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QueerTV ist gestartet

Mitteilung Ausschuss 2357/2020 vom 05.08.2020

Stand: Am 01.09.2020 in der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/161/1 Vorlagen-Nummer 05.08.2020 2357/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 18.08.2020 Ausschuss Soziales und Senioren 20.08.2020 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 01.09.2020 QueerTV ist gestartet Bei QueerTV kommen Menschen zu Wort, die aus der LSBTI und BPoC* Community (Black, Indi- genous and Person of Color) stammen. Das Projekt umfasst den Aufbau einer Homepage mit einer Verbindung zu einem Youtube-Kanal. In unterschiedlichen Formaten, wie Interviews, Reportagen, Diskussionsrunden und Shows werden Themen aus der LSBTI und BPoC* Community angesprochen. Hierbei kommen Menschen aus der LSBTI und BPoC* Community sowie deren Verbündete (Allies) direkt zu Wort. Die verschiedenen Formate werden individuell und dem jeweiligen Thema angemessen erarbeitet und ausgestrahlt. Durch die Verbindung der Themen LSBTI, Migration, Flucht, Religion und Glaube, wird der intersekti- onale Charakter des Projektes unterstrichen. Im Projekt haben Personen, die von Mehrfachdiskrimi- nierung betroffen sind, eine Stimme und sorgen für eine breitere öffentliche Wahrnehmbarkeit ihrer Belange. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wie sich verschiedene Formen von Diskriminierung häufig überschneiden oder auch gleichzeitig erfolgen. Bei einer Liveshow des Integrationshaus e. V. anlässlich des CSD ist das Projekt am 5. Juli 2020 erstmalig präsentiert worden. Erste Videos sind bereits auf der Seite von QueerTV (queertv.inhaus.org) zu sehen. Engagierte aus der SPEKTRUM-Gruppe und aus anderen Initiativen der LSBTI & BPoC* können weitere Themen, Einblicke, Geschichten, Statements und Fragen mit den Medien Video, Podcast, Fotos und/oder Shows aufarbeiten und präsentieren. Weitere Beiträge sind in der Erarbeitung und werden sukzessive online gestellt. Nicht nur in Köln ist das Projekt auf positive Resonanz gestoßen. Positive Rückmeldungen kamen auch schon aus Brasilien, den USA, Italien, Polen, Frankreich und den Niederlanden. QueerTV setzt auf Empowerment. Aufgrund der erlebten Mehrfachdiskriminierungen sind die Projekt- beteiligten mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Durch die gegenseitige Unter-stützung stellen sie sich diesen und entwickeln Resilienzen zur Bewältigung. Die verschiedenen Dimensionen der Diskriminierung und Ausgrenzung u. a. auf Grund von Religion, Herkunft, Geschlecht, geschlechtliche Identität oder sexueller Orientierung stehen ebenso im Fokus des Vorhabens. Ziel des Formates ist es, Dialoge anzuregen, andere zu bestärken, sich gegen Diskriminierung und Rassismus einzuset- zen, die Problematik der Mehrfachdiskriminierung zu verdeutlichen und mehr Verständnis füreinander zu schaffen. Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, ist das Format niederschwellig konzipiert und wird in englischer und in deutscher Sprache realisiert. Durch die Einschränkungen während der Corona-Epidemie stehen LSBTI-Personen vor besonderen Herausforderungen. Schutzräume, die sie aufsuchen konnten, sind aufgrund der Kontaktbeschrän- kungen nur noch eingeschränkt verfügbar. Darüber hinaus ist eine Zunahme an Konflikten zwischen 2 LSBTI-Personen und ihren häuslichen und familiären Umgebungen festzustellen. Durch starke famili- äre Bindungen und ggf. sprachliche Barrieren werden diese Probleme noch einmal verstärkt. Auch für diese besonderen Herausforderungen bietet QueerTV eine Plattform. Im Projekt werden Menschen unterstützt, ihre Geschichten, Probleme und Erfahrungen in den Bereichen Sexualität, sexuelle Orien- tierung und geschlechtliche Identität zu teilen, um damit andere wiederum zu stärken und Identifikati- onsmöglichkeiten zu schaffen. Indem die Dimensionen sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität (LSBTI) sowie Migration und Flucht in direkter Verbindung dargestellt werden, macht das Projekt deutlich, wie wichtig sowohl die Community als auch die öffentliche Unterstützung sind, um Selbstbewusstsein zu entwickeln und Selbstwirksamkeit zu erleben. QueerTV wird von der Stadt Köln unterstützt und aus Mitteln der Landesförderung NRWelt-offen der Landeszentrale für politische Bildung finanziert. Gez. Reker

Beratungsverlauf

  1. 18.08.2020

    Integrationsrat

    TOP 5.15, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 20.08.2020

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 9.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 01.09.2020 zuletzt

    Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender

    TOP 8.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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