V/0445/2015
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2014
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Beschlussvorlage
4191 Zeichen
V/0445/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2014 Beratungsfolge 11.06.2015 Betriebsausschuss der citeq Vorberatung 17.06.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 17.06.2015 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Jahresabschlus s der citeq zum 31.12.20 14 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 43.189.678,79 € und einem Jahresüberschuss von 1.928.636,63 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2014 in Höhe von 1.928.636,63 € wird wie folgt verwendet: 1.597.088,34 € werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. Für die Verzinsung der Pensi- onsrückstellungen in Höhe von insgesamt 331.548,29 € wird eine Rücklage gebildet. 2. Der Lagebericht wird zur Kenntnis genommen. 3. Dem Betriebsausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2014 Entlastung erteilt. Begründung: Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Kalenderjahres 20 14 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der Be- triebssatzung der citeq dem Betriebsausschuss sowie dem Rat vorzulegen. Zu 1. Jahresabschluss 2014 Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Kalenderjahr 2014 vom 01.01.2014 bis 31.12.2014 weist einen Jahresüberschuss von 1.928.636,63 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 12.062,74 € an die Kooperation s- partner gemäß der Öffentlich -rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat (Anteil Stadt Münster: 4.968,64 €), der Pensionsrückstellung die Veränderung in Höhe von 1.336.500,00 € zugeführt wurde, um den Pensionsfall der in der citeq beschäftigten Beamten ausreichend abzudecken, Vorlagen-Nr.: V/0445/2015 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: Boenigk@citeq.de Datum: 21.05.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0445/2015 der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 267.944,00 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre und aktiven Beamten auch künftig abdecken zu können. Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wurde ein e Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen, wonach sich die Stadt Münster verpflichtet, den Barwert der übertragen en Pensionslasten in Höhe von 6.630.965,85 € zu verzin- sen (331.548,29 €). Für den Jahresabschluss 2014 der citeq wurde ein Zinssatz von 5,0 % z u- grunde gelegt. Die citeq führt die Zinsen in Höhe von 331.548,29 €, die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.336.500,00 €, die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 267.944,00 € und die Veränderung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von 153.245,00 € einem vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds zu. Der nach Bildung der Rücklagen verbleibende Überschuss in Höhe von 1.597.088,34 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Prüfungsergebnis Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, erteilt der citeq für das Kalende r- jahr 2014 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Zu 2.: Lagebericht 2014 Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, hat festgestellt, dass der Lageb e- richt gemäß § 25 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der aktuellen Fassung aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebericht keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenb e- triebsähnlichen Einrichtung wecken. Der Lagebericht 2014 der citeq wird gem. § 26 der EigVO NRW zur Kenntnis genommen. Zu 3.: Dem Betriebsausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2014 Entlastung erteilt. Die Entlastung des Betriebsleiters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO NRW in der nächsten Sitzung des Betrieb s- ausschusses. In Vertretung gez. Wolfgang Heuer Stadtrat Anlagen: Bericht Jahresabschluss 2014
2014-12-31_Jahresabschluss
64744 Zeichen
Jahresabschluss
Lagebericht
Geschäftsjahr 2014
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Redaktion
Peter Boenigk
Tel.: 0251/492-18 11
Fax: 0251/492-77 10
e-Mail:
boenigk@citeq.de
http://www.citeq.de
3
Jahresabschluss
Seite
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 6
Anhang 7
Anlage
Anlagennachweis 18
Lagebericht 19
4
Bilanz zum 31.12.2014
A K T I V S E I T E 31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 1.622.659,00 1.855.277,00
2. Geleistete Anzahlungen 168.246,69 46.660,80
1.790.905,69 1.901.937,80
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge 34.071,00 19.975,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.944.041,00 4.450.580,00
3. Anlagen im Bau 127.721,93 98.413,30
5.105.833,93 4.568.968,30
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 8.596,00 8.596,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 18.234.918,79 17.173.127,85
18.243.514,79 17.181.723,85
25.140.254,41 23.652.629,95
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
Betriebsstoffe 60.508,99 59.922,37
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 134 .586,21 166.070,88
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2014 0,00 €
31.12.2013 0,00 €
2. Forderungen an die Stadt 15.888.079,72 15.860.156,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2014 6.630.965,85 €
31.12.2013 6.630.965,85 €
3. Sonstige Vermögensgegenstände 139.092,28 113.807,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2014 125.185,00 €
31.12.2013 104.289,00 € 16.161.758,21 16.140.034,07
III. SCHECKS, KASSENBESTAND, BUNDESBANK UND
POSTGIROGUTHABEN, GUTHABEN BEI
KREDITINSTITUTEN
Guthaben bei Kreditinstituten 387.256,32 388.724,96
16.609.523,52 16.588.681,40
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.439.900,86 759.876,33
43.189.678,79 41.001.187,68
5
P A S S I V S E I T E 31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL 200.000,00 200.000,00
II. GEWINNRÜCKLAGEN
Gewinnrücklage 6.113.948,77 5.717.400,48
III. JAHRESÜBERSCHUSS 1.928.636,63 1.643.676,07
8.242.585,40 7.561.076,55
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND 2.590,00 3.405,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpfli chtungen 21.505.925,00 19.901.481,00
2. Steuerrückstellungen 21.100,67 26.190,77
3. Sonstige Rückstellungen 1.437.266,23 953.559,57
22.964.291,90 20.881.231,34
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.142.249 ,05 1.330.607,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2014 1.142.249,05 €
31.12.2013 1.330.607,16 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 476.639,06 959.506,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2014 476.639,06 €
31.12.2013 959.506,93 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 1.835.724, 00 2.206.502,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2014 1.835.724,00 €
31.12.2013 2.206.502,94 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.495.532,18 8.058.857,76
a) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2014 8.495.532,18 €
31.12.2013 8.058.857,76 €
b) davon aus Steuern
31.12.2014 51.461,06 €
31.12.2013 60.604,40 €
11.950.144,29 12.555.474,79
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 30.067,20 0,00
43.189.678,79 41.001.187,68
6
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2014
2014 2014 2013
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.534.491,17 23.417.964,50
./. Rückerstattung ÖrV -12.062,74 -1.038.831,12
24.522.428,43 22.379.133,38
2. Sonstige betriebliche Erträge 77.844,77 75.191,11
3. Gesamtleistung 24.600.273,20 22.454.324,49
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 167.557,59
130.101,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.298.359 ,85 6.256.422,43
7.465.917,44 6.386.524,18
5. Rohergebnis 17.134.355,76 16.067.800,31
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.994.381,13
6.406.332,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 2.463.994 ,87
1.545.173,31
davon für Altersversorgung: 9.458.376,00 7.951.506,18
2014: 1.500.171,12 €
2013: 660.332,23 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenst ände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.085.184,17 3.829.741,16
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.022.864,44 2.001.748,30
9. Betriebsergebnis 2.567.931,15 2.284.804,67
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 343.478,4 0 341.751,86
davon aus verbundenen Unternehmen
2014: 331.615,67 €
2013: 331.618,61 €
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 982.518,14 947.869,87
davon an verbundene Unternehmen,
2014: 1.920,14 €
2013: 6.755,64 €
davon aus Abzinsung
2014: 980.533,00 €
2013: 940.296,00 €
12. Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.928.891,41 1.678.686,66
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -602,22 33.829,59
14. Sonstige Steuern 857,00 1.181,00
254,78 35.010,59
15. Jahresüberschuss 1.928.636,63 1.643.676,07
7
Anhang
Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde gemäß den geltenden Vorsch riften der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NRW)
aufgestellt.
Die Bilanzansätze der Jahresabschlussbilanz zum 31.12.2013 wurden unverändert übernommen.
Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis,
Bilanzierung und Bewertung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanla gen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Her-
stellungskosten bewertet.
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Nettoan schaffungswert bis 410,00 € werden als Trivialsoft-
ware im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Für Anlagenzugänge wurde ausschließlich die lineare A bschreibungsmethode unter Zugrundelegung der be-
triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet. Es wur de grundsätzlich pro rata tempore abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten bis 410,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrie-
ben; gleichzeitig wird ein fiktiver Abgang dieser geringwertigen Anlagegüter unterstellt.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt und mit dem gewogenen Durchschnittswert
unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind z um Nominalwert unter Berücksichtigung des er-
kennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen sind versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung der Generationen-
tafel der Heubeck AG, Köln 2005, angesetzt. Es wurd e das Teilwertverfahren angewendet und ein Rech-
nungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt. Besoldungs- und Gehaltssteigerungen wurden berücksichtigt.
Für die Berechnung der Beihilferückstellungen wurde für die Beamten der Stadt Münster ein Prozentsatz i n
Höhe von 19,8 % des Teilwertes für Versorgungsleistu ngen vom Personal- und Organisationsamt der Stadt
Münster ermittelt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt.
Der Barwert der Rückstellungen für Altersteilzeitve rpflichtungen wurde mit einem Zinssatz in Höhe von 5 ,5 %
berechnet.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkenn baren Risiken und sind mit dem Betrag angesetzt, de r
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
8
b) Angaben zu Positionen der Bilanz
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 gezeigt.
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2014 bei 4.584.643,90 €. Die Investitionen setzen sich wie folgt zu-
sammen:
Bezeichnung Investitionen
2014 in €
Investitionen
2013 in €
Investitionen
2012 in €
Software (SW) 869.658,58 745.932,53 895.773,24
Geleistete Anzahlung für SW 121.585,89 46.660,80 140.420,00
PKW 29.354,00 0,00 0,00
Technische Ausstattung 31.620,62 62.303,82 40.568,96
Mobiliar 15.381,81 8.145,15 8.938,92
Sonstiges Inventar 2.528,75 5.093,20 0,00
Rechnersysteme 747.590,06 953.629,26 679.246,32
Monitore 146.541,30 111.970,83 122.111,63
Drucker, Plotter, Scanner 156.428,44 94.131,96 76.722,42
Sonstige DV-Peripheriegeräte 36.422,52 104.172,26 44.546,63
Router, Hub, Switch 515.973,09 250.102,03 133.209,34
DV-Netzkomponenten 0,00 360.630,26 342.138,56
TK-Anlagen, Komponenten 702.156,63 16.180,61 78.634,46
GWG 118.302,64 664.223,90 634.741,72
Anlagen im Bau 29.308,63 98.413,30 48.926,85
Finanzanlagen 1.061.790,94 1.193.032,17 1.643.221,86
Summe 4.584.643,90 4.714.622,08 4.889.200,91
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im Wesent lichen technisch und wirtschaftlich optimal genutzt
werden. Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgabenstellung sind sie zurzeit ausreichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen sich auf 15.888.079,72 €.
Darin enthalten sind im Wesentli-
chen Forderungen aus
• der gestundeten Abgeltung für übernommene, laufend e und zukünftige Pensionsverpflichtungen von der
Stadt Münster in Höhe von 6.630.965,85 €
,
• kurzfristigen Geldanlagen aus dem ÖrV-Bereich in H öhe von 8.215.009,45 €,
• Geldanlagen auf Konten der Stadt Münster bei Kredi tinstituten in Höhe von 873.929,43 € sowie
• Lieferungen und Leistungen in Höhe von 168.174,99 €.
9
Passivseite
Eigenkapital
01.01.2014
€
Zuführung
€
Entnahme
€
31.12.2014
€
Entwicklung des Eigenkapitals
Stammkapital 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
Gewinnrücklage 5.717.400,48 396.548,29 0,00 6.113.948,77
Jahresüberschuss 1.643.676,07 1.928.636,63 1.643.676,07 1.928.636,63
Summe 7.561.076,55 2.325.184,92 1.643.676,07 8.242.585,40
Nach § 12 der Betriebssatzung der citeq beträgt das Stammkapital 200.000,00 €.
Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde in Höhe vo n 396.548,29 € der Gewinnrücklage zugeführt. Der
verbleibende Betrag in Höhe von 1.247.127,78 € wurde an die Stadt Münster ausgeschüttet.
Der Jahresüberschuss des Wirtschaftsjahres 2014 der citeq beläuft sich auf 1.928.636,63 €.
Sonderposten
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüssen der ö ffentlichen Hand erfolgt analog zur Abschreibung de r
bezuschussten Anlagegüter.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
01.01.20 14
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.20 14
€
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellung 16.615.026,00 1.832.414,70 495.914,70 0,00 17.951.526,00
Rückstellung für
Beihilfeverpflichtung
3.286.455,00 353.655,41 85.711,41 0,00 3.554.399,00
Summe Pensionsrüc k-
stellungen und ähnliche
Verpflichtungen
19.901.481,00 2.186.070,11 581.626,11 0,00 21.505.925,00
10
01.01.20 14
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.20 14
€
Sonstige Rückstellungen
Urlaub und Überstunden 559.053,63 624.341,94 559.053,63 0,00 624.341,94
Altersteilzeit 129.916,00 196.730,00 43.485,00 0,00 283.161,00
Ausstehende
Rechnungen 200.889,94
411.534,20 122.280,50 24.932,35 465.211,29
Archivierungskosten 39.000,00 0,00 0,00 0,00 39.000,00
Rechtsstreit 2.090,00 0,00 0,00 0,00 2.090,00
Jahresabschluss 22.610,00 23.462,00 22.610,00 0,00 23.462,00
Summe Sonstige
Rückstellungen 953.559,57 1.256.068,14 747.429,13 24.932,35 1.437.266,23
Verbindlichkeiten
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 1.142.249,05 € für Leistungen, die in folgenden Jahren erbracht w er-
den. Im Vorjahressaldo der erhaltenen Anzahlungen w urden Anzahlungen für das Dokumentenmanagement-
system in Höhe von 38.085,12 € bilanziert. Im Wirts chaftsjahr 2014 sind diese Anzahlungen in Höhe von
30.067,20 € in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert worden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der citeq belaufen sich auf 476.639,06 €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster belaufen sich auf 1.835.724,00 €.
Davon betreffen
• 4.025,60 € Gewerbesteuer 2012-2014,
• 4.968,64 € Leistungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs und
• 1.826.729,76 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Stadt Münster.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8.495.532,18 €
enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt Münster ) in Höhe von 8.215.009,45 € aus kurzfristigen
Geldanlagen und 7.094,10 € Leistungsentgeltrückerstattung an Kunden des ÖrV-Bereichs,
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 51.461,06 € (Umsatzsteuer) und
• gegenüber Zweckverband in Höhe von 219.377,20 €
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Restlaufzeiten :
davon mit einer Laufzeit
Verbindlichkeiten in T€ Ge samt bis 1 Jahr über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 1.142 1.142 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 477 477 0
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.836 1.836 0
Sonstige Verbindlichkeiten 8.495 8.495 0
Gesamt 11.950 11.950 0
11
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge mit Einrichtungen d er Stadt Münster, mit Kooperationspart-
nern und Dritten erzielt.
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für die Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2014
Durchschnitt
(Anzahl)
2013
Durchschnitt
(Anzahl)
2012
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks, Thin
Client) 3.595 3.607 3.490
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 3.341 3.251 3.170
Bereitstellung von Druckern / Plottern 1.492 1.451 1 .391
Bereitstellung von Scannern 233 226 223
Bereitstellung von Sicherungssystemen 13 12 12
Bereitstellung von Telefaxgeräten 307 307 306
Bereitstellung von PDA/Blackberry 335 315 303
Bereitstellung von Telefongeräten / -einrichtungen und
mobile Telefonie 6.991 6.966 6.903
Abrechnung in €
Bereitstellung von Anwendungen (Software) 1.890.537,52 1.543.358,74 1.458.245,46
Bereitstellung von Hard- und Software gesamt 9.328.093,49 8.193.503,13 7.333.752,57
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2014
Durchschnitt
(Anzahl)
2013
Durchschnitt
(Anzahl)
2012
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks) 3 .068 3.066 3.059
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 2.652 2.642 2.707
Bereitstellung von Druckern / Plottern 563 555 545
Bereitstellung von Scannern 145 146 157
Bereitstellung von sonstigen Geräten 0 1 3
Abrechnung in €
Bereitstellung von Systemen, Anlagen und Netzen 400.220,16 376.736,94 379.751,94
Bereitstellung von Hardware und Netzen gesamt 2.120.997,34 2.159.481,73 2.340.945,46
12
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte erbracht:
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2014 2013 2012
Personalwesen 12,21% 11,32% 11,73%
Statistik und Wahlen 0,45% 1,56% 1,72%
Kämmerei (SAP und Infoma NKF) 21,71% 22,44% 22,50%
Kasse (Verwaltungsvollstreckung) 0,80% 0,35% 0,24%
Steuern (Steuern und Abgaben) 4,64% 4,86% 4,75%
Liegenschaften 0,00% 0,21% 0,22%
Sicherheit und Ordnung (Ausländerwesen, Verkehrs-
ordnungswidrigkeiten, Veterinärangelegenheiten, Ord-
nungsangelegenheiten, Führerscheinwesen)
7,25%
6,77% 7,29%
Einwohner- und Meldewesen 6,32% 5,02% 5,13%
Personenstand (Standesamt) 1,51% 1,35% 1,13%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,47% 0,33% 0,35%
Schule und Kultur 0,07% 0,11% 0,11%
Büchereiwesen 0,13% 0,13% 0,13%
Musikschule 0,06% 0,06% 0,06%
Soziales (Sozialwesen) 9,04% 11,03% 10,97%
Jugend (Mündelgeld, Kostenermittlung Kindergärten,
Kindergartenverfahren, Jugendamtsverfahren) 3,41% 2,63% 2,66%
Gesundheitswesen 0,07% 0,06% 0,06%
Bauverwaltung 0,51% 0,51% 0,55%
Vermessung und Kataster 0,14% 0,16% 0,14%
Bauordnung 0,24% 0,25% 0,26%
Wohnungsförderung ( Wohnungswesen) 0,34% 0,35% 0,35%
Hochbau 0,23% 0,23% 0,23%
Tiefbau (Tiefbauinformation/Fäkalschlammentsorgung) 0,01% 0,19% 0,22%
Grünflächen (Friedhofswesen) 0,18% 0,16% 0,21%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken, IMSWare) 2,64% 2,30% 2,97%
Bereitstellung Server 0,53% 0,37% 0,45%
Betrieb, Unterhaltung von Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von Leistungen, Anbindung
von Nebenstandorten)
7,45%
7,11% 7,12%
Dienstleistungen
(DataClearing NRW, Krebsregister, Governikus) 5,78% 5,77% 5,28%
Dienste (Internet-Server/Nutzer, Internet-Leistungen nach
Angebot, Redaktionssystem, Virtuelle Poststelle, E-
Government)
7,25%
7,88% 7,77%
13
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2014 2013 2012
Dienstleistung / Betreuung (Betreuung fremder Syste-
me, Arbeitsstunden, Datensicherung, digitale Archivie-
rung, Dokumenten-Management-System)
1,98% 1,85% 0,68%
Pauschalen (Einwohnerpauschale u. a.) 4,54% 4,64% 4,72%
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
Zusammenstellung der Erträge
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preisverzeichnis abgerechnet.
Leistung Erträge
2014 in € 2013 in € 2012 in €
Dienstleistungen direkt für die Stadt Münster 9.328. 093,49 8.193.503,13 7.333.752,57
Dienstleistungen für den Bereich Medienentwicklungsplan
der Stadt Münster 2.120.997,34 2.159.481,73 2.340.945,46
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Anteil Stadt
Münster) 4.645.811,87 4.451.125,68 4.440.239,25
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Dritte) 8.166.363,59 8.151.708,54 7.770.214,59
Sonstige Leistungen (Veranstaltungen, Schulungen, Bera-
terleistungen, kurzfristige Ausleihungen von Hardware) 273.224,88
462.145,42 252.031,12
Leistungsentgeltrückerstattung an die Kooperationspartner -12.062,74 -1.038.831,12 -1.107.133,67
Umsatzerlöse gesamt 24.522.428,43 22.379.133,38 21.030.049,32
Sonstige betriebliche Erträge (Veräußerung von Anlage-
vermögen, Versicherungserstattungen, Auflösung Sonder-
posten)
77.844,77
75.191,11 91.972,13
Finanzerträge 343.478,40 341.751,86 351.764,71
Erträge gesamt 24.943.751,60 22.796.076,35 21.473.786,16
Zusammenstellung der Aufwendungen
Leistung Aufwendungen
2014 in € 2013 in € 2012 in €
Materialaufwendungen 7.465.917,44 6.386.524,18 6.351.812,24
Personalaufwendungen 9.458.376,00 7.951.506,18 7.570.559,67
Abschreibungen 3.085.184,17 3.829.741,16 3.602.945,73
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.022.864,44 2.001.748,30 1.832.581,89
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 982.518,14 947.869,87 909.903,66
Steueraufwendungen 254,78 35.010,59 16.414,77
Aufwendungen gesamt 23.015.114,97 21.152.400,28 20.284.217,96
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die Unt erhaltung und Wartung der
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der immate riellen Vermögensgegenstände und Aufwendungen für
Dienstleistungen und Datenleitungen.
14
Die Personalaufwendungen setzen sich aus den Regelzahlungen, Sonderzuwendun gen, Beihilfen, Versor-
gungsaufwendungen sowie vermögenswirksamen Leistung en zusammen. Für die tariflich Beschäftigten ent-
halten sie zusätzlich die Beiträge zu den Versorgun gskassen, Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicher ung
und pauschalierte Lohnsteuern.
Zu den Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Verwalt ungsleis-
tungen der Stadt Münster, Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto.
Der Zinsanteil im Zuführungsbetrag für Pensions- und Beihilferückstellungen wird unter den Zinsen und ähn-
lichen Aufwendungen ausgewiesen. Dieser beläuft sich auf 980.533,00 €.
Unter den Steueraufwendungen werden Steueraufwendungen in Höhe von 254,78 € gezeigt, wovon ein
Steuerertrag in Höhe von 602,22 € auf Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen.
Angaben zum Jahresergebnis
Im Wirtschaftsjahr 2014 wurde ein Jahresgewinn von 1.928.636,63 € erzielt, der gegenüber dem Vorjahr um
284.960,56 € gestiegen ist. Die höheren Aufwendungen (1.862.714 ,69 €) konnten durch die gestiegenen Er-
träge (2.147.675,25 €) deutlich kompensiert werden. Der Jahresgewinn wird zur Bildung der vereinbarten
Rücklagen eingesetzt. Der verbleibende Betrag wird nach den bisherigen Festlegungen an die Stadt Münste r
ausgeschüttet.
Personalausstattung
In der citeq waren in 2014 durchschnittlich beschäftigt:
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt
(ohne Azubis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2014 50 85 135 7
30.06.2014 49 86 135 7
30.09.2014 49 89 138 7
31.12.2014 49 89 138 9
Durchschnitt 49 87 137 8
Die citeq ist über die Stadt Münster Mitglied der K ommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw). Das
Mitgliedsverhältnis ist ein privatrechtliches Versi cherungsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und der kvw.
Die kvw hat die Aufgabe, durch Versicherung den Bes chäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters -, Er-
werbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung nach Maßgabe der Satzung und der dazu erlassenen
Durchführungsvorschriften zu gewähren.
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse sowie die
Versicherungsleistungen richten sich nach den Besti mmungen des Tarifvertrages über die zusätzliche Alte rs-
versorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV – (ATV-K vom 01.03.2002).
Der Umlagesatz für 2014 beträgt 4,5 %, das Sanierun gsgeld 3,0 %. Bemessungsgrundlage waren die die Ar-
beitgeberaufwendungen für die Kommunale Zusatzverso rgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW) betrugen
317.752,01 €.
15
Einzelheiten und Berichterstattung zum Personalaufwand
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwandskom ponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht her-
vor:
Die Leistungen der citeq werden erbracht von durchs chnittlich 137 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie
8 Auszubildenden. Die Organisation der citeq ist aus dem als Anlage beigefügten Organigramm ersichtlich.
Beamte
Grundlage für die Besoldung der Beamten war das übergeleitete Bundesbesoldungsgesetz für das Land Nord-
rhein-Westfalen in der Fassung vom 01.06.2013 in Verbindung mit dem Landesbesoldungsgesetz NRW in der
jeweils gültigen Fassung.
Tariflich Beschäftigte
Grundlage für die Entgelte der tariflich Beschäftig ten waren in 2014 der Tarifvertrag zur Überleitung der Be-
schäftigten der kommunalen Arbeitgeber in den TVöD u nd zur Regelung des Übergangsrechts (TVÜ-VKA)
vom 13.09.2005 und der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Aus- und Fortbildung
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich wei tergebildet, um den Anforderungen gewachsen zu sein . Ins-
gesamt wurden dafür 115.112,87 € (Vorjahr: 164.280,66 €) aufgewandt.
d) Ergänzende Angaben
Die Finanzanlagen betreffen die von der citeq gehalt enen Anteile an dem von der Deka verwalteten VuS-
Münster-Fonds und dem von Meriten Investment-Managem ent verwalteten WVR-Fonds. Die Fonds sind als
Spezial-Sondervermögen nach § 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 2 Abs.1 und 3 Investmentgesetz zu qualifizie ren.
Zum 31.12.2014 hält die citeq Anteile im Volumen von 159.021, wovon 133.675 auf den VuS- und 25.346 An-
teile auf den WVR-Fonds entfallen. Dem in der Bilan z ausgewiesenen Buchwert der Anteile von 18.235 T€
(VuS=15.980 T€/WVR=2.255 T€) steht ein Marktwert von 23.225 T€ (VuS=20.869 T€/WVR=2.356 T€) gegen-
über. Dieser Marktwert verteilt sich auf (VuS/WVR) Rentenpapiere (17.146/1.930 T€) , Aktien (2.951/418 T€)
sowie Kassenvermögen und Forderungen (248/8 T€) sowie auf Sonstige beim VuS-Fonds auf einen Marktwert
von 524 T€. Ausschüttungen wurden nicht vorgenommen. Beschrän kungen in der Möglichkeit der täglichen
Rückgabe bestehen nicht.
Die citeq wird in den Gesamtabschluss der Stadt Münster zum 31.12.2014 einbezogen.
Personalaufwand 2014
in €
2013
in €
2012
in €
Beamtenbezüge 2.648.835,07 2.508.495,98 2.414.758,33
Gehälter 4.260.164,70 3.795.573,31 3.498.684,37
Dienstaufwendungen für sonstige Beschäftigte 20.093, 05 12.354,86 23.655,66
Veränderung Urlaubs- und Überstundenrückstellung 65. 288,31 89.908,72 -1.384,17
Zwischensumme 6.994.381,13 6.406.332,87 5.935.714,19
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor-
gung und für Unterstützung 2.463.994,87
1.545.173,31 1.634.845,48
davon für Altersversorgung 1.500.171,12 660.332,23 793.049,05
Gesamtsumme 9.458.376,00 7.951.506,18 7.570.559,67
16
Das Honorar des Abschlussprüfers belief sich in 201 4 auf 22.610,00 € (Vorjahr: 21.612,83 €) und entfiel aus-
schließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe
Der Betriebsleiter der citeq ist Herr Stefan Schoenfelder.
Die Gesamtbezüge der Betriebsleitung betrugen in 2014 insgesamt: 110.780,78 €.
Für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung und ein e Hinterbliebene wurden an Pensionen und Altersteil zeit
137.612,69 € aufgewendet, worin der Zinsanteil für die Pensionsrü ckstellungen enthalten ist. Für diesen Per-
sonenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.428.171 €.
Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten keine Vergütungen durch den Betrieb citeq.
Eine Informations- und Entscheidungspflicht der citeq besteht gegenüber folgenden Gremien:
Betriebsausschuss der citeq
Der Betriebsausschuss wurde im Jahr 2014 in 5 öffentlichen und 5 nicht-öffentlichen Sitzungen von der Be-
triebsleitung über die Entwicklung der citeq und al le wichtigen Angelegenheiten unterrichtet. Dabei ha t er Ent-
scheidungen im Rahmen seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder des Betriebsausschusses sind sämtlich in Münster wohnhaft.
Der Betriebsausschuss setzt sich am 31.12.2014 wie folgt zusammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
1. RH Dr. Michael Jung,
Studienrat
(Vorsitzender)
1. RH Thomas Fastermann,
Angestellter
2. RH Otto Reiners,
Referatsleiter
(1. Stellvertr. Vorsitzender)
2. Astrid Dominique von Viebahn,
Customer Sales Agent
3. RH Jens Christian Heinemann,
Büroleiter
(2. Stellvertr. Vorsitzender)
3. RH Gilbert Hartmann,
Bankkaufmann
4. Thorsten Korinth,
Projektmanager Netzwerktechnik
4. Philip Neumann,
Student der Rechtswissenschaften
5. RH Manfred Wenzel,
Elektrotechnikmeister / Projektleiter
5. Hans-Gerd van Schelde,
Informatikkaufmann
6. Karsten Hannig,
Angestellter
6. RF Anne Schulze Wintzler,
Verbraucherberaterin
7. Jürgen Lemke,
Dozent für Medientechnik
7. Jörg Rostek,
Angstellter
8. RH Jörg Berens,
Referent Öffentlichkeitsarbeit
8. Martin Gerhardy,
Jurist
9. Benjamin Körner,
Student
9. Lukas Hochberger,
Student
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für den Betriebsausschuss:
Herr Jürgen Schickhoff (Hamm) und Bürgermeister Klaus Gromöller (Havixbeck).
17
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u. a. über
Umlagen, Produkte und deren Preise. Er hat im Jahr 2014 zweimal getagt.
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen der öffe ntlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten Koopera ti-
onspartner (Stimmanteil in Höhe des Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen die B eschlüsse und Empfehlungen des Zentralausschusses
vor. Er hat im Jahr 2014 zweimal getagt.
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zuständigen Organisationseinheit der Kooperationspartner.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Betriebsleitung schlägt vor, aus dem Jahresüber schuss einen Betrag in Höhe von 331.548,29 € (Zinsen
Pensionsrückstellung) in die Gewinnrücklage einzust ellen. Der Restbetrag in Höhe von 1.597.088,34 € is t an
die Stadt Münster auszuschütten.
Angabe zur Erweiterung der Bilanz und GuV um folgende Posten:
A.2.1 Fahrzeuge
B.II.2 Forderungen an die Stadt
B Sonderposten aus Zuschüssen der öffentlichen Hand
D.1 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
D.3 Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt
1. Rückerstattung ÖrV
3. Gesamtleistung
5. Rohergebnis
9. Betriebsergebnis
Münster, den 31.03.2015
citeq
Stefan Schoenfelder
18
Kennzahlen
Durch-
schnittl.
Rest-
buch-
wert
v.H.
14
11,82
32,34
100,00
51,11
Durch-
schnittl.
Abschrei-
bungs-
satz
v.H.
13
7,27
12,56
0,00
6,27
Restbuchwerte
am Ende des
vorange-
gangenen WJ
€
12
1.855.277,00
46.660,80
1.901.937,80
19.975,00
4.450.580,00
98.413,30
4.568.968,30
8.596,00
17.173.127,85
17.181.723,85
23.652.629,95
Restbuchwerte
am Ende des
WJ
€
11
1.622.659,00
168.246,69
1.790.905,69
34.071,00
4.944.041,00
127.721,93
5.105.833,93
8.596,00
18.234.918,79
18.243.514,79
25.140.254,41
Abschreibungen
Endstand
31.12.2014
€
10
13.363.371,29
0,00
13.363.371,29
110.733,25
10.570.891,92
0,00
10.681.625,17
0,00
0,00
0,00
24.044.996,46
Abgang
(d.h. ange-
sammelte
Abschreibun-
gen auf die in
Spalte 4
ausgewiesenen
Betr äge)
€
9
840.951,66
0,00
840.951,66
25.757,00
2.483.102,03
0,00
2.508.859,03
0,00
0,00
0,00
3.349.810,69
Zugang
(d.h. Abschrei-
bungen im WJ
2014)
€
8
1.102.276,58
0,00
1.102.276,58
15.258,00
1.967.649,59
0,00
1.982.907,59
0,00
0,00
0,00
3.085.184,17
der citeq - Informations -Technologie für Kommunen
Anfangsbe-
stand
01.01.2014
€
7
13.102.046,37
0,00
13.102.046,37
121.232,25
11.086.344,36
0,00
11.207.576,61
0,00
0,00
0,00
24.309.622,98
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endstand
31.12.2014
€
6
14.986.030,29
168.246,69
15.154.276,98
144.804,25
15.514.932,92
127.721,93
15.787.459,10
8.596,00
18.234.918,79
18.243.514,79
49.185.250,87
Anlagennachweis
Umbuchungen
2014
€
5
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Abgang
2014
€
4
840.951,66
0,00
840.951,66
25.757,00
2.494.937,30
0,00
2.520.694,30
0,00
0,00
0,00
3.361.645,96
Zugang
2014
€
3
869.658,58
121.585,89
991.244,47
29.354,00
2.472.945,86
29.308,63
2.531.608,49
0,00
1.061.790,94
1.061.790,94
4.584.643,90
Anfangsbestand
01.01.2014
€
2
14.957.323,37
46.660,8 0
15.003.984,17
141.207,25
15.536.924,36
98.413,30
15.776.544,91
8.596,00
17.173.127,85
17.181.723,85
47.962.252,93
Posten des Anlagevermögens
1
Immaterielle Vermögens -
gegenstände
Software
Geleistete Anzahlung
Summe immaterielle Vermögensgegenstän-
de
Sachanlagen
PKW
Betriebs - und Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen
Finanzanlagen
Beteiligungen
Wertpapiere des Anlagevermögens
Summe Finanzanlagen
Gesamtsumme
I.
1.
2.
II.
1.
2.
3.
III.
1.
2.
19
Lagebericht
Die citeq erbringt Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie (IT) einschließlich der Kommunika-
tionstechnologie für die Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Ver einba-
rung über die gemeinsame Inanspruchnahme der eigenb etriebsähnlichen Einrichtung citeq der Stadt Münste r
und sonstige Kunden im Rahmen des § 107 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Zweck der Einrichtung
Zweck der Einrichtung ist die Optimierung des kommun alen Leistungsangebotes der Fachämter für Bürgerin-
nen und Bürger durch eine bedarfsorientierte Gestaltung von IT-Dienstleistungen für die Ämter und Einrichtun-
gen der Stadtverwaltung Münster, für die öffentlich en Schulen im Rahmen des Medienentwicklungsplans
(MEP) und für die übrigen Kooperationspartner der ö ffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV). Der Betri ebs-
zweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Zielsetzun g der Stadt Münster und unter Beachtung einer wirt-
schaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen.
Die Dienstleistungen der citeq gliedern sich in Pro dukte, Projekte und Einzelmaßnahmen. Der Oberbürger-
meister regelt die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern und Einrichtungen der Verwaltung mit der citeq.
Doppelrolle der citeq
Die citeq beschäftigt als städtischer IT-Dienstleis ter für Kommunen, öffentliche Verwaltungen und dere n Ein-
richtungen ca. 137 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Jahresumsatz liegt bei ca. 24,5 Millionen Euro. Die
Doppelrolle der citeq als Querschnittsamt der Stadt Münster und externem Dienstleister für weitere Beh örden
stellt eine Besonderheit unter den kommunalen IT-Dienstleistern in Deutschland dar.
Als dienstleistendes Querschnittsamt der Stadt Müns ter steuert und betreibt die citeq die Informations - und
Kommunikationstechnologie der Stadt Münster: Dazu z ählen alle städtischen Büroarbeitsplätze und die ko m-
munalen Fachanwendungen, die in einem sicheren und a uf mehrere Standorte verteilten Rechenzentrum be-
trieben werden. Die Standorte sind untereinander so wie mit den städtischen Dienstgebäuden über citeq-
eigene Datenverbindungen vernetzt. Darüber hinaus betreibt die citeq die IT-Infrastruktur der mehr als 80 städ-
tischen Schulen der Stadt Münster im Rahmen des Med ienentwicklungsplans. Da die citeq neben ihrer IT-
Kompetenz auch über ein sehr umfassendes Wissen um die kommunalen Strukturen und Prozesse verfügt,
arbeitet sie bei der Optimierung der Verwaltungsabläufe der Stadt Münster eng mit dem Personal- und Organi-
sationsamt zusammen.
Als externer IT-Dienstleister ist die citeq mit 20 umliegenden Kreis-, Stadt- und Gemeindeverwaltungen über
eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung verbunden u nd erbringt für 400 weitere Behörden IT-Leistungen: Dazu
zählen neben weiteren Kommunalverwaltungen und kommunalen Einrichtungen auch Landes- und Bundesein-
richtungen. Auch das Bundesamt für Justiz, die Bund esagentur für Arbeit, das Bundesverwaltungsamt, das
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen und au ch die ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice
(ehemals GEZ) beziehen IT-Services von der citeq.
Von der Doppelrolle als dienstleistendes Querschnittsamt und als externer Dienstleister profitieren sowohl die
Stadt Münster als auch ihre externen Kunden:
• Die Stadt Münster profitiert von der interkommunal en Zusammenarbeit über Synergien beim IT-Betrieb
und darüber hinaus von den Erfahrungen und Ideen de r Kooperationsverwaltungen, die in der gemeinsa-
men Arbeit der citeq mit ihren Kunden erschlossen werden.
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• Die externen Kunden profitieren vom Know-how der M itarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq, das sie in
ihrer Funktion als interner IT-Dienstleister der Sta dt Münster erwerben und – quasi nebenbei - in ihre Ar-
beit mit den Kooperationspartnern einbringen. Da di e citeq den gesamten IT-Bedarf der Großstadt Müns-
ter abdeckt, kann sie ihren externen Kunden grundsä tzlich sämtliche IT-Funktionen anbieten, die eine
Kommunalverwaltung benötigt. Dabei können die externen Kunden die citeq-Angebote ohne eine generel-
le Abnahmeverpflichtung nutzen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das größte Kapital der citeq. Die citeq legt besonderen Wert auf die
Qualifizierung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bezieht sie in die Erarbeitung neuer
Strategien und Visionen aktiv mit ein.
Zur Erhaltung ihrer Leistungs- und Innovationsfähigkeit engagiert sich die citeq darin, qualifizierte N achwuchs-
kräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehm en zu binden. Infotage und Aktionen wie der „Girls Day“
gewähren jungen Menschen einen Blick hinter die Kul issen. Außerdem bietet die citeq Praktikantenstellen an
und wirbt damit auch für die Berufsbilder eines modernen IT-Dienstleistungsunternehmens.
Die citeq bildet aus und beschäftigte 2014 im Durchschnitt acht Auszubildende. Alle Auszubildenden durchlau-
fen sämtliche relevanten Aufgabenbereiche und werde n intensiv betreut. Das zahlt sich aus! So erzielen die
Auszubildenden der citeq in der Regel gute, überdur chschnittliche Abschlüsse und bleiben dann der cite q als
besonders qualifizierte Mitarbeiter erhalten. Mit der intensiven Förderung begegnet die citeq den Herau sforde-
rungen des demografischen Wandels und dem damit verbundenen Mangel an qualifiziertem Personal. Weitere
Maßnahmen sind die verstärkte Zusammenarbeit der IT-D ienstleister in NRW, so dass nicht mehr jeder IT-
Dienstleister alle Leistungen erbringen muss und der Ausbau des Images der citeq als attraktivem Arbeitgeber
durch Weiterbildung und eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit.
Soziale Verantwortung
Die citeq ist sich ihrer sozialen Verantwortung bew usst. Wo immer möglich, verwendet die citeq recycel bare
Materialien und druckt auf Umweltpapier. Im Fuhrpar k der citeq stehen drei umweltfreundliche mit Gas b etrie-
bene Fahrzeuge und ein Hybridfahrzeug zur Verfügung . Zum Fuhrpark der citeq zählen auch drei Dienst-
Fahrräder. Außerdem haben die Mitarbeiterinnen und Mi tarbeiter der citeq die Möglichkeit, eigene Fahrräde r
während der Arbeitszeit witterungsgeschützt unter zu stellen.
Bei dem Betrieb des auf mehrere Standorte verteilten Rechenzentrums achtet die citeq im Sinne von Green IT
auf den bewussten Umgang mit Ressourcen und tritt m it der Servervirtualisierung einem weiteren Anstieg des
Stromverbrauchs entgegen: Immer mehr Server werden als so genannte virtuelle Server betrieben. Dabei t eilt
sich ein Server, der nach außen hin als physischer S erver erscheint, in Wirklichkeit gemeinsam mit ande ren
virtuellen Servern eine Hardware. Die tatsächlich betriebenen (physischen) Systeme sind dadurch besser aus-
gelastet, insgesamt müssen weniger Rechner gekauft und betrieben werden.
Kooperation mit partnerschaftlich verbundenen Unternehmen und Kommunen
Der von einem starken Kostendruck geprägte kommunal e IT-Markt verlangt nach einer Intensivierung der i n-
terkommunalen Zusammenarbeit. Die citeq begreift die se Herausforderung als Chance und arbeitet eng mit
anderen Kommunen und IT-Unternehmen zusammen.
Die citeq ist Mitglied im Dachverband kommunaler IT -Dienstleister in NRW (KDN) und der VITAKO (Bundes-
arbeitsgemeinschaft kommunaler IT-Dienstleister). Ü ber die Bündelung der Beschaffungen von Hard- und
Software innerhalb dieser Verbünde verbessert die citeq die Einkaufskonditionen für die notwendige Hard- und
Software. Die verteilten IT-Fachkompetenzzentren des KDN bieten zudem eine hoch wirtschaftliche Betrieb s-
leistung.
21
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit KDN und VITAKO pr ofitiert die citeq vom Erfahrungsaustausch der Mit-
glieder und bringt sich aktiv in die Diskussionen um die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung ein. In das
Netzwerk sind auch die kommunalen Spitzenverbände eingebunden.
Infrastrukturmaßnahmen im Rechenzentrum
Die Einrichtung des neuen DataCenters am Yorkring i st nach Jahren der Planung nunmehr in der Umset-
zungsphase. Nachdem das Richtfest im Dezember 2013 stattgefunden hat, ist im vergangenen Jahr der Bau
des Systemraumes und dessen Einrichtung vorgenommen worden. Mit einer Übergabe des fertiggestellten
Systemraumes ist im Mai 2015 zu rechnen. Die citeq hat mit Datum vom 16.12.2014 für die Konzeption des
Rechenzentrums York-Ring das Zertifikat „TÜV geprüftes Rechenzentrum – hochverfügbar Stufe 3 – Konzep-
tion“ erhalten. Dafür hat der TÜV Saarland eine Sic herheitsprüfung/Auditierung in Anlehnung an BSI-
Grundschutz und ISO 27001 durchgeführt. Das Zertifik at beinhaltet die Rechenzentrumskonzeption und baul i-
che und technische Anforderungen.
Die Umstellung der seit den 90er-Jahren betriebenen zentralen HICOM-Telefonanlage auf die aktuelle Technik
(„Voice-over-IP“, VoIP) ist angelaufen. Nachdem erste Teststellungen ab Juli 2014 erfolgreich umgesetzt wer-
den konnten, wurden im anschließenden VoIP-Rollout z unächst diverse Nebenstandorte ausgestattet. Zwi-
schenzeitlich ist auch das Stadthaus 3 komplett auf VoIP umgestellt, weitere Standorte folgen planmäßig.
Datenschutz und Datensicherheit
Die citeq verfolgte auch im Jahr 2014 das Ziel, mitt elfristig eine Zertifizierung ihres IT-Verbundes nac h den
Standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Inf ormationstechnik (BSI) zu erlangen. Es wurden fortl au-
fend die Maßnahmenempfehlungen zur Informationssicherheit umgesetzt:
• investiv - durch Ertüchtigung der vorhandenen Syst emräume zur Verfügbarkeitssteigerung,
• administrativ - durch Optimierung der Netz- und Se rverkonfigurationen,
• organisatorisch - durch Anpassung der Geschäftspro zesse und Dokumentationen.
In 2014 führte die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA ) eine überörtliche Prüfung der Informationstechnik
der Stadt Münster durch. Im Prüfungsbericht bewerte t die GPA die IT-Sicherheit und das IT-
Sicherheitsmanagement der citeq positiv. Die Empfeh lung lautet, die Maßnahmen für eine BSI-Zertifizierun g
fortzusetzen. Verbesserungspotenzial sieht die GPA im Notfallmanagement, wo eine Einbindung in ein ge-
samtheitliches Notfallmanagement der Stadtverwaltung mit zentralen Vorgaben zu Verfügbarkeiten als sinnvoll
erachtet wird.
Medienentwicklungsplan (MEP)
Die citeq hat das MEP-Konzept grundlegend überarbei tet. Damit wird u.a. der technischen Entwicklung be i
den mobilen internetfähigen Geräten und ihren Einsatzmöglichkeiten im Schulunterricht sowie den Möglichkei-
ten der Informationsbereitstellung über das Interne t (Cloud) Rechnung getragen. Die Bedienung der sich dar-
aus ergebenden Anforderungen stellt einen Schwerpunkt des MEP-Konzeptes dar.
Das von der citeq überarbeitete Konzept sieht folgende Bausteine vor:
• Breitbandige Netzanbindung der Schulen
• Einrichtung von WLAN-basierten Internetzugängen al s infrastrukturelle Maßnahme für alle Schulen
einschließlich der Nutzungsmöglichkeit für Bring Your Own Device (BYOD)
• Erweiterung der Supportleistungen für die auf Mood le basierende Kommunikations- und Lernplattform
„Schulen-Intern“
• Verbesserung der Präsenz in der Schulen und der te lefonischen Erreichbarkeit
• Aufnahme von iPads in den MEP-Warenkatalog
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In der Dokumentation dieser bedarfsorientierten Weiterentwicklung des MEP wurden auch die finanziellen und
personellen Auswirkungen der neuen bzw. verbesserte n Funktionen beschrieben. So kann sie als Entschei-
dungsgrundlage den politischen Gremien vorgelegt we rden. Es ist vorgesehen eine Beschlussfassung im er s-
ten Quartal 2015 herbeizuführen.
Für das Jahr 2015 sind als weitere wichtige Maßnahmen im Bereich des MEP zu nennen:
• Die Umstellung des Betriebssystems auf die Version Windows 7 in den pädagogischen Netzwerken
einschließlich der Anpassung oder Neuerstellung einer Vielzahl von SW-Installationsroutinen.
• Die testweise Einführung des Produktes der Fa. Time for kids zur Administration und Konfiguration des
pädagogischen Netzwerkes in zwei Schulen für einen Zeitraum von ca. 2 Jahren.
Auf Grundlage der festgestellten Anforderungen wird das Konzept des MEP in 2014 neu formuliert. In der
zweiten Jahreshälfte wird das Konzept den politischen Gremien vorgelegt.
ÖrV-Gemeinschaftsverfahren
Auch im Jahr 2014 hat die citeq im Bereich der ÖrV- Gemeinschaftsverfahren gemeinsam mit den ÖrV-
Partnern vielfältige Aktivitäten unternommen. Die n achfolgend beispielhaft beschriebenen Projekte zeig en die
Bandbreite dieser Projekte, die allesamt sehr posit ive Effekte der interkommunalen Zusammenarbeit mit s ich
bringen.
Im SAP-Umfeld hat 2014 das Kommunale Jobcenter Hamm die beiden eingesetzten Softwarelösungen für das
Rechnungswesen auf SAP umgestellt. Das KJC Hamm ist nun in den Buchungskreis des Konzerns Stadt
Hamm integriert. Die Schnittstellen zum Fachverfahren für das Sozialwesen AKDN-Sozial und die KJC-eigen e
Fallmanagementlösung wurden ebenfalls angepasst.
Das in das SAP-System integrierte Veranlagungsverfahren TFA wurde von CSC-Ploenzke an die Datenzentra-
le Baden-Württemberg (DZBW) veräußert und heißt nun D Z-Kommunalmaster SteuernAbgaben. Diese Na-
mensänderung hatte in 2014 eine komplexe Namensraum umstellung zur Folge. Das Projekt konnte nach an-
fänglichen Schwierigkeiten in enger Zusammenarbeit mit anderen KDN-Rechenzentren erfolgreich beendet
werden. Damit sind die notwendigen Maßnahmen zur Abs icherung der Releasefähigkeit des Verfahrens ge-
troffen. Die Umstellung ist ebenfalls Voraussetzung dafür, dass die DZBW die Software in größerem Stil w ei-
terentwickeln kann.
Der stetige Ausbau des zentralen Systems für das Do kumentenmanagement und die elektronische Archivie-
rung SER ist auch 2014 weiter erfolgt. Anfang 2015 konnte SER DOXiS4 bei der Stadt Hamm in den Aufga-
benbereichen des Einwohner- und KFZ-Zulassungswesens produktiv genommen werden. Aktuell werden die
Bestandsdaten aus der zuvor eingesetzten DMS-/Archivsoftware migriert.
Seit Jahren betreibt die citeq für die Jugendämter der Städte Hamm, Münster und der Kreise Warendorf u nd
Coesfeld die integrierte Software Logodata. Der Her steller hat dieses Verfahren zwischenzeitlich von G rund
auf neu entwickelt und damit auf eine moderne, zuku nftsfähige Plattform gebracht. In einem Gemein-
schaftsprojekt konnten 2014 alle Anwender auf die n eue web-basierte Lösung umgestellt werden. Dem Pro-
duktivstart folgt in den ersten Monaten des Jahres 2015 eine Konsolidierungsphase zur Bereitstellung n och
fehlender Funktionen und Beseitigung bestehender Programmfehler.
Die Organisation und Umsetzung der Wahlen, die sich 2014 besonders komplex gestalteten, hat für alle Betei-
ligten besondere Belastungen mit sich gebracht. Auch hier konnte die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten
Jahrzehnte fortgesetzt werden.
23
E-Government – DataClearing NRW
Der von der citeq gemeinsam mit dem Partnerrechenzentrum KRZN Kamp-Lintfort seit 2006 betriebene Dienst
DataClearing NRW konnte erneut ausgebaut werden. Sowohl die Nutzer- und die Transaktionszahlen als auch
die wirtschaftlichen Effekte aus den Vorjahren wurd en bestätigt und teilweise übertroffen: DataClearin g NRW
ist weiterhin die zentrale Schnittstelle in der kom munalen Behördenkommunikation NRW auf Basis des Übe r-
mittlungsstandards OSCI mit einem Nachrichtenaufkommen von inzwischen mehr als 10 Millionen Nachrichten
in Ein- und Ausgang – das entspricht einer Steigerung um 600% zu den Ausgangszahlen vor acht Jahren.
In 2014 wurde darüber hinaus mit ca. 30 Millionen M eldedatensätzen die zweite Hälfte des bundesweiten Mel-
dedatenbestandes für die einmalige Datenlieferung a n den ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice (ehe-
mals GEZ) planmäßig verarbeitet.
In zwei öffentlichen Ausschreibungen im Jahr 2014 k onnte DataClearing NRW den Zuschlag für die Übermitt -
lung von XMeld-Daten an das Bundesamt für Justiz (Führungszeugnis) erlangen.
DataClearing NRW hat in den letzten Jahren im Berei ch der eID-gestützten elektronischen Bürgerservices ein
weiteres zentral für die Kommunen genutztes Standbein aufgebaut, deren Nutzung sich zwischenzeitlich eben-
falls etabliert hat.
In beiden Funktionsbereichen von DataClearing NRW e rschließt die zentrale Aufstellung der erforderlichen IT-
Systeme den beteiligten Kommunen sowie den angeschl ossenen Nachrichtenempfängern auf Landes- und
Bundesebene erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
24
Wirtschaftslage
2014 war für die citeq ein erfolgreiches Jahr. Der Umsatz und das Betriebsergebnis des Vorjahres konnt en
übertroffen werden. Die notwendigen und zukunftssic hernden Investitionen konnten aus dem Cash Flow aus
laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden. Wei tere Kennzahlen können dem Tätigkeitsbericht der cit eq
entnommen werden.
Konzern Stadt Münster - citeq
Jahresergebnisse 2011 - 2014
Zeitvergleich
Nr. Angaben in T€, % 2014 2013 2012 2011
1 Umsatzerlöse -24.522 -22.379 -21.030 -20.871
2 Bestandsveränder., aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 0
3 Gesamtleistung -24.522 -22.379 -21.030 -20.871
4 Materialaufwand 7.466 6.386 6.352 5.990
5 Personalaufwand 9.458 7.951 7.571 8.550
6 sonstige betriebl. Aufwendungen 2.023 2.002 1.833 1.717
7 sonstige betriebliche Erträge -78 -75 -92 -175
8 Ergebnis vor Zinsen, Steuern u. AfA (EBITDA) -5.653 -6.115 -5.366 -4.789
9 Abschreibungen 3.085 3.830 3.603 3.474
10 Betriebliches Ergebnis (EBIT) -2.568 -2.285 -1.763 -1.315
11 Zinsergebnis 639 606 558 -362
12 Beteiligungsergebnis 0 0 0 0
13 sonstiges Finanzergebnis 0 0 0 0
14 Finanzergebnis 639 606 558 -362
15 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.929 -1.679 -1.205 -1.677
16 außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0
17 Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.929 -1.679 -1.205 -1.677
18 Steuern 0 35 16 40
19 Jahresüberschuss -1.929 -1.644 -1.189 -1.637
Kennzahlen
20 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 137,00 130,00 127,00 124,00
21 Nettoumsatzrendite in % 7,9% 7,3% 5,7% 7,8%
22 Materialaufwandsquote in % 30,4% 28,5% 30,2% 28,7%
23 Personalaufwandsquote in % 38,6% 39,5% 36,0% 41,0%
24 Veränderungsrate der Umsatzerlöse in % 9,6% 6,4% 0,8% 6,1%
25
Geschäftsverlauf
Die citeq erzielt Umsätze in den Bereichen Münster, ÖrV und MEP, wobei die Stadt Münster mit ihren Ämt ern
und Einrichtungen als größter Kunde hervortritt.
Angaben in T-Euro Ist 2014 Plan 2014 Abweichung
Ist/Plan 2014 Plan 2015
Umsatzerlöse -24.522 -25.517 995 -25.193
sonstige betriebliche Erträge -78 -40 -38 -23
Finanzergebnis (=Zinsergebnis) (inkl.
Zinsaufwand aus der Abzinsung der
Pensions- und Beihilferückstellungen)
639
746 -107 756
Summe Erträge -23.961 -24.811 850 -24.460
Materialaufwand 7.466 8.268 -802 8.395
Personalaufwand 9.458 8.881 577 9.655
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.023 1.967 56 1.915
Abschreibungen 3.085 4.617 -1.532 3.843
Steuern 0 39 -39 35
Summe Aufwendungen 22.032 23.772 -1.740 23.843
Jahresergebnis (Prognose) -1.929 -1.039 -890 -617
Die Umsatzerlöse über alle Bereiche der citeq betragen nach Ausschüttung an die ÖrV-Kunden 24.522 T€ und
waren damit 2.143 T€ höher als im Vorjahr. Als Ergeb nis im Geschäftsjahr 2014 konnte ein Überschuss von
rd. 1.929
T€ erzielt werden.
Die Umsatzerlöse waren im Vergleich zum Plan 2014 u m rd. 995 T€ geringer. Das dennoch ein um rd. 890 T€
höheres Jahresergebnis erzielt wurde, lag an höhere n sonstigen betrieblichen Erträgen (38 T€), geringer en
Materialaufwendungen (802 T€), deutlich geringeren A bschreibungen (1.532 T€), ein um 107 T€ höheres Fi-
nanzergebnis und gegenüber dem Plan um 39 T€ geringe ren Steueraufwendungen, denen höhere Personal-
aufwendungen (577 T€) und geringfügig höhere sonstig e betriebliche Aufwendungen (56 T€) gegenüberstan-
den.
Der Plan 2015 enthält sämtliche voraussehbaren Ertr äge und Aufwendungen des Wirtschaftsjahres und ba-
siert auf den erzielten Ergebnissen des Jahres 2013 und den laufenden Rechnungsergebnissen des Jahres
2014. Ferner wurden die bekannten und sich abzeichn enden Tendenzen des Jahres 2015 im Wirtschaftsplan
2015 berücksichtigt.
Investitionen
2014 wurden Investitionen in Höhe von ca. 4.585 T€ getätigt. Diese flossen hauptsächlich in die Ersatz investi-
tionen für PCs, Monitore, Drucker, Server und Netzt echnik der Bereiche Münster und MEP sowie in die Er wei-
terung und Ergänzung des Software Portfolios. Weite re Investitionsschwerpunkte waren, wie in den Jahre n
zuvor auch, Investitionen in Finanzanlagen, die auss chließlich zur Rückdeckung der Pensions- und Beihil-
feverpflichtung erworben wurden.
Stichtagsbetrachtung
Alle nach dem Abschlussstichtag relevanten Ereignis se sind in angemessener Weise im Jahresabschluss
berücksichtigt worden.
Liquidität
Die Liquidität der citeq betrug zum 31.12.2014 1.261.185,75 €, davon auf Konten der Stadt Münster bei Kredit-
instituten 873.929,43 €.
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Einkauf
Die citeq kann auf eine Vielzahl von Rahmenverträgen zurückgreifen (eigener Abschluss, Verträge im Rahmen
der interkommunalen Zusammenarbeit über den KDN-Dach verband und Lieferverträge für öffentliche Auftrag-
geber). Durch die damit verbundene Bündelung der Ku ndenbedarfe konnten die Einkaufskonditionen für die
citeq und ihre Kunden erheblich verbessert werden. Folgende Vergaben wurden in den vergangenen Jahren
durch den Einkauf durchgeführt:
Leistung 2014 2013 Veränderung
Ausschreibungen 38 32 +18,8 %
davon EU-weit 2 1 +100,0 %
freihändige Vergaben 701 630 +11,3 %
Abrufe aus Rahmenverträgen 451 560 -19,5 %
Risikomanagement
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Verpflicht ung zur Erhaltung des Vermögens und der Leistungsfä hig-
keit (§ 10 der überarbeiteten Eigenbetriebsverordnung EigVO) und entsprechend den für Aktiengesellscha ften
geltenden gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanag ementsystem aufgebaut. Ziel ist es, bestehende und
mögliche Risiken für alle Betriebsbereiche zu ident ifizieren, zu bewerten und strategische Maßnahmen zu r
Reduzierung und Vermeidung von Risiken zu planen, umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollieren.
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt Münster a ls Hauptabnehmer der Leistungen der citeq, der lang -
jährigen Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner n und der Kündigungsfrist von mindestens 18 Monaten
im Rahmen der ÖrV für Leistungen der citeq lässt si ch das unternehmerische Risiko zur Zeit als gering einstu-
fen. Dennoch wurden insgesamt wurden 99 Risiken im Unternehmen identifiziert.
Davon wurden 22 Risiken als Top-Risiken bewertet, d. h. sie wurden als bestandsgefährdend eingeschätzt
bzw. ihr Höchstschadenswert ist mindestens hoch. Für diese Top-Risiken ist ein Frühwarnsystem mit Indikato-
ren, Schwellenwerten und Gegenmaßnahmen hinterlegt.
Folgende 7 Risiken sind als bestandsgefährdend bewertet worden:
• R-002 Kommunalpolitik ändert bisherige Zielsetzung für die citeq
• R-003 Änderung der für das Unternehmen relevanten Rechtslage
• R-004 Ausfall des Serverraums RR08 im Stadthaus 1
• R-013 Vertragskündigung durch einen Großkunden
• R-044 Data-Center Yorkring
• R-048 Datensicherheit wird nicht beachtet
• R-089 Datenschutz wird nicht beachtet
Beihilfeaufwendungen
Aktuell sind 50 Beamte bei der citeq beschäftigt. W eitere 11 Versorgungsempfänger sind beihilfeberechtigt. In
einem schwerwiegenden Krankheitsfall entstehen für die citeq hohe Beihilfeleistungen, welche durch die gebil-
deten Rückstellungen nicht mehr abgedeckt werden un d dadurch die Liquidität der citeq deutlich verring ern
würde. Dieses Risiko könnte durch eine Übertragung des Risikos auf die Stadt Münster reduziert werden, wo-
bei die citeq die in der Wirtschaftsplanung zu erwa rtenden Beihilfelasten durch die Stadt Münster bere chnen
lässt und diese an die Stadt zahlt und die Stadt Mü nster übernimmt als Ausgleich dafür sämtliche Zahlun gen
an die aktiven Beamtinnen und Beamten und auch an die Versorgungsempfänger.
Vorjahresabschluss
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2013 erteilte die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einen
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Diesen hat d ie Gemeindeprüfungsanstalt in Herne unverändert mit
Datum vom 10.11.2014 in ihren eigenen abschließenden Vermerk übernommen.
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Zukunftsprognose
Die citeq hat sich 2014 mit nahezu konstanten Umsät zen gut am Markt behauptet. Auf Grund ihrer Integra tion
in die Stadt Münster als Hauptabnehmer der citeq-Le istungen und aufgrund der langfristig angelegten Zu -
sammenarbeit mit den Kooperationspartnern kann auch für die nähere Zukunft von einem stabilen Kernge-
schäft ausgegangen werden. Projekte in den Bereiche n Personalmanagement, Finanzwesen, Dokumenten-
management, Datenschutz und Datensicherheit sowie E-Government weisen den Weg in die Zukunft.
Die Aktualisierung, Erweiterung und Aufwertung der IT-Infrastruktur der Stadt Münster wird trotz berei ts er-
reichter Fortschritte auch im Jahr 2015 einen Großteil der citeq-Arbeitskraft binden:
• Nach dem Abschluss der Umstiegsarbeiten auf Office 2010 und Windows 7 wird – der zunehmenden Dy-
namik des IT-Bereiches entsprechend – unmittelbar a nschließend die Migration auf die nächsten Folge-
versionen (Office 2013 und Windows 10) vorgeplant.
• Die Gebäudenetze und die Lichtwellenverbindungen z wischen den städtischen Gebäuden (Schulen und
Verwaltungsgebäude) werden in den nächsten Jahren m assiv ausgebaut. Der zunehmenden Bedeutung
mobiler Endgeräte (Smartphones und Tablets) entsprechend wird eine „mobile Strategie“ entwickelt und in
den kommenden Jahren umgesetzt. Diese umfasst alle Aspekte der Mobilisierung: Die mobilen Endgeräte,
die Anwendungen für die mobilen Endgeräte sowie die in vielen städtischen Gebäuden einzurichtenden
WLAN-Netze.
Auch in den Schulen werden zunehmend mobile Endgeräte eingesetzt. Auf Basis bereits getroffener politi-
scher Beschlüsse wird die citeq WLAN in den Schulge bäuden errichten und breitbandige Leitungsanbin-
dungen für die Schulen vorsehen.
• Bis Anfang 2016 wird der Umstieg auf IP-Telefonie a bgeschlossen. Während des Umstiegs wurden die
Geräte zunächst mit dem bisherigen Funktionsumfang der Altgeräte ausgeliefert. Ab dem Jahr 2016 wer-
den dann die mit der neuen IP-Technik möglichen funk tionalen Erweiterungen und Verbesserungen in ei-
nem Folgeprojekt bereitgestellt.
• Zu Ende des dritten Quartals 2015 wird das neue cit eq-DataCenter am Yorkring in den Räumen der Feu-
erwehr seinen Betrieb aufnehmen. Der Standort ist g ut gewählt: citeq und Feuerwehr haben ähnliche An-
sprüche bzgl. Sicherheit, Verfügbarkeit, Risikomini mierung und Gefahrenabwehr, so dass durch die ge-
meinsame Nutzung technischer Infrastrukturen Synergien möglich sind.
• Die bereits erreichte TÜV-Zertifizierung (Prüfzeiche n „Geprüftes Rechenzentrum hochverfügbar Stufe 3 –
Konzeption“) belegt den Stellenwert, den die citeq der IT-Sicherheit einräumt. Zudem bedeutet das Zerti fi-
kat Investitionssicherheit: Werden alle Maßnahmen ge mäß dem Konzept umgesetzt, so dürfte der ange-
strebten Betriebs-Zertifizierung nichts mehr im Wege stehen.
• Sich bietende Energiesparmöglichkeiten werden dabe i konsequent genutzt: Neben der indirekten Kühlung
gibt es eine klassische Kaltgangeinhausung mit eine r Sensorik, über die eine energiesparende Geräte-
Kühlung gesteuert wird. Zudem wird die Abwärme der IT-Komponenten teilweise für die Heizung der
Feuerwehr genutzt.
• Die Migration der Datei- und Druckdienste und des Mail- und Terminverwaltungssystems Groupwise von
der Novell- in die Microsoft-Welt ist ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der Jahre 2015 und 2016. Dabei
wird das im Laufe vieler Nutzungsjahre entstandene und mittlerweile unübersichtlich gewordene Rechte-
konzept mit mehreren tausend Regeln durch ein übers ichtlicheres Rechte- und Rollenkonzept ersetzt. Die
Vergabe und der – bei Versetzung oder Entlassung von MitarbeiterInnen erforderliche – Entzug von Rech-
ten für die Zugriffe auf Daten und Ressourcen wird einfacher und transparenter. Gewünschtes Nebener-
gebnis dieser „Rechte-Inventur“ ist eine deutlich verbesserte IT-Sicherheit.
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Bei der Umsetzung der Maßnahmen wird berücksichtigt, dass die Bedeutung der IT, aber auch die Gefähr-
dungen der IT und damit auch die Anforderungen an di e IT-Sicherheit in den letzten Jahren kontinuierlic h zu-
genommen haben. Immer weniger Verwaltungsaufgaben k önnen noch manuell erledigt werden, immer größe-
re Teile der Verwaltung sind bei einem Ausfall der IT-Systeme nicht mehr arbeitsfähig. Dieser gewachse nen
und weiter wachsenden Bedeutung der IT-Systeme ents prechend ist durch den Einsatz höherwertiger und
besser geschützter und damit auch besser verfügbare r IT-Systeme Rechnung zu tragen. Die hierzu – in Zu -
sammenarbeit mit den citeq-Partnerverwaltungen im J ahr 2014 begonnenen Arbeiten zur Entwicklung eines
Notfallmanagements werden intensiviert fortgesetzt.
Die Informationstechnik und insbesondere auch das I nternet haben das Leben, Lernen und Arbeiten der Bü r-
gerinnen und Bürger sowie das Wirtschaften der Unte rnehmen erheblich verändert. Damit die Verwaltung v or
dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung d er Welt informationstechnisch nicht zurückbleibt, e ntwi-
ckelt die citeq unter anderem ein soziales Intranet mit gegenüber heute wesentlich erweiterten Funktion en
(Personalisierung sowie web 2.0 Mechanismen wie wik i, Foren, Selbstbedienungsfunktionen und verbesserter
Kommunikation). Das Portal bündelt Kompetenzen und erschließt Verwaltungswissen in größerem Umfang,
als dies bisher möglich war. Die Mitarbeiterinnen u nd Mitarbeiter arbeiten vernetzt zusammen, geben si ch
gegenseitig Hilfestellung und werden durch die Feed back-Mechanismen und offene Blog-Diskussionen ge-
meinsam besser. Letztlich leistet das neue Intranet Beiträge zu einer neuen Verwaltungskultur in der d ie städ-
tischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Stadt verwaltung laufend und damit nachhaltig optimieren. Die
moderne IT-Arbeitsplatzinfrastruktur steigert zudem die Arbeitgeber-Attraktivität der Stadt Münster.
Mit ihren Kompetenzen unterstützt die citeq zudem d ie sich nicht an die Verwaltung sondern an Bürgerin nen
und Bürger sowie Unternehmen ausgerichteten Projekt e zur Verbesserung der Breitband- und WLAN-
Verfügbarkeit einer zukunftsorientierten „Digitalen Stadt Münster“.
Mit dem Ausbau ihrer Fachanwendungen optimiert die c iteq die Verwaltungsarbeit der Stadt Münster und de r
ÖrV-Partnerverwaltungen fortlaufend. Aktuelle Planungen sehen beispielsweise für das Personalmanagemen t
der Stadt Münster die Einführung der Schulungsorgan isationssoftware Learning-Solutions, E-Recruitment und
automatisierte Workflows vor.
Die citeq optimiert sich fortlaufend selbst. Dabei fördert und nutzt sie die Kompetenz und die Kreativ ität ihrer
motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nu tzt zusätzlich auch die Möglichkeit, von Anderen zu lernen,
indem sie sich mit anderen IT-Dienstleistern und IT-Bereichen anderer Städte vergleicht.
Nachhaltige Eigenoptimierung ist unerlässlich und d er von der citeq gewählte Weg, um auch morgen noch zu
den kommunalen Top-IT-Dienstleistern zu gehören. Dieses Ziel hat sich die citeq gesetzt.
Münster, den 31.03.2015
citeq
Stefan Schoenfelder
29
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (1)
- York-Ring
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0445/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.05.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37