V/0178/2025
Befristete Zuschüsse im Bereich Soziales mit Enddatum 31.12.2025
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Anlage 1 - Trägeranträge
25473 Zeichen
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Begründung für die Verlängerung des Zuschusses für die Quartiersentwicklung in Handorf über das
Jahr 2025 hinaus
Die Quartiersentwicklung in Handorf, die seit Januar 2024 mit einer zweijährigen Finanzierung durch
die Stadt Münster und durch Eigenmittel der Diakonie Münster unterstützt wird, hat sich als zentrales
Projekt etabliert, um die Lebensqualität und die soziale Teilhabe älterer Menschen im Stadtteil
nachhaltig zu fördern. Die Ergebnisse des Jahres 2024 verdeutlichen die Dringlichkeit einer Fortführung
und Verstetigung der Quartiersentwicklerstelle über den ursprünglich geplanten Zeitraum hinaus. Die
hohe Nachfrage nach den bestehenden Angeboten und die erfolgreichen Implementierungen machen
es notwendig, diese wichtige Arbeit auch über das Jahr 2025 hinaus zu finanzieren.
Das Büro befindet sich in der Ev. Kirchengemeinde Handorf. Dort können für die Arbeit auch weitere
Räumlichkeiten genutzt werden. Zudem steht die Gaststätte des Handorfer Hofes zur Verfügung, die
häufig in Anspruch genommen wird. Der Hauptteil besteht jedoch in der mobilen Arbeit. So sucht die
Quartiersmanagerin Menschen zuhause oder auch im öffentlichen Raum auf, um die Barrieren niedrig
zu halten.
1. Erreichte Ziele und Fortschritte im Jahr 2024
Im Jahr 2024 wurden wichtige Fortschritte erzielt, die den Erfolg und die Notwendigkeit einer
Fortführung der Quartiersentwicklerstelle untermauern. Die positive Resonanz und die hohe
Nachfrage nach den Angeboten belegen, wie wichtig und erfolgreich die einzelnen Maßnahmen sind.
Im Folgenden werden exemplarisch einige zentrale Aspekte und Ergebnisse des vergangenen Jahres
vorgestellt, die die Bedeutung der Quartiersentwicklung für den Stadtteil Handorf verdeutlichen.
1.1 Informationsveranstaltungen für Senior:innen
Im Jahr 2024 wurden Informationsveranstaltungen speziell für Senior:innen organisiert, die auf großes
Interesse stießen. Besonders gut besucht waren Themen wie „Gesund Altern“, „Testament und
Vorsorge“, sowie „Sicheres Zuhause – Einbruchschutz“. Mit einer dur chschnittlichen Teilnehmerzahl
von 30 bis 50 Personen pro Veranstaltung wurde der hohe Bedarf an Informationen zu relevanten
Themen des Älterwerdens deutlich. Diese Veranstaltungen boten nicht nur wertvolle Informationen,
sondern auch eine Gelegenheit zur Vernetzung und zum Austausch. Die positiven Rückmeldungen der
Teilnehmenden bestätigen die Notwendigkeit, solche Angebote auch über das Jahr 2025 hinaus
fortzuführen und weiter auszubauen.
1.2 Kulturelle Teilhabe und kulturelle Angebote
Ein weiterer zentraler Bereich der Quartiersentwicklung war die kulturelle Teilhabe älterer Menschen.
Die durchgeführten kulturellen Veranstaltungen , wie das Theaterstück „Sternstunden Handorf“ und
das Konzert „Trompetenbaum und Geigenpfeife“, waren gut besucht und trugen ma ßgeblich zur
Förderung des sozialen Zusammenhalts bei. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei diesen
Veranstaltungen lag bei 20 bis 30 Personen. Diese erfolgreichen Initiativen haben gezeigt, wie wichtig
der Zugang zu kulturellen Erlebnissen vor Ort für die Lebensqualität der älteren Bevölkerung ist und
wie stark sie den sozialen Austausch und das Gemeinschaftsgefühl fördern.
1.3 Niedrigschwellige Beratung
Neben den Informations - und Kulturangeboten wurden wöchentlich 2 bis 4 Beratungen in den
Bereichen Teilhabe, Pflege, Gesundheit, Wohnen und Mobilität durchgeführt. Besonders gefragt
waren die telefonischen Beratungsangebote, was den hohen Bedarf an niedrigschwelligen,
unkomplizierten Hilfsangeboten unterstreicht.
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1.4 Digitale Schulungen und Kurse
Die digitalen Schulungen und Sprechstunden im Bereich der Tablet -/Laptop- und Handy-Nutzung für
Senior:innen haben sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Die 2x wöchentlich stattfindenden
Sprechstunden waren mit durchschnittlich 4 Personen stets gut besucht. Viele Kurse waren schnell
ausgebucht, was den enormen Bedarf in dieser Zielgruppe verdeutlicht. Aufgrund der hohen Nachfrage
mussten Wartelisten geführt werden. Um dem Bedarf gerecht zu werden, wurde im Januar 2025 ein
zusätzlicher ehrenamtlicher Mitarbeiter in diesen Bereich integriert. Im Jahr 2024 nahmen mehr als 30
Senior:innen an den digitalen Schulungen teil, die regelmäßig durchgeführt wurden und weiterhin
große Nachfrage verzeichnen.
1.5 Mobilitätsangebote
Das Mobilitätsangebot, insbesondere der Rollst uhlfahrrad-Verleih und die im April 2024 eingeführte
Bakfiets-Rikscha, stießen auf große Resonanz. Im Durchschnitt nahmen 6 bis 8 Personen pro Woche
diese Angebote wahr. Aufgrund des positiven Feedbacks ist eine Ausweitung des Mobilitätsangebots
auf angren zende Stadtteile geplant. Diese Erweiterung zeigt, wie wichtig solche Angebote für die
Mobilität und das soziale Leben der älteren Menschen sind.
1.6 Koordination des ehrenamtlichen Engagements
Die Quartiersentwicklerstelle koordinierte 2024 mehr als 30 Ehrenamtliche, die sich in Bereichen wie
dem Plauderbänkchen, dem Wochenend -Café, der kulturellen Arbeit , den Bakfiets - und Rollfiets -
Ausfahrten und der digitalen Beratung engagierten. Die ehrenamtliche Unterstützung leistete einen
wichtigen Beitrag zur Förderung des sozialen Zusammenhalts im Stadtteil. Auch zukünftig werden eine
kontinuierliche Koordination und Erweiterung des ehrenamtlichen Engagements notwendig sein, um
das soziale Netzwerk im Stadtteil weiter zu stärken bzw. zu erhalten.
2. Schlussfolgerung und Ausblick
Die Quartiersentwicklerstelle in Handorf hat sich im Jahr 2024 als unverzichtbare Maßnahme zur
Förderung der Lebensqualität der älteren Bevölkerung im Stadtteil erwiesen. Die wachsende
Nachfrage nach Beratungs-, Schulungs- und Mobilitätsangeboten sowie die hohe Teilnehmerzahl bei
Informations- und Kulturveranstaltungen belegen den großen Bedarf und die positive Resonanz. Um
den steigenden Anforderungen einer alternden Gesellschaft gerecht zu werden, sind geplante
Erweiterungen der Angebote – insbesondere im Bereich der digitalen Schulungen, der
Beratungsdienste und des ehrenamtlichen Engagements – notwendig.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen
durch ehrenamtliches Engagement. Vi ele der über 30 engagierten Ehrenamtlichen finden in ihrer
Tätigkeit nicht nur eine Möglichkeit zur sozialen Integration, sondern tragen aktiv zur Gestaltung ihres
Stadtteils bei. Sie fördern den Austausch und das Gemeinschaftsgefühl, indem sie als
Ansprechpartner:innen fungieren und das Engagement ihrer Nachbar:innen anstoßen.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dieses Projekts liegt jedoch auch in der kontinuierlichen und
umfangreichen Netzwerkarbeit, die über die koordinierte Veranstaltung von Angeboten hinau sgeht.
Die Quartiersentwicklerstelle ist nicht nur in der Durchführung von Projekten und Angeboten tätig,
sondern auch in der aktiven Öffentlichkeitsarbeit und dem Aufbau von Partnerschaften mit lokalen
Institutionen, Organisationen und Bürger:innen. Die Netzwerkarbeit stärkt die Vernetzung der älteren
Menschen im Stadtteil und ermöglicht eine nachhaltige Integration der Quartiersentwicklung in die
Gesamtstruktur der Stadtteilaktivitäten.
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Die ehrenamtliche Koordination stellt dabei einen weiteren zentralen Bestandteil der Arbeit dar: Über
die direkte Betreuung und Unterstützung der engagierten Bürger:innen hinaus sorgt die
Quartiersentwicklerstelle dafür, dass der soziale Austausch innerhalb des Stadtteils kontinuierlich
gefördert wird. Die Vernetzung und di e Koordination von Ehrenamtlichen sind unerlässlich, um den
sozialen Zusammenhalt langfristig zu sichern und eine eigenständige, unterstützende Gemeinschaft zu
schaffen.
Die Fortführung und Verstetigung der Quartiersentwicklerstelle ist daher aus fachliche r Sicht
unerlässlich, um die Erfolge der ersten Jahre weiter auszubauen und die soziale Infrastruktur in
Handorf nachhaltig zu sichern. Eine langfristige Förderung durch die Stadt Münster stellt sicher, dass
die ältere Bevölkerung weiterhin aktiv in das Ge meindeleben eingebunden bleibt, den dringend
benötigten Zugang zu Unterstützungs - und Teilhabeangeboten behält und durch ehrenamtliches
Engagement selbst einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann. Dies fördert nicht nur die
Lebensqualität der S enior:innen, sondern trägt auch zur Entstehung einer
generationenübergreifenden, solidarischen Gemeinschaft bei.
Offene digitale Sprechstunde: Beratung rund um alle digitalen Fragestellungen
zum Thema Handy, Tablet und Co. Sollte es Ihnen nicht möglich sein in unsere
Sprechstunde zu kommen, bieten wir auch Hausbesuche an. Das Angebot ist
kostenlos.
Offener Mittagstisch: tägliches Angebot. Bei einer geringen Rente können die
Kosten übernommen werden. Eine Anmeldung ist erforderlich. Verwaltung
Handorfer Hof: 0251 871470
Tablet-/Laptopkurse: für Einsteiger. Das Angebot ist kostenlos. Geräte können
für den Zeitraum des Kurses kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Anmeldung unter: Saskia Hovestadt, Quartiersentwicklung: 0170 8544283
Kostenloser Verleih von Tablets /Laptops: über die Quartiersentwicklung.
Saskia Hovestadt, Quartiersentwicklung: 0170 8544283
Kostenloser Verleih von einem elektrischen Rollstuhlfahrrad: über Lasse
Lastenrad kann unser Rollstuhlfahrrad kostenlos ausgeliehen werden. Dieses
Angebot steht auch älteren Menschen außerhalb Handorfs zur Verfügung.
Ausfahrt mit der Bakfiets Rikscha: eine Ausfahrt ins Grüne kann mit unserer
Bakfiets Rikscha in den Sommermonaten erlebt werden. Weitere Informationen
und Anmeldung unter: Saskia Hovestadt, Quartiersentwicklung: 0170 8544283
Offene Sprechstunde: Fragen und Informationen rund um das Älterwerden in
Handorf. Raum für Engagement, Mitwirkungsmöglichkeiten, eigene Ideen,
Kulturveranstaltungen. Unterstützung, Beratung, Weitervermittlung zu
entsprechenden Diensten. Anmeldung unter: Saskia Hovestadt,
Quartiersentwicklung: 0170 8544283
Lesetreff: unter der Leitung von Susanne Schellong trifft sich der Lesetreff
vierteljährlich. Weitere Informationen über die Quartiersentwicklung.
Seniorenchor: unter der Leitung von Susanne Schellong trifft sich der
Seniorenchor 1x wöchentlich. Der Chor besteht aus ca. 30 Sänger:innen.
Auftritte stärken die Sichtbarkeit des Chors im Stadtteil.
Allgemeine Sozialberatung: in den Räumlichkeiten der Zionsgemeinde.
(Beratungs-/Bildungszentrum, Diakonie)
Offener Spieletreff: bei Café und Kuchen, 14-tägig. Kosten 2 Euro. Anmeldung:
Saskia Hovestadt, Quartiersentwicklung: 0170 8544283
Wochenend- Café: mit wechselndem Kulturprogramm.
Schaukasten am Hugo-Pottebaum-Platz: aktuelle Angebote und
Veranstaltungen im Quartier können Sie jederzeit dem Schaukasten
entnehmen.
Quartiersentwicklung Handorf
Angebote März 2025
MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG
Offene digitale
Sprechstunde
10:00 – 11:15 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Offene
Sprechstunde
Ort:
Zionsgemeinde
Ausfahrt mit der
Rikscha
10:00 – 12:00 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Nur nach
vorheriger
Anmeldung!
Offener
Mittagstisch
Handorfer Hof
11:30 – 12:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Offener
Mittagstisch
Handorfer Hof
11:30 – 12:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Seniorenchor
Handorf
10:15 – 12:00 Uhr
Ort:
Zionsgemeinde
Offener
Mittagstisch
Handorfer Hof
11:30 – 12:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Selbsthilfegruppe
für pflegende
Angehörige
15:00 – 16:00 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Termin:
10.03.2025
Vortrag der
Fördiko: E-Rezept
und elektronische
Patientenakte
15:00 – 16:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Termin:
18.03.2025
Offener
Mittagstisch
Handorfer Hof
11:30 – 12:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Offene digitale
Sprechstunde
16:00 – 17:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Offener
Spieletreff
14:30 – 16:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Termine:
06.03.2025
20.03.2025
Laptop-
/Tabletkurs
20:00 – 21:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
FREITAG SAMSTAG SONNTAG HINWEISE
Offener Mittagstisch
Handorfer Hof
11:30 – 12:30 Uhr
Ort: Saal Handorfer
Hof
Offener
Mittagstisch
Handorfer Hof
11:30 – 12:30
Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Offener
Mittagstisch
Handorfer Hof
11:30 – 12:30 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Nur nach
vorheriger
Anmeldung!
Allgemeine
Sozialberatung
10:00 – 12:00 Uhr
(Diakonie,
Beratungs-und
Bildungszentrum)
Ort: Zionsgemeinde
Termine:
07.03.2025
21.03.2025
Offenes
Wochenend-Café
15:00 – 17:00 Uhr
Ort: Saal
Handorfer Hof
Mit wechselnden
Kulturangeboten
Anmeldung und
weitere
Informationen:
Saskia Hovestadt,
Quartiers-
entwicklung
Mobil:
0170 8544283
Informationsvortrag:
Ende von Windows
10 – Was geht mich
das an“
17:00 – 19:00 Uhr
Ort: Saal Handorfer
Hof
Termin:
14.03.2025
Im Auftrag der
Nachbarschaftstreff Alte
Apotheke
-
Übersicht Veranstaltungen
Übersicht Veranstaltungen (regelm.)
• Montags: Transkultureller Nähkurs
• Dienstags: Handarbeitsgruppe, Afghanische Community (1. Dienstag)
• Mittwochs: Bingo (2-wöchig)
• Donnerstags: Deutsch-Nachhilfe, Spielenachmittag, Internationaler
Frauentreff
• Freitags: Plauderbanknutzung durch Kultur Inklusive, Polizeisprechstunde
(1. Freitag)
• Samstags: Ghanaische Community (3. Samstag)
• Sonntags: Musikgruppe (2.+4. Sonntag)
• Durchgehend: Digitalsprechstunde (n.V.), pers. Sprechstunde (n.V.)
Übersicht Veranstaltungen (unregelm. bzw.
einmalig; Auszug)
• Ausstellungen (4 im Jahr 2024, z.T. mit Vernissage)
• Lyriklesung während Kulturfestifal
• Planungsgruppe Flohmarkt/Wintermarkt
• Treffen und Sitzungen politischer Parteien
• Gesellige Anlässe Sozialbüro
• Spielegruppen am Sonntag
• Div. private Veranstaltungen (z.B. Geburtstage, Kaffeerunden, etc.)
• Sommer- und Winterfest Alte Apotheke
• Vorstandstreffen des Fördervereins
• Gruppentreffen „Orte meines Lebens“
• Div. Beratungsangebote (z.B. 100+ Digitalsprechstunden)
• Forschungsprojekt Institut KoWi Uni Münster
• AG Nachhaltigkeit des Schiller-Gymnasiums
• SozialGenial Projektgruppe der Mathilde Anneke Gesamtschule
• Etc.
Übersicht Aktivitäten Sozialraum/Netzwerk
(Auszug)
• Mittagstisch im Pfarrheim Margareta (immer mittwochs)
• Digitalwerkstatt in Kooperation mit Seniorenbüro (3. Donnerstag)
• Messe „Gesund und aktiv“ (15.11., Flyer in Alter Apotheke)
• Münster nachhaltig inkl. Messe „Markt der Möglichkeiten“ und Tagen der Nachhaltigkeit
• Qualitätszirkel AIQ der Stadt Münster (Sozialamt)
• Vernetzung mit der kommunalen Seniorenvertretung (KSVM)
• Netztwerk „Leben in Mauritz-Ost“ (LiMO)
• Netzwerk Freiwilligenagentur
• Kuchenbacken für Veranstaltung „Dienstagssenioren“ (1. + 3. Dienstag)
• Wäsche waschen (z.B. Trockentücher, etc.) für Kirchort Margareta
• Lager kritischer Haushaltsgegenstände für Sozialbüro
• Netzwerk „Initiative 60+“ (z.B. Mitwirkung Netzwerktreffen, Raumnutzung, etc.)
• Netzwerk „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige“ (s.o.)
• SozialGenial-Partner für Mathilde Anneke Gesamtschule (z.B. Besuch in Schule für Präsentation und Rollenspiel zum Thema
Sozialraumorientierung)
• Etc.
Antrag an die Stadt Münster
Anregung nach §24 Gemeindeordnung
Zwischenfinanzierung 2026 des „coerde mittendrin“
01. April 2025
Antrag „coerde mittendrin“ Förderung 2026
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Träger Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Clemensstraße 2-4, 45699 Herten
Durchführende coerde mittendrin
Einrichtung Hamannplatz 11-12
48157 Münster
Kontakt Kristina Kunze (Teamleitung Sozialraumangebote)
Nerzweg 9
48157 Münster
Tel.: 01520-9123615
Ziel des Angebots
Das Begegnungszentrum „coerde mittendrin“ ist ein Aktivierungsprojekt, das zukünftig als ein
Baustein in das geplante integrierte Handlungskonzept der Stadt Münster einmünden soll.
Initiiert von aktiven ehrenamtlichen Bewohner*innen bietet es beste Voraussetzungen zur optimalen
Beteiligung der Wohnbevölkerung an den weiteren Prozessen im Stadtteil. Eine sozialpädagogische
Begleitung der Entwicklung ist durch den Träger abgesichert und soll die Aktivitäten der
Ehrenamtlichen begleiten, unterstützen und koordinieren. Ein Ziel ist die Steuerung hin zu einem
möglichst breitgefächerten Angebot, unter Einbeziehung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen.
Dabei sollen die einzelnen Gruppen möglichst aut onom agieren, um die Eigenverantwortlichkeit zu
stärken, sowie Lernerfahrungen zu ermöglichen. Die Aufgabe des Pädagogen ist hierbei, mögliche
Hilfsquellen zu erschließen, seine Kompetenzen anzubieten, den Gruppen Feedback zu geben und
auf Augenhöhe die Gr uppen dabei zu unterstützen, ihre Bedürfnisse zu erkennen (zur Aktivierung
von Veränderungsprozessen im Stadtteil). Er ist als „Facilitator des Lernens“ zu betrachten. Das Ziel
dabei ist es, die eigene Selbstwirksamkeit für die Gruppen erlebbar zu machen u nd die
Organisationsfähigkeit, hinsichtlich einer Einflussnahme auf gesamtgesellschaftliche Strukturen zu
stärken und Integration, sowie ein friedvolles Miteinander im Stadtteil zu ermöglichen.
Planung und Umsetzung
2016 wurde das Projekt durch die Gruppe „Älter werden in Coerde“ initiiert und durch das Angebot
der Firma Stroetmann ermöglicht. Seit Oktober 2016 ist die Arbeiterwohlfahrt Trägerin des Projektes,
gefördert durch das Land NRW („NRW hält zusammen“). Im Mai 2017 wurden die Räume nach
längerer Pla nungs- und Umbauphase in Betrieb genommen werden. Die Planung und Umsetzung
erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Gruppe „Älter werden in Coerde“, dem VSE –
Jugendhilfeeinheit Nord , der Firma Stroetmann , der AG „starkes Coerde“ und dem „ AK Coerde“.
Dabei hat sich die Zusammenarbeit mit dem DRK als besonders erfolgreich gezeigt und soll in Zukunft
weiter verstetigt werden.
Förderphase 2026
Ausgehend von den bisherigen Nutzern des „coerde mittendrin“ sollen die Kooperation und die
Kommunikation unte reinander gefördert werden, hierzu sind im kommenden Jahr 2026 einzelne
Antrag „coerde mittendrin“ Förderung 2026
Seite 3 von 4
Veranstaltungen geplant. Aktuell ( Stand April 2025 ) werden die Räume von folgenden Gruppen,
Vereinen und Initiativen genutzt:
• Iriba-Brunnen e.V.
• NeMis e.V.
• Familienbildung Friedensstraße
• AWO refugio/GGUA
• Roma-Kultur-Verein-Coerde
• Ehrenamt „Älter werden in Coerde“
• DRK Integrationsagentur
• DRK Sozialarbeit im Stadtteil
• AWO Kreisverband Münster
• Foodsharing Münster e.V.
• FördiKo ggmbh
• AWO Wohnungsberatung
• Arbeitskreis „Älter werden in Coerde“
• Arbeitskreis „Intersektionalität und Rassismuskritik Coerde“
• Bewohner*innen aus dem Hochhaus
• ChacK e.V.
• Bezirksdienst Nord Polizei
• Ortsvereine Politik
Das Begegnungszentrum schafft die Voraussetzung, verschiedene Kräfte im Stadtteil zu bündeln, um
den Weg zu der Umsetzung eines integrierten Handlungskonzeptes, hinsichtlich der Akzeptanz und
Beteiligung, zu ebnen. Die Aussicht auf ein integriertes Handlungskonzept für den Stadtteil beflügelt
die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und einzelnen Akteu re zu ehrenamtlichem Engagement,
das in dieses Projekt mit einfließt.
Bei der Belebung des „mittendrin“ vor Ort, sowie in den beteiligten Gremien tragen viele
ehrenamtlich Engagierte zum Gelingen des Gesamtprojektes bei. Um dieses Engagement über den
Zeitraum bis zur Umsetzung eines integrierten Handlungskonzepts lebendig zu halten bedarf es
sichtbarer Ergebnisse und eine kontinuierliche Weiterentwicklung, die der eingebrachten Kraft und
Zeit der Ehrenamtlichen Rechnung trägt.
Neben der eingangs beschriebe nen sozialpädagogischen Unterstützung der Gruppen vor Ort, sollen
daher ab dem kommenden Jahr auch im Stadtteil sichtbare Projekte geplant und umgesetzt werden.
Angedacht sind derzeit:
• Tandem-Projekt mit AWO Kreisverband (Förderung Ehrenamtsstruktur)
• Workshops für Ehrenamtliche / ehrenamtliches Engagement
• Workshops zur Diskriminierungssensibilisierung im Stadtteil
• „Caretaker“-Aktionen im Stadtteil Coerde
• Stadt(teil)erkundungen, vermehrt sozialraumorientierte Angebote
Antrag „coerde mittendrin“ Förderung 2026
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• Sommerfest in Kooperation mit AWO Kreisverband Münster
• Vorträge und Informationsveranstaltungen zu „Digitaler Teilhabe“
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich Projekte in diesem Handlungsfeld nur bedarfsorientiert in
Zusammenarbeit mit den Bewohnern umsetzen lassen, so dass sich bei Id een und Umsetzung im
laufenden Prozess Änderungen ergeben können.
Auch wird sich voraussichtlich in dieser Zeit wegen der geplanten Baumaßnahmen die Situation einer
räumlichen Veränderung ergeben, so dass weitere Übergangsräume gefunden werden müssen.
Dabei ist nicht klar, ob in dieser Interimslösung Mietkosten anfallen werden.
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Begründung für die Verlängerung des Zuschusses für die aufgestockten
Personalressourcen in der Sozialarbeit im Stadtteil (3 633) über das Jahr 2025
hinaus
Ausgangslage
Die Sozialarbeit im Stadtteil ist ein kommunales Beratungsangebot und richtet sich an
Erwachsene, die Leistungen gemäß den Kapiteln 3–9 SGB XII erhalten, an Menschen
mit Bedarfen nach dem Eingliederungshilferecht sowie grundsätzlich an alle Personen
mit Bedarfen zur grundständigen Existenzsicherung – losgelöst vom jeweiligen
Rechtskreis. Grundsätzlich umfasst dieser Fachdienst drei Schwerpunkte:
Einzelfallarbeit – Gruppenangebote – Netzwerkarbeit.
In der Einzelfallarbeit erhalten Ratsuchende bedarfsgerechte Hilfeste llung bei
konkreten und individuellen Problemstellungen. Diese reicht von der Weitergabe von
Informationen über eine Kurzberatung (3 –4 Termine) bis hin zu einem begleitenden
Fallmanagement. Bei Bedarf werden Ratsuchende an weitere Beratungsstellen oder
Behörden vermittelt. Somit übernimmt der Dienst eine rechtskreisübergreifende
Lotsenfunktion innerhalb des Münsteraner Hilfe- und Unterstützungssystems.
Im Bereich der Gruppenangebote kann der Dienst bedarfsgerechte Angebote in den
jeweiligen Stadtteilen initiieren. Zudem gehört auch die Moderation der zugewiesenen
Arbeitskreise „Älter werden in …“ zu diesem Dienst. Die Beratungs - und
BildungsCentrum gGmbH ist gebietsmäßig für ca. 120.000 Bürger*innen der Stadt
Münster sowie für vier Arbeitskreise zuständig.
Für das Jahr 2024 hat der Rat dem Etatantrag zur Aufstockung der
Personalressourcen anteilig zugestimmt. Mit den bewilligten Mitteln konnte der Dienst
personell aufgewertet und intern strukturell neu aufgestellt werden. Hiervon haben die
Bürger*innen in den zugeteilten Stadtteilen unmittelbar profitiert.
Erreichte Ziele und Fortschritte im Jahr 2024
Mit den zusätzlichen Ressourcen konnten in den Stadtteilen Gremmendorf, Handorf
und Gelmer regelmäßige offene Sprechstunden aufgebaut werden. Diese haben sich
mittlerweile gut etabliert, und die Bürger*innen vor Ort nutzen die niedrigschwelligen
Beratungsmöglichkeiten regelmäßig.
Zudem konnte der Dienst eine Initiative engagierter Senior*innen im Stadtteil Gelmer
unterstützen, sodass dort heute regelmäßige (Freizeit-)Angebote stattfinden. Auch bei
den Voraussetzungen zur Nutzung der Mehrzweckhalle konnte d er Dienst
unterstützen, sodass nun feste Zeitfenster wöchentl ich wahrgenommen werden
können.
2
Obgleich die aufgestockte Stelle erst zum 01.05.2024 besetzt werden konnte und
anfangs die Hauptaufgabe in der Einarbeitung und dem Strukturaufbau lag, haben sich
alle statistischen Werte wie folgt gesteigert:
Kategorie 2023 2024
Kontakte zu Ratsuchende (persönlich + telefonisch) 540 683
Beratene Personen 120 168
Hausbesuche 48 57
Gruppenangebote 1 2
Zudem haben sich das Beratungsteam und punktuell die zuständige Bereichsleitung
im Jahr 2024 am Qualitätszirkel „Sozialarbeit im Stadtteil“ beteiligt und aktiv an der
Entwicklung sowie Umsetzung fachlicher und inhaltlicher Standards mitgewirkt.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Möglichkeit zur personellen Aufstockung des Dienstes war für die bedarfsgerechte
Ausrichtung essenziell. Das Team kann so den umfangreichen Einzugsbereich
adäquat bedienen. Reaktivierte oder neu eingerichtete Sprechzeiten wurden von den
Bürger*innen schnell angenommen und haben sich mittlerweil e gut etabliert. Dabei
zeigt sich, dass zentrale Anlaufstellen im Sozialraum ein wichtiges Instrument für die
Versorgungssicherheit (älterer) Bürger*innen darstellen können . Hierbei profitieren
diese nicht nur von den kurzen Wegen zum Beratungsangebot, sondern auch von dem
entsprechenden Wissen über die unterschiedlichen Unterstützungs - und
Beratungsangebote in den jeweiligen Sozialräumen, die die B eraterinnen aufgebaut
haben.
Sollten die zusätzlichen Personalressourcen in den Folgejahren nicht me hr zur
Verfügung stehen, müssten die neu etablierten Sprechzeiten wieder reduziert werden.
Die Bürger*innen würden dann wohnortnahe, wichtige Anlaufstellen verlieren. Den
steigenden Beratungsbedarf in den Sozialräumen könnten wir entsprechend nicht
mehr adäquat bedienen.
Insofern ist eine Fortführung – idealerweise eine Verstetigung – der bewilligten
Förderung aus dem Etatantrag 2024 sehr zu empfehlen. Die Fördersumme sollte dann
entsprechend der vereinbarten Dynamisierungslogik angepasst werden.
Münster, 30.04.2024
i.A. Marcus Hopp
Bereichsleitung
Beschlussvorlage
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V/0178/2025 V/0178/2025 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Befristete Zuschüsse im Bereich Soziales mit Enddatum 31.12.2025 Beratungsfolge 11.06.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Vorberatung 02.07.2025 Hauptausschuss Vorberatung 02.07.2025 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Rat der Stadt Münster beschließt die im Folgenden dargestellte Förderung über den Befristungs- zeitraum 31.12.2025 hinaus um ein Jahr zu verlängern. Nr. Fördergegenstand Höhe des Zuschusses 2026 1 Caritasverband für die Stadt Münster e.V. Quartiersentwicklung Hiltrup-Ost 62.390 € 2 Diakonie Münster Beratungs- und BildungsCentrum gGmbH Quartiersentwicklung Handorf 36.270 € 3 Haus vom Guten Hirten Quartiersentwicklung Mauritz-Ost 41.450 € 4 AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Begegnungszentrum „Coerde mittendrin“ 55.600 € 5 Internationaler Kulturverein Atrium e.V. Stromkosten 3.600 € 6 Alexianer Misericordia GmbH Treffpunkt „An der Clemenskirche“ 12.920 € 7 Starke Pflege Münster e.V. 0 € 8 Diakonie Münster - Beratungs- und BildungsCentrum gGmbH Sozialarbeit im Stadtteil 142.860 € Sozialamt 05.06.2025 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Stemmer Telefon: 492-5566 Stemmer@stadt- muenster.de - 2 - V/0178/2025 II. Finanzielle Auswirkungen: Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2025 in der mittelfristigen Ergebnisplanung bei der o.g. Produktgruppe veranschlagt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine haushaltsmäßige Belastung de s Jahres 2026 noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2026 ff. erfolgt. Begründung: Die dargestellten Zuschüsse sind bis zum 31.12.2025 befristet. Um den Trägern Planungssicherheit zu ermöglichen, hat sich das Sozialamt der Stadt Münster dazu entschieden, über die Befristung schon im Sommer entscheiden zu lassen. Dies gerade auch im Hinblick auf die anstehende Kommu- nalwahl und die damit verbundene Verschiebung der Etatsitzung in das Jahr 2026. Die betroffenen Träger wurden im Vorfeld über die Überlegungen zum Umgang mit den zum Stichtag 31.12.2025 befristeten Zuschüssen informiert und gebeten eine (kurze) Begründung für die Fortfüh- rung des Zuschusses einzureichen (siehe Anhang 1-6). In Anlehnung an das Verfahren innerhalb der üblichen Etatberatungen finden sich anschließend die Stellungnahmen der Verwaltung zu den jeweiligen Fördergegenständen. Zur Punkt 1 - 3 Antragsteller Caritasverband für die Stadt Münster e.V. Fördergegenstand Quartiersentwicklung Hiltrup-Ost Deckungsvorschlag kann angeboten werden 2026 2027 2028 2029 Ansatz 62.390 € Beantragt 62.390 € Differenz 0 € Antragsteller Diakonie Münster Beratungs- und BildungsCent- rum gGmbH Fördergegenstand Quartiersentwicklung Handorf Deckungsvorschlag kann angeboten werden 2026 2027 2028 2029 Ansatz 36.270 € Beantragt 36.270 € Differenz 0 € Antragsteller Haus vom Guten Hirten Fördergegenstand Quartiersentwicklung Mauritz-Ost Deckungsvorschlag kann angeboten werden 2026 2027 2028 2029 Ansatz 41.450 € Beantragt 41.450 € Differenz 0 € - 3 - V/0178/2025 Stellungnahme der Verwaltung: Die Entwicklung altengerechter und inklusiver Quartiere ist ein wesentlicher Strategiebaustein, um den aktuellen und künftigen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen und wird in der Stadt Münster bereits seit längerer Zeit gefordert und gefördert. Zu den wesentlichen Ent- wicklungstrends zählen insbesondere: der demografische Wandel, der durch die Alterung der Bevölkerung gekennzeichnet ist und mit einem abnehmenden familiären Unterstützungspotenzial ebenso wie freiwerdenden Kapa- zitäten für freiwilliges Engagement im Alter durch eine immer längere gesunde Lebenszeit nach der Verrentung einhergeht, der bestehende und sich zukünftig verschärfende Personalmangel in Pflegeeinrichtungen und -diensten, der dazu führt, dass bereits heute der Bedarf an pflegerischer Versorgung nicht an allen Stellen gedeckt werden kann sowie die zurückgehenden finanziellen Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene sowie in der Kommune und die absehbare deutliche Reduzierung der Angebotsstrukturen der Kirchen- gemeinden. Aktuell gibt es in Münster fünf durch das Sozialamt geförderte Projekte der altengerechten, inklusiven Quartiersentwicklung, die mittlerweile gut etabliert sind. Sie werden von freien Trägern der Wohlfahrt- pflege umgesetzt: Hiltrup-Ost (Caritasverband für die Stadt Münster e.V.) Mauritz-Ost (Guter Hirte Münster gGmbH) Handorf (Diakonie Münster - Stationäre Seniorendienste gGmbH) Die altengerechten, inklusiven Quartiersentwicklungsprojekte: Aaseestadt und Pluggendorf (Caritasverband für die Stadt Münster e.V.) Rumphorst (Diakonie Münster - Beratungs- und BildungsCentrum gGmbH) sind bei Antragstellung unbefristet bewilligt worden. In den o.g. fünf Quartiersprojekten werden vielfältige Angebote durchgeführt, die der Teilhabe - und Gesundheitsförderung, aber auch der Einsamkeitsprävention zuträglich sind. Dazu zählen zum Bei- spiel Begegnungs- und Gesprächsangebote, Bewegungsangebote sowie Veranstaltungen und Kurse zu verschiedenen Themen. Auch erhalten Ratsuchende hier wohnortnah und niedrigschwellig Infor- mationen oder werden bei Bedarf an geeignete Beratungsangebote weitergeleitet. Zudem haben die Quartiersentwickler*innen die Aufgabe, die Potenziale freiwilligen Engagements in den Stadtteilen wirkungsvoll aufzugreifen und zu aktivieren. Diese Vorhaben gelingen in allen geförderten Projekten sehr gut. Von den Trägerverbänden ist di e Arbeit auf die unterschiedlichen Gegebenheiten und Bedarfslagen des Quartiers ausgerichtet worden. Für die seniorengerechte Weiterentwicklung der Angebote in Münsters Stadtteilen und die Umset- zung der vom Sozialamt verfolgten Gesamtstrategie ist es notwe ndig, die bisher verorteten und gut entwickelten altengerechten, inklusiven Quartiersentwicklungsprojekte weiterhin zu fördern und bes- tenfalls auch langfristig zu verstetigen, da die großen Herausforderungen, die mit dem demografi- schen Wandel einhergehen, zukünftig noch deutlicher in Erscheinung treten werden. Weiter Informationen zur Gesamtstrategie befinden sich im Eckpunktepapier aus der Sitzung des ASGVAf am 18.09.2024 unter folgendem Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/si0057.php?__ksinr=13799) Die Verwaltung empfiehlt daher, die Anträge aufzugreifen. - 4 - V/0178/2025 Zu Punkt 4 Antragsteller AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Fördergegenstand Begegnungszentrum „Coerde mittendrin“ Deckungsvorschlag kann angeboten werden 2026 2027 2028 2029 Ansatz 55.600 € Beantragt 55.600 € Differenz 0 € Stellungnahme der Verwaltung: Im Rahmen des im Mai vergangenen Jahres mit einer Auftaktveranstaltung und einem Quartiersspa- ziergang gestarteten Prozesses „Coerde -Zukunft“ wird das gemeinsame Ziel verfolgt, den Stadtteil Coerde zu stärken, neue Angebote und Projekte auf den Weg zu bring en und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Auch das Begegnungszentrum „Coerde mittendrin“ der AWO hat sich aktiv an der Ver- anstaltung beteiligt. Im Rahmen des Quartiersspazierganges wurde vor allem von der schwierigen Wohnsituation in den Hochhäusern der K önigsberger Straße berichtet, deren direkter Anlauf - und Treffpunkt der Bewohner*innen vor Ort das „Coerde mittendrin“ in der Königsberger Str. 8 ist. Die Räume des „Coerde mittendrin“ werden von vielfältigen Gruppen und Initiativen genutzt. Perspek- tivisch sollen weitere Gemeinschaftsangebote, die sich aus dem Bedarf der auch älteren Bewohner- schaft in der näheren Umgebung ergeben, weiterentwickelt werden. Hierzu gehören ein gemeinsamer Mittagstisch wie auch ein regelmäßiges Samstagscafé. Das „Coerde mittendrin“ ist ein Begegnungs- ort mit Potenzial im Stadtteil, das ein breitgefächertes Angebot unter Miteinbeziehung der unter- schiedlichen Bevölkerungsgruppen in den nächsten Jahren und vor allem mit den perspektivischen Angebotsmöglichkeiten im neuen Bürgerhaus am Hamannplatz noch ausbauen kann. Die Verwaltung empfiehlt daher, den Antrag aufzugreifen. Zu Punkt 5 Antragsteller Internationaler Kulturverein Atrium e.V. Fördergegenstand Stromkosten Deckungsvorschlag kann teilweise angeboten werden 2026 2027 2028 2029 Ansatz 3.600 € Beantragt 5.400 € Differenz 1.800 € Stellungnahme der Verwaltung: Der Internationale Kulturverein ATRIUM e.V. wurde gegründet, um das interkulturelle Miteinander mit Arbeitsschwerpunkt in Münster Kinderhaus in der „Schleife“ zu fördern. Aufgaben des Vereins sind die Initiierung, Förderung, Planung, Organisation und Durch führung kultureller Aktivitäten und Ange- bote mit internationalem und interkulturellem Schwerpunkt. Der Verein hat seit 2011 eine Nutzungs - und Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Münster ge- schlossen, in der u.a. festgelegt ist, dass dem Verein monatlich bis zu 300 € für den Stromverbrauch erstattet werden. Diese Regelung ist im Vergleich zu anderen Zuschussbeziehungen einmalig. - 5 - V/0178/2025 Die Problemlage der steigenden Strompreise betrifft grundsätzlich alle Träger und Vereine. Andere Zuschussempfänger müssen ihr e Stromkosten über die Sachkosten decken, die nicht dynamisiert werden und somit keinen Inflationsausgleich vorsehen. Die Verwaltung empfiehlt daher im Sinne der Gleichbehandlung, den Haushaltsantrag nicht aufzugrei- fen. Zu Punkt 6 Antragsteller Alexianer Johannisstift GmbH Fördergegenstand Treffpunkt „An der Clemenskirche“ Deckungsvorschlag kann teilweise angeboten werden 2026 2027 2028 2029 Ansatz 12.920 € Beantragt 41.650 € Differenz 28.730 € Stellungnahme der Verwaltung: Der Treff an der Clemenskirche ist ein seit Jahren etabliertes Angebot der Wohnungslosenhilfe. Der Träger verfolgt mit dem vorgelegten Antrag unterschiedliche Anliegen: Er beantragt 12.730 € für die Weiterführung des Angebote s. Diese Mittel sind einschließlich der üblichen Dynamisierung in der mittelfristigen Finanzplanung fortgeschrieben. Sie sollten daher (weiter-) bewilligt werden. Die weitere Befristung ist in der Folge mit dem Träger zu erörtern. Inhalt- lich kooperiert die Verwaltung mit dem Träger gut. Das vorgehaltene Angebot wird als erforderlich eingeschätzt, die dargestellten Kosten sind angemessen. Die Bewilligung des Antrages wird un- eingeschränkt unterstützt. Festzuhalten ist, dass der Träger hier einen deutlich über durchschnitt- lich hohen Eigenanteil leistet. Ferner beantragt der Träger, die in den Etatberatungen zum laufenden Haushaltsjahr einmalig bereitgestellten 11.100 € zur Finanzierung einer 0,5 Stelle Koch und sozialer begleitender Arbeit weiter zu finanzieren. Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsför- derung hat in seiner Sitzung am 26.11.2024 beschlossen, diesen Zuschuss aus den Mitteln des Prozesses zur Entwicklung eines ganzheitlichen gesamtstädtischen Konzepts für die Neuausrich- tung der Hilfen für Menschen in Wohnungsnotlagen zu finanzieren, verbunden mit dem Hinweis in der Diskussion, dass für die Folgejahre rechtzeitig ein Antrag vorgelegt werden müsste. Über den Antrag wurde damit außerhalb des jährlichen Verfahrens zur Vorbereitung der Etatberatungen des Ausschusses zur Behandlung der Etatanträge, das den freien Trägern verbindlich vorgegeben wird, beschlossen. Dadurch wurden nicht nur ungeplante Bindungen für die Mittel vorgenommen, die für den Gesamtprozess eingeplant wurden. Die Entscheidung stieß bei den am Prozess Betei- ligten zudem auf keinerlei Verständnis. Ein solches Verfahren oder gar eine Weiterfinanzierung auf diesem Weg muss für die Zukunft ausgeschlossen werden. Nun beantragt der Träger zusätzlich, die Fortführung begleitender sozialer Arbeit und das Kochen im Treff vollständig durch die Stadt zu finanzieren, was eine Erhöhung des Finanzbedarfs von 11.100 € auf 28.730 € bedeuten würde. Das zusätzliche Angebot wird von der Verwaltung als wünschenswert jedoch nicht e rforderlich eingestuft. Mit Blick auf die Finanzstabilität wird daher empfohlen, diesen Teilantrag nicht aufzugreifen. Ein Deckungsvorschlag kann hierfür nicht ange- boten werden. - 6 - V/0178/2025 Zu Punkt 7 – Starke Pflege in Münster e.V. Für das Projekt „Starke Pflege in Münster“ hat der Rat der Stadt Münster in den Jahren 2020 bis 2023 insgesamt 157.000 € zur Verfügung gestellt, welche an die KCR GmbH überwiesen wurden, die die Koordination des Projektes übernommen hatte. Innerhalb des Projektes bildete sich der Verein „Star- ke Pflege in Münster e.V.“ der für die Netzwerkkoordination 40.000 € in 2024 und 40.720 € in 2025 erhielt. In Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereins wurde deutlich, dass die Anschubfinan- zierung der St adt einen wichtigen Beitrag für die Etablierung des Vereins geleistet hat, der Verein aber zukünftig nicht mehr auf einen Zuschuss der Stadt angewiesen sein wird. Verein und Stadt blei- ben als Kooperationspartner weiterhin in engem Kontakt. Zu Punkt 8 Antragsteller Diakonie Münster Beratungs- und BildungsCent- rum gGmbH Fördergegenstand Sozialarbeit im Stadtteil Deckungsvorschlag kann angeboten werden 2026 2027 2028 2029 Ansatz 142.860 € Beantragt 142.860 € Differenz 0 € Stellungnahme der Verwaltung: Die Sozialarbeit im Stadtteil der Wohlfahrtsverbände bildet einen wichtigen Baustein in der Ge- samtstrategie zur altengerechten und inklusiven Weiterentwicklung von Münsters Stadtteilen. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen und ausdrücklich auch an alle Personen ohne Anspruch auf Leistungen wie Sozialhilfe oder Grundsicherung. Je nach Problem- lage bietet die Sozialarbeit im Stadtteil eine erste Beratung, vermittelt Ratsuchende an Hilfestel len weiter oder begleitet Erwachsene innerhalb eines begrenzten Zeitrahmens längerfristig bei der Su- che, Koordination und Inanspruchnahme geeigneter Unterstützung. Die Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter sind im Rahmen von Sprechstunden in den Stadtteilen vor Ort und darüber hinaus telefonisch und per E-Mail erreichbar. Auch Hausbesuche sind bei Bedarf möglich. Die Sozialarbeit im Stadtteil versteht sich als Lotsen- und Netzwerkstelle im Stadtteil. Sie kooperiert mit verschiedenen Fachdiens- ten, Beratungsstellen und städtischen Fachämtern in Münster. Zudem planen, moderieren und doku- mentieren die Fachkräfte die Arbeitskreise „Älter werden in…“ in Kooperation mit der Kommunalen Seniorenvertretung Münster. Der Zuständigkeitsbereich der Diakonie umfasst im Bereich der Sozialarbeit im Stadtteil insgesamt 21 Stadtteile mit rund 118.000 Einwohner*innen. Vor der Aufstockung der personellen Kapazitäten stan- den dem Träger für die Wahrnehmung dieser Aufgabe lediglich 0,8 VZÄ zur Verfügung. Mit Blick auf das Einzugsgebiet u nd im Vergleich zur Personalausstattung der anderen Wohlfahrtsverbände im Bereich der Sozialarbeit im Stadtteil wurde die Erhöhung um eine volle Stelle im Rahmen der Etatbe- ratungen 2024 seitens der Verwaltung als rechnerisch angemessen bewertet. Diese Einschätzung gilt unverändert. Die Verwaltung empfiehlt daher, den Antrag aufzugreifen. - 7 - V/0178/2025 In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Anlagen: Anlage A Anlage 1 – Trägeranträge
Anlage A
1245 Zeichen
Anlage A zur V/0178/2025 Kurzüberblick Ende 2025 laufen insgesamt acht Zuschüssen im Bereich Soziales aus. Die Vorlage legt dar, welche Zuschüsse, in welcher Höhe fortgeführt werden sollten und wo eine Beendigung der För- derung angezeigt ist. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Finanzierung Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im Haushaltsplan 2025 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig x überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Die Zuschüsse basieren auf Ratsentscheidungen innerhalb der jeweiligen Etatberatungen. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die genannten Zuschüsse nehmen Bezug auf die Themen Demographie, Inklusion und Migration.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Königsberger Straße 8
- Hugo-Pottebaum-Platz
- Nerzweg 9
- An der Clemenskirche
- Friedensstraße
- Pluggendorf
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0178/2025
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.05.2025
- Erstellt
- 01.04.2025 09:35