Mandari Insight

V/0207/2016

Stärkung des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe

Vorlagen 02.06.2016

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 28.09.2016, TOP 37

Anlage 2 - Antrag A-R/0074/2015 - Ehrenamt, SPD

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 - Antrag A-R/0061/2015 - Ehrenamt, CDU

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 - Antrag A-R/0074/2015 - Ehrenamt, SPD

2874 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0074/2015 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster 
Bahnhofstraße 9 
48143 Münster 
Tel. (0251) 45 314 
Fax (0251) 511 750 
www.spd-muenster.de 
 
FreiwilligenAgentur  
zur Koordinierung ehrenamtlicher 
Geflüchtetenhilfe stärken 
zur Verweisung in den ASSGVAf 
D
er Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
D
er Stiftung Siverdes/FreiwilligenAgentur werden für die Haushaltsjahre 2016 – 2019 96.000 € 
p.a. für zusätzliche Personalstellen zur Verfügung gestellt. 
Diese zusätzlichen Mittel werden dazu eingesetzt, die Personalausstattung zu verstärken, um die 
ehrenamtlichen Bemühungen von Bürgerinnen und Bürgern in der Geflüchtetenhilfe besser ko-
ordinieren zu können. 
Begründung: 
I
n Bürgerversammlungen und in persönlichen Gesprächen wird immer wieder deutlich, dass es 
Verbesserungspotential in der Koordination ehrenamtlichen Engagements zur Unterstützung 
der Sozialarbeit vor Ort in den Flüchtlingsunterkünften gibt. Auch die Sachspenden der Bürge-
rinnen und Bürger können nicht immer mit den individuellen Bedürfnissen vor Ort in Einklang 
gebracht werden. 
Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Engagement in der Flüchtlingsarbeit zukünftig besser zu 
koordinieren. Hierzu gehört insbesondere die Beratung und Begleitung von Flüchtlingsinitiativen 
und Einrichtungsträgern, eine Unterstützung beim Aufbau neuer Initiativen und Projekte, die 
Konzipierung und Organisation von Fortbildungen für Ehrenamtliche, das Coaching und die Or-
ganisationsentwicklung in Projekten und Initiativen, die Recherche und Akquise von Informatio-
nen für ein sinnvolles und effizientes Engagement, die Beratung interessierter Bürgerinnen und 
Bürger, die Organisation und Durchführung von "Runden Tischen" auf Stadtebene, die Presse- 
und Öffentlichkeitsarbeit z.B. durch Internet und Informationsveranstaltungen und die standort-
bezogene Vernetzung unter Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen in den Stadtteilen.  
… 
Durch die oben beschriebenen  Maßnahmen werden die Effizienz und auch die Vielfalt des An-
gebotes in der Flüchtlingshilfe um ein Vielfaches gesteigert. Durch die verbesserte Koordination 
können Synergieeffekte genutzt werden, die der Arbeit in den verschiedenen Stadtteilen zugute 
24.11.2015 
Anlage 2

2 
 
 
 
kommen wird. Politik und Verwaltung reagieren aktiv auf die vorhandene Problemlage. Diejeni- 
gen, die bei uns Schutz suchen, werden von dieser Maßnahme umfassend profitieren. 
 
 
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
Fraktion im Rat der Stadt Münster 
 
Dr. Michael Jung   Thomas Fastermann    Doris Feldmann  
Philipp Hagemann   Marius Herwig    Mathias Kersting 
Michael Kleyboldt   Marianne Koch   Katharina Köhnke 
Thomas Kollmann   Gaby Kubig-Steltig   Hedwig Lieke fedt 
Anne Schulze Wintzler  Petra Seyfferth   Ludger Steinm ann 
Julia Suuck    Beate Vilhjalmsson   Robert von Olberg  
Maria Winkel

Anlage 1 - Antrag A-R/0061/2015 - Ehrenamt, CDU

5099 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0061/2015 
A
NTRAG Münster, 29.09.2015 
MÜNSTER HILFT UND UNTERSTÜTZT 
EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT 
Der Rat möge beschließen: 
1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, dem Rat einen Vorschlag zu unterbreiten, wie die or-
ganisatorischen Strukturen den geänderten bzw. stark steigenden Anforderungen  des eh-
renamtlichen  Engagements bei der Flüchtlingshilfe Rechnung getragen werden kann.
2. D ie Einrichtung einer Flüchtlingskonferenz bei der Stadtverwaltung sowie eines entsprechen-
den Äquivalents zur Koordinierung der dezentralen ehrenamtlichen Flüchtlingshilfen.
3. D ie Stadtverwaltung berichtet den Ratsfraktionen kontinuierlich zur Entwicklung der Flücht-
lingsströme und dem Stand der Lösungen in Münster:
a. Wie entwickelt sich der Asylbewerberzugang in NRW und in Münster?
b. Auf welche Herkunftsländer verteilen sich die Asylbewerber in Münster?
c. Wie viele Flüchtlinge kommen zurzeit nach Münster?
d. Welche Landeseinrichtungen für Notunterkünfte gibt es in Münster mit welcher
Platzanzahl, welcher Belegung an welchen Orten?
e. Mit welcher Platzanzahl sind die einzelnen Flüchtlingsunterkünfte der Stadt Münster
belegt?
f. Wie ist der Status der einzelnen geplanten Flüchtlingsunterkünfte? Wann sind diese
bezugsreif? Welche Voraussetzungen fehlen noch für den Bezug?
Begründung 
Bei der Stadt Münster wurde im Jahre 1999 eine Koordinierungsstelle für Migration und interkultu-
relle Angelegenheiten eingerichtet. Aufgaben dieser Institution sind u. a. die Weiterentwicklung des 
Unterbringungskonzeptes für Flüchtlinge, die Kooperation mit den Migrantenselbstorganisationen so-
wie die Umsetzung des stadtweiten Migrationsleitbildes. Durch die Einrichtung der Koordinierungs-
stelle und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern ist es in Münster sehr gut 
gelungen, dass Menschen aus vielen Kulturen friedvoll miteinander leben, ihre Potentiale einbrin-
gen, ihre individuellen Chancen nutzen und am gesellschaftspolitischen Leben partizipieren können. 
Die seit einigen Monaten stetig steigende Zahl an Fl
 üchtlingen insbesondere aus den Balkanstaa-
ten, aus Afrika sowie Syrien stellt die Städte und Gemeinden, so auch die Stadt Münster, jedoch 
vor neue, bislang in diesem Ausmaß nicht gekannte Herausforderungen, die auch nach anderen 
Koordinierungsstrukturen verlangen. Die Kommunen mobilisieren z. Zt. alle Kräfte, um Flüchtlinge 
unterzubringen und zu versorgen. 
Anlage 1

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 . 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de 
 
 
Große Unterstützungen in ihrer Aufgabenwahrnehmung erhalten die Städte von den Wohlfahrtsver- 
bänden und vielen Freiwilligen, die sich insbesondere auch im humanitären Bereich der Flüchtlinge 
annehmen, ihnen das Einleben und die Orientierung vor Ort erleichtern und sie mit den lebens- 
notwendigen Dingen versorgen. Diese Hilfen sind nicht hoch genug zu bewerten und anzuerken- 
nen. Da nicht davon auszugehen ist, dass sich die Situation schnell entspannen wird, wird das 
ehrenamtliche Hilfesystem in dieser Intensität auch auf lange Dauer unverzichtbarer Bestandteil der 
Flüchtlingsarbeit sein. 
 
Leider ist es in den letzten Wochen immer häufiger zu Koordinierungsproblemen in den Aufnah- 
meeinrichtungen und Unterkünften insbesondere im Bereich der ehrenamtlichen Hilfen gekommen. 
Darüber hinaus wurde vielfach beklagt, dass die ehrenamtlichen Helfer sich allein gelassen fühlen. 
Eine Ursache hierfür ist offensichtlich, dass eine zentrale Stelle fehlt, in der alle Informationen 
zusammenlaufen und die die Hilfen der Wohlfahrtsverbände, der ehrenamtlichen Helfer sowie der 
städtischen Ämter miteinander ins Benehmen setzt und dafür Sorge trägt, dass Doppelstrukturen 
vermieden werden und Hilfen auch dort ankommen und zur Verfügung gestellt werden, wo sie 
tatsächlich benötigt werden. Die Homepage zur Flüchtlingshilfe sowie die telefonische Hotline 
scheinen hier nicht ausreichend zu sein. 
 
Die Informationen der Stadtverwaltung zu Fragen der Flüchtlingspolitik, vornehmlich über den inter- 
fraktionellen Arbeitskreis, sind gegenüber der Politik in der derzeitigen Lage nicht mehr ausrei- 
chend. Aus Sicht der CDU-Ratsfraktion ist es sinnvoll, hierzu kontinuierlich (wöchentlich) den 
Fraktionen oder dem Ältestenrat einen Lagebericht vorzulegen. 
 
Die CDU-Fraktion verspricht sich von der Implementierung der genannten Funktionen eine zielfüh- 
rendere und besser koordinierte Flüchtlingsarbeit in Münster und den Erhalt des sozialen Friedens 
sowie der Solidarität in der Stadt. 
 
gez. 
Stefan Weber 
Frank Baumann 
Horst Beitelhoff 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Olaf Bloch 
Peter Börgel 
Heinz-G. Buddenbäumer 
 
 
Olaf Dreßen 
Dr. Dietmar Erber  
Sven Gotthal 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Jens Christian Heinemann 
Bruno Kleine Borgmann 
 
 
Jan Leiße 
Stefan Leschniok 
Christel Loschelder 
Hans Neumann 
Andreas Nicklas 
Karin Reismann 
Josef Schliemann 
Angela Stähler 
Manfred Wenzel

Beschlussvorlage

18308 Zeichen

V/0207/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Sozialamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Stärkung des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
15.06.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit,  
 Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Vorberatung 
29.06.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
29.06.2016 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat stimmt folgenden Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe zu: 
 Anpassung der organisatorischen Strukturen in dem Themenfeld, 
 Einrichtung einer Steuerungsgruppe „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“, 
 regelmäßige Berichterstattung und 
 personelle Verstärkung der FreiwilligenAgentur. 
 
2. Die kommunale Stiftung Siverdes erhält von 2016 bis 2019 einen jährlichen Zuschuss in Höhe 
von 96.000 €, um die personelle Ausstattung der FreiwilligenAgentur zu verstärken (Bedarf in 
2016: 48.000 €). 
 
3. Die Anträge an den Rat A-R/0061/2015 „Münster hilft und unterstützt ehrenamtliches Engage-
ment“ und A-R/0074/2015 „FreiwilligenAgentur zur Koordinierung ehrenamtlicher Geflüchteten-
hilfe stärken“ sind damit erledigt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0207/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Schulte-Sienbeck 
Frau Woldt 
Herr Lembeck 
Ruf: 
492-5040 
E-Mail: 
Lembeck@stadt-muenster.de  
Datum: 
08.06.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0207/2016 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0502 Sicherung des 
Lebensunterhalts 
   
Zeile 15 Transferaufwendungen 2016 48.000 
 
   2017 ff. 96.000 
 
Die Verwaltung geht davon aus, dass die zusätzlichen Aufwendungen durch Umschichtungen in-
nerhalb der Mittel für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen und damit im 
Gesamthaushalt aufgefangen werden können. 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
1.1 Anträge 
 
Zum Thema liegen zwei Anträge an den Rat der Stadt Münster vor, der CDU-Fraktion „Münster hilft 
und unterstützt ehrenamtliches Engagement“ (A-R/0061/2015, Anlage 1) und der SPD-Fraktion 
„FreiwilligenAgentur zur Koordinierung ehrenamtlicher Geflüchtetenhilfe stärken“ (A-R/0074/2015, 
Anlage 2). Die wesentlichen Anliegen aus den Anträgen sind 
 eine Anpassung der organisatorischen Strukturen in dem Themenfeld, 
 die Einrichtung einer Flüchtlingskonferenz, 
 eine regelmäßige Berichterstattung und 
 die Verstärkung der Personalausstattung der FreiwilligenAgentur Münster. 
 
Anmerkung: 
Hinzu kommen einige Anregungen nach § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen 
(GO NRW), die sich ebenfalls mit Aspekten dieser Thematik beschäftigen. 
 
1.2 Vorbemerkungen 
 
Im Jahr 2015 wurden der Stadt Münster fast 3.000 Flüchtlinge zugewiesen. Parallel dazu stieg das 
Interesse der Bürgerinnen und Bürger, sich ehrenamtlich einzubringen und die Aufnahme und In-
tegration der Flüchtlinge zu unterstützen. Die dazu bestehenden organisatorischen Strukturen stießen 
angesichts der Vielzahl von Anfragen und Hilfsangeboten an ihre Grenzen. 
 
Das bürgerschaftliche Engagement stellt eine ganz wesentliche Ressource bei der Integration der 
Zufluchtsuchenden sowie der Akzeptanz der Flüchtlingseinrichtungen in den Stadtteilen dar. Es gilt 
daher, das Engagement der Bürgerinnen und Bürger gezielt zu stärken und zu unterstützen. Dies 
erfordert langfristig verlässliche Strukturen und hauptamtliche personelle Kapazitäten zur Koordinati-
on, Begleitung, Information, Vernetzung und Qualifizierung der Freiwilligen. 
 
Die FreiwilligenAgentur, das Sozialamt und das Kommunale Integrationszentrum stehen in engem 
Austausch miteinander und arbeiten gemeinsam an einer konzeptionellen Weiterentwicklung der 
Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit.

- 3 - 
V/0207/2016 
Insgesamt sollen die allgemeinen Themen zur Förderung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen 
Engagements in Münster im Rahmen einer noch zu formulierenden „Engagementstrategie Münster“ 
mit behandelt werden. Sie könnten damit Teil eines „Zukunftsprozesses Münster 20, 30, 50“ sein, in 
dem das Themenfeld der Flüchtlingshilfe positioniert sein wird. 
 
 
2. Umsetzung 
 
Die Anliegen der vorliegenden Ratsanträge wurden wie folgt aufgegriffen: 
 
2.1 Anpassung der organisatorischen Strukturen in dem Themenfeld 
 
Das Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit wird inzwischen mit unterschiedlichen Aufgaben und Schwer-
punkten von verschiedenen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung begleitet und unterstützt. Dies sind 
insbesondere die FreiwilligenAgentur der Stiftung Siverdes, das Sozialamt und das Kommunale Integ-
rationszentrum. 
 Die FreiwilligenAgentur Münster (FA) ist seit über 15 Jahren Kompetenzzentrum und Netzwerk-
knoten für alle Fragen rund um freiwilliges Engagement in Münster. Aufgaben sind Koordination, 
Vernetzung, Unterstützung, Beratung und Weiterbildung von Ehrenamt. Die FA tut dies träger-
übergreifend und in Kooperation mit einer Vielzahl von Partnern. Dabei bespielt die FA träger-
übergreifend alle Ehrenamtsfelder und damit auch das Feld „Ehrenamt für geflüchtete Menschen“.  
Auch die Fortbildungen in der FreiwilligenAkademie beziehen sich auf alle Ehrenamtsfelder. 
 Das Sozialamt ist für die Koordination des ehrenamtlichen Engagements innerhalb der Flücht-
lingseinrichtungen zuständig und hat dafür eine koordinierende Stelle in den Sozialen Diensten für 
Flüchtlinge eingerichtet. Diese ist Ansprechpartnerin für Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, 
die sich für und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Flüchtlingseinrichtungen engagieren 
wollen und stellt das Bindeglied zur Sozialarbeit vor Ort dar. 
 Das Kommunale Integrationszentrum (KI) organisiert seit Bestehen Fortbildungen im Bildungs-,  
Elementarbereich und der Erwachsenenbildung für neu Zugewanderte. Mit den Förderprogram-
men des Landes NRW 2015 konzipierte ebenfalls das KI in Kooperation mit der Gemeinnützigen 
Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V., den Integrationsagenturen und weiteren Qua-
lifizierung für ehrenamtlich Tätige im Bereich der Neuzugewanderten und kooperiert hier auch eng 
mit der FreiwilligenAgentur und FreiwilligenAkademie. Zudem konnte und kann das KI über die 
Förderprogramme des Landes NRW die Ehrenamtsinitiativen, Träger und weitere auch finanziell 
für die ehrenamtliche Arbeit fördern (vgl. Ziff. 2.2).  
 
Notwendige Kooperationsabsprachen sind getroffen, viele Prozesse haben sich inzwischen einge-
spielt und etabliert. Die Verwaltung geht davon aus, dass damit grundsätzlich gute organisatorische 
Strukturen in dem Themenfeld bestehen bzw. geschaffen wurden. Die Kooperationsbeziehungen 
werden kontinuierlich fortgeführt und weiterentwickelt. 
 
2.2 Einrichtung einer Steuerungsgruppe „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ 
 
Im Februar 2016 erhielt die Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten 
vom Oberbürgermeister die Zuständigkeit im Aufgabenfeld Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe. Entspre-
chend der Verfügung wird das Kommunale Integrationszentrum zur Koordination von Aufgaben im 
Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe eine übergeordnete Steuerungsgruppe zum Thema „Ehrenamt in der 
Flüchtlingshilfe“ (Flüchtlingskonferenz) initiieren, die insbesondere die hauptamtlich in der Flücht-
lingsarbeit tätigen Akteure vernetzen soll. Hierzu wird auf die V/0196/2016 „Landesprogramm 
‚KOMM-AN NRW‘ Stärkung der Kommunen zum Thema Zuwanderung und Flucht“ verwiesen. Dort 
heißt es zur Umsetzung des Programmteils I: Stärkung der Kommunalen Integrationszentren u. a. 
„Eine Steuerungsgruppe soll die Organisation der Verbindung zu den Flüchtlingsinitiativen in den 
Stadtteilen übernehmen und klären, ob darüber hinaus dezentrale Netzwerkstrukturen erforderlich 
sind und ggfs. wie diese auszugestalten sind.“

- 4 - 
V/0207/2016 
 
2.3 Regelmäßige Berichterstattung 
 
Die CDU-Fraktion beantragt eine kontinuierliche Berichterstattung der Stadtverwaltung „zur Entwick-
lung der Flüchtlingsströme und dem Stand der Lösungen in Münster“. 
 
Die Verwaltung hat die Berichterstattung zur Entwicklung der Flüchtlingssituation sowie zu den vor-
handenen und geplanten Unterbringungskapazitäten zwischenzeitlich deutlich intensiviert. Der inter-
fraktionelle Politische Arbeitskreis Flüchtlinge tagt bei Bedarf 14-tägig. Hier werden jeweils die aktuel-
le Zahlen, Daten und Fakten vorgestellt und erläutert sowie neue Planungen diskutiert. 
 
Die Berichterstattung umfasst insbesondere den Stand der Zuweisungen / Zuzüge, die Platzkapazitä-
ten der Einrichtungen, die aktuellen Belegungszahlen (einschließlich der Belegung der Landesnotun-
terkünfte) sowie den Zeitplan zur Realisierung der geplanten Einrichtungen. Diese Informationen wer-
den jeweils auch den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien zur Verfügung gestellt. In 
den Vorlagen zur Schaffung von Unterbringungskapazitäten wird zudem regelmäßig zur aktuellen 
Sachlage informiert. 
 
2.4 Personelle Verstärkung der FreiwilligenAgentur 
 
Die FreiwilligenAgentur (FA) Münster in Trägerschaft der Kommunalen Stiftung Siverdes arbeitet seit 
über 15 Jahren für die Stärkung des Ehrenamts auf allen Engagementfeldern und in allen Fragen 
„rund ums Ehrenamt“. Als trägerübergreifendes Kompetenzzentrum bietet die FA Münster Information 
und Beratung, Vermittlung, Weiterbildung, Vernetzung und Coaching. Die Agentur ist mit fast 250 
Organisationen, Einrichtungen und Initiativen, die in Münster mit Ehrenamtlichen arbeiten, vernetzt. 
Sie erbringt ihre Serviceleistungen sowohl für diese Organisationen und Initiativen als auch für die 
Freiwilligen selbst und die Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren möchten. Dabei 
spielt es keine Rolle, auf welchen zivilgesellschaftlichen Feldern die Ehrenamtlichen und Organisatio-
nen arbeiten.  
 
Seit Beginn 2015 werden die Dienstleistungen der FA Münster sehr stark von Ehrenamtlichen nach-
gefragt, die sich für geflüchtete Menschen engagieren (wollen). Die Ehrenamtlichen suchen geeignete 
Einsatzmöglichkeiten oder möchten sich im Rahmen ihres bestehenden Engagements austauschen 
und weiterbilden. Die FA Münster sorgt für kompetente Beratung und für die Transparenz der Mög-
lichkeiten und Angebote, die es für Ehrenamtliche gibt. 
 
Die FA Münster hat dazu die entsprechenden Kontakte zu den Flüchtlingsinitiativen in den Stadtteilen 
hergestellt und ist stadtweit und trägerübergreifend mit den Ehrenamtskoordinatoren im Flüchtlings-
bereich vernetzt, ebenso mit den bestehenden Organisationen, die bereits seit langem im Bereich 
Migration, Asyl und Flüchtlingshilfe arbeiten. Auch andere Akteure und Einrichtungen in den Stadttei-
len, wie Schulen oder Kindertageseinrichtungen, fragen die Serviceleistungen der Agentur zum Eh-
renamt in der Flüchtlingshilfe nach, insbesondere im Bereich der Vermittlung und Beratung. 
 
Das Thema Weiterbildung für Ehrenamtliche und Hauptamtliche, die mit Ehrenamtlichen arbeiten, 
bedient die FA Münster generell in ihrer FreiwilligenAkademie, deren Angebote 2015 und 2016 stark 
ausgeweitet wurden. Dabei spielt die Vernetzung und Kooperation mit anderen Weiterbildungsträgern 
und Partnern, wie dem Kommunalen Integrationszentrum, gerade auch bei den Fortbildungen für Eh-
renamtliche in der Flüchtlingshilfe eine entscheidende Rolle. 
 
Außerdem erfährt die FreiwilligenAkademie Unterstützung aus der Wirtschaft. Durch Spenden und 
Kooperationen fördern Unternehmen das Fortbildungsprogramm 2016 der Akademie insbesondere 
auch die Fortbildungen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe.

- 5 - 
V/0207/2016 
Zusammenfassend: Mit ihren zentralen Dienstleistungen und Produkten unterstützt die FA Münster 
gemäß ihres Auftrags selbstverständlich gerade auch das freiwillige, bürgerschaftliche Engagement 
für geflüchtete Menschen. 
 
Im Einzelnen geht es um folgende Aufgaben: 
 Trägerübergreifende Beratung engagementinteressierter Bürgerinnen und Bürger,  
Vermittlung in geeignete Einsatzfelder ggfs. Aufzeigen von Alternativen  
 Kontinuierliche Recherche und Akquise von Informationen zu Engagementmöglichkeiten und 
transparente Darstellung derselben auf einer speziellen Website; Pflege der Engagementdaten-
bank Freinet 
 Beratung und Begleitung von Flüchtlingsinitiativen und Einrichtungsträgern in allen Fragen der 
Freiwilligenkoordination, insbesondere zur Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen 
 Unterstützung bei der Entwicklung neuer Engagementformen, Projekte und ggf. neuer Initiativen 
 Verstetigung der Durchführung, der Konzipierung und der Organisation von Fortbildungen für 
Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit (Fortbildung, Coaching, Organisationsentwicklung) in der 
FreiwilligenAkademie 
 Verstetigung der fachlichen Vernetzung „Runder Tisch der Ehrenamtskoordinatoren in der  
Flüchtlingsarbeit“ für die dezentralen Flüchtlingshilfen; Austausch, Kooperation und Koordination 
 Präsenz und Einbringen von Know How; z. B. bei Informationsveranstaltungen in den Stadtteilen 
und Veranstaltungen Dritter wie Schulen, Hochschulen, gesellschaftlicher Gruppen etc. 
 Möglichkeiten der Beratungen vor Ort, z. B. in der städtischen Erstaufnahme Oxford-Kaserne   
 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit via Internet, Social Media, Informationsveranstaltungen etc. 
 
Stand bisher das Engagement für Flüchtlinge im Vordergrund, so ist es jetzt eine neue Herausforde-
rung für die FA Münster, Engagement mit und von Flüchtlingen als wichtigen Beitrag zur Integration 
zu stärken. 
 
Die genannten Maßnahmen und Instrumente stärken das ehrenamtliche Engagement in der Flücht-
lingsarbeit. Gerade diese zentralen Hilfen verbessern die Effizienz in den Stadtteilen und übernehmen 
an zentraler Stelle Serviceaufgaben, die die einzelnen Gruppen und Initiativen entlasten. Letztlich 
profitieren davon direkt die Ehrenamtlichen und deren Koordinatorinnen und Koordinatoren, was wie-
derum dann den Geflüchteten zu Gute kommt. 
 
Aufgrund des enormen Wachstums in diesem Engagementfeld ist die FA Münster in den vergange-
nen 12 Monaten erheblich personell wie finanziell in Vorleistungen getreten. Die vorhandenen perso-
nellen Ressourcen (1,6 Stellen) und das Budget dieser Infrastruktureinrichtung sind jedoch absolut 
nicht ausreichend, um weiterhin die fachliche Unterstützung und Vernetzung auf dem erforderlichen 
qualitativen wie quantitativen Niveau gewährleisten zu können. Deswegen wurden zunächst im Rah-
men des Sonderprogramms „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ des 
Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW Fördermittel für die Unterstüt-
zung des Ehrenamts im Bereich der Flüchtlingshilfe von den Kommunalen Stiftungen beantragt, wel-
che aber vom Land nicht bewilligt wurden (vgl. hierzu Ratsvorlage V/0083/2016 vom 10.02.2016). 
 
Die Verstetigung der inzwischen erfolgreich initiierten Dienstleistungen und Produkte der FA Münster 
zur Unterstützung des freiwilligen, bürgerschaftlichen Engagements für geflüchtete Menschen ist 
dringend erforderlich. Daher soll die Anpassung der Ausstattung über die städtischen Mittel für die 
Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen abgesichert werden.

- 6 - 
V/0207/2016 
Die Arbeit der FA Münster im Engagementfeld „Ehrenamt in der Geflüchtetenhilfe“ soll personell ver-
stärkt werden. Durch die zusätzlichen Mittel sollen sowohl fachlich Beratung, Vernetzung und Fortbil-
dung als auch administrativ Vorbereitung und Durchführung von Fortbildungen, Vernetzungstreffen 
etc. sowie Pflege der Internetseiten nachhaltig ermöglicht werden. 
 
 
3. Anregungen nach § 24 Gemeindeordnung 
 
Der Verwaltung liegen folgende Anregungen nach § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-
Westfalen vor, die sich mit Aspekten der Thematik Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe beschäftigen.  
Dies sind: 
 Eine Anregung (Nr. 2015-00178) hat die Prüfung und einen Bericht zum Ziel, ob und wie die Bür-
gerinnen und Bürger besser über die Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement informiert 
sowie Anreize für ihren Einsatz geschaffen werden können. Eine weitere Frage richtet sich darauf, 
wie Bezirksvertretungen eine Netzwerkmaßnahme auf den Weg bringen können, um Kräfte zu 
bündeln und Doppelungen zu vermeiden. 
 In einer weiteren Anregung (Nr. 2015-00192) wird erneut für die Bezirksvertretungen gefragt, ob 
und wie sie dabei helfen können, Bürgerinnen und Bürger zu vernetzen, ebenfalls um Kräfte zu 
bündeln. Sie sollen dabei beraten und bürokratische Hürden aus dem Weg räumen. 
 Schließlich gab es eine Anregung im Zuge der Beteiligungen am Bürgerhaushalt (Nr. 2016-
00050), nach der Ehrenamtliche punktuell in ihrem Einsatzbereich Flüchtlinge beteiligen sollen, 
um sie mit dem Thema Ehrenamt vertraut zu machen (Tandems von Ehrenamtlichen und geflüch-
teten Menschen). 
 
Zu den ersten beiden Anregungen zeigt diese Vorlage die wesentlichen Lösungsschritte auf. Insbe-
sondere aus der Darstellung der zentralen Dienstleistungen und Produkte der FreiwilligenAgentur 
wird deutlich, dass und wie die Verwaltung diese Prozesse organisieren möchte. Natürlich spielen die 
jeweiligen Bezirksvertretungen hierbei eine wichtige Rolle, so haben sie inzwischen gerade im Zu-
sammenspiel mit den regional im Stadtgebiet entstandenen privaten Flüchtlingsnetzwerken zahlrei-
che Funktionen übernommen, durch die Verwaltung entlastet und ehrenamtliches Engagement vor 
Ort wirksam unterstützt wird. Eine gut ausgestattete FreiwilligenAgentur kann und wird diese Arbeit 
mit ihren Angeboten gut begleiten können. 
 
Ob es - wie in der letzten Anregung vorgeschlagen - gelingen kann, Tandems von Ehrenamtlichen 
und geflüchteten Menschen zu bilden, um die Zufluchtsuchenden hier vor Ort mit dem Thema Ehren-
amt vertraut zu machen, muss noch offen bleiben. Die Verwaltung hält ein solches Projekt für positiv 
und würde es gern unterstützen, ohne jedoch aktuell über die Ressourcen zu verfügen, die eine Rea-
lisierung mit dem notwendigen Projektdesign und der Projektsteuerung ermöglichen würden. Diese 
Anregung kann daher zunächst nicht aufgegriffen werden. Sollten sich im Themenfeld Möglichkeiten 
oder engagierte Kooperationspartner für diese Projektidee finden, wird die Verwaltung diese Ansätze 
im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin

Beratungsverlauf (3)

15.06.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 29 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
28.09.2016 Rat
TOP 37 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Mauritzstraße 7
  • Bahnhofstraße 9

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0207/2016
Typ
Vorlagen
Datum
02.06.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37