V/0290/2019
Jahresabschluss 2018 der Westfälische Bauindustrie GmbH
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Anlage A
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Anlage A zur V/0290/2019 Kurzüberblick Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2017 verbessertes Jahresergebnis 2018 insbesondere aus der Bewirtschaftung der Parkeinrichtungen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Ausschüttung des im Managementkontrakt vereinbarten Betrags. Darüber hinaus Zuführung zu den Gewinnrücklagen. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2019 enthalten? x Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein Die Ausschüttung erfolgt zu 99 v.H. an die Stadtwerke Münster GmbH. Die Ausschüttung ist in den Beteiligungserträgen indirekt über die Stadtwerke Münster GmbH enthalten. Nur 1 v.H. sind im Er- gebnisplan der Stadt Münster direkt enthalten. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Beschlussvorlage
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V/0290/2019 V/0290/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2018 der Westfälische Bauindustrie GmbH Beratungsfolge 22.05.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 22.05.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss 2018 der Westfälische Bauindustrie GmbH (Anlage Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Lagebericht der Geschäftsführung) wird zur Kenntnis genommen. 2. Des Weiteren wird davon Kenntnis genommen, dass die Wirtschaftsprüfer Frank Pühse und Konrad Kluczka, Münster, dem Jahresabschluss 2018 den uneingeschränkten Bestätigungs- vermerk erteilt haben. 3. Die Vertreter der Stadt Münster und der Stadtwerke Münster GmbH in der Gesellschafterver- sammlung der Westfälische Bauindustrie GmbH (WBI) werden ermächtigt, folgende Erklä- rungen abzugeben: 3.1 Der vom Geschäftsführer aufgestellte Jahresabschluss auf den 31.12.2018 abschließend in der Bilanz beim Aktiva und Passiva mit 33.747.445,53 € beim Eigenkapital mit 28.581.461,77 € abschließend in der Gewinn- und Verlustrechnung mit Umsatzerlösen von 13.084.945,43 € mit einem Jahresüberschuss von 3.563.023,97 € mit einem Bilanzgewinn von 2.801.461,77 € wird genehmigt. 3.2 Ein Betrag von 800.000,00 € wird in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Bilanzgewinn erfolgt eine Ausschüttung in Höhe von 2.750.000,00 € anteilig an die Ge- sellschafter. Der verbleibende Betrag von 51.461,77 € wird auf neue Rechnung vorgetra- gen. 3.3 Der Aufsichtsrat und der Geschäftsführer werden für das Geschäftsjahr 2018 entlastet. Amt für Finanzen und Beteiligungen 20.03.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Preuß Telefon: 492-2046 PreussD@stadt-muenster.de - 2 - V/0290/2019 II. Finanzielle Auswirkungen: Die Stadt Münster ist mit einem Anteil von 1 v.H. an der WBI beteiligt. Daher wird in der Jahresrech- nung 2019 ein Betrag von 27.500,00 € planmäßig als Ertrag zu erfassen sein. Begründung: Bilanz Nach Fertigstellung des Objekts Aaseemarkt und der Terrorschutzpoller am Schlossplatz steigt der Wert der Sachanlagen um 3.114 T€. Zur Finanzierung der Investitionen und der Ausschüttungen hat die WBI lt. Lagebericht ihre Beteiligung am Konzern-Cashpool verringert. Daher sinken die Forderun gen insgesamt um 888 T€. Saldiert führt dies neben weiteren, marginalen Effekten zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 2.277 T€ auf 33.747 T€. Auch auf der Passivseite wirkt sich die Deckung des Liquiditätsbedarfs über das Cashpooling aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen daher um 1.873 T€ zum Bilanzstich- tag. Aufgrund des Bilanzgewinns von 2.801 T€ und der Einstellung in die Gewinnrücklagen steigt aus- serdem das Eigenkapital auf 28.581 T€ (Quote 84,7 %) Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse, die zu rund 80 vH. mit den Parkeinrichtungen erzielt werden, konnten gegenüber dem Vorjahr um 243 T€ auf 13.085 T€ gesteigert werden. Allerdings sinken die sonstigen betrieblichen Erträge um rund 222 T€. Im Vorjahr wurde einmalig eine Entschädigung für die Verringerung von Abstandsflächen (Parkhaus Engelenschanze) erzielt. Vergleichbare Zahlungen fielen in 2018 nicht an. Der Personalaufwand steigt mit 95 T€ um 8,2 % entsprechend der im Personalplan vorgesehenen Entwicklungen. Dem gegenüber sinken sonstige betriebliche Aufwendungen um 87 T€. Wesentliche Änderung auf der Aufwandsseite ist die Verringerung der bezogenen Leistungen, da die Kosten der Hausbewirtschaftung um 498 T€ gegenüber dem Vorjahr sinken. Insgesamt wird ein Jahresüberschuss von 3.563 T€ erzielt. Diese r liegt mit 320 T€ (9,2 %) über dem Vo r- jahresergebnis. Gewinnverwendung Zum Jahresüberschuss kommt noch ein Gewinnvortrag von 38.437,80 €. Von der Summe soll ein Be- trag von 800 T€ in die Gewinnrücklagen eingestellt werden. Aus dem verbleibenden Bilanzgewinn von 2.801 T€ wird nach Vorschlag der Geschäftsführung ein Betrag von 2.750 T€ ausgeschüttet. Dies entspricht dem im Managementkontrakt vorgesehenen Betrag. Der Restbetrag von 51.461,77 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Bestätigungsvermerk Nach der Vorlage 1/2019 an den Aufsichtsrat haben die Wirtschaftsprüfer Kluczka und Pühse dem Jahresabschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In Vertretung Reinkemeier Stadtkämmerer
WBI Bilanz.GuV.Lagebericht.2018
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Bilanz der Westfälische Bauindustrie GmbH, Aktivseite A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte li. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 3. Technische Anlagen und Maschinen 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5. Anlagen im Bau B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Vermietung 2. Forderungen aus Betreuungstätigkeit 3. Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen - davon gegen Gesellschafter: € 65.191,64 (vj. € 1.206.009,39) 5. Sonstige Vermögensgegenstände li. Flüssige Mittel Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.105.651,19 30.623.549,77 204.531,00 192.309,00 160.844,58 28.038,85 604,50 1.543,76 79.867,62 747.187,92 33.747.445,53 31.12.2018 € 7,00 32.286.885,54 32.286.892,54 857.242,05 603.310,94 1.460.552,99 31.12.2017 € 7,00 1.137.148,19 26.693.384,62 228.051,00 272.507,34 841.976,59 29.173.067,74 29.173.074,74 27.502,70 910,96 919,89 1.206.114,39 509.922,59 1.745.370,53 551.999,33 2.297.369,86 31.470.444,60 Münster, zum 31.12.2018 Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Il. Kapitalrücklage Il. Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen IV. Bilanzgewinn - davon Gewinnvortrag € 38.437,80 (Vj. € 44.940,08) Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Verbindlichkeiten aus Vermietung 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - davon gegenüber Gesellschafter: € (Vj. € 49.108,87) 5. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern € 79.708,45 (vj. € 149.887,66) D. Rechnungsabgrenzungsposten Passive latente Steuern 31.12.2018 € € 21.630.000,00 2.350.000,00 1.800.000,00 2.801.461,77 28.581.461,77 209.067,00 219.999,00 429.066,00 1.872.955,34 105.950,98 410.537,17 1.927.682,60 85.372,65 4.402.498,74 294.708,02 39.711,00 33.747 445,53 Passivseite 31.12.2017 € 21.630.000,00 2.350.000,00 1.000.000,00 2.788.437,80 27.768.437,80 276.838,00 192.200,00 469.038,00 2.057.236,46 101.203,60 505.975,00 54.529,45 155.627,44 317.745,85 40.651,00 31.470.444,60 eurer _ 11. 12. 13. 15. 16. Gewinn- und Verlustrechnung der Westfälische Bauindustrie GmbH für das Geschäftsjahr 2018 (01.01. - 31.12.) . Umsatzerlöse . Andere aktivierte Eigenleistungen . Sonstige betriebliche Erträge Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen Aufwendungen für Hausbewirtschaftung , Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung € 63.709,30 (Vj. € 65.616,89) . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen . Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge . Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen € 382,84 (Vj. € 0,00) . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis nach Steuern Sonstige Steuern Jahresüberschuss . Gewinnvortrag Einstellung in die Gewinnrücklagen Bilanzgewinn + 2018 € 13.084.945,43 0,00 37.900,89 6.336.377,18 924,985,10 225.381,44 839.772,62 258.358,72 84,86 50.399,29 1.672.281,13 3.815.375,70 252.351,73 3.563.023,97 38.437,80 800.000,00 2.801.461,77 Vorjahr € 12.841.748,83 20.000,00 260.483,08 5.833.954,29 838.301,32 217.234,03 792.530,85 344.716,24 108,03 57.283,38 1.543.799,24 3.494.520,59 251.022,87 3.243.497,72 44.940,08 500.000,00 2.788.437 ,80 LAGEBERICHT der Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster für das Geschäftsjahr 2018 DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES UND DES ERGEBNISSES DES JAHRES 2018 SOWIE DARSTELLUNG DER LAGE DES UNTERNEHMENS 1. GRUNDLAGEN, GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN, LAGE 1.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1.2 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN 1.3 LAGE DES UNTERNEHMENS 1.3.1 Vermögenslage 1.3.2 Finanzlage 1.3.3 Ertragslage 1.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die Westfälische Bauindustrie GmbH ist eine kommunale Gesellschaft der Stadt Münster. Sie bewirtschaftet umfassend den ruhenden Verkehr in der Stadt Münster, baut und betreibt Parkhäuser und bewachte Fahrradparkanlagen. Dabei ist die WBl in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und Polizei beauftragt, bauliche Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger auf Wegen, Straßen und Plätzen (Gefahrenabwehr) zu errichten und zu unterhalten. Die WBl engagiert sich ferner im Bereich des gewerblichen Bauens als Bauherrin im eigenen Namen oder als Baubetreuerin von Vorhaben mit öffentlicher Zweck- setzung im fremden Namen, die strukturell zur Stadtentwicklung in Münster beitragen. Hierzu gehören Gewerbe- oder Handwerkerzentren, Projekte zur wohnungsnahen Grundversorgung (Entwicklung/Verbesserung von Wohnbereichen, Bau von Schulen, Kindertagesstätten), Ein- richtungen für geflüchtete Menschen und sonstige soziale Infrastruktureinrichtungen. Die Gesellschaft vermietet eigene Immobilien und verwaltet Eigentümergemeinschaften, an de- nen Sie beteiligt ist oder auf Veranlassung eines Gesellschafters. 1.2 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN Der Geschäftsbereich „PARKEN“ entwickelte sich insgesamt positiv. Die Mehrumsätze des Vorjahres in Folge der Ausstellung „skulptur — projekte“ konnten durch eine Parkentgelterhö- hung zum 1. Oktober 2018 gehalten werden. Eine signifikante Veränderung des Parkverhal- tens ist bei einer regelmäßigen Varianz der Dauer- wie Kurzzeitparkvorgänge noch nicht er- kennbar. Die vorübergehende Schließung des östlichen Ausganges am Nordtunnel des Hauptbahn- hofs führte zwar zu Nutzungsverschiebungen innerhalb der Parkhäuser im Bahnhofsbereich, nicht aber zu Umsatzeinbußen. Der geplante Jahresüberschuss dieses Geschäftsbereiches wurde geringfügig übertroffen. Der Geschäftsbereich Vermietung von gewerblichen Objekten und Wohnungen entwickelte sich ebenfalls positiv. Bei fast unveränderten Erträgen stehen den leicht gestiegenen Ab- schreibungen deutlich geringere Instandhaltungsaufwendungen gegenüber. Der Jahresüber- schuss dieses Geschäftsbereich hat sich damit nach dem weniger guten Jahr 2017 wieder normalisiert und liegt auch deutlich über dem Planansatz. Die übrigen Geschäftsbereiche entwickelten sich planmäßig. Insbesondere der Betrieb der Photovoltaikanlagen führte im sonnigen Sommer 2018 zu einer sehr guten Stromausbeute. Die Gesamt-Ergebnis-Planung 2018, aus Herbst 2017, wurde deutlich übertroffen. 1.3 LAGE DES UNTERNEHMENS 1.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Westfälische Bauindustrie GmbH hat sich im Berichtsjahr um fast 2,3 Mio. € erhöht. Hauptursächlich sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen, nament- lich der Neubau des Lebensmittelmarktes im Aaseemarkt und der Bau der baulichen Siche- rungsmaßnahmen (Poller-Absperreinrichtungen) am Schlossplatz. Mit den Investitionen in das Sachanlagevermögen (3,95 Mio. €) und der Gewinnaus- schüttung (2,75 Mio. €) haben sich die liquiden Mittel der Gesellschaft verringert. Die Westfä- lische Bauindustrie GmbH hat daher Fremdmittel im Rahmen des Cash - Pool Verfahrens mit der Stadt Münster in Anspruch genommen. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Gesellschafterin Stadtwerke Münster mit rd. 56 T€ für Parkentgelte aus der Nutzung der „Stadtwerke Plu- sCard“, die münsterNetz GmbH mit rd. 14 T€ für Entgelte aus Stromlieferungen der Photo- voltaikanlagen und die Stadt Münster mit rd. 10 T€ für Bauunterhaltungskosten. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch die Zuführung in „andere Gewinn- rücklagen“ um gut 800 T€ und beläuft sich jetzt auf 84,7 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich durch die planmäßigen Tilgungen. 1.3.2 Finanzlage Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 standen der Gesellschaft rd. 600 T€ liquide Mittel zur Verfügung. Mit der im Cash — Pool Verfahren genehmigten Kreditlinie bestand eine weitere Finanzreserve. Der ordentliche Geschäftsbetrieb war somit stets gesichert. 1.3.3 Ertragslage Der die Umsatzerlöse prägende Geschäftsbereich ist weiterhin der Bereich „PARKEN“ mit einem Anteil von rd. 80 %. Gleiches gilt für die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen, die mit etwa 81 % ebenfalls dem Geschäftsbereich „PARKEN“ zuzuordnen sind. Die Personalkosten entwickelten sich entsprechend dem genehmigten Stellenplan. Die Ab- schreibungen erhöhten sich in Folge der Investitionen in das Sachanlagevermögen, siehe Punkte 1.3.1, Vermögenslage. \ Der Jahresüberschuss beträgt rd. 3,56 Mio. €, was einer Verzinsung des anfänglichen Ei- genkapitals in Höhe von rd. 12,8 % entspricht. Im Vorjahr betrug die Verzinsung knapp 11,9 %. Die Ertragslage kann damit als weiterhin stabil bezeichnet werden. 2. UNTERNEHMENSENTWICKLUNG - PROGNOSE, CHANCEN UND RISIKEN 2.1 Chancenbericht 2.2 Risikobericht 2.3 Prognosebericht 2.1 Chancenbericht Mit den im Gesellschaftsvertrag genannten zusätzlichen Geschäftsfeldern hat die Gesell- schaft die Möglichkeit sich „breiter“ aufzustellen. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Risi- ken wird die Geschäftsführung prüfen und ggf. auch personelle Ergänzungen vornehmen. Bis zur Fertigstellung der Radstation auf der Ostseite des Hauptbahnhofes ist die Einrichtung einer Fahrradabstellanlage im EG des PH Bremer Platz geplant. Soweit deren Betrieb wirt- schaftlich darstellbar ist, ist die Umsetzung für das 1. Halbjahr 2019 vorgesehen. Um den Betrieb der im Rahmen der Neubebauung / -gestaltung der Ostseite des Haupt- bahnhofes zu errichtenden Fahrradstation und einer Tiefgarage für PKW hat sich die Ge- sellschaft beworben. 2.2 Risikobericht Mit der Erweiterung des Gesellschaftszwecks ist die Westfälische Bauindustrie zu einem öffentlichen Auftraggeber im Sinne des $ 99 Nr. 2 GWB geworden. Diese Rechtswirkung erfordert eine erhöhte Vergabekompetenz der Gesellschaft oberhalb der EU- Schwellenwerte. Das Vergabemanagement soll für die Vergabe von Bau- und Planunggsleis- tungen zunächst nach außen vergeben werden. Die Rechtssicherheit des Vergabemanage- ments wird zudem durch eine umfassende Compliance der Gesellschaft intern abgesichert. Das Risikomanagement der Westfälische Bauindustrie GmbH ist der Gesellschaftsgröße, den flachen Hierarchien, der Mitarbeiterzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt. Es hat das Ziel, potentielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsge- fährdung auszuschließen. Die Geschäftsleitung wird durch ein aussagekräftiges Berichtswesen des operativen Control- lings laufend informiert. Das Finanzmanagement berücksichtigt sowohl die Risiken der laufenden und mittelfristigen Liquidität, als auch mögliche Ausfallrisiken im Debitorenbereich. Ausschüttungen an die Ge- sellschafter sind im Managementkontrakt mit der Stadt Münster festgelegt. Mit der Vorhal- tung liquider Mittel und der Einräumung einer Kreditlinie im Rahmen des Cash - Pool Verfah- rens mit der Stadt Münster wird dem Risiko von Zahlungsausfällen und kurzfristigem Finan- zierungsbedarf aktiv begegnet. 2.3 Prognosebericht Der die Umsatzerlöse prägende Geschäftsbereich der Westfälische Bauindustrie GmbH wird weiterhin im Bereich Parken liegen. Die Bewirtschaftung der drei nicht im Eigentum stehen- den Parkhäuser ist mit langfristigen Pachtverträgen abgesichert. Die 8 innerstädtischen Parkhäuser mit insgesamt rd. 3.750 EP sind die Basis einer konstanten wirtschaftlichen Ent- wicklung. Abzuwarten bleibt die Entwicklung des Fahrradparkens rund um den Hauptbahn- hof. Die Westfälische Bauindustrie GmbH versteht sich auch in diesem Sektor als wirtschaft- lich arbeitender Dienstleister für die Stadt Münster. Die mit der Inbetriebnahme des „Hafencenter“ geplante Erweiterung der Betreuung von Par- keinrichtungen Dritter wird sich mit der gerichtlichen Aufhebung von Bebauungsplan und Baugenehmigung für den Hafenbereich zumindest verzögern. Der Geschäftsbereich gewerbliche Objekte und Wohnungen wird sich mit der Fertigstellung des Lebensmittelmarktes im Aaseemarkt positiv entwickeln. Die gesteigerte Attraktivität des Wohn- und Geschäftszentrums Aaseemarkt wird dessen Wirtschaftlichkeit aufwerten und die Werte der jeweiligen Immobilien erhöhen. Bei entsprechender Wirtschaftlichkeit werden grundsätzlich weitere Immobilien - Investitionen in Münster angestrebt. Erhöhte Aufwendungen (Fassadensanierung, Sanierung der technischen Gebäudeausrüs- tung) stehen für die Instandsetzung des Aegidiimarktes an. Das Gebäude ist „in die Jahre gekommen“. Außerdem beabsichtigt die Stadt den nur mittelfristigen Verbleib der VHS im Objekt. Die gleichzeitig geforderte Modernisierung der VHS-Räume macht aus Sicht einer verständigen Eigentümerin umfassende Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen auch mit Blick auf die zukünftige Nachnutzung erforderlich. Zukunftsinvestitionen plant die Westfäli- sche Bauindustrie zudem bei der Umstellung ihrer Parkhaus-Vernetzung auf Glasfaserkabel. In der Prüfung ist die vermehrte Ausstattung der Parkhäuser mit Ladestationen für Elektro- mobile. Mit den im Gesellschaftsvertrag neu aufgenommenen Geschäftsbereichen wird sich das Be- tätigungsfeld der Gesellschaft deutlich vergrößern. Die Westfälische Bauindustrie plant im Auftrage der Stadt zurzeit eine Multifunktionsanlage mit einer Kindertagesstätte und Funkti- onsräumen für den gebundenen und ungebundenen Sport und soll beauftragt werden, die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge treuhänderisch für die Stadt zu errichten. Erfolgs- und zielorientiertes Handeln der Interessenvertreter in Aufsichtsrat und Geschäfts- führung werden auch in Zukunft die positive Entwicklung der Gesellschaft bestimmen. Die Gesellschaft steht nach wie vor zur Verfügung, auch stadtstrukturelle Aufgaben zur Attraktivi- tätssteigerung der Stadt Münster zu übernehmen. Münster, 22. Februar 2019 P. Todeskino
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Schlossplatz
- Bremer Platz
- Engelenschanze
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0290/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 04.04.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37