und pädagogische Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die Hauptmahlzeit nicht essen möchte. Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht zu verlernen. Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb bieten wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen anregt. Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 11.5. Ruhen und Schlafen Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der bereits zuvor genannten Komponenten. Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf. 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen sich unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder führen uns dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen wir auf eine entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - dazu anzustellen. Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als Grundsätze zum gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen Kompetenzen. Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren STEPKE-Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 11.7. Nach Hause Gehen Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren. 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung,Supervision und Fortbildung Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch Häuserübergreifend - stattfinden. 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit und der Zusammenarbeit im Team. Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume umgestaltet. 12.2. Teamsitzung Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder projektspezifischen Teamtreffen. Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsansätze, gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden überlegt. Feste und Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird viel Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, die Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, z.B. Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert und Tagesordnungspunkte gesammelt. Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden jährlich so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption weiterentwickelt wird. 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es werden Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 13.1.1. Elternabende Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer gesellig-kreativen Form entsprechen. 13.1.2. Hospitationen Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 13.1.3. Hausbesuche Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine Bezugspädagogin an. 13.1.4. Beschwerdemanagement Eltern haben die Möglichkeit über Elternbefragung, Elternsprechtagen und Elternräte Ihre Wünsche, Sorgen und Anliegen vorzutragen. 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir haben darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: anderen Kindertageseinrichtungen ASD und Soziale Beratungsstellen Jugendamt Polizei und Feuerwehr Gesundheitsamt Erziehungsberatungsstellen Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 15. Öffentlichkeitsarbeit Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 16. Gesunde Kinder 16.1. Ernährung Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. ( Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) Bei der Step Kids Kitas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend zur Verfügung. Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen berücksichtigt. Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. Die Eltern haben bei mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung im Haus zu vereinbaren ist. Regelmäßig backen wir mit den Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere Speisen zu. 16.2. Bewegung Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und machen Erfahrungen über sich selbst. Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich über Bewegung aus. Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine Wahrnehmung erfolgt über: Sehsinn (optische Wahrnehmung), Hörsinn (akustische Wahrnehmung), Tastsinn (taktile Wahrnehmung), Geruchssinn, Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. "Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der Fuß versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt ..." (H. Kükelhaus) Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie weiterzuentwickeln. "Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung bestimmen lassen." (E. Pikler) Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte Spielerische Wassergewöhnung Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe Waldtag 16.3. Schwimmen und Turnen Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten sich altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. Jede Einrichtung hat dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln. 16.4. Schuhfreie Zone Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist und bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr zum Spielen ein. 16.5. Gesunde Zähne Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" ein wichtiger Bestandteil. Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen. Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 16.6. Wald- Wiesentage Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben und zum häufigen Fernsehkonsum. An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald befinden. 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke- Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der englischen Sprache ausdrücken zu können. Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und Methoden in der Sprachförderung ein. Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der Kinder. Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von zentraler Wichtigkeit. Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden. 17.1. Unsere Ziele: Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als wichtige Schlüsselkompetenz erleben Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und Benennen Wortschatzerweiterung Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken aufgebaut und präzisiert 17.2. Musik und Gesang Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen abzubauen. Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen arbeiten. 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit in den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der Bilderbuchbetrachtung integriert. Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern, Deutungsprozesse bewusst machen, Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen Geschichten selber weiter erfinden Eigene Geschichten erzählen lassen Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer Geschichte immer weiter…) Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird und seine Freude entdeckt. Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen Autor gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text einzelne Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m. 18. U3 Bereich Der U3 Bereich ist ein Schwerpunkt unserer STEPKE – Einrichtungen. Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu erwähnen sind: 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt. Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine intensive Begleitung durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 18.2. Feste Rituale Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen einstellen kann. Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl einer Zugehörigkeit: Begrüßungs- und Abschiedsrituale Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) das gemeinsame Essen 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Fachkraft in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen Morgenkreis. Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis gebildet. Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der Mittagsschlaf. Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell gestaltet. 18.4. Motorik Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. Platz für großräumige Bewegung durch: Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… Anregendes, vielseitiges Außengelände Ausflüge in die Natur Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 18.5. Gesundheit und Körperpflege Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept angelehnt. Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in ihre Wickelsituation. Die Pflegesituation beinhaltet z.B. : Waschen von Gesicht und Händen Wickeln Zähne putzen Baden/Duschen bei Bedarf Nase putzen Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um die Eltern informieren und beraten zu können. Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 18.6. Ernährung Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine Kinder werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am Essenstisch zu wahren. Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch geachtet, denn das Auge isst mit. Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Für Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen ( Brei ) vorbereitet. 18.7. Sauberkeitsentwicklung Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung ein wichtiger Punkt. Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern (Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens sauber ist. Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen dazu setzt. Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich der Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist eine bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch regelmäßige und liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas Angenehmes und behält sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten orientieren sich am individuellen Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das Kind angeregt, seinen Körper wahrzunehmen. Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem Kind bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 18.8. Essen und Trinken Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern abgesprochen was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. Die größeren Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes Mittagessen. Ein wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken … gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel nahe bringen … Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling gibt’s Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin bereitet frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. Beim Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle Babynahrung aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und verschiedene Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken. 19. Unser Kinderschutz-Konzept Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII Präambel Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: eine gewaltfreie Erziehung die Entfaltung seiner Persönlichkeit staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen Fürsorge Ernährung Partizipation Meinungsäußerung Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. Der Gesetzeswortlaut § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. § 72a SGB VIII Persönliche Eignung Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 19.1. Kinderschutzauftrag 19.1.1. Vorgehensweise im Überblick I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 19.1.2. Ausführungen I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen. Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf Vernachlässigung körperliche und seelische Misshandlung sexuellen Missbrauch Partnerschaftsgewalt Entzug von Chancen überprüft. Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen zeitnah informiert. Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen. III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nur über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs- wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und – fähigkeit sind vor allem: die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere Personensorgeberechtigte nicht abwendbar. es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 19.2. Datenschutz Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und –fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag). Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm Anlage 1: Beobachtungsbogen Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 20. Inklusion 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur eine Vision bleibt. 21. Tiergestützte Pädagogik Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die kindliche Entwicklung haben. Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten von Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern. Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in seinem Handeln. Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt es Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita ihrer Wahl dieses besondere Angebot vorhält. 22. Nachwort Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.
12 Anlage 4 Step Kids
53 Zeichen
Anlage 4 Bewerbungsun- terlagen Step Kids
10 Bewerbungsschreiben Kleine Riesen
1174 Zeichen
Kleine Riesen Nord gGmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen
EINSCHREIBEN-EINWURF
Stadt Münster
Amt für.Kinder, Jugendliche und Familie
48127 Münster
Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum
(0711) 35 116 40, Pw 31.08.2017
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertageseinrichtung
Hiltrup an der Hansestraße
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätte „Hiltrup an der Hansestraße“ aufrechterhalten.
Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können wir sicherstellen.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Petgr.Wahler
Geschäftsführer
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Esslinger Straße 68 | 73732 Esslingen } Telefon: {0711} 35 11640 | Telefax: (0711) 35 116417 | wwwe.littlegiants.de | info@littleglants.de
Geschäftsführer | Dipl.-Ing. Jelena Wahler, MBA (Duke} | Dipi.-Ing. Peter Wahter, MBA {Duke}
Sitz. der Gesellschaft | Esslingen am Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393
Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG } IBAN DE17 61190110 0244 0280 01 | BICGENODESIESS
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (7)
- Hansestraße
- Marktallee
- Nimrodweg 22
- Am Oedingteich
- Willingrott 49a
- Hafenstraße 30
- Hohe Ward
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0784/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.09.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37