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V/0425/2014

Genehmigung der Dringlichkeitsentscheidung: Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtung auf dem Areal der ehem. Oxford-Kaserne

Vorlagen 11.07.2014

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Konzeption DRK

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Deutsches

DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Zumsandestraße 25/27 Rotes
48145 Münster Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

April 2014

Rotes
Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH - Deutsches

Inhaltsverzeichnis:

Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................enenen 3
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit
Der situationsorientierte AnsatZ..............eneeeeennennennnenenenennesnnennnnnen nn
Das Betreuungsangebot der Bewegungskindertageseinrichtung Oxford-Kaserne... 6
4.1 Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ......... 7
4.2  Jahresöffnungszeiten...............nneenneneensenensnennnnnennernenennenne nennen 7

PP opnD—

5 Pädagogische Ziele
5.1. Bewegung.........eeennesensennneennen nennen ernennen senenssn ernennen
5.2 Spielen und Gestalten............uneeeesseneseeneennenennersennenennnennenennn nennen ensnornon
5.3 Sprache und Sprachförderung

5.4  Musischer Bereich .........uueucneenneennennneennneennenenennennenennnnensnenensnnnennesnnsnenenn nennen
5.55 Naturund Umwelt .......e.uuesessesssennunensanenennensnnnnnnnnnnnernnnnnnnnsnnnnnnnsnenonnssnersannnnnn
5.6 Interkulturelle Erziehung (in Kooperation mit der Ärztlichen
Kinderschutzambulanz des DRK Münster) ............seesssnssenneeneenennennenennen een na 10
5.7 Integrative Erziehung (Inklusion)... eeeenseenenesnenenerennnsensnenareen 11
6 Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern... een 13
7  Bildungsdokumentation und Portfolio
8 Mahlzeiten ......uneeeneessneneeesneennnenennenenenenennnnnennnnennnennennnnssennennnnnenensnnensnnn nenn

8.1 Frühstück .........eeeaeseesesnneessenenenenneesennnnnennnnersnnnnnnsnnnnnnnnenssnnanensennennenensnnsrs nn
8.2 Mittagessen .
9 Ruhephasen .............neeneeeneeenmenensemeneennensenenensensnensnesenenensensnanatore
10 Raumkonzept der Bewegungskindertagesstätte ..........eenneenneeerennnenn 14
11 Elternarbeit ...........ueenesesnenneeenneeenennennnnennnonnnnnntnnnnnnnnnnnsenennensnnnsnensoensensonnsannnann
12 Zusammenarbeit...
12.1 Zusammenarbeit des Teams ..............-umenennenensessnnnensnennnnenennnnennsnsnn nn 16
12.2 Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ....................- 17
12.3 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ...........nsemsneeesnnenennenennnnensnnnens nun 18
12.4 Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen................ 18
12.5 _ Stadtteilbezogene Zusammenarbeit ........uneneeeeneenenennn: 18
12.6 Zusammenarbeit mit Fachdiensten ... 18
13 Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Oxford-Kaserne ......... 19

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1 Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen

Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.

Kind Familie
«.Das Kind in seiner Lebenssituation steht im Mittelpunkt: « Spezielle Angebote für ‚Eltern und. Familie ‚stehen. im
«Wir fördern und bilden Kinder ganzheitlich. Fokus.
« Wir verstehen uns als Anwalt für Kinder. «Über 70 zertifizierte Familienzentren.
« Zahlreiche ‚Early Excellence Center“.

‚@ründhaltung --
i Unsere: Grundhaltung. ist unparteilich,. . geprägt von Gesundheit BR
‚eptanz, Toleranz und Wertschätzung. Schwerpunkt liegt auf Gesundheit.und. Bewegung: :
orientieren uns: an. einer .. rein‘; "humanitär „sEltwa.:;25‘ Kindergärten -. mit: Zertifizierung

jchteten Zielsetzung. .; A „Bewegungskindergarten“.'durch den
- "Angebote: wenden : sich an alle: Kinder, -| |. NRW: en
ingig. von ethnischer: Zugehörigkeit ‘oder sozialen eo des.gesunden ‚Aufwachsens“sowie

Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden.
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.

Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK-Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich sind.
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung
wiederfinden sollen.

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2 Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der
pädagogischen Arbeit

Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.

Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams,
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.

Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten.
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst
genommen zu werden.

Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs- und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.

Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen
beteiligt.

Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches
pädagogisces Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.

Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft
motiviert.

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3 Der situationsorientierte Ansatz

Unter den derzeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der
Kindertageseinrichtungen bieten sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel- und Inhaltsfindung dieser
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen‘. Hierbei werden alle
Dimensionen des Wahrnenmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch-
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst- und auch fremdmotiviert ohne
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs-,
Betreuungs- und Bildungsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots.
Dazu zählen beispielsweise:

Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:

Bedarfs-
‚orientierte
| |. ‚Buchungstage

Gesunde

45 Stunden Flexibles

hun Tagesmufter

Bilyingualität:

Vorlese- : Kochen und

Ausflugs-

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4 Das Betreuungsangebot der Bewegungskindertageseinrichtung
Oxford-Kaserne

In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern
angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu
unterstützen. Die Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und werden in
Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.

Bei der Kindertageseinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne wird es sich
um eine DRK-Bewegungskindertagesstätte mit dem Pluspunkt Ernährung handeln. Ein weiterer
konzeptioneller Schwerpunkt wird die Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität und die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf sein.

Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über 6 Gruppen mit 100 Plätzen für Kinder im
Alter von 0-6 Jahren. Zwei Gruppen haben jeweils 20 Plätze für 2-6 jährige Kinder. In zwei
weiteren Gruppen werden insgesamt 20 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut. Zwei weitere
Gruppen werden je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren umfassen. Alle 100 Kita-Plätze verfügen
über eine Betreuungszeit von 45 Stunden.

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4.1 Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten

Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnungszeit
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweiligen Elternbedarfen zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell
entsprechender Firmen.

4.2 Jahresöffnungszeiten

Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt werden.

Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner-Kindertageseinrichtung in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit den
umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie wir es auch bereits mit unseren bestehenden
Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.

Die flexiblen Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten passgenau ergänzen.
Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah bedient werden, so dass
das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. Der Einsatz von
qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in der
pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.

Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs- und
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität der pädagogischen
Arbeit.

5 Pädagogische Ziele

Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und
liebevolle Beziehung zu jedem Kind. Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen
und sich in unserer Einrichtung wohl fühlen.

Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die:
« Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln
Vermittlung von Lebensfreude
Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme
Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten
Förderung der motorischen Entwicklung
Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens

Unsere formulierten Ziele finden sich in den vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:

Bewegung

Spielen und Gestalten
Sprache und Sprachförderung
Musischer Bereich

Natur und Umwelt
Interkulturelle Erziehung

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5.1 Bewegung

Der Bildungsbereich Bewegung soll zukünftig unsere DRK-Einrichtung besonders prägen.
Grundlage wird das Zertifizierungsverfahren zur Bewegungskindertagesstätte mit der
entsprechenden Zusatzausbildung für alle Mitarbeiter/innen „Bewegungserziehung im
Kleinkind- und Vorschulalter (BiKuV)* für diesen Schwerpunkt sein.

Wir möchten als Bewegungskindertagesstätte die Kinder in ihrer natürlichen Bewegungsfreude
stärken. Die Kinder bekommen täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen- und

“ Außenbereich auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen.

Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen. Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, sowie
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandschaften mit Kästen, Bänken,
Matten als auch Musik- und Rhythmikutensilien laden die Kinder dabei zum kreativen und
bewegungsfreudigem Spiel ein.

Im großen und abwechslungsreichen Außenspielbereich haben die Kinder die Möglichkeit,
verschiedene Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge und Sandspiel- und Rasenflächen
zu nutzen. Auch im Außengelände werden Spielflächen für Rollen- und Theaterspiele
geschaffen. Die Kinder sollen durch unser pädagogisches Angebot ihre Körperwahrnehmung
gefördert bekommen, um auch so ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen zu können.

Die angestrebte Kooperation mit dem Sportverein TSC Gievenbeck wird den Kindern und ihren
Eltern zudem viele sportliche Möglichkeiten neu eröffnen. Das gemeinsame sportliche Erleben,
das Knüpfen von Freundschaften, die Stärkung eines sozialen Miteinanders werden wir in
diesem sich stark verändernden Stadtteil positiv unterstützen. Der geplante Schwerpunkt als
Bewegungskindergarten eröffnet gerade auch hoch belasteten Kindern (s. Seite 8) besonders
gute Möglichkeiten der Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Körperkontrolie im Rahmen eines
klar strukturierten pädagogisch angeleiteten Angebots. Spielerische Bewegung ermöglicht allen
Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren.

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5.2 Spielen und Gestalten

Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.

Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen
und Kreativität der Kinder.

Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.

Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den Kindern beim bildnerischen Gestalten durch
vielseitige Materialien kreatives Schaffen ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Fertigkeiten.

Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, sondern die Freude kreativ tätig zu sein und
sich auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst selten eingesetzt.

ae

5.3 Sprache und Sprachförderung

Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen.

in der Kindertageseinrichtung Oxford-Kaserne wollen wir die Sprachentwicklung eines jeden
Kindes positiv beeinflussen. Dies passiert in jeder Alltagssituation und im täglichen Miteinander-
bei gemeinsamen Aktionen, beim Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und
Erlebnissen, im Dialog in der Klein-und Gesamtgruppe. Besonders das vorbildhafte
Sprechverhalten der Erzieherin ist hier von großer Bedeutung.

Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund:

. die Freude am Sprechen wecken

den Grundwortschatz zu erweitern

das Sprachverständnis der Kinder und die Ausdrucksfähigkeit zu fördern
die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben

das grammatikalische Verständnis erweitern

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Diese geschieht durch Bewegungs- und Rollenspiele, Kreisspiele und Lieder, bei kreativen
angeboten, Bild- und Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..

5.4 Musischer Bereich

Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit Musik und Singen von Liedern im
täglichen Stuhlkreis fördern wir die Musikalität.

Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch den Einsatz von verschiedenen
Musikinstrumenten.

55 Natur und Umwelt

Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld.

Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.

5.6 Interkulturelle Erziehung
{in Kooperation mit der Ärztlichen Kinderschutzambulanz des DRK Münster)

Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen. Wir
versuchen täglich diese verschiedenen Kulturen mit einzubeziehen und zu berücksichtigen.
Zudem lernen auch wir immer wieder gerne in gemeinsamen Gesprächen etwas über die
Muttersprache der Kinder, ihre religiösen Feste und Esskulturen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne ist eine Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu
einhundert Flüchtlinge geplant, die bis zur Vermittlung in dauerhafte Wohnungen dort leben
werden. Herkunft, Kultur und Fluchtgründe dieser Menschen sind unterschiedlich. Viele von
ihnen könnten in ihren Herkunftsländern Opfer von Diskriminierungen, Willkür und Gewalt
geworden sein.

Entsprechend den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes verstehen wir es als unsere
Aufgabe, diesen Kindern und Familien eine Betreuung anzubieten, die ihre kulturellen und
individuellen Vorerfahrungen berücksichtigt und ihnen die Ankunft in der neuen Kultur und
Umgebung erleichtert. Die Erfahrung der Kita als erster Lebens- und Lernort der Kinder im noch
unvertrauten Gastland prägen das Bild der Kinder und ihrer Familien von ihrem neuen Zuhause
maßgeblich. Wir eröffnen diesen Kindern und ihren Eltern gute Chancen, durch eine
„Willkommenskultur‘ die erste und schwierige Phase der Ankunft positiv zu gestalten. So wird
eine wichtige Weiche für eine dauerhaft gelingende Integration dieser Familien gestellt.

Voraussetzung, dass dieser Integrationsprozess gelingen kann, ist eine sensibel und
bedarfsgerecht gestaltete Aufnahme dieser Kinder in unserer DRK-Kindertageseinrichtung. Ein
positiver Verlauf dieses Prozesses wird dazu beitragen, mögliche Ängste anderer Familien vor
dieser gesellschaftlichen Gruppe abzubauen, über ein neu gewonnenes Verständnis den
Umgang mit diesen belasteten Familien zu lernen und als Bereicherung zu erleben.

Um biographisch belasteten Kindern im pädagogischen Alltag gerecht zu werden, ist

spezifisches Wissen der pädagogischen Fachkräfte über kindliche Verarbeitungsstrategien
extremer Belastungssituationen und familiäre und kulturelle Ressourcen erforderlich. Möglichst

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genaue Informationen zur Vorgeschichte des Kindes sind zur Einschätzung der kindlichen und
familiären Situation und seines Betreuungsbedarfs unerlässlich.

Mit der Ärztlichen Kinderschutzambulanz ds —
DRK-Kreisverbandes Münster steht den

pädagogischen Mitarbeiter/innen ein Rotaschies
kompetenter Ansprechpartner zur Vermittlung Kreuz

von notwendigem Basiswissen, zur . |
kontinuierlichen Supervision und fachlichen | Ärztliche |

Begleitung zur Seite. Die Mitarbeiter/innen Kinderschutz-
können auf die langjährige Erfahrung der 0 Ambul |
Ärztlichen Kinderschutzambulanz in der Arbeit m ulanz
mit hoch belasteten und traumatisierten Münster

Kindern und ihren Familien im pädagogischen ——
Alltag zurückgreifen.

5,7 Integrative Erziehung (Inklusion)

In der gemeinsamen Erziehung behinderter (und von Behinderung bedrohter) und nicht
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und/ oder
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten
ist die Vermittlung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/
Fähigkeiten. Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und
ergänzen können damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich
wichtige Lernimpulse.

Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit

unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren. Die Kinder nehmen
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen damit

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umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken.

Die integrativ zu betreuenden Kinder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche
Spielbegleitung von einer Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen. Bei Aktivitäten wie z.B.
Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen Projekten entsteht ein
gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. Alle Kinder sollen
gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr Potenzial entfalten
können.

Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von Kindern und ihren
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer inklusiven
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspraxis in einer Kindertageseinrichtung. Die
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu eröffnen, in denen sich Menschen in ihren
Lebensbezügen diskriminierungsfrei wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben
können.

Grundlage für eine inklusive Pädagogik in DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben den
Grundsätzen des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes die verschiedenen
menschenrechtlichen Konventionen, u.a. die UN-Kinderrechtskonvention, die UN-
Behindertenrechtskonvention und weitere Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen
sowie die EU-Grundrechtecharta und das Grundgesetz. Hieraus lässt sich die umfassende
Bedeutung von Inklusion als langfristige gesellschaftliche Aufgabe zur Umsetzung des
Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen. Wir verstehen dieses als eine besondere
konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arbeit in der
Bewegungskindertageseinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne.

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6 Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern

Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt.
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in
Eiterngesprächen besprochen.

Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind,
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten,
Durchsetzungsvermögen, etc..

Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich.

Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit den umliegenden Grundschulen zusammen. Diese
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu geplant.

7 Bildungsdokumentation und Portfolio

Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs- und Entwickiungsprozesse
ihrer Kinder mit Ihnen zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege
vereinbaren zu können. Wir gestalten unsere Bildungsarbeit transparent, damit eine
gemeinsame Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogischen
Team in vielfältiger Weise und an den individuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar
wird.

Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine

Zusammenfassung der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie kognitiver,
motorischer, sozialer und sprachlicher Bereich.

In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die individuell für jedes
Kind als sinnvoll gesehen wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein
eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich-Kompetenz
damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den Ordner mit nach
Hause.

8 Mahlzeiten

8.1 Frühstück

Jedes Kind bringt von zu Hause sein
eigenes Frühstück mit. Hierbei wird auf ein
gesundes und ausgewogenes Frühstück '
wertgelegt. Getränke wie Wasser und
Früchtetee stehen in den Gruppen zur
Verfügung. Bis 10.00 Uhr können die Kinder
das offene Frühstücksangebot wahrnehmen.
So haben sie täglich die Möglichkeit zu
entscheiden wann und mit welchen
Freunden sie gemeinsam essen möchten.

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8.2 Mittagessen

Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu was zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird es
durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt.

Die Kinder der 6 Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr. Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.

Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und religiöse
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.

9 Ruhephasen

Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt
für die Kinder die Ruhephase. In dieser Zeit werden in
den Gruppe oder den Nebenräumen
altersentsprechend Geschichten und Musik zur
Entspannung gehört. Die Kinder können sich auf :
Decken und Kissen ausruhen und zwei Erzieherinnen ;
begleiten die Phase, um eine gemütliche und ruhige
Atmosphäre zu schaffen.

10 Raumkonzept der Bewegungskindertagesstätte

Die Räume im ehemaligen Schulgebäude sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder
eingerichtet. In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine
Sprossenwand und eine Hängematte. Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung stehen
in allen Räumlichkeiten bewegungsanregende Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum
experimentieren anregen werden, zur Verfügung. Im Gruppenraum befinden sich z. B. Bau- und
Konstruktionsbereiche, sowie Rollenspiel- und Kreativbereiche.

In allen Gruppen können die Kinder durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen
mit unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen sammeln.

Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Stofftieren,
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des
Waschraumes sind mit Fotos der Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig
zurechtfinden.

Geplant sind für diese sechs Gruppen- Einrichtung folgende Räumlichkeiten:

1 Mehrzweckraum plus Abstellraum
1 Personalraum

=" 6 Gruppenräume, inkl. "
Garderobenbereiche "

" 6 Nebenräume " 3 Personal-WC incl, Dusche

6 Wasch-WC-Räume mit " 1 Beratungsraum
Wickelbereiche " 1 Büro

1 Duschbereich 1 Küche incl. Abstellraum

6 Garderoben weitere Räumlichkeiten

6 Abstellräume eine Gesamtfläche von ca. 1000 qm
8 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume ein weiträumiges Außengelände

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Aus Liebe zum Menschen.

11 Elternarbeit

In unseren Kindertageseinrichtungen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und
Erzieherinnen von großer Bedeutung. Auch der stetige Austausch z. B. über die heutige
Schlaf- oder Essensituationen der Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder
ihren Gemütszustand aufgrund ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns
wichtig, über für das Kind bedeutende Geschehnisse informiert zu werden.

In der Eingewöhnungsphase:

Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.

In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin‘ zugewiesen, da die
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.

In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt.

Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit
jeden Tag neu abgesprochen wird.

Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung
der Selbstständigkeit des Kindes.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder
ermöglich.

Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiter/innen sind Ansprechpartner für
Fragen zur Entwicklung des Kindes.

In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.

Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit.

Dies geschieht durch:
"= Aufnahmegespräche
= Hospitationen
" Eiternsprechtage / Elternabende
" Tür- und Angelgespräche
" Hausbesuche

Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
= Infowände im Eingangsbereich

Infowände vor den Gruppen

Eiternbriefe

Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge

Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe

Gemeinsam erleben wir Elternnachmittage, Feste und Ausflüge.

Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Oxford-Kaserne | 15

Rotes
Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH i Deutsches

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den gewählten Elternvertretern, die im Eiternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der
Elternvollversammlung gewählt.

In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben
mitzugestalten.

12 Zusammenarbeit

12.1 Zusammenarbeit des Teams

Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothaibmondbewegung enthalten sind:
" Menschlichkeit
Unparteilichkeit
Neutralität
Unabhängigkeit
Freiwilligkeit
Einheit
Universalität

Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln als auch das Miteinander in
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit,
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.

Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter/innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles

Wichtige, die Vor- und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen
von Terminen werden dann besprochen.

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Rotes
Kreuz

Aus Lieloe zum Menschen.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH - Deutsches

Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung eines
Referenten (Fachberatung) relevante Themen zu erarbeiten.

Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren
Planung. Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den
Mitarbeiter/innen z. B. über die Kinderschutzambulanz des DRK-Kreisverbandes Münster
wahrgenommen.

12.2 Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen

In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der Besetzung des Personals. Er ist
verantwortlich für die Einstellung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und
Supervision der pädagogischen Mitarbeiter/-innen.

In Zusammenarbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und Träger
über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch Hilfestellungen bei
administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des Personals gehören
zur gemeinsamen Zusammenarbeit.

Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes
Münster wie zum Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus-
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen.

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Rotes
Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH - Deutsches

12.3 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.

12.4 Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen

Die Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Münster stehen im
regelmäßigen Dialog miteinander und mit den weiteren Einrichtungen des Kreisverbandes. Sie
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes.
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Fachberatung des DRK-Landesverbandes
Westfalen-Lippe e.V.

®

DRK-Kita Gremmendorf

DRK-Kita Horstmarer Landweg
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup)
DRK-Kita Meerwiese (Coerde)
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck)

Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.

12.5 Stadtteilbezogene Zusammenarbeit

Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen und alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder genutzt.

12.6 Zusammenarbeit mit Fachdiensten

Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:

den Kinderärzten

den Logopäden

den Ergotherapeuten

der Frühförderstelle

dem Kommunalen Sozialdienst (KSD )

der Hebammensprechstunde

der DRK-Kinderschutzambulanz (s. Seite 8)

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Kreuz

Aus Liebe zum Menschen.

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13 Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Oxford-
Kaserne

(Fotos: DRK)

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Konzeption_educcare

60703 Zeichen

Kurzkonzept 
 
 
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept  
Kurzfassung für Eltern

2

3    
INHALT  
 
 
1. educcare – Selbstverständnis und Verantwortung    
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern    8 
1.2 Elementare Bildungseinrichtung    9 
 
2. Erziehungs- und Bildungsziele    
2.1 Definition und Verständnis   10 
2.2  Schatzkiste der Kompetenzen  10 
2.3 Klassische Bildungsbereiche  15 
 
3. Wege zum Ziel       
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen  22 
3.2 Methodisches Vorgehen   25 
3.3 Exkurs – eine von vielen Möglichkeiten  29 
 
4. Wege sicherstellen    
4.1 educcare Bildungskindertagesstätten –  
     Qualität und Gewissheit   30 
4.2 educcare als Träger –  
      Verbindlichkeit und Sicherheit  34 
4.3 educcare und Eltern – 
      gemeinsam Verantwortung tragen  36 
 
5. Dynamik der Konzeption   37 
 
6. Kontakt und Verantwortlichkeiten   38

4    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
               EIN KIND IST,  
              WAS IN IHM STECKT

5    
EINIGE WORTE VORWEG  
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter,  Musiker und Maler, Wortak-
robaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker.  Sie stellen eine Menge 
an, ihren Wissensdurst zu stillen und stürzen sich mit Wagemut und einge-
schaltetem Turbo in das tägliche Abenteuer der Entd eckung ihrer Welt. Eine 
Vorstellung von Ursache und Wirkung erhalten bereit s Säuglinge, wenn sie 
eine Rassel durch Strampeln in Bewegung bringen. Wa hre Höchstleistungen 
vollbringen sie, aus den unzähligen Lauten der ande ren sinnvolle Silben- und 
Wortkombinationen zu erfinden. Vergnüglich kommenti eren sie Flugbahnen 
und Fallgeschwindigkeiten, wenn sie Dinge durch die  Gegend werfen. In ihren 
Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Her ausforderungen. 
Spielend sammeln sie Erkenntnisse in der Badewanne zu Schwimmen und 
Sinken und - nicht immer zum Vergnügen der Erwachse nen - zur Wasserver-
drängung. Mit Leidenschaft nehmen sie einen Wecker auseinander oder 
unterziehen die neue Puppe einer dringenden Operati on. Kinder lieben es, 
Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu unte rsuchen und aus ihren 
Forschungsergebnissen überraschende und überzeugend e Schlussfolgerun-
gen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier  bin ich und so ist die Welt!“  
Und all dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unabläs sig auf ihre ganz individuelle 
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich w ie Kinder nun mal sind. 
Einfach nicht vergleichbar.  
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für u ns Erwachsene. Es 
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Ki ndes bedingungslos anzuer-
kennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ih m ab Geburt auf die 
rasante Entdeckungsreise gehen und gleichzeitig Lie be und Schutz gewähren, 
damit es sich von den „Strapazen“ des Weltentdecken s immer wieder in 
unseren Armen erholen kann. 
Eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für  alle Beteiligten - für Eltern 
und das educcare Team gemeinsam. 
 
Mit dem vorliegenden educcare Bildungs- und Betreuu ngskonzept möchten wir 
Ihnen unser Verständnis darlegen, welches Bild wir von den Kindern haben, 
welche Bedeutung wir der frühkindlichen Bildung für  eine glückliche und selbst-
bestimmte Zukunft beimessen und welche Verantwortun g wir für uns daraus 
ableiten. 
Damit wollen wir Sie bei der wichtigen Entscheidung  unterstützen, ob educcare 
der richtige Partner für Ihr einzigartiges Kind und Sie ist.  
 
 
 
Hier bin ich und so  
ist die Welt

6    
1 EDUCCARE - SELBSTVERSTÄNDNIS UND VERANTWORTUNG  
 
Kinder, Eltern, Erzieherinnen, engagierte Arbeitgeb er sowie  innovative 
Jugendämter stellen berechtigterweise hohe Anforder ungen an Kindertages-
stätten. Diese Anforderungen begründen unser Selbstverständnis: 
 educcare Bildungskindertagesstätten sind für Kinde r und Eltern ein 
zweites Zuhause 
 sie verstehen sich als elementare Bildungseinricht ung 
 sie unterstützen Eltern partnerschaftlich bei der Erziehung und der 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie  
 sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufwert ung und 
Weiterentwicklung des Erzieherinnenberufes 
 sie tragen gesellschaftspolitische / gemeindliche Verantwortung  
 
Das den educcare Bildungskindertagesstätten zugrund eliegende Bildungs- und 
Betreuungskonzept basiert auf dem aktuellen Stand d er Bildungsforschung und 
der besten Praxis in nationalen und internationalen  Kindertagesstätten. Dies 
bedeutet, dass die Bestandteile des Konzeptes wisse nschaftlich gesichert und 
in der Praxis erfolgreich erprobt sind. Theoretisch e Grundlagen bilden z. B. 
aktuelle entwicklungspsychologische 
 und lerntheoretische Erkenntnisse aus 
der Neurobiologie und Neurophysiologie sowie aus de n Erziehungswissen-
schaften.    
 
Die Tatsache, dass Kinder zwischen 2.500 und 10.000  wache Stunden bis zur 
Einschulung in der Tagesstätte verbringen und in ih ren ersten sechs 
Lebensjahren vielfältige und in Teilen einmalige En twicklungsmöglichkeiten 
und –chancen haben, unterstreicht die Notwendigkeit  fundierter Praxis.  
Wir verstehen die Vorschulzeit ausdrücklich als prä gende Bildungszeit und 
schätzen sie in ihrer Bedeutung für das spätere Leb en und Lebensglück 
mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgenden (Bildungs)Jahre. 
Gerade vor dieser Bedeutung setzt sich educcare – u nterstützt von seinem Bei-
rat – für einen Zugang unabhängig von Herkunft, Ein kommen und Religion ein. 
Hochwertige Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten  müssen allen Kindern 
offen stehen.  
 
 
 
 
 
Die Tatsache, dass 
Kinder bis zu 10.000 
Stunden in der Tages- 
stätte verbringen 
unterstreicht die Not- 
wendigkeit fundierter 
Praxis 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hochwertige Bildungs- 
und Entwicklungs-
möglichkeiten müssen 
allen Kindern 
zugänglich sein

7    
Das educcare Konzept ist ein verbindlicher Orientie rungsrahmen für die 
pädagogische Arbeit in der einzelnen educcare Bildu ngskindertagesstätte. 
Damit wird Sicherheit für alle Beteiligten erzeugt – für Kinder und Eltern, für 
Erzieherinnen und für den Träger.  
Beispiele für die Verbindlichkeit sind die laufende  Beobachtung und Dokumen-
tation der Entwicklung eines jeden Kindes, der kont inuierliche Austausch mit 
den Eltern über die individuelle Entwicklung und di e pädagogischen Angebote 
sowie auf Mitarbeiterseite regelmäßige Entwicklungs gespräche und intensive 
Fort- und Weiterbildung. 
 
Dem einzelnen engagierten educcare Bildungskinderta gesstättenteam wird 
damit eine solide Basis für eine professionelle päd agogische Arbeit geschaffen. 
Die Umsetzung und Ausgestaltung der Arbeit, d.h. An passung an die 
spezifischen Gegebenheiten vor Ort, liegt bei eben diesem Team 
. Damit 
ermöglicht das Konzept den notwendigen Freiraum, de r genutzt werden kann 
für Individualität, Flexibilität und Kreativität. 
 
Zur Verwirklichung dieser Vorstellungen bedarf es –  gemäss des partnerschaft-
lichen Verständnisses - von den beteiligten Eltern dreierlei:  
 des gemeinsamen aktiven Gestaltens mit dem educcar e Team 
 der umgehenden und offenen Rückmeldung, sofern etw as besonders gut 
läuft oder verbessert werden kann 
 der anfänglichen Geduld, da wir hier gemeinsam etw as Neues aufbauen 
und dies aufgrund der Komplexität seine Zeit benötigt  
 
 
Ein verbindlicher 
Orientierungsrahmen  
bedeutet Sicherheit 
für alle Beteiligten

8    
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern 
 
Der Duft von Äpfeln, die Schmusedecke, auf einem Sc hoß einschlafen, Opas 
Sessel, mit jemandem Gespenster vertreiben oder zum  Mond fliegen, eine 
Kissenschlacht, ein englisches Schlaflied, ein ital ienischer Reim, durchgekitzelt 
werden, jemand, der zuhört, sich ein Loch in die Mü tze freuen, ein großer 
Schokoladenmund, ein Platz für sich allein, trösten de Worte in mein Ohr 
geflüstert, Buchstabensuppe, Lärm machen, träumen, die Lieblingsgeschichte 
dreimal hintereinander hören,  ... 
 
Fügen Sie Ihre eigenen Bilder hinzu und Sie werden sehen: So individuell und 
verschieden sie sind, so einig zeigen sie sich in i hrer (Be)Deutung, was für ein 
zweites Zuhause gefordert und notwendig ist: 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit 
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse 
 
Wir gehen davon aus, dass das einzelne Kind nur dan n das Vertrauen und die 
Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt p ositiv auseinander zu 
setzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Ki ndertagesstätte als 
zweites Zuhause empfindet. Dafür übernehmen wir Verantwortung. 
 
Im Tagesstättenablauf  bedeutet diese besondere Aufgabe für uns 
 liebevolle,  individuelle und sorgfältige Eingewöh nung in die neue 
Umgebung „Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kin d sicherstellen  
 täglich herzliche und authentische Begrüßung und V erabschiedung der 
Kinder und Eltern 
 das einzelne Kind so annehmen, wie es ist und es i n seinen Handlungen 
bedingungslos wertschätzen 
 durch die Teilhabe am Geschehen seine Mitwirkung u nd die Übernahme 
von Verantwortung ermöglichen 
 dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkund ung der Welt bieten 
 
 
 
Zuhause ist der Duft von  
Äpfeln, die Lieblings- 
geschichte ...

9    
1.2 Elementare Bildungseinrichtung 
 
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und zwar von Geburt an. 
 
Verstehen wir Bildung als Begriff, der eine bestimm te Qualität von 
Lernprozessen beschreibt, heißt Bildung in educcare Tagesstätten: 
 Selbstbildung – die auch soziales Miteinander, akt ive Anregung und 
Unterstützung benötigt 
 dem Lernen einen persönlichen Sinn geben 
 eigene Wege finden und gehen 
 Denken, Handeln, Fühlen, Werte mit sich und andere n in Einklang 
bringen 
 Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüp fen 
 
Kinder sind in hohem Maße lernbegierig und eignen s ich mit dem Einsatz ihrer 
ganzen Person neues Wissen über die Welt an. Sie fo lgen ihrer Neugier und 
bringen in individuellen Bildungsprozessen Handeln,  Empfinden, Fühlen, 
Denken und Werte in für sie sinnvolle Zusammenhänge . Sie sind offen für und 
in Teilen angewiesen auf Lernimpulse von Erwachsene n als auch von anderen 
Kindern. 
 
Sie entwickeln sich mit einer scheinbaren Selbstver ständlichkeit, die uns 
beeindruckt, uns in Atem hält und im gleichen Augen blick herausfordert, es 
ihnen gleich zu tun. Als Weggefährten und Wegbereit er von Kindern stellen wir 
uns gemeinsam der Entdeckung der Welt, muten ihnen Abenteuer, Fragen und 
Antworten zu und erleben ihre Begeisterung an ungla ublichen, phantastischen 
und realen Lösungsideen. Zumuten heißt für uns vertrauen, fordern und fördern 
- nicht überfordern. Es heißt: „Ich weiß, dass du d as schaffst. Und ich bin da.“ 
 
educcare berücksichtigt mit diesem Verständnis das hohe Selbstbildungspo-
tenzial von Kindern und bezieht gleichzeitig die No twendigkeit professioneller 
Begleitung durch Erzieherinnen ein. Kindern Raum zu r Eigenentfaltung zu 
geben, ihrer Einzigartigkeit Rechnung zu tragen und  ihnen vielfältige 
Erfahrungsräume zu öffnen, ist Aufgabe von frühkind licher Bildung und 
Erziehung. Diesem Verständnis von Bildung nicht zu entsprechen bedeutet, 
individuelle Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken. 
 
 
 
 
 
 
Bildung heißt Selbst- 
bildung mit aktiver  
verantwortlicher  
Begleitung

10    
2 ERZIEHUNGS - UND BILDUNGSZIELE  
 
2.1 Definition und Verständnis 
 
Ziele beschreiben grundsätzlich einen angestrebten,  zukünftigen Zustand der 
Entwicklung, Verhaltensweisen oder Tätigkeiten von Kindern. Sie sind Leit-
normen, die auf den Lern- und Erziehungsprozess aus gerichtet sind und sie 
sind Voraussetzung für geplantes und reflektiertes pädagogisches Handeln. 
 
educcare beschreibt Ziele als „Muss“ in der pädagog ischen Arbeit mit dem kon-
sequenten Blick „vom Kind aus“. Ziele sind Vorausse tzung, damit Bildungs-
arbeit, d.h. die Entwicklung von Kindern hin zu wel toffenen, fröhlichen, 
selbstbewussten Menschen sowie zu verantwortungsvol len Mitgliedern einer 
Gemeinschaft, stattfinden und gelingen kann.  
 
Zu sein, was in einem steckt, ist Grundverständnis aller Zielformulierungen. 
 
2.2 Die Schatzkiste der Kompetenzen  
 
Jedes Kind – unabhängig von Kultur, Religion, sozia lem Status - muss die 
Möglichkeit haben, sich umfassend zu entfalten und seine Persönlichkeit sowie 
individuellen Potenziale unbeschwert zu entwickeln.  Vertrauen in das eigene 
Können, Kreativität und die prägenden Erfahrungen v on Selbstwirksamkeit sind 
die angestrebten Grundlagen, die das Kind befähigen , das eigene Leben aktiv 
zu gestalten. Sie fühlen sich sicher durch ein Bewu sstsein der Zugehörigkeit 
und in dem Wissen, dass sie einen wertwollen Beitra g zur Welt darstellen. Die 
Vielfalt der Erfahrungen, der Umgang mit Versuch un d Irrtum sowie die 
Fähigkeit der Selbstmotivation sind ein unschätzbar er innerer Reichtum, auch 
oder gerade in einer schnelllebigen, sich ständig verändernden Welt. 
 
Verstehen wir Kompetenz als eine sich lebenslang fü llende Schatzkiste, finden 
wir in ihr die Gesamtheit an Einsichten und Fertigk eiten, über die ein Mensch 
verfügt. „Einsichten“ bedeutet ein Stück Wirklichke it begreifen und 
„Fertigkeiten“ der aktive Umgang mit ihnen. 
  
 
 
 
 
 
 
 
Zu sein was in einem 
steckt, ist Grund- 
verständnis aller  
Zielformulierungen

11    
Zu den einzelnen „Juwelen“ in dieser Schatzkiste ge hören  
 Lernkompetenzen (das Lernen lernen)  
 und Lebenskompetenzen (die Entwicklung grundlegend er sozialer und 
emotionaler  Fähigkeiten) 
 
sowie die „Perlen“ aus den klassischen Bildungsbere ichen  
 Bewegung und Körpererfahrung 
 Sprache und Kommunikation 
 Kunst und Musik 
 Natur und ihre Phänomene 
 Medien und Technik

12    
2.2.1 Das Lernen lernen  
Kinder jeden Alters finden täglich neue Wege, in di e Welt des Wissens 
aufzubrechen. Das, was vorrangig spielerisch ersche int, wird bei näherer 
Beobachtung systematisch, konzentriert und 
 unbeirrbar konsequent. Der 
„heilige Ernst“, mit dem Kinder lernen und ihre - m itunter widersprüchlichen - 
Erfahrungen in neuen Zusammenhängen anwenden, finde t sein Gegenüber im 
mit-forschenden, mit-konstruierenden Erwachsenen . Die individuellen „Wege 
des Lernens“ stellen eine eigene Qualität dar, sind  niemals falsch oder 
unvollständig und auch keine „Primitivform“ des erw achsenen Denkens. Sie 
geben Einblick in die Art und Weise, wie Kinder ler nen und ihre Eindrücke nach 
außen tragen. Im Wechselspiel mit dem begleitenden Erwachsenen finden die 
Kinder heraus, dass sie lernen, was sie lernen, wie  sie lernen und wie sie es 
sinnbringend nutzen können. 
 
Auf lernmethodische Kompetenz zurückgreifen zu könn en bedeutet, sich auf 
neue Situationen, veränderte Anforderungen und/oder  Rahmenbedingungen in 
Alltags- und später im Berufsleben kurzfristig eins tellen zu können und kreativ 
zu (re)agieren.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Unterstützung individueller Lernformen und -wege 
 Fähigkeit, das eigene Lernen einzuschätzen und erf olgreich 
anzuwenden 
 Wissen zu erwerben und zu organisieren 
 Entwicklung von Handlungsstrategien 
 Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen kreativ zur Lösu ng von Problemen 
einzusetzen 
 
Eine effiziente und nachhaltige Vermittlung dieser Kompetenzen setzt 
voraus, dass  Kinder Wissen von Anfang an in lebens nahen, sozialen und 
fachübergreifenden Kontexten erwerben und anwenden können. 
Schwerpunkte der ersten Lebensjahre bilden die Entf altung aller Sinne, 
Wahrnehmung und Bewegung. Erfahrungen mit der Leben sumwelt, und 
Selbsterfahrung in sozialen Bezügen sind eingebette t in ganzheitliche 
Lernangebote. Dies findet eine besondere Ausprägung  in internationalen 
Kindertagesstätten, deren tägliche Arbeit die versc hiedenen Kulturen,  die 
in der Einrichtung vertreten sind, einbindet und widerspiegelt.  
 
Die individuellen Wege 
des Lernens sind eine 
eigene Qualität

13    
2.2.2 Lebenskompetenzen (Ich-sein-wollen und Du-sein-können)  
 
Kinder benötigen grundlegende Kompetenzen im sozial en und emotionalen 
Bereich, um besonderen Anforderungen gewachsen zu s ein. Der Entwicklung 
von „Lebenskompetenzen“ ist eines der zentralen Zie le, Kinder nicht nur im 
Hier-und-Jetzt zu unterstützen, sondern sie auch au f ein Bestehen in der 
„Gesellschaft von morgen“ vorzubereiten. 
 
Entwicklung von Lebenskompetenzen richtet sich auf individuumsbezogene 
Kompetenzen (persönlich, kognitiv, emotional) und  Kompetenzen zum 
Handeln im sozialen Kontext. 
Einen besonderen Schwerpunkt bilden interkulturelle  Erziehung und 
Beteiligung von Kindern als Lernfeld für gelebte De mokratie (z. B. 
Kinderkonferenzen). 
 
Die Entwicklung interkultureller Kompetenz betrifft Kinder und Erwachsene.  
Sie ist Grundlage für ein konstruktives und friedli ches Miteinander von 
Individuen, Gruppen und Gruppierungen mit unterschi edlichen kulturellen und 
sprachlichen Traditionen. Anders-Sein als Chance un d Bereicherung 
anzuerkennen ist notwendig zur Entwicklung einer kulturellen Identität.  
Wir verstehen interkulturelle Kompetenz als komplex en Entwicklungsprozess, 
der auf verschiedenen Ebenen – Wissen, Einstellunge n, Emotionen und 
Handlungen - angesiedelt ist. Er lässt Widersprüche  zu und befähigt durch den 
Wechsel der Perspektiven, mit verschiedenen Erwartu ngen und Normen 
konstruktiv umzugehen. Kinder entwickeln ein Bewuss tsein für unterschiedliche 
Lebensformen und für selbstverständliches Zusammenl eben unterschiedlicher 
Kulturen. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Entwicklung bzw. Verstärkung eines positiven Selbs tkonzeptes (positive 
Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen und -wirksamkei t, kulturelle 
Identität) 
 Fähigkeit zur Selbstregulation (eigene Fähigkeiten  und Möglichkeiten 
nutzen, etwas ausdenken und verwirklichen, sich ent scheiden und 
organisieren, zurückblicken können ...) 
 Soziale Fähigkeiten (Verantwortungsbewusstsein und  –übernahme für 
sich selbst, für andere, für Natur und Umwelt, geschärftes Bewusstsein  
 
 
 
 
Die Entwicklung von 
Lebens-kompetenz ist 
die Voraussetzung für 
das Bestehen in der 
Zukunft

14    
für kulturelle Unterschiede, Kontakt mit den eigenen Gefühlen und 
Erlebnissen, Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, stabile 
emotionale Beziehungen zu Bezugspersonen, positive Beziehungen zu 
Gleichaltrigen, Interessen zurückstellen und kooperieren können ...)  
 Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Nutzung ver baler und non-
verbaler Ausdrucksformen, zuhören, erzählen, eigene Ideen zum 
Ausdruck bringen, konstruktives Denken, Problembewusstsein, Konflikte 
gewaltfrei bewältigen, Mehrsprachigkeit...) 
 Kreativität und Explorationslust (gedankliche und gestalterische 
Spielräume einsetzen, Blickwinkel verändern, Positi onen wechseln, 
etwas herausfinden, hinterfragen und auf den Grund gehen können...)

15    
2.3 Klassische Bildungsbereiche 
 
2.3.1 Von der Stelle kommen  
(Bewegung und Körpererfahrung) 
 
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie 
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessy steme und den Körper und 
machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihr e Umgebung. Sie erleben 
durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas  zu leisten und etwas zu 
bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständig-
keit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können.  
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrument e zur Bildung des 
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägendsten Erf ahrungen für die 
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur  Grundvoraussetzung für 
eine körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale 
Entfaltung. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
Die Förderung der Grobmotorik umfasst unter anderem  
 Entwicklung des Körperschemata (den eigenen Körper  spüren und 
wahrnehmen, sich seiner Relation zur Umwelt bewusst  sein, innere 
Empfindungen spüren...) 
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedli chen Situationen (Ko-
ordination verschiedener Körperteile, Anspannung-En tspannung, zielge-
richteter Einsatz der Muskulatur, balancieren, den Ball werfen, rückwärts 
laufen...) 
 
Die Förderung der Feinmotorik umfasst unter anderem  
 Förderung der Fingerfertigkeit / Handgeschicklichk eit (gezieltes be-
wegen, greifen-loslassen, Handhabung unterschiedlic her Gegenstände 
und Materialien, Klavier spielen, jonglieren, beidh ändig zeichnen, 
Mandelsplitter auf einem Kuchen dekorieren....) 
 Auge-Hand-Koordination (einen Faden in die Nadel f ädeln, Flüssigkeit in 
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...) 
 Vorfreude auf alles, was ein Mensch lebenslang han dhaben kann 
 
 
 
 
 
Bewegung und Wahr-
nehmung sind die 
ersten Instrumente zur 
Bildung des 
Selbstkonzeptes

16    
2.3.2 Spielzeug Sprache 
(Kommunikation und Sprache) 
 
Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonv erbale Kommunikation, 
wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus . Besonders im frühen 
Alter der Kinder besitzt die nonverbale Kommunikati on eine nochmals 
gesteigerte Bedeutung.  
 
Dem Kind vermittelt sich die Sprache (solange es no ch nicht lesen und 
schreiben kann) nur über das Ohr. Es sind die Wörte r der anderen, die das 
Kind wahrnimmt und nachahmt. Es versucht, die Bedeu tung zu verstehen und 
ihren Gebrauch zu übernehmen. Es brabbelt und lallt  nach, bis es irgendwann 
das erste Wort formt. Damit hat Spracherwerb als „P roduktion von Lauten“ 
etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. 
 
Sprache als ein Mittel der Kommunikation erfordert ein komplexes 
Zusammenspiel geistiger und motorischer Fähigkeiten: 
 die Sprache ist eine motorische Höchstleistung. Si e ist demnach 
Bewegung 
 sie ermöglicht Verständigung 
 sie erweitert körpersprachliche Möglichkeiten wie Gebärden, Mimik und 
Gestik. Sprache macht unabhängig von Raum und Zeit 
 Sprache ermöglicht es, unsere Gedanken zu zentrier en und uns mit 
einer Sache besonders auseinander zu setzen. Sprach e steuert, lenkt 
und zentriert die Aufmerksamkeit 
 Sprache ermöglicht es, über unsere eigene Person, unser Denken, 
unser Handeln und seine Auswirkungen nachzudenken. Sprache schafft 
bewusstes Sein -  Bewusstsein 
 Sprache fasst zusammen, ermöglicht Assoziationen u nd Generali-
sierungen. Sprache strukturiert das Denken – die Ko gnition 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Korrekter, bewusster und kritischer Umgang mit der  deutschen 
Sprache und - in einigen educcare Tagesstätten - ei ner zweiten 
Sprache  
 Vergrößerung des allgemein angewandten Wortschatze s 
 
 
Sprache ermöglicht 
Verständigung und 
schafft bewusstes Sein

17    
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz  
 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung z ur Welt (Erfahrungen 
und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können) 
 
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, K lettern, ... – die einzige 
Fähigkeit die nur im beständigen, unmittelbaren Kon takt zu einem Menschen 
gelernt und verfestigt werden kann. Kinder finden i n educcare Tagesstätten 
daher gute Vorbilder, die sie freundlich und anerke nnend unterstützen, ihre 
Sprechfreude anregen, Artikulation, Wortschatz und Grammatik durch ihre 
Sprechweise vermitteln und Kritik sowie Nichtachtung vermeiden. 
 
Bilingualität – Let’s have some fun .… Bienvenue   …  Merhaba .... 
Eine zweite Sprache ist ein Geschenk. Sie schafft Z ugang zu anderen 
Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Inter nationalität. Gerade in den 
ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines sp ielerischen Spracherwerbs 
so gut wie nie wieder. Dies gilt es den Kindern zu ermöglichen.  Ferner 
eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen  in der persönlichen 
Entwicklung.  
 
Im Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der  Kinder neue Worte, Sätze 
und Wendungen zu entschlüsseln. Damit stellt das Le ben in der Tagesstätte 
auch für den Zweitspracherwerb eine ideale Vorausse tzung dar. Gelernt wird 
im sog. „Sprachbad“, durch Hören, Nachahmen, beglei tende Aktivität.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 spielerisches natürliches Kennenlernen, Verstehen und Gebrauchen der 
zweiten Sprache 
 Zweitspracherwerb nach den selben Prinzipien wie d as Erlernen der 
ersten Sprache  (Verständnis der Situation durch die Aktivität) 
 Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kin dern, indem kreative 
Strategien der Kinder aufgegriffen werden, die es i hnen erleichtern, sich 
im „Dschungel“ fremder Laute und Worte zurechtzufin den 
 ausschließliche Nutzung von Fähigkeiten, über die Kinder ohnehin 
verfügen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eine zweite Sprache 
schafft Zugang zu 
anderen Menschen  
und Kulturen

18    
2.3.3 Manchmal fliegt eine Kuh vorbei  
(Kunst und Musik) 
 
Kinder kommen mit einer Fülle von Phantasie und Vor stellungskraft auf die 
Welt. Ihre Entwicklung lebt von Sinneserfahrungen u nd ist eng verknüpft mit 
dem Drang nach Ausdruck, Gestaltung und Kommunikation. 
Der Aufbau von musischen und künstlerischen Fähigke iten ist ästhetische 
Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und d urch das musische 
Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.  
 
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten  den Kindern den 
größtmöglichen Spielraum für die eigene Phantasie e in. Sie stellen den Kinder 
Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbe iten können und schaffen 
ihnen den Platz, der ihrem kindlichen Bedürfnis nac h persönlichem Ausdruck 
und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprache der 
Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die  Kinder Empfindungen, 
Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden T heorien, Ideen von 
etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 aktives gestalterisches Lernen  
 genussvolles Spiel mit Zeichen, Symbolen, Farben, Formen, Materialien, 
dem eigenen Körper... 
 experimenteller Umgang mit unterschiedlichen Ausdr ucksformen 
 Spuren hinterlassen 
 Entwicklung einer persönlichen Bildersprache (auf Papier, in Ton/Stein, 
aus Klang, als Bewegung...) 
 Erweiterung der Lebenskompetenzen 
 
In besonderer Weise werden die Sinne unterstützt. D ie integrative Kunst- und 
Musikförderung betrifft  
 
 den Gehörsinn (z. B. Fähigkeit Laute differenziert  zu hören, Entwicklung 
von Sprachrhythmus und -melodie) 
 den Sehsinn (z. B. Raumorientierung, Wahrnehmung v on Strukturen, 
visuelles Gedächtnis) 
 
 
 
Mit Phantasie über-
fliegen Kinder Grenzen, 
mit Ihren  Erfahrungen 
sammeln Sie Wissen an, 
aus der Verknüpfung 
ziehen sie tiefe 
Befriedigung

19    
 den Tast-, Spür- und Gleichgewichtssinn (z. B. Bew egungswahrnehm-
ung, taktile Wahrnehmung, Orientierung und räumlich es Vorstellungs-
vermögen) 
 
Kreative Medien haben in educcare Tagesstätten eine n hohen Stellenwert. Sie 
verbinden Spaß, Genuss und Erkenntnisgewinn auf bes ondere Weise. Mit Ihrer 
Phantasie überfliegen Kinder Grenzen, mit ihrer Erf ahrung sammeln sie 
Wissen an, aus der Verknüpfung ziehen sie tiefe Befriedigung.  
Und machen (von) sich ein neues Bild...

20    
2.3.4 Am Anfang ist das Staunen  
(Natur und ihre Phänomene) 
 
Kinder haben starkes Interesse an Fragen und Antwor ten aus dem Bereich der 
Natur. Sie wollen die Zusammenhänge ihres lebenswel tlichen Umfeldes 
ergründen. Dieses Interesse gilt es aufzunehmen und  Raum für Entfaltung und 
Ergründung zu schaffen. Den Kindern werden in ihrer  experimentellen 
Forschertätigkeit naturwissenschaftliche Fragen bew usst, aus denen sie mit 
Hilfe der Erwachsenen für sie einleuchtende und nat urwissenschaftlich 
stimmige Erklärungen ableiten. 
 
Ein besonderer Schwerpunkt wird in educcare Tagesst ätten auf den Bereich 
der unbelebten Natur gelegt. Mit der experimentelle n Einführung der 
Phänomene eröffnen sich den Kindern vielfältige Deu tungsmöglichkeiten. 
Staunen - als Ausgangspunkt - regt die Neugier an, weckt den „Forschergeist“ 
und unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen o der die diffuse Kenntnis von 
„etwas“ zu überprüfen. Ihre Deutungen und Erkenntni sse übertragen sie auf 
andere Phänomene, um ihr Wissen weiter aufzubauen. 
 
Die Systematik ihrer Vorgehensweise finden die Kind er in beispielhaften 
Versuchsreihen wieder. Auswahlkriterium für die unt erschiedlichen 
Experimente ist stets das Interesse der Kinder, ihr  (intuitives) Wissen und der 
hohe Alltagsbezug. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
Einbettung naturwissenschaftlicher Themen in die pädagogische Arbeit, wie: 
 Lichtspiele und Seh-Abenteuer (Versuche mit Licht und Schatten, 
Linsen, Lupen...) 
 Experimente mit Luffffffffffffft (Taucherglocke, L öschen einer Kerze durch 
Sauerstoffentzug, den Wind fangen...) 
 Schwimmen und Sinken (Erfahrungen zur Dichte von S toffen) 
Kraftspiele (Versuche mit Magneten, Kompass, Schwerkraft...) 
 
 
 
 
Staunen ist der Aus-
gangspunkt für 
Forschung

21    
2.3.5 Mit Knopf und Maus ein Stück von Welt  
(Medien und Technik) 
 
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik  auf. Sie zeigen Inter-
esse an Funktionen und Verwendung. Bereits von Anfa ng an begeistern sie 
sich für das Telefon, den 
 Cassettenrecorder oder den Kühlschrank. Ihre ersten  
Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ei n- und ausschalten, 
Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben u nterschiedlichen Zugang 
zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nicht s verschließt sich ihrer 
Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, 
agieren und reagieren. 
 
Kinder verstehen die  Bedeutung unterschiedlicher t echnischer Geräte am 
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im All tag erfahren. Radio, CD-
Player, Cassettenrecorder, Telefon, Kamera, PC sind  nur einige Beispiele aus 
der Informations- und Kommunikationstechnik, mit de nen Kinder heute selbst-
verständlich aufwachsen. Medien und Technik müssen als  Bestandteile kind-
licher Erfahrenswelten in die pädagogische Arbeit integriert werden.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 spielerisch-forschender Zugang zu Medien und Techn ik 
 Vermittlung eines sachgerechten, selbstbestimmten und verantwort-
lichen Umgangs mit technischen Geräten und Medien 
 Förderung der Kommunikation und Kooperation durch die gemeinsame 
Auseinandersetzung mit Technik und deren Nutzung 
 Entwicklung altersentsprechender Medienkompetenz i n den Bereichen  
o Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Briefe...),  
o Hörmedien (Radio, Cassettenrecorder...) 
o visuelle Medien (Dias, overhead-Projektionen...) 
o audiovisuelle Medien (Fernsehen, Film, Computer... )   
 
 
 
Medien und Technik 
gehören zu den 
Erfahrungswelten 
von Kindern

22    
3 WEGE ZUM ZIEL  
 
3.1  Wie Kinder die Welt erfassen 
 
3.1.1  ALLE SINNE AUF EMPFANG   
Bis zum sechsten Lebensjahr bildet  sich die Grunds truktur der Nervenverbin-
dungen im Kopf eines neuen Erdenbürgers. In den ers ten zwei Jahren wird 
nahezu alles mit allem verdrahtet und im Kopf eines  Säuglings können bis zu 
zwei Millionen neue Kontakte entstehen - und zwar p ro Sekunde. Alle Sinne 
sind ausgerichtet,  die Welt möglichst unmittelbar und umfassend zu erkunden. 
 
Individuelles  Denken und Fühlen bildet sich zwischen dem dritten  und siebten 
Lebensjahr aus. Dann wird im Kopf sortiert. Nervenv erbindungen, die häufig 
gefordert werden, verstärken sich, wenig genutzte V erbindungen werden 
teilweise unwiederbringbar „eingeschmolzen“. So ent stehen und verschwinden 
Möglichkeiten.  
 
Kenntnisse hierüber erachten wir als notwendige Vor aussetzung für hoch-
wertiges pädagogisches Planen und Handeln. Langewei le und Unterforderung 
beeinträchtigen die gesunde Entwicklung des Gehirns.  
 
Lernangebote und Anregungen erfordern darüber hinau s eine enge Anbindung 
an Gefühle. Was nicht berührt, hat keine Dauer. Je mehr Sinne angesprochen 
und miteinander verknüpft werden, umso nachhaltiger  ist der Effekt des 
Lernens und Verstehens, des Behaltens und Erinnerns . Die Abbildung eines 
Feuers beeindruckt kaum, im Vergleich zum praktisch en Tun des 
Feuermachens. Die Flammen zu sehen, die Wärme zu sp üren, den Rauch 
riechen, das Knistern zu hören und vielleicht noch einer Geschichte in der 
Gemeinschaft zu lauschen, bedeutet eine eigene Erlebnisqualität.  
 
 
 
 
 
In einer Sekunde  
entstehen bis zu  
zwei Millionen neue 
Nervenverbindungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nur was durch die Sinne 
geht, ist von Dauer

23    
3.1.2 Individualität als erzieherische Herausforderung 
 
Jedes Kind hat innerhalb seines genetischen Rahmens  „sein Entwicklungs-
potenzial“. Diese individuelle Ausprägung schafft d ie Grundvoraussetzungen, 
damit sich Fähigkeiten und Verhaltensweisen ausbild en können.  Um sie zum 
Ausdruck zu bringen, zu erproben und weiter zu entw ickeln, ist die Umwelt 
erforderlich. 
 
educcare Tagesstätten sind „Orte des Lernens und de r Entwicklung“. Sie sind 
aufregende Werkstätten, in denen Kinder - und zwar stets individuell und damit 
dem jeweiligen Entwicklungsschritt und der -geschwi ndigkeit angemessen - 
Selbst- und Weltbilder entwerfen. Sie schöpfen aus einer Vielzahl von 
Möglichkeiten, in der jede Frage und jede Antwort e ine Anregung zum 
Weiterdenken bedeutet.  
 
Es gibt kein Entwicklungsmerkmal, das bei gleichalt rigen Kindern gleich ausge-
prägt wäre. Die Vielfalt bei gleichaltrigen Kindern  entsteht, weil Eigenschaften 
und Fähigkeiten von Kind zu Kind unterschiedlich an gelegt sind und unter-
schiedlich rasch ausreifen. Nicht das Alter ist ent scheidend für die Förderung, 
sondern die individuelle Entwicklung des Kindes. Er ziehung 
 zur Individualität 
bedeutet folglich: Das Kind kann seine Stärken entf alten und lernt, seine 
Schwächen anzunehmen. 
 
Damit Kinder umfassend lernen und sich entwickeln k önnen, finden sie in 
educcare Bildungskindertagestätten eine vorbereitet e, zum Entdecken einla-
dende Umgebung und Weggefährten, die Verantwortung übernehmen für eine 
kindorientierte, individuelle Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit vor Ort. 
 
 
Das Kind kann seine 
Stärken entfalten und 
lernt sein Schwächen 
anzunehmen

24    
3.1.3 Exkurs - wie Lernen nicht sein sollte  
 
Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere einen Kindergarten. Das 
Bildungsprogramm bestand aus Rennen, Klettern, Flie gen und Schwimmen 
und alle Tiere wurden in allen Fächern gebildet. 
 
Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als die  Erzieher. Im Fliegen war 
sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein be sonders 
 hoffnungsloser Fall. 
Da sie in diesem Bereich so schlecht war, musste si e immer wieder rennen, um 
das Rennen zu üben, und durfte nicht mit zum Schwim men gehen. Das tat sie 
so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchs chnittlich war. 
Durchschnittlich war aber akzeptabel, deshalb macht e sich niemand Gedanken 
darüber - nur die Ente. 
Das Kaninchen war zuerst im Laufen an der Spitze de r Gruppe, aber es bekam 
einen Nervenzusammenbruch und musste vom Kindergart en 
 abgemeldet 
werden – wegen der vielen Förderstunden im Schwimme n.  
Das Eichhörnchen war Bester im Klettern, aber der E rzieher ließ die 
Flugstunden des Eichhörnchens am Boden beginnen sta tt im Baumwipfel. Das 
Eichhörnchen bekam Muskelkater durch Überanstrengun g bei den 
Startübungen und wurde immer schlechter im Klettern und im Rennen. 
Die mit Sinn fürs Praktische begabten Präriehunde g aben ihre Jungen zum 
Dachs in die Gruppe, als die Bildungskommission es ablehnte, das Buddeln in 
die  Bildungsvereinbarung aufzunehmen.  
Am Ende des Jahres hielt ein anormaler Aal, der gut  schwimmen und etwas 
rennen, klettern und fliegen konnte, die Schlussansprache in zwei Sprachen. 
(Verfasser unbekannt) 
 
 
 
Die Ente musste immer 
wieder rennen, um das 
Rennen zu üben und 
durfte nicht mit zum 
Schwimmen gehen

25    
3.2 Methodisches Vorgehen 
 
 
3.2.1 Spielen, spielen, spielend lernen  
 
Das spielerische Treiben macht  – und das ist wicht ig – für das Kind Sinn.  
Was dem unbeteiligten Erwachsenen oftmals wie ein z ielloses oder will-
kürliches Hantieren mit Dingen und Materialien ersc heint, ist für das Kind eine 
ernste und wichtige Angelegenheit, und zwar unabhän gig von seinem Alter. 
Das Kind arbeitet. Es forscht, probiert aus, unters ucht, spielt mit seinen 
Möglichkeiten. Das Erkunden von Gegenständen über M und, Hände und 
Augen gibt z. B. Aufschluss über Größe, Formen und Eigenschaften. Dem 
wiederholten Herunterwerfen von Dingen kann das The ma „Flugdauer“ 
zugrunde liegen und ein ausdauernd im Kreis laufend es Kind setzt sich 
möglicherweise gerade mit Körper und Raum auseinand er. Wichtig bleibt: die 
Handlung an sich und die Erfahrungen, die das Kind beim Spielen sammelt, 
machen den Sinn seines Spiels aus.  
 
Es übt Verhaltensweisen ein. 
Es erwirbt Fähigkeiten.  
Es eignet sich Wissen an. 
 
Spielen ist universal. Der Ausdruck  des Spiels jedoch ist zeit- und kulturge-
bunden und damit verschieden von Generation zu Generation und von Gesell-
schaft zu Gesellschaft. 
 
Dieses Verständnis schafft die Basis für eine hohe Wertschätzung kindlichen 
Spielverhaltens.  
In educcare Tagesstätten wird der kindliche Spiel- und Erkundungstrieb alters-
entsprechend unterstützt durch: 
 eine Tages- und Zeitstruktur,  
die Raum für „freies“ Spielen ausdrücklich betont 
 ein anregendes Raumangebot,  
das dem Kind ermöglicht, seine spielerischen Aktivi täten frei zu 
wählen, selbstständig aufzunehmen, zu initiieren un d zu 
genießen 
 
 
 
Spielen ist „heiliger 
Ernst“ und unendlicher 
Spaß

26    
 durch „Spielsachen“  
und damit gemeint sind alle Dinge, die sich zum Spi elen 
eignen. Hierfür haben wir die profiliertesten Exper ten an 
unserer Seite: die Kinder 
 durch Erwachsene, die „aktiv mitspielen“, 
indem sie sich - wie im „freien Spiel“ - einlassen und vom Kind 
führen lassen. Initiative und Kontrolle bleiben beim Kind oder 
indem sie - wie in geplanten Angeboten - aktiv Vera ntwortung 
für die Steuerung des Prozesses übernehmen. Die Met hodik 
„Spiel“ wird zur Unterstützung individueller Entwic klungsschritte 
und Interessen oder zur Realisierung von Zielvorste llungen 
genutzt 
 
Während des „freien Spiels“ kommen der Haltung der Erzieherin im Sinne der 
„aktiven Begleiterin“ verschiedene Bedeutungen zu: 
 Sie ist Beobachterin 
Ihre Aufmerksamkeit und ihr „detektivischer Spürsin n“, entspringen 
dem echten Interesse, das Kind näher kennen und ver stehen zu 
lernen. Es gibt keine unwichtigen Fragen oder Theme n, sondern nur 
intensive und sinnvolle Lernprozesse. Was genau int eressiert das 
Kind? Was hat es vor und wie geht es vor? Wie drückt es sich aus? 
 Sie ist „ Weggefährtin und Wegbereiterin“ 
Sie begleitet, agiert, reagiert unter der „Regie“ d es Kindes. Sie mutet 
dem Kind Herausforderungen zu. Sie setzt Impulse un terschiedlicher 
Art, die die Engagiertheit von Kindern fördert und erhöht. Sie belehrt 
nicht. Sie teilt mit dem Kind Interesse und Erstaunen. 
 Sie ist Zuhörerin 
Sie ist da für Kinder, die in unterschiedlichen Sit uationen Rat und 
Unterstützung benötigen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Es gibt keine 
unwichtigen Fragen

27    
3.2.2 Gezielte / strukturierte Angebote 
 
Die Planung konkreter Aktivitäten verfolgt das Ziel , das einzelne Kind und/oder 
eine (Teil)Gruppe im jeweiligen Entwicklungsprozess  zu bestärken. Ein 
besonderes Augenmerk ist dabei gerichtet auf: 
 die Unterstützung individueller Interessen und Stä rken  
 die gezielte Förderung von Entwicklungseinheiten u nd Kompetenzen  
 das Aufgreifen gruppenspezifischer Themen und Unte rstützung der 
Kinder bei der Verwirklichung  
 Beteiligung an Entscheidungsprozesses, Lernen in e iner lebendigen 
Demokratie (z. B. Kinderkonferenzen)  
 die Einbindung präventiver Interventionen (z. B. i n Themen  Motorik, 
Sprache, Gesundheit, Konfliktfähigkeit, Ich-Stärkung...)  
 
educcare hat in seinem Bildungs- und Betreuungskonz ept konkrete Ziele 
festgelegt, die sich aus der Verantwortung für eine  gesunde Entwicklung des 
Kindes ableiten. Der Erwerb bestimmter Lebenskompet enzen und die 
Erfahrungen des Lernens in unterschiedlichen Bildun gsbereichen sollen Kinder 
befähigen, Schritt für Schritt der selbstbestimmten  Gestaltung ihres Lebens 
näher zu kommen.  
Kinder lernen bei educcare in komplexen realen Lebe nssituationen. Daher sind 
Überschneidungen in den Bildungsbereichen notwendig  und gewollt. Gezielte 
Angebote zeichnen sich durch den Direktbezug zu den  Interessen der Kinder 
und durch die Fokussierung auf das aktuelle Thema a us. Ob das Erforschen in 
altersgemischten, in alters- oder entwicklungshomog enen Gruppen stattfindet 
wird je nach Ziel, Thema und Vorkenntnissen entschieden.  
Im pädagogischen Alltag bedeutet dies: 
 das einzelne Kind benennt / die Kinder benennen „i hr“ Thema und er-
fahren die Unterstützung des Erwachsenen auf dem We g der Weiter-
entwicklung und Verwirklichung 
 die ErzieherInnen formulieren ein Angebot aufgrund  von Beobachtung 
und Auswertung 
 die Erzieherinnen formulieren ein Angebot aus den vereinbarten 
Entwicklungs- und Bildungszielen 
  äußere Anlässe (der Bagger vor der Tür, ein Gebur tstag, kulturelle 
Anlässe...) schaffen ein Thema von Interesse und be gründen gezielte 
Angebote 
 
 
 
 
Kinder lernen in 
komplexen realen 
Lebenssituationen

28    
3.2.3 Projektarbeit 
 
In der pädagogischen Arbeit gibt es Ziele, die für alle gelten, aber es gibt kein 
„Programm“, das für alle gleich ist. Projekte, die beim Interesse der Kinder 
gestartet und individuell weiter auf-/ausgebaut werden, sind fester Bestandteil. 
 
Auf- und Ausbau machen deutlich, dass Projekte läng erfristig angelegt sind, 
um eine vertiefende Auseinandersetzung mit den jewe iligen Themen zu 
ermöglichen. Projektarbeit ist ausdrücklich prozess orientiert. Nicht nur das 
Verständnis, die Fertigkeit oder der erstellte Gege nstand stehen im Vorder-
grund, sondern auch der Weg dorthin besitzt höchste Bedeutung.  
 
Dies schließt ein: 
 Untersuchungen (z. B. von Beschaffenheiten, Strukt uren, Größen) 
 systematische Planung (z. B. Entwicklung von Handl ungsstrategien, 
aufeinander aufbauende Arbeitsschritte, Organisatio n von Material, 
unterstützende Ressourcen.... ) 
 Erprobung unterschiedlicher (Lösungs)Wege 
 Abstecher in analoge Bereiche (beispielweise kann ein Projekt „Mein 
Weg zum Kindergarten“ für Kinder interessante Exkur se einbetten z. B. 
zu Licht und Schatten - Sonne, Ampel, Scheinwerfer - zu 
Bodenbeschaffenheiten - Teer, Pflaster, Lehm - zu m athematischen 
Größen und Vorstellungen von Geschwindigkeit... usw.)  
 
Lernen durch forschendes Tun und lernen durch Wisse n finden in Projekten 
eine ideale Ergänzung. 
 
Entsprechend ist die Vorgehensweise der Erzieherinnen in der Projektarbeit ein 
andauerndes, dialogisches Wechselspiel zwischen Kin dern und Erwachsenen. 
Jedes Problem, jede Frage verdient Respekt und Beac htung. Dafür gibt es kein 
vorgeschriebenes Lerntempo. 
 
Die Erziehung von „Welt-Erkundern“ macht jede Erzie herin unweigerlich selber 
zur Forscher- und Entdeckerin. Es gilt zum einem da s Interesse der Kinder 
aufzugreifen und zum anderen - aus der Fürsorgepfli cht heraus - in wichtigen 
Bereichen, die Kinder nicht erkennen können, dieses  Interesse zu erzeugen. 
Das ist mitunter anstrengend, aber der Spaß,  „das gute Gefühl“,  ist - sofern 
man sich darauf einlässt - garantiert, auf beiden Seiten. 
 
Jedes Problem, jeder 
Gedanke, jede Frage 
verdient Respekt

29    
3.3 Exkurs - eine von vielen Möglichkeiten  
 
 
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind entdeckt eines Morge ns auf dem Weg zum 
Kindergarten einen Stein.  
Oder einen schillernden Knopf. 
Oder eine Schneckenschleimspur. 
 
Sie kennen das gut. Kinder entdecken unaufhörlich ä ußerst wichtige Dinge. Sie 
forschen, experimentieren, stellen Vermutungen an u nd fragen uns zuweilen 
Löcher in den Bauch. Sie lachen, streiten, versöhne n sich, sind aktiv und voll 
unbändiger Neugier. Mit enormer Energie und unbestr eitbarem Vergnügen 
widmen sie sich der Auseinandersetzung mit ihrer Um welt, mit Menschen und 
Dingen. Ihre Wirklichkeit ist spannend, ihr Ausdruc k vielschichtig. Und Kinder 
überraschen uns - immer wieder neu.  
 
Mit diesem Bild vom Kind leben und lernen Kinder in  den educcare-
Bildungskindertagesstätten, indem wir sie nehmen un d lassen, wie sie sind. 
Darauf haben sie ein Recht. Und es bleibt die ausdr ückliche Verantwortung der 
Erzieherinnen vor Ort, den Kindern auf ihren „eigen willigen“ (Lern)Wegen zu 
folgen, Erfahrungen zu ermöglichen und die Entfaltu ng und Ausschöpfung ihrer 
individuellen Potenziale sicher zu stellen.  
Wir sind überzeugt: Wenn Kinder ihre Vorstellungen in Taten und persönliche 
Werke umsetzen können, verhilft ihnen dies zu einem  großen Glücksgefühl. Es 
bestätigt ihre Zuversicht, auf der Welt zu sein, um sie zu gestalten.  
Diese Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und  als biologische Realität 
zu akzeptieren ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen 
Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht werden zu können.  
 
Es ist daher kein Zufall, wenn  
der Stein Ihres Kindes vielleicht die ganze Kindert agesstättengruppe 
schnurstracks zum Steinmetz führt,  
der Knopf plötzlich zum Auge eines Drachens wird,  
die Schneckenschleimspur ausgedehnte Experimente mi t Schmierseife auslöst 
– und dies zum Glück für Sie nicht zu Hause, sonder n in der Tagesstätte.  
 
Und das ist garantiert erst der Anfang...  
 
 
 
 
Wenn Kinder ihre 
Vorstellungen in Taten 
und persönliche Werke 
umsetzen können, 
verhilft ihnen dies zu 
großen Glücksgefühlen

30    
4 WEGE SICHERSTELLEN  
 
4.1 educcare - Bildungskindertagesstätten TM  - Qualität und 
Gewissheit  
 
Gelingen im Umgang mit Kindern bedeutet für uns, wi e Kinder zu sein. 
Unbefangen, neugierig, ausdauernd und selbstkritisc h zu entdecken und zu 
erforschen - und zwar die uns anvertrauten Kinder. Ausgangspunkt bildet daher 
das „verstehen wollen“ der Individualität des Kinde s, dessen Stärken, 
Eigenheiten, Geschwindigkeiten, Potenziale und Ängste.  
Auf der Basis dieser wertvollen Entdeckungen wird d ann die Schatzkiste der 
Kompetenzen für jedes Kind durch individuell passen des pädagogisches 
Handeln gefüllt.  
Das pädagogische Handeln schließt ab mit der konzen trierten und 
selbstkritischen Überprüfung, ob wirklich funktioni ert, was wir erreichen wollten 
und wie wir Dinge verbessern können. Unsere Erfahru ngen sind damit zugleich 
Beginn neuer Entdeckungen. 
 
Um diesen Weg verlässlich und erfolgreich gehen zu können, bestehen bei 
educcare: 
 Strukturen, in denen die pädagogische Arbeit statt findet 
 Prozesse, die die Qualität der pädagogischen Arbei t flankieren 
 ein Umfeld, in das die pädagogische Arbeit eingebe ttet ist 
 
4.1.1 Der Individualität auf der Spur 
Individualität als ein Erfolgsfaktor für Glück und Weiterentwicklung ist 
Ausgangspunkt der Bildungs- und Betreuungsarbeit in  den educcare 
Tagesstätten. Um sie aufzuspüren, zu lesen, zu begr eifen und wirklich zu 
verstehen bedarf es professioneller Vorgehensweisen.  
 
Wahrnehmung und Beobachtung sind daher wichtiges Ha ndlungswerkzeug 
und Entscheidungsbasis bei der pädagogischen Planun g, Lenkung und 
Entwicklung individueller Lernangebote.  
Die Auswertung der verschiedenen Beobachtungen muss  zu einer 
Einschätzung des Kindes führen, wo es in den einzel nen 
Entwicklungsbereichen steht, wo individuelle Intere ssen, Stärken und 
Schwächen existieren.   
 
 
 
 
 
 
Strukturen und  
Prozesse garantieren 
Verlässlichkeit und 
Qualität pädagogischer 
Arbeit

31    
Nahezu täglich treffen ErzieherInnen Entscheidungen , die sich auf Verhaltens-
beurteilungen gründen. Deshalb gehört die Fähigkeit  zum systematischen 
Beobachten und Beurteilen zu den unverzichtbaren Gr undkompetenzen jeder 
pädagogischen Fachkraft in educcare Tagesstätten. D er kollegiale Austausch 
im Team stellt darüber hinaus sicher, dass untersch iedliche Beobachtungen, 
Wahrnehmungen und Sichtweisen in die Beurteilung des Kindes einfließen.  
 
Beobachtung ist in educcare Tagesstätten systematis iert. Dabei wird Beob-
achtung nicht als Kontrolle verstanden, sondern aus drücklich als (Be)Achtung 
dessen, was ein Kind tut, wie es sich verhält, was es sagt. educcare 
Erzieherinnen wollen das Kind in seiner Einzigartigkeit verstehen.  
 
Emotionales Wohlbefinden und Engagiertheit des Kind es sind 
 – entsprechend dem Ziel „zweites Zuhause“ – zu Beg inn vorrangige 
Beobachtungsaspekte. Deren positive Einschätzung is t Grundlage für weiteres 
Lernen und die Formulierung erster differenzierter Bildungsziele. 
 
Die Beobachtungsbögen wurden entwickelt, um Erziehe rinnen zu unterstützen, 
die Entwicklung von Kindern deutlich nachvollziehen  und durch die schriftliche 
Dokumentation laufend überprüfen zu können. Eine ze ntrale Stellung in der 
Beobachtung nehmen die Fragen ein: 
 wo steht das Kind mit seinen individuellen Fähigke iten, Interessen und 
Stärken in den einzelnen Entwicklungsbereichen? 
 entwickelt sich das Kind weiter? 
 welche Folgerungen leiten sich ab für die pädagogi sche Arbeit? 
 
4.1.2 Planen und handeln 
 
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individ uelle Ausgangs-
situationen mit den pädagogischen Zielen des Konzep tes und den aktuellen 
Notwendigkeiten zu verbinden.  
 
Im Zentrum der Planung steht die „Schatzkiste anges trebter Kompetenzen“. 
Die Aneignung von Fähigkeiten, Wissen, Strukturen, Einstellungen und 
Umsetzungsformen bilden die Grundelemente, an denen  sich Angebote 
orientieren – entsprechend den Standards der Intern ationalen Baccalaureate 
Organisation (IBO). 
Die Fähigkeit zum 
systematischen 
Beobachten und 
Beurteilen gehört zu 
den unverzichtbaren 
Grundkompetenzen 
jeder pädagogischen 
Fachkraft

32    
Die Planung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Erzieherinnen 
untereinander als auch verbindliche Schlüsselfragen , die Klarheit über das Ziel 
und die Wege zum Ziel bringen. 
Beispiele solcher Schlüsselfragen sind 
 was wollen wir erforschen, herausfinden, lernen, erreichen? 
 wie können wir überprüfen, dass wir erfolgreich war en? Wie wissen wir, 
was wir gelernt haben? 
 wie können wir es am besten verwirklichen? Wie woll en wir vorgehen? 
Welche Methoden, Medien, Menschen, Orte... unterstützen uns? 
 wie können wir andere daran teilhaben lassen, es fe iern, 
demonstrieren? 
 
Die Kinder sind - entwicklungsentsprechend - in die  Planung aktiv 
eingebunden. Sie erfahren so, dass sie kompetent si nd, dass sie Einfluss 
nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können. 
Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder  Idee wichtig zu sein und 
kleine als auch große Welten gestalten zu können.  
Es ist lebendiges Lernen in einer lebendigen Demokratie. 
 
4.1.3 Reflexion und tatendurstig auf ein Neues 
Die Auswertung der pädagogischen Arbeit bezieht sic h auf den konkreten 
Verlauf des Angebotes, auf methodische als auch per sönliche Kompetenzen 
und die Überprüfung, welche Ziele erreicht wurden. 
 
Rundes Gelingen macht Lust auf Wiederholung. Und we nn das nicht gelingt, 
erhöhen Umwege immerhin die Ortskenntnis und werden  als bedeutsame 
Erfahrung für die nächste, ebenso spannende Forschungsreise gewertet. 
Beides garantiert, zu verstehen wie man lernt. 
  
Beispiele für Schlüsselfragen sind: 
 waren die Kinder engagiert beteiligt? 
 waren die Methoden, Strukturen, Vorgehensweisen angemessen? 
 welche „Juwelen“ aus der „Schatzkiste der Kompetenz en“ waren 
besonders angesprochen? 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Reflexion heißt, Erfolge, 
Umwege und Fehler 
gleichermaßen für neue 
Wege zu nutzen

33    
 was hat am meisten beeindruckt? Was war wichtig? 
 was war von gegenwärtiger, zukünftiger oder exempla rischer 
Bedeutung?  
 welche Entwicklungen sind erfolgt, welche Möglichke iten haben sich 
eröffnet? 
 wie können wir weiter lernen? 
 
 
4.1.4 Dokumentation 
  
 
educcare versteht Dokumentation als „anschaulichen Beweis“ pädagogischer 
Praxis.  Sie bezieht sich auf alle Ebenen der Arbei t als auch auf das einzelne 
Kind. 
 
Für Kinder ist es eine unbändige Lust zu demonstrie ren, was sie gelernt haben. 
Dafür steht ihnen Aktionsraum (Erzählkreis, Atelier , Bewegungsraum...), eben-
so wie Dokumentationsraum (Wände, Regale, „Schau-Fe nster“) zur Verfügung.  
 
Präsentationen in den Räumen der Einrichtung (Werke  der Kinder, Fotos, 
begleitende Texte...)   
 wertschätzen die Kinder in ihrem Tun und ihrer Ent wicklung  
 regen an zu Kommunikation, zu Auseinandersetzung m it Gewesenem, 
zu Wiederholung und Veränderung   
 vermitteln Eltern (und Besuchern der Einrichtung) Anregungen und 
Transparenz  über das Geschehen in der Gruppe 
 spiegeln die vielfältigen Verantwortungen und Aufg aben der 
Erzieherinnen 
 
Ein wichtiges Instrument der Dokumentation der Fort schritte ist das „Ich-Buch“, 
das individuelle Portfolio des Kindes. Hier sind We rke des Kindes, Fotos, 
Episoden, Ergebnisse und „Schritte“ gesammelt, die für das Kind und seine 
Entwicklung von Bedeutung sind. Lernen Kinder ihr „ Ich-Buch“ als eine 
Sammlung von Kostbarkeiten kennen, wählen sie gezie lt aus, was einen Platz 
darin erhalten soll. Entscheidungskriterien sind au sschließlich die persönliche 
Bedeutung des Ergebnisses für das Kind und der Wert, den es ihm zumisst. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dokumentation ist 
Wertschätzung

34    
4.1.5 Aufzeichnungssysteme in der pädagogischen Arbeit 
 
educcare hat ein aufeinander aufbauendes System ent wickelt, das 
Erzieherinnen fortlaufend bei der Dokumentation von  Entwicklung und ihrer 
Auswertung unterstützt:  
 Tagebuchaufzeichnungen erzählen ein Stück Alltag a us spontaner oder 
zielgerichteter Beobachtung 
 Der individuelle Entwicklungsbogen dokumentiert di e altersgemäße 
Entwicklung des Kindes an konkreten, beobachtbaren Fähigkeiten in den 
verschiedenen Entwicklungsbereichen. Er bedeutet fü r Eltern Sicherheit, 
dass alle Entwicklungsschritte ihres Kindes beachtet werden 
 Die schriftliche Einschätzung des Kindes fasst die  individuelle 
Entwicklung, besondere Interessen, Stärken und pote ntielle 
Entwicklungsdefizite des Kindes zusammen und beschr eibt pädag-
ogische Folgerungen und mit Eltern gemeinsam getrof fene 
Vereinbarungen 
 
Die regelmäßige Dokumentation hat darüber hinaus da s Ziel, Kontinuität auch 
bei Personalwechsel sicherzustellen. 
 
 
4.2 educcare als Träger - Verbindlichkeit und Sicherheit 
 
educcare trägt Verantwortung für verlässliche Rahme nbedingungen, die die 
pädagogische Arbeit der Fachkräfte maximal unterstü tzen. Dazu gehören u. a. 
Gruppenstruktur und Strukturen des Tagesablaufs sow ie Raumkonzepte und 
professionelles Personalmanagement. 
 
4.2.1 Familienvergleichbare Strukturen   
educcare verfolgt den Stammgruppenansatz. Das bedeu tet,  jedes Kind hat 
eine feste Gruppenzugehörigkeit und hier stabile Be ziehungen zu Kindern und 
Erzieherinnen. So entsteht ein „familien-vergleichb ares Umfeld“. 
Der Betreuungsablauf in den educcare Bildungskindertagesstätten 
TM  ist entlang 
der elementaren Bedürfnisse der Kinder strukturiert . Durch Bringzeiten, 
Essenzeiten, Entspannungszeiten und eventuelle Schl afzeiten sowie 
Abholzeiten ist die Grundstruktur festgelegt. Sie g ibt Kindern und Eltern 
verlässliche Orientierung und Sicherheit.  
 
 
Laufende schriftliche 
Aufzeichnungen 
schaffen die Basis für  
fundierte Einschätzun-
gen, für Transparenz 
und Sicherheit

35    
4.2.2 Verantwortung für Mitarbeiter  
Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsja hren erfordert mehr als 
Intuition - es erfordert absolute Professionalität bei den Erzieherinnen. Dies  ist 
eine Grundvoraussetzung um den Kindern und Eltern g erecht zu werden. Der 
Träger hat - unserer Meinung nach - durch entsprech ende Rahmenbedingun-
gen sicherzustellen, dass diese Professionalität en tstehen und sich permanent 
weiterentwickeln kann.  
Hierzu zählen genaue Auswahl der Kolleginnen anhand  authentischer 
Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, dem erkenn baren Willen zur 
Weiterentwicklung, Bereitschaft und Fähigkeit zur S elbstverantwortung sowie 
Ergänzung des Team hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer 
Schwerpunkte.  
 
Wofür educcare verantwortlich zeichnet:  
 laufende Mitarbeiter-Entwicklungsgespräche mit kla ren Zielen und 
vereinbarten Fortbildungsmaßnahmen  
 intensive Schulung in den für alle Mitarbeiterinne n obligatorischen 
Bereichen: educcare Konzept, Beobachtung, Dokumenta tion, 
Elterngespräche, Angebotsplanung 
 laufendes pädagogisches Coaching durch Träger Fach beratung 
 Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Weiterentwick lung der jeweiligen 
educcare Bildungskindertagesstätte 
 Übernahme von übergreifender Themenverantwortung  
 Entlastung von administrativen Tätigkeiten 
 
 
4.2.3 Räume bilden  
Die Räume in den Kindertagesstätten sind als Erfahr ungswelten konzipiert und 
stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die  Kinder für ihre Bildungs-
prozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivi tät von Kindern, Selbstbe-
stimmung und Verantwortung. Mit ihrem hohen Aufford erungscharakter haben 
sie die Funktion eines „dritten Erziehers“. 
Damit entlasten die Räume auch zugleich die „realen “ Erzieherinnen und 
schaffen Ihnen Freiraum für die Beobachtung oder fü r die Durchführung von 
Angeboten.   
 
 
 
Begleitung der Kinder  
in den wichtigsten 
Bildungsjahren 
erfordert mehr  
als Intuition - es 
erfordert absolute 
Professionalität  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Räume als dritter 
Erzieher schaffen 
Freiraum für die realen 
Erzieherinnen

36    
4.3 educcare und Eltern – gemeinsam Verantwortung t ragen 
 
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind her zlich willkommen und in das 
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieherinnen einbezogen. 
Um das einzelne Kind verstehen und fördern zu könne n und ihm in der 
Einrichtung das Gefühl einer zweiten Familie zu ver mitteln, ist die enge und 
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende 
Voraussetzung. Erforderliche Basis ist gegenseitige  Akzeptanz und Vertrauen. 
Der unkomplizierte und ehrliche Umgang, das authent ische Interesse an dem 
einzelnen Kind, eine offene Atmosphäre und Zeit sch affen diese Grundlage. 
Der Austausch beginnt bei der Eingewöhnung und setz t sich sowohl „beim 
spontanen Kaffee“ als auch bei den institutionalisi erten Elterngesprächen und –
abenden fort. Die regelmäßigen Elterngespräche zur Entwicklung ihres Kindes 
erfolgen im Abstand von 3 Monaten.  
Verbindlichkeit und absolute Vertraulichkeit gegenü ber gemeinsam getroffenen 
Vereinbarungen ist selbstverständlich. 
 
Eltern sollen sich - wie ihre Kinder - in der Tages stätte wohlfühlen. Bring- und 
Abholzeiten laufen deshalb ohne Stress. Auch Eltern  haben ein Recht, in 
educcare Tagesstätten ein zweites Zuhause zu finden  und Zeiten, sich zu 
entspannen. Mit einer Weinprobe vielleicht zum Elte rnabend, Beteiligung an 
Arbeitsgruppen sowie der Öffnung für den Besuch der  Großeltern soll dem 
zweiten Zuhause für Eltern Rechnung getragen werden. 
 
 
 
Der unkomplizierte und 
ehrliche Umgang, das 
authentische Interesse 
an dem einzelnen Kind, 
eine offene Atmosphäre 
und Zeit schaffen 
gegenseitige Akzeptanz 
und Vertrauen

37    
5 Dynamik der Konzeption 
 
Unsere Konzeption wird laufend überprüft und angepa sst. Sobald gesicherte 
Erkenntnisse über Verbesserungspotentiale vorliegen , fließen diese ins 
Konzept und über ein gesichertes Realisierungsvorge hen auch in die tägliche 
Arbeit ein. 
Die Überprüfung und die nachhaltige Verbesserung er folgen anhand 
bestimmter Prozesse. Akteure sind sowohl interne Mi tarbeiter als auch externe 
Berater und Organisationen. Den Austausch mit den E xperten der 
Jugendbehörden sehen wir ebenfalls als unerlässlich an. 
 
Ferner unterstützt der educcare Beirat die weitere Entwicklung von educcare. 
Den educcare Beirat bilden herausragende Personen, die ein ernstgemeintes 
Interesse an der Zukunft unserer Kinder und unserer  Gesellschaft verbindet. 
Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dazu: 
 Prof. Dr. Gisela Lück, Professorin an der Universi tät Bielefeld, mit dem 
Forschungsschwerpunkt Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter 
 Fiona Stollmann, engagierte Bürgerin und Initiator in von Bildungs-
projekten für Kinder und Jugendliche 
 Dr. Patrick Adenauer, engagierter Unternehmer 
 Dr. Günter Bulk, Experte für Qualitätsmanagementsy steme  
 Dr. Traugott Schöfthaler, Generalsekretär der UNES CO Deutschland 
 Prof. Dr. Henning Wode, Begründer und langjähriger  Leiter des 
„Zentrums für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt“ d er Universität Kiel

38    
6 Kontakt und Verantwortlichkeiten 
Geschäftsführung:  
Axel Thelen 
Marcus H. Bracht 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gemGmbH 
Alter Markt 36 - 42 
50667 Köln 
Fon: 0221/ 46619400 
Fax: 0221/ 46619499 
E-Mail: 
info@educcare.de

Beschlussvorlage

1613 Zeichen

Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Genehmigung der Dringlichkeitsentscheidung: Trägerausschreibung für die 
Kindertageseinrichtung auf dem Areal der ehem. Oxford-Kaserne 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
21.08.2014 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
26.08.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
10.09.2014 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
10.09.2014 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
1. Der Rat genehmigt die am 05.06.2014 getroffene Dringlichkeitsentscheidung: 
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtung auf dem Areal der ehem. Oxford-Kaserne 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
s. Dringlichkeitsentscheidung vom 05.06.2014 
 
Begründung: 
Das Verfahren der Trägerausschreibung sowie die Begründung zur Übertragung der Träger-
schaft ist in der Dringlichkeitsentscheidung dargestellt worden (s. Anlage). 
Eine Beschlussfassung durch eine Dringlichkeitsentscheidung war erforderlich, damit im weiteren 
Verlauf der Planung und Umsetzung der Träger mit einbezogen werden kann. 
 
 
I. V. 
 
Gez. 
Dr. Andrea Hanke 
Beigeordnete 
 
Anlagen: 
Dringlichkeitsentscheidung 
Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen: 
1. Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH 
2. Educcare 
3. Outlaw Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0425/2014 
Auskunft erteilt: 
Frau Gerick, Herr Braun, Frau Kratz-
Trutti 
Ruf: 
492-5528 
E-Mail: 
Gerick@stadt-muenster.de  
Datum: 
07.07.2014 
Öffentliche Beschlussvorlage

Educcare_verbindliche Bewerbung_Kita Oxfordkaserne

934 Zeichen

educcare • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Telefon 0 221 466 194 00 • Fax 0 221 466 194 99 • Email info@educcare.de 
Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 144 862 950    
Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB 48030 • USt-Idnr DE226823572 • Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann,  Dr. Patrick Adenauer,  
Dr. Günter Bulk, Dr. Roland Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode 
 
Stadt Münster  
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Leiterin des Amtes 
Frau 
Anna Pohl 
 
48127 Münster 
 
 
 
Köln, 12. Mai 2014 
 
 
 
Bewerbung  
für die Übernahme der Trägerschaft der Kindertagesstätte Oxfordkaserne 
 
 
 
Sehr geehrte Frau Pohl, 
 
educcare möchte sich hiermit für die Übernahme der Trägerschaft der Kita „Oxfordkaserne“ 
mit einem Trägeranteil von 1% bewerben.  
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
 
Iris Lategahn

DRK Münster Verbindliche Bewerbung Kita Oxfordkaserne

1224 Zeichen

Aus Liebe

DRK Münster Sozialwerk gGmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anna Pohl

Hafenstraße 30

48127 Münster

Münster, 09.05.2014

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung
in Gievenbeck, ehemalige Oxfordkaserne

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Ihr Zeichen: 51 12 0011

Sehr geehrte Frau Pohl,

für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch
am 08.05.2014 herzlichen Dank.

Der DRK-Kreisverband Münster ist gerne bereit, die Trägerschaft für

die Kindertageseinrichtung in Gievenbeck, ehemalige Oxfordkaserne, zu
übernehmen und einen Trägeranteil von 1,5 % zu leisten.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit ei Gruß

SQ

Deutsches
Rotes
Kreuz

zum Menschen.

DRK Münste
Sozialwerk gGmbH

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Tel. 0251 37 880

Fax 0251 37 8855
www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de

Geschäftsführerin
Gudrun Sturm

Tel. 0251 / 37 8827
Fax 0251 / 37 88 55
g9.sturm@DRK-muenster.de

Vorsitzende/r des
Aufsichtsrates: NN

Registernummer HRB 14637
‚Amtsgericht Münster

Steuernummer
337/5906/1913

IBAN

DEO4 400501500000551432
BIC

WELADED1MST

OUTLAW_verbindliche Bewerbung Kita Oxfordkaserne

998 Zeichen

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Oxstlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe 35mbH

Münsterstraße 105 « 48268 Greven

OUTLAW gGmbH + Postfach 15 49 + 48954 Greven Tel.0 25 71/95 39-0
Stadt Münster Fax 0 25 71/95 39 39
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien . wwvw.outlaw-jugendhilfe.de
Anna Pohl info@outlaw-jugenchilfe.de
Hafenstraße 30
48145 Münster

Münster, 06.05.2014

Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung auf dem Areal der ehem. Oxford-Kaserne in
Gievenbeck

Sehr geehrte Frau Pohl,
vielen Dank für das freundliche Gespräch gestern in Ihrem Hause.

Gern bestätigen wir unsere Bereitschaft, die Trägerschaft zu übernehmen und einen Eigenanteil in
Höhe von 1,5 % der KiBiz-Jahrespauschale zu leisten.

Für weitere Informationen und Gespräche stehen wir gern zur Verfügung.

Mit freundlic n Grüßen

l_ 1 .
= DER PARITÄTISCHE

UNSER SPITZENVERBAND Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener
Amtsgericht Steinfurt - Handelsregisternummer: HRB 2853 + Steuer-Nr.: 327/5866/0160

Konzeption_Outlaw

19784 Zeichen

Bewerbung für die Trägerschaft der

Kindertageseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Odtlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Ostlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhlife gGmbH

Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung des Trägers Seite 3
1.1. Die OUTIAW gGmbH Seite 3
12 Kita&’More Seite 3
2. Pädagogisches Konzept Seite 5
27  Situationsorientierter Ansatz Seite 5
22  Parlizipation Seite 5
2.3  Eiziehungs- und Bildungspartnerschäft Seite 6
24  Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Seite 6
25  Integration/inklusion Seite 7
26 Sprachförderung Seite 8
27 Spielend lernen Seite 8
28 Bewegung Seite 9
29 _ Sozialraumorientierung Seite 9
2.10  Geschlechterorientierung Seite 10
3, Flexible Betreuungszeiten Seite 10
4 Raumkonzept Seite 11

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Ostlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

1. Vorstellung des Trägers
7.7 OUTLAW gGmbH

Die OUTLAW gGmbH - das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder- und
Jugenchilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien Unterstützung und Beratung

erfahren.

„OUTLAW" - so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff — und in zwei Wohngruppen im Raum
Greven — wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit
Beginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen.

Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.

Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem
breiten ‚Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die
Kindertagesbetreuungsangebote sind. Ein Blick auf die aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung
seit ihrer Gründung mit dynamischen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen lebt. In diese
Prozesse sind sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die Mitarbeiterinnen in ihrer Arbeit mit Kindern,
Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch veränderte gesellschaftliche Bedingungen und
daraus resultierende Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe, die Einflüsse auf die

Rahmenbedingungen der Arbeit haben.

Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und
Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

1.2 Kita&More

Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&®?More
zusammen gefasst. In der Region West begann unser Engagement im Bereich der
Kindertagesbetreuung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in Münster. Seither ist
dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch die Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer

Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Oxstlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

In Münster und im Münsterland sind wir an folgenden Standorten vertreten: Gievenbeck, Sprakel,
Wolbeck, Uppenberg (ab Ende 2014), Ostbevern und Ostbevem-Brock, Ochtrup und Altenberge.

Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf

die Bedarfe der Kinder und Eltern,
den Sozialraum,
die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung,

die Kooperationsmöglichkeiten,

die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt.

Kita & More steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, sondern
umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den
Sozlalraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern.

Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuellen Lösungen zu suchen und begleitet

deren Umsetzung.

Kita & More ist Partner für Eltern, Kommunen und. andere Einrichtungen. Im Vordergrund steht für uns
die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung

anbietet.

Kita & More engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen
Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte

Frühkindpädagosik.

Kita & More steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planung und Finanzierung von neuen
Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führen wir in Kooperation mit den Kommunen und

anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Oxstlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe 3GmbH

2. Pädagogisches Konzept

Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen
gemöß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die dort beschriebenen Inhalte und
Bildungsbereiche fließen in unsere Arbeit ein und finden Berücksichtigung bei der

Konzeptentwicklung.

Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtung ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal.
Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs-,

Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht.

27 Situationsorientierter Ansatz

Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen gemäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem
Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt
der pädagogischen Arbeit. Die Erzieherinnen beobachten das Kind in seinen sensiblen
Entwicklungsphasen und stimmen die pädagogischen Angebote darauf ab. Aus diesen
Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die thematisch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach- und
Fachgebiete werden auf diese Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung
der verschiedenen Kompetenzen (Sachkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz),
Sprache, mathematische Grundlagen sowie \Wahrnehmungsbereiche und Motorik, wird die

ganzheitliche Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert.

Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und
zu verarbeiten. in künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und

Verantwortungsgefühl zu bewältigen.

22 Partizipation

Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbestimmungsmöglichkeiten für sie sind zentrale
Anliegen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse fördern die Entscheidungsfähigkeit, das
Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikationsfähigkeit und die Problemlösekompetenz.
Partizipation bedeutet im Kita-Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche

Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

f
ı
}

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Oxstlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemeinschaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen

demokratisches Handeln näher.
2.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften

Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern ist das gemeinsame Engagement für
das Kind, der vereinte Blick auf die Entwicklung und den Bildungsstand des Kindes und der
regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligten Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die
Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unterstützen. Wir achten besonders darauf die
elteriche Kompetenz nicht mit unserem professionellen Erziehungs- und Bildungsauftrag und unseren

fachlichen pädagogischen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen.

Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt werden. Wir beraten sie in
Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder,
ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns
an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen

hinsichtlich der Gestaltung der Angebote.
Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns:

® Aktive Teilhabe von Eltern

® Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern
@ Familienberatung und Familienbildung

® Aufbau und Nutzung von Netzwerken

24 Eingewöhnung und! Gestaltung von Übergängen
Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und seine Familie eine große Herausforderung. Es
müssen Strategien entwickelt werden, um mit dem Neuen, Unbekannten umgehen zu können.
Folgende Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant:

® Von der Familie in die Kindertageseinrichtung

@ Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung

@ Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe

@ Von der Kindertageseinrichtung in die Schule

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck 61

Wir finden den Weg. Gemeinsam,

SE W

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

für viele Kinder und Eltem ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie
machen. Deshalb ist es uns wichtig für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder
zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, die auf der Suche nach einer Kita sind, unsere
Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit
Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Kindes und seiner Familie, wenden sich die
Erzieherinnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. Sicherheit, das Gefühl angenommen zu sein,
Geborgenheit und Vertrauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale, helfen den Kindern, sich auf
Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während cler gesamten Eingewöhnungszeit werden
die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m Erzieherin begleitet. Wir arbeiten

dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“.

Neben dem Wechsel innerhalb der Einrichtung, von dem Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist
der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grundschule ein weiterer bedeutender Prozess, dem
wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seiner individuellen
Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge,
kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständigen Grundschule diesbezüglich für unerlässlich. In
unseren Augen nutzt die Grundschule idealer Weise die Informationen, die sie aus der
Bildungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräften der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen
kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an.

25  Integration/inklusion

Die integrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die

ersten Projekte basierten auf dem Grundwert angemessene Teilhabe zu ermöglichen.

Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Alters und
Geschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer
und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädchen und Jungen erleben im täglichen Miteinander
ganz selbstverständlich, dass Menschen verschieden sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist
von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der frühen Sozialisation werden die Grundsteine
gelest für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns

unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg, Gemeinsam.

Ostlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

Dafür ist.eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilhabe aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen

und Lernstrategien wie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat.

26 Sprachförderung

Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die alltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element
und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Kindern, die einer weiteren Unterstützung und
besonderen Förderbedarf ihres Sprachvermögens bedürfen. Sie verlangt eine differenzierte
Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der Kinder berücksichtigt und Besonderheiten des
Lebensumfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass die Ansatzpunkte zur Sprachförderung von

Kind zu Kind unterschiedlich sein können.

‚Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die Erzieherinnen, indem sie viel Wissen über die aktuelle und
allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Erfahren Kinder ein echtes Interesse an ihren
Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, werden sie sich mitteilen wollen und dabei
zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wichtig, dass die Erzieherinnen eine vertrauensvolle
Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädchen und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren

Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden.

Das Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass unsere Münsteraner
Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bundesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache &
Integration“ sind. Die Kita Gescherweg hat sich darauf aufoauend erfolgreich als „Konsultationskita“
beworben und dient damit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der

sprachpädagogischen Arbeit mit Kindem im Alter bis zu drei Jahren.

2.7 Spielend lemen

Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen
Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spiel- Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten
anbieten. Hierzu zählen großzügig sestältete Spie- und Erprobungsräume sowie
gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spiel werden Lernprozesse angeregt,
und Kompetenzen, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Selostbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit,

Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit gestärkt.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Ostlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-emotionale
Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Kindes werden von der Vielfältigkeit der
Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen Bedingungen, die ihnen ein intensives
Spielen erlauben und Menschen, die sich als aktive Mitspielerlnnen von Kindern verstehen. Beides

bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrichtungen.

28 Bewegung

Das Kind erschließt sich seine Welt durch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die
Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen fördert die Intelligenz und hat auch
Auswirkungen auch die Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik.

Bewegungserziehung ist nicht nur auf eine Förderung der motorischen Entwicklung ausgerichtet,
sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotionalen, sozialen, geistigen und körperlichen
Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder heute mit unterschiedlichen körperlichen
Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertageseinrichtung kommen, wie z.B.
Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, unausgewogene Emährung,
sehen wir uns im Sinne einer umfassenden Gesundheitsprävention verpflichtet, Bedingungen zu
schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern. Wir

bieten den Kindern eine angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen.

Zum Bewegunsskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können sich
jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B. in Traumstundenzeiten oder bei

körperwahrnehmunssspielen.

2.9 Sozialraumorientierung

Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und strukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW
insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konzeption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere

‚Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg. Gemeinsam.

Osstlaw

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe g5mbH

Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote
in ihrem jeweiligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer
räumlichen Umgebung vertraut und diese altersgerecht begreifoar zu machen. Die Ressourcen des

Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit.

Wir verstehen unsere Kindertageseinrichtungen als moderne Service-Zentren für Familien. So gibt es
Eltern-Cafes, Elternberatung, Kinder-Elternnachmittage, Workshops und Kurse zu familienspezifischen

Themen, Familientrödel usw.

2.10  Geschlechterorientierung

Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jungen und berücksichtigen die spezifischen
Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene
Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Um dies zu gewährleisten

streben wir einen deutlich höheren von männlichen Fachkräften an.

Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn sie sind beide für die
Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, die Arbeit und den Alltag in der

Kindertagseinrichtung mitzugestalten.

3. Flexible Betreuungszeiten

In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs- und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und
gleichzeitig am Kindeswohl aus. In einigen unserer Einrichtungen in Münster bieten wir bereits die sog.

"Extrazeit' an, um die Familien bei der Betreuung ihrer Kinder im Bereich der Randzeiten zu

unterstützen.

Allen Kindern und Familien gewährleisten wir ein fachlich pädagogisches Betreuungsangebot, mit guter
Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungszeit. Wir bieten den Eltern flexible
Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuungsangebot, dass es ihnen ermöglicht Beruf und

Familie gut miteinander zu vereinbaren.

Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein, auch während der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen

vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass jedes Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei

Wochen Urlaub von der Kita hat.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Wir finden den Weg. Gemeinsam,

Osstlaw

Geseilschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

4. Raumkonzept

Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglicher Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit

Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden.

Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse spielt die räumliche Umgebung eine wesentliche
Rolle. Denn Räume, sowohl Innen- wie auch Außenräume, wirken auf Kinder unmittelbar und
nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindliche Bedürfnisse berücksichtigen, können sie die
Entwicklung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier wecken und vielfältige Anregungen geben.
Gleichzeitig können Räume eine angenehme Atmosphäre vermitteln, die den Kindern Schutz und

Geborgenheit bieten.

Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfnissen gerecht werden, müssen sie einerseits
bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexibilität, etwa durch bewegliche
Elemente ermöglichen, um z.B. an die mit dem Alter veränderten Interessen, oder auch für Kinder mit
einem Handicap, angepasst werden können. Sie soliten übersichtlich sein, aber doch Vielfalt
ermöglichen. Sie sollen geschützte Bereiche (Nischen) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und
Spiele zu zweit oder dfitt bieten, die anspruchsvollen Tätigkeiten der älteren Kinder von Störungen
abschirmen und gleichzeitig auch Raum geben, für die gesamte Gruppe. Diese Anforderungen

berücksichtigen wir bei der Gestaltung der Räume.

Kindertagseinrichtung in Gievenbeck

Dringlichkeitsvorlage

17606 Zeichen

D/0018/2014 1 
 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien 
 
 
 
 
 
 
 
Dringlichkeitsentscheidung 
 
 
 
 
 
 
Betreff: 
 
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtung auf dem Areal der ehem. Oxford-
Kaserne 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägersc haft für die oben genannte 
Kindertageseinrichtung wie folgt (siehe Begründung zu Ziffer 3): 
 
1.1. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk 
gGmbH  (DRK) wird die Betriebsträgerschaft für die Kindertagesei nrichtung Oxford-
Kaserne  im Stadtbezirk Münster West (Gievenbeck) übertragen.  
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Dezember 2014. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflich ten werden folgende vertragliche 
Vereinbarungen entsprechend der nachfolgenden Punkte getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung Oxford-Kaserne werden vertragliche Regelungen 
zur Trägerschaft  (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger DRK Mü nster, 
Sozialwerk gGmbH und der Stadt Münster getroffen.  
Mietvertragliche Regelungen  werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und 
dem Träger DRK Münster, Sozialwerk gGmbH (Mieter) getroffen.

D/0018/2014 2 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebn isplan (hier: städtischer Anteil an 
den Betriebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung O xford-Kaserne betragen auf der 
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 
• für Dezember 2014 = 79.271,75 € 
• für 2015ff. =  957.206,43 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Träger 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
Städt. 
Anteil 
BKZ 
gesamt 
 1 2 3 4 5 6 7 
DRK 91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 1,5% 7,5% 62,5% 
 
 Dezember 2014 2015 
Trägeranteil Trägeranteil Träger 
Angebot Städt. 
erforderlicher 
Zuschuss 
Städtischer  
Anteil  
gesamt 
Angebot Städt. 
erforderlicher 
Zuschuss 
Städtischer  
Anteil  BKZ 
gesamt 
 5 6 7 5 6 7 
DRK 1.189,08 € 5.945,38 € 49.544,85 € 14.358,10 € 71.790,48 € 598.254,02 € 
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung wird durch freiwillige s tädtische Zuschüsse (FwZ) zum 
Trägeranteil an den Betriebskosten wie folgt finanziert: 
 
Teilergebnisplan - Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgrupp
e 0601 Förderung von Kindern in 
Tagesbetreuung 
   
Zeile 15 Transferaufwendungen    
 
 
 
1.1 FWZ Kita Oxford-Kaserne 
2014 
2015ff. 
5.950 
71.790 
Deckung der 
BKZ aus 
Ansatz 2014: 
67.996.340 € 
Ansatz 2015: 
68.826.430 € 
Insgesamt   2014 
2015ff. 
5.950 
71.790 
 
    77.740

D/0018/2014 3 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte E rrichtung dieser neuen 
Kindertageseinrichtung beschlossen (Vorlage V/0092/2014 und V/0092/2014/1). 
 
Diese Kindertageseinrichtung beginnt zunächst mit folgenden Gruppen.  
 
• 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren  (G1) 
• 2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren  (G2) 
• 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren  (G3) 
 
 
Die Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jähr lich zu vereinbarenden 
Rahmenstrukturen bedarfsgerecht weiterentwickelt. 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses  hat der Rat der Stadt Münster 
beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung en an einen geeigneten freien Träger der 
Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft  
 
Mit dem Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträ gerschaft der neuen Einrichtung ist am 
03.04.2014 begonnen worden. 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft 
gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tä tigen Träger und der Träger ISS, der 
bereits an früheren Bewerbungsverfahren für Kindert ageseinrichtungen in Münster 
teilgenommen hat, wurden über die Planungen der Sta dt Münster zur Errichtung dieser 
Einrichtung informiert und gebeten bis zum 28.04.2014 ihr Interesse an einer Übernahme der 
Trägerschaft mitzuteilen. Diesbezüglich erfolgte eine Pressemitteilung am 09.04.2014. 
Ihr Interesse bekundet haben (in alphabetischer Reihenfolge): 
 
• Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH, Z umsandestraße 25/27, 48145 
Münster 
 
• Educcare, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
 
• OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gG mbH, An der Germaniabrauerei 6-
8, 48159 Münster 
 
 
Der Träger Schule, Jugend, Kids & Co e. V., An der Hansalinie 10b, 48163 Münster hat 
zunächst eine Interessensbekundung abgegeben, diese  aber im Laufe des Verfahrens 
wieder zurückgezogen. 
 
Mit den drei o. g. Trägern wurden zwischen dem 05.0 5.2014 und 09.05.2014 Gespräche 
geführt. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließ enden, verbindlichen Bewerbung war der 
12.05.2014. 
 
Alle oben genannten Träger haben sich nach der Interessenbekundung und den Gesprächen 
für die Übernahme der Trägerschaft verbindlich beworben: 
 
• Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH, Z umsandestraße 25/27, 48145 
Münster

D/0018/2014 4 
• Educcare, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
 
• OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gG mbH, An der Germaniabrauerei 6-
8, 48159 Münster 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übe rsandt, die der Anlage 1-3 zu 
entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche  Trägergespräche an Hand der 
nachfolgenden Kriterien geführt. 
 
Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen 
 
• Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindert agesbetreuung  
• Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Trä ger 
 
Durch die gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsg esetzes (KiBiz) müssen Träger hohe 
Anforderungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung er füllen. Die Kenntnis der 
Anforderungen an frühkindliche Pädagogik, das Vorha lten von qualifizierter Fachberatung 
und die Flexibilität zwischen mehreren Einrichtunge n (z. B. Personalflexibilisierung bei 
Ausfallzeiten etc.) sind heute wichtige Voraussetzu ngen, um diese gesetzlichen Standards 
erfüllen zu können. Für den Betrieb einer Einrichtu ng ist das Vorhalten aktueller 
Referenzeinrichtungen deshalb ein wesentliches Kriterium. 
Bei Trägern, die bereits Kitas in Münster betreiben , liegen zusätzlich Rückmeldungen von 
Eltern vor. Erfahrungen in der Kooperation mit dem Träger liegen dem öffentlichen 
Jugendhilfeträger ebenfalls vor. 
 
Kriterium: Fachliches Konzept: 
 
• Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung 
• Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangebot en 
 
Fachliche Konzepte, die sich an aktuellen gesellsch aftlichen Erfordernissen und einem 
umfassenden Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsau ftrag ausrichten, sind 
Grundvoraussetzung für den Betrieb einer Einrichtung. 
Aussagen wie z. B. zu Möglichkeiten von flexiblen K indertagesbetreuungsangeboten oder 
aber Erfahrungen eines Trägers in diesem Bereich er möglichen Eltern eine bessere 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fließen als Entscheidungskriterium mit ein. 
Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen: 
 
• Bereitschaft, die Arbeit an den Bedürfnissen der K inder und Eltern im Sozialraum unter 
Berücksichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten 
• Kooperationsbezüge und Vernetzungsbestrebungen im Stadtteil, und zu anderen 
Professionen ( z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen… …) 
• Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer An bieter aus dem Stadtteil, 
• Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote 
 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen ermöglichen die 
Nutzung von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit e iner Einrichtung erhöhen (siehe auch 
Wirtschaftlichkeit). 
Stadtteilbezogene Angebote werden bedarfsgerecht au sgebaut und weiterentwickelt, wenn 
die Akteure des Stadtteils sich hierzu entsprechend  regelmäßig vernetzten. Vernetzung kann

D/0018/2014 5 
u. a. in Stadtteilarbeitskreisen oder auch Familienzentren erfolgen. 
Bereits vorhandene Erfahrungen in der Konzeptentwic klung von Kitas zu Familienzentren 
verdeutlichen ergänzend ein hohes Interesse im Bereich der Vernetzung. 
 
Kriterium: Wirtschaftlichkeit: 
 
• verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Träg eranteil für den Betrieb der 
Einrichtung. 
 
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirts chaftlichkeit des Haushaltes der Stadt 
Münster sind Aussagen zu dem erwartenden Trägerante il ein Kriterium zur Entscheidung für 
einen Träger. 
Daneben entstehen Synergien in diesem Bereich bei T rägern, die mehrere Kitas in Münster 
betreiben. Dann können beispielsweise gemeinsame Fo rtbildungen und Fachberatung der 
Erzieher vor Ort stattfinden. Im Krankheitsfall von  Erziehern können hohe Vertretungskosten 
vermieden werden (KiBiz-Budget). Personal kann flex ibel eingesetzt werden. Vorhandene 
Synergien können finanziell einen Ausgleich zu nominal höheren Trägeranteilen bieten.

D/0018/2014 6 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
DRK Münster, 
Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
Kitas in Münster 
 
Fünf Kitas, davon eine im 
Stadtteil Gievenbeck in 
unmittelbarer Nähe zur 
Oxford-Kaserne 
 
 
Rückmeldungen der Eltern 
 
Gute Rückmeldung Eltern 
 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster  
Gute Erfahrungen in 
Zusammenarbeit mit der Stadt 
Münster  
 
fachliche Ausrichtung 
 
• Alle fachlichen 
Anforderungen umfassend 
erfüllt 
• Schwerpunkt interkulturelle 
Erziehung 
• Zusätzlich geplante 
Zertifizierung zur 
Bewegungskita mit dem 
Schwerpunkt Ernährung 
 
 
Öffnungszeiten 
 
Regelöffnungszeiten:  
07.00-17.00 Uhr  
 
 
Randzeiten und flexible 
Angebote  
darüber hinaus gehende 
flexible Buchungsangebote 
06.00-19.00 Uhr 
Schließzeiten bzw. jährliche 
Öffnungszeiten nach 
Abstimmung mit Elternbedarf 
 
 
 
 
 
 
 
Kooperationsbezüge im 
Stadtteil und Einbeziehung 
gewachsener Strukturen und 
anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil  
• Kooperation mit 
bestehender Kita in 
Gievenbeck 
• Bereits Teilnahme am 
Stadtteilarbeitskreis und 
bestehende, gute 
Vernetzungen, insbe-
sondere zu den Schulen,  
• spezielle Beratungsdienste 
wie Kinderschutzambulanz 
im Zusammenhang mit 
interkultureller Erziehung 
• Interesse an einer 
Kooperation mit dem TSC 
Gievenbeck bzgl. einer 
Bewegungskita 
 
Trägeranteil 
 
1,5 %  
 
 
Synergien durch 
 
• Gemeinsame 
Fortbildungen für Erzieher 
• Fachberatung vor Ort 
• Vermeidung hoher 
Vertretungskosten im 
Krankheitsfall von 
Erzieher/-innen 
(KiBizbudgets) durch 
flexiblen Personaleinsatz

D/0018/2014 7 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
Educcare 
 
 
 
Kitas in Münster 
 
Eine Betriebskita in Hiltrup 
(BASF) 
 
 
Rückmeldungen der Eltern 
 
Gute Rückmeldung der Eltern 
 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster  
Gute Erfahrungen in 
Zusammenarbeit mit der Stadt 
Münster in Zusammenhang 
mit der bestehenden 
betrieblichen Kita 
 
 
 
fachliche Ausrichtung 
 
Alle fachlichen Anforderungen 
umfassend erfüllt 
 
 
Öffnungszeiten 
 
Öffnungszeiten von 10 
Stunden möglich  
 
 
Randzeiten und flexible 
Angebote  
Buchung von zusätzlichen 
Stunden jederzeit möglich 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kooperationsbezüge im 
Stadtteil und Einbeziehung 
gewachsener Strukturen und 
anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil  
• sollen entwickelt werden 
 
 
Trägeranteil 
 
1 %  
 
 
Synergien 
 
• In Münster begrenzt, da 
zurzeit nur eine Kita in 
Münster 
• Zweiter Standort wichtig 
für den Träger, um weitere 
Synergien entwickeln zu 
können

D/0018/2014 8 
 1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
OUTLAW 
Gesellschaft für 
Kinder- und 
Jugendhilfe 
 
 
 
Kitas in Münster 
 
Fünf Kitas inklusive neue Kita 
Uppenberg ab Januar 2015, 
davon eine im Stadtteil 
Gievenbeck 
 
 
Rückmeldungen der Eltern 
 
Gute Rückmeldung Eltern 
 
 
Kooperation mit der Stadt 
Münster  
Gute Erfahrungen in 
Zusammenarbeit mit der Stadt 
Münster  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
fachliche Ausrichtung 
 
Alle fachlichen Anforderungen 
umfassend erfüllt 
 
 
Öffnungszeiten 
 
Ca. 10 Stunden täglich 
 
 
Randzeiten und flexible 
Angebote  
Ganzjährige Öffnungszeiten 
Feriengruppen 
Randzeitenbetreuung 
„Extrazeit“ 
 
 
 
 
 
 
Kooperationsbezüge im 
Stadtteil und Einbeziehung 
gewachsener Strukturen und 
anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil  
• Kooperationen mit  
bestehenden Kitas in 
Gievenbeck 
• Bereits Teilnahme am 
Stadtteilarbeitskreis und 
bestehende, gute 
Vernetzungen, insbe-
sondere zu den Schulen 
 
 
Trägeranteil 
 
1,5 %  
 
 
Synergien durch 
 
• Gemeinsame 
Fortbildungen für Erzieher 
• Fachberatung vor Ort 
• Vermeidung hoher 
Vertretungskosten im 
Krankheitsfall von 
Erzieher/-innen 
(KiBizbudgets) durch 
flexiblen Personaleinsatz

D/0018/2014 9 
3.2.1. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers  an den Betriebskosten sind der 
folgenden Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der A ngebote ist dort zusätzlich der 
prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zus chuss dargestellt (= Gesetzlicher 
Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwillig er städtischer Zuschussanteil am 
Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Träger 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
 
Angebot Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
Städt. 
Anteil 
BKZ 
gesamt 
 1 2 3 4 5 6 7 
DRK 1,5% 7,5% 62,5% 
Educcare 1,0% 8,0% 63,0% 
OUTLAW 
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 
1,5% 7,5% 62,5% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertagesei nrichtung Oxford-Kaserne betragen ab 
2015ff.  957.206,43 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
 Jährliche Kosten ab 2015 ff 
Trägeranteil 
Angebot Stadt. (FWZ) 
Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Träger 
% € % € % € 
 5 6 7 
DRK 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 € 
Educcare 1,0% 9.572,06 € 8,0% 76.576,51 € 63,0% 603.040,05 € 
OUTLAW 1,5% 14.358,10 € 7,5% 71.790,48 € 62,5% 598.254,02 € 
 
Rein rechnerisch bieten die Träger DRK und OUTLAW m it identischen Angeboten von 1,5% 
den höchsten Trägeranteil an, gefolgt von Educcare. 
 
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen. 
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexible n Nutzung von Personal, insbesondere 
auch bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in de r Nutzung von Fachberatung des Trägers 
vor Ort zu sehen. 
 
Bezüge sind insbesondere durch die räumliche Nähe f olgender Träger zu bereits 
bestehenden Trägerschaften gegeben: 
 
 des Trägers DRK Münster, Sozialwerk gGmbH  zur bestehenden Trägerschaft der in 
unmittelbarer Nähe liegenden Kindertageseinrichtung  Wolkenburg in Gievenbeck und 
Horstmarer Landweg in Sentrup 
 
 des Trägers Educcare  zur bestehenden Betriebsträgerschaft der Kita BASF in Hiltrup 
 
 des Trägers OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGm bH  zur 
bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung  Gescherweg mit der Dependance am 
Arnheimweg in Gievenbeck

D/0018/2014 10  
Damit bieten die Träger  
• DRK Münster, Sozialwerk gGmbH  
• OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH  
neben einem Trägeranteil von 1,5 %, viele Synergien  durch bereits vorhandene 
Trägerschaften in Münster. 
 
 
4. Gesamtbewertung 
 
Wie unter 3.2. dargestellt, bietet der Träger Deutsches Rotes Kreuz, Sozialwerk gGmbH 
einen hohen Trägeranteil, nutzt bereits bestehende,  umfassende Synergien im Stadtteil, und 
möchte ein auf die Anforderungen des Standortes bed arfsorientiertes, fachliches Konzept 
umsetzen. 
 
Besonders herausragend für diesen Standort, vor dem  Hintergrund der geplanten Errichtung 
einer Flüchtlingsunterkunft auf dem Areal der Oxfor d-Kaserne, bietet der Träger Deutsches 
Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH  u. a. für belastete und traumatisierte Kinder 
eine Zusammenarbeit mit der Ärztlichen Kinderschutz ambulanz des DRK an. Eine ständige 
fachliche Begleitung der Kinderschutzambulanz steht  den pädagogischen Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeitern jederzeit zur Verfügung. 
 
 
Die Verwaltung schlägt daher abschließend vor,  
 
Deutsches Rotes Kreuz, Sozialwerk gGmbH die Trägers chaft für die 
Kindertageseinrichtung Oxford-Kaserne 
 
zu übertragen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetrieb nahme der Einrichtungen ein Träger 
gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooper ation mit dem zuständigen Träger 
getroffen werden können. 
 
 
 
Gez.       Gez. 
 
Markus Lewe      Dr. Michael Jung 
Oberbürgermeister      Fraktionsvorsitzender der SP D Fraktion  
im Rat der Stadt Münster 
 
 
 
 
Anlagen: 
 
Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen: 
1. Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH 
2. Educcare 
3. Outlaw Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH 
 
 
 
Münster, den 05.06.2014

Beratungsverlauf (4)

21.08.2014 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 5.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
26.08.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 11.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
10.09.2014 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 12.6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
10.09.2014 Rat
TOP 17.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Zumsandestraße 25
  • Hafenstraße 30
  • Münsterstraße 105
  • Horstmarer Landweg
  • Gescherweg
  • Arnheimweg
  • An der Hansalinie 10b
  • Brock
  • Holtrode

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Details

Aktenzeichen
V/0425/2014
Typ
Vorlagen
Datum
11.07.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37