V/0334/2009
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2008
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Anlage 1
49515 Zeichen
graue Fläche wird weggeschnitten
graue Fläche wird
weggeschnitten
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Geschäftsbericht
2008
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 0
Telefax: 0251/6052 - 48
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
Recyclingpapier aus 100 % Altpapier
X &Y Design · Münster
Saubere
Lösung
Saubere
Lösung
Geschäftsbericht 2008 | Editorial | 1
Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt ganz
deut lich, wie wichtig eine gute Basis für Unternehmen
ist. Als kommunaler Entsorger mit dem Fokus auf Ent -
sorgungs- und Da seinsvorsorge stehen wir immer für
eine solide Leistung. Dies bedeutet jedoch nicht, einfach
immer so weiterzumachen wie bisher. Vielmehr arbei-
ten die AWM stets daran, das, was gut läuft, noch bes-
ser zu machen.
So wurde 2008 die Entsorgung von Elektro-Großgeräten
neu organisiert und die Straßenreinigung auf Großre -
viere umgestellt. Bewährt und trotzdem immer besser
läuft die Aktion „Sauberes Münster“ – neue Teilneh mer -
rekorde und steigende Sammelmengen sprechen eine
deutliche Sprache. Die solide, mittelfristige Planung der
AWM zahlte sich auch bei der Papierentsorgung aus.
Wir bedienen unsere Kunden zu stabilen Bedingungen,
auch wenn der Papiermarkt derzeit auf Talfahrt ist.
Die AWM stehen aber auch immer für Innovationen.
Mit einem speziellen Entsorgungskonzept haben wir
alle Ansprüche der Münster Arkaden erfüllt und konn-
ten auch in Preis und Qualität überzeugen. Mit der
größ ten Foto voltaik-Anlage in Münster leisten wir einen
Beitrag zu Klimaschutz und unser Arbeitsschutz-
Manage ment hat sich eine Aus zeichnung verdient.
Nicht nur, weil sie aus einer fernen Galaxie stammen,
ist unser Star-Waste-Team sehr innovativ. Die Idee, mit
einer positiven Botschaft vor Ort in Münster Mitstreiter
für eine saubere Stadt zu suchen, ist bisher einmalig
und sehr erfolgreich.
Es war also wieder viel los bei den AWM, wie Sie auf
den folgenden Seiten nachlesen werden.
Helga Bickeböller
Stadtkämmerin
Patrick Hasenkamp
Werkleiter AWM
Stärke stärken und
Innovationen wagen
Saubere Lösung
Januar
Nach 15 Jahren
verabschiedet sich
der Gelbe Sack
von den AWM
Februar
Elektroschrott be -
kommt eigene
Ab fuhr – einfach
online zu bestellen
März
Die Straßenrei -
nigung wird neu
organisiert
2008
bei den AWM
April
Rekord: 8.000
nehmen an der
Aktion „Sauberes
Münster“ teil
Mai
Neues Logo für
die AWM
Juni
Ob Flohmarkt
oder Send,
das Star-
Waste-Team
ist überall
Seite 7
Seite 7
Seite 15
Seite 7
Seite 15
Seite 4
Geschäftsbericht 2008 | Inhalt | 3
AWM-Hintergründe
12 Ausgezeichnet
Der zertifizierte und
prämierte Arbeitsschutz
der AWM.
13 Verantwortungsvoll
Mit Citizen Value
beweisen AWM
Bürgernähe.
14 Weiblich
Wie Frauen in einer
Männerdomäne die Fäden
ziehen.
15 Kehr-Pakete
Neu-Organisation der
Straßenreinigung.
15 Logo
AWM setzen neues
Zeichen.
Zahlen, Daten, Fakten
17 Winterdienst
Durchschnittliches
Wetter sorgt für
moderaten Einsatzplan.
18 Straßenreinigung
Mehr und anders.
19 Abfallwirtschaft/
Sammlung und Transport
Mehr Sicherheit.
20 Verwertung und
Deponierung
Konzept bestätigt.
21 Gestern und heute
Deponierung
22 Und was passiert 2009?
Der Ausblick
24 Impressum
Saubere Lösung
Stadt und Bürger
4 Mitreißend
Das Star-Waste-Team
moti viert mit neuen
Missionen.
6 Sparsam
Innovationen und Ideen
zum Klimaschutz.
7 Bye Bye…
AWM nehmen Abschied
vom Gelben Sack.
7 Putzmunter
„Sauberes Münster“ mit
neuem Teilnehmerrekord.
7 Neu!
E-Schrott bekommt
eigene Abfuhr.
Wirtschaft und Verwaltung
8 Paradebeispiel
In den Arkaden setzen
sich AWM klar durch.
10 Königlich
Leistungen für Hotel und
Gastronomie.
11 Verlässlich
Garantierte Abholung
und stabile Preise beim
Altpapier.
11 Rund um die Uhr
Einfach online Container
bestellen.
Juli
Der Papierpreis
steigt – und mit
ihm ein „Häuser -
kampf“ ums
Altpapier
August
Gute Noten für
AWM bei der Kun -
denbefragung
Gewerbe
September
Rekultivierung
der Deponie
steht kurz vor
dem Abschluss
Oktober
Prädikat für be -
sonders vorbild -
lichen Arbeits -
schutz der AWM
November
AWM erweitern
Münsters größte
Fotovoltaikanlage
um 850 qm
Dezember
AWM statten
Münster Arka -
den mit neues -
ter Entsor gungs-
technik aus
Seite 11
Seite 12
Seite 6
Seite 8
Saubere Lösung
Vielleicht haben Sie das galaktische Team der AWM ja
bereits bei einem seiner Einsätze, etwa auf dem Euro -
cityfest 2008, erlebt. Falls nicht, stellen wir Ihnen die
fünf und ihre Mission einmal kurz vor.
4 | Geschäftsbericht 2008 | Stadt und Bürger
STAR
WASTE
TEAM
Unsere Mission: Münster vom Müll befreien.
Unser Motto: mitreißen!
Zugegeben, das Star-Waste-Team ist alles andere als
eine gewöhnliche Gruppe von Müllwerkern der AWM.
Dennoch verbindet sie vieles: die Leidenschaft für ihre
„Mission“ , ihre Kreativität im Umgang mit der Heraus -
for derung Müll und vor allem ihre mitreißende, sympa-
thische Art.
Dichte Nebelschwaden. Grelles Gegenlicht. Plötzlich tauchen die Silhouetten von
vier Gestalten in kosmischen Gewändern auf. Ein roboterartiges Wesen begleitet sie.
Eine Fanfare ertönt. Endlich lichtet sich der Nebel und es erscheinen: Müllwerker!
Wo-Iss-Erga
Der Kämpfer
Macht keine großen Worte
Ran Raboh
Der Weise
Träger des kosmischen Wissens
Ricky Ciani
Der junge Held
Kühn, kess und cooool
Anna Skillmore
Kopf des Teams
Kämpft für die Reinheit auf der Welt
Lieber eine abgefahrene
Story als ein erhobener
Zeigefinger
Die Stadtsauberkeit ist ein
wichtiges Feld der AWM.
Und eines, bei dem sie ins -
besondere auf das Mitwir ken
der Bürgerinnen und Bürger
angewiesen sind. Um das
Bewusstsein für den eigenen
Anteil an einer sauberen
Stadt zu schärfen, riefen die
AWM die Kampagne rund um das Star-Waste-T eam ins
Leben. Die Botschaft: Jeder kann ein Held sein und sich
ganz einfach am Kampf für mehr Sauber keit beteiligen.
Die Star-Waste-Truppe vermittelt das Thema auf faszi-
nierend neue und sympathische Art – ganz ohne erho -
benen Zeigefinger. Der be son dere Clou: Die fünf tauchen
nicht einfach nur auf Pla ka ten, in Radio spots und auf
Internetseiten auf, sondern sie sind Hel den zum Anfas sen.
Sie treten genau da live in Aktion, wo der Müll an fällt
und wo die Menschen sind. Das heißt: am Wo chen ende
am Kreativ kai, beim
Rosen mon tags zug, bei
Straßen festen und
Großveran stal tun gen
ist das Team vor Ort.
Mitten zwi schen den
Men schen kämpfen sie
aufmerksamkeitsstark
gegen den achtlos hin-
geworfenen Müll.
Echte AWMler als Aufräumer aus dem All
Natürlich ist der Über raschungs effekt immer ganz auf
ihrer Seite. So sammelt der außergewöhnliche Trupp
auch selbst den Müll ein, spricht Passan ten an und mo -
tiviert mit viel Humor zum Mitma chen. Dass sie dabei
trotz ihres galak ti schen Auf -
tretens nicht ab gehoben, son -
dern sehr glaub würdig sind,
liegt an der Zusam men set -
zung des Teams. Drei der vier
menschlichen Mitglie der von
Star-Waste sind tatsächlich
echte Müll wer ker. Eine profes-
sionelle Schauspielerin, die
die An führe rin Anna Skill -
more mimt, sowie die für die
Kampa gne ent wickelte, spre -
chende Roboter-Müll tonne Messi, ergänzen das Team.
Starke Auftritte und viele
Aktionen
Ihren ersten Auftritt hatte
das Star-Waste-Team auf dem
Eurocityfest 2008 und seine
weiteren Einsätze vor Ort
stießen immer wieder auf
Begeisterung und Sympathie.
Selbst die überregionale
Presse interessierte sich für
die Helden aus Münster.
Seinen Ruhm stellt das Team
natürlich ganz in den Dienst
ihrer Mission, der sauberen Stadt. Von der Bekanntheit
und dem sympathischen Image des fünfköpfigen
Teams können aber auch Spon soren profitieren. Ob als
Mini-Unterstüt zer oder
Star-Sponsor: Verschie -
dene Pakete sind bereits
geschnürt. Die Helden
kämpfen also weiter für
ihre Mission. Die nächs -
ten Plakatwände und
Auftrittsorte sind be -
reits gebucht.
Geschäftsbericht 2008 | Stadt und Bürger | 5
Saubere Lösung
Mehr über die vier Helden
und Messi, Fanliste, E-Cards,
Gewinnspiel, Klingelton ...
www.starwaste.de
Vom Müll zu Megawatt ...
Aktiver Klimaschutz bei den AWM.
6 | Geschäftsbericht 2008 | Stadt und Bürger
Saubere Lösung
Einfach mal abschalten, öfter aufs Rad umsteigen, die
Heizung runterdrehen – zum Klimaschutz kann jeder
etwas beitragen. Als kommunales Entsorgungsunter -
neh men fühlen die AWM sich dem Thema Klimaschutz
besonders verpflichtet und nutzen gerne die Res sour -
cen, die sich bieten. Manchmal lange bevor andere sie
überhaupt für sich entdecken. Hier ein kleiner Einblick
in das „AWM-Klimaschutz-Programm“ .
Sonnenenergie nutzen,
CO
2 einsparen
Die AWM sind Bauherr von
Münsters größter Fotovol -
taik-Anlage. Mit mehr als
5.000 m
2 Foto voltaikfläche
und ca. 230.000 Kilowatt -
stunden Leistung deckt
die Anlage den Elektro-
Energie ver brauch von
ungefähr 70 Haus halten
und spart dabei jährlich
140 Tonnen CO
2 ein. Zum Vergleich: Das entspricht
dem Ausstoß von etwa 800.000 gefahrenen Kilometern
mit dem Auto.
Aus Müll wird Watt
Ob Biomüll oder Altde -
ponie: Die AWM nutzen
diese Ressourcen zur
Erzeugung neuer Energie.
Wie? Klimaschädigendes
Methangas, das sich in
alten Deponien bildet
wird abgesaugt und in
Strom und Wärme um -
gewandelt. Der Bio müll
hingegen wird vergärt. Bei diesem Prozess entsteht Gas,
das ebenso wie das Deponiegas einem Blockheiz kraft -
werk zugeführt wird. Bereits vor mehr als zehn Jah ren
setzten die AWM gemeinsam mit den Stadt werken
Münster auf ihre Biovergärungs anlage. Pionierarbeit,
die sich gelohnt hat.
Behandeln statt
verbrennen
Heute ist es ein Stan -
dardverfahren. Vor
etwa 15 Jahren musste
Münster sich seine me -
chanisch-biolo gi sche
Restabfallbe hand lungs-
anlage (MBRA) noch
gegen die gesetzlich
geforderte Müllver -
brennung erstreiten
und machte damit auch den Weg für viele Nachahmer
frei. Klar, dass im Vergleich zur alten Deponie wirt schaft
und Müllverbrennung ökologische Vorteile realisiert
werden.
Verbrauch herunterfahren
Es klingt banal, hat aber auf den zweiten Blick einen
immensen Effekt: Durch den Einsatz von verbrauchsar-
men Techniken im Fuhrpark und Schulungen für ver-
brauchsarmes Fahren wollen die AWM ihren Treibstoff -
verbrauch um 5 % senken. Bei einem jährlichen Ver brauch
von 1 Million Liter Diesel käme diese Einsparung sowohl
Geldbeutel als auch Umwelt zugute.
Früh übt sich
Müllwagen üben bereits auf
die Kleinsten größte Faszi -
nation aus. Deshalb laden
die Abfallpädagogen der
AWM Kindergarten und Co
gerne zur „Probefahrt“ auf
den Recyclinghof ein. Eine
gute Gelegenheit, den
Kindern gleich etwas über
den richtigen Umgang mit
Müll zu vermitteln. Auch das
ist ein wichtiger Beitrag zu
einer sauberen Stadt und
einem langfristigen Klimaschutz.
Geschäftsbericht 2008 | Stadt und Bürger | 7
Saubere Lösung
Am 31.12.2007 war es so weit: Die vorerst
letzten Gel ben Säcke wurden von den AWM in
Münster abgeholt. Ab Januar 2008 hat ein
privater Ent sorger die Abfuhr übernommen.
Für die AWM keine leichte Situation. Über 15
Jahre haben sie die Gelben Säcke in Münster
entsorgt. Um die Bürgerinnen und Bürger
über die neue Situation zu informieren, verab -
schiedeten sie sich mit Radio spots und
Plakaten vom Gelben Sack – aber nicht aus
der Verantwortung. Im Gegenteil: Sie boten
sich weiterhin als Ansprechpartner an. Ein
Angebot, das viele Münste raner mehr als
dankbar annahmen. Über 2.300 Anrufe
erreichten die AWM 2008 zum Thema
„Grüner Punkt“ . Über 30.000 Postkarten mit
den Telefonnummern der neuen Ansprech -
partner verteilten die AWM.
Als fairer Verlierer fuhren die AWM in der
Übergangszeit auch kurz entschlossen eine
Bye Bye Baby.
Abschied vom Gelben Sack.
Macht da überhaupt jemand
mit? Diese bange Frage stell-
ten sich die AWM noch 2005,
als sie die Aktion „Sauberes
Münster“ ins Leben riefen.
Schnell zeigte sich, dass solche Gedan ken umsonst wa ren.
Die Aktion wurde ein Riesener folg.Jedes Jahr kamen
mehr Men schen zum Mithelfen. 2008 waren bereits
sage und schreibe 8.000 Münstera ner dabei. Ob Kitas,
Schu len, Nachbarschaften, Vereine oder Einzel per so -
nen: Viele bewaffneten sich mit Müll zange, Hand schuh
und Müllsack und räumten die Stadt auf. Vielen Dank
an alle „putz -
mun te ren“
Münste raner für
ihr un glaub li ches
Engagement –
und bis zum
nächsten Mal!
Sonder tour, wenn mal
was liegen blieb. „ Wir
wünschen uns einfach
für alle Bürger einen
guten Service“,
kommentierte Werkleiter
Patrick Hasen kamp den
Extra-Einsatz. Diese
Botschaft kam an. Die
Resonanz auf die Aktion
war so positiv, dass einige
Münsteraner sich am
Telefon sogar für die letz-
ten „Entsorgungs-Jahre“
bedankten.
Teilnehmer
12.000
10.000
8000
6000
4000
2000
0
Mg
120
100
80
60
40
20
0
2005 2006 2007 2008 2009
Aktion „Sauberes Münster“ 2005–2008
Abfallmenge|Teilnehmer
Saubere Lösung.
Über 15 Jahre war er bei uns in guten Händen. Doch leiderholen wir Ihren Gelben Sack nicht mehr ab. Ein privaterEntsorger übernimmt diese Aufgabe ab dem 1. Januar 2008.Daher wenden Sie sich mit Fragen zum Gelben Sack zuk
ünftig
bitte an diese kostenfreie Hotline: 0800-122
32 55Aber keine Sorge: Die AWM bleiben Ihr kompetenter Ansprech-
partner rund um das Thema Abfall. Rufen Sie die AWM gernean unter Telefon 60 52-53.
Der Gelbe Sack – jetzt in anderen Händen
Bye Bye Baby
www.awm.muenster
.de
Ob Kühlschrank, Trockner oder Herd: Große Elektro ge -
räte entsorgen die AWM weiterhin komfortabel und
frei ab Haustür. Allerdings jetzt in einer eigenen E-
Schrott-Abfuhr. Ab Januar 2008 können Kunden per
Postkarte aus dem Entsorgungskalender ihren Termin
für die Abholung an fordern. Noch einfacher geht’s auf
www.awm.muenster.de. Bereits 1.400 nutzten diese
schnelle Anmeldung. Die Umwelt dankt’s doppelt.
Denn zum einen spart das Papier. Zum anderen vermei-
det die E-Schrott-Abholung, dass ausgeschlachtete Ge -
räte in Einzelteilen liegen bleiben, auslaufende FCKW-
haltige oder ölige Flüssig keiten ins Grundwasser sickern
oder PCB-haltige Kondensatoren lange offen an der
Straße stehen. Wer mag, kann seine ausrangierten Elek -
trogeräte natürlich weiterhin selbst zu einem der zehn
Recyclinghöfe bringen und dort kostenfrei entsorgen.
Übrigens: Ein Teil des Computer- und Elektronikabfalls
wird über soziale Projekte aufbereitet, denen die Erlöse
zugute kommen.
Unser Aha-Service
für E-Schrott.
Münster ist
putzmunter!
8.000 Menschen machen
Münster sauber.
Saubere Lösung
Nach Herzenslust shoppen, Kaffee trinken, Bankge schäf te erledigen und Picasso
erleben – wer das alles auf einmal will, hat seit 2006 mit den Münster Arkaden
seine Top-Adresse gefunden. Auf rund 26.000 Quadrat metern handeln die Münster
Arkaden aber nicht nur mit den schönen Dingen des Lebens, sondern produzieren
dabei auch immer eines: Abfall. Über 15 Tonnen im Monat, von mehr als 40 Shops,
diversen Cafés und Restaurants sowie einer Vielzahl an Dienstleistern und Büros.
Kurz: Das Thema Abfall ist in den Münster Arkaden
eine Herausforderung, die es in sich hat. Standard -
lösun gen helfen hier nicht weiter. Ein Grund, warum
die Holding der Münster Arkaden, der internationale
Spezialist für Einkaufszentren Sonae Sierra, einen
Partner suchte, der neben einem guten Preis vor allem
eines machen konnte: gute Vorschläge für eine ebenso
effiziente wie nachhaltig sinnvolle Entsorgung. Mitte
2008 schrieben die Münster Arkaden die Müllentsor -
gung aus. Bundesweit. Durchsetzen konnten sich die
AWM, der kommunale Ent sorger vor Ort.
Individuelle Konzepte statt
Standardlösungen:
Die AWM gewinnen Ausschreibung der
Münster Arkaden.
8 | Geschäftsbericht 2008 | Wirtschaft und Verwaltung
Saubere Lösung
Sie überzeugten mit dem
innovativsten Konzept, durch
das beste Preis-Leistungsver -
häl tnis und durch ihre Zerti -
fizie rung, die werte orientierte
Leistun gen garantiert.
Kreativ konzipiert,
knallhart kalkuliert
„ Von Anfang an waren neben unserer Wirt schaftlichkeit
und Erfahrung vor allem unsere Beratungs kompetenz
und Kreativität gefragt“, erinnert sich Pro jekt leiter
Stephan Lübbering von den AWM. Für das individuelle
Entsorgungskonzept analysierten die AWM im ersten
Schritt alle Gegeben heiten, setzten sich mit räumlichen
und organisatorischen Fragen ausein ander, prüften
vorhandene Behäl ter, erforschten neue Mög lich keiten,
kalkulierten und rechneten. Dabei standen sie stets im
persönlichen Dialog mit den Ansprech partnern in den
Münster Arkaden. Vor Ort zu sein war schon jetzt ein
Riesenvorteil.
Der Einfall zum Abfall: clevere Container
Vor allem zwei Herausforderungen kristallisierten sich
heraus. Zum einen die effiziente Abfuhr des Mülls, zum
anderen der individuelle Anreiz für die Mieter, mög-
lichst wenig Müll zu produzieren. Die Idee der AWM:
ein ausgeklügeltes System mit speziell entwickelten
Containern, die den Müll platzsparend verpressen, je
Nutzer auswiegen und so eine genaue, individuelle Ab -
rechnung ermöglichen. So funktioniert’s: Jeder Mie ter
bekommt einen sogenannten Transponder, eine Art
Scheckkarte, mit dem er die Contai ner öffnen kann. Das
System identifiziert den Nutzer, wiegt und regis triert
die Müll men ge. Wurde zuvor pau schal nach Miet fläche
abge rech net, können die
AWM die Müll men gen
jetzt jedem einzelnen
Mieter exakt zuordnen.
Ein ebenso fairer wie
transparenter Weg.
Geschäftsbericht 2008 | Wirtschaft und Verwaltung | 9
Saubere Lösung
Entsorgungskosten um
ein Viertel gesenkt
Insgesamt spart das neue
System so Abfuhren ein.
Drei „intelligente“ Container
mit Transponder-Technik gibt
es heute: für Papier und Pap -
pe, für Wertstoffgemisch und
für Restmüll. Hinzu sollen
noch Extraton nen etwa für
Kleiderbügel oder
Speisereste kommen.
Alles, was sich sinnvoll
trennen und gegebe-
nenfalls wiederverwer-
ten lässt, wird sortiert.
Zudem verpressen die
Container die Abfälle,
so dass die AWM selte-
ner anrücken müssen.
Kamen die Müllwagen
vor der Einführung der Container noch etwa drei Mal in
der Woche, kommen sie jetzt drei Mal im Monat und
entsorgen bedarfsgerecht. Denn: Die Container melden
sich selbst per SMS, wenn sie voll sind. Ein sehr effizien-
tes System, in dem jede der ohnehin wenigen Fahrten
voll ausgeschöpft wird. Das spart Entsorgungskosten.
Dank dieser Innovation aus dem Hause AWM konnten
diese bereits um 25 % reduziert werden. Und sie sollen
noch weiter sinken. Eine Recyclingquote von 60 % strebt
das Center-Management für 2009 an. Eine Her ausf or -
derung, für die sie mit den AWM den richtigen Partner
zur Seite haben.
ZAHLEN & FAKTEN: die MÜNSTER ARKADEN
Entsorgungskosten seit der Zusammenarbeit
mit den AWM: - 25 %
Anzahl der Mieter: 41 Geschäfte
Abfallaufkommen: 15 Tonnen/Monat
Abfallarten: Restabfall, Folie, Papier/Pappe/Karton,
Glas, Bioabfall, Holzabfälle,
sonstige Wertstoffe
Behälter: AWM-Container mit Transponder-System
Abfuhrrhythmus: bedarfsgerecht, je nach Füllstand,
ca. 3 x pro Monat
Saubere Lösung
Beste Services für die besten Häuser
Es sind so klangvolle Namen wie Parkhotel Schloss
Hohenfeld, Krautkrämer oder Dorint, die der Kunden -
liste der AWM besonderen Glanz verleihen. Diese Häu ser
sind be kannt für ihre gute Küche, ihre ausgezeichne ten
Services, ihr gepflegtes Ambiente – und ihre rei bungs -
lose Entsor gung. Zugegeben, über Müll spricht man im
Zusammen hang mit Hotels und Gastro nomie eher
selten. Viel leicht, weil gerade in dieser Branche die Ent -
sor gung perfekt im Hintergrund laufen sollte. Deshalb
setzen sich die AWM als zuverlässiger und flexibler En -
tsor gungspartner dafür ein, dass weder die Gäste noch
die Mitarbeiter mehr als nötig mit dem Thema Müll in
Berührung kommen. Ihr beson deres Plus: die räumliche
Nähe als Münsteraner Entsorger, die es erlaubt, dass
die AWM auch bei besonderen Anlässen schnell vor
Ort sein können.
Parkhotel Schloss Hohenfeld – Atmosphäre zählt
Ein Haus, das davon bereits seit fast 20 Jahren profi-
tiert, ist das Parkhotel Schloss Hohenfeld. Das Hotel
liegt landschaftlich idyllisch inmitten einer großzügi-
gen Parklandschaft in der Nähe von Roxel. Regina und
Ernst Miebach führen das im gehobenen Land hausstil
eingerichtete Haus sehr persönlich und liebe voll. Nicht
nur Geschäfts reisende, Tagungs-, Wochen end- sowie
Urlaubsgäste genießen die besondere Atmosphäre.
Auch für Ver an staltungen und Feiern bietet Schloss
Hohenfeld den passenden Rahmen. Bis zu 180 Perso -
nen finden in dem großen Saal Platz, in dem Hochzeiten,
runde Geburtstage oder Firmenjubiläen stilvoll gefeiert
werden können.
Ausflugssaison? Abfuhr auf Abruf!
Am Wochenende zieht das Parkhotel vor allem Golfer
und Radfahrer an, die in
der Gegend reich lich
Gelegen heit für Ab schlag
und Ausflug fin den. Ob
im Restau rant, in der
westfälischen Bierstube
oder auf der Terras se:
In vielen Branchen stark – dieses Mal:
AWM als Partner für Hotel und Gastronomie.
10 | Geschäftsbericht 2008 | Wirtschaft und Verwaltung
In der Saison können in
Schloss Hohen feld an einem
Tag mehrere hundert Gäste
einkehren, essen, trinken,
relaxen und feiern. Dann
herrscht nicht nur in der
Küche Hoch betrieb, auch die Mülltonnen füllen sich
schnell. Aufgrund ihrer Nähe können die AWM hier
zum Glück schnell reagieren. In einem solch dringen -
den Fall kommen die Müll wagen schon einmal sofort.
Sonst ge nügt ein Anruf und der Restmüll wird direkt
am nächsten Tag entsorgt.
Von Containerdienst bis Papiertonne
Vor allem 2006 und 2007 rückten die AWM des öfteren
aus aufs Land. Denn in dieser Zeit wurde in Schloss
Hohenfeld aufwändig renoviert und umgebaut. Alle
Zimmer wurden nach und nach erneuert. Zu den
üblichen Abfällen kamen jetzt noch Bauschutt sowie
Möbel, Dämmmaterialien etc. hinzu. Die AWM manag-
ten die Entsorgung, stellten Container auf und küm-
merten sich um rechtzeitige Abfuhren. Auch aufgrund
dieser individuellen Services sind die AWM bereits seit
fast 20 Jahren der Entsorgungspart ner für Schloss
Hohenfeld. Insgesamt zwei Pächter wechsel gab es in
dieser Zeit. Jedes Mal entschieden sich die Neuen wie-
der für die AWM.
Alles aus einer Hand
Dabei können die AWM noch viel mehr als Restmüllab -
fuhren auf Abruf. Auf Wunsch kümmern sie sich um
alles, was in einem Hotel oder Restaurant anfällt: von
Restmüll über Papier bis hin zu Wertstoffverpackun -
gen. Dazu entwickeln sie ein individuelles Entsor gungs-
konzept, in dem die AWM-Leistungen genau auf die
Bedürfnisse des Kunden abgestimmt werden. Der
Vorteil: Die Kunden profitieren von einer sehr effizien-
ten „Alles aus einer Hand“-Lösung und haben nur
einen Ansprechpartner rund um das Thema Müll. Eine
gute Ausgangsposition für jeden Hotelier und Gastro -
nomen, um sich wieder ganz dem Wichtigsten zu wid-
men: seinem Gast.
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2008 | Wirtschaft und Verwaltung | 11
So unstabil wie das
Papier selbst, so sind
auch manchmal seine
Preise. Gut, wenn Sie
dann einen Entsor -
gungs partner haben,
der nicht wie das
Fähnlein im Winde ist,
sondern zuverlässig
und preisstabil ent-
sorgt. Wie die AWM.
Dumpingpreise können teuer werden
2008 legten die Papierpreise rasante Berg- und Tal fahr -
ten ein. Mit den spektakulären Preishochs – rund 175
Euro für eine Tonne Papier im März – kamen immer
mehr Wettbewerber auf den Plan, um von der Markt -
situation zu profitieren. Nicht selten blieben diese
gegen Ende des Jahres wieder weg, als der Preis mehr
Die Papierpreise schwanken.
Unser Angebot steht.
als 90 % einbrach. Mit dem
Preis blieb dann bei man-
chen Kunden auch das Papier
im Keller. Entsorgungs sicher -
heit kann es bei Dumping -
prei sen nicht geben. Die
AWM hingegen kalkulieren
nachhaltig, sodass sie selbst
bei niedrigen Papierpreisen
eine zuverlässige Abholung
garantieren. So können Sie
als Kunde der AWM mit
stabilen Preisen für Ihr Altpa pier rechnen und sich auf
eine zuverlässige Entsorgung verlassen. Schließlich
nützt der beste Preis in einem Monat nichts, wenn Sie
im nächsten auf dem Papier sitzen bleiben. Als kom -
munaler Entsorgungsbe trieb sind die AWM per Da -
seins fürsorge dazu verpflichtet, eine Entsorgung zu
gewährleisten. Unabhängig von Preis und Profit.
Alte Bücher, neue
Häuser, exotische Tor -
ten – im Inter net lässt
sich alles Mög li che
bestellen. Jetzt auch
Con tainer. Mit dem neuen On line-Service der AWM
können Sie rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche
auf Container-Shopping gehen.
Per Click zum Container:
Neuer Online-Bestell-Service.
Auf der Plattform www.containerbestellung24.de bie-
ten die AWM das richtige Behältnis für alle Lebenslagen
an. Ob für die DIN-gemäße Aktenvernichtung, den
Grün abfall der Gartenaktion, die Bauabfälle der Reno -
vie rung oder, oder... Praktisch: In der Aufstellung sehen
Sie die Miet-Container mit Größen und Abfall arten. Alle
direkt online zu bestellen und in drei Ta gen schon vor
Ihrer Tür. Sie haben doch noch eine Frage? Dann finden
Sie die Nummer Ihres AWM-Ansprechpartners gleich
daneben. Viel Spaß beim Container-clicken.
Saubere Lösung
Manchmal kommt es eben darauf an, dass nichts pas-
siert. Etwa beim Thema Arbeitsschutz. Er landet oft erst
dann in den Schlagzeilen, wenn er nicht funktioniert.
Dass es aber auch einmal anders gehen kann, beweisen
die AWM. Ihr Arbeitsschutz ist so hervorragend organi-
siert, dass man nicht nur über ihn spricht, sondern er
sogar einen Preis einheimsen konnte.
5000,- Euro war der Unfallkasse NRW das Engagement
der AWM für Gesundheit und Sicherheit der Beschäf tig -
ten wert. Erstmals zeichnete die für Kom munen zu stän -
dige Berufsgenossenschaft integrierten Arbeits schutz
aus. „ Wir freuen uns sehr über die Aus zeich nung. Sie
zeigt, welche Wichtigkeit dieses Thema hat und natür-
lich ist sie für uns eine tolle Motivation, hier immer bes-
ser zu werden,“ freut sich Hugo Tork, der als Fach kraft
für die Arbeitssicherheit bei den AWM zuständig ist.
Dabei ist diese Auszeichnung nicht die erste, die die AWM
für ihren Arbeitsschutz erhalten. Bereits 2006 hatten
sie gemeinsam mit zwei weiteren kommunalen Abfall -
wirt schafts betrieben aus Paderborn und Kassel ihr Arbeits-
schutz-Managementsystem aufgebaut. Als bundesweit
erster kommunaler Entsorgungsbetrieb – und damit
zugleich Münster als erste deutsche Stadt – bestanden
sie die ergänzende Zertifizierung (Norm OHSAS 18001)
durch „Lloyd's Register Quality Assurance“ mit Erfolg.
Mit Sicherheit ausgezeichnet:
AWM bekommen Preis für Arbeitsschutz.
12 | Geschäftsbericht 2008 | AWM-Hintergründe
Saubere Lösung
Sicherheit für
Mitarbeiter und Kunden
Hinter diesen Normen
verbergen sich ganz kon-
krete Sicherheits maß -
nahmen, von denen Kun-
den und Mit arbeiter der
AWM gleicher ma ßen
profitieren. Ange fangen
von der Aus stat tung der
Mitarbeiter über die Beschaf-
fung der Maschi nen bis hin
zur Organi sa tion des Ar -
beits ablaufs. „Unser her -
aus ragender Ar beits schutz
macht uns zu einem Top-
Arbeitgeber, weil wir uns
aktiv um das Wohl unserer
Mitarbeiter küm mern.
Aber auch unsere Kun den
profi tieren vom Arbeits -
schutz. Entsorgung findet ja
beim Bürger vor der Haustür
statt, da sind verlässliche
und sichere Abläufe wichtig“,
fasst Patrick Hasenkamp,
AWM-Werkleiter, den Nutzen
für alle Seiten zusammen.
Viermal ausgezeichnet
Qualität und Sicherheit spie-
len für die AWM in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle.
Ein Grund, warum sie nicht nur die Auszeichnung für
Arbeitsschutz tragen (OHSAS 18001). Auch in anderen
Bereichen sind die AWM zertifiziert, etwa als Entsor -
gungsfachbetrieb, für ihr Umweltmanage ment ( ISO
14001) oder ihr Qualitätsmanage ment (ISO 9001). Vier
unterschiedliche Aus zeichnungen, die alle zusammen
eines beweisen: wie gut die AWM aufgestellt sind und
wie stark sie sich für ihre Kunden und Mitarbeiter einsetzen.
Geschäftsbericht 2008 | AWM-Hintergründe | 13
Während die einen in erster Linie ihren Kun den, den Bür -
gern, verpflichtet sind (Citizen Value) und für sie Wer te
schaffen, ist das erste Ziel der anderen die Profi tmaxi -
mierung (Shareholder Value): Einfach dargestellt ist
dies ein wesentlicher Unterschied zwischen kommuna-
len und privaten Entsorgungsbetrieben. Ein Thema, das
auch die AWM beschäftigt. Bereits im Frühjahr letzten
Jahres entstand das Programm „Citizen value“ zur VKS
im VKU*-Tagung am 27./28. Oktober 2008. Von Welt -
wirt schafts krise war da noch keine Rede. Zum Zeit -
punkt der Tagung
allerdings war sie
bereits in aller
Munde. Plötz lich
nahm „Citizen Value“
einen ganz neuen, bedeutenden Stellenwert ein.
„Für uns stehen Bürgernutzen und Nachhaltigkeit an
erster Stelle. Wir müssen heute eine sichere Ent sor -
gung ga rantieren und für morgen mitdenken. Natür -
lich gehört dazu auch immer eine vernünftige Wirt -
schaft lichkeit“, so Patrick Hasenkamp, Werkleiter der
AWM und Vor sitzender im NRW-Vorstand des VKS im
VKU. Best mög licher Service, ein hohes ökologisches
Niveau und so zialverträgliche Gebühren sind Säulen
des Citizen Value.
Maximale Zufriedenheit statt maximaler Gewinn!
AWM engagiert sich für „Citizen Value“ .
Die Verantwortung der AWM gegenüber der Stadt Münster
und ihren Bürgern zeigt sich auch im alltäglichen Handeln:
- Auftragsvergaben: soweit möglich an den Mittelstand und in die Region für
Wertschöpfung vor Ort
- Arbeitsplätze: die AWM schaffen sozialadäquate Stellen vor Ort
- Energie: lokale Erzeugung, z.B. Bioabfallvergärung, Fotovoltaik
- Umweltschutz: mit lokalen Beiträgen wie schadstoffarmem Fuhrpark
- Innovationen: die AWM als kreativer Dienstleister und Pionier,
z.B. mit der MBRA, neuen Abgasreinigungssystemen etc.
* Verband Kommunale
Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung im VKU
Saubere Lösung
Viel Betrieb im Betrieb:
Die starke weibliche Seite der AWM.
14 | Geschäftsbericht 2008 | AWM-Hintergründe
Müll ist Männersache. Denkste! Bei den AWM sind
gerade hinter den Kulissen viele Frauen beschäftigt.
Und jede von ihnen hat eine besondere Rolle.
Die Bodyguards:
Im Vorzimmer des Werkleiters Patrick
Hasenkamp kommt keiner an Petra Schoschnik und
Dorothea Brüning-Lehmkuhl vorbei. Aber keine Sorge, die
beiden sind immer freundlich und hilfsbereit.
Die Schatzmeisterinnen: In Buch hal tung und Einkauf
sorgen Waltraud Bröker-Salomon, Beate Spörk, Gundhild
Wensing und Uta Suuck dafür, dass die AWM weder zu
viel Geld ausgeben noch zu wenig einnehmen. Ulrike
Eichwald achtet im Controlling darauf, dass alles in den
richtigen Bahnen läuft.
Die Steuerfrauen: Maren Maas und Heike Suntrup schik-
ken im Rahmen der Einsatzplanung Männer und Maschi -
nen auf Tour.
Die Unterhändlerin: Regina Etienne aus dem Ver trieb
begeistert Kunden mit viel Verhandlungsgeschick.
Die Kunden-Agentinnen: Die Mitarbeiterinnen im
Kundenservice Bärbel Jöstingmeier, Heidi Paech, Manuela
Dartmann und Anne Hölker bearbeiten jede Anfrage –
und natürlich auch jede Beschwerde – freundlich und
professionell.
Die Botschafterinnen: Tina Mai im Bereich Abfallbe ra -
tung und Abfallpädagogik und Birgit Strotmann mit der
AWM-Öffentlichkeitsarbeit sorgen dafür, dass
Abfall ver meidung und -trennung den Münsteraner
Bürgern in Fleisch und Blut übergehen. Im Frühjahr setzt
Tina Mai im Rah men der Aktion Sauberes Münster viele
Tausend Helfer zur Reinigung der Stadt in Bewegung.
Die Außenministerin: Als Unternehmenssprecherin und
Leiterin von Marketing und Vertrieb steuert Anne Peters
die Kundenbeziehungen der AWM.
Die Lehrmeisterin: Birgit Porcher ist u.a. für Pflicht schu -
lungen der Mitarbeiter in Sicherheit und Technik oder
Weiterbildung in allen Bereichen zuständig.
Die Alchemistin: Monika Holtmann kennt sich bestens
mit Problemabfällen und Gefahrstoffen aus. Außer dem
kümmert sie sich um unsere Auszubildenden im Bereich
Ver- und Entsorgung.
Die Rechtschaffende: Sabine Beckmann kümmert sich
als Juristin um alle Rechtsangelegenheiten der AWM.
Die Küchenbrigade: Nicht zuletzt halten Karin Franz,
Ingrid Näther und Rosi Jolink in der Kantine täglich Leib
und Seele der vielen AWM-Mitarbeiter und ihrer Gäste
zusammen, mit leckerem Essen in netter Atmosphäre.
Trotz dieser beachtlichen Frauenpower soll eines hier
natürlich nicht vergessen werden: dass viele engagierte
Kollegen die Mitarbeiterinnen der AWM täglich aufs
Beste unterstützen. Einige von ihnen haben Sie in den
vorherigen Ausgaben des Geschäftsberichtes ja bereits
kennen gelernt.
Dorothea
Brüning-Lehmkuhl
Uta Suuck
Ulrike Eichwald
Maren Maas
Heike Suntrup
Regina Etienne
Barbara Jöstingmeier
Heidi Paech
Manuela Dartmann
Anne Hölker
Tina Mai
Birgit Strotmann
Anne Peters
Birgit Porcher
Monika Holtmann
Karin Franz
Ingrid Näther
Rosi Jolink
Andreas Polonski
Nord
Thomas Budd
Mitte
Theo Froning
Ost/Süd
Saubere Lösung
Gekehrt wird wie immer, nur die Organisation der
Straßen reinigung ändert sich. Damit alles wie am
Schnürchen läuft, wurden die Reviere und die Touren
der Kehrmaschinen und Teams noch besser aufeinan-
der abgestimmt. Die AWM versprechen sich davon
mehr Effizienz. „Unsere Teams kommen genauso oft
wie bisher. In vielen Straßen ändert sich lediglich der
Tag der Reinigung“, erklärt Gregor Walterbusch, Leiter
Abfallentsorgung.
Feste Ansprechpartner, frische Termine, neue Reviere
Jeweils 15 AWM-Mitarbeiter sind jetzt in den vier
neuen Großrevieren Nord, West, Ost und Innenstadt
unterwegs. In der Teambesetzung bleibt alles beim
Alten: die Reiniger, die Fahrer der Kehrmaschinen und
die Mitarbeiter, die die Papierkörbe leeren, arbeiten
zusammen. Neu ist, dass auf Dauer auch stets die glei-
chen Kollegen im gleichen Revier bleiben. Der Vorteil:
sie kennen sich aus, auch mit den problematischen
Ecken. „Das stärkt die Eigenverantwortung der Kollegen
für ihr Revier. Und die Anwohner können sich auf feste
Ansprechpartner verlassen“, erklärt Gregor Walterbusch.
Geschäftsbericht 2008 | AWM-Hintergründe | 15
Wofür steht das Kürzel AWM? Eine Aufgabe, die in einer
Umfrage einige nicht sofort zu beantworten wussten.
Dabei findet man das Logo seit Jahren auf jeder Müll ton-
ne. Doch die drei großen Buchstaben machten es den
Lesern nicht leicht. Zu gleichförmig waren sie und durch
ihre kursive Schreibweise schlicht zu schwer lesbar. Das
hatte zudem den Nebeneffekt, dass das Logo relativ
groß erscheinen musste, um wahrgenommen zu wer-
den. Wertvoller Platz auf Tafeln und Schildern, der bares
Geld kostet. Auch in diesem Punkt sollte ein neues Logo
Abhilfe schaffen. Seit Mai 2008 ist es jetzt im Einsatz.
Kleine Buchstaben, große Wirkung
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster – die Trennung zwi-
schen den Wörtern spiegelt sich im Logo durch den
Trennstrich zwischen aw und m gestalterisch wider. So
hilft er bei der Zuordnung von Abkürzung und Namen.
Für leichte Lesbarkeit sorgen außerdem die kleinen
Buchstaben, die deutlich unterscheidbar sind, auch in
kleinerer Darstellung. Ein Plus, mit dem das neue Logo
punkten kann. Aber noch etwas drückt es aus: Dank der
Kleinschreibung wirkt das Logo persönlicher, aktiver
und dynamischer. Und das passt in jedem Fall besser zu
einem so einfallsreichen und anpackenden Partner wie
den AWM.
Schön deutlich:
Das neue Logo der AWM.
Guck mal, wer da kehrt:
Straßenreinigung neu organisiert.
Abfallwirtschaftsbetriebe
Münster>–
Andrew Tittl
West
Saubere Lösung
2008 war ein relativ ruhiges Jahr. Zum Glück verschonte
es die Münsteraner vor unmäßigen Wetterlaunen wie
den Stürmen oder Schneemengen der Jahre zuvor. Auch
die Feste und Aktionen in der Stadt liefen in gewohntem
Rahmen ab. Ein Grund mehr, in diesem Jahr wieder ein-
mal besonders an einem zu arbeiten: für unsere Kunden
immer besser zu werden. Wo und wie wir uns genau
engagiert haben, können Sie im Folgenden anhand von
Zahlen und Daten konkret ablesen. Viel Spaß!
Zahlen, Daten, Fakten:
Das Geschäftsjahr 2008 bei den AWM.
16 | Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten
Saubere Lösung
In den Wintermonaten am Jahresende 2008 gab es
einige kalte Nächte und auch Schnee, jedoch keine
extremen Wetterereignisse. Dies kommentierte wet -
teronline.de:
Oktober 08: Nachtfröste im letzten Monatsdrittel
No vember 08: nur letzte Dekade winterlich mit kräfti-
gen Schneefällen
Dezember 08: grüne Weihnacht, kalt nur am Monatsende
Zusammenfassend kann man sagen, dass es trotz der
nicht allzu harten Winter pe -
rioden in 2008 zu einigen Win-
ter dienst einsätzen kam. Mit
34 Einsätzen insgesamt wur -
de das Niveau des Jahres 2006
erreicht, die Einsätze blie ben
jedoch deutlich unter dem
Spitzenwert des Jahres 2005.
Leistungen 2008 2007 2006 2005 2004
Winterdienst
Jan. – April Okt. – Dez. gesamt
kleinere Einsätze 8 10 18 11 13 27 17
mittlere Einsätze 9 5 14 8 14 5 1
große Einsätze 1 1 2 2 7 11 1
Summe 19 15 34 21 34 43 19
Verbrauch
Streusalz 619 318 937 402 t 2.880 t 2.450 t 1.757 t
Verbrauch
Lavagranulat 262 80 342 206 t 1.064 t 6.60 t 103 t
Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten | 17
Winterdienst:
Durchschnittlicher Winter.
Im Rahmen des Winterdienstes betreuen die AWM ein
Straßennetz von ca. 450 km und ein Radwegenetz von
ca. 250 km. Welche Straßen in die Einsatzpläne aufge-
nommen werden, ist abhängig von ihrer Ver kehrswich -
tigkeit. Insbesondere das Busliniennetz sowie alle wichti-
gen Verbindungsstraßen sind durch den Winterdienst
abgedeckt. Bei schneebedeckten Straßen wird ein er wei -
tertes Straßennetz geräumt und gestreut. Im Rahmen
einer 2. Priorität werden bei dauerhaft stabilen Winter -
wetterlagen auch Nebenstraßen bearbeitet. Hierbei wer-
den dann zuerst Wohnsammelstraßen berücksichtigt.
Die Winterperiode zu Beginn des Jahres 2008 war
zunächst sehr mild, wies aber auch einige Frostnächte
und Schneetage auf. Dazu wetteronline.de:
Januar 08: äußerst mild und frühlingshaft
Februar 08: sonnig und trocken mit frostigen Nächten
März 08: deutlicher Winter rückfall in der 2. Monatshälfte
Saubere Lösung
18 | Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten
Straßenreinigung:
Mehr und anders.
Im Bereich der regulären Straßenreinigung ändert sich
normalerweise relativ wenig. Wann und wie häufig wo
gereinigt wird, ist in Reinigungsplänen festgelegt. Diese
werden nur verändert, wenn z.B. neue Straßen erschlos-
sen werden oder sich aus anderen Gründen veränderte
Bedarfe ergeben.
Natürlich hat sich auch im vergangenen Jahr das Stra ßen-
netz nicht sehr verändert. Die Gesamt länge der zu rei-
nigenden Flächen ist nur geringfügig angestiegen. Aber
die AWM haben die Re vier -
struk turen umgestellt. Die
vielen Tagesreviere wur den
in vier Großrevieren ge bün delt
und festen Teams zugeord-
net. Dadurch können wir fle-
xibler auf Situationen vor Ort
reagieren, Fahrzeug- oder
Per sonalausfälle besser aus -
gleichen und haben für die
Bür gerinnen und Bürger feste
Ansprechpartner im Revier.
Aufgrund der positiven
Er fahrungen mit der
Sonn tagsreinigung wäh -
rend der Skulptur Pro jek -
te 2007 wurde auße r dem
die Sonntags rei ni gung in
der Innen stadt regulär
eingeführt. Da mit wird
die Stadt sau berkeit in
Münsters gu ter Stube
weiter verbessert.
Im Rahmen der Aktion Sauberes Münster 2008 haben
über 8.000 Bürgerinnen und Bürger mehr als 30 t Abfälle
aus ganz Münster zusammengetragen. Damit wurden
sowohl mit der Teilnehmerzahl als auch mit der Sam mel -
menge neue Höchstmarken erreicht.
Leistungen Straßenreinigung 2008 2007
Gesamtnetz* 613.185 m 609.156 m
Vollreinigung wöchentlich* 311.615 m 309.399 m
Vollreinigung 2-mal wöchentlich* 16.447 m 16.279 m
Vollreinigung 3-mal wöchentlich* 6.634 m 6.517 m
Vollreinigung 6-mal wöchentlich* 7.196 m 7.144 m
Fahrbahnreinigung wöchentlich* 135.826 m 134.633 m
Fahrbahnreinigung 14-täglich* 135.467 m 135.184 m
Straßenkehricht 5.023 t 5.765 t
*Netzlängen
Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem ein leichter Behälter -
anstieg zu verzeichnen war, gingen die Behälterzahlen
2008 geringfügig zurück. Derartige Veränderungen lie-
gen im normalen Schwankungsbereich. Das belegen
auch die Zahlen der entsorgten Liter, die im Gegensatz
zu den Behältern gering angestiegen sind. Dies lässt
auf den Wechsel einiger Kunden auf wenige große statt
mehrerer kleiner Gefäße schließen.
Aufgrund der immer noch andauernden Bautätigkeit in
Münster wurde ein zusätzliches Abfuhrrevier eingerich-
tet und die anderen Reviere entsprechend angepasst.
Der Anschlussgrad der Biotonne liegt in Münster bei
79,16 %, der der Papiertonne sogar bei 96,10 %.
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten | 19
Abfallwirtschaft/Sammlung und Transport:
Mehr Sicherheit.
Eine wesentlich be deu -
tendere Maß nahme war
die Umstellung der
Entsorgung von Elek -
trogroßgeräten.
Während diese bisher
bei der regelmäßigen
monatlichen Sperr -
gutentsorgung geson -
dert abgefahren wur -
den, erfolgt die Ab ho -
lung seit Beginn 2008
über Termin vereinbarungen mittels Abholkarten. Diese
Maßnahme ist notwendig geworden, weil die Geräte
immer häufiger auf den Gehwegen auseinandergebaut
und ausgeschlachtet wurden. Damit waren Gefahren
für die Ver kehrs sicher heit und die Umwelt verbunden.
Durch das neue System konnte eine Verbesserung die-
ser Situation erreicht werden.
2008 2007
Behälter Leerungen/Woche Liter/Woche Behälter Leerungen/Woche Liter/Woche
Restabfall 59.383 31.173 6.101.998 59.224 31.083 6.107.960
Biotonne 39.399 39.399 2.828.465 39.286 39.286 2.845.705
Papier privat 48.114 25.514 4.488.470 47.440 25.332 4.425.300
Papier gewerbl. 2.303 1.155.995 2.565 1.006.350
Wertstoffe 143 129 50.705 155 140 51.055
gesamt 149.342 96.220 14.625.633 150.799 95.841 14.436.370
Saubere Lösung
20 | Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten
Verwertung und Deponierung:
Konzept bestätigt.
Nachdem das Gesamtaufkommen der Siedlungsabfälle
in Münster 2007 um ca. 4,4 % gesunken war, ist es 2008
wieder angestiegen. Das Niveau des Jahres 2006 wurde
jedoch nicht erreicht. Wie bereits im Vorjahr weisen die
meisten Mengenströme nur geringfügige Zu- oder
Abnahmen auf. Die stärksten Schwankungen sind beim
Aufkommen „Sonstige Wertstoffe, insbesondere Böden“
zu verzeichnen. Sie sind auch für das leichte Auf und Ab
des Gesamtaufkommens in den vergangenen Jahren ver-
antwortlich.
Nahezu identisch zum Vorjahr ist das Restabfallauf kom -
men. Die Verwertungsquote ist geringfügig auf 83,9 %
gesunken, bestätigt aber grundsätzlich den Erfolg des
Abfallwirtschaftskonzeptes Münster.
2008 2007 2006
[t] [t] [t]
Aufkommen Restabfall 42.705 42.712 42.093
Aufkommen Gewerbeabfall 11.965 10.582 10.423
Aufkommen Sperrgut 6.736 7.557 7.672
Aufkommen Straßenkehricht 5.431 5.765 6.419
Aufkommen Papier 26.283 26.356 24.240
Aufkommen Bioabfall 17.345 17.747 17.883
Aufkommen Grünabfall 22.053 22.788 20.740
Aufkommen Wertstoffe
Recyclinghöfe 19.176 19.259 18.240
Aufkommen sonstige
Wertstoffe, Boden 18.986 13.196 25.922
Gesamtaufkommen
Siedlungsabfälle 170.680 165.962 173.631
verwertete Siedlungsabfälle 143.213 140.393 146.165
83,9 % 84,6 % 84,2 %
davon MBRA 41.339 43.432 43.265
davon Wertstoffsortieranlage 23.568 24.206 21.977
davon Grünabfallkompostie-
rungsanlage 22.053 22.788 20.740
davon Biovergärungsanlage 17.209 17.487 17.860
davon sonstige Anlagen 39.044 32.480 42.323
deponierte Reststoffe 27.467 25.568 27.466
16,1 % 15,4 % 15,8 %
Deponierte Siedlungsabfälle/Wertstoffe
Saubere Lösung
Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten | 21
Gestern
und heute.
Deponierung gestern: bis 2005 Deponierung heute: ab 2005
Star-Waste-Team: Ihre
Sauberkeitsmission
geht weiter
2008 war das Star-
Waste-Team mit dem
Müllabsorber Messi in
besonderer Mission
überall in Münster un -
terwegs: Mehr Sau ber -
keit auf Straßen und
Plätzen. Und weil sie für
so große Begeisterung
auf Festen und Veranstal tungen gesorgt haben, schicken
die AWM ihre intergalaktischen Helden auch 2009 in
den Kampf gegen den Müll. Jetzt aber mit ganz speziel-
len Botschaften für die Münsteraner Bürger. Mit „Krieg
den Scherben“ oder „Snack ohne Dreck“ greifen sie
wichtige Problemfelder in der Stadtsauberkeit auf und
machen sie bei ihren Walking Acts zum Thema. In der
Hoffnung, dass sich viele Fans diesen Missionen
anschließen.
Gebühren 2009 nochmals stabil
Die gute Nachricht: die Abfallgebühren bleiben auch
2009 stabil. Aber 2010 wird sich eine Gebührenerhö -
hung nicht mehr vermeiden lassen. Warum?
Auch wenn die allgemein steigenden Kosten, wie z.B.
Energie- und Kraftstoffpreise, auf die Entwicklung der
Abfall-Gebührenentwicklung Einfluss haben, war die
Inbe triebnahme der mecha nisch-biologischen
Restabfall be hand lungsanlage
der Kosten sprung, der die
Gebüh ren am stärksten stei-
gen ließ. Sicherlich erinnern
Sie sich noch an den Gebüh -
ren an stieg anlässlich der
Inbetriebnahme des 1. Anla -
gen teils (mechanischer Teil)
im Jahr 2003. Ein zweiter Ge -
bührenanstieg war für die
Inbetriebnahme des biologi-
schen Anlagenteils im Jahr
2005 geplant. Dieser hat nicht stattgefunden und wird
verzögert 2010 nachgeholt. Diese Verzögerung hat sich
im Wesentlichen dadurch ergeben, dass die beiden An -
la genteile der MBRA 2003 und 2005 jeweils später als
geplant in den Regelbetrieb gehen konnten und da -
durch Zahlungen an den Anlagenbetreiber in beträcht-
lichem Umfang eingespart werden konnten. Die so
entstan de nen Gebührenüberschüsse wur den ent -
sprechend den gesetz lichen Bestimmungen wieder an
die Gebühren zahler zurückgegeben, indem die geplan -
ten Gebühren er höhungen ausgesetzt und die ent -
standenen Rückla gen sukzessive aufgelöst wurden.
Ende 2009 sind alle Rückla gen aufgebraucht und die
bereits für 2005 angekündigte Gebührenerhöhung
muss 2010 umgesetzt werden.
Zukunftsplanung
Abfallwirtschaft
Die Stadt Münster und die
AWM garantieren den Bür -
gerinnen und Bürgern
Münsters zehn Jahre Entsor -
gungs sicherheit. Das macht
langfristige Planungen not-
wendig. Das derzeitige
Abfallwirtschaftskonzept
geht auf Weichenstellungen
aus den neunziger Jahren
zurück. Mit dem Entschluss gegen die Müllverbrennung
und für die mechanisch-biologische Restabfallbehand -
lungs anlage hat der Rat der Stadt Münster 1994 ein-
stimmig eine Entscheidung für Klimaschutz und Lebens-
qualität in Münster gefällt. Nun ist es Zeit, Bilanz zu
ziehen und die Zukunft zu planen. Wurden die ökologi-
schen Ziele erreicht und wie positioniert man sich
angesichts der veränderten Marktbedingungen in der
Abfallwirtschaft in Zukunft? Dies sind die Fragen, die
Und was passiert 2009?
Der Ausblick.
22 | Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten
Saubere Lösung
AWM Geschäftsbericht inkl. Nachhaltigkeitsbericht
In den vergangenen Jahren hat das umweltgerechte,
verantwortliche und ethische Verhalten der Wirtschaft
zunehmend Bedeutung erlangt. Immer mehr Unter -
nehmen entschließen sich dazu, über ihr Handeln zu
berichten und Rechenschaft abzulegen. Dazu gibt es
verschiedene nationale und internationale Konzepte.
Den AWM ist es schon viele Jahre ein Anliegen, einen
Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt
Münster zu leisten. Wir sind jedoch ein kommunales
Unternehmen von mittelständischer Größe und kein
global operierender Konzern. Daher haben wir uns ent-
schieden, unser nachhaltiges Handeln in kurzer und
prägnanter Form als Nach haltig keits bericht darzu stel -
len. Um eine breite Leser schaft zu erreichen, wird der
Bericht zukünftig Teil des jährlich erscheinenden
Geschäftsberichts sein. Im kommenden Jahr werden Sie
also an dieser Stelle mehr über Umweltschutz, soziale
Verantwortung und ökonomische Nachhaltigkeit bei
den AWM lesen können.
das Abfallwirt schafts kon zept für die Zukunft beantwor-
ten muss. Als eine wichtige Diskussionsgrundlage erar-
beiten die AWM derzeit eine Ökobilanz ihrer Anlagen.
Die Abfallwirtschaft leistet unzweifelhaft einen großen
Bei trag zum Klimaschutz, aber bevor man ökonomische
und ökologische Folgen zukünftiger Entwicklun gen
abwägt, ist es wichtig, genau zu wissen, wie groß der
Beitrag der Abfall wirt schaft in Münster zum Klima-
schutz ist. Nur so kann die Politik in Münster ausgewo-
gene Entscheidungen treffen.
Sauberkeit und Be -
schäf tigung im Rahmen
des Projektes „Soziale
Stadt Kinderhaus/
Brüningheide“
Das Gebiet Kinderhaus/
Brüningheide ist ein
Stadtteil, der im Rah -
men des Programms
„Soziale Stadt“ der
Landesregierung ge -
fördert wird. Ziel des Pro-
gramms ist es, in den geförderten Stadtteilen eine sta-
bilisierende Entwicklung in Gang zu bringen, damit sie
als Wohn-, Arbeits- und Lebensraum bestehen können.
Im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt Kinderhaus/
Brüningheide“ wurde ein Handlungsprogramm verab-
schiedet, das an vielen verschiedenen Punkten ansetzt,
um eine positive Entwicklung des Gebietes zu fördern.
Ein Projekt dieses Programms soll für mehr Sauberkeit
im Stadtteil sorgen und gleichzeitig Beschäftigung för-
dern. In Kooperation mit der Bezirksverwaltungsstelle
Nord und der Sozialver wal tung ist es den AWM gelun-
gen, dieses Projekt so weit zu entwickeln, dass es im
Laufe des 2. Quartals 2009 um gesetzt werden kann.
Maß geblich finanziert durch Beschäftigungs förder -
maß nahmen werden drei Ar beits plätze an Kinder hau -
ser Bür gerinnen und Bürger vergeben, um unter der
fachlichen und logistischen Regie der AWM im Stadtteil
für mehr Sauberkeit zu sorgen.
Geschäftsbericht 2008 | Zahlen, Daten, Fakten | 23
Saubere Lösung
24 | Geschäftsbericht 2008 | Impressum
Saubere Lösung
Herausgeberin
Stadt Münster
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10
48155 Münster
Mai 2009, 1.000
Konzept
X & Y Design | Münster
Fotografie
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster [50]
Ewald Freitag [6]
Andreas Hempel Photography [6]
Rasmus Schübel [5]
Linda Ellamaa [2]
Parkhotel Schloss Hohenstein [2]
Münster Arkaden [1]
fotolia [1]
Druck
Thiekötter Druck GmbH & Co. KG
48157 Münster
graue Fläche wird weggeschnitten
graue Fläche wird
weggeschnitten
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Achtung!
Schnitt leicht schräg.
Geschäftsbericht
2008
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10
48155 Münster
Telefon: 0251/6052 - 0
Telefax: 0251/6052 - 48
awm@stadt-muenster.de
www.awm.muenster.de
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X &Y Design · Münster
Saubere
Lösung
Saubere
Lösung
Beschlussvorlage
4874 Zeichen
V/0334/2009
DER OBERBÜRGERMEISTER
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Betrifft
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2008
Beratungsfolge
10.06.2009 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung
23.06.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
24.06.2009 Hauptausschuss Vorberatung
24.06.2009 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
Sachentscheidung:
1. Der in der Anlage beigefügte Jahresabschluss der AWM für das Geschäftsjahr 2008 (Bilanz,
GuV und Anhang) wird festgestellt.
2. Der Lagebericht (Anlage) wird zur Kenntnis genommen.
3. Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 1.410.050,92 €.
Davon werden
• der allgemeinen Rücklage 1.119.418,34 €
• dem allgemeinen Haushalt 250.000,00 €
• dem SOPO aus DSD-Überschüssen 17.193,32 €
• dem SOPO aus Photovoltaik-Überschüssen 23.439,26 €
zugeführt.
4. Dem Werksausschuss wird für das Wirtschaftsjahr 2008 Entlastung erteilt.
Begründung:
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Essen hat im Auftrag der AWM mit Zu-
stimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den La-
gebericht des Wirtschaftsjahres 2008 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gem. § 14 der Be-
triebssatzung dem Werksauschuss und dem Rat vorzulegen.
Vorlagen-Nr.:
V/0334/2009
Auskunft erteilt:
Frau Eichwald
Ruf:
60 52 43
E-Mail:
Eichwald@awm.stadt-muenster.de
Datum:
30.04.2009
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0334/2009
1. Jahresabschluss 2008
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5.161 T€ verkürzt.
Die Umsatzerlöse 2008 betrugen insgesamt rd. 42.534 T€
Davon entfielen auf die
Abfallwirtschaft
• Abfallabfuhr 29.280 T€
• Abfalldeponierung/-verwertung 1.943 T€
• Problemabfälle 68 T€
• DSD-Bereich 828 T€
Stadtreinigung 4.381 T€
Winterdienst 1.029 T€
Nebengeschäfte 5.005 T€
Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.410.050,92 € resultiert in Höhe von
357.386,75 € aus dem Unterschied zwischen den gesetzlichen Grundlagen der Gebührenkal-
kulation und den Ansätzen der Handelsbilanz, in Höhe von 759.916,54 € aus Zinsüberschüs-
sen, in Höhe von 252.115,05 € aus Erträgen von Anlageabgängen, in Höhe von 23.439,26 €
aus dem Überschuss aus der Photovoltaikanlage sowie in Höhe von 17.193,32 € aus dem
Überschuss im DSD-Bereich.
Im Geschäftsjahr 2008 wird aufgrund der Kostenunterdeckung infolge von Einsparungen im
Gebührenbereich die Option genutzt, die Zinsüberschüsse bei der Gebührennachkalkulation
nicht zu berücksichtigen, sondern unter dem Gesichtspunkt der Risikovorsorge zur Stärkung
des tendenziell zu niedrigen Eigenkapitals zu verwenden. Die Möglichkeiten, potentielle finan-
zielle Risiken ohne unmittelbaren Zugriff auf die Stadt Münster auffangen zu können, werden
so gestärkt.
Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2008 bei 3.511 T€. Davon wurden 551 T€ in Anlagen
der Stadtreinigung, 1.177 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 1.319 T€ in Grundstücke mit
Betriebs- und anderen Bauten investiert. Der Rest in Höhe von 182 T€ entfällt auf Betriebs-
und Geschäftsausstattung, immaterielle Vermögensgegenstände, Finanzanlagen sowie in Hö-
he von 282 T€ auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.
Gemäß § 4 der EigVO wird dem Werksausschuss für das Wirtschaftsjahr 2008 Entlastung
erteilt.
Die Entlastung der Werkleitung erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO vom 16. November
2004 durch den Werksausschuss. Hiermit wird sich der Werksausschuss in seiner nächsten
planmäßigen Sitzung befassen.
2. Lagebericht
Zum Lagebericht wurde seitens der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festge-
stellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jah-
resabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von
der Lage des Eigenbetriebes erwecken.
- 3 -
V/0334/2009
3. Prüfungsergebnis
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt den AWM für das Wirtschaftsjahr
2008 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2008 können den beigefügten Unterlagen entnom-
men werden.
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter der Ernst & Young AG Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft in der Werksaussc husssitzung am 10.06.2009 im Rahmen einer Jah-
resabschlussbesprechung im Einzelnen erläutert.
i.V.
gez.
Bickeböller
Stadtkämmerin
Anlagen:
Jahresabschluss der AWM (Bilanz, GuV und Anhang)
Lagebericht
Anlage 2
56835 Zeichen
Jahresabschluss | Lagebericht Geschäftsjahr 2008 Saubere Lösung Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 1 Jahresabschluss | Lagebericht Geschäftsjahr 2008 Saubere Lösung Saubere Lösung 2 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Impressum Herausgeberin Stadt Münster Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Mai 2009, 500 Konzept X & Y Design | Münster Druck Thiekötter Druck GmbH & Co. KG 48157 Münster Jahresabschluss Seite Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 – 5 Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 – 21 I. Allgemeine Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 III. Bilanzerläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . 11 V. Ergänzende Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 VI. Anlagen Anlagennachweis [Anlage 1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 – 21 Gewinn- und Verlustrechnung nach Betriebszweigen [Anlage 2] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Lagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23– 27 I. Geschäftsverlauf und Lage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und betriebsrelevante Marktentwicklungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 III. Ertragslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 IV. Vermögens- und Finanzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 V. Nachtragsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 VI. Risikomanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 VII.Prognosebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 3 Inhalt Saubere Lösung 4 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Aktivseite 31.12.2008 31.12.2007 EUR EUR EUR A. ANLAGEVERMÖGEN I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Konzessionen und Software 111.366,30 183.313,18 II. SACHANLAGEN 1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 14.570.894,65 14.491.456,69 2. Anlagen der Stadtreinigung 1.823.898,97 1.770.482,29 3. Anlagen der Abfallwirtschaft 5.844.958,92 6.370.975,81 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.448,42 492.523,92 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 282.475,16 127.301,41 23.031.676,12 23.252.740,12 III. FINANZANLAGEN Wertpapiere des Anlagevermögens 8.992.118,49 8.989.488,03 32.135.160,91 32.425.541,33 B. UMLAUFVERMÖGEN I. VORRÄTE 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 448.339,80 420.284,43 2. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.853,99 32.987,12 472.193,79 453.271,55 II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.487.172,78 2.089.966,21 2. Forderungen gegen die Stadt Münster 21.573.843,39 23.280.160,39 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 31.12.2008: 19.959.696,40 € [31.12.2007: 21.542.729,65 €] 3. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 414.307,02 211.161,18 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 31.12.2008: 0,00 € [31.12.2007: 3.786,60 €] 23.475.323,19 25.581.287,78 III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 16.378.289,80 19.193.830,17 40.325.806,78 45.228.389,50 C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 57.309,24 25.050,60 72.518.276,93 77.678.981,43 Saubere Lösung Bilanz zum 31.12.2008 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 5 Saubere Lösung Passivseite 31.12.2008 31.12.2007 EUR EUR EUR A. EIGENKAPITAL I. STAMMKAPITAL 500.000,00 500.000,00 II. RÜCKLAGEN Allgemeine Rücklagen 7.781.461,28 7.539.483,44 III. JAHRESÜBERSCHUSS Jahresüberschuss 1.410.050,92 489.909,16 9.691.512,20 8.529.392,60 B. SONDERPOSTEN AUS DSD-ÜBERSCHÜSSEN 731.614,99 732.592,98 C. RÜCKSTELLUNGEN 1. Rückstellungen für Pensionen 1.769.858,00 1.768.772,00 2. Steuerrückstellungen 14.620,00 14.620,00 3. Sonstige Rückstellungen a] Gebührenüberschüsse 8.527.196,93 10.228.675,99 b] Übrige 48.319.488,21 50.101.263,79 58.631.163,14 62.113.331,78 D. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.371.767,18 2.374.688,12 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2008 : 288.167,18 € [31.12.2007: 1.020.188,12 €] 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.633.337,03 3.171.338,45 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2008 : 1.633.337,03 € [31.12.2007: 3.171.338,45 €] 3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 456.801,12 669.072,24 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2008 : 456.801,12 € [31.12.2007: 669.072,24 €] 4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.081,27 57.902,06 a] davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2008 : 1.375,40 € [31.12.2007: 56.596,78 €] b] davon aus Steuern 31.12.2008 : 0,00 € [31.12.2007: 25.286,92 €] 3.463.986,60 6.273.000,87 E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 30.663,20 72.518.276,93 77.678.981,43 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2008 2007 vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 EUR EUR EUR EUR 1. Umsatzerlöse 42.534.159,87 44.011.141,57 2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen - 4.006,50 9.749,00 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.976,63 6.592,41 4. Sonstige betriebliche Erträge 2.847.121,19 1.853.261,68 davon Inanspruchnahme der Rückstellungen aus Gebührenüberschüsse 2008: 1.736.742,93 € [2007: 965.251,78 €] 45.383.251,19 45.880.744,66 5. Materialaufwand a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren 3.365.049,09 3.136.392,24 b] Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.153.969,11 19.437.625,50 21.519.018,20 22.574.017,74 6. Personalaufwand a] Löhne und Gehälter 10.756.732,32 10.536.975,04 b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.127.187,00 3.185.632,75 davon für Altersversorgung: 13.883.919,32 13.722.607,79 2008: 947.580,44 € [2007: 1.014.877,29 €] 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.801.446,61 3.758.507,98 8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen der öffentlichen Hand 0,00 870,63 9. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus DSD-Überschüssen 8.370,89 0,00 10.Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.498.226,74 5.915.056,13 davon Zuführung zu Rückstellungen für Gebührenüberschüsse: 2008: 44.725,45 € [2007: 3.938,39 €] 44.694.239,98 45.969.319,01 11.Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 2.630,46 0,00 12.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 828.251,86 801.683,51 830.882,32 801.683,51 13.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.965,78 163.937,02 14.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.448.927,75 549.172,14 15.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 17.193,32 6.370,00 16.Sonstige Steuern 56.070,15 52.892,98 17.Jahresüberschuss 1.410.050,92 489.909,16 Nachrichtlich: Behandlung des Jahresüberschusses a] zur Einstellung in Rücklagen 1.119.418,34 230.288,36 b] zur Zuführung in den Sonderposten aus DSD-Überschüssen 17.193,32 9.620,80 c] zur Zuführung in den allgemeinen Haushalt 250.000,00 250.000,00 d] zur Zuführung in den Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüssen 23.439,26 0,00 6 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung Gewinn- und Verlustrechnung I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Ein- richtung Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) wurde nach den Vorschriften der Eigenbetriebsver- ordnung NRW in Verbindung mit den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Um die unternehmens- und branchenspezifischen Be- sonderheiten der AWM abbilden zu können, wird in der Bilanz gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite eine Untergliederung des Sachanlagevermögens um die Anlagen der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft und auf der Passivseite eine Untergliederung der Sonstigen Rückstellungen in Rückstellungen für Ge- bührenüberschüsse und Übrige Rückstellungen vorge- nommen. Darüber hinaus wurde die Passivseite um die Position „Sonderposten aus DSD-Überschüssen“ er- weitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Ge- samtkostenverfahren aufgestellt; der Gliederung wurde, um den branchenspezifischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, die Positionen „Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen der öffentlichen Hand“ und „Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus DSD-Überschüssen“ hinzugefügt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmetho- den maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sach- anlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Es wurde die lineare Ab- schreibungsmethode unter Zugrundelegung der be- triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr der Anschaffung sowie in den vier folgenden Jahren mit jeweils einem Fünftel abzuschreiben ist. Die tatsächliche Nutzungs- dauer dieser Wirtschaftsgüter, deren Kosten dem Sammelposten zugeführt wurden, ist ohne Bedeutung. Die Abschreibungen auf dem 3. Bauabschnitt der ZDM II werden auf Basis des ermittelten verbleibenden Rest- verfüllvolumens leistungsabhängig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu An- schaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungs- kosten bzw. zu gleitenden Durchschnittspreisen ange- setzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwert- berichtigungen Rechnung getragen. Der Sonderposten aus DSD-Überschüssen enthält die erwirtschafteten Überschüsse aus Vorjahren. Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 7 Anhang für das Wirtschaftsjahr 2008 Saubere Lösung Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versiche- rungsmathematisch ermittelten Barwert unter Berück- sichtigung der Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck, Köln, Richttafeln 2005 G, angesetzt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstel- lungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und sind grundsätzlich mit dem Betrag angesetzt, der nach ver- nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach versiche- rungsmathematischen Grundsätzen ermittelt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt. Für die Rückstellung der Rekultivierung und Nachsorge der ZDM I und II wurde in 2003 ein neues Gutachten von der IWA (Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Abfallwirtschaft mbH) erstellt. Dieses Gutachten ersetzt das den Rückstellungsbewertungen bis dahin zugrunde gelegte Gutachten von 1999. Für die gebührenrechtli- che Refinanzierung der in der Vergangenheit noch nicht erwirtschafteten Rückstellungsanteile wurde ein Nu- tzungszeitraum von 19 Jahren zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ange- setzt. III. Bilanzerläuterungen Aktivseite Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beige- fügten Anlagennachweis (Anlage 1 des Anhangs) ge- zeigt. Zum Bilanzstichtag werden geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau mit 282 T€ ausgewiesen. Es han- delt sich hierbei in erster Linie um Fahrzeuge, die in 2009 fertig gestellt werden. Für das Jahr 2009 sind Investitionen in Höhe von 5.566 T€ geplant. Von diesen Neu- und Reinvestitionen entfallen 1.161 T€ auf die Stadtreinigung und 4.075 T€ auf den Bereich der Abfallwirtschaft. Der verbleibende Anteil in Höhe von 330 T€ betrifft überwiegend Neu- und Ersatz- investitionen in gemeinsame Anlagen. Die Finanzierung soll über Abschreibungen und Eigenmittel erfolgen. Die vorhandenen Anlagen im Bereich der Stadtreini- gung und Abfallwirtschaft konnten im Wesentlichen technisch und wirtschaftlich optimal genutzt werden. Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgaben- stellung sind sie ausreichend dimensioniert. Umlaufvermögen V orräte Der Posten Vorräte enthält im Wesentlichen Lager- material. Forderungen an die Stadt Münster Die Forderungen an die Stadt betreffen mit 31 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 21.543 T€ resultieren aus der Einstandsverpflichtung der Stadt in Höhe des Rückstellungsbedarfs für die Nachsorge der ZDM I und II, soweit diese bisher nicht über die Ge- bührenbedarfsberechnung erfasst wurden. 8 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung Passivseite Eigenkapital Das Eigenkapital belief sich zu Beginn des Wirtschafts- jahres auf 8.529.392,60 €. Gemäß Ratsbeschluss vom 18.06.2008 wurde von dem Jahresüberschuss 2007 (489.909,16 €) ein Anteil in Höhe von 230.288,36 € der Allgemeinen Rücklage zugeführt und 9.620,80 € in den Sonderposten aus DSD-Überschüssen eingestellt. Das Eigenkapital erhöht sich um den Jahresüberschuss 2008 in Höhe von 1.410.050,92 €. Das Eigenkapital beträgt damit zum 31. Dezember 2008 9.691.512,20 €. Rückstellungen Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2008 wie folgt entwickelt: Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um die Nachsorge/Rekultivierung der ZDM I und II (45.382 T€), Rückstellungen für Gebühren- überschüsse (8.527 T€), Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (1.847 T€) sowie Urlaubs- und Über- stundenansprüche (647 T€). Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 9 Saubere Lösung 31.12.2007 Inanspruchnahme [ I ] Zuführung 31.12.2008 Auflösung [A] Verrechnung [V] TEUR TEUR TEUR TEUR 1. Rückstellungen für Pensionen 1.769 98 [ I ] 99 1.770 2. Steuerrückstellungen 14 0 0 14 3. Sonstige Rückstellungen 60.330 4.623 [ I ] 1.225 56.847 85 [A] _____ _____ _____ _____ Summe Rückstellungen 62.113 4.806 1.324 58.631 Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Restlaufzeiten: Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Besicherungen für Verbindlichkeiten bestehen nicht. 10 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung davon mit einer Laufzeit Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.372 288 1.084 0 [31.12.2007] [2.375] [1.020] [1.084] [271] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.633 1.633 0 0 [31.12.2007] [3.171] [3.171] [0] [0] Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 457 457 0 0 [31.12.2007] [669] [669] [0] [0] Sonstige Verbindlichkeiten 2 110 [31.12.2007] [58] [57] [1] [0] _____ _____ _____ _____ Gesamt 3.464 2.379 1.085 0 [31.12.2007] [6.273] [4.917] [1.085] [271] IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung für jeden Betriebs- zweig ist als Anlage 2 dem Anhang beigefügt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Gebühreneinnahmen und Einnahmen aus privatrechtlichen Entgelten. Von den Umsatzerlösen entfallen 32.119 T€ auf die Abfallwirtschaft; davon betreffen 29.280 T€ die Abfall- abfuhr, 1.943 T€ die Abfalldeponierung, 828 T€ den DSD-Bereich und 68 T€ die Sonderabfälle. Weitere Umsatzerlöse entfallen in Höhe von 4.381 T€ auf die Straßenreinigung sowie 1.029 T€ auf den Winterdienst. Auf die Nebengeschäfte in allen Betriebsbereichen ent- fallen Erlöse in Höhe von 5.005 T€. Abfallwirtschaft Abf allabfuhr Die den Umsatzerlösen zugrunde liegenden Leistungen im Abfallabfuhrbereich entsprechen der Anzahl der tat- sächlichen Behälterentleerungen auf der Grundlage der jeweiligen monatlichen Behälterbestände. Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 11 Saubere Lösung Abfalldeponierung/-verwertung Die den Umsatzerlösen zugrunde liegenden Leistungen im Abfalldeponierungs/-verwertungsbereich sind der nachfolgenden Anlieferungsstatistik zu entnehmen. Stadtreinigung Die den Umsatzerlösen Stadtreinigung zugrunde lie- genden Leistungen sind der nachfolgenden Leistungs- übersicht zu entnehmen. Allgemeine Stadtr einigung 12 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung Altholz Bioabfälle Grünabf älle Haus-/ Sperrmüll Straßenkehrricht/ nicht verwertbar MBRA/ Kompostierung Istmenge in Mg 3.674 17.345 16.826 48.724 5.431 Planmenge in Mg 3.300 18.000 14.000 50.000 5.500 Abweichung in Mg 374 - 655 2.826 - 1.276 - 69 Jahresabschluss in Euro 220.418,40 4.064.357,77 757.173,15 14.149.426,37 908.445,04 Planungsgröße in Euro 216.000,00 4.218.000,00 675.000,00 14.520.000,00 920.000,00 Abweichung in Euro 4.418,40 - 153.642,23 82.173,15 - 370.573,63 - 11.554,96 Abweichung in % 2,05 - 3,64 12,17 - 2,55 1,26 2008 Vorjahr Kehrmeter Kehrmeter Vollreinigung [insgesamt] 795.822 913.231 Fahrbahnreinigung [wöchentlich] 268.831 253.013 Fahrbahnreinigung [14-täglich] 270.515 282.609 Reinigung von ca. 816 Kilometern Rad- und Gehwegen und 31.115 qm Flächenreinigung (Abendreinigung in der Stadt). Bezüglich der Tarifstatistik wird auf die beschlossene Gebührensatzung zur Abfallabfuhr und Straßenreini- gung verwiesen. Sonderleistungen - Neujahrsreinigung - Eurocityfest, Hafenfest, Karneval sowie weitere Veranstaltungen - Sonderreinigungen für städt. Ämter (Schulamt, Amt für Liegenschaften, Tiefbauamt, Sportamt, Amt für Grünflächen und Umweltschutz) - Flohmarktreinigungen - Reinigung für private und gewerbliche Auftraggeber (z. B. Betriebsgelände, Parkplätze) - Reinigung des Ludgerikreisels nach diversen Spielen der Fußball-Europameisterschaft Winterdienst Der Winterdienst wurde planmäßig und ohne außerge- wöhnliche Ereignisse durchgeführt. 2008 waren be- dingt durch Schneefälle bzw. Glatteis per 31.12.2008 2 große (Großteil der verfügbaren Kräfte), 14 mittlere (> 5 Streufahrzeuge) sowie 18 kleinerer Einsatz (bis 5 Streufahrzeuge) erforderlich. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Er- träge aus dem Bereitschaftsdienst, aus der Werkstatt, aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermö- gens, Pacht- und Mieteinnahmen, der Inanspruchnahme der Rückstellung aus Gebührenüberschüssen sowie aus Schadensersatzleistungen und Sonderleistungen. Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 3.365 T€ sowie Aufwendungen für bezoge- ne Leistungen in Höhe von 18.154 T€. Abschreibungen Die Abschreibungen betrugen in 2008 3.801 T€. Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 13 Saubere Lösung 2008 Vorjahr Streugutverbrauch Mg Mg Streusalz 637,02 718,28 Lava-Granulat 246,05 276,30 Personalaufwand Am 31.12.2008 waren 322 Mitarbeiter einschließlich Aus- zubildende bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster beschäftigt. Für 2008 ergibt sich folgende Entwicklung: Löhne und Gehälter Grundlage für die Lohn- und Gehaltsabrechnung ist seit dem 01.10.2005 für alle bisherigen Angestellten und Lohnempfänger eine einheitliche Entgelttabelle nach dem TVöD in der jeweils gültigen Fassung. Beamtenbesoldung Grundlage der Bezüge war das Landesbesoldungsge- setz in der jeweils gültigen Fassung. Die AWM sind als Teil der Stadt Münster Mitglied der Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die ZKW hat mit der Stadt Münster in einer Beteiligungs- vereinbarung festgelegt, dass alle Arbeitnehmer zu ver- sichern sind, die nach dem Tarifvertrag über die Versor- gung der Arbeitnehmer des Bundes und der Länder sowie von Arbeitnehmern kommunaler Verwaltungen und Betriebe zu versichern wären. Der derzeitige Um- lagesatz beträgt 7,5 %. 14 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung Beschäftigte Nachrichtlich Zeitpunkt [ohne Azubis] Azubis 31.03.2008 310 8 30.06.2008 312 8 30.09.2008 311 10 31.12.2008 312 10 Durchschnitt 2008 311,25 9 Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwands- komponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht hervor: Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen 1.657 T€ Wertberichtigungen zu Forderungen an die Stadt aus der Rekultivierung und Nachsorge für die ZDM I und II (soweit diese über die Gebührenbedarfsberechnung erzielt wurden), 900 T€ Zuführung in die Rückstellung der ZDM II 3. BA, 92 T€ Zuführung in die Rückstellung für die Sanierung der ZDM I, 1.149 T€ Aufwendungen für Verwaltungs- leistungen der Stadt Münster sowie 1.700 T€ sonstige allgemeine Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 15 Saubere Lösung 2008 2007 Veränderung Veränderung zum Vorjahr zum Vorjahr EUR EUR EUR in Prozent Beschäftigungsentgelte 10.589.778,50 10.288.591,62 + 301.186,88 2,93 Beamtenbezüge 208.310,30 199.123,46 + 9.186,84 4,61 Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen - 41.356,48 + 49.259,96 - 90.616,44 - 183,96 Gesamt 10.756.732,32 10.536.975,04 + 219.757,28 2,09 Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 2.086.183,86 2.025.940,57 + 60.243,29 2,97 Gruppenversicherung 83.500,20 77.837,08 + 5.663,12 7,28 Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen - 12.508,65 + 9.423,73 - 21.932,38 - 232,74 2.157.175,41 2.113.201,38 + 43.974,03 2,08 Beiträge zur Zusatzversorgungskasse 853.566,81 838.291,45 + 15.275,36 1,82 Zuführung zur Pensionsrückstellung 98.926,57 174.298,54 - 75.371,97 - 43,24 Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen - 4.912,94 + 2.287,30 - 7.200,24 - 314,79 947.580,44 1.014.877,29 - 67.296,85 - 6.63 Aufwendungen für Beihilfen und Unterstützungen 22.431,15 57.554,08 - 35.122,93 - 61,03 Gesamt 3.127.187,00 3.185.632,75 - 58.445,75 - 1,83 Saubere Lösung 16 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss V. Ergänzende Angaben Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe Werkleitung Alleiniger Werkleiter ist Herr Diplom-Geograph Patrick Hasenkamp. Werksausschuss Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bürger/innen 1. RH Dr. Dietmar Erber 1. RF Ursula Möllers Chemiker Wirtschafterin 2. RH Frank Baumann 2. RH Meik Bolte Online-Designer Gymnasiallehrer / Studienrat [bis 10.12.2008] RH Heinz Georg Buddenbäumer Diplomagraringenieur [ab 10.12.2008] 3. RH Holger Wigger 3. RF Marianne Hopmann Techniker für elektr. Büroangestellte Energietechnik 4. RH Michael Jung 4. RF Hedwig Chudziak Historiker Hausfrau 5. RF Rita Stein-Redent 5. RF Maria Klein-Schmeink [stellvertr. Vorsitzende] Wissenschaftliche Wissenschaftl. Mitarbeiterin Mitarbeiterin 6. Thomas Marczinkowski 6. RH Jörn Möltgen Angestellter /selbständig Landschaftsökologe 7. RH Hans Varnhagen 7. RH Wolfgang Klein [Vorsitzender] Bankkaufmann Dachdeckermeister Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder 8. RF Hannelore Wiesenack-Hauß 8. RH Gerd K ersting Richterin am Polizeibeamter, Landessozialgericht i. R. Dipl.-Verwaltungswirt [FH] [bis 05.11.2008] [bis 05.11.2008] Andreas Ahrenbog RF Hannelore Wiesenack-Hauß [ab 05.11.2008] Richterin am Landessozialgericht i. R. [ab 05.11.2008] Beschäftigtenvertreter/innen 9. Hugo Tork 9. Rainer Eisen Technischer Angestellter Werkstattleiter 10.Rolf Kuschel 10.Monika Holtmann Mitarbeiter Lager / Sachbearbeiterin Materialwirtschaft 11.Karsten Markfort 11.Burkhard Lotz Kraftwagenfahrer, Kontrolleur Kontrolleur Straßenreinigung 12.Karl-Heinz Falkhausen 12.Roland Krüger Einsatzplaner / Ver- und Entsorger Abfalltransport [RH = Ratsherr | RF = Ratsfrau] Saubere Lösung Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 17 Auf die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB verlang- ten Angaben über die Gesamtbezüge der Werkleitung wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für die Pensionäre und Hinterbliebenen der früheren Amtsleitung wurden an Pensionen 26.717,98 € aufge- wendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 379.391 €. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Es bestehen wesentliche langfristige finanzielle Verpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen für die Restabfallbehandlung bis zum 31.12.2015. Eine betragsmäßige Angabe dieser finanziellen Verpflich- tungen ist nicht möglich, da die Höhe insbesondere von den zukünftig angelieferten Mengen abhängig ist. Gewinnverwendungsvorschlag Die Werkleitung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss 2008 in Höhe von 1.410.050,92 € einen Anteil in Höhe von 250.000,00 € gemäß Konsolidierungsvereinbarung Nr. 244 an den Haushalt der Stadt Münster abzuführen, 1.119.418,34 € in die allgemeine Rücklage der AWM und 23.439,26 € in den Sonderposten aus Photovoltaik- Überschüssen und 17.193,32 € in den Sonderposten aus DSD-Überschüssen einzustellen. Münster, 31. März 2009 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Patrick Hasenkamp Saubere Lösung 18 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen 01.01.2008 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2008 + ./. + ./. + / ./. EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00 2. Software 436.561,20 692,58 0,00 0,00 0,00 0,00 437.253,78 441.229,20 692,58 0,00 0,00 0,00 0,00 441.921,78 II. Sachanlagen 1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 34.822.571,91 1.318.872,84 0,00 0,00 0,00 + 127.301,41 36.268.746,16 2. Anlagen der Stadtreinigung 6.177.394,99 551.005,56 563.232,00 0,00 0,00 0,00 6.165.168,55 3. Anlagen der Abfallwirtschaft 17.993.668,31 1.176.824,15 1.341.624,79 0,00 0,00 0,00 17.828.867,67 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.152.421,64 178.565,44 63.941,00 0,00 0,00 0,00 2.267.046,08 5. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 127.301,41 282.475,16 0,00 0,00 0,00 - 127.301,41 282.475,16 61.273.358,26 3.507.743,15 1.968.797,79 0,00 0,00 0,00 62.812.303,62 III. Finanzanlagen Wertpapiere des Anlagevermögens 8.989.488,03 2.630,46 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49 Summe 70.704.075,49 3.511.066,19 1.968.797,79 0,00 0,00 0,00 72.246.343,89 I. Stadtreinigung 1. Konzession 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 142.101,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 142.101,00 3. Anlagen der Stadtreinigung 6.177.394,99 551.005,56 563.232,00 0,00 0,00 0,00 6.165.168,55 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.773,08 1.875,07 3.797,00 0,00 0,00 0,00 24.851,15 Summe 6.346.269,07 552.880,63 567.029,00 0,00 0,00 0,00 6.332.120,70 VI. Anlagen Anlagennachweis der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster zum 31.12.2008 [Anlage 1] Saubere Lösung Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 19 [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen Zugänge Abgänge durchschn. durchschn. 01.01.2008 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2008 31.12.2008 01.01.2008 AfA-Satz RBW + ./. + ./. EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H. 3.268,20 466,60 0,00 0,00 0,00 3.734,80 933,20 1.399,80 10,00 19,99 254.647,82 72.172,86 0,00 0,00 0,00 326.820,68 110.433,10 181.913,38 16,51 25,26 257.916,02 72.639,46 0,00 0,00 0,00 330.555,48 111.366,30 183.313,18 16,44 25,20 20.331.115,22 1.366.736,29 0,00 0,00 0,00 21.697.851,51 14.570.894,65 14.491.456,69 3,77 40,17 4.406.912,70 497.588,88 563.232,00 0,00 0,00 4.341.269,58 1.823.898,97 1.770.482,29 8,07 29,58 11.622.692,50 1.702.841,04 1.341.624,79 0,00 0,00 11.983.908,75 5.844.958,92 6.370.975,81 9,55 32,78 1.659.897,72 161.640,94 63.941,00 0,00 0,00 1.757.597,66 509.448,42 492.523,92 7,13 22,47 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 282.475,16 127.301,41 0,00 100,00 38.020.618,14 3.728.807,15 1.968.797,79 0,00 0,00 39.780.627,50 23.031.676,12 23.252.740,12 5,94 36,67 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49 8.989.488,03 0,00 100,00 38.278.534,16 3.801.446,61 1.968.797,79 0,00 0,00 40.111.182,98 32.135.160,91 32.425.541,33 5,26 44,48 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 30.509,86 7.199,43 0,00 0,00 0,00 37.709,29 104.391,71 111.591,14 5,07 73,46 4.406.912,70 497.588,88 563.232,00 0,00 0,00 4.341.269,58 1.823.898,97 1.770.482,29 8,07 29,58 21.218,18 2.908,85 3.797,00 0,00 0,00 20.330,03 4.521,12 5.554,90 11,71 18,19 4.458.640,74 507.697,16 567.029,00 0,00 0,00 4.399.308,90 1.932.811,80 1.887.628,33 8,02 30,52 20 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen 01.01.2008 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2008 + ./. + ./. + / ./. EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR II. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 1. Konzession 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00 2. Software 225,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 225,00 3. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 23.191.055,28 45.593,60 0,00 0,00 0,00 0,00 23.236.648,88 4. Anlagen der Abfallwirtschaft 17.985.668,31 1.176.824,15 1.341.624,79 0,00 0,00 0,00 17.820.867,67 5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 358.122,85 29.668,68 12.865,00 0,00 0,00 0,00 374.926,53 Summe 41.539.739,44 1.252.086,43 1.354.489,79 0,00 0,00 0,00 41.437.336,08 III. Allgemeine und Zentrale Betriebe 1. Software 436.336,20 692,58 0,00 0,00 0,00 0,00 437.028,78 2. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 11.489.415,63 1.273.279,24 0,00 0,00 0,00 127.301,41 12.889.996,28 3. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 8.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.000,00 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.767.525,71 147.021,69 47.279,00 0,00 0,00 0,00 1.867.268,40 5. Finanzanlagen 8.989.488,03 2.630,46 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49 Summe 22.690.765,57 1.423.623,97 47.279,00 0,00 0,00 +127.301,41 24.194.411,95 IV. Anlagen im Bau 1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3. Allgemeine und zentrale Bereiche 127.301,41 282.475,16 0,00 0,00 0,00 - 127.301,41 282.475,16 Summe 127.301,41 282.475,16 0,00 0,00 0,00 - 127.301,41 282.475,16 Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 21 Saubere Lösung [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen Zugänge Abgänge durchschn. durchschn. 01.01.2008 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2008 31.12.2008 01.01.2008 AfA-Satz RBW + ./. + ./. EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H. 3.268,20 466,60 0,00 0,00 0,00 3.734,80 933,20 1.399,80 10,00 19,99 68,75 75,00 0,00 0,00 0,00 143,75 81,25 156,25 33,33 36,11 15.870.197,00 968.497,62 0,00 0,00 0,00 16.838.694,62 6.397.954,26 7.320.858,28 4,17 27,53 11.620.492,50 1.702.041,04 1.341.624,79 0,00 0,00 11.980.908,75 5.839.958,92 6.365.175,81 9,55 32,77 266.950,60 28.399,24 12.865,00 0,00 0,00 282.484,84 92.441,69 91.172,25 7,57 24,66 27.760.977,05 2.699.479,50 1.354.489,79 0,00 0,00 29.105.966,76 12.331.369,32 13.778.762,39 6,51 29,76 254.579,07 72.097,86 0,00 0,00 0,00 326.676,93 110.351,85 181.757,13 16,50 25,25 4.430.408,36 391.039,24 0,00 0,00 0,00 4.821.447,60 8.068.548,68 7.059.007,27 3,03 62,60 2.200,00 800,00 0,00 0,00 0,00 3.000,00 5.000,00 5.800,00 10,00 62,50 1.371.728,94 130.332,85 47.279,00 0,00 0,00 1.454.782,79 412.485,61 395.796,77 6,98 22,09 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.992.118,49 8.989.488,03 0,00 100,00 6.058.916,37 594.269,95 47.279,00 0,00 0,00 6.605.907,32 17.588.504,63 16.631.849,20 2,46 72,70 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 282.475,16 127.301,41 0,00 100,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 282.475,16 127.301,41 0,00 100,00 Saubere Lösung 22 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung nach Betriebszweigen für Gesamt Allgem. Bereich Stadtreinigung Abfallwirtschaft das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 EUR EUR EUR EUR 1. Umsatzerlöse 42.534.159,87 2.791.400,78 5.410.095,35 34.332.663,74 2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen - 4.006,50 0,00 0,00 - 4.006,50 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.976,63 5.976,63 0,00 0,00 4. Sonstige betriebliche Erträge 2.847.121,19 848.088,69 357.061,06 1.641.971,44 davon Inanspruchnahme der Rückstellungen aus Gebührenüberschüsse: 1.736.742,93 € [Stadtreinigung: 532.120,96 €] [Abfallwirtschaft: 1.204.621,97 €] 5. Materialaufwand 21.519.018,20 718.974,50 1.039.472,03 19.760.571,67 a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren [547.867,08] [678.988,87] [2.138.193,14] b] Aufwendungen für bezogene Leistungen [171.107,42] [360.483,16] [17.622.378,53] 6. Personalaufwand 13.883.919,32 3.388.039,81 2.454.712,16 8.041.167,35 a] Löhne und Gehälter [2.604.863,99] [1.905.602,56] [6.246.265,77] b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung [783.175,82] [549.109,60] [1.794.901,58] davon für Altersversorgung: 947.580,44 € 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.801.446,61 594.269,95 507.697,16 2.699.479,50 8. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen der öffentlichen Hand 0,00 0,00 0,00 0,00 9. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus DSD-Überschüssen 8.370,89 0,00 0,00 8.370,89 10.Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.498.226,74 2.425.633,82 42.991,29 3.029.601,63 davon Zuführung zu Rückstellungen für Gebührenüberschüsse: 44.725,45 € [4.961,66] [39.763,79] 11.Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 2.630,46 0,00 405,76 2224,7 12.Zinsen und ähnliche Erträge 828.251,86 0,00 127.762,79 700.489,07 13.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.965,78 70.494,20 11,00 460,58 Verrechnung des allgemeinen Bereichs - 3.585.963,09 1.689.329,54 1.896.633,55 14.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.448.927,75 34.016,91 161.111,78 1.253.799,06 15.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 17.193,32 0,00 0,00 - 17.193,32 16.Sonstige Steuern 56.070,15 10.577,65 11.364,09 34.128,41 17.Jahresüberschuss 1.410.050,92 23.439,26 149.747,69 1.236.863,97 Nachrichtlich: Behandlung des Jahresüberschusses a] zur Einstellung in Rücklagen 1.119.418,34 b] zur Zuführung in den Sonderposten aus DSD-Überschüssen 17.193,32 c] zur Zuführung in den allgemeinen Haushalt 250.000,00 d] zur Zuführung in den Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüssen 23.439,26 [Anlage 2] Saubere Lösung Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 23 Lagebericht I. Geschäftsverlauf und Lage Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster sind seit 1996 eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt Münster entsprechend den Vorschriften der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden gemäß der Eigenbetriebsverordnung sowie nach den Bestim- mungen der Betriebssatzung für die Abfallwirtschafts- betriebe Münster geführt. Dem Eigenbetrieb einschl. etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe obliegen die Stadt- reinigung und Abfallwirtschaft (Sammlung, Transport, Verwertung und Entsorgung von Abfällen im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes, Aufstellung und Umsetzung des kommunalen Abfallwirtschafts- konzeptes) im gesamten Stadtgebiet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die strategische Ausrichtung der AWM durch organisatorische Maß- nahmen im Bereich des Betriebsmarketings (Neuaus- richtung des Kundenzentrums) und der Steuerung der betrieblichen Ebene im Bereich der Abfallabfuhr und Stadtreinigung (Neugliederung der Fachstellenleitungs- und Disponentenfunktionen, Einführung neuer Groß- revierstrukturen in der Stadtreinigung) weiter konkreti- siert. Das Hauptziel besteht in einer langfristigen Sicherung sozialverträglicher Gebühren für die hoheit- lichen Kernaufgaben Abfallentsorgung und Straßen- reinigung unter Beibehaltung bürgerorientierter Dienst- leistungsangebote mit dem hohen Qualitätsstandard der AWM. Der Eigenbetrieb orientiert sich umfassend an den vom Rat der Stadt Münster beschlossenen ökologischen Ziel- setzungen der Abfallwirtschaft sowie gleichermaßen an den Belangen der Nutzer/Gebührenzahler im Hin- blick auf die Gestaltung der Kosten-Nutzen-Relation des Leistungsangebotes. Diese Aufgabe konnte im Jahr 2008 erfolgreich erfüllt werden. Wesentliche längerfristige Verträge bestehen mit: - der REMONDIS GmbH & Co. KG sowie der Reiling MS Recycling GmbH über den Verkauf der von AWM be- reitgestellten Papier, Pappen und Kartonagen. Die Verträge laufen vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2009. - der REMONDIS GmbH & Co. KG über die Betreibung der MBRA. Der Grundvertrag wurde am 22.12.2000 abgeschlossen. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 10 Jahre nach förmlicher Abnahme der Anlage. - der Stadtwerke Münster GmbH über die allgemeine Stromlieferung und die Stromlieferung für die Sicker- wasserbehandlungsanlage. Diese Verträge wurden bis zum 31.12.2009 verlängert. - der Stadtwerke Münster GmbH über den Bau und Be- trieb der Bioabfallvergärungsanlage. Der Vertrag läuft vom 14.06.1996 bis zum 31.12.2016. - der Stadtwerke Münster GmbH über die Nutzung von Deponie- und Klärgas. - der Stadtwerke Münster GmbH über die Energieein- speisung aus der Photovoltaikanlage. II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und betriebsrelevante Marktentwicklungen Kommunale Altpapiersammlung in Haushalten und Gewerbe durch die AWM, Duale Systeme – Miterfas- sung der Verkaufsverpackungen aus Papier, Pappe, Kartonagen über das kommunale Sammelsystem Die Situation in Münster Die AWM waren für das Gebiet der Stadt Münster bis zum 30.06.2008 im Rahmen einer aus der Verpackungs- verordnung (VerpackV) abgeleiteten und seit mehr als 15 Jahren als regelmäßig verlängerte „vorläufige Beauf- tragung“ praktizierten Mitbenutzungvereinbarung der Leistungsvertragspartner der DSD GmbH für den Auf- gabenbereich Sammlung und Transport von Verkaufs- verpackungen aus Papier, Pappe und Kartonagen (PPK) in Münster. Die Papiererfassung der AWM in Münster wird durch 24 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung die AWM als erzeugernahe Sammlung über die gebüh- renfreie „Blaue Tonne“ für Haushalte und Gewerbebe- triebe sowie als dezentrale Sammlung über Großcon- tainer auf den AWM-Recyclinghöfen unter dem Regime der kommunalen Abfallsatzung praktiziert. Aufgrund der im Lagebericht 2007 bereits beschriebe- nen Marktsituation hat die DSD GmbH, wie von AWM befürchtet, nunmehr aus wirtschaftlichen Gründen das (Fort-) Bestehen eines Mitbenutzungsanspruchs abge- lehnt, obwohl die Stadt Münster den Anspruch der AWM auf Mitbenutzung der Einrichtungen zur PPK-Entsor- gung ausdrücklich schriftlich geltend gemacht hat. Seitens der DSD GmbH wurde bereits im Rahmen der bislang praktizierten „vorläufigen Beauftragung" zum 01.01.2008 eine 20 %ige Entgeltkürzung vorgenommen. Eine weitere Kürzung um ca. 15 % aufgrund von Lizenz- mengenveränderungen hatte die DSD GmbH für das Frühjahr 2008 bereits angekündigt. Im Rahmen des zuletzt einseitig vorgelegten Vertragsentwurfs fordert die DSD GmbH zusätzlich eine Erlösbeteiligung in Höhe von 50 %. Insgesamt summierten sich damit die Kür- zungen der Leistungsentgelte gegenüber dem Stand von Ende 2007 auf 50 – 65 %. Damit war dieses aus der Sicht der DSD GmbH nicht verhandelbare Angebot für die AWM nicht akzeptabel. Gleichwohl ist seitens AWM festzuhalten, dass auch nach Auslaufen der vorläufigen Beauftragung durch die DSD GmbH zum 30.06.2008 tatsächlich die Einrichtun- gen der AWM zur Erfassung von PPK-Abfällen weiterhin zur Erfassung der von DSD lizenzierten PPK-Verpackun- gen genutzt werden. Ein eigenes Erfassungssystem zur Entsorgung von PPK-Verpackungen wird von DSD im Gebiet der Stadt Münster nicht vorgehalten. Es war und ist allerdings auch unstreitig, dass die Etablierung eines getrennten Systems zur alleinigen Erfassung von Ver- packungen aus PPK weder zulässig noch sinnvoll ist. Die DSD GmbH ist gegenüber den Lizenznehmern und aus § 6 Abs. 3 VerpackV verpflichtet, die lizenzierten PPK-Verpackungen von den Verbrauchern zurückzuneh- men. Dieser Pflicht kommen die DSD GmbH derzeit durch eine faktische Mitbenutzung des bestehenden Entsorgungssystems in Münster nach. Die DSD GmbH ist und bleibt daher verpflichtet, nach § 6 Abs. 3 Satz 8 VerpackV für die Mitbenutzung dieser AWM-Entsorgungseinrichtungen ein angemessenes Entgelt zu zahlen. Praktische Auswirkungen Von der Auseinandersetzung zwischen der DSD GmbH und AWM über die finanzielle Einbeziehung der kom- munalen Altpapiererfassungssysteme (Blaue Tonne und Recyclinghöfe) sind in der Praxis weder die Bürgerinnen und Bürger noch die gewerblichen Kunden der AWM direkt betroffen. Die Leerung der Sammelbehälter er- folgt ebenso wie die Verwertung der erfassten Papier- mengen ohne Unterbrechung und über die gleichen Verwertungswege wie bisher. Wirtschaftliche Auswirkungen Die AWM vertreten die Auffassung, dass die PPK-Erfas- sungssysteme im Rahmen der gültigen Abstimmungs- vereinbarung zwischen der Stadt Münster als öffentlich- rechtlichem Entsorgungsträger und der DSD GmbH als Systemträger für die Erfassung von PPK-Verpackungen auch weiterhin von der DSD GmbH finanziell getragen werden müssen. Die AWM haben daher die Kanzlei Gassner, Groth, Siederer & Coll. aus Berlin beauftragt, die rechtlichen und finanziellen Interessen der Stadt Münster in dieser Angelegenheit gerichtlich durchzusetzen. In diesem Verfahren geht es sowohl um den Mitbenut- zungsanspruch im Grundsatz als auch um die Zahlungs- ansprüche der AWM als Aufwendungsersatzanspruch nach den Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag bzw. als Schadensersatzanspruch wegen Ver- letzung der gesetzlichen Mitbenutzungspflicht. Es bleibt in 2009 abzuwarten bzw. zu prüfen, ob und in welchem Umfang auf der Grundlage einer Gerichtsent- scheidung in dem v. g. Verfahren eine Verschiebung von Kostenanteilen in den Abfallgebühren bzw. bürgerfi- nanzierten Bereich der Abfallwirtschaft erfolgen darf bzw. muss. Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 25 Saubere Lösung III. Ertragslage Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr von 490 T€ auf 1.410 T€. Hauptursache für den Anstieg ist die Auflösung der Rückstellung für Gebührenüberschüsse (+ 771 T€). Aufgrund der Kostenunterdeckungen infolge von Einsparungen im Gebührenbereich wurde die Option, die Zinserträge (760 T€) des Geschäftsjahres 2008 bei der Gebührennachkalkulation nicht zu berücksichtigen, genutzt. Der überwiegende Teil des hieraus resultieren- den Jahresüberschusses soll insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Risikovorsorge zur Stärkung des ten- denziell zu niedrigen Eigenkapitals verwendet werden. Die Möglichkeiten, potentielle finanzielle Risiken ohne unmittelbaren Rückgriff auf die Stadt Münster auffan- gen zu können, werden so gestärkt. Daneben wirken sich die gesetzlichen Grundlagen zwi- schen der Gebührenkalkulation und den Ansätzen der Handelsbilanz in Höhe von 358 T€ (Vorjahr 278 T€), die Erträge aus Anlageabgängen in Höhe von 252 T€, Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von 17 T€ aus dem DSD-Bereich sowie die Überschüsse aus der Photovoltaikanlage in Höhe von 23 T€ erhöhend auf den Jahresüberschuss aus. Die Gesamterlössituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.477 T€ (3,36 %) verschlechtert. Die Erlös- reduzierung resultiert zum einen aus dem Mengen- rückgang im Bereich Deponieanlieferungen (Gewerbe- abfälle) in Höhe von 738 T€ (27,54 %) sowie der Situation im Bereich des Dualen Systems Deutschland, die zu einem Umsatzeinbruch in Höhe von 1.313 T€ (61,33 %) führte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in der Vergleichs- betrachtung zum Vorjahr um 994 T€ (53,63 %) gestie- gen. Im Wesentlichen ist dies auf eine höhere Auflö- sung von Rückstellungen aus Gebührenüberschüssen, auf höhere Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie auf höhere Erlöse im Be- reich von Schadensersatzleistungen zurückzuführen. Der Rückgang der Materialaufwendungen um 1.055 T€ im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der in 2007 einmalig gebildeten Rückstellung in Höhe von 600 T€ für ungewisse Verbindlichkeiten aus Nach- belastungen aus der Errichtung des biologischen Teils der MBRA sowie der Aufwandsminderung durch Ver- rechnung der Zuwendungsmittel des Landes für die MBRA für 2007 und 2008 in Höhe von insgesamt 440 T€. Die betriebsbedingten Aufwendungen reduzierten sich in 2008 um 297 T€ (5,13 %). Die Reduktion ist im Ver- gleich zum Vorjahr im Wesentlichen auf eine geringere Zuführung zu den Rückstellungen zurückzuführen. Die Personalaufwendungen stiegen um insgesamt 161 T€ (1,18 %). Ursächlich hierfür ist die Lohn- und Gehalts- steigerung in Höhe von 2,8 % sowie die Reduzierung von Sozialversicherungsbeiträgen. Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 43 T€ (1,14 %). Die Zinsaufwendungen konnten durch getilgte Darlehn um rd. 93 T€ (56,71 %) gesenkt und die Zinserträge auf- grund der positiven Zinsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 27 T€ (3,31 %) erhöht werden. IV. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5.161 T€ (6,64 %) verkürzt. Die Verkürzung der Bilanz- summe resultiert auf der Aktivseite aus der Verringe- rung des Anlagevermögens in Höhe von 290 T€, des Forderungsbestandes in Höhe von 2.106 T€ sowie des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstitu- ten um 2.816 T€. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital um 1.162 T€. Die Rücklagen der AWM haben sich gegenüber dem Vorjahr um die Gewinnzuführung (242 T€) des Jahres 2007 erhöht. Des Weiteren konnte der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 920 T€ erhöht werden. Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert auf der Passivseite der Bilanz vornehmlich aus um 3.482 T€ geringeren Rückstellungen. Insbesondere führte die Inanspruchnahme der Rückstellung für die Rekultivie- rung und Nachsorge der ZDM II und der Rückstellung aus Gebührenüberschüsse zur Reduzierung der sonsti- gen Rückstellungen. Des weiteren wurden die Verbind- 26 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung lichkeiten um 2.809 T€ reduziert. Die Abnahme der Ver- bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lässt sich mit der Tilgung eines Darlehns im Wirtschaftsjahr begrün- den. Aber auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten um 1.538 T€ reduziert werden. Mit der Stadt Münster besteht seit Januar 2003 eine sogenannte Cash-Pool-Management-Vereinbarung, mittels derer die Liquiditätsströme der Stadt und ihrer Beteiligungen optimiert werden. Im Rahmen dieser Ver- einbarung wurde den AWM ein unverändertes Kassen- kreditvolumen von 500 T€ eingeräumt. Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2008 bei 3.511 T€. Davon wurden 551 T€ in Anlagen der Stadtreinigung, 1.177 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 1.319 T€ in Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten inve- stiert. Der verbleibende Anteil entfällt in Höhe von 182 T€ auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, immaterielle Vermögensgegenstände, Finanzanlagen sowie in Höhe von 282 T€ auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die vorgenannten Investitionen wurden aus eige- nen Mitteln finanziert. Die Stabilität und Liquidität der AWM ist bei einer An- lagendeckung von 211 % vollständig durch mittel- und langfristig zur Verfügung stehendes Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Auch die Anlagendeckung durch Eigenkapital weist mit 30,16 % einen relativ hohen Wert auf. Die Liquidität II (kurzfristige Liquidität) beträgt am Bilanzstichtag 15.154 T€ und weist damit weiterhin eine hohe Überdeckung auf. Das kurzfristige realisierbare Schuldendeckungspoten- tial deckt in vollem Umfang das kurzfristige Fremdkapi- tal. Die Eigenkapitalquote beträgt – ohne Betrachtung des Sonderpostens aus DSD-Überschüssen – zum Bi- lanzstichtag 13,4 %, die kurzfristige Fremdkapitalquote 6,61 %. Die AWM waren und sind jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. V. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 2008 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss darge- stellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. VI. Risikomanagement Um bestehenden und möglichen Risiken für das Unter- nehmen frühzeitig und wirksam begegnen zu können, haben die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster im Jahr 2001 ein Risikomanagementsystem eingeführt. Dieses entspricht den Maßgaben des am 01. Mai 1998 in Kraft getretenen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie dem § 10 der mit Wirkung vom 24.11.2004 in Kraft getretenen EigVO NRW. Das Risikomanagement bei den AWM vollzieht sich in drei aufeinander aufbauenden Abschnitten, der Risiko- inventur, der Risikobewertung und der Risikofrüherken- nung und -handhabung. Zur Risikofrüherkennung wurden Kennzahlen definiert und Toleranzgrenzen festgelegt. Eine Schwellenwert- überschreitung ist in allen Fällen zurzeit nicht zu be- fürchten. Alle erkannten Risiken für das Unternehmen werden kontinuierlich beobachtet und bewertet. Der Risikobericht 2008/2009 ist erstellt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden keine neuen Risiken inventarisiert. Als wesentliche Risiken wurden identifiziert: - Änderung der Politik; - Änderung der Wettbewerbssituation; - Änderung der Rechtslage; - Strategische Ausrichtung geht nicht konform mit Rahmenbedingungen; - Es findet keine Marktbeobachtung statt; - Es liegt kein Leistungs- und Produkt-Portfolio vor; - Dienstleistungsvertrag enthält Rechtsfehler; Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss | 27 Saubere Lösung - Es kommt zu Haftpflichtschäden über 26 Mio. € Versicherungssumme; - Nicht versicherte Schäden auf dem Betriebshof; - Erstellung/Fortschreibung Abfallwirtschaftskonzept (AWK)/Abfallwirtschaftsplan (AWP); - Umsetzung des Abfallwirtschaftkonzeptes; - Korruption und Unterschlagung. Um mögliche aus den Risiken resultierende Schäden zu vermeiden, zu verringern oder zu kompensieren, sind geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen worden. VII. Prognosebericht Ausgangspunkt einer systematischen Beschäftigung mit dem Thema Qualität in der Leistungserbringung war 1997 die erstmalig durchgeführte Zertifizierung nach der Entsorgungsfachbetriebsverordnung. Die Re- zertifizierung erfolgte am 16.10.2008. Das Zertifikat ist gültig bis zum 04.03.2010. In 2002 kam die Zertifizierung nach dem Qualitätsma- nagementsystem DIN EN ISO 9001:2000 hinzu. 2005 wurde des Weiteren die Zertifizierung nach dem Um- weltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2004 vorgenommen. Durch diese Zertifizierungssysteme werden die Unternehmensprozesse der AWM mit der Zielsetzung einer hohen qualitativen Leistungserbrin- gung kontinuierlich einer objektiven Prüfung unterzo- gen. Das Zertifikat für das Qualitäts- und Umweltma- nagementsystem ist gültig bis zum 10.10.2010. Um den Arbeits- und Gesundheitsrisiken dauerhaft ent- gegenzuwirken sowie die Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes kontinuierlich zu verbessern und auch rechtssicher zu dokumentieren, wurde als vorerst letzter Baustein eines integrierten Managementsystems das Arbeitsschutz- managementsystem eingeführt. Die Erstausstellung des Zertifikats gemäß OHSAS 18001 datiert vom 12.09.2006. Die Rezertifizierung erfolgte im Oktober 2007 und ist gültig bis zum 30.06.2009. Neben den gebührenfinanzierten Betriebsbereichen haben die gewerblichen Geschäftsfelder der AWM eine finanziell und prozessual unterstützende Funktion: Sie tragen zur Minderung der Gebührenlasten im Bereich der privaten Haushalte bei. Gewerbliche Dienstleistun- gen in der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung müssen sich daher an ihrem wirtschaftlichen Erfolg und ihrem Potential, das hoheitliche Geschäft zu stützen, messen lassen, wobei (Markt-) Chancen und Risiken angemes- sen abgewogen werden. Um langfristige Effekte auf die Entwicklung der Abfall- und Straßeneinigungsgebühren einschätzen zu können, wird mit dem Wirtschaftsplan der AWM eine minde- stens fünfjährige Vorausschau aufgestellt. Die AWM sind sich in allen Dienstleistungsbereichen und Arbeitsprozessen ihrer umweltpolitischen und sozialen Verantwortung als öffentliches Unternehmen bewusst. Münster, den 31. März 2009 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Patrick Hasenkamp 28 | Geschäftsbericht 2008 | Jahresabschluss Saubere Lösung Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „ Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, Münster, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahres- abschluss und Lagebericht nach den deutschen han- delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden lan- desrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwor- tung der Betriebsleitung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch- führung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und § 106 GO NRW unter Beachtung der vom Insti- tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deut- schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab- schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmä- ßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver- mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertrags- lage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicher- heit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungs- handlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts- tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrund- sätze und der wesentlichen Einschätzungen der Be- triebsleitung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- abschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auf- fassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresab- schluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen ent- sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags- lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lage- bericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ver- mittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu- treffend dar.“ Essen, 5. Mai 2009 Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Mutig Wirtschaftsprüfer Janzen Wirtschaftsprüfer Bestätigungsvermerk Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster Telefon: 0251/6052 - 0 Telefax: 0251/6052 - 48 awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Recyclingpapier aus 100 % Altpapier X&Y Design | Münster Saubere Lösung
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Rösnerstraße 10
- Brüningheide
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0334/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 30.04.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37