V/0174/2014
Feststellung des Jahresabschlusses 2013 der Altenzentrum Klarastift gGmbH
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Beschlussvorlage
2447 Zeichen
V/0174/2014
DER OBERBÜRGERMEISTER
Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen
Betrifft
Feststellung des Jahresabschlusses 2013 der Altenzentrum Klarastift gGmbH
Beratungsfolge
06.03.2014 Stiftungskommission Vorberatung
02.04.2014 Hauptausschuss Vorberatung
02.04.2014 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Jahresabschluss der Altenzentrum Klarastift gGmbH zum 31.12.2013, der
a) in der Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 7.132.907,11 Euro
(einschließlich Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten
und sonstige betriebliche Erträge)
und einem Jahresfehlbetrag von 147.958,31 Euro
b) in der Bilanzsumme mit 3.681.529,21 Euro
abschließt, wird von der Stiftung Magdalenenhospital als alleiniger Gesellschafterin der
Altenzentrum Klarastift gGmbH festgestellt.
2. Der Jahresfehlbetrag wird als Bilanzverlust auf das Geschäftsjahr 2014 übertragen.
3. Der Lagebericht der Geschäftsführung für das Wirtschaftsjahr 2013 wird zur Kenntnis g e-
nommen.
4. Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Altenzentrum Klarastift gGmbH wird für
das Geschäftsjahr 2013 Entlastung erteilt.
II. Finanzielle Auswirkungen:
entfällt
Vorlagen-Nr.:
V/0174/2014
Auskunft erteilt:
Frau Westphal
Ruf:
492-5902
E-Mail:
Westphal@stadt-muenster.de
Datum:
19.02.2014
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0174/2014
Begründung:
Der Wirtschaftsprüfer, Herr Diplom -Kaufmann Martin Kossen aus Wildeshausen, hat dem Jahre s-
abschluss zum 31.12.2013 seinen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Danach en t-
spricht dieser den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze or d-
nungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Verm ö-
gens-, Finanz- und Ertragslage der Altenzentrum Klarastift gGmbH.
Das Amt für Finanze n und Beteiligungen und die Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen
Münster unterstützen den Vorschlag der Geschäftsführung und empfehlen dem Rat die Anna hme
des Beschlussvorschlages. Zusätzlich wird auf die als Anlage beigefügte Vorlage an den Au f-
sichtsrat der Altenzentrum Klarastift gGmbH verwiesen (Anlage 1).
gez.
Markus Lewe
Oberbürgermeister
Anlagen:
- Vorlage der Altenzentrum Klarastift gGmbH an den Aufsichtsrat (Anlage 1)
- Jahresabschluss 2013 der Altenzentrum Klarastift gGmbH (Anlage 2)
Anlage 1 - Vorlage Aufsichtsrat
6328 Zeichen
Vorlagenvordruck TOP 3) 2/14 Vorlage zur Aufsichtsratssitzung der Altenzentrum Klarastift gGmbH vom 06.03.2014 zu TOP 3) Entgegennahme und Beratung des Berichts über die Jahresabschlussprüfung mit seinen Be- standteilen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht Unter der Achtung der Ausführungen des Gesellschaftsvertrags der Altenzentrum Klarastift gGmbH ist es die Aufgabe des Aufsichtsrats, den Bericht der Jahresabschlussprüfung entgegen zu nehmen und zu prüfen. Im Weiteren erfolgt eine Empfehlung seitens des Aufsichtsrates gegenüber der Stiftung s- kommission der Stiftung Magdalenenhospital mit der Bitte um abschließende Beschlussfassung. Im Rahmen der Fortführung des Prüfungsauftrags erfolgte durch den Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Martin Kossen, Ahlhorner Straße 82 in 27793 Wildeshausen, die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. D e- zember 2013. Die Bestandteile Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht werden durch den Wirtschaft s- prüfer, Herrn Kossen, gegenüber dem Aufsichtsrat unter Einbindung der Geschäftsführungen, Herrn Lucas und Frau Boresch-Bogovic (Personalverantwortung), vorgestellt. Beschlussfassung Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Jahresabschlussprüfung vom 31.12.2013 entgegengenom- men und beraten. Der Aufsichtsrat schlägt der Gesellschafterversammlung vor: 1. Den vorgelegten Jahresabschluss der Altenzentrum Klarastift gGmbH zum 31.12.2013, der a) in der Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 7.132.907,11 € ohne Zuweisungen und Zuschüsse 6.816.310,52 € und einem Jahresfehlbetrag von 147.958,31 € b) in der Bilanzsumme mit 3.681.529,21 € abschließt, festzustellen. Der Fehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anlage 1 Begründung Die sich Ende des Wirtschaftsjahres 2012 abzeichnenden Schwankungen in der Belegung setzten sich, basierend auf einer erhöhten Mortalitätsrate, Anfang des Wirtschaftsjahres 2013 fort. Dieser Sachve r- halt führte in einigen Monaten des Wirtschaftsjahres zu einer Unterschreitung der pflegesatzrelevanten Kalkulationsgrundlage in Höhe von 98 %. Gleichzeitig führten die in diesem Zusamm enhang stehen- den erhöhten Neueinzüge zu einer Veränderung der Pflegestufenrelation innerhalb der Bewohne r- schaft. Der damit einhergehende Ertragsverlauf wurde entsprechend in den ersten Monaten negativ beeinflusst. Grundsätzlich gilt jedoch weiterhin, eine positive Nachfrage aus dem Stadtteil festzuste l- len. Wie bereits im Wirtschaftsjahr 2012 setzte sich die positive Entwicklung des Fachbereichs Casa Vitae zur Versorgung von Menschen in der Rehabilitationsphase F bzw. Menschen im Wachkoma positiv fort. Aufgrund der geringen Platzzahl gilt es zu berücksichtigen, dass es bei einem Au szug kurzfristig zu einer erhöhten Reduzierung der Durchschnittsbelegung kommt. Die bereits seit Jahren zu vernehmende angespannte Situation des Pflegekräftemarkts setzte sich au ch im Wirtschaftsjahr 2013 fort. Dieses führte anfänglich weiterhin zum Einsatz von Fremdarbeitsfirmen, einhergehend mit einem entsprechend höheren Personalaufwand als geplant. In diesem Zusamme n- hang wird derzeitig geprüft, wie weit auf Dauer ein Anteil vo n examinierten Kräften mit mehr als 60 % gehalten werden kann. Gleichzeitig befindet sich die Altenzentrum Klarastift gGmbH in unte r- schiedlichen Projekten der Personalförderung, um die unternehmensbezogene Attraktivität zu fördern. Insbesondere im Bere ich der klassischen stationären Pflege wurde zum Ende des Wirtschaftsjahres 2013 eine punktuelle Prüfung von Übergabezeiten durchgeführt, um anteilig eine Reduzierung des Stundenverbrauchs vorzunehmen. Ein Vergleich der Personalaufwendungen der Wirtschafts jahre 2012 / 2013 zeigt einen Anstieg von 4,5 % im klassischen pflegerischen Bereich und 3,6 % im Bereich der Casa Vitae auf. Maßgeblich für die Entwicklung des Jahresfehlbetrags ist der in den beiden letzten Wirtschaftsjahren angestoßene und fortgeführte Investitionsansatz sowie die vermehrten geplanten Instandhaltungsma ß- nahmen. Unter Berücksichtigung der durch das Pflegeentgelt gewonnenen Investitionskosten musste erstmalig eine negative Beeinflussung des Ergebnisses festgestellt werden. Dieses führte wiederum zu einem deutlichen strukturellen Defizit, welches sich durch ein zunehmendes Missverhältnis zwischen den an die Stiftung für die Nutzung der Gebäude zu zahlenden Mieten und den zur Refinanzierung zur Verfügung stehenden Erlösen aus dem Investitio nskostenanteil des Heimentgeltes führt. Im Weiteren ergibt sich dieser Sachverhalt aus der Berechnungssystematik des vom Landschaftsverband Westfalen- Lippe genehmigten Investkostensatzes. Während die sinkenden Zinsen in die Berechnung des Inves t- kostensatzes eingehen, bleibt der Bettenwertanteil, bestimmt durch den Landschaftsverband, ko nstant. Diesem konstanten Bettenwert stehen steigende Tilgungsanteile für Darlehen seitens der Stiftung g e- genüber. Dieses führte im Wirtschaftsjahr 2013 zu einem strukturelle n Defizit in Höhe von 148,0 TEURO und wird sich im Wirtschaftsjahr 2014 fortsetzen. Dieser Sachverhalt wird sich im Wir t- schaftsjahr 2015 aufgrund einer sich ergebenden Veränderung zwischen der Zins - und Tilgungsent- wicklung der Darlehen und der dem gegenüb er stehenden Investitionskostenfinanzierung umke hren. Es ist davon auszugehen, dass sich das strukturelle Defizit damit aufheben wird. Die Veränderung der Bilanzsumme führt zu einer Eigenkapitalveränderung in Höhe von 148,0 TE U- RO (Jahresfehlbetrag). Die Umsetzung weiterer Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen in H ö- he von 545.642,51 TEURO hat das Gesamtvermögen auf 2.320.422,60 € reduziert. Wie in den letzten Wirtschaftsjahren ist die Gesellschaft dem Gesichtspunkt der Vermeidung eines Investitions - und Sa- nierungsstaus nachgekommen. Die anstehenden Wirtschaftsjahre lassen derzeitig einen gleichbleibend hohen Instandhaltungs- und Investitionsansatz nicht erkennen. Hieraus resultierende positive Immobilienbewertung lässt sich durch die weiterhin hohe Investitions- quote in Höhe von 26,5 % begründen. Gleichzeitig stellt sich hiermit eine erhöhte Anlagenintensität von 37,90 % (Wirtschaftsjahr 2012 34,37 %) im Wirtschaftsjahr 2013 ein. Ebenso lässt ich ein red u- zierter Anlagenabnutzungsgrad durch die vorgenommenen Maßnahmen erkennen.
Anlage 2 - Jahresabschluss
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Jahresabschluss 2013 der Altenzentrum Klarastift gGmbH • Bilanz zum 31.12.2013 • Gewinn- und Verlustrechnung 01.01. – 31.12.2013 • Lagebericht der Geschäftsführung Anlage 2
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0174/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.02.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37