Mandari Insight

V/0012/2016

Europäische Charta zur Umsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf lokaler Ebene, Aktionsplan 2013 – 2015, Auftrag Nr. 9 Männer und Jungen in der Gleichstellung

Vorlagen 12.01.2016

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 16.03.2016, TOP 10

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

3833 Zeichen

V/0012/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Frauenbüro 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Europäische Charta zur Umsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf lokaler 
Ebene, Aktionsplan 2013 – 2015, Auftrag Nr. 9 Männer und Jungen in der Gleichstellung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
25.02.2016 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
16.03.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
16.03.2016 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Rat 
1. nimmt den Bericht der Projektgruppe Männer. Frauen. Münster = Fair! „Charta Auftrag Nr. 9 
Männer und Jungen in der Gleichstellung. Bericht und Handlungsempfehlungen“ zur Kenntnis 
(Anlage) 
2. beauftragt die Verwaltung, auf der Grundlage des im o.g. Bericht vorgestellten Konzepts einen 
konkreten Umsetzungsvorschlag zu erarbeiten (Bereitstellung Haushaltsmittel, Stellenplan) 
und eine entsprechende Beschlussvorlage zum Haushalt 2017 vorzubereiten. 
3. empfiehlt dem Oberbürgermeister, nach der Umsetzung des unter 2. genannten Vorschlags 
die Bezeichnung des Amtes anzupassen. 
 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Zunächst keine 
 
 
 
 
Begründung: 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0012/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Arndts-Haupt 
Ruf: 
492 17 00 
E-Mail: 
ArndtsHM@stadt-muenster.de  
Datum: 
07.01.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0012/2016 
Auftrag 
Im 2. Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Charta wurde der Verwaltung der Auftrag erteilt in 
Zusammenarbeit mit der AG 1 Gender und dem männernetzwerk Münster  
- die fachliche Notwendigkeit und die strukturellen und inhaltlichen Möglichkeiten, männer- und 
jungenbezogene Aufgaben und Ziele bedarfsorientiert abgesichert und systematisch in die 
Gleichstellungsarbeit einzubinden, zu prüfen 
 
 und  
 
- eine Aufgabenbeschreibung und mögliche organisatorische und personelle Lösungsvorschlä-
ge für eine zielgerichtete Männer- und Jungenarbeit im Rahmen der Querschnittsaufgabe 
Gleichstellung zu entwickeln. 
 
Umsetzung 
Zur Umsetzung dieses Auftrags erarbeitete das Frauenbüro gemeinsam mit dem männernetzwerk 
Münster einen Verfahrensvorschlag, der die notwendigen fachlichen Grundlagen berücksichtigte und 
die am Aufgabenfeld beteiligten und interessierten Multiplikator/inn/en, Fachleute, Einrichtungen und 
Politiker/innen einbezog. Ziel war es, mit diesem Vorgehen den Prozess offen zu machen und die 
Bereitschaft zu fördern, an dem gemeinsam entwickelten Vorschlag und seiner möglichen künftigen 
Umsetzung mitzuwirken. Das Verfahren umfasste drei Bausteine: 
 
 Die Durchführung einer Fachtagung mit der Fachöffentlichkeit aus den Männerarbeitsbe-
reichen, den Frauennetzwerken und externer Expertise; 
 
 Die Einrichtung einer Projektgruppe, die auf dieser Grundlage Eckpunkte und Inhalte einer 
künftigen Struktur der Männerarbeit im Bereich der Gleichstellung erarbeitete; 
 
 Den Entwurf einer Entscheidungsvorlage für den Rat. 
 
Unter Einbeziehung externer Expertise wurde eine Fachtagung zur grundsätzlichen Aufbereitung der 
Thematik durchgeführt und dokumentiert. Ergebnis der Fachtagung war die Einrichtung einer Projekt-
gruppe, die mit Fachvertreter/innen aus den Frauen – und männetzwerken sowie Vertreter/innen der 
Ratsfraktionen besetzt war. 
Die Projektgruppe erarbeitete in drei Sitzungen den in der Anlage beigefügten Bericht und eine Hand-
lungsempfehlung. Sie empfiehlt der Verwaltung auf dieser Grundlage eine Beschlussvorlage zu erar-
beiten, die den Weg für weitere haushaltsrelevante Entscheidungen vorbereitet. 
Des Weiteren ist damit der Antrag an den Rat Nr. A-R/0046/2014 der FDP-Fraktion „Arbeit für die 
Gleichstellung: Gleichstellungsbüro beim Namen nennen“ vom 14.11.2014 erledigt. 
 
 
 
 
 
 
Gez. Lewe 
 
Anlagen:

- 3 - 
V/0012/2016 
Charta-Auftrag Nr. 9 Männer und Jungen in der Gleichstellung  
Bericht und Handlungsempfehlungen

Bericht Projektgruppe Endfassung

17741 Zeichen

1 
 
Anlage zur Beschlussvorlage  V/0012/2016 
 
 
 
 
 
 
Charta-Auftrag Nr. 9 Männer und Jungen in der Gleichstellung 
Bericht und Handlungsempfehlungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aktionsschwerpunkt des Dezernats Oberbürgermeister 
 
 9 Männer und Jungen in der Gleichstellung 
 
Die fachliche Notwendigkeit und die strukturellen und inhaltlichen 
Möglichkeiten, männer- und jungenbezogene Aufgaben und Ziele 
bedarfsorientiert abgesichert und systematisch in die Gleichstellungsarbeit 
einzubinden, werden geprüft.  
Es werden eine Aufgabenbeschreibung und mögliche organisatorische und 
personelle Lösungsvorschläge für eine zielgerichtete Männer- und 
Jungenarbeit im Rahmen Querschnittsaufgabe Gleichstellung entwickelt. 
 
Verantwortlich: Frauenbüro in Zusammenarbeit mit AG  1 Gender 
 und männernetzwerk münster

2 
 
Vorbemerkung 
 
Im 2. Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Charta (beschlossen am 02. April 2014) 
wurde der Verwaltung unter Federführung des Frauenbüros der Auftrag erteilt,  
 
 die fachliche Notwendigkeit und die strukturellen und inhaltlichen Möglichkeiten, 
männer- und jungenbezogene Aufgaben und Ziele bedarfsorientiert abgesichert 
und systematisch in die Gleichstellungsarbeit einzubinden, zu prüfen und 
 
 eine Aufgabenbeschreibung und mögliche organisator ische und personelle 
Lösungsvorschläge für eine zielgerichtete Männer- und Jungenarbeit im Rahmen 
der Querschnittsaufgabe Gleichstellung zu entwickeln. 
 
Hervorgegangen ist dieser  Arbeitsauftrag aus dem mit der Fachöffentlichkeit durchgeführten 
Workshop zum 2. Aktionsplan. So knapp wie die darin enthaltene Aufgabe auch formuliert 
ist, ist sie dennoch mit einer besonderen Verantwortung verbunden: Viele Jahrzehnte 
feministischer und frauenpolitischer Arbeit, ideologischer und oftmals auch emotional 
geführter Debatten um die Notwendigkeit und Ziele von Frauen- und Gleichstellungspolitik  
bilden einen Hintergrund, der berücksichtigt werden muss. 
 
Es geht darum,  
 
 gleichstellungspolitische Notwendigkeiten sachlich  und fachlich zu beschreiben, 
 
 das Problem der nach wie vor bestehenden problemat ischen 
Ressourcenverteilung als wichtige Aufgabe mitzunehmen und nicht durch neue 
Verteilungsdebatten zu verschärfen, 
 
 frauenparteiliche Arbeit als weiterhin notwendig z u respektieren,  
 
 männerparteiliche Arbeit als komplementären Bauste in anzuerkennen und in 
ihrem Wachsen zu unterstützen  
 
 dafür den fachlichen und organisatorischen Rahmen zu schaffen, der diese 
Aspekte berücksichtigt. 
 
 
1. Verfahren 
 
Zur Umsetzung dieses Auftrags entwickelte das Frauenbüro gemeinsam mit dem 
männernetzwerk münster einen Verfahrensvorschlag, der die notwendigen fachlichen 
Grundlagen berücksichtigt und die am Aufgabenfeld beteiligten und interessierten 
Multiplikator/inn/en, Fachleute, Einrichtungen und Politiker/innen einbezieht. Ziel war es, mit 
diesem Vorgehen den Prozess offen zu machen und die Bereitschaft zu fördern, an dem 
gemeinsam entwickelten Vorschlag und seiner möglichen künftigen Umsetzung mitzuwirken. 
Dieses Vorgehen entspricht der Arbeitsweise, die sich im Handlungsfeld Frauen- und 
Gleichstellungsarbeit im Frauenbüro seit drei Jahrzehnten bewährt hat. Die gemeinsame in

3 
 
Kooperationen und im Netzwerk verbundene Arbeit fördert die fachliche Qualität und die 
Wirkung der strategischen Zusammenarbeit. 
 
Das Verfahren umfasst drei Bausteine: 
 
 Die Durchführung einer Fachtagung mit der Fachöffe ntlichkeit aus den 
Männerarbeitsbereichen, den Frauennetzwerken und externer Expertise; 
 
 Die Einrichtung einer Projektgruppe, die auf diese r Grundlage Eckpunkte und 
Inhalte einer künftigen Struktur der Männerarbeit im Bereich der Gleichstellung 
erarbeitet; 
 
 Den Entwurf einer Entscheidungsvorlage für den Rat . 
 
Unter dem Titel „Männer.Frauen.Münster = FAIR!“ fand am 26. März 2015 ein 
Werkstattgespräch statt. Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren Vertreterinnen und 
Vertreter des Ausschuss für Gleichstellung, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der 
Fachöffentlichkeit, Vertreterinnen und Vertreter aus Einrichtungen, die sich mit Frauen- bzw. 
Männerarbeit befassen und aus Frauen und Männerorganisationen sowie Mitglieder der 
Verwaltung.  
 
Brigitte Kress, Diplomsoziologin und Expertin für Genderfragen, Vereinbarkeitsberatung für 
Männer und Unternehmen führte zum Thema „Organisierte Männerbewegung – woher sie 
kommt, wie sie sich in Deutschland darstellt.“ in die Geschichte der Männerbewegung und 
ihre aktuelle Situation in Deutschland ein. Sie beschrieb mögliche Konfliktlinien und stellte 
geeignete Herangehensweisen für eine erfolgreiche gemeinsame Genderpolitik vor.   
 
Diplomsozialarbeiter Mag. (FH) Markus Kratzberger referierte zu „Männerarbeit als Baustein 
von Geschlechtergerechtigkeit“. Er beschrieb Aufgaben und Qualitätsaspekte von 
Männerberatung, plädierte für die Entwicklung von authentischer moderner Männlichkeit und 
betonte die Notwendigkeit, dass Männer selbst eine aktive Rolle für eine gleichberechtigte 
Gesellschaft übernehmen sollen. 
 
Die konkrete Entwicklung der Frauennetzwerke und der Männerarbeit in Münster wurden von 
Claudia Welp, stellvertretende Amtsleiterin des Frauenbüros und Andreas Moorkamp, 
Sprecher des männernetzwerks münster vorgestellt. Gleichstellungsarbeit in Münster hat 
auftrags- und entwicklungsbedingt sowie aufgrund der vorhandenen Problemlagen einen 
deutlichen Schwerpunkt im Bereich der Arbeit für benachteiligte Frauen und Mädchen sowie 
den strategischen Zielen zur Schaffung von Chancengleichheit. Wichtige Grundlagen für 
eine männer- und jungenorientierte Arbeit wurden in den vergangenen 10 Jahren bereits 
gelegt und weitere sind im Entstehen. Darüber hinaus wurde sichtbar, dass einige 
Arbeitsbereiche (Gewalt, Gesundheit) bereits mit geschlechterdifferenzierten Ansätzen 
arbeiten. 
 
Auf der Grundlage der vorgestellten Informationen erarbeiteten die Teilnehmer und 
Teilnehmerinnen wichtige Eckpunkte für eine münstersche Gleichstellungspolitik, die dem 
gewählten Motto „Männer. Frauen. Münster = Fair!“ entsprechen soll.

4 
 
Unter drei Fragestellungen wurden erste Ideen für das weitere Vorgehen 
zusammengetragen: 
 
Wie kann/ soll die Zukunft aussehen? 
Was brauchen wir dafür? 
Was sind unverzichtbare Rahmenbedingungen? 
  
Als  Ergebnis entstand daraus 
 
 eine erste Themensammlung, die aktuell notwendige fachliche Fragestellungen in 
den Fokus nimmt. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit der Vaterrolle und 
Väterarbeit sowie der Bereich Jungenarbeit, Jungen und Berufswahl und Männer 
mit Behinderungen. 
 
 die Forderung nach dem Aufbau notwendiger Struktur en für eine Positionierung 
der Männer- und Jungenarbeit innerhalb des Arbeitsfeldes Gleichstellung. Dazu 
gehören Begriffe wie Koordinierungsstelle, Fachmänner, Geld, Personal, Zeit, 
Vernetzung von Institutionen und Synergieeffekte. 
 
 Die Feststellung, dass eine eigene Haltung zum The ma und Visionen für die 
Ausdifferenzierung der Gleichstellungsarbeit notwendig sind. Dies drückt sich aus 
in der Forderung nach „mutigen Politiker/innen“, „Männschlichkeit“, kein 
Verteilungskampf, Partner auf Augenhöhe“. 
 
Insgesamt wurde in der Diskussion betont, dass das bereits bis jetzt in Münster erreichte 
Niveau der Zusammenarbeit von Fachfrauen und Fachmännern wertgeschätzt wird und der 
Zeitpunkt für einen nächsten gemeinsamen Schritt zu weiterer institutionalisierter Arbeit reif 
ist. 
 
Zur Aufbereitung dieses Ziels wurde eine Projektgruppe beauftragt. Mitglieder der 
Projektgruppe sind Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Träger, der Politik sowie 
des Ausschuss für Gleichstellung, des männernetzwerks und des Frauenbüros. Die 
Zusammensetzung stellt ein Spiegelbild aller für den Themenbereich Gleichstellung 
notwendigen Bereiche dar und kann als Garant dafür gesehen werden, dass mit 
„Münsterqualität“ an einem möglichen neuen Weg gearbeitet wird. 
 
Die Referate und Ergebnisse des Werkstattgesprächs wurden dokumentiert und den 
Beteiligten sowie dem Ausschuss für Gleichstellung zur Verfügung gestellt.  
 
 
2. Arbeit der Projektgruppe 
 
Unter gemeinsamer Federführung von Frauenbüro und männernetzwerk arbeitete die 
Projektgruppe an folgenden Fragestellungen: 
 
 Wie soll in Münster die Weiterentwicklung des Auft rags Gleichstellung von 
Männern und Frauen aussehen? 
 Welche Themen und Handlungsfelder sind von besonde rer Bedeutung?

5 
 
 Welche Akteure und Verantwortliche sind einzubezie hen? 
 Welche Ressourcen und Strukturen sind erforderlich ? 
 
Ziel war es, auf einvernehmlicher Basis, Bausteine für ein Konzept vorzulegen, das fachliche 
Aufgaben, organisatorische Rahmenbedingungen und notwendige Ressourcen darstellt und 
als Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung aufbereitet.  
 
Von Juni bis Oktober 2015 tagte die Projektgruppe „Männer.Frauen.Münster = FAIR!“ 
bestehend aus insgesamt 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Organisationen 
und Einrichtungen und Verwaltung dreimal. Im Rahmen der Sitzungen wurden  folgende 
Aspekte näher betrachtet:  
 
 Ist-Aufnahme der gleichstellungspolitischen Strukt uren 
 Sinnvolle kurz- und langfristige Ziele 
 Notwendige Rahmenbedingungen, weitere Beteiligte, wichtige Inhalte und 
notwendige Strukturen einer neu definierten Gleichstellungspolitik 
 
Folgendes Schaubild verdeutlicht den Fokus. Zudem wurde eine gemeinsame vorläufige 
Themenliste erarbeitet.

6 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
-LIVAS 
-KCM   
Antrag nach §24 GO für 
Männerprojekte  
Ist -Zustand/ Was 
haben wir? 
(unverzichtbare) 
Rahmenbedingun 
gen 
Zuständigkeiten 
/ Wer kann was 
machen? 
Weitere/ 
notwendige 
Beteiligte 
Finanzierung ( -
smöglichkeiten)  
Ziele  
Langfristig  
-Leitbild Gleichstellung  
-politische Umsetzung und Mitgestaltung der Gleichst.  
- Struktur 
- Gleichstellung als Schwerpunkt auf allen Ebenen 
- Ressourcen: Geld, Personal, Fähigkeiten, Talente, Verbände, Gruppen  
- Gleichverteilung der Ressourcen  
- Männliche und weibliche Partner auf Augenhöhe  
- Interessen von Jungen und Männern vertreten, ausbauen  
 
Kurzfristig  
-Austausch 
-Kooperation (mit Mädchen + Frauenarbeit  
-Vernetzung von Gesellschaft und Politik  
-Münster’sche Kräfte bündeln 
- Männer aus der „Zuschauer-Rolle“ holen 
-Öffentlichkeit für (Männer-) Themen 
sensibilisieren 
 
Männer. Frauen. 
Münster = Fair 
-Charta-10 
Institutionen/ 
Organisationen im 
Männer-Netzwerk 
- Männerforum 
-Frauenbüro 
-gute Vernetzung mit 
der Politik 
-Frauennetzwerke + 
Organisationen 
-AK Jungen und Männer 
Münster 
-Koordinierungsstelle 
-Vernetzung von Institutionen 
-Dokumentation d. Prozesses 
-Kein Verteilungskampf 
-genügend Ressourcen (personell, 
finanziell, zeitlich..) 
- Fachlichkeit in parteilicher/ spez. 
Männerarbeit 
 Qualifikation 
-keine Umverteilung (der finanz. Mittel) 
aus dem Frauenbereich  
Geschlechterübergreifende Solidarität

7 
 
Themen, die in der Gleichstellungsarbeit bereits bearbeitet werden bzw. noch (intensiver) bearbeitet werden müssen  
(Stichworte und Überblick, nicht abschließend) 
Männer  Übergreifend und mit jeweils 
geschlechterspezifischen 
Aspekten 
Frauen  
Väterarbeit als Schwerpunkt/ Väter als Vorbilder  „Mutterrolle“, „Mütterarbeit“ 
Jungenarbeit/- Förderung   Mädchenarbeit/- Förderung  
Männer mit Migrationsvorgeschichte 
Männliche Flüchtlinge 
Interkulturalität 
Flüchtlinge 
Frauen mit Migrationsvorgeschichte  
Weibliche Flüchtlinge 
Parteiliche Männerarbeit   Parteiliche Frauenarbeit  
Beratungsangebote für Männer: bestehende 
sichtbar machen und entwerfen  
benötigt Ressourcen 
 eigene Ansprache konzipieren 
 Vorhandenes Beratungsangebot benötigt mehr 
finanzielle Ressourcen 
Vielschichtiges Beratungsangebot  Beratung  Beratun gsangebote erhalten 
Täterarbeit  
Opferarbeit 
Gewalt gegen Männer durch Männer und durch 
häusliche Gewalt 
Gewalt  Gewalt gegen Frauen 
Frauen als Täterinnen 
 
 Vereinbarkeit Beruf und Familie  
 Arbeitsteilung bei der Familien- und 
Sorgearbeit 
 
 Leistungsdruck 
und  
Gesellschaftlicher Druck 
 
 Alleinerziehend  
 Rollenbilder  
 Berufswahl  
Ausbildung für Männer in Pflege- und 
Sozialberufen 
Männer in Kitas 
  
Männer (als Thema) in Wissenschaft und Lehre  Gende r Studies  Frauenforschung  
Gesundheitsgefährdung am Arbeitsplatz  Arbeit allge mein 
Work-Life-Balance 
Equal Pay 
Karrierechancen 
 Bildungschancen  
 Barrierefreiheit  
Tabuthema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz  Sex ismus Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz 
 Identitäten  
 Geschlechternormen  
 Gender  
Selbstfürsorge/Männergesundheit 
„Männer-Ärzte“ 
 
Gesundheit Mangelnde frauenspezifische Diagnostik, 
fehlende geschlechtersensible 
Medikamentenerprobung … 
 Homosexualität  
 Generationenbeziehungen  
Männer in der Pflege 
Männer als Pfleger 
Alter  
Demographischer Wandel 
Altersarmut 
 Marketing und Anspracheformen  
 (geschlechtersensible) Sprache   
 Kunst/ Kultur  
 (Politische) Partizipation Stärkung/ Förderung weib l. Partizipation 
 Stadtplanung/ Sicherheit im 
öffentlichen Raum 
 
 Sport  
 Gleichstellung beim Arbeitgeber 
Stadtverwaltung  
 
 Gleichstellung bei anderen 
(großen) Arbeitgebern 
 
 Gendermainstreaming   
 Gender Budgeting

8 
 
Die Zusammenstellung macht die Notwendigkeit weiterer zielgerichtet frauenparteilicher 
Arbeitsansätze ebenso deutlich, wie die Herausforderung, männerparteiliche Arbeits – und 
Denkansätze zu etablieren bzw. weiter zu entwickeln. Zudem wird die Breite der Handlungsfelder 
deutlich, bei denen geschlechterdifferenzierte Arbeitsansätze bzw. geschlechtersensibles Vorgehen 
bereits jetzt und in Zukunft noch systematischer erforderlich sind.  
 
Der Überblick zu den bearbeiteten Fragestellungen und die Themenliste stellen zudem eine 
Momentaufnahme des Entwicklungsprozesses dar, den die Gleichstellungsarbeit in Münster in den 
letzten Jahren genommen und die zum aktuellen, auf Augenhöhe stattfindenden fachlichen Dialog 
geführt hat. Dazu gehört auch der aktuelle Antrag auf Einrichtung eines „Fördertopfs für 
Männerprojekte“ für die Finanzierung der bestehenden und im Ausbau befindlichen Projekte im 
Männerbereich.  Er soll analog zum bestehenden Fördertopf für Frauenprojekte geführt werden. Dass 
auf Wunsch der Antragsteller dieser Topf im Frauenbüro federführend betreut werden soll, spricht für 
den erreichten Grad der vertrauensvollen Zusammenarbeit. 
 
 
2.1 Handlungsvorschlag der Projektgruppe 
 
Die in Münster vorhandenen Einrichtungen und Organisationen, die in unterschiedlicher Weise zur 
Verwirklichung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen beitragen, halten es für sinnvoll und 
notwendig, die verschiedenen Aktivitäten und fachlichen Ziele personell, strukturell und finanziell so 
zu unterstützen, dass die vorhandenen Ansätze und Strukturen zu einem festen und dauerhaft 
wirksamen Bestandteil der Gleichstellungsarbeit in Münster werden können.   
 
Im Einzelnen sind dafür folgende Voraussetzungen notwendig: 
 
 Männerparteiliche Arbeit benötigt ebenso wie fraue nparteiliche Arbeit Fachkompetenz, 
die sich durch entsprechende Ausbildung manifestiert. 
 
 Gleichstellungsarbeit, die männer- und frauenparte iliches Arbeiten für unverzichtbar hält 
und fördert und gleichzeitig mit der jeweils notwendigen differenzierten fachlichen 
Kompetenz auch Querschnittsthemen bearbeitet, braucht dafür ausreichende fachliche, 
personelle Ressourcen 
 
 Eine Bereitstellung der notwendigen Mittel durch R eduzierung der Ressourcen in den 
bisherigen Aufgabenfeldern der frauenorientierten Gleichstellungsarbeit ist dabei nicht 
zielführend, da diese Aufgabenfelder in gleichem Umfang bestehen bleiben. Langfristig 
kann es vor allem hinsichtlich der geschlechterdifferenzierten Arbeitsweise in den 
Querschnittsthemen auch zu finanzwirksamen Synergien kommen. 
 
Konkret soll die Umsetzung folgendermaßen aussehen: 
 
 Es soll eine Personalstelle „Männer, Jungen in der  Gleichstellung für einen 
Sozialarbeiter,- pädagogen oder vergleichbare Qualifikation, (E 12, A 12) in der 
Verwaltung eingerichtet werden. 
 
 Notwendige zusätzliche Finanzmittel (laufende Arbe it, Programmmittel, Fördertopf) 
sollen bereitgestellt werden.

9 
 
 Die Aufgabe und die Stelle soll an das Frauenbüro angebunden werden, 
das dann künftig eine neue Bezeichnung erhalten soll. 
. 
Aufgaben der Stelle sind in Zusammenarbeit mit dem vorhandenen Personal analog zu den 
Produkten des Frauenbüros (siehe dazu auch die Themenliste, S. 7): 
 
 Mitwirkung, Unterstützung der Verwaltungsführung b eim Produkt „Gleichstellung als 
Aufgabe der gesamten Stadtverwaltung“ (u.a. Europäische Charta). Hierzu sollte 
auch die Mitwirkung an einem gesamtstädtischen Leitbild zur Gleichstellung der 
Geschlechter gehören.  
 
 Mitwirkung im Bereich Organisations- und Personale ntwicklung 
 
 Information und Beratung der Beschäftigten, Anspre chpartner für Anfragen der 
Mitarbeiter 
 
 Informationsarbeit, Bewusstseinsbildung und Öffent lichkeitsarbeit im Bereich 
Männer- und Jungenarbeit 
 
 Zusammenarbeit mit und Unterstützung von Männerorg anisationen, männer- und 
jungenspezifischen Netzwerken, Projekten 
 
 Finanzielle Förderung von Männerprojekten, ggf Trä gern 
 
Zu beachten ist dabei, dass männerorientierte Angebote in Münster zunächst noch im Wachsen sind 
und gleichzeitig auf die vorhandenen Strukturen und Arbeitserfahrungen in der frauenorientierten 
Gleichstellungsarbeit sowie den Erfahrungen der Querschnittsaufgabe zurückgegriffen werden kann.  
 
Eine konkrete Berechnung der zunächst notwendigen Haushaltsmittel ist von der Verwaltung 
vorzunehmen. 
 
Die Projektgruppe empfiehlt, im Jahr 2016 einen entsprechenden Beschlussvorschlag zu den 
Haushaltsberatungen 2017 vorzulegen.

Beratungsverlauf (3)

25.02.2016 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.03.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
16.03.2016 Rat
TOP 10 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0012/2016
Typ
Vorlagen
Datum
12.01.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37