Mandari Insight

V/0205/2010

Trägerausschreibung für die Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung in Wolbeck-Nord

Vorlagen 07.04.2010

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Anlage2_Outlaw

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Ansehen

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Ansehen

Anlage4_VSE

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Ansehen

Anlage5_Kids_und_Co

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Ansehen

Anlage3_Regenbogenkita

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage2_Outlaw

24683 Zeichen

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung  
Wolbeck-Nord 
 
Gesamtkonzept

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck-Nord  –  Gesamtkonzept  2   
 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
 
1 Vorbemerkung ..............................................................................................................................2 
2 Konzeptionelle Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung....................................3 
2.1 Sozialraumorientierung........................................................................................................3 
2.2 Lebenswelt- und situationsorientierte Ausrichtung..........................................................4 
2.3 Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Partizipation............................................................4 
2.4 Bildung...................................................................................................................................4 
2.5 Ziele.......................................................................................................................................5 
2.6 Angebote..............................................................................................................................5 
3 Öffnungszeiten..............................................................................................................................5 
4 Personal..........................................................................................................................................6 
5 Finanzierung...................................................................................................................................6 
6 Die OUTLAW gGmbH – Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe seit über 20 Jahren..6 
7 Zusammenfassung ........................................................................................................................8 
    
    
    
1 Vorbemerkung 
Mit der Trägerschaft verbindet die OUTLAW gGmbH das primäre Ziel, eine Einrichtung zu schaffen, 
die verschiedene Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien unter einem Dach vereint und die in 
Wolbeck bestehenden Angebote und Ressourcen intensiv vernetzt. Hier ist es unser Ziel, die Einrich- 
tung mit einem eigenständigen Profil in das bestehende Netzwerk einzuflechten und die Bedarfslü- 
cken zu schließen, die in der Beschlussvorlage vom 06.01.2009 beschrieben werden. Wir ermögli- 
chen eine flexible und bedarfsorientierte Form der Kinderbetreuung und werden neue kinderpäda- 
gogische Angebote entwickeln. Darüber hinaus unterstützt und begleitet die Einrichtung Familien und 
führt durch ihre Angebotsbündelung zu Synergieeffekten sowohl in pädagogischer als auch in finan- 
zieller Hinsicht. Die Einrichtung wird die Kinder-, Jugend und Familienarbeit in Wolbeck vernetzen und 
das Bestehende ergänzen. Die Einrichtung ist Treffpunkt und Ort der Begegnung für Kinder, Jugendli- 
che und deren Familien. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickeln wir – gern auch in 
Kooperation mit anderen Trägern – neue bedarfsorientierte Angebote und Angebotsformen. Einen 
besonderen Stellenwert haben für uns die gewachsenen Strukturen (z.B. Bahnhof Wolbeck, Schulen, 
Sportvereine), die wir im Sinne des Netzwerkgedankens einbinden möchten.  
 
OUTLAW verfügt als Kinder- und Jugendhilfeträger sowohl im Bereich der Kindertagesbetreuung als 
auch in der Kinder- und Jugendarbeit über einen breiten Erfahrungshintergrund. Mit dem Kinder- und 
Jugendhaus Sprakel sind wir Träger einer vergleichbaren Kombinationseinrichtung, die beide Elemente 
miteinander verbindet. Die Erfahrung im Aufbau und Betrieb dieser Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung 
zeigt, dass sich unsere Ziele dank guter Kooperation mit allen Beteiligten umsetzen lassen.  
 
Vor diesem Hintergrund ist die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Familien ein ganz wesentli- 
cher Faktor für die erfolgreiche Arbeit der neuen Einrichtung. Beteiligung ist kein Selbstzweck, sondern 
trägt  entscheidend dazu bei, dass BürgerInnen sich mit „ihrer“ Einrichtung und den Angeboten identi- 
fizieren. Es stellt darüber hinaus eine wesentliche Grundlage für bürgerschaftliches Engagement dar, 
von dem alle Seiten profitieren.

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck-Nord  –  Gesamtkonzept  3   
 
 
 
    
2 Konzeptionelle Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung 
Zu unseren Grundverständnis gehört, dass wir Konzeptentwicklung vor allem als einen Kommunikati- 
ons- und Reflexionsprozess verstehen, an dem alle MitarbeiterInnen der Einrichtung und möglichst 
auch Elternvertreter für den Bereich der Kindertageseinrichtung sowie Kinder und Jugendliche beteiligt 
sind. Dieses Ziel ist auch für das Gesamtkonzept der Kombinationseinrichtung handlungsleitend. Die in 
den Anlagen beschriebenen konzeptionellen Grundlagen – sowohl für den Bereich Kindertages- 
betreuung als auch für die kinderpädagogischen Angebote – berücksichtigen die jeweiligen Beson- 
derheiten, betonen aber insbesondere das Gemeinsame.  
 
2.1  Sozialraumorientierung 
Unsere Arbeit orientiert sich an den konkreten sozialräumlichen Bedingungen und Möglichkeiten in 
Münster-Wolbeck. Sozialraumorientierung bedeutet vor allem die Zusammenarbeit mit Kindern, Ju- 
gendlichen und den Eltern, weiteren Bezugspersonen der Kinder sowie insbesondere mit Einrichtun- 
gen und Diensten aus dem Stadtteil. Die Ressourcen des Stadtteils zu nutzen, ist ein wesentlicher Bau- 
stein für die Arbeit beider Einrichtungsteile. Die Angebote werden sozialräumlich umgesetzt, d.h. o- 
berstes Prinzip bei der Entwicklung von Angeboten ist die Einbeziehung der Möglichkeiten, die im  
Stadtteil zur Verfügung stehen. Dies setzt eine angemessene Vernetzung mit den Einrichtungen vor Ort 
voraus.  
 
Wichtige Ansatzpunkte für die Einbindung in den Sozialraum sind: 
• Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Trägern der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhil- 
fe und in diesem Bereich ehrenamtlich tätigen Vereinen im Sinne einer Vernetzung von Angeboten 
(Sportverein, Familienzentrum, Frühförderstelle, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, aktive 
Mitarbeit in bestehenden Arbeitskreisen, Zusammenarbeit mit Beratungsstellen und anderen Fach- 
kräften im medizinischen und pädagogischen Bereich, wie z.B. Logopäden und Ergotherapeuten). 
• Inhaltliche Abstimmung der Arbeit mit den Schulen im Einzugsbereich. 
• Wahrnehmung der Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten für die Kinder in der unmittelbaren Nachbar- 
schaft der Einrichtung. 
• Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung (Hochschulen, Fachschulen, Fort- 
bildungsinstitute etc.). 
 
Im Rahmen der sozialräumlichen Angebote wird die Einrichtung Mitverantwortung für die Ausgestal- 
tung des sozialen Miteinanders im Stadtteil wahr- und übernehmen. Wir werden uns an Stadtteil-
konferenzen und Arbeitskreisen beteiligen, um aktuelle Entwicklungen aufgreifen und die Inhalte unse- 
rer Arbeit fortschreiben zu können. Konkrete Ansprechpartner zur Bedarfsermittlung im Sozialraum 
sind für uns: 
• Die Mitglieder des Jugendforum Südost 
• Kinder und Jugendliche 
• Vereine und Verbände 
• Kirchengemeinden 
• Initiativen 
• Nachbarschaft 
• Kirchengemeinden 
• Schulen 
• Eltern

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck-Nord  –  Gesamtkonzept  4   
 
 
 
 
2.2 Lebenswelt- und situationsorientierte Ausrichtung  
Um Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu erziehen, bieten 
wir entsprechende Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Diese sind an den Bedürfnissen der Kinder ori- 
entiert. Kinder zeigen eine große Bereitschaft, sich mit einem Thema, einer Situation zu befassen, wenn 
sie davon betroffen sind. Das ist ein zentraler Ausgangspunkt für ein situationsorientiertes Arbeiten. 
Kindheit heute bedeutet oftmals eingeschränkte Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten. Daher bieten wir 
den Kindern möglichst großzügige Spiel- und Erprobungsräume – sowohl innerhalb des Hauses als 
auch außerhalb. Der geplante Abenteuer- und Bauspielplatz bietet hervorragende Möglichkeiten. 
Wir legen großen Wert darauf, den Kindern Erlebnisse in der Natur zu verschaffen und ihnen die Gele- 
genheit zu geben, diese mit allen Sinnen zu erfassen. Den Kindern wird ein Lern- und Erprobungsfeld 
unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen aktuellen Lebenssituationen geboten. Wesentliche Aufgabe der 
Fachkräfte ist es in diesem Zusammenhang, Lernschritte und Erfahrungen gemeinsam mit den Kindern 
zu reflektieren und somit die Auseinandersetzung, das Nachdenken und die Ausdrucksfähigkeit der 
Kinder nachhaltig anzuregen. Gezielte Angebote, Projekte, Freispiel und Außenaktivitäten werden da- 
bei gleichermaßen berücksichtigt.  
Ziel unserer Arbeit ist es, allen Kindern die Möglichkeit zu geben, sich entsprechend ihrer individuellen 
Fähigkeiten und Fertigkeiten mit der Umwelt auseinanderzusetzen und den Alltag in der Einrichtung 
zunehmend mitzugestalten. So sind z.B. in der Kita gruppenübergreifende und ergänzende Angebote 
hierbei ein wichtiger Bestandteil. Um allen Kindern mit ihren individuellen Begabungen und Interessen 
einen Raum für ihre Weiterentwicklung zu bieten, hat in der Angebotsgestaltung die Förderung der 
Motorik, der Sprache, der Musik und der Kreativität einen hohen Stellenwert. 
 
2.3 Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Partizipation 
Partizipation ist im Sinne einer Selbstverwirklichung zu verstehen, in der junge Menschen ihr eigenes 
Leben gestalten lernen. Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Partizipation ermöglicht die aktive Ges- 
taltung der eigenen Lebenswelt über die Einrichtung hinaus. Die Kinder- und Jugendarbeit bietet des- 
halb auch die Möglichkeit der Einübung von demokratischem Handeln. So verstanden bezieht sich 
Selbstbestimmung immer auch auf die Mitbestimmung und Selbstorganisation des eigenen über- 
schaubaren Handlungsfeldes, das sich dann als Folge von einem erweitertem Handlungsrepertoire auf 
weitere gesellschaftliche Felder auswirken kann. In Angeboten und Aktivitäten sind Kinder und Jugend- 
liche aktiv bei Planung und Durchführung zu beteiligen. Neben bewährten Formen der Mitbestimmung 
sollen neue Formen entwickelt und etabliert werden. Gesellschaftliche Beteiligung soll auch außerhalb 
der Einrichtung ermöglicht werden.     
 
2.4 Bildung 
Wir geben Bildungsanregungen. Kinder, Jugendliche und deren Eltern lernen auch jenseits von forma- 
len Bildungsinstitutionen. Sie erfahren Lernen als etwas, das sie brauchen und das Spaß macht, erwei- 
tern damit ihre Fähigkeiten und Kompetenzen, um das eigene Leben selbstständig in die Hand zu 
nehmen. Lebensweltorientierte Bildung ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. In der Arbeit 
mit Kindern, Jugendlichen und Familien hat der Bildungsbegriff eine doppelte Perspektive: Es geht dar-
um, innerhalb des Systems der Kinder und Jugendhilfe vorzubereiten auf ein Leben in unsicheren ge- 
sellschaftlichen Zusammenhängen. Gerade dort, wo vieles unsicher ist, gilt es, Sicherheiten herzustel-
len. Zum anderen unterstützt die Kinder- und Jugendhilfe die Jungen und Mädchen von der Kita bis 
zur Berufsausbildung bei der Bewältigung institutionalisierter, also schulischer Bildungsanforderungen. 
Ein nutzen- und leistungsorientiertes Bildungsverständnis ergänzen wir durch eine Bildungsorientierung, 
die durch Menschenbildung, Selbstbestimmung und Selbstreflexion gekennzeichnet ist. Bildung im 
ganzheitlichen Sinne zielt auf die Befähigung zu bewussten Entscheidungen, die Entwicklung von Ur- 
teilsfähigkeit, die Steigerung von Reflexivität und damit auf die Befähigung zur Selbstbestimmung.

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck-Nord  –  Gesamtkonzept  5   
 
 
 
 
2.5 Ziele  
Die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung wird die Angebote in Wolbeck vernetzen und dort, wo das 
Bestehende nicht ausreicht, ergänzen. Sie wird Treffpunkt und Ort der Begegnung für Kinder, Jugendli- 
che, und deren Familien sein. Sie vereint die unterschiedlichsten niedrigschwelligen Angebote unter 
einem Dach und kann durch die entstehenden Synergieeffekte eine optimale Nutzung von Räumen 
und Personal garantieren. Im Einzelnen ergeben sich für die Einrichtung folgende Zielperspektiven: 
/square4 Vernetzung mit Einrichtungen, Diensten und Angeboten in Wolbeck und damit auch die Bün- 
delung bestehender und Bereitstellung neuer Ressourcen  
/square4 Nutzung von Synergieeffekten und Kostenreduzierung durch das Raum- und Betreiberkonzept  
/square4 Integration der unterschiedlichen Nutzergruppen  
/square4 Aktivierung von Bürgerschaftlichem Engagement und Selbstorganisation  
/square4 Entwicklung von Angeboten der Kindertagesbetreuung gemäß Kinderbildungsgesetz  
/square4 Niedrigschwelligkeit z.B. durch Beratungs-, Bildungsangebote vor Ort und Integration in das of- 
fene Angebot  
/square4 Kinder und Jugendliche werden in ihrem eigenverantwortlichen Handeln, in ihrer Sozial- und 
Konfliktkompetenz und hinsichtlich sinnvoller Freizeitgestaltung gefördert 
/square4 Die Einrichtung wird ein Ort für Eigeninitiative, Interessenvertretung und gemeinsame Aktionen 
und Projekte schaffen  
/square4 Unterstützung von Jugendlichen bei der Einrichtung von offenen Treffpunkten  
/square4 gegenseitige Unterstützung und Lernen der verschiedenen Altersstufen voneinander  
 
2.6 Angebote 
Die Einrichtung in Wolbeck bietet die räumlichen Voraussetzungen für ein breit gefächertes gemeinwe- 
senorientiertes Angebot. Den Umfang der einzelnen Kernaufgaben werden wir nach den Erfordernis- 
sen der jeweiligen Zielgruppe ausrichten. Unser Ziel ist es, unterschiedlichen Zielgruppen vielfältige 
und damit unterschiedliche Schwerpunkte anzubieten (siehe Anlagen).  
 
Beispiele für die flexible Nutzung der Räumlichkeiten insgesamt sind:    
• Nutzung der Räume für Vereine und Jugendverbände 
• Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren  
• Themenbezogene Elternarbeit, z.B.: Starke Eltern, starke Kinder 
• Tagesmüttercafé 
• Familienbildung 
    
    
3 Öffnungszeiten  
Die Öffnungszeiten orientieren sich grundsätzlich am Bedarf. Die Kita soll ganzjährig geöffnet sein, so 
dass auch während der Ferienzeiten keine Betreuungsschwierigkeiten für die Eltern entstehen. Die kin- 
derpädagogischen Angebote sollen bedarfsorientiert und nach den gegebenen Möglichkeiten auch 
an den Wochenenden und in den Ferien zur Verfügung stehen. Damit wird einerseits der Forderung 
nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechung getragen und andererseits dem Be- 
darf von Jugendlichen entsprochen.

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck-Nord  –  Gesamtkonzept  6   
 
 
 
 
4 Personal 
Die vielfältigen Aufgaben im Bereich der kinderpädagogischen Angebote und der Kindertageseinrich- 
tung, verlangen ein hohes Maß an Professionalität und Flexibilität der MitarbeiterInnen.  
Erforderlich sind: 
- Profilbildung der Einrichtung und die damit einhergehende Konzeptionsarbeit 
- Teamentwicklung 
- Qualitätsentwicklung und Evaluation der eigenen pädagogischen Arbeit durch geeignete Do- 
kumentation und externe Begleitung 
Fachberatungen, Fort- und Weiterbildungen der MitarbeiterInnen gehören zum Selbstverständnis der 
OUTLAW gGmbH. Die Fachberatung wird von einer MitarbeiterIn dem Leitungsteam übernommen. 
Kenntnisse in der Begleitung von Kombinationseinrichtungen, in der Anleitung und Kontrolle der hier 
arbeitenden Mitarbeiter/innen, aber auch Kompetenz in pädagogischen und entwicklungspsychologi- 
schen Themen und in Fragen der Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit sind dabei grundlegend. 
Der kinderpädagogische Bereich wird paritätisch mit einer weiblichen und einer männlichen Fachkraft 
besetzt. So werden geschlechtsspezifische Ansprechpartner vor Ort sichergestellt und Angebote im 
Sinne des „Gender Mainstreamings“ können von den pädagogischen Fachkräften selbst angeboten 
werden. Als Grundlage wird ein Studium im Bereich der Sozialen Arbeit vorausgesetzt. Darüber hinaus 
sind handwerkliche Kenntnisse und Fähigkeiten wünschenswert. Neben der Förderung der ehrenamtli- 
chen Arbeit in der Einrichtung wird das Team je nach Bedarf durch qualifizierte Honorarkräfte unter- 
stützt. Die Fachkräfte werden aktiv in der Arbeitsgemeinschaft „Kinder- und Jugendarbeit“ nach § 78 
SGB VIII mitarbeiten. 
 
 
5 Finanzierung 
Die OUTLAW gGmbH wird die in der Ausschreibung genannten Eigenanteile für den Betrieb der Ein- 
richtung erbringen. Für die Kindertageseinrichtung beträgt damit der Trägeranteil 9% und für die Ein- 
richtung der Kinder- und Jugendarbeit 10 %.  
 
Einen wesentlichen Schwerpunkt der Finanzierung stellen Förder- und Projektmittel sowohl der öffent- 
lichen Hand (z.B. Programme wie „Vielfalt tut Gut“ oder Förderprogramme des LWL) als auch Unter- 
stützung durch Stiftungen und andere Dritte dar. Hier verfügen wird über qualifizierte und erfahrene 
Fachkräfte, die die pädagogischen Fachkräfte in der Einrichtung vor Ort bei der Einwerbung dieser 
Mittel unterstützen.  Ein weiterer Beitrag zur Finanzierung wird durch das Engagement der Eltern sowie 
durch Gewinnung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen erreicht. Die Synergieeffekte der Kombinati- 
onseinrichtung sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung, da das Raumkonzept un- 
terschiedliche Nutzungsarten und damit Finanzierungsmöglichkeiten bietet und auf der Ausgabenseite 
Einsparmöglichkeiten bestehen. 
 
 
6 Die OUTLAW gGmbH – Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe 
seit über 20 Jahren 
Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 
100 Teams und Einrichtungen, in denen rund 3000 Kinder und Jugendliche mit ihren Familien Unter- 
stützung und Beratung erfahren. Wir bieten flexible und innovative Hilfe an, die Kindern, Jugendlichen 
und Familien gerecht wird – konfessionell und weltanschaulich unabhängig. OUTLAW ist ein bundes- 
weit anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII und Mitglied im Deutschen 
Paritätischen Wohlfahrtsverband. „OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann 
und der als Namensgeber für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte.

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck-Nord  –  Gesamtkonzept  7   
 
 
 
 
Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe mit einem 
breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die Kindertagesbetreuungsange- 
bote sind. OUTLAW bietet an den einzelnen Standorten insbesondere sozialräumliche, flexibel organi- 
sierte Angebote. Ob Erziehungsstellen und Standprojekte, ob klassische Kinder- und Jugendhilfe in 
Wohngruppen oder ambulante Betreuung, ob Kindertagesbetreuungsangebote, Jugendzentren, 
Schulverweigerungsprojekte, Horte, Mehrgenerationenprojekte oder ein Second-Hand-Laden – unser 
Ziel ist es immer, den Menschen dort, wo sie leben, so viele Chancen wie möglich zu eröffnen. 
 
Wir sind in unserer Arbeit folgenden Grundprinzipien und Werten Grundprinzipien und Werten Grundprinzipien und Werten Grundprinzipien und Werten verpflichtet, die sich in unseren 
Konzepten widerspiegeln.  
    
Solidarität Solidarität Solidarität Solidarität     
Wir setzen uns auf allen Ebenen für die Schwächeren in dieser Gesellschaft ein. Die Qualität der Ge- 
sellschaft bemisst sich nicht zuletzt daran, wie mit den Ressourcen der Schwächeren − dazu gehören 
auch die Kinder und Jugendlichen − umgegangen wird.        
    
Toleranz Toleranz Toleranz Toleranz     
Wir haben Respekt vor unterschiedlichen Lebensentwürfen. Wir geben keine Biographien vor, sondern 
unterstützen Menschen dabei, in unserer Gesellschaft ihren eigenen Weg zu finden.        
    
Integration Integration Integration Integration     
Wir wollen Ausgrenzungen aufgrund von 
Anderssein  verhindern. Integration soll zuallererst dort statt- 
finden, wo die Menschen, die Kinder, die Jugendlichen und die jungen Familien leben.    
    
Unsere Konzepte sind von inhaltlichen und strukturellen Leitlinien bestimmt: 
 
Sozialräumliche Orientierung Sozialräumliche Orientierung Sozialräumliche Orientierung Sozialräumliche Orientierung        
Flexible Erziehungshilfen sind nur sinnvoll zu realisieren, wenn sie sozialräumlich organisiert sind. Selbst- 
verständlich gilt das Prinzip der Sozialräumlichkeit auch für andere Angebote von OUTLAW, insbeson- 
dere für die Kindertageseinrichtungen. Sie sind in ihrem jeweiligen Viertel verortet. Das gleiche gilt für 
Jugendzentren, Stadtteilzentren, Mehrgenerationenhäuser etc. Wir beziehen in unseren Angeboten 
und Hilfen den Lebensort/ Lebensmittelpunkt von Kindern, Jugendlichen und Familien ausdrücklich ein.  
Weitgehender Erhalt der sozialen Bezugssysteme Weitgehender Erhalt der sozialen Bezugssysteme Weitgehender Erhalt der sozialen Bezugssysteme Weitgehender Erhalt der sozialen Bezugssysteme    
Familie, Freunde, Bildungseinrichtungen − diese Bezüge sollen erhalten bleiben oder wiederhergestellt 
werden. Wir greifen so wenig wie nötig in die bestehenden Strukturen ein. 
Geschlechterorientierung Geschlechterorientierung Geschlechterorientierung Geschlechterorientierung    
Wir fragen nach geschlechterspezifischen Themen von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern 
und denken über angemessene Antworten nach. Wir stehen ein für die Förderung der Gleichberechti- 
gung. 
Prävention vor Intervention Prävention vor Intervention Prävention vor Intervention Prävention vor Intervention     
Für uns steht frühzeitige Förderung immer vor Intervention. Weiche Eingriffe vor harten Eingriffen, auf 
diese einfache Formel lässt sich unser Verständnis von Prävention bringen. Kinder- und Jugendhilfe 
insgesamt hat ihren Beitrag dazu zu leisten, dass insbesondere dauernde Fremdunterbringungen zu 
vermeiden sind. Fördernde, aktivierende Leistungen sind zu erbringen in Kindertageseinrichtungen, in 
Schulen, in Kinder- und Jugendhäusern, in Beratungsstellen und durch andere geeignete Angebote der 
erzieherischen Hilfen. Wenn aber intensivere Interventionen in Form von Fremdunterbringungen erfor- 
derlich sind, müssen diese auch durchgeführt werden.

Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck-Nord  –  Gesamtkonzept  8   
 
 
 
    
KK KKooperation ooperation ooperation ooperation  
Unser Ziel, die Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen und ihrer Familien, können wir 
nicht alleine erreichen − wir suchen die Kooperation mit Partnern innerhalb und außerhalb der Kinder- 
und Jugendhilfe. Wir verstehen uns als Partner. Positionen werden ausgehandelt, Absprachen, Hilfen 
und Veranstaltungen werden gemeinsam abgestimmt, geplant und durchgeführt.  
 
Bildungsorientierung Bildungsorientierung Bildungsorientierung Bildungsorientierung  
Wir geben Bildungsanregungen. Kinder, Jugendliche und deren Eltern lernen vor allem jenseits von 
formalen Bildungsinstitutionen. Sie erfahren Lernen als etwas, das sie brauchen und das Spaß macht, 
erweitern damit ihre Fähigkeiten und Kompetenzen, um das eigene Leben selbstständig in die Hand zu 
nehmen. Lebensweltorientierte Bildung ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. 
 
 
7 Zusammenfassung 
 
Die OUTLAW gGmbH verfügt über einen breiten Erfahrungshintergrund im Bereich einer innovativen 
Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Entwicklung neuer und flexibler Angebote. In Trägerschaft der 
OUTLAW gGmbH befinden sich 19 Kindertagesstätten, davon sieben in Nordrhein-Westfalen. Wir 
betreiben mehrere Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit (Münster-Sprakel, Bremen-
Huchting, Dresden, Riesa). Die dezentrale Struktur des Trägers ermöglicht es, die gewonnenen Erfah- 
rungen mit den jeweils spezifischen lokalen und sozialräumlichen Strukturen und den dortigen Le- 
bensbedingungen zu verbinden. In diesem Prozess hat sich besonders in den letzten Jahren der Be- 
reich der Kindertageseinrichtungen bei der OUTLAW gGmbH entwickelt. Die konzeptionellen Grundla- 
gen in Verbindung mit einer sozialräumlichen Orientierung tragen dazu bei, dass sich Lebensbedin- 
gungen für Kinder, Jugendliche und Familien verbessern können. In diesem Prozess werden Kinder- 
und Jugendhilfeeinrichtungen nicht nur als Orte für eine gute und sinnvolle pädagogische Betreuung 
erlebt, sondern auch als ein Ort, an dem die Eltern Unterstützung, Beratung  und Entlastung finden.  
 
Für die BürgerInnen in Münster-Wolbeck bietet die OUTLAW gGmbH eine weltanschaulich und konfes- 
sionell unabhängige Alternative, die sich an den zuvor beschriebenen Werten und konzeptionellen 
Grundlagen orientiert, und ist somit eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen und 
Trägern.

OUTLAW gGmbH 
Region West 
Münsterstr. 105  
48268 Greven 
Tel.: 0 25 71/95 39 0 
Fax: 0 25 71/95 39 39 
http://www.outlaw-jugendhilfe.de 
E-mail: info@outlaw-jugendhilfe.de

Anlage1_EvJH

24966 Zeichen

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 1 von 10 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bewerbung für die Trägerschaft der neuen 
 
 
 
 
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Münster-Wolbeck-Nord 
                 
                              Kindertagesstätte 
                              Kinderpädagogisches Angebot 
 
 
 
Konzeptionelle Bausteine

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 2 von 10 
 
                                                                                                                                         
 
 
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord 
 
Gliederung 
 
1. Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung 
 
Einleitung 
Arbeitsweise und Arbeitsformen 
Sozialräumliche Integration 
Personalkonzept 
Musik, Bewegung, Sprache 
Gemeinsame Erziehung 
Zeitstruktur 
Partizipation 
 
2. Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH 
 
3. Konzeptionsbausteine Kita 
 
 Bildungsauftrag 
 Bildungsverständnis 
 Beobachtung und Dokumentation 
 Sprachförderung 
Zusammenarbeit mit Familien 
Qualitätsentwicklung 
  
 
4. Konzeptionsbausteine Kinderpädagogischer Bereich 
 
 Offener Treffpunkt 
 Gruppenraum 
Kreativraum 
Abenteuerspielplatz 
Zusammenfassung

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 3 von 10 
 
 
 
1. Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung 
 
 
Einleitung 
 
Wir verstehen eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung als Begegnungszentrum für die ganze 
Familie. Das setzt voraus, dass sich Kinder dort wo hl fühlen, sie sich respektiert und 
geachtet fühlen. Sie werden mit ihren Fragen und Antworten ernst genommen. 
Durch die beiden Teile der Einrichtung, die Kindert agesstätte und das Angebot für Kinder 
und Jugendliche von 6 -14 Jahren 
, kann die Einrichtung für eine lange Lebensphase vo n 
Familien ein wichtiger Bestandteil des Alltags sein. 
Kinder können nach der Kitazeit wiederkommen und Fr eunde aus der Schule und 
Nachbarschaft mitbringen. Gerade für viele „Ein-Kin d-Familien“ kann ein Angebot, dass die 
„Geschwisterreihe“ fortsetzt, eine wichtige Erweiterung ihres Familienlebens sein. Kinder und 
Jugendlichen tut es gut, wenn sie vertrauten Bezugs personen - zumindest sporadisch - 
wieder begegnen können. Diese Kontinuität kann insb esondere für die Kinder wichtig sein, 
die familiär wenig davon erfahren dürfen. 
Eine Beteiligung von Eltern ist auch in dieser Alte rsstufe noch zentral. Daher wird 
Elterberatung ein wichtiger Schwerpunkt sein. Auch die Möglichkeit der Mitwirkung und 
Gestaltung durch einen Beirat für die Gesamteinrichtung wird aufrechterhalten. 
Das Haus soll Treffpunkt für alle sein, eine Anlauf stelle oder „Notinsel“. Das lässt sich nicht 
vom ersten Tag an herstellen. Es ist jedoch unser Z iel, diese Atmosphäre zu schaffen und 
eine Kultur der Begegnung erfahrbar zu machen. 
 
 
Arbeitsweise und Arbeitsformen  
 
Für die Ev. Jugendhilfe Münsterland ist präventive Arbeit ein wichtiger Blickwinkel, 
insbesondere in Erziehungs-, Bildungs- und Entwickl ungsfragen von Kindern und 
Jugendlichen. Wir  verfolgen daher auch in dieser E inrichtung  einen präventiven 
Arbeitsansatz, der sich an den Ressourcen, den indi viduellen Lebenslagen sowie der 
Gender-Perspektive orientiert. 
 
Die positive Entwicklung von Kindern und Jugendlich en hängt entscheidend von der 
Befriedigung ihrer grundlegenden Bedürfnisse nach V ersorgung, Schutz, Beziehung und 
Entwicklung ab. Eltern sind die ersten und wichtigs ten Erzieher ihrer Kinder. Sie sind die 
„Experten ihrer Kinder“. Die Fachkräfte unterstütze n die Eltern, ihren „Job“ im Sinne der 
Kinder gut zu machen, eigene Ressourcen zu entdecke n und ihren Kindern eine gute 
Grundlage für ihr Leben zu geben. 
 
Wichtiges Grundprinzip der Arbeit ist die Orientier ung an den Ressourcen und Kompetenzen 
des/der Einzelnen. Der ressourcenorientierte Ansatz  reflektiert und berücksichtigt 
konsequent geschlechtsspezifische und kulturspezifische Zugänge. Die Arbeit der Fachkräfte 
ist geprägt von einer respektvollen und wertschätze nden Haltung gegenüber den Kinder und 
ihren Eltern. 
 
Ausgangspunkt der konkreten Arbeit sind die individ uell verschiedenen Lebenswelten und 
Erfahrungen im Sozialraum. Die Orientierung am Sozialraum  bezieht die gesamte 
Lebenswelt, die sozialen Netzwerke und das soziale Umfeld der Familien bei allen 
Maßnahmen und Angeboten mit ein. Der sozialraumorie ntierte Ansatz beinhaltet ebenfalls 
die kontinuierliche Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen, Behörden und Institutionen.

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 4 von 10 
 
 
Die Arbeit orientiert sich weiterhin am Prinzip der Geschlechterdifferenzierung , d.h.: Bei allen 
Angeboten und Maßnahmen werden bei Planung, Durchfü hrung und Auswertung 
durchgängig und konsequent die unterschiedlichen Le benswelten von Mädchen und Jungen, 
Frauen und Männern mitberücksichtigt, Gender-Bewuss tsein und Gender-Perspektiven sind 
durchgängiges Arbeitsprinzip. 
 
 
Sozialräumliche Integration 
 
Wir  verstehen die neue Einrichtung als wichtigen B estandteil der sozialen Infrastruktur in 
Wolbeck. Daher werden wir uns aktiv in die vorhande ne Stadtteilkonferenz und weitere 
Arbeitskreise und Gremien einbringen. Ein sehr wich tiger Ansprechpartner ist für uns die 
Evang. Kirchengemeinde Wolbeck, die uns ihre Unters tützung zugesagt hat, damit wir eine 
neue Einrichtung in die Gegebenheiten des Sozialraums integrieren können. 
Darüber hinaus sind selbstverständlich die weiteren  Kindertageseinrichtungen für die 
Entwicklung eines bedarfsgerechten Angebotes der Ki ta-Betreuung wichtige Partner und wir 
erhoffen uns zuversichtlich eine konstruktive Zusam menarbeit mit der Grundschule (inkl. der 
OGS) und den weiterführenden Schulen. 
Für unseren Schwerpunkt Musik und Bewegung haben wi r bereits eine Zusage für eine 
Kooperation von der Musikschule Wolbeck. 
Des Weiteren sind natürlich Vereine, Verbände, Initiativen und nicht zuletzt die Eltern und die 
Nachbarschaft wichtig für eine gute Entwicklung der  Gesamteinrichtung. Auch über die 
kommunalpolitische und wirtschaftliche Situation wo llen wir in Wolbeck informiert sein und 
uns nutzbringend beteiligen. 
 
 
Personalkonzept 
 
Da wir die neue Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Wolbeck als Einheit sehen, möchten 
wir auch, dass die Leitung der Gesamteinrichtung von einer Person wahrgenommen wird. 
Wir stellen uns auch vor, dass ein oder zwei weiter e MitarbeiterInnen in beiden Bereichen 
tätig sind und/ oder gemeinsame Angebote von Kitaki ndern und Schulkindern zusammen mit 
einer jeweiligen Mitarbeiterin angeboten werden kön nen. Die Teams der Teilbereiche sollen 
regelmäßig  auch gemeinsam tagen. 
Kollegiale fachliche Qualifikation kann darüber hin aus durch enge Zusammenarbeit mit der 
Kita Lichtblick und die Zugehörigkeit zum „Regional team Münster der Ev. Jugendhilfe 
Münsterland“ gewährleistet werden. Dieses tagt regelmäßig zur kollegialen Fallberatung, dort 
treffen sich die Mitarbeiterinnen aller päd. Projekte  des Trägers. 
 
Die Kita wird fachlich und organisatorisch von eine r erfahrenen Päd. Leitung des Trägers 
begleitet, unterstützt, weiterentwickelt und verantwortet. 
Ebenso arbeiten alle Kindertageseinrichtungen des T rägers in einem Facharbeitskreis 
miteinander. Fort- und Weiterbildungen werden sowoh l trägerintern angeboten als auch 
selbstverständlich außerhalb des Trägers ermöglicht. 
Die Leiterinnen der Einrichtungen im Kirchenkreis M ünster können auch an den 
Fachkonferenzen der Tageseinrichtungen für Kinder  teilnehmen.

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 5 von 10 
 
 
 
Musik, Bewegung, Sprache 
 
Um eine wichtige Facette können wir unsere bisherig e inhaltliche Ausrichtung in Wolbeck- 
Nord erweitern: 
Durch eine Kooperation mit dem bwr, bildungswerk rhythmik e.V. , eine bundesweite 
Organisation, sehen wir eine zentrale methodische u nd inhaltliche Erweiterung für den 
Bildungs- und Erziehungsauftrag. 
Die Verbindung von Musik,  Bewegung und Sprache unt erstützt die prozessorientierte 
Persönlichkeitsentwicklung. Ausdruck finden, sich s elbst als wirksam erfahren wird gelernt 
und ist Ausgleich zu einem zunehmend medienorientie rten Alltag oder auch zum Schulalltag. 
Rhythmik ist bewegtes Lernen und wirkt fördernd auf  die Entwicklung von Sprache, 
Sprechen, mathematischem und logischem Verständnis. 
Sinnvolle Ausdrucksmöglichkeiten für Empfindungen, Emotionen, Erleben zu finden ist auch 
eine Form der (Gewalt) Prävention und kann, wenn si e punktuell oder kontinuierlich durch 
mehrere Lebensphasen führt, wesentliche, friedvolle Grunderfahrungen ermöglichen. 
 
Das MitarbeiterInnenteam soll von Beginn an „on the  Job“  geschult werden. Der Ansatz  
wird Bestandteil der Teamentwicklung sein. 
 
 
Gemeinsame Erziehung 
 
Die Ermöglichung der Gemeinsamen Erziehung von Kind ern mit Behinderung ist für die Ev. 
Jugendhilfe Münsterland in allen Einrichtungen selb stverständlich. Die Gemeinschaft aller 
Kinder, das Bedürfnis nach Beziehung und Entwicklun g, nach Selbstbildung und 
Zugehörigkeit ist für alle Kinder gleich, unabhängi g von Herkunft, Religion, Intelligenz oder 
körperlicher Beeinträchtigung.  Wir streben daher i m Sinne der Inklusion eine umfassende 
Verwirklichung dieses Grundgedankens an.  
 
 
Zeitstruktur 
 
Die Öffnungszeiten der Gesamteinrichtung richten si ch nach den Bedarfen und der 
Angebotsstruktur. Neben den Pädagogischen Bedarfen spielt  das Ziel der Vereinbarkeit von 
Familien- und Berufsleben eine bedeutsame Rolle. 
Die Kita hat insgesamt 45 Stunden geöffnet, vorstel lbar ist auf jeden Fall eine 
unterschiedliche Tagesintensität, wenn gewünscht. D urch Kooperation mit der Tagespflege 
könnten auch die Betreuungszeiten erweitert werden. 
Der Kinderpädagogische Bereich hat vermutlich regel haft bis 18 Uhr geöffnet, 
möglicherweise im Sommer länger. 
 
 
Partizipation 
 
Die Kinder und Eltern haben regelmäßig die Möglichk eit, sich in Gesprächsform, Beiräten 
und Fragebogenaktionen kritisch zu äußern. Diese we rden von den MitarbeiterInnen 
kontinuierlich zusammengefasst und ausgewertet.

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 6 von 10 
 
 
 
2. Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH 
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland sichert mi t ihren Angeboten in 25 Städten und 
Gemeinden eine sozialraumnahe Unterstützung in der Kinder –und Jugendhilfe ab. Über 550 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 90 Projekten ve rmitteln jährlich über 2.000 Kindern, 
Jugendlichen und deren Familien Perspektiven.  
Die Angebotspalette ist breit gefächert:  
• 7 Kindertagesstätten 
• 12 offene Ganztagsgrundschulen 
• 26 Angebote stationäre Wohnformen 
• 10 Tagesgruppen 
• 16 Standorte Flexible Hilfen/ 4 Standorte SPFH 
• Jugendschutzstelle 
• Projekte der Jugendberufspädagogik 
• Jugendmigrationsdienste 
• 150 Pflege- und Erziehungsstellen 
Die Angebote in den jeweiligen Städten und Gemeinden sind miteinander vernetzt und bilden 
interdisziplinäre Teams. In der Stadt Münster bilden folgende Projekte ein „Regionalteam“: 
• Ambulante erzieherische Hilfen Münster  
• Kita und Familienzentrum "Lichtblick"  
• Mädchenwohngruppe Münster  
• Wohngemeinschaft C’est moi  
• Wohngruppe an der Werse  
Wir wollen ein bedarfsgerechtes Angebot ermöglichen , uns beteiligen an der jeweiligen 
sozialräumlichen Infrastruktur und diese mit entwic keln. Wir wollen, dass die passende Hilfe 
oder Unterstützung bei Kindern, Jugendlichen und Familien ankommt. 
Verantwortungsübernahme zu ermöglichen, ist die Grundidee unseres Handelns. 
 Die wesentlichen Prinzipien unserer Arbeit sind: 
• Erziehungspartnerschaft 
• Kooperation und Netzwerk 
• Partizipation 
• Transparenz und Offenheit 
• Glaube an die Fähigkeit und Ressource zur Entwickl ung und Selbstverantwortung 
• Kritikbereitschaft und Kritikfähigkeit

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 7 von 10 
 
 
 
3. Konzeptbausteine Kindertageseinrichtung 
Die Kindertagestätten der Evangelischen Jugendhilfe  Münsterland verstehen sich als 
Bildungseinrichtungen und als Begegnungsstätten für  Familien. Daher sind 5 der 7 
Einrichtungen zertifizierte Familienzentren NRW. Ei ne grundlegende Idee ist der 
Präventionsgedanke: je früher wir  Kindern und Fami lien ein umfassendes, tragfähiges 
Konzept anbieten, desto wirkungsvoller kann dies für die Zukunft sein. 
Bildungsauftrag 
Die Arbeit der Kindertagesstätten orientiert sich an: 
• Den gesetzlichen Vorgaben des SGB VIII und dem Lan desausführungsgesetz NRW  
KiBiz 
• Der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Bildu ngsarbeit der 
Tageseinrichtungen für Kinder- Bildungsvereinbarung NRW, perspektivisch die 
„Empfehlungen zur Bildungsförderung für Kinder von 0 - 10 Jahren in 
Tageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in NRW“  und 
• Dem Bildungskonzept evangelischer Tageseinrichtung en für Kinder in Westfalen 
Lippe 
Tageseinrichtungen für Kinder sind die ersten insti tutionellen Bildungsorte von Kindern. Den 
Bildungsauftrag  in umfassender Weise zu verwirklichen und damit die  ersten Schritte zur 
Chancengleichheit zu ermöglichen, ist das Ziel. Bil dung ist die wichtigste Grundlage, mit der 
Menschen die Gegenwart bewältigen können. Sie wird immer mehr zur Voraussetzung dafür, 
sich in einer pluralen und medialen Welt zurechtfinden und behaupten zu können. 
 
Unsere Arbeit in den Kitas ist geprägt von  dem Kon zept der sog. „Offenen Arbeit“ und der 
Reggio-Pädagogik. 
 
Bildungsverständnis 
Kinder forschen und lernen mit allen Sinnen und ben ötigen dafür ausreichende 
Möglichkeiten, um sich spielerisch und schöpferisch  mit ihrem Lebensumfeld auseinanderzu- 
setzen. Sie brauchen (Zeit-) Räume und Situationen für ihren spezifischen Lern- und 
Entwicklungsprozess. Die kindliche Eigentätigkeit, Engagiertheit und Selbstorganisation 
stehen dabei im Mittelpunkt. 
Wir unterstützen die Entwicklung der Kinder durch i ndividuelle Förderung, geben 
Anregungen und Herausforderungen durch eine gut vor bereitete Umgebung. Wir begleiten 
die Kinder in ihrem „Selbständigwerden“ und stärken  ihre Persönlichkeit durch positive 
Zukunftsaussicht. Kinder trainieren und erwerben im Spiel ihre Lebenskompetenz. 
Beobachtung und Dokumentation  
 
Die Bildungsvereinbarung NRW und die damit verbunde ne Dokumentation von 
Beobachtungen der Bildungsprozesse eines Kindes, bi etet der Einrichtung die Gelegenheit, 
in den engen Austausch mit den Eltern zu gehen. Wen n Erzieherinnen ein Kind 
wahrnehmend beobachten und dies dokumentieren, schä rft  sich mit der Zeit der Blick auf 
das Kind und seine Lernprozesse; bei den Erwachsene n kommt ebenso ein neuer 
Lernprozess in Gang. Durch die Veränderung des „Bli cks“ werden Ressourcen von Kindern 
besser erkannt, daraus entstehen Ansätze zur besseren Unterstützung der Kinder.

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 8 von 10 
 
Sprachförderung 
 
Kinder unserer Einrichtungen finden in den Alltag e ingebettet vielfältige Anregungen, ihre 
sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Unters chiedlichste Gesprächsanlässe 
erweitern das Sprachverständnis, den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit der Kinder. Sie 
lernen dabei zum einen in den täglichen Morgenkreis en durch Gesprächsrunden, 
Geschichten, Lieder, Reime und Sprachspiele. Wichti g sind aber auch die vielfältigen 
Gespräche, die das Kind im Laufe des Kindergartenta ges mit anderen Kindern oder der 
Erzieherin führt. Ein anregungsreiches Umfeld und g emeinsame Aktivitäten schaffen dabei 
vielfältigen Gesprächstoff. Sprachförderung soll in  der Einrichtung in Wolbeck insbesondere 
durch die Angebote der Rhythmischen Erziehung unter stützt werden. Wir erfüllen den 
gesetzlichen Auftrag des Sprachstandserfassungstest es Delfin 4. und machen gezielte 
Angebote der Sprachförderung. MitarbeiterInnen unse rer Einrichtung sind in der 
Durchführung des Testverfahrens des „Bielefelder Sc reenings“ und des Förderprogramms 
„Hören, Lauschen, Lernen“ geschult. Mit „SISMIK“ steht uns ein Beobachtungsverfahren zur 
Verfügung, um Kinder, die zweisprachig aufwachsen, gezielt in der Entwicklung ihrer 
deutschsprachigen Fähigkeiten zu beobachten.  
In der Kindertageseinrichtung in Wolbeck würden wir  gerne Bilingualität fördern und einen 
englischsprachigen  „Nativ Speaker“ einstellen. 
 
Zusammenarbeit mit Familien 
Eltern haben in unseren Kitas nicht nur die Rolle d er Erziehungsberechtigten, sondern sind 
uns als Erziehungspartner  in der pädagogischen Arbeit mit ihren Kindern wich tige Begleiter. 
Nur durch den offenen Austausch  kann im Sinne und Interesse des Kindes gehandelt 
werden. Es ist  ein enorm wichtiger Bestandteil in der Zusammenarbeit mit den Eltern. 
Positive, aber vor allem auch negative Rückmeldunge n sind ein Garant für die Entwicklung 
pädagogischer Prozesse, die insbesondere für die Ki nder von großer Bedeutung sind. 
Gegenseitige Wertschätzung ist somit Ausdruck des V ertrauens sowohl in die Fähigkeiten 
der pädagogischen Fachkräfte als auch in die Erzieh ung des Kindes durch die Eltern. 
So liegt uns nicht nur die Einbindung des Rates  der Tageseinrichtung  in unsere Arbeit sehr 
am Herzen, sondern auch die Zusammenarbeit mit jede m einzelnen Elternteil oder 
Erziehungsberechtigten. 
 
 
Qualitätsentwicklung 
 
Die Kitas in unserer Trägerschaft sind nach dem Qua litätsmanagementsystem „IQUE- 
Integrierte Qualitäts- und Personalentwicklung“ zer tifiziert. Erarbeitet und umgesetzt ist der 
Kernprozess „Zusammenarbeit mit Familien“. Dies war  ein wichtiger Baustein bei der 
Entwicklung der Familienzentren. Eine neue Einricht ung wird auch in dieses Verfahren 
eingeführt und wird von dem Prozess der anderen Kitas profitieren. 
Zudem werden wir bis 2011 zu einem weiteren Kernpro zess Leitsätze und Indikatoren 
erarbeitet haben: Bildungsprozesse im Kontext der Reggio-Pädagogik. 
Der Evangelische Fachverband Tageseinrichtungen für  Kinder evta beginnt damit das 
bundesweit gültige „Evangelische Gütesiegel“ zu ermöglichen. Mit einer Cross Referenz zu 
IQUE werden wir das Ev. Gütesiegel ebenfalls anstreben.

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 9 von 10 
 
 
4. Konzeptbausteine  kinderpädagogischer Bereich 
 
In Wolbeck besteht bereits heute ein Bedarf für ein  kinderpädagogisches Angebot für die 
Altersklasse 6 - 14 (oder12/13). Dieser Bedarf wäch st durch die städtebauliche Entwicklung 
in Wolbeck-Nord. 
Ein solches Angebot kann nicht losgelöst von andere n Einrichtungen vor Ort  entstehen und 
bestehen. Die Vernetzung mit den Kindertageseinrich tungen, den Schulen, dem offenen 
Jugendtreff Bahnhof Wolbeck etc. ist obligatorisch.  Einerseits um die Bedarfe der Kinder, 
Jugendlichen und Familien umfassender zu erkennen, andererseits um die Situation von 
Kindern und Jugendlichen im Alltag unmittelbarer und besser verstehen zu können. 
Wir verstehen das Angebot ganz zentral als eine kon tinuierliche Begleitung von Kindern und 
Eltern in unterschiedlichen Lebensphasen. 
 
Der Offene Treffpunkt ist daher wichtig für vielfältige spontane Begegnun g. Er wird 
sicherlich ausgestattet mit einem Kicker, einer Informationswand, einer Leseecke etc. 
Eine zeitweise fachliche Begleitung stellt sicher, dass Impulse aufgegriffen werden können, 
Empfehlungen gegeben werden können oder einfach zugehört wird. 
In diesem Bereich sollte auch eine „Bühne“ integrie rt sein oder die Möglichkeit geschaffen 
werden eine transportable Bühne aufzubauen. Zentral  ist in dieser Altersgruppe, dass vieles 
zur Aufführung kommt: Theater, Pantomime, Gesang, Tanz, Zirkus, Musikstücke u.v.m.. 
 
Der Gruppenraum sollte so ausgestattet werden, dass hier vielfältig e Angebote 
durchgeführt werden können, z.B. von der Musikschul e, Rhythmikangebote, Schachturniere, 
etc. 
Es ist wichtig, dass „Kurse“ auch von den festen, pädagogisch qualifizierten  MitarbeiterInnen 
angeboten werden, da in dieser Altersstufe viel Int eresse über Personen, Beziehungen 
geweckt und gefestigt werden kann. Jungen und Mädch en suchen nach glaubhaften 
Erwachsenen, die Orientierung geben und das Miteina nder in der Gruppe von Gleichaltrigen 
kommentieren und moderieren können. 
 
Den Kreativraum stellen wir uns, auch im Sinne der Weiterentwicklun g der Grundgedanken 
der Reggio-Pädagogik im Kita-Bereich, als Konstruktions- und Experimentierbereiches vor. 
Die  Erfahrung im Bereich der OGS zeigt uns, dass d ies ein ausgesprochen vielbesuchter 
und genutzter Raum ist. Er gibt die Möglichkeit fre i, interessengeleitet ohne 
Leistungsanforderung auszuprobieren, naturwissensch aftlichen Fragen nachzugehen, eben 
zu experimentieren. 
 
Der Abenteuerspielplatz  bietet Möglichkeiten zur Bewegung- hier kann jedoc h auch die 
Bau- und Konstruktionsthematik aus dem reggioorient ierten Kita-Konzept weitergeführt 
werden. 
Wichtig ist im Außengelände auch das „Fußballfeld“ eines der zentralen Themen in dieser 
Altersgruppe - nicht ausschließlich für Jungen. 
In einem der Räume sollte auch ein Bildschirmplatz für Kinder und Jugendliche vorhanden 
sein. 
 
Im Vormittagsbereich können die Räume von anderen A nbietern genutzt werden, z.B. der 
Musikschule. 
Es ist auch möglich, Elternberatungs- oder Bildungs angebote in dieser Zeitspanne dort zu 
integrieren.

Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH                                                                                                            März    2010                                         
Konzeptbausteine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Münster-Wolbeck-Nord                                                         Seite 10 von 
10 
 
Zusammenfassung: 
 
Es gibt noch eine Vielzahl an Ideen, Ansätzen, Vors tellungen, die hier verwirklicht werden 
können. Sie werden gespeist aus den Konzepten der u nterschiedlichen Angebotsformen der 
Ev. Jugendhilfe Münsterland, aus den Kontakten mit Kindern und Jugendlichen, aus den 
Gesprächen mit potentiellen Partnern in Wolbeck. 
Beteiligung ist uns jedoch ein wichtiges Anliegen. Die Beteiligung der jeweiligen 
Nutzergruppen der Einrichtungen. Wir wollen diese e inbeziehen bei der Gestaltung und 
Umsetzung gemeinsamer Vorstellungen zum Leben und Lernen in der Einrichtung. 
Eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Trägersc haft der Ev. Jugendhilfe Münsterland 
wird unter den beschriebenen und vorgegeben Rahmenb edingungen ihr Konzept selbst 
entwickeln- bedarfsgerecht  und passend 
.

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“ Tel 0251 91 90-0 Ta.0251 91980-50
Stadt Münster = Fax 0251 665962 Fa0251 665962
un je ER und Familien gemuensteräyse-nrw.de bunuensteribsenrw.de
If nna
ne ar I Alte Straße 65 I Alte Straße 65
48127 Münster 44143 Dortmund 44143 Dortmund
Tel.0231 1890124 TeL02}1 424179

Fax 0231 1890510

Fa0231 1830510

gsdortmundevse-nrw.de bstormund@wsenrw.de

25.02.2010

Bewerbung um die Trägerschaft der KiTa und der kinderpädagogischen
Einrichtung in Wolbeck-Nord

Sehr geehrte Frau Pohl,
der VSE bewirbt sich um die Trägerschaft der oben genannten Einrichtung.

Dass im Rahmen der Interessenbekundung eingereichte und in einem ausführlichen
Gespräch mit Ihnen vorgestellte und diskutiere Konzept bleibt in dieser Form bestehen.

Bezüglich der Finanzierung der Kindertagesstätte erklärt sich der VSE bereit, den
Trägeranteil von 9% für zu übernehmen,

Für das kinderpädagogische Angebot, also die Einrichtung der offenen Kinder- und
Jugendarbeit, werden 10% Trägeranteil bezüglich der Personalkosten erwartet sowie
ein Eigenanteil des Trägers an den Programmkosten und den Beschäftigungsentgelten
sowie den Mietkosten. ,

In der Ausschreibung für die Einrichtung der kinderpädagogischen Angebote sind
Erstattungen für die Bereitstellung und die Kosten eines Arbeitsplatzes nicht
vorgesehen. Laut KGSt sind die Kosten eines Arbeitsplatzes mit Minimum €10520.- pro
Jahr anzusetzen. Dies ist eine (Eigen-)Leistung des Trägers, die auf jeden Fall erbracht
wird und in diesem Zusammenhang der Erwähnung wert ist. Sieht man dies als
Trägeranteil, so geht der bereits weit über die von der Stadt erwarteten 10% für das
kinderpädagogische Angebot hinaus,

Sitz des Vereine 0 221 Calle » Amtsgericht Lüneburg YR 100270

Vertretungsberechtigte Yorstandsumitgliecer: Ina Kaupp, Ann Gül Minch, Börbel Schweiber Uta Worahaw
Geschäftskonto: Drosiiner Bank Mlinster + BLZ 400 909 40 + Konto 532016800

Spendenkonto: Sparkasse Münsters Ost + BLZ AO0 SH 50 » Konto Ho 20

SAID: 1 7

== DER PARITÄTISCHE

UNSER SPITZENVERBAMD

”

Die KiTa und KiPa (Einrichtung der kinderpädagogischen Angebote) passt in das
Gesamtkonzept des VSE, stadtteilbezogen und sozialräumlich ausgerichtet verbunden
mit einer ganzheitlichen Sicht auf Entwicklung, Förderung, Erziehung und Bildung von

Kindern sowie der Unterstützung, Beratung und Begleitung der Eltern,

In Wolbeck arbeitet bereits das Team VSE-Jugendhilfeeinheit Kompass, mit Büro und
Anlaufstelle in der Hofstrasse 9-11. Die MitarbeiterInnen haben ihren j
Arbeitsschwerpunkt im Bereich der ambulanten erzieherischen Hilfen, sind aber auch
zuständig für die Aufsuchende Arbeit des VSE in Wolbeck sowie für die
Sozialpädagogische Übermittagbetreuung in der Hauptschule.

Wir würden uns freuen, wenn das Amt und der Ausschuss für Kinder, Jugendliche und

Familien in Münster dem VSE die Trägerschaft der o.g. Einrichtung übertragen würde,
im Vertrauen auf die Kompetenz des Trägers und das überzeugende Konzept.

it freundlichen Grüssen
Wilfried Stein

Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V.

ee

Verbund sozialtherapeutischer
Einrichtungen e.V,

Kinder- und
Jugendhilfeeinrichtung

Kindertageseinrichtung und
kinderpädagogische Angebote in
Wolbeck Nord

Konzeptionelle Grundlagen

(Stand: Januar 2010) VSE e.V.
Beratungsstelle Münster

Inhaltsv ichnis

1. Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord
Kindertageseinrichtung und Kinderpädagogische
Angebote

2; Der Träger

3 Konzeptionelle Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck
Nord

3.1. Ziele

3.2. Angebote

4. Gemeinwesenorientierung und Integration in den Sozialraum

5 Öffnungszeiten

6. Personal

T. Finanzierung

8. Qualitätssicherung

9. Fazit

Anhang

Kindertageseinrichtung

Kinderpädagogische Angebote

1. _ Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord
Kindertageseinrichtung und Kinderpädagogische
Angebote

Mit dem vorliegenden Konzept zur Ausgestaltung der Trägerschaft für die Kinder-
und Jugendhilfeeinrichtung in Wolbeck verfolgt der VSE e.V. das Ziel, für Kinder und
ihre Familien ein pädagogisches Angebot vorzuhalten, das die festgestellten Bedarfe
für Erziehung, Betreuung und Bildung aufgreift, Inhaltlich füllt und fortschreibt.

Die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord wird Betreuungslösungen
anbieten, die die Bedürfnisse der Kinder ebenso berücksichtigt wie den Wunsch
vieler Eltern nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Wir werden das Bedürfnis des „für das Leben lernen wollen" von Kindern aufgreifen
und die Angebote danach ausrichten. Das bedeutet auch, die Chancengerechtigkeit
für Kinder durch die Förderung der kulturellen, instrumentellen, sozialen und
personalen Kompetenzen zu sichern.

Während der Zeit, die die Kinder in der Kindertageseinrichtung sind, durchlaufen sie
unterschiedliche Entwicklungsphasen. Daneben erleben Kinder in dieser Zeit
Übergänge, zunächst in die Kindertageseinrichtung hinein und später den Wechsel in
die Grundschule. Beides, die Entwicklungsphasen und die Übergänge, gilt es in
besonderer Weise zu fördern und zu unterstützen. Hier kann ein ganz besonderer
Synergieeffekt der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung entstehen, pädagogisch
initiiert in partnerschaftlicher Kooperation mit den Eltern und den Institutionen vor
Ort,

Aufgrund unserer langjährigen und guten Kooperation mit den Partnern im
Sozialraum Wolbeck werden wir die Vernetzung der Kinder- und Jugendhilfe-
einrichtung konstruktiv umsetzen. Selbstverständlich ist es für uns, die gewachsenen
Vereins- und Verbandstrukturen einzubinden und zu nutzen. Es ist uns bekannt,
dass bereits jetzt unterschiedliche Angebote stattfinden, die kulturellen,
instrumentellen, sozialen und personalen Kompetenzen von Kindern und
Jugendlichen und ihren Familien in umfassender Weise sowie lebenslagen- und
altersadäquat fördern. Mit der Trägerschaft für die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung
Wolbeck Nord werden wir das Bestehende ergänzen.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Kinder und ihre Familien, die von Anfang an
bei der Ausgestaltung „ihrer“ neuen „Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck
Nord“ beteiligt werden. Das bedeutet, schon in der Aufbauphase den Kontakt zu
Eltern und Schulen und zum Kinder- und Jugendparlament aufzunehmen.
Gemeinsam sollen inhaltliche und gestalterische Themen frühzeitig miteinander
diskutiert werden. Nur durch die aktive Beteiligung ist eine hohe Identifizierung und
Aneignung zu erreichen.

Pädagogische und wirtschaftliche Synergien sind durch die Planung des Gebäudes
sehr gut möglich.

2. Der Träger

Der VSE ist anerkannter Träger der Jugendhilfe, der seit den siebziger Jahren in
Niedersachsen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen differenzierte und individuelle
Hilfen für Familien, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene anbietet und weiter
entwickelt.

Die Region NRW gliedert sich in die Bereiche Münsterland und Dortmund. In Münster
und Dortmund sind jeweils Beratungsstellen und Geschäftsstellen angesiedelt, die für
die fachlichen und verwaltungsbezogenen Abläufe bereichsbezogen verantwortlich
sind,

Der VSE ist Mitglied im Deutschen PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband.

Der Mensch steht im Mittelpunkt!

Unser Leitsatz: „...sich am Menschen orientieren“ drückt sehr treffend aus, um was
es uns geht.

Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass Menschen für sich selbst und für ihre
Kinder eine positive Zukunft wünschen. Manchmal brauchen sie dafür Unterstützung.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, Hilfeprozesse so zu gestalten und Maßnahmen so
zu entwickeln, dass Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien unsere
Arbeit als Unterstützung bei der Gestaltung ihres Lebens erfahren, Wenn es gelingt,
dass die Adressatinnen uns an ihrem Leben beteiligen, kann unsere Hilfe wirksam
werden.

Unser Augenmerk liegt dabei stets auf den Dingen, die Menschen bereits können,
unser Bemühen richtet sich auf die Entwicklung ihrer Kompetenzen. Wir gehen
davon aus, dass die Adressatinnen unserer Hilfen selbst das Potential haben,
Lösungen für ihre Probleme zu finden. Unsere Aufgabe ist es, sie dabei zu
unterstützen.

Wir sind ein basisdemokratischer Betrieb!

Unsere inhaltlichen Grundsätze spiegeln sich in unserer Struktur wieder! Partizipation
und Mitbestimmung münden in unserem Verein in Selbstverwaltung. Die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Mitglieder im Verein und entscheiden so über
alle betrieblichen Belange.

Die engagierte Mitarbeit aller Kolleginnen und Kollegen ist das Fundament des VSE.
Sichtbar wird dies in unseren kleinen oder auch größeren dezentralen Einrichtungen,
in denen differenzierte Angebote vorgehalten werden. Ausgestattet mit vielfältigen
Kompetenzen wird hier solide und kreative Sozialarbeit gemacht.

3. _Konzeptionelle Grundlagen der Kinder- und
Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord

Bei all unseren Hilfen ist es uns wichtig, Kinder, Jugendliche und ihre Familien in
ihrer Individualität und Besonderheit wahrzunehmen. Es interessiert uns, wie die Welt
aus der Perspektive der Kinder aussieht. Unser Ausgangspunkt sind somit die
Entwicklungsbedürfnisse der Kinder und die damit verbundenen familiären
Erfordernisse.

Für das Aufwachsen von Kindern, für ihre Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung,
für Vertrauensbildung und Bindungsfähigkeit stehen für uns zuallererst die Eltern in
der Verantwortung und sind damit unsere wichtigsten Partner im pädagogischen
Alltag der gesamten Einrichtung. Unser Ziel ist es, Kindern Anreize auf allen
personalen Ebenen zu bieten, die die Grundlagen für lebenslange Lern- und
Bildungsprozesse fördern. Wir wollen, dass Kinder neugierig bleiben! Eltern werden
aktiv beteiligt und unterstützt.

Für die Kinder und ihre Familien werden wir die vorhandenen Angebote und
Ressourcen im Stadtteil Wolbeck bündeln und ihnen zugänglich machen, um die
Chancengleichheit zu fördern und unterschiedliche Milieus zu verbinden.

Wir verfolgen das Ziel die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck zu einem
Eltern-Kind-Zentrum mit allen Beteiligten zu kreieren, das Bildungs- und
Beratungsangebote auch für Eltern vorhält und gleichzeitig als Treffpunkt dient.

3.1. Ziele

Die Kindertagesstätte und die kinderpädagogische Einrichtung sollen belebt sein von
neugierigen, lebendigen, fröhlichen Kindern, die Freude an Bewegung, Spielen,
Lernen und dem Miteinander haben. Kinder, die lachen und weinen, die sich trösten
und trösten lassen, die sich am Gelingen freuen und vom Misslingen nicht
entmutigen lassen.

Wir nehmen die uns anvertrauten Kinder als jeweils einzigartige Persönlichkeiten
wahr und stellen sie in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Unser pädagogisches Handeln
orientieren wir konsequent an den persönlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten und
Ansprüchen, an den Bildungsprozessen, der Gesundheit und den Interessen eines
jeden Kindes.

Es ist uns dabei besonders wichtig, leichte und spielerische Zugänge für die Kinder
zu gestalten. Nur wenn Kinder Spaß am Lernen haben, wird sich auch ein
langfristiges Interesse entwickeln.

Durch den Aufbau eines Eltern-Kind-Zentrums unter Einbeziehung der vorhandenen
Angebote und Institutionen ist es möglich, den Blick auf das konkrete Lebensumfeld,
in dem ein Kind aufwächst, zu erweitern und Angebote zugänglich zu machen.
Wolbeck ist ein Stadtteil mit wachsender Bevölkerungsstruktur. Insbesondere neu
zuziehende Familien und ihre Kinder benötigen Begegnungsräume zur Integration
und Orientierung.

„Für die Erziehung eines Kindes benötigt man ein ganzes Dorf“.

Im Überblick bedeutet dieses konkret:

e Kinder und ihre Eltern stehen im Mittelpunkt unserer partnerschaftlichen Arbeit

e Sicherheit und Transparenz für alle Beteiligten schaffen

e Die Einbettung in das schon bestehende Netz der pädagogischen Angebote
wird mit allen Beteiligten alltagsnah gestaltet

e Beteiligung aller Akteure von Beginn an, um die Aneignung der Einrichtung
und Eigeninitiative aufzubauen

e Chancenjgleichheit für Kinder in sozial benachteiligten Lebenslagen durch
individuelle Förderung

e Integration unterschiedlicher Milieus

e Kontinuität in der Begleitung der Kinder zunächst in der Kindertages-
einrichtung und später in die kinderpädagogischen Angebote hinein.

3.2.

Trias Betreuung, Erziehung und Bildung wird in den Mittelpunkt gestellt,
personale Kompetenzen von Kindern und ihren Eltern werden genutzt und
gefördert

Stärkung des ehrenamtlichen Engagements

Einbeziehung des sozialen Umfeldes der Einrichtung und der Kinder und
Familien

Attraktivität für Kinder mit Behinderungen schaffen

Einbeziehung der älteren Generation

Aufbau von bürgerschaftlichem Engagement

Kooperation mit den Einrichtungen vor Ort, insbesondere mit dem Jugendamt
der Stadt Münster, Schulen, den Beratungsstellen, kulturellen Einrichtungen,
Politik und anderen Institutionen, die das Familienleben der Bürger von
Wolbeck prägen

Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen (Gender)

Vermittlung von Medienkompetenz für Kinder und Eltern

Angebote

Mit der Übernahme der Trägerschaft für die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in
Wolbeck Nord verfolgt der VSE e.V. die oben genannten Ziele. Deutlich wird, dass
wir unterschiedliche Zielgruppen, die zum Lebensumfeld von Kindern und ihren
Familien gehören, einbeziehen werden. Entsprechend der Neigungen und
Fähigkeiten werden sich die Angebote ausgestalten und zu einer breiten Palette
führen.

Im Focus bleibt die individuelle Förderung, um die oben beschriebenen Ziele
erreichen zu können.

Zur Umsetzung sind folgende Angebote wichtig:

Gesundheitsförderung und Bewegungserziehung im Innen- und Außenbereich
der gesamten Einrichtung

Förderung der Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen /
Geschlechtergerechtigkeit

Bilinguale Erziehung in einer Gruppe der Kindertagesstätte und im Bereich der
kinderpädagogischen Angebote

Kulturpädagogik, um Aneignung von Kompetenzen und Blickwinkelweiterung
zu ermöglichen

Einbeziehung von unterschiedlichen Medien

Funktion eines Brückengliedes einnehmen, um Zugänge zu anderen
Angeboten im Stadtteil für alle Besucher und Besucherinnen zu ermöglichen
Aufbau eines Elterntreffs in Form eines Elternkaffees

Elternberatung und -bildung mit thematischen Schwerpunkten
Generationsübergreifende Angebote

Tagesmüttercaf&

Kommunikation, Information zu aktuellen Themen und Bedarfen

Flexible Öffnungszeiten

4. _Gemeinwesenorientierung und Integration in den Sozialraum

Die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord wird Bestandteil des
öffentlichen Lebens in Wolbeck sein und wird mit anderen Institutionen kooperieren.
Zu nennen sind:
« Schulen
Mitglieder des Jugendforums
Museen und andere kulturelle Einrichtungen
Andere Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Wolbeck
Nachbarschaft
Sportvereine und andere Vereine
Kirchengemeinden
Handwerksbetriebe
Initiativen

Die Erfahrungen der Kinder durch Berührung mit den oben aufgeführten Akteuren
bedeutet nicht nur Wissensanreicherung sondern auch Stärkung des
Selbstwertgefühls, insbesondere durch die Aneignung von Sozial- und
Alltagskompetenzen, die zum Abbau von Schwellenängsten und zu personaler
Sicherheit führt.

5. Öffnungszeiten

Der VSE e.V. wird auf die gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen reagieren
und flexible Öffnungszeiten anbieten. Richtschnur wird das im Rahmen einer
Arbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft - Kindertagesbetreuung — nach $ 78 SGB
VII entwickelte „Grundlagenpapier zur Umsetzung flexibler Betreuungsangebote für
Kindertageseinrichtungen in Münster“ sein. Die Einrichtung wird ganzjährig geöffnet
sein, wenn dieses den Bedarfen entspricht.

Um die Freizeit von Kindern- und ihren Familien mit gestalten zu können und
insbesondere berufstätige Elternteile erreichen zu können, werden auch Angebote
an den Wochenenden stattfinden. Damit werden wir das Miteinander in Familien und
die Gemeinschaft von Familien im Stadtteil fördern.

Die Öffnungszeiten für die kinderpädagogischen Angebote richten sich nach dem
Alter der Kinder und den Themen der Veranstaltung. So kann ein Abenteuer-
wochenende auf dem Gelände mit Übernachtungen oder speziellen Abendangebote
sicherlich sehr reizvoll sein.

6. Personal

Qualifizierte Kolleginnen, viele davon mit Zusatzqualifikationen stehen für die hohe
Qualität der pädagogischen Arbeit im VSE e.V. Wir entwickeln unser internes
Fortbildungsangebot zu unterschiedlichen pädagogischen Neuerungen und
allgemeingültigen Standards, wie z. B. zu systemischer Beratung und

lösungsorientierter Pädagogik. Dieses Angebot entwickeln wir kontinuierlich weiter
und unterstützen außerdem die Teilnahme an externen Fortbildungen, beruflichen
Bildungsmaßnahmen und Zusatzqualifikationen. Unsere Stärke liegt in der
regelmäßigen und guten Reflektion der Arbeit. Das sichern wir über kollegiale
Beratung, die zur Basisqualifikation aller MitarbeiterInnen gehört und über
regelmäßig stattfindende Fach- und Teamberatung durch unsere Beratungsstelle.
Die Fachberatung der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord wird
ebenfalls an das Team der Beratungsstelle des VSE e. V. angegliedert sein.

Die Teamarbeit ist uns ein besonderes Anliegen. Damit diese gut gelingen kann,
können alle Teams externe Supervision in Anspruch nehmen.

Für die Kombi-Einrichtung mit den beiden Angebotsschwerpunkten
Kindertageseinrichtung und kinderpädagogische Angebote werden wir
entsprechende Leitungsanteile freistellen.

Die Fachberatung für die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord wird
sowohl Kompetenzen in der pädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen als
auch in dem Bereich der Kinderpädagogik mitbringen. Ziel der Fachberatung ist die
Weiterentwicklung qualifizierter pädagogischer Arbeit.
Themen der Fachberatung sind u.a.:
« Institutionsberatung
Organisationsberatung
Konzeptionsberatung
Kommunikations- und Konfliktberatung
Kooperationsberatung
Qualitätsentwicklung

7. Finanzierung

Der VSE e.V. hat die in der Ausschreibung vom 18.12.2009 genannten Daten zur
Finanzierung der gesamten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung und zur Erwartung
des Trägeranteils zur Kenntnis genommen.

Der VSE e.V. wird die Trägerschaft zur Schaffung betriebswirtschaftlicher und
pädagogischer Synergien für die komplette Einrichtung übernehmen.

8.  Qualitätssicherung

Die regelmäßige Überprüfung der konzeptionellen Vorgaben (Zielerreichung,
Effizienz, Zufriedenheit der Kinder und ihrer Familien) und der pädagogischen Arbeit
sind Bestandteile der Qualitätssicherung.

Zur Umsetzung dienen u.a.!

Regelmäßige Teamberatung mit Fachberatung

Evaluation von Angeboten im Sinne der Konzeption (mit Kindern und Eltern)
Supervision

Fort- und Weiterbildung

Qualitätsmanagement

9. Fazit

Mit der Trägerschaft für die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Wolbeck Nord
verbindet der VSE e.V. die Möglichkeit ein Eltern-Kindzentrum aufzubauen, das sich
der Trias Betreuung, Erziehung und Bildung für alle Beteiligten stellt, um einen
Beitrag zur Chancengerechtigkeit für Kinder zu leisten.

Die Angebote des VSE e.V. haben sich kontinuierlich mit den Bedarfen und
Veränderungen der Gesellschaft mitentwickelt und ausdifferenziert.

Dieses gelang uns durch die Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen in
ihren unterschiedlichen Lebensphasen sowie deren Einbeziehung und Beteiligung an
der gesamten gemeinsamen Arbeit.

Gemeinwesenorientierung und Integration in den Sozialraum sind für uns außerdem
selbstverständliche Aufgabenstellungen.

Kindertageseinrichtung

1. Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit

Wir werden unsere pädagogische Arbeit nach dem Situationsansatz ausrichten. Bei
diesem Ansatz handelt es sich um ein Konzept zur Begleitung von Bildungs- und
Lebensbewältigungsprozessen von Kindern in Kindertageseinrichtungen im
Zielhorizont von Autonomie, Solidarität und Kompetenz.

Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit ist die soziale und kulturelle
Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien. Die pädagogischen Fachkräfte
nehmen alles, was um die Kinder herum geschieht wahr - in der Familie und in der
Gesellschaft - und setzen sich damit auseinander. Hierbei handelt es sich sowohl um
Situationen und Interessen, mit denen sich die Kinder aktuell beschäftigen, als auch
um Themen, die für ihr Leben in der Gesellschaft wichtig sind. Dabei steht für uns
das Kind mit seiner gesamten Lebenssituation und seinen Interessen immer im
Mittelpunkt. Dieses beinhaltet eine genaue Kenntnis des Sozialraums und eine
kontinuierliche Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten.

Wir stellen den Kindern die notwendigen Räume zur Verfügung, um individuelle
Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu begreifen, bedeutsame Fragen
beantworten zu können und Zusammenhänge verstehen zu können. Diese
kindgerechte Herangehensweise ermöglicht ihnen eine positive Entwicklung in allen
personalen Kompetenzbereichen - sozial, emotional, kognitiv und motorisch.

Wir werden den Kindern im pädagogischen Alltag ermöglichen, die gesamte
Einrichtung als Erfahrungsraum nutzen zu können. Durch gruppenübergreifende
Projekte fördern wir den Prozess, dass alle pädagogischen MitarbeiterInnen die
Kinder der anderen Gruppen kennen, ebenso wie alle Kinder alle MitarbeiterInnen
kennen. Dieses unterstützt die emotionale und soziale Selbstsicherheit der Kinder in
ihrem Umfeld.

Der fachliche Austausch in Fallbesprechungen und die Qualität in der Dokumentation
wird durch diese offene Pädagogik zusätzlich begünstigt, da die Beobachtungen
mehrerer Fachkräfte einfließen können.

2. Förderung und Bildung

Die frühen Bildungsprozesse haben für die Entwicklung von Kindern einen
besonderen Stellenwert insbesondere mit dem Blick auf Chancengleichheit und
soziale Gerechtigkeit.

Kinder sind geborene Forscher, Entdecker und Konstrukteure. Sie sind neugierig,
wissensdurstig und begeisterungsfähig. Kinder benötigen Räume, die ihren
Bewegungsdrang fördern und ihre Wahrnehmung schulen. Für den pädagogischen
Alltag bedeutet dieses, dass die Räumlichkeiten als „dritter Pädagoge“ den Kindern
zur Verfügung stehen mit Materialien, die Interesse wecken und Impulse setzen. Hier
ist ein besonderer Synergieeffekt der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung zu

10

unterstreichen, der den Kindern die Möglichkeit bietet, durch die räumliche Vielfalt in
Kleingruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiten zu können. Der
Kreativraum und der Bewegungsraum sind besondere Möglichkeiten. Wir werden
einen höhenverstellbaren Medientisch installieren, der auch den Kindern der
Kindertageseinrichtung die Arbeit mit dem Computer ermöglichen wird.

Die pädagogischen Fachkräfte begegnen den Kindern mit Wertschätzung und bieten
tragfähige Beziehungen an, um den Kindern eine Gemeinschaftserfahrung zu
ermöglichen, die ihnen die notwendige Sicherheit vermittelt, die Welt entdecken zu
können.

Bildungsbereiche, die wir anbieten werden, sind:
Sprache

Mathematik

Naturwissenschaft und Technik

Ästhetik und Gestalten

Ethik

Musik

Informationstechnologie

Sport und Gesundheit

Umwelt

3. Sprachförderung und Bilinguale Erziehung

Der VSE e.V. sieht in der Sprachförderung eine exponierte Aufgabe, da
insbesondere die Frühpädagogik die Aufgabe hat, alle Kinder in ihrem
Spracherwerbsprozess möglichst optimal zu unterstützen und gezielt zu fördern.
Sprache ist eine Schlüsselkompetenz, mit der sich Kinder den Zugang zur Bildung
und zur Welt erschließen. Gute Sprachkompetenzen sind eine wesentliche
Voraussetzung für den erfolgreichen Verlauf der Schullaufbahn.

Ziele sind:

« sprachliche Anregung vor allem auch durch das Sprach- und
Kommunikationsangebot der PädagogInnen, um den Spracherwerb auf allen
Ebenen zu unterstützen und für alle Kinder günstige Ausgangsbedingungen
zu schaffen;
beginnende Verzögerungen erkennen, aufhalten oder abschwächen;
kompensatorisch wirken, Nachteile ausgleichen, drohende Behinderungen
erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten;

« Kindern mit nicht deutscher Muttersprache den Erwerb der deutschen Sprache
spielerisch zu ermöglichen

« Eltern mit Migrationshintergrund zu erreichen, um Unsicherheiten abzubauen
und eine erfolgreiche Sozialisation und Entwicklung der Kinder zu begünstigen

* Auf die Schule vorzubereiten

Angebote werden sein:
« Sprachfördermaßnahmen
« BISC und HLL durch eine entsprechen ausgebildete Fachkraft
« Vorschulförderung mit weiteren gezielten Sprachfördermaßnahmen

« Kooperation mit Logopädiepraxen
« Delfin 4 Testungen als Pflichtleistung zwei Jahre vor der Einschulung
« Kooperation mit den Grundschulen

Mit der Sprache erlernen Kinder nicht nur Worte. Sprache vermittelt Kultur und ist ein
unentbehrliches Medium zur Identitätsentwicklung.
Für die bilinguale Erziehung sprechen folgende Thesen:
«+ Je früher desto besser
« Im Kleinkindalter besteht ein Synapsenüberschuss, der eine besonders gute
Aufnahme von Lernreizen bietet
Kleine Kinder lernen wesentlich schneller als große
Bis zum sechsten Lebensjahr gelingt das Erlernen weiterer Sprachen in der
Regel längerfristig am erfolgreichsten
« Bis zum Ende des 3. Lebensjahres können Kinder mehrere Sprachen
gleichzeitig erlernen
* Kinder, die von klein an eine Zweitsprache erlernt haben, können weitere
Sprachen wesentlich leichter erlernen

Der VSE e.V. wird in der Kindertagesstätte eine bilinguale Gruppe anbieten. Aber
auch im Bereich der kinderpädagogischen Angebote werden wir Methoden und
zeitliche Räume entwickeln, wenn Kinder Spaß und Interesse zeigen, um die
bilinguale Erziehung fortzusetzen. Für die bilinguale Erziehung werden wir eine
Fachkraft einstellen, die die englische Sprache als „Native Speaker" beherrscht. Am
wichtigsten ist es, dass dies immer auf eine spielerische Art und Weise, durch Hören
und Nachsprechen passiert und die Kinder freiwillig und gerne die fremde Sprache
lernen.

4. _Gesundheits- und Bewegungserziehung

Kinder sollen Spaß an körperlicher Bewegung und Betätigung erleben. Dieses
verbessert Ihr Wohlbefinden und erleichtert ihnen, ihren Körper und dessen Signale
besser zu verstehen. Über die Förderung der Motorik wird die Psyche
gleichermaßen angesprochen, da sie eine Einheit bilden und durch besondere
Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen zur positiven
Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Zudem werden über diese Prozesse die
Grundlagen der Lernfähigkeit ausgebildet und gefördert.

Gezielte Bewegungen sind in der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung besonders gut
durch den Bewegungsraum bei jedem Wetter möglich. Der VSE e.V. wird den
Bewegungsraum mit entsprechenden Geräten zur motopädagogischen Förderung
von Kindern ausstatten.

5. Ernährung

Der Ernährung wird der VSE e.V. eine besondere Bedeutung geben, da das Essen
für viele pädagogischen Themen Multiplikator sein kann. Neben der gesunden,
ausgewogenen Ernährung, geht es hier auch um die Vermittlung von

Kulturtechniken, wie gemeinsam am Tisch sitzen und die Entwicklung angemessener
Rituale. So kann zu Festen das Essen Ausdruck für den kulturellen Austausch von
unterschiedlichen Nationen sein oder Ausdruck für eine Gemeinschaft werden.

Im pädagogischen Alltag werden die gesundheitlichen, kulturellen und ethnischen
Themen immer berücksichtigt werden. Für das Mittagessen wird der VSE e.V. mit
einer Firma kooperieren, die die oben genannten Bedingungen erfüllt.

6. Dokumentation

Eine wichtige Voraussetzung für gelungene pädagogische Prozesse ist die
regelmäßige und sorgfältige Beobachtung der einzelnen Kinder und die
entsprechende Dokumentation des individuellen Entwicklungsstandes.

Dokumentationshilfen dazu werden folgende Verfahren sein:
Portfolio

Bildungsdokumentation

Deifin 4

Sensomotorische Entwicklungsgitter

BISC

MOT 4-6

Seldak

„Mann-Zeichen-Test"

7. Zusammenarbeit mit den Eltern

Es ist dem VSE e.V. wichtig, zu den Eltern eine vertrauensvolle Basis aufzubauen.
Nur so kann es gelingen, dass Eltern aktiv an der Gestaltung des pädagogischen
Alltags im Sinne ihrer Kinder mitwirken. Für die Weiterentwicklung der
Kindertagesstätte ist eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich.

Neben den täglichen "Tür und Angel Gesprächen" in der Bring-, verstärkt jedoch in
der Abholzeit, finden Elterngespräche nach Vereinbarung, vorzugsweise am
Nachmittag statt. Durch diese Intensive Elternarbeit ist es möglich, die familiäre
Situation der Kinder kennen zu lernen und berücksichtigen zu können. Die vertraute
Zusammenarbeit ermöglicht einen entsprechenden Austausch auch in schwierigen
Situationen. Wichtig ist das beständige Signal zur Partnerschaft im Erziehungsalltag.
Informationsmöglichkeiten für Eltern sind:

Elternabende

Eltern — Kindnachmittage

Infopost

Flyer

Konzeption

Elterncafe

Infotafeln

Der Elternrat wird in wesentlichen Angelegenheiten der Kindertageseinrichtung
mitwirken, insbesondere bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeption,

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der regelmäßigen Öffnungszeiten und der Essenversorgung der Kinder. Diese
Unterstützung ist eine wichtige Ressource für den Kindertagesstättenalltag, um neue
Ideen gemeinsam zu entwickeln und konzeptionelle Belange abzustimmen.

8.  Erziehungsberatung- und Partnerschaft

Die beraterischen Kompetenzen der Jugendhilfeeinheit Kompass des VSE e.V.
werden in diesen Bereich einfließen. Regelmäßige Elterntrainings werden aus
diesem Team heraus ebenso passieren können wie eine regelmäßige Beratung, die
zu Beginn ein Mal im Monat angeboten werden wird.

9. Integration

Zur Lebenssituation von Kindern gehört auch, dass sie mit unterschiedlichen
Wertvorstellungen und Lebensweisen konfrontiert werden. Das bedeutet, mit der
multikulturellen Situation in unserer Gesellschaft umgehen zu lernen. Der Ansatz des
VSE e.V. ist, Ungleichheiten nicht zu verwischen, sondern im pädagogischen Alltag
der gesamten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Wolbeck Nord die
Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Lebensmöglichkeiten positiv zu unterstützen.
Interkulturelle Bildung beinhaltet immer den Dialog des sich gegenseitigen
Verstehens und kennen lernen Wollens. Kinder bringen die natürliche Neugier mit,
sich frei in diesen Prozess zu begeben.

Inklusion bedeutet für uns den selbstverständlichen Umgang mit Menschen mit
Behinderung. Auch dieses gehört zum Weltwissen von Kindern.

10. Geschlechterbezogener Ansatz

Der VSE e. V. fördert die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen. In allen
Bereichen unserer pädagogischen Arbeit reflektieren wir unsere Konzepte, Methoden
und Handeln im Alltag, ob die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen, von
Frauen und Männern gefördert wird. So ist es dem VSE e.V. bisher gelungen, alle
pädagogischen Teams ausgeglichen mit Männern und Frauen zu besetzen. Dieses
Ziel streben wir auch für die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Wolbeck Nord an,
auch wenn das für den Kitabereich eine besondere Herausforderung darstellt.

11. Vereinbarkeit Familie und Beruf

Bei der Entwicklung flexibler Betreuungszeiten ist es dem VSE e.V. ein wichtiges
Ziel, die Balance zwischen der von Eltern gewünschten Flexibilität und der für Kinder
erforderlichen Kontinuität sowie der erwarteten Qualität der pädagogischen Arbeit zu
halten,

Direkt in den Anmeldegesprächen sprechen wir die Eltern auf ihre Bedarfe zu den
Betreuungszeiten und auch zur Betreuung über die Öffnungszeiten hinaus an. Eine

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gute Kooperation in diesem Bereich ist wichtige Voraussetzung für das
partnerschaftliche Arbeiten zum Wohle der uns anvertrauten Kinder. Je flexibler
Kinder betreut werden, umso notwendiger werden Beratungsgespräche der
Fachkräfte mit den Eltern.

Um in den Sommerferien einen Engpass in der Betreuung aufzufangen, werden wir
eine „Feriengruppe“ eröffnen.

Der VSE e., V. wird darauf achten, dass eine gute Arbeitsatmosphäre geschaffen
wird, die wichtige Grundlage für den pädagogischen Alltag mit den besonderen
Herausforderungen der flexiblen Öffnungszeiten ist. Nur so kann den Bedürfnissen
aller Beteiligten Rechnung getragen werden und eine Planungssicherheit erreicht
werden.

12. Öffnungszeiten

Zur Ausgestaltung der Öffnungszeiten wird sich das Team der
Kindertageseinrichtung des VSE e.V. an den Grundlagen zur Umsetzung flexibler
Betreuungsangebote der Stadt Münster verbindlich orientieren.

Entsprechend der geplanten Gruppenstruktur für die Kindertageseinrichtung, die
maximal 3 Gruppen des Gruppentyps | für zwei- bis sechsjährige Kinder vorhalten
wird, werden den Eltern die Buchungszeiten von 25 Stunden in einer Gruppe, 35
Stunden in der zweiten Gruppe und 45 stunden in der dritten Gruppe angeboten.

Gleichzeitig findet eine Abfrage nach dem Interesse an der Organisation alternativer
Betreuungsangebote (z. B. durch eine Tagespflege außerhalb der Öffnungszeiten in
den Räumen des Kindergartens) statt. Davon unabhängig werden Eltern generell
beraten, die einen abweichenden Betreuungsbedarf haben.

Alternativ dazu werden wir beim Aufbau von Elterngemeinschaften behilflich sein, die
sich gegenseitig in Einzelfällen unterstützen können.

Kinderpädagogische Angebote

Handlungsweisend für die spielpädagogischen Angebote der Kinder- und
Jugendhilfeeinrichtung in Wolbeck Nord ist für den VSE e.V. der Kinder- und
Jugendförderplan der Stadt Münster von 2007 bis 2009.

Der VSE e. V. wird für den Bereich der kinderpädagogischen Angebote der Prämisse
folgen, dass Kinder Arbeitsinhalte und Formen mitgestalten, und lernen sich selbst zu
organisieren. Für den VSE e.V. bedeutet dieses, dass die Einrichtung ein Ort des
emanzipatorischen Lernens ist. Partizipation ist somit mehr als Beteiligung sondern
ein Prozess, während dessen Kinder zu eigenständigen Persönlichkeiten
heranwachsen.

Auf dieser Grundlage ist es eine Notwendigkeit, Kinder in ihren unterschiedlichen
Lebens- und Entwicklungsphasen, die sie von 6 bis 13 Jahren durchlaufen, und den
damit verbundenen Übergängen zu unterstützen.

Da viele Kinder nach dem Besuch der Kindertageseinrichtung in der Einrichtung
verbleiben werden, ist eine gute Möglichkeit gegeben, diesen Ubergang gemeinsam
mit allen Beteiligten förderlich gestalten zu können. Der Entwicklungssprung in die
Grundschule und auch später in die weiterführende Schule stellt für das Kind und
auch für Eltern eine besondere Herausforderung dar. Durch die pädagogische
Begleitung und Förderung auf allen personalen Ebenen können Entwicklungsbrüche
aufgefangen werden.

Kinder benötigen auch nach Schulschluss bzw. in ihrer Freizeit verlässliche Lebens-
und Sozialräume, neben solider und kontinuierlicher Betreuung sowie qualitativ guten
pädagogische Angeboten auch unbedingt eigene freie Zeiten und Räume.

Das pädagogische Team wird zu den kinderpädagogischen Angeboten begleitend
Beratungs-, Vermittiungs- und Hilfsangebote leisten.

Die Handlungsmaxime werden geprägt sein durch:
Niedrigschwelligkeit
Freiwilligkeit der Teilnahme
Mit- und Selbstbestimmung der außerschulischen Lernprozesse
Alltags- und Umweltorientierung
Sozialraumorientierung
« Prävention
Daraus ergibt sich eine Offenheit und Flexibilität der Freizeit- und Bildungsangebote.

1. Zielgruppe

Die Zielgruppe der Einrichtung für Kinderpädagogische Projekte sind Kinder im Alter
von 6 bis 13 Jahren. Die Eltern werden je nach Alter miteinbezogen in die
pädagogische Arbeit. Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sein
können, gilt es zu integrieren, zu beteiligen und zu fördern.

2.

Arbeitsprinzipien

Aus dem gesetzlichen Auftrag und aus der pädagogischen Arbeit mit den
spezifischen Zielgruppen ergeben sich für die Einrichtung der kinderpädagogischen
Konzepte als Sozialisationsfeld folgende Arbeitsprinzipien:

Gender Mainstreaming bedeutet die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten
und Neigungen von Jungen und Mädchen von vornherein und regelmäßig zu
berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Der VSE
e.V. wird diesem Auftrag gerecht, indem wir Mädchen und Jungen in ihren
jeweiligen Lebensbezügen und Lebenswirklichkeiten wahrnehmen und ihnen
durch entsprechende Angebote gerecht werden. Geschlechtsspezifische
Besonderheiten werden thematisch aufgegriffen und bearbeitet mit der
Zielsetzung, Benachteiligungen abzubauen und Gleichberechtigung zu
fördern.

Die Professionalität der Arbeit ist gekennzeichnet durch die bereits
beschriebene Qualitätsentwicklung, der guten Qualifikation und der
Authentizität der Fachkräfte. Geprägt wird diese Professionalität von einer
kontinuierlichen Beziehungsarbeit, der Kooperation nach Außen, der
Motivation im pädagogischen Prozess, des demokratischen Denken und
Handelns.

Die Projekte innerhalb der kinderpädagogischen Angebote werden sich an der
oben beschreiben Trias der Betreuung, Erziehung und Bildung orientieren.
Generell ist diese Einrichtung auch ein Ort der Bildung.

Kinder finden hier Raum und Zeit und damit verlässliche Bereiche, um eigene
Interessen zu verfolgen, Fähigkeiten und Neigungen auszuprägen und
auszuprobieren. Kompetenzen werden spielerisch entdeckt und erlernt. Kinder
werden befähigt, Kenntnisse und Fähigkeiten insbesondere auch durch selbst
organisiertes, lebensnahes und soziales Lernen zu sammeln.

Die Kinderpädagogischen Projekte in der Trägerschaft des VSE e.V. für die
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in Wolbeck Nord werden geprägt sein
durch Pluralität. Kinder aller sozialen Schichten, mit und ohne
Migrationshintergrund werden einen Ort finden für Partizipation,
Selbstverwirklichung, Begegnung, gemeinsame Aktionen und Integration.

Der VSE e.V. wird mit Hilfe unterschiedlicher Methoden die Bedarfe von
Kindern und ihren Eltern je nach Alter ermitteln. Die Einrichtung wird sich
durch ihre Bedarfs- und Lebensweltorientierung erkennbar zeigen. Das
bedeutet ein hohes Maß an Flexibilität in der Programmgestaltung bei
gleichzeitiger Beziehungsarbeit, Durch die Freiwilligkeit und dem Aufbau von
ehrenamtlichem Engagement wirkt die pädagogische Arbeit in viele Bereiche.
Kinder lernen, dass es möglich ist, Interessen und Ideen gemeinsam mit
anderen zu verwirklichen, wenn sie gleichzeitig bereit sind, für sich und andere
durch persönliches Engagement Verantwortung zu übernehmen.

4.

Ziele

Gesellschaftliche Teilhabe

Soziales Lernen und Chancengleichheit
Prävention

Identitätsbildung

Hilfen zur Orientierung und Beratung
Erlebnis und Freiräume
Entwicklungsmöglichkeiten

Lobbyarbeit

Leistungen der kinderpädagogischen Angebote

Innerhalb der pädagogischen Arbeit ergibt sich für den VSE e.V. folglich die
Untergliederung der Aufgabenbereiche in:

4.1.

»
D .» ee 0 0 9 8

Sozialer Ausgleich / Soziales Lernen

Partizipation

Gruppenarbeit
Einzelunterstützung

Ausflüge

Geschlechtsspezifische Angebote
Interkulturelle Begegnung
Gelegenheitsstrukturen

Arbeit mit benachteiligten Kindern

Finden von Interessen und Begabungen

Integration

Entwickeln und Ausbauen von Kompetenzen

Sozialer Ausgleich

Schulische Unterstützung

Elternarbeit

Überbrücken von Milieubarrieren

Freundschaften schließen, Zugehörigkeiten erschließen
Barrierefreiheit gewährleisten

Vorurteile abbauen

4.3.

4.4.

4.5.

5.

Außerschulische Bildung

Spielpädagogische Angebote

Aufbau eines Außengeländes, das motorische und kreative Fähigkeiten fördert

Projektarbeit in den Bereichen:
- Medienpädagogik
- Erlebnispädagogik

- Sportliche Angebote in der einrichtungseigenen Bewegungshalle und auf

dem Sportplatz
- Interkulturelles Lernen

- gesundheitliche Bildung und Aufklärung, Ernährung durch gemeinsame

Kochangebote

Infrastrukturelle Aufgaben

Offener Treff

Feriengestaltung und -programm

Soziokulturelle Veranstaltungen mit Familien, Nachbarn und Anderen
Ausstellungen und andere Veranstaltungen, um die Arbeiten der Kinder
vorzustellen

Feste

Vernetzung

Kooperation mit Schulen

Bereitstellung von Räumen

Andere Aufgaben
Öffentlichkeitsarbeit
Drittmittelakquise
Organisation / Management

Vernetzung und Kooperation

Der VSE e.V. ist seit vielen Jahren Kooperationspartner im sozialen Netz des

Stadtteils Wolbeck. Diese bisher konstruktive Zusammenarbeit mit anderen freien

und öffentlichen Trägern, Vereinen, Verbänden der Kinder-, Jugend- und
Kulturarbeit und mit den Schulen wird die Vernetzung der Einrichtung der
kinderpädagogischen Angebote sehr begünstigen.

Anlage5_Kids_und_Co

8509 Zeichen

‐ 1 ‐ 
Schule Jugend Kids & Co e.V.        Fon: 0251 7476702 
Michael Fiege         Fax: 0251 7476703 
Am Hof Schultmann 77        Mail: info@jugend-muenster.de 
48163 Münster 
 
 
 
 
Konzeption für den kinderpädagogischen 
Bereich  
der Kinder‐ und Jugendhilfeeinrichtung in 
Münster Wolbeck‐Nord 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ehemals  
Verein zur Förderung der offenen 
Jugendarbeit in Münster e.V.

‐ 2 ‐ 
 
 
 
 
 
 
Inhalt 
 
 
Geschichte des Trägers 
Konzeptionelle Grundlagen zur gesamten Einrichtung 
Pädagogisches Konzept des Bau- und Abenteuerspielplatzes

‐ 3 ‐ 
Geschichte des Trägers 
 
Der Ursprungsverein „Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-
Mecklenbeck e.V.“ hat sich aus einer Interessengemeinschaft 1996 gegründet. Der 
damalige Gründungsgrund war das mobile Bauwagenprojekt in Münster-
Mecklenbeck.  
Kontinuierlich baute der Verein sein Tätigkeitsfeld aus. Zunächst kam das für 
Münster heute noch einzigartige mobile Kinderangebot „Spielmobil“ hinzu sowie 
verschiedene Angebote in den Sommerferien.  
In den letzten fünf Jahren richtete sich der Ausbau verstärkt in den Bereich der 
kinderpädagogischen Angebote wie die verbindliche Ferienbetreuung für Schüler des 
Offenen Ganztages, die mittlerweile an sieben Grundschulen in Münster durchge-
führt werden.  
Desweiteren übernahm der Verein 2006, 2009 & 2010 die komplette Trägerschaft 
der außerschulischen Betreuung an drei Grundschulen in Münster. Derzeit werden 
täglich 120 Kinder in vier Gruppen von 15 Mitarbeitern betreut.  
Ab März 2010 übernimmt der Verein eine weitere Trägerschaft der neuen Jugendein-
richtung in Gelmer.  
 
 
Konzeptionelle Grundlagen zur gesamten Einrichtung
 
 
Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen haben sich in den letzten Jahren 
gewandelt. Die vielfach zu beobachtende Auflösung traditioneller Familienstrukturen 
(Alleinerziehende, Patchwork-Familien, Erziehung außerhalb der Familie in Wohn-
gruppen und/oder – heimen), die Berufstätigkeit oder Arbeitslosigkeit beider 
Elternteile, das Fehlen von Geschwistern oder der zunehmende Konsum von 
Computerspielen, Internet oder Fernsehprogrammen haben zur Folge, dass Kinder 
und Jugendliche heute oft nicht mehr genügend persönliche Orientierung in realen 
Sozialbezügen erfahren. 
Um den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen nach persönlicher Orientierung 
gerecht zu werden und sie in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten und zu un-
terstützen ist für uns das Konzept des Abenteuerspielplatzes zeitgemäßer und erfor-
derlicher denn je!

‐ 4 ‐ 
Unsere Konzeption sieht vor, dass Kinder so spielen, wie es ihnen meist nicht mehr 
möglich ist. Unfertige Spielelemente regen zum aktiven Spielen an und fördern die 
Freude am Experimentieren. Sie lernen durch Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, 
Riechen und Begreifen. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz sind sie in der Lage 
auch kognitiv zu lernen. 
Gemeinschaftsfähigkeit, Verantwortungs- und Selbstbewusstsein und soziales Ver-
halten werden eingeübt und gestärkt. Streitigkeiten untereinander, die Gleichberech-
tigung von Mädchen und Jungen, die Toleranz und das Verständnis für andere 
Kulturen sollen mithilfe der eigenen Spielvorstellungen, den gewährten Frei-
heitsspielraum und nicht zuletzt durch unser pädagogisches Fachpersonal angeleitet 
und vermittelt werden.  
Gemeinsam mit den Kindern sollen Regeln für die Benutzung des Spielplatzes auf-
gestellt werden. Dabei stehen Teilhabe und die Selbstorganisation der Kinder im 
Vordergrund. Unsere Mitarbeiter verstehen sich als Bezugs- und 
Identifikationspersonen. Sie bieten Schutz und Geborgenheit, geben Vertrauen und 
bestärken die Kinder in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie stehen als 
Konfliktpartner, d.h. als Persönlichkeiten, an denen man sich reiben und mit der man 
erleben kann, wie man allmählich erwachsen wird. Ferner achten sie darauf, dass die 
Regeln, die gemeinsam von allen Spielplatzbesuchern geschaffen worden sind, 
eingehalten werden. Ergänzt wird unser pädagogisches Kernteam durch Honorar- 
und Teilzeitkräfte, Zivildienstleistende, Berufs- und andere Praktikanten. 
Desweiteren streben wir eine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Professionen 
(Künstler, Tierexperten, Personen aus Theater, Handwerk, Gartenbau, Gesund-
heitswesen…) an. Dabei sollen die ökolog ischen, handwerklichen sowie die künstle-
rischen Handlungskompetenzen der Kinder angeregt und vertieft werden.  
Dem Umgang und der Auseinandersetzung mit anderen Menschen, mit Pflanzen, 
Materialien und Tieren messen wir hierbei eine große Bedeutung zu.  
Der Spaß und die Freude, Entspannung, Muße und Besinnung sowie mannigfaltige 
Bewegungsmöglichkeiten sollen hierbei ebenso berücksichtigt werden wie Erfolge, 
Grenzen und Grenzerfahrungen. 
Wir garantieren eine ganzjährige Präsenz, die Gelegenheit bietet für Projekte und 
spezielle Aktionen, zu denen man ein festes Haus bzw. multifunktionale 
Räumlichkeiten (Küche, Gruppen- und Werkräume…) benötigt. 
Dem Prinzip der Ganzheitlichkeit steht gleichberechtigt die Offenheit. Neben der 
Zielgruppe „Kinder und Jugendliche“ soll ebenfalls generationsübergreifende Arbeit 
geleistet werden.

‐ 5 ‐ 
Dem Kommunikationsbedarf der Eltern oder auch anderer Erwachsener wird hier 
eine Plattform gegeben, auf der sie Rat und Hilfestellung in lebensproblematischen 
Situationen erfahren.  
Die Einbindung in den Stadtteil kann ebenso über eine Integration von Anwohnern 
und/oder Schulklassen einschließlich Lehrpersonal zur Durchführung von Projekten 
sein. Die im Lebensalltag oftmals abgetrennten Bereiche Arbeit und Freizeit, Spiel 
und Lernen werden so auf dem Abenteuerspielplatz integriert. 
In der höheren Altersklasse streben wir zur Gestaltung des Übergangs in die 
„Jugendphase“ eine enge Zusammenarbeit mit der vorhandenen Jugendeinrichtung 
„Bahnhof Wolbeck“ an.  
 
Pädagogische Konzeption des Abenteuerspielplatzes     
  
Auf Abenteuerspielplätzen dürfen die Kinder so spielen, 
wie es ihnen in unserer verstädterten Gesellschaft meis-
tens nicht mehr möglich ist. Gerade die unfertigen Spiel-
elemente regen die Kinder aller Altersstufen zum akti-
ven Spielen an und fördern so die Freude am Experi-
mentieren, am Tätigsein. 
  
Abenteuerspielplätze 
fördern die Freude 
am Experimentieren. 
  
Der Grundgedanke eines Abenteuerspielplatzes zielt 
dahin, den Kindern Glück, Vertrauen, Selbstbewusst-
sein, Selbständigkeit und soziales Verhalten zu vermit-
teln. 
  
Abenteuerspielplätze 
vermitteln Selbst-
ständigkeit. 
  
Die eigenen Spielvorstellungen der Kinder dürfen in 
keiner Weise eingeengt werden. Die Kinder selbst sol-
len entscheiden, was, wie, womit, mit wem und wie lan-
ge sie spielen wollen. 
  
  
  
Bisherige Erfahrungen auf bestehenden Abenteuer-
spielplätzen beweisen, dass der den Kinder gewährte 
Freiheitsspielraum von diesen nicht missbraucht wird, 
sondern für sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur 
Selbstbestimmung darstellt: 
  
Abenteuerspielplätze 
bieten Freiraum zur 
Selbstbestimmung 
aber auch zur Zu-
sammenarbeit. 
  
1. 
  
Streitigkeiten der Kinder untereinander (wie 
gegenseitiges Ärgern und Schlägereien) 
nehmen im Laufe der Zeit ab. Überhaupt tritt 
aggressives Verhalten immer mehr in den 
Hintergrund.

‐ 6 ‐ 
2. 
  
Die Zusammenarbeit der Kinder wird auf ei-
nem Abenteuerspielplatz gefördert.  
Die Kinder erkennen sich gegenseitig stärker 
an und sie helfen sich gegenseitig aus. Ältere 
Kinder kümmern sich um die Jüngeren, das 
heißt kooperative Verhaltensweisen der Kin-
der werden mehr und mehr entwickelt. Man 
kann auf Abenteuerspielplätzen beobachten, 
dass die Kinder mehr zu gemeinschaftlichen 
Spielen als zu Einzelspielen neigen. 
  
  
 
  
3. 
  
Der Abenteuerspielplatz bietet die Möglichkeit 
zum Spielen mit wesentlich höherem Kom-
plexitätsgrad z.B. bauen die Kinder mehrstö-
ckige Hütten und richten sie selbst ein. 
  
  
 
  
4. 
  
Die Kinder beschäftigen sich länger mit ein und der-
selben Sache, die Spiele nehmen längere Zeit in 
Anspruch, sie werden intensiver. Oft engagieren 
sich die Kinder über mehrere Tage an einer Sache.
  
Kinder spielen auf 
dem Spielplatz län-
ger. 
 
  
5. 
  
Die Kinder lernen auf dem Abenteuerspielplatz viel 
schneller Gefahren zu erkennen und diese auch zu 
bewältigen. Sie werden mit Gefahren direkt konfron-
tiert, wenn sie mit Werkzeugen und Materialien um-
gehen. Die Geschicklichkeit im Umgang mit Werk-
zeugen und die Bewältigung der Gefahren beim 
Spiel sind verblüffend. 
  
Kinder lernen die Be-
wältigung von Gefah-
ren.

Anlage3_Regenbogenkita

48631 Zeichen

REGENBOGEN KINDERTAGESSTÄTTE WOLBECK e.V. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pädagogisches Konzept 
 
  
 
Wir möchten 
 
Stärken stärken  
 
– 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mitglied bei 
Eltern helfen Eltern e.V.                                                                                                                                                
2010-01-26

1
Inhalt               
 
1   Vorwort  
                                                                                                             
2   Umfeld Einrichtung                                                                                                                            
3   Kurzprofil der Einrichtung  
4   Pädagogisches Rollenverständnis    
4.1 Die Rolle der Erzieherin   
4.2 Menschenbild, Bild vom Menschen  
4.3 Pädagogischer Wertekonsens des Teams                             
5  Gruppenorientierte Ansätze  
             5.1 Die Kindertagestättengruppe  
5.1.1 Unser pädagogischer Ansatz in der Kindergruppe  
5.1.2  Die Bedeutung der Erziehung in der Kita/insbesondere des Spiels 
5.1.3  Die Vorschulerziehung  
5.1.4  Spracherziehung   
5.1.5  Gesundheitserziehung   
5.1.6  Musikalische Früherziehung                                                             
5.1.7  Medienerziehung    
5.1.8  Umwelterziehung  
                                                                                                                            
5.2  Der Kinder- und Jugendhilfebereich 
5.2.1  Offener Treff  
5.2.2  Kinder- und Jugendberatung  
5.2.3  Allgemeine Hausaufgabenbetreuung  
5.2.4  Sozialerziehung  
5.2.5  Bedeutung des Spiels   
5.2.6  Kreativitätserziehung 
5.2.7  Kinderkultur 
5.2.8  Lern und Erfahrungsmöglichkeiten 
5.2.8.1 Abenteuerspielplatz 
5.2.9  Projektarbeit 
5.2.10 Ferienprogramm 
5.2.11 Sozialraumorientierte Flexible Hilfen  
6 Die Rolle der Eltern                  
6.1  Ziele der Elternarbeit, Verpflichtungen gegenüber den Kindern  
6.2  Formen der Elternarbeit  
6.3  Elterngespräche   
6.4  Elternabende und Mitgliederversammlungen  
7  Die Rolle des Vorstands  
8  Die Rolle des Trägers, Rechte und Pflichten  
8.1  Ziele und Vorgaben des Trägers  
8.2  Informationsaustausch  
9  Öffnung nach außen

2
1 Vorwort  
Mit dieser Konzeption stellen wir unsere pädagogisc he Arbeit dar. Wir machen deutlich, 
dass unser Handeln nicht zufällig zustande kommt, s ondern dass wir eine klare 
Zielsetzung in der Arbeit mit Kindern haben. Unsere  Konzeption dient als Fundament, 
um angemessen auf die ständigen Veränderungen unser er Zeit reagieren zu können. 
Sie ist unsere Antwort auf die pädagogischen Fragen , Lebensentwürfe und 
Zusammenhänge, die uns im Alltag mit den Kindern un d Eltern begegnen. Wir glauben, 
dass dieses Konzept Antworten auf viele Fragen gibt. 
 
 
2 Umfeld der Einrichtung  
Wolbeck ist ein Stadtteil von Münster und hat trotz  seiner Nähe und Anbindung an 
Münster`s Innenstadt einen dorfähnlichen Charakter.  Die neue Kindertagesstätte bietet 
die Möglichkeit zu einer modernen und freundliche E inrichtung; ergänzt durch 
großzügige Außenanlagen incl. Bauspielplatz, so das s viel Freiraum und eine 
angenehme Atmosphäre für die Kinder geschaffen werden. 
 
 
3 Kurzprofil der Einrichtung 
• Historie - Die Elterninitiative Regenbogen Kita Wolbeck e. V. wurde 1988 von 
Eltern aus Wolbeck gegründet. Sitz des Vereins ist die Münsterstrasse 76B - am 
Rande Wolbeck mit der bereits bestehenden Kindertag esstätte „Regenbogen –
Kindertagesstätte e.V.“.  
• Gruppenstruktur  - Die Kindertagesstätte bietet Platz für 60 Mädchen und 
Jungen im Alter von 2 bis 6 Jahren. Die Kinder werden in drei Gruppen der 
Gruppentypen I-III (25h / 35h / 45h pro Woche) betreut. 
Im angegliederten Jugendhilfebereich (Hort) können bis zu 15 Kindern im Alter 
von 6-14 Jahren schulbegleitend betreut werden. 
 
• Personaleinsatz  
     
 
 
 
    
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
Gruppe II 
 
Gruppenleitung 
(native speaker) 
Fachkräfte 
 
77 Fachkraftstd. 
Gruppe I  
 
Gruppenleitung 
Fachkräfte 
 
 
55 Fachkraftstd. 
Jugendbereich 
 
Sozialarbeiter 
Honorarkräfte nach 
Bedarf 
 
ca. 45-50 Std. 
Leitung der 
Einrichtung 
(39,5h) 
Gruppe III 
 
Gruppenleitung 
Fachkräfte 
 
 
99 Fachkraftstd.

3
• Räumliche Situation  
Die räumliche Stituation ist durch die öffentliche Beschlussvorlage V/0565/2009 
vom 19.08.2009 vorgegeben. 
 
• Trägerschaft und Organisation  
Dachverband der Elterninitiative ist der Verein „ E ltern helfen Eltern“, er 
übernimmt eine beratende Funktion bei pädagogischen , konzeptionellen und 
verwaltungstechnischen Fragen. Die Einrichtung wird  von der Stadt Münster und 
dem Land NRW gefördert und finanziell unterstützt. Die Förderung beläuft sich im 
auf 96% für die Kindertagesstätte, der Eigenanteil der Eltern auf 4%. Im 
Jugendhilfebereich stellt der Träger einen Eigenanteil von 10%. 
 
Die Elterninitiative setzt auf die aktive Mitarbeit  der Eltern in der Einrichtung, im Jahr 
werden zehn Stunden Elternarbeit pro Familie geleis tet. Es finden vier Elternabende 
(gruppenintern) und vier Mitgliederversammlungen fü r die gesamte Elternschaft – 
welche alle Mitglieder sind - im Jahr statt. 
 
Der Vorstand setzt sich aus fünf gleichberechtigten  Mitgliedern zusammen, die von 
der Mitgliederversammlung gewählt werden und für di e wirtschaftliche, personelle 
und organisatorische Geschäftsführung zuständig sind. 
 
Geplante Öffnungszeiten der Einrichtung  
Montag bis Donnerstag   7:30 Uhr bis 18:00 Uhr 
Freitags                      7:30 Uhr bis 17:00 Uh r

4
4 Pädagogisches Rollenverständnis 
 
Die Elterninitiative der Regenbogen-Kita Wolbeck e. V. bewirbt sich um die Trägerschaft 
der Einrichtung. Die Einrichtung wird gemäß § 45 SG B VIII (KJHG) betrieben und 
gefördert. Unser gemeinsamer pädagogischer Ansatz unterteilt sich in drei Bereiche: 
 
4.1 Die Rolle der pädagogischen Mitarbeiter 
Als Erzieher/innen nehmen wir die Rolle eines verlä sslichen, vertrauensvollen und 
unterstützenden Partners der Kinder ein. 
Unsere Aufgabe ist es, für einen geregelten Tagesab lauf zu sorgen, der den 
unterschiedlichen körperlichen und sozialen Entwick lungsbedürfnissen der Kinder – 
unter Berücksichtigung der jeweiligen Altersstufe –  entspricht. Dazu schaffen wir 
entsprechende Bedingungen und Erfahrungsräume. 
Unsere Aufmerksamkeit ist gerichtet auf Anliegen, W ünsche und Bedürfnisse der 
Kinder. Als Erzieher/innen nehmen wir in der Kita e ine Vorbildfunktion ein und 
entwickeln ein Miteinander, das von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt 
ist. 
Aufgrund eines geregelten Tagesablaufs bieten wir d en Kindern Orientierung und 
Sicherheit. 
Wir motivieren die Kinder, ihre Wünsche sowie ihre Einfälle und Ideen zu äußern. So 
nehmen sie aktiv am Zusammenleben in der Kita teil.  Wir unterstützen die Kinder in 
Konfliktsituationen, hier können sie lernen, sich z u artikulieren und gemeinsam 
Kompromisse zu schließen. Wir regen die Kinder zum gegenseitigen Helfen, zum 
Vorzeigen, Vormachen und Nachahmen an. Sie lernen H ilfe zu suchen und 
anzunehmen.  
Durch gezieltes Beobachten finden wir heraus, welch e Fragen und Probleme die Kinder 
beschäftigen. Auf der Suche nach Antworten ermutige n wir sie Fragen zu stellen und 
sich mit ihnen auseinander zu setzen. Wir erschließ en mit den Kindern immer wieder 
neue Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten sowohl inner halb als auch außerhalb der 
Einrichtung.  
Auch Spaß und Freude an körperlicher Bewegung werde n unterstützt; ebenso wie 
motorische Fertigkeiten. Die Kinder haben die Mögli chkeit, Naturmaterialien und 
vielfältiges Spielzeug zu nutzen. 
 
4.2 Menschenbild, Bild vom Menschen 
 
 
„Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung“ (Jean Piaget)  
 
In unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind im M ittelpunkt. Wir sehen es in seiner 
Einzigartigkeit, mit all seinen Gefühlen wie Freude , Angst, Wut, Trauer, seinen 
Bedürfnissen, seinen Träumen, seiner Lebendigkeit, seiner Neugierde und allem, was 
sein Wesen ausmacht. Die Akzeptanz jedes einzelnen mit seinen Stärken und 
Schwächen bestimmt das Leben und Lernen in der Kita . Für dieses gemeinsame Leben 
sind Platz, Raum und Zeit wichtige Faktoren. Danebe n benötigen Kinder Raum, 
Kontakte zu anderen Kindern aufzubauen, Freundschaf ten zu schließen, sich zu 
streiten, Geheimnisse miteinander zu haben, sich zu  bewegen, sich in Ruhe 
zurückzuziehen und natürlich um zu spielen. Für die se Aktivitäten benötigen Kinder 
ausreichend Zeit. Im Bezug auf die eigenen Bedürfni sse, Rechte und Pflichten des

5
Kindes gibt es besprochene Regeln und Grenzen. 
 
Wir sehen das Kind als eigenständige Persönlichkeit . Es hat das Recht auszuprobieren, 
zu experimentieren, neugierig zu sein, Fragen zu stellen, Fehler zu machen, wütend und 
traurig sowie fröhlich, nachdenklich oder ängstlich zu sein. Darüber hinaus ist es wichtig, 
das Lebensumfeld des Kindes mit einzubeziehen, die Familie, in der das Kind 
aufwächst, aber auch das weitere Umfeld. Die Kinder  sollen sich bei uns wohl und 
geborgen fühlen, soziale Kontakte knüpfen und pflegen. 
Abschließend lassen sich folgende Punkte für unsere  pädagogische Arbeit 
zusammenfassen: 
•  das Kind wird anerkannt als aktiver Mitgestalter von Entwicklung und Bildung 
•  das wesentliche Potential für die kindliche Entwi cklung steckt im Kind selbst 
•  es ist ein vollwertiges menschliches Wesen mit ei gener Identität 
•  das Kind ist ein Entdecker und Forscher - in ihm steckt viel verborgene 
schöpferische Kreativität 
•  Bewegung und Tätigkeit sind der Motor seiner Entw icklung 
 
4.3 Pädagogischer Wertekonsens des Teams 
 
„Das ist uns wichtig“ 
Wertschätzung  
•  Stärken und nicht Schwächen hervorheben 
•  Gefühle und Gedanken anderer akzeptieren können 
•  andere so zu behandeln wie man selber behandelt w erden möchte 
•  unsoziales Verhalten sachlich beurteilen und nich t verurteilen 
• Verantwortung für eigene Affekthandlungen übernehm en 
•  fremde Affekthandlungen nicht persönlich nehmen 
•  positiver sprachlicher Umgang 
Soziale Wahrnehmung  
• Kontakte knüpfen können 
• Störungen wahrnehmen und darauf reagieren können 
• eigene und fremde Gefühle wahrnehmen und akzeptier en 
• die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere wahr nehmen 
Ich-Bewusstsein & Selbstständigkeit  
•  Erfahrung und Einsatz des eigenen Körpers 
•  eigene Wünsche und Gefühle wahrnehmen und benenne n  
•  Grenzen erkennen 
•  Bewusstsein über die soziale Position in der Grup pe 
•  Regeln akzeptieren und ungerechtfertigte in Frage  stellen 
•  sich angemessen gegen Unterdrückung wehren  
•  Misserfolge ertragen und daraus lernen können

6
Konfliktbewältigung   
• gewaltloser Umgang 
• gegenseitiges Zuhören 
• Konflikte wahrnehmen und darüber berichten  
• sich in andere hineinversetzen  
• Konfliktlösungen finden, vorschlagen und zwischen mehreren Lösungen 
entscheiden 
• sich mit Schwächeren solidarisieren 
• manche Konflikte als nicht lösbar akzeptieren 
Hilfsbereitschaft   
• selbst Hilfe annehmen können 
• sich nicht aufdrängen 
• Schwächen anderer nicht ausnutzen 
 
 
5 Gruppenorientierte Ansätze 
 
5.1 Die Kindergruppen 
Die frühpädagogische Betreuung in unserer Einrichtu ng soll die in der Familie 
begonnene Erziehung unterstützen und ergänzen. Eine  wichtige Voraussetzung ist der 
regelmäßige Erfahrungsaustausch mit den Eltern. Er bietet die Chance einer 
Übereinstimmung des Erziehungsstils. Darin sehen wi r eine wesentliche Grundlage für 
die Entwicklung einer selbstbestimmten, schöpferisc hen und eigenverantwortlichen 
Persönlichkeit des Kindes. 
 
5.1.1 Unser pädagogischer Ansatz in der Kindergruppe 
Die Grundrichtung unserer pädagogischen Planung und  Zielsetzung ist die 
Lebensweltorientierte Pädagogik, ein ganzheitlicher  Ansatz in großer Nähe zum 
Situationsorientierten Ansatz. 
Dabei stellen wir die Kinder und ihre unmittelbare tägliche Erlebnis-, Lern- und 
Lebenswelt in den Mittelpunkt unserer Betrachtung, so dass dem einzelnen Kind eine 
allgemeine und umfassende Entwicklung ermöglicht wird. Ein wichtiger Grundsatz ist es, 
ein Zusammenleben zu ermöglichen, das eine gegensei tige Akzeptanz und Achtung vor 
der jeweiligen Eigenart, Stärke, Schwäche und dem Temperament zulässt.  
Klare und konsequente Regeln, welche für alle Kinde r einsehbar sind, ermöglichen den 
Kindern ein breites Handlungsspektrum und viele Freiräume. In diesem Zusammenhang 
spielt das gegenseitige Vertrauen eine große Rolle.  Den Wert und die daraus 
resultierenden Möglichkeiten eines unbeschwerten un d vertrauensvollen Umgangs 
miteinander im Alltag zu vermitteln ist eines der w esentlichen Ziele des methodischen 
Vorgehens unserer pädagogischen Arbeit. 
Die Erzieher als aktive Beobachter und positives Vo rbild der Gruppe setzen zudem Lob 
und positive Verstärkung zur Förderung von Selbstsi cherheit, Selbstwertgefühl und 
Selbstvertrauen bewusst und gezielt ein.

7
In unserer pädagogischen Arbeit sehen wir die Mögli chkeit und Notwendigkeit, flexibel 
auf die Bedürfnisse und Interessen des Kindes bzw. der Gruppe einzugehen d. h.: 
 
• aktuelle Ereignisse spontan aufzugreifen und zu ve rarbeiten 
• individuell den unterschiedlichen Entwicklungsstan d des Kindes bezüglich seiner 
erlebnis -, gedanken- und handlungsbezogenen Erfahrungen zu berücksichtigen 
• den bereits vorhandenen Erfahrungsbereich des Kind es zu erweitern 
• dem einzelnen Kind einerseits Anregungen anzubiete n, ihm andererseits den 
Freiraum zu gewähren, seine Absichten im Rahmen sei ner Fähigkeiten und 
Interessen zu verwirklichen  
• Defizite (Verhaltens-, Entwicklungsstörungen) durc h entsprechende gezielte 
Förderung zu kompensieren 
• Sozialverhalten in der Gruppe zu fördern 
• sowie den Kindern altersgerechte Hilfen zur Verarb eitung und Lösung von 
Konflikten zu geben 
 
5.1.2 Bedeutung der Erziehung in der Kita (insbesondere des Spiels) 
Die Grundlage für unser pädagogisches Handeln ist d ie Orientierung am Erziehungs- 
und Bildungsauftrag der Kindertagesstätte. Dabei so llen Erziehungs-, Bildungs-, 
Betreuungs- und Versorgungsauftrag in einem ausgewo genen Verhältnis zueinander 
stehen; so dass eine ganzheitliche und umfassende F örderung des einzelnen Kindes in 
der Gruppe gewährleistet wird.  
 
Die (früh-)pädagogische Betreuung in unserer Einric htung unterstützt und ergänzt die in 
der Familie stattfindende Erziehung.  
Als Grundform kindlichen Lernens hat dabei das Spie len eine besondere Bedeutung. Im 
Spiel erwirbt und verarbeitet das Kind sein Wissen von der Welt, entwickelt Fähigkeiten, 
Probleme zu lösen, gestaltet soziale Beziehungen un d erfindet eigene Phantasiewelten. 
Die Kinder drücken im Spiel ihre Gedanken, Gefühle,  Probleme und Ängste aus. Im 
Rollenspiel werden interaktiv viele Teilbereiche de r kindlichen Persönlichkeit gefördert 
und unterstützt: 
 
• ein Verständnis sozialer Rollen wird erworben und das Selbstbild entwickelt 
• der Erfahrungs- und Handlungsspielraum wird erweit ert 
• Selbstwertgefühl wird gestärkt 
• Ausdauer wird geübt 
• Phantasie und Kreativität werden gefördert 
• neue Wege für Lösungsmöglichkeiten werden erlebt 
• motorische Fähigkeiten werden ausgebaut und verfei nert

8
Kinder müssen nicht zum Spielen angeregt werden, si e erkunden aus eigenem Antrieb 
spielerisch ihre Umwelt. Damit sich die im Spiel li egenden Chancen für Lernen und 
Entwicklung entfalten können bieten wir den Kindern  die nötigen Voraussetzungen in 
unserer Einrichtung: 
 
• speziell abgetrennte Bereiche abseits der Laufwege  
• eine Vielfalt an Requisiten für den Innen- und Auß enbereich 
• angemessene Aufbewahrungsmöglichkeiten für die Rol lenspielmaterialien 
• der Tagesablauf wird so geplant, dass alle Kinder täglich ausreichend Zeit und 
Gelegenheit zum Spielen haben 
 
5.1.3 Die Vorschulerziehung 
Die Vorschulgruppe hat einen besonderen Stellenwert . Die Förderung der Kinder setzt 
früh ein, um beste Startchancen für den Schulanfang  zu schaffen. Die Vorschulgruppe 
konzentriert sich dabei verstärkt auf verschiedene Bildungsbereiche wie Motorik, 
Wahrnehmung, soziale Kompetenzen und elementares Wissen. 
 
Da heißt es zum Beispiel für den Bereich  
 
• Motorik   
Das Kind greift kleine Gegenstände sicher, schneide t einfache Formen aus. Für 
den Bereich Wahrnehmung bedeutet dies, dass das Kin d Formen und Farben 
unterscheiden kann, Geräusche seiner Umwelt ortet u nd erkennt, selbständig 
Räume in seiner vertrauten Umgebung wieder findet.  
• Kommunikation    
Das Kind geht auf andere zu, hält Regeln ein, geht kleinere Probleme aktiv an, 
beschäftigt sich für eine Zeit lang alleine.  
• Sprache   
Es erzählt eine kurze Geschichte treffend wieder, w endet grammatikalische 
Grundregeln richtig an, gliedert Worte in Silben, v ersteht Symbole im Alltag, z.B.: 
Verkehrszeichen. Sie werden im letzten Kindergarten -Jahr Zahlen und 
Buchstaben kennen lernen. Außerdem werden spezielle  Mal-, Koch- und 
Backaktivitäten angeboten. Weiterhin finden speziel l für dieses Alter gezielt 
Ausflüge mit den Vorschulkindern statt, beispielswe ise ein Besuch im 
Landesmuseum mit Führung eines geschulten Museumspä dagogen, Besuch auf 
dem Wochenmarkt in Münster usw.. 
 
5.1.4 Spracherziehung 
„Guten Morgen…“so fängt ein Kindergartentag in unse rer Einrichtung an. Damit ist der 
Grundstein der Kommunikation für die Spracherziehun g schon gelegt. Doch für Kinder 
im Alter von zwei bis sechs Jahren bedarf es mehr F örderung als die schnelle 
Kommunikation von Erwachsenen. Es ist wichtig, dass  Kinder das, was sie sagen auch 
verstehen; und dass sie, was sie verstehen, auch sa gen können. Eine kindgerechte Art 
der Kommunikation ist das aktive Zuhören. Der Erwac hsene hört dem Kind zu, meldet 
völlig wertfrei zurück was er verstanden hat und st ellt gezielte Fragen bei Unklarheiten. 
Auch das Vorlesen von Büchern, dient der Spracherziehung. 
Kindern Texte vorlesen und sie weiter- oder nacherz ählen lassen ist förderlich für den 
Ausbau des Wortschatzes und der richtigen Aussprach e. Kinder lernen sehr gut durch

9
eigene Handlungen und dem das Singen von Liedern. H ier werden Tätigkeiten benannt 
und sind gut zu merken, da Lieder oft wiederholt we rden. Es ist wichtig, dass die Kinder 
auch untereinander kommunizieren. Dazu gibt es die Rollenspielphase, aber auch die 
Kinderkonferenz, die einmal wöchentlich stattfindet . An dieser Konferenz sind alle 
Kinder beteiligt. Dort haben sie die Möglichkeit, s ich zu einem aus ihrer Sicht wichtigen 
Thema der Gruppe mitzuteilen. Für eine auch altersg erechte Förderung findet für jedes 
Kind ein altershomogenes Gruppenangebot statt. In d ieser Gruppe haben die Erzieher 
die Möglichkeit die altersentsprechenden Fähigkeite n zu überprüfen und sie gezielt zu 
fördern. 
 
Durch die Besetzung der Gruppenleitung in der Grupp e II (35h) durch einen englischen 
native Speaker wird diese Gruppe nach einem bilingualen Konzept ausgerichtet. 
 
5.1.5 Gesundheitserziehung 
Die Gesundheitserziehung ist eingebettet in die all gemeine Erziehung des Kindes, 
gesetzliche Vorgaben werden umgesetzt. 
Positive Werte wie Selbstverwirklichung, Selbstwert gefühl, Lebensfreude und 
Leistungsfähigkeit sind oberstes Leitziel. Dazu geh ört auch, für eine möglichst 
störungsfreie Entwicklung der Persönlichkeit Sorge zu tragen. 
Schwerpunkte der Gesundheitserziehung in unserer Einrichtung sind: 
• Unfallverhütung 
• körperliche Aktivität im Spiel 
• Vermittlung eines Körper- und Organbewusstseins 
• Zahngesundheitserziehung 
• hygienische Fertigkeiten und Gewohnheiten 
• gesunde Ernährung, Ernährungsverhalten 
• Umwelterziehung 
• Vermittlung positiver Werte wie Lebensfreude, Selb stverwirklichung, 
Leistungsfähigkeit 
• Austausch mit den Eltern 
 
Diese Schwerpunkte werden in Spielen, Projekten und im alltäglichen Umgang 
miteinander umgesetzt. 
 
5.1.6 Musikalische Früherziehung 
 
Es gilt als erwiesen, dass Musik den Menschen beein flusst. Für Kinder ist es ein 
wichtiges Medium, sich auszudrücken und anderen mit zuteilen. Durch Lieder wird die 
Umwelt kreativ und spielerisch auf der Gefühlsebene  vermittelt. So bieten alle Spiele, in 
denen Musik, Sprache und Bewegung vereint sind, dem  Kind eine ausgezeichnete und 
ganzheitliche Förderung der Sinneswahrnehmung und der Gesamtpersönlichkeit. Immer 
wieder können wir bei Aktivitäten beobachten, wie u nterschiedlich Kinder auf dieselbe 
Musik reagieren, z. B. wenn sie in einer Kleingrupp e bei gemütlicher Atmosphäre zu 
klassischer Musik malen oder sich einfach frei dazu bewegen. Geplant sind regelmäßige 
Projekte wie das Basteln von Instrumenten oder Klan ggeschichten aufnehmen. Den 
Kindern stehen verschiedene Rhythmusinstrumente zur Verfügung. Darüber hinaus wird 
eine Kooperation mit der Musikschule angeregt, um e ine musikalische Früherziehung in 
der Einrichtung zu installieren.

10 
5.1.7 Medienerziehung 
Die Entwicklung der bunten Welt der Medien scheint in immer schneller werdendem 
Tempo vorwärts zu gehen. Es gibt viele Medien, die wir heutzutage nutzen können oder 
müssen. 
Um die Kinder auf den richtigen Umgang damit vorzub ereiten, nutzen wir 
altersentsprechende Medien wie z. B. Bücher, Spiele , Kassetten und Dias. Die Kinder 
sollen im Umgang sicher werden, damit sie sich ansc hließend mit anderen Medien 
auseinander setzen.  
Es gibt eine Vielzahl an Büchern, die den Kindern d en ganzen Tag zur Verfügung 
stehen. Für die Kinder ist es das meist genutzte Me dium. Als Besonderheit ist ein 
Kinderkino geplant, dies ist ein mittels Dias gezei gtes Buch, dessen Geschichte beim 
Anschauen erzählt wird. Für die Kinder ist es sehr schön, in gemütlicher Atmosphäre 
und mit der gesamten Gruppe ein Buch zu sehen und z uhören. Doch eines der 
spannendsten Medien für die Kinder ist das Foto ode r der Film. Feste, Projekte oder 
Dinge des Alltags werden fotografiert oder gefilmt und im Kinderkino vorgeführt. 
Anschließend werden diese Fotos mit den Kindern aufgehängt.  
 
5.1.8 Umwelterziehung 
Erhaltung und Schutz der natürlichen Umwelt sind an gesichts der zunehmenden 
Umweltbelastungen der letzten Jahrzehnte ein wichti ges gesellschaftliches Anliegen. In 
der heutigen Zeit gewinnt daher auch schon bei den jüngeren Kindern das Thema 
Umwelterziehung zunehmend an Bedeutung. Zielrichtun g unserer diesbezüglichen 
pädagogischen Arbeit ist es, den Kindern durch spie lerisches Erleben bereits in jungen 
Jahren ein Bewusstsein für die Natur und damit einh ergehend einen 
verantwortungsvollen Umgang mit deren Ressourcen zu vermitteln. 
 
Da sich die neue Einrichtung in ländlicher Lage bef indet und über ein großes 
Außengelände verfügt, gibt es vielfältige Möglichke iten, den Kindern die Natur nicht nur 
theoretisch, sondern auch in spielerischer Form pra ktisch nahe zu bringen. Aufgrund 
des großzügig gestalteten Außengeländes haben sie s tets die Möglichkeit, sich direkt 
und intensiv in und mit der Natur zu beschäftigen. So besteht im Rahmen der 
Freispielphase für die Kinder beispielsweise die Ge legenheit Forscher, zu spielen, 
indem sie Regenwürmer oder Käfer näher untersuchen und ihnen ein eigenes Terrarium 
einrichten. Durch den direkten Kontakt mit Pflanzen  und Tieren lernen die Kinder die 
Natur als etwas positives und lebendiges kennen und  schätzen. Des Weiteren geplant 
ist einmal wöchentlich ein Ausflug in den örtlichen  Wald. Dort können die Kinder 
unmittelbar erfahren, wie der Wald sich im Laufe de r Jahreszeiten verändert und die 
einheimische Tier- und Pflanzenwelt näher kennen le rnen. Die Kinder haben 
Gelegenheit den Wald näher zu erkunden (z. Bsp. Blä tter sammeln) und zu erleben, 
welche Spielmöglichkeiten der Wald bietet. Daneben werden regelmäßig gezielt 
umweltbezogene Einzelprojekte umgesetzt. Hierzu ste hen den Kindern neben den 
praktischen Möglichkeiten entsprechende Bücher zur Verfügung, wie zum Beispiel „B. 
woher das Brot kommt“ oder „Wer wohnt im Bach“.

11 
5.2 Der Kinder- und Jugendhilfebereich 
Leitziele für die Arbeit im Kinder- und Jugendhilfebereich 
• Erlangen von Sozialkompetenz  
• Emanzipierende Kinder- und Jugendarbeit  
• Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit  
• Erschließung gesellschaftlicher Lebenswelten im sozialräumlichen Bezug  
• Vernetzung und Erschließung von Angeboten für Kinder und Jugendliche  
 
Die Kinder- und Jugendhilfebereich bietet Kindern z wischen dem 6. und 13. Lebensjahr 
einen geistigen, materiellen und immateriellen Raum, indem sie sich entwickeln können. 
Die Kinder finden in den Betreuern Partner und Begl eiter, die sie durch diese 
Entwicklungsphase begleiten. Der Alltag soll sich i n einem ausgewogenen Verhältnis 
zwischen Anleitung, Eigeninitiative, Freispiel und Projekten abspielen. Die 
Kommunikation der Kinder untereinander, sowie die K ommunikation zwischen Kindern 
und Erwachsenen ist von großer Bedeutung. Wir möcht en mit den Kindern Konflikte, 
Kompromisse und auch weniger „aufreibende“ Themen, wie die Planung des Projekts, 
gemeinsam entwickeln. 
 
 
5.2.1 
Offener Treff  
Die Konzeption des Offenen Treffs orientiert sich v orrangig an den Bedürfnissen der 
älteren Kinder, da sie eher ein offenes Angebot nut zen als die jüngeren, welche 
verstärkt konkrete Ansprechpartner und Angebote benötigen. 
Der Offene Treff zunächst eine altersgerechte bistr oähnliche Lokalität. Er bietet die 
Möglichkeit, sich außerhalb von Schule und Familie mit Gleichaltrigen zu treffen und 
auszutauschen. Wichtig für die Jugendlichen sind hi erbei regelmäßige und verlässliche 
Öffnungszeiten. 
Aufgabe der Mitarbeiter ist es, diesen Austausch in  einem geschützten Rahmen zu 
ermöglichen, wobei eine große Bedeutung auf der Fre iwilligkeit des Angebots beruht. 
Das Aufeinandertreffen vieler unterschiedlicher Gru ppen, in ethnischer, religiöser, 
sozialer und auch altersbedingter Hinsicht, erforde rt die Anwesenheit einer mit der 
Situation vertrauten Person und regelmäßig auch ein regelndes Intervenieren. 
Gleichzeitig entstehen in diesem Rahmen eine Vertra uensbasis und eine 
niederschwellige Möglichkeit, bei Problemen Kontakt mit einem pädagogisch geschulten 
Mitarbeiter aufzunehmen.  
 
Das Funktionieren des Offenen Treffs ist die Grundv oraussetzung für weiterführende 
Projekte, die auf die individuelle Förderung einzelner Gruppen abzielen.  
 
Regeln für das soziale Zusammenleben in der Gruppe werden mit den Kindern 
gemeinsam entwickelt und leiten sich aus dem Gruppe ngeschehen ab. Die Regeln der 
Gruppe sollen als Hilfestellung und Orientierung ve rstanden werden. Eine regelmäßige 
Überprüfung der Gruppenregeln und geeigneter Veränd erungen werden im Team und 
mit den Kindern besprochen.

12 
5.2.2 Kinder- und Jugendberatung 
Die Kinder- und Jugendberatung der kommunalen Kinde r- und Jugendarbeit richtet sich 
an Kinder und Jugendliche, die in Problemlagen jeglicher Art nicht weiter wissen. 
Sie haben die Möglichkeit, sich selbstständig und z unächst ohne Wissen der Eltern an 
die beratende Fachkraft zu wenden.  
Ziel des Angebots ist es, Kindern und Jugendlichen frühzeitig eine niederschwellige 
Anlaufstelle für akute Probleme zu bieten. Die Bera tung selbst hat zum Ziel, das 
Problem zu erfassen und eine Linderung oder gar Lös ung herbeizuführen; sie grenzt 
sich von therapeutischen Zielsetzungen deutlich ab.  Vielmehr soll im Erstgespräch 
schon geklärt werden, ob es sich um ein vor Ort lös bares Problem handelt oder ob 
weitere Beratungsstellen im dezentralen Hilfesystem  kontaktiert werden müssen. Je 
nach dem sind dann auch die Erziehungsberechtigten zu informieren, natürlich in 
Absprache mit dem Kind / Jugendlichen. Oft ist es g erade das gemeinsam 
herbeigeführte Gespräch mit den Eltern, das „Erste-Hilfe“ bietet.  
 
5.2.3 Allgemeine Hausaufgabenbetreuung 
Es ist wichtig, in der Hausaufgabenbetreuung einen ständigen konstruktiven Austausch 
zwischen Elternhaus, Schule und Einrichtung zu gewä hrleisten. Der Austausch findet in 
gemeinsamen Gesprächen zwischen Eltern, Sozialpädagogen und Lehrern statt.  
 
Eine grundlegende Lernhaltung der Kinder entwickelt  sich innerhalb eines 
wechselseitigen Prozesses: 
  
 
 
 
    
 
 
 
 
 
 
 
Die Hausaufgabenhilfe findet zu festen Terminen sta tt: Sie beginnt mit einem kleinen 
Gesprächskreis, anschließend folgt die kurze mündli che Bearbeitung der Inhalte, die 
vormittags erlernt wurden (Verfestigung) wiederholtes Besprechen der Aufgabenstellung 
(Sinnerfassung) und Begleitung bei der Bearbeitung der Hausaufgaben. 
Durch Honorarkräfte kann ein zusätzliches Nachhilfe -Angebot bedarfsgerecht installiert 
werden. 
 
Kind 
Soz.-Päd.  
Lehrer/in  Eltern

13 
5.2.4. Sozialerziehung 
Von gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderun gen sind die Kinder tagtäglich 
betroffen. Verschiedene Familien- und Lebenskonstel lationen werfen für die Kinder 
immer wieder neue Fragen auf. Wir schaffen einen Ra hmen für die Kinder, in dem 
Fragen gestellt und diskutiert werden können.  
Themen aus dem Bereich der Politik und der Gesellsc haft werden kindgerecht 
behandelt. 
 
Unter Einbeziehung von Medien, wie z.B. Internet, b eschäftigen sich die Pädagogen 
gemeinsam mit den Kindern zu aktuellen Fragen und E reignissen. Ziel ist es, Wissen zu 
vermitteln und die hohe Verantwortung jedes Einzeln en in der Gesellschaft zu 
verdeutlichen. 
 
Der vernünftige Umgang mit Medien – insbesondere de m Computer und Internet – wird 
medienpädagogisch aufgegriffen und erarbeitet. Frag en und Interessen werden sinnvoll 
beantwortet und es wird den Kindern die Möglichkeit  zum Ausprobieren unter 
pädagogischer Anleitung gegeben. 
 
5.2.5 Bedeutung des Spiels 
Spiel ist ein Medium, das den Kindern und Jugendlichen dazu dienen soll, sich selbst zu 
erproben, mehr Sicherheit in ihren eigenen Verhalte nsweisen zu gewinnen und 
Lösungswege kennen zu lernen. 
Der Pädagoge gibt fachlich qualifiziert Impulse, di e die Kinder bei ihrem 
Entfaltungsprozess unterstützen und fördern. Wie di es in der Praxis umgesetzt wird, 
stellt sich in den noch folgenden gruppenspezifischen Ansätzen dar. 
 
 
5.2.6 Kreativitätserziehung 
Kreativität ist einer der wichtigsten Aspekte im Fr eizeitbereich der Kinder- und 
Jugendarbeit. Den Kindern stehen Freiräume zur Verf ügung, in denen sie sich 
ausprobieren und besser kennen und begreifen lernen . Sie sollen die Möglichkeit 
haben, 
 
• sich in realen und phantastischen Welten zu bewege n 
• intensiv ins Spiel abzutauchen 
• Dinge herzustellen 
• in glitzernden, bunten Materialien zu schwelgen 
• sich als Schöpfer fühlen können 
• die eigenen Ideen als wertvoll erleben 
• zur Ruhe kommen im Tun

14 
5.2.7. Kinderkultur 
Im Bereich der Kinderkultur können mehrmals im Jahr Theateraufführungen für Kinder  
angeboten werden. Beispielhaft genannt sei „Janosch“ oder „Petterson und Findus“. 
Erfahrene Theaterpädagogen setzen im Rahmen von Projektarbeit diese Vorlagen in 
altersgerechte und pädagogisch wertvolle Stücke um. So erleben Kinder eine 
phantasievolle Atmosphäre und lernen auf diese Weise ihre aktuellen Helden nicht nur 
durch das Medium Fernsehen näher kennen.  
Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern die Veranstaltung besuchen.  
 
5.2.8 Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten 
Die Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten finden in gez ielten Projekten und im freien Spiel 
statt. 
Die Projekte werden von den Pädagogen und Honorarkr äften in Absprache mit den 
Eltern nach Interessen der Kinder angeboten. Im fre ien Spiel stehen für die Kinder 
vielfältige Materialien bereit. Bestimmte Gegenstän de, wie z.B. Mikroskop, Computer, 
Werkzeug oder Bastelmaterialien usw. werden in Begl eitung eines Pädagogen genutzt, 
die Einrichtung eines Kreativraums ist geplant. 
Ebenfalls haben die Kinder Gelegenheit, im Außengel ände die Natur zu erfahren. Ein 
natürlicher Jahresrhythmus kann beobachtet und mite rlebt werden. Der Bauspielplatz 
bietet Raum, eigene Fähigkeiten zu testen und Grenz en zu erfahren 
. Dieser zeichnete 
sich dadurch aus, dass er Holzmaterialien und Werkz euge bereit stellt, mit denen die 
Kinder nach ihren Interessen umgehen können. 
Neben diesen Holzmaterialien sind noch Abfallproduk te wie Kartons, Metallschrott, und 
Plastikschrott zu finden. Die Aufgaben der Pädagoge n bestehen darin, Material zur 
Verfügung zu stellen und die Kinder handwerklich an zuleiten, nicht aber darin regelnd in 
den Spielbetrieb einzugreifen. Die Kinder sollten i hre Konflikte alleine lösen und der 
Pädagoge nur im Notfall eingreifen, beim Eingriff a llerdings nicht Partei ergreifen, 
sondern mit einem Lösungsansatz hilfreich sein. Der  Bauspielplatz sollte von einem 
Wall umgeben sein, um neben dem Lärmschutz auch für  die Kinder eine Situation 
herzustellen, in der sie sich unbeobachtet fühlten. 
Der Bauspielplatz erhebt nicht den Anspruch einer g anzheitlichen Erziehung, sondern 
sieht sich als ergänzende Maßnahme zu der schon bestehenden Einrichtung. 
 
5.2.8.1 Abenteuerspielplatz 
Kinder und Jugendliche finden heute in ihrer urbane n Umgebung kaum mehr 
Möglichkeiten ihren Spiel- und Bewegungsdrang auszu leben, ohne auf 
Reglementierungen von außen zu treffen. Untersuchun gen haben den Zusammenhang 
von körperlicher Aktivität und schulischen Lernleis tungen herausgestellt. Aus diesen 
Gründen ist es unseres Erachtens notwendig ihnen Fr ei- und Spielräume zur Verfügung 
zu stellen, um sich dort auszuprobieren, Erfahrunge n zu sammeln, ihre Umwelt zu 
gestalten und dabei eigene Ideen kreativ in die Tat umzusetzen. 
Eine gute Möglichkeit ist der geplante Bau- und Abe nteuerspielplatz. Hier kann sich 
Freizeit- und Sozialarbeit verbinden.  
Ein Abenteuerspielplatz (im folgenden: ASP) bietet die Möglichkeit, Kindern und 
Jugendlichen einen veränderbaren  Freiraum zu schaffen. Die Vorgaben zur Gestaltung 
des Platzes orientieren sich hauptsächlich an den Interessen der Kinder.  
Der ASP soll ein offenes Angebot sein. Dies wird sichtbar an folgenden Aspekten:

15 
1. Die Angebote sind kostenlos. (ausgenommen spezie lle Projekte, wie 
z.B.erlebnispädagogische Touren)  
2. Die Kinder und Jugendlichen kommen freiwillig.  
3. Auf die Wünsche und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen wird flexibel 
eingegangen.  
 
Die pädagogische Betreuung umfasst folgende Bereiche:  
1. Die Regeln werden mit den Kinder und Jugendliche n zusammen entwickelt und auf dem 
ASP veröffentlicht. Die pädagogischen Mitarbeiter achten auf die Einhaltung der Regeln.  
2. Die Verkehrssicherheit auf dem ASP wird durch di e MitarbeiterInnen gewährleistet. 
Gefahrensituationen werden im üblichen Maß verhindert oder beseitigt.  
3. Die BesucherInnen werden beim Bau der möglichen entstehenden Konstruktionen 
angeleitet.  
4. Durch einen regelmäßigen Kontakt zu den pädagogi schen Fachkräften können intensive 
Beziehungen entstehen. Hieraus erschließt sich die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche 
bei ihrer Entwicklung aktiv zu unterstützen.  
 
Die pädagogischen Ziele sind:  
• Kinder und Jugendliche können Erfahrungen mit der Natur und ihrer „Umwelt“ sammeln.  
• Praktische handwerkliche Fähigkeiten können erworb en und entwickelt werden. 
Insbesondere Kinder und Jugendliche, die eher praktisch veranlagt sind, eröffnet sich ein 
neues „Lernfeld“.  
• Durch das Angebot des ASP wird die Kreativität und  die Experimentierfreudigkeit der 
BesucherInnen gefördert. Neue Anregungen für das tä gliche Leben werden durch die 
pädagogischen Fachkräfte vorgelebt.  
• Durch Erfolgserlebnisse bekommen die Kinder und Ju gendlichen Selbstbewusstsein und 
können diese Erfahrung in ihrem alltäglichen Umfeld anwenden.  
• Der ASP kann als Treffpunkt genutzt werden und bie tet somit einen Rückzugsraum vom 
„reglementierten“ Umfeld.  
• Der ASP ermöglicht soziales Lernen. Folgende Aspek te sind hierbei hervorzuheben:  
Die BesucherInnen lernen, wie sie sich angemessen in Gruppen verhalten.  
• Sie finden ihren Platz in unterschiedlichen Inter essensgruppen.  
• Konflikte werden auf dem ASP gewaltfrei gelöst.  
• Ein gemeinsames Ziel fordert die Jugendlichen zu einer angemessenen Kommunikation 
und Auseinandersetzung.  
• Bestehenden Grenzen und Regeln einzuhalten, kann spielerisch eingeübt werden.  
• Kinder und Jugendliche werden angeregt sich wahrz unehmen, aufeinander zu achten 
und zu unterstützen.  
 
Kinder und Jugendliche mit sozialen Auffälligkeiten  sollen ebenfalls angesprochen 
werden.  
 
Folgende Angebote können wir den Kindern und Jugendlichen machen:  
Der ASP ist ein offenes Angebot unter freiem Himmel . Den BesucherInnen wird 
innerhalb der Öffnungszeiten die Möglichkeit gebote n, den ASP kreativ zu verändern. 
Den Kindern wird auf dem Platz die Möglichkeit gege ben, abzutauchen, wo sie Ihre 
„Fantasiewelt“ selbständig erschaffen und konstruieren können.  
Dieses Angebot steht ständig zu Verfügung und wird durch die MitarbeiterInnen 
pädagogisch und handwerklich unterstützt. Die benöt igten Materialien werden auf dem 
Platz bereitgestellt.

16 
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Projektarbeit. Themen können hierbei sein:  
- Konstruktionsspiele  
- Lehmbau – Fachwerkhütten  
- alte Handwerkstechniken z.B. Weben, Filzen  
 
Der ASP kann auch ein Treffpunkt für Kinder und Jug endliche aus der Umgebung sein. 
Das bedeutet, dass sie hier einen Rückzugsraum habe n. Es besteht kein Zwang, den 
oben genannten Angeboten nachzukommen. Hier bietet sich aber die Möglichkeit für die 
BetreuerInnen, auf die Lebenssituation der BesucherInnen einzugehen.  
Erlebnispädagogische Angebote (zum Beispiel Übernac htungen auf dem Gelände) 
runden das offene Angebot ab.  
Über den intensiven Kontakt, der durch die Betätigu ng mit den Kindern und 
Jugendlichen entsteht, können Beziehungen entstehen, die es wiederum ermöglichen in 
bestimmten Situationen sozialpädagogisch zu intervenieren.  
 
5.2.9 Projektarbeit 
Die Projektarbeit wird nach dem situationsorientiertem Ansatz durchgeführt, orientiert an 
den aktuellen Bedürfnissen, Wünschen und Interessen  der Besucher. Der Bauspielplatz 
bietet zusätzlich Raum und Möglichkeiten beispielsweise zum Entdecken und Bauen mit 
Naturmateralien. 
 
Weitere Projekte, sowohl im kognitiven als auch im motorischen Bereich werden 
altersgemäß dynamisch erarbeitet und ergänzt. 
Die Kinder erhalten so den Zugang zu neuen Dimensio nen und werden spielerisch an 
neue Aufgaben herangeführt. So können sie aus einer  „Leichtigkeit“ heraus neue 
Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten und Verhaltensmuster kennen lernen.  
Durch Weiterbildungen der pädagogischen Mitarbeiter  sowie einer Vernetzung mit 
anderen pädagogischen Institutionen und dem Einkauf en projektspezifischer 
Honorarkräfte gewährleisten wir ein breites Spektrum an Anregung und Fachinformation 
zur Projektarbeit. 
5.2.10. Ferienprogramm 
Das Ferienprogramm bietet Kindern ein umfangreiches  Angebot vom Bastelspass über 
Wanderungen, Filmnachmittagen u.v.m.. Es soll versu cht werden, jeden Wochentag der 
Ferien mit einem Programmpunkt zu belegen.  
Es kann ein Programmheft (in den Pfingstferien) era rbeitet werden, so dass die Kinder 
bis zu den Sommerferien genügend Zeit haben, ihre Favoriten zu wählen.  
Im Anschluss an das sechswöchige Program wird eine Fotoausstellung desselben 
veranstaltet. 
 
Bei Bedarf:  
5.2.11. Sozialraumorientierte Flexible Hilfen  
Die Teilnahme an der sozialen Gruppenarbeit soll den Kindern bei der Überwindung von 
sozialen Entwicklungsschwierigkeiten helfen. Das El ternhaus sowie weitere 
Institutionen, vorrangig die Schule, werden dabei mit einbezogen. 
Wesentliches Kennzeichen dieser Hilfe ist die Kombi nation der Sozialen Gruppenarbeit 
(SGA) mit der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SP FH) durch einen  
Leistungserbringer. Diese Hilfsleistung ist bei ein igen Kindern und deren Familien

17 
sowohl aus der Sicht der Sozialen Gruppenarbeit wie  auch aus der Sicht der 
Sozialpädagogischen Familienhilfe bedarfsgerechter und effektiver. 
 
 
6 Die Rolle der Eltern in der Kindertagesstätte  
 
6.1 Ziele der Elternarbeit und die Verpflichtungen den Kindern 
gegenüber 
Die Basis unserer Arbeit ist die ständig Unterstütz ung der Eltern bei der Erziehung der 
Kinder. Die Eltern werden als Partner bei der Erzie hung der Kinder angesprochen. Die 
Einrichtung ist für das Elternhaus ergänzend bei de r Erziehung und in Erziehungsfragen 
tätig. Wichtig ist es hierbei, die Lebenswelt der F amilie kennen zu lernen und in der 
Arbeit zu berücksichtigen. Fachliches pädagogisches  Wissen bringen wir in die 
Elternarbeit ein. Dabei respektieren wir die Autono mie der Lebensgestaltung der Eltern. 
Eine intensive, strukturierte und verpflichtende Zu sammenarbeit zwischen Elternhaus 
und der Einrichtung ist Voraussetzung. 
In unserer Rolle als Verantwortliche für die Kinder  haben die Erzieherinnen und die 
Eltern die Aufgabe, ihre Rolle verantwortungsvoll a uszuüben und den Kindern ein 
Vorbild zu sein. 
 
6.2 Formen der Elternarbeit 
Die Eltern sind jederzeit eingeladen, in die Gruppe  zu kommen und aktiv an der 
Gruppenarbeit teilzunehmen. Ein Hospitationsbesuch der Eltern in den Gruppen macht 
die pädagogische Arbeit transparent und hilft bei E ntwicklungsfragen, so dass eine 
optimale Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes erreicht wird. 
Das Einbringen von Ideen zur Gestaltung des Alltags  in der Gruppe ist erwünscht und 
stellt einen hohen Stellenwert für die Kinder dar. Je intensiver die Zusammenarbeit 
zwischen Elternhaus und der Einrichtung stattfindet, je umfangreicher und tief greifender  
sind die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder. 
Aktive Beteiligung der Eltern bei Projekten und Vor haben der Gruppe haben für das 
Kind eine besonders positive Bedeutung. 
6.3 Elterngespräche 
In regelmäßigen Abständen - sowie auf Wunsch - find en Elterngespräche statt. In 
diesen Gesprächen besteht die Möglichkeit, den Entw icklungsstand des Kindes, 
Wünsche wie auch Probleme von Kindern, Eltern und Erzieherinnen zu erörtern. 
Terminabsprachen finden individuell statt.  
 
6.4 Elternabende und Mitgliederversammlungen 
In jedem Jahr ist für die Eltern die Teilnahme an z wei Elternabenden verpflichtend, 
sowie die zusätzliche Teilnahme an zwei Mitgliederversammlungen. 
Auf Mitgliederversammlungen und an Elternabenden we rden Protokolle geführt. Bei 
Nichtanwesenheit sind die Eltern dazu verpflichtet,  sich über die Inhalte der Protokolle 
zu informieren. 
Neben den Elternabenden, an denen organisatorische Dinge oder die Planung von 
längeren und größeren Aktionen im Vordergrund stehe n, kommt den „Tür- und 
Angelgesprächen“ eine besondere Bedeutung zu: Es si nd kurze, aber sehr wichtige 
Gespräche, in denen ein Austausch über die Befindli chkeiten der Kinder bessere

18 
Erkenntnisse für die  Eltern und Erzieherinnen bringen kann. 
Für das Team liegen in diesen kurzen Begegnungen gu te Ansatzmöglichkeiten für die 
weitere Zusammenarbeit. Zusammenhänge können besser  verstanden und Rückfragen 
gestellt werden. 
 
 
7 Die Rolle des Vorstands 
Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vere ins ehrenamtlich und vertritt ihn 
nach außen. 
Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitglieder n und wird aus der Elternschaft der 
Kita und aus der Mitgliedschaft des Fördervereins durch die Mitglieder gewählt. 
Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ der  Einrichtung, der Vorstand vertritt 
die Interessen der Mitglieder. 
Die Hauptaufgaben des Vorstandes liegen darin, dass  entsprechend der Konzeption 
positiven Rahmenbedingungen für eine optimale pädag ogische Arbeit garantiert 
werden.  
Der Vorstand übt in personeller Hinsicht Aufgaben a us, die ein Arbeitgeber innehat. 
Dazu gehören u.a. die Lohn- und Gehaltsauszahlung, Einstellung und ggf. Kündigung 
von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Sor ge um ein gutes Arbeitsklima wird in 
Zusammenarbeit mit der Leitung umgesetzt. 
Die fachliche und pädagogische Mitarbeiterführung d er einzelnen Beschäftigten 
delegiert der Vorstand an die Leitung. 
 
8 Die Rolle des Trägers, Rechte und Pflichten 
Der Verein Regenbogen-Kindertagesstätte ist eine Elterninitiative. Der Dachverband des 
Vereines ist die Organisation „Eltern helfen Eltern “. Der Verein arbeitet gemeinnützig. 
Die Aufgabe des Trägers ist die Finanzierung mit 4 % der Gesamtkosten. 96 % der 
Kosten werden durch die Förderung der Stadt Münster  und des Landes NRW 
übernommen. 
Die Rechte und Pflichten des Vereins sind ausführli ch in der Satzung beschrieben. Sie 
wurde am 15.03.1995 verabschiedet und in das Verein sregister beim Amtsgericht der 
Stadt Münster eingetragen. 
 
8.1 Ziele und Vorgaben des Trägers 
In der Satzung vom 15.03.1995 der Regenbogen Kita w urden die Aufgaben und 
Pflichten des Vereins definiert und schriftlich festgelegt. 
Der Träger hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen f ür die pädagogische Arbeit zu 
schaffen, die Eltern als Mitglieder und Arbeitgeber  heranzuziehen und Aufgaben und 
Ämter zu verteilen. 
 
8.2 Informationsaustausch 
Der Vorstand des Vereins tritt regelmäßig mit der p ädagogischen Leitung der 
Einrichtung zusammen, um Kenntnisse über Entwicklun gen und Inhalte der 
pädagogischen Arbeit in den Gruppen einzuholen sowi e die geschäftlichen Inhalte zu 
besprechen. Weiterhin gibt es einen regelmäßigen Au stausch mit dem Dachverband 
Eltern helfen Eltern und der Stadt Münster. 
Aufgabe des Vorstands ist es, vier Mitgliederversam mlungen pro Kalenderjahr

19 
einzuberufen. 
Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind: 
•  Inhalte und Ziele der Vereinsarbeit zu definieren  
•  Wahl und Abberufung des Vorstandes 
•  die Geschäftsordnung 
•  Rechnungsprüfung 
•  Entlastung des Vorstandes 
•  Mitgliedsbeiträge 
• Satzungsänderungen 
•  Auflösung des Vereins 
Unter § 9 der Satzung sind die Mitgliederversammlung sowie die Beschlussfähigkeit 
geregelt. 
 
9 Öffnung nach außen 
Dem Ziel folgend, den institutionellen Charakter so  gering wie möglich zu halten, wird 
entsprechend dem „familiären Lebensraum“ das Umfeld der Einrichtung mit einbezogen. 
 
Wir setzen uns zum Ziel, an sozialen, versorgenden und gestaltenden Netzwerken des 
Ortsviertel`s Wolbeck teil zu haben. Es soll eine Z usammenarbeit mit der Pfarrei in 
Wolbeck aufgebaut werden. Im Hinblick auf das näher e Umfeld nutzen wir z. B. den 
Tiergarten, ein großes Waldgelände, auf dem die Kin der viele Erfahrungen zum Thema 
Wald sammeln können. Wir besuchen mit den Kindern d ie Eisdiele im Dorf, oder wir 
nutzen die ortsansässigen Dienstleister wie z. B. S upermärkte, Schreibwarengeschäfte 
usw..  
Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Schulen in der nähren Umgebung ist 
außerordentlich wichtig. Für die Kinder der Hortgru ppe sind diese Institutionen ein Teil 
ihres Lebens, unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit , aber auch im Hinblick auf eine 
vernetzte Arbeit suchen wir den Kontakt zu Lehrern. 
Durch den Austausch von Informationen bezüglich der Entwicklungsprozesse der Kinder 
können wir unseren Wahrnehmungshorizont erweitern. Dieses Vorgehen hat den 
Vorteil, dass bei auftauchenden Schwierigkeiten unv erzüglich lösungsorientierte Wege 
gesucht werden und ein fachliches Handeln möglich w ird. Ein solch professionelles 
Handeln kann sich auf die Förderungsmöglichkeiten b eziehen, die uns in der 
Kindertagesstätte zur Verfügung stehen z. B. in For m von gezielten 
Kleingruppenarbeiten oder einer Einzelförderung. 
Für einen Förderungsbedarf, der über die fachlichen  Möglichkeiten der Einrichtung 
hinausgeht, streben wir einen engen Kontakt zu ande ren und weiterführenden 
Fachstellen an. 
Dazu gehören Beratungsstellen, psychosoziale Dienst e, Frühförderstelle und 
verschiedene Therapieangebote ( z. B. Spieltherapie, Ergotherapie usw. ).

REGENBOGEN KINDERTAGESSTÄTTE WOLBECK E. V. 
 
 
 
 
Münsterstraße 76 b   48167 Münster-Wolbeck  02506/7833                             
                   
 
 
 
Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V.                                                                                                                                      Mitglied bei Eltern helfen Eltern e.V. 
Münsterstraße 76 b   48167 Münster-Wolbeck  
_____________________________________________________________________________________________________  
 
Plan zur Erwirtschaftung des Eigenanteils für die Kindertagesstätte 
 
Gesamtkosten Kindertagesstätte    378.732,38 €   
Die laufenden Kosten werden nach dem Budgetplan für die Elterninitiative aus 
96% Förder- und 4% Trägeranteil gedeckt. 
Trägeranteil (4%)            15.149,30 € 
 
Der Trägeranteil finanziert sich über Beiträge der Mitglieder in Höhe von rund  
€ 25,- pro Kind pro Monat. Angedacht ist, die Höhe des Trägeranteils an die 
Anzahl der gebuchten Stunden zu koppeln.     
Für mögliche Mehrausgaben steht ein Kalkulationspuffer von ca. 5.500 € durch 
Rücklagen und Spenden bereit.

Beschlussvorlage

20608 Zeichen

V/0205/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Trägerausschreibung für die Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung - Kindertageseinrichtung 
und kinderpädagogische Angebote der Kinder- und Jugendarbeit in Wolbeck - Nord 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
11.05.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
18.05.2010 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
09.06.2010 Hauptausschuss Vorberatung 
09.06.2010 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Stadt Münster überträgt dem Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW gGmbH die Be-
triebsträgerschaft für die Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung – Kindertages-einrichtung 
und kinderpädagogische Angebote unter einem Dach in Wolbeck - Nord (Am Borggarten / 
Grenkuhlenweg / Telgter Straße). 
 
2.  Die Trägerschaft beginnt mit der Betriebsaufnahme der Einrichtung – spätestens im Som-
mer 2011. 
 
3. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten zum Betrieb der Einrichtung, zur 
Nutzung des Gebäudes und der Außenanlagen sowie zu den finanziellen Regelungen wer-
den zwischen der Stadt und dem Träger vertragliche Vereinbarungen getroffen (Betriebs-
trägerschaft und Mietvertrag). 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen V/0944/2008 (Errichtungsbe-
schluss) und V/0565/2009 dargelegt und beschlossen worden. 
 
Demnach belaufen sich die Kosten für den Betrieb der Einrichtung in folgender Höhe
 
(ohne Berücksichtigung der Miete): 
 
Kindertagesbetreuung: jährlich ab 2012 =  387.000 € (Anteilig für 2011 = rd. 161.250 €)  
 
Kinder- u. Jugendarbeit: jährlich ab 2012 = 72.000 € (Anteilig für 2011 = 36.000 €) 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0205/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Braun 
Ruf: 
492 51 03 
E-Mail: 
BraunO@stadt-muenster.de  
Datum: 
16.03.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0205/2010 
Demgegenüber stehen Trägeranteile des Trägers in folgender Höhe 
(ohne Berücksichtigung der Miete): 
 
Kindertagesbetreuung – geleisteter gesetzlicher Trägeranteil in Höhe von 9 % - 
jährlich ab 2012 = rd.  34.830 € (Anteilig für 2011 = rd. 14.513 €) 
 
Kinder- u. Jugendarbeit: - geleisteter Trägeranteil in Höhe von 10 % 
jährlich ab 2012 = 7.200 € (Anteilig für 2011 = 3.600 €) 
 
Daraus ergeben sich folgenden Aufwendungen (= Kosten für den Betrieb ./. Trägeranteile):
 
 
Kindertagesbetreuung: jährlich ab 2012 = 352.170 € (Anteilig für 2011 = rd. 176.085 €) 
 
Kinder- u. Jugendarbeit: jährlich ab 2012 = 65.000 € (Anteilig für 2011 = 32.500 €) 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung wird wie folgt finanziert (siehe Errichtungsbeschluss V/0944/2008): 
 
Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601  Förderung von Kindern in Ta-
gesbetreuung 
   
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
15 Transferaufwendungen 2011 
 
2012ff 
176.085 
 
352.170 
Ansatz 2011: 
54.887.270 € 
Ansatz 2012: 
57.071.900 € 
Produktgruppe 0602  Kinder- und Jugendarbeit    
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
15 Transferaufwendungen 2011 
 
2012ff 
32.500 
 
65.000 
Ansatz 2011: 
2.594.890 € 
Ansatz 2012: 
2.613.090 € 
Insgesamt: 625.755  
 
Erträge 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in Ta-
gesbetreuung 
   
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
02 Zuwendungen und allgemeine 
Umlagen 
2011 
 
2012ff 
63.391 
 
126.781 
Ansatz 2011: 
20.712.670 € 
Ansatz 2012: 
21.312.670 € 
Insgesamt: 190.172  
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Im Stadtteil Münster-Wolbeck wird eine Einrichtung errichtet, die dem Bedarf an Kindertages-
betreuung und an kinderpädagogischen Angeboten entspricht und für Kinder, Jugendliche und 
Familien Angebote schafft, die dem wachsenden Stadtteil und den damit verbundenen Bedarfen

- 3 - 
V/0205/2010 
Rechnung trägt. 
 
Die Einrichtung wird als Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung gebaut, d. h. die Einrichtung umfasst 
„unter einem Dach“ eine Kindertageseinrichtung und kinderpädagogische Angebote der Kinder- 
und Jugendarbeit. 
 
Die Kindertageseinrichtung besteht aus drei Gruppen – zunächst für Kinder im Alter von 2 bis 6 
Jahren -, die entsprechend den bestehenden Bedarfen weiter entwickelt werden können; die Ein-
richtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit umfasst einen ca. 88 qm großen Bereich sowie ei-
nen großzügigen Außenbereich, der vielfältige Möglichkeiten für eine stadtteilbezogene und be-
darfsgerechte kinderpädagogische Arbeit bietet.  
 
Grundlage für die Errichtung der Einrichtung sind die Beschlüsse zu den Vorlagen V/0944/2008 
(Errichtungsbeschluss) und V/0565/2009 (Baubeschluss). 
 
Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips gem. § 4 SG B VIII hat der Rat beschlossen, die Trägerschaft 
für diese neue Kindertageseinrichtung vorrangig einem geeigneten Träger der freien Jugendhilfe 
zu übertragen, wenn dieser dabei den erforderlichen Trägeranteil leistet. 
 
2. Interessenbekundungen freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Mit dem Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft an der neuen Einrichtung in Wol-
beck ist am 18.12.2010 begonnen worden. Die im Bezirk tätigen Träger sowie die in den Arbeits-
gemeinschaften gem. § 78 SGB VIII (AG 2 – Kinder- und Jugendarbeit sowie AG 5 – Kindertages-
betreuung) und weitere zentrale Verwaltungseinrichtungen der in Münster tätigen Träger wurden 
über die Planungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung informiert und gebeten, bis 
zum 01.02.2010 ihr Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft mitzuteilen.  
 
Mit den interessierten Trägern wurden im Zeitraum vom 10. bis zum 23.02.2010 Gespräche ge-
führt. Die Frist zur Abgabe einer verbindlichen Bewerbung war der 01.03.2010.  
 
Die folgenden vier Träger haben sich für die Übernahme der Gesamtträgerschaft für die Kinderta-
geseinrichtung und für die offenen kinderpädagogischen Angebote verbindlich beworben (in al-
phabetischer Reihenfolge): 
 
• Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH, Viefhoek 17, 48565 Steinfurt 
 
• Outlaw - Gesellschaft für Jugendhilfe gGmbH, Münsterstraße 105, 48268 Greven 
 
• Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V, Münsterstraße 76b, 48167 Münster 
 
• VSE - Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e. V., Rudolfstraße 9, 48145 Münster 
 
Für die separate Trägerschaft ausschließlich für den Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit 
hat sich ein Träger verbindlich beworben: 
 
• Schule, Jugend, Kids & Co (ehemals: Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in 
Münster-Mecklenbeck) Am Hof Schultmann 77, 48163 Münster 
 
Nach Ablauf der Bewerbungsfrist haben die Träger „Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V.“ 
und „Schule, Jugend, Kids & Co“ mit Schreiben vom 16.03.2010 (Datum des Posteingangs) erklärt, 
dass sie ergänzend zu ihren bisherigen verbindlichen Bewerbungen eine Kooperation anstreben 
(siehe Anlage 3). Danach bewirbt sich die Regenbogen Tagesstätte Wolbeck  um die Trägerschaft 
für die neue Kindertageseinrichtung und der Träger „Schule, Jugend, Kids & Co“ um die Träger-
schaft für die offenen kinderpädagogischen Angebote.

- 4 - 
V/0205/2010 
3. Kriterien für die Trägerschaft 
 
Trägerschaftliche Anforderungen an die Kombinationseinrichtung liegen insbesondere in folgenden 
Bereichen: 
 
a. Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen 
a. Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung und der offe-
nen Kinder- und Jugendarbeit  
b. Betrieb von Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie 
Kombinationseinrichtungen durch den Träger  
 
b. Fachliches Konzept: 
a. Geeignete und fachliche Konzepte gleichermaßen für die Kindertagesbetreuung 
und für die offene Kinder- und Jugendarbeit und 
b. Aussagen zu den fachlichen und konzeptionellen Anforderungen, die sich aus der 
Kombination 
c. der Kindertageseinrichtung und der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung in Be-
zug auf die Stadtteilbedarfe ergeben 
 
c. Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen 
a. Kooperationsbezüge im Stadtteil, 
b. Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, 
c. Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Ange-
bote und 
d. flexible bedarfsgerechte Anpassungen der Angebote 
 
d. Wirtschaftlichkeit: 
a. Es wurden die trägerbezogenen gesetzlichen Trägeranteile erwartet 
 
 
4. Trägerauswahl - zusammenfassende Bewertung und Entscheidung 
 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche geführt und diese ausge-
wertet. Alle Bewerber sind fachlich geeignet, die Trägerschaft zu übernehmen. Bezüglich des ge-
setzlichen Trägeranteils und hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung gibt es für die Träger-
schaft entscheidungsleitende Unterschiede. 
 
Der Träger „Schule, Jugend, Kids & Co“ hat sich ausschließlich für den Bereich der Kinder- und 
Jugendhilfeeinrichtung beworben. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist hat der Träger zusammen mit 
der Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. eine gemeinsame Bewerbung 
nachgeschoben (siehe Ziffer 2 letzter Absatz). Da diese Bewerbung nicht fristgerecht eingegangen 
ist, kann sie in das Entscheidungsverfahren nicht mehr aufgenommen werden. Der Träger „Schule, 
Jugend, Kids & Co“ kann dadurch bei der Vergabe der Trägerschaft nicht berücksichtigt werden. 
 
4.1 Referenzen und Betrieb vergleichbarer Einrichtungen 
 
Die Träger Ev. Jugendhilfe, OUTLAW und Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. verfügen 
hinsichtlich des Bereichs der Kindertageseinrichtung über Referenzeinrichtungen in Münster. Er-
fahrungen im Bereich der der offenen Kinder- und Jugendhilfe können die Träger Ev. Jugendhilfe, 
OUTLAW und VSE nachweisen. Der Träger Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. hat bis 
zur Schließung der Hortgruppe Schulkinder in der aktuellen Einrichtung des Trägers in Wolbeck im 
Jahr 2008 betreut.  
Die Träger Ev. Jugendhilfe und OUTLAW können darüber hinaus auch auf umfangreiche Erfah-
rungen mit entsprechenden Betreuungsangeboten an anderen Standorten zurückgreifen. 
 
4.2 Konzeptionelle und stadtteilbezogene Aspekte

- 5 - 
V/0205/2010 
 
4.2.1 Kindertageseinrichtung 
 
Alle vier Träger (Ev. Jugendhilfe, OUTLAW,  Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. und 
VSE), die sich um die Trägerschaft der Gesamteinrichtung bzw. der Kindertageseinrichtung be-
werben, haben differenzierte Konzepte vorgelegt und diese entsprechend erläutert. Wesentliche 
konzeptionelle Grundlagen finden sich bei allen Trägern wieder. Dazu gehören die Sozialraumori-
entierung der pädagogischen Arbeit, die Orientierung an der Lebenswelt der Kinder und der ge-
schlechterspezifische Ansatz. Gleiches gilt für die Palette besonderer Angebote wie z. B. Sprach-
förderung, Bilinguale Erziehung, Gesundheits- und Bewegungserziehung. 
 
In der Folge werden zu den einzelnen Trägern nur die Aspekte aufgeführt, durch die sie sich von 
den anderen Trägern unterscheiden. In diesem Zusammenhang fließen auch die Angaben der 
Träger im Rahmen der Trägergespräche ein. 
 
Die Träger Ev. Jugendhilfe, OUTLAW und VSE haben in ihre Konzepte die gemeinsame Erzie-
hung von Kindern mit Behinderung aufgenommen.  
 
Angebote zur musikalischen Früherziehung werden von den Trägern Ev. Jugendhilfe, Regenbogen 
Kindertagesstätte Wolbeck e. V. und VSE berücksichtigt.  
 
Die Träger Ev. Jugendhilfe, OUTLAW und VSE integrieren in die konzeptionelle und pädagogische 
Arbeit ein offizielles Qualitätssicherungssystem.   
 
 4.2.2  Kinderpädagogische Angebote der Kinder- und Jugendarbeit  
 
Die vorgelegten Konzepte der vier Träger enthalten für die Zielgruppe der 6-12/13 jährigen Kinder 
im Wesentlichen bedarfsgerechte Angebote und wichtige konzeptionelle Grundlagen. 
Im Besonderen greifen alle vier Träger die Stadtteilorientierung, eine enge Vernetzung mit schuli-
schen Angeboten im Primarbereich und die besondere Gestaltung im Übergang mit den Tagesein-
richtungen in ihren pädagogischen Konzepten auf. 
 
Unter Bezugnahme der Vorlage V/0944/2008 haben die vier Träger folgende konzeptionelle Bau-
steine aufgegriffen: 
 
Die Ausrichtung der offenen kinderpädagogischen Einrichtung als Abenteuer- und Bauspielplatz 
haben im Besonderen die Träger: „VSE und Regenbogen Kita Wolbeck e. V.“ differenziert aufge-
nommen.  
 
Das pädagogische Handlungsfeld der geschlechtsspezifischen Arbeit wird im Besonderen von den 
Trägern: „Outlaw gGmbH, Regenbogen Kindertagestätte Wolbeck e. V. und dem VSE“  beschrie-
ben. In dem Konzept der Ev. Jugendhilfe wird das Thema der geschlechtsspezifischen Angebote 
nicht ausdrücklich erwähnt. 
 
Das Handlungsziel „Partizipation von Kindern und Jugendlichen“ findet beim Träger „Outlaw 
gGmbh“ besondere Berücksichtigung. 
 
4.2.3 Gesamteinrichtung  
 
Die Übernahme der Trägerschaft für die komplette Einrichtung ist zur Schaffung 
betriebswirtschaftlicher und pädagogischer Synergien vorteilhaft. Auch wenn im Rahmen des 
Ausschreibungsverfahrens eine getrennte Bewerbung ausdrücklich nicht ausgeschlossen worden 
ist, ist eine einheitliche Trägerschaft im Vergleich vorzuziehen. 
 
Die Träger  Ev. Jugendhilfe, OUTLAW und VSE haben in ihren verbindlichen Bewerbungen zum 
Ausdruck gebracht, dass sie die Gesamteinrichtung als Einheit betrachten, und haben dies auch

- 6 - 
V/0205/2010 
konzeptionell dargelegt. Der Träger Ev. Jugendhilfe unterstreicht dieses Profil auch nachdrücklich 
im Rahmen seines Personalkonzeptes, indem er eine Leitung für beide Bereich vorsieht. Der 
Träger Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. hat eine verbindliche Bewerbung für die Ge-
samteinrichtung abgegeben und außerhalb der Bewerbungsfrist eine Bewerbung nur für die Kin-
dertageseinrichtung (siehe Erläuterung zu Ziffer 2: Kooperation mit dem Träger „Schule, Jugend, 
Kids & Co“).  
 
4.3 Wirtschaftlichkeit 
 
4.3.1.  Die Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH  bietet den folgenden Trägeranteil von 
• 4 % an den Betriebskosten der Kindertageseinrichtung und 
• 10 % an den Betriebskosten der Kinder- und Jugendeinrichtung zunächst befristet für 
drei Jahre an. 
 
Der Kinder- und Jugendhilfeträger „Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH“ ist gemäß § 20 
Absatz 1 KiBiz ein anderer freier Träger (ehemals: finanzschwacher Träger), für den ein 
gesetzlicher Trägeranteil von 9 % gilt. Der Träger bewirbt sich im Rahmen seiner finanziel-
len Möglichkeiten mit einem davon abweichenden Trägeranteil von 4%. 
 
Den Trägeranteil von 10% für die Kinder- und Jugendeinrichtung kann der Träger zunächst 
befristet für 3 Jahre zusagen. Um eine dauerhafte Finanzierung sicherzustellen, ist der 
Träger auf die Aquise von Drittmitteln angewiesen.  
 
Der Träger „Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH“ hat die gesetzlichen finanziellen Vor-
aussetzungen für die Kindertageseinrichtung nicht
 voll erfüllt . Der angebotene Trä-
geranteil von 4% reicht zur Kostendeckung des gesetzlich geforderten Trägeranteils nicht 
aus.   
 
Falls die entsprechenden Drittelmittel eingeworben werden können, kann der Träger die fi-
nanziellen Voraussetzungen für der Kinder- und Jugendeinrichtung erbringen
. Die 
verbindliche Zusage zur Leistung des Trägeranteils bezieht sich allerdings mit nur 3 Jahren 
auf einen zu kurzen Zeitraum. Die nachfolgend avisierte Finanzierung über Drittmittel kann 
nicht als gesichert gelten. 
 
4.3.2. Der Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW - Gesellschaft für Jugendhilfe gGmbH  
leistet den vollen gesetzlichen Trägeranteil entsprechend ihres Status als finanzschwacher 
Träger mit 
• 9 % an den Betriebskosten der Kindertageseinrichtung und 
• 10 % an den Betriebskosten der Kinder- und Jugendeinrichtung. 
 
Der Träger „OUTLAW“ hat damit die vollen gesetzlichen  finanziellen Voraussetzungen 
erfüllt
. 
 
4.3.3. Die Elterninitiative Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V.  bewirbt sich mit dem 
vollen gesetzlichen Trägeranteil entsprechend ihres Status  
•  4 % an den Betriebskosten der Kindertageseinrichtung und 
• 10 % an den Betriebskosten der Kinder- und Jugendeinrichtung 
 
Der Trägeranteil für die Kindertageseinrichtung wird über Vereinsbeiträge in Höhe von 25 € 
pro Kind pro Monat gedeckt. Mitglieder des Vereins sind die Eltern, die ihre Kinder in der 
Einrichtung betreuen lassen. Darüber hinaus fällt ein obligatorischer Vereinsbeitrag von 1 € 
an. 
 
Der Trägeranteil für die Kinder- und Jugendeinrichtung soll über einen Förderverein aufge-
bracht werden. Den Förderverein kann jeder Interessierte beitreten. Von den Mitgliedern 
des Fördervereins wird ein Mitgliedsbeitrag erhoben. Ziel des Vereins ist die Aquise von

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V/0205/2010 
Drittmitteln zur Deckung des Trägeranteils. Die Mittel sollen durch Mitgliedsbeiträge, Spen-
den, Sponsoring und Erlöse aus Festen und Aktionen erwirtschaftet werden. Um die Finan-
zierung des Trägeranteils langfristig sicherzustellen, soll der Förderverein einen Finanzsi-
cherungsfond mit einer Einlage von 10.000 € einrichten.   
 
Der Träger „Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V.“ erfüllt
 damit die vollen ge-
setzlichen finanziellen Voraussetzungen für die Kindertageseinrichtung. Die Finanzie-
rung des Trägeranteils für die Kindertageseinrichtung ist allerdings mit zusätzlichen Kosten 
für die Eltern verbunden. Das stellt gegebenenfalls für Eltern mit geringem Einkommen ein 
Zugangshemmnis dar.  
 
Falls die entsprechenden Drittelmittel eingeworben werden können, kann der Träger die fi-
nanziellen Voraussetzungen für die kinderpädagogischen Angebote erbringen
. Das 
eingereichte Finanzierungskonzept für den Trägeranteil an den Betriebskosten für die Kin-
der- und Jugendhilfeeinrichtung ist trotz des vorgestellten Sicherungskonzeptes mit Risiken 
verbunden. Die dauerhafte Finanzierung des Trägeranteils ausschließlich über Drittmittel 
kann nicht als gesichert gelten.     
 
4.3.4. Der Kinder- und Jugendhilfeträger VSE  - Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e. 
V. bietet einen Trägeranteil von  
• 9 % an den Betriebskosten der Kindertageseinrichtung und 
• 10 % an den arbeitsplatzbezogenen Sachkosten der Kinder- und Jugendeinrichtung. 
Ein Trägeranteil für Personal- und Honorarkosten kann nicht geleistet werden 
 
Im Rahmen des Trägergespräches vom 17.02.2009 hat der Träger das vorgenannte Ange-
bot zu den Trägeranteilen für die Gesamteinrichtung unterbreitet. 
 
Der Träger „Kinder- und Jugendhilfeträger VSE“ hat damit die vollen gesetzlichen finan-
ziellen Voraussetzungen  für die Kindertageseinrichtung erfüllt
. 
 
Die finanziellen Voraussetzungen für die kinderpädagogischen Angebote  kann der 
Träger nicht voll erbringen
. Mit Schreiben vom 25.02.2010 (siehe Anlage 4) erläutert der 
VSE noch einmal schriftlich seine Auffassung zum erwarteten Trägeranteil.  Die darin be-
schriebene Definition des Trägeranteils stimmt nicht mit der geforderten Kostenübernahme 
insbesondere hinsichtlich der Übernahme von Personal- und Honorarkosten überein. Eine 
Veränderung des mündlich abgegebenen Angebotes ist nicht zu erkennen.  
 
5. Zusammenfassung und Entwicklungsperspektiven 
 
Durch die gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) müssen Träger hohe Anfor-
derungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung erfüllen. Die Kenntnis der Anforderungen  an 
frühkindliche Pädagogik, das Vorhalten von qualifizierter Fachberatung und die Flexibilität zwi-
schen mehreren Einrichtungen (z. B. Personalflexibilisierung bei Ausfallzeiten etc.) sind heute 
wichtige Voraussetzungen, um diese gesetzlichen Standards erfüllen zu können. Für den Betrieb 
einer Einrichtung ist das Vorhalten aktueller Referenzeinrichtungen deshalb ein wesentliches Krite-
rium bei der Trägerauswahl. 
 
Die Kriterien für die Vergabe der Trägerschaft (siehe Ziffer 3) werden nach dem Abgleich der Refe-
renzen, der Angebote und der Konzepte am umfangreichsten durch den Kinder- und Jugendhilfe-
träger OUTLAW gGmbH erfüllt. Es wird deshalb vorgeschlagen, die Betriebsträgerschaft für die 
Gesamteinrichtung dem Träger OUTLAW gGmbH zu übertragen.  
 
Mit dem Träger wird ein entsprechender Nutzungs-/Mietvertrag für die Überlassung des Gebäudes 
geschlossen und eine Leistungsvereinbarung zum Betrieb der Kindertageseinrichtung und der Ein-
richtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit getroffen, die die fachlichen und synergetischen 
Möglichkeiten der Gesamteinrichtung umfasst.

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V/0205/2010 
 
 
 
 
I.V. 
gez. 
 
Dr. Hanke 
Beigeordnete 
 
Anlagen: 
 
Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger: 
1  Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH 
2. OUTLAW – Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH 
3. Regenbogen Kindertagesstätte Wolbeck e. V. 
4. VSE - Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e. V.

Beratungsverlauf (4)

11.05.2010 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung
18.05.2010 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 2.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
07.07.2010 Hauptausschuss
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
07.07.2010 Rat
TOP 16 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Hofstraße 9
  • Münsterstraße 105
  • Telgter Straße
  • Rudolfstraße 9
  • Grenkuhlenweg
  • Am Hof Schultmann 77
  • Am Borggarten
  • Tiergarten
  • Werse

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0205/2010
Typ
Vorlagen
Datum
07.04.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37