V/0880/2017
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde in Angelmodde
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 3 Bewerbungsschreiben Kleine Riesen
1200 Zeichen
Fl— äam am BlllngualeKlndemgesstätten KleineRiesenNordgGmhMI(“linktStraße69I73732[sshngen ElNSCHREIBEN-EINWURF StadtMünsterAmtfürKinder JugendlicheundFamilie 48127Münster VORAB PERFAX(0251)4927909 VORAB PERMAILgerick@stadt-muenster.de IhrZeichen,IhreNachrichtvorn UnsereZeichen,unsereNachrichtvom Telei‘on,Name Datum (0711)3S11640,JW 13.10.2017 Aufrechterhaltung derBewerbung alsTrägerfürdieKindertageseinrichtung Alt-Angelmodde imStadteilAngelmodde SehrgeehrteDamen,sehrgeehrteHerren, hiermitzeigenwiran,dasswirunserInteresseanderÜbernahme derTrägerschaftder Kindertagesstätte„Alt—AngelmoddeimStadtteilAngelmodde” aufrechterhalten. DenEigenanteildesTrägersinHöhevon9Prozentkönnenwirsicherstellen. BeiFragenstehenwirihnengernezurVerfügung. Mitfreuräyen Grüßen JelenWahler Geshäftsführerin KleineRiesenNordgemei GeschäftsführerIDIpI‚-lna..lelenaWahler, SitzderGesellschaftlBsiinsanamNeckarlAmtsgerichtStuttgartHRB7393 n.lVolksbankEsslinzeneGIIBANDE17'511901100244028001IBicGENODES1Ess MBA(Duke)IDipI.-Ing.PeterWahler,MBA(Duke) Bankverbindu ® male Riegen“ Kindertagesstätten nnmzlgeGmbHlEsslinxerStraße69l73732EssllngenlTelefon:(0711)3511640|Telefax:(0711)Es116417IwwaittlegiInB-dli|iiiu©llttieuiantsde
Anlage 4.14 Bewegung+Sport
15413 Zeichen
ISO 9001
Stand 003/02.2016
Seite 1 von 6
Prozessbezeichnung
Bewegung&Sport
Dokumentenverantwortliche/r:
Hesselschwerdt, Jacob
Geändert von:
Hesselschwerdt, Jacob
Freigegeben von:
Rehn, Marcus
Prozessverantwortliche/r
Hesselschwerdt, Jacob
Stellvertreter/in
Marcus Rehn
Bereich
Elementarpädagogik
Rollenbezeichnung und -beschreibung:
Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung
Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der
element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte
Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf
bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu
verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die
RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und
KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet,
1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren
Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das
Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen
Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse
und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der
Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist.
2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für
Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich
außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen).
Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den
Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab.
3. in Impulsen und alltagsbegleitenden Aktivitäten die bereichsbezogenen Interessen
der Kinder mittels einer erkennbaren pädagogischen Absicht beständig zu animieren
und zu fördern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von
Impulsdokumentationen (s.o.).
4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude
am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender,
Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der
Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren.
Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den
Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen,
Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln.
Anwendung der Prozessbeschreibung
Die vorliegende Prozessbeschreibung
vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren
Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe
der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der
Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt.
sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen
themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen.
dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des
Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung.
liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die
Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
ISO 9001
Stand 003/02.2016
Seite 2 von 6
Prozessbezeichnung
Bewegung&Sport
dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und
Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte.
Prozessziel
Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des
Bildungsbereichs.
Alle Kinder der Einrichtung haben ein individuelles Bewegungsbedürfnis, auf welches
adäquat eingegangen wird.
Alle Kinder haben gemäß ihrer individuellen Veranlagung, altersgemäße Fähigkeiten
und Fertigkeiten in den Bereichen Fein- und Grobmotorik, Kondition und
Koordination, Rhythmus- und Körpergefühl.
Alle Kinder haben ein Gefühl für ihre körperliche Leistungsfähigkeit und können diese
realistisch einschätzen, sowie diese in die verschiedenen Lebenssituationen ihres
Alltags transferieren.
Alle Kinder leben und üben sich in Formen des Sozialen Miteinanders in Impulsen
und bei Bewegungsspielen. Hierbei sind Kooperationsfähigkeit, Regelkenntnis und
partnerschaftliches Agieren zentrale Elemente.
Alle Kinder erfahren Situationen, in denen sie sich mit ihrem ganzen Körper
einsetzen müssen und so außer Atmen geraten und ins Schwitzen kommen.
Alle Kinder erleben neben Momenten der Anspannung auch Momente der vielfältigen
körperlichen und geistigen Entspannung.
Alle Kinder haben die Möglichkeit Bewegungsimpulse, Bewegungsbaustellen und
Bewegungsspiele nach ihren eigenen Ideen und kreativen Vorstellungen zu
gestalten.
Prozessbeschreibung
Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von
vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit
erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten
Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept,
das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der
betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende
Unterbereiche abgedeckt sind:
Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Bewegung & Sport
1. Motorik
Feinmotorik
Gebrauch bzw. Nutzung von Besteck, Werkzeug, Stiften, Musikinstrumenten,
Steckspielen oder sonstigen weiteren kleinen Gegenständen
Schulung der Auge-Hand-Koordination bzw. der Auge-Fuß-Koordination
Grobmotorik
Selbstständiges oder angeleitetes leben verschiedener Bewegungsformen wie
Hüpfen, Rennen, Klettern, Springen, Fallen, Schleichen, Krabbeln, Werfen,
Fangen, Kriechen oder Balancieren
Schulung der Auge-Hand-Koordination bzw. der Auge-Fuß-Koordination
Eigeninitiative in der Mitgestaltung von Bewegungsbaustellen oder
Bewegungsspielen oder sonstigen freien Bewegungssituationen
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
ISO 9001
Stand 003/02.2016
Seite 3 von 6
Prozessbezeichnung
Bewegung&Sport
Kombinationsformen der Motorik
Kennen lernen von expliziten Bewegungsmaterialien, Klein- und Großgeräten
Nutzen von Alltagsgegenständen für vielfältige Formen von Bewegung und
Bewegungsspielen
Verknüpfung und Kombination von Elementen der Fein- und Grobmotorik in
Bewegungsbaustellen und Bewegungsspielen
Nutzen Motorische Aktivitäten als frühkindliche Kommunikationsform mit
erheblicher Relevanz für das Sprachenlernen
2. Kondition
Erleben von raumgreifenden und bewegungsintensiven Aktivitäten
Bewegung als Herausforderung erleben
Erleben von anstrengenden Situationen oder Momenten, „Außer-Atem-geraten“
und so die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers kennen lernen
3. Koordination
Erleben, Erproben und Schulung der eigenen Reaktionsfähigkeit,
Gleichgewichtsfähigkeit oder Orientierungsfähigkeit in Bewegungsspielen,
Bewegungsbaustellen oder freiem Bewegen.
4. Rhythmus und Körpergefühl
Bewegungen des Körpers oder einzelner Körperteile zu Musik
Selbstständigen Erstellen und Konzipieren von Tänzen oder Choreografien
5. Wettbewerb
Messen der eigenen körperlichen Fähigkeiten mit denen anderer Kinder
Gewinnen und Verlieren in Bewegungssituationen oder -spielen
Anleiten oder Leiten von selbstgestalteten oder vorgegebenen Wettspielen
Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit bzw. Fairness und
Unfairness
Kommunikation in Bewegungssituationen zum Zwecke der Kooperation,
Aushandeln bzw. aufstellen von Regeln
6. Entspannung, Körper & Gesundheit
Erleben von Situationen körperlicher und geistiger Entspannung als Gegenpol zu
bewegungsintensiven und anstrengenden Situationen.
Artikulieren der eigenen körperlichen Bedürfnisse
starke Verzahnung mit dem Bildungsbereich Körper und Sinne.
Abwechslung zwischen Phasen der Aktivität und Bewegung sowie
Entspannung/Ruhe im Alltag.
Verantwortungsübernahme für die Bedürfnisse der des eigenen Körpers
Grundwissen über den (eigenen) Körper sowie den Zusammenhang zwischen
Spannung vs. Entspannung, Ernährung, Gesundheitsförderung.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
ISO 9001
Stand 003/02.2016
Seite 4 von 6
Prozessbezeichnung
Bewegung&Sport
7. Sportartspezifische Bewegungsformen
Kennen lernen und ausprobieren verschiedener Sportarten im Alltag des
Kindehauses in Grundzügen
Individualsportarten (Rückschlagsport, Kampfsport, Klettern, Laufsport,
Leichtathletik, Turnen)
Mannschaftssportarten (Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, Rugby, Hockey)
Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte)
soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere
ist die unmittelbare Nähe von Bewegung zu den Bildungsbereichen Sprache, Körper und
Sinne sowie Soziales Miteinander zu berücksichtigen.
Besonderheiten bei/von Kleinstkindern:
- Die PädagogInnen stellen sicher, dass Kleinstkinder adäquate Bewegungsräume und
Bewegungsmöglichkeiten erhalten um grundlegenden Bewegungserfahrungen
machen zu können(Krabbeln, Kriechen, Laufen, Hochziehen, Hindernisse
überwinden, Greifen, Robben).
- Die PädagogInnen begreifen frühkindliche Bewegungsformen als ursprünglichste
Form kindlichen Lernens und achten daher sensibel die Bedürfnisse der Kinder.
- Die PädagogInnen geben Kindern die Möglichkeiten Bewegung in einer vertrauten
Kleingruppe zu erfahren.
Dem Bildungsbereich können tendenziell der Bewegungsraum sowie das Außengelände als
Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die
Umsetzung des Bildungsbereichs in allen Räumen des Kinderhauses statt und spiegelt sich
auch in Elementen des Tagesablaufes wieder.
Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion
Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der
Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) im Format DIN 3
festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und
dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird
abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über
eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird
die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur
Verfügung gestellt.
Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und
der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert.
Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der
Bereichsziele genommen.
Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung
Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der
Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der
Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen
finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten
Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen,
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
ISO 9001
Stand 003/02.2016
Seite 5 von 6
Prozessbezeichnung
Bewegung&Sport
soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als
Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein.
Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum
Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Neben den
in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die
Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert:
Wo können sich die Kinder bewegen (Innen- und Außenräume)?
Welche weiteren Bewegungsräume (außerhalb des Kinderhauses) für die Entwicklung
körperlicher Fähigkeiten werden darüber hinaus genutzt?
Welche unterschiedlichen Materialien stehen für vielfältige Bewegungsanreize zur
Verfügung?
Steht den Kindern für alle Unterthemen Platz und Material zur Verfügung? Bitte
untersuchen Sie die einzelnen Unterthemen.
Können alle Kinder (unabhängig vom Alter, Geschlecht, körperlicher Verfassung)
diesen Platz und die Materialien nutzen?
Wie können Kinder ihre eigenen Ideen und Wünsche in Bezug auf die
Raumgestaltung und Materialbeschaffung/-Nutzung entwickeln, einbringen und
umsetzen?
Wo kann das Kind seine Ideen, Erfahrungen und sein Können präsentieren?
Wie können bewegungsarme, -ängstliche oder -eingeschränkte Kinder förderliche und
das Selbstbewusstsein stärkende Körper- und Bewegungserfahrungen machen bzw.
alternative Zugangsweisen erfahren?
Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten.
Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.)
Bewegte Schule
kommt Bewegung in die Kita?
Gute Pädagogische Fachpraxis
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2014):
Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen
Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen. Freiburg im Breisgau.
Qualitätskriterien:
1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden
Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten
des element-i-Kinderhauses herunterbricht.
2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden
den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs.
3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum
Bildungsbereich statt.
4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte
kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom
verfügbar.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
ISO 9001
Stand 003/02.2016
Seite 6 von 6
Prozessbezeichnung
Bewegung&Sport
Basisanforderungen für Material und Raumausstattung:
Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung
definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar
gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn
Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen
bereichert werden:
Bewegungsraum:
Wurfgeräte (verschiedene Größen und Arten)
Bewegungsmaterialien zur Erstellung und Durchführung von
Bewegungsbaustellen für Kinder aller Altersklassen (Klein- und Großgeräte)
Matten und Tücher (verschiedene Durchmesser)
Verschiedene Schaumstoffelemente
Rhythmikmaterialien
Hof/ Außengelände:
Fahrzeuge
Bälle
Bewegungsanregende Klein- und Großgeräte
Balanciergeräte
Kletterbäume/Klettergeräte
Ideenliste
Beispiele für gute Praxis
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 4.11 Sprache
17486 Zeichen
ISO 9001 Stand 005/07.2017 Seite 1 von 6 Prozessbezeichnung PB. Sprache Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 Erstellt von: Weegmann, ClemensMatthias Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina Prozessverantwortliche/r Henning, Christina Stellvertreter/in Pfeiffer, Christina Bereich Elementarpädagogik Rollenbezeichnung und -beschreibung: Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als DIN A2-(Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist. 2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Anwendung der Prozessbeschreibung Die vorliegende Prozessbeschreibung vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/07.2017 Seite 2 von 6 Prozessbezeichnung PB. Sprache Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 Erstellt von: Weegmann, ClemensMatthias Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina Prozessziel Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs Sprache. Sprache und Sprechen sind sowohl Voraussetzung als auch Bestandteil der kognitiven Entwicklung und insgesamt ein „Tor zur Welt“. Allen Kindern wird ein gemeinsamer Erfahrungsraum geschaffen. Alle Kinder werden durch Sprache zu abstraktem Denken, Denken in Zusammenhängen und vorausschauendem Planen motiviert. Alle Kinder werden zu einem Mitglied der Kultur, deren Sprache es erwirbt. Alle Kinder haben ein Bewusstsein für Sprache in ihrem Klang, Rhythmus und Aufbau. Alle Kinder erleben ein kommunikatives Klima, Lust und Freude am Sprechen. Alle Kinder werden (in den Kinderkonferenzen) gefördert, sich zu äußern, zu erklären, Sachverhalte darzustellen und im Voraus zu planen. Alle Kinder erweitern in der Verknüpfung von Sprache mit Musik, rhythmischem Sprechen und Bewegung ihre Sprachkompetenzen. Alle Kinde lernen Schrift als Teil ihrer alltäglichen Lebenswelt kennen und beginnen sie einzusetzen Prozessbeschreibung Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende Unterbereiche abgedeckt sind: Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Sprache 1. Sprechen: sprechen, neue Worte, Redewendungen und grammatikalische Formen vorsprechen, korrigieren, sich über den Erfolg freuen und diese Freude dem Kind sichtbar machen. Gesprochene Sätze des Kindes, die grammatikalisch noch nicht richtig sind, werden in korrigierter Form ganz selbstverständlich wiederholt (Sprachvorbild). Kinder sollen die Sprachäußerungen der Erwachsenen verstehen und selber sprechen können. Einwortsätze, Wortgruppen, ganze Sätze, Sätze mit Nebensätzen, zusammenhängende Sätze bilden Erzählen mit Phantasie und Originalität (100 Sprachen der Kindheit, vgl. Reggio) Verwenden von ungewöhnlichen Sprachbildern oder Vergleichen Andere durch Argumentationen von der Richtigkeit zu überzeugen Anwenden von Reimen, Klatschspielen, Nonsensversen und das Erfinden von Kunstworten. Geschichten erzählen mit Anfang, Mitte und Schluss 2. Sprachen und Kulturen: Vielfalt der Sprachen aufgreifen, würdigen und wertschätzen Fremde Sprachen und Kulturen der Kinder in den Alltag einbeziehen, damit Erfahrungen in Bezug auf ihre Kultur ermöglicht werden (Fremdsprachige Kiko, CD, Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/07.2017 Seite 3 von 6 Prozessbezeichnung PB. Sprache Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 Erstellt von: Weegmann, ClemensMatthias Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina Geschichten, Singspiele etc.). Kinder mit einer anderen Herkunftssprache erwerben Deutsch als weitere Sprache. Kinder erfahren unterschiedliche Sprachen als Bereicherung der Kommunikation und Kultur. Kennenlernen und Umgang mit Fremdsprachigem (Sprachimmersion). 3. Literatur: altersangemessene Bücher und Sprachfördermaterialen, die emotionale, kognitive, motorische Bereiche sowie die sinnliche Wahrnehmung fokussieren Bücher vorlesen (z.B.: während des Freispiels, vor dem Schlafen, zur Erweiterung einer Aktivität). Dialogorientierte Bilderbuchbetrachtung (sprachliche Beteiligung, sprachliche Aktivierung, Kind wird zum Zuhörer und Erzähler. 4. Sprachleistung fördern: Entwicklung wird durch Bewegungsspiele und Bewegungsimpulse angeregt (Sprachleistung fördern Wahrnehmung fördern Bewegungsaktivierung) Entwickeln einer verständlichen und differenzierten Sprache und Ausdrucksweise. 5. Gelingende Kommunikation: sich täglich in der Gruppe sprachlich ausdrücken. Dialogische Gesprächskultur, rationale Sprache, Informationen über Mimik, Gestik und Intonation, Sinneswahrnehmungen, Bewegungs- und Handlungserfahrungen. Eigenes Handeln sprachlich begleiten. Langsam, deutlich und betont sprechen Konfliktsituationen sprachlich lösen und sich dabei angemessen auszudrücken 6. Impulse: Geschichten erzählen, um Sprache auch losgelöst von Anschauung und Handlung zu verstehen. Erfinden von Geschichten. Theater spielen. Verbindung von Bewegung und Sprache (Singkreis, Fingerspiele, Tanzlieder). Darstellen eigener Ideen und Pläne in der Kinderkonferenz. Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist die unmittelbare Nähe von Sprache zu den Bildungsbereichen Körper und Sinne sowie Bewegung zu berücksichtigen. Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: Anwenden von Fingerspielen, Auszählversen, Kniereiterspielen, diversen Reimen und Klangmelodien (laut, leise, schnell, sanft, bedrohlich usw.). Ab dem 4. Lebensmonat eignen sich Berührungs- und Handstreichelspiele (z.B. beim Wickeln, Baden etc.). Anheben der Tonlage und etwas langsamer sprechen (hören in höheren Frequenzen und das Erkennen von zusammengehörigen Silben gelingt somit besser). Anwenden von Quatschwörtern und Quatschreimen, die erfunden sind. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/07.2017 Seite 4 von 6 Prozessbezeichnung PB. Sprache Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 Erstellt von: Weegmann, ClemensMatthias Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina Sprachanlässe fördern. Den Kindern wird generell nicht mit Ironie begegnet. Diese Art von Sprache existiert für das Kind im Krabbel-und Kitaalter noch nicht. Sprache und Welt sollen übereinstimmen. Sensibel für die individuellen Sprachbedürfnisse. Dem Bildungsbereich können tendenziell eine Leseecke/Ruheraum, der Marktplatz sowie das Rollenspielzimmer als Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die Umsetzung des Bildungsbereichs flexibel in allen Räumen des Kinderhauses statt und spiegelt sich auch in Elementen des Tagesablaufes wieder. Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) im Format DIN A3 festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur Verfügung gestellt (Link zum ROXTRA-Archiv). Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der Bereichsziele genommen. Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: Wie fördern wir das Interesse an Sprache und Büchern insbesondere bei Jungen? (Jungen zeigen tendenziell weniger Interesse an diesem Bildungsbereich). Wie schaffen wir eine Atmosphäre im Haus, die Kinder dazu ermuntert, von sich selbst zu erzählen, Erfahrungen und Erkenntnisse zu versprachlichen und die Kinder auf positive Verstärkung vertrauen lässt? Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/07.2017 Seite 5 von 6 Prozessbezeichnung PB. Sprache Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 Erstellt von: Weegmann, ClemensMatthias Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina Wodurch greifen wir die Themen und Handlungen der Kinder auf und begleiten bzw. unterstützen diese sprachlich entwicklungs- und situationsangemessen? Wie begleite ich mein alltägliches Handeln sprachlich? Inwiefern benutzen wir eine geschlechtersensible Sprache? (Benutzen von weiblichen und männlichen Bezeichnungen, Verzichten auf rollentypische Redewendungen und Zuschreibungen) Wie sorgen wir dafür, dass die vorsprachlichen Äußerungen von Kindern (Mimik, Gestik, Laute) angemessen wahrgenommen und gedeutet werden und dadurch eine kommunikative Interaktion entstehen kann? Wie regen wir Kinder dazu an, Konflikte mit Hilfe von Sprache zu lösen, sich dabei sprachlich angemessen auszudrücken und wie unterstützen wir sie dabei? Wie nehmen wir außerhalb der Einrichtung gemachte Medienerfahrungen auf und geben den Kindern die Möglichkeit diese kindgemäß zu verarbeiten? Wie wird eine Gesprächskultur in der Gruppe in ritualisierten Situationen (Kiko, Singkreis, Essen) erarbeitet? Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) Qualitätsstandards der päd. Arbeit, Punkt 10 Grenzsteine element-i Bogen Standard Kindbesprechung Qualitätskriterien: 1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum Bildungsbereich statt. 4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom verfügbar. Basisanforderungen für Material und Raumausst attung: Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: Im ganzen Kinderhaus: Inklusion: Kindern alternative Zugehensweisen ermöglichen, die sich an bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen können. Präsenz von Schrift- und Schreibkultur: Piktogramme, Zeichen, Symbole Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/07.2017 Seite 6 von 6 Prozessbezeichnung PB. Sprache Erstellt am: 12.11.2009 Geprüft am: 28.07.2017 Freigegeben am: 28.07.2017 Erstellt von: Weegmann, ClemensMatthias Geprüft von: Henning, Christina Freigegeben von: Henning, Christina Plakate mit Schrift und Buchstaben, Tastbuchstaben, Klebebuchstaben Material zum Schreiben, Kritzeln, dokumentieren Sprach- und literacyanregende Lernumgebung Mehrsprachige Bücher, auditive Medien Darstellung verschiedener Nationalitäten (Bücher, Poster, Weltkarte, Zeitschriften, Schriftzeichen usw.) Sprechzeichnen anregen, Briefe und Merkzettel und eigene Geschichten zu „schreiben“ (malen, kritzeln, Buchstaben schreiben) Sprachspiele: Mundmotorikspiele Zungenspiele (Salzstangen, Watte, Strohhalme) anregen, mit Sprache zu spielen (z. B. selber reimen, Silben klatschen, rhythmisch sprechen, Laute austauschen) Literatur, Medien und Neue Wörter: anregen, Geschichten und Erlebtes sprachlich auszudrücken, ermöglichen, sich etwas vorlesen zu lassen, Situationen schaffen, in denen neue Wörter erfunden und eingebracht werden können, anregen, über Worte/Sprache nachzudenken (z. B. Fortsetzen von Reimen) eine Auseinandersetzung mit Medien ermöglichen, die geschlechtsstereotype Rollenbilder aufweisen, (z.B. Vater arbeitet, Mutter Hausfrau) Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 1.4 Auswertungsformular_Step Kids
5552 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde in Angelmodde Name und Adresse des Trägers: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 11 Kindertageseinrichtungen, Schwerpunkt in NRW - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Stepke beschäftigt zur Zeit 220 Mitarbeiter/-inne n an 11 Standorten, fünf weiter Kinder- tageseinrichtungen befinden sich im Bau oder in der Planungsphase - Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Grup pe – der größte private Bildungs- anbieter Nordeuropas - Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Tr äger - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 5,00% Trägeranteil Zusatzbeitrag von 60€ monatlich für Zusatzangebote wie Schwimmen oder andere Aktionen, Ma- terialkosten etc. (Beitrag wird mit dem Elternbeirat abgestimmt, nicht für Eltern unter einem be- stimmten Mindesteinkommen, alle Kinder können an den Aktionen teilnehmen) Von der zusätzlichen Aufnahmegebühr i.H.v. 200€ wird am Standort Münster abgesehen 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig vom Sozialraum - Konzeptionsschwerpunkte z.B. Musik, Bewegung, Nat ur - Bilingualität durch Native Speaker in allen Einri chtungen - Alltagsintegrierte Sprachbildung (Situationsansat z) - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-17.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Individuelle Arbeit mit jedem Kind anhand dessen Bedarf - Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integr ation / Inklusion und Migration - Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Qu erschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) - Einsatz von multiprofessionellen Teams - Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Be reich (Kinderparlament, Einbezug bei Stuhlkreisen - Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mita rbeiter/-innen zur Fortbildung zu ak- tuellen Themen - Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Kitabu s im Rahmen der Brückenprojekte für Flüchtlingskinder 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Wenn möglich: Einrichtung einer Frischkostküche - Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse - Regelmäßiges Schwimmen - Regelmäßige Wald- und Wiesentage - Entspannung in Form von Ruhephasen und Rückzugsor te durch gezielte Ausstattung der Räume 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Kitaleitungen sind angehalten den Sozialraum zu p rüfen und Optionen zu nutzen - Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen geplant - Zusammenarbeit mit Schule ist von Seiten des Träg ers erwünscht - Regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeiter/-inne n und Lehrpersonal an den Schu- len um die Vorschulgruppen an den Bedarfen der Schule auszurichten - Regelmäßige Kontakte zu z.B. Polizei und Feuerweh r, Beratungsstellen, versch. Äm- tern etc. - Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert um guten Übergang in die Kita zu schaffen - Ausbau zum Familienzentrum gewünscht 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden - Teilnahme an Fachgremien und AG`s ist geplant 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellt e Leitung, drei Vollzeitkräfte pro 3 Gruppe - Interne Fortbildungsangebote durch die eigene Aka demie für Mitarbeiter/-innen - Regionale Fachberatung für Münster - Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wi rd vor Ort in den Kitas umgesetzt - Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarb eiterumfragen - Stepke Akademie: Kostenfreie Möglichkeit der Mita rbeiter/-innen zur Fortbildung zu ak- tuellen Themen - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mit arbeiter/-innen und auch Externe - Regelmäßige Angebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage - Bilingualität
Anlage 4.6 Organigramm Konzept-e
3818 Zeichen
Geschäftsführung Clemens M. Weegmann Bereichsleitung Finanzen n.n. Stv. Marlies von Hebel Bereichsleitung Organisation Gerlinde Hagenlocher Stv. Angela Brumfield Bereichsleitung Elementarpädagogik Carola Kammerlander Standorte Marcus Rehn Bereichsleitung Marketing / Kundenprojekte Beate Brückner Stv. Janina Diehr Pädagogischer Leitungskreis Kaufleute für Büromanagement DHBW-StudentInnen Wirtschaftsinformatik Auszubildende Organisatorischer Leitungskreis Regina Butz Eva Maria Heißel Sabrina Kaiser Britta Barenbrock Benjamin Janson Leitung Personal Anna Kaiser Bereichsleitung Schulen, Schulpädagogik, VSK Clemens M. Weegmann Franziska Pranghofer Alexander Holloch Nina Uebele Sylvia Kurz Bereichsleitung Personal / Recht Patricia Groos Content Management n.n. GF-Sekretariat/ Versicherungen n.n. Esfir Khaikina Marion Balz Leitung Buchhaltung Marlies von Hebel StudentInnen Duale Hochschule Soz.Päd/ Frühkindl. Bildung Uta Jansen Leitung Bezuschussung Jasmin Beck Geschäftsführung Carola Kammerlander Kinga Koch Petra Hermann Leitung Grundschulen Clemens M. Weegmann Leitung Fachschulen Eva Lang Barbara Schmieder Denise Samuel Team Buchhaltung Team Bezuschussung Elisabeth Krämer Milenka Matic Tabea Fricker Team Personalverwaltung Team Grundschulen Nadja Schlindwein Sabine Nguiffo (EZ) Mathias Rinke Iris Metzig Michaela Kern Katrina Braunstein Petra Gutbrunner Controlling Waltraud Weegmann (interimsweise) Benjamin Decker Lisa Diemer Desanka Panic Christiane Burmeister Corinna Mühleis Alexander Schrag Christina Wittiger Alexandra Lund Christina Maier-Diaz Janine Weis Susanna Früstück Ann-Kathrin Neef Team Fachschulen Niels Clausen Silvia Fröhlich Marion Lehnert Helena Siebert Geschäftsführung (Vorsitzende) Waltraud Weegmann Thomas Perper Julia Witt Carola Brucherseifer Maren Günther Stellvert. Leitung Elke Bacher Monika Landmann Michaela Saalfrank Christine Schneider Bereichsleitung Wohnen, Pflege und Beruf Silke Hachenberg Sabine Schilke Lisa Rudolph Keshia Bilger Sarah Briggmann Anja Burger Katharina Baumann Julia Gludowatz IQ-Wohnkonzepte Silke Hachenberg Qualitätsmanagement Thorsten Zdebel Vanessa Gleiß Carola Maier Fabrizio Russo Daniela Wenz 02.08.2017 Leitung und Zuständigkeiten bei Konzept-eLeitung und Zuständigkeiten bei Konzept-e Pflege und Beruf Silke Hachenberg Wohnvielfalt Silke Hachenberg Bereichsleitung Interne Dienstleistungen Waltraud Weegmann Leitung IT Mike Hoffmann Samuel Maldonado Tim Weyrauch Team IT Strategie Pia Lux Public Affairs n.n. Stefanie Poysel Genossenschaft Marlies von Hebel Nicole Lessig Lisa Breiter Team Marketing Hygiene/Sicherheit/ Handwerker Maren Hagenlocher Christoph Wächtler Dieter Schwarzer Team Facility Management Jürgen Frysiak Manfred Zepf Petra Vogel-Tosic n.n. Einkauf/Verpflegung Gerlinde Hagenlocher Hannes Hoffmann Nicole Hoffmann Anika Talmon L‘ Armée Team Kundenprojekte Anna Beneld (EZ) Anja Zöller Christina Henning Standortleitung M Marcus Rehn Standortleitung NRW Rebecca Diez Jacob Hessel- schwerdt Standortleitung KH Maureen Jacob Carola Kammerlander Konzeption Anna-Lena Kron Bettina Sarnes Patricia Sigg Miriam Baltzer Daniela Orquera- Narvaez Carolin Rieker Teamleitungen Maximilian Eisenmann Stv. Leitung Leitung Kundenprojekte Beate Brückner Denise Meyer Personalplanung Vivien Romano Bauen Gerlinde Hagenlocher (interimsweise) Maren Hagenlocher Leitung Team Organisation Angela Brumfield Leitung Team Facility Management Maren Hagenlocher Simone Weegmann Sport Frauke Wichterich Mentoren Leitung Marketing Janina Diehr Salim Zitouni Fundraising Meike Betz Recht Datenschutz (ab Nov. 17) Patricia Groos Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 5 Bewerbungsschreiben Step Kids
2032 Zeichen
a ARBEr Richtig gute Kita‘ Step Kids KiTas gGmbH + Am Friedrichshain 22 « 10407 Berlin Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Frau Steinkamp ' 48127 Münster Tel.: 030 42029974 Fax: 030 42025935 www.stepke-kitas.de Ansprechpartner Berlin, den 10.10.2017 Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 3gruppige Kindertagsseinrichtung in Alt Angelmodde im Stadtteil Angelmodde Ausschreibungsnummer: 05/2017 Sehr geehrte Frau Steinkamp, hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 3gruppige Einrichtung in Alt Angelmodde entsprechend Ihrer Ausschreibung. Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für dieses Angebot maßgeblich und verbindlich. Unsere aktualisierte Konzeption ist beigefügt. Den festgesetzten Trägeranteil von 9% gemäß KiBiz kann Stepke leider erst ab einer 4gruppigen Einrichtung in vollem Umfang übernehmen. Bei einer 3gruppigen Einrichtung wie in Alt Angelmodde wären es 5% Trägeranteil. Sobald Stepke in Münster mehr als 5 Gruppen insgesamt betreibt, können | wir die Übernahme von 9% Trägeranteil für alle Einrichtungen in Münster in Aussicht stellen. Auf die | Aufnahmegebühr wird seitens Stepke verzichtet, da eine derartige Gebühr in der Stadt Münster nicht | ortsüblich ist. | Wir möchten nochmals explizit darauf hinweisen, dass die Teilnahme an allen pädagogischen Angeboten für Kinder jeder sozialen Schicht, unabhängig von der Zahlungsfähigkeit der Eltern, im | Rahmen einer Mischkalkulation jederzeit gewährleistet ist. semg stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung. Mit an Yen Grüßen | N Dr. Ku (udn \ | Geschäftsführer Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Hl, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B
Anlage 4 Bewerbungsschreiben Konzept-e
52734 Zeichen
Verbindliches Angebot
Ausschreibung Nr. 05/2017
Trägerschaft der neuen Kita
Alt Angelmodde im
Stadtteil Angelmodde
„Die Küken“ (exemplarisch)
durch
Kind und Beruf gGmbH
Ein Mitglied des Konzept-e Netzwerks
Name des Träger: Kind und Beruf gGmbH
Geschäftssitz: Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart
Gerichtsstand: Amtsgericht Stuttgart
Dachverband: Mitglied im Konzept-e Trägernetzwerk
Ansprechpartner: Gabriele Widmann-Schmid, Vertrieb und Kundenprojekte
Tel.: 0711 656960-39, Telefax: 0711-656960-9039,
E-Mail: gabriele.widmann-schmid@konzept-e.de
Inhalt
1. Einleitung/ Kurzbeschreibung Trägerprofil ...... ...................................................... 1-1-1
2. Element-i-Pädagogik ............................ ................................................................. 2-2
2.1. element-i-Kinderhaus Konzept ................. ........................................................ 2-2
2.2. Tagesablauf .................................. ................................................................. 2-4
2.3. Funktionsräume ............................... .............................................................. 4-5
2.4. Gesundheitsförderung / Bewegung .............. .................................................... 5-5
2.5. Ernährung .................................... ................................................................. 6-6
2.6. Sprache ...................................... ................................................................... 6-6
3. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern .................................................... 7-7
4. Integration und Inklusion in element-i-Kinderhäu sern ............................................ 8-10
4.1. Allgemein .................................... .................................................................. 8-8
4.2. Integration von Kinder mit Behinderung ....... .................................................... 8-8
4.3. Kulturelle Integration ....................... ............................................................... 8-9
4.4. Genderthematik ........................................................................................... 9-10
4.5. Kinderschutz .............................................................................................. 10-10
5. Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maß nahmen .................................... 11-12
6. Sozialraumorientierung ......................... ............................................................. 13-13
7. Öffnungszeiten ................................. ................................................................ 14-14
8. Wir gehen einen Schritt weiter… ................ ........................................................ 15-15
9. Unsere Verantwortung – Gegen den Fachkräftemange l ........................................ 16-16
10. Auszeichnungen und Projekte ................... ......................................................... 17-17
11. Kita Referenzen und Logo .................................................................................. 18-19
12. Kunden Referenzen ........................................................................................... 20-20
13. Wirtschaftlichkeit – Trägeranteil ......................................................................... 21-21
14. Bundesweite Anerkennung ....................... ......................................................... 22-22
13. Unser Interesse an Ihnen .................................................................................. 23-23
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 1
1. Einleitung/ Kurzbeschreibung Trägerprofil
Die Kind und Beruf gGmbH ist Träger von Kinderkrippen und Kindertagesstätten und Teil des
Konzept-e Trägernetzwerks, das mittlerweile 40 Kind ertagesstätten, zwei Grundschulen und
drei Fachschulen für Erzieher/innen umfasst.
Wir engagieren uns seit nahezu 30 Jahren für das Th ema Vereinbarkeit von Familie und
Beruf und leisten mit unserer langjährigen Erfahrun g einen wesentlichen bundesweiten
Beitrag auf dem Gebiet Bildung und Betreuung.
Unsere Kindertagesstätten zeichnen eine hohe Flexib ilität und die Orientierung an den
Bedürfnissen berufstätiger Eltern und deren Arbeitg eber aus. Dabei ist ein stetiges Abwägen
im Spannungsfeld zwischen professioneller und quali tativ hochwertiger pädagogischer Arbeit
einerseits und einer unbedingten Flexibilität andererseits unabdingbar.
Unternehmen unterstützen die Trägervereine als Förd ermitglieder, die sich in Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft für eine Verbesserung der Bildung und Betreuung der Kinder und
für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen.
Die Kind und Beruf gGmbH wurde 2011 zur Verbesserun g der sozialen Infrastruktur,
insbesondere des Betreuungsangebots, gegründet und ist als Träger der freien und
öffentlichen Jugendhilfe gem. § 75 KJHG anerkannt. Sie ist für alle Belange der betrieblichen
Führung zuständig. Dazu gehören die Qualitätssicherung und -entwicklung, die Finanzierung,
die Aufnahme der Kinder und die Auswahl der MitarbeiterInnen.
Wir arbeiten seit Jahren mit renommierten PädagogIn nen zusammen, um unser
pädagogisches element-i-Konzept auf der Grundlage v on neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen stetig weiterzuentwickeln. Eine quali tativ hochwertige Umsetzung dieser
Konzeption haben wir uns zur Passion gemacht. Den E ltern wollen wir zum einen Flexibilität
und Qualität in der Vereinbarkeit von Familie und B eruf bieten, zum anderen möchten wir
eine ergänzende Institution zum Elternhaus sein, di e durch Offenheit und Toleranz
gegenüber den unterschiedlichen Kulturen ein Ort der Begegnung und des Austausches wird.
Mit den Kindern gemeinsam möchten wir eine kreative und innovative Pädagogik umsetzen
sowie alle Kinder mit ihren individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen begleiten.
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung sind wir in der Lage sowohl die laufenden, als auch
die Investitionskosten mit großer Sicherheit planen zu können. Es gehört darüber hinaus zu
unseren Aufgaben tragfähige Finanzierungskonzepte u nter Einbeziehung kommunaler
Förderung und Landeszuschüssen aufzustellen und die Budgets entsprechend zu steuern. Mit
den Bezuschussungssystemen und den gesetzlichen Rah menbedingungen für den Betrieb
von Kindertagestätten sind wir vertraut. Die Kind und Beruf gGmbH beantragt als Träger alle
notwendigen Genehmigungen, die Betriebserlaubnis und kümmert sich um die Abnahme der
Kindertagesstätten durch die zuständigen Behörden.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 2
2. Element-i-Pädagogik
2.1. element-i-Kinderhaus Konzept
Im Namen des element-i-Kinderhaus Konzepts, nach de m all unsere Häuser arbeiten, klingt
zum einen das Elementare oder Grundlegende der früh en Pädagogik an. Zum anderen sind
mit dem Begriff die drei zentralen Bausteine unsere r Pädagogik verbunden: Individuen,
Interessen, Interaktion. Menschen bilden sich ganz individuell in der Auseinandersetzung mit
einer für sie anregenden Umgebung und in Interaktio n mit Anderen. Die Entwicklungs- und
Bildungsthemen der Kinder führen uns zu einer Arbei t in Funktionsräumen, in denen die
Kinder konzentriert ihren Interessen nachgehen können.
Das element-i Kinderhaus Konzept
2.2. Tagesablauf
Unser Tagesablauf hat eine klare Struktur, die den Kindern Regelmäßigkeit sowie
Verlässlichkeit vermittelt. Dies erreichen wir durc h eine zeitlich klar definierte Tagesstruktur,
welche den Kindern den Wechsel von Freispiel- und I mpulsphasen, sowie von Aktions- und
Ruhephasen bietet. Außerdem stellen feste Zeiten un d Rituale Orientierungspunkte im Alltag
dar.
Wir beginnen den Tag mit einer Ankomm- und Freispie lphase sowie mit einem offenen
Frühstücksbuffet. Auf dem Tisch, an dem die Kinder sitzen, findet sich ein gesundes und
abwechslungsreiches Angebot an Speisen. Die Kinder können sich selbstständig bedienen
und entscheiden, wann sie mit wem frühstücken möcht en. Durch diese Art der
Frühstücksgestaltung sollen die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und
eigenständige Entscheidungen treffen; die PädagogIn nen begleiten die Essenssituation.
Verbundenheit, Autonomie sowie Gesundheit, drei uns erer Leitziele, finden hier bereits ihre
konkrete Umsetzung im Alltag.
Es gibt zwei ErzieherInnen, die die Frühstückszeit von etwa zwei Stunden begleiten. Parallel
zum Frühstücksbuffet findet die erste Freispielphas e statt. Im freien Spiel bestimmen die
Kinder ihren Spielort, das Spielmaterial und ihre S pielpartnerInnen. Durch Absprachen
zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften wird den Kindern ein sicherer Rahmen
geboten, gleichzeitig auch der Freiraum, den sie zu m ungestörten Experimentieren und
Ausprobieren benötigen.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 3
Um etwa 10:00 Uhr findet jeden Tag die Kinderkonfer enz (KiKo) statt. Diese stellt einen
zentralen Punkt im Tagesablauf der Kindertageseinri chtung dar, bietet Raum für Rituale und
findet unter der Fragestellung „Was habt ihr heute vor?“ statt. Hierbei werden die Kinder
nach Krippen- und Kindergartenkindern in Gruppen ei ngeteilt, damit auf die Bedürfnisse der
jeweiligen Altersgruppe eingegangen werden kann. Di e Konferenzen werden mit einem
„KiKo-Lied“ eingeleitet und mit einem Abschlusslied beendet. In den KiKo erhalten die Kinder
die Möglichkeit, ihre Interessen für die anschließende Impulsphase zu äußern (Partizipation).
Weitere Inhalte der KiKo sind die Besprechung des W etters und des Wochentages. Während
der Konferenz der jüngeren Kinder werden diese Inha lte entwicklungsbedingt von den
pädagogischen Fachkräften bildlich dargestellt, bei den älteren Kindern werden die Themen
gemeinsam erarbeitet. Im Anschluss daran werden die Kinder nach ihren Impulsvorschlägen
gefragt und die PädagogInnen stellen ihre Impulside en vor. Jedes Kind kann sich dann nach
seinen Bedürfnissen für einen Impuls entscheiden. D ie jüngeren Kinder werden in ihrer
Entscheidung stärker begleitet, außerdem findet ein e symbolische Verdeutlichung der
Impulse statt (z.B. symbolisieren Pinsel und Farbfl asche einen Impuls mit der ErzieherIn im
Atelier). Die Kinder sollen möglichst viel Freiheit für selbstständiges, selbstverantwortliches
und eigeninitiatives Handeln haben, denn dadurch wi rd für uns die Autonomie und
Selbstwirksamkeit der Kinder gestärkt. Gerne können altersübergreifende Impulse, auch
Verzahnungsimpulse genannt, stattfinden. Diese sind insbesondere zur Gestaltung von
Übergängen wichtig. Die Krippenkinder sollen Bezug zu den Kindergartenkindern und den
ErzieherInnen aufbauen, damit frühzeitig eine Vertr auensbasis entstehen kann und dadurch
der Übergang zu den älteren Kindern leichter fällt.
Die nach der KiKo beginnende Intensivphase orientie rt sich an den Interessen und
Wünschen der Kinder, die durch eine genaue und fein fühlige Beobachtung der Kinder im
Alltag herausgefunden werden können. Kinder sollen als weiteres Leitziel unserer Arbeit
Freude am Lernen haben, das durch eigengewählte The men und Interessen
selbstverständlich entsteht. Impulse können tagesak tuell entstehen und fordern somit eine
hohe Flexibilität der PädagogInnen. Die pädagogisch en Fachkräfte sind Ko-Konstrukteure
und begeben sich gemeinsam mit den Kindern auf Entd eckungsreise, ohne den Kindern
abgeschlossenes Wissen zu präsentieren. Das Interes se an einem aktuellen Thema ist der
Zugang des Kindes zu einem Bildungsbereich. Das Wissen der PädagogInnen um die Stärken
und bereits erworbenen Kompetenzen eines Kindes bie tet einen Gesamtüberblick über den
Entwicklungsstand in den verschiedenen Bildungsbereichen.
Die Themen Beobachtung und Dokumentation spielen im gesamten Kinderhausalltag eine
besonders wichtige Rolle. Die PädagogInnen haben ei ne Reihe von Instrumenten, die sie
hierfür nutzen können. Zum einen gibt es die Grenzs teine, die die Aufmerksamkeit der
ErzieherInnen auf wichtige Entwicklungs- und Bildun gsmeilensteine der Kinder lenken.
Werden gravierende Abweichungen in der Entwicklung eines Kindes bemerkt, können
frühzeitig – gegebenenfalls mit externen Fachkräfte n (Frühförderstelle, Kinderarzt,
sozialpädagogisches Zentrum) – Maßnahmen ergriffen und Hilfen angeboten werden.
Zum Zweck der systematischen und strukturierten Erf assung der Entwicklung der Kinder
haben wir den element-i-Bildungsbogen entwickelt, d er unter Zuhilfenahme der
Entwicklungstabelle von Kuno E. Beller unseren komp etenz- bzw. ressourcenorientierten
Blick auf das einzelne Kind dokumentiert. Mit ihm w erden Stärken der Kinder, ihre bereits
erworbenen Kompetenzen, die aktuell für sie zentral en Themen erfasst und Ideen für
Entwicklungsanreize (Zone der nächsten Entwicklung) festgehalten. Die Bildungs- und
Entwicklungsfelder sind an die Inhalte der Bildungspläne angelehnt.
Das regelmäßige Bearbeiten der element-i-Bildungsbö gen ermöglicht die Gestaltung einer
anregenden Umgebung sowie Impulse, die von den Inte ressen der Kinder getragen werden.
Als weiteres Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument setzen wir Portfolios ein, die wir
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 4
für und nach Möglichkeit mit jedem Kind gemeinsam b earbeiten. Portfolios geben einen
Einblick in den Alltag des Kindes in der Kindertage seinrichtung, in seine Familie und
Lebenswelt. Anhand von Bildern und Beschreibungen w ird die individuelle Entwicklung eines
jeden Kindes dargestellt.
Nach der Intensivphase schließt sich ein Singkreis an. Dieser findet ebenfalls in mehreren
Gruppen statt, damit optimal auf die jeweiligen Bed ürfnisse eingegangen werden kann. Für
die Kleinen werden kürzere Lieder und einfache Fing erspiele oder Bewegungslieder
ausgewählt. Mit den älteren Kindern werden komplexe re Lieder mit Text gesungen, welche
mit Kreisspielen verbunden werden. Durch regelmäßig e Sprech- und Singspiele wird die
Erweiterung des Wortschatzes angeregt und die Kinder entwickeln Sicherheit im Umgang mit
Sprache. Ein Singkreis mit allen Kindern ist ebenfalls möglich.
Anschließend findet ein gemeinschaftliches Mittagessen statt, das jeden Tag zur gleichen Zeit
stattfindet, wiederum aufgeteilt in Gruppen. Für da s Mittagessen gibt es einen
Ernährungsplan, der mit SpezialistInnen entwickelt wurde. Die zubereiteten Speisen werden
appetitlich in Porzellan- oder Glasschüsseln oder a uf Platten mit Vorlegebesteck gereicht.
Jedes Kind hat die Möglichkeit, selber zu schöpfen und auf diese Weise Mengen zu erfahren
und zu lernen, sein Hungergefühl einzuschätzen. Sel bstverständlich begleiten die
PädagogInnen vor allem die Krippenkinder bei Bedarf beim Schöpfen.
Auf das Mittagessen folgt eine Ruhephase. Die meist en Krippenkinder nutzen im Schlafraum
ihren eigenen Schlafplatz, um einen Mittagsschlaf z u halten. Die Kinder sollen Geborgenheit
und Verbundenheit spüren. Die etwas älteren Kinder, die nicht mehr schlafen möchten,
bekommen in ruhiger Atmosphäre Rückzugsorte geboten , um sich dort eine Auszeit zu
nehmen. Beispielsweise werden Bücher angeschaut ode r es finden Massagen mit
Entspannungsmusik statt. Je nach Interesse der Kind er kann ein Spielkreis oder eine zweite
Kinderkonferenz stattfinden, in der die Kinder ihre Vorschläge und Ideen einbringen können.
Um etwa 15:00 Uhr gibt es eine Zwischenmahlzeit, di e beispielsweise aus Obst oder
Gemüse, Brot oder Quark besteht. Wie beim Mittagess en sitzen die Kinder gemeinsam in
einem Raum an kindgerechten Tischen und Stühlen. Nach der Zwischenmahlzeit beginnt eine
Freispielphase, während dieser auch Gelegenheit für Aktivitäten oder kleine Projekte
gegeben ist. In dieser Zeit können die Kinder den T ag ausklingen lassen, bis sie von ihren
Eltern abgeholt werden.
2.3. Funktionsräume
Jeder Raum hat eine ihm zugewiesene Funktion, die d urch entsprechende Bilder und
Beschriftung an den Türen gekennzeichnet ist. Die B asis der Funktionsräume sind die 9
Bildungsbereiche, welche von den pädagogischen Fach kräften für jedes Kind regelmäßig
bearbeitet und reflektiert werden. Die einzelnen Rä ume orientieren sich an den Interessen
und Bedürfnissen der Kinder, deshalb werden diese n ach Möglichkeit in die Raumgestaltung
einbezogen. Ein regelmäßiger Austausch von Materialien verwandelt die Räume und eröffnet
den Kindern neue Möglichkeiten der Entfaltung und H erausforderung. Je nach Platzangebot
kombinieren wir auch zwei Funktionsbereiche in eine m Raum, die thematisch und
umsetzungstechnisch zusammenpassen.
Marktplatz: Empfangsbereich für Kinder und Eltern u nd Ausgangspunkt für den Zugang
zu den anderen Räumlichkeiten dient.
Krabblernest: Raum für die Jüngsten. Durch unmittel bare Nähe zu seiner Bezugsperson
gibt er Sicherheit und unterstützt in einer heimeli gen und behüteten Atmosphäre die
Entwicklung von Verbundenheit und Vertrauen, was in sbesondere für sehr junge Kinder,
aber auch für Kinder in der Eingewöhnung von großer Bedeutung ist. Dieser Raum wird
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 5
meist für die Eingewöhnung genutzt, der wir eine zentrale Bedeutung für den Start in die
Kindertageseinrichtung beimessen. Wir gewöhnen in A nlehnung an das Berliner
Eingewöhnungsmodell ein und legen besonderen Wert a uf einen flexiblen Rahmen, der
sich an den Bedürfnissen der einzelnen Kinder orientiert.
Atelier: Kinder können kreativ handeln und künstler isch tätig werden mit den
unterschiedlichsten Materialien.
Bauzimmer: Kinder haben die Möglichkeit sich mit un terschiedlichen Baumaterialien in
ihren Gestaltungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen, wodurch ihr logisches Denken, ihre
mathematischen Fähigkeiten und ihr physikalisches W issen gefördert und gefestigt
werden.
Rollenspielzimmer: Bietet den Kindern viele Möglich keiten, sich in verschiedenen Rollen
auszuprobieren, um dadurch angeregt zu werden ihre Fantasie auszuleben und
Gelegenheit bekommen, sich mit erlebten Situationen auf spielerische Weise
auseinanderzusetzen.
Bewegungsraum: Der Bewegung kann freien Lauf gelass en werden. Freie Flächen
wechseln sich mit schiefen Ebenen, Podesten oder fl exibel einsetzbaren Materialien ab
und können täglich umgestaltet werden. Auch das Bad wird als Erfahrungsraum für die
Kinder genutzt.
2.4. Gesundheitsförderung / Bewegung
Die Balance zwischen Bewegungs- und Ruhephasen bei Kindern spielt eine enorm wichtige
Grundlage für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung eines jeden Kindes. Vor allem
in den ersten Lebensjahren ist Bewegung enorm wicht ig für das Kind, um seine Umwelt zu
erforschen. Mit allen Sinnen erschließen Kleinkinde r Ihre Umgebung. Körperliche
Erfahrungen und Sinneserfahrungen bilden den Motor für Selbstbildungsprozesse. Bewegung
und Wahrnehmung gehören dementsprechend zusammen un d sind für die
Gesamtentwicklung und die Ausbildung der Persönlichkeit des Kindes zentral.
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass den Kindern b ereits sehr früh sowohl
Bewegungsanreize als auch Ruheimpulse geboten werde n, die im Wechselspiel stattfinden
sollten. In der Krippe wie auch im Kindergarten sol len abwechslungsreiche
Bewegungsanreize zur Verfügung stehen, die in den Alltag integriert und nicht auf bestimmte
Zeiten und Räumlichkeiten begrenzt sind. Es soll einen definierten Bewegungsraum geben, in
dem die Kinder unterschiedlichste Materialien und E lemente finden. Dort befindet sich
beispielsweise eine zweite Ebene, die über eine Rampe erreichbar ist.
Ein Bällebad ist besonders für Krippenkinder ein be sonderer Bewegungsanreiz. Für die
Kindergartenkinder gibt es ein eingebautes Klettere lement, das mit Netzen und Leitern eine
Bewegungsherausforderung darstellt. Außerdem werden bewegliche Elemente wie Polster
oder Matten vorhanden sein, aus denen Bewegungsland schaften ausgebaut werden können
und die die Kinder zum Erkunden anregen. Materialie n unterschiedlicher Qualität, Größe und
Festigkeit regen den Entdeckergeist der Kinder an, dazu gehören Luftballons, Bälle, Tücher,
Seile oder Reifen.
Auch der Außenbereich des Kinderhauses dient als Be wegungsraum für die Kinder.
Holzelemente, eine große Sandfläche, Schaukeln, kle ine Holzhütten und Grasebenen, gerne
auch mit Hügeln, dienen den Kindern als Bewegungshe rausforderungen. Ebenso werden
Fahrzeuge wie Bobby-Cars, Dreiräder oder Laufräder vorhanden sein, die die Kinder zu
Bewegungserfahrungen motivieren. Nicht zuletzt bietet sich der Singkreis als Ort an, an dem
Musikalität und Rhythmik verbunden werden.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 6
2.5. Ernährung
Nach unserem Ernährungskonzept verwenden wir aussch ließlich hochwertige sowie nach
Möglichkeit regionale und saisonale Produkte, die n ährstoffschonend jeden Tag in der
eigenen Küche des Kinderhauses frisch zubereitet we rden. Hierfür wird ein Koch oder eine
Köchin beziehungsweise geeignetes hauswirtschaftlic hes Personal eingestellt. Die Speisen
sollen ihren Eigengeschmack nicht verlieren, deshal b wird bei uns sparsam gewürzt. Aus
pädagogischer Sicht legen wir großen Wert darauf, d ass die Kinder die Speisen und Mengen
selbst wählen. Die PädagogInnen begleiten die Mahlzeiten und sind sich ihrer Vorbildfunktion
bewusst. Obst und Gemüse werden regelmäßig angebote n, stehen beim Frühstück,
Mittagessen und dem Nachmittagssnack bereit. Das Mi ttagessen findet bei Bedarf zeitlich
versetzt oder in getrennten Räumen statt. Die Kripp enkinder beginnen früher mit der
Mahlzeit und gehen meist nach dem Essen schlafen.
Beim Thema Gesundheit ist es wichtig, dass die PädagogInnen mit dem Küchenpersonal eng
zusammenarbeiten. Es findet ein ständiger Austausch statt. Zudem werden Kinder – wenn es
sich anbietet – in die Speisenzubereitung einbezoge n und verbringen auch Zeit mit dem
Küchenpersonal. Im Garten des Kinderhauses wird mit den Kindern ein Gemüsegarten
angelegt, aus dem die Kinder gemeinsam mit der Köch in oder dem Koch ihre Produkte
ernten können. Die Kinder lernen so den Weg von der Saat über das Pflanzenwachstum bis
hin zur Speise kennen. Der Austausch mit den Eltern ist für beide Themen – Ernährung wie
auch Bewegung – unser besonderes Anliegen.
2.6. Sprache
Das Thema Sprache nimmt für uns einen hohen Stellen wert ein und fließt bei uns in den
gesamten Tagesablauf mit ein. Wir achten auf ein ko mmunikatives Klima, das Lust und
Freude am Sprechen erlebbar macht. Beispielsweise w erden den Kindern offene Fragen
gestellt. Wir nutzen im Alltag viele Bücher und Wan ddokumentationen, die die Kinder zum
Sprechen anregen. Des Weiteren lassen die PädagogIn nen jedem Kind die Zeit, die es
braucht, und folgen dem Tempo des Kindes, damit diesem Wertschätzung entgegengebracht
wird und somit eine Motivation zum Weitersprechen e ntsteht. Handlungsbegleitend werden
die Tätigkeiten der ErzieherInnen sprachlich ausgedrückt. Auch beim Thema Sprache ist eine
genaue Beobachtung und Dokumentation unerlässlich, um gegebenenfalls
Sprachauffälligkeiten zu erkennen und bei Bedarf mi t externen Fachkräften
zusammenzuarbeiten. Als Instrumente bieten sich Sis mik und Seldak
12 an, welche für Kinder
mit Migrationshintergrund und für Kinder mit Deutsch als Muttersprache entwickelt wurden.
Wenn möglich engagieren wir aus dem QuereinsteigerI nnen Qualifizierungsprogramm der
FDFP native speaker, um einen frühkindlichen leicht en Zugang zu Fremdsprachen, wie
Englisch, zu ermöglichen.
1 Sismik bedeutet – Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Mi grantenkindern in der
Kindertageseinrichtung und wurde von M. Ulich und T. Mayr 2003 entwickelt.
Seldak bedeutet Sprach entwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern und
arbeitet mit ähnlichen Vorgehensweisen, nur dass hierbei das Augenmerk auf Kinder gelegt ist, die mit
Deutsch als Erstsprache aufwachsen.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 7
3. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kinderhaus ist eine wichtige Säule in der Arbeit mit
Kindern. Ein offener, wert- und vorurteilsfreier, v ertrauensvoller und transparenter Umgang
miteinander ist unabdingbar. Eine vertrauensvolle P artnerschaft dient als Basis für eine gute
Entwicklung des Kindes. Den Eltern muss der pädagog ische Alltag transparent sein, damit
diese am Bildungsgeschehen ihres Kindes teilhaben können.
Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft soll unte r anderem durch die folgenden
Instrumente aufgebaut und aufrechterhalten werden:
Instrument Wann / wie oft Inhalt / Zweck
Erstgespräch vor dem ersten Tag
im Kinderhaus
- Ablauf der Eingewöhnung
- Anliegen der Eltern
- Vorlieben und Gewohnheiten des Kindes
Tür - und
Angelgespräche
täglich - Teilhabe am Erleben der Kinder im
Kinderhaus
- Besonderheiten besprechen und Fragen
klären.
Wanddokumentationen Regelmäßig - Information über Aktivitäten
- Anlass für vertiefende Gespräche
Portfolio Ständig - Lern - und Entwicklungsgeschichte
dokumentieren, reflektieren und
präsentieren
Elternabend Jährlich - Thematisierung aktueller Themen
- Wahl des Elternbeirats
Elternbeirat Ständig - Vertretung der Wünsche und Anliegen
der Eltern gegenüber der Kita
- Austausch/ Diskussion grundlegender
pädagogischen und organisatorischen
Themen
- partnerschaftliche Zusammenarbeit
zwischen Elternbeirat und Kita-Team
Elternecke Ständig - Aufenthaltsort im Kinderhaus für die
Eltern
Elterngespräche Mind. einmal jährlich - Detaillierte Information der Eltern
- Besprechung des Entwicklungsstands
Elternhospitation Bei Bedarf - Intensiver Einblick in den Kita -Alltag
Gemeinsame Feste 1-2 mal jährlich - Stärkung der Beziehung zwischen
PädagogInnen und Eltern
- Entstehung einer Gemeinschaftsgefühls
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 8
4. Integration und Inklusion in element-i-Kinderhäusern
4.1. Allgemein
Im Rahmen der pädagogischen Arbeit in den element-i -Kinderhäusern legen die
Erzieherinnen und Erzieher besonderen Wert auf die Bedürfnisse und Interessen eines jeden
Kindes. Jedes Kind bekommt die individuelle Unterst ützung, die es benötigt. Ein
wertschätzender Umgang zwischen Erzieherin und Kind setzt das tiefe Vertrauen in das
Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die große
Vielfalt in den Persönlichkeiten der Kinder und Erz ieher/innen in den Kinderhäusern ist eine
Chance für den respektvollen Umgang miteinander.
Jedes Kind hat eine Persönlichkeit, interessiert si ch für die verschiedensten Dinge und
Sachverhalte, knüpft Freundschaften und bildet sich ganz individuell. Ein Beispiel: Oliver
fährt gerne Fahrrad und möchte Feuerwehmann werden, Ailyn spielt am liebsten mit ihrem
kleinen Bruder im Bauzimmer und konstruiert fantast ische Bauwerke und Miriam spielt am
liebsten mit ihren beiden Freunden in der Turnhalle . Jedes dieser Kinder hat individuellen
Interessen, Kompetenzen und Vorlieben. Eines der Ki nder ist blind und eines kann kaum
deutsch. Doch alle drei sind Kinder, nur mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
4.2. Integration von Kinder mit Behinderung
In den letzten Jahren konnten immer wieder Kinder m it Behinderung in einzelne
Kinderhäuser der Konzept-e gGmbH aufgenommen werden . Für Kinder mit besonderen
Bedürfnissen und Unterstützungsbedarf werden in Zus ammenarbeit mit Fachkräften und
Beratungsstellen individuelle Teilhabe-Möglichkeite n erarbeitet und realisiert.
Integrationserzieher/innen kümmern sich im Kinderha us konkret um die Belange der Kinder
mit Behinderung und achten bei den Aktivitäten im A lltag darauf, dass alle Kinder unter
Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen, gemeinsam aktiv werden können.
Das Zusammenleben in den Kinderhäusern bietet so für Kinder, Erzieher/innen und Eltern die
Gelegenheit, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit in gegenseitiger Achtung und Respekt
zu üben. Die Eltern aller Kinder werden im Rahmen d er Bildungspartnerschaft in die Arbeit
des Kinderhauses mit einbezogen.
Für Kleinkinder sind Kategorien wie “behindert” und “nicht behindert” ohne Belang, deshalb
gehen Kinder in diesem Alter unvoreingenommener und ohne Vorurteile miteinander um.
Diese Chance soll in den Kinderhäuser genutzt werden.
4.3. Kulturelle Integration
Deutschland ist unter anderem durch die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung geprägt. Kinder
und Eltern können in einem Kinderhaus der Konzept-e gGmbH einen Ort erleben, in dem das
Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft i n gegenseitiger Achtung und
Toleranzgelebt und als Bereicherung verstanden wird . Die Zweisprachigkeit von Kindern mit
Migrations-Hintergrund ist eine Chance für alle Bet eiligten, die Wertschätzung der
Muttersprache und des kulturellen Hintergrunds der Kinder im Kinderhaus zu thematisieren.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 9
Diese Wertschätzung wird im Alltag vor allem deutlich durch das offene Interesse an anderen
Sprachen und Kulturen, z.B. durch verschiedensprachige Begrüßungen und Lieder.
In der Zusammenarbeit mit Eltern achten die Mitarbe iterinnen in den Kinderhäusern und in
der Organisation darauf, eventuelle Sprachbarrieren durch das mehrsprachige pädagogische
Konzept und das Vermitteln von grundlegenden Inform ationen über Zweisprachigkeit zu
minimieren. Sollten Eltern das Gespräch nicht siche r auf Deutsch verstehen und führen
können, wird ein Dolmetscher einbezogen.
Bei den Mahlzeiten im Kinderhaus wird auf die Bedür fnisse der Kinder aller Religionen
eingegangen.
4.4. Genderthematik
Unsere gendersensible Konzeption geht davon aus, da ss Jungen und Mädchen
unterschiedliche Lebensbedingungen und Entwicklungs linien in unserer Gesellschaft haben.
Wir wollen diesen Unterschieden gerecht werden, rol lenspezifische Benachteiligungen
ausgleichen und gleichberechtigte Entwicklungsmögli chkeiten für Mädchen und Jungen
bieten. In der Arbeit mit den Kindern möchten wir d ie unterschiedlichen Interessen und
Lebenssituationen beider Geschlechter gleichermaßen berücksichtigen und fördern, unter der
Anerkennung, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.
Anhand von Impulsen, Projekten und anderen Aktione n werden im pädagogischen Alltag
Themen und Fragen der Kinder zur Körperlichkeit, ki ndlicher Sexualität oder sozialen Rollen
in einer kind- und entwicklungsgerechten Weise aufg egriffen. Beim Thema Gender ist uns
die Haltung der PädagogInnen besonders wichtig. Wir möchten erreichen, dass untypisches
Verhalten der Rolle von beiden Geschlechtern zugelassen wird. Jungen dürfen sich bei einem
Rollenspiel selbstverständlich als Prinzessin verkleiden, Mädchen als Piraten oder umgekehrt.
Die Bedürfnisse der Kinder werden oder Vorbehalte g egenüber dem Kind zugelassen. Die
Kinder sollen sich erproben können und nicht in vor gegebenen Rollenmustern agieren
müssen. Die PädagogInnen sollten eine offene Haltun g haben und die Kinder bei ihrer
Identitäts- und Rollenfindung begleiten.
In der Arbeit ist es wichtig, Jungen und Mädchen be ziehungsweise Männer und Frauen
gleichermaßen anzusprechen. Das kann zum Beispiel b ei einem Aushang für die Eltern so
umgesetzt werden, dass bei der Anrede „Liebe Väter, liebe Mütter“ und nicht „Liebe Eltern“
steht. Beide Geschlechter fühlen sich dadurch mehr wahrgenommen und angesprochen.
Gender Mainstreaming bedeutet für uns, dass sich je des Mädchen und jeder Junge seine
eigene soziale Geschlechterrolle konstruieren soll und kann. Diese Rolle ist nicht
zwangsläufig mit Rollenstereotypen und biologischem Geschlecht verbunden. Grundlegend
dafür ist, dass die Geschlechterperspektive kontinu ierlich im Alltag auch unter den
ErzieherInnen reflektiert und berücksichtigt wird. Ziel ist ein reflektierter Umgang mit und ein
Abbau von Rollenstereotypen. Diese Reflexion schließt die eigene Sozialisation der Fachkraft,
die Situationen der Kinder sowie deren Familien und das nähere Umfeld des Kinderhauses
mit ein. Klassische pädagogische Instrumente wie di e Kindbesprechung, die Raumreflexion
oder eine Bildungsbereichsreflexion sind in unserer Arbeit um den Aspekt Gender ergänzt
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 10
worden, was zu einer ganzheitlichen Sichtweise auf das Kind, die Raumqualität oder die
einzelnen Bildungsbereiche beiträgt. In Teamsitzung en soll das Thema Gender regelmäßig
reflektiert und ins Gedächtnis gerufen werden. Durc h Projekte mit Eltern, Großeltern oder
Kooperationseinrichtungen (z.B. Altenheim, Handwerksbetrieb, Polizei) im Sozialraum können
Ressourcen aus dem Umfeld der Kinder genutzt werden , um Genderthemen wie
beispielsweise Berufe, handwerkliche und hauswirtsc haftliche Fähigkeiten für die Kinder
erlebbar zu machen.
Auch bei der Raumgestaltung kann das Thema Gender b erücksichtigt werden. Es sollte
sowohl Räume geben, die entweder nur Jungen oder nu r Mädchen ansprechen, aber auch
welche, die zu geschlechteruntypischen Aktivitäten anregen. Beispielsweise kann ein
Rollenspielzimmer nicht nur mit einer Küche, Puppen , Kleidern, Waschmaschine und
Kinderwägen eingerichtet sein, sondern ergänzt werd en durch einen Schreibtisch mit
Schreibmaschine, Bauhelmen, einem Blaumann oder einem Werkzeugkoffer. Genauso sollten
in einer Werkstatt Materialien vorhanden sein, die auch Mädchen ansprechen, z.B.
Glitzersteine oder bunte Federn. Dadurch haben alle Kinder die Möglichkeit, aus einer Vielfalt
an geschlechterbezogenen Angeboten auszuwählen.
4.5. Kinderschutz
Für alle Kindertageseinrichtungen der Kind und Beru f gGmbH gibt es ein
Kinderschutzkonzept, welches das Verfahren bei Verd acht auf Kindeswohlgefährdung
festlegt. Dieses Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des
Kindeswohls, gemäß den §8a und §72a, SGB VIII, in d en Kindertageseinrichtungen
umgesetzt wird. Verpflichtung dabei ist u.a., sämtl iche Beobachtungen, Gespräche und
vereinbarte Maßnahmen zu dokumentieren und eng mit dem Jugendamt zu kooperieren, um
beispielsweise auf eine fachliche Beratung und Unte rstützung in der Zusammenarbeit mit
den Eltern zurückgreifen zu können.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 11
5. Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen
Um den Qualitätsstandard im Kinderhaus weiterzuentw ickeln bzw. aufrechtzuerhalten,
konzipieren wir Fortbildungen mit qualifizierten Re ferentInnen. Diese Fortbildungen finden
für alle MitarbeiterInnen zweimal jährlich dreitägi g von Freitag statt. Ziel dieser
Fortbildungen ist es, den MitarbeiterInnen aktuelle pädagogische Erkenntnisse zugänglich zu
machen, sie für neue Anforderungen zu stärken und U nterstützung für die tägliche Arbeit zu
bieten.
Einer dieser Termine ist der sogenannte element-i-Kongress, an dem alle PädagogInnen und
MitarbeiterInnen des Unternehmens gemeinsam teilnehmen. Hier laden wir ReferentInnen zu
bestimmten Themen ein, die in Fachvorträgen den päd agogischen Fachkräften neuen Input
geben. In Workshops und Diskussionsgruppen werden d ie Inhalte der jeweiligen Vorträge
vertieft und abgerundet.
Beim zweiten Fortbildungswochenende können die ErzieherInnen aus verschiedenen Themen
auswählen. Wir stellen jedes Jahr eine Auswahl an F ortbildungen zur Verfügung, damit sich
die PädagogInnen nach eigenem Interesse und nach Zuständigkeit im Kinderhaus ein Thema
Ihrer Wahl aussuchen können, das sie gerne vertiefe n möchten. Als Beispiel für eine
Weiterbildung wäre das dreitägige Seminar zum Thema „Bildung und Lernen“ oder „Der
Raum als 3. Erzieher – Vorbereitete Umgebung und Ma terial“. Außerdem bieten wir in der
element-i-Akademie in Modulen Fortbildungen zu alle n Bildungsbereichen an, in denen
besonders der Transfer zwischen Theorie und Praxis hergestellt wird.
Als weiteres wichtiges Instrument zur Qualitätssich erung und -entwicklung in unseren
Kinderhäusern nutzen wir Hospitationen, mit denen d er gegenseitige Austausch zwischen
den verschiedenen Einrichtungen sowie gegenseitiges Lernen angeregt werden.
Im Rahmen eines umfassenden Qualitätsverständnisses orientiert sich unsere Arbeit an den
Interessen unserer Kinder, Eltern und MitarbeiterIn nen. Deshalb werden jährlich schriftliche
Befragungen durchgeführt, an deren Ergebnisse wir u nsere pädagogische Qualität
überprüfen. Bei der Befragung werden unterschiedlic he Elemente des Tagesablaufs im
Kinderhaus sowie beispielsweise die Elternarbeit be wertet. Dadurch wollen wir eine
kontinuierliche Verbesserung unserer Arbeit vorantr eiben und eine Partizipation aller
Beteiligten ermöglichen, die als ExpertInnen von uns angesehen werden.
Weiterhin haben wir, um die pädagogische Qualität s tändig weiterzuentwickeln, ein
Qualitätssystem entwickelt, in welchem alle Prozess e dokumentiert sind. Für unser
Ausfallmanagement haben wir zum einen Aushilfskräft e, die wir bei Bedarf anrufen können.
Zum anderen gibt es bei Bedarf Maßnahmen wie Flexib ilisierung der Arbeitszeit oder Hilfe
aus einem anderen Kinderhaus.
Die pädagogischen Fachkräfte arbeiten in der pädago gischen Arbeit mit den Kindern
gleichberechtigt zusammen. Die Leitung des Kinderha uses ist für die pädagogischen und
organisatorischen Inhalte bezüglich der Einrichtung , sowie für die Begleitung der
pädagogischen Fachkräfte in der Praxis zuständig. Sie ist verantwortlich für die Sicherung der
Qualität in den Kinderhäusern und die Steuerung der Umsetzung, wie auch der
Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes. Die MitarbeiterInnen können regelmäßig
auf Fachberatung und Coaching durch das Leitungstea m zurückgreifen. Dieses fordert und
fördert die Mitarbeitenden in ihrer persönlichen un d fachlichen Weiterentwicklung und
unterstützt so die qualitativ hochwertige Umsetzung der Arbeit in die Praxis. Einmal
wöchentlich findet eine Teamsitzung statt.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 12
Um sich größtenteils der Pädagogik im Kinderhaus wi dmen zu können, wird die Leitung vor
Ort von weiteren administrativen, organisatorischen , kaufmännischen und pädagogischen
Aufgaben entlastet. Diese Aufgaben werden durch die Zentrale wahrgenommen.
Effektivität und Effizienz werden im Rahmen eines k ontinuierlichen Verbesserungsprozess in
allen Bereichen des Unternehmens weiter entwickelt.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 13
6. Sozialraumorientierung
Je mehr sich die pädagogische Arbeit an den alltägl ichen Lebensbedingungen innerhalb und
außerhalb des Kinderhauses orientiert, um so mehr w ird sie zum Erfahrungsraum für die
Kinder. Hierbei spielt der Sozialraum, in welchem s ich die Kindertagesstätte befindet, eine
bedeutende Rolle. Dieser soll in die tägliche Arbei t integriert werden und als naheliegendes
selbstverständliches Ausflugsziel genutzt werden. D ie Orte des täglichen Lebens, wie
Bäckerei, Metzgerei, Lebensmittelhändler, Gärtnerei, Bibliothek, Post oder Polizei bieten sich
als Anknüpfungspunkte an die Interessen der Kinder und den Alltag an. Die Kinder sollen ihr
Umfeld als natürlichen Lebensraum wahrnehmen und nu tzen. Besonders die
Stadtteilbibliothek bietet sich als Ausflugsziel mi t den Kindern an. Die Kinder können sich
Bücher anschauen oder ausleihen. Auch Ausflugsziele wie der Allwetterzoo oder den
Wolbecker Tiergarten dienen für alle Altersstufen a ls Anknüpfungspunkte im Sozialraum und
verstärken den Bezug zur Natur- und Tierwelt, was u ns in der pädagogischen Arbeit wichtig
ist.
Eine Zusammenarbeit mit anderen Kindertagesstätten oder Kinderhäusern sowie Schulen im
Sozialraum ist wünschenswert. Insbesondere der Aust ausch mit einer Schule, in die die
Mehrzahl der Kindergartenkinder wechseln wird, ist von großer Bedeutung. Dadurch können
die Kindergartenkinder bereits vorab die Einrichtun g kennenlernen, in der sie nach der
Kinderhauszeit viel Zeit verbringen werden. Erste K ontakte können geknüpft werden und die
Übergangssituation kann in Zusammenarbeit zwischen Kinderhaus und Schule gut für das
Kind und die Eltern gestaltet werden. Die Schule wird bereits vor dem Übergang als vertraute
Umgebung von den Kindern und Eltern erfahren, der Ü bergang gelingt besser. Denkbar ist
beispielsweise, dass im Kinderhaus eine Gruppe für Schulhüpfer eingerichtet wird. Die Kinder
dürfen die Partnerschule in regelmäßigen Abständen im Schulgebäude besuchen und
erhalten einen ersten Eindruck von den LehrerInnen und der neuen Umgebung.
Selbstverständlich kann auch ein gemeinsames kleines Projekt mit den Schulkindern gestaltet
werden.
Es bietet sich z.B. auch an, den Kontakt zu einem n ahe gelegenen Seniorenheim zu suchen.
Es können gemeinsame Projekte mit den Senioren, die dort leben, stattfinden. Gemeinsame
Bastel- oder Backnachmittage bauen die Berührungsän gste zwischen Kindern und Senioren
ab, Lesepatenschaften oder gemeinsames Musizieren b ieten Anregungen für alt und jung,
gegenseitige Rücksichtnahme wird nebenbei geübt. Es ist auch vorstellbar, dass es
gemeinsame Gartennachmittage gibt oder dass die Sen ioren am Sommerfest im Kinderhaus
beteiligt werden. Das Kinderhaus öffnet sich in Ric htung Sozialraum und wird als natürlicher
Bestandteil angesehen. Unser Ziel ist es, alle Dime nsionen menschlicher Vielfalt abzubilden
und Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, gen erativen, weltanschaulichen,
philosophischen und lebensstilistischen Hintergründ en Raum zur Begegnung zu geben. Eine
Netzwerkbildung sowie eine Unterstützung der sozial raumbezogenen und städtischen
Gemeinwesenarbeit streben wir an. Alle Maßnahmen de r Sozialraumorientierung sind an der
Lebensrealität der Familien orientiert und haben gu te Erfahrungen der Kinder mit ihrem
näheren Umfeld zum Ziel.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 14
7. Öffnungszeiten
Ein bedarfsgerechter Öffnungszeitenkorridor wird angestrebt.
Die Eltern können, je nach persönlichem Bedarf, zwischen unterschiedlichen
Betreuungsmodellen wählen:
- Ganztages-Betreuungsplatz: Das Kind kann den gesamten Öffnungszeitenkorridor
inklusive Frühstück, Mittagessen und Snacks nutzen.
- Flexibler Betreuungsplatz: Bei flexiblen Betreuungsplätzen bieten wir den Eltern die
Möglichkeit, ihre Kinder entsprechend ihres wechselnden Betreuungsbedarfs betreuen zu
lassen. Das Essen ist vollständig enthalten.
Beispielhafter Tagesablauf
7.30 Uhr Öffnung der Kita
7.30 - 9.30 Uhr Freispiel / freies Frühstück
9.30 - 10.00 Uhr Kinderkonferenz
10 - 12 Uhr Intensivphase mit Aktivitäten und Proje kten 1. Kernzeit
12 - 12.30 Uhr Mittagessen 2. Kernzeit
12.30 - 14.30 Uhr
Entspannungsphase / Schlafen
15 - 16 Uhr Imbiss / Aktivitäten / Projekte 3. Kernze it
ab 16.30 Uhr Freispiel, die Kinder werden nach und nach abgeholt
18.00 Uhr Schließung der Kita
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 15
8. Wir gehen einen Schritt weiter…
... mit unseren staatlich anerkannten freien element-i-Schulen:
Bei uns lernen Kinder...
...individuell – weil jedes Kind ein eigenes Lerntempo hat.
...interessen- und handlungsorientiert – weil Neugierde und praktisches Tun die besten
Lehrmeister sind.
...jahrgangsübergreifend und in Interaktion mit anderen – weil Kinder mit- und
voneinander lernen sollen. Der PISA-Test bestätigt jedes Jahr aufs Neue, dass die
Entwicklungsspanne von Kindern innerhalb einer Klasse bis zu drei Jahre beträgt. Bei uns
steht deshalb nicht das Alter im Vordergrund, sondern die individuellen Kompetenzen.
...ganztags – damit wir mehr Zeit für- und miteinander haben.
...bilingual – weil interkulturelles Verständnis sprachliches Verstehen voraussetzt.
...MINT-orientiert – weil Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
wichtig sind, wenn man die Welt begreifen will.
...selbständig zu sein – weil man Verantwortung für die eigene Entwicklung trägt.
...sich über Leistung zu freuen – weil nichts mehr motiviert als Stolz auf sich selbst.
… und bald auch bis zum Abitur mit unserer weiterführenden Schule im
Technologiepark Karlsruhe.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 16
9. Unsere Verantwortung – Gegen den Fachkräftemangel
Wer über 40 Kitas leitet, weiß genau, wo die Defizite bei der Erzieherausbildung liegen. Weil
es zudem viel zu wenig Erzieherinnen und vor allem Erzieher gibt, haben wir 2011 die
Freie Duale Fachschule für Pädagogik in Stuttgart gegründet, 2012 kam eine zweite
Fachschule in Stuttgart hinzu. Seit 2016 sind beide Schulen staatlich anerkannt.
Auch QuereinsteigerInnen bieten wir durch unsere einzigartige Qualifizierungsmaßnahme
an der FDFP. Nach dieser Maßnahme haben die Teilnehmer als vollwertiger Teil des Teams
die Möglichkeit speziell ihre Kenntnisse im MINT Bereich in den Kinderhäusern
weiterzugeben.
Lesen Sie hier mehr dazu:
http://www.freiedualefachschule.de/startseite/
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 17
10. Auszeichnungen und Projekte
Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ seit 2015
Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2013 in der Kategorie Frühkindliche Bildung
1. Platz „Kids kreativ 2011“ der Fraunhofer Gesellschaft
Projekt "Frühe Chancen - Schwerpunkt-Kita Sprache & Integration" gefördert vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Projekt „eMANNzipation – Kita sucht Mann“, initiiert und gefördert vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2011 – 2013
2. Preis Mestemacher KITA -Preis 2009 für eine geschlechterübergreifende Pädagogik
2. Preis beim 3. Stuttgarter Innovationspreis 2007 für Kindertagesstätten „Ernährung und
Bewegung“
Sonderpreis beim Kindergartenwettbewerb des Bildungswerkes der Bayerischen
Wirtschaft 2005
2. Preis Mestemacherpreis für eine geschlechterübergrei fende Pädagogik 2005
3. Preis der Bertelsmann Stiftung für das pädagogische Konzept zur Eingewöhnung von
Kindern 2004
Publikationen
Weegmann, C.M.: Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, Carl Link Verlag,
2011.
Weegmann, W./Kammerlander, C. (Hrsg.): Die Jüngsten in der Kita. Ein Handbuch zur
Krippenpädagogik, Kohlhammer, 2010
Fachleute aus dem Konzept-e-Netzwerk publizieren regelmäßig in frühpädagogischen
Zeitschriften wie
Kindergarten heute , Kita aktuell , didacta – Das Magazin für lebenslanges
Lernen u.a.m
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 18
11. Kita Referenzen und Logo
Jedes unserer neuen Kinderhäuser bekommt ein individuell entwickeltes Logo
bezugnehmend auf die Wünsche und Gegebenheiten.
Hier ein kleiner Auszug aus unseren 40 bestehenden Kitas:
Kinderhaus „Rheinpiloten“ Düsseldorf, Gründung 2012
Plätze: 80 von 0-6 Jahre
Kinderhaus „Sportkita Wirbelwind“ Karlsruhe, Gründung 2012
Plätze 65 von 0-6 Jahren
Kinderhaus „Zauberwald“ München, Gründung 2016
Plätze 48 von 0-3 Jahren
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 19
Kinderhaus „Steppkes“ Stuttgart, Gründung 2012
Plätze: 90 von 0-12 Jahren
Mehr auf wwww.element-i.de
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 20
12. Kunden Referenzen
Unsere Kunden – Unsere Partner
Allianz Deutschland AG Regierungspräsidium Stuttgart
Amtsgericht Mannheim Robert Bosch GmbH
Barmer Staatsministerium Baden-Württemberg
Daimler FleetBoard GmbH Stadt Düsseldorf
DEKRA e.V. Stadt Karlsruhe
Deutscher Sparkassenverlag GmbH Stadt München
Die Staatstheater Stuttgart Stadt Stuttgart
EnBW AG STEP Stuttgarter Engineering Park GmbH
Flint Group Germany GmbH Stuttgarter Straßenbahnen AG
Fraunhofer-Institut Südwestdeutsche Medienholding GmbH
Innenministerium Baden-Württemberg Technologiepark Karlsruhe GmbH
Justizministerium Baden-Württemberg Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH
Kreissparkasse Ludwigsburg TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH+Co.KG
Lapp Holding AG TTR Technologieparks TÜ-RT GmbH
L-Bank Karlsruhe Weleda AG
MAHLE Behr GmbH & Co. KG Wirtschaftsförderung Region Stuttgart
Max-Planck-Institut Wüstenrot & Württembergische AG
Mercedes-Benz Bank AG ZF Friedrichshafen AG
Michelin Reifenwerke KGaA
Prisma
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 21
13. Wirtschaftlichkeit – Trägeranteil
Kind und Beruf gGmbH bewirbt sich als anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe um
die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung.
Unter Berücksichtigung der Anlage 1. „Weiterentwicklung des Trägerauswahlverfahrens für
Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster“ Punkt 1.
Ausschreibungsverfahren/Bewerbungsverfahren möchten wir einen Trägeranteil von
5%
anbieten.
Statt der freiwilligen kommunalen Förderung in Höhe von 4% würden wir es begrüßen, einen
freiwilligen Mietzuschuss in Höhe von 45% auf den aktuellen KiBiz-Satz von 10,52 EUR zu
erhalten.
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 22
14. Bundesweite Anerkennung
Verbindliches Angebot Trägerschaft Kita Alt Angelmodde Münster Seite 23
15. Warum ist uns Ihr Standort wichtig?
Münster besitzt als bedeutende Universitätsstadt eine hohe Wohnqualität und gilt als eine
der lebenswertesten Städte der Welt. Eine besonders grüne Stadt und das Fahrrad ist für
deren Bewohner ein Muss.
Zudem schafft Münster Arbeitsplätze mit einem Netzwerk aus Spitzenforschung und
innovativen Zentren für Forschungs- und Technologietransfer und sichert somit die Zukunft.
Dies ist für die Frage „Wo möchte ich meine Kinder großziehen?“ ein wichtiger Punkt bei der
Ansiedlungsfrage von jungen Familien.
Münster tut viel für seine Bewohner. Die Tendenz der Ansiedlung besonders von jungen
Familien ist steigend.
Wir möchten Sie darin unterstützen Ihrem Auftrag gegenüber Ihren Einwohnern gerecht zu
werden. In der Vereinbarkeit von Familie & Beruf sehen wir unsere Passion.
Mit unserem fachlichen Know-how aus über 30 Jahren und unserem ausgereiften und
wissenschaftlich unterstützten pädagogischem Konzept von element-i sind wir ein exzellenter
Partner für Ihre Betreuungs- und Bildungsinfrastrukturangebote nach Maß.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Mit herzlichen Grüßen
Gabriele Widmann-Schmid
Vertrieb und Kundenprojekte
Tel.: 0711 656960-39
Telefax: 0711-656960-9039
E-Mail: gabriele.widmann-schmid@konzept-e.de
Anlage 4.3 Sicherung des Wohles sowie Verfahren der Beteiligung und Beschwerde für Kinder
10040 Zeichen
ISO 9001 Stand 002/11.2012 Seite 1 von 3 Prozessbezeichnung Sicherung des Wohles sowie Verfahren der Beteiligung und Beschwerde für Kinder Dokumentenverantwortliche/r: Rehn, Marcus Geändert von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Kammerlander, Carola Prozessverantwortliche/r Rehn, Marcus Stellvertreter/in Pranghofer, Franziska Bereich Elementarpädagogik Prozesse normalerweise ausgeführt von: Allen Mitarbeitenden im Bereich Pädagogik Prozessziel Umsetzung des pädagogischen Konzeptes innerhalb der Bestimmungen des BKiSchG Geeignete Verfahren zur Sicherung des Wohls, der Beteiligung und Beschwerde von Kindern Prozessbeschreibung I. PÄDAGOGISCH- KONZEPTIONELL Konzeptionell verankert, in der Praxis implementiert und durch die Teamleitungen gesichert sind folgende Instrumente für die Beteiligung der Kinder in den element-i-Kinderhäusern: Pädagogische Leitziele Kinderkonferenz Impulse Beobachtung und Dokumentation: In der Kinderkonferenz, welche jeden Vormi ttag stattfindet "bekommen die Kinder die Gelegenheit, ihre aktuellen Vorstellungen und Interessen zu formulieren, zu verhandeln und so ihren Tagesablauf selbstständig, demokratisch (...) zu gestalten" (element-i Kinderhauskonzept 2012, S.11) Während die g rößeren Kinder hierbei die Möglichkeit haben selbst Ideen einzubringen und darauf folgend selbstständig zu wählen, mit welcher Beschäftigung (Impuls) sie ihren Vormittag verbringen, basiert die Kinderkonferenz bei den kleineren Kinder auf Beobachtungen der Pädagogen. Durch sorgfältige Beobachtungen in verschiedenen Situationen des Tages werden Interessen und Anregungen der Kinder aufgegriffen und in der Kinderkonferenz entsprechende Impulse angeboten. Diese werden anhand von Symbolen und Fotos der entsprechenden Räume für die Kinder verständlich gemacht. Selbstverständlich haben auch die kleinsten Kinder die Möglichkeit sich frei für einen Impuls zu entscheiden. Eine weitere Möglichkeit der Beteiligung findet sich in einem der wichtigsten Leitziele der pädagogischen Arbeit, der Förderung der Autonomie. Alle Kinder werden explizit dazu angehalten ihre Meinung zu äußern und selbstständiges, selbstverantwortliches und eigeninitiatives Verhalten zu erproben. (vgl. element-i Kinderhauskonzept 2012, S.8.) Damit ist u.a. die kritische Auseinandersetzung der Kinder mit ihrem Kinderhausalltag ein pädagogisches Ziel, welches sich konzeptionell in fast allen Bereichen wiederfindet. Es wird mit beispielhaft folgenden Instrumenten ein Rahmen geschaffen, der Kinder besonders auch eine kritische Beteiligung (Beschwerde) ermöglicht und sichert: Kinderbefragung Bezugserziehersystem Beobachtung und Dokumentation: Für Kinder ab zwei Jahren wurde aber bereits ein Fragebogen zur allgemeinen Zufriedenheit im Kinderhaus eingeführt. Dieser wird bewusst von einer Person Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 002/11.2012 Seite 2 von 3 Prozessbezeichnung Sicherung des Wohles sowie Verfahren der Beteiligung und Beschwerde für Kinder durchgeführt, die dem Kind zwar bekannt aber nicht allzu vertraut ist. Damit soll gewährleistet werden, dass die Kinder unbefangen ihre Meinung äußern können. Des Weiteren dient der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu allen Pädagogen in der Einrichtung und die Akzeptanz dessen, dass sich jedes Kind seinen "Bezugspädagogen" selbst wählt, dem, dass Kinder jederzeit die Möglichkeit haben auch mit persönlichen Problemen auf die Pädagog Innen zuzugehen. Verschiedene Instrumente der Beobachtung durch die Pädagogen dienen außerdem dem frühzeitigen Erkennen von Auffälligkeiten. Diese sind im Handlungskonzept „Kinderschutz“ sowie in der Dokumentation nach § 8a SGB VIII beschrieben. II. ORGANISATORISCH- STRUKTURELL Zur Sicherung, dass ausschließlich persönlich und fachlich geeignete MitarbeiterInnen mit den Kindern der element -i-Kinderhäuser arbeiten, sind folgende Instrumente implementiert und in der Qualitätssicherung festgeschrieben: Bewerbungsmanagement und Einstellung neuer Mitarbeiter Qualifizierung von MitarbeiterInnen der element-i-Kinderhäuser Sicherung der Qualität in den element -i-Kinderhäuser durch Teamleitungen und Fachberatung der Pädagogischen Leitungen Sicherung der Qualität durch ErzieherInnenrotation und Audits Sicherung des Kindesschutz durch das Konzept zum Vorgehen im Missbrauchsverdachtsfall: Durch das Einstellungsverfahren wird sicher gestellt, dass ausschließlich fachlich und persönlich geeignetes Personal in den element -i-Kinderhäusern zum Einsatz gelangen. Dafür erhalten ausschließlich BewerberInnen ein Vertragsangebot (Arbeitsvertrag), die im vorab nachweisen, dass sie über einen im Fachkräftekatalog aufgeführten und anerkannten Abschluss verfügen . Zusätzlich arbeiten auch SpezialistInnen ohne einschlägig fachlicher Ausbildung in den element -i-Einrichtungen (so zum Beispiel natives speaker), n achdem diese mit besonderer Sorgfalt auf ihre Eignung durch Fachberatende Pädagogische Leitung sowie Teamleitung geprüft wurden. Zudem ist für jedem Mitarbeitenden – auch im mittel- und langfristigen ehrenamtlichen Engagement – die Vorlage eines aktuellen Führungszeugnisses zum Dienstantritt bindend. Die Aktualität (Erneuerung nach drei Jahren) der Führungszeugnisse wird zentral durch den Bereich Personal gesteuert. Um eine qualitativ hochwertige Begleitung aller Kinder in den element -i-Kinderhäusern und d amit den Blick auf das einzelne Kind und dessen Bedürfnisse sicherzustellen, sind alle Mitarbeitende des Konzept -e-Netzwerkes verpflichtet an Bausteinen des Qualifizierungssystems teilzunehmen. Alle Mitarbeitende werden nach Aufnahme ihres Beschäftigungsve rhältnisses in einem einwöchigen Workshop grundlegend eingearbeitet. Zweimal pro Jahr nehmen alle Mitarbeitende an einer dreitätigen Fortbildung zu aktuellen pädagogischen Themen teil. Außerdem absolvieren alle MitarbeiterInnen eine interne Fortbildungsreihe, welche als Fortbildung für den Orientierungsplan Baden-Württemberg anerkannt ist. Diese wird mit einem qualifizierenden Abschlussgespräch beendet, in welchem die Mit arbeiterInnen die erworbenen Kenntnisse aufzeigen können. Jeder Mitarbeitende bekommt weiter die Möglichkeit ca. einmal im Jahr eine zweitägige Hospitation in einer anderen element -i Einrichtung zu absolvieren. Diese dient dem gegenseitigen Austausch und d em Erhalten von neuen Anregungen für die pädagogische Arbeit. Zu aktuellen und/ oder generellen Themen finden regelmäßig Qualitätswerkstätten statt, an denen interessierte Mitarbeiter teilnehmen und die Themen mit weiter entwickeln können. Zudem stehen Wor kshops (z.B. für Themen der Beobachtung und Dokumentation) für die MitarbeiterInnen in den einzelnen element -i-Kinderhäusern auf Abruf bereit. Um die Qualität der Zusammenarbeit in den einzelnen element -i-Einrichtungen zu reflektieren und Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 002/11.2012 Seite 3 von 3 Prozessbezeichnung Sicherung des Wohles sowie Verfahren der Beteiligung und Beschwerde für Kinder gegebenenfalls zu optimieren, stehen Instrumente der Teamentwicklung bereit. Des weiteren ist ein Leitungssystem installiert, das zum Einen einen regelmäßigen Blick auf die Arbeit und das Befinden der Kinder sicherstellt, indem die Teamleitungen als pädagogische Coaches zweimal wöchentlich in den Einrichtungen präsent sind. Die stellen sie Umsetzung der Konzeption im Alltag der element -i-Einrichtungen sicher, indem sie mit den Mitarbeitende n regelmäßig deren Arbeit reflektieren und dabei Weiterentwicklung einfordern, unterstützen und nachhalten sowie Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und abwenden. Jeder element -i-Einrichtung ist zudem eine Pädagogische Leitung zugeordnet, die mit einem e xternen Blick und dennoch regelmäßig, Kinder und Erziehendenteam in ihrer Interaktion und Achtsamkeit unter - und miteinander wahrnimmt und sie fachlich berät. Der regelmäßige Austausch zwischen Pädagogischer Leitung und Teamleitung nimmt die Qualitätsstand ards in den Blick und reflektiert deren Umsetzung. Um die Qualität der einzelnen Einrichtungen darüber hinaus zu sichern, finden Audits auf unterschiedlicher Ebene, Abstand und inhaltlicher Fokussierung statt. Die Mitarbeitenden in den element -i-Einrichtungen rotieren einmal pro Quartal für zwei Tage unter den Einrichtungen. Die Teamleitungen und Pädagogischen Leitungen auditieren jeweils einen Tag pro Quartal die Einrichtungen ihrer KollegInnen. Die Geschäftsführerinnen sind einmal jährlich in jeder Einrichtung vor Ort. Für die Audits sind zu prüfende Qualitätsstandards formuliert. Damit ist durch die Teamleitungen und Pädagogischen Leitungen ein stetiger interner und externer Blick auf die Arbeit und damit auf die Erzieherung und Bildung sowie dem Wohl jedes Kindes in jedem element-i-Kinderhaus sichergestellt. Für den Verdacht eines Missbrauchsfalles ist ein Konzept als Handlungsweisung erstellt. Eine Schulung zum Thema Kinderschutz von MitarbeiterInnen in den ein zelnen element -i-Einrichtungen stellt den kompetenten Umgang mit dem Thema in der Praxis sicher. Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) Handlungskonzept Kinderschutz; Vorgehen im konkreten Missbrauchs-Verdachtsfall Prozessbeschreibung, Qualitätskriterien: Audits; Erzieherrotation; Köcherotation; AKV element-i-Häuser (Leitung-Erzieher-Eltern) Qualifizierung/ Aus- und Weiterbildung Einstellung neuer MitarbeiterInnen Messbare Kennzahlen/Qualitätskriterien: Der Schutz aller Kinder ist nachhaltig und umfänglich sichergestellt MitarbeiterInnen fühlen sich im Umgang mit dem Thema Kinderschutz sicher und sind im Alltag sensibel, um Gefahrensituationen zu erkennen Die Instrumente zur Sicherung der Qualität werden zuverlässig angewendet und weiterentwickelt Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 1.3 Auswertungsformular_Konzept-e
6142 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde in Angelmodde Name und Adresse des Trägers: Konzept – e Trägernetzwerk Kind und Beruf gGmbH Wankelstraße 1 70563 Stuttgart 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung Kind und Beruf gGmbH im Jahr 2011 zur Ve rbesserung sozialer Infrastruk- tur hinsichtlich Bildung, Betreuung und Vereinbarkeit von Familie & Beruf - Mitglied im Konzept-e Trägernetzwerk, dass bundes weit 40 Kitas, 2 Grundschulen, 1 weiterführende Schule und 3 Fachschulen für Erzieherinnen umfasst - Engagieren sich seit fast 30 Jahren für das Thema Vereinbarkeit Familie & Beruf - Entwicklung des element-i-Konzeptes - Ergänzende Institution zum Elternhaus mit Offenhe it und Toleranz gegenüber unter- schiedlichen Kulturen, Ort der Begegnung - Betreibt noch keine Kita in Münster - Ausbau des Standortes NRW (bisher in Düsseldorf u nd Köln vertreten) - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 5,00 % Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept: Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Element-i-Konzept bezieht sich auf „Individuum, I nteresse, Integration“. - Individuelle Bildung in der Auseinandersetzung mi t anregender Umgebung - Entwicklungs- und Bildungsthemen in Funktionsräu men - Funktionsräume: Marktplatz als Empfang, Krabbelne st als Rückzugsraum, Atelier, Bauzimmer, Rollenspielzimmer und Bewegungsraum - Arbeit im offenen Konzept, Bildung dynamischer Kl eingruppen, die in den Funktions- räumen arbeiten - Verankerung der Schwerpunkte je nach Bedarfen der Familien im Sozialraum - Partizipation der Kinder in der Kinderkonferenz ( KiKo) - Sprachförderung durch „kommunikatives Klima“, be i Bedarf Ergänzung durch externe Fachkräfte - Systematisch, strukturierte Entwicklungsdokumenta tion mit dem element-i- Bildungsbogen und Portfolio 2 Flexible Angebote: - Bedarfsgerechte Öffnungszeiten von 07.30 – 18.00 Uhr - Öffnungszeiten von 10,5 – 11 Std. täglich, Betreu ungszeit max. 9 Std./Tag - Teilnahme am Bundesprogramm KitaPlus mit angestel lten Tagespflegepersonen, die zu Regelöffnungszeiten auch in der Kita arbeiten 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Für Kinder mit Behinderung werden in Zusammenarbe it mit Förderkräften individuelle Teilhabemöglichkeiten entwickelt und umgesetzt, Zusammenarbeit mit entsprechen- den Fachstellen - Wertschätzender Umgang mit dem kulturellen Hinter grund der Kinder - Offener und reflektierter Umgang mit Rollenmuster n - Nehmen am Projekt „Männer in Kitas“ teil - Multiprofessionelle Teams 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Wechselspiel zwischen Bewegung und Ruheangebot si nd im Alltag / in den Räumen integriert - Körperliches, soziales, psychisches und seelische s Wohlbefinden der Kinder soll ge- fördert werden - Ernährungskonzept: Frischkostzubereitung in der E inrichtung durch Koch / Köchin und ggf. unter Einbezug der Kinder, regionales und saisonales Angebot - Gemüsegarten geplant 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Sozialraum mit Kindern erkunden - Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Schulen - Denkbar ist, dass „Schulhüpfer“ regelmäßig eine K ooperationsschule besuchen - Projekte mit Senioren möglich - Einbezug von Frühförderstelle, Kinderarzt, sozial pädagogisches Zentrum zur Entwick- lung von weitergehenden Hilfen - Teilnahme an Fachgremien und AG’s geplant - Kooperation mit der Kindertagespflege gewünscht, um guten Übergang zu schaffen - Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Eingewöhnung nach dem Berliner Modell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Erstgespräche, Tür- und Angelgespräche, Wanddokum entation, Portfolio, Elternarbeit, Elternecke, Elterngespräche, Elternhospitation, Feste - Bildungsdokumentation durch den Bezugserzieher - Elternbeirat und Gesamtelternbeirat - Öffnung der Workshops, Vorträge und Fortbildungen für Eltern 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Kinderschutzkonzept liegt vor - Mitarbeiter/-innen nehmen an Fortbildungswochenen den 2x jährlich teil - Hospitationen in anderen Einrichtungen mit gegens eitigem Austausch - Partizipation der Mitarbeiter/-innen und Eltern, z.B. durch jährliche thematische Befra- gungen - Fachberatung & Coaching wird sichergestellt - Klare Organisationsstrukturen mit Aufgabendefinit ion, Kitaleitung nur für die Umset- zung der Qualität zuständig, keine organisatorischen Aufgaben - Internes Qualitätsmanagementsystem, zusätzlich in terne Audits - Auffangen des Fachkräftemangels durch z.B. Anschl ussbetreuung eines eigenen Sport- und Kulturvereins - Ausbildung von Mitarbeiter/-innen an der staatlic h anerkannten Freien Dualen Fach- schule für Pädagogik (FDFP) in Stuttgart, Gründungen in 2012 & 2016 4. Besondere Merkmale / Eignung - Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrun d - Bedarfsgerechte Öffnungszeiten von 07.30 – 18.00 Uhr wird angestrebt - Freie Duale Fachschule für Pädagogik (FDFP) in St uttgart, Gründungen in 2012 & 2016 - Ausbau weiterer Angebote in NRW
Anlage 4.7 Leitung_und_Zustaendigkeiten_ElemPäd_Standorte
5146 Zeichen
Mentoring AKNeef Mentoring AKNeef Mentoring BSchm Mentoring EHeiß Mentoring AHoll Mentoring BDeck Qualitätsent- wicklung / - sicherung Konzeptionelle Themen Weiterbildung Leitziele, Bildungsbereiche, Querschnittsthemen 04.10.2017 Organigramm Elementarpädagogischer Bereich/ Bereich StandorteOrganigramm Elementarpädagogischer Bereich/ Bereich Standorte Marcus RehnCarola Kammerlander [BigSteps] [Wirbelwind] [Technido Nido] Evelyn Rubach [Technido Dodo] [Sterngucker] [Die Willys] [Gummi-Bären] [Grünschnabel] [Südstadtstr. o] Lisa Baganz [Südstadtstr. u] [Justizzwerge] [Pallassimo] [Villa Reitzensteinle] Barbara Schmieder [Wiki] [Kinderländle] [Reinsburg] [Neckarsterne][Finkenburg] [Bienenkorb] Silvia Kurz [(B)Engelbande] [Regenbogenhaus] Jeanine Weis [Pressekiste] [Feuerseepiraten] [Bärcheninsel] Eva Maria Heißel [Die Tüftler] [Schloss Naseweis] Christiane Burmeister [Rheinpiloten] [Spielzeit] [Feuerland o] Nina Uebele [J. Gemüse o] [Zauberwald] Rebekka Münzenmayer Susann Früstück [Königskinder] Lisa Diemer Elisabeth Kunkis Fabrizio Russo [J. Gemüse u] Anja Burger [FrechDax] Sarah Briggmann [Neckarlöwen] [Feuerland u] Desanka Panic Forschen und Entdecken Zusammenarbeit mit Eltern Quereinsteiger Eröffnung neue Häuser Räume Uta Jansen [Weleda] [Spatzennest] Myriam Fien [Knax-Garten] [Abenteuerland] Franziska Pranghofer Anna-Lena Kron Maureen Jacob Jacob HesselschwerdtRebecca Diez [Energiebündel] Christian Schröder Lisa Weingärtner Corinna Mühleis Daniel Braunstein Alexander Holloch Ann-Kathrin Neef Standortsteuerung Bayern Standortsteuerung Karlsruhe Yves Wilhelm Kunst und Musik mit PSigg Patricia Sigg Multiprofessionelle Teams Bewegung und Sport Konstruktion und Mechanik Sprache Menschsein in der Welt Soziales Miteinander element-i- Markenverständnis Medienpädagogik Digitalisierungelement-i-Leitziele Christina Henning Haus der kleinen Forscher Logik und Mathematik Ernährung Freude am Lernen AutonomieResilienz GesundheitVerbundenheit Standort Düsselsdorf externe pädagogische Dienstleistungen Kooperationen im Stadtteil „U3" Tagesablauf Transitionen Räume Ernährung Beobachtung und Dokumentation Kinderschutz Ferienwerkstätten Anleitung/ Steuerung der DH- Studierenden Silvia Kurz Eva Maria Heißel Zentrale Stelle Freiwilligendienste (FSJ/ BuFDi) iV Alexander Holloch Benjamin Decker Barbara Schmieder Ann-Katrin Neef Daniela Qrquera Lisa Rudolph Steffi Freudenberger Konzeptionelle Weiterentwicklung Kunst und Musik mit MJaco Mentoring Standorte: Themen Bereichsziele: Auf- und Ausbau, Konsolidierung, Fachkompetenz und persönliche Präsenz, stabile Standorte Zusammenarbeit im Erziehendenteam Audit zur Qualitätssicherung Audit zur Qualitätssicherung Audit zur Qualitätssicherung Audit zur Qualitätssicherung Audit zur Qualitätssicherung Koordination Audits Audit zur Qualitätssicherung Mitdenken, Mitreden, Mitgestalten Basis BS Bindung als Basis Gesundheit- zentrales Element unseres Impulse – etwas in Bewegung setzen Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Themenelternabende Fachaustausch ESFachaustausch WN Fachaustausch M Fachaustausch DFachaustausch HfK S Vai, mitte, nord Fachaustausch KA, MA Fachaustausch HdkF Fachaustausch LB QM im BereichExterne Wissenschaftler Team Task Force mit JHess Einarbeitung/ Übergabe EZ Mareike Hauber Lisa Dittmar Lernen ermöglichen durch Beobachtung Audit zur Qualitätssicherung Audit zur Qualitätssicherung Körper und Sinne Kinder mit Fluchterfahrungen Katja Behres Projekte Tagespflege Benjamin Decker Stabstelle Qualität „gute Fachkräfte“ Standorte: Fachberatung/ Fachaufsicht – Steuerung der element-i-Kinderhäuser Standortsteuerung Ludwigsburg Standortsteuerung S- Vaihingen Standortsteuerung S- Mitte Standortsteuerung S-Feuerbach Standortsteuerung S-West Standortsteuerung S-Ost Standortsteuerung Rems-Murr-Kreis Standortsteuerung Esslingen Standortsteuerung Ostalbkreis Standortsteuerung Bodenseekreis Standortsteuerung Tübingen / Reutlingen Daniela Wenz Gertraut Treftz Standortsteuerung S-Möhringen Standortsteuerung S- Bad Cannstadt Anja Albert-Schief Melanie Winkler Dennise Samuel [Steppkes u] Dennise Samuel Michaela Magvas Julia Eberhard Alica Schäfer Standortsteuerung Mannheim Jeanine Weis Morena Grossmann [Forscherzwerge] Yves Wilhelm Manuela Bruder Gertraut Treftz [Bärcheninsel u/o] Referendariat TL-/Mentorenkonzept Franziska Pranghofer übergreifende Themen / Projekte Bert Haschke Nina Uebele Steuerung der Mentoren TVöD Zusammenarbeit mit Eltern „U3" Schnittstelle FDFP Vertretung ABene Evelyn Rubach Freude am Lernen Inklusion Gender Kinderschtz Partizipation Keshia Bilger Qualitätswerkstatt soziales Miteinander QE-Qualitätswerkstatt Qualitätswerkstatt Kunst Qualitätswerkstatt Kunst FachkarriereTeam Task Force mit LDitt Nina Uebele Elternzeit Lisa-Marie Lange Katrina Braunstein Barbara Schmieder Haus der kleinen Forscher „KitaPlus“Prüfungsausschuss DHBW MitarbeiterBindung Elternzeit Teamleitg Steuerung pädagogischer Leitungskreis / Steuerung Standorte Qualitätswerkstatt Menschsein
Anlage 4.13 Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität
16533 Zeichen
ISO 9001 Stand 006/02.2016 Seite 1 von 6 Prozessbezeichnung PB. Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität Geändert am: 03.01.2017 Freigegeben am: 24.02.2016 Dokumentenverantwortliche/r: Jacob, Maureen Geändert von: Weegmann, Clemens Matthias Freigegeben von: Rehn, Marcus Prozessverantwortliche/r Jacob, Maureen Stellvertreter/in Sigg, Patricia Bereich Elementar-Pädagogik Rollenbezeichnung und -beschreibung: Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist. 2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Anwendung der Prozessbeschreibung Die vorliegende Prozessbeschreibung vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/02.2016 Seite 2 von 6 Prozessbezeichnung PB. Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität Prozessziel Alle Kinder nehmen bewusst Objekte, Gegenstände, soziale und kulturelle Zeichen und Symbolsysteme, Situationen und Menschen durch ihre Sinne wahr und entwickeln eigene (selbst-)reflexive Ausdrucksformen, wie sie das Wahrgenommene empfunden haben. Alle Kinder lernen künstlerische und symbolhafte Ausdrucksformen wie Klänge, Bewegungsformen, Bilder, Erzählungen und Sprache kennen. Alle Kinder erkennen Betrachtungsmöglichkeiten und entwickeln Perspektivenwechsel. Alle Kinder lernen die Wahrnehmung auf das Gewohnte zu verrücken und zu zeigen, dass alles auch ganz anders sein kann. Alle Kinder entwickeln Wertschätzung für das eigene Tun und Tun der Anderen. Alle Kinder erhalten durch ausreichend Raum, Zeit und ein vielfältiges Material- und Werkzeugangebot die Möglichkeit sich auf gestalterische Schaffensprozesse einzulassen. Alle Kinder können sich auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung musikalisch betätigen. Prozessbeschreibung Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende Unterbereiche abgedeckt sind: Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 1. Bildnerische Kunst Sachwissen: Verschiedene Techniken und Verfahren im Rahmen der Aktivitäten Handwerkstechnische Fähigkeiten Vielfältige Materialien Ästhetisch-künstlerische Forschung: Gestalten und Experimentieren Untersuchen und Erkunden Entwerfen und Kombinieren Individuelle lebendige Erfahrungsgeschichten: Beobachtung der Umwelt Wahrnehmung des eigenen Körpers Vernetzung von sich und der Welt Selbstwirksamkeit (Präsentation eigener Werke in Ausstellungen) Begegnung mit Farben, Formen und Farbmustern und deren Wirkung auf Stimmung und Gefühle Kulturelle Teilhabe: Begegnung mit Kunstwerken und Lebensformen von Künstlern (moderne und abstrakte Malerei sowie Kunst und KünstlerInnen aus vergangenen Epochen) Begegnung mit unterschiedlichen Bauarten Begegnung mit Skulpturen, Plastiken, Kunst im öffentlichen Raum Kulturelle Vielfalt und ihr (künstlerisches, kulturelles) Abbild Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/02.2016 Seite 3 von 6 Prozessbezeichnung PB. Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität 2. Darstellende Kunst Darstellendes Spiel: Erfinden, Dinge selbst entwickeln und ausprobieren Zusammenspiel von Wahrnehmung, Bewegung, Ausdrucksformen und Sprache Das Spielen miteinander: Kinder und Erwachsene in einem geschützten Rahmen, wechselseitiger Austausch von Lebensäußerungen, Wiederholungen, emotionale Beteiligung Übergänge zwischen Kinderspielen, verschiedenen Spielformen und performativen Momenten: Übungsspiel, Symbolspiel, Rollenspiel, Musikstücke, Tanz, Stegreif- und Theaterspiele Zuschauen, Zeigen, Präsentieren: theatrale Momente Mediale Kunstformen: Begegnung mit Ausdrucksformen medialer Kunst (Foto, Hörspiel, Film) und Unterscheidung von der wirklichen Welt Kennenlernen produktiver und kreativer Einsatzmöglichkeiten von Medien Selbst entwickeln und ausprobieren, verfremden, verzerren, aufnehmen, abspielen und neu integrieren 3. Musik Rhythmusgefühl: mitmachen, mitklatschen imitieren, entdecken Wechsel erkennen, erfinden, Tempo spüren Stimme als Ausdrucksmittel: Singen (Singkreis, Freude am Singen, Lieder merken, Wechsel und Halten von Tonhöhen) Melodien erkennen und reproduzieren (aufmerksam zuhören, mitsummen, wiedergeben, Vorlieben entwickeln) Klänge: Unterscheidung verschiedener Klänge und Lautstärken Musikinstrumente und Alltagsgegenstände zur Klangerzeugung verwenden Geräusche und Musikrichtungen kennenlernen und unterscheiden, Vorlieben für Musik entwickeln Erzeugung verschiedener Stimmungen, Gefühle durch div. Musikrichtungen Eigene Lieder, Klangfolgen erfinden Musik und Bewegung: Bilder, Sprache und Musik in Bewegung umsetzen Einsatz von Medien Bewegungsspiele nach definierter Musikauswahl Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere die unmittelbare Nähe von Musik, Kunst und Ästhetik zu den Bildungsbereichen Bewegung, Körper und Sinne, Soziales Miteinander, Mensch sein in der Welt sowie Sprache ist zu berücksichtigen. Dem Bildungsbereich können tendenziell das Atelier sowie das Außengelände als Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die Umsetzung des Bildungsbereichs in allen Räumen des Kinderhauses statt. Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/02.2016 Seite 4 von 6 Prozessbezeichnung PB. Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität Die PädagogInnen begreifen frühkindliche Bildung als „ästhetische Bildung“. (Basierend auf den eigenen Wahrnehmungen des Kindes. Vgl. Schäfer) Die PädagogInnen ermöglichen Kleinstkindern Erfahrungsräume zur Entfaltung der Sinne wie riechen, schmecken, fühlen, tasten und hören. Die PädagogInnen gehen in achtsamen und intensiven Dialog mit Kleinstkindern. Die PädagogInnen beachten hierbei entsprechend entwicklungsgemäß die Konsistenz, die Mehrdimensionalität und die Handhabbarkeit von Materialien. Die PädagogInnen ermöglichen Kleinstkindern „das Hinterlassen von Spuren“ durch großflächiges Malen, kritzeln oder schmieren in Verbindung mit Bewegungsanreizen und unter Einsatz von Händen, Füßen und des ganzen Körpers. Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der Bereichsziele genommen. Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: Wie werden ästhetische Ausdrucksformen der Kinder wertschätzend wahrgenommen und angemessen interpretiert? (100 Sprachen der Kinder) Wie wird ein respektvoller Umgang mit individuell unterschiedlichen Wahrnehmungen und Ausdrucksformen unterstützt und angeregt? Wie können Kinder zu phantasievollen Erfindungen in Geschichten, künstlerischen Gestaltungen, Situationen, Phänomenen ermutigt werden? Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/02.2016 Seite 5 von 6 Prozessbezeichnung PB. Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität Wie können Jungen wie Mädchen gleichermaßen einen Zugang zur kreativen Auseinandersetzung mit Kunst und Musik erlangen? Wodurch erhalten Kinder Anregungen, Dinge des Alltags auch zweckentfremdet zu gebrauchen? Wie werden Kinder angeregt Bilder, Sprache und Musik in Bewegung umzusetzen, Klanggeschichten zu erleben und selbst zu gestalten? Wie werden Kinder dazu angeregt Musik, Kunst, Literatur und andere Ausdrucksformen der eigenen und fremden Kulturen und Epochen zu erfahren? Wird Kindern Raum gegeben Medienerfahrungen kindgemäß zu verarbeiten? Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) element-i-Bogen Ideenliste „Ästhetik, Kunst und Musik“ Gute pädagogische Fachpraxis Qualitätskriterien: 1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum Bildungsbereich statt. 4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom verfügbar. Basisanforderungen für Material und Raumausstattung: Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: Im ganzen Kinderhaus: Möbel zum Ausstellen, Präsentieren und Dokumentieren von Kinderwerken Kreative Erfahrungsräume im Nass- und Trockenbereich (Fenstermalplätze, Bodenmalplätze, Malplätze im Dusch- oder Badebereich) Entspannungsbereiche in denen Kinder Musik hören können Bewegungsbereich, in dem Kinder Musik in Kombination mit Bewegung erleben und ausleben können Im Atelier: Sichtbare und bildhafte Vereinbarungen zu Regeln der Nutzung des Ateliers Möbel zum Aufbewahren, Verstauen und Wegsperren Möbel für kreatives Arbeiten: Staffeleien, Bodenmalpodeste oder Malwände Übersichtliche Anordnung von Werkzeugen und Materialien Bereitstellung von Werkzeugen zur Umsetzung verschiedener Techniken Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/02.2016 Seite 6 von 6 Prozessbezeichnung PB. Ästhetik - Musik, Kunst, Kreativität Bereitstellung von Materialien mit unterschiedlicher Beschaffenheit Leere Fläche zur unterschiedlichen Nutzung Kinder dürfen und sollen im Atelier Spuren hinterlassen. Die PädagogInnen achten auf die regelmäßige Widerherstellung einer gewissen Ordnung, Übersicht und Ästhetik im Raum. Marktplatz: Verfügbarkeit von Stiften und Papieren Rollenspielbereich: Verfügbarkeit von Verkleidungsmaterialien (Geschlechterverteilung beachten) Verfügbarkeit verschiedener Tücher und Decken Umfunktionierbare Möbel als mögliche Bühne Ausrangierte Kleingeräte Altes Verpackungsmaterial Spiegel und Schminkutensilien Interessante Dinge vom Flohmarkt Musikbereich: Übersichtliche Anordnung der Musikinstrumente Verfügbarkeit von Hi-Fi-Geräten und Tonträgern Verfügbarkeit verschiedener - Klanginstrumente - Rhythmus-Instrumente - Stabspiele, Fünftonflöten - Zupf- und Streichinstrumente Außenbereich: Freiluftatelier Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 2.1 ASB Konzept
43749 Zeichen
Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch/B. Gedenk
Pädagogische Konzeption
Arbeiter – Samariter - Bund
Regionalverband Münsterland e.V.
ASB Kindertageseinrichtung
Seite 1 von 20
Vorwort
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung seine zweite
Kindertageseinrichtung im Stadtgebiet Münster.
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsä tze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und
Ausland.
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt in Alt Angelmodde in Münster-Angelmodde
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach
sozialen Kriterien.
Aufnahmekriterien:
● Kinder aus dem Einzugsgebiet
Seite 2 von 20
● Kinder berufstätiger Eltern
● Geschwisterkinder
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
● in 2 Gruppe Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1)
● in 1 Gruppe Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2)
1.5 Team und Personalstruktur
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstver ständnis gehört es,
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten
und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team . Ein kollegialer Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientie rtes Aufeinander -Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung)
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft (Teilzeit)
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
Wir kooperieren eng mit der ASB Kita am Carlo -Schmid-Weg. Auch im Hinblick auf das
pädagogische Personal nutzen wir das Synergiepotential.
Seite 3 von 20
1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:00 Uhr – 16:30 Uhr
Freitag 7:00 Uhr – 15:00 Uhr
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats wird geprüft, ob ein
Bedarf besteht, erweiterte Öffnungszeiten von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr – 20:00 Uhr anzubieten.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) –
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII
Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitra g an
den Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
Tägliches Mittagessen 70,- €
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block -Buchungszeit mit täglichem
Mittagessen)
2 Tage Mittagessen 30,- €
Seite 4 von 20
(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen)
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freundschaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, t olerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleran z entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen
Netzwerkes
Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einem bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu
gestalten, bedarf es eine r hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
Seite 5 von 20
Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse.
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Ki nder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und
zugemutet.“
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dah in gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale-
gefördert werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre be sondere Begabung
und das Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
Seite 6 von 20
Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaf tliche als auch die kindliche
Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische
Arbeit evaluiert.
3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und
als Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Dur ch
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme
zu finden
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipa tion ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen
Persönlichkeiten, engagierten und kri tischen Bürgern/innen in einer demokratischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B. :
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) ,
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit
Seite 7 von 20
sich und ihre Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre
Anliegen formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur
erleichtert.
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
Seite 8 von 20
D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen.
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren.
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“.
Zudem gibt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgeste llt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstätten alltag. Das Kind entscheidet
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozess e -, je nach seinen Interessen und
Bedürfnissen
was
wann und wie lange
Seite 9 von 20
wo
wie
und mit wem es spielt.
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung v on anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes L ernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der
Ergebnisse.
Seite 10 von 20
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert.
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene u nd geschlossene AG s, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbau en, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes
Bedürfnis jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
Seite 11 von 20
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle
spezielle Förderangebote eingeleitet.
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstütze n die Lernprozesse der Kinder und steigern ihre
Bewegungsfreude.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und
Bewegungsspiele f ordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachlich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lerne n, Selbständigkeit, Orientierungs -
und Lernfähigkeit)
Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit
(zuhören, sich mitteilen, die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen
Auffassungen auseinandersetzen)
Seite 12 von 20
Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.)
Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen
anwenden und ggf. verändern)
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 – 6 Jahren.
In der Regel findet die Maxi -Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder
nachmittags) statt.
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind.
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben
somit eine kurze Eingewöhnungsphase.
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotio nale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, V erständnis und eine besondere
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
Seite 13 von 20
Wir achten darauf - wenn möglich - das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
3.13. Interkulturelle Orientierung
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und
fremdländische Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird darauf
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen. Wir bieten eine gesunde,
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit u nd
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderu ngen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.).
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten
und üben ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer
Gruppe als Gemeinschaft essen.
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen,
Lebensmittelkunde usw.) durchgeführt.
Seite 14 von 20
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen
werden. So wird elementares Erleb en ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern z udem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit a am
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das
Essen täglic h frisch. Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische
Qualität des Essens sicher.
Durch die kurze Entfernung der beiden Kita -Standorte sind die Transportwege sehr kurz, die
frisch zubereiteten Speisen behalten ihre Qualität. Wir können den Kindern Mahlzeiten mit
einem hohen Anteil an regionalen und/oder ökologisch erzeugten Produkten anbieten.
Durch den Syn ergieeffekt der beiden Kitas können Ernährungseinschränkungen einzelner
Kinder gezielt berücksichtigt werden, der Einfluss auf die Qualität ist unmittelbar möglich.
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur
Ruhe kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt.
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen
Perspektive zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Ku schelecke, Schlafraum, Lese - und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die u nterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -,
Konstruktions-, Rollenspiel- und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierten Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
Seite 15 von 20
Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bä lle, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit
anderen Eltern.
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.
Familienzentrumsaktivitäten z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw.
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass den allgemeinen
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten,
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und
Behörden, Kliniken sowie familienentlast enden sozialen Diensten gehören zu unseren
täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
Seite 16 von 20
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen der
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und er halten ein Bild der Arbeit
und des Einrichtungsprofils.
Im Rahmen dessen werden
Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger
veröffentlicht
Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre
Zusammenarbeit)
Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagement
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragter für das
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
Seite 17 von 20
Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Ein richtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich. Bei
ansteckenden Krankheite n wie z. B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns
informiert. Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.
Mit den Kindern werden allgemeine M aßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen . Alle
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu
verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
Infektionsschutzgesetz
Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7. Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen
zu bewahren
Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu
beheben
Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch g ezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
Seite 18 von 20
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Ge fahrenquellen im Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen
teil.
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Mitgeltende Unterlagen:
Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
Gewährleistung der Aufsichtspflicht
Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
Seite 19 von 20
8. Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Träger Seite 1
1.1 Allgemeines Leitbild Seite 1
1.2 Lage Seite 1
1.3 Aufnahmekriterien Seite 1
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur Seite 2
1.5 Team und Personalstruktur Seite 2
1.6 Öffnungszeiten Seite 3
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze Seite 3
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern Seite 3
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Seite 4
Arbeiter-Samariter-Bundes
3.1 Fachlichkeit Seite 4
3.2 Selbstverständnis Seite 5
3.3 Partizipation Seite 6
3.3.1 Beschwerdemanagement Seite 6
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen Seite 7
3.5 Regeln Seite 8
3.6 Freispiel Seite 8
3.7 Projekte und AGs Seite 9
3.8 Bildung/ päd. Arbeit Seite 10
3.9 Kommunikation und Sprache Seite 10
3.10 Bewegung Seite 11
3.11 Maxi- Gruppe Seite 11
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme Seite 12
3.13 Interkulturelle Orientierung Seite 13
3.14 Ernährung Seite 13
4. Räume Seite 14
4.1 Raumplan Seite 15
4.2 Außengelände bis Fertigstellung Seite 15
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation Seite 15
5.1 Öffentlichkeitsarbeit Seite 16
6. Qualitätsmanagement Seite 16
Seite 20 von 20
6.1 Hygiene Seite 16
7.0 Prävention und Sicherheit Seite 17
8.0 Inhaltsverzeichnis Seite 19
Anlage 3.1 Kleine Riesen Konzept
90361 Zeichen
Kapitel: 1 PÄDAGOGISCHES KONZEPT für die Kindertagesstätte in Münster, Alt Angelmodde, Angelmodde Kapitel: 2 Pädagogisches Konzept Kindertagestätte Little Giants Alt Angelmodde TRÄGER : Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH Esslinger Straße 69 73732 Esslingen am Neckar Tel: (0711) 35 116 4 ‐ 0 Fax: (0711) 35 116 4 ‐ 17 E‐Mail: info@littlegiants.de Internet: www.littlegiants.de Kapitel: 3 INHALTSVERZEICHNIS 1. Allgemeine Angaben zum Träger .............................. ...................................................................... 5 1.1. Kontaktinformatio nen / Rechtsform ....................................................................................... 5 1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ................... ......................................................... 5 2. Organisation und Verwaltung ................................ ......................................................................... 5 3. Angaben zur Trägerkonzeption ............................... ........................................................................ 6 3.1. Leitbild .......................................................................................................................................... 6 3.2. Werte ............................................................................................................................................ 6 4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7 4.1. Zielsetzung .................................................................................................................................... 7 4.2. Betreuungs‐, Bildungs‐ und Erziehungsauftrag ............................................................................ 7 4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8 4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9 4.5. Eingewöhnung ............................................................................................................................ 11 4.6 Partizipatio n der Kinder ......................................................................................................... 13 4.7. Pädagogik nach Altersgruppen ................................................................................................. 13 2‐24 Monate .................................................................................................................................. 13 24‐36 Monate ................................................................................................................................ 15 Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 15 Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17 5. Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................................... 17 5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18 5.2. Integration .................................................................................................................................. 18 5.3. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ........................................................................ 18 5.4. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 18 5.5 Genderthematik .......................................................................................................................... 19 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 20 6.1 Elterngespräche ........................................... ............................................................................ 20 6.2 Elternbefragung ........................................... ............................................................................ 20 6.3 Elternbeirat .............................................. ................................................................................. 20 6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt .................... .................................................... 21 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ................................................................... 21 9. Qualitätsmanagement ....................................................................................................................... 22 9.1. Dokumentation .......................................................................................................................... 22 Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 4 9.2. Elternbefragung .......................................................................................................................... 23 9.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 23 9.4. Hygieneplan ................................................................................................................................ 23 9.5. Qualitätsmanagementhandbuch ................................................................................................ 23 9.6. Qualitätssicherungsmethoden (6‐Sigma – DMAIC) .................................................................... 23 9.7. Qualitätszirkel ............................................................................................................................. 24 9.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a .................................................................................. 24 9.9. Fachberatung .............................................................................................................................. 25 9.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 25 9.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 25 9.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 25 9.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 25 9.14. Beschwerdemanagement ......................................................................................................... 25 10. Ernährung ........................................................................................................................................ 26 11. Personalmanagement ..................................................................................................................... 26 11.1. Personalgewinnung .................................................................................................................. 27 11.2. Mitarbeiterentwicklung ............................................................................................................ 27 12. Finanzmanagement ......................................................................................................................... 27 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII ....................................................... 29 Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 30 Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 30 Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 30 Trinkwasserhygiene ........................................................................................................................... 31 Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 31 Küche ................................................................................................................................................. 32 Handhygiene ...................................................................................................................................... 32 Flächenreinigung und Desinfektion ................................................................................................... 33 Außenanlagen.................................................................................................................................... 33 Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen .................................................................. 33 Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 5 1. ALLGEMEINE ANGAB EN ZUM TRÄGER 1.1. KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM Kontaktdaten: Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH Esslinger Straße 69 73732 Esslingen Geschäftsführer: J e l e n a W a h l e r , P e t e r W a h l e r 1.2. UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten. 2. ORGANISATION UND VERWALTUNG Träger Einrichtung Pädagogik Pädagogische Richtlinien Wissensaustausch zwischen Ein‐ richtungen Kinderschutz Frühkindliche Bildung (Pla‐ nung und Durchführung von Angeboten) Dokumentation Weiterschreibung Konzep‐ tion Kinderkonferenzen Finanzen Buchhaltung Jahresabschluss Controlling Budgetierung Kassenbuch Einkäufe Personalmanagement Bewerbermanagement Lohnbuchhaltung Fortbildung 360°‐Feedback Bewerbungsgespräche Beteiligung an Personalent‐ scheidungen Reflexionsgespräche Beteiligung an Fortbil‐ dungsentscheidungen Beschaffung Abschluss von Rahmenverträgen Kreditorenbuchhaltung Debito‐ renbuchhaltung Bedarfsmeldung Beschaffung und Bestel‐ lung Elternarbeit Vertragsgestaltung Elternbefragungen Richtlinien zur Elternarbeit Richtlinien zur Eingewölhnung Elterngespräche Beteiligung an Elternbefra‐ gungen Elternabende und Feste Erziehungs‐ und Bildungs‐ partnerschaft Individuelle Eingewöhnung Investitionen Budgetierung Beschaffung von großen Investiti‐ onsgütern Bedarfserhebung und – meldung Qualitätsmanagement Qualitätshandbuch Audits Beschwerdemanagment Qualitätszirkel Pädagogische Tage Beschwerden bearbeiten und Arbeitskreise bilden Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption 6 3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION 3.1. LEITBILD Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an. Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen. Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern. Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendam und der Politik steht, um mit jeder neuen Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen. 3.2. WERTE INDIVIDUALITÄT: Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson‐ derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Little Giants fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer Persön‐ lichkeit. INTELLEKTUELLE STIMULATION: Kinder haben einen angeborenen Lern‐ und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch in der Gruppe oder geht Little Giants individuell auf die Bedürfnisse jeder Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind so ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von der Betreuerin lernen können. GESUNDHEIT UND SICHERHEIT: Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si‐ cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn‐ und Handwaschhygiene, sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht. Darüber hin‐ aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß‐ nahmen für den Notfall vorgestellt. PARTNERSCHAFT MI T DEN ELTERN: Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines intensiven Austauschs zwischen Betreuerin und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich schriftlich oder mündlich über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei Little Giants ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern‐Betreuer‐Gespräche halten die Eltern über die Ent‐ wicklung des Kindes bei Little Giants auf dem Laufenden. WÄRME UND ZUWENDUNG: Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen‐ dung einer Bezugsperson. Little Giants ist bestrebt im Rahmen der operativen Möglichkeiten jedes Kind einer Betreuerin zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern ganz individuell während seiner Zeit bei Little Giants, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen. MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD: Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute Kinderbetreuung gewährleisten können. Little Giants bietet, seinen Mitarbeitern einen sicheren und motivie‐ renden Arbeitsplatz, dan den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 7 nicht nur die Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Flexibel reagieren wir auf die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zu‐ gute. 4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT 4.1. ZIELSETZUNG Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt. Im Sinne der UN‐Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben. 4.2. BETREUUNGS‐, BILDUNGS‐ UND ERZIEHUNGSAUFTRAG Wir sehen unseren Betreuungs‐, Bildungs‐ und Erzie‐ hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele begründet: Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es handelt sich um einen aktiven Aufnahme‐ und Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an‐ deren Kindern und pädagogischem Personal in ei‐ ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle. Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil‐ dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen. Bildung ist der Zusammenhang von Lernen, Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben. Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl der Kinder sichergestellt ist. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst‐ ständigkeit und Eigeninitiative. Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und stärken und gleichzeitig die Kreativität der Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen. Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich‐ keiten vermitteln. Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal‐ tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die pädagogischen Bezugspersonen fungieren als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis‐ sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate‐ gien zu entwickeln. Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 8 Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der Stadt Münster, insbesondere mit allen im Stadtteil verfügbaren Ressourcen.. Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen. Bei der Umsetzung unseres Betreungs‐, Erziehungs‐ und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset‐ zungen des KiBiz und der Stadt Münster. 4.3. GRUNDSÄTZE Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen folgende vier Prinzipien zugrunde: BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS: Bei den Little Giants ist jedes Kind einer Gruppe zugeordnet. Das pä‐ dagogische Personal in dieser ist für das Kind und da‐ mit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Betreuer arbeiten eng zusammen, da Bezugsbetreuung am bes‐ ten in gut organisierten Teams funktioniert. Darüber hinaus versuchen wir, sofern organisatorisch möglich, eine hauptverantwortliche Betreuungsperson jedem Kind und seiner Familie zuzuordnen. Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon‐ takt zu einer Betreuerin hat. Vielmehr ist stets klar, wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen Entwicklung dokumentiert. KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unsere Richtlinie lautet: je jünger das Kind, desto kleiner die Gruppe. Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si‐ cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu‐ ern. KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG: Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes nach innigen Beziehungen und Bindung an Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Little Giants größ‐ ter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste Al‐ tersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt. INDIVIDUELLE BETREUUNG: Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse von denen an‐ derer Kinder abweichen. Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi‐ gen Handelns. Das Little Giants Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Little Giants Konzept. Dadurch spürt das Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse res‐ pektiert werden. Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 9 4.4. PHILOSOPHIE Für Little Giants bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu geben sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen un‐ sere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei Little Giants werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen ausgestat‐ tet, die im späteren Leben wichtig sind. EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi‐ schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Little Giants Center ha‐ ben den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre bieten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb. AKTIVES LERNEN: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch Aktivitäten, die sie selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler, die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög‐ lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie‐ ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon‐ versation. BETREUER SIND MENTOREN: Die pädagogischen Fachkräfte in Little Giants Centern sind Teile eines Teams, das Kindern eine Lernumgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte Erlebnisse für jedes individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Fin‐ den von Antworten. Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbst‐ vertrauens. Dadurch entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die Schule spielerisch vorbereitet. ANGEMESSENE UMGEBUNG: Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes‐ ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin‐ der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa‐ che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen. Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lerncenter aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenaktivitä‐ ten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in einer Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkeiten, die in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten. DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von Little Giants. Betreuerinnen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern in Portfolios. Quartalsweise werden Entwicklungsprofile für jedes Kind erstellt. Im U3 Bereich setz ten wir in der Regel“ Mondey“, im Ü3 Bereich „Grenzsteine der Entwicklung“ als Instrumente ein. Diese werden, wenn es keine Auffälligkeiten gibt, zweimal Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 1 0 jährlich mit den Eltern besprochen. . Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft der Betreuerin, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen früh‐ zeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden. ELTERN SIND PARTNER: Bei Lttle Giants sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie helfen Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrungen zu‐ hause. Tägliche Berichterstattung, in der Krippe schriftlich, im Kindergarten mündlich, seitens der Betreuerin, die nicht nur den Ernährungsplan des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe‐ sowie Tiefpunkte wieder‐ gibt, helfen den Eltern zu beurteilen, wie sich ihr Kind entwickelt. GRUNDLAGEN: Das pädagogische Konzept von Little Giants basiert auf Theorien der frühkindlichen Entwick‐ lung. Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsky, Eric Erickson und Howard Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotionalen Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein. Die Schlüsselfaktoren der Little Giants Pädagogik sind: Kinder lernen aktiv. Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet. Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen. Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen. Kinder lernen mit allen Sinnen. Kinder lernen mit anderen. Spielen bedeutet Lernen. Unsere Pädagogen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern jedes Kind individuell. Intelligenz hat viele Formen. Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel ist. Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent‐ wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig. Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen. Die Aufgabe unserer Betreuer ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder bestmög‐ lich unterstützt. DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD: Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt. Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde‐ rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert. Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die Räume müssen den Entdeckungs‐ und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte Herausforderungen bieten. Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln. Kinder nehmen aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib‐ liotheken. Unser pädagogisches Personal unterstützte Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung. Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 1 1 Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be‐ rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet. Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen. Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so‐ wohl der Mutter‐ als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den‐ kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst‐ sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Cen‐ ter, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen Sinne mit Lernstoff „berieselt“ werden. PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS Wir und unsere Mitarbeiter sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und Erfahrun‐ gen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit. Wir und unsere Mitarbeiter sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwerten un‐ serer Gesellschaft. Unsere Mitarbeiter sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sichtweise des Kindes zu setzen. Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau‐ schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs‐ und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen. 4.5. EINGEWÖHNUNG GRUNDSÄTZLICHES Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist. Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit fest vorgeschriebenen Zeitpunkten, zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern, pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen müssen. Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen. AUFKLÄRUNG DER ELTERN Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson‐ dere über folgende Themen informiert: Ablauf und Dauer der Eingewöhnung Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität Trennungsstress beim Kind Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 1 2 DER ERSTE TAG Der erste Tag bei Little Giants ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass das Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elternteilen kennenlernt. Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständig wie möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuerin kennenlernen. Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei‐ ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson, ob ein weiterer Kennenlerntag notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen‐ raum bleiben soll. DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer müssen sich inten‐ siv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte Eltern‐ teil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig abge‐ holt werden kann. Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil, der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuerin kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge‐ bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden, dies kann bereits nach 15‐30 Minuten der Fall sein, wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht sukzessive verlängert. DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü‐ her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh‐ rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu können. Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuerin und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob das Kind vollständig eingewöhnt ist, die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte, oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe besser abgesehen werden sollte. ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind, immer wieder gmeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 1 3 von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrer Monate vor dem geplanten Über‐ gang, geht immer eine Erziehrin mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste, die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im‐ mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird und sich schließlich auf das freundliche Grüßen der Erzieher und Ihrer Zöglinge beschränkt 4.6 PARTIZIPATION DER KINDER Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. Kinder, die Little Giants Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen. Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst‐ verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta‐ geseinrichtung bietet, individuell eingegangen. Alle Angebote und Aktivitäten bei Little Giants sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, welche Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen zu er‐ möglichen, sich Ihren Interessen zu widmen. Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz. Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen. Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs‐ prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten. 4.7. PÄDAGOGIK NACH ALTERSGRUPPEN 2‐24 MONATE Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein. Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö‐ sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen. Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra‐ che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver‐ knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio‐ nale Entwicklung. Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 1 4 Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, Geräusche und fühlen ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei Little Giants liebevolle Bezugspersonen, die sie brau‐ chen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die Kin‐ der können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen. Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büchern vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild ab. Bei Little Giants erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkeiten, die sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln: INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer stellen in Kooperation mit den Eltern einen individuellen Betreuungs‐ plan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Betreuung bei Little Giants zum Kind und zu seiner Familie passt. LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu entwickeln. Unsere Betreuerinnen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam‐ keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort: Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist. VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie‐ ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß, auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen bei Little Giants frühzeitig, die Magie von Büchern und Geschichten zu schätzen. EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto‐ rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu‐ bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie‐ ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind, Lernerfahrungen zu ermöglichen: Grob‐ und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben, ziehen, usw. Sinneseindrücke: Bei Little Giants entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, Formen, Geruch, Geschmack und Gewicht. Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi‐ menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt werden, um Probleme zu lösen. Sprache und Musik: Unsere Betreuerinnen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der Gruppe. Wir machen Lese‐ und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche. Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit Puppen und Kuscheltieren. ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Betreuerinnen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag. Zusätzlich zu klasssichen Vier‐, Sechs oder auch Achtaugengesprächen haben wir in den Kitas „Ideen Boxen“, in die Eltern jederzeit, auch anonym, neue Denkansätze anregen können. Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 1 5 24‐36 MONATE Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch‐sensorischen Welt eines Einjährigen in eine zunehmend soziale Welt zu erleichtern. Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie‐ rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige brauchen des‐ halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent‐ spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson‐ ders Zweijährige brauchen Betreuer, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre Inkonsistenz akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lerncentern als auch aus einem kreativen Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches Denken wird in allen Little Giants Centern betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden Interessen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu schaffen. Unsere Lerncenter bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern. Typische Lerncenter sind: Bücher Bewegung Bauklötze Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, etc. Lerncenter werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können. Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun‐ gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit unserem Lehrplan und der Kenntnis der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuerinnen ständig neue Lerncenter, die den Kindern in ihrem Raum gerecht werden. Das Little Giants Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaftliches Denken, Projek‐ tarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernäh‐ rung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags der Kinder. KINDERGARTEN & VORSCHULE Im Zentrum unserer Kindergarten‐ und Vorschulpädagogik stehen gut durchdachte Lerncenter (pädagogische Angebote), die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstständig oder in kleinen Gruppen zu spielen und zu ler‐ nen. Unsere Erzieherinnen unterstützen die Kinder dabei spielerisch. Sprachentwicklung, sowie mathematisches und naturwissenschaftliches Denken sind selbstverständlicher Bestandteil aller Angebote. Wir wechseln das Ler‐ numfeld, Aktivitäten und Projekte häufig ab, um den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Lerncenter bie‐ ten die Möglichkeit unter Anleitung Erfahrungen zu machen, die eine optimale Entwicklung des Kindes fördern Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 1 6 und es auf die Schule vorbereiten. Hier ist eine enge Kooperation mit der zukünftigen Grundschule wichtig. Be‐ suche des Unterrichts sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie dem Sommerfest verhelfen zu einem sanften Übergang. Typische Lerncenter sind: Bücher Bewegung Bauklötze Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, e tc. Kinder entscheiden selbst, was sie spielen wollen. Weiterhin bieten wir Gruppenaktivitäten und Projekte an. Jedoch hat jedes Kind immer die Möglichkeit frei zu spielen. Die Entscheidungsfreiheit des Kindes ist ein wichti‐ ger Bestandteil unserer Pädagogik. Einmal am Tag versammeln sich die Kinder und sprechen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse. Auf Grundlage des Little Giants Konzepts für und mit den Kindern gestalten unsere Erzieherinnen ständig neue Lerncenter, die auf die Interessen der Kinder in ihrem Raum angepasst sind. Unser Konzept umfasst Elemente der Spracherziehung, des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens, der Projektarbeit, der Sach‐ kunde, der Musikalischen‐ sowie der Kunsterziehung. Diese werden in tägliche Aktivitäten, in Lerncenter und Projekte integriert. Was ist im Kindergarten wichtig? Wir wollen Kinder spielerisch und mit viel Geduld auf Vorschule und Schule vorbereiten. Dabei legen wir größ‐ ten Wert auf eine gute intellektuelle und soziale Entwicklung des Kindes. Das physische Wohlbefinden wird da‐ bei keinesfalls vernachlässigt. Täglich werden sportliche Übungen mit den Kindern gemacht. Darunter verste‐ hen wir zum Beispiel das Fangen von Seifenblasen für unsere Kleinsten oder Bobby Car und Dreirad‐Wettren‐ nen für die etwas Größeren. Bei schlechtem Wetter tanzen wir zur Musik und machen Dehnungsübungen. Zu‐ sätzlich werden auf Wunsch extern betreute Sportarten angeboten. Ganzheitlicher Ansatz in der Vorschule Little Giants bereitet Kinder ganzheitlich auf die neue Herausforderung Schule vor. Wir fordern und fördern die Kinder auf allen Gebieten. Dabei ist insbesondere wichtig, dass Kinder mit Lernen positive Gefühle verbinden und Spaß haben. Wie in den anderen Altersgruppen orientiert sich unser Konzept an den Interessen der Kinder, jedoch wird die Umsetzung, für die Kinder ersichtlich, strukturierter gehandhabt. Während die Kinder bis jetzt überall im Cen‐ ter Lernerfahrungen gesammelt haben, arbeiten Sie ab jetzt täglich eine überschaubare Zeit konzentriert am Tisch. In der Vorschule haben das spielerische Fördern von Feinmotorik, die Voraussetzung für späteres Schreiben und das Verstehen der Grundrechenarten einen großen Stellenwert. Unsere Erzieherinnen beobachten die Lernfortschritte jedes Kindes individuell und entwickeln idealer Weise zusammen mit den Kooperationslehrern Projekte und Aktivitäten, die dazu beitragen, dass jedes Kind erfolg‐ reich in die Schule starten kann. Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Gemeinsam mit den Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit ermöglichen. Wir nutzen jede Gelegenheit die zukünftige Schule zu besuchen und den Kindern die Möglichkeit zu geben sich schon vor Beginn auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen. Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 1 7 PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens‐ lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffen. Phonemisches Be‐ wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un‐ seres Konzepts. Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance, ihre Interessen in Bezug auf Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt. Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup‐ penspiele und Rollenspiele. MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha‐ ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei Little Giants machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, Zuord‐ nungen und Reihen. NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN: Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lerncenter nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro‐ bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und zu vermitteln wissen. Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla‐ sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc. Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B. das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc. KUNST‐ UND MUSIKERZIEHUNG: Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie‐ ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för‐ dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen‐ alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch. Im Kindergartenalter werden diese Aktivitäten dann durch Instrumentenunterricht und auf Wunsch durch Ballettangebote ergänzt. Bei Festen führen alle Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze auf. KOCHEN UND ERNÄHRUNG: Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le‐ ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi‐ scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Little Giants Konzepts dar. Regelmäßig gehen die Kinder der Little Giants Kindergärten gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeitern einkaufen. Sei es auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus diesen werden gemeinsam leckere Zwischenmahlzeiten gekocht. 5. INTEGRATION UND INTER KULTURELLE ORIENTIERUNG Little Giants begrüßt Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbeiatern unterschiedlicher Herkunft belegt sind. Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 1 8 5.1. GRUNDSÄTZLICHES Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen: Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes Anerkennung von Grund und Menschenrechten Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede 5.2. INTEGRATION DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten. Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar. EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen. SPRACHE Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In‐ tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut‐ tersprachlerniveau zu bringen. WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei Little Giants alle Feste (Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert. 5.3. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt MitarbeiterInnen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind. Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten. 5.4. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTETEN Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa kommt dabei eine besondere Aufgabe zu. Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und demokrati‐ schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch‐ land anzukommen. Wie wichtig und wertvoll diese Aufgabe ist, erkennen wir täglich in unseren KiTas in den Kapitel: 5. Integration und interkulturelle Orientierung 1 9 Kölner Stadtteilen Gremberghoven und Ostheim. Diese liegen mitten in sozialen Brennpunkten und in unmittel‐ barer Nähe zu Unterkünften für Geflüchtete. Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter‐ gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso‐ nalauswahl. Um Mitarbeitern die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung von Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, nutzen wir die Expertise unserer Brennpunktkita in Köln, die auch als Schulungszentrum dient. Kinder, die während der Flucht kein Zuhause hatten, unterstützen wir unter anderem auch mit speziellen auf das Erlernen von Körperhygiene zugeschnittenen pädagogischen Angeboten. Stets gehen unsere Mitarbeiter individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata zu überwinden. 5.5 GENDERTHEMATIK Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick‐ lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß‐ und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach‐ förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert stattfindet, ist auch unser Gender Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags. Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen: 1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und Master und Diplom – Absolventen) 2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung) 3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal 4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie‐Entwicklung entsprechende Altersmischung innerhalb des Teams 5. Menschen mit und ohne Behinderung Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen‐ vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun‐ gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015) Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann. Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder, wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Little Giants Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeitenin ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun‐ gen lernen schon jetzt, im Kita‐Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe‐ gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Little Gians eng miteinander verknüpft. Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 2 0 Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa‐ milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die‐ ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidungs‐) Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwertgefühl eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei‐ tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können. 6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle einzubeziehen. 6.1 Elterngespräche Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Little Giants Konzepts. Eine Bezugsbetreuerin jedes Kindes sucht mindestens zweimal im Jahr ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaßnah‐ men durchzusprechen. Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle zu vermitteln. 6.2 Elternbefragung Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El‐ ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: Öffnungszeiten Zufriedenheit des KIndes Pädagogische Aktivitäten Ernährung Kundenfreundlichkeit Ausstattung 6.3 Elternbeirat Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo‐ kratisch gewählt. Die Aufgaben des Elternbeirates sind: Vertreten der Elterninteressen Vorschlags‐ und Beschwerdemanagement Motivation von Eltern sich aktiv am Kita‐Leben zu beteiligen. Organisation von Festen Spendenaktionen Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) 2 1 6.4 Gewaltprävention und Umgang mit Gewalt Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be‐ reich Elternarbeit. Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richtig und probieren es dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elernhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin‐ der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie‐ ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere Lösung weiß. Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg‐ nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus‐ findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet. Hier sind dann die Erzieher gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch des ge‐ waltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer Weise zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens einer anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konsequen‐ zen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegenwirken – man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Projekte zu‐ weisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell wer‐ den unsere Mitarbeiter im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, Schulungen und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben müssen. Ge‐ meinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten herauszufinden, danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipiell wir die Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den Eltern hinzu‐ gezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von Psychologen ge‐ holt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pesonal und der konsequente Umgang mit Gewalt gehört. 7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG) Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisatio‐ nen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an. Konkret werden wir eine Kooperation mit den Grundschulen aufbauen. Zum Beispiel könnten unsere Kinder in der Eichdorffschule bei der Garten‐AG mitmachen, den Kompost sieben oder einfach die Regenwürmer bei der Arbeit beobachten, wir würden uns am Gesundheitsprogramm der Anette‐Von‐Droste‐Hülshoff‐Grundschule beteiligen. In die Ida Schule könnte der Übergang besonders sanft sein, da die Erstklässler sogar ein eigenes Gebäude für sich haben. Im letzten Kindergartenjahr werden die Kinder die Räumlichkeiten der Kooperations‐ schulen besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teilnehmen und parallel durch engste Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen. Auch nutzen wir die Sportmöglichkeiten des Stadtteils, hier ist eine Kooperation mit dem Turnverein Wolbeck angedacht. Hier können unsere Kinder verschieden Sportarten ausprobieren. Für Handballbegeisterte möchten wir eine Zusammenarbeit mit dem Jugend Förderkreis HSG 78 e.V. auf den Weg bringen. Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 2 2 Regelmäßig laden wir Musikschulen zu uns ein und bieten den Kindern damit die Möglichkeit professionellen Unterricht zu genießen – hier planen wir insbesondere die Musikschule Wolbeck e.V. anzusprechen. Die Schule bietet mit ihrem Elementar‐Programm Musikerziehung ab zwei Jahren an, was die Liebe unserer Kleinsten für Musik wecken könnte. Den beiden Kirchengemeinden würden wir im Rahmen von Ausflügen immer wieder ei‐ nen Besuch abstatten. Sofern Kinder vom Elternhaus aus die Einrichtungen kennen, dürfen sie dann ihren Freunden von den Erfahrungen erzählen. Eine besonders enge Zusammenarbeit streben wir mit unseren eigenen Kindertagesstäten an, aber auch mit der direkt angrenzenden Einrichtung, der AWO Kindertageseinrichtung Angelmodde, dem nahegelegenen Kin‐ dergarten Eichendorff und dem Katholischen Kindergarten St. Bernhard werden wir intensiv zusammenarbei‐ ten. Gemeinsame Feste, kitaübergreifende Projekte oder einfache „Spielplatzverabredungen“ sind praxisnahe Möglichkeiten sich besser kennenzulernen und für unsere Kinder Freundschaften zu knüpfen, die sich dann auch in den Grundschulen fortsetzen können. Auch versuchen wir immer mit ausgesuchten Unternehmen Kooperationen aufzubauen. Hier würden sich die Tischlerei Damwerth und Movimento Luig GmbH besonders anbieten, da wir immer mitd den Kindergartenkin‐ dern gerne handwerklich tätig sind und Fahrräder in der Fahrradstadt Münster ab dem jüngsten Alter gefahren werden. Aber auch andere kleinere Unternehmen im Stadtteil wie zum Beispiel Beratungsfirmen und Läden werden wir mit ins Boot zu holen. Da Little Giants flexible Öffnungszeiten und Familienfreundlichkeit auszeichnen, werden wir auch in Angel‐ modde nicht nur flexible, sondern auch lange Öffnungszeiten anbieten. Eine Übermittagbetreuung, Blocköff‐ nungszeiten und Extrazeit bei Bedarf, sind uns wichtig, insbesondere aber, dass die Qualität nicht darunter lei‐ det. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbetreuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmitt‐ gasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kinder und Familien zu schaffen. Unsere Pädagogen genießen die Möglichkeit, die Kinder durch den ganzen Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kin‐ dern zu entdecken. Da sich jede unserer Kitas dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, können wir uns vorstellen auch hier ein individuelles Angebot für unsere Kunden zu erstellen. Sehr gerne werden unsere bilingualen, aber auch unsere auf sportliche Aktivitäten oder auch städtische Unternehmungen ausgelegten Konzepte angenom‐ men. In der Regel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf ein. Die Konzeption ist das Konzept in die Praxis umgesetzt. 9. QUALITÄTSMANAGEMENT 9.1. DOKUMENTATION TAGESBERICHTE Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende Punkte informiert werden: Laune des Kindes Mahlzeiten Windelwechsel und Stuhlgang Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat. Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 2 3 ENTWICKLUNGSPROFILE Little Giants erstellt unter Zuhilfenahme von „ Mondey“ und „Grenzsteine der Entwicklung“ für jedes Kind quar‐ talsweise ein standardisiertes Entwicklungsprofil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompe‐ tenzen abgefragt. Anlage 1 erhält weitere Informationen. 9.2. ELTERNBEFRAGUNG Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen, führt Little Giants jährlich eine El‐ ternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: Öffnungszeiten Pädagogische Aktivitäten Ernährung Kundenfreundlichkeit 9.3. PERSONALAUSSTATTUNG Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal. Auch wenn die Mindestpersonalanfor‐ derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden unsere Erzieher durch Praktikanten, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlastet, sondern es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten Abschlüssen, Alters‐ und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams merken sehr schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergänzen, gemein‐ sam viel stärker als die Summe der Individuen sind. 9.4. HYGIENEPLAN Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung des Hygieneplans findet sich in Anlage 3. 9.5. QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Little Giats Qualitäts‐ managementhandbuch dokumentiert. 9.6. QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6‐SIGMA – DMAIC) Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6‐Sigma‐Konzept überwacht, um unseren kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.). Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 2 4 Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist und welche Bedürfnisse durch den Prozess er‐ füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer‐ den die Merkmale des Prozesses definiert, die kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun‐ gen sind. Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus‐ prägung der Merkmale des Prozesses. Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten Leistungszielen identifizieren. Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs‐ möglichkeiten für die in der Analyse‐Phase identifizierten und ausgewählten Probleme gefunden werden. Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun‐ gen im Alltag. 9.7. QUALITÄTSZIRKEL Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un‐ sere Mitarbeiter in Kleingruppen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel setzen die gefunden Lö‐ sungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor. Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei‐ fend auf Leitungsebene. Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. 9.8. INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere Definieren [Define] Datenerhebung [Measure] Analysieren [Analyze] Verbesserungs‐ phase [Implement] Überwachen [Control] Kapitel: 9. Qualitätsmanagement 2 5 Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erziehern, Eltner und Kindern auch die Einschaltung von anderen Be‐ ratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12. 9.9. FACHBERATUNG Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter‐ nehmen haben wir MitarbeiterInnen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzufüh‐ ren. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zuständig ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung, zum Bei‐ spiel vom Paritätischen oder der Caritas, eingeschaltet. 9.10. PÄDAGOGISCHE TAGE Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für ‐ Fortschreibung der Konzeption; ‐ Jahresplanung; ‐ Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q‐Zirkel; ‐ Teambuildingmaßnahmen ‐ Gruppenschulungen ‐ Umstrukturierung der pädagogischen Räume 9.11. KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen besucht jeder Mitarbeiter immer wieder eine andere Kin‐ dertagesstätte des eigenen oder auch eines Kooperations‐Trägers. 9.12. LEITUNGSKONFERENZEN Vier Mal im Jahr treffen sich alle Little‐Giants‐Leitungen einer Region zu einer Leitungskonferenz, um einrich‐ tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. 9.13. BESCHWERDEMANAGEMENT I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 6‐mal im Jahr Kinderkonferenzen abge‐ halten. Unsere Mitarbeiter sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schriftlich festzuhal‐ ten, sodass diese in dem Zusammenhang von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis. Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön‐ nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Vertrauensperson regelmäßig ans Herz gelegt. Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten, Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen. 9.14. BESCHWERDEMANAGEMENT Kapitel: 10. Ernährung 2 6 Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern. Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien: Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde können pädagogische Mitarbeiter auf Gruppen‐ bzw. Leitungsebene oder der Träger sein. Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei‐ ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden. Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter stets sach‐ lich, emotional zurückhaltend und lösungsorien‐ tiert sein. Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge‐ halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich sein, so wird im Team das Problem analysiert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist zu dokumentieren. Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch mündlich erfolgen. Einbindung des Trägers / von externen Bera‐ tungsstellen Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob‐ lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden können, so hat die Leitung den Träger einzuschal‐ ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung gemeinsam beschlossen und eingeleitet. 10. ERNÄHRUNG Little Giants legt großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, dass die Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt. Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen: Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio‐Qualität,sofern möglich aus der Region. Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2). Die Mittagsmalzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert. Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. 11. PERSONALMANAGEMENT Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei‐ ter als unsere wichtigste Ressource an. Kapitel: 12. Finanzmanagement 2 7 11.1. PERSONALGEWINNUNG Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden an die jeweilige Kita weitergeleitet. In einer zweiten Runde, oftmals im Jour fixe, wird in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kindertagesstättenlei‐ tung entschieden, welche BewerberInnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof‐ fen. 11.2. MITARBEITERENTWICKLUNG In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf eine gute Personalentwicklung und ‐bindung. WEITERBILDUNG Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an die Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam mit der MitarbeiterIn bespricht die Leitung welche Entwicklungswünsche die MitarbeiterIn hat und welche Notwendigkeit das Unternehmen sieht. Danach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/‐en fürs Folgejahr belegt werden. REFLEXIONSGESPRÄCHE Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re‐ flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll. DIVERSITÄT Little Giants fördert Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl die Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualität selbst verbessert. UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEI TER IN ALLEN LEBENSLAGEN Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeitern in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir flexi‐ bel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf. VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeitern stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), werden für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. 12. FINANZMANAGEMENT Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen. Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente: Kapitel: 12. Finanzmanagement 2 8 Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung Kostenstellen / Kostenträger‐Rechnung mit Budgetierung Controlling‐System Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf‐ fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister. Kapitel: 13. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII 2 9 13. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I. S. D. § 8A SGB VI II SCHULUNG Die Leitung der Einrichtung ist bezüglich der Thematik zu schulen. Das Wissen ist durch jährliche Schulungen an die anderen Mitarbeiter weiterzugeben. ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES KINDESWOHLS (GEFÄHRDUNGSRISIKEN) Körperliche und seelische Gewalt Emotionale und körperlich‐ gesundheitliche Vernachlässigung Sexueller Missbrauch Versagung entscheidender existenzi‐ eller Entwicklungschancen INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr‐ dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not‐ wendig auch im Gespräch mit den Eltern. Ende Erkennen Gefährdungsrisiko Information erfahrene Fachkraft (Leitung) Dokumentation Gefährdungsrisiko Gespräch mit Erziehungs- berechtigten Risiko ausgräumt Hinwirken auf Inanspruchnahme von Hilfen Hilfe- und Beratungsplan Dokumentation Gespräch Beratungsplan eingehalten? Beratungsplan erfolgreich Dokumentation der Schritte Jugendamt informieren Dokumentation Nein Ja Nein Nein JaDokumentation Ja Risiko ausgräumt Ja Nein Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis 3 0 ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir auf Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte sind der Essensversorgung sind weitreichend und passen sich an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund. ANLAGE 2: HYGIENE PLAN HYGIENE IM SANITÄRBEREICH SANITÄRAUSSTATTUNG Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die Sanitärbereiche für Mitarbeiter sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfektionslö‐ sung zu versehen. WARTUNG UND PFLEGE Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle und Pflege wird dokumentiert. WICKELBEREICHE Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreinigungen mit Fäkalien werden mit einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter haben nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine Ver‐ fahrensanweisung zur Wickelhygiene aus. Lebensmittel, die viel Stärke enthalten, wie Getreideprodukte und Kartoffeln Gemüse und HülsenfrüchteObst Getränke (Wasser) Milch und Milchprodukte Fleisch, Wurst und Fisch Streich‐ und Kochfette Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 3 1 BE‐ UND ENTLÜFTEN Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden Zeitnah in Stand gesetzt. TRINKWASSERHYGIENE LEGIONELLENPROPHYLAXE Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden. Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt. PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink‐ wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten Tag benutzt oder alternativ gespült werden. PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserverodnugn jährlich durchgeführt. ERSTE HILFE ERSTE‐HILFE‐INVENTAR Die Einrichtung hält folgendes Erste‐Hilfe‐Material vor: Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“ Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt. VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Verband so ver‐ sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände gründlich gewaschen und desinfiziert. REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die Fläche nochmals desinfizieren. NOTFALLKONTAKTE Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge‐ hängt: Polizei Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 3 2 Feuerwehr Ärztlicher Bereitschaftsdienst Giftinformationszentrum Kinderarzt KÜCHE ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so‐ wie über Lebensmittelhygiene geschult. QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHME N UND LEBENSMITTELHYGIENE Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen‐ tiert: Messung der Kühlschranktemperatur Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch) Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan Kontrolle auf Schädlinge Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen. HANDHYGIENE Hände sind wie folgt zu waschen: A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere. B. Vor und Nach: Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes Verabreichen von Medizin Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird. C. Nach: Windelwechsel Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang. Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi‐ schen des Mundes oder von Wunden. Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel. Berühren von Tieren. Spiel im Sandkasten Reinigung und Handhabung von Müll Berühren von Geld Handhabung von verschmutztem Geschirr Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal‐ handtücher verwendet. Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 3 3 An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt. FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird, ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal‐ fall ausreichend. AUßENANLAGEN Unser Außenanlage wir bei jedem Besuch auf Tierkot untersucht. Tauben werden durch geeignete Maßnahmen ferngehalten. Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereits im Mai, die Temperaturen auf deutlich über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude, in der heißen Jahreszeit stark aufheizen und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet: Morgens mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita werden die Fenster und Türen in allen Räumen ge‐ öffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht. Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen‐ und Nebenräumen, in den Schlafräumen Rolllä‐ den, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschließen und erst zur Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu verhindern. Im Allgemeinen sind im Obergeschoss, sofern vorhanden, die Türen zu allen verschatteten Räumen wäh‐ rend des Tages geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind dann alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen und damit ein Luftaustausch zu schaffen. Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafalterna‐ tiven im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend Schlafwa‐ che auch für über Dreijährige zu halten. Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut. Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erinnert werden sollen, gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche ‐ „Trinkrunden“ zu ma‐ chen sind. Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser ein‐ geleitet werden. Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. Dabei ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem Wasser in einem Eimer ertrinken können. Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen tra‐ gen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, ggf. auch am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im Schatten spielen! Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen ge‐ mieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden. Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 3 4 Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Gegebenen‐ falls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf‐ und Tageskleidung mitzubringen. Für den Auf‐ enthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll‐ oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzlichen Schutz vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein sollte, ungeeignet. Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden. Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert ‐ so wie Erwachsene ‐ unterschiedlich auf heiße Tempera‐ turen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem geringsten Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung durch abholbe‐ rechtigte Personen einzuleiten. Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets ausrei‐ chend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge getra‐ gen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.
Anlage 4.8 Logik und Mathematik
13991 Zeichen
ISO 9001 Stand 009/03.2017 Seite 1 von 5 Prozessbezeichnung PB. Logik und Mathematik Geändert am: 27.03.2017 Geprüft am: 27.03.2017 Freigegeben am: 27.03.2017 Geändert von: Weegmann, Clemens Matthias Geprüft von: Weegmann, Clemens Matthias Freigegeben von: Weegmann, Waltraud Prozessverantwortliche/r Sarnes, Bettina Stellvertreter/in - Bereich Elementar-Pädagogik Rollenbezeichnung und -beschreibung: Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist. 2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Anwendung der Prozessbeschreibung Die vorliegende Prozessbeschreibung vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 009/03.2017 Seite 2 von 5 Prozessbezeichnung PB. Logik und Mathematik Prozessziel Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs. Kinder haben die Möglichkeit durch entsprechende altersgerechte Anregungen im Kinderhaus umfassende Neigungen zu den Themen Logik und Mathematik zu entwickeln. Die Gestaltung des Kinderhauses bietet Kindern die Möglichkeit sich ständig mit Logik und Mathematik auseinander zu setzen. Die Kinder haben ein großes Interesse im Bereich Mathematik und Logik und erfahren optimale Förderung. Der Bildungsbereich Logik und Mathematik stärkt Kinder entsprechend der element-i- Leitziele. Prozessbeschreibung Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende Unterbereiche abgedeckt sind. Zur Umsetzung des Bildungsbereichs Logik und Mathematik eignet sich das Buch „Mathe Kings. Junge Kinder fassen Mathematik an“ von Nancy Hoehnisch und Elisabeth Niggemeyer, das in jeder Kita vorhanden sein soll. In dem Buch wird ein theoretisch fundiertes und gut in die Praxis umsetzbares Konzept zur Würdigung der mathematischen und logischen Neugier der Kinder und zur Begeisterung für Mathematik in der Kita beschrieben. Zunächst wird erläutert, dass Mathematik eine grundlegende Denkart ist die in dem Menschen und allen Dingen der Welt steckt. Laut Mathe-Kings bildet Mathematik eine Brücke von der Kinder- in die Erwachsenenwelt, von der Phantasie zur Logik. Anschließend werden folgender einzelne Pfeiler dieser Brücke anhand von Praxisbeispielen erläutert, die auch für element-i die Mindeststandards bilden. Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Sortieren und Klassifizieren Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Gegenständen mit bestimmten Eigenschaften zu sammeln, zu sortieren und zu klassifizieren. Muster Kinder haben vielfältige Möglichkeiten aus verschiedenen Gegenständen mit bestimmten Eigenschaften Muster zu legen. Kinder haben vielfältige Möglichkeiten mit verschiedenen Klanginstrumenten Muster aus Tönen zu erkennen, sie zu beschreiben und sie fortzusetzen. Zahlen Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Erfahrungen zu Zahlen, Zahlenreihen, Addition, Subtraktion, Mengen und Symbolen zu machen. Raum und Geometrie Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Raum und Geometrie zu entdecken. Wiegen, Messen und Vergleichen Kinder haben vielfältige Möglichkeiten verschiedene Dinge zu Messen, zu Wiegen und zu Vergleichen. Grafische Darstellung und Statistik Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 009/03.2017 Seite 3 von 5 Prozessbezeichnung PB. Logik und Mathematik Kinder haben vielfältige Möglichkeiten Informationen über verschiedene Gegenstände oder Ereignisse zu sammeln und diese grafisch darzustellen und zu vergleichen. Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist die unmittelbare Nähe von Logik und Mathematik zu den Bildungsbereichen Konstruktion und Mechanik, Forschen und Entdecken, Sprache sowie Musik zu berücksichtigen. Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: Die PädagogInnen gehen in achtsamen und intensiven Dialog mit Kleinstkindern. Die PädagogInnen achten bei der Materialauswahl auf enge Zusammenhänge zwischen der kindlichen Neugier (einfache Bauten mit altersgemäßen Materialien), Bewegung (körperliche Anreize zu schaffen) sowie Sprache. Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der Bereichsziele genommen. Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: Wie erkennen Sie das Interesse des Kindes an Mathematik und Logik, schenken diesem einfühlsame Beachtung und Wertschätzung? Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 009/03.2017 Seite 4 von 5 Prozessbezeichnung PB. Logik und Mathematik Wie bestärken Sie Kinder beim Ausprobieren und begleiten sie dabei sprachlich? (z.B. Gegenstände vom Tisch fallen lassen und wieder aufheben; Bauklötze stapeln und umwerfen; Dinge sortieren, kategorisieren und zählen) Wie werden tägliche Aktivitäten der Kinder werden als Lernerfahrung zur Förderung des mathematischen Verständnisses und des Zählens genutzt (z.B. beim Tischdecken, Einführung von Zeiteinheiten beim Spielen)? Wie sprechen Sie mit Kindern über logische Abfolgen und Beziehungen sowie über Grundbegriffe der zeitlichen Ordnung? Wie werden Kinder angeregt, Fragen zu stellen, eigene Hypothesen aufzustellen, diese zu überprüfen und so ihr Denken, unabhängig von dessen „logischer Richtigkeit“, als wertvoll zu erleben? Wie werden die Kinder angeregt ihr Handeln zu begründen? Wann haben Kinder die Möglichkeit einfache Rechengeschichten zu hören, selbst zu erfinden oder Zahlen in Märchen zu entdecken und nachzuspielen (Haus einrichten und Tischdecken für die sieben Zwerge)? Welche weiteren Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung werden den Kindern erschlossen, in denen sie logische und mathematische Lernerfahrungen machen können? Wie können Sie das Interesse von Mädchen an räumlichen und mathematischen Themen bestärken? (Mädchen zeigen tendenziell weniger Interesse an diesem Bildungsbereich.) Wie sorgen Sie für alternative Zugehensweisen zu Erfahrungen und Einsichten für das Kind, das sich an bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen kann? Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) element-i-Bogen Ideenliste „Logik und Mathematik“ Gute pädagogische Fachpraxis Qualitätskriterien: 1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum Bildungsbereich statt. 4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom verfügbar. Basisanforderungen für Material und Raumausstattung: Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 009/03.2017 Seite 5 von 5 Prozessbezeichnung PB. Logik und Mathematik Es sind viele dem Entwicklungstand der Kinder angemessene verschiedenartige Materialien geordnet verfügbar: 1. Sortieren und Klassifizieren: Mindestens 5 verschiedene Materialen: Z.B.: Steine, Autos, Schlüssel, Bohnen, Muscheln, Knochen, Knöpfe, … 2. Muster Mandalas, Spinnennetze, Bauklötze, … 3. Zählen Zahlen aus Holz, Spielgeld 4. Raum und Geometrie Unterschiedliche geometrische Formen, abstrakt und in alltäglichen Dingen 5. Wiegen, Messen und Vergleichen Unterschiedliche Becher und Behälter, Wagen, Maßstäbe, Spielgeld, Uhren, Kalender 6. Graphische Darstellung uns Statistik Selbsterstellte Statistiken (z.B.: wie viel hat es im letzten Monat geregnet?) Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 1.2 Auswertungsformular_KleineRiesen
4776 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde in Angelmodde Name und Adresse des Trägers: Kleine Riesen Nord gGmbH Esslinger Straße 69 73732 Esslingen 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehm en der Giant Leap GmbH und Co KG - Der Träger gGmbH nahm in 2006 die erste Kindertag eseinrichtung in Betrieb - Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Betreiber von Kindertageseinrichtungen und Kinder krippen - Betreiber von aktuell 26 Kindertageseinrichtungen bundesweit (hauptsächlich in NRW) - Ab 2018 Betreiber von vier Kindertageseinrichtung en in Münster - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00-16.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Par tizipation - Jedes Kind wird individuell wahrgenommen - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrati- onshintergründen, möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften - Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-i nnen in Bezug auf Migration / Inklusi- on - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombina tion mit frischen Lebensmitteln an - Gemeinsame Essenssituation als schöner und besond erer Moment im Kitaaltag - Angebote des päd. Kochens mit Sozialraumakteuren - Projekte zur Zahngesundheit - Bewegungsangebote außerhalb der Kita - Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit Schulen und Sportvereinen im S ozialraum - Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichk eiten der Kindertageseinrichtung - Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemei nsame Feste, gemeinsame Pro- jekte usw. - Kooperation mit Unternehmen im Sozialraum - Kooperation mit Kindertagespflege im Sozialraum - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklu ngsphase in Münster anvisiert - Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, Sportver einen, Ärzten, Frühförderung, Be- trieben - Teilnahme an Arbeitskreisen und AG’s ist geplant - Siehe ausführliche Planungen für die Einrichtung im Konzept 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orient iert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen - Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fach beratung vor Ort in Münster - Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Metho de - Kinderschutzkonzept liegt vor 3 4. Besondere Merkmale / Eignung - Möglichkeiten der verschiedenen Schwerpunktbildun gen anhand der sozialräumlichen Bedarfe (Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) - Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität u nd mit bildungsfernen Familien - Bereitschaft zur Übernahme von Großtagespflegeste llen mit angestellten Tagespfle- gepersonen
Anlage 4.9 Menschsein in der Welt
16739 Zeichen
ISO 9001 Stand 002/02.2016 Seite 1 von 6 Prozessbezeichnung PB. Menschsein in der Welt Geändert am: 19.02.2016 Freigegeben am: 24.02.2016 Dokumentenverantwortliche/r: Rehn, Marcus Geändert von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus Prozessverantwortliche/r Rehn, Marcus Stellvertreter/in Kammerlander, Carola Bereich Elementar-Pädagogik Rollenbezeichnung und -beschreibung: Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist. 2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Anwendung der Prozessbeschreibung Die vorliegende Prozessbeschreibung vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 002/02.2016 Seite 2 von 6 Prozessbezeichnung PB. Menschsein in der Welt Prozessziel Alle Kinder haben ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs Mensch sein in der Welt. Die PädagogInnen gehen respektvoll und einfühlsam mit der Individualität eines jeden Kindes um, losgelöst von seiner Herkunft, Geschlecht, Religion etc. Die Kinder stellen Sinn-fragen und andere Fragen und erfahren, dass es auf Fragen unterschiedliche – oder auch keine abschließenden – Antworten geben kann. Jedes Kind erwirbt Fähigkeiten zur Bewältigung von Schwierigkeiten. Die Kinder können unterscheiden, ob und warum etwas wichtig oder weniger wichtig ist. Die Kinder werden angeregt, die Welt kennenzulernen, in der sie leben und sie begegnen Menschen, Tieren und der Natur einfühlend und respektvoll. Die Kinder erfahren Herkunft, Verarbeitung, Umgang und Wertschätzung von Lebensmitteln. Die Kinder entwickeln Respekt vor Regeln, Ritualen, Festen, Traditionen und Sprachen der eigenen und fremden Kultur um individuelle Unterschiede (z.B. in Bezug auf Geschlecht, Herkunft, Religion, Lebensweise, Alter und Entwicklungsstand, Stärken und Schwächen, Behinderung) wahrzunehmen und anzuerkennen. Die Kinder beteiligen sich entwicklungsgemäß an der Werte- und Normbildung für die Gruppe, an der Gestaltung des Kindergartenlebens und an der Themenfindung. Die Kinder können unmittelbare Lernerfahrungen machen (z.B. Konzertsaal, Museum, Markt, Wald, Park, Wiese, Bauernhof, Kirche, Sakrale Räume). Die Kinder und Eltern aus anderen Kulturen können ihre Herkunftssprache einbringen und vorstellen (Wörter, Sätze, kleine Verse, Lieder). Die Kinder kennen Rituale, die ihr Leben ordnen und strukturieren. Kinder können in ihrem Philosophieren und / oder Theologisieren über das Leben und die Welt verständnisvolle Partner finden. Prozessbeschreibung Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende Unterbereiche abgedeckt sind: Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Unterstützung und Förderung - Selbst sein und Selbstbewusstseins. Vertrauen in das Leben und die Zukunft; Gefühl von Geborgenheit. Positive Körperwahrnehmung (Wut, Weinen genauso wie Lachen sind natürlicher Ausdruck von Gefühlen). Emotionale Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit. Anders sein und Vielfalt: Rollenspezifische Benachteiligung ausgleichen und gleichberechtigte Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Unterschiedliche Interessen und Lebenssituationen gleichermaßen berücksichtigen und fördern. vielfältige Anregungen, sich mit ihrem Körper, Geschlecht und sozialer Rolle (Vielfalt Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 002/02.2016 Seite 3 von 6 Prozessbezeichnung PB. Menschsein in der Welt von Lebens- und Familienformen, Hetero- und Homosexualität, Alleinerziehende, Patchworkfamilien…) auseinandersetzen, sich als Teil einer Gemeinschaft wahrnehmen Vorbildfunktion: Für die Kinder Kinder sind Kindern Vorbild Konfliktlösungsstrategien - Sinngebung: Fähigkeiten zur Bewältigung von Schwierigkeiten (z.B. durch Bewegung, Rituale, das Aufsuchen besonderer Orte, Menschen, Situationen etc.). Vorstellung von, was „richtig“ und „falsch“ ist. Kindern die Gelegenheit bieten, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit in gegenseitiger Achtung und Respekt zu üben. Bewusstsein entwickeln, dass es auch andere Lebensrealitäten gibt (z.B. andere Länder, Sitten, Kulturen, Religionen). Ermutigen Wertvorstellungen zu äußern und zu vertreten. Kinder ermutigen, Sinn-Fragen und andere Fragen zu stellen und dabei erfahren, dass es auf Fragen unterschiedliche- oder auch keine abschließenden – Antworten geben kann. Wertschätzung: Werden angeregt, die Welt, in der sie leben, kennenzulernen, wert zu schätzen und Verantwortung zu übernehmen. Menschen, Tieren und der Natur einfühlend und respektvoll begegnen Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit unseren Ressourcen Herkunft, Verarbeitung, Umgang und Wertschätzung von Nahrungs- und Lebensmitteln Philosophieren: Abstrakte Themen der Kinder (z.B. Philosophische Gedankengänge und Grundfragen) sollen wahrgenommen und erweitert werden. Hinterfragen der Welt und ihrer Zusammenhänge Lebenskreis und Traditionen: Vermittlung von Themen wie Geboren werden – Krank sein – Sterben - Schicksale Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist die unmittelbare Nähe von Mensch sein in der Welt zu den Bildungsbereichen Sprache, und Soziales Miteinander zu berücksichtigen. Dem Bildungsbereich können tendenziell das Rollenspielzimmer sowie das Außengelände als Raum bzw. Bereich im Kinderhaus zugeordnet werden. Darüber hinaus findet die Umsetzung des Bildungsbereichs flexibel in allen Räumen des Kinderhauses statt und spiegelt sich auch in Elementen des Tagesablaufes wieder. Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: Es wird sichergestellt, dass Kleinstkindern in der Kita in ihrer Einzigartigkeit Achtung und Verständnis entgegengebracht wird. Den Kindern sowohl das Kennenlernen von verschiedenen Festen und Kulturen als auch Ausflüge wie Einkaufen gehen, Bücherei, Wald etc. ermöglichen. Unterstützung der Kinder, sich selbst als Teil einer Gemeinschaft wahrzunehmen (z.B. gemeinsam Mittagessen). Kindern ermöglichen ihren Körper und ihre Geschlechtsmerkmale kennenlernen zu dürfen (Kinder dürfen auch mal nackt sein). Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 002/02.2016 Seite 4 von 6 Prozessbezeichnung PB. Menschsein in der Welt Konsequent im Umgang mit Regeln, Grenzen und Konsequenzen. Es wird Wert auf einen strukturierten Tagesablauf mit gleichbleibenden Ritualen gelegt um den Kindern die nötige Sicherheit zu geben. Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der Bereichsziele genommen. Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: Wie gehe ich als PädagogIn einfühlsam und respektvoll auf die Individualität jedes einzelnen ein und wie sorgt der Kindergarten dafür, dass jedem Kind in seiner Einzigartigkeit Achtung und Verständnis entgegengebracht wird? Was hilft den Kindern, eine positive Grundeinstellung zum Leben zu entwickeln? Wie trägt der Kindergarten dazu bei? Wie erfahren Kinder, was Heimat ist und wodurch erleben Kinder die Überwindung von Heimweh? Wie nehmen sie philosophische Gedankengänge der Kinder wahr und erweitern diese? Wie erhalten Kinder Anregungen, darüber nachzudenken, ob und warum etwas wichtig oder weniger wichtig ist? Wie werden Kinder dabei unterstützt, mit unterschiedlichen Werthaltungen und Regeln in Elternhaus und Kindergarten umzugehen? Wie werden die Kinder angeregt, die Welt, in der sie leben, kennenzulernen, wert zu Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 002/02.2016 Seite 5 von 6 Prozessbezeichnung PB. Menschsein in der Welt schätzen und Verantwortung zu übernehmen? Wie erfahren die Kinder sowohl die Bedeutung der Feste im Jahreskreis bzw. im Kirchenjahr als auch Respekt vor Regeln, Ritualen, Festen, Traditionen und Sprachen der eigenen und fremden Kultur? Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) element-i-Bogen Ideenliste „Mensch sein in der Welt“ Archiv für gute Fachpraxis Qualitätskriterien: 1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum Bildungsbereich statt. 4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom verfügbar. Basisanforderungen für Material und Raumausstattung: Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: Im ganzen Kinderhaus: Kinder dazu anregen, sich über Werte und Konflikte im Gemeinschaftsleben zu verständigen. Kindern die Möglichkeiten bieten sich entwicklungsgemäß an der Werte- und Normbildung für die Gruppe, an der Gestaltung des Kindergartenlebens und an der Themenfindung zu beteiligen. Möglichkeiten und Herausforderungen bieten, individuelle Unterschiede (z. B. in Bezug auf Geschlecht, Herkunft, Religion, Lebensweise, Alter und Entwicklungsstand, Stärken und Schwächen, Behinderung) wahrzunehmen und anzuerkennen. Kindern und deren Eltern mit anderer Herkunftssprache die Gelegenheit geben, etwas aus ihrer Sprache und Kultur vorzustellen (Wörter, Sätze, kleine Verse, Lieder). Sowohl die Alltags- und Berufswelten der Eltern als auch die Rollenaufteilung in der Familie mit den Kindern thematisieren. Den Rahmen schaffen über wichtige Themen wie z.B. Schwangerschaft und Geburt zu sprechen– auch unter den Aspekten: Wo komme ich her? Wie kam ich zur Welt? PädagogInnen sorgen für alternative Zugehensweisen zu Erfahrungen und Einsichten für das Kind, das sich an bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen kann. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 002/02.2016 Seite 6 von 6 Prozessbezeichnung PB. Menschsein in der Welt Außerhalb der Kita: Weitere Erfahrungsräume sollen den Kindern außerhalb der Einrichtung erschlossen werden, in denen sie unmittelbare Lernerfahrungen machen können (z.B. Konzertsaal, Museum, Markt, Wald, Park, Wiese, Bauernhof, Kirche, Sakrale Räume). Zugang zur Welt der Religionen und Kulturen ermöglichen (Kirchen, Wegkreuze, Synagogen, Moscheen etc.). Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 4.1 element-i-Konzept für Kinderhäuser
46518 Zeichen
Unser pädagogisches
Konzept für Kinderhäuser
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
INHALTSVERZEICHNIS
1. VORWORT ..................................................................................................................... 3
2. DIE TRÄGER ................................................................................................................... 5
3. RAHMENBEDINGUNGEN ..................................................................................................... 7
4. DIE ELEMENT-I-PÄDAGOGIK: INDIVIDUEN, INTERESSEN, INTERAKTION ........................................ 10
4.1 LEITZIELE UNSERER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT………………………………………………………………….11
4.2 PÄDAGOGISCHES HANDELN…………………………………………………………………………………………14
5. EINGEWÖHNUNGSMODELL ................................................................................................ 23
6. LEBENSWELTORIENTIERUNG ............................................................................................. 25
7. ZUSAMMENARBEIT MIT ELTERN ......................................................................................... 26
8. DAS PÄDAGOGISCHE TEAM ............................................................................................... 27
9. QUALITÄTSSICHERUNG .................................................................................................... 28
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
3
1. Vorwort
Im element-i-Kinderhauskonzept spielen umfassende pädagogische Ansätze und wissenschaftliche
Erkenntnisse über Lernen und Entwicklung von Kindern zusammen. Im Namen des Konzepts, in
das wir regelmäßig neue Entwicklungen einarbeiten, klingt das elementare, grundlegende der
frühen Pädagogik an. Gleichzeitig steht element-i für drei zentrale Bausteine unserer Pädagogik:
Individuen, Interessen, Interaktion. Die ausführliche Darstellung der element-i-Pädagogik in Kapitel
4 wird deutlich machen, was dies im Einzelnen bedeutet. Grundlage der Bildung und Erziehung in
den element-i-Kinderhäusern ist die Anerkennung von Kindheit als eigenständige Lebensphase, in
der die Kinder ihre kindlichen Bedürfnisse ausleben können und sollen. Das element-i-
Kinderhauskonzept verknüpft das Prinzip der kindlichen Selbstbildung durch Eigenaktivität mit einer
ganzheitlichen an Geist, Seele und Körper orientierten Erziehung. Die Entwicklungsbereiche und
Bildungsthemen der Kinder führen uns zu einer Arbeit in Funktionsräumen, in denen die Kinder
konzentriert ihren Interessen nachgehen können. Die Arbeit ist überkonfessionell und orientiert sich
an der Vermittlung von Kompetenzen einer pluralistischen Gesellschaft und demokratischen
Grundwerten.
Diese Konzeption richtet sich an die Eltern sowie die Erzieherinnen und Erzieher der
Kinderhäuser in Geschäftsführung von Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH. Ziel ist es,
den Rahmen für die Arbeit in der Einrichtung zu beschreiben. Dieser Rahmen entspricht dem
momentanen Stand der Arbeit. Darüber hinaus soll die pädagogische Konzeption Ansatz für eine
weitere Entwicklung und Reflexion bieten.
Das element-i-Kinderhaus sieht sich als Familien unterstützende und ergänzende Einrichtung mit
eigenständigem Bildungsauftrag in Abstimmung mit der Lebensrealität der Familien. Daraus
ergibt sich eine Ganztagesbetreuung mit größtmöglicher Flexibilität, die gleichzeitig höchsten
Qualitätsansprüchen unterliegt.
Im element-i-Kinderhauskonzept sind das Zutrauen in die Fähigkeiten der Kinder und deren
Anerkennung grundlegende Elemente. Unsere Pädagogik baut darauf auf, dass Kinder über
Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, die wir erkennen und aufgreifen. Im Zusammenspiel
mit sorgfältiger Beobachtung und Sicherheit gebendem Rückhalt gewähren wir den Kindern
einen möglichst großen Freiraum für eigene Interessen und Entscheidungen. Dies ermöglicht
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
4
und fördert die Selbständigkeit und das Engagement der Kinder. Das bedeutet, dass Kinder
gemäß ihrem Alter und Entwicklungsstand unter anderem auch ohne direkte Beaufsichtigung
spielen können und wir ihnen Raum für selbst gestaltetes Kinderleben eröffnen.
Die Kinder sollen im element-i-Kinderhaus eine glückliche Zeit verbringen und die Grundlage für
ein optimistisches und zufriedenes Leben erhalten.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
5
2. Die Träger
Träger der element-i-Kinderhäuser Bärcheninsel, Regenbogenhaus, Steppkes, Junges Gemüse,
Bengelbande und Spatzennest ist die Kinder in Stuttgart gGmbH.
Träger der Kinderhäuser Bubblebande, Gummi-Bärchen, Grünschnabel, Glühwürmchen, Schloss
Naseweis, Sterngucker, Südstadtstrolche, Technido, Wiki, Wirbelwind und Weleda ist der
gemeinnützige eingetragene Verein Kind und Beruf e.V.
Träger der Kinderhäuser Abenteuerland, Die Tüftler, Finkenburg, Justizzwerge, Knax-Garten,
Königskinder, Neckarsterne und Rheinpiloten ist die Kind und Beruf gGmbH.
Die Trägervereine haben die Geschäftsführung und Leitung ihrer Kinderhäuser der Konzept-e für
Bildung und Betreuung gGmbH übertragen.
Träger der Kinderhäuser „Bienenkorb“ im Auftrag der Deutschen BKK, „FrechDax“ im Auftrag
der BW-Bank, „Forscherzwerge“ im Auftrag des Max-Planck-Instituts ,“Energiebündel“ der
EnBW, „Kinderländle“ im Auftrag des Justizministeriums Baden-Württemberg, „Neckarlöwen“ der
Staatsanwaltschaft Stuttgart, „Feuerseepiraten“ der Wüstenrot und Württembergischen
„Pallassimo“ des Regierungspräsidiums Stuttgart „Die Willys“, Innenministerium Baden-
Württemberg, „Feuerland“ der Robert Bosch GmbH, „Reinsburg“ in Kooperation mit der Allianz
Stuttgart, „Spielzeit“ des Stuttgarter Staatstheaters, „Villa Reitzensteinle“ des Staatsministeriums
BW sowie die „Pressekiste“ im Auftrag des Pressehaus Stuttgart ist die Konzept-e für
Kindertagesstätten gGmbH selbst.
Die Vereine KIND e.V. und Kind und Beruf e.V., deren Mitglieder Unternehmen und interessierte
Persönlichkeiten sind, sowie die Kind und Beruf gGmbH und Konzept-e für Kindertagesstätten
gGmbH sind Mitglied im Dachverband KIND e.V. Sie sind Anbieter von insgesamt ca. 3000
Kinderbetreuungsplätzen.
Die Träger orientieren sich mit ihren Kinderhäusern an den Bedürfnissen berufstätiger Eltern
und deren Kinder und leisten dadurch einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und
Familie.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
6
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
7
3. Rahmenbedingungen
Die element-i-Einrichtungen bieten Kindern und Eltern Kontinuität, Verlässlichkeit und gute,
professionelle Kinderbetreuung.
Öffnungszeiten
Die Einrichtungen sind innerhalb eines Zeitrahmens zwischen 7.00 und 20.00 Uhr geöffnet.
Während der Öffnungszeiten, die jeweils abhängig von Bedarf, Personal und Finanzierung
festgelegt werden, werden Kinder ganztags, halbtags (bis zum Mittagessen oder wahlweise mit
Mittagessen) oder flexibel nach individueller Vereinbarung betreut. Um den Kindern die
Entwicklung von Bindung und Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe sowie eine kontinuierliche
Teilnahme an themenspezifischen Aktivitäten und Projekten zu ermöglichen, setzt der flexible
Platz eine Anwesenheit des Kindes im Kinderhaus an mindestens drei Tagen in der Woche
voraus.
Die Anzahl der benötigten Betreuungspersonen stimmen wir auf die Anzahl der anwesenden
Kinder ab.
Die Bring- und Abholzeiten erstrecken sich über längere Zeitspannen am Tag, um unterschied-
lichen Anforderungen von Eltern und ihren individuellen Tagesablaufsplanungen Rechnung zu
tragen.
Dennoch gibt es auch Kernzeiten, die dem Schwarzen Brett des jeweiligen Kinderhauses zu
entnehmen sind. Während dieser und während der Essenszeiten sollten Eltern ihre Kinder weder
bringen noch abholen.
Für die Bildungsprozesse aller Kinder sind Phasen, in denen sie ein ungestörtes Gruppen-
geschehen entstehen lassen (dies gilt auch für das gemeinsame Essen) und sich intensiv in ein
Spiel vertiefen können, unerlässlich. Zu spät kommen oder frühzeitig herausgerissen zu werden,
vermindert nicht nur die Qualität des pädagogischen Angebots für das betroffene Kind, sondern
stört und beeinträchtigt auch alle anderen an der Situation beteiligten Kinder. Auf die Einhaltung
dieser Zeiträume legen wir deshalb allergrößten Wert und bestehen mit Nachdruck darauf.
Ausnahmen können im Einzelfall mit den Erzieherinnen und Erziehern abgesprochen werden.
Die Schließtage der Kinderhäuser sind nicht einheitlich geregelt, liegen aber immer innerhalb der
örtlich gültigen Schulferien.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
8
Zusätzlich schließen die Häuser an zwei Freitagen im Jahr wegen Mitarbeiterfortbildung bzw.
Konzeptionstag.
Der individuell gültige Schließplan für ein Kalenderjahr wird rechtzeitig in jedem Kinderhaus
bekannt gegeben.
Exemplarischer Tagesablauf
7.00, 7.30 oder 8.00 Uhr Öffnung des Kinderhauses
7.00 - 9.30 Uhr Freispiel / freies Frühstück
9.30 - 10.00 Uhr Kinderkonferenz
10.00 - 12.00 Uhr Intensivphase mit Aktivitäten und Projekten 1. Kernzeit
12.00 - 12.30 Uhr Mittagessen 2. Kernzeit
12.30 - 14.30 Uhr Entspannungsphase / Schlafen
15.00 - 16.00 Uhr Vesper / Aktivitäten / Projekte 3. Kernzeit
16.00 - Schließung Freispiel, die Kinder werden nach und nach
abgeholt
17.00, 17.30, 18.00 oder
20.00 Uhr
Schließen des Kinderhauses
Personelle Besetzung
Die personelle Besetzung richtet sich nach den jeweils gültigen städtischen Personalschlüsseln.
Die Verteilung des Mittagessens und die Zubereitung des Vespers übernehmen die Erzieherinnen
und Erzieher - soweit möglich - unter Einbeziehung der Kinder. Für die Zubereitung des
Mittagessens und die Reinigung der Räume steht zusätzlich hauswirtschaftliches Personal zur
Verfügung.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
9
Räumlichkeiten
Das Raumkonzept ist auf das element-i-Kinderhauskonzept abgestimmt. Unterschiedliche
Funktionsbereiche schaffen eine vielfältige und anregende Umgebung um dem
Explorationsstreben, Bildungshunger und der Wissbegier der Kinder auf differenzierte Art
Rechnung zu tragen und eine intensive Auseinandersetzung mit spannenden Themen und
Materialien zu ermöglichen. Gleichzeitig bietet das so genannte „Krabblernest“ wiederum die für
die jungen Kinder unabdingbare Verbundenheit in der Sicherheit gebenden Nähe zur
Bezugserzieherin und einer heimeligen und behüteten Atmosphäre.
Die Häuser haben einen direkten Zugang zum Außenspielbereich. Dieser soll von den Kindern
intensiv und selbständig genutzt werden können.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
10
4. Die element-i-Pädagogik: Individuen, Interessen, Interaktion
Menschenbild
Die Fähigkeit zu Lernen und zur Weiterentwicklung ist im Menschen selbst angelegt. Lernen ist ein
eigenaktiver, erfahrungsoffener, forschend-problemlösender Vorgang, der die aktive
Auseinandersetzung mit Umweltgegebenheiten im Tun mit sich und Anderen erfordert.
(Klein-)Kinder sind aktiv Lernende und Forscher. Sie sind neugierig, aufmerksam, interessiert,
motiviert und verspüren einen starken Wissensdrang. Sie wollen Sinn aus der Welt um sie herum
konstruieren und verknüpfen dazu selbsttätig mit all ihren Sinnen gemachte aktuelle Erfahrungen
und Handlungsweisen mit bereits vorhandenen Kenntnissen oder als bedeutsam erlebten
Erfahrungen. So setzen sich Kinder in immer umfassenderer Weise mit ihrer Umwelt auseinander
und entwickeln in ihrem Bewusstsein zunehmend komplexere Vorstellungen. Das Ergebnis dieses
Lernens schlägt sich als Veränderung im Gehirn, als Gedächtnisspur nieder.
Kindliche Bildungsprozesse setzen verlässliche Beziehungen und Bindungen zu anderen Menschen
voraus. Bildung ist also ein selbsttätiger Prozess, der sich allerdings nur in sozialer Interaktion
vollzieht. Erziehung meint die Unterstützung und Begleitung, Anregung und Herausforderung der
Bildungsprozesse durch Erwachsene.
Menschen bilden sich ganz individuell in der Auseinandersetzung mit einer für sie
interessanten Umgebung und in Interaktion mit Anderen.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
11
4.1 Leitziele unserer pädagogischen Arbeit
Alle Kinderhäuser arbeiten nach dem element-i-Kinderhauskonzept. Oberster Leitgedanke ist
dabei das Recht eines jeden Kindes auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu
einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§1 Abs.1 SGB VIII).
Dies bildet den Bezugsrahmen für die wichtigsten allgemeinen Ziele von Bildung und Erziehung:
Autonomie und Verbundenheit sowie Gesundheit, Resilienz und Freude am Lernen.
Handlungsleitend hierfür sind die in den Orientierungs- bzw. Bildungsplänen der Länder
formulierten Lern- und Entwicklungsziele. Diese behalten wir bei der Gestaltung unserer
täglichen Arbeit im Blick und fördern sie durch unser pädagogisches Handeln (vgl. Kapitel 4.2).
Gesundheit
Die Gesunderhaltung ist eine entscheidende Ausgangsvoraussetzung für ein glückliches, aktives
Leben bis ins hohe Alter, die eigenverantwortlich beeinflusst werden kann.
Der element-i-Pädagogik liegt ein ganzheitlicher Gesundheitsbegriff zugrunde, der Gesundheit
versteht als einen „Zustand des Wohlbefindens einer Person, der dann gegeben ist, wenn diese
Person sich psychisch, physisch und sozial im Einklang mit den individuellen Möglichkeiten und
Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet.“1
Gesundheit ist somit nicht als ein statischer Zustand, sondern als Prozess zu beschreiben, der
beeinflussbar ist. Diese Beeinflussung geschieht durch allgegenwärtige Herausforderungen und
Risikofaktoren sowie durch verschiedene Schutzfaktoren, über die ein Mensch verfügt. Gelingt es
dem einzelnen Menschen, ein Gleichgewicht zwischen beiden Faktorentypen herzustellen, so
kann er dem Leben Freude und Sinn abgewinnen, eine produktive Entfaltung der eigenen
Potentiale ist möglich und die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu integrieren und zu
engagieren, steigt.
Die Erlangung von persönlicher Freiheit als Lebensziel, also die Herausforderungen des Lebens
als die eigenen anzuerkennen und verantwortungsvoll zu gestalten, ist untrennbar mit der
Freiheit des Nächsten und damit der gesamten Gesellschaft verbunden. Eine freie, gesunde
Gemeinschaft benötigt die Gesundheit des Einzelnen, um sich zu erhalten und
weiterzuentwickeln. Dadurch begründet sich Gesundheit im Zusammenwirken und
1 Gesundheitsdefinition der WHO (1948), in der Weiterentwicklung von Hurrelmann (2010)
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
12
Ineinandergreifen psychischer, physischer und sozialer Komponenten als ein Leitziel der
element-i-Pädagogik.
Die Qualität des Gelingens der persönlichen Ausbalancierung ist abhängig vom Kohärenzgefühl2
des Einzelnen. Das Kohärenzgefühl stellt eine grundlegende Sicht auf die Welt dar. Es ist
gekennzeichnet dadurch, dass ein Mensch die Welt zum einen als verstehbar, also als erklärbar
und einzuordnen wahrnimmt und zum anderen die Welt als handhabbar erkennt, da er über
bestimmte Ressourcen verfügt, um Anforderungen begegnen zu können. Außerdem ist
entscheidend, dass die Welt dem Menschen sinnhaft erscheint und somit persönlich bedeutend
und wichtig genug ist, um emotional Dinge zu investieren und sich zu engagieren.
Eine gesundheitsfördernde Ausrichtung der pädagogischen Arbeit strebt nach der Förderung von
Ressourcen, die das Kohärenzgefühl stärken und den Menschen somit bei seiner kontinuierlichen
Gesunderhaltungsbalance stärken und unterstützen.
Daran anknüpfend sind unsere weiteren Leitziele zu verstehen, die sich gegenseitig beeinflussen
und bedingen.
Autonomie
Autonomie beinhaltet, die Kinder in der Entwicklung ihrer Selbstbestimmung zu fördern und zu
unterstützen. Hierfür bietet das Kinderhaus die Freiheit, selbständiges, selbstverantwortliches
und eigeninitiatives Verhalten einzuüben und zu erproben. Die Kinder sollen sich ihrer selbst
bewusst sein, mitdenken, ihre Meinung äußern, Aufgaben übernehmen, Entscheidungen treffen,
an Entscheidungen der Gruppe mitwirken und lernen, Verantwortung für diese zu übernehmen.
So erleben sie sich als selbstwirksam.
Verbundenheit
Verbundenheit bedeutet, Bindung und Zugehörigkeit zu erfahren sowie Wertschätzung und
Verlässlichkeit zu erleben und dies dadurch auch Anderen geben zu können.
Die Kinder sollen das soziale Zusammenleben mit gestalten und Rücksicht auf die Interessen
Anderer nehmen. Sie lernen in der Gemeinschaft, das Denken, Fühlen und Handeln anderer
Menschen zu verstehen, zu respektieren und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Im
2 vgl. Antonovsky (1997)
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
13
täglichen Miteinander üben sie sich in der Anerkennung von Verschiedenheit und Respekt
gegenüber Abweichendem. Der Freiraum der Kinder endet da, wo Andere beeinträchtigt
werden. Die Entwicklung zur Gemeinschaftsfähigkeit wird so unterstützt.
Resilienz
Zu unseren grundlegenden präventiven Aufgaben gehört die Förderung von Resilienz. Unter
Resilienz verstehen Erziehungswissenschaftler die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern
gegenüber Entwicklungsrisiken. Diese Widerstandsfähigkeit ermöglicht es ihnen, sich an akut
oder chronisch belastende Lebenssituationen effektiv anzupassen. Diese Basiskompetenz
verbessert die Möglichkeiten der Kinder, auf sie zukommende Veränderungen und Krisen
erfolgreich zu bewältigen und sich somit zu selbstsicheren, gesunden und kompetenten
Persönlichkeiten entwickeln zu können. Bei der Resilienzforschung handelt es sich um einen
kompetenz- bzw. ressourcenorientierten Ansatz, der immer danach fragt, was Kinder stärkt.
Unter diesem Fokus verstehen sich auch alle anderen hier formulierten Ziele.
Freude am Lernen
Um sich als selbstwirksam zu erleben und die Welt aktiv mit gestalten zu können, brauchen
Kinder Wissen über die Phänomene, Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge der Welt sowie
von kulturellen Gegebenheiten. Freude am Lernen und engagiertes Auseinandersetzen mit der
Welt durch Aufrechterhaltung der natürlich mitgegebenen Neugier, sowie die Stärkung der
Motivation zur Bewältigung von Herausforderungen sind unverzichtbare Grundlagen für den
lebenslangen Lernprozess. Dafür benötigen Kinder Möglichkeiten und Anregungen, ihre eigenen
Interessen zu finden, ihre Themen zu entwickeln und zu reflektieren, um so das Lernen zu
lernen.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
14
4.2 Pädagogisches Handeln
Spielen ist freudiges Lernen
Lernen und Spielen sind für Kinder ein und dasselbe. Im Spiel verwirklichen sich sowohl die im
Vorangegangen erläuterten, menschlichen Lerngrundsätze als auch die spezifischen
Bedingungen des kindlichen Lernens auf ideale Weise.
Kinder müssen also nicht zum Lernen gezwungen werden. Eine vielfältige und anregungsreiche
Umgebung fördert ihren Forscherdrang und ihre Lernmotivation und erhält sie aufrecht. Dies
geschieht in unterschiedlichen Funktionsbereichen, in denen die Kinder selbst entscheiden, wann
sie was, wo und wie lange mit gleich- oder andersaltrigen Spielpartnern spielen. Auch im Umgang
mit Materialien soll den Kindern größtmögliche Freiheit in der Verwendung, Gestaltung und
Deutung zugestanden werden. Die Ideen der Kinder sind wertvoll und verdienen große Beachtung.
In diesem selbstgesteuerten Spiel lernen Kinder effektiv. Es fördert ihre soziale, emotionale,
motorische und kognitive Entwicklung. Sie erkunden die Umwelt, experimentieren, erwerben
Wissen, praktizieren neu erworbene Fähigkeiten, erproben verschiedene Rollen, entwickeln
Kreativität und Vorstellungskraft. Sie lernen neue Aufgaben auszuführen, komplexe Probleme zu
lösen, mit anderen Menschen in angemessener Weise zu interagieren, Konflikte zu bewältigen,
Gefühle auszudrücken und zu kontrollieren. Die Kinder lernen, Kritik offen aber behutsam zu
äußern und mit ihr umzugehen sowie eigene Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Spielen macht Kinder also auf vielfältige Weise kompetent, sie entwickeln die Fähigkeiten, die sie
benötigen um ein selbständiges, selbstverantwortetes Leben zu führen.
Entscheidend ist es auch, innerhalb des Kinderhauses Freiräume für selbstgestaltetes
Kinderleben zu sichern, in denen Kinder die Freiheit haben, ihrem Alter und Entwicklungsstand
entsprechend unbeobachtet zu spielen, so wie es früher in den Streif- und Spielbereichen einer
weniger durch Verkehr und andere Einschränkungen belasteten Wohnumwelt möglich war.
Dies betrifft auch die Freiheit der Schulkinder, die Einrichtung für eigene Unternehmungen nach
Absprache mit den Erzieherinnen und Erziehern verlassen zu können und sich an Spielen und
Angeboten der Umgebung zu beteiligen.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
15
Pädagogische Fachkräfte als Wegbereiter und Begleiter kindlicher Bildungsprozesse
Die Aufgabe der Erzieherin und des Erziehers ist es, durch einfühlende Beobachtung der Kinder,
deren Entwicklungsstand zu erschließen und gemeinsam mit ihnen eine dementsprechend für all
ihre Sinne anregende und herausfordernde Umgebung (Räume und Materialien) zu schaffen. Sie
sollen als einfühlsamer Interaktionspartner präsent sein, um die Kinder in ihren
Bildungsprozessen begleiten und bereichern zu können.
Die Erzieherinnen und Erzieher schaffen eine Atmosphäre der Wärme, Geborgenheit,
Zuverlässigkeit, Wertschätzung und Anerkennung, die die Kinder brauchen, um sich in alldem
selbst zu wagen, selbständig zu werden und sich damit optimal zu entwickeln. Das
Gemeinschaftsgefühl wird auch durch die Arbeit in kleinen Gruppen, Ritualen im Alltag und bei
Festen gefördert.
Für Kleinkinder ist im Besonderen Bindung, Vertrauen und Sicherheit die Grundlage, um auf die
ihnen eigene intuitive Art und Weise ihre Entwicklungsaufgaben zu bewältigen und sich
grundlegende Kompetenzen anzueignen. Dafür schaffen die Erzieherinnen und Erzieher einen
überschaubaren, geschützten, räumlichen und zeitlichen Rahmen.
Mit zunehmendem Alter steuern die Kinder ihre Interessen und Bedürfnisse bewusster. In einer
täglich stattfindenden Kinderkonferenz unter der Leitfrage: “Was habt ihr heute vor?“
bekommen die Kinder die Gelegenheit, ihre aktuellen Vorstellungen und Interessen zu
formulieren, zu verhandeln und so ihren Tagesablauf selbständig, demokratisch zusammen mit
anderen Kindern und den Pädagoginnen und Pädagogen zu gestalten. Für die Erzieherinnen und
Erzieher ist dies neben der Beobachtung des eigenständigen Spiels der Kinder eine Gelegenheit,
die Balance zwischen selbsttätigem Lernen und Anregungen der Lernprozesse zu finden. Die
Themen der Kinder werden wahrgenommen, aufgegriffen, angeregt und bereichert, z.B. durch
Fragen, beisteuern von neuen Informationen oder anspruchsvolleren Objekten bzw. Materialien.
Diese immer etwas über dem momentanen Entwicklungsniveau der Kinder liegenden
Herausforderungen regen den Erwerb der dazu erforderlichen Fähigkeiten an, ohne zu
demotivieren, solange sie im Bereich des erfolgreich Lösbaren liegen.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
16
Das Zutrauen der Erwachsenen in die Fähigkeiten der Kinder, ihre eigenen Lösungen zu finden und
sie dabei zu unterstützen den Lernprozess zu reflektieren, führt in zunehmendem Maße zu dem
eigentlichen Ziel des selbstgesteuerten, eigeninitiativen Lernens. Bei diesem dann zielgerichteten
Lernen steht der Erzieher oder die Erzieherin dem Kind weiterhin beratend zur Seite. Auf diese
Weise erworbene Kompetenzen bleiben langfristig erhalten.
Die Erzieherinnen und Erzieher sind sich ihrer Vorbildfunktion gegenüber den Kindern bewusst.
Wir reflektieren daher unsere eigenen Reaktionen und arbeiten an unseren Fähigkeiten und
unserem Verhalten.
Beobachtung und Dokumentation als Instrumente des pädagogischen Handelns
Die Vorstellung von Bildung als eigenaktivem Konstruktions- und sozialem Interaktionsprozess
setzt Verständigung mit dem Kind voraus. Die Verständigung darüber, welchen Themen das
Kind solche Bedeutung beimisst, dass es sich aus eigener Motivation forschend-problemlösend
damit auseinander setzt, muss handlungsleitend für unsere tägliche Arbeit sein.
Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und die Kompetenzen von Kindern fördern zu wollen,
führt demnach unumgänglich über den vermeintlichen Umweg ihrer Interessen und Themen.
Nur dann können wir den Zielen, die wir für bedeutsam halten und aus denen die Impulse und
Herausforderungen für die Kinder entstehen, nahe kommen.
Um die intensive gedankliche Auseinandersetzung der Erzieherinnen und Erzieher mit der
Bildung und Entwicklung der Kinder systematisch zu erfassen und eine Grundlage für die weitere
Arbeit zu schaffen, haben wir den element-i-Bildungsbogen entwickelt. Der element-i-
Bildungsbogen veranschaulicht unseren kompetenz- bzw. ressourcenorientierten Blick auf das
Kind. Mit ihm werden Stärken der Kinder, ihre bereits erworbenen Kompetenzen sowie die
aktuell für sie bedeutsamen Themen erfasst. Die unterschiedlichen Bildungs- und
Entwicklungsfelder sind auf die Inhalte der Orientierungs- bzw. Bildungspläne der Länder
abgestimmt.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
17
Das regelmäßige Bearbeiten der element-i-Bildungsbögen ermöglicht die Gestaltung einer
anregenden Umgebung sowie Impulse, die von den Interessen der Kinder getragen werden. Das
Wissen um die Stärken und bereits erworbenen Kompetenzen eines Kindes ermöglicht sowohl
einen Gesamtüberblick über die Entwicklung in den verschiedenen Bildungsbereichen, als auch
Zugangsmöglichkeiten für eine längerfristig geplante Gestaltung der Umwelt des Kindes sowie
der Interaktion mit ihm. So können den Kindern Anregungen gegeben werden, ihre Stärken
weiter auszubauen, denn besondere Begabungen sind wichtig und eine wertvolle Bereicherung
des Lebens. Ebenso können sie auch als Ressourcen dienen, über die man Kinder in weniger
beliebten oder gar ganz vernachlässigten Bildungsbereichen erreichen und herausfordern kann.
Sie bieten einen Ansatzpunkt, Kinder in für wichtig und richtig erachteten Themen anzuregen,
ohne auf ihre Zustimmung verzichten zu müssen.
Der gesamte element-i-Bildungsbogen wird für jedes Kind alle drei Monate von seinem
Bezugserzieher bzw. seiner Bezugserzieherin ausgefüllt. Grundlage für diese Arbeit sollen unter
anderem Beobachtungsnotizen, Kindbesprechungen oder Informationen von Kolleginnen oder
Kollegen aus dem KiTa-Alltag sein. Auch tragen die element-i-Bildungsbögen dazu bei, die
eigene Arbeit zu reflektieren und die Bildungsziele im Blick zu behalten, ohne das Kind zu
bevormunden und seine Interessen zu übergehen.
Bewegung
Bewegung ist nicht nur ein elementares Bedürfnis des Kindes, sondern nachweislich zugleich die
wichtigste Voraussetzung für seine körperliche, geistige und soziale Entwicklung. In den ersten
Lebensjahren ist Bewegung eine grundlegende Betätigungsform. Kinder brauchen
dementsprechend Raum für Spiele bei denen sie ihren Körper und alle Sinne einsetzen können.
Das Kind erschließt sich die Welt über Bewegung als wichtigstes Erfahrungsmittel, von dem es
abhängt, in welcher Weise Eindrücke aus seiner Umwelt aufgenommen und verarbeitet werden. Mit
Hilfe von körperlichen Erfahrungen und Sinneserfahrungen bildet das Kind Begriffe. Im Handeln
lernt es Ursachen und Wirkungszusammenhänge kennen und begreifen.
Dieses Wissen um die Bedeutung von Bewegung und Wahrnehmung für die Gesamtentwicklung
und die Ausbildung der Persönlichkeit von Kindern, das Wissen um die enge Verbindung mit der
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
18
psychischen, geistigen und sozialen Entwicklung führt zu der erzieherischen Vorgabe, Kindern
jederzeit Raum, Spielmaterialien und Gelegenheit für abwechslungsreiche Bewegungsspiele zu
geben, die sie zu selbsttätigen Bewegungserfahrungen herausfordern. In den element-i-
Kinderhäusern stehen daher vielfältige Bewegungsanreize zur Verfügung, die in den Alltag
integriert und nicht auf bestimmte Zeiten und Räumlichkeiten begrenzt sind.
Zudem findet Bewegung natürlich auch außerhalb der Kinderhäuser statt, z.B. bei Spaziergängen
oder Spielplatzbesuchen.
In einer erlebnisreichen und motivierenden Umwelt gehören kleine Beulen und Tränen dazu, wenn
die Kinder in Bewegung sind. Viel schlimmer wären die unsichtbaren und langfristigen Folgen einer
gut gemeinten, aber behindernden Bewegungsbegrenzung. Denn nur was die Kinder erproben
können, können sie auch wirklich lernen.
Sprachlicher Ausdruck
Sprache und Sprechen sind sowohl Voraussetzung als auch Bestandteil der kognitiven
Entwicklung und insgesamt ein „Tor zur Welt“. Durch sie wird es möglich komplexe Sachverhalte
nicht nur zu denken, sondern auch mitzuteilen und damit einen gemeinsamen Erfahrungsraum
zu schaffen. Sprache motiviert Kinder zu abstraktem Denken, Denken in Zusammenhängen und
vorausschauendem Planen. Sprache nimmt des Weiteren großen Einfluss, insbesondere auf das
kindliche Welt- und Selbstbild und macht das Kind zu einem Mitglied der Kultur, deren Sprache
es erwirbt.
Das Kind ist während seiner Sprachentwicklung nicht nur Zuhörer, sondern Akteur. Das Kind
hört, formuliert daraufhin selbst Sprachäußerungen und entwickelt diese durch die Reaktionen
der Umwelt immer weiter. Daher achten wir auf die Schaffung eines kommunikativen Klimas,
das Lust und Freude am Sprechen erlebbar macht. Als Sprachvorbild haben Erzieherinnen und
Erzieher eine besondere Verantwortung und prüfen daher das eigene Sprachverhalten kritisch.
Gefühle, die sie – auch nonverbal – vermitteln, beeinflussen die Qualität der Sprache genauso
wie die Sprechweise.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
19
In den Kinderkonferenzen sind die Kinder gefordert, sich zu äußern, zu erklären, Sachverhalte
darzustellen und vorherzuplanen. Dies fördert alle Kinder – Muttersprachler und Migranten – darin,
Sprachkompetenz und -Komplexität zu entwickeln.
Ernährung
Die element-i-Kinderhäuser achten auf eine gesunde, kindgerechte Ernährung. Wir verwenden
ausschließlich hochwertige, sowie teilweise regionale und saisonale Produkte, die
nährstoffschonend zubereitet und ausgewogen und abwechslungsreich angeboten werden. Aus
pädagogischer Sicht legen wir großen Wert auf die eigene Mengen- und Speisenauswahl der
Kinder und die Entwicklung eines positiven Ernährungsverständnisses.
Das Frühstück bieten wir in Form eines gesunden, abwechslungsreichen Buffets an, von dem
sich die Kinder selbständig bedienen dürfen und sollen. Innerhalb eines Zeitraumes von ca. zwei
Stunden entscheiden allein die Kinder, wann sie was mit wem essen. Die so gestaltete
Frühstückssituation soll dazu beitragen, dass beim Essen die Beachtung eigener Bedürfnisse,
selbständige Entscheidung und Kommunikationsmöglichkeit in der Kleingruppe für die Kinder
erlebbar werden.
Das Mittagessen nehmen alle Kinder gemeinsam zu einem festgelegten Zeitpunkt ein. Es stellt
somit einen Eck- und Ruhepunkt im Tagesablauf dar. Außerdem können hier u.a. Rituale
installiert werden, die Kindern Orientierung geben und die bei der Vermittlung von Werten oder
Esskultur hilfreich sind (z.B. sich einen guten Appetit wünschen, gemeinsam beginnen, sitzen
bleiben und auf die Anderen warten obwohl man schon fertig ist). Den ganzen Tag über stehen
für die Kinder Wasser, Tee, Obst und Rohkost bereit.
Der Bedeutung des Themas entsprechend, haben wir eine ausführliche Ernährungskonzeption
entwickelt.
Natur
Gerade in den zumeist städtischen Lagen der Kinderhäuser ist es uns ein wichtiges Anliegen,
Natur auch innerhalb der Einrichtung erfahr- und erlebbar zu machen. Der Aufenthalt im Freien
bietet vielfältige Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, fördert Bewegung,
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
20
Umweltverständnis und Naturverbundenheit und stärkt das Immunsystem und damit insgesamt
die physische und psychische Gesundheit der Kinder.
Die Kinder werden ermuntert, bei nahezu jedem Wetter auch einige Zeit des Tages draußen
beim freien Spiel und eigenständigen Erkunden des Geländes zu verbringen. Darüber hinaus
geben die Erzieherinnen und Erzieher Unterstützung oder auch nur Starthilfe z.B. beim Anlegen
und Pflegen von Beeten oder dem Bau von Spielmöglichkeiten aus Naturmaterialien.
Nahe gelegene Wald- und Wiesengebiete nutzen wir ebenfalls als Erfahrungsräume.
Integration als Aufgabe des Kinderhauses
Im Rahmen der pädagogischen Arbeit legen wir besonderen Wert auf die Integration aller
Kinder. Die Kinderhäuser bieten die Gelegenheit, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit in
gegenseitiger Achtung und Respekt zu üben.
Die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes zu berücksichtigen, steht hierbei im Vordergrund. In
Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Beratungsstellen und Ärzten erarbeiten und realisieren wir
individuelle Lösungsansätze für besondere Problemlagen. Dies gilt auch für Kinder mit
Behinderungen unter der Vorraussetzung der gemeinsamen Feststellung aller Beteiligten, dass
diese Form der Betreuung für das einzelne Kind förderlich ist und dabei für die Mitarbeiter
leistbar bleibt.
Das Einzugsgebiet der Kinderhäuser soll eine Mischung der in der Umgebung wohnenden Kinder
und Kinder von (oft auswärtigen) berufstätigen Eltern sicherstellen. Dazu trägt die gemeinsame
Betreuung der Halbtags- und Ganztagskinder bei.
Gleichberechtigung der Geschlechter
Jungen und Mädchen haben in unserer Gesellschaft unterschiedliche Lebensbedingungen und
Entwicklungslinien; wir wollen diesen Unterschieden gerecht werden, rollenspezifische
Benachteiligungen ausgleichen und gleichberechtigte Entwicklungsmöglichkeiten für Mädchen
und Jungen bieten. In der Arbeit mit den Kindern möchten wir von vorneherein die
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
21
unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen beider Geschlechter gleichermaßen
berücksichtigen und fördern. Die Anerkennung, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit
gibt, ist dabei jederzeit zu beachten. Gender Mainstreaming heißt für uns, dass jedes Mädchen
und jeder Junge seine eigene soziale Geschlechterrolle konstruieren darf und soll und sich damit
in unserer Mitte befindet. Diese Rolle ist nicht zwangsläufig mit Rollenstereotypen und
biologischem Geschlecht verbunden.
Grundlegend dafür ist, dass die Geschlechterperspektive kontinuierlich im Alltag mit den Kindern
und auch unter den Erzieherinnen und Erziehern reflektiert und berücksichtigt wird.
Dazu gehören die Förderung des Selbstbewusstseins und einer positiven Körperwahrnehmung,
aber auch die Unterstützung der emotionalen Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit.
Körperlichkeit, Wut, Weinen genauso wie Lachen sind natürlicher Ausdruck von Gefühlen.
Traditionell orientiert sich die Arbeit in Kindertagesstätten – so die Hypothese - überwiegend an
einer konventionellen „Mädchenrolle“ und wird fast ausschließlich von Frauen durchgeführt. Im
Gegensatz dazu legt das element-i-Kinderhauskonzept großen Wert auf technische und
naturwissenschaftliche Themen und forciert den Einsatz männlicher Fachkräfte.
Durch unterschiedliche Materialien, die sich mit dem Thema Körper und Geschlechtlichkeit
auseinandersetzen, bieten wir den Kindern vielfältige Anregungen, sich mit ihrem Körper, ihrem
Geschlechter und ihrer sozialen Rolle immer wieder auseinanderzusetzen.
Schutz der Kinder vor Gefährdungen
Die Einrichtung nimmt Hinweise auf Gesundheitsgefährdung, Gewalt gegen Kinder, und
Vernachlässigung wahr und thematisiert diese mit den Eltern. Mit den Eltern wird über mögliche
Ursachen gesprochen, es wird auf geeignete Hilfeangebote hingewiesen und gemeinsam ein
Maßnahmeplan festgelegt.
Alle Kinderhäuser kooperieren eng mit Fachberatungsstellen, auf die sie immer zugreifen
können, wenn sie Hilfe bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos oder fachliche Beratung
und Unterstützung in der Zusammenarbeit mit den Eltern benötigen.
Die Konzept-e gGmbH legt ein für alle Kinderhäuser geltendes Kinderschutzkonzept vor, welches
das Verfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung festlegt. Dieses Schutzkonzept stellt
sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von Kindern und Jugendlichen
gemäß den § 8a und § 72a, SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfegesetz –in den Kinderhäusern in
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
22
der Geschäftsführung der Konzept-e gGmbH umgesetzt wird. Verpflichtung dabei ist auf jeden
Fall, sämtliche Beobachtungen, Gespräche und vereinbarte Maßnahmen zu dokumentieren und
eng mit dem Jugendamt zu kooperieren.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
23
5. Eingewöhnungsmodell
Auf der Grundlage der Erkenntnisse der Bindungsforschung messen wir der
Eingewöhnungsphase der Kinder im Rahmen des element-i-Kinderhauskonzeptes eine hohe
Bedeutung bei und gestalten diese entsprechend sorgfältig. Dabei ist eine enge Kooperation und
große Unterstützung durch die Eltern unerlässlich.
Theoretischer Hintergrund:
Bindung ist die besondere Beziehung eines Kindes zu Eltern oder Personen, die es beständig
betreuen. Eine von intensiven Gefühlen begleitete Nähe zu ausgewählten Bezugspersonen
herzustellen, ist ein eigenständiges, menschliches Grundbedürfnis. Nur das Vorhandensein
dieser Bindungsperson, die die so genannte „sichere Basis“ darstellt, ermöglicht es dem Kind,
sich offen und neugierig mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Durch verlässliche,
einfühlsame Unterstützung bei Kummer oder bedrohlichen Situationen erwirbt das Kind
Selbstwertgefühl und das erforderliche Vertrauen in seine soziale Umgebung.
Praktische Umsetzung:
Der Aufbau eines Bindungssystems im Kinderhaus kann nur durch die Begleitung eines
Elternteils oder einer anderen vertrauten Person erfolgreich sein. Diese Person fungiert solange
als „sichere Basis“, die das Kind für sein Wohlbefinden in der neuen Umgebung braucht, bis es
die Bezugserzieherin oder den Bezugserzieher als Vermittler eines Gefühls von Sicherheit,
Vertrauen, Unterstützung und Trost akzeptiert.
Die Kinder benötigen für den Aufbau einer solchen Beziehung normalerweise zwischen zwei und
vier Wochen. Die individuelle Anpassung des Zeitrahmens findet in Absprache mit der
Bezugserzieherin oder dem Bezugserzieher statt.
Die Eltern verpflichten sich daher, vier Wochen einzuplanen, in denen sie Ihr Kind nur während
der Dienstzeit der zuständigen Bezugserzieherin bzw. des Bezugserziehers in das Kinderhaus
bringen und dafür Sorge tragen, dass ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson des Kindes
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
24
während dieser Zeit anwesend sein kann, um das Kind nach Bedarf zu begleiten und sich selbst
mit dem Leben im Kinderhaus vertraut zu machen.
Eine gelungene Eingewöhnungsphase bietet eine solide Grundlage für ein vertrauensvolles
Zusammensein im „Lebensraum Kinderhaus“ über viele Jahre hinweg.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
25
6. Lebensweltorientierung
Je mehr sich die pädagogische Arbeit an den alltäglichen Lebensbedingungen innerhalb und
außerhalb der Kinderhäuser orientiert, um so mehr wird sie zum Erfahrungsraum für die Kinder.
Zum einen beschäftigen sich die Erzieherinnen und Erzieher daher genau mit den sozialen
Strukturen des Stadtteils, um sie in ihre pädagogische Arbeit einbeziehen zu können. Sie
unterstützen die Kinder darin, die Spiel- und Lebensräume im Stadtteil zu erkunden und zu
lernen, sich dort selbständig zurechtzufinden. Darüber hinaus orientiert sich die Arbeit an der
Lebensrealität der Familien, in denen die Kinder aufwachsen.
Zum anderen sind die Kinderhäuser aber auch offen für Kinder aus der Umgebung. Durch
Zusammenarbeit mit anderen Kindereinrichtungen im Stadtteil, durch Vernetzung, Kooperation
und der Teilnahme an Fachgremien sollen Fachkompetenzen und Ressourcen vereint werden,
um die Arbeit effektiv und qualitativ hochwertig zu gestalten und somit insgesamt die
Erziehungs- und Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder zu optimieren.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
26
7. Zusammenarbeit mit Eltern
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kinderhaus ist eine wichtige Säule in der Arbeit der
Kinderhäuser.
Auf Basis des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Akzeptanz ist eine enge
Zusammenarbeit und ein offener Austausch zwischen den Erzieherinnen und Erziehern sowie
den Eltern eines Kindes Grundlage einer guten Betreuung. So achten die ErzieherInnen die
Eltern als Experten für ihre Kinder. Ebenso sind aber die Pädagogen Fachleute für die Bildung
und Betreuung von Kindern in einer Gemeinschaftseinrichtung und treffen somit in der täglichen
Arbeit mit den Kindern eigenverantwortliche und unabhängige Entscheidungen.
Die Erzieherinnen und Erzieher führen mit den Eltern regelmäßig Einzelgespräche über die
Entwicklung ihres Kindes. Dieser Austausch fördert sowohl das gegenseitige Verständnis als
auch die gegenseitige Information.
Im laufenden Betrieb informieren die Erzieher und Erzieherinnen die Eltern über Neuigkeiten im
Kinderhaus über das schwarze Brett. Darüber hinaus können sich die Eltern bei Nachfragen
gerne direkt an eine Erzieherin oder einen Erzieher wenden oder über den Elternbeirat
Vorschläge und Wünsche an das Erzieherteam geben.
Die Eltern der Kinder in den Kinderhäusern wählen einmal jährlich einen Elternbeirat. In
gemeinsamen Sitzungen mit dem Erzieherteam kann der Elternbeirat die Wünsche der Eltern
vertreten und ist in der Diskussion der pädagogischen Arbeit ein wichtiger Gesprächspartner für
die Erzieherinnen und Erzieher. Der Elternbeirat soll möglichst frühzeitig über Veränderungen
informiert werden. Zielsetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle aller Kinder,
Eltern und des pädagogischen Teams. Die Regelungen des jeweilig gültigen
Kindergartengesetzes finden Anwendung.
Die Träger wünschen sich eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, bei der sich diese aktiv
einbringen, eigene Initiativen starten und realisieren. Dabei sind die Vereinbarkeit mit der
Tagesarbeit im Kinderhaus und die Übereinstimmung mit dem pädagogischen Konzept für die
Erzieherinnen und Erzieher von entscheidender Bedeutung.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
27
8. Das pädagogische Team
Die Hausleitung der Kinderhäuser besteht aus einem Team aus pädagogischer und
organisatorischer Leitung, sowie einer Teamleitung. Die Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in
der pädagogischen Arbeit mit den Kindern gleichberechtigt zusammen. Darüber hinaus ist jeder
Erzieher und jede Erzieherin zusätzlich für bestimmte Aufgaben zuständig, deren Verteilung im
Team und in Absprache mit der Leitung erfolgt.
Unsere Mitarbeiter-Teams können regelmäßig auf Fachberatung, Coaching, konzeptionelle und
organisatorische Unterstützung durch das Leitungsteam zurückgreifen. Dieses fordert und
fördert die Mitarbeiter/innen in ihrer persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung und
unterstützt so die qualitativ hochwertige Umsetzung der Arbeit in der Praxis. Dabei werden den
Mitarbeiter/innen in der täglichen Arbeit große Entscheidungsspielräume und
Verantwortungsübernahme zugestanden und abverlangt.
Eine Teambesprechung findet wöchentlich außerhalb der Öffnungszeiten statt, jede zweite
Woche davon mit Fachberatung. Darin werden sowohl pädagogische als auch organisatorische
Themen behandelt.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
1140 – 036/04.2016
28
9. Qualitätssicherung
Um den Qualitätsstandard in unseren element-i-Kinderhäusern weiterzuentwickeln, konzipieren
wir Fortbildungen mit qualifizierten Referentinnen und Referenten aus Hochschulen. Sie
vermitteln neue pädagogische Kenntnisse, die in die Arbeit der Kinderhäuser einfließen. Diese
Fortbildungen finden zweimal jährlich dreitägig von Freitag bis Sonntag für alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der Kinderhäuser in Geschäftsführung der Konzept-e gGmbH statt. Ziel der
Fortbildungen ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktuelle pädagogische Erkenntnisse
zugänglich zu machen, sie für neue Anforderungen zu stärken und Unterstützung für die
„Tagesarbeit“ zu bieten.
Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter nimmt an der element-i-Akademie teil. Dabei handelt es
sich um eine Fortbildungsreihe in sieben Modulen zu den Leitzielen, sowie weiteren
unterschiedlichen Schwerpunktthemen der element-i-Konzeption. Zusätzlich sind die Module
anerkannt als Fortbildungen für den Orientierungsplan Baden-Württemberg. Nach Teilnahme an
allen Modulen findet ein qualifizierendes Abschlussgespräch statt, in dem die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ihre Kenntnisse über Ursprung, Zusammenhänge und Inhalte der Konzeption
aufzeigen.
Im Sinne eines gegenseitigen Austauschs und Lernens finden alle zwei Monate zweitägige
Hospitationen für eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter jedes Kinderhauses in einem anderen
Kinderhaus des KIND e.V. Dachverbandes statt. Abgerundet werden unsere Bemühungen um
gleichmäßig steigende Qualität durch regelmäßige Qualitätswerkstätten, die sich mit der
Weiterentwicklung und Ausgestaltung unseres pädagogischen Konzeptes befassen und an denen
pädagogische Fachkräfte aus jedem Haus teilnehmen.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 5.1 Basis-Konzeption-NRW
105239 Zeichen
1 Erziehung, Bildung, Betreuung und Förderung für Kinder von 0 bis 6 Jahren in NRW Basis – Konzeption der Step Kids KiTas gGmbH 2 Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Ansprechpartner: Frauke Schittek 0202 281 943 0 0160 872 321 4 f.schittek@stepke-kitas.de Stand: Oktober 2017 Herausgeber: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 3 Inhalt 1. Vorwort ......................................................................................................................... 5 2. Rahmenbedingungen ..................................................................................................... 5 2.1. Der Träger ........................................................................................................................................ 5 2.2. Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 6 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) ......................................................................... 6 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal .............................................................................................. 7 3.2. Öffnungszeiten ................................................................................................................................. 8 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel ............................................................................................ 8 3.4. Aufnahmekriterien ........................................................................................................................... 8 3.5. Raumkonzept ................................................................................................................................... 8 4. Pädagogische Ziele und Inhalte .....................................................................................10 4.1. Stand der aktuellen Forschung ...................................................................................................... 10 4.2. Hirnforschung und Lernen ............................................................................................................. 11 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen ................................................................................................. 11 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung ................................................................. 12 5. Mehrsprachigkeit ..........................................................................................................12 6. Religiöse Erziehung .......................................................................................................13 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten ..............................................................................13 8. Das Freispiel .................................................................................................................14 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz ............................................14 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation ................................................................................ 14 10. Vorschulerziehung ........................................................................................................15 11. Ein Tag in unserer Kita ..................................................................................................16 11.1. Zeit ......................................................................................................................................... 16 11.2. Ankommen ............................................................................................................................ 16 11.3. Morgenkreis .......................................................................................................................... 16 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten ...................................................................................................... 16 11.5. Ruhen und Schlafen ............................................................................................................... 17 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte ...................................................................................... 18 11.7. Nach Hause Gehen ................................................................................................................ 18 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung ................19 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung .................................................................................... 19 12.2. Teamsitzung .......................................................................................................................... 19 12.3. Stepke Akademie ................................................................................................................... 20 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern .........................................................20 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche .................................................................... 20 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen .......22 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen ....................................... 22 15. Öffentlichkeitsarbeit .....................................................................................................23 16. Gesunde Kinder ............................................................................................................23 16.1. Ernährung .............................................................................................................................. 23 16.2. Bewegung .............................................................................................................................. 23 16.3. Schwimmen und Turnen ....................................................................................................... 24 16.4. Schuhfreie Zone ..................................................................................................................... 25 16.5. Gesunde Zähne ...................................................................................................................... 25 16.6. Wald- Wiesentage ................................................................................................................. 25 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation ...................................................25 17.1. Unsere Ziele: .......................................................................................................................... 26 17.2. Musik und Gesang ................................................................................................................. 27 4 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache ........................................................................................ 27 18. U3-Bereich ....................................................................................................................27 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit ................................................................................ 28 18.2. Feste Rituale .......................................................................................................................... 28 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) ........................................................................................ 28 18.4. Motorik .................................................................................................................................. 28 18.5. Gesundheit und Körperpflege ............................................................................................... 29 18.6. Ernährung .............................................................................................................................. 29 18.7. Sauberkeitsentwicklung ........................................................................................................ 29 18.8. Essen und Trinken ................................................................................................................. 30 19. Unser Kinderschutz-Konzept .........................................................................................31 19.1. Kinderschutzauftrag .............................................................................................................. 32 19.2. Datenschutz ........................................................................................................................... 35 20. Inklusion .......................................................................................................................36 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen ...................................................................................... 36 21. Tiergestützte Pädagogik ................................................................................................36 22. Stepke Qualitätsmanagement .......................................................................................37 22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse .............................................................................. 37 22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung .......................................................................... 39 23. Nachwort ......................................................................................................................41 5 1. Vorwort Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das Wissen selbst erschließen zu können. Diese Basis-Konzeption zeigt Schwerpunkte auf, ausgehend von dem Leitgedanken, dass Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und gravierenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. Es berücksichtigt neue pädagogische Ansätze und wird den daraus resultierenden Herausforderungen gerecht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der interkulturellen Kompetenz der Fachkräfte, um den steigenden Herausforderungen an die Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlicher Herkunft gerecht zu werden. Diese Basis-Konzeption ist die Arbeitsgrundlage für unser Fachpersonal und dient interessierten Personen und Fachkreisen zur Information über Einrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH. 2. Rahmenbedingungen 2.1. Der Träger “Step Kids Kitas gGmbH" ist Träger der Einrichtungen. Unsere Einrichtungen stellen einen Teil der Lebenswelt von Kindern dar, denn Kindertageseinrichtungen sind Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir jedes Kind in seiner Lebenssituation als Mitglieder unserer Gesellschaft mit eigenen Rechten. Für diese Rechte setzen wir uns ein. Frühe Lernerfahrungen in der Familie sind neben denen in der Kindertageseinrichtung die Grundlagen, auf denen Kinder individuelle Lernstrategien, Erfahrungen, Wissensbestände und gesellschaftliches Bewusstsein aufbauen. Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen sollen in unseren Kindertageseinrichtungen die Chance erhalten, sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu entfalten, solidarisch und tolerant miteinander zu leben und somit Gleichheit und Gerechtigkeit erfahren zu lernen. Wir bieten in unseren Einrichtungen Begegnungsorte für Kinder, ihren Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir bieten allen Kindern und Eltern verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen. Gemeinsame Feiern und andere Aktionen bieten immer wieder Anlässe zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Wir stärken Kinder und unterstützen ihr Selbstbewusstsein, sodass sie sich in ihrer Individualität erleben können und lernen, Akzeptanz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft für andere Menschen zu entwickeln. Familien erleben wir als kompetente Partner in der Kindererziehung und beziehen sie beim Aufbau einer gemeinsamen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit ein. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung, in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen 6 frühzeitig mit zu beteiligen. Sie sollen ihr Beteiligungsrecht, die Mitbestimmung und Teilhabe jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft erleben. Demokratisches Mitbestimmen als eine Grundvoraussetzung, Kinder an der Planung und Gestaltung von Angelegenheiten, die sie betreffen, teilhaben und mitwirken zu lassen. 2.2. Rechtliche Grundlagen Wir arbeiten auf Grundlage der UNO –Kinderrechte Die Kinderrechtskonvention ist ein Zeichen von Achtung und Verantwortlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft gegenüber Kindern in aller Welt. (www.national-coalition.de/pdf/un-kinderechtskonvention.pdf) und auf Grundlage des SGB VIII Dritter Abschnitt: Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege § 22, 22a, 23 Abs. 1-4, 24 Abs. 1-4 3. Unsere Einrichtungen (Familienzentren) In den Kindertageseinrichtungen der Step Kids Kitas gGmbH spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder in verschiedenen Einrichtungen - an verschiedenen Standorten in Deutschland - im Alter von 0 bis 6 Jahren. Kleine und große Einrichtungen umfasst unser vielfältiges Angebot mit bedarfsangepassten Öffnungszeiten bis zu 11 Stunden. Alle Stepke-KiTas verfügen über ein besonderes Raumkonzept und eine hervorragende technische Ausstattung. Besondere Merkmale unseres Konzeptes sind ein hoher Personalschlüssel, frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, bilinguale Angebote, Schwimmen, sowie Waldtage & Waldwochen. Stepke steht auch bei zukünftigen Projekten für Effizienz, Kompetenz und Sympathie. 7 3.1. Mitarbeiter/Innen und Fachpersonal In der Step Kids KiTas gGmbH können folgende Kräfte beschäftigt werden: sozialpädagogische Fachkräfte (Dipl. Sozialpädagogen/Innen, Erzieher/Innen,…) Sportpädagogen Theaterpädagogen Musikpädagogen Kunstpädagogen Kinderpflegerinnen Kinderkrankenschwestern Ergänzungskräfte Berufsanerkennungs – und Schülerpraktikanten Köche Reinigungskräfte Hausmeister Verwaltungskräfte Honorarkräfte (Englisch, Computer, Tanzen…) Alle Mitarbeiter in unseren Einrichtungen sind Ansprechpartner für die Kinder. Die Haltung des pädagogischen Fachpersonals allen Kindern gegenüber ist geprägt von der Liebe und Achtung zum Kind unter Berücksichtigung seines individuellen Entwicklungsstandes. Gemeinsam mit den Familien sorgen wir für das Wohlbefinden der Kinder und stützen uns auf eine gegenseitige Vertrauensbasis. Unsere Mitarbeiter/Innen haben eine umfangreiche pädagogische Ausbildung absolviert und erleben Step Kids Kitas gGmbH als familienergänzende Einrichtung. Die jeweiligen Teams identifizieren sich mit den Aufgaben und Zielen der Step Kids Kitas gGmbH und wirken an der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Aufgabenprofils mit. Dazu ist es unerlässlich eine ständige Weiterqualifizierung in Form von Aus-, Fort- bzw. Weiterbildung und Evaluation zu implantieren. Diese werden jährlich mit dem Träger abgestimmt. Als anerkannter Ausbildungsträger bieten wir zusätzlich Vor- bzw. Berufspraktikanten oder Schülerpraktikanten, sowie Schnupper- und Blockpraktikanten unterschiedlicher Schulträger, die Möglichkeit in unseren Einrichtungen mit zu arbeiten. 8 3.2. Öffnungszeiten Step Kids Kitas gGmbH bietet grundsätzlich nach Bedarf tägliche Öffnungszeiten zwischen von 6.00 - 20.00 Uhr an. In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten. Die Schließungszeiten der jeweiligen Einrichtungen werden den Eltern frühzeitig schriftlich mitgeteilt und alle Informationen sind zusätzlich auf unserer Homepage nachzulesen. Jährliche Eltern Bedarfs- und Zufriedenheitsabfragen dienen zur Optimierung der Öffnungszeit- und Konzeptionsanpassung. 3.3. Gruppengröße und Fachkraftschlüssel In unseren Einrichtungen im TII Bereich (0-3 Jahre) sind max. 12 Kinder und in den TI Gruppen (2-6 Jahren) max. 22 Kinder mit jeweils drei Fachkräften vorgesehen. Davon ist jeweils eine englischsprachige Fachkraft beschäftigt. Wir sehen die besondere Qualität unseres Angebotes in einer großzügigen personellen, räumlichen, finanziellen und sachlichen Ausstattung als hinreichend gegeben. 3.4. Aufnahmekriterien In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen aufgenommen. Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten Aufnahme: Alter des Kindes Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich Geschwisterkinder in unseren Kindertageseinrichtungen Jugendhilfemaßnahme Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von Familien. An Chancengleichheit mitzuwirken ist uns ein wichtiges Anliegen. 3.5. Raumkonzept Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und –anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Die Gestaltung der Räume mit entsprechender Materialvielfalt in unseren Einrichtungen ist für die Unterstützung der Selbsttätigkeit und Selbstbildungsprozesse wichtig. Kinder brauchen Orientierung und erhalten bei uns klar definierbare Bereiche. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und eine beständige Einladung die Welt zu erkunden. Unser Raumkonzept berücksichtigt folgende Bedürfnisse: Entspannung - Ruhe, Rückzug, Geborgenheit… 9 Bewegung – toben, tanzen… Pflege - wickeln, waschen, duschen… Schlafen - ausruhen, Stille erleben… Essen - Trinken Gestalten - Knete, Ton, Holz, Papier, malen… Lesen - Bilderbücher schauen, Vorlesen… Musik - Rhythmik, Klangspiele, singen, klatschen… Spielen – Rollen- und Puppenspiel, Gesellschaftsspiele… Experimentieren - konstruieren, bauen… Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit der Bezugserzieherin nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet zum Selbst-Hochklettern. Die Waschgelegenheiten sind unmittelbar angrenzend mit Regalen in Griffweite für Pflegeutensilien. Die Lichtquellen sind dimmbar und so gewählt, dass sie Kinder nicht blenden. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum sich auszuprobieren und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, so dass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand für Kinder möglich sind. Unsere Waschrinnen in neuen Einrichtungen sind mit Überlaufvorrichtungen, Einhandmischbatterien und Wandspiegeln ausgestattet. Unsere Schlaf- und Ruheräume kennzeichnen, dass das Licht zu dimmen ist, das Farbkonzept Ruhe ausstrahlt, jedes Kind seinen individuellen Schlafplatz hat und in einem ruhigen, eigenen und ungestörten Bereich innerhalb der Kita gelegen ist. Die Räume sind mit Teppich und Vorhängen ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Neben den separaten Schlaf- und Ruheräumen gibt es großzügige Gruppen- und Aktionsräume, die mit unseren üblichen Standards, wie Spiegelwänden, Snoezleeffekten und Rückzugsorten durch kleine Höhlen und Nischen ausgestattet sind. Wir legen sehr viel Wert darauf, in allen Step Kids Kitas gGmbH Häusern den Eltern und Kindern den gleichen beliebten Standard zu bieten. Insgesamt stehen den Kindern – nach den neuesten Richtlinien und Vorgaben der Landesjugendämter – ausreichend Räumlichkeiten für eine optimale Entwicklung zu. Die direkt angrenzenden Außenspielbereiche unserer Kindertageseinrichtungen sind mit Spielgeräten für jedes Alter entsprechend ausgestattet und genauso vielfältig und anregend für die Kinder wie die Innenräume, so dass die Kinder auch hier ihrem Alter, ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechend gestalten können. Es werden Bereiche mit unterschiedlichen Materialien wie Sand, Rindenmulch, Rasenfläche, Kieselsteine und befestigter Bereiche für unterschiedliche Aktivitäten angeboten. Erhebungen und Hügel, Wege zum Befahren mit Fahrzeugen oder Schubkarren, Kletterbereiche aus Baumstämmen und Autoreifen, Schaukeln und Wippen, kleine Nutz- oder Hochbeete, Kräuterspirale oder Wildwuchs-Wiese u.ä. Unsere Wasser-, Matsch- und Sandplätze ermöglichen den Kindern mit Wasser und Sand zu spielen, laden zum Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien und Gefäßen ein. 10 4. Pädagogische Ziele und Inhalte Step Kids Kitas gGmbH hat einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag nach dem KIBIZ. Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz und dem „best practice Prinzip“, welches Elemente der Reggio-, Montessori-, Pikler- und Waldorfpädagogik beinhaltet. Er ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und soll die Gesamtentwicklung des Kindes durch allgemeine und gezielte erzieherische Hilfen und Bildungsangebote fördern. Seine Aufgabe ist es insbesondere, durch differenzierte Erziehungsarbeit die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes anzuregen, seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern und allen Kindern gleiche Entwicklungschancen zu geben. Das Kind erhält die Möglichkeit, soziales Verhalten zu erproben, sich als Mensch im Zusammenhang mit Anderen zu begreifen, sich auseinanderzusetzen, Konflikte zu lösen, sich Wissen anzueignen, etwas gemeinsam zu tun. 4.1. Stand der aktuellen Forschung Unser pädagogisches Handeln orientiert sich an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Grundlagen für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Arbeit sind. 4.1.1. Bindungsforschung Kinder sind von Natur aus neugierig und haben Lust am Entdecken ihrer Umwelt: Sie forschen, sie kommunizieren und suchen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Wichtige Voraussetzung dieser bedeutsamen Entwicklungsprozesse ist das Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Vertrauen erhält ein Kind durch Menschen, mit denen es emotional eng verbunden ist – seinen Bindungspersonen. Sie geben ihm das Gefühl der psychischen Sicherheit und helfen ihm, bei Irritationen wieder zurück ins Gleichgewicht zu kommen. Bindung entsteht nicht automatisch, sie entwickelt sich mit der Zeit. Dabei ist besonders das Maß an Feinfühligkeit bedeutsam, mit dem Erwachsene auf kindliche Bedürfnisse und Signale reagieren. In der Regel sind zunächst die Eltern die wichtigsten Bindungspersonen für ihr Kind. Darüber hinaus können Kinder zu weiteren Menschen aus ihrem nahen Umfeld Beziehungen mit Bindungsqualität aufbauen. Jedes Kind braucht seine Bindungspersonen als sichere Basis, von denen aus es die Welt entdecken und immer wieder zu ihnen zurückkommen kann. Mit dem Eintritt in die Kindertageseinrichtung erleben Kinder einen bedeutsamen Übergang in eine zunächst unbekannte Umgebung. Sie lernen neue Rituale, andere Kinder und die pädagogischen Fachkräfte kennen. Um diesen Anfang bestmöglich zu gestalten, braucht das Kind mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit die Begleitung durch eine ihm vertraute Person. Wir gestalten deshalb Übergänge gemeinsam, in der Regel mit den Eltern, individuell und feinfühlig. Wir nehmen die Eltern als Experten ihrer Kinder wahr und tauschen uns intensiv über die Besonderheiten ihres Kindes aus. 11 4.2. Hirnforschung und Lernen Seit die Hirnforschung die Veränderungen im Gehirn, die beim Selbstbildungsprozess stattfinden, beobachten und abbilden kann, ist sie für die Pädagogik der frühen Kindheit von elementarer Bedeutung. Im Gehirn eines Menschen findet sich eine Vielzahl von Nervenzellen, die sich bereits im Mutterleib verknüpfen und verbinden und nach der Geburt weiterentwickeln. Dabei festigen sich diese Verbindungen durch wiederholte Erfahrungen, hinterlassen Spuren im neuralen Netz und verändern sich ein Leben lang. Wesentlich für eine gesunde Entwicklung des Gehirns – und damit aller Lernprozesse – sind gute und tragfähige Bindungen und Beziehungen. Kinder lernen durch Interaktionen mit anderen und das aktive Auseinandersetzen mit der Umwelt. Diese Umwelt muss anregend und herausfordernd sein. Um sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, braucht es Zeit und Menschen, die den Prozess begleiten, unterstützen und zulassen. Lernprozesse in der frühen Kindheit sind am nachhaltigsten, wenn sie Erfahrungswelt und den Alltag der Kinder aufgreifen und die Fragen, Anliegen und Interessen der Kinder berücksichtigen. In unseren Kindertageseinrichtungen werden die Erkenntnisse der Hirnforschung bezüglich des Lernens berücksichtigt und tagtäglich umgesetzt. Sie bieten den Kindern vielfältige Erfahrungs- und Erprobungsräume sowie pädagogische Fachkräfte, die die Kinder in ihren unterschiedlichen Lernprozessen und Lernerfahrungen begleiten, unterstützen und aktiv anregen. 4.3. Die Bedeutung von Gleichaltrigen In unseren Einrichtungen gibt es vielfältige Varianten der Altersmischung, denn Kinder brauchen sowohl Beziehungen zu Gleichaltrigen wie auch zu Kindern anderer Altersgruppen. Der Grundgedanke dabei ist, Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten, indem sie voneinander und miteinander lernen. Im Sinne eines ganzheitlichen Lernens ermöglichen unterschiedliche Beziehungsstrukturen den Kindern vielfältige Erfahrungen und Erprobungsfelder. Insbesondere lernen Kinder dann besonders intensiv und nachhaltig, wenn sie ähnliche Themen und Interessen bearbeiten. Entwicklungspsychologisch trifft dies häufig auf Gleichaltrige zu. Unsere pädagogischen Fachkräfte wissen um die Bedeutung des Spiels mit Gleichaltrigen für die Persönlichkeitsentwicklung und ermutigen unsere Kinder dazu. In der Interaktion mit Gleichaltrigen entwickeln Kinder ihr Spiel ko-konstruktiv zu komplexeren Formen. Sie lernen, Diskussionen auf einem ähnlichen Sprachniveau zu führen und zu argumentieren, Handlungsstrategien zu übernehmen und auszuhandeln. Dabei messen sie sich untereinander im Sinne einer positiven Herausforderung. Junge Kinder erleben im Miteinander mit Gleichaltrigen ein Gelingen und eine positive Selbstwirksamkeit. Nicht nur das Nachahmen oder Vormachen, sondern auch durch gleichberechtigtes Planen und Gestalten profitieren Kinder voneinander. In unseren Einrichtungen können sich Gleichaltrige finden und ihre Interessen und Neigungen durch eine vorbereitete Umgebung mit altersspezifischem Material ausleben. Kinder lernen mit Gleichaltrigen umzugehen und schließen erste Freundschaften, die sie weiter begleiten. 12 4.4. Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit - Entspannung und Konzentration im Snoezelraum Beispielhaft möchten wir am Entspannungsraum einen tieferen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen. Entspannung im Snoezelraum ist ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit bei Step Kids Kitas gGmbH. Die Tage "unserer" Kinder sind oft voller Termine, die Zeit häufig bis zur letzten Minute verplant durch Musikunterricht, Tanzen, - Turnen, - Reiten, - Schwimmen usw. Oft sind die Kinder den vielen Anforderungen nicht gewachsen, Seele und Körper geraten mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Erfahrungen und Eindrücke können nicht ausreichend verarbeitet werden - die Kinder sind nervös, aggressiv, schlafen schlecht, werden krank ... Kinder müssen daher stets die Gelegenheit haben, einerseits ihren natürlichen Bewegungsdrang zu befriedigen und andererseits durch Stille und Entspannung ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren und zur Ruhe zu kommen. Bewegung und Entspannung - beides gehört in unserem Aktionshaus zum Alltag. Hierbei kommt es nicht darauf an, etwas Außergewöhnliches zu veranstalten, sondern sich Zeit zu nehmen, mit den Kindern Ruhe und Stille positiv zu erfahren, denn Kinder kennen Stille oft nur im Sinne von "SEI MAL STILL"! Wir möchten den Kindern Stille als positiven Erlebnisraum vermitteln, der sie für die leisen und manchmal leicht zu übersehenden Dinge in der Welt sensibilisiert. Der eigens dafür eingerichtete Snoezel- und Entspannungsraum bietet einzelnen Kindern oder Kleingruppen Rückzugsmöglichkeit. Angenehme, entspannte Atmosphäre, ruhige Musik, hochwertiges pädagogisches Material verleiten zum gegenseitiges Massieren, Geschichten hören, fallen lassen. All dies schafft den Kindern die Möglichkeit ihre Sinne zu erfahren, die Seele baumeln zu lassen und auch zu sich selbst zu finden. 5. Mehrsprachigkeit Frühes Fremdsprachenlernen hat zum einen das Ziel, Kinder in dem spielerisch leichten Erwerb einer Sprache zu fördern und zum anderen, ihre Toleranz gegenüber fremden Sprachen und Kulturen zu entwickeln. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist nachgewiesen worden, dass gerade der frühe Kontakt zu Sprachen den Kindern langfristig den Zugang zu Fremdsprachen erleichtert. Bei Kindern ist die Erstsprache noch wenig „gefestigt“, sie nutzen eine Fremdsprache selbstverständlich und haben in der Regel keine Angst, Fehler zu machen. Außerdem sind sie Liedern, Reimen und Spielen sehr aufgeschlossen gegenüber, sodass wir die Mehrsprachigkeit in unseren Einrichtungen selbstverständlich einsetzen können. Wir setzen dies in unseren STEPKE-Einrichtungen mit Hilfe des Prinzips der „Immersion“ um, was das Eintauchen in eine fremde Sprache bedeutet. Hierüber besteht ein kontinuierlicher und intensiver Kontakt zur Fremdsprache, die in verschiedenen für die Kinder relevanten Kontexten selbstverständlich genutzt wird. 13 Wir folgen dem Prinzip „eine-Sprache-eine-Person“, sodass für die Kinder eine Sicherheit vorhanden ist und sie die Sprache eindeutig einer Person zuordnen können. Sie entscheiden selbst, ob sie an Aktivitäten in der Fremdsprache oder in der Landessprache teilnehmen möchten. In unseren STEPKE-Einrichtungen werden beide Sprachen (Deutsch-Englisch) bei allen Anlässen und in allen Situationen des täglichen Lebens verwendet, sodass es für die Kinder ein authentischer Umgang mit den Sprachen ist. Es ist unser Ziel, dass die Kinder entdecken, dass man sich die Welt in mehreren Sprachen erfolgreich erobern kann. 6. Religiöse Erziehung Die Step Kids Kitas gGmbH ist ein überkonfessioneller Träger. Deshalb sind wir in der Einstellung zur religiösen Erziehung völlig neutral. Konkret heißt das, jahreszeitlich bedingte christliche Feste werden gefeiert, die Intensität der Inhalte ist abhängig vom jeweiligen vertieften Interesse einzelner Kinder. In unseren Einrichtungen gibt es Familien mit unterschiedlichen Nationalitäten. Um andere Religionen und Kulturen verstehen zu können, sollten Grundkenntnisse über die eigene Herkunft vorhanden sein. Erst dann führt die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ zu gegenseitiger Akzeptanz und einem respektvollen Zusammenleben. Dabei ist unerlässlich, dass Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale sowie Normen und Werte einheimischer und zugewanderter Familien durchgängig in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt werden. Adressaten interkultureller Pädagogik sind dabei nicht nur die Kinder, die im Ausland geboren und anschließend mit ihrer Familie zugewandert sind. Adressaten sind auch alle hier geborenen oder hier aufgewachsenen Kinder. In unseren Einrichtungen stehen die Lebenswelten aller Kinder und Familien im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Chance haben, sich in den Räumen und in den Angeboten wiederfinden zu können. Es muss die Wertschätzung seiner Sprache und seiner Kultur in der Einrichtung erfahren können, um so in der Lage zu sein, eine positive Identität aufzubauen. Allen Kindern wird das Gefühl vermittelt: Du bist angenommen – so wie du bist. Du hast ein Recht auf unseren Respekt vor deiner Kultur. 7. Die Eingewöhnung im Kindergarten Der Übergang aus der Familie in eine Kindertageseinrichtung bedeutet eine Herausforderung für die Fähigkeit des Kindes, sich an eine neue Umgebung anzupassen und Beziehungen zu anderen Erwachsenen und Kindern aufzubauen. Auch Eltern erleben den Start mit dem Beginn einer neuen Lebensphase. Unsere Einrichtungen gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell nach Laewen, Andres und Hédervári. Besonders relevant für Kinder, die das erste Mal eine unserer Einrichtungen besucht. Die Kinder haben die Möglichkeit, die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit ihren Eltern zu "beschnuppern". Sie können die Räumlichkeiten bei diesem ersten Besuch erkunden und 14 werden feststellen, dass dies eine neue, aber durchaus interessante Welt ist. In diesem Erstkontakt tauschen sich das pädagogische Personal mit den Eltern über die Inhalte des Elternfragebogens aus, um Kenntnisse über die Familie und das Kind zu erlangen. Unter Eingewöhnung verstehen wir die Phase der ersten Wochen, die das Kind in unseren Kindertageseinrichtungen verbringt. Während dieser Phase kommunizieren wir stark mit den Eltern und gleichen immer wieder die Einschätzung des kindlichen Verhaltens ab. 8. Das Freispiel Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil im Tagesablauf. Die Kinder haben die Möglichkeit, Erlebtes im Zusammenspiel mit anderen Kindern zu verarbeiten. Es wird eine Umgebung geschaffen, in der sich die Kinder auf künftige Lebenssituationen vorbereiten und gegenwärtige Lebenssituationen aufarbeiten und "begreifen" können. In einer für sie vorbereiteten Umgebung finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten vor, sich ihren Bedürfnissen, Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend frei zu entscheiden, was sie mit wem, wo und wie lange tun möchten. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks-, und Lernform für Kinder. Spielen bedeutet: Auseinandersetzen mit Menschen und Dingen; Phantasie, Bestätigung, gemeinsames Handeln, Umgang mit Materialien und Bedürfnissen; Entdecken, Experimentieren, verkleiden, Theater spielen, Erkennen und Erfahren; es ist lustbetont und schafft Kontakt; es ist schöpferisch und bedeutet Verständigung und vieles mehr. Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, die Kinder während des Spiels gezielt und aufmerksam zu beobachten. Sie sollen sich bewusst zurücknehmen, Impulse nur in bestimmten Situationen einbringen, in denen die Kinder Unterstützung und Hilfe brauchen. 9. Der Morgenkreis, der Abschlusskreis, die Kinderkonferenz In den fest terminierten Kreisen oder Zusammenkünften erleben die Kinder sich in einer Gruppe. Der Morgen- oder Schlusskreis bietet die Möglichkeit, gemeinsam den Vormittag zu beginnen oder zu beenden, Erlebtes auszutauschen. In allen Räumen werden die Kinder dazu eingeladen. Hier wird erzählt, gesungen, gespielt, Wichtiges und Aktuelles besprochen und vieles mehr. In der Kinderkonferenz werden Kinder gezielt in Entscheidungsprozesse involviert. Hier werden über demokratische Abstimmungsverfahren zu unterschiedlichsten Themenkomplexen Mehrheitsbeschlüsse gefasst und innerhalb der Gruppe gelernt auch umzusetzen. 9.1. Beteiligungsrechte für Kinder – Partizipation Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die sie konkret betreffen. In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest 15 installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig lernen Verantwortung zu übernehmen. Wir nehmen unsere besondere Verantwortung wahr, Kinder ganzheitlich zu fördern und ihnen die volle Teilhabe an allen Bildungsmöglichkeiten aufzuschließen. Dabei ermutigen wir Kinder – unabhängig ihres Alters – sich an Abläufen nach ihren Entwicklungspotenzialen aktiv mitzubeteiligen. Durch Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung erleben Kinder in unseren Einrichtungen tagtäglich Partizipation. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Kinder eigenständig Einfluss auf die Tages- oder Projektgestaltung haben, selbst entscheiden können, wo sie sich in der Gruppe einbringen oder an welchen konkreten Angeboten sie teilnehmen möchten (Selbstbestimmung). In unseren regelmäßigen Morgenkreisen und Kinderkonferenzen wird für Kinder ein Rahmen geschaffen auch über Angelegenheiten, die ihnen missfallen in der Gruppe zu sprechen und Kritik zu äußern. Hier können basisdemokratische Entscheidungen in den Angelegenheiten getroffen werden. Ebenso werden folgende Projekthemen erörtert und ausgewählt, Räume und Mobiliar an den jeweiligen Bedürfnissen von Kindern angepasst. Regeln werden immer wieder überprüft und ggf. durch deren Einbringung ins Kinderparlament modifiziert, um nur einige Beispiele unserer Praxis zu veranschaulichen. Die respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Kind und Erzieher bildet die tägliche Grundlage für die Einbindung und Mitbestimmung der Kinder bei allen Entscheidungen. Dabei erleben die Kinder, wie sie Meinungen frei äußern können, fühlen sich gesehen und erkennen Konsequenzen ihres Handelns. Damit unterstützen wir die Wichtigkeit, die Kinder auf ein selbstbewusstes, eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft vorzubereiten und auf ihre eigenen Potenziale zu vertrauen. 10. Vorschulerziehung Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit VOR DER SCHULE. Nach den Grundlagen der Konzeption kann sich die "Vorschulförderung" nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir haben familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten geschaffen, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu erproben, zu entwickeln und sich auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlreiche wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge z.B. innerhalb unserer intensiven Waldwoche , gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen speziell altershomogenen Gruppen, ist es uns möglich, kompetente Ansprechpartner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem abschließenden Schulfähigkeitsprofil teilen wir Eltern unsere Beobachtungen im Gespräch rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Wir setzen uns engagiert in allen unseren Einrichtungen dafür ein, dass Kinder für den Start in der Schule beste Voraussetzungen haben. 16 11. Ein Tag in unserer Kita 11.1. Zeit In unseren Einrichtungen widmen wir uns besonders dem Thema Zeit, weil unsere Kleinstkinder sich zeit-los fühlen. Sie möchten nicht durch Zeitdruck ausgebremst oder in ihren Aktivitäten unterbrochen werden. Drei Zeitgrößen kombinieren und berücksichtigen wir beständig miteinander: Arbeitszeitbedürfnisse von unseren Fachkräften Individuelle Zuwendungs- und Zeitbedürfnisse der Kinder Den Zeitraum, den Mahlzeiten und Pflegezeiten zum ruhigen, kindzentrierten Ablauf beanspruchen Damit Zeiten für unsere Kinder optimal genutzt werden, bedarf es individueller und fortlaufender Absprachen im Team. Durch spontan auftretende Änderungen kommen erschwerend auch „fliegende Wechsel“ vor, die u. U. zwischen Tür und Angel geplant werden müssen. Auch dringende Elterngespräche erfordern eine rasche Vertretungsbereitschaft. Deshalb sind wir bemüht Zeitpuffer einzuplanen. In unseren Einrichtungen ist der Tag für unsere Kinder durch Fixpunkte, durch Stationen gekennzeichnet, die allen Beteiligten – vor allem den Kindern – Orientierung und Sicherheit durch immer wiederkehrende Abläufe gibt. Im Folgenden gehen wir auf die Tagesgestaltung in unseren Einrichtungen ein mit dem besonderen Augenmerk darauf, dass sich Unterschiede aufgrund des Alters der Kinder ergeben. 11.2. Ankommen In unseren Einrichtungen erleben Kinder ein zweites Zuhause, in das sie jeden Morgen kommen. Insbesondere die jüngsten Kinder unter 3 Jahren begrüßen wir mit viel Ruhe und Zuwendung, denn sie brauchen Zeit sich zu verabschieden und sich auf den Tag in der Kita einzulassen. In der Phase des Ankommens orientieren sich unsere Kinder und suchen sich ihren Platz und stellen Kontakt zu allen her, die dazu gehören. Wir erfahren in dieser Zeit Vieles über ihr Wohlbefinden, eine Grundvoraussetzung gut in den Tag zu starten. 11.3. Morgenkreis Jeden Morgen finden wir uns zu einem festen Zeitpunkt gemeinsam zu einem Morgenkreis zusammen, an der kein Kind fehlen sollte. Deshalb ist ein rechtzeitiges Ankommen in der KiTa wichtig. Dieser Tageseinstieg dient der Orientierung für den Tag, die Woche, die Jahreszeit und lässt alle gemeinsam spielen und singen. 11.4. Gemeinsame Mahlzeiten Zu den bedeutungsvollen Arbeitsbereichen gehört in unseren Einrichtungen der Bereich Ernährung. Hier müssen viele Erfordernisse koordiniert und zusammengeführt werden. Wir sehen es als besonderes Qualitätsmerkmal unsere Speisen selbst frisch zuzubereiten. Wir berücksichtigen die physiologischen Ernährungsbedarfe von Kindern 17 unterschiedlichen Alters, sind sehr bemüht um eine individuelle Anpassung von Kindern aus Familien unterschiedlicher Nationalität, erkennen die psycho-physische Ausgangslage der Kinder in puncto Ernährung und beziehen räumliche, materielle und pädagogische Gesichtspunkte in unseren Arbeitsplan ständig mit ein. Jedes Kind isst anders und es gibt vielfältige Essgewohnheiten und Vorlieben. Kinder sind in der Lage ihre benötigte Nahrungsmenge und Nahrungszusammensetzung zu regulieren. Kinder essen in der Regel so viel und das, was sie brauchen. Aus diesem Grund verzichten wir auf Ermahnungen wie „der Teller muss leer gegessen werden“ oder „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Nachtisch gehört mit zum kalkulierten Nährstoff- und Kalorienbedarf und wird auch dann dem Kind zugestanden, wenn es die Hauptmahlzeit nicht essen möchte. Speisen probieren geschieht in unseren Einrichtungen ausschließlich nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. Genau diese Regeln beugen der Entstehung von Mangelernährung und Übergewicht vor. Kinder sind sehr wohl in der Lage ihre gesunde Selbstregulierung nicht zu verlernen. Wir sind verantwortlich für die Auswahl und Vielfalt von Nahrungsmitteln. Deshalb bieten wir eine appetitlich angerichtete leichte Kost, die zum konzentrierten Genießen anregt. Wir gestalten mit den Kindern die Mahlzeiten gemeinsam, indem wir den Tisch decken. Fast regelmäßig stoßen neu eingeführte Nahrungsmittel zunächst auf Ablehnung. Wir überwinden im gemeinsamen Lernprozess diese Ablehnungen viel einfacher in unseren Einrichtungen, als am Familientisch, weil es über die Vorbildfunktion der Erwachsenen und einzelner Kinder in der Gruppe viel leichter fällt. Das Neue wird dann in unterschiedlicher Variation auf dem Tisch erscheinen. Step Kids KiTas reicht allen Kindern täglich Obst- und Gemüseteller im Alltag. 11.5. Ruhen und Schlafen Der kindliche Lebensrhythmus spiegelt sich in unseren Einrichtungen in den unterschiedlichen Stationen unseres Tagesgeschehens. Der Wechsel zwischen Wachen und Schlafen, Essen und Verdauen, Aktionen und Zu-Ruhe-Kommen ergänzen sich gegenseitig. Bewusst sorgen wir in unseren Häusern für ein ausgewogenes Verhältnis der bereits zuvor genannten Komponenten. Kinder, die neu in unsere Einrichtungen kommen, bringen ihren eigenen Schlafrhythmus mit. Bereits während der Eingewöhnungsphase erfahren wir von Eltern, welche Schlafgewohnheiten ihre Kinder haben und auf welche Art und Weise sie sich wohl und geborgen fühlen. Im Laufe der Zeit übernehmen die Kinder den Kita-Rhythmus, in dem wir ihnen Ruhe und Schlaf im Rahmen eines bestimmten Zeitraumes anbieten. Wie viel Schlaf Kinder benötigen zeigen uns die Kinder selbst. Dieses Bedürfnis zu befriedigen ist uns ein besonderes Anliegen im Tagesverlauf. 18 11.6. Angebote, Aktivitäten und Projekte Unsere Angebote für die Jüngsten werden ausschließlich in Klein- und Interessengruppen mit unterschiedlichen Tätigkeitsformen angeboten. Diese kurzfristigen, meist an unterschiedlichen Orten stattfindenden Tätigkeiten haben zum Ziel, dass Kinder die Eigenschaften von Materialien erkunden und kennenlernen. Wir beschäftigen Kinder nicht in unseren Einrichtungen, sondern bieten nach dezidierter Beobachtung über einen längeren Zeitraum Themen und Materialien an, die Kinder in den Gruppen beschäftigen. Daran knüpfen wir unsere Angebote an Kinder an. Ziel ist es, die Interessen von Kindern aufzugreifen und weiterführend zu begleiten. Dafür müssen sich unsere Fachkräfte immer wieder sachkundig machen. Lerninteressen der Kinder führen uns dazu, dass auch wir unser eigenes Wissen erweitern. Besonderen Wert legen wir auf eine entsprechend gestaltete Raum- und Materialvorbereitung. Eine Materialvielfalt ermöglicht Kindern ganz eigene Experimente – oft auf Nebenwegen - dazu anzustellen. Projekte entwickeln sich in unseren Einrichtungen durch gezielte Beobachtungen der Kinder und werden durch Impulse und Angebote umgesetzt. Damit entwickeln wir mit den Kindern gemeinsam Projektthemen – ausgehend von ihren Interessen – und ermutigen sie zu neuen Fragestellungen. Mitbestimmung – Mitsprache – Mitmachen als Grundsätze zum gemeinsamen Dialog mit Kindern. Für Projektplanungen schaffen wir einen Rahmen, der im Verlauf des Projektes verändert, ergänzt oder auch unterbrochen werden kann, wenn neue Fragen oder Bedürfnisse von Kindern entstehen. Diese vielfältigen Spiel- und Lernaktionen werden von Kindern erlebnisreich und interessant durch die Dauer der Zeit in den Einrichtungen führen. Wichtig ist uns dabei, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleiche Aktivität mit den gleichen Mitteln oder Materialien ausführen. Durch Klein- oder Teilgruppen ermöglichen wir den Kindern erhöhte Zuwendung und stärken ihre sozialen Kompetenzen. Alle pädagogischen MitarbeiterInnen entwickeln jährlich eigene Projekte innerhalb ihrer Gruppe, die in Form einer Projektmappe dokumentiert werden und allen unseren STEPKE- Häusern gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. 11.7. Nach Hause Gehen Der Abholprozess für unsere Kleinstkinder bedeutet ein „Umschalten und Loslassen“ und muss erst gelernt werden. Sich von anderen Kindern, den Bezugspersonen oder dem Spielmaterial zu trennen, gelingt in dieser Altersstufe leichter durch feste Rituale, sowie klare Bring- und Abholzeiten. Im späteren Verlauf lernen die Kinder zwischen beiden Lebenswelten, deren Bezugspersonen und den Verhaltensweisen im Tagesverlauf mit eigenen Regeln und Gewohnheiten zu differenzieren. 19 12. Qualifizierungsprozess und Weiterentwicklung, Supervision und Fortbildung Supervision ist eine professionelle Beratungsmethode für arbeitende Menschen. Sie unterstützt die Identitätsbildung am Arbeitsplatz und richtet sich deshalb vorrangig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; einzeln, in Gruppen oder im Team. Im Beruf kommen Menschen mit unterschiedlichen Bezügen, Werten und Biographien zusammen. Sie haben Ideale und Verwundbarkeiten, Potenziale und Grenzen. Auf diesem sehr persönlichen Hintergrund agieren sie, kommunizieren, entwickeln und verändern sich. Supervision kann helfen hinzuschauen, welche Konflikte und Grenzüberschreitungen daraus gefolgt sind, wie Klarheit und konstruktive Auseinandersetzung möglich werden können. An der Supervision nehmen alle Bezugspersonen aus allen Gruppen teil, da die Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption unserer Einrichtung ist. Jede Fachkraft hat das Recht an pädagogischen Fortbildungen teilzunehmen oder Bildungsurlaub zu beantragen. Zur internen Fortbildung können in unregelmäßigen Abständen Seminare und Vorträge in allen unseren Einrichtungen – auch Häuserübergreifend - stattfinden. 12.1. Individuelle Vor- und Nachbereitung Jede Fachkraft bereitet sich intensiv auf ihre Arbeit vor. Sie sammelt Ideen, sucht variationsreiche Materialien (auch aus dem Alltag), Lieder, Spiele usw., die zum geplanten Projekt und zur Altersstruktur der Kindergruppe passen. Elterngespräche können in diesem Zeitfenster intensiv vorbereitet werden. Unter die persönliche Vorbereitungszeit fällt auch die Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit und der Zusammenarbeit im Team. Zudem werden Einkäufe und Besorgungen erledigt, Termine vereinbart und Räume umgestaltet. 12.2. Teamsitzung Regelmäßig treffen sich die Mitarbeiter zu Gesamtteamsitzungen, sowie Klein- oder projektspezifischen Teamtreffen. Aus der Beobachtung von Gruppenprozessen werden Ideen oder Anstöße von Kindern aufgegriffen und Projekte geplant und vorbereitet. Passende Aktivitäten, Gesprächsansätze, gestalterisches Arbeiten, angeleitete Rollenspiele und Lieder, die der momentanen Lebenssituation oder den Interessen der Kinder entsprechen, werden überlegt. Feste und Elternabende werden geplant und organisiert, Ideen und Materialien gesammelt. Für die Besprechung einzelner Kinder (Fallbesprechung durch kollegiale Beratung) wird viel Raum benötigt, wobei hier das allgemeine Verhalten, Fähigkeiten, Konflikte, Ängste, die Position des Kindes innerhalb der Gruppe, die soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung aufgegriffen und das Verhältnis zu Bezugspersonen, Eltern und der Gruppe erläutert werden. Weitere Schritte sind die Reflexion des pädagogischen Verhaltens und möglicher Schwierigkeiten sowie die daraus resultierenden Überlegungen zu pädagogischen Maßnahmen, Hilfen oder weiteren Angeboten. In diesem Zusammenhang werden auch Elterngespräche besprochen und vorbereitet. Des 20 Weiteren werden Regelungen und Zuständigkeiten im täglichen Ablauf verteilt, z.B.Arbeitszeiten, Angebote, Durchführung von Elterngesprächen und Elternabenden etc. Vorbereitend für Gespräche mit dem Träger werden wichtige Fragestellungen diskutiert und Tagesordnungspunkte gesammelt. Da für konzeptionelle Fragen in diesem Rahmen nur sehr wenig Zeit bleibt, finden jährlich so genannte Planungstage statt, an denen u.a. die pädagogische Konzeption weiterentwickelt wird. 12.3. Stepke Akademie Mit unserem eigenen Fortbildungsprogramm der Stepke Akademie sagen wir bei Stepke ganz klar: Fortbildung ist uns wichtig! Unsere Fachforen und Qualitätszirkel schaffen Raum zum gegenseitigen Austausch und vermitteln aktuelle Erkenntnisse, die für die pädagogische Arbeit wichtig sind – praxisorientiert, spannend und direkt umsetzbar. Zielgruppe der Stepke Akademie sind sowohl interne wie auch externe pädagogische Fachkräfte. Für Stepke-Mitarbeiter besteht die Möglichkeit der kostenfreien Teilnahme während der Arbeitszeit. 13. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Wir unterstützen die Erziehungsarbeit der Eltern und ergänzen diese. So bieten wir vielfältige Formen der Zusammenarbeit mit Eltern an. Elterngespräche und thematische Elternabende, genauso wie gemeinsame Feiern und Arbeitseinsätze. Besondere Aktivitäten, welche in eine längerfristige Projektplanung des gesamten Hauses eingebunden sind, werden für die Eltern durch Plakate und Elternbriefe rechtzeitig bekannt gegeben. So wird die pädagogische Arbeit transparent, und es werden Ansatzpunkte gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. Außerdem sehen wir es als unsere Aufgabe an, Erlebnisfelder für Kinder und Eltern gemeinsam zu ermöglichen. Wir gestalten regelmäßig Feste und Veranstaltungen in denen Eltern, Kinder sowie Großeltern zusammenfinden können. Zudem finden gemeinsame kreative Nachmittage, Ausflüge, Spiel- und Singkreise statt. 13.1. Formen der Elternbeteiligung Elterngespräche Um den gegenseitigen Austausch über den Entwicklungsstand der Kinder abzugleichen, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die sowohl von den Eltern als auch vom pädagogischen Fachpersonal angeregt werden können. 13.1.1. Elternabende Es finden regelmäßige Elternabende statt, die entweder vom Träger oder vom Team ausgehen können. Diese Elternabende können die pädagogische Arbeit der Einrichtung betreffen, bestimmte Themen auch gruppenübergreifend behandeln sowie auch einer gesellig-kreativen Form entsprechen. 21 13.1.2. Hospitationen Nach Absprache mit dem pädagogischen Fachpersonal werden in allen unseren Einrichtungen mit Terminierung Hospitationen angeboten. 13.1.3. Hausbesuche Wir bieten jährlich auf freiwilliger Basis einen Hausbesuch für jede Familie durch eine Bezugspädagogin an. 13.1.4. Beschwerdemanagement Grundsätzlich werden alle Anliegen der Eltern ernst genommen und mit den jeweiligen Ansprechpartnern lösungsorientiert behandelt. Dabei steht die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung unserer Arbeit im Vordergrund. Bei inhaltlich umfassenden Anmerkungen, sowie sehr persönlichen Themen wird zeitnah ein Termin vereinbart, wobei dem Gespräch ein geschützter Raum geboten wird. Alle Eltern der Stepke Kitas haben die Möglichkeit, sich über das in jeder KiTa ausliegende Beschwerdeformular, direkt an die ErzieherInnen ihrer Gruppe zu wenden. Diese leiten das Formular umgehend an die Kita-Leitung weiter. Innerhalb von 2 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache mit den Eltern, ggf. wird ein Gesprächstermin vereinbart. Die Kita-Leitung hat die Möglichkeit sich mit der Fachberatung und /oder der Geschäftsbereichsleitung auszutauschen, um kundenorientiert und zielgerichtet zu handeln. Beschwerden von Eltern sind für alle Stepke-Mitarbeiter als willkommene, konstruktive Kritik zu sehen. Beschwerdemanagement im Überblick: Teamebene – schriftliche Information über die Beschwerde werden entgegengenommen und an die Kita-Leitung weitergegeben. Leitungsebene – Die Kita-Leitung gibt den Eltern innerhalb von 2 Tagen eine Rückmeldung. Ggf. wird ein Gesprächstermin zur Problemlösung vereinbart. Ist die Kita-Leitung nicht im Haus, wird die Beschwerde sofort an die zuständige Fachberatung/Regionalleitung weiter gegeben. Träger – sollte in der Zusammenarbeit zwischen Kita-Leitung und Team und Eltern kein lösungsorientierter Ansatz im Beschwerdefall gefunden werden können, steht in jedem Fall Frauke Schittek als Träger zur Verfügung. Bei dieser Vorgehensweise wird sichergestellt, dass Probleme, Beschwerden, Kritikpunkte zeitnah mit den betreffenden Personen lösungsorientiert, effektiv und effizient herbeizuführen sind. Übergreifende Themen der Elternschaft werden vom Kita-Ausschuss gesammelt und in gemeinsamen Sitzungen, bei denen die Kita-Leitung dazu gebeten wird, bearbeitet. Die 22 Klärung von konzeptionellen, personellen und beitragsrechtlichen Fragen unterliegt dem Kita-Ausschuss. Der Eingang von schriftliche Beschwerden per Mail an die Zentrale wird sofort mit einer Eingangsbestätigung beantwortet. Deren Bearbeitung erfolgt innerhalb von 3 Tagen. Nach ca. 14 Tagen hält die Kita-Leitung Rücksprache über die Zufriedenheit der Eltern über die Lösung der Beschwerde. Sollte diese noch nicht eindeutig vorliegen, sind weitere Gespräche zu führen, bis eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita wieder hergestellt ist. Der Träger ist davon in Kenntnis zu setzen. Das Hinzuziehen von Behörden und Ämtern durch den Kita-Ausschuss ist erst zu veranlassen, wenn alle zuvor genannten Maßnahmen keine befriedigende Lösung hervorgebracht haben. Der Kita-Ausschuss hat den Träger gleichzeitig über die Informationsweitergabe in Kenntnis zu setzen, damit auch dieser sich in Lösung der Probleme einbringen kann. 13.1.5. Evaluation Einmal im Jahr findet eine umfassende Umfrage in allen KiTas für Eltern, Fachkräfte und Office -Mitarbeiter satt. Die Ergebnisse dienen der Qualitätsweiterentwicklung. Die Fachberaterinnen werten die Umfrageergebnisse aus und spiegeln diese für die MA und Eltern in einer Zusammenfassung in die Einrichtungen zurück. In einer HL Sitzung werden die wichtigsten Ergebnisse reflektiert und entsprechen besprochen, sowie direkt Änderungslösungen gefunden und umgesetzt. Auch positives Feedback wird gerne weitergegeben und zurück gespiegelt. 14. Kooperationen mit anderen Institutionen Zusammenarbeit mit den Grundschulen Nachdem feststeht, welche Grundschule das zukünftige Schulkind besuchen wird, nimmt eine Bezugsperson aus der KiTa Kontakt mit der Schule auf. Je nach Schulkonzept findet eine Verzahnung im Bildungssystem zwischen KiTa und Schule statt. 14.1. Weitere Kooperationen und Kontakte zu anderen Einrichtungen Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Kinder lernen über die Tageseinrichtung hinaus Angebote im Stadtteil kennen. Wir haben darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit: anderen Kindertageseinrichtungen ASD und Soziale Beratungsstellen Jugendamt Polizei und Feuerwehr Gesundheitsamt Erziehungsberatungsstellen 23 Grundschulen, sowie der Austausch mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, Logopäden u.s.w. 15. Öffentlichkeitsarbeit Step Kids Kitas gGmbH legt Wert auf Transparenz der Arbeit. Dies wird u.a. durch unsere Homepage, Veröffentlichungen in Schaukästen im Außenbereich, Aushänge in den jeweiligen Einrichtungen sowie durch Presseberichte und Internet erreicht. 16. Gesunde Kinder 16.1. Ernährung Die Kinder werden in unseren Häusern rundum vollwertig verpflegt. (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendbrot, Obst-Gemüserunden) Bei der Step Kids KiTas gGmbH wird das Mittagessen täglich frisch gekocht. Die Ernährung ist abwechslungsreich, kindgerecht und möglichst vollwertig. Der kindliche Bedarf an Eiweiß, leicht verdaulichen hochwertigen Fetten, Ballaststoffen, sowie die Deckung von Vitamin- und Mineralstoffbedarf wird bei der Zubereitung und Zusammenstellung der Nahrung berücksichtigt. Zuckerfreie Getränke stehen ausreichend zur Verfügung. Gegebenenfalls werden Ernährungsgewohnheiten von Kindern aus anderen Kulturkreisen berücksichtigt. Auf Nahrungsmittelallergien wird Rücksicht genommen. Die Eltern haben bei mitgebrachten Speisen Sorge zu tragen, dass sie mit der Ernährung im Haus zu vereinbaren ist. Regelmäßig backen wir mit den Kindern frisches Vollkornbrot oder bereiten andere Speisen zu. 16.2. Bewegung Von Anfang an nehmen Kinder die Welt über ihren Körper und ihre Sinne wahr. Indem sie sich bewegen, entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke zuzuordnen und machen Erfahrungen über sich selbst. Bevor Kinder anfangen sprechen zu lernen und sich mitteilen zu können, drücken sie sich über Bewegung aus. Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Anfassen ein Erfassen. Bevor das Kind sich sprachlich äußern kann, hat es bereits ein Wissen über räumliche Beziehungen: wie z.B. oben - unten, vorn - hinten. Ein gut funktionierendes Wahrnehmungssystem ist wichtig, um die Eindrücke und Erfahrungen aufzunehmen und später zu verarbeiten. Bei der Geburt sind bereits alle Sinnesorgane des Kindes voll ausgebildet. Seine Wahrnehmung erfolgt über: 24 Sehsinn (optische Wahrnehmung), Hörsinn (akustische Wahrnehmung), Tastsinn (taktile Wahrnehmung), Geruchssinn, Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn (vesikuläre Wahrnehmung), Bewegungsempfindung (kienästhetische Wahrnehmung). Die Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Ein Kind muss sehen, hören, riechen, tasten, schmecken, seinen Körper vielfältig erfahren um sich im Gleichgewicht zu entwicklen. "Das Auge sieht - das Ohr hört - die Nase riecht - die Haut fühlt - die Finger tasten - der Fuß versteht - die Hand begreift - das Gehirn denkt - das Blut pulst - der Körper schwingt ..." (H. Kükelhaus) Kinder sind in ihrer Bewegungsentwicklung prinzipiell kompetent und autonom. Sie sind fähig, ihre Bewegungsmöglichkeiten selbst zu entdecken, sie auszuprobieren und sie weiterzuentwickeln. "Kinder können nur dann selbstständig werden, wenn wir sie selbst ihre Entwicklung bestimmen lassen." (E. Pikler) Unser tägliches Bewegungsangebot setzt sich aus "flexiblen Bausteinen" zusammen, die über die Woche verteilt regelmäßig angeboten werden: Offenes, gruppenübergreifendes Bewegungsangebot Geplantes Bewegungsangebot, meist als Bewegungsgeschichte Spielerische Wassergewöhnung Bewegungslandschaft mit Groß- und Kleingeräten Situative Bewegungsspiele drinnen und draußen - je nach Tagesplan der Gruppe Waldtag 16.3. Schwimmen und Turnen Die Kinder bei Step Kids Kitas gGmbH gehen regelmäßig in die eigene Turnhalle Bewegungsraum, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen altersadäquat ausgestattet ist. Diese Räumlichkeiten bieten den Kindern verschiedene Möglichkeiten sich altersentsprechend an Großgeräten oder kleineren Bewegungslandschaften mit Treppen, Auf- und Abgängen zu erproben. Die gesamte Körpermotorik, Körperkoordination und viele Sinneswahrnehmungen wird hier z.B. an der Kletterwand und eigenständigen Seilsystemen an Decken und Wänden angesprochen und gefördert. Jede Einrichtung hat dementsprechend fortgebildete und qualifizierte Fachkräfte. Unsere häuserinternen Schwimmkurse werden regelmäßig in altershomogenen Kleingruppen in öffentlichen Schwimmbädern durchgeführt. Dies variiert in den entsprechenden Standorten. Ziel ist es, bei Eintritt in die Schule das Seepferdchen- Abzeichen zu erlangen oder die Voraussetzungen bestmöglichst zu vermitteln. 25 16.4. Schuhfreie Zone Im ganzen Haus herrscht "Schuhfreie - Zone". Dies ist für die Füße die gesündeste Art zu laufen. Außerdem hat die „Schuhfreie Zone“ den Effekt, dass der Boden sehr sauber ist und bleibt. Zum einen für unsere Krabbelkinder, zum anderen lädt der Boden viel mehr zum Spielen ein. 16.5. Gesunde Zähne Die Kinder putzen bei uns täglich ihre Zähne nach dem Mittagessen. Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, das regelmäßig mit den Kindern, Erziehern und Eltern Infoveranstaltungen anbietet. Auch in diesem Bereich ist die "gesunde Ernährung" ein wichtiger Bestandteil. Wir arbeiten im Rahmen der Zahngesundheit mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen. Regelmäßig besuchen wir nahegelegene Zahnärzte oder Mundhygienezentren. 16.6. Wald- Wiesentage Innerer Bezug zur Natur kann nur entwickelt werden, wenn Natur nicht als Lernort, sondern als Ort kindlichen Lebens gestaltet wird. In der offenen und natürlichen Umgebung des Waldes geschieht Lernen ganzheitlich und phantasiereich. Alle Sinne werden angesprochen. Der Aufenthalt im Wald bietet somit einen wichtigen Gegenpol zum alltäglichen Leben und zum häufigen Fernsehkonsum. An wöchentlich, regelmäßig stattfindenden Waldtagen ziehen die Kinder für einen bestimmten Zeitraum mitten in den Wald. Die Dauer der Waldtage hängt vom Alter, der Gruppenzusammensetzung und der daraus sich ergebenden Kondition der Kinder ab. Die Kinder erleben den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, gehen auf Spurensuche und spielen und essen unter freiem Himmel bei fast jedem Wetter. Im Kindergarten werden die Erlebnisse reflektiert, mit den gesammelten Materialien wird gestaltet und gebastelt. Die Kinder lernen so ökologische Zusammenhänge im Lauf der Jahreszeiten kennen und den Wald als Schutzraum für Tiere und Pflanzen zu respektieren. Jedes Jahr findet eine Waldwoche statt, in der die Kinder sich ausschließlich im Wald befinden. 17. Alltagsintegrierte Sprachbildung und Kommunikation Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind der Grundstein für weiterführende Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprechen lernen braucht das Miteinander. Die Kinder werden in unseren Stepke- Einrichtungen angeregt, ihre Erfahrungen und Gefühle zu interpretieren. Sie machen vielfältige kommunikative Erfahrungen. Diese befähigen sie, Kontakte zu anderen aufzubauen, sich in der Gruppe zu behaupten und in einen sozial-kommunikativen 26 Austausch mit anderen zu treten. Ganzheitliche Sprachförderung ist in unseren Alltag integriert, indem wir Anlässe schaffen, sich altersgemäß in der deutschen und/oder der englischen Sprache ausdrücken zu können. Unsere Fachkräfte begreifen Sprache als Schlüsselsituation in Bezug zum Situationsansatz. Den Alltag gestalten sie bewusst sprachfreundlich und sprachanregend für Kinder jeden Alters. In besonderen Angeboten, Projekten und Förderkreisen widmen wir unsere Aufmerksamkeit Vorlesesituationen und Bilderbuchbetrachtungen, der Literacy-Erziehung. Sie gestalten Sprachförderung durch Musik, Spiel und Bewegung, setzen Medien und Methoden in der Sprachförderung ein. Unsere Fachkräfte suchen gezielt Spiele und Reime aus und regen Stehgreifspiele, Rollen- und Theaterspiele an. Hierbei fördern sie Mundmotorik, Erschließung von Atem- und Resonanzräumen, verbale und nonverbale Ausdrucksweisen, Singstimme, Rhythmusgefühl und den spontanen, experimentellen Umgang mit der eigenen Stimme. Aus diesem Grund fördern unsere Fachkräfte Dialoge, begleiten ihr Handeln durch Sprechen. Sie wissen um die Bedeutung ihres Verhaltens bei der Sprachrichtigkeit der Kinder. Allen Fachkräften und engen Bezugspersonen der Kinder muss ihr eigenes Sprachvorbild gegenwärtig sein. Die Reflexion des eigenen Sprachverhaltens, insbesondere in Bezug auf Grammatik, vollständige Sätze, Wortschatz, eigene Kommunikationskultur, Artikulationsfähigkeit und Sprechfreude. Auch die Einstellung zu Fremdsprachen ist von zentraler Wichtigkeit. Die Sprache und das Sprechen helfen dem Kind seine Umwelt zu begreifen und durch Sprache verfügbar zu machen. Gute Sprachkenntnisse sind daher eine absolute Notwendigkeit für weitere Lernprozesse. Sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und sind eine wichtige Voraussetzung zur Chancengleichheit. Sprachförderung braucht eine differenzierte Vorgehensweise, d.h. die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes müssen berücksichtigt werden. 17.1. Unsere Ziele: Förderung durch alltagsintegrierte Sprachbildung Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit Die ständige verbale Verständigung im alltäglichen Leben, d.h. Umgangssprache als wichtige Schlüsselkompetenz erleben Das Mitteilen der eigenen Befindlichkeit fördern Das Zurechtfinden in der außer familiären Welt zu erleichtern durch Verstehen und Benennen Wortschatzerweiterung Das Bewusstsein und die Freude an der Sprache zu wecken und zu fördern Intensives Heranführen an Bilderbücher und Geschichten Begriffe werden mit zunehmender Differenzierung von Wahrnehmung und Denken aufgebaut und präzisiert 27 17.2. Musik und Gesang Die täglichen Spiellieder und Fingerspiele lassen Kinder Sprache positiv erleben. Durch viel Musik, den Rhythmus, die Melodie, wird Sprache noch einmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Das gemeinsame Erleben von Sprache in musikalischer Form ist für Kinder jeden Alters ein schönes Erlebnis und kann auch dazu beitragen evtl. Hemmungen abzubauen. Für die Kindergartenkinder ist es dazu noch einmal eine besondere Herausforderung, kleine Gedichte zu lernen, oder beispielsweise eine Rolle in einem kleinen Theaterstück zu übernehmen, deren Höhepunkt dann eine Vorführung vor Publikum ist. Dies stellt an die Kinder nicht nur eine hohe sprachliche Herausforderung, sondern sie müssen sich auch in hohem Maße konzentrieren, zuhören und als „Team“zusammen arbeiten. 17.3. Bilderbücher – Lesen und Sprache Bilderbücher und Geschichten spielen eine nicht unerhebliche Rolle, bei unserer Arbeit in den einzelnen Gruppen. Sie enthalten eine Vielzahl von Dingen und Ereignissen, die die Kinder in Bild und Gespräch kennen lernen können. Das Tempo von sprachlicher Anregung und Kommunikation wird dabei flexibel und sensibel auf das Kind, je nach Sprachniveau und Interesse abgestimmt. Erklären, Rückfragen, Wiederholen und Verweilen wird natürlich in die Aktivität der Bilderbuchbetrachtung integriert. Wir unterscheiden je nach Altersstruktur verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie z.B.: Einfaches Benennen der Dinge, die zu sehen sind umschreiben, erweitern, definieren, Herstellen von Beziehungen und Abfolgen zwischen Bildern, Deutungsprozesse bewusst machen, Bezüge herstellen zum Leben des Kindes und Vorausdeutungen Geschichten selber weiter erfinden Eigene Geschichten erzählen lassen Gem. Gruppengeschichten aufschreiben (Jedes Kind erzählt einen Satz von einer Geschichte immer weiter…) Dabei ist es uns besonders wichtig, dass das Kind selbst zum Erzähler der Geschichte wird und seine Freude entdeckt. Die Kinder erfahren bei uns vieles über Schrift- und Buchkultur, wie z.B. dass es einen Autor gibt, einen Buchtitel, man ein Buch von rechts nach links liest, dass sich im Text einzelne Wörter und ganze Sätze erkennen lassen u.v.m. 18. U3-Bereich Der U3-Bereich ist ein Schwerpunkt unserer Stepke-Einrichtungen. Zusätzlich zum Vorgeschriebenen gibt es Abweichungen und Themen, die hier besonders zu erwähnen sind: 28 18.1. Eingewöhnung - Emotionale Sicherheit Jedes Kind wird in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt. Dieser besondere Lebensabschnitt der Eingewöhnung erfordert eine intensive Begleitung durch Bezugspersonen und unsere pädagogischen Fachkräfte. Diese neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und feste Tagesabläufe, sowie die Unterstützung durch die begleitende Bezugsperson, um einen gelungenen Bindungsaufbau zwischen Kind Gruppenerzieher entstehen zu lassen. Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnungsphase und deren Abschluss. 18.2. Feste Rituale Rituale haben eine große Bedeutung bei Step Kids Kitas gGmbH. Es ist sehr wichtig, dass in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen einstellen kann. Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl einer Zugehörigkeit: Begrüßungs- und Abschiedsrituale Das Singen vor dem Frühstück und Mittagessen Gruppeninterne Spiel-, Sing-, und Gesprächskreise Feste im Jahresverlauf (Karneval, Ostern, Weihnachten, Geburtstage, …) das gemeinsame Essen 18.3. Der Gruppenalltag (exemplarisch) Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Fachkraft in der Gruppe. Um 9.00 Uhr beginnt der Tag mit dem gemeinsamen Morgenkreis. Im Anschluss an den Morgenkreis findet das gemeinsame Frühstück statt. Individuelle Bedürfnisse und Angebote finden ihren Raum im Vormittagsbereich (z.B. schlafen, spielen, kreative Angebote, rausgehen…). Der Vormittag gestaltet sich dadurch sehr unterschiedlich. Zum Abschluss des Vormittags wird wieder ein gemeinsamer Sing- oder Spielkreis gebildet. Anschließend wird gemeinsam Mittag gegessen. Nach dem Essen erfolgt dann der Mittagsschlaf. Der Nachmittag wird mit Spiel und Spaß und besonderen Angeboten individuell gestaltet. 18.4. Motorik Die Kinder haben kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. Platz für großräumige Bewegung durch: 29 Unterschiedliche Ebenen, Treppen, Leitern, Rutschen, … Möglichkeiten zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Laufen… Anregendes, vielseitiges Außengelände Ausflüge in die Natur Unterschiedliche Spiel / Experimentier - Materialien 18.5. Gesundheit und Körperpflege Die gesamte Pflegesituation ist in unseren Häusern stark an das Pikler-Konzept angelehnt. Das beinhaltet die liebevolle Ansprache, die Benennung von Körperteilen und Versprachlichung von Abläufen, sowie die Vorbereitung unter Einbeziehung der Kinder in ihre Wickelsituation. Die Pflegesituation beinhaltet z.B.: Waschen von Gesicht und Händen Wickeln Zähne putzen Baden/Duschen bei Bedarf Nase putzen Begleitung zum Toilettengang/ Töpfchen Dazu gehört auch das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um die Eltern informieren und beraten zu können. Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte durch den Aufenthalt an der frischen Luft. 18.6. Ernährung Die Mahlzeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Kleine Kinder werden gefüttert, die größeren essen selbstständig. Bei der Ernährung werden gesundheitliche Probleme wie z.B. Allergien berücksichtigt. Es wird auf eine ausgewogene Nahrung Wert gelegt. Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel, Gabel und Messer, sowie das sitzen bleiben und eine gewisse Ruhe am Essenstisch zu wahren. Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch geachtet, denn das Auge isst mit. Es wird den Kindern immer Obst und Rohkost zu den Mahlzeiten zur Verfügung gestellt. Für Säuglinge werden Fläschchen oder Gläschen (Brei) vorbereitet. 18.7. Sauberkeitsentwicklung Für viele Eltern ist schon beim Aufnahmegespräch das Thema Sauberkeitsentwicklung ein wichtiger Punkt. Bezüglich Sauberkeitsentwicklung gibt es immer wieder Absprachen mit den Eltern (Reservekleidung mitbringen; Windel auch zu Hause abmachen etc.), wobei wir nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens sauber ist. 30 Der beste Zeitpunkt zum „sauber werden“ ist, wenn das Kind die ersten eigenen Zeichen dazu setzt. Die Körperpflege insgesamt nimmt einen wichtigen Teil in unserer Arbeit ein und ist Bestandteil körperlichen Wohlbefindens. Um das Kind zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten hinzuführen, ist die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Bereich der Hygiene notwendig (z.B. Umgang mit der Zahnbürste, Waschlappen, etc.). Wichtig ist eine bejahende Haltung zum Körper des Kindes, die der/die Erwachsene durch regelmäßige und liebevolle Pflege vermittelt. So erfährt das Kind Pflege als etwas Angenehmes und behält sein natürliches Verhältnis zum Körper. Die Wickelzeiten orientieren sich am individuellen Rhythmus des Kindes. Während des Wickelns wird das Kind angeregt, seinen Körper wahrzunehmen. Wir nehmen uns Zeit und Ruhe für die individuelle Wickelsituation. Was die Sauberkeit betrifft, so möchte jedes Kind schrittweise und seiner persönlichen Entwicklung entsprechend „trocken“ werden. Zwang und Leistungsdruck helfen dem Kind bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt nicht weiter. 18.8. Essen und Trinken Die Kinder bekommen auf jedes Alter abgestimmte Nahrung. Ob Milchfläschchen, Obstgläschen, Breie etc.. es wird zu Beginn der Mitgliedschaft mit den Eltern abgesprochen was die Kinder essen und auf alle individuellen Besonderheiten geachtet. Die größeren Kinder, die bereits „normal mitessen“, bekommen ein frisch gekochtes Mittagessen. Ein wöchentlicher Speiseplan wird für die Eltern ausgehängt. Unser Essen soll … sättigen … schmecken … entspannen … unterhaltsam sein … Kommunikation anregen … pro soziales Verhalten stärken … gesundheitsförderliche Routinen fördern … die Sinne ansprechen … neue Lebensmittel nahe bringen … Es werden täglich ein Frühstück, Mittagessen und Snacks angeboten. Für den Säugling gibt’s Babymilch und selbst zubereiteter Gemüse- und Früchtebrei. Unsere Köchin bereitet frische, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu. Wir üben keinen Zwang aus und geben dem Kind durch unser Verhalten ein Vorbild. Beim Säugling wird der individuelle Essens- und Trink- Rhythmus beachtet. Spezielle Babynahrung aus dem Glas, Biskuits etc. ist immer vorhanden. Wir bieten Wasser und verschiedene Teesorten an. Die Kinder werden auch regelmäßig angehalten zu trinken. 31 19. Unser Kinderschutz-Konzept Unser Kinderschutz-Konzept der Step Kids Kitas gGmbH Einrichtungen zur Umsetzung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII Präambel Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf: eine gewaltfreie Erziehung die Entfaltung seiner Persönlichkeit staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen Fürsorge Ernährung Partizipation Meinungsäußerung Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt. Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII). Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stepke-Kitas- Einrichtungen umgesetzt wird. Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden. Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe. Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stepke-Kitas-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommt. Der Gesetzeswortlaut § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. 32 In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. § 72a SGB VIII Persönliche Eignung Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe dürfen für die Wahrnehmung der Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184f, 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden ist. Zu diesem Zweck sollen sie sich bei der Einstellung oder Vermittlung und in regelmäßigen Abständen von den betroffenen Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen. 19.1. Kinderschutzauftrag 19.1.1. Vorgehensweise im Überblick I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. 19.1.2. Ausführungen I. Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und überprüfen. Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter Hinweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer Fachkräfte vorgenommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kollegialen Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans“ (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 33 Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf Vernachlässigung körperliche und seelische Misshandlung sexuellen Missbrauch Partnerschaftsgewalt Entzug von Chancen überprüft. Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das Vorgehen zeitnah informiert. Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis. II. Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen. Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung vor. Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigneter Hilfen (z.B. Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist. Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans“ vereinbart, dokumentiert und zur Kinderakte genommen. 34 III. Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken und Hilfen überprüfen. Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen. In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschätzung durch die Kindertageseinrichtung informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte. Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben und zur Kinderakte genommen. Handelt es sich dabei um Hilfen, die nur über das Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen Voraussetzungen für ein umfassendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen. Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen im Schutzplan vor und definiert Erfolgs- wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren“ dokumentiert. IV. Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben. Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert. Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und –fähigkeit sind vor allem: die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs- oder andere Personensorgeberechtigte nicht abwendbar. es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen. bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden. Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von 35 sich aus ablehnen, informiert die Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen der Personensorgeberechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „ Inanspruchnahme des ASD vorbereiten“ genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitungen bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich informiert. Dem Jugendamt/ASD werden folgende Informationen übermittelt: Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber, inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden. 19.2. Datenschutz Der Träger ist zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis 65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, -verpflichtungen und –fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine Belehrung zu ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag). Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen Dokumentation nach SGB VII, §8 a - Ablaufdiagramm Anlage 1: Beobachtungsbogen Anlage 2. Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team) Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs- und Hilfeplan Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ( Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team) Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft) 36 20. Inklusion 20.1. Vielfalt als Bereicherung verstehen In unseren Stepke-KiTas leben wir eine Kultur des Miteinanders und der Inklusion, die geprägt ist von Anerkennung und Wertschätzung der Verschiedenheit und Vielfalt. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen im Zusammenleben von dieser Vielfalt nur profitieren lernen. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke-Kitas unterschiedlichste Entwicklungspotenziale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellem Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qualifiziertem und interdisziplinärem Fachpersonal. Wir stellen uns tagtäglich gerne diesen Herausforderungen gemeinsam mit unseren pädagogischen Fachkräften, damit Inklusion eine Selbstverständlichkeit wird und nicht nur eine Vision bleibt. 21. Tiergestützte Pädagogik Im Rahmen von Informationsnachmittagen können sich Eltern bei Stepke persönlich von unterschiedlichen Begleittieren in unseren Häusern informieren und sich davon überzeugen, welche Ausstrahlung z.B. Hund, Meerschweinchen, Schildkröte & Co auf die kindliche Entwicklung haben. Die tiergestützte Pädagogik hat eine positive Auswirkung auf das Erleben und Verhalten von Kindern. Dieses gilt für das körperliche und seelische Wohlbefinden von Kindern. Die tiergestützte Pädagogik ist ein Zusammenspiel von Hund, Pädagogen und Kind. Der Hund dient hier als Vermittler (Brücke) zwischen dem Pädagogen und dem Kind. Ein Hund wird hier vom Kind als Vertrauter gesehen, der keine Ansprüche an das Kind stellt. So fällt es den Kindern viel leichter sich zu öffnen und sich mitzuteilen. Er motiviert das Kind in seinem Handeln. Die Ziele der tiergestützten Pädagogik sind die Motivation zu zwischenmenschlicher Kommunikation, die Förderung motorischer Fähigkeiten, Angst- und Stressabbau, Erlernen von Regeln, Konzentrationssteigerung, Eigen- und Fremdakzeptanz und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Wir sehen im Rahmen der gemeinsamen Erziehung tiergestützte Pädagogik als eine absolute Bereicherung für alle Gruppen in unseren Stepke-Häusern. Je nach Standort gibt es Unterschiede. Bitte informieren Sie sich über unsere Homepage, ob die Stepke-Kita ihrer Wahl dieses besondere Angebot vorhält. 37 22. Stepke Qualitätsmanagement 22.1. Grundlegende Organisationsbedürfnisse Die Umsetzung des Stepke-Konzeptes ist die Grundlage der pädagogischen Arbeit in allen Stepke-Häusern. Wir wollen die Integrität der Organisation der Stepke-KiTas als kollektives Ganzes entwickeln, was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter mit den unten beschriebenen Zielen und Werten im Einklang ist. Diese Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen. 1. Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit einem hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen. Alle Nationalitäten der Welt sind bei Stepke willkommen und werden mit hohem Engagement und besonderer Rücksichtnahme integriert. 2. In allen Stepke-KiTas finden wir eine freundliche, fröhliche Atmosphäre. Besucher der KiTa heißen wir willkommen und begleiten sie persönlich zum jeweiligen Termin. Es ist uns ein Bedürfnis von Wertschätzung, jeden Menschen, dem wir in der Kita begegnen freundlich zu grüßen und ggf. zu helfen. Wir achten auf eine zugewandte und verbindliche Umgangsweise zwischen Team und Küche, Stepke Facility und Verwaltung. 3. Jeder Stepke – MA legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Mit dem Tragen des Stepke-T-Shirts (zu offiziellen Anlässen, Festen und Feiern und in der Eingewöhnungszeit mit Namensschild) verdeutlichen wir unsere Verbundenheit zum Unternehmen und treten im Team als Gemeinschaft auf. 4. In den 4 Wochen der Eingewöhnung und in den ersten Wochen jeder neuen Stepke- Einrichtungen installieren wir einen Garderobendienst, der sich um die Belange derer bemüht, die die Kita betreten (Eltern, Großeltern, andere Bring- und Abholberechtigte). Wir erfüllen damit das Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung jener, die die KiTa besuchen. Der Garderobendienst ist in der Bring-und Abholzeit konstant vor Ort. Er begleitet durch eine zugewandte, fröhliche Art das Kommen und Gehen in der Kita. In neuen Einrichtungen schafft die Leitungspräsenz in dieser Phase durch die persönliche Begrüßung und Verabschiedung/ggf. als kompetenter Ansprechpartner Vertrauen. 5. Das MA QM- Handbuch gibt eine erste Orientierung für alle neuen MA. Jeder Stepke MA bekommt ein Handbuch bei Arbeitsbeginn für den persönlichen Gebrauch, um sich in Ruhe zu orientieren und unser Unternehmen in seiner Struktur kennen zu lernen. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist das Handbuch der Hausleitung zurück zu geben. 6. Jede Stepke KiTa wird täglich mit frisch gekochtem Essen aus einer Stepke Küche versorgt. Wichtig ist dabei, das die Qualität des Mittagessens auf der Grundlage der „Fit Kid“ -Zertifizierung für jede Kita als Standard festgelegt ist. Wir achten beim Transport darauf, dass die Qualität des Essens bei der Lieferung erhalten wird. 38 7. Sofern sich eine öffentliche Schwimmhalle in erreichbarer Nähe befindet, gehen die Kitas in Gruppen 1x wöchentlich mit den Kindern zum Schwimmen.(in der Regel ab 4 Jahren.) Die Schwimmbegleiter sind sich der hohen Verantwortung und Besonderheit dieses Angebots bewusst und zeichnen sich durch ein besonderes Maß an Vertrauen und Urteilsvermögen aus. Ein Schwimmlehrer schult regelmäßig die Schwimmbegleiter und begleitet die MA ins Schwimmbad. Er arbeitet konstant in den Gruppen mit. Stepke kann durch den Schwimmlehrer selber alle Abzeichen abnehmen. 8. Die wöchentlich stattfindenden Waldtage sind fester Bestandteil des Stepke- Konzeptes. Wir erfüllen das Bedürfnis der Verbindung der Kinder mit den natürlichen Ressourcen unserer Umgebung. Mit viel Fantasie und Entdeckungsfreude leben wir eine besondere Freiheit in der Natur. Die Waldtage verbringen die Kinder bei zulässiger Witterung von morgens bis nachmittags durchgängig im Wald. Ganze Waldwochen am Stück vertiefen das Angebot ein bis zweimal im Jahr. 9. Bilinguale Angebote führen Native Speaker oder auch MA mit sehr guten Englischkenntnissen durch. Unser Ziel ist es, in jeder Einrichtung/Gruppe Native Speaker zu beschäftigen, die alle nach der Immersionsmethode arbeiten. Sie erhalten jegliche Unterstützung aller MA, ihren besonderen Beitrag zur Umsetzung der Konzeption zu leisten. Durch regelmäßige Fortbildungen werden die Native Speaker kontinuierlich geschult und weitergebildet. 10. Mit viel Freude und Kreativität leben wir eine ästhetische Tischkultur. Wir geben den Kindern ein Gefühl von Ordnung und Gemeinschaft. So sind Frühstückstische beim gleitendem Frühstück immer frisch eingedeckt und einladend, mit kleinem Tischschmuck in der Mitte und ansprechen angerichteten Speisen, an denen sich die Kinder selbst bedienen. Ebenso bieten wir das Mittagessen in separaten Schüsseln tischweise an. Auch am Nachmittag ist der Tisch liebevoll eingedeckt. Eine ruhige, gemütliche Atmosphäre mit anregenden Tischgesprächen lassen die Mahlzeiten besondere Rituale in der Gemeinschaft erleben. 11. Wir schützen unsere hochwertige Raumausstattung und Materialien. Gern trägt jeder MA Sorge dafür, dass ein ordentlicher Gesamteindruck der Kita gewahrt wird. Mit viel Liebe zum Detail und Kreativität legen wir unsere Aufmerksamkeit auf eine kindgerechte, saubere und ästhetische Raumgestaltung. Die Wände der Räume behandeln wir besonders schonen und verzichten dabei auf Klebstreifen. 12. Alle Kitas sind fortschrittlich und modern mit WLAN ausgestattet. Wir sind in der Lage, mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein Lerncomputer, Smartboard und Tabletts zur Entwicklung pädagogisch fundierter Medienkompetenzen einzusetzen. Dabei ist es uns wichtig, zum einen technisches Verständnis, zum anderen das Verständnis von Inhalten und einem gesunden zeitlichen Gebrauch der Medien durch die Kinder zu entwickeln. 39 Diese 12 Punkte dienen der Einzigartigkeit unseres Unternehmens und ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Häuser, die Stepke als „Marke“ verbindet. Sie dienen dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Erkennbarkeit, ganz gleich, welche Größe das Haus hat und in welchem Bundesland und Wohngebiet die Einrichtung zu Hause ist. Darüber hinaus ist Raum für individuelle Herangehensweisen der Leitungen, standortbedingte Gegebenheiten und durch die Kompetenzen der Mitarbeiter bedingte Parameter, die jede Kita zu etwas Besonderem werden lassen. 22.2. Sicherung des QM durch die Fachberatung Die Fachberatungen der Stepke Kitas sind städtebezogen, bzw. regional eingesetzt. Ihre Tätigkeit teilt sich in zwei umfassende Bereiche: 22.2.1. Erstens: Begleitung Sie verbindet durch enge und regelmäßige fachliche, entwicklungs- und organisationsbezogene Begleitung der Leitung, die Mitarbeiter an der Basis in den Kitas mit dem Träger. Damit sorgt die FB für die Transparenz der Häuser zum Träger und umgekehrt und steht der HL in allen pädagogischen/ personellen und administrativen Bereichen und in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zur Seite. 22.2.2. Zweitens: Controlling Die Fachberatung ist für das Controlling der Stepke Standards, sowie die Umsetzung von aktuellen Absprachen und neuen Verfahren in den Häusern verantwortlich. Bei regelmäßigen Besuchen vor Ort wird dieses Controlling in der Ausübung des Qualitätsmanagements gewährleistet. Im Rahmen der Qualitätssicherung und – kontrolle erfüllt die FB folgende Aufgaben: • Qualifizierung und Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis der Stepke - Kitas • Organisations- und Personalentwicklung; • Sicherung der Qualitätsstandards und Begleitung bei der Umsetzung von Innovationen; • Mitgestaltung trägerspezifischer Zielsetzungen; • Umsetzung gesetzlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen und • Kooperation und Vernetzung in den Städten und Bundesländern. Defizite im QM der Kita werden in einem Gesprächsprotokoll aufgezeichnet und mit einer Frist zur Abstellung festgehalten. Wird diese Frist nicht eingehalten, erfolgt in Absprache mit der Geschäftsbereichsleitung eine Zielvereinbarung, ggf. zu einem späteren Zeitpunkt eine Abmahnung durch den Träger. Für alle Vorgänge und Prozesse in den Kitas steht die HL in der Pflicht. Die Fachberatung wird durch die Hausleitung aktiv in das Beschwerdemanagement einbezogen. Beschwerden, ggf. auch aus der Stepke Verwaltung werden an die Fachberatungsleitung weitergegeben. Diese bindet bei Bedarf einer Klärung die Geschäftsbereichsleitung/Geschäftsleitung ein. 22.2.3. Struktur und Zielsetzung der Fachberatung: Die Fachberatungsleitung vernetzt die regionalen Fachberatungen durch einen wöchentlichen Jour Fixe. Damit wird der regelmäßige Austausch, die Informationsweitergabe zum und vom Träger und die Transparenz der Arbeit an den verschiedenen Standorten sichergestellt. Die regionalen Fachberatungen führen im 8- wöchigen Rhythmus am jeweiligen Standort Hl-Sitzungen durch. Diese dienen neben der 40 Weitergabe der trägerrelevanten Themen dem fachlichen Austausch der HL. Zur Zielsetzung der Tätigkeit der Fachberatung gehören: • Vorbild für die wertschätzende Kommunikation im Unternehmen • Unterstützung der Mitarbeiterbindung • Umsetzung der Organisationsbedürfnisse • Bearbeitung des Beschwerdemanagements • Positive Außenwirkung • Entwicklung der pädagogischen Arbeit gemäß den individuellen Einrichtungszielen der Häuser • Entwicklung von Einrichtungsübergreifenden Stepke - Jahresthemen – für 2018/2019 erstmalig nach Auditveranstaltung im Juni 2018 (?) Die Aufgaben der Fachberatung gliedern sich nach den oben genannten Schwerpunkten in der Begleitung der Kitas konkret wie folgt: Trägervertretung: • Gespräche mit Eltern; vorrangig im Rahmen des Kitaausschusses/Elternrats • Konfliktsituationen mit Mitarbeitern, Leitung oder Träger • Teilnahme an schwierigen MA Gesprächen Kontrollfunktion: • Sicherstellung der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes • Ordnung, Sauberkeit der Einrichtungen • Sicherstellung der Umsetzung der festgelegten Standards durch den Träger • Umsetzung der Jahresplanung laut sozial-päd. Konferenz Weiterentwicklung des QM • durch Evaluationsauswertung Festlegung von Jahreszielen jeder Einrichtung und deren Reflektion am zu Beginn des neuen Kita-Jahres • Jahresversammlung zum Austausch aller Leitungen und dem Träger zur Entwicklung der pädagogischen und personellen Standards (siehe Audit unter 4) Begleitung und Beratung der Hausleitungen: • Regelmäßiger Kontakt vor Ort in den Kitas • Beratung in administrativen und pädagogischen Konzepten • Beratung bezüglich der Raumgestaltung, Anschaffungen, Material • Beratung in Führungsfragen zu Teamentwicklungsprozessen Hl Sitzung städtebezogen im Rhythmus von 8 Wochen (Köln/Wuppertal/Berlin und BB) Die Fachberatung ist maßgelblich an der kontinuierlichen Unternehmensentwicklung beteiligt und sichert die Qualität der Standards an der Basis – in den Häusern. Den Slogan „Richtig gute Kita.“ sehen wir als Versprechen an die großen und kleinen Menschen im Unternehmen. Dem gerecht zu werden, dient unser täglicher, persönlicher Einsatz. 41 23. Nachwort Diese Konzeption unterliegt der ständigen Überprüfung durch die Praxis. Wenn sich aus der täglichen Arbeit die Notwendigkeit einer Änderung ergibt, so wird sie dahingehend gemeinsam mit den Stepke-Teams in unseren Einrichtungen weiterentwickelt. Wir stehen neuen Erkenntnissen der Pädagogik immer offen gegenüber, betrachten sie aber kritisch und messen sie zunächst an der Praxis. Das gesamte Team wird aufmerksam beobachten, was sich für die Kinder verändert, wenn die pädagogischen Konzepte und die Gestaltung des Alltagslebens verändert werden. Wir sind immer darauf bedacht für Eltern und Kinder die besten Voraussetzungen zu schaffen und innovativ und zeitgemäß unsere Einrichtungen lebendig zu halten.
Anlage 4.5 element-i-Führungskonzept
15294 Zeichen
24521 – 001/11.2014
1
element-i-Führungskonzept
A Allgemeine Führungsgrundsätze
Gesamtstrategie
Alle Führungskräfte handeln im Sinne des Gesamtunternehmens und wirken darauf hin, dass
die Unternehmensziele erreicht werden und die gemeinsame Vision erlebbar wird. Die
Führungskräfte zeigen dabei Begeisterung für ihre Arbeit, sind Vorbild und übernehmen
Verantwortung.
Führungshaltung
Unsere Haltung als Führungskraft ist geprägt von Achtung und Wertschätzung, Klarheit und
gesundem Humor. Die Reflexion unseres Tuns ist Teil unseres Selbstverständnisses.
Für unsere MitarbeiterInnen sind wir kompetente Ansprechpartner, handeln fair und bleiben
auch in schwierigen Situationen gelassen und souverän. Wir verstehen uns als Coach mit
einem Menschenbild, das Eigenständigkeit, Reflexivität und das Urvertrauen in die
Fähigkeiten unserer MitarbeiterInnen beinhaltet.
Die Ziele des Unternehmens behandeln wir mit Weitsicht und sind loyal.
Eigenverantwortung der MitarbeiterInnen
Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin trägt in seinem bzw. ihrem Aufgabengebiet dazu bei,
dass Aufgaben und Herausforderungen aktiv gelöst werden. Dazu übernimmt er bzw. sie die
nötige Verantwortung und erhält von uns das Zutrauen, die Freiheit und die Befugnis für
mutige Entscheidungen.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
2
B Führungsstil
Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu
beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die
Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
Antoine Saint-Exupéry
1) Grundlage
Die im Leitbild formulierte Grundüberzeugung, dass Menschen ihr Leben und ihre Aufgaben
sinnhaft gestalten können und wollen, bildet den Rahmen für den im Unternehmen zu
lebenden Führungsstil. Dazu gehört, dass MitarbeiterInnen entwicklungsoffen und lernbereit
sind und gefordert sein wollen, ihr Tun im Sinne des Ganzen verantwortlich einbringen zu
können.
Grundsätzlich: Freiheit und Zutrauen klare Erwartungen
Produktives Spannungsfeld
Reflektiertes Führungshandeln
Diese Freiheit und das Zutrauen in das Handeln und die Fähigkeiten des Einzelnen auf der
einen Seite sowie andererseits klare Erwartungen und Zielvorstellungen von Seiten der
Unternehmensführung sollen in einem produktiven, herausfordernden und schlussendlich
erfolgreichen Spannungsfeld münden, das ein sehr reflektiertes Führungshandeln erfordert.
Daraus ergeben sich folgende Unterthemen:
2) MitarbeiterInnenorientierte Führung
Wir schaffen Strukturen, in denen leistungsbereite und engagierte Teams entstehen, um
persönliche Verantwortungsübernahme und Selbstverpflichtung mit dem Gewinn von
Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit jedes Mitarbeiters und jeder
Mitarbeiterin zu fördern.
Diese Strukturen machen MitarbeiterInnenorientierung in der Führung erforderlich, also eine
Haltung die bedeutet, dass jede/r MitarbeiterIn wichtig ist. Die Führungskraft hat als
Ansprechpartner ein offenes Ohr für die MitarbeiterInnen und sieht sie individuell und
persönlich, sie setzt an deren Potentialen an und nimmt ihre Ideen wertschätzend auf. Hier
ist Führung durch Coaching der Weg der Wahl, da dieses als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden,
das Vertrauen in die Selbstentwicklungspotentiale der MitarbeiterInnen grundsätzlich
voraussetzt. Dabei stärken wir Stärken, ohne Schwächen zu übersehen, sondern fordern
deren Weiterentwicklung klar ein. Ressourcen werden immer schonend und gewinnbringend,
in jeder Hinsicht (Mehr)Wert erzeugend eingesetzt innerhalb der für alle geltenden Maxime:
„Ins Gelingen verliebt“.
Wir
nehmen jede/n MitarbeiterIn ernst, auch in seinen/ ihren Sorgen und Ängsten,
holen sie an ihrem jeweiligen Standpunkt ab und nehmen sie von da aus mit,
schaffen Gelegenheiten für Leistungsbereitschaft, Verantwortungsübernahme und
Selbstwiksamkeitserfahrung ,
sind offen für Rückmeldung.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
3
indem wir
Eigenverantwortung fördern und fordern,
eine konstruktive, lösungsorientierte Arbeitsatmosphäre einfordern,
Offenheit zeigen und gute Ideen sich durchsetzen lassen,
die MitarbeiterInnen die Wertschätzung deutlich spüren lassen und
Erfolge feiern.
3) Führung durch Ziele
Im produktiven Spannungsfeld aus MitarbeiterInnenorientierung, Freiheit, Zutrauen und
klaren Erwartungen an Leistungsbereitschaft und Loyalität den Zielen der Geschäftsführung
gegenüber heißt Führung Ziele setzen, möglichst im Dialog. Wir entwickeln kooperativ mit
unseren MitarbeiterInnen Ziele und stellen sie dabei vor neue Herausforderungen. Dadurch
sind Ziele gemeinsame Ziele, die transparent auf die Unternehmensziele ausgerichtet sind.
Zielvereinbarungen als Führungsinstrument
steuern MitarbeiterInnen und Themen,
setzen Prioritäten, geben Orientierung und Sinn,
ermöglichen einen freien Rahmen zur Entwicklung von Aufgaben,
wenn sie
kompetenzorientiert und zutrauend delegiert werden und
den Weg zur Zielerreichung in die Verantwortung der jeweiligen MitarbeiterInnen
legen.
AKV- Prinzip: A = Aufgabe / K = Kompetenz / V = Verantwortung
Daraus ergibt sich ein System, in dem MitarbeiterInnen
zutrauend Aufgaben innerhalb der mit ihnen vereinbarten Ziele gegeben werden,
bei der Optimierung der erforderlichen Kompetenzen in fachlicher und sozialer
Hinsicht unterstützt werden,
ermutigt werden einander zu unterstützen und voneinander zu lernen,
die Befugnis für Entscheidungen gegeben wird,
Verantwortungsübernahme abverlangt wird und
differenzierte Rückmeldung über die Arbeitsleistung und –qualität erhalten.
4) Führung durch Struktur
Qualitätsmanagement als Führungsinstrument
In unserem Unternehmen sind inzwischen große Teile aller Aufgaben in allen
Arbeitsbereichen in Ablauf und Qualitätsanspruch in einem Qualitätsmanagementsystem
beschrieben. Wir bauen damit nachhaltig auf jahrelanger Arbeit und Erfahrung auf. Unser
Qualitätsmanagementsystem bietet die Grundlage dafür, Qualität festzuschreiben und zu
entwickeln und auch in einem stetig wachsenden Unternehmen sicherzustellen. Es ist für alle
MitarbeiterInnen einsehbar, schafft einen klaren Erwartungsrahmen und definiert damit auch
die Herausforderung an jeden Einzelnen. Somit ist das Qualitätsmanagementsystem ein
klares Führungsinstrument, welches das produktive Spannungsfeld in eine Richtung definiert.
Auf der anderen Seite ist es interaktiv angelegt, das heißt alle MitarbeiterInnen sind
aufgefordert, auch Rückmeldung zu geben und Verbesserungs- oder
Weiterentwicklungsvorschläge einzubringen. So entsteht ein lebendiges System, das Raum
dafür bietet, weiter zu wachsen und dabei dennoch situationsangemessenes Handeln in
eigener Verantwortung zulässt und wünscht.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
4
5) Führungseigenschaften
Ein Führungsstil, der MitarbeiterInnenorientierung als zentrales Thema anerkennt und mit
Zielen führt, erfordert Führungseigenschaften, die sich an dem messen lassen, was von den
MitarbeiterInnen erwartet wird, um vorbildhaft wirken zu können. Dem liegt die
Überzeugung zugrunde, dass nur intrinsisch motivierte, leistungsbereite und
selbstverantwortliche MitarbeiterInnen unser Unternehmen wirklich nachhaltig voranbringen
können.
Die Rolle der Führungskraft ist daher von folgenden Eigenschaften gekennzeichnet:
Achtung und Wertschätzung
Transparenz und Offenheit
Vorbildbewusstsein und Selbstreflexivität
Kompetenz
Weitsicht
Klarheit, Konsequenz und Konfliktfähigkeit
Souveränität
Gelassenheit und Menschlichkeit
Fairness
gesundem Humor
Bereitschaft, Fehler als Lerngelegenheiten zu nutzen
Den Zielen der Geschäftsführung steht die Führungskraft dabei loyal gegenüber und agiert in
diesem Rahmen weitsichtig.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
5
C Führungsebenen
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung und schafft die Voraussetzungen für
eine wachsende, leistungsfähige, lernende, zukunftsorientierte, kundenorientierte, finanziell
gesunde und sichere Organisation mit Hilfe von ideellen, rechtlich-sozialen und strukturellen
Rahmenbedingungen. Ihr wichtigstes Arbeitsmittel ist der Dialog nach innen und außen. Sie
findet die richtigen MitarbeiterInnen für die Leitungsfunktionen.
Die ideellen Rahmenbedingungen dienen der Orientierung aller MitarbeiterInnen und sind
die Grundlage für die Personalentwicklung. Zu ihnen gehören das Leitbild, die
Grundsätze, die Visionen und langfristigen strategischen Ziele und die vorgelebte
Führungskultur.
Die rechtlich-sozialen Rahmenbedingungen dienen dem konstruktiven Miteinander,
untermauern die Loyalität und schaffen ein Klima, in dem die MitarbeiterInnen gern
eigenverantwortlich sein wollen. Mit Macht wird ohne Willkür und mit Vertrauen ohne
Blindheit umgegangen. Zu den sozialen Rahmenbedingungen gehören:
Umgang mit Vertrauen und Macht
Glaubwürdigkeit
Verbindlichkeit
Führung
Loyalität
Soziale Kompetenz
Netzwerke
Die strukturellen Rahmenbedingungen bilden die Grundlage für eine moderne
Organisation und umfassen das Organigramm (Aufbau- und Ablauforganisation), die in
Roxtra hinterlegten Prozessbeschreibungen und allgemeingültigen Dokumente,
Regelungen für Arbeitszeiten und Entlohnung, Budgets, den Einsatz von Investitionen,
zeitgemäße Einrichtungen und Arbeitsmittel und eine gesunde finanzielle Grundlage für
das gesamte Unternehmen. Sie steuert die Entwicklung der (pädagogischen,
wirtschaftlichen, öffentlichkeits- und gemeinwesenorientierten) Konzeptionen.
Die Geschäftsführung schafft die Bedingungen, damit alle MitarbeiterInnen im Sinne des
Ganzen selbstverantwortlich handeln können.
Bereichsleitung / Pädagogische Leitung
Die Führungsaufgabe der Bereichsleitung/ Pädagogischen Leitung liegt hauptsächlich darin,
zwischen den Anforderungen, die an und durch die Organisation gestellt werden und den
Bedürfnissen der arbeitenden Menschen zielführend zu moderieren. Sie bewegen sich im
Spannungsfeld zwischen Vertrauen und Macht und bewegen sich zwischen diesen Polen. Das
bedeutet praktisch, dass sie
Prioritäten mit den Auftrag gebenden Stellen klären, diese für ihre MitarbeiterInnen
verständlich machen,
die Arbeits- und Führungsvorgänge in der Gesamtorganisation überschauen und sich
darüber regelmäßig und ausreichend informieren,
für die internen Abläufe zuständig sind und durch kontinuierliche
Prozessdokumentation die Organisation nachhalten; dazu gehören
Qualitätsmanagement, Personalmanagement und pädagogische Konzeptentwicklung,
unter ihren KollegInnen ein Bewusstsein für eine gemeinsame Verantwortung
entwickeln, damit die TeamleiterInnen gleichartige (nicht gleichgeschaltete)
Botschaften erhalten,
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
6
die Geschäftsführung beraten und direkt an diese berichten,
das Steuern von Prozessen als ihre wesentliche Aufgabe verstehen;. dabei
orientieren, unterstützen und entscheiden sie im Blick auf die TeamleiterInnen. Sie
finden pragmatische, geeignete, nachhaltige und flexible Lösungen für die jeweilige
Herausforderung,
Innovation erkennen und deren Umsetzung abschätzen und bei Eignung voranbringen
und
Verbundenheit und Identität von TeamleiterInnen und MitarbeiterInnen zum
Unternehmen herstellen; dies erreichen sie durch Transparenz von Entscheidungen,
durch Sicherung des Informationsflusses und durch eine partizipative Haltung.
TeamleiterInnen
Sie steuern die Arbeitsprozesse, pflegen die Beziehungen zu den MitarbeiterInnen sowie zu
Eltern, Kindern und im Bedarfsfall zu Institutionen des Gemeinwesens.
Sie stimmen sich mit KollegInnen anderer Arbeitsbereiche und den zuständigen
Bereichsleitungen / Pädagogischen Leitungen ab. Sie übernehmen die (Konzeptions-)
Entwicklung für bestimmte pädagogische und organisatorische Themen in Absprache und
Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Leitung bzw. der Bereichsleitung.
Die TeamleiterInnen steuern die Umsetzung vor Ort im Sinne der pädagogischen,
wirtschaftlichen und/ oder organisatorischen Rahmenziele sowie der betrieblichen
Gesamtziele. Dafür führen sie die MitarbeiterInnen ihres Arbeitsbereiches (durch Coaching),
indem sie
diese informieren, anleiten, unterstützen und sie auf Vorgänge aufmerksam machen,
die verbesserungswürdig sind,
deren Eigeninitiative anregen, indem sie diese in Überlegungen für Neuerungen und
Änderungen mit einbeziehen, die deren Arbeitsbereich betreffen,
auf Qualität, Leistung und Verantwortung achten und dazu bei tragen, dass
Verbesserungen und Probleme praktisch angefasst werden,
Verständnis für die eigene Leistung und Verantwortung der MitarbeiterInnen wecken
im Verhältnis zu Kindern und deren Eltern, sowie zu externen Dienstleistern und
Kunden,
für Ihre MitarbeiterInnen an einer angemessenen, gerechten Entlohnung mitwirken,
Arbeitszeiten innerhalb der gegebenen Grenzen mit ihnen regeln,
sich für sie für gute Arbeitsmittel und gute Arbeitsumgebung einsetzen, für die sie
verantwortlich sind,
das Team so steuert, dass für jede Aufgabe die bestmögliche MitarbeiterIn im
Hinblick auf die Erfordernisse und Kompetenzen gefunden wird (AKV),
mit Sorgfalt abwägen, in welchen Situationen sie Entscheidungskompetenz der
MitarbeiterInnen übernehmen, weil Führung durch Coaching an eine Grenze
gekommen ist oder die Situation es im Moment erfordert.
sich weiterbilden und bei ihren MitarbeiterInnen Weiterbildung anregen sowie
Verbundenheit und Identität von MitarbeiterInnen zum Unternehmen herstellen; dies
erreichen sie durch Transparenz von Entscheidungen, durch Sicherung des
Informationsflusses und durch eine partizipative Haltung.
Die Teamleitungen berichten der pädagogischen Leitung regelmäßig über die
Handlungsbedarfe in der Kita, ihre Ziele, Maßnahmen und deren Umsetzung, sowie allgemein
über wichtige Ereignisse in der Kita.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
7
Fachkräfte in der Kita / MitarbeiterInnen in den Abteilungen
Sie sind diejenigen, die als Fachkräfte in der Kita und MitarbeiterInnen in den Abteilungen
direkt in der praktischen Arbeit tätig sind.
Von ihrem Verständnis, ihrer Bereitschaft, sich einzubringen und ihrem Können hängt viel ab
für den Erfolg des Unternehmens. Sie sind es, die letztlich die Zielsetzungen aller Ebenen in
die Praxis umsetzen.
Besonders weil die MitarbeiterInnen unmittelbar im Arbeitsprozess stehen, haben sie auch
die Aufgabe und die Verantwortung, sich selbst zu führen, indem sie
Verstehen was Sie tun und verantwortlich mitdenken,
ihre Leistungen und ihre Arbeitsqualität überprüfen und verbessern und
Qualitätsansprüche an die Arbeit stellen,
ihre KollegInnen unterstützen, um der gemeinsamen Aufgabe gerecht zu werden,
zu einem vertrauensvollen Arbeitsklima beitragen sowie
dazulernen und sich weiterbilden, um ihr Wissen und Können zu steigern.
Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 4.2 Handlungskonzept Kinderschutz
13699 Zeichen
001/10.2014 Seite 1 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz Handlungskonzept zum Schutzauftrag der Jugendhilfe in den Kinderhäusern in der Geschäftsführung der Konzept-e GmbH Jedes Kind braucht einen Engel Der es schützt und der es hält Jedes Kind braucht einen Engel Der es auffängt, wenn es fällt (Klaus Hoffmann) Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 001/10.2014 Seite 2 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 Erstellt von: Weegmann, Clemens Matthias Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus Einleitung Der Schutzauftrag an sich, ist keine neue Aufgabe für Kindertagesstätten. Von jeher gehört es zum Auftrag von Kitas, das Wohl des einzelnen Kindes zu sichern und möglichen Entwicklungsbeeinträchtigungen entgegen zu wirken. Der Auftrag, Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen, war schon immer im §1 SGB VIII verankert. Insofern hat sich am fachlichen Auftrag durch die Einfügung des §8a SBG VIII nichts geändert. Dazu gibt es Vereinbarungen, die das Jugendamt mit den freien Trägern zu schließen hat . Jede Kindertagesstätte muss ein Schutzkonzept vorlegen, welches das Verfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung festlegt. In erster Linie geht es darum überlegt und strukturiert zu handeln, um professionell Hilfe anbieten zu können. D as Wächteramt und somit die Kontrolle obliegen nach wie vor dem Staat und somit dem örtlichen Jugendamt. Neu ist ab Januar 2012 die Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes. Innerhalb der Bestimmung hat der Träg er von Kindertagesstätten zum einen nachzuweisen, das er durch geeignetes Personal und zum anderen durch ein schlüssiges Konzept das Wohl der Kinder sicherstellt. 1. Der Begriff „Kindeswohlgefährdung“ „Kindeswohl“ ist ein so genannter unbestimmter Rechtsbegriff und als solcher nicht eindeutig definiert, sondern auslegungsbedürftig. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) bezeichnet es als Kindeswohlgefährdung, wenn das geistige, körperliche oder seelische Wohl des Kindes gefährdet ist und die Er ziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind – und nur dann! – ist der Staat berechtigt, in das Recht der elterlichen Sorge einzugreifen, um das Wohl des Kindes sicherzustellen. Dass bei einem wahrg enommenen Problem nicht die Voraussetzungen für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen, heißt nicht, dass es dieses Problem nicht gibt und dass nichts zu tun ist. Natürlich muss und wird in den Kinderhäusern auf Auffälligkeiten und Irritationen auch unterhalb der Eingriffsschwelle des Staates fachlich reagiert werden , ohne gleichzeitig ein Verfahren nach SGB VIII§8a in Gang zu setzen . Dies ist ein ganz normaler Bestandteil von Beratung un d Elternarbeit – und muss noch nichts mit einer Kindeswohlgefährdung zu tun haben! Die Einschätzung von Gefährdungssituationen muss immer auf den Einzelfall bezogen sein und insbesondere das Alter des Kindes, sowie Entwicklungsstand und Entwicklungsbedarfe berücksichtigen. Unzureichende Nahrungsversorgung oder blaue Flecken sind z.B. bei einem Säugling – in Bezug auf eine unmittelbare Kindeswohlgefährdung – anders zu bewerten als bei einem siebenjährigen Schulkind. Auch die Situation (chronisch) kranker und behinderter Kinder ist gesondert zu berücksichtigen. Als Kindeswohlsgefährdende Erscheinungsformen lassen sich grundsätzlich unterscheiden: Körperliche und emotionale Vernachlässigung Seelische und körperliche Misshandlung Sexuelle Gewallt Anhaltspunkte von Gefährdungssituationen sind für die Mitarbeiter/Innen von Kindertageseinrichtungen im Erleben und Handeln des Kindes zu finden. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 001/10.2014 Seite 3 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 Erstellt von: Weegmann, Clemens Matthias Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus Die in der Anlage 1 beschriebenen Anhaltspunkte erfassen nicht alle möglichen Gefährdungssituationen und sind nicht als abschließend zu betrachten. Vielmehr sind es Beispiele beobachtbarer W arnzeichen, die der Abschätzung hinsichtlich des konkreten Gefährdungsrisikos und des erforderlichen Handelns bedürfen. 2. Vorbereitende Maßnahmen Das Team der element-i-Teamleitungen setzt sich mit einem Träger (z.B. Deutscher Kinderschutzbund), der „insowei t erfahrene Fachkräfte“ zur Verfügung stellt, in Verbindung, um im Verdachtsfall zeitnah reagieren und zusammenarbeiten zu können. Die element-i-Teamleitungen nehmen an der Fortbildung zum Thema „Kinderschutz in Einrichtungen der Kinder - und Jugendhilfe“ teil, um sich das grundlegende Fachwissen zu diesem Thema anzueignen. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Fortbildungsreihen angeboten, die es den Mitarbeiter/innen ermöglichen sich mit dem Thema Kinderschutz auseinander zu setzen. Dies beinhalte t das Umsetzen von präventiven Maßnahmen im pädagogischen Umgang mit den Kindern ebenso wie die Erkennung von Kindeswohlgefährdung und die Kenntnis über geeignete Maßnahmen. Sie/er kann als kitainterne Fachkraft tätig werden und stellt dann für das gesamte Team die notwendigen Informationen zur Verfügung. Die element-i-Teamleitung jeder Einrichtung informiert das Team darüber, wie man Kindeswohlgefährdung erkennen kann und setzt das Team über den Verfahrensablauf in Kenntnis. Die element-i-Teamleitung ist dafür verantwortlich, dass dem Team entsprechende Kontaktadressen bekannt sind, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. (Anlage 3: Kontakte insoweit erfahrene Fachkräfte (Träger Stuttgart)) Bei einem Verdac ht auf Kindeswohlgefährdung muss der ges amte Prozess in geeigneter Form dokumentiert werden. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 001/10.2014 Seite 4 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 Erstellt von: Weegmann, Clemens Matthias Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 3. Verfahrensablauf (1) Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung - Eine Mitarbeiterin beobachtet über einen längeren Zeitraum hinweg mögliche Indikatoren (Anlage 1: Anhaltspunkte) (2) Kollegiale Beratung ( gemeinsame Einschätzung, ob tatsächlich Anhaltspunkte für die Gefährdung des Kindeswohls vorliegen) (3) Bestätigt sich der Verdacht durch all e Mitarbeiter/innen einer Kita folgt die Information an die element-i-Teamleitung, welche in Austausch mit der Teamleitung tritt. (4) Einleitung und Überprüfung zum weiteren Vorgehen durch die Teamleitung. (5) Einbeziehung der erfahrene Fachkraft und intensive Überprüfung (6) Eventuell findet ein a llgemeines Gespräch mit den Eltern/Sorgeberechtigten statt. Bei akuter Gefahr für das Kind findet ei n solches Gespräch nicht statt, es muss sofort gehandelt werden (7) Wenn als Ergebnis der Überprüfung deutlich wird, dass eine Gefährdung des Kindes besteht, dann werden die Sorgeberechtigten an eine entsprechende Fachkraft/ Beratungsstelle verwiesen, um Wege und Möglichkeiten der Abwendung der Gefahr zu finden. Das Team lässt sich eventuell beraten, wie es den Prozess in der Kita begleiten kann. (8) Wenn die Sorgeberechtigten diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen und keine notwendigen Schritte z ur Veränderung einleiten , dann ist der Träger dafür verantwortlich, dass eine Me ldung an das Jugendamt erfolgt. Die Sorgeberechtigten werden darüber informiert. (9) Im Fall einer akuten Gefahr bzw. eines dringenden Verdachts auf sexuellen Mis sbrauch wird unmittelbar das Jugendamt informiert. Im Zweifelsfall muss sichergestellt werden, dass das Kind geschützt ist und eventuell in Obhut genommen wird. (10) Wenn das Kind weiterhin die Kita besucht, wird eine enge Kooperation mit Fachkraft und Eltern notwendig. Es kö nnen eventuell Vereinbarungen mit den Eltern getroffen werden. Es geht um: Zielformulierung (was soll erreicht werden) Antragsformulierung (wer hat was für die Zielerreichung) Formulierung von Konsequenzen bei Nichterfüllung der Vereinbarung Zeitpunkt der Überprüfung Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 001/10.2014 Seite 5 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 Erstellt von: Weegmann, Clemens Matthias Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 4. Dokumentationsverfahren Bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung muss der gesamte Prozess in geei gneter Form dokumentiert werden (Anlage 2: Dokumentationsverfahren). Dokumentationsverfahren: a. Beobachtungen zur ersten Einschätzung: i. Ableitung einer Hypothese mit Begründung ii. Ableitung von Handlungsschritten mit Begründung b. Überprüfung/Reflexion der ersten Einschätzungen i. Kollegiale Beratung, Leitung, ii. ggf. abweichende fachliche Einschätzungen auch! c. Abklärung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft (mit Ergebnis) d. Kontaktaufnahme/Gespräche mit Eltern (mit Ergebnis) i. angebotene Beratungs- und Hilfsangebote (intern/extern) ii. Vereinbarungen über Rückmeldungen zur Inanspruchnahme e. Weitergabe ans Jugendamt i. weitergegebene Informationen ii. Vereinbarungen über Kooperation Jugendamt – eigene Einrichtung 5. Datenschutz Informationen weitergeben und Datenschutzbestimmungen einhalten, schließen sich nicht wechselseitig aus. Liegt ein begründeter Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vor, sind pädagogische Kräfte nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, zur Abwehr konkreter Gefährdungslagen entsprechende Informationen weiterzugeben, z .B. das Jugendamt einzuschalten Bei nur vagen Anhaltspunkten oder unbestimmtem Verdacht sollten die Möglichkeiten pseudonymisierter und anonymisierter Datenweitergabe ausgeschöpft werden. Beispiel anonymisierter Datenweitergabe: Eine Erzieherin stellt erhebliche Entwicklungsauffälligkeiten und einzelne oder gelegentliche Anzeichen von Vernachlässigung fest. Sie möchte sich mit Kolleginnen beraten, die nicht ständig mit dem Kind arbeiten oder externen Rat einholen, was zu tun sei. In diesem Fall Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 001/10.2014 Seite 6 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 Erstellt von: Weegmann, Clemens Matthias Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus kann es reichen, Alter und Geschlecht des Kindes zu schildern, die Symptome und Verdachtsmomente darzulegen und ohne Namen, Geb urtstag, Anschrift, Familienkonstellation eine anonymisierte Fallbesprechung zu erbitten. Beispiel pseudonymisierter Datenweitergabe: Eine Erzieherin nimmt erhebliche Entwicklungsauffälligkeiten und Anzeichen seelischer Misshandlung wahr. Sie möchte sich Rat einholen und ihre eigene Deutung der Symptome überprüfen, ohne dass das Kind identifiziert werden kann. Dazu werden der Name und andere Identifizierungsmerkmale des Kindes bewusst durch fiktive Namen und Daten ersetzt. Die Pseudonymisierung der Daten wird erkennbar gemacht. Gesetzliche Regelungen Daten dürfen nach § 62 SGB VIII nur erhoben werden, wenn ihre Kenntnis zur Erfüllung der jeweiligen Aufgabe erforderlich ist. die Daten beim Betroffenen (bzw. dem Sorgeberechtigten) erhoben werden und über den Zweck der Erhebung und die beabsichtigte Verwendung informiert wurde. Ohne Mitwirkung des Betroffenen dürfen Sozialdaten nur erhoben werden, wenn die Erhebung beim Betroffenen nicht möglich ist, die Kenntnis der Daten aber zur Erfüllung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a erforderlich ist. Persönlich anvertraute Daten dürfen nach § 65 SGB VIII nur weitergegeben werden, wenn: eine Einwilligung dessen vorliegt, der die Daten anvertraut hat. die Fachkräfte, die zur Abschätzung des Gefährdungsrisikos nach § 8a hinzugezogen werden, das für erforderlich halten Jeder Empfänger von anvertrauten Sozialdaten, darf sie nur zu dem Zweck weitergeben, zu dem er sie erhalten hat. 6. Sicherstellung der persönlichen Einigung gemäß § 72a, SGB VIII – KJHG Der Träger muss im Zusammenhang mit der Einstellung von Personal die persönliche Eignung der Beschäftigten sicherstellen. Neben der fachlichen Eignung, die durch Berufsabschlüsse dokumentiert wird, muss gesichert sein, dass keine rechtskräftigen Verurteilungen wegen der in § 72a SGB VIII aufgeführten Paragrafen des Strafgesetzbuches erfolgt sind. Umsetzung: Bei allen Neueinstellungen muss ein aktuelles, polizeiliches Führungszeugnis vorliegen (nicht älter als 6 Monate) Alle bereits beschäftigten Mitarbeiter/innen sind verpflichtet ein aktuelles Führungszeugnis vorzulegen Die Überprüfung der persönlichen Eignung erfolgt im Rhythmus von fünf Jahren durch Neuvorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 001/10.2014 Seite 7 von 7 1. Handlungskonzept Kinderschutz Erstellt am: 30.11.2009 Geprüft am: 09.10.2014 Freigegeben am: 09.10.2014 Erstellt von: Weegmann, Clemens Matthias Geprüft von: Rehn, Marcus Freigegeben von: Rehn, Marcus 7. Empfehlenswerte Literaturhinweise und Informations-Websites (Anlage 4) Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Beschlussvorlage
16981 Zeichen
V/0880/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde in Angelmodde Beratungsfolge 14.11.2017 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 22.11.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 13.12.2017 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die oben genannte dreigruppige Kinderta- geseinrichtung in Alt Angelmodde dem Kinder- und Jugendhilfeträger Arbeiter-Samariter-Bund Regi- onalverband Münsterland e.V. (siehe Begründung zu Ziffer 3). Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Jahr 2019 geplant. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leis- tungsvereinbarung) zwischen dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. und der Stadt Münster getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 4% vereinbart. Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. getroffen. Vorlagen-Nr.: V/0880/2017 Auskunft erteilt: Frau Gerick, Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl Ruf: 492-5528 E-Mail: Gerick@stadt-muenster.de Datum: 30.10.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0880/2017 II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen für August bis Dezember 2019 = 348.000 € für 2020 ff. = 600.100 € Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 4,00% 5,00% 60,00% Aug. - Dez. 2019 2020 Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil Anteil BKZ Angebot Stadt. (erfor- derlicher Zuschuss) gesamt Angebot Stadt. erfor- derlicher Zuschuss gesamt 5 6 7 5 6 7 ASB 13.920,00 € 17.400,00 € 208.800,00 € 24.004,00 € 30.005,00 € 360.060,00 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsb eschluss V/0032/2017 und V/0032/2017/1 dargestellt und sind im Entwurf des Haushaltplanes 2018 für die Jahre 2019 ff. bei der Produktgruppe 0601 vorgesehen. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit den Vorlagen V/0032/2017 und V/0032/2017/1 beschlossen: Die Kindertageseinrichtung in Angelmodde beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf de r Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunde n mit Übermittagsb e- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. - 3 - V/0880/2017 Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 28.08.2017 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 15.09.2017 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 28.08.2017 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 26.09. und 04.10.2017 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 13.10.2017. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB), Gustav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Konzept-e Trägernetzwerk Kind und Beruf gGmbH (Konzept-e), Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0376/2017 beschriebenen neuen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschriebenen, Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen - Besondere Merkmale/Eignung Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. - 4 - V/0880/2017 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteil igen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtu n- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuß) 1 2 3 4 5 6 7 ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 4,00% 5,00% 60,00% Kleine Ri e- sen Nord 9,00% 0,00% 55,00% Konzept-e 5,00% 4,00% 59,00% Step Kids 5,00% 4,00% 59,00% Die jährlichen Betriebsk osten für die Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde betragen ab 2020 ff. 600.100 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2020 ff Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 ASB 4,00% 24.004,00 5,00% 30.005,00 60,00% 360.060,00 Kleine Rie- sen Nord 9,00% 54.009,00 0,00% 0,00 55,00% 330.055,00 Konzept-e 5,00% 30.005,00 4,00% 24.004,00 € 59,00% 354.059,00 Step Kids 5,00% 30.005,00 4,00% 24.004,00 € 59,00% 354.059,00 Der Träger Kleine Riesen Nord gGmbH bietet den vollen Trägeranteil von 9% für den Betrieb der Kin- dertageseinrichtung an. Alle anderen Träger bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein frei- williger städtischer Zuschuss notwendig wird. Der Träger ASB wird durch die Übernahme einer Großtagespflege mit angestellten Tagespflegeper- sonen auch in diesem Bereich einen Trägeranteil leisten. - 5 - V/0880/2017 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0376/2017 beschrieb enen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlic h- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Der Träger: ASB Regionalverband Münsterland e.V. Der Träger betreibt seit März 2017 eine Kindertageseinrichtung am Carlo -Schmid-Weg in Kinderhaus und ab 01.10.2019 eine Einrichtung an der Regina-Protmann-Straße. Der Träger betreibt zusätzlich in anderen Städten Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe aner- kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus- richtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinric h- tung. Insgesamt werden in den Stadtteilen Angelmodde und Gremmendorf Angebote des ASB au s- gebaut. Für Angelmodde besteht außerdem das konkrete Interesse an der Trägerscha ft für eine Großtagespflegestelle mit angestellten Tagespflegepersonen. Der Übergang zwischen Kita und T a- gespflege in einem Sozialraum kann modellhaft erprobt werden. Auch hier würde der Träger einen Trägeranteil übernehmen. Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH Ab 2018 wird der Träger vier Kitas in Münster betreiben (Willingrott, Hermannschule, Pavillon und dauerhafte Einrichtung Albachten, Meyerbeerstraße). Der Träger betreibt aktuell bundesweit 26 Kin- dertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingual ität in der Kita und das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Der Träger benannte darüber hinaus eine ko nkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und Sportvereinen und stellte s eine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestellen an bereits bestehenden Kitastandorten vor. Der Träger: Konzept-e Trägernetzwerk Kind und Beruf gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be- treibt aktuell bundesweit 40 Kindertageseinrichtungen, zwei Grundschulen und drei Fachschulen für Erzieher/-innen und ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorge- legt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädag ogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich Bewegung und Ernährung. Der Träger: Step Kids KiTas gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be- treibt aktuell bundesweit acht Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Jugendhilfe aner- kannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Aus- richtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungs verfahren zudem Schwerpun kte im Bereich der regelmäßigen Bewegungsangebote wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Unter dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Münster wird eine gleichwertige Gewichtung der Kriterien Wirt schaftlichkeit (50%) und Fachlichkeit/Pädagogik (50%) vorgenommen. 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde zu übertragen. - 6 - V/0880/2017 Der ASB bietet einen Trägeranteil von 4%, während der Träger Kleine Riesen Nord gGmbH den vo l- len Trägeranteil von 9% und die Träger Konzept-e Kind und Beruf gGmbH sowie Step Kids KiTas gGmbH eine Trägeranteil von 5% bieten. Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen des Trägers Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Mün sterland e. V. sowie der anderen drei Träger waren in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit/Pädagogik übe r- zeugend. Dennoch empfiehlt die Verwaltung die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Ver- fahren an den Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. aus folgenden Gründen zu übertragen: - Bestehender Sozialraumbezug des Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. durch die vorausgegangene Flüchtlingsarbeit in der Erstaufnahmeeinrichtung in der York-Kaserne; - Zentrale Verwaltung und Geschäftsstelle des ASB im Stadtbezirk Südost; - Interesse des ASB, Leistungen im Bezirk Südost weiter auszubauen; - Interesse des Aufbaus einer Großtagespflegestelle mit angestellten Tagespflegepersonen s o- wie enge Kooperation und Übergangsmöglichkeiten zwischen Kindertageseinrichtung und Kindertagespflege in Kombination und Übernahme eines Trägeranteils; - Trägerpluralität in der Vergabe von Trägerschaften in dem laufenden Trägerauswahlverfahren. Der Träger Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. stellte im Bewerbungsverfah- ren Kooperationsbestrebungen im gesamten Stadtteil Angelmodde, a uch mit einer Großtagespfleg e- stelle in Trägerschaft des ASB, in Aussicht. Im Bezirk Südost sollen zukünftig schwerpunktmäßig wei- tere Angebote des Trägers etabliert werden. Die Angebote und Erfahrungen des Trägers in diesem Umfang stellen somit ein Alleinst ellungsmerk- mal des Trägers Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e. V. dar. Des Weiteren wurde im Verfahren beachtet, dass der Träger Step Kids KiTas gGmbH einen monatl i- chen Zusatzbeitrag erhebt. Dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH wurden in der Verga ngenheit vier Trägerschaften (Willingrott, Hermannschule, Meyerbeerstraße sowie die entst ehende Interims - und dauerhafte Kitamaßnahme in Albachten) übertragen, sowie die aktuelle Empfehlung zur Übertr a- gung der Trägerschaft für die Kindertageseinr ichtung Eichendorffstraße (sh. Vorlage V/0881/2017) ausgesprochen. Sie geben dem Träger die Möglichkeit, sich in Münster weiterz uentwickeln und zu etablieren. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem weiterhin eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus vier Bewerbern unter der gleichgewichteten Würd i- gung der Fachlichkeit/Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der Vorlage V/0376/2017 beschrieben e Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor - 7 - V/0880/2017 Anlagen: 1. Auswertungsformulare aller Träger 2. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e. V., Gus- tav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 3. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 4. Bewerbungsunterlagen: Konzept-e Trägernetzwerk Kind und Beruf gGmbH, Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 5. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 2 bis 5: Anschreiben und Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0880/2017 zur Verfügung. Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php
Anlage 1.1 Auswertungsformular_ASB
5314 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung : Kindertageseinrichtung Alt Angelmodde in Angelmodde Name und Adresse des Trägers: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung des ASB Kreisverbandes Münsterland e.V.: 1972 - Anerkannter Träger der Kinder und Jugendhilfe - Betreibt bereits ein Kita in Münster und ab Herbs t / Winter 2019 eine zweite Einrich- tung - Der ASB ist eine Hilfsorganisation und ein Wohlfa hrtsverband - Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, den Lan desverbänden sowie Kreis- und Ortsverbänden zusammen - Die Grundlage der Arbeit bilden humanitäre und de mokratische Grundsätze - Der ASB arbeitet parteipolitisch neutral und konf essionell ungebunden - Der ASB Kreisverband arbeitet am Leitbild der Ges amtorganisation - Bestrebt den Bereich Kinder- und Jugendhilfe in M ünster auszubauen 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4,00% Trägeranteil 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Schwerpunkte im Bereich Bewegung und gesunder Ern ährung, Spezifizierung soll nach Bedarfen im Sozialraum erfolgen - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte Extrazeit / Flexizeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: Montag-Donnerstag von 07.00- 16.30 Uhr und Freitag von 07.00- 15.00 Uhr, bei Bedarf bis 20.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Aufnahme von Kindern mit und ohne Behinderung ist erwünscht - Eine Fachkraft für den Bereich der Inklusion soll eingestellt werden - Bereits als Träger Erfahrungen im Bereich der Flü chtlingshilfe und in der Betreuung von Kindern / Flüchtlingskindern - Migration und Genderthematik wird in den Alltag i ntegriert 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders hervor: - Bewegungsförderung - Gesundes Essen (Belieferung mit Frischkost aus be stehender Einrichtung in Kinder- haus für 2-3 weitere Kitas möglich) - Projekte zum Thema Ernährung / Gesundheit im Kita alltag - Zusammenarbeit mit Frühförderung, Ergotherapie, Ä rzten usw. - Angebote zur Verkehrserziehung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Bereits bestehende Vernetzungen: - Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen des ASB, insbesondere Carlo-Schmid- Weg - Zentrale Verwaltung des ASB in Gremmendorf, Arbei t in der Flüchtlingshilfe in der Erstaufnahmeeinrichtung York-Kaserne Geplante Vernetzungen: - Vernetzungen mit den kirchlichen Trägern vor Ort, Schulen, Vereinen, Frühförderstel- len, Ärzten, Physio-, Ergotherapie und Alteneinrichtungen - Aktive Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen, Fach gremien und AG’s ist geplant - Übernahme von Trägerschaften von Großtagespfleges tellen mit angestellten Großta- gespflegepersonen wird geprüft - Angebote im Bezirk Südost als Schwerpunkt des ASB - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklu ngsphase in Münster anvisiert 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orient iert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Feste und Aktionen für Familien - Hilfestellung und Begleitung von Familien in beso nderen Lebenslagen 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen - Multiprofessionelle und multikulturelle Teams in den Einrichtungen 3 - Zunächst regionale Fachberatung, langfristig Fach beratung vor Ort in Münster - Ein ausführliches Qualitätsmanagement wird aktuel l mit den Mitarbeiter/-innen entwi- ckelt - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Bezirk Südost als Schwerpunkt des ASB, Kooperatio n mit der Kindertagespflege ge- plant (Großtagespflege mit angestellten Tagespflegepersonen in Planung) - Ausbau des stadtweiten Angebotes von Leistungen f ür Familien - Nutzung von Synergieeffekten durch mehrere Einric htungen, z. B. Essenversorgung durch die Kita Grünschleife in Kinderhaus
Anlage 2 Bewerbungsschreiben ASB
1587 Zeichen
Wir helfen
hier und jeizt.
Arbeiter-Samariter-Bund
Regionalverband
Münsterland e.V.
ASB-RV Münsterland e.V. : Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster
Stadt Münster /
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Fu
Hafenstraße 30
Gustav-Stresemann-Weg 62
48155 Münster
Zentrale: 0251 / 2897 -0
Fax: 0251 / 2897 - 219
81 Ü Verwaltung: 0251 / 2897 - 100
48153 Münster Fax! 0251 / 2897 - 119
Mail: info@asb-muenster.de
Internet: www,asb-muenster.de
Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
51 10.0012 0251-2897-301 04.10.2017
Sehr geehrte Damen und Herren,
bezugnehmend auf unser Gespräch vom 27.09.2017 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir
unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Alt Angel-
modde in Münster Angelmodde aufrechterhalten.
Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir nunmehr verbindlich Trägerantei-
le von 4% zu übernehmen.
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl
gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüße
Di er
Geschäftsführer
t
Bank für Sozlalwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00
Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38
Steuernummer. 336 / 5754/4041 - IK-Nummer: 500 552 690 7 ji
pa
Vorstand ($ 26 BGB): Andre Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder {stellv. Vorsitzender), MIBARITATISCHEN |
Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener (Regionalverbandsarzt) PA
eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 -
mi
Anlage 4.15 Forschen und Entdecken
13629 Zeichen
ISO 9001 Stand 006/03.2016 Seite 1 von 5 Prozessbezeichnung PB. Forschen und Entdecken Geändert am: 18.03.2016 Freigegeben am: 24.03.2016 Dokumentenverantwortliche/r: Sarnes, Bettina Geändert von: Sarnes, Bettina Freigegeben von: Rehn, Marcus Prozessverantwortliche/r Sarnes, Bettina Stellvertreter/in N.N. Bereich Elementar-Pädagogik Rollenbezeichnung und -beschreibung: Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist. 2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Anwendung der Prozessbeschreibung Die vorliegende Prozessbeschreibung vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/03.2016 Seite 2 von 5 Prozessbezeichnung PB. Forschen und Entdecken Prozessziel Alle Kinder forschen in ihrer natürlichen Umgebung mit z.B. Stoffen, Gegenständen, Lebewesen. Sie entdecken Alltagsphänomene und entwickeln Fragestellungen. Alle Kinder sehen, bestaunen und erleben, “begreifen“ Alltagsphänomene mit allen Sinnen und werden in diesem Wahrnehmungsprozess begleitet. Alle Kinder forschen mit ihren Pädagogen auf Augenhöhe. Die Ideen der Kinder werden ernst genommen und auf der Basis der kognitiven Möglichkeiten der Kinder gemeinsam weiterentwickelt. Alle Kinder entwickeln durch Beobachtung und Staunen in Interaktion mit begeisterten Pädagogen selbst Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene und werden so im naturwissenschaftlichen Denken und dem Aufstellen von Hypothesen gestärkt. Alle Kinder erleben durch das „Scheitern von Versuchen“ oder das Nichtbewahrheiten von Hypothesen einen Zugewinn von Wissen und erkennen das Scheitern zum Forschen (und zum Leben) dazu gehört. Sie verlieren „Angst vorm Scheitern“ und begreifen es als Möglichkeit des „Vorankommens“. Alle Kinder erleben Phasen des Staunens und haben die Möglichkeit diese ungestört zu „genießen“. (Diese Phasen sind die größte Motivation für das Kind und wichtige Grundlage im nachfolgenden Denk- und Lernprozess) Alle Kinder nutzen unterschiedliche Wege zur Informationsbeschaffung (Sachbücher, Spezialisten fragen, Exkursionen…) Prozessbeschreibung Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende Unterbereiche abgedeckt sind: Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 1. Beobachten Vorgänge/ Prozesse der belebten Natur sehen (Wachsen von Pflanzen, Bewegungen von Tieren, Wachstumsprozesse beim Mensch) Vorgänge/ Prozesse der unbelebten Natur sehen (Lösen von Stoffen, Mischen, Backen…) 2. Veränderungen bemerken/ wahrnehmen 3. Vorgänge beschreiben und visualisieren Beobachtetes in Worte fassen Beobachtetes in Forscherbücher/ Dokumentationen mit Skizzen und Bildern festhalten 4. Versuche beschreiben und visualisieren 5. Vorgänge/ Phänomene erleben Wetterphänomene… 6. Vorgänge/ Phänomene beschreiben („erklären“) Auf Ebene des kindlichen Verständnisses 7. Stoffe untersuchen Eigenschaften von Stoffen untersuchen (Farbe, Geruch, Geschmack, Löslichkeit, Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/03.2016 Seite 3 von 5 Prozessbezeichnung PB. Forschen und Entdecken Beschaffenheit, Zustand (fest, flüssig, gasförmig), magnetisches Verhalten, (Brennbarkeit) Stoffgemische untersuchen und Trennungsversuche 8. Gegenstände auseinandernehmen/ zusammenbauen Funktionsweise untersuchen Einzelteile untersuchen 9. Fragen stellen Warum, Wieso, Weshalb, Was Fragen 10. Hypothesen aufstellen und prüfen 11. Informationen beschaffen Experimente und Wissensbücher Expertenbefragung Exkursionen (Museumsbesuche, Ausflüge…) Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist die unmittelbare Nähe von Forschen und Entdecken zu den Bildungsbereichen Konstruktion und Mechanik, Logik und Mathematik, Körper und Sinne und Sprache zu berücksichtigen. Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: Die PädagogInnen stellen sicher, dass Kleinstkinder ebenfalls die Möglichkeit haben, Phänomene mit allen Sinnen zu erleben (Wetter, Matsch, Wasser..). Die PädagogInnen stellen sicher, dass Kleinstkinder ebenfalls die Möglichkeit haben mit verschiedensten (Natur)Materialien und Stoffen mit allen Sinnen in Berührung kommen. (Zapfen, Sand, Kastanien, Muscheln, Blätter, Bäume…) Die PädagogInnen beachten, dass Kleinstkinder gemäß ihres Alters und Entwicklungsstandes eher „für sich allein spielen“. Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der Bereichsziele genommen. Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/03.2016 Seite 4 von 5 Prozessbezeichnung PB. Forschen und Entdecken Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: Wie lassen wir das Kind spüren, dass sein Denken (unabhängig von der „Richtigkeit“) wertvoll ist? Wie regen wir Kinder an, aus ihren Beobachtungen und Erfahrungen, Fragen und Hypothesen/Regeln (Wenn….dann…)(Um…zu..)(Je…desto) aufzustellen? Wie regen wir Kinder an, ihre aufgestellten Hypothesen/Regeln zu überprüfen? Wie erhalten wir unsere eigene Neugier und Begeisterung für Phänomene, das Forschen und Entdecken, um die der Kinder zu unterstützen bzw. zu wecken? Wie begleiten wir Aha-Erlebnisse und Momente des Staunen? Wie lassen wir uns auf die kreativen kindlichen Denkprozesse ein? Wie ermuntern wir das Kind, etwas mit voller Konzentration und allen Sinnen zu begreifen? Wie ermutigen wir das Kind Dinge zu probieren, vor denen es noch etwas Angst hat (Streichholz anzünden, Tiere anfassen…)? Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) wird an die Teamleitung weitergeleitet. Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) element-i-Bogen Ideenliste „Forschen und Entdecken“ Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“ Qualitätskriterien: 1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum Bildungsbereich statt. 4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom verfügbar. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 006/03.2016 Seite 5 von 5 Prozessbezeichnung PB. Forschen und Entdecken Basisanforderungen für Material und Raumausstattung: Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: Verschiedene Stoffe zur Stoffuntersuchung: Zucker, Salz, Mehl, Wasser, Kreide, Essig, Öl, Tinte, Wasserfarben... Verschiedene Utensilien zur Stoffuntersuchung: Magnete, (Reagenz)gläser, Pipetten, Lupen, Prisma, Waage, Teelichter… Sonstiges Material: Schläuche, Pappröhren, Büroklammern… Bücher zum Bestimmen von Tieren und Pflanzen Verschiedene Aufbewahrungsbehälter: Kartons, Dosen, Holzkisten, Plastikkisten, Plastikflaschen, Eimer… Naturmaterialien: Kastanien, Zapfen, Sand, Steine, Federn, Rinde, Stöcke… Utensilien zur Holzbearbeitung: Hammer, Nägel, Säge, Holzstücke, Schrauben, Schraubenzieher, Zange… Bücher mit Experimenten und Wissensbücher Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 4.4 Ernährungskonzept
1508 Zeichen
29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst 29891 – 002/02.2016 Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 5.2 Stepke_Kinderschutzkonzept_Berlin_2017
24870 Zeichen
Stepke Schutzkonzept
Zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung
2
1
Inhalt
Präambel ......................................................................................................................... 3
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ........... 4
1. Kinderschutzauftrag .................................................................................................... 5
1.1 Vorgehensweisen im Überblick ......................................................................................... 5
1.2 Ausführungen .................................................................................................................... 5
2. Datenschutz 7
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII ................................................................. 7
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen ................................... 8
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm .................................................. 9
Anlage 1: Beobachtungsbogen .......................................................................................................... 11
Anlage 2: Interner Beratungsplan ..................................................................................................... 12
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan ........................................................................... 13
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren ........................................... 12
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten .................................................... 13
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.) ....................... 14
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte in Institutionen
vom Paritätischen .............................................................................................................................. 16
3
Präambel
Jedes Kind hat gemäß der UN‐Kinderrechtskonvention ein Recht auf:
eine gewaltfreie Erziehung
die Entfaltung seiner Persönlichkeit
staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen
Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen
Fürsorge
Ernährung
Partizipation
Meinungsäußerung
Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt.
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs‐,
Bildungs‐ und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII).
Die nachfolgenden Verfahrensweisen stellen entsprechend der Vereinbarung
gemäß § 8a Abs.2 SGB VIII zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung sicher, dass
der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Stepke‐Kitas‐Einrichtungen umgesetzt wird.
Der Träger ist verantwortlich für die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes und regelt die internen
Zuständig‐ und Verantwortlichkeiten. Er sorgt dafür, dass alle Beschäftigten der
Kindertageseinrichtungen mit dem Schutzkonzept vertraut gemacht und im Umgang mit Fragen zum
Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet werden.
Die Handhabung des Schutzkonzeptes und die Fallbearbeitung erfordern in jedem Fall eine schriftliche
Dokumentation der vorgegebenen Verfahrensabläufe.
Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Stepke‐Kitas‐Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt
kommen.
Das pädagogische und beraterische Handeln in unseren Kitas in Berlin in Bezug auf die Umsetzung des
§ 8a SGB VIII basiert grundlegend auf dem Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG) § 9 Abs. 5, sowie der
Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssic herstellung der Tageseinrichtungen (§ 3
Abs. 5, 6, 7 RV Tag). Auf Grundlage dieser Vorgaben arbeiten die Mitarbeiter/innen unserer Kitas mit
dem Gesundheitsamt, sowie dem Jugendamt bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zusammen. Die
Zusammenarbeit dient dem Schutz der Kinder in problematischen Lebenssituationen vor der
Gefährdung ihrer Entwicklung durch eine frühzeitige Wahrnehmung und Einschätzung.
4
Der Gesetzeswortlaut - § 8a SGB VII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder
Jugendlichen bekannt, so hat es das G efährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte
abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche
einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage
gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für
geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den
Erziehungsberechtigten anzubieten.
(2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch
erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in
entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit
erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte
bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von
Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls d ie
angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.
5
1. Kinderschutzauftrag
1.1 Vorgehensweisen im Überblick
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und
überprüfen
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen
Fachkraft (Kinderschutzfachkraft) vornehmen.
3. Schritt: Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken
und Hilfen überprüfen.
4. Schritt: Das Jugendamt/den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben.
1.2 Ausführungen
1. Schritt: Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen und
überprüfen.
Sobald eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter H inweise auf Kindeswohlgefährdung wahrnimmt, beruft
sie/er unverzüglich (ggf. auch außerhalb der Teamsitzungen) eine kollegiale Beratung ein. Die
Einschätzung der Kindeswohlgefährdung soll unbedingt im Zusammenwirken mehrerer pädagogischer
Fachkräfte vorgen ommen werden. Die Hausleitungen und die fallverantwortliche Fachkraft
übernehmen die Verantwortung für die Einhaltung des Verfahrens und klären zu Beginn der kollegialen
Beratung die Zuständigkeiten für Moderation und Dokumentation. Das Ergebnis der kolleg ialen
Beratung wird in Form des „internen Beratungsplans" (Anlage) dokumentiert und zur Kinderakte
genommen.
Die kollegiale Beratung ist verbindlich durchzuführen. Während der Beratung werden gewichtige
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung im Hinblick auf
Vernachlässigung
körperliche und seelische Misshandlung
sexuellen Missbrauch
Partnerschaftsgewalt
Entzug von Chancen
überprüft.
Kommen die pädagogischen Fachkräfte am Ende der kollegialen Beratung oder zu einem späteren
Zeitpunkt zu der Einschätzung, dass eine akute Gefahr des Kindes vorliegt und somit ein sofortiges
Tätigwerden erforderlich ist, muss unverzüglich das zuständige Jugendamt/der ASD informiert werden.
Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die Fallverantwortung auf das Jugendamt über. Über
die Information des Jugendamtes/ASD sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu setzen,
außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre. Der Träger wird über das
Vorgehen zeitnah informiert.
Die Mitwirkung und Beteiligung der Sorgeberechtigten und des Kindes (entsprechend seines Alters) ist
für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos gesetzlich verpflichtet und im Rahmen einer
Erziehungspartnerschaft wichtig. Es muss daher so früh wie möglich ein G espräch mit den
Sorgeberechtigten geführt werden, um die Eindrücke besser einordnen zu können. Von diesem
Gespräch kann nur dann abgesehen werden, wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage
gestellt wäre. Sind aufgrund der kollegialen Beratung Anhaltspunkte für eine drohende Gefährdung
festgestellt worden, muss eine insoweit erfahrene Fachkraft zeitnah hinzugezogen werden (siehe Liste
Anhang). Die Hausleitungen bzw. die fallverantwortliche Fachkraft organisiert die Hinzuziehung und
setzt den Träger darüber umgehend in Kenntnis.
6
2. Schritt: Gemeinsame Gefährdungseinschätzung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft
(Kinderschutzfachkraft) vornehmen.
Die hinzugezogene Kinderschutzfachkraft nimmt aufgrund der vorliegenden Dokumentation(en) und
Schilderungen des pädagogischen Teams eine gemeinsame Problemdefinition und Risikoeinschätzung
vor.
Dabei wird geprüft, ob und wie die Gefährdung im Rahmen der einrichtungseigenen Ressourcen
wirksam begegnet werden kann, oder ob eine Inanspruchnahme anderer geeigne ter Hilfen (z.B.
Erziehungsberatung) notwendig erscheint. Auf der Grundlage der gemeinsamen Einschätzung mit der
insoweit erfahrenen Fachkraft (anhand der Checkliste) treffen die Beteiligten eine Entscheidung über
das weitere Vorgehen und entwickeln Vorschläge, wie das Gefährdungsrisiko abzuwenden ist.
Die Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in sachlicher und zeitlicher Hinsicht werden
gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte in Form des „internen Beratungsplans" vereinbart,
dokumentiert und zur Kinderakte genommen.
3. Schritt Bei den Personensorgeberechtigten auf die Annahme geeigneter Hilfen hinwirken
und Hilfen überprüfen.
Zwei pädagogische Fachkräfte führen auf der Grundlage des erarbeiteten internen Beratungsplans
zeitnah ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten. Das betroffene Kind wird in altersgerechter Weise
und nach entsprechender fachlicher Einschätzung einbezogen. Dieses Gespräch kann auch zusammen
mit der Kinderschutzfachkraft erfolgen.
In diesem Gespräch wird über die Gefährdungseinschä tzung durch die Kindertageseinrichtung
informiert und bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme der im Schutzplan
entwickelten Hilfen hingewirkt. Von diesem Schritt kann nur abgewichen werden, wenn hierdurch der
wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt sein sollte.
Mit den Sorgeberechtigten werden verbindliche und konkrete Absprachen über das weitere Vorgehen
vereinbart und im individuellen Schutzplan dokumentiert, von allen Gesprächsteilnehmern
unterschrieben und zur Kinderakte genommen . Handelt es sich dabei um Hilfen, di e nur über das
Jugendamt/den ASD gewährt werden können, müssen die Eltern über ihren Anspruch auf Hilfen zur
Erziehung informiert werden. Fehlen den Personensorgeberechtigten die sprachlichen
Voraussetzungen für ein umf assendes Verständnis des Besprochenen, muss die Einrichtung eine
zuverlässige und professionelle Übersetzung (auf keinen Fall minderjährige Angehörige) sicherstellen.
Das pädagogische Team begleitet über einen vorher zu definierenden Zeitraum die Umsetzung des
Schutzplans, schätzt die Wirkungen der durchgeführten Hilfsmaßnahmen ein, nimmt ggf. Änderungen
im Schutzplan vor und definiert Erfolgs‐ wie Abbruchkriterien. Dies wird in der Überprüfung der
Zielvereinbarung im Hilfeplanverfahren" dokumentiert.
4. Schritt Das Jugendamt/den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) informieren, falls Hilfen
nicht in Anspruch genommen werden oder wirkungslos bleiben.
Wenn eine angebotene Hilfe nicht angenommen wurde oder nicht geeignet war, um eine nachhaltige
Verbesserung der S ituation durch die Hilfe zu erreichen, wird eine erneute Risikoabschätzung unter
Hinzuziehung der Kinderschutzfachkraft durchgeführt oder direkt das Jugendamt/der ASD informiert.
Anhaltspunkte für mangelnde Mitwirkungsbereitschaft und ‐fähigkeit sind vor allem:
die Kindeswohlgefährdung ist durch Erziehungs‐ oder andere Personensorgeberechtigte
nicht abwendbar.
Es besteht auf Elternseite eine fehlende Problemsicht, eine unzureichende
Kooperationsbereitschaft oder eine eingeschränkte Fähigkeit, Hilfe(n) anzunehmen.
Bisherige Unterstützungsversuche waren bislang unzureichend und es können
einrichtungsintern keine weiteren Hilfen angeboten oder vermittelt werden.
7
Wenn die Ziele des Schutzplans nicht erreicht werden konnten und die Personensorgeberechtigten
den für erforderlich erachteten Kontakt zum Jugendamt von sich aus ablehnen, informiert die
Einrichtungsleitung bzw. die pädagogische Fachkraft das Jugendamt/den ASD auch gegen den Willen
der Personensorgeb erechtigten. Mit der Benachrichtigung des Jugendamtes geht die
Fallverantwortung auf das Jugendamt über.
Über die Information des Jugendamtes/ AS D sind die Personensorgeberechtigten in Kenntnis zu
setzen, außer wenn hierdurch der wirksame Schutz des Kindes in Frage gestellt wäre.
Zur Vorbereitung und Dokumentation dieser Entscheidung wird der Bogen „Inanspruchnahme des ASD
vorbereiten" genutzt. Über dieses Vorgehen werden die Personensorgeberechtigten in Kenntnis
gesetzt. Der Träger wird von den Hausleitung en bzw. einer pädagogischen Fachkraft unverzüglich
informiert.
Dem Jugendamt/ ASD werden folgende Informationen übermittelt:
Angaben zu den gewichtigen Anhaltspunkten für die Kindeswohlgefährdung
Angaben zu der mit der insoweit erfahrenen Fachkraft vorgenommenen Risikoeinschätzung
Angaben zu den gegenüber den Personensorgeberechtigten benannten Hilfen und darüber,
inwieweit die erforderlichen Hilfen nicht bzw. nicht ausreichend angenommen wurden.
2. Datenschutz
Der Träger ist zur Einhaltung der datenschut zrechtlichen Bestimmungen, die sich nach den §§ 61 bis
65 SGB VIII ergeben, verpflichtet. Die im Rahmen dieses Verfahrens erstellten Dokumentationsbögen
sind vor dem unbefugten Zugriff in besonderer Weise zu schützen. Die Weitergabe von Informationen
an das Jugendamt/den ASD unterliegt stets dem besonderen Vertrauensschutz und ist i.d.R. nur mit
ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen möglich. Aufbewahrungsbefugnisse, ‐verpflichtungen und
‐ fristen werden noch datenschutzrechtlich überprüft.
3. Persönliche Eignung gemäß § 72a SGB VIII
Der Träger stellt durch ein geregeltes Einstellungsverfahren sicher, dass bei neuem Personal
neben der fachlichen Qualifikation auch die persönliche Eignung vorliegt. Dazu wird ein erweitertes
Führungszeugnis gern. § 30a BZRG angefordert, das erneut in Abstand von längstens fünf Jahren
vorgelegt werden muss. Vorlage und Wiedervorlage des erweiterten Führungszeugnisses muss auch
durch das bereits beschäftigte Personal erfolgen. Alle Mitarbeiter unterschreiben eine B elehrung zu
ihren Pflichten gemäß § 72a SGB VIII (Anlage zum Arbeitsvertrag}.
8
Anlagenverzeichnis zum Prozess Kinderschutz in Einrichtungen
• Dokumentation nach SGB VII, §8 a – Ablaufdiagramm
• Anlage 1: Beobachtungsbogen
• Anlage 2: Interner Beratungsplan (Hausleitungen in Zusammenarbeit mit Team)
• Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan
• Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren (Hausleitungen und
Kinderschutzfachkraft in Zusammenarbeit Team)
• Anlage 5: Inanspruchnahme des ASD vorbereiten (Hausleitungen und Kinderschutzfachkraft)
• Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch eigene
Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche, Bundesfreiwillige etc.)
• Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durc h Fachkräfte
in Institutionen
9
Dokumentation nach SGB VIII, § 8 a ‐Ablaufdiagramm
Verantwort-
lichkeiten
Eingabe
(Input)
Ablaufdiagramm Ausgabe
(Output)
MA L FK
Arbeitshilfe des
Paritätischen
Anlage 1:
Beobachtungsbogen
Anlage 2:
Interner Beratungsplan
Regionale Datei
Der Fachbehörde
Anlage 3:
Gemeinsamer Beratungs-
Und Hilfeplan
Anlage 3:
Gemeinsamer
Beratungs- und
Hilfeplan
Anlage 1
Ausgefüllt
Anlage 2
Ausgefüllt
Anlage 3
ausgefüllt
Verdacht auf
Kindswohlgefährdung
Schritt 1
Erkennen und Dokumentieren
Von Anhaltspunkten
Schritt 2
Information an Leitung
Und Team
Schritt 3
Einschaltung der insoweit
erfahrenen Fachkraft
Schritt 4
Gemeinsame
Risikoabschätzung
Gesprächsvorbereitung
Schritt 5
Gespräch mit Eltern / anderen
Sorgeberechtigten
10
Verantwort-
lichkeiten
Eingabe
(Input)
Ablaufdiagramm Ausgabe
(Output)
MA L FK
Anlage 4:
Überprüfung der
Zielvereinbarungen
Im Hilfe-planverfahren
Alle Dokumente
Anlage 5:
Inanspruchnahme
der Fachbehörde
vorbereiten
Anlage 3
ausgefüllt
und unter-
zeichnet
Anlage 4
Ausgefüllt /
Gesprächs-
protokoll
Protokoll
und
Beschluss
Anlage 5
Ausgefüllt
und
unterzeichnet
Schritt 6
Aufstellen eines Beratungs-/
Hilfeplans =
Zielvereinbarungen
Schritt 7
Maßnahmen der
Zielvereinbarungen erreicht
Gespräch mit Eltern /
Sorgeberechtigten zur
weiteren
Stabilisierung der
Situation und weitere
Beobachtung
Schritt 8
Gemeinsame
Risikoabschätzung und
Absprachen über das weitere
Vorgehen
Schritt 10
Weiterleitung an Fachbehörde
mit zeitgleicher
Benachrichtigung der Eltern
1
1
Anlage 1: Beobachtungsbogen
Datum: Name:
1. Beobachtung:
□ eigene Beobachtung
Name:
□ Kollege
□ Kollegin
Adresse:
□ andere Eltern
□ sonstige:
Telefon:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
Adresse:
3. Angaben zur Familie:
Name:
Adresse:
Telefon:
Sonstiges:
4. Inhalt der Beobachtung:
5. Nächste Schritte:
□ Überprüfung im Team
□ Einschaltung der insoweit erfahrenen Fachkraft…. geplant am:
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:
☐ sonstiges …………………………………………………………………………………………………………………………..
12
Anlage 2: Interner Beratungsplan
Datum: Name:
1. Beteiligte:
□ Pädagogin
□ Kollege/in
□ Leitung
□ externe Fachkraft
□ sonstige:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
3. Einschätzung:
5. Maßnahmen:
Weitere Beobachtung durch:
□ Hinzuziehung externe Fachkraft…………………………...geplant am:
□ Gespräch mit Eltern / Sorgeberechtigten……………..geplant am:
□ Kontaktaufnahme z.B. Beratungsstelle:
(Datenschutz beachten)
□ sonstiges:
1
3
Anlage 3: Gemeinsamer Beratungs‐ und Hilfeplan
Datum: Name:
1. Beteiligte:
□ Eltern / Sorgeberechtigte
□ Pädagogin
□ Kollege/in
□ Leitung
□ externe Fachkraft
□ sonstige:
2. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
……………………………………………………………….. …………………………….…………………………………….
Unterschrift der Eltern / Sorgeberechtigte Vertreter/in der Einrichtung
3. Absprachen:
4. Zeitstruktur:
12
Anlage 4: Überprüfung der Zielvereinbarungen im Hilfeplanverfahren
Datum: Wer: Wann: Ergebnis: Nächster Schritt: Verantwortlicher:
Datum:
Name
:
Name des Kindes
13
Anlage 5: Inanspruchnahme der externen Fachkraft vorbereiten
Datum: Name:
1. Angaben zum Kind:
Name: Alter:
2. Wann wurde entschieden:
3. Wer hat entschieden:
□ Eltern / Sorgeberechtigte
□ Leitung
□ Externe Fachkraft
□ sonstige:
4. Informationsfluss:
Informationen an Eltern / Sorgeberechtigte
☐ per Post am: …………………………………………………..................................................................
☐ per Telefonat am: ……………………………………………………………………………………………..
☐ per persönlichem Gespräch am: ……………………………………………………………………….
☐ sonstiges: ………………………………………………………………………………………………………….
Durch:
□ Pädagogin
□ hinzugezogene Fachkraft
□ Leitung
□ sonstige:
………………………………………………………………………………………………………………………………..
Information der externen Fachkraft durch:
□ hinzugezogene Fachkraft
□ Leitung
□ sonstige:
14
Anlage 6: Handlungsleitfaden bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen durch
eigene Mitarbeiter/-innen (inkl. Praktikant/-innen, Ehrenamtliche,
Bundesfreiwillige etc.)
Unser Schutzauftrag gegenüber den Kindern geht über die Intervention bei Kindswohlgefährdung im
familiären Bereich hinaus. Mit diesem Handlungsleitfaden möchten wir die Vorgehensweise bei
übergriffigen Verhalten unserer Mitarbeiter darstellen.
1. Unser Leitbild
Durch die g rundlegenden Organisationsbedürfnisse der Stepke Kitas wird mit allen Mitarbeitern der
wertschätzende Umgang untereinander und vor allem den Kindern gegenüber vereinbart.
Die Integrität der Organisation der Stepke-Kitas wird als kollektives Ganzes entwickelt, was bedeutet,
dass jeder Mitarbeiter mit den Zielen und Werten unseres Unternehmens im Einklang ist. Diese
Übereinstimmung gilt es immer wieder zu überprüfen.
Es ist uns ein großes Bedürfnis, allen kleinen und großen Menschen in den Stepke Kitas mit e inem
hohen Maß an Wertschätzung, Respekt und Toleranz zu begegnen.
Unser im pädagogischen Konzept verankertes Bild vom Kind als eigenständige und individuelle
Persönlichkeit als Mitglied der Gesellschaft mit eigenen Rechten, setzt einen wertschätzenden Umgang
mit den Kindern voraus.
2. Präventive Maßnahmen
Um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und eine fachliche Expertise zu schaffen, ermöglicht
Stepke Kitas die Teilnahme an Fort - und Weiterbildungen zu den Themen Sexualpädagogik und
Kinderschutz. Dafür nutzen wir unter anderem die Angebote der SFFB.
In den internen Teamsitzungen wird der Kinderschutz in regelmäßigen Abständen thematisiert.
Weiterhin bietet Stepke Kitas im Rahmen der Familienbildung Seminare für Eltern zu den oben
genannten Themen in Zusammenarbeit mit weiterbildenden Institutionen an.
3. Grenzverletzendes Verhalten
Stepke Kitas und seine Einrichtungen verpflichten sich zum sofortigen Ein schreiten bei übergriffigen
Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Als übergriffige Verhaltensweisen werden
Machtmissbrauch, respektloses Verhalten gegenüber Kindern, Übergriffe und Gewalt in den eigenen
Einrichtungen angesehen. Dazu zählen unter anderem Zwang, unangemessene Sprache, alle Formen
körperlicher Gewalt (Festhalten, Ohrfeigen), sexualisierte Gewalt, seelische Grausamkeiten sowie
Stigmatisierungen.
Stepke Kitas zieht bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung unverzüglich Konsequenzen, um das Wohl
des Kindes sicher zu stellen.
15
4. Handlungsleitfaden (siehe auch „Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch
Fachkräfte in Institutionen„ vom Paritätischen in der Anlage)
1. Besteht der Verdacht von übergriffigen Verhaltensweisen, b zw. werden diese durch andere
Mitarbeiter wahrgenommen, so ist sofort die Leitung (betrifft der Verdacht die Leitung, der Träger) zu
informieren. Die Leitung informiert entsprechend den Träger.
2. Die Gefährdung wird durch die Leitung und Vertreter n des Trägers zunächst intern eingeschätzt und
auf Plausibilität geprüft.
3. Bei Bestätigung beziehungsweise Verhärtung des Verdachts wird eine externe fachliche Einschätzung
durch kooperierende Beratungsdienste, wie beispielsweise „Der Paritätische“ eingeholt.
4. In einem Gespräch wird der Sachverhalt von den betroffenen Mitarbeitern geschildert.
5. Die Eltern des betroffenen Kindes werden über den Sachverhalt informiert. Die Elternvertreter werden
zeitnah über die Vorfälle, unter Gewährung der Persönlichkeitsrechte und des O pferschutzes, in
Kenntnis gesetzt.
6. Der Mitarbeiter wird während des Klärungsprozesses durch Stepke Kitas vom Dienst freigestellt.
7. Bestätigt sich der Verdacht führt dies zu einer unverzüglichen Kündigung und ggf. einer Anzeige bei
der Strafverfolgungsbehörde
8. Bestätigt sich der Verdacht nicht, sorgt Stepke Kitas für entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur
Wiederherstellung der Reputation und der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters.
9. Der Vorfall wird im Nachgang mit dem Team reflektiert.
16
Anlage 7: Verfahrensablauf bei vermuteten Machtmissbrauch durch Fachkräfte
in Institutionen vom Paritätischen
17
18
Notizen:
19
15
Stand: 01.03.2017
Dieses Schutzkonzept dient dem Wohle des Kindes in unseren Einrichtungen
Step Kids KiTas gGmbH
Am Friedrichshain 22
10407 Berlin
stepke‐kitas.de
Anlage 5.3 Broschüre Bausteine für die Zukunft
30339 Zeichen
Bausteine für die Zukunft Stepke-KiTas Wir machen KiTa. Richtig gute KiTa. Stepke-KiTas Wir machen KiTa. 2 Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns, Ihnen in dieser Broschüre unser innovatives Stepke- Konzept vorzustellen. Als bundesweit tätiger Träger setzen wir auf modernste Einrichtungen mit einem besonderen Raumkonzept und einer hervorragenden technischen Ausstattung. Unser Erfolg beruht auf unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unser anspruchsvol - les pädagogisches Konzept umsetzen. So geben wir Kindern die besten Startvoraussetzungen mit optimalen Bildungschancen und ermöglichen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die besonderen Merkmale unseres Konzepts sind: 1. ein hoher Personalschlüssel, 2. frisch gekochtes Essen vom eigenen Koch, 3. ganztägig bilinguale Betreuung, 4. Schwimmen, 5. eigene Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir neue Wege und verwirklichen Ihre individuelle Idee von Kinderbetreuung. Lassen Sie sich von unserem zukunftsweisenden Konzept begeistern und gehen Sie den Weg gemeinsam mit uns. Herzlich willkommen bei Stepke Ihre Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung Johannes Nagel Geschäftsführer 3 Unsere Leistungsvielfalt Vorwort 2 Grundsätze unserer Pädagogik 4 Best-Practice Modelle 8 Situationsansatz 9 Emmi Pikler 10 Montessori-Pädagogik 12 Reggio-Pädagogik 14 Waldpädagogik 16 Unsere Einrichtungen 18 Bilinguale Erziehung 22 Vorschule 23 Gesunde Ernährung 24 Schwimmunterricht 26 Weitere Highlights 28 Service 30 Übernahme von Trägerschaften 32 Stepke-Betriebs-KiTas 34 Für Kommunen 36 Mobile KiTas 38 Stepke Akademie 40 Unsere Standorte 42 Impressum 43 Kontakt 44 Inhalt 4 5 Das Kind als Person Wir nehmen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst. Deshalb sehen wir uns als Weg- und Entwicklungsbegleiter des Kindes. Wir unter- stützen es darin, sich gesund zu entwickeln, seine Interessen und Begabun- gen zu finden, Neues zu lernen und seinen ganz eigenen Bildungsweg zu gestalten. Mit einer lernfördernden und anregungsreichen Architektur und Gestaltung der Räume unserer Einrichtungen unterstützen wir aktiv den Selbstbildungs-Prozess der Kinder. Alle Stepke-Einrichtungen sind als vielfältige und anregende Lebens-, Lern-, Bewegungs- und Erfahrungsräume angelegt, in denen sich die Kinder sicher und geborgen fühlen und enge Bindungen zu Erwachsenen und anderen Kindern aufbauen können. Um alle Sinne der Kinder anzusprechen und zu aktivieren, umfassen unsere Angebote folgende Aspekte: • gesunde Ernährung, • Spiel und Spaß, • bilinguale Erziehung, • Bewegung und Schwimmen, • Musik und Kunst, • Natur und Technik, • Partizipation, • Vorschule. Bei unserer gesamten Arbeit betrachten wir Familie und Kindertageseinrichtung als sich ergänzende und eng miteinander verbundene Bereiche der Lebenswelt des Kindes. Der Dialog mit den Eltern ist uns darum beson - ders wichtig. Mit regelmäßigen hausinternen Veranstaltungen bieten wir Räume zur Begegnung und ein von den Eltern geschätztes Forum für gemeinsamen Austausch. Grundsätze unserer Pädagogik 6 Bausteine unseres Konzepts 7 täglich frisch gekochte Vollverpflegung eigenes Vorschul- konzept Musik & Kunst ganztägige Bilingualität regelmäßige Wald- & Wiesen- wochen Schwimmen/ Psychomotorik Vermi�lung von Werten Das Kind im Fokus 8 Best-Practice- Modelle In allen Stepke-KiTas arbeiten wir gemäß bewährter und bekannter pädagogischer Ansätze. Die Teams in unseren Häusern sehen es als ihre Aufgabe an, unsere Konzeption regelmäßig zu überprüfen und an veränderte Bedingungen und Strukturen anzupassen. So gelingt „Richtig gute KiTa.“ 9 Situationsansatz „Lernen in konkreten Situationen“ Kinder haben eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte aus eigenem Antrieb heraus. Gemeinsam entwicklen wir die Fragen und Ideen der Kinder mit Bezug auf ihre Lebens- welt weiter. Dadurch können wir die Kinder in ihrem Entwicklungspotenzial in konkreten Situationen verstehen; und die Kinder lernen, ihre Lebenswelt selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten. Orientierung an demokratischen Werten In unserer täglichen Arbeit unterstützen wir die Kinder in ihrem Streben nach Weiterentwicklung durch verlässliche Beziehungen, durch ein anregungsreiches Umfeld und durch Sachkompetenz. Regelmäßige Kinder- konferenzen und tägliche Morgenkreise ermöglichen es, die Belange der Kinder und ihre Anliegen aufzunehmen und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Auch unsere pädagogischen Ziele von Autonomie, Solidarität und Kompetenz orientieren sich stets an demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen. 10 11 Pikler-Pädagogik „Tastend, behutsam und feinfühlig“ Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler wusste bereits in den 1930er Jahren, was aktuelle Forschungen bestätigen: Die ersten Erfahrungen, die ein Baby macht, sind unheimlich wichtig – und die meisten Erfahrungen sammelt ein Säugling, wenn er gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und ausgezogen wird. Damit ist schon die Pflege des Kindes ein wichtiger Teil der Erziehung und des Aufbaus zwischenmenschlicher Beziehungen. Das Kleinkind fühlt einen liebevollen Umgang durch Hände, die es „tastend, behutsam und feinfühlig“ pflegen. Es wird sich entspannen und sofort gut aufgehoben fühlen. Pflege ist Kommunikation Ob wickeln, waschen oder füttern: Durch den hohen Personalschlüssel in unseren KiTas können wir jedem Kind unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Es erlebt Pflege als eine intensive zwischenmenschliche Begeg- nung, an der es aktiv beteiligt ist. Jede Handlung wird angekündigt und das Kind spürt: „Ich werde wahrgenommen. Ich werde ernst genommen.“ So entstehen von Beginn an vertrauensvolle und entwicklungsfördernde Beziehungen zwischen dem Kind und seinen Erzieherinnen und Erziehern. 12 13 Montessori-Pädagogik „Folge dem Kind, es wird Dir seinen Weg zeigen!“ Ein Kind kann in Freiheit und unabhängig vom Erwachsenen selbstständig lernen – dies ist ein wichtiges Prinzip der Montessori-Pädagogik. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein zentrales Motto dieses entwicklungspsychologi - schen Ansatzes der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870 bis 1952). Sie erwarb als erste Frau den Doktortitel der Medizin, spezialisierte sich auf Kinderheilkunde und entwickelte zunächst für Kinder mit geistiger Behinderung didaktische Materialien, mit denen diese erheblich gefördert werden konnten. Später übertrug sie ihr Konzept auf Kinder ohne Behinderung. Ihre Methode zeichnet sich dadurch aus, in einer didak- tisch vorbereiteten Umgebung die gesammelte, polarisierte Aufmerksamkeit des Kindes und damit seine Selbst- ständigkeit zu wecken. Dazu benutzte Maria Montessori besonderes pädagogisches Spielzeug („Montessori- Material“) sowie Übungen und Spiele. Kernstück ist die Freiarbeit Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, denn: In einer Umgebung, die auf ihre individuellen Bedürfnisse und entwicklungspsychologischen Phasen abgestimmt ist, erwerben Kinder sehr viel Konzentra - tionsfähigkeit, Sozialverhalten und Handlungskompetenz. In Einrichtungen, die sich an Montessori orientie - ren, entscheidet jedes Kind selbst, mit welchen Arbeits- oder Spielmaterialien es sich beschäftigen möchte. Es bestimmt weitgehend selbst den Rhythmus und die Dauer seiner Beschäftigung und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder forschen, entdecken, toben, träumen oder kreativ sein möchte. Freie Wahl führt zu echtem Interesse Diese freie Entscheidung führt zu einer inneren Selbstdisziplin, die nicht von außen beeinflussbar ist. Besucher bewundern nicht selten die ruhige und entspannte Atmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori. Uns geht es darum, das Kind zu achten und zu respektieren, es als eigenständigen Menschen zu sehen, ihm Raum zu geben und ihm dabei zu helfen, selbstständig zu denken und zu handeln. In allen Stepke-KiTas erhalten schon die Jüngsten die Gelegenheit, den eigenen Impulsen und Lernbedürfnissen zu folgen und ihren individuellen Lernweg zu gehen. Sie erleben mit all ihren Sinnen und begreifen, wie Leben funktioniert. So ist in unseren Einrichtungen schon der Alltag das Besondere. 14 Reggio-Pädagogik „Hundert Sprachen spricht ein Kind“ Viel Raum für den Forscherdrang der Kinder bietet die Reggio-Pädagogik, die von der UNESCO als weltbeste Vorschulpädagogik ausgezeichnet wurde. Die Erziehungsphilosophie ist in den kommunalen Kindertagesstätten der norditalienischen Stadt Reggio Emilia seit den 1960er Jahren entwickelt worden. Kinder werden als Forscher und Entdecker gesehen, von Geburt an neugierig, wissbegierig, kreativ, aktiv – und unermüdlich in ihrem Tun. Dabei verknüpfen sie Neues mit ihren bisherigen Erkenntnissen und erweitern auf diese Weise ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Kinder sind Schöpfer ihrer eigenen Entwicklung, sie sind Konstrukteure ihrer persönlichen Wirklichkeit. Der Raum als Erzieher In Anlehnung an die besondere Rolle der Architektur in der Reggio-Pädagogik haben unsere KiTa-Räume viel Licht und helle Farben, es gibt Pflanzen und Spiegel, die das Spiel mit der eigenen Identität ermöglichen, ein „Atelier“, Bühnen, Podeste, Bewegungsräume und „Denk“-Ecken. Wir bieten den Kindern vielfältige Möglichkei- ten zum Wahrnehmen, Gestalten und Experimentieren – bis hinein in den Waschraum: Hier finden sich Röhren, Gefäße, Siebe, Spiegel sowie Gegenstände, die untergehen oder schwimmen. Außerdem stellen wir den Kindern vor allem Material und Werkzeug zur Verfügung: Draht, Lehm, Holz, Gips, Farben und Papier, Schrauben, Feilen, Sägen, Pinsel, Scheren. In unseren Stepke-KiTas fördern und unterstützen unsere Pädagogen sehr aufmerksam die kindliche Ausdrucksvielfalt. Denn Kinder haben „hundert Sprachen“, in denen sie denken, entdecken und ihre Geschichten erzählen. 15 16 17 Waldpädagogik „Frei von Lärm und Stress“ Böschungen, die von Wurzeln durchsetzt sind, Schlaglöcher in den Waldwegen, die sich bei Regen in kleine Seen verwandeln, umgestürzte Bäume, auf denen man klettern und wippen kann. Harte, steinige und weiche, mit Moos und Laub bedeckte Böden – alles echte Herausforderungen. In der Natur können Kinder (wieder) lernen, sich natürlich zu bewegen. Wälder und Wiesen bieten eine Fülle von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Berührungsempfindungen und Bewegungsmöglichkeiten. Die Kinder passen sich dem unebenen Gelände an, hangeln sich hinauf, kugeln sich hinunter, balancieren, krabbeln, kriechen, waten. Das kräftigt die Muskulatur und fördert die Körperbeherrschung. Das entwickelt die motorische Geschicklichkeit und die kognitiven Fähig- keiten. Die frische Luft stärkt das Immunsystem und verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Die Stille im Wald differenziert das Wahrnehmungsvermögen und fördert innere Ruhe und Konzentration. Kreativ ohne vorgefertigtes Spielzeug Die spielzeugfreie Umgebung regt die Kreativität der Kinder an und unterstützt ihren Forscherdrang und ihre Selbstständigkeit. Unsere Erzieherinnen und Erzieher führen deshalb regelmäßig Waldtage durch, planen Waldwochen sowie besondere Naturprojekte für die Kinder und fördern damit ihre körperliche Robustheit, ihre Sportlichkeit und ihre Kreativität. Gemeinsam sammeln die Kinder unvergesseliche Naturerfahrungen! 18 Ein persönliches und modernes Raumkonzept In den Kindertageseinrichtungen der Stepke-KiTas spielen und lernen, erleben und erfahren, experimentieren und forschen täglich mehrere hundert Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Alle Einrichtungen sind gemäß unseres pädagogischen Konzepts ausgestat- tet. Unsere Erzieherinnen und Erzieher erfüllen in ihrer täglichen Arbeit die hohen Stepke-Standards, denn eine qualitativ hochwertige und an neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Praxis ausgerichtete Erziehung ist für uns eine Herzensangelegenheit. Bewegungsfreiräume, -herausforderungen und -anregungen sind die entscheidenden Faktoren frühkindlichen Lernens. Wir gestalten unsere Räume mit einer großen Materialvielfalt und unterstützen damit die Selbsttätig- keit und die Selbstbildungsprozesse. In klar definierten Bereichen erhalten die Kinder bei uns genau die Orien - tierung, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Räume sind übersichtlich strukturiert und gestaltet, auf Eigenaktivität ausgerichtet, mit sensorisch anregenden Materialien ausgestattet und genau deshalb laden sie die Kinder von Beginn an ein, die Welt zu erkunden. Unsere Wickelplätze sind so konzipiert, dass sie dem Bedürfnis der Kinder nach ungestörter Zweisamkeit mit ihrer Bezugserzieherin bzw. ihrem Bezugserzieher nachkommen. Sie sind mit einem Treppchen ausgestattet, durch das die Kinder selbst zu den Wickelplätzen hochklettern können. Die Waschgelegenheiten grenzen unmit- telbar an, die Regale sind so ausgerichtet, dass alle Pflegeutensilien für die Erzieherinnen und Erzieher direkt in Griffweite sind. Unterschiedlich große Kinder-WCs im Sanitärbereich lassen Kinder bei der Pflege und Sauberkeitserziehung genügend Freiraum und unterstützen das Körperbewusstsein. Im Sanitärraum befindet sich ein Ablauf im Boden, sodass Wasser- oder Schaumexperimente ohne großen Aufwand möglich sind. Die Schlaf- und Ruheräume befinden sich in einem ruhigen und ungestörten Bereich innerhalb der KiTa. Sie sind mit Teppichen und Vorhängen ausgestattet, haben Fenster zur natürlichen Belüftung, eine dimmbare Beleuch- tung und ein Farbkonzept, das Ruhe ausstrahlt. Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafplatz. Die großzügigen Gruppen- und Aktionsräume verfügen über Spiegelwände, Snoezelen-Effekte und Rückzugsorte in Form von kleinen Höhlen und Nischen. Unsere Einrichtungen 19 KiTa HannaLegoranTo - Werder KiTa Walnussweg - Köln 20 21 22 Früh Englisch lernen Wir arbeiten nach der Immersi - onsmethode: Das Kind „taucht“ sozusagen völlig automatisch in eine zweite Sprache ein, denn es kommt täglich mit ihr in Berührung und wird mit ihr vertraut gemacht. Unser Ziel ist es, dass eine Englisch sprechende Fachkraft in jeder Gruppe die Kinder im Kindergartenalltag begleitet. Sie bietet die gleichen Aktivi - täten an wie die Deutsch sprechenden Kollegen - dabei spricht sie nur Englisch. Auf diese Art und Weise erfährt das Kind nicht nur die pädago - gischen Inhalte der Aktivitäten, sondern lernt gleichzeitig auch Englisch und geht wie selbstverständlich mit der Sprache um. Je früher ein Kind eine Sprache lernt, desto besser lernt es sie. Studien haben gezeigt, dass Kinder, wenn sie eine Sprache vor Vollendung des vierten Lebensjahres lernen, diese mit dem gleichen Teil des Gehirns lernen, mit dem sie auch ihre Muttersprache lernen. Weiterhin haben junge Kinder keinerlei Hemmungen und imitieren ganz natürlich die Aussprache der Native Speaker. Eine frühe Mehrsprachigkeit ist zudem mit weiteren, indirekten Vorteilen verbunden: Die Kinder entwickeln ein größeres Selbstvertrauen und ein gestärktes Bewusstsein für andere Kulturen. Bilinguale Erziehung 23 Für einen guten Schulstart Die Vorschulzeit ist für uns die gesamte Kindheit vor der Schule. Nach den Grundlagen der Konzep - tion kann sich die „Vorschulförde - rung“ nicht nur auf das letzte Jahr vor der Schule beschränken. Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkei - ten, um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Im Jahr vor dem Schuleintritt finden sich die Kinder verstärkt und gezielt zu altershomogenen Vorschulprojektgruppen zusammen. Durch zahlrei- che wöchentliche Aktivitäten, Ausflüge, zum Beispiel innerhalb unserer intensiven Waldwochen, sowie gezielte Beobachtungen der Kinder in diesen Projektgruppen ist es uns möglich, kompetente Ansprechpart - ner im Hinblick auf die Schulfähigkeit der Kinder zu sein. In einem ausführlichen Entwicklungsgespräch teilen wir den Eltern unsere Beobachtungen rechtzeitig vor der Schulanmeldung mit. Beim Verlassen der KiTa erhalten die Kinder ihre Bildungsdokumentation in Form ihres Portfolios sowie eines Abschlussberichts. Wir setzen uns in allen Einrichtungen engagiert dafür ein, dass die Kinder die besten Voraussetzungen für den Start in der Schule haben. Vorschule 24 25 Auf dem Weg zu FIT KID In unseren Stepke-KiTas sollen die Kinder vom ersten Tag an alles bekom- men, um sich optimal entwickeln zu können. Dazu gehört eine gesunde und natürlich schmackhafte Ernährung. Wir legen großen Wert auf das Leben einer ästhetischen Tischkultur und vermitteln den Kindern schon früh, wie wichtig die sozialen Aspekte des gemeinsamen Essens sind. Von Köchen ernährungsphysiologisch und kindgerecht zubereitete frische Mahlzeiten und Snacks gehören deshalb für uns zur gesunden „Rundum-Verpflegung“ der Kinder, denn KiTas tragen aufgrund ihres Mahlzei - tenangebotes zur Bildung des Ernährungsverhaltens von Kindern bei. Sie bieten somit die Möglichkeit, von Anfang an den Grundstein für eine gesundheitsfördernde Lebensweise zu legen. Um langfristig ein ernährungs- physiologisch ausgewogenes Verpflegungsangebot sicher zu stellen, haben wir begonnen, unsere KiTas von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zertifizieren lassen und als sichtbares Zeichen nach außen bereits für eine Einrichtung eine FIT KID-Zertifizierung erhalten. Natürlich gibt es aber auch mal Pommes Frites oder Schokoladen-Pudding. Was ist FIT KID? Im Rahmen der Zertifizierung werden folgende Kriterien überprüft: • Lebensmittel: Mittagsverflegung (optimale Lebensmittelauswahl und Anforderungen an den Speisenplan), • Speisenplanung und -herstellung: Kriterien zur Planung und Herstellung der Speisen für die Mittagsverpfle- gung, Gestaltung des Speisenplans, • Lebenswelt: Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder (z.B. Essatmosphäre oder Essenszeiten). Die zertifizierte Verpflegung ist an diesem Logo zu erkennen: Gesunde Ernährung 26 Schwimmen lernen Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, viele kleine „Seepferdchen” auszubilden. Von Beginn an gewöhnen wir die Kinder spielerisch ans Wasser, sodass sie nach und nach völlig angstfrei mit diesem Element umgehen. Nicht schwimmen zu können, ist nicht nur lebensgefährlich für die Kinder. Es bringt sie auch um eine wunderbare Bewegungserfahrung. Denn Schwim - men schult den kompletten Bewegungsapparat und das Koordinationsvermö - gen. Früh mit Wasser und dem Schwimmen in Kontakt gebracht, werden die Kinder zu richtigen „Wasserratten“, die unheimlich stolz ihr erstes Schwimmabzeichen präsentieren. Und wer dann noch verschiedene Schwimmarten beherrscht, wird zum Star im Freibad – das gibt Selbstvertrauen! Großer Spaß für kleine „Wasserratten“ 27 28 Weitere Highlights Frisch aus dem eigenen Garten Die Gärten in unseren Einrichtungen laden die Kinder zu sinnlichen Erfah- rungen ein: Eine Kräuterspirale, ein Tastpfad sowie Nutzbeete regen alle Sinne an und ermöglichen es darüber hinaus, jahreszeitlich bedingte Veränderungen zu beobachten, Pflanzen zu pflegen und Früchte zu ernten. Kinder brauchen besonders gute Bildungseinrichtungen Wir lassen stets die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in unsere tägliche Arbeit mit den Kindern einfließen. Durch neue Anregun - gen und vielfältige Impulse erleben die Kinder bei uns eine anregungsrei- che und abwechslungsreiche KiTa-Zeit. Regelmäßige Thementage wie z.B. der Großelterntag sorgen für Varia - tionen im KiTa-Alltag. Auch mehrtägige Projekte wie unsere Waldwoche werden mit den Kindern gemeinsam vorbereitet, mit Spannung erwartet und von allen Beteiligten mit viel Freude umgesetzt. Lerncomputer Eigenständigkeit, Experimentieren und Auseinandersetzung mit Neuen Medien sind Voraussetzung für verstehendes Lernen. Im Bereich der Medienkompetenz lernen die Kinder, sich in einer medial geprägten Welt zu orientieren, auszutauschen und sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. 29 Aktionen Bei uns ist immer etwas los. An jahreszeitlichen Festen wie z.B. St. Martin werden Laternen gebastelt und erste haptische Erfahrungen mit Kleister und verschiedenem Kreativmaterial gemacht. In Bezug auf die Bildungs - qualität für Kleinstkinder geht es in Stepke-KiTas vor allem darum, die in diesem Alter typischen Verhaltensweisen als „Erforschung“ und Aneig - nung der Welt zu verstehen. Erfahrungen mit allen Sinnen werden von unseren Pädagogen herausgefordert und liebevoll begleitet. Werkzeuge für die Kreativität In allen Stepke-KiTas sind die Angebote und vorbereiteten Umgebungen auf das jeweilige Alter und die Entwicklung des Kindes abgestimmt. Ob beim Sandmalen am Lichttisch, „Sich-Ausprobieren“ an Musikinstru - menten, Arbeiten an der Werkbank oder dem großflächigen Malen an Malstaffeleien bieten wir den Kindern in „natürlichen“ Lernsituationen täglich zahlreiche Herausforderungen und jede Menge Möglichkeiten für kindliches Forschen. 30 31 Wir für Sie Bei uns können die Kinder spielen und lernen; ihre Eltern können sich in Ruhe austauschen oder Rat und Unterstützung einholen. Kindergeburtstag Unsere qualifizierten Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter gestalten in unseren KiTas individuelle Geburtstagspartys zu den Themen „Hexen und Hexenmeister“, „Ritter und Prinzessinnen“, „Gespenster“, „wilde Piraten“, „Elfen und Feen“. Krabbelgruppen Wir bieten Eltern aus dem Stadtteil an unseren Standorten die Möglich - keit, sich miteinander auszutauschen. Die Kinder können bereits erste Kontakte zu gleichaltrigen Kindern knüpfen. Erziehungsberatung Wir bieten eine niederschwellige Beratung in unseren Elterncafés an. Durch die Vereinbarung von Einzelgesprächsterminen durch unsere qualifizierten Hausleitungen unterstützen wir Eltern auch in schwierigen Lebenslagen. Kurse und Aktionen Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikali - sche Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kur- se, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen Anbietern zusammen. Service 32 Übernahme von Trägerschaften Soll Ihre KiTa eine Stepke-KiTa werden? Dann sind wir Ihr Ansprechpartner! Als erfahrener Träger sind wir an der Übernahme von KiTas interessiert und sind für Sie ein verlässlicher Partner im gesamten Übergabeprozess: Wir stellen sicher, dass bei einer Trägerübernahme die Interessen des ehemaligen Trägers, aber auch die Inter- essen von Eltern, Kindern und Mitarbeitern stets berücksichtigt werden und der Übergang für alle Beteiligten eine positive Erfahrung darstellt. Durch eine kompetente Unterstützung in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Pädagogik gehen wir auf die Ängste und Sorgen von Eltern und Mitarbeitern, die ein Trägerwechsel mit sich bringt, ein und schaffen Vertrauen für die Zukunft. Familien und Kinder sollen die Betreuung erhalten, die sie gewohnt sind und zu Recht erwarten dürfen. Unser erprobter Prozess der Übernahme der Trägerschaft macht es Einrichtungen leichter, eine Entscheidung zu fällen, mit der sich alle wohlfühlen. Kontaktieren Sie uns noch heute und fordern Sie Ihr unverbindliches Angebot an! Wir entwickeln standortspezifische Kurse und Aktionen, z.B. musikalische Früherziehung, Kinderchor, Tanz- und Malschule, „Mut tut gut“-Kurse, PC-Schulungen, Kinder-Yoga-Kurse u.v.m. Dafür arbeiten wir auch mit externen Anbietern zusammen. Für Träger 33 34 Stepke-Betriebs-KiTas Im Zeitalter zunehmender Arbeitsbelastungen und sich verändernder Rollenverteilungen zwischen den Geschlechtern steigen die Anforderun - gen an die Kinderbetreuung. Junge Familien möchten Familie und Beruf in Einklang bringen; und Sie als Unternehmen können hier Unterstützung leisten und von einem eigenen Betreuungsangebot enorm profitieren. Denn: Eine Betriebs-KiTa erhöht nicht nur Ihre Attraktivität als Arbeitge - ber, sondern führt nachweislich zu weniger Fehlzeiten, geringeren Personal- und Betriebskosten und entspann- teren sowie motivierteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Stepke begleitet Firmen und Organisationen professionell und zielorientiert bei der Entwicklung und Realisie - rung individueller Betreuungslösungen. Wir suchen die für Ihr Unternehmen wirtschaftlich sichere Lösung und stehen Ihnen mit festen Ansprechpartnern mit professionellem Know-how in jeder Projektphase zur Seite. So wird die Kinderbetreuung zum Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Termin mit uns und wir besprechen die optimale KiTa-Lösung für Sie. Weitere Informationen finden Sie online unter www.stepke-bekita.de. Fordern Sie auch unsere Broschüre zum Thema Stepke-Betriebs-KiTas an. Für Unternehmen 35 36 KiTas als Wett- bewerbsfaktor Kinder- und Familienfreundlichkeit sind entscheidende Faktoren im Wettbewerb um Einwohner. Wo sich Kinderbetreuungseinrichtun - gen an die Bedürfnisse von Kindern anpassen und den hohen Qualitäts- ansprüchen der Eltern entsprechen, lassen sich gerade junge Familien gerne nieder. In Zeiten knapper Ressourcen ist es daher umso wichtiger, keine Einschnitte bei der Kinderbetreuung vorzunehmen, sondern gezielt in erfolgversprechende Projekte zu investieren, die Kind und Beruf eltern- freundlich realisieren lassen. So fördern Sie eine positive demografische Entwicklung. Unsere Stepke-KiTas arbeiten kunden- und mitarbeiterorientiert, ohne dabei betriebswirtschaftliche Aspekte aus den Augen zu verlieren. Wir bereichern mit unserer Qualität die Trägervielfalt in den Städten. Wir arbeiten innovativ, schnell und unürokratisch mit allen beteiligten Ämtern zusammen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz schnell und angemessen zu realisieren. Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen individuelle Betreuungslösun- gen, die auf unserer Basis-Konzeption aufbauen und passgenau an den Bedingungen des jeweiligen Standortes ausgerichtet sind. Für Kommunen 37 38 Ein ganz besonderes Angebot Damit nicht nur Kinder in unseren Einrichtungen eine gute Betreuung erfahren, haben wir ein besonderes Projekt gestartet: Wir schicken unsere KiTas „on Tour“ zu Flüchtlingsunterkünften – innovativ und unkompliziert vor Ort, wo wir gebraucht werden. Unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Flüchtlingsunterkünften im Einsatz und bieten den Kindern ein Programm mit Herz: In amerikanischen Schulbussen finden sie an fünf Tagen in der Woche Spiel- und Lernmaterialien sowie abwechslungsreiche Aktivitäten, die von unseren Pädagoginnen und Pädagogen geleitet werden. Die Kinder tauchen in die deutsche Sprache ein und haben die Möglichkeit, sich mit vielfältigen Angeboten zu beschäftigen. Im nahen Lebensraum erfahren sie Begleitung und Unterstützung und können die oftmals schrecklichen Erfahrungen des Krieges und der Flucht hinter sich lassen. Das Projekt ist an Unterkünften in Düsseldorf und Köln gestartet. Als niederschwelliges Angebot eingerichtet, unterstützt die Mobile KiTa das Ziel, das Vertrauen der Kinder in die Menschen wieder aufzubauen. So gelingt die soziale und sprachliche Integration direkt am Ort! Mobile KiTas 39 40 STEPKE AkademieAS Für Wissenshungrige Wir legen großen Wert auf die fachliche Qualifikation und Fortbil- dung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb haben wir als ständige Weiterbildungsmaßnah- me die Stepke Akademie ins Leben gerufen. Regelmäßig können sich interne und externepädagogische Fachkräfte in praxisnahen Workshops gezielt und themenorientiert neues Wissen aneignen – immer nach dem neuesten Stand aus Forschung und Praxis. Alle Dozenten und Workshopleiter verfügen über eine langjährige Erfah- rung in ihrem Arbeitsfeld und sind seit mehreren Jahren unsere Bildungs- partner und Berater. Die Stepke Akademie ist für unsere Mitarbeiter kostenfrei. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Träger erheben wir eine Teilnahmegebühr. Stepke-Mitarbeiter können sich zudem einrichtungsübergreifend in extra für ihren pädagogischen Schwerpunkt eingerichteten Qualitätszirkeln austauschen, die stets von unseren Fachberaterinnen praxisnah begleitet werden. Weitere Informationen unter: www.stepke-kitas.de/stepke-akademie Stepke Akademie 41 42 Unsere Standorte Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Nordrhein-Wes� alen KiTa Löwenherz – Köln-Ostheim KiTa Matschpiraten – Köln-Roggendorf KiTa Niehler Pänz – Köln-Niehl KiTa Walnussweg – Köln-Merheim KiTa Wichtelstadt – Köln-Nippes KiTa Samoastraße – Wuppertal-Langerfeld KiTa Tal-Strolche – Wuppertal-Barmen KiTa Zaunkönige – Wuppertal-Vohwinkel Berlin/Brandenburg KiTa Am Mauerpark – Berlin-Mitt e KiTa HannaLegoranTo – Werder an der Havel KiTa Tannenzapfen – Zeesen Weitere Standorte sind deutschlandweit in Planung. stepke-kitas.de/standorte stepke-kitas.de/standorte/kita-standorte-in-planung/ 43 Köln Wuppertal Werder Zeesen Berlin Impressum Herausgeber Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Tel.: 030-420 259 29 info@stepke-kitas.de www.stepke-kitas.de Stand April 2017 Text und Redakti on Petra Karl, Frauke Schitt ek, Sabine Schollas Gestaltung und Produkti on Christi na Delikoura, Sabine Schollas Bildnachweis Titel: Wojciech Gajda/fotolia.com S. 3: silviebliss/pixabay.com S. 4: Petro Feketa/fotolia.com S. 6: Pexels, isakarakus, mcconnmama, amyelizabethquinn, paologhedin/pixabay.com Brian A. Jackson/shutt erstock.com Trinity Kubassek/pexels.com S. 8: w8lift ed/pixabay.com S. 10: dagon/pixabay.com S. 12: Antony_Wegener/pixabay.com S. 16: Unsplash/pixabay.com S. 22: Sergey Novikov/shutt erstock.com S. 24: Sergiy Bykhunenko/fotolia.com S. 27: Thommy Wong/piqs.de S. 28: omgimages/istockphotos.com S. 29: Alex77UK/pixabay.com S. 30: hadesdaiphat/pixabay.com S. 33: Pezibear/pixabay.com S. 35: Oksana Kuzmina/fotolia.com S. 37: Pexels/pixabay.com S. 41: Rawpixel/istockphoto.com Stepke ist Teil der AcadeMedia Gruppe 44 Richtig gute KiTa. Johannes Nagel Geschäftsführer j.nagel@stepke-kitas.de Frauke Schittek Geschäftsbereichsleitung f.schittek@stepke-kitas.de Dr. Kurt Berlin Geschäftsführer k.berlin@stepke-kitas.de Kontakt Haben Sie Interesse an unserer Arbeit oder Fragen? Wir stehen gerne für ein persönliches Gespräch bereit.
Anlage 4.12 Konstruktion und Mechanik
15202 Zeichen
ISO 9001 Stand 005/09.2016 Seite 1 von 5 Prozessbezeichnung PB Konstruktion und Mechanik Geändert am: 26.09.2016 Freigegeben am: 26.09.2016 Dokumentenverantwortliche/r: Sarnes, Bettina Geändert von: Sarnes, Bettina Freigegeben von: Rehn, Marcus Prozessverantwortliche/r Sarnes, Bettina Stellvertreter/in Sarah Briggmann Bereich Elementar-Pädagogik Rollenbezeichnung und -beschreibung: Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist. 2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 3. in allen Situationen des Tages die Kinder bereichsbezogen zielführend anzuregen und im Hinblick auf die Zone der nächsten Entwicklung herauszufordern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Anwendung der Prozessbeschreibung Die vorliegende Prozessbeschreibung vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/09.2016 Seite 2 von 5 Prozessbezeichnung PB Konstruktion und Mechanik Prozessziel Alle Kinder entwickeln ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs. Alle Kinder sehen Bauen und Konstruieren als lustvolles Lernen an. Alle Kinder werden altersgerecht und gemäß ihrer individuellen Veranlagung für mechanische Phänomene begeistert. Alle Kinder entwickeln ein Verständnis für grundsätzliche technische Prinzipien, indem sie selbst entsprechende Erfahrungen sammeln. Alle Kinder erweitern ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu den Themen Konstruktion und Mechanik. Alle Kinder entwickeln ein Verständnis für die räumliche Anordnung von Dingen oder Teilen eines Bauwerks. Alle Kinder entwickeln ein Verständnis über grundlegende Gesetze der Statik. Prozessbeschreibung Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende Unterbereiche abgedeckt sind: Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs 1. Bauen und Konstruieren Bauwerke und Maschinen auseinandernehmen und zusammensetzen, Nachbauen von Modellen, Pläne erstellen, Problemlösungsorientierung, Verständnis von Gesetzen der Statik, Visuell-kognitive Fähigkeiten, Systematisches Vorgehen Kleinräumiges Bauen: adäquate Möglichkeiten zum Bauen mit Bauklötzen etc. mechanische Phänomene und physikalische Gesetzmäßigkeiten, räumliche Anordnung von Dingen oder Teilen eines Bauwerks. Großräumiges Bauen z.B. Höhlenbau auf der Bewegungsbaustelle; Bauen mit großen Hölzern im Außenbereich Pläne erstellen, „Arbeit und Personal“ einteilen, koordinieren, umsetzen 2. Verständnis technischer Geräte und Prinzipien: auseinander nehmen, um deren Funktionsweise zu untersuchen neue phantastische oder tatsächlich funktionierende technische Geräte zu erschaffen 3. Werken: Holz und andere grobe Baumaterialien. 4. Besuch von Werkstätten, Museen Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist die unmittelbare Nähe von Konstruktion und Mechanik zu den Bildungsbereichen Logik und Mathematik sowie Forschen und Entdecken zu berücksichtigen. Besonderheiten bei/von Kleinstkindern: Die PädagogInnen ermöglichen Kleinstkindern Erfahrungsräume zur Entfaltung der Sinne wie sehen, fühlen, tasten, Gleichgewicht, Propriozeption und hören. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/09.2016 Seite 3 von 5 Prozessbezeichnung PB Konstruktion und Mechanik Die PädagogInnen gehen in achtsamen und intensiven Dialog mit Kleinstkindern. Die PädagogInnen beachten hierbei entsprechend entwicklungsgemäß die Konsistenz, die Mehrdimensionalität und die Handhabbarkeit von Materialien. Die PädagogInnen achten bei der Materialauswahl auf enge Zusammenhänge zwischen der kindlichen Neugier (einfache Bauten mit altersgemäßen Materialien), Bewegung (körperliche Anreize zu schaffen) sowie Sprache. Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur Verfügung gestellt (Archiv für „Gute pädagogische Fachpraxis“). Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der Bereichsziele genommen. Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Darüber hinaus soll zur Reflexion (Sprachsauberkeit, Aussprache, Konformität Verbaler und nonverbaler Kommunikation) ein weiteres Hilfsmittel, das Videografieren (in Videofilmen festhalten) genutzt werden. Die Videografie zielt insbesondere auf die visuelle Erfassung und Analyse von Interaktionsprozessen. Mithilfe der Videografie ist es möglich, tiefere Einblicke in das Interaktionsgeschehen zu gewinnen. Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: Werden Ideen zum Bauen und Konstruieren der Kinder wertschätzend aufgenommen, diskutiert und münden in konkreten Vereinbarungen zur Umsetzung? Werden Gegenstände und ihre Beschaffenheit (Form, Farbe, Größe, Material) beim Bau- und Konstruktionsspiel auch bei jüngeren Kindern thematisiert? Können die Kinder Materialien aus anderen Bereichen (z.B. Rollenspiel) für ihr Bauspiel nutzen? Wie schenken wir dem Kind für seine Ideen, Werke und Produkte einfühlsame Beachtung? Wie lassen wir dem Kind Zeit den „Flow“ zu genießen Wodurch wird den Kindern Zeit und Raum gegeben, Pläne zu entwickeln, etwas zu Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/09.2016 Seite 4 von 5 Prozessbezeichnung PB Konstruktion und Mechanik bauen, zu verwerfen, zu ändern und wieder neu zu entwickeln? Welche weiteren Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung werden den Kindern erschlossen, in denen sie unmittelbare Lernerfahrungen machen können (z.B. Abenteuerspielplatz, Baustelle, Wald, Handwerksbetrieb)? Wo finden Kinder die Möglichkeit sich mit Bauplänen, Bauwerken und Architektur auseinanderzusetzen, um diese Eindrücke in ihre eigenen Werke einfließen zu lassen? Werden die Wünsche der Kinder bei der Anschaffung von Bau und Konstruktionsmaterialien berücksichtigt? Werden mit Kindern die Regeln für den Umgang mit Bauwerken ausgehandelt? Wie werden insbesondere bei Mädchen die Freude am Bauen und Konstruieren gefördert? (Mädchen zeigen tendenziell weniger Interesse an diesem Bildungsbereich). Welche Materialien fordern die Kinder zum Konstruieren heraus? (Baupläne, ausreichende Menge an Baumaterial, Fotos von Bauwerken etc.) Wie sprechen diese insbesondere Mädchen und Jungen an? Wie sorgen die ErzieherInnen für alternative Zugehensweisen zu Erfahrungen und Einsichten für das Kind, das sich an bestimmten Aktivitäten nicht beteiligen kann? Wo finden Kinder die Möglichkeiten, Dinge auseinander zu nehmen, zusammenzusetzen oder zu reparieren? Welche weiteren Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung werden den Kindern erschlossen, in denen sie unmittelbare Lernerfahrungen machen können (z.B. Abenteuerspielplatz, Baustelle, Wald, Handwerksbetrieb)? Wie wird das Kind dazu angeregt, erste eigene perspektivische und räumliche Überlegungen anzustellen (Zimmer, Spielplatz, etc. zeichnen und bauen)? Wo kann das Kind seine Werke und damit seine Erfahrungen und Denkleistungen präsentieren? Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) element-i-Bogen Ideenliste „Konstruktion und Mechanik“ Gute pädagogische Fachpraxis Qualitätskriterien: 1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum Bildungsbereich statt. 4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom verfügbar. Basisanforderungen für Material und Raumausstattung: Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/09.2016 Seite 5 von 5 Prozessbezeichnung PB Konstruktion und Mechanik Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: 1. Physikalische Grundgesetze erfahren Wiegen auf der Wippe mit 1kg Sandsäcken auf der anderen Seite Hebelgesetze durch Bretter auf Rollen mit unterschiedliche Längen Lasten hebeln, Bsp. Katapult Brett im Zirkus, Flaschenzug Flaschenzug ausprobieren und nachbauen Druckgesetz p1V1=p2V2 mit Spritze bei doppeltem Druck ist das Volumen in der Spritze halbiert Fallgeschwindigkeitsgesetze: Messen der Zeit von herunterfallenden Dingen Impulsgesetz: Bsp. Murmeln oder Billiard, Geschwindigkeit verringert bei Stoß von einer auf zwei Kugeln oder bleibt gleich beim Stoß auf eine Kugel 2. Bauen und Konstruieren Kleinräumiges Bauen: viele Bausteine in verschiedenen Formen und Größen, kommerzielle und selbst hergestellte Bausteine, Naturmaterialien, Kartons, Autos, Züge usw.). Großräumiges Bauen: z.B. Höhlenbau auf der Bewegungsbaustelle; große Bauklötze oder Kartons; Bauen mit großen Hölzern im Außenbereich. Es gibt eine Ausstattung für Spiele mit Sand und Wasser, Matsch oder Ton o.ä. draußen und drinnen (dafür ist eine Vielfalt von Spielzeugen vorhanden z.B.: Behälter, Löffel, Kellen, Schaufeln, Trichter, Töpfe und Pfannen, Geschirr, Sandformen und –Autos). 3. Verständnis technischer Geräte und Prinzipien: Alltägliche Geräte (Handmixer, Kaffeemühle, Uhrwerk,…) sowie (defekte) technische Geräte (Kassettenabspielgerät, Schallplattenspieler,…) 4. Werken: Holz und andere grobe Baumaterialien. Konstruktionsmaterialien (Holz, Pappe, Dosen,… Schrauben, Muttern, Nägel, Pfeiffenputzer…), Zollstock, Sägen, Hammer, Schraubenzieher, Ratschen, Pfeilen, Klebepistole, Zange, Draht, Kabel, Schutzbrillen, Helme, Taschenlampe Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Anlage 4.16 Körper und Sinne
16339 Zeichen
ISO 9001 Stand 005/06.2016 Seite 1 von 6 Prozessbezeichnung PB. Körper und Sinne Dokumentenverantwortliche/r: Kron, Anna-Lena Geändert von: Kron, Anna-Lena Freigegeben von: Rehn, Marcus Prozessverantwortliche/r Kron, Anna-Lena Stellvertreter/in Rehn, Marcus Bereich Elementarpädagogik Rollenbezeichnung und -beschreibung: Bildungsbereichsverantwortliche/r in element-i-Einrichtung Der/die RolleninhaberIn verantwortet die Gestaltung des Bildungsbereichs innerhalb der element-i-Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung gegenüber den Bildungsinhalten und eine ausgeprägte Sensibilität für die darauf bezogenen kindlichen Interessen. Die vorliegenden Qualitätsstandards sind als Rahmen zu verstehen, dessen Spielräume durch eigene Ideen angereichert werden. Der/die RolleninhaberIn ist sich seiner/ihrer diesbezüglichen Vorbildfunktion für Kinder und KollegInnen bewusst. Die Rollenerwartung beinhaltet, 1. die vorliegende Prozessbeschreibung im Rahmen eines kurzen, für Eltern sichtbaren Umsetzungskonzepts an die Gegebenheiten der Einrichtung anzupassen. Das Konzept beschreibt und illustriert die mit dem Bildungsbereich verbundenen Zielsetzungen und Raumkonzeptionen. Es dient als Archiv für dokumentierte Impulse und ist darum als (Künstler-)Mappe in dem Raum auszuhängen, in welchem der Bildungsbereich schwerpunktmäßig verortet ist. 2. in Bezug auf Räume und Material eine ansprechende und aktuelle Lernumgebung für Kinder zu gestalten sowie zu geeigneten Gelegenheiten den Bildungsbereich außerhalb der Kita zu beleben (Außenbereich der Kita, Ausflüge und Exkursionen). Im Rahmen des AKV-Prinzips stimmt sich der/die RolleninhaberIn mit den Raumverantwortlichen innerhalb der element-i-Einrichtung ab. 3. in Impulsen und alltagsbegleitenden Aktivitäten die bereichsbezogenen Interessen der Kinder mittels einer erkennbaren pädagogischen Absicht beständig zu animieren und zu fördern. Dies beinhaltet die regelmäßige Erstellung von Impulsdokumentationen (s.o.). 4. allgemeingültige Leitziele (Gesundheit, Verbundenheit, Autonomie, Resilienz, Freude am Lernen) und Querschnittsthemen (Partizipation, Inklusion, Gender, Medienpädagogik, Kinderschutz) des element-i-Kinderhauskonzepts bei der Umsetzung von Bildungsbereichen mitzurealisieren. Hierzu wird von dem/der RolleninhaberIn erwartet, rund die Hälfte der Arbeitszeit für den Bildungsbereich aufzuwenden, und die notwendige Expertise durch Fortbildungen, Qualitätswerkstätten und Fachliteratur selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Anwendung der Prozessbeschreibung Die vorliegende Prozessbeschreibung vermittelt den Bildungsbereichsverantwortlichen Orientierung bzgl. der sichtbaren Umsetzung des Bildungsbereichs in element-i-Einrichtungen. Bei einer Neuvergabe der Rolle wird die Prozessbeschreibung in jeweils aktueller Form von der Teamleitung dem/r RolleninhaberIn ausgehändigt. sichert Kindern und Eltern ein Qualitätsversprechen bzgl. einer optimalen themenbezogenen Förderung der kindlichen Interessen. dient Team und Teamleitung als Leitfaden für die Reflektion der Umsetzung des Bildungsbereichs im Rahmen der Bereichsbesprechung. liefert AuditorInnen von element-i-Einrichtungen Qualitätskriterien für die Begutachtung des Bildungsbereichs im Rahmen eines Audits. dient dem Pädagogischen Leitungskreis als Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung der Bildungsbereichs-Konzepte. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/06.2016 Seite 2 von 6 Prozessbezeichnung PB. Körper und Sinne Prozessziel Alle Kinder entwickeln ein erkennbares Interesse an Fragestellungen des Bildungsbereichs. Alle Kinder bilden altersgerecht und gemäß ihrer individuellen Veranlagung die Wahrnehmungsfähigkeit ihrer fünf Sinne aus. Alle Kinder erfahren eine individuelle Bedürfnisbefriedigung in Bezug auf Nähe und Distanz und können dieses Bedürfnis kommunizieren. Alle Kinder lernen ihren Körper kennen und schätzen. Sie können aktiv auf dessen Gesunderhaltung achten in Bezug auf Bewegung, Ruhe und Schlaf, Hygiene und Ernährung. Alle Kinder entwickeln ihre Geschlechtsidentität, Grundwissen über Sexualität und erwerben den Schutz der eigenen Intimsphäre sowie die Fähigkeit, darüber zu kommunizieren. Kinder mit eingeschränkter Sinneswahrnehmung haben die Möglichkeit am Kinderhausalltag teilzunehmen oder ihnen werden alternative Teilhabemöglichkeiten geboten. Prozessbeschreibung Eine sichtbare Umsetzungsqualität im Bildungsbereich erfordert das Zusammentreffen von vorbereiteter Lernumwelt, alltagsbegleitenden Aktivitäten und gezielten (d.h. mit erkennbarer pädagogischer Absicht eingeleiteten), an den kindlichen Interessen orientierten Impulsen. Dies ist Aufgabe der/s RolleninhaberIn. Er/Sie erarbeitet ein Umsetzungskonzept, das diese Aspekte an die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten der betreffenden Einrichtung anpasst. Er/Sie gewährleistet, dass in diesem Rahmen folgende Unterbereiche abgedeckt sind: Verpflichtende Themen des Bildungsbereichs Körper und Sinne 1. Hören Auditive Erfahrungen (Laut und Leise, Nähe und Ferne, Richtungszuordnung) Erleben und Einschätzen des eigenen Hörempfindens (welche Auditiven Wahrnehmungen sind gut für mich?) Einsatz und Spiel mit der eigenen Stimme, ihrer verschiedenen Tonlagen und Gestaltungsmöglichkeiten Kenntnis über den Einsatz der eigenen Stimme und der daraus entstehenden Wirkungen 2. Sehen Nah- und Weitsicht Nutzen vergrößernder Hilfsmittel Farbwahrnehmung 3. Tasten/Fühlen Wahrnehmung und Fühlen unterschiedlicher Haptik Wärme- und Kälteempfinden Druck- und Schmerzempfinden 4. Schmecken Kennen und erleben verschiedener Geschmacksrichtungen wertschätzendes Verhältnis zu Lebensmitteln Genussvolles erleben der Mahlzeiten im Tagesablauf Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/06.2016 Seite 3 von 6 Prozessbezeichnung PB. Körper und Sinne 5. Riechen Wahrnehmen, Benennen und Zuordnen verschiedener Gerüche Ausbildung eines eigenen Geruchssystems (angenehme Gerüche, unangenehme Gerüche 6. Propriozeption (Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum): Lagesinn, Kraftsinn, Eigenbewegungssinn Erleben aktiver, raumgreifender Bewegungen Einsetzen der eigenen Körperteile zur Fortbewegungszwecken unter Aufwand der körpereigenen Kräfte Schulung der eigenen Gleichgewichtsfähigkeit Schulung der Fingerfertigkeit Gegenstände und Personen ziehen, drücken und schieben 7. Der (eigene) Körper: Gesunderhaltung Wahrnehmung körpereigener Organe und ihrer Funktion (Viszerozeption) Empfinden von Nähe und Distanz Zubereitung gesunder Mahlzeiten Techniken zur Pflege des Körpers Ernährung Bewegung Erleben von Momenten der An- und Entspannung Erkennen, benennen und ausleben der Bedürfnisse des eigenen Körpers Schlafsituation 8. Kindliche Sexualität: Bildung einer Geschlechteridentität Erkunden des eigenen Körpers und des Körpers anderer Kinder (Doktorspiele) Kenntnisse über das jeweils andere Geschlecht Bennen können der unterschiedlichen Körperteile Wahrnehmung und Einschätzung von Nähe und Distanz Grenzen des eigenen Empfindens kennenlernen und benennen 9. Pflege und Körperpflege: Wickeln Körperhygiene, Händewaschen, Zähneputzen Kenntnisse über die hygienischen Bedürfnisse einzelner Körperteile erfahren Kenntnisse über die körpereigenen Ausscheidungen Begleitetet Übergang von der Windel zum Töpfchen/Toilettengang Besonderheiten bei/von Kleinstkindern 1. Die PädagogInnen bieten den Kindern adäquate Möglichkeiten zur Schulung der Sinne Sehen, Hören, Tasten, Schmecken, Riechen, Lagesinn, Kraftsinn und Bewegungssinn. Sie sensibilisieren die Kinder für individuell unterschiedliche Wahrnehmungen und regen einen respektvollen Umgang mit diesen Unterschieden an. 2. Die PädagogInnen erkennen die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes in Bezug auf Nähe und Distanz und achten sensibel auf die entsprechenden kindlichen Signale. Sie lassen jedem Kind eine optimale individuelle Bedürfnisbefriedigung zukommen. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/06.2016 Seite 4 von 6 Prozessbezeichnung PB. Körper und Sinne Sie animieren Kinder, diese Bedürfnisse aktiv zu kommunizieren und reflektieren sie mit ihnen. 3. Die PädagogInnen vermitteln den Kindern ein Grundwissen über den eigenen Körper sowie über den Zusammenhang zwischen Bewegung , Ruhe und Schlafen, Ernährung sowie Körperpflege (einschließlich Wickeln) zur Gesundhaltung des eigenen Körpers. Die PädagogInnen animieren jedes Kind, seine individuelle Balance zu finden. Sie sind sich stets ihrer Vorbildfunktion bewusst und leben diese vor den Kindern. 4. Die PädagogInnen begleiten die Kinder bei der Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität, Vermitteln ihnen ein altersgerechtes Grundwissen über Sexualität und befördern die kindliche Fähigkeit, den Schutz der eigenen Intimsphäre zu kommunizieren. Bei der Bereichsgestaltung (Impulse, Raumgestaltung, Freispielmöglichkeiten und Projekte) soll umfassend und generell bildungsbereichsübergreifend gedacht werden. Insbesondere ist die unmittelbare Nähe von Körper und Sinne zu den Bildungsbereichen Sprache, Bewegung sowie Soziales Miteinander zu berücksichtigen. Anforderungen an die Impulsdokumentation und -reflexion Gelungene Impulse sind von der/dem RolleninhaberIn gemäß der PB Steuerung der Bildungsbereiche in Form einer Wanddokumentation (mit Text und Bildern) festzuhalten. Sie sind stets mit Name der Einrichtung, Datum, Name der BearbeiterIn und dem Bezug zu (mehreren) Bildungsbereichen zu versehen. Die Dokumentation wird abfotografiert und der übergeordneten Pädagogischen Leitungskraft zur Entscheidung über eine Freigabe als Beispiel guter Pädagogischer Fachpraxis weitergeleitet. Nach Freigabe wird die Impulsdokumentation anderen element-i-Einrichtungen als Beispiel guter Fachpraxis zur Verfügung gestellt. Impulse werden regelmäßig (mindestens einmal jährlich) zwischen der Teamleitung und der/dem RolleninhaberIn auf der Basis der Leitfragen element-i-Impulsreflexion reflektiert. Hierbei wird auch Bezug auf die Einbindung der Querschnittsthemen, der Leitziele sowie der Bereichsziele genommen. Anforderungen an die Bildungsbereichsbesprechung Der/die RolleninhaberIn koordiniert Bereichsbesprechungen, in denen die Gestaltung der Lernumgebung und die stattgefundenen Aktivitäten/Impulse vor dem Hintergrund der Zielsetzungen für den Bildungsbereich reflektiert werden. Diese Bereichsbesprechungen finden halbjährlich mit der Teamleitung und einmal im Jahr zusammen mit dem gesamten Team statt. Es werden Verantwortliche aus anderen Bildungsbereichen hinzugezogen, soweit die inhaltliche Nähe dies erfordert. Impulsdokumentationen fließen als Pflichtbestandteil in die Bereichsbesprechung ein. Die Bereichsbesprechung findet anhand der vorliegenden Prozessbeschreibung zum Bildungsbereich statt und regt zur Reflexion sämtlicher Prozessbestandteile an. Neben den in den Rubriken Prozessziel und Prozessbeschreibung definierten Anforderungen wird die Realisierung von Leitzielen und Querschnittsbereichen anhand folgender Fragen reflektiert: Wie schenken wir der Sinneswahrnehmung des Kindes einfühlsame Beachtung? Wie erkennen wir das Bedürfnis nach körperlicher Nähe des Kindes und wie gehen wir achtungsvoll darauf ein? (Sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen) Wie schaffen wir eine für die Kinder stets liebe- und respektvolle Pflegesituation? Wie regen wir einen respektvollen Umgang mit individuell unterschiedlichen Wahrnehmungen und Ausdrucksformen an und unterstützen diese? Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/06.2016 Seite 5 von 6 Prozessbezeichnung PB. Körper und Sinne Wie wird die gezielte Schulung der einzelnen Sinne angeregt? (Schmecken, Sehen, Hören, Riechen, Tasten, Gleichgewicht, Wärme/ Kälte, Schmerzen) z.B. durch Ausblenden einzelner Sinne, sammeln und ordnen neuer Sinneseindrücke. Welche unterschiedlichen Materialien stehen für vielfältige Sinneserfahrungen zur Verfügung, z.B. auch um ungewohnte Sinneserfahrungen zu machen (z. B. Sonnenbrillen, Prismen, Kaleidoskope, Verzerrspiegel, Regenrohr, Hörspaziergänge)? Welche Möglichkeiten werden geschaffen Materialien in und mit verschiedenen Konsistenzen sinnlich zu erfahren? (Z.B. Wasser, Schnee, Rasierschaum, Butter, Ton, Matsch) Welche Materialien gibt es, damit die Kinder sich selbst „erforschen“ können (z. B. Spiegel, Lupe, Maßband, Stethoskop) und wie werden sie den Kindern nahe gebracht? Wie wird das Kind dabei unterstützt, seine Geschlechtsidentität zu entwickeln, Grundwissen über Sexualität und den Schutz der eigenen Intimsphäre zu erwerben und darüber zu sprechen zu lernen und auch deutlich „Nein“ sagen zu können? Wie ermöglichen wir es Mädchen und Jungen ihre eigene körperliche Entwicklung zu verfolgen? (vom Mädchen zu Frau/ vom Jungen zum Mann)? Wie gelingt es den Schutz der eigenen Intimsphäre zu erwerben und darüber sprechen zu lernen und auch deutlich „Nein“ sagen zu können? Wodurch lernen Kinder ihren Körper kennen und schätzen und aktiv auf seine Gesunderhaltung Einfluss zu achten (z.B. Zubereitung gesunder Mahlzeiten, Hunger- und Sättigungsgefühl, Techniken zur Pflege des Körpers, Zahnpflege etc.)? Hat jedes Kind die Möglichkeit Entspannung und Stille zu erfahren? (Sowohl Jungen als auch Mädchen) Wie können Kinder mit eingeschränkter Sinneswahrnehmung am Kindergartenalltag bzw. bestimmten Aktivitäten teilnehmen oder sich durch alternative Zugehensweisen beteiligen? Wie unterstützen regelmäßige Rituale die Körperpflege? Das Ergebnis der Bereichsbesprechung (Protokoll) ist an die Teamleitung weiterzuleiten. Prozessdokumente (Checklisten, Vorlagen etc.) element-i-Bogen gute Pädagogische Fachpraxis Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2014): Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen. Freiburg im Breisgau. Qualitätskriterien: 1. Es existiert ein Umsetzungskonzept, das die Anforderungen der vorliegenden Prozessbeschreibung auf die räumlichen, materiellen und personellen Gegebenheiten des element-i-Kinderhauses herunterbricht. 2. Der Bildungsbereich ist sichtbar in der Kita verortet. Kinder kennen und verbinden den Ort/die Orte mit den Inhalten des Bildungsbereichs. 3. Es finden regelmäßig Impulse und andere Aktivitäten mit explizitem Bezug zum Bildungsbereich statt. 4. Die verfügbaren Materialien ermöglichen eine reichhaltige und altersgerechte kindliche Erfahrung. Das Material für den Bildungsbereich ist den Kindern autonom verfügbar. Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst ISO 9001 Stand 005/06.2016 Seite 6 von 6 Prozessbezeichnung PB. Körper und Sinne Basisanforderungen für Material und Raumausstattung: Die nachfolgenden Basisanforderungen an Material und Raumausstattung definieren die untere Schwelle, unterhalb derer ein Bildungsbereich als nicht-sichtbar gekennzeichnet werden muss. Qualität im Bildungsbereich entsteht erst, wenn Basisanforderungen durch eigene Ideen und Materialvorschläge und –akquisitionen bereichert werden: Bad: Wasser, Rasierschaum, Schaum, Handtücher Atelier/Labor/Matschraum/Garten: Sand, Ton, Matsch, Knöpfe, kleine Steine Felle, Tücher, Stoffe in unterschiedlicher Haptik Sonnenbrillen, Spiegel, Verzerrspiegel, Lupen, Prismen, Kaleidoskope Igelbälle, Tannenzapfen, Stoffe, Bürsten Möglichkeiten zum Fühlen (z.B. Kim-Spiele, Kästen, Säckchen,…) Kastanien, Linsen Musik: verschiedene Musikinstrumente CD-Spieler Hörmemory, Klangschalen Stethoskope, Regenrohre Spiele wie Hörmemory etc. Entspannung: Lichtspiele, Kuscheldecken, Igelbälle, Kissen Ideenliste Körper & Sinne Beispiele für gute Praxis Ausgedruckt unterliegt das Dokument nicht dem Änderungsdienst
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (12)
- Hafenstraße 30
- Regina-Protmann-Straße
- Meyerbeerstraße
- Eichendorffstraße
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Carlo-Schmid-Weg
- Alt Angelmodde
- Willingrott
- Kinderhaus
- Tiergarten
- Steinkamp
- Asche
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0880/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.10.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37