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V/0297/2009

Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide, Jahresbericht 2008

Vorlagen 20.04.2009

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Berichtsvorlage

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Jahresbericht2008-20090519-2

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Vorlage-0297-2009-Anlage2

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Berichtsvorlage

3077 Zeichen

V/0297/2009 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide; Jahresbericht 2008 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.05.2009 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht
03.06.2009 Stiftungskommission Bericht
03.06.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht
09.06.2009 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
 Bericht 
10.06.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht
16.06.2009 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht
17.06.2009 Ausschuss für Gleichstellung Bericht
17.06.2009 Ausländerbeirat Bericht
18.06.2009 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht
24.06.2009 Hauptausschuss Bericht
24.06.2009 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Mit seinem Beschluss vom 13.12.2006 zur Vorlage V/0927/2006 hatte der Rat die Verwaltung 
beauftragt, ihm jährliche Zwischenberichte über den Projektverlauf vorzulegen, die zuvor der Be-
zirksvertretung Münster-Nord, den beteiligt en Fachausschüssen und Gremien sowie dem Aus-
länderbeirat vorgelegt werden. Ferner ist die Stadt Münster aufgrund der Zuwendungsbescheide 
der Bezirksregierung Münster vom 14.12.2006 und vom 26.07.2007 verpflichtet, die Bezirksregie-
rung jährlich über den Verlauf der Maßnahmen zu unterrichten.  
 
Grundlagen der inhaltlichen Darstellung dieses zweiten Jahresberichts (Anlage 1) sind die im 
Rahmen der prozessbegleitenden Selbstevaluation (Teilprojekt 8.01) mit den an der Programm-
durchführung Beteiligten entwickelten Ziele und Indikatoren. Damit ist der Jahresbericht 2008 in 
der Lage, anhand der Projektstatistiken und Einzel berichte nachverfolgbare Aussagen zur Zieler-
reichung auf Projektebene sowie mit Blick auf die übergeordneten Ziele der Handlungsfelder zu 
treffen. Auch zum Zielfortschritt auf der Ebene des Gesamtprogramms enthält der Bericht Hin-
weise. Die ausführlichen Projektberichte mit Hi nweisen auf eingesetzte Finanzmittel sind im Ma-
terial- und Dokumentationsteil enthalten.  
 
Inwieweit die Projekte der Sozialen Stadt Erfolge zeitigen, ist insbesondere auch von den demo-
grafischen, sozialen, ökonomischen und infrastrukturellen Bedingungen des Programmgebiets 
abhängig. Ein weiteres Modul der prozessbegleitenden Selbstevaluation betrifft daher die Erhe-
Vorlagen-Nr.: 
V/0297/2009 
Auskunft erteilt: 
Herr Treutler 
Ruf: 
492 50 26 
E-Mail: 
Treutler@stadt-muenster.de 
Datum: 
17.04.2009 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0297/2009 
 
bung von statistischen Kennziffern (sog. Kontextindikatoren), die die Strukturen im Programmge-
biet beschreiben und deren Veränderungen im Zeitverlauf verdeutlichen. Anhand dieser Indikato-
ren, die als Material für Wirkungsanalysen des Programms  allerdings  nicht geeignet sind, lassen 
sich Aussagen insbesondere über die Zusammensetzung und Entwicklung der Wohnbevölkerung 
treffen, auf die sich die Projekte der Sozialen Stadt einstellen müssen. Den auf Daten am Jah-
resende 2007 basierenden Kontextdatenmonitor stellt Anlage 2 vor. 
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
Paal 
Stadtrat

Jahresbericht2008-20090519-2

405609 Zeichen

Anlage 1/V/0297/2009 
 
 
 
Jahresbericht 2008  
der prozessbegleitenden Evaluation   
für das Programm „Soziale Stadt NRW -  
Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“ 
Vorgelegt durch: 
Univation  
Institut für Evaluation  
Dr. Beywl & Associates GmbH  
 
Hohenstaufenring 63  
50674 Köln  
Tel.: 0221-4248071  
www.univation.org 
Verfasser:  
Susanne Mäder, Dr. Michael Seligmann  
 
Köln, den 15.04.2009 
April 2009

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln ii 
 
Evaluationsteam: 
Susanne Mäder 
Dr. Michael Seligmann 
Unter Mitarbeit von  
Benjamin Merle 
Stefan Schmidt 
Impressum: 
 
Univation – Institut für Evaluation 
Dr. Beywl & Associates GmbH 
Hohenstaufenring 63 
50674 Köln 
Tel.: 0221-4248071 
www.univation.org  
Informationen zu den Inhalten/Ergebnissen: 
susanne.maeder@univation.org  
Anmerkung : 
In diesem Text wird eine gendersensible Sprache verwendet. Aus den gewählten Formulierungen 
geht hervor, ob bei der Ansprache von Personen oder Personengruppen ausschließlich Frauen, 
ausschließlich Männer oder beide Geschlechter gemeint sind. Für letztgenannten Fall wird mit der 
folgenden Priorität verfahren: 
Es werden geschlechtsneutrale Bezeichnungen genutzt (z. B. Studierende) 
Es sind beide grammatikalischen Geschlechter genannt (z. B. Schülerinnen und Schüler) 
Bei zusammengesetzten Wörtern/zur Vereinfachung des Satzaufbaus/bei Platzmangel (in Frage- 
bogen, Tabellen …) wird das generische Maskulinum ge nutzt (z. B. Einwohnerzahlen)

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln iii 
Gliederung 
1 Ausgangslage und Arbeitsauftrag.................................................................................5 
2 Zwischenbilanz in den Handlungsfeldern.....................................................................8 
2.1  Handlungsfeld 1 Wohnen.........................................................................................8 
2.1.1  Übersicht Handlungsfeld ...................................................................................9 
2.1.2  Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des Handlungsfelds............11  
2.1.3  Ergebnisse auf der Projektebene....................................................................12  
2.1.3.1  Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung ...........................................12  
2.1.3.2  Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestands .....................................13  
2.1.3.3  Projekt 1.03 Wohnzukunft...........................................................................14  
2.1.3.4  Projekt 1.04: Weiterentwicklung der Kooperation zur Verbesserung der 
Wohnverhältnisse im Quartier Nordwestschleife...... ...................................................14  
2.1.3.5  Projekt 1.05: Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innenschulung..............15  
2.1.3.6  Projekt 1.06: Das Quartier spart Strom.......................................................16  
2.1.3.7  Projekt 1.07: Solares Kinderhaus ...............................................................17  
2.1.3.8  Projekt 1.08: Alternative Flächennutzung - baulich und sozial ...................17  
2.2  Handlungsfeld 4 Integration ...................................................................................19  
2.2.1  Übersicht Handlungsfeld .................................................................................19  
2.2.2  Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des Handlungsfelds............21  
2.2.3  Ergebnisse auf der Projektebene....................................................................23  
2.2.3.1  Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag - unsere Sorgen´ ....................23  
2.2.3.2  Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, Beratungs- und 
Koordinationsstelle ......................................................................................................24  
2.2.3.3  Projekt 4.03 - Gewaltprävention..................................................................27  
2.3  Handlungsfeld 5 Bildung ........................................................................................29  
2.3.1  Übersicht Handlungsfeld 5 ..............................................................................29  
2.3.2  Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des Handlungsfelds 5.........33  
2.3.3  Ergebnisse auf der Projektebene im Handlungsfeld 5 ....................................35  
2.3.3.1  Projekt 5.01 Wir verstehen uns / Projekt 5.03 Stadtteileltern in KiTas........35  
2.3.3.2  Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken............... .........................................38  
2.3.3.3  Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule-Beruf........42  
2.3.3.4  Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur.....................................................45  
2.4  Handlungsfeld 6 Soziale Netze ..............................................................................46  
2.4.1  Übersicht Handlungsfeld 6 ..............................................................................47  
2.4.2  Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des Handlungsfelds............50  
2.4.3  Ergebnisse auf der Projektebene....................................................................52  
2.4.3.1  Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort .....................................................52

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln iv 
2.4.3.2  Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung/ Moderation................................................53  
2.4.3.3  Projekt 6.04 Jugendprojekt/ Sport gegen Gewalt .......................................54  
2.4.3.4  Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit........ ........................................55  
2.4.3.5  Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit ...............................................................56  
2.4.3.6  Projekt 6.07 Sport und Bewegung ..............................................................57  
2.4.3.7  Projekt 6.08 Drogenprävention ...................................................................58  
2.5  Handlungsfeld 7 Gebietsmoderation......................................................................59  
2.5.1  Übersicht Handlungsfeld 7 ..............................................................................61  
2.5.2  Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des Handlungsfelds 7.........62  
2.5.3  Ergebnisse auf Ebene der Teilziele im Handlungsfeld 7.................................62  
2.5.3.1  Zielbereich „Information und Vernetzung“...................................................62  
2.5.3.2  Zielbereich „Aktivierung und Beteiligung“ ...................................................63  
2.5.3.3  Zielbereich „Quartiersfonds“ .......................................................................64  
2.6  Handlungsfeld 8 Selbstevaluation..........................................................................65  
2.6.1  Die Leistungen der  externen Unterstützung der Selbstevaluation in 2008 ....65  
2.6.2  Der Workshop „Selbstevaluation – Zwischenbilanz“ 4.11.2008......................66  
2.6.3  Der Workshop „Projektbewertung und Projektweiterentwicklung“ 31.03.200971  
2.6.3.1  Die Arbeitsgruppenphase ...........................................................................73  
2.6.3.2  Diskussion zu hemmenden und fördernden Faktoren des Programms......76  
2.6.4  Die Kontextindikatoren des Programms..........................................................78  
2.6.5  Weitere Studien und Untersuchungen ............................................................79  
3 Der Zielfortschritt im gesamten Programm für das Jahr 2008..................................80  
4 Material und Dokumentationen....................... .............................................................83  
4.1  Handlungsfeld 5 (Bildung) – Ziele und Indikatoren im Überblick ...........................83  
4.2  Dokumentation der Folien zum Workshop „Selbstevaluation – Zwischenbilanz“ am 
4. November 2008..................................................................................................87  
4.3  Dokumentation der Folien zum Workshop „Projektbewertung - 
Projektweiterentwicklung“ am 31. März 2009 ........................................................91  
4.4  Dokumentation der Materialien zu den Kontextindikatoren  Workshop 31. März 
2009 .......................................................................................................................98  
4.5  Dokumentation der Tabellen zum abschließenden „Stillen Brainstorming“ 
Workshop vom 31. März 2009 .............................................................................108  
4.6  Dokumentation der Projektberichte nach Handlungsfeldern................................112

1 Ausgangslage und Arbeitsauftrag 
Die Stadt Münster hat mit den Akteuren des Stadtteils Kinderhaus-Brüningheide ein integrier- 
tes Handlungskonzept für die Jahre 2007-2010 erarbeitet, das mit Bundes- und Landesmit- 
teln aus dem Programm „Soziale Stadt NRW“ gefördert wird. Münster/Kinderhaus-
Brüningheide ist damit eines von 55 Programmgebieten in NRW mit Stadtteilen mit besonde- 
rem Erneuerungsbedarf, die seit 1993 in die Förderung gekommen sind. Das umzusetzende 
Handlungskonzept orientiert sich an den Grundsätzen des Landesprogramms: 
 Konzentrierte Anstrengungen für einen begrenzten Z eitraum sollen mobilisieren 
und motivieren für eine zukünftige Entwicklung aus eigener Kraft 
 Durch interdisziplinäres und ebenenübergreifendes Arbeiten bringen zahlreiche 
beteiligte Institutionen ihre fachlichen Kompetenzen ein 
 Jeder Stadtteil hat seine Qualitäten – Sie müssen genutzt werden! Bewohner, Ak- 
teure und ortsansässige Unternehmen sind gefragt, aktiv mitzuwirken 
Dabei erarbeiten die Kommunen für jeden Programmstadtteil ein integriertes Handlungskon- 
zept – es enthält neben Zielen und Strategie der Erneuerung Handlungsfelder, erste Projekte 
sowie einen Zeit- und Kostenplan. Darüber hinaus richtet sich die jeweilige Stadt organisato- 
risch auf die Aufgabe aus und bezieht nicht-staatliche Organisationen in ihr Handeln mit ein. 
Dies ist auch in Münster in einem mehrjährigen Vorlauf geschehen. Nach einer zweieinhalb- 
jährigen Antragsphase liegt seit Ende 2006 ein Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung 
Münster vor. Auf dieser Grundlage sind die finanziellen Planungen deutlich angepasst wor- 
den unter Verzicht auf einen substantiellen Verlust bei den inhaltlichen Planungen.  
Insgesamt zielen die geplanten Aktivitäten darauf ab, „in für das Wohngebiet besonders 
wichtigen Handlungsfeldern strategische und dauerhafte Bündnisse und Kooperationen unter 
möglichst vielen Akteuren herzustellen“. Die Einzelprojekte sind dabei so anzulegen, dass 
sie die zentralen Programmziele für Kinderhaus-Brüningheide „über den Zeitpunkt des Ab- 
laufes des Programms hinaus erreichen“. 1 Diese Ziele sind: 
 Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation 
 Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppe n im Wohngebiet 
 Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugend liche 
Auf Grund der langen Laufzeit des Gesamtprojektes und seiner sehr ausdifferenzierten 
Struktur bedarf es einer umfassenden und klar strukturierten Zielausarbeitung von der Ge- 
samtprojektebene ausgehend bis hinein in jedes einzelne Projekt. Im Zuge der endgültigen 
Bewilligung und der Projektauswahl durch den Beirat wurden die Projektträger und Projekt- 
verantwortlichen aufgefordert, ihre Planungskonzepte zu aktualisieren, diese in einem Pro- 
jektstammblatt systematisch darzustellen und für die Umsetzung einen Vertrag mit der Koor- 
dination des Programms Soziale Stadt Münster / Kinderhaus - Brüningheide zu schließen.   
                                                 
1 Ratsvorlage V/0927/2006 v. 6.11.2007, S. 6f.; vgl. a. V/0115/2007 v. 28.2.2007

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 6 
Selbstevaluation als konstitutives Element 
Ein stadtteilorientiertes, stark auf Bewohnerinteressen und auf deren Aktivierung und Mitar- 
beit fokussiertes Programm wie in Kinderhaus - Brüningheide muss - um erfolgreich zu sein - 
nicht nur auf den Aufbau bzw. die Verstärkung vorhandener Netzwerke lokaler Initiativen 
ausgerichtet sein. Um den angestrebten Erfolg überprüfen, um die Projektumsetzung ange- 
messen steuern und auch für die Zeit nach der Impulsförderung 2007-2010 weiterwirken zu 
können, bedarf es eines Evaluationsansatzes der auf die Kräfte vor Ort setzt, mithin einer 
klar selbstevaluativen Projektkonzeption.  
Externe Unterstützung ist in einem solchen Prozess dann hilfreich, wenn sie die Akteure vor 
Ort darin unterstützt, ihre eigenen Zielsetzungen klar heraus zu arbeiten, diese so zu formu- 
lieren, dass sie zugleich aussagekräftig und mit einem angemessenen Aufwand erhebbar 
sind. Zugleich kann sie Ergebnisse des Selbstevaluationsprozesses unterstützend zusam- 
menfassen, bei der gemeinsamen Interpretation für die Berichterstattung moderierend tätig 
werden und einen Reflexionsprozess über ursprüngliche Ziele, Zwischenstand erreichter 
Umsetzung, Erhebungsinstrumente und Zielanpassungsbedarfe fachlich begleiten. 
Die Stadt Münster hat vor diesem Hintergrund im ersten Quartal 2007 ein entsprechendes 
Evaluationsdesign zur externen Unterstützung der prozessbegleitenden Erfolgskontrolle im 
Konsens mit den Projektbeteiligten entwickelt und damit bei den Projektbeteiligten Akzeptanz 
für diese Aufgabe geschaffen. 
Die Stadt Münster hat im zweiten Quartal 2007 ein intensives Auswahlverfahren unter quali- 
fizierten Büros durchgeführt, aus dem Univation, Institut für Evaluation Köln – der städtischen 
Begründung nach auch aufgrund ihres nutzer- und beteiligungsorientierten Ansatzes – als 
Auftragnehmer hervorgegangen ist. 
Univation arbeitet dabei mit folgender Definition: „Unter Selbstevaluation verstehen wir Ver- 
fahren, bei denen Akteure ihre eigene Tätigkeit systematisch und datenbasiert bewerten.“ 
Der Nutzen von Selbstevaluation im Programm Soziale Stadt Münster / Kinderhaus – Brü- 
ningheide kann folgendermaßen zusammengefasst werden: 
 Die Projektverantwortlichen und -mitarbeitenden er halten zeitnahe Informationen über 
den Fortschritt Ihrer Projekte 
 Sie können die Informationen zur Steuerung und Bew ertung Ihrer Aktivitäten nutzen 
 Die Zusammenführung der Ergebnisse aus den Einzelp rojekten lässt auch auf der 
Programmebene Bewertungen zu und schafft Möglichkeiten, das Programm `Soziale 
Stadt´ in seiner Umsetzungsphase nachzujustieren  
 Die Ergebnisse der Stadtteilentwicklung sind besse r kommunizierbar 
In 2008 sind Ziele für alle Projekte erarbeitet und abgestimmt worden, Indikatoren liegen zu 
jedem Ziel vor, Erhebungsinstrumente sind entwickelt worden und werden eingesetzt, um die 
Aktivitäten der Projekte in 2008 zu erfassen. Darüber hinaus sind kurze Projektjahresberichte 
verfasst worden.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 7 
Arbeitsauftrag 
Univation ist beauftragt worden, die Selbstevaluation des Programms Soziale Stadt Münster/ 
Kinderhaus – Brüningheide mit den Schwerpunkten: Unterstützung bei der Aktualisierung der 
Projektziele, Unterstützung bei der Erarbeitung angemessener Indikatoren und Erhebungsin- 
strumente und Begleitung bei der Berichterstattung. Das gesamte Programm stellt sich dabei 
dem Anspruch eines klaren Gender Mainstreaming über alle Programmbereiche und Pro- 
grammphasen. Daher ist Univation damit beauftragt worden, auch die Umsetzung dieses 
zentralen Themas kontinuierlich zu unterstützen. Dies ist von besonderer Bedeutung bei den 
Zielformulierungen für die einzelnen Projekte, beim Zuschnitt der jeweiligen Erhebungsin- 
strumente und der Berichterstattung über die Projektumsetzung. 
Einmal jährlich sollen die erzielten Resultate reflektiert und das Gesamtzielsystem sowie die 
ergriffenen Maßnahmen auf ihre Aktualität überprüft werden. Zur Überprüfung der Zielerrei- 
chung und Begutachtung der Projektfortschritte bedarf es eines abgestimmten Indikatoren- 
sets für die verschiedenen Schlüssel- und Impulsprojekte, das eine Gesamtschau ermöglicht 
und zugleich für jedes einzelne Projekt handlungsunterstützend ausgelegt ist.  
Da die beteiligten hauptamtlichen und ehrenamtlich engagierten Akteure diejenigen sind, die 
mit den Zielen und Indikatoren arbeiten und die darauf fußenden Erhebungsbögen bearbei- 
ten müssen, war es zugleich unabdingbar, diese zum Projektstart in die Ausformulierung 
gewichtig und möglichst geschlechtergerecht einzubeziehen. Dadurch sollte erreicht werden, 
dass Ziele und Indikatoren lebensnah ausgestaltet sind, ein belastbares Abbild von der Pro- 
grammumsetzung bereitstellen und dem Querschnittsziel Gender Mainstreaming genügen. 
Daher ist Univation damit beauftragt worden, in einem ersten Schritt die vorhandenen schrift- 
lichen Materialien zum Programm Soziale Stadt Münster / Kinderhaus – Brüningheide aufzu- 
arbeiten und aus den darin vorgefundenen Zielformulierungen einen Vorschlag für ein sys- 
tematisiertes Ziel- und Indikatorensystem vorzulegen. Diese von außen erfolgte Aufarbeitung 
ist in einem Workshop mit allen beteiligten Akteuren am 30. Oktober 2007 vorgestellt und 
überprüft worden. Mit diesem Workshop wurde ein Prozess der Zielkonkretisierung in Gang 
gesetzt, der zu einer für den Programmzeitraum insgesamt belastbaren Arbeitsgrundlage 
geführt hat. Ein weiterer gemeinsamer Workshop im ersten Quartal 2008 hat die erarbeiteten 
Lösungsvorschläge überprüft und in einer zweiten Reflexionsrunde für die kommenden Jahre 
zu einem handhabbaren Gesamtsystem miteinander verbunden. Möglichst jedes der Projek- 
te des Programms Soziale Stadt Münster / Kinderhaus – Brüningheide hat im Laufe des Jah- 
res 2008  Erhebungsinstrumente entwickelt und anschließend eingesetzt, mit denen die 
selbst gesteckten Ziele regelmäßig innerhalb des Projektes überprüft werden. Zugleich sol- 
len die Projekte damit in der Lage sein, zielkonsistente Informationen für die Erstellung der 
jährlichen Berichterstattung zur Verfügung zu stellen. 
Da ein stadtteil- und bewohnerorientiertes Programm auf aktuelle Entwicklungen einzugehen 
in der Lage sein sollte, ist es vorteilhaft, einmal jährlich nicht nur die erhobenen Daten aus 
der Umsetzung der Projekte zusammen zu fassen, sondern auch gemeinsam an der Zielak- 
tualisierung und daraus abzuleitender Anpassung der Instrumentensets für die Selbstevalua- 
tion zu arbeiten.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 8 
Der vorgelegte Jahresbericht 2008 baut auf dem Jahresbericht 2007 auf. Mit dem Bericht 
sind die konkreten Voraussetzungen für eine systematische und realitätsnahe Selbstevalua- 
tion des gesamten Programms vorhanden: Ziele - Indikatoren - Erhebungsinstrumente. 
Im Jahresbericht 2008 werden die von den Projektdurchführenden erstellten Projektstatisti- 
ken und Jahreskurzberichte zusammengeführt und einer auf die übergeordneten Ziele der 
Handlungsfelder bezogenen Wertung unterzogen. Schließlich werden Aussagen zum Ziel- 
fortschritt auf der Ebene des Gesamtprogramms erfolgen. Die ausführlichen Projektberichte 
mit Hinweisen auf eingesetzte Finanzmittel sind unter Ziffer 4.6 vollständig dokumentiert. 
Der Bericht begegnet damit zugleich der Pflicht, die Bezirksregierung Münster jährlich über 
den Verlauf der Maßnahmen zu unterrichten (s. Zuwendungsbescheide der Bezirksregierung 
vom 14.12.2006 und vom 26.07.2007). Schließlich kommt der Bericht dem Auftrag des Rates 
nach, ihm jährliche Zwischenberichte über den Projektverlauf vorzulegen, die zuvor der Be- 
zirksvertretung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und Gremien sowie dem 
Ausländerbeirat vorgelegt werden (Ratsbeschluss vom 13.12.2006 zur Vorlage 
V/0927/2006).  
2 Zwischenbilanz in den Handlungsfeldern 
Zu allen Handlungsfeldern werden in den folgenden Kapiteln dargestellt: 
• die Grundlagen der Ergebnisdokumentation  
• eine tabellarische Übersicht über die erreichten Z ielfortschritte auf der Ebene der Hand- 
lungsziele und Projekte 
• eine zusammenfassende Bewertung des Zielfortschrit ts in dem jeweiligen Handlungsfeld 
• eine Zusammenfassung der Projektberichte über das Jahr 2008 bezogen auf die verab- 
redeten Ziele und die dabei erreichten Ergebnisse sowie den festgestellten Änderungs- 
bedarf in 2009. 
2.1 Handlungsfeld 1 Wohnen 
Im Handlungsfeld Wohnen liegen der externen Unterstützung der Selbstevaluation Informati- 
onen zu allen Projekten vor. Die Ausführungen gründen sich auf die vorliegenden Dokumen- 
te und die Hinweise im Workshop `Selbstevaluation – Zwischenbilanz´ am 31.03.2009.

2.1.1 Übersicht Handlungsfeld 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
1.1.1 Eine Rentabilitäts- und Machbar- 
keitsstudie für eine übertragbare energeti- 
sche Gebäudesanierung orientiert am E- 
nergiepass ist bis 31.12.2007 durchgeführt 
worden.  
1.01 
Energetische Gebäudesanie- 
rung. Rentabilitäts- und Mach- 
barkeitsstudie 
Vollständig erreicht --- 
1.1.2 Die bauliche Umsetzung des Gutach- 
tens startet in 2009 an einem Wohnblock. 
1.01 
Energetische Gebäudesanie- 
rung. Rentabilitäts- und Mach- 
barkeitsstudie 
Erst für 2009 vorgesehen, 
derzeit keine realistischen 
Ansatzpunkte 
Zusagen der Woh- 
nungswirtschaft einho- 
len 
1.1.3 Eine marktangepasste Mischung von 
Wohnungsgrößen und –grundrissen ist in 
einem Modellprojekt bis 2009 zu erreichen. 
 
1.02 
Marktanpassung des Woh- 
nungsbestandes 
Nicht erreicht Projekt wird nicht um- 
gesetzt 
1.1.4 Ein praxisnahes Handbuch zu Ent- 
wicklungs- und Nutzungsperspektiven für 
den flexiblen Umgang mit dem Wohnungs- 
bestand ist bis Ende 2009 erarbeitet. 
1.02 
Marktanpassung des Woh- 
nungsbestandes 
Nicht erreicht Projekt wird nicht um- 
gesetzt 
1.1 
Optimierung und Si- 
cherung des Woh- 
nungsbestandes für die 
Zukunft 
1.1.5 Eine Vorstudie zu den Kosten barrie- 
refreier Umbauten wird bezogen auf einen 
Wohnungseingang/Wohnblock bis Ende 
2008 erstellt. 
1.03 
Wohnzukunft älterer und be- 
hinderter Menschen. Vorstudie 
– Umsetzung 
Vollständig erreicht -- 
 
1.1.6 Ein Neu- oder Umbauprojekt zum 
barrierefreien Wohnen ist bis Mitte 2009 
gestartet worden. 
1.03 
Wohnzukunft älterer und be- 
hinderter Menschen. Vorstudie 
– Umsetzung 
Vollständig erreicht 
Weitere Gestaltung 
barrierefreier Ein- 
gangsbereiche

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 10 
 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
1.2.1 ALT: Die Stromeinsparpotenziale werden in drei 
exemplarischen Haushalten in einem Versuchszeit- 
raum von einem Jahr (3. Qu.08 - 2. Qu.09) ermittelt. 
1.06 
Das Quartier spart Strom Nicht erreicht 
1.2.2 Eine zielgerichtete Informations-
kampagne zum Stromsparen wird im Jahr 
2008 aufgebaut und durchgeführt 
1.06 
Das Quartier spart Strom 
Eine Informationskampagne 
ist durchgeführt worden. 
Das Thema muss 
aufgrund der geringen 
Resonanz neu aufge- 
stellt werden; ab 2009 
mit einer anderen 
Zielstellung 
1.2 
Sicherung bezahlbaren 
Wohnungsbestandes 
1.2.1 NEU: Bis Juli 2009 werden mindes- 
tens 100 Haushalte in der Schleife beraten 
und mit Energiesparhilfen ausgestattet. 
1.06 
Das Quartier spart Strom Wird in 2009 mit verändertem Ziel neu begonnen 
1.3.1 Das Netzwerk "Wohnen in Kinder- 
haus (-Brüningheide)“ der Wohnungswirt- 
schaft ist bis 2010 erweitert und arbeitet 
regelmäßig. 
1.04  
Weiterentwicklung der Koope- 
ration zur Verbesserung der 
Wohnverhältnisse im Quartier  
In größerem Teil in 2008 
bereits erreicht 
Kontakt zur Fa. Nau 
herstellen, Koop. mit 
Babcock & Brown 
ausbauen 
1.3.2 Bis Ende 2010 wurden für alle Miet- 
parteien Kurse angeboten. 
1.05 
Nachbarschaftsstärkung und 
Mieter/innenschulung 
In Vorbereitung  
1.3.3  Für die Mieter/innen aller Woh- 
nungsunternehmen sind ab 2008 Stammti- 
sche bzw. Mietertreffs für Mieter/innen 
angeboten und etabliert worden 
1.05 
Nachbarschaftsstärkung und 
Mieter/innenschulung 
Erst in 2009 vorgesehen 
Nach Durchführung 
der Mieterschulungen 
werden Stammtische 
angeboten. 
1.3.4. Eine Schiedsstelle für Mietstreitigkei- 
ten ist bis Ende 2008 eingerichtet worden. 
1.05 Nachbarschaftsstärkung 
und Mieter/innenschulung 
Von der Zielgruppe nicht 
gewollt 
Ziel wird nicht mehr 
verfolgt 
1.3.4 Eine solarthermische Warmwasser- 
anlage einschließlich einer öffentlichen 
Messanzeige ist von einer Wohnungsbau- 
gesellschaft errichtet worden. 
 
1.3.5 SolarNet-Gruppe ist im Schulzentrum 
aufgebaut worden. 
1.07 
Solares Kinderhaus Erst in 2009 vorgesehen 
 
1.3 
Verbesserung und 
Schaffung langfristig 
sozial stabiler Bewoh- 
nerstrukturen 
1.3.6 Bis Ende 2009 ist eine fehlgenutzte 
Fläche umgebaut und/oder umgenutzt 
worden. 
1.08 
Alternative Flächennutzung – 
baulich u. sozial 
Im Prozess der Umsetzung 
Entscheidung für eine 
umzugestaltende Flä- 
che

2.1.2 Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des  Handlungsfelds 
An zwei von drei für das Handlungsfeld vereinbarten Leitzielen ist im Rahmen der Einzelpro- 
jekte nachweisbar gearbeitet worden; hierzu liegen der externen Unterstützung der Selbst- 
evaluation Dokumente vor (1.1 Optimierung und Sicherung des Wohnungsbestandes für die 
Zukunft, 1.3 Verbesserung und Schaffung langfristig sozial stabiler Bewohnerstrukturen).  
Zum zweiten Leitzielbereich 1.2 Sicherung bezahlbaren Wohnungsbestandes lassen sich 
aufgrund mangelnder vorliegender Informationen keine Aussagen machen. 
In zwei Leitzielbereichen sind durch die Aktivitäten in mehreren Projekten Fortschritte erzielt 
worden: 
Zur Optimierung und Sicherung des Wohnungsbestands ist beigetragen worden, 
 durch die Vorlage einer Rentabilitäts- und Machbar keitsstudie für eine übertragbare 
energetische Gebäudesanierung 
 durch die Erstellung einer Vorstudie zu den Kosten  barrierefreier Umbauten bezogen 
auf einen Wohneingang und die Realisierung von Umbauten wie dem Einbau von 
Treppenliften in zwei Mehrfamilienhäusern sowie der Einrichtung einer ambulant be- 
treuten Wohngemeinschaft für Demenzkranke 
Ein Beitrag zur Schaffung langfristig sozial stabiler Bewohnerstrukturen ist geleistet worden, 
 durch die Durchführung von sechs Netzwerktreffen, in die verschiedene lokale Akteu- 
re wie Eigentümer, Niederlassungsleitungen, Abteilungsleitungen, Mitarbeitende der 
Wohnungsunternehmen und Vertrauensmietern/innen einbezogen waren. Es wurde 
ein Netzwerk von 22 Vertrauensmietern/innen gegründet. 
 die Planung von vier Schulungen für Mieter/innen, die in 2009 durchgeführt werden 
sollen und sich an alle Mieter/-innen richten werden 
 die beauftragte Neugestaltung eines Spiel- und Fuß ballplatzes in der Brüningheide 
und die Planung zur Umgestaltung des Parkdecks der Tiefgarage Spickmannstraße/ 
Josef-Beckmann Straße oder der Grünfläche an der Sprickmannstraße zu einem 
Fußball- oder Basketballplatz 
Die Realisierung der Projektziele ist nur im Einvernehmen mit der Wohnungswirtschaft zu 
erreichen. Einzelne Projekte wie der Umbau von Wohnungen für eine marktangepasste Mi- 
schung von Wohnungsgrößen wurden eingestellt. In vielen Projekten kooperiert die Woh- 
nungswirtschaft intensiv und trägt bereits zur Realisierung der anvisierten Ziele bei. In 2009 
ist durchgängig weiterhin für die Beteiligung an investiven Maßnahmen durch die Woh- 
nungswirtschaft zu werben.  
So muss für die Umsetzung von Teilzielen wie die bauliche Umsetzung einer energetischen 
Gebäudesanierung in 2009 verstärkt die Kooperationsbereitschaft einzelner Unternehmen 
der Wohnungswirtschaft gewonnen werden. 
In mehreren Projekten wurden über die vereinbarten Ziele hinaus Entwicklungen angestoßen 
bzw. sind für 2009 anvisiert, wie der weitere barrierefreie Umbau von Wohnungseingängen

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 12 
sowie die Errichtung einer Seniorenbetreuung sowie eines Pflegedienstes für die Bewoh- 
ner/innen der Wohnanlage der Fa. Sahle. 
Die neu eingerichteten Wohngemeinschaften der Josef Beckmann Str. 5-7 sowie die bereits 
realisierten barrierefreien Gebäudeeingänge der Josef-Beckmann Str. 15 und 17 sind als 
wichtige Errungenschaften für die ältere und behinderte Menschen im Quartier zu betrach- 
ten. Durch die weiteren Planungen sind weitere Wohnalternativen für diese Zielgruppe zu 
erwarten, die ihnen ein selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen. 
Auch für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen werden in Form der Umgestaltung von 
öffentlichen Plätzen weitere soziale und sportliche Freizeitaktivitäten geschaffen. 
Aus den Projektberichten zum Jahr 2008 ist zu entnehmen, 
 dass viele geplante Aktivitäten im Rahmen der Proj ekt des Handlungsfelds bereits er- 
folgreich realisiert werden konnten 
 für die Mehrzahl der noch weiter laufenden Projekt e eine Zielerreichung in 2009 und 
2010 wahrscheinlich ist. 
Die Form der Projektdokumentation wird als ausreichend und aussagekräftig für die weitere 
Dokumentation der Entwicklung eingeschätzt. Auf das gesamte Handlungsfeld bezogen sieht 
Univation lediglich bei einzelnen Handlungszielen Konkretisierungsbedarf, der in den einzel- 
nen Projektdarstellungen angemerkt worden ist. Auf diese Weise könnten die Zielerreichung 
differenzierter angesteuert und abgebildet werden. Die seit längerem schwelende und An- 
fang 2009 zunehmende öffentliche Diskussion um den Leerbestand und den Sanierungsstau 
im Programmgebiet - ferner die Aspekte 'Gesundheitsproblematik' (Schimmelbildung), 'sozial 
verträgliche Belegungspolitik' sowie die von mehreren Akteuren im Programmgebiet empfoh- 
lene Einrichtung einer Clearingstelle - sollte vom Handlungsfeld insgesamt aktiv aufgenom- 
men und moderiert werden. 
2.1.3 Ergebnisse auf der Projektebene 
2.1.3.1 Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
1.1.1 Eine Rentabilitäts- und Machbarkeitsstudie für eine übertragbare energetische Gebäu- 
desanierung orientiert am Energiepass ist bis 31.12.2007 durchgeführt worden. 
Das Ziel wurde vollständig erreicht. Die Studie, die sich an den Vorgaben des Energiepasses 
orientiert, wurde am 12.12.2007 und am 9.04.2008 in der Handlungsfeldkonferenz vorgestellt 
und positiv bewertet. Die Ergebnisse, die sich auch zur Beantragung von KfW-Mitteln eignen, 
wurden mit den Vertretern der Wohnungswirtschaft, die sich der Kooperationsvereinbarung 
anschlossen, intensiv diskutiert. Der Projektbericht resümiert dazu: 
„Das Gutachten wurde letztlich als sehr aussagekräftig eingestuft, da es die wirtschaft- 
lichen Vorteile bei einer umfassenden energetischen Gebäudesanierung aufzeigt. Ins- 
besondere Zeiträume der Amortisation und Detailvergleiche zwischen den unterschied- 
lichen Wohnungsbeständen und den unterschiedlichen Stufen der Untersuchung wur- 
den herausgestellt.“

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 13 
1.1.2 Die bauliche Umsetzung des Gutachtens startet in 2009 an einem Wohnblock. 
Die bauliche Umsetzung des Gutachtens steht erst für 2009 an. Für eine Realisierung gibt es 
bislang allerdings noch keine realistischen Anhaltspunkte. Zusagen über investive Maßnah- 
men stehen seitens der Wohnungsunternehmen noch aus. Der Projektbericht resümiert: 
„Zwar wurden in der Zeit vor Erstellung des Gutachtens in den Beständen der Fa. Sah- 
le Wohnen GmbH und der Wohn- und Stadtbau GmbH umfangreiche Sanierungsmaß- 
nahmen durchgeführt und auch in den Bestand der WohnSieGer GbR wurde in die lau- 
fende Unterhaltung investiert, in 2008 auch nach den Tendenzen des Gutachtens. Je- 
doch ist aktuell keine bauliche Umsetzungsmaßnahme zu erkennen, die zumindest für 
eine Gebäudeeinheit oder einen Teil eines Gebäudes nach den Vorgaben der Studie 
als investive Maßnahme vorgesehen wäre. Babcock & Brown ließen ihren Bestand im 
Herbst 2008 intern auf ihre bestehende Leerstandproblematik begutachten, um im 
Frühjahr 2009 eine Aussage über investive Maßnahmen zu treffen, die den Leerstän- 
den begegnen sollen. Insbesondere hier steht eine Aussage noch aus, um auch die 
Dimension einer möglichen investiven Maßnahme zu erkennen.“ 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
Im ersten Halbjahr in 2009 soll die Bereitschaft der Wohnungswirtschaft zur Umsetzung einer 
baulichen Maßnahme entsprechend des Gutachtens ermittelt werden.  
2.1.3.2 Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestand s 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
1.1.3 Eine marktangepasste Mischung von Wohnungsgrößen und –grundrissen ist in einem 
Modellprojekt bis 2009 zu erreichen. 
1.1.4 Ein praxisnahes Handbuch zu Entwicklungs- und Nutzungsperspektiven für den flexib- 
len Umgang mit dem Wohnungsbestand ist bis Ende 2009 erarbeitet. 
Das geplante Modellprojekt, Wohnungen mit dem Ziel einer marktangepassten Mischung 
von Wohnungsgrößen und –grundrissen umzubauen, wird aufgrund aus Sicht der Woh- 
nungswirtschaft wirtschaftlich nicht zu vertretender Investitionen nicht weiterverfolgt. Daher 
wird auch das zweite Ziel, ein Handbuch zu erstellen, aufgegeben. Das Projekt wird somit 
vorerst nicht umgesetzt. Der Projektbericht resümiert: 
„Am 09.04.2008 verständigten sich die Wohnungsunternehmen in der 5. Handlungs- 
feldkonferenz darauf, das ursprünglich angestrebte Modellprojekt, mit dem eine markt- 
angepasste Mischung von Wohnungen im Quartier erreicht werden sollte, nicht durch- 
zuführen. Die Erfahrungen der Wohnungsunternehmen mit dem Umbau von Wohnun- 
gen ließen erkennen, dass erhebliche Investitionen erforderlich sein würden, die wirt- 
schaftlich nicht zu vertreten wären. Somit wird auch kein Handbuch zum flexiblen Um- 
gang mit Wohnungen für die Wohnungswirtschaft erstellt. Bei dieser Entscheidung ist 
auch zu berücksichtigen, dass mehrere Wohnungsunternehmen innerhalb des Quar- 
tiers über eine Vollvermietung verfügen.“

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 14 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
Das Projekt wird nicht umgesetzt. 
2.1.3.3 Projekt 1.03 Wohnzukunft 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
1.1.5 Eine Vorstudie zu den Kosten barrierefreier Umbauten wird bezogen auf einen Woh- 
nungseingang/Wohnblock bis Ende 2008 erstellt. 
1.1.6 Ein Neu- oder Umbauprojekt zum barrierefreien Wohnen ist bis Mitte 2009 gestartet 
worden. 
Die anvsierten Ziele sind bereits jetzt erreicht worden. Am 10.06.2008 wurde eine Vorstudie 
zu den Kosten barrierefreier Umbauten vorgelegt. Im Mai 2008 wurden in zwei Mehrfamilien- 
häusern auf der Josef-Beckmann-Str. 15 und 17 zwei Treppenlifte eingebaut, die die über- 
wiegend älteren Bewohner/-innen der Häuser seitdem nutzen können. Weiterhin wurde im 
Februar 2008 eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Demenzkranke bezugsfertig. 
Die Zimmer sind barrierefrei. Die Betreuung wird durch das Deutsche Rote Kreuz, Kreisver- 
band Münster übernommen. 
Außerdem signalisierte Parea als gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienstleistungen 
die Ausarbeitung eines Konzepts für die Errichtung einer Seniorenbetreuung sowie eines 
Pflegedienstes für die Bewohner/-innen der Wohnanlage der Fa. Sahle Wohnen. Ob das 
Konzept von Parea in 2009 umgesetzt wird, ist noch unklar. Im ersten Quartal 2009 sollen 
hierzu weitere Gespräche stattfinden. 
Parallel wird derzeit versucht eine Sponsorengruppe aufzubauen, mit deren Hilfe u.a. Veran- 
staltungen und Angebote für Senioren/-innen und die übrigen Bewohner/-innen intensiviert 
werden. Der Projektbericht resümiert dazu: 
„Sowohl die neue Wohngemeinschaft der Josef-Beckmann-Str. 5 - 7 als auch die bar- 
rierefreie Umgestaltung der Gebäudeeingänge der Josef-Beckmann-Str. 15 und 17 
sind wichtig für ältere und behinderte Menschen im Quartier. Dieser Personenkreis er- 
hält eine notwendige Wohnalternative, um in der gewohnten Umgebung selbstbe- 
stimmt und selbständig wohnen zu bleiben. Insofern konnten die Ziele 1.1.5 und 1.1.6 
in 2008 erreicht werden. Es bleibt weiterhin abzuwarten, ob die übrigen 
Wohnungsunternehmen diesem Beispiel folgen werden.“  
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
 
Die Ziele wie die Gestaltung barrierefreier Eingangsbereiche werden weiterverfolgt. Im Quar- 
tier wird ein weiterer Bedarf an barrierefreien Gebäudeeingängen gesehen, weshalb in 2009 
versucht wird, mit Wohnungsunternehmen weitere Umbaumaßnahmen umzusetzen. 
2.1.3.4 Projekt 1.04: Weiterentwicklung der Koopera tion zur Verbesserung der Wohn- 
verhältnisse im Quartier Nordwestschleife 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 15 
1.3.1 Das Netzwerk "Wohnen in Kinderhaus/Brüningheide" ist bis 2010 erweitert und arbeitet 
regelmäßig. 
Im bisherigen Projektzeitraum wurden sechs Netzwerktreffen durchgeführt: zwei Handlungs- 
feldkonferenzen, in deren Rahmen insbesondere auf der Ebene der Eigentümer, Niederlas- 
sungsleiter und Abteilungsleiter Forschritte für die Erreichung der Ziele der Sozialen Stadt 
erzielt wurden; drei weitere Sitzungen mit den vor Ort verwaltenden Mitarbeitenden u. a. zur 
Vor- und Nachbereitung der Projekte des Handlungsfeldes Wohnen; eine konstituierende 
Sitzung mit 22 Vertrauensmieterinnen und -mietern am 26.03.2008 und eine Sitzung am 
30.10.2008 gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Wohnungsverwaltung. Ein Beitrag zur Er- 
weiterung des Netzwerks "Wohnen in Kinderhaus/Brüningheide" wurde somit geleistet. Der 
Projektbericht resümiert dazu: 
„Alle durchgeführten Sitzungen dienten der weiteren Vernetzung zwischen den Ar- 
beitskreisen und auch innerhalb der Arbeitskreismitglieder und auch den angestrebten 
Projekten im Sinne der Sozialen Stadt. Aufgrund der Beteiligung und den erhaltenen 
Arbeitsergebnissen kann dieses Projekt grundsätzlich als erfolgreich betrachtet wer- 
den.“  
Als problematisch wird seitens der Projektverantwortlichen jedoch die Verweigerungshaltung 
der Nau-Group/Berlin eingeschätzt. Bislang konnten unter Androhung von Vertragsstrafen 
lediglich Minimalziele bzgl. der Bauunterhaltung vereinbart werden.  
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
In 2009 wird nochmals der Kontakt zur Nau Group gesucht. Auch die Kooperation mit dem 
Wohnungsunternehmen Babcock & Brown soll weiterausgebaut werden. Ziel ist es, mehr 
Verständnis für die Ziele der Sozialen Stadt einschließlich ihrer Einzelprojekte samt der 
notwendigen Investitionsbereitschaft zu erhalten. 
2.1.3.5 Projekt 1.05: Nachbarschaftsstärkung und Mi eter/innenschulung 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
1.3.4: Eine Schiedsstelle für Mietstreitigkeiten ist bis Ende 2008 eingerichtet worden. 
Eine Schiedsstelle für Mietstreitigkeiten wird nicht eingerichtet, dies wurde in der Sitzung der 
Vertrauensmieterinnen und -mieter am 26.03.2008 entschieden. Das erforderliche Maß an 
persönlicher Verantwortung und Befähigung bei nachbarschaftlichen Streitigkeiten, Proble- 
men mit der jeweiligen Hausverwaltung und weiteren problembehafteten Sachverhalten er- 
scheint als zu hoch. 
1.3.2 Bis Ende 2010 wurden für alle Mietparteien Kurse angeboten. 
Vier Mieter/innenschulungen wurden in 2008 vorbereitet und sollen in 2009 durchgeführt 
werden. Aus Sicht der externen Unterstützung der Selbstevaluation wird angeregt in der 
Zielformulierung zu konkretisieren, wieviele Mietparteien welcher Wohnungsunternehmen 
erreicht werden sollen. Dazu der Projektbericht:

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 16 
„Insgesamt vier Mieterschulungen, die sich an alle Mieterinnen und Mieter des Quar- 
tiers richten sollen, wurden in 2008 vorbereitet und sind für 2009 geplant (Beginn am 
21.01.2009). Sie sollen im Paul-Sahle-Familientreff stattfinden und grundsätzliche Din- 
ge des Mietrechts thematisieren. Grundlegendes Ziel ist hierbei, Informationen zum 
Thema "Mieten" zu vermitteln, um immer wieder auftretende Probleme zu vermeiden 
bzw. in einem frühen Stadium anzugehen und zu lösen. Die Schulungen dienen den 
zahlreichen Haushalten auch zur Rechtssicherheit und dem weiteren Verständnis für 
die Arbeit der Wohnungsunternehmen vor Ort.“ 
1.3.3 Für die Mieter/Innen aller Wohnungsunternehmen sind ab 2008 Stammtische bzw. 
Mietertreffs für Mieter/innen angeboten und etabliert worden. 
Die Stammtische sollen im Anschluss an die Mieter/innenschulungen durchgeführt werden. 
Die Stammtische sollen die Vernetzung der Bewohner/-innen, insb. auch der Personen mit 
Migrationsvorgeschichte unterstützen.  Dazu aus dem Projektbericht: 
„In der gemeinsamen Sitzung der Vertrauensmieter/innen und der Wohnungsverwal- 
tungen am 30.10.2008 wurde beschlossen, zuerst die Schulungen in 2009 durchzufüh- 
ren, um danach Mietertreffs bzw. -stammtische im Paul-Sahle-Familientreff im halb- 
oder vierteljährlichen Rhythmus zu initiieren. Die Treffs sollen dauerhaft angelegt wer- 
den, um eine vernetzte Nachbarschaft zu entwickeln, insbesondere bei Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte. Durch beide Projektbereiche soll sich die Wohnsituation vor 
Ort verbessern.“ 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist ungewiss, in welchem Umfang sich die Bewohner/-innen an 
den geplanten Angeboten (Mieter/innenschulung und Stammtische) beteiligen werden. Erst 
dann ist nach Aussagen der Projektverantwortlichen der genaue Ressourceneinsatz planbar.  
„Die größte Schwierigkeit bei beiden Projekten liegt in der Frage der Akzeptanz der vor 
Ort wohnenden Mieterschaft. Je nach Beteiligung kommen sehr unterschiedliche An- 
forderungen bei der Vorbereitung und Durchführung der Projekte auf die Projektleitung 
zu. Eine Einschätzung über die jew. Beteiligung ist aktuell nicht möglich. Vorerst sind 
somit die ersten Veranstaltungen abzuwarten, um anschließend ggf. die notwendigen 
Ressourcen anzupassen.“ 
Seitens der externen Unterstützung der Selbstevaluation wird vorgeschlagen, evtl. einen 
Pilotstammtisch zu initiieren, um die Wünsche der Bewohner/-innen bei der Planung der 
Schulungen einzuholen, die Akzeptanz von Stammtischen ermitteln und im Vorfeld Erkennt- 
nisse für eine geeignete Umsetzung zu sammeln.  
2.1.3.6 Projekt 1.06: Das Quartier spart Strom 
1.2.1 Die Stromeinsparpotenziale werden in drei exemplarischen Haushalten in einem 
Versuchszeitraum von einem Jahr (3. Qu.08 - 2. Qu.09) ermittelt.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 17 
1.2.2 Eine zielgerichtete Informationskampagne zum Stromsparen wird im Jahr 2008 
aufgebaut und durchgeführt. 
Eine Informationskampagne zum Stromsparen wurde durchgeführt. Die ursprüngliche Ziel- 
setzung für 2008 konnte aber nicht erreicht werden. Für 2009 ist das Projekt aufgrund der 
geringen Resonanz neu und anders aufgestellt worden. Die Zielsetzung lautet nunmehr  
„Bis Juli 2009 werden mindestens 100 Haushalte in der Schleife beraten und mit 
Energiesparhilfen ausgestattet.“ 
2.1.3.7 Projekt 1.07: Solares Kinderhaus 
1.3.4 Eine solarthermische Warmwasseranlage einschließlich einer öffentlichen 
Messanzeige ist von einer Wohnungsbaugesellschaft errichtet worden. 
1.3.5 SolarNet-Gruppe ist im Schulzentrum aufgebaut worden. 
Das Projekt wird erst in 2009 umgesetzt. 
2.1.3.8 Projekt 1.08: Alternative Flächennutzung - baulich und sozial 
Ziel 1.3.6 Bis Ende 2009 ist eine fehlgenutzte Fläche umgebaut und/oder umgenutzt worden. 
Als Resultat einer städtischen Begehung wurden drei Flächen/Orte im Viertel identifiziert, 
deren bauliche Umgestaltung zu einer Aufwertung des Quartiers und zur Verbesserung der 
Freizeitaktivitäten beitragen kann: der Spiel- und Fußballplatz der Brüningheide, das Park- 
deck der Tiefgarage Spickmannstraße/ Josef-Beckmann Straße und die Grünfläche an der 
Sprickmannstraße.  
Die Modernisierung des Spielplatzes ist mit dem Eigentümer Babock & Brown abgestimmt 
und vorbereitet wurden. Der Austausch der Spielgeräte wurde über eine Ausschreibung an- 
gestoßen, die Vergabe des Auftrags erfolgte noch nicht. Der Auftrag für einen neuen An- 
strich der Tore des Fußballfeldes ist bereits an einen Fachbetrieb übergegeben worden. 
Das Parkdeck der Tiefgarage Ecke Spickmannstraße/ Josef-Beckmann Straße wurde als 
fehlgenutzte Fläche identifiziert. Die Eigentümerin signalisierte Bereitschaft, das Parkdeck zu 
einem Fußballplatz oder/und Basketballplatz umzugestalten. Eine erste Kosteneinschätzung 
des städt. Sportamtes, Stellungnahmen des Bauordnungsamtes und des Umweltamtes über 
eine befristete Nutzungsgenehmigung sowie lärmtechnische Einschätzungen wurden zum 
20.11.2008 vorgelegt. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
 
In 2009 wird zu klären sein, inwieweit die Lärmrichtwerte des Umweltamts überschritten wer- 
den dürfen. Außerdem ist nach Aussage der Projektverantwortlichen eine Entscheidung zu 
treffen, ob sich das Parkdeck oder doch eher die Grünfläche für einen Fußballplatz oder 
Basketballplatz eignen.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 18 
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht Zuversicht, das Projekt wie geplant durchführen zu 
können – Änderungsbedarf ergäbe sich aus Sachzwängen oder finanziellen und rechtlichen 
Hindernissen. Der Projektbericht erläutert die weitre Vorgehensweise: 
„Es ist abhängig von bau-, planungs- und immissionsrechtlichen Vorgaben, so dass die 
Umsetzung entsprechende Zeit benötigt. Auch ist nach Entscheidung über die Lage 
des Bolzplatzes ein dezidiertes Angebot bei entsprechenden Fachfirmen einzuholen. 
Danach sollte die Frage der Finanzierung insbesondere mit dem Land NRW geklärt 
werden, mit dem Ziel der anteiligen Finanzierung.“ 
Seitens der externen Unterstützung der Selbstevaluation wird vorgeschlagen, das Pro- 
jektziel zu differenzieren. Das bislang formulierte einzige Projektziel bezieht sich lediglich 
auf die Umgestaltung einer fehl genutzten Fläche. Mit der Modernisierung des Spielplat- 
zes wurden weitere Um- und Neugestaltungen umgesetzt, die sich so nicht in der Zielfor- 
mulierung wieder finden.

2.2 Handlungsfeld 4 Integration 
Aus allen drei Projekten des Handlungsfels 4.01, 4.02 und 4.03 liegen Informationen vor. 
2.2.1 Übersicht Handlungsfeld 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
4.1.1 Die Anzahl der Personen mit 
Migrationsvorgeschichte, die sich im 
Stadtteil engagieren, stabilisiert sich 
(`bleibt gleich´) und steigt im weiteren 
Projektverlauf um ca. 5% an. 
4.02 
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs- und Koordinationsstel- 
le 
vollständig erreicht  
4.1 
Unterstützung der 
Selbstorganisation von 
Migranten/ -innen 
4.1.2 Gemeinschaftlich initiierte Aktivi- 
täten wie Veranstaltungen, Seminare, 
Feste zwischen interkulturellen Grup- 
pen und Menschen mit unterschiedli- 
cher Migrationsvorgeschichte nehmen 
zu. 
4.02 
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs- und Koordinationsstel- 
le 
vollständig erreicht  
4.2.1 Das interkulturelle Zusammenle- 
ben wird gefördert und der Gemeinsinn 
gestärkt. 
4.01 
Mädchenprojekt `Unser Alltag - 
unsere Sorgen´ 
vollständig erreicht  
4.2.3 Die Beratungskapazitäten für die 
Konfliktmoderation sind zu 100% ein- 
gebracht worden./ Die Zahl der durch 
die Konfliktmoderation bearbeiteten 
Fälle steigt ab 2009 jährlich um 20% 
an. 
4.02 
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs- und Koordinationsstel- 
le 
Auf Basis der Datenlage 
schwierig zu beurteilen, 
zweites Ziel erst Ende 2009 
 4.2 
Gewaltfreies Miteinan- 
der fördern/ Verbesse- 
rung des Konfliktver- 
mittlung 
4.2.4 Die Häufigkeit der Verstöße ge- 
gen den Kindern bekannte Regeln 
nimmt ab. 
4.03 
Gewaltprävention vollständig erreicht 
Anmerk. Evaluation: 
Ziele 4.2.4 und 4.2.5 
zusammenführen, evtl. 
umformulieren in Rich- 
tung Konfliktvermei- 
dung und -bewältigung

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 20 
 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
4.2.5 Die beobachtbare Hilfsbereit- 
schaft der Kinder nimmt zu. 
4.03 
Gewaltprävention 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht s.o. 4.2.4. 4.2 
Gewaltfreies Miteinan- 
der fördern/ Verbesse- 
rung des Konfliktver- 
mittlung 
(Fortsetzung) 
4.2.6 Bereitschaft von 50% der Eltern, 
sich über Konflikte auszutauschen, 
wächst 2010. 
4.03 
Gewaltprävention Im Prozess 
Angebote für Eltern 
werden fortgeführt, 
Streitschlichterausbil- 
dung wird angeboten 
4.3.1. Die Mädchen entwickeln neue 
Interessen und sind offen gegenüber 
anderen Formen der Freizeitgestal- 
tung. 
4.01 
Mädchenprojekt `Unser Alltag - 
unsere Sorgen´ 
Beitrag geleistet, auf Basis 
der Datenlage schwierig zu 
beantworten 
4.3.2. Bereitschaft der Mädchen, Al- 
tersgenossinnen bei der Bewältigung 
von Alltagskonflikten zu helfen, steigt. 
4.01 
Mädchenprojekt `Unser Alltag - 
unsere Sorgen´ 
Im Jahr 208 weitgehend 
erreicht 
Anmk. Evaluation: 
Zielerreichung präzi- 
ser dokumentieren 
4.3.3 Die Sozial- und Handlungskom- 
petenz nimmt bei 50% der Eltern bis 
2010 zu. 
4.03 
Gewaltprävention im Prozess  
4.3.4 Gegenseitige Akzeptanz und 
Zufriedenheit der Bewohner/-innen mit 
Migrationsvorgeschichte im Zusam- 
menleben nimmt zu. 
4.02 
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs- und Koordinationsstel- 
le 
Beitrag geleistet, auf Basis 
der Datenlage schwierig zu 
beantworten 
4.3 
Förderung des interkul- 
turellen und sozialen 
Zusammenlebens 
4.3.5. Interessensausgleich zwischen 
verschiedenen Gruppen mit Migrati- 
onsvorgeschichte erfolgt. 
4.02 
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs-, Koordinationsstelle 
--- 
Anmk. Überarbeitetes 
Instrument wurde 
bereits entwickelt und 
dem Handlungsfeld- 
verantwortlichen zur 
Verfügung gestellt 
4.4.1 15 Bildungsangebote für Migran- 
ten/-innen sind bis 2009 entwickelt und 
werden umgesetzt. 
4.02 
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs-, Koordinationsstelle 
Teilziel für 2008 vollständig 
erreicht  
4.4 Erhöhung der Bil- 
dungschancen/ Bil- 
dungsniveau 
4.4.2 Der Anteil von Personen mit 
Migrationsvorgeschichte, die an Bil- 
dungsmaßnahmen teilnehmen, steigt 
jährlich um mindestens 10% an 
4.02 
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, 
Beratungs-,Koordinationsstelle 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht

2.2.2 Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des  Handlungsfelds 
Im Handlungsfeld 4 werden vier Leitziele mit den Aktivitäten verfolgt. So sollen die Selbstor- 
ganisation von Migrantinnen und Migranten unterstützt (LZ1), das gewaltfreie Miteinander 
gefördert (LZ2), das interkulturelle Zusammenleben gefördert (LZ3) und die Bildungschancen 
von Menschen mit Migrationsvorgeschichte (LZ4) erhöht werden. In allen vier Leitzielberei- 
chen wurden durch die Projekte Erfolge erzielt. Im Einzelnen: 
Die Selbstorganisation von Migrantinnen und Migranten wurde verbessert, 
 indem es gelungen ist, den Anteil an engagierten P ersonen im Viertel im Laufe des 
Projekts um 50% auf 30 Personen zu erhöhen (16 w. 14 m). Eine Steigerung der Be- 
teiligung konnte insbesondere auch bei Männern erreicht werden, die ansonsten 
schwieriger zu gewinnen sind. Bei den Männern nahm das Engagement um 75% zu, 
im Vergleich zu einem Anstieg von 33% bei den Frauen. 
 indem die Zahl an Personen mit Migrationsvorgeschi chte, die sich an gemeinschaftli- 
chen Aktivitäten beteiligen, bis Ende 2008 von 1200 auf 1800 gestiegen ist.  
Hierbei stieg der Anteil bei den Frauen und den Männern in gleichem Maße. 
Das gewaltfreie Miteinander und die Konfliktvermittlung wurden gefördert, 
 durch die Etablierung von zwei interkulturell zusa mmengesetzten Gruppen für jünge- 
re und ältere Mädchen, die zur gegenseitigen Akzeptanz der Mädchen untereinander 
und zur Einübung von gewaltpräventiven Umgangsformen beigetragen haben 
 durch die Durchführung von 15 Konfliktmoderationen , deren Ausweitung für 2009 ge- 
plant ist 
 durch das Angebot von vier Selbstbehauptungs- und Gewaltpräventionskursen für 
Kinder, an denen insgesamt 37 Kinder (20 Jungen und 17 Mädchen) im Alter von 4 
bis 6 aus 16 Nationen teilnahmen. Bereits jetzt ist erkennbar, dass die Regelverstöße 
unter den Kindern abnehmen und erlernte Konfliktlösungsstrategien im Alltag ange- 
wendet werden. Ebenso hat die Hilfsbereitschaft der beteiligten Kinder zugenommen. 
Konflikte werden jetzt nach Aussagen der Projektverantwortlichen schneller erkannt 
und vermieden, auch durch ein frühzeitigeres Hinzuziehen der Betreuungskräfte. Au- 
ßerdem finden seit Oktober 2008 drei Ballettkurse statt, die das Körperbewusstsein 
und damit das Selbstbewusstsein der Kinder fördern sollen. Wöchentlich nehmen 
hieran 18 Mädchen teil. 
 Durch die Durchführung von zwei Ratgeberveranstalt ungen zum Thema Gewalt und 
Prävention sowie einem Selbstbehauptungstraining für Frauen und Mütter, in denen 
häusliche Gewalt thematisiert wurde und Hilfsmaßnahmen vorgestellt wurden.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 22 
Das soziale, interkulturelle Zusammenleben wurde gefördert, 
 durch die gemeinsame Freizeitgestaltung in zwei in terkulturell zusammengesetzten 
Mädchengruppen 
 durch das in den Gruppentreffen erlebbare positive  Sozial- und Gruppenverhalten in- 
nerhalb der zwei Mädchengruppen 
 durch das Angebot von zwei Trainings zur Schulung der Sozial- und Handlungskom- 
petenz für Eltern, an denen 14 Personen, davon 13 Frauen, teilgenommen haben. 
Die Bildungschancen von Personen mit Migrationsvorgeschichte wurden erhöht, 
 indem sieben Bildungsangebote u. a. zu den Themen Gesundheitsprophylaxe, Leben 
ohne Schulden und Gesundheit im Alter realisiert wurden.  
 indem der Anteil an Personen, die an Bildungsangeb oten teilgenommen haben, um 
200% gegenüber 2007 auf 60 Personen gesteigert wurde. 
Es fällt auf, dass sich die Aktivitäten zur Förderung eines gewaltfreien Miteinanders häufiger 
an Frauen richten bzw. insbesondere von Frauen wahrgenommen werden. Seitens der ex- 
ternen Begleitung der Selbstevaluation wird vorgeschlagen auch in diesem Leitzielbereich 
verstärkt Männer anzusprechen und das Seminarangebot inhaltlich an die Zielgruppe der 
Männer anzupassen. 
Insgesamt sind mit den Aktivitäten im Handlungsfeld rund 2.000 Erwachsene, Jugendliche 
und Kinder erreicht worden. Der Mädchen- bzw. Frauenanteil liegt bei 57%, der Anteil der 
Männer und Jungen bei 43%. Die meisten der erreichten Personen haben eine Migrations- 
vorgeschichte. 
In den Projekten des Handlungsfelds 4 sind inhaltliche Überschneidungen deutlich sichtbar. 
Insbesondere im Projekt 4.01 und im Projekt 4.03 wird durch gezielte Angebote der gewalt- 
freie Umgang von Jugendlichen gefördert. Außerdem ist in beiden Projekten eine ge- 
schlechtsspezifische Herangehensweise bei der Projektgestaltung leitend. Ein intensiver 
Austausch der jeweiligen Projektverantwortlichen über bewährte Konzepte und erfolgreiche 
Strategien kann zu einer Weiterentwicklung der Projektaktivitäten beitragen. 
Aus den Projektberichten zum Jahr 2008 ist zu entnehmen, 
 dass nahezu alle Teilziele in den Leitzielbereiche n erreicht wurden und teilweise ü- 
bertroffen wurden 
 dass in allen Projekten eine gute Ausgangsvorausse tzung besteht, die für 2009 anvi- 
sierten Projektziele auch zu erreichen

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 23 
Seitens der externen Unterstützung der Selbstevaluation wird vorgeschlagen, in einzelnen 
Projekten die Zielerreichung genauer zu dokumentieren. In einem Projekt wird angeregt, 
zwei Projektziele zu präzisieren und ggf. zusammenzuführen. Um die Aussagekraft der Do- 
kumentation zu erhöhen, sollte zukünftig verstärkt das zur Verfügung gestellte Berichtsraster 
genutzt werden. So könnte auch gezielter und systematischer zu Entwicklungsperspektiven 
Stellung genommen werden, die in der jetzigen Darstellung kaum benannt wurden. Insge- 
samt bieten die erarbeiteten Instrumente eine gute Grundlage, um die Projektentwicklung zu 
dokumentieren. 
2.2.3 Ergebnisse auf der Projektebene 
2.2.3.1 Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag -  unsere Sorgen´ 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
4.1.2 Das interkulturelle Zusammenleben wird gefördert und der Gemeinsinn gestärkt. 
Im Rahmen des Projekts finden zwei sich wöchentlich treffende Mädchengruppen statt, die 
sich an zwei Altersgruppen 15-16 Jahre und 12-14 Jahre richten. Die Gruppe der älteren 
Mädchen besteht aus sieben Mädchen, die unterschiedliche Migrationsvorgeschichten ha- 
ben. Die Fluktuation ist recht gering, es nehmen durchschnittlich fünf Mädchen an den An- 
geboten teil. Die Gruppe der jüngeren Mädchen besteht aus sechs Personen, von denen 
sich in der Regel 4 bis 5 an den Aktivitäten beteiligen. Das Ziel, eine kontinuierlich sich tref- 
fende Gruppe zu formen und so die Kontakte und den Austausch der Mädchen untereinan- 
der zu fördern, ist somit erreicht worden. 
4.3.1 Die Mädchen entwickeln neue Interessen und sind offen gegenüber anderen For- 
men der Freizeitgestaltung. 
In den Gruppenstunden wurden mit den Mädchen verschiedene Aktivitäten umgesetzt. 
Hierbei handelte es sich vorwiegend um Kochen, Basteln, Ausflüge, Filme gucken, Sport. 
Außerdem wurden Themen, die die Mädchen beschäftigen, wie Zukunftsplanung und der 
Umgang mit Geld in der Gruppe der älteren Mädchen bearbeitet. In der Gruppe der jünge- 
ren Mädchen lag der Fokus auf der Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen, 
zu anderen Jugendlichen, zu den Eltern und den Lehrenden. Im dem Zusammenhang 
wurden Strategien zur Konfliktbearbeitung angesprochen und auch im Umgang der Mäd- 
chen untereinander beachtet. Auch für die Form der Gesprächsführung und der Verbali- 
sierung von Anliegen wurde sensibilisiert. Im Nachgang zum Workshop wurde durch die 
Projektverantwortlichen ergänzt, dass im Rahmen der Mädchengruppe Aktivitäten durch- 
geführt werden, die ansonsten in der Familie stattfinden. Aufgrund begrenzter Ressourcen 
in diesen Familien jedoch nicht. Somit unterstützt das Projekt auch die kulturelle Bildung 
der Mädchen. 
4.3.2 Bereitschaft der Mädchen, Altersgenossinnen bei der Bewältigung von Alltagskon- 
flikten zu helfen, steigt.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 24 
Den Projektstatistiken der Verantwortlichen sowie dem Kurzbericht zum Projekt ist zu ent- 
nehmen, dass das Sozialverhalten der Jugendlichen beider Gruppen positiv zu bewerten ist. 
Hieraus lässt sich indirekt ableiten, dass seitens der Mädchen voraussichtlich auch eine Be- 
reitschaft zur gegenseitigen Unterstützung bei Alltagskonflikten gegeben ist. Im Nachgang 
zum Workshop wurde durch die Projektverantwortlichen ergänzt, dass das Sozialverhalten 
der Mädchen zwar verbessert wurde, aber dennoch weiter auszubauen ist.  
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
Aus Sicht der Projektverantwortlichen wird kein Entwicklungsbedarf benannt. Die externe 
Begleitung der Selbstevaluation schlägt vor, die Zielerreichungen zukünftig präziser in Bezug 
auf die vereinbarten Projektziele zu dokumentieren, um den Zielerreichungsgrad genauer 
beschreiben und potenziellen Anpassungsbedarf besser identifizieren zu können (z.B. detail- 
liertere Erfassung der Veränderung des Sozialverhaltens in den Erfassungsinstrumenten). 
2.2.3.2 Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: An lauf-, Beratungs- und Koordinati- 
onsstelle 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung  
4.1.1 Die Anzahl der Personen mit Migrationsvorgeschichte, die sich im Stadtteil engagieren, 
stabilisiert sich (`bleibt gleich´) und steigt im weiteren Projektverlauf um ca. 5% an. 
Die Anzahl von Personen mit Migrationsvorgeschichte, die sich im Stadtteil engagieren, 
konnte im Laufe des Projekts um 50% gesteigert werden (20 Personen zu Projektbeginn auf 
30 Personen Ende 2008). Der Anteil engagierter Männer erhöhte sich zwischen 2007 und 
2008 um 75% auf 14 Personen, während der Anteil der Frauen um ein Drittel auf 16 Perso- 
nen anstieg. Somit wurde das Projektziel erreicht und in hohem Umfang übertroffen. 
Im Kurzbericht zum Projekt wird angemerkt, dass die Zusammenarbeit mit bestehenden 
Gruppen sehr gut funktioniert. Allerdings sei es nach wie vor schwierig, die Gruppe der 
Spätaussiedler/innen zu bürgerschaftlichem Engagement zu motivieren. 
„Trotz der mittlerweile guten Bürgerinnenbeteiligung ist es immer noch sehr schwer ei- 
nige Bevölkerungsgruppen, insbesondere die Gruppe von Spätaussiedlern zur Selbst- 
organisation zu motivieren. Sie nehmen die Sprechstunden gerne an, aber sobald sie 
selber tätig werden müssen, flüchten sie in ihre alltägliche Probleme: schlechte Wohn- 
situation, mangelnde Sprachkenntnisse, Geldsorgen usw..“ 
Positiv ist nach Aussagen der Projektverantwortlichen zu bemerken, dass sich den beste- 
henden Gruppen weitere Personen - in der Regel nur Frauen, was bedauert wird – anschlie- 
ßen. Außerdem haben sich zwei weitere Gruppen mit Russlanddeutschen gebildet. 
Resümierend beurteilt der Projektträger die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern mit 
Migrationsvorgeschichte als gut.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 25 
4.1.2 Gemeinschaftlich initiierte Aktivitäten wie Veranstaltungen, Seminare, Feste zwischen 
interkulturellen Gruppen und Menschen mit unterschiedlicher Migrationsvorgeschichte neh- 
men zu. 
Die Zahl der Teilnehmer/-innen an gemeinschaftlich initiierten Aktivitäten erhöhte sich bis 
Ende 2008 von 1200 auf 1800 Personen mit Migrationsvorgeschichte. Der Anteil der Frauen 
stieg um 40% von 700 auf 1000 Personen, während sich die Beteiligung der Männer um 
60% von 500 auf 800 erhöhte. Somit ist es gelungen, verstärkt auch Männer als Teilnehmer 
zu gewinnen. Im Kurzbericht zum Projekt wird ausgeführt, dass es insbesondere durch das 
erfolgreiche Frauenfest gelungen ist, dass sich weitere Frauen mit Optimierungsvorschlägen 
einbringen.  
Außerdem fanden zwei gut besuchte Beteiligungsforen zu den Handlungsfeldern 4 und 6 
statt. Weiterhin wurden ausgehend von Vorschlägen von Bürgern/-innen Gymnastikkursen, 
Schwimmkurse, Gesundheitsprävention für ältere Migranten/innen, Angebote für Mutter-
Kind-Nachmittage sowie Bastelkurse ins Leben gerufen.  
Das Begegnungszentrum ist in mehrere Projektzusammenhänge eingebunden und verfügt 
über viele Netzwerkverbindungen. Ferner nimmt das Begegnungszentrum Sprickmannstraße 
an dem bundesweiten Projekt „Interkulturell on Tour“ teil, bei dem es sich um ein Projekt zum 
Aufbau von Kooperationsstrukturen zwischen der internationalen Jugendarbeit und Migran- 
ten(selbst)organisationen handelt. In diesem Rahmen haben 20 Jugendliche aus Kinderhaus 
die Kultur und landestypische Besonderheiten der Türkei kennen gelernt.  
In Zusammenarbeit mit dem Institut „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“ 
werden Jugendliche zu Streitschlichtern ausgebildet. Auch wird u. a. mit den Pfarrgemein- 
den, dem Bügerzentrum, dem Atrium-Kulturverein und dem Familienzentrum KITA Killingstr. 
kooperiert. 
Das Projektziel wird somit in hohem Maße erreicht.  
4.2.3 Die Beratungskapazitäten für die Konfliktmoderation sind zu 100% eingebracht wor- 
den./ Die Zahl der durch die Konfliktmoderation bearbeiteten Fälle steigt ab 2009 jährlich um 
20% an. 
In 2008 wurden 25 Fälle durch die Konfliktmoderation bearbeitet. In 2009 können bei Bedarf 
weitere Fälle bearbeitet werden. Inwieweit in 2009 ein Anstieg gelingt, kann erst Ende 2009 
beurteilt werden. 
Der Projektträger hebt hervor, dass die Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle sehr gut 
angenommen wird und die Beratungszeiten ausgeweitet wurden. Vorrangige Beratungsthe- 
men sind der Zustand der Wohnungen sowie die Höhe der Nebenkosten. Die für eine einzel- 
fallbezogene Arbeit notwendige Zusammenarbeit mit der ARGE gestaltet sich als aufgrund 
wechselnder Ansprechpartner/-innen und schlechter Erreichbarkeit schwierig.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 26 
4.3.42 Gegenseitige Akzeptanz und Zufriedenheit der Bewohner/-innen mit Migrationsvorge- 
schichte im Zusammenleben nimmt zu. 
Es liegen keine konkreten Angaben zur Zielvereinbarung vor. Anhand der ausführlichen Pro- 
jektdarstellung und der detaillierten Projektstatistik lässt sich allerdings schließen, dass durch 
die vielfältigen Aktivitäten ein Beitrag zur Förderung der gegenseitigen Akzeptanz geleistet 
wurde.  
Für die Projektdokumentation in 2009 sollte das im Nachgang zum Workshop 2008 aktuali- 
sierte Instrument genutzt werden, das an den Handlungsfeldverantwortlichen weitergeleitet 
wurde. 
4.3.5.
3 Interessensausgleich zwischen verschiedenen Gruppen mit Migrationsvorgeschichte 
erfolgt. 
Zu diesem Ziel finden sich keine Angaben in den Projektstatistiken und im Kurzbericht. Es 
wird vorgeschlagen, dieses Ziel unter dem Projektziel 4.4.2 (siehe unten) zu subsumieren. 
Hierzu wurde das Instrument im Nachgang zum letzten Workshop bereits überarbeitet und 
an den Handlungsfeldverantwortlichen weitergeleitet. 
4.4.1 4 15 Bildungsangebote für Migranten/-innen sind bis 2009 entwickelt und werden umge- 
setzt. 
Für 2008 wurde das Projektziel in hohem Umfang erreicht. Von den bis 2009 zu realisieren- 
den 15 Bildungsangeboten wurden sieben in 2008 entwickelt und umgesetzt. Zwei der An- 
gebote richten sich ausschließlich an Frauen (Gesundheitsprophylaxe, Leben ohne Schul- 
den); ein Angebot spricht gezielt Männer an (Gesundheit im Alter), die übrigen stehen beiden 
Geschlechtern offen. Die Themen der Angebote waren: 
• Gesundheitsprophylaxe 
• Leben ohne Schulden 
• MIMI Gesund Leben im Alter 
• Volk auf dem Weg 
• Energiesparren 
• Deutsche Sprache erlernen 
• Internationaler Kreis 
                                                 
2  Nummerierung. wurde angepasst 
3  Nummerierung wurde angepasst 
4  Nummerierung wurde angepasst

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 27 
4.4.2 5 Der Anteil von Personen mit Migrationsvorgeschichte, die an Bildungsmaßnahmen 
teilnehmen, steigt jährlich um mindestens 10% an. 
In 2007 nahmen nach Angaben des Projektträgers 20 Personen (15 Frauen, 5 Männer) mit 
Migrationsvorgeschichte an Bildungsmaßnahmen teil. Für 2008 wird eine Beteiligung von 60 
Personen (40 Frauen, 20 Männer) dokumentiert, was einer Steigerung um 200% entspricht. 
Somit konnte das für 2008 anvisierte Ziel deutlich übertroffen werden. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
Seitens der Projektverantwortlichen werden keine Entwicklungsperspektiven skizziert. 
Nahezu alle Projektziele, zu denen auf Basis der Unterlagen Aussagen gemacht werden 
können, wurden in hohem Umfang erreicht, weshalb derzeit sich nicht von einem Anpas- 
sungsbedarf auszugehen ist. 
2.2.3.3 Projekt 4.03 - Gewaltprävention 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
4.2.4 Die Häufigkeit der Verstöße gegen den Kindern bekannte Regeln nimmt ab. 
In 2008 fanden vier Selbstbehauptungs- und Gewaltpräventionskurse für Kinder und ab Ok- 
tober drei Ballettkurse für Mädchen statt. An den Präventionskursen nahmen insgesamt 37 
Kinder (20 Jungen und 17 Mädchen) im Altern von 4 bis 6 Jahre aus 16 Nationen teil. Ziel 
des Balletttrainings ist es, ein positives Verhältnis zum eigenen Körper herzustellen und über 
Tanz Körper, Geist und Seele anzusprechen. An den drei Ballettkursen, die wöchentlich 
stattfinden, nehmen insgesamt 18 Mädchen teil. 
Nach Einschätzung der Projektverantwortlichen lässt sich eine Abnahme gegen Regelver- 
stöße feststellen. Im Seminar erprobte Konfliktlösungen werden von den Kindern im Alltag 
angewendet.  Der Projektbericht resümiert dazu: 
„Konflikte werden zunehmend verbal gelöst; Verbesserung der Kommunikation durch 
Angebote in Kleinstgruppen wie Magic Circle; Verbesserung der Rücksichtnahme und 
Hilfsbereitschaft durch gezieltes Aufzeigen von Konfliktsituationen; Kinder zeigen "Un- 
rechtsempfinden", z.B. bei "Drei gegen Einen.“  
4.2.5 Die beobachtbare Hilfsbereitschaft der Kinder nimmt zu. 
Aus Sicht der Projektverantwortlichen hat die Hilfsbereitschaft der Kinder zugenommen. So 
werden Konflikte jetzt schneller erkannt und vermieden. Die Betreuer werden häufiger um 
Unterstützung gebeten. Außerdem machten sich die Kinder gegenseitig auf erlernte Um- 
gangsformen wie `Halt/Stop´ aufmerksam. Es sei zudem erkennbar, dass die Kinder erlernte 
Strategien der Konfliktbewältigung im Alltag anwenden. 
Seitens der externen Unterstützung der Selbstevaluation wird vorgeschlagen, die Ziele 4.2.4 
und 4.2.5 zusammenzuführen und stärker in Richtung Konfliktvermeidung und –bewältigung 
                                                 
5  Nummerierung wurde angepasst

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 28 
zu formulieren (z.B. Konflikte werden zunehmend vermieden und Strategien der Konfliktbe- 
wältigung angewandt.) 
4.2.6 Bereitschaft von 50% der Eltern, sich über Konflikte auszutauschen, wächst bis 2010. 
In zwei Ratgeberveranstaltungen zum Thema Gewalt und Prävention in der Familie sowie 
einem Selbstbehauptungstraining für Frauen bzw. Mütter wurde häusliche Gewalt themati- 
siert; Selbstbehauptungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten wurden vermittelt. An den 
Trainings haben fast ausschließlich Frauen teilgenommen (38 Frauen, 3 Männer) Außerdem 
wurden mit sieben Eltern Beratungsgespräche geführt. Zuwächse in der Bereitschaft sich 
über Konflikte auszutauschen können erst Ende 2009 festgestellt werden. 
4.3.3 Die Sozial- und Handlungskompetenz nimmt bei 50% der Eltern bis 2010 zu. 
In 2008 fanden zwei Trainings zur Schulung der Sozial- und Handlungskompetenz für Eltern 
statt. Daran haben bis auf einen Mann 14 Frauen teilgenommen. Nach Aussagen der Pro- 
jektverantwortlichen gibt es Anzeichen für eine Verringerung der sichtbaren Konflikte in 
2008. 
 „… Streitigkeiten unterhalb der Eltern, z.B. währe nd der Abholzeit haben abgenom- 
men; Konflikte werden nicht mehr so häufig vor den Kindern ausgetragen sondern au- 
ßerhalb der Einrichtung.“ 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
Die Angebote für die Kinder als auch für die Eltern sollen in 2009 fortgeführt werden. Zum 
stärkeren Einbezug von Jungen ist ein weiteres Tanz-Angebot für 5-6 jährige Jungen ge- 
plant. Ferner soll berufsbegleitend eine zweijährigen Streitschlichterausbildung angeboten 
werden.

2.3 Handlungsfeld 5 Bildung 
Zu diesem Handlungsfeld liegen Rückmeldungen aus allen Projekten vor. Unter Ziffer 4.1 findet sich der Erhebungsplan für das Handlungsfeld 5.  
2.3.1 Übersicht Handlungsfeld 5 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung der 
Zielerreichung Entwicklungsbedarf 
5.a.1  
Alle beteiligten Kindertageseinrichtun- 
gen / Schulen sowie weitere pädagogi- 
sche Einrichtungen sind bis Ende 2010 
als Orte der Bildung gestärkt worden. 
5.01 
Wir verstehen uns 
Ein Zielfortschritt ist in 2008 
erreicht worden.  
5.a.2  
Die aktivierten Eltern bleiben kontinu- 
ierlich in der Elternbeteiligung 
5.01 
Wir verstehen uns 
5.03   
Stadtteileltern in KiTas 
5.02   
Elternkompetenz stärken 
Ein deutlicher Zielfortschritt 
ist erreicht worden. 
In 2008 wird eine verbesser- 
te Kommunikation mit den 
Eltern und eine bessere 
Einbindung beobachtet. 
Exkursionen sollen die 
Aktivitäten ab 2009 
ergänzen. 
Die Zielformulierung 
bleibt bestehen. 
5.a.3  
Die Anzahl der Kinder mit Sprachför- 
derbedarf sinkt. 
5.01 
Wir verstehen uns 
Ergebnisse aus den Schul- 
eingangsuntersuchungen 
liegen noch nicht vor. Nach- 
weise sind erst ab 2010 zu 
erwarten. 
 
5.a 
Erhöhung der Chan- 
cengleichheit durch 
eine Erhöhung der 
Bildungsbeteiligung für 
Familien mit Sprachde- 
fiziten 
- Zieldimension A: 
Stärkung der Bildungs- 
infrastruktur 
- Zieldimension B: Ver- 
besserung der Sprach- 
fähigkeiten 
- Zieldimension C: Ver- 
besserung der schuli- 
schen Leistungen 
- Zieldimension D: Ver- 
besserung der Eltern- 
beteiligung 
5.a.4  
Der kontinuierliche Schulbesuch nimmt 
zu  
5.02   
Elternkompetenz stärken 
Ein erster Zielfortschritt ist in 
2008 festzustellen. Zum 
Berichtszeitpunkt lagen nur 
Daten aus dem 1. Halbjahr 
2008 vor. Mit einer Mess- 
barkeit der Zielerreichung ist 
erst auf Grundlage der Zah- 
len aus dem 2. Halbjahr zu 
rechnen. 
Für 2009 ist eine Kon- 
solidierung der Arbeit 
vorgesehen. Dabei 
sollte aus Sicht von 
Univation darauf ge- 
achtet werden, dass 
die Aktivitäten auf die 
Kernbereiche konzent- 
riert bleiben.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 30 
 
 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
 
5.a.5  
Die Anzahl der aktiven Eltern erhöht 
sich. 
5.03   
Stadtteileltern in KiTas 
Ein Zielfortschritt ist in 2008 
erreicht worden.  
5.b 
Erhöhung der Beschäf- 
tigungsfähigkeit von 
über 15jährigen Schul- 
entlassenen und Er- 
wachsenen mit erhebli- 
chen Sprachdefiziten 
5.b.1  
Fast alle Teilnehmenden verbessern 
ihr Sprachvermögen in Deutsch und 
ihre Alltagskompetenzen 
5.01 
Wir verstehen uns 
Für die teilnehmenden Er- 
wachsenen und Schü- 
ler/innen ist ein erheblicher 
Zielfortschritt beobachtet 
worden. 
Exkursionen und 
Hausbesuche sollen 
die Aktivitäten ab 2009 
ergänzen. 
Die Zielformulierung 
bleibt bestehen. 
5. c 
Nachhaltige Institution. 
von Förderangeboten 
im Sprachbereich für 
Eltern 
  
Zum jetzigen Zeitpunkt ist 
noch keine Einschätzung 
möglich. 
 
5.d.1  
Die Zahl der Frauen in Hebammen- 
betreuung steigt  
5.04   
Gesund aufwachsen in Kinderhaus  
Das Ziel ist nach einer 
Startphase in 2008 erreicht 
worden. 
Verstetigung der guten 
Kooperation mit den 
KiTas und Einbezug 
einer weiteren KiTa. 
5. d 
Verbesserung der ge- 
sundheitlichen Situati- 
on von Kindern und 
Jugendlichen 
5.d.2  
Die Zahl der Kinder, die alle Vorsorge- 
untersuchungen absolviert haben, 
steigt an  
5.04   
Gesund aufwachsen in Kinderhaus  
Das Ziel konnte noch nicht 
überprüft werden, da kurz- 
fristig nicht mit messbaren 
Resultaten zu rechnen ist. 
Indizien für einen Anstieg: 
die Vielzahl von Informati- 
onskontakten zum Thema 
Vorsorgeuntersuchungen, 
so dass von einer positiven 
Entwicklung in Zukunft aus- 
zugehen ist. 
Verstetigung der In- 
formation über die 
Notwendigkeit von 
Vorsorgeuntersuchun- 
gen im Rahmen der 
Kernangebote des 
Projektes.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 31 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
5.d .3  
Der Anteil schulfähiger Kinder in den 
Einschulungsuntersuchungen steigt an  
5.04   
Gesund aufwachsen in Kinderhaus  
Die Zielüberprüfung konnte 
zum Zeitpunkt der Erstellung 
des Berichtes noch nicht 
beendet werden. Da von 
erst längerfristig wirksamen 
Effekten ausgegangen wer- 
den muss, ist mit einer ers- 
ten Zielüberprüfung nicht vor 
2010 zu rechnen. 
 Noch 5. d 
Verbesserung der ge- 
sundheitlichen Situati- 
on von Kindern und 
Jugendlichen 
5.d..4   
Die Fertigkeiten der Eltern mit gerin- 
gem Einkommen, eine gesunde Le- 
bensweise ihrer Kinder zu fördern, 
nimmt zu.  
5.04   
Gesund aufwachsen in Kinderhaus  
Die Kochkurse haben bei 
den Müttern, die daran teil- 
genommen haben, zu positi- 
ven Veränderungen im Sin- 
ne des Ziels geführt. 
Fortführung und ggf. 
Ausdehnung des An- 
gebotes auf andere 
KiTas. 
5.e.1  
Die Quote Übergang in Ausbildung 
und Arbeit an teilnehmenden Schulen 
ist erhöht. (an Hauptschule und höhe- 
rer Schulform)  
Für die teilnehmende 
Hauptschule Waldschule 
Kinderhaus wird sich eine 
Zielerreichung erst mittelfris- 
tig messen lassen. Die un- 
ternommenen Aktivitäten 
sind in 2008 so angelegt 
worden, dass sie eine Zieler- 
reichung ermöglichen. 
5. e 
Erhöhung der Über- 
gangsquote in Ausbil- 
dung und Arbeit an den 
beteiligten Schulen 
5.e.2  
Anstieg der Bereitschaft , sich für ein 
Praktikum zu interessieren. (Förder- 
schule) 
5.06   
Kontinuierliche Praxistage zum 
Übergang Schule-Beruf Ein Anstieg ist für 2008 fest- 
zustellen. Allen Schü- 
ler/innen gelang es, einen 
Praktikumsplatz zu erhalten. 
Sie nutzen Praktika motivier- 
ter und deutlich mehr als im 
Vorjahr beenden die konti- 
nuierlichen Praxistage. 
Die Ziele können un- 
verändert weiter gel- 
ten. Im Kontext der 
anderen aktiven Hilfe- 
systeme und der schu- 
lischen Regelaufga- 
ben sollte das Profil 
der Arbeit weiterentwi- 
ckelt werden.

Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
 
 
5.e.3  
Bis Ende 2008 ist ein kontinuierlich 
arbeitendes Netzwerk zur Erzeugung 
ausreichender Plätze für Praxistage 
installiert 
 
 Das Ziel ist erfolgreich um- 
gesetzt worden.  
5.f.1  
Eine jugendgemäße internationale 
Jugendarbeit ist bis Ende 2008 aufge- 
baut worden und wird angenommen  
Das Ziel ist in 2008 erreicht 
worden. Mitwirkende stam- 
men bereits aus zwei ver- 
schiedenen Schulformen. 
Gewinnung von min- 
destens vier weiteren 
Mitwirkenden (mög- 
lichst auch aus ande- 
ren Schulformen wie 
Realschule, Gymnasi- 
um) 
5.f.2  
Steigerung des Selbstbewusstseins 
der teilnehmenden Jugendlichen  
Eine Steigerung ist für fast 
alle beteiligten Jugendlichen 
erreicht worden 
Ausbau der Bühnener- 
fahrung 
5. f 
Aufbau eines schul- 
formübergreifenden 
Jugendtheateren- 
sembles Kinderhaus 
zur Stärkung der Identi- 
fizierung mit Stadtteil 
und Schule 
5.f.3  
Steigerung der Identifizierung der Be- 
völkerung mit "ihrer" Theatergruppe  
5.07   
Kinderhauser Jugendkultur 
Die Umsetzung ist für 2009 
geplant 
Aufführung mit Publi- 
kum ist geplant 
5. g 
Langfristige Versteti- 
gung der Bildungsbe- 
teiligung durch entwi- 
ckelte Netzwerke 
5.g.1  
Ein selbstorganisierter Austausch un- 
ter den beteiligten Fach- und Lehrkräf- 
ten findet mindestens zweimal jährlich 
statt. 
5.01 
Wir verstehen uns

2.3.2 Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des  Handlungsfelds 5 
Alle Leitziele des Handlungsfeldes 5 sind im Jahr 2008 Gegenstand von einem oder mehre- 
ren Projekten gewesen. Für alle Leitziele sind Fortschritte nachweisbar oder Indizien gefun- 
den worden, die eine zukünftige Zielerreichung vermuten lassen. 6 Zu den Leitzielen im Ein- 
zelnen: 
 Die Bildungsbeteiligung für Familien, in denen Fam ilienmitglieder Sprachdefizite haben 
und dadurch ihre Beteiligungschancen deutlich eingeschränkt sind, ist erhöht worden 
durch eine direkte Verbesserung der Sprachfähigkeiten von Eltern und Kindern,  
durch eine direkte Verbesserung der schulischen Leistungen von Kindern,  
durch eine erweiterte Beteiligung von Eltern in KiTas und Schulen und insgesamt 
durch eine Stärkung der Bildungsinfrastruktur, weil nun auch KiTas und Beratungsein- 
richtungen als Orte der Bildung gestärkt worden sind. 
 Die Beschäftigungsfähigkeit von Erwachsenen mit Sp rachdefiziten wird durch die direkte 
Verringerung dieser Defizite wie auch eine allgemeine Stärkung des Selbstbewusstseins 
durch den Sprachausbau gestärkt. 
 Die gesundheitliche Situation von Kindern und Juge ndlichen wird durch erweiterte Ge- 
sundheitskompetenzen der Eltern mittelfristig und durch die direkte Beratung in Problem- 
fällen auch kurzfristig verbessert. 
 Die Übergangsquote in Ausbildung und Arbeit ist zw ar erst mittelfristig messbar. Indikato- 
ren können aber bereits für 2008 deutlich machen, dass die Fähigkeit zur Selbstorganisa- 
tion anwächst und die beruflichen Erfahrungen etwa über Praktika zunehmen. 
 Eine kleines Jugendtheaterensemble ist in 2008 auf gebaut, wird in 2009 ausgebaut und 
mit einer eigenen Aufführung die Identifizierung mit dem Stadtteil befördern können. 
 Die Grundlage für eine mögliche nachhaltige Instit utionalisierung der Angebote ist durch 
den Aufbau von projektbezogenen Netzwerken gelegt, die zur Problemlösung und zur 
Gestaltung von Aktivitäten genutzt werden. 
Insgesamt sind mit den Projekten des Handlungsfeldes direkt 850 Erwachsene, Schü- 
ler/innen und Kleinkinder erreicht worden. Der Mädchen- bzw. Frauenanteil betrug bei den 
Erwachsenen und Schüler/innen insgesamt 75%, der Jungen- bzw. Männeranteil 25%. Der 
Anteil der Männer in den Projekten für Erwachsene lag unter 15%. Der Anteil von Menschen 
mit Migrationsvorgeschichte betrug projektübergreifend rund 85%. Weit überwiegend (64%) 
waren die direkt Erreichten erwachsen. Darunter waren allerdings auch viele Elternteile von 
Schüler/innen oder Mütter mit mehreren Kindern aus Mutter-Kind-Projekten. Solche Aktivitä- 
ten haben damit mittelbar auch eine Ausstrahlung auf Kinder und Jugendliche.  
Die Projekte im Handlungsfeld 5 ergänzen sich zu einem Netzwerk der Bildung und Kompe- 
tenzstärkung über alle Altersstufen hinweg. Der Schwerpunkt der Aktivitäten verbindet die 
Arbeit mit Kindern bzw. Jugendlichen mit der Arbeit mit ihren Eltern. Auf diese Weise wird 
                                                
 
6  Eine Erhöhung von Übergangsquoten in Arbeit und Ausbi ldung ist erst mittelfristig messbar. Für eine positive 
Entwicklungsrichtung können zum jetzigen Zeitpunkt nur Indizien heran gezogen werden.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 34 
angestrebt, dem Bildungsdefizit und der sozialen Benachteiligung insbesondere der Kinder 
und Jugendlichen in doppelter Weise zu begegnen: Durch Unterstützung und Kompetenzer- 
weiterung für Eltern; die Kinder erleben, dass auch ihre Eltern lernen. Die Interessen der 
Kinder und ihrer Familien werden durch eine Stärkung des Selbstvertrauens und einer dar- 
aus resultierenden stärkeren Mitsprache befördert. Zugleich wird den Eltern mit dem Ausbau 
der Sprach- und der Selbstkompetenz sowie weiterer Kompetenzen eine erweiterte Beteili- 
gung an Gesellschaft ermöglicht. Darüber hinaus werden die Kinder direkt gestärkt, durch 
den Ausbau ihrer schulischen Kompetenzen (Nachhilfe, Verringerung der Schulverweige- 
rung), ihrer Schlüsselkompetenzen (Nachhilfe, Schulverweigerung abbauen und kontinuierli- 
che Praxistage) und ihres Selbstbewusstseins (Nachhilfe, Abbau Schulverweigerung, Konti- 
nuierliche Praxistage, Kinderhauser Jugendkultur).   
Schließlich bauen sich innerhalb der und um die Projekte herum Netzwerkstrukturen auf und 
aus, die dem Programmverlauf insgesamt nützen: Soziale Beratungseinrichtungen, kommu- 
nale Ämter (Gesundheit, Jugend, Soziales), Bildungs- und Kultureinrichtungen und Rechts- 
organe des Staates (Polizei) sowie der Menschen untereinander sowohl im Sozialraum wie 
stadtweit sind in die Projekte systematisch einbezogen worden. Ein erheblicher Teil der 
Netzwerkeinbindung geht von Unterstützungsbedarfen im Einzelfall aus und bleibt so immer 
konkret. Zugleich werden die Netzwerke bereits auch genutzt für den gesamten Sozialraum 
einbeziehende Aktivitäten.  Hervorzuheben ist schließlich die niedrig schwellige Herange- 
hensweise, die eine Beteiligung gerade bildungsferner Familien bzw. von Familien mit Migra- 
tionsvorgeschichte erleichtert sowie auch die umfassende Sichtweise des Herangehens: 
Nachhilfe ist nicht nur die reine Wissensvermittlung sondern wird als Ausgangspunkt für fa- 
miliäre Unterstützung gesehen, die Organisation kontinuierlicher Praxistage bleibt nicht nur 
bei der Durchführung schulischer Praktika stehen, sondern bezieht den gesamten familiären 
Hintergrund mit ein. Im Projekt zur Schulverweigerung ist das ein selbstverständlicher Be- 
standteil. Die Gesundheitsförderung der Hebammen ermöglicht den Zugang zu familiären 
Problemlagen, deren Lösung oder Verringerung wiederum der Entwicklung der Kinder zugu- 
te kommt.  
Aus den Projektberichten zum Jahr 2008 ist zu entnehmen,  
 dass eine gute Ausgangsbasis für positive Entwickl ungen gelegt worden ist 
 in aller Unterschiedlichkeit der Projektansätze ko nkrete gute Zielfortschritte erreicht wor- 
den sind und 
 bei einer Fortschreibung der Projekte für das Jahr  2009 mit einer weiterhin guten Zieler- 
reichung zu rechnen sein wird. 
Auf das gesamte Handlungsfeld bezogen sieht Univation bei den bislang formulierten Zielen 
keinen Veränderungsbedarf. Die Dokumentation der Projektumsetzung verläuft ebenfalls 
insgesamt ausreichend; an einigen wenigen Stellen wären konkretere Datenangaben hilf- 
reich um zum Schluss des Gesamtprogramms in 2010 eine abschließende Aussage zum 
Handlungsfeld 5 treffen zu können. Ein projektübergreifender Fortentwicklungsbedarf 
7 wird 
                                                 
7  Projektspezifische Hinweise sind ggf. den Darstell ungen zu den einzelnen Projekten zu entnehmen.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 35 
darin gesehen, die projektspezifischen Kooperations- und Netzwerkbeziehungen auszutau- 
schen, abzugleichen und soweit möglich zu synchronisieren. Dadurch könnten die begrenz- 
ten Mittel noch effizienter eingesetzt werden und würde die Wahrscheinlichkeit für eine nach- 
haltige Vernetzung weiter steigen.  
2.3.3 Ergebnisse auf der Projektebene im Handlungsf eld 5 
Auf Vorschlag der Handlungsfeldverantwortlichen werden die getrennt beantragten Projekte 
5.01 „Wir verstehen uns“ und 5.03 „Stadtteileltern“ bei der Darstellung von Aktivitäten und 
Ergebnissen des Jahres 2008 und in den folgenden Jahren gemeinsam betrachtet. Bereits 
im Jahresbericht 2007 und den dazu durchgeführten Workshops wurde deutlich, dass beide 
Projekte mit ihren Teilprojekten eng miteinander verzahnt sind. Alle weiteren Projekte dieses 
Handlungsfeldes 5.02 sowie 5.04 – 5.07 werden eigenständig zusammenfassend dargestellt.  
2.3.3.1 Projekt 5.01 Wir verstehen uns / Projekt 5. 03 Stadtteileltern in KiTas 
Der zusammengefasste Projektbericht schlägt vor, die Aktivitäten und die Einschätzungen zu 
den Wirkungen der beiden komplexen Projekte gemeinsam in einer neuen Struktur darzu- 
stellen. Dem Vorschlag wird in diesem Jahresbericht gefolgt, weil so eine größere Transpa- 
renz in die beiden Komplexprojekte gebracht werden kann.  
Die Projekte streben die Stärkung der Handlungskompetenzen von Familien und ihren Mit- 
gliedern an. Ihre Angebote richten sich an die Eltern der Kinder, an besonders junge Eltern 
und an Schülerinnen und Schüler selbst. Sie umfassen die Verbesserung der Sprachförde- 
rung und der Alltagskompetenz bei den Eltern wie die Unterstützung der schulischen Ent- 
wicklung bei den Schülerinnen und Schülern. Die Teilprojekte werden von unterschiedlichen 
Projektträgern durchgeführt. 
Die vereinbarten Zielformulierungen bilden die Grundlage der zusammenfassenden Betrach- 
tung an dieser Stelle. 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
5.a.1. Alle beteiligten Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie weitere pädagogische  
          Einrichtungen sind bis Ende 2010 als Orte der Bildung gestärkt worden. 
An der direkten Umsetzung der Bildungsangebote beteiligt waren in 2008: die Kinderta- 
geseinrichtungen Brüningheide, Moorhock und Killingstraße, das Haus der Familie und die 
Kinderhauser Arbeitsloseninitiative KAI mit ihren Räumlichkeiten. Einbezogen waren darüber 
hinaus auch die Schulen, von denen die Kinder in der Einzelfallnachhilfe stammen. Mit die- 
sen Schulen (insgesamt 12, darunter alle Schulen aus Kinderhaus) wurden auch institutio- 
nelle Kontakte hergestellt und gepflegt. Die Bildungsangebote haben nach Einschätzung von 
Univation auf Grundlage der Projektberichte alle direkt und auch die indirekt beteiligten Ein- 
richtungen bereits im Jahr 2008 als Ort der Bildung gestärkt. Die Schulen profitieren von Ver- 
besserungen der Schülerschaft und dem verknüpften Nachhilfeangebot. Die KiTas präsentie- 
ren sich auch als Bildungsorte für die Eltern. Die Bildungseinrichtungen werden im Sozial- 
raum verstärkt als positiv besetzte Bildungseinrichtung „für den Stadtteil“ wahrgenommen. 
5.a.2. Die aktivierten Eltern bleiben kontinuierlich in der Elternbeteiligung

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 36 
5.b.1. Fast alle Teilnehmenden verbessern ihr Sprachvermögen in Deutsch und ihre  
          Alltagskompetenzen 
5.a.3. Die Anzahl der Kinder mit Sprachförderbedarf sinkt. 
Die beiden ersten Zieldimensionen zielen (auch) auf die Eltern ab, die beiden letzten (auch) 
auf Kinder ab. Laut Projektberichten sind die beiden Teilprojekte mit direkten Sprachförder- 
und  Alphabetisierungsangeboten und vorgeschalteten niedrig schwelligen Einstiegsangebo- 
ten (im Umfang von 2-3 Unterrichtsstunden pro Woche) in den KiTas für Eltern „erfolgreich 
durchgeführt “ worden. Darunter fallen Kursangebote wie „ Mütter lernen – Kinder profitieren “, 
„Väter lernen – Kinder profitieren “8, „Russlanddeutsche Frauen gestalten Zukunft “. Das An- 
gebot eines offenen Gesprächskreises in einer KiTa dagegen wurde nicht angenommen und 
wieder eingestellt. Die Erörterung von Alltagsproblemen auch in Zusammenhang mit der 
eigenen Migrationsgeschichte fällt offensichtlich in einem neutraleren Sprachkursangebot 
leichter als in einem ausdrücklichen Gesprächskreis.  
KAI führte in 2008 in Kooperation mit dem Haus der Familie sieben Sprach- und Alphabeti- 
sierungskurse für Erwachsene mit jeweils 20-24 Unterrichtsstunden sowie ergänzender Kin- 
derbetreuung in eigenen Räumlichkeiten durch.  
Insgesamt haben sich an den KiTa – Angeboten bis zu 45 Personen, davon 90% Frauen und 
10% Männer) sowie ausschließlich Personen mit Migrationsvorgeschichte beteiligt. An den 
Kursen von KAI/Haus der Familie nahmen insgesamt 85 Frauen und 16 Männer mit 7 zu 
betreuenden Kindern (5 Jungen und 2 Mädchen)  teil, bis auf eine Handvoll Personen alle 
mit Migrationsvorgeschichte (95%).  
Regelmäßig fanden in allen Kursangeboten Aufnahme und begleitende Gespräche statt. Als 
ein Ergebnis sind nach Aussagen der Erzieherinnen die Kontakte zwischen Eltern und KiTa 
insgesamt deutlich verbessert worden. Das gelingt nicht nur durch die leichtere sprachliche 
Verständigung durch das Anwachsen der Sprachkompetenzen sondern auch durch das ge- 
stiegene Vertrauen zur KiTa und das gestiegene Selbstvertrauen der beteiligten Eltern. Die 
Alltagskompetenzen der Teilnehmende sind insgesamt deutlich gestärkt worden. Die Kurse 
bieten einen insgesamt niedrig schwelligen Einstieg, der gerade bei den Kursen von 
KAI/Haus der Familie sehr gut von Frauen aufgenommen worden sind, die aufgrund ihrer 
Migrationsvorgeschichte keine Schule besuchen konnten. Die Teilnehmenden sind laut Pro- 
jektbericht „ hoch motiviert und sehr zuverlässig “. Ein großer Teil der Teilnehmenden wäre 
nicht in der Lage regulären Sprachkursangeboten zu folgen. Bezogen auf diese Zielgruppe 
resümiert der Projektbericht: 
„Es ist leider aufgrund der Ausgangssituation einzelner Teilnehmerinnen so, dass sie 
es sehr schwer haben, die Schriftsprache zu erlernen. Sie haben z. T. nie eine Schule 
besucht, haben große Familien, große häusliche Belastungen und müssen sehr müh- 
sam einzelne Buchstaben erlernen. Sie benötigen längere Zeit, um einzelne Wörter zu 
lesen oder zu schreiben. Es ist wichtig, dass sie sich besser sprachlich zurechtfinden 
und Selbstvertrauen gewinnen “.  
                                                
 
8  Kursangebot mit drei Vätern

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Der Projektbericht berichtet von einigen Erwachsenen, deren Sprachkompetenz soweit an- 
gestiegen ist, dass sie im zweiten Halbjahr 2008 mit Aussicht auf Erfolg in reguläre Sprach- 
kursangebote im Rahmen der Integrationskurse bzw. des SGB II übergehen konnten. 
Nachhilfeangebot KAI 
Das Projekt berichtet über eine große Zufriedenheit der Kinder, der Eltern, der Schulen, de- 
ren Kinder die Nachhilfe in Anspruch nehmen und der Nachhilfelehrkräfte selbst mit den 
Nachhilfekursen für Schülerinnen und Schüler, die von KAI vorwiegend in eigenen Räum- 
lichkeiten durchgeführt werden. Insgesamt waren in 2008 94 Schüler und 74 Schülerinnen im 
Nachhilfeunterricht, bis auf drei alle mit Migrationsvorgeschichte. Sie kommen aus mehr als 
12 verschiedenen Schulen und sind über weitere zehn Beratungsstellen und anderen Ein- 
richtungen zu KAI geschickt worden. Mit den Eltern der Kinder werden regelmäßig Gesprä- 
che geführt: immer bei der Anmeldung, auch bei Zeugnisvergaben und problembezogen. 
Elterngespräche wurden mit 135 Elternteilen geführt, davon 97 Frauen und 38 Männer. Vier 
Fünftel der Personen verfügten über eine eigene Migrationsvorgeschichte.  
Als Wirkungen werden beschrieben: dass sich das Arbeitsverhalten der Schüler/innen ver- 
bessert hat (Notendurchschnitt der Kopfnoten steigt an) und die Fachnoten zumindest stabi- 
lisiert, wenn nicht gesteigert werden konnten. Zu den Wirkungen auf das Nachhilfepersonal 
selbst  schreibt der Projektbericht: „ Neben ehrenamtlichen Nachhilfelehrern erteilen auch 
viele ältere Schüler des Gymnasiums oder der Realschule Nachhilfe. Sie lernen neue Kultu- 
ren kennen, Vorurteile werden abgebaut, Selbständigkeit wird trainiert, Verantwortung über- 
nommen und sie können für ihr soziales Engagement eine Bescheinigung erhalten, die wie- 
derum hilfreich bei Bewerbungen ist. “  
Das Projekt wird durch eine zusätzliche Teilzeitkraft organisiert und koordiniert. Zusätzlich 
wird es von KAI sozialpädagogisch begleitet. In den Elterngesprächen und der Arbeit mit den 
Schüler/innen kommen immer auch andere Problembereiche zur Sprache. 
Die ersten beiden Zieldimensionen verzeichnen deutlich qualitative Fortschritte bei den El- 
tern und auch bei den Kindern, die im Nachhilfeunterricht sind. Darüber berichten die Fach- 
kräfte der beteiligten KiTas sowie von KAI. Eine Quantifizierung nimmt der Projektbericht 
nicht vor. 
Inwieweit der Sprachförderbedarf bei Kindern aus Familien, in denen die Eltern an den Kur- 
sen teilgenommen haben, in 2008 gesunken ist, konnte bislang nicht festgestellt werden. 
Dazu liegen keine Daten aus den zum Zeitpunkt dieses Berichtes noch nicht abgeschlosse- 
nen Schuleingangsuntersuchungen für das Schuljahr 2009/10 vor. Ein nachweisbarer Effekt 
wäre allerdings auch erst ab 2010 im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen zum 
Schuljahr 2010/11 zu erwarten. 
5.a.5. Die Anzahl der aktiven Eltern erhöht sich. 
Im Umfang von 5 Stunden pro Woche stärkt das „ präventive Programm Sure Start “ die Müt- 
ter, die Mutter – Kind – Beziehung und die Erziehungskompetenz der Mütter insgesamt. Die 
Kurse richten sich an Mütter aus „ bildungsschwachen und sozial benachteiligen Familien “ mit 
ihren Kindern, die noch nicht in der Betreuung einer KiTa sind und werden durch das Haus 
der Familie durchgeführt. Die Gruppensituation wird gemeinsam gestaltet. Mit jeder beteilig-

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 38 
ten Mutter werden an jedem Veranstaltungstag auch Einzelgespräche geführt. Die pädago- 
gischen Kräfte schätzen die Wirkung dahingehend ein, dass alle Mütter Fortschritte in der 
Beurteilung ihrer eigenen Kinder, in der sensibleren Umgangsweise mit ihnen und anderen 
Kindern und in der sozialen Vernetzung untereinander machen.  Nach einem kontinuierlichen 
Gruppenaufbau nahmen an den Kursen 12 Mütter mit 17 Kindern teil. Die Ergebniseinschät- 
zung der Fachkräfte wird durch die Auswertung von Videoaufnahmen von Erziehungssituati- 
onen der beteiligten Mütter gestützt. Die Mütter zeigen ein großes Engagement, das sich 
positiv auf die spätere Elternbeteiligung in den KiTas auswirken wird.  
Änderungsbedarf in 2009 
KAI sieht in seinen Kursangeboten keine Notwendigkeit, an den Zielen etwas zu verändern. 
Die Zielerreichung soll weiter verbessert werden durch zusätzliche Angebotselemente mit 
vertiefendem Charakter. Angedacht sind im Rahmen der Elternkurse gemeinsame Exkursio- 
nen im Stadtteil und in die Stadt sowie ein Fortführen des gemeinsamen Austauschs mit al- 
len Projektbeteiligten. Im Rahmen der Nachhilfe sind verstärkt Hausbesuche in Planung und 
eine Intensivierung des Kontaktes zu den Klassenlehrern/innen der Schüler/innen. Beide 
Fortentwicklungsideen stoßen allerdings an die Grenzen der vorhandenen Ressourcen. Für 
Änderungen der Ziele besteht bei den Sprachangeboten aus Sicht von KAI, dem Haus der 
Familie und den Kitas kein Bedarf.  
Univation sieht keinen Änderungsbedarf in 2009. Hilfreich für den weiteren Bewertungspro- 
zess wäre eine genauere Quantifizierung der erreichten Veränderungen bei den Teilneh- 
menden. 
2.3.3.2 Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
Das Projekt wird in zwei Teilprojekten an der Uppenbergschule (Förderschule für Lernbehin- 
derung) und der Grundschule Kinderhaus – West durchgeführt. Beide Teilprojekte werden 
getrennt dargestellt und in einem Fazit zusammengeführt. 
In der Uppenbergschule hat der kontinuierliche Schulbesuch zugenommen, ist eine deutliche 
Intensivierung der Elternarbeit erreicht und dafür eine intensive Zusammenarbeit mit ein- 
schlägigen Institutionen umgesetzt worden. Zahlreiche schulinterne direkt intervenierende 
aber auch präventiv wirkende Aktivitäten sind entfaltet worden: Hausbesuche in der aufsu- 
chenden Elternarbeit, Leitung der Kinderkonferenz, Eltern-, Schüler- und Lehrerberatungs- 
gespräche im Einzelfall, Planung von Veranstaltungen (auch in Zusammenarbeit mit Theater 
und Polizei), Mitorganisation der Ganztagsbetreuung und von schulischen Veranstaltungen 
unter Projektgesichtspunkten, intensive Einbindung in den Schulalltag (Konferenzen etc.). 
Darüber hinaus Teilnahme an fachspezifischen und sozialraumorientierten Arbeitskreisen 
sowie Arbeitskontakte zu sozialen Einrichtungen (Kinderheime, Verein für Mototherapie, Ki- 
Tas u.ä.). 
5.a.2. Die aktivierten Eltern bleiben kontinuierlich in der Elternbeteiligung 
5.a.4. Der kontinuierliche Schulbesuch nimmt zu

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 39 
Insgesamt sind 24 Schülerinnen und 21 Schüler in der Einzelfallhilfe betreut worden. 9 Schü- 
lerinnen und 14 Schüler aufgrund unregelmäßigen Schulbesuchs, die übrigen aufgrund 
schulischer Verhaltensauffälligkeiten, Problemen mit Mitschüler/innen und familiären Prob- 
lemen, die zu Schulabsentismus führen können. Insgesamt sind 40 Familien in 123 schuli- 
schen Elterngesprächen, 185 Schülergesprächen, 286 Lehrergesprächen und 153 Gesprä- 
chen mit dem KSD betreut worden. Bei fast allen Familien sind Hausbesuche erfolgt; durch- 
schnittlich 1 – 2 pro Tag.  
Daten aus der Schulstatistik 
9: Die entschuldigten Fehltage gingen von durchschnittlich 12,1 
pro Schüler/in auf 11,8 zurück, die der unentschuldigten Fehltage von durchschnittlich 5,6 
auf 5 Fehltage pro Schüler/in. Ein Rückgang ist insbesondere bei der Zahl der Schüler/innen 
mit Fehltagen zwischen 20 und 40 Fehltagen pro Schuljahr erreicht worden. Die Statistik 
verzeichnet nur 31 Schüler/innen mit einer so hohen Zahl von Fehltagen. Wäre das Niveau 
verglichen mit dem vorhergehenden Schuljahr gleich geblieben wären 37 Schüler/innen zu 
erwarten gewesen. Bei den Schüler/innen mit unentschuldigten Fehltagen ist ein Rückgang 
von 117 auf 106 Schüler/innen festzustellen. Die Absentismus  - Problematik beruht in der 
Regel auf komplexen familiären Problemlagen, die sich nicht in kurzer Zeit lösen lassen. Da- 
her sind bereits diese quantitativen Veränderungen bemerkenswert. Der Anteil der Schü- 
ler/innen mit 0 unentschuldigten Fehltagen konnte im Vergleich der beiden Schulhalbjahre 
von 32 auf 41% gesteigert werden. 
Zu dem Teilprojekt liegen einzelnen Rückmeldungen der Schüler/innen, der Eltern und der 
Lehrkräfte aus dem Projektbereicht vor. Drei Zitate spiegeln die positive Beurteilung durch 
alle drei Beteiligtengruppen wider: Eine Lehrkraft: „ Manchmal bist du für uns wie ein retten- 
der Engel “, eine Schülerin: „Wenn ich Probleme habe, kann ich jederzeit zu Frau Blümel ge- 
hen! “, ein Elternteil: „Seitdem unser Sohn eine Schulbegleiterin hat, läuft es in der Schule viel 
besser “ 
Aus dem zweiten Teilprojekt an der Grundschule Kinderhaus – West liegen keine Angaben 
aus der Schulstatistik vor. Dafür wurden die Lehrkräfte der Schule zu wahrgenommenen und 
festgestellten Veränderungen durch das Teilprojekt in 2008 befragt und eine detaillierte Ein- 
zelfallstatistik geführt. An der Grundschule Kinderhaus – West wurden in der Einzelfallarbeit 
mit 49 Schülerinnen und Schülern (12 Mädchen und 37 Jungen) rund 590 Gespräche mit 
dem Lehrpersonal und anderen pädagogischen Mitarbeitenden der Schule, rund 130 Ge- 
spräche mit der Schulleitung, rund 230 Elterngespräche, 130 Kontakte mit dem Kommunalen 
Sozialen Dienst (KSD) sowie fast 200 weitere Kontakte mit anderen sozialen und sozial- 
räumlichen Einrichtungen, der Polizei und Gesundheitseinrichtungen durchgeführt.  
An der Befragung der Lehrkräfte beteiligten sich insgesamt 27 Personen. Zwischen 75 und 
85% werten das spontane Krisenmanagement und die Begleitung in Konfliktgesprächen als 
„unentbehrlich“, die übrigen schätzen ein, dass sich die Arbeit des Teilprojektes „stark“ oder 
sogar „extrem stark“ positiv bemerkbar macht. Für die Arbeitsbereiche Hausbesuche und 
Elternarbeit schätzen 50 – 55% der Befragten die Tätigkeit des Teilprojektes als „unentbehr- 
lich“ ein, für die übrigen machen sich diese Aktivitäten „stark“ oder sogar „extrem stark“ posi- 
                                                 
9  Jeweils zweites Halbjahr der Schuljahre 2006/ und 2007/8. In der Statistik des 2. Halbjahrs 2007/8 konnten 
sich erst erste Trends aufgrund der Aktivitäten des Teilprojektes niederschlagen.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 40 
tiv bemerkbar.  
Eine besonders „hohe Effektivität mit Nachhaltigkeit“ bzw. ein „deutlicher Effekt“ wird jeweils 
von zwei Dritteln oder gar drei Vierteln der Befragten für die präventive Arbeit in schulinter- 
nen Projekten wie dem Schulgartenpausenprojekt, und der entsprechenden AG, dem Projekt 
„Ringen-Rangeln-Raufen“, den Kontaktnachmittagen (Elterncafé) insbesondere für Eltern mit 
Migrationsvorgeschichte sowie der Mitarbeit im FRÜZ bescheinigt.  
Die Zielereichung bei beiden Teilprojekten lässt sich aus Sicht von Univation so zusammen- 
fassen: Ein erster Zielfortschritt ist in 2008 bei der Zunahme des kontinuierlichen Schulbe- 
suchs bereits auf Grundlage von Daten aus dem ersten Halbjahr 2008 festzustellen. Beide 
Teilprojekte arbeiten auf Grundlage einer individuellen Problemlösung und einer präventiven 
Gruppenarbeit, die nach Einschätzung der Beteiligtengruppen erfolgreich gestaltet ist und 
positiv wirkt. Dazu ist ein breites Netzwerk an Kooperationspartnern aufgebaut worden und 
wird insgesamt gepflegt wie in jedem Einzelfall genutzt.  
Änderungsbedarf 2009 
Für 2009 ist aus Sicht der beiden Projektteile eine Konsolidierung der Arbeit auf der Grund- 
lage der Ziele und der vorhandenen Projektstruktur vorgesehen. Dabei sollte aus Sicht von 
Univation darauf geachtet werden, dass die Aktivitäten auf die Kernbereiche konzentriert 
bleiben.  
Projekt 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
5.d.1. Die Zahl der Frauen in Hebammenbetreuung steigt 
5.d.2. Die Zahl der Kinder, die alle Vorsorgeuntersuchungen absolviert haben, steigt an 
An den seit Juni 2008 regelmäßig einmal pro Woche stattfindenden Hebammensprechstun- 
den in den Kindertageseinrichtungen nehmen durchschnittlich zwischen zwei und fünf Frau- 
en Teil. Die Frauen sind sehr interessiert. Themen sind immer wieder Ernährung, Vorsorgen 
und Impfungen und Verhütung, Erziehung und Kindesentwicklung und gelegentlich Gewalt in 
der Familie. 
Bis auf eine  KiTa  wird das Angebot in allen Einrichtungen durchgeführt. Da die Hebamen- 
sprechstunde laut Projektbericht darauf angewiesen ist, Vertrauen zu den Müttern aufzubau- 
en, ist das Gelingen an eine gute Kooperation mit den Erzieherinnen geknüpft. In einer Ein- 
richtung stand das erzieherische Team nicht „ hinter dem Projekt “. Dort musste es daraufhin 
eingestellt werden. 
Insgesamt sind in einem halben Jahr Laufzeit in 2008 125 Mütter in den KiTas erreicht wor- 
den, zwei Drittel  mit einer Migrationsvorgeschichte. Sie kommen aus Russland, der Türkei, 
dem Iran, Armenien, Albanien, dem Kosovo, dem Libanon und Sri Lanka. Der Zulauf ver- 
stärkte sich nach einer Anlaufzeit durch „Mund zu Mund Propaganda“ der bereits beratenen 
Frauen, so dass im Herbst und Winter 2008 vermehrt auch Frauen in die Sprechstunde ka- 
men, die selbst keine Kinder in der jeweiligen Einrichtung betreuen ließen. Die unmittelbaren 
Wirkungen sind laut Projektbericht:

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 41 
 Intensivierung der erzieherischen Arbeit durch ver stärkten Austausch zwischen Hebam- 
men und Erzieherinnen (insb. wenn auch andere Probleme in der Familie in der Hebam- 
mensprechstunde angesprochen wurden) 
 direkter Zugang zu den Müttern (durch Vereinbarung  von 30 Hausbesuchen im zweiten 
Halbjahr 2008 auch bei Frauen, bei denen laut Projektbericht eine Abrechnung über die 
Krankenkasse nicht mehr möglich ist) 
 Erhöhung der Gesundheitsprophylaxe bei den Kindern  auch durch vermehrte Inan- 
spruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen. 
Das Thema Vorsorgeuntersuchungen ist nicht nur im Rahmen der Hebammensprechstunden 
thematisiert worden sondern auch durch die Teilnahme der KiTas an einem parallelen Pro- 
jekt: „Ich geh zur U und du?“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.  Zusätzlich 
ist das Thema auch Teil eines synergetischen Ansatzes von aufsuchender Beratung im 
Rahmen anderer Projekte, die auch Teil des Programms Soziale Stadt sind. Im Rahmen der 
Sprachkurse wurden Informationsnagebote für die Teilnehmenden im Sprachkurs sehr er- 
folgreich platziert. Vor Ort konnten jeweils weitergehende Hilfen vermittelt und ärztliche Un- 
tersuchungstermine vereinbart werden. Ein weiteres unterstützendes Angebot ist durch die 
Beteiligung des Stadtteils an einem bundesweiten Projekt entstanden, in dem Migrantinnen 
zu Gesundheitsthemen geschult werden und anschließend selbständig Informationsveran- 
staltungen durchführen. Ende 2008 wurden fünf Veranstaltungen mit insgesamt rund 75 Be- 
sucherinnen (fast ausschließlich Frauen mit Migrationsvorgeschichte) zu Themen wie Vor- 
sorgeuntersuchungen, Medikamenteneinnahme, Ernährung, Zahnvorsorge, Impfungen er- 
folgreich durchgeführt. 
Ausgehend vom Kernprojekt Hebammensprechstunde in den KiTas ist die Zielrreichung auf 
einem sehr guten Weg. Die Zahl der Frauen in Hebammenbetreuung steigt sehr deutlich 
insbesondere von Frauen an, die sie nach Augenschein der Hebammen und Aussagen der 
Erzieherinnen ansonsten kaum in Anspruch genommen hätten.  Ergänzende Projekte lassen 
für das Jahr 2009 eine noch größere Dynamik erwarten. Wichtiger Erfolgsfaktor aus Sicht 
von Univation ist das auf Langfristigkeit angelegte konstruktive Zusammenwirken in der KiTa. 
Für den Zielbereich 
5.d.3. Der Anteil schulfähiger Kinder in den Einschulungsuntersuchungen steigt an 
liegen zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch keine abschließenden und aussagekräftigen  
Auswertungen vor. Der für die Einschulungsuntersuchungen zuständige Kinderarzt ist lang- 
fristig erkrankt, so dass die Untersuchungen zum Schuljahr 2009/10 noch nicht abgeschlos- 
sen werden konnten. Da das Projekt erst ab Sommer 2008 öffentlich startete, wären kurzfris- 
tig nachweisbare Resultate in diesem Zielbereich zu diesem frühen Zeitpunkt allerdings auch 
noch nicht zu erwarten. Mit einer signifikanten Änderung ist vielmehr frühestens ab den 
Schuleingangsuntersuchungen zum Schuljahr 2010/11 zu rechnen. 
Für den Zielbereich  
5.d.4. Die Fertigkeiten der Eltern mit geringem Einkommen, eine gesunde Lebensweise ihrer 
Kinder zu fördern, nehmen zu

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 42 
lässt sich ebenfalls eine positive Entwicklung feststellen. Laut Projektbericht laufen die Koch- 
kurse für Mütter, die in einer Kindertagsstätte im Programmgebiet angeboten werden, gut. 
Viele der Mütter sind begeistert, dass es möglich ist, mit wenig Geld schmackhafte Essen 
zuzubereiten. Die Kinder der Mütter, die zugleich in der Betreuung der Kindertagesstätte 
sind, geben auf Nachfragen der Erzieherinnen an, dass die Erkenntnisse aus dem Kochkurs 
auch zuhause umgesetzt werden. Insgesamt haben in 2008 27 Mütter, die Hälfte mit Migrati- 
onsvorgeschichte, an den Kochkursen teilgenommen. 
Änderungsbedarf in 2009 
In 2009 sind für die laufende Umsetzung keine Änderungen geplant. Es wird über eine Er- 
weiterung des Angebotsspektrums zu einzelnen Themenbereichen nachgedacht, die Bedar- 
fe in einzelnen Einrichtungen aufnehmen werden. Diese Erweiterungen sind mit den vorhan- 
denen Ressourcen zu leisten und sollen zu einer weiteren Intensivierung der Arbeit führen. 
Die aufsuchende Arbeit in Sprachkursen, die Kochkurse in einer der KiTas und die offenen 
Angebote wie Hebammensprechstunde und Angebote von zu Gesundheitsthemen geschul- 
ten Migrantinnen werden miteinander verzahnt fortgeführt. Aus Sicht von Univation wäre zu 
überlegen, ob solche Kochkurse auch in anderen KiTas angeboten oder für Mütter aus ande- 
ren KiTas geöffnet werden können. 
Angesichts der guten Resultate in den Beratungsangeboten sollte aus Sicht von Univation 
auf Handlungsfeldebene darüber nachgedacht werden, wie es in 2009 gelingen kann auch 
die KiTa wieder einbeziehen zu können, in der das Beratungsangebot Hebammensprech- 
stunde eingestellt worden ist. 
2.3.3.3 Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum  Übergang Schule-Beruf 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
5.e.1. Die Quote Übergang in Ausbildung und Arbeit an teilnehmenden Schulen ist erhöht. 
(an Hauptschule und höherer Schulform) 
5.e.2. Anstieg der Bereitschaft, sich für ein Praktikum zu interessieren. (Förderschule) 
Das Projekt wird an zwei Schulen durchgeführt: an der Waldschule Kinderhaus (Hauptschu- 
le) und der Uppenbergschule (Förderschule). Das Ziel, eine höhere Übergangsquote in Aus- 
bildung (oder nachrangig Arbeit) nach Abschluss der Hauptschule durch die Interventionen 
und Aktivitäten des Projektes zu erreichen, kann kurzfristig nicht erreicht und daher in 2008 
noch nicht gemessen werden. Beginnend mit ersten Praktikatagen in Klasse acht (bzw. 
schon ab Klasse sieben der Uppenbergschule) werden die Aktivitäten erst über mehrere 
Jahrgangsstufen ausgeführt, bevor die Jahrgangskohorten der achten (bzw. siebten in der 
Uppenbergschule) Klassen, die in 2008 mit dem Projekt starteten, am Übergang in Ausbil- 
dung stehen.  
Daher kann mit Bezug auf die Zielsetzung für die Waldschule zum jetzigen Zeitpunkt nur 
über durchgeführte Aktivitäten berichtet werden, die Anlass für die Erwartung einer positiven 
Zielerreichung geben. Insgesamt haben sich in 2008 60 Schülerinnen und Schüler (33 davon 
weiblich, 27 männlich; 23 davon mit einer Migrationsvorgeschichte) an den Aktivitäten des 
Projektes beteiligt. In den Praktika haben 45 Schülerinnen und Schüler das Praktikum gut

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durchgehalten, 4 Schülerinnen und Schüler haben freiwillig den Betrieb gewechselt, 11 
Schülerinnen und Schüler mussten den Betrieb verlassen und eine neue Praktikumsstelle 
suchen ( davon sind 3 Schülerinnen und Schüler in der Schule geblieben, da ein Praktikum 
keine Aussicht auf Erfolg hatte). Nach der 9. Klasse haben 7 Schülerinnen und Schüler die 
Schule aus unterschiedlichen Gründen verlassen. Die Schülerinnen und Schüler des Modell- 
projektes haben jetzt das dritte Praktikum abgeschlossen und befinden sich in der 10. Klas- 
se. Eine Auswertung befindet sich unter Ziffer 4.6. 
Individuelle Beratung und Begleitung ab der 8. Klasse, Gruppen- und Einzeltraining von 
Schlüsselqualifikationen, Kompetenzchecks, Bewerbungstraining, auf der Grundlage der 
gewonnenen Erkenntnisse passgenaue Vermittlung und Begleitung in Praktikastellen, Einlei- 
tung notwendiger Hilfen bei Schülerinnen und Schülern mit einem besonderen Förderbedarf 
und begleitende Elternarbeit. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen 3 Praktikamodule 
die jeweils aus einer einwöchigen Blockphase und einem Praktikumstag pro Woche während 
der anschließenden 3 Monate bestehen. 
Die durchgeführten Aktivitäten deuten darauf hin, dass eine Zielerreichung mittelfristig bei 
den Schülerinnen und Schülern erreicht werden kann, die über mehrere Jahre von dem Pro- 
jekt begleitet werden. Indizien über die Qualität der durchgeführten Aktivitäten sind dem Pro- 
jektbericht nicht zu entnehmen. 
Die Zielsetzung für die Uppenbergschule als Förderschule ist bereits im ersten Projektjahr 
überprüfbar. Für die Schule liegen Vergleichszahlen aus den Vorjahren vor, die dies ermögli- 
chen. Im Ergebnis haben im Schuljahr 2008/9 alle Schülerinnen und Schüler eine Prakti- 
kumsstelle gefunden während es im Vorjahr 94% waren. 89% (42 von 47) der Schülerinnen 
und Schüler, die eine Praktikumsstelle angetreten haben, haben das Praktikum 
10  auch been- 
det. Im Vorjahr lag diese Quote bei 86% (44 von 51). Deutlich zugenommen hat die Anzahl 
der Schülerinnen und Schüler, die sich für kontinuierliche Praxistage bzw. ein Jahresprakti- 
kum qualifiziert haben. Waren es im Vorjahr nur 2 so sind es im laufenden Schuljahr 2008/9 
19, von denen 14 (8 Mädchen und 6 Jungen) die Praxistage auch durchgehalten haben. Her- 
vorzuheben ist, dass sich im Vorjahr kein Mädchen qualifizieren konnte während Mädchen 
nunmehr die Mehrheit stellen.  
Der detaillierte und sehr systematische Projektbericht veranschaulicht die durchgeführten 
Aktivitäten und die damit angestoßenen Entwicklungen in den verschiedenen Jahrgangsstu- 
fen bei einer Zielgruppe von Schülerinnen und Schülern, die ein großes Maß an externer 
Unterstützung bedürfen bis sie eigenständiger und deutlich motivierter und selbstbewusster 
an die Erkundung der für sie scheinbar verschlossenen Berufs- und Arbeitswelt heran gehen.  
Aus dem Projekt heraus werden je nach individueller Notwendigkeit geschützte Praktika in 
der überbetrieblichen Ausbildung ebenso organisiert, wie die Eigenakquise auf dem Ersten 
Arbeitsmarkt unterstützt. Darüber hinaus wird bereits in der siebten Klasse mit einer Annähe- 
rung an die Realität der Arbeitswelt begonnen: z.B über Betriebsbesichtigungen 
                                                
 
10   oder nach Abbruch des ersten Praktikums ein direkt sich anschließendes zweites Praktikum

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Insgesamt nahmen im Jahr 2008 32 Schülerinnen und 31 Schüler an Praktika teil. 11  60% 
(50% bei den Schülerinnen und 70% bei den Schülern) haben eine Migrationsvorgeschichte.  
Der konzeptionelle und der realisierte Ansatz in der Uppenbergschule zeugt von einer sehr 
breiten Einbindung in die gesamte Schulorganisation, in ein fachspezifisches Netzwerk mit 
Dritten und in den Stadtteil sowie einer sehr individuellen intensiven Förderung der Schüle- 
rinnen und Schüler. 
Das angestrebte Ziel ist in 2008 deutlich erreicht worden. Es ist daher nicht zu erwarten, 
dass es auch in den kommenden Jahren zu einer weiteren vergleichbaren Steigerung kom- 
men wird. Das erreichte Niveau zu verstetigen und eine Nachhaltigkeit der eingeleiteten 
Maßnahmen zu erreichen sollte die zukünftige Zielmarke für diesen Projektbereich bilden.  
Der Zielbereich  
5.e.3  
Bis Ende 2008 ist ein kontinuierlich arbeitendes Netzwerk zur Erzeugung ausreichender 
Plätze für Praxistage installiert 
erscheint auf einem guten Weg der Zielerreichung zu sein. Die einbezogenen Kooperations- 
partner für das Projekt repräsentieren alle für das Arbeitsfeld relevanten Partner wie die A- 
gentur für Arbeit, Jugendhilfe, Kommunaler Sozialer Dienst, Integrationsfachdienst, Gesund- 
heitsamt, Träger außerbetrieblicher Ausbildung und den Unternehmen und ihrer Organisati- 
onen selbst. Zusätzlich wird über Mitarbeit in einschlägigen Gremien und Arbeitskreisen be- 
richtet. Von den Projekten geht eine zielorientierte Vernetzung aus, um Praktikastellen zu 
akquirieren.  
Änderungsbedarf in 2009:  
Für den Projektteil Uppenbergschule wird keine Änderung der Ziele angestrebt, da der Pro- 
jektstart aus Sicht der Projektleitung als positiv gewertet wird. Wirkungen werden auch bei 
den Schülerinnen und Schülern mit Lernbehinderung erst nach einigen Jahren Projekttätig- 
keit feststellbar sein, so der Projektbericht. Ein hoher Bedarf an zusätzlicher Unterstützung 
durch kontinuierliche Praxistage wird bestehen bleiben. Die Waldschule Kinderhaus plant 
den Änderungsbedarf für 2009 darin, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler einer Jahr- 
gangsstufe am kontinuierlichen Praxistag teilnehmen, sondern diejenigen, die gerne eine 
Ausbildung im Anschluss an die Schule machen wollen und am Projekt Interesse haben. 
 Aus Sicht von Univation sollte das Profil der Arbeit an beiden Schulen im Kontext der regulä- 
ren schulischen Aufgaben und der Interventionen von im Einzelfall Jugendhilfe und Arbeits- 
marktpolitik für den direkten Übergang Schule – Beruf weiter entwickelt werden. Förderlü- 
cken sollten identifiziert und ggf. auf ihre Integration in das Projekt geprüft werden. 
 
 
                                                
 
11   Im weiteren Verlauf des Schuljahres haben einige Sch ülerinnen und Schüler die Schule verlassen, weil sie 
z.B. umgezogen oder zur Hauptschule gewechselt sind.

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2.3.3.4 Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
5.f.1 Eine jugendgemäße internationale Jugendarbeit ist bis Ende 2008 aufgebaut worden 
und wird angenommen 
5.f.2 Steigerung des Selbstbewusstseins der teilnehmenden Jugendlichen 
In 2008 ist eine feste, kontinuierlich arbeitende Theatergruppe mit dem Namen „K-Town-
Kids“ aufgebaut worden. Regelmäßig arbeiten sechs Kinder und Jugendliche im Alter zwi- 
schen 11 und 18 Jahren mit. Für alle Teilnehmenden ist die Mitarbeit in einer Gruppe außer- 
halb der Schule eine neue Erfahrung. Die Gruppe trifft sich regelmäßig im Jugendzentrum 
Wuddi, das nach eigener Aussage über gute Möglichkeiten zur Probe und für die spätere 
Aufführung eines eigenen Theaterstückes bietet.  
In 2008 haben 22 Termine stattgefunden. Dabei ist eine hohe Kontinuität der Beteiligung 
erreicht worden: An zwei Dritteln der Termine haben alle Mitglieder geschlossen teilgenom- 
men. An fünf weiteren Terminen vier oder fünf. Lediglich an drei Terminen im September 
beteiligte sich nur die Hälfte der Gruppe. 
Bis auf ein Mädchen ohne Migrationsvorgeschichte, das von einer Förderschule kommt, sind 
alle übrigen (4 Mädchen, 1 Junge) von einer Hauptschule und haben eine Migrationsvorge- 
schichte. Zur Zusammensetzung der Gruppe merkt der Projektbericht an: „ Die Kinder fühlen 
sich zu diesem Theaterensemble  [...] zugehörig.  [...]  Alle Teilnehmer sind sehr stark aufein- 
ander angewiesen und lernen die Fähigkeiten jeder/jedes Einzelnen zu erkennen und für das 
Theaterspiel zu nutzen “ Die Arbeit läuft laut Projektbericht problemlos und gegenseitig be- 
fruchtend. 
In 2008 erarbeiteten die Teilnehmenden ihre eigenen Rollen und entwarfen die Bühnendeko- 
ration, an der noch im Übergang in das Jahr 2009 gearbeitet wird. Für 2009 ist eine erste 
Aufführung geplant.  
Für 2008 lässt sich eine deutliche Steigerung des Selbstbewusstseins der beteiligten Ju- 
gendlichen als Wirkung des Projektes nach Aussagen der Projektleitung feststellen. Im Be- 
richt wurde dazu ausgeführt: Es ist „ eine Verbesserung der Wahrnehmung des eigenen Kör- 
pers auf der Bühne “ festzustellen. Die Jugendlichen haben einen „ Gewinn von Spontaneität 
und Selbstbewusstsein “ durch die Improvisationsübungen. Insgesamt haben „ einige Teil- 
nehmer ihr Selbstvertrauen steigern können. “ Das gelang insbesondere dadurch, dass alle 
Teilnehmenden angesichts der kleinen Gruppengröße dazu hingeführt werden konnten, 
schneller als in großen Gruppen auch auf der Bühne zu stehen.  
Am Ende jedes Jahres wird eine anonyme Befragung unter den Teilnehmenden durchge- 
führt. 5 der 6 antworteten, dass sie sich jetzt eher trauen in der Klasse etwas zu sagen und 
sich auch besser organisieren können als vor der Theatergruppe. Alle stellten für sich fest, 
dass sie jetzt deutlich mehr Selbstvertrauen gewonnen haben. Nach ihrer Selbsteinschät- 
zung trauen sich alle ein wenig mehr als zuvor, auf einer Bühne vor fremden Menschen zu 
spielen. In diesem Bereich liegen den Jugendlichen aber auch noch keine Erfahrungen vor. 
Das wird sich mit der ersten gelungenen Aufführung vermutlich deutlich ändern. 
Das Ziel

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5.f.3 Steigerung der Identifizierung der Bevölkerung mit "ihrer" Theatergruppe. 
ist noch nicht erfüllt, da es noch keine öffentliche Aufführung gegeben hat. Dazu wird es im 
nächsten Bericht zum Jahr 2009 Näheres zu berichten geben. 
Das Projekt selbst strebt an, in 2009 vier weitere Mitwirkende für die kontinuierliche Mitarbei- 
te zu gewinnen. Nach Einschätzung von Univation wäre es für die Zielerreichung förderlich, 
eine Diversifizierung durch Teilnehmende aus anderen Schulformen in 2009 zu erreichen.  
2.4 Handlungsfeld 6 Soziale Netze 
Im Handlungsfeld liegen Kurzberichte von sieben der acht Projekte des Handlungsfelds vor. 
Zum Projekt 6.02 Kulturprojekte: Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V. können 
aufgrund fehlender Dokumente keine Aussagen gemacht werden.

2.4.1 Übersicht Handlungsfeld 6 
 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
6.1.1 Umfassende Hilfestellung für 
Ratsuchende mit einer Verschul- 
dungsproblematik (junge Menschen, 
Erwachsene, Migranten) in mindestens 
50 Fällen wird gegeben. 
6.01 
Schuldnerberatung vor Ort 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht 
Zielvorgabe für 2009 
ändern, 50 Neufälle, 
da alte aus 2008 mit- 
genommen werden 
6.1.2 Es werden 8 präventive Aufklä- 
rungsveranstaltungen im Jahr durch- 
geführt, an denen insgesamt mindes- 
tens 80 Personen teilnehmen (insbe- 
sondere Personen mit Migrationshin- 
tergrund und Jugendliche). 
6.01 
Schuldnerberatung vor Ort 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht  
6.1.3 Es wird wöchentlich eine offene 
Sprechstunde im Zeitumfang von 2 
Stunden angeboten.  
6.01 
Schuldnerberatung vor Ort 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht  
6.1 
Reduzierung der Ver- 
schuldungsproblematik 
6.1.4. Es wird wöchentlich mindestens 
1 Hausbesuch durchgeführt. 
6.01 
Schuldnerberatung vor Ort 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht  
6.2.1 Die Teilnahmezahl an Aktivitäten 
ist bei BewohnerInnen des Projektge- 
bietes „Soziale Stadt“ gestiegen und 
die Teilnahme von anderen Kin- 
derhauserInnen an gemeinsamen 
Aktivitäten mit/in der Schleife ist ge- 
stiegen. 
6.02 
Kulturprojekte:  
Interkulturelle Veranstaltungsreihe  
ATRIUM e.V. 
Daten wurden in 2008 erst- 
mals erhoben; ein Vergleich 
ist noch nicht möglich. 
 
6.2 
Förderung der interkul- 
turellen Verständigung 
6.2.2 Das Interesse an anderen Kultu- 
ren und Gebräuchen ist gestiegen. 
6.02 
Kulturprojekte:  
Interkulturelle Veranstaltungsreihe  
ATRIUM e.V. 
Daten wurden in 2008 erst- 
mals erhoben; ein Vergleich 
ist noch nicht möglich.

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Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
6.3.1 Die Bereitschaft kulturelle Aktivitäten zu 
unterstützen ist gestiegen.  
6.02 
Kulturprojekte:  
Interkulturelle Veranstal- 
tungsreihe  
ATRIUM e.V. 
Daten wurden in 2008 erst- 
mals erhoben; ein Vergleich 
ist noch nicht möglich. 
 
6.3.2 Die Anzahl selbstorganisierter Initiativen 
ist bis 2010 um 50% gestiegen.  
6.03 
Bürgerbeteiligung/ 
Moderation 
Im Prozess  
6.3.3 Die Bereitschaft der Bewohner, sich im 
Wohngebiet zu engagieren, ist bis 2010 um 
100% gestiegen. 
6.03 
Bürgerbeteiligung/ 
Moderation 
Im Prozess  
6.3.4 Die Fertigkeiten der Bewohnerinnen und 
Bewohner, ihre kollektiven Anliegen zu organi- 
sieren und problemlösungsorientiert zu bear- 
beiten, sind gestärkt. 
6.03 
Bürgerbeteiligung/ 
Moderation 
Im Jahr 2008 erreicht  
6.3 
Aktivierung von bisher 
nicht erreichten Perso- 
nengruppen 
6.3.5 Neue Kommunikationsforen/ Medien sind 
entwickelt und werden eingesetzt. 
6.03 
Bürgerbeteiligung/ 
Moderation 
Im Jahr 2008 erreicht  
6.4.1 Die teilnehmenden Jungen entwickeln 
Spaß an sportlichen Aktivitäten.  
6.04 
Jugendprojekt/  
Sport gegen Gewalt 
Im Jahr 2008 erreicht 
Anmerk. Evaluation: 
Instrument weiterent- 
wickeln 
6.4.3 Zahl der Mädchen, die außerhalb der 
Schule wöchentlich Sport machen, ist gestie- 
gen.  
6.07 
Sport und Bewegung 
nicht zu beurteilen, ob An- 
stieg erfolgt ist  
6.4.4 Zahl der Kinder und Jugendlichen, insb. 
mit Migrationshintergrund, die an Sport-
angeboten teilnimmt steigt bis 2010 um xy% 
(um xy Personen) 
6.07 
Sport und Bewegung Im Jahr 2008 erreicht Anmk. Evaluation: Ziel 
präzisieren 
6.4.5 xy Fortbildungen für Übungsleiter/-innen 
aus dem Viertel sind in 2007/8/9/10 durchge- 
führt. 
6.07 
Sport und Bewegung Nicht erreicht 
Für 2009 geplant 
Anmk. Evaluation: Ziel 
präzisieren 
6.4 
Verbesserung von 
Motorik und Bewegung 
6.4.6 xy Angebote zu Trendsportarten sind bis 
xy umgesetzt.  
6.07 
Sport und Bewegung Im Jahr 2008 erreicht Anmk. Evaluation: Ziel 
präzisieren

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 49 
 
 
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung Zielerreichung  Entwicklungsbedarf 
6.5 
Förderung eines ge- 
waltfreien Umgangs 
6.5.1 Die Bereitschaft der teilnehmen- 
den Jungen gegenüber Schwächeren 
Rücksicht zu nehmen und Konflikte 
gewaltfrei auszutragen ist gestiegen. 
6.04 
Jugendprojekt/  
Sport gegen Gewalt 
Keine Angaben  
6.6.2 Zahl, der Jugendlichen, die an 
Angeboten der Jugendsozialarbeit 
sowie weiteren Bildungs- und Freizeit- 
angeboten teilnehmen, ist gestiegen. 
6.05 
Integrative Jugendsozialarbeit 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht 
Ausweitung der Indivi- 
dualförderungen auf 
die Bereiche Kunst, 
Kultur, Musik, Bildung 
6.6.1 Bislang durch die Jugendsozial- 
arbeit nicht erreichte Jugendliche wer- 
den angesprochen und erreicht.  
6.06 
Mobile Jugendarbeit Eher nicht erreicht 
Anm. Evaluation: Ziel an- 
passen, da bislang über- 
wiegend Jgdl. mit Kontak- 
ten zur Jugendarbeit in 
Beratung oder andere 
Maßnahmen ergreifen, um 
Ziel besser zu ergreifen 
6.6 
Verbesserung der kul- 
turellen Freizeit- und 
Bildungsangebote 
6.6.4 Wege zur Lösung persönlicher 
und sozialer Probleme sind bekannt 
und werden genutzt.  
6.06 
Mobile Jugendarbeit Keine Angaben  
6.7.1 Die Drogenproblematik ent- 
spannt sich aus Sicht von Fachkräften 
vor Ort. 
6.08 
Drogenprävention Im Jahr 2008 erreicht  
6.7.2 Bewohner verschiedenen Alters 
und unterschiedlicher Herkunft setzen 
sich mit dem Thema Drogenkonsum 
auseinander. 
6.08 
Drogenprävention 
Im Jahr 2008 vollständig 
erreicht  6.7 
Verstärkung der Dro- 
genprävention 
6.7.3 Drogengebrauchende kennen 
Safer-Use-Maßnahmen 
6.08 
Drogenprävention Im Jahr 2008 erreicht 
Anm. Evaluation: an- 
visierte Zahl berat. 
Personen in Ziel integ- 
rieren

2.4.2 Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des  Handlungsfelds 
Im Handlungsfeld 6 sollen in sieben Leitzielbereichen durch acht Projekte Veränderungen 
erzielt werden. Bis auf zwei Leitzielbereiche (Förderung der interkulturellen Verständigung, 
Förderung eines gewaltfreien Umgangs)12  lassen sich in allen Leitzielbereichen Erfolge und 
positive Entwicklungen feststellen. Im Einzelnen zeigen sich folgende Resultate: 
Die Schuldenproblematik wurde reduziert, 
 durch 62 durchgeführte Schuldnerberatungen, von de nen 19 Fälle beendet wurden. 
Von diesen 19 ist die Schuldenproblematik in 16 Fällen gelöst worden. 
 durch die Realisierung von acht präventiven Aufklä rungsveranstaltungen, die sich 
vorrangig an Personen mit Migrationsvorgeschichte richteten und durchweg positiv 
angenommen wurden. Insbesondere durch die Anbindung der Auftaktveranstaltun- 
gen an bestehende Gruppen gelang eine Vernetzung mit weiteren Beratungsangebo- 
ten im Viertel. 
 durch das Angebot von 45 im Jahr realisierten offe nen Sprechstunden, die wöchent- 
lich von sechs Personen besucht wurden. Aus den Sprechstundenterminen ergaben 
sich oft Folgeberatungen. 
 durch die Durchführung von 54 Hausbesuchen in 2008 , mit dem Ziel einen niedrig 
schwelligen Zugang zur Beratung zu ermöglichen. Die Hausbesuche stellten eine gu- 
te Ergänzung zu den bestehenden Angeboten dar, durch die auch Personen erreicht 
wurden, die aus unterschiedlichen Gründen bislang keinen Zugang zum Hilfesystem 
haben. 
Bisher nicht erreichte Personengruppen wurden aktiviert, 
 durch die Erhöhung der Anzahl selbstorganisierter Initiativen von 20 auf 28, die häu- 
fig in Kooperation mit dem Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort durchgeführt wur- 
den 
 durch die Erhöhung der Bereitschaft der Bewohner/i nnen, sich zu engagieren. Der 
Anteil der Bewohner/innen, die sich im Rahmen der Projekte des Handlungsfelds an 
Aktivitäten beteiligt haben, stieg von 80 auf 120 Personen. Der Anteil der Frauen 
stieg um ein Drittel von 55 auf 75 Personen, der Anteil der Männer sogar um 80% 
von 25 auf 45 Personen. 
 Durch die Entwicklung von acht neuen Kommunikation sforen, durch deren 
Niedrigschwelligkeit es gelang, vermehrt Personen mit Migrationsvorgeschichte zu 
erreichen. Bis Ende 2008 stieg der Anteil der Personen, die die Kommunikationsforen 
durchschnittlich nutzen, von 120 auf 160 Personen. Dabei stieg die Anzahl der Nut- 
zerinnen um 14% auf 80, während der Anteil der Männer mit 60% stärker auf insge- 
samt 80 Männer anstieg.  
                                                 
12   Zu den Projektzielen, die diese Leitziele verfolge n, liegen bislang keine Dokumente bzw. Vergleichsdaten vor, 
sodass hierzu keine Aussagen gemacht werden können.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
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Die Motorik und Bewegung von Kindern und Jugendlichen im Viertel wurde verbessert, 
 Durch die Realisierung eines wöchentlichen Fußball -Angebots, an dem durchschnitt- 
lich 5 bis 14 Personen teilgenommen haben. Im Projektzeitraum ist es gelungen, 
dass sich Personen verschiedener Herkunft zu Sport treffen und somit die gegensei- 
tige Akzeptanz gefördert wird. 
 durch die hohe Anzahl von 115 Jugendlichen, die Sp ortangebote außerhalb der 
Schule nutzten, wobei die Anteile von Mädchen bzw. Jungen, die die Angebote in 
Anspruch genommen haben, etwa gleich groß waren. 
 durch das Angebot von vier Trendsportangeboten, an  denen 340 Jugendliche teilge- 
nommen haben, überwiegend Jungen. 
Das kulturelle Freizeit- und Bildungsangebot ist verbessert worden, 
 Durch die Zunahme der Träger- und Individualförder ungen, mittels derer 30 Kinder 
und Jugendliche finanzielle Hilfen zur Aufnahme oder Fortführung von in der Regel 
Freizeit und Sportangeboten erhalten haben. Eine Ausweitung von Individualförde- 
rungen in den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Musik ist für 2009 vorgesehen. 
Die Drogenprävention wurde intensiviert, 
 durch die Sensibilisierung der Bewohner/-innen für  das Thema Sucht im Rahmen von 
mehreren Aktionstagen, an denen 60 Personen, überwiegend Jugendliche, teilge- 
nommen haben. 
 durch die Beratung von 27 Personen zu Safer-Use-Me thoden und die verstärkte In- 
anspruchnahme der Möglichkeit zum Spritzentausch 
 durch die Erhöhung des Wissens um Beratungs- und A nlaufstellen im Viertel 
In einzelnen Projekten übersteigt die Nachfrage das Angebot, z.B. im Bereich der Schuld- 
nerberatung (Projekt 6.01) und im Bereich der Sportangebote für Jungen (Projekt 6.04). Auf- 
grund des höheren Betreuungsbedarfs der Zielgruppen in der Schuldnerberatung erhöht sich 
durchgängig die Anzahl der für die Lösung der Schuldenproblematik notwendigen Beratun- 
gen. Hier sollte über eine Aufstockung der Projektressourcen nachgedacht werden. Im Pro- 
jekt Sport gegen Gewalt ist es aufgrund der geringen Größe der Halle nicht möglich, mehr 
als 14 Jungen teilnehmen zu lassen. Mehrmals konnten interessierte Jungen daher nicht 
teilnehmen. Hier empfiehlt es sich, über alternative Räumlichkeiten nachzudenken.  
Im Handlungsfeld 4 wurden rund 3.200 Personen erreicht. Unter den kontaktierten Personen 
befinden sich ungefähr zu gleichen Anteilen Frauen und Männer, wobei dies in den einzel- 
nen Projekten häufig zu Gunsten des einen oder anderen Geschlechts geht. 
Aus den Projektberichten zum Jahr 2008 ist zu entnehmen,  
 dass die anvisierten Projektziele für 2008 nahezu alle erreicht worden sind, 
 die Mehrzahl der Projekte auf dem richtigen Weg is t und für 2009 eine Zielerreichung 
in allen zentralen Leitzielbereichen zu erwarten ist.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 52 
Im Wesentlichen werden die gemeinsam erarbeiteten Dokumente als aussagekräftig und 
hilfreich für die weitere Dokumentation der Projekte beurteilt. Einzelne Projektziele könnten 
für 2009 präziser mit der Angabe von Erfolgsspannen formuliert werden, wodurch Aussagen 
zur Zielerreichung genauer getroffen werden können. Diese Hinweise seitens der externen 
Unterstützung der Selbstevaluation finden sich an den jeweiligen Stellen im Bericht. 
2.4.3 Ergebnisse auf der Projektebene 
2.4.3.1 Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
6.1.1 Umfassende Hilfestellung für Ratsuchende mit einer Verschuldungsproblematik (junge 
Menschen, Erwachsene, Migranten) in mindestens 50 Fällen wird gegeben. 
Bis zum Ende von 2008 wurde in 62 Fällen (39 Frauen, 23 Männer; Anteil mit Migrationsvor- 
geschichte ca. 80%) Schuldnerberatung angeboten. Von den 62 Fällen konnten 19 in 2008 
bereits abgeschlossen werden. In 16 Fällen wurde dabei die Schuldenproblematik erfolgreich 
gelöst. Die Lösung der Schuldenproblematik gelang bei sechs von acht Frauen und bei 10 
von 11 Männern. 43 Fälle werden in 2009 weiter betreut. Daher wird die Anzahl neu aufzu- 
nehmender Kunden in 2009 auf 40 Neufälle begrenzt. Im Projektbericht wird ausgeführt, 
dass es sich bei der Zielgruppe häufig um Personen mit einem geringeren Bildungsstand 
und geringen Sprachkenntnissen handelt. Hierdurch wird eine intensivere, langfristigere 
Betreuung notwendig.  
„Oftmals sind sie somit nicht in der Lage, im Betreuungsprozess eigenständig Aufga- 
ben zu erledigen. Bestehende Sprachschwierigkeiten machen mehrere Termine erfor- 
derlich, um ein positives Ergebnis für die Betroffenen zu erzielen. Ein großer Teil dieser 
Fälle wird nach augenblicklichem Stand aber ebenfalls erfolgreich abgeschlossen.“  
6.1.2 Es werden 8 präventive Aufklärungsveranstaltungen im Jahr durchgeführt, an denen 
insgesamt mindestens 80 Personen teilnehmen (insbesondere Personen mit Migrationshin- 
tergrund und Jugendliche). 
Im Projektzeitraum sind acht Aufklärungsveranstaltungen durchgeführt worden, an denen 
rund 120 Personen (ca. 75% Frauen, 25% Männer) teilgenommen haben. Dabei wurden die 
Themen `Haushalten mit wenig Geld´, `Finanzen im Griff´; `Haustürgeschäfte´; `Versiche- 
rungen´; `Finanzführerschein für Jugendliche´ und `Geldtypeinschätzungen´ bearbeitet. Die 
Veranstaltungen richteten sich vorrangig an Personen mit Migrationsvorgeschichte, insbe- 
sondere Frauen mit türkischer Migrationsvorgeschichte, weibliche und männliche Jugend- 
gruppen (getrennt) und Teilnehmende von Alphabetisierungskursen, die KAI durchführt. Die 
Veranstaltungen wurden von den Teilnehmenden durchweg positiv angenommen und fan- 
den in Regel in bestehenden Gruppen statt. Durch die Vernetzung mit anderen Beratungs- 
angeboten im Stadtteil kann die Hilfe für die Betroffenen ganzheitlicher angegangen werden. 
Insbesondere in den Alphabetisierungskursen wurde der Wunsch nach weiteren Veranstal- 
tungen in 2009 vorgebracht.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 53 
6.1.3 Es wird wöchentlich eine offene Sprechstunde im Zeitumfang von 2 Stunden angebo- 
ten. 
In 2008 wurden 45 allgemeine offene Sprechstunden angeboten, die von wöchentlich durch- 
schnittlich sechs Personen (zwei Drittel Frauen, ein Drittel Männer, ca. 80 % Migrationsvor- 
geschichte) besucht wurden. Nach Aussagen der Projektverantwortlichen entstanden aus 
den Sprechstundenterminen oft Folgetermine, die in eine langfristige Beratung mündeten. 
6.1.4. Es wird wöchentlich mindestens 1 Hausbesuch durchgeführt. 
Das Ziel wurde voll erreicht: Es sind 54 Hausbesuche durchgeführt worden. Dem Kurzbericht 
ist zu entnehmen, dass die Hausbesuche eine gute Ergänzung zu den sonstigen Angeboten 
darstellen. So „ zeigte sich hierbei, dass Personengruppen das Beratungsangebot in An- 
spruch nehmen konnten, die sonst aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu beste- 
henden Hilfesystemen haben oder von diesen erreicht werden können .“  
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
Es zeigt sich, dass aufgrund der sprachlichen und kulturellen Unterschiede ein hoher Zeit- 
aufwand für die Beratung anzusetzen war. Die beiden Ansätze, die Präventionsveranstaltun- 
gen an bestehende Gruppen anzubinden sowie die Niedrigschwelligkeit in Form von Haus- 
besuchen, haben sich in hohem Maße bewährt. Das Projektkonzept soll laut Projektbericht 
daher in dieser Form weitergeführt werden. Überlegt wird, mit einer Aufstockung der wö- 
chentlichen Arbeitszeit dem erhöhten Betreuungsbedarf der Zielgruppen entgegenzukom- 
men. Außerdem soll die Anzahl der in 2009 aufzunehmenden Neufälle in der Schuldnerbera- 
tung auf 40 begrenzt werden, da mehrere Fälle aus 2008 in diesem Jahr weiter betreut wer- 
den. 
2.4.3.2 Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung/ Moderation 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
6.3.2 Die Anzahl selbstorganisierter Initiativen ist bis 2010 um 50% gestiegen. 
Seit Projektbeginn hat sich die Anzahl selbstorganisierter Initiativen von 20 auf 28 erhöht. Im 
Projektzeitraum konnte das interkulturelle Miteinander durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit 
und kulturelle Angebote maßgeblich gefördert werden. Folgende Aktivitäten sind dem Pro- 
jektbericht zu entnehmen: 
• Beteiligungsforen Handlungsfeld Integration im Bür gerzentrum 
• Internationales Frauenfest 8.3.08 im Bürgerhaus (c a. 250 Teilnehmende) 
• Beteiligung Sommerfest Sprickmannplatz 
• Roma-Fest im Atrium 
• Interkulturelle Kalender an Brückenpersonen mit/oh ne Migrationsvorgeschichte 
• Russische Weihnacht

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 54 
• Buddhistisches Neujahrsfest 
• Ausflüge gemeinsam mit Atrium-Kulturverein u.a. zu m Religionsmuseum nach Nijmegen 
• Stabilisierung türkischer Frauenarbeit, Einrichtun g eines Kochkurses 
• Aushänge, Handzettel, Infos teilweise mehrsprachig , u.a. Hinweise zu im Bürgerzentrum 
stattfindenden Deutsch-Sprachkursen 
• Beteiligungsforen zur Gestaltung Bewohnerpark Grün schleife 
• Gemeinsame Aktion zur Blumenbepflanzung am Sprickm annplatz 
Die Aktivitäten fanden teilweise in Absprache und K ooperation mit dem Projekt 4.02 Integra- 
tionsarbeit vor Ort statt. Außerdem wurde intensiv mit der Gebietsmoderation (s. dazu auch 
weiter unten) zusammengearbeitet. 
6.3.3 Die Bereitschaft der Bewohner/innen, sich im Wohngebiet zu engagieren, ist bis 2010 
um 100% gestiegen. 
Die Anzahl der Bewohner/-innen, die sich im Projekt engagieren, erhöhte sich seit Projekt- 
beginn von 80 auf 120 Personen. Bereits in einem Jahr erfolgte somit eine Zunahme des 
Engagements um 50%, was die avisierte Erhöhung von 100% bis zum Projektende 2010 
sehr wahrscheinlich macht. Der Anteil der Frauen stieg um ein Drittel von 55 auf 75 Perso- 
nen, der Anteil der Männer deutlicher um 80% von 25 auf 45 Personen. In 2008 ist die An- 
zahl der durchgeführten Aktivitäten von 40 auf 55 gestiegen. 
6.3.4 Die Fertigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner, ihre kollektiven Anliegen zu orga- 
nisieren und problemlösungsorientiert zu bearbeiten, sind gestärkt. 
Bis Ende 2008 stieg der Anteil der Personen, die die Kommunikationsforen durchschnittlich 
nutzen, von 120 auf 160 Personen. Dabei stieg die Anzahl der Nutzerinnen um 14% auf 80, 
während der Anteil der Männer mit 60% stärker auf insgesamt 80 Männer anstieg.  
6.3.5 Neue Kommunikationsforen/ Medien sind entwickelt und werden eingesetzt. 
Im Projekt wurden acht Kommunikationsforen neu entwickelt und eingesetzt. Hierbei gelang 
es insbesondere durch die niedrigschwellige Ausrichtung der Kommunikationsforen Migran- 
tinnen und Migranten zu erreichen. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
 
Es werden keine Entwicklungsperspektiven seitens der Projektverantwortlichen benannt. 
2.4.3.3 Projekt 6.04 Jugendprojekt/ Sport gegen Gew alt 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung  
6.4.1 Die teilnehmenden Jungen entwickeln Spaß an sportlichen Aktivitäten.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 55 
Als Indikator für ein kontinuierliches Interesse an sportlichen Aktivitäten wurde die Regelmä- 
ßigkeit der Teilnahme der Jugendlichen gewählt. Insgesamt haben seit April 2008 22 Treffen 
stattgefunden. 13  Im Rahmen des Projekts wird regelmäßig samstags in der Turnhalle der 
Waldschule Münster-Kinderhaus Fußball gespielt. Die Teilnehmerzahl schwankt zwischen 5 
und 14 Teilnehmenden. Größere Gruppen sind nicht realisierbar, da die Halle nicht groß ge- 
nug ist. Dies führte dazu, dass häufiger Jungen wieder weggeschickt werden mussten. Dazu 
führt der Projektbericht aus: 
„Aus diesem Grund gab es in diesem Jahr keine Veranstaltungstage mit bis zu 25 Teil- 
nehmern, wie zeitweilig im Nov./Dez. 2007 wo man eine solch hohe Teilnehmerzahl 
noch zugelassen hatte. Die Nachfrage nach Fußballangeboten, insbesondere in der 
kalten Jahreszeit, ist nach wie vor größer.“ 
Die teilnehmenden Jungen sind zwischen 16 und 24 Jahr alt und haben unterschiedliche 
Migrationsvorgeschichten (jugoslawisch, türkisch, arabisch, somalisch). In 2007 lag der An- 
teil Jugendlicher jugoslawischer Herkunft noch bei 80%. Mittlerweile ist es gelungen, eine 
multikulturelle Sportgruppe aufzubauen. 11 Jungen haben an weniger als an 50% der Termi- 
ne teilgenommen, weitere 8 waren an über 50% der Termine anwesend. Damit ist es gelun- 
gen, einen kleineren konstanten Kreis an sich beteiligenden Jungen zu etablieren. Die Re- 
gelmäßigkeit der Teilnahme wird natürlich auch durch die Beschränkung der Gruppengröße 
beeinflusst.  
6.5.1 Die Bereitschaft der teilnehmenden Jungen gegenüber Schwächeren Rücksicht zu 
nehmen und Konflikte gewaltfrei auszutragen ist gestiegen. 
Zur Entwicklung des Sozialverhaltens sind den Dokumenten keine Angaben zu entnehmen. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
Seitens der Projektverantwortlichen wird die große Nachfrage, der nicht entsprochen werden 
kann, angeführt. Es sollte geprüft werden, ob die Möglichkeit besteht, in eine größere Halle 
zu ziehen oder zusätzliche Termine anzubieten. Aus Sicht der externen Unterstützung der 
Selbstevaluation sollte das Instrument dahingehend geändert werden, dass die Gesamtan- 
zahl der sich insgesamt beteiligenden Jungen notiert wird. Weiterhin ist zu fragen, wie viele 
Jungen nur einmal, wie viele Jungen an unter 50% der Treffen und wie viele an über 50% 
teilgenommen haben. 
2.4.3.4 Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit  
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
6.6.2 Zahl, der Jugendlichen, die an Angeboten der Jugendsozialarbeit sowie weiteren Bil- 
dungs- und Freizeitangeboten teilnehmen, ist gestiegen. 
                                                 
13   Mit der Dokumentation der Aktivitäten wurde erst a m 12. April 2008 gestartet, insofern ist denkbar, dass vor- 
gängig weitere Treffen stattgefunden haben.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 56 
In den Bereichen Freizeit und Sport ist das Antragsvolumen gestiegen. Mit fünf Trägern wur- 
den in 2008 Vereinbarungen abgeschlossen (CJG, Begegnungszentrum Sprickmannstr., 
VSE, Parea, Wuddi). Insgesamt erhielten 30 Kinder und Jugendliche finanzielle Hilfen, davon 
waren sieben weiblich und 23 männlich. 24 haben eine Migrationsvorgeschichte. Bis ein- 
schließlich 13 Jahre waren 17 der geförderten Kinder; 13 waren 14 Jahre und älter. Der Pro- 
jektbericht erläutert dazu: 
„Im Bereich Freizeit wurde vor allem die Teilhabe an Sommerferienprogrammen im Be- 
reich Jugendfahrten, einer internationalen Begegnung und an Sommerferienspielen ge- 
fördert. Im Bereich Musik wurde die Förderung der Teilhabe an Chorangeboten auf 
Kinder von 6-11 Jahren erweitert, da hauptamtliche MitarbeiterInnen berichteten, das 
Kinder aus dem Programmgebiet häufig aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten ih- 
re Teilnahme an Chorgruppen beenden mussten.“  
Im Bereich Sport ist ein Anstieg an Anträgen auf Mitgliedschaft im Sportverein SC Westfalia 
festzustellen. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
 
Hinsichtlich der Förderichtlinien besteht kein Veränderungsbedarf. Es wird eine Ausweitung 
der Individualförderungen in den Bereichen Kunst, Kultur, Musik und Bildung angestrebt. Auf 
diese Fördermöglichkeiten soll durch einen Familientag in 2009 aufmerksam gemacht wer- 
den. Seitens der externen Unterstützung der Selbstevaluation wird vorgeschlagen, zu prüfen, 
worin die ungleiche Verteilung der Förderung auf Jungen und Mädchen begründet liegt und 
ggf. in 2009 entgegenzusteuern.  
2.4.3.5 Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
6.6.1 Bislang durch die Jugendsozialarbeit nicht erreichte Jugendliche werden angesprochen 
und erreicht. 
Intention der mobilen Jugendarbeit ist es, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und junge 
Mütter bzw. junge Familien zu erreichen, die das institutionelle Beratungsangebot aufgrund 
mangelnder Sprachkenntnisse, Motivation, Aufklärung nicht nutzen. Die mobile Jugendarbeit 
sucht die Zielgruppe in ihren Sozialräumen auf und versucht eine tragfähige und vertrauens- 
würdige Beziehung herzustellen.  
In 2008 fanden 1.184 Beratungskontakte mit Mädchen/junge Frauen und 1.152 mit Jun- 
gen/junge Männern statt. Da bei diesem Projekt i. d. R. keine Adressen bei der Beratung 
aufgenommen werden, da der Charakter der Niedrigschwelligkeit erhalten bleiben soll (s. 
Anfangsschwierigkeiten durch Verdacht des Ausspionierens) ist keine verlässliche Angabe 
hinsichtlich der Migrationsvorgeschichte möglich. Für die nächste Berichterstattung wird die- 
ser Anteil geschätzt werden. 575 der Mädchen waren 13 und jünger, von den Jungen waren 
528 in diesem Alter. Zwischen 14 und 17 Jahren waren 444 Mädchen und 432 Jungen, 18 
Jahre und älter 165 Jungen und 192 Mädchen. Die große Mehrheit der beratenen Personen

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
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besucht die Hauptschule (920 Mädchen und 875 Jungen). Der Anteil an Jugendlichen, die 
keine Angebote der Jugendhilfe wahrgenommen haben oder dies nur selten tun, ist eher 
gering (8 Mädchen und 10 Jungen). 
Die Projektverantwortlichen sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Nach einer schwierige- 
ren Anfangsphase sei es gelungen, dass die Jugendlichen die Hilfestellung annehmen:  
„Einige Jugendliche hatten anfangs Vorbehalte gegenüber der Sozialarbeit und „teste- 
ten Grenzen“ aus. Somit entstanden in der Anfangsphase häufiger Konflikte zwischen 
den Sozialpädagogen und den Jugendlichen. Schließlich haben die Sozialpädagogen 
deutlich machen können, dass es in der Arbeit nicht um Sanktionierung bzw. „Ausspio- 
nierung des Lebensraums“ der Jugendlichen geht, sondern dass gewisse Regeln Be- 
stand haben müssen.“  
6.6.4 Wege zur Lösung persönlicher und sozialer Probleme sind bekannt und werden ge- 
nutzt. 
Hierzu sind den Statistiken keine direkten Angaben zu entnehmen. Allerdings gehen die Pro- 
jektverantwortlichen davon aus, dass durch die erarbeitete Vertrauensbasis zukünftig eine 
gute Basis zur Bearbeitung von Krisensituationen geschaffen wurde. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009  
Die externe Unterstützung der Selbstevaluation gibt zu bedenken, dass zu dem anvisierten 
Ziel, bislang nicht durch die Jugendarbeit erreichte Jugendliche anzusprechen, kaum beige- 
tragen werden konnte. In der Regel haben die Jugendlichen, die beraten worden sind, be- 
reits an Angeboten der Jugendarbeit teilgenommen. Die Projektverantwortlichen beabsichti- 
gen daher, in 2009 Strategien zur Erreichung auch dieser Jugendlicher zu entwickeln, deren 
Erfolg gegen Ende des Jahres beurteilen sein wird. In der nächsten Berichterstattung sollen 
aus Sicht der Projektverantwortlichen auch die Effekte der aufsuchenden Arbeit – soweit 
möglich – erfasst werden. 
2.4.3.6 Projekt 6.07 Sport und Bewegung 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
6.4.3 Zahl der Mädchen, die außerhalb der Schule wöchentlich Sport machen, ist gestiegen. 
Im Jahr 2008 haben insgesamt 115 Jugendliche an Sportangeboten außerhalb der Schule 
teilgenommen. Davon waren 55 weiblich und 60 männlich. Um zu beantworten, ob der Anteil 
der Mädchen steigt, muss die Entwicklung in den nächsten Jahren abgewartet werden. E- 
ventuell können auch Zahlen aus 2007 herangezogen werden, um zu prüfen, ob ein Anstieg 
stattgefunden hat. Erfreulicherweise ist der Anteil der sich beteiligenden Mädchen zumindest 
genauso hoch wie der der Jungen.  
6.4.4 Zahl der Kinder und Jugendlichen, insb. mit Migrationshintergrund, die an Sport-
angeboten teilnimmt steigt bis 2010.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Der größte Teil der an den Sportangeboten teilnehmenden Kinder und Jugendlichen hat eine 
Migrationsvorgeschichte (46 Mädchen und 50 Jungen). Es wird erst im weiteren Verlauf des 
Projekts deutlich werden, inwieweit die Gesamtanzahl der sich beteiligenden Jugendlichen 
steigt und wie sich der Anteil der Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte entwickelt. Aus 
Sicht der externen Begleitung der Selbstevaluation ist es wünschenswert, einen Prozentsatz 
der gewünschten Steigerung in die Zielformulierung einzubinden. 
6.4.5 xy Fortbildungen für Übungsleiter/-innen aus dem Viertel sind in 2007/8/9/10 durchge- 
führt. 
Dem Kurzbericht ist zu entnehmen, dass die Übungsleiterschulung für schwierige Zielgrup- 
pen (mit DFB-Mobil) und das Fußballcamp für Jungen und Mädchen aufgrund terminlicher 
und organisatorischer Probleme ins Jahr 2009 verschoben werden mussten. Seitens der 
externen Begleitung der Selbstevaluation wird vorgeschlagen, die anvisierte Anzahl an Ü- 
bungsleiterschulungen in die Zielformulierung aufzunehmen. 
6.4.6 xy Angebote zu Trendsportarten sind bis xy umgesetzt. 
Im Projektzeitraum wurden vier Angebote zu Trendsportarten gemacht. Daran haben 340 
Jugendliche teilgenommen (56 weiblich und 284 männlich). Der Anteil der Personen mit 
Migrationsvorgeschichte wurde aufgrund der Niedrigschwelligkeit nicht dokumentiert; er wird 
in der nächsten Berichterstattung geschätzt werden. In die Berichterstattung werden außer- 
dem der Umfang der Angebote und die Realisierungszeitpunkte mit aufgenommen. Im Kurz- 
bericht sind Angebote wie Soccerturnier und Kletterkurse aufgeführt.  
Seitens der der externen Begleitung der Selbstevaluation wird angeregt, festzuhalten, wel- 
che Angebote zu den Trendsportarten gezählten werden. Auffällig ist, dass an den Angebo- 
ten zu den Trendsportarten Mädchen in viel geringerem Maße als Jungen teilgenommen. 
Ausgehend von dem Projektziel, Mädchen stärker in außerschulische Sportaktivitäten einzu- 
binden, ist daher zu überlegen, ob Mädchen gezielter angesprochen werden sollten oder 
andere Trendsportarten anzubieten sind. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
 
Die Projektverantwortlichen konstatieren, dass der Projektmix aus den o. g. Modulen „zentra- 
le Sportereignisse“, „finanzielle Förderung von Mitgliedsbeiträgen“, Sportgeräteverleih und 
Übungsleiterschulungen die Zielgruppe erreicht hat und auch in 2009 weiter ausgebaut wird. 
2.4.3.7 Projekt 6.08 Drogenprävention 
Einschätzung der Zielerreichung und ihre Bewertung 
 
6.7.1 Die Drogenproblematik entspannt sich aus Sicht von Fachkräften vor Ort. 
Die Bewohner/innen des Programmgebiets konnten 2008 im Umgang mit der Drogenprob- 
lematik sensibilisiert werden. Die Bürger/innen kennen verstärkt die Anlaufstellen im Viertel. 
Dem Projektbericht ist zu entnehmen, dass auch bei anderen Trägern ein besseres Ver-

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 59 
ständnis des Themenkomplexes Sucht sowie eine schnellere und bessere Vernetzung er- 
kennbar ist. Dennoch werden nach wie vor öffentlich "weiche" Drogen konsumiert.  
6.7.2 Bewohner/innen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft setzen sich mit 
dem Thema Drogenkonsum auseinander. 
Die Teilnehmer/innenzahlen der Aktionstage verdeutlichen, dass ein hoher Aufklärungsbe- 
darf über Drogenkonsum bei jüngeren Bewohnern/innen besteht: Von den 60 Teilnehmen- 
den sind 10 Personen weiblich und 50 männlich. 37 Teilnehmende verfügen über eine Migra- 
tionsvorgeschichte. 20 Teilnehmende waren 13 Jahre und jünger, 14 Jahre und älter waren 
34 Teilnehmenden. Lediglich 6 Personen waren 18 Jahre und älter. Nach Angaben der Pro- 
jektverantwortlichen ist zu erwarten, dass die Zahl der Beratungskontakte in 2009 durch die 
kontinuierliche Präsenz der Fachkräfte noch ansteigen wird. Im Projektbericht wird erläutert, 
dass es sich bewährt hat, die Aktionstage in Kooperation mit anderen Trägern (Jugendsalon, 
Bürgerzentrum, Atrium, Wuddi) gemeinsam durchzuführen, um eine möglichst große Ziel- 
gruppe zu erreichen.  
6.7.3 Drogengebrauchende kennen Safer-Use-Maßnahmen 
27 Personen sind über Safer-Use-Methoden beraten worden, darunter 9 weibliche und 18 
männliche Personen. Zwei Drittel der Beratenen hat eine Migrationsvorgeschichte. Die Mehr- 
zahl der Personen ist zwischen 14 und 17 Jahren, acht sind 18 Jahre und älter.18 Personen 
haben einen Austausch von Spritzen in Anspruch genommen. Seitens der externen Beglei- 
tung der Selbstevaluation wird angeregt, die Anzahl der zu beratenden Personen für 2009 in 
die Zielformulierung zu integrieren. 
6.7.4 Drogengebrauchende kennen Beratungs- und Ausstiegshilfen. 
Am bekanntesten bei den Ratsuchenden sind die Drogenberatungsstelle und „Einrichtungen 
des qualifizierten Entzugs“. Der Bekanntheitsgrad von Substitutionstherapien und Entwöh- 
nungseinrichtungen ist weit geringer. Keiner der beratenen Personen kennt den bestehen- 
den Elternkreis. 
Entwicklungsperspektive und nächste Schritte 2009 
 
Aus Sicht der Projektverantwortlichen besteht kein Anpassungsbedarf in dem Projekt. An- 
merkt wird, dass die Nachhaltigkeit der erzielten Erfolge durch die hohe Fluktuation im Viertel 
gefährdet ist. Hierfür sei „ eine grundlegende Verbesserung der Wohnsituation (Zustand der 
Whg, Zustand der Außenfassaden etc.) dringend notwendig. “  
2.5 Handlungsfeld 7 Gebietsmoderation 
Mit der Gebietsmoderation sind im Programm Soziale Stadt Münster / Kinderhaus - Brüning- 
heide insgesamt vier Personen betraut worden. Diese nehmen ihre Aufgaben als Gebiets- 
moderation neben ihrem hauptamtlichen Beruf wahr. Hauptziel der Gebietsmoderation ist die 
Verankerung des Programms sowie die Vernetzung seiner Akteure und der Bevölkerung im

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 60 
Programmgebiet. Eigene größere Projekte sollen daher nicht durchgeführt werden sondern 
eher kleinere aktivierende Maßnahmen, die die Projektpalette der anderen Handlungsfelder 
ergänzen und dabei Impulse aus der Bevölkerung aufnehmen, die an die Gebietsmoderation 
heran getragen werden. Daher wird die folgende Darstellung anders als bei den bislang dar- 
gestellten Handlungsfeldern nicht entlang durchgeführter Projekte sondern entlang der Ziel- 
bereiche erfolgen.

2.5.1 Übersicht Handlungsfeld 7 
Informationen aus der Arbeit der Gebietsmoderation liegen zu allen Zielbereichen vor. Im Einzelnen sind das: Information und Vernetzung, Aktivie- 
rung und Beteiligung sowie Quartiersfonds.  
Leitziele Projektziele Projekt Einschätzung der 
Zielerreichung Entwicklungsbedarf 
7.1.1. Die Gebietsmoderation ist bei Veranstaltungen im 
Quartier präsent Vollständig erreicht 
7.1.2. Bis 30.06.2008 wird eine Internetpräsenz der Sozia- 
len Stadt Kinderhaus-Brüningheide unter Beteiligung von 
Jugendlichen des Stadtteils vorbereitet und eingerichtet. 
Umsetzung Ende 2008 begonnen, 
Abschluss in 2009  
7.1.3. An fünf Standorten im Stadtteil sind ab 31.01.2008 
Info-Kästen angebracht. Die Aktualität der Auslagen wird 
mindestens 14-tägig überprüft. 
Vollständig erreicht 
Wird in 2009 fortge- 
setzt 
7.1.4. Alle im Programmzusammenhang geförderten lau- 
fenden Projekte präsentieren sich mit eigenen Informatio- 
nen in den Info-Kästen während ihrer Laufzeit mindestens 
einmal pro Halbjahr. 
Gebietsmoderation Von der Gebietsmoderation aus 
erreicht; die Projekte liefern nicht 
regelmäßig genug Informationen. 
In größerem Maße 
Informationen aus den 
Projekten liefern. 
7.1 
Information und Ver- 
netzung 
7.1.5. Die Gebietsmoderation tauscht mit allen Projektträ- 
gern mindestens einmal pro Halbjahr, mit allen Handlungs- 
feldverantwortlichen mindestens einmal pro Jahr mündlich 
Informationen, Bewertungen und weitere Perspektiven 
aus. 
Ziel ist in 2008 erreicht  
1.2 
Aktivierung und Beteili- 
gung 
7.2.1. Die Gebietsmoderation sorgt für die Durchführung 
von jährlich mindestens 6 „kleinen Aktionen“, an denen 
jeweils wenigstens drei Bewohner/innen ohne Projektträ- 
gerfunktion teilnehmen. 
Ziel ist in 2008 erreicht  
 
7.2.2. Die Gebietsmoderation bildet bis Ende 2008 einen 
Kreis fester Ansprechpartner/innen  für Aktivitäten der 
Sozialen Stadt. 
Zielfortschritt ist in 2008 erreicht „Bewohnerforum“ für 
2009 geplant 
7.3. Die Gebietsmoderation entwickelt bis Ende März 2008 Kriterien und Verfah- 
rensgrundsätze zur Vergabe der Mittel aus dem Quartiersfonds. 
Gebietsmoderation 
Vollständig erreicht

2.5.2 Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse des  Handlungsfelds 7 
Die Gebietsmoderation setzt ihre Tätigkeit neben einer hauptberuflichen Beschäftigung und 
auf fünf Personen verteilt um. Das birgt Chancen wie eine größere Handlungsbreite durch 
vier unterschiedlich beruflich gebundene Personen mit je verschiedenen Zugängen in das 
Quartier. Das führt aber auch zu einem größeren Koordinierungsaufwand innerhalb des 
Quartiersmanagements im Vergleich zu einem nur mit einer einzigen Person besetzten 
Quartiersmanagement. Die Umsetzung neben dem Hauptberuf begrenzt die zur Verfügung 
zu stellenden Ressourcen. Der Projektbericht selbst spricht davon, dass „ die Umsetzung von 
Zielen nicht immer zeitnah “ gelingt. Einzelne Projekte „der Gebietsmoderation lassen sich 
nur in kleinen Schritten verwirklichen . Das Wünschenswerte ist nicht immer in vollem Um- 
fang machbar .“  
Vor diesem Hintergrund hat die Gebietsmoderation in 2008 ihre selbst gesteckten Ziele weit- 
gehend verwirklicht. Sie wird von der Bevölkerung als Ansprechpartnerin für Belange des 
Stadtteils erkannt und angenommen. Kleinere Projekte aktivieren Bewohner/innen auch au- 
ßerhalb der eigentlichen Programmprojekte. Die Arbeit wird strukturiert durchgeführt. Infor- 
mationen werden regelmäßig aktualisiert im Quartier verbreitet. Die Begrenzung der perso- 
nellen Ressourcen durch die Beauftragung von vier nebenamtlichen Gebietsmoderato- 
ren/innen könnte sich auf lange Sicht für den Stadtteil positiv bemerkbar machen. Statt kurz- 
fristiger intensiver Impulse setzt die Gebietsmoderation kleine Impulse, die auf eine mittelfris- 
tig wirkende Vernetzung hinwirken. 
Insgesamt sind die vorliegenden Ergebnisse im Handlungsfeld Quartiersmanagement als 
positiver Fortschritt für das Gesamtprogramm zu werten. Die Ziele sollten für 2009 fortge- 
schrieben und die Planungen für 2009 wie weiter unten dargestellt angegangen werden. 
2.5.3 Ergebnisse auf Ebene der Teilziele im Handlun gsfeld 7 
Der Zielbereich „Information und Vernetzung“ umfasst die meisten Detailziele der Gebiets- 
moderation. Im Zielbereich „Aktivierung und Beteiligung“ stechen insbesondere sechs „klei- 
nere Aktionen“ hervor.  
2.5.3.1 Zielbereich „Information und Vernetzung“ 
7.1.1. Die Gebietsmoderation ist bei Veranstaltungen im Quartier präsent 
Nachdem die Gebietsmoderation mit einer regelmäßigen offenen Sprechstunde keinen gro- 
ßen Erfolg gehabt hatte, entwickelte sie eine angepasste Strategie der Präsenz auf Veran- 
staltungen. Die vier Gebietsmoderatoren/innen haben dafür ein Markenzeichen für das Pro- 
gramm Soziale Stadt Münster - Kinderhaus - Brüningheide  entwickelt. Ein rotes Info-
Fahrrad, mit dem sie abwechselnd im Stadtteil unterwegs sind. Wer mit dem Rad unterwegs 
ist, wird erkannt und auf Probleme oder Begebenheiten im Stadtteil angesprochen. Das rote 
Fahrrad wird regelmäßig zu kleinen und großen Anlässen im Stadtteil mitgenommen. So 
wurde mit seiner Hilfe z.B. auf dem Wochenmarkt am Idenbrockplatz sowie auf dem Sprick- 
mannplatz über die Soziale Stadt informiert. Darüber hinaus war die Gebietsmoderation auf 
6 Veranstaltungen im Quartier ebenfalls mit dem roten Infofahrrad präsent, z.B. beim „Tanz

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 63 
in den Mai“ auf dem Idenbockplatz, beim Sommerfest auf dem Sprickmannplatz. Die aufsu- 
chende Präsenz hat sich dabei als fruchtbar erwiesen.  
7.1.2. Bis 30.06.2008 wird eine Internetpräsenz der Sozialen Stadt Kinderhaus-Brüningheide 
unter Beteiligung von Jugendlichen des Stadtteils vorbereitet und eingerichtet. 
Aus technischen Gründen musste die Umsetzung des Ziels bis auf weiteres zurück gestellt 
werden.  
7.1.3. An fünf Standorten im Stadtteil sind ab 31.01.2008 Info-Kästen angebracht. Die Aktua- 
lität der Auslagen wird mindestens 14-tägig überprüft. 
7.1.4. Alle im Programmzusammenhang geförderten laufenden Projekte präsentieren sich 
mit eigenen Informationen in den Info-Kästen während ihrer Laufzeit mindestens einmal pro 
Halbjahr. 
Das erste Ziel ist vollständig erreicht worden soweit es das Quartiersmanagement betrifft. An 
fünf Orten im Programmgebiet bzw. im Stadtteil sind die Kästen vorhanden. Die Aktualisie- 
rung erfolgt immer dann, sobald neues Material aus den Projekten vorliegt. Die Kästen wer- 
den regelmäßig gewartet. Die Lieferung von Informationsmaterial hängt wesentlich an den 
einzelnen Projekten. Die Gebietsmoderation wünscht sich mehr Material und hat das den 
Projektleitungen bereits mehrmals signalisiert. Das Quartiersmanagement ist nicht aus sich 
heraus in der Lage, regelmäßig aktuelle Informationen zu generieren. Daher ist sie wesent- 
lich auf die aktive Zuarbeit aus den Projekten angewiesen. 
7.1.5. Die Gebietsmoderation tauscht mit allen Projektträgern mindestens einmal pro Halb- 
jahr, mit allen Handlungsfeldverantwortlichen mindestens einmal pro Jahr mündlich Informa- 
tionen, Bewertungen und weitere Perspektiven aus. 
Die Gebietsmoderatoren/innen haben sich die Projekte untereinander aufgeteilt und halten 
von sich aus regelmäßig zu den verschiedenen Projekten Kontakt. Durchschnittlich einmal 
alle sechs Monate wird der Kontakt zu den einzelnen Projekten aufgenommen. Mit den 
Handlungsfeldverantwortlichen gab es in 2008 einen gemeinsamen Austausch zur aktuellen 
Situation im Handlungsfeld, zu Problemen und der weiteren Entwicklung. In 2008 kam es zu 
zusätzlichen Gesprächen mit dem Handlungsfeld 1 „Wohnen“ aus Anlass von Bewoh- 
ner/innen-Anfragen rund um den Sanierungsstau und den Wohnungsleerstand im Quartier. 
Insgesamt ist das Ziel in 2008 nicht nur erfüllt sondern übertroffen worden. 
2.5.3.2 Zielbereich „Aktivierung und Beteiligung“ 
7.2.1. Die Gebietsmoderation sorgt für die Durchführung von jährlich mindestens 6 „kleinen 
Aktionen“, an denen jeweils wenigstens drei Bewohner/innen ohne Projektträgerfunktion teil- 
nehmen. 
Das Ziel ist in 2008 vollständig umgesetzt worden. Folgende Veranstaltungen sind laut Pro- 
jektbericht in Zusammenarbeit mit Schulen und  verschiedenen Organisationen aus dem 
Quartier durchgeführt worden: 
 „ Zwei Bepflanzungsaktionen auf dem Sprickmannplatz 
 Ein Tanzkurs für Jugendliche

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 Ein "Benimm-Kurs" für Jugendliche 
 Renovierung der Sitzbänke auf dem Sprickmannplatz durch Bewohner des Quartiers. 
 Teilnahme am Projekt "Muse" der Bertelsmannstiftung. Durch Initiative der Gebietsmode- 
ration fand die Grundschule Kinderhaus-West Aufnahme in das Projekt Muse, das losge- 
löst vom Projekt Soziale Stadt eigenständig durchgeführt wird. “ 
Insgesamt haben an den Aktionen zwischen 12 und 50 Personen teilgenommen. Insgesamt 
waren es ca. 40 jugendliche und erwachsene Männer sowie ca. 60 jugendliche und erwach- 
sene Frauen. Davon verfügten ca. 60 Prozent über eine Migrationsvorgeschichte. Die Rück- 
meldungen der beteiligten Personen fielen durchgängig positiv. aus. Die Initiativen zu den 
kleinen Aktionen gingen regelmäßig auf Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung zurück, 
die an die Gebietsmoderation heran getragen worden sind.  
7.2.2. Die Gebietsmoderation bildet bis Ende 2008 einen Kreis fester Ansprechpartner/innen  
für Aktivitäten der Sozialen Stadt. 
Durch die Präsenz auf Festen und Veranstaltungen haben sich verschiedene Kontakte zu 
einzelnen engagierten Bewohner/innen heraus gebildet. Diese Kontakte zu Einzelnen und zu 
engagierten Gruppen von Bewohner/innen (z.B. zu den Vertrauensmieter/innen) sollen in 
2009 für eine Intensivierung genutzt werden. 
2.5.3.3 Zielbereich „Quartiersfonds“ 
7.3. Die Gebietsmoderation entwickelt bis Ende März 2008 Kriterien und Verfahrensgrund- 
sätze zur Vergabe der Mittel aus dem Quartiersfonds. 
Das Ziel ist vollständig umgesetzt worden. Die Gebietsmoderation hat  Kriterien und Verfah- 
rensgrundsätze zur Mittelvergabe aus dem Fonds erarbeitet. Sie liegen in einer abschlie- 
ßenden Fassung vor.  
Änderungs- und Fortentwicklungsbedarf in 2009 für das Handlungsfeld 
In 2009 werden die fortzuschreibenden Ziele weiterhin verfolgt (Regelmäßige Präsenz im 
Quartier, Aktualisierung der Infokästen, Kontakte zu den Projekten und Handlungsfeldver- 
antwortlichen des Programms Soziale Stadt, Durchführung von kleinen Aktionen). Zwei 
Schwerpunkte sollen neu hinzukommen oder erfolgreich zu Ende bearbeitet werden. Per- 
spektiven für einen Internetauftritt, der als Diskussionsforum zu Problemen im Stadtteil ge- 
nutzt werden könnte, sollen noch einmal geprüft werden. Mit dem Arbeitstiel „Bewohnerfo- 
rum“ soll die Beteiligung der Bewohner/innen einen festen Ort erhalten, systematisiert und 
verstetigt werden. Dabei sollen die Vertrauensmieter/innen eine Kernfunktion erhalten Bis 
Ende 2009 soll das „Bewohnerforum“ regelmäßigen Austausch anbieten. 
Aus Sicht von Univation wäre es für die Präsenz des gesamten Programms notwendig, dass 
aus allen Projekten immer wieder aktuelle Informationen für die Infokästen erstellt werden. 
Das können Hinweise auf veränderte Beratungszeiten in der Schuldnerberatung sein, zur 
Suche von Nachhilfepersonal, die Suche nach weiteren Kindern für die Theaterarbeit, Auf- 
führungen, Exkursionen, kleine Events im Projekt oder auch Kurzhinweise auf (Zwischen-)

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Ergebnisse von Projekten (z.B. Anzahl der Schüler/innen – Praktika an der Uppenbergschu- 
le).  
2.6 Handlungsfeld 8 Selbstevaluation 
Das Handlungsfeld unterstützt die Projekte durch eine externe Unterstützung bei der Unter- 
suchung ihrer eigenen Aktivitäten und der damit erzielten Wirkungen. Darüber hinaus stellt 
es grundlegende, jährlich aktualisierte Daten über das Programmgebiet für alle Beteiligten 
und zur Einordnung der zu beobachtenden Veränderungen bereit. Schließlich ergänzen Ein- 
zelstudien zu verschiedenen Aspekten die Projektergebnisse, insbesondere zur Beteiligung 
der Bewohner/innen, zur Netzwerkarbeit und zum Quartiersimage.  
2.6.1 Die Leistungen der  externen Unterstützung de r Selbstevaluation in 2008 
Im Jahr 2008 wurden folgende Leistungsmodule durch die externe Unterstützung der Selbst- 
evaluation durchgeführt: 
 Entwurf und endgültige Erstellung des Jahresberich ts 2007 
 Konzipierung, Moderation und Dokumentation eines W orkshops „Ziele – Indikatoren – 
Erhebungsinstrumente“ am 11. März 2008 
Die Ergebnisse des Workshops sind in die Endfassung des Jahresberichts 2007 eingeflos- 
sen und dort nachzulesen. 
 Arbeitsgespräch zu Zielen und Indikatoren im Handl ungsfeld 5 am 17. September 2008. 
Das Arbeitsgespräch hat den gemeinsamen Programm - Workshop aller Handlungsfelder 
zum Jahresende 2008 und die Berichterstattung für das Handlungsfeld 5 vorbereitet. 
Im Nachgang erfolgte die endgültige Anpassung der Zielindikatoren und der Excel-
Projektblätter zur Zielüberprüfung in den Projekten zu diesem Handlungsfeld. An dem 
Arbeitsgespräch haben neben Univation auch die Programmkoordination, die Handlungs- 
feldverantwortlichen sowie einige Projektleitungen des Handlungsfeldes teilgenommen. 
In der Vorbereitung auf das Gespräch und im Nachgang sind von den Handlungsfeldver- 
antwortlichen Umsetzungsgespräche mit den Projekten des Handlungsfeldes erfolgt. 
 Konzipierung, Moderation und Dokumentation eines W orkshops „Projektzwischenstand 
und Instrumentenweiterentwicklung“ am 4.November 2008.  
Der Workshop diente zur Vorbereitung der systematischen Berichterstattung durch Ab- 
stimmung eines einheitlichen Vorgehens in der Berichterstattung zwischen allen am Pro- 
gramm beteiligten Projekten. Das Vorgehen und die Ergebnisse werden im nächsten Ka- 
pitel näher dargestellt. 
 Erarbeitung einer vergleichenden Berichtsstruktur für alle Projekte. Die auf dieser Basis 
entstandenen Projektberichte sowie die in 2007/8 erarbeiteten Excel-Tabellen zur Erfas- 
sung der quantitativen projektspezifischen Verlaufsdaten finden sich unter Ziffer 4.6 die- 
ses Berichts in der Dokumentation der einzelnen Projekte.  
Die Workshops im Jahr 2008 hatten neben den inhaltlichen Fragestellungen immer auch den 
Charakter eines Netzwerktreffens der am Programm beteiligten Institutionen, Organisatio- 
nen, aktiver und auch nur interessierter Einzelpersonen aus dem Programmgebiet. Sie dien-

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ten der gegenseitigen Verständigung der am Programm Beteiligten, es entstanden neue Pro- 
jektideen und sie schafften ein gutes Maß an Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit im 
Quartier.  
2.6.2 Der Workshop „Selbstevaluation – Zwischenbila nz“ 4.11.2008 
Der Workshop „Selbstevaluation – Zwischenbilanz“ fand am 4. November 2008 in der Zeit 
von 14.00 – 18.00 Uhr wieder in der Agora des Bürgerzentrums in Kinderhaus statt. Insge- 
samt nahmen 35 Personen teil. 
Er zielte auf folgende zu erreichenden Ergebnisse ab: 
1. Strukturierter Austausch und Verständigung über die im bisherigen Programmverlauf 
erreichten Ergebnisse auf Projekt- und Handlungsfeldebene 
2. Kritische Reflexion über den Einsatz der erarbei teten Instrumente zur quantitativen 
Dokumentation  
3. Verabredung des notwendigen Anpassungsbedarfs um  zu einer guten Berichterstat- 
tung auf Projektebene zu gelangen. 
Zur Einleitung berichtete die externe Unterstützung der Selbstevaluation über den erreichten 
Stand bei der Erarbeitung der Instrumente für die Selbstevaluation der Projekte. Die Doku- 
mentation der Folien ist unter Ziffer 4.2 dieses Berichts zu finden. Der erste Teil des 
Workshops stand ganz im Zeichen der gegenseitigen Information. Die Handlungsfelder be- 
richteten nacheinander über die Umsetzung der Projekte im jeweiligen Handlungsfeld nach 
drei Quartalen in 2008. Resümierend sollten sie schließlich darüber informieren, ob die ver- 
abredeten Ziele der einzelnen Projekte bzw. im Handlungsfeld erreicht werden können, in- 
wieweit sie noch als passend angesehen werden oder Veränderungen absehbar sind. 
Die Vorstellung wurde in handlungsfeldbezogenen Arbeitsgruppen vorbereitet. Folgendes 
Arbeitsblatt diente dafür als Grundlage: 
Gruppenarbeitsphase I (Zusammensetzung der Gruppen: HF 1, 5, 4+6, 7) :  
Reflexion der Ergebnisse und Erfahrungen auf Projektebene durch die Pro- 
jektverantwortlichen 
Zeit: 20 Min., Moderation Handlungsfeldverantwortliche,  
Rückmeldung Plenum durch Handlungsfeldverantwortliche/n  
 
Verabreden  Sie in Ihrem Handlungsfeld wie im Plenum über ihr Projekt und das Handlungs- 
feld berichtet werden soll. (Beteiligte, zentrale Umsetzungsprobleme oder positive Ergebnis- 
se, passen ihre Ziele auf ihr Projekt, Stand der Zielerreichung)  
 
Im Plenum sollte aus jedem Handlungsfeld zusammenfassend entlang folgender Fragen be- 
richtet werden:  
 
Wie sieht der aktuelle Umsetzungsstand der Projekte im Handlungsfeld insgesamt aus? Gibt 
es heraus ragende einzelne Dinge / Ereignisse zu berichten, die ihre Arbeit für die anderen 
Projekte plastischer machen?  
 
In wie weit sind die verabredeten Ziele für die Projekte insgesamt passend, sind sie auf ei- 
nem guten Weg und wie sah der in den letzten Monaten aus?

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Zusammengefasst 14  berichteten die Handlungsfelder folgende Zwischenstände: 
Handlungsfeld 1 
Neben der Berichterstattung über verschiedene abgeschlossene Studien (s. dazu oben) 
wurde insbesondere auf den dramatischen Wohnungsleerstand im Programmgebiet hinge- 
wiesen. Dazu habe es mit den beteiligten Wohnungsunternehmen vielfältige Gespräche ge- 
geben. Diese suchten nach einer Lösung für die Probleme, insbesondere den Sanierungs- 
stau. Die Konferenz im Handlungsfeld führe zu einer verstärkten Zusammenarbeit der Woh- 
nungsunternehmen im Stadtteil. Das sei eine gute Entwicklung und ein positives Ergebnis 
des Programms Soziale Stadt. Ein Unternehmen soll noch aktiviert werden, das dieser Ko- 
operation bislang zurückhaltend gegenüber steht. In keinem anderen Stadtteil in Münster 
werde so eng zusammengearbeitet. Da in Kinderhaus die meisten städtisch geförderten 
Wohnungen sind, kommt Kinderhaus hier eine große Bedeutung zu. 
Schließlich sind zwei Schulungen für die bis zu diesem Zeitpunkt 22 Vertrauensmieter/innen 
für Anfang 2009 geplant. Erste regelmäßige Mieter/innentreffs seien ebenfalls in Planung. 
Das Projekt zum Thema Strom sparen sei nicht gut angenommen worden. Es werde noch 
nach Alternativen für eine andere Umsetzung gesucht. 
Handlungsfeld 4 und Handlungsfeld 6 
Aufgrund der engen Verbindung zwischen den Projekten der beiden Handlungsfelder arbei- 
teten die beiden wieder in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zusammen. Das hatte sich 
bereits in den vorhergehenden Workshops heraus kristallisiert. 
„Der Funke ist übergesprungen “ hieß der Tenor der Berichte zu den beiden Handlungsfel- 
dern. Es gebe regelmäßige Treffen der Projektleitungen, um sich über aktuelle Entwicklun- 
gen zu informieren und gemeinsame Ideen weiter zu entwickeln. Einmal im Jahr sei eine 
Versammlung der Bewohner/innen geplant, die erste sei vor kurzem mit großer Beteiligung 
durchgeführt worden. Neben den Menschen mit einer Migrationsvorgeschichte engagierten 
sich auch zunehmend Deutsche (ohne eine solche Migrationsvorgeschichte). Das sei zu 
begrüßen. Die Angebote im Sportbereich und die Schuldnerberatung treffen auf eine sehr 
hohe Nachfrage. Insbesondere wurde auf das zweitägige Sommerfest auf dem Sprick- 
mannplatz hingewiesen, das in 2008 ohne größere Probleme sehr erfolgreich und harmo- 
nisch durchgeführt werden konnte. Die Projekte der beiden Handlungsfelder seien insgesamt 
auf einem sehr guten Weg. Es kämen immer mehr Vorschläge aus der Bevölkerung zu klei- 
neren Verbesserungsaktionen, Kinder und Jugendliche werden aktiver. 
Handlungsfeld 5 
Die Projekte seien gekennzeichnet durch niedrig schwellige Sprachangebote, die das beste- 
hende Sprachangebot ergänzten. Niedrig schwellige Angebote dieser Art gebe es an ande- 
rer Stelle in Münster nicht. Sie motivierten die Menschen, erste Schritte zu einer Verbesse- 
rung ihrer Sprachfähigkeiten im Deutschen zu gehen. Aus den verschiedenen Schulprojek- 
ten wurde Unterschiedliches berichtet (s. dazu die Jahresberichte unter Ziffer 4.6). Bei allen 
                                                
 
14   Um Doppelungen und Wiederholungen möglichst zu ve rmeiden, werden an dieser Stelle nicht alle berichteten 
Details wieder gegeben. Sie sind den Projektberichten unter Ziffer 4.6 en detail zu entnehmen und auch der 
Zusammenfassung im jeweiligen Kapitel dieses Berichtes weiter oben.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 68 
wurde hervorgehoben wie wichtig die Elternarbeit sei, die je nach Zielgruppe des Projektes 
unterschiedlich aufwändig ausfalle. Der Bericht wurde mit dem Hinweis beendet, dass für die 
langfristig wirkenden Projekte in diesem Handlungsfeld eine Nachhaltigkeit in der Fortfüh- 
rung wichtig sei, um das aufgebaute Vertrauen und die immer dichter werdenden Netzwerk- 
strukturen nicht wieder zu verlieren. 
Handlungsfeld 7: 
Die Gebietsmoderation wurde um eine Person erweitert, um Frau Stolz, die Zugang zu der 
Gruppe der Spätaussiedler/innen hat. Damit verbreitern sich die Zugänge ins Quartier. Erste 
kleinere Aktionen seien gut gelaufen. Die Informationskästen seien verteilt und müssten nun 
verstärkt mit aktuellen Informationen aus den Projekten „gefüttert“ werden. Dazu riefen die 
Gebietsmoderatoren/innen die anwesenden Projekte noch einmal auf. Die Internetpräsenz 
sollte mithilfe einer Gruppe von Schülern/innen erstellt werden. Das hat allerdings insbeson- 
dere aus technischen Gründen nicht geklappt. Zusammen mit dem Begegnungszentrum 
Sprickmannstraße werden nun alternative Möglichkeiten geprüft. 
Der zweite Teil des Workshops diente der Vorbereitung auf die Berichterstattung und der 
Abstimmung der von Univation vorgeschlagenen Berichtsstruktur. In den wiederum hand- 
lungsfeldbezogenen Arbeitsgruppen wurden folgende Arbeitsaufgaben bearbeitet: 
 
Gruppenarbeitsphase II (Zusammensetzung der Gruppen: HF 1, 4/6, 5, 7) :  
Austausch zu Selbstevaluation und Berichterstattung 
Zeit: 30-40 Min, Moderation: Programmkoordination und Evaluation 
Rückmeldung Plenum durch Handlungsfeldverantwortliche/n 
 
Wie gut sind Sie mit den Erfassungsinstrumenten zurechtgekommen?  
Welche Lücken, Probleme, Anpassungsnotwendigkeiten sehen Sie?  
 
Tauschen Sie sich darüber aus, ob Sie für Ihr Projekt anhand des Berichtsrasters (s. dazu 
unten) und den Erfassungsbögen für Ihr Projekt ausreichend werden berichten können. Sie 
haben an dieser Stelle Gelegenheit, sich darüber auszutauschen und Verbesserungsvor- 
schläge einzubringen.  
 
Bringen Sie Ihre Diskussionsergebnisse auf den Punkt, um sie anderen zu berichten. 
 
Als Ergebnis des Workshops wurde die im Folgenden dokumentierte endgültige Berichts- 
struktur gemeinsam festgelegt.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
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Seite 1 
Berichterstattung und Zulieferung zum Jahresbericht 2008 
 
 Mit den Handlungsfeldern und den Projekten sind Ziele und dazu pas- 
sende Indikatoren erarbeitet worden. Zu den meisten Projekten liegen 
Instrumente vor, mit deren Hilfe die Aktivitäten der Projekte entlang der 
vereinbarten Indikatoren abgebildet werden.  
Die Erfassung der quantitativen Projektumsetzung ergänzen um 
- Aussagen, wie die Zahlen aus Sicht des jeweiligen Projektes zu  
  interpretieren sind 
- eine kurze Gesamteinschätzung zur bisherigen Projektumsetzung und 
- eine Darstellung des Änderungsbedarfs  im kommenden Jahr. 
Die ergänzende Kommentierung der Ergebnisse soll über ein Berichts- 
raster erfolgen. Der Entwurf des Berichtsrasters ist im Workshop am 
04.11.2008 abgestimmt und auf Grundlage der Diskussion überarbeitet. 
Er wird allen Projekten bis zum 14. November über die Programmkoor- 
dination und die Verantwortlichen der Handlungsfelder zugeleitet, mit der 
Aufforderung, die Projektergebnisse und ihre Einschätzung mitzuteilen.  
Die Berichterstellung umfasst für jedes Projekt zwei Teile: 
1) Möglichst vollständige Darstellung der quantitativen Projektergebnisse 
und –aktivi-täten im Jahr 2008 mittels Erhebungsinstrumenten (Lieferung 
der ausgefüllten Excel-Tabellen, evtl. ergänzt zusammengefasste Da- 
ten/Zahlen für das gesamte Jahr) 
2) Kurze erläuternde und ergänzende Hinweise zu drei Fragestellungen. 
Vollständige Lieferung an die Programmkoordination bis zum 
19.01.2009.

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Seite 2 
Entwurf  für ein Berichtsraster zum Jahresbericht 2008  
über die durchgeführten Aktivitäten und den Zwischenstand der Zieler- 
reichung in den einzelnen Projekten des Programms Soziale Stadt 
Münster / Kinderhaus - Brüningheide 
Stand: 5.11. 2008 
Bericht des Projektes _____________ im Handlungsfeld _______ 
In unserem Projekt haben wir uns folgende(s) Ziel(e) gesetzt: 
[Übernahme aus dem jedem Projekt vorliegenden Projektzielblatt ] 
In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 haben wir unsere Aktivitä- 
ten entlang der vereinbarten Indikatoren erfasst. Die quantitativen Er- 
gebnisse im Jahr 2008 sind der Anlage im Detail zu entnehmen. 
Erläuterungen und Ergänzungen  
[bitte jeweils nur ca. eine halbe Seite, möglichst stichwortartig, aber ver- 
ständlich formuliert ] 
Die Wirkungen des Projektes im Jahr 2008.  
[Bitte kurz erläutern, wie die quantitativen Ergebnisse aus der Sicht des 
Projektes und vor der Folie der dafür vereinbarten Ziele zu interpretieren 
sind. Was steckt „hinter den Zahlen“? Bei wem sind weitere Wirkungen 
des Projektes beobachtet oder auf andere Weise festgestellt worden? ]  
Gesamteinschätzung zur Projektumsetzung: Ist das Projekt „auf dem 
richtigen „Weg“? 
[Wie zufrieden sind Sie mit den erreichten Wirkungen? Was wollten Sie 
in diesem Jahr erreichen und inwieweit haben Sie Ihre Zielsetzung für 
dieses Jahr erreicht?  
Welche nicht erwarteten bzw. erwarteten Hemmnisse haben sich in der 
Projektumsetzung gezeigt, welche nicht erwarteten bzw. erwarteten 
Probleme sind nicht eingetreten? Welche positiven Ergebnisse werden 
auch in den kommenden Jahren zu erwarten sein? Wie hat sich das Pro- 
jektkonzept bislang bewährt und kann es in der bisherigen Form auch 
weiterhin erfolgreich oder besser als bisher umgesetzt werden? ] 
Welchen Änderungsbedarf gibt es für die Projektumsetzung in 2009? 
[Welche Ziele müssten wie verändert werden? Welche Projektbestand- 
teile sollten geändert oder auf welche Weise angepasst werden? Welche 
Ressourcen werden nicht mehr oder zusätzlich benötigt? ]

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
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2.6.3 Der Workshop „Projektbewertung und Projektwei terentwicklung“ 31.03.2009 
Der Workshop „Projektbewertung und Projektweiterentwicklung“ wurde am 31. März 2009 
von 14:00 bis 18:00 Uhr wiederum in der Agora in Münster – Kinderhaus durchgeführt. Ins- 
gesamt nahmen 34 Personen daran teil. 15  Der Workshop zielte insbesondere ab auf: 
 den Berichtsentwurf 2008 und die Projektpraxis des  vergangenen Jahr kritisch zu reflek- 
tieren  
 und die Umsetzung und Entwicklungsperspektiven in 2009 zu erörtern. 
Er sollte darüber hinaus dazu genutzt werden, gemeinsam fördernde und hemmende Fakto- 
ren bei der Umsetzung des Programms Soziale Stadt in Münster-Kinderhaus / Brüningheide 
zu diskutieren. 
Nach einer kurzen Erläuterung und Aktualisierung des Ablaufs wurde in den Kontextindikato- 
ren-Monitor eingeführt. Die vorgestellte Vorgehensweise wurde von den Anwesenden be- 
grüßt. Die Folien und weiteren Unterlagen zu diesem Workshop-Teil sind Ziffer 4 des Be- 
richts zu entnehmen. 
16   
Die externe Unterstützung der Selbstevaluation führte anschließend kurz in den Entwurf zum 
Jahresbericht mit zusammenfassenden Informationen zum quantitativen Output, zur Zieler- 
reichung im Überblick 17  und zu einer summarischen Bewertung des Zielfortschritts in den 
einzelnen Handlungsfeldern ein. Dabei wurde betont, dass es aufgrund der sehr ausdifferen- 
zierten Projektbreite wenig aussagekräftig sei, alle erreichten Personen zusammen zu zäh- 
len oder den Zielfortschritt auf der Ebene der Handlungsfeldziele zusammen zu stellen. Doch 
sei es die einzige Möglichkeit einen knappen Gesamteindruck über alle Bestandteile des 
Programms zu erhalten. Zur detaillierten Bewertung müssten die einzelnen Projekte indivi- 
duell betrachtet werden. Soweit Unterlagen vorhanden seien, sei dies im Entwurf zum Jah- 
resbericht 2008 nachzulesen. 
Betrachtet man die drei Leitziele des Programms, so können auf der Grundlage der Projekt- 
berichte folgende, allgemein zu haltende Bewertung vorgenommen werden: 
• Leitziel: Verbesserung der Wohnsituation und Wohnu mfeldverbesserung 
Eine Verbesserung ist in ersten Ansätzen erreicht; mittelfristig wirksame Aktivitäten sind 
gestartet wie z.B. die Gewinnung von Vertrauensmieter/innen, die Etablierung eines 
Runden Tisches Wohnungswirtschaft. Zu beachten sei auch, dass eine Wohnumfeldver- 
besserung durch friedlichere Feste, eine Verbesserung der sportlichen Infrastruktur durch 
Errichtung kleinerer Sportanlagen erreicht worden sei. Zudem fände die Bewohnerschaft 
eine verbesserte Unterstützung und Beratung im Stadtteil selbst. 
• Leitziel: Förderung der Integration unterschiedlic her Gruppen im Wohngebiet  
Ein Zielfortschritt ist in fast allen Projektaktivitäten aller Handlungsfelder zu beobachten 
und durchweg deutlich festzustellen. Die Vielfältigkeit der im Stadtteil vorhandenen 
Migrationsvorgeschichten wird durch die Projekte berücksichtigt. 
                                                
 
15   Die Liste mit den Teilnehmenden ist als Anlage bei gefügt. 
16   S. dazu auch das nachfolgende Kapitel 2.6.4. 
17   S. dazu die Folien unter Ziffer 4.3.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 72 
• Leitziel: Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche 
Eine Stärkung der Bildungschancen ist sowohl durch direkte Bildungsprojekte als auch 
über das Empowerment von Kindern und Jugendlichen als auch deren Eltern erreicht 
worden. 
Aus Sicht der externen Unterstützung der Selbstevaluation als am wenigsten beteiligte Dritte 
wurden den Handlungsfeldern anschließend zu Auffälligkeiten, Anforderungen oder Problem- 
lagen in ihren Handlungsfeldern Hinweise gegeben, die auch als Diskussionsgrundlage für 
die Verständigung über die Arbeit im Jahr 2009 verstanden werden sollte. Im weiteren Ver- 
lauf des Workshops in handlungsfeldbezogenen Arbeitsgruppen wurden diese Hinweise 
durchweg als hilfreich bewertet und sollen in der Weiterarbeit im Jahr 2009 berücksichtigt 
bzw. bearbeitet werden. 
Die Hinweise im Einzelnen (mit Stand 24. März 2009 
18 ): 
Handlungsfeld 1 (Wohnen) 
• Es sollte eine weitere Einbindung der Wohnungswirt schaft erfolgen, z.B. für die Umset- 
zung von Teilzielen wie die bauliche Umsetzung einer energetischen Gebäudesanierung 
in 2009 
• Die seit längerem schwelende und Anfang 2009 zuneh mende öffentliche Diskussion um 
Leerstand und Sanierungsstau im Programmgebiet sollte ggf. durch neue oder erweiterte 
Projekte aufgegriffen werden 
Handlungsfeld 4 (Integration) 
• In 2009 sollte eine verstärkte Einbindung von Männ ern erfolgen. Es fällt auf, dass sich 
die Aktivitäten zur Förderung eines gewaltfreien Miteinanders häufiger an Frauen richten 
bzw. insbesondere von Frauen wahrgenommen werden. Es wird vorgeschlagen, mit den 
Projekten verstärkt Männer anzusprechen und das Seminarangebot auch inhaltlich an 
die Zielgruppe der Männer anzupassen. 
Handlungsfeld 5 (Bildung) 
• Die vorhandenen Kooperationen und Netzwerksbeziehu ngen sollten stärker ausge- 
tauscht, abgeglichen und synchronisiert werden, um eine nachhaltige Vernetzung zu er- 
reichen. Viele Projekte im Handlungsfeld knüpfen eigenständige Kontakte zum Kommu- 
nalen Sozialen Dienst (KSD), zu erzieherischen, individuell psychosozialen und integrati- 
ven Beratungs- und Unterstützungsangeboten, Schulen, berufsbildenden Akteure, Kom- 
munalverwaltung, Polizei / Justiz. 
Handlungsfeld 6 (Soziale Netze) 
Eine Verbreiterung der erreichten Jugendlichen (nach Geschlecht, nach Zielgruppen) und 
eine bessere Abdeckung der Bedarfe sollte bei den Aktivitäten in 2009 berücksichtigt wer- 
den. Dazu gehören folgende Projekthinweise: 
                                                
 
18   Darüber hinaus wurden Hinweise auf Lücken in der Berichterstattung zu einzelnen Projekten gegeben, die an 
dieser Stelle nicht weiter aufgeführt werden, um Doppelungen zu vermeiden. Falls die Informationen bis zur 
Erstellung einer endgültigen Berichtsversion nachgeliefert wurden, sind sie an der entsprechenden Stelle be- 
reits eingearbeitet worden. Anderenfalls finden sich dort entsprechende Hinweise.

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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• Das Angebot zur Schuldnerberatung ausbauen, da seh r hoher Bedarf nicht abgedeckt 
werden kann 
• Beim Projekt „Integrative Jugendsozialarbeit“ prüf en, welche Gründe dazu führen, dass 
fünf Sechstel der erreichten Teilnehmenden Jungen sind. Auf welchen Wegen können 
Mädchen stärker aktiviert werden? 
• Bislang nicht erreichte Jugendliche erreichen („Mo bile Jugendarbeit“). Entweder Fort- 
schritte deutlicher herausarbeiten oder in stärkerem Maße als bisher bislang noch nicht 
erreichte Zielgruppen in 2009 erreichen 
• Stärkere Aktivierung von Mädchen – Trendsport oder  Sport: Die Sportangebote sollten in 
stärkerem Maße als bislang auch Mädchen erreichen. Das könnte ggf. durch eine Ände- 
rung der angebotenen Sportarten erreicht werden. 
Handlungsfeld 7 (Gebietsmoderation) 
• Die Initiierung selbst tragender Aktivitäten sollt e Vorrang haben vor anderen Aktivitäten in 
2009. Das geplante Forum der Bewohnerinnen und Bewohner sollte so initiiert werden, 
dass es selbst tragend funktioniert und auch nach 2010 nur insoweit der Unterstützung 
bedarf, wie diese auch längerfristig nebenberuflich durch die jetzige Gebietsmoderation 
zu bewältigen wäre. Ähnliches würde für einen möglichen Internetauftritt gelten. 
• Zulieferung von aktuellen Informationen / Terminen   
Die Projekte sollten der Gebietsmoderation alle Aktivitäten und Ergebnisse von Aktivitä- 
ten rechtzeitig zuliefern, um sie in den Infokästen des Programmgebiets und im Internet- 
auftritt regelmäßig veröffentlichen zu können. 
2.6.3.1 Die Arbeitsgruppenphase 
Im Zentrum des Workshops standen anschließend wieder die Arbeitsgruppen der Hand- 
lungsfelder. In der Arbeitsgruppenphase sollten vorrangig folgende Fragestellungen hand- 
lungsfeldbezogen bearbeitet werden: 
• Gesamteinschätzung des Handlungsfeldes in 2008 
• Anforderungen und Entwicklungsbedarfe in 2009 auf Projektebene und im gesamten 
Handlungsfeld sowie Erarbeitung von Lösungen 
Die Ergebnisse aus den einzelnen Handlungsfeldern wurden auf Flipchart dokumentiert und 
wesentliche Entwicklungen im Plenum auch den anderen Handlungsfeldern vorgestellt. Die 
Ergebnisse lauten im Einzelnen: 
Handlungsfeld 1 (Wohnen) 
Die im Berichtsentwurf aufgeführten Teilziele des Handlungsfeldes sind bis auf kleine Ände- 
rungen korrekt wieder gegeben. Für das Projekt „Das Quartier spart Strom“ hat sich eine 
neue Perspektive in Zusammenhang mit einem anderen Programm ergeben. 
Die Themen für 2009 im Handlungsfeld: 
• Einrichtung einer Clearingstelle für Mieterinnen u nd Mieter 
• Eine stärkere Förderung barrierearmen Wohnens im Q uartier

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• Den vorhandenen Sanierungsrückstau in den Wohnunge n zu verringern und im ersten 
Schritt akute Gesundheitsgefahren abzuwenden (z.B. heftiger Schimmelbefall) 
• Fehlbelegungen deutlich zu verringern oder möglich st vollständig zu verhindern. In der 
Diskussion blieb unklar, auf welchem Weg dieses Thema konkret angegangen werden 
könnte. 
Handlungsfeld 4 (Integration) / Handlungsfeld 6 (Soziale Netze) 
Die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe entschieden sich dafür, projektübergreifend gelunge- 
ne Aspekte und zukünftige Herausforderungen zu diskutieren. Die im Evaluationsbericht 
formulierten Anregungen wurden positiv aufgenommen und werden in den jeweils zuständi- 
gen Mitarbeiterteams erörtert und voraussichtlich überwiegend umgesetzt. 
Gelungenes aus den beiden Handlungsfeldern  
 Sehr gute Netzwerkarbeit 
 Schuldnerberatung wird von vielen Bewohnern und Be wohnerinnen in Anspruch genom- 
men 
 Einige Personengruppen konnten mit spezifischen An geboten gut erreicht werden, z. B. 
Schuldner, Frauen 
 Die Frühstückgruppe erreicht auch Männer verschied ener Nationalitäten 
 Es gab viele Begegnungen innerhalb der ethnischen Gruppierungen 
 Mitarbeitende mit Migrationsvorgeschichte und ents prechenden Sprachkompetenzen 
erleichtern den Zugang zu den ethnischen Gruppen 
 Mit der persönlichen Ansprache von einzelnen Perso nen erreicht man mehr als durch 
öffentliche Werbung/Einladungen 
Herausforderungen in den beiden Handlungsfeldern  
 In einigen Projekten zeigte sich, dass die jeweili gen Detailziele zu ambitioniert formuliert 
waren. In allen Projekten des Handlungsfeldes werden die Ziele deshalb erneut diskutiert 
und ggf. überarbeitet. 
 Zukünftig sollen Informationen bezüglich geplanter  Aktivitäten im Stadtteil auch über eine 
Internetpräsenz verbreitet werden. Auch durchgeführte Angebote und Fortschritte in der 
Stadtteilentwicklung sollen auf diesem Weg künftig transparenter dargestellt werden und 
die Öffentlichkeit erreichen. 
 Intensiv diskutiert wurde, wie man bestimmte Grupp en besser erreichen kann. Insbeson- 
dere Menschen mit geringer Sprachkompetenz und schamhaften Problemlagen sind hier 
zu nennen. Des Weiteren gelingt die Ansprache der im Stadtteil lebenden Roma und der 
männlichen Spätaussiedler noch nicht zufriedenstellend.  
 Die persönliche Ansprache von Bewohnerinnen und Be wohnern sowie die Werbung für 
Angebote über Peer-Gruppen sollen künftig noch gezielter erfolgen und intensiviert wer- 
den. 
 Die finanzielle Förderung des Mitgliedsbeitrages f ür ca. 50 Jugendliche im örtlichen 
Sportverein „SC Westfalia“ läuft in Kürze aus. Bei zahlreichen Jugendlichen besteht die

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Gefahr, dass deren Eltern den Beitrag künftig nicht aus eigenen Mitteln begleichen wer- 
den. Das Angebot, statt des finanziellen Beitrages 15 Sozialstunden im Verein zu leisten, 
wird bislang nicht angenommen. Der Verein wird sich frühzeitig darum bemühen, Kontakt 
zu den entsprechenden Eltern und Jugendlichen aufzunehmen, um gemeinsam eine Lö- 
sung zu finden. Eine dauerhafte Fortsetzung der finanziellen Förderung wird ausge- 
schlossen. 
 Es wurde diskutiert, ob die Sportangebote aufgrund  des hohen Zulaufs noch erweitert 
werden können. Für mobile Angebote (Ausflüge) werden zusätzliche Mittel benötigt. 
 Die Sportangebote stoßen in der zur Verfügung steh enden Halle aufgrund der regen Teil- 
nahme von Jugendlichen an ihre Kapazitätsgrenze. Die Außen-Kunstrasenplätze können 
derzeit nicht von den Gruppen genutzt werden. Dr. Hauff wird sich um eine Klärung be- 
mühen, ob dies zukünftig möglich sein wird. 
Handlungsfeld 5 (Bildung) 
Im Handlungsfeld wurde zunächst einhellig festgestellt, dass die vorhandene Vernetzung 
bereits gut ausgebildet sei. Zwar könnte eine vertiefende Vernetzung Synergieeffekte bezo- 
gen auf die Netzwerkkontakte erbringen. Diese sind aber über das bereits bestehende Maß 
hinaus nicht leistbar bzw. würden auf Kosten der Kernressourcen für die einzelnen Projekte 
umgesetzt werden müssen. Daher entschied sich das Handlungsfeld sehr eindeutig dafür, 
den aktuell erreichten Kooperationszustand beizubehalten.  
In der Diskussion um Anforderungen und Themen in 2009 schälten sich drei Bereiche her- 
aus und ein Problemfeld.  
Thema 1: Die Zielgruppe der Alleinerziehenden soll stärker in den Fokus der Projektarbeit 
und der aktiven Institutionen genommen werden. Festgestellt wurde, dass die Gruppe der 
Alleinerziehenden im Quartier sehr heterogen ist und es verschiedene, verstreute Anknüp- 
fungspunkte gibt. Zudem sollten für solche Aktivitäten auch „zeitweise“ Alleinerziehende mit 
berücksichtigt werden, Familien, in denen die Väter längere Zeit etwa im Gefängnis verbrin- 
gen müssen. 
Eine erste Projektidee, die in einem anderen Stadtteil in Münster erfolgreich gestartet wurde, 
wurde diskutiert: ein offener Treff (Café) für Alleinerziehende. Ein offenes Gruppenangebot 
besteht bereits im Haus der Familie (HdF). Dieses bot sich in der Diskussion an, zusammen 
mit KAI und in Abstimmung mit der Koordination des Handlungsfeldes die Entwicklung eines 
erweiterten Angebotes für die Zielgruppe in die Hand zu nehmen. Dies sollte sehr niedrig 
schwellig angelegt sein, eine individuelle Ansprache ermöglichen, zugleich aber auch Grup- 
penangebote ermöglichen. Berücksichtigt werden muss bei der Zielgruppe, dass das weitere 
(z.B. ethnisch geprägte) Umfeld Alleinerziehende einengt.  
Thema 2: Das gemeinsame Eltern-Kind-Sportangebot in einer der Kitas im Quartier hat sich 
sehr bewährt. Es soll in 2009 möglichst auf andere Kitas ausgeweitet werden.  
Thema 3: In gleicher Weise sollen die sehr positiven Erfahrungen mit den Kochkursen in den 
Kitas für Mütter (und Väter) erweitert werden. Dies stößt zunächst auf personelle und infra- 
strukturelle Grenzen in den einzelnen Einrichtungen.

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Beide Themen (2 und 3) sollen mit kollegialer Unterstützung einer gemeinsamen Lösung 
zugeführt werden. 
Im Bereich der niedrig schwelligen Sprachkurse soll das Problem angegangen werden, dass 
die ARGE Mütter bzw. Ehefrauen dazu anhält, diese Kurse zugunsten eines höher schwelli- 
gen Sprachkurses zu verlassen mit dem Ergebnis, dass das Sprachniveau dieser Kurse 
dann nicht erreicht werden kann und ein Abbruch vorprogrammiert ist. Das Jugendamt will 
mit der Bezirksverwaltung gemeinsam an die ARGE heran treten, um das Problem zu lösen. 
Handlungsfeld 7 (Gebietsmoderation) 
Die Gebietsmoderation setzte sich nur kurze Zeit zusammen. Die Möglichkeit des Informati- 
onsaustausches und zur Diskussion mit den anderen Handlungsfeldern sollte genutzt wer- 
den, indem sich die Gebietsmoderatorinnen auf die anderen Arbeitsgruppen aufteilten. 
Die gemeinsame Gesamteinschätzung zur Arbeit in 2008 bewertet die Aktivitäten als „wirk- 
lich gut“. Für das Jahr 2009 (und darüber hinaus) sind bei der Gebietsmoderation viele Ideen 
für kleinere Aktionen vorhanden. Es sollen aber nicht alle vorhandenen Ideen neu initiiert 
werden, sondern der Schwerpunkt der Arbeit auf die Verstetigung vorhandener Projekte und 
Initiativen gelegt werden. In den Mittelpunkt soll dabei die Versammlung der Bewohnerinnen 
und Bewohner gestellt werden. 
2.6.3.2 Diskussion zu hemmenden und fördernden Fakt oren des Programms  
In der abschließenden Diskussion im Plenum wurden fördernde und hemmende Faktoren 
der Programmumsetzung erörtert. Zuvor sammelten die 32 noch anwesenden Teilnehmen- 
den in Einzelarbeit ihre Stichworte zur Diskussion.
19  In den Tabellen 1 bis 4 ist die Auswer- 
tung dieses „Stillen Brainstormings“ zusammengestellt, Sie zeigt, dass fördernde und hem- 
mende Faktoren nahezu gleich häufig genannt werden (45- bzw. 44-mal).  
Einig waren sich die Anwesenden darin, dass die Projektumsetzung auf der operativen Ebe- 
ne gelungen ist. Etwas mehr als die Hälfte sieht die gelungene Zusammenarbeit der Men- 
schen in den Projekten und das Engagement der Aktiven als wichtigsten Erfolgsfaktor an.  
Mehrheitlich stellten die Teilnehmenden des Workshops den Bereich Wohnen mit den be- 
kannten baulichen Mängeln, der verweigerten Kooperation zweier wichtiger Bauunterneh- 
men und der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Mieter- 
schaft sowie das Wohnklima und die Berichterstattung in der Presse als zentralen hemmen- 
den Faktor dar. 
Im Einzelnen kam die Diskussion in Verbindung mit den Antworten aus dem „Stillen Brain- 
storming“ zu folgenden Ergebnissen: 
Als unterstützend für die Projektarbeit werden auf operativer Ebene in erster Linie die Zu- 
sammenarbeit und das Engagement der lokalen Akteure hervorgehoben. Die Vernetzung ist 
mittlerweile gut ausgebaut und ermöglicht es den Beteiligten, sich ein transparentes Bild der 
Aktivitäten im Bezirk zu verschaffen. Des Weiteren wird auch das Engagement von Bürge- 
                                                
 
19   Zuvor waren grüne und rote Karteikarten verteilt worden, auf denen die entsprechenden Stichworte notiert 
werden konnten: Grün = Fördernd, rot = hemmend. Nach Ende der Diskussion und des Workshops wurden 
die Karteikarten eingesammelt und der Dokumentation zugeführt.

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rinnen und Bürgern hervorgehoben, die außerhalb des Bezirks wohnen und sich für die Be- 
wohnerinnen und Bewohner der „Schleife“ einsetzen (z. B. ATRIUM, Kirchengemeinden 
etc.).  
Als gelungen sehen die Workshopteilnehmenden auch die Umsetzung zahlreicher Projekte 
an, die überwiegend einen hohen Grad der Zielerreichung vorweisen können. Hervorgeho- 
ben wurden dabei die Schulsozialarbeit, die Kitas, die Sportangebote und die Integrationsar- 
beit im B 62. Von Einzelnen wird darüber hinaus geäußert, dass Mitarbeitende mit Migrati- 
onsvorgeschichte durch ihren guten Zugang zur Bewohnerschaft maßgeblich zum Erfolg 
beitragen. Auch die persönliche Verbundenheit der lokalen Akteure mit dem Bezirk und die 
Nähe zu den Problemlagen der Bewohnerinnen und Bewohner sind hilfreich („Hand am 
Puls“). Hemmend für die operative Umsetzung wird der als hoch empfundene Aufwand für 
Verwaltungsaufgaben (u. a. Abrechnungsmodalitäten) und die Berichterstattung bezeichnet. 
Erschwerend kommt hinzu, dass die technische Ausstattung (Computer) in manchen Projek- 
ten nicht zeitgemäß ist. Die Workshops werden von zwei Teilnehmenden als zu wenig ziel- 
führend wahrgenommen. Eine teilnehmende Person vermerkt allgemein die nicht flächende- 
ckend vorhandene „Übersetzung in Fremdsprachen“ als hemmend. 
Die operative Umsetzung der Projekte wird durch eine gute Zusammenarbeit mit der strate- 
gischen Ebene unterstützt. Die zuständigen Dienststellen werden dabei hervorgehoben. Je- 
weils einmal wird geäußert, dass die Konzeption der Projekte stimmig ist und auch die konti- 
nuierliche Evaluation zum Erfolg beiträgt. Bemängelt wird, dass die Projekte teilweise perso- 
nell unterbesetzt sind und aufgrund der zeitlich befristeten Programmförderung die Nachhal- 
tigkeit der erreichten Ergebnisse gefährdet ist. Außerdem kritisiert eine am Workshop teil- 
nehmende Person, dass im Bezirk kein professionelles Quartiersmanagement installiert ist. 
Die überwiegende Anzahl der im Bezirk vertretenen Wohnungsunternehmen kooperiert eng 
und zielführend mit den lokalen Akteuren. Diesbezüglich wird hervorgehoben, dass die Schu- 
lung von Mietern zu „Vertrauensmietern“ von fast allen Unternehmen unterstützt wurde. Für 
zwei Wohnungsunternehmen wird explizit herausgestellt, dass deren Kooperationsbereit- 
schaft gering bzw. gar nicht vorhanden ist (Babcock&Brown, Nau Group). Der bauliche Zu- 
stand des Wohnungsbestandes wird häufig als mangelhaft bezeichnet, wobei sich das in 
erster Linie auf die Bestände der zwei genannten Unternehmen bezieht. Dies trage mit dazu 
bei, dass der gesamte Bezirk ein negatives Image bekommen hat, obwohl der Stadtteil `Kin- 
derhaus´ weit größer ist als die „Schleife“. 
Die Beteiligung der Bewohnerschaft wird noch als zu gering bezeichnet, lediglich eine Per- 
son nennt die Bewohnertreffen als gelungene Aktivität. Die Eigenverantwortung der Bewoh- 
nerinnen und Bewohner muss nach Ansicht der lokalen Akteure weiter gestärkt werden. 
Vandalismus ist immer noch vorhanden. Die soziale und finanzielle Lage vieler Bewohnerin- 
nen und Bewohner werden weiterhin als stark verbesserungsbedürftig angesehen. 
Besonders kritisch wird von zahlreichen Workshopteilnehmenden die Berichterstattung in der 
lokalen Presse gesehen. Lediglich ein Beispiel gelungener Berichterstattung wird angeführt. 
Insgesamt herrscht die Meinung vor, dass die lokale Presse durch negative und problemfo- 
kussierte Artikel wesentlich zum negativen Image des Bezirks beiträgt. Die AG „Image“ plant 
ein Gespräch mit der Redaktion der führenden lokalen Tageszeitung, mit dem Ziel, dass zu-

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künftig auch die positive Entwicklung und einzelne gelungene Beispiele dargestellt werden. 
Zudem soll versucht werden, dass die Kinderhauser Artikel zukünftig immer stadtweit er- 
scheinen. Abschließend wurde diskutiert, ob und wie Menschen gezielt nach `Kinderhaus´ 
eingeladen werden können, um durch einen persönlichen Eindruck Vorurteile abzubauen. 20  
2.6.4 Die Kontextindikatoren des Programms 
Der Erfolg der Projekte der Sozialen Stadt hängt wesentlich davon ab, unter welchen demo- 
grafischen, sozialen, ökonomischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen die Projekte 
durchgeführt werden. Daher umfasst die prozessbegleitende Selbstevaluation auch die Er- 
hebung von statistischen Kennziffern („sog. Kontextindikatoren“), die die Strukturen im Pro- 
grammgebiet beschreiben und deren Veränderungen im Zeitverlauf verdeutlichen.  
Im Fall der Sozialen Stadt Kinderhaus-Brüningheide deckt sich das Programmgebiet mit der 
Stadtzelle 631, so dass für den Datenmonitor diese Gebietsabgrenzung zugrunde gelegt 
wird. Hinsichtlich der Infrastrukturkarten wird unter Berücksichtigung der funktionalen Zu- 
sammenhänge der gesamte Stadtteil Kinderhaus-West und bei Bedarf auch das Gebiet des 
Stadtteils Kinderhaus-Ost einbezogen. 
Die Kontextdaten sind damit jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte der 
Sozialen Stadt, sondern stellen vielmehr objektivierte Daten über die Stadtteilentwicklung 
dar, auf die sich die Projekte der Sozialen Stadt einstellen müssen (z.B. Zuzüge und Fortzü- 
ge der Bewohnerinnen/Bewohner). 
Grundlage für die Erhebung und Auswertung der Kontextdaten ist ein Datenkatalog, der im 
Auftrag des „Städtenetz Soziale Stadt NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Bauen 
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Institut für Landes- und Stadtent- 
wicklungsforschung erstellt und im Mai 2008 veröffentlicht worden ist. Diese über 50 Indika- 
toren aus wesentlichen Themenfeldern der Stadtteilentwicklung (z.B. Bevölkerung, Wohnen, 
Ökonomie, Bildung, Gesundheit) wurden im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver- 
kehrsplanung vor dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und spezifischen 
Aussagefähigkeit für Kinderhaus-Brüningheide bewertet und weiterentwickelt. 
Als Ergebnis liegt nunmehr ein Katalog mit über 40 Daten vor, die nach Möglichkeit ge- 
schlechterdifferenziert und unter perspektivischer Berücksichtigung der Migrationsvorge- 
schichte bearbeitet werden. Der Kontextdatenmonitor umfasst die folgenden Handlungsfel- 
der, wobei die Schwerpunkte im Bereich der demografischen Daten liegen: 
• Bevölkerungszusammensetzung 
• Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation 
• Haushalte 
• Wohnen 
• Transferleistungen und Arbeitsmarkt 
• Bildung und Kinderbetreuung 
                                                
 
20   Die Tabellen mit den dokumentierten Kartenangaben und den aggregierten Auswertungen sind unter Ziffer 4.4 
zu finden.

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 79 
• Gesundheit 
• Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipa tion 
Im Rahmen des Workshops der Projektakteure „Soziale Stadt – Kinderhaus-Brüningheide“ 
(31.03.2009) wurde der Kontextdatenkatalog 21  vorgestellt und als wertvolle Hilfe zur Ein- 
schätzung der Programmsgebietsentwicklung bewertet. Aus Akteurssicht wurden noch wich- 
tige Hinweise zur Aussagefähigkeit und Nutzung einzelner Indikatoren geäußert, die zur 
Qualifizierung des Kontextdatenmonitors genutzt werden (z.B. Einschätzungen zum Anteil 
der Bewohnerschaft mit Migrationsvorgeschichte). 
Als Ergebnis wird ein Kontextdatenmonitor erstellt, der  
• die absoluten und relativen Werte – nach Möglichke it geschlechterdifferenziert – für 
das Programmgebiet benennt, 
• die Definition und die Aussagekraft des Indikators  erläutert, 
• den Vergleichswert für die Gesamtstadt darstellt, 
• die Datenquelle ausweist. 
Damit können Zeitreihen aufgebaut und bei Bedarf Vergleichsgebiete aus Münster oder auch 
aus anderen Programmgebieten der Sozialen Stadt NRW herangezogen werden. Der Kon- 
textdatenmonitor soll im Rahmen der Vorlage „Jahresbericht 2008 der Sozialen Stadt“ prä- 
sentiert werden.  
2.6.5 Weitere Studien und Untersuchungen 
Im Rahmen der prozessbegleitenden Erfolgskontrolle der Sozialen Stadt spielt auch die Er- 
fassung der Meinung der Bewohnerinnen und Bewohner über die Wirkungen des Pro- 
gramms eine wichtige Rolle. Daher wird angestrebt, im Jahr 2010 eine Bürgerinnen- und 
Bürger-Umfrage durchzuführen, um einerseits nach entsprechender Programmlaufzeit die 
Resonanzen des Programms „Soziale Stadt“ bei der Bevölkerung der Brüningheide ange- 
messen abbilden zu können. Andererseits würde es dieser Zeitpunkt auch ermöglichen, 
Schlussfolgerungen für die Fortsetzung der Arbeit ziehen zu können.  
Aber auch im Jahr 2008 ist dieser wichtige Aspekt nicht unbearbeitet geblieben, da ein Pro- 
jektseminar der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung im November/Dezember 2008 
über fünfzig Expertinnen und Experten zur Umsetzung des Programms „Soziale Stadt“ und 
zur Imageentwicklung des Programmgebiets befragt hat (Projektbetreuung: Hr. Westerhel- 
weg, FHöV NRW). Hiermit konnten instruktive Einschätzungen gewonnen werden, auf die 
spätere Umfragen aufbauen können. 
Des Weiteren wurde Ende 2008 auf Initiative der Fachhochschule Münster mit den Vorarbei- 
ten für eine Masterarbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in Brüningheide begonnen 
(Betreuung: Prof. Dr. Schone, FH Münster). Dabei wird sich der Fokus auf die Offene Kinder- 
und Jugendarbeit richten, die im Rahmen des Programms Soziale Stadt in Kinderhaus-
Brüningheide durchgeführt wird. Die Akteure des Wuddi und des Jugendsalon haben ihre 
                                                
 
21   S. dazu Anlage 2 zur Vorlage.

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Bereitschaft zur Mitwirkung bereits erklärt. Die Expertinnen- und Expertengespräche sowie 
die begleitenden Erhebungen lassen wichtige Aufschlüsse über die Kooperationsstrukturen, 
die Netzwerkbildung und die Netzwerkarbeit im Quartier erwarten. Die empirische Arbeit soll 
in der ersten Hälfte des Jahres 2009 erfolgen.  
3 Der Zielfortschritt im gesamten Programm für das Jahr 2008 
Das Programm Soziale Stadt Münster – Kinderhaus / Brüningheide hat sich drei zentrale 
Programmziele gegeben: 
 Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsitua tion 
 Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppe n im Wohngebiet 
 Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugend liche 
Insgesamt haben im Jahr 2008 in sechs Handlungsfeldern rund 35 Projekte 
22  daran gearbei- 
tet, einen Zielfortschritt im Programm zu erreichen. Fünf dieser Handlungsfelder haben mit 
den ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerreichung:  
• das Handlungsfeld 1: Verbesserung der Wohnsituatio n,  
• das Handlungsfeld 4: Integration zugewanderter Men schen fördern,  
• das Handlungsfeld 5: Bewältigung der Herausforderu ngen für das Bildungswesen,  
• das Handlungsfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper 
öffentlicher Haushalte  
• und das Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement. 
Das Handlungsfeld 8: Selbstevaluation unterstützt die anderen Handlungsfelder bei der Ziel- 
erreichung mit geeigneten Informationen und Analysen, der Entwicklung von Instrumenten 
zur Dokumentation von Projektaktivitäten und Projektergebnissen, Auswertungen der Pro- 
jektdaten, Unterstützung bei der Interpretation von Daten und der zentralen Berichterstat- 
tung. 
Mit den Projektaktivitäten aller Handlungsfelder sind insgesamt rund 4.100 Menschen mit 
unterschiedlichen Themen und Aktivitäten erreicht worden. Hinzu kommen rund 2.300 Bera- 
tungskontakte, die mit dem Projekt mobile Jugendarbeit (Projekt 6.06) erreicht worden sind. 
Darunter waren mehrheitlich Frauen (ca. 57%; Männer ca. 43%; im Projekt Mobile Jugend- 
arbeit ist die Verteilung jeweils ungefähr 50%). Die Menschen verfügten weit mehrheitlich 
über einen Migrationshintergrund, insgesamt etwa zu 85%. In vielen Projekten gelang es 
diejenigen zu erreichen und zu eigenen Aktivitäten zu bewegen, die sonst von Politik, Ver- 
waltung und gesamtstädtischer Gesellschaft eher weniger in den Blick genommen werden.  
Die Ziele der einzelnen Handlungsfelder wurden ausdrücklich nicht nur einem Programmziel 
zugeordnet. Sie wirken in der Regel auf mehrere Programmziele in je unterschiedlicher Wei- 
                                                
 
22   Projekte meint in dieser Zusammenfassung sowohl di e Projekte der Handlungsfelder 1, 4, 5 und 6 wie die 
kleineren Aktionen der Gebietsmoderation, die begleitende Unterstützung für die Selbstevaluation durch Uni- 
vation, die Erarbeitung von Kontextindikatoren und weiterer Studien im Handlungsfeld 8.

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se. Daher ist es nicht möglich, die auf Handlungsfeldebene festgestellten Zielfortschritte dem 
einen oder anderen Programmziel direkt zuzuordnen. So trägt eine kleinere Pflanzaktion des 
Quartiersmanagements nicht nur zur Verbesserung der Wohnumfeldsituation bei. Vielmehr 
fördert sie durch das Mitwirken unterschiedlicher Bevölkerungsteile auch die Integration im 
Stadtteil. Das Nachhilfeprojekt von KAI stärkt in ähnlicher Weise nicht nur die Bildungschan- 
cen für die Kinder und Jugendlichen, die Nachhilfe erhalten, sondern trägt ebenfalls zur För- 
derung der Integration bei, wenn Gymnnasial- oder Realschüler/innen mit Kindern arbeiten, 
die eine andere Migrationsvorgeschichte als sie selbst haben. Oder, um ein letztes Beispiel 
zu geben, wirkt sich die Verbesserung der Wohnsituation im Projekt Wohnzukunft (barriere- 
freies Umbauen) direkt auf eine verbesserte Integration im Wohngebiet aus. 
Insgesamt gab es unter den 24 Zielen der Handlungsfelder 1, 4, 5, 6 und 7 im Jahr 2008 
einen messbaren Zielfortschritt:  
 1 Ziel ist vollständig erreicht 
23 ,  
 17 dieser Ziele sind in 2008 erfolgreich umgesetzt  oder ein klar erkennbarer und beleg- 
barer Zielfortschritt ist erreicht worden,  
 Keines der Ziele musste vollständig aufgegeben wer den, da es aufgrund veränderter 
Rahmenbedingungen nicht mehr erreichbar ist,24   
 3 Ziele sind in 2008 noch nicht direkt messbar gew esen, da die zu erzielenden positiven 
Wirkungen erst mittelfristig auftreten werden; ein weiteres Ziel wird erst in 2009 umsetz- 
bar sein. 
 Zu 2 Zielen fehlen bislang Angaben aus ihnen zugeo rdneten Projekten, um über den 
Zielfortschritt eine Aussage machen zu können. 
Das Programm Soziale Stadt Münster – Kinderhaus / Brüningheide hat in seinen drei Pro- 
grammzielen zusammengefasst folgenden Zielfortschritt erreicht: 
 Die Wohnsituation ist in ersten Ansätzen verbesser t worden, hervorgehoben werden 
muss der Start mittelfristig wirksamer Aktivitäten wie der Vertrauensmieter/innern und der 
Runden Tische mit der Wohnungswirtschaft des Quartiers; die Wohnumfeldsituation hat 
sich durch friedlichere Quartiersfeste gebessert, die sportliche Infrastruktur ist verbessert 
worden; die Bewohner/innen finden eine verbesserte Unterstützung und Beratung im di- 
rekten Wohnumfeld. 
 Die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet hat sich als 
Querschnittsziel für fast alle Projektaktivitäten erwiesen. Ein deutlicher Zielfortschritt ist 
dabei festzustellen. Die Vielfältigkeit der Migrationsvorgeschichten ist aktiv beteiligt wor- 
den. 
                                                 
23   Ein Ziel ist vollständig erreicht und abgeschlosse n, wenn z.B. eine oder mehrere damit verbundene Studien 
erfolgreich durchgeführt worden sind. 
24   Unterhalb der Ziele der Handlungsfelder, also auf  der Ebene der Projektziele selbst, mussten einige wenige 
Ziele aufgegeben werden, da das ursprünglich damit verbundene Projektvorhaben sich als nicht realisierbar 
erwies.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 82 
 Die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche sin d durch direkte Bildungsprojekte wie 
auch Projekte der Jugendsozialarbeit, die zum Empowerment der Kinder und Jugendli- 
chen oder ihrer Eltern beitragen deutlich gestärkt worden.  
Die Wirkungen sind nicht allein quantitativ zu belegen, obwohl die Zahlen der erreichten 
Menschen eine deutlich positive Sprache sprechen. Mittelfristig wirksamer sind die in Gang 
gesetzten Synergien zwischen den Projekten 25  und die Vernetzungen zwischen Organisatio- 
nen und Institutionen aus dem Quartier zu denen, die für das Quartier arbeiten und zu denen 
die für das Quartier hilfreich sind. Für eine kurzfristige Imageverbesserung des Quartiers 
nach innen haben die Projekte gesorgt, die dazu beigetragen haben, dass das Leben in 
Münster – Kinderhaus / Brüningheide lebendiger und friedfertiger geworden ist. Im Jahr 2009 
sollte die gute begonnene Arbeit fortgesetzt, einige wenige Projekte und ihre Ziele vollstän- 
dig überarbeitet und erste Schritte für eine Verstetigung von Angeboten, Netzwerken und 
Kooperationen unternommen werden. 
                                                
 
25   Ein Beispiel: Die Schuldnerberatung informiert die T eilnehmenden in einem Alphabetisierungskurs von KAI 
über die Möglichkeiten der Unterstützung und grundlegende Rechte und Pflichten bei Schuldenproblemen. 
Eine solche Aktivität wirkt präventiv bei Eltern von Kindern und direkt bei denjenigen, die mit ihrer Schulden- 
problematik kaum noch zurecht kommen, aber von sich aus keine Beratung aufgesucht hätten.

4 Material und Dokumentationen 
4.1 Handlungsfeld 5 (Bildung) – Ziele und Indikator en im Überblick 
Projekt betr. Ziel Indikator Erhebungsform und -zeitpunkt Intervall 
Anzahl der Kitas/Schulen (nach Schulfor- 
men) an denen Sprach-/ Nachhilfe- 
/Elternkurse stattgefunden haben 
Projektstatistik 
Lfd. je Kurs/ 
Auswertung 
jährlich 
Anzahl und Art der Kooperationskontakte 
der Eltern mit Kita/Schule (Elterngesprä- 
che, Elternmitarbeit sporadisch, regelmä- 
ßig, Elternbeteiligung an Elternabenden) 
Projektstatistik 
laufend je 
Kurs/ Aus- 
wertung 
jährlich 
Anzahl der Eltern, die Angebote in An- 
spruch genommen haben Projektstatistik 
Lfd. je Kurs/ 
Auswertung 
jährlich 
5.a.1  
Alle beteiligten Kindertageseinrich- 
tungen und Schulen sowie weitere 
pädagogische Einrichtungen sind bis 
Ende 2010 als Orte der Bildung ge- 
stärkt worden.  
Zieldimensionen: 
- Stärkung der Bildungsinfrastruktur 
- Verbesserung der Elternbeteiligung  
Umfang der Bereitschaft von Eltern, weite- 
re Angebote anzunehmen 
Einschätzung der  
Projektmitarbeitenden 1 x im Jahr 
5.a.2  Die aktivierten Eltern bleiben 
kontinuierlich in der Elternbeteiligung 
Anteil kontinuierlich mitarbeitender Eltern 
an allen aktivierten Eltern 
Einschätzungsbogen, der von Pro- 
jektmitarbeitenden ausgefüllt wird 
lfd; Auswer- 
tung jährl. 
5.a.3  Die Anzahl der Kinder mit 
Sprachförderbedarf sinkt.  
Anzahl Kinder mit Sprachförderbedarf bei 
Einschulung Schuleingangsuntersuchung lfd; Auswer- 
tung jährl. 
Zielgruppe Schüler/innen: 
Veränderung des Notenspiegels der betei- 
ligten Schülerinnen und Schüler 
Erhebung durch Träger bei den 
beteiligten Schulerinnen und Schü- 
ler 
1 x H.jahr/ 
Auswertung 
jährlich 
5.01    
Wir  
verstehen 
uns 
5.b.1  
Die Teilnehmenden verbessern ihr 
Sprachvermögen in Deutsch und ihre 
Alltagskompetenzen 
Zielgruppe Erwachsene: 
Umfang des alltagstauglichen Sprachver- 
mögens 
Einschätzungsbogen, der von Mit- 
arbeitenden direkt nach Kursende 
ausgefüllt wird 
1 x H.jahr/ 
Auswertung 
jährlich

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 84 
Projekt betr. Ziel Indikator Erhebungsform und -zeitpunkt Intervall 
5.a.3  
Die aktivierten Eltern bleiben kontinu- 
ierlich in der Elternbeteiligung  
Anteil kontinuierlich mitarbeitender Eltern 
an allen aktivierten Eltern 
Einschätzungsbogen, der von zu- 
ständiger Fachkraft ausgefüllt wird 
3-4/Jahr, 
Auswertung 
jährlich 
5.02   
Elternkom- 
petenz 
stärken 
5.a.4  
Der kontinuierliche Schulbesuch 
nimmt zu  
Anteil der Kinder, die nicht regelmäßig die 
entsprechende Schulform besuchen 
Schulstatistik/ 
ggf. Befragung Lehrkräfte 1 x pro Jahr 
 
Anzahl der Eltern, die Angebote in An- 
spruch genommen haben bzw. sich an 
Aktivitäten beteiligen 
Projektstatistik 
laufend je 
Kurs/ Aus- 
wertung 
jährlich 
Anzahl und Art der Kooperationskontakte 
der Eltern mit Kita/Schule (Elterngesprä- 
che, Elternmitarbeit sporadisch, regelmä- 
ßig, Elternbeteiligung an Elternabenden) 
Projektstatistik 
laufend je 
Kurs/ Aus- 
wertung 
jährlich 
5.a.5  
Die Anzahl der in Kitas/Schulen akti- 
ven Eltern erhöht sich.  
Umfang der Bereitschaft unter den Eltern, 
weitere Angebote anzunehmen 
Einschätzungsbogen, der Projekt- 
mitarbeitenden zur Veränderung 
der Kooperationsfähigkeit in Bezug 
auf Kita/Schule 
laufend; 
Auswertung 
jährlich 
Anteil kontinuierlich mitarbeitender Eltern 
an allen aktivierten Eltern 
Einschätzungsbogen, der von Pro- 
jektmitarbeitenden ausgefüllt wird 
laufend; 
Auswertung 
jährlich 
5.03   
Stadtteilel- 
tern in Kitas  
5.a.3 
Die aktivierten Eltern bleiben kontinu- 
ierlich in der Elternbeteiligung Kein Indikator:  
Qualitative Befragung zu  
Aktivierungsbedingungen 
Befragung von Migranteneltern in 
einer Kita 1 x 2008/9

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 85 
 
Projekt betr. Ziel Indikator Erhebungsform und -zeitpunkt Intervall 
5.c.1  
Die Zahl der Frauen in Hebammen- 
betreuung steigt  
Anzahl der Mütter in Hebammenbetreuung 
 Projektstatistik  
(erhoben durch die Hebammen) 
laufend, Aus- 
wertung jähr- 
lich 
Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen bei 
Kinder bis Schuleintritt 
Statistiken/Berichte Schulärztlicher 
Dienst (Raum 6.3.1 und 6.3.2. so- 
wie Durchschnitt Gesamtstadt) 
laufend, Aus- 
wertung jähr- 
lich 
5.c.2  
Die Zahl der Kinder, die alle Vorsor- 
geuntesuchungen absolviert haben, 
steigt an  Anzahl der Kinder in Schuluntersuchungen 
nach Art ihres Gesundheitszustandes 
Statistiken/Berichte Schulärztlicher 
Dienst (Raum 6.3.1 und 6.3.2. so- 
wie Durchschnitt Gesamtstadt) 
laufend, Aus- 
wertung jähr- 
lich 
5.c .3  
Der Anteil schulfähiger Kinder in den 
Einschulungsuntersuchungen steigt 
an  
Anteil auf Grund ihres Gesundheitszu- 
standes /ihrer körperlichen Entwicklung 
nicht schulfähiger Kinder in Einschulungs- 
untersuchungen 
Statistiken/Berichte Schulärztlicher 
Dienst (Raum 6.3.1 und 6.3.2. so- 
wie Durchschnitt Gesamtstadt) 
1 x pro Schul- 
jahr 
5.04   
Gesund 
aufwach- 
sen in  
Kinderhaus 
 
5.c.4   
Die Fertigkeiten der Eltern mit gerin- 
gem Einkommen, eine gesunde Le- 
bensweise ihrer Kinder zu fördern, 
nimmt zu.  
Anteil der Eltern, die eine gesunde Le- 
bensweise ihrer Kinder fördern 
Einschätzung der Projektmitarbei- 
tenden (Hebammen, „Mimis“) 
laufend, Aus- 
wertung jähr- 
lich 
Anzahl und Art der im Netzwerk zusam- 
men arbeitenden Institutionen aus dem 
Ausbildungsbereich 
Projektstatistik 
laufend; Aus- 
wertung jähr- 
lich 
5.06   
Kontinuier- 
liche  
Praxistage 
zum  
Übergang 
Schule-
Beruf ... 
5.e.3  
Bis Ende 2008 ist ein kontinuierlich 
arbeitendes Netzwerk zur Erzeugung 
ausreichender Plätze für Praxistage 
installiert  
Anzahl der zur Verfügung gestellten Prak- 
tikaplätze Projektstatistik 
laufend; Aus- 
wertung jähr- 
lich

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 86 
 
Projekt betr. Ziel Indikator Erhebungsform und -zeitpunkt Intervall 
Anzahl der Schüler/innen, die sich für ein 
Praktikum beworben haben. Projektstatistik 
laufend; Aus- 
wertung jähr- 
lich 5.e.2  
Anstieg der Zahl der Schülerinnen 
und Schüler, die sich für ein Praktika 
beworben haben. Anzahl der Schüler/innen, die mind. einen 
Praxistag durchgeführt haben Projektstatistik/Schulstatistik 
laufend; Aus- 
wertung jähr- 
lich 
... 
5.06   
Kontinuier- 
liche  
Praxistage 
zum  
Übergang 
Schule-
Beruf 
5.e.1  
Die Quote Übergang in Ausbildung 
und Arbeit an teilnehmenden Schulen 
ist erhöht.  
Übernahmequoten in Ausbildung oder 
Aufnahme einer Arbeit nach Abschluss der 
Schullaufbahn 
Projektstatistik/Schulstatistik 
laufend; Aus- 
wertung jähr- 
lich 
Anzahl, Alter, Geschlecht, Nationalität, 
Migrationsvorgeschichte der Jugendlichen 
 
Projekt-Statistik; zu Beginn des 
Projektes, laufend für Neueinstei- 
ger/innen 
  
5.f.1  
Eine jugendgemäße internationale 
Jugendarbeit ist bis Ende 2008 auf- 
gebaut worden und wird angenom- 
men  
Verteilung der  aktiven Jugendlichen nach 
Schulform 
Projekt-Statistik; zu Beginn des 
Projektes, laufend für Neueinstei- 
ger/innen 
  
5.f.2  
Steigerung des Selbstbewusstseins 
der teilnehmenden Jugendlichen  
Anzahl der Befragten, mit höherem 
Selbstvertrauen 
Bewertungsfragebogen für Teil- 
nehmende   
5.07   
Kinder-
hauser 
Jugend-
kultur 
5.f.3   
Steigerung der Identifizierung der 
Bevölkerung mit "ihrer" Theatergrup- 
pe  
Anzahl der Besucher/innen insgesamt und 
je Aufführung 
Projekt-Statistik; laufend nach je- 
der Veranstaltung, Auswertung 
einmal jährlich

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 87 
4.2 Dokumentation der Folien zum Workshop „Selbstev aluation – Zwischenbilanz“ 
am 4. November 2008 
 
















Univation 2Evaluationsworkshop 04.11.2008 
 Strukturierter Austausch über Ergebnisse auf Projekt- und 
Handlungsfeldebene 
 Kritische Reflexion über den Einsatz der erarbeiteten Instrumente 
 Verabredungen zum Anpassungsbedarf für eine gute Berichterstattung 
 Klärung der nächsten Schritte 
Ziele des Workshops 
Univation 2Evaluationsworkshop 04.11.2008 
 Strukturierter Austausch über Ergebnisse auf Projekt- und 
Handlungsfeldebene 
 Kritische Reflexion über den Einsatz der erarbeiteten Instrumente 
 Verabredungen zum Anpassungsbedarf für eine gute Berichterstattung 
 Klärung der nächsten Schritte 
Ziele des Workshops 
Soziale Stadt NRW - Programm 
Münster/Kinderhaus-Brüningheide 
- Prozessbegleitende Selbstevaluation -
Workshop 
`Selbstevaluation - Zwischenbilanz´
04.November 2008 Bürgerhaus-Kinderhaus 
Univation 
Soziale Stadt NRW - Programm 
Münster/Kinderhaus-Brüningheide 
- Prozessbegleitende Selbstevaluation -
Workshop 
`Selbstevaluation - Zwischenbilanz´
04.November 2008 Bürgerhaus-Kinderhaus 
Univation

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 88 
Univation 3Evaluationsworkshop 04.11.2008 
• Einführung: Stand Selbstevaluation / Berichtsraste r 
• Gruppenarbeitsphase I: Vorbereitung Plenumsbericht e 
• Plenum: Status je Handlungsfeld ( je 20 min) 
• Gruppenarbeitsphase II: Austausch im Handlungsfeld zur 
Selbstevaluation 
• Vorstellung der Ergebnisse / Diskussionen im Plenu m je HF 
• Verabredungen Orientierung auf den Berichtszeitpla n 
Aufbau des Workshops 

Univation 4Evaluationsworkshop 04.11.2008 
Wo stehen wir ... 
Unterstützung 
und Begleitung 
durch Univation 
	

 
 
	 


 
 
	 
 
	 


 
 
  
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Univation 5Evaluationsworkshop 04.11.2008 
Was im Vorfeld geschah ... 
Aktualisierter Jahresbericht 2007 mit 
Instrumenten 
Mai/Juni 2008 
Abstimmung der Instrumente mit den Projekten Bis Anfang März 08 
Erhebung der Daten durch die Projekte kontinuierlich 
Entwicklung von Erhebungsinstrumenten Bis Februar 08 
Entwurf Jahresbericht (Univation): Überarbeitetes 
Zielsystem und aktualisierte Projektblätter 
Dez. 07 
Bearbeitung der Projektblätter 
durch die Projekte 
Bis Mitte Nov. 2007 
Auftaktworkshop `Ziele und Indikatoren´: 
Überarbeitung/ Präzisierung des Zielsystems für 
MS Soziale Stadt 
30.10.2007 


Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 89 
Univation 6Evaluationsworkshop 04.11.2008 
Was steht an ... 
Workshop `Projektbewertung und 
Projektweiterentwicklung´
April/Mai 2009 
Workshop `Projekterfolg und Projekttransfer´November 2009 
Überarbeiteter Jahresbericht 2009 Mai/Juni 2009 
Entwurf Jahresbericht 2008 Februar/März 2009 
Zulieferung der Projekt zum Jahresbericht 2008 
(über Instrumente und Berichtsraster) 
19.01.2009 
Workshop `Selbstevaluation – Zwischenbilanz´:
Reflexion der Zielerreichung und der 
Selbstevaluation 
04.11.2008 
...... ... 

Univation 7Evaluationsworkshop 04.11.2008 
Zwischenbilanz - Instrumente 
 Handlungsfeld 1: Verbesserung der Wohnsituation 
überwiegend Projektstatistiken, auch Dokumentenausw ertungen 
 Handlungsfeld 4: Integration zugewanderter Menschen  fördern 
überwiegend Projektstatistiken, vereinzelt Beobacht ungen von 
Kindern/Erziehungsverhalten 
 Handlungsfeld 5: 
Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungsw esen 
Instrumente zum Teil noch in Entwicklung: überwiegen d Projekt-
statistiken geplant, auch Auswertung anderer Statist iken, Ein-
schätzungsbögen von Mitarbeitenden, Befragung von Sc hüler/innen 
 Handlungsfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infra strukturen 
überwiegend Projektstatistiken, auch Befragungen vo n Teilnehmenden
(Jugendliche, Veranstaltungsteilnehmende) 

Univation 8Evaluationsworkshop 04.11.2008 
Zulieferung zum Jahresbericht 
• möglichst vollständige Darstellung der Projektergebnisse über 
Instrumente 
• Kommentierung bzw. Einschätzung der Ergebnisse über 
Berichtsraster, das Projekte mit Erhebungsergebniss en an 
Univation senden 


Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 90 
Univation 9Evaluationsworkshop 04.11.2008 
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Abstimmung des Berichtsrasters 


Univation 10 Evaluationsworkshop 04.11.2008 
Orientierung Berichtszeitplan 
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Univation 11 Evaluationsworkshop 04.11.2008 
Gruppenarbeitsphase I: 
Reflexion der Erfahrungen 
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Wie sieht der aktuelle Umsetzungsstand der Projekte  im 
Handlungsfeld aus? 
- In wie weit sind die verabredeten Ziele für die Pr ojekte insgesamt 
passend, sind sie auf einem guten Weg? 
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Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 91 

4.3 Dokumentation der Folien zum Workshop „Projektb ewertung - 
Projektweiterentwicklung“ am 31. März 2009 
 
Soziale Stadt NRW - Programm 
Münster/Kinderhaus-Brüningheide 
- Prozessbegleitende Selbstevaluation -
Workshop 
`Projektbewertung - Projektweiterentwicklung 
31. März 2009 Bürgerhaus-Kinderhaus 
Univation 
Univation 2Evaluationsworkshop 31.03.2009 
 Kritische Reflexion zum Berichtsentwurf 2008 und 
zur Projektpraxis im vergangenen Jahr 
 Umsetzung in 2009: 
was fordern die Projekte von sich 
 Ausblick: 
Gesamtbeitrag der Projekte/Handlungsfelder zur 
nachhaltigen Sicherung der Programmziele 
Ziele des Workshops

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 92 
Univation 3Evaluationsworkshop 31.03.2009 
14.00 – 18.00 Uhr 
• Einführung Kontextindikatoren 
• Der Entwurf zum Jahresbericht 2008 
• Gruppenarbeitsphase 
HF 1, HF 4+6, HF 5, HF 7 
Gesamteinschätzung des Handlungsfeldes in 2008 
Entwicklungsbedarfe der Projekte und für das HF in 2009 
Perspektive: Gesamtbeitrag des HF für die nachhaltige Zielerreichung 
• Plenum: Rückmeldungen und Erfolgsfaktoren 2008  2009 
• Verabredungen 
Aufbau des Workshops 
 
Univation 4Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Was im Vorfeld geschah (I) ... 
Aktualisierter Jahresbericht 2007 mit 
Instrumenten 
Mai/Juni 2008 
Abstimmung der Instrumente mit den Projekten Bis Anfang März 08 
Erhebung der Daten durch die Projekte kontinuierlich 
Entwicklung von Erhebungsinstrumenten Bis Februar 08 
Entwurf Jahresbericht (Univation): Überarbeitetes 
Zielsystem und aktualisierte Projektblätter 
Dez. 07 
Bearbeitung der Projektblätter 
durch die Projekte 
Bis Mitte Nov. 2007 
Auftaktworkshop `Ziele und Indikatoren´: 
Überarbeitung/ Präzisierung des Zielsystems für 
MS Soziale Stadt 
30.10.2007 
 
Univation 5Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Was im Vorfeld geschah (II) ... 
Entwurf Jahresbericht 2008 liegt vor März 2009 
Zulieferung der Projekt zum Jahresbericht 2008 
(über Instrumente und Berichtsraster) 
19.01.2009 
Workshop `Selbstevaluation – Zwischenbilanz´: 
Reflexion der Zielerreichung und der 
Selbstevaluation 
04.11.2008

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 93 
Univation 6Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Was steht an ... 
Endfassung Jahresbericht 2008 April 2009 
Workshop `Projektbewertung und 
Projektweiterentwicklung´: 
Reflexion Zielerreichung 2008 – Anforderungen 
für 2009 und danach 
31.03.2009 
Erhebung der Daten durch die Projekte kontinuierlich 
Nachlieferung Projektdaten / 
veränderte Projektziele 
Bis 07. 11. 2009 
Workshop `Projekterfolg und Projekttransfer´ November 2009  
Univation 7Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Wo stehen wir ... 
Unterstützung 
und Begleitung 
durch Univation 
	

 
 
	 


 
 
	 
 
	 


 
 
  
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Univation 8Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Bewertung Programmebene I 
 Quantitatives (Output) 
35 Projekte (einschl. kleinerer Aktionen der Gebietsmoderation) 
4.100 Menschen sind erreicht und eingebunden worden
ggf. + 2.300 Projekt Mobile Jugendarbeit [Menschen / Kontakte?] 
57% Frauen, 43% Männer 
ca. 85% mit Migrationsvorgeschichte 
 Erreicht und mobilisiert wurden viele, die sonst von Politik, 
Verwaltung und gesamtstädtischer Gesellschaft weniger in den Blick 
genommen werden 
 Zielerreichung im Überblick 
von 24 Zielen auf Ebene der Handlungsfelder: 1 Ziel vollständig erreicht 
18 in 2008 erfolgreich umgesetzt oder deutlicher Zielfortschritt 
3 noch nicht direkt messbar: mittelfristige Veränderungen, 
zu 2 Zielen fehlen Daten, keines vollständig aufgegeben

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 94 
Univation 9Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Bewertung Programmebene II 
 Zielfortschritt Wohnsituation: 
in ersten Ansätzen verbessert; mittelfristig wirksame Aktivitäten 
gestartet, Vertrauensmieter/innen, Runder Tisch Wohnungswirtschaft 
Wohnumfeldverbesserung durch friedlicherer Feste, Verbesserung der 
sportlichen Infrastruktur, die Bewohner/innen finden eine verbesserte 
Unterstützung und Beratung 
 Zielfortschritt Förderung der Integration: 
ist in fast allen Projektaktivitäten zu beobachten. Zielfortschritt ist 
deutlich festzustellen. Die Vielfältigkeit der Migrationsvorgeschichten 
ist beteiligt. 
 Zielfortschritt Bildungschancen: 
Stärkung der Bildungschancen durch direkte Bildungsprojekte und 
durch Empowerment für Kinder und Jugendliche und auch deren Eltern 
 
Univation 10 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Hinweise Handlungsfeld 1 (Wohnen) 
 Weitere Einbindung der Wohnungswirtschaft 
Für die Umsetzung von Teilzielen wie die bauliche Umsetzung einer 
energetischen Gebäudesanierung in 2009 
 Thema Leerstand 
Die seit längerem schwelende und Anfang 2009 zunehmende 
öffentliche Diskussion um Leerstand und Sanierungsstau im 
Programmgebiet sollte ggf. durch neue oder erweiterte Projekte 
aufgegriffen werden 
 „Sicherung bezahlbaren Wohnungsbestandes“ 
Aus zwei Projekten (1.06 / 1.07) keine Informationen, daher bislang 
keine Aussagen zu diesem zweiten Leitzielbereich möglich 
 
Univation 11 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Hinweis Handlungsfeld 4 (Integration) 
 Verstärkte Einbindung von Männern 
Es fällt auf, dass sich die Aktivitäten zur Förderung eines gewaltfreien 
Miteinanders häufiger an Frauen richten bzw. insbesondere von 
Frauen wahrgenommen werden. 
Es wird vorgeschlagen, mit den Projekten verstärkt Männer 
anzusprechen und das Seminarangebot auch inhaltlich an die 
Zielgruppe der Männer anzupassen.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 95 
Univation 12 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Hinweise Handlungsfeld 5 (Bildung) 
 Kooperationen und Netzwerksbeziehungen austauschen, abgleichen 
und synchronisieren um eine nachhaltige Vernetzung zu erreichen 
KiTa – Hebammen: Elternarbeit für die Kinder 
Schulen: Elternarbeit für die Kinder / Jugendlichen 
KAI: Elternarbeit in Zusammenhang mit Kindern / Jgdl .
KSD, erzieherische, individuelle psychosoziale und integrative 
Beratungs- und Unterstützungsangebote, Schulen, berufsbildende 
Akteure, Kommunalverwaltung, Polizei / Justiz 
 
Univation 13 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Hinweise Handlungsfeld 6 (Soziale Netze) 
Verbreiterung der erreichten Jugendlichen, bessere Abdeckung der Bedarfe 
 Angebot zur Schuldnerberatung ausbauen 
 Integrative Jugendsozialarbeit 
Prüfen, welche Gründe für 5/6 Jungen; auf welchen Wegen können 
Mädchen stärker aktiviert werden? 
 Bislang nicht erreichte Jugendliche erreichen (Mobile Jugendarbeit) 
Entweder Fortschritte deutlicher herausarbeiten 
oder in stärkerem Maße als bisher bislang noch nicht Erreichte erreichen 
 Stärkere Aktivierung von Mädchen – Trendsport od. Sport 
Die Sportangebote sollten in stärkerem Maße als bislang auch 
Mädchen erreichen 
 „Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM“ 
Zum Projekte (6.02) liegen keine Informationen vor 
 
Univation 14 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Hinweise Handlungsfeld 7 (Gebietsmod.) 
 Initiierung selbst tragender Aktivitäten 
Forum der Bewohner/innen so initiieren, dass es selbst tragend ist und 
durch die nebenamtlichen Ressourcen der Gebietsmoderation auch 
nach 2010 weitergehen kann (Verankerung in den hauptberuflichen 
Aufgabenbeschreibungen) 
Diskussionsforum im Internetauftritt: durch „Betreiber“ absichern 
 Zulieferung von aktuellen Informationen / Terminen 
Die Projekte sollten der Gebietsmoderation alle Aktivitäten und 
Ergebnisse von Aktivitäten rechtzeitig zuliefern  Infokästen, z.B.: 
veränderte Beratungszeiten – Osterpause 
Suche von Personal für Nachhilfe 
Suche weiterer Kinder für Theaterarbeit 
Termine von Aufführungen, Festen, offener Treffs 
Zwischenergebnisse: xy haben an Praktika teilgenommen, ...

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 96 
Univation 15 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Gruppenarbeitsphase 
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Univation 16 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Ziele des Programms `Soziale Stadt 
Münster – Kinderhaus / Brüningheide´ 
 Verbesserung der Wohnsituation und 
Wohnumfeldverbesserung 
 Förderung der Integration 
unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet 
 Stärkung der Bildungschancen 
für Kinder und Jugendliche 
 
Univation 17 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
2008 - 2009 
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Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 97 
Univation 18 Evaluationsworkshop 31.03.2009 
Orientierung Berichtszeitplan 
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Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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4.4 Dokumentation der Materialien zu den Kontextind ikatoren  
Workshop 31. März 2009

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4.5 Dokumentation der Tabellen zum abschließenden „ Stillen Brainstorming“ 
Workshop vom 31. März 2009 
 
Tabelle 1: Auswertungsraster für fördernde Faktoren  
 
Kategorie Unterthema Anzahl 
Beiträge  
110 Zusammenarbeit der lokalen Akteure 12 
120 Engagement von Akteuren 7 
130 Mitarbeitende mit Migrationsgeschichte 1 
140 Zielerreichung, Ergebnisse der Projektumsetzung 5 
150 Nennung einzelner Einrichtungen, Angebote 4 
160 persönliche Verbundenheit der lokalen Akteure mit 
dem Bezirk 
1 
100 Projektumsetzung 
(operative Ebene) 
170 Einwohnernähe („Hand am Puls“) 1 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 100  31 
210 Zusammenarbeit mit Verwaltung /  
zuständigen Dienststellen 
4 
220 Konzeption der Projekte 1 
200 Projektplanung 
(strategische Ebe- 
ne) 
230 Evaluation 1 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 200  6 
310 Engagement der Wohnungsunternehmen 4 300 Wohnen 
320 Stärkung der Mieterinteressen 1 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 300  5 
400 Bewohnerschaft 410 Bewohnertreffen 1 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 400  1 
500 Öffentlichkeits-
arbeit/Presse 
510 Beispiele für gelungene Öffentlichkeitsarbeit 1  
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 500  1 
Anzahl Beiträge gesamt 44

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Tabelle 2: Beiträge 26  der Teilnehmenden zu fördernden Faktoren 
Kate- 
gorie 
Unter- 
thema 
Beiträge der Teilnehmenden 
100 110 sehr gute Projektentwicklung mit guter Teilnahme und Vernetzung.  
Es ist eine ganz andere Vielfalt sichtbar als noch vor einem Jahr. 
100 110 Zusammenarbeit von unterschiedlichen Einric htungen im Vorfeld 
100 110 Kooperationsbereitschaft Handlungsfeld 4+6 
100 110 Vernetzung 
100 110 Vernetzung 
100 110 Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern 
100 110 Kooperationsbereitschaft 
100 110 Bestehende Vernetzungen ermöglichen schnellen  Einstieg in konkrete Arbeit 
100 110 gute Kooperation Träger 
100 110 großes Spektrum an Ansatzpunkten 
100 110 gute Vernetzung 
100 110 gute Vernetzung im Handlungsfeld `Bildung´ 
100 120 Engagement der Aktiven,  
100 120 Engagement der Akteure vor Ort 
100 120 Engagement vor Ort 
100 120 Einsatzbereitschaft von Vereinen, Mitarbeiter n 
100 120 Hohes Engagement der Beteiligten in Handlungs feld `Bildung´ 
100 120 Motivation der Beteiligten 
100 120 Starke Motivation der Handlungsfeld- und Proj ektverantwortlichen 
100 130 Brückenpersonen mit Migrationsvorgeschichte 
100 140 viele gute Projekte mit guter Zielerfüllung 
100 140 durch Praxis endlich viel mehr Fleisch am Gerippe, mehr Leben, mehr tatsächlicher 
Effekt und mehr Spaß 
100 140 Erfolge in der Umsetzung der täglichen Arbeit  sind zu beobachten 
100 140 die Menschen persönlich ansprechen und Koop erationspartner suchen 
100 140 sichtbare Erfolge bei den Teilnehmerinnen 
100 150 Schulsozialarbeit Grundschule-West 
100 150 hohes Engagement in den beteiligten Kitas 
100 150 sportliche Maßnahmen 
100 150 Integrationsarbeit B 62 
100 160 persönliche Verbundenheit der Akteure mit dem  Quartier 
100 170 Einwohnernähe der aktiv Handelnden („Hand am  Puls“) 
200 210 gute Zusammenarbeit mit Verwaltung  
200 210 gute Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen 
200 210 gute Arbeit der für das Projekt federführenden Dienststelle  
 
200 210 bestehende gute Konzepte konnten aufgrund der fließenden Mittel praktisch umge- 
setzt werden 
200 220 gute Konzepte 
200 230 kontinuierliche Evaluation 
300 310 Engagement der kooperierenden Wohnungsuntern ehmen 
300 310 gute Zusammenarbeit z. T. mit Wohnungsgesel lschafen 
300 310 hohes Engagement der engagierten Wohnungsunt ernehmen 
300 310 Engagement der 22 Vertrauensmieter aller Wohn ungsunternehmen 
300 320 2009 – Stärkung der Mieterinteressen bis hin zur Gründung einer Wohnungsgenos- 
senschaft in einem Pilot-Wohnhaus! 
400 410 Bewohnertreffen 
500 510 Gelungene Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf den Handlungsbedarf bei dem vernach- 
lässigten Wohnraum 
                                                 
26  Die Beiträge sind wörtlich dokumentiert worden.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 110 
 
Tabelle 3: Auswertungsraster für hemmende Faktoren de 
 
Tabelle 4: Beiträge der Teilnehmenden zu hemmenden Faktoren  
Kategorie  Unterthema  Beiträge der Teilnehmenden 
100 110 Inhalte der großen gemeinsamen Treffen 
100 110 Zielführendere Arbeit bei den Workshops 
100 120 Berichte schreiben aufwändig, komplizierte F ormulare 
100 120 Evaluationsbögen mache ich sehr, sehr ungern  
100 130 Verwaltungsdominanz 
100 130 Abrechnungsmodalitäten (Computer mit Software ) 
100 140 Informationen müssen in mehrere Sprachen übe rsetzt werden 
200 210 In den Institutionen sind nicht ausreichend Ressourcen vorhanden, um die zu- 
sätzlich notwenige Arbeit zu leisten. 
200 210 Zeitmangel aufgrund hoher Anforderungen der eigenen beruflichen Aufgaben, 
Druck von der ARGE 
200 220 kein professionelles Quartiersmanagement (Anwaltschaft) 
200 230 die finanzielle Deadline des Projekts bremst langfristige Projekte aus 
200 230 Nachhaltigkeitsaspekt fördern, Eigenverantwortung der Mieter weiter stärken 
200 240 Reichweite der `Sozialen Stadt´ über Kinderhaus hinaus erweitern 
300 310 Wohnungszustände 
300 310 desolate Wohnsituation 
300 310 baulicher Zustand 
300 310 Wohnungsmissstände 
300 310 Wohnstrukturen verbessern, Wohnungsmissstän de abbauen 
300 310 Verbesserung der Wohnraumsituation 
300 310 Sanierungsstau bei 700 Wohnungen 
Kategorie Unterthema Anzahl 
Beiträge  
110 Workshops 2 
120 Berichterstattung 2 
130 Verwaltungsaufwand 2 
100 Projektumsetzung 
(operative Ebene) 
140 Übersetzung in Fremdsprachen 1 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 100  7 
210 mangelnde Ressourcen in Projekten 2 
220 fehlendes professionelles Quartiersmanagement 1 
230 Nachhaltigkeitsaspekte 2 
200 Projektplanung 
(strategische Ebe- 
ne) 
240 regionaler Zuschnitt 1 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 200  6 
310 baulicher Zustand des Wohnungsbestandes 8 
320 Zusammensetzung der Mieterschaft 1 
321 Zusammenspiel der Faktoren aus 310 und 320 3 
300 Wohnen 
330 Kooperation mit (zwei) Wohnungsunternehmen 5 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 300  17 
410 Aktive Mitwirkung/Beteiligung der Bewohner 4 
420 Finanzielle Situation der Bewohner 1 
430 Vandalismus durch Bewohner 1 
400 Bewohnerschaft 
440 allgemeine soziale Faktoren 3 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 400  9 
500 Öffentlichkeits-
arbeit, Presse 
510 allgemein negative Berichterstattung in lokaler  Presse 6 
Anzahl der Beiträge zur Kategorie 500  6 
Anzahl Beiträge gesamt 45

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300 310 Das Image unseres schönen Stadtteils leidet so sehr, weil ein Bruchteil der 
Sozial-Wohnungen verkommt. Wenn dieses Problem nicht gelöst wird, ist das 
Projekt `Soziale Stadt´ nicht nachhaltig genug. 
300 320 Belegungen  
300 321 katastrophale Wohnsituation, die eine destr uktive Fluktuation bewirkt 
300 321 Wohnsituation (Fluktuation, Zustand der Häu ser) 
300 321 Wohnungsprobleme 
300 330 Sanierungsstau bei den beiden Wohnungsunternehmen: Nau Group und Bab- 
cock&Brown 
300 330 schlechte Kooperation mit dem größten Wohnun gsanbieter 
300 330 Wohnungsgesellschaften, die nicht mitziehen  
300 330 `Soziale Stadt´ kann nicht Probleme im Wohnbereich lösen -> Eigentum ver- 
pflichtet 
300 330 Verhalten der Wohnungsunternehmen Babcock&Brown  und Nau Group 
400 410 kein Interesse des Gesamtstadtteils 
400 410 verbreitetes Denken: „Es ändert sich ja doch nichts.“ 
400 410 Einbeziehung der Bewohner 
400 410 mangelndes Interesse und mangelnde Mitarbeit der betroffenen Bevölkerung. 
Die Masse der Mieter wird nicht erreicht. 
400 420 Finanzielle Situation der Bewohner 
400 430 Vandalismusschäden verursacht durch Mieter 
400 440 soziale Trennung des Stadtteils 
400 440 starke soziale Isolation 
400 440 Sprachliche Schwierigkeiten 
500 510 Presse 
500 510 negatives Image des Stadtteils 
500 510 Presse 
500 510 Imageverlust durch permanent schlechte Press eberichterstattung 
500 510 Stigmatisierung des Gebietes/der Bewohner durch Presseberichterstattung, 
insbesondere zum Zustand der Wohnungsbestände 
500 510 Berichterstattung über Leerstände

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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4.6 Dokumentation der Projektberichte nach Handlung sfeldern  
Die folgenden Berichte orientieren sich an dem im W orkshop am 04.11.2008 entwickelten 
Raster (s. Ziffer 2.6.2), jeweils ergänzt um eine t abellarische Übersicht über die vom Beirat 
für das Projekt bewilligten Finanzmittel. Das Finan ztableau am Schluss dieser Zusammen- 
stellung gibt einen Überblick über die in 2008 tats ächlich geleisteten Ausgaben für alle ge- 
förderten Projekte. 
 
Handlungsfeld 1: Wohnen 
 
Handlungsfeldverantwortliche: Gabriele Regenitter, Rainer Leskow (Amt für Woh- 
nungswesen) 
 
1.01 Energetische Gebäudesanierung 
 
 
In unserem Projekt haben wir uns folgendes Ziel gesetzt:  
1. Eine Rentabilitäts- und Machbarkeitsstudie für e ine übertragbare energetische Gebäude- 
sanierung orientiert am Energiepass ist bis zum 31.12.2007 durchgeführt worden. 
 
2. Die bauliche Umsetzung des Gutachtens startet in  2009 an einem Wohnblock. 
 
In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 haben w ir unsere Aktivitäten entlang der 
vereinbarten Indikatoren erfasst. Die quantitativen  Ergebnisse im Jahr 2008 sind einer ei- 
genständigen Datei zu entnehmen. 
 
Mit der detaillierten Ausarbeitung des Gutachtens z ur energetischen Gebäudesanierung ein- 
schließlich seiner Übertragbarkeit auf weitere Wohn ungsbestände konnte das Ziel 1. voll- 
ständig erreicht werden. Wie mit dem Ministerium fü r Bauen und Verkehr abgestimmt, orien- 
tiert sich die Studie an den Vorgaben des Energiepa sses. Auch sind die Ergebnisse als 
Grundlage  für die Beantragung von KfW-Mitteln geei gnet. In den Sitzungen der 4. Hand- 
lungsfeldkonferenz am 12.12.2007 und der 5. Handlun gsfeldkonferenz am 09.04.2008 wur- 
den die Ergebnisse vorgestellt und mit den Vertrete rn der Wohnungswirtschaft, die sich der 
Kooperationsvereinbarung anschlossen, intensiv diskutiert. Das Gutachten wurde letztlich als 
sehr aussagekräftig eingestuft, da es die wirtschaf tlichen Vorteile bei einer umfassenden 
Gebäudesanierung aufzeigt. Insbesondere Zeiträume d er Amortisation und Detailvergleiche 
zwischen den unterschiedlichen Wohnungsbeständen un d den unterschiedlichen Stufen der 
Untersuchung wurden herausgestellt. 
 
Eine bauliche Umsetzung des Gutachtens soll nach de m Projektzielblatt erst in 2009 an ei- 
nem Wohnblock starten. Die Qualität des Gutachtens ist nach einstimmiger Meinung der 
Handlungsfeldkonferenz als hochwertig einzuschätzen  und könnte somit als Grundlage für

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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weitere bauliche Umsetzungsmaßnahmen im Sinne des G utachtens dienen. Insofern ist die- 
ser erste wesentliche Schritt optimal gesetzt worden. 
 
Für eine tatsächliche bauliche Umsetzung des Gutach tens in 2009 gibt es derzeit jedoch 
keine realistischen Anhaltspunkte. Zwar wurden in d er Zeit vor Erstellen des Gutachtens in 
den Beständen der Fa. Sahle Wohnen GmbH und der Woh n- und Stadtbau GmbH umfang- 
reiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und auch in  den Bestand der WohnSieGer GbR 
wurde in die laufende Unterhaltung investiert, in 2 008 auch nach den Tendenzen des Gut- 
achtens. Jedoch ist aktuell keine bauliche Umsetzun gsmaßnahme zu erkennen, die zumin- 
dest für eine Gebäudeeinheit oder einen Teil eines Gebäudes nach den Vorgaben der Studie 
als investive Maßnahme vorgesehen wäre. Babcock & Brown ließen ihren Bestand im Herbst 
2008 intern auf ihre bestehende Leerstandproblemati k begutachten, um im Frühjahr 2009 
eine Aussage über investive Maßnahmen zu treffen, d ie den Leerständen begegnen sollen. 
Insbesondere hier steht eine Aussage noch aus, um a uch die Dimension einer möglichen 
investiven Maßnahme zu erkennen. 
Wesentlich für das angestrebte Projektziel der Umse tzung des Gutachtens an einem Wohn- 
block in 2009 ist die notwendige Bereitschaft der W ohnungswirtschaft zur entsprechenden 
Investition. Nur verbindliche Aussagen können hier für Klarheit sorgen. Insofern sollte im 
ersten Halbjahr 2009 eine entsprechende Aussage von  den beteiligten Wohnungsunterneh- 
men abgefragt werden. 
 
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben   
2007 
Ausgaben 
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf. 
insges. 
Land / Bund 5.712 €  3.627,74 € 0 € 0 € 18.000 € 
Stadt 1.904 €  1.209,25 € 0 € 0 € 6.000 € 
Wohnungsunternehmen       1.904 € 1.209,25 € 0 € 0 € 6.000 € 
Summen 9.520 €  6.046,24 € 0 € 0 € 30.000 € 
 
 
1.02 Marktanpassung des Wohnungsbestandes  
1. Eine marktangepasste Mischung von Wohnungsgrößen  und –grundrissen ist in einem 
Modellprojekt bis 2009 zu erreichen. 
 
2. Ein praxisnahes Handbuch zu Entwicklungs- und Nu tzungsperspektiven für den flexiblen 
Umgang mit dem Wohnungsbestand ist bis Ende 2009 erarbeitet.

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In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 haben w ir unsere Aktivitäten entlang der 
vereinbarten Indikatoren erfasst. Die quantitativen  Ergebnisse im Jahr 2008 sind einer 
eigenständigen Datei zu entnehmen.   
Am 09.04.2008 verständigten sich die Wohnungsunternehmen in der 5. Handlungsfeld- 
konferenz darauf, das ursprünglich angestrebte Modellprojekt, mit dem eine marktange- 
passte Mischung von Wohnungen im Quartier erreicht werden sollte, nicht durchzufüh- 
ren. Die Erfahrungen der Wohnungsunternehmen mit dem Umbau von Wohnungen lie- 
ßen erkennen, dass erhebliche Investitionen erforderlich sein würden, die wirtschaftlich 
nicht zu vertreten wären. Somit wird auch kein Handbuch zum flexiblen Umgang mit 
Wohnungen für die Wohnungswirtschaft erstellt. Bei dieser Entscheidung ist auch zu be- 
rücksichtigen, dass mehrere Wohnungsunternehmen innerhalb des Quartiers über eine 
Vollvermietung verfügen.  
Das Projekt kommt aus nachvollziehbaren Gründen nic ht zur Ausführung. Die Entschei- 
dung der Wohnungswirtschaft ist diesbezüglich zu ak zeptieren. Das Ziel, die Wohnungs- 
unternehmen umzustimmen, wird von der Verwaltung ni cht weiter verfolgt, insofern gibt 
es keinen Änderungsbedarf. 
 
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf.  
insgesamt 
Land / Bund 0 €  0 € 11.000 € 0 € 22.000 € 
Stadt 0 €  0 € 4.500 € 0 € 9.000 € 
Wohnungsunternehmen 0 €  0 € 7.000 € 0 € 9.000 € 
Summen 0 €  0 € 22.500 € 0 € 45.000 € 
 
 Die Handlungsfeldkonferenz hat beschlossen, das Pr ojekt nicht durchzuführen. 
 
1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte Menschen
 
 
In unserem Projekt haben wir uns folgende Ziele gesetzt. 
 
1. Eine Vorstudie zu den Kosten barrierefreier Umba uten wird bezogen auf einen Woh- 
nungseingang/Wohnblock bis Ende 2008 erstellt. 
 
2. Ein Neu- oder Umbauprojekt zum barrierefreien Wo hnen ist bis Mitte 2009 gestartet wor- 
den.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 115 
In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 haben w ir unsere Aktivitäten entlang der 
vereinbarten Indikatoren erfasst. Die quantitativen  Ergebnisse im Jahr 2008 sind einer 
eigenständigen Datei zu entnehmen.  
Im Mai 2008 konnten die überwiegend älteren Bewohne rinnen und Bewohner der beiden 
Mehrfamilienhäuser Josef-Beckmann-Str. 15 und 17 na ch einer kurzen Umbauphase 
erstmalig zwei Treppenlifte in den jeweiligen Einga ngsbereichen nutzen, die nun einen 
barrierefreien Zugang für diese Wohnhäuser dauerhaf t ermöglichen. Beide Baumaßnah- 
men i. H. v. insgesamt rd. 21.000 € wurden aus Mitt eln des Wohnungsunternehmens 
Wohn- und Stadtbau GmbH sowie der städt. Wohnberatu ng finanziert. Am 09.04.2008 
beschloss die Handlungsfeldkonferenz aufgrund der s ich abzeichnenden Maßnahme ein- 
vernehmlich, dieses Projekt von allen Wohnungsunter nehmen im Rahmen der nächsten 
Handlungsfeldkonferenz zu begutachten und die hierf ür vorliegenden Erkenntnisse so- 
weit wie möglich innerhalb des Projektes 1.03 zu nu tzen, auch um die geplanten Ge- 
samtkosten des Handlungsfeldes weiter abzusenken. E ine Studie der städt. Wohnbera- 
tung wurde zum 10.06.2008 angefertigt, ein vereinba rter Ortstermin fand am 11.06.2008 
statt und ist Grundlage für mögliche weitere invest ive Maßnahmen, die sich mit einer 
gleichartigen oder ähnlichen Umgestaltung der jew. Eingangsbereiche im Quartier ausei- 
nandersetzen. Dem gesamten Sachverhalt vorausgegang en war eine Einladung des 
städt. Wohnungsamtes gegenüber der städt. Wohnberat ung, die im Kreis der örtlichen 
Wohnungsunternehmen am 06.12.2007 Gelegenheit hatte , über die Arbeitsinhalte und 
Projekte einschließlich der noch nicht fertig gestellten Umbaumaßnahmen zu berichten. 
 
Weiterhin konnte bis Februar 2008 der Erstbezug ein er ambulant betreuten Wohnge- 
meinschaft für Demenzerkrankte in der Josef-Beckman n-Str. 5 – 7 abgeschlossen wer- 
den. Die Wohn und Stadtbau GmbH baute mit einem Fin anzvolumen von 1,2 Millionen 
Euro sechs bestehende Mietwohnungen um, so dass auf  450 qm Wohnfläche eine am- 
bulante Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte mit 11  Wohnungen entstand. Dieses 
Projekt richtet sich insbesondere an die Menschen i m Wohnquartier. Die Zimmer sind 
barrierefrei, es stehen Räumlichkeiten zur gemeinsc haftlichen Nutzung in Form einer of- 
fenen Wohnküche, einem großen Wohn- und Esszimmer s owie einer Gemeinschaftslog- 
gia zur Verfügung. Die Betreuung und Begleitung übe rnahm das Deutsch Rote Kreuz, 
Kreisverband Münster e. V.. Darüber hinaus steht eine Gästewohnung für Angehörige mit 
60 qm Wohnfläche zur Verfügung, die für bis zu sech s Personen ausgerichtet ist. Alle 
Wohnungen sind vermietet. 
 
Ferner signalisierte Parea als gemeinnützige Gesell schaft für soziale Dienstleistungen 
mbh für 2008 die Ausarbeitung eines Konzeptes für d ie Einrichtung einer Senioren- 
betreuung sowie eines Pflegedienstes für die Bewohn er der Wohnanlage der Fa. Sahle 
Wohnen (Brüningheide 91 – 103 und Killingstr. 2 – 1 2). Es soll dabei ein bedarfgerechter 
24-Stunden-Pflegedienst bereitgestellt werden, der sich nach den individuellen Bedürf- 
nissen der Bewohner richtet. Angestrebt wird die Gr ündung eines neuen Pflegedienstan- 
bieters, der Arbeitskräfte aus diesem Stadtteil bes chäftigt, sie bei Bedarf auch ausbildet

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 116 
und als Pflege- oder Reinigungskräfte einsetzt. Auc h wird derzeit noch der Aufbau einer 
Sponsorengruppe betrieben. Im zweiten Schritt solle n sich die angebotenen Dienstleis- 
tungen an alle Bewohner des Wohnquartiers richten. Darüber hinaus soll das „Aktive Se- 
niorenwohnen“ Veranstaltungen und Angebote von Kooperationspartnern wie z. B. Wohl- 
fahrtsverbände, kirchliche und kulturelle Einrichtu ngen umfassen. Ferner sollen von Pa- 
rea Angebote und Veranstaltungen gezielt initiiert werden, z. B. Sommerfeste, Weih- 
nachtsfeiern, Kaffeenachmittage etc. Und schließlich wird den Bewohnern die Möglichkeit 
gegeben, entsprechende Veranstaltungen in Eigenregi e zu initiieren. Mit diesem Ge- 
samtkonzept sollen keine weiteren Kosten zu Lasten des Projektbudgets entstehen.  
Sowohl die neue Wohngemeinschaft der Josef-Beckmann -Str. 5 – 7 als auch die barrie- 
refreie Umgestaltung der Gebäudeeingänge der Josef- Beckmann-Str. 15 und 17 sind 
wichtig für ältere und behinderte Menschen im Quart ier. Dieser Personenkreis erhält eine 
notwendige Wohnalternative, um in der gewohnten Umg ebung selbstbestimmt und selb- 
ständig wohnen zu bleiben. Insofern konnten die Ziele in 2008 erreicht werden.  
Es bleibt weiterhin abzuwarten, ob die übrigen Wohn ungsunternehmen diesem Beispiel 
folgen werden.  
Ob das geplante Parea-Konzept in 2009 umgesetzt wer den kann, ist derzeit noch nicht 
erkennbar. Im ersten Quartal 2009 werden hierzu Gespräche geführt.  
Grundsätzlich sind die Ziele richtig ausgerichtet, da auch weiterhin unterstellt wird, dass 
es weitere Notwendigkeiten von Umbaumaßnahmen in Ei ngangsbereichen gibt. Barriere- 
freie Eingangsbereiche sind im Wohnungsbestand des Quartiers kaum vorhanden. Inso- 
fern sollte über die definierten Ziele hinaus mit d en Wohnungsunternehmen versucht 
werden, weitere barrierefreie Eingansbereiche zu erstellen.  
 
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 0 €  0 € 4.500 € 0 €      9.000 € 
Stadt 0 €  0 € 1.500 € 0 € 3.000 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 €    1.500 € 0 € 3.000 € 
Summen 0 € 0 € 7.500 € 0 € 15.000 € 
 
 Klärung weiterer im Projektzusammenhang realisierb arer Einzelmaßnahmen in 2009.

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung 
 
In unserem Projekt haben wir uns folgendes Ziel gesetzt:  
1. Das Netzwerk „Wohnen in Kinderhaus/Brüningheide“  ist bis 2010 erweitert und arbei- 
tet regelmäßig.  
2. In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 habe n wir unsere Aktivitäten entlang 
der vereinbarten Indikatoren erfasst. Die quantitat iven Ergebnisse im Jahr 2008 sind 
einer eigenständigen Datei zu entnehmen. 
 
1) Die bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen  den vor Ort vermieten- 
den Wohnungsunternehmen (mit Ausnahme der NauGroup)  wurde in 2008 
weiter ausgebaut und mit Inhalten gefüllt. Zwei Sit zungen der Handlungsfeld- 
konferenz konnten in dieser Zeit durchgeführt werde n. Hier wurde auf der 
Ebene von Eigentümer, Niederlassungsleiter oder Abteilungsleiter wesentliche 
Arbeit geleistet, um die Ziele der Sozialen Stadt zu erreichen.  
Mit den vor Ort verwaltenden Mitarbeiterinnen und M itarbeitern der gleichen 
Wohnungsunternehmen wurden drei weitere Sitzungen u . a. zur Vor- und 
Nachbereitung der Projekte des Handlungsfeldes Wohnen durchgeführt. 
Letztlich konnte zum Ende des Jahres 2008 ein Kreis  von 22 Vertrauensmie- 
terinnen und –mietern für einen Arbeitskreis gewonn en werden, der in der Sit- 
zung am 30.10.2008 gemeinsam mit dem Arbeitskreis d er Wohnungsverwal- 
tung tagte. Hier wurde insbesondere das Projekt 1.0 5 Nachbarschaftsstärkung 
und MieterInnenschulung vorberaten und beschlossen.  In 2008 konnten zwei 
Sitzungen der Vertrauensmieterinnen und –mieter durchgeführt werden.  
Letztlich dienen die eingerichteten Arbeitskreise g rundsätzlich der Verbesse- 
rung der Wohnsituation vor Ort. Die Einbindung von Vertrauensmietern lässt 
auch auf eine engere Vernetzung zwischen Bewohnersc haft und Wohnungs- 
unternehmen hoffen. Es soll mehr selbstverantwortli ches Handeln in der Mie- 
terschaft hervorgerufen werden. 
 
2) Alle durchgeführten Sitzungen dienten der weiter en Vernetzung zwischen den 
Arbeitskreisen und auch innerhalb der Arbeitskreism itglieder und auch den 
angestrebten Projekten im Sinne der Sozialen Stadt.  Aufgrund der Beteiligung 
und den erhaltenen Arbeitsergebnissen kann dieses P rojekt grundsätzlich als 
erfolgreich betrachtet werden.  
Problematisch sind jedoch in diesem Zusammenhang di e fehlenden Beiträge 
der NauGroup/Berlin. Hier ist eine eindeutige Verwe igerungshaltung bei der 
Zusammenarbeit im Quartier zu sehen, die nicht nur vom Eigentümer sondern 
auch von der örtlichen Wohnungsverwaltungsgesellsch aft eingenommen wird. 
Letztlich bedurfte es hier bauordnungsrechtlicher I nstrumentarien sowie der

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Androhung von Vertragstrafen aufgrund der ursprüngl ich vereinbarten Förder- 
bestimmungen der Wfa-Bank, um zumindest Minimalziel e bzgl. der Bauunter- 
haltung zu erreichen.  
Hier sollte noch einmal versucht werden, den Kontak t zur NauGroup herzu- 
stellen und auch zum Wohnungsunternehmen Babcock & Brown weiter aus- 
zubauen, um mehr Verständnis für die Ziele der Sozi alen Stadt einschließlich 
ihrer Einzelprojekte samt notwendiger Investitionsbereitschaft zu erhalten. 
 
Finanzen:  
Für dieses Projekt sind keine Kosten veranschlagt.  
 
1.05 Nachbarschaftsstärkung und MieterInnenschulung 
 
In unserem Projekt haben wir folgendes Ziel gesetzt:  
1. Bis Ende 2010 wurden für alle Mitparteien Kurse angeboten.   
2. Für die Mieter/Innen aller Wohnungsunternehmen s ind ab 2008 Stammtische bzw. 
Mietertreffs für Mieter/Innen angeboten und etabliert worden. 
 
In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 haben w ir unsere Aktivitäten entlang 
der vereinbarten Indikatoren erfasst. Die quantitat iven Ergebnisse im Jahr 2008 sind 
einer eigenständigen Datei zu entnehmen. 
 
1) Insgesamt vier Mieterschulungen, die sich an all e Mieterinnen und Mieter des 
Quartiers richten sollen, wurden 2008 vorbereitet u nd sind für 2009 geplant 
(Beginn am 21.01.2009). Sie sollen im Paul-Sahle-Fa milientreff stattfinden 
und grundsätzliche Dinge des Mietrechts thematisier en. Grundlegendes Ziel 
ist hierbei, Informationen zum Thema „Mieten“ zu vermitteln, um immer wieder 
auftretende Probleme zu vermeiden bzw. in einem frü hen Stadium anzugehen 
und zu lösen. Die Schulungen dienen den zahlreichen  Haushalten auch zu 
Rechtssicherheit und dem weiteren Verständnis für d ie Arbeit der Wohnungs- 
unternehmen vor Ort.  
In der gemeinsamen Sitzung der Vertrauensmieter/Inn en und der Wohnungs- 
verwaltung am 30.10.2008 wurde beschlossen, zuerst die Schulungen in 2009 
durchzuführen, um danach Mietertreffs bzw. –stammti sche im Paul-Sahle-
Familientreff im halb- oder vierteljährlichen Rhyth mus zu initiieren. Die Treffs 
sollen dauerhaft angelegt werden, um eine vernetzte  Nachbarschaft zu entwi- 
ckeln, insbesondere bei Menschen mit Migrationsvorg eschichte. Durch beide 
Projektbereiche soll sich die Wohnsituation vor Ort verbessern.

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2) Die Vorbereitung beider Projektbereiche erforder te zahlreiche Gespräche zwi- 
schen Vertrauensmieter/innen und Wohnungsverwaltung en. Mit Blick auf die 
Mieterstammtische bzw. –treffs sind zu Anfang 2009 auch Gespräche mit dem 
Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. geplant, u m bei der Durchfüh- 
rung dieses Projektes von einer breiten Unterstützung zu profitieren. 
 
3) Die größte Schwierigkeit bei den Projekten liegt  in der Frage der Akzeptanz 
der vor Ort wohnenden Mieterschaft. Je nach Beteili gung kommen sehr unter- 
schiedliche Anforderungen bei der Vorbereitung und Durchführung der Projek- 
te auf die Projektleitung zu. Eine Einschätzung übe r die jew. Beteiligung ist 
aktuell nicht möglich. Vorerst sind somit die erste n Veranstaltungen abzuwar- 
ten, um anschließend ggf. die notwendigen Ressourcen anzupassen. 
 
Finanzen:  
Aufgrund des Zuwendungsbescheids der Bezirksregieru ng Münster werden Kosten 
für dieses Projekt nicht als zuwendungsfähig anerkannt. 
 
1.06 Das Quartier spart Energie  
Die Ziele des Projekts waren: 
1. Die Stromeinsparpotenziale werden in drei exempl arischen Haushalten in einem 
Versuchszeitraum von einem Jahr (3. Quartal 2008 bis 2. Quartal 2009) ermittelt. 
2. Eine zielgerichtete Informationskampagne zum Str omsparen wird im Jahr 2008 
aufgebaut und durchgeführt. 
Eine Informationskampagne zum Stromsparen wurde dur chgeführt. Die ursprüngliche Ziel- 
setzung für 2008 konnte aber nicht erreicht werden, die Resonanz war zu gering.  
Das Umweltamt der Stadt Münster hat das Projekt in Kooperation mit der Ingenieurgesell- 
schaft Gertec sowie dem SKM – Katholischer Verein f ür soziale Dienste – neu ausgerichtet: 
Einkommensschwache Haushalte in Kinderhaus können i n den nächsten Monaten kostenlo- 
se Energieberatungen in Anspruch nehmen. Mit diesem  Service können die Mieterinnen und 
Mieter direkt und unkompliziert prüfen lassen, wo s ich in Ihrer Wohnung unnötige Energie- 
verluste verstecken. Bei einem zweiten Besuch der S tromspar-Helfer/innen und Auswertung 
des ersten Besuches werden die passenden Strom- und  Wassersparartikel auch gleich kos- 
tenlos eingebaut. Vorteile davon haben nicht nur di e Mieter/innen, die Energie und damit 
Geld sparen können, Vorteile hat zudem der Umweltsc hutz, weil Energieeinsparungen auch 
zu einer Verminderung der CO 2-Emissionen führen und damit ein Beitrag zum Klimas chutz 
sind. 
Bis Juni 2009 sollen mindestens 200 Haushalte in Mü nster, davon mindestens 100 im 
Wohngebiet Brüningheide beraten worden sein. Damit lautet die Zielsetzung nunmehr:  
„Bis Juli 2009 werden mindestens 100 Haushalte in d er Schleife beraten und mit 
Energiesparhilfen ausgestattet.“

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1.08 Alternative Flächennutzung – baulich und sozial  
 
In unserem Projekt haben wir uns folgendes Ziel gesetzt:  
1. Bei Ende 2009 ist eine fehlgenutzte Fläche umgeb aut und/oder umgenutzt worden. 
 
In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 haben w ir unsere Aktivitäten entlang 
der vereinbarten Indikatoren erfasst. Die quantitat iven Ergebnisse im Jahr 2008 sind 
einer eigenständigen Datei zu entnehmen  
Einzelne Flächen des Wohngebiets werden gegenwärtig  nicht oder anders als bei ih- 
rer Fertigstellung geplant genutzt; einige von ihne n sind zudem gestalterisch wenig 
ansprechend. Mit einzelnen Maßnahmen können städteb auliche störende bzw. fehl- 
genutzte Flächen beseitigt bzw. verändert und die G estaltung des Quartiers verbes- 
sert werden, beispielsweise für soziale und/oder sp ortliche Aktivitäten der Bewohne- 
rinnen und Bewohner.  
Eine erste Begehung des Quartiers im Kreise der Ver trauensmiter/innen ergab am 
28.03.2008 das Ergebnis, dass drei Flächen nach Vor stellung dieses Arbeitskreises 
im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner aufgewertet  werden könnten. Dabei wur- 
den der Spiel- und Fußballplatz der Brüningheide be nannt, das Parkdeck der Tiefga- 
rage Ecke Sprickmannstraße/Josef-Beckmamm-Straße (E igentümer WohnSieGer) 
als auch die Grünfläche an der Sprickmannstraße.  
Die Aufbereitung des Spielplatzes an der Brüninghei de wurde mit dem Eigentümer, 
Babcock & Brown, verhandelt. Der Austausch der Spie lgeräte wurde im März 2008 
per Ausschreibung vorbereitet, ein Auftrag erfolgte  bisher noch nicht. Die Tore des 
Fußballfeldes erhalten einen neuen Anstrich, der Au ftrag ist Ende 2008 an einen 
Fachbetrieb ergangen.  
Das Parkdeck der o. a. Tiefgarage würde sich zur Er richtung eines Fußballplatzes 
oder/und Basketballplatzes eignen. Die WohnSieGer als Eigentümerin des Parkdecks 
signalisierte bereits Zustimmung zur sportlichen Nu tzung aller interessierten Jugend- 
lichen. Die Schlüsselgewalt würde der Hausmeister d es Wohnungsunternehmens 
ausüben und dadurch angemessene Ruhezeiten gewährle isten. Eine erste Kosten- 
schätzung seitens des städt. Sportamtes sowie notwe ndige Stellungnahmen des 
Bauordnungsamtes und des Umweltamtes über eine befr istete Nutzungsgenehmi- 
gung sowie lärmtechnische Einschätzungen konnten bi s zum 20.11.2008 vorgelegt 
werden.  
Zu Beginn von 2009 steht noch die Klärung der Übers chreitungsmöglichkeiten der 
Lärmrichtwerte durch das Umweltamt aus sowie die Fe stlegung der Frage, ob das 
Parkdeck oder als bessere Alternative die angrenzen de Grünfläche als Bolzplatz ge- 
nutzt werden soll. Darüber hinaus ist auch die Frag e der Finanzierung in 2009 zu klä- 
ren.  
Das Projekt insgesamt ist als ein wichtiges sichtba res Signal für die Bewohnerschaft 
vor Ort zu interpretieren mit nachhaltigem Effekt. Grundsätzlich bedeutet insbesonde-

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re ein Bolz- oder Basketballplatz eine sinnvolle Fr eizeitgestaltung für Kinder und Ju- 
gendliche vor Ort, auch wenn eine mögliche Nutzungs genehmigung mit zeitlichen 
Einschränkungen verbunden sein sollte. Das Wohnumfe ld vor Ort würde sich grund- 
sätzlich durch eine derartige Maßnahme weiter verbessern.  
2. Das Projekt verfolgt die richtige Tendenz der Ve rbesserung des Freizeitangebotes für 
Kinder und Jugendliche sowohl die Verbesserung des Wohnumfeldes. Es ist abhän- 
gig von bau-, planungs- und immissionsrechtlichen V orgaben, so dass die Umset- 
zung entsprechende Zeit benötigt. Auch ist nach Ent scheidung über die Lage des 
Bolzplatzes ein dezidiertes Angebot bei entsprechen den Fachfirmen einzuholen. Da- 
nach sollte die Frage der Finanzierung insbesondere  mit dem Land NRW geklärt 
werden, mit dem Ziel der anteiligen Finanzierung. 
 
Das Projekt ist mit den richtigen Weichenstellungen  versehen worden. Lediglich 
Sachzwänge in rechtlicher oder  finanzieller Hinsic ht würden Änderungsbedarfe er- 
geben, die derzeit jedoch nicht erkennbar sind. 
  
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 0 €  0 € 1.500 € 0 €     3.000 € 
Stadt 0 €  0 € 500 € 0 € 500 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 € 500 € 0 € 500 € 
Summen 0 € 0 € 2.500 € 0 € 5.000 € 
 
Inwieweit für 2009 f. weitere (für andere Projekte des Handlungsfelds vorgesehene) 
Mittel eingesetzt werden können, wird mit der Bezirksregierung geklärt.  
 
 
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum 
 
2.01 Städtebauliches u. lokales Maßnahmekonzept 
 
 
Das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehr splanung hat einen Entwurf für eine 
städtebauliche Stärken-/Schwächenanalyse angefertig t, der zurzeit mit den Beteiligten erör- 
tert wird.

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2.02 Spiel- und Freizeitzone 
 
 
Im Jahr 2008 hat das Amt für Grünflächen und Umwelt schutz mit vielen Aktiven im Stadtteil 
Kinderhaus eine Offensive gestartet, die Grünfläche am Spickmannplatz („Grünschleife“) neu 
zu gestalten. Die Arbeiten sollen jedoch nicht Besc häftigte der Stadt oder professionelle Drit- 
te durchführen, sondern die Anwohnerinnen und Anwoh ner der „Grünschleife“ sollen für die- 
se Tätigkeiten aktiviert werden. In einem kommunika tiven Prozess sollen die Bürgerinnen 
und Bürger des Wohngebiets sowohl in den Planungspr ozess, als auch in dem Umsetzungs-
/Umbauprozess und in die spätere Unterhaltung der F läche eingebunden werden. Hierzu ist 
es notwendig, die Anwohnerinnen und Anwohner der „G rünschleife“ für diese Aktivitäten zu 
gewinnen, ihnen die Grünfläche erst einmal wieder n äher zu bringen. Dies soll durch ver- 
schiedene Aktionen erreicht werden. 
Das Quartier verfügt über viele Gruppen, die auch u ntereinander sehr gut miteinander ver- 
netzt sind. Diese Gruppen werden als die Basis der Aktionen gesehen, da sie über ihre Mit- 
glieder in der Lage sind, viele Menschen im Quartier direkt zu erreichen. 
Die bisherigen Aktivitäten 
 
Auf Plakaten, Handzetteln und in Zeitungsartikel wu rde für die Aktion geworben. Zudem 
wurden vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz ein ige der im Quartier aktiven Gruppen 
in ihren regelmäßigen Terminen besucht und ihnen wurde das Konzept vorgestellt.  
Gemeinsam mit einem Fotografen haben sich ca. 20 Be wohnerinnen und Bewohner unter- 
schiedlichsten Alters und Herkunft in den Herbstmon aten aufgemacht, um die „Grünschleife“ 
aus einem neuen Blickwinkel zu erkunden. Dies bot d ie Möglichkeit, sich Gedanken zu ma- 
chen, wie dieses Stück Natur wieder ansehnlicher ge staltet werden kann. Die Ergebnisse 
wurden in Form einer Fotoausstellung im Begegnungsz entrum Sprickmannstrasse ausge- 
stellt. Sie bilden nun die Grundlage, um Ideen für die Umgestaltung der Grünschleife zu 
sammeln. Und es gibt auch schon zahlreiche neue Gestaltungsideen. 
Einige Bewohnerinnen und Bewohner haben bereits tat kräftig mit angefasst und zum Bei- 
spiel die Wege der 11.500 m² großen Grünfläche in O rdnung gebracht, die Sträucher be- 
schnitten und die Trockenmauer vom Wildwuchs befreit.  
Etwa ein Dutzend Kinderhauser Bürgerinnen und Bürge r haben sich bereit erklärt, auch zu- 
künftig Verantwortung für die Grünschleife zu übernehmen.  
In einer weiteren Aktion sollen im Mai 2009 weitere  Bewohnerinnen und Bewohner über die 
Errichtung eines zeitlich begrenzten  Sinneslehrpfa des gewonnen werden. Zudem werden 
kleine Werbeaktionen auf dem Sprickmannplatz und in  der Grünschleife stattfinden. Im Juni 
werden dann mit allen Personen, die bisher an Aktiv itäten teilgenommen oder Vorschläge 
eingebracht haben, auf einem gemeinsamen Treffen di e unterschiedlichen Vorschläge vor- 
gestellt. Kurz im Anschluss daran sollen dann die e rsten Maßnahmen mit den Bürgern um- 
gesetzt werden.

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Finanzen:  
Kosten Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf.  
insgesamt 
Land / Bund 0 € 936,97 € bis zu 2.400 €  24.000 € 
Stadt 0 € 624,65 € bis zu 1.600 €  16.000 € 
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 €  0 € 
Summen 0 € 1.561,62 € Bis zu 4.000 €  40.000 € 
 
Handlungsfeld 3: Lokale Ökonomie 
 
Projekte des Handlungsfelds werden in 2009 umgesetzt. 
 
Handlungsfeld 4: Integration 
 
Handlungsfeldverantwortlicher: Thilo Heise (Amt für  Kinder, Jugendliche und Famili- 
en) 
 
4.01 Mädchenprojekt: Unser Alltag / Unsere Sorgen 
  
Projektträger: Jugendsalon Sprickmannplatz  
 
Im Rahmen des Mädchenprojekts „Unser Alltag / Unser e Sorgen“ gibt es zwei Mädchen- 
gruppen die sich einmal wöchentlich treffen. Grundl egend bei der Arbeit mit den Mädchen ist 
der partizipative Ansatz.  
Die eine Gruppe besteht seid Juli 2007 und setzt si ch multikulturell aus 7 Mädchen im Alter 
von 15-16 Jahren zusammen. Es gibt nur sehr geringe  Fluktuationen, z.B. hat eines der 
Mädchen ihren ersten festen Freund und nimmt daher zurzeit nicht an den Gruppenstunden 
teil. Durchschnittlich nehmen 5 Mädchen das Angebot wahr.   
Die zweite Gruppe startete neu am 5. Mai 2008 mit 6  Mädchen. Mittlerweile ist ein weiteres 
Mädchen dazu gekommen. Die Altersspanne beträgt 12- 14 Jahre und auch diese Gruppe 
setzt sich multikulturell zusammen. Durchschnittlic h nehmen 4-5 Mädchen an den Gruppen- 
stunden teil.  
Die Gruppenstunden fanden dieses Jahr wieder überwi egend in den Räumen des Begeg- 
nungszentrums statt. In diesem Rahmen wurde oft int ernational gekocht und gebacken, DVD 
geschaut und auch wieder viel kreativ gearbeitet. D ie Mädchen gestalteten selbst Armbän- 
der, Schlüsselanhänger und Halsketten, bearbeiteten  Leinwände und bastelten Schachteln,

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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die anschließend dekoriert wurden. Alkoholfreie Coc ktails wurden gemixt und das Ende des 
Ramadan zelebriert. Des Weiteren fanden mehrere Fot oshootings statt, wie auch ein Beau- 
ty-Day und das Ausprobieren neuer Haarstylings unter semiprofessioneller Anleitung.  
Vor allem im Sommer fanden etliche Gruppenstunden a ußerhalb des Bgz statt. Häufige Aus- 
flüge zum nahe gelegenen Sportplatz, ins Freibad od er zum Grillen im Park fanden großen 
Anklang. Ebenso eine Radtour zum Botanischen Garten  und Eisessen am Idenbrockplatz. 
Auch außerhalb des Sommers wurde an wetterunabhängi gen Ausflügen zum Kegeln, ins 
Fast Food Restaurant, in den Zoo und vor allem zum Shopping nach Dortmund rege teilge- 
nommen.   
Die wöchentlichen Interaktionen bieten den Mädchen einen sicheren Kontext, in dem Ge- 
spräche und Diskussionen gut möglich sind. 
So war eines der dominierenden Themen der ersten Gr uppe bereits letztes Jahr die Zu- 
kunftsplanung. Auch in diesem Jahr wurde es immer w ieder aktuell. Zwei der Mädchen ha- 
ben sich nun dazu entschlossen nach dem Erwerb des Realschulabschlusses das Gymnasi- 
um zu besuchen und das Abitur zu machen. 
Ein weiteres Thema in diesem Jahr war der Umgang mi t Geld. Dazu nahm die Gruppe ein 
Angebot der Schuldnerberatung in Kinderhaus wahr, b ei dem die Mädchen einen Finanzfüh- 
rerschein machen konnten. Alle Mädchen bestanden direkt beim ersten Versuch. 
In der zweiten Gruppe beziehen sich die dominierend en Themen auf die zwischenmenschli- 
chen Beziehungen untereinander, zu anderen Jugendli chen, Lehrern und Eltern. Das Au- 
genmerk liegt hier auf dem Umgang untereinander und  auf der Wortwahl, vor allem bei Aus- 
einandersetzungen. Insgesamt ist das Sozialverhalte n der Mädchen dieser Gruppe ebenfalls 
positiv zu werten.  
   
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf.  
insgesamt 
Land / Bund 960 €  1.800 € bis zu 1.800 € 840 € 5.400 € 
Stadt 480 €          900 € bis zu 900 €  420 € 2.700 € 
Maßnahmeträger 160 €          300 € bis zu 300 €  140 € 900 € 
Summen 1.600 €  3.000 € bis zu 3.000 € 1.400 € 9.000 €

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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4.02 Integrationsarbeit vor Ort   
Projektträger: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V.   
 
Das Projekt „Soziale Stadt“ ist mittlerweile nahezu jedem Anwohner der Schleife und vielen 
Anwohnern des Stadtteils Kinderhaus bekannt.  
Wenn 2007 noch viele sehr skeptisch gegenüber dem N euen standen, werden immer wieder 
mehr positive Blicke den Projekt zugewendet.   
Die Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle für  Menschen unterschiedlicher kulturel- 
ler/nationaler Zugehörigkeit wird sehr gut angenomm en. Die Sprechstunden am Dienstag 
und Donnerstag jeweils zwei Stunden reichen nicht a us. Es werden regelmäßig Termine 
unter der Woche vergeben.  
Besonders besorgniserregend sind die Anliegen der B ewohner bezüglich des Zustandes der 
Wohnungen und Hohe der Nebenkostenabrechnungen. Ein  schwieriges Thema ist die ein- 
zelfallbezogene Zusammenarbeit mit der ARGE, das si ch als roter Faden im ganzen Jahr 
durch die Arbeit zieht, insbesondere wegen wechseln der Ansprechpersonen bzw. deren 
Nichterreichbarkeit.  
Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen is t sehr gut. Besonders nach dem 
gelungenen internationalen Frauenfest im März komme n von Frauen jede Woche an das 
Begegnungszentrum neue Vorschläge zu neuen Gruppen und Verbesserungen innerhalb 
der Schleife. 
Ebenfalls gab es zwei gut besuchte Beteiligungsfore n im Begegnungszentrum zu den Hand- 
lungsfeldern 4 und 6 sowie viele Ideen aus dem inte rnationalen Kreis des Begegnungszent- 
rum, in dem einmal monatlich die Brückenpersonen au s dem interkulturellen Bereich zu- 
sammenkommen. Ob alle Vorschläge auch realistisch u nd umsetzbar sind, muss man sich 
fragen.  
Es wurden aber aus Vorschlägen der Bürger/innen aus  Kinderhaus Gymnastikkurse, 
Schwimmkurse, Gesundheitsprävention für ältere Migr ant/innen und Angebote wie Mutter-
Kind-Nachmittage sowie Bastelkurse ins Leben gerufe n. Diese niedrigschwelligen Angebote 
werden immer noch gut bis sehr gut angenommen.   
Trotz der mittlerweile guten Bürgerinnenbeteiligung  ist es immer noch sehr schwer einige 
Bevölkerungsgruppen, insbesondere die Gruppe von Sp ätaussiedlern zur Selbstorganisation 
zu motivieren. Sie nehmen die Sprechstunden gerne a n, aber sobald sie selber tätig werden 
müssen, flüchten sie in ihre alltägliche Probleme: schlechte Wohnsituation, mangelnde 
Sprachkenntnisse, Geldsorgen usw.  Trotzdem schließ en sich den bestehenden Gruppen 
immer einige Frauen (leider nur Frauen) an bzw. es haben sich zwei neue russlanddeutsche 
Gruppen gebildet.   
Das Begegnungszentrum Sprickmanstraße e.V.  nimmt a n dem bundesweitem Projekt „In- 
terkulturell on Tour“ teil. Ein Projekt zum Aufbau von Kooperationsstrukturen zwischen der 
Internationalen Jugendarbeit und Migranten(selbst)o rganisationen. Projekttitel:  Alternativ 
unter dem Aspekt Identitätsfindung: Unbekannte Nach barn – Woher kommt Attila?/ Wer bin

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 126 
Ich?/ Wo bin ich zu Hause? Das ist ein Austauschpro gramm mit jungen Russlanddeutschen, 
Jugendlichen aus Ex-Jugoslawien und Deutschland mit  der Türkei. Hieraus ergeben sich 
weitere gute Kontakte zu Familien aus dem Wohngebiet.  
Vom 28.06.2008 bis zum 12.07.2008 hat eine Gruppe v on 17 Jugendlichen aus Kinderhaus 
die Kultur- und landestypischen Besonderheiten der Türkei kennen gelernt. Es standen u.a. 
folgende Punkte auf dem Programm, die gemeinsam mit  den Jugendlichen erarbeitet wor- 
den:   
 
Diskussion: Verträglichkeit von Naturschutzgebiet und Tourismus 
Koygeciz und Mugla Market Tour 
Erleben von Vielfältigkeit der Angebote 
Beach Tour; nationales Fest zu Ehren des Wassergottes; 
Informationen über Traditionen in der Türkei 
Gemeinsames Kochen mit Deutschen und Türkischen Jugendlichen 
Yuvarlakcay Tour 
Einblick in das Arbeitsleben in der Türkei 
Diskussion über das Bildungssystem in der Türkei und Deutschland 
Besuch der Moschee, Informationen über den Islam. 
 
In 2009 erwarten wir die Jugendliche aus der Türkei  bei uns in Münster-Kinderhaus. Die 
Vorbereitungen für das Treffen und Ausarbeitung des  Programms laufen gemeinsam mit 
Eltern und interkulturellen Betreuern vor Ort.   
Das Begegnungszentrum und die Gebietsmoderation hab en gemeinsam mit der Malgruppe 
von Frau Rausch und Bewohnern, das Projekt: „Sitzbä nke kreativ gestalten“ durchgeführt 
(die farbig gestalteten Bänke werden in Kürze aufgestellt).      
Weiterhin lässt sich festzustellen, dass die Zusamm enarbeit mit dem Institut für Ethnologie 
„Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“ im Rahmen des Projektes Interkulturel- 
le Begegnungen (Interkulturelle Streitschlichter) i n seine nächste Phase gestartet ist. Seit 
einigen Monaten werden Jugendliche zu interkulturel len Streitschlichtern bzw. zu Trainerin- 
nen und Trainern ausgebildet.   
Es wird weiterhin intensiv mit dem Familienzentrum KITA Killingstraße 
zusammen gearbeitet. Mindestens einmal pro Monat fi nden dort Sprechstunden für Eltern 
statt.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 127 
Durch die Sprechstunden eröffnen sich dem Begegnung szentrum noch mehr Möglichkeiten 
direkt an die unmittelbaren Bewohner der Schleife z u kommen, allerdings ist  die Beratungs- 
kapazität der Mitarbeiter nahezu ausgeschöpft.   
Das Projekt „Grünschleife“ (Bewohnerpark) wird eben falls vom Begegnungszentrum unter- 
stützt. Zurzeit arbeiten in dem Projekt 4 gemeinnüt zige Arbeiter und ehrenamtliche Hel- 
fer/innen unterschiedlicher Nationalität.  
Zudem gibt es gute Vernetzung im Stadtteil mit geme insamen großen interkulturellen Veran- 
staltungen, z.B. zum Thema Kinderarmut mit den Pfar rgemeinden und dem BGZ, mehrere 
Kulturabende und Infoveranstaltungen (u.a. mit Prof . Oelschlaegel oder Roma-Musikabend) 
mit dem Atrium-Kulturverein/BGZ oder das neue Proje kt Leselernhelfer mit der Grundschule 
West/BGZ.  
Hauptamtlich besetzt ist das Arbeitsfeld ‚Integrationsarbeit vor Ort’ mit der  
russlanddeutschen Fachkraft Olga Stolz und dem türk ischstämmigen Kollegen Ismet Keles. 
Schwerpunkt der Arbeit von Frau Stolz ist die Beratung 
von Menschen mit Migrationsvorgeschichte und der Au fbau von Selbstorganisation, während 
Herr Keles schwerpunktmäßig im offenen, integrative n Bereich und der Konfliktvermittlung 
tätig ist.  
In der Ergänzung Frau/Mann und Brückenperson türkis ch / russlanddeutscher Herkunft so- 
wie Beratung/Gruppen-/integrative Stadtteilarbeit eine für die Integrationsarbeit vor Ort nahe- 
zu optimale Kombination im BGZ im Rahmen des Progra mms der Sozialen Stadt Münster-
Kinderhaus. 
 
Finanzen:   
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf.  
insgesamt 
Land / Bund 8.400 € 24.000 € bis zu 24.000 € 15.600 € 72.000 € 
Stadt 4.200 €         12.000 €  bis zu 12.000 € 7.800 €  36.000 € 
Maßnahmeträger  1.400 €           4.000 € bis zu 4.000 €  2.600 € 12.000 € 
Summen 14.000 € 40.000 € bis zu 40.000 € 26.000 € 120.000 €

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 128 
4.03 Gewaltprävention   
Projektträger: Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugen dliche und Familien, Städtische Kinderta- 
geseinrichtung und Familienzentrum Killingstraße 
Aktivitäten, Kurse, Veranstaltungen:  
In 2008 fanden fanden vier Selbstbehauptungs- und Gewaltpräventionskurse für Kinder 
 
mit dem „dojo-Team“ , einem Training gegen Gewalt. An den Kursen nahmen 37 Kinder (20 
Jungen, 17 (Mädchen) im Alter von 45 -6 Jahren aus sechzehn Nationen teil. 
Im Laufe des Jahres konnten  parallel zum Training der Kinder ein Selbstbehauptungstrai- 
ning für Frauen bzw. Mütter , ebenfalls vom „dojo-Team“ angeboten werden. Diese  Kurse 
wurden von 41 Frauen aus elf Nationen besucht. Dies es Angebot wurde wegen der starken 
interkulturell geprägten und ausschließlich weiblic hen Teilnehmerrunde auch diesmal  von 
Frau Wilde vom „dojo-Team“ durchgführt.  
Inhalte : 
Alle Kurse beinhalten intensive Trainingseinheiten 
zu den Bereichen: 
Selbstbewusstsein 
Selbstbehauptung 
Nein, bzw. Halt-Stopp einüben 
Rollenspiele zu Situationen von Grenzverletzungen 
Austausch über Gewalt im Nahbereich 
Telefonkette 
 
Ratgeberveranstaltung I „Formen der Gewalt“ 
  
In dieser Auftaktveranstaltung wurde im Rahmen der Starter-Kids Veranstaltung zunächst 
über unterschiedliche Ausprägungen von Gewalt (psyc hische und körperliche Formen, Lie- 
besentzug) eingeführt. Wie immer geschah dies als E instieg durch ein Theaterstück. In der 
anschließenden Ratgeberrunde konnten viele Fragen g estellt werden und es fand ein reger 
Austausch statt. Die Teilnehmer/innen äußerten den Wunsch zu einer Folgeveranstaltung. 
 
Ratgeberveranstaltung II „Hilfen bei häuslicher Gewalt“ und „Schutz in der Familie“ 
  
Diese Veranstaltung knüpfte an die Ratgeberveransta ltung I an, es waren fast alle Teilneh- 
mer/innen der ersten Veranstaltung da.  Viele prakt ische Tipps (Telefonkette, Vertrauensper- 
son aussuchen,  Angebote des KSD vor Ort und anonym e Angebote) wurden aufgezeigt und 
festgehalten. Die Eltern hatten die Möglichkeit, si ch z.B. wichtige  Adressen der Ansprech- 
partner vor Ort und in Münster allgemein mitzunehmen. 
 
Ballettprojekt für Mädchen 
  
PRÄVENTION: Mädchen sehen- Mädchen stärken

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 129 
Ziel  ist es, in den Tanzstunden Körper, Geist und Seele anzusprechen, den Körper durch 
gezielte Übungen in Form zu bringen und sich besser bewegen zu lernen. 
Der Feinsinn der Mädchen wird entwickelt, so dass sie mit der Zeit immer höheren 
Anforderungen gewachsen sind. Kinder, die sich gut bewegen können, lernen besser. 
Außerdem werden Darstellungsvermögen, Ausdruck, Leichtigkeit (Schönheit) ver- 
mittelt. Auch der Einsatz der zunächst ungewohnten klassischen Musik kann den 
Mädchen den  Zugang zu einer ihnen bislang verschlo ssenen Kultur und Kunst öffnen und 
nachhaltig positiven Einfluss zeigen. 
Die Kinder sollen ihren Körper und sich selbst als wertvoll und kostbar wahr- 
nehmen und ein positives Körperbewusstsein vermitte ln und bewahren helfen. Dadurch, 
dass den Mädchen dieser Tanzunterricht ermöglicht w ird, erfahren sie große Wertschätzung 
und eine Akzeptanz ihrer Fähigkeiten und Bedürfnisse. 
Seit Oktober können wöchentlich 3 Kurse mit je 6 Mädchen angeboten werden. 
 
Bisherige Erfahrungen: 
Wie auch im vergangenen Jahr haben alle Beteiligten  sehr motiviert an den Kursen teilge- 
nommen.  
Aufgrund eines Vorfalles von massiver häuslicher Gewalt und Misshandlung, von denen eine 
unserer Familien unmittelbar betroffen war und  wel cher großes Aufsehen in der Presse und 
Fernsehen fand wurden zwei Ratgeberveranstaltungen zu diesem Themenkomplex angebo- 
ten. Diese Veranstaltungen wurden besonders von den Frauen sehr gut angenommen. 
In einigen  Familien herrscht Konflikt- und Gewaltp otential bis hin zu schlimmen Fällen von 
häuslicher Gewalt, deren Opfer überwiegend die Mütt er/Frauen und Kinder sind. Für einige 
Väter besteht ein Hausverbot (Fernbleiben von der W ohnung), welches meist schon nach 
sehr kurzer Zeit umgangen wird, die Kinder wachsen zum Teil in diesen Familienstrukturen 
auf. Einige Väter sitzen aktuell in Haft. 
Das Ballettprojekt stärkt und unterstützt die Mädchen in der Einrichtung s.o. 
 
Ausblick: 
Die oben aufgeführten Angebote werden für die Kinde r alle weiterhin angeboten. Angestrebt 
ist auch die Durchführung weiterer Trainings für El tern, besonders Mütter. Ebenso sind wie- 
der Ratgeberveranstaltungen in Planung.   
Eine Erzieherin der Einrichtung wird ab Anfang 2009  berufsbegleitend eine zweijährige 
Streitschlichterausbildung durchführen. Vorteil ist , dass diese Kollegin eine starke interkultu- 
relle Kompetenz und die türkische Sprache mit einbringt.  
Um die Jungen in der Einrichtung nicht aus den Augen zu verlieren, sind aktuell Kontakte mit 
einem Hip-Hop-Tanzlehrer  aufgenommen worden, hier ist geplant, ein Angebot für die 
5-6 jährigen Jungen zu schaffen.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Finanzen: 
  
Kosten 
Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 1.020 € 1.620 € bis zu 1.635 € 1.425 € 5.700 € 
Stadt 680 € 1.080 € bis zu 1.090 € 950 € 3.800 € 
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 1.700 €  2.700 € bis zu 2.725 € 2.375 € 9.500 € 
 
 
Handlungsfeld 5: Bildung 
Handlungsfeldverantwortliche: Andrea Kalk (Amt für Schule und Weiterbildung), Frank 
Philipp (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien), Dagmar Schwarte, (Gesundheits- 
amt)  
 
5.01 Wir verstehen uns“ und 5.03 Stadtteileltern 
 
 
Vorbemerkung: 
Wie bereits im ersten inhaltlichen Projektbericht z um Projektzeitraum 10/2007 bis 07/2008 
dargelegt, bestätigt sich bei einer quantifizierten  und zielorientierten Auswertung der Ein- 
druck, dass die Projekte 5.01 und 5.03 sehr stark m iteinander verzahnt sind. Dieses hängt in 
erster Linie mit den sich ergänzenden Fähigkeiten " Sprachvermögen" einerseits und "All- 
tagskompetenzen" andererseits zusammen. Beide Fähig keiten zusammen ergeben letztlich 
Kompetenzen, die in dem Handlungsfeld "Bildung" ver mittelt werden sollen. Daher werden 
die bisher getrennten Projekttitel zusammengefasst dargestellt. 
 
Ziele: 
Die Ziele in den Handlungsfeldprojekten 5.01 und 5.03 sind wie folgt beschrieben worden: 
- Stärkung der Bildungungsinfrastruktur 
- Projektteilnehmer verbessern ihr Sprachvermögen in Deutsch und ihre Alltagskompetenz 
- die Anzahl der Kinder mit Sprachförderbedarf sinkt 
- Verbesserung der Elternbeteiligung 
- Erhöhung der Anzahl aktiver Eltern in Kitas und Schulen 
- aktivierte Eltern beteiligen sich kontiniurlich

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Erläuterungen und Ergänzungen: 
Die Handlungsfeldprojekte 5.01 und 5.03 haben zusam mengefasst die Stärkung der jeweili- 
gen Handlungs- und Integrationskompetenzen der einz elnen Familiemitglieder zum Ziel. Die 
Angebote richten sich im Wesentlichen an die Eltern  der Kinder, an besonders junge Eltern 
und an Schüler.  
Sie umfassen insbesondere die Verbesserung der Spra chförderung und der Alltagskompe- 
tenz bei den Eltern wie die Unterstützung der schulischen Entwicklung bei den Schülern.  
Die Teilprojekte werden von unterschiedlichen „Projektträgern“ durchgeführt und unterschei- 
den sich insofern in einzelnen Facetten.  
Bezüglich der “Wirkungen“, der Gesamteinschätzung und der Änderungsbedarfe werden die 
Projekte daher wie folgt differenziert 
 
A) Sprachkurse für Eltern (Haus der Familie in Koop eration mit den Kindertageseinrich- 
tung und „Kinderhauser Arbeitsloseninitiative KAI“) 
 
B) Nachhilfekurse für SchülerInnen: KAI 
 
C) „Sure start“: Haus der Familie  
 
Die Wirkungen des Projektes im Jahr 2008: 
 
A) Sprachkurse für Eltern: Haus der Familie in Kooperation mit den Kitas und KAI 
 
Im Mittelpunkt der Angebote und der Arbeit mit den Eltern durch das Haus der Familie und 
den beteiligten Kitas stehen folgende Ziele: 
 
• die Gruppe der Eltern im Sinne einer ausgeglichene n und Kontinuierlichen Förde- 
rung zu stabilisieren, 
 
• Die Gruppenmitglieder in ihrem persönlichen Engage ment zu unterstützen und das 
Engagement auszuweiten, 
 
• Die soziale Vernetzung der Gruppenmitglieder, insb esondere im Stadtteil zu erhö- 
hen und 
 
• das Selbstbewusstsein jeder/s einzelnen zu vergröß ern

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 132 
Die Alphabetisierungs- und Sprachkurse für die Erwa chsenen mit Migrationsvorgeschichte 
von KAI wurden in Kooperation mit dem Haus der Fami lie im Jahr 2008 erfolgreich durchge- 
führt. Das wohnortnahe und niedrigschwellige Angebo t wurde auf die zeitlichen und intellek- 
tuellen Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt. Die Sprachförderung ist  lebenswelt- und 
alltagsbezogen und den kulturintegrierenden Erfordernissen angepasst 
Im ersten Halbjahr wurden wöchentlich 4 Kurse angeb oten, die von insgesamt 52 Teilneh- 
merInnen angenommen wurden. Da einige TeilnehmerInn en noch kleine Kinder zu versor- 
gen haben, konnte eine parallele Kinderbetreuung ei ngerichtet werden. Im zweiten Halbjahr 
2008 war das Nachmittagsangebot nicht mehr notwendi g. Im Laufe des ersten Halbjahres 
konnten einige TeilnehmerInnen in weiterführende Ku rse anderer Träger vermittelt werden. 
Aus diesem Grunde verringerten sich im zweiten Halb jahr die Teilnehmerzahl und der wö- 
chentliche Stundenumfang. 
Durch die Ausweiterung der Angebotspalette durch di e Arge und der Kurse nach dem Zu- 
wanderungsgesetz bei anderen Trägern der Weiterbild ung sind mehrere TeilnehmerInnen 
verpflichtet worden, deren Kurse zu besuchen. Wir s ind der Meinung, dass nicht für alle Teil- 
nehmerInnen dies entsprechend ihren Möglichkeiten, Fähigkeiten und ihrer familiären Situa- 
tion sinnvoll ist. Bei Teilnehmern, bei denen wir d ie entsprechenden Kompetenzen und Fä- 
higkeiten wahrnehmen, ist es unser Bestreben, sie i n diese Kurse zu vermitteln. Dies ist 
auch erfolgreich geschehen!  
 
B) Nachhilfekurse für SchülerInnen: KAI  
Im ersten Halbjahr 2008 haben insgesamt 65 SchülerI nnen mit Migrationsvorgeschichte von 
72 LehrerInnen gezielte Einzelnachhilfe und Lernhil fe erhalten. Im 2. Halbjahr waren es be- 
reits 103 SchülerInnen, die gefördert wurden. Das P rojekt entwickelt sich sehr gut und die 
SchülerInnen und LehrerInnen sind hochmotiviert. Di e Zusammenarbeit mit den Schulen, 
sozialen Einrichtungen und Institutionen und der Bi ldungsberatung international, um nur eini- 
ge hervorzuheben, ist sehr gut und ist intensiviert  worden. Die SchülerInnen erhalten 
schwerpunktmäßig in dem Fach Deutsch aber auch in a llen anderen sprachrelevanten Fä- 
chern gezielte Nachhilfe oder Lernhilfen. 
 Das Lernverhalten, die Konzentration, Verlässlich- 
keit und die Eigenverantwortung haben sich verbessert.  
 
C) „Sure start“  
Im Mittelpunkt steht die kontinuierliche Förderung von Babys und Kleinkindern von bildungs- 
und wirtschaftlich benachteiligten Eltern.  Die Förderung erfolgt mittels eines präventiven 
Programms zur Stärkung der Mütter und der Mutter-Kind-Beziehung. Mütter werden in ihrer 
Erziehungskompetenz positiv unterstützt. „Sure start“ leistet einen Beitrag dazu, dass Zu- 
sammenleben in der Familie gelingt, so dass auch Kinder aus bildungsschwachen und sozial 
benachteiligten Familien die ihnen zustehenden Lern- und Entwicklungschancen erhalten.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Gesamteinschätzung zur Projektumsetzung:  
A) Sprachkurse für Eltern: Haus der Familie in Kooperation mit den Kitas und KAI  
Es sind in vielfacher Hinsicht die angestrebten Ziele und insbesondere der angestrebte Zu- 
wachs an Sprach- und Alltagskompetenzen erreicht worden. Dieses macht sich vor allem 
fest an folgenden Merkmalen:  
• Vergrößerung des Wortschatzes in Wort und Schrift,  
 
• Fortschritte im Bereich der Grammatik, 
 
• Beschäftigung mit familienrelevanten Themen und da rauf basierender Wissenser- 
weiterung sowie 
 
• der Alltagsgestaltung 
 
Differenziert nach den sich entwickelten Teilprojekten lässt die Einschätzung wie folgt diffe- 
renzieren: 
 
Mütter lernen - Kinder profitieren 
 
In allen drei Einrichtungen (Kita Killingstraße, Kita Im Moorhock, Kita Brüningheide) hat sich 
eine sehr intensive Arbeit entwickelt. Die Teilnehmerinnen zeigen hohes Engagement, das 
Selbstbewusstsein der Mütter wurde gestärkt. In kleinen Schritten kann der Alltag in der 
deutschen Sprache gestaltet werden (Tagesabläufe, Ereignisse und die Elternarbeit der Ki- 
tas werden verstanden). Kontakte zwischen den Müttern und den Erzieherinnen wurden 
entwickelt bzw. konnten intensiviert werden. Die Entwicklung einer Erziehungspartnerschaft 
ist auf einem guten Weg. 
 
Väter lernen - Kinder profitieren 
 
Es ist sehr schwierig, Väter für freiwillige Sprachkurse zu gewinnen. Durch einen großen 
Werbeaufwand mit persönlicher Ansprache und Handzetteln in vielen Sprachen konnten 
Väter für dieses Projekt begeistert werden. Drei Männer nehmen regelmäßig am Kurs teil, 
arbeiten erfolgreich und systematisch miteinander. Ziel ist, den Kurs zu vergrößern und wei- 
ter zu stabilisieren. 
 
Russlanddeutsche Frauen gestalten Zukunft 
 
Russlanddeutsche Frauen aus Kinderhaus treffen sich  einmal wöchentlich für 3 Unterrichts- 
stunden mit dem Ziel, die deutsche Sprache zu train ieren, das Familienleben in Deutschland 
zu stärken, soziale Vernetzung zu erreichen / zu in tensivieren, kleine Projekte durchzufüh- 
ren, und selbst bewusster zu leben. 
Die Kursleiterin ist ebenfalls eine russlanddeutsch e Frau und kennt daher Chancen und 
Schwierigkeiten in Deutschland aus Sicht dieser Frauen.

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 134 
Die Gruppe befindet sich zurzeit im Aufbau. Einige Frauen treffen sich inzwischen regelmä- 
ßig, zwischen ihnen hat die Kennenlernphase und ers te Kontaktaufnahme stattgefunden, 
ebenso wie Erwartungsklärung und erstes gemeinsames Tun. 
Erfahrungsgemäß dauert der Aufbau einer Gruppe mit Migrationserfahrung lange, daher 
kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend ei ngeschätzt werden, wie diese Bil- 
dungsveranstaltung sich weiter entwickelt. 
 
Gespräche am runden Tisch – Migrantinnen gestalten Zukunft 
 
Diese Veranstaltungen wurden in der Kita Brüninghei de mit dem Ziel initiiert, Frauen mit 
Migrationsvorgeschichte/Zuwanderungsgeschichte durc h die Erarbeitung familienrelevanter 
Themen in der deutschen Sprache zu trainieren und i hnen zu ermöglichen, soziale Kontakte 
aufzubauen. 
Trotz mehrfacher Änderung der Konzeption konnten ni cht ausreichend Frauen motiviert wer- 
den, an diesen Treffen teilzunehmen. Nach entsprech ender Reflexion mit der Kita-Leitung 
und der Kursleiterin wurde dieses Angebot eingestellt. 
Gegebenenfalls gibt es nach einer Pause neue Chancen mit einer neuen Kursleiterin. 
 
Sprachkurse in Verbindung mit KAI 
 
Mit der Projektumsetzung besteht eine hohe Zufriede nheit. Insbesondere die schwächeren 
TeilnehmerInnen sind hochmotiviert, sehr zuverlässi g und verbessern ihre Alltagskompeten- 
zen. Es ist leider aufgrund der Ausgangssituation e inzelner Teilnehmerinnen so, dass sie es 
sehr schwer haben, die Schriftsprache zu erlernen. Sie haben z.T. nie eine Schule besucht, 
haben große Familien, große häusliche Belastungen u nd müssen sehr mühsam einzelne 
Buchstaben erlernen. Sie benötigen längere Zeit, um  einzelne Wörter zu lesen oder zu 
schreiben. Es ist wichtig, dass sie sich besser spr achlich zurechtfinden und Selbstvertrauen 
gewinnen. Die Kurszeiten müssen den Möglichkeiten d er TeilnehmerInnen unbedingt ent- 
sprechen. Dies berücksichtigen wir  bei der Projekt umsetzung. Konzeptionell wird immer 
wieder neu angepasst und auf die Bedürfnisse der Te ilnehmerInnen ausgerichtet. Der ganz- 
heitliche und umfassende Ansatz der Sprachförderung  wird hier, wie vor beschrieben, umge- 
setzt. 
 
B) Nachhilfekurse für SchülerInnen: KAI 
 
Mit der Projektumsetzung besteht eine große Zufried enheit. Die hohe Nachfrage der Schüle- 
rInnen, gezielte Anfragen einzelner Lehrkräfte alle r Schulen und der sozialen Beratungsstel- 
len sind ein Indiz hierfür.  
Insgesamt kann gesagt werden, dass sich nicht nur d as Arbeitsverhalten der SchülerInnen 
verbessert hat (Stichwort: Kopfnoten), sondern sich  die Noten entweder stabilisiert oder ver- 
bessert haben.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 135 
Die Nachhilfelehrer profitieren ebenfalls von dem P rojekt. Neben ehrenamtlichen Nachhilfe- 
lehrern erteilen auch viele ältere Schüler des Gymn asiums oder der Realschule Nachhilfe. 
Sie lernen neue Kulturen kennen, Vorurteile werden abgebaut, Selbständigkeit wird trainiert, 
Verantwortung übernommen und sie können für ihr soz iales Engagement eine Bescheini- 
gung erhalten, die wiederum hilfreich bei Bewerbungen ist. 
Durch die Aufnahme- und Erstgespräche mit den Schül erInnen und den Eltern werden die 
Eltern mitbeteiligt. Im Gespräch wird darauf hingew iesen, wie wichtig das Erlernen der deut- 
schen Sprache ist, wie ein gutes Lernklima auch bei beengten Wohnverhältnissen hergestellt 
werden kann, welche Bedeutung welche Noten, auch di e Kopfnoten, haben und wie sie sich 
beteiligen können. 
Ganz wichtig für das Projekt ist die begleitende fa chliche soziale Beratung von KAI e.V. so- 
wohl für die SchülerInnen, NachhilfelehrerInnen und die Eltern. 
 
Es bestehen ein hoher zeitlicher und fachlicher Org anisationsbedarf und die Erforderlichkeit, 
neue Nachhilfelehrer zu suchen. Dafür war es notwen dig, eine Teilzeitkraft ergänzend für 
dieses Projekt einzustellen.  
Das Projekt stößt mittlerweile in den Räumen in der  Josef-Beckmann-Str. 5 bei KAI e.V. an 
die Grenzen der Raumkapazitäten; diese gilt auch für die Einzelnachhilfe  
Hausbesuche zur Erfassung und Berücksichtigung des Umfeldes spielen künftig eine wichti- 
ge Rolle. 
 
C) „Sure start“ 
 
Das Projekt gestaltet sich zurzeit sehr erfolgreich . Die Zahl der TeilnehmerInnen konnte sta- 
bilisiert werden (von anfänglich 2 Müttern mit ihre n Kindern wuchs die Zahl auf jetzt 12 re- 
gelmäßig teilnehmende Frauen mit insgesamt 17 Kinde rn). Unter den Teilnehmerinnen ent- 
wickelt sich soziale Vernetzung, was z.B. an gemein same Unternehmungen deutlich wird. 
Einzelgespräche mit der Kursleitung trainieren die Sprachfähigkeit der Mütter. Videogestütz- 
te Kursphasen machen die Interaktion zwischen den M üttern und ihren Kindern deutlich und 
helfen bei der Erarbeitung eines sicheren täglichen  Umgangs mit Säuglingen bzw. Kleinkin- 
dern. 
Änderungsbedarf für die Projektumsetzung in 2009 
 
Rückmeldung hierzu von KAI:  
 A) Sprachkurse  
Die Ziele werden sich zunächst nicht verändern. Die  Anpassung erfolgt, wie oben beschrie- 
ben. Es ist geplant, mit den TeilnehmerInnen Exkurs ionen zu unternehmen, um ihnen den 
Stadtteil, die Stadt und die Umgebung mit den für s ie wichtigen Einrichtungen und Institutio-

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 136 
nen näher zu bringen. Ein Austausch der einzelnen P rojektträger „5.01 Wir verstehen uns“ 
untereinander ist wichtig. 
 
B) Nachhilfekurse für SchülerInnen  
Die Ziele werden sich zunächst nicht verändern. Ang estrebt sind verstärkt Hausbesuche 
oder noch verbesserte Kontakte zu den Klassenlehrer n, hier stoßen wir aber mit unseren 
Ressourcen an unsere Grenzen. Um die Elternbeteilig ung noch zu verstärken, sind gemein- 
same Aktivitäten sehr wichtig. Exkursionen mit Schü lerInnen, NachhilfelehrerInnen und El- 
tern wären wünschenswert. Hier werden zusätzliche f inanzielle und personelle Ressourcen 
benötigt. 
 
Finanzen: 5.01 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf.  
insgesamt 
Land / Bund 18.000 €    43.353,60 € bis zu 42.529,20 €  35.557,20 € 139.440 € 
Stadt 12.000 €  28.904,40 € bis zu 28.352,80 € 23.704,80 € 92.960 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 30.000 €  72.256,00 € bis zu 70.882,00 € 59.262,00 € 232.400 € 
 
Finanzen: 5.03 
 
Kosten 
Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 3.000 €  7.518,60 € bis zu 7.290 € 6.095 € 23.903,60 € 
Stadt 2.000 €  5.012,40 € bis zu 4.860 € 4.064 € 15.936,40 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 5.000 €  12.531,00 € bis zu 12.150 € 10.159 € 39.840 €

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 137 
5.02 Elternkompetenz stärken   
 
Die Uppenbergschule ist seit dem Schuljahr 2006/07 Verbundschule mit den Förderschwer- 
punkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung.  
Zum Einzugsbereich der  Schule zählt der gesamte No rden der Stadt, insbesondere die 
Stadtteile Kinderhaus und Coerde, soziale Brennpunk te mit einem erhöhten Anteil an Zu- 
wanderer– und Migrantenfamilien. 
Über 50% der Schülerinnen und Schüler haben einen M igrationshintergrund (überwiegend 
sind es Roma aus dem ehemaligen jugoslawischen Koso vo), 10% stammen aus deutschen 
Sinti- und Schaustellerfamilien.  
Fast 40% der Schülerinnen und Schüler sind islamischen Glaubens.  
Zwischen 70% und 80% der Eltern erhalten Sozialleis tungen nach ALG II oder anderen ge- 
setzlichen Grundlagen. 
 
Als Ursachen des Schulabsentismus und Schulverweige rung an der Uppenbergschule wer- 
den überwiegend milieu- und kulturell bedingte Faktoren in der Familie erkannt:  
- Gleichgültigkeit bis negative Einstellungen der El tern zur Schule 
- bildungsferne Familien (viele Eltern beherrschen n icht das Lesen und Schreiben) 
- Übernahmen von Familienpflichten (Hilfe im elterli chen Haushalt, Aufpassen auf Ge- 
schwister, dolmetschen) 
- Vorrang der Familie und eigenen Kultur vor Schule  
- Negative Vorbildfunktionen von Geschwistern und El tern 
- Alleinerziehende Elternteile mit einer hohen Kinde ranzahl 
- Erziehungsschwach bzw. überfordert, indem z.B. Ver meidungsverhalten toleriert oder 
sogar unterstützt wird (psychosomatische Erscheinungsformen) 
 
Mit dem Hintergrund der oben beschriebenen Ausführu ngen zu der Schülerschaft und den 
daraus resultierenden Problemstellungen, waren für das Projekt in 2008 drei Ziele von zent- 
raler Bedeutung: 
 
1. Der kontinuierliche Schulbesuch soll zunehmen  
2. Intensivierung der Elternarbeit 
3. Intensivierung der Vernetzung und Kooperation mi t Institutionen im Stadtteil 
 
Schulinterne Aktivitäten: 
  
-    Hausbesuche im Rahmen der aufsuchenden Elternarbeit 
- Projektarbeit: fortlaufender einmal wöchentlich st attfindender Kletterkurs in der Klet- 
terhalle „High Hill“ (6 Wochen eine Gruppe). Läuft über das WUDDI im Rahmen „So- 
ziale Stadt“ 
- Leitung der wöchentlich stattfindenden Kinderkonfe renz in der Primarstufe (seit Okto- 
ber 2008) 
- Pausenaktionen (zweimal wöchentlich) 
- Koordinierung von Integrationshelfern in Zusammena rbeit mit der Lebenshilfe Müns- 
ter e.V.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 138 
- Mithilfe bei der Installation einer Psychomotorikg ruppe in der Primarstufe 
- Eltern und Schülergespräche  
- Lehrerberatungsgespräche 
- Unterrichtsbegleitungen bei Schülerinnen und Schül ern, welche aktiv den Unterricht 
verweigern oder welche durch längeres Fehlen Hilfe bei der Reintegration in den 
Klassenverband benötigen  
- Projektplanung für Anfang 2009 startende Projekte:  Tanzprojekt in Kooperation mit 
Kaktus Münster e.V., Kooperationsprojekt mit der Polizei 
- Teilnahme an Klassen-, Stufen- und Trainingsraumko nferenzen 
- Einrichtung von weiteren Ganztagsplätzen und ggf. Regelung der Kostenübernahme 
- Wöchentliche Teilnahme am Stufen- Team 
- Teilnahme an Konferenzen 
- Mitorganisation des Elterncafes (einmal jährlich) 
- Mitorganisation des Spiel- und Sportfestes (einmal  jährlich) 
- Mitorganisation der Projektwoche (einmal im Jahr) 
- Teilnahme am Elternsprechtag 
- Teilnahme an wöchentlich stattfindenden Förderplan stunden 
- Teilnahme an E- Gruppengespräche 
- Tätigkeit in der Fahrradwerkstatt mit einzelnen Sc hülern  
                                                                            
Schulübergreifende Aktivitäten:   
- Teilnahme an Arbeitskreisen (AK- Kinderhaus/AK- Co erde) 
- Teilnahme an  3 Fachtagungen zum Thema Schulverwei gerung 
- Kooperation mit dem KSD 
- Organisieren von Dolmetschern 
 
Kontakt zu: 
- Ärzten und Arztbegleitungen  
- Praxis für Ergotherapie 
- Kinder- und Jugendpsychiatrie 
-    Sportvereinen    
-    Gesundheitsamt 
-    Schulamt 
-    Sozialamt 
-    Schulen im Stadtteil 
 
Kontakte zu weiteren sozialen Einrichtungen:  
- Beratungsstellen im Stadtbezirk, Caritas, AWO, Schulpsychologische BS, Fachbera-   
tungsstelle für  Schulverweigerung,  
      - Lebenshilfe Münster e.V. 
      - WUDDI 
      - Stadtteilbüro Coerde 
      - Kindertageseinrichtungen 
      - Heilpädagogischer Hort

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 139 
      - HTG 
- Verein für Mototherapie und  
         Psychomotorische Entwicklungsförderungen e.V. 
      - Mädchenkrisenhaus „Mia“ 
      - Kinderheime 
      - Begegnungszentrum Sprickmannplatz 
      - Kaktus Münster e.V. 
                                                                                                                                                                  
Wirkungen des Projektes in Bezug auf die gesetzten Ziele:  
                                                                 
Ziel 1: Kontinuierlicher Schulbesuch soll zunehmen 
Im Vergleich der Schuljahre 06/07 und 07/08 2. Halb jahr (Daten von 08/09 stehen für die 
Auswertung aufgrund des noch laufenden Schuljahres noch nicht zur Verfügung), ist bei den 
Fehltagen der Schülerschaft ein Rückgang von 275 un d bei den unentschuldigten Fehltagen 
ein Rückgang von 239 zu verzeichnen.  
Anhand der erhobenen Daten kristallisiert sich ein Kern von gut 20% der Schülerschaft her- 
aus, welcher kontinuierliche, intensive Beratung, U nterstützung und Betreuung in Anspruch 
genommen hat und auch weiterhin benötigen wird. 
Die Hälfte dieser Gruppe hat Schwierigkeiten mit de m regelmäßigen Schulbesuch (durch- 
schnittlich zwischen 10 und 50 Fehltagen im Halbjah r), wobei hier mehr männliche als weib- 
liche Schüler verzeichnet werden konnten. 
Bei der anderen Hälfte der betreuten Schüler stande n schulische Verhaltensauffälligkeiten, 
Probleme mit Mitschülern und familiäre Probleme im Vordergrund. 
 
Ziel 2: Intensivierung der Elternarbeit  
Die Höhe der 2008 durchgeführten Hausbesuche im Rah men der aufsuchenden Elternarbeit 
(insgesamt 235, verteilt auf 37 Familien) macht die Intensität der Betreuung deutlich.  
Hausbesuche wurden unter anderem durchgeführt, wenn Schüler morgens nicht in der Schu- 
le erschienen und keine telefonische Abmeldung von Eltern vorlag, keine Resonanz auf El- 
ternbriefe erfolgte und telefonisch keiner zu erreichen war.  
Die kaum bis nicht vorhandene telefonische Erreichb arkeit und der hohe Prozentsatz der 
Eltern von Analphabeten (woraufhin Briefe nicht gel esen werden können), gestaltet sich bei 
der Elternschaft als problematisch. 
Hinzu kommen unüberwindbare Hemmschwellen und Ängst e, sowie persönliche Probleme, 
die ein Erscheinen oder telefonischen Kontakt zur Schule verhindern oder erschweren. 
Neben der aufsuchenden Elternarbeit waren Elternkon takte im Rahmen von Einzel- oder 
Fachgesprächen wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 140 
Unter anderen standen folgende Themen im Vordergrund:  
- Schulische Probleme (Unpünktlichkeit, unentschuldi gtes Fehlen, Schulverweigerung, 
Tätliche Auseinandersetzungen mit Mitschülern, Schwierigkeiten mit Lehrern) 
- Möglichkeiten der Ganztagsbetreuung in der Schule und anderen sozialen Einrich- 
tungen 
- Familiäre Probleme (z.B. Scheidung, Überforderung… ) 
- Gespräche mit KSD 
- Weiterer schulischer Förderbedarf  
- Sinnvolle Freizeitgestaltung 
Weitere Kontakte wurden durch das Elterncafe, Veran staltungen, Elternsprechtage und 
Schulhofkontakte geknüpft. 
 
Ziel 3: Intensivierung der Vernetzung und Kooperation mit Institutionen im Stadtteil 
 
Anhand der quantitativ erfassten Daten für 2008 wir d ersichtlich, dass Kontakte zu fast 30 
verschiedenen Institutionen im Stadtbezirk bestanden und bestehen.  
Ist die Quantität der Daten auch kein Beleg für Eff ektivität, so spiegeln diese die Komplexität 
der Problemlagen vieler Familien an der Uppenbergschule wieder.  
 
Gesamteinschätzung der Projektumsetzung: 
Insgesamt wurde das Projekt gut angenommen. Mit vie len Schülerinnen und Schülern konn- 
te ein konstruktiver und guter Kontakt aufgebaut werden. 
Die enge Zusammenarbeit und hohe Resonanz von Seite n des Kollegiums ermöglichte eine 
effektive Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern,  die zum Teil eine sehr engmaschige 
Begleitung benötigten. 
Insgesamt wird die Projektarbeit von dem Kollegium als sehr unterstützend, entlastend und 
bereichernd empfunden: „Manchmal bist du für uns wie ein rettender Engel“  
„Wir sind froh, dass wir dich haben“ 
 
Waren es zum Ende des Jahres 2007 12 Familien mit d enen eine enge Zusammenarbeit 
erfolgte, so hat sich die Zahl Ende 2008 auf 40 Fam ilien (unter den 45 erfassten Schülern 
befinden sich 5 Geschwisterpaare), ausgeweitet. Mei stens kommen bei den Schülerinnen 
und Schülern viele Probleme zusammen, welche sich l etztendlich durch Schulversäumnisse 
oder anderen Verhaltensauffälligkeiten in der Schul e bemerkbar machen. Nur mit Hilfe einer 
engen Zusammenarbeit innerhalb der Schule und regel mäßigem Austausch mit außerschuli- 
schen Institutionen können langfristige Veränderung en und brauchbare Lösungen gefunden 
werden.  
 
Familienstrukturen und Verhaltensweisen von Schüler innen und Schülern in Bezug auf 
Schulabsentismus lassen sich nicht leicht durchbrec hen und verändern. Es benötigt ein ho- 
hes Maß an Empathie, Vertrauensaufbau und Geduld, d a es sich um Veränderungsprozesse

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 141 
handelt, welche nur systemisch betrachtet werden kö nnen und dementsprechend langwierig 
sind.  
 
Bringt man die Höhe der Hausbesuche (im Durchschnit t 1,4 pro Tag) in Zusammenhang mit 
dem Rückgang der Fehlzeiten, macht eine enge und ze itintensive Betreuung und Begleitung 
durchaus Sinn und zeigt Erfolge. Bei den regelmäßig  laufenden Aktionen wie der Kinderkon- 
ferenz, Pausenaktionen, sowie dem Kletterkurs, steh t der präventive Charakter im Vorder- 
grund, ermöglicht eine Begegnung auf unterschiedlic hen Ebenen und dient der Förderung 
des Beziehungsaufbaus.  
Bei der gesamten Elternarbeit  ist und bleibt die E inbeziehung der Eltern in das Schulge- 
schehen sowie die Förderung der Eigenverantwortung als Eltern wichtiger Bestandteil.  
 
Zitate von Schülern: 
  
„Mir gefällt die Kinderkonferenz gut!“    
„Wenn ich Probleme habe, kann ich jederzeit zu Frau Blümel gehen!“   
 
Zitate von Eltern: 
  
„Mit Frau Blümel`s Hilfe kommt unser Sohn wieder regelmäßiger zur Schule“ 
„Seitdem unser Sohn eine Schulbegleiterin hat, läuft es in der Schule viel besser“  
Änderungsbedarf  für die Projektumsetzung in 2009: 
 
Das Projekt ist auf einem guten Weg und die Zielformulierungen behalten auch in 2009 ihre 
Gültigkeit. Bei einer, gerade im Hinblick auf die Thematik des Projektes noch sehr kurzen 
Laufzeit, sind die Tendenzen als durchaus positiv zu bewerten. Es sind weitere Projekte an 
der Schule in Planung, bei denen sehr stark die Wünsche und Ideen der Schülerinnen und 
Schüler mit einfließen werden. Eine aktive Gestaltung des Schullebens soll die Identifikation 
mit der Schule fördern und damit auch Schulversäumnissen vorbeugen.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 142 
Erfassungsbogen (1) 2008  
Fehlzeiten – Vergleichsdaten ( 
Daten sind der Schulstatistik entnommen)  
 
 
Schuljahr 06/07 
2. Halbjahr 
Schuljahr 07/08 
2. Halbjahr 
Schüler insgesamt  236 217 
Fehltage insgesamt  2.835 2.560 
unentschuldigte Fehltag insgesamt  1.325 1.086 
Schüler, die bis zu 10 Fehltage  im Halbjahr haben  94 101 
Schüler, die bis zu 20 Fehltage  im Halbjahr haben 52 47 
Schüler, die bis zu 30 Fehltage  im Halbjahr haben 25 20 
Schüler, die bis zu 40 Fehltage  im Halbjahr haben 15 11 
Schüler, die über 40 Fehltage  haben 11 12 
Schüler, die bis zu 5 unentschuldigte  Fehltage im Halbjahr haben 65 56 
Schüler, die bis zu 10 unentschuldigte  Fehltage im Halbjahr haben 
 
35 31 
Schüler, die bis zu 20 unentschuldigte  Fehltage im Halbjahr haben 27 19 
Schüler, die bis zu 30 unentschuldigte  Fehltage im Halbjahr haben 6 10 
Schüler, die über 30 unentschuldigte  Fehltage im Halbjahr haben 7 6 
 
Anmerkungen:  
Schuljahr 2006/2007: 25 Schüler haben 0 Fehltage; 72 Schüler haben 0 unentschuldigte 
Fehltage. 
 
Von 14 Schülern konnte keine Auswertung erfolgen. G ründe hierfür sind unter anderem: 
Schulwechsel während des laufenden Schuljahres wege n Wechsel zur Hauptschule oder 
Umzug, sowie fehlende Zeugnisse aufgrund zu hoher Fehlzeiten.  
Schuljahr 2007/2008: 16 Schüler haben 0 Fehltage; 83 Schüler haben 0 unentschuldigte 
Fehltage; bei 12 Schülern konnte keine Auswertung erfolgen.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 143 
Erfassungsbogen (2) 2008:  
Fehlzeiten der betreuten Schüler  
 Zeitraum: 
Januar- Dezember 2008 
 
 
Betreute Schüler  insgesamt 45  
 
davon 24 (w) und 21 (m)  
Schüler, bei welchen Kontakt wegen 
unregelmäßigem Schulbesuch besteht  
23  davon 9 (w) und 14 (m)  
 
Fehltage  der betreuten Schüler insge- 
samt  
460  zwischen 2 und 50 Fehlta- 
ge  
unentschuldigte Fehltage der betreu- 
ten Schüler insgesamt 
191 zwischen 2 und 25 unent- 
schuldigte Fehltage  
 
Erfassungsbogen (3) 2008:  
Elternkontakte, Hausbesuche, Gespräche in der Schule  
 
 Zeitraum:  
Januar- Dezember 2008 
 
Betreute Schüler insgesamt 
 
45 
 
darunter 5 Geschwister- 
paare 
Betreute Familien insgesamt 40 
 
 
Schüler bei denen Hausbesuche  
durchgeführt wurden  
37  
Hausbesuche insgesamt 
 
235  
Anzahl der Elterngespräche  in der 
Schule   
123  
Anzahl der Schülergespräche  
 
185  
Anzahl der Lehrerberatungsgesprä- 
che  
286

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 144 
Erfassungsbogen (4) 2008 
Kontakt KSD, Kontakte zu anderen sozialen Einrichtungen im Stadtbezirk 
Zeitraum: Januar- Dezember 2008 Anzahl der Kontakte 
Schüler, bei welchen Kontakt zum KSD hergestellt wurde  19 (von den 45 betreuten Schülern) 
Kontakte zum KSD insgesamt  153 
Kontakte zu Beratungsstellen im Stadtbezirk insgesamt  48 
AWO 20 
Caritas 7 
Stadtteilbüro Coerde 8 
Schulpsychologische BS 8 
BS für Schulverweigerung 5 
Kontakt zu weiteren sozialen Einrichtungen insgesamt 138 
Lebenshilfe Münster e.V. 23 
Kinderheime 8 
Heilpäd. Horte 7 
WUDDI 7 
FEEZ 5 
Kindertageseinrichtungen 4 
HTG 3 
Begegnungszentrum Sprickmannplatz 3 
Mädchenkrisenhaus 6 
Kaktus Münster e.V. 5 
Sprachlos e.V. (wg. Dolmetscher) 5 
Sportvereine 3 
Kontakte zu Ärzten insgesamt 10 
davon Arztbegleitungen 6 
KJP 6 
Praxis für Egotherapie 4 
Verein f. Mototherapie, psychomotor. Entwicklungsförderung 3 
Grund- und weiterführende Schulen 7

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 145 
Schulamt 4 
Gesundheitsamt 7 
Sozialamt 6 
Polizei 6 
Wirkungen des Projektes in der Grundschule Kinderhaus-West: 
 
Die quantitativen Ergebnisse der Einzelarbeit mit/b etreffs eines Schülers/in verdeutlichen, 
wie umfangreich/vielfältig die Aufgabenbereiche des  Schulsozialarbeiters sind.  
Zu Beginn meiner Tätigkeit habe ich vermehrt die Sc hüler aufgesucht, die durch wiederholte 
Verspätungen/ Abwesenheit auffielen. Die häufigen /  engen Kontakte zu den Eltern, verbun- 
den mit dem Angebot in der Schule vor dem Unterrich t im Früz ein Frühstück einnehmen zu 
können, haben dazu geführt, dass Schulabsentismus b ereits nach kurzer Zeit kein Thema 
mehr an der Schule war.  
 
Die begleitende Elternarbeit in Beratungsgesprächen  ermöglicht eine umfassende Informati- 
on/ Vermittlung zu den anderen sozialen Einrichtung en im Stadtviertel. (vernetzende Tätig- 
keit) 
Regelmäßige Schulveranstaltungen mit Eltern ermögli chen eine Intensivierung dieser Bezie- 
hungsarbeit. 
Die gewaltpräventiven Projekte (HALT- STOPP- Progra mm, Schülerparlament, Ringen-
Rangeln-Raufen, Heldenschule, Spiel-Pausen Projekt u.v.m.) zeigen ihre deutliche positive 
Wirkung im Schulalltag und  sind somit ein fester B estandteil des Schulgeschehens gewor- 
den. 
 
Gesamteinschätzung zur Projektumsetzung:  
 
Grundsätzlich werden wir die Arbeit wie oben beschrieben fortsetzen. 
Dabei wird die Prävention durch Elternarbeit zukünftig ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein, 
ein Aufgabenbereich, der eine Herausforderung darstellt. In Projektarbeiten mit Kindern und 
Eltern soll diese Arbeit intensiviert werden. Die Schule soll für die Eltern ein Ort sein, den sie 
aktiv mit gestalten können. 
 
Änderungsbedarf:  
 
Der Schulabsentismus ist an unserer Schule kaum mehr ein Thema, welches wir schwer- 
punktmäßig verfolgen müssen.  
 
Vielmehr werden die präventive Arbeit, mit Schüleri nnen/Schülern und Eltern und die Inten-

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 146 
sivierung der Einbindung der Schule in das Netzwerk  des Stadtteils im Vordergrund stehen. 
Diese Arbeit soll in 2009 optimiert werden. 
 
Finanzen:  
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf.  
insgesamt 
Land / Bund 8.896,20 €  41.865,60 € bis zu 43.895,10 €  42.095,10 € 136.752 € 
Stadt 5.930,80 €   27.910,40 € bis zu 29.263,40 €  28.063,40 € 91.168 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 €  0 € 0 € 0 € 
Summen 14.827,00 €   69.776,00  € bis zu 73.158,50 €  70.158,50 € 227.920 € 
 
 
5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus 
 
 
Im Projekt wurden folgende Ziele gesetzt:  
5.c.1 Die Zahl der Frauen in Hebammenbetreuung steigt.  
5.c.2 Die Zahl der Kinder, die alle Vorsorgeuntersuchungen absolviert haben, steigt an.  
5.c.3 Der Anteil schulfähiger Kinder in den Einschulungsuntersuchungen steigt an.  
5.c.4 Die Fertigkeiten der Eltern mit geringem Einkommen, eine gesunde Lebensweise   
         ihrer  Kinder zu fördern, nimmt zu. 
 
In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 wurden die Aktivitäten entlang der vereinbar- 
ten Indikatoren erfasst. Die Auswertung der Ergebni sse der Schuleingangsuntersuchungen 
ist leider zum Termin der Berichterstellung noch ni cht möglich, da der zuständige Kinderarzt 
des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes längerfri stig erkrankt ist und die Untersuchun- 
gen für das nächste Schuljahr noch laufen. Aufgrund  der Kürze der Laufzeit des Projektes 
sind aber auch noch keine Ergebnisse zu erwarten. D ie Dokumentation der Hebammen- 
sprechstunden erfolgte ab 06.08.   
 
Die Wirkungen des Projektes im Jahr 2008: 
Während der Hebammensprechstunden in den Kitas wurd en durchschnittlich zwischen zwei 
und fünf Frauen erreicht. Hauptthemen waren Ernähru ng, Verhütung und Erziehung, aber 
auch Gewalt in der Familie und andere Probleme wurd en angesprochen. Das Interesse an 
weiterer Beratung war groß. In vielen Fällen wurden  Hausbesuche vereinbart. Die Sprech- 
stunden wurden sogar von Frauen aufgesucht, die kei ne eigenen Kinder in der Einrichtung

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 147 
hatten. Die erhoffte Mund-zu-Mund-Propaganda hat al so funktioniert. Zwischen den He- 
bammen und den Erzieherinnen entstand ein intensive r Kontakt. Die Erzieherinnen möchten 
dieses Angebot als Baustein ihrer Arbeit nicht mehr  missen. Die Hebammen geben an, dass 
sie vermehrt Frauen betreuen können, die früher nie  Hebammenhilfe in Anspruch genom- 
men haben.  
Die Kitas nahmen am Projekt der BZgA „Ich geh zur U  und du?“ teil. Das Interesse bei Kin- 
dern und Eltern war groß. Vorsorgeuntersuchungen wa ren so über einen längeren Zeitraum 
ständiges Thema.  
Die Kochkurse für Mütter in einer Kindertagesstätte  laufen gut. Die Mütter, die vorher kaum 
gekocht oder gebacken haben, sind begeistert, was m an mit geringen finanziellen Mitteln 
selbst produzieren kann. Die Kinder geben die Rückm eldung, dass das Erlernte auch zu 
Hause weiter umgesetzt wird. Damit wird hier auch das Ziel 5.c.4 erreicht.  
Im Rahmen des bundesweiten Projektes MIMI wurden au ch in Münster in den vergangenen 
Jahren Migrant/innen zu Gesundheitsthemen geschult.  Im November und Dezember wurden 
in Kinderhaus fünf Veranstaltungen durch die Mimis zu unterschiedlichen Themen durchge- 
führt. Dabei wurden durchschnittlich 15 Teilnehmer gezählt. Themen waren: Vorsorgeunter- 
suchungen für Kinder, Umgang mit Medikamenten, Ernä hrung, Zahnprophylaxe und Impfun- 
gen.  
Im Rahmen der Sprachkurse in den Einrichtungen wurd en Informationen zum Thema Ge- 
sundheit durch eine Ärztin des Gesundheitsamtes  ve rmittelt. Diese Art der aufsuchenden 
Gesundheitshilfe erweist sich als sehr effektiv. Di e Teilnehmer sind sehr am Thema Ge- 
sundheit interessiert. Da fast alle einen persönlic hen Hilfebedarf haben, können direkt vor 
Ort Hilfen vermittelt und Arztbesuche vereinbart we rden. Deshalb ist im laufenden Jahr ein 
solches Angebot in allen Sprachkursen geplant. 
 
Gesamteinschätzung zur Projektumsetzung: 
Insgesamt kann das Projekt bislang positiv bewertet  werden. Mit den Hebammensprech- 
stunden wurde das Thema Gesundheit noch intensiver in den Alltag der Kitas integriert. Da 
hier Vertrauen eine wichtige Rolle spielt, musste m an in der Anfangsphase viel Geduld auf- 
bringen. Mittlerweile sind die Hebammen in ihrer Ki ta aber fest eingebunden und werden im 
Stadtteil geschätzt. Sie berichten selbst, dass ver mehrt Frauen über Empfehlungen von an- 
deren Frauen zu ihnen kommen. Dieser Trend wird sic h sicher im nächsten Jahr noch deutli- 
cher zeigen. Die Unterstützung der Hebammen durch d ie Mitarbeiterinnen der Kitas ist we- 
sentlich. In einer Kita mussten die Sprechstunden e ingestellt werden, weil das Team der Kita 
nicht hinter dem Projekt stand. 
Auch in diesem Jahr sollen Kurse und Informationsan gebote in den Einrichtungen an bereits 
bestehende Angebote wie Sprachkurse angebunden werd en. Dadurch wird das Thema Ge- 
sundheit als Querschnittsthema für alle präsent.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Änderungsbedarf für die Projektumsetzung in 2009: 
 
Die Hebammensprechstunden werden so weitergeführt. Auch die Fortführung der Kochkurse 
ist geplant. Um möglichst alle Bedarfe abzudecken, werden weitere Angebote nach Abspra- 
che mit den Einrichtungen durchgeführt. Weitere Res sourcen werden voraussichtlich nicht 
benötigt. 
          
  Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 3.000 € 7.956 € bis zu 7.594 € 6.350 € 24.900 € 
Stadt 2.000 € 5.304 € bis zu 5.063 € 4.233 € 16.600 € 
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 5.000 € 13.260 € bis zu 12.657 € 10.583 € 41.500 € 
               
 
5.06 Kontinuierliche Praxistage 
 
 
Auflistung der Angebote in 2008 in der Uppenbergschule: 
 
1. Konzeptentwicklung – Januar bis März 2008 
 Hospitation in den Klassen 8 bis 10, in Kooperatio n mit dem Team der Oberstufe: 
Entwicklung einer Konzeption zur Einführung der kontinuierlichen Praxistage 
 
2. Arbeit mit Schülern 
 Betriebsbesichtigungen ab Klasse 7, 
 Arbeiten in der Metallwerkstatt ab Klasse 7, 
 Projekte rund ums Handwerk ab Klasse 7 (aktuell: T -Shirt Projekt mit den  
Klassen 8 und 9))  
 Einzelberatung ab Klasse 8, 
 Telefontraining ab Klasse 8, 
 Bewerbungshilfen ab Klasse 8,

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 149 
 Begleitung zu Vorstellungsgesprächen ab Klasse 8, 
 Praktikumsbesuche, 
 Unterstützung bei der Perspektivklärung in Klasse 10 
 
Beraten wurden (werden) insgesamt 
: 
Klassen 7 (im Schulj. 2007/2008):  10 Schüler 
Klassen 7 (im Schulj. 20082009):   ab Febr./März 20 09 
Klassen 8 (im Schulj. 2007/2008):  24 Schüler 
Klassen 8 (im Schulj. 2008/2009):  21 Schüler ab No v.2008 
Klassen 9 (im Schulj. 2007/2008):  34 Schüler 
Klassen 9 (im Schulj. 2008/2009):  18 Schüler 
Klassen 10 (im Schulj. 2007/2008):  -  
Klassen 10 (im Schulj. 2008/2009):  33 Schüler 
 
3. Kooperationen 
 Betriebe in Münster, Bildungsträger (AKÜ, lernen f ördern, Lehrbauhof, RAG etc.), 
Kompetenzagentur Münster (JAZ), Agentur für Arbeit, Integrationsfachdienst (ifd) 
 
Ziele:  
 Anzahl der Schülerpraktika für alle Schüler soll i nsgesamt zunehmen  
 Anzahl von Schülern, die an Praxistagen (früher BU S) teilnehmen, soll vergrößert 
werden,  
 Schüler sollen mehr betriebliche Erfahrungen samme ln, 
 Schüler sollen mehr Berufe/mehr Arbeitsfelder kenn en lernen, 
 Anzahl von Schülern, die nach der Klasse 10 einer schulische bzw. berufliche Per- 
spektive haben, soll vergrößert werden   
 
Erfahrungen:  
 es war möglich, für alle Schüler eine Praktikumsst elle zu finden, 
 Beratungsangebot und Akquise im Vorfeld sind für d ie Lehrer entlastend,  
 die einzige Schülerin, die ihr Praktikum (aus fami liären Gründen) nicht antreten konn- 
te, holt das Praktikum freiwillig im November nach, 
 Beratung und Begleitung der Schüler waren oftmals sehr intensiv,
 (hoher Zeitauf- 
wand!), viele Einzelgespräche mit Schülern, Begleitung der Schüler zum Vorstel- 
lungsgespräch, intensive Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen, intensives Tele- 
fontraining

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 150 
 Praxistage sind nicht in allen Betrieben möglich: zu kleiner Betrieb, Praxistage wür- 
den Praktikumsmöglichkeiten anderer Schüler einschränken 
 viele Schüler wollen Praxistage machen, die meiste n Schüler sind sehr motiviert, 
 einige Schüler überlegen, ob sie die Praxistage ab brechen, 
 Praxistage (sind derzeit dienstags, mittwochs, bei  einem Schüler montags und frei- 
tags) bringen Klassenstruktur durcheinander,  
 beim nächsten Mal nur dienstags 
 7 Betriebe stehen zukünftig nicht mehr zur Verfügu ng (Schüler haben Praktikum ab- 
gebrochen),  
 3 Schüler (die ihr Praktikum abgebrochen haben) wo llen jetzt noch ein freiwilliges 
Praktikum machen   
 
Vergleichsdaten – Schülerpraktikum 
 Schuljahr 07/08 
4 Klassen 
Schuljahr 08/09 
5 Klassen 
Schüler Klassen 9 und 10 insgesamt angemeldet  59   57  
Schüler Klassen 9 und 10 tatsächlich anwesend 54 48  
Schüler, die eine Praktikumsstelle gefunden haben 51 48 
Schüler, die ihr Praktikum angetreten haben 51  47  
Schüler, die ihr Praktikum nicht angetreten haben - 1 
Schüler, die ihr Praktikum durchgehalten haben  44 40 
Schüler, die ihr Praktikum abgebrochen haben  7 7 
Schüler, die sich für Praxistage (bzw. Jahrespraktikum) qualifiziert haben  2 19 
 
Anmerkungen: Abweichungen zwischen den Angaben zur gemeldeten und zur tatsächlichen 
Schülerzahl ergeben sich u. a. daraus, dass 
- Schüler probeweise die Hauptschule besuchen, 
- Schüler massiv den Schulbesuch verweigern oder  
- Schüler während des Schuljahres umziehen und die Schule wechseln. 
Schüler, die am letzten bzw. vorletzten Praktikumst ag nicht mehr im Betrieb erschienen sind 
(3), wurden unter „Schüler, die ihr Praktikum durchgehalten haben“ aufgelistet  
Aufgrund eines Todesfalles in der Familie konnte in  einem Fall ein Praktikum nicht angetre- 
ten werden.

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 151 
 
Das Projekt in der Waldschule Kinderhaus:  
 
Derzeit nehmen 60 Schülerinnen und Schüler (33 sind weiblich, 27 männlich) an dem Projekt 
„Kontinuierliche Praxistage“ teil. Es gibt 3 Praktika mit jeweils einem einwöchigen Blockprak- 
tikum und einem anschließenden Praktikumstag in der  Woche über einen Zeitraum von ca. 
12 Wochen. Die Schülerinnen und Schüler werden rege lmäßig in der Praktikumseinrichtung 
besucht. Ein kontinuierlicher Austausch zwischen Schule und Betrieb ist somit gewährleistet. 
 
Ziele:  
Durch den kontinuierlichen  Praxistag soll der Über gang von der Schule in Ausbildung für 
Schülerinnen und Schüler erleichtert werden. Durch den so entstehenden  
Klebebleibe-Effekt“ soll eine höhere Übergangsquote  erzielt werden. Um dieses Ziel realisie- 
ren zu können findet ein intensiver  Kontakt sowie eine konstruktive  Zusammenarbeit mit 
den Kooperationspartnern wie: 
 
• der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, 
• den Praktikumsbetrieben  
• Jugendhilfeorganisationen 
• Einrichtungen im Stadtteil (Netzwerkarbeit) sowie 
• Fachgremien der Stadt und 
• den Berufskollegs und Beratungsstellen unterschied lichster Art 
statt.  
 
Um das Ziel erreichen zu können, werden  an der Wal dschule Kinderhaus über das Förder- 
programm „Soziale Stadt“ - Hilfen beim Übergang von  der Schule in den Beruf - folgende 
Inhalte angeboten: 
• Individuelle Beratung und Begleitung der beruflich en Orientierung der Schülerinnen 
und Schüler ab der 8. Klasse durch terminierte Einzelgespräche  
• Kontinuierliche Unterstützung in der Persönlichkei tsentwicklung über gezieltes Grup- 
pen- und Einzeltraining von Schlüsselqualifikationen wie: 
1. Zuverlässigkeit 
2. Umgang mit Dritten 
3. Anstrengungsbereitschaft 
4. u. a.  
• Stärken-, Schwächenprofile werden Schüler bezogen anhand von Kompetenzchecks 
ermittelt 
• Gemeinsame Entwicklung einer realistischen Selbste inschätzung 
• Bewerbungstraining  
• Passgenaue Vermittlung in geeignete Betriebe anhan d gewonnener Erkenntnisse 
sowie ständige Reflexion der Praktika 
• Sozialpädagogische Begleitung von Schülerinnen und  Schülern mit besonderem För- 
derbedarf sowie Einleitung begleitender, notwendiger Hilfen, z. B. sprachliche Förde- 
rung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund  
• Elternarbeit

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Kontinuierliche Praxistage: Befragung der SchülerInnen 
  
                      
           
33  70  %) SchülerInnen hatte einen bestimmten Berufswunsch  für die kontinuierlichen Praktikumstage. 
14  30  %) SchülerInnen hatte keinen bestimmten Berufswunsc h für die kontinuierlichen Praktikumstage. 
           
           
30  91  %) SchülerInnen haben eines ihrer Praktika in ihrem  Wunschberuf durchgeführt.   
3 9 %) SchülerInnen haben keines ihrer Praktika in ihre m Wunschberuf durchgeführt.   
           
           
25 
 74  %) SchülerInnen wurden durch ihr Praktikum in ihrem  Berufswunsch gestärkt.   
9 26  %) SchülerInnen wurden durch ihr Praktikum nicht in  ihrem Berufswunsch gestärkt.  
   keine Antwort  13      
           
           
23  51  %) SchülerInnen haben während des Praktikums einen bestimmten Berufswunsch entdeckt. 
22  49  %) SchülerInnen haben während des Praktikums keinen  bestimmten Berufswunsch entdeckt. 
   keine Antwort  2      
           
           
41 
 89  %) SchülerInnen hielten die Unterstützung an der Sc hule für ausreichend.   
5 11  %) SchülerInnen hielten die Unterstützung an der Sc hule nicht für ausreichend.   
   keine Antwort  1      
           
           
9
 26  %) SchülerInnen arbeiten i. einem d. Berufsfelder d. Praktikums nach d. Hauptschule i.d. Ausbildung weiter.  
13  38  %) SchülerInnen besuchen ein Berufskolleg in einem der Berufsfelder des Praktikums.  
8 24  %) SchülerInnen arbeiten in einem der Berufsfelder des Praktikums nach der Hauptschule.  
4 12  %) SchülerInnen arbeiten nicht in einem der Berufsf elder des Praktikums nach der Hauptschule weiter. 
   keine Antwort  13      
           
Berufswünsche vor dem Praktikum während des Praktik ums entdeckte Berufswünsche 
Altenpflegerin    Arzthelferin

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Änderungsschneiderin   Berufe im Gesundheitswesen    
Arzthelferin    Bürokauffrau/mann    
Dachdecker    Elektriker     
Elektriker     Fachkraft für Systemgastronomie   
Erzieherin     Fliesenleger     
Floristin     Friseurin     
Freizeitsportleiter   Immobilienkaufrau    
Friseurin     Kaufmann/frau im Einzelhandel   3mal 3mal 
Hotelfachfrau    KFZ-Mechatroniker  2mal 2mal 
Kauffrau für Bürokommunikation  Konditor/Bäcker    
Kaufmann im Einzelhandel   4mal Kosmetikerin     
KFZ-Mechatroniker   2mal Krankenschwester    
Koch     2mal Maler/Lackierer     
Konditor/Bäcker   Medizinische Fachangestellte    
Kosmetikerin    Nageldesignerin    
Maler/Lackierer   Pharmazeutisch-technische Angeste llte   
Medizinische Fachangestellte   Restaurantfachfrau    
Nageldesignerin   Werbetechniker    
Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte Zweiradmec haniker    
Polizist          
Rechtsanwaltsfachangestellte        
Restaurantfachfrau        
Tiermedizinische Fachangestellte       
Tierpfleger          
Zweiradmechaniker        
           
           
Gründe, weshalb keines der Praktika im Wunschberuf durchgeführt wurde  
Die gewünschte Betriebe nehmen keine Hauptschüler.     
Die gewünschte Betriebe nehmen generell keine Praktikanten.    
Die gewünschten Betriebe wollten den kontinuierlichen Praxistag nicht.    
Die SchülerInnen haben keinen Berufsplan.

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Aktivitäten der SchülerInnen, um den Berufswunsch weiter zu verfolgen 
als Aushilfe im Betrieb arbeiten      
Anmeldungen zu entsprechenden Schulen schicken    
Bewerbungen schreiben   3mal    
Hilfen bei der Agentur für Arbeit, Berufsberatung su- 
chen 3mal    
nach einem Ausbildungsplatz fragen 2mal    
Praktikum zum Berufswunsch suchen 2mal    
sich informieren    9mal    
           
           
gewünschte zusätzliche Unterstützung durch die Schule   
mehr Besuche    2mal    
mehr Unterstützung der Interessen      
zusätzliche Tage für Bewerbungsschreiben     
           
           
Vorteile, die die SchülerInnen im kontinuierlichen Praxistag sehen 
bessere Chancen auf eine Ausbildungsstelle 7mal    
besseres Kennen lernen des Berufs  19mal    
guter Ausgleich zur Schule       
Kontakt zum Betrieb über einen längeren Zeitraum 7m al    
mehr Lernzuwachs        
vielfältige/mehr Aufgaben       
           
           
Nachteile, die die SchülerInnen im kontinuierlichen Praxistag sehen

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Anstrengung        
eingeschränkte Auswahlmöglichkeit des Berufsfeldes    
eingeschränkte Wahrnehmung des Lernzuwachses  3mal    
Einschränkungen bei den Schulfächern     
Langeweile durch sich wiederholende Aufgaben    
Schwierigkeiten bei MitarbeiterInnen im Schichtdienst    
 
Finanzen: 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsf.  
insgesamt 
Land / Bund 7.128 € 31.443,60 € bis zu 32.229,60 € 28.798,80 € 99.600 € 
Stadt 4.752 € 20.962,40 € bis zu 21.486,40 € 19.199,20 € 66.400 € 
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 11.880  € 52.406,00 € bis zu 53.716,00 € 47.998,00 € 166.000 € 
 
5.07 Jugendkultur 
 
 
Die Wirkungen des Projektes im Jahr 2008: 
 
− maximale Teilnehmerzahl von 6 Personen 
− Die Gruppe besteht aus 5 Mädchen und einem Jungen im Alter von 11 – 18 Jahren. 
− Das 18 jährige Mädchen kommt aus einer Förderschul e. Sie ist ein fest integriertes 
 Gruppenmitglied. Das Mädchen ist die einzige Perso n ohne Migrationshintergrund. 
− Die Kinder fühlen sich zu diesem Theaterensemble m it dem Namen „K-Town-Kids“ 
 zugehörig.  
− Für die meisten Kinder aus der Gruppe ist es eine neue Erfahrung, außerhalb der 
 Schule in einer festen Gruppe zu sein.  
− Die kleine Anzahl der Gruppenteilnehmer bietet grö ßere Chancen sich in der Gruppe 
 weiter zu entwickeln.  
− Dadurch lernen sie schneller Verantwortung zu über nehmen, Verbindlichkeiten 
 einzuhalten und bei einer Entscheidung (zu der The atergruppe zu gehören) zu 
 bleiben. 
− Die Teilnehmer erkennen, dass jede einzelne Person  für das Gelingen des Projektes 
 verantwortlich ist. 
− Folgende Wirkung ist besonders zu beobachten: Alle  Teilnehmer sind sehr stark 
aufeinander angewiesen und lernen die Fähigkeiten jeder/jedes Einzelnen zu 
erkennen und für das Theaterspiel zu nutzen.  
− Das Wuddi bietet eine ideale Raumstruktur für das Ensemble. Sie können in aller

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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 Ruhe arbeiten.  
 
Gesamteinschätzung zur Projektumsetzung:  
− Es wird ein Theaterstück mit dem Titel „Das wünsch e ich mir“ erarbeitet.  
− In 2008 sollten die Teilnehmer ihre eigene Rolle i m Theaterstück finden, sich mit 
 dieser identifizieren und so zum Gelingen des Proj ektes beitragen. 
− Die Integration des Mädchens aus der Förderschule stellte kein Problem dar.  
− Für 2009 ist eine erste Aufführung geplant. Diese Ziele verfolgen alle Teilnehmer 
 gleichermaßen.   
− Durch die kleine Gruppengröße konnten erste Hemmni sse, wie auf der Bühne zu 
 stehen, schnell abgebaut werden.  
− Das Projekt ist auf einem guten Weg, es wird weite r an der Bühnendekoration 
 gearbeitet.  
− Die Teilnehmer nehmen sich anders wahr. Einige Tei lnehmer haben ihr 
 Selbstvertrauen steigern können. 
− Der Einbezug einer Theaterpädagogin hat das Projek t deutlich nach vorne gebracht, 
 die Gruppe hat nun eine klare Struktur. 
− Den Teilnehmern wird die Richtung genau vorgegeben . Die Teilnehmerzahlen sind 
 nicht mehr so schwankend. Es stellt sich eine gewi sse Kontinuität ein. 
− Die Teilnehmer sind mit großer Freude bei der Sach e. Sie sehen Fortschritte. 
− Verbesserung der Wahrnehmung des eigenen Körpers a uf der Bühne 
− Gewinn von Spontaneität und Selbstbewusstsein bei den Improvisationsübungen. 
 
Änderungsbedarf für die Projektumsetzung in 2009:  
− aktuell besteht kein Handlungsbedarf. 
− Weitere Werbung für bis zu 4 Teilnehmer/innen 
 
Finanzen: 
Kosten 
Ausgaben 
 2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig   
insgesamt 
Land / Bund 2.250 € 2.250 € bis zu 2.250 € 2.250 € 9.000 € 
Stadt 1.500 € 1.500 € bis zu 1.500 € 1.500 € 6.000 € 
Maßnahmeträger 0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 3.750 € 3.750 € bis zu 3.750 € 3.750 € 15.000 €

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Handlungsfeld 6: Soziale Netze 
 
Handlungsfeldveranwortlicher: Dieter Schmitz (Amt für Kinder, Jugendliche und Fami- 
lien) 
 
6.01 Schuldnerberatung vor Ort 
  
Projektträger: DWM - Ev. Beratungsdienste gGmbH  
 
In unserem Projekt haben wir uns folgende(s) Ziel(e) gesetzt: 
 
Ziel 1: Umfassende Hilfestellung für Ratsuchende mi t einer Verschuldungsproblematik (jun- 
ge Menschen, Erwachsene, Migranten) in bis zu 50 Fällen wird gebeten. 
 
Ziel 2: Es werden 8 präventive Aufklärungsveranstal tungen im Jahr durchgeführt, an denen 
insgesamt mindestens 80 Personen teilnehmen (insbesondere Personen mit Migrati- 
onshintergrund und Jugendliche). 
 
Ziel 3: Es wird wöchentlich eine offene Sprechstund e im Zeitumfang von 2 Stunden angebo- 
ten. 
 
Ziel 4: Es wird wöchentlich mindestens 1 Hausbesuch  durchgeführt.  
 
In der Umsetzung des Projektes im Jahr 2008 haben wir unsere Aktivitäten entlang der ver- 
einbarten Indikatoren erfasst. Die quantitativen Ergebnisse im Jahr 2008 sind einer eigen- 
ständigen Datei zu entnehmen. 
 
Von den 62 umfassenden Hilfestellungen zur Verschuldungsproblematik konnten 19 abge- 
schlossen (16 davon erfolgreich) werden. Weitere 43 Fälle werden nach 2009 herüberge- 
nommen und erfordern noch einen Teil der Betreuungskapazität. Der Betreuungsaufwand im 
Einzelfall übersteigt zur Sicherheit der Nachhaltigkeit teilweise den vorher geschätzten Rah- 
men. Es werden Personen betreut, die in ihrem Heimatland keine Schule besucht haben und 
somit auch bei dem Erlernen der deutschen Sprache große Schwierigkeiten haben. Oftmals 
sind sie somit nicht in der Lage, im Betreuungsprozess  eigenständige Aufgaben zu erledi- 
gen. Bestehende Sprachschwierigkeiten machen mehrere Termine erforderlich, um ein posi- 
tives Ergebnis für die betroffenen zu erzielen. Ein großer Teil dieser Fälle wird nach augen- 
blicklichem Stand aber ebenfalls erfolgreich abgeschlossen. Die Kapazität für „Neukunden“ 
wir daher für 2009 etwas eingeschränkt (geschätzte Kapazität für 40 Neufälle). 
 
Die Aufklärungsveranstaltungen fanden im geplanten Rahmen statt. Insgesamt war die Re- 
sonanz der Teilnehmer sehr positiv. Von Schulen wurden die Angebote nicht angenommen. 
Die Schwerpunktbildung hinsichtlich Jugendlichen, Migranten und Alphabetisierungskursen 
scheint auch für 2009 ratsam und ist in Planung.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 158 
Die Sprechstunden waren mit durchschnittlich ca. 6 Besuchern gut besucht. Aus den 
Sprechstundenterminen ergaben sich oft Folgetermine, die in eine langfristige Beratung 
mündeten.  
 
Die Anzahl der Hausbesuche liegt ebenfalls im Soll und stellt eine gute Ergänzung zu den 
sonstigen Angeboten dar. Es zeigte sich hierbei, dass Personengruppen das Beratungsan- 
gebot in Anspruch nehmen konnten, die sonst aus unterschiedlichen Gründen keinen Zu- 
gang zu bestehenden Hilfesystemen haben oder von diesen erreicht werden können.  
Alle für 2008 gesetzten Ziele wurden erreicht und daher besteht eine große Zufriedenheit mit 
dem bisher Erreichten. Die Anfang 2008 ja noch recht unsichere Datenbasis für die Zielvor- 
gaben scheint tragfähig.  
 
Entgegen ersten Einschätzungen hat sich gezeigt, dass der Betreuungsaufwand bei vielen 
Migranten sehr viel höher und intensiver ausfällt als vor dem angenommen. Neben erwarte- 
ten sprachlichen und kulturellen Unterschieden zeigt es sich, dass aufgrund unzureichender 
und mangelnder Bildung die Betroffenen schwerer und nur mit hohem Zeitaufwand in den 
Beratungsprozess mit eingebunden werden können.  
 
Präventive Veranstaltungen werden in bereits bestehenden Gruppen angeboten. Dadurch 
wurden ganz bestimmte Zielgruppen erreicht. Es wurde deutlich, dass sich die Betroffenen 
sehr aufgeschlossen gegenüber dieser Form von Information zeigten und im Folgenden wei- 
ter Aufklärung auch zu anderen Themenbereichen wünschten.  
 
Die zentrale Bereitstellung des Hilfsangebotes und der niederschwellige Zugang, verbunden 
mit der Möglichkeit, bei Bedarf mit Hausbesuche ergänzend zu intensivieren, ermöglichen 
vielen Betroffenen den Zugang zu dieser Form von Beratung, die sie durch bereits beste- 
hende Hilfesysteme nicht bekommen konnten. Auch durch die enge und gute Zusammenar- 
beit mit bereits bestehenden anderen Beratungsangeboten im Stadtteil ist für die Betroffenen 
sehr positiv und führt sinnvoller Weise zu einer umfassenden Hilfestellung. 
 
Das Projektkonzept hat sich bewährt und wird in 2009 in der bewährten Form weitergeführt. 
 
Da einzelne Betreuungen gerade bei erfolgreicher Abwicklung sich länger hinziehen, müssen 
43 Fälle nach 2009 mitgenommen werden. Auch wenn die Hauptarbeit bei diesen Fällen oft 
schon getan ist, erscheit es sinnvoll, um eine Nachhaltigkeit und Tragfähigkeit des Erreichten 
zu stabilisieren, die Kapazität für Neufälle in 2009 bei dem Ziel „Umfassende Hilfestellung für 
Ratsuchende“ auf 40 zu begrenzen. Ansonsten sind die Ziele beizubehalten. Zu bedenken 
ist, ob es sinnvoll und notwendig ist, durch eine Aufstockung der wöchentlichen Arbeitszeit 
dem sehr hohen Betreuungsaufwand für einzelne Personengruppen gerecht zu werden.

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Finanzen:  
Kosten Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 14.010 €  24.000 € bis zu 24.000 € 24.000 € 86.010 € 
Stadt 7.005 €  12.000 € Bis zu 12.000 € 12.000 € 43.005 € 
Maßnahmeträger 2.335 €         4.000 € bis zu 4.000 €  4.000 € 14.335 € 
Summen 23.350 €  40.000 € bis zu 40.000 € 40.000 € 143.350 € 
 
 
6.02 Lebenswelten kennenlernen, Soziokultur 
  
Projektträger: Kulturverein ATRIUM e.V. 
 
Mit rd. 600 TeilnehmerInnen bei Veranstaltungen und  geschätzten nahe 900 bei offenen An- 
geboten auf dem Sprickmannplatz (bis auf Ausstellun gen allesamt als Kooperationsveran- 
staltungen mit anderen Trägern / Vereinen) ist die Zahl der erreichten Personen sehr hoch. 
Dies gilt insbesondere auch für den ca. 45 % - Ante il der Personen mit Migrationsvorge- 
schichte, wobei dieser Anteil bei Einbeziehung des Personenkreises mit einer Vorgeschichte 
aus dem Sinti / Roma – Bereich noch um rd. 10 % höh er läge. Der Anteil der bei Veranstal- 
tungen einbezogenen TeilnehmerInnen von außerhalb d es Wohngebietes „Schleife“ liegt mit 
44 % überraschend hoch, wenngleich sich dieser Teil nahmekreis überwiegend aus dem Um- 
feld aktiver Personen / Vereine rekrutiert und die breitere Kinderhauser Bürgerschaft wenig 
Bereitschaft zur Teilnahme zeigt.  
Insbesondere die Kooperationsbezüge zu anderen Akteuren / Vereinen in der Schleife und in 
Kinderhaus wurden mit verschiedenen Kooperationsver anstaltungen vertieft. Insbesondere 
sind hier FRÜZ, BGZ, Parea, interkultureller Kreis,  Wuddi und Jugendsalon zu nennen. Dar- 
über hinaus haben sich vor allem die Kontakte zu ve rschiedenen Familien / „Sippen“ ver- 
stärkt, so das hier einvernehmliche Absprachen vor der Durchführung von offenen Veranstal- 
tungen z.B. bezüglich des Verhaltens auf dem Sprick mannplatz getroffen werden konnten. 
Insbesondere wurden weiterhin Veranstaltungen mit r egionsspezifischen kulturellem Hinter- 
grund (musikalisch oder Kulturtradition z.B. Schatt entheater) sowie religiösem Hintergrund 
(Dialog Religionen) gut angenommen. Hier lagen auch  die überwiegenden Wünsche bei den 
TeilnehmerInnen für die Weiterführung. Bei den Teil nehmerInnen von außerhalb der Schleife 
lag der Schwerpunkt in der Teilnahme bei Veranstalt ungen mit münster- bzw. kinderhaus- 
spezifischem Hintergrund (Lichtbildvorträge, Radtour) und bei Musikveranstaltungen. 
Stark beeinträchtigt wurde die Programmdurchführung insbesondere ab Mitte 2008 durch die 
Aufgabe des Pächters und die damit verbundene Schli eßung der Gastronomie. Dies hatte 
nicht nur Auswirkungen auf die Arbeits- und auf die  finanzielle Belastung des IKA e.V., son-

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dern auch direkt auf die Teilnahme an Veranstaltung en, da sich die Aufgabe der Gastrono- 
mie auch in geringeren Teilnahmezahlen bei Veransta ltungen niederschlug. Die Fortführung 
in 2008 ist hierdurch weiter belastet, zumal in abs ehbarer Zeit keine Lösung hierfür absehbar 
ist. Durch die Aufgabe geringer frequentierter Vera nstaltungsreihen (z.B. Turniere, Filme), 
einen verstärkten Fokus auf die gut angenommenen un d weiter gewünschten Bereiche (Re- 
ligion, Kulturen) sowie eine verstärkte Vernetzung mit anderen Gruppen/ Vereinen soll den- 
noch das Kulturprogramm 2009 eine qualitativ verbesserte Wirkung erzielen. 
 
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 1.350 €  1.350 € bis zu 1.350 € 1.350 € 5.400 € 
Stadt 675 €  675 € bis zu 675 € 675 € 2.700 € 
Maßnahmeträger 225 €  225 € bis zu 225 € 225 € 900 € 
Summen 2.250 €  2.250 € bis zu 2.250 € 2.250 € 9.000 € 
 
 
6.03 Bürger/innenbeteiligung / Migrant/innenbeteiligung 
  
Projektträger: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 
 
In niederschwelligen Kommunikationsforen gelang es,  Migrantinnen und Migranten zu errei- 
chen und zielgerichtet Vorschläge und Anregungen in  konkrete Angebote umzusetzen. 
Ebenfalls konnte das interkulturelle Miteinander du rch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und 
kulturelle Angebote 
befördert werden. Beispielhaft seien genannt: 
 
- Beteiligungsforen Handlungsfeld Integration im BGZ 
- Internationales Frauenfest 8.3.08 im Bürgerhaus (ca. 250 TN, org. BGZ) 
- Beteiligung Sommerfest Sprickmannplatz 
- Roma-Fest im Atrium 
- Verteilung interkulturelle Kalender an Brückenpersonen mit oder ohne  
   Migrationsvorgeschichte 
- Russische Weihnacht 
- Buddhistisches Neujahrsfest 
- Ausflüge gemeinsam mit Atrium-Kulturverein u.a. zum Religionsmuseum

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Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 161 
  nach Nijmegen 
- Stabilisierung türkischer Frauenarbeit, Einrichtung eines Kochkurses 
- Aushänge, Handzettel, Infos teilweise mehrsprachig, u.a. hinweise 
  zu im BGZ stattfindenden Deutsch-Sprachkursen 
- Beteiligungsforen zur Gestaltung Bewohnerpark Grünschleife 
- Gemeinsame Aktion zur Blumenbepflanzung am Sprickmannplatz    
- und vieles mehr 
 
Verwiesen werden kann auf Synergieeffekte zum Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort 
und auf Kooperationsbezüge mit der Gebietsmoderation.  
 
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 1.200 €  2.400 € bis zu 2.400 € 1.200 € 7.200 € 
Stadt 600 €       1.200 € bis zu 1.200 € 600 € 3.600 € 
Maßnahmeträger 200 €          400 € bis zu 400 €        200 € 1.200 € 
Summen 2.000 €  4.000 € bis zu 4.000 € 2.000 € 12.000 € 
 
 
6.04 Jungenprojekt: Sport gegen Gewalt 
  
Projektträger: Jugendsalon Sprickmannplatz    
 
Start für das Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt wa r Juli 2007. Unter Einsatz von zwei Mul- 
tiplikatoren (W. Sondermann / ehemaliger Anwohner u nd A. Diallo / AWO Jugendwerk )  die 
als Leiter der Sportgruppe eingesetzt sind, wird re gelmässig Samstag ( 14.00 Uhr bis 17.00 
Uhr ) in der Turnhalle der Waldschule in Münster – Kinderhaus Fussball gespielt. Während 
der Ferien findet kein Fußball statt. Mit der Datenerhebung sind wir am 12. April 2008 gestar- 
tet.  
Die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen sind 16 Ja hre bis 24 Jahre alt. Die Teilnehmer- 
zahl an den Veranstaltungstagen schwankt im Durchsc hnitt zwischen 5 bis 14 Teilnehmern. 
Im Mittel kommen zu jeder Veranstaltung ca. 9 Teiln ehmer. Aufgrund der zu geringen Hal- 
lengröße kam es immer wieder vor, dass Jugendliche weggeschickt werden mussten. Dies 
war leider notwendig damit die Halle nicht überlauf en, und ein gutes Fußballspiel möglich 
war.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 162 
Aus diesem Grund gab es in diesem Jahr keine Verans taltungstage  mit bis zu 25 Teilneh- 
mern, wie zeitweilig im Nov./Dez. 2007 wo man eine solch hohe Teilnehmerzahl noch zuge- 
lassen hatte. Die Nachfrage nach Fußballangeboten, insbesondere in der kalten Jahreszeit, 
ist  nach wie vor größer! Bis Ende 2007 betrug der Anteil jugoslawischer Teilnehmer ca. 80 
%, womit das ursprüngliche Ziel einer multikulturel len Sportgruppe zu diesem Zeitpunkt noch 
nicht erreicht wurde.                                                                                                            
Seit Anfang 2008  nahm die Zahl der jugoslawischen Teilnehmer stetig ab, und der Anteil 
türkischer, arabischer und somalischer Teilnehmer w uchs wiederum an. Diese Zusammen- 
setzung hinsichtlich der Nationalitäten hat sich bis dato gehalten. 
 
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund  210 €         750 € bis zu 750 €  210 € 1.710 € 
Stadt 105 €          375 € bis zu 375 €  105 € 960 € 
Maßnahmeträger 35 €         125 € bis zu 125 €  35 € 320 € 
Summen 350 €  1.250 € bis zu 1.250 € 350 € 3.200 € 
 
 
6.05 Integrative Jugend-/ Sozialarbeit 
 
Projektträger: Arbeitskreis Jugend-Kinderhaus 
 
Auch im Jahr 2007 konnte die Zielgruppe Jugendliche  im Alter von 12 bis 18 Jahren eine 
Individualförderung gemäß der ausgearbeiteten Richt linien in den Bereichen Bildung/ Sozia- 
les Lernen, Freizeit/ Kultur/ Erlebnislernen, Kunst / Musik/ Kreatives Lernen und Sport/ Be- 
wegungslernen beantragen.  
Festzustellen ist, dass in den Bereichen Freizeit u nd Sport das Antragsvolumen angestiegen 
ist. Im Bereich Freizeit wurde vor allem die Teilha be an Sommerferienprogrammen im Be- 
reich Jugendfahrten, einer internationalen Begegnun g und an Sommerferienspielen geför- 
dert. Im Bereich Musik wurde die Förderung der Teil habe an Chorangeboten auf Kinder von 
6-11 Jahren erweitert, da hauptamtliche Mitarbeiter Innen berichteten, dass Kinder aus dem 
Programmgebiet häufig aufgrund von Finanzierungssch wierigkeiten ihre Teilnahme an Chor- 
gruppen beenden mussten.  
Im Bereich Sport hat es einen erfreulichen Anstieg von Anträgen auf die Mitgliedschaft im 
hiesigen Sportverein SC Westfalia Kinderhaus gegeben (s. Projekt 6.07).  
Die gestiegene Annahme der Individualförderung durc h die Zielgruppe in den Bereichen 
Freizeit und Sport  zeigt eine positive Entwicklung . In den anderen Teilbereichen soll in 2009

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 163 
durch einen „Familientag“ auf die Möglichkeit der Individualförderung auch in den Bereichen 
Bildung, Kultur, Musik, Kunst. Zurzeit gibt es dahe r keinen Veränderungsbedarf hinsichtlich 
der bestehenden Förderrichtlinien. 
 
Finanzen:   
Kosten 
Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 4.125 €  10.395 € bis zu 10.065 € 8.415 € 33.000 € 
Stadt 2.750 €      6.930 € bis zu 6.710 € 5.610 € 22.000 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen    6.875 €  17.325 € bis zu 16.775 € 14.025 € 55.000 € 
 
 
6.06 Mobile Jugend-/Sozialarbeiter 
 
 
Projektträger: Kinder- und Jugendzentrum WUDDI des Amtes für Kinder, Jugendliche und 
Familien/Kooperation mit freien Trägern  
 
Projektzusammenfassung: 
 
Im Bereich der mobilen Jugendarbeit sollen Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene 
und junge Mütter bzw. junge Familien erreicht werde n, die ein institutionelles Beratungsan- 
gebot aufgrund mangelnder Kenntnis, Aufklärung, Mot ivation und Überforderung bzw. man- 
gelnder Sprachkenntnisse (bedingt durch Migrationshintergrund) nicht wahrnehmen. 
 
Das Beratungsangebot findet im soziokulturellen Umf eld der oben genannten Personen- 
gruppen statt, um hier verschiedene Hilfen anbieten  zu können. Es soll ein vertrauenswürdi- 
ger und tragfähiger Kontakt hergestellt werden, der längerfristig Bestand haben soll. 
 
Nach der Kontaktaufnahme erfolgte die Problem,- Res sourcen,- und Zielanalyse (teilweise 
im Projektblatt 6.06 vorgegeben). Der Wohnwagen die nt ebenfalls als Start- und Basispunkt 
für eine aufsuchende Arbeit im Gebiet der „Schleife“. 
 
Die Wirkungen des Projekts im Jahre 2008: 
 
• Die quantitativen Ergebnisse lassen darauf schließ en, dass das Angebot von Jugendli- 
chen und jungen Erwachsenen, die eine Hauptschule b esuchen sehr häufig wahrge- 
nommen wird. Hingegen wird das Angebot von Jugendli chen, die ein Gymnasium besu- 
chen sehr selten genutzt.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 164 
 
• Hier wird auch deutlich, das Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren bisher die Haupt- 
gruppe von Nutzern des Angebotes darstellt. Jugendl iche ab 18 Jahren nutzen das An- 
gebot bei konkreten Problemen, die sie auch unmitte lbar ansprechen und bei denen Sie 
sich eine schnelle Hilfe der Pädagogen erwarten. 
 
• Die strategischen, operativen und projektspezifisc hen Ziele konnten erreicht werden.   
 
 
Gesamteinschätzung zur Projektumsetzung:  
 
Insgesamt sind die Projektbeteiligten sehr zufriede n mit den Ergebnissen. Einige Jugendli- 
che hatten anfangs Vorbehalte gegenüber der Soziala rbeit und „testeten Grenzen“ aus. So- 
mit entstanden in der Anfangsphase häufiger Konflik te zwischen den Sozialpädagogen und 
den Jugendlichen. Schließlich haben die Sozialpädag ogen deutlich machen können, dass es 
in der Arbeit nicht um Sanktionierung bzw. „Ausspionierung des Lebensraums“ der Jugendli- 
chen geht, sondern dass gewisse Regeln Bestand haben müssen.  
 
Nach einiger Zeit erkannten die Jugendlichen, dass es vorrangig um Hilfestellung und Unter- 
stützung durch die Sozialpädagogen geht und nahmen die Hilfestellung an. Es wird erwartet, 
dass in den folgenden Jahren auf der bisher geschaf fenen Basis aufgebaut werden kann, 
d.h. bei Rückschlägen, Krisensituationen und Misser folgen im Leben der Jugendlichen kann 
schneller interveniert werden und an dem bis dahin erreichten wieder angesetzt werden um 
Perspektiven entwickeln zu können die den Jugendlic hen in seiner Entwicklung helfen ziel- 
orientiert zu handeln. Die Jugendlichen werden in i hrem Handeln weiter motiviert und unter- 
stützt.  
 
Änderungsbedarf für die Projektumsetzung in 2009: 
 
Insgesamt sehen alle Projektbeteiligten keinen auße rordentlichen Veränderungsbedarf für 
das Projekt.  
 
Finanzen:  
Projektelemente werden im Rahmen des Impulsprojektes 6.05 aufgegriffen, sodass für die- 
ses Projekt gesonderte Kosten nicht veranschlagt sind.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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6.07 Sport und Bewegung  
Projektträger: Fachstelle Jugendförderung des Amtes  für Kinder, Jugendliche und Familien 
der Stadt Münster 
 
Durch die Zusammenarbeit mit dem in Kinderhaus ansä ssigen Sportverein „SC Westfalia 
Kinderhaus“ wurde eine nachhaltige Entwicklung des Projektziels „Bewegungsförderung“ 
angestrebt. Als Eckpunkte dieser Zusammenarbeit wur den vereinbart: Tag des Sports, Re- 
duzierung von Mitgliedsbeiträgen, Sportgeräteverlei h, Übungsleiterschulung für schwierige 
Zielgruppen, Aktion: „ein Tag mit dem DFB Mobil“ un d Fußballcamp für Jungen und Mäd- 
chen.  
Der Tag des Sports an dem als programmatisches „Hig hlight“ ein Soccerturnier  veranstaltet 
wurde, wurde von rd. 150 Kindern und Jugendlichen s tark frequentiert. Das Angebot „Über- 
nahme von Mitgliedsbeiträgen für die Teilnahme an S portangeboten“ wurde von Kindern und 
Jugendlichen erfreulicherweise stärker in Anspruch genommen. Durch die Beschaffung von 
mobilen Fußballtoren und mobilen Basketball-Points,  können Träger der Jugendhilfe nun 
auch spontan kleine Sport-Events im Stadtteil veranstalten. 
Die Übungsleiterschulung für schwierige Zielgruppen (mit DFB-Mobil) und das Fußballcamp 
für Jungen und Mädchen mussten aufgrund terminliche r und organisatorischer Probleme ins 
Jahr 2009 verschoben werden.  
 
In der Zusammenarbeit mit der in Kinderhaus ansässi gen Kletterhalle „High Hill“ wurden 6-
wöchige Kletterkurse für Kinder und Jugendliche ent wickelt, die von Einrichtungen der Ju- 
gendhilfe gebucht werden konnten. Das Angebot wurde  sehr gut angenommen. Einrichtun- 
gen berichteten von „kleinen pädagogischen Erfolgen “ aufgrund der gesetzten Rahmenbe- 
dingungen: Kontinuität fordern, schnelle Erfolgserl ebnissen schaffen, Gruppenerlebnisse 
fördern.  
Der Projektmix aus den o. g. Modulen „zentrale Spor tereignisse“, „finanzielle Förderung von 
Mitgliedsbeiträgen“, Sportgeräteverleih und Übungsl eiterschulungen hat die Zielgruppe er- 
reicht und wird auch in 2009 weiter ausgebaut. 
 
Finanzen:  
Kosten 
Ausgaben 
 2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 2.070 €  1.890 € bis zu 2.745 € 2.295 € 9.000 € 
Stadt 1.380 €  1.260 € bis zu 1.830 € 1.530 € 6.000 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 3.450 €  3.150 € bis zu 4.575 € 3.825 € 15.000 €

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„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 166 
 
Projekt 6.08 Drogenprävention 
 
Projektträger: Indro e.V. in Kooperation mit dem Jugendsalon 
 
Wirkungen des Projekts im Jahr 2008: 
• Austausch im Hinblick auf Instrument 1 fand mit Polizei, Jugendsalon, BGZ und 
aufsuchender Arbeit statt 
• Hohe Teilnehmerzahl bei den Aktionstagen spiegelt hohen Aufklärungsbedarf wi- 
der 
• Durch die Kontakte an den Aktionstagen ergaben sich weitere Fragestellungen 
und Kontakte 
• Beratungen waren von unterschiedlichem Umfang geprägt (Einzelkontakt, mehr- 
maliger Kontakt) 
 
Gesamteinschätzung der Projektumsetzung: 
Alle Angebote (Beratung, aufsuchende Kontakte, Akti onstage) wurden zu unserer Zufrieden- 
heit angenommen. Im letzten Jahr konnte das Vertrau ensverhältnis weiter ausgebaut und 
gestärkt werden, was eine wichtige Voraussetzung fü r erfolgreiche Arbeit ist, da Sucht auch 
immer mit viel Scham und Misstrauen verbunden ist. Durch die kontinuierliche Präsenz der 
Fachkräfte vor Ort, ist zu erwarten, dass die Zahl der Beratungskontakte in 2009 noch an- 
steigen wird. Bewährt hat sich in 2008, die Aktions tage in Kooperation mit vielen Trägern 
(Jugendsalon, BGZ, Atrium, Wuddi) gemeinsam durchzu führen, um eine möglichst große 
Zielgruppe zu erreichen.  
Durch die gemeinsame Arbeit im Projekt Soziale Stad t ist auch bei anderen Trägern eine 
Sensibilisierung für den Themenkomplex Sucht sowie eine schnellere und effektivere Ver- 
netzung erkennbar.   
Feststellbar ist auch ein besserer, sachgerechterer  Umgang mit der Drogenthematik auf Sei- 
ten der Bewohner der Nord-West-Schleife. Dieser Umg ang wird auch nachhaltig positiv zu 
merken sein.  
 
Änderungsbedarf für 2009: 
Aus unserer Sicht besteht kein Änderungsbedarf im H inblick auf die o.g. Angebote. Aller- 
dings kann eine Nachhaltigkeit über 2010 hinaus nur  gewährleistet sein, wenn die Fluktuati- 
on der Bewohnerschaft sinkt. Dazu wäre eine grundle gende Verbesserung der Wohnsituati- 
on (Zustand der Whg, Zustand der Außenfassaden etc.) dringend notwendig.

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 167 
Finanzen: 
 
Kosten 
Ausgaben 
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 1.200 €  1.920 € bis zu 1.800 € 960 € 5.880 € 
Stadt 600 €        960 € bis zu 900 € 480 € 2.940 € 
Maßnahmeträger 200 €        320 € bis zu 300 € 160 € 980 € 
Summen 2.000 €     3.200 € bis zu 3.000 € 1.440 € 9.800 €

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 168 
Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement 
 
7.01 Quartiersmanagement und 7.02 Quartiersfonds 
 
 
In unserem Projekt haben wir und folgendes Ziel gesetzt: 
 
1. Information und Vernetzung 
 
1.1 Präsenz der Gebietsmoderation bei Veranstaltung en im Quartier 
 
Regelmäßige Präsenz der Gebietsmoderation bei Veranstaltungen im Stadtteil und in 
Einrichtungen des Stadtteils (z. B. Tanz in den Mai, Sommerfest auf dem Sprick- 
mannplatz). 
 
Präsenz auf dem Sprickmannplatz und auf dem Wochenmarkt in Ortszentrum Kin- 
derhaus mit dem „roten Info-Fahrrad“. 
 
1.2 Internetauftritt des Projektes Soziale Stadt Ki nderhaus sollte bis Mitte 2008 realisiert 
werden. 
 
Das Ziel wurde zunächst aus technischen Gründen zurückgestellt. Seit November 
2008 werden alternative Möglichkeiten mit dem Begegnungszentrum geprüft. 
 
1.3 An fünf Standorten im Stadtteil sind Infokästen  zur Sozialen Stadt angebracht. Die 
Inhalte werden 14-tägig aktualisiert. 
 
Die Kästen sind vorhanden. Die Aktualisierung erfordert mehr Infomaterial aus den 
Projekten. 
 
1.4 Alle laufenden Projekte präsentieren sich mit e igenen Informationen in den Infokäs- 
ten. 
 
Die Infokästen wurden dann aktualisiert, wenn entsprechende Infos aus den Projek- 
ten vorlagen. Hier sind die Projekte um mehr Informationen gebeten worden. 
 
1.5 Regelmäßige halbjährige Kontakte der Gebietsmod eratoren zu den Projektträgern. 
Einmal jährlich Kontakt mit den Handlungsfeldverantwortlichen. 
 
Einzelne GebietsmoderatorInnen halten den Kontakt zu einzelnen Projekten. Zwi- 
schen Handlungsfeldverantwortlichen und Gebietsmoderatoren hat ein regelmäßiger 
Austauschprozess begonnen. 
 
2. Aktivierung und Beteiligung 
 
2.1 Durchführung von sechs „kleinen Aktionen“ mit B ewohnerbeteiligung in 2008

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
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Durchgeführt wurden: 
 
• Zwei Bepflanzungsaktionen auf dem Sprickmannplatz 
• Ein Tanzkurs für Jugendliche 
• Ein „Benimm-Kurs“ für Jugendliche 
• Renovierung der Sitzbänke auf dem Sprickmannplatz durch die Bewohner des 
Quartiers. 
 
Teilnahme am Projekt „Muse“ der Bertelsmannstiftung. Durch die Initiative der Ge- 
bietsmoderation fand die Grundschule Kinderhaus-West Aufnahme in das Projekt 
Muse, dass losgelöst vom Projekt Soziale Stadt eigenständig durchgeführt wird. 
 
Die kleinen Aktionen sind erfolgreich durchgeführt worden. Von den beteiligten Be- 
wohnern gibt es durchgängig positive Rückmeldung. 
 
2.2 Feste Ansprechpartner/innen in der Bewohnerscha ft gewinnen. 
 
U. a. durch die Projekte und die öffentliche Präsenz bestehen Kontakte zur Bewoh- 
nerschaft. Diese zu systematisieren und auszubauen ist als nächster Schritt geplant. 
Stichwort: “Bewohnerforum“. 
 
3. Quartierfonds 
 
Kriterien und Verfahrensgrundsätze zur Vergabe der Mittel aus dem Quartierfond sind 
entwickelt. 
 
Konkrete Projekte und Aktionen führt die Gebietsmoderation in der Regel gemeinsam 
mit Schulen oder Organisationen im Stadtteil durch. So gelingt die Beteiligung der 
Bewohnerschaft besonders in den Handlungsfeldern 4 – 6. Das Handlungsfeld Woh- 
nen wird bestimmt durch die bauliche Situation eines Teils der Wohnblöcke im Pro- 
jektgebiet. Hier gibt es viele kritische Äußerungen aus der Bewohnerschaft. Der Ver- 
netzungsgedanke der Gebietsmoderation findet eine positive Resonanz in den Pro- 
jekten (z. B. Kombination von Vertrauensmietern und internationalem Kreis im Hin- 
blick auf die Grünschleife). 
 
Die quasi nebenamtliche Funktion der Gebietsmoderatoren setzt enge Grenzen. Die 
Umsetzung von Zielen gelingt nicht immer zeitnah und einzelne Projekte der Ge- 
bietsmoderation lassen sich nur in kleinen Schritten verwirklichen. Das Wünschens- 
werte ist nicht immer im vollen Umfang machbar. Es geschieht jedoch mehr als nur 
das Notwendige. 
 
Für das Jahr 2009 steht die Bewohnerbeteiligung im Focus der Gebietsmoderation. 
Die Aktivierung der Bürger in der Nordwestschleife und die noch stärkere Einbindung 
in das Projekt soll vorrangig bearbeitet werden. Ein „Bewohnerforum“ (Arbeitstitel) soll

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 170 
entstehen. Die Bewohnerbeteiligung ist inhaltlich am meisten im Handlungsfeld Woh- 
nen vorangeschritten. Die Vertrauensmieter sind ein etablierter Kreis, die mit Unter- 
stützung vom Amt für Wohnungswesen bereits kleine Veranstaltungen durchführen. 
 
Die Bewohner der Schleife sind in einem sehr hohen Maße Internetnutzer. Um die- 
sem Umstand Rechnung zu tragen soll jetzt doch das Internet, speziell eine Homepa- 
ge zur Sozialen Stadt Kinderhaus, als Medium genutzt werden. 
 
Finanzen: 7.01 
Kosten 
Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 1.411,80 €  1.575,46 € bis zu 6.150 € 4.438,20 € 15.000 € 
Stadt 941,20 €  1.050,30 € bis zu 4.100 € 2.958,80 € 10.000 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen  2.353,00 €  2.625,76 € bis zu 10.250 € 7.397 € 25.000 € 
 
 
  
Finanzen: 7.02   
Kosten 
Ausgaben  
2007 
Ausgaben  
2008 
geplant  
2009 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
insgesamt 
Land / Bund 0 €  0 € bis zu 4.500 € 4.500 € 9.000 € 
Stadt 0 €  0 € bis zu 3.000 € 3.000 € 6.000 € 
Maßnahmeträger 0 €  0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen  0 €  0 € bis zu 7.500 € 7.500 € 15.000 €

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 171 
Handlungsfeld 8: Selbstevaluation  
 
Finanzen:    
 
Kosten 
Ausgaben   
2007 
Ausgaben  
2008  
 
geplant  
2009 
(verbindlich) 
geplant  
2010 
zuwendungsfähig  
Insgesamt 
Land / Bund 7.122,15 €  5.765,55 € 5.087,25 € 0 € 30.000 € 
Stadt 4.748,10 €  3.843,70 € 3.391,50 € 0 € 20.000 € 
Maßnahmeträger  0 € 0 € 0 € 0 € 0 € 
Summen 11.870,25 €  9.609,25 € 8.478,75 € 0 € 50.000 €

"Soziale Stadt" Kinderhaus-Brüningheide         
Handlungsfeld Titel Nr. Kategorie  
Gesamtumfang im 
Projektzeitraum  
tatsächl. Auf- 
we 
ndungen 2008        
Anteil 
Bund/Land 2008 
Anteil Stadt 
2008 
Anteil Dritter 
2008 
                  
1 Wohnen Energetische Gebäudesanierung 1 01 Schlüss el 30.000  6.046,24  3.627,75  1.209,25  1.209,24  
  Marktanpassung des Wohnungsbestandes  1 02 Schlüss el 45.000  0,00  0,00  0,00  0,00  
                  
2 Öffentlicher Raum  Spiel und Freizeitzone 2 02 Sc hlüssel 40.000  1.561,52  936,91  624,61  0,00  
                  
3 Lokale Ökonomie Wertstoffe 3 01 Schlüssel 0  0,00  0,00  0,00  0,00  
  Konzept stadtteilbez. Wirtsch.- u.A.förderung 3 0 2 Schlüssel 0  0,00  0,00  0,00  0,00  
                  
4 Integration Integrationsarbeit vor Ort 4 02 Schlü ssel 120.000  40.000,00  24.000,00  12.000,00  4.000,00  
                  
5 Bildung Wir verstehen uns 5 01 Schlüssel 232.400  72.256,00  43.353,60  28.902,40  0,00  
  Elternkompetenz stärken 5 02 Schlüssel 242.360  69.776,00  41.865,60  27.910,40  0,00  
  Stadtteilmütter in Kindertageseinrichtungen 5 03 Schlüssel 39.840  12.531,00  7.518,60  5.012,40  0,00  
  Gesund aufwachsen in Kinderhaus 5 04 Schlüssel 41 .500  13.260,00  7.956,00  5.304,00  0,00  
  Praxistage zum Übergang Schule-Beruf 5 06 Schlüss el 166.000  52.406,00  31.443,60  20.962,40  0,00  
                  
6 Soziale Netze Soziale Sicherung 6 01 Schlüssel 16 0.000  40.000,00  24.000,00  12.000,00  4.000,00  
                  
7 Managementkosten Projektkoordination 7 01 Schlüsse l 25.000  2.625,76  1.575,46  1.050,30  0,00  
                  
8 Selbstevaluation Externer Gutachter 8 01 Schlüsse l 50.000  9.609,25  5.765,55  3.843,70  0,00  
                  
                  
1 Wohnen Wohnzukunft f. ält. Menschen 1 03 Impuls 15. 000  0 0,00  0,00  0,00  
  Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarungen 1 04  Impuls 0  0 0,00  0,00  0,00  
  Nachbarschaftsstärkung u. MieterInnenschulung 1 05  Impuls 0  0 0,00  0,00  0,00  
  Das Quartier spart Strom 1 06 Impuls 0  0 0,00  0,00  0,00  
  Wettbewerb 'Solares Kinderhaus' 1 07 Impuls 0  0   0,00  0,00  
  Alternative Flächennutzung, baulich und sozial 1 08 Impuls 5.000  0 0,00  0,00  0,00

Jahresbericht 2009 der prozessbegleitenden Evaluation für das Programm  
„Soziale Stadt NRW – Programmgebiet Münster/Kinderhaus-Brüningheide“, Stand: 15.04.2009  
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln 173 
2 Öffentlicher Raum Städtebauliches u. lokale Maßnahm ekonzept 2 01 Impuls 8.000  0 0,00  0,00  0,00  
                  
3 Lokale Ökonomie                 
                  
4 Integration Mädchenprojekt 'Unser Alltag - unsere Sorgen' 4 01 Impuls 9.000  3.000,00  1.800,00  900,00  300,00  
  Gewaltprävention 4 03 Impuls 9.500  2.700,00  1.620,00  1.080,00  0,00  
                  
5 Bildung Starter Kids (siehe 5.04) 5 05 Impuls 0  0,00  0,00  0,00  0,00  
  Kinderhauser Jugendkultur 5 07 Impuls 15.000  3.750,00  2.250,00  1.500,00  0,00  
  Schulkulturtage Kinderhaus 5 08 Impuls 0  0,00  0,00  0,00  0,00  
  Internationale Kinderbibliothek 5 09 Impuls 0  0,00  0,00  0,00  0,00  
                  
6 Soziale Netze Lebenswelten kennenlernen 6 02 Impul s 9.000  2.250,00  1.350,00  675,00  225,00  
  MigrantInnen-Beteiligung 6 03 Impuls 12.000  4.000,00  2.400,00  1.200,00  400,00  
  Jungenprojekt 6 04 Impuls 3.200  1.250,00  750,00  375,00  125,00  
  Integrative Jugend-Sozialarbeit 6 05 Impuls 55.000  17.325,00  10.395,00  6.930,00  0,00  
  Mobile Jugend-(sozial)arbeit 6 06 Impuls 0  0,00  0,00  0,00  0,00  
  Sport und Bewegung 6 07 Impuls 15.000  3.150,00  1.890,00  1.260,00  0,00  
  Drogenprävention 6 08 Impuls 9.800  3.200,00  1.920,00  960,00  320,00  
                  
7 Managementkosten Quartiersfonds 7 02 Impuls 15.000  0,00  0,00  0,00  0,00  
                  
                  
                  
 
Anmerkungen: Die Projekte 5.02 und 5.04 wurden im Berichtszeitraum mit Mitteln der kommunalen Stiftung Siverdes in einer Gesamthöhe von 
13.000 € gefördert.

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Beratungsverlauf (11)

27.05.2009 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.06.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.06.2009 Stiftungskommission
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
09.06.2009 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.06.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.06.2009 Sitzung
TOP 3.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.06.2009 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 2.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.06.2009 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.06.2009 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 6.7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.06.2009 Hauptausschuss
TOP 24 Bericht Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
24.06.2009 Rat
TOP 25 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Josef-Beckmann-Straße 15
  • Sprickmannstraße
  • Killingstraße 2
  • Idenbrockplatz
  • Sprickmannplatz 3m
  • Brüningheide 91
  • Im Moorhock
  • Kinderhaus 1

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0297/2009
Typ
Vorlagen
Datum
20.04.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37