V/0304/2011/1
Masterplan Aasee
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage
7390 Zeichen
V/0304/2011/1 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen und Umweltschutz Münster Marketing Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Masterplan Aasee Darstellung des Leitbildes / Nutzungskonzeptes Beratungsfolge 13.07.2011 Hauptausschuss Vorberatung 13.07.2011 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Aasee ist Münsters größter und wichtigster stadtnaher Grün- und Erholungsraum und bedeutender Bestandteil von Münsters Grünordnung. Er findet in seiner Gestaltung und seinen abgestuften Nutzungsintensitäten breite Zustimmung in der münsterschen Bevölke- rung. Das Gewässer mit den angrenzenden Freiflächen ist ein unverwechselbares Quali- tätsmerkmal der Stadt. 2. Der Rat nimmt die Ergebnisse der repräsentativen Bürgerumfrage sowie die gewichtete Auswertung der allgemeinen Bürgerrückmeldungen aus Postkarten, E-Mails etc. (Anlagen 1a / 1b) zur Kenntnis. 3. Das Prüfkriterium „Umweltverträgli chkeit“ ist als übergeordnete Ergänzung in das Leitbild Aasee aufzunehmen, um zukünftige Vorhaben, die in das Einzugsgebiet des Masterplanes Aasee fallen, auch im Sinne des Umweltschutzes zu entscheiden. Dies gilt insbesondere für Vorhaben im renaturierten Teil des Aasees. Aus diesem Grund ist auch der AUB in allen Beratungsketten zu berücksichtigen. Das Leitbild Aasee (Anlage 2 der Hauptvorlage) wird im Punkt 4 wie folgt ergänzt: Alle zukünftigen Vor- haben, die in das Einzugsgebiet des Leitbildes Aasee fallen, sind unter dem Aspekt Umweltverträglichkeit hinsichtlich des Gesamtsystems Aa/Aasee zu prüfen. Das so geänderte Leitbild wird als Ergebnis eines breit angelegten Prozesses be- schlossen. 4. Das anliegende Nutzungskonzept Aasee (Anlagen 3 und Pläne der Anlagen 4 bis 7) wird zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, es im Sinne eines Masterplanes Aasee als Grundlage für die weiteren Entwicklungen am und um den Aasee als Ergebnis aus dem öffentlichen Prozess umzusetzen. Vorlagen-Nr.: V/0304/2011/1 Auskunft erteilt: Herr Determann Ruf: 492 67 40 E-Mail: Determann@stadt-muenster.de Datum: 13.07.2011 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0304/2011/1 5. Die anliegende Handlungsgrundlage zu „Veranstaltungen am Aasee“ (Anlage 8) wird be- schlossen. 6. Die Aufstellung mit finanzrelevanten Einzelmaßnahmen zu baulichen Anpassungen des Aaseeumfelds (Anlage 9) wird zur Kenntnis genommen. In Ergänzung der Einzelmaßnahmen der Anlage 9 wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, wie das im Stadtteil Roxel vorhandene Fußgänger-/Rad- und Reitwegenetz an die in Planung bzw. im Bau befindlichen Wege im Bereich Mecklenbeck bzw. Gie- venbeck angebunden werden kann. Favorisiert wird in diesem Zusammenhang eine Wegeführung zwischen den Grundstücken Dingbängerweg 440 und dem Grundstück Dingbängerweg 370 in östlicher Richtung über die Aa bis zum Hof Lahrkamp, Sentruper Straße 447 a. Dazu ermittelt die Verwaltung den erforderlichen Finanzbedarf. Eine Zustimmung zu deren Umsetzung ist hiermit nicht verbunden. Die Verwaltung wird beauftragt, zur Beratung des Haushaltes für das Jahr 2012 ff Vorschläge für eine schritt- weise Umsetzung von Einzelmaßnahmen und deren Finanzierung vorzulegen. Die Verwaltung wird dabei unterstützt, das jeweilige Profil der einzelnen Aasee- Bereiche stärker auszubilden. Ein möglicher zusätzlicher Verkehr durch weitere Fuß- und Radwegeverbindungen im renaturierten Bereich wird darum besonders sensibel hinsichtlich der Umweltverträglichkeit überprüft. 7. An der vorhandenen WC-Anlage am Segelclub Hansa wird festgehalten. Die Verwal- tung wird beauftragt, auf eine barrierefreie Ausgestaltung und öffentliche, kostenlo- se Zugänglichkeit zu achten. 8. Mit der Beschlussfassung zu dieser Vorlage sind die folgenden vorliegenden Anträge und Anfragen (Anlage 10) - A-R/0016/2007 vom 30.04.2007: Situation an der Bismarckallee verkehrlich entschärfen – Gestaltung aufwerten - AFM/0018/2007: Aufstellung von zusätzlichen Müllbehältern in öffentlichen Anlagen - A-R/0027/2007 vom 04.06.2007: Freizeitbereich und Naturraum Aasee erhalten, Nutzung steuern: Masterplan Aasee 2020 aufstellen - A-W/0002/2008 vom 03.01.2008: Beleuchtung der oberen Radwege und Fußwege am Aasee - A-W/0019/2010 vom 01.06.2010: Meckelbach in Konzept einbeziehen erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass durch die Vorlage unmittelbar weder Kosten noch Folge- kosten verursacht werden. Für eine schrittweise Umsetzung der in Anlage 9 aufgeführten Einzelmaßnahmen werden jedoch Investitionen unterschiedlicher Höhe erforder lich. Die Maßnahmen sollen im Rahmen der kom- menden Etatberatungen als neue Maßnahmen eingebracht werden. In diesem Zusammenhang kann dann auch über die Realisierbarkeit, nicht nur in zeitlicher Hinsicht, sondern auch unter Be- rücksichtigung der dann gegebenen Finanzlage der Stadt entschieden werden. - 3 - V/0304/2011/1 Begründung: Durch Beschlüsse im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft und Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen sind die Beschlussvorschläge ergänzt worden. Zu den einzelnen Ergänzungen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: zu 3.: Leitbild Aasee Die Verwaltung schlägt vor, das Prüfkriterium "Umweltverträglichkeit" als übergeordnete Ergän- zung in das Leitbild Aasee aufzunehmen. Das in der Anlage 2 der Ursprungsvorlage dargestellte Leitbild Aasee ist dann im Punkt 4 um den Aspekt "Umweltverträglichkeit" wie folgt zu ergänzen: Alle zukünftigen Vorhaben, die in das Einzugsgebiet des Leitbildes Aasee fallen, sind unter dem Aspekt Umweltverträglichkeit hinsichtlich des Gesamtsystems Aa/Aasee zu prüfen. zu 6.: Liste der Einzelmaßnahmen, Anlage 9 Im Nutzungskonzept Aasee ist der Vorschlag enthalten, eine Ergänzung der Fuß- und Radwege- verbindungen vom Aasee in Richtung Mecklenbeck bzw. Gievenbeck zu planen. Eine Ergänzung der Verbindung Richtung Roxel wird von der Verwaltung im Grundsatz für sinnvoll erachtet. Bei der Planung und der Prüfung von neuen Wegeverbindungen wird die Verwaltung auch die möglichen Auswirkungen insbesondere auf den besonders schützenswerten Bereich der renaturierten Aa intensiv mit betrachten. Da es sich um einen Prüfauftrag handelt, über den im Anschluss noch endgültig entschieden werden muss, schlägt die Verwaltung vor, dieser Ergänzung der Vorlage zuzustimmen. zu 7: WC-Anlage am Segelclub Hansa Vorhandene WC-Anlagen sollten für alle Bevölkerungsgruppen leicht und gut zugänglich sein, in- sofern schlägt die Verwaltung vor, auch diesem Beschluss zu folgen. In der Sitzung des Sportausschusses am 07.07.2011 ist folgender abweichender Beschluss ge- fasst worden: „Im weiteren Verfahren ist sicherzustellen, dass der Weg vom Parkplatz Mecklenbe- cker Straße bis zum Clubhaus des Segelclub Hansa Münster e. V. beleuchtet wird.“ Die Verwaltung schlägt vor, diesem Beschluss nicht zu folgen, weil ein Zugang zum Clubhaus über den beleuchteten Fuß- und Radweg entlang der Mecklenbecker Straße ohne Umweg möglich ist. Deshalb wäre der Nutzen einer zusätzlichen Beleuchtung des Weges vom Parkplatz im Verhältnis zu den Aufwendungen sehr gering. Außerdem schlägt das Leitbild Aasee vor, das Aaseeufer in diesem Bereich unbeleuchtet zu lassen. In Vertretung gez. Thomas Paal Stadtrat
Hauptvorlage V/0304/2011 mit Anlagen
71396 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Münster Marketing
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Vorlagen-Nr.:
V/0304/2011
Öffentliche Beschlussvorlage Auskunft erteilt:
Herr Determann
Ruf:
Betrifft
Masterplan Aasee
Darstellung des Leitbildes / Nutzungskonzeptes
Beratungsfolge
21.06.2011 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Einbringung
21.06.2011 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
Einbringung
21.06.2011 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Einbringung
21.06.2011 Sportausschuss Einbringung
21.06.2011 Werksausschuss Münster Marketing Einbringung
21.06.2011 Kulturausschuss Einbringung
21.06.2011 Bezirksvertretung Münster-West Einbringung
21.06.2011 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
27.06.2011 Kommunale Seniorenvertretung Vorberatung
29.06.2011 Kulturausschuss Vorberatung
05.07.2011 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
05.07.2011 Werksausschuss Münster Marketing Vorberatung
05.07.2011 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
Vorberatung
07.07.2011 Sportausschuss Vorberatung
07.07.2011 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung
12.07.2011 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung
13.07.2011 Hauptausschuss Vorberatung
13.07.2011 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Aasee ist Münsters größter und wichtigster stadtnaher Grün- und Erholungsraum und
bedeutender Bestandteil von Münsters Grünordnung. Er findet in seiner Gestaltung und
seinen abgestuften Nutzungsintensitäten breite Zustimmung in der münsterschen Bevölke-
rung. Das Gewässer mit den angrenzenden Freiflächen ist ein unverwechselbares Quali-
tätsmerkmal der Stadt.
492 67 40
E-Mail:
Determann@stadt-muenster.de
Datum:
27.05.2011
V/0304/2011
- 2 -
2. Der Rat nimmt die Ergebnisse der repräsentativen Bürgerumfrage sowie die gewichtete
Auswertung der allgemeinen Bürgerrückmeldungen aus Postkarten, E-Mails etc. (Anlagen
1a / 1b) zur Kenntnis.
3. Das Leitbild Aasee (Anlage 2) wird als Ergebnis eines breit angelegten Prozesses be-
schlossen.
4. Das anliegende Nutzungskonzept Aasee (Anlagen 3 und Pläne der Anlagen 4 bis 7) wird
zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, es im Sinne eines Masterplanes
Aasee als Grundlage für die weiteren Entwicklungen am und um den Aasee als Ergebnis
aus dem öffentlichen Prozess umzusetzen.
5. Die anliegende Handlungsgrundlage zu „Veranstaltungen am Aasee“ (Anlage 8) wird be-
schlossen.
6. Die Aufstellung mit finanzrelevanten Einzelmaßnahmen zu baulichen Anpassungen des
Aaseeumfelds (Anlage 9) wird zur Kenntnis genommen. Eine Zustimmung zu deren Um-
setzung ist hiermit nicht verbunden. Die Verwaltung wird beauftragt, zur Beratung des
Haushaltes für das Jahr 2012 ff Vorschläge für eine schrittweise Umsetzung von Einzel-
maßnahmen und deren Finanzierung vorzulegen.
7. Mit der Beschlussfassung zu dieser Vorlage sind die folgenden vorliegenden Anträge und
Anfragen (Anlage 10)
- A-R/0016/2007 vom 30.04.2007: Situation an der Bismarckallee verkehrlich entschärfen –
Gestaltung aufwerten
- AFM/0018/2007: Aufstellung von zusätzlichen Müllbehältern in öffentlichen Anlagen
- A-R/0027/2007 vom 04.06.2007: Freizeitbereich und Naturraum Aasee erhalten, Nutzung
steuern: Masterplan Aasee 2020 aufstellen
- A-W/0002/2008 vom 03.01.2008: Beleuchtung der oberen Radwege und Fußwege am
Aasee
- A-W/0019/2010 vom 01.06.2010: Meckelbach in Konzept einbeziehen
erledigt.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Es wird zur Kenntnis genommen, dass durch die Vorlage unmittelbar weder Kosten noch Folge-
kosten verursacht werden.
Für eine schrittweise Umsetzung der in Anlage 9 aufgeführten Einzelmaßnahmen werden jedoch
Investitionen unterschiedlicher Höhe erforder lich. Die Maßnahmen sollen im Rahmen der kom-
menden Etatberatungen als neue Maßnahmen eingebracht werden. In diesem Zusammenhang
kann dann auch über die Realisierbarkeit, nicht nur in zeitlicher Hinsicht, sondern auch unter Be-
rücksichtigung der dann gegebenen Finanzlage der Stadt entschieden werden.
Begründung:
Ausgangslage:
Der Aasee mit seinen angrenzenden Grünflächen umfasst ca. 90 ha Gesamtfläche und ist damit
Münsters größter und wichtigster stadtnaher Grün- und Erholungsraum. Er ist seit Jahrzehnten ein
beliebtes Ausflugsziel.
Nach der gelungenen Bebauung der Aaseeterrassen, die die Nutzungsintensität des gesamten
Terrains deutlich erhöht hat, aber auch durch das intensivere Freizeitverhalten der Menschen ins-
gesamt (Aufenthalt auf den Aaseewiesen, Grillen, Laufsport u.a.m.) treffen für Münsters beliebten
Grün- und Erholungsraum mitten in der Stadt eine Vielzahl von individuell nachvollziehbaren Nut-
zungswünschen aufeinander. Sie reichen von S portveranstaltungen und gastronomischer Nutzung
V/0304/2011
- 3 -
über Erholungsansprüche und Wünsche nach individueller sportlicher Betätigung von Laufen bis
zum Radfahren.
Die hohe Nutzungsdichte führt aber auch zu vielfältigen Konflikten. Nach schönen Wochenenden
sind die Aasee-Wiesen mit Müll- und Picknickresten übersäht. Zahlreiche Veranstaltungen führen
zu einer Übernutzung und Schädigung der Grünflächen. Die Wege halten witterungsbedingt im
Winterhalbjahr der hohen Belastung durch Jogger und auch Radfahrer kaum mehr stand. Hohe
Unterschiede in der Geschwindigkeit der Fortbewegung bergen teils Gefahren, teils stellen sie Be-
hinderungen dar.
Gleichzeitig treten auf Grund der Attraktivität und der damit verbundenen Wertschöpfung immer
neue Veranstalter und Investoren an die Stadtverwaltung mit Anfragen heran.
Diesen Anfragen nach einer weiteren touristischen / freizeitorientierten Erschließung des Aaseeter-
rains stehen die wichtigen Fragen nach Schutz und Erhalt der Landschaft, der ökologischen Nach-
haltigkeit, des freizeitbezogenen Naturerlebens und der Sicherung des vorhandenen sportlichen
Nutzungsspektrums gegenüber.
Daher wurde die Überarbeitung des bestehenden Nutzungskonzeptes aus dem Jahr 1992 erfor-
derlich. Für den Erfolg und die Akzeptanz eines neuen Nutzungskonzeptes ist es unabdingbar, die
Öffentlichkeit intensiv in den Entwicklungsprozess einzubeziehen.
In der Vorlage V/0023/2010 wurde die Bedeutung des Aasees und seines Umfeldes für Münster
und seine Bürgerinnen und Bürger ausführlich dargestellt. Entsprechend wurde die Verwaltung mit
der Vorlage V/0023/2010 beauftragt, in einem mehrstufigen Verfahren unter Beteiligung der Öffent-
lichkeit einen `Masterplan Aasee´ aufzustellen. Es sollte gemeinsam mit den Nutzern und Anlie-
gern, aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern und Experten in einem Diskussionsprozess ein
Leitbild, eine Grundvorstellung vom Aasee mitten in der Stadt, entworfen werden, auf das sich vie-
le Menschen verständigen können und das zu Münster passt.
Beschreibung des Prozesses:
In einem mehrstufigen Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit wurden die Wirkungsfelder
- Landschaft, Ökologie und Stadtklima
- Stadtgefüge, Stadtstruktur und Stadtbild
- Funktion und Aufgaben der Stadtgesellschaft (Freizeit, Erholung, Sport)
bearbeitet.
Es wurden verschiedene Wege beschritten, um eine breite Öffentlichkeit für diesen Prozess zu
interessieren und mit einzubeziehen:
- Gespräche mit den institutionellen Anrainern am 03.03.2010 und 22.03.2011
- Öffentliche Auftaktveranstaltung mit Herrn Oberbürgermeister Lewe am 08.07.2010 sowie einer
geplanten Abschlussveranstaltung am 16.06.2011
- Postkartenaktion und E-Mail-Aktion mit ca. 600 Antworten im Sommer 2010
- Bürgerumfrage mit Versand von 5.233 Fragebögen und anschließender statistischer Auswer-
tung der 1.632 Rückläufer im Sommer 2010
- Werkstattgespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedensten Anspruchsgruppen
in der Stadt Münster am 04.11 und 20.11.2010.
Im Verlauf des Prozesses hat sich gezeigt, dass es mehrheitlich eine relativ einheitliche Vorstel-
lung zu Erscheinungsbild und Nutzung gibt, in Einzelfällen aber doch auch sehr unterschiedliche
Auffassungen zu Ansprüchen und Beschaffenheit des Aasee und seiner angrenzenden Flächen
geäußert werden. Um bereits auf einer relativ abstrakten Ebene eine gemeinsame Grundvorstel-
lung entwickeln zu können, wurde in einem ersten Werkstattgespräch zuerst ein Leitbild entwickelt.
Dieses hat der Prozessmoderator, Prof. Aufmkolk, im Anschluss an den Termin zusammengefasst
(Anlage 2).
V/0304/2011
- 4 -
V/0304/2011
Auf Grundlage des Leitbildes wurden dann im Rahmen der Werkstattgespräche elf Themen-
schwerpunkte aus dem Beteiligungsprozess generiert und im Sinne des Leitbildes Vorschläge zu
zukünftigen Entwicklungen erarbeitet. Die Ergebnisse dieses Arbeitsprozesses bilden zusammen
mit dem Leitbild das Nutzungskonzept.
Die Themenbereiche sind:
Beleuchtung, Aufenthalt und Nutzung, Veranstaltungen, Gastronomie, Parkraum und Verkehr, Be-
schilderung und Information, Marketing, Sport, Hunde, Regelungsbedarf, Verschiedenes
Die Ergebnisse zu den einzelnen Themenbereichen sind in dem Nutzungskonzept Aasee, Erläute-
rungen (Anlage 3) wiedergegeben.
Mit dem Nutzungskonzept / „Masterplan Aasee“ ist es gelungen, die unterschiedlichen Nutzungs-
ansprüche, die neuen Entwicklungen im Freizeitverhalten sowie die bestehenden Rahmenbedin-
gungen in Einklang zu bringen. Durch das vielstufige Beteiligungsverfahren ist zu erwarten, dass
die Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig eine hohe Identifikation mit „ihrem Aasee“ haben wer-
den.
In Vertretung In Vertretung
gez. gez.
Schultheiß Thomas Paal
Stadtdirektor Stadtrat
Anlagen:
1) Auswertung der repräsentativen Bürgerumfrage (1a) und Gewichtete Auswertung
der allgemeinen Bürgerrückmeldungen aus Postkarten, Mails etc. (1b)
2) Leitbild Aasee
3) Nutzungskonzept Aasee, Erläuterungen
4) Lageplan Nutzungsintensität *
5) Lageplan Wegeverbindungen und Beleuchtung *
6) Lageplan Nutzung und Veranstaltungen *
7) Lageplan Entwicklungsplan zur Pflege, Standorte Bänke und Schutzhütten *
8) Nutzungskonzept Aasee, Veranstaltungen
9) Nutzungskonzept Aasee, Kostenübersicht Einzelmaßnahmen
10) Aufstellung der zu Grunde gelegten Anträge und Anfragen aus Beschlusspunkt 4
* Die Lagepläne der Anlagen 4) bis 7) sind aus Kostengründen in der Vorlage nur verkleinert
als Nachweis für die dazugehörigen Blätter enthalten. Den Fraktionen und Gruppierungen in
den einzelnen Gremien wird ein Satz Pläne im Maßstab 1:2.000 zur Verfügung gestellt. Zudem
sind die Pläne über das Ratsinformationssystem im Internet abrufbar.
! " #$ $
$ $ % " & '
( ) *
% +
*
# , - ! #
# (
$
$
+ $ # *
* *
. / "
M ü n s t e r a m S e e „ A n r a i n e r - G e s p r ä c h ” (22.03.2011)
Ergebnisse der Bürgerumfrage 2010
„Aasee-Nutzung heute und morgen”
- Was fällt Ihnen als Erstes zum Aasee ein?
-a
- Von welchen Aktivitäten und Angeboten im Bereich des Aasees
soll es mehr und wovon weniger geben?
- Gibt es etwas, das Sie sich für die zukünftige Entwicklung des
Aasees und seiner Umgebung wünschen?
Anlage 1a zu V/0304/2011
001 2 003
004 2 005
006 2 007
0 1 3 4
8
9 $ 2
2
&$# : ' *
;
&
<
*!
$ <
=
! " :
) ; .
0 1 3
034 2 035
0 1 3
036 2 037
03> 2 03?
04@ 2 040
#
!$
%
&
:
A 3 B) ;
' !"
(
$
"&
*
01@
010
+! $ C
:
(
$ +$
; 00>
00?
011
013
B
)"
*
+
+%
,"+
&
:
A 1 B) ;
014
015
033
016
017
01>
01?
&# +
031
Methodik:
Mehrthemenumfrage
im Mai / Juni 2010
S t i c h p r o b e :
5.233 Bürgerinnen und Bürger
Rücklauf: 1.632 Bögen (31,2 %)
Z u f a l l s a u s w a h l :
Ergebnisse grundsätzlich
für Münsteraner Bevölkerung
verallgemeinerbar
(-.)%.,/0.)%11
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
Naherholung / Naherholungsgebiet
Naturerlebnis
Ausflugsziel / Freizeit
Positive Eigenschaften
Aktivitäten auf dem Wasser
Spazieren gehen / Wandern
Joggen
Gastronomisches Angebot
Schlechte Wasserqualität
Kunstobjekte / Kultur
Müll
Grillen
Ort für gesellige Aktivitäten
Mangelnde Ordnung / Sicherheit
Negative Eigenschaften
n= 3.399 (Ø = 2,4 Nennungen pro Person)
Was fällt Ihnen als Erstes zum Aasee ein?
- Anteil an Nennungen insgesamt -
Besinnen, entspannen, erholen
Kein Badesee
Sonstiger Sport (ohne Wassersport)
Imagebildend / Wichtig für Münster
Konflikt Fußgänger-Jogger-Radfahrer
Infrastruktur, planerische Aspekte
Bebauung, Architektur
Frischluftschneise, Grüne Lunge
Schwan Petra
Innenstadtlage, zentral
Mangelnde Sicherheit
Wasser, Gewässer in der Stadt
Hunde
Rad fahren, Skaten
Sonstige Nennungen
13,2%
8,2%
6,1%
5,9%
5,9%
5,3%
4,8%
4,1%
4%
3,9%
3,7%
3,6%
3,3%
2,5%
2,4%
0% 5% 10% 15% 20%
2,4%
2,2%
2,2%
2%
1,9%
1,9%
1,6%
1,5%
1,4%
1,2%
1,2%
0,9%
0,8%
0,4%
1,3%
0% 5% 10% 15% 20%
(-.)%.,/0.)%11
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
Sitzbänke / Sitzgelegenheiten
Naturerlebnis
Kulturelle Veranstaltungen
Spazieren gehen
Gastronomisches Angebot
Standorte für Kunstobjekte
Grünflächen (zum Liegen, Sport treiben)
Sportveranstaltungen
Rad fahren / Skaten
Grillen
Aktivitäten auf dem Wasser
Joggen
Von welchen Aktivitäten und Angeboten im Bereich des Aasees
soll es mehr und wovon weniger geben? - sortiert nach "soll mehr sein" -
(-.)%.,/0.)%11
49
38
35
21
20
20
19
19
17
15
10
8
43
58
42
75
66
49
70
52
43
29
72
69
1
6
1
7
14
5
9
33
44
5
9
7
4
17
3
7
17
6
20
7
12
13
14
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
soll mehr sein genau richtig
soll weniger sein ist mir egal / weiß nicht
57
48
28
42
in %
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
Von welchen Aktivitäten und Angeboten im Bereich des Aasees
soll es mehr und wovon weniger geben? – nur Antwort „genau richtig“ -
Grillen
Rad fahren / Skaten
Kulturelle Veranstaltungen
Sitzbänke / Sitzgelegenheiten
Standorte für Kunstobjekte
Sportveranstaltungen
Naturerlebnis
Gastronomisches Angebot
Joggen
Grünflächen (zum Liegen, Sport treiben)
Aktivitäten auf dem Wasser
Spazieren gehen 75%
72%
70%
69%
66%
57%
52%
48%
43%
42%
42%
28%
(-.)%.,/0.)%11
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
Von welchen Aktivitäten und Angeboten im Bereich des Aasees soll
es mehr und wovon weniger geben? – sortiert nach „soll weniger sein“ -
Naturerlebnis
Grillen
Rad fahren / Skaten
Standorte für Kunstobjekte
Sportveranstaltungen
Joggen
Gastronomisches Angebot
Kulturelle Veranstaltungen
Grünflächen (zum Liegen, Sport treiben)
Aktivitäten auf dem Wasser
Sitzbänke / Sitzgelegenheiten
Spazieren gehen
44
33
14
9
9
7
6
5
5
1
1
29
43
49
52
69
66
42
70
72
43
75
58
15
17
20
19
8
20
35
19
10
49
21
38
12
7
17
20
14
7
17
6
13
7
3
4
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
soll weniger sein genau richtig
soll mehr sein ist mir egal / weiß nicht
28
48
42
57 in %
(-.)%.,/0.)%11
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
Von welchen Aktivitäten und Angeboten im Bereich des
Aasees soll es mehr und wovon weniger geben?
- Differenz: „soll mehr sein“ zu „soll weniger sein“ -
Grillen
Sitzbänke / Sitzgelegenheiten
Naturerlebnis
Kulturelle Veranstaltungen
Spazieren gehen
Grünflächen (zum Liegen, Sport treiben)
Gastronomisches Angebot
Sportveranstaltungen
Standorte für Kunstobjekte
Aktivitäten auf dem Wasser
Joggen
Rad fahren / Skaten
-1%
-6%
-1%
-5%
-7%
-9%
-14%
-5%
-9%
-33%
-44%
49%
38%
35%
21%
19%
20%
19%
20%
10%
8%
17%
15%
0% 20% 40% 60% 80% -20% -40% -60% -80%
"soll weniger sein" "soll mehr sein" Saldo
+48
a
+38
a
+29
a
+20
a
+14
a
+13
a
+10
a
+6 a
a
+5 a
a
-1 a
a
-16
a
-29
(-.)%.,/0.)%11
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
n= 1.158 (Ø = 1,4 Nennungen pro Person)
Sonstiges
Mehr für Kinder und Familien
Mehr Sport
Mehr Kunst / Kultur
Weniger Gastronomie
Problemfeld Hunde
Mehr Ruhe, Erholung
Besseres Wegenetz
Aasee als Treffpunkt / Veranstaltungsort
Problemfeld Grillen
Ausbau der Nutzung
Verbesserung Infrastruktur
Verbesserung Gastronomie
Problemfeld Radfahren
Mehr Natur / Renaturierung
Mehr Sicherheit und Ordnung
Badesee
Erhalt des Status Quo
Mehr Sauberkeit
Bessere Wasserqualität 13,5 %
13 %
9,8 %
9,7 %
9,2 %
8,1 %
5,7 %
4,8 %
3,5 %
3,4 %
2,6 %
2,5 %
2,4 %
2,4 %
2 %
1,3 %
0,9 %
0,9 %
0,8 %
3,6 %
0 % 5 % 10 % 15 % 20 %
Wünsche für die zukünftige Entwicklung des Aasees
- Anteil an Nennungen insgesamt -
(-.)%.,/0.)%11
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
n = 1.158
Sonstiges
Mehr für Kinder und Familien
Mehr Sport
Mehr Kunst / Kultur
Weniger Gastronomie
Problemfeld Hunde
Mehr Ruhe, Erholung
Besseres Wegenetz
Aasee als Treffpunkt / Veranstaltungsort
Problemfeld Grillen
Ausbau der Nutzung
Verbesserung Infrastruktur
Verbesserung Gastronomie
Problemfeld Radfahren
Mehr Natur / Renaturierung
Mehr Sicherheit und Ordnung
Badesee
Erhalt des Status Quo
Mehr Sauberkeit
Bessere Wasserqualität
Wünsche für die zukünftige Entwicklung des Aasees
Synopse: Bürgerumfrage 2010 – E-Mails / Postkarten
- Anteil an Nennungen insgesamt -
(-.)%.,/0.)%11
n = 680
13,5%
13%
9,8%
9,7%
9,2%
8,1%
5,7%
4,8%
3,5%
3,4%
2,6%
2,5%
2,4%
2,4%
2%
1,3%
0,9%
0,9%
0,8%
3,6%
3,2%
9%
10,9%
4,6%
9,1%
2,9%
12,2%
1,5%
3,8%
1,5%
9,3%
3,1%
1,9%
7,2%
4,6%
5,9%
1,3%
2,2%
1%
4,9%
Bürgerumfrage E-Mails / Postkarten
www.muenster.de/stadt/stadtplanung 61-1-1, 22.03.2011
Anlage 1b zu V/0304/2011:
Leitbild und Nutzungskonzept Aasee
Übersicht der Meldungen, die per elektronischer Poskarten / E-Mails
oder postlischer Postkarte im Sommer 2010 eingegangen sind.
Stand der Übertragungen: 30.08.2010
Thema dafür dagegen Gesamtmeldungen
Allgem. Reglementierungen und Kontrollen stärken 45 6 51
Einhaltung der Regeln/Schilder von Radfahrern 17 17
Radfahren auf den "innersten Wegen" 4 17 21
Radfahren auf den "äußeren Wegen" 10 10
Radfahren am ganzen See 11 1 12
Radfahren am ganzen See verbieten 13 3 16
Radfahren am ganzen See einschränken 6 1 7
Grillen allgemein freigeben 12 1 13
Grillen nur auf "Grillplätzen" 30 30
Grillen verbieten 10 2 12
"grillcontainer" für heiße Asche der Grills abieten 23 23
Grillanlagen vermieten 1 1
Grillen einschränken 7 7
Events auf den Aaseeterrassen verstärken 9 4 13
Events am Aasee verstärken 12 17 29
Events und Gastronomie am Aasee reglementieren 9 9
Fetenmeile entwickeln 9 9
Nachtruhe einhalten 3 3
Gastronomisches Angebot erweitern 9 40 49
Weitere Gebäude und touristische Angebote am
Aasee 3 40 43
"Biergarten" im Bereich Zoo / Planetarium (wie in
Müchen am chin. Turm 1 1
Kiosk/Sonnenstühle/Fitnessgeräte 3 3
Musik und Kleinkunstangebote 9 9
Sportliche Angebote ausdehnen 12 2 14
Sportliche Nutzung erhalten 2 2
Erschaffung einer Boulebahn 3 3
Scaten am ganzen Aasee 3 1 4
Trinkwasserspender für Sportler 5 5
Beleuchtung alter Aasee 2 2 4
Beleuchtung gesamter Aasee 9 6 15
Aasee-Rundweg asphaltieren 5 1 6
Aasee behinderten freundlicher gestalten 5 5
Beseitigung Schnee/ Eis im Winter 1 1
Alter Aasee Nutzung intensivieren 2 2 4
Neuer Aasee Nutzung extensivieren 7 7
naturnahe Erholung stärken 14 14
naturnahe Erholung erhalten 27 27
Grün im Bereich Aaseeterrassen (Palmen?) 2 2
Rasenfläche mehr wachsen lassen 4 4
Hunde frei laufen lassen 3 5 8
Hundefreilaufzonen erhalten 9 9
Hundeverbot 1 1 2
Hundeanleingebot überall 9 9
Hundeanleingebot in Teilbereichen 3 3
Aasee um den Zoo herum vergrößern 3 3
Aasee tiefer/umgraben zu Badesee 2 1 3
Bademöglichkeit am Aasee 23 3 26
Verbesserung der Wasserqualität 22 22
Anlegung eines Sandstrandes 7 7
Strandkorbvermietung 1 1
Bänke / Sitzmöglichkeiten ergänzen 8 1 9
Kinderspielangebot ausdehnen 7 2 9
Öffentliche Toiletten ergänzen/Sanitäre Anlagen 8 8
Müllkontainer / Entsorgung verbessern 38 1 39
"Kurtaxe" für nichtmünsteraner einrichten 1 1
Springbrunnen im See/Lichspiele 3 3
Drogenkonsum/Verkauf unterbinden 6 6
Aaseekugeln renovieren (wieder weiß machen…) 2 2
Schwimmbrücke gestalterisch aufwerten 4 4
Naturismus (Areal zum nacktwandern/joggen 1 1
Summe gesamt 511 169 680
Anlage 2 zu
Leitbild Aasee Münster
V/0304/2011
Am Ende eines breit angelegten Prozesses mit Anrain ergespräch, Bürgerbefragung
und Bürgerwerkstatt ergaben sich in der Expertenrun de am 04. November 2010 mit
großer Übereinstimmung folgende Leitsätze für die Weiterentwicklung des Aasees:
1. Das seit etwa 20 Jahren bestehende Konzept für d en Aasee mit einer
abgestuften Nutzungsintensität ausgehend von der St adtmitte und einer
parkartigen Nutzung abnehmend in Richtung Stauwurze l und offene Landschaft
wird im Grundsatz bestätigt. Eher sollten die jewei ligen Profile der Teilbereiche
noch geschärft werden. Dies bedeutet, es bleibt bei m überwiegend parkartig-
landschaftlichen Charakter des Sees. Vor allem die Maßnahmen zu Pflege und
Unterhalt sind geeignet, die Unterschiedlichkeit de r Teilbereiche hervorzuheben
und zu stützen.
2. Eine Stadt lebt von ihren spannungsreichen Gegen sätzen, in diesem Fall von
der Regsamkeit der baulich geprägten Altstadt und d er Ruhe von Wasser und
Grünflächen des Aasee-Bereiches. Dieser Kontrast sc hafft auf eine geradezu
typologische Weise lebendige Urbanität.
3. Der Aasee ist ein unverwechselbares Qualitätsmer kmal Münsters und vor allem
Entspannungsraum für die Bürger von Stadt und Regio n. Gäste sind sehr
willkommen, das Tourismusmarketing kann mit diesem P fund wuchern, ohne
dass allerdings durch überzogene Erschließungs- und Erholungsinfrastrukturen
der Charakter beeinträchtigt wird.
4. Im unmittelbaren See-Uferbereich werden keine we iteren Bauvorhaben
gewünscht. Darüber hinaus darf die hochattraktive L age nicht dazu führen, dass
in den angrenzenden Quartieren eine den vorhandenen Maßstab sprengende
Dichte und Höhe von Gebäuden die stadträumlichen Qu alitäten beeinträchtigt.
Sicht- und Blickachsen von innen nach außen und umge kehrt müssen erhalten
bleiben.
5. Aa und Aasee sind als ökologisches Gesamtsystem zu sehen. D.h. die
Verbesserung der Wasserqualität erfolgt schrittweise und wird auch Gegenstand
der im Landschaftsplan verfolgten Zielsetzungen sein . Maßnahmen zur
Verhinderung von Einträgen aus den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen
müssen auch über das Stadtgebiet von Münster hinaus in interkommunaler
Zusammenarbeit umgesetzt werden.
6. Die vorhandenen Konzepte zur weiteren Vernetzung des Aasee-Grünzuges mit
dem Landschaftspark Mecklenbeck, den Stadtteilen Me cklenbeck und
Gievenbeck müssen weiter verfolgt werden.
7. Die öffentliche Zugänglichkeit aller Bereiche um den Aasee hat Vorrang vor
einzelnen Nutzungsansprüchen.
Nürnberg, 11.11.2010
/ De :24.05.11
Gerd Aufmkolk
Nutzungskonzept Aasee, Erläuterungen Anlage 3 zu V/0304/2011
Leitbild:
Im Rahmen der Werkstattgespräche wurde ein Leitbild entwickelt und vom Moderator Herrn Prof.
Aufmkolk formuliert. Das im Folgenden dargestellte Leitbild gibt die Inhalte wieder und stellt sie in
den Kontext der Fragestellungen des Antrages A-R/0027/2007
Landschaft, Ökologie und Stadtklima
- Der Aasee ist von einer abgestuften Nutzungsinten sität geprägt. Ausgehend von der Stadtmitte
mit einer parkartigen Nutzung nimmt die Intensität in Richtung Westen zur offenen Landschaft
ab. Die jeweiligen Profile der drei Teilbereiche so llen noch geschärft werden. Es soll auch zu-
künftig der überwiegend parkartig-landschaftliche C harakter des Sees erhalten bleiben. Durch
Maßnahmen bei Pflege und Unterhalt soll die Untersc hiedlichkeit der Teilbereiche hervorgeho-
ben und gestützt werden.
o Alter Aasee: parkartig-gärtnerischer Pflegestandar d, überwiegend Rasenflächen, gepflegte
Uferbereiche mit einzelnen Solitärbäumen, z.B. auch Trauerweiden.
o Neuer Aasee: parkartig-landschaftlicher Pflegestan dard, überwiegend Wiesenflächen,
Uferbereiche mit Schilfgürteln, weitgehend gehölzfreie Uferbereiche.
o Aarenaturierung: landschaftlich-naturnaher Pfleges tandard, überwiegend Extensivpflege,
ausgedehnte Schilf- und Gehölzflächen mit weitgehend natürlicher Entwicklung.
- Die vorhandenen Konzepte zur weiteren Vernetzung des Aasee-Grünzuges mit dem Mecklen-
becker Sportpark sowie den Ortsteilen Mecklenbeck u nd Gievenbeck müssen weiter verfolgt
werden.
- Der See und die ihn speisenden Flüsse Aa, Gievenb ach und Meckelbach sind als ökologisches
Gesamtsystem zu sehen. D.h., die Verbesserung der W asserqualität erfolgt schrittweise über
die im Sanierungskonzept Aasee 2005 (V/0287/2005), in der EG-Wasserrahmenrichtlinie, Land-
schaftsplan und weiteren überregionalen Planungsebe nen festzulegende Maßnahmen. Ziel ist
die Verhinderung von Einträgen aus den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und die
ökologische Verbesserung der Fließgewässer im Oberl auf, beides auch über das Stadtgebiet
von Münster hinaus in interkommunaler Zusammenarbeit.
- Der See hat auch zukünftig seine Funktionen zur R egenrückhaltung und damit als Überflu-
tungsschutz für die Innenstadt zu erfüllen.
- Der See und seine umgebende Landschaft sind als w ichtiger Lebensraum für Tiere und Pflan-
zen und als entsprechendes Ökosystem zu erhalten.
- Der Grünzug ist eine wichtige Schneise zur Versorgung der Innenstadt mit Frischluft.
Stadtgefüge, Stadtstruktur und Stadtbild
- Im unmittelbaren See-Uferbereich sollen keine wei teren Bauvorhaben realisiert werden. Dar-
über hinaus darf die hochattraktive Lage nicht dazu führen, dass in den angrenzenden Quartie-
ren eine den vorhandenen Maßstab sprengende Dichte und Höhe von Gebäuden die stadt-
räumlichen Qualitäten beeinträchtigt. Sicht- und Bl ickachsen von innen nach außen und umge-
kehrt müssen erhalten bleiben.
- Eine Stadt lebt von ihren spannungsreichen Gegens ätzen, in diesem Fall von der Regsamkeit
der baulich geprägten Altstadt und der Ruhe von Was ser und Grünflächen des Aasee-
Bereiches. Dieser Kontrast schafft auf eine geradez u typologische Weise lebendige Urbanität
und soll auch zukünftig ablesbar bleiben.
- Die öffentliche Zugänglichkeit aller Bereiche um den Aasee hat Vorrang vor einzelnen Nut-
zungsansprüchen
- Die Ufervegetation und der Gehölzbestand entlang des alten und neuen Aasees sind so zu
entwickeln, dass Blickbeziehungen vom und zum Wasser gewährleistet bleiben.
- 2 -
- Im Umfeld des Aasee soll der §13 der Altstadtsatz ung gelten. Danach sind Werbeanlagen aus-
geschlossen. Gleiches soll für die vom Aaseeumfeld wahrnehmbaren privaten Grundstücksbe-
reiche gelten.
Funktion und Aufgaben der Stadtgesellschaft (Freizeit, Erholung, Sport)
- Der Aasee ist ein unverwechselbares Qualitätsmerk mal Münsters und vor allem Entspannungs-
raum für die Bürger von Stadt und Region. Gäste sin d sehr willkommen, das Tourismusmarke-
ting kann mit diesem Pfund wuchern, ohne dass aller dings durch überzogene Erschließungs-
und Erholungsinfrastrukturen der Charakter beeinträchtigt wird.
Übersicht der Nutzungsarten
Nutzung des Gewässers:
- Sportsegeln: Zwei Vereine, Segelhäfen und Clubheime, ca. 20 Regattatage / Jahr
- Segelschule und Bootsverleih
- „Segeln für Alle“: Segelsport ohne Vereinsbindung, Segelkammer
- Ruderregatta: 2.000 m-Strecke, Sattelplatz mit zw ei Anlegern, Bahnmarkierung „Albano“-
System
- Hochschulrudersport: Anleger und Bootslager an Päd. Hochschule
- Wasserbus „Prof. Landois“ oder gepl. Nachfolgeschiff : Linienverkehr zum Zoo,
- Angelsport (Verein Frühauf)
Nutzung der öffentlichen Grünflächen:
- Spazieren gehen, Wandern, Joggen, Walken
- Radfahren (in den Randbereichen)
- Zwei Kinderspielflächen
- Fünf Regenschutzhütten
- Treffpunkt für Jugend und Studenten, besonders am Aasee-Vorplatz
- Drachen steigen lassen
- Ausruhen und Sonnenbaden auf dem Rasen
- Grillen
- Standort für Kunstobjekte, Ausstellungshalle Wewerkapavillon
- Veranstaltungsfläche für Zelttheater etc.
- Seebühne für hochwertige öffentliche Veranstaltungen
- Freiluftveranstaltungen: ca. 10 Veranstaltungen / Jahr, darunter auch Massenveranstaltungen
wie die Montgolfiade oder die Aaseerenaden
Nutzung der Randbereiche:
- Zoologischer Garten
- Landesmuseum für Naturkunde mit Planetarium
- Volkskundliches Museum „Mühlenhof“
- Sportpark Sentruper Höhe
- Reithalle RV St. Georg Münster incl. Reitwegenetz (bei „Haus Kump“)
- Öffentliche WC-Anlagen
- Diverse öffentliche Stellplatzanlagen
- 3 -
Erläuterungen zum Nutzungskonzept / `Masterplan Aasee´:
Entsprechend des Beschlusses zur Vorlage V/0023/201 0 wurde die Verwaltung beauftragt, ver-
schiedene Wirkungsfelder zu bearbeiten. Dabei sollt en unterschiedliche Nutzungsinteressen defi-
niert und der Rahmen zur Steuerung der zukünftigen Entwicklung festgelegt werden. Die im Fol-
genden aufgeführten Themenbereiche wurden im Rahmen der Werkstattgespräche und sonstiger
Abstimmungen erarbeitet und behandelt. Einzelne Asp ekte der Aufstellung sind den Anregungen
und Hinweisen der Schreiben von Bürgern und institutionellen Anliegern entnommen.
Das Nutzungskonzept wurde, basierend auf dem Leitbild, in zwölf Themenbereichen entwickelt.
1. Wege
Die Wegeausstattung im Umfeld des Aasees ist insgesamt auskömmlich. Es soll keine Verände-
rungen der Wegeverläufe geben. Ergänzende Wegeführu ngen – insbesondere auch für unter-
schiedliche Nutzergruppen- werden aus räumlichen un d gestalterischen Gründen nicht herge-
stellt.
Die unteren Wege
bleiben generell als Fußwege ausgewiesen. Zur bess eren Identifikation der
Nutzungen / Funktionen sind diese dann grundsätzlic h in wassergebundener Wegedecke herzu-
stellen. Ausnahmen nur dort, wo Topografie und Nutz ungsdruck dieses nicht erlauben. Heute
bituminierte Wegeabschnitte im direkten Uferbereich sollen im Sanierungsfall in wassergebunde-
ne Wegedecken oder sandfarbene Gussasphalt-Einstreu decken umgebaut werden. Bei Sanie-
rungen der Wege im Bereich „Neuer Aasee“ soll geprüft werden, ob eine Wegeverlagerung mög-
lich ist, um Ufersaumgesellschaften am Gewässerrand ansiedeln zu können.
Radwegeverbindung bestehen an beiden Seiten des Sees. An der Südseit e verläuft sie über die
Bismarckallee und die Mecklenbecker Straße.
Auf der Nordseite des Sees werden die Radfahrer übe r die Annette-Allee bis zum Kardinal-von-
Galen-Ring geführt. Zwischen dem Ring und dem Theo- Breider-Weg werden die Radfahrer zwi-
schen dem Mühlenhof und dem Sportpark Sentruper Höh e geführt. Ergänzend wird entlang des
Spielplatzes bis zur „Ballonwiese“ der Weg zusätzli ch für Radfahrer freigegeben. Dieser Bogen
ermöglicht Radfahrern in diesem Teilbereich den Blickkontakt zum See und zum Spielplatz.
Die Erlebbarkeit der Aa
durch Blickbeziehungen und ggf. Aussichtspunkte so ll an der Mecklenbe-
cker Straße, im Bereich der Aa-Renaturierung, aufge wertet werden. Dafür sind punktuell Sicht-
schneisen in den Gehölzbestand zu schneiden und dauerhaft frei zu halten.
Anlehnbalken für Fahrräder können ggf. im Bereich von Spielflächen aufgestell t werden. Es wer-
den jedoch keine befestigten Abstellmöglichkeiten f ür Fahrräder hergestellt. Im Übrigen können
seitlich der ausgewiesenen Radwege die Räder bei Be darf abgestellt werden, oder zu Fuß zu
beliebigen Punkten am See geschoben werden.
Die KIB
(Kommission zur Förderung der Inklusion von Mensch en mit Behinderung) hat einige
Anregungen zur barrierefreien Gestaltung im Umfeld des Aasees gegeben. Details wie Geländer,
Handläufe, Treppenstufen, sind entsprechen den grun dsätzlichen Anforderungen an Planungen
für Menschen mit Behinderung zu prüfen und ggf. sch rittweise anzupassen. Die Einzelpunkte
sollen in enger Abstimmung mit der KIB bzw. ihren Arbeitsgruppen umgesetzt werden.
Zwischen Sentruper Straße und Roxeler Straße soll eine öffentliche Wegeverbindung mit dem
Ziel der besseren Anbindung des Stadtteils Gievenbeck an den Aasee weiter entwickelt werden.
Der Landschaftspark Mecklenbeck soll durch naturnahe Strukturen und Wegebeziehunge n an
den Aasee angeschlossen werden. Schon bei der Planu ng der Meckelbach- und Aarenaturierung
sollen geeignete Wegetrassen, auch für eine Brücke, berücksichtigt werden.
- 4 -
2. Beleuchtung
Die Hauptwegeverbindungen für Radfahrer sind entlang der Bismarckallee / Mec klenbecker Stra-
ße durch die vorhandene Straßenbeleuchtung ausgeleuchtet.
Die Radverbindung über die Annette-Allee ist ausgel euchtet. Der Abschnitt vom Ring bis zum
beleuchteten Theo-Breider-Weg liegt derzeit im Dunk eln. Hier soll eine Beleuchtung im Sinne
eines Netzschlusses ergänzt werden. Gleiches gilt g gf. für den letzten Abschnitt von der Annette-
Allee bis zum Ring. So sollen das Wohngebiet Sentruper Höhe und die Sportanlage an die Innen-
stadt angebunden werden. Weitere Funktionsbeleuchtungen werden nicht vorgesehen.
Die Wege in Ufernähe und die Grünanlagen und Seebereiche werden grundsä tzlich nicht be-
leuchtet. Dieses entspricht auch dem Grundsatz, das s öffentliche Grünanlagen nicht ausgeleuch-
tet werden.
Am stadtnahen östlichen Seeende
, etwa zwischen Uferlos und Aasee-Bastion, könnte p unktuell
atmosphärisches Licht ergänzt werden. Zur genaueren Definition sollte eine gestalterische Bera-
tung aus dem Bereich Lichtplanung hinzugezogen werden.
3. Aufenthalt und Nutzung
Grillen: An drei besonders geeigneten Standorten, die beson ders gut durch Wege und Parkplätze
erschlossen sind, soll durch eine Verbesserung der Infrastruktur die Akzeptanz für das Grillen
gebündelt und gestärkt werden.
Diese Bereiche liegen:
- bei den Oldenburg Kugeln
- zwischen dem Wewerka-Pavillon und dem Aasee
- beim Segelclub Hansa, zwischen Modersohn-Brücke u nd der Slip-Anlage
an der Mecklenbe-
cker Straße.
Hier sollen verstärkt geeignete Müllbehälter , auch für heiße Asche , aufgestellt werden.
In diesen Angebotsbereichen soll das Grillen gebünd elt werden, damit sich in den übrigen Berei-
chen die Grillintensität auf ein für die Nachbarsch aft erträgliches Maß beschränkt. Verbotszonen
für das Grillen soll es derzeit nicht geben. Es sol l bis auf Weiteres versucht werden, durch gegen-
seitige Rücksichtnahme und Verständnis auf ordnungs rechtliche Festlegungen zu verzichten.
Sollte es dennoch verstärkt zu Konflikten kommen, i st in einem weiteren Arbeitsschritt darüber
nachzudenken, ob man in einigen Zonen restriktiv arbeitet und echte Verbote ausweist.
Gebaute Grillstationen sollen nicht eingerichtet werden. Zu Zeiten, in de nen sie nicht genutzt
werden, sind sie unansehnlich. Das Umfeld animiert nicht dazu, dass man dort seine Speisen
zubereitet.
Im naturnahen Bereich / Naturschutzbereich
der Aarenaturierung wird heute kaum gegrillt. Dort
soll es auch künftig kein Grillen geben. Dieses wir d auch durch den extensiven Pflegecharakter
als Mähwiese unterstützt.
- 5 -
4. Veranstaltungen
Der Themenkomplex Veranstaltungen hat im Gesamtkont ext einen sehr hohen Stellenwert. Ent-
sprechend wurde diesem Thema eine eigenständige Anl age gewidmet. Darin sind Art, Umfang
und Orte für mögliche Veranstaltungen genauer besch rieben. In dieser Aufstellung werden nur
die baulich-gestalterischen Auswirkungen dargestellt.
Allgemein ist festzuhalten:
• Bauliche Einrichtungen wie eine zusätzliche Seebüh ne, Decks, Forum, Freilufttheater oder
ähnliches soll es im Umfeld des Aasees nicht geben.
• Durch Veranstaltungen soll es zu keiner Einschränk ung der öffentlichen Nutzung kommen.
• Die zur Montgolfiade genutzten Flächen sind derzei t nicht befestigt. In der Vergangenheit kam
es witterungsbedingt gelegentlich zu Problemen mit der Standfestigkeit der Rasenflächen. Es
ist für diese Veranstaltung erforderlich, einen det aillierten Veranstaltungseinrichtungs- und Ab-
laufplan zu Grunde zu legen. Sollten die Probleme d amit nicht lösbar sein, ist es vorstellbar,
seitlich der Wege, in klar strukturierten Bereichen, eine Stabilisierung der Flächen mit Schotter-
rasen durchzuführen. So könnten dauerhaft witterung sunabhängigere Bedingungen geschaf-
fen werden.
• Für größere Veranstaltungen ist zu prüfen, ob ein Sicherheitskonzept aufgestellt werden muss.
Dieses gilt bei der Montgolfiade auch für den Berei ch Bismarckallee, da dort erhebliche Besu-
cherzahlen beobachtet werden.
• Alle vertraglichen Regelungen zu Veranstaltungen u nd Nutzungen müssen unter dem Vorbe-
halt abgeschlossen werden, dass sie aufgrund des Wa sserstandes im See (Hochwas-
ser/Niedrigwasser) und der Wasserqualität ggf. nich t immer durchführbar sind. Der Stadt dür-
fen hieraus keine Schadensersatzansprüche erwachsen.
• Aufgrund des langfristigen nicht kalkulierbaren Ab flussverhaltens der Aa (Klimawandel) und
der damit verbundenen möglichen Änderungen der Wehr steuerung sind keine langfristigen
Nutzungsverträge mit festen Wasserspiegelhöhen abzuschließen.
• Im Lageplan ist die Hochwasserlinie eingetragen, d amit die Thematik auch optisch präsent ist.
5. Gastronomie
Entsprechend des Leitbildes soll das gastronomische Angebot auf den öffentlichen Flächen am
Aasee insgesamt nicht weiter ausgebaut werden. Die Vorderkanten des Sees sollen öffentlich
bleiben. Daraus leiten sich folgende Aspekte ab:
• Eine bewirtschaftete Terrasse oder Pavillon in Ufe rnähe der Bismarckallee wird zu Gunsten
einer durchgängigen, öffentlich zugänglichen Grünverbindung abgelehnt
• Im Umfeld des Cafe Himmelreich soll es keinen Pont on mit gastronomischem Angebot geben
• Die Aasee-Bastion soll mit Ausnahme von kurzfristi gen Events, wie z.B. den Ruderregatten, für
die Öffentlichkeit frei gehalten werden
• Ein schwimmendes Café oder BBC-Donuts auf dem Wass er soll nicht vorgesehen werden
• Ein Biergarten, Eiscafé oder künstlicher Strand so ll auf öffentlichen Flächen nicht eingerichtet
werden
Wünschenswert wären jedoch eine gastronomische Aufw ertung am SC Hansa im Rahmen der
vorhandenen bewirtschafteten Flächen und ein öffent lich zugängliches gastronomisches Angebot
auf „Haus Kump“.
- 6 -
6. Parkraum und Verkehr
Insgesamt ist das Angebot an PKW-Stellplätzen im Um feld des Aasees ausreichend. Gelegent-
lich, besonders an den Wochenenden und zu Veranstal tungen, kommt es dennoch zu Engpäs-
sen. Eine Verbesserung der Beschilderung im Straßenraum ist zu überprüfen.
Besonders zu prüfen sind die Hinweise auf:
- die Stellplatzanlage auf dem alten Zoogelände
- das Parkhaus / den Parkplatz an der Georgskommende
- die öffentlichen Stellplätzen in der Tiefgarage an den Aasee-Terrassen
Bei größeren Veranstaltungen hat der Veranstalter e in Parkkonzept zu erstellen. Es ist zu prüfen,
ob ein Shuttle-Verkehr zu einer Entlastung führen k ann. Im Regelfall werden die Veranstalter fi-
nanziell jedoch nicht in der Lage sein, einen Shuttle-Verkehr bereitzustellen.
In den Straßen Bismarckallee und Annette-Allee soll en die bestehenden Parkregeln vom Grund-
satz erhalten bleiben.
Im Bereich Mensa / Cafe Uferlos ist es wünschenswert, die Parkplatz- und Fahrradabstellsituation
zu ordnen. Diese Aspekte können auf dem Grundstück des Studentenwerkes abgewickelt wer-
den. Eine Neuordnung über die Bismarckallee hinaus wird nicht verfolgt, da die Straße noch in
gutem Zustand ist und die Kosten von Seiten der Stadt Münster nicht zu erbringen sind.
Es wurde geprüft, ob entlang der Adenauer-Allee / G oldenen Brücke ein Haltepunkt für Reisebus-
se eingerichtet werden könnte. Im Ergebnis soll es für Reisebusse keine eigene Haltebucht in der
Bismarckallee geben. Die Busse sollen nach dem Auss teigen der Fahrgäste auf den nahe gele-
genen Hindenburgplatz weiter geleitet werden. Dort ist genügend Parkraum für Reisebusse vor-
handen.
An einem Konzept, das Fahrgastschiff Prof. Landois in den Linienbusverkehr zu integrieren wird
gearbeitet. Dabei wurde auch geprüft, ob eine zusät zliche Haltestelle beim Segelclub SC Hansa
an der Mecklenbecker Straße eingerichtet werden kan n. Dieses ist auf Grund der Fahrzeiten des
Schiffes derzeit nicht möglich. Derzeit ist die Run de vom Einstieg „Goldene Brücke“ über den
Mühlenhof- und den Zooanleger zurück zum Einstieg genau im Stundentakt zu bewerkstelligen.
Sämtliche Haltestellen des Fahrgastschiffes und das Fahrgastschiff selbst sollen so hergerichtet
werden, dass sie zukünftig barrierefrei nutzbar sin d. Nach derzeitiger Terminplanung soll das
neue Schiff zu Ostern 2012 barrierefrei in Betrieb genommen werden.
Die Bushaltestellen im Umfeld des Aasee sind bereit s im Haltestellenprogramm zur barrierefreien
Umgestaltung eingeplant. Mit einer Umsetzung ist im Jahr 2013 zu rechnen.
Eine zusätzliche Bushaltestelle für öffentliche Bus se im Bereich des Jugendgästehauses wird
nicht als erforderlich angesehen. Im Bereich Scharn horststraße ist eine Haltestelle vorhanden.
Die fußläufige Anbindung an das Jugendgästehaus ist auskömmlich.
- 7 -
7. Beschilderung und Information
Grundsätzlich soll mit dem Thema zurückhaltend umge gangen werden. Beschilderungen stören
den landschaftlichen Gesamteindruck und sind zudem pflegeintensiv, da vandalismusgefährdet.
- Wo erforderlich, sollen Hinweisschilder schlicht gehalten sein und über wichtige Ziele mit Ent-
fernungsangabe informieren. Keine animierten / digitalen Informationssysteme!
- Wenige Übersichtstafeln sollten im Umfeld von Sta ndorten mit bestehender Infrastruktur, z.B.
Bushaltestellen, angebracht bzw. baulich integriert werden.
- Die Anregungen der KIB zu Wegeleitsystemen, takti le und kontrastreiche Übersichten, werden
gesondert diskutiert. Grundsätzlich soll die Parkan lage aber eine barrierefreie Zugänglichkeit
ermöglichen. Die Gestaltungsmittel müssen sich aber dem landschaftlichen Gesamteindruck
der Anlage anpassen.
- Weiterführende Informationen, z.B. zu Naturerlebn is, kulturhistorische Informationen etc. könn-
ten über Handy-Barcodes im Internet abrufbar sein.
- Grundsätzlich ist eine „Positiv-Beschilderung“ anzustreben. Hier ist Grillen von – bis- erlaubt
klingt besser als ein Verbot.
- Das Thema Standortinformationssystem im Notfall k ann nur gesamtstädtisch gelöst werden.
Es wird keine „Insellösung“ für den Aasee geben.
8. Marketing
Der Aasee wird als Bestandteil der Stadt Münster an gesehen und in diesem Rahmen auch zu-
rückhaltend beworben. Eine intensive Bewerbung oder Markenbildung mit Logo, wie z.B. beim
Thema Sylt, soll es nicht geben. Zudem sollen auch private Drittwerber keine städtische Unter-
stützung erhalten.
Für Werbung im Umfeld des Aasee sollen die gleichen Maßstäbe wie für die Altstadtsatzung, §13,
gelten. Damit kann Werbung auf und am Rand der Fläc hen allenfalls zurückhaltend und in be-
gründeten Ausnahmefällen erfolgen.
9. Sport
Der Stadtsportbund hatte für sich im Rahmen des Prozesses ein Leitziel ausgegeben:
„Den Naherholungsraum Aasee für die Münsteraner Stadtgesellschaft als Erholungs- und Veran-
staltungsraum für den Freizeit-, Breiten- und Leist ungssport im Rahmen eines abgestimmten
Konzeptes nutzen und als Naturraum erhalten.“
Entsprechend dieses Leitsatzes ordnen sich die sportlichen Aktivitäten ein. Die bestehende sport-
liche und zum Bild des Aasee gehörende Nutzungsinte nsität soll demnach erhalten bleiben. All-
gemeiner Veränderungsbedarf wird nicht gesehen.
Besondere Ausstattungselemente für einzelne Sportle rgruppen wie Kilometrierungen, Messpunk-
te, Wasserspender oder auch sonstige Einrichtungen für Jogger werden nicht eingerichtet.
10. Hunde
Der derzeit gebräuchliche Umgang mit der Hundeleine soll fortgeführt werden. Im Bereich des
alten Aasee werden die Hunde angeleint. In den übri gen Bereichen werden Hunde frei laufen
gelassen. Eine Beschilderung soll es nicht geben.
Tütenspender (Dogstations) für Hundehaufen befinden sich in anderen Parkanlagen in Münster in
der Erprobungsphase. Die dort gemachten Erfahrungen sollen als Grundlage dienen, um zu ent-
scheiden, ob auch am Aasee zu einem späteren Zeitpu nkt ggf. ein Angebot an Tütenspendern im
Bereich der wichtigsten Zugänge bereitgehalten werden soll.
- 8 -
11. Regelungsbedarf
Der Charme des Aasee besteht auch darin, dass er Fr eiraum für spontane Aktivitäten ohne be-
sonderen Regelungsbedarf bietet. Seine bürgerschaft liche Nutzung soll nach Möglichkeit nicht
durch eine Vielzahl festgeschriebener Regeln eingee ngt werden. Es soll auch keine Parkranger
geben, die die Einhaltung von Regeln durch ständige Präsenz einfordern.
Wünschenswert sind hingegen so genannte „Kümmerer“ wie es sie in Freiburg gibt. Ihre Tätigkeit
sollte auf privatem Engagement basieren. Es soll ve rsucht werden, z.B. mit dem AStA unter den
Studierenden, Menschen für diese Aufgaben zu gewinn en. Zudem wird auf das Regelement von
gegenseitiger Rücksichtnahme und Sozialkontrolle ge setzt. Das Ordnungsamt soll die ordnungs-
rechtliche Hoheit behalten.
12. Verschiedenes
Die hier zusammengefassten Themen sind aus Einzelvo rschlägen entnommen und lassen sich
nicht in eine der oben aufgeführten Themenbereiche zusammenfassen.
Fontäne:
Für eine aussagekräftige Fontäne wie in Genf oder a uf der Alster in Hamburg werden leistungs-
starke Pumpen benötigt. Diese saugen auch Feinschlä mme aus den unteren Schichten des fla-
chen Aasees an und versprühen dies großflächig in d er Luft. Aus hygienischen Gründen ist eine
Fontäne daher abzulehnen. Segel- und Rudersportler lehnen eine Fontäne zudem ab, da sie das
nutzbare Gewässer verkleinert und die sportliche Nutzung strukturell behindert.
Feuerwerke:
Nur im Einzelfall sollen Feuerwerke am Aasee stattf inden. Sie müssen in Verbindung zu Veran-
staltungen stehen, die Aaseebezug haben und im öffe ntlichen Interesse liegen. Eine Genehmi-
gung ist im Einzelfall einzuholen. Es soll keine fe ste Plattform im See installiert werden und für
private Veranstaltungen auch keine Genehmigungen erteilt werden.
Während der Öffnungszeiten soll zukünftig auch auf Haus Kump eine Toilette öffentlich nutzbar
sein.
Im Umfeld der Torminbrücke / Wewerka - Pavillon wär e die Ergänzung einer öffentlichen Toilette
sinnvoll. Hier soll geprüft werden, ob evtl. über d ie Wall-AG eine zusätzliche Einrichtung ergänzt
werden kann.
Tretbootverkehr bis zur Schlossgräfte:
Eine Beschiffbarkeit der Schlossgräfte ist auf Grun d der Höhenlage nicht möglich. Der Wasser-
spiegel des Aasee liegt ca. bei 54,00 MüNN und der Wasserspiegel der Gräfte ca. bei 56,80
MüNN. Der Aakanal ist auf Grund der neuen Schwimmbr ücke vor der Goldenen Brücke zudem
nicht befahrbar.
Ökologische Verbesserungen im Gewässerverlauf der Aa:
In der Umsetzung befindet sich der Organismenaufsti eg am Wehr Badestraße. In der Planung
befindet sich die Umgestaltung der vom Aasee bis zu r Sentruper Straße mit dem Ziel einer ökolo-
gischen Verbesserung. Beide Maßnahmen sollen in der öffentlichen Darstellung mit dem Master-
plan Aasee verbunden werden.
Ökologische Durchgängigkeit vom Gievenbach und Carnisiusgraben:
Beide Seitengewässer sind derzeit durch längere Ver rohrungen in ihrer Durchgängigkeit gestört.
Es sollen keine Maßnahmen erfolgen, die langfristig einer Freilegung zuwider laufen.
Stand: 08.06.2011
Anlage 8 zu V/0304/2011:
Handlungsgrundlage „Veranstaltungen am Aasee“
Gegenstand der Regelung:
Gegenstand der hier zu treffenden Regelungen sind V eranstaltungen, für die eine geson-
derte Infrastruktur errichtet wird oder auch Teilbereiche des öffentlichen Raums abgesperrt
werden. Die Art und Weise der Maßnahmen können höch st unterschiedlich sein. In der
Regel werden bei derartigen Veranstaltungen auch We rbemaßnahmen (wie z. B. Plakate,
Flyer, Anzeigenschaltungen in Zeitungen und Zeitsch riften, Radiospots, Hinweise im Inter-
net) erfolgen.
„Grundsätzliches“ zu Veranstaltungen am Aasee:
Die bisher schon hohe Anzahl von Veranstaltungen st ößt an Kapazitätsgrenzen. Vor die-
sem Hintergrund sollte die Quantität der Veranstalt ungen nicht wesentlich ausgedehnt
werden. Bei Veranstaltungen auf den Grünflächen sin d die Belastungen teilweise erheb-
lich und erfordern abhängig von den jeweiligen Bedi ngungen unter Umständen umfangrei-
che Reparatur- und Regenerationszeiten. Hieraus erg eben sich Einschränkungen für Ver-
anstaltungen auf Grünflächen.
Bei allen Veranstaltungen und sonstigen Genehmigung en ist zu berücksichtigen, dass die
Aa und der Aasee ein natürliches Gewässer mit Regenrückhaltefunktionen ist. Risiken, die
sich aus schwankenden Wasserständen oder unzureiche nder Wasserqualität ergeben,
sind von den Veranstaltern zu tragen.
Durch Veranstaltungen soll es zu keiner Einschränkung der öffentlichen Nutzung kommen.
Insofern sollten Einzäunungen für Veranstaltungen m it der Erhebung von Eintrittsgeldern
nur in besonderen Einzelfällen und dann generell nur kleinräumig erfolgen.
Folgende Kriterien können dazu dienen, zu prüfen, o b die Durchführung einer Veranstal-
tung am Aasee bejaht werden soll
• Affinität der Veranstaltung zum Standort Aasee
• gewisse traditionelle Verankerung von bereits eing espielten Veranstaltungen
• ausreichende Kapazität der räumlichen Ressourcen u nd deren Regenerierbarkeit
• stadtzentrale Bedeutung der Veranstaltung
• überwiegend öffentlicher Charakter bzw. öffentlich es Interesse an der Veranstal-
tung
• hoher Anspruch an das künstlerisch-kulturelle Nive au
• gestalterische Anforderungen an Equipment, Stände und Buden
Mögliche Veranstaltungsorte:
Es sind verschiedene Bereiche im Umfeld des Aasees für Veranstaltungen geeignet. Die
Nutzungen und Anforderungen an die Standorte sind unterschiedlich:
1. Aasee-Terrassen mit Seebühne
Auf Grund der vorhandenen Infrastruktur liegt hier der Veranstaltungsschwerpunkt. Die
Veranstaltungen hier sollen einen hohen gestalteris chen Anspruch erfüllen und grund-
sätzlich frei zugänglich sein.
2. Zirkuswiese am Wewerka-Pavillon
Veranstaltungsfläche für kleinere Veranstaltungen. Sie steht auch für Veranstaltungen
zur Verfügung, die gegen Eintritt für die Öffentlic hkeit Angebote bieten, z.B. Familienzir-
kus, Puppentheater und ähnliche kulturelle Veranstaltungen.
3. Ballon- und Drachenwiese zwischen Mühlenhof und Zoogelände
Diese Fläche ist für Großveranstaltungen wie z. B. die Montgolfiade vorgesehen. Auf
Grund des naturnahen Zustandes können nur wenige Veranstaltungen im Jahresverlauf
stattfinden. Es sind die notwendigen Regenerationsz eiten für die Rasenflächen einzu-
halten. Zudem sind mögliche witterungsbedingte Einschränkungen hinzunehmen.
4. Aaseetreppen mit Kugeln von Claes Oldenburg
Wegen der zentralen Lage und der hohen allgemeinen Nutzungsdichte ist dieser Be-
reich nur für gelegentliche Events von hohem öffent lichem Charakter nutzbar, wobei
darauf zu achten ist, dass die Topographie und Ober fläche beizubehalten sind.
Veranstaltungen und Aktionen, die der Werbung oder der Information über unterschied-
lichste politische, wirtschaftliche, kulturelle oder soziale Sachverhalte dienen, sind somit
abzulehnen. Auch eine Einbettung dieser Veranstaltu ngen in kulturelles oder auch
sportliches Rahmen- bzw. Begleitprogramm, das für d ie Öffentlichkeit kostenfrei zu-
gänglich ist, führt nicht dazu, diese Veranstaltungen am Aasee durchführen zu können.
5. Wegeführungen rund um den See
Die Wegeführungen sind für Laufveranstaltungen geeignet.
6. Wasserfläche
Die Wasserfläche kann unter bestimmten Bedingungen für Veranstaltungen genutzt
werden (s. a. Verschiedene Veranstaltungsarten 1.1).
7. Boulefläche (Bastion)
Die Boulefläche ist nur in Ausnahmeflächen nutzbar .
Verschiedene Veranstaltungsarten:
1. Sportveranstaltungen
1.1 Wassersportveranstaltungen
Grundsätzlich sind auf dem Wasser nur Sportarten oh ne motorisierte Wasserfahr-
zeuge erlaubt. Zusätzlich ist Windsurfen ausdrücklich nicht gestattet. Die Kapazitäten
sind hier nahezu ausgereizt. Deshalb soll die Anzah l der bestehenden größeren
Sportveranstaltungen, die eng an diesen Standort ge bunden sind, insgesamt erhal-
ten bleiben. Eine Ausweitung wird jedoch nicht ange strebt, wohl aber eine Aufwer-
tung/Qualitätsverbesserung bestehender Veranstaltungen.
1.2 Laufveranstaltungen
1.2.1 Von Vereinen
Die traditionell bereits stattfindenden Laufveranstaltungen der Vereine sind auch wei-
terhin grundsätzlich erlaubt. Sofern möglich soll die bestehende Infrastruktur auf dem
Sportgelände Sportpark Sentruper Höhe genutzt werde n, so dass keine weitere Inf-
rastruktur im Bereich des Aasees erforderlich wird. Nach Möglichkeit ist auf Absper-
rungen zu verzichten. Eine Erweiterung ist nicht ge plant. Bei Wegfall einer Laufver-
anstaltung dieser Art könnte prinzipiell ein anderer Verein nachrücken.
1.2.2 Von Schulen
Schulische Laufveranstaltungen sollen grundsätzlich stattfinden können. Auch hier
sollte nach Möglichkeit die bestehende Infrastruktu r auf dem Sportgelände Sportpark
Sentruper Höhe genutzt werden, so dass keine weiter e Infrastruktur im Bereich des
Aasees erforderlich wird. Nach Möglichkeit ist auf Absperrungen zu verzichten.
1.2.3 Von Privatorganisationen, Privatpersonen oder Firmen
Veranstaltungen von Privatveranstaltern sind grunds ätzlich abzulehnen, es sei denn
sie werden so durchgeführt, dass sie nicht als Vera nstaltung im Sinne dieser Rege-
lung gelten, also z. B. keiner zusätzlichen Infrastruktur bedürfen.
1.3 sonstige Sportveranstaltungen
Die traditionell bereits stattfindenden Sportverans taltungen sind auch weiterhin
grundsätzlich erlaubt.
2. Kulturelle Veranstaltungen
2.2 Allgemein
Veranstaltungen können unter Beachtung der grundsät zlichen Vorgaben und Krite-
rien von jedem Veranstalter beantragt und durchgeführt werden.
Sofern für eine Veranstaltung ein Eintrittsgeld erh oben werden soll (Familienzirkus,
Puppentheater und ähnliche Veranstaltungen), kann d iese Veranstaltung nur auf der
Zirkuswiese am Wewerka-Pavillon durchgeführt werden.
Wird eine Veranstaltung von der Stadt Münster unter stützt, gelten die in Ziffer 2.4
genannten besonderen Regelungen für städtische Veranstaltungen.
2.3 Veranstalter GBV Südertor
Die Nutzung der Seebühne durch die GBV Südertor wir d durch einen gesonderten
Vertrag zwischen der Stadt Münster und GBV Südertor geregelt.
2.4 Veranstalter Stadt Münster
Von der Stadt durchgeführte Veranstaltungen können im begrenzten Umfang unter
Berücksichtigung der oben aufgeführten Kriterien du rchgeführt werden. Grundsätz-
lich wird kein Eintritt erhoben.
Bei größeren Veranstaltungen ist ein abgegrenzter S ponsorenbereich mit besonde-
ren Zugangsregelungen denkbar. Dabei ist die Durchg ängigkeit des Gesamtgelän-
des zu erhalten. In erster Linie wird diese Variant e für Veranstaltungen auf der See-
bühne in Verbindung mit den Aaseetreppen zutreffen.
3. Private und Firmen-Veranstaltungen
Private Veranstaltungen (siehe oben unter „Gegenstand der Regelung) wie z. B. Ju-
biläen sind nicht genehmigungsfähig.
4. Traditionelle Veranstaltungen und/oder Veranstal tungen von hoher Bedeutung
für die Stadt
Diese sind grundsätzlich genehmigungsfähig. Hierunt er fallen z. B. Veranstaltungen
wie
• Nikolausumzug und Fahrt über den Aasee
• Dreharbeiten
Entscheidungsverfahren:
Regelmäßige bzw. Standardveranstaltungen werden wie bisher durch die Antragskonfe-
renz bearbeitet und entschieden.
Einmalige bzw. neue, größere Veranstaltungen und Pr ojekte mit grundsätzlichen Frage-
stellungen werden auf Leitungsebene mit dem jeweili gen Dezernenten erörtert, im Aus-
nahmefall im VV.
Stand: 25.05.2011
...
Anlage 9 zu V/0304/2011 .
Nutzungskonzept Aasee,
Übersicht Einzelmaßnahmen mit Kostenvorschau
Die Aufgeführten Einzelmaßnahmen sind aus Ergebnissen des Verfahrens abgeleitet. Es können auch
Einzelpakete umgesetzt werden.
Maßnahmen am Ufer: Kurzfristig:
2012
Mittelfristig:
Summe
2013-2015
Langfristig:
Summe
Spätere Jahre
1. Ufervegetation im Bereich alter Aasee dem
Nutzungskonzept anpassen, d.h. Erlen -
Aufwuchs nachhaltig beseitigen und in Ein-
zelbereichen Schilfgürtel anlegen.
20.000,-
20.000,- 20.000,-
2. Ufervegetation im Bereich neuer Aasee dem
Nutzungskonzept anpassen, d.h. Erlen -
Aufwuchs nachhaltig beseitigen und in Ein-
zelbereichen Schilfgürtel anlegen.
15.000,-
15.000,- 10.000,-
3. Entlang der Mecklenbecker Straße im Über-
gang zur Aa-Renaturierung Sichtfelder ent-
wickeln und Ruheplätze schaffen.
20.000
35.000,- 55.000,- 30.000,-
Gesamtsumme Maßnahmen am Ufer: 120.000,€-
Ergänzend zu den oben aufgeführten investiven Maßnahmen werden jährlich 5.000,-€ benötigt, um
den Pflegestandard im Bereich alter Aasee dauerhaft an das Nutzungskonzept anzupassen.
Strukturelle Maßnahmen: Kurzfristig:
2012
Mittelfristig:
Summe
2013-2015
Langfristig:
Summe
Spätere Jahre
4. Herstellung der Wegeanbindung und des
Grünzuges in Richtung Mecklenbeck.
215.000,-
5. Herstellung eines den Geh-/Radweg und
Reitweg begleitender Grünstreifen an der
Wegeverbindung nach Mecklenbeck.
135.000,-
350.000,- ,-
Gesamtsumme Strukturelle Maßnahmen: 350.000,-€
- 2 -
Maßnahme zur Infrastruktur : Kurzfristig:
2012
Mittelfristig:
Summe
2013-2015
Langfristig:
Summe
Spätere Jahre
6. Bootsanleger an den Aaseeterrassen und
am Mühlenhof den Erfordernissen des neu-
en Bootes und dem Anspruch der Barriere-
freiheit anpassen. (Fertigstellung für Ostern
2012 erforderlich, da dann das Schiff in
Dienst gestellt werden soll.)
165.000,-
7. Leuchten zwischen Mühlenhof und Annette-
Allee ergänzen, um Netzschluss zu errei-
chen. Gesamtwegelänge ca. 700 m
155.000,-.
8. Abfallsammlung: Behälter für die Entsorgung
von heißer Asche und evtl. größere Müllbe-
hälter an Schwerpunktstandorten (3 bis 5
Standorte) erarbeiten und entsprechende
Gebinde anschaffen
Ca. 50.000 ,-
9. Bankstandorte mit der Zielsetzung „Lücken-
schluss“ um insgesamt ca. 15 Bänke ergän-
zen. Zielsetzung: Maximaler Bankabstand im
Bereich alter und neuer Aasee ca. 100m am
unteren Rundweg.
20.000,-
10. Optimierung der Ballonwiese durch Schotter-
rasenbefestigungen in einzelnen Wegerand-
bereichen. z.B. auf 400 m Wegelänge um
3 m Randstreifen = 1200m²
45.000,-
11. Anpassung der Grünflächen an die Belange
der Barrierefreien Erschließung. Pauschaler
Ansatz für verschiedenste Maßnahmen.
45.000,- 30.000,-
12. Öffentliche Toilette im Umfeld Bushaltestelle
von-Galen-Ring über WALL-AG prüfen
ca. 150.000,-
13. Beschilderungskonzept: Große Übersichts-
pläne an vier Standorten, zurückhaltende
Wegweiser zu wichtigen Zielen an ausge-
suchten Wegekreuzungen
15.000,-
14. Optimierung der Beschilderung der Parkplät-
ze im Umfeld Aaseeterrassen
2.000,-
232.000,-€ 370.000,-€ 75.000,-€
Gesamtsumme Maßnahmen zur Infrastruktur: 677.000,-€
Stand: 20.05.2011
Anlage 10 zu V/0304/2011:
Nutzungskonzept Aasee,
Aufstellung der zu Grunde gelegten Anträge und Anfragen
Die Liste enthält eine Zusammenstellung der bei 67 bekannten Anträge und Anfragen zum
Aasee und seines Umfeldes.
In der Anlage sind sie in chronologischer Reihenfolge
beigefügt.
Antrags. Bzw.
Anregungs-Nr.
Datum
Antragsteller Inhalt / Thema
A-R/0016/2007
30.04.2007
Anfrage 2004
Bündnis 90 –
Grüne
Mensa /
Studentenwerk
Umfeldverbesserung
Neugestaltung Mensa-vorplatz am Aasee
AF-M 0018/2007
SPD Müllbehälterkonzept (Soll im Rahmen Nut-
zungskonzept beantwortet werden.)
A-R/0027/2007
29.08.2007
SPD Nutzungskonzept erarbeiten
A-W/0002/2008
03.01.2008
SPD und diver-
se Anfragen
Beleuchtung der oberen Rad- und Fußwege am
Aasee
A-W/0019/2010
01.06.2010
CDU-Antrag Meckelbach in Konzept einbeziehen
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Antrag Nr.: A-R/0016/2007
im Rat der Stadt Münster
Der Rat möge beschließen
1. Die Vorschläge des Studentenwerkes zur Entschärf ung der
verkehrlichen Situation vor der Mensa sowie zur funktionellen und
gestalterischen Aufwertung der Flächen an der Bismarckallee werden
grundsätzlich begrüßt.
2. Die Verwaltung wir gebeten, zusammen mit dem Stu dentenwerk und in
Abstimmung eine konkrete Vorentwurfsplanung zu erarbeiten und den zuständigen
Gremien zur Beratung vorzulegen. Dabei ist auf eine enge Abstimmung mit den
Anliegern der Bismarckallee (HWK …) und die Berücks ichtigung der Belange des
ÖPNV zu achten.
3. Zu berücksichtigen sind zudem folgende Maßgaben:
3.1. das Ufer des Aasees und der Fußweg entlang des Ufers sind von baulichen
Veränderungen freizuhalten und bleiben der öffentlichen Nutzung
uneingeschränkt vorbehalten.
3.2. Eine gastronomische Nutzung im Außenbereich muss entsprechend weit vom
Ufer entfernt bleiben. Sie darf zudem die Baumreihe entlang der Bismarck-Allee
nicht beeinträchtigen. Das Seeufer bleibt uneingeschränkt für die Öffentlichkeit.
3.3. Die Verkehrssituation auf der Bismarckallee ist zugunsten des Fahrrad- und des
Linienverkehrs der Stadtwerke zu verbessern. Die Einrichtung einer möglichst
breiten Fahrradstraße ist deshalb zu prüfen. Die Bushaltestelle vor der „Agora“
soll erhalten bleiben.
4. Um den Fahrrad-, Fussgänger- und Busverkehr mögl ichst weitgehend zu entflechten
und der Fahrradstraße den notwendigen Raum zu geben, sollen die Stellplätze für
Fahrräder auf den Flächen des Studentenwerkes (vor der „Agora“ und dem
„Uferlos“) konzentriert und soweit als möglich aus dem öffentlichen Straßenraum
entfernt werden. Die Stellplätze für PKW sind ebenfalls aus dem öffentlichen
Straßenraum zu entfernen. Die Absicht des Studentenwerkes, private Stellplätze
hinter das Gebäude zu verlagern, wird ausdrücklich begrüßt.
5. Der Rat erklärt sich bereit, sich an den städteb aulich/gestalterischen und
verkehrlichen Aufwendungen im öffentlichen Raum mit eigenen Mitteln angemessen
zu beteiligen.
Begründung: Erfolgt mündlich.
gez. Helga Bennink
gez. Wilhelm Breitenbach
gez. Manfred Kehr
gez. Christof Hoffmann
gez. Hery Klas
gez. Maria Klein-Schmeink
gez. Jutta Möllers
gez. Jörn Möltgen
gez. Carsten Peters
gez. Tim Rohleder
gez. Ilse Schleef
gez. Claudia Scholz
gez. Dr. Rita Stein-Redent
gez. Brigitte von Schoenebeck
Bündnis 90/Die Grünen/GAL
Ratsfraktion Münster
Bremer Str. 54
48155 Münster
Fon: 0251 / 8 99 58 10
Fax: 0251 / 8 99 58 15
gruene.ratsfraktion@muenster.de
www.gruene -muenster.de
Antrag
„Situation an der Bismarckallee
verkehrlich entschärfen – Gestaltung
aufwerten“
30.04.2007
Thorsten Kornblum 48161 Münster, Eupener Weg 14
03.01.2008
An die BV Münster-West
z.H. Frau Bezirksbürgermeisterin
Schelmenstiege 1-3
48161 Münster
Beleuchtung der oberen Radwege und Fußwege am Aasee
Die Bezirksvertretung Münster-West wolle beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
ein Beleuchtungskonzept für die oberen Radwege und ausgewählte Fußwege am Aasee,
die entlang des Sportparks Sentrup bis zur kleinen Brücke auf der Höhe der Parkplätze am
Bootshafen verlaufen, zu entwerfen.
Die BV-West empfiehlt der Verwaltung auch die am süd-östlichen Teil des neueren Aasees
verlaufenden Fußwege in ein solches Konzept mit einzubeziehen und dieses der BV-Mitte
zur Beschlussfassung vorzulegen.
Das Konzept soll die Sicherheit von Radfahrer und Fußgängern gewährleisten, ohne den
nächtlichen Naturraum Aasee durch Lichtimmissionen zu stören.
Begründung:
Insbesondere die oberen Rad- und Fußwege, angefangen im Waldstück entlang des Sportparks
Sentrup, werden insbesondere in den Morgen- und Abendstunden durch Radfahrer, Fußgänger
und Sportler stark frequentiert. Diese fahren bzw. laufen entweder direkt zum Sportpark oder
wollen aus bzw. in Richtung Mecklenbeck/Aaseestadt bzw. Sentrup. Die weiteren, reinen
Fußwege werden durch Fußgänger, Spaziergänger und Sporttreibende vielfältig genutzt.
Durch die vielen Waldstücke gelangt jedoch kaum Restlicht vom See oder dem Sportpark dort
hin, das Radfahrern und Anderen eine sichere Nutzung ermöglicht. Allein schon aus
Sicherheitsaspekten in jeglicher Hinsicht ist eine Beleuchtung notwendig.
Andererseits ist durch die Bewaldung aber eine künstliche Beleuchtung zumindest der oberen
Radwege möglich, ohne den Naturraum Aasee durch Lichtimmissionen zu stören, für andere
Wege ist dieses durch eine entsprechende Gestaltung der Leuchten möglich. Auch auf der
Innenstadtseite des Aasees sind die oberen Radwege ausreichend beleuchtet.
Ein entsprechendes Konzept sollte sich aber nicht allein auf den nord-westlichen Bereich des
neueren Aasees beschränken, es ist daher sinnvoll auch die BV-Mitte mit einzubeziehen. In
einem ersten Schritt ist aber das Konzept für den nord-westliche Teil umzusetzen.
Gez.: Kornblum, Seyfferth und Fraktion
CDU-Fraktion in der BV West
!"
#
$"
%%%$!"
#
$"
Münster, 01.06.2010
An die
Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Münster – West
Frau Elisabeth Westrup
Pantaleonplatz 7
48161 M ü n s t e r
Rahmenkonzept Aasee
Entwicklung zwischen Haus Kump, Dingbängerweg und Mecklenbecker Straße
Die BV West regt an, dass
1. das Aatal und Meckelbachtal rund um Haus Kump mit in das Leitbild Aasee einbezogen wird.
2. die Einbindung unter folgender Zielsetzung geschehen soll:
2.1. Der ökologisch hochwertige Landschaftsraum des west lichen Aaseebereiches rund um Aa und
Meckelbach, der einer Vielzahl von Tieren und Pflan zen Lebensraum bietet und durch eine
naturnahe Umgestaltung der Gewässer und Uferrandstr eifen aufgewertet werden soll, ist zu
schützen.
2.2. Die historischen Wölb-Äcker westlich von Haus Kump als Teil einer Jahrhunderte alten
bäuerlichen Kulturlandschaft sollen erhalten bleiben.
2.3. Eine neue naturverträgliche Wegeverbindung für Rad fahrer und Fußgänger zwischen Haus
Kump/ Reitanlage St. Georg und Landschaftspark Meck elbachtal/ Sportpark Egelshove wird
angelegt, um das Naherholungsgebiet Aasee mit dem L andschaftspark Meckelbachtal zu
verbinden.
2.4 Die endgültige Trasse des überregionalen Reitweges von Haus Kump bis zum Dingbängerweg
soll festgelegt werden.
3. die Verwaltung den Finanzbedarf ermittelt und darstellt.
4. Die BV-West wird an den weiteren Beratungen zum Rahmenkonzept Aasee beteiligt.
Begründung:
Eine Einbeziehung dieses Landschaftsbereichs zwis chen Haus Kump/ Reitanlage St. Georg und dem
Landschaftspark Meckelbachtal/ Sportpark Egelshove in den Landschafts- und Erholungspark Aasee
ist eine konsequente Fortsetzung des Aasee-Projekte s, das mit dem Bau des „alten“ Aasees (1925-
1934) begann, mit der Erweiterung (1972-1976) und d er Verlagerung des Zoos fortgeführt wurde und
mit der Schaffung einer naturnahen Fluss- und Auenl andschaft bis zu Haus Kump (1996) seinen
vorläufigen Abschluss fand.
Der Bereich gehört zum „Grünzug westliches Aatal“, liegt in der sich trichterförmig nach Westen
ausdehnenden Frischluftschneise Münsters, ist Teil des Landschaftsschutzgebietes 21 (Aaniederung
Hohenholte bis Mecklenbeck) und des Landschaftsplans 3 (Roxeler Riedel).
Diesem Landschaftsbereich kommt in mehrfacher Hinsicht eine Brückenfunktion zu:
- Mit der geplanten naturnahen Umgestaltung von Aa und Meckelbach (Vorlage V/0166/ 2008) lassen
sich die Tief- und Flachwasserbereiche des heutigen Aasees mit den Biotopen des Landschaftsparks
Meckelbachtal/Roxel vernetzen.
- Die Einbeziehung dieses Landschaftsbereiches erhö ht die Vielfalt der Parkgestaltung, da sie einen
Brückenschlag von modernen Freizeitnutzungen hin zu der historisch bedeutenden bäuerlichen
Kulturlandschaft rund um die 500 Jahre alte Hofanla ge Haus Kump (Speicher von 1594) mit seinen
charakteristischen Elementen der Münsterländer Park landschaft darstellt. Ziel des Antrages ist es
auch, die Terassenlandschaft rund um Haus Kump bis zur Sentruper Straße zu schützen und zu
erhalten.
- Mit dem vorgeschlagenen Lückenschluss zwischen Ha us Kump und dem Dingbängerweg findet der
Naherholungsbereich Aasee Anschluss an den westlich davon gelegenen Landschaftspark
Meckelbachtal / Roxel. Auf den Prüfauftrag zur Vorl age V/0166 aus April 2008 wird in diesem
Zusammenhang verwiesen. Die naturverträglichen Wege verbindung soll den Fußgänger- und
Radverkehr bündeln und naturnahe Entwicklungen in a nderen schützenswerten Bereichen fördern. Es
wird eine Wegeverbindung geschaffen, über die man s owohl den freien Landschaftsraum als auch die
Innenstadt von Münster erreichen kann. Vorhandene W egestrukturen sollen nach Möglichkeit
eingebunden werden.
- Auch unterschiedlichste Freizeitaktivitäten wie W andern, Joggen, Walken, Fahrradfahren und nicht
zuletzt Reiten werden hierdurch vernetzt. In der B V-West Sitzung vom 20.09.2007 wurde festgelegt,
dass der Reitweg entlang der Mecklenbecker Straße z unächst nur als Provisorium angelegt wird.
Endgültig soll der Reitweg mittelfristig abseits de r Mecklenbecker Straße angelegt werden. Die
Gastronomischen Angebote Mecklenbecks (Traditionsga ststätte Lohmann, Wackarena, ev. Haus
Kump) können in den Landschaftspark Aasee mit einbezogen werden.
Peter Wolfgarten
Andras van der Meulen
Elisabeth Westrup
Angela Stähler
Bernd Krekeler
Ingeborg Hißmann
Christian Hinzmann
Peter Hamann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (17)
- Bismarckallee
- Mecklenbecker Straße
- Annette-Allee
- Sentruper Straße 447a
- Bremer Straße 54
- Sattelplatz
- Theo-Breider-Weg
- Eupener Weg 14
- Dingbängerweg 370
- Kardinal-von-Galen-Ring
- Sentruper Höhe
- Roxeler Straße
- Georgskommende
- Schelmenstiege 1
- Badestraße
- Egelshove
- Asche
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0304/2011/1
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.07.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37