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V/0371/2008/1

Handlungskonzept, demografischer Wandel in Münster:

Vorlagen 12.11.2008

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Hauptvorlage V/0371/2008 mit Anlagen

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NIEDERSCHRIFT_HEARING

21971 Zeichen

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 1 
Anlage 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Niederschrift 
des  Auftakt-Hearings zum 
 Handlungskonzept „Demografischer Wandel in Münster“ 
am 30.10.2008 von 18:00 bis 22:00 Uhr   
im Rathausfestsaal 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage: Pressespiegel

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 2

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 3 
Begrüßung und Einführung 
 
Herr Oberbürgermeister Dr. Tillmann  eröffnete die Veranstaltung und gab seiner 
Freude Ausdruck, dass das zunächst eher abstrakt kl ingende Thema Demografie 
auf eine so breite Resonanz in der Öffentlichkeit gestoßen ist.  
„Unter den Augen der Öffentlichkeit, aber dennoch w eitgehend von ihr unbemerkt“ 
habe sich der demografische Wandel in der Vergangen heit entwickelt. Auch die 
Stadt Münster werde diese Entwicklung zunehmend zu spüren bekommen; nicht 
mit der Wucht wie manche ostdeutsche Kommune und au ch nicht heute oder mor- 
gen.  
Noch sei die Stadt in einer guten Ausgangslage und dies verdanke sie insbesonde- 
re der Attraktivität als Hochschul- und Bildungssta ndort. Hier gelte es im „Schulter- 
schluss“ zwischen Hochschulen und Kommune in den ko mmenden Jahren weitere 
Schritte zu gehen. Ziel aller Bemühungen müsse es s ein, sich den Studierenden 
als attraktive Hochschulstadt mit  hoher Lebensqualität zu präsentieren.  
Wer kommen möchte, solle auch die Möglichkeiten daz u erhalten und nach dem 
Examen möglichst auch am örtlichen Arbeitsmarkt ein en entsprechenden Arbeits- 
platz finden. Münster darf kein „Durchlauferhitzer“ sein, den die gut ausgebildeten 
Studierenden anschließend wieder verlassen müssen. Dies gelte ebenso für Men- 
schen mit Migrationsvorgeschichte. Das Leitbild ‚Mi gration und Integration’ der 
Stadt Münster bietet hier eine gute Basis. 
Herr Dr. Tillmann wies darüber hinaus auf die nachh altigen demografischen Verän- 
derungen in der Bevölkerungsstruktur hin und fasste  sie mit den Worten „weniger, 
älter, bunter“ zusammen.  
Doch was bedeute dieses konkret? 
Auf der sogenannten ‚Problemseite’ gäbe es Input-Ou tput-Verwerfungen bei den 
großen sozialen Sicherungssystemen (z. B. in der Al ters- oder Krankenversiche- 
rung). Auch die perspektivischen Fragen zur Arbeits kräfteentwicklung würden eine 
zentrale Rolle spielen oder die Aspekte der Pflege hochbetagter Personen. Und 
auch die Interessenslage alter versus junger Mensch en oder die Tatsache, dass 
immer weniger Erwachsene Eltern werden, seien nicht zu vernachlässigen.

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 4 
Demgegenüber ständen auf der sogenannten ‚Reaktionsseite’ die zahlreichen Re- 
formanstrengungen im Bereich der großen sozialen Si cherungssysteme, die Neu- 
bestimmungen im Verhältnis zwischen privaten Dispos itionen und öffentlichen Un- 
terstützungsleistungen und auch der Fakt, dass Fami lienpolitik Hochkonjunktur ha- 
be. 
So könne im Fazit festgehalten werden, dass die Rea ktionsmuster wichtig sind, je- 
doch für eine Umkehrung des Mega-Trends nicht ausre ichen werden. Und der 
‚physische Tummelplatz’ der demografischen Fragen seien die Kommunen. Demo- 
grafie sei eine kommunalpolitische Frage städtische r Außenpolitik, sie müsse mit 
breitem politischen Konsens getragen und als Langfristaufgabe gesehen werden.  
Dr. Tillmann führte weiter aus, dass die frühzeitig e generelle Einstellung auf diese 
Langfristaufgabe wichtig sei, und das zum Beispiel im Bereich der Migration und 
Integration, in stadtentwicklungspolitischen Positi onierungen, in der Profilbildung 
der Kommune und auch in Wettbewerbs-Positionierunge n. Jede Kommune habe 
dabei ihre ihr eigene ‚demografische Perspektive’. 
Das kommunalpolitische Reaktionsmuster der Stadt Mü nster im Bereich der De- 
mografie sei gut aufgebaut. Schon seit einigen Jahren würden auf der Basis des im 
Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess (ISM) formulierten Ziele 
und Profilierungskomponenten Problemlösungen erarbe itet, die einen klaren de- 
mografischen Faktor beinhalten. Und es seien insbes ondere die Demografieberich- 
te der letzten Jahre und damit die datengestütze Po sitionierung Münsters im Hin- 
blick auf die demografische Option der Stadt, die d as zentrale Fundament für die 
demografische Biografie und Standortbestimmung der Stadt bilden. Mit dem vorge- 
legten Handlungskonzept zum demografischen Wandel u nd dem Demografie-
Leitbild sei nun der Schritt von der Problembeschre ibung zum Reaktionsmuster er- 
folgt. 
Weiter führte er aus, dass es äußerst wichtig sei, die Rahmenbedingungen zu be- 
achten. Der Wettbewerb der Städte werde in den näch sten Jahren Gewinner und 
Verlierer produzieren. Und es sei ganz entscheidend , sich diesem Wettbewerb zu 
stellen und mit den vorhandenen oder auch aktivierb aren Talenten zu werben. 
Hierbei gebe es endogene Kräfte, zum Beispiel in de n Bereichen Familienpolitik, 
Wohnungsbau, Kinderbetreuung etc. Oder exogene Kräf te, wie die Steigerung der

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 5 
Attraktivität durch den Ausbau der Lebensqualität, der Optimierung der Arbeitsbe- 
dingungen, der Wohnqualitäten und damit die offensi ve Forcierung von Zuzügen. 
Denn schließlich seien es die Wanderungen, die die demografische Entwicklung 
einer Stadt bedingen. Zu den Poistivfaktoren und da mit auf die Habenseite der 
Stadt Münster gehören auch die vielen best ausgebil deten jungen Menschen, ein 
Potenzial, das es zu halten gilt. 
Im folgenden zitierte Herr  Dr. Tillmann aus dem Ha ndelsblatt vom 30.10.2008, wo 
Münster im interregionalen Vergleich als eine gute und entwicklungsstarke Region 
eingestuft ist. Er beendete seine Begrüßung mit dem  Hinweis darauf, dass das 
Handlungskonzept demografischer Wandel in Münster e ine gute Grundlage für die 
weitere Arbeit darstellt und dass es gilt, die Attr aktivität der Stadt Münster für die 
unterschiedlichen Zielgruppen im engen Schulterschl uss mit der Stadtregion und 
dem gesamten Münsterland zu halten und auszubauen. Er warnte ausdrücklich vor 
einer „gegenseitigen Kannibalisierung im Wettbewerb um Einwohner“. 
 
Herr Prof. Dr. Reuber  (WWU Münster) übernahm sodann die Moderation der V er- 
anstaltung und wies auf seine bereits in den vergan genen Jahren mehrfach vorge- 
nommene fachliche Betreuung der Stadt Münster beim demografischen Wandel 
hin. Er übergab  das Wort an Herrn Schowe , Leiter des Amtes für Stadtentwick- 
lung, Stadtplanung, Verkehrsplanung. 
 
Der demografische Wandel in Münster – Chance und Herausforderung! 
 
Im Mittelpunkt des Vortrags von Herrn Schowe stande n die demografische Stand- 
ortbestimmung der Stadt Münster sowie die Herleitun g des demografischen Leitbil- 
des „Münster im demografischen Gleichgewicht, attra ktiv – generationengerecht - 
partnerschaftlich“ aus dem Münster-Profil und den s tadtstrategischen Zielen. An- 
hand von tlw. animierten Charts wurden die Bevölker ungsentwicklung bis 2015 und 
die damit einhergehenden Veränderungen der Altersst ruktur veranschaulicht. Er 
betonte, dass das Handlungskonzept als Diskussionsg rundlage zu verstehen sei 
und zu einem gemeinsamen Handeln führen solle.

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 6 
Es gehe zunehmend darum, den Blick vorrangig auf ein „qualitatives Wachstum“ zu 
richten. Insbesondere den Quartiers- und Stadtteilp erspektiven werde bei der Ges- 
taltung des demografischen Wandels besondere Aufmer ksamkeit zukommen müs- 
sen.   
Aber auch dem „Schulterschluss“ mit dem Umland komm e besondere Bedeutung 
zu, um einen ruinösen Wettbewerb zu vermeiden. Die bisherige stadtregionale Zu- 
sammenarbeit biete eine gute Grundlage für die interkommunale Abstimmung. 
Herr Schowe wies auf die erforderliche Mithilfe von  Verbänden, Institutionen und 
Privaten bei der Bewältigung der Aufgabe hin. Beisp iel: Bei ca. 89 % privaten 
Wohneigentums in Münster sei es Aufgabe der Eigentü mer, diese Bestände vor 
dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft den sich wandelnden Bedürf- 
nissen dauerhaft anzupassen.  
Abschließend warb Herr Schowe für eine Fortsetzung des Diskussionsprozesses 
und erläuterte den weiteren politischen Beratungsga ng des Handlungskonzeptes 
sowie der damit verbundenen Aufträge an die Verwaltung. 
 
Herr Prof. Dr. Reuber bedankte sich bei Herrn Schow e und eröffnete dann die Ex- 
pertenrunde mit Herrn Bode (Fachkommission Stadtentwicklungsplanung des DST) 
und Herrn Prof. Dr. Hentze (FH Münster, Fachbereich Wirtschaft). 
 
Blick von Außen: Was sagen die Experten? 
 
Herr Bode erläuterte den bundesweiten Trend, dass d ie Städte in den kommenden 
Jahrzehnten von wenigen Ausnahmen abgesehen schrump fen werden. Der demo- 
grafische Wandel werde Auswirkungen auf alle wesent lichen Lebensbereiche ha- 
ben. 
Münster sei mit der Aufstellung eines demografische n Leitbildes auf dem richtigen 
Weg. Es schaffe eine Erkennbarkeit und diene der Authentizität der Stadt auf ihrem 
Weg in die Zukunft. Der methodische Ansatz sowie de r Steuerungszyklus des Pro- 
zesses seien richtig und notwendig. In diesem Zusam menhang verwies Herr Bode 
auf die Leipzig Charta, die die Städte u. a. auffor dert, sich verstärkt dem demogra- 
fischen Wandel zuzuwenden. Herr Bode plädierte für eine integrierte Stadtentwick-

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 7 
lungsplanung als Schlüsselstrategie und sah als zen trale kommunale Aufgaben die 
Erarbeitung und Aufbereitung der wesentlichen Informationsgrundlagen, die Formu- 
lierung von Leitzielen mit einem klaren Stadtprofil , die Erarbeitung von Leitbildern 
und Leitprojekten und die Aktivierung der örtlichen  Gemeinschaft und ihre Einbe- 
ziehung als aktiver Partner im Prozess. Eine zentra le Aufgabe komme aber auch 
der Evaluation der demografieaffinen Projekte zu un d der Beobachtung der weite- 
ren demografischen Entwicklung. Ein zentrales Planu ngsinstrument seien in die- 
sem Kontext die kleinräumigen Bevölkerungsprognosen  in ihrer Funktion als Früh- 
warnsystem. 
 
Herr Prof. Dr. Hentze  wählte als Ausgangspunkt die Auseinandersetzung de r Un- 
ternehmen mit dem demografischen Wandel. Ziel seien   insbesondere demografie- 
stabile Unternehmen und altersgemischte Belegschaft en. Nur so könne Innovati- 
onsfähigkeit erhalten bleiben. Die gleichen Ziele v erfolge auch das „Handlungskon- 
zept demografischer Wandel in Münster“.  
 
Münster verfüge über leistungsfähige Hochschulen in Forschung und Lehre und sei 
zudem ein attraktiver Wirtschaftsstandort (Platz 2 unter Deutschlands Großstäd- 
ten). Damit sei die Stadt gut aufgestellt, doch wer  sich auf seinen Lorbeeren ausru- 
he, werde morgen von anderen überholt! Herr Prof. D r. Hentze erläuterte anhand 
einzelner Beispiele weitere Gestaltungsmöglichkeite n etwa im Hochschulbereich 
(Duale Studiengänge, Verbundstudiengänge, Kooperative Studiengänge etc). 
Konzentration auf die wesentlichen Ziele und bündel n aller Kräfte sei seine Bot- 
schaft! 
 
Blick aus der Region: Was sagen die regionalen Partner? 
 
Herr Prof. Dr. Reuber stellte die Bezüge der region alen Partnern her und bat zu- 
nächst Herrn Krebs  (Geschäftsführer der EUREGIO) um ein Meinungsbild. 
 
Herr Krebs wies auf die Chancen hin beim Wissensaus tausch über die Grenzen 
hinweg. Hier habe Münster zusammen mit den Partnern  in der EUREGIO einen

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 8 
vorbildhaften Weg beschritten. ‚Von einander Lernen’ laute das Motto und nannte in 
diesem Zusammenhang einzelne INTERREG-Projekte, so die Veranstaltungsreihe 
„Der demografische Wandel in der EUREGIO“ sowie den  zunehmenden Erfah- 
rungsaustausch zwischen den Hochschulen. 
 
Herr Tilkorn  (Bezirksplaner, Bezirksregierung Münster) wies auf  die große Bedeu- 
tung des Regionalplans für die Integration aller Fa chplanungen im Regierungsbe- 
zirk hin. Dabei standen Struktur und Entwicklung de r Bevölkerung stets im Fokus 
der Planungsüberlegungen. Mit dem Regionalplan werd en unterschiedliche Nut- 
zungsinteressen im Raum koordiniert. Gleichwohl sah  Herr Tillkorn die Notwendig- 
keit einer stärkeren interkommunalen Zusammenarbeit . Er plädierte in diesem Zu- 
sammenhang u. a. für die Erarbeitung eines regionalen Einzelhandels-Konzeptes.  
Beispielhaft für das Handlungsfeld „Wohnen“ regte e r im Zusammenspiel des O- 
berzentrums Münster mit den Umlandgemeinden den Auf bau einer regionalen 
Wohnungs-Tauschbörse an. 
 
Herr Meendermann  (Bürgermeister Telgte) wies auf die gute Zusammenarbeit zwi- 
schen Telgte und der Stadt Münster hin. „Das Umland lebt nicht ohne Münster und 
Münster nicht ohne das Umland“. Nun gelte es, das H andlungskonzept mit Leben 
zu füllen! Dazu wolle Telgte seinen Beitrag leisten . Zu klären ist: was macht ihr, 
was machen wir?.  
Als gute Beispiele der Zusammenarbeit nannte Herr M eendermann die stadtregio- 
nale Einzelhandels-Datenbank und die stadtregionale Bürgerumfrage aus dem Jah- 
re 2006 als wichtige Informationsgrundlagen. 
Für die Zukunft sieht Herr Meendermann u. a. Handlu ngsbedarfe in den Bereichen 
Wohnen, Pendler, medizinische Versorgung. 
 
Blick nach Innen: Was sagen die lokalen Partner?  
 
Zu diesem Themenblock bat Herr Prof. Dr. Reuber Fra u Austermann (Vorsitzende 
des Jugendrates) und Herrn Diekel (Vorsitzender der  Seniorenvertretung) auf das 
Podium.

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 9 
Herr Diekel  stellte das Szenario des sich entleerenden Aussens tadtteils an den 
Anfang seiner Überlegungen. „Erst geht die Postfili ale, dann folgen weitere 
Dienstleister und …“und die alten Menschen können s ich nicht mehr selbst versor- 
gen, auch wenn sie es gern möchten. 90 % aller Senioren leben nach Aussage von 
Herrn Diekel in der eigenen Wohnung, die Seniorenve rtretung helfe diesen Men- 
schen durch den Aufbau sozialer Netzwerke. Die Seni orenvertretung sei bereit, mit 
ihrem Wissen und ihren Kontakten an der großen Aufg abe des demografischen 
Wandels mitzuwirken. 
In diesem Zusammenhang verwies Herr Diekel auf die erfolgreiche Veranstaltung 
im Rathaus zum altengerechten Wohnen in Münster aus  dem Jahre 2007 hin. Erst 
kürzlich habe eine weitere Veranstaltung in Koopera tion mit der Verwaltung zum 
attraktiven Wohnen ohne Barrieren im Gesundheitshaus stattgefunden. 
Die Seniorenvertretung besteht seit dem 1.1.2006 un d organisiert sich in 10 unter- 
schiedlichen Arbeitskreisen. 
 
Gemeinsam mit dem Jugendrat der Stadt Münster habe man in einer Zukunfts- 
werkstatt unter dem Motto „gemeinsam für ein faires  Münster“ unterschiedlichste 
Ansätze entwickelt, etwa vom Erfahrungsaustausch zw ischen SeniorenInnen und 
SchülernInnen an den weiterführenden Schulen. Anläs slich des Aktionstages „De- 
mografie“ des WDR wurde der Öffentlichkeit ein Wuns chbaum präsentiert als ge- 
meinsame Plattform unterschiedlichster Ideen und Wünsche. 
 
Frau Austermann  hob noch einmal die gute Zusammenarbeit zwischen b eiden 
Gremien hervor und machte deutlich, welche Potentia le im gegenseitigen Lernen 
voneinander liegen. 
Mit Hinweis auf die bestehende Schullandschaft Müns ters hob Frau Austermann 
die aus Sicht vieler SchülerInnen hohe Qualität der  innerstädtischen Angebote her- 
vor. Gerade in der Vernetzung mit anderen öffentlic hen aber auch privaten Einrich- 
tungen läge der besondere Reiz und die besondere Attraktivität der Innenstadt. Vie- 
le ihrer MitschülerInnnen nähmen daher einen weiter en Schulweg auch aus den 
Aussenstadtteilen gern in Kauf.

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 10  
Als nächsten Podiumsgast begrüßte Herr Prof. Dr. Re uber Herrn Marinos  (Vorsit- 
zender des Ausländerbeirates) und wies auf das Leit bild „Integration“ als wichtige 
Grundlage des Handlungskonzeptes hin. Herr Marinos plädierte für eine rasche 
Umsetzung des Leitbildes ‚Migration und Integration ’. Er betonte, dass es gelte, 
den demografischen Wandel zu gestalten. Die Teilhab e von Menschen aus ande- 
ren Kulturkreisen am gesellschaftlichen Leben biete  der Gesellschaft die Chance, 
weitgehend verloren gegangene Familienstrukturen er neut zu erleben, kulturelle 
Vielfalt als Reichtum zu begreifen. Die Multination alität der Stadt müsse sich stär- 
ker im Stadtbild widerspiegeln. Er plädierte für ei ne ganz genaue Betrachtung der 
demografischen Folgen und forderte eine Analyse in den einzelnen gesellschaftli- 
chen und fachlichen Sektoren und ein genaues Abstim men konkreter Maßnahmen 
auf die demografischen Folgen. Es bedürfe einer Akz eptanz gerade auch der eth- 
nischen Aspekte, wobei es eindeutig um die Gleichst ellung der Menschen und die 
Inwertsetzung der menschlichen Potenziale über alle  Alters- und kulturellen Grup- 
pen hinweg gehe. 
 
Frau Arndts-Haupt  (Leiterin des Frauenbüros) stellte die Partizipati on der Frauen, 
die Chancengleichheit der Frauen im Beruf und die b isherigen Aktivitäten des 
Frauenbüros zum demografischen Wandel in den Mittel punkt ihrer Überlegungen. 
Das Projekt „Ich bin so alt wie ich bin“ habe deutlich gezeigt, dass sich die Frauen- 
gruppen engagiert mit dem Thema des Alterns einer G esellschaft auseinandersetz- 
ten.  
Zahlenmäßig bildeten die Frauen über 60 mit 35.800 Personen den deutlich größe- 
ren Anteil gegenüber den Männern. Insgesamt lebten davon 13.000 Frauen in 1-
Personenhaushalten, was zu dem Problem einer zunehm enden Isolation führen 
könnte. Frau Arndts-Haupt plädierte für die „passen de Damenbekleidung“ beim 
notwendigen „demografischen Maßanzug“.  
 
Herr Willamowski  (Leiter des Sozialamtes) nahm Bezug auf die Pflegesituation der 
älteren Menschen in Münster. Er verwies auf die unt erschiedlichsten Einrichtungen 
in den Stadtteilen, auf das Mehrgenerationenwohnen und die verschiedenen inno- 
vativen Wohnprojekte in der Stadt. Nachbarschaftstr effen, Altenhilfezeiten in

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 11  
Hiltrup, ein Haus der Begegnung in Gremmendorf und vieles mehr runden das Bild 
ab. 
Ziel sei es, das „Älter werden im Stadtteil“ zu erm öglichen. Vorrangig seien Hilfen 
zum selbständigen Verbleib in der eigenen Wohnung n otwendig. Bei einem not- 
wendigen Umzug müssten passende Angebote im Stadtte il bereitgestellt werden. 
Angesichts der unterschiedlichen Strukturen in den Stadtteilen sind passgenaue 
Planungen notwendig, wobei einer gemeinwesenorienti erten Seniorinnen-
/Seniorenarbeit besondere Bedeutung zukommt. Insges amt leben aktuell ca. 5.500 
pflegebedürftige Menschen in Münster, die die angebotenen Angebote nutzen. Die- 
ser Personenkreis werde in den kommenden Jahren weiter zunehmen. 
 
Blick in die Stadtgesellschaft und Bürgerschaft 
 
In der sich anschließenden Diskussion mit dem Plenu m ergaben sich folgende 
Hinweise und Anregungen: 
 
o Stärkere Befähigung der Kinder und Jugendlichen fü r die Belange des Ar- 
beitsmarktes und der Gesellschaft werden gewünscht. 
o Nachhilfeunterricht von Senioren bei Jugendlichen in Gremmendorf ist vor- 
bildlich. 
o Integration von Migranten sollte als Chance gesehe n werden. 
o Jugend und Senioren sollen stärker voneinander ler nen; ohne eine Vorstel- 
lung von der Vergangenheit ist die Gegenwart nicht zu verstehen. 
o Die ältere Generation möchte barrierefrei wohnen; die Wohnungsbestände 
sollten seniorengerecht/barrierefrei saniert werden  (Hinweis auf die Veran- 
staltung im Gesundheitshaus zum barrierefreien Wohnen). 
o Die Zahl der Menschen mit Behinderungen werde stei gen; größere Anstren- 
gungen bei der Integration seien erforderlich, die auch in einem Handlungs- 
konzept demografischer Wandel zu formulieren seien. 
o Die Voraussetzungen für ein lebenslanges und leben sbegleitendes Lernen 
sollten verbessert werden. 
o Die Internationalität der Stadt sollte verstärkt i n Wert gesetzt werden.

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 12  
o Die Attraktivität der Schulen in der Innenstadt  s ollte erhalten bleiben. 
o Für die Diskussion wäre mehr Zeit wünschenswert ge wesen. 
 
 
Abschließend fasste Herr Stadtdirektor Schultheiß  die Kernaussagen der einzel- 
nen Beiträge, der Statements und der Diskussion noc h einmal zusammen und er- 
läuterte die wesentlichen Beschlusspunkte der Vorla ge. Er wies in diesem Zusam- 
menhang auf die geplante Bürgerumfrage 2009 zum The ma Demografie hin, die 
Prüfung der Notwendigkeit zur Aufstellung eines Mas terplans Generationengerech- 
te Innenstadt sowie weitere Folgeveranstaltungen zu m Thema Demografie in den 
folgenden Jahren. Das Auftakt-Hearing sei bewusst a ls einführende Veranstaltung 
in das Thema konzipiert. Weitere Veranstaltungen so llen folgen, die einerseits de- 
mografische Schwerpunktfragen und –themen zielgrupp enorientiert aufgreifen wer- 
den, die aber auch kleinräumig ausgerichtet sein kö nnen. Die Stadtteil- und Quar- 
tiersorientierung und damit die Betrachtung der dem ografischen Entwicklung vor 
Ort soll auch dazu beitragen, mit den Bürgerinnen u nd Bürgern direkt ins Gespräch 
zu kommen und sie für die demografische Entwicklung zu sensibilisieren. 
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Herr Schultheiß für das rege Inte- 
resse, er dankte  den Referenten und insbesondere a uch Herrn Prof. Reuber für 
die Moderation des Abends und wünschte allen einen guten und sicheren Heim- 
weg. 
 
 
Münster, den 07.11.2008 
 
Schulze Schwienhorst 
 
Das Auftakt-Hearing wurde visuell angereichert durch eine Ausstellung zum Thema 
‚der demografische Wandel in Münster’. Diese Ausstellung wird entsprechend der 
Folgeveranstaltungen inhaltlich weiterentwickelt. S ie ist darüber hinaus so konzi- 
piert, dass sie auch als Wanderausstellung zu den F olgeveranstaltungen zum Ein- 
satz kommen soll.

Niederschrift zum Hearing „demografischer Wandel in Münster“ vom 30.10.2008 13

Ergänzungsvorlage Beschluss

9492 Zeichen

V/0371/2008/1 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Handlungskonzept 'demografischer Wandel in Münster': 
Demografiebericht, Demografieleitbild und Steuerungszyklus demografieorientierte 
Stadtentwicklung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
18.11.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
18.11.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
 Vorberatung 
19.11.2008 Werksausschuss Münster Marketing Vorberatung 
25.11.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
25.11.2008 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
25.11.2008 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 
26.11.2008 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
26.11.2008 Kulturausschuss Vorberatung 
27.11.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 
02.12.2008 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
02.12.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
02.12.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 
02.12.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
03.12.2008 Ausländerbeirat Vorberatung 
03.12.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
03.12.2008 Sportausschuss Vorberatung 
04.12.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
04.12.2008 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
04.12.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
10.12.2008 Hauptausschuss Vorberatung 
10.12.2008 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
 
1.    Das Handlungskonzept demografischer Wandel in Münster’ mit dem Demogra- 
       fiebericht, dem Demografieleitbild  und dem Steuerungszyklus einer demogra- 
  fieorientierten Stadtentwicklung wird zur Kenntnis genommen. (Anlage 1 Kurzfassung,  
  Anlage 2  Langfassung, Anlage 3 Tabellenteil)   
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0371/2008/1. Erg.
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Kreft-Kettermann 
Ruf: 
492 61 70 
E-Mail: 
KreftH@stadt-muenster.de  
Datum: 
05.11.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0371/2008/1 
2.    Der Rat stimmt zu, dass das ‚Handlungskonzept demografischer Wandel in Münster’ 
       als ganzheitlicher Orientierungsrahmen eine zentrale Grundlage für die künftige  
       Stadtentwicklung darstellt und das Prinzip der Generationengerechtigkeit handlungs- 
       leitend für die zukünftige Arbeit von Rat und Verwaltung wird. 
 
3.   Der Rat nimmt die Niederschrift des Auftakthearings zum Handlungskonzept  
      demografischer Wandel in Münster zur Kenntnis (Anlage 1 der E1) und beauftragt die   
      Verwaltung, 
 
3.1 nach erfolgter Beschlussfassung das Handlungskonzept und die Dokumentation  
      des Auftakthearings in geeigneter Form zu veröffentlichen. 
 
3.2 zum Aufbau und zur Fundierung der Planungsgrundlagen die Bürgerumfrage 2009 zum  
      Thema  ‚demografischer Wandel in Münster’  durchzuführen. 
 
3.3  ein Frühwarnsystem zum demografischen Wandel in Münster aufzubauen, um eine 
       zukunftsfähige Entwicklung der Gesamtstadt, der Stadtteile und der Quartiere  
       sicherzustellen, 
 
3.4  für die Innenstadt auf der Basis der kleinräumigen Bevölkerungsprognose und der Analyse 
       von Quartiersprofilen die Notwendigkeit der Erstellung eines Masterplans ‚Generationenge- 
       rechte Innenstadt’ mit den Schwerpunkten ‚generationengerechtes Wohnen’ und  
       demografie-orientierte Ausrichtung und Weiterentwicklung der öffentlichen Infrastruktur zu  
       prüfen,  
 
3.5  eine Orientierungswertberechnung für die Bevölkerungsentwicklung 2025 vorzunehmen 
       und auf dieser Basis Möglichkeiten zum Einstieg in die Fortschreibung des  
       Raumfunktionalen Konzeptes unter Berücksichtigung der demografischen Veränderungen  
       zu prüfen, 
 
3.6  den Kooperations- und Kommunikationsprozess in der Stadtverwaltung, mit der Stadtgesell- 
       schaft und auf interkommunaler Ebene fortzusetzen, um im kommunalen und regionalen  
       Miteinander zu einer stabilen und struktursichernden Positionierung zu kommen. Dabei sind   
       mit den Umlandgemeinden Gespräche zur Initiierung eines ‚demografischen Schulter- 
       schlusses aufzunehmen. 
 
3.7  regelmäßige Berichte zur demografischen Entwicklung in Münster zu erstellen, um damit   
       die demografische Standortbestimmung  zu aktualisieren und dabei gleichzeitig das Hand- 
       lungskonzept zu evaluieren und fortzuschreiben. Ein erster Bericht soll im Jahr 2010/2011 
       vorliegen. 
      
 
 
 
Begründung: 
 
Zu 3. 1: Einführung in das Handlungskonzept durch das Auftakthearing am 30.10.2008 
 
Der demografische Wandel ist ein Phänomen, das langfristig angelegt ist und  die Entwicklung der 
Stadt Münster in den nächsten Jahren und Jahrzehnten prägen wird. Damit kommt der Behand-
lung dieses Themas und dem vorgelegten Handlungskonzept eine grundlegende und zukunftsori-
entierte Bedeutung zu, die eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten des Demografiebe-
richtes, dem Demografieleitbild, den Handlungsfeldern, den Handlungsempfehlungen und  den 
Handlungsaufträgen erforderlich macht. Auch gilt es, das Thema  breit zu diskutieren und dabei 
neben fachlichen Experten die Projektpartner, regional wie lokal, und auch die Stadtgesellschaft

- 3 - 
V/0371/2008/1 
und Bürgerschaft auf dem Weg der münsterspez ifischen Gestaltung des demografischen Wandels 
mitzunehmen. 
Um den bereits in verschiedenen ‚Stadtgesprächen’ und über Bürgerumfragen eingeleiteten Infor-
mations-, Kommunikations- und Beteiligungsprozess fortzusetzen, wurde am 30.10.2008 ein Auf-
takt-Hearing im Rathausfestsaal durchgeführt. Intention der Veranstaltung war das Handlungskon-
zept in seinen zentralen Aussagen vorzustellen und aus methodisch-inhaltlicher wie auch aus der 
fachlichen Perspektive zu reflektieren, um dem Publikum die Einordnung des Münsteraner Ansat-
zes vorzustellen. Darüber hinaus war im Anschluss daran auch die Bürgerschaft aufgerufen, die 
Inhalte zu diskutieren. Die Veranstaltung, mit ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut be-
sucht, war bewusst als ‚Auftakt-Hearing’ tituliert und angekündigt, da weitere Veranstaltungen in 
Planung sind, die einerseits demografische Schwerpunktfragen und –themen zielgruppenorientiert 
aufgreifen werden, die aber auch kleinräumig ausgerichtet sein können. Das bedeutet, dass sie 
stadtteil- oder auch quartiersorientiert sind und die demografische Entwicklung ganz konkret vor 
Ort aufgreifen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und sie für das de-
mografische Thema zu sensibilisieren. Darüber hinaus sind auch projektorientierte Veranstaltun-
gen geplant, wie zum Beispiel zum Thema ‚Alter schafft Neues’. 
In diesem Kontext wird auch die Ausstellung zum demografischen Wandel, die im Foyer des 
Stadtweinhauses als Kulisse das Auftakthearing begleitet hat, weiterentwickelt und soll auch paral-
lel zu den weiteren Veranstaltungen als Wanderausstellung zum Einsatz kommen. 
Zentrales Anliegen ist im gesamten Verfahren auch die Initiierung von Netzwerken und Kooperati-
onen. Die Stadtverwaltung versteht sich hierbei als Moderator und Koordinator, um auch lokale 
Akteure zusammenzubringen, Diskussionsprozesse zu initiieren, zu bündeln und die verschiede-
nen Interessen zusammenzuführen. Es ergeht dabei der Wunsch an alle, sich aktiv, engagiert und 
konstruktiv mit der demografischen Entwicklung der Stadt Münster, im Stadtteil und im eigenen 
Quartier auseinanderzusetzen und dieses in den unterschiedlichen Rollen, Funktionen und Positi-
onen zu tun, die ein jeder inne hat. Denn dann ist die Stadt Münster gut aufgestellt, sich den de-
mografischen Herausforderungen zu stellen und den demografischen Wandel als Chance für die 
Entwicklung der Stadt zu nutzen. Das Hearing am 30.10.2008 bildete dabei den Auftakt. 
Die Kernaussagen des Abends sind in der Niederschrift zusammengefasst (siehe Anlage 1 der 
E1). Nach erfolgter Beschlussfassung zum Handlungskonzept werden dieses sowie die Dokumen-
tation des Auftakt-Hearings in geeigneter Form veröffentlicht. 
 
 
Zu 3.2: Durchführung der Bürgerumfrage zum demografischen Wandel in 2009 
 
Aufgrund der veränderten Beratungskette  der Vorlage zum Handlungskonzept demografischer 
Wandel in Münster wird die Bürgerumfrage zum Schwerpunktthema ‚demografischer Wandel in 
Münster’  im Jahr 2009 durchgeführt.  
Die Fragenkomplexe werden sich dabei u. a. auf das  Älterwerden in Münster, z. B. Perspektiven 
im und für das Alter, das Wohnen im Alter im Kontext von sozialen Dienstleistungs- und Pflegebe-
dürfnissen, den Bedarf an altersspezifischer Infrastruktur, auf Familie, Kinder und Beruf sowie die 
Gruppe der jungen Menschen im Kontext Bildung und Ausbildung richten. Berücksichtigung finden 
wird auch das Thema ‚Integration und Migration’. Ziel soll es sein, vor dem Hintergrund der erwar-
teten soziodemografischen Veränderungen Aussagen zu Lebensentwürfen, zur Familienfreund-
lichkeit, zum Zusammenleben der Generationen und Kulturen sowie zum alters- und haushalts-
spezifischen Infrastruktur- und Wohnungsbedarf zu bekommen. Die Fragen werden mit den betei-
ligten Fachämtern erarbeitet. Die Bürgerumfrage ist für die erste Jahreshälfte 2009 vorgesehen.

- 4 - 
V/0371/2008/1 
 I.V. 
 
 
Gez. Gez. 
Dr. Berthold Tillmann  Hartwig Schultheiß 
Oberbürgermeister  Stadtdirektor 
 
 
 
 
Anlagen: 
Niederschrift des Auftakt Hearings zum Handlungskonzept Demografischer Wandel in 
Münster vom 30.10.2008

Hauptvorlage V/0371/2008 mit Anlagen

401509 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 Vorlagen-Nr.: 
 
V/0371/2008  
Öffentliche Beschlussvorlage Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Kreft-Kettermann 
Ruf: 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Handlungskonzept 'demografischer Wandel in Münster': 
Demografiebericht, Demografieleitbild und Steuerungszyklus demografieorientierte 
Stadtentwicklung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
18.06.2008 Rat Einbringung 
12.08.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung 
13.08.2008 Ausländerbeirat Vorberatung 
13.08.2008 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
 Vorberatung 
14.08.2008 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
14.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
14.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 
19.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
19.08.2008 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 
19.08.2008 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
19.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
19.08.2008 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
20.08.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
20.08.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
21.08.2008 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
26.08.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
02.09.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
03.09.2008 Werksausschuss Münster Marketing Vorberatung 
11.09.2008 Sportausschuss Vorberatung 
18.09.2008 Kulturausschuss Vorberatung 
24.09.2008 Hauptausschuss Vorberatung 
24.09.2008 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
 
Sachentscheidung 
 
1.    Das Handlungskonzept demografischer Wandel in Münster’ mit dem Demogra- 
       fiebericht, dem Demografieleitbild  und dem Steuerungszyklus einer demogra- 
  fieorientierten Stadtentwicklung wird zur Kenntnis genommen. (Anlage 1 Kurzfassung,  
492 61 70 
 
E-Mail: 
KreftH@stadt-muenster.de  
Datum: 
21.05.2008 
V/0371/2008

- 2 - 
  Anlage 2  Langfassung, Anlage 3 Tabellenteil)   
 
2.    Der Rat stimmt zu, dass das ‚Handlungskonzept demografischer Wandel in Münster’ 
       als ganzheitlicher Orientierungsrahmen eine zentrale Grundlage für die künftige  
       Stadtentwicklung darstellt und das Prinzip der Generationengerechtigkeit handlungs- 
       leitend für die zukünftige Arbeit von Rat und Verwaltung wird. 
         
3.    Der Rat beauftragt die Verwaltung, 
 
3.1  zur Information und Beteiligung der Bürgerschaft im 4. Quartal 2008 eine öffentliche Ver- 
       anstaltung (Hearing) zum Demografieleitbild durchzuführen und das Handlungskonzept  
       demografischer Wandel in Münster in geeigneter Form zu veröffentlichen. 
 
3.2  zum Ausbau und zur Fundierung der Planungsgrundlagen die Bürgerumfrage 2008 zum 
       Thema ‚demografischer Wandel in Münster’ durchzuführen, 
 
3.3  ein Frühwarnsystem zum demografischen Wandel in Münster aufzubauen, um eine 
       zukunftsfähige Entwicklung der Gesamtstadt, der Stadtteile und der Quartiere  
       sicherzustellen, 
 
3.4  für die Innenstadt auf der Basis der kleinräumigen Bevölkerungsprognose und der Analyse 
       von Quartiersprofilen die Notwendigkeit der Erstellung eines Masterplans ‚Generationenge- 
       rechte Innenstadt’ mit den Schwerpunkten ‚generationengerechtes Wohnen’ und  
       demografie-orientierte Ausrichtung und Weiterentwicklung der öffentlichen Infrastruktur zu  
       prüfen,  
 
3.5  eine Orientierungswertberechnung für die Bevölkerungsentwicklung 2025 vorzunehmen 
       und auf dieser Basis Möglichkeiten zum Einstieg in die Fortschreibung des  
       Raumfunktionalen Konzeptes unter Berücksichtigung der demografischen Veränderungen  
       zu prüfen, 
 
3.6  den Kooperations- und Kommunikationsprozess in der Stadtverwaltung, mit der Stadtgesell- 
       schaft und auf interkommunaler Ebene fortzusetzen, um im kommunalen und regionalen  
       Miteinander zu einer stabilen und struktursichernden Positionierung zu kommen. Dabei sind   
       mit den Umlandgemeinden Gespräche zur Initiierung eines ‚demografischen Schulter- 
       schlusses aufzunehmen. 
 
3.7  regelmäßige Berichte zur demografischen Entwicklung in Münster zu erstellen, um damit   
       die demografische Standortbestimmung  zu aktualisieren und dabei gleichzeitig das Hand- 
       lungskonzept zu evaluieren und fortzuschreiben. Ein erster Bericht soll im Jahr 2010/2011 
       vorliegen. 
      
Kosten/Folgekosten 
 
Durch die vorstehenden Beschlusspunkte entstehen unmittelbar keine Kosten und Folgekosten. 
 
Bei Bedarf werden den Ratsgremien entsprechende Beschlussvorschläge in gesonderten Vorla-
gen vorgelegt.  
 
 
 
 
 
Begründung: 
 
 
Zu 1: Handlungskonzept ‚demografischer Wandel in Münster’  
V/0371/2008

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Der demografische Wandel mit seinen Facetten ‚älter, bunter, weniger’ stellt eine aktuelle, zentrale  
und zunehmend wichtiger werdende Herausforderung für die Entwicklung der Stadt Münster dar. 
Das Wissen um den demografischen Wandel ist nicht neu. Eine erste Standortbestimmung wurde 
mit dem Werkstattbericht 2005 (Vorlage 402/05) gegeben. Dabei hat das Thema in den vergange-
nen zwei Jahren weiter an Konkretisierung, inhaltlicher Aufbereitung und Bedeutung gewonnen, so 
dass die Notwendigkeit in einen systematischen und gezielten Umgang mit der Thematik wächst. 
 
So zeigt die aktuelle Bevölkerungsprognose für Münster zwar bis 2015 mit 0,2 %  eine nahezu 
konstant bleibende Bevölkerungszahl, jedoch wird es in den Altersgruppen deutliche Turbulenzen 
geben. Dabei wird die Altersgruppe der unter 3-jährigen zum Beispiel bis 2015 um 10,5 % abneh-
men, wohingegen die der 70-jährigen und älteren um 17,1 % zunehmen wird. Und auch das Phä-
nomen, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit 52,8 % weiblich ist, wird sich im Prognosezeitraum 
mit einem Anstieg auf 53,2 % weiter verstärken. Unterhalb dieser zentralen gesamtstädtischen 
Aussagen wird sich kleinräumig in den einzelnen Stadtteilen die Entwicklung noch deutlich diffe-
renzierter zeigen (siehe hierzu Vorlage 1043/2006, Beiträge zur Statistik 101, die Stadtteilsteck-
briefe 2007). Und auch das Thema Migration ist im Kontext der demografischen Entwicklung von 
Bedeutung. In Münster leben ca. 21.000 Menschen mit Migrationsvorgeschichte, hier ist insbeson-
dere kleinräumig die Vermeidung von Segregationserscheinungen in den Stadtteilen und Quartie-
ren eine zentrale Aufgabenstellung in der Aufarbeitung der demografischen Entwicklung. 
 
Grundsätzlich ist es von Vorteil, dass die demografischen Entwicklungen nicht plötzlich auftreten, 
sondern vorhersehbar und in ihrer Ausgestaltung und damit auch in ihren Konsequenzen steuerbar 
sind. Es besteht die Möglichkeit, rechtzeitig mit den Folgen des demografischen Wandels umzu-
gehen, Klarheit über Entwicklungslinien der Stadt Münster und ihrer Stadtteile zu erhalten und 
Handlungsoptionen für die Zukunft zu entwickeln. Dabei kommt es vor allem darauf an, die kom-
munale Strategie auf einen integrierten und langfristigen planerischen Ansatz zu gründen.  
 
Das Integrierte Stadtentwicklungs- und Stadtmarketing-Konzept (ISM) mit dem Münsterprofil ‚Wis-
senschaft und Lebensart’ und die Verständigung über stadtstrategische Ziele im Jahr 2006, hier 
speziell das 1. Ziel ‚ Wir werden im Sinne einer generationengerechten und familienfreundlichen 
Stadtentwicklung die Infrastruktur Münsters und seiner Stadtteile in besonderer Weise auf die Her-
ausforderungen der demografischen Entwicklung ausrichten und dabei die Gesamtstadt und die 
Stadtteile funktionsfähig und lebenswert erhalten’ , liefern hier nicht nur den Handlungsrahmen, 
sondern erfordern gleichzeitig eine aktive, präventive und verantwortungsvolle Auseinanderset-
zung mit der demografischen Entwicklung in Münster. Und dieses insbesondere kleinräumig, denn 
es sind die Stadtteile und Quartiere, die sich entsprechend ihrer soziodemografischen Struktur in 
den nächsten Jahren sehr unterschiedlich entwickeln werden. Neben wachsenden Stadtteilen wird 
es stagnierende oder aber auch schrumpfende Bereiche geben. Neben Stadtteilen mit nahezu 
ausgeglichener Altersstruktur wird es Stadtteile mit zunehmender älterer Bevölkerung geben; Ent-
wicklungen, die infrastrukturelle, dienstleistungsorientierte und damit raumstrukturelle Konsequen-
zen nach sich ziehen und Handlungsbedarf erfordern.  
 
In dieser Situation gilt es, der Politik eine Steuerungsunterstützung, der Verwaltung eine zentrale  
Planungsgrundlage und den Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Stadtgesellschaft eine Infor-
mations- und Diskussionsplattform zum demografischen Wandel zu liefern. Insbesondere in Zeiten 
enger werdender kommunaler Ressourcen ist eine demografieorientierte Infrastrukturplanung und 
Stadtentwicklung zwingend erforderlich und in ihrer Notwendigkeit politisch und bürgerschaftlich zu 
diskutieren. Denn letztendlich hilft eine demografiesensible Planung und Projektausrichtung auch 
mittel- bis langfristig den kommunalen Haushalt zu entlasten. 
 
Mit dieser Aufgabenstellung ist das vorliegende Handlungskonzept zum demografischen Wandel in 
Münster erarbeitet worden. Neben einer  demografischen Standortbestimmung auf der Grundlage 
V/0371/2008

- 4 - 
verschiedener Bevölkerungsprognosen zeigt der Bericht erstmals  in einer nach Handlungsfeldern 
geordneten Zusammenschau Maßnahmen auf, die  im Kontext der demografischen Entwicklung 
von Bedeutung sind und bereits von den Fachämtern der Stadtverwaltung umgesetzt werden. Al-
lerdings stehen diese Projekte und Maßnahmen bislang noch nebeneinander.  
 
Vor diesem Hintergrund wurde  ein Leitbild zur Gestaltung des demografischen Wandels  entwi-
ckelt, das den notwendigen strategischen Handlungs- und Entscheidungsrahmen für die Themen- 
und Projektschwerpunkte der kommenden Jahre liefern soll. Das ISM-Konzept sowie die stadtstra-
tegischen Ziele setzen dabei zentrale Eckpunkte und sogenannte inhaltliche Anker, die zur Ablei-
tung und Konkretisierung des demografischen Leitbildes führen. 
 
 Zeitlich und inhaltlich verzahnt war dabei auch die Erarbeitung des ‚Leitbildes Migration und Integ-
ration Münster’, denn gerade im Kontext des demografischen Wandels gilt es, die hier lebenden 
Menschen mit Migrationsvorgeschichte aktiv und produktiv in das gesellschaftliche Leben einzube-
ziehen.  
 
Das auf dieser Basis formulierte Demografie-Leitbild für Münster lautet: 
 
‚Münster im demografischen Gleichgewicht: attraktiv, generationengerecht, partnerschaft-
lich’ .  
 
Eine Zielrichtung, die für eine attraktive Stadt mit hoher Lebensqualität anzustreben ist. Denn hier 
wird der Anspruch der gleichgewichtigen und gleichzeitigen Beachtung der unterschiedlichen Al-
ters- und Bevölkerungsgruppen wie auch Lebensphasen formuliert, und das, um beste Vorausset-
zungen für eine ausgewogene Entwicklung der Stadtgesellschaft und Bürgerschaft zu bieten. Auf 
der Basis dieses Leitbildes werden dann Handlungsfelder definiert und Handlungsempfehlungen 
gegeben, die fachlich die demografische Entwicklung der Stadt Münster im Sinne des Leitbildes 
lenken. Damit erfüllt Münster eindeutig den methodischen Anspruch, über ein integriertes Stadt-
entwicklungskonzept die Leitlinien für die demografische Entwicklung der Stadt abzuleiten (vgl. 
Handlungsempfehlungen des Deutschen Städtetages: AG Demografischer Wandel, Köln/Berlin 
2006). 
 
Fester Bestandteil in dem Handlungskonzept demografischer Wandel und des Steuerungszyklus 
einer demografieorientierten Stadtentwicklung ist auch der Aufbau eines gut funktionierenden und 
langfristig angelegten Prozessmanagements mit fortlaufenden Monitoring- und Controllingaufga-
ben. Eine kontinuierliche Aktualisierung der planerischen Grundlagen und die notwendige Fort-
schreibung des Handlungskonzeptes sind damit sichergestellt.  
 
Und schließlich fordert die Tatsache, dass der demografische Wandel allein nicht zu bewältigen ist, 
die Erarbeitung von Kommunikations- und Kooperationsmodellen. So widmet sich ein weiterer 
Themenschwerpunkt auch dieser Fragestellung (Kapitel 7). Dabei sind neben einer verwaltungsin-
ternen Verständigung und einem systematischen Vorgehen insbesondere der öffentlich partner-
schaftliche Dialog und die Kommunikation mit der Bürgerschaft und  mit Vertretern der Stadtge-
sellschaft wichtig. Aber auch die Einbettung der lo kalen Situation in den regionalen Kontext und 
damit die Prüfung interkommunaler Kooperationen werden thematisiert. 
 
Die Stadt Münster begreift den demografischen Wandel als Chance, stellt sich frühzeitig und prä-
ventiv den erwarteten Veränderungen und wird auf der  Basis des Handlungskonzeptes versuchen, 
die Ausprägungen der demografischen Entwicklung aktiv zu gestalten. 
 
Zu 2. Handlungskonzept ‚demografischer Wandel’ eine zentrale Grundlage und ganzheitli-
cher Orientierungsrahmen der Stadtentwicklung mit dem Fokus der 
Generationengerechtigkeit 
 
Der demografische Wandel hat weitgehend Auswirkungen auf alle Bereiche der kommunalen Da-
seinsvorsorge, von der Bildung und Ausbildung über die Bereiche Arbeiten und Wohnen, Jugend 
V/0371/2008

- 5 - 
und Familie, Senioren, Zuwanderung und Integration, soziale Sicherung, Gesundheitswesen, Städ-
tebau und städtische Infrastruktur bis hin zur Personalwirtschaft. Er ist nicht nur Motor grundlegen-
der sozioökonomischer, sondern auch raumstruktureller und raumfunktionaler Veränderungspro-
zesse in unserer Stadt und bietet damit die Chance für eine gezielte und zukunftsfähige Stadtent-
wicklung. Neben stadtentwicklungsplanerischen Komponenten spielen aber auch die frühe Einstel-
lung auf neue Formen der gesellschaftlichen Integration unterschiedlicher Lebensformen und Le-
bensstile sowie die Notwendigkeit der Solidarität zwischen den Generationen eine wichtige Rolle. 
So wird in Münster bis 2015 einem Rückgang in den Altersgruppen bis unter 10 Jahre von – 14 % 
(-1401 Ew.) eine Zunahme bei den 70-jährigen und Älteren von 17,1 % (+ 5504 Ew.) entgegenste-
hen. 
 
Der demografische Wandel wird zu einem zentralen Thema der gesamtstädtischen Entwicklung. 
Sektorale Leitbilder und Strategien helfen nicht weiter. Mit dem Instrument einer integrierten Stadt-
entwicklungsplanung ist es jedoch möglich, die unterschiedlichen qualitativen, quantitativen und 
teilräumlichen Aspekte des demografischen Wandels zusammenzuführen und zu einer kommuna-
len Strategie zu bündeln. Das Handlungskonzept ‚demografischer Wandel in Münster’ mit seinem 
Leitbild und dem Steuerungszyklus demografieorientierte Stadtentwicklung, ressortübergreifender, 
interdisziplinär und auf kooperativer Basis entwickelt, dient dabei als ganzheitlicher Orientierungs- 
und Handlungsrahmen für die künftigen Angebote der Daseinsvorsorge, die Infrastrukturbereitstel-
lung und die Fokussierung auf demografieaffine Projekte.  
 
Ausgangsbasis ist hier das Leitbild für die demografische Entwicklung in Münster ‚Stadt im demo-
grafischen Gleichgewicht: attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich’. Kern dieser Aussage 
ist dabei eine generationengerechte Stadtentwicklung. Die Zielformulierung geht dabei über eine 
gleichgewichtige Betrachtung aller Altersgruppen hinaus und zielt auf ein solidarisches Miteinander 
der Generationen ab.  
 
Die Stadt im demografischen Gleichgewicht basiert dabei 
- auf der Positionierung im Wettbewerb als ‚attraktiver und starker Stadt in einer wachsenden 
Region’, 
- verfolgt bezüglich des ‚Zusammenlebens’ und ‚Zusammenwirkens’ der Altersgruppen, 
Haushaltstypen und Lebensstile das Ziel der ‚generationengerechten Stadt’ und 
- strebt eine ‚partnerschaftliche Gestaltung des demografischen Wandels’ mit den bürger-
schaftlichen bzw. zivilgesellschaftlichen Akteuren und den regionalen Partnern an.  
 
In Zukunft könnte es durch die zu erwartende Zunahme der Einpersonen- und Paarhaushalte zu 
weniger Beziehungen zwischen den Generationen kommen. In Münster ist der Anteil der Einper-
sonenhaushalte mit 51,1 % und der 2-Personenhaushalte mit 26,5 % sehr hoch. Aus dem Zu-
sammenleben und Zusammenwirken der unterschiedlichen Altersgruppen mit ihren spezifischen 
Erfahrungen und Stärken ergeben sich jedoch vielfältige Synergiepotenziale, die wichtige Ansatz-
punkte zur Gestaltung des demografischen Wandels bieten. Angesichts der prognostizierten Ver-
änderungen der Alters- und Haushaltestrukturen werden bereits die Schaffung von Kontaktmög-
lichkeiten  und der Austausch zwischen den Generationen eine wichtige Aufgabe darstellen.  
 
Es gilt, Generationenbeziehungen zu fördern und bei künftigen  Projekt- und Angebotsentwicklun-
gen insbesondere auf den Aspekt der Generationengerechtigkeit zu achten. Wohnformen, die ge-
nerationenübergreifendes Wohnen unterstützen, sollten gefördert werden, beispielsweise Wohnan-
lagen, die sowohl für Seniorinnen und Senioren als auch für Familien attraktiv sind. Auch bei der 
Planung und Gestaltung größerer städtebaulicher Einheiten ist eine Mischung verschiedener Al-
tersgruppen anzustreben. Dieser Anspruch wurde auch im Bündnis des AK ‚Wohnen in Münster’ 
verankert, wo gemischte Bevölkerungsstrukturen in den Quartieren angestrebt werden und Syner-
gieeffekte über familienfreundliche Angebote und Wohnangebote für Senioren thematisiert sind. 
Ein weitergehender Ansatz sind die Mehrgenerationenhäuser, die Generationenparks und schließ-
lich auch  die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, das eine Schlüsselrolle bei der 
Überwindung der Distanz der Generationen spielt. Letztendlich kann die Stadtverwaltung allein 
diese Aufgabenstellung nicht bewältigen. Hier sind Partner, Verbündete oder auch rein externe 
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Kooperationsformen in der Stadtgesellschaft gefragt. Die Verwaltung kann initiierend, informierend 
und auch moderierend tätig werden. 
 
Zu 3.1 Information und Kommunikation zum Handlungskonzept ‚demografischer Wandel 
           in Münster’ 
 
Das Thema des demografischen Wandels ist den Bürgerinnen und Bürgern in Münster nicht neu. 
Auf dem Weg zur Erarbeitung des Handlungskonzept es sind Diskussionsinhalte und Erkenntnisse 
verschiedener Veranstaltungen und Bürgerumfragen mit eingeflossen. So wurde am 25.1.2006 
das 3. Stadtgespräch unter der Überschrift ‚Mit Jung und Alt in die Zukunft’ durchgeführt, zu dem 
alle Münsteraner Bürgerinnen und Bürger eingeladen waren, sich in Vorträgen und Themenforen 
zu informieren und gemeinsam zu diskutieren. Inhaltliche Schwerpunkte waren u. a. die Zukunft 
der Stadtviertel, die Arbeits- und Lebenswelt durch lebensbegleitendes Lernen zu gestalten und 
Unterstützung für Familien, eine Investition in die Zukunft. Auch das 4. Stadtgespräch am 
21.11.2006 mit dem Thema ‚Wohnen in Münster: heute Handeln für das Wohnen von morgen be-
schäftigte sich mit den Folgen des demografischen Wandels, hier speziell für den Wohnungsmarkt. 
Im Mittelpunkt stand die Tatsache, dass der heute schon spürbare demografische Wandel mit der 
Abnahme der Anzahl von Familien und Kindern, der Zunahme älterer Einwohner, dem Anwachsen 
der Gruppe kleiner Haushalte und einer zunehmenden Vielfalt an Lebensstilen die Lage auf dem 
Wohnungsmarkt, insbesondere in urbanen Lagen, zukünftig weiter verschärfen wird und sich auch 
in Münster der Wohnungsmarkt diesen Herausforderungen stellen muss. In Workshops wurden 
von den Teilnehmern ihre Vorstellungen zum Wohnen im Alter, Wohnen mit Kindern und Wohnen 
als Singles thematisiert. 
 
Darüber hinaus wurde die Bürgermeinung speziell zum Aspekt künftiges Wohnen über das Instru-
ment der Bürgerumfrage eingeholt. So wurde im Rahmen einer Zuzugsumfrage u. a. das Rück-
wanderungsverhalten in die Stadt abgefragt und im Rahmen einer stadtregionalen Bürgerumfrage 
2006 das Thema ‚Wohnen in der Stadtregion’ untersucht, hier speziell auch unter dem Aspekt der 
Wohnwünsche im Alter. 
Auf der Basis dieser Ergebnisse, einer verwaltungsinternen Ämterbefragung zu laufenden und 
geplanten Maßnahmen zur Bewältigung des demografischen Wandels, einer demografischen 
Standortbestimmung im Kontext der Bevölkerungsprognosen und letztendlich insbesondere auch 
auf der Grundlage der zentralen Aussagen des bürgerschaftlich erarbeiteten Münsterprofils im 
integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess wurde das vorliegende Handlungskon-
zept und Leitbild erarbeitet.  Um den Informations- und Kommunikationsprozess fortzuführen und 
die Bürgerschaft und Vertreter der Stadtgesellschaft für die Handlungsnotwendigkeiten und die 
gemeinsame strategische Ausrichtung zu sensibilis ieren, soll das Handlungskonzept mit dem Leit-
bild in einer öffentlichen Veranstaltung  im 4. Quartal 2008 vorgestellt und diskutiert werden. Mit 
dieser Veranstaltung sollen auch vorhandene bürgerschaftliche Potenziale für die Gestaltung des 
demografischen Wandels frühzeitig aktiviert werden, denn die künftigen Anforderungen können 
von den Kommunen allein nicht bewältigt werden. 
 
Neben dieser gezielten Ansprache und Mitnahme der interessierten Bürgerschaft und Stadtgesell-
schaft soll das Handlungskonzept ‚demografischer Wandel in Münster’ in geeigneter Form  in der 
Reihe ‚Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung’ veröffentlicht werden. Somit werden die 
Inhalte, die methodische und systematische Aufarbeitung, die Fokussierung auf ein münsterspezi-
fisches Leitbild, die Ableitung von Handlungsempfehlungen und die Kernaufgaben im weiteren 
Vorgehen nicht nur einer breiten Öffentlichkeit sondern auch der Fachwelt bekannt gemacht.  
 
Zu 3.2 Durchführung der Bürgerumfrage 2008 zum Thema ‚demografischer Wandel’ 
 
Zur weiteren gezielten Einbindung der Bürgerschaft soll auch das bewährte und erprobte Instru-
ment der Bürgerumfragen, das regelmäßig auc h zentrale Themen der Stadtentwicklung aufgreift, 
konkret zu der Thematik des demografischen Wandel s eingesetzt werden. So soll die Bürgerum-
frage 2008 zu Inhalten des demografischen Wandels, insbesondere auch im Kontext des Leitbildes 
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‚Münster im demografischen Gleichgewicht’ durchgeführt werden, um weitere repräsentative Er-
gebnisse und damit wichtige Planungsinformationen zu gewinnen.  
 
Die Fragenkomplexe werden sich dabei u. a. auf das  Älterwerden in Münster, z. B. Perspektiven 
im und für das Alter, das Wohnen im Alter im Kontext von sozialen Dienstleistungen und Pflege, 
den Bedarf an altersspezifischer Infrastruktur; auf Familie, Kinder und Beruf sowie die Gruppe der 
jungen Menschen im Kontext Bildung und Ausbildung ri chten. Berücksichtigung finden wird auch 
das Thema ‚Integration und Migration’. Ziel soll es sein, vor dem Hintergrund der erwarteten sozi-
demografischen Veränderungen Aussagen zu Lebensentwürfen, zur Familienfreundlichkeit, zum 
Zusammenleben der Generationen und Kulturen sowie zum alters- und haushaltsspezifischen Inf-
rastruktur- und Wohnungsbedarf zu bekommen. Die Befragung ist für das 4. Quartal 2008 vorge-
sehen. 
 
Zu 3.3  Aufbau eines Frühwarnsystems demografischer Wandel  
 
Von zentraler Bedeutung in einem Steuerungszyklus demografieorientierte Stadtentwicklung und 
damit auch fester Bestandteil in einem Handlungskonzept demografischer Wandel ist der Aufbau 
eines demografischen Beobachtungs- und Frühwarnsystems sowie einer systematischen Überprü-
fung, und dieses sowohl gesamtstädtisch wie auch auf der Quartiersebene, denn die demografi-
schen Veränderungen werden sich zu allererst kleinräumig bemerkbar machen. 
 
Erste methodische Schritte hin zu einer quartiersbezogenen Betrachtung mit dem Ziel einer Quar-
tierssicherung wurden bereits im AK ‚Wohnen in Münster’ erarbeitet. So wurden Bevölkerungs-
struktur, Wohnungsbestand, Infrastruktur, Wohnumfeld und der Aspekt der Gebietsdynamik näher 
betrachtet. Diesen Ansatz gilt es weiterzuentwickeln. Eine wichtige und zentrale Informationsquelle 
liefert dabei in erster Linie die kleinräumige Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015 mit den klein-
räumigen Angaben zur Entwicklung der altersgruppenspezifischen Struktur. Ergänzt um einen jähr-
lichen Abgleich der Prognose mit der tatsächlichen Entwicklung  bildet die kleinräumige Bevölke-
rungsprognose auch gleichzeitig eine wichtige Grundlage für die mittelfristige Investitions- und Inf-
rastrukturplanung. Dieses insbesondere für die Wohnfolgeinfrastruktur, die in ihrem Angebot  auf 
dieser Grundlage nachfragegerecht und ressourcenorientiert entwickelt werden kann.  
 
Es kann  zum Beispiel davon ausgegangen werden, dass in Stadtteilen mit größerem Altbestand 
an Einfamilienhausgebieten und entsprechend homogener Altersstruktur ohne präventive Maß-
nahmen eine Ausdünnung der Bevölkerung stattfinden wird, die ihrerseits dann wieder zu einer 
Unterausnutzung von Versorgungseinrichtungen (soziale Infrastruktur und Einzelhandel) führen 
wird. Quartiersprofile liefern z. B. gerade hier wertvolle Hinweise zu Handlungsnotwendigkeiten 
und möglichen Handlungsansätzen, um den Risiken alternder Quartiere  frühzeitig zu begegnen 
und präventiv soziale, versorgende und technische Infrastruktur zu sichern. Auch das Thema ‚neu-
es Wohnen im Bestand’ kann hier zur Problemlösung helfen, und das nicht nur mit  Umbau- und 
Nachrüstmaßnahmen, sondern auch mit weiteren Neubaumaßnahmen.  
 
Mit dem Anspruch der präventiven Quartierssi cherung werden die Analyse und die Prognose der 
Bevölkerungsentwicklung damit weiterhin im Fokus der Stadtentwicklung stehen und noch weiter 
auszubauen sein. Es bedarf aber auch  der Erarbeitung weiterer Indikatoren, um die demografi-
sche Entwicklung in ihren Folgen gesamtstädtisch, in den Stadtteilen und auf der Quartiersebene 
abbilden zu können. So gehören sicherlich auch die Analyse von Familienwanderungen, Bil-
dungswanderungen, Seniorenwanderungen, die Arbeitsplatzentwicklung oder auch die Entwick-
lung der Erwerbstätigen zu den wichtigen Kenngrößen.  
 
Zu 3.4 Prüfung von Bearbeitungsschritten für einen Masterplan 
          ‚Generationengerechte Innenstadt’ 
 
Die kleinräumige Bevölkerungsprognose zeigt deutlichen Handlungsbedarf insbesondere für die 
Innenstadt. Während 1990 noch 124.000 Personen im Stadtbezirk Mitte wohnten, ging diese Zahl 
bis 2005 bereits auf 113.216 Personen zurück. Und dieser Rückgang hält an. So weist die Progno-
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se für das Jahr 2015 eine weitere Schrumpfung um 6.890 Personen aus und damit um -6,1% zum 
Jahr 2005. Und diese Abnahme zeigt sich in allen Teilbereichen des Stadtbezirks. Vor allem die 
Altstadt hat 9,9 % der Bevölkerung  und der Innenstadtring 9,1 % verloren. Ein detaillierter Blick in 
die infrastrukturrelevanten Jahrgänge zeigt folgendes Bild: unter 3 Jahre -18,9 %, 3 bis unter 6 
Jahre -21,3 %, 6 bis unter 10 Jahre -23,1 %, 10 bis unter 16 Jahre -16,7 %. Auch für die Einwoh-
ner ab 70 Jahren wird entgegen dem gesamtstädtischen Trend eine leichte Abnahme von -0,7 % 
prognostiziert. 
 
Festzuhalten ist jedoch an dieser Stelle, dass die reale Abnahme in den letzten Jahren nicht so 
stark erfolgt ist, wie sie in der Prognose 2003 bis 2013 vorausberechnet war. Diese Tatsache 
könnte  eine  Reaktion auf die städtebaulichen und wohnungspolitischen Bemühungen sein, die 
Innenstadt auch als attraktiven Wohnort zu positionieren. So ist allein von 1990 bis 2006 der Woh-
nungsbestand im Stadtbezirk Mitte von 62.402 auf 68.492 gestiegen; eine Entwicklung, die zu for-
cieren ist.  
 
Eine lebendige Innenstadt braucht Menschen, die dort wohnen. Das Interesse an Wohnungen in 
der Innenstadt, die Nähe von Wohnen, Arbeiten und Einkaufen ist attraktiv geworden, und das 
über alle Generationen und Haushaltsgrößen. Insbesondere auch ältere Menschen schätzen die 
soziale, medizinische und kulturelle Infrastruk tur. Dabei lässt sich die Frage des Zuzugs gerade 
älterer Menschen in die Innenstadt noch nicht als Trend belegen (Zuzugsumfrage 2006).  
 
Generell muss es  erklärtes städtisches Ziel sein, das Wohnen in der Innenstadt für Menschen in 
allen Lebensphasen und sozialen Schichten zu ermöglichen. Eine Durchmischung innerstädtischer 
Wohnstrukturen ist eine wichtige Voraussetzung, um ein offenes und urbanes innerstädtisches 
Leben zu verwirklichen. Dem Wohnumfeld und dem Anspruch an Grundversorgung, Lebensquali-
tät wie auch an Mobilität kommt dabei zentrale Bedeutung zu. 
 
Vor diesem Hintergrund soll die Erstellung von Quartiersprofilen in der Innenstadt beginnen, um 
auf der Basis der Auswertung  die Bearbeitungsschritte und inhaltlichen Schwerpunkte für einen 
Masterplan generationengerechte Innenstadt formulieren zu können. Weitere Details finden sich in 
Kap.  4.5 der Kurzfassung. 
 
Zu 3.5 Orientierungswertberechnung 2025 als Einstieg in die Erarbeitung eines 
           ‚Raumfunktionalen Konzeptes ‚demografischer Wandel’ 
 
Die kleinräumige Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015 gilt es in den nächsten Jahren fortzu-
schreiben. Doch wird der Prognosezeitraum das Jahr 2020 nicht überschreiten, da kleinräumig in 
längeren Zeitabständen keine seriösen Vorausberechnungen möglich sind. Um jedoch einer län-
gerfristigen Planungsperspektive gerecht werden zu können, soll auf der Basis des Beschlusses 
zum derzeit in der Fortschreibung befindlichen Regionalplan, der den Zeithorizont bis 2025 ab-
deckt, und auch im Kontext der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Münster 
eine neue Orientierungswertberechnung 2025 erarbeitet werden.  
 
Auf der Basis dieser Zahlen, der bis dahin vorliegenden kleinräumigen demografischen Betrach-
tung und erster Erkenntnisse aus dem demografischen Monitoring sind dann Bearbeitungsschwer-
punkte für den Einstieg in die Fortschreibung des raumfunktionalen Konzeptes zu formulieren, die 
den Auswirkungen und Folgen des demografischen Wandels gerecht werden. Das gilt für die Sied-
lungsentwicklung ebenso wie für die Freiflächenversorgung. Aber auch der Aspekt der Infrastruk-
turauslastung und –bereitstellung wird in diesem Kontext zu überdenken sein.  Zentrale und infra-
struktursichernde Leitlinien sind dabei sicherlich die Stärkung des städtischen Netzes an zentralen 
Einrichtungen und die Bündelung öffentlicher und privater Entwicklungspotenziale.  
 
Zur Bearbeitung dieser Aufgabe ist zunächst die Beschlussfassung zum Regionalplan abzuwarten, 
die zum Ende 2008/Anfang 2009 erwartet wird (siehe auch hier Kap. 4.5 der Kurzfassung). 
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Zu 3.6 Fortsetzung des kommunalen und interkommunalen Kooperations- und 
      Kommunikationsprozesses 
 
Grundsätzlich sind die Anforderungen und Herausforderungen des demografischen Wandels nicht 
von den Kommunen und damit von der Stadt Münster allein zu bewältigen. Hierzu bedarf es der 
Ausweitung intra- und interkommunaler Kooperationsformen sowie neuer Akteurskonstellationen. 
Der Wohnungsmarkt und  die Sicherung sozialer, versorgender und technischer Infrastruktur sind 
dabei nur zwei Beispiele, wo die sich ändernde Nachfrage planungswirksam wird und wo es gilt, 
neue Kooperationsformen zu erproben. Als gute Beispiele können hier für Münster u. a. das Netz-
werk für Familie, das Bündnis für Wohnen oder auch die Beteiligung des Jugendinformations- und  
-beratungszentrums (JiB) am Bundesmodellvorhaben ‚generationenübergreifende Freiwilligen-
dienste’ aufgeführt werden. 
 
Insgesamt ist es für einen aktiven, präventiven und erfolgreichen Umgang mit dem demografi-
schen Wandel wichtig,  eine breite öffentliche Aufmerksamkeit und die Unterstützung wie auch 
Akzeptanz in der Diskussion und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zu erreichen. Nur in 
Kooperation mit allen relevanten Akteuren der Stadtgesellschaft – Unternehmen, Verbänden, Bür-
gerschaft, Vereinen etc. – wird es möglich sein, neue Qualitäten und Synergieeffekte zu schaffen, 
um den Auswirkungen des demografischen Wandels aktiv zu begegnen. Die Stärkung und der 
Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements und der Aufbau von Netzwerken, z. B. auch Nach-
barschaftsnetzwerken zur generationenübergreifenden Hilfe sind weitere notwendige Ansätze, die 
es zu unterstützen gilt. Das im 4. Quartal 2008 vorgesehene Hearing zum Handlungskonzept de-
mografischer Wandel wird nach den Stadtgesprächen ein weiterer Baustein in der Kommunikation 
zur Bürgerschaft und Stadtgesellschaft der Stadt Münster sein. In weiteren Schritten wird es darum 
gehen, das Wissen über die Folgen des demografischen Wandels auch auf der Ebene der Stadt-
teile und damit raumspezifisch aufzubereiten und zu kommunizieren. Die 2007 wieder aufgelegten 
Statteilsteckbriefe und ihre kontinuierliche Fortschreibung und Weiterentwicklung zu einem klein-
räumigen Monitoringinstrument, liefern dabei wertvolle Hinweise für die Situation vor Ort und damit 
für die Entwicklung von Stabilisierungsstrategien. Aber auch hier sind neue Akteurskonstellationen 
zu prüfen, die Politik, Verwaltung, institutionelles und bürgerschaftliches Engagement bündeln. 
 
Eine besondere Bedeutung kommt auch den interkommunalen Netzwerken zu. Wesentlich ist da-
bei, nicht in einen ruinösen Wettbewerb um das ‚Gut Bevölkerung’ einzutreten, den jeder nur ver-
lieren kann. Es gilt vielmehr auf der Basis regionaler Bevölkerungsprognosen sich über Zielset-
zungen künftiger raumstruktureller und raumfunktionaler Entwicklungen auszutauschen. Dabei 
spielt auch die Verständigung über Wohnsiedlungstypen und Funktionen im kommunalen Zentren-
system eine Rolle, denn künftig wird nicht mehr jede Kommune alle Angebote vorhalten können.  
 
Und auch die Kooperation in der Stadtregion Münster, die seit 1999 zwischen der Stadt Münster 
und 11 Umlandgemeinden besteht, ist als Kooperationsplattform zu nutzen. Die demografische 
Entwicklung, die insbesondere über Wanderungen geprägt wird, ist gerade im unmittelbaren Ver-
flechtungsbereich zu untersuchen. So sind  mit den Vertretern der Stadtregion Gespräche mit dem 
Ziel eines demografischen Schulterschlusses aufzunehmen. Dabei soll zunächst der Austausch 
über die demografische Entwicklung und die Fol gen im Vordergrund stehen. So ist zum Beispiel 
die Workshopreihe ‚der demografische Wandel in der EUREGIO’ mit der Intention, voneinander zu 
lernen, entstanden, wo aus der Praxis für die Praxis demografiespezifische Fragestellungen aufbe-
reitet und über gute Beispiele erläutert worden sind. Hier ist die Stadt Münster zentraler Netzwerk-
partner. 
 
Zu 3.7 Regelmäßige Berichterstattung 
 
Die demografische Standortbestimmung der Stadt Münster soll regelmäßig aktualisiert und dabei 
gleichzeitig das Handlungskonzept evaluiert und fortgeschrieben werden. Nach Vorlage der Fort-
schreibung der kleinräumigen Bevölkerungsprognose 2020, der Erarbeitung erster Quartiersprofile 
und des Frühwarnsystems demografischer Wandel sowie erster Analysen soll ein erster Bericht 
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zur demografischen Entwicklung in Münster 2010/2011 den parlamentarischen Gremien vorgelegt 
werden. 
 
 
 
 
 I.V. 
 
 
Gez. Gez. 
Dr. Berthold Tillmann  Hartwig Schultheiß 
Oberbürgermeister  Stadtdirektor 
 
 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1 Kurzfassung des Handlungskonzeptes Demografischer Wandel in Münster 
Anlage 2 Langfassung 
Anlage 3 Tabellenteil

Anlage 1 zur Vorlage 371/08 
 
 
 
 
 
Kurzfassung 
 
 
 
 
 
 
 
Handlungskonzept Demografischer Wandel in Münster 
______________________________________ 
 
Demografiebericht,  Demografie-Leitbild und Steuerungszyklus für 
eine demografieorientierte Stadtentwicklung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung   Mai 2008

2

3 
Inhaltsverzeichnis:  
 
 
 
1.  Warum ein ‚Handlungskonzept demografischer Wandel in Münster’ ................... 4 
2.  Wo steht Münster? Demografische Standortbestimmung .................................... 7 
3.  Was ist bisher in den Ämtern geschehen? ......................................................... 11  
4 Was müssen wir tun?................................ ......................................................... 15  
4.1  Methodische Antwort: Integrierte Stadtentwicklungsplanung und 
strategischer Steuerungszyklus „Demografieorientierte Stadtentwicklung“ ..15  
4.2  Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept (ISM) sowie      
stadtstrategische Ziele als Eckpunkte für ein Demographieleitbild ...............16  
4.3  Leitbild „Demographie“: „Münster im demographischen Gleichgewicht – 
attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich“ .........................................17  
4.4  Wichtige Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen .........21  
4.5 Planerische Herausforderungen und Prüfaufträge. .......................................29 
5.  Wie sehen die nächsten Schritte aus? ............................................................... 33

4 
1. Warum ein ‚Handlungskonzept demografischer Wande l in Münster’ 
 
Der demografische Wandel mit seinen Facetten ‚älter , bunter, weniger’ stellt eine 
aktuelle, zentrale und zunehmend wichtiger werdende  Herausforderung für die 
Entwicklung der Stadt Münster dar. Das Wissen um de n demografischen Wandel 
ist nicht neu. Eine erste Standortbestimmung wurde mit dem Werkstattbericht 
2005 (Vorlage 402/05) gegeben. Dabei hat das Thema in den vergangenen zwei 
Jahren weiter an Konkretisierung, inhaltlicher Aufb ereitung und Bedeutung ge- 
wonnen, so dass die Notwendigkeit eines systematisc hen und gezielten Umgangs 
mit der Thematik wächst. Hinzu kommt, dass sich der  Wettbewerb um Einwohner 
in den letzten Jahren zwischen den Gemeinden und de n Regionen deutlich ver- 
stärkt hat. 
 
Für Münster zeigt die aktuelle Bevölkerungsprognose  zwar bis 2015 eine nahezu 
konstant bleibende Bevölkerungszahl (+ 0,2 %), jedo ch wird es in den unter- 
schiedlichen Altersgruppen deutliche Turbulenzen ge ben. So wird die Altersgrup- 
pe der unter 3-jährigen zum Beispiel bis 2015 um 10 ,5 % abnehmen, wohingegen 
die der 70-jährigen und älteren um 17,1 % zunehmen wird. Und auch das Phäno- 
men, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit 52,8 % w eiblich ist, wird sich im 
Prognosezeitraum mit einem Anstieg auf 53,2 % weite r verstärken. Unterhalb die- 
ser zentralen gesamtstädtischen Aussagen wird sich kleinräumig in den einzelnen 
Stadtteilen die Entwicklung noch deutlich differenzierter zeigen.  
Auch das Thema Migration ist im Kontext der demogra fischen Entwicklung von 
grosser Bedeutung. In Münster leben ca. 21.000 Mens chen mit Migrationsvorge- 
schichte, hier ist insbesondere kleinräumig die Ver meidung von Segregationser- 
scheinungen in den Stadtteilen und Quartieren eine zentrale Aufgabenstellung in 
der Aufarbeitung der demografischen Entwicklung. 
 
Das ISM-Konzept mit dem Münsterprofil ‚Wissenschaft  und Lebensart’ und die 
Verständigung über stadtstrategische Ziele im Jahr 2006, hier speziell das 1. Ziel 
‚Wir werden im Sinne einer generationengerechten und  familienfreundlichen 
Stadtentwicklung die Infrastruktur Münsters und sei ner Stadtteile in besonderer

5 
Weise auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung ausrichten und 
dabei die Gesamtstadt und die Stadtteile funktionsf ähig und lebenswert erhalten’ , 
liefern hier nicht nur den Handlungsrahmen, sondern  erfordern gleichzeitig eine 
aktive, präventive und verantwortungsvolle Auseinan dersetzung mit der demogra- 
fischen Entwicklung in Münster. Und dieses insbeson dere kleinräumig, denn es 
sind die Stadtteile und Quartiere, die sich entsprechend ihrer soziodemografischen 
Struktur in den nächsten Jahren sehr unterschiedlic h entwickeln werden. Neben 
wachsenden Stadtteilen wird es stagnierende oder ab er auch schrumpfende Be- 
reiche geben. Neben Stadtteilen mit nahezu ausgegli chener Altersstruktur wird es 
Stadtteile mit zunehmender älterer Bevölkerung gebe n; Entwicklungen, die infra- 
strukturelle, dienstleistungsorientierte und damit raumstrukturelle Konsequenzen 
nach sich ziehen und Handlungsbedarf erfordern.  
 
In dieser Situation gilt es, der Politik eine Steue rungsunterstützung, der Verwal- 
tung eine zentrale  Planungsgrundlage und den Bürge rinnen und Bürgern wie 
auch der Stadtgesellschaft eine Informations- und D iskussionsplattform zum de- 
mografischen Wandel zu liefern. Insbesondere in Zei ten enger werdender kom- 
munaler Ressourcen ist eine demografieorientierte I nfrastrukturplanung und 
Stadtentwicklung zwingend erforderlich und in ihrer  Notwendigkeit politisch und 
bürgerschaftlich zu diskutieren. Denn letztendlich hilft eine demografiesensible 
Planung und Projektausrichtung auch mittel- bis lan gfristig, den kommunalen 
Haushalt zu entlasten. 
 
Mit dieser Aufgabenstellung ist das vorliegende Han dlungskonzept zum demogra- 
fischen Wandel in Münster erarbeitet worden. 
 
Neben einer  demografischen Standortbestimmung auf der Grundlage verschie- 
dener Bevölkerungsprognosen zeigt der Bericht erstmals in einer nach Handlungs- 
feldern geordneten Zusammenschau Maßnahmen auf, die   im Kontext der demo- 
grafischen Entwicklung von Bedeutung sind und berei ts von den Fachämtern der 
Stadtverwaltung umgesetzt werden. Allerdings stehen  diese Projekte und Maß- 
nahmen bislang noch weitgehend nebeneinander.

6 
Vor diesem Hintergrund wurde ein ganzheitliches Lei tbild zur Gestaltung der de- 
mografischen Entwicklung entwickelt, das den notwen digen Handlungs- und Ent- 
scheidungsrahmen für die Themen- und Projektschwerp unkte der kommenden 
Jahre liefern soll. Das ISM-Konzept sowie die stadt strategischen Ziele setzen da- 
bei zentrale Eckpunkte und sogenannte inhaltliche A nker, die zur Ableitung und 
Konkretisierung des demografischen Leitbildes führe n. Zeitlich und inhaltlich ver- 
zahnt war dabei auch die Erarbeitung des ‚Leitbilde s Migration und Integration 
Münster’, denn gerade im Kontext des demografischen  Wandels gilt es, die hier 
lebenden Menschen mit Migrationsvorgeschichte aktiv  und produktiv in das ge- 
sellschaftliche Leben einzubeziehen.  
 
Das auf dieser Basis formulierte Demografie-Leitbild für Münster lautet: 
‚Münster im demografischen Gleichgewicht: attraktiv , generationengerecht, 
partnerschaftlich’ . 
 
Eine Zielrichtung, die für eine attraktive Stadt mi t hoher Lebensqualität anzustre- 
ben ist. Denn hier wird der Anspruch der gleichgewi chtigen und gleichzeitigen Be- 
achtung der unterschiedlichen Alters- und Bevölkeru ngsgruppen wie auch Le- 
bensphasen formuliert, und das, um beste Voraussetz ungen für eine ausgewoge- 
ne Entwicklung der Stadtgesellschaft und Bürgerscha ft zu bieten. Auf der Basis 
dieses Leitbildes werden dann Handlungsfelder defin iert und Handlungsempfeh- 
lungen gegeben, die fachlich die demografische Entw icklung der Stadt Münster im 
Sinne des Leitbildes lenken. Damit erfüllt Münster eindeutig den methodischen 
Anspruch, über ein integriertes Stadtentwicklungsko nzept die Leitlinien für die de- 
mografische Entwicklung der Stadt abzuleiten (vgl. Handlungsempfehlungen des 
Deutschen Städtetages: AG Demografischer Wandel, Köln/Berlin 2006). 
 
Fester Bestandteil in dem Handlungskonzept demograf ischer Wandel und des 
Steuerungszyklus einer demografieorientierten Stadt entwicklung ist auch der Auf- 
bau eines gut funktionierenden und langfristig ange legten Prozessmanagements 
mit fortlaufenden Monitoring- und Controllingaufgab en. Eine kontinuierliche Aktua- 
lisierung der planerischen Grundlagen und die notwe ndige Fortschreibung des 
Handlungskonzeptes sind damit sichergestellt.

7 
Und schließlich fordert die Tatsache, dass der demo grafische Wandel allein nicht 
zu bewältigen ist, die Erarbeitung von Kommunikatio ns- und Kooperationsmodel- 
len. So widmet sich ein weiterer Themenschwerpunkt auch dieser Fragestellung. 
Dabei sind neben einer verwaltungsinternen Verständ igung und einem systemati- 
schen Vorgehen insbesondere der öffentlich partners chaftliche Dialog und die 
Kommunikation mit der Bürgerschaft und  mit Vertret ern der Stadtgesellschaft 
wichtig. Aber auch die Einbettung der lokalen Situa tion in den regionalen Kontext 
und damit die Prüfung interkommunaler Kooperationen werden thematisiert. 
 
Die Stadt Münster begreift den demografischen Wande l als Chance, stellt sich 
frühzeitig und präventiv den erwarteten Veränderungen und wird auf der Basis des 
Handlungskonzeptes die entsprechenden Schritte einleiten, die Ausprägungen der 
demografischen Entwicklung aktiv zu gestalten. 
 
2. Wo steht Münster? Demografische Standortbestimmung 
 
Im Bundes- und Landesvergleich befindet sich Münste r – vordergründig betrachtet 
– in einer günstigen demographischen Ausgangssituation. 
• Bis 2015 wird die Bevölkerungszahl gesamtstädtisch  voraussichtlich stabil 
bleiben bzw. leicht wachsen. Erst zwischen 2030 und  2040 wird ein leichter 
Rückgang der Bevölkerung vorausberechnet (vgl. Anlage 3). 
• Voraussetzung für das Eintreten dieser Vorausberec hungen ist die Realisie- 
rung von Wanderungsgewinnen, da Münster aufgrund se iner spezifischen 
Bevölkerungsstruktur als Bildungs-, Wissenschafts- und Dienstleistungszent- 
rum eine unterdurchschnittliche Geburtenziffer aufw eist und der bereits seit 
1999 rückläufige Geburtenüberschuss in den nächsten  Jahren in einen Ster- 
befallüberschuss umschlagen wird.  
• Die Wanderungsgewinne gehen wesentlich auf die Zuz üge in den Altersgrup- 
pen 18-25 Jahre zurück, d.h. hier wirken die Bildun gseinrichtungen und 
Hochschulen als „Jungbrunnen“. Hinzu kommen arbeits marktorientierte Zu- 
züge in den Altersgruppen 25-29 Jahre und 30-34 Jahre. 
• Dem stehen in den Altersgruppen 25 – 29 Jahre, 30 - 34 Jahre und 35 - 39 
Jahre wohnungsorientierte Fortzüge (während der Fam iliengründungsphase)

8 
in das Umland und arbeitsmarktbezogene Fortzüge von  Absolventinnen und 
Absolventen der Münsteraner Hochschulen gegenüber. Dieses grundsätzli- 
che Wanderungsmuster hat im Prognos-Familienatlas 2 005 zur Typisierung 
von Münster als „biographischer Durchlaufstation“ geführt. 
 
Hieraus resultiert: 
• Die Schaffung optimaler standortpolitischer Rahmen bedingungen für die 
Hochschulen und die Profilierung von Münster als attraktivem und exzellentem 
Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort muss hohe Priorität haben. 
• In engem Zusammenhang mit der Weiterentwicklung de s Wissenschafts- 
standorts steht auch die Entwicklung und Positionie rung als attraktiver und 
dynamischer Wirtschaftsstandort im Wettbewerb der Regionen. 
• Angesichts der Bevölkerungsentwicklung und einer z unehmenden Globalisie- 
rung der Wirtschaft sind Migration und Integration vielfältige Potentiale und 
müssen als Chancen für die Münsteraner Stadtentwick lung verstanden und 
genutzt werden. 
• Ziel muss es sein, angesichts des bundesweit versc härften Wettbewerbs um 
Einwohner einerseits weiterhin Zuzüge in erhebliche m Umfang zu realisieren 
und andererseits die Zuzüge durch ein entsprechende s Wohnungs- und Ar- 
beitsplatzangebot sowie ein familienfreundliches Klima und familienfreundliche 
Infrastrukturen zu binden bzw. die Fortzüge zu verringern. 
• Bezogen auf die Stadt-Umland-Wanderung muss ein ru inöser Wettbewerb um 
Einwohner vermieden werden. Stattdessen gilt es, di e gemeinsamen Poten- 
ziale und Qualitäten im bundesweiten Wettbewerb zu verdeutlichen, um ent- 
sprechende Zuzüge in die Stadtregion Münster zu forcieren. 
• Ein familienfreundliches Klima und familienfreundl iche Infrastrukturen sind 
selbstverständlich nicht nur für die Gewinnung und Bindung der Einwohner 
von hoher Relevanz, sondern bereits angesichts unte rdurchschnittlicher Ge- 
burtenziffern in Münster Grundlage einer demografie orientierten Stadtentwick- 
lung.

9 
Trotz der vergleichsweise günstigen Ausgangssituati on „altert“ auch die Münsteraner 
Bevölkerung. Nach der Kleinräumigen Bevölkerungspro gnose 2005 – 2015 werden 
folgende Verschiebungen bei den besonders infrastru kturelevanten Altersgruppen 
eintreten (vgl. Anlage 3):  
• Rückgang in den Altersgruppen bis unter 10 Jahre 
o Unter 3 Jahre: - 10,5 % (-745 Einwohner) 
o 3 bis unter 6 Jahre: - 13,3 % (-959 Einwohner) 
o 6 bis unter 10 Jahre: - 14,0 % (-1 401 Einwohner) 
• Nahezu Stagnation der Bevölkerungszahl in den Alte rsgruppen der 10- bis unter 
18-Jährigen 
o 10 bis unter 16 Jahre: - 2,0 % (-293 Einwohner) 
o 16 bis unter 18 Jahre: - 0,5 % (-27 Einwohner) 
• Zunahme in der Altersgruppe ab 70 Jahre um 17,1 % (+ 5 504) 
 
Hinzukommt, dass diese altersstrukturellen Entwickl ungen auf Stadtteilebene sehr 
unterschiedlich verlaufen können. Bis 2015 wird die  Stadtteilebene in Münster so- 
wohl durch wachsende (z.B. Sprakel + 25,5 %) und st abile Stadtteile als auch durch 
schrumpfende Stadtteile gekennzeichnet (z.B. Abnahme Innenstadtring – 9,1 %) sein 
(vgl. Anlage 3). 
 
Hieraus resultiert: 
• Den soziodemografischen Entwicklungen ist auf Stad tteilebene besondere 
Aufmerksamkeit zu schenken. Ziel ist eine demografi esensible Infrastruktur- 
und Quartiersentwicklung, die sowohl Sprunginvestit ionen im Bereich der 
Kindertageseinrichtungen und Grundschulen vermeidet  als auch auf Unter- 
auslastungen angemessen reagiert. 
• Für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik kommt  der Entwicklung der Quar- 
tiere und der Stadtteilebene besondere Bedeutung zu , so dass aufgrund der 
unterschiedlichen „Quartierskarrieren“ gemeinsam mit den Stadtteilakteuren 
passgenaue Lösungen zu arbeiten sind.  
• Stadtteil- und Quartiersebene spielen auch eine wi chtige Rolle für die Frage 
der Integration, zumal die Zahl der Menschen mit Mi grationsvorgeschichte

10 
räumlich sehr unterschiedlich verteilt ist. Einen e rsten Hinweis hierauf liefert 
der Anteil der Bevölkerung mit ausländischer Staats bürgerschaft, der bei den 
statistischen Bezirken zwischen 3,2 % und 15,3 % variiert. 
• Die Integrationsleistungen in den Quartieren müsse n besser vernetzt und un- 
ter Einbeziehung der Zugewanderten weiterentwickelt  werden. In den Stadt- 
teilen sind Wohnumfeld und Nachbarschaften als lebe nsweltliche Einheiten 
von und für Integration zu fördern. Hier bildet das  Leitbild „Migration und In- 
tegration“ eine wichtige Rolle. 
• Insbesondere auf Stadtteil- und Quartiersebene kom men auch die unter- 
schiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männe rn sowie Mädchen 
und Jungen zum Tragen. Insbesondere die Entwicklung  im Stadtbezirk Mitte 
ist intensiver räumlich zu betrachten, da hier mit zunehmendem Alterungspro- 
zess der Frauenanteil steigt.  
 
Insgesamt hat Münster somit eine vergleichsweise gü nstige Ausgangslage zur 
Gestaltung des demografischen Wandels und kann früh zeitig und aktiv handeln. 
Allerdings steht auch Münster unter zweifachem Hand lungsdruck, der durch ein- 
setzenden Wettbewerb um Einwohner und die knapper w erdenden finanziellen 
Spielräume zunehmend verstärkt wird: 
• Münster muss sich weiter verstärkt als Hochschul- und Dienstleistungszent- 
rum mit hoher Ausstrahlungskraft auch auf nationale r und internationaler Ebe- 
ne positionieren, um über Wanderungsgewinne den abs ehbaren Sterbefall- 
überschuss zu kompensieren und über Schaffung entsp rechender Rahmen- 
bedingungen auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowi e ein „kinder- und 
familienfreundliches Klima“ die Fortzüge zu minimieren.  
• Münster muss angesichts der altersstrukturellen Ve ränderungen im Zusam- 
menhang den sich unterschiedlich entwickelnden Stad tteilen einer demogra- 
phiesensiblen Infrastruktur- und Quartiersentwicklu ng besondere Aufmerk- 
samkeit schenken. Auch für eine zukunftsorientierte  Senioren- und Integrati- 
onspolitik kommt den Stadtteilen besondere Bedeutung zu.

11 
3. Was ist bisher in den Ämtern geschehen? 
 
Im Rahmen der Vorarbeiten zur Erstellung des Handlu ngskonzepts Demografi- 
scher Wandel war es zunächst erforderlich, sich ein en ersten Überblick über be- 
reits bestehende Ansätze und Projekte im Kontext de s demografischen Wandels 
in der gesamten Breite der Verwaltung zu verschaffe n. Dazu wurden die unter- 
schiedlichen Fachämter gebeten, auf der Grundlage e ines einheitlichen Fragen- 
rasters Stellung zu nehmen. Die Ergebnisse dieser A bfrage machen deutlich, in 
welcher Breite und fachlichen Tiefe sich die Fachäm ter bereits heute mit den ab- 
sehbaren Folgen des demografischen Wandels verantwortlich auseinandersetzen.  
Im Folgenden sind die wesentlichen Ansätze in den e inzelnen Handlungsfeldern 
im Überblick zusammengestellt (hierzu ausführlich Anlage 2, Kapitel 4, S. 34 ff): 
  
Kinder, Jugendliche und Familie 
 
o Netzwerk für Familien 
o Kindertagesstättenausbauprogramm für unter 3-Jähri ge 
o Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzen tren 
o Kinder- und Jugendförderplan 
o Modelleinrichtungen „Kindertageseinrichtung und Ki nder- und Jugendeinrich- 
tung unter einem Dach“ 
o Flexibilisierung der Kinderbetreuung durch eine Au sweitung der Nachmittags- 
betreuung bei den 3-6 Jährigen 
o Umwandlung weiterer Schulen in offene Ganztagsschu len zum Schuljahr 
2006/07 (Ratsvorlage V/0114/2006) 
o Eine verstärkte Kinderbetreuung im Rahmen des Ehre namtes 
o Spiel- und Betreuungsmöglichkeiten in der Innensta dt (Maxi-Turm & Maxi-
Sand) 
o Generationsübergreifendes Wohnen, etwa Wohnen für Jung und Alt in 
Mecklenbeck 
o Jugendrat

12 
Bildung und Wissenschaft   
 
o Die Einführung des „International Baccalaureate (I B)“ am Gymnasium Paulinum  
als weltweit anerkannte Hochschulzugangsberechtigung ab 2008 
o Die erfolgreiche Bewerbung der Westfälischen-Wilhe lms-Universität im Exzel- 
lenz Cluster „Religion and Politics“  
o Berufsbegleitende Fortbildungen 50 + für Mitarbeit er und Mitarbeiterinnen der 
Stadtverwaltung Münster (jährliches Fortbildungsprogramm)  
o Die „Kinder-Uni“ an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster 
o Das „Studium im Alter“  an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster 
o Grundzertifikat „familiengerechte Hochschule“ der gemeinnützigen Hertie-
Stiftung 
o Neu eingerichtetes „Servicebüro Familie“ an der We stfälischen Wilhelms-
Universität Münster 
o  „Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt“ (vgl. Vorlage 0113/07)   
 
Wirtschaft und Arbeitsmarkt  
o Studie der Fa. Prognos aus dem Jahre  2005  „Famil ienfreundliche Unterneh- 
men“ mit den Aspekten „Vereinbarkeit von Familie un d Beruf / Betriebskinder- 
gärten etc. 
o Prognos – Studie 2007: Entwicklung und Umsetzung e iner Kompetenzfeldstra- 
tegie für den Wirtschaftsstandort Münster 
o Konzertierte Aktion „Wissenschaftsstadt“ (Vorlage Nr.: 0113/07) 
 
Haushaltestrukturen und Wohnungsmarkt 
 
o Das Konzept der strategischen Wohnstandortentwickl ung 
o Der „Arbeitskreis Wohnen in Münster“ mit seinem Bü ndnis für Wohnen. Das 
Bündnis wurde unter einer Vielzahl von Akteuren mit dem Ziel geschlossen, den 
Wohnstandort Münster dauerhaft zu sichern und zu stärken.  
o Stadtteilrahmenpläne zur Sicherung der teilräumlic hen Gesamtentwicklung 
o Das Projekt „Wohnen für Hilfe – Wohnpartnerschafte n zwischen älteren und 
jungen Menschen“ zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation sowohl äl- 
terer Menschen als auch der Studierenden und Auszubildenden.

13 
o Das Angebot „Hilfe beim Umzug“ der Wohnberatung (U mzugsmanagement), 
mit dem ältere Menschen die Wohnungssuche und der U mzug in eine bedarfs- 
gerechte Wohnung erleichtert wird. 
o Die zentrale Anlaufstelle für private Projektiniti ativen beim Amt für Wohnungs- 
wesen, die u. a. mit einem runden Tisch innovative,  gemeinschaftliche Wohn- 
formen unterstützt. Als Beispiele seien bereits rea lisierte Projekte des gemein- 
schaftlichen Wohnens der Initiativen „Villa Vera“ sowie die „Bremer Stadtmusi- 
kanten“ genannt. 
o Die stadtregionale Umfrage zum Wohnen (Stadtregion ale Auswertung Vorlage 
194/07 und Dokumentation Münsteraner Ergebnisse Vor lage 291/08) verdeut- 
licht den großen Wunsch „älterer Menschen“ nach einem Verbleib in ihrer Woh- 
nung und im „vertrauten“ Quartier.  
 
Lebensqualität  
o 1997 und 2006 Klimahauptstadt Münster 
o 2004 LivCom Award 
o Platz 1 auf nationaler Ebene beim Wettbewerb „Ente nte florale 2006“ 
o Platz 1 auf internationaler Ebene beim Wettbewerb „Entente florale 2007“ 
o Sportgerechte Stadt (Sport als Marketingfaktor für  die Stadt Münster, Vorlage 
0041/08) 
o Fahrradfreundlichste Stadt / Fahrradhauptstadt 
 
Seniorinnen und Senioren  
 
o Angebot „Hilfen beim Umzug“ der Wohnberatung  
o Projekt „Wohnen für Hilfe“ 
o Seniorenvertretung 
o Kooperation Seniorenvertretung & Jugendrat 
o Arbeitskreis „Seniorenvertretung – Sozialamt“ 
o Zentrale Anlaufstelle und „Runder Tisch“ zur Unter stützung innovativer, ge- 
meinschaftlicher Wohnformen im Alter  
o Von Mensch zu Mensch (Förderprogramm der Magdalene nstiftung und der 
Stadt Münster zur Unterstützung von Nachbarschaftshilfen etc)

14 
o Mehrgenerationenhaus Münster – Dietrich-Bonhoeffer -Haus (an der Apostelkir- 
che) 
o Pflegebericht des Sozialamtes ( u. a. Schaffung st adtteilorientierter Pflegean- 
gebote) 
o Info-Veranstaltungen „zum Wohnen im Alter“ (u. a. 3. und 4. Stadtgespräch) 
 
 
Migration und Integration 
 
 
o Koordinierungsstelle für Aussiedler, Flüchtlinge u nd Asylbewerber  im Dezernat 
V 
o Der Ausländerbeirat der Stadt Münster  
o Die Kommission zur Unterbringung von Aussiedler, F lüchtlinge und Asylbewer- 
bern 
o Der „Nationworker“ als „Kulturdolmetscher“ 
o Die Erarbeitung eines Leitbildes „Integration und Migration“. Grundlage dafür 
bildet das Profil „Wissenschaft und Lebensart“ mit den Leitorientierungen „Sozi- 
ale Balance in der Stadtgesellschaft, Entwicklung e iner weltoffenen Stadt auf 
der Basis der Geschichte und des Prinzips „Toleranz durch Dialog“  
 
 
Öffentliche Finanzen (vorrangig folgende Steuern, Zuschüsse und Pauschalen)  
 
o Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 
o Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 
o Gewerbesteuer 
o Schlüsselzuweisungen des Landes NRW 
o Investitionspauschale des Landes NRW 
o Schul-/Bildungspauschale des Landes NRW 
o Sportpauschale des Landes NRW. 
 
 
Regionale Kooperation 
 
 
o Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 zum Wohnen 
o Intensiver Austausch mit den Umlandgemeinden (jähr liche Bürgermeisterrunde, 
Ansprechpartnerkreis, Info-Brief) 
o Veranstaltungsreihe „Demografischer Wandel in der EUREGIO“

15 
 
4 Was müssen wir tun?  
 
4.1 Methodische Antwort: Integrierte Stadtentwicklu ngsplanung und strategi- 
scher Steuerungszyklus „Demografieorientierte Stadtentwicklung“ 
Der demographische Wandel betrifft alle Bereiche de r kommunalen Daseinsvorsorge 
und alle kommunalpolitischen Handlungsfelder. Hinzu  kommt, dass es sich um eine 
langfristige Herausforderung mit zunehmender Dringl ichkeit handelt. Daher sind zur 
Gestaltung des demographischen Wandels ressortüberg reifende und kooperative 
Ansätze mit strategischer Ausrichtung gefragt, d.h.  als strategische Antwort auf den 
demographischen Wandel muss eine integrierte Stadte ntwicklungsplanung und ein 
integriertes Stadtentwicklungsmanagement erfolgen.  
Als Instrument hierzu wurde der strategische Steuer ungskreislauf „Demographieori- 
entierte Stadtentwicklung“ entwickelt. Bezogen auf die Gestaltung des demographi- 
schen Wandels präferieren auch der Deutsche Städtet ag und die Bertelsmann Stif- 
tung dieses methodische Vorgehen. 
 
Strategischer Steuerungszyklus „Demografieorientierte Stadtentwicklung“ 
 
 
Ziel ist ein systematisches, ressortübergreifendes und prozessorientiertes Vorgehen, 
das auf kontinuierliche Optimierung angelegt ist, u nd die in der Abbildung dargestell- 
ten Schritte umfasst.

16 
Diese methodische Herangehensweise findet sich in d er Erarbeitung des vorliegen- 
den Handlungskonzeptes wieder und wird in folgenden Kapiteln mit Inhalten gefüllt:  
• Standortbestimmung, demographische Perspektiven: K apitel 2, Kapitel 3 
• „Münster-Profil“ und „Demografie-Leitbild“: Kapitel 4.2 – 4.3 
• Strategien, Handlungsprogramme, Schlüsselprojekte:  Kapitel 4.4 
• Monitoring, Evaluation: Kapitel 5 
• Kommunikation, Dialog, Kooperation: Kapitel 5 
Insbesondere die Einbindung in das vorliegende Inte grierte Stadtentwicklungs- und 
Stadtmarketingkonzept (ISM) und damit in eine Zielv orgabe für die gesamtstädtische 
Entwicklung erleichtert die Formulierung eines Leit bildes für die demografische Ent- 
wicklung und stellt die Einbindung die Münsteraner Zukunftsstrategie sicher. 
 
 
4.2 Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarket ingkonzept (ISM) sowie      
stadtstrategische Ziele als Eckpunkte für ein Demographieleitbild 
Bereits im Integrierten Stadtentwicklungs- und Stad tmarketingprozess Münster (ISM) 
sind vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewer bsdrucks und unter Berück- 
sichtigung des demographischen Wandels ein zukunfts orientiertes Münster-Profil 
„Wissenschaft und Lebensart“ und entsprechende Leitorientierungen erarbeitet wor- 
den (vgl. Vorl. 118/04 und E1). Zusammen mit den eb enfalls hier definierten beson- 
deren Qualitäten der Stadtentwicklung Münsters lieg en damit wesentliche Eckpunkte 
für die Ableitung eines integrierten Leitbilds „Dem ographie“ vor. In diesem Kontext 
sind auch die stadtstrategischen Ziele des Haushalt skonsolidierungsprozesses zu 
berücksichtigen, die aus den Ergebnissen des ISM-Prozesses entwickelt wurden. 
 
Das Münster-Profil „Wissenschaft und Lebensart“ und  die stadtstrategischen Ziele 
machen deutlich, dass die Herausforderungen des dem ographischen Wandels be- 
reits von den bisherigen strategischen Überlegungen  aufgegriffen worden sind. Aus 
der „Münsteraner Zukunftsstrategie“ lassen sich zus ammenfassend folgende Eck- 
punkte für ein Demographie-Leitbild festhalten: 
• Positionierung als Bildungs- und Wissenschaftsstan dort und als attraktiver Wirt- 
schaftsstandort mit hoher Lebensqualität im Wettbewerb

17 
• Kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadtentw icklung 
• Soziale Balance und Integration der Menschen mit M igrationsvorgeschichte 
• Generationengerechte Stadtwicklung und hohe Lebens qualität für alle Generatio- 
nen 
• Geschlechtergerechte Stadtentwicklung 
• Anpassung der Infrastruktur an die demographische Entwicklung 
• Entwicklung demographiefester Quartiere und Stadtt eile 
• Besondere Verantwortung von Münster für eine gemei nsame Entwicklung mit 
dem Münsterland und Westfalen 
 
 
 
4.3 Leitbild „Demographie“: „Münster im demographis chen Gleichgewicht – 
attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich“ 
 
Aufgrund dieser Eckpunkte wird als Leitbild zur Ges taltung des demographischen 
Wandels „Münster im demographischen Gleichgewicht –  attraktiv, generationenge- 
recht, partnerschaftlich“ vorgeschlagen. Dieses Lei tbild wird durch drei Leitbildanker 
gestützt:  
• Starke Stadt in wachsender Region“ 
• Generationengerechte Stadt“ 
• Partnerschaftliche Gestaltung des Demographischen Wandels 
 
Das Leitbild der „Stadt im demographischen Gleichge wicht“  formuliert den Anspruch 
der gleichgewichtigen und gleichzeitigen Beachtung der unterschiedlichen Alters- 
gruppen und Lebensphasen, um beste Voraussetzungen für eine ausgewogene Al- 
ters- und Haushaltsstruktur in Münster zu bieten. H iermit wird sowohl Münsters spe- 
zifischer demografischer Struktur als „Studierendenstadt“ als auch der zunehmenden 
Alterung sowie dem im Landesvergleich unterdurchsch nittlichen Anteil an Kindern, 
Jugendlichen und Familien und den Migrationsprozessen Rechnung getragen.

18 
Münster – Stadt im demographischen Gleichgewicht: a ttraktiv, generationengerecht, 
partnerschaftlich 
Daher liegt es nahe, bei der Gestaltung des demogra phischen Wandels zunächst 
folgenden Zielgruppen unter Beachtung der Geschlech terperspektiven im Sinne des 
Gender Mainstreaming besondere Aufmerksamkeit zu schenken: 
• Kinder, Jugendliche und Familien 
• Auszubildende und Fachkräfte 
• Studierende, Absolventinnen und Absolventen der Ho chschulen 
• Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 
• Seniorinnen und Senioren 
• Menschen mit Migrationsvorgeschichte (Migrantinnen  und Migranten) 
 
Die „Stadt im demographischen Gleichgewicht“ wird durch 3 Leitbildanker getragen: 
 
a) Starke Stadt in wachsender Region 
 
Die „Stadt im demographischen Gleichgewicht“ stützt  sich auf die Positionierung 
im Wettbewerb als „attraktive und starke Stadt in einer wachsenden Region“: 
Münster hat in den letzten Jahren vermehrt die Hera usforderungen des Struktur- 
wandels angenommen und positioniert sich im Wettbew erb als attraktives Bil- 
dungs-, Wissenschafts- und Dienstleistungszentrum m it hoher Lebensqualität. 
Damit stellt Münster sich dem „Wettbewerb“ um Einwo hner, um Studierende, um

19 
Familien, um qualifizierte Beschäftigte, um Steuerz ahler, um Besucher und auch 
um Investoren.  
 
Die Erfolge im Wettbewerb (z.B. „Lebenswerteste Sta dt der Welt“, herausragen- 
des Wachstum der sozialversicherungspflichtig Besch äftigten) stärken einerseits 
eindeutig Münster, andererseits profitiert auch die  Region von Münsters Anzie- 
hungskraft und Ausstrahlungseffekten auf vielfältig e Weise. In Münsters Wettbe- 
werbserfolge fließen natürlich auch die Kompetenzen  des Münsterlandes als 
Wachstumsregion ein. Münster und Münsterland können  nur gemeinsam im wirt- 
schaftlichen und demographischen Wettbewerb der Stä dte und Regionen beste- 
hen. Notwendig ist der „demographische Schulterschluss von Stadt und Region“. 
b) Generationengerechte Stadt 
 
Die „Stadt im demographischen Gleichgewicht“ verfol gt bezüglich des „Zusam- 
menlebens“ und „Zusammenwirkens“ der Altersgruppen, Haushaltstypen und Le- 
bensstile das Ziel der „generationengerechten Stadt“:  
Ziel der „Stadt im demographischen Gleichgewicht“ f ür das Zusammenleben in 
Münster und die anzustrebenden räumlichen Strukture n ist eine „generationenge- 
rechte Stadtentwicklung“. Diese Zielformulierung ge ht über eine gleichgewichtige 
Beachtung aller Altersgruppen hinaus und zielt auf ein solidarisches Zusammen- 
leben der Generationen ab. Aus dem Zusammenleben un d Zusammenwirken der 
unterschiedlichen Altersgruppen mit ihren spezifisc hen Erfahrungen und Stärken 
ergeben sich vielfältige Synergiepotenziale, die wi chtige Ansatzpunkte zur Gestal- 
tung des demographischen Wandels bieten. Angesichts  der prognostizierten Ver- 
änderungen der Alters- und Haushaltestrukturen in d en nächsten Jahren wird be- 
reits die Schaffung von Kontaktmöglichkeiten und di e Förderung des Austauschs 
zwischen den Generationen eine wichtige Aufgabe darstellen. 
 
Da die Debatte um eine generationengerechte Stadten twicklung erst am Anfang 
steht, die Thematik aber angesichts des demographis chen Wandels von großer 
Bedeutung ist und in Münster hierfür gute Ansatzpun kte existieren, bietet es sich 
an, auch hiermit die Profilierung von Münster im „d emographischen Wettbewerb“ 
voranzutreiben. Hingewiesen sei in diesem Zusammenh ang beispielsweise nicht 
nur auf das zunehmende Interesse am Mehrgeneratione nwohnen und bereits rea-

20 
lisierte Mehrgenerationen-Projekte in Münster (z.B.  Mehrgenerationenhaus Müns- 
ter), sondern auch u.a. auf den fruchtbaren Austaus ch zwischen „Jung“ und „Alt“ 
(z.B. Jugendrat und Seniorenvertretung) und die Akt ivitäten des Vereins für Gene- 
rationengerechtigkeit Münster.  
c) Partnerschaftliche Gestaltung des demographischen Wandels  
Die „Stadt im demographischen Gleichgewicht“ strebt  eine „partnerschaftliche 
Gestaltung des demographischen Wandels“ mit den bür gerschaftlichen bzw. zivil- 
gesellschaftlichen Akteuren und den regionalen Partnern an: 
Bereits im ISM-Prozess wurde herausgearbeitet, dass  bürgerschaftliches Enga- 
gement sehr prägend für Münster ist. Der Wunsch der  Bürgerschaft zur aktiven 
Mitgestaltung ist in vielen Bereichen stark ausgepr ägt, so dass die Förderung der 
bürgerschaftlichen Eigeninitiative seit langem eine n hohen Stellenwert in Münster 
einnimmt.  
 
Die Gestaltung des demographischen Wandels ist eine  Aufgabe, die die gesamte 
Stadtgesellschaft betrifft. Hier gilt es, die vielf ältigen Potenziale der Bürgergesell- 
schaft zu erschließen. Dies bedeutet einerseits, da ss die bürgerschaftliche Eigen- 
verantwortung für eigene Belange, aber auch für das  „Gemeinwohl“ gefördert wer- 
den muss, anderseits müssen sich aber auch die staatlichen Einrichtungen für das 
Engagement von Kräften aus der Zivilgesellschaft öf fnen. Bürgerschaftliches En- 
gagement muss sowohl gefordert als auch gefördert werden. 
 
Die partnerschaftliche Gestaltung des demographisch en Wandels wird damit zu 
einer entscheidenden Zukunftsaufgabe. Aus räumliche r Sicht ist diese Frage be- 
reits beim „demographischen Schulterschluss mit der Region“ thematisiert worden. 
Aus gesellschaftlicher Sicht wird zivilgesellschaft liches Engagement damit zum 
„sozialen Bindeglied“ der „generationengerechten St adt im demographischen 
Gleichgewicht“. Aufgrund der vorhandenen Stärken bietet auch der partnerschaft- 
liche Ansatz ein wichtiges Profilierungs- und Posit ionierungspotenzial im „demo- 
graphischen Wettbewerb“.

21 
4.4 Wichtige Handlungsfelder und strategische Handl ungsempfehlungen 
Auf Basis des Leitbilds „Stadt im demografischen Gleichgewicht“, der Leitbild-Anker 
„attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich“ sowie der sozioökonomischen 
Stärken und Schwächen von Münster lassen sich zur Gestaltung des demografi- 
schen Wandels wichtige Handlungsfelder identifizieren und strategische Handlungs- 
empfehlungen formulieren. 
 
Die im Folgenden vorgestellten, sehr grundsätzlichen strategischen Handlungsemp- 
fehlungen sind im Sinne des Steuerungszyklus „demografieorientierte Stadtentwick- 
lung“ in den nächsten Arbeitsschritten zu konkretisierten und zu operationalisieren. 
Dies setzt voraus, dass vorab eine Verständigung über das Leitbild, grundsätzliche 
Ziele und wichtige Handlungsfelder einer demographieorientierten Stadtentwicklung 
erzielt wird. Dies wird mit dem vorliegenden Bericht angestrebt. 
 
Wie die Bestandsaufnahme gezeigt hat, wird in Münster schon in vielfältiger Weise 
auf den demografischen Wandel reagiert. Unter Bezugnahme auf das Leitbild und 
die Handlungsfelder besteht mittels des Steuerungskreislaufs „demografieorientierte 
Stadtentwicklung“ nun die Möglichkeit, die bisherigen Handlungsansätze noch stra- 
tegischer auf das Leitbild hin auszurichten und damit den integrierten Ansatz zu stär- 
ken. Gleichzeitig wird hiermit den begrenzten finanziellen und personellen Ressour- 
cen Rechnung getragen. 
 
Um eine Verbindung zwischen den bisherigen Ansätzen und den aus dem Leitbild 
abgeleiteten strategischen Handlungsempfehlungen zu schaffen, werden im Folgen- 
den den vorgeschlagenen strategischen Empfehlungen exemplarisch bereits vor- 
handene Projekte und Ansätze zugeordnet. Hiermit werden gleichzeitig die strategi- 
schen Handlungsempfehlungen konkretisiert und deren Richtung verdeutlicht. Eine 
tragfähige Entwicklung neuer Maßnahmen kann erst nach Abschluss der Verständi- 
gungsprozesse zum Leitbild und zu prioritären Handlungsfeldern für eine demogra- 
fieorientierte Stadtentwicklung erfolgen. 
 
Gemäß dem Ziel einer partnerschaftlichen Gestaltung des demografischen Wandels 
richten sich die Handlungsempfehlungen zwar vorrangig an die städtischen Akteure, 
grundsätzlich ist jedoch die Gestaltung des demografischen Wandels eine Aufgabe,

22 
der sich die gesamte Stadtgesellschaft stellen muss. Damit sind alle gesellschaftli- 
chen Gruppen sowie auch regionalen Akteure in entsprechenden Handlungsfeldern 
Adressaten der Empfehlungen.   
 
a) Übergreifende Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen 
• Generationengerechte Stadt 
o Münster fördert den Austausch und das Miteinander der Generationen 
mit dem Ziel generationenübergreifender Solidarität  (z.B. Beteiligung 
des Jugendinformations- und -beratungszentrums/JiB am Bundesmo- 
dellvorhaben „Generationsübergreifende Freiwilligen dienste“, Aktivitä- 
ten des „Verein für Generationengerechtigkeit e.V. Münster“, Konzepti- 
on und Realisierung von Mehrgenerationenhäusern) 
o Münster fördert generationenübergreifende Projekte  in allen Hand- 
lungsfeldern (z.B. Wohnpartnerschaften zwischen Jun g und Alt im 
Rahmen des Projekts „Wohnen für Hilfe“, Zukunftswer kstatt „Gemein- 
sam für ein faires Münster – Jugendrat und Senioren vertretung“ im 
Rahmen des Bundesprojektes „Generationen lernen gemeinsam Nach- 
haltigkeit“) 
 
• Integration 
o Migration und Integration sind als Chance für die Münsteraner Stadt- 
entwicklung zu verstehen („Potenzialansatz“). Das L eitbild „Migration 
und Integration Münster“ bündelt die Handlungsfelde r und Handlungs- 
ansätze im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe an der Münsteraner 
Gesellschaft 
o Nach Abschluss der Diskussionen und der parlamenta rischen Be- 
schlussfassung zum Leitbild „Migration und Integration in Münster“ liegt 
dann ein integrationspolitisches Gesamtkonzept als Basis für die Arbeit 
von Rat, Ausländerbeirat, Verwaltung, freien Träger n und zivilgesell- 
schaftlichen Akteuren vor 
• Soziale Balance und Solidarität zwischen allen Tei len der Bürgerschaft 
o Münster soll als lebendige, geschlechtergerechte u nd tolerante Stadt 
weiterentwickelt werden, in der unterschiedliche Mi lieus und Ethnien

23 
ohne soziale Konflikte zusammenleben (z.B. Leitbild  „Migration und In- 
tegration Münster“) 
o Die sozialen Belange der Bürgerinnen und Bürger so llen unter beson- 
derer Berücksichtigung des demographischen Wandels aufgegriffen, 
befriedigt und/oder transportiert und vernetzt werd en (z.B. stadtteilori- 
entierte Altenhilfe- und Pflegeplanung, Durchführun g des Programms 
„Soziale Stadt – Kinderhaus/Brüningheide“) 
• Geschlechtergerechte Stadt 
o Münster berücksichtigt bei der Stadtentwicklung di e spezifischen Le- 
benssituationen von Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Männern 
und die daraus resultierenden Bedürfnisse (z.B. ges chlechterdifferen- 
zierte Auswertung der Bürgerumfragen als Grundlage für zielgruppen- 
orientierte Maßnahmen, Kooperationsvereinbarung zwi schen Frauen- 
büro und Dezernat für Planung, Bau und Marketing) 
o Verbesserung der Chancen und Lebensperspektiven vo n Frauen sowie 
Abbau der strukturellen Benachteiligung im demograp hischen Wandel 
(z.B. spezifische Projekte zur Verbesserung der Leb enssituation von 
Mädchen und Frauen, u.a. berufliche Lebensplanung v on Frauen und 
Mädchen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Perspektivent- 
wicklung zur Lebensgestaltung älterer und alter Frauen) 
 
b) Handlungsfelder nach Zielgruppen/Lebenslagen und strategische Hand- 
lungsempfehlungen 
 
• Kinder, Jugendliche und Familien 
o Förderung der Kinder- und Familienfreundlichkeit i n Münster (z.B. Aus- 
bau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren , Schaffung der 
Voraussetzungen für familienfreundliches Wohnen, Ju gendrat als wich- 
tiges Instrument für eine kinder- und familienfreun dliche Stadtentwick- 
lung und als wichtiger Partner für den generationen übergreifenden Dia- 
log) 
o Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Ber uf in Münster (z.B. 
Tagesbetreuungsausbauprogramm für die Betreuung, Fö rderung und 
Bildung von Kindern unter 3 Jahren, weiterer Ausbau  von Betreuungs-

24 
bzw. Ganztagsplätzen in Schulen, Förderung der Fami lienfreundlichkeit 
von Unternehmen) 
• Auszubildende und Fachkräfte 
o Münster fördert die Ausbildung (z.B. Ausbildungspa kt der Agentur für 
Arbeit, der Kammern und weiterer Akteure, Tätigkeit  der Arbeitsmarkt- 
initiative jugend+, Girl´s day mit dem besonderen S chwerpunkt der 
Fachkräftegewinnung) und unterstützt die Betriebe b eim Werben um 
Fachkräfte bzw. beim Halten von Fachkräften 
o Schaffung der planerischen und liegenschaftlichen Rahmenbedingun- 
gen für ein nachfragegerechtes, ausreichendes und b ezahlbares Woh- 
nungsangebot 
• Studentinnen/Studenten, Absolventinnen/Absolventen  und Wissenschaftlerin- 
nen/Wissenschaftler  
o Schaffung guter Rahmenbedingungen für studentische s Wohnen und 
Leben in Münster (z.B. Investorenberatung „Studenti sches Wohnen, 
Runder Tisch zur studentischen Wohnraumversorgung) 
o Verbesserung der Kundenorientierung gegenüber ausl ändischen Stu- 
dierenden und Wissenschaftlern (z.B. mehrsprachige Informations- und 
Verwaltungsangebote, Entwicklung zielgruppenorienti erte Beratungs- 
angebote) 
• Seniorinnen und Senioren 
o Förderung der Möglichkeiten, im gewohnten Lebens- und Wohnumfeld 
älter zu werden (z.B. Wohnberatung für das „Wohnen im Alter“, Hilfen 
beim Umzug, Förderprogramm „Von Mensch zu Mensch“) 
o Neuorientierung sozialer Dienstleistungen für älte re Menschen im 
Rahmen einer ressort- und ämterübergreifenden Alten hilfe- und Pflege- 
planung unter geschlechterdifferenzierte und interk ulturellen Gesichts- 
punkten (Partizipative Entwicklung eines Gesamtkonz eptes mit Stadt- 
teilorientierung als Umsetzung, Vorl. V/0764/2007).

25 
c) Handlungsfelder, die Einwohner „festhalten“ oder  „anziehen“ und strategi- 
sche Handlungsempfehlungen 
• Hochschulorientierte Stadtentwicklungspolitik 
o Abstimmung gemeinsamer Entwicklungsstrategien von Stadt und 
Hochschulen (z.B. Konzertierte Aktion Wissenschafts stadt) und Unter- 
stützung von strategischen Infrastrukturprojekten f ür die Hochschulent- 
wicklung (z.B. Zentrum für Nanotechnologie/CenTech,  planerische Si- 
cherung von Flächen) 
o Profilierung und Positionierung von Münster als ex zellentem Hoch- 
schulstandort mit hoher Lebensqualität (z.B. profil bildende Veranstal- 
tungen, gemeinsames Standortmarketing mit den Hochschulen) 
• Bildungs- und Ausbildungspolitik 
o Auf der Basis der erweiterten Schulträgerschaft pr ofiliert sich Münster 
weiter als attraktiver Bildungsstandort (z.B. Forts chreibung des Me- 
dienentwicklungsplans, Einrichtung von Forscherwerk stätten in Grund- 
schulen) und ermöglicht der Schullandschaft mit vor liegenden den Be- 
schlüssen zur Schulentwicklungsplanung bis 2009/10 eine weitgehend 
eigenverantwortliche Ausprägung attraktiver pädagog ischer Profile und 
Angebotsstrukturen  
o Münster profiliert sich als Standort mit „exzellen ten“ Ausbildungsper- 
spektiven für Jugendliche (z.B. Stärkung der lokale n Netzwerke für 
Ausbildung und Initiative für Beschäftigung, Verbes serung der Berufs- 
wahlfähigkeit und Ausbildungsfähigkeit durch gemeinsame Projekte von 
Kammern, Wirtschaft und Schulen) 
• Wirtschaft und Arbeitsmarkt 
o Positionierung Münsters als einer der führenden Wi rtschaftsstandorte 
Nordrhein-Westfalens durch Umsetzung der Ergebnisse  des Projektes 
„Kompetenzfeldentwicklung Münster.Land“ und konsequ ente Kunden- 
orientierung 
o Verstärkung des Wissenstransfers zwischen Wissensc haft und örtli- 
cher/regionaler Wirtschaft (z.B. Nutzung des Potenz ials der Universität 
und der Fachhochschulen für die wirtschaftliche Ums etzung) sowie 
Bindung der bleibewilligen Absolvierenden an Münste r (z.B. Förderung

26 
studentischer Unternehmensgründungen und Ausgründun gen aus den 
Hochschulen) 
• Positionierung als Gesundheitsstadt 
o Stärkung des Bereichs öffentlicher Gesundheit für alle Generationen, 
Entwicklung und Umsetzung gesundheitsfördernder Han dlungskonzep- 
te gemeinsam mit den Akteuren der Gesundheitskonfer enz (z.B. Ge- 
sund aufwachsen in Münster, Gesundheitsförderung im  Alter, Gesund- 
heit von Migranten) 
o Entwicklung des Themenfeldes „Gesundheit/Life Scie nce“ in den Spezi- 
fizierungen „Medizintechnik und Pharma“ und „Präven tivmedizin“ ge- 
meinsam den Hochschulen, der münsterschen Wirtschaf t, der Wirt- 
schaftsförderung und den städtischen Fachdienststel len (v.a. Gesund- 
heitsplanung) zu einem Marken- und Profilierungsthe ma für Münster 
(z.B. Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt) 
• Wohnungspolitik/Strategische Wohnstandortentwicklu ng 
o Münster stellt die Baulandpolitik und die Wohnungs marktpolitik in den 
Dienst der Einwohnerbindung und Einwohnergewinnung.  Der Bauland- 
und Wohnungsmarkt muss zielgruppenorientiert ein be zahlbares Ange- 
bot dafür bieten, dass sich Münster im Wettbewerb d er Städte und Re- 
gionen weiterhin zu einem attraktiven Bildungs-, Wi ssenschafts- und 
Wirtschaftszentrum entwickeln kann. 
o Die zentralen Ziele für den Umgang mit dem Herausf orderungen des 
demographischen Wandel im Bereich „Wohnen“ und die strategische 
Wohnstandortentwicklung formuliert das „Bündnis für Wohnen“, das im 
Arbeitskreis „Wohnen in Münster“ (Wohnungswirtschaft, Politik, Verwal- 
tung) entwickelt wurde. Hierbei handelt es sich um die Stärkung des 
Wohnstandorts Münsters und die Qualitäten der Quart iere, die Unter- 
stützung der Bestandserneuerung und Infrastrukturen twicklung durch 
vorsorgende Gestaltung und die Umsetzung einer nach fragegerechte- 
ten, zukunftssicheren Bauland- und Neubaupolitik.

27 
• Hohe Lebensqualität für alle Generationen: Umwelt und Natur, Freizeit und Sport, 
Kunst und Kultur 
o Münster entwickelt „weichen Standortfaktoren“ gezi elt weiter durch ho- 
he Freiraum- und Naturqualitäten, durch ein attraktives und finanzierba- 
res Freizeit-, Sport-, Kunst- und Kulturangebot (z. B. Entwicklung des 
Aaseekonzepts, Umsetzung des „Pakt für den Sport“, Unterstützung 
der Skulptur Projekte Münster 2007) 
o Münster schafft eine hohe Lebensqualität für alle Generationen, die 
sich an den Zielgruppen einer demografieorientierte n Stadtentwicklung, 
der Funktionsfähigkeit und Lebendigkeit der Stadtte ile sowie den finan- 
ziellen Ressourcen orientiert 
 
d) Räumliche Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen 
• Demografieorientierte Infrastruktur- und Quartiers entwicklung 
o Ausrichtung der Infrastrukturentwicklung an den Er gebnissen der 
„Kleinräumigen Bevölkerungsprognose 2005 – 2015“ (z.B. Entwicklung 
von Kindertagesbetreuungseinrichtungen, Vermeidung von Sprungin- 
vestitionen im schulischen Bereich, Entwicklung soz ialer Dienstleistun- 
gen für Seniorinnen und Senioren) 
o Beobachtung der „demografischen Karriere“ von Quar tieren und demo- 
grafiesensible Weiterentwicklung der Quartiere durc h entsprechende 
Maßnahmen (z.B. Förderung von „Neuem Wohnen“ im Bes tand, Wei- 
terentwicklung der sozialen Infrastruktur, planeris che Sicherung der 
Wohnungsnahen Grundversorgung) 
• „Demografischer Schulterschluss“ zwischen Stadt un d Region 
o Die Stadt Münster fördert die stadtregionale und i ntraregionale Zusam- 
menarbeit, um einen „ruinösen Wettbewerb“ um Einwohner zu vermei- 
den (z.B. Erarbeitung gemeinsamer stadtregionale Po sitionen zur Ge-
staltung des demografischen Wandels, Gründung des N etzwerks „De- 
mographischer Wandel in der EUREGIO“) 
o Positionierung des Münsterlands als attraktive und  dynamische Region 
im Wettbewerb der Regionen und Standorte, um im Wet tbewerb um 
„Einwohner, Beschäftigte und Investitionen zu bestehen (z.B. Gründung

28 
Münsterland Marketing, Projekt „Kompetenzfeldentwic klung Müns- 
ter.Land“, Projekt „MONT-Mapping“ – durch grafische  Visualisierung 
der regionalen Potenziale die interregionale Zusammenarbeit im Grenz- 
raum verbessern und die Region in Europa profilieren)) 
 
e) Instrumentelle Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen 
• Förderung des Dialogs und des Austauschs mit der Ö ffentlichkeit und der Wirt- 
schaft 
o Die Gestaltung des demografischen Wandels erforder t die Schaffung 
von Transparenz über die Entwicklungsoptionen und die Förderung des 
offenen Dialogs mit der Bürgerschaft und allen gese llschaftlichen Grup- 
pen (z.B. offene „Stadtgespräche“ von Volkshochschu le und Stadtpla- 
nungsamt) 
o Die Gestaltung des demografischen Wandels erforder t eine entspre- 
chende Information und Bewusstseinsbildung sowie ei ne konstruktiven 
Austausch mit den Akteuren aus der Wirtschaft (z.B.  Austausch mit der 
Wohnungswirtschaft und mit der Gesundheitswirtschaf t, Unterstützung 
des lebenslangen Lernens und des Wissenstransfers z wischen den 
Generationen) 
• Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und Formierung strategischer Al- 
lianzen mit öffentlichen und privaten Partnern 
o Die Gestaltung des demografischen Wandels betrifft  die gesamte Stadt- 
gesellschaft. Auf der Basis eines offenen Dialogs m uss die bürger- 
schaftliche Verantwortung sowohl für eigene Belange  als auch für das 
Gemeinwohl gefördert werden (z.B. Unterstützung von  generationen- 
übergreifenden Projekten) 
o Münster strebt strategische Allianzen und Partners chaften zur Gestal- 
tung des demographischen Wandels an (z.B. demografi scher „Schul- 
terschluss“ mit der Region, Kooperationsprojekte mi t den Hochschulen 
und der Wirtschaft)

29 
4.5 Planerische Herausforderungen und Prüfaufträge 
Aus den Ergebnissen der Kleinräumigen Bevölkerungsp rognose 2005 – 2015 und 
dem Leitbild „Stadt im demografischen Gleichgewicht  – attraktiv, generationenge- 
recht, partnerschaftlich“ ergeben sich zwei bereits  jetzt absehbare planerische Her- 
ausforderungen: 
• Wie kann die Innenstadt zu einem generationengerec hten Wohnstandort mit ent- 
sprechender Infrastrukturausstattung und gleichzeitig zu einem attraktiven, funkti- 
onsgemischten und lebendigen Mittelpunkt von Münster weiterentwickelt werden? 
• Wie können die raumfunktionalen Strukturen von Mün ster angesichts der demo- 
grafischen Prozesse gestaltet werden, so dass langf ristig tragfähige Siedlungs- 
strukturen mit funktionsfähigen Stadtteilen, entspr echenden Infrastrukturangebo- 
ten und Versorgungseinrichtungen entwickelt und sichergestellt werden? 
 
Antworten auf diese Herausforderungen könnten zum e inen ein Masterplan „Genera- 
tionengerechte Innenstadt“ und zum anderen der Einstieg in ein „demografieorientier- 
tes Raumfunktionales Konzept Münster 2025“ sein. Al lerdings lassen sich zum ge- 
genwärtigen Zeitpunkt noch keine konkreten Bearbeit ungsschritte benennen, viel- 
mehr wäre zunächst die Aufgabenstellung dezidierter  auch angesichts der bereits 
laufenden Planverfahren wie z.B. die Fortschreibung  des Einzelhandelskonzept und 
Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans 2025 ( VEP 2025) und unter Einbe- 
zug der Ergebnisse des interfraktionellen Arbeitskr eises „Wohnen“ zu formulieren, 
um dann geeignete Bearbeitungsverfahren zu konzipieren und zum Beschluss vorzu- 
legen. 
 
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird daher mit den folg enden Begründungen vorge- 
schlagen, in die Prüfung von Bearbeitungsschritten einzusteigen, um den Herausfor- 
derungen gerecht zu werden, vorhandene Potenziale z ur Profilierung als attraktiver 
Standort im Wettbewerb zu nutzen und langfristige D aseinsvorsorge angesichts 
knapper werdender Einwohnerressourcen und Finanzmittel zu treffen. 
 
a) Prüfung von Bearbeitungsschritten für einen „Mas terplan Generationengerechte 
Innenstadt mit Schwerpunkt „generationengerechtes W ohnen“ und „demografie- 
orientierte Weiterentwicklung der öffentlichen Infrastruktur“

30 
Die kleinräumige Bevölkerungsprognose zeigt deutlic hen Handlungsbedarf insbe- 
sondere für die Innenstadt. Während 1990 noch 124.0 00 Personen im Stadtbezirk 
Mitte wohnten, ging diese Zahl bis 2005 bereits auf  113.216 Personen zurück. Und 
dieser Rückgang hält an. So weist die Prognose für das Jahr 2015 eine weitere 
Schrumpfung um 6.890 Personen aus und damit um -6,1 % gegenüber 2005. Und 
diese Abnahme wird voraussichtlich in einigen Teilb ereichen des Stadtbezirks noch 
wesentlich stärker ausfallen: Altstadt - 9,9 % der Bevölkerung, Innenstadtring - 9,1 %. 
Ein detaillierter Blick in die infrastrukturrelevan ten Jahrgänge zeigt anhand der Klein- 
räumigen Prognose folgendes Bild: unter 3 Jahre -18 ,9 %, 3 bis unter 6 Jahre -21,3 
%, 6 bis unter 10 Jahre -23,1 %, 10 bis unter 16 Ja hre -16,7 %. Auch für die Einwoh- 
ner ab 70 Jahren wird eine leichte Abnahme von -0,7  % prognostiziert, während ge- 
samtstädtisch diese Altersgruppe um 17,1 % zunehmen soll. 
 
Festzuhalten ist jedoch an dieser Stelle, dass die reale Bevölkerungsabnahme in den 
letzten Jahren nicht so stark erfolgt ist, wie in d er Prognose 2003 bis 2013 vorausbe- 
rechnet war. Diese Tatsache könnte bereits als eine  erste leichte Reaktion auf die 
städtebaulichen und wohnungspolitischen Bemühungen zu interpretieren sein, die 
Innenstadt auch als attraktiven Wohnort zu position ieren. So ist allein von 1990 bis 
2006 der Wohnungsbestand im Stadtbezirk Mitte von 6 2.402 auf 68.492 gestiegen; 
eine Entwicklung, die zu forcieren ist.  
 
Eine lebendige Innenstadt braucht Menschen, die dor t wohnen. Das Interesse an 
Wohnungen in der Innenstadt, an der Nähe von Wohnen, Arbeiten und Einkaufen hat 
wieder zugenommen. Insbesondere auch ältere Menschen schätzen die soziale, me- 
dizinische und kulturelle Infrastruktur. Dabei läss t sich die Frage des Zuzugs gerade 
älterer Menschen in die Innenstadt noch nicht als T rend belegen (Zuzugsumfrage 
2006).  
 
Generell muss es jedoch erklärtes städtisches Ziel sein, das Wohnen in der Innen- 
stadt nicht nur für eine soziale Schicht und bestim mte Lebensstilgruppen zu realisie- 
ren, sondern für Menschen in allen Lebensphasen und  sozialen Schichten zu ermög- 
lichen. Eine Durchmischung innerstädtischer Wohnstr ukturen ist eine wichtige Vor- 
aussetzung, um ein offenes und urbanes innerstädtis ches Leben zu verwirklichen.

31 
Dem Wohnumfeld und dem Anspruch an Grundversorgung,  Lebensqualität wie auch 
an Mobilität kommt dabei zentrale Bedeutung zu. 
 
Auf der anderen Seite darf nicht übersehen werden, dass in der Altstadt und inner- 
halb des Innenstadtrings vielfältige Nutzungen aufe inandertreffen. Die City ist mit 
ihrer vielfältigen Nutzungsmischung aus Einzelhande l, Dienstleistungen, Gastrono- 
mie, touristischen Anziehungspunkten, kulturellen u nd kirchlichen Einrichtungen so- 
wie zahlreichen Bildungseinrichtungen bzw. Hochschu linstituten der lebendige Mit- 
telpunkt von Münster und damit auch ein wichtiger P rofilierungsfaktor für ein attrakti- 
ves Münster. Es gilt daher, zu einer möglichst vert räglichen Zuordnung der Funktio- 
nen zu kommen und die Rahmenbedingungen für einen v erträglichen Nutzungsmix 
mit einer entsprechenden Wohnfunktion zu schaffen. 
 
Im Einzelnen bieten sich folgende Prüfschritte zur Entscheidung über die Bearbei- 
tung einen Masterplans „Generationengerechte Innens tadt“ mit den Schwerpunkten 
„Generationsgerechtes Wohnen“ und „demografieorientierte Weiterentwicklung der 
öffentlichen Infrastruktur“ an: 
• Quartiersbezogene Analyse der realen und der progn ostizierten Bevölkerungs- 
entwicklung nach Altersgruppen 
• Quartiersbezogene Analyse der Fort- und Zuzüge nac h Altersgruppen 
• Darstellung der öffentlichen Infrastruktur und Unt ersuchung von Möglichkeiten zur 
generationengerechten Weiterentwicklung 
• Identifikation von Potenzialräumen zur Stärkung de r Wohnfunktion für familienori- 
entiertes Wohnen, für seniorengerechtes Wohnen und für studentisches Wohnen. 
Hierbei kann auf die zurzeit laufende Bearbeitung d er wohnungspolitischen An- 
träge aufgesetzt werden. 
• Identifikation von Aufwertungsmöglichkeiten der öf fentlichen Räume, um familien- 
orientiertes und seniorengerechtes Wohnen in der Innenstadt zu unterstützen 
• Abgleich der Möglichkeiten für generationengerecht es Wohnen mit weiteren 
Planprozessen in der Innenstadt (z.B. Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts, 
Bearbeitung der wohnungspolitischen Anträge)

32 
• Dialog über die Wege zu einer generationengerechte n Innenstadt mit Bewohnern, 
mit Interessenvertretern und mit Investoren sowie K ommunikations-
/Dialogprozesse in Quartieren mit Entwicklungsmöglichkeiten/-notwendigkeiten. 
• Diskussion der Prüfergebnisse im Arbeitskreis „Woh nen in Münster“ 
 
Im Ergebnis werden Aussagen zu den Möglichkeiten ei nes Masterplans „Generatio- 
nengerechte Innenstadt“ angestrebt. Auf dieser Basi s ist dann über den Einstieg in 
ein konkretes Erarbeitungsverfahren zu entscheiden,  das über einen Masterplan 
„Generationengerechtes Wohnen und demografieorienti erte Infrastruktur“ zu einem 
räumlichen Steuerungs- und Koordinierungsinstrument  für die Innenstadt führen 
könnte, was zugleich das Ziel einer lebendigen Mitte von Münster unterstützt. 
 
b) Orientierungswertberechnung 2025 und Prüfung ein es Einstiegs in die Fortschrei- 
bung des Raumfunktionalen Konzepts Münster 2025 unt er Berücksichtigung des  
„demographischer Wandels“ 
Die Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2005 – 2015 m it ihrer Relevanz für die mit- 
telfristige Infrastrukturentwicklung und Investitio nsplanung ist eine wichtige Grundla- 
ge für eine demographieorientierte Stadtentwicklung , kann aber längerfristige Pla- 
nungsperspektiven nicht aufgreifen. Um jedoch auch einer längerfristigen Planungs- 
perspektive gerecht werden zu können, soll auf der Basis des Beschlusses zum der- 
zeit in der Fortschreibung befindlichen Regionalpla n, der den Zeithorizont bis 2025 
abdeckt, und auch im Kontext der Fortschreibung des  Verkehrsentwicklungsplanes 
der Stadt Münster eine neue kleinräumige Orientieru ngswertberechnung 2025 erar- 
beitet werden.  
 
Auf dieser Basis wäre dann ein Einstieg in eine Bew ertung der Siedlungsstrukturen 
vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mög lich und notwendig. Ob- 
wohl gesamtstädtisch nach Modellrechungen der Bezir ksregierung Münster erst ab 
2030 mit einem Rückgang der Bevölkerungszahlen zu r echnen ist, sind auf Stadtteil- 
ebene heute schon neben wachsenden und stabilen auc h rückläufige Bevölkerungs- 
zahlen zu verzeichnen. Perspektivisch wird sich der  Wettbewerb um Einwohner zwi- 
schen den Regionen und Städten weiter verstärken un d die Entwicklung angemes- 
sener öffentlicher Infrastrukturangebote aufgrund d er Alterung der Bevölkerung ein 
zunehmend wichtigeres Thema werden.

33 
 
Daher gilt es, unter Beachtung der Vorgaben des Reg ionalplans 2025 eine entspre- 
chende Orientierungswertberechnung durchzuführen, d ie nicht nur in die Fortschrei- 
bung des Verkehrsentwicklungsplans 2025 Eingang fin det, sondern auch zur Analy- 
se der langfristigen Stadtteilentwicklung genutzt w erden kann. Nach Beschlussfas- 
sung zum Regionalplan Regierungsbezirk Münster- Tei labschnitt Münster wäre zu 
prüfen, welche Auswirkungen auf die langfristige Si edlungsstrukturentwicklung und 
die öffentliche Infrastruktur zu erwarten sind. 
 
Zusammen mit dem ersten Ergebnissen aus dem demogra fischen Monitoring sind 
dann Bearbeitungsschwerpunkte für den Einstieg in e in demografieorientiertes raum- 
funktionales Konzept zu formulieren, die den Auswir kungen und Folgen des demo- 
grafischen Wandels gerecht werden. Das gilt für die  Siedlungsentwicklung ebenso 
wie für die Freiflächenversorgung. Aber auch der As pekt der Infrastrukturauslastung 
und –bereitstellung wird in diesem Kontext neu zu ü berdenken und planen sein. 
Zentrale und infrastruktursichernde Leitlinien sind  dabei sicherlich die Stärkung des 
städtischen Netzes an zentralen Einrichtungen und d ie Bündelung öffentlicher und 
privater Entwicklungspotenziale, u. a. durch den Au sbau von Stadtteil- und Quar- 
tierszentren, und das bei räumlicher Integration vo n stadtteilbezogenen kulturellen 
und sozialen Einrichtungen. Und schließlich ist auc h die Konzentration der Einzel- 
handels-Nahversorgung an integrierten, wohnortnahen Standorten zu forcieren. 
 
In einem ersten Schritt wäre nach Beschlussfassung zum Regionalplan die Orientie- 
rungswertberechnung 2025 zu erstellen, um dann die Bausteine für ein auch demo- 
grafieorientiertes raumfunktionales Konzept zu form ulieren und diese dann zum Be- 
schluss vorzulegen. In diesem Kontext wären auch di e Ergebnisse der Gespräche 
mit den Umlandgemeinden zum „demographischen Schult erschluss“ zu würdigen 
und einzubeziehen. 
 
 
 
 
5. Wie sehen die nächsten Schritte aus?   
 
Das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verk ehrsplanung hat mit der Erar- 
beitung des nun vorgelegten Handlungskonzeptes „demografischer Wandel in Müns-

34 
ter“ die bestehenden Ansätze der Verwaltung unter d em Dach des Leitbildes zu- 
sammengefasst. Zur weiteren Umsetzung des Konzeptes  in den „Verwaltungsalltag“ 
bedarf es jetzt folgender Schritte:   
o Kommunikation/Kooperation mit der Stadtgesellschaf t  
Die Verwaltung wird ein Kommunikations- und Koopera tionskonzept erarbeiten 
ausgerichtet an den unterschiedlichen Informationsb edürfnissen von Politik, 
Bürgerschaft und Verwaltung. Ziel des Konzeptes ist  die hinreichende Sensibili- 
sierung für die wesentlichen Merkmale der zu erwart enden Bevölkerungsent- 
wicklung in Münster zum Zwecke eines gemeinsamen, l eitbildorientierten Vor- 
gehens. Neben den lokalen Gestaltungskräften wird a uch die Stadtregion in 
diesen Prozess eingebunden. Als Auftaktveranstaltun g wird die Verwaltung 
hierzu im Herbst 2008 ein öffentliches Hearing durc hführen. Mit dieser Veran- 
staltung sollen auch vorhandene bürgerschaftliche Potenziale für die Gestaltung 
des demografischen Wandels frühzeitig aktiviert werden, denn die künftigen An- 
forderungen können von den Kommunen allein nicht bewältigt werden. 
 
Neben dieser gezielten Ansprache und Mitnahme der i nteressierten Bürger- 
schaft und Stadtgesellschaft soll das Handlungskonz ept ‚demografischer Wan- 
del in Münster’ in geeigneter Form  in der Reihe ‚Stadtforschung, Stadtentwick- 
lung, Stadtplanung’ veröffentlicht werden. Somit werden die Inhalte, die metho- 
dische und systematische Aufarbeitung, die Fokussierung auf ein münsterspezi- 
fisches Leitbild, die Ableitung von Handlungsempfeh lungen und die Kernaufga- 
ben im weiteren Vorgehen nicht nur einer breiten Öf fentlichkeit sondern auch 
der Fachwelt bekannt gemacht.  
 
Zur weiteren gezielten Einbindung der Bürgerschaft soll auch das bewährte und 
erprobte Instrument der Bürgerumfragen, das regelmä ßig auch zentrale The- 
men der Stadtentwicklung aufgreift, konkret zu der Thematik des demografi- 
schen Wandels eingesetzt werden. So soll die Bürger umfrage 2008 zu Inhalten 
des demografischen Wandels, insbesondere auch im Ko ntext des Leitbildes 
‚Münster im demografischen Gleichgewicht’ durchgeführt werden, um weitere 
repräsentative Ergebnisse und damit wichtige Planun gsinformationen zu ge- 
winnen.

35 
o Aufbau eines Beobachtungs- und Frühwarnsystems  
Von zentraler Bedeutung in einem Steuerungszyklus d emografieorientierte 
Stadtentwicklung und damit auch fester Bestandteil in einem Handlungskonzept 
demografischer Wandel ist der Aufbau eines demograf ischen Beobachtungs- 
und Frühwarnsystems sowie einer systematischen Über prüfung, und dieses 
sowohl gesamtstädtisch wie auch auf der Quartierseb ene, denn die demografi- 
schen Veränderungen werden sich zu allererst kleinräumig bemerkbar machen. 
 
Erste methodische Schritte hin zu einer quartiersbe zogenen Betrachtung mit 
dem Ziel einer Quartierssicherung wurden bereits im  AK ‚Wohnen in Münster’ 
erarbeitet. So wurden Bevölkerungsstruktur, Wohnung sbestand, Infrastruktur, 
Wohnumfeld und der Aspekt der Gebietsdynamik näher betrachtet. Diesen An- 
satz gilt es weiterzuentwickeln. Eine wichtige und zentrale Informationsquelle 
liefert dabei in erster Linie die kleinräumige Bevö lkerungsprognose 2005 bis 
2015 mit den kleinräumigen Angaben zur Entwicklung der altersgruppenspezifi- 
schen Struktur (vgl. Anlage 3). Ergänzt um einen jä hrlichen Abgleich der Prog- 
nose mit der tatsächlichen Entwicklung  bildet die kleinräumige Bevölkerungs- 
prognose auch gleichzeitig eine wichtige Grundlage für die mittelfristige Investi- 
tions- und Infrastrukturplanung. Dieses insbesonder e für die Wohnfolgeinfra- 
struktur, die in ihrem Angebot  auf dieser Grundlag e nachfragegerecht und res- 
sourcenorientiert entwickelt werden kann.  
Es kann  zum Beispiel davon ausgegangen werden, das s in Stadtteilen mit grö- 
ßerem Altbestand an Einfamilienhausgebieten und ent sprechend homogener 
Altersstruktur ohne präventive Maßnahmen eine Ausdü nnung der Bevölkerung 
stattfinden wird, die ihrerseits dann wieder zu ein er Unterausnutzung von Ver- 
sorgungseinrichtungen (soziale Infrastruktur und Ei nzelhandel) führen wird. 
Quartiersprofile liefern z. B. gerade hier wertvoll e Hinweise zu Handlungsnot- 
wendigkeiten und möglichen Handlungsansätzen, um de n Risiken alternder 
Quartiere  frühzeitig zu begegnen und präventiv soz iale, versorgende und tech- 
nische Infrastruktur zu sichern. Auch das Thema ‚ne ues Wohnen im Bestand’ 
kann hier zur Problemlösung helfen, und das nicht n ur mit  Umbau- und Nach- 
rüstmaßnahmen, sondern auch mit weiteren Neubaumaßnahmen.

36 
Mit dem Anspruch der präventiven Quartierssicherung  werden die Analyse und 
die Prognose der Bevölkerungsentwicklung damit weit erhin im Fokus der Stadt- 
entwicklung stehen und noch weiter auszubauen sein. Es bedarf aber auch  der 
Erarbeitung weiterer Indikatoren, um die demografis che Entwicklung in ihren 
Folgen gesamtstädtisch, in den Stadtteilen und auf der Quartiersebene abbilden 
zu können. So gehören sicherlich auch die Analyse v on Familienwanderungen, 
Bildungswanderungen, Seniorenwanderungen, die Arbeitsplatzentwicklung oder 
auch die Entwicklung der Erwerbstätigen zu den wich tigen Kenngrößen. In Ko- 
operation mit der Stadtforschung, der  Statistikdie nststelle und betroffenen    
Fachämtern gilt es hier auf der Basis von kleinräum ig verfügbaren Indikatoren 
ein entsprechendes Monitoring- und Frühwarnsystem aufzubauen, um die wich- 
tigsten Kenngrößen des demografischen und sozialen Wandels regelmäßig zu 
überprüfen und die einzelnen Fachbereiche der Verwa ltung jährlich über kom- 
munalpolitisch relevante Veränderungen und neue Perspektiven zu informieren. 
 
o Prüfung von Bearbeitungsschritten für einen Master plan ‚Generationengerechte 
Innenstadt’  
Im Einzelnen bieten sich folgende Prüfschritte zur Entscheidung über die Bear- 
beitung einen Masterplans „Generationengerechte Innenstadt“ mit den Schwer- 
punkten „Generationsgerechtes Wohnen“ und „demograf ieorientierte Weiter- 
entwicklung der öffentlichen Infrastruktur“ an: 
• Quartiersbezogene Analyse der realen und der progn ostizierten Bevölke- 
rungsentwicklung nach Altersgruppen 
• Quartiersbezogene Analyse der Fort- und Zuzüge nac h Altersgruppen 
• Darstellung der öffentlichen Infrastruktur und Unt ersuchung von Möglichkei- 
ten zur generationengerechten Weiterentwicklung 
• Identifikation von Potenzialräumen zur Stärkung de r Wohnfunktion für fami- 
lienorientiertes Wohnen, für seniorengerechtes Wohn en und für studenti- 
sches Wohnen. Hierbei kann auf zurzeit laufende Bea rbeitung der woh- 
nungspolitischen Anträge aufgesetzt werden. 
• Identifikation von Aufwertungsmöglichkeiten der öf fentlichen Räume, um 
familienorientiertes und seniorengerechtes Wohnen i n der Innenstadt zu un- 
terstützen

37 
• Abgleich der Möglichkeiten für generationengerecht es Wohnen mit weiteren 
Planprozessen in der Innenstadt (z.B. Fortschreibun g des Einzelhandels- 
konzepts, Bearbeitung der wohnungspolitischen Anträge) 
•     Dialog über die Wege zu einer generationengere chten Innenstadt mit Be- 
wohnern, mit Interessenvertretern und mit Investore n sowie Kommunikati- 
ons-/Dialogprozesse in Quartieren mit Entwicklungsm öglichkeiten/-
notwendigkeiten 
• Diskussion der Prüfergebnisse im Arbeitskreis „Woh nen in Münster“ 
Vor diesem Hintergrund soll die Erstellung von Quar tiersprofilen in der Innen- 
stadt beginnen, um auf der Basis der Auswertung  di e Bearbeitungsschritte und 
inhaltlichen Schwerpunkte für einen Masterplan gene rationengerechte Innen- 
stadt formulieren zu können. Weitere Details finden  sich in Kap.  4.5 der Kurz- 
fassung. 
 
o Orientierungswertberechnung 2025 als Einstieg in d ie Erarbeitung eines Raum- 
funktionalen Konzeptes ‚demografischer Wandel’  
Die Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2005 – 2015 mit ihrer Relevanz für die 
mittelfristige Infrastrukturentwicklung und Investi tionsplanung ist eine wichtige 
Grundlage für eine demografieorientierte Stadtentwi cklung, kann aber länger- 
fristige Planungsperspektiven nicht aufgreifen. Um jedoch auch einer längerfris- 
tigen Planungsperspektive gerecht werden zu können,  soll auf der Basis des 
Beschlusses zum derzeit in der Fortschreibung befin dlichen Regionalplan, der 
den Zeithorizont bis 2025 abdeckt, und auch im Kont ext der Fortschreibung des 
Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Münster eine n eue kleinräumige Orien- 
tierungswertberechnung 2025 erarbeitet werden. Auf dieser Basis wäre dann 
ein Einstieg in eine Bewertung der Siedlungsstruktu ren vor dem Hintergrund 
des demographischen Wandels möglich und notwendig. 
 
 
o Fortsetzung des interkommunalen Kooperations- und Kommunikationsprozes- 
ses  
 
Eine besondere Bedeutung kommt auch den interkommun alen Netzwerken zu. 
Wesentlich ist dabei, nicht in einen ruinösen Wettb ewerb um das ‚Gut Bevölke-

38 
rung’ einzutreten, den jeder nur verlieren kann. Es  gilt vielmehr auf der Basis 
regionaler Bevölkerungsprognosen sich über Zielsetz ungen künftiger raum- 
struktureller und raumfunktionaler Entwicklungen au szutauschen. Dabei spielt 
auch die Verständigung über Wohnsiedlungstypen und Funktionen im kommu- 
nalen Zentrensystem eine Rolle, denn künftig wird n icht mehr jede Kommune 
alle Angebote vorhalten können.  
 
Und auch die Kooperation in der Stadtregion Münster , die seit 1999 zwischen 
der Stadt Münster und 11 Umlandgemeinden besteht, i st als Kooperationsplatt- 
form zu nutzen. Die demografische Entwicklung, die insbesondere über Wande- 
rungen geprägt wird, ist gerade im unmittelbaren Ve rflechtungsbereich zu un- 
tersuchen. So sind die laufenden Austauschprozesse mit den Vertretern der 
Stadtregion fortzusetzen bzw. Gespräche mit dem Zie l eines demografischen 
Schulterschlusses aufzunehmen. Dabei soll zunächst der Austausch über die 
demografische Entwicklung und die Folgen im Vorderg rund stehen. So ist zum 
Beispiel die Workshopreihe ‚der demografische Wande l in der EUREGIO’ mit 
der Intention, voneinander zu lernen, entstanden, wo aus der Praxis für die Pra- 
xis demografiespezifische Fragestellungen aufbereit et und über gute Beispiele 
erläutert worden sind. Hier ist die Stadt Münster zentraler Netzwerkpartner. 
 
 
o Regelmäßige Berichterstattung 
 
Die demografische Standortbestimmung der Stadt Müns ter soll regelmäßig ak- 
tualisiert und dabei gleichzeitig das Handlungskonz ept evaluiert und fortge- 
schrieben werden. Nach Vorlage der Fortschreibung d er kleinräumigen Bevöl- 
kerungsprognose 2005 - 2015, der Erarbeitung erster  Quartiersprofile und des 
Frühwarnsystems demografischer Wandel sowie erster Analysen soll ein erster 
Bericht zur demografischen Entwicklung in Münster 2010/2011 den parlamenta- 
rischen Gremien vorgelegt werden. 
 
Das vorliegende Handlungskonzept Demografischer Wan del dient einer verstärk- 
ten Aktivierung der gesamtgesellschaftlichen Kräfte  zum Wohle der Stadt Münster 
im demografischen Gleichgewicht.

Anlage 2 zur Vorlage 371/08 
 
 
 
 
 
 
Handlungskonzept Demografischer Wandel in Münster 
______________________________________ 
 
Demografiebericht,  Demografie-Leitbild und Steuerungszyklus für eine 
demografieorientierte Stadtentwicklung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung   Mai 2008

- 2 -

- 3 - 
 
1 Einleitung......................................... ................................................................................5 
2 Aufgabenstellung und Herangehensweise ......................................................................7 
3 Münster im Spiegel aktueller Bevölkerungsprognosen..................................................10  
3.1  Entwicklungsperspektiven in Bundes-, Landes- und Regionalprognosen..............10  
3.1.1  „Bevölkerung Deutschlands bis 2050 – 11. koordinierte 
Bevölkerungsvorausberechnung“ .....................................................................10  
3.1.2  Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und 
KreisenNordrhein-Westfalens 2005 – 2025/2050 .............................................13  
3.1.3  Bevölkerungsbericht 2005 der Bezirksregierung Münster: 
Demographischer Wandel und seine Konsequenzen für den 
Regierungsbezirk Münster........................... .....................................................16  
3.1.4  Wegweiser „Demographischer Wandel“ der Bertelsmann Stiftung – 
Aussagen für Münster.......................................................................................19  
3.2  Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2005 bis 2015................21  
3.2.1  Ansatz und besondere Qualitäten ....................................................................21  
3.2.2  Zentrale Ergebnisse..........................................................................................23  
3.3  Schlussfolgerungen aus der demographischen Standortbestimmung ...................31  
4 Demographieanalyse und Handlungsfelder...................................................................34  
4.1  Kinder, Jugendliche und Familie ............................................................................34  
4.2  Bildung und Wissenschaft........................... ...........................................................38  
4.3  Wirtschaft und Arbeitsmarkt ....................... ...........................................................40  
4.4  Haushaltestrukturen und Wohnungsmarkt  ............ ...............................................41  
4.5  Lebensqualität........................................................................................................44  
4.6  Senioreninnen und Senioren..................................................................................45  
4.7  Migration und Integration .......................................................................................47  
4.8  Öffentliche Finanzen ..............................................................................................48  
4.9  Regionale Kooperation...........................................................................................50  
5 Vom Münster-Profil „Wissenschaft und Lebensart“ zum Demographie-Leitbild 
„Stadt im demographischen Gleichgewicht – attraktiv , generationengerecht, 
partnerschaftlich“ ...........................................................................................................51

- 4 - 
5.1  Integrierte Stadtentwicklungsplanung und Steuerungszyklus 
„Demographieorientierte Stadtentwicklung“ – Strategische Antworten auf 
den demographischen Wandel ..............................................................................51  
5.2  Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept (ISM) und 
stadtstrategische Ziele – Eckpunkte für ein Demographieleitbild ...........................53  
5.3  Münster im „demografischen Gleichgewicht“: attraktiv, 
generationengerecht, partnerschaftlich............. .....................................................56  
5.4  Wichtige Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen ..................60  
5.5  Planerische Herausforderungen und Prüfaufträge.................................................68  
6 Monitoring und Controlling.............................................................................................72  
6.1  Die kleinräumige Bevölkerungsprognose: Frühwarnsystem und 
Orientierungsgröße für die Infrastrukturplanung ....................................................73  
6.2  Die Haushaltestatistik, ein weiterer Informationsträger in der 
Beobachtung des demografischen Wandels..........................................................74  
6.3  Aufbau eines Monitoring- und Controllingsystems .................................................75  
7 Kommunikation und Kooperation...................................................................................76  
7.1  Rückblick................................................................................................................76  
7.2  Anforderungen für die Zukunft ...............................................................................78  
8 Ausblick .........................................................................................................................80

- 5 - 
1 Einleitung 
Der demografische Wandel mit seinen Facetten ‚weniger, bunter, älter’ stellt das seit eini- 
ger Zeit am breitesten diskutierte Thema und die ze ntrale Herausforderung in der Stadt- 
entwicklung dar. Das Wissen um den Wandel, insbeson dere die natürliche Bevölkerungs- 
entwicklung ist nicht neu, aber das Thema hat in de n vergangenen zwei Jahren so viel 
Aufmerksamkeit erfahren, dass die Einsicht in Handl ungsnotwendigkeiten und einen ge- 
zielten Umgang mit der Thematik wächst. 
Die Bevölkerungsprognosen machen sehr deutlich, das s es zu spürbaren Umschichtun- 
gen in den Altersgruppen und damit auch im Aufbau d er Stadtgesellschaft kommen wird. 
Der demografische Wandel gilt dabei als sicher prog nostizierbar. Zwei Trends sind dafür 
vor allem verantwortlich: Zum einen steigt seit Jah rzehnten die Lebenserwartung der 
Deutschen, wobei Münster mit aktuell 78 Jahren bei Männern und 83,2 Jahren bei Frauen 
bundesweit einen Spitzenplatz belegt. Zum anderen s inken die Geburtenraten und auch 
die Migration kann diese Entwicklung nicht stoppen. 
In Münster wird die Bevölkerungszahl mit einem prog nostizierten Plus von 0,2 % bis 2015 
zwar relativ konstant bleiben, doch gibt es in den Altersgruppen deutliche Turbulenzen. So 
wird die Altersgruppe der unter 3-jährigen zum Beis piel bis 2015 um 10,5 % abnehmen, 
wohingegen die der 70-jährigen und älteren um 17,1 % zunehmen wird. Und auch das 
Phänomen, dass in Münster die Mehrheit der Bevölker ung mit 52,8 % weiblich ist, wird 
sich im Prognosezeitraum bis 2015 mit einem leichte n Anstieg auf 53,2 % noch verstär- 
ken.  
Grundsätzlich ist es ein großer Vorteil,  dass die demografischen Entwicklungen nicht 
plötzlich auftreten, sondern vorhersehbar und in ih rer Ausgestaltung und damit auch in 
ihren Konsequenzen steuerbar sind. Es besteht die Möglichkeit, rechtzeitig mit den Folgen 
des demografischen Wandels umzugehen, Klarheit über  Entwicklungslinien der Stadt 
Münster zu erhalten und Handlungsoptionen für die Z ukunft zu entwickeln. Dabei kommt 
es vor allem darauf an, Aktionismus zu vermeiden un d die kommunale Strategie auf einen 
integrierten und langfristigen planerischen Ansatz zu gründen.  
Der demografische Wandel wird somit zu einem zentra len Thema der gesamtstädtischen 
Entwicklung. Die quantitativen, qualitativen und te ilräumlichen Aspekte des Wandels sind 
dabei zusammenzuführen und zu einer kommunalen Stra tegie zu bündeln. Nur so kann 
bei den knappen kommunalen Ressourcen eine effektiv e Prioritätensetzung auch für zu- 
kunftsfähige und demografiefeste Ziele und Projekte  der Stadtentwicklung gewährleistet 
werden.

- 6 - 
Doch wo steht die Stadt Münster in dieser Fragestel lung? Wie sieht die demografische 
Problematik auf der Basis der prognostizierten Bevö lkerungsentwicklung bis 2015 aus? 
Wie ist der Handlungsrahmen definiert? Wo sind stra tegische Handlungsfelder? Wie wich- 
tig ist ein demografisches Frühwarnsystem und Contr olling? Wie notwendig ist Kommuni- 
kation und Kooperation? Fragestellungen, die im vor liegenden Handlungskonzept ‚Demo- 
grafischer Wandel in Münster 2008’ eine Antwort finden. 
Ziel des vorgelegten Handlungskonzepts ist eine ver stärkte programmatische Ausrichtung 
der künftigen Stadtentwicklung auf die demographisc h begründeten Veränderungsprozes- 
se in unserer Stadt. Damit soll der Blick auf die s trukturellen Veränderungen und die fach- 
übergreifenden Abhängigkeiten gelenkt und deren Bed eutung für die gesamte Breite der 
kommunalen Aufgabenwahrnehmung in Münster aufzeigt werden. Auch zeigt der Bericht 
erstmals in einer Zusammenschau einen Katalog von M aßnahmen auf, die im Kontext der 
demografischen Entwicklung von Bedeutung sind. Alle rdings stehen diese Projekte und 
Maßnahmen bislang noch nebeneinander. Es fehlt ein strategisch ausgerichtetes und ziel- 
orientiertes Vorgehen, um die Ausprägungen des demo grafischen Wandels der Stadt 
Münster mittel- bis langfristig konsequent zu steue rn. In diesem Kontext ist auch ein Leit- 
bild zur Gestaltung der demografischen Entwicklung zu formulieren. Denn gerade die de- 
mografische Perspektive einer Stadt wird mittelbar über die Aktivitäten zur Positionierung, 
Profilierung und Attraktivitätssteigerung u. a. als  Ausbildungs-, Arbeitsplatz-, Wohn- und 
Lebensstandort mit gesteuert. Darüber hinaus liefer t ein „Leitbild Demografie“ den not- 
wendigen Handlungs- und Entscheidungsrahmen für die  Themen- und Projektschwer- 
punkte der kommenden Jahre.   Doch neben der Leitbilddiskussion und der Ableitung stra- 
tegischer Handlungsfelder ist auch ein funktioniere ndes langfristig angelegtes Prozessma- 
nagement mit funktionierenden Monitoring- und Contr ollingaufgaben notwendig. Und 
schließlich ist entscheidend, dass der demografisch e Wandel individuell nicht zu bewälti- 
gen ist. Er erfordert den öffentlichen partnerschaftlichen Dialog, die Kommunikation mit der 
Stadtgesellschaft ebenso wie innerhalb der Stadtver waltung. Sicher ist, dass die künftigen 
Anforderungen von der Stadt nicht allein bewältigt werden können. Hier ist die Einbezie- 
hung verschiedener Gruppierungen und Vertreter  der  Stadtgesellschaft, der Bürgerinnen 
und Bürger ebenso gefragt wie das Eingehen interkommunaler Kooperationen.  
Die Stadt Münster hat diese inhaltliche Herausforde rung bereits im Jahr 2004 konkret an- 
genommen und zwischenzeitlich mit zahlreichen Projekten, Arbeitsaufträgen und dem vor- 
liegenden Handlungskonzept mit der Formulierung ein es Demografie-Leitbildes weiter 
ausgearbeitet und konkretisiert.

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2  Aufgabenstellung und Herangehensweise 
Im Jahre 2004 beauftragte der Verwaltungsvorstand d as Amt für Stadtentwicklung, Stadt- 
planung, Verkehrsplanung mit einer ersten, grundsät zlichen Aufbereitung des Themas der 
Bevölkerungsentwicklung in Münster. Im Ergebnis wur den mit Hilfe einer interdisziplinären 
verwaltungsinternen Arbeitsgruppe im Jahr 2005 ein Werkstattbereicht mit Zahlen, Daten 
und Fakten, eine erste gesamtstädtische Analyse auf  der Basis von drei Entwicklungssze- 
narien  und  Konsequenzen und Optionen für die künftige Stadtentwicklung vorgestellt.  
Der Rat nahm die Ergebnisse am 29.06.2005 einstimmi g zur Kenntnis (Vorlage 402/05) 
und beauftragte die Verwaltung, vertiefende Analyse n in einzelnen thematischen Fachbe- 
reichen durchzuführen und potenzielle Konsequenzen für die künftige Entwicklung aufzu- 
zeigen; darüber hinaus strategische Handlungsempfeh lungen im Rahmen eines Hand- 
lungskonzeptes ‚demografischer Wandel’ zu entwickeln und das Thema interkommunal zu 
diskutieren und dabei auf bestehende Kooperationen wie die Stadtregion Münster, das 
Städtedreieck MONT (Münster, Osnabrück und die Netw erkstad Twente) sowie die 
EUREGIO zurückzugreifen. 
Zur Umsetzung des Ratsauftrags hat das Amtes für St adtentwicklung, Stadtplanung, Ver- 
kehrsplanung unter den vom Demografischen Wandel am  stärksten betroffenen Fachbe- 
reichen der Verwaltung im ersten Halbjahr 2006  ein e Abfrage durchgeführt mit der Inten- 
tion zu ermitteln, welche konkreten aktuellen Planu ngsstrategien, Projekte und Maßnah- 
men es in den Fachämtern gibt, die unter dem Aspekt  demografischer Relevanz dort auf- 
genommen und umgesetzt werden und welche mittel- bi s langfristigen Handlungsansätze 
geplant sind. Der Rücklauf ist ausgewertet, mit den  Ämtern rückgekoppelt und in das 
Handlungskonzept eingearbeitet worden. Erstmals ist  damit eine Zusammenstellung und 
ein Gesamtüberblick demografieaffiner Handlungsbere iche auf der Projektebene erfolgt. 
Inhaltlich und zeitlich verzahnt war auch die Erarb eitung des Leitbildes ‚Migration und In- 
tegration’, das die Handlungsfelder und Handlungsansätze im Sinne einer gleichberechtig- 
ten Teilhabe an der Münsteraner Stadtgesellschaft b ündelt. Dabei sind im Sinne eines Po- 
tenzialansatzes Migration und Integration als Chanc e für die Münsteraner Stadtentwick- 
lung zu verstehen. 
Darüber hinaus wurden unter dem Titel ‚Mit Jung und  Alt in die Zukunft’ das Thema des 
demografischen Wandels in Münster in der Reihe „Sta dtgespräche“ mit der Bürgerschaft 
diskutiert (Januar 2006) und eine Veranstaltungsreihe zum Demografischen Wandel in der

- 8 - 
EUREGIO unter Berücksichtigung des Städtedreiecks M ONT initiiert. Hierzu haben bis- 
lang unter verschiedenen Themenschwerpunkten vier V eranstaltungen stattgefunden; die 
Abschlussveranstaltung ist für April 2008 geplant.    
In der Stadtregion wurden Themen der Wohnsiedlungse ntwicklung und des Wohnens im 
Alter erörtert, eine stadtregionale Bürgerumfrage i n zehn Umlandgemeinden im Jahre 
2006 untersuchte das Thema „Wohnen“ in der Stadtregion und fragte nach den präferier- 
ten Wohnwünschen im Alter. 
Zusätzlich wurde im Jahre 2005 im Rahmen einer Zuzu gsumfrage u. a. das Rückwande- 
rungsverhalten  in die Stadt abgefragt. Im Ergebnis  bleibt hier  festzuhalten, dass  im Un- 
tersuchungszeitraum 2001 bis 2004 kein signifikante r Anstieg an Rückwanderungswilligen 
in die Stadt feststellbar war, insbesondere auch ni cht der Altersgruppe der 55-Jährigen 
und Älteren. 
Auch  wurde im Jahre 2005  aus den Einwohnermeldeda ten und über die sogenannte 
Haushaltegenerierung die Haushaltestatistik der Sta dt Münster aktualisiert. Diese liefert 
detaillierte, kleinräumige Einblicke in die Haushaltestrukturen und einen Überblick über die 
Haushaltetypen.  Informationen, die in der SMS, der  Statistik für Münster Stadtteile, klein- 
räumig und sehr dezidiert aufbereitet und veröffent licht sind, und die sind nicht zuletzt im 
Kontext der Wohnungsmarktentwicklung, hier speziell  der Wohnungsnachfrage von zent- 
raler Bedeutung sind.  
Auch der interdisziplinär besetzte Arbeitskreis „Wohnen in Münster“ berücksichtigt bei sei- 
ner Arbeit den Demografischen Wandel und seine Folg en für die strategische Entwicklung 
des Wohnstandortes Münster. Dazu wurden einzelne St adtquartiere auf ihre bestehenden 
Wohnsiedlungsstrukturen hin untersucht und Ansätze für die Stärkung der Funktion „Woh- 
nen“ als fördernder Faktor der Einwohnerentwicklung  erarbeitet. Das im Jahr 2006 von 
allen Mitgliedern des Arbeitskreises unterzeichnete  ‚Bündnis für Wohnen’ unterstreicht 
dabei deutlich den Handlungsauftrag in der Verantwortung für den Wohnstandort Münster.  
Ein zentrales Instrument zur Beobachtung des demografischen Wandels in Münster  bildet 
auch die zwischenzeitlich erfolgte Fortschreibung d er Kleinräumigen Bevölkerungsprogno- 
se 2005 bis 2015 der Stadt Münster, die in den poli tischen Gremien im 1. Quartal 2007 
vorgestellt wurde. Es sind insbesondere die kleinrä umigen Kenntnisse der künftigen Aus- 
prägung und unterschiedlichen Entwicklungen in den Altersgruppenstärken, die wichtige 
Grundlagen für die mittelfristige Infrastrukturplanung bilden und gleichzeitig in der Funktion

- 9 - 
eines Frühwarnsystems präventiv eine zukunftsfähige  gesamtstädtische und stadtteilbe- 
zogene Entwicklung sicherstellen. Mit dieser Intent ion wurden die Ergebnisse der klein- 
räumigen Prognose in ihrer Infrastrukturrelevanz, z um Beispiel in den Auswirkungen auf 
künftige Kapazitätsauslastungen im Bereich der Wohn folgeinfrastruktur, mit den betroffe- 
nen Fachämtern intensiv rückgekoppelt. Und auch der  zwischenzeitlich bereits mögliche 
Abgleich mit der tatsächlich eingetretenen Einwohne rentwicklung fördert die Qualität und 
Aussagengenauigkeit, um frühzeitig reagieren zu kön nen und eine bedarfsgerechte und 
kostensparende Infrastruktur zu realisieren.   
Die in den unterschiedlichen Gremien und Gesprächsk reisen gewonnenen Erkenntnisse, 
die Ergebnisse der Abfrage in der Fachverwaltung so wie die Auswertung der umfangrei- 
chen Veröffentlichungen zum Thema Demographischer W andel bilden die Grundlage für 
das nun vorgelegte Handlungskonzept. 
Im methodischen Vorgehen und damit auch im inhaltli chen Aufbau wird unter dem Titel 
‚Münster im Spiegel aktueller Bevölkerungsprognosen ’ zunächst eine demografische 
Standortbestimmung für Münster vorgenommen. Im weit eren erfolgt dann eine Demogra- 
fieanalyse im Kontext wichtiger Handlungsfelder. Ei n zentrales Kapitel beschäftigt sich mit 
der Formulierung eines Demografie-Leitbildes für Mü nster. Der strategisch fachliche Rah- 
men zur Ableitung des Leitbildes für die demografis che Entwicklung setzt dabei auf das 
Integrierte Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingko nzept und das dort formulierte Müns- 
ter-Profil ‚Wissenschaft und Lebensart’ auf und bildet die sogenannten Leitbild-Anker. So 
wurde nach dem Werkstattbericht 2005 und den zwisch enzeitlich umgesetzten regionalen, 
kommunalen und verwaltungsinternen Arbeitsschritten  nun als zweiter Meilenstein ein 
Demografie-Leitbild für Münster erarbeitet, das den  Orientierungsrahmen für wichtige 
Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlun gen liefert. Damit erfüllt Münster 
eindeutig den fachlichen Anspruch (vgl. Arbeitspapi er des Deutschen Städtetages, Juli 
2006), über ein integriertes Stadtentwicklungskonze pt ein Leitbild für die demografische 
Entwicklung der Stadt abzuleiten, das Teil der kommunalen Entwicklungsstrategie ist. 
Weitere Kapitel widmen sich den Themen ‚Monitoring und Controlling’ und ‚Kommunikati- 
on und Kooperation’, zwei Handlungsfelder, die in d em Steuerungszyklus einer demogra- 
fieorientierten Stadtentwicklung weitere zentrale und wichtige Aufgaben darstellen.

- 10 - 
3 Münster im Spiegel aktueller Bevölkerungsprognose n 
3.1 Entwicklungsperspektiven in Bundes-, Landes- un d Regionalprognosen 
 
Die Grundlage für die Erarbeitung eines „Handlungsk onzepts Demographischer Wandel“ 
muss eine demographische Standortbestimmung bilden,  um qualifiziert Entwicklungsper- 
spektiven ableiten und Gestaltungsmöglichkeiten auf zeigen zu können. Bereits der erste 
Sachstandsbericht zum „Demographischen Wandel in Mü nster- Zahlen, Daten, Fakten“ 
hat daher verschiedene Prognosen aufbereitet, um di e demographische Ausgangssituati- 
on zu bestimmen (vgl. Vorl. V/0402/2005). Mittlerweile sind nicht nur auf Bundes-, Landes- 
und Regionalebene, sondern auch für die Stadt Münst er neue Bevölkerungsvorausbe- 
rechnungen erstellt worden, die eine aktualisierte Darstellung der demographischen Aus- 
gangslange ermöglichen und erfordern.  
 
Die verschiedenen Bevölkerungsvorausberechungen, Mo dellrechnungen und Prognosen 
besitzen eine unterschiedliche räumliche und zeitli che Reichweite sowie häufig unter- 
schiedliche methodische Ansätze. Im Folgenden werde n die jeweils für Münster relevan- 
ten Aussagen im Überblick dargestellt. 
 
3.1.1 „Bevölkerung Deutschlands bis 2050 – 11. koor dinierte Bevölkerungsvoraus- 
berechnung“  
Im November 2006 ist eine neue Bevölkerungsvoraussc hätzung vom Statistischen Bun- 
desamt für Deutschland und für die Bundesländer vor gelegt worden, die die Bevölke- 
rungsentwicklung bis 2050 aufzeigt. Die Vorausschät zung quantifiziert die künftigen Ver- 
änderungen in der Bevölkerungszahl und im Altersauf bau, woraus entsprechende Auswir- 
kungen abgeleitet werden können. 
 
Diese Bevölkerungsvorausberechung besitzt Relevanz für Münster, da sie … 
o grundsätzliche demographische Trends aufzeigt, die  den bundesweiten Hintergrund 
für die Münsteraner Entwicklung darstellen und die bezüglich möglicher Auswirkun- 
gen für Münster reflektiert werden müssen,

- 11 - 
o den Rahmen für die Berechnungen des Landesamtes fü r Datenverarbeitung und Sta- 
tistik Nordrhein-Westfalen setzt, die der Bevölkeru ngsbericht der Bezirksregierung 
Münster 2005 auf regionaler und kommunaler Ebene (u . a. auch für Münster und die 
Umlandkommunen) weiter konkretisiert.  
o Annahmen zur Geburtenhäufigkeit und Lebenserwartun g liefert, die wichtige Orien- 
tierungsgrößen für die Kleinräumige Bevölkerungspro gnose der Stadt Münster dar- 
stellen und damit in die Vorausberechnung für Münster einfließen. 
 
Die 11. koordinierte Bevölkerungsvorausschätzung fü r Deutschland bestätigt die Bestän- 
digkeit der bevölkerungsdynamischen Prozesse und verdeutlicht die Auswirkungen bereits 
heute angelegter Strukturen. Folgende grundsätzliche Ergebnisse bleiben festzuhalten: 
o Die Geburtenzahl geht künftig aufgrund schrumpfend er Mütterjahrgänge infolge der 
niedrigen Geburtenhäufigkeit weiter zurück. Bundesw eit liegt die zusammengefasste 
Geburtenziffer auf einem Niveau von 1,4 Kindern je Frau, in Münster liegt dieser 
Wert aufgrund der spezifischen Struktur als Bildung s- und Hochschulstadt bei 1,2 
Geburten je Frau. 
o Trotz steigender Lebenserwartung nehmen die Sterbe fälle zu, da die stark besetzten 
Jahrgänge in das hohe Alter hineinwachsen werden. A uch diese Entwicklung spie- 
gelt sich in der Kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster wider. 
o Die Zahl der Gestorbenen übersteigt die Zahl der G eborenen immer mehr. Deutsch- 
land weist seit 1972 einen Sterbefallüberschuss auf . Auch für Münster nähern sich 
Geburtenzahlen und Sterbefälle zunehmend an. Mit ei nem Sterbefallüberschuss ist 
voraussichtlich bereits in den nächsten Jahren zu rechnen (vgl. Kap. 3.2). 
o Der Sterbefallüberschuss führt in Deutschland zu e iner Abnahme der Bevölkerung, 
da das zunehmende Geburtendefizit nicht weiter von der Nettozuwanderung kom- 
pensiert werden kann. In Münster wird aufgrund der Funktion als Bildungs-, Hoch- 
schul- und Arbeitsplatzzentrum für den Zeitraum der  kleinräumigen Bevölkerungs- 
prognose (2005 – 2015) noch mit einem positiven Wan derungssaldo, d.h. einem Zu- 
zugsüberschuss gerechnet. 
o Bei Fortsetzung der aktuellen demographischen Entw icklungen würde die Bevölke- 
rung in Deutschland von 82,5 Mio. (2005) auf einen Korridor von 74 Mio. bis knapp 
69 Mio. im Jahr 2050 zurückgehen (in Abhängigkeit v on den gewählten Annahmen 
zur Geburtenhäufigkeit, Lebenserwartung und zum Wan derungssaldo). Damit wird

- 12 - 
die Bevölkerung insgesamt zwischen 2005 und 2050 zw ischen 10 % bzw. 17 % zu- 
rückgehen, wobei die regionalen Entwicklungen sehr unterschiedlich verlaufen wer- 
den. 
 
Während in Deutschland die Bevölkerung bereits bis 2015 sinken wird, gehen alle Prog- 
nosen für Münster von einer gleichbleibenden bis le icht zunehmenden Bevölkerungszahl 
aus. Die prognostizierten Entwicklungen für Münster  liegen trotz unterschiedlicher metho- 
discher Ansätze zwischen + 0,2 % und + 1,7 % (2005 – 2015). 
 
Im Zusammenhang mit der Abnahme der Bevölkerung in Deutschland verändert sich auch 
der Altersaufbau. Von folgenden Entwicklungen ist auszugehen: 
o Abnehmende Zahl an Kindern, Jugendlichen und junge n Erwachsenen 
o Alterung der Bevölkerung im Erwerbsalter und langf ristige Schrumpfung der Zahl der 
Erwerbspersonen (20 – 64 Jahre) 
o Anstieg der 65-Jährigen und Älteren bis Ende der 2 030er Jahre 
o Deutlicher Anstieg der 80-Jährigen und Älteren 
o Insgesamt wird sich das Durchschnittsalter der Bev ölkerung zunehmend erhöhen. 
Bei annähernd konstanter Geburtenhäufigkeit und der  Basisannahme zur Lebenser- 
wartung wird das durchschnittliche Alter von 42 Jah ren (2005) auf 50 Jahre (2050) 
ansteigen. In Münster lag das Durchschnittsalter 20 05 unter Einbezug der Neben- 
wohnsitze bei 39,8 Jahren, bis 2015 soll es auf 40,9 Jahre ansteigen. 
 
Mit diesen Entwicklungen ändern sich auch die Bezie hungen zwischen den einzelnen Al- 
tersgruppen: 
o Der Jugendquotient (Anzahl der unter 20-Jährigen j e 100 Personen im Alter von 20 
bis unter 65 Jahren) hat auf Bundesebene bereits se it 1970 erheblich abgenommen 
und wird in den nächsten Jahren noch weiter leicht zurückgehen.  
o Demgegenüber hat sich in Münster der Anteil der un ter 20-Jährigen an den 20-65-
Jährigen zwischen 1995 und 2006 noch erhöht. Erst a b 2007 macht sich der allge- 
meine Bundestrend auch mit einem leichten Rückgang des Jugendquotienten in 
Münster bemerkbar.

- 13 - 
o Der Altenquotient (Anzahl der 65-Jährigen und Älte ren je 100 Personen von 20 bis 
unter 65 Jahren) wird auf Bundesebene zunächst lang sam ansteigen und mit dem 
Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in das Rente nalter dann deutlich „nach oben 
schnellen“. Auch eine höhere Zuwanderung oder eine höhere Geburtenhäufigkeit 
können den Anstieg des Altenquotienten nur leicht dämpfen.  
o Die Erhöhung des Altenquotienten trifft grundsätzl ich auch auf Münster zu. Allerdings 
wird die Schnelligkeit des Anstiegs des Altenquotie nten wesentlich von der Entwick- 
lung der Studierendenzahlen beeinflusst, die in Mün ster stark die Größe der Gruppe 
der 20-65-Jährigen beeinflussen. 
o Auf Bundesebene hat der Altenquotient 2006 erstmal s den Jugendquotient übertrof- 
fen. Für Münster ist diese Entwicklung aufgrund der  besonderen demographischen 
Situation erst ab 2010/11 zu erwarten.  
 
 
3.1.2 Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreis freien Städten und Kreisen- 
Nordrhein-Westfalens 2005 – 2025/2050 
Im Mai 2006 hat das Landesamt für Datenverarbeitung  und Statistik Nordrhein-Westfalen 
anhand des Basisjahres 1.1.2005 (18 075 352 Einwohn er) die Vorausberechnung der Be- 
völkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen No rdrhein-Westfalens bis 2025 aktuali- 
siert. Für Nordrhein-Westfalen gesamt wurden darübe r hinaus Entwicklungsperspektiven 
bis 2050 berechnet. 
 
Nach der Vorausberechnung verringert sich die Bevölkerung in NRW bis 2025 um 3 % auf 
17 608 000 Einwohner, bis 2050 soll sich die Schrum pfung auf 11 % beschleunigen (16 
167 000 Ew.) Grund hierfür ist die Abnahme der Gebu rtenzahlen (2025: - 4 %; bis 2050: - 
20 %) und eine Zunahme der Sterbefälle (bis 2025: +  11 %; bis: 2050: + 22 %). Der ange- 
nommene Wanderungsgewinn kann den Sterbefallübersch uss nur zum Teil kompensie- 
ren, so dass im Ergebnis ein Rückgang der Bevölkerung geschätzt wird.  
 
Hinsichtlich der Wanderungssalden wird analog zur V orausschätzung des Bundes von 
einem Rückgang der Zuzüge von Spätaussiedlern (2005 - 2007) und einer Erhöhung des 
Wanderungsgewinns ab 2011 ausgegangen. Die Erhöhung  des Wanderungsgewinns wird 
mit einer Beendigung der Übergangsregelung zur Arbe itnehmerfreizügigkeit für die Länder

- 14 - 
der EU-Osterweiterung und mit einer Integration wei terer vorgesehener EU-Beitrittsländer 
begründet. 
 
Die demographische Alterung der Bevölkerung Nordrhe in-Westfalens lässt sich ebenso 
wie auf der Bundesebene anhand des Altenquotienten (Anzahl der 65-Jährigen und Älte- 
ren je 100 Personen von 20 bis unter 65 Jahren) ver deutlichen. Der Altenquotient stieg in 
Nordrhein-Westfalen von 26,9 (Jahr 2000) bereits bis zum Jahr 1.1.2005 auf 31,1, was die 
bereits einsetzende Alterung zeigt.  
 
Auch hier ist wieder auf die besondere demographisc he Situation Münsters zu verweisen. 
In Münster stieg der Altenquotient unter Einbezug d er Nebenwohnsitze von 22,1 
(31.12.1999) auf 25,1 (31.12.2004). Hieran wird deu tlich, dass auch Münster von dem 
grundsätzlichen demographischen Alterungsprozess betroffen ist. Allerdings weist Münster 
hier im Vergleich zum Land Nordrhein-Westfalen nied rigere Werte auf und der Prozess 
vollzieht sich im Zeitraum der Kleinräumigen Bevölkerungsprognose langsamer.  
 
Wie bereits auf Bundesebene verdeutlicht, beschleun igt sich auch in Nordrhein-Westfalen 
der Anstieg des Altenquotienten bis 2050 auf 54,4, da die geburtenstarken Jahrgänge zwi- 
schen 2020 und 2035 das Renteneintrittsalter erreic hen und nur sehr schwach besetzte 
Geburtenjahrgänge in die Gruppe der potenziell Erwerbstätigen nachrücken.  
 
Die Ergebnisse der Vorausschätzung machen für die 2 3 kreisfreien Städte und 31 Kreise 
in NRW erhebliche Unterschiede deutlich. Abweichend  vom Trend verzeichnen sechs 
kreisfreie Städte (z.B. Bonn + 9,5 %, Köln + 8,4 %,  Düsseldorf + 2,7 %, Münster + 2,4 %) 
und zwölf Kreise zwischen 2005 und 2025 ein Bevölke rungswachstum. Mit Ausnahme des 
Kreises Warendorf (- 0,2 %) wird ebenso wie für Mün ster für alle Münsterlandkreise eine 
positive Bevölkerungsentwicklung geschätzt: Kreis B orken + 3,5 %, Kreis Coesfeld + 2,8 
%, Kreis Steinfurt + 1,8 %. 
 
Während Münster und die Münsterlandkreise ihre Bevö lkerungszahl halten bzw. mit leich- 
ten Zuwächsen rechnen können, werden insbesondere f ür die Ruhrgebietsstädte (z.B. 
Gelsenkirchen – 16,3 %, Hagen – 15,2 %) und den Hoc hsauerlandkreis (- 12,8 %) Bevöl- 
kerungsabnahmen errechnet.

- 15 - 
Eine Betrachtung der einzelnen demographischen Komp onenten macht deutlich, dass nur 
der Kreis Paderborn und die kreisfreien Städte Bonn  und Köln für den Zeitraum 2005 bis 
2025 einen Geburtenüberschuss aufweisen, alle übrig en kreisfreien Städte – wie auch 
Münster - und Kreise müssen mit einem Sterbefallübe rschuss rechnen. Dies verweist auf 
die große Bedeutung der Wanderungsgewinne, die 37 d er 54 kreisfreien Städte bzw. Krei- 
se aufweisen. Sollten die Wanderungsgewinne geringer ausfallen als prognostiziert, würde 
sich der Bevölkerungszuwachs verringern bzw. in ein en Bevölkerungsverlust umschlagen. 
Diese Aussage charakterisiert angesichts der im Bun des- und Landesvergleich unter- 
durchschnittlichen Geburtenziffer insbesondere auch die Herausforderungen für Münster. 
 
Für Münster wird nach der Landesvorausschätzung ins gesamt ein Anstieg von 270 000 
Einwohnern (2005) auf 276 600 Einwohner (2025) bere chnet. Eine differenzierte Betrach- 
tung nach Altersgruppen macht auch für Münster wied erum den Alterungsprozess deut- 
lich. Alle Altersgruppen unter 40 Jahren verzeichnen zwischen 2005 und 2025 Rückgänge, 
am stärksten die Gruppe der 10-16-Jährigen (- 22,5 %). Die Gruppe 40 – 60 Jahre bleibt 
auf dem Ausgangsniveau, während die Gruppen 60 – 80  Jahre (+22,6 %) und 80 Jahre 
und mehr (+ 58,6 %) deutliche Zuwächse erfahren. 
 
Bei der Bevölkerungsvorausschätzung des LDS ist zu berücksichtigen, dass hier nur die 
Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung zugrunde gelegt  wird. Dies schlägt sich sowohl 
bei der Gesamtzahl der Bevölkerung nieder als auch bei den Zahlen für die hochschulaffi- 
nen Altersgruppen, da hier in erster Linie die vom LDS nicht berücksichtigten Nebenwohn- 
sitze vertreten sind. Diese Altersgruppen werden al lerdings in der Kleinräumigen Bevölke- 
rungsprognose der Stadt Münster berücksichtigt, die auch die Nebenwohnsitze einbezieht.

- 16 - 
 
 
 
3.1.3 Bevölkerungsbericht 2005 der Bezirksregierung  Münster: Demographischer 
Wandel und seine Konsequenzen für den Regierungsbezirk Münster 
Im November 2005 hat die Bezirksregierung Münster e ine erste umfassende Analyse zum 
demographischen Wandel und seine Konsequenzen im Re gierungsbezirk Münster vorge- 
legt. Aufbauend auf Analysen der Bevölkerungsentwic klung bis 2004 wurden Modellrech- 
nungen zur künftigen Einwohnerentwicklung im Regier ungsbezirk Münster und seinen Re- 
gionseinheiten bis in das Jahr 2050 erstellt. Der B ericht zeigt mögliche Konsequenzen des 
demographischen Wandels auf und versucht, diese im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und 
die öffentliche Infrastruktur zu quantifizieren.

- 17 - 
Anhand der Entwicklungen im Basiszeitraum 2000 – 20 04 und unter Verwendung der 
Eckpunkte der LDS-Landesprognose kommt der Bevölker ungsbericht 2005 (Variante 
MR00-04V2L) zu folgendem Ergebnis: 
 
Künftige Bevölkerungsentwicklung im Regierungsbezirk Münster zu ausgewählten Zeitpunkten - Variante MR 00-04V2L 
31.12.2004 31.12.2020 31.12.2035 31.12.2050 2020 2035 2050 
 Münster, Reg.bez.  2.624.489 2.546.600 2.390.500 2.123.800 97,0 91,1 80,9 
 Region Emscher-Lippe  1.039.327 931.600 805.300 654.700 89,6 77,5 63,0 
 Region Münsterland  1.585.162 1.615.000 1.585.200 1.469.000 101,9 100,0 92,7 
 Bottrop, krfr. Stadt  119.910 112.700 103.400 91.000 94,0 86,2 75,9 
 Gelsenkirchen, krfr. St.  270.107 228.100 188.600 146.800 84,5 69,8 54,3 
 Münster, krfr. Stadt  270.038 273.000 269.200 257.000 101,1 99,7 95,2 
 Borken, Kreis  367.457 386.600 392.900 377.000 105,2 106,9 102,6 
 Coesfeld, Kreis  220.984 233.800 235.200 219.800 105,8 106,4 99,5 
 Recklinghausen, Kreis  649.310 590.800 513.400 417.000 91,0 79,1 64,2 
 Steinfurt, Kreis  443.055 441.400 421.900 377.400 99,6 95,2 85,2 
 Warendorf, Kreis  283.628 280.200 266.000 237.900 98,8 93,8 83,9 
Quelle: Bevölkerungsbericht 2005 der Bezirksregieru ng Münster, Seite 42 
Einwohner am Index 2004 = 100 % Regions-/Verwaltungseinheit 
 
o Die Einwohnerzahl im Regierungsbezirk Münster wird  sich von derzeit 2,62 Mio. 
Menschen auf 2,12 Mio. Menschen im Jahr 2050 deutlich reduzieren (= - 19,1 %). 
o In den beiden Teilräumen des Regierungsbezirks wir d die Entwicklung sehr unter- 
schiedlich verlaufen. Die Emscher-Lippe-Region, die  bereits seit längerem Bevölke- 
rungsrückgänge verzeichnen musste, wird weiter an B evölkerung verlieren (- 37 % 
bis 2050). Hingegen wird das Münsterland zunächst n och weiterhin leicht an Bevöl- 
kerung gewinnen, ehe ein allmählicher Rückgang (ver stärkt ab 2035) einsetzt (- 7,3 
% bis 2050). 
o Auch im Münsterland zeigen sich sehr unterschiedli che Entwicklungsverläufe. Wäh- 
rend die Kreise Borken und Coesfeld noch bis 2035 w achsen sollen (+ 6,9 % bzw. + 
6,4 %), werden für die Kreise Steinfurt und Warendo rf schon bis 2035 Bevölkerungs- 
rückgänge prognostiziert (- 4,8 % bzw. - 6,2 %). Ab  2035 wird der Bevölkerungsrück- 
gang dann alle Münsterlandkreise betreffen. Aufgrund der unterschiedlichen Verläufe 
ergibt sich für den Zeitraum 2004 – 2050 folgendes Ergebnis: Kreis Borken (+ 2,6 %), 
Kreis Coesfeld (- 0,5 %), Kreis Steinfurt (- 14,8 %), Kreis Warendorf (- 16, 1%). 
o Für Münster wird ausgehend von 2004 bis 2020 ein s chwacher Bevölkerungsanstieg 
(+1,1 %) prognostiziert, bis 2035 würde eine leicht e Abnahme auf den Ausgangsbe- 
völkerungsbestand erfolgen (- 0,3 %), die dann bis 2050 - 4,8 % anwachsen könnte.

- 18 - 
Im Vergleich dazu würde sich bei Eintreffen der Pro gnoseannahmen die Bevölke- 
rungszahl von Gelsenkirchen bis 2050 nahezu halbieren (- 45,7 %). 
 
Bei Eintreffen der Modellrechnungen der Bezirksregi erung Münster wären die Bevölke- 
rungsrückgänge für die Emscher-Lippe-Region als „dr amatisch“ einzuschätzen, demge- 
genüber nehmen sich die Rückgänge im Münsterland no ch „relativ harmlos“ aus. Dabei ist 
zu berücksichtigen, dass einzelne Münsterlandkommun en durchaus auch deutlich höhere 
Bevölkerungsrückgänge aufweisen können. Beispielswe ise  werden für Lotte und Rosen- 
dahl bis 2050 Bevölkerungsabnahmen bis 39 % berechnet. 
 
Eine besondere Qualität des Bevölkerungsberichts 20 05 der Bezirksregierung Münster 
liegt darin, dass auf Basis der Berechnungen auch Aussagen für die Entwicklung der Stadt 
Münster und ihrer Umlandgemeinden, d.h. für die Sta dtregion Münster für die Zeitstände 
2010, 2020, 2030, 2040 und 2050 möglich werden. Bez ogen auf das Ausgangsjahr 2004 
ergibt sich für die Bevölkerungsentwicklung der Sta dtregion Münster folgendes Bild (Be- 
völkerungsbericht Bezirksregierung Münster 2005, S. 44): 
o Bis 2020 wachsen Stadt Münster (+ 1,1 %) und alle Umlandgemeinden. Auffallend 
sind die relativ hohen Bevölkerungszunahmen in viel en Umlandkommunen (z.B. Not- 
tuln + 17,4 %, Everswinkel + 14,3 %, Drensteinfurt + 13,9 %, Ostbevern + 13,7 %). 
o Bis 2030 liegen Münster und die Mehrzahl der Umlan dgemeinden immer noch über 
dem Bevölkerungsniveau von 2004. Ausnahmen sind Gre ven, Havixbeck und A- 
scheberg, in denen bereits ein allmählicher Bevölkerungsrückgang eingesetzt hat. 
o Bis 2040 hat sich für Greven, Havixbeck und Ascheb erg der Bevölkerungsrückgang 
fortgesetzt. In Münster sinkt bis 2040 nun der Bevö lkerungsstand erstmals unter den 
Wert von 2004. Alle anderen Umlandgemeinden liegen noch über dem Bevölke- 
rungsstand von 2004. 
o Bis 2050 hat sich der Bevölkerungsrückgang in der Stadtregion Münster verstärkt. 
Münster liegt bei - 4,8 %. Demgegenüber wird die Be völkerung in einigen Umland- 
gemeinden wesentlich stärker abnehmen (z.B. Ascheberg - 19,3 %, Havixbeck - 18,9 
%, Greven - 16,6 %). Werte über dem Ausgangsbevölke rungsbestand von 2004 ver- 
zeichnen immer noch Nottuln + 27,7 %, Drensteinfurt  + 26,1 %, Everswinkel + 22,0 
%, Ostbevern + 20,6 %, Senden + 3,4 %, Sendenhorst + 0,9 %.

- 19 - 
Damit zeigt sich, dass auch weite Teile der Stadtre gion Münster bis 2050 von Bevölke- 
rungsrückgängen betroffen sein werden. Während für Münster gesamt die Bevölkerungs- 
rückgänge gesamtstädtisch noch als relativ moderat zu bewerten sind, verlieren einzelne 
Gemeinden deutlich stärker an Einwohnern (z.B. Asch eberg, Havixbeck, Greven). Aller- 
dings können auch vier Kommunen im Jahr 2050 gegenü ber 2004 noch einen Bevölke- 
rungsanstieg von über 20 % aufweisen.  
 
Im Vergleich zu den hohen Bevölkerungsverlusten in der Emscher-Lippe-Region, in weiten 
Teilen des Kreises Warendorf sowie im nordöstlichen  Teil des Kreises Steinfurt sind die 
Stadt Münster (gesamtstädtisch) und die Mehrzahl de r Umlandkommunen somit wesent- 
lich schwächer von Bevölkerungsrückgängen betroffen (vgl. Anhang 3 Tabellenteil).  
 
 
3.1.4 Wegweiser „Demographischer Wandel“ der Bertel smann Stiftung – Aussagen 
für Münster  
Die Bertelsmann Stiftung hat im Februar 2006 den Wegweiser „Demographischer Wandel“ 
veröffentlicht. Die besonderen Qualitäten bestehen darin, dass einerseits für alle Kommu- 
nen Deutschlands mit mehr als 5 000 Einwohnern Bevö lkerungsprognosen mit dem Ziel- 
datum 2020 erstellt wurden. Andererseits wurden zur  Typisierung der Gemeinden 15 ver- 
schiedene Demographietypen entwickelt, aus denen gr undsätzliche Handlungsempfeh- 
lungen abgeleitet werden. 
 
Auf Basis des Stützzeitraums 2000 – 2003 und Daten verschiedener Quellen (u.a. Lan- 
desamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW) wir d für Münster bis 2020 ein Bevölke- 
rungsanstieg von 0,9 % vorausberechnet. Damit liegt  der Wert nahe bei der Modellrech- 
nung der Bezirksregierung Münster, die ausgehend vo m 31.12.2004 bis 2020 einen An- 
stieg von 1,1 % vorausschätzt (vgl. Kap. 3.1.3). Di e Landesprognose kommt bis 2020 so- 
gar zu einem Anstieg von 2,4 % (Stützzeitraum 2000 – 2004). Damit bleibt festzuhalten, 
dass gesamtstädtisch für Münster von einer stabilen  Bevölkerungszahl mit leicht positiver 
Tendenz auszugehen ist. 
 
Hinsichtlich der Demographietypen wird Münster den „Prosperierenden Wirtschaftszent- 
ren“ (19 Kommunen) zugeordnet. Innerhalb dieser Gru ppe finden sich Zentren europäi- 
scher Metropolregionen (z.B. Hamburg, Düsseldorf), Wirtschaftszentren mit Konzernsitzen

- 20 - 
großer Unternehmen (z.B. Wolfsburg) und Wirtschafts zentren mit bedeutenden Bildungs- 
und Verwaltungseinrichtungen (z.B. Münster, Aachen,  Karlsruhe). Grundsätzlich sind die 
19 Wirtschaftszentren mit einer hohen Dynamik durch folgende Merkmale gekennzeichnet, 
die auch in hohem Maße auf Münster zu treffen: 
o Hohe wirtschaftliche Dynamik und Prosperität, die sich auch positiv auf die demogra- 
phische Entwicklung dieser Großstädte auswirkt 
o Hoher Akademikeranteil, starkes Arbeitsplatzwachst um, hohe kommunale Steuer- 
einnahmen 
o Positive Bevölkerungsentwicklung bis 2020 
o Hohe Wanderungsgewinne bei jungen Erwachsenen (Ber ufseinsteigern, Bildungs- 
wanderern), die Abwanderungen (u.a. von Familien in  das Umland) überkompensie- 
ren 
o Sehr niedrige Geburtenraten 
 
o Die Bertelsmann Stiftung bescheinigt den „Prosperi erenden Wirtschaftszentren“ eine 
positive Ausgangslage zur Gestaltung des demographi schen Wandels, da die Groß- 
städte weder von Schrumpfung noch von Überalterung besonders stark betroffen 
sind. Die Herausforderungen werden darin gesehen, 
o frühzeitig und aktiv den absehbaren Entwicklungen zu begegnen, 
o stadtteilbezogen die soziodemographischen Entwickl ungen zu beobachten und ent- 
sprechende Entwicklungsprozesse im Rahmen der sozia len Stabilisierung und Integ- 
ration zu initiieren, 
o die Profilierung im Wettbewerb der Wirtschaftszent ren weiterhin zu verstärken, um 
sich langfristig als bedeutsamer Wirtschafts- und I nnovationsstandorte zu positionie- 
ren. 
 
Angesichts der Ausgangslage und der damit verbunden en Herausforderungen kommt die 
Bertelsmann Stiftung zu folgenden grundsätzlichen E mpfehlungen für die Städte dieses 
Demographietyps: 
o Integriertes Stadtentwicklungsmanagement und konti nuierlicher Strategiezyklus, um 
der Komplexität der Herausforderungen gerecht zu werden

- 21 - 
o Dialog und kooperative Bearbeitung der Herausforde rungen mit den Fachressorts, 
der Bürgerschaft, den gesellschaftlichen Gruppen und den Entscheidern 
o Besonderer Fokus auf die Themen „Bildung“, „zukunf tsorientierte Seniorenpolitik“, 
„Kinder- und Familienfreundlichkeit“, „aktive Integ rationspolitik“, „sozialintegrative 
Stadtteilpolitik“, „demographiesensible Infrastrukturpolitik“ 
o Ausbau der Position als Wirtschaftszentren im Wett bewerb der Regionen in inter- 
kommunaler Kooperation 
 
Die Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung bestätige n den bisher in Münster eingeschla- 
genen Weg. Die Arbeit der verwaltungsinternen Proje ktgruppe „Demographischer Wan- 
del“, der erste Werkstattbericht „Zahlen, Daten, Fa kten“ und die offenen Stadtgespräche 
(z.B. „Mit Jung und Alt in die Zukunft“) entspreche n den instrumentellen Empfehlungen. 
Auch die angesprochenen Fokus-Themen sind inhaltlic h bereits in Bearbeitung. Hinzuwei- 
sen ist beispielsweise auf den AK „Wohnen in Münster“ („Quartierssicherung“), das „Netz- 
werk für Familien“ („Kinder- und familienfreundliche Stadtentwicklung“), den „Prozess zur 
Erarbeitung des Integrationsleitbilds“ und die „Kon zertierte Aktion Wissenschaftsstadt“ 
(„Verstärkte Positionierung Münsters als Wissenscha fts- und Wirtschaftsstandort“). Die 
Relevanz der Empfehlungen für Münster wird darüber hinaus in die Ableitung des Leitbilds 
„Demographischer Wandel“ einbezogen (vgl. Kap. 5). 
 
 
 
3.2 Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Mün ster 2005 bis 2015 
3.2.1 Ansatz und besondere Qualitäten 
Ende 2006 hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtpl anung und Verkehrsplanung eine 
fortgeschriebene kleinräumige Bevölkerungsprognose für die Stadt Münster vorgelegt (vgl. 
Vorl. V/1043/2006). Die 13. Fortschreibung der klei nräumigen Bevölkerungsprognose um- 
fasst den Zeitraum 31.12.2005 (Ausgangsbestand) bis  zum 31.12.2015 (Prognosehori- 
zont). Ziel ist die Vorausberechnung der kleinräumi gen Bevölkerungsentwicklung und de- 
ren altersgruppenspezifischen Strukturen.

- 22 - 
Gegenüber Landes- und Regionalprognosen, die auch A ussagen für Münster treffen, be- 
sitzt die Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Sta dt Münster folgende besondere Qua- 
litäten: 
o Berechnungsgrundlage ist die Wohnberechtigte Bevöl kerung (Bevölkerung am Ort 
der Haupt- und Nebenwohnung). Damit bezieht diese P rognose als Einzige alle in 
Münster gemeldeten Personen ein, so dass auch die S tudierenden mit Nebenwohn- 
sitz in Münster angemessen berücksichtigt werden. 
Über die Bezugsgröße „Wohnberechtigte Bevölkerung“ ist auch gewährleistet, dass 
Menschen mit Migrationsvorgeschichte, insofern sie in Münster gemeldet sind, in die 
Kleinräumige Bevölkerungsprognose eingehen. Da das Melderecht es zurzeit nicht 
ermöglicht, für Menschen mit Migrationsvorgeschicht e kleinräumige Bestands- und 
Bewegungsdaten als Ausgangsgrößen für die Prognose abzuleiten, konnten diese 
Größen – so wünschenswert es auch aus Sicht des Leitbildes Integration wäre - nicht 
als eigenständige Merkmale in die vorliegende Prognose einbezogen werden. 
Möglich wäre lediglich die Berücksichtigung von Einwohnerinnen und Einwohnern mit 
ausländischer Staatsangehörigkeit gewesen. Seit der  Reform des Staatsbürger- 
schaftsrechts 1999 sind aktuelle Zahlen jedoch kaum  noch mit älteren vergleichbar, 
so dass hier in Übereinstimmung mit Bundes- und Lan desprognosen kein tragfähiger 
Ansatzpunkt für eine explizite Berücksichtigung von  Migrationsaspekten in der Klein- 
räumigen Prognose der Stadt Münster gesehen wird.  
o Auswertungseinheiten sind die Stadt Münster, die s echs Stadtbezirke und die 45 Sta- 
tistischen Bezirke sowie für fachplanerische Zwecke  Aggregationen von Stadtzellen. 
Damit liefert die Prognose der Stadt Münster als Ei nzige kleinräumige Ergebnisse, 
die Aussagen über die Quartiers- und Stadtteilentwicklungen ermöglichen. 
o Da auf kleinräumiger Ebene auch die altersgruppens pezifischen Strukturen prognos- 
tiziert werden, ist die Prognose der Stadt Münster gleichzeitig die Grundlage für die 
Infrastruktur- und mittelfristige Finanzplanung. 
o Aufgrund der kleinräumigen und der altersgruppensp ezifischen Aussagen ist diese 
Prognose damit auch ein unverzichtbares Instrument zur Beobachtung des demo- 
graphischen Wandels (vgl. Kap. 6.1). 
 
Angesichts des kleinräumigen Ansatzes der Prognose sind die Ergebnisse als Orientie- 
rungsgrößen einzustufen, die stadt-/fachplanerisch und politisch bewertet werden müssen.

- 23 - 
Die parlamentarischen Gremien sind frühzeitig und a usführlich über eine Berichtsvorlage 
informiert worden (Vorl. V/1043/2006). Im Anschluss sind gemeinsam mit den Fachämtern 
vertiefende kleinräumige Analysen durchgeführt word en, die auch die Entwicklung der 
Baugebiete und die Planungen zur Wohnfolgeinfrastruktur einbezogen haben.  
Ein Vergleich der bisherigen Kleinräumigen Prognose n der Stadt Münster mit den einge- 
tretenen Bestandszahlen zeigt die hohe Tragfähigkeit der Prognoseergebnisse: 
o Die Abweichungen beim gesamtstädtischen Ergebnis l iegen zwischen der prognosti- 
zierten und der realen Entwicklung seit 1995 innerh alb eines Korridors von - 0,6 % 
bis 2,1 %. 
o Auf Ebene der statistischen Bezirke als Grundlage für Stadtteilbetrachtungen lagen 
bei der letzten Bevölkerungsprognose 2002 bis 2013 über 85 % der Werte im Ver- 
gleich zu den realen Werten innerhalb eines Korridors von + 5 % bis – 5 %, kein Wert 
wies eine Differenz von mehr als +/- 10 % auf.  
 
Um die hohe Qualität der Prognose sicherzustellen, die angesichts der Infrastrukturrele- 
vanz und der abgeleiteten Investitionsentscheidunge n unverzichtbar ist, wird die Klein- 
räumige Prognose grundsätzlich ca. alle 3 Jahre for tgeschrieben. Jährlich erfolgt ein Ab- 
gleich mit der realen Bevölkerungsentwicklung, mit der kleinräumigen Bautätigkeit, der 
beabsichtigten Entwicklung von Baugebieten und der Infrastrukturauslastung (insbesonde- 
re im Bereich der Kindertageseinrichtungen und Grundschulen). 
 
 
3.2.2 Zentrale Ergebnisse 
Gesamtstadt  
 
Erste Ergebnisse der Kleinräumigen Prognose wurden mit einer Berichtsvorlage im ersten 
Quartal 2007 frühzeitig kommuniziert (Vorl. V/1043/ 2006). Ausführliche Ergebnisse für 
Stadtteile nach Altersgruppen und Geschlecht enthäl t der Beitrag zur Statistik 101 der 
Stadt Münster, in den bereits ein Abgleich mit der Bevölkerungsentwicklung 2006 einge- 
flossen ist. Zudem sind in diesem Ergebnisbericht a lle methodischen Annahmen doku- 
mentiert, so dass Annahmen und Ergebnisse für vielf ältige Planungszwecke aufbereitet 
zur Verfügung stehen.

- 24 - 
Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die folgen de Darstellung auf einen Überblick ü- 
ber die zentralen Ergebnisse. Auf gesamtstädtischer  Ebene kommt die Kleinräumige 
Prognose 2005 – 2015 zu dem Ergebnis, dass die Bevö lkerungszahl mit einer leicht posi- 
tiven Tendenz weitgehend stabil bleibt (+ 0,2 %), wenn die angenommenen Entwicklungen 
eintreten: 
o Ausgangsbestand 278 925 Ew. (31.12.2005) – Endbest and 279 388 Ew. 
(31.12.2015) 
o Die Differenz zum Ausgangsbestand beträgt + 463 Ei nwohner (+ 0,2 %) 
o Der Höchststand mit 280 284 Einwohnern würde zum 3 1.12.2011 (+ 0,5 %) erreicht 
 
Andere Vorausberechnungen, die allerdings von der B evölkerung am Ort der Hauptwoh- 
nung und unterschiedlichen Stützzeiträumen ausgehen , bestätigen die stabile Bevölke- 
rungsentwicklung für Münster bis 2015. Zu nennen sind hier: 
o Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW 2005 – 2025/2050: + 1,7 % (bis 
2015) 
o Bertelsmann Stiftung „Wegweiser Demographsicher Wa ndel“ 2003 bis 2020: + 1,4 % 
(bis 2015) 
o Bezirksregierung Münster „Bevölkerungsbericht 2005 “: ca. + 1 % (bis 2015) 
 
Dieses Ergebnis der Kleinräumigen Bevölkerungsprogn ose lässt sich auf folgende Ent- 
wicklungen bei den Geburten- und Sterbefällen sowie  Zuzügen und Fortzügen zurückfüh- 
ren.  
 
Aufgrund der spezifischen Bevölkerungsstruktur als Bildungs-, Wissenschafts- und Dienst- 
leistungszentrum weist Münster zunächst eine im Bun des- und Landesvergleich unter- 
durchschnittliche zusammengefasste Geburtenziffer a uf (1,2 Geburten je Frau gegenüber 
1,4 Kindern je Frau). Die zunehmende Internationalisierung in Münster wird daran deutlich, 
dass der Anteil der ausländischen Mütter an den Geb urten von 9,9 % (1991) auf 17,0% im 
Jahr 2004 gestiegen ist. Auf Bundesebene hatten 2004 18 % aller in Deutschland geboren 
Kinder eine Mutter mit ausländischer Staatsangehöri gkeit, wobei der Anteil seit 1991 von 
13 % um 5 Prozentpunkte gestiegen ist. Damit hatte Münster einen wesentlichen stärke- 
ren Anstieg als auf Bundesebene zu verzeichnen und hat nun nahezu den Bundeswert 
erreicht.

- 25 - 
 
Insgesamt ist seit 1999 die Gesamtzahl der Geburten  in Münster kontinuierlich zurückge- 
gangen (1999: 2 880 Geburten, 2005: 2 380 Geburten) . Infolge schrumpfender Mütterjahr- 
gänge ergibt die Prognoserechnung weiter zurückgehe nde Geburtenzahlen. Für das Jahr 
2015 wird voraussichtlich ein Stand von 2 141 Geborenen erreicht.  
 
Die Sterbefälle haben sich seit 1999 – 2005 relativ  konstant in dem Bereich von 2 300 – 
2 350 Sterbefällen bewegt. Infolge der rückläufigen  Geburtenzahlen hat sich der Gebur- 
tenüberschuss demnach von einem Höchstwert 1999 (56 3) auf den niedrigsten Werte 
2005 (63) deutlich verringert. Da die Zahl der älte ren Menschen aufgrund der Besetzung 
der Altersgruppen bis 2015 zunehmen wird, errechnet  die Prognose bis 2015 einen An- 
stieg der Sterbefälle auf 2 592 (2015). Im Zusammen hang mit den weiter rückläufigen Ge- 
burtenzahlen wird Münster damit in den nächsten Jah ren einen Sterbefallüberschuss zu 
verzeichnen haben, der sich bis 2015 kontinuierlich vergrößern wird.  
 
Münster ist damit essentiell auf Wanderungsgewinne angewiesen, um die Bevölkerung 
stabil zu halten. Abgesehen von politisch bedingten  Sonderentwicklungen profitiert Müns- 
ter vor allem von Wanderungsgewinnen bei jungen Erw achsenen (Bildungswanderern) 
und arbeitsplatzorientierten Zuzügen. Diesen Zuzüge n stehen wohnungsorientierte Fort- 
züge in das Umland und arbeitsplatzorientierte Fort züge von Absolventinnen und Absol- 
venten der Hochschulen gegenüber.  
 
Diskutiert wird zurzeit zudem ein verstärkter Zuzug  „älterer“ Menschen in die Städte. 
Münster weist bezogen auf die Altersgruppe 65+ ein leicht negatives Wanderungssaldo 
auf, das sich auch zwischen 2000 und 2005 kaum verringert hat. 
 
Seit 1997 pendelten die Fortzüge aus Münster zwisch en 18 500 und 19 500, die Zuzüge 
lagen zwischen 17 700 und 18 800. In den „Spitzenzu zugswert“ von 20 835 Menschen im 
Jahr 2003 sind möglicherweise auch Umstellungen aus  den im Meldewesen verwendeten 
Softwareprogrammen eingeflossen. Insgesamt hat Münster seit 1997 neben positiven aber 
auch häufiger negative Wanderungssalden verzeichnet, die dann noch von den Geburten- 
überschüssen kompensiert wurden.

- 26 - 
Da in Zukunft nicht mehr mit Geburtenüberschüssen in nennenswertem Umfang gerechnet 
werden kann, wird ein positives Wanderungssaldo für die Stabilisierung der Bevölkerungs- 
zahl immer wichtiger. Aufgrund der positiven Arbeit smarktdaten in Münster, der Funktion 
der Hochschulen als „Jungbrunnen“ und der Ausstrahl ungskraft des attraktiven Wohn- 
standorts rechnet die Prognose bis 2015 mit einem leicht positiven Wanderungssaldo, was 
den Sterbefallüberschuss kompensiert, so dass die B evölkerungszahl rechnerisch stabil 
bleibt. 
 
Altersstruktur 
Nach Maßgabe der Prognose werden im Prognosezeitrau m deutliche Verschiebungen bei 
den einzelnen Altersgruppen eintreten, d.h. auch in der Entwicklung des Altersaufbaus der 
Stadt Münster spiegelt sich der Prozess der Alterun g wider (Beiträge zur Statistik 101, 
Tab. 3, S. 43).  
 
Auf folgende altersstrukturelle Entwicklungen ist a ngesichts der Infrastrukturrelevanz be- 
sonders hinzuweisen: 
o Rückgang in den Altersgruppen bis unter 10 Jahre 
o Unter 3 Jahre: - 10,5 % (-745 Einwohner) 
o bis unter 6 Jahre: - 13,3 % (-959 Einwohner) 
 
o bis unter 10 Jahre: - 14,0 % (-1 401 Einwohner) 
 
o Nahezu Stagnation der Bevölkerungszahl in den Alte rsgruppen der 10- bis unter 18-
Jährigen 
o 10 bis unter 16 Jahre: - 2,0 % (-293 Einwohner) 
o 16 bis unter 18 Jahre: - 0,5 % (-27 Einwohner) 
o Zunahme in der Altersgruppe ab 70 Jahre um 17,1 % (+ 5 504) 
 
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass  dem errechneten starken Anstieg 
der Altersgruppen 70+ eine gestiegene Lebenserwartu ng zugrunde liegt. In Anlehnung an 
die zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung gültigen 1 0. Koordinierte Bevölkerungsvor- 
schätzung des Bundes wird davon ausgegangen, dass d ie Lebenserwartung von 2005 mit

- 27 - 
78 Jahren bei Männern und 83,2 Jahren bei Frauen bis 2015 auf 78,5 Jahren bei Männern 
und 83,8 Jahren bei Frauen ansteigt.  
 
Wären die Basisannahmen der jetzt vorliegenden 11. Koordinierten Bevölkerungsvoraus- 
schätzung des Bundes in die Prognose eingeflossen, die von einer weiter steigenden Le- 
benserwartung ausgeht, wäre der Anstieg bei den Alt ersgruppen über 70 Jahren noch 
stärker ausgefallen.  
 
Der Rückgang der jüngeren Altersgruppen und der Zuw achs bei den Älteren bewirken 
auch in Münster einen Anstieg des durchschnittliche n Alters der Bevölkerung. Zwischen 
1995 und 2005 stieg das Durchschnittsalter in Münst er um 1,6 Jahre von 38,2 Jahre auf 
39,8 Jahre. Bundesweit stieg demgegenüber das Durch schnittsalter zwischen 1995 und 
2005 um 2,3 Jahre von 40,0 auf 42,3 Jahre. Im Progn osezeitraum wird das Durchschnitts- 
alter auch in Münster auf 40,9 (2015) weiter anstei gen, aber damit immer noch deutlich 
unter dem Bundes- und Landeswert liegen. 
 
 
Geschlechterspezifische Entwicklungen 
Die Mehrheit der Bevölkerung in Münster ist weiblic h. Der Anteil der Frauen an der wohn- 
berechtigten Bevölkerung betrug Ende 2005 52,8 %. I n Deutschland und in Nordrhein-
Westfalen lag der Anteil mit 51 % etwas niedriger. In Münster ist insbesondere der Frau- 
enanteil in den Altersgruppen der 16- bis unter 30- Jährigen und der 65-Jährigen und älte- 
ren deutlich höher. 
 
Der höhere Anteil an Frauen bei den 65-Jährigen und  älteren stimmt mit den Geschlech- 
terverhältnissen auf Bundes- und Landesebene überei n. Demgegenüber ist der höhere 
Anteil an Frauen in der Altersgruppe der 16- bis un ter 30-Jährigen in Münster wahrschein- 
lich auf die vorrangig auf die Schwerpunkte der Mün steraner Hochschulen (keine techni- 
schen Fakultäten) sowie die ebenfalls stark vertret enen schulischen Ausbildungsmöglich- 
keiten im Erziehungs- und Gesundheitswesen zurückzuführen. 
 
Im Prognosezeitraum wird der Anteil der Frauen in M ünster von 52,8 %  (2005) weiter 
leicht auf 53,2 % (2015) ansteigen. Es wird zu kein er grundsätzlichen Umkehrung der Ge- 
schlechterproportionen bei den einzelnen Altersgrup pen kommen. Die Differenz zwischen

- 28 - 
der Zahl der Frauen und der Männer bliebt bei den ü ber 65-Jährigen am größten. Aller- 
dings wird sich in diesen Altersgruppen der Frauenü berschuss von 10 497 Personen 
(2005) auf 9 473 Personen (2015) verringern. Demgeg enüber werden sich die Anteile der 
Geschlechter bei den 16- bis unter 30-Jährigen und bei 45- bis unter 65-Jährigen voraus- 
sichtlich weiter zugunsten der Frauen verstärken. 
 
Stadtbezirke und Statistischen Bezirke („Stadtteile“) 
Während die Bevölkerungsprognose auf gesamtstädtisc her Ebene bis 2015 ein stabiles 
Niveau der Bevölkerung errechnet, ergeben sich für die Stadtbezirke und die Statistischen 
Bezirke unterschiedliche Entwicklungen. Auf Stadtte ilebene weist Münster damit sowohl 
wachsende als auch stabile wie rückläufige Bevölkerungszahlen auf. Damit verbergen sich 
hinter einer im Bundes- und Landesvergleich günstig en Bevölkerungsentwicklung durch- 
aus auch in Münster Teilbereiche mit abnehmenden Be völkerungszahlen (vgl. Anhang 3, 
Tabellenteil mit Detailangaben zu den Stadtteilen). 
R e la tiv e  E in w o h n e r v e r ä n d e r u n g  v o n  2 0 0 5  a u f 2 0 1 5  b e zo g e n  
a u f d e n  E i n w o h n e r b e s t a n d  z u m  J a h r e s e n d e  2 0 0 5
E i n w o h n e r e n tw ic k lu n g  2 0 0 5  - 2 0 1 5 , P r o g n o s e  
1 2 /  2 0 0 6
K l e in rä u m i g e  B e v ö l k e ru n g s p ro g n o s e  
2 0 0 5  -  2 0 1 5
K a r to g r a f ie
u n d  E n t w u r f : A n n e m a r ie  H a r ja n s
Z u n a h m e nR ü c k g ä n g e
8  b is  u n t e r  1 2  %
4  b is  u n t e r  8  %
1 2  %  b is  u n te r  1 6  %
-  4  b is  u n te r  0  %
0  b is  u n t e r  4  %- 1 2  b is  u n t e r  - 8  %
-  8  b is  u n te r  - 4  %
A lt s ta d t
H i l tr u p -
W e s t H i l tr u p -
M i tt e
H i l tr u p -
O s t
A m e l s b ü r e n
A n g e l m o d d e
D ü e s b e rg
B e r g  F id e l
M e c k le n b e c k
A lb a c h te n
G r e m m e n d o r f -
O s t
G e is t
A a s e e
s t a d t
S c h ü t z e n -
h o f G r e m m e n d o r f -
W e s t
H a f e n
W o l b e c k
J o s e fP l u g g e n -
d o r f
H a n s a -
p l a tz
B a h n -
h o f
H e r z -
J e s u
S c h l o ß
M a u r i tz -
W e s t
S c h l a c h t-h o f
N e u -
to r
K re u z
S e n tr u p
R o x e l
M a u r itz -
M i t te M a u ri tz -
O s t
U p p e n b e rg R u m p h o r s t
G i e v e n b e c k
K i n d e r h a u s -
O s t
K i n d e r h a u s -
W e s t
C o e r d e
H a n d o rf
N i e n b e r g e G e lm e r -
D y c k b u r g
S p r a k e l
1 6  %  u n d  m e h r

- 29 - 
Den absolut und relativ größten Bevölkerungsverlust  zwischen 2005 und 2015 mit – 6 890 
Personen bzw. - 6,1 % errechnet die Prognose für de n Stadtbezirk Mitte. Die meisten Per- 
sonen gewinnt absolut der Stadtbezirk West. Hier we rden 2015 voraussichtlich über 3 128 
Personen mehr wohnen als 2005 (+ 5,9 %). Der relati v größte Bevölkerungsgewinn wird 
für den Stadtbezirk Südost vorausberechnet (+ 10,4 %). 
 
Für die einzelnen Stadtbezirke ist auf folgende Ergebnisse hinzuweisen:  
 Stadtbezirk Mitte 
o Rückgang der Bevölkerung von 113 216 Personen 2005  auf 106 326 Personen 2015 
(- 6 890 Personen = -6,1 %) 
o Abnahmen in allen Teilbereichen des Stadtbezirks M itte (v.a. Altstadt - 9,9 %; Innen- 
stadtring – 9,1 %) 
 Stadtbezirk West 
o Anstieg der Bevölkerung von 53 377 Personen 2005 a uf 56 505 Personen 2015 
(+ 3 128 = +5,9 %) 
o Außer im Statistischen Bezirk 52 Sentrup (- 4,4 %)  werden für alle Statistischen Be- 
zirke des Stadtbezirks West Bevölkerungszunahmen er rechnet (v.a. Albachen 
+ 21,1 %, Roxel + 18,6 %) 
o  
 Stadtbezirk Nord 
o Leichter Rückgang der Bevölkerung von 28 481 Perso nen 2005 auf 28 102 Personen 
2015 (- 379 = -1,3 %) 
o Außer im Statistischen Bezirk 68 Sprakel (+ 25,5 % ) nimmt in allen Statistischen Be- 
zirken des Stadtbezirke Nord die Bevölkerung ab 
 
 Stadtbezirk Ost 
o Anstieg der Bevölkerung von 20 146 Personen 2005 a uf 20 935 Personen 2015 
(+ 789 = + 3,9 %) 
o Für alle Stadtteile im Stadtbezirk Ost ermittelt d ie Prognoserechnung einen Zuwachs 
(u.a. Gelmer-Dyckburg + 8,4 %, Handorf + 6,5 %)

- 30 - 
 Stadtbezirk Südost 
o Anstieg der Bevölkerung von 27 131 Personen 2005 a uf 29 943 Personen 2015 
(+ 2 812 = + 10,4 %), höchster Anstieg unter den Stadtbezirken 
o Für die Statistischen Bezirke im Stadtbezirk Südos t werden bis 2015 Zunahmen zwi- 
schen 4,9 % (Angelmodde) und 19,3 % (Wolbeck) errec hnet (Grundlage: Annahmen 
zur Bautätigkeit und freiwerdende Wohnungen durch e inen Abzug der Britischen 
Streitkräfte) 
 
 Stadtbezirk Hiltrup 
o Anstieg der Bevölkerung von 36 574 Personen 2005 a uf 37 577 Personen 2015 
(+ 1 003 = + 2,7 %) 
o Rückgang der Bevölkerung in den Statistischen Bezi rken 91 Berg Fidel (- 8,6 %) und 
95 Hiltrup-Ost (- 3,4 %) 
o Stagnation der Bevölkerungszahl im Statistischen B ezirk 96 Hiltrup-Mitte (+ 0,3 %) 
o Bevölkerungswachstum in den Statistischen Bezirken  97 Hiltrup-West (+ 10,4 %) und 
98 Amelsbüren (+ 14,2 %) 
 
Für fachplanerische Zwecke hat die Kleinräumige Bev ölkerungsprognose 2005 – 2015 
auch die Entwicklung der Wohnberechtigten Bevölkeru ng für ausgewählte Altersgruppen 
für die Statistischen Bezirke, d.h. i.w.S. die Stad tteile berechnet. Diese Ergebnisse sind im 
Ergebnis- und Erläuterungsbericht der Prognose als Arbeitsmaterialien ausführlich doku- 
mentiert (Beiträge zur Statistik 101, S. 117-131).  
 
Auch die Entwicklung der Geschlechter nach Stadtbezirken ist berechnet worden (Beiträge 
zur Statistik 101, S. 101/102). Die Prognoserechnun gen geben einen Überblick auf die 
geschlechterdifferenzierten Entwicklungen. Hinsicht lich der Verteilung der Geschlechter 
zeigen sich die größten Unterschiede im Stadtbezirk  Mitte: 54,4 % Frauen zu 45,6 % 
Männer (2005); bis 2015 geht der Unterschied leicht zurück.

- 31 - 
3.3 Schlussfolgerungen aus der demographischen Stan dortbestimmung 
Die Vorausberechnungen des Landesamtes für Datenver arbeitung und Statistik, der Be- 
zirksregierung Münster, der Bertelsmann Stiftung un d die Kleinräumige Bevölkerungs- 
prognose der Stadt Münster vermitteln ein übereinst immendes Bild von der demographi- 
schen Situation. Folgende Eckpunkte sind festzuhalten: 
o Münster befindet sich im Bundes- und Landesverglei ch in einer vordergründig güns- 
tigen demographischen Ausgangssituation. Bis 2015 w ird die Bevölkerungszahl ge- 
samtstädtisch voraussichtlich stabil bleiben bzw. l eicht wachsen. Erst zwischen 2030 
und 2040 wird ein leichter Rückgang der Bevölkerung vorausberechet. 
o Voraussetzung für das Eintreten dieser Vorausberec hungen ist die Realisierung von 
Wanderungsgewinnen, da der bereits seit 1999 rücklä ufige Geburtenüberschuss in 
den nächsten Jahren in einen Sterbefallüberschuss umschlagen wird. 
o Welche Relevanz die Wanderungsgewinne haben, wird daran deutlich, dass die „al- 
te“ LDS-Prognose 2002 – 2020/2040 aufgrund des ange nommenen wachsenden 
Sterbefallüberschusses und negativer Wanderungssald en im Stützzeitraum einen 
Bevölkerungsrückgang in Münster von – 2,3 % bis 2020 prognostiziert hat. 
o Die Wanderungsgewinne gehen wesentlich auf die Zuz üge in den Altersgruppen 18-
25 Jahre zurück, d.h. hier wirken die Bildungseinri chtungen und Hochschulen als 
„Jungbrunnen“. Hinzu kommen arbeitsmarktorientierte Zuzüge in den Altersgruppen 
25-29 Jahre und 30-34 Jahre. 
o Dem stehen in den Altersgruppen 25 – 29 Jahre, 30 - 34 Jahre und 35 - 39 Jahre 
wohnungsorientierte Fortzüge (während der Familieng ründungsphase) in das Um- 
land und arbeitsmarktbezogene Fortzüge von Absolven tinnen und Absolventen der 
Münsteraner Hochschulen gegenüber.  
o Dieses grundsätzliche Wanderungsmuster hat im Prog nos-Familienatlas 2005 zur 
Typisierung von Münster als „biographischer Durchlaufstation“ geführt.  
o Die Bedeutung der Hochschulen wird daran deutlich,  dass Münster nur in den Alters- 
gruppen 18-20 Jahre und 21-24 Jahre positive Wander ungssalden realisiert. Mo- 
natsbezogene Auswertungen der Zuzüge und Fortzüge b elegen die hohen Zuzugs- 
gewinne während der Immatrikulationszeiten im April und September/Oktober.

- 32 - 
Hieraus resultiert: 
o Die Schaffung optimaler standortpolitischer Rahmen bedingungen für die Hochschu- 
len und die Profilierung von Münster als attraktive m und exzellentem Bildungs-, Wis- 
senschafts- und Forschungsstandort muss hohe Priorität haben. 
o In engem Zusammenhang mit der Weiterentwicklung de s Wissenschaftsstandorts 
steht auch die Entwicklung und Positionierung als a ttraktiver und dynamischer Wirt- 
schaftsstandort im Wettbewerb der Regionen. 
o Ziel muss es sein, angesichts des bundesweit versc härften Wettbewerbs um Ein- 
wohner einerseits weiterhin Zuzüge in erheblichem U mfang zu realisieren und ande- 
rerseits die Zuzüge durch ein entsprechendes Wohnun gs- und Arbeitsplatzangebot 
sowie ein familienfreundliches Klima und familienfr eundliche Infrastrukturen zu bin- 
den bzw. die Fortzüge zu verringern. 
o Bezogen auf die Stadt-Umland-Wanderung muss ein ru inöser Wettbewerb um Ein- 
wohner vermieden werden. Stattdessen gilt es, die g emeinsamen Potenziale und 
Qualitäten im bundesweiten Wettbewerb zu verdeutlic hen, um entsprechende Zuzü- 
ge in die Stadtregion Münster zu forcieren. 
o Ein familienfreundliches Klima und familienfreundl iche Infrastrukturen sind selbstver- 
ständlich nicht nur für die Gewinnung und Bindung d er Einwohner von hoher Rele- 
vanz, sondern bereits angesichts unterdurchschnittl icher Geburtenziffern in Münster 
Grundlage einer demographieorientierten Stadtentwicklung.  
 
Trotz der vergleichsweise günstigen Ausgangssituati on haben die Modellrechnungen aber 
verdeutlicht, dass auch Münster „altert“. Damit kommt einer zukunftsorientierten Senioren- 
politik eine zunehmend wichtigere Rolle zu. Hierbei  ist die differenzierte Entwicklung der 
Münsteraner Stadtteile zu berücksichtigen. Die Klei nräumige Prognose der Stadt Münster 
hat gezeigt, dass die Stadtteile bis 2015 durch ein  Muster an wachsenden, stabilen und 
rückläufigen Bevölkerungszahlen gekennzeichnet sein werden.  
 
Hieraus resultiert: 
o Den soziodemographischen Entwicklungen ist auf Sta dtteilebene besondere Auf- 
merksamkeit zu schenken. Ziel ist eine demographiesensible Infrastruktur- und Quar- 
tiersentwicklung, die sowohl Sprunginvestitionen im  Bereich der Kindertageseinrich-

- 33 - 
tungen und Grundschulen vermeidet als auch auf Unte rauslastungen angemessen 
reagiert. 
o Für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik kommt  der Entwicklung der Quartiere und 
der Stadtteilebene besondere Bedeutung zu, so dass aufgrund der unterschiedlichen 
„Quartierskarrieren“ gemeinsam mit den Stadtteilakteuren passgenaue Lösungen zu 
arbeiten sind.  
o Stadtteil- und Quartiersebene spielen auch eine wi chtige Rolle für die Frage der In- 
tegration. Dabei müssen die Integrationsleistungen in den Quartieren besser vernetzt 
und unter Einbeziehung der Zugewanderten weiterentwickelt werden. In den Stadttei- 
len sind Wohnumfeld und Nachbarschaften als lebensw eltliche Einheiten von und für 
Integration zu fördern. 
o Insbesondere auf Stadtteil- und Quartiersebene kom men auch die unterschiedlichen 
Lebenssituationen von Frauen und Männern sowie Mädc hen und Jungen zum Tra- 
gen. Die spezifischen Lebenslagen und Bedürfnisse m üssen in eine demographie- 
orientierte Stadtentwicklung einfließen. Insbesonde re die Entwicklung im Stadtbezirk 
Mitte ist intensiver räumlich zu betrachten, da hie r mit zunehmendem Alterungspro- 
zess der Frauenanteil steigt.  
 
Die vorliegenden Prognosen lassen leider keine diff erenzierten Aussagen zum Thema 
„Menschen mit Migrationsvorgeschichte“ in Münster z u (vgl. Kap. 3.2). In Münster leben 
über 21 000 Ausländerinnen und Ausländer sowie etwa  9 000 Zugewanderte, die zwi- 
schen 1997 und 2006 eingebürgert worden sind. Bei den statistischen Bezirken variiert der 
Anteil der Bevölkerung mit ausländischer Staatsbürg erschaft zwischen 3,2 % und 15,3 %. 
Dies belegt die Wichtigkeit eines stadtteilorientie rten Ansatzes im Rahmen der Integrati- 
onsarbeit.  
 
Zu den Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaf t und den Eingebürgerten kommen 
ca. 25 000 Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler. Damit leben ca. 55 000 Personen mit 
Migrationsvorgeschichte in Münster. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung und einer 
zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft sind Migr ation und Integration vielfältige Po- 
tentiale und müssen als Chance für die Münsteraner Stadtentwicklung verstanden und 
genutzt werden. Das zurzeit in Arbeit befindliche L eitbild „Migration und Integration“ wird 
hier auch die Grundlage für eine demographieorientierte Stadtentwicklung bilden.

- 34 - 
4 Demographieanalyse und Handlungsfelder 
Um eine bessere Positionsbestimmung vornehmen und g leichzeitig einen Überblick über 
die bereits umgesetzten bzw. in Planung befindliche n demografieaffinen Projekte inner- 
halb des Prozesses „Demographischer Wandel“ geben z u können, wurden im Rahmen 
einer verwaltungsinternen Ämterbefragung sowohl lau fende als auch geplante Maßnah- 
men zur Bewältigung der Veränderungsprozesse des de mographischen Wandels auf der 
Fachebene abgefragt (Abfrage 2006, aktualisiert 200 7/2008). Die Ergebnisse dieser Be- 
fragung wurden den genannten Handlungsfeldern zugeordnet. 
  
 
4.1 Kinder, Jugendliche und Familie 
Als Bildungs-, Universitäts-, Wissenschafts- und Dienstleistungsstadt zählt Münster zu den 
Städten mit einer strukturbedingt unterdurchschnitt lichen Geburtenrate. Die allgemeine 
Fruchtbarkeitsziffer (= Geburten je 10.000 Frauen i m Alter zwischen 15 und 45 Jahren im 
Jahresdurchschnitt) lag in Münster Ende 2006 bei 38 2 Geburten 
1, im Landesdurchschnitt 
wurden 424 Geburten je 10 000 Frauen geboren.  
Diese niedrige Geburtenrate spiegelt sich auch bei der Analyse der Haushalte-Statistik 
2 
wieder. So betrug etwa der Anteil der Haushalte mit  Kindern (Wohnberechtigte Bevölke- 
rung) zum 31.12.2006 laut Haushaltestatistik ledigl ich 17,8 %. Dies entspricht einer Zahl 
von insgesamt 26.127 Haushalten bei einer Gesamtzah l von 146.802  Haushalten im ge- 
samten Stadtgebiet.  
In 49,4 % dieser 26.126 Haushalte lebt nur 1 Kind, in 37,6 % dieser Haushalte 2 Kinder, in 
10,2 % 3 Kinder und in nur 2,8 % dieser Haushalte ( 727) leben Eltern mit 4 und mehr Kin- 
dern.   
In der stadträumlichen Verteilung wohnen die meiste n Haushalte mit Kindern in den Aus- 
senstadtteilen während die Altstadt und der Innenst adtring die niedrigsten Haushalte mit 
Kindern aufweisen. 
 
                                           
 
1 LDS, NRW 
2 Haushalte in Münster 2006, SMS Statistik für Münsters Stadtteile,  
Fundstelle: www.muenster.de/stadtplanung/zahlen.html

- 35 - 
Bereits im Juni 2004 wurde das Netzwerk für Familie n in Münster gegründet und hat in- 
zwischen zahlreiche Maßnahmen und Projekte in unterschiedlichen Handlungsfeldern initi- 
iert bzw. umgesetzt. Seine Kernbestandteile sind: 
o Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Zertifizi erung von Unternehmen und Institu- 
tionen über das „auditfamilieundberuf“) 
o Eine flexible Kindertagesbetreuung 
o Familien stärken als Prävention 
o Familienfreundliches Wohnen als Aufgabe der Stadte ntwicklung 
 
Hohe Immobilienpreise verbunden mit einem hohen Mie tniveau führen in vielen Fällen da- 
zu, dass junge Familien ihren Traum vom eigenen Zuh ause notgedrungen in den Außen- 
stadtteilen oder Umlandgemeinden verwirklichen müssen. Als Bildungszuwanderer kehren 
die Kinder dann später in die Stadt zurück. Dies wi rd deutlich an den jährlichen Wande- 
rungsbewegungen. Laut Jahres-Statistik 2006 lag die  Altersgruppe der 18 – 24 Jährigen 
mit 5.571 an der Spitze der Zuzüge, bei den Fortzügen dagegen bildeten die  30 – 49 Jäh- 
rigen mit 5.117 Personen die größte Gruppe. Auch di e Suburbanisierungsumfrage aus 
dem Jahre 2000 belegt diesen Trend.   
Um die jungen und bleibewilligen Familien zukünftig  verstärkt in der Stadt zu halten, ist es 
dringend geboten, das Angebot an bezahlbarem Wohnra um in der Innenstadt zu halten 
und möglichst auszuweiten. Dies gilt sowohl für den  Miet- als auch für den Eigentumsbe- 
reich.  
Der Arbeitskreis „Wohnen in Münster“ hat sich zum Z iel gesetzt, hier Lösungsansätze zu 
erarbeiten. Im Rahmen einer strategischen Wohnstand ortentwicklung soll versucht wer- 
den, durch gezielte Projekte zu einer Angebotsauswe itung sowohl für junge Familien als 
auch für Studierende auf dem Wohnungsmarkt zu komme n. In einem „Bündnis für Woh- 
nen“ haben sich die Mitwirkenden des Arbeitskreises am 31.10.20 06 u. a. folgenden Zie- 
len verschrieben: 
o Sicherung und Stärkung des Wohnstandortes Münster und der Qualität der Quartiere 
o Unterstützung der Bestandserneuerung und Infrastru kturentwicklung durch vorsor- 
gende Gestaltung und Anpassungsstrategien an die Wi rkungen des Demographi- 
schen Wandels 
 
Neben den örtlichen Wohnungsbaugesellschaften bewirtschaftet allein das Studentenwerk 
Münster derzeit rund 5.750 Wohnplätze in 21 Anlagen . Zukünftig geplant sind neben der

- 36 - 
kontinuierlichen Sanierung und Modernisierung der A ltbestände der Bau weiterer Wohn- 
plätze, um der Nachfrage der Studierenden nach ange messenem Wohnraum gerecht zu 
werden. 
 
Neben einer zielgruppengerechten Ausweitung des Woh nangebotes wird es in den kom- 
menden Jahren auch verstärkt darauf ankommen, die V ereinbarkeit von Familie und Stu- 
dium/Beruf für die Betroffenen zu verbessern. Dies gilt sowohl für die berufstätigen Eltern 
als auch für die betreuungsbedürftigen Kinder. Auch  die örtlichen Unternehmen haben die 
Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf z unehmend erkannt und bieten teil- 
weise betriebseigene Betreuungsangebote an bzw. sin d als familienfreundliche Betriebe 
zertifiziert (z. B. Stadtwerke, IHK, Katholische Fachhochschule).  
Das Studentenwerk der Westfälischen-Wilhelms-Universität errichtet aktuell 64 Kita-Plätze 
am Rudolf-Habig-Weg.  
 
 
Für die Stadt Münster beschloss der Rat der Stadt b ereits im Februar 2005 eine deutliche 
Verbesserung des Betreuungsangebotes für unter 3-Jä hrige. Erklärtes Ziel war es, bis 
zum Jahr 2010 in Münster insgesamt 800 neue Betreuu ngsplätze für diese Altersgruppen 
in Kindertages- und Kindertagespflegeeinrichtungen zu schaffen und damit eine 20 % Ver- 
sorgung zu erreichen. 
Erste Erfolge werden sichtbar. So macht der Geschäf tsbericht 2006 des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familie deutlich, dass die Zahl der  Hortplätze für unter 3-Jährige im Zeit- 
raum 2005-2006 von 466 auf 583 Plätze gestiegen ist . Dies entspricht einem Versor- 
gungsgrad von 8,2 %. Bei den 3 bis 6-Jährigen stieg  die Versorgungsquote im Vergleichs- 
zeitraum von 101,7 auf 105,4 %.  
 
Auch im Bereich der Spielplätze hat sich die Situation deutlich verbessert. Inzwischen sind 
im gesamten Stadtgebiet 319 Spielplätze eingerichte t und werden unterhalten. Die ge- 
samtstädtische Versorgungsquote liegt damit inzwisc hen bei 93 %, im Stadtgebiet Mitte 
bei 71 %. 
   
Zur Nachmittagsbetreuung der Schülerinnen und Schül er in der Primarstufe haben inzwi- 
schen 42 Grundschulen (von 46) Gruppen zur Betreuung eingerichtet 
3.  
                                            
3 Schulstatistik 2007/2008 des Amtes für Schule und Weiterbildung

- 37 - 
 
Beruf und Familie stehen auch im Mittelpunkt des Forschungszentrums Familienorientierte 
Personalpolitik (FFP) in Münster, das im Mai 2005 s eine Arbeit aufgenommen hat. Das 
FFP ist eine fachübergreifend arbeitende Einrichtun g der Universität, die von der gemein- 
nützigen Hertie-Stiftung gefördert wird und sich au f die Erforschung familienbewusster 
Personalpolitik spezialisiert hat. Das FFP betreut und moderiert auch das Netzwerk für 
Familien , das federführend im Amt für Kinder, Jugendliche und Familie verankert ist). 
 
Auch die Stadtentwicklung greift die demographische n Veränderungsprozesse sowie die 
sich wandelnden Familienstrukturen auf und entwicke lt verstärkt ein familien- und kinder- 
freundliches Leitbild. Der Rat der Stadt Münster ha t dies eindrucksvoll durch den Be- 
schluss zum integrierten Stadtentwicklungs- und Sta dtmarketingkonzept am 26.5.2004 mit 
dem stadtstrategischen Leitziel einer familienfreun dlichen und generationengerechten 
Stadtentwicklung beschlossen.  
Eine kinder- und familienfreundliche Stadtentwicklu ng bedeutet auch, die Interessen und 
Rechte von Kindern zu schützen und sie altersgerecht zu beteiligen. Daher hat der Rat der 
Stadt Münster im September 2006 die Bildung eines J ugendrates beschlossen; dieser 
wurde im Januar 2007 gewählt. Der Jugendrat und sei ne Foren in den Bezirken erhalten 
damit die Möglichkeit, eigene Belange und Vorstellu ngen in kommunale Planungsprozes- 
se einzubringen.    
 
Bestehende Ansätze: 
 
o Netzwerk für Familien 
o Kindertagesstättenausbauprogramm f. < 3-jährige 
o Kinder- und Jugendförderplan 
o Flexibilisierung der Kinderbetreuung durch eine Au sweitung der Nachmittagsbetreu- 
ung bei den 3-6 Jährigen 
o Umwandlung weiterer Schulen in offene Ganztagsschu len zum Schuljahr 2006/07  
o Eine verstärkte Kinderbetreuung im Rahmen des Ehre namtes 
o Spiel- und Betreuungsmöglichkeiten in der Innensta dt (Maxi-Turm & Maxi-Sand) 
o Generationsübergreifendes Wohnen, etwa Wohnen für Jung und Alt in Mecklenbeck 
o Jugendrat 
o Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzen tren 
o Modell ‚Kindertageseinrichtung u. Kinderjugendeinr ichtung unter einem Dach’

- 38 - 
4.2 Bildung und Wissenschaft   
Mit über 47 000 Studierenden nimmt Münster Rang 4 u nter den Universitätsstädten in 
Deutschland ein. Größter Arbeitgeber in der Stadt m it über 15 000 Beschäftigten sind die 
insgesamt 8 Hochschulen (incl. Kliniken). Nach eine r Studie des Instituts für Siedlungs- 
und Wohnungswesen im Zentrum für angewandte Wirtsch aftsforschung Münster aus dem 
Jahre 2006 bringen die Studenten durch ihre Lebensh altungs- und Konsumausgaben so- 
wie die ihrer Besucher jährlich etwa 700 Mio. € an zusätzlicher Kaufkraft in die Stadt und 
sichern damit dauerhaft rd. 3.700 Arbeitsplätze. 
4 
 
Darüber hinaus bietet die Stadt ein reiches Bildung sangebot für alle Bevölkerungsgrup- 
pen. Münster ist im besten Sinne eine City of learning. Mit über 100 Schulen, mehr als 220 
Weiterbildungseinrichtungen und den Hochschulen - v on der Universität bis zur Kunstaka- 
demie - wird ein umfassendes Bildungsangebot vorgehalten. 
5 
 
Ebenso verhält es sich mit der Wissenschaft. Die St adt vereinigt nationale und internatio- 
nale Spitzenforschung, etwa das Max-Planck-Institut  für molekulare Biomedizin MPI, das 
Leibnitz-Institut für Arterioskleroseforschung, die Bioanalytik oder die Nanotechnologie.  
 
Aus demographischer Sicht gesehen, kommt den Hochsc hulen und Bildungseinrichtungen 
der Stadt eine zentrale Bedeutung für die künftige Bevölkerungsentwicklung zu. Nur durch 
einen jährlichen Zuzug junger Studierender und Ausz ubildender ist die Stadt in der Lage, 
ihre strukturbedingt niedrige Geburtenrate von aktu ell 1,2 Kindern je Frau weitgehend 
auszugleichen (bundesweit 1,4 Kinder). Es wird daher mit Blick auf eine nachhaltige Stadt- 
entwicklung von ausschlaggebender Bedeutung sein, w elche Rahmenbedingungen diese 
jungen Menschen in Münster vorfinden. Angefangen vo n bezahlbarem Wohnraum über 
ein gutes Nahversorgungssystem bis hin zu attraktiv en Sport- und Kulturangeboten. 
6 Hier 
sind die Hochschulen sowie die Stadt Münster in gle ichem Maße gefordert, denn Studie- 
rende sind Bürger auf Zeit mit der Wahlmöglichkeit,  ihren Studienort auch zum dauerhaf- 
ten Lebensmittelpunkt zu machen. 
 
                                           
 
4 Student Relations, Prof. Ulrich van Suntum  
5 Multitalent Münster, Beitrag zum Wettbewerb des Stifterverbandes „Stadt der Wissenschaft 2005“ 
6 Studentisches Wohnen in Münster, Online-Befragung Sommersemester 2004, Amt für Wohnungswesen

- 39 - 
Darüber hinaus besitzt ein differenziertes und qual ifiziertes Bildungsangebot hohe Anzie- 
hungskraft für Unternehmen, deren Mitarbeiter sowie für Familien mit Kindern.  
Bildung ist zu einem entscheidenden Standortfaktor im interkommunalen Wettbewerb ge- 
worden.  
Aufgrund der besonderen Bedeutung der Bildungszuwan derung für die Stadt Münster 
sieht der im Auftrage des Bundesministeriums für Fa milie, Senioren, Frauen und Jugend 
durch das Prognos-Institut erstellte Familienatlas 2005 die Stadt Münster leider nur als 
„Durchlauferhitzer“ dieser Altersgruppen. Es muss d aher Ziel aller Anstrengungen sein, 
neben einem attraktiven Bildungsangebot gerade für die jüngeren Altersgruppen auch auf 
dem Arbeitsmarkt Angebote für junge Akademiker und Akademikerinnen zu schaffen. 
Darüber hinaus wird die Nachfrage nach Bildungsange boten für ältere Menschen in den 
kommenden Jahren weiter zunehmen (Stichwort: Lebens langes/lebensbegleitendes Ler- 
nen).  
Die Stadt Münster bietet hier allerbeste Voraussetz ungen. Ein „Netzwerk Bildung“ könnte 
noch bestehende Lücken langfristig schließen (vgl.h ierzu den Ansatz „Lernende Region 
Kreis Borken“) . 
 
Bestehende Ansätze: 
 
o Die Einführung des „International Baccalaureate (I B)“ am Gymnasium Paulinum  als 
weltweit anerkannte Hochschulzugangsberechtigung ab 2008 
o Die erfolgreiche Bewerbung der Westfälischen-Wilhe lms-Universität im Exzellenz-
cluster „Religion and Politics“  
o Berufsbegleitende Fortbildungen 50 + für Mitarbeit er und Mitarbeiterinnen der Stadt- 
verwaltung Münster (jährliches Fortbildungsprogramm)  
o Die „Kinder-Uni“ an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster 
o Das „Studium im Alter“  an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster 
o Grundzertifikat „familiengerechte Hochschule“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung f. 
d. Kath. Fachhochschule …  
o Neu eingerichtetes „Servicebüro Familie“ an der WWU Münster 
o  „Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt“  (vgl. Vorlage 0113/07)

- 40 - 
4.3 Wirtschaft und Arbeitsmarkt 7 8 
Ein starker Wirtschaftsstandort ist ebenfalls ein G arant für eine positive Bevölkerungsent- 
wicklung. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 10,691 9 Milliarden € zum Stichtag 
31.12.2005 belegt Münster einen Anteil von 2,2 % am  Bruttoinlandsprodukt des Landes 
NRW in Höhe von 487,123 Milliarden €. Münster steht  damit hinter Bonn mit 11,7 Milliar- 
den € mit an der Spitze vergleichbarer Kommunen (Aa chen 8,1 Milliarden €, Bielefeld 9,6 
Milliarden €, Gelsenkirchen 6,7 Milliarden €). Der Gesamtanteil am landesweiten Bruttoin- 
landsprodukt beträgt damit 2,2 %.  
 
Der Dienstleistungsbereich stellt mit über 50 % den höchsten Anteil an den sozialversiche- 
rungspflichtigen Arbeitsplätzen in der Stadt. Ihm f olgen der Handel, das verarbeitende 
Gewerbe sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe mit jeweils 14%, 12% bzw. 8,4 %.  
Zum 30.6.2006 wurden in Münster rund 130.000 sozial versicherungspflichtig beschäftigte 
ArbeitnehmerInnen gezählt. Davon hatten zum Stichta g 50,2 % ArbeitnehmerInnen ihren 
Wohnort in Münster. Die anderen knapp 50 % (64.000)  pendeln täglich zu ihren Arbeits- 
plätzen in die Stadt.  
Die Erwerbsquote von Frauen und Männern (zwischen 1 5 und 65 Jahren) lag 2005 in 
Münster bei insgesamt 90,9 %. Der Frauenanteil betrug rund 46 %.  
Die Arbeitslosenquote lag zum Stichtag 31.12.2006 b ei 8,4 % (absolut 10.572 Arbeitslose) 
und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt von  11,9 %. Die Quote fiel gegenüber 
dem Vorjahr um 0,7 %-Punkte. 
 
Auch beim verfügbaren Einkommen der privaten Hausha lte lag Münster in 2005 mit 
durchschnittlich 19.226 € landesweit an der Spitze.  Der Landesdurchschnitt betrug 
18.724 €.  
 
Diese Zahlen belegen, dass Münster zu den prosperie renden Wirtschaftsstandorten in 
NRW zählt. Die Errichtung der Münsterarkaden haben zu einer weiteren Attraktivitätsstei- 
gerung der Innenstadt beigetragen und wird zusätzli che Kaufkraft aus dem Umland bin- 
den. 
                                           
 
7 Jahresstatistik 2006, Stadt Münster, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
8 Bundesagentur für Arbeit, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW  
9 Arbeitskreis volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder

- 41 - 
Innerhalb des Dienstleistungssektors gewinnt die Ge sundheitswirtschaft zunehmend an 
Bedeutung. Dabei spielen eine steigende Lebenserwartung, das Hineinwachsen der Baby-
Boom Generation in das Rentenalter und ein wachsend es Gesundheitsbewusstsein der 
Bevölkerung eine bedeutende Rolle.  
Münster zählt zu den Städten mit einer hervorragend en medizinischen Infrastruktur. Hier 
gilt es, in Kooperation mit dem Sport, der Ärztesch aft, den Krankenkassen sowie den For- 
schungseinrichtungen der Universität und der Gesund heitswirtschaft weitere Entwicklun- 
gen anzustoßen. 
 
In Ergänzung dazu bietet die Stadt Münster eine Vie lzahl hervorragender Standortfakto- 
ren. Dazu zählt insbesondere gute Wohnumfeld mit se inen zahlreichen öffentlichen Grün- 
flächen. Die Verleihung des LivCom-Awards an die St adt Münster belegt dies auf ein- 
drucksvolle Weise.  
 
 
Bestehende Ansätze: 
 
o Studie der Fa. Prognos aus dem Jahre  2005  „Famil ienfreundliche Unternehmen“ 
mit den Aspekten „Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Betriebskindergärten 
o Prognos – Studie 2007: Entwicklung und Umsetzung e iner Kompetenzfeldstrategie 
für den Wirtschaftsstandort Münster, begonnen in 2007 
o Konzertierte Aktion „Wissenschaftsstadt“ (Vorlage Nr.: 0113/07) 
 
 
4.4 Haushaltestrukturen und Wohnungsmarkt 
10  11  
Innerhalb des Stadtgebietes gab es zum 31.12.2006 i nsgesamt 146.802 Privathaushalte, 
darunter allein 75.012 Ein-Personenhaushalte. Dies entspricht einem Anteil von 51,1 % an 
den Gesamthaushalten in Münster.  
 
Über 60 % dieser Haushalte befinden sich allein im Stadtbezirk Mitte (44058 Haushalte), 
gefolgt vom Stadtbezirk West mit 11646 Haushalten ( 45 %). Bei der Altersstruktur der Be- 
                                           
 
10  Haushalte in Münster 2006, Beiträge zur Statistik,  Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrspl a- 
nung

- 42 - 
wohnerschaft ist auffällig, dass entgegen der allge meinen Vermutung der größte Teil die- 
ser Haushaltstypen – nämlich 26% - von der Altersgr uppe der 30 bis 44-Jährigen bewohnt 
wird, gefolgt von der Gruppe der 25 bis 29-Jährigen  mit insgesamt 16,5%. Weitere 16% 
der Ein-Personenhaushalte werden von der Altersgrup pe der 45 bis 59-Jährigen bewohnt. 
Zu den Single-Haushalten in Münster zählen also in erster Linie nicht nur junge sondern in 
erheblichem Maße auch ältere, alleinstehende Mensch en. Mit 55,3 % Anteil werden die 
Ein-Personenhaushalte mehrheitlich von Frauen bewohnt. Knapp 70 % der Bewohner sind 
ledig. 
 
Wie stellt sich die Wohnsituation für die Studieren den in Münster dar. Nach einer Online-
Befragung des Studentenwerks Münster aus dem Jahre 2004 leben etwa 33 % aller Stu- 
dierenden in einer eigenen Wohnung. Dies entspricht etwa 23.000 Haushalten.  
Weitere 18 % leben in Wohnheimen und die verbleiben den 49 % im Mehrpersonenhaus- 
halten oder bei den Eltern.  
Mit einem weiteren Anstieg der Lebenserwartung bei Männern und Frauen, dem Hinein- 
wachsen der zahlenmäßig starken Baby-Boom Generatio n in die höheren Altersgruppen 
und einer zunehmenden Individualisierung der Gesell schaft wird die Gruppe der älteren 
Singles in den kommenden Jahren voraussichtlich wei ter steigen. Aufgrund des bereits 
heute knappen Angebots an kleineren, bezahlbaren Wo hnungen dürfte es daher für die 
Gruppe der weniger zahlungskräftigen Studierenden a ber auch für manche Rentnerinnen 
und Rentner in den kommenden Jahren zunehmend schwi eriger werden, sich aus eigener 
Kraft mit Wohnraum zu versorgen.  
Grundsätzlich spielen die Studenten für den Wohnstandort Münster eine wichtige Rolle. Im 
Wohnungsmarkt für kleine, günstige Wohnungen in zen tralen Lagen stellen sie eine der 
wichtigsten Nachfragegruppen dar und als zukünftige , junge Familien eine der Hauptziel- 
gruppen für die Wohnstandort- und Bevölkerungsentwi cklung. Das Studentenwerk stellt 
als zentraler Wohnraumanbieter in diesem Segment be reits 6000 Wohnplätze zur verfü- 
gung und weitere 600 Wohnheimplätze sind geplant. 
 
Neben den gut 50% Ein-Personenhaushalten in Münster  werden weitere 38.956 Haushal- 
te von 2 Personen bewohnt (26,5 %). In 15.548 Haush alten leben jeweils 3 Personen 
                                                                                                                                                
 
11  Studentisches Wohnen in Münster, Online-Befragung der Studierenden im Sommersemester 2004, Stadt 
Münster, Amt für Wohnungswesen

- 43 - 
(10,6 %), 12.018 Haushalte sind 4-Personenhaushalte  8,6 %) und in 5.268 aller Haushal- 
ten leben 5 und mehr Personen.  
26.126 Haushalte sind Haushalte mit 2 Elternteilen und 1 Kind. Dies entspricht einem An- 
teil von 17,8 % an den Gesamthaushalten.  
Weitere 7.112 Haushalte (4,8 %) sind Haushalte mit nur einem Elternteil und einem oder 
mehreren Kindern (Alleinerziehende). In 80,3 % dies er Haushalte ist der Haushaltsvor- 
stand weiblich.    
 
Detaillierte Angaben zu den Haushaltestrukturen und  –typen sind insbesondere in der 
kleinräumigen Auswertung auf der Ebene der Stadttei le wertvolle Informationen für die 
Wohnungsmarktentwicklung und die sich bereits abzei chnenden Veränderungen in den 
Haushaltestrukturen als Folge demografischer und ge sellschaftlicher Veränderungspro- 
zesse. Sie verlaufen über lange Zeiträume und für d en Beobachter oder die Beobachterin 
vielfach unterhalb der Wahrnehmungsschwelle (siehe Statistik für Münsters Stadtteile 
SMS).  
 
 
Dennoch sind die Konsequenzen für den Wohnungsmarkt  bereits heute deutlich sichtbar. 
Rückläufige Nachfrage nach Ein-Familienhäusern, ste igende Mieten bei zentral gelege- 
nen, kleineren Wohnungen. Aufgabe aller am Wohnungs markt Beteiligten muss es daher 
in erster Linie sein, der steigenden Nachfrage nach  Ein- und Zwei-Personenwohnungen 
verstärkt zu begegnen ohne dabei den Bestand an fam iliengerechtem Wohnraum einzu- 
engen.  
Um dem Bedürfnis der BewohnerInnen nach kurzen Wege n zu begegnen, bieten sich vor- 
rangig innerstädtische bzw. stadtteilzentrale Lagen  in den Außenstadtteilen an. Insbeson- 
dere durch Verdichtung der zentrumsnahen Wohnquarti ere bleiben auf lange Sicht gese- 
hen die Siedlungsschwerpunkte lebensfähig. Dies bez ieht sich sowohl auf die Sicherung 
des örtlichen Einzelhandels als auch auf die Auslas tung der sozialen und auch techni- 
schen Infrastruktur. 
 
Um die Situation der Familien am Wohnungsmarkt dabe i nicht aus den Augen zu verlie- 
ren, ist es wichtig, neben einem überzeugenden, öff entlichen Betreuungsangebot für Kin- 
der vor allem bezahlbaren Wohnraum in angemessener Lage und Größe anzubieten.

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Der Wohnungsmarkt setzt in entscheidendem Maße die Rahmenbedingungen für die Ein- 
wohnerentwicklung in Münster. Neben einem ausreiche nden Angebot an familienorientier- 
ten Wohnformen in den Außenstadtteilen wächst die N achfrage nach bezahlbarem Wohn- 
raum auch für Familien in den inneren Stadtteilen. Nachfrager sind vorrangig Alleinleben- 
de unterschiedlicher Altersgruppen, junge Paare und Berufseinsteiger. 
Es gilt daher, die verbliebenen Nachverdichtungspot entiale konsequent für eine gezielte 
Innenentwicklung zu nutzen. Zielgruppe sollten dabe i verstärkt die bleibewilligen Hoch- 
schulabgänger und Berufseinsteiger sein. 
 
 Bestehende Ansätze: 
 
o Das Konzept der strategischen Wohnstandortentwickl ung. Der „Arbeitskreis Wohnen 
in Münster“ mit seinem Bündnis für Wohnen. Das Bündnis wurde unter einer Vielzahl 
von Akteuren mit dem Ziel geschlossen, den Wohnstan dort Münster dauerhaft zu si- 
chern und zu stärken.  
o Stadtteilrahmenpläne zur Sicherung der teilräumlic hen Gesamtentwicklung 
o Das Projekt „Wohnen für Hilfe – Wohnpartnerschafte n zwischen älteren und jungen 
Menschen“ zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssitu ation sowohl älterer Men- 
schen als auch der Studierenden und Auszubildenden. 
o Das Angebot „Hilfe beim Umzug“ der Wohnberatung (U mzugsmanagement), mit dem 
ältere Menschen die Wohnungssuche und der Umzug in eine bedarfsgerechte Woh- 
nung erleichtert wird. 
o Die zentrale Anlaufstelle für private Projektiniti ativen beim Amt für Wohnungswesen, 
die u. a. mit einem runden Tisch innovative, gemein schaftliche Wohnformen unter- 
stützt. Als Beispiele seien bereits realisierte Pro jekte des gemeinschaftlichen Woh- 
nens der Initiativen „Villa Vera“ sowie die „Bremer Stadtmusikanten“ genannt. 
o Die stadtregionale Umfrage zum Wohnen mit der stad tregionalen Auswertung (Vorl. 
194/07) und der Dokumentation der Münsteraner Ergeb nisse (Vorl. 291/08) verdeut- 
lichen den Wunsch ‚älterer Menschen’ nach einem Verbleib in ihrer Wohnung und im 
Quartier. 
 
 
4.5 Lebensqualität 
Lebensqualität ist ein heute ein zentraler, weicher  Standortfaktor zur Bindung und Gewin- 
nung von Einwohnern (und Unternehmen) an die Stadt Münster.

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Allgemein wird unter Lebensq   der  Grad des Wohlbefindens der Menschen in ihrem 
Lebensraum verstanden. Dabei spielen materieller 	
  aber auch 
 , Be- 
rufschancen, sozialer Status, Gesundheit, Mobilität , Freizeit, Kultur etc. eine wichtige Rol- 
le. Im Kern geht es also um die Teilhabe des Einzel nen an den vielschichtigen Angeboten 
einer Stadtgesellschaft. 
 
Eine wesentliche Grundlage für eine hohe Lebensqual ität in Münster bildet u. a. die be- 
sondere Siedlungsstruktur der Stadt (eine überschau bare Kernstadt mit einer Vielzahl un- 
terschiedlicher Außenstadtteile). Das deutlich erke nnbare Zentrum liegt innerhalb des 
Promenadenrings und bietet den Besuchern hohe Aufen thalts- und Dienstleistungsqualitä- 
ten und ist eingebettet in ein ideales Grünsystem mit zahlreichen Parkanlagen, Kleingärten 
und Spielplätzen. Der Aasee ist fußläufig vom Zentr um zu erreichen und stellt mit seiner 
Vernetzung zur freien Landschaft ein ideales Naherholungsgebiet dar.  
Die Außenstadtteile verfügen über gut erreichbare S tadtteilzentren, die sowohl der Grund- 
versorgung dienen als auch medizinische Dienste und kulturelle Angebote vorhalten. 
  
Hinzu kommt ein flächendeckendes Bus- und Radwegene tz, ein differenziertes Kulturan- 
gebot vom Landes- bis zum Stadtmuseum, vom Stadtthe ater bis zu den freien Theatern, 
ergänzt von der Nacht der Museen, der alle 10 Jahre  stattfindenden Skulpturen-
Ausstellung und einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen im öffentlichen Raum. 
 
Würdigung einer nachhaltigen Stadtentwicklungsplanung:
 
o 1997 und 2006 Klimahauptstadt Münster 
o 2004 LivComAward 
o Platz 1 auf nationaler Ebene beim Wettbewerb „Ente nte florale 2006“ 
o Platz 1 auf internationaler Ebene beim Wettbewerb „Entente florale 2007“ 
o Fahrradfreundlichste Stadt / Fahrradhauptstadt 
o Sportgerechte Stadt (Sport als Marketingfaktor für  die Stadt Münster, Vorlage 
0041/08) 
 
4.6 Senioreninnen und Senioren 
Der Anteil der Senioren und Seniorinnen an der Gesa mtbevölkerung ist in den vergange- 
nen Jahren kontinuierlich gestiegen. Inzwischen sin d 32821 (12,1 %) aller Münsteraner

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und Münsteranerinnen 70 Jahre und älter (Stand 31.1 2.2006). Bis zum Jahre 2015 wird 
diese Altersgruppe auf 37710 Personen anwachsen, ein plus von 4889 Menschen.  
Die Möglichkeiten der wohnungsnahen Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs hat 
für e Altersgruppen einen hohen Stellenwert, ebenso  die räumliche Nähe von Angeboten 
zu ambulanter und stationärer Pflege. Inzwischen si nd bereits über 5300 Münsteraner und 
Münsteranerinnen pflegebedürftig (gem. SGB XI, siehe hierzu Pflegebericht des Sozialam- 
tes).  
Den besonderen Bedürfnissen einer wachsenden Zahl älterer Migranten und Migrantinnen 
ist die Sozialverwaltung bereits mit der Einrichtun g einer kultursensiblen Altenpflege be- 
gegnet. Im Rahmen der Pflegekonferenz Münster werde n dort aktuell entsprechende Leit- 
linien erarbeitet.  
 
Hinzu kommt eine wachsende Zahl von älteren Singles und kinderlosen Paaren, die in den 
kommenden Jahren das Seniorenalter erreichen werden . Diese Menschen leben in vielen 
Fällen ohne familiäre Bezüge und sind stärker als n och ihre Elterngeneration im Alter auf 
externe Hilfe angewiesen.  
Bei der Nachfrage nach Bildungsangeboten im Alter i st Münster - wie kaum eine andere 
Stadt – gut aufgestellt. Eine Vielzahl von Akademie n und nicht zuletzt das Studium im Al- 
ter sind hier zu nennen. 
In der Zukunft wird es darauf ankommen, diesen Mehr wert gesellschaftlich stärker zu nut- 
zen. Denkbar sind hier Angebote in der Nachmittagsb etreuung von Kindern und Schülern, 
in der ehrenamtlichen Tätigkeit in Vereinen und and eren Institutionen aber auch innerbe- 
trieblich (1. Mehrgenerationenhaus in Münster an der Apostelkirche).  
 
Die Fachleute sagen bereits in wenigen Jahren einen  Fachkräftemangel in vielen Bran- 
chen voraus. Aufgrund der rückläufigen Geburtenrate n wird sich daher der Wettbewerb 
um junge und gut ausgebildete Arbeitnehmer und Arbe itnehmerinnen verschärfen. Um so 
wichtiger ist daher auch im Alter das Thema „Fortbi ldung“ und ein gezieltes und geförder- 
tes Miteinander von Jung und Alt im Berufsleben. 
 
Das Bewusstsein für Gesundheitsvorsorge durch Sport  und Bewegung im Alter wächst. 
Dies belegen die Zahlen der Freizeitsportler in und  außerhalb von Vereinen. In Zusam- 
menarbeit mit der Wissenschaft, der Ärzteschaft, de m Stadtsportbund, den örtlichen Kran- 
kenversicherern und der Stadt könnten über die best ehenden Angebote hinaus künftig

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zusätzliche Angebote geschaffen werden. Wer gesund und beweglich bleibt bis ins Alter 
benötigt auch keine Pflege! 
 
Ziel einer zukunftsorientierten Seniorenpolitik muß es sein, die Lebensbedingungen dieser 
wachsenden Bevölkerungsgruppe nachhaltig zu fördern . Davon betroffen sind insbeson- 
dere die Themenfelder Wohnen, Grundversorgung, sozi ale und medizinische Dienstleis- 
tungen, Mobilität und Bildung. 
 
Bestehende Ansätze: 
 
o Angebot „Hilfen beim Umzug“ der Wohnberatung  
o Projekt „Wohnen für Hilfe“ 
o Seniorenvertretung 
o Kooperation „Seniorenvertretung & Jugendrat“ 
o Arbeitskreis „Seniorenvertretung – Sozialamt“ 
o Zentrale Anlaufstelle und „Runder Tisch“ zur Unter stützung innovativer, gemein- 
schaftlicher Wohnformen im Alter  
o Von Mensch zu Mensch (Förderprogramm der Magdalene nstiftung und der Stadt 
Münster zur Unterstützung von Nachbarschaftshilfen etc) 
o Mehrgenerationenhaus Münster, Dietrich Bonhoeffer Haus an der Apostelkirche 
o Pflegebericht des Sozialamtes ( u. a. Schaffung st adtteilorientierter Pflegeangebote) 
o Info-Veranstaltungen zum Wohnen im Alter (u. a. 3.  Stadtgespräch zum demografi- 
schen Wandel in Münster u. 4. Stadtgespräch ‚Wohnen in Münster: heute handeln für 
das Wohnen von morgen) ) 
 
4.7 Migration und Integration 
In der Stadt Münster ist die ausländische Bevölkeru ng am Ort der Hauptwohnung in den 
vergangenen Jahren mit gut 21 000 Personen konstant  geblieben. Dies entspricht einem 
Anteil von ca. 8,4 % an der Gesamtbevölkerung. Jedo ch beträgt der Anteil der Menschen 
mit Migrationsvorgeschichte in Münster inzwischen 20 % der Gesamtbevölkerung. 
 
Als Bildungs- und Wissenschaftsstadt ist Münster in  besonderer Weise auf den Zuzug von 
Bildungs- und Ausbildungssuchenden aus dem In- und Ausland angewiesen. Als Universi- 
tätsstadt steht Münster im internationalen Wettbewe rb (internationale Harmonisierung der 
Studienabschlüsse, Exzellenzuniversitäten etc.). Zu wanderungen von Menschen mit

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Migrationshintergrund gleichen in steigendem Maße r ückläufige Einwohnerentwicklungen 
aus, sie eröffnen dabei auch neue wirtschaftliche P otentiale und senken das Durch- 
schnittsalter der Münsteraner Bevölkerung.  
Um diese Menschen nach Münster zu holen und Ihnen e ine dauerhafte Bleibe zu ermögli- 
chen, bedarf es einer Vielzahl von Anstrengungen, u . a. auch diese Menschen in die 
Stadtgesellschaft zu integrieren. Das Dezernat für Soziales, Integration, Gesundheit, Um- 
welt- und Verbraucherschutz hat sich dieser Problem atik seit Jahren angenommen und in 
enger Abstimmung mit dem Ausländerbeirat eine Koord inierungsstelle eingerichtet. Dar- 
über hinaus wird aktuell ein Leitbild „Integration und Migration“ erarbeitet.    
 
Bestehende Ansätze: 
 
o Koordinierungsstelle für Aussiedler, Flüchtlinge u nd Asylbewerber  im Dezernat V 
o Der Ausländerbeirat der Stadt Münster  
o Die Kommission zur Unterbringung von Aussiedler, F lüchtlinge und Asylbewerbern 
o Der ‚Nationworker’ als „Kulturdolmetscher“ 
o Die Erarbeitung eines Leitbildes „Integration und Migration“. Grundlage dafür bildet 
das Profil „Wissenschaft und Lebensart“ mit den Leitorientierungen „Soziale Balance 
in der Stadtgesellschaft, Entwicklung einer weltoff enen Stadt auf der Basis der Ge- 
schichte und des Prinzips „Toleranz durch Dialog“  
 
 
4.8 Öffentliche Finanzen 
Auch der Bereich der öffentlichen Finanzen ist von der demographischen Entwicklung tan- 
giert. Wesentliche Einnahmequellen der Stadt Münste r – wie aller Städte und Gemeinden 
in Nordrhein-Westfalen bzw. Deutschland – sind beis pielsweise abhängig von der Bevöl- 
kerungszahl, der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der Schülerzahl oder 
der Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner über 65 Jahren. 
Für die Berechung folgender städtischer Einnahmen s pielen solche soziodemographi- 
schen Faktoren eine Rolle: 
- Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 
- Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 
- Gewerbesteuer 
- Schlüsselzuweisungen des Landes NRW 
- Investitionspauschale des Landes NRW

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- Schul-/Bildungspauschale des Landes NRW 
- Sportpauschale des Landes NRW. 
Grundsätzlich gilt: Je höher die soziodemographisch en Faktoren, also z. B. die Zahl der 
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, desto h öher fallen die städtischen Einnahmen 
aus. Allerdings muss dieser Grundsatz gleich wieder  relativiert werden, was sich am Bei- 
spiel der Schlüsselzuweisungen des Landes NRW verde utlichen lässt. Die Schlüsselzu- 
weisungen werden über einen Vergleich der städtisch en Steuerkraft mit einer sog. Aus- 
gangsmesszahl ermittelt. Liegt die Ausgangsmesszahl , in die verschiedene städtische 
Komponenten wie die Bevölkerungszahl, die Schülerza hl, die Zahl der Arbeitslosen und 
die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäfti gten einfließen, über der Steuerkraft, 
erhält eine Stadt oder Gemeinde in NRW Schlüsselzuw eisungen. Für Münster muss aber 
für die zurückliegenden Jahre konstatiert werden, d ass die Steuerkraft regelmäßig über 
der Ausgangsmesszahl lag und Münster folglich keine Schlüsselzuweisungen erhalten hat. 
Legt man das Jahr 2007 zugrunde, hätte erst ein Ans tieg der Bevölkerungszahl um rund 
20.000 (!) Einwohnerinnen und Einwohner die Ausgang smesszahl über die Steuerkraft 
wachsen lassen und damit Schlüsselzuweisungen ausgelöst. 
Für die Höhe der Gewerbesteuer ist die Zahl der ort sansässigen Betriebe sowie deren 
Ertragslage ausschlaggebend. Die im Zeitablauf schw ankende Ertragslage der Unterneh- 
men führt auf kommunaler Ebene zu Einnahmeschwankungen bei der Gewerbesteuer, die 
beispielsweise über einen ausgewogenen Branchenmix oder Neuansiedlung von ertrags- 
kräftigen Unternehmen geglättet werden können. Alle rdings wirkt sich die Höhe der Ge- 
werbesteuer auch auf die Höhe der Steuerkraft im ko mmunalen Finanzausgleich in NRW 
und damit auf die Höhe der Schlüsselzuweisungen aus . Höhere Gewerbesteuereinnah- 
men bedeuten insofern in der Tendenz geringere Schl üsselzuweisungen. Solange eine 
Stadt oder Gemeinde jedoch aufgrund ihrer hohen Ste uerkraft gar keine Schlüsselzuwei- 
sungen erhält (wie Münster), empfiehlt sich in jede m Fall die Anwerbung neuer Unterneh- 
men bzw. die Sicherung vorhandener Unternehmen am Standort. 
Letztlich bietet es sich also an, den oben aufgeste llten Grundsatz „Höhere soziodemogra- 
phische Faktoren führen zu höheren Einnahmen“ in st ädtische Überlegungen zur Stand- 
ortentwicklung einzubeziehen. Wenn sich die Bevölke rungszahl in Münster erhöht, fällt 
beispielsweise die Investitionspauschale des Landes  NRW unmittelbar höher aus. Jede/r 
zusätzliche Einwohner/in hätte in diesem Jahr die I nvestitionspauschale um knapp 15 Eu- 
ro ansteigen lassen.

- 50 - 
Auch auf die Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer wirken sich zusätzli- 
che Einwohnerinnen und Einwohner aus. Sie fließen –  technisch gesprochen – in die sog. 
Schlüsselzahl ein, auf deren Basis das örtliche Ste ueraufkommen an diesen Gemein- 
schaftssteuern ermittelt wird. Ein gegenüber den an deren Städten und Gemeinden in 
NRW überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum erh öht die Schlüsselzahl und damit 
die Steuereinnahmen. Allerdings werden die Schlüsse lzahlen nicht jährlich, sondern in der 
Regel erst nach drei Jahren neu festgesetzt. 
Der oben aufgestellte Grundsatz gilt natürlich auch  umgekehrt: Eine geringere Bevölke- 
rungszahl führt tendenziell zu niedrigeren öffentli chen Einnahmen. Insofern bietet es sich 
nicht nur unter finanziellen Aspekten an, darauf hi nzuwirken, dass sich die Einwohnerzahl 
und andere wichtige soziodemographische Faktoren in  Münster erhöhen oder auf langfris- 
tige Sicht zumindest konstant gehalten werden.  
Letztlich wirken alle unter Punkt 4 darzustellenden  Handlungsfelder und Maßnahmen in 
diese Richtung und unterstützen damit die langfrist ige Sicherung der kommunalen Ein- 
nahmebasis unter sich verändernden Rahmenbedingungen. 
 
 
4.9 Regionale Kooperation 
Im Jahre 2001 richtete die Stadt Münster erstmalig eine Geschäftsstelle zur Unterstützung 
der Stadtregionalen Kooperation in der Verwaltung e in und setzte damit ein deutliches 
Zeichen in Richtung Zusammenarbeit mit den an das S tadtgebiet angrenzenden Gemein- 
den. Diese Entscheidung trägt der Tatsache Rechnung , dass es vielschichtige Verflech- 
tungsbeziehungen zwischen der Stadt Münster und den 10 Umlandgemeinden gibt.  
Mit über 450.000 Einwohnern bildet die Stadtregion Münster einen bedeutenden Wirt- 
schaftsraum. Dies belegen u. a. die täglichen Pendl erzahlen von über 63.000 Personen 
mit Bus und Bahn (2006 er Zahlen einfügen). Von bes onderer Bedeutung in der inter- 
kommunalen Zusammenarbeit sind die Wohnsiedlungsent wicklung und das Wanderungs- 
verhalten der BürgerInnen (Stadtregionale Bürgerumfrage zum Wohnen 2006). 
Darüber hinaus ist die Stadt Münster ein Partner im  Städtedreieck MONT gemeinsam mit 
Osnabrück und der Netwerkstad Twente sowie Mitglied in der EUREGIO. 
 
 
In der EUREGIO hat sich die Stadt Münster ebenfalls des Themas Demografischer Wan- 
del angenommen. Gemeinsam mit der EUREGIO-Geschäftsstelle in Gronau wurde im

- 51 - 
Jahre 2005 eine Veranstaltungsreihe „Demographischer Wandel in der EUREGIO“ initiiert. 
Zielgruppe der Veranstaltungsreihe sind Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Ver- 
waltung der Mitgliedsgemeinden. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die unterschiedli- 
chen Konzepte und Handlungsansätze der einzelnen Gemeinden zur Bewältigung der 
Folgen des Demographischen Wandels kennenzulernen. Die bisherige Zusammenarbeit 
unter den Städten hat sich als ausgesprochen fruchtbar erwiesen und soll auch in Zukunft 
über die Gründung eines Netzwerkes verstärkt werden. 
 
 
5 Vom Münster-Profil „Wissenschaft und Lebensart“ z um Demographie-Leitbild 
„Stadt im demographischen Gleichgewicht – attraktiv , generationengerecht, 
partnerschaftlich“ 
5.1 Integrierte Stadtentwicklungsplanung und Steuer ungszyklus „Demographie- 
orientierte Stadtentwicklung“ – Strategische Antwor ten auf den demographi- 
schen Wandel 
Der demographische Wandel betrifft alle Bereiche de r kommunalen Daseinsvorsorge und 
alle kommunalpolitischen Handlungsfelder. Hinzu kommt, dass es sich um eine langfristige 
Herausforderung mit zunehmender Dringlichkeit hande lt. Daher sind zur Gestaltung des 
demographischen Wandels ressortübergreifende und ko operative Ansätze mit strategi- 
scher Ausrichtung gefragt, d.h. als strategische Antwort auf den demographischen Wandel 
muss eine integrierte Stadtentwicklungsplanung und ein integriertes Stadtentwicklungs- 
management erfolgen.  
 
Als Instrument hierzu wurde der strategische Steuer ungskreislauf „Demographieorientierte 
Stadtentwicklung“ entwickelt. Dieser Zyklus greift auf die Grundsätze der strategischen 
Steuerung und des Qualitätsmanagements zurück, die in Münster auch bereits zur Fort- 
schreibung und kontinuierlichen Erfolgskontrolle de s „Integrierten Stadtentwicklungs- und 
Stadtmarketingprozesses“ (ISM) genutzt wurden (vgl.  Vorl. 118/2004, S. 9). Bezogen auf 
die Gestaltung des demographischen Wandels präferie ren auch der Deutsche Städtetag 
und die Bertelsmann Stiftung dieses methodische Vorgehen.

- 52 - 
 
Strategischer Steuerungszyklus „Demographieorientierte Stadtentwicklung“ 
 
 
Ziel ist ein systematisches, ressortübergreifendes und prozessorientiertes Vorgehen, das 
auf kontinuierliche Optimierung angelegt ist, und die in der Abbildung dargestellten inhaltli- 
chen Schritte umfasst.  
Diese methodische Herangehensweise findet sich in d er inhaltlichen Erarbeitung des vor- 
liegenden Handlungskonzeptes wieder, das damit zu einem best-practice Verfahren wird: 
• Standortbestimmung, demographische Perspektiven: K apitel 3, Kapitel 4 
• „Münster-Profil“ und „Demografie-Leitbild“: Kapitel 5.2 – 5.3 
• Strategien, Handlungsprogramme, Schlüsselprojekte:  Kapitel 5.4 
• Monitoring, Evaluation: Kapitel 6 
• Kommunikation, Dialog, Kooperation: Kapitel 7 
Insbesondere die Einbindung in das vorliegende Inte grierte Stadtentwicklungs- und 
Stadtmarketingkonzept (ISM) und damit in eine Zielv orgabe für die gesamtstädtische Ent- 
wicklung erleichtert die Formulierung eines Leitbil des für die demografische Entwicklung 
und stellt die Einbindung die Münsteraner Zukunftsstrategie sicher.

- 53 - 
5.2 Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarket ingkonzept (ISM) und stadt- 
strategische Ziele – Eckpunkte für ein Demographieleitbild 
 
Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept (ISM) 
Im Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarketi ngprozess (ISM) wurden angesichts 
des sich verschärfenden Wettbewerbsdrucks unter der  Überschrift „Zukunft macht Ge- 
schichte“ die besonderen Qualitäten der Münsteraner Stadtentwicklung, ein zukunftsorien- 
tiertes Münster-Profil „Wissenschaft und Lebensart“ , sieben thematische Leitorientierun- 
gen und als zusammenfassendes Ziel die „Stadt im Gleichgewicht“ formuliert (Vorl. 118/04 
und 118/04 E1). Profil, Ziele und Leitorientierungen sind der Entwicklung von Projekten mit 
gesamtstädtischer Bedeutung, wie z.B. der Gestaltun g des demographischen Wandels, 
als grundsätzlicher Orientierungsrahmen und als gan zheitliches Prüfraster zugrunde zu 
legen.  
 
Die Profilentscheidung „Wissenschaft und Lebensart“ aus dem ISM-Prozess wurde 2006 
im ersten Münsteraner Zukunftsgespräch „Münster - M it Wissen erfolgreich im Standort- 
wettbewerb“ von allen Seiten nachdrücklich als rich tig und zukunftsweisend unterstrichen 
(Vorl. V/0113/2007). Die Orientierung an Bildung un d Wissenschaft in Kombination mit der 
besonderen Münsteraner Lebensqualität und Lebensart ist eine zukunftsgerichtete Antwort 
auf den Strukturwandel und bietet gute Chancen für eine dynamische Wirtschafts- und 
Stadtentwicklung im Wettbewerb der Standorte. 
 
Bereits im Rahmen des ISM-Prozesses wurde die Thema tik des demographischen Wan- 
dels bei der Formulierung des Profils „Wissenschaft  und Lebensart“ bewusst berücksich- 
tigt. In der Begründung zum Münster-Profil und zu d en Leitorientierungen heißt es daher: 
„Zudem bietet die Ausrichtung von Münster als Bildu ngs-, Wissenschafts-, Forschungs- 
und Entwicklungsstandort eine große Chance angesich ts des demographischen Wandels. 
Als Bildungs- und Hochschulstandort ist Münster für alle Altersgruppen attraktiv, im einset- 
zenden Wettlauf um junge Menschen liegt hier allerd ings ein besonderer Erfolgsfaktor“ 
(Vorl. 118/04, Anl. 2, S. 4).  
 
Ebenfalls wurde als Leitorientierung die Weiterentw icklung von Münster zu einer Stadt mit 
höchster Lebens- und Erlebnisqualität formuliert. A us Sicht des demographischen Wan-

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dels sind hier insbesondere die Ziele „hoher Wohnwe rt“, „Familienfreundlichkeit“ und „so- 
ziale Balance in der Stadtgesellschaft“ hervorzuheben.  
 
Darüber hinaus sind im ISM-Prozess die spezifischen  Qualitäten der Münsteraner Stadt- 
entwicklung herausgearbeitet und bestätigt worden. Für die Ableitung eines Leitbilds „De- 
mographie“ sind hier besonders folgende Punkte heranzuziehen (Vorl. 118/04 E1, Anl. 2): 
Münster ist eine Stadt mit hohem Verantwortungsbewusstsein  
für eine familienfreundliche und generationsgerechte Stadtentwicklung 
für gute Erziehungs-, Bildungs- und Lebensperspektiven der Kinder und Jugendlichen 
für eine Gleichstellung von Mann und Frau in allen Bereichen der Stadtgesellschaft 
für soziale Solidarität zwischen allen Teilen der Bürgerschaft 
für eine gute Nachbarschaft von Menschen deutscher und ausländischer Herkunft 
für die Pflege des interkulturellen Lebens 
 
Auch aus räumlicher Sicht wurden im ISM-Prozess ber eits zwei wichtige Aspekte themati- 
siert, die für die Gestaltung des demographischen W andels von hoher Relevanz sind. 
Hierbei handelt es sich  
um die besondere Bedeutung der Stadtteile und die S icherung deren Funktionsfähigkeit 
und Lebendigkeit 
um die enge Verbindung von Münster, Münsterland und  Westfalen und der besonderen 
Verantwortung von Münster für eine gemeinsame Entwicklung. 
 
Stadtstrategische Ziele 
Auf der Grundlage des Münster-Profils, der Leitorie ntierungen und der Münster-Qualitäten 
wurden im Rahmen der Haushaltskonsolidierung stadts trategische Ziele entwickelt, die 
ebenfalls bereits die Herausforderungen des demogra phischen Wandels aufgreifen (Vorl. 
470/2006, Anl. 5). Folgende Ziele sind für die Able itung eines Leitbilds „Demographie“ ins- 
besondere zu berücksichtigen: 
Familienfreundlichkeit und Generationengerechtigkeit, Ausrichtung der Infrastruktur auf die 
demographische Entwicklung und funktionsfähige Stadtteile 
Erfolg im Wettbewerb der Städte und Regionen: Nutzu ng der Potenziale im Wissen- 
schaftsbereich, beste Rahmenbedingungen für Investitionen und Arbeitsplätze 
Qualitätsvolle und ausreichende Angebote der Kinder betreuung sowie Angebote der Kin- 
der- und Jugendarbeit

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Qualifiziertes und internationales Bildungsangebot,  Verbesserung der Berufsfähigkeit ins- 
besondere junger Erwachsener, Anpassung der Infrast ruktur an die demographische Ent- 
wicklung 
Erhaltung und Weiterentwicklung der kulturellen Ang ebote, Einrichtungen und Netzwerke; 
Orientierung der kulturellen Alleinstellungsmerkmal e am europäischen Standard ver- 
gleichbarer Städte 
Wahrung der sozialen Balance und Integration der in  Münster lebenden Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte in die Stadtgesellschaft 
Nachhaltige Erhaltung der Qualitäten im Umwelt-, Na tur- und Klimaschutz, Schaffung ei- 
nes gesunden Lebensumfelds, Sicherung der Sportförd erung und Weiterentwicklung auf 
Grundlage des Pakts für den Sport 
Stärkung der Einzigartigkeit der Innenstadt, Weiter entwicklung der Aufenthaltsqualität der 
öffentlichen Räume 
 
Eckpunkte für ein „Demographie-Leitbild“  
Das Münster-Profil „Wissenschaft und Lebensart“ und die stadtstrategischen Ziele machen 
deutlich, dass die Herausforderungen des demographischen Wandels bereits von den bis- 
herigen strategischen Überlegungen aufgegriffen wor den sind. Aus der „Münsteraner Zu- 
kunftsstrategie“ lassen sich zusammenfassend folgende Eckpunkte für ein Demographie-
Leitbild festhalten: 
Positionierung als Bildungs- und Wissenschaftsstand ort und als attraktiver Wirtschafts- 
standort mit hoher Lebensqualität im Wettbewerb  
Kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadtentwicklung 
Soziale Balance und Integration der Menschen mit Migrationsvorgeschichte 
Generationengerechte Stadtwicklung und hohe Lebensqualität für alle Generationen 
Geschlechtergerechte Stadtentwicklung 
Anpassung der Infrastruktur an die demographische Entwicklung 
Entwicklung demographiefester Quartiere und Stadtteile 
Besondere Verantwortung von Münster für eine gemein same Entwicklung mit dem Müns- 
terland und Westfalen

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5.3 Münster im „demografischen Gleichgewicht“: attr aktiv, generationengerecht, 
partnerschaftlich 
 
Leitbild für eine demografieorientierte Stadtentwicklung 
Aufgrund der Eckpunkte durch den ISM-Prozess und di e stadtstrategischen Ziele lässt 
sich folgendes Leitbild ableiten: 
 
Münster im „demografischen Gleichgewicht“ – attrakt iv, generationengerecht, partner- 
schaftlich 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die „Stadt im demografischen Gleichgewicht“ 
 
 
• basiert auf der Positionierung im Wettbewerb als „ attraktiver und starker Stadt in einer 
wachsenden Region“, 
• verfolgt bezüglich des „Zusammenlebens“ und „Zusam menwirkens“ der Altersgruppen, 
Haushaltstypen und Lebensstile das Ziel der „generationengerechten Stadt“,  
• und strebt eine „partnerschaftliche Gestaltung des  demographischen Wandels“ mit den 
bürgerschaftlichen bzw. zivilgesellschaftlichen Akt euren und den regionalen Partnern 
an.

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Was bedeutet „Münster - Stadt im demografischen Gleichgewicht“? 
 
Alle Zukunftsdiskussionen in Münster in den letzten Jahren haben gezeigt, dass es bei der 
zukünftigen Entwicklung sehr wesentlich darum gehen  muss, „Münster im Gleichgewicht“ 
zu halten. Aus Sicht der nachhaltigen Stadtentwickl ung geht es dabei um den Anspruch 
der gleichgewichtigen und gleichzeitigen Beachtung ökonomischer und ökologischer, so- 
zialer und kultureller Zieldimensionen. Der Haushal tskonsolidierungsprozess verlangt, 
Münster im „finanziellen Gleichgewicht“ zu halten, aus stadtstruktureller Sicht geht es um 
ein „Gleichgewicht zwischen Innenstadt und (Außen)S tadtteilen“ und innerhalb der Stadt- 
bezirke um eine „ausgewogene Entwicklung der einzelnen Stadtteile“. 
 
Zur zukunftsorientierten Entwicklung von Münster al s attraktiver Stadt mit hoher Lebens- 
qualität ist ein „demographisches Gleichgewicht“ anzustreben. Dieses Ziel formuliert den 
Anspruch der gleichgewichtigen und gleichzeitigen B eachtung der unterschiedlichen Al- 
tersgruppen und Lebensphasen, um beste Voraussetzungen für eine ausgewogene Alters- 
und Haushaltsstruktur in Münster zu bieten. Angesic hts der spezifischen demographi- 
schen Struktur von Münster als Bildungs-, Wissensch afts- und Dienstleistungszentrum 
liegt es nahe, zunächst folgende Zielgruppen intensiver zu betrachten: 
• Kinder, Jugendliche und Familien 
• Auszubildende und Fachkräfte 
• Studierende, Absolventinnen und Absolventen der Ho chschulen 
• Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 
• Seniorinnen und Senioren 
• Menschen mit Migrationsvorgeschichte (Migrantinnen  und Migranten) 
 
Bei einer Stadt im demografischen Gleichgewicht ver langt auch der Prozess der Alterung 
ein besonderes Augenmerk. Daher ist die Verbesserung der Altersfreundlichkeit ein grund- 
legendes Ziel, das für alle Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge und des kommuna- 
len Handelns gilt. Wichtige Ansatzpunke sind hier a us räumlicher Sicht das Quartier und 
der Stadtteil, um die Voraussetzungen für eine selb stständige Lebensführung zu schaffen 
und zu verbessern. Da viele Elemente einer altersfr eundlichen Stadt gleichzeitig auch die 
Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit erhöhen  (z.B. wohnungsnahe Grundversor-

- 58 - 
gung), unterstützt damit die Verfolgung des Ziels d er altersfreundliche Stadt auch den 
Weg zu einer Stadt im demografischen Gleichgewicht.  
 
Die Stadt im demographischen Gleichgewicht spricht auch die Menschen mit Migrations- 
vorgeschichte als wichtige Zielgruppe an. Nahezu 20  % der Münsteranerinnen und Müns- 
teraner gehören zu dieser Gruppe. Angesichts der Be völkerungsentwicklung und einer 
zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft sind Inte gration und Migration Chancen für 
die Münsteraner Stadtentwicklung und bieten vielfäl tige Potenziale. Insbesondere die 
Stadtteil- und Quartiersebene spielen eine wichtige Rolle für die Frage der Integration. 
 
Die Stadt im demographischen Gleichgewicht erforder t selbstverständlich auch eine aus- 
drückliche Beachtung der Geschlechterperspektiven im Sinne des Gender Mainstreaming. 
Angesichts des demografischen Wandels verstärkt sich noch die Notwendigkeit, die unter- 
schiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männe rn beziehungsweise Mädchen und 
Jungen zu analysieren und zielgruppenorientierte Handlungsansätze zu formulieren. Diese 
müssen sich aus räumlicher Sicht auch in einer demo grafieorientierten, geschlechtersen- 
siblen Infrastruktur– und Quartiersentwicklung niederschlagen. 
 
Die „Stadt im demografischen Gleichgewicht“ konkret isiert sich nach außen, nach innen 
und im Rahmen der Zusammenarbeit durch folgende strategischen Ziele als Profilanker: 
 
a) Attraktives Münster - Starke Stadt in wachsender Region 
 
Münster hat in den letzten Jahren vermehrt die Hera usforderungen des Strukturwandels 
angenommen und positioniert sich im Wettbewerb als attraktives Bildungs-, Wissen- 
schafts- und Dienstleistungszentrum mit hoher Leben squalität. Damit stellt Münster sich 
dem „Wettbewerb“ um Einwohner, um Studierende, um Familien, um qualifizierte Beschäf- 
tigte, um Steuerzahler, um Besucher und auch um Investoren.  
 
Die Erfolge im Wettbewerb (z.B. „Lebenswerteste Sta dt der Welt“, herausragendes 
Wachstum der sozialversicherungspflichtig Beschäfti gten) stärken einerseits eindeutig 
Münster, andererseits profitiert auch die Region vo n Münsters Anziehungskraft und Aus- 
strahlungseffekten auf vielfältige Weise. In Münste rs Wettbewerbserfolge fließen natürlich 
auch die Kompetenzen des Münsterlandes als Wachstum sregion ein. Münster und Müns-

- 59 - 
terland können nur gemeinsam im wirtschaftlichen un d demografischen Wettbewerb der 
Städte und Regionen bestehen. 
 
Die Positionierung und Profilierung Münsters als „a ttraktive Stadt in einer wachsenden 
Region“ muss in Form einer strategischen Allianz ge meinsam mit den Partnern aus dem 
näheren und weiteren Münsterland erfolgen. Selbstve rständlich bestehen auch zwischen 
Münster und den Umlandgemeinden Wettbewerbsbeziehun gen um Einwohner. Zur Ges- 
taltung des demografischen Wandels muss es aber dar um gehen, dass alle Partner ihre 
Stärken zugunsten einer strategischen Regionalentwi cklung einbringen und dass sich das 
Münsterland als starke und wachsende Region formier t und profiliert. Ein ruinöser Wett- 
bewerb im Münsterland um Einwohner muss mit allen M itteln vermieden werden, da hier 
langfristig alle Beteiligten verlieren würden. Notw endig ist ein „demografischer Schulter- 
schluss von Stadt und Region“. 
 
b) Münster - Generationenrechte Stadt 
 
Ziel der „Stadt im demographischen Gleichgewicht“ f ür das Zusammenleben in Münster 
und die anzustrebenden räumlichen Strukturen ist ei ne „generationengerechte Stadtent- 
wicklung“. Diese Zielformulierung geht über eine gl eichgewichtige Beachtung aller Alters- 
gruppen hinaus und zielt auf ein solidarisches Zusa mmenleben der Generationen ab. Aus 
dem Zusammenleben und Zusammenwirken der unterschie dlichen Altersgruppen mit ih- 
ren spezifischen Erfahrungen und Stärken ergeben si ch vielfältige Synergiepotenziale, die 
wichtige Ansatzpunkte zur Gestaltung des demographi schen Wandels bieten. Angesichts 
der prognostizierten Veränderungen der Alters- und Haushaltestrukturen in den nächsten 
Jahren wird bereits die Schaffung von Kontaktmöglic hkeiten und die Förderung des Aus- 
tauschs zwischen den Generationen eine wichtige Aufgabe darstellen. 
 
Da die Debatte um eine generationengerechte Stadten twicklung erst am Anfang steht, die 
Thematik aber angesichts des demografischen Wandels  von großer Bedeutung ist und in 
Münster hierfür gute Ansatzpunkte existieren, biete t es sich an, auch hiermit die Profilie- 
rung von Münster im „demographischen Wettbewerb“ voranzutreiben. Hingewiesen sei in 
diesem Zusammenhang beispielsweise nicht nur auf da s zunehmende Interesse am 
Mehrgenerationenwohnen und bereits realisierte Proj ekte in Münster, sondern auch u.a. 
auf den fruchtbaren Austausch zwischen „Jung“ und „ Alt“ (z.B. Jugendrat und Senioren-

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vertretung), die Aktivitäten des Vereins für Genera tionengerechtigkeit Münster sowie das 
seit einem Jahr bestehende Mehrgenerationenhaus an der Apostelkirche.  
 
 
c) Münster - Partnerschaftliche Gestaltung des demografischen Wandels 
 
Bereits im ISM-Prozess wurde herausgearbeitet, dass  bürgerschaftliches Engagement 
sehr prägend für Münster ist. Der Wunsch der Bürger schaft zur aktiven Mitgestaltung ist in 
vielen Bereichen stark ausgeprägt, so dass die Förd erung der bürgerschaftlichen Eigenini- 
tiative seit langem einen hohen Stellenwert in Münster einnimmt.  
 
Die Gestaltung des demografischen Wandels ist eine Aufgabe, die die gesamte Stadtge- 
sellschaft betrifft. Hier gilt es, die vielfältigen  Potenziale der Bürgergesellschaft zu er- 
schließen. Dies bedeutet einerseits, dass die bürge rschaftliche Eigenverantwortung für 
eigene Belange, aber auch für das „Gemeinwohl“ gefö rdert werden muss, andererseits 
müssen sich aber auch die staatlichen Einrichtungen für das Engagement von Kräften aus 
der Zivilgesellschaft öffnen. Bürgerschaftliches En gagement muss sowohl gefordert als 
auch gefördert werden. 
 
Die partnerschaftliche Gestaltung des demografische n Wandels wird damit zu einer ent- 
scheidenden Zukunftsaufgabe. Aus räumlicher Sicht i st diese Frage bereits beim „demo- 
graphischen Schulterschluss mit der Region“ themati siert worden. Aus gesellschaftlicher 
Sicht wird zivilgesellschaftliches Engagement damit  zum „sozialen Bindeglied“ der „gene- 
rationengerechten Stadt im demographischen Gleichge wicht“. Aufgrund der vorhandenen 
Stärken bietet auch der partnerschaftliche Ansatz e in wichtiges Profilierungs- und Positio- 
nierungspotenzial im „demografischen Wettbewerb“. 
 
 
5.4 Wichtige Handlungsfelder und strategische Handl ungsempfehlungen 
Auf Basis des Leitbilds „Stadt im demografischen Gl eichgewicht“, der Leitbild-Anker „att- 
raktiv, generationengerecht, partnerschaftlich“ sowie der sozioökonomischen Stärken und 
Schwächen von Münster lassen sich zur Gestaltung de s demografischen Wandels wichti- 
ge Handlungsfelder identifizieren und strategische Handlungsempfehlungen formulieren.

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Die im Folgenden vorgestellten, sehr grundsätzliche n strategischen Handlungsempfehlun- 
gen sind im Sinne des Steuerungszyklus „demografieo rientierte Stadtentwicklung“ in den 
nächsten Arbeitsschritten zu konkretisierten und zu  operationalisieren. Dies setzt voraus, 
dass vorab eine Verständigung über das Leitbild, gr undsätzliche Ziele und wichtige Hand- 
lungsfelder einer demographieorientierten Stadtentwicklung erzielt wird. Dies wird mit dem 
vorliegenden Bericht angestrebt. 
 
Wie die Bestandsaufnahme in Kapitel 4 gezeigt hat, wird in Münster schon in vielfältiger 
Weise auf den demografischen Wandel reagiert. Unter  Bezugnahme auf das Leitbild und 
die Handlungsfelder besteht mittels des Steuerungskreislaufs „demografieorientierte Stadt- 
entwicklung“ nun die Möglichkeit, die bisherigen Handlungsansätze noch strategischer auf 
das Leitbild hin auszurichten und damit den integri erten Ansatz zu stärken. Gleichzeitig 
wird hiermit den begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen Rechnung getragen. 
 
Um eine Verbindung zwischen den bisherigen, in Kapi tel 4 dargestellten Ansätzen und 
den aus dem Leitbild abgeleiteten strategischen Han dlungsempfehlungen zu schaffen, 
werden im Folgenden den vorgeschlagenen strategisch en Empfehlungen exemplarisch 
bereits vorhandene Projekte und Ansätze zugeordnet. Hiermit werden gleichzeitig die stra- 
tegischen Handlungsempfehlungen konkretisiert und d eren Richtung verdeutlicht. Eine 
tragfähige Entwicklung neuer Maßnahmen kann erst na ch Abschluss der Verständigungs- 
prozesse zum Leitbild und zu prioritären Handlungsf eldern für eine demografieorientierte 
Stadtentwicklung erfolgen. 
 
Gemäß dem Ziel einer partnerschaftlichen Gestaltung  des demografischen Wandels rich- 
ten sich die Handlungsempfehlungen zwar vorrangig a n die städtischen Akteure, grund- 
sätzlich ist jedoch die Gestaltung des demografisch en Wandels eine Aufgabe, der sich die 
gesamte Stadtgesellschaft stellen muss. Damit sind alle gesellschaftlichen Gruppen sowie 
auch regionalen Akteure in entsprechenden Handlungs feldern Adressaten der Empfehlun- 
gen.   
 
a) Übergreifende Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen 
• Generationengerechte Stadt 
o Münster fördert den Austausch und das Miteinander der Generationen mit 
dem Ziel generationenübergreifender Solidarität (z. B. Beteiligung des Ju-

- 62 - 
gendinformations- und -beratungszentrums/JiB am Bun desmodellvorhaben 
„Generationsübergreifende Freiwilligendienste“, Aktivitäten des „Verein für 
Generationengerechtigkeit e.V. Münster“, Konzeption  und Errichtung von 
Mehrgenerationenhäusern, ) 
o Münster fördert generationenübergreifende Projekte  in allen Handlungsfel- 
dern (z.B. Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Al t im Rahmen des Pro- 
jekts „Wohnen für Hilfe“, Zukunftswerkstatt „Gemeinsam für ein faires Müns- 
ter – Jugendrat und Seniorenvertretung“ im Rahmen d es Bundesprojektes 
„Generationen lernen gemeinsam Nachhaltigkeit“) 
• Integration 
o Migration und Integration sind als Chance für die Münsteraner Stadtentwick- 
lung zu verstehen („Potenzialansatz“). Das zurzeit im Diskussionsprozess 
befindliche Leitbild „Migration und Integration Mün ster“ bündelt die Hand- 
lungsfelder und Handlungsansätze im Sinne einer gle ichberechtigten Teilha- 
be an der Münsteraner Gesellschaft 
o Nach Abschluss der Diskussionen und der parlamenta rischen Beschlussfas- 
sung zum Leitbild „Migration und Integration in Münster“ liegt dann ein integ- 
rationspolitisches Gesamtkonzept als Basis für die Arbeit von Rat, Auslän- 
derbeirat, Verwaltung, freien Trägern und zivilgesellschaftlichen Akteuren vor 
• Soziale Balance und Solidarität zwischen allen Tei len der Bürgerschaft 
o Münster soll als lebendige, geschlechtergerechte u nd tolerante Stadt weiter- 
entwickelt werden, in der unterschiedliche Milieus und Ethnien ohne soziale 
Konflikte zusammenleben (z.B. Leitbild „Migration und Integration Münster“) 
o Die sozialen Belange der Bürgerinnen und Bürger so llen unter besonderer 
Berücksichtigung des demographischen Wandels aufgeg riffen, befriedigt 
und/oder transportiert und vernetzt werden (z.B. stadtteilorientierte Altenhilfe- 
und Pflegeplanung, Durchführung des Programms „Sozi ale Stadt – Kinder- 
haus/Brüningheide“) 
• Geschlechtergerechte Stadt 
o Münster berücksichtigt bei der Stadtentwicklung di e spezifischen Lebenssi- 
tuationen von Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Mä nnern und die dar- 
aus resultierenden Bedürfnisse (z.B. geschlechterdi fferenzierte Auswertung

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der Bürgerumfragen als Grundlage für zielgruppenori entierte Maßnahmen, 
Kooperationsvereinbarung zwischen Frauenbüro und De zernat für Planung, 
Bau und Marketing) 
o Verbesserung der Chancen und Lebensperspektiven vo n Frauen sowie Ab- 
bau der strukturellen Benachteiligung im demographi schen Wandel (z.B. 
spezifische Projekte zur Verbesserung der Lebenssit uation von Mädchen 
und Frauen, u.a. berufliche Lebensplanung von Fraue n und Mädchen, Ver- 
einbarkeit von Beruf und Familie sowie Perspektiven twicklung zur Lebens- 
gestaltung älterer und alter Frauen) 
 
b) Handlungsfelder nach Zielgruppen/Lebenslagen und  strategische Handlungs- 
empfehlungen 
• Kinder, Jugendliche und Familien 
o Förderung der Kinder- und Familienfreundlichkeit i n Münster (z.B. Ausbau 
von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren, Sc haffung der Vorausset- 
zungen für familienfreundliches Wohnen, Jugendrat a ls wichtiges Instrument 
für eine kinder- und familienfreundliche Stadtentwi cklung und als wichtiger 
Partner für den generationenübergreifenden Dialog) 
o Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Ber uf in Münster (z.B. Ta- 
gesbetreuungsausbauprogramm für die Betreuung, Förd erung und Bildung 
von Kindern unter 3 Jahren, weiterer Ausbau von Bet reuungs- bzw. Ganz- 
tagsplätzen in Schulen, Förderung der Familienfreun dlichkeit von Unterneh- 
men) 
• Auszubildende und Fachkräfte 
o Münster fördert die Ausbildung (z.B. Ausbildungspa kt der Agentur für Arbeit, 
der Kammern und weiterer Akteure, Tätigkeit der Arb eitsmarktinitiative ju- 
gend+, Girl´s day mit dem besonderen Schwerpunkt de r Fachkräftegewin- 
nung) und unterstützt die Betriebe beim Werben um F achkräfte bzw. beim 
Halten von Fachkräften 
o Schaffung der planerischen und liegenschaftlichen Rahmenbedingungen für 
ein nachfragegerechtes, ausreichendes und bezahlbares Wohnungsangebot 
• Studentinnen/Studenten, Absolventinnen/Absolventen  und Wissenschaftlerin- 
nen/Wissenschaftler

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o Schaffung guter Rahmenbedingungen für studentische s Wohnen und Leben 
in Münster (z.B. Investorenberatung „Studentisches Wohnen, Runder Tisch 
zur studentischen Wohnraumversorgung) 
o Verbesserung der Kundenorientierung gegenüber ausl ändischen Studieren- 
den und Wissenschaftlern (z.B. mehrsprachige Inform ations- und Verwal- 
tungsangebote, Entwicklung zielgruppenorientierte Beratungsangebote) 
• Seniorinnen und Senioren 
o Förderung der Möglichkeiten, im gewohnten Lebens- und Wohnumfeld älter 
zu werden (z.B. Wohnberatung für das „Wohnen im Alt er“, Hilfen beim Um- 
zug, Förderprogramm „Von Mensch zu Mensch“) 
o Neuorientierung sozialer Dienstleistungen für älte re Menschen im Rahmen 
einer ressort- und ämterübergreifenden Altenhilfe- und Pflegeplanung unter 
geschlechterdifferenzierte und interkulturellen Ges ichtspunkten (Partizipative 
Entwicklung eines Gesamtkonzeptes mit Stadtteilorie ntierung als Umset- 
zung, Vorl. V/0764/2007) 
 
c) Handlungsfelder, die als Pull-Faktoren wirken (F aktoren, die Menschen festhalten 
oder anziehen) und strategische Handlungsempfehlungen 
• Hochschulorientierte Stadtentwicklungspolitik 
o Abstimmung gemeinsamer Entwicklungsstrategien von Stadt und Hochschu- 
len (z.B. Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt) u nd Unterstützung von 
strategischen Infrastrukturprojekten für die Hochsc hulentwicklung (z.B. Zent- 
rum für Nanotechnologie/CenTech, planerische Sicherung von Flächen) 
o Profilierung und Positionierung von Münster als ex zellentem Hochschul- 
standort mit hoher Lebensqualität (z.B. profilbilde nde Veranstaltungen, ge- 
meinsames Standortmarketing mit den Hochschulen) 
• Bildungs- und Ausbildungspolitik 
o Auf der Basis der erweiterten Schulträgerschaft pr ofiliert sich Münster weiter 
als attraktiver Bildungsstandort (z.B. Fortschreibu ng des Medienentwick- 
lungsplans, Einrichtung von Forscherwerkstätten in Grundschulen) und er- 
möglicht der Schullandschaft mit vorliegenden den B eschlüssen zur Schul-

- 65 - 
entwicklungsplanung bis 2009/10 eine weitgehend eig enverantwortliche 
Ausprägung attraktiver pädagogischer Profile und Angebotsstrukturen  
o Münster profiliert sich als Standort mit „exzellen ten“ Ausbildungsperspektiven 
für Jugendliche (z.B. Stärkung der lokalen Netzwerk e für Ausbildung und Ini- 
tiative für Beschäftigung, Verbesserung der Berufsw ahlfähigkeit und Ausbil- 
dungsfähigkeit durch gemeinsame Projekte von Kammer n, Wirtschaft und 
Schulen) 
• Wirtschaft und Arbeitsmarkt 
o Positionierung Münsters als einer der führenden Wi rtschaftsstandorte Nord- 
rhein-Westfalens durch Umsetzung der Ergebnisse des  Projektes „Kompe- 
tenzfeldentwicklung Münster.Land“ und konsequente Kundenorientierung 
o Verstärkung des Wissenstransfers zwischen Wissensc haft und örtli- 
cher/regionaler Wirtschaft (z.B. Nutzung des Potenz ials der Universität und 
der Fachhochschulen für die wirtschaftliche Umsetzu ng) sowie Bindung der 
bleibewilligen Absolvierenden an Münster (z.B. Förd erung studentischer Un- 
ternehmensgründungen und Ausgründungen aus den Hochschulen) 
• Positionierung als Gesundheitsstadt 
o Stärkung des Bereichs öffentlicher Gesundheit für alle Generationen, Ent- 
wicklung und Umsetzung gesundheitsfördernder Handlu ngskonzepte ge- 
meinsam mit den Akteuren der Gesundheitskonferenz ( z.B. Gesund auf- 
wachsen in Münster, Gesundheitsförderung im Alter, Gesundheit von 
Migranten) 
o Entwicklung des Themenfeldes „Gesundheit/Life Scie nce“ in den Spezifizie- 
rungen „Medizintechnik und Pharma“ und „Präventivme dizin“ gemeinsam 
den Hochschulen, der münsterschen Wirtschaft, der W irtschaftsförderung 
und den städtischen Fachdienststellen (v.a. Gesundh eitsplanung) zu einem 
Marken- und Profilierungsthema für Münster (z.B. Ko nzertierte Aktion Wis- 
senschaftsstadt) 
• Wohnungspolitik/Strategische Wohnstandortentwicklu ng 
o Münster stellt die Baulandpolitik und die Wohnungs marktpolitik in den Dienst 
der Einwohnerbindung und Einwohnergewinnung. Der Ba uland- und Woh- 
nungsmarkt muss zielgruppenorientiert ein bezahlbar es Angebot dafür bie-

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ten, dass sich Münster im Wettbewerb der Städte und  Regionen weiterhin zu 
einem attraktiven Bildungs-, Wissenschafts- und Wir tschaftszentrum entwi- 
ckeln kann. 
o Die zentralen Ziele für den Umgang mit dem Herausf orderungen des demo- 
graphischen Wandel im Bereich „Wohnen“ und die strategische Wohnstand- 
ortentwicklung formuliert das „Bündnis für Wohnen“,  das im Arbeitskreis 
„Wohnen in Münster“ (Wohnungswirtschaft, Politik, V erwaltung) entwickelt 
wurde. Hierbei handelt es sich um die Stärkung des Wohnstandorts Müns- 
ters und die Qualitäten der Quartiere, die Unterstü tzung der Bestandserneu- 
erung und Infrastrukturentwicklung durch vorsorgend e Gestaltung und die 
Umsetzung einer nachfragegerechteten, zukunftssiche ren Bauland- und 
Neubaupolitik. 
 
• Hohe Lebensqualität für alle Generationen: Umwelt und Natur, Freizeit und Sport, 
Kunst und Kultur 
o Münster entwickelt „weichen Standortfaktoren“ gezi elt weiter durch hohe 
Freiraum- und Naturqualitäten, durch ein attraktive s und finanzierbares Frei- 
zeit-, Sport-, Kunst- und Kulturangebot (z.B. Entwi cklung des Aaseekon- 
zepts, Umsetzung des „Pakt für den Sport“, Unterstützung der Skulptur Pro- 
jekte Münster 2007) 
o Münster schafft eine hohe Lebensqualität für alle Generationen, die sich an 
den Zielgruppen einer demographieorientierten Stadt entwicklung, der Funk- 
tionsfähigkeit und Lebendigkeit der Stadtteile sowi e den finanziellen Res- 
sourcen orientiert 
 
d) Räumliche Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen 
• Demographieorientierte Infrastruktur- und Quartier sentwicklung 
o Ausrichtung der Infrastrukturentwicklung an den Er gebnissen der „Kleinräu- 
migen Bevölkerungsprognose 2005 – 2015“ (z.B. Entwi cklung von Kinderta- 
gesbetreuungseinrichtungen, Vermeidung von Sprungin vestitionen im schu- 
lischen Bereich, Entwicklung sozialer Dienstleistun gen für Seniorinnen und 
Senioren)

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o Beobachtung der „demographischen Karriere“ von Qua rtieren und demogra- 
phiesensible Weiterentwicklung der Quartiere durch entsprechende Maß- 
nahmen (z.B. Förderung von „Neuem Wohnen“ im Bestan d, Weiterentwick- 
lung der sozialen Infrastruktur, planerische Sicher ung der Wohnungsnahen 
Grundversorgung) 
• „Demographischer Schulterschluss“ von Stadt und Re gion 
o Die Stadt Münster fördert die stadtregionale und i ntraregionale Zusammen- 
arbeit, um einen „ruinösen Wettbewerb“ um Einwohner  zu vermeiden (z.B. 
Erarbeitung gemeinsamer stadtregionale Positionen z ur Gestaltung des de- 
mographischen Wandels, Gründung des Netzwerks „Demo graphischer 
Wandel in der EUREGIO“) 
o Positionierung des Münsterlands als attraktive und  dynamische Region im 
Wettbewerb der Regionen und Standorte, um im Wettbe werb um „Einwoh- 
ner, Beschäftigte und Investitionen zu bestehen (z. B. Gründung Münsterland 
Marketing, Projekt „Kompetenzfeldentwicklung Münste r.Land“, Projekt 
„MONT-Mapping“ – durch grafische Visualisierung der regionalen Potenziale 
die interregionale Zusammenarbeit im Grenzraum verb essern und die Regi- 
on in Europa profilieren)) 
 
e) Instrumentelle Handlungsfelder und strategische Handlungsempfehlungen 
• Förderung des Dialogs und des Austauschs mit der Ö ffentlichkeit und der Wirtschaft 
o Die Gestaltung des demographischen Wandels erforde rt die Schaffung von 
Transparenz über die Entwicklungsoptionen und die F örderung des offenen 
Dialogs mit der Bürgerschaft und allen gesellschaft lichen Gruppen (z.B. offe- 
ne „Stadtgespräche“ von Volkshochschule und Stadtplanungsamt) 
o Die Gestaltung des demographischen Wandels erforde rt eine entsprechende 
Information und Bewusstseinsbildung sowie eine kons truktiven Austausch 
mit den Akteuren aus der Wirtschaft (z.B. Austausch  mit der Wohnungswirt- 
schaft und mit der Gesundheitswirtschaft, Unterstüt zung des lebenslangen 
Lernens und des Wissenstransfers zwischen den Generationen) 
• Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements und Formierung strategischer Allianzen 
mit öffentlichen und privaten Partnern

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o Die Gestaltung des demographischen Wandels betriff t die gesamte Stadtge- 
sellschaft. Auf der Basis eines offenen Dialogs mus s die bürgerschaftliche 
Verantwortung sowohl für eigene Belange als auch fü r das Gemeinwohl ge- 
fördert werden (z.B. Unterstützung von generationen übergreifenden Projek- 
ten) 
o Münster strebt strategische Allianzen und Partners chaften zur Gestaltung 
des demographischen Wandels an (z.B. demographische r „Schulterschluss“ 
mit der Region, Kooperationsprojekte mit den Hochsc hulen und der Wirt- 
schaft) 
 
5.5 Planerische Herausforderungen und Prüfaufträge 
Aus den Ergebnissen der Kleinräumigen Bevölkerungsp rognose 2005 – 2015 und dem 
Leitbild „Stadt im demografischen Gleichgewicht – attraktiv, generationengerecht, partner- 
schaftlich“ ergeben sich zwei bereits jetzt absehbare planerische Herausforderungen: 
• Wie kann die Innenstadt zu einem generationengerec hten Wohnstandort mit entspre- 
chender Infrastrukturausstattung und gleichzeitig z u einem attraktiven, funktionsge- 
mischten und lebendigen Mittelpunkt von Münster weiterentwickelt werden? 
• Wie können die raumfunktionalen Strukturen von Mün ster angesichts der demografi- 
schen Prozesse gestaltet werden, so dass langfristi g tragfähige Siedlungsstrukturen 
mit funktionsfähigen Stadtteilen, entsprechenden In frastrukturangeboten und Versor- 
gungseinrichtungen entwickelt und sichergestellt werden? 
 
Antworten auf diese Herausforderungen könnten zum e inen ein Masterplan „Generatio- 
nengerechte Innenstadt“ und zum anderen der Einstie g in ein „demographieorientiertes 
Raumfunktionales Konzept Münster 2025“ sein. Allerdings lassen sich zum gegenwärtigen 
Zeitpunkt noch keine konkreten Bearbeitungsschritte  benennen, vielmehr wäre zunächst 
die Aufgabenstellung dezidierter auch angesichts de r bereits laufenden Planverfahren wie 
z.B. Einzelhandelskonzept und Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans 2025 (VEP 
2025) zu formulieren, um dann geeignete Bearbeitung sverfahren zu konzipieren und zum 
Beschluss vorzulegen. 
 
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird daher mit den folg enden Begründungen vorgeschla- 
gen, in die Prüfung von Bearbeitungsschritten einzu steigen, um den Herausforderungen

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gerecht zu werden, vorhandene Potenziale zur Profil ierung als attraktiver Standort im 
Wettbewerb zu nutzen und langfristige Daseinsvorsor ge angesichts knapper werdender 
Einwohnerressourcen und Finanzmittel zu treffen. 
 
a) Prüfung von Bearbeitungsschritten für einen „Mas terplan Generationengerechte Innen- 
stadt mit Schwerpunkt „generationengerechtes Wohnen “ und „demografieorientierte Wei- 
terentwicklung der öffentlichen Infrastruktur“ 
Die kleinräumige Bevölkerungsprognose zeigt deutlic hen Handlungsbedarf insbesondere 
für die Innenstadt. Während 1990 noch 124.000 Perso nen im Stadtbezirk Mitte wohnten, 
ging diese Zahl bis 2005 bereits auf 113.216 Person en zurück. Und dieser Rückgang hält 
an. So weist die Prognose für das Jahr 2015 eine we itere Schrumpfung um 6.890 Perso- 
nen aus und damit um -6,1% gegenüber 2005. Und dies e Abnahme wird voraussichtlich in 
einigen Teilbereichen des Stadtbezirks noch wesentl ich stärker ausfallen: Altstadt - 9,9 % 
der Bevölkerung, Innenstadtring - 9,1 %. Ein detaillierter Blick in die infrastrukturrelevanten 
Jahrgänge zeigt anhand der Kleinräumigen Prognose f olgendes Bild: unter 3 Jahre -18,9 
%, 3 bis unter 6 Jahre -21,3 %, 6 bis unter 10 Jahr e -23,1 %, 10 bis unter 16 Jahre -16,7 
%. Auch für die Einwohner ab 70 Jahren wird eine le ichte Abnahme von -0,7 % prognosti- 
ziert, während gesamtstädtisch diese Altersgruppe um 17,1 % zunehmen soll. 
 
Festzuhalten ist jedoch an dieser Stelle, dass die reale Bevölkerungsabnahme in den letz- 
ten Jahren nicht so stark erfolgt ist, wie in der P rognose 2003 bis 2013 vorausberechnet 
war. Diese Tatsache könnte bereits als eine erste l eichte Reaktion auf die städtebaulichen 
und wohnungspolitischen Bemühungen zu interpretiere n sein, die Innenstadt auch als att- 
raktiven Wohnort zu positionieren. So ist allein vo n 1990 bis 2006 der Wohnungsbestand 
im Stadtbezirk Mitte von 62.402 auf 68.492 gestiege n; eine Entwicklung, die zu forcieren 
ist.  
 
Eine lebendige Innenstadt braucht Menschen, die dor t wohnen. Das Interesse an Woh- 
nungen in der Innenstadt, die Nähe von Wohnen, Arbe iten und Einkaufen hat wieder zu- 
genommen. Insbesondere auch ältere Menschen schätze n die soziale, medizinische und 
kulturelle Infrastruktur. Dabei lässt sich die Frag e des Zuzugs gerade älterer Menschen in 
die Innenstadt noch nicht als Trend belegen (Zuzugsumfrage 2006).

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Generell muss es jedoch erklärtes städtisches Ziel sein, das Wohnen in der Innenstadt 
nicht nur für eine soziale Schicht und bestimmte Lebensstilgruppen zu realisieren, sondern 
für Menschen in allen Lebensphasen und sozialen Sch ichten zu ermöglichen. Eine 
Durchmischung innerstädtischer Wohnstrukturen ist e ine wichtige Voraussetzung, um ein 
offenes und urbanes innerstädtisches Leben zu verwi rklichen. Dem Wohnumfeld und dem 
Anspruch an Grundversorgung, Lebensqualität wie auc h an Mobilität kommt dabei zentra- 
le Bedeutung zu. 
 
Auf der anderen Seite darf nicht übersehen werden, dass in der Altstadt und innerhalb des 
Innenstadtrings vielfältige Nutzungen aufeinandertr effen. Die City ist mit ihrer vielfältigen 
Nutzungsmischung aus Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, touristischen Anzie- 
hungspunkten, kulturellen und kirchlichen Einrichtu ngen sowie zahlreichen Bildungsein- 
richtungen bzw. Hochschulinstituten der lebendige M ittelpunkt von Münster und damit 
auch ein wichtiger Profilierungsfaktor für ein attr aktives Münster. Es gilt daher, zu einer 
möglichst verträglichen Zuordnung der Funktionen zu  kommen und die Rahmenbedingun- 
gen für einen verträglichen Nutzungsmix mit einer e ntsprechenden Wohnfunktion zu 
schaffen. 
 
Im Einzelnen bieten sich folgende Prüfschritte zur Entscheidung über die Bearbeitung ei- 
nen Masterplans „Generationengerechte Innenstadt“ m it den Schwerpunkten „Generati- 
onsgerechtes Wohnen“ und „demografieorientierte Weiterentwicklung der öffentlichen Inf- 
rastruktur“ an: 
• Quartiersbezogene Analyse der realen und der progn ostizierten Bevölkerungsentwick- 
lung nach Altersgruppen 
• Quartiersbezogene Analyse der Fort- und Zuzüge nac h Altersgruppen 
• Darstellung der öffentlichen Infrastruktur und Unt ersuchung von Möglichkeiten zur ge- 
nerationengerechten Weiterentwicklung 
• Identifikation von Potenzialräumen zur Stärkung de r Wohnfunktion für familienorientier- 
tes Wohnen, für seniorengerechtes Wohnen und für st udentisches Wohnen. Hierbei 
kann für Identifikation von Potenzialen für „bezahlbares Wohnen“ in der Innenstadt und 
die zurzeit laufende Bearbeitung der wohnungspolitischen Anträge aufgesetzt werden. 
• Identifikation von Aufwertungsmöglichkeiten der öf fentlichen Räume, um familienorien- 
tiertes und seniorengerechtes Wohnen in der Innenstadt zu unterstützen

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• Abgleich der Möglichkeiten für generationengerecht es Wohnen mit weiteren Planpro- 
zessen in der Innenstadt (z.B. Einzelhandelskonzept) 
• Dialog über die Wege zu einer generationengerechte n Innenstadt mit Bewohnern, mit 
Interessenvertretern und mit Investoren sowie Kommu nikations-/Dialogprozesse in 
Quartieren mit Entwicklungsmöglichkeiten/-notwendigkeiten 
 
Im Ergebnis werden Aussagen zu den Möglichkeiten ei nes Masterplans „Generationenge- 
rechte Innenstadt“ angestrebt. Auf dieser Basis ist dann über den Einstieg in ein konkretes 
Erarbeitungsverfahren zu entscheiden, das über eine n Masterplan „Generationengerech- 
tes Wohnen und demografieorientierte Infrastruktur“ zu einem räumlichen Steuerungs- und 
Koordinierungsinstrument für die Innenstadt führen könnte.  
 
 
b) Orientierungswertberechnung 2025 und Prüfung ein es Einstiegs in die Erarbeitung ei- 
nes Raumfunktionalen Konzepts Münster 2025 mit Schw erpunkt „demographischer Wan- 
del“ 
Die Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2005 – 2015 m it ihrer Relevanz für die mittelfris- 
tige Infrastrukturentwicklung und Investitionsplanu ng ist eine wichtige Grundlage für eine 
demographieorientierte Stadtentwicklung, kann aber längerfristige Planungsperspektiven 
nicht aufgreifen. Um jedoch auch einer längerfristi gen Planungsperspektive gerecht wer- 
den zu können, soll auf der Basis des Beschlusses z um derzeit in der Fortschreibung be- 
findlichen Regionalplan, der den Zeithorizont bis 2 025 abdeckt, und auch im Kontext der 
Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes der S tadt Münster eine neue Orientie- 
rungswertberechnung 2025 erarbeitet werden.  
 
Auf dieser Basis wäre dann ein Einstieg in eine Bew ertung der Siedlungsstrukturen vor 
dem Hintergrund des demographischen Wandels möglich  und notwendig. Obwohl ge- 
samtstädtisch nach Modellrechungen der Bezirksregie rung Münster erst ab 2030 mit ei- 
nem Rückgang der Bevölkerungszahlen zu rechnen ist (vgl. Kap. 3), sind auf Stadtteilebe- 
ne heute schon neben wachsenden und stabilen auch r ückläufige Bevölkerungszahlen zu 
verzeichnen. Perspektivisch wird sich der Wettbewer b um Einwohner zwischen den Regi- 
onen und Städten weiter verstärken und die Entwickl ung angemessener öffentlicher Infra- 
strukturangebote aufgrund der Alterung der Bevölker ung ein zunehmend wichtigeres 
Thema werden.

- 72 - 
 
Daher gilt es, unter Beachtung der Vorgaben des Reg ionalplans 2025 eine entsprechende 
Orientierungswertberechnung durchzuführen, die nich t nur in die Fortschreibung des Ver- 
kehrsentwicklungsplans 2025 Eingang findet, sondern  auch zur Analyse der langfristigen 
Stadtteilentwicklung genutzt werden kann. Nach Besc hlussfassung zum Regionalplan Re- 
gierungsbezirk Münster- Teilabschnitt Münster wäre zu prüfen, welche Auswirkungen auf 
die langfristige Siedlungsstrukturentwicklung und d ie öffentliche Infrastruktur zu erwarten 
sind. 
 
Zusammen mit dem ersten Ergebnissen aus dem demogra fischen Monitoring sind dann 
Bearbeitungsschwerpunkte für den Einstieg in ein demografieorientiertes raumfunktionales 
Konzept zu formulieren, die den Auswirkungen und Fo lgen des demografischen Wandels 
gerecht werden. Das gilt für die Siedlungsentwicklu ng ebenso wie für die Freiflächenver- 
sorgung. Aber auch der Aspekt der Infrastrukturausl astung und –bereitstellung wird in die- 
sem Kontext neu zu überdenken und planen sein. Zentrale und infrastruktursichernde Leit- 
linien sind dabei sicherlich die Stärkung des städt ischen Netzes an zentralen Einrichtun- 
gen und die Bündelung öffentlicher und privater Ent wicklungspotenziale, u. a. durch den 
Ausbau von Stadtteil- und Quartierszentren, und das  bei räumlicher Integration von stadt- 
teilbezogenen kulturellen und sozialen Einrichtunge n. Und schließlich ist auch die Kon- 
zentration der Einzelhandels-Nahversorgung an integ rierten, wohnortnahen Standorten zu 
forcieren. 
 
In einem ersten Schritt wäre nach Beschlussfassung zum Regionalplan die Orientierungs- 
wertberechnung 2025 zu erstellen, um dann die Baust eine für ein demografieorientiertes 
raumfunktionales Konzept zu formulieren und diese d ann zum Beschluss vorzulegen. In 
diesem Kontext wären auch die Ergebnisse der Gesprä che mit den Umlandgemeinden 
zum „demographischen Schulterschluss“ zu würdigen und einzubeziehen. 
 
 
 
 
6 Monitoring und Controlling 
Von zentraler Bedeutung in einem „Steuerungszyklus demografieorientierte Stadtentwick- 
lung“ und damit auch fester Bestandteil in einem Handlungskonzept demografischer Wan-

- 73 - 
del ist der Aufbau eines demografischen Monitorings , eines Frühwarnsystems und einer 
systematischen Evaluation. Mit diesem Dreiklang ‚beobachten’, ‚agieren’ und ‚kontrollieren’ 
ist das fachlich-methodische Instrumentarium beschr ieben, das nicht nur einen aktiven 
und präventiven Umgang mit der demografischen Entwi cklung sicherstellt, sondern auch 
gleichzeitig auf die demografischen Herausforderungen gut vorbereitet. 
 
Hierzu ist eine soziodemografische und indikatoreng estützte Raumbeobachtung notwen- 
dig, die gesamtstädtisch, insbesondere aber auch kl einräumig bis auf die Quartiersebene 
über sogenannte Quartiersprofile ein Monitoring lei stet, um regelmäßig die tatsächliche 
Entwicklung zu prüfen und ggf. Konzepte und Maßnahm en entwickeln, weiterentwickeln 
oder auch anpassen zu können. Eine kontinuierliche Aktualisierung der planerischen 
Grundlagen einer demografieorientierten  Stadtentwi cklung und die notwendige Fort- 
schreibung des Handlungskonzeptes demografischer Wandel sind damit sichergestellt. 
Doch was sind konkret die Instrumentarien und wie kommen sie zum Einsatz? 
 
6.1 Die kleinräumige Bevölkerungsprognose: Frühwarn system und Orientierungs- 
größe für die Infrastrukturplanung 
Wichtige und zentrale Informationsquelle zur Beobac htung des demografischen Wandels 
in Münster liefert in erster Linie die kleinräumige  Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015. 
Hierbei steht nicht nur das quantitativ kleinräumig  untersuchte Mengengerüst der Bevölke- 
rungsentwicklung im Fokus der Betrachtung, sondern gerade auch die Entwicklung der 
altersgruppenspezifischen Struktur der Bevölkerung. Insbesondere in diesem Kontext sind 
kleinräumige Kenntnisse der künftigen Ausprägung und der unterschiedlichen Entwicklung 
in den Altersgruppenstärken zentrale Informationen für die Stadtentwicklung und Stadtpla- 
nung. Und es sind gerade diese Informationen, die a n Bedeutung zunehmen, um in der 
Funktion eines Frühwarnsystems präventiv eine zukun ftsfähige gesamtstädtische und ins- 
besondere stadtteilbezogene Entwicklung sicherstell en zu können. Damit bildet die Klein- 
räumige Bevölkerungsprognose gleichzeitig eine wich tige Grundlage für die mittelfristige 
Investitions- und Infrastrukturplanung, dieses insb esondere für die Wohnfolgeinfrastruktur. 
Die kleinräumigen Ergebnisse sind dabei grundsätzli ch als Orientierungsgrößen einzustu- 
fen, die in enger Kooperation mit den Fachämtern st adt- und fachplanerisch, aber auch 
politisch bewertet  werden müssen. Dieser Austausch  wird praktiziert und ist gerade mit 
Blick auf die demografische Entwicklung, die kleinr äumig immer differenzierter verläuft,

- 74 - 
insbesondere zum Jugend-, Schul- und Sozialamt sowi e zum Amt für Wohnungswesen 
intensiviert worden. Insbesondere die Beschäftigung  der Fachämter mit den Ergebnissen 
der bisherigen Prognosen zeigen, dass es oftmals un erlässlich ist, die reale und die prog- 
nostizierte Entwicklung genau zu analysieren. Darüb er hinaus wird zur Zeit geprüft, ob im 
Sinne einer weiteren Qualitätssicherung künftig ein  jährlicher Abgleich eingeführt werden 
kann, der absehbare Strukturen in der Einwohnerentw icklung mit den Prognosewerten 
spiegelt. 
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der intensive fachliche Austausch ein notwendiger und 
wichtiger Schritt zur Verzahnung von Einwohner-, Ba uland- und Infrastrukturentwicklung 
darstellt und damit eine nachfragegerechte und ress ourcenorientierte Anpassung der Inf- 
rastruktur an die Bevölkerungsentwicklung ermöglicht.  
Und damit schließt sich auch der Kreis zum Frühwarn system Demografischer Wandel, in 
dem die kleinräumige Bevölkerungsprognose eine wese ntliche Grundlage darstellt, um 
frühzeitig auf Entwicklungsverläufe reagieren zu können. Mit diesem Anspruch werden das 
Monitoring, die Analyse und die Prognose der Bevölk erungsentwicklung in Münster ge- 
samtstädtisch wie auch kleinräumig im Sinne einer p räventiven Quartierssicherung weiter- 
hin im Fokus der Stadtentwicklung stehen und noch weiter auszubauen sein.  
Während mit der kleinräumigen Bevölkerungsprognose für die Stadtentwicklung ein zent- 
rales Planungsinstrument genannt ist, besteht zur s ystematischen Beobachtung der de- 
mografischen Entwicklung und der kleinräumlichen wi e auch soziodemografischen Aus- 
prägungen des demografischen Wandels noch weiterer Handlungsbedarf.   
 
6.2 Die Haushaltestatistik, ein weiterer Informatio nsträger in der Beobachtung des 
demografischen Wandels 
Der demografische und gesellschaftliche Wandel führ t auch zu einer stärkeren Ausdiffe- 
renzierung der Lebensstile und damit der Nachfrages trukturen der Bevölkerung, letzteres 
insbesondere auch in direkter Konsequenz für den Wo hnungsmarkt. Die Zahl der Haus- 
halte wächst, die Single-Haushalte boomen, die klas sischen 4- bis 5-Personenhaushalte 
einer Familie werden immer weniger und auch die Bew ohnerstruktur der Haushalte ändert 
sich. Die Haushaltestatistik ist hier eine wertvoll e und  unverzichtbare Informationsquelle, 
um Einblick in Haushaltetypen und Haushaltestruktur en der Stadt Münster zu geben. Die 
kleinräumige Statistik für Münsters Stadtteile zum Thema ‚Haushalte in Münster 2006’ bie- 
tet hier sehr detaillierte Planungsinformationen.

- 75 - 
Doch noch wichtiger, insbesondere für die Entwicklu ng und Beobachtung des Wohnungs- 
marktes und privater wie öffentlicher Dienstleistun gsangebote  sind Zahlen zur künftigen 
Haushalteentwicklung, und das in der Differenzierth eit der Aussagen zu Haushaltetypen, 
Haushaltegrößen- und Nachfragerstrukturen. Die Haus halteprognose gehört damit neben 
oder besser in direkter Verknüpfung zur kleinräumig en Bevölkerungsprognose zu den 
zentralen Planungs- wie aber auch Monitoringinstrum enten, die es konsequent aufzubau- 
en und weiterzuentwickeln  gilt.   
Während über die Methodik der Haushaltegenerierung sehr gute Zahlen zur Haushalte- 
größe, zur Haushaltestruktur und zu den Haushaltety pen in Münster vorliegen, und diese 
auch kleinräumig bis zur Ebene der 45 statistischen  Bezirke aufbereitet sind, ist das Ver- 
fahren zur kleinräumigen Prognose von Haushalten no ch in der Entwicklungsphase. Es ist 
geplant, im Kontext der nächsten Fortschreibung der  kleinräumigen Bevölkerungsprogno- 
se erstmals auch eine kleinräumige Haushalteprognos e durchzuführen. Damit wird ein 
weiteres Modul zu einem integrierten Monitoring-System beigesteuert.  
Doch ein Monitoring- und Controlling-System benötigt weitere thematische Scherpunkte. 
 
6.3 Aufbau eines Monitoring- und Controllingsystems   
Grundsätzlich gilt es Transparenz über die demograf ische Entwicklung, die Ausprägungen 
des demografischen Wandels, die  Zielerreichung in der Annäherung und Umsetzung des 
stadtspezifisch formulierten Demografieleitbildes für Münster und schließlich zur Wirksam- 
keit von Handlungskonzepten, Maßnahmenprogrammen od er auch Schlüsselprojekten zu 
erzielen. Ein Anspruch, der über den Aufbau, die Pf lege und den Einsatz  eines demogra- 
fieorientierten Indikatorentableaus geleistet werden kann.  
Für die Stadt Münster steht die Umsetzung des Leitb ildes ‚Stadt im demografischen 
Gleichgewicht – attraktiv, generationengerecht, par tnerschaftlich’ und der Weg zur Zieler- 
reichung über die Handlungsschwerpunkte und strateg ischen Handlungsempfehlungen im 
Fokus der Evaluation.  
Ziel ist es, mittels eines Indikatorenpools Kennzah len zu definieren, die es ermöglichen, 
die demografische Entwicklung  gesamtstädtisch, in den Stadtteilen und darüber hinaus 
auch auf der Quartiersebene abzubilden. Dabei sind auch Indikatoren zu entwickeln, die in 
der Beobachtung der Handlungsfelder weitere Transpa renz  in der Zielerreichung wie 
auch zur Ermittlung weiterer kommunalpolitischer Ha ndlungsbedarfe aufzeigen.  Mittels 
geeigneter Kennzahlen und Indikatoren ist ein integ riertes Monitoring-System mit Hilfe der 
Bevölkerungs- und Haushaltestatistik sowie weiterer  Datenquellen aufzubauen, um die

- 76 - 
wichtigsten Kenngrößen des demografischen und sozia len Wandels regelmäßig zu über- 
prüfen und die einzelnen Fachbereiche der Verwaltun g jährlich über kommunalpolitisch 
relevante Veränderungen und neue Perspektiven zu in formieren. Damit schließt sich der 
methodische Kreis im Steuerungszyklus einer demogra fieorientierten Stadtentwicklung 
und eine begleitende Evaluation ist sichergestellt,  die über einen regelmäßigen Demogra- 
fiebericht kommuniziert werden sollte. 
Die Folgen des demografischen Wandels werden die Di skussion um Planungen auf kom- 
munaler Ebene während der nächsten Jahrzehnte wesen tlich bestimmen. Um auf diese 
Entwicklungen adäquat und rechtzeitig reagieren bzw . auch präventiv agieren zu können, 
bilden demografische Analysen, Bevölkerungsvorausbe rechnungen und ein integriertes 
Monitoring-System für die eine verantwortungsvolle und belastbare demografische Stand- 
ortanalyse wie auch Identifizierung weiterer Handlungsoptionen eine unverzichtbare Basis. 
 
7 Kommunikation und Kooperation 
7.1 Rückblick 
Das Wissen um den demografischen Wandel und seine s ozidemografischen, gesellschaft- 
lichen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Fol gen ist zentrale Voraussetzung für eine 
aktive Auseinandersetzung mit den demografischen Ve ränderungen, die sich direkt oder 
indirekt auf die gesamtstädtische Entwicklung auswi rken. Dabei sind die Anforderungen 
und Herausforderungen des demografischen Wandels vo n den Kommunen nicht allein zu 
bewältigen. Intra- und interkommunale Netzwerke unt er Beteiligung von Vereinen, Ver- 
bänden und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern si nd unerlässliche Voraussetzungen 
für eine zukunftsfähige kommunale Strategie im demo grafischen Wandel.  Eine intensive 
und nachhaltige Kommunikation bildet dabei das notw endige Fundament für eine erfolg- 
reiche Kooperation und einen offenen, konstruktiven Dialog mit den Partnern.  
Wo steht die Stadt Münster in diesem Prozess? Was w urde bereits umgesetzt, was ist 
geplant und welche Aufgaben stehen noch bevor? 
Die Stadtverwaltung bereitet das Thema des demografischen Wandels seit 2003 systema- 
tisch auf. Mit Hilfe einer verwaltungsinternen Arbe itsgruppe unter der Federführung des 
Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsp lanung wurden dem Rat 2005 ein 
erster Werkstattbericht mit Zahlen, Daten, Fakten z ur demografischen Situation der Stadt 
Münster und möglicher Entwicklungsperspektiven in vier unterschiedlichen Zukunftsszena-

- 77 - 
rien vorgestellt und dabei  Konsequenzen und Option en für die Stadtentwicklung aufge- 
zeigt (Vorlage 402/05). 
Seitdem hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplan ung, Verkehrsplanung in einer Viel- 
zahl öffentlicher Foren und Veranstaltungen das The ma in die öffentliche Diskussion ge- 
tragen. In der Reihe Stadtgespräche fand im Januar 2006 unter dem Titel ‚Mit Jung und Alt 
in die Zukunft’ eine umfassende Information und ein  intensiver Austausch mit interessier- 
ten Bürgerinnen und Bürgen statt. Und auch das vier te Stadtgespräch ‚Wohnen in Müns- 
ter’: Heute handeln für das Wohnen von morgen, das im November 2006 stattfand, be- 
fasste sich mit den Konsequenzen des demografischen  Wandels für den Wohnungsmarkt. 
Wohnen im Alter, Wohnen mit Kindern und Wohnen für Singles waren zentrale Themen, 
zu denen in verschiedenen Workshops angeregt diskut iert wurde. Die intensive Zusam- 
menarbeit mit dem Fachbereich für Geographie an der  Westfälischen Wilhelms Universi- 
tät, der Fachhochschule Münster, Fachbereich Wirtsc haft wie auch der Katholischen 
Fachhochschule, Fachbereich Sozialwesen war gerade in der Vorbereitung und Durchfüh- 
rung dieser Veranstaltungen, aber auch im weiteren fachlichen Austausch besonders hilf- 
reich. 
 
Darüber hinaus konnte das Amt für Stadtentwicklung,  Stadtplanung, Verkehrsplanung das 
Interesse der Partnerstädte im Städtedreieck sowie der EUREGIO für das Thema Demo- 
grafie gewinnen. Unter dem Schwerpunktthema ‚Der de mografischer Wandel in der 
EUREGIO’ wird seit September 2006 eine Workshopreih e durchgeführt, die sich unter 
dem Aspekt ‚Voneinander lernen’ unterschiedlichen Schwerpunktthemen widmet: Auftakt- 
veranstaltung am 25.09.2006 in Hengelo unter dem Mo tto ‚Herausforderungen, Chancen 
und Strategien für die Kommunen’; 7.02.2007 in Rheine ‚Prognose, Analyse und Standort- 
bestimmung’; 13.06.2007 in Osnabrück ‚Strategieentw icklung und Handlungsfelder’; 
14.11.2007 in Hengelo ‚Strategien für Lernen, Arbeiten, Unternehmen’. Die Abschlussver- 
anstaltung wird am 23.04.2008 zum Thema ‚Zusammenar beit und Kommunikation’ statt- 
finden. Die Stadt Münster hat sich in den Workshops  mit Best Practice-Beispielen durch- 
gängig positioniert und sich im direkten interregio nalen und interkommunalen Austausch 
aktiv eingebracht. Der Adressatenkreis dieser Reihe  ist primär konzentriert auf Politik und 
Verwaltung, aber auch Vertreter von Kammern und der  Wirtschaft waren und sind vertre- 
ten.   
Auch ist der demografische Wandel  auf der Agenda des Arbeitskreises ‚Wohnen in Müns- 
ter’, der sich u. a. seit 2004 mit den Anforderunge n und Veränderungen auf dem Woh-

- 78 - 
nungsmarkt beschäftigt und mit der strategischen Wo hnstandortentwicklung ein zentrales 
Steuerungsinstrument im Sinne einer positiven Bevöl kerungsentwicklung besetzt, zemen- 
tiert im ‚Bündnis für Wohnen’.  
Auch innerhalb der Verwaltung konnten die einzelnen  Fachämter insbesondere im intensi- 
ven Austausch über die kleinräumige Bevölkerungspro gnose 2005 bis 2015 für das The- 
ma „Demographischer Wandel und seine Folgen“ erfolg reich sensibilisiert werden. Und  
das Ergebnis der Projektabfrage spiegelt den aktuellen Sachstand zur verwaltungsseitigen 
Auseinandersetzung mit dem Thema (vgl. Kap. 4). Es sind insbesondere die Information 
und Diskussion über die kleinräumigen Ergebnisse de r Bevölkerungsprognose, die Aus- 
wirkungen in den Altersgruppen und die unterschiedl ichen Entwicklungskorridore in den 
Stadtteilen, die sowohl im politischen Raum  mit de r Vorstellung der Vorlage (1043/2006) 
wie auch verwaltungsintern mit der fachlichen Analy se und Bewertung aktuell das Thema 
der künftigen Bevölkerungsentwicklung in den Fokus der Fachplanung rücken. 
 
7.2 Anforderungen für die Zukunft 
In 7.1 wurde deutlich, dass die Stadt Münster berei ts auf einem guten Weg ist. Doch die 
Wahrnehmung des demografischen Wandels und seiner l okalen Auswirkungen darf nicht 
auf Einzelveranstaltungen und Einzeldiskussionen re duziert werden, denn die künftigen 
Anforderungen können nicht von den Kommunen allein bewältigt werden. Es ist ein steti- 
ger Informations- und Kommunikationsprozess in der Öffentlichkeit zu initiieren und zu 
moderieren. Nach dem ersten Werkstattbericht und de r Aufarbeitung der Konesequenzen 
und Chancen für die Stadtentwicklung gilt es nun, d as auf der Basis der demografischen 
Standortbestimmung und im Kontext des Münster-Profi ls ‚Wissenschaft und Lebensart’ 
entwickelte Demografie-Leitbild ‚ Stadt im demografischen Gleichgewicht – attraktiv, gene- 
rationengerecht, partnerschaftlich’ mit der  Stadtg esellschaft, den Bürgerinnen und Bür- 
gern zu diskutieren und dabei auch die skizzierten Handlungsfelder und strategischen 
Handlungsempfehlungen zu beleuchten.  Mit dieser Intention soll im vierten Quartal 2008 
ein öffentliches Hearing  durchgeführt werden, zu dem interessierte Bürger u nd Bürge- 
rinnen und Akteure und Vertreter der Stadtgesellsch aft (Unternehmen, Verbände, Vereine 
…) gezielt eingeladen werden. Mit dieser Veranstalt ung sollen auch vorhandene bürger- 
schaftliche Potenziale für die Gestaltung des demog rafischen Wandels frühzeitig aktiviert 
werden, denn Kommunikation stärkt allgemein den Gestaltungswillen. 
In einem zweiten Schritt ist das Wissen über die Fo lgen des demografischen Wandels 
auch auf der Ebene der Stadtteile und damit raumspe zifisch aufzubereiten und zu kom-

- 79 - 
munizieren, z. B. in sogenannten Stadtteilgesprächen. Die 2007 erstmals wieder aufgeleg- 
ten Stadtteilsteckbriefe  und ihre kontinuierliche Fortschreibung und Weiterentwicklung zu 
einem kleinräumigen Monitoringinstrument, liefern d abei wertvolle Informationen für die 
Situation und die Entwicklung vor Ort. Dabei spielt  auch das einzelne Quartier für die Ent- 
wicklung von Stabilisierungsstrategien eine große Rolle. Auch hier sind neue Akteurskons- 
tellationen gefragt und zu entwickeln, die Politik,  Verwaltung, institutionelles und bürger- 
schaftliches Engagement bündeln. 
Neben dieser gezielten Ansprache und Mitnahme der Ö ffentlichkeit bietet sich zur aktiven 
Einbindung der Bürgerschaft auch das erprobte und b ewährte Instrument der Bürgerum- 
fragen an, das regelmäßig auch zentrale Themen der Stadtentwicklung aufgreift.  So soll 
für die Bürgerumfrage 2008  das Thema ‚Demografieor ientierte Stadtentwicklung’ einen 
inhaltlichen  Schwerpunkt bilden.  
Neben dieser gezielten Ansprache und Mitnahme der Ö ffentlichkeit müssen aber auch 
verwaltungsintern noch weitere Anstrengungen untern ommen werden, um  Arbeitsweisen 
und Problemlösungsstrategien ganzheitlich im Kontex t  des demografischen Wandels zu 
positionieren.  Mit diesem Anspruch muss sich eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe konti- 
nuierlich mit der Demografiefestigkeit von Planunge n und Projekten auseinandersetzen 
und in Kenntnis der aktuellen kleinräumigen Bevölke rungsentwicklung frühzeitig und prä- 
ventiv auf die Veränderungen reagieren.  Die unters chiedlichen quantitativen, qualitativen, 
fachlichen  und teilräumlichen Aspekte des Bevölkerungswandels sind zusammenzuführen 
und zu einer stringenten, durchgängigen  kommunalen  Strategie zu bündeln. Nur so kann 
bei den knappen Ressourcen eine effektive Prioritätensetzung auch für zukunftsfähige und 
demografiefeste Ziele und Projekte der Stadtentwick lung gewährleistet sein. In diesem 
Kontext ist die Aktivierung und ggf. Erweiterung de r seit 2004 bestehenden ressortüber- 
greifenden verwaltungsinternen Projektgruppe ‚demografischer Wandel’ zu einer Arbeits- 
gruppe ‚demografieorientierte Stadtentwicklung’ anzustreben. Zentrale Aufgabe muss es 
sein, die demografische Entwicklung zu beobachten, präventiv in ihren raumstrukturellen 
Auswirkungen zu begleiten und möglichst auch steuer n zu können.  Die bereits etablierten 
Gespräche mit den für die Wohnfolgeinfrastruktur zu ständigen Fachämtern zur frühzeiti- 
gen Ausrichtung der Planung an der prognostizierten  Bevölkerungsentwicklung werden 
hier inhaltlich mit Berücksichtigung finden. Eine effiziente Bearbeitung des verwaltungsweit 
bedeutenden Demografiethemas kann so sichergestellt werden. 
Neben den intrakommunalen Netzwerken unter Beteilig ung von Vereinen, Verbänden und 
vor allem den Bürgern sind aber auch interkommunale   Kooperationen wichtige Voraus-

- 80 - 
setzungen für eine zukunftsfähige Strategie im demo grafischen Wandel. Dabei gilt es als 
sicher, dass der demografische Wandel  die Bedeutun g der gegenseitigen Verflechtungen 
und Abhängigkeiten zwischen den Städten und Gemeind en eher verstärken als abschwä- 
chen wird. Die interkommunalen Wanderungsbewegungen  rücken wieder stärker in die 
fachliche Beobachtung, denn der Wettbewerb um Einwo hner wird sich verstärken. Die 
Stadt Münster ist hier bereits gut aufgestellt. Die  Zuzugsbefragung 2005 und die stadtregi- 
onale Umfrage zum Thema ‚Wohnen’ im Jahr 2006 liefe rn detaillierte Informationen zu 
möglichen Entwicklungen und Trends. Dieses Planungs instrumentarium wird auch künftig 
zur kommunalen und interkommunalen Marktforschung E insatz finden. Und auch der in- 
terkommunale Austausch auf der Ebene der Stadtregio n, der sich seit 1999 über die jähr- 
lich stattfindende Bürgermeisterrunde verfestigt ha t wie auch die Mitwirkung in der 
EUREGIO und der oberzentrale Austausch und die enge  Kooperation im Städtedreieck 
MONT (Münster, Osnabrück, Netwerkstad Twente) sind Garanten dafür, dass die demo- 
grafische Entwicklung nicht nur solitär in der Stad t Münster betrachtet wird. Denn regiona- 
le Entwicklungskonzeptionen, die unter Berücksichti gung der demografischen Entwicklung 
raumstrukturelle und raumfunktionale Entwicklungspe rspektiven z. B. für eine Stadtregion 
aufzeigen, werden zunehmend an Bedeutung gewinnen.  
Mit dem Blick in die Zukunft ist festzuhalten, dass  das bürgerschaftliche Engagement in 
der Stadt Münster und auch die Plattformen interkom munaler Kooperation schon  eine 
lange Tradition haben und praxiserprobt sind, so da ss die damit verbundenen Netzwerke  
eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Kommunikation und Kooperation bieten werden. 
 
8 Ausblick 
Wie geht es weiter? Was sind die nächsten Schritte?  
Die Stadt Münster begreift den demografischen Wande l als Chance, stellt sich frühzeitig 
und präventiv den erwarteten Veränderungen und wird  damit versuchen, die 
Ausprägungen der demografischen Entwicklung aktiv zu gestalten. 
Um frühzeitig die Weichen für die Zukunft zu stelle n, liefert das vorliegende 
Handlungskonzept zum demografischen Wandel in Münst er nicht nur eine belastbare 
Standortbestimmung sondern mit dem Demografie-Leitb ild, den aufgezeigten Handlungs-
feldern und strategischen Handlungsempfehlungen sow ie den Ansprüchen an Monitoring, 
Controlling und Kommunikation und Kooperation auch einen zentralen Handlungskatalog 
für eine demografiefeste Stadtentwicklung.

- 81 - 
Nach der parlamentarischen Beratung und Beschlussfa ssung wird die Verwaltung die 
verwaltungsinterne und bürgerschaftliche Kommunikat ion strukturieren und vorbereiten. 
Intention ist ein breit angelegter öffentlicher Inf ormationsaustausch zu den Inhalten und 
Kernaussagen mit den verschiedenen Institutionen, V ereinen, Verbänden und 
Interessensvertretern der Stadtgesellschaft und all en interessierten Bürgerinnen und 
Bürgern. Neben der Information und Diskussion gilt es aber auch, Interessen, Bedürfnisse 
und Potenziale verschiedener Bevölkerungsgruppen zu sammenzubringen. Denn bei der 
Gestaltung des demografischen Wandels handelt es si ch um einen Prozess, der alle 
Bereiche der Stadt Münster betrifft, die ihre Leben squalität und Zukunftsfähigkeit 
bestimmen. Insofern kann das Handlungskonzept konti nuierlich angepasst und 
weiterentwickelt werden. 
Während die Stadt Münster in ihrem originären Verwaltungshandeln  für die Sicherstellung 
einer demografieorientierten Stadt- und Stadtteilen twicklung u. a. hinsichtlich fiskalischer, 
infrastruktureller, sozialer und städtebaulicher As pekte zuständig ist und die Steuerung 
über die interdisziplinäre Arbeitsgruppe ‚demografi eorientierte Stadtentwicklung’ 
sicherstellen wird, versteht sie sich nach außen al s Moderator und Koordinator , um lokale 
Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen, Diskussi onsprozesse zu initiieren, zu 
bündeln und die verschiedenen Interessen und Bedürf nisse in einem Prozess des 
Dialoges zusammenzuführen. 
Nach Vorlage der Fortschreibung der kleinräumigen B evölkerungsprognose 2020, der 
Auswertung der Bürgerumfrage 2008 mit dem Schwerpun ktthema ‚demografischer 
Wandel’, der Erarbeitung erster Quartiersprofile un d des Frühwarnsystems sowie erster 
Ergebnisse der Prüfaufträge soll 2010/2011 ein erst er Sachstandsbericht zur 
demografischen Entwicklung in Münster  den parlamen tarischen Gremien vorgelegt 
werden.

Anlage 3 
 
 
 
Tabellenanhang 
 
 
 
Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2005 bis 2015......................4  
 - Gesamtstadt ..................................... ...................................................................5 
 - Stadtbezirke.................................... .....................................................................8 
 - Statistische Bezirke (Stadtteile)............... ........................................................17  
Bezirksregierung Münster – Künftige Bevölkerungsentwicklung im 
Regierungsbezirk Münster (Bevölkerungsbericht 2005)..............................................32

2 Handlungskonzept Demographischer Wandel 
Tabellenverzeichnis: 
 
Kleinräumige Bevölkerungsprognose .............................................................................4 
Tabelle 1:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen in Münster 1990 bis 2015 
(Differenzen in den Summen durch Runden) ...........................................................5 
Tabelle 2:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen in Münster 1990 bis 
2015, Männer (Differenzen in den Summen durch Runden) ....................................6 
Tabelle 3:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen in Münster 1990 bis 
2015, Frauen (Differenzen in den Summen durch Runden).....................................7  
Tabelle 4:  Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadtbezirken 1990 bis 2015 ........................8 
Tabelle 5:  Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadtbezirken Münsters, Männer ..................9 
Tabelle 6:  Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadtbezirken Münsters, Frauen.................10  
Tabelle 7:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
Mitte 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) .........................11  
Tabelle 8:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
West 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden).........................12  
Tabelle 9:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
Nord 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) .........................13  
Tabelle 10:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
Ost 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) ...........................14  
Tabelle 11:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
Südost 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden)......................15  
Tabelle 12:  Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
Hiltrup 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) ......................16  
Tabelle 13:  Bevölkerung und Bevölkerungsveränderung nach Statistischen Bezirken 
zum 31.12.2005 und 31.12.2015 ............................................................................17  
Tabelle 14:  Entwicklung der Wohnberechtigten Bevölkerung vom 31.12.1995 bis 
31.12.2015 und ausgewählter Altersgruppen nach Teilbereichen und 
Statistischen Bezirken.............................................................................................18  
Tabelle 14.1:  Teilbereich 1 Altstadt (Statistische Bezirke 11 – 15)....................................... 19  
Tabelle 14.2:  Teilbereich 2 Innenstadtring (Statistische Bezirke 21 – 29)............................ 19  
Tabelle 14.3:  Teilbereich 3 Mitte-Süd (Statistische Bezirke 31 – 34) ................................... 20  
Tabelle 14.4:  Teilbereich 4 Mitte-Nordost (Statistische Bezirke 43 – 47) ............................. 20  
Tabelle 14.5:  Statistischer Bezirk Gievenbeck (51) .............................................................. 21  
Tabelle 14.6:  Statistischer Bezirk Sentrup (52)..................................................................... 21  
Tabelle 14.7:  Statistischer Bezirk Mecklenbeck (54) ............................................................ 22  
Tabelle 14.8:  Statistischer Bezirk Albachten (56) ................................................................. 22 
Tabelle 14.9:  Statistischer Bezirk Roxel (57).................... .................................................... 23  
Tabelle 14.10:  Statistischer Bezirk Nienberge (58)............................................................... 23  
Tabelle 14.11:  Statistischer Bezirk Coerde (61) ................................................................... 24  
Tabelle 14.12:  Statistischer Bezirk Kinderhaus-Ost (62) ...................................................... 24  
Tabelle 14.13:  Statistischer Bezirk Kinderhaus-West (63).................................................... 25

Handlungskonzept Demographischer Wandel                          3 
Tabelle 14.14:  Statistischer Bezirk Sprakel (68).................. ................................................. 25 
Tabelle 14.15:  Statistischer Bezirk Mauritz-Ost (71)............................................................. 26  
Tabelle 14.16:  Statistischer Bezirk Gelmer-Dyckburg (76) ................................................... 26  
Tabelle 14.17:  Statistischer Bezirk Handorf (77) .................................................................. 27  
Tabelle 14.18:  Statistischer Bezirk Gremmendorf-West (81)................................................ 27  
Tabelle 14.19:  Statistischer Bezirk Gremmendorf-Ost (82) .................................................. 28  
Tabelle 14.20:  Statistischer Bezirk Angelmodde (86)............... ............................................ 28  
Tabelle 14.21:  Statistischer Bezirk Wolbeck (87) ................................................................. 29  
Tabelle 14.22:  Statistischer Bezirk Berg Fidel (91)............................................................... 29  
Tabelle 14.23:  Statistischer Bezirk Hiltrup-Ost (95).............. ................................................ 30  
Tabelle 14.24:  Statistischer Bezirk Hiltrup-Mitte (96)............................................................ 30  
Tabelle 14.25:  Statistischer Bezirk Hiltrup-West (97) ........................................................... 31  
Tabelle 14.26:  Statistischer Bezirk Amelsbüren (98)............... ............................................. 31  
Bezirksregierung Münster – Künftige Bevölkerungsentwicklung im 
Regierungsbezirk Münster........................... ...................................................................32  
Tabelle 15:  Künftigte Bevölkerungsentwicklung im Regierungsbezirk Münster ........................34

4 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 201 5 
 
 
 
 
 
 
 
Kleinräumige Bevölkerungsprognose  
der Stadt Münster 2005 bis 2015 
 
- Gesamtstadt 
- Stadtbezirke 
- Statistische Bezirke (Stadtteile)

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           5 
Tabelle 1: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersg ruppen in Münster 1990 bis 2015 
(Differenzen in den Summen durch Runden) 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   in Münster 
0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1990 275 150 8 385 7 382 8 981 12 304 4 294 11 051 3 0 791 37 781 58 199 45 293 13 156 11 869 25 664 
1991 278 040 8 456 7 695 9 120 12 642 4 280 10 283 2 9 466 38 667 60 973 45 345 13 004 11 815 26 294 
1992 279 593 8 355 7 867 9 375 12 869 4 361 9 381 28  005 38 951 63 439 45 580 12 709 11 894 26 807 
1993 280 701 8 216 8 013 9 505 13 155 4 364 9 174 26  472 38 549 65 701 45 849 12 260 12 170 27 273 
1994 278 154 7 916 7 926 9 616 13 479 4 214 9 459 24  316 36 756 66 683 45 636 12 411 12 244 27 498 
1995 279 632 7 892 7 826 9 884 13 818 4 351 9 519 23  865 35 367 68 499 45 708 12 626 12 269 28 008 
1996 281 347 7 896 7 719 10 211 13 918 4 593 9 871 2 3 708 34 101 70 047 45 537 13 200 12 036 28 510 
1997 280 417 8 015 7 525 10 123 14 112 4 765 9 766 2 4 053 31 866 70 400 45 279 13 905 11 690 28 918 
1998 279 215 8 035 7 452 10 050 14 307 4 754 9 874 2 4 339 29 228 70 629 44 933 14 820 11 318 29 476 
1999 279 664 8 036 7 551 10 078 14 690 4 731 10 213 24 269 27 700 70 814 44 752 15 424 11 473 29 933 
2000 279 461 7 933 7 683 9 783 15 021 4 805 10 443 2 4 260 26 373 70 473 44 651 15 971 11 688 30 377 
2001 278 740 7 791 7 713 9 750 15 129 4 904 10 775 2 3 972 25 101 69 728 44 716 16 239 12 246 30 676 
2002 279 489 7 498 7 583 9 907 15 264 5 008 10 906 2 4 057 24 964 69 019 45 696 15 741 12 966 30 880 
2003 281 285 7 275 7 574 9 822 15 307 5 075 10 933 2 4 730 24 955 68 809 46 626 15 312 13 827 31 040 
2004 280 201 7 253 7 471 9 921 15 020 5 216 11 104 2 4 705 24 744 66 682 47 671 14 468 14 409 31 537 
2005 278 925 7 095 7 207 9 977 14 784 5 249 11 104 2 3 695 24 713 65 320 49 680 12 960 14 935 32 206 
PROGNOSE 
2006 279 080 6 862 7 034 9 917 14 850 5 253 11 457 2 4 188 24 622 64 008 50 688 12 111 15 187 32 902 
2007 279 436 6 669 6 957 9 813 14 935 5 149 11 712 2 4 473 24 770 63 032 51 604 11 897 14 697 33 728 
2008 279 777 6 582 6 822 9 669 14 978 5 059 11 805 2 4 779 25 114 61 823 52 549 11 684 14 232 34 680 
2009 280 075 6 520 6 624 9 517 15 050 5 115 11 723 2 5 092 25 342 60 712 53 299 11 852 13 513 35 716 
2010 280 219 6 473 6 463 9 312 15 260 5 002 11 672 2 5 436 25 381 59 770 53 947 12 622 12 169 36 711 
2011 280 284 6 438 6 393 9 143 15 230 4 977 11 640 2 5 679 25 516 58 881 54 540 12 917 11 417 37 513 
2012 280 242 6 411 6 342 9 000 15 003 5 228 11 570 2 5 689 25 686 58 061 55 057 13 247 11 232 37 716 
2013 280 078 6 389 6 304 8 806 14 904 5 281 11 563 2 5 665 25 854 57 386 55 301 13 557 11 046 38 023 
2014 279 817 6 370 6 274 8 651 14 763 5 188 11 675 2 5 646 25 999 56 774 55 405 13 710 11 194 38 168 
2015 279 388 6 350 6 248 8 576 14 491 5 222 11 780 2 5 478 26 128 56 316 55 319 13 888 11 884 37 710 
2005 = 100 % 
2006 100  97  98  99  100  100  103  102  100  98  1 02  93  102  102  
2007 100  94  97  98  101  98  105  103  100  96  10 4  92  98  105  
2008 100  93  95  97  101  96  106  105  102  95  10 6  90  95  108  
2009 100  92  92  95  102  97  106  106  103  93  10 7  91  90  111  
2010 100  91  90  93  103  95  105  107  103  92  10 9  97  81  114  
2011 100  91  89  92  103  95  105  108  103  90  11 0  100  76  116  
2012 100  90  88  90  101  100  104  108  104  89  1 11  102  75  117  
2013 100  90  87  88  101  101  104  108  105  88  1 11  105  74  118  
2014 100  90  87  87  100  99  105  108  105  87  11 2  106  75  119  
2015 100  89  87  86  98  99  106  108  106  86  111   107  80  117  
Jahre 
jew. 
31.12. 
insge- 
samt 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

6 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 201 5 
 
Tabelle 2: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersg ruppen in Münster 1990 bis 2015, 
Männer (Differenzen in den Summen durch Runden) 
insge- 
samt 0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1990 129 576 4 337 3 780 4 606 6 334 2 190 4 918 14 179 19 309 29 852 21 871 5 989 4 355 7 856 
1991 131 190 4 368 3 925 4 667 6 454 2 251 4 525 13 445 19 737 31 346 21 967 5 968 4 500 8 037 
1992 131 940 4 358 4 015 4 781 6 525 2 307 4 156 12 673 19 726 32 539 22 107 5 854 4 698 8 201 
1993 132 298 4 236 4 115 4 810 6 731 2 229 4 018 11 952 19 425 33 474 22 281 5 637 5 047 8 343 
1994 131 042 4 084 4 084 4 848 6 908 2 083 4 114 10 961 18 476 33 924 22 155 5 738 5 209 8 458 
1995 131 846 3 997 4 079 5 002 7 065 2 152 4 034 10 867 17 808 34 850 22 189 5 800 5 377 8 626 
1996 132 686 4 013 3 974 5 207 7 137 2 313 4 049 10 699 17 223 35 589 22 120 6 113 5 311 8 938 
1997 132 133 4 075 3 858 5 188 7 229 2 417 3 940 10 710 16 075 35 717 22 030 6 480 5 162 9 252 
1998 131 402 4 121 3 775 5 201 7 307 2 422 4 038 10 706 14 652 35 807 21 886 6 896 4 982 9 609 
1999 131 606 4 118 3 815 5 223 7 469 2 444 4 257 10 629 13 903 35 785 21 844 7 152 5 089 9 878 
2000 131 552 4 075 3 881 5 005 7 660 2 444 4 343 10 585 13 325 35 622 21 799 7 473 5 177 10 163 
2001 131 081 3 996 3 939 4 951 7 752 2 428 4 498 10 461 12 593 35 109 21 922 7 541 5 483 10 408 
2002 131 351 3 758 3 892 5 003 7 826 2 505 4 530 10 424 12 414 34 775 22 460 7 296 5 834 10 634 
2003 132 517 3 652 3 847 4 966 7 882 2 544 4 590 10 883 12 351 34 660 22 932 7 152 6 248 10 810 
2004 131 982 3 615 3 813 5 050 7 708 2 629 4 670 10 914 12 144 33 604 23 402 6 753 6 513 11 167 
2005 131 700 3 592 3 656 5 151 7 549 2 664 4 765 10 551 11 996 32 945 24 414 6 095 6 793 11 529 
2006 131 540 3 502 3 547 5 100 7 546 2 712 4 885 10 694 11 924 32 297 24 774 5 741 6 856 11 963 
2007 131 537 3 430 3 481 5 019 7 617 2 653 4 917 10 786 12 055 31 740 25 124 5 664 6 624 12 427 
2008 131 566 3 349 3 466 4 931 7 596 2 598 5 017 10 818 12 278 31 115 25 451 5 557 6 452 12 938 
2009 131 594 3 317 3 388 4 800 7 654 2 635 4 959 10 944 12 403 30 512 25 739 5 660 6 116 13 466 
2010 131 563 3 293 3 329 4 679 7 776 2 520 4 961 11 081 12 445 30 035 25 978 5 979 5 522 13 967 
2011 131 504 3 274 3 261 4 623 7 790 2 471 4 907 11 179 12 533 29 595 26 186 6 117 5 225 14 343 
2012 131 400 3 260 3 234 4 565 7 647 2 630 4 850 11 180 12 573 29 207 26 384 6 230 5 163 14 477 
2013 131 245 3 249 3 214 4 487 7 551 2 710 4 791 11 182 12 630 28 878 26 476 6 310 5 074 14 694 
2014 131 052 3 239 3 198 4 427 7 462 2 648 4 858 11 170 12 694 28 578 26 469 6 365 5 165 14 779 
2015 130 783 3 228 3 184 4 361 7 325 2 668 4 961 11 043 12 772 28 344 26 399 6 438 5 442 14 619 
2005 = 100 % 
2006 100   97   97   99   100   102   103   101   99    98   101   94   101   104  
2007  100   95   95   97   101   100   103   102   1 00   96   103   93   98   108  
2008  100   93   95   96   101   98   105   103   10 2   94   104   91   95   112  
2009  100   92   93   93   101   99   104   104   10 3   93   105   93   90   117  
2010  100   92   91   91   103   95   104   105   10 4   91   106   98   81   121  
2011  100   91   89   90   103   93   103   106   10 4   90   107   100   77   124  
2012  100   91   88   89   101   99   102   106   10 5   89   108   102   76   126  
2013  100   90   88   87   100   102   101   106   1 05   88   108   104   75   127  
2014  100   90   87   86   99   99   102   106   106    87   108   104   76   128  
2015  99   90   87   85   97   100   104   105   106    86   108   106   80   127  
Jahre 
jew. 
31.12. 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   in Münster, Männer 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
PROGNOSE 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           7 
Tabelle 3: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersg ruppen in Münster 1990 bis 2015, 
Frauen (Differenzen in den Summen durch Runden) 
insge- 
samt 0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1990 145 574 4 048 3 602 4 375 5 970 2 104 6 133 16 612 18 472 28 347 23 422 7 167 7 514 17 808 
1991 146 850 4 088 3 770 4 453 6 188 2 029 5 758 16 021 18 930 29 627 23 378 7 036 7 315 18 257 
1992 147 653 4 005 3 855 4 596 6 344 2 054 5 225 15 332 19 225 30 900 23 473 6 855 7 196 18 593 
1993 148 403 3 980 3 898 4 695 6 424 2 135 5 156 14 520 19 124 32 227 23 568 6 623 7 123 18 930 
1994 147 112 3 832 3 842 4 768 6 571 2 131 5 345 13 355 18 280 32 759 23 481 6 673 7 035 19 040 
1995 147 786 3 895 3 747 4 882 6 753 2 199 5 485 12 998 17 559 33 649 23 519 6 826 6 892 19 382 
1996 148 661 3 883 3 745 5 004 6 781 2 280 5 822 13 009 16 878 34 458 23 417 7 087 6 725 19 572 
1997 148 286 3 940 3 667 4 935 6 883 2 348 5 826 13 345 15 791 34 683 23 249 7 425 6 528 19 666 
1998 147 813 3 914 3 677 4 849 7 000 2 332 5 836 13 633 14 576 34 822 23 047 7 924 6 336 19 867 
1999 148 058 3 918 3 736 4 855 7 221 2 287 5 956 13 640 13 797 35 029 22 908 8 272 6 384 20 055 
2000 147 909 3 858 3 802 4 778 7 361 2 361 6 100 13 675 13 048 34 851 22 852 8 498 6 511 20 214 
2001 147 659 3 795 3 774 4 799 7 377 2 476 6 277 13 511 12 508 34 619 22 794 8 698 6 763 20 268 
2002 148 138 3 740 3 691 4 904 7 438 2 503 6 376 13 633 12 550 34 244 23 236 8 445 7 132 20 246 
2003 148 768 3 623 3 727 4 856 7 425 2 531 6 343 13 847 12 604 34 149 23 694 8 160 7 579 20 230 
2004 148 219 3 638 3 658 4 871 7 312 2 587 6 434 13 791 12 600 33 078 24 269 7 715 7 896 20 370 
2005 147 225 3 503 3 551 4 826 7 235 2 585 6 339 13 144 12 717 32 375 25 266 6 865 8 142 20 677 
PROGNOSE 
2006 147 540 3 360 3 487 4 817 7 305 2 541 6 573 13 493 12 698 31 711 25 914 6 370 8 331 20 939 
2007 147 899 3 239 3 475 4 794 7 319 2 495 6 796 13 687 12 715 31 292 26 480 6 234 8 072 21 300 
2008 148 211 3 233 3 356 4 739 7 382 2 460 6 788 13 961 12 836 30 708 27 099 6 128 7 780 21 741 
2009 148 481 3 203 3 235 4 717 7 396 2 480 6 764 14 149 12 938 30 200 27 560 6 192 7 397 22 250 
2010 148 656 3 180 3 135 4 634 7 484 2 483 6 712 14 355 12 936 29 735 27 969 6 643 6 647 22 744 
2011 148 780 3 164 3 132 4 520 7 441 2 505 6 733 14 501 12 983 29 285 28 354 6 800 6 192 23 170 
2012 148 842 3 151 3 108 4 435 7 356 2 597 6 721 14 509 13 114 28 854 28 672 7 017 6 069 23 239 
2013 148 833 3 140 3 090 4 320 7 353 2 571 6 773 14 482 13 224 28 508 28 825 7 247 5 971 23 329 
2014 148 765 3 131 3 076 4 224 7 301 2 539 6 818 14 476 13 306 28 197 28 937 7 345 6 028 23 389 
2015 148 605 3 122 3 064 4 215 7 166 2 554 6 819 14 435 13 356 27 972 28 920 7 449 6 443 23 091 
2005 = 100 % 
2006 100  96 98 100 101 98 104 103 100 98 103 93 102 101 
2007  100  92 98 99 101 97 107 104 100 97 105 91 99 103 
2008  101  92 95 98 102 95 107 106 101 95 107 89 96 105 
2009  101  91 91 98 102 96 107 108 102 93 109 90 91 108 
2010  101  91 88 96 103 96 106 109 102 92 111 97 82 110 
2011  101  90 88 94 103 97 106 110 102 90 112 99 76 112 
2012  101  90 88 92 102 100 106 110 103 89 113 102 75 11 2 
2013  101  90 87 90 102 99 107 110 104 88 114 106 73 113  
2014  101  89 87 88 101 98 108 110 105 87 115 107 74 113  
2015  101  89 86 87 99 99 108 110 105 86 114 109 79 112 
Jahre 
jew. 
31.12. 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   in Münster, Frauen 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

8 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 201 5 
 
Tabelle 4: Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadt bezirken 1990 bis 2015 
Mitte West Nord Ost Südost Hiltrup 
absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
1990    124 001  47 934  26 582  20 300  24 490  31  843  275 150  
1991    124 747  49 308  26 757  20 323  24 794  32  111  278 040  
1992    124 587  49 712  27 450  20 359  24 968  32  517  279 593  
1993    123 927  50 546  27 654  20 368  25 227  32  979  280 701  
1994    120 679  50 652  27 733  20 200  25 118  33  772  278 154  
1995    119 879  51 426  27 986  20 193  25 274  34  874  279 632  
1996    119 679  51 992  28 134  20 445  25 551  35  546  281 347  
1997    118 721  51 038  28 270  20 385  26 200  35  805  280 419  
1998    117 261  50 708  28 543  20 291  26 586  35  826  279 215  
1999    116 397  51 574  28 509  20 272  26 849  36  063  279 664  
2000    115 265  51 934  28 560  20 332  27 121  36  249  279 461  
2001    114 488  52 112  28 365  20 200  27 239  36  336  278 740  
2002    114 686  52 283  28 583  20 125  27 153  36  659  279 489  
2003    114 967  52 921  28 888  20 434  27 364  36  711  281 285  
2004    114 292  53 302  28 745  20 280  27 023  36  559  280 201  
2005    113 216  53 377  28 481  20 146  27 131  36  574  278 925  
2006    111 731  54 205  28 531  20 414  27 162  37  037  279 080  
2007    110 864  54 784  28 517  20 587  27 406  37  278  279 436  
2008    110 169  55 284  28 524  20 778  27 518  37  503  279 777  
2009    109 592  55 664  28 450  20 874  27 802  37  692  280 075  
2010    108 960  56 023  28 365  20 950  28 010  37  910  280 219  
2011    108 230  56 150  28 331  21 036  28 530  38  006  280 284  
2012    107 617  56 365  28 273  21 061  29 041  37  886  280 242  
2013    107 032  56 556  28 241  21 051  29 443  37  755  280 078  
2014    106 627  56 564  28 155  20 996  29 838  37  638  279 817  
2015    106 326  56 505  28 102  20 935  29 943  37  577  279 388  
2006    99   102   100   101   100   101   100   
2007    98   103   100   102   101   102   100   
2008    97   104   100   103   101   103   100   
2009    97   104   100   104   102   103   100   
2010    96   105   100   104   103   104   100   
2011    96   105   99   104   105   104   100   
2012    95   106   99   105   107   104   100   
2013    95   106   99   104   109   103   100   
2014    94   106   99   104   110   103   100   
2015    94   106   99   104   110   103   100   
IST 
PROGNOSE 
2005 = 100 % 
Jahre 
jew. 
31.12. 
Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadtbezirken 
Stadtbezirke 
Stadt 
Münster 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           9 
 
Tabelle 5: Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadt bezirken Münsters, Männer 
Mitte West Nord Ost Südost Hiltrup 
absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
1990    55 338  23 970  12 940  9 903  11 953  15 4 72  129 576  
1991    55 891  24 641  13 066  9 881  12 135  15 5 76  131 190  
1992    55 952  24 724  13 378  9 887  12 205  15 7 94  131 940  
1993    55 657  25 028  13 478  9 854  12 296  15 9 85  132 298  
1994    54 054  25 063  13 533  9 737  12 256  16 3 99  131 042  
1995    53 710  25 486  13 668  9 684  12 357  16 9 41  131 846  
1996    53 597  25 804  13 719  9 853  12 478  17 2 35  132 686  
1997    53 274  25 111  13 771  9 772  12 841  17 3 64  132 133  
1998    52 570  24 891  13 904  9 719  12 998  17 3 20  131 402  
1999    52 314  25 166  13 866  9 734  13 112  17 4 14  131 606  
2000    51 931  25 300  13 865  9 750  13 200  17 5 06  131 552  
2001    51 600  25 337  13 765  9 665  13 200  17 5 14  131 081  
2002    51 789  25 276  13 880  9 629  13 152  17 6 25  131 351  
2003    52 174  25 591  14 005  9 767  13 303  17 6 77  132 517  
2004    51 884  25 758  13 931  9 713  13 125  17 5 71  131 982  
2005    51 654  25 802  13 833  9 654  13 204  17 5 53  131 700  
2006    51 049  26 106  13 774  9 749  13 139  17 7 23  131 540  
2007    50 734  26 303  13 695  9 806  13 202  17 7 98  131 537  
2008    50 492  26 471  13 639  9 879  13 211  17 8 73  131 566  
2009    50 293  26 587  13 551  9 910  13 315  17 9 39  131 594  
2010    50 056  26 702  13 465  9 932  13 385  18 0 23  131 563  
2011    49 764  26 706  13 412  9 962  13 612  18 0 49  131 504  
2012    49 522  26 761  13 350  9 963  13 836  17 9 68  131 400  
2013    49 288  26 810  13 307  9 948  14 009  17 8 83  131 245  
2014    49 140  26 774  13 242  9 911  14 180  17 8 05  131 052  
2015    49 040  26 707  13 196  9 871  14 213  17 7 56  130 783  
2006    99   101   100   101   100   101   100   
2007    98   102   99   102   100   101   100   
2008    98   103   99   102   100   102   100   
2009    97   103   98   103   101   102   100   
2010    97   103   97   103   101   103   100   
2011    96   104   97   103   103   103   100   
2012    96   104   97   103   105   102   100   
2013    95   104   96   103   106   102   100   
2014    95   104   96   103   107   101   100   
2015    95   104   95   102   108   101   99   
IST 
PROGNOSE 
2005 = 100 % 
Jahre 
jew. 
31.12. 
Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadtbezirken, Männer 
Stadtbezirke 
Stadt 
Münster 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

10 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
 
Tabelle 6: Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadt bezirken Münsters, Frauen 
Mitte West Nord Ost Südost Hiltrup 
absolut absolut absolut absolut absolut absolut absolut 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
1990    68 663  23 964  13 642  10 397  12 537  16 371  145 574  
1991    68 856  24 667  13 691  10 442  12 659  16 535  146 850  
1992    68 635  24 988  14 072  10 472  12 763  16 723  147 653  
1993    68 270  25 518  14 176  10 514  12 931  16 994  148 403  
1994    66 625  25 589  14 200  10 463  12 862  17 373  147 112  
1995    66 169  25 940  14 318  10 509  12 917  17 933  147 786  
1996    66 082  26 188  14 415  10 592  13 073  18 311  148 661  
1997    65 447  25 927  14 499  10 613  13 359  18 441  148 286  
1998    64 691  25 817  14 639  10 572  13 588  18 506  147 813  
1999    64 083  26 408  14 643  10 538  13 737  18 649  148 058  
2000    63 334  26 634  14 695  10 582  13 921  18 743  147 909  
2001    62 888  26 775  14 600  10 535  14 039  18 822  147 659  
2002    62 897  27 007  14 703  10 496  14 001  19 034  148 138  
2003    62 793  27 330  14 883  10 667  14 061  19 034  148 768  
2004    62 408  27 544  14 814  10 567  13 898  18 988  148 219  
2005    61 562  27 575  14 648  10 492  13 927  19 021  147 225  
2006    60 682  28 099  14 757  10 666  14 022  19 313  147 540  
2007    60 131  28 481  14 822  10 781  14 204  19 480  147 899  
2008    59 677  28 813  14 885  10 898  14 307  19 630  148 211  
2009    59 299  29 077  14 899  10 965  14 488  19 753  148 481  
2010    58 904  29 322  14 900  11 018  14 624  19 887  148 656  
2011    58 467  29 445  14 919  11 074  14 918  19 958  148 780  
2012    58 095  29 603  14 922  11 098  15 205  19 918  148 842  
2013    57 744  29 746  14 934  11 103  15 434  19 872  148 833  
2014    57 486  29 790  14 913  11 085  15 658  19 833  148 765  
2015    57 286  29 798  14 906  11 063  15 730  19 821  148 605  
2006    99   102   101   102   101   102   100   
2007    98   103   101   103   102   102   100   
2008    97   104   102   104   103   103   101   
2009    96   105   102   105   104   104   101   
2010    96   106   102   105   105   105   101   
2011    95   107   102   106   107   105   101   
2012    94   107   102   106   109   105   101   
2013    94   108   102   106   111   104   101   
2014    93   108   102   106   112   104   101   
2015    93   108   102   105   113   104   101   
IST 
PROGNOSE 
2005 = 100 % 
Jahre 
jew. 
31.12. 
Wohnberechtigte Bevölkerung in den Stadtbezirken, Frauen 
Stadtbezirke 
Stadt 
Münster 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           11 
 
Tabelle 7: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersg ruppen im Stadtbezirk Münster-Mitte 
1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   im Stadtbezirk Münster-Mitte 
0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1995 119 879 2 927 2 581 3 121 4 058 1 227 3 722 11 444 17 509 30 095 17 146 5 189 5 512 15 348 
1996 119 679 2 894 2 470 3 143 4 087 1 291 3 820 11 686 17 085 30 499 16 845 5 366 5 200 15 293 
1997 118 721 2 873 2 377 3 068 4 082 1 330 3 769 12 136 16 269 30 555 16 623 5 476 4 931 15 232 
1998 117 261 2 795 2 273 2 958 4 088 1 341 3 747 12 438 15 194 30 479 16 360 5 716 4 656 15 216 
1999 116 397 2 763 2 250 2 869 4 143 1 348 3 736 12 453 14 661 30 532 16 225 5 724 4 554 15 139 
2000 115 265 2 693 2 236 2 714 4 201 1 382 3 825 12 433 14 221 30 092 16 141 5 713 4 578 15 036 
2001 114 488 2 689 2 246 2 685 4 163 1 377 4 044 12 308 13 640 29 967 16 103 5 669 4 794 14 803 
2002 114 686 2 671 2 224 2 711 4 187 1 412 4 091 12 406 13 623 29 876 16 492 5 489 4 933 14 571 
2003 114 967 2 581 2 275 2 648 4 209 1 393 4 087 12 702 13 651 29 805 16 845 5 299 5 145 14 327 
2004 114 292 2 574 2 228 2 706 4 043 1 396 4 161 12 881 13 657 28 904 17 268 5 017 5 216 14 241 
2005 113 216 2 475 2 143 2 678 3 935 1 448 4 130 12 341 13 701 28 396 17 894 4 569 5 266 14 240 
PROGNOSE 
2006 111 731 2 371 2 004 2 620 3 815 1 438 4 273 12 820 13 380 27 177 18 097 4 209 5 245 14 282 
2007 110 864 2 275 1 958 2 573 3 743 1 374 4 315 13 165 13 338 26 449 18 214 4 109 5 070 14 282 
2008 110 169 2 208 1 907 2 476 3 684 1 325 4 370 13 357 13 570 25 675 18 309 4 057 4 847 14 385 
2009 109 592 2 155 1 851 2 400 3 646 1 312 4 317 13 520 13 788 25 025 18 400 4 077 4 619 14 482 
2010 108 960 2 112 1 784 2 309 3 655 1 241 4 291 13 682 13 897 24 528 18 410 4 256 4 210 14 586 
2011 108 230 2 074 1 738 2 238 3 592 1 223 4 236 13 770 14 000 24 039 18 390 4 347 3 904 14 680 
2012 107 617 2 051 1 709 2 185 3 495 1 268 4 200 13 778 14 076 23 640 18 395 4 429 3 821 14 570 
2013 107 032 2 032 1 687 2 127 3 433 1 255 4 169 13 773 14 147 23 328 18 331 4 485 3 773 14 492 
2014 106 627 2 027 1 682 2 080 3 358 1 236 4 183 13 761 14 222 23 132 18 240 4 520 3 791 14 395 
2015 106 326 2 028 1 687 2 060 3 278 1 239 4 191 13 706 14 308 23 063 18 079 4 587 3 957 14 142 
2005 = 100 % 
2006 99  96  93  98  97  99  103  104  98  96  101  92  100  100  
2007 98  92  91  96  95  95  104  107  97  93  102  90  96  100  
2008 97  89  89  92  94  92  106  108  99  90  102  89  92  101  
2009 97  87  86  90  93  91  105  110  101  88  103  89  88  102  
2010 96  85  83  86  93  86  104  111  101  86  103  93  80  102  
2011 96  84  81  84  91  84  103  112  102  85  103  95  74  103  
2012 95  83  80  82  89  88  102  112  103  83  103  97  73  102  
2013 95  82  79  79  87  87  101  112  103  82  102  98  72  102  
2014 94  82  78  78  85  85  101  112  104  81  102  99  72  101  
2015 94  82  79  77  83  86  101  111  104  81  101  100  75  99  
Jahre 
jew. 
31.12. 
insge- 
samt 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

12 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
 
Tabelle 8: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersg ruppen im Stadtbezirk Münster-West 
1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   im Stadtbezirk Münster-West 
0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1995 51 426 1 484 1 550 1 931 2 775  887 2 182 6 492  7 640 12 133 7 534 1 813 1 693 3 312 
1996 51 992 1 473 1 448 2 010 2 771  912 2 304 6 513  7 378 12 429 7 630 1 954 1 695 3 475 
1997 51 038 1 480 1 413 1 945 2 766  864 2 337 6 434  6 719 12 122 7 644 2 046 1 710 3 558 
1998 50 708 1 442 1 444 1 930 2 828  891 2 344 6 468  6 021 12 096 7 643 2 225 1 670 3 706 
1999 51 574 1 489 1 531 2 004 2 939  926 2 564 6 530  5 728 12 165 7 769 2 359 1 731 3 839 
2000 51 934 1 588 1 543 1 964 3 025  948 2 592 6 534  5 415 12 232 7 796 2 525 1 748 4 024 
2001 52 112 1 569 1 564 2 072 3 034 1 017 2 729 6 40 7 5 086 12 098 7 849 2 674 1 864 4 149 
2002 52 283 1 477 1 595 2 132 3 087 1 029 2 743 6 15 2 5 087 11 992 8 072 2 642 1 969 4 306 
2003 52 921 1 433 1 656 2 111 3 122 1 011 2 747 6 26 0 4 957 12 148 8 308 2 598 2 156 4 414 
2004 53 302 1 509 1 668 2 190 3 108 1 076 2 833 6 21 0 4 822 12 079 8 504 2 470 2 251 4 582 
2005 53 377 1 533 1 625 2 266 3 177 1 063 2 816 5 90 6 4 744 11 888 8 991 2 209 2 405 4 754 
PROGNOSE 
2006 54 205 1 539 1 637 2 341 3 322 1 104 2 444 5 68 2 4 899 12 304 9 329 2 114 2 530 4 962 
2007 54 784 1 496 1 678 2 362 3 437 1 104 2 437 5 23 6 4 995 12 470 9 743 2 121 2 513 5 193 
2008 55 284 1 496 1 649 2 360 3 532 1 106 2 470 4 93 7 5 026 12 497 10 125 2 134 2 485 5 468 
2009 55 664 1 482 1 604 2 326 3 612 1 166 2 449 4 79 2 4 982 12 437 10 472 2 206 2 407 5 731 
2010 56 023 1 475 1 556 2 298 3 703 1 169 2 457 4 74 6 4 893 12 334 10 796 2 402 2 191 6 002 
2011 56 150 1 454 1 526 2 253 3 694 1 180 2 465 4 76 3 4 789 12 149 11 063 2 479 2 092 6 242 
2012 56 365 1 448 1 509 2 213 3 668 1 242 2 476 4 73 6 4 732 12 018 11 283 2 578 2 090 6 372 
2013 56 556 1 442 1 500 2 164 3 671 1 248 2 493 4 72 0 4 709 11 880 11 462 2 644 2 092 6 532 
2014 56 564 1 425 1 483 2 108 3 643 1 238 2 520 4 70 1 4 686 11 698 11 553 2 724 2 150 6 634 
2015 56 505 1 408 1 462 2 077 3 562 1 264 2 539 4 66 0 4 680 11 519 11 636 2 762 2 318 6 619 
2005 = 100 % 
2006 102  100  101  103  105  104  87  96  103  103  104  96  105  104  
2007 103  98  103  104  108  104  87  89  105  105  108  96  104  109  
2008 104  98  101  104  111  104  88  84  106  105  113  97  103  115  
2009 104  97  99  103  114  110  87  81  105  105  1 16  100  100  121  
2010 105  96  96  101  117  110  87  80  103  104  1 20  109  91  126  
2011 105  95  94  99  116  111  88  81  101  102  12 3  112  87  131  
2012 106  94  93  98  115  117  88  80  100  101  12 5  117  87  134  
2013 106  94  92  96  116  117  89  80  99  100  127   120  87  137  
2014 106  93  91  93  115  116  89  80  99  98  128  123  89  140  
2015 106  92  90  92  112  119  90  79  99  97  129  125  96  139  
Jahre 
jew. 
31.12. 
insge- 
samt 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           13 
 
Tabelle 9: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersg ruppen im Stadtbezirk Münster-Nord 
1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   im Stadtbezirk Münster-Nord 
0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1995 27 986  989 1 027 1 479 2 022  609  963 1 629 2  523 6 857 5 043 1 441 1 288 2 116 
1996 28 134  956 1 060 1 544 2 056  664 1 042 1 519 2 358 6 843 5 031 1 459 1 408 2 194 
1997 28 270  964 1 014 1 494 2 146  762 1 001 1 528 2 142 6 923 5 038 1 588 1 353 2 317 
1998 28 543 1 039 1 034 1 457 2 237  676 1 065 1 496  2 036 6 994 5 016 1 725 1 318 2 450 
1999 28 509 1 018 1 002 1 425 2 271  671 1 118 1 493  1 886 6 891 5 044 1 756 1 371 2 563 
2000 28 560  995 1 007 1 363 2 286  710 1 116 1 509 1 754 6 813 5 078 1 862 1 369 2 698 
2001 28 365  942 1 002 1 336 2 278  708 1 107 1 538 1 673 6 577 5 099 1 879 1 367 2 859 
2002 28 583  910  964 1 335 2 278  754 1 136 1 638 1  708 6 415 5 277 1 765 1 484 2 919 
2003 28 888  958  971 1 266 2 263  800 1 166 1 707 1  798 6 269 5 433 1 700 1 589 2 968 
2004 28 745  936  966 1 264 2 165  804 1 192 1 688 1  830 6 029 5 544 1 614 1 633 3 080 
2005 28 481  916  933 1 257 2 022  798 1 217 1 625 1  820 5 796 5 811 1 388 1 709 3 189 
PROGNOSE 
2006 28 531  844  956 1 253 1 976  773 1 268 1 593 1  783 5 795 5 938 1 291 1 733 3 328 
2007 28 517  821  930 1 271 1 954  685 1 295 1 623 1  749 5 767 5 988 1 300 1 629 3 505 
2008 28 524  814  912 1 261 1 935  661 1 254 1 655 1  742 5 715 6 060 1 289 1 574 3 652 
2009 28 450  803  855 1 265 1 909  682 1 204 1 675 1  716 5 632 6 072 1 346 1 502 3 790 
2010 28 365  794  829 1 234 1 934  642 1 168 1 700 1  680 5 557 6 068 1 500 1 317 3 943 
2011 28 331  789  818 1 203 1 940  613 1 159 1 704 1  676 5 485 6 082 1 576 1 229 4 057 
2012 28 273  782  808 1 178 1 912  646 1 135 1 677 1  691 5 395 6 108 1 620 1 234 4 086 
2013 28 241  779  802 1 136 1 926  645 1 119 1 666 1  700 5 345 6 107 1 658 1 224 4 133 
2014 28 155  774  796 1 113 1 908  634 1 119 1 655 1  704 5 265 6 106 1 652 1 271 4 157 
2015 28 102  772  794 1 104 1 877  647 1 128 1 627 1  710 5 213 6 080 1 648 1 404 4 098 
2005 = 100 % 
2006 100  92  102  100  98  97  104  98  98  100  10 2  93  101  104  
2007 100  90  100  101  97  86  106  100  96  100  1 03  94  95  110  
2008 100  89  98  100  96  83  103  102  96  99  104   93  92  115  
2009 100  88  92  101  94  86  99  103  94  97  104  97  88  119  
2010 100  87  89  98  96  80  96  105  92  96  104  108  77  124  
2011 99  86  88  96  96  77  95  105  92  95  105  1 14  72  127  
2012 99  85  87  94  95  81  93  103  93  93  105  1 17  72  128  
2013 99  85  86  90  95  81  92  103  93  92  105  1 19  72  130  
2014 99  84  85  89  94  79  92  102  94  91  105  1 19  74  130  
2015 99  84  85  88  93  81  93  100  94  90  105  1 19  82  129  
Jahre 
jew. 
31.12. 
insge- 
samt 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

14 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
 
Tabelle 10: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-Ost 
1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   im Stadtbezirk Münster-Ost 
0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1995 20 193  556  589  807 1 205  410  680  993 1 80 3 4 690 4 003 1 188 1 081 2 188 
1996 20 445  561  628  824 1 209  443  678  926 1 68 6 4 888 4 035 1 219 1 058 2 290 
1997 20 385  610  613  809 1 208  449  638  948 1 54 4 4 869 4 023 1 287 1 049 2 338 
1998 20 291  594  612  828 1 195  431  638  941 1 37 9 4 901 3 972 1 357 1 013 2 430 
1999 20 272  573  597  849 1 250  413  667  875 1 25 8 4 926 3 877 1 472 1 044 2 471 
2000 20 332  558  644  816 1 259  429  672  874 1 15 4 4 954 3 893 1 477 1 099 2 503 
2001 20 200  559  641  806 1 287  458  649  815 1 07 4 4 870 3 836 1 523 1 148 2 534 
2002 20 125  539  599  828 1 272  437  676  826 1 02 2 4 807 3 814 1 479 1 221 2 605 
2003 20 434  517  592  847 1 291  458  711  888 1 02 6 4 856 3 847 1 447 1 310 2 644 
2004 20 280  513  587  842 1 281  464  713  838 1 00 1 4 633 3 932 1 356 1 403 2 717 
2005 20 146  456  590  850 1 250  447  675  810  982  4 592 4 040 1 243 1 403 2 808 
PROGNOSE 
2006 20 414  463  567  844 1 294  442  806  931 1 01 6 4 511 4 098 1 147 1 426 2 870 
2007 20 587  460  560  811 1 323  447  861 1 047 1 0 65 4 402 4 194 1 097 1 370 2 950 
2008 20 778  473  531  843 1 332  445  867 1 163 1 1 07 4 319 4 290 1 047 1 334 3 026 
2009 20 874  473  525  823 1 335  456  880 1 232 1 1 46 4 217 4 371 1 024 1 245 3 147 
2010 20 950  474  517  804 1 367  450  877 1 287 1 1 76 4 128 4 453 1 069 1 140 3 209 
2011 21 036  480  522  793 1 376  437  892 1 314 1 2 14 4 066 4 536 1 067 1 057 3 283 
2012 21 061  481  521  772 1 365  473  879 1 322 1 2 47 4 016 4 569 1 105 1 016 3 294 
2013 21 051  482  519  761 1 341  498  880 1 321 1 2 73 3 959 4 607 1 120  973 3 318 
2014 20 996  480  514  747 1 336  474  891 1 327 1 2 91 3 900 4 619 1 129  956 3 332 
2015 20 935  479  509  742 1 308  467  917 1 314 1 3 06 3 847 4 608 1 159  998 3 280 
2005 = 100 % 
2006 101  102  96  99  104  99  119  115  103  98  1 01  92  102  102  
2007 102  101  95  95  106  100  128  129  108  96  104  88  98  105  
2008 103  104  90  99  107  100  128  144  113  94  106  84  95  108  
2009 104  104  89  97  107  102  130  152  117  92  108  82  89  112  
2010 104  104  88  95  109  101  130  159  120  90  110  86  81  114  
2011 104  105  88  93  110  98  132  162  124  89  1 12  86  75  117  
2012 105  106  88  91  109  106  130  163  127  87  113  89  72  117  
2013 104  106  88  90  107  111  130  163  130  86  114  90  69  118  
2014 104  105  87  88  107  106  132  164  131  85  114  91  68  119  
2015 104  105  86  87  105  105  136  162  133  84  114  93  71  117  
Jahre 
jew. 
31.12. 
insge- 
samt 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           15 
 
Tabelle 11: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
Südost 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   im Stadtbezirk Münster-Südost 
0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1995 25 274  787  899 1 110 1 543  499  790 1 320 2 476 6 252 4 897 1 265 1 191 2 245 
1996 25 551  817  905 1 145 1 575  518  809 1 198 2 323 6 512 4 852 1 366 1 154 2 377 
1997 26 200  908  896 1 231 1 679  542  811 1 208 2 173 6 808 4 893 1 452 1 156 2 443 
1998 26 586  979  920 1 267 1 697  580  853 1 228 1 952 6 953 4 939 1 554 1 146 2 518 
1999 26 849  935  982 1 292 1 793  569  873 1 186 1 768 7 051 4 895 1 704 1 163 2 638 
2000 27 121  875 1 047 1 303 1 878  557  908 1 187 1  572 7 186 4 901 1 793 1 209 2 705 
2001 27 239  841 1 053 1 236 1 952  573  904 1 179 1  478 7 127 4 969 1 809 1 313 2 805 
2002 27 153  818  964 1 296 1 946  616  897 1 178 1 434 6 892 5 073 1 775 1 411 2 853 
2003 27 364  754  877 1 373 1 969  625  911 1 242 1 450 6 853 5 172 1 738 1 493 2 907 
2004 27 023  671  850 1 353 1 976  635  946 1 207 1 381 6 536 5 263 1 634 1 591 2 980 
2005 27 131  707  818 1 310 1 967  661  968 1 217 1 384 6 320 5 545 1 491 1 654 3 089 
PROGNOSE 
2006 27 162  684  759 1 220 1 985  656 1 135 1 311 1  438 6 021 5 675 1 389 1 690 3 200 
2007 27 406  685  737 1 171 1 984  693 1 199 1 433 1  496 5 884 5 807 1 341 1 666 3 311 
2008 27 518  661  750 1 135 1 981  680 1 222 1 549 1  512 5 720 5 974 1 285 1 627 3 423 
2009 27 802  676  760 1 132 1 985  647 1 253 1 643 1  546 5 663 6 067 1 296 1 538 3 595 
2010 28 010  684  764 1 117 2 004  643 1 252 1 709 1  572 5 595 6 165 1 392 1 391 3 722 
2011 28 530  710  779 1 138 2 023  663 1 260 1 775 1  650 5 652 6 289 1 432 1 309 3 851 
2012 29 041  732  806 1 163 2 000  720 1 256 1 832 1  730 5 698 6 419 1 487 1 276 3 923 
2013 29 443  746  824 1 181 1 990  746 1 279 1 855 1  793 5 749 6 486 1 571 1 237 3 985 
2014 29 838  761  840 1 200 2 003  726 1 330 1 876 1  846 5 801 6 546 1 604 1 254 4 051 
2015 29 943  760  839 1 202 2 010  709 1 361 1 861 1  853 5 782 6 582 1 622 1 342 4 019 
2005 = 100 % 
2006 100  97  93  93  101  99  117  108  104  95  10 2  93  102  104  
2007 101  97  90  89  101  105  124  118  108  93  1 05  90  101  107  
2008 101  93  92  87  101  103  126  127  109  91  1 08  86  98  111  
2009 102  96  93  86  101  98  129  135  112  90  10 9  87  93  116  
2010 103  97  93  85  102  97  129  140  114  89  11 1  93  84  121  
2011 105  100  95  87  103  100  130  146  119  89  113  96  79  125  
2012 107  104  98  89  102  109  130  151  125  90  116  100  77  127  
2013 109  106  101  90  101  113  132  152  130  91  117  105  75  129  
2014 110  108  103  92  102  110  137  154  133  92  118  108  76  131  
2015 110  107  103  92  102  107  141  153  134  91  119  109  81  130  
Jahre 
jew. 
31.12. 
insge- 
samt 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

16 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
 
Tabelle 12: Wohnberechtigte Bevölkerung nach Altersgruppen im Stadtbezirk Münster-
Hiltrup 1995 bis 2015 (Differenzen in den Summen durch Runden) 
Wohnberechtigte   B e v ö l k e r u n g   im Stadtbezirk Münster-Hiltrup 
0 - 3 3 - 6 6 - 10 10 - 16 16 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 45 45 - 60 60 - 65 65 - 70 70 u.ä. 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) 
IST 
1995 34 874 1 149 1 180 1 436 2 215  719 1 182 1 987  3 416 8 472 7 085 1 730 1 504 2 799 
1996 35 546 1 195 1 208 1 545 2 220  765 1 218 1 866  3 271 8 876 7 144 1 836 1 521 2 881 
1997 35 805 1 180 1 212 1 576 2 231  818 1 210 1 801  3 019 9 123 7 058 2 056 1 491 3 030 
1998 35 826 1 186 1 169 1 610 2 262  835 1 227 1 768  2 646 9 206 7 003 2 243 1 515 3 156 
1999 36 063 1 258 1 189 1 639 2 294  804 1 255 1 732  2 399 9 249 6 942 2 409 1 610 3 283 
2000 36 249 1 224 1 206 1 623 2 372  779 1 330 1 723  2 257 9 196 6 842 2 601 1 685 3 411 
2001 36 336 1 191 1 207 1 615 2 415  771 1 342 1 725  2 150 9 089 6 860 2 685 1 760 3 526 
2002 36 659 1 083 1 237 1 605 2 494  760 1 363 1 857  2 090 9 037 6 968 2 591 1 948 3 626 
2003 36 711 1 032 1 203 1 577 2 453  788 1 311 1 931  2 073 8 878 7 021 2 530 2 134 3 780 
2004 36 559 1 050 1 172 1 566 2 447  841 1 259 1 881  2 053 8 501 7 160 2 377 2 315 3 937 
2005 36 574 1 008 1 098 1 616 2 433  832 1 298 1 796  2 082 8 328 7 399 2 060 2 498 4 126 
PROGNOSE 
2006 37 037  961 1 112 1 639 2 459  840 1 531 1 851 2 107 8 200 7 552 1 961 2 564 4 260 
2007 37 278  932 1 093 1 625 2 493  847 1 606 1 969 2 128 8 061 7 657 1 929 2 450 4 488 
2008 37 503  931 1 074 1 594 2 516  842 1 622 2 118 2 157 7 896 7 790 1 873 2 365 4 725 
2009 37 692  930 1 030 1 571 2 563  852 1 620 2 231 2 164 7 738 7 917 1 902 2 203 4 971 
2010 37 910  934 1 013 1 551 2 597  858 1 628 2 312 2 163 7 627 8 055 2 004 1 920 5 249 
2011 38 006  931 1 010 1 518 2 604  861 1 628 2 354 2 186 7 490 8 181 2 016 1 827 5 400 
2012 37 886  916  989 1 490 2 562  879 1 626 2 343 2  210 7 294 8 283 2 029 1 796 5 469 
2013 37 755  908  971 1 437 2 544  890 1 624 2 330 2  232 7 125 8 307 2 079 1 746 5 564 
2014 37 638  903  959 1 402 2 515  880 1 632 2 325 2  249 6 978 8 341 2 082 1 772 5 599 
2015 37 577  904  957 1 391 2 457  895 1 644 2 308 2  270 6 891 8 333 2 110 1 865 5 551 
2005 = 100 % 
2006 101  95  101  101  101  101  118  103  101  98  102  95  103  103  
2007 102  92  100  101  102  102  124  110  102  97  103  94  98  109  
2008 103  92  98  99  103  101  125  118  104  95  1 05  91  95  115  
2009 103  92  94  97  105  102  125  124  104  93  1 07  92  88  120  
2010 104  93  92  96  107  103  125  129  104  92  1 09  97  77  127  
2011 104  92  92  94  107  103  125  131  105  90  1 11  98  73  131  
2012 104  91  90  92  105  106  125  130  106  88  1 12  98  72  133  
2013 103  90  88  89  105  107  125  130  107  86  1 12  101  70  135  
2014 103  90  87  87  103  106  126  129  108  84  1 13  101  71  136  
2015 103  90  87  86  101  108  127  129  109  83  1 13  102  75  135  
Jahre 
jew. 
31.12. 
insge- 
samt 
davon im Alter von ... bis unter ... Jahre 
 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           17 
Tabelle 13: Bevölkerung und Bevölkerungsveränderung nach Statistischen Bezirken zum 
31.12.2005 und 31.12.2015 
(Differenzen in den Summen durch Runden) 
Statistischer Bezirk Bestand Prognose 
Teilbereich 31.12.2005 31.12.2015 
Stadtbezirk insgesamt insgesamt abs. % Sp. 1 
(1) (2) (3) (4) 
11 Aegidii  1 294  1 164 -     130    -   10,0    
12 Überwasser  1 308  1 167 -     141    -   10,8    
13 Dom  2 084  1 865 -     219    -   10,5    
14 Buddenturm  2 162  1 921 -     241    -   11,1    
15 Martini  1 284  1 208 -       76    -     5,9    
Altstadt  8 132  7 325 -     807    -     9,9    
21 Pluggendorf  4 199  3 731 -     468    -   11,1    
22 Josef  7 868  7 017 -     851    -   10,8    
23 Bahnhof   993   881 -     112    -   11,3    
24 Hansaplatz  6 260  5 570 -     690    -   11,0    
25 Mauritz-West  5 561  4 968 -     593    -   10,7    
26 Schlachthof  4 623  4 478 -     145    -     3,1    
27 Kreuz  11 606  10 702 -     904    -     7,8    
28 Neutor  3 714  3 277 -     437    -   11,8    
29 Schloss  1 850  1 794 -       56    -     3,1    
Innenstadtring  46 674  42 417 -  4 257    -     9,1    
31 Aaseestadt  5 338  5 125 -     213    -     4,0    
32 Geist  8 643  8 308 -     335    -     3,9    
33 Schützenhof  6 873  6 249 -     624    -     9,1    
34 Düesberg  6 583  6 545 -       38    -     0,6    
Mitte-Süd  27 437  26 227 -  1 210    -     4,4    
43 Hafen   907   809 -       98    -   10,8    
44 Herz-Jesu  5 089  4 623 -     466    -     9,2    
45 Mauritz-Mitte  9 702  8 947 -     755    -     7,8    
46 Rumphorst  7 997  8 463 +     466    +     5,8    
47 Uppenberg  7 278  7 516 +     238    +     3,3    
Mitte-Nordost  30 973  30 357 -     616    -     2,0    
Stadtbezirk Mitte  113 216  106 326 -  6 890    -     6,1    
51 Gievenbeck  18 253  18 496 +     243    +     1,3    
52 Sentrup  6 384  6 104 -     280    -     4,4    
54 Mecklenbeck  9 365  9 671 +     306    +     3,3    
56 Albachten  5 126  6 209 +  1 083    +   21,1    
57 Roxel  7 772  9 214 +  1 442    +   18,6    
58 Nienberge  6 477  6 811 +     334    +     5,2    
Stadtbezirk West  53 377  56 505 +  3 128    +     5,9     
61 Coerde  9 888  9 675 -     213    -     2,2    
62 Kinderhaus-Ost  5 062  4 881 -     181    -     3,6     
63 Kinderhaus-West  10 815  10 138 -     677    -     6,3    
68 Sprakel  2 716  3 408 +     692    +   25,5    
Stadtbezirk Nord  28 481  28 102 -     379    -     1, 3    
71 Mauritz-Ost  9 601  9 640 +       39    +     0,4    
76 Gelmer-Dyckburg  3 342  3 622 +     280    +     8, 4    
77 Handorf  7 203  7 672 +     469    +     6,5    
Stadtbezirk Ost  20 146  20 935 +     789    +     3,9     
81 Gremmendorf-West  4 788  5 218 +     430    +     9,0    
82 Gremmendorf-Ost  6 075  6 414 +     339    +     5, 6    
86 Angelmodde  7 592  7 961 +     369    +     4,9    
87 Wolbeck  8 676  10 350 +  1 674    +   19,3    
Stadtbezirk Südost  27 131  29 943 +  2 812    +   10, 4    
91 Berg Fidel  5 691  5 200 -     491    -     8,6    
95 Hiltrup-Ost  6 833  6 600 -     233    -     3,4    
96 Hiltrup-Mitte  9 755  9 785 +       30    +     0,3     
97 Hiltrup-West  8 846  9 767 +     921    +   10,4    
98 Amelsbüren  5 449  6 225 +     776    +   14,2    
Stadtbezirk Hiltrup  36 574  37 577 +  1 003    +     2,7    
Außenbezirke  165 709  173 062 +  7 353    +     4,4    
Gesamt  278 925  279 388 +     463    +     0,2    
Differenz 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 06.09.2006

18 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
 
Tabelle 14: Entwicklung der Wohnberechtigten Bevölkerung vom 31.12.1995 bis 31.12.2015 
und ausgewählter Altersgruppen nach Teilbereichen und Statistischen Bezirken 
 
Quelle: Einwohnerdatei des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Prognoselauf vom 
06.09.2006

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           19 
Tabelle 14.1: Teilbereich 1 Altstadt (Statistische Bezirke 11 – 15) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  9 298        171        103          130          149          365           1 433        
1996  9 311        186        102          127          152          337           1 440        
1997  9 189        169        107          126          148          312           1 417        
1998  9 016        153        119          120          130          292           1 387        
1999  8 861        151        118          117          116          293           1 362        
2000  8 709        154        99          109          130          322           1 347        
2001  8 416        140        86          96          130          352           1 290        
2002  8 323        137        83          97          136          364           1 264        
2003  8 252        123        96          91          143          376           1 230        
2004  8 275        114        95          76          148          372           1 243        
2005  8 132        114        90          84          138          386           1 228        
2006  8 154        112        71          96          124          361           1 278        
Prognose 
2006  7 948        129        74          98          129          352           1 207        
2007  7 859        134        81          99          125          344           1 165        
2008  7 771        134        84          102          122          327           1 140        
2009  7 693        130        90          95          122          311           1 121        
2010  7 621        127        90          90          129          270           1 117        
2011  7 539        123        88          90          127          246           1 098        
2012  7 461        121        85          90          126          240           1 074        
2013  7 397        119        83          91          125          232           1 054        
2014  7 353        119        83          90          126          226           1 038        
2015  7 325        120        84          90          123          226           1 011        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.2: Teilbereich 2 Innenstadtring (Statist ische Bezirke 21 – 29) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  50 393       1 221       1 007         1 079         1 394         1 967           5 942        
1996  50 272       1 189        943         1 082         1 388         1 783           5 827        
1997  49 806       1 145        853         1 052         1 377         1 651           5 681        
1998  49 090       1 093        799         1 010         1 365         1 587           5 639        
1999  48 722       1 053        782          945         1 387         1 531           5 608        
2000  48 103       1 020        750          891         1 400         1 516           5 520        
2001  47 708       1 040        756          857         1 339         1 614           5 375        
2002  47 500       1 024        742          856         1 311         1 658           5 236        
2003  47 537       1 011        773          826         1 280         1 718           5 112        
2004  47 177       1 040        750          843         1 231         1 775           4 993        
2005  46 674       1 009        717          818         1 162         1 798           4 969        
2006  46 611        975        726          824         1 144         1 800           4 961        
Prognose 
2006  45 852        951        689          796         1 132         1 820           5 023        
2007  45 271        883        685          786         1 077         1 765           5 034        
2008  44 788        832        668          749         1 045         1 722           5 089        
2009  44 453        804        636          734         1 034         1 671           5 152        
2010  44 096        780        598          710         1 030         1 544           5 208        
2011  43 635        754        564          686          999         1 437           5 278        
2012  43 196        736        543          657          953         1 438           5 243        
2013  42 829        724        528          626          934         1 419           5 252        
2014  42 576        720        523          599          909         1 426           5 257        
2015  42 417        722        526          586          887         1 492           5 192        
Jahr 31.12. insgesamt

20 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
Tabelle 14.3: Teilbereich 3 Mitte-Süd (Statistische  Bezirke 31 – 34) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  28 688        723        683          948         1 261         1 509           3 578        
1996  28 594        711        645          920         1 310         1 470           3 597        
1997  28 360        737        623          890         1 275         1 431           3 694        
1998  28 154        729        600          809         1 291         1 317           3 748        
1999  27 905        690        613          783         1 293         1 310           3 774        
2000  27 572        692        615          732         1 264         1 315           3 772        
2001  27 413        707        619          729         1 241         1 359           3 760        
2002  27 624        690        617          745         1 193         1 434           3 715        
2003  27 783        648        629          748         1 203         1 510           3 687        
2004  27 641        661        627          775         1 140         1 512           3 705        
2005  27 437        613        600          771         1 127         1 507           3 720        
2006  27 559        620        581          805         1 087         1 484           3 761        
Prognose 
2006  27 313        595        564          789         1 101         1 500           3 754        
2007  27 317        584        568          780         1 119         1 406           3 817        
2008  27 274        589        547          761         1 136         1 329           3 861        
2009  27 199        578        534          744         1 141         1 236           3 901        
2010  27 084        568        515          717         1 161         1 128           3 935        
2011  26 891        555        506          688         1 142         1 044           3 963        
2012  26 693        546        491          667         1 123         1 028           3 930        
2013  26 488        538        481          644         1 099         1 024           3 894        
2014  26 333        535        476          624         1 075         1 052           3 842        
2015  26 227        534        477          621         1 043         1 100           3 768        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.4: Teilbereich 4 Mitte-Nordost (Statisti sche Bezirke 43 – 47) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  31 500        812        788          964         1 254         1 671           4 395        
1996  31 502        808        780         1 014         1 237         1 610           4 429        
1997  31 366        822        794         1 000         1 282         1 537           4 440        
1998  31 001        820        755         1 019         1 302         1 460           4 442        
1999  30 909        869        737         1 024         1 347         1 420           4 395        
2000  30 881        827        772          982         1 407         1 425           4 397        
2001  30 951        802        785         1 003         1 453         1 469           4 378        
2002  31 239        820        782         1 013         1 547         1 477           4 356        
2003  31 395        799        777          983         1 583         1 541           4 298        
2004  31 199        759        756         1 012         1 524         1 557           4 300        
2005  30 973        739        736         1 005         1 508         1 575           4 323        
2006  31 101        736        710          974         1 506         1 560           4 402        
Prognose 
2006  30 618        696        676          938         1 454         1 573           4 298        
2007  30 417        673        624          908         1 423         1 555           4 265        
2008  30 337        653        607          864         1 381         1 468           4 295        
2009  30 247        644        591          827         1 350         1 401           4 307        
2010  30 159        637        581          791         1 335         1 268           4 326        
2011  30 165        641        580          774         1 324         1 177           4 341        
2012  30 267        649        590          770         1 293         1 114           4 323        
2013  30 318        650        595          766         1 274         1 098           4 292        
2014  30 365        653        600          766         1 248         1 086           4 258        
2015  30 357        653        600          764         1 225         1 139           4 170        
Jahr 31.12. insgesamt

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           21 
Tabelle 14.5: Statistischer Bezirk Gievenbeck (51) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  15 082        436        476          509          663          378            792        
1996  15 889        458        462          578          701          384            827        
1997  15 955        476        476          584          735          390            859        
1998  15 840        476        462          593          781          382            891        
1999  16 871        581        552          684          890          404            913        
2000  17 243        619        546          704          935          397            983        
2001  17 370        589        556          734          946          406           1 019        
2002  17 140        556        604          737          990          425           1 045        
2003  17 320        539        619          736         1 008          463           1 079        
2004  17 882        623        660          753         1 033          462           1 115        
2005  18 253        647        639          871         1 069          493           1 180        
2006  18 535        665        660          895         1 103          526           1 212        
Prognose 
2006  18 340        640        658          892         1 134          529           1 249        
2007  18 495        625        679          902         1 196          532           1 326        
2008  18 647        632        653          907         1 235          561           1 405        
2009  18 769        614        635          879         1 291          558           1 482        
2010  18 785        594        605          867         1 303          517           1 564        
2011  18 691        571        585          830         1 301          525           1 632        
2012  18 665        557        559          801         1 286          550           1 677        
2013  18 661        547        543          767         1 276          556           1 745        
2014  18 553        532        526          731         1 250          591           1 783        
2015  18 496        523        516          715         1 197          664           1 792        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.6: Statistischer Bezirk Sentrup (52) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  7 722        180        183          201          311          194            637        
1996  7 618        165        162          208          292          172            642        
1997  6 944        165        126          163          258          170            620        
1998  6 815        176        141          161          242          156            615        
1999  6 696        162        144          167          212          137            608        
2000  6 736        176        153          159          227          139            622        
2001  6 680        183        181          193          251          147            637        
2002  6 821        151        179          216          253          151            664        
2003  6 844        138        183          226          267          161            653        
2004  6 684        122        162          243          299          164            637        
2005  6 384        127        146          221          296          182            621        
2006  6 417        128        125          217          288          202            626        
Prognose 
2006  6 287        133        116          210          295          198            612        
2007  6 229        126        111          197          300          203            606        
2008  6 172        122        112          174          310          210            604        
2009  6 151        125        117          163          300          213            609        
2010  6 131        127        114          156          300          197            620        
2011  6 143        129        115          154          295          191            632        
2012  6 153        130        118          154          283          188            635        
2013  6 169        131        120          159          271          188            643        
2014  6 131        127        117          154          258          187            651        
2015  6 104        126        115          151          252          197            649        
Jahr 31.12. insgesamt

22 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
Tabelle 14.7: Statistischer Bezirk Mecklenbeck (54)  
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  8 274        185        239          361          484          361            654        
1996  8 224        184        207          368          489          342            696        
1997  8 188        199        195          353          513          344            721        
1998  8 331        187        221          354          546          342            760        
1999  8 436        201        219          345          561          352            795        
2000  8 670        232        267          353          620          336            839        
2001  8 881        241        259          359          639          384            853        
2002  9 161        241        283          386          654          415            876        
2003  9 370        240        290          402          644          437            927        
2004  9 524        232        307          421          617          456            966        
2005  9 365        202        282          411          614          461            997        
2006  9 288        173        249          407          615          479           1 040        
Prognose 
2006  9 334        190        246          400          612          470           1 033        
2007  9 405        200        227          385          603          461           1 063        
2008  9 462        207        218          374          606          431           1 101        
2009  9 461        206        208          356          601          413           1 130        
2010  9 500        209        212          328          620          388           1 150        
2011  9 530        211        215          316          603          353           1 188        
2012  9 563        214        219          313          586          343           1 201        
2013  9 620        218        225          311          579          343           1 204        
2014  9 656        220        229          316          570          349           1 209        
2015  9 671        220        230          319          555          377           1 198        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.8: Statistischer Bezirk Albachten (56) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  5 046        187        210          270          368          188            321        
1996  5 023        181        197          264          373          195            343        
1997  4 912        166        182          273          373          192            339        
1998  4 862        167        175          259          383          184            368        
1999  4 830        144        174          253          391          189            386        
2000  4 772        146        160          232          390          199            391        
2001  4 693        124        170          211          373          213            405        
2002  4 746        122        157          214          359          227            416        
2003  4 834        121        164          210          366          256            431        
2004  4 981        153        154          248          366          278            448        
2005  5 126        164        165          261          379          306            481        
2006  5 294        182        174          257          394          307            494        
Prognose 
2006  5 504        170        190          283          403          308            507        
2007  5 672        153        212          277          419          310            538        
2008  5 800        145        204          278          444          305            580        
2009  5 931        149        194          284          454          301            616        
2010  6 056        153        183          291          463          270            656        
2011  6 158        155        178          298          469          269            678        
2012  6 184        153        175          283          471          255            699        
2013  6 208        152        172          272          470          250            725        
2014  6 239        153        171          261          467          262            745        
2015  6 209        149        165          249          457          281            745        
Jahr 31.12. insgesamt

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           23 
Tabelle 14.9: Statistischer Bezirk Roxel (57) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  8 118        272        240          311          494          311            512        
1996  8 035        274        221          312          476          327            547        
1997  7 995        284        231          289          465          337            579        
1998  7 909        261        241          288          465          333            600        
1999  7 805        236        252          290          458          347            636        
2000  7 715        232        241          272          454          369            664        
2001  7 743        244        232          309          440          380            682        
2002  7 707        232        212          330          442          400            716        
2003  7 811        242        219          303          439          442            720        
2004  7 627        219        198          298          420          468            764        
2005  7 772        230        223          290          450          482            801        
2006  7 947        251        247          291          459          539            836        
Prognose 
2006  8 222        245        265          319          497          537            841        
2007  8 460        239        284          354          528          522            898        
2008  8 653        234        288          378          556          509            957        
2009  8 754        231        275          390          577          465           1 019        
2010  8 845        229        263          398          599          420           1 075        
2011  8 856        223        248          394          599          384           1 137        
2012  8 970        228        251          391          611          388           1 160        
2013  9 048        229        254          384          634          397           1 185        
2014  9 143        230        260          381          649          421           1 189        
2015  9 214        230        262          379          655          447           1 187        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.10: Statistischer Bezirk Nienberge (58) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  7 184        224        202          279          455          261            396        
1996  7 203        211        199          280          440          275            420        
1997  7 044        190        203          283          422          277            440        
1998  6 951        175        204          275          411          273            472        
1999  6 936        165        190          265          427          302            501        
2000  6 798        183        176          244          399          308            525        
2001  6 745        188        166          266          385          334            553        
2002  6 708        175        160          249          389          351            589        
2003  6 742        153        181          234          398          397            604        
2004  6 604        160        187          227          373          423            652        
2005  6 477        163        170          212          369          481            674        
2006  6 487        150        156          223          370          493            748        
Prognose 
2006  6 518        161        162          237          381          488            719        
2007  6 525        154        165          247          391          484            762        
2008  6 550        155        174          250          381          470            821        
2009  6 598        158        174          254          388          457            876        
2010  6 707        164        179          257          417          398            937        
2011  6 773        166        184          261          426          370            975        
2012  6 829        167        187          271          430          365           1 000        
2013  6 850        165        186          270          441          359           1 030        
2014  6 843        163        181          266          450          339           1 056        
2015  6 811        159        175          262          445          353           1 048        
Jahr 31.12. insgesamt

24 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
Tabelle 14.11: Statistischer Bezirk Coerde (61) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  8 105        307        326          462          558          455            683        
1996  8 439        342        343          524          616          484            712        
1997  8 685        347        347          528          685          464            759        
1998  9 331        412        399          546          759          459            814        
1999  9 482        406        418          526          803          457            877        
2000  9 794        398        426          538          851          475            934        
2001  9 714        382        411          509          842          455            997        
2002  9 837        367        359          509          819          482           1 020        
2003  9 946        381        369          479          814          512           1 035        
2004  9 902        381        369          472          782          546           1 049        
2005  9 888        389        369          456          730          582           1 068        
2006  9 907        381        381          456          703          593           1 092        
Prognose 
2006  9 770        352        369          460          695          582           1 114        
2007  9 700        330        370          463          689          534           1 179        
2008  9 674        329        361          467          682          509           1 232        
2009  9 665        325        343          479          677          465           1 293        
2010  9 596        316        325          470          684          397           1 350        
2011  9 619        316        324          460          694          373           1 379        
2012  9 668        316        322          454          694          386           1 385        
2013  9 736        317        323          443          704          388           1 400        
2014  9 688        311        316          428          701          409           1 405        
2015  9 675        310        312          424          690          457           1 387        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.12: Statistischer Bezirk Kinderhaus-Ost (62) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  5 277        172        180          217          290          237            453        
1996  5 248        162        176          234          296          277            462        
1997  5 260        145        166          227          284          277            480        
1998  5 186        156        158          216          294          256            491        
1999  5 196        157        134          229          292          259            509        
2000  5 175        166        133          204          314          255            536        
2001  5 125        147        145          196          325          246            582        
2002  5 144        137        151          192          327          266            588        
2003  5 188        137        147          179          333          291            592        
2004  5 133        147        135          177          313          300            603        
2005  5 062        145        128          180          303          294            622        
2006  5 002        125        143          167          278          301            636        
Prognose 
2006  5 067        131        137          184          290          307            640        
2007  5 072        127        142          183          299          291            665        
2008  5 066        123        141          185          300          290            681        
2009  5 050        121        131          190          295          272            700        
2010  5 029        119        126          188          304          250            717        
2011  5 002        117        122          188          303          237            739        
2012  4 968        116        120          184          300          237            740        
2013  4 934        114        119          175          303          236            745        
2014  4 904        113        118          171          302          248            741        
2015  4 881        113        118          169          300          265            731        
Jahr 31.12. insgesamt

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           25 
Tabelle 14.13: Statistischer Bezirk Kinderhaus-West  (63) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  11 711        421        424          657         1 005          438            727        
1996  11 610        379        446          657          968          475            763        
1997  11 517        399        421          622          995          453            807        
1998  11 216        393        397          574         1 001          441            853        
1999  11 076        385        376          555          987          461            880        
2000  10 826        356        377          512          929          468            900        
2001  10 790        351        371          532          908          482            935        
2002  10 865        343        380          534          935          527            970        
2003  10 983        366        379          516          931          567            991        
2004  10 966        336        382          510          893          582           1 049        
2005  10 815        314        364          519          818          611           1 103        
2006  10 669        310        346          483          791          632           1 143        
Prognose 
2006  10 738        283        352          488          799          632           1 153        
2007  10 684        288        318          482          779          608           1 222        
2008  10 619        284        303          465          746          594           1 284        
2009  10 546        282        283          448          725          592           1 327        
2010  10 470        278        282          422          722          525           1 388        
2011  10 390        275        277          404          707          487           1 440        
2012  10 305        271        273          390          682          479           1 465        
2013  10 229        268        270          375          674          467           1 492        
2014  10 172        266        269          373          657          484           1 513        
2015  10 138        266        270          372          640          540           1 494        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.14: Statistischer Bezirk Sprakel (68) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  2 893        89        97          143          169          158            253        
1996  2 837        73        95          129          176          172            257        
1997  2 808        73        80          117          182          159            271        
1998  2 810        78        80          121          183          162            292        
1999  2 755        70        74          115          189          194            297        
2000  2 765        75        71          109          192          171            328        
2001  2 736        62        75          99          203          184            345        
2002  2 737        63        74          100          197          209            341        
2003  2 771        74        76          92          185          219            350        
2004  2 744        72        80          105          177          205            379        
2005  2 716        68        72          102          171          222            396        
2006  2 835        76        86          109          177          211            423        
Prognose 
2006  2 956        79        97          122          192          212            422        
2007  3 061        77        101          143          187          196            438        
2008  3 164        78        107          144          207          182            456        
2009  3 189        76        98          147          212          174            469        
2010  3 270        80        96          154          226          145            488        
2011  3 320        81        95          152          237          132            500        
2012  3 332        79        93          149          237          131            497        
2013  3 342        79        91          143          245          133            496        
2014  3 390        83        93          141          248          130            498        
2015  3 408        82        93          139          247          142            486        
Jahr 31.12. insgesamt

26 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
Tabelle 14.15: Statistischer Bezirk Mauritz-Ost (71 ) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  9 795        232        256          311          492          626           1 401        
1996  10 038        253        261          336          523          591           1 470        
1997  9 954        263        266          338          499          561           1 497        
1998  9 939        258        259          360          482          521           1 531        
1999  9 909        257        252          361          509          540           1 543        
2000  9 890        242        280          335          522          555           1 547        
2001  9 789        240        271          351          539          566           1 533        
2002  9 780        249        259          341          542          602           1 543        
2003  9 837        240        239          343          546          646           1 514        
2004  9 690        230        252          338          541          661           1 528        
2005  9 601        210        258          337          524          646           1 550        
2006  9 795        241        249          350          546          668           1 574        
Prognose 
2006  9 820        232        265          356          559          658           1 554        
2007  9 812        226        255          349          566          620           1 576        
2008  9 786        223        236          365          549          584           1 597        
2009  9 745        219        230          352          549          548           1 623        
2010  9 730        219        226          344          563          506           1 629        
2011  9 739        220        229          339          568          473           1 644        
2012  9 705        219        228          328          568          465           1 627        
2013  9 704        221        231          328          564          457           1 612        
2014  9 682        220        231          325          569          458           1 601        
2015  9 640        219        229          324          559          468           1 567        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.16: Statistischer Bezirk Gelmer-Dyckburg  (76) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  3 370        97        97          152          224          145            275        
1996  3 427        99        110          160          207          149            295        
1997  3 492        116        108          161          221          142            303        
1998  3 487        117        116          163          226          156            313        
1999  3 465        111        113          158          241          161            310        
2000  3 450        112        116          153          235          173            319        
2001  3 413        110        115          137          227          166            330        
2002  3 359        100        98          148          230          188            339        
2003  3 412        97        110          150          224          186            354        
2004  3 333        100        101          143          222          204            359        
2005  3 342        83        105          152          223          203            383        
2006  3 403        85        93          148          236          213            396        
Prognose 
2006  3 379        80        98          145          226          215            390        
2007  3 382        71        97          139          222          204            413        
2008  3 480        79        96          151          237          209            427        
2009  3 538        81        97          150          242          203            445        
2010  3 558        80        93          148          247          189            462        
2011  3 573        81        92          146          249          180            478        
2012  3 583        82        91          140          245          173            487        
2013  3 592        83        91          138          244          168            500        
2014  3 605        84        92          136          245          165            508        
2015  3 622        85        93          136          242          183            506        
Jahr 31.12. insgesamt

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           27 
Tabelle 14.17: Statistischer Bezirk Handorf (77) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  7 028        227        236          344          489          310            512        
1996  6 980        209        257          328          479          318            525        
1997  6 939        231        239          310          488          346            538        
1998  6 865        219        237          305          487          336            586        
1999  6 898        205        232          330          500          343            618        
2000  6 992        204        248          328          502          371            637        
2001  6 998        209        255          318          521          416            671        
2002  6 986        190        242          339          500          431            723        
2003  7 185        180        243          354          521          478            776        
2004  7 257        183        234          361          518          538            830        
2005  7 203        163        227          361          503          554            875        
2006  7 222        159        212          352          520          554            947        
Prognose 
2006  7 216        152        203          342          509          553            926        
2007  7 393        162        208          323          535          546            960        
2008  7 512        171        200          327          545          541           1 002        
2009  7 591        172        198          321          544          494           1 079        
2010  7 663        176        198          312          557          445           1 118        
2011  7 724        178        201          308          559          403           1 161        
2012  7 774        181        202          304          552          378           1 180        
2013  7 754        178        198          295          533          348           1 205        
2014  7 708        176        192          286          522          334           1 223        
2015  7 672        175        187          282          507          348           1 206        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.18: Statistischer Bezirk Gremmendorf-Wes t (81) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  4 137        132        151          157          207          204            394        
1996  4 128        129        148          171          202          209            406        
1997  4 370        152        160          219          241          194            429        
1998  4 447        157        176          211          242          187            445        
1999  4 518        163        189          221          278          209            452        
2000  4 616        154        201          235          283          223            454        
2001  4 595        144        195          226          317          228            469        
2002  4 696        152        182          267          340          243            468        
2003  4 735        145        175          275          347          236            478        
2004  4 762        148        187          259          356          232            491        
2005  4 788        140        178          266          349          242            508        
2006  4 808        155        153          256          360          247            523        
Prognose 
2006  4 793        127        157          249          369          248            530        
2007  4 798        117        146          237          364          237            544        
2008  4 792        112        133          227          372          240            551        
2009  4 777        110        125          210          371          224            576        
2010  4 757        109        117          196          364          199            595        
2011  4 816        112        117          188          363          200            617        
2012  4 970        122        129          191          360          199            619        
2013  5 105        129        139          195          360          202            629        
2014  5 244        135        149          202          365          211            639        
2015  5 218        130        146          202          354          230            632        
Jahr 31.12. insgesamt

28 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
Tabelle 14.19: Statistischer Bezirk Gremmendorf-Ost  (82) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  5 083        144        134          218          289          271            551        
1996  5 102        147        157          206          292          245            572        
1997  5 314        191        163          217          314          263            581        
1998  5 498        207        209          236          341          260            602        
1999  5 719        209        242          274          366          253            639        
2000  5 940        216        271          310          390          262            652        
2001  6 084        212        285          336          417          271            657        
2002  6 082        198        253          363          431          285            676        
2003  6 078        155        239          377          456          279            677        
2004  5 928        116        205          370          458          290            688        
2005  6 075        146        193          350          474          304            699        
2006  6 167        166        164          328          512          315            719        
Prognose 
2006  6 149        155        160          324          508          313            709        
2007  6 215        150        156          299          518          300            732        
2008  6 241        142        162          271          521          311            737        
2009  6 295        145        168          253          510          308            768        
2010  6 316        146        162          240          506          286            785        
2011  6 507        158        171          248          500          277            802        
2012  6 531        156        170          247          471          269            808        
2013  6 484        153        166          245          444          256            818        
2014  6 445        152        161          239          428          248            837        
2015  6 414        152        159          234          418          269            829        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.20: Statistischer Bezirk Angelmodde (86)  
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  7 900        252        330          410          490          374            695        
1996  7 933        274        291          419          510          355            767        
1997  7 857        288        256          397          542          345            777        
1998  7 885        321        237          401          542          335            787        
1999  7 654        270        245          365          553          339            814        
2000  7 664        231        264          351          595          337            835        
2001  7 629        220        266          298          594          371            843        
2002  7 590        222        254          296          568          406            846        
2003  7 729        227        214          331          535          442            878        
2004  7 623        208        220          309          532          463            896        
2005  7 592        211        216          304          517          486            924        
2006  7 534        214        224          290          488          493            954        
Prognose 
2006  7 536        198        224          293          485          492            949        
2007  7 497        201        209          284          472          474            981        
2008  7 485        200        211          289          464          451           1 019        
2009  7 479        200        206          300          469          441           1 049        
2010  7 459        198        208          297          471          396           1 084        
2011  7 517        201        210          296          482          366           1 114        
2012  7 651        207        216          302          488          361           1 130        
2013  7 803        214        223          306          496          352           1 149        
2014  7 955        220        231          315          509          354           1 170        
2015  7 961        218        232          318          514          378           1 161        
Jahr 31.12. insgesamt

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           29 
Tabelle 14.21: Statistischer Bezirk Wolbeck (87) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  8 154        259        284          325          557          342            605        
1996  8 388        267        309          349          571          345            632        
1997  8 659        277        317          398          582          354            656        
1998  8 756        294        298          419          572          364            684        
1999  8 958        293        306          432          596          362            733        
2000  8 901        274        311          407          610          387            764        
2001  8 931        265        307          376          624          443            836        
2002  8 785        246        275          370          607          477            863        
2003  8 822        227        249          390          631          536            874        
2004  8 710        199        238          415          630          606            905        
2005  8 676        210        231          390          627          622            958        
2006  8 607        220        225          343          629          641           1 024        
Prognose 
2006  8 684        204        219          353          623          637           1 012        
2007  8 896        218        227          351          630          656           1 053        
2008  9 001        206        243          348          624          625           1 117        
2009  9 251        221        262          369          634          565           1 202        
2010  9 477        231        277          384          663          510           1 258        
2011  9 690        239        281          406          679          467           1 319        
2012  9 889        246        291          423          682          446           1 365        
2013  10 050        251        296          434          690          428           1 389        
2014  10 194        254        299          444          702          441           1 405        
2015  10 350        259        303          448          724          465           1 398        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.22: Statistischer Bezirk Berg Fidel (91)  
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  5 895        176        198          250          389          234            617        
1996  5 903        170        189          268          390          249            621        
1997  5 844        190        189          269          374          257            633        
1998  5 798        209        170          264          378          277            633        
1999  5 841        252        183          261          382          302            646        
2000  5 802        231        199          251          402          310            667        
2001  5 827        215        220          252          391          306            708        
2002  5 911        202        231          257          409          319            718        
2003  5 835        204        217          247          387          340            749        
2004  5 796        211        198          254          390          369            757        
2005  5 691        169        195          263          375          370            774        
2006  5 671        178        188          268          342          371            795        
Prognose 
2006  5 610        162        187          271          352          374            776        
2007  5 551        163        183          248          372          339            801        
2008  5 494        167        166          248          368          317            822        
2009  5 437        163        158          240          365          290            849        
2010  5 382        159        156          229          364          264            860        
2011  5 329        156        157          221          361          236            869        
2012  5 279        153        153          212          363          239            862        
2013  5 238        152        151          205          353          233            863        
2014  5 211        151        150          202          348          241            861        
2015  5 200        151        151          204          339          248            848        
Jahr 31.12. insgesamt

30 Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 20 15 
Tabelle 14.23: Statistischer Bezirk Hiltrup-Ost (95 ) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  7 123        193        249          333          525          312            445        
1996  7 120        184        244          339          513          318            461        
1997  7 263        207        232          357          510          329            509        
1998  7 239        208        216          357          525          337            537        
1999  7 219        206        214          354          504          355            556        
2000  7 148        207        200          321          495          369            585        
2001  7 098        201        195          291          511          377            620        
2002  7 067        174        208          267          511          417            659        
2003  7 047        160        200          248          495          461            695        
2004  6 952        170        209          248          485          509            733        
2005  6 833        153        175          259          461          570            765        
2006  6 780        133        169          251          442          617            786        
Prognose 
2006  6 839        142        174          253          434          608            795        
2007  6 846        135        167          259          408          588            862        
2008  6 838        140        159          254          397          562            928        
2009  6 818        141        151          239          401          513            997        
2010  6 791        142        145          236          403          440           1 070        
2011  6 756        142        147          223          404          410           1 119        
2012  6 713        142        146          219          397          390           1 148        
2013  6 668        143        146          212          395          370           1 171        
2014  6 630        143        147          208          392          378           1 178        
2015  6 600        144        149          210          377          396           1 167        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.24: Statistischer Bezirk Hiltrup-Mitte ( 96) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  9 363        338        274          279          429          437            950        
1996  9 482        320        309          306          423          435            979        
1997  9 555        328        302          318          442          428           1 002        
1998  9 564        311        301          337          430          417           1 070        
1999  9 660        331        278          364          452          451           1 120        
2000  9 737        309        302          379          475          467           1 168        
2001  9 735        315        288          396          483          496           1 187        
2002  9 807        283        290          380          504          546           1 221        
2003  9 847        280        289          358          509          590           1 247        
2004  9 809        300        266          356          517          639           1 303        
2005  9 755        275        260          373          516          689           1 373        
2006  9 762        227        273          366          515          707           1 451        
Prognose 
2006  9 859        265        276          380          540          701           1 390        
2007  9 908        253        284          376          570          654           1 434        
2008  10 016        255        280          381          602          638           1 467        
2009  10 024        248        269          383          612          600           1 515        
2010  10 055        245        259          388          617          510           1 574        
2011  10 027        240        255          382          625          493           1 597        
2012  9 959        235        248          373          623          476           1 590        
2013  9 890        230        242          360          619          466           1 595        
2014  9 831        228        239          349          617          453           1 596        
2015  9 785        226        238          346          607          489           1 561        
Jahr 31.12. insgesamt

Stadt Münster – Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015                           31 
Tabelle 14.25: Statistischer Bezirk Hiltrup-West (9 7) 
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  7 458        301        304          378          575          213            326        
1996  8 002        346        326          432          597          208            339        
1997  8 143        309        341          441          613          206            353        
1998  8 176        301        327          457          633          206            378        
1999  8 365        323        343          478          662          214            394        
2000  8 543        317        346          480          703          243            407        
2001  8 670        310        356          470          731          269            422        
2002  8 821        278        352          486          768          320            440        
2003  8 934        254        343          495          775          373            469        
2004  8 831        221        328          477          752          421            495        
2005  8 846        237        285          472          744          468            530        
2006  8 860        218        257          455          754          497            562        
Prognose 
2006  8 935        220        265          462          743          495            583        
2007  9 013        224        246          443          731          500            646        
2008  9 048        217        253          411          712          488            729        
2009  9 157        222        246          398          716          466            800        
2010  9 336        233        261          385          733          430            879        
2011  9 514        240        271          392          730          414            940        
2012  9 599        239        274          401          708          426            988        
2013  9 667        239        273          396          704          431           1 040        
2014  9 711        238        270          399          694          449           1 071        
2015  9 767        240        269          399          682          467           1 093        
Jahr 31.12. insgesamt 
 
Tabelle 14.26: Statistischer Bezirk Amelsbüren (98)  
Wohnberechtigte Bevölkerung 
darunter 
0 - < 3 Jahre 3 - < 6 Jahre 6 - < 10 Jahre 10 - < 16 J. 65 - <70 J. 70 J. u. älter 
(1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) 
Ist 
1995  5 035        141        155          196          297          308            461        
1996  5 039        175        140          200          297          311            481        
1997  5 000        146        148          191          292          271            533        
1998  5 049        157        155          195          296          278            538        
1999  4 978        146        171          182          294          288            567        
2000  5 019        160        159          192          297          296            584        
2001  5 006        150        148          206          299          312            589        
2002  5 053        146        156          215          302          346            588        
2003  5 048        134        154          229          287          370            620        
2004  5 171        148        171          231          303          377            649        
2005  5 449        174        183          249          337          401            684        
2006  5 608        192        217          263          362          390            707        
Prognose 
2006  5 794        173        210          273          389          386            716        
2007  5 962        158        212          299          413          369            745        
2008  6 108        153        217          299          438          360            779        
2009  6 257        156        205          312          469          334            811        
2010  6 346        156        192          313          479          277            865        
2011  6 379        153        180          301          485          273            876        
2012  6 336        147        168          285          472          267            881        
2013  6 292        144        158          263          472          247            895        
2014  6 255        143        153          245          465          252            893        
2015  6 225        143        151          232          453          265            882        
Jahr 31.12. insgesamt

32 Bezirksregierung Münster – Bevölkerungsentwicklu ng 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bezirksregierung Münster – Künftige Bevöl- 
kerungsentwicklung im Regierungsbezirk 
Münster (Bevölkerungsbericht 2005)

Bezirksregierung Münster - Bevölkerungsentwicklung                           33 
Quelle:

34 Bezirksregierung Münster – Bevölkerungsentwicklu ng 
 
Tabelle 15: Künftigte Bevölkerungsentwicklung im Re gierungsbezirk Münster 
 
Anhang A3-1: Künftige Bevölkerungsentwicklung im Regieru ngsbezirk Münster zu
ausgewählten Zeitpunkten - Variante 'MR00-04V2L'
Einwohner am Index 2004 = 100 %Regions-/
Verwaltungseinheit 31.12.2004 31.12.2020 31.12.2035 31.12.2050 2020 2035 2050
Münster, Reg.bez. 2.624.489 2.546.600 2.390.500 2.123.80 0 97,0 91,1 80,9
Region Emscher-Lippe 1.039.327 931.600 805.300 654.700 89 ,6 77,5 63,0
Region Münsterland 1.585.162 1.615.000 1.585.200 1.469.0 00 101,9 100,0 92,7
Bottrop, krfr. Stadt 119.910 112.700 103.400 91.000 94,0 86 ,2 75,9
Gelsenkirchen, krfr. St. 270.107 228.100 188.600 146.800 8 4,5 69,8 54,3
Münster, krfr. Stadt 270.038 273.000 269.200 257.000 101,1 99,7 95,2
Borken, Kreis 367.457 386.600 392.900 377.000 105,2 106,9 1 02,6
Ahaus, Stadt 38.262 40.000 40.600 38.200 104,6 106,0 99,8
Bocholt, Stadt 73.696 76.800 78.200 76.800 104,3 106,0 104,2
Borken, Stadt 40.999 41.400 40.200 36.400 101,1 98,1 88,9
Gescher, Stadt 17.087 17.700 17.400 15.700 103,6 101,7 92,0
Gronau (Westf.), St. 46.150 49.600 52.800 54.000 107,5 114,4 116,9
Heek 8.293 9.200 9.700 9.300 111,4 116,8 112,3
Heiden 8.107 8.800 8.800 8.100 108,0 108,3 99,5
Isselburg, Stadt 11.258 12.800 13.800 14.000 113,7 122,9 12 4,7
Legden 6.778 7.700 8.200 8.000 113,4 120,4 118,1
Raesfeld 11.166 11.700 11.300 9.700 105,1 100,8 86,7
Reken 14.333 16.100 16.700 16.100 112,2 116,8 112,3
Rhede, Stadt 19.142 21.700 23.600 24.100 113,2 123,4 126,0
Schöppingen 7.427 7.500 7.100 6.000 100,6 95,8 81,2
Stadtlohn, Stadt 20.595 20.800 20.200 18.000 101,1 98,2 87, 5
Südlohn 8.916 9.400 9.300 8.400 105,9 104,5 94,2
Velen 12.861 12.800 12.000 9.800 99,7 93,0 76,5
Vreden, Stadt 22.387 23.800 24.500 23.400 106,2 109,4 104,4
Coesfeld, Kreis 220.984 233.800 235.200 219.800 105,8 106,4 99,5
Ascheberg 15.153 15.200 14.400 12.200 100,0 94,8 80,7
Billerbeck, Stadt 11.553 12.200 12.400 11.700 105,7 107,6 1 01,1
Coesfeld, Stadt 36.729 37.700 37.400 35.100 102,6 101,9 95, 7
Dülmen, Stadt 47.479 49.400 48.500 44.200 104,0 102,1 93,0
Havixbeck 11.961 12.100 11.400 9.700 101,0 95,2 81,1
Lüdinghausen, Stadt 24.053 27.200 29.700 30.400 113,2 123, 4 126,2
Nordkirchen 10.286 10.700 10.400 9.000 104,2 100,7 87,0
Nottuln 20.358 23.900 26.000 26.000 117,4 127,9 127,7
Olfen, Stadt 12.168 14.200 15.300 15.100 116,9 125,8 124,0
Rosendahl 10.977 10.500 9.200 6.700 95,3 83,6 61,1
Senden 20.267 22.100 22.400 21.000 108,8 110,7 103,4
Recklinghausen, Kreis 649.310 590.800 513.400 417.000 91, 0 79,1 64,2
Castrop-Rauxel, St. 77.911 72.200 64.900 55.600 92,6 83,3 71 ,4
Datteln, Stadt 36.652 32.600 27.500 21.200 88,9 75,1 58,0
Dorsten, Stadt 80.116 73.800 62.500 47.900 92,1 78,0 59,7
Gladbeck, Stadt 77.086 71.200 64.000 54.900 92,4 83,1 71,3
Haltern, Stadt 37.806 38.600 38.000 35.400 102,2 100,6 93,7
Herten, Stadt 65.265 55.800 45.100 33.200 85,5 69,0 50,9
Marl, Stadt 91.297 80.000 66.200 50.100 87,6 72,6 54,9
Oer-Erkenschwick, St. 30.341 27.100 22.600 16.600 89,5 74,4 54,6
Recklinghausen, St. 122.627 112.800 100.600 85.600 92,0 82 ,0 69,8
Waltrop, Stadt 30.209 28.000 24.400 19.700 92,5 80,7 65,3

Bezirksregierung Münster - Bevölkerungsentwicklung                           35 
 
Noch Anhang A3-1:
Einwohner am Index 2004 = 100 %Regions-/
Verwaltungseinheit 31.12.2004 31.12.2020 31.12.2035 31.12.2050 2020 2035 205 0
Steinfurt, Kreis 443.055 441.400 421.900 377.400 99,6 95,2 85,2
Altenberge 9.831 10.400 10.500 9.500 106,0 106,4 97,0
Emsdetten, Stadt 35.386 34.500 32.200 27.800 97,5 91,1 78,6
Greven, Stadt 35.246 35.200 33.400 29.400 100,0 94,8 83,4
Hörstel, Stadt 19.887 20.900 21.200 19.900 105,0 106,8 100, 3
Hopsten 7.753 8.400 8.800 8.300 108,5 113,1 107,4
Horstmar, Stadt 6.782 6.900 6.600 5.700 101,5 96,6 84,5
Ibbenbüren, Stadt 50.544 52.100 52.000 49.300 103,0 102,8 9 7,6
Ladbergen 6.458 6.600 6.300 5.600 101,9 97,5 86,9
Laer 6.316 5.300 4.000 2.400 83,9 62,9 37,2
Lengerich, Stadt 22.471 22.700 22.600 21.600 101,1 100,6 96 ,2
Lienen 8.855 8.100 6.800 4.900 91,0 76,5 55,3
Lotte 13.643 12.700 11.000 8.400 93,1 80,5 61,5
Metelen 6.446 6.900 6.800 6.100 106,8 105,4 95,1
Mettingen 12.456 11.700 10.400 8.200 94,0 83,6 66,1
Neuenkirchen 13.928 15.200 15.900 15.500 109,3 114,1 111,6
Nordwalde 9.479 9.300 8.500 6.800 98,5 89,5 72,0
Ochtrup, Stadt 19.370 20.100 19.900 18.400 103,6 103,0 94,9
Recke 11.785 11.900 11.500 10.200 101,4 97,8 86,4
Rheine, Stadt 76.241 72.800 66.100 56.100 95,4 86,7 73,6
Saerbeck 6.945 9.000 10.600 11.600 129,2 152,7 167,2
Steinfurt, Stadt 34.555 35.600 35.300 33.200 103,0 102,0 95,9
Tecklenburg, Stadt 9.557 9.000 8.100 6.500 94,5 84,6 68,3
Westerkappeln 11.282 10.600 9.400 7.300 94,4 83,1 64,8
Wettringen 7.839 8.100 7.900 7.000 103,8 101,2 89,3
Warendorf, Kreis 283.628 280.200 266.000 237.900 98,8 93,8 83,9
Ahlen, Stadt 55.322 51.700 46.400 39.400 93,5 83,9 71,3
Beckum, Stadt 37.678 34.700 30.900 25.700 92,2 81,9 68,2
Beelen 6.360 6.800 6.800 6.200 106,7 106,6 96,9
Drensteinfurt, Stadt 15.129 17.200 18.800 19.100 113,9 124 ,4 126,1
Ennigerloh, Stadt 20.671 19.200 16.900 13.600 92,8 81,6 65, 6
Everswinkel 9.583 10.900 11.700 11.700 114,3 122,1 122,0
Oelde, Stadt 29.317 27.700 25.400 22.100 94,6 86,8 75,3
Ostbevern 10.527 12.000 12.900 12.700 113,7 122,3 120,6
Sassenberg, Stadt 14.321 16.700 18.100 18.000 116,3 126,1 1 26,0
Sendenhorst, Stadt 13.296 14.100 14.200 13.400 105,9 106,7 100,9
Telgte, Stadt 19.444 20.000 19.800 18.600 102,7 101,8 95,5
Wadersloh 13.199 13.400 12.600 10.800 101,4 95,2 81,8
Warendorf, Stadt 38.781 37.200 33.700 27.800 96,0 87,0 71,8
Hinweis: Aussagen zu Anhang A3-1 befinden sich in Kapitel 3. 2.1.
Quelle: Landesdatenbank NRW, Fortschreibung des Bevölker ungsstandes, Bevölkerungsbewegungen; eigene
Berechnungen.

Beratungsverlauf (21)

25.11.2008 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
25.11.2008 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung
TOP 10.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.11.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
27.11.2008 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 3.1.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.12.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.1.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
02.12.2008 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 5.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.12.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 5.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
02.12.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
03.12.2008 Sportausschuss
TOP 3.1 Vorberatung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
03.12.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
03.12.2008 Sitzung
TOP 2.1 Vorberatung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.12.2008 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 6.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
04.12.2008 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 6.1.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
04.12.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 6.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
10.12.2008 Hauptausschuss
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
10.12.2008 Rat
TOP 15 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
Vorberatung
Vorberatung
Vorberatung
Vorberatung
Vorberatung

Orte (7)

  • Hansaplatz 6
  • An der Apostelkirche
  • Brüningheide
  • Kinderhaus
  • Pluggendorf 4
  • Neutor 3
  • Düesberg 6

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0371/2008/1
Typ
Vorlagen
Datum
12.11.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37