Mandari Insight

V/0935/2006

Modellprojekt "Wohnen für Hilfe - Wohnpartnerschften zwischen älteren und jungen Menschen"

Vorlage 14.11.2006

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.12.2006, TOP 22

Anlage Auswahl Presseartikel

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage Auswahl Presseartikel

26493 Zeichen

zer Rundschau, Cottbus

LAUSITZER

RUNDSCHAU

valtung / täglich

ıfta Auflage 25.787

tete Auflage: 26.092 Seite: 9 / oben mitte
te Auflage: 27.245

Suchbegrilt: Münster i.Zshg.m. Politik, Wirtschaft, Kultur, Tourismus

1482-11 -HA-TZ -6337296-

hi Der Rentner David Bauer und die Studentin Lulu Liu tellen sich ein Haus. Die Wohngemeinschaft entstand im
Rahmen des Projekts „Wohnen für Hilfe" der Stadt Münster.

Fehr ee

Wenn Rentner mit
Studenten zusammenziehen

Generationenübergreifendes Wohnen lässt Senioren aufblühen

Senioren und Studenten in einer ge-
meinsamen Wohnung? Das ist heutzu-
tage Tür viele undenkbar. In einigen
Hochschulstädten entwickelt sich diese
Variante allerdings zum echten Ren-
ner. Von dem Projekt „Wohnen für
Hilfe“ profitieren beide Seiten. Ältere
Menschen bekommen menschliche Nä-
he und Hüfe im Haushalt - und die
Jungen Studiosi eine günstige Bleibe.

VON HEIKO OSTENDORF
UND-NILS MICHAELIS

„Mit ihr ist der Tag angenehmer und
kurzweiliger", sagt David Bauer über-
glücklich und schaut stolz zu seiner
neuen Mitbewohnerin hinüber, Der
82-jährige ehemalige Manager und die
21-jährige Lulu Liu führen eine unge-
wöhnliche Wohngemeinschaft (WG).
Aber das Zussmmenleben funktio-
niert, betonen beide. Die Studentin aus
China zahlt für ihr Zimmer in dem
Einfamilienhaus keine Miete, im Ge-
genzug hilft sie ihrem „Vermieter“ im
Haushalt und beim Kochen

Seit Lulu vor drei Monaten zu ihm
gezogen ist, fihlt sich Bauer jünger. Er
hilft ihr bei den Hausaufgaben, „Es ist
typisch, dass die Senioren aufblühen,
sobald sie einen Studenten aufneh-
men“, erzählt Christa Reiffer vom
Wohnungsamt der Stadt Münster. Die
Behörde hatte im August 2005 das
Projekt „Wohnen für Hilfe“ ins Leben
gerufen und seitdern 16 Wohnpartner-
schaften vermittelt, von denen noch
kenmer 14 bestehen.

Die. Darmstädter Sozialpädapogin
Professorin Anne-Lotte Kreickemeier
hatte vor etwa 15 Jahren mit ihren

Studenten diese Idee zum ersten Mal in
Deutschland entwickelt, „Aus einer
Befragung ging hervor, dass ältere
Menschen häufig in großen Wohnun-
gen oder in Häusern leben und dass sie
nicht nur mit Älteren zusammen sein
wollen“, sagt sie. Gleichzeitig war der
Wohnraum für Studenten knapp. „Wir
dachten, dass es sinnvoll sei, beide
Bedürfnisse zusammenzufügen", so
Kreickemeier.

Sie verabredeten eine Faustregel:
Für jeden bewohnten Quadratmeter
leistet.der „Mieter“ eine Stunde Arbeit
im Monat. Meistens wünschen die
Senioren Hilfe bei der Gartenarbeit
oder möchten als Gegenleistung für
das Zimmer einfach nur Gesellschaft
haben.

„Es gibt natürlich auch Konflikte“,
räumt Helmut Berghaus von der Uni
Koln ein, „besonders wenn die Älteren
denken, der Student stehe rund um die
Uhr zur Verfägung.“ Der Gerontologe
leitet das Projekt „Wohnen für Hilfe“
in der Domstadt, das vor gut einem
Jahr eingerichtet wurde und, ebenso
wie in Münster, vom Land Nordrhein-
Westialen unterstützt wird. Berghaus:
„Manche Wohnpartnerschaften geben
auseinander, weil die Anforderungen
an den Senior oxter an den Studenten
zu hoch sind.“ Doch höchstens zwei
von zehn „Paaren“ trennten sich we-
gen Konflikten wieder.

Wichtig sei eine intensive Begleitung
derartiger WGs, fordert die Bundesar-
beitsgemeinschaft der Scwioren-Orga-
nisationen (BAGSO), „Je ınchr junge
Menschen Altere kennen lernen, desto
positiver ist ihr Bild vom Alter", so
BAGSO-Sprecherin Ursula Lenz. In elf

deutschen Städten sind mittlerweile
ähnliche Projekte entstanden. Am
längsten dabei ist München. Hier bietet
der Seniorentreff Neuhausen seit zehn
Jahren „Wohnraum für Hilfe“ an. Bei
der Koordinatorin Gisela Frangenheim
melden sich mehr Studenten als Senio-
ren.

An den Hochschußstandorten in der
Lausitz gibt es derzeit noch keine
Vermittlung für Senioren-Studenten-
WGs. „Wir sehen dafür keinen Hand-
kungsbedarf", erklärt Gundo Walter
vom zuständigen Studentenwerk
Frankfurt (Oder). „Im Vergleich zu
westdeutschen Unistädten wie Frei-
burg, wo günstige Zimmer oit knapp
sind, haben wir gentigend Wohnraum,
den sich Studenten leisten können“,
ergänzt er.

David Bauer hat seine Entscheidung
nicht bereut und ist überzeugt, dass das
mehr als nur eine bloße Wohngemein-
schaft werden kann. Auch seine Toch-
ter Brigitte Sasse ist heilfroh, dass ihr
Vater jetzt nicht mehr alleine ist. „Ich
kann das nur jedem anraten”, sagt sie
begeistert.

| zum THEMA: EEE

Wohnen für Hilfe

Informitionen zu den rechtlichen
Rahmenbedingungen der Serioren-
Stucentten-WGs und entsprecherkken

Sind auf derInter-
netscite der Und Köln unter
wwwchrfni-koeln.de/de/wfl/ak- »
tuelles oder unter der O221/
4707933 zu erhalten

ran

U)

u. — z Se
A

Aufräumen statt

Miete zahlen

„WOHNEN FÜR HILFE“: Projekt in

Lulu Liu strahlt. Die
21-jährige Chinesin hat
ein tolles Zimmer be-
kommen: Ruhig, mit
Balkon, nahe zur Müns-
teraner Innenstadt und -
kaum zu glauben - miet-
frei! Lulu Liu wohnt im
Einfamilienhaus von Da-
vid Bauer. Statt Geld bie-
tet die Studentin ihrem
Vermieter Hilfe an: Sie
kocht mit dem 82-Jähri-
en, räumt auf, gießt
lumen, leistet dem Se-
nioren Gesellschaft.

VON THOMAS SCHÖNERT

Lulu Liu und David Bauer sind
eine von zur Zeit 14 Partner-
schaften zwischen Jung und
Alt, die in Münster durch das
Projekt „Wohnen für Hilfe“
entstanden sind. Das Prinzip
der ungewöhnlichen Aktion
ist einfach: Ältere Menschen,
die ihren Wohnraum nicht
mehr vollständig nutzen, er-
halten Unterstützung in ih-
rem Alltag -— zum Beispiel
durch Haus- und Gartenarbei-
ten, Einkäufe oder auch Ge-
sellschaft. Pflegetätigkeiten
sind ausgeschlossen. Auf der
anderen Seite bekommen $tu-
dierende oder Auszubildende
kostenlosen oder zumindest
sehr preiswerten Wohnraum,
jenachdem, ob die Nebenkos-
ten berechnet werden.

Eine Stunde Arbeit pro Mo-
nat für einen Quadratmeter
Wohnraum — so lautet. die
empfohlene Faustregel bei der
Mietverrechnung. Doch Da-

Ungewöhnliche Wohngemeinschaft: Der 82-jährige Da-

vid Bauer und die Chinesin Lulu Liu (21).

vid Bauer und Lulu Liu regeln
das „Pi mal Daumen“, wie sie
sagen. „Die Stunden werden
nicht gezählt“, betont Lulu.

„Ganz wunderbar“ findet
David Bauer die Situation mit
seiner neuen Mitbewohnerin.
„Nach dem Tod meiner Frau
im März war ich meistens al-
lein, mir fiel die Decke aufden
Kopf. Ich habe nicht mehr ge-
kocht, eswarein richtiges Lot-
terleben“, erinnert sich Bauer.
Kein Vergleich mit heute:
„Jetzt ist der Tag viel kurzwei-
liger“, freut sich der Senior.
„Wir kochen und essen zu-
sammen, sie fragt sehr viel.
Ich muss wieder denken, be-
komme neue Anregungen,
Ich fühle mich jünger.“

Auch für Lulu bietet die
neue Wohngemeinschaft
noch Vorteile neben der Miet-

—FOTO: SCHÖNERT

freiheit: „Hier lerne ich die
deutsche Kultur kennen“, be-
richtet die junge Frau. „Und
ich kann bei Herrn Bauer gut
Sprachen lernen“, weiß Lulu,
die zur Zeit am Münsteraner
Studienkolleg ihre Deutsch-
kenntnisse verbessert. Da-
nach will sie Betriebswirt-
schaftslehre studieren.

Das ungewöhnliche Wohn-
verhältnis erfreut auch die
Tochter von David Bauer:
„Nach dem Tod meiner Mut-
ter war die Situation zuerst
sehr schwierig", berichtet Bri-

tte Sasse. „Aber jetztistmein

ater viel zufriedener, Lulu
tut ihm sehr gut. Und wir Kin-
der müssen uns keine Sorgen
mehr machen, wenn wir im
Urlaub oder unterwegs sind.”
Ihr Fazit: „Ein Superprojekt.*
—siehe Aus der Region

lekos Ga
Far | le N 66
Münster sorgt für Aufsehen

| T] Münstersche Zeitung vom

mm Westfälische Nac
VS:

w

hrichten vom

2

| Abdrucke an:

| zur Kenntnis und zum Verbleib _

Endlich ni

cht mehr allein

Studenten bringen bei einsamen Senioren wieder Leben ins Haus

Von Stefan Werding

Münster. Heinrich Stauber-
mann sitzt in seiner Holly-
wood-Schaukel. An seiner lin-
ken Seite: die 22-jährige Maria
Marovska, an seiner rechten
die 21 Jahre alte Katharina
Heck. Heinrich Staubermann,
87 Jahre alt, wirkt gelöst, fast
erlöst, Erlöst von der Einsam-
keit nach dem Tod seiner Frau
vor eineinhalb Jahren. Denn:
In den drei Etagen seines Hau-
ses in der münsterischen Aa-
see-Stadt herrscht wieder
Leben. Der Schneidermeister
lebt seit ein paar Wochen in
einer Wohngemeinschaft, Das
ist neu: „Ich habe mein Leben
lang nicht vermietet.“ Aber
als die Einsamkeit ihn zu er-
drücken drohte, meldete er
sich beim Amt für Wohnungs-
wesen der Stadt Münster, Dort
vermittelt Christa Reiffer so
genannte „Wohnpartnerschaf-
ten", WGs für Jung und Alt.

Für die-beiden- Frauen ist
das großartig: Katharina, Stu-
dentin der Lebensmittelche-

Heinrich Staubermann freut sich, dass Maria

mie, ist froh, endlich aus dem
Studentenheim heraus zu
sein, in dem es nachts laut
und die Küche unaufgeräumt
war. Maria, Studentin der
Kunstgeschichte, hat ihr ers-
tes Semester zu großen Teilen
in der Bahn zwischen Müns-
ter und Dortmund verbracht.
Und jetzt? „Das ist wie zu
Hause“, sagen die beiden. So
wie bei den Großeltern, wo
sie in Russland ihre Ferien
verbracht haben.

„Lebhaft“ sollten seine Mit-
bewohner sein, hatte sich
Staubermann gewünscht. Und
Christa Reiffer verlangt von
Bewerbern, dass sie „wirk-
liches Interesse am Zusam-
menleben mit Senioren ha-
ben“. In 15 Häusern in Müns-
ter funktioniert das zurzeit, in
zwei Fällen haben sich beide
Seiten wieder getrennt.

Dafür, dass sie für ein zen-
trales Zimmer nur „verslärkte
Nebenkosten“ zahlen, wie
Christa -Reiffer- bewusst vage
sagt, müssen sie nur ein paar
Extraarbeiten erledigen. „Ma-

iz

ria kann gut anstreichen, und
Katharina kocht gerne“, hat
Staubermann schon heraus-
gefunden. Die Apfelpfannku-
chen, die ihm Katharina ge-
backen hat, waren jedenfalls
die besten, die er je bekommen
hat, Dafür „bezahlen wir für
das, was wir hier bekommen,
nur Peanuts.“ Also so gut wie
nichts, findet Maria.

Zum harmonischen Zusam-
menleben gibt es klare Regeln.
Die Studentinnen müssen die
Wäsche waschen und sich da-
rum kümmern, dass die Küche
und der Flur geputzt werden.
Morgens frühstücken sie ge-
meinsam, mittags isst der
Senior, der von sich sagt,
außer Kaffee nichts kochen zu
können, bei den Johannitern,
die beiden Studentinnen in
die Mensa. Den Rest erledigt
eine Putzfrau.

Senioren, die glauben, so
eine günstige Pflege zu be-
kommen, haben in dem Pro-
jekt laut Reiffer keine Chance.
Dafür schenkten die jungen
Mitbewohner den Senioren

Marovska (l.) und Katharina Heck zu ihm gezogen sind. Foto: Witried Gernarz

Lebensmut, erklärt Reiffer
Wie der alte Mann, dem eir
Student nach einem Sturz Ers-
te Hilfe leistete, und der mitt.
lerweile seinen 90. Geburtstag
gefeiert hat. „Man gesunde
schneller", sagt Reiffer. Das
Interesse der Studenten ist an
geblich sehr groß, die Senio
ren seien zögerlicher. Schlieb
lich müssen sie bereit sein
fremde Menschen in ihr Hau:
zu lassen. Und erlauben, das
der Freund mal über Nach
bleibt. So wie Staubermann,

Der war seit dem Tod seine
Frau nur noch im Wohnzim
mer, um die Rollladen hoch
zuziehen. „Ich brauch‘ e
nicht mehr.. Aber wenn di
beiden mal Besuch bekom
men, können sie es gerne be
nutzen“, sagt er. Nicht nu
deshalb möchte Katharin
„hier bis zum Studienend
bleiben.“ Das kann sie habeı
„Die beiden müssen nür dafi
sorgen, dass ich lange lebı
Dann können sie hier lang
bleiben“, sagt Staubermann.
>= 0251 / 492-654 51

Presseausschnittdienst des Amtes 64

[% Münstersche Zeitung vom

[] Westfälische Nachrichten vom

zur Kenntnis und zum Verbleib

ER kn #4 af -.
Neben die Unterschrift von Dr. Agnes Klein, hier vertreten durch
die Leiterin des Amtes für Wohnungswesen, Gabriele Regenitter
(v.r.), setzte Prof. Dr. Klaus Niederdrenk seinen Namen unter die
Kooperationsvereinbarung über das Projekt „Wohnen für Hilfe”.
Christa Reiffer (h. r.) leitet das Projekt, Prof. Dr. Erika Bock-Rosen-
thal (h. |.) die wissenschaftliche Begleitung. MZ-Foto: Streuff

„Wohnen für Hilfe”
nun von FH begleitet

Kooperation mit der Stadt vereinbart

Münster » Eine Stunde leichte
Gartenarbeit im Monat für ei-
nen Quadratmeter Wohnflä-
che - so könnte ein Passus
des Mietvertrages zwischen
Studentin und Seniorin ausse-
hen.

Diesen ungewöhnlichen
Weg der Wohnraumvermitt-
lung geht das Projekt „Woh-
nen für Hilfe - Wohnpartner-
schaften zwischen Jung und
Alt", Nun wurde die Koopera-
tionsvereinbarung zur wis-
senschaftlichen Begleitung
des Projektes von Prof. Dr.
Klaus Niederdrenk, Rektor der
Fachhochschule, und Dr.
Agnes Klein, Sozialdezernen-
tin der Stadt Münster, unter-
zeichnet,

Die Idee dahinter ist einfach
und doch überzeugend, wie
eine der mittlerweile 15 exis-
tierenden Wohnpartnerschaf-
ten zwischen einem mittler-
weile 90-jährigen Senior und
einer jungen Musikstudentin
aus dem Kosovo anschaulich
belegt. Seit längerem wohnt
die 23-Jährige im Haus des
hörgeschädigten Musikliebha-
bers, musiziert im Gegenzug
für ihn und erledigt andere
kleine Arbeiten am Haus. Als
ihr Vermieter an einem Sams-

tägmorgen in der Küche so
unglücklich gestürzt war, dass
er sich allein nicht mehr hel-
fen konnte, verständigte seine
Mitbewohnerin den Notarzt.
„Gerade in solchen Situatio-
nen ist es natürlich schön,
wenn eine andere Person im
Haus ist“, erklärte die Projekt-
leiterin Christa Reiffer vom
Amt für Wohnungswesen der
Stadt Münster

Nach Faustregel ist eine
Stunde Arbeit im Monat pro
Quadratmeter Wohnraum zu
leisten. Die älteren Menschen
bekommen auf diesem Wege
Gesellschaft und einige der
über 50000 bezahlbaren
Wohnungsraum suchenden
Studenten eine passende Un-
terkunft. Interessenten füllen
einen Fragebogen aus und
werden nach einem Interview
von Christa Reiffer zusam-
mengeführt. Nach den Wor-
ten von Prof. Dr. Erika Bock-
Rosenthal, die nun die wis-
senschaftliche Begleitung ko-
ordiniert, kann ein solches
Projekt die soziale Kompetenz
der Teilnehmer _ fördern
gleichzeitig Jung und Alt wie-

der zusammenbringen. «MIS
» www.muenster.de/stadt/
wohnungsamt.de

Münstersche Zeitung vom

Abdrucke an:

mal en Nachrichten vom

zur Kenntnis und zum Verbleib

Wohnraum gegen
Alltagshilfe

Münster. Studierende und
Auszubildende kommen
günstig an Wohnraum — und
Senioren erhalten im Gegen-
zug praktische Alltagshilfen.
Das ist die Grundidee des Pro-
jektes „Wohnen für Hilfe“,
das vor einem Jahr ins Leben
gerufen wurde. Mit Erfolg,
wie die Stadt berichtet. Pro-
jektleiterin Christa Reiffer
vom Amt für Wohnungs-
wesen, hat über 100 persönli-
che Gespräche mit Bewerbern
geführt, Anfragen per Telefon
und E-Mail beantwortet. In-
zwischen konnten 30 Senio-
ren und Studierende in Wohn-
partnerschaften vermittelt
werden. „Wir erhalten durch-
weg positive Rückmeldungen
- Jung und Alt sind zufrie-
den“, so Reiffer.

Dennoch sind weitere Be-
werbungen erwünscht, insbe-
sondere von der älteren Ge-
neration. Die Partnerschaften
funktionieren nach dem
Grundsatz „Wohnen für Hil-
fe“. Statt Miote wird eine Hil-
feleistung in Haus und Garten
vereinbart, deren zeitlicher

Christa Reiffer

Umfang dem Mietwert des
Wohnraums entspricht.

Beim Anbahnen der Woh-
nungspartnerschaften hilft
Christa Reiffer. Wer sich inte-
ressiert, sollte am Samstag (5.
August) den Wochenmarkt auf
dem Domplatz (Höhe Passage
zum Drubbel) besuchen. Von
7 bis 12 Uhr steht die Pro-
jektleiterin für Fragen bereit.

Ein Quadratmeter für eine St

Christa Reiffer stellte das Projekt „Wohnen für Hilfe”

Hiltrup « „Mein Interesse an
dem Projekt ist zwar groß,
aber muss ich unbedingt die
Erste sein“, so eine Hiltrupe-
tin, die gestern Vormittag an
einer Informationsveranstal-
tung im Cafe Marie zum The-
ma „Wohnen für Hilfe“ teil-
nahm.

Die erste Seniorin, die im
Rahmen dieser neuen Wohni-
dee Studenten und älteren
Auszubildenden Wohnraum
in ihrem zu groß gewordenen
Haus gegen kleine Alltagshil-
fen zur Verfügung stellt, ist sie
laut Projektinitiatorin Christa
Reiffer vom Amt für Woh-
nungswesen der Stadt Müns-
ter übrigens nicht.

Denn die allererste dieser
mittlerweile fünf generations-
übergreifenden Wohnpartner-
schaften in Münster war zwi-
schen einem Hiltruper Bürger
und einem peruanischen Stu-
denten geschlossen worden.

Doch anders als in anderen
Stadtteilen waren seit dem
Projektstart im August 2005
keine weiteren Interessierten
aus Hiltrup zu den derzeit
rund 70 Bewerbern hinzuge-
kommen.

Dennoch ist Reiffer fest

REST IV

Der Obert

Bar \eia il MÜNSTER

* 200B

ORMATIONSAMT

2005

Amt für Woh nungswesen |

Ute Bösing (l.) und Christa Reiffer stellten den Hiltruper Senioren

das Projekt „Wohnen für Hilfe“ vor.

vom Erfolg dieses drei Jahre
durch die Stadt Münster und
das Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales un-
terstützte und von der Fach-
hochschule Münster wissen-
schaftlich begleiteten Modell-
projekts überzeugt.
Schließlich sind vier weite-
te Wohnpartnerschaften „in
Entwicklung“ und zudem
funktioniert das „Wohnen-

MZ-Foto: Schräder

für-Hilfe“-Konzept bereits seit
vielen Jahren in England.
„Außerdem sollte niemand zu
einer Teilnahme an diesem
Projekt überredet werden“,
betonte Reitfer,

Um gut miteinander. aus-
kommende Wohnpartner zu
finden, würde sie alle poten-
tiellen Vermieter zuhause auf-
suchen und sie sowie ihre
eventuellen Mitbewohner ge-

unde Hilfe

in Hiltrup vor

nauestens über Wünsche,
Vorlieben und Tabus beim Zu-
sammenleben befragen.

Erst dann würde sie ein ers-
tes Treffen mit den ihrer Mei-
nung nach passenden Part-
nern in die Wege leiten.

Weitere Treffen könnten
dann folgen, bevor ein Miet-
vertrag nebst einer Beschrei-
bung der von den Studenten
zu leistenden Hilfeleistungen
beschrieben wird.

Faustregel dabei sei: eine
Stunde Hilfstätigkeit pro Mo-
nat für einen Quadratmeter
Wohnfläche. Möglich sei da-
bei alles vom Einkaufen über
die Unterstützung bei der Gar-
tenarbeit bis hin zur Konzert-
begleitung.

Pflegedienste werden nicht
geleistet. Ute Bösing von der
Seniorenberatungsstelle St.
Clemens, die die Infoveran-
staltung organisiert hatte,
wies darauf hin, dass im Cafe
Marie Broschüren zu diesem
Thema ausliegen,

Weitere Informationen über
das Projekt „Wohnen für Hil-
fe" gibt es bei Christa Reiffer,
Tel. (0251) 49 2645 1.. CSC

» www.muenster.de/stadt/wohnun
gsamt

T zur Kenntnisnahme undz

5
>
ec
®
5
z
E-
[2]
[1
4
®
<

=
©
a
©
Q

ISC!

X Westrai

tuappaypty
-uauyoAm/Juesdunugom
ApeJs/ap"ajsuonurmma |
TSP9-Z6P UOJaJa], |
‚uopıom usgoyasioA uf]
ZI Sıq St uoA F'oZ uap me
uapyaa sep Ist judy ang "uapey
-dus jeuopy tur dnjsgouuol]
ueysmz wopol ue sneyspog
-punses) Sep ur gfer)-ojuf umz
yorzaay 151 'Oyyagmı azaruu
-Iofut yors pum je urojsuag
-y7 gösaıp tm Ossorayuf Io
"ueTISEIIT) np Sua
pun euuy any sur 'Nonig
19MZ un so puts. 08 ‘Joerg
-Blagnioy ueyany Pam
"uandazye syerog Jouyomeg
-Np anmou op Ist yeyosam
-UOeN seuuy u yony "AnIsO
umIorpumt Ist 10Z UOZAIny OS
Alp g9eu zuegig arp pun yoegl
umsur Jojum UUDOM IOTA
Nas unu uago] uoprag old
euuy jRs '„uopjog
nz oıs um ‘uey 10 sem ‘ua
dung Jopaf" "yjry Jneuruer
uoyosjnop zop Tod Bnzuei
-32) u wit guy uuoMm 'yols
way wensiayr) „'uossmur ua]
-MLI JHPUTY SLTauı Jon ygoru
yar ayyaour *agqey seyndtuor)
we uoder ar uuam yany“
euuy Bes ',dsunmog Um
Naqieusjme) gap taq Bunzinys
„ajup} pum zoyuy tt todo]

-HAUTOG wog art tenstgn
uoA zu ayasuma yoL“
yetposuratuod
-ugom aryı pfeq ayas usjop
-una® pun yosıyyedus yaıs
uateMm usprag aly "uaggaryos
-ue  anaruaguonyejg mz
dunpfigsny aua ayypour pun
Sapjoyuoıpng ure sınyyanıdg
usa Joe 177 Toysunpy ut
Jowmumz une ajons Jauenaog
asduml um 'uensmg) odue]
you uuep sa euanep Sunzjos
um] nz s1g ossarajuf oA
uslars
-sarojut nz „off any mau
-goay“ Melorg sep any ypıs 018
uupdag "want UASSPLIBA SNEH
Sup apa arp yone pum orjerf
uodozasyonmz  uegapspnueg
wap sne udojouedef orp ars
wopipen "uaquy nz uojenjeu
-OgeN Oyorparyasısjun gone
uayasuapy Jafjoa sneg sep
juyomag doymi uoA so em
euuy 'uogeg 8eMoß uouyom
uoumesuwmed umz LIyOS
uap ap uaßrualuop nz tar
-gyad wensuyp pun euuy
uapaam }[jo}sad Aunängson nz
BRRIMOASSISUIN gerdstant umz
wspu 'uasomsdunugoy
aury sep Ar Jar yany elo
-ad oa BIp ur oyjtuyag uah
-puUaMIOL Hp Qapıem "ünez
aagn yeyosutoursdugong

29p uasurjor) map uoxn us]
-19g optag purg "usdunpeaig
pun uodunjjsjsIoa wart jru
uossed opururonz usyosuapy
uoptog arp go "uapumnzsneiatf
yonsıea uep pIIm uayogıds
-9#) UDATSUOJUT LIEMONTOUL UF
„adep
uoyoesdsor) uape [04 gasuny
ne qor ung yorgamen Juueyag
usuos3o,g arp oyaeıı put uauı

-ugl- 0104
"yonlunen sa Jey Joyloy eIsuyo "yeyasumweßuyom
UA Hy Uensu Jaula ul UeuyoMm (1) UENSUyD pun (") euuy

-wesnz uodungeeg arayuap
tat apfajs Sopfgt LOusqLoAIa
05 sop punisginv "ua]lalssala]
-u] uejje nu ayperdsan aars
-uajur Adumf Tor arıny PfaploA
u“ :sunaser] saryı oseyg 1op
-al ur yoruosiod ueyjeyosiou
Rd Jasotp opel joyrapdag aıg
"HaIUTPIOON ussomsdunugomn
any Jwy oA Joptoy eistuu)
uoA pıtm „Orth Any vougory“

-OSEl] UOPUBIHTITSUDN 1op
ur yots uopuraq jun oroylom
pun usunwmoyas optejsnz sau
-os puis uOyeossouueg [Ip
“japunyoq ossagoyup Auf spladag
uogey Jogiomag 09 gr)
upoy pun’ıo]
"SUN. PUIS 8LOTUOLg 'Puls yon
-woaueioa Bunzjesup] Hp
any Isqes AIpmIS ap TegoMm
"MAN Pur sep gomp jyaloıq
sasarp pIm ARpIOJan) 'sne
Bey um uoyfy yaınp [101
-j015) umz 10p0 zued oJoly o1p
usyarojd assdunf "umerumon
uap uapjejs uoyosuop Auaı
-[y Naygeneg ue Bunf pun
NV UA Jopururojipy sop uLIog
anau osarp JuurMmad tatag
ey uapungod puepgosimad
yoeu don Wap Z66L Sep
'pnpordyodu  sayosmaus
uro jst „ap my uaugom“
“uauımdag ummpryg
ap jrur opeaod [[EmM UENSLIUD

pun unpuorsuog jsdwef
Ist puuy tag] "OrugoMm
-odun wapzjon jqrapq *uog

-8] IM UOmmSUaWoR Jaue ur
ı12j0l uapiag arp ssep Y9OC] 10)
-SUNpN Ur O]S[ERMOLIO]]V SEP
yoımuedıq Bunuyoy aus 0]
-yons west) TOUTOMagHuN
LatLTo OyJONS BLIUY IOJSUNN

Buryoy enidtag uoA

ıddepy93 so yey uensuyy pun euuy [og] :,„ oJ any uouyoqy“ I99loıq soypeyjardsig

tes/Amtes

vg

8

yJeq WOUN I9Jun u9uyoM SOnaN :3unf pun IV

Presseausschnittdienst

des Deze

[X Münstersche Zeitung vom
A16e.2.06 . s 5

über „Wohnen für Hilfe”,

Abdrucke an:

ojektleiterin Christa Reiffer (l.) informierte bei einem Infocaf&

Foto: Koch

Generationen finden
zusammen

Erste Studenten zogen bei Senioren ein

Münster » Das Projekt „Woh-
nen für Hilfe“ der Stadt Müns-
ter kommt in Gang. In einer
ganz neuen Art von Wohnge-
meinschaft sollen Senioren
ein Zimmer kostenlos Studen-
ten überlassen. Als Gegenleis-
tung verpflichten sich die Stu-
denten, den älteren Bewoh-
nern zu helfen. Je Quadratme-
ter Wohnfläche sollen sie eine
Stunde monatlich aushelfen —
egal, ob Einkaufen, Gartenar-
beit oder auch Freizeitbeglei-
tung.

Seit Dezember des letzten
Jahres läuft das Projekt,
jüngst haben sich die ersten
zwei Partnerschaften gebildet.
In Hiltrup zog ein junger Stu-
dent bei einer älteren Dame

. ein, „Vertraglich festgelegt ist
in diesem Fall, dass der Stu-
dent im Garten anpackt, bei
Fahrradtouren mit radelt und
bisweilen mit ins Theater
geht“, berichtete Christa Reif-
fer. Als Projektleiterin ist sie
beim Amt für Wohnungswe-
sen für „Wohnen für Hilfe“
verantwortlich.

„Von einer solchen Ge-
meinschaft profitieren beide
Generationen“, so Reiffer. Die
älteren Leute erhielten Hilfe
und freuten sich über neues
Leben im Haus, Für die Stu-

denten sei billiger Wohnraum
wichtig, auch profitierten sie
von den Erfahrungen der älte-
ren Mitbürger.

Reiffer begleitet alle Part-
nerschaften sehr intensiv.
„Ich besuche alle Senioren in
ihren Wohnungen und Häu-
sern“, sagte sie bei einem In-
focafe, bei dem das Amt 'ein-
mal im Monat über das Pro-
jekt informiert. „Es gibt auf
beiden Seiten viel zu klären“,
so Reiffer. Manches ist heute
aber scheinbar einfacher als
früher, meint sie: „Alle Senio-
ren haben mir gesagt, dass na-
türlich auch die Freundin oder
der Freund der Studenten
übernachten darf.“

Zwölf Senioren haben sich
bisher im Amt gemeldet, dem
gegenüber stehen 26 Bewer-
ber von studentischer Seite.
„Ich mache derzeit bei Senio-
rengruppen und in Kirchenge-
meinden viel Werbung für das
Projekt“, »erklärte Reiffer.
=0KO
Interessenten für das Projekt, ob
nun Senioren oder Studenten,
können sich bei Christa Reiffer im
‚Amt für Wohnungswesen melden,
Telefonnummer 492 64 51 oder
per E-mail: reifferc@stadt-muens-
ter.de

Wollen Alt und Jun
schule), die das

zusammenbrii
t wissensc!
vom Amt für Wohnungswesen sowie

Sozialdezernentin Dr. Agnes Klein.

en: (v.1.) Prof. Dr. Erika Bock-Rosenthal (Fachhoch-
ich begleitet, Gabriele Regenitter und Christa Reiffer

Foto: -kal-

Eine Stunde Arbeit für
einen Quadratmeter Wohnfläche

Projekt will Senioren und Studenten zusammenbringen

Von Martin Kalitschke

Münster. 46 000 Münstera- fen,

ner sind über 65 Jahre alt,
11000 gar über 80. Viele von
ihnen leben in geräumigen
Wohnungen oder Häusern —
oft allein, weil der Partner be-
reits verstorben ist. Nicht sel-
ten fühlen sie sich einsam,
gleichzeitig fallen ihnen die
täglichen Ärbeiten mit zuneh-
mendem Alter immer schwe-
ter.

Diesen Menschen steht mit
rund 50000 Studenten eine
etwa gleich große Bevölke-
rungsgruppe junger Men-
schen gegenüber, die auf der
Suche nach bezahlbarem
Wohnraum sind. Oft haben
sie nur wenig Geld — sind
aber aktiv und sozial enga-
giert.

im neuen Projekt „Wohnen
für Hilfe“ will die Stadt diese
beiden. Gruppen zusammen-
bringen. Die Idee: Senioren
bieten jungen Menschen güns-
tigen Wohnraum an; die re-

vanchieren sich mit prakti-
scher Alltagshilfe — Einkau-
Spazierengehen, Putzen,
Computerunterricht. Die
Faustregel; „Pro Quadratme-
ter Wohnfläche wird pro
Monat eine Stunde Hilfe ge-
leistet“, so Gabriele Regenit-
ter, Leiterin des Amtes für
Wohnungswesen.

Was sich in der Theorie ein-
fach anhört, könnte sich in
der Praxis durchaus schwierig
gestalten, räumt Sozialdezer-
nentin Dr. Agnes Klein ein.

agen interessierter Stu-
denten liegen bereits vor,
Wohnungsangebote von Se-
nioren hingegen noch nicht.
„Die Hürde ist hoch, einen
Fremden in die Wohnung zu
lassen“, vermutet Klein.

Durch umfassende Betreu-
ung will die Stadt erreichen,
dass nur zusammenzieht, wer
auch zusammengehört. Stu-
denten, die Interesse an dem
Projekt haben, werden von
Christa Reiffer zu einem per-
sönlichen Gespräch einge-

laden; interessierte Senioren
besucht sie zu Hause. Nur
wenn beide Seiten ähnliche
Vorstellungen vom künftigen
Zusammenleben haben, wird
sie einen Kontakt herstellen,
der im günstigsten Fall zum
Abschluss eines Mietvertrages
führt, „in dem so viel wie
möglich festgelegt werden
sollte, um Reibungspunkte zu
vermeiden“,

Ähnliche Projekte gibt es

bereits in München und Frei-
burg — mit großem Erfolg, wie
Regenitter betont. Jeweils über
180 Partnerschaften wurden
dort bereits abgeschlossen. „In
Münster“, betont Klein, „wür-
den wir uns im ersten Jahr
über 30 bis 40 freuen.“
O Informationen erteilt Chris-
ta Reiffer, Tel. 492.64 51. Ein
Info-Cafe findet ab 8. Dezem-
ber an jedem zweiten Don-
nerstäg im Monat im Gesund-
heitshaus statt.

D www.muenster.de/stadt/
wohnungsamt

Berichtsvorlage

16631 Zeichen

V/0935/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Wohnungswesen 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Modellprojekt "Wohnen für Hilfe - Wohnpartnerschaften zwischen älteren und jungen Menschen" - 
Zwischenbericht - 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
05.12.2006 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 
06.12.2006 Ausländerbeirat Bericht 
07.12.2006 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
07.12.2006 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
 Bericht 
07.12.2006 Stiftungskommission Bericht 
13.12.2006 Hauptausschuss Bericht 
13.12.2006 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
 
  
1. Ausgangslage 
 
Am 29.06.2005 beschloss der Rat der Stadt Münster, die bestehenden Angebote und Servi-
celeistungen zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation sowohl älterer Menschen als 
auch der Studierenden und Auszubildenden um das Angebot „Wohnen für Hilfe - Wohnpart-
nerschaften zwischen älteren und jungen Menschen -“ zu ergänzen (Vorlage V/0407/2005). 
 
Das Land fördert das Modellprojekt mit einer Laufzeit von knapp drei Jahren. Es übernimmt 
80 % der Gesamtkosten, der städtische Eigenanteil wird aus dem Budget des Amtes für 
Wohnungswesen ohne Mehrbelastung für den Etat finanziert.  
 
Mit dieser Vorlage berichtet die Verwaltung über den bisherigen Verlauf und die weiteren 
Perspektiven des Projektes. 
  
 
2. Rahmenbedingungen und Ziele des Projektes  
 
In der Stadt Münster leben zurzeit etwa 46.000 Menschen, die 65 Jahre und älter sind. Viele 
von ihnen leben in Wohnungen oder Häusern, die sie in vollem Umfang nicht mehr nutzen 
und die sich teilweise nicht mehr ohne Hilfe versorgen können. Dem gegenüber studieren in 
Vorlagen-Nr.: 
V/0935/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Leskow 
Ruf: 
4 92 64 30 
E-Mail: 
LeskowR@stadt-muenster.de 
Datum: 
07.11.2006 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0935/2006 
 
Münster als einer der größten Universitätsstädte der Bundesrepublik rund 50.000 Studenten, 
für die es zunehmend schwieriger wird, bezahlbaren Wohnraum zu finden. 
Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ möchte Seniorinnen und Senioren, die über ausreichend 
Wohnraum verfügen und Unterstützung im Alltag wünschen, mit Studierenden oder Auszu-
bildenden, die preiswerten Wohnraum suchen und ein soziales Interesse am Zusammenle-
ben mit älteren Menschen haben, in einer Wohnpartnerschaft zusammenbringen. Anstelle 
von Mietzahlungen sollen ganz oder teilweise Hilfeleistungen gewährt werden. Es gilt die 
Faustregel, dass für einen Quadratmeter Wohnr aum eine Stunde Hilfeleistung im Monat er-
bracht wird. 
 
Darüber hinaus strebt das Projekt „Wohnen für Hilfe“ die Begegnung mit jungen und älteren 
Menschen und auch fremder Kulturen an, um so an der Verständigung zwischen den Gene-
rationen, der Zunahme an Toleranz und Sozialkompetenz, dem Austausch von Wissen und 
Erfahrung und letztlich dem Abbau von Vorurteilen und Konkurrenzängsten mitzuwirken. 
Auch wird bei einer Wohnpartnerschaft den Seniorinnen und Senioren das Gefühl der Si-
cherheit im eigenen Haus vermittelt, insbesondere bei gesundheitlichen Problemen. Letztlich 
soll sich eine Gewinnsituation für alle Wohnpartner und Wohnpartnerinnen ergeben. 
 
Die im Einzelfall festgelegten und zu erbringenden Leistungen können sehr unterschiedlicher 
Art sein, überwiegend sind es  
 
¾ Hausarbeit 
¾ Gartenarbeit 
¾ Gesellschaft leisten 
¾ Einkaufen 
¾ Schriftliche Korrespondenz erledigen 
¾ Begleitung zu Arztbesuchen, Veranstaltungen, etc. 
  
Ein wichtiger Grundsatz und somit auch eine klare Ausschlussregelung ist, dass es sich bei 
den Hilfeleistungen nicht um pflegerische Tätigkeiten handelt. 
 
Den Studierenden können erworbenes Wissen und Lebenserfahrungen vermittelt werden. 
Dabei sind nicht nur die Erkenntnisse der Senioren und Seniorinnen als Zeitzeugen wertvoll, 
sondern auch Ratschläge zu aktuellen Themen aufgrund der bestehenden Erfahrungen von 
hohem Nutzen. Gespräche mit Studierenden aus den Wohnpartnerschaften, insbesondere 
ausländischen Studierenden, belegen diese Erkenntnis.  
 
Ferner soll das Interesse an diesem Projekt auch bei älteren Menschen geweckt werden, die 
sich selbst als noch sehr rüstig und gesund betrachten und sich deshalb für dieses Projekt 
häufig noch ausklammern.  
 
Die Lebensqualität älterer alleinstehender Menschen kann sich durch eine vermittelte Wohn-
partnerschaft spürbar verbessern. Auch hier geben die bisher gemachten Erfahrungen mit 
den Wohnpartnerschaften wesentliche Hinweise. Grundsätzlich wird die geleistete Gesell-
schaft als sehr wichtig und bereichernd von Seniorinnen und Senioren eingeschätzt. 
 
 
3. Start des Projektes 
 
 Das Projekt startete am 29.07.2005 mit der Besetzung der Stelle der Projektleitung. Die erste 
Phase des Projektes galt der Vorbereitung. Themenbezogene Informationen wurden einge-
holt und ausgewertet, ein  Feinkonzept entwickelt. Zur effektiven organisatorischen Optimie-
rung der Arbeitsabläufe waren Bewerbungsbögen für Mieter und Vermieter, ein Leitfaden für 
Erstgespräche, Informationsblätter und ein Mustermietvertrag zu entwickeln. Wesentlicher 
Informationsträger für die Öffentlichkeit ist das entworfene Faltblatt „Wohnen für Hilfe – 
Wohnpartnerschaften zwischen Jung & Alt“.

3 
V/0935/2006 
 
 
 In der ersten Phase des Projektes nahm die Projektleiterin Kontakt zum Seniorenverein 
Neuhausen e. V. in München und zum Studentenwerk Freiburg als Träger der bereits etab-
lierten Projekte auf, um einen Einblick über deren Erfahrungen bei der Umsetzung des Pro-
jektes zu erhalten. Weiterhin nahm sie an Kongressen und Veranstaltungen teil, die der Dar-
stellung des Projektes oder der eigenen Fortbildung dienten.  
 
Der offizielle Start erfolgte am 01.12.2005 im Rahmen einer Pressekonferenz, gleichzeitig 
endete die erste vorbereitende Projektphase. 
 
 
4. Vernetzungsarbeiten 
 
Eine stadtweite Vernetzungsarbeit zur Unterstützung des Wohnprojektes ist unverzichtbar. 
Daher versandte die Projektleiterin zum öffentlichen Projektstart etwa 170 Informationsbriefe 
an alle Einrichtungen in Münster, die mit einer der beiden Zielgruppen, Senioren wie Studie-
rende, in Verbindung stehen und als Multiplikatoren betrachtet werden können.  
 
Unter anderem wurden folgende Institutionen angeschrieben: 
 
¾ Hochschulen  
¾ Studentenvertretung 
¾ Studentenwerk  
¾ Einrichtungen der Erwachsenenbildung 
¾ Vertretung der ausländischen Studierenden 
¾ Seniorenvertretung 
¾ Seniorenbegegnungsstätten verschiedener Träger 
¾ katholische Kirchengemeinden 
¾ evangelische Kirchengemeinden 
¾ Verbände der freien Wohlfahrtspflege 
¾ Wohnungsgesellschaften 
¾ Sozialdienste der Krankenhäuser 
 
Die Reaktionen waren durchweg positiv. Auf Einladung stellte die Projektleiterin das Projekt 
jeweils in den verschiedenen Institutionen vor. 
 
An jedem zweiten Donnerstag im Monat wurde im Gesundheitshaus der Stadt Münster ein 
Info-Café über zwei Stunden eingerichtet, das der Information über das Projekt, dem Erfah-
rungsaustausch und dem gegenseitigen Kennenlernen dienen sollte. Das erste Info-Café 
fand am 08.12.2005 statt und wurde von etwa 20 Interessenten besucht. Aufgrund fehlender 
konstanter Nachfrage lief das Angebot des Info-Cafés im Sommer 2006 aus. 
 
Am 19.09.2006 tagte eine Arbeitsgruppe des „Runden Tisches zur studentischen Wohn-
raumversorgung“ im Amt für Wohnungswesen. Die Einladung erhielten die Vertretungen der 
Studentenschaft, des AStA, des Studentenwerkes und der Wohnungsunternehmen. Die Mit-
glieder der Arbeitsgruppe wurden umfassend informiert. Wesentliches Thema war auch die 
Frage nach den Konsequenzen bei der kurzfristigen Auflösung einer Wohnpartnerschaft. Mit 
dem Studentenwerk Münster konnte hier eine einvernehmliche Lösung zur kurzfristigen 
Zimmer- bzw. Wohnungsversorgung von Studenten getroffen werden. Diese Regelung be-
zieht sich auf Einzelfälle. 
 
Am 20.10.2006 trafen sich erstmalig die Leiterinnen und Leiter aller deutschen Projekte 
„Wohnen für Hilfe“ in Frankfurt zum Erfahrungsaustausch und zum Aufbau einer kontinuierli-
chen Netzwerkarbeit.

4 
V/0935/2006 
 
 
5. Wissenschaftliche Begleitung 
 
Eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Am t für Wohnungswesen der Stadt Münster, 
der Stiftung Magdalenenhospital und der Fachhochschule Münster unterzeichneten am 
21.09.2006 Frau Stadträtin Dr. Klein und Herr Prof. Dr. Niederdrenk. Die im Vertrag verein-
barte wissenschaftliche Begleitung des Projektes „Wohnen für Hilfe“ durch die Fachhoch-
schule Münster soll praxisnah gestaltet werden, die Durchführung des Projektes fördern, die 
Ergebnisse analysieren und Anregungen für eine nachhaltige, möglicherweise geänderte 
Gestaltung des Projektes geben. 
 
Vorgesehen ist zudem jährlich ein eintägiger Workshop, der die Studierenden auf Wesen und 
Ziel des Projektes, seine besonderen Aufgaben, Verantwortungen und Chancen vorbereiten 
soll. Das Angebot richtet sich sowohl an die Studierenden, die bereits in einer Wohnpartner-
schaft leben, als auch an Bewerberinnen und Bewerber für das Projekt.  
 
Weiterhin erstellt die Fachhochschule zum Ende der Projektlaufzeit einen Bericht über die 
wissenschaftliche Begleitung, der ein Teil des Schlussberichtes an das Land NRW und den 
Rat der Stadt Münster sein wird. 
 
Die Stiftung Magdalenenhospital finanziert die wissenschaftliche Begleitung sowie den jährli-
chen Workshop der Fachhochschule bis zu einem Betrag von jeweils 4.000 € in den Wirt-
schaftsjahren 2006, 2007 und 2008.  
 
 
6. Öffentlichkeitsarbeit 
 
Eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit ist ein wesentlicher Baustein für den Erfolg des Pro-
jektes. Deshalb hat die Verwaltung zu verschiedenen Anlässen eine Berichterstattung über 
die Medien initiiert. 
 
Die erste Information erhielt die Öffentlichkeit im Rahmen der Zusage des Landes NRW im 
Mai 2005, das Modellprojekt zu fördern. Nach Abschluss der internen Vorbereitung wurden 
die Medien im Rahmen einer Pressekonferenz zum offiziellen Start des Projektes am 
01.12.2005 informiert. Hiernach folgten in regelmäßigen Abständen Berichte zu den Termi-
nen im Info Cafe, zu Vorträgen der Projektleiterin bei verschiedenen Institutionen etc.. Auch 
über die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit der Fachhochschule Münster am 
21.09.2006 wurde in den örtlichen Medien umfassend berichtet. 
 
Ein besonderes Medienecho rief die von der Verwaltung für die örtlichen und überörtlichen 
Medien vorbereitete Möglichkeit hervor, zwei Wohnpartnerschaften direkt zu interviewen. 
 
Entsprechend ausführliche Artikel über diese Partnerschaften und allgemein über das Pro-
jekt „Wohnen für Hilfe“ folgten ab dem 13. Oktober in unterschiedlichen Tageszeitungen. 
Auch der Hörfunk, WDR 3 und Radio Antenne Münster, berichteten zeitgleich über das Pro-
jekt.  
 
Auffällig sind die Reaktionen der überregionalen Medien. Die Deutsche Presse-Agentur 
GmbH (dpa) und der evangelische Pressedienst verteilten vorgegebene Informationen bun-
desweit, so dass mittlerweile Berichte über das münsterische Projekt in weiten Teilen der 
Bundesrepublik veröffentlicht wurden. Ferner gibt es Anfragen aus dem Ausland zum Pro-
jektstand. So stand die Projektleiterin z.B. für ein Radiointerview am 09.11.2006 mit dem 
belgischen Rundfunk zur Verfügung.

5 
V/0935/2006 
 
 
7. Persönliche Begleitung/Verfahren 
 
Ein hohes Maß an Verantwortung und Engagement gegenüber den Wohnpartnerschaften ist 
Grundvoraussetzung bei der täglichen Arbeit der Projektleiterin. Dabei ist die sorgfältige 
Auswahl der Wohnpartner und Wohnpartnerinnen und eine intensive Begleitung der beste-
henden Partnerschaften Grundlage für erfolgreiche Gemeinschaften.  
 
Auswahl und Begleitung beginnen bei der ersten Kontaktaufnahme. Jeder Bewerber und je-
de Bewerberin erhält einen Bewerbungsbogen zur Erfassung der Adressen, zu den Wün-
schen und persönlichen Eigenschaften etc.. Alle Bewerber und Bewerberinnen, die von den 
eingereichten Informationen und ggf. vorab geführten Gesprächen als geeignet eingestuft 
werden, erhalten die Möglichkeit eines ausführlichen Gesprächs mit der Projektleiterin. Alle 
Senioren und Seniorinnen werden grundsätzlich zu Hause besucht. Hier gewinnt die Projekt-
leiterin Einblicke in die Wohnsituation und kann mögliche Problemlagen aufgrund des Woh-
nungszuschnitts erkennen. Alle Fragen der Senioren und Seniorinnen können in ihrer ver-
trauten Umgebung beantwortet und möglicherweise bestehende Hemmschwellen abgebaut 
werden.  
 
Anhand der entstandenen persönlichen Profile wählt sie die Wohnpartner und Wohnpartne-
rinnen aus und vereinbart einen Termin für die Vermittlung. Das erste Treffen wird im Regel-
fall begleitet, persönliche Daten und Informationen werden ausgetauscht. Für die Wohnpart-
nerschaften stehen besondere Mustermietverträge zur Verfügung.  
 
Um Reibungspunkte zu vermeiden und gleichzeitig eine erfolgreiche Wohngemeinschaft zu 
initiieren gibt es grundsätzlich die Empfehlung, möglichst ausführliche Regelungen im Vor-
feld zu treffen. Die Regelungen beziehen sich insbesondere auf Arbeitseinsatz, Miet- bzw. 
Nebenkostenentrichtung, Besuchs- bzw. Übernachtungsmöglichkeiten von Freund oder 
Freundin, Benutzung von Räumlichkeiten, Halten von Haustieren, Absprachen zur gemein-
samen Küchen- und Badnutzung.   
 
Auch nach erfolgtem Einzug der Studierenden hält die Projektleiterin den Kontakt zu den 
Wohnpartnerschaften. In Einzelfällen benötigen die Seniorin oder der Senior und der Student 
oder die Studentin eine Moderation zur Stabilisierung der Partnerschaft.  
 
 
8.    Erfahrungen und Ergebnisse 
 
Seit dem 01.12.2005 sind etwa 1.100 Kontakte zu Interessierten zu verzeichnen, ca. 150 
konkrete  Bewerbungen aus der Studentenschaft liegen dem Amt für Wohnungswesen vor. 
Aktuell liegen vier Bewerbungen älterer Menschen vor, mit denen Gespräche zur Vermittlung 
geeigneter Wohnpartner oder Wohnpartnerinnen geführt werden. Seit Januar 2006 wurden 
18 Wohnpartnerschaften zwischen Alt und Jung gegründet, zwei Wohnpartnerschaften wur-
den aus unterschiedlichen Gründen aufgelöst. In einem Falle konnte eine Seniorin ihrem ei-
genen Anspruch nicht gerecht werden, für sie war die Nähe zu einer fremden Person dauer-
haft nicht erträglich. Im anderen Fall wurden die vorherigen Absprachen seitens des Studie-
renden nicht eingehalten. 
 
Bei den 16 bestehenden Wohnpartnerschaften kommen acht Studierende aus Deutschland. 
Neun Studierende stammen aus den Staaten China (2), Russland (3), Syrien, Iran, Ghana,  
und Serbien. Zwei Studentinnen aus Russland wurden in einem Fall gemeinsam in eine 
Wohnpartnerschaft vermittelt. 13 Studierende sind weiblich, vier männlich. 
 
Die Studierenden sind von 20 bis 28 Jahre alt. Das Alter der Senioren und Seniorinnen be-
trägt 62 bis 94 Jahre. Drei Ehepaare leben mit Studierenden zusammen, neun Seniorinnen 
und vier Senioren bilden eine Wohnpartnerschaft mit Studierenden.

6 
V/0935/2006 
 
 
Je drei Wohnpartnerschaften leben in den Stadtteilen Mauritz, Aaseestadt und Hiltrup. Je 
zwei Partnerschaften bestehen in Berg Fidel und Sentrup, je eine Partnerschaft in Wolbeck,  
Albachten und im Kreuzviertel. 
 
Die aktuellen Wohnpartnerinnen und Wohnpartner bestätigen eindeutig, dass die Gemein-
samkeit zwischen Jung und Alt nach guter vorheriger Absprache als erfolgreich empfunden 
wird. Die Rückmeldungen insbesondere der Seniorinnen und Senioren belegen, dass die 
Gesellschaft mit Studierenden für sie von größter Bedeutung ist. Sie wird als wichtiger Ge-
winn aufgeführt und als noch höher bewertet als konkrete Hilfeleistungen wie z. B. Hausar-
beit, Einkaufen, Gartenarbeit oder ähnliches. 
 
 
9. Perspektiven/Ausblick  
 
Die vorliegenden Bewerbungen lassen erkennen, dass Studierende dem Projekt mit seinen 
Zielen und Inhalten grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Trotz umfangreicher Öffentlich-
keits- und Vernetzungsarbeit sind die älteren Menschen bei ihren Bewerbungen zurückhal-
tender. Ähnliche Erfahrungen machen auch die Projektträger in anderen Städten,  wie z.B. in 
Köln und Frankfurt.   
 
Ein Schwerpunkt bei der künftigen Öffentlichk eitsarbeit wird deshalb weiterhin die überzeu-
gende Darstellung des Projektes für Seniorinnen und Senioren sein. Dazu wird eine noch 
stärkere Einbeziehung der Seniorenvertretung, aber auch der Kirchengemeinden, Apotheken 
und Arztpraxen gehören. Vor allem aber wird es künftig darauf ankommen, die bestehenden 
und sich neu entwickelnden Wohnpartnerschaften in der Weise zu begleiten, dass sie zum 
einen gut funktionierende Wohnpartnerschaften bleiben und zum anderen beispielhaft und 
werbend in die Gesellschaft wirken.  
 
I. V. 
 
 
 
Dr. Heinrichs 
Stadtrat 
 
 
 
Anlage: 
Presseartikel (Auswahl)

Beratungsverlauf (7)

05.12.2006 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.12.2006 Sitzung
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.12.2006 Stiftungskommission
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.12.2006 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.12.2006 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
13.12.2006 Hauptausschuss
TOP 18 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
13.12.2006 Rat
TOP 22 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Domplatz
  • Drubbel

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0935/2006
Typ
Vorlage
Datum
14.11.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37