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A-M/0007/2026
Rücknahme der Anregungen an den Rat zur Umbenennung der Andreas-Hofer-Straße, der Manfred-von-Richthofen-Straße sowie der Ostmarkstraße
KI-Zusammenfassung
Die Bezirksvertretung Münster-Mitte zieht ihre Vorschläge zurück, drei Straßen im Stadtteil umzubenennen. In einem Antrag vom 9. März 2026 beantragt die Bezirksbürgermeisterin Tabea Borrmann, die Verfahren zur Umbenennung der Andreas-Hofer-Straße, der Manfred-von-Richthofen-Straße und der Ostmarkstraße nicht weiterzuverfolgen. Die Straßen waren 2023 aufgrund ihrer historischen Belastung (Verbindung zum Nationalsozialismus) zur Umbenennung vorgeschlagen worden – die Andreas-Hofer-Straße und Manfred-von-Richthofen-Straße im Antrag A-M/0002/2023, die Ostmarkstraße im Antrag A-M/0001/2023.
Die Rücknahme folgt auf einen Bürgerentscheid (eine direkte Abstimmung der Anwohner) vom 8. Februar 2026, bei dem die Bewohner des Stadtteils ihre Meinung kundtaten. Das Ergebnis habe gezeigt, dass zwar unterschiedliche Meinungen zum Umgang mit problematischen Straßennamen bestehen, aber eine breite gesellschaftliche Zustimmung für Umbenennungen in diesem Fall fehle. Die Auseinandersetzung mit historisch belasteten Straßennamen sei zwar ein wichtiger Teil der Erinnerungskultur, so die Begründung, aber Umbenennungen beträffen viele Menschen direkt – insbesondere Anwohner und Gewerbetreibende, die ihre Adressen ändern und neue Schilder erstellen müssten.
Die Bezirksvertretung (das Stadtteilparlament) möchte mit diesem Schritt die Diskussion versachlichen und den verschiedenen Perspektiven in der Stadtgesellschaft Rechnung tragen. Sie fordert den Rat der Stadt Münster auf, die bereits eingeleiteten Verfahren zur Umbenennung der drei Straßen zu stoppen.
Antrag A-M-0007-2026
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Münster, den 9. März.2026 Antrag der Bezirksbürgermeisterin der Bezirksvertretung Münster-Mitte Rücknahme der Anregungen an den Rat zur Umbenennung der Andreas-Hofer-Straße, der Manfred- von-Richthofen-Straße sowie der Ostmarkstraße Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen: 1. Die Bezirksvertretung Münster-Mitte nimmt ihre gegenüber dem Rat der Stadt Münster ausgesprochenen Anregungen zur Umbenennung der Andreas-Hofer- Straße sowie der Manfred von Richthofen-Straße, die im Antrag A-M/0002/2023 beschlossen wurden, zurück. 2. Ebenso wird die Anregung zur Umbenennung der Ostmarkstraße aus dem Antrag A- M/0001/2023 zurückgenommen. 3. Die Bezirksvertretung Münster-Mitte bittet den Rat der Stadt Münster, die entsprechenden Verfahren zur Umbenennung nicht weiter zu verfolgen. Begründung: Die Auseinandersetzung mit historischen Straßennamen ist ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen und reflektierten Erinnerungskultur einer Stadt. Gleichzeitig betreffen mögliche Umbenennungen viele Menschen unmittelbar, insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner sowie ansässige Gewerbetreibende. Der Bürgerentscheid vom 08.02.2026 in Münster Mitte hat gezeigt, dass Fragen zur Beibehaltung historisch belasteter, problematischer Straßennamen in der Bürgerschaft intensiv diskutiert werden und unterschiedliche Auffassungen mit deren Umgang bestehen. Das Ergebnis verdeutlicht aber auch, dass Straßenumbenennungen bei diesen betroffenen Straßennamen derzeit nicht auf eine breite gesellschaftliche Zustimmung der Münsteraner*innen stoßen und umfänglich unterstützt werden. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die in den Anträgen A-M/0001/2023 und A- M/0002/2023 formulierten Anregungen zur Umbenennung der genannten Straßen im Bezirk Mitte zurückzunehmen und dem Thema derzeit keinen weiteren politischen Entscheidungsdruck zu geben. Mit diesem Schritt möchte die Bezirksvertretung Münster-Mitte dazu beitragen, die Diskussion zu versachlichen und den unterschiedlichen Perspektiven innerhalb der Stadtgesellschaft Rechnung zu tragen. gez. Tabea Borrmann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- A-M/0007/2026
- Typ
- Antrag an die BV Mitte
- Datum
- 09.03.2026
- Erstellt
- 09.03.2026 11:18