Mandari Insight

V/0784/2017

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße

Vorlagen 08.09.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 18.10.2017, TOP 24.1

05 Step Kids

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09 Anlage 3 Kleine Riesen

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Beschlussvorlage

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07 Bewerbungsschreiben Hiltruper Strolche

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13 Bewerbungsschreiben Step Kids

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15 Broschüre Bausteine für die Zukunft

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06 Anlage 2 Hiltruper Strolche

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16 Stepke_Kinderschutzkonzept_Berlin_2017

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08 2017.09.07_Hiltruper Strolche eV_Konzept KiTa Hansestr_Web

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03 Hiltruper Strolche

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04 Kleine Riesen

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11 Konzept Kleine Riesen

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02 Anlage 1 Auswertungsformulare

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14 2017-01-23 Basis-Konzeption-NRW

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12 Anlage 4 Step Kids

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10 Bewerbungsschreiben Kleine Riesen

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05 Step Kids

4516 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
 
10407 Berlin 
 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – ein 
bundesweit tätiger Träger von aktuell 11 Kindertageseinrichtungen 
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Stepke beschäftigt zur Zeit 220 Mitarbeiter an 11 Standorten, fünf weiter Kindertagesein-
richtungen befinden sich im Bau oder in der Planungsphase 
- Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe – der größte private Bildungsanbie-
ter Nordeuropas 
- Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
- 5% Trägeranteil 
- Zusatzbeitrag von 60€ für Zusatzangebote wie Schwimmen oder andere Aktionen (Beitrag 
wird mit dem Elternbeirat abgestimmt, nicht für Eltern unter einem bestimmten Mindest-
einkommen, alle Kinder können an den Aktionen teilnehmen) 
- Freiwillige Servicepauschale für Pflegeprodukte von 15€ (z.B. für Windeln usw.) 
- Bisher Aufnahmegebühr von 200€, falls nicht ortsüblich würde der Träger davon absehen 
 
 
 
3. Fachlichkeit/Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreu-
ung liegen vor 
- Konzeptausrichtung Hansestraße: Best Practice Modelle abhängig vom Sozialraum, Per-
sonal und Bedarf der Eltern 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung (Situationsansatz) 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in 
die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr

2 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Individuelle Arbeit mit jedem Kind anhand dessen Bedarf 
- Schulung der Mitarbeiter im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche Beglei-
tung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) 
- Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mitarbeiter zur Fortbildung zu aktuellen 
Themen  
- Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Kitabus im Rahmen der Brückenangebote für 
Flüchtlingskinder 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Wenn möglich: Einrichtung einer Frischkostküche 
- Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse 
- Regelmäßiges Schwimmen  
- Regelmäßige Wald- und Wiesentage  
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Kitaleitungen sind angehalten den Sozialraum zu prüfen und Optionen zu nutzen 
- Zusammenarbeit mit Schule ist von Seiten des Trägers erwünscht 
- Regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeitern und Lehrpersonal an den Schulen um die 
Vorschulgruppen an den Bedarfen der Schule auszurichten 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Interne Fortbildungsangebote durch die eigene Akademie für Mitarbeiter 
- Regionale Fachberatung für Münster 
- Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas umgesetzt 
- Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
3.7. Besondere Merkmale/Eignung 
- Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter 
- Regelmäßige Angebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage

09 Anlage 3 Kleine Riesen

63 Zeichen

Anlage 3  
 
 
Bewerbungsun-
terlagen  
 
 
Kleine Riesen 
Nord

Beschlussvorlage

13304 Zeichen

V/0784/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
04.10.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
05.10.2017 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
18.10.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
18.10.2017 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die oben genannte dreigruppige Kinderta-
geseinrichtung an der Hansestraße im Stadtbezirk Hiltrup dem Kinder- und Jugendhilfeträger Hiltru-
per Strolche e.V. (siehe Begründung zu Ziffer 3). 
 
Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass sich die Inbetriebnahme der Kindertageseinrichtung verzögert und 
der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung im März 2018 ist. 
 
Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass eine Kitagruppe aus dem Bestand der aktuellen Kindertagesein-
richtung der Hiltruper Strolche e.V. mit in die neue Einrichtung in der Hansestraße zieht und somit 
zwei neue Kitagruppen für den Wohnbereich entstehen. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs-
vereinbarung) zwischen den Hiltruper Strolchen e. V. und der Stadt Münster getroffen.  
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen den privaten Investoren (Vermieter) und dem Träger 
Hiltruper Strolche e. V. getroffen. 
 
 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0784/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Westarp, Frau Kratz-Trutti, Frau 
Pohl 
Ruf: 
492-5134 
E-Mail: 
Westarp@stadt-muenster.de  
Datum: 
20.09.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0784/2017 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Tra nsferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Hansestraße betragen auf der Grundlage 
der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 Für März bis Dezember 2018: 489.381 € 
 für 2019 ff. =  599.163 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Hiltruper 
Strolche 96,00% 38,50% 57,50% 4,00% 4,00% 0,00% 57,50% 
 
 2018 2019 ff. 
Träger 
Trägeranteil Städtischer  Trägeranteil Städtischer  
Anteil  BKZ Anteil  BKZ 
Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher 
Zuschuss 
gesamt Angebot 
Stadt. erforder-
licher Zu-
schuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
Hiltruper 
Strolche 19.575,24 € 0,00 € 281.394,08 € 23.966,52 € 0,00 € 344.518,73 € 
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits in dem Errichtungsbeschluss 
V/0295/2016 dargestellt und sind im Entwurf des Haushaltplanes 2018 ff. bei der Produktgruppe 0601 
vorgesehen. 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0295/2016 beschlossen: 
 
Diese Kindertageseinrichtung beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 1 Gruppe für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu ve reinbarenden Rahmenstruk-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.

- 3 - 
V/0784/2017 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsb e-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von 
den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern 
die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 14.07.2017 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 10.08.2017 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
17.07.2016 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 23.08. 
und 28.08.2017 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.09.2017. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Hiltruper Strolche e.V. (Hiltruper Strolche), Nimrodweg 22, 48165 Münster 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
 Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0376/2017 beschriebenen neuen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage 
beschriebenen, Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
o Besondere Merkmale/Eignung

- 4 - 
V/0784/2017 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
 
 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtu n-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuß) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Hiltruper 
Strolche 96,00% 38,50% 57,50% 4,00% 4,00% 0,00% 57,50% 
Kleine Ri e-
sen Nord 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 9,00% 0,00% 55,00% 
Step Kids 5,00% 4,00% 59,00% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Hansestraße betragen ab 2019 ff. 
599.163 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/ Freiwilliger städt. Zuschuss/ Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
  Jährliche Kosten ab 2019 ff 
Träger 
Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
Hiltruper 
Strolche 4,00%    23.966,52    0,00%                   -      57,50%  344.518,66    
Kleine Ri e-
sen Nord 9,00%    53.924,66    0,00%                   -      55,00%  329.539,59    
Step Kids 5,00%    29.958,14    4,00%    22.784,00    59,00%  353.506,10    
 
Damit bieten die Träger Die Hiltruper Strolche e.V. und Kleine Riesen Nord gGmbH den vollen Tr ä-
geranteil. Der Träger Step Kids bietet einen Trägeranteil von 5%, so dass ein freiwilliger städtischer 
Zuschuss von 4% geleistet werden müsste.

- 5 - 
V/0784/2017 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0376/2017 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlic h-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
 
Der Träger: 
 Hiltruper Strolche e.V. 
Der Träger ist seit 20 Jahren als Träger einer Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup aktiv und ist 
als Träger der Kinder und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesent-
lichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Die Bewerbung der Elterninitiative für den Standort an der Hansestraße in Hiltrup wird von der g e-
samten Elternschaft und dem Vorstand aktiv unterstützt und befürwortet. Die Hiltruper Strolch e sind 
zurzeit die einzige Elterninitiative in dem Stadtteil Hiltrup.  Der Träger benannte darüber hinaus seine 
bereits bestehende Vernetzung im Stadtteil mit zahlreichen Kooperationspartnern im Wohnbereich. 
 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH 
Ab 2018 wird der Träger zwei Kitas in Münster betreiben (Willingrott und Hermannschule). 
Der Träger betreibt aktuell bundesweit 25  Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kin-
der- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wes entlichen Eckpunkte 
der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das 
mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grundsätzlichen 
Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung  in ei ner Kindertageseinrichtung. Der Träger b e-
nannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil und stellte seine Erfahrungen 
in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegen an bereits bestehenden Kitastandorten vor. 
 
Der Träger: 
 Step Kids KiTas gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. 
Der Träger betreibt  aktuell bundesweit acht  Kindertageseinrichtungen und ist  als freie r Träger der 
Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda-
gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunk-
te im Bereich der regelmäßigen Bewegungsangebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. 
 
 
Unter dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster wird eine 
gleichwertige Gewichtung der Kriterien Wirtschaftlichkeit (50%) und Fachlichkeit/Pädagogik (50%) 
vorgenommen. 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung s chlägt abschließend vor, dem Träger Hiltruper Strolche e. V. die Trägerschaft für 
die Kindertageseinrichtung an der Hansestraße in Hiltrup , zu übertragen. Der Träger ist bereits 
seit 20 Jahren in dem Stadtteil als Träger einer Kindertageseinrichtung aktiv und umfa ssend vernetzt. 
Der Träger stellt die einzige Elterninitiative in Hiltrup dar. Zudem bietet er den vollen Trägeranteil und 
durch die Vergabe der Trägerschaft an die Hiltruper Strolche kann der Fortbestand der Kindertage s-
einrichtung langfristig gesichert werden. 
 
Mit diesem Beschlus s wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt  weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft vo n Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren.

- 6 - 
V/0784/2017 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem weiterhin eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich 
abschließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus drei Bewerbern unter der gleichgewichteten Würd i-
gung der Fachlichkeit/Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in de r 
Vorlage V/0376/2017 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber 
zu Grunde. 
 
 
 
 
I.V. 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: 
 
1. Auswertungsformulare aller Träger 
 
2. Bewerbungsunterlagen: Die Hiltruper Strolche, Nimrodweg 22, 48165 Münster 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
4. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin

07 Bewerbungsschreiben Hiltruper Strolche

1585 Zeichen

)_STROLCHE EV.

Die Hiltruper Strolche e.V.

Die Hiltruper Strolche e.V. + Nimrodweg 22 « 48165 Münster

. Nimrodweg 22
AMT FÜR JUGEND, KINDER UND FAMILIEN R
z. Hd. Herrn Westarp 48165 Münster
Hafenstr. 30
Tel: 02501 / 28139
48127 Münster Email: strolche @ muenster.org

Web: www.muenster.org/strolche

Verbindliche Bewerbung zur Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Münster,
Hiltrup an der Hansestraße (Ausschreibungsnummer 01/2017) 04.09.2017

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Westarp,

hiermit bewerben wir uns fristgerecht und verbindlich auf die Trägerschaft der geplanten „Kita
Hansestraße“ in Münster Hiltrup (Ausschreibungsnummer 01/2017).

Für den Betrieb der Einrichtung bieten wir als Elterninitiative den gesetzlich geforderten Trägeranteil
von 4%.

Unser im Trägerinterview vorgestelltes Konzept für den Betrieb der Einrichtung senden wir Ihnen für
die Veröffentlichung bis zum Bewerbungsende am 08.09.2017 als finale digitale Version per Email zu.

Diese Bewerbung auf die Trägerschaft wird von allen Eltern und Team-Mitgliedern unterstützt, und
wir verbleiben stellvertretend mit freundlichen Grüßen

Andre Hasken, Kassenwart Kathrin Schulte-Scherlebeck, Schriftführerin
Für den Vorstand & die Elternschaft der Hiltruper Strolche e.V.

Ko Wicke/- Fabırp
Kirsten Bücker-Enking, Leitung
Für das pädagogische Team der Hiltruper Strolche e.V.

Die Hiltruper Strolche e.V. « Nimrodweg 22 ® 48165 Münster
Tel.: 02501/28139 + Email: strolche@muenster.org + Web: www.muenster.org/strolche
Volksbank Münster ® Kto.-Nr.: 1014200200 « BLZ: 40160050

13 Bewerbungsschreiben Step Kids

1574 Zeichen

ar

5 ARE

Richtig gute KiTa.

Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familie

Tel.: 030 42029974
Fax: 030 42025935
www.stepke-kitas.de
Ansprechpartner

Brit Linde: b.linde@stepke-kitas.de

48 127 Münster

Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft einer 3gruppigen Einrichtung in Hiltrup an |
der Hansestraße

Ausschreibungsnummer: 01/2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft, für die 3gruppige
Einrichtung in Hiltrup entsprechend Ihrer Ausschreibung.

Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für
dieses Angebot maßgeblich und verbindlich.

Den festgesetzten Trägeranteil von 9% gemäß KiBiz kann Stepke leider erst ab einer 4gruppigen
Einrichtung in vollem Umfang übernehmen. Bei einer dreigruppigen Einrichtung wie in Hiltrup |
können wir die Übernahme von 5% Trägeranteil durch Stepke anbieten. Sobald Stepke in Münster
mehr als 5 Gruppen insgesamt betreibt, können wir die Übernahme von 9% Trägeranteil für alle |
Einrichtungen in Münster in Aussicht stellen.

Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

I

AA IM
Dr. KurtBerlin

Geschäftsführer
Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: i
Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 {

10407 Berlin HRB 149735 8

15 Broschüre Bausteine für die Zukunft

30339 Zeichen

Bausteine für die Zukunft  
Stepke-KiTas  Wir machen KiTa.
Richtig gute KiTa.
Stepke-KiTas  Wir machen KiTa.

2
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, Ihnen in dieser Broschüre unser innovatives Stepke-
Konzept vorzustellen. Als bundesweit tätiger Träger setzen wir auf 
modernste Einrichtungen mit einem besonderen Raumkonzept und einer 
hervorragenden technischen Ausstattung.
Unser Erfolg beruht auf unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unser anspruchsvol -
les pädagogisches Konzept umsetzen. So geben wir Kindern die besten Startvoraussetzungen mit optimalen 
Bildungschancen und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 
Die besonderen Merkmale unseres Konzepts sind: 
1. ein hoher Personalschlüssel,
2. frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch,
3. ganztägig bilinguale Betreuung,
4. Schwimmen,
5. eigene Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher.
Gemeinsam mit Ihnen gehen wir neue Wege und verwirklichen Ihre individuelle Idee von Kinderbetreuung. 
Lassen Sie sich von unserem zukunftsweisenden Konzept begeistern und gehen Sie den Weg gemeinsam mit 
uns.
Herzlich 
willkommen 
bei Stepke
Ihre 
Dr. Kurt Berlin
Geschäftsführer
Frauke Schittek
Geschäftsbereichsleitung
Johannes Nagel
Geschäftsführer

3
Unsere Leistungsvielfalt
Vorwort 2
Grundsätze unserer Pädagogik 4
Best-Practice Modelle 8
 Situationsansatz 9
 Emmi Pikler 10
 Montessori-Pädagogik 12
 Reggio-Pädagogik 14
 Waldpädagogik 16
Unsere Einrichtungen  18
Bilinguale Erziehung 22
Vorschule 23
Gesunde Ernährung 24
Schwimmunterricht 26
Weitere Highlights 28
Service 30
Übernahme von Trägerschaften 32
Stepke-Betriebs-KiTas 34
Für Kommunen 36 
Mobile KiTas 38
Stepke Akademie  40
Unsere Standorte 42 
Impressum 43
Kontakt 44
Inhalt

4

5
Das Kind als Person
Wir nehmen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst. Deshalb 
sehen wir uns als Weg- und Entwicklungsbegleiter des Kindes. Wir unter-
stützen es darin, sich gesund zu entwickeln, seine Interessen und Begabun-
gen zu finden, Neues zu lernen und seinen ganz eigenen Bildungsweg zu 
gestalten. 
Mit einer lernfördernden und anregungsreichen Architektur und Gestaltung der Räume unserer Einrichtungen 
unterstützen wir aktiv den Selbstbildungs-Prozess der Kinder. 
Alle Stepke-Einrichtungen sind als vielfältige und anregende Lebens-, Lern-, Bewegungs- und Erfahrungsräume 
angelegt, in denen sich die Kinder sicher und geborgen fühlen und enge Bindungen zu Erwachsenen und 
anderen Kindern aufbauen können. 
Um alle Sinne der Kinder anzusprechen und zu aktivieren, umfassen unsere Angebote folgende Aspekte:
• gesunde Ernährung,
• Spiel und Spaß,
• bilinguale Erziehung,
• Bewegung und Schwimmen,
• Musik und Kunst,
• Natur und Technik,
• Partizipation,
• Vorschule.
Bei unserer gesamten Arbeit betrachten wir Familie und Kindertageseinrichtung als sich ergänzende und eng 
miteinander verbundene Bereiche der Lebenswelt des Kindes. Der Dialog mit den Eltern ist uns darum beson -
ders wichtig. Mit regelmäßigen hausinternen Veranstaltungen bieten wir Räume zur Begegnung und ein von 
den Eltern geschätztes Forum für gemeinsamen Austausch.
Grundsätze
unserer
Pädagogik

6
Bausteine 
unseres 
Konzepts

7
täglich
frisch
gekochte
Vollverpflegung
eigenes
Vorschul-
konzept
Musik 
&
Kunst
ganztägige
Bilingualität
regelmäßige
Wald- &
Wiesen-
wochen
Schwimmen/
Psychomotorik
Vermi�lung 
von
Werten
Das Kind
im
Fokus

8
Best-Practice-
Modelle
In allen Stepke-KiTas arbeiten wir 
gemäß bewährter und bekannter 
pädagogischer Ansätze. Die Teams 
in unseren Häusern sehen es als 
ihre Aufgabe an, unsere Konzeption 
regelmäßig zu überprüfen und 
an veränderte Bedingungen und 
Strukturen anzupassen. So gelingt  
„Richtig gute KiTa.“

9
Situationsansatz
„Lernen in konkreten Situationen“
Kinder haben eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte aus 
eigenem Antrieb heraus. Gemeinsam entwicklen wir die Fragen und Ideen der Kinder mit Bezug auf ihre Lebens-
welt weiter. Dadurch können wir die Kinder in ihrem Entwicklungspotenzial in konkreten Situationen verstehen; 
und die Kinder lernen, ihre Lebenswelt selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. 
Orientierung an demokratischen Werten
In unserer täglichen Arbeit unterstützen wir die Kinder in ihrem Streben nach Weiterentwicklung durch 
verlässliche Beziehungen, durch ein anregungsreiches Umfeld und durch Sachkompetenz. Regelmäßige Kinder-
konferenzen und tägliche Morgenkreise ermöglichen es, die Belange der Kinder und ihre Anliegen aufzunehmen 
und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Auch unsere pädagogischen Ziele von Autonomie, Solidarität 
und Kompetenz orientieren sich stets an demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen.

10

11
Pikler-Pädagogik
„Tastend, behutsam und feinfühlig“
Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler wusste bereits in den 1930er 
Jahren, was aktuelle Forschungen bestätigen: Die ersten Erfahrungen, die 
ein Baby macht, sind unheimlich wichtig – und die meisten Erfahrungen 
sammelt ein Säugling, wenn er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und 
ausgezogen wird. Damit ist schon die Pflege des Kindes ein wichtiger Teil 
der Erziehung und des Aufbaus zwischenmenschlicher Beziehungen. Das 
Kleinkind fühlt einen liebevollen Umgang durch Hände, die es „tastend, 
behutsam und feinfühlig“ pflegen. Es wird sich entspannen und sofort gut 
aufgehoben fühlen.
Pflege ist Kommunikation
Ob wickeln, waschen oder füttern: Durch den hohen Personalschlüssel in 
unseren KiTas können wir jedem Kind unsere ungeteilte Aufmerksamkeit 
schenken. Es erlebt Pflege als eine intensive zwischenmenschliche Begeg-
nung, an der es aktiv beteiligt ist. Jede Handlung wird angekündigt und 
das Kind spürt: „Ich werde wahrgenommen. Ich werde ernst genommen.“ 
So entstehen von Beginn an vertrauensvolle und entwicklungsfördernde 
Beziehungen zwischen dem Kind und seinen Erzieherinnen und Erziehern.

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13
Montessori-Pädagogik
„Folge dem Kind, es wird Dir seinen Weg zeigen!“
Ein Kind kann in Freiheit und unabhängig vom Erwachsenen selbstständig lernen – dies ist ein wichtiges Prinzip 
der Montessori-Pädagogik. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein zentrales Motto dieses entwicklungspsychologi -
schen Ansatzes der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 bis 1952). Sie erwarb als erste 
Frau den Doktortitel der Medizin, spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und entwickelte zunächst für Kinder 
mit geistiger Behinderung didaktische Materialien, mit denen diese erheblich gefördert werden konnten. Später 
übertrug sie ihr Konzept auf Kinder ohne Behinderung. Ihre Methode zeichnet sich dadurch aus, in einer didak-
tisch vorbereiteten Umgebung die gesammelte, polarisierte Aufmerksamkeit des Kindes und damit seine Selbst-
ständigkeit zu wecken. Dazu benutzte Maria Montessori besonderes pädagogisches Spielzeug („Montessori-
Material“) sowie Übungen und Spiele.
Kernstück ist die Freiarbeit
Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, denn:  In einer Umgebung, die auf ihre individuellen 
Bedürfnisse und entwicklungspsychologischen Phasen abgestimmt ist, erwerben Kinder sehr viel Konzentra -
tionsfähigkeit, Sozialverhalten und Handlungskompetenz. In Einrichtungen, die sich an Montessori orientie -
ren, entscheidet jedes Kind selbst, mit welchen Arbeits- oder Spielmaterialien es sich beschäftigen möchte. Es 
bestimmt weitgehend selbst den Rhythmus und die Dauer seiner Beschäftigung und auch, ob es allein oder mit 
einem Partner arbeiten, spielen oder forschen, entdecken, toben, träumen oder kreativ sein möchte.
Freie Wahl führt zu echtem Interesse
Diese freie Entscheidung führt zu einer inneren Selbstdisziplin, die nicht von außen beeinflussbar ist. Besucher 
bewundern nicht selten die ruhige und entspannte Atmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori. Uns geht 
es darum, das Kind zu achten und zu respektieren, es als eigenständigen Menschen zu sehen, ihm Raum zu 
geben und ihm dabei zu helfen, selbstständig zu denken und zu handeln. In allen Stepke-KiTas erhalten schon 
die Jüngsten die Gelegenheit, den eigenen Impulsen und Lernbedürfnissen zu folgen und ihren individuellen 
Lernweg zu gehen. Sie erleben mit all ihren Sinnen und begreifen, wie Leben funktioniert. So ist in unseren 
Einrichtungen schon der Alltag das Besondere.

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Reggio-Pädagogik
„Hundert Sprachen spricht ein Kind“
Viel Raum für den Forscherdrang der Kinder bietet die Reggio-Pädagogik, die von der UNESCO als weltbeste 
Vorschulpädagogik ausgezeichnet wurde. Die Erziehungsphilosophie ist in den kommunalen Kindertagesstätten 
der norditalienischen Stadt Reggio Emilia seit den 1960er Jahren entwickelt worden. Kinder werden als Forscher 
und Entdecker gesehen, von Geburt an neugierig, wissbegierig, kreativ, aktiv – und unermüdlich in ihrem Tun. 
Dabei verknüpfen sie Neues mit ihren bisherigen Erkenntnissen und erweitern auf diese Weise ihre Fähigkeiten 
und Fertigkeiten. Die Kinder sind Schöpfer ihrer eigenen Entwicklung, sie sind Konstrukteure ihrer persönlichen 
Wirklichkeit.
Der Raum als Erzieher
In Anlehnung an die besondere Rolle der Architektur in der Reggio-Pädagogik haben unsere KiTa-Räume viel 
Licht und helle Farben, es gibt Pflanzen und Spiegel, die das Spiel mit der eigenen Identität ermöglichen, ein 
„Atelier“, Bühnen, Podeste, Bewegungsräume und „Denk“-Ecken. Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkei-
ten zum Wahrnehmen, Gestalten und Experimentieren – bis hinein in den Waschraum: Hier finden sich Röhren, 
Gefäße, Siebe, Spiegel sowie Gegenstände, die untergehen oder schwimmen. 
Außerdem stellen wir den Kindern vor allem Material und Werkzeug zur Verfügung: Draht, Lehm, Holz, Gips, 
Farben und Papier, Schrauben, Feilen, Sägen, Pinsel, Scheren. In unseren Stepke-KiTas fördern und unterstützen 
unsere Pädagogen sehr aufmerksam die kindliche Ausdrucksvielfalt. Denn Kinder haben „hundert Sprachen“, in 
denen sie denken, entdecken und ihre Geschichten erzählen.

15

16

17
Waldpädagogik
„Frei von Lärm und Stress“
Böschungen, die von Wurzeln durchsetzt sind, Schlaglöcher in den Waldwegen, die sich bei Regen in kleine 
Seen verwandeln, umgestürzte Bäume, auf denen man klettern und wippen kann. Harte, steinige und weiche, 
mit Moos und Laub bedeckte Böden – alles echte Herausforderungen. In der Natur können Kinder (wieder) 
lernen, sich natürlich zu bewegen. Wälder und Wiesen bieten eine Fülle von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, 
Berührungsempfindungen und Bewegungsmöglichkeiten. Die Kinder passen sich dem unebenen Gelände an, 
hangeln sich hinauf, kugeln sich hinunter, balancieren, krabbeln, kriechen, waten. Das kräftigt die Muskulatur 
und fördert die Körperbeherrschung. Das entwickelt die motorische Geschicklichkeit und die kognitiven Fähig-
keiten. Die frische Luft stärkt das Immunsystem und verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Die 
Stille im Wald differenziert das Wahrnehmungsvermögen und fördert innere Ruhe und Konzentration.
Kreativ ohne vorgefertigtes Spielzeug
Die spielzeugfreie Umgebung regt die Kreativität der Kinder an und unterstützt ihren Forscherdrang und ihre 
Selbstständigkeit. Unsere Erzieherinnen und Erzieher führen deshalb regelmäßig Waldtage durch, planen 
Waldwochen sowie besondere Naturprojekte für die Kinder und fördern damit ihre körperliche Robustheit, ihre 
Sportlichkeit und ihre Kreativität. Gemeinsam sammeln die Kinder unvergesseliche Naturerfahrungen!

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Ein persönliches und modernes 
Raumkonzept
In den Kindertageseinrichtungen der Stepke-KiTas spielen und lernen, 
erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere 
hundert Kinder im Alter von null bis sechs Jahren.
Alle Einrichtungen sind gemäß unseres pädagogischen Konzepts ausgestat-
tet. Unsere Erzieherinnen und Erzieher erfüllen in ihrer täglichen Arbeit 
die hohen Stepke-Standards, denn eine qualitativ hochwertige und an neuesten Erkenntnissen aus Forschung 
und Praxis ausgerichtete Erziehung ist für uns eine Herzensangelegenheit.
Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und -anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen 
Lernens. Wir gestalten unsere Räume mit einer großen Materialvielfalt und unterstützen damit die Selbsttätig-
keit und die Selbstbildungsprozesse. In klar definierten Bereichen erhalten die Kinder bei uns genau die Orien -
tierung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf 
Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und genau deshalb laden sie 
die Kinder von Beginn an ein, die Welt zu erkunden.
Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit 
ihrer Bezugserzieherin bzw. ihrem Bezugserzieher nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet, 
durch das die Kinder selbst zu den Wickelplätzen hochklettern können. Die Waschgelegenheiten grenzen unmit-
telbar an, die Regale sind so ausgerichtet, dass alle Pflegeutensilien für die Erzieherinnen und Erzieher direkt in 
Griffweite sind.
Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung 
genügend Freiraum und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, 
sodass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand möglich sind.
Die Schlaf- und Ruheräume befinden sich in einem ruhigen und ungestörten Bereich innerhalb der KiTa. Sie sind 
mit Teppichen und Vorhängen ausgestattet, haben Fenster zur natürlichen Belüftung, eine dimmbare Beleuch-
tung und ein Farbkonzept, das Ruhe ausstrahlt. Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafplatz.
Die großzügigen Gruppen- und Aktionsräume verfügen über Spiegelwände, Snoezelen-Effekte und Rückzugsorte 
in Form von kleinen Höhlen und Nischen.
Unsere
Einrichtungen

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KiTa HannaLegoranTo - Werder
KiTa Walnussweg - Köln

20

21

22
Früh Englisch 
lernen
Wir arbeiten nach der Immersi -
onsmethode: Das Kind „taucht“ 
sozusagen völlig automatisch in 
eine zweite Sprache ein, denn es 
kommt täglich mit ihr in Berührung 
und wird mit ihr vertraut gemacht.
Unser Ziel ist es, dass eine Englisch sprechende Fachkraft in jeder Gruppe 
die Kinder im Kindergartenalltag begleitet. Sie bietet die gleichen Aktivi -
täten an wie die Deutsch sprechenden Kollegen - dabei spricht sie nur 
Englisch. Auf diese Art und Weise erfährt das Kind nicht nur die pädago -
gischen Inhalte der Aktivitäten, sondern lernt gleichzeitig auch Englisch 
und geht wie selbstverständlich mit der Sprache um.
Je früher ein Kind eine Sprache lernt, desto besser lernt es sie. Studien 
haben gezeigt, dass Kinder, wenn sie eine Sprache vor Vollendung des 
vierten Lebensjahres lernen, diese mit dem gleichen Teil des Gehirns 
lernen, mit dem sie auch ihre Muttersprache lernen. Weiterhin haben 
junge Kinder keinerlei Hemmungen und imitieren ganz natürlich die 
Aussprache der Native Speaker.
Eine frühe Mehrsprachigkeit ist zudem mit weiteren, indirekten Vorteilen 
verbunden: Die Kinder entwickeln ein größeres Selbstvertrauen und ein 
gestärktes Bewusstsein für andere Kulturen.
Bilinguale 
Erziehung

23
Für einen guten 
Schulstart
Die Vorschulzeit ist für uns die 
gesamte Kindheit vor der Schule. 
Nach den Grundlagen der Konzep -
tion kann sich die „Vorschulförde -
rung“ nicht nur auf das letzte Jahr 
vor der Schule beschränken. Wir 
schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkei -
ten, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und 
zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der 
Gesellschaft vorzubereiten.
Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt 
zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlrei-
che wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge, zum Beispiel innerhalb unserer 
intensiven Waldwochen, sowie gezielte Beobachtungen der Kinder in 
diesen Projektgruppen ist es uns möglich, kompetente Ansprechpart -
ner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. 
In einem ausführlichen Entwicklungsgespräch teilen wir den Eltern 
unsere Beobachtungen rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Beim 
Verlassen der KiTa erhalten die Kinder ihre Bildungsdokumentation in 
Form ihres Portfolios sowie eines Abschlussberichts. Wir setzen uns 
in allen Einrichtungen engagiert dafür ein, dass die Kinder die besten 
Voraussetzungen für den Start in der Schule haben.
Vorschule

24

25
Auf dem Weg zu FIT KID
In unseren Stepke-KiTas sollen die Kinder vom ersten Tag an alles bekom-
men, um sich optimal entwickeln zu können. Dazu gehört eine gesunde 
und natürlich schmackhafte Ernährung. Wir legen großen Wert auf das 
Leben einer ästhetischen Tischkultur und vermitteln den Kindern schon 
früh, wie wichtig die sozialen Aspekte des gemeinsamen Essens sind.
Von Köchen ernährungsphysiologisch und kindgerecht zubereitete frische Mahlzeiten und Snacks gehören 
deshalb für uns zur gesunden „Rundum-Verpflegung“ der Kinder, denn KiTas tragen aufgrund ihres Mahlzei -
tenangebotes zur Bildung des Ernährungsverhaltens von Kindern bei. Sie bieten somit die Möglichkeit, von 
Anfang an den Grundstein für eine gesundheitsfördernde Lebensweise zu legen. Um langfristig ein ernährungs-
physiologisch ausgewogenes Verpflegungsangebot sicher zu stellen, haben wir begonnen, unsere KiTas von 
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zertifizieren lassen und als sichtbares Zeichen nach außen 
bereits für eine Einrichtung eine FIT KID-Zertifizierung erhalten.
Natürlich gibt es aber auch mal Pommes Frites oder Schokoladen-Pudding.
Was ist FIT KID?
Im Rahmen der Zertifizierung werden folgende Kriterien überprüft:
• Lebensmittel: Mittagsverflegung (optimale Lebensmittelauswahl und Anforderungen an den Speisenplan),
• Speisenplanung und -herstellung: Kriterien zur Planung und Herstellung der Speisen für die Mittagsverpfle-
gung, Gestaltung des Speisenplans,
• Lebenswelt: Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder (z.B. Essatmosphäre oder Essenszeiten).
Die zertifizierte Verpflegung ist an diesem Logo zu erkennen: 
Gesunde
Ernährung

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Schwimmen lernen
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, viele 
kleine „Seepferdchen” auszubilden.
Von Beginn an gewöhnen wir die Kinder 
spielerisch ans Wasser, sodass sie nach 
und nach völlig angstfrei mit diesem 
Element umgehen.
Nicht schwimmen zu können, ist nicht nur lebensgefährlich für die Kinder. 
Es bringt sie auch um eine wunderbare Bewegungserfahrung. Denn Schwim -
men schult den kompletten Bewegungsapparat und das Koordinationsvermö -
gen.
 
Früh mit Wasser und dem Schwimmen in Kontakt gebracht, werden die Kinder 
zu richtigen „Wasserratten“, die unheimlich stolz ihr erstes Schwimmabzeichen 
präsentieren. Und wer dann noch verschiedene Schwimmarten beherrscht, 
wird zum Star im Freibad – das gibt Selbstvertrauen!
Großer Spaß 
für kleine 
„Wasserratten“

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28
Weitere
Highlights
Frisch aus dem eigenen Garten
Die Gärten in unseren Einrichtungen laden die Kinder zu sinnlichen Erfah-
rungen ein:
Eine Kräuterspirale, ein Tastpfad sowie Nutzbeete regen alle Sinne an und 
ermöglichen es darüber hinaus, jahreszeitlich bedingte Veränderungen 
zu beobachten, Pflanzen zu pflegen und Früchte zu ernten.
Kinder brauchen besonders gute Bildungseinrichtungen
Wir lassen stets die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in 
unsere tägliche Arbeit mit den Kindern einfließen. Durch neue Anregun -
gen und vielfältige Impulse erleben die Kinder bei uns eine anregungsrei-
che und abwechslungsreiche KiTa-Zeit.
Regelmäßige Thementage wie z.B. der Großelterntag sorgen für Varia -
tionen im KiTa-Alltag. Auch mehrtägige Projekte wie unsere Waldwoche 
werden mit den Kindern gemeinsam vorbereitet, mit Spannung erwartet 
und von allen Beteiligten mit viel Freude umgesetzt.
Lerncomputer
Eigenständigkeit, Experimentieren und Auseinandersetzung mit Neuen 
Medien sind Voraussetzung für verstehendes Lernen.
Im Bereich der Medienkompetenz lernen die Kinder, sich in einer medial 
geprägten Welt zu orientieren, auszutauschen und sich kritisch mit ihr 
auseinanderzusetzen.

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Aktionen
Bei uns ist immer etwas los. An jahreszeitlichen Festen wie z.B. St. Martin 
werden Laternen gebastelt und erste haptische Erfahrungen mit Kleister 
und verschiedenem Kreativmaterial gemacht. In Bezug auf die Bildungs -
qualität für Kleinstkinder geht es in Stepke-KiTas vor allem darum, die in 
diesem Alter typischen Verhaltensweisen als „Erforschung“ und Aneig -
nung der Welt zu verstehen. Erfahrungen mit allen Sinnen werden von 
unseren Pädagogen herausgefordert und liebevoll begleitet.
Werkzeuge für die Kreativität
In allen Stepke-KiTas sind die Angebote und vorbereiteten Umgebungen 
auf das jeweilige Alter und die Entwicklung des Kindes abgestimmt.
Ob beim Sandmalen am Lichttisch, „Sich-Ausprobieren“ an Musikinstru -
menten, Arbeiten an der Werkbank oder dem großflächigen Malen an 
Malstaffeleien bieten wir den Kindern in „natürlichen“ Lernsituationen 
täglich zahlreiche Herausforderungen und jede Menge Möglichkeiten für 
kindliches Forschen.

30

31
Wir für Sie 
Bei uns können die Kinder spielen 
und lernen; ihre Eltern können sich 
in Ruhe austauschen oder Rat und 
Unterstützung einholen.
Kindergeburtstag
Unsere qualifizierten Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter gestalten in 
unseren KiTas individuelle Geburtstagspartys zu den Themen „Hexen und  
Hexenmeister“, „Ritter und Prinzessinnen“, „Gespenster“, „wilde Piraten“, 
„Elfen und Feen“.
Krabbelgruppen
Wir bieten Eltern aus dem Stadtteil an unseren Standorten die Möglich -
keit, sich miteinander auszutauschen. Die Kinder können bereits erste 
Kontakte zu gleichaltrigen Kindern knüpfen.
Erziehungsberatung
Wir bieten eine niederschwellige Beratung in unseren Elterncafés an. 
Durch die Vereinbarung von Einzelgesprächsterminen durch unsere 
qualifizierten Hausleitungen unterstützen wir Eltern auch in schwierigen 
Lebenslagen.
Kurse und Aktionen
Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikali -
sche Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kur-
se, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit 
externen Anbietern zusammen. 
Service

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Übernahme von Trägerschaften
Soll Ihre KiTa eine Stepke-KiTa werden? 
Dann sind wir Ihr Ansprechpartner! Als erfahrener Träger sind wir an der 
Übernahme von KiTas interessiert und sind für Sie ein verlässlicher Partner 
im gesamten Übergabeprozess: 
Wir stellen sicher, dass bei einer Trägerübernahme die Interessen des ehemaligen Trägers, aber auch die Inter-
essen von Eltern, Kindern und Mitarbeitern stets berücksichtigt werden und der Übergang für alle Beteiligten 
eine positive Erfahrung darstellt.
 
Durch eine kompetente Unterstützung in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Pädagogik gehen wir auf 
die Ängste und Sorgen von Eltern und Mitarbeitern, die ein Trägerwechsel mit sich bringt, ein und schaffen 
Vertrauen für die Zukunft. Familien und Kinder sollen die Betreuung erhalten, die sie gewohnt sind und zu Recht 
erwarten dürfen.
Unser erprobter Prozess der Übernahme der Trägerschaft macht es Einrichtungen leichter, eine Entscheidung zu 
fällen, mit der sich alle wohlfühlen.
Kontaktieren Sie uns noch heute und fordern Sie Ihr unverbindliches Angebot an!
Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikalische Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und 
Malschule, „Mut tut gut“-Kurse, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen 
Anbietern zusammen. 
Für Träger

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34
Stepke-Betriebs-KiTas
Im Zeitalter zunehmender Arbeitsbelastungen und sich verändernder 
Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern steigen die Anforderun -
gen an die Kinderbetreuung. Junge Familien möchten Familie und Beruf 
in Einklang bringen; und Sie als Unternehmen können hier Unterstützung 
leisten und von einem eigenen Betreuungsangebot enorm profitieren. 
Denn: Eine Betriebs-KiTa erhöht nicht nur Ihre Attraktivität als Arbeitge -
ber, sondern führt nachweislich zu weniger Fehlzeiten, geringeren Personal- und Betriebskosten und entspann-
teren sowie motivierteren Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern.
Stepke begleitet Firmen und Organisationen professionell und zielorientiert bei der Entwicklung und Realisie -
rung individueller Betreuungslösungen. Wir suchen die für Ihr Unternehmen wirtschaftlich sichere Lösung und 
stehen Ihnen mit festen Ansprechpartnern mit professionellem Know-how in jeder Projektphase zur Seite. So 
wird die Kinderbetreuung zum Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. 
Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Termin mit uns und wir besprechen die optimale KiTa-Lösung 
für Sie. 
Weitere Informationen finden Sie online unter www.stepke-bekita.de.
Fordern Sie auch unsere Broschüre zum Thema Stepke-Betriebs-KiTas an.
Für
Unternehmen

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KiTas als Wett-
bewerbsfaktor
Kinder- und Familienfreundlichkeit 
sind entscheidende Faktoren im 
Wettbewerb um Einwohner. Wo 
sich Kinderbetreuungseinrichtun -
gen an die Bedürfnisse von Kindern 
anpassen und den hohen Qualitäts-
ansprüchen der Eltern entsprechen, lassen sich gerade junge Familien 
gerne nieder. In Zeiten knapper Ressourcen ist es daher umso wichtiger, 
keine Einschnitte bei der Kinderbetreuung vorzunehmen, sondern gezielt 
in erfolgversprechende Projekte zu investieren, die Kind und Beruf eltern-
freundlich realisieren lassen. So fördern Sie eine positive demografische 
Entwicklung.
Unsere Stepke-KiTas arbeiten kunden- und mitarbeiterorientiert, ohne 
dabei betriebswirtschaftliche Aspekte aus den Augen zu verlieren.
Wir bereichern mit unserer Qualität die Trägervielfalt in den Städten. Wir 
arbeiten innovativ, schnell und unürokratisch mit allen beteiligten Ämtern 
zusammen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz schnell 
und angemessen zu realisieren.
Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen individuelle Betreuungslösun-
gen, die auf unserer Basis-Konzeption aufbauen und passgenau an den 
Bedingungen des jeweiligen Standortes ausgerichtet sind.
Für
Kommunen

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Ein ganz besonderes Angebot
Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung 
erfahren, haben wir ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken 
unsere KiTas „on Tour“ zu Flüchtlingsunterkünften – innovativ und 
unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden.
Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in 
Flüchtlingsunterkünften im Einsatz und bieten den Kindern ein 
Programm mit Herz: In amerikanischen Schulbussen finden sie an fünf Tagen in der Woche Spiel- und 
Lernmaterialien sowie abwechslungsreiche Aktivitäten, die von unseren Pädagoginnen und Pädagogen geleitet 
werden. Die Kinder tauchen in die deutsche Sprache ein und haben die Möglichkeit, sich mit vielfältigen 
Angeboten zu beschäftigen. Im nahen Lebensraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die 
oftmals schrecklichen Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. 
Das Projekt ist an Unterkünften in Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet,  
unterstützt die Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen. 
So gelingt die soziale und sprachliche Integration direkt am Ort!
Mobile KiTas

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40
STEPKE
AkademieAS
Für 
Wissenshungrige
Wir legen großen Wert auf die 
fachliche Qualifikation und Fortbil-
dung unserer Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter. Deshalb haben wir als 
ständige Weiterbildungsmaßnah-
me die Stepke Akademie ins Leben 
gerufen. 
Regelmäßig können sich interne und externepädagogische Fachkräfte 
in  praxisnahen Workshops gezielt und themenorientiert neues Wissen 
aneignen – immer nach dem neuesten Stand aus Forschung und Praxis.
Alle Dozenten und Workshopleiter verfügen über eine langjährige Erfah-
rung in ihrem Arbeitsfeld und sind seit mehreren Jahren unsere Bildungs-
partner und Berater.
Die Stepke Akademie ist für unsere Mitarbeiter kostenfrei. Für 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Träger erheben wir eine 
Teilnahmegebühr.
Stepke-Mitarbeiter können sich zudem einrichtungsübergreifend in extra 
für ihren pädagogischen Schwerpunkt eingerichteten Qualitätszirkeln 
austauschen, die stets von unseren Fachberaterinnen praxisnah begleitet 
werden.
Weitere Informationen unter: 
www.stepke-kitas.de/stepke-akademie
Stepke 
Akademie

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42
Unsere
Standorte
Köln
Wuppertal
Werder 
Zeesen
Berlin 
Nordrhein-Wes�  alen
KiTa Löwenherz  – Köln-Ostheim 
KiTa Matschpiraten – Köln-Roggendorf
KiTa Niehler Pänz – Köln-Niehl
KiTa Walnussweg – Köln-Merheim
KiTa Wichtelstadt – Köln-Nippes
KiTa Samoastraße – Wuppertal-Langerfeld
KiTa Tal-Strolche – Wuppertal-Barmen
KiTa Zaunkönige – Wuppertal-Vohwinkel
Berlin/Brandenburg
KiTa Am Mauerpark – Berlin-Mitt  e
KiTa HannaLegoranTo – Werder an der Havel
KiTa Tannenzapfen – Zeesen
Weitere Standorte sind deutschlandweit in Planung.
stepke-kitas.de/standorte
stepke-kitas.de/standorte/kita-standorte-in-planung/

43
Köln
Wuppertal
Werder 
Zeesen
Berlin 
Impressum
Herausgeber
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
Tel.: 030-420 259 29
info@stepke-kitas.de
www.stepke-kitas.de
Stand
April 2017
Text und Redakti  on
Petra Karl, 
Frauke Schitt  ek, 
Sabine Schollas
Gestaltung und Produkti  on
Christi  na Delikoura, 
Sabine Schollas                              
Bildnachweis
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Brian A. Jackson/shutt  erstock.com
Trinity Kubassek/pexels.com
S. 8: w8lift  ed/pixabay.com
S. 10: dagon/pixabay.com
S. 12: Antony_Wegener/pixabay.com
S. 16: Unsplash/pixabay.com
S. 22: Sergey Novikov/shutt  erstock.com
S. 24: Sergiy Bykhunenko/fotolia.com
S. 27: Thommy Wong/piqs.de
S. 28: omgimages/istockphotos.com
S. 29: Alex77UK/pixabay.com
S. 30: hadesdaiphat/pixabay.com
S. 33: Pezibear/pixabay.com
S. 35: Oksana Kuzmina/fotolia.com
S. 37: Pexels/pixabay.com
S. 41: Rawpixel/istockphoto.com
Stepke ist Teil der AcadeMedia Gruppe

44
Richtig gute KiTa.
Johannes Nagel
Geschäftsführer
j.nagel@stepke-kitas.de
Frauke Schittek
Geschäftsbereichsleitung
f.schittek@stepke-kitas.de
Dr. Kurt Berlin
Geschäftsführer
k.berlin@stepke-kitas.de
Kontakt
Haben Sie Interesse an unserer Arbeit oder Fragen?
Wir stehen gerne für ein persönliches Gespräch bereit.

06 Anlage 2 Hiltruper Strolche

64 Zeichen

Anlage 2  
 
 
Bewerbungsun-
terlagen  
 
 
Hiltruper  
Strolche

16 Stepke_Kinderschutzkonzept_Berlin_2017

24870 Zeichen

Stepke Schutzkonzept 
Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung

2  
 
 
 
 
1 
 
Inhalt 
 
Präambel ......................................................................................................................... 3 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4 
1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5 
1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5 
2. Datenschutz 7 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7 
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8 
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm .................................................. 9 
Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11 
Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan ........................................................................... 13 
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13 
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene 
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14 
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  in Institutionen 
vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16

3 
 
Präambel 
 
Jedes Kind hat gemäß der UN‐Kinderrechtskonvention ein Recht auf: 
 
eine gewaltfreie Erziehung 
die Entfaltung seiner Persönlichkeit 
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen 
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen 
Fürsorge 
Ernährung 
Partizipation 
Meinungsäußerung 
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. 
 
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs‐, 
Bildungs‐ und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). 
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung  
gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass 
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 
Stepke‐Kitas‐Einrichtungen umgesetzt wird. 
 
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen 
Zuständig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der 
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum 
Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. 
 
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche 
Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. 
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß  § 72a, SGB  VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt 
kommen. 
 
Das pädagogische und beraterische Handeln in unseren Kitas in Berlin in Bezug auf die Umsetzung des 
§ 8a SGB VIII basiert grundlegend auf dem Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG) § 9 Abs. 5, sowie der 
Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssic herstellung der Tageseinrichtungen (§ 3 
Abs. 5, 6, 7 RV Tag). Auf Grundlage dieser Vorgaben arbeiten  die Mitarbeiter/innen unserer Kitas mit 
dem Gesundheitsamt, sowie dem Jugendamt bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zusammen. Die 
Zusammenarbeit dient dem Schutz der Kinder in  problematischen Lebenssituationen vor der 
Gefährdung ihrer Entwicklung durch eine frühzeitige Wahrnehmung und Einschätzung.

4  
 
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 
 
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder 
Jugendlichen bekannt, so hat es das G efährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte 
abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche 
einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage 
gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für 
geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den 
Erziehungsberechtigten anzubieten. 
 
(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch 
erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in 
entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit 
erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte 
bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von 
Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls d ie 
angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.

5 
 
1. Kinderschutzauftrag 
 
1.1 Vorgehensweisen im Überblick 
 
1. Schritt:  Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen 
2. Schritt: Gemeinsame    Gefährdungseinschätzung    mit    der    insoweit erfahrenen   
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
1.2 Ausführungen 
 
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
 
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter H inweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft 
sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die 
Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer 
Fachkräfte vorgen ommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft 
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen 
Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kolleg ialen 
Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans" (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte 
genommen. 
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige 
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf 
 
 Vernachlässigung 
 körperliche und seelische Misshandlung 
 sexuellen Missbrauch 
 Partnerschaftsgewalt 
 Entzug von Chancen 
überprüft. 
Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren 
Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges 
Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. 
Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über 
die Information des Jugendamtes/ASD  sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, 
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das 
Vorgehen zeitnah informiert. 
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist 
für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer 
Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein G espräch mit den 
Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem 
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage 
gestellt wäre. Sind  aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung 
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste 
Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und 
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis.

6  
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
 
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und 
Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung 
vor. 
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen 
wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigne ter Hilfen (z.B. 
Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der 
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über 
das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. 
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden 
gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans" vereinbart, 
dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 
 
3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
 
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans 
zeitnah ein Gespräch mit den  Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise 
und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen 
mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. 
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschä tzung durch die Kindertageseinrichtung 
informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan 
entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. 
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen 
vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern 
unterschrieben und zur Kinderakte genommen . Handelt es sich dabei um Hilfen, di e nur über das 
Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur 
Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen 
Voraussetzungen für ein umf assendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine 
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. 
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung  des 
Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen 
im Schutzplan vor und definiert Erfolgs‐ wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der 
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert. 
 
4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige 
Verbesserung der S ituation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter 
Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. 
Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und ‐fähigkeit sind vor allem: 
 
 die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs‐ oder andere Personensorgeberechtigte 
nicht abwendbar. 
 Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende 
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. 
 Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können 
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt  werden.

7 
 
Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht  werden konnten und die Personensorgeberechtigten 
den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die 
Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen 
der Personensorgeb erechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die 
Fallverantwortung auf das Jugendamt über. 
Über die Information des Jugendamtes/ AS D sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu 
setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „Inanspruchnahme des ASD 
vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis 
gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitung en bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich 
informiert. 
Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt: 
 
 Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung 
 Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung 
 Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, 
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 
 
 
 
2. Datenschutz 
 
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschut zrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 
65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen 
sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen 
an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit 
ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, ‐verpflichtungen und 
‐ fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. 
 
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII 
 
Der Träger  stellt  durch  ein  geregeltes  Einstellungsverfahren  sicher,  dass  bei  neuem   Personal 
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes 
Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren 
vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch 
durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine B elehrung zu 
ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}.

8  
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen 
 
• Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm 
• Anlage 1: Beobachtungsbogen 
• Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) 
• Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan 
• Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) 
• Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 
• Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene 
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) 
• Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durc h Fachkräfte  
in Institutionen

9  
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm 
 
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Arbeitshilfe des 
Paritätischen 
 
 
 
 
Anlage 1: 
Beobachtungsbogen 
 
 
 
 
Anlage 2: 
Interner Beratungsplan 
 
 
 
 
Regionale Datei 
Der Fachbehörde 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer Beratungs- 
Und Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3: 
Gemeinsamer 
Beratungs- und 
Hilfeplan 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 1 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
Anlage 2 
Ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verdacht auf 
Kindswohlgefährdung 
Schritt 1 
Erkennen und Dokumentieren  
Von Anhaltspunkten 
Schritt 2 
Information an Leitung 
Und Team 
Schritt 3 
Einschaltung der insoweit 
erfahrenen Fachkraft 
Schritt 4 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung 
Gesprächsvorbereitung 
Schritt 5 
Gespräch mit Eltern / anderen 
Sorgeberechtigten

10  
Verantwort- 
lichkeiten 
Eingabe  
(Input) 
Ablaufdiagramm Ausgabe  
(Output) 
MA L FK  
 
Anlage 4: 
Überprüfung der  
Zielvereinbarungen 
Im Hilfe-planverfahren 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Dokumente 
 
 
 
 
 
 
Anlage 5: 
Inanspruchnahme  
der Fachbehörde  
vorbereiten 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 3 
ausgefüllt  
und unter- 
zeichnet 
 
 
 
 
 
Anlage 4 
Ausgefüllt / 
Gesprächs- 
protokoll 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Protokoll 
und  
Beschluss 
 
 
 
 
 
Anlage 5 
Ausgefüllt  
und 
unterzeichnet 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schritt 6 
Aufstellen eines Beratungs-/ 
Hilfeplans = 
Zielvereinbarungen 
Schritt 7 
Maßnahmen der 
Zielvereinbarungen erreicht 
Gespräch mit Eltern / 
Sorgeberechtigten zur 
weiteren 
Stabilisierung der 
Situation und weitere 
Beobachtung 
Schritt 8 
Gemeinsame 
Risikoabschätzung und 
Absprachen über das weitere 
Vorgehen 
Schritt 10 
Weiterleitung an Fachbehörde 
mit zeitgleicher 
Benachrichtigung der Eltern

1
1 
 
Anlage 1: Beobachtungsbogen 
 
Datum: Name:  
 
1. Beobachtung: 
 
□ eigene Beobachtung 
 
Name: 
 
   
□ Kollege 
□ Kollegin 
 
Adresse: 
 
   
□ andere Eltern   
 
 
□ sonstige:    
Telefon: 
 
 
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
Adresse:  
3. Angaben zur Familie: 
Name:  
Adresse:  
Telefon:  
Sonstiges:  
 
4. Inhalt der Beobachtung: 
5. Nächste Schritte: 
 
□ Überprüfung im Team 
 
□ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
☐ sonstiges …………………………………………………………………………………………………………………………..

12  
Anlage 2: Interner Beratungsplan 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
3. Einschätzung: 
5. Maßnahmen: 
 
Weitere Beobachtung durch: 
 
□ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am:    
 
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:    
 
□ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle:    
(Datenschutz beachten) 
 
□ sonstiges:

1
3 
 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan 
Datum: Name:  
 
1. Beteiligte: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Pädagogin 
□ Kollege/in 
□ Leitung 
□ externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
 
2. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
 
 
………………………………………………………………..                                     …………………………….…………………………………….  
Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte                                                         Vertreter/in der Einrichtung 
3. Absprachen: 
 4. Zeitstruktur:

12  
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren 
 
 
Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher: 
Datum: 
 Name
: 
Name des Kindes

13 
 
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten 
 
Datum: Name: 
 
1. Angaben zum Kind: 
Name:  Alter: 
 
 
2. Wann wurde entschieden: 
3. Wer hat entschieden: 
 
□ Eltern / Sorgeberechtigte 
□ Leitung 
□ Externe Fachkraft 
 
□ sonstige:   
 
4. Informationsfluss: 
 
Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte 
 
☐ per Post am: ………………………………………………….................................................................. 
 
☐ per Telefonat am: …………………………………………………………………………………………….. 
 
☐ per persönlichem Gespräch am: ………………………………………………………………………. 
 
☐ sonstiges: …………………………………………………………………………………………………………. 
Durch: 
□ Pädagogin 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige: 
……………………………………………………………………………………………………………………………….. 
Information der externen Fachkraft durch: 
□ hinzugezogene Fachkraft 
□ Leitung 
□ sonstige:

14  
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch 
eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, 
Bundesfreiwillige etc.)  
 
Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung im 
familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei 
übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen. 
 
1. Unser Leitbild 
 
Durch die g rundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der 
wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart. 
 
Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet, 
dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese 
Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 
Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit e inem 
hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen.  
Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige und individuelle 
Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang 
mit den Kindern voraus. 
 
2. Präventive Maßnahmen 
 
Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermöglicht 
Stepke Kitas die Teilnahme an Fort - und Weiterbildungen zu den Themen Sexualpädagogik und 
Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB. 
In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert. 
Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben 
genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an. 
 
3. Grenzverletzendes Verhalten 
 
Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Ein schreiten bei übergriffigen 
Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden 
Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen 
Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Formen 
körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie 
Stigmatisierungen. 
Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl 
des Kindes sicher zu stellen.

15 
 
 
4. Handlungsleitfaden (siehe auch „Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch 
Fachkräfte in Institutionen„ vom Paritätischen in der Anlage)  
 
1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, b zw. werden diese durch andere 
Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu 
informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger. 
2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertreter n des Trägers zunächst intern eingeschätzt und 
auf Plausibilität geprüft. 
3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung 
durch kooperierende Beratungsdienste, wie beispielsweise „Der Paritätische“ eingeholt. 
4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert. 
5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden 
zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des O pferschutzes, in 
Kenntnis gesetzt. 
6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt. 
7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei 
der Strafverfolgungsbehörde 
8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur 
Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters. 
9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert.

16  
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte  
in Institutionen vom Paritätischen

17

18  
 
Notizen:

19 
 
 
15 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stand: 01.03.2017 
 
Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen 
 
 
 
 
     
  
 
 
 
Step Kids KiTas gGmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin 
 
stepke‐kitas.de

08 2017.09.07_Hiltruper Strolche eV_Konzept KiTa Hansestr_Web

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KONZEPT DER
HILTRUPER STROLCHE E.V.
FÜR DIE TRÄGERSCHAFT EINER KITA AN 
DER HANSESTRASSE IN HILTRUP 
ZUR VORLAGE BEI DER  STADT MÜNSTER

KONZEPT DER
HILTRUPER STROLCHE E.V.
FÜR DIE TRÄGERSCHAFT EINER KITA AN 
DER HANSESTRASSE IN HILTRUP 
ZUR VORLAGE BEI DER  STADT MÜNSTER
MÜNSTER HILTRUP , SEPTEMBER 2017

2.4.1 Inklusion         29 
 2.4.2 Gender          29
 2.4.3 Migration         30
 2.5 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner    31
 2.5.1 Sozialraumorientierung und Synergien     31
 2.5.2 Kooperationen im Stadtteil und mit anderen Professionen   32
 2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaften     34
 2.6.1 Strukturierte Zusammenarbeit mit den Eltern     34
 2.6.2 Informationsaustausch       34
 2.6.3 Mitwirkung der Eltern        35
 2.6.4 Professionelles Eingewöhnungskonzept     36
 2.7 Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen   36
 2.7.1 Kultur der Mitgestaltung und Gemeinschaft     36
 2.7.2 Personal          37
 2.7.3 Verfahren der Qualitätsentwicklung und -sicherung    38
 2.7.4 Kinderschutz         38
3 WIRTSCHAFTLICHKEIT        40
 3.1 Trägeranteil         41
 3.2 Dauerhafte Sicherung der Wirtschaftlichkeit     41
4 BESONDERE MERKMALE UND EIGNUNG DER HILTRUPER STROLCHE 42
 4.1 Weiterentwicklung unserer Stärken       42
 4.2 Unser Umsetzungsplan und -management     44
 4.3 Argumente für die Hiltruper Strolche aus unserer Sicht   46
5 UNSER TEAM UND VORSTAND       50
6 LITERATURVERZEICHNIS        55
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG          6
 1.1 Hiltruper Strolche e.V. seit 1995      7
 1.1.1 Kurzchronologie         7
 1.1.2 Unser Selbstverständnis als Einrichtung     7
 1.2 Motivation zur Bewerbung       7
 1.3 Zukünftige Leistungsbeschreibung      7
 1.3.1 Rahmenstruktur        7 
 1.3.2 Öffnungszeiten         7
2 PÄDAGOGISCHES KONZEPT       8
 2.1 Rahmenkonzept        9 
 2.1.1 Unsere pädagogischen Kompetenzen       9
 2.1.2 Schwerpunkte der Einrichtung        9
 2.1.3 Unsere Werthaltung        9
 2.1.4 Pädagogische Zielsetzungen       13
 2.1.5 Frühkindliche Bildung         13
 2.1.6 Dokumentation        18
 2.2 Natur und Umwelt        18
 2.3 Gesundheitsförderung und -erhaltung      20
 2.3.1 Bewegungsförderung        20
	 2.3.2	 Psychosoziales	 Wohlbefinden		 	 	 	 	 	 22
 2.3.3 Gesunde Ernährung        24
 2.3.4 Unfallprävention        26
 2.3.5 Gewaltprävention        26
 2.3.6 Suchtprävention        27
 2.3.7 Körpererfahrung        28
 2.3.8 Zahngesundheit        28
 2.3.9 Hygiene         28
 2.3.10 Weitere Maßnahmen der Gesundheitsförderung    29
 2.4 Querschnittsaufgaben        29

54

7
6
1
EINLEITUNG
1.1 HILTRUPER STROLCHE e.V. SEIT 1995
1.1.1 Kurzchronologie 
Die Kindertageseinrichtung (KiTa) wurde 1995 von engagier -
ten Eltern und Erzieherinnen zur Schaffung von Betreuungs-
plätzen für Kinder gegründet und war in Hiltrup, Münsters 
größtem Stadtteil, die erste Einrichtung, die Kinder unter drei 
Jahren betreute. Auch über 20 Jahre später betreut die Ein-
richtung als einzige Elterninitiative in Hiltrup überdreijährige 
und unterdreijährige Kinder in einer altersgemischten Grup-
pe. Mit ihrer Erfahrung und dem über 20jährigen Bestehen ist 
sie in Hiltrup fest etabliert. Ihr Zuhause findet die Einrichtung 
seit Beginn im Einfamilienhaus am Nimrodweg 22, in 48165 
Münster, in dem 15 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren 
betreut werden.
Der Träger der altersgemischten Einrichtung ist der Verein 
„Hiltruper Strolche e.V.“ Die Trägerschaft ist als Elterninitia-
tive organisiert. Nach außen wird der Verein durch den von 
der Mitgliederversammlung gewählten Vorstand, derzeit be-
stehend aus fünf Elternteilen, vertreten. Die Einrichtung ist 
Mitglied bei „Eltern helfen Eltern e.V.“. Dieser Verein berät, 
informiert und unterstützt Elterninitiativen in Münster. Die 
gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit in dieser Einrichtung 
bilden zum einen die Bildungsvereinbarung NRW, auf die wir 
uns konzeptionell und pädagogisch beziehen und zum an-
deren die Vorschriften des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz).
1.1.2 Unser Selbstverständnis als Einrichtung
• basiert auf einem Bild vom Kind, das die Fachkräfte auffor-
dert, eine entsprechende Haltung einzunehmen, wie sie den 
Kindern in der täglichen pädagogischen Arbeit begegnen. 
Diese Haltung orientiert sich am humanistischen Menschen-
bild.
• lebt den Grundsatz der Partizipation, d. h. „Entscheidun-
gen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft 
betreffen zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu 
finden“ (Schröder 1995, S. 14).
• hat das Ziel, gemeinsam mit den Eltern in eine Erziehungs-
partnerschaft zu treten und zum Wohl des Kindes zu agieren, 
damit jedes einzelne Kind die bestmöglichen Entwicklungs-
chancen in seinen physischen, kognitiven, motivationalen, 
sozialen und methodischen Kompetenzen erfährt.
1.2 MOTIVATION ZUR BEWERBUNG
Bereits seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass die typi-
scherweise eingruppig organisierten Elterninitiativen wirt-
schaftlich unter Druck geraten. Diese Situation haben wir 
ebenfalls beobachtet. Um einer wesentlichen Verschlechte-
rung der wirtschaftlichen Situation unserer Einrichtung zuvor-
zukommen, beschäftigt sich der Vorstand seit längerer Zeit 
mit erforderlichen und sinnvollen Veränderungen. Im letzten 
Jahr verstarb unser Vermieter. Die Eigenbedarfskündigung 
des Mietvertrages durch seine Erben mit Wirkung zum 
31.07.2018 beschleunigte unseren Veränderungsprozess. In 
den Überlegungen spielt die Beibehaltung der Organisations-
form Elterninitiative eine wichtige Rolle. In Elterninitiativen 
können Eltern, Kinder und Fachkräfte besonders viel Einfluss 
auf die Gestaltung des täglichen Rahmens nehmen. Gleich-
zeitig entsteht ein besonderes Miteinander, das von regem 
Austausch, Teilhabe und Abstimmungsprozessen gekenn-
zeichnet ist.
Die Trägerschaft für das geplante Objekt an der Hansestra-
ße bietet die Möglichkeit diese Ziele in unmittelbarer Nach-
barschaft zu unserem aktuellen Standort zu erreichen. Damit 
bleiben wir unserem Stadtteil Hiltrup treu, können den an-
gestellten Fachkräften einen Arbeitsplatz in gewohnter Ent-
fernung bieten und unseren Kindern eine bekannte Umge-
bung (benachbarter Wald, Oedingteich, Spielplatz) erhalten. 
Die Vergrößerung und Ausweitung der Rahmenstruktur ist 
neben den wirtschaftlichen Aspekten eine Bereicherung un-
seres Angebots für alle Beteiligten. Unsere besonderen Er -
fahrungen der altersgemischten Pädagogik lassen sich dann 
besser mit gezielteren Angeboten für einzelne Altersgruppen 
kombinieren. Mit einer größeren Elternschaft lassen sich viele 
Projekte und Aufgaben besser schultern. Gleichzeitig werden 
wir den besonderen familiär geprägten Zusammenhalt durch 
die Beibehaltung unserer Organisationsform Elterninitiative 
erhalten.
1.3 ZUKÜNFTIGE LEISTUNGSBESCHREIBUNG
1.3.1 Rahmenstruktur
Unsere zukünftige Rahmenstruktur bietet, wie in der Beschluss-
vorlage vom 18.04.2017 vorgesehen, Betreuungsplätze für 
Kinder unter und über drei Jahren in drei Gruppen:
• Gruppe G1: Kinder im Alter von 2–6 Jahren (20 Kinder,   
   davon 6 Kinder im Alter von zwei Jahren) 
• Gruppe G2: Kinder im Alter von 0–3 Jahren (10 Kinder)
• Gruppe G3: Kinder im Alter von 3–6 Jahren (20–25 Kinder)
Insgesamt ergibt das 50–55 Plätze, davon mindestens 16 
U3-Plätze und mindestens 34 Ü3-Plätze. Die Eltern sollen die 
Möglichkeit haben, zwischen einer wöchentlichen Betreu-
ungszeit von 25, 35 oder 45 Stunden zu wählen.
1.3.2 Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten unserer Einrichtung werden bisher über 
eine jährliche Bedarfsabfrage bei den Eltern abgestimmt. 
Derzeit ist die Einrichtung von 07:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.
Auch im Zuge einer Vergrößerung wird diese bedarfsgerechte 
Vorgehensweise durch jährliche Abfragen innerhalb der El-
ternschaft beibehalten. Noch mehr Flexibilität können wir den 
Eltern dadurch bieten, dass für Randzeiten bei Bedarf eine 
gruppenübergreifende Betreuung angeboten wird.

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2
PÄDAGOGISCHES
KONZEPT
UNSERE SCHWERPUNKTE SIND: 
NATUR UND UMWELT
Mit Ansätzen der Natur- und Umweltpädagogik legen wir 
den Grundstein für ökologisch sinnvolles Handeln, Verhalten 
und Entscheiden. Dabei wecken wir Interesse und Freude an 
der Natur, und zeigen die Grenzen und daraus abzuleiten-
den Notwendigkeiten menschlicher Eingriffe im Wechselwir -
kungsgefüge auf (vgl. Kapitel 2.2).
BEWEGUNG
Bewegung ist für Kinder ein natürliches Bedürfnis und 
Grundlage für jegliches Lernen. Daran knüpfen wir mit vielfäl-
tigen Gelegenheiten für Bewegung an (vgl. Kapitel 2.3).
GESUNDHEIT
Gesundheit ist der Grundstein für ein aktives und zufriedenes 
Leben. Die Grundlagen werden im Kindesalter gelegt. Mit un-
serem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit, das über 
gesunde Ernährung hinausgeht und z. B. auch psychosozi-
ales Wohlbefinden umfasst, leisten wir einen wichtigen Bei-
trag zu diesem Thema (vgl. Kapitel 2.3).
2.1.3 Unsere Werthaltung
Der Gedanke der Humanität umfasst die prinzipielle Gleich-
heit aller Menschen jeder Herkunft und jeden Geschlechts 
(Art. 3 Abs. 3 GG) sowie die allgemeine Menschenwür -
de (Art. 1 Abs. 1 GG). Im weiteren Sinn gebietet Humanität 
auch religiöse und politische Toleranz und Achtung vor dem 
Mitmenschen und seinen Überzeugungen, im weiteren Sinn 
auch die Achtung vor Tieren und den Schutz der Natur. 
Dieser Gedanke bildet die Basis für die Werthaltung des Trä-
gers, der Elternschaft und der pädagogischen Fachkräfte, die 
sich konkret in folgenden Themenbereichen manifestiert:
• Bild vom Kind
• Religion / Ethik
• pädagogischer Ansatz
• Partizipation
• erziehungspartnerschaftliche  Zusammenarbeit  
mit den Eltern
• Alltagsbegegnungen über Generationen hinweg
BILD VOM KIND
Die Basis der pädagogischen Arbeit in unserer Einrichtung ist 
das Bild vom Kind, welches die Fachkräfte auffordert, eine 
entsprechende Haltung einzunehmen, wie sie den Kindern 
in der täglichen pädagogischen Arbeit begegnen. Diese Hal-
tung orientiert sich am humanistischen Menschenbild.
Dies umfasst die Anerkennung des Kindes
• das nach Autonomie mit äußerer Kontrolle strebt
• das ein aktives Selbst entwickelt 
• als Ko-Erzieher seiner selbst, der seine Entwicklung steuert 
2.1 RAHMENKONZEPT
2.1.1. Unsere pädagogischen Kompetenzen
„Man sollte Kinder lehren, ohne Netz auf einem Seil zu tan-
zen, bei Nacht allein unter freiem Himmel zu schlafen, in ei-
nem Kahn auf das offene Meer hinaus zu rudern. Man sollte 
sie lehren, Luftschlösser statt Eigenheime zu erträumen, 
nirgendwo sonst, als im Leben zu Hause zu sein und in sich 
selbst Geborgenheit zu finden.“ 
(Hans-Herbert Dreiske)
QUALIFIKATIONEN DER PÄDAGOGISCHEN FACHKRÄFTE
Das derzeitige pädagogische Team unserer Einrichtung setzt 
sich aus staatlich anerkannten Erzieherinnen und staatlich 
anerkannten Sozialpädagoginnen zusammen. Die Fachkräf-
te verfügen über wertvolle Zusatzqualifikationen, z. B. im 
Bereich der Psychomotorik und Entspannungspädagogik. Im 
Zuge eines möglichen Umzugs in die Hansestraße und der 
damit verbundenen Vergrößerung würden wir weiteres Per -
sonal einstellen, das von seinem Kompetenzprofil in unser 
bisheriges pädagogisches Team passt. Wünschenswert sind 
zudem Zusatzqualifikationen im Bereich der Bewegungsthe-
rapie, Natur- und Umweltpädagogik oder Ernährungswis-
senschaften. Zur Betreuung von Kindern mit integrativem 
Förderbedarf werden Heilpädagogen/-innen eingestellt.
SELBSTVERSTÄNDNIS DER PÄDAGOGISCHEN FACHKRÄFTE
Die Fachkräfte verstehen sich in unserer Einrichtung als:
• Vorbilder, an denen sich die Kinder orientieren. Sie vermit-
teln gesellschaftliche Werte, Normen und Regeln, aber auch 
eine ganz eigene persönliche Haltung. Damit sind sie sich der 
Wichtigkeit eines reflektierten Verhaltens bewusst.
• Begleiter, die die Eigenaktivität der Kinder unterstützen 
und Selbstbildungsprozesse fördern. Durch wahrnehmende 
Beobachtung erkennen sie die Bedürfnisse der Kinder und 
ermöglichen ihnen Lernfelder.
• Beschützer, die einen sicheren Hafen bieten, damit die Kin-
der sich vertrauensvoll öffnen und neuen Herausforderungen 
stellen können.
• Herausforderer, die Ressourcen erkennen und die Kinder 
motivieren, sich in neue Lernfelder zu begeben. Die Fachkräf-
te ermöglichen ein Erfahrungsumfeld, in dem die Kinder sich 
Fähigkeiten wie selbständiges Denken und Handeln aneig-
nen, damit sie gesellschaftlichen Aufgaben wie Übernahme 
von Verantwortung und kritischem Denken, aber auch alltäg-
lichen Herausforderungen gewachsen sind.
2.1.2 Schwerpunkte der Einrichtung
Die Kompetenzschwerpunkte unserer Einrichtung haben wir 
entsprechend der örtlichen Gegebenheiten (z. B. Wald und 
Gewässer in unmittelbarer Nähe zur KiTa) und Werthaltun-
gen der Eltern (z. B. Interesse für gesundes und bewusstes 
Essen) in den letzten Jahren entwickelt. Das Profil unseres 
pädagogischen Teams ist darauf abgestimmt (z. B. Zusatz-
qualifikationen in Bewegungspädagogik).

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Jahren von Dr. Armin Krenz erarbeitet und danach stetig wei-
terentwickelt worden ist.
Der Situationsorientierte Ansatz ist derjenige pädagogische 
Ansatz, der umfassend unsere Vorstellungen über die päda -
gogischen Ziele, unser Bild vom Kind, die Rechte des Kin-
des, wissenschaftliche Erkenntnisse über Entwicklungs-, 
Bildungs- und Bindungsforschung sowie die Rolle der Fach-
kräfte und nicht zuletzt gesetzliche Grundlagen berücksichtigt.
Im Vordergrund stehen im Situationsorientierten Ansatz die 
Persönlichkeit des Kindes und seine Biografie. Erlebtes wird 
in der Gegenwart verarbeitet, damit das Kind sich unbelastet 
auf die Zukunft einlassen kann. Das Kind entwickelt so eine 
starke Persönlichkeit, Lebensfreude und Handlungsstrategi-
en, welche wiederum als Lernmotor zum selbstbestimmten 
Lernen dienen. Themenschwerpunkte, die aus der Lebens-
welt der Kinder entstanden sind und die sie bewältigen kön-
nen und wollen, sind Lernfelder mit hoher Wertigkeit und 
Nachhaltigkeit.
 
Im Einzelnen sind es folgende Eckpunkte des Situationsori-
entierten Ansatzes, die für uns Wegweiser einer professionel-
len Elementarpädagogik sind:
1. Das Berufsbild der pädagogischen Fachkräfte:
Das humanistische Bild vom Kind ist eng verknüpft mit der 
Rolle der pädagogischen Fachkräfte. In ihrer Vorbildfunktion 
gelten das Prinzip des lebenslangen Lernens und die dazu-
gehörige reflektierte Selbstbildung und Persönlichkeitsent-
wicklung ebenso für ihre Person, zumal sie durch authenti-
sches Verhalten bei den Kindern Bildungsimpulse setzen. Die 
Fachkräfte leben Humanität, Werteorientierung, Engagement, 
Neugierde und Selbstbildungsinteresse vor.
Was heißt das für unsere pädagogischen Fachkräfte? Sie 
sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und reflektieren ihr 
Verhalten regelmäßig. Sie erhalten durch Fortbildungen ihre 
Fachlichkeit und begegnen den Kindern und Eltern authen-
tisch und positiv.
2. Eltern tragen eine entscheidende Verantwortung für die 
Entwicklung ihrer Kinder und werden in die pädagogische 
Arbeit einbezogen. Elternberatung und -bildung sowie eine 
kommunikationsfreudige Zusammenarbeit haben einen ho-
hen Stellenwert. Dies entspricht der grundlegenden Haltung 
der Fachkräfte gegenüber Eltern (Eltern sind die Experten für 
ihre Kinder) sowie den gesetzlichen Anforderungen der El-
ternbeteiligung und -information. Die Fachkräfte gehen mit 
den Eltern eine Erziehungspartnerschaft ein und sind gleich-
zeitig enger Begleiter des Kindes; sie treten für die Rechte 
des Kindes ein und handeln entsprechend dem gesetzlich 
verankertem Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftra-
ges und der UN-Konvention für Kinderrechte.
Die pädagogischen Fachkräfte gehen eine enge Erziehungs-
partnerschaft mit den Eltern ein und erkennen so sehr gut 
die Bedürfnisse der Kinder. Dabei folgen sie der Haltung im 
Situationsorientierten Ansatz und holen die Kinder dort ab, 
wo sie stehen.
3. Die kollegiale Zusammenarbeit ist konstruktiv und quali-
tätsgeprägt. Sie kann erst dann entwicklungsförderlich sein, 
wenn es den Fachkräften gelingt, in einem konstruktiven kol-
• als ein aktives, lebendiges und wahrnehmungslustiges Wesen 
• das nach Selbstverwirklichung strebt 
• welches das Bedürfnis hat, seine Umwelt zu erforschen 
• welches nach Wissen strebt 
• welches seine schöpferischen Fähigkeiten entfalten 
möchte
• welches nach einem sinnvollen und erfüllten Dasein strebt
• als ganzer Mensch; seine psychischen, kognitiven, emo-
tionalen, sozialen und somatischen Prozesse sind aufein-
ander bezogen
• als frei handelndes Rechtssubjekt 
• als Träger des Rechtes auf Beteiligung und freie Mei-
nungsäußerung 
• als kompetenter Entscheidungsträger in Anbetracht sei-
nes Alters und des Grades seiner Entwicklung 
• als sich zu entwickelndes teilhabendes Mitglied am de-
mokratischen und gesellschaftlichen Leben
Nach Zimmer (2012) können diese Anlagen und Fähigkeiten 
eines Menschen nur mit entsprechenden Umgebungsfakto-
ren erlangt werden, die diese unterstützen.
Unter diesen Umgebungsfaktoren verstehen wir unsere Ein-
richtung mit den Räumlichkeiten, Materialien und Angeboten 
sowie unser pädagogisches Team, das die Kinder ein gan-
zes Stück beim Großwerden begleitet.  
RELIGION / ETHIK
Die Kinder bringen von sich aus Offenheit und Neugierde in 
Bezug auf die eigene Religion, andere Religionen und ande-
re Weltanschauungen mit. Im Vordergrund steht dabei häufig 
die Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen, zur Welt 
und je nach religiöser Orientierung auch zu einem Gott.
Unsere KiTa versteht sich als konfessionsfreie Einrichtung, 
die keine religiösen Feste einer bestimmten Konfession feiert. 
Gleichwohl ist es uns sehr wichtig, den Kindern bestimmte 
Sitten und Brauchtumstage näher zu bringen, wie z. B. St. 
Martin oder die Nikolausfeier. Hierbei stehen die ethischen 
Werte hinter den Sitten und Bräuchen im Vordergrund, wel-
che die Achtung der Würde des Menschen und die Bereit-
schaft zum sozialen Handeln thematisieren. 
In der heutigen Gesellschaft ausgeprägter sozialer und kultu-
reller Diversität stellt die weltanschaulich neutrale Wertever-
mittlung eine besondere Herausforderung dar, deren Ergeb-
nis gesellschaftlich umso gewinnbringender sein kann.
Daher ist den pädagogischen Fachkräften in der ethischen 
Bildung besonders die Erziehung zum kritischen Denken 
und moralischen Urteilen wichtig. Dazu zählt in der päda-
gogischen Arbeit mit den Kindern die Vermittlung von Aus-
drucks- und Argumentationsvermögen und des Rechtes auf 
freie Meinungsäußerung. Ethische Bildung bedeutet zwar 
die Herausbildung eines gesunden Menschenverstandes; sie 
lehrt die Kinder aber auch, wie er sich anwenden und kritisch 
hinterfragen lässt.
PÄDAGOGISCHER ANSATZ
Die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung richtet sich 
nach dem Situationsorientierten Ansatz, der in den 80er 
haltig eingestuft. Das Spiel bietet dem Kind zudem als eine von 
sechs Ausdrucksformen die Möglichkeit, sich mit Erlebtem aus 
der Vergangenheit auseinanderzusetzen, in der Gegenwart zu 
verarbeiten und sich auf die Zukunft einzulassen; somit also 
seine Persönlichkeit zu stärken und neue Gefühls-, Gedanken- 
und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Weitere Ausdrucksformen sind Verhalten, Sprache, Malen, 
Bewegung und Träume.
Für uns bedeutet dies, dass wir dem Spiel einen hohen Stel-
lenwert beimessen und dieses sowohl als Ausdrucksform für 
Gefühle und Erlebtes, als auch als Möglichkeit zum Erlernen 
neuer Strategien und Inhalte schätzen. In das Spiel versun-
kene Kinder offenbaren uns viel von ihrer Persönlichkeit und 
ihren inneren Gedanken, die sie sonst nicht in Worte fassen 
könnten.
PARTIZIPATION
„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben 
und das Leben der Gemeinschaft betreffen zu teilen und 
gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.“ 
(Schröder, 1995, S.14)
Seit 2015 spielt das Thema Partizipation eine aktive und of-
fiziell integrierte Rolle in unserer Einrichtung. Alle pädagogi-
schen Fachkräfte sind zu diesem Thema geschult und be-
teiligen jeden Tag aufs Neue die Kinder an allen Fragen, die 
ihre Lebenswelt betreffen. Auch mit Blick auf die Vermittlung 
erster demokratischer Werte ist die Beteiligung unserer Kin-
der unerlässlich. Demokratie bedeutet, sich als wirksamer 
Mensch in einer Gemeinschaft zu erleben.
„Niemand wird als Demokrat geboren. Jede Generation 
muss Demokratie wieder neu lernen und üben.“ 
(Knauer, 2007, S. 275)
Diese ersten Selbstwirksamkeitserfahrungen können die 
Kinder schon in frühen Jahren in unserer KiTa erleben. Nach 
heutigem Wissensstand wird Partizipation unter anderem als 
legialen Austausch unter Zurückstellung eigener Bedürfnisse 
die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und Bedingungen zu 
schaffen, unter denen sie sich weiterentwickeln können. 
Innerhalb solch guter Bedingungen muss sich Elementar -
pädagogik im Zuge des gesellschaftlichen Wandels auf be-
deutende Wertebereiche beziehen wie Kommunikations- und 
Umgangskultur, Ess- und Spielkultur, Konfliktfähigkeit, all-
tagsorientiertes Lernen.
Deswegen haben unsere pädagogischen Fachkräfte den ge-
sellschaftlichen Wandel im Blick und eine eigene Vorstellung 
von Werten. Diese Werte vertreten die pädagogischen Fach-
kräfte gegenüber Kindern und Eltern, aber auch gegenüber 
den Kollegen/-innen, mit denen sie gemeinsam für die Kinder 
ein entwicklungsförderliches Umfeld schaffen.
4. Aktive Projektarbeit bietet den Kindern Entwicklungs-
chancen, wenn diese auf Grundlage von Beobachtungen 
und unter ihrer Beteiligung geplant ist. So findet Bildung nicht 
zufällig und punktuell, sondern nachhaltig statt. Dabei geht 
es um wirklichkeitsnahe, für die Kinder bedeutsame Arbeits-
schwerpunkte.
Für die Fachkräfte bedeutet dies, dass sie die Kinder sensi-
bel beobachten, sich in deren Umfeld gut auskennen, sie be-
fragen und aus den Erkenntnissen – unter Berücksichtigung 
der Ausdrucksform – Bedingungen schaffen, die den Kindern 
Entwicklungs- und Lernfelder eröffnen. Dabei verzahnen sie 
verschiedene Bildungsbereiche aus den Bildungsgrundsät-
zen NRW, um kein teilisoliertes, sondern ganzheitliches Ler-
nen und Erleben zu gewährleisten.
5. Aufbauend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht 
im Situationsorientierten Ansatz der Standpunkt, dass das 
Spiel in seinen vielen verschiedenen Spielformen und Facet-
ten Mittelpunkt der kindlichen Entwicklung ist und die Fä-
higkeit zum intensiven Spiel Wegbereiter für die Schulfähig-
keit ist. Eine Vorschulpädagogik im Sinne von vorgezogener 
Schuldidaktik wird in der Bildungsforschung als nicht nach -

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• Jede Gruppe ernennt Vertreter für ein Kinderparlament, 
welches sich in regelmäßigen Abständen trifft, um Be-
schwerden und Wünsche zu besprechen, die die ganze 
Einrichtung betreffen.
• Bedürfnisse von Kindern, die sich (noch) nicht äußern 
können, wie besonders junge, entwicklungsbeeinträch-
tigte oder nicht Deutsch sprechende Kinder, werden 
durch die Fachkräfte wahrgenommen und thematisiert.
So wird die Verantwortung vieler Alltagsprozesse mit den 
Kindern geteilt. 
Dadurch werden einerseits sowohl aktuelle Ereignisse und 
Bedürfnisse der Kinder aufgegriffen, die die Selbstbildungs-
prozesse der Kinder unterstützen, als auch dem Situations-
orientierten Ansatz unserer pädagogischen Arbeit entspre-
chen. Andererseits werden die Kinder aktiv in den Prozess 
der Umsetzung eingebunden, was ihnen eine Expertenrolle 
zuschreibt: Die Kinder fühlen sich ernst genommen. Als Aus-
wirkungen werden Kontroll- und Kompetenzerfahrungen ge-
fördert, die nach Albert Banduras Selbstwirksamkeitstheorie 
maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung eines Individuums 
nehmen. Die positive Einschätzung der eigenen Wirksamkeit 
und persönlichen Handlungskompetenz beeinflusst das Indi-
viduum in seiner Lebenszufriedenheit, seinen Lebensleistun-
gen und der Gestaltung seiner Beziehungsstrukturen positiv.
„Hat ein Mensch sehr früh die Erfahrung gemacht, Situati-
onen nicht nur ausgeliefert zu sein, sondern Möglichkeiten 
zu haben, diese für sich zufriedenstellend zu verändern, 
lässt das eine Grundannahme in das Vertrauen der eigenen 
Bewältigungs- und Anpassungsleistungen zu.“ 
(Tschöpe-Scheffler, 2009)
ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN
Alle Fachkräfte unserer Einrichtung haben das Ziel, mit den 
Eltern in eine Erziehungspartnerschaft zu treten und ge-
meinschaftlich zum Wohl des Kindes zu agieren, damit jedes 
einzelne Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen in 
seinen physischen, kognitiven, motivationalen, sozialen und 
methodischen Kompetenzen erfährt. Dabei werden kulturel-
le und soziale Bedingungen in der Familie und das familiä-
re Umfeld berücksichtigt und mit eingebunden. Dies ist nur 
möglich, wenn zwischen Fachkräften und Eltern eine vertrau-
ensvolle Atmosphäre herrscht. Durch eine behutsame Ein-
gewöhnung, eine ständige Transparenz der pädagogischen 
und pflegerischen Arbeit sowie eine wertschätzende Haltung 
gegenüber den Eltern sorgen die Fachkräfte der Einrichtung 
dafür, dass diese gut über den Entwicklungsstand ihres Kin-
des informiert sind und sie jederzeit einen Ansprechpartner 
für Fragen, Wünsche und Sorgen haben.
ALLTAGSBEGEGNUNGEN ÜBER GENERATIONEN HINWEG
Wir vertreten Werte wie Respekt für Vielfalt und Diversität, 
Partizipation, Autonomie und Teilhabe. Diese Werte sollen 
die Kinder in unserer Einrichtung lebend lernen. Dafür möch-
ten wir reale Alltagsbegegnungen schaffen. Dazu bahnen 
wir derzeit eine Kooperation mit einem einrichtungsnahen 
Seniorenzentrum an. Den Kontakt haben wir bereits auf-
genommen und planen zurzeit die konkrete Ausgestaltung. 
Schlüssel zur frühkindlichen Bildung gesehen, geht mit dem 
humanistischen Menschenbild einher und meint, dass sich 
das Kind erst durch die Selbstbildung aktiv entwickeln kann 
(Knauer, 2007).
Die Fachkräfte der Einrichtung fördern die frühkindliche Bil-
dung, indem sie aus der Perspektive des Kindes bei der Ent-
deckung der Welt, Bildungsanlässe anbieten. Ob ein Kind 
sich auf diese einlässt oder nicht, entscheidet das Kind, was 
man laut Knauer (2007) Partizipation nennt. 
In unserem KiTa-Alltag partizipieren unsere Kinder z. B. so:
• Die Kinder entscheiden in der Freispielphase selbst, wo 
und mit wem sie innerhalb der Räumlichkeiten der Ein-
richtung spielen und mit welchen angebotenen Materiali-
en sie sich beschäftigen und auseinandersetzen. 
• In den täglich stattfindenden Morgenrunden haben sie 
die Möglichkeit Wünsche und Ideen zur inhaltlichen Ge-
staltung, zu äußern und dadurch die Morgenrunde aktiv 
mitzugestalten.
• Mottos oder Themen für bevorstehende Feierlichkeiten 
entscheiden die Kinder mit, indem die Fachkräfte ihre 
Vorschläge und Ideen sammeln und sie bei der de-
mokratischen Abstimmung unterstützen. Im Anschluss 
überlegen die Fachkräfte gemeinsam mit den Kindern, 
wie und unter welchen Rahmenbedingungen diese Wün-
sche und Ideen umgesetzt werden können. 
• Die Kinder wählen auch das Essen aus dem Speiseplan 
der Großküche aus, indem sie zwischen zwei angebote-
nen Speisen abstimmen können. 
• Jeden Tag läutet ein anderes Kind das gemeinsame Auf-
räumen mit einem Klingelstab ein.
• Jeden Tag darf ein anderes Kind die Wetterlage draußen 
testen, um den Kindern mitzuteilen, welche Kleidung an-
gemessen ist.
Zur Partizipation von Kindern in der KiTa gehört auch ein al-
tersentsprechendes Angebot, sich beschweren zu können. 
Die Kinder kennen die Beschwerdewege und werden ermun-
tert, diese zu nutzen. Die Fachkräfte beziehen sie in die Lö-
sungsfindung von Problemen oder die Ideengenerierung zur 
Realisierung von Wünschen maßgeblich mit ein. Wir bieten 
den Kindern mit unterschiedlichen Methoden die Möglichkeit, 
sich zu beschweren oder ihre Meinung zu äußern:
• In den einzelnen Gruppen finden regelmäßig Morgenrun-
den statt, in denen die Kinder zu Wort kommen können. 
Die Gefühle der Kinder und ihre Äußerungen werden 
ernst genommen. 
• Ältere Kinder gestalten Postboxen, in denen sie Wün-
sche und Notizen in Form von Zeichnungen sammeln 
können. Diese Boxen werden gemeinsam mit den Fach-
kräften geleert.
Kinder zu diesen Randzeiten nicht in ihrer eigenen Grup-
pe betreut werden, kennen sie die jeweilige pädagogische 
Fachkraft durch vielfältige Angebote gut.
Eine Ausnahme hier bildet die G2-Gruppe. Hier legen wir 
Wert darauf, dass die jüngsten Kinder dieser Gruppe konti-
nuierliche Bezugspersonen haben und keinen Raum- oder 
Personenwechsel erfahren. Bei der gegebenenfalls aufkom-
menden Frage nach einer Randzeitenbetreuung von ganz 
jungen Kindern etwa unter zwei Jahren suchen wir individuell 
und mit Blick auf das Kindeswohl nach Lösungen. 
Durch das Angebot der Gruppenformen G1, G2 und G3 er -
möglichen wir es den aufgenommenen unterdreijährigen Kin-
dern, bis zum Schuleintritt unsere Einrichtung zu besuchen. 
Die Kinder der G2-Gruppe wachsen ganz natürlich aus ihrer 
Gruppe heraus und wechseln in die nächstgrößere Gruppe, wo 
sie schon Kinder und pädagogische Fachkräfte kennenlernen 
konnten. So erleben die Kinder Kontinuität und verlässliche 
Bezugspersonen in einer vertrauten Umgebung.
BILDUNGSBEREICHE MITEINANDER VERZAHNEN
Unsere pädagogischen Ziele orientieren sich an den „Bil-
dungsgrundsätzen für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kin-
dertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich NRW“, in 
denen umfassend und aus einer ganzheitlichen Sicht heraus 
alle einzelnen Bildungsbereiche beschrieben sind. Dabei steht 
das Kind im Mittelpunkt und wird in der Entwicklung seiner 
Persönlichkeit individuell, ganzheitlich und ressourcenorien-
tiert gefördert und gefordert. Die Fachkräfte begleiten es un-
ter Berücksichtigung seiner bisherigen Lebenserfahrung und 
unterstützen es in seinen (Selbst-)Bildungsprozessen. Unsere 
Einrichtung ist dabei der außerfamiliäre Lebensraum, der die 
frühkindliche Bildung, die bereits in der Familie verwurzelt ist, 
ergänzt und unterstützt. 
2.1.5 Frühkindliche Bildung
SPRACHLICHE BILDUNG
Die Sprache gilt als wichtigstes Kommunikationsmittel in 
der zwischenmenschlichen Beziehung. Sie stellt die grund-
legende Voraussetzung für die kognitive und emotionale Ent-
wicklung von Kindern dar und ist – zusammen mit der Schrift 
– eine Schlüsselqualifikation für Bildungserfolge.
Sprache ist eine der Grundlagen für die Persönlichkeitsent-
wicklung des Kindes. Sprachkompetenz versetzt das Kind in 
die Lage, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, sich 
Wissen anzueignen, sich die Welt zu erschließen. Durch sie 
ist das Kind in der Lage, seine Gefühle und Bedürfnisse aus-
zudrücken. Die Sprachentwicklung steht in einem engen 
Zusammenhang mit der Wahrnehmung, Bewegung, Denkfä-
higkeit und dem emotionalen Wohlbefinden. Gute Vorausset-
zungen in diesen Bereichen unterstützen die Entwicklung von 
Sprachkompetenz.
Der Erwerb und die Erweiterung der Sprachkompetenz ist ein 
Bestandteil der alltäglichen pädagogischen Arbeit in der 
KiTa. Die Förderung der Sprache beginnt schon im Eltern-
haus und bildet den Grundstein für die weitere Entwicklung. 
Regelmäßige Besuche mit Vorlesenachmittagen, Erzählrun-
den und Aufführungen seitens der KiTa-Kinder sollen auf der 
Tagesordnung stehen, und verdeutlichen, dass alle Beteilig-
ten profitieren. Auch ist der Einbezug der eigenen Großeltern 
in Form von Vorlese- und Geschichtennachmittagen in den  
KiTa-Alltag angedacht. Weitere Kooperationen zur Anbah-
nung von Alltagsbegegnungen sind denkbar.
Konkret werden wir Alltagsbegegnungen zum generationsüber-
greifenden Lernen und Leben ausbauen. Wir orientieren uns 
hierbei am pädagogischen Ansatz des „voneinander Lernens“, 
der zeigt, dass Lernen hierbei wechselseitig stattfindet. 
2.1.4 Pädagogische Zielsetzungen
ORGANISATION UNSERER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
Im Zuge eines Umzugs in das Objekt in der Hansestraße 
streben wir ein teiloffenes Konzept an; d. h. die Kinder ha-
ben feste Gruppen mit festen Fachkräften. In den Gruppen 
gibt es jeweils eine eigene Tagesstruktur (morgens gemein-
sam beginnen, nachmittags gemeinsam verabschieden). Da-
zwischen können die Kinder der G1- und G3-Gruppe nach 
Absprache mit den pädagogischen Fachkräften ihre eigene 
Gruppe verlassen und sich Spielpartner suchen, wenn nicht 
bestimmte gruppeninterne Aktionen anstehen.
In dem Zuge planen wir, gruppenübergreifend altersspe-
zifisch zu arbeiten. Das bedeutet, dass einzelne Fachkräfte 
regelmäßig mit allen Kindern einer Altersgruppe arbeiten und 
Projekte planen. Auch die Vorschulgruppe für die ältesten 
Kinder ist eines dieser Angebote. Die wöchentliche alters-
spezifische Kleingruppenarbeit ist auch in unserer bisherigen 
eingruppigen Einrichtung ein sehr wertvoller Bestandteil un-
seres Wochenplanes.
Die Kinder der G2-Gruppe verbringen den Tag in weiten Tei-
len in ihrer eigenen Gruppe und statten ggf. mit ihren Bezugs-
personen Besuche in anderen Gruppen oder im gemeinsa-
men Flur ab. So haben sie altersentsprechend ihren eigenen 
geschützten Bereich, können sich aber auch langsam an das 
allgemeine KiTa-Leben herantasten.
Wichtig ist uns im Allgemeinen, Berührungspunkte für alle 
Kinder zu schaffen. Gemeinsame Spielbereiche im Flur laden 
dazu ein, die Kinder der anderen Gruppen kennenzulernen. 
Ein einmal wöchentlich am Morgen stattfindender Singkreis 
im Flur an, in dem jede Gruppe ihr momentanes Lieblingslied 
vorstellt und mit allen gemeinsam singt, stärkt das Gemein-
schaftsgefühl.
Das Anbieten pädagogischer Angebote für bestimmte Al-
tersgruppen (in denen sich Kinder aus zwei oder allen drei 
Gruppen treffen können) und das teiloffene Konzept an 
sich, in dem die Kinder ihre Gruppen für einen bestimmten 
Zeitraum verlassen und andere Gruppen besuchen dürfen, 
haben zum Vorteil, dass die pädagogischen Fachkräfte alle 
Kinder der Einrichtung gut kennenlernen. So ist es möglich, 
eine gegebenenfalls benötigte Randzeitenbetreuung vor 
oder nach der Kernöffnungszeit durch unsere pädagogi-
schen Fachkräfte anzubieten und gleichzeitig unseren ho-
hen pädagogischen Ansprüchen (gute Bindung, Kontinuität 
und Verlässlichkeit) gerecht zu werden. Denn auch, wenn

1514
• im Morgenkreis durch Reime, Fingerspiele, Rätsel, Lie-
der ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln
• Ausflugserlebnisse als Anlass zum Erzählen und Austau-
schen zu nutzen
Die Sprachförderung fließt in alle Bereiche ein, denn Sprache 
begleitet uns u. a.:
• im Freispiel
• bei alltäglichen Handlungen, wie z. B. Händewaschen, 
An- und Ausziehen usw.
• beim Wickeln
• beim Vorlesen und Betrachten von Bilderbüchern
• bei Gesellschaftsspielen
• beim Basteln
• in der Morgenrunde
• beim Singen
• bei Fingerspielen
• im Rollenspiel
• beim Turnen
• beim Essen
Seit August 2016 nutzen die pädagogischen Fachkräfte das 
Beobachtungsverfahren BaSiK (Begleitende alltagsinteg-
rierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertagesein-
richtungen). Bei BaSiK handelt es sich um ein Verfahren, 
das eine alltagsintegrierte, begleitende Beobachtung der 
kindlichen Sprachentwicklung ab dem vollendeten ersten 
Lebensjahr in Kindertageseinrichtungen ermöglicht. Das Ziel 
In Entwicklungsgesprächen vermitteln die pädagogischen 
Fachkräfte den Eltern die Bedeutsamkeit des alltäglichen 
Sprachgebrauchs und den hohen Stellenwert, den sie als 
Vorbilder einnehmen. 
Sprachliche Bildung findet in unserer Einrichtung alltagsin-
tegriert statt und orientiert sich an den Interessen und indivi-
duellen Kompetenzen der Kinder. Sie steht immer im Kontext 
der Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder.
Wir geben unseren Kindern die Möglichkeit:
• im Alltag über ihre Gefühle, Gedanken und Erlebnisse zu 
sprechen
• Gesprächsregeln zu erlernen (anderen zuzuhören und sie 
aussprechen zu lassen)
• durch gezielte Spielangebote die Körpersprache, Ges-
tik, Mimik zu erlernen
• durch ein differenziertes Bücherangebot das Interesse 
an Sprache zu wecken
• beim Besuch der ortsnahen Bücherei Bücher auszulei-
hen
• eine Streitkultur zu entwickeln, in der die Kinder lernen, 
ihre Konflikte verbal zu lösen
Dies geschieht u. a.
• durch Musik in ihren unterschiedlichen Formen  
(z. B. Trommeln, Klatschen, Singen)
• beim Tanzen
• beim Handpuppenspiel
• beim Theaterspiel
• beim Rollenspiel
• beim Gestalten
• beim Werken
Die pädagogischen Fachkräfte singen viel mit den Kindern 
gemeinsam (eine Gitarre kommt auch zum Einsatz), z. B. in 
den regelmäßigen Morgenkreisen oder im Alltag. Das Singen 
sehen wir als einen bedeutenden Teil der pädagogischen Ar-
beit an, da es die Gemeinschaft fördert, die Gefühle der Kinder 
unmittelbar anspricht (Lieder können lustig, spannend, albern, 
traurig sein), die Aufmerksamkeit der Kinder in dieser einen be-
stimmten Sache aber auch untereinander erhöht, die Sprache 
fördert und Rituale bietet. Musik fördert die Freude am Leben 
und die gesamte Persönlichkeit des Kindes. Das gemeinsame 
Singen stärkt die soziale Kompetenz und die Sprachentwick-
lung. Beim Singen und Musizieren lernen die Kinder, die eigene 
Stimme, das eigene Gehör und die eigenen Bewegungen mit 
den Stimmen der anderen Kinder und dem Rhythmus des Lie-
des zu koordinieren.
Andere musikalische Varianten erleben die Kinder, wenn sie 
unsere Instrumente wie Trommeln oder Klangstäbe nutzen.
Zudem bieten wir den Kindern zum kreativen Gestalten  
unterschiedlichste Farben und Materialien an, wobei wir 
auch gerne auf kostenloses Material wie Kartons oder Klo-
papierrollen zurückgreifen. 
Die Kinder können verschiedene Handpuppen nutzen und 
erleben auch die Fachkräfte, wie sie Handpuppen im Mor -
genkreis oder als Kasperletheater einsetzen. 
Beim Werken werden wir momentan durch eine werkerfahre-
ne Mutter unterstützt, die sich Zeit für die Kinder nimmt.
NATURWISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHE BILDUNG
Kinder beobachten ihre Umgebung genau und sind Meister 
der Warum-Fragen. Neugierde und Wissensdrang bringen sie 
dazu, Beobachtungen genau zu hinterfragen. Dabei erwar -
ten sie von den Erwachsenen keine vorgefertigten Antworten, 
sondern Begleitung bei der Suche nach Antworten. Die Kin-
der lernen nicht über bloße Erklärungen, sondern über das 
eigene Tun. Die Fachkräfte teilen die Neugierde der Kinder 
und schaffen Möglichkeiten, vielfältige Erfahrungen zu ma-
chen und den aufkommenden Fragen nachzugehen. 
In unserer Einrichtung haben unsere Kinder z. B. folgende Mög-
lichkeiten naturwissenschaftlicher-technischer Erfahrungen:
• das Auseinanderschrauben eines alten Radios an der 
Werkbank
• das Brotbacken und Erleben, wie die Hefe den Teig ver-
größert
• das Verfolgen des Weges von der Kaulquappe bis zum 
Frosch am Oedingteich
dieser Methode ist, den Sprachentwicklungsverlauf eines Kin-
des kontinuierlich zu dokumentieren und darüber hinaus spe-
ziellen Förderbedarf ableiten zu können. Aufbauend auf den 
Beobachtungen können Maßnahmen für die alltagsintegrierte 
Sprachbildung entwickelt werden, in denen Kinder individuell 
gefördert werden. Das Beobachtungsverfahren liegt in einer 
Fassung für Kinder unter drei Jahren und einer Version für Kin-
der von drei Jahren bis zum Schuleintritt vor.
UMGANG MIT MEDIEN
Medien sind Mittel zum Zweck, um zu kommunizieren und 
sich Wissen anzueignen. Kinder wachsen heute in der Fa-
milie mit einer Vielzahl von Medien auf. In unserer heutigen, 
medienüberlasteten Welt entkommen sie ihnen kaum, selbst 
wenn sie es wollen. Zudem bergen manche Medien die Ge-
fahr, als Zeitvertreib oder Ersatzbefriedigung eingesetzt zu 
werden und haben somit Suchtpotential.
In unserer Einrichtung bieten wir den Kindern einen Schutz-
raum vor Medienüberreizung. Wir setzen ausgewählte Me-
dien wohl dosiert ein. Dazu gehören Bilder- und Vorlesebü-
cher sowie CDs (Hörbücher oder Musik).
Themenplakate über heimische Vögel, Teichbewohner, Buch-
staben und Zahlen oder eine Weltkarte laden zum Betrachten 
ein und bieten Erzählanlässe. Eigene, mit den Kindern ge-
staltete Plakate und Collagen dokumentieren Projekte oder 
Ausflüge und lassen die Gemeinschaft am Erlebten teilhaben.
Gemeinsam mit den Fachkräften besteht die Möglichkeit, im 
Internet nach Sachverhalten zu suchen, die für die Beantwor-
tung einer Frage wichtig sind, oder sich ein Wunschmandala 
auszusuchen. 
Für das Rollenspiel dürfen die Kinder ausgediente Handys 
und Telefone benutzen.Bei Ausflügen oder auch im pädago-
gischen Alltag dürfen die Kinder mit der Begleitung der päda-
gogischen Fachkräfte die KiTa-Kamera benutzen (jede Grup-
pe besitzt eine eigene Kamera). So können die Kinder Dinge, 
die ihnen wichtig sind, fotografieren. Von Kindern erstellte 
Fotos sind wertvolle, aussagekräftige Bilder, die genau ihre 
Sicht darstellen und den pädagogischen Fachkräften dazu 
verhelfen, die Welt aus Kinderaugen zu sehen.
Denkbar ist das Installieren einer KiTa-Zeitung, die zweimal 
jährlich erscheint. Sie dient als Medium für Eltern und Kinder, 
um über Projekte und Feste zu berichten. Die Kinder erfahren 
somit Wertschätzung ihrer Projektergebnisse und darüber hi-
naus ergibt sich damit eine gute weitere Möglichkeit der Au-
ßendarstellung.
MUSISCH-ÄSTHETISCHE BILDUNG
In diesem Bereich werden die künstlerischen und musischen 
Fähigkeiten der Kinder angesprochen und gefördert. Ästhe-
tische Bildung ist das Ergebnis sinnlicher Erfahrungen in Bil-
dungsprozessen und hat somit einen hohen Stellenwert. Die 
Vielfalt an Erfahrungen, die mit den Sinnen aufgenommen 
werden, fördert facettenreiches, kreatives Denken. Zudem 
bekommen die Kinder die Möglichkeit, ihr inneres Bild durch 
das kreative Tun auch äußerlich darzustellen und somit ihr 
Denken mit den eigenen Sinnen zu erfahren und ihre Gefühle 
auszudrücken.

1716
Oft verhindern Überfürsorglichkeit oder mangelnde Zeit von 
Erwachsenen diese von Kindern selbst initiierten und damit 
als besonders befriedigend empfundenen Kompetenzerfah-
rungen. Umgekehrt wirken sich Lob und Bestätigung bei der 
Bewältigung eines selbst gesetzten Ziels besonders positiv 
aus. Der Wunsch, etwas alleine tun zu wollen, ist für alle Kin-
der ein besonderer Entwicklungsanreiz.
Im Alltag schaffen die pädagogischen Fachkräfte Situationen, 
in denen das Nachahmungs- und Autonomiestreben der 
Kinder gefördert wird.
 
Die Selbstwirksamkeitserfahrungen heben das Selbstwert-
gefühl der Kinder und unterstützen wiederum die Motivation, 
sich weitere lebenspraktische Fertigkeiten anzueignen. Da 
die Entwicklung der Kinder nicht isoliert verläuft, werden ganz 
nebenbei andere entwicklungsrelevante Fähigkeiten, wie z. B. 
die Feinmotorik und die Kognition geübt.Unsere Kinder ma-
chen angeleitet durch das pädagogische Team, Erfahrungen 
bei ihrer selbständigen Sorge für ihre eigene Person wie z. B.
• das eigene Ankleiden 
• das Schuhe Anziehen 
• das Umziehen vor dem Turnen
• das selbständige Auffüllen und Essen von Speisen
• die selbständige Körperpflege, wie z. B. Toilettengang, 
Händewaschen, sich Waschen, Zähneputzen, sich mit-
Sonnencreme Eincremen
Wir beziehen unsere Kinder in alltägliche und hauswirt-
schaftliche Tätigkeiten ein, wie z. B.
• sich selbst Wasser an der Trinkstation in den eigenen Be-
cher einschenken, 
• Dinge abwaschen und abtrocknen, 
• Blumen pflanzen und gießen 
• Tisch decken und abräumen, Tische abwischen, Boden 
fegen
• wöchentliches Backen von Brot
• Kuchen backen
• Schneiden von Obst
• das Einhalten von Ordnung
Im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten lernen die Kinder 
den Umgang mit unterschiedlichen Geräten, Materialien, 
Werkzeugen und Werkstoffen kennen. Unsere Kinder können 
ihre lebenspraktischen Fähigkeiten auch beim Erkunden der 
Lebenswelt und ihres Sozialraumes erwerben, wie z. B. 
• beim Weg zur nahgelegenen Turnhalle, die man über die 
Marktallee in Hiltrup erreicht (Apotheken, Schulen, Ge-
schäfte, Post) 
• bei kleineren Einkäufen für pädagogische Aktionen
• der Suche nach dem Briefkasten um Post zu verschicken
• bei Ausflügen in die Bücherei, zum Bäcker oder zur Feuerwehr
• das Erleben eines fallenden Bauklötze-Turms und die 
Frage, ob es an der Höhe oder an der Bauweise lag
• das Erkennen von Oberflächenspannung, wenn der 
Wasserläufer am Oedingteich über das Wasser läuft
• die Erfahrung von unterschiedlichen Wetterlagen und 
das Erkennen erster Zusammenhänge (wenn sich eine 
Wolke vor die Sonne schiebt, wird es dunkler; aus man-
chen Wolken regnet es, aus manchen aber nicht; wenn 
es kalt wird, wird aus Regen Schnee)
MATHEMATISCHE BILDUNG
Viele Kinder lieben es zu zählen, sind fasziniert von großen 
Zahlen und benutzen im täglichen Alltag gerne Abzählreime. 
Sie nehmen beim Klettern, miteinander Toben usw. unter -
schiedliche räumliche Perspektiven ein und experimentieren 
gerne mit unterschiedlichem Baumaterial. Eine Vielfalt an Ma-
terial aus dem täglichen Alltag bietet den Kindern die Möglich-
keit, ihr Interesse an mathematischer Bildung zu unterstützen.
Wir geben unseren Kindern die Möglichkeit:
• verschiedene Ordnungssysteme kennenzulernen und 
Strukturen zu entdecken (Spielzeugregale mit unterschied-
lichem Spielmaterial in Kisten, Jahreszeitenuhr)
• eine größere Menge vielfältiger Materialien zur Verfügung 
zu haben, wie z. B. Wäscheklammern, Eisstiele, Perlen, 
Bausteine usw.; diese können sie in unterschiedlichster 
Weise nach Größen, Formen, Farben etc. sortieren
• das Konzept der Menge im täglichen Alltag kennenlernen: 
Umgang mit Waage und Messbecher beim Backen 
ein Kind zählt die Kinder im Morgenkreis wir bilden zwei 
gleichgroße Gruppen für ein Wettspiel
• Strukturen verschiedener Abläufe wiedererkennen (Tag und 
Nacht, Wochenplan, Tagesablauf, Geburtstage, Jahreszeiten)
LEBENSPRAKTISCHE BILDUNG
„Hilf mir, es selbst zu tun“ 
(Maria Montessori)
Von sich aus haben Kinder ein großes Bedürfnis, sich an den 
Tätigkeiten der sie umgebenden Personen zu orientieren. 
Häufig kann man bereits sehr junge Kinder im Alltag beob-
achten, wie sie die Tätigkeiten der Erwachsenen nachahmen; 
wie sie z. B. mit einem Telefon telefonieren, mit einem Besen 
den Boden fegen usw. Besonders bei kleinen Kindern be-
steht ein starker Wille, Dinge selbst tun zu können. 
Aber auch bei den älteren Kindern besteht ein großes In-
teresse, nachzuahmen, was andere Kinder schon können. 
Lebenspraktische Tätigkeiten bieten Kindern von klein auf 
eine Fülle von Lerngelegenheiten, die sie in ihrem Selbstbild 
stärken. Wegen ihrer Vielseitigkeit ist die Lebenspraxis ein 
elementarer Baustein im Prozess der frühen Bildung, gerade 
auch für die unter Dreijährigen. Deswegen ist es uns beson-
ders wichtig, den Kindern viele Möglichkeiten zu bieten, die 
lebenspraktischen Kompetenzen zu erwerben oder bereits 
Erprobtes zu festigen.
arbeiten. Dazu benutzen sie z. B. Verkleidung oder Handpup-
pen, aber auch Dinge des alltäglichen Gebrauchs. Kinder in 
diesem Alter wählen zudem bewusst Konstruktionsmaterial 
wie Bausteine/Duplo und Puzzles, mit dem sie ihre kognitiven 
Fähigkeiten üben.
Ältere Kinder, die sich im Übergang zur Grundschule befinden, 
erproben sich mit Vorliebe an Geschicklichkeits-, Wett- und 
Reaktionsspielen. Auch in dieser Phase werden immer noch 
gerne Phantasien in Rollenspielen ausgelebt.
In unserer Einrichtung sehen wir den Wert des Spiels als sehr 
hoch an und räumen den Kindern täglich Freispielphasen ein, 
in denen sie Material, Spielpartner und Ort (wenn es perso-
nell möglich ist) selbst wählen können. Die einzelnen Gruppen 
sind altersgerecht ausgestattet; das Spielmaterial sowie des-
sen Aufbewahrung orientiert sich am Alter der Kinder in der 
jeweiligen Gruppe. Räume, die gemeinschaftlich genutzt wer-
den (Differenzierungsräume, Flur, aber auch der Garten) sind 
entsprechend ausgestattet, so dass alle Kinder diese gefahrlos 
nutzen können. Zudem bieten sie die Möglichkeit der Begeg-
nung für alle Kinder der Einrichtung. Jüngere und ältere Kinder 
treffen zusammen und profitieren von den Vorteilen der Alters-
mischung (Jüngere lernen am Vorbild der Älteren, Ältere üben 
sich in Rücksichtnahme).
Das Spiel fördert unmittelbar das Sozialverhalten. Jüngere 
Kinder, die entwicklungsgemäß noch sehr auf die eigenen 
Bedürfnisse fokussiert sind und nebeneinander her spie-
len, entdecken Spielpartner. Das geht nicht immer ganz rei-
bungslos vonstatten; hier machen die Kinder erste wichti-
ge soziale Erfahrungen. Später bilden sich Freundschaften 
und Spielgrüppchen, in denen Konflikte erlebt, Verhand-
lungen geführt und Zugeständnisse gemacht werden. Die 
Rolle der Fachkraft ist es, die Kinder zu beobachten, bei 
SPIEL
„Kinder sollen mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage 
tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein 
ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man 
später sein ganzes Leben lang schöpfen kann.“
(Astrid Lindgren)
Das Spiel ist eine ureigene Ausdrucksform des Kindes und 
zudem ein zentrales Mittel, sich seine Welt anzueignen. Somit 
ist es auch elementar, um frühkindliche Bildungsprozesse in 
Gang zu setzen. Alle sinnlichen, körperlichen, sozialen, kog-
nitiven, ästhetischen und biografischen Erfahrungen können 
im Spiel aufgegriffen, dargestellt und geprobt werden. Dabei 
ist das Spiel eine selbstbestimmte Tätigkeit des Kindes, in der 
immer die Handlung und nie das Ergebnis das Ziel ist. Somit 
ist das Spiel auch immer ein ganzheitliches Lernen mit allen 
Sinnen, starker emotionaler Beteiligung und geistigem und 
körperlichem Kraftaufwand. Im Spiel findet Selbstbildung aus 
eigenem Antrieb statt, indem das Kind die für sich relevanten 
Themen selbst wählt und ohne Versagensängste bearbeitet. 
Durch Versuch und Irrtum werden eigene Schwächen erkannt 
und bearbeitet, aber auch eigene Stärken erfahren, was zu 
Selbstvertrauen führt.
Je nach Alter variiert die Form des Spiels. Kleinkinder set-
zen insbesondere ihre Sinne ein: u. a. Untersuchen von Ge-
genständen, Tasten, Schmecken, Fühlen, Hören, Riechen. 
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnisgewinnung über die Be-
schaffenheit unterschiedlichster Materialien. Erweiterung der 
Sprache findet mittels Sprach- und Fingerspiele, Kniereiter 
und Singen statt. Später, in der Phase zwischen Kleinkind 
und Schulkind, setzen Kinder viel Phantasie ein, indem sie 
Rollenspiele spielen und so die von ihnen wahrgenommene 
Wirklichkeit konstruieren, nachspielen, neu konstruieren und 
in einem für sie erfassbaren Rahmen selbst erleben und ver -

1918
Die Entwicklungsdokumentation basiert in unserer Einrich-
tung auf der offenen Beobachtung. Individuelle Mappen do-
kumentieren die Bildungsprozesse eines jeden Kindes. Dazu 
zählen bestimmte Bildungsanlässe wie Projekte, das Turnen, 
Ausflüge, aber auch alltäglich neu erlernte Fähigkeiten und 
Fertigkeiten, die anhand von Fotos oder selbst gestalteten 
Werken dargestellt werden. Die Kinder haben jederzeit die 
Möglichkeit, ihre Mappen selbständig einzusehen und um wei-
tere besondere gebastelte oder gemalte Werke zu ergänzen. 
Sie dienen als Gesprächsanlass zwischen Kind und Fachkraft 
und geben einen Einblick in ihren Entwicklungsverlauf.
Zusätzlich zur individuell gestalteten, offenen Dokumentati-
on für jedes Kind setzen die Fachkräfte das standardisierte 
Dokumentationsinstrument „BaSIK“ für alle Kinder ein. Damit 
erfüllt die Einrichtung die gesetzlichen Vorgaben zur Doku-
mentation der Sprachentwicklung von Kindern in Kinderta-
geseinrichtungen.
Bei allen Vorteilen, die wir in einer individuellen, offenen Beob-
achtung und Dokumentation sehen, streben wir im Zuge einer 
Vergrößerung die Verwendung eines standardisierten Be-
obachtungs- und Dokumentationsverfahrens an. Ziel ist es, 
damit verlässliche Dokumentationen von allen Kindern zu er-
stellen, die durch individuelle Beobachtungen ergänzt werden.
Alle Dokumentationen sind auch Grundlage von Entwick-
lungsgesprächen.
 
2.2 NATUR UND UMWELT
Pflanzen, Tiere und Menschen brauchen sich gegenseitig 
und stehen in Wechselbeziehungen zueinander. Mit unserem 
natur- und umweltpädagogischen Ansatz verfolgen wir das 
Ziel, die Kinder an einen achtsamen Umgang mit der Natur 
heranzuführen. Dazu brauchen sie gute Vorbilder, die ihnen 
den Umweltschutz nahebringen. 
Vom Erwachsenen können sie einen verantwortungsvollen 
Umgang mit der Natur lernen. Die Kinder erleben ihre Umwelt 
mit allen Sinnen. Besonders draußen in der Natur nehmen sie 
viele visuelle, akustische, körperliche und emotionale Anreize 
auf und verarbeiten sie. Gleichzeitig entwickeln sie ihren Ori-
entierungssinn weiter.
Wir geben den Kindern die Möglichkeit:
• einen sorgsamen Umgang mit den Pflanzen und Tieren 
zu erlernen
• Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen
• sich in kindgerechten Sachbüchern über Tiere und Natur 
zu informieren
• im Garten zu pflanzen und zu säen, um den natürlichen 
Lebenszyklus vom „Werden“ über das „Ernten“ bis zum 
„Vergehen“ kennenzulernen sowie auch die Pflege der 
Pflanzen zu übernehmen
• die Umwelt außerhalb der KiTa kennenzulernen; im nah-
Bedarf zu unterstützen und Stärken zu erkennen und aus-
zubauen; aber auch, den Kindern ihr Verhalten gegenüber 
anderen Kindern zu spiegeln, Alternativen zu bieten und so 
die Kinder dabei zu unterstützen, empathisch gegenüber 
Mitmenschen aufzutreten und gewaltfrei Konfliktlösungen 
zu suchen.
Ältere Kinder spielen gerne unbeobachtet und für sich; sie 
dürfen sich nach Absprache mit den Fachkräften auch al-
lein in einem Raum aufhalten. Je kleiner die Kinder sind, 
desto mehr suchen sie im Spiel die Nähe eines Erwachse-
nen. Die Fachkräfte begleiten die Kinder in den Freispiel-
phasen, sind manchmal Mitspieler, oft Beobachter. Das 
intensive Spiel der Kinder bietet den Fachkräften eine gute 
Gelegenheit, die Kinder zu beobachten und die daraus er -
haltenen Informationen als Grundlagen für Elterngesprä-
che zu nutzen oder auch zu ermitteln, mit welchen Themen 
sich das Kind gerade beschäftigt.
Die Fachkräfte greifen Ideen und Wünsche der Kinder auf 
und tauschen dementsprechend Materialien aus. So kann 
sich eine Spielecke thematisch ändern (z. B. von Lese- zur 
Verkleidungsecke oder Duplosteine werden gegen Kapla-
steine ausgetauscht). Ein maßvolles Angebot an Material  
verhindert Reizüberflutung und weckt Interesse für neue 
Themen.
Das Freispiel in der Natur hat einen sehr großen Stellen-
wert. Natur verändert sich ständig, ist täglich im Wandel, 
es gibt immer etwas Neues zu entdecken, wenn man Glück 
hat, sogar Lebewesen wie Kellerasseln, Spinnen, Schne-
cken, Frösche, Mäuse, Vögel, Eichhörnchen, Kaninchen. 
Alle Naturerfahrungen faszinieren Kinder jeden Alters glei-
chermaßen und bieten ganz nebenbei Lernerfahrungen 
mit allen Sinnen. Tägliche Entdeckungstouren im Garten 
bieten immer wieder Neues. Die Kinder nutzen die große 
Fläche zum Stillen ihrer unbändigen Bewegungsfreude und 
rennen oder rollern durch den Garten, erklimmen Kletter -
gerüst und Rutsche, hüpfen auf dem Trampolin und klet-
tern auf dem Kletterbaum. Der Sandkasten im Garten ist 
ein unverzichtbares und in allen Altersgruppen beliebtes 
Spielelement: Hier wird gebaggert, gebaut, Eis verkauft, 
mit Wasser gematscht, und er lädt somit zu Rollenspielen 
und Sinneserfahrungen ein.
Der nahegelegene Wald und der Spielplatz in der Nähe 
sind weitere optimale Ausflugsziele. Freispiel in der Natur 
bietet unzählige Bewegungsanlässe, Erfahrungen und Sin-
neseindrücke.
2.1.6 Dokumentation
Grundsätzlich verfahren wir bei der Dokumentation von Ent-
wicklungsprozessen der Kinder unserer Einrichtung ressour -
cenorientiert, d.h. die Fachkräfte 
• sind Bildungs- und Lernbegleiter des Kindes
• verfolgen das Ziel, individuelle Stärken des Kindes zu 
erkennen und anhand dieser Erkenntnisse weiter aufzu-
bauen.

2120
tet sich die Chance, sich aktiv und im eigenen näherem 
Umfeld für die Umwelt einzusetzen. Damit werden wir auch 
unserem Grundsatz der Partizipation gerecht: durch aktive 
Beteiligung am Erhalt unserer Umwelt, Übernehmen von 
Verantwortung, verantwortliches Handeln. 
Bachpaten praktizieren Umweltschutz in organisierter, syste-
mischer und vorbildlicher Weise. Für unsere Einrichtung heißt 
das konkret:
• Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Gewässern
• Regelmäßige Präsenz am Oedingteich
• Säubern, z. B. im Zuge von Aktion „Sauberes Münster“
• Dokumentation, z. B. über den Wasserstand und Auffäl-
ligkeiten um und im Teich 
Durch die Kooperation stärken wir unser Profilverständnis einer 
naturverbundenen KiTa. Aufgrund der Lage unseres Hauses 
können wir wöchentliche Besuche des Teiches ermöglichen 
und das Ufer des Gewässers ausgiebig erforschen. Die Kinder 
lernen hautnah und in eigener Verantwortung die bewusste 
Wahrnehmung und Wertschätzung von Natur und Umwelt. 
Es wird auch auf Umweltverschmutzungen hingewiesen und 
thematisiert. In enger Kooperation mit Dr. Thomas Hövel-
mann werden wir mit den Kindern Projekte zum Aufgabenfeld 
der Betreuung des Oedingteiches auf den Weg bringen. Dazu 
werden regelmäßige Beobachtungen von Tieren und Pflan-
zen im und um den Teich gehören.
Auch die jährliche Teilnahme an der „Aktion Sauberes Müns-
ter“ lässt sich gut in unseren neuen Schwerpunkt einbinden. 
So kann auch das Thema Umweltverschmutzung am Oe-
dingteich und im naheliegenden Wald regelmäßig Thema 
werden. Unterstützung erhalten wir durch die nah gelegene  
NABU-Station.
2.3 GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND 
-ERHALTUNG
2.3.1 Bewegungsförderung
„Die Schatten bewegen sich, die Tiere bewegen sich, sogar 
die Erde bewegt sich. Wie kann ich da stillsitzen?“ 
(Afrikanisches Sprichwort)
In unserer Gesellschaft wird, vor allem bei Kindern, immer 
mehr Bewegungsmangel festgestellt. Das hat gravierende Fol-
gen für die physische und psychische Entwicklung des Kindes.
Bewegung ist für Kinder ein natürliches Bedürfnis und schafft 
die Grundlage für jegliches Lernen. Dies gilt somit nicht nur 
für die motorische, sondern auch für die kognitive, emotiona-
le und soziale Entwicklung. Darüber hinaus ist sie der Motor 
für die Sprachentwicklung.
Ein Kind lernt durch Bewegung die Kenntnisse über sich 
selbst und seinen Körper, bekommt Vertrauen in die eigene 
gelegenen Wald die Veränderungen innerhalb der Jah-
reszeiten zu erleben
• einmal jährlich eine Waldwoche zu erleben, die vielfältige 
Tier- und Pflanzenwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen 
und durch Lupen, Ferngläser etc. noch einen „genaue-
ren“ Einblick zu bekommen
• bei der Aktion „Sauberes Münster“ unseren benachbar-
ten Wald von Müll zu befreien und so aktiv ein Umwelt-
bewusstsein auszubilden
• in pädagogisch angeleiteten Aktionen (z. B. durch den 
NABU, die „Wildniswerkstatt“, durch die Fachkräfte 
selbst oder durch engagierte Eltern mit Fachwissen) ihre 
Neugierde zu wecken und ihr Wissen mit allen Sinnen zu 
erweitern
ZUSAMMENARBEIT MIT DEM NABU
Im Juli 2017 hat unsere Elterninitiative in Zusammenarbeit 
mit dem Naturschutzbund (NABU)
1 eine sogenannte Bach-
patenschaft für den Oedingteich in Münster-Hiltrup übernom-
men. Damit ist sie die erste KiTa in Münster, die als Bachpa-
ten ein Gewässer betreut.
Bachpaten helfen durch ihren ehrenamtlichen Einsatz der 
Stadt Münster bei der Betreuung von Gewässern. Hier bie-
1 Vertreten durch Herrn Dr. Thomas Hövelmann
ziergängen ermuntern die Fachkräfte die Kinder, kleine 
Bewegungsanreize wie das Balancieren auf Mäuerchen 
oder das Slalomlaufen um Bäume zu nutzen
• Nutzung des nahe gelegenen öffentlichen Sportplatzes 
Hiltrup Süd (spontane Ausflüge mit den Kindern oder ge-
plante Veranstaltungen für Familien wie z. B. ein kitain-
ternes Fußballturnier)
RAUM UND MATERIALIEN FÜR BEWEGUNG
Die pädagogischen Fachkräfte bewegen sich bevorzugt mit 
den Kindern im Freien. Das großzügige Außengelände fördert 
die Bewegungsfreude der Kinder und bietet vielfältige Bewe-
gungsanreize. Außerdem stehen dort Rutschautos, Laufrä-
der, Tretroller, Matsch- und Wasserspielsachen sowie diverse 
andere Spielsachen für alle Altersstufen zur Verfügung. 
Sinneserfahrungen über Bewegung erleben die Kinder durch 
Barfußlaufen im Sommer (geplant ist die Errichtung eines 
Barfußpfades), Kletter- und Wippmöglichkeiten.
Zur Förderung der Feinmotorik stellen die Fachkräfte den Kin-
dern darüber hinaus verschiedene Materialien zum Basteln, 
Schneiden, Kleben zur Verfügung und geben weitere Möglich-
keiten um die Motorik zu fördern, wie z. B. Knete, Bügelperlen, 
Webrahmen, Modelliersand und eine Bohnenkiste.
Mit allen Kindern nutzt das pädagogische Team täglich den 
Bewegungsraum in der KiTa. In Freispielphasen steht er den 
Kindern nach Absprache mit den Fachkräften zum freien 
Spiel zur Verfügung; zu festgelegten Zeiten bieten die Fach-
Person und kann somit sein Selbst-Konzept aufbauen. Durch 
Übungen im Gleichgewicht und in der Konzentration erfahren 
die Kinder körperliche Grenzen, Erfolg und Misserfolg. Sie 
lernen mit Hand und Fuß und wollen die Welt begreifen und 
erfassen. Dadurch erhalten sie ein besseres Körperbewusst-
sein und eine bessere Körperwahrnehmung.
Unsere Überzeugung, dass Menschen und vor allem Kinder 
ausreichend Bewegung benötigen, kommt in mannigfaltigen 
Bewegungsangeboten für unsere Kinder zum Ausdruck. Zwei 
Teilaspekte sind dabei wesentlich. Zum einen müssen Räu-
me und Möglichkeiten für die Bewegung geschaffen werden, 
zum anderen muss im Alltag Gelegenheit für Bewegung ein-
geräumt werden.
GELEGENHEIT FÜR BEWEGUNG
Wir legen großen Wert darauf, viele Gelegenheiten zur Bewe-
gung in unserem „typischen KiTa-Tag“ neben den anderen 
laufenden Angeboten zu verankern:
• Während der Bringphase (7:30 – ca. 9:15 Uhr):
• Im Freispiel wählen die Kinder nach ihren Interessen 
und Bedürfnissen ihre Spielpartner sowie auch die Art 
ihrer Beschäftigung. Sie können schon jetzt ihrem Be-
wegungsdrang in den dafür vorgesehenen Räumen oder 
nach Absprache im Garten nachkommen.
• Vor dem Mittagessen (ca. 10:30 – 11:45 Uhr):
• Im Freispiel, möglichst im Garten, stehen den Kindern 
unterschiedliche Spielgeräte und Fahrzeuge zur Erweite-
rung ihrer motorischen Fähigkeiten zur Verfügung. Kleine 
Bewegungsspiele fördern nebenbei auch die Sprachent-
wicklung („Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser“ etc.).
• Nach der Mittagspause (ca. 13:30 – 15:30 Uhr):
• Das Freispiel kann sowohl draußen im Garten als auch 
im Haus stattfinden; je nach den Bedürfnissen der Kinder 
und in Absprache mit den Fachkräften.
• Nach dem „Kaffeeklatsch“ (16:00 – Ende):
• Abholphase; in dieser Zeit suchen die Kinder sich je nach 
Situation ruhigere Aktivitäten oder nutzen häufig noch 
die letzten Minuten vor dem Abholen zum Rennen, Klet-
tern und Toben.
Inhaltlich bieten wir unseren Kindern bei diesen und anderen 
Gelegenheiten ein abwechslungsreiches Angebot:
• regelmäßig (i. d. R. wöchentliche) angeleitete Turnstun-
den für die Kinder
• Körpererleben durch Rangeln und Raufen in unserem 
Bewegungsraum
• Körperwahrnehmung durch z. B. Kuscheln, Kraulen und 
Massagen mit Igelbällen, was oft in der Ruhephase nach 
dem Mittagessen stattfindet
• Bewegungsspiele im Morgenkreis oder im Garten
• Ausflüge in den Wald oder zum Spielplatz; bei Spa-

2322
was diese Kinder stark macht, was sie gesund hält und woher sie 
die Kraft nehmen nicht nur zu überleben, sondern sogar gestärkt 
aus diesen schwierigen Lebensbedingungen hervorzugehen.
Nach Sit (2007) bezeichnet der Begriff „Resilienz“ die Fähig-
keit, selbst schwierige Lebenskrisen und schwere Schicksals-
schläge zu überstehen und gestärkt daraus hervorzugehen. 
„Resilienz steht somit für das Immunsystem der Psyche 
oder auch für den Schutzschirm der Seele.“ (Sit, 2007, S.1)
Für Doubek (2003) ist Resilienz:
• die Fähigkeit, Kummer zu kanalisieren, statt zu explodie-
ren.
• die Fähigkeit, negative Gefühle in positive Emotionen 
umzugestalten.
• die Fähigkeit, sich zu wehren.
• die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu meistern.
• die Fähigkeit, Rückschläge auszuhalten.
• die Fähigkeit, die Wunden der eigenen Seele zu heilen.
• der Wille zu überleben.
• die Disziplin, Herausforderungen anzunehmen.
Nach Sit (2007) haben neuste Resilienzforschungen erge-
ben, dass:
• Resilienz nicht angeboren, sondern erlernbar ist.
• Resilienz mit der Zeit und unter verschiedenen Umstän-
den variieren kann, da kein Mensch immer gleich wider -
standsfähig ist.
• die Wurzeln für die Entwicklung von Resilienz einerseits 
in der Person des Menschen, andererseits in seiner Le-
bensumwelt liegen.
Das Konzept der Resilienz legt die Aufmerksamkeit auf die 
Bewältigung von Risikosituationen sowie auf die Fähigkei-
ten, die Ressourcen und die Stärken jedes einzelnen Kindes, 
ohne dabei Probleme zu ignorieren oder zu unterschätzen. 
„Resiliente Kinder
• rechnen mit dem Erfolg eigener Handlungen,
• gehen Problemsituationen aktiv an, 
• nutzen eigene Ressourcen effektiv aus, 
• glauben an eigene Kontrollmöglichkeiten, erkennen aber 
auch realistisch, wenn etwas für sie unbeeinflussbar, d. 
h. außerhalb ihrer Kontrolle, ist.“ (Sit, 2007, 2)
Diese aufgezählten Fähigkeiten und Kompetenzen haben 
einen großen Anteil daran, dass Stressereignisse und Prob-
lemsituationen weniger als Belastung, sondern vielmehr als 
Herausforderung wahrgenommen werden. Dies hat zur Fol-
ge, dass die Kinder zu mehr aktiv-problemorientierten und 
weniger passiv-vermeidenden Bewältigungsstrategien ange-
regt werden. Dies führt wiederum dazu, dass sich die Kinder 
ihrem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert fühlen. 
Die pädagogischen Fachkräfte stärken deswegen unsere 
Kinder in ihren personalen Ressourcen.
Sie fördern konkret:
kräfte angeleitete altersspezifische Bewegungsangebote an, 
die auch gruppenübergreifend sein können.
Die zurzeit bestehende Möglichkeit, am Dienstagmorgen mit 
den älteren Kindern die Turnhalle Hiltrup Mitte zu nutzen, wol-
len wir beibehalten. Die Turnhalle wird fußläufig nicht mehr er-
reichbar sein, jedoch befindet sich eine Bushaltestelle direkt 
am KiTa-Eingang, die passend von der Linie 18 angefahren 
wird. Über die Organisation des Bustransfers werden wir im 
Bedarfsfall mit allen Eltern und den Stadtwerken beraten.
Neben den Angeboten im Rahmen unseres typischen Alltags, 
kooperieren wir auch mit der Praxis für Kinder
2 aus Hiltrup. 
Diese bietet uns den Zugriff auf Angebote in den Bereichen 
Physiotherapie, Heilpädagogik, Psychomotorik und Musik-
pädagogik.
2.3.2	Psychosoziales	Wohlbefinden
Soziale Beziehungen sind eine Grundvoraussetzung für 
alle Bildungsprozesse. Die Fachkräfte unserer Einrichtung 
unterstützen die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbe-
wusstseins, ihrer Identitätsfindung und ihrem konstruktiven 
Konfliktverhalten, damit sie sich sicher in der Gemeinschaft 
bewegen können und gesellschaftlich verantwortlich, rück-
sichtsvoll und tolerant handeln. Dazu gehört auch, dass wir 
den Kindern respektvoll und wertschätzend begegnen, damit 
diese in die Lage versetzt werden, ebenfalls anderen Men-
schen, Kulturen und Lebenswelten offen gegenüber zu treten.
Hierbei benötigen die Kinder die stetige Begleitung eines Er -
wachsenen, der sie mit Respekt und Empathie im täglichen 
Alltag unterstützt. Gefühle wie Angst, Wut und Unsicherheit 
z. B. in Konflikten oder auch vor Unbekanntem, vor ande-
ren Kulturen oder Menschen mit Behinderungen nehmen die 
Fachkräfte wahr und greifen sie in Gesprächen auf. Die Kin-
der haben die Möglichkeit, im Gruppenraum anhand von Ma-
gneten ihre Gefühle darzustellen. In Konflikten besprechen 
die Fachkräfte die Gefühle aller Beteiligten. Dabei lernen die 
Kinder einerseits, dass ihre eigenen Interessen wahr- und 
ernst genommen werden, dass aber auch die Gefühle des 
anderen wichtig und zu respektieren sind.
Aber auch Gruppenregeln gehören zum Zusammenleben 
dazu und hängen sichtbar für alle im Gruppenraum. 
In Entscheidungen, die die Kinder betreffen, beziehen wir die 
Kinder ein und stärken somit ihr Gefühl für Anerkennung, Zu-
gehörigkeit und Mitbestimmung.
Übermäßige Energie kann beim Toben abgebaut werden. Zum 
Wohlbefinden gehört auch, dass sich die Kinder nach den an-
strengenden Bewegungsspielen ausreichend erholen können. 
Dafür stehen natürlich die Mittagspause und kurze Ruhepha-
sen zur Verfügung. Aber auch während der Spielphasen ach-
ten die Fachkräfte darauf, dass kein Kind überfordert wird und 
ermöglichen im Bedarfsfall ausreichende Erholung.
RESILIENZ
Es gibt Kinder, die unter außerordentlich schlechten Lebensbe-
dingungen, wie z. B. Armut, Arbeitslosigkeit der Eltern oder Ge-
walterfahrungen, aufwachsen und sich entgegen aller Erwartung 
erstaunlich positiv und kompetent entwickeln. Man fragt sich 
2 www.praxis-fuer-kinder-in-hiltrup.de
• kompetente und fürsorgliche Fachkräfte, die als positi-
ve Vorbilder dienen, Mut zusprechen und vorleben, wie 
man Krisensituationen im Alltag bewältigt,
• positive Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen und 
Freundschaftsbeziehungen zu fördern
• ein wertschätzendes Klima in der Einrichtung 
SALUTOGENESE
Die Salutogenese als modernes Gesundheitskonzept spielt 
in unserer Neuausrichtung unseres Schwerpunktes „Gesund-
heitsförderung und -erhaltung“ eine zentrale Rolle.
Das von Aaron Antonovsky in den 70er Jahren entwickelte 
Konzept der Salutogenese benennt Faktoren und dynami-
sche Wechselwirkungen, die zur Entstehung und Erhaltung 
von Gesundheit führen und ist damit der Komplementärbe-
griff zur Pathogenese, der Frage nach krankmachenden Ri-
sikofaktoren. Laut Antonovsky ergänzen sich die salutoge-
netische und die pathogenetische Sichtweise; Salutogenese 
kann erst entstehen, wenn der Mensch in der Selbstregulati-
on bestrebt ist, die Gesundheit zu erhalten bzw. Krankheiten 
zu vermeiden. (Antonovsky, 1997)
Nach Antonovskys Auffassung bewegt sich jeder Mensch 
sein Leben lang auf einem Kontinuum zwischen den zwei 
Polen „maximale Krankheit“ und „maximale Gesundheit“. 
Ein Ungleichgewicht ist dabei der Normalfall; Bestrebung ist, 
dem gesunden Pol näher zu kommen. Antonovsky fand her -
aus, dass auch Menschen, die unter schlimmsten Bedingun-
• Problemlösefähigkeiten und Konfliktlösestrategien
• Eigenaktivität und persönliche Verantwortungsübernahme
• Selbstwirksamkeit und realistische Zuschreibungen
• Selbstwertgefühl
• soziale Kompetenzen, verbunden mit der Stärkung sozi-
aler Beziehungen
• effektive Stressbewältigungsstrategien, wie z. B. die 
Fähigkeiten, Unterstützung zu mobilisieren oder sich zu 
entspannen 
• den Umgang mit Gefühlen
Unser selbst gebasteltes Gefühlsbarometer hilft den Kindern, 
den Umgang mit ihren eigenen Gefühlen zu üben. Sie können 
ihr Foto an ein Feld mit ihrem aktuellen Gefühl (fröhlich, wü-
tend, traurig, ängstlich, aufgeregt) heften und so ihre inneren 
Empfindungen verdeutlichen. Neben diesen personalen Res-
sourcen tragen auch schützende Bedingungen in der Lebens-
umwelt des Kindes zur Entwicklung von Resilienz bei.
Explizit bedeutet dies:
• dem Kind eine stabile, emotional-positive Beziehung zu 
mindestens einer Bezugserzieherin zu bieten, aufgrund 
derer das Kind ein sicheres Bindungsmuster entwickeln 
kann
• ein unterstützendes und strukturierendes Erziehungs-
verhalten und einen Erziehungsstil zu leben, der durch 
Wertschätzung und Akzeptanz dem Kind gegenüber ge-
kennzeichnet ist

2524
Wasser zum Trinken können sich die Kinder den ganzen Tag 
über eigenständig am Wasserbuffet in ihrer eigenen Gruppe 
holen. Säfte und andere süße Getränke werden nicht ange-
boten. Die Kinder können bei uns Frühstück, Mittagessen, 
Zwischenmahlzeiten und einen Nachmittags-Snack („Kaf-
feeklatsch“) einnehmen. Das Mittagessen wird zum Betriebs-
start von einer lokalen Küche geliefert und in der Einrichtung 
für die Gruppen angerichtet. Bei der Auswahl des Dienstleis-
ters legen wir im Sinne gesunder und kindgerechter Ernäh-
rung großen Wert auf eine ausgewogene Zusammenstellung 
des Wochenmenüs (z. B. auch einmal in der Woche Fisch), 
auf Kenntnis und Mitsprache bezüglich verwendeter Zutaten 
und Zubereitungsarten sowie auf den Verzicht von unnötigen 
Zusatzstoffen. Zu jeder Mittagsmahlzeit wird Rohkost ge-
reicht; zum Nachtisch gibt es Quarkspeisen oder Obst; an 
warmen Tagen auch gelegentlich Eis. Das Frühstück und den 
Nachmittagssnack richten die pädagogischen Fachkräfte in 
ihren jeweiligen Gruppen an.
Brot für das Frühstück backen wir mit den Kindern regel-
mäßig zusammen; das verwendete Biogetreide mahlen wir 
selbst in unserer Mühle. Dazu gibt es dann Aufstriche, Frisch-
käse, Schnittkäse, Honig, Marmelade, Haferflocken, Rosinen, 
Kokosflocken und Milch für Müsli sowie Obst und Rohkost, 
aber keine Wurst.
Mit dem Einsatz möglichst natürlicher Lebensmittel wollen 
wir es den Kindern ermöglichen, eine Vielfalt an Geschmack, 
Geruch, Konsistenz und Aussehen zu bieten, um ihr senso-
risches Gedächtnis zu prägen. Verzichten möchten wir auf 
Aromen und Geschmacksverstärker, durch deren Verzehr der 
Sinn für die Geschmacksvielfalt natürlicher Lebensmittel ver-
loren geht. Bei Projekten, Festen oder manchmal auch ein-
fach nur so nutzen wir die Gelegenheit, mit den Kindern Ku-
chen oder Kekse zu backen oder gar ein ganzes Mittagessen 
zu kochen, wie z. B. im Herbst die Kürbissuppe. So erfahren 
sie, welche Zutaten sich in Lebensmitteln befinden und wie 
gut diese nach der Zubereitung schmecken.
Beim Einkaufen bevorzugen wir regionale Lebensmittel, z. 
B. Milch und Obst aus der Region und in Bio-Qualität. Dar-
über hinaus nutzen wir die Kooperationsmöglichkeit mit der 
nahegelegenen NABU-Station Münsterland. In gemeinsamen 
Exkursionen erfahren die Kinder z. B. über regionale Kräuter 
und Pflanzen, aus denen leckere Gerichte, Salate oder Back-
waren hergestellt werden können.
Natürlich mögen auch unsere Kinder Süßigkeiten. Die meis-
ten Kinder verzehren außerhalb der KiTa-Zeit sicherlich ab 
und zu Süßigkeiten, sodass wir darauf in der KiTa verzichten 
möchten. Eine Ausnahme stellt der Nachtisch dar. Besonder-
heiten sind Geburtstage der Kinder. Hier gibt es oft ein Stück 
Kuchen oder Eis, und auch die für die Deko des Kuchens 
verwendeten Gummibärchen & Co. dürfen selbstverständlich 
genüsslich gegessen werde.
 
Wenn Feste anstehen (Karneval, Sommerfest etc.), planen wir 
gerne ein Buffet, zu dem die Eltern etwas beitragen können. 
Auch hier achten wir darauf, dass ein Großteil der Nahrungs-
mittel gesund, ausgewogen und nahrhaft ist (Obstspieße, 
Rohkost, Brot, Quark, Käsespieße etc.). Wir sind neugierig 
und freuen uns über das Kennenlernen unterschiedlicher Kul-
gen litten, Möglichkeiten finden konnten, ihre körperliche und 
seelische Gesundheit zu bewahren und stellte sich die Frage 
„Was hält den Menschen gesund?“
So stellt er in seinem salutogenetischen Ansatz die Suche 
nach Widerstandsressourcen –individuelle Schutzfaktoren, 
die eine Person gesund erhalten – in den Mittelpunkt. Diese 
Schutzfaktoren unterteilt er in gesellschaftlich-politische, ma-
terielle, soziale und personale Faktoren.
Kern des salutogenetischen Gesundheitsmodelles ist das 
Kohärenzgefühl; eine Lebenseinstellung, in der:
• Fähigkeiten vorhanden sind, die Zusammenhänge des 
Lebens zu verstehen (Verstehbarkeit)
• Überzeugung vorhanden ist, das eigene Leben gestalten 
zu können (Handhabbarkeit)
• Glaube an den Sinn des Lebens vorhanden ist  
(Sinnhaftigkeit)
Das Kohärenzgefühl entwickelt sich von Geburt an bis in das 
Erwachsenenalter und basiert auf Erfahrungen und Lebens-
umstände.
Für unseren pädagogischen Alltag hat der salutogenetische 
Blick auf das Kind zur Folge, dass sich die Erziehungsarbeit 
anstelle der Verhinderung von Risiken auf die Förderung von 
individuellen Schutzfaktoren konzentriert und die pädagogi-
schen Fachkräfte die sozialen und personalen Ressourcen 
der Kinder wahrnehmen und verstärken. Damit Kinder ein 
Kohärenzgefühl entwickeln, brauchen sie 
• verlässliche Strukturen und Bindungen zu Bezugspersonen 
(Verstehbarkeit) 
• entwicklungsgerechte Forderung und Förderung, Ent-
scheidungsfreiheit und Zeit und Raum zum Erproben 
(Handhabbarkeit)
• Akzeptanz, Wertschätzung und Aufmerksamkeit 
(Bedeutsamkeit / Sinnhaftigkeit)
Im weiteren Sinn ist auch die Kommunikation ein Instru-
ment zur Erzeugung des Kohärenzgefühls, da sie zwischen-
menschliche Beziehungen aufbaut und fördert. Der saluto-
genetische Ansatz, den wir in unserer Einrichtung verfolgen, 
verzahnt sich eng mit unseren inhaltlichen und konzeptionel-
len Aussagen zur Resilienz.
2.3.3 Gesunde Ernährung
Das Thema gesunde und bewusste Ernährung ist ein wich-
tiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit, denn in der 
Kindheit erworbene Ernährungsgewohnheiten werden in der 
Regel das ganze Leben beibehalten. Da die Kinder in unse-
rer Einrichtung einen großen Teil ihres Tages verbringen, hat 
das pädagogische Team, gemeinsam mit den Eltern, die Ver-
antwortung, den Grundstein für eine gesunde, ausgewogene 
Ernährung zu legen, die einen wichtigen Beitrag zur körperli-
chen und geistigen Entwicklung leistet und somit elementarer 
Bestandteil der Gesundheitsförderung ist.

2726
helfen Eltern e.V. (Beratung in allen Sicherheitsfragen, re-
gelmäßige Prüfung der elektronischen Geräte, Erstellung 
einer Gefährdungsbeurteilung, Belehrungen für das Per-
sonal, Schulungen in Brandschutz und Fortbildungen für 
Sicherheitsbeauftragte)
• Regelmäßige Brandschutzübungen mit allen Kindern 
und kompletter Räumung der KiTa  
 
• Sensibilisierung der Kinder für den Umgang mit Feuer in 
regelmäßigen Projekten und beim Besuch der Feuerwehr
• sichere Bekleidung für alle Kinder (Damit sind Haus-
schuhe, gutsitzende Schuhe für schlechtes Wetter, Klei-
dung ohne enge Kordeln u. Ä. gemeint.)
• Sonnenhüte als Schutz an heißen Tagen
• Sonnencreme zur Prävention von Schäden an der Haut
2.3.5 Gewaltprävention
Gewaltprävention erfolgt bei uns als Konsequenz unserer 
pädagogischen Ansätze und unserer grundsätzlichen Wert-
haltung. Gewalt entsteht häufig als „letztes Mittel“, wenn ein 
Kind keine anderen Lösungsmöglichkeiten für eine Situation 
erkennt. Das pädagogische Team ermöglicht unseren Kin-
dern, eine Streitkultur zu entwickeln, in der die Kinder ler -
nen, ihre Konflikte selbständig und bevorzugt verbal zu lösen. 
Außerdem werden die Kinder aktiv in den Prozess der Umset-
zung eingebunden, was ihnen eine Expertenrolle zuschreibt: 
Die Kinder fühlen sich ernst genommen. Als Auswirkungen 
werden Kontroll- und Kompetenzerfahrungen gefördert, die 
nach Albert Banduras Selbstwirksamkeitstheorie maßgebli-
chen Einfluss auf die Entwicklung eines Individuums nehmen. 
Die positive Einschätzung der eigenen Wirksamkeit und per -
sönlichen Handlungskompetenz beeinflusst das Individuum 
in seiner Lebenszufriedenheit, seinen Lebensleistungen und 
der Gestaltung seiner Beziehungsstrukturen positiv.
„Hat ein Mensch sehr früh die Erfahrung gemacht, Situati-
onen nicht nur ausgeliefert zu sein, sondern Möglichkeiten 
zu haben, diese für sich zufriedenstellend zu verändern, 
lässt das eine Grundannahme in das Vertrauen der eigenen 
Bewältigungs- und Anpassungsleistungen zu.“ 
(Tschöpe-Scheffler, 2009, S.63)
Zusammenfassend vermitteln wir unseren Kindern das Be-
wusstsein, Situationen selbst und gewaltfrei beeinflussen 
zu können, sodass das „letzte Mittel“ der Gewalt gar nicht 
mehr als Handlungsalternative wahrgenommen wird.
Natürlich erfordert dies eine einfühlsame und aufmerksame 
Steuerung von Konflikten, in denen eine gewalttätige „Lö-
sung“ droht. Außerdem müssen die Erwachsenen stets als 
gewaltfrei kommunizierende Vorbilder fungieren. Das ist für 
alle pädagogischen Fachkräfte eine selbstverständliche Ker -
naufgabe aus dem bereits beschriebenen pädagogischen 
Ansatz und wird auch von den Eltern unterstützt.
Ein weiteres Aufgabenfeld unserer Einrichtung ist der Schutz der 
Kinder vor Gewalt durch Erwachsene. Kinder vertrauen in der Re-
turen und berücksichtigen daher auch unterschiedliche kul-
turelle Essgewohnheiten. 
Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten der Kinder wer-
den selbstverständlich berücksichtigt. Alle Teammitglieder 
sind über Allergien, Unverträglichkeiten und Essgewohnheiten 
informiert.
ESSEN IN DER KITA
7:30 – ca. 9:15 Uhr gleitendes Frühstück
In dieser Zeit steht den Kindern ein gedeckter Frühstücks-
tisch im Gruppenraum zur Verfügung. Die Kinder entschei-
den selbst, wann sie frühstücken möchten. Wir reichen den 
Kindern ein gesundes Frühstück mit Brot und verschiedenen 
vegetarischen Aufstrichen, sowie Müsli, das sich die Kinder 
selbst zusammenstellen können. Die Kinder brauchen kein 
Frühstück von Zuhause mitzubringen.
12:00 – 12:30 Uhr Mittagessen
Das Mittagessen findet in der Regel für jede Gruppe im jewei-
ligen Gruppenraum statt. Wir essen mit allen Kindern gemein-
sam an den Tischen. Das Essen wird den Kindern an jedem 
Tisch in Schüsseln gereicht. Jedes Kind kann selbständig 
das Essen auf seinen Teller aufnehmen.
12:30 – 13:00 Uhr Nachbereitungszeit des Mittagessens
In dieser Zeit räumen die Kinder ihr Geschirr und Besteck 
selbständig von den Tischen ab und helfen beim Tische Ab-
wischen und Fegen. Im Anschluss daran putzen die Kinder 
ihre Zähne.
13:30 – 15.30 Uhr: Snack
Die Kinder können sich an einem Obst-/Rohkostteller bedie-
nen, der sich in den jeweiligen Gruppen befindet. So haben 
auch die Kinder die Möglichkeit für einen kleinen Snack, die 
vor dem Kaffeeklatsch abgeholt werden.
15:30 – 16:00 Uhr „Kaffeeklatsch“
Die Kinder treffen sich in ihren jeweiligen Gruppen, sitzen 
gemeinsam am Tisch und essen Brot oder Obst. Die Kinder 
bestreichen sich selbst ihre Brote. Der Kaffeeklatsch ist die 
Möglichkeit, den Tag gemeinsam zu beenden, Gespräche zu 
führen und Energiereserven aufzufüllen, die seit dem Mittag-
essen verbraucht wurden.
2.3.4 Unfallprävention
In der KiTa gelten folgende Standards zur Unfallprävention:
• Ausbildung aller pädagogischen Fachkräfte in Erste-Hilfe
• Regelmäßige Kontrolle der Erste-Hilfe Materialien
• Umsetzung der Richtlinien für sicheres Kinderspielzeug 
und Einrichtung in KiTas
• Informationsabende für Eltern zu Schwerpunktthemen 
wie Kopfverletzungen und der daraus resultierenden 
Helm-Pflicht für alle Kinder beim Laufradfahren
• Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro AJP über Eltern 
2.3.6 Suchtprävention
Suchtprävention beginnt für uns damit Verhaltensmustern 
vorzubeugen, die Suchtverhalten entstehen lassen. Das päd-
agogische Team achtet darauf, wenn Kinder aus Langeweile, 
Stress oder Frust zu Ersatzbefriedigungen greifen wie über -
mäßiges (vor allem süßes) Essen oder Medienkonsum.
Die pädagogischen Fachkräfte bieten den Kindern Aktivitäten 
und Erlebnisse, die ihren Interessen entsprechen und sie be-
geistern. Auf diese Weise lernen sie ihre eigenen Interessen 
und vor allem auch ihre Stärken kennen und können diese – 
z. B. beim Singen, Fußballspielen, Tanzen oder Werken – wei-
ter ausbauen. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Stärkung der 
Persönlichkeit und die Förderung des Selbstwertgefühls. 
Das Ausbilden einer Frustrationstoleranz und die Erweiterung 
der Kompetenzen im Umgang mit Konflikten tragen ebenfalls 
dazu bei, suchtbildende Risikofaktoren zu minimieren.
Wichtig sind sinnvolle Grenzen. Daher haben wir in unse-
rer KiTa z. B. einen Spielzeugtag festgelegt: nur an diesem 
Tag darf Spielzeug von zuhause mitgebracht werden, an den 
anderen Tagen bleibt das Spielzeug zuhause. Außerdem ist 
bei uns das Mitbringen von elektrischen Geräten wie Han-
dys oder Kinderkameras nicht erlaubt. Diese Geräte wirken 
oft magisch anziehend. Sie fesseln die Kinder, blockieren sie 
dadurch in ihrem eigentlichen, fantasievollen Tun.
Alle Erwachsene sind dabei Vorbilder: Handyumgang der El-
tern vor den Kindern in der Einrichtung soll nach Möglich-
keit nicht oder zumindest nur aufs Notwendigste beschränkt 
stattfinden. 
Rauchen ist auf dem gesamten KiTa-Gelände verboten.
gel ihren Bezugspersonen und häufig auch älteren Kindern oder 
Erwachsenen bedingungslos. Deswegen ist es wichtig, dass sie
• ihre Rechte kennen (niemand darf mir wehtun, mein Kör-
per gehört mir, ich darf Nein sagen).
• sich mit ihrem Körper auskennen (es ist ein Unterschied, 
ob der Freund der Familie meine Hand nimmt oder mein 
Geschlechtsteil anfasst).
• ihre Gefühle kennen und beschreiben können (emotiona-
le Kompetenz).
• wissen, dass sie sich ihrer Bezugsperson in der KiTa ge-
genüber vertrauensvoll öffnen können.
• Selbstvertrauen haben und ihre Meinung kundtun können.
Die pädagogischen Fachkräfte in der Einrichtung 
• nehmen Signale der Kinder aufmerksam wahr und ernst.
• sind zum Thema Kindeswohlgefährdung geschult und 
kennen die Vereinbarung zum Kindesschutz mit der 
Stadt Münster, das standardisierte Verfahren bei Ver -
dacht einer Kindeswohlgefährdung sowie entsprechen-
de Beratungsstellen wie z. B. die Clearingstelle. 
• stärken die Kinder in ihren Persönlichkeiten, ihrem 
Selbstbewusstsein und ihren sozialen Kompetenzen.
Zudem bieten wir in unserer Einrichtung präventiv Elternbil-
dung wie z. B. themenbezogene Elternabende zu „Konflik-
ten“, Beratung in schwierigen Familienphasen (Schreikind, 
Trotzphase, Trennung der Eltern usw.), Unterstützung bei der 
Suche nach Hilfsangeboten.

2928
ist. Die kindliche Sexualität äußert sich in dem Wunsch nach 
Nähe, Geborgenheit, Körperkontakt, Neugierde und Interes-
se. Die Kinder wollen ihren eigenen Körper erforschen und 
sich selber dabei kennenlernen. Sie wollen aber auch Unter -
schiede und Gemeinsamkeiten zu den anderen Kindern und 
zum anderen Geschlecht herausstellen. Dies geschieht im 
Spiel mit sich und mit den anderen Kindern. Dabei begleiten 
wir die Kinder mit Gesprächen und vermitteln klare Regeln 
und Grenzen, die dem Schutz der einzelnen Kinder dienen. 
Wir bieten zu diesem Thema regelmäßig Informationsabende 
für die Eltern an.
2.3.8 Zahngesundheit
Eltern und das pädagogische Team legen viel Wert auf kon-
sequente Zahngesundheit. Im Zuge unserer gesunden und 
vor allem auch bewussten Ernährung (vgl. 2.3.3), achten wir 
darauf, gesunde, für die Zähne zuträgliche Lebensmittel mit 
wenig Zucker anzubieten – und auch selbst mit Genuss zu 
verzehren. Zudem ist das Zähneputzen nach dem Mittages-
sen als festes Ritual in den Tagesablauf integriert.
Unsere Einrichtung wird zahngesundheitlich durch den Ar -
beitskreis Zahngesundheit Münster begleitet. Eine Zahn-
arztpraxis in Hiltrup übernimmt die Betreuung unserer Kinder 
in Form einer Zahnschule.
2.3.9 Hygiene
Kinder dürfen im Dreck spielen; eine kleine Kostprobe Spiel-
platzsand schadet der Gesundheit nicht. Wir möchten, dass 
unsere Kinder nicht übermäßig rein gehalten werden, zumal 
neuere Erkenntnisse der Wissenschaft nahelegen, dass über-
mäßige Keimfreiheit die Entstehung von Allergien begünstigt.
Eine gute Hygiene in den entscheidenden Bereichen (insbe-
sondere bei der Handhabung von Lebensmitteln, der Wund-
versorgung, beim Wickeln usw.) ist für uns selbstverständ-
lich. Unser aktueller Hygieneplan beinhaltet beispielsweise 
folgende Regeln und Maßnahmen:
• Wir achten auf regelmäßiges Händewaschen nach dem 
Toilettengang und vor dem Essen für alle – Eltern, Fach-
kräfte und Kinder.
• Wir stellen die Einhaltung der Hygienevorschriften bei 
der Handhabung von Speisen (Temperaturmessung, 
Reinigung, usw.) sicher. Die pädagogischen Fachkräfte 
nehmen regelmäßig an Schulungen teil.
• Nach dem Mittagessen geschieht das Aufräumen 
und Reinigen gemeinsam mit den Kindern.  
 
• Praktikanten wickeln in unserer Einrichtung nicht und 
begleiten in der Regel die Kinder auch nicht zu Toilet-
tengängen.
• Halbjährlich erfolgt eine Grundreinigung für die gesamte 
KiTa und sämtliche Spielzeuge.
Suchtprävention geht aber auch weiter. So streben wir da-
nach, Kritikfähigkeit auszubilden und Dinge zu hinterfragen 
anstatt sie als gegeben hinzunehmen. Wir nehmen die Fragen 
der Kinder ernst und hinterfragen mit ihnen gemeinsam, so-
dass ihnen Alternativen klarwerden.
2.3.7 Körpererfahrung
Ein gutes körperliches und seelisches Wohlbefinden ist die 
Voraussetzung für eine gute Entwicklung des Kindes. Das 
Kind erlebt mit allen Sinnen seinen eigenen Körper mit seinen 
Bewegungen, Handlungen und Gefühlen. Es versucht, über 
seine Körpersinne verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten zu 
sammeln, Grundvorrausetzung für selbstgesteuertes Lernen. 
Das Kind benötigt somit eine anregungsreiche Umgebung, 
um seine Sinne gut zu entfalten.
Das pädagogische Team gibt unseren Kindern die Möglich-
keit,
• vielfältige, unterschiedliche Sinneserfahrungen zu sam-
meln.
• mit verschiedenem Material, wie Sand, Erde, Ton, Kleis-
ter, Knete, Fingerfarbe etc. zu matschen und kneten.
• sich zurückziehen zu können (Kuschelecke).
• selbst zu entscheiden, wie viel sie essen möchten.
• selbst das Essen auf den Teller zu schöpfen.
• durch Spiegel, Creme, Schminke usw. sich und ihre Mit-
menschen unterschiedlich wahrzunehmen.
• sich gegenseitig mit unterschiedlichem Material (Igelbäl-
le, Kissen, Pinsel etc.) zu massieren.
• im Bohnenbad eigene Körpererfahrungen zu machen.
• selbst zu entscheiden, ob es draußen trocken oder nass 
ist (und ob man daher eine Regenjacke benötigt).
• bei geeignetem Wetter draußen barfuß zu laufen.
• ihre Stärke in kleineren Rangeleien zu testen.
• selbständig Kletterversuche an unseren Spielgeräten zu 
unternehmen
• durch Schmeck-, Tast- und Riechspiele die Sinneswahr-
nehmung zu intensivieren.
• Körpererfahrung passiert zudem ganz nebenbei im be-
wegten Spiel (vgl. 2.3.1).
KINDLICHE SEXUALITÄT
Für Kinder ist die Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Kör-
per sehr wichtig. Dazu gehört auch die kindliche Sexualität, 
die nicht mit der Sexualität von Erwachsenen zu vergleichen 
2.4.1 Inklusion
Es ist normal, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Un-
ser Grundverständnis von Inklusion beinhaltet, dass jeder 
Mensch ganz natürlich dazugehört, egal wie er aussieht, 
welche Sprache er spricht oder ob er ein Handicap hat. Kin-
der mit einem Handicap haben das Recht auf eine Betreuung 
in einer Regeleinrichtung. Das bringt auch für die pädagogi-
schen Fachkräfte neue Herausforderungen mit sich.
Hier knüpfen wir an bereits gesammelte Erfahrungen an. Im 
Zeitraum von 2006 bis 2014 wurden in unserer Einrichtung 
mit Hilfe einer Heilpädagogin vier Kinder integrativ betreut. 
Dabei war und ist uns weiterhin wichtig, Inklusion nicht als 
reine Einzelförderung zu verstehen, sondern als Gruppen-
aufgabe. So wachsen die Kinder in einem Umfeld auf, indem 
es normal ist, dass jedes Kind seine Fähigkeiten und Talente 
besitzt und dass jeder Mensch anders ist. 
Im Zuge eines Umzugs in die Hansestraße und der damit statt-
findenden Vergrößerung sehen wir optimale Voraussetzungen 
für die Aufnahme von Integrativkindern. Die damit einhergehen-
de Vielfalt sehen wir als Bereicherung für unseren KiTa-Alltag, 
von der alle Beteiligten profitieren. Als Kooperationspartnerin 
konnten wir die Kinderphysiotherapeutin Frau Voss-Schoma-
cher
3 gewinnen, die uns beratend zur Seite steht.
Zudem bieten die ebenerdigen Räumlichkeiten des Objektes 
in der Hansestraße gute Ausgangsvoraussetzungen für eine 
bedarfsgerechte Förderung. Durch einen prinzipiell barriere-
freien Zugang können beispielsweise Kinder mit einem kör -
perlichen Handicap uneingeschränkt integriert werden. 
Die Prüfung weiterer Voraussetzungen für Barrierefreiheit, wie 
barrierefreie Waschräume oder ein barrierefreier Zugang zum 
Außengelände, ist geplant. 
2.4.2 Gender
Gender bezeichnet das soziokulturelle Geschlecht und ver -
deutlicht, dass dieses – im Gegensatz zum biologischen Ge-
schlecht – hinsichtlich vermeintlich geschlechtsspezifischer 
Fähigkeiten, Zuständigkeiten und Identitäten veränderbar, 
formbar und nicht festgelegt ist. 
Die Genderthematik ist in unserer Einrichtung ein wichtiger 
Bestandteil. Die Fachkräfte fungieren als Vorbilder und ver -
mitteln durch ihre Haltung Werte und Normen, die ein Leben 
lang prägen. So unterstützen sie die Gleichberechtigung 
zwischen Männern und Frauen, die in unserem gesellschaft-
lichen Wandel immer wichtiger wird, da sich die Rolle der 
Frauen und der Männer in diese Richtung verändert. 
In unserer Einrichtung erleben die Kinder dazu beispielsweise:
• Beide Elternteile sind für die Erwerbstätigkeit, Haushalt 
und Kindererziehung zuständig
• Mütter und Väter sind gleichberechtigte Ansprechpartner 
für das pädagogische Team 
• Die zu besetzenden Ämter in der Einrichtung werden 
3 www.praxis-fuer-kinder-in-hiltrup.de
Bei der Herstellung von Speisen für Gemeinschaftseinrich-
tungen gelten besondere Hygienevorschriften, die den Eltern 
mit dem Aufnahmevertrag ausgehändigt werden und die sie 
beachten müssen, wenn sie Speisen mit in die KiTa bringen.
Weitere Maßnahmen, die für die größere Einrichtung wichtig 
sind und in einen detaillierten Hygieneplan gehören, werden 
wir in Kooperation mit dem Gesundheitsamt ergreifen und 
umsetzen.
2.3.10 Weitere Maßnahmen der 
Gesundheitsförderung
Impfungen gehören zur Erhaltung von Gesundheit dazu. 
Deswegen erhalten alle Eltern zu Beginn der KiTa-Zeit ihrer 
Kinder umfassendes Informationsmaterial zum Thema Imp-
fen. Außerdem weisen die pädagogischen Fachkräfte auf die 
wichtigen Vorsorgeuntersuchungen bei den Kinderärzten hin. 
Zum KiTta-Eintritt legen die Eltern eine Bestätigung des Kin-
derarztes vor, dass sie eine Impfberatung in Anspruch ge-
nommen haben. Der dann aktuelle Impfstatus wird durch eine 
Kopie des Impfbuches in der Einrichtung dokumentiert.
Die Eltern werden auch über die allgemeinen Regelungen 
im Zusammenhang mit ansteckenden Erkrankungen ihrer 
Kinder informiert.
2.4 QUERSCHNITTSAUFGABEN
„Ich bin ich und du bist du.
Wenn ich rede hörst du zu.
Wenn du sprichst, dann bin ich still,
weil ich dich verstehen will.
Wenn du fällst, helf ich dir auf,
und du fängst mich, wenn ich lauf.
Wenn du kickst, steh ich im Tor,
pfeif ich Angriff, schießt du vor.
Spielst du Pong, dann spiel ich Ping,
und du trommelst, wenn ich sing.
Allein kann keiner diese Sachen,
zusammen können wir viel machen.
Ich mit dir und du mit mir –
Das sind wir.“ 
(Irmela Bender)
Soziale Beziehungen sind eine Grundvoraussetzung für 
alle Bildungsprozesse. Die Fachkräfte unserer Einrichtung 
unterstützen die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbe-
wusstseins, ihrer Identitätsfindung und ihrem konstruktiven 
Konfliktverhalten, damit sie sich sicher in der Gemeinschaft 
bewegen können und gesellschaftlich verantwortlich, rück-
sichtsvoll und tolerant handeln. Dazu gehört auch, dass sie 
den Kindern respektvoll und wertschätzend begegnen, damit 
diese in die Lage versetzt werden, ebenfalls anderen Men-
schen, Kulturen und Lebenswelten offen gegenüber zu treten.
In dem Zusammenhang sehen wir Themen wie Inklusion, Migra-
tion und Gender als zentrale Querschnittaufgaben, mit denen 
sich das pädagogische Team täglich aufs Neue auseinandersetzt.

3130
Kinder die gleiche Chance, sich interessant zu machen, Auf-
merksamkeit zu erlangen und andere zu beindrucken, steigt 
die allgemeine Toleranz untereinander und die Ausgeglichen-
heit im sozialen Umgang (Maccoby, 2000).
Deswegen unterstützt unser pädagogisches Team, die Kin-
der auf der einen Seite in ihrer ganz spezifischen, individu-
ellen Geschlechtsfindung, indem sie ihr Interessensgebiet 
frei wählen (z. B. beim Vater-Mutter-Kind-Spiel, beim Vorle-
sen geschlechtsspezifischer Bilderbücher) sowie auch ge-
schlechtsspezifisches Spiel- und Lernmaterial angeboten 
bekommen. Andererseits bieten die Fachkräfte aber auch 
Raum, Material und Gelegenheit, damit die Kinder sich mit 
der „Rolle“ des anderen Geschlechtes befassen und aus-
einandersetzen, wie z. B. in Kleingruppen beim Werken oder 
beim Fußballspiel im Garten. 
Die pädagogischen Fachkräfte machen es sich zur Aufgabe, 
den Kindern einerseits zu einem sicheren Geschlechtsbild 
zu verhelfen und geschlechtsspezifische Bedürfnisse anzu-
erkennen (indem z. B. auch das biologische Geschlecht be-
nannt und bewusstgemacht wird), andererseits trotz Abgren-
zung dafür zu sorgen, dass Jungen und Mädchen gleiche 
Chancen bekommen und sich als gleichberechtigt ansehen. 
Die geschlechtsspezifischen Rollenbilder, die es in der Ver -
gangenheit gegeben hat, haben zwar Orientierung gegeben, 
aber auch dafür gesorgt, dass Menschen in ihren (gesell-
schaftlich) zugeschriebenen Rollen gefangen waren. Im Sin-
ne der Genderthematik und mit Blick auf den gesellschaftli-
chen Wandel der Rollenbilder unterstützt das pädagogische 
Team die Kinder darin, ihre individuelle Identität zu finden und 
stärkt alle positiven Verhaltensweisen, egal ob männlich 
oder weiblich.
2.4.3 Migration
Die Aufnahme von Migrantenkindern sehen wir als große Be-
reicherung für unsere Einrichtung. In den Mittelpunkt unse-
rer Arbeit stellen wir die damit verbundene Vielfalt, die sich 
nicht nur in der unterschiedlichen Sprache, sondern auch in 
kulturellen Besonderheiten bzw. Eigenarten und in mitunter 
unklaren Vorstellungen der Institution KiTa zeigt. Dabei ist uns 
wichtig, auch Migranten als höchst heterogene Gruppe zu 
verstehen:
„Sie unterscheiden sich nach Herkunftsregion bzw. -land, 
Kultur, Religion, Werten, Aufenthaltsdauer, Schichtzugehö-
rigkeit, Familienstruktur, Geschlechtsrollenleitbildern, Er -
ziehungsstil, Integrationswillen usw. Die Deutschkenntnis-
se von Familienmitgliedern können höchst unterschiedlich 
sein: Ist nur der Mann erwerbstätig, spricht er die deutsche 
Sprache oft besser als seine Frau; so genannte Heirats-
migrant/innen mögen überhaupt kein Deutsch sprechen, 
während ihre Partner es fließend sprechen. Ältere, bereits 
in Deutschland aufgewachsene Kinder können häufig mehr 
Deutsch als ihre Eltern.“ 
(Textor, 2015)
nach Interessen und Fähigkeiten besetzt, nicht aber 
nach Geschlecht.
• Dass sich die üblichen Männer- und Frauenrollen mischen   
So kann es einen Kassenwart oder eine Kassenwartin 
geben. Elterndienste werden auch selbstverständlich 
von Vätern wahrgenommen. Eingewöhnungen überneh-
men häufig auch Väter, das Streichen des Gruppenrau-
mes auch Mütter
Die Fachkräfte unterstützen dies, indem sie umsichtig auf die 
jeweilige Familiensituation eingehen und Eltern in ihrem Tun 
bekräftigen
Nichtsdestotrotz steht auch fest, dass Kinder in keinem Alter 
geschlechtsneutral sind. Bereits sehr früh ist ein geschlech-
terdifferenziertes Verhalten erkennbar, dass in einer ganz 
individuellen Mischung sowohl angeboren als auch von der 
Umwelt geprägt ist. Dabei stellen Kinder in der Regel erst ab 
ca. fünf Jahren fest, dass ihr biologisches Geschlecht bereits 
feststeht und nicht durch Verkleidung oder Wünsche verän-
derbar ist. 
Ihr bereits bis zum KiTa-Eintritt erworbenes Wissen und Ver-
halten bezogen auf ihr Geschlechtsschema erweitern sie in 
der Einrichtung in verschiedenen Bereichen; dabei spielen 
die Rahmenbedingungen eine große Rolle: 
• die Anzahl der gleichgeschlechtlichen und gegenge-
schlechtlichen Spielpartner in der eigenen Altersgruppe 
und in der Gesamtgruppe 
• die Anzahl weiblicher und männlicher Fachkräfte 
• das vorhandene Spiel- und Lernmaterial 
• die Mischung des Angebotes von Freispiel und angelei-
teten Aktivitäten 
Häufig ist zu beobachten, dass die Kinder in ihrer Freispiel-
zeit geschlechtsbezogen agieren und auch diesbezüglich ihr 
Spielmaterial und den dazugehörigen Ausdruck/die Sprache 
wählen. Während Mädchen häufig in – gleichgeschlechtlich 
– offenen sozialen Gruppen unterwegs sind, grenzen sich 
Jungen häufig ab und ein Umgang mit Mädchen kann sogar 
zu Hänseleien führen. 
Zugleich haben Untersuchungen zum Übergang in die 
Grundschule (Griebel & Niesel, 1999) gezeigt, dass Mäd-
chen bereitwilliger an Maßnahmen für die Schulvorbereitung 
teilnahmen als Jungen und auch in der feinmotorischen Ent-
wicklung den Jungen voraus waren (Gilbert, 2000), sodass 
es für Jungen schwieriger sein könnte, den Rollenanforde-
rungen eines Schulkindes gerecht zu werden. 
All diese entwicklungsbedingten und sozialisationsabhän-
gigen Erfahrungen führen eher zu einem Auseinanderdriften 
der Geschlechter als zu einer gegenseitigen Anerkennung 
und somit der Chance zum gleichberechtigten Umgang mit-
einander. Deswegen ändert ein bloßes Zusammenbringen 
von Mädchen und Jungen nicht zwangsläufig ein bestimmtes 
geschlechtsspezifisches Verhalten, wohl aber die Verände-
rungen von Statusbeziehungen zwischen diesen. Haben alle 
len von Bio-Äpfeln aus dem örtlichen Super-Biomarkt mit 
einer Apfelschälmaschine. Auch auf dem Fest der freiwilli-
gen Feuerwehr und beim alljährlichen Adventssingen für die 
Hiltruper Senioren in der Stadthalle sind wir gern gesehene 
Gäste und immer mit Freude und kleinen herzlichen Beiträ-
gen unserer Kinder dabei.
Unsere Kinder tanzen, spielen, schwimmen, sporteln und 
musizieren – oft gemeinsam mit ihren KiTa-Freunden – in 
den Sportvereinen und Schulen in Hiltrup und deren Eltern 
engagieren sich ebenso in diesen für Hiltrup so wertvollen 
Einrichtungen und tragen auch hier zur weiteren Vernetzung 
unserer KiTa bei.
VERNETZUNG IM ORT – STADTTEIL OFFENSIVE HILTRUP E. V. 
Wir unterstützen die Marketing-Kampagne der STADTTEIL 
Offensive Hiltrup e. V. und führen in diesem Zusammenhang 
auch das 48165-Logo in unserer Außenkommunikation.
Im Jahr 2006 machten sich eine Reihe von Kaufleuten und 
Vereinsvertretern, Teile der Bezirksvertretung und der Verwal-
tung vor Ort auf den Weg, gemeinsam mit vielen Bürgerinnen 
und Bürgern Ideen zu sammeln, um dem „schönsten Stadtteil 
Münsters“ noch mehr Charme zu verleihen. „Hiltrup – alles 
drin“ hieß fortan das Motto, das sich der Verein auf die Fah-
nen schrieb. Eine so schöne und vollständige Infrastruktur 
bietet kein anderer Stadtteil. Deshalb soll es auch zukünftig 
„offensiv“ nach vorn gehen, wie der Vereinsname ausdrückt.
Unter dem Motto „Projekte anregen und vermittelnd auftre-
ten. Gemeinsam anpacken und erfolgreich umsetzen.“ haben 
wir als Hiltruper Einrichtung auch die Möglichkeit und das 
Bestreben durch unsere Elternschaft hier eigene Projektideen 
für die Kinder Hiltrups einzubringen.
4
SYNERGIEN DURCH VERNETZUNG
Seit jeher ermöglichen uns unsere enge Vernetzung und der 
damit verbundene hohe Bekanntheitsgrad in unserem Stadt-
teil, unseren Kindern immer wieder kleinere oder größere 
Wünsche und Bedürfnisse erfüllen zu können. In der Vergan-
genheit haben uns schon einige Male verschiedene Stadtteil-
akteure oder unsere Familien und deren Verwandte, Freunde, 
Bekannte und vor Ort ansässige Arbeitgeber durch Sach-
spenden ihre Wertschätzung ausgedrückt. Dies wissen wir 
unsererseits sehr zu schätzen und haben es uns zur Aufgabe 
gesetzt, diese Vernetzung stets noch weiter zu vertiefen und 
durch unsere Präsenz im Stadtteil zu danken.
Über unseren Dachverband Eltern helfen Eltern e.V. sind 
alle Elterninitiativen Münsters sehr eng vernetzt. Dieser Ver -
ein bietet Informationen, Beratung und Fortbildung für ange-
schlossene Elterninitiativen und deren Fachkräfte und Eltern. 
Darüber hinaus nehmen wir dort an einem regelmäßigen Qua-
litätszirkel teil (vgl. 2.7.3).
Eine Vergrößerung unserer KiTa sehen wir als Chance, wei-
tere – sowohl wirtschaftliche als auch inhaltliche – Synergien 
4 Vgl. http://www.48165.de/ und für mehr Informationen vgl.
https://www.muenster-hiltrup.de/stadtteil-offensive-hiltrup-e-v/der-verein
In der Vergangenheit konnten wir bereits einige wenige 
Migrantenkinder in unserer Einrichtung begleiten. In größe-
ren und kleineren Projekten, Gesprächen und Spielen wurden 
kulturelle Besonderheiten spielerisch thematisiert (z. B. Weih-
nachten in Namibia) – immer mit dem Fokus „Selbstverständ-
lichkeit von Vielfalt“:  Die Kinder erfahren z. B., dass es neben 
ihrem eigenen kleinen Mikrokosmos Kinder gibt, die „anders“ 
leben, also andere Feste feiern, andere Sprachen sprechen, 
andere Speisen bevorzugen usw. Auch die sensible Elternar-
beit und -beratung gehörte zu unseren Aufgaben. 
Mit Blick auf eine Vergrößerung freuen wir uns darauf, eine 
Kultur der Vielfalt noch stärker zu leben.
2.5 SOZIALRAUMORIENTIERUNG UND 
KOOPERATIONSPARTNER
2.5.1 Sozialraumorientierung und Synergien
SEIT 20 JAHREN IN HILTRUP VERWURZELT 
Seit über zwanzig Jahren besteht die Elterninitiative am der -
zeitigen Gründungsstandort im Nimrodweg, unweit des Orts-
zentrums von Hiltrup und unmittelbar am Hiltruper Sandforts 
Busch gelegen. Allein schon durch diese lange Geschichte 
sind wir tief in unserem Umfeld verwurzelt.
Als einzige Elterninitiative in Hiltrup tragen wir mit Herz und 
Verstand zur Vielfalt der Kindertagesbetreuung in unserem 
Stadtteil bei.
UNSERE UMGEBUNG – WÄLDCHEN, WOCHENMARKT, FRÜHLINGSFEST ETC.
Unsere Kinder leben permanent in und mit ihrem Umfeld. Der 
Lebensraum der Kinder endet nicht an unserer KiTa-Haustür 
oder dem Gartenzaun.
 
Wöchentliche Erkundungen unseres nahegelegenen Wäld-
chens und die regelmäßigen Besuche des Waldspielplatzes 
sind hierzu nur einige Beispiele. Wir erkunden den Wald 
auf der Suche nach ersten Frühlingsboten, nehmen – für 
uns selbstverständlich – jedes Jahr an der Aktion „Saube-
res Münster“ teil, bei der die Kinder mit Eifer dabei sind, ihr 
Wäldchen von jeglichem Unrat zu befreien. Umso mehr freu-
en wir uns, nach so langer Nachbarschaft im Jahr 2017 in 
Kooperation mit dem Naturschutzbund die Patenschaft für 
den in unserem Wäldchen gelegenen Oedingteich übernom-
men zu haben.
Ein weiterer regelmäßiger Bestandteil sind die Ausflüge über 
die Hiltruper Marktallee. Sei es zum wöchentlichen Turnen 
in der Turnhalle am kleinen Schulzentrum oder freitags zum 
Besuch auf dem Wochenmarkt, wo wir zum Beispiel auf der 
Suche nach saisonalen Lebensmitteln von den Händlern an 
den Marktständen immer freudig empfangen werden. 
Bereits mehrfach haben sich die Hiltruper Strolche mit einem 
eigenen Stand auf dem Hiltruper Frühlingsfest präsentiert. 
Angeboten wurden dort Bastelaktionen oder auch das Schä-

3332
Einrichtung zu besuchen und mit den Kindern früh ein erstes 
Bild von der neuen, zukünftigen Welt bekommen. Wir haben 
großes Interesse daran, den Kindern einen möglichst sanften 
Übergang ganz im Sinne unseres Eingewöhnungskonzepts 
(s. Kap. 2.6.4) zu ermöglichen.
AUSBAU UNSERER VERNETZUNGEN HINSICHTLICH ÜBERGANG 
KITA - SCHULE
Gemäß §14 b Abs.1 KiBiz streben wir eine Kooperation zwi-
schen unserer Einrichtung und den örtlichen Grundschulen 
an, um den Kindern einen sanften Übergang in die Schule zu 
ermöglichen. Die Kooperation wird von den pädagogischen 
Fachkräften der Einrichtung stark angestrebt, da sie die ih-
nen anvertrauten Kinder gut kennen und als Bezugsperson 
wichtige Begleiter in diesem Übergangsprozess sind. Die 
Hospitationstage an den Hiltruper Grundschulen unterstützt 
das pädagogische Team bereits regelmäßig, indem die Be-
zugserzieherin die Kinder dort hinbringt, gemeinsam mit Ih-
nen zu Fuß von der Schule wieder zur KiTa zurück läuft und in 
der Vorschulgruppe mit den Kindern über das Erlebte spricht.
Einmal jährlich findet eine gemeinsame Veranstaltung von 
Kitas und Grundschulen statt, zu der alle Eltern eingeladen 
werden, deren Kinder in zwei Jahren eingeschult werden. Das 
Ziel dieser Veranstaltung ist, den Eltern zu vermitteln, welche 
lebenspraktischen Kompetenzen, Kenntnisse und Regeln 
des sozialen Miteinanders grundlegend sind, damit ihre Kin-
der den anstehenden Übergang bestmöglich schaffen.
AUSBAU DER VERNETZUNG MIT DEM GESUNDHEITSWESEN 
Bereich Frühförderung und Therapeuten:
Jedes Kind entwickelt sich individuell in seinen Bereichen. Da-
bei kommt es manchmal vor, dass ein Entwicklungspotenzial 
bei den Kindern aufgedeckt wird, das es besonders zu unter-
stützen gilt.
Daher erhalten einige Kinder Fördermaßnahmen, die sie in ih-
rer Entwicklung individuell fördern. Sie beziehen sich bspw. auf 
den sprachlichen oder motorischen Bereich. Fachkräfte wie 
für eine noch zukunftsfähigere und umfassendere Betreuung 
für die Hiltruper Kinder und Familien anbieten zu können. Wir 
legen dabei großen Wert darauf, so wenig wie möglich das 
Gefühl von Institutionalisierung aufkommen zu lassen und 
unseren „familiären“ Charakter zu bewahren. 
2.5.2 Kooperationen im Stadtteil und mit  
anderen Professionen
Im Rahmen unserer langjährigen Arbeit in Hiltrup bestehen 
Kooperationen mit zahlreichen Partnern. Im Rahmen einer 
Vergrößerung ist ein weiterer Ausbau bestehender und neuer 
regionaler Kooperationen geplant. Hierzu sollen zukünftig zwei 
Elternteile das neue Amt Kooperationspflege übernehmen.
AUSBAU UNSERER VERNETZUNGEN HINSICHTLICH DER ZEIT VOR DEM 
EINTRITT IN DIE KITA
Vor dem Eintritt in unsere Einrichtung werden die Kinder in der 
Regel von ihrer Familie zuhause betreut oder wechseln nach ei-
ner ersten Betreuungsphase durch eine Tagespflegeperson zu 
uns in die KiTa. Unser Bestreben ist es, diesen ersten und da-
mit sehr wichtigen Übergang im Leben des Kindes besonders 
behutsam zu gestalten. Dazu möchten wir unseren zukünftigen 
Strolchen und ihren Eltern die Möglichkeit bieten, deutlich vor 
dem Beginn des betreffenden KiTa-Jahres die Gelegenheit zu 
weiteren Begegnungen mit unseren pädagogischen Fachkräf-
ten und unseren Räumlichkeiten zu bekommen. 
Bei der Aufnahme von Kindern, die zuvor bei einer Tagesmut-
ter oder Großtagespflegestelle betreut wurden, bieten wir 
eine Kontaktaufnahme an. Dies kann ein Besuch der zu-
künftigen Bezugserzieherin bei der Tagespflegeperson sein. 
Ein solcher Besuch ermöglicht ein erstes Kennenlernen im 
noch vertrauten Rahmen und es kann – sofern von den El-
tern gewünscht – ein Austausch über das Kind stattfinden. 
Im Gegenzug bieten wir den Tagespflegepersonen an, die 
die diese mit dem Kind durchführt. Wir sehen die Zusammen-
arbeit mit den externen Fachkräften als gewinnbringend an, 
da durch den wechselseitigen Austausch das Kind ganzheit-
lich in seiner Entwicklung betrachtet werden kann. 
AUSBAU ELTERNBILDUNG MIT FOKUS AUF THEMEN DER 
KINDERGESUNDHEIT
Im Bereich Elternbildung eröffnet uns die Vergrößerung 
unserer Einrichtung am Standort Hansestraße vielfältige 
Möglichkeiten längerfristiger Kooperation mit unterschied-
lichsten Akteuren des Gesundheitswesens. Themeneltern-
abende wie wir sie bisher zum Beispiel zum Thema Schä-
del-Hirn-Traumata von der Kinderneurologie-Hilfe Münster 
angeboten haben, treffen dann auf eine größere Anzahl an 
potenziellen Teilnehmern und können somit in regelmäßigen 
Abständen terminiert werden. Als Referenten sind z. B. Ärz-
Logopäden, Ergotherapeuten oder Motopäden führen die För-
derungen außerhalb der Betreuungszeiten der Kinder durch.
Damit die externen Fachkräfte einen Gesamteindruck über 
das Kind und dessen Entwicklungsstand erhalten, nehmen 
sie häufig Kontakt zu den Fachkräften der Einrichtung auf.
Dem geht selbstverständlich das Einholen einer Einverständ-
niserklärung der Eltern oder Erziehungsberechtigten seitens 
der internen oder externen Fachkräfte voraus. In der Regel 
übernimmt die jeweilige Bezugserzieherin das Gespräch mit 
der externen Fachkraft. 
Aber nicht nur die externe Fachkraft erhält in den Gesprächen 
Informationen über das Kind. Auch die Bezugserzieherin er -
langt einen Einblick in die Arbeit der externen Fachkraft mit 
dem Kind hinsichtlich des aktuellen Entwicklungsstandes im 
Förderbereich und den Fördermaßnahmen bzw. Übungen, 
Name Sitz Art der Zusammenarbeit 
AJP GmbH – Ingenieurbüro Münster Sicherheitstechnische Betreuung unserer 
Einrichtung 
Eltern helfen Eltern e.V. Münster Informationen, Beratung und Fortbildungen, 
Qualitätszirkel, Leitungskonferenzen 
Freiwillige Feuerwehr Hiltrup Münster-
Hiltrup 
Gestaltung einer Feuerwehrmannfigur für die 
Straßensperrung beim Feuerwehrfest, 
Besichtigungen 
Haus Heidhorn – 
Seniorenheim 
Münster-
Hiltrup 
Schwerpunkt: Alltagsbegegnungen und 
generationenübergreifendes Lernen und Leben 
Kinderneurologiehilfe Münster 
e.V. 
Münster Allgemeine Beratung und jährlicher Elternabend 
über mögliche neurologische Auswirkungen von 
Kopfverletzungen im Kindesalter, Bedeutung von 
Fahrradhelmen etc. 
NABU Naturschutzstation 
Münsterland 
Münster Schwerpunkt: Natur- und Umweltbewusstsein 
Bachpatenschaft Oedingteich im Hiltruper Sandforts 
Busch, Jährliche Aktionen mit Kindern ab 4 Jahren 
Praxis für Kinder,  
Silke Voss-Schomacher – 
Physiotherapie 
 
Münster-
Hiltrup 
Schwerpunkt: Gesundheitsförderung 
Geplanter Ausbau der Zusammenarbeit in den 
Bereichen Physiotherapie, Heilpädagogik, 
Psychomotorik und Musikpädagogik. 
proVedi GmbH – 
Verwaltungsdienstleistungen 
Münster 
 
Buchführung und Jahresabschluss; 
Personalmanagement 
Arbeitskreis Zahngesundheit 
Münster 
Münster Schwerpunkt: Zahngesundheit 
Jährlicher Besuch unserer Einrichtung durch eine 
Zahnärztin und Aufklärung der Kinder zum Thema 
Zahngesundheit 
 
Übersicht unserer Kooperationspartner – in Hiltrup und darüber hinaus
Name Sitz Art der Zusammenarbeit 
AJP GmbH – Ingenieurbüro Münster Sicherheitstechnische Betreuung unserer 
Einrichtung 
Eltern helfen Eltern e.V. Münster Informationen, Beratung und Fortbildungen, 
Qualitätszirkel, Leitungskonferenzen 
Freiwillige Feuerwehr Hiltrup Münster-
Hiltrup 
Gestaltung einer Feuerwehrmannfigur für die 
Straßensperrung beim Feuerwehrfest, 
Besichtigungen 
Haus Heidhorn – 
Seniorenheim 
Münster-
Hiltrup 
Schwerpunkt: Alltagsbegegnungen und 
generationenübergreifendes Lernen und Leben 
Kinderneurologiehilfe Münster 
e.V. 
Münster Allgemeine Beratung und jährlicher Elternabend 
über mögliche neurologische Auswirkungen von 
Kopfverletzungen im Kindesalter, Bedeutung von 
Fahrradhelmen etc. 
NABU Naturschutzstation 
Münsterland 
Münster Schwerpunkt: Natur- und Umweltbewusstsein 
Bachpatenschaft Oedingteich im Hiltruper Sandforts 
Busch, Jährliche Aktionen mit Kindern ab 4 Jahren 
Praxis für Kinder,  
Silke Voss-Schomacher – 
Physiotherapie 
 
Münster-
Hiltrup 
Schwerpunkt: Gesundheitsförderung 
Geplanter Ausbau der Zusammenarbeit in den 
Bereichen Physiotherapie, Heilpädagogik, 
Psychomotorik und Musikpädagogik. 
proVedi GmbH – 
Verwaltungsdienstleistungen 
Münster 
 
Buchführung und Jahresabschluss; 
Personalmanagement 
Arbeitskreis Zahngesundheit 
Münster 
Münster Schwerpunkt: Zahngesundheit 
Jährlicher Besuch unserer Einrichtung durch eine 
Zahnärztin und Aufklärung der Kinder zum Thema 
Zahngesundheit 
 
Name Sitz Art der Zusammenarbeit 
AJP GmbH – Ingenieurbüro Münster Sicherheitstechnische Betreuung unserer 
Einrichtung 
Eltern helfen Eltern e.V. Münster Informationen, Beratung und Fortbildungen, 
Qualitätszirkel, Leitungskonferenzen 
Freiwillige Feuerwehr Hiltrup Münster-
Hiltrup 
Gestaltung einer Feuerwehrmannfigur für die 
Straßensperrung beim Feuerwehrfest, 
Besichtigungen 
Haus Heidhorn – 
Seniorenheim 
Münster-
Hiltrup 
Schwerpunkt: Alltagsbegegnungen und 
generationenübergreifendes Lernen und Leben 
Kinderneurologiehilfe Münster 
e.V. 
Münster Allgemeine Beratung und jährlicher Elternabend 
über mögliche neurologische Auswirkungen von 
Kopfverletzungen im Kindesalter, Bedeutung von 
Fahrradhelmen etc. 
NABU Naturschutzstation 
Münsterland 
Münster Schwerpunkt: Natur- und Umweltbewusstsein 
Bachpatenschaft Oedingteich im Hiltruper Sandforts 
Busch, Jährliche Aktionen mit Kindern ab 4 Jahren 
Praxis für Kinder,  
Silke Voss-Schomacher – 
Physiotherapie 
 
Münster-
Hiltrup 
Schwerpunkt: Gesundheitsförderung 
Geplanter Ausbau der Zusammenarbeit in den 
Bereichen Physiotherapie, Heilpädagogik, 
Psychomotorik und Musikpädagogik. 
proVedi GmbH – 
Verwaltungsdienstleistungen 
Münster 
 
Buchführung und Jahresabschluss; 
Personalmanagement 
Arbeitskreis Zahngesundheit 
Münster 
Münster Schwerpunkt: Zahngesundheit 
Jährlicher Besuch unserer Einrichtung durch eine 
Zahnärztin und Aufklärung der Kinder zum Thema 
Zahngesundheit

3534
Während der Eingewöhnung steht das pädagogische Team 
im täglichen Austausch mit den Eltern und verabredet ge-
meinsam weitere Schritte.
Tür- und Angelgespräche: Diese kurzen Gespräche können 
in Bring- und Abholsituationen entstehen und dienen dem 
allgemeinen Informationsaustausch über aktuelle Gescheh-
nisse. Dabei sollte beachtet werden, dass keine schwierigen 
Situationen besprochen werden, da sich in der Regel Kinder 
in unmittelbarer Nähe aufhalten. In so einem Falle wählen die 
Beteiligten einen separaten Raum oder vereinbaren einen 
Gesprächstermin.
Spontanes Elterngespräch: Nach Bedarf und Absprache 
kann kurzfristig ein Elterngespräch terminiert werden, das in 
der Regel dazu dient, aktuell aufgetretene Fragen oder Beob-
achtungen bezüglich des Kindes auszutauschen. Der Bedarf 
kann sowohl durch die Eltern als auch durch die Fachkräfte 
angemeldet werden. 
Beratungsgespräche: Eltern können die Fachkräfte um einen 
Gesprächstermin bitten, wenn sie allgemeinen Beratungsbe-
darf haben, der die Erziehung des Kindes und Bewältigung 
des Alltags betrifft. Ziel eines solchen Gespräches ist es, El-
tern eine Rückmeldung zu geben, konstruktiv in Bezug auf 
das angesprochene Problem zu beraten oder auch Informa-
tionsmaterial bzw. Adressen von geeigneten Hilfsangeboten 
oder Beratungsstellen weiterzugeben.
Entwicklungsgespräche: Diese geplanten und regelmäßigen 
Gespräche finden einmal jährlich statt – bei Bedarf auch öfter 
– und werden durch die Fachkräfte intensiv vorbereitet. Der 
Entwicklungsstand des Kindes in den Bereichen Sozialver -
halten, kognitive Entwicklung, Grob- und Feinmotorik sowie 
Selbstständigkeit wird umfangreich durch die Fachkräfte be-
schrieben und dokumentiert. Außerdem wird der BaSiK-Bo-
gen zu Hilfe genommen, um die Sprachentwicklung zu be-
schreiben. Bei den älteren Kindern ab ca. drei Jahren fließt 
auch ein Kinderinterview mit in die Vorbereitung eines Ent-
wicklungsgespräches ein, welches die Fachkraft vorher mit 
dem Kind geführt hat. Die Eltern vervollständigen das Bild 
der pädagogischen Fachkräfte durch eigene Erlebnisse und 
wichtige Informationen zur Entwicklung des Kindes.
Konfliktgespräche: Konflikte entstehen überall dort, wo 
Menschen zusammenleben. Sie können unterschiedliche Ur-
sachen haben; Missverständnisse, Meinungsverschiedenhei-
ten, persönliche Gründe. Das pädagogische Team und die 
Eltern gehen Konflikten nicht aus dem Weg, sondern begeg-
nen ihnen sachlich und ehrlich, aber auch wertschätzend und 
gewaltfrei (auch in der Kommunikation); schon alleine des-
wegen, weil wir gemeinsam Vorbilder für die Kinder sind. Aus 
diesem Grunde vermeiden wir auch spontane Konfliktgesprä-
che „zwischen Tür und Angel“.
Konfliktgespräche finden in der Regel mit etwas zeitlichem 
Abstand zu dem jeweiligen Konflikt statt; dies dient der Vor -
bereitung und um das Gespräch möglichst sachlich anzuge-
hen. Ziel eines solchen Gespräches ist es, einen Konsens zu 
finden, mit dem beide Konfliktpartner gut leben können.
te, Therapeuten oder MitarbeiterInnen von Beratungsstellen 
zu gewinnen. Als weitere Themen wären zum Beispiel die fol-
genden denkbar:
• Gesunde Kinderfüße oder gesunder Kinderrücken
• Gesunde Ernährung für Kinder und Kleinkinder
• Giftpflanzen in unserer Umgebung
• Allergien vorbeugen, erkennen, behandeln
• Die Bedeutung des Schlafes im Kindesalter
• Umgang mit kindlicher Sexualität
2.6 ERZIEHUNGS- UND  
BILDUNGSPARTNERSCHAFTEN
2.6.1 Strukturierte Zusammenarbeit mit den Eltern
Alle Fachkräfte unserer Einrichtung haben das Ziel, mit den 
Eltern in eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zu tre-
ten und gemeinschaftlich zum Wohl des Kindes zu agieren, 
damit jedes einzelne Kind die bestmöglichen Entwicklungs-
chancen in seinen physischen, kognitiven, motivationalen, 
sozialen und methodischen Kompetenzen erfährt. Dabei wer-
den kulturelle und soziale Bedingungen in der Familie und 
das familiäre Umfeld berücksichtigt und mit eingebunden. 
Dies ist nur möglich, wenn zwischen Fachkräften und Eltern 
eine vertrauensvolle Atmosphäre herrscht.
Die Fachkräfte unserer Einrichtung treten Eltern offen und 
wertschätzend gegenüber und vertreten die Haltung, dass 
Eltern Experten für ihr Kind sind. Die pädagogischen Fach-
kräfte sind jederzeit Ansprechpartner bei allen Fragen, die 
das Kind betreffen, um die Familien im Sinne der Erziehungs-
partnerschaft zu beraten. Sie sind ebenfalls Experten, wenn 
es darum geht, wie das Kind seinen Alltag in der KiTa verlebt. 
Alle Fachkräfte in der Einrichtung sind gleichermaßen über 
den Entwicklungsstand der Kinder informiert. Dies setzt ei-
nen intensiven Austausch unter den Fachkräften voraus, der 
in der Regel in der wöchentlichen Teamsitzung sowie mittels 
Austausch von Aufzeichnungen stattfindet. In Verbindung mit 
den weiteren Maßnahmen, die wir in diesem Abschnitt be-
schreiben, führt dies zu einer strukturierten Elternarbeit durch 
die Fachkräfte.
2.6.2 Informationsaustausch
Um die Entwicklung des Kindes ideal zu begleiten, ist auch 
ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern sinnvoll und wich-
tig. Dieser Austausch findet in unterschiedlichen Gesprächs-
formen statt.
Eingewöhnungsgespräche: Ziel dieser Gespräche ist sowohl 
die Informationsweitergabe als auch das Kennenlernen. Eltern, 
die neu in der KiTa sind, erfahren in kurzer Zeit viele neue Infor-
mationen, die sie verarbeiten müssen. Ebenso ist aber die Fach-
kraft an Informationen interessiert, die das Kind betreffen, um 
dieses mit seinen Gewohnheiten besser kennenzulernen und es 
in der Eingewöhnungsphase bestmöglich zu unterstützen. 
Einige dieser Aufgaben erledigen die Eltern gemeinsam und 
erleben mit den Kindern den aktiven Einsatz für die Gemein-
schaft. Ein besonders schönes Event ist die Gartenaktion, die 
regelmäßig mit einem Grillnachmittag endet.
Elternversammlungen
Die Elternversammlungen finden bei Bedarf oder aber min-
destens vierteljährlich statt. Hierzu werden alle Eltern einge-
laden mit dem Ziel, gruppenübergreifende Themen zu dis-
kutieren und eventuell Entscheidungen herbeizuführen. Die 
Versammlung wird von mindestens einem Mitglied des Vor -
stands organisiert und moderiert.
Elternversammlungen werden bei Bedarf auch als Informa-
tionsabende genutzt, um Eltern in Fachvorträgen oder klei-
nen Workshops bestimmte Themen der KiTa, der Entwick-
lung etc. im Sinne einer Elternbildung zu vermitteln. Dabei 
besteht die Möglichkeit, dass das pädagogische Team sich 
auf ein Thema vorbereitet und durch den Abend führt, oder 
es werden Referenten eingeladen (z. B. zum Thema kindliche 
Sexualität).
Mitgliederversammlungen
Es findet mindestens einmal im Jahr eine Mitgliederversamm-
lung des Trägervereins statt, zu der alle Vereinsmitglieder ge-
sondert eingeladen werden. Sie ermöglicht die Regelung von 
vereinsinternen Angelegenheiten, wie z. B. Vorstandswahlen, 
Finanzangelegenheiten, Bestimmung der jährlichen Schlie-
ßungstage.
Ämter
Je nach Bedarf und Situation der Einrichtung ergeben sich 
Aufgaben, welche von den Eltern der Einrichtung übernom-
men werden. Eine Aufschlüsselung der Ämter kann zukünftig 
z. B. wie folgt aussehen:
• Gartenamt (3 Elternteile, davon ein Hauptansprechpartner)
• Heimwerkeramt, EDV (4 Elternteile, davon ein 
Hauptansprechpartner)
• Einkaufsamt (4 Elternteile)
• Kassenprüfer (2 Elternteile)
• Öffentlichkeitsamt (3 Elternteile)
• Kinderschutz (3 Elternteile)
• Geschenke (2 Elternteile)
• Kassenprüfung (2 Elternteile)
• Veranstaltungen (4 Elternteile)
• Elternbeirat bestehend aus den Elternräten  
(2 Elternteile pro Gruppe)
• Kooperationspflege (2 Elternteile)
Vorstand
• Erste(r) und zweite(r) Vorsitzende(r)
• Finanzen (2 Elternteile)
• Personal (2 Elternteile)
• Schriftführer (2 Elternteile)
„Warum eigentlich sollten die Beziehungen zwischen den 
Menschen reibungslos funktionieren. Reibung erzeugt 
Wärme.“ 
(Hans Derendinger)
Beschwerdemanagement für die Eltern: Bereits bei der Ein-
gewöhnung ihrer Kinder wird den Eltern vermittelt, dass sie bei 
Anliegen, die sie, ihr Kind oder die Pädagogik direkt betreffen, 
primär die Bezugserzieherin und bei deren Abwesenheit alle 
anderen pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung anspre-
chen können. Bei Anliegen, welche die Einrichtung allgemein 
betreffen, wie beispielsweise das Gebäude, den Garten, Fi-
nanzen etc. wird den Eltern der Vorstand der Einrichtung als 
Ansprechpartner genannt. Die Fachkräfte der Einrichtung neh-
men sich täglich während der Bring- und Abholphase Zeit für 
die kurzen „Tür- und Angelgespräche“. Hier können die Eltern 
kleine und große Anliegen oder Beschwerden äußern.
Zudem werden die Eltern einmal jährlich zu einer anonymen 
Online-Befragung eingeladen, welche die Zufriedenheit hin-
sichtlich organisatorischer wie auch pädagogischer Themen 
abfragt. Der Link zur Befragung wird vom Vorstand verschickt 
und die vorläufige Auswertung findet in einer Team- und Vor-
standssitzung statt. Der Fragebogen wurde gemeinsam von 
Vorstand und Leitung entwickelt. Ziel ist es, die Stärken der 
Einrichtung herauszufinden und eventuelle Schwächen zu er-
kennen, um diese gemeinsam zu verbessern. Die Ergebnisse 
der Befragung werden auf einem Elternabend oder einer El-
ternversammlung besprochen und bearbeitet.
Den Eltern sowie dem Team ist ein beschwerdefreundliches 
Klima in der Einrichtung wichtig. Dieses bildet für alle Betei-
ligten die Basis für eine gute Kommunikation und Zusam-
menarbeit.
Elternabende: Es ist vorgesehen, dass an einem festen Tag 
im Monat ein Elternabend pro Gruppe stattfindet, zu dem alle 
Eltern der jeweiligen Gruppe eingeladen werden. In der Re-
gel sind mindestens zwei Personen aus dem pädagogischen 
Team anwesend. Insgesamt bildet der Elternabend ein Fo-
rum, in dem sich Eltern und Fachkräfte über pädagogische 
und organisatorische Themen austauschen und die Eltern 
von den Erzieherinnen einen Einblick in die pädagogische Ar-
beit der KiTa erhalten. Gruppenübergreifende Themen für die 
Elternschaft werden in der Elternversammlung besprochen.
2.6.3 Mitwirkung der Eltern
Da die Trägerschaft in einer Elterninitiative organisiert ist, 
übernehmen die Eltern je nach Fähigkeiten Aufgaben zur Si-
cherstellung des KiTa-Betriebs.
Zu diesen Aufgaben zählen u. a:
• die Pflege der Außenanlagen, Pflanzen, Spielgeräte im 
Garten
• Sicherung der Wege im Winter bei Glätte und Schnee 
• Einkauf der Lebensmittel für unser gesundes Frühstück
• Einkauf der Hygieneartikel 
• Erledigung leichterer Reparaturen im Haus und Garten 
usw.

3736
3). Dies soll zum einen durch Aufstocken der Stundenkapazi-
täten bei den bereits angestellten Fachkräften und zum ande-
ren durch Einstellungen neuer Fachkräfte geschehen.
PERSONALENTWICKLUNG 
Der Träger strebt grundsätzlich langfristige Arbeitsverhältnis-
se an. Dies ist in Zeiten des Fachkräftemangels unverzicht-
bar und trägt zudem zu einem Wertschätzungsgefühl der 
Fachkräfte und einer positiven, motivierten Grundhaltung des 
Teams bei. Personalentwicklung spielt dabei eine zentrale 
Rolle. An ihr sind Träger, Leitung, Elternschaft und die Fach-
kräfte selbst beteiligt. Bewerbungsverfahren, Auswahlverfah-
ren und Einstellungsgespräche von neuem Personal führen in 
der Regel der Vorstand und die Leitung mit dem Team unter 
Beteiligung der Elternschaft. 
Der Vorstand bietet den Fachkräften einmal jährlich ein 
Personalgespräch an, in dem die Zufriedenheit und die in-
dividuellen Entwicklungsmöglichkeiten besprochen wer -
den. Die Fachkräfte erhalten die Möglichkeit, an Fortbil-
dungen und Fachberatungen teilzunehmen. Diese sollen 
sich zukünftig vor allem an den Schwerpunkten der Ein-
richtung „Umwelt/Natur“, „Bewegung“ und „Gesundheit“ 
orientieren.
TEILNAHME AN FACHGREMIEN UND AGS.
Der Austausch und die Vernetzung unserer Fachkräfte in 
Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften (AGs) leisten einen 
wichtigen Beitrag zur Organisationsentwicklung unserer Ein-
richtung. 
Zu nennen sind insbesondere folgende Gremien:
• Die KiTa-Leitungen aller Hiltruper und Amelsbürener Kin-
dertageseinrichtungen treffen sich ein- bis zweimal jähr-
lich zur Abstimmung gemeinsamer Anliegen und Bespre-
chung allgemeiner Fragen in Leiterrunden. 
• Ergänzend ist die KiTa-Leitung in einem weiteren Arbeits-
kreis eingebunden, der sich in einem monatlichen Turnus 
trifft und speziell aus Leitungen besteht, die eine Elterni-
nitiative in Münster leiten. Zweck dieser Leiterrunde ist 
vor allem der Austausch und die Klärung für Elterninitia-
tiven spezifischer Fragen.
• An dem Arbeitskreis KiTa-Grundschule nehmen sowohl 
KiTa- als auch Grundschulleitungen der Stadtteile Hiltrup 
und Amelsbüren teil und bereiten gemeinsam Informati-
onsveranstaltungen für Eltern vor.
• Das Ingenieurbüro AJP bietet regelmäßig Informations-
veranstaltungen und Schulungen für unsere Sicherheits-
beauftragte und das gesamte pädagogische Team an.
• Die Leitung nimmt an einem Qualitätszirkel teil, der sich 
zweimal jährlich trifft und eine konsequente Fortführung 
der begonnenen Qualitätsmaßnahme ist. Hier findet ein 
gemeinsamer Austausch über die Erfahrungen in der 
praktischen Umsetzung der Qualitätsstandards statt, die 
dann gegebenenfalls angepasst werden.
Die Elterngemeinschaft kennt sich in der Regel gut, wächst 
zusammen, weil alle sich als wichtigen Teil des Ganzen er -
leben. Viele positive Kontakte unter den Familien kommen 
wiederum den Kindern zu Gute, weil enge Freundschaften 
entstehen können.
Dadurch, dass wir uns als Einrichtung sehen, in der Gemein-
schaft und gemeinschaftliche Verantwortung herrschen, er -
öffnen sich auch Möglichkeiten, die Eltern nutzen können, 
um sich zu vernetzen (z. B. gegenseitige Absprachen für das 
Abholen der Kinder treffen, wenn es beruflich mal eng wird; 
bewusst Elterndienste vor oder nach der regulären Öffnungs-
zeit einrichten, wenn die Öffnungszeit phasenweise nicht 
ausreicht).
Unsere Kultur als Einrichtung zeichnet sich aus durch
• ein hohes Maß der Mitgestaltung und Mitbestimmung,
• ein erziehungspartnerschaftliches Miteinander,
• gegenseitige Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung für 
die Kompetenzen aller Beteiligten (auch der Kinder) und 
eine offene Feedbackkultur.
2.7.2 Personal 
PERSONALAUSSTATTUNG
Der Personalschlüssel orientiert sich an den in § 19 KiBiz be-
schriebenen Vorgaben und sieht derzeit wie folgt aus: 
• KiTa-Leitung mit 30 Stunden (9 Stunden für die Büroar -
beit freigestellt)
• Gruppenleitung mit 39 Stunden
• Fachkraft mit 39 Stunden
• 2 Fachkräfte mit je 19,5 Stunden
Das pädagogische Team setzt sich aus staatlich anerkannten 
Erzieherinnen/-ern und staatlich anerkannten Sozialpädago-
ginnen/-en zusammen. Die Fachkräfte arbeiten in Schicht-
diensten, um die personelle Besetzung am Vormittag und 
Nachmittag zu gewährleisten. An einem Vormittag in der Wo-
che wird das pädagogische Personal von einer Zusatzkraft 
unterstützt. Die tägliche Reinigung der Räumlichkeiten der 
Einrichtung wird von einer Reinigungskraft übernommen.
 
Im Zuge einer Vergrößerung werden wir die Personalausstat-
tung gemäß den neuen Anforderungen anpassen (vgl. Kapitel 
Bevor die eigentliche Eingewöhnung in der Einrichtung be-
ginnt, findet ein Hospitationstag für die neuen Kinder statt. 
Dieser wird in der Regel von zukünftigen Bezugserzieherin-
nen gestaltet. In diesem Rahmen können erste organisatori-
sche Fragen von Seiten der Eltern und Fachkräfte in Bezug 
auf die Eingewöhnung geklärt werden. An dieser Stelle wird 
auch das schriftliche Eingewöhnungskonzept an die Eltern 
verteilt, welches alle wichtigen Informationen zur Eingewöh-
nung beinhaltet. 
Um sich auch über die individuellen Gegebenheiten und Be-
sonderheiten (z. B. Schlaf- und/oder Essensgewohnheiten) 
der einzugewöhnenden Kinder austauschen zu können, be-
sucht die Bezugserzieherin (eingewöhnende Fachkraft) an ei-
nem Nachmittag, ca. einen Monat vor KiTa-Start, die Familien 
zuhause.
MINI-STROLCHE
Im Hinblick auf die Vergrößerung unserer Einrichtung und die 
damit verbundene deutlich steigende Zahl der einzugewöh-
nenden Kinder, möchten wir weiterhin einen sensiblen und 
behutsamen Prozess der Eingewöhnung gewährleisten, in-
dem wir die Gruppe der „Mini-Strolche“ ins Leben rufen.
Ziel ist es, den Kindern im ersten Lebensjahr den Übergang in 
die KiTa durch einen regelmäßigen und intensiveren Kontakt 
zu unserer KiTa zu erleichtern.
Sobald die Betreuungsverträge (und die Mitgliedschaft in un-
serem Verein) unterschrieben vorliegen, haben die Eltern die 
Möglichkeit, freiwillig in einem 14-tägigen Rhythmus an der 
Gruppe der Mini-Strolche mit ihren Kindern teilzunehmen.
Die Mini-Strolche bestehen aus angehenden KiTa-Kinder,  
ihren Eltern und mindestens einem Elternteil unserer Elter -
ninitiative. Die Gruppe wird von einer Fachkraft der KiTa 
begleitet. In einem geschützten Rahmen haben wir hier die 
Möglichkeit, durch die regelmäßigen Treffen den Prozess des 
Zueinanderfindens zu erleichtern und Sicherheit und Wohlbe-
finden der Kinder zu unterstützen.
2.7 ORGANISATIONSKULTUR UND  
QUALITÄT SICHERNDE MASSNAHMEN
2.7.1 Kultur der Mitgestaltung und Gemein-
schaft
Als Elterninitiative zeichnet sich unsere Einrichtung durch 
eine Kultur der Mitgestaltung aus. Das bringt für alle Betei-
ligten besondere Rechte und Pflichten mit sich. Eltern über -
nehmen Aufgaben, die sie in anderen Einrichtungen so nicht 
übernehmen würden (Finanzen, Personal, diverse Dienste, 
die für den Betrieb nötig sind, wie Einkäufe usw.). Die Mo-
tivation hierfür erwächst daraus, dass sich die Eltern für ihr 
eigenes Kind einbringen. 
Der größere Einblick und die Möglichkeit der Mitbestimmung 
steigert die Wertschätzung für das, was in der Einrichtung 
von den anderen Eltern und den Fachkräften geleistet wird. 
Vorstandsarbeit
Die Vereinsmitglieder wählen einen Vorstand, der die forma-
len Aufgaben der Trägerschaft übernimmt. Der Vorstand setzt 
sich aus 7–8 Elternteilen zusammen, die sich mindestens ein-
mal im Monat in einer Vorstandssitzung treffen, um die zu er-
ledigenden Aufgaben zu kommunizieren und zu koordinieren. 
Idealerweise schickt jede einzelne Gruppe der Einrichtung 
mindestens einen Vertreter in den übergreifenden Vorstand.
Der Vorstand fungiert u. a. als
• Ansprechpartner und Interessenvertretung für Eltern 
• Ansprechpartner und Interessenvertretung für Fachkräfte
• Vertretung nach Außen
• Experte der Finanzen der Einrichtung
• Initiator für Neuaufnahmen von Familien und Personalein-
stellungen in Absprache mit dem pädagogischen Team
• Experte für Personalangelegenheiten
2.6.4 Professionelles Eingewöhnungskonzept
Das Eingewöhnungskonzept der Einrichtung ist an das Ber -
liner Modell angelehnt. Das Berliner Eingewöhnungsmodell 
nach INFANS stützt sich auf die Bindungstheorie nach John 
Bowlby und wurde in den 90er Jahren entwickelt. Das bedeu-
tet für uns, dass jedes Kind in seiner Entwicklung und seinen 
Bedürfnissen individuell ist. Dementsprechend gewöhnen wir 
die Kinder alle gleichsam behutsam und individuell ein, was 
eine genaue Vorhersage über die Länge der Eingewöhnung 
unmöglich macht. Unserer Erfahrung nach sollten von der 
Einrichtung und den Eltern vier bis sechs Wochen für eine 
Eingewöhnung eingeplant werden. 
Unseren Fachkräften der Einrichtung ist es sehr wichtig, dass 
die Eingewöhnung mit den Eltern und Kindern in Schritten 
abläuft, da die Erfahrung gezeigt hat, dass eine langsame 
und sensible Eingewöhnung die Belastung des Kindes, verur-
sacht durch die Trennung von seinen Eltern, deutlich mindert. 
Insbesondere muss berücksichtigt werden, dass die einzu-
gewöhnenden Kinder in der Regel noch sehr jung sind und 
sowohl die Kinder als auch die Eltern sich zum ersten Mal mit 
einer Institution vertraut machen müssen und sich oft erstma-
lig in einem Ablöse- und Übergangsprozess befinden.
In der Regel übernimmt eine Fachkraft den primären Kon-
takt mit dem Kind und seinen Eltern und wird über die Zeit 
die Bezugserzieherin des Kindes. Alle einzelnen Schritte der 
individuellen Eingewöhnung werden im Dialog zwischen der 
Bezugserzieherin und den Eltern gemeinsam besprochen, 
geplant und umgesetzt. 
Laut Braukhane und Knobeloch (2011) ist das primäre Ziel der 
Eingewöhnung der Aufbau einer tragfähigen Beziehung zwi-
schen Fachkraft und Kind während der Anwesenheit der Be-
zugsperson (Eltern o. Ä.). Aus diesem Grund sollen zu Anfang 
der Eingewöhnung die Eltern oder andere wichtige Bezugs-
personen das Kind während des KiTa-Alltags mit all seinen 
Abläufen, Ritualen, Regeln und anderen Menschen begleiten. 
Dies bietet den Bezugspersonen zudem einen wichtigen Ein-
blick in den Tagesablauf und der pädagogischen Arbeit der 
Einrichtung.

3938
in denen ein Austausch über das QM mit den Qualitätsbeauf-
tragten aus anderen Elterninitiativen stattfindet. Der Vorstand 
und die Eltern werden regelmäßig über die Arbeit an den Ent-
wicklungsvorhaben informiert.
Qualitätsentwicklung braucht Zeit. In unserer Einrichtung 
steht diese in Form von zwei jährlichen Teamtagen und klei-
nen Zeitfenstern in den Teamsitzungen zur Verfügung. Die 
Verbesserung von Qualität und Umsetzung von konkreten 
Entwicklungsvorhaben ist immer wieder Thema in Team- und 
Vorstandsitzungen und auf Elternabenden.
Beschwerdemanagement seitens der Eltern und Kinder
Ein offenes Beschwerdemanagement sehen das pädago-
gische Team und die Eltern ebenfalls als wichtigen Teil der 
Qualitätsentwicklung und -sicherung unserer Einrichtung. 
Hier setzen wir auf zwei Ebenen an. Auf Ebene der Eltern bie-
ten persönliche Gespräche und eine jährliche Online-Befra-
gung die Möglichkeit, Anliegen zu äußern und Stärken und 
Schwächen des KiTa-Alltags aufzuspüren (vgl. 2.6.2). Auch 
ein Beschwerdemanagement seitens der Kinder gehört dazu 
(vgl. 2.1.3).
 
2.7.4 Kinderschutz
Der Kinderschutz basiert auf der UN-Kinderrechtskonventi-
on, die am 20. November 1989 festgeschrieben wurde. Ne-
ben dem Recht auf Förderung (insbesondere Bildung) und 
dem Recht von Kindern auf Teilhabe an Entscheidungen, die 
ihr tägliches Leben betreffen, beinhaltet sie das Recht auf 
Schutz und gesundheitliche Unversehrtheit (Knauer, 2007).
Die Einrichtung „Hiltruper Strolche e.V.“ hat im Hinblick auf 
den Kinderschutz eine Vereinbarung mit der Stadt Münster 
zum § 8a Abs. 4 SGB VIII geschlossen. Alle Fachkräfte der 
Einrichtung haben den Auftrag und die Pflicht, ein Verhalten, 
das sie beobachten und nicht einordnen können, weiter zu 
untersuchen. Unter anderem verpflichtet sich die Einrichtung 
damit zu einem klaren Verfahren bei einer möglichen Kindes-
wohlgefährdung, einer Installation von Ansprechpartnern in 
Fragen Kinderschutz auf Trägerseite, und zur verpflichtenden 
Teilnahme von Fortbildungen auf Seiten der Fachkräfte (min. 
eine Fachkraft) der Einrichtung.
Zudem ist der Träger der Einrichtung verpflichtet, sich alle 
fünf Jahre das erweiterte Führungszeugnis aller pädagogi-
schen Fachkräfte, Ehrenamtlichen und sonstigen Mitarbei-
tern vorlegen zu lassen. Diese Anforderungen werden sowohl 
aktuell als auch zukünftig in der Einrichtung erfüllt.
• Die Leitung nimmt an Leitungskonferenzen teil, die von 
Eltern helfen Eltern organisiert werden und unterschied-
liche Themenfelder aus Politik, Pädagogik oder Wissen-
schaft bieten und sich immer auf aktuelle Belange von 
Kindertageseinrichtungen beziehen.
2.7.3 Verfahren der Qualitätsentwicklung 
und -sicherung
Entwicklung und Überprüfung von Qualitätsstandards
Gemäß der Anforderung des § 11 KiBiz gibt es seit Oktober 
2014 ein Qualitätsmanagementsystem in unserer Einrichtung 
(pragma-indikatoren-modell, pim©). In unserem Qualitäts-
handbuch sind die erarbeiteten Kernprozesse enthalten, die 
Indikatoren formuliert und die Qualitätsstandards festgelegt. 
Dieses Handbuch hat das pädagogische Team diskutiert. 
Alle pädagogischen Fachkräfte sind in der Anwendung des 
QM-Systems und der webbasierten Selbstbewertung ge-
schult.Der Einführungsprozess wurde moderiert und begleitet 
von dem Autor des Indikatoren-Modells und der Fachbera-
tung unseres Dachverbandes Eltern helfen Eltern. 
Für das pim© haben wir uns aus folgenden Gründen ent-
schieden:
• Die beschriebenen Anforderungen und Arbeitsweisen 
sind gemeinsam mit mehreren Elterninitiativen erarbeitet 
worden, und es wurde ein gemeinsamer Konsens über 
das Verständnis von Qualität gefunden, sodass die Kri-
terien den besonderen Strukturen einer Elterninitiative 
gerecht werden.
• Alle Mitarbeiter/-innen sind in den Prozess mit einbezo-
gen; sowohl in die Entwicklung der Kriterien als auch in 
die jährlich stattfindenden Bewertungen. 
• Der Qualitätsprozess ist offen und es wird kontinuierlich 
(z. B. in Entwicklungsvorhaben) daran gearbeitet. 
• Alle Mitarbeiter/-innen können sich durch das gemein-
same Erarbeiten der Indikatoren mit den im Handbuch 
beschriebenen Prozessen identifizieren und ihren Ar -
beitsalltag wiederfinden.
• Die Eltern können jederzeit Einblick in das Handbuch 
nehmen und werden in Entwicklungsprozesse einbezo-
gen. 
• Es gibt einen fachlichen Gewinn mit einem vertretbaren 
Zeiteinsatz.
Auf der Grundlage des Handbuchs findet einmal im Jahr eine 
webbasierte Selbstbewertung durch alle pädagogischen 
Fachkräfte der Einrichtung statt. Die Ergebnisse werden im 
Team diskutiert. Alle entscheiden gemeinsam, in welchen 
Bereichen an der Weiterentwicklung der Qualität gearbeitet 
werden soll (Entwicklungsvorhaben). Qualitätsbeauftrage in 
unserer Einrichtung ist die Leitung. Sie nimmt an den Quali-
tätszirkeln teil, die vom Dachverband angeboten werden und

41
40
3
WIRTSCHAFTLICHKEIT
• Buchführung und Jahresabschluss haben wir an pro-
Vedi, einen auf Kindertageseinrichtungen spezialisierten
Finanzdienstleister, abgegeben. So kann sich unser Fi-
nanzvorstand stärker auf die vorausschauende Finanz-
planung der Einrichtung konzentrieren.
•
Bei 
Bedarf arbeiten wir eng mit den Experten unseres
Dachverbandes Eltern helfen Eltern e.V. zusammen oder
gehen in Erfahrungsaustausch mit anderen Elterninitia-
tiven.
•
Bei der Besetzung von Vorstandsposten streben wir eine
hohe Kontinuität im Vorstand an. Im Falle von Neube-
setzungen der Position des Finanzvorstandes erfolgt ein
sehr umfassender Wissenstransfer bei der Übergabe.
Der Nachfolger wird in der Regel durch das ausschei-
dende Vorstandsmitglied bereits ein Jahr zuvor im Tan-
dem eingearbeitet.
3.1 TRÄGERANTEIL
Als Trägeranteil leisten wir als Elterninitiative sowohl bisher 
als auch zukünftig den gesetzlich verlangten Trägeranteil für 
Elterninitiativen von 4%.
3.2 DAUERHAFTE SICHERUNG DER 
WIRTSCHAFTLICHKEIT
 Der Verein „Die Hiltruper Strolche e.V.“ verfügt über mehr als 
20 Jahre Erfahrung im wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb der 
Elterninitiative am Nimrodweg in Hiltrup. Auch in den aktuell für 
kleine Einrichtungen wirtschaftlich eher schwierigeren Zeiten, 
steht die KiTa Hiltruper Strolche  de rzeit wirtschaftlich solide 
da. Die Tariferhöhungen im Jahr 2016 konnten wir so beispiels-
weise ohne Erhöhung der E lternbeiträge oder Auswirkungen 
auf laufende Ausgaben und anfallende Ersatzinvestitionen voll-
ständig an unsere Mitarbeiterinnen weitergeben.
Um die neue Einrichtung an der Hansestraße und die damit 
einhergehende Vergrößerung mit veränderten Gruppenstruk-
turen und Betreuungszeiten  zukünftig ebenso verantwor -
tungsvoll steuern zu können, werden wir zahlreiche heute 
schon 
etablierte Grundsätze weiterhin befolgen und stetig 
weiter optimieren. Dies beinhaltet beispielsweise:
• Langfristige 
Personalkostenplanung, die regelmäßig z.
B. anstehende Gehaltssteigerungen durch tarifliche Er -
fahrungsstufen antizipiert
• Stetige 
Optimierung der Sachkosten, z. B. unter Zugriff  
auf Vergleichswerte für Versicherungen, Strom- oder
Druckkosten anderer Einrichtungen über proVedi
• Für 
eine wirtschaftlich gesunde Gruppenstruktur bringen
wir pädagogische und personalwirtschaftliche mit finan-
ziellen Anforderungen in Einklang. Dabei greifen wir auf
unsere langjährige Erfahrung bei der Platzbelegung im
Sinne der vorgegebenen Rahmenstrukturen zurück.
•
Festsetzung 
der Elternbeiträge unter Sicherstellung aus-
reichender Finanzpuffer für zukünftige Elterngeneratio-
nen, z. B. durch Rücklagen für den anstehenden Umzug
und Rückbau unseres bestehenden Mietobjektes, Rück-
lagen für  Personalkostensteigerungen sowie für Ersat-
zinvestitionen abnutzbarer Ausstattungsgegenstände

4342
VERTRAUENSVOLLES VERHÄLTNIS 
DER ELTERN ZUM PÄDAGOGISCHEN TEAM
Nicht nur die Kinder vertrauen den Fachkräften, auch die 
Eltern haben volles Vertrauen in diese. Das äußert sich in ei -
ner entspannten KiTa-Atmosphäre, in der man sich oft beim 
„ausgedehnten Abholen“ noch gerne ein wenig über dieses 
und jenes unterhält – oft im Garten, während die Kinder 
noch etwas weiterspielen.
Entsprechend offen ist auch die Feedbackkultur in der Ein -
richtung, die es erlaubt, Kritik zu üben, Missverständnisse 
aufzuklären, Wünsche zu äußern, aber auch Anerkennung 
auszusprechen. Die regelmäßigen Elternabende, bei denen 
sich Eltern und Team in kleinerem Kreise (zukünftig auf die 
einzelnen Gruppen begrenzt) austauschen, sehen wir eben -
falls als wertvoll und erhaltenswert an.
Zielsetzung ist es, dem Team auch in einer größeren Einrich-
tung weiterhin Freiheit zu geben, seine Ideen einzubringen 
und umzusetzen – seien es nun Ideen in Bezug auf Pädago -
gik, Einrichtung oder KiTa-Events. Andersherum kann das 
Team sich auf die Eltern verlassen, wenn es um die konse -
quente Anwendung von Absprachen oder um Hilfe in der 
KiTa durch Elterndienste, Besorgungen usw. geht.
Wir wünschen uns, dieses besondere Verhältnis auch in ei -
ner großen KiTa mit deutlich mehr Beteiligten aufrecht zu er-
halten und zu pflegen.
FREUNDSCHAFTLICHES VERHÄLTNIS DER ELTERN UNTEREINANDER
Zur Pflege des guten Verhältnisses gehört nach unserer 
Überzeugung, dass sich nicht nur die Kinder in der KiTa wohl-
fühlen, sondern auch die Eltern. Wir arbeiten viel dafür, re -
gelmäßige Gelegenheiten zur Pflege der Kontakte zwischen 
den Eltern zu schaffen. Trifft man beim Bringen und Abholen 
häufig immer dieselben Personen, bieten unsere Grillabende, 
Gartenaktionen und gemeinsame Elternaktivitäten mannigfal-
tige Gelegenheiten zur weiteren Kontaktpflege.
Ohne große Umstände lässt sich daher Unterstützung in 
4.1 WEITERENTWICKLUNG UNSERER 
STÄRKEN 
Abgesehen von den Anforderungen des Vergabeverfahrens 
an das pädagogische Konzept und der Wirtschaftlichkeit, 
welche wir in den Kapiteln 2 und 3 ausführlich beantwortet 
haben, möchten wir nun Stellung beziehen, warum wir uns 
für besonders gut geeignet halten, die Trägerschaft für die 
neue Einrichtung an der Hansestraße zu übernehmen.
Die Hiltruper Strolche bieten seit über 20 Jahren ein gemüt -
liches Zuhause für eine Gemeinschaft von Personen: Kin -
der, Eltern und Fachkräfte – teilweise sogar Großeltern und 
Ehemalige – fühlen sich dort wohl und hervorragend aufge -
hoben. Wir sehen vier wesentliche Werte, die wir in unserer 
Einrichtung in dieser Hinsicht geschaffen haben, die wir in -
tensiv pflegen und zukünftig gerne auf eine größere Einrich -
tung übertragen wollen.
LIEBEVOLLES VERHÄLTNIS  
ZWISCHEN KINDERN UND PÄDAGOGISCHEM TEAM
Es ist Konsens der Eltern – aber auch regelmäßig durch 
„Besucher“ (wie Großeltern oder Freunde) bestätigt –, dass 
sich das pädagogische Team außerordentlich liebevoll und 
geduldig um alle Kinder kümmert. Die pädagogischen Fach -
kräfte geben sich sehr viel Mühe, dass sich die Kinder wohl 
fühlen: Sie planen beispielsweise gemütliche Kuschelecken; 
sie sorgen für ein familiäres „Wohnzimmer“-Gefühl in der 
Einrichtung; sie geben regelmäßig neue Impulse durch Ar -
rangieren von Mobiliar und Materialien etc.
Das Ergebnis ist ein großes Vertrauen der Kinder in alle 
Fachkräfte gleichermaßen. Besonders eng ist das Verhältnis 
zu den jeweiligen Bezugserzieherinnen – und dank der ge -
mischten Gruppe bis zur Schulzeit!
Auch ehemalige KiTa-Kinder besuchen uns gerne, ins -
besondere zu Festen wie unserem Sommerfest oder dem 
Hiltruper Frühlingsfest.
4
BESONDERE MERKMALE UND EIGNUNG DER 
HILTRUPER STROLCHE

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44
WIR VERGRÖSSERN UNSERE 
FAMILIE UND ZIEHEN IN EIN NEUES ZUHAUSE
Für alle möglicherweise sehr bald anstehenden Veränderun-
gen haben wir uns einige Dinge vorgenommen:
• Wir bleiben, wer wir sind, nur in einem etwas größeren 
Haus, mit mehr Kindern, aber in unmittelbarer Nachbar -
schaft unseres Wäldchens und unseres neuen „Paten-
kindes“ dem Oedingteich. 
• Wir nehmen unsere liebsten Spielzeuge und ziehen da-
mit um, um diese mit vielen neuen Kindern zu teilen.
• Wir freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, die uns die 
neue größere Einrichtung bietet, um unsere Schwer -
punkte zu vertiefen, und werden alle aufkommenden He-
rausforderungen gemeinsam anpacken. 
KiTa sind die Eckpfeiler für eine schnelle Auswahl der 
passendsten Ausstattung bereits jetzt gesteckt.
• Im Falle des Zuschlags würden wir sehr gern schnellst -
möglich prüfen, inwiefern das Objekt baulich eine even -
tuelle Nachrüstung einer vollwertigen Küche ermögli -
chen könnte.
• Um den Umzug für die bestehenden Strolche-Kinder 
vorzubereiten, würden wir das Thema Umzug in einer 
Themenwoche behandeln und die Kinder z. B. durch 
das Packen einer Lieblingskiste am Umzug partizipie -
ren lassen.
• Wie immer werden wir uns auf unsere Familien und ver -
mutlich auch auf zahlreiche Förderer verlassen können.
der Elternschaft finden, wenn Kinder einmal nicht selbst 
abgeholt werden können. Notwendige Elterndienste wer -
den wie selbstverständlich geleistet – nicht selten gibt es 
auf kurzfristige Anfragen sehr schnell mehr freiwillige Rück -
meldungen als angefragt waren. Insgesamt zeigt sich, dass 
alle mit Freude mithelfen, so gut ein Jeder es kann; niemand 
„drückt“ sich vor den Aufgaben.
Diese Mentalität ist uns besonders wichtig. Sie herzustel -
len wird sicherlich nicht einfach – die Gruppendynamik einer 
größeren Gruppe arbeitet manchmal dagegen an –, aber wir 
wollen durch gemeinsame „Rituale“ und ein gemeinsames 
Sozialleben im Rahmen von Stammtischen, Partys, Grilla-
benden, Gartenaktionen usw. diese Gemeinschaftswerte 
beibehalten.
ERLEBTE UND ERWÜNSCHTE VIELFALT
Auch wenn dies vielleicht nach einer womöglich in sich ge -
schlossenen Gemeinschaft klingt, ist genau das Gegenteil 
der Fall. Gerade weil alle Beteiligten Vielfalt als Bereicherung 
empfinden, funktioniert die Gemeinschaft so gut. Daher ist 
es uns wichtig, auch weiterhin Vielfalt in all ihren Formen in 
unsere KiTa zu bringen und den Kindern ein Umfeld zu bie -
ten, in dem sie lernen wie spannend und zugleich selbstver -
ständlich Vielfalt ist. 
Vielfalt bezieht sich dabei einerseits auf die Unterschiedlich -
keit von Menschen, beispielsweise in Bezug auf Herkunft, 
Kultur, Sprache oder Fähigkeiten und Talente. Die Erfüllung 
von Querschnittsaufgaben in Bezug auf Migration, Inklusion 
oder Gender ist somit für uns ebenfalls eine Selbstverständ -
lichkeit und Bereicherung. 
Ebenso leben wir Vielfalt mit unseren Kindern durch immer 
wieder neue Themen für Ausflüge und Projekte. Wir freuen 
uns darauf, hierzu zukünftig in einer größeren Gemeinschaft 
noch viel mehr und vielfältige Ideen generieren und umset -
zen zu können – für unsere jetzigen Hiltruper Strolche, für 
viele neue Strolche-Kinder und für unser Umfeld in Hiltrup 
und Umgebung.
Zusammenfassend müssen wir sicherlich festhalten: Nicht 
alles lässt sich jetzt schon planen und nicht für alles, was 
sich jetzt schon planen lässt, haben wir bereits eine Lö -
sung, die sich auch in einer großen KiTa anwenden lässt. 
Aber wir sind uns sicher, dass unsere gewachsene Gemein -
schaft eine sehr gute Lösung für alles finden wird, damit wir 
– Kinder, Eltern und Fachkräfte gemeinsam – uns weiterhin 
so zuhause wie bisher fühlen – selbst, wenn unser „kleines 
Zuhause“ dann langsam zu einem „großen Zuhause“ wird.
4.2 UNSER UMSETZUNGSPLAN UND  
-MANAGEMENT
Wir sind uns bewusst, dass der Übergang von unserer be -
stehenden eingruppigen Einrichtung zu einer dreigruppigen 
KiTa vor allem vor dem Hintergrund des sehr eng gesteck -
ten Zeitplans eine große Herausforderung darstellt. Aber wir 
sind überzeugt, diese Herausforderung meistern zu können. 
Hierzu im Folgenden einige Einblicke in unser Umsetzungs -
management.
PROJEKTTEAM ERARBEITET  
BEWERBUNGSKONZEPT UND PLANT DIE UMSETZUNG
Wir sind überzeugt diese Herausforderung zu meistern, weil
unsere Elternschaft geschlossen und engagiert hinter der 
Bewerbung steht. Die Eltern sehen einstimmig die großen 
Chancen für ihre Kinder und den Trägerverein „Hiltruper 
Strolche e.V.“ und sind nicht zuletzt aufgrund der unmittel -
baren Betroffenheit mit vollem Herzen und großer Leiden -
schaft dabei. Alle Familien freuen sich schon jetzt in ge -
wohnter Weise wo und auch wann immer nötig tatkräftig mit 
anzupacken.
Zudem gehen wir die Umsetzung professionell an:
• mit einer schlagkräftigen Projektgruppe aus der Eltern -
schaft 
• mit relevanten beruflichen Expertisen
• mit klarer Rollen- und Aufgabenzuweisung sowie  
Meilensteinplänen
• regelmäßigen Abstimmungen mit dem Vorstand
• professioneller Netzwerkarbeit über unseren Dachver -
band Eltern helfen Eltern e.V. und die anderen ange -
schlossenen Elterninitiativen Münsters
Basierend auf unserem erprobten Rahmenkonzept haben 
wir bereits ergänzende Vorgehenseckpunkte für die Auf -
bau- und Startphase der KiTa erarbeitet. Aus unserer Sicht 
stellen sich für einen termin- und qualitätsgerechten Start 
des KiTa-Betriebs an der Hansestraße zwei Kernherausfor -
derungen:
• Gewinnung von qualifiziertem und passendem Personal 
• Einrichtung der neuen KiTa und Durchführung des Umzuges
Unser Vorgehensmodell für diese Herausforderungen ba -
siert auf nachfolgenden Eckpunkten:
Zu Personal:
• Recruitingstart unmittelbar nach erfolgreicher Bewer -
bung.
• Synchronisation des Aufbaupfades für die Kinderanzahl 
und die Erzieherstunden in enger Abstimmung mit der 
Stadt Münster
• Nutzung unseres Netzwerkes (z. B. ehemalige Prakti -
kanten/innen) um geeignete Bewerber zu erreichen
Zu Einrichtung und Umzug:
• Auf Basis der bereits in der Bewerbungsphase vorge -
nommenen tiefgehenden Konzeptarbeit für die neue 
So werden wir zukünftig organisatorisch aufgestellt sein
 
20 Kinder (2 – 6 Jahre) 
71,7 Fachkraftstunden 
4 Ergänzungskraftstunden 
23 Kinder (3 – 6 Jahre) 
30,9 Fachkraftstunden 
43,9 Ergänzungskraftstunden 
10 Kinder (0,4 – 3 Jahre) 
70,6 Fachkraftstunden 
12 Ergänzungskraftstunden 
2 Elternräte 
 2 Elternräte 
 2 Elternräte 
Kita-Leitung (39 Leitungsstunden) 
 
58 sonstige Personalstunden (z.B. für Hauswirtschafter/in, …) 
 
Gruppe 1 
 Gruppe 2 
 
Gruppe 3 
 
Vorstand (bestehend aus 8 Elternteilen) 
Je 2 Elternteile für die Ämter Vorsitz, Finanzen, Personal und Schriftführer 
 
Elternbeirat (bestehend aus den 2 Elternräten je Gruppe)

46 47
KRITERIUM KERNBOTSCHAFT
Wirtschaftlichkeit
Wir bieten 4% Trägeranteil in Verbindung mit einem zu-
kunftsfähigen Finanzplan bei gesicherten Arbeitsplät-
zen und Bezahlung in enger Anlehnung an den Tarif.
Rahmenkonzept
- Unsere Werthaltung Wir orientieren uns am Gedanken der Humanität. Die-
ser umfasst die prinzipielle Gleichheit aller Menschen 
jeder Herkunft und jeden Geschlechts (Art. 3 Abs. 
3 GG) sowie die allgemeine Menschenwürde (Art. 1 
Abs. 1 GG). Im weiteren Sinn gebietet Humanität auch 
religiöse und politische Toleranz und Achtung vor dem 
Mitmenschen und seinen Überzeugungen, im weiteren 
Sinn auch die Achtung vor Tieren und den Schutz der 
Natur.
- Unsere Schwerpunkte - Natur und Umwelt
- Bewegung
- Gesundheit
- Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 20 Jahre Betreuung von U3- und Ü3-Kindern in der 
Ganztagesbetreuung in Münster-Hiltrup
- Frühkindliche Bildung Mithilfe des Situationsorientierten Ansatzes stehen die 
Kinder im Mittelpunkt und werden von den Fachkräften 
in allen Bereichen der frühkindlichen Bildung beobach-
tet, begleitet, unterstützt und durch altersangemessene 
Angebote zur Entwicklung angeregt. 
Unser Konzept erläutert diesen Ansatz in den Berei-
chen der musisch-ästhetischen Bildung, dem Werken 
und kreativen Gestalten, naturwissenschaftlich-techni-
schen Erfahrungen und der mathematischen Bildung.
- Sprachliche Bildung Schlüsselqualifikation, die alltagsintegriert vermittelt 
wird. Die Kinder lernen strukturiert Gesprächsregeln, 
Streitkultur, Reime, Lieder usw.
Der Sprachentwicklungsverlauf aller Kinder wird doku-
mentiert und begleitet.
- Dokumentation Aktuell mit offenen Beobachtungen die in strukturierten 
Bögen und Mappen dokumentiert werden. Zukünftig 
wegen der größeren Anzahl Kinder in einem standardi-
sierteren Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren. 
BaSik für den Sprachentwicklungsverlauf
4.3 ARGUMENTE FÜR DIE HILTRUPER STROLCHE AUS UNSERER SICHT KRITERIUM KERNBOTSCHAFT
Querschnittsaufgaben
- Inklusion
Von 2006 bis 2014 besuchten mehrere Integrativkinder 
unsere Einrichtung. Die Erfahrungen waren durchweg 
positiv, so dass wir Integration als Gruppenaufgabe 
gerne mit dem entsprechend qualifizierten Personal 
fortführen möchten. Die ebenerdige Bauweise des 
Objekts eignet sich für eine barrierefreie Ausstattung. 
Zur besonderen Förderung für Kinder mit Behinderung 
dient auch die Kooperation mit einer Praxis für Kinder-
physiotherapie aus Hiltrup.
- Gender
Wir leben ein offenes und tolerantes Miteinander, in 
dem alle Kinder bei der Suche nach ihrer individuellen 
Geschlechtsidentität unterstützt werden. Wir treten für 
die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in 
allen Lebensbereichen ein.
- Migration
Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund 
haben wir in einigen wenigen Fällen bereits erlebt und 
gemeistert. 
Wir möchten daran anknüpfen und erfolgreiche Integ-
ration als individuell ausgerichtete Gemeinschaftsauf-
gabe fördern.
Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung ist einer der Schwerpunkte 
unserer KiTa, was sich in vielfältigen Angeboten für die 
Kinder, aber auch in entsprechenden Kooperationen 
manifestiert. Die konzeptionelle Ausarbeitung findet 
sich in den Kapitelpunkten 
- Bewegungsförderung
- psychosoziales Wohlbefinden
- gesunde Ernährung
- Unfallprävention
- Gewaltprävention
- Suchtprävention
- Körpererfahrung
- Zahngesundheit und
- Hygiene.

KRITERIUM KERNBOTSCHAFT
Sozialraumorientierung und Kooperationen
„Hiltruper Strolche e.V.“ ist mit zahlreichen Akteuren im 
Stadtteil vernetzt.
Wir unterstützen unsere Stadtteiloffensive und führen 
das Logo 48165 der Marketingoffensive Hiltrup.
Mit der nahegelegenen NABU-Station gibt es eine 
Kooperation und die Patenschaft für den in Hiltrup 
gelegenen Oedingteich.
Mit einem Zahnarzt und einer Physiotherapeutischen 
Praxis gibt es eine örtliche Kooperation für die Berei-
che Gesundheit/ Inklusion.
Wir begleiten das Hiltruper Frühlingsfest mit einem 
Stand und singen beim Adventskonzert für Senioren in 
der Hiltruper Stadthalle.
Wir packen Päckchen für die Weihnachtsaktionen zur 
Unterstützung von Flüchtlingsfamilien und einkom-
mensschwachen Familien.
Unsere KiTa kooperiert mit den Grundschulen für einen 
sanften Übergang der Vorschulkinder in die Schule.
In Planung befindet sich die Kooperation mit den 
Tagespflegepersonen in Hiltrup. Die ersten Kontakte 
haben wir bereits hergestellt. Auch an dieser Stelle soll 
ein sanfter Übergang in die KiTa installiert werden.
Erziehungs- und Bildungspartnerschaften
Erziehungspartnerschaften mit den Eltern: Die Eltern 
sind die Experten für ihr Kind. Die pädagogischen 
Fachkräfte sind Experten für die Zeit der Kinder in der 
KiTa. Sie sind Ansprechpartner für die Eltern und be-
raten diese bei Bedarf kompetent und wertschätzend. 
Der dokumentierte Entwicklungsstand der Kinder ist 
Grundlage der Entwicklungsgespräche mit den Eltern. 
Daneben gibt es vielfältige Gesprächsangebote in 
unterschiedlicher Tiefe und Umfang. 
Die Eingewöhnung der Kinder beginnt schon vor dem 
Start in der Einrichtung mit den Eingewöhnungsge-
sprächen mit den Eltern.
Das Eingewöhnungskonzept ist detailliert und individu-
ell. Es ist an das Berliner Modell angelehnt und weiter-
entwickelt.
Der Übergang in die Grundschule wird eng mit den El-
tern begleitet und die frühkindliche Bildung gemeinsam 
unterstützt.
Die Zufriedenheit der Eltern wird einmal jährlich mit 
einer anonymen Online Befragung erfragt.
Elternabende mit unterschiedlichen Informationsange-
boten finden regelmäßig statt.
KRITERIUM KERNBOTSCHAFT
Organisationskultur
Die pädagogischen Fachkräfte haben eine eigene Hal-
tung und Wertvorstellung formuliert. Diese ist stimmig 
zum Leitbild des Trägers formuliert.
Unser Personal ist regelmäßig bei allen gesetzlich 
vorgeschriebenen Schulungen und hat individuelle 
Schwerpunkte über Weiterbildungen und Schulungen 
erworben.
Die Weiterbildung ist unter anderem Thema in den jähr-
lich angebotenen Personalentwicklungsgesprächen.
Die Fachberatung erfolgt durch verschiedenste Gremi-
en und Organisationen:
Eltern helfen Eltern e.V.; Ingenieurbüro AJP für Sicher-
heitsfragen; Gesundheitsamt, Jugendamt; proVedi für 
Buchhaltung, Jahresabschluss und Personalangele-
genheiten; Clearingstelle; Arbeitskreise der KiTa 
Kinderschutz ist eine benannte und mit Ansprechpart-
nern besetzte Aufgabe in der KiTa.
Vereinbarung mit der Stadt Münster zum § 8a Abs. 4 
SGB VIII zum Kinderschutz
Qualität sichernde Maßnahmen
Seit 2015 ist das pragma-indikatoren-modell, pim©, 
als Verfahren zur Qualitätsentwicklung und –sicherung 
etabliert.
Die Teilnahme am Qualitätszirkel und die Verankerung 
der Qualitätsthemen im KiTa Arbeitsalltag mit eigenen 
Zeitfenstern garantieren die qualitative Fortentwick-
lung.
Eltern werden einmal jährlich zur Zufriedenheit anonym 
online befragt.
Besondere Merkmale / Eignung
Wir sind die einzige Elterninitiative in Hiltrup und 
können unseren nachhaltigen Ansatz durch unsere 
20-jährige Erfahrung in der Kinderbetreuung und der 
Elternarbeit nachweisen. Im Sinne der Trägerpluralität 
für unseren Stadtteil möchten wir gerne noch lange in 
Hiltrup als Elterninitiative arbeiten.
Unsere Eltern wirken in besonderem Maße als Träger 
der Einrichtung im KiTa- Alltag mit. Sie sind auch in 
anderen Organisationen oder den Schulen am Ort 
ehrenamtlich tätig und können so engere Kontakte im 
Stadtteil knüpfen.
4948

5150
5
UNSER TEAM  
UND VORSTAND
UNSER TEAM
VON LINKS NACH RECHTS
NATALIA NUSS, Jahrgang 1984
BERUF: Diplom Sozialpädagogin
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014
STUNDENUMFANG: 19,5 Std pro Woche
SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: 
Betreuung der Kinder unter drei Jahren: Freispiel Be-
gleitung, Kleingruppenarbeit, Durchführung der U3- 
Morgenrunden und Unterstützung beim Essen.  Deswe-
gen besuche ich Fortbildungen überwiegend zu diesem 
Thema wie z.B. Partizipation oder Arbeit mit Portfolios 
im U3-Bereich. Weiterhin besuchte ich Erste-Hilfe-Kur-
se und Brandschutzübung.
AUFGABEN:
Ich bin Ersthelferin und für die Zusammenstellung der 
Einkäufe und der damit verbundenen Erstellung und 
Verteilung der Einkaufslisten zuständig.
ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN-
SESTRASSE:
Durch die größeren Räumlichkeiten haben wir mehr 
Möglichkeiten auf die Bedürfnisse einzelner Altersgrup-
pen besser einzugehen und pädagogische Angebote 
in Bereichen wie beispielweise Kunst, Bewegung oder 
Musik anzubieten. 
LISA RIESENBECK, Jahrgang 1956
BERUF: Kinderpflegerin und Diplom Sozialpädagogin
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2003
STUNDENUMFANG: 39 Std pro Woche
SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: 
Ich bin sehr naturverbunden und ein Schwerpunkt 
meiner pädagogischen Arbeit ist die Vermittlung eines 
achtsamen Umgangs mit der Natur, verbunden mit Ak-
tionen innerhalb des KiTa Gartens sowie auch in der nä-
heren Umgebung (Wald, Wiesen, …)
AUFGABEN:
In unserer KiTa bin ich für die Lebensmittelhygiene zu-
ständig.
ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN-
SESTRASSE:
Dass sich durch die neuen Räumlichkeiten insbeson-
dere für die unter Dreijährigen mehr Spielraum auf einer 
Ebene bietet speziell zum Klettern, Rutschen, Hochzie-
hen etc. Außerdem sehe ich für alle Kinder, dass sich 
bei einer Erweiterung die Möglichkeit ergibt, eine grö-
ßere Auswahl an Spielpartnern zu haben.

5352
ANGELA FUCHS-REINKER, Jahrgang 1968
BERUF: staatlich geprüfte Erzieherin seit 1989
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 1996
STUNDENUMFANG: 19,5 Std pro Woche
SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: 
vor allem im musischen Bereich (Singen, Spielen, Tan-
zen) aber auch die „Auszeiten und Ruhephasen‘ der 
Kinder liegen mir sehr am Herzen. Um die natürliche 
Freude der Kinder an vielfältiger Bewegung angemes-
sen zu ermöglichen, zu unterstützen und fördern zu 
können, wuchs mein Interesse stetig, an verschiedenen 
Fortbildungen zu diesem Schwerpunkt teilzunehmen. 
Grundlage gaben mir die Inhalte aus der Fortbildung 
„Basisqualifikation im Bereich Motopädagogik (Psy-
chomotorik)“.
AUFGABEN:
Ich bin Sicherheitsbeauftragte der KiTa, Brandschutz-
helferin und Ersthelferin; besuchte die Fortbildung 
„Handeln bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung“ 
und habe an der Qualifizierungsmaßnahme „alltagsin-
tegrierte Sprachbildung und Beobachtung im Elemen-
tarbereich“ teilgenommen.
ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN-
SESTRASSE:
Meine Erfahrungen weiter ausbauen zu können, da uns 
dort ein eigener Bewegungsraum zur Verfügung stehen 
wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Materialien 
zur Förderung der Psychomotorik anzuschaffen.
KIRSTEN BÜCKER-ENKING, Jahrgang 1973
BERUF: staatlich anerkannte Erzieherin
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 1997 (als erste Praktikantin der 
Strolche im Anerkennungsjahr, dann als Mutter, 
seit 2014 als Leiterin)
STUNDENUMFANG: 30 Std pro Woche
SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: 
liegen in den Bereichen „Förderung der lebensprak-
tischen Kompetenzen“ und „Orientierung im Sozial-
raum“ (das Erkunden der näheren Umgebung, den ge-
schützten Raum verlassen und Neues entdecken).
Zudem begleite ich Kinder gerne beim Singen auf der 
Gitarre und versinke mit ihnen gemeinsam in Bilder -
buchgeschichten. 
AUFGABEN:
Neben den gängigen Leitungsaufgaben im Büro und 
der Teamführung, alle Fäden zusammenzuführen und 
schwerpunktmäßig die Qualität der KiTa weiterzuent-
wickeln. Zudem bin ich bestrebt, die Vernetzung im 
Stadtteil auszubauen, um Synergien zu nutzen und die 
KiTa zu positionieren.
ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN-
SESTRASSE:
Dass wir unsere – oft auch von Außenstehenden so 
empfundene – familiäre Atmosphäre fortführen und un-
ser Team durch weitere kompetente Fachkräfte erwei-
tern und uns somit multiprofessionell aufstellen. Eine 
Vergrößerung sehe ich als positive Herausforderung 
und die Möglichkeit zu mehr Vielfalt in allen Bereichen.
CLAUDIA FURLANETTO, Jahrgang 1987
BERUF: staatlich anerkannte Erzieherin und Sozialpäd-
agogin
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2007 (mit einem Jahr Unterbre-
chung)
STUNDENUMFANG: 39 Std pro Woche
SCHWERPUNKTE/INTERESSEN: 
Meine Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit sind 
neben der Freispielführung und der damit verbunde-
nen Impulssetzung von kreativen und thematischen 
Angeboten, die Förderung der Bildungsbereiche „So-
ziale und (inter-)kulturelle Bildung“ und „Lebensprakti-
sche Bildung“. Dabei liegt ein besonderer persönlicher 
Schwerpunkt auf dem Thema „Partizipation von Kin-
dern in Kindertageseinrichtungen“. Neben der pädago-
gischen Arbeit mit den Kindern, sehe ich zudem einen 
großen Fokus meiner Arbeit auf der Elternarbeit in Form 
der Erziehungspartnerschaft und der Elternberatung.
AUFGABEN:
Pädagogische Fachkraft in Gruppenleiterfunktion und 
stellvertretende Leitung seit August 2009
ICH WÜNSCHE MIR FÜR UNSERE EINRICHTUNG AN DER HAN-
SESTRASSE:
Dass sich unsere räumlichen Möglichkeiten zur Umset-
zung von pädagogischen Angeboten verbessern, wie 
z.B. durch einen eigenen Bewegungsraum und Snoe-
zelraum. 
So könnten wir noch gezielter auf die Bedürfnisse der 
einzelnen Kinder in ihren Altersgruppen eingehen.
UNSER VORSTAND
VON LINKS NACH RECHTS
KATHRIN SCHULTE-SCHERLEBECK
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014 voraussichtlich bis: 2019
HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (3 Jahre)
MEIN AMT: Schriftführerin
AUFGABEN:
Protokoll von Elternabenden / Team & Vorstand Sitzun-
gen / Mitgliederversammlungen, Erinnerung / Infos an 
Eltern bzgl. Terminen, techn. Lösungen für Umfragen / 
Auswertungen 
WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: 
wir riesen Glück hatten, dass uns überhaupt eine KiTa 
mit einem Kind, dass zum Stichtag noch nicht 1 Jahr 
alt war, eine Chance gegeben hat. Und dann noch viel 
mehr Glück hatten, dass es die Hiltruper Strolche wa-
ren: Wir können uns einbringen, haben ein super Team 
und eine familiäre Atmosphäre.
JUILA KRÄMER-DELUWEIT
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2015 voraussichtlich bis: 2022
HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (3 Jahre) und das 
2. Kind (1 Jahr) ab August 2017
MEIN AMT: 2. Vorsitzende
AUFGABEN:
schwerpunktmäßig Personalangelegenheiten und Be-
treuungsverträge 
WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: 
wir uns für unsere Kinder eine individuelle, familiäre und 
liebevolle Betreuung wünschen und uns sehr gerne ak-
tiv einbringen, wenn es um das Wohl unserer Kinder 
geht!

5554
Antonovsky, A. (1997). Salutogenese. Zur Entmystifi-
zierung der Gesundheit.  
Deutsche Herausgabe von Alexa Franke. Tübingen.
Braukhane, K. & Knobeloch, J. (2011). Das Berliner 
Eingewöhnungsmodell - Theoretische Grundlagen und 
praktische Umsetzung. Erhalten unter  
http://www.kita-fachtexte.de/uploads/media/KiTaFT _ 
Braukhane_Knobeloch _2011.pdf
Doubek, K. (2003).  
Was uns nicht umbringt, macht uns stark. 
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch.
Gilbert, S. (2001). Typisch Mädchen! Typisch Junge! 
Praxisbuch für eine geschlechtsgerechte Erziehung. 
Düsseldorf: Walter.
Griebel, W. & Niesel, R. (1999). Vom Kindergarten in 
die Schule: Ein Übergang für die ganze Familie. Bil-
dung, Erziehung, Betreuung von Kindern in Bayern, 4 
(2), 8-13.
Knauer, R. (2007). Die Kinderstube der Demokratie: 
Kindertageseinrichtungen. InBertelsmann Stiftung 
(Hrsg.). Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutsch-
land. Entwicklungsstand und Handlungsansätze.  
Gütersloh: Bertelsmann Stiftung. 
Maccoby, E.M. (2000). Psychologie der Geschlechter. 
Stuttgart: Klett-Cotta.
Textor, M. (2015). Das Kitahandbuch. Würzburg. 
Erhalten unter: http://www.kindergartenpaedagogik.
de/1438.html.
Tschöpe-Scheffler, S. (2009). Familie und Erziehung in 
der Sozialen Arbeit. Schwalbach: Wochenschau. 
Schröder, R. (1995). Kinder reden mit! Beteiligung an 
Politik, Stadtplanung und Stadtgestaltung.  
Weinheim/ Basel: Beltz.
Sit, M. (2007). „Resilienz“- Was Kinder stark macht. 
Erhalten unter  https://gesundheitsfoerderung.
bildungrp.de/fileadmin/user_upload/gesundheitsfoer-
derung.bildung-rp.de/Psychische_Gesundheit/Leitfa-
den_Resilienz.pdf
Zimmer, R. (2012). Handbuch Psychomotorik. Theorie 
und Praxis der psychomotorischen Förderung. Frei-
burg im Breisgau: Herder.
OLIVIA MESSING
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014 voraussichtlich bis: 2019
HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (4 Jahre)
MEIN AMT: Vertretung der 2. Vorsitzenden und Kinder -
schutzbeauftragte
AUFGABEN:
Betreuungsverträge
Aufgaben der 2. Vorsitzenden
WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: 
eine familiäre Atmosphäre herrscht und wegen der 
Wertschätzung aller kleinen und großen Strolche
ANDRÉ HASKEN
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2014 voraussichtlich bis: 2022
HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: 1 Kind (5 Jahre) und das 
2. Kind (1 Jahr) ab August 2017
MEIN AMT: Finanzvorstand (Kassenwart)
AUFGABEN:
Banktransaktionen und Finanzplanung
Buchführung und Jahresabschluss
Meldungen im Zuge von KiBiz
Allgemeine Vorstandsarbeit
WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: 
es eine KiTa mit Herz, Verstand und persönlicher Note 
ist, in der sich Kinder und Eltern gleichermaßen zu Hau-
se fühlen, wertvolle Impulse erhalten und neue Freund-
schaften knüpfen.
NICOLE HESPER
BEI DEN STROLCHEN SEIT: 2013 voraussichtlich bis: 2022
HABE IN DIE KITA MITGEBRACHT: aktuell 2 Kinder (5 und 3 
Jahre) und das 3. Kind (1 Jahr) soll ab August 2018 in 
die KiTa kommen
MEIN AMT: 1. Vorsitzende
AUFGABEN:
Bindeglied sein zwischen Team und Elternschaft (und 
umgekehrt) + Organisation in diversen Bereichen
WIR SIND BEI DEN HILTRUPER STROLCHEN, WEIL: 
wir die familiäre Atmosphäre sehr schätzen und unsere 
Kinder sich hier zu Hause fühlen können.
6
LITERATUR-
VERZEICHNIS

5756

58
BILDNACHWEISE:
Quelle: http://www.unsplash.com (Seiten 4/5)
Quelle: http://www.pixabay.com (Seite 23)
Quelle: http://www.pexels.com (Seiten 14/17/21/27/43)
Quelle: Hiltruper Strolche e.V. (Seiten 11/19/20/25/32/37/39/45/53/55/58/59)

DIE HILTRUPER STROLCHE E.V.
Nimrodweg 22
48165 Münster
kontakt@hiltruperstrolche.de

03 Hiltruper Strolche

5342 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Die Hiltruper Strolche e.V. 
Nimrodweg 22 
 
48165 Münster 
 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Gründung 1995  
- Betreiber einer ein-gruppigen Einrichtung als Elterninitiative in Hiltrup 
- Einzige Elterninitiative in Hiltrup 
- Anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe 
- Mitglied bei „Eltern helfen Eltern e.V.“ 
- Vorstand bleibt zunächst bestehen, da Kinder noch lang in der Einrichtung bzw. Ge-
schwisterkinder in die Einrichtung gehen werden 
- Elternschaft hat einstimmig für die Bewerbung gestimmt 
- Team unterstützt die Bewerbung 
- Aktuelle Motivation: Langfristige Sicherung der Wirtschaftlichkeit, Kündigung der aktu-
ellen Immobilie zum 31.07.2018, Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze, Sicherung 
der gewohnten Umgebung der aktuellen Kitakinder 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
4% Trägeranteil 
 
 
 
3. Fachlichkeit/Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe-
treuung liegen vor 
- Konzeptausrichtung Hansestraße: Pädagogische Orientierung am Gedanken der Hu-
manität – Situationsorientierter Ansatz 
- Vorliegendes Konzept für den Betrieb Hansestraße mit Elternschaft und Angestellten 
entwickelt 
- Schwerpunkte im Bereich der Natur und Umwelt, Bewegung und Gesundheit. 
- Sprachliche Bildung wird alltagsintegriert angewandt und dokumentiert (Basik) 
- Individuelles Bildungsdokumentationssystem wird bei Vergrößerung der Einrichtung 
angepasst 
 
Flexible Betreuung:  
- Flexible Betreuungszeiten werden nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Be-
darfen der Eltern angeboten

2 
 
- Regelöffnungszeiten: 07.30-16.30 Uhr 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Humanistischer Grundgedanke: Prinzipielle Gleichheit aller Menschen jeder Herkunft 
und jeden Geschlechts 
- Bereits Erfahrung mit der Betreuung von Integrativkindern  
- Offenes und tolerantes Miteinander losgelöst von Konfessionen, Geschlechteridentitä-
ten oder kulturellen Hintergründen 
- Diversität soll von Mitarbeitern vorgelebt werden 
- Integration soll als individuell ausgerichtete Gemeinschaftsaufgabe gefördert werden 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Regelmäßige Turnstunden und Bewegungsspiele 
- Resilienzförderung im Kitaalltag 
- Ausgewogene zur Bereitstellung von Nahrungsmitteln 
- Förderung der Entwicklung einer gesunden Streitkultur 
- Angebot eines Projektes zur Zahngesundheit in der Kita 
- Beratung der Eltern in Bezug auf das Thema Impfungen 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt und einer Kinderphysiotherapiepraxis in Hiltrup 
- Kooperation mit der NABU und Übernahme einer Patenschaft für den Oedingteich 
- Begleitung des Hiltruper Frühlingsfest, des Adventskonzerts für Senioren und der 
Weihnachtsaktion zur Unterstützung von Flüchtlingsfamilien und einkommensschwa-
chen Familien 
- Kooperation mit dem Haus Heidhorn (Seniorenheim) 
- Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Hiltrup 
- Kooperation mit ortsansässigen Grundschulen zur Planung des Übergangs Kita-
Grundschule 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit der Kindertagespflege vor Ort ist geplant 
- Ausbau der Kooperation zwischen Kita-Schule 
- Ausbau der Kooperation mit Gesundheitswesen 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Personal nimmt regelmäßig an gesetzlich vorgeschriebenen sowie individuellen Fort-
bildungen und Weiterbildungen teil  
- Fachberatung durch verschiedene Institutionen: Eltern helfen Eltern e.V., Ingenieurbü-
ro AJP für Sicherheitsfragen; Gesundheitsamt; Jugendamt; provedi; Clearingstelle; Ar-
beitskreise 
- Pragma-indikatoren-modell (pim) als Verfahren zur Qualitätsentwicklung eingesetzt 
- Teilnahme an Fachgremien und AG`s  
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
3.7. Besondere Merkmale/Eignung 
- Einzige Elterninitiative in Hiltrup 
- Auslaufender Mietvertrag in der aktuellen Immobilie (bis 31.07.2018) 
- Sicherung des Fortbestandes der Elterninitiative 
- Bereits ausgeprägte Vernetzungen im Sozialraum vorhanden

04 Kleine Riesen

4383 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung in Hiltrup an der Hansestraße 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kleine Riesen Nord gGmbH 
Esslinger Straße 69 
 
73732 Esslingen 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild 
etc.  
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co 
KG 
- Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertageseinrichtung in Betrieb 
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreiber von Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen 
- Betreiber von aktuell 25 Kindertageseinrichtungen bundesweit (hauptsächlich in NRW) 
- Ab 2018 Betreiber von zwei Kindertageseinrichtungen (Willingrott und Hermannschule) 
in Münster 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
9% Trägeranteil 
 
 
 
3. Fachlichkeit/Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe-
treuung liegen vor 
- Konzeptausrichtung Hansestraße: Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes 
- Sprachförderung im Kitaalltag 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg 
in die Modellprojekte Extrazeit/Flexizeit vorstellbar 
- Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration/Partizipation 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen  
- Einsatz von multikulturellen/multiprofessionellen Teams 
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter in Bezug auf Migration/Inklusion  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern 
- Beratung der Familien/Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders hervor: 
- Der Träger bietet Essen vom Zuliefer in Kombination mit frischen Lebensmitteln an 
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag 
- Angebote des päd. Kochens mit Sozialraumakteuren 
- Projekte zur Zahngesundheit 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Geplante Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Schulen und den Sportvereinen im Sozialraum 
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung 
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pro-
jekte usw. 
- Kooperation mit Unternehmen im Sozialraum 
- Kooperation mit Kindertagespflege im Sozialraum 
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch 
mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter 
- Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fachberatung vor Ort in Münster 
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode 
- Teilnahme an Fachgremien und AG’s ist geplant 
- Kinderschutzkonzept liegt vor

3 
 
3.7. Besondere Merkmale/Eignung 
- Möglichkeiten der verschiedenen Schwerpunktbildungen anhand der sozialräumlichen 
Bedarfe (Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) 
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfernen Familien

11 Konzept Kleine Riesen

86400 Zeichen

E

PÄDAGOGISCHES KONZEPT

für die Kindertagesstätte in Münster, Hansestraße

Pädagogisches Konzept
Kindertagestätte Little Giants

Hansestraße in Hiltrup

TRÄGER:

Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH
Esslinger Straße 69
73732 Esslingen am Neckar

Tel: (0711) 35 116 4-0
Fax: (0711) 35 1164 - 17
E-Mail: info@!ittlegiants.de

Internet: www.littlegiants.de

1.

won

Allgem Angab

g
1.1.  Kontaktinformationen J Rechtsform annensesssenesnsenenensnnnnsnussnonnannnnannnanunnannunennnnnennenennenennnannannenen 5
1.2.  Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld....nasnsssnesenenennenennnnnennenenennnnnennenennnnnenannennennnn 5
Organisation und Verwaltung....enesensneensssensensensenesnensenennennnnnnennenenanunnnenannennnnnnnannensnennanannnenaensannann 5

Angaben zur Trägerkonzeption ...

3.1. Leitbild ....

3,2. Werte .neensnskunnnssennnnnnnerennnssennnnnssssnnenesennnnessnsennssennnananeneunnnnsntennnnnen anna snsnennnsnnnnsnnennnsenennssnnnnene 6
4. Pädagogisches Konzept..nesesssenseneessnnsensnsennsosennennensnnennsennennennnunennsnnnunnunennonennennsnnnnansasnnnennensanennenennennn 7
4.1. Zielsetzung uneeenneessannnnnuunasssnesannannnnnnnennnnnnnanunnnnnaenannnnnannnnnnnnensnnnnnnannanennansennnennnnnnnnnnnnien 7
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag
4.3. Grundsätze
4.4. Philosophie ..enenessenessenanensensnnenennnnenensanonnensnnenennnnennonnnnnnnenennenennanennennnnnennenennsnenenensenannensnnetnnanen 9
4.5. Eingewöhnung Kerkenessnentntensetoenenestsntssnenentstsstorernssnsnsonnrasssasntssnsnuensnnensensssennnsstssnsssnantnsssnsensnnannennen vl
4.6 Partizipation der Kinder .uaensssessssssssnsrnsssusensennsennaennaunsenussunennennussnsensensenannssusnnssannennennenennunnane 13
4.7. Pädagogik nach Altersgruppen ..nsenenssensenennsenensnnssnsonsonsnnnensononnunnanuannsnnnnenennnnennennannananunnnennenanne 13
2-24 Monate ..uneseesesnnssenssssnsnnenusnonnennennenunsnsnusnuennnunannountsnnnsssnsnsensensansenstennenasnaensanansansansnnensnnnnonen 13
24-36 Monate ..enensesansenasunrusessonssnsenennansenesunrnsrunnnsunsnnonusensenennesnsensensnnensensensensanstnensensensnnannennennautnnen 15
Kindergarten & Vorschule..nenessneenssrnsenensenensenennneenennenennsnsonennnennennnnannnnnntnenennenennunnunnennnnennnnnnnennnnn 15
Pädagogische Angebote....usensnssesseenesnernnsunsnsonnensunansnensnunnenansonsensnnenssennennnsnsnnnennenennennenennonunnunannnnn 17
5. Integration und interkulturelle Orientierung .............. Senensnenensnsnenesnentannannssstssesusssnnsnnsonesnenssssnannennaen 17
5.1. Grundsätzliches
5.2. Integration ...
5.3. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ..uuassersenseneennnnneneensnensensonnnenenennonnnanenansenennennne 18
5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten......unnennssenmmssesennssrennunssesennsssnsssssenssrennensaenann 18
5.5 Genderthematik.nnnesssesssemeensssssnunnsersennnenssestsmunneresnnneternsneneetsssnnensenteeetsssenseeteessensanseeene 19
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung
6.1 Elterngespräche...
6.2 Elternbefragung Khestnenentanassesentsesnestsnsnnenennenentansnestsssnsinnersnnnesnannatonnsnnsnnsnsnennansanusstsnsnssesssnaenannenen 20
6.3 Elternbeirat ....eneessessensenensenaenannonnennserenennensnannensunnentnnsnnenusensansensensansnnensonsennnsnenennsnnssnsanenaenstnenaen 20
6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt ..nenssussenennennennenssnennennnnennnnensenennannemnennennennannn 21
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) aesssassnenannennnnannnnnnnnonnnnnnnnnannenenennenenannannnnn 21
9. Qualitätsmanagement

9.1. Dokumentation...

9.2. Elternbefragung .uneenenseessensenssnneunnenseunsennsunennennnnunsennennnenunsnnennnnnnunnennsennnnnennnnnenannnenneseannenneeneenne 23

9.3. PersonalAusstattung...uusssenenssssnansnurnunnssunnansasnnuneneususunenensnennnnnentennensansnnsnsonnennosennnnsntnsanonsunnee 23

9,4. Hygieneplan ...unesessenenenenenesnononenanennnnnnnannnennnannnnnnnnnnnnnnasonnnnnnonnnnnenssnsntnenenanennsensnsnrnrurnonenmennennenennten 23

9.5. Qualitätsmanagementhandbuch.

9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma - DMAIC) .......caneesennnnennensnnnensnennonenonansnenenenesnrorannenen 23

9.7. Qualitätszirkel.uencnencneneseseresornenenannsonusesesunnennnennnanennansennennurennennnesennenternsnsnssnsnnnnsenensensnsantsnstsessenten 24
“&,8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VII, 8a...unnnemnseennsenuernensennnennsnuunsansnsensennannennsenneansennessanse 24

9.9. Fachberatungananncaanuessnnneennnnnennnnennnnaanennennnnnn kerstsssensenassstsiserusansnnennuenensresunnisussssennisnannen 24

9.10. Pädagogische Tage...

9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen

9.12. Leitungskonferenzen ....unesesesnssnanensnenonnsnsunnnnununnsnsnnnsnnnnnanannenensnnennensensnnsnnssiseonentnsennensnensnenns 25
9.13. Beschwerdemanagement i. $. d. 845 Abs. 2 Nr. 3SGB VIll .aneeeeeensennesenennennenennennenennenennnonnn 25
9.14. Beschwerdemanagement.....nesessesnsnenenenenenanssntanannsnenennnenannenennnsnnassnasstnessnennanenennenssnsnsanasenne 25

10. Ernährung ....

11. Personalmanagement

11.1. Personalgewinnung ........essenessnnnensnsennnanssnnnnsnnsnensensennsnnsnessnnsnennensnensnsnsenennsnnnensnsnensensnnssensnsanane 26
11.2. Mitarbeiterentwicklung....u.ueesseenensusnsenssennsnsnsnenennenensennnessensneensnenensnensenennsnnnnsennnsenentensssnsorane 26
12. Finanzmanagement .....ussenesesnsnserusnnennnnnnsnnnnnonnnnnsunnansensnnsensnanansenenssnennanansssssnnsnssensnesensnnsansenenaonsanne 27
13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. $ 8a SGB Vll..unsesseesenenssnensneesenneenennensnnansenensennen 28
Anlage 1: Ernährungskreis
Anlage 2: Hygiene Plan .....nunennsennennesssnesssnsennensenenennennnnnnenenenenenensnensnnsensnennnnenanenitnnennetanen
Hygiene im Sanitärbereich...unsenesnesennenenesenenornensnnenonsenennenssnsnssussnsnsnanssnensnannnassennensensenssnessensssensann 29
Trinkwasserhygiene ....unnnernenesnenensnsernesssnsnsnnnsenssenennsnansnnansnansnnanannnuenesnsnnenennnennssnnnessnnnesnnssenssnentann 30
Erste Hilfe.....nesnesesnonsessnsesenssnenansssnnannenssnenenenenenennsssnenzonnensnanensenensnentnensntensesasnansannnosnsonensonssnrenensssensenn 30
Küche .uuensensesnnassnneneenennennnonansonennonansenensonsnnansanensansanonsnnansananensusnrensnranansnsnrasnersanensnonnessnssensnsanssensatsne 31
Handhygiene
Flächenreinigung und Desinfektion ......ueuesenessuesssnsnsereenenessunsansnunstnsnsnenansnsennunnonsnnensensnnannensennorennesannnen 32
Außenanlagen......uuuneesesnsesesnenesnsrontnsnenonsnnsnnnnansenssnannsnnenanananansnnsnnsannesenstenusnnnessnnennannensesssnenensensnanen 32
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen ...uueesessnannersenesenntenusesensnnenenenennentenanenansnn 32

el: Allgemeine Angaben zum Träger

v—.

1.1. KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM

Kontakte: aten:

Geschäftsführer:

1.2. UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD

Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH

Esslinger Straße 69
73732 Esslingen

Jelena Wahler, Peter Wahler

Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.

Träger

Einrichtung

Pädagogik '.

Finanzen- ‘

Personalmanagement :

Beschaffung

Elternarbeit...

Investitionen =

Qualitätsmanagement

: - Kinderschutz:

"Pädagogische Richtlinien

Wissensaustausch zwischen Ein-

richtungen .-

Buchhaltung
Jahresabschluss
Controlling
Budgetierung

Bewerbermanagement..:'
--kohnbuchhaltung

>... Fortbildung...
:360°-Feedback

renbuchhaltung

= Vertragsgestaltung
Elternbefragungen
Richtlinien zur Elternarbeit:
“Richtlinien zur:Eingewölhnung

Budgetierung

Abschluss von Rahmenverträgen
Kreditorenbuchhaltung Debito-

Beschaffung von großen Investiti-

onsgütern
Qualitätshandbuch

: Dokumentation :
: ‚Weiterschreibung Konze -
tion: ; \

Frühkindliche Bildung (Pla-

nung und Durchführung,
von ‚Angeboten) :

Kinderkonferenzen
Kassenbuch
Einkäufe

Bewerbungsgespräche

- Beteiligung an Personalent-

.“ scheidungen.

Reflexionsgespräche.

“Beteiligung an Fortbil- -
‚dungsentscheidungen

Bedarfsmeldung
Beschaffung und Bestel-
lung

-Elterngespräche
Beteiligung an Elternbefra-

gungen

„„Elternabende und.Feste:
Erziehungs-.und Bildungs-. -

Partnerschaft

‚Individuelle Eingewöhnung' .

Bedarfserhebung und —
meldung

Qualitätszirkel :;

Pädagogische Tage

Beschwerden bearbeiten .:_
und Arbeitskreise bilden

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger

1,

|
I
|

3.1. LEITBILD

Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.

h öllen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.

Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.

Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendam und der Politik steht, um mit jeder neuen
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen.

3.2. WERTE

INDIVIDUALITÄT: Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants
fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer Persön-
lichkeit.

INTELLEKTUELLE STIMULATION: Kinder haben einen angeborenen Lern-
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der.Kindheit mit sinnvollen '
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch
B in der Gruppe oder geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder
‚Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so
ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von der Betreuerin lernen können.

GESUNDHEIT UND SICHERHEIT: Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene,
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht. Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt.

PARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN: Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines
intensiven Austauschs zwischen Betreuerin und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich oder
mündlich über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei
Little Giants ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent-
wicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden.

WÄRME UND ZUWENDUNG: Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen Möglichkeiten jedes Kind einer
Betreuerin zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern ganz individuell während seiner Zeit bei
Littke Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.

MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD: Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute
Kinderbetreuung gewährleisten können. Little Giants bietet, seinen Mitarbeitern einen sicheren und motivie-
renden Arbeitsplatz, dan den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern

ei! Angaben zur Trägerkonzeption

nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Flexibel reagieren
wir auf die sich wandeinden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zu-
gute.

4.1. ZIELSETZUNG. 000 : RED DDS a rsupn

Wir verstehen. unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.

Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur

Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben.

4.2. BETREUUNGS-, BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSAUFTRAG

Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele
begründet:

® Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher
in der:Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner:anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle.

® Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen.

«e Bildung ist der Zusammenhang von Lernen, Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben.

e__Wirbieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl
der Kinder sichergestellt ist.

« Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative.

e Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Kreativität der:
Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen.

® Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln.

® Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben.

« DasLernen findet’durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Di
pädagogischen Bezugspersoneh fungieren als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb‘ von Wi
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösurigssträt

gien’zu’entwickeln. . PER

Kapitei: 4. Pädagogisches Konzept

Dt

|

: Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, Insbesondere mit allen. im
... ‚Stadtteil verfügbaren Ressourcen.. “ :
® Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.

Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt Münster.

4.3. GRUNDSÄTZE

Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen
folgende vier Prinzipien zugrunde:

BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS: Bei den Little
Giants ist jedes Kind einer Gruppe zugeordnet. Das pä-
dagpgische Personal in dieser ist für das Kind und da-
mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Betreuer
arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am bes-
ten ‚in.gut organisierten Teams funktioniert. Darüber
hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch möglich,
eine hauptverantwortliche Betreuungsperson jedem
Kind und seiner Familie zuzuordnen.

Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer Betreuerin hat. Vielmehr ist stets klar,
wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumientiert.

KLEINE GRUPPEN: Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger
das Kind, desto kleiner die Gruppe.

Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu-
ern.

KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG: Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes
nach innigen Beziehungen und Bindung an Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Littie Giants größ-
ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste Al-
tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt.

INDIVIDUELLE BETREUUNG: Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein.
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an-
derer Kinder abweichen.

Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handeins.

Das Little Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants Konzept. Dadurch
spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestilit und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res-
pektiert werden.

1: 4. Pädagogisches Konzept

[>]

4.4. PHILOSOPHIE

Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben
sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un-
sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants
werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat-
tet, die im späteren Leben wichtig sind.

EIN PLATZ FÜR KINDER: Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere
Umgebung, in der.Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha-
ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre
bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.

AKTIVES LERNEN: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler,
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.

1
|

BETREUER SIND MENTOREN: Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eines Teams,
das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte
Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Fin-
den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbst-
vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die
Schule spielerisch vorbereitet.

ANGEMESSENE UMGEBUNG: Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in:der
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten. tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell-entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, -
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.

Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenaktivitä-
ten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in einer
Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkeiten, die
in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten.

DOKUMENTATION: Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden
Kindes ist’ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants.

Betreuerinnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern in Portfolios. Quartalsweise werden
Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setzten wir in der Regel“ Mondey“, im Ü3 Bereich
„Grenzsteine der Entwicklung“ als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, zweimal,

1:4. Pädagogisches Konzept

.| K

jährlich mit den Eltern besprochen. .

Unsere Dokumentation stelit die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft
der Betreuerin, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh-
zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.

ELTERN SIND PARTNER: BeiLttle Giants sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie helfen
Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu-
hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin,
die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wieder-
gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt.

GRUNDLAGEN: Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick-
lung. Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard
Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen
Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.

Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind:

» Kinder lernen aktiv.

® Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet.

» Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen.

® Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.

# Kinder lernen mit allen Sinnen.

* Kinder lernen mit anderen.

x Spielen bedeutet Lernen. . .

® Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern jedes Kind individuell.

s Intelligenz hat viele Formen.
Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel
ist. :

Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der

ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.
Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.

# Die Aufgabe unserer Betreuer ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder bestmög-
lich unterstützt.

DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD: Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt.

® Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-

rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.

Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die

Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte
Herausforderungen bieten.

» Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil.

# Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-

liotheken.
Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momenie, in denen’das
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.

iı 4. Pädagogisches Konzept

m

» Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.

» Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.

® Unser pädagögisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so-
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den-
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Cen-
ter, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen Sinne
mit Lernstoff „berieselt“ werden.

PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS

® _Wirund unsere Mitarbeiter sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und Erfahrun-
gen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit.

® Wir und unsere Mitarbeiter sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwerten un-
serer Gesellschaft.

®e Unsere Mitarbeiter sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sichtweise des
Kindes zu setzen.

® Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau- ,
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. “

« Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. -

e Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen.

4.5. EINGEWÖHNUNG

GRUNDSÄTZLICHES

Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist.
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.

Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten,
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern,
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen
müssen.

Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen.

AUFKLÄRUNG DER ELTERN

Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert:

a Ablauf und Dauer der Eingewöhnung
Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität
Trennungsstress beim Kind
Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung

m
fer

Kapitel; 4, Pädagogisches Konzept

F

DER ERSTE TAG

Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das
Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen
kennenlernt.

Der’ änwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuerin kennenlernen.

Die.Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein. weiterer Kennenlerntag
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll. :

DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN

Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten-
siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern-
teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig abge-
holt werden kann.

Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil,
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuerin
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der
Eiternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall
sein, „wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind.mit. Wichtig
ist,.dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und
spielen’kann, wenn keine Eltern dabei sind. ö ö

In.den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die-Krippe besucht sukzessive verlängert.- ... N

DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE

Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können.

II

Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuerin und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob

» das Kind vollständig eingewöhnt ist,
die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte,

® oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe
besser abgesehen werden sollte.

ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN

‚Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert.eine Eingewöhnung. Das
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder - es wechselt aus der
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind,
immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel

!: 4. Pädagogisches Konzept

12

gang, geht immer eine Erziehrin mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude aufden
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste,
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern - schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freundliche

von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten Über-
Grüßen der Erzieher und Ihrer Zöglinge beschränkt

4.6 PARTIZIPATION DER KINDER. :

Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch |
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. |

Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch
\ mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen.

Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verstänglich.vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen. j

Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche
Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen zu er-
möglichen, ‚sich Ihren Interessen zu widmen.

Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz.
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen.

Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.

4.7. PÄDAGOGIK NACH ALTERSGRUPPEN.

2-24 MONATE

Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.

Es ist wichtig,.jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, |
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie _'
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen.

Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.

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Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept

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Von'Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen

ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen, die sie brau-

chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin-
der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.

Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und'vor allem
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild
ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die
sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln:

INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer stellen in Kooperation mit den Eltern einen individuellen Betreuungs-
plan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Betreuung bei
Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt.

LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu
entwickeln. Unsere Betreuerinnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort:
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besönderes ist.

VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt. werden. Ob auf dem Schoß,
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei Little Giants frühzeitig, ‚die Magie von
Büchern, und Geschichten zu schätzen.

EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind,
Lernerfahrungen zu ermöglichen:

® Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben,
ziehen, usw.

*  Sinneseindrücke: Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen,
Geruch, Geschmack und Gewicht.

® Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, .die benötigt
werden, um Probleme zu lösen. .

« Sprache und Musik: Unsere Betreuerinnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der
Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.

e . Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit
Puppen und Kuscheltieren.

ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Betreuerinnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern. und Kind
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.
Zusätzlich zu klasssichen Vier-, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas „Ideen Boxen“, in
die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können.

An

4. Pädagogisches Konzept

[24-36 MONATE

Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine
zunehmend soziale Welt zu erleichtern.

Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent- \
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen Betreuer, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Inkonsistenz
akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen.

Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem kreativen
Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches
Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden
Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu
schaffen. Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern.

Typische Lerncenter sind:

Bücher Bewegung Bauklötze

Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien

Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles,
etc.

Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.

Im Ablauf.eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln
sich im-Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis j
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncenter, die den Kindern in
ihrem Raum gerecht werden.

Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Projek-
tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh-
rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags der
Kinder.

KINDERGARTEN & VORSCHULE

Im Zentrum unserer Kindergarten- und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädagogische
Angebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen und zu ler-
nen. '

Unsere Erzieherinnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematisches und
naturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln das.Ler-  _
numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Lerncenter bie-
ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern

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in

Kapitel; 4. Pädagogisches Konzept

|

und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be-
suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem
sanften Übergang.

Typische Lerncenter sind:

Bücher Bewegung Bauklötze
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, etc.

Kinder entscheiden selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an.
Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti-
ger Bestandteil unserer Pädagogik.

Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse.

Auf. Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere Erzieherinnen ständig neue
Lernicenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente
der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach-
kunde, der Musikalischen- sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und
Projekte integriert.

Was ist im Kindergarten wichtig?

Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ-
ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da-
bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste-
hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad-Wettren-
nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu-
sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten.

Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule

Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die
Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden
und Spaß haben.

Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die
Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen-
ter.Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich eine überschaubare Zeit konzentriert am

Tisch.

In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben
und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert.

Unsere Erzieherinnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise
zusammen mit den Kooperationslehrern Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg-
reich in die Schule starten kann.

Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den
Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen
jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor
Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen.

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PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE

SPRACHERZIEHUNG: Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts,

Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt.
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele.

MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten
zu schaffen, die’ dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, Zuord-
nungen und Reihen.

NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN: Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden,
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und
zu vermitteln wissen.

Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc.

Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B.
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc.

KUNST- UND MUSIKERZIEHUNG: Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergartenalter
werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote ergänzt.
Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze auf.

KOCHEN UND ERNÄHRUNG: Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi® “
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßig gehen
die Kinder der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeitern einkaufen. Sei es auf
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden gemeinsam
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht.

Little Glants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbeiatern
unterschiedlicher Herkunft belegt sind.

S Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung

5.1. GRUNDSÄTZLICHES

Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen:

* Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes
«e Anerkennung von Grund und Menschenrechten

« Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance

® Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede

5.2. INTEGRATION

DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.

Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsätz mit
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar.

EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE

Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen.

SPRACHE

Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen.

WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT

Esi ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste
(Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert.

5.3. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK

Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt MitarbeiterInnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind.
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.

5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN-

Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.

Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen. Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren’KiTas:in’ den.

Kapitei 5. Integration und interkulturelle Orientierung

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Kölner Stadtteilen-Gremberghoven und Ostheim, Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in unmittel-,

barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete.

Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um Mitarbeitern die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung von
Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkita in Köln, die auch als
Schulungszentrum dient.

Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziellen auf
das Erlernen von Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten. Stets gehen unsere Mitarbeiter
individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden.

5.5 GENDERTHEMATIK

Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen, Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick:
lung eines s positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. \

Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender °
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags.

Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen:

1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und
Master und Diplom - Absolventen)

2. -Multikulturell {wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung)

3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal

4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie-Entwicklung entsprechende
Altersmischung innerhalb des Teams

5. Menschen mit und ohne Behinderung

Zu 3. Es’ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015)

Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und-
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann.

Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder,
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeitenin
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander verknüpft.

ei! 5. Integration und interkulturelle Orientierung

[4

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Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes {und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidungs-)
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei- i
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können.

Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle
einzubeziehen.

6.1 Elterngespräche

Eiterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Little Giants Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes {
sucht mindestens zweimal im Jahr ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah-
men durchzusprechen.

Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle
zu vermitteln. \

6.2 Elternbefragung

Um die Zufriedenheit der Eltern.mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine EI-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:

® Öffnungszeiten

® Zufriedenheit des Kindes
s Pädagogische Aktivitäten
s Ernährung

® _ Kundenfreundlichkeit { j
» Ausstattung |
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6.3 Elternbeirat EB) |
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Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo- r |
kratisch gewählt. »
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Die Aufgaben des Elternbeirates sind: EI ij
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» _ Vertreten der Elterninteressen [}
‘= Vorschlags- und Beschwerdemanagement 5
o Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen. S
a Organisation von Festen =
Spendenaktionen 5
[62

6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt

Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit.

Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie
nichts anderes, Aber es muss nicht immer das Elernhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere
Lösung weiß. Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet — es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.

Hier sind dann die Erzieher gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch des ge-
waltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer Weise
zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens einer
anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konsequen-
zen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegenwirken —
man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Projekte zu-
weisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell wer-
den unsere Mitarbeiter im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, Schulungen
und Hilfen’ an: In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben müssen. Ge- -
meinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten herauszufinden,
danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipiell wir die
Fachkraft nach SGB 84 eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den Eltern hinzu-
gezogen „Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von Psychologen ge-
holt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pesonal und der’
konsequente Umgang mit Gewalt gehört.

Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisatio-
nen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und
Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an.

Konkret werden wir eine Kooperation mit den Grundschulen, insbesondere mit den Schulen im Stadtteil
Hiltrup, auf die wahrscheinlich auch die meisten Kinder aus dem Kindergarten gehen werden, wie zum Beispiel
der Ludgerusschule, bei der wir uns am Spielefest beteiligen oder aber viel über das Projekt Klimaschutz lernen
können;-oder: der Paul Gerhard Schule, die Gesundheit zu Ihrem Projekt gemacht hat oder auch der Marien-
schule. suchen, Eventuell können wir ebenfalls eine’Kooperation mit der Hermannschule, an die angrenzend
auch eine unserer Kindertagesstätten liegt, aufbauen. Im letzten Kindergartenjahr werden die Kinder die Räum-
lichkeiten der Kooperationsschulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teil-
nehmen und.parallel’durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen.

Auch nutzen.wir die Sportmöglichkeiten des Stadtteils, hier ist eine Kooperation mit dem TUS Hiltrup und sei-
nen zahlreichen Sportangeboten geplant. Der Hiltruper See bietet mit seinem Landschaftsschutzgebiet viele
Möglichkeiten für Entdeckungstouren. Auch den Naturlehrpfad im Hohe Ward werden wir regelmäßig erkun-
den.

>| Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung)

Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit professionellen
Unterricht-zu genießen - hier planen wir insbesondere die Musikschule Wichtrup anzusprechen..Den beiden
Kirchengemeinden würden wir im Rahmen von Ausflügen immer wieder einen Besuch abstätten. Sofern Kinder
vom Elternhaus aus die Einrichtungen kennen, dürfen sie dann ihren Freunden von den Erfahrungen erzählen.

Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstäten an der Hermann-
schule und in Willingrott 49a, aber auch mit den nahegelegenen Einrichtungen Hiltruper Strolche e.V., den °
Kath. Kindergärten St. Martin und St. Clemens, dem Evangelischen Kindergarten Hilrup, Educcare, der DRK Kita
Lummerland und anderen Kitas in der Umgebung an. -

Auch versuchen wir immer mit ausgesuchten Unternehmen Kooperationen aufzubauen. Hier würde sich die die
BASF Coatings GmbH aufgrund der räumlichen Nähe besonders anbieten, dennoch würden wir gerne zusätzlich
auch kleinere Unternehmen im Stadtteil, wie zum Beispiel den SuperBioMarkt wenn es um gesundes Essen
geht oder die Hölscher GmbH mit ihrem Fahrrad-Knowhow, aber auch Beratungsfirmen, Kanzleien und Gesund-
heitspraxen mit ins Boot zu holen.

Da Little Giants flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch in der'Han-
sestraße nicht nur flexible, sondern auch lange Öffnungszeiten anbieten. Eine Übermittagbetreuung, Blocköff-
nungszeiten und Extrazeit bei Bedarf, sind uns wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter lei-
det. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in.allen unseren
Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmitt-
gasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen genießen
die Möglichkeit, die Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit.den Kin-
dern zu entdecken.

Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen
auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen. Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber
auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte angenom-
men. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf ein.
Die Konzeption ist das Konzept in die Praxis umgesetzt.

9.1. DOKUMENTATION

TAGESBERICHTE

Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende Punkte
informiert werden:

”» Laune des Kindes
* Mahlzeiten
»  Windelwechsel und Stuhlgang
Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe
» Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat..

ENTWICKLUNGSPROFILE

Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von „ Mondey“ und „Grenzsteine der Entwicklung“ für jedes Kind quar-
talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompe-
tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen.

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9.2. ELTERNBEFRAGUNG Da

Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine EI-
ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt:

a Öffnungszeiten
Pädagogische Aktivitäten

» . Ernährung

»  Kundenfreundlichkeit

9.3. PERSONALAUSSTATTUNG.

Qualität kommt.durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor-

derungen durch das’KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden‘:

unsere Erzieher durch Praktikanten, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlastet, sondern
es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten Abschlüssen,
Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams merken sehr
schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergänzen, gemein-
sam viel stärker als die Summe der Individuen sind.

9.4. HYGIENEPLAN 0 0

Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3.

9.5. QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH

Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats Qualitäts-

managementhändbuch dokumentiert.

9.6. QUÄLITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6-SIGMA - DMAIC)

Alle im Qualitätshandbüch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.).

- ..phase
[implement]

{rg | Kapitel: 9. Qualitätsmanagement

Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind.

Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.

Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten
Leistungszielen identifizieren.

Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase
identifizierten und ausgewählten Probleme _
gefunden werden. "

"Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag. . Bi

9.7.:QUALITÄTSZIRKEL

Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere Mitarbeiter in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel setzen die gefunden Lö-
sungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor.

Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene.

Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit
mit Rat und Tat zur Verfügung. .

9.8. INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VII, 8A

Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische
Beratung, Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erziehern, Eltner und Kindern auch die Einschaltung von anderen Be-
ratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12.

9.9. FACHBERATUNG

Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir MitarbeiterInnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzufüh-
ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zuständig
ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, zum Bei-
spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet.

9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE ı

Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für

9. Qualitätsmanagement

E Ita

n
>

- Fortschreibung der Konzeption;

-  Jahresplanung;

- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel;
-"  Teambuildingmaßnahmen

-  Gruppenschulungen

- Umstrukturierung der pädagogischen Räume

9.11. KENNENLERNEN VON-ANDEREN EINRICHTUNGEN

Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine andere Kin-
dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations-Trägers.

9.12. LEITUNGSKONFERENZEN.

Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little-Giants-Leitungen einer Region zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen.

9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT 1. $. D. $.45 ABS. 2 NR. 3 SGB Vlll

Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6-mal im Jahr Kinderkonferenzen abge-
halten. Unsere Mitarbeiter sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich festzuhal-
ten, sodass diese in dem Zusammenhang von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. j

Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis.

Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson

regelmäßig ans Herz gelegt.

Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten,
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.

9.14. BESCHWERDEMANAGEMENT.

Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.

Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:

Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde
können pädagogische Mitarbeiter auf Gruppen-
bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. "

Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich
° der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden.
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter stets sach-
lich, emotional zurückhaltend und lösungsorien-
tiert sein.

Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich
sein, so wird im Team das Problem analysiert und

sitel! 9. Qualitätsmanagement

nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist
zu dokumentieren.

Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch
mündlich erfolgen.

"Einbindung des Trägers / von externen Bera- Solite das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
tungsstellen lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden _
Bu können, so hat die Leitung.den Träger einzuschäl- '

ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. |

_

Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die
Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt.

Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:

>» Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich
aus der Region.
» Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).
# Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.
“na Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen,

Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
ter als unsere wichtigste Ressource an.

en

11.1. PERSONALGEWINNUNG

Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden
an die jeweilige Kita weitergeleitet.

In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesstättenlei-
tung entschieden, welche Bewerberinnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden.

Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen.

11.2. MITARBEITERENTWICKLUNG

In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.

"WEITERBILDUNG

Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an die ...
Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam mit der Mitarbeiterin bespricht

die Leitung welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiterin hat und weiche Notwendigkeit das Unternehmen

sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden.
REFLEXIONSGESPRÄCHE

Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll,

DIVERSITÄT

Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl die
Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert.

UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN

Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeitern in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir flexi-
bel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf.

VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN

Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeitern stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), werden
für alle Standorte zenträlisiert ausgeübt. ö

Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.

Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente:

«  Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung
® _ Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung
* . Controlling-System

Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-,

fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.

Kapitel: 12. Finanzmanagement

N
ur

SCHULUNG

Erkennen
s Die Leitung der Einrichtung ist Gefährdungsrisiko
bezüglich der Thematik zu schulen.
ss» Das Wissen ist durch jährliche 3
Schulungen an die anderen Dokumentation Information
Mitarbeiter weiterzugeben. Gefährdungsrisiko Fachkraft
(Leitung)

ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES
KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN)

» Körperliche und seelische Gewalt
» Emotionale und körperlich-

Nein
gesundheitliche Vernachlässigung Y
» Sexueller Missbrauch Dokumentation Gespräch mit
. \ j Gespräch Erziehungs-
»  Versagung entscheidender existenzi- berechtigten

eller Entwicklungschancen

INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT

Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.

Hilfe- und
Beratungsplan

Hinwirken auf
Inanspruchnahme
von Hilfen

Dokumentation
der Schritte

Dokumentation i
Nein

Dokumentation Jugendamt

informieren

Lei! 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. 5. d. $ 8a SGB VIII

DS

I
ı
)

Streich- und

Lebensmittel, die
viel Stärke
enthalten, wie
Getreideprodukte

und Kartoffeln

Kochfette

Fleisch, Wurst und
Fisch

Milch und
Milchprodukte

Getränke (Wasser)

Gemüse und

Obst Hülsenfrüchte

Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen.
sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam - sie sind gesund.

HYGIENE IM SANITÄRBEREICH.

SANITÄRAUSSTATTUNG

Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die
Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö-
sung zu versehen.

WARTUNG UND PFLEGE

Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle
und Pflege wird dokumentiert.

WICKELBEREICHE

Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit
einem mit Desinfektiönsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter haben
nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine Ver-
fahrensanweisung zur Wickelhygiene aus. vr

Anlage 1: Ernährungskreis

BE--UND ENTLÜFTEN

Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden
Zeitnah in Stand gesetzt.

TRINKWASSERHYGIENE

LEGIONELLENPROPHYLAXE

Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden.
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt.

PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN

Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
was$er entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. °

PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN

Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverodnugn
jährlich durchgeführt.

ERSTE HILFE

ERSTE-HILFE-INVENTAR
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor:

»  Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“
@ _ Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion

Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN

Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände
gründlich gewaschen und desinfiziert.

REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN

Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die
Fläche nochmals desinfizieren.

NOTFALLKONTAKTE

Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt:

® Polizei

} Anlage 2: Hygiene Plan

30

Pr

en

s Feuerwehr

» Ärztlicher Bereitschaftsdienst
»  Giftinformationszentrum

>» Kinderarzt

KÜCHE

ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN

Personen, die an Erkrankungen im Sinne des $ 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein

Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des $ 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult.

QUALITÄTSSICHERNDE MARNAHMEN UND LEBENSMITTELHYGIENE

Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert:

» Messung der Kühlschranktemperatur

®  Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch)
» Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan

» Kontrolle auf Schädlinge

Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.
HANDHYGIENE

Hände sind wie folgt zu waschen:

. Bei Ankunft'in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere.
B. Vor und Nach:
on Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes
Verabreichen von Medizin
»  Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.
c. Nach:
»  ‚Windelwechsel
»  Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang.
» Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden.
® Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.
» Berühren von Tieren.
Spiel im Sandkasten
s Reinigung und Handhabung von Müll

E

» Berühren von Geld
# Handhabung von verschmutztem Geschirr

Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal.

Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet.

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»

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan

|
|
|

An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION

Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend.

AUBENANLAGEN

Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Maßnahmen
ferngehalten.

Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. j ı

Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen 'auf deutlich
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark aufheizen
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet:

® Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räumen ge-
öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.

* Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä-
den, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst zur
Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu verhindern.

*e Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räumen wäh-
rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. Bu

« Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind dann
alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausch zu
schaffen.

e Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafalterna-
tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Schlafwa-
che auch für über Dreijährige zu halten.

« Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut.

«e Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erinnert
werden sollen, gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste — 2.B. halbstündliche - „Trinkrunden“ zu ma-
chen sind.

e Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser ein-
geleitet werden.

e Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei
ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem Wasser in
einem Eimer ertrinken können.

®e Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen tra-
gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, ggf. auch
am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im Schatten spielen!

®e _Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge-
mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.

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e  Esistimmer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen-
falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für den Auf-
enthalt im Freien sind dünne, heile Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz
vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein solite, ungeeignet.

® Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden.

® Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tempera-
turen, In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten
Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung durch abholbe-
rechtigte Personen einzuleiten.

Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei-
chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra-
gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen

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02 Anlage 1 Auswertungsformulare

51 Zeichen

Anlage 1  
 
 
Auswertungs-
formulare aller 
Träger

14 2017-01-23 Basis-Konzeption-NRW

89409 Zeichen

Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für 
Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW 
Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH

Step Kids Kitas gGmbH 
Schultenbuschstr. 47 
45549 Sprockhövel 
 
Ansprechpartner: 
 
Träger: Frauke Schittek 
  02324 9218228 
  f.schittek@stepke-kitas.de 
 
Stand: 
September 2015 
 
Herausgeber: 
Step Kids Education GmbH 
Am Friedrichshain 22 
10407 Berlin

Inhalt 
1. Vorwort ................................ ......................................................................................... 5  
2. Rahmenbedingungen ................................ ..................................................................... 5 
2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 
2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 
3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) ................................ ......................................... 6 
3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 
3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 
3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 
3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 
3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 
4. Pädagogische Ziele und Inhalte ................................ ..................................................... 10 
4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 
4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 
4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 
4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 
5. Mehrsprachigkeit ................................ ......................................................................... 12 
6. Religiöse Erziehung ................................ ...................................................................... 13 
7. Die E ingewöhnung im Kindergarten  .............................................................................. 13 
8. Das Freispiel ................................ ................................................................................. 14 
9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ................................ ........... 14 
9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 
10. Vorschulerziehung  ................................ ........................................................................ 15 
11. Ein Tag in unserer Kita ................................ .................................................................. 16 
11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 
11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 
11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 
11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ....................................................................................................... 16 
11.
5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 
11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 17 
11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 
12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung,Supervision und Fortbildung ................  19 
12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 
12.2. Teamsitzung........................................................................................................................... 19 
13. Erziehungs - und  Bildungspartnerschaft mit Eltern ......................................................... 20 
13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 
14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen .......  21 
14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ........................................ 21 
15. Öffentlichkeitsarbeit ................................ .................................................................... 21 
16. Gesunde Kinder ................................ ............................................................................ 21 
16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 21 
16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 22 
16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 23 
16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 23 
16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 23 
16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 23 
17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ................................ .................. 24 
17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 25 
17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 25 
17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 25

18. U3 Bereich ................................ ................................................................................... 26 
18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 26 
18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 26 
18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 26 
18.4. Motorik .................................................................................................................................. 27 
18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 27 
18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 27 
18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 28 
18.8. Essen und Trinken .................................................................................................................. 28 
19. Unser Kinderschutz-Ko nzept ......................................................................................... 29 
19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 30 
19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 33 
20. Inklusion  ................................ ...................................................................................... 34 
20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ....................................................................................... 34 
21. Tiergestützte Pädagogik ................................ ............................................................... 34 
22. Nachwort ................................ ..................................................................................... 35

1. Vorwort
Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten
Jahren lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase
seines Lebens. Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die
Fähigkeit, sich das Wissen selbst erschließen zu können.
Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass
Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und
gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben.
Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden
Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der
interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die
Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden.
Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient
interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids
Kitas gGmbH.
2. Rahmenbedingungen
2.1. Der Träger 
“Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen 
Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs-  
und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner 
Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese 
Rechte setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der 
Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, 
Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. 
Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen 
die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, 
solidarisch und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit 
erfahren zu lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, 
ihren Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 
Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. 
Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum 
gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. 
Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer 
Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und 
Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. 
Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie 
beim Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. 
Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere 
pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. 
Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen 
frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und 
Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen

als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von 
Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 
2.2. Rec
htliche Grundlagen 
Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte 
Die
 Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der 
internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. 
(www.
national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des  
SGB VIII 
Dritter Abschnitt: 
Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege 
§ 22, 22a
, 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4
3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren)
In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben und 
erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in verschiedenen 
Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 0 bis 6 Jahren.
Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit bedarfsangepassten 
Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden.
Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende 
technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher 
Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, 
Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen.
Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie.

3.1. M
itarbeiter/Innen und Fachpersonal 
In der Step Kids Kitas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: 
s
ozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) 
Sportpädagogen 
Theaterpädagogen 
Musikpädagogen 
Kunstpädagogen 
Kinderpflegerinnen 
Kinderkrankenschwestern 
Ergänzungskräfte 
Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten 
Köche 
Reinigungskräfte 
Hausmeister 
Verwaltungskräfte 
Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) 
A
lle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die  
Haltung des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der 
Liebe und Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen 
Entwicklungsstandes. Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der 
Kinder und stützen uns auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen 
haben eine umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids 
Kitas gGmbH als familienergänzende Einrichtung. 
D
ie jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas 
gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils 
mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- 
bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem 
Träger abgestimmt. 
A
ls anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten 
oder Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher 
Schulträger,  die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten.

3.2. Öffnungszeiten 
 
Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten 
zwischen von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen 
können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. 
Dies variiert nach Standorten. 
 
Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig 
schriftlich mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage 
nachzulesen. Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur 
Optimierung der Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 
 
3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel 
 
In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI 
Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist 
jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. 
Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, 
räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 
 
3.4. Aufnahmekriterien 
 
In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen 
aufgenommen. 
Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer 
bevorzugten Aufnahme: 
Alter des Kindes 
Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich 
Geschwisterkinder in unseren Kindertageseinrichtungen 
Jugendhilfemaßnahme 
Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen 
von Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 
 
3.5. Raumkonzept 
 
Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden 
Faktoren frühkindlichen Lernens. 
Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen 
ist für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. 
Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. 
Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität 
ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige 
Einladung die Welt zu erkunden. 
Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: 
 
Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit… 
Bewegung – toben, tanzen… 
Pflege - wickeln, waschen, duschen… 
Schlafen - ausruhen, Stille erleben… 
Essen - Trinken 
Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen…

Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… 
Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… 
Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… 
Experimentieren - konstruieren, bauen… 
 
Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach 
ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem 
Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind 
unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen 
sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. 
Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und 
Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das 
Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- 
oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere 
Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, 
Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. 
Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das 
Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in 
einem ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die 
Räume sind mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet 
werden. Neben den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und 
Aktionsräume, die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten 
und Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. 
 
Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und 
Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. 
Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der 
Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu. 
Die direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit 
Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und 
anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, 
ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. 
 
Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, 
Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten 
angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder 
Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und 
Wippen, kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. 
 
Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand 
zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen 
ein.

4. Pädagogische Ziele und Inhalte 
 
Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach dem 
KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice Prinzip“, 
welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik beinhaltet. Er 
ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die 
Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und 
Bildungsangebote fördern. 
Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und 
körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern 
und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. 
Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im 
Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, 
sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 
 
4.1. Stand der aktuellen Forschung 
 
Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen 
Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit 
sind. 
 
4.1.1. Bindungsforschung 
 
Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer 
Umwelt: Sie forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie 
wachsen können. 
Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das 
Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein 
Kind durch Menschen, mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen 
Bindungspersonen. Sie geben ihm das Gefühl der psychischen Sicherheit und 
helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins Gleichgewicht zu kommen. 
 
Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist 
besonders das Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf 
kindliche Bedürfnisse und Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die 
Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für ihr Kind. Darüber hinaus können 
Kinder zu weiteren Menschen aus                     ihrem nahen Umfeld Beziehungen 
mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als 
sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen 
zurückkommen kann. 
 
Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen 
bedeutsamen Übergang in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen 
neue Rituale, andere Kinder und die pädagogischen Fachkräfte kennen. Um 
diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das Kind mit seinem Bedürfnis 
nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm vertraute 
Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den 
Eltern, individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer 
Kinder wahr und tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes 
aus.

4.2. Hirnforschung und Lernen 
 
Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess 
stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit 
von elementarer Bedeutung. 
Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im 
Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei 
festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im 
neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. 
Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – 
sind gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen 
mit anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss 
anregend und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht 
es Zeit und Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. 
Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt 
und den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder 
berücksichtigen. 
 
In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung 
bezüglich des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern 
vielfältige Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die 
Kinder in ihren unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, 
unterstützen und aktiv anregen. 
 
4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen 
 
In unseren Einrichtungen gibt es  vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder 
brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer 
Altersgruppen. Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu 
bieten, indem sie voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen 
Lernens ermöglichen unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige 
Erfahrungen und Erprobungsfelder. 
 
Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche 
Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf 
Gleichaltrige zu. 
 
Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen 
für die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion 
mit Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie 
lernen, Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, 
Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich 
untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im 
Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht  
nur das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen 
und Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich 
Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete 
Umgebung mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen 
umzugehen und schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten.

4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung 
 
Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - 
Entspannung und Konzentration im Snoezelraum 
 
Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit 
ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei 
Step Kids Kitas gGmbH. 
 
Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute 
verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. 
 
 Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper 
geraten mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können 
nicht ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen 
schlecht, werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits 
ihren natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und 
Entspannung ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung 
und Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es 
nicht darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, 
mit den Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im 
Sinne von "SEI MAL STILL"! 
 
Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die  
leisen und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens 
dafür eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder 
Kleingruppen Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, 
hochwertiges pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, 
Geschichten hören, fallen lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne 
zu erfahren, die Seele baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 
 
5. 
Mehrsprachigkeit 
 
Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten 
Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden 
Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist 
nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig 
den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. 
 
Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache 
selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. 
Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir 
die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. 
 
Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ 
um, was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein 
kontinuierlicher und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die 
Kinder relevanten Kontexten selbstverständlich genutzt wird. 
 
Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit 
vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden

selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen 
möchten. 
 
In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen 
Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder 
ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, 
dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 
 
6. 
Religiöse Erziehung 
 
Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der 
Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte 
christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen 
vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit 
unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, 
sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die 
Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem 
respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, 
Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter 
Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. 
 
Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland 
geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle 
hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die 
Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, 
sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die 
Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so 
in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl 
vermittelt: 
 
Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner 
Kultur. 
 
7. Die Eingewöhnung im Kindergarten 
 
Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine 
Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und 
Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den 
Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. 
 
Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell 
nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine 
unserer Einrichtungen besucht. 
 
Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu 
"beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und 
werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. 
 
In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die 
Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu 
erlangen.

Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren 
Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit 
den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 
 
8. Das Freispiel 
 
Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die 
Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine 
Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten 
und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie 
vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren 
Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, 
was sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, 
Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen 
und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und 
Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und 
Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet 
Verständigung und vieles mehr. 
Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und 
aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in 
bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 
 
9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz 
 
In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer 
Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag 
zu beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder 
dazu eingeladen. 
Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. 
In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier 
werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten 
Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch 
umzusetzen. 
 
9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation 
 
Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen 
Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, 
die sie konkret betreffen. 
 
In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von 
Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch 
unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in 
Gesprächskreisen und fest installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das 
Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und 
Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu 
übernehmen. 
 
Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und 
ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen.

Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren 
Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. 
 
Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in 
unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass 
die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst 
entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten 
Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). 
 
In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein 
Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu 
sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den 
Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und 
ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. 
Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins 
Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen.  
 
Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die 
tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen 
Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen 
sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die 
Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der 
Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen.  
 
10.  Vorschulerziehung 
 
Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen 
der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der 
Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und 
Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu 
erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft 
vorzubereiten. 
 
Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu 
altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche 
Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte 
Beobachtungen der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, 
kompetente Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem 
abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch 
rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren 
Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen 
haben.

11.  Ein Tag in unserer Kita 
 
11.1. Zeit 
 
In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere 
Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in 
ihren Aktivitäten unterbrochen werden. 
Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: 
Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften 
Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder 
Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf 
beanspruchen 
Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und 
fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen 
erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant 
werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche 
Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. 
 
In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen 
gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und 
Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. 
Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem 
besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder 
ergeben. 
 
11.2. Ankommen 
 
In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen 
kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe 
und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in 
der Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und 
suchen sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. 
Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in 
den Tag zu starten. 
 
11.3. Morgenkreis 
 
Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem 
Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges 
Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, 
die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 
 
11.4. Gemeinsame Mahlzeiten 
 
Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich 
Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. 
Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. 
Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern  
unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern 
aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische 
Ausgangslage der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und

pädagogische Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. 
 
Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. 
 
Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung 
zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem 
Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder 
„gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten 
Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die 
Hauptmahlzeit nicht essen möchte. 
Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip 
der Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und 
Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht 
zu verlernen. 
 
Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb 
bieten wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen 
anregt. 
Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. 
Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir 
überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren 
Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen 
und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in 
unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. 
 
Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 
 
11.5. Ruhen und Schlafen 
 
Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den 
unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen 
und Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich 
gegenseitig. Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der 
bereits zuvor genannten Komponenten. 
Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus 
mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche 
Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und 
geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem 
wir ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. 
Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu 
befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf. 
 
11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte 
 
Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen 
mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an 
unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die 
Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. 
 
Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter 
Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in

den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, 
die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen 
sich unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder 
führen uns dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen 
wir auf eine entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine 
Materialvielfalt ermöglicht Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - 
dazu anzustellen. 
 
Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der 
Kinder und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit  
den Kindern gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und 
ermutigen sie zu neuen Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als 
Grundsätze zum gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir 
einen Rahmen, der im Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen 
werden kann, wenn neue Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese 
vielfältigen Spiel- und Lernaktionen werden von Kindern erlebnisreich und interessant 
durch die Dauer der Zeit in den Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht 
alle Kinder zur gleichen Zeit die gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder 
Materialien ausführen. Durch Klein- oder Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern 
erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen Kompetenzen. 
 
Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer 
Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren 
STEPKE-Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 
 
11.7. Nach Hause Gehen 
 
Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und 
muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem 
Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie 
klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden 
Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit 
eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren.

12.  Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung,Supervision und Fortbildung 
 
Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie 
unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. 
 
Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien 
zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem 
sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. 
Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus 
gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An 
der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die 
Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. 
 Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder 
Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen 
Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch 
Häuserübergreifend - stattfinden. 
 
12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung 
 
Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht 
variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum 
geplanten Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. 
 
Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die 
persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit 
und der Zusammenarbeit im Team. 
Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume 
umgestaltet. 
 
12.2. Teamsitzung 
 
Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder 
projektspezifischen Teamtreffen. 
 
Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern 
aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, 
Gesprächsansätze, gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der 
momentanen Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden 
überlegt. Feste und Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien 
gesammelt. 
Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird 
viel Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, 
die Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und 
kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der 
Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen 
Verhaltens und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden 
Überlegungen zu pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. 
In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. 
 
Des Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, z.B.

Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. 
Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert 
und Tagesordnungspunkte gesammelt. 
 
Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden 
jährlich so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption 
weiterentwickelt wird. 
 
13. 
 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
 
Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als 
das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern 
und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. 
Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und 
Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des 
gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe 
rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es  werden 
Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren 
Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder 
für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und 
Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem 
finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 
 
13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche 
 
Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, 
finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom 
pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 
 
13.1.1. Elternabende 
 
Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team 
ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung 
betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer 
gesellig-kreativen Form entsprechen. 
 
13.1.2. Hospitationen 
 
Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren 
Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 
 
13.1.3. Hausbesuche 
 
Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine 
Bezugspädagogin an. 
 
13.1.4. Beschwerdemanagement 
 
Eltern haben die Möglichkeit über Elternbefragung, Elternsprechtagen und Elternräte 
Ihre Wünsche, Sorgen und Anliegen vorzutragen.

14.  Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den 
Grundschulen 
 
Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt 
eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet 
eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 
 
14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen 
 
Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. 
Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und 
Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. 
 
Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir 
haben darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: 
anderen Kindertageseinrichtungen 
ASD und Soziale Beratungsstellen 
Jugendamt 
Polizei und Feuerwehr 
Gesundheitsamt 
Erziehungsberatungsstellen 
Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, 
Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 
 
15.  Öffentlichkeitsarbeit 
 
Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere 
Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den 
jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 
 
16.  Gesunde Kinder 
 
16.1. Ernährung 
 
Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. 
( Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) 
 
Bei der Step Kids Kitas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. 
Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der 
kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, 
sowie die Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und 
Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen 
ausreichend zur Verfügung. 
Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen 
Kulturkreisen berücksichtigt. 
Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. 
 
Die Eltern haben bei  mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung 
im Haus zu vereinbaren ist. 
Regelmäßig backen wir mit den  Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere 
Speisen zu.

16.2. Bewegung 
 
Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem 
sie sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke 
zuzuordnen und machen Erfahrungen über sich selbst. 
Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich 
über Bewegung aus. 
Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. 
 
Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche 
Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. 
Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und 
Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. 
Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine 
Wahrnehmung erfolgt über: 
 
Sehsinn (optische Wahrnehmung), 
Hörsinn (akustische Wahrnehmung), 
Tastsinn (taktile Wahrnehmung), 
Geruchssinn, 
Geschmackssinn, 
Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), 
Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). 
 
Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten 
Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper 
vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. 
 
"Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der 
Fuß versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt 
..." 
(H. Kükelhaus) 
 
 Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind 
fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie 
weiterzuentwickeln. 
 
"Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung 
bestimmen lassen." (E. Pikler) 
 
Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die 
über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: 
 
Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot 
Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte 
Spielerische Wassergewöhnung 
Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten 
Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe 
Waldtag

16.3. Schwimmen und Turnen 
 
Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle 
Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat 
ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten 
sich altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit 
Treppen, Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, 
Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand 
und eigenständigen Seilsystemen an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. 
Jede Einrichtung hat dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. 
 
Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen 
Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den 
entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- 
Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln. 
 
16.4. Schuhfreie Zone 
 
Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu 
laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist 
und bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr 
zum Spielen ein. 
 
16.5. Gesunde Zähne 
 
Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng 
mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und 
Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" 
ein wichtiger Bestandteil. 
 
Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern 
zusammen. 
 
Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 
 
16.6. Wald- Wiesentage 
 
Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, 
sondern als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen 
Umgebung des Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne 
werden angesprochen. Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol 
zum alltäglichen Leben und zum häufigen Fernsehkonsum. 
 
An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen 
bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der 
Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die 
Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche 
und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten 
werden die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und 
gebastelt. Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten 
kennen und den Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren.

Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald 
befinden. 
 
17.  Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation 
 
Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch 
Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für 
weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine 
wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit.  
Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke-
Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen 
vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen 
aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen 
Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag 
integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der 
englischen Sprache ausdrücken zu können. 
 
Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. 
Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden 
Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere 
Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. 
Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und 
Methoden in der Sprachförderung ein.  
 
Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- 
und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und 
Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl 
und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. 
 
Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch 
Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der 
Kinder. 
 
Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild 
gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf 
Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, 
Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von 
zentraler Wichtigkeit. 
 
Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch 
Sprache verfügbar zu machen. 
Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. 
Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur 
Chancengleichheit. 
Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen 
Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden.

17.1. Unsere Ziele: 
 
Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung  
Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit 
Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als 
wichtige Schlüsselkompetenz erleben 
Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern 
Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und 
Benennen 
Wortschatzerweiterung 
Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern 
Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten 
Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken 
aufgebaut und präzisiert 
 
17.2. Musik und Gesang 
 
Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch 
viel Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen 
Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für 
Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen 
abzubauen. 
Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, 
kleine Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück 
zu übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. 
Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie 
müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen 
arbeiten. 
 
17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache 
 
Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit 
in den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die 
die Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. 
Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und 
sensibel auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. 
Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der 
Bilderbuchbetrachtung integriert. 
Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: 
 
Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, 
Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern,  
Deutungsprozesse bewusst machen, 
Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen 
Geschichten selber weiter erfinden 
Eigene Geschichten erzählen lassen 
Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer 
Geschichte immer weiter…) 
 
Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte 
wird und seine Freude entdeckt.

Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen 
Autor gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text 
einzelne Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m.  
 
18. U3 Bereich 
 
Der U3 Bereich ist ein Schwerpunkt unserer STEPKE – Einrichtungen. 
Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu 
erwähnen sind: 
 
18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit 
 
Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und 
wertgeschätzt. Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine 
intensive Begleitung durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. 
 
Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die 
Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen 
Bindungsaufbau zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. 
 
Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 
 
18.2. Feste Rituale 
 
Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass 
in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue 
Bezugspersonen einstellen kann. 
Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl 
einer Zugehörigkeit: 
 
Begrüßungs- und Abschiedsrituale 
Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen 
Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise 
Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) 
das gemeinsame Essen 
 
18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) 
 
Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch 
die Fachkraft  in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen 
Morgenkreis. Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. 
Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. 
schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). 
Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. 
 
Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis 
gebildet. 
Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der 
Mittagsschlaf. 
 
Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell

gestaltet. 
 
18.4. Motorik 
 
Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der 
sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. 
Platz für großräumige Bewegung durch: 
 
Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … 
Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… 
Anregendes, vielseitiges Außengelände 
Ausflüge in die Natur 
Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 
 
18.5. Gesundheit und Körperpflege 
 
Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept 
angelehnt. Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und 
Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in 
ihre Wickelsituation. 
 
Die Pflegesituation beinhaltet z.B. : 
 
Waschen von Gesicht und Händen 
Wickeln 
Zähne putzen 
Baden/Duschen bei Bedarf 
Nase putzen 
Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen 
 
Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, 
um die Eltern informieren und beraten zu können. 
Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 
 
18.6. Ernährung 
 
Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine 
Kinder werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. 
Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es 
wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. 
Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit 
Löffel, Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am 
Essenstisch zu wahren. 
Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch 
geachtet, denn das Auge isst mit. 
Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. 
Für Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen ( Brei ) vorbereitet.

18.7. Sauberkeitsentwicklung 
 
Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung 
ein wichtiger Punkt. 
Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern 
(Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die 
Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten 
Zeitrahmens sauber ist. 
 
Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen 
dazu setzt. 
 
Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist 
Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen 
Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich 
der Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist 
eine bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch 
regelmäßige und liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas 
Angenehmes und behält sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten 
orientieren sich am individuellen Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das 
Kind angeregt, seinen Körper wahrzunehmen. 
Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. 
Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen 
Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem 
Kind bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 
 
18.8. Essen und Trinken 
 
Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, 
Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern 
abgesprochen was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. 
Die größeren Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes 
Mittagessen. Ein wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. 
 
Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … 
unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken 
… gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel 
nahe bringen … 
Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling 
gibt’s Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin 
bereitet frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. 
Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. 
Beim Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle 
Babynahrung aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und 
verschiedene Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken.

19.  Unser Kinderschutz-Konzept 
 
Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des 
Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung 
des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII 
 
Präambel 
 
Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: 
eine gewaltfreie Erziehung 
die Entfaltung seiner Persönlichkeit 
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen 
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen 
Fürsorge 
Ernährung 
Partizipation 
Meinungsäußerung 
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. 
 
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen 
Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 
SGB VIII). 
 
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a 
Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass 
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. 
 
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die 
internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der 
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit 
Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. 
 
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine 
schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. 
 
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern 
arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. 
 
Der Gesetzeswortlaut  § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 
 
Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines 
Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken 
mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das 
Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes 
oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der 
Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den 
Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. 
 
 In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach

diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach 
Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des 
Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die 
Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder 
den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese 
für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen 
nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. 
 
§ 72a SGB VIII Persönliche Eignung 
 
Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der 
Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig 
wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 
232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem 
Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen 
von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des 
Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von 
Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch 
sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 
 
19.1. Kinderschutzauftrag 
 
19.1.1. Vorgehensweise im Überblick 
 
I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und 
überprüfen. 
II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft 
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken 
und Hilfen überprüfen. 
IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen 
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 
 
19.1.2. Ausführungen 
 
I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen 
und überprüfen. 
 
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung 
wahrnimmt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) 
eine kollegiale Beratung ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll 
unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte 
vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft 
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären 
zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und 
Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des 
„internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte 
genommen. 
 
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung 
werden gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer 
Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf

Vernachlässigung 
körperliche und seelische Misshandlung 
sexuellen Missbrauch 
Partnerschaftsgewalt 
Entzug von Chancen überprüft. 
 Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder 
zu einem späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des 
Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss 
unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der 
Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das 
Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die 
Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der 
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das 
Vorgehen zeitnah informiert. 
 
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes 
(entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos 
gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es 
muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten 
geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem 
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame 
Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
 
Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende 
Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft 
zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). 
Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die 
Hinzuziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. 
 
II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen 
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. 
 
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden 
Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine 
gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. 
 
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der 
einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine 
Inanspruchnahme anderer geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) 
notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der 
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten 
eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie 
das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. 
 
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher 
Hinsicht werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des 
„internen Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte 
genommen.

III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen 
hinwirken und Hilfen überprüfen. 
 
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten 
internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das 
betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender 
fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit 
der Kinderschutzfachkraft erfolgen. 
 
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die 
Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf 
die Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von 
diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame 
Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. 
 
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über 
das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, 
von allen Gesprächsteilnehmern 
 
unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, 
die nur über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die 
Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. 
 
 Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für 
ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine 
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige 
Angehörige) sicherstellen. 
 
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum 
die Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten 
Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert 
Erfolgs- wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der 
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. 
 
IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, 
falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos 
bleiben. 
 
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet 
war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu 
erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der 
Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD 
informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und –
fähigkeit sind vor allem: 
die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere 
Personensorgeberechtigte nicht abwendbar. 
es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende 
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) 
anzunehmen. 
bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können 
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden.

Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die 
Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum 
Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die 
pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der
 Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes 
geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des 
Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, 
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. 
 
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ 
Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden 
die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den 
Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. 
 
Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: 
Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung 
Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen 
Risikoeinschätzung 
Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen 
und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend 
angenommen wurden. 
 
19.2. Datenschutz 
 
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach 
den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens 
erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise 
zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt 
stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung 
der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und 
–fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a 
SGB VIII 
Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem 
Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt.  Dazu 
wird ein erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in 
Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage 
des erweiterten Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal 
erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a 
SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag). 
 
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen 
Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm 
Anlage 1: Beobachtungsbogen 
Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) 
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan 
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen 
und 
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit  Team) 
Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und 
Kinderschutzfachkraft)

20.  Inklusion 
 
20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen 
 
In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die 
geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir 
sind der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im 
Zusammenleben von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. 
 
Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste 
Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend 
individuell zu fördern. 
 
Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung 
gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. 
Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter 
Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht 
durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten 
Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. 
 
Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren 
pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht 
nur eine Vision bleibt. 
 
21.  
Tiergestützte Pädagogik 
 
Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von 
unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon 
überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die 
kindliche Entwicklung haben. 
Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten 
von Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern.  
Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der 
Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund 
wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt 
es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in 
seinem Handeln. 
Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher 
Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen 
von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des 
Selbstbewusstseins. 
Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine 
absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt 
es Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita 
ihrer Wahl dieses besondere Angebot vorhält.

22.  Nachwort 
 
Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. 
Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie 
dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. 
Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie 
aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. 
Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn 
die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir 
sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten  Voraussetzungen zu schaffen 
und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.

12 Anlage 4 Step Kids

53 Zeichen

Anlage 4  
 
 
Bewerbungsun-
terlagen  
 
 
Step Kids

10 Bewerbungsschreiben Kleine Riesen

1174 Zeichen

Kleine Riesen Nord gGmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen

EINSCHREIBEN-EINWURF

Stadt Münster

Amt für.Kinder, Jugendliche und Familie
48127 Münster

Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum

(0711) 35 116 40, Pw 31.08.2017
Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertageseinrichtung
Hiltrup an der Hansestraße
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätte „Hiltrup an der Hansestraße“ aufrechterhalten.

Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können wir sicherstellen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Petgr.Wahler
Geschäftsführer

Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Esslinger Straße 68 | 73732 Esslingen } Telefon: {0711} 35 11640 | Telefax: (0711) 35 116417 | wwwe.littlegiants.de | info@littleglants.de
Geschäftsführer | Dipl.-Ing. Jelena Wahler, MBA (Duke} | Dipi.-Ing. Peter Wahter, MBA {Duke}

Sitz. der Gesellschaft | Esslingen am Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393

Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG } IBAN DE17 61190110 0244 0280 01 | BICGENODESIESS

Beratungsverlauf (4)

04.10.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.10.2017 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 3.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
18.10.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 18.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
18.10.2017 Rat
TOP 24.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Hansestraße
  • Marktallee
  • Nimrodweg 22
  • Am Oedingteich
  • Willingrott 49a
  • Hafenstraße 30
  • Hohe Ward

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Details

Aktenzeichen
V/0784/2017
Typ
Vorlagen
Datum
08.09.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37