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V/0267/2006

Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2005

Vorlage 03.05.2006

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 21.06.2006, TOP 11.1

Beschlussvorlage

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Jahresabschlussbericht_2005

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Beschlussvorlage

3824 Zeichen

V/0267/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
citeq 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 
31.12.2005 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
01.06.2006 Werksausschuss der citeq Vorberatung 
14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
21.06.2006 Hauptausschuss Vorberatung 
21.06.2006 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
Der Jahresabschluss der citeq zum 31.12.2005 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 
23.350.916,47 € und einem Jahresüberschuss von 2.324.470,94 € festgestellt. 
 
1. Der Jahresüberschuss 2005 in Höhe von 2.324.470,94 € wird wie folgt verwendet: 
• 384.701,12 € werden in eine Rücklage eingestellt 
• 1.939.769,82 €  werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. 
 
2. Dem Werksausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2005 Entlastung erteilt. 
 
 
 
 
Begründung: 
 
Die WIBERA Wirtschaftsberatung AG, Bielefeld, hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der 
Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des 
Kalenderjahres 2005 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der Betriebssatzung dem 
Werksausschuss sowie dem Rat vorzulegen. 
 
Zu 1. 
 
Jahresabschluss 2005
 
Die Gewinn- und Verlustrechung für das Kalenderjahr 2005 vom 01.01.2005 bis 31.12.2005 weist 
einen Jahresgewinn von 2.324.470,94 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl 
Vorlagen-Nr.: 
V/0267/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Boenigk 
Ruf: 
492 18 11 
E-Mail: 
boenigk@citeq.de  
Datum: 
10.04.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0267/2006 
• bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 364.655,45 € an die Kooperations-
partner gemäß der Öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat, 
• der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 248.764,35 € zugeführt 
wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre 
auch künftig abdecken zu können 
 
Lagebericht 2005 
Die WIBERA Wirtschaftsberatung AG hat festgestellt, dass der Lagebericht gemäß § 25 EigVO 
aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebe-
richt keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wecken. 
 
Prüfungsergebnis 
Die WIBERA Wirtschaftsberatung AG, Bielefeld, erteilt der citeq für das Kalenderjahr 2005 einen 
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wurde eine 
Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen: 
 
• Danach verpflichtet sich die Stadt Münster den Barwert der übertragenden Pensionslasten 
mit 5 % zu verzinsen (319.701,12 € für das Jahr 2005). 
• Ferner wurde zwischen der Stadt Münster und der citeq vereinbart, dass der Jahresüber-
schuss u. a. dafür verwendet wird, um jährliche Rücklagen in Höhe von 65.000,00 € für die 
Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel- und Telekommunikations-
vermögen einstellen zu können. 
 
Die citeq ihrerseits verpflichtet sich, 
• die Zinsen in Höhe von 319.701,12 €, 
• die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 572.992,00 €,  
• die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 248.764,35 €  
in einen vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds einzuzahlen. 
 
Die Altersteilzeitrückstellungen wurden in 2005 erstmals teilweise aufgelöst. 
 
Der Restüberschuss in Höhe von 1.939.769,82 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. 
 
 
Zu 2. 
 
Dem Werkausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2005 Entlastung erteilt. Die Entlastung 
des Werkleiters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO in der nächsten Sitzung des Werksausschusses. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Dr. Heinrichs 
 
 
 
Anlagen: 
Jahresabschluss

Jahresabschlussbericht_2005

65332 Zeichen

Jahresabschluss | Lagebericht 
Geschäftsjahr 2005

- 
 
Herausgeberin 
Stadt Münster 
citeq 
Scheibenstraße 109 
48153 Münster 
 
April 2006

Inhalt 
 
 
Jahresabschluss 
 
  
  
 Seite  
Bilanz  4 
  
Gewinn- und Verlustrechnung  6 
  
Anhang  7 
Anlage:  
Anlagennachweis 14  
  
Lagebericht 15

citeq 
Bilanz zum 31.12.2005 
Bilanz   - 4 - 
 
 
A K T I V S E I T E       31.12.2005   31.12.2004 
            EUR EUR   EUR 
          
A.  ANLAGEVERMÖGEN       
          
 I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 
     
  1.  Software   2.267.353,00    2.291.979,00  
  2.  Geleistete Anzahlungen  298.306,52    304.599,24  
        2.565.659,52   2.596.578,24  
          
 II. SACHANLAGEN       
  1.  Fahrzeuge    51.213,00    18.560,00  
  2.  Betriebs- u. Geschäftsausstattung 6.895.750,00    7.285.152,00  
  3.  Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00    12.874,28  
        6.946.963,00   7.316.586,28  
 III.  FINANZANLAGEN       
  1.  Wertpapiere des Anlagevermögens  4.286.361,86   2.154.351,62  
          
B.  UMLAUFVERMÖGEN       
          
 I. VORRÄTE        
  1.  Betriebsstoffe   91.246,88   95.527,35  
          
 II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE      
  VERMÖGENSGEGENSTÄNDE      
  1.  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 170.313, 72    331.750,25  
   davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr     
   31.12.2005 0,00 €       
   31.12.2004 0,00 €       
  2.  Forderungen an die Stadt  8.524.051,18    8.353.002,70  
   davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr     
   31.12.2005 6.394.022,36 €       
   31.12.2004 6.379.361,36 €       
  3.  Sonstige Vermögensgegenstände 3.188,00    2.942,59  
   davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr      
   31.12.2005 256,00 €       
   31.12.2004 1.024,00 €    8.697.552,90   8.687.695,54  
          
C.  RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   763.132,31   717.743,02  
          
       23.350.916,47   21.568.482,05

Bilanz 
      - 5 - 
 
 
P A S S I V S E I T E 
    31.12.2005   31.12.2004 
            EUR EUR   EUR 
A. 
 EIGENKAPITAL       
          
 I. STAMMKAPITAL 
   200.000,00   200.000,00  
 II. RÜCKLAGEN       
 1. Allgemeine Rücklage   2.129.341,39   1.745.373,32  
 III.  GEWINN        
  Gewinn des Vorjahres  1.610.426,20     
  Verwendung für      
  Zuführung zur allgemeine Rücklage  - 383.968,07     
  Abführung an den Haushalt  - 1.226.458,13     
    0,00     
  Jahresgewinn   2.324.470,94   1.610.426,20  
     4.653.812,33   3.555.799,52  
          
B.  SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN      
 DER ÖFFENTLICHEN HAND    34.360,00   57.888,68  
          
C.  RÜCKSTELLUNGEN       
          
 1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpfli chtungen 10.024.124,75    9.202.368,40  
 2. Steuerrückstellungen  54.354,39    32.501,39  
 3. Sonstige Rückstellungen  852.939,90    1.029.026,44  
       10.931.419,04   10.263.896,23  
D.  VERBINDLICHKEITEN       
          
 1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 92.274,46     65.201,33  
 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  531.110,99    324.965,42  
  davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr     
  31.12.2005 531.110,99 €       
  31.12.2004 324.965,42 €       
 3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 5.669.797, 27    5.725.798,45  
  davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr     
  31.12.2005 5.417.219,09 €       
  31.12.2004 5.370.961,89 €       
 4. Sonstige Verbindlichkeiten  1.438.142,38    1.574.932,42  
  davon        
 a) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr     
  31.12.2005 1.438.142,38 €       
  31.12.2004 1.574.932,42 €       
 b) aus Steuern      
  31.12.2005 35.054,60 €       
  31.12.2004 27.134,80 €       
       7.731.325,10   7.690.897,62  
       23.350.916,47   21.568.482,05

Gewinn- und Verlustrechnung 
  - 6 - 
 
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 
 
     2005 2005  2004 
     EUR EUR  EUR 
1. Umsatzerlöse   19.134.978,95    16.976.909,23  
 ./. Rückerstattung ÖrV   -364.655,45    -629.230,57  
     18.770.323,50    16.347.678,66  
         
2. Sonstige betriebliche Erträge  154.004,84 
   74.328,38  
         
      18.924.328,34   16.422.007,04  
         
3. Materialaufwand       
 a) 
 Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-      
  stoffe und für bezogene Waren  183.354,96    117.997,44  
 b)  Aufwendungen für bezogene Leistungen   4.207.232,40    3.664.748,27  
         
4. Personalaufwand       
 a) 
 Löhne und Gehälter   4.567.074,74    4.318.342,60  
 b)  soziale Abgaben und Aufwendungen für      
  Altersversorgung und für Unterstützung  1.722.380 ,05    1.707.612,89  
  davon für Altersversorgung:      
  2005: 1.122.138,78 €
      
  2004: 1.030.087,64 €       
         
5.      
      
 
Abschreibungen auf immaterielle Vermö- 
gensgegenstände des Anlagevermögens 
und Sachanlagen  4.355.678,38 
   3.431.460,31  
         
6. 
Erträge aus der Auflösung des Sonderpos- 
tens aus Zuschüssen der öffentlichen Hand  0,00 
   28.377,32  
       
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen  1.919.446,15     1.952.451,83  
         
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge  515.113,94  
   504.834,50  
         
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen  136.992,88 
   144.115,44  
         
      16.577.045,62   14.803.516,96  
         
10. Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.34 7.282,72   1.618.490,08  
         
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  21.853,00    7.232,65  
         
12.
 Sonstige Steuern   958,78    831,23  
      22.811,78    8.063,88  
         
13. Jahresgewinn    2.324.470,94   1.610.426,20  
 
Nachrichtlich: 
Behandlung des Jahresgewinns 
Zur Einstellung in Rücklagen 384.701,12 EUR 
Zur Abführung an den Haushalt der Stadt Münster 1.939.769,82 EUR

bericht 
 
Anhang 
      - 7 - 
 
I. Angaben zur Form und Darstellung 
von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlust- 
rechnung 
Der Jahresabschluss wurde gemäß den gelten- 
den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung 
(EigVO NW) aufgestellt. 
Die Wertansätze der Jahresabschlussbilanz zum 
31.12.2004 wurden unverändert übernommen. 
II. Erläuterungen zu den Positionen von 
Bilanz sowie Gewinn- und Verlust- 
rechnung bezüglich Ausweis, Bilanzie- 
rung und Bewertung 
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 
Die immateriellen Vermögensgegenstände und 
Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- 
oder Herstellungskosten bewertet. 
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem 
Nettoanschaffungswert bis 410,00 Euro werden 
ab dem 01.01.2005 als Trivialsoftware im Jahr der 
Anschaffung vollständig abgeschrieben. 
Es wurde die lineare und die degressive Ab- 
schreibungsmethode unter Zugrundelegung der 
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewen- 
det. Es wurde grundsätzlich pro rata tempore 
abgeschrieben, geringwertige Vermögensgegens- 
tände wurden voll abgeschrieben. 
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu 
Anschaffungskosten bewertet. 
Die Vorräte wurden durch körperliche Be- 
standsaufnahme ermittelt und unter Beachtung 
des Niederstwertprinzips bewertet. 
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstän- 
de sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung 
des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. 
Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versi- 
cherungsmathematisch ermittelten Barwert unter 
Berücksichtigung der Generationentafel von Dr. K. 
Heubeck, Köln 2005, angesetzt; es wurde ein 
Rechnungszinsfuß von 6 % zu Grunde gelegt.  
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle 
erkennbaren Risiken und sind grundsätzlich mit 
dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger 
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach 
versicherungsmathematischen Grundsätzen er- 
mittelt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Ge- 
nerationentafeln von Dr. K. Heubeck, Köln 2005; 
es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,5 % zu 
Grunde gelegt. 
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach 
versicherungsmathematischen Grundsätzen er- 
mittelt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,5 % 
zu Grunde gelegt. 
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbe- 
trag ausgewiesen. 
b) Angaben zu Positionen der Bilanz 
Aktivseite 
Anlagevermögen 
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im 
beigefügten Anlagennachweis (Anlage 1) gezeigt. 
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2005 bei 
6.160.305,40 €. 
 Die Investitionen setzen sich wie 
folgt zusammen:  
 
Bezeichnung Investitionen 
2005 in € 
Investitionen 
2004 in € 
Investitionen 
2003 in € 
EDV-Software 737.074,23 1.484.117,19  725.339,30  
Geleistete Anzahlung für SW 113.179,32 97.045,24  222.254,68  
PKW 42.733,60 21.666,58  0,00  
Technische Ausstattung 6.199,60 631.438,50  16.180,00  
Mobiliar 17.701,84 44.454,26  117.434,95  
Sonstiges Inventar 3.480,00   
Rechnersysteme 1.684.694,08 1.316.697,50  2.464.412,44  
Monitore 249.028,91 271.880,47  183.893,90  
Drucker, Plotter, Scanner 219.750,32 294.440,72  162.546,33  
Sonstige DV-Peripheriegeräte 177.890,86 112.762,83  82.069,24  
Router, Hub, Switch 7.690,39 67.083,33  173.074,16  
DV-Netzkomponenten 1.755,08 229.338,96  562.563,21  
TK-Anlagen, Komponenten, 44.442,37 218.050,49  15.223,44  
Telefax 0,00 0,00  742,32  
GWG 722.674,56 124.128,75  171.227,29  
Anlagen im Bau 0,00 12.874,28  0,00  
Finanzanlagen 2.132.010,24 316.888,37  1.837.463,25  
 
Summe 6.160.305,40 5.242.867,47  6.734.424,51  
 
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im 
Wesentlichen technisch und wirtschaftlich optimal 
genutzt werden. Im Sinne einer sicheren Bewälti-

bericht 
 
Anhang 
      - 8 - 
 
gung der Aufgabenstellung sind sie zur Zeit aus- 
reichend dimensioniert. 
Umlaufvermögen 
Die Forderungen an die Stadt Münster  belaufen 
sich auf 8.524.051,18 
 € Darin enthalten sind For- 
derungen aus der gestundeten Abgeltung für ü- 
bernommene, laufende und zukünftige Pensions- 
verpflichtungen von der Stadt Münster bei Eigen- 
betriebsgründung in Höhe von 6.394.022,36 €
 
sowie kurzfristige Geldanlagen aus dem ÖrV-
Bereich (s. a. Gegenposten unter „sonstige Ver- 
bindlichkeiten“) in Höhe von 1.212.628,70 €, die 
Rücklage des ÖrV-Bereichs in Höhe von 
385.000,00 € sowie Forderungen aus Lieferungen 
und Leistungen in Höhe von 478.345,99 €. 
 
Passivseite 
Eigenkapital 
Stammkapital 
Nach § 12 der Satzung der citeq beträgt das 
Stammkapital 200.000,00 €. 
Rücklagen 
Die Partnerstädte und Gemeinden im Rahmen der 
öffentlich-rechtlichen Vereinbarung stellten der 
citeq eine Rücklage zur Verfügung, die dazu be- 
stimmt ist, Verluste aus der Neuentwicklung oder 
wesentlichen Änderungen des IT-Angebotes zu 
decken. 
Ferner wurden aus den Jahresgewinnen 2001 bis 
2004 Dotierungen vorgenommen. 
Gewinn 
Der Jahresgewinn der citeq beläuft sich auf 
2.324.470,94 €. 
 
Sonderposten 
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüs- 
sen der öffentlichen Hand erfolgt analog zur Ab- 
schreibung der bezuschussten Anlagegüter. 
 
Rückstellungen 
Die Entwicklung der Rückstellungen  ist der fol- 
genden Tabelle zu entnehmen: 
 
 
 01.01.2005 
€ 
Zuführung 
€ 
Entnahme 
€ 
Auflösung  
€ 
31.12.2005 
€ 
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen   
Pensionsrück- 
stellung 
8.241.850,00 766.091,85 193.099,85 0,00 8.814.842,00 
Rückstellung für 
Beihilfeverpflich- 
tung 
960.518,40 260.672,84 11.908,49 0,00 1.209.282,75 
Summe Pensi- 
onsrückstellun- 
gen und ähnli- 
che Verpflich- 
tungen 
9.202.368,40 1.026.764,69 205.008,34 0,00 10.024.124,75 
Sonstige Rückstellungen   
Urlaub und 
Überstunden 319.488,77 
 313.431,21  319.488,77  0,00  313.431,21  
Altersteilzeit 285.366,00  36.078,00  58.694,00  0,00  262.750,00  
Ausstehende 
Rechnungen 393.622,42 
 225.221,56  361.850,59  10.783,95  246.209,44  
Jahresab- 
schluss 25.000,00 
 25.000,00  24.946,23  53,77  25.000,00  
Prozesskosten 5.549,25 0,00 0,00 0,00 5.549,25 
Summe 
Sonstige 
Rückstellun- 
gen 
1.029.026,44  599.730,77  764.979,59  10.837,72  852.939,90  
Gesamt-
summe 10.231.394,84  1.626.495,46  969.987,93  10.837,72  10.877.064,65  
 
Verbindlichkeiten 
Die Verbindlichkeiten  sind zum Rückzahlungs- 
betrag ausgewiesen. 
Die erhaltenen Anzahlungen  betragen 
92.274,46  € für Leistungen, die in 2006 erbracht 
werden. 
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 
Leistungen  belaufen sich auf 531.110,99  €. 
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 
Münster  belaufen sich auf 5.669.797,27  €. Davon 
betreffen 4.321.201,50  € Bankverbindlichkeiten 
auf Konten, die von der Stadtkasse für die citeq 
geführt werden, 354.836,56 €
 für ein inneres Dar- 
lehen bei der Stadt Münster und 175.034,63 € 
Leistungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs. 
 
Die sonstigen Verbindlichkeiten  in Höhe von 
1.438.142,38  € enthalten im Wesentlichen Ver- 
bindlichkeiten 
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt 
Münster) 
 in Höhe von  1.402.249,52 €  (darin 
enthalten sind 1.212.628,70 €  aus kurzfristi- 
gen Geldanlagen und 189.620,82 € Leis- 
tungsentgeltrückerstattung an Kunden des 
ÖrV-Bereichs) und

bericht 
 
Anhang 
      - 9 - 
 
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von  
35.054,60  €. 
Für die Verbindlichkeiten bestehen die fol- 
genden Restlaufzeiten:  
  davon mit einer Laufzeit 
Verbindlichkeiten 
 
Gesamt 
T€ 
bis 1 Jahr 
T€ 
über 5 Jahre 
T€ 
Erhaltene Anzahlungen 92 92 0  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 
und Leistungen 
531 531 0
 
Verbindlichkeiten gegenüber der 
Stadt Münster 
5.670 5.417 0
 
Sonstige Verbindlichkeiten 1.438 1.438 0  
Gesamt 7.731 7.478 0 
 
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und 
Verlustrechnung 
Die Umsatzerlöse  der citeq wurden durch Erträge 
mit Einrichtungen der Stadt Münster, mit Koopera- 
tionspartnern und Dritten aus 
• Bereitstellung von Hard- und Software, 
• Bereitstellung des Datennetzes, 
• gesondert abzurechnenden Dienstleistungen,  
• Schulungen sowie 
• sonstigen privatrechtlichen Leistungsentgel- 
ten  
 
erzielt. 
 
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für 
die Stadt Münster erbracht: 
 
Leistung Durchschnitt 
(Anzahl) / 
Abrechnung 
2005 
Durchschnitt 
(Anzahl) / 
Abrechnung 
2004 
Durchschnitt 
(Anzahl) / 
Abrechnung 
2003 
Bereitstellung von Zentralein- 
heiten (PC, Notebooks) 2.872 2.772 2.738 
Bereitstellung von Monitoren 
und Beamern 2.671 2.614 2.552 
Bereitstellung von Druckern / 
Plottern 1.299 1.284 1.216 
Bereitstellung von Scannern 185 161 152 
Bereitstellung von Sicherungs- 
systemen 22 24 28 
Bereitstellung von Telefaxgerä- 
ten 280 251 234 
Bereitstellung von Telefongerä- 
ten / -einrichtungen 3.224 2.998 2.892 
Internet / Intranet Pauschal Pauschal Pauschal 
Überlassung Softwareprodukte Pauschal Pauschal Pauschal 
 
Gesamterträge hierzu 7.852.521,49 € 7.603.225,91 € 7.762.704,31 € 
 
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für 
den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster 
erbracht: 
 
Leistung Durchschnitt 
(Anzahl) / 
Abrechnung 
2005 
Durchschnitt 
(Anzahl) / 
Abrechnung 
2004 
Bereitstellung von Zentralein- 
heiten (PC, Notebooks) 1.461 506 
Bereitstellung von Monitoren 
und Beamern 1.239 475 
Bereitstellung von Druckern / 
Plottern 310 131 
Bereitstellung von Scannern 85 33 
Bereitstellung von sonstigen 
Gerätetypen 15 3 
Schulungen Preisliste Preisliste 
Einrichtung der Anlagen Nach Aufwand  Nach Aufwand 
 
Gesamterträge hierzu 
 
1.714.683,93  € 
 
1.075.756,04 €

bericht 
 
Anhang 
      - 10 - 
 
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen 
der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte 
erbracht: 
Aufgabenbereich 
2005 
Umsatzanteil 
2005 
Umsatzanteil 
2004 
Umsatzanteil 
2003 
Zentrale Verwaltung (KSD) 0,03%  0,16%  0,53%  
Personalwesen 5,19%  6,81%  5,55%  
Statistik und Wahlen 1,97%  2,28%  0,03%  
Kämmerei (Kosten- und Leis- 
tungsrechnung, Haushaltswesen, 
-überwachung, SAP) 
23,04%
 13,18%  12,44%  
Kasse  (Kassenwesen, FAD, 
Allgemeines Veranlagungswesen, 
Verwaltungsvollstreckung) 
9,47%
 11,17%  14,07%  
Steuern 7,49%  10,15%  11,02%  
Sicherheit und Ordnung ( Aus- 
länderwesen, Verkehrsordnungs- 
widrigkeiten, Veterinärangelegen- 
heiten, Ordnungsangelegenheiten, 
Führerscheinwesen) 
8,72% 
 9,01%  10,08%  
Einwohner- und Meldewesen 6,16%  6,95%  7,48%  
Feuerschutz (Krankentransport) 0,74%  0,17%  0,22%  
Büchereiwesen 0,11%  0,07%   
Weiterbildung 0,01%  0,01%   
Musikschulwesen 0,00%  0,07%  0,08%  
Soziales (Sozialwesen, Über- 
gangsheime, BaföG) 
6,50%  6,15%  6,48%  
Jugend (Mündelgeld, Kostener- 
mittlung Kindergärten, Kindergar- 
tenverfahren, Jugendamtsverfah- 
ren) 
0,46% 
 0,51%  0,65%  
Gesundheitswesen 0,22%  0,04%   
Bauverwaltung 0,51%    
Vermessung und Kataster 1,45%  1,97%  1,97%  
Bauordnung 0,09%  0,07%   
Wohnungsförderung ( Woh- 
nungswesen, Fehlbelegungsab- 
gabe) 
0,42% 
 0,25%  0,45%  
Hochbau 0,02%  0,13%   
Tiefbau (Fäkalschlammentsor- 
gung)  
0,32%  0,23%  0,19%  
Friedhofswesen 0,06%  0,07%   
Wirtschaftliche Betätigung 
(Virenschutz, Datenbanken, 
IMSWare) 
4,98% 
 4,79%  0,67%  
Bereitstellung Server 0,11%  0,07%  0,08%  
Betrieb, Unterhaltung von 
Netzen 
(Allgemeine Leistungen, Abruf von 
Leistungen, Anbindung von 
Nebenstandorten) 
8,16% 
 9,25%  9,45%  
Dienste 
(Internet-Server/Nutzer, Internet-
Leistungen nach Angebot, 
Redaktionssystem, E-
Government) 
5,84% 
 7,11%  7,79%  
Dienstleistung / Betreuung 
(Betreuung fremder Systeme, 
Arbeitsstunden / Rechenzeit, 
Datensicherung, digitale Archivie- 
rung) 
2,51% 
 3,30%  3,68%  
Schulungen 0,01%  0,01%  0,01%  
Pauschalen 
(Einwohnerpauschale u. a.) 
5,41% 
 6,03%  7,08%  
IT-Management für Schulen    
Sonderarbeiten    
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00% 
 
Zusammenstellung der Erträge 
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preis- 
verzeichnis abgerechnet. 
 
Erträge Erträge Erträge Leistung 
2005 in € 2004 in € 2003 in € 
Dienstleistungen ausschließlich 
für die Stadt Münster 7.852.521,49 7.603.225,91 7.762.704,31 
Dienstleistungen ausschließlich 
für den Bereich Medienentwick- 
lungsplan der Stadt Münster 
1.714.683,93 1.075.756,04 567.116,40 
Dienstleistungen für die Koopera- 
tionspartner (Anteil Stadt Müns- 
ter) 
4.354.933,51 3.548.529,66 2.848.290,29 
Dienstleistungen für die Koopera- 
tionspartner /(Dritte) 5.091.142,28 4.679.093,39 4.355.160,50 
Sonstige Leistungen (Veranstal- 
tungen, Schulungen, Beraterleis- 
tungen, kurzfristige Ausleihen von 
Hardware) 
121.697,74 70.304,23 73.495,05 
Leistungsentgeltrückerstattung an 
die Kooperationspartner 
-364.655,45 -629.230,57 -300.074,89 
Umsatzerlöse gesamt 18.770.323,50 16.347.678,66 15.306.691,66 
Sonstige betriebliche Erträge 
(Veräußerung von Anlagevermö- 
gen, Versicherungserstattungen, 
Auflösung Sonderposten) 
154.004,84 102.705,70 150.887,11 
Finanzerträge 515.113,94  504.834,50 541.159,26 
Erträge gesamt 19.439.442,28 16.955.218,86 15.998.738,03 
 
Die sonstigen betrieblichen Erträge  enthalten 
im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung 
von beweglichen und immateriellen Vermögens- 
gegenständen des Anlagevermögens, Versiche- 
rungserstattungen sowie Erträge aus der Auflö- 
sung des Sonderpostens aus Zuschüssen der 
öffentlichen Hand (24.396,36 €) (2004: eigene 
Position in der GuV). 
Die Materialaufwendungen  betreffen im Wesent- 
lichen Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe, 
für bezogene Waren sowie für die Unterhaltung 
und Miete der Betriebs- und Geschäftsausstat- 
tung, der immateriellen Vermögensgegenstände 
und für Datenleitungen. 
Die Personalaufwendungen  setzen sich aus den 
Regelzahlungen, Sonderzuwendungen, Urlaubs- 
geldern, Beihilfen, Versorgungsaufwendungen 
sowie vermögenswirksamen Leistungen zusam- 
men. Für die Angestellten und Arbeiter enthalten 
sie zusätzlich die Beiträge zu den Versorgungs- 
kassen, Beiträge zur gesetzlichen Sozialversiche- 
rung und pauschalierte Lohnsteuern. 
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen  
betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für 
Verwaltungsleistungen der Stadt Münster, sonsti-

bericht 
 
Anhang 
      - 11 - 
 
ge Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen, 
Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto. 
Angaben zum Jahresergebnis 
Die citeq deckt die entstehenden Kosten durch 
Leistungsentgelte. Die citeq erstrebt keinen Ge- 
winn. 
Das Wirtschaftsjahr 2005 ergab einen Jahresge- 
winn in Höhe von 2.324.470,94 € 
 
Kennzahlen zur Erfolgsanalyse  2005 2004 2003 
Umsatzerlöse T €  18.770  16.348  15.307  
Veränderungsrate %  14,8  6,8  2,6  
Materialaufwand T €  4.391  3.783  3.049  
Materialaufwandsquote %  23,4  23,1  19,9  
Personalaufwand T €  6.289  6.026  5.859  
Personalaufwandsquote %  33,5  36,9  38,3  
Mitarbeiter An- 
zahl  115  110  103  
Jahresgewinn T €  2.324  1.610  1.770  
 
Personalausstattung 
In der citeq waren in 2005 durchschnittlich be- 
schäftigt: 
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt 
(ohne 
Azubis) 
nachrichtl.: 
Azubis 
31.03.2005 51  56  107 5 
30.06.2005 51  59  110 5 
30.09.2005 50  58  108 6 
31.12.2005 51  58  109 6 
Durchschnitt 51  58  109 6 
 
Die citeq ist als Teil der Stadt Münster Mitglied der 
Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfa- 
len-Lippe (ZKW). Das Mitgliedsverhältnis ist ein 
privatrechtliches Versicherungsverhältnis zwi- 
schen dem Arbeitgeber und der ZKW. Die ZKW 
hat die Aufgabe, durch Versicherung den Be- 
schäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alter s, 
Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversor- 
gung nach Maßgabe der Satzung und der dazu 
erlassenen Durchführungsvorschriften zu gewäh- 
ren.  
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen 
und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse 
sowie die Versicherungsleistungen richten sich 
nach den Bestimmungen des Tarifvertrages über 
die zusätzliche Altersversorgung der Beschäftig- 
ten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV 
– (ATV-K vom 01.03.2002). 
Der Umlagesatz für 2005 beträgt 4,5 %, das Sa- 
nierungsgeld beträgt 2,0 %. Bemessungsgrundla- 
ge waren die Löhne und Gehälter 2005. Die Ar- 
beitgeberaufwendungen für die ZKW betrugen 
146.836,09 €. 
 
Einzelheiten und Berichterstattung zum Per- 
sonalaufwand 
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Auf- 
wandskomponenten geht aus der nachfolgenden 
Übersicht hervor: 
 
Die Leistungen der citeq werden erbracht von 
insgesamt 109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 
(einschließlich 5 überplanmäßig befristet beschäf- 
tigten Personen) sowie 6 Auszubildenden. Die 
Organisation der citeq ist aus dem Organigramm 
– Anlage 2 – ersichtlich. 
 
Beamte 
Grundlage für die Besoldung der Beamten war 
das Bundesbesoldungsgesetz in der jeweils gülti- 
gen Fassung. 
 
Personalaufwand 2005 
in € 
2004 
in € 
2003 
in € 
Beamtenbezüge 2.278.695,82  2.226.041,49 2.122.481,67 
Gehälter 2.293.720,40  2.077.045,30 1.855.078,47 
Löhne 716,08  9.998,06 50.947,15 
Dienstaufwendungen für 
sonstige Beschäftigte 0,00 
 3.605,52 15.029,02 
Veränderung Urlaubs- u. 
Überstundenrückstellung 
-6.057,56  1.652,23 33.438,08 
Zwischensumme 4.567.074,74  4.318.342,60 4.076.974,39 
Soziale Abgaben und Aufwen- 
dungen für Altersversorgung 
und für Unterstützung 
1.722.380,05 
 1.707.612,89 1.781.818,32 
davon für Altersversorgung 1.122.138,78  1.030.087,64 1.135.174,58 
Gesamtsumme 6.289.454,79  6.025.955,49 5.858.792,71

bericht 
 
Anhang 
      - 12 - 
 
Beschäftigte 
Die Grundlagen für Vergütung (Vergütungstarif- 
vertrag Nr. 35 zum BAT) und Löhne (Monatslohn- 
tarifvertrag Nr. 29 zum BMT-G) galten bis zum 
30.09.2005. Seit dem 01.10.2005 gilt für alle Be- 
schäftigten (früher Angestellte und Arbeiter) der 
Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) 
vom 13.09.2005. Alle am 30.09.2005 Beschäftig- 
ten wurden zum 01.10.2005 auf den TVöD über- 
geleitet. Statt Vergütung und Lohn wird einheitlich  
Entgelt gezahlt. 
 
Aus- und Fortbildung 
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich 
weitergebildet, um den Anforderungen gewachsen 
zu sein. Insgesamt wurden dafür 111.236,27 € 
aufgewandt.  
 
d) Ergänzende Angaben 
Zusammensetzung der Organe und Aufwen- 
dungen für Organe 
Alleiniger Werkleiter ist Herr Rolf Tewes. 
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe 
der Gesamtbezüge der Werkleitung verzichtet. 
Für ein ehemaliges Mitglied der Werkleitung und 
eine Hinterbliebene wurden an Pensionen 
73.315,51 €
 aufgewendet. Für beide Personen 
bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 
789.198,00  € 
Eine Informations- und Entscheidungspflicht 
der citeq besteht gegenüber folgenden Gre- 
mien: 
Werksausschuss der citeq 
Der Werksausschuss wurde im Jahr 2005 in 4 
öffentlichen und 4 nicht-öffentlichen Sitzungen 
von der Werkleitung über die Entwicklung der 
citeq und alle wichtigen Angelegenheiten unter- 
richtet. Dabei hat er Entscheidungen im Rahmen 
seiner Zuständigkeiten getroffen. 
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder 
des Werksausschusses sind sämtlich in Münster 
wohnhaft. 
Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zu- 
sammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):  
 
Ordentliche Mitglieder  
Ratsmitglieder bzw. Sachkun- 
dige Bürger/innen 
Stellvertretende Mitglieder 
 
1. RH Stefan Weber, selbst. 
EDV-Berater 
    (Vorsitzender) 
1. RH Frank Baumann, Online 
Designer 
2. RF Marliese Kosmider, 
Oberstudienrätin 
    (Stellvertr. Vorsitzende) 
2. RH Georg Berding, Schullei- 
ter 
3. RF Helga Welker, Notarsek- 
retärin 
3. Renate Buschermöhle, 
kaufm. Angestellte 
4. Christian Moll, Geschäftsfüh- 
rer 
4. RH Rolf Klein, Systemanaly- 
tiker 
5. RH Moritz von Schmeling, 
Student 
5. RH Alexander Bercht, Stu- 
dent 
6. Uwe Buddelmeyer, Unter- 
nehmensberater 
6. Clemens Kraus, Systemad- 
ministrator 
7. Jürgen Lemke, Dozent für 
Medientechnik 
7. Otto Reiners, Organisations- 
berater  
  
Beratendes Mitglied gem. § 58 
Abs. 1 S. 7 GO NRW 
 
8. Andreas Glaeser, System- 
techniker und -administrator 
8. Karl-Heinz Henrichmöller, 
Versicherungskaufmann i. R. 
9. Arne Reuter, Unternehmer 9. Dieter Sumbeck, Archit ekt 
 
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für 
den Werksausschuss: 
Bürgermeister Gottschling, Havixbeck, und Bür- 
germeister Borgmann, Lüdinghausen. 
 
Zentralausschuss 
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wich- 
tigen Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u. 
a. über Umlagen, Produkte und deren Preise. Er 
hat im Jahr 2005 zweimal getagt. 
Mitglieder  
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen 
der öffentlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten  
Kooperationspartner (Stimmanteil in Höhe des  
Finanzierungsanteils des Vorjahres). 
 
Arbeitsausschuss 
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen 
die Beschlüsse und Empfehlungen des Zentral- 
ausschusses vor. Er hat im Jahr 2005 zweimal 
getagt.

bericht 
 
Anhang 
      - 13 - 
 
Mitglieder  
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zu- 
ständigen Organisationseinheit der Kooperations- 
partner. 
 
Arbeitskreise 
Für verschiedene Anwendungen sind Arbeitskrei- 
se gebildet worden, die sich in unregelmäßigen 
Abständen, je nach fachlichen Anlässen, treffen. 
Mitglieder  
Vertreter/-innen aus den Fachämtern der Nutzer 
der jeweiligen Anwendung . 
 
Die citeq kooperiert mit verschiedenen Unterneh- 
men, aber insbesondere mit den kommunalen 
Datenzentralen innerhalb der Vereinigung „KDN - 
Dachverband kommunaler IT-Dienstleister“. 
 
Münster, den 23.03.2005 
 
citeq 
Rolf Tewes

Anlagennachweis 
         - 14 - 
 
Anlagennachweis  
der citeq - Informations-Technologie für Kommunen 
Anlage 1  
Posten des Anlagever- 
mögens 
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen   Kennzahlen 
  Anfangsbe- 
stand 
01.01.2005 
Zugang 2005 Abgang 2005 Umbu- 
chungen 
Endstand 
31.12.2005 
Anfangsbe- 
stand 
01.01.2005 
Zugang (d.h. 
Abschrei- 
bungen im 
WJ 2005) 
Abgang (d.h. 
angesam- 
melte Ab- 
schreibun- 
gen auf die 
in Spalte 4 
ausgewiese- 
nen Beträge)  
Endstand 
31.12.2005 Restbuch- 
werte am 
Ende des WJ  
Restbuch- 
werte am 
Ende des 
vorange-
gangenen 
WJ 
Durch- 
schnittl. 
Ab-
schrei- 
bungs-
satz 
Durch-
schnittl. 
Rest-
buch-
wert 
  € € € € € € € € € € € v.H. v.H. 
 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 
               
I. Immaterielle Vermögensgegenstände             
1. Software 7.436.008,37 737.074,23 35.168,11 119.472,04 8.257.386,53 5.144.029,37 880.425,27 34.421,11 5.990.033,53 2.267.353,00  2.291.979,00    
2. Geleistete Anzahlung  304.599,24 113.179,32 0,00 -119.472,04 298.306,52 0,00 0,00 0,00 0,00 298.306,52  304.599,24    
                          
Summe immat. VG 7.740.607,61 850.253,55 35.168,11 0,00 8.555.693,05 5.144.029,37 880.425,27 34.421,11 5.990.033,53 2.565.659,52  2.596.578,24  10,29  29,99 
               
II. Sachanlagen              
1. PKW 42.967,51 42.733,60 0,00 0,00 85.701,11 24.407,51 10.080,60 0,00 34.488,11 51.213,00  18.560,00    
2. Betriebs- und Ge- 
schäftsausstattung 
19.480.552,65 3.135.308,01 2.412.186,50 12.874,28 20.216.548,44 12.195.400, 65 3.465.172,51 2.339.774,72 13.320.798,44 6.895.750,00  7.285.152,00    
3. 
Geleistete Anzahlun- 
gen und Anlagen im 
Bau 
12.874,28 0,00 0,00 -12.874,28 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00  12.874,28  
  
               
Summe Sachanlagen 19.536.394,44 3.1 78.041,61 2.412.186,50 0,00 20.302.249,55 12.219.808,16 3.475.253,11 2.339.774,72 13.355.286,55 6.946.963,00  7.316.586,28  17,1  34,2 
               
III.  Finanzanlagen              
1. Wertpapiere des 
Anlagevermögens 
2.154.351,62 2.132.010,24 0,0 0 0,00 4.286.361,86 0,00 0,00 0,00 0,00 4.286.361,86  2.154.351,62    
               
Summe Finanzanlagen 2.154.351,62 2.132.010,24 0,00 0,00 4.286.361,86 0,00 0,00 0,00 0,00 4.286.361,86 2.154.351,62 0,0  100,0 
               
Gesamtsumme 29.431.353,67 6.160.305,40 2.447.354,61 0,00 33.144.304,46 17.363.837,53 4.355.678,38 2.374.195,83 19.345.320,08 13.798.984,38 12.067.516,14

ebericht 
 
Lagebericht 
      - 15 - 
 
Allgemeine Übersicht 
Die citeq ist seit dem 01.01.2001 eine eigenbe- 
triebsähnliche Einrichtung. Sie entspricht den 
Vorschriften der Gemeindeordnung für das Land 
Nordrhein-Westfalen und wird gemäß der Eigen- 
betriebsverordnung (EigVO) sowie nach den Be- 
stimmungen der Betriebssatzung geführt. Der 
citeq obliegt die Erbringung von Dienstleistungen 
im Bereich der Informationstechnologie (IT) ein- 
schließlich der Kommunikationstechnologie für die 
Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner 
(20 Städte, Gemeinden und Kreise im Münster- 
land) der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (öf- 
fentlich-rechtliche Vereinbarung über die gemein- 
same Inanspruchnahme der eigenbetriebsähnli- 
chen Einrichtung citeq der Stadt Münster) und 
sonstiger Kunden im Rahmen des § 107 der Ge- 
meindeordnung Nordrhein-Westfalen. 
 
Die citeq ist für die komplette Steuerung, Planung 
und den Betrieb der Informationstechnologie (IT) 
einschließlich der Kommunikationstechnologie für 
die Stadt Münster zuständig. 
 
Das Jahr 2005 war in diesem Zusammenhang 
stark geprägt von der Haushaltskonsolidierung. 
Die citeq hat sowohl im Hinblick auf die IT-
Planung als auch für den Betrieb entsprechende 
Maßnahmen eingeleitet, um dieses Ziel zu unter- 
stützen. Dabei kommt der IT im Hinblick auf die 
Verdichtung der Aufgaben und den damit verbun- 
denen Geschäftsprozessen erhebliche Bedeutung 
zu. 
 
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Ver- 
pflichtung zur Erhaltung des Vermögens und der 
Leistungsfähigkeit (§ 10 der überarbeiteten Ei- 
genbetriebsverordnung EigVO) und entsprechend 
den für Aktiengesellschaften geltenden gesetzli- 
chen Bestimmungen mit dem Aufbau eines Risi- 
komanagementsystems begonnen.  
 
Ziel ist es, bestehende und mögliche Risiken für 
alle Betriebsbereiche zu identifizieren, sie zu be-
werten und strategische Maßnahmen zur Redu- 
zierung und Vermeidung von Risiken zu planen, 
umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollie- 
ren. 
 
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt 
Münster als Hauptabnehmer der Leistungen der 
citeq, der langjährigen Zusammenarbeit mit den 
Kooperationspartnern und der Kündigungsfrist 
von mindestens 18 Monaten im Rahmen der ÖrV 
für Leistungen der citeq ist das unternehmerische 
Risiko zur Zeit als gering zu bezeichnen. 
 
Vorjahresabschluss  
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2004 erteilte 
die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG, 
Niederlassung Bielefeld, am 18.03.2005 den un- 
eingeschränkten Bestätigungsvermerk. Diesen 
hat die Gemeindeprüfungsanstalt in Herne unver- 
ändert mit Datum vom 21.09.2005 in ihren eige- 
nen abschließenden Vermerk übernommen. 
 
Entwicklung der citeq 
Für die citeq stellt sich das Jahr 2005 als sehr 
erfolgreich dar. So konnten nicht nur weitere Pro- 
dukte platziert, sondern auch zusätzliche Aufga- 
ben von bisherigen und von neuen Kunden über- 
nommen werden. Hinzu kommt, dass wichtige 
Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss oder 
wesentlich weiter geführt werden konnten. 
 
Einkauf 
 
Im Jahr 2005 hat die citeq die Abnahme des Pro- 
duktes „Einkauf“ intensivieren können. Die citeq 
hat in den vergangenen Jahren verschiedene 
Rahmenverträge abgeschlossen. So werden über 
eigene Rahmenverträge inzwischen PC, Monitore, 
Notebooks, Drucker, Server, Netzkomponenten 
und IT-Verbrauchsmaterialien beschafft. Die hier- 
bei erzielten Konditionen und die Möglichkeit zeit-
nah ohne eigene Ausschreibung IT-Produkte zu 
beschaffen haben auch das Interesse der Koope- 
rationspartner der citeq geweckt. Neben der pro- 
jektbezogenen Einzelfallbeschaffung für einzelne 
Kunden und Abrechnung über einen auftragsbe- 
zogenen Preis hat die Stadt Hamm nach ersten 
Gesprächen im Januar 2005 die citeq beauftragt 
den gesamten IT-Einkauf für sie abzuwickeln. Hier 
erfolgt eine Abrechnung nach einer vereinbarten 
Monatspauschale. Aufgrund der verstärkten Nut- 
zung auch durch die Kooperationspartner konnte 
der Preis für die Beschaffungen aus den Rah- 
menverträgen zum Jahresbeginn 2006 reduziert 
werden. Mittelfristig wird sich das damit gebündel-
te größere Auftragsvolumen auch auf die im 
Rahmen der Ausschreibungen zu erzielenden 
Preise für die citeq und die Kooperationspartner 
positiv auswirken. 
 
Picture – Darstellung von Verwaltungsprozes- 
sen  
Im Sommersemester 2005 wurde von 15 Studen- 
ten des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Uni -

ebericht 
 
Lagebericht 
      - 16 - 
 
versität Münster in Zusammenarbeit mit der Stadt 
Münster der Prototyp eines Werkzeugs entwickelt, 
welches die transparente Darstellung von Verwal- 
tungsprozessen unterstützt. 
 
Die Idee des Tools ist, über verteiltes Modellieren  
aller Geschäftsprozesse einer öffentlichen Verwal- 
tung auf anwenderfreundlichem Weg mit leicht 
verständlichen, vorgefertigten Bausteinen durch 
die beteiligten Sachbearbeiter ein umfassendes 
Bild der Prozesslandschaft zu erhalten. Die Aus- 
wertung aller modellierten Geschäftsprozesse 
zum Aufzeigen von Verbesserungspotenzial durch 
Identifikation der zu den Prozessbausteinen pas- 
senden IT-Funktionalitäten in qualitative und mo- 
netäre Dimensionen kann dann als Grundlage für 
Investitionsentscheidungen dienen. 
 
Im laufenden Wintersemester wird das Tool unter 
Leitung des European Research Center for Infor- 
mation Systems (ERCIS) von Studenten in der 
Universitätsverwaltung Münster zur Qualitätssi- 
cherung eingesetzt. Ab dem Sommersemester 
2006 soll PICTURE dann in der Stadt Münster im 
Rahmen eines weiteren Praxissemesters von 
Studenten der Wirtschaftsinformatik ausgerollt 
werden. Neben der Stadt Münster haben ver- 
schiedene Städte (Dortmund, Bielefeld,…) und 
Rechenzentren (HABIT, GKD Recklinghausen,…) 
großes Interesse an der Idee und dem Tool be- 
kundet.  
 
Die „PICTURE-Idee“ ist in ein EU-Projekt der 
Wirtschaftsinformatiker der Uni Münster mit SAP 
und Universitäten und Firmen in der Schweiz, 
Polen, Griechenland, Großbritannien und Italien 
eingeflossen. Auch die Stadt Münster, citeq ist an 
diesem Projekt beteiligt, die Zusage der EU und 
damit für eine finanzielle Unterstützung von ins- 
gesamt ca. 2.000.000 € (ca. 70.000 € für die ci- 
teq) erfolgte im Januar 2006. Das Projekt läuft 
über 3 Jahre, der Projektstart ist im Februar 2006. 
 
Einführung NKF mit SAP 
 
Im Jahre 2005 hat die citeq mit Unterstützung der 
Firma best practice consulting (bpc) den Rollout  
des Neuen kommunalen Finanzmanagements 
(NKF) als Gemeinschaftsprojekt für die Städte 
Münster und Hamm begonnen. Die Stadt Münster 
wird in 3 Wellen (2006, 2007, 2008) die Ämter 
umstellen. In Hamm erfolgt die Umstellung in 2 
Wellen (2006 und 2008), weil Hamm mit einem 
Doppelhaushalt 
 arbeitet. Der gesamte Roll-out 
soll in beiden Städten zum 01.01.2008 abge- 
schlossen sein. 
 
Für die Stadt Münster war eine umfangreiche 
Migration erforderlich, um die aus dem Pilotbe- 
trieb gespeicherten Daten in den neuen Bu- 
chungskreis 3000 übernehmen zu können. Der 
Kontenplan war an die neuen gesetzlichen Anfor- 
derungen anzupassen. Die Migration erfolgte in 
zwei Etappen: Migration für die Planung und dann 
für die Bewirtschaftung. 
 
Für den Test der Haushaltsplanung 2006 wurde 
erstmalig das SAP-Werkzeug „Test Workbench“ 
genutzt. Der Haushaltsplan konnte planmäßig 
erstellt werden. Der Druck des Hauhaltsplans 
erfolgte mit einem von der Firma bpc erstellten 
Programm (ZPLAN). 
 
Die für die Bewirtschaftung der Einnahmen und 
Ausgaben erforderlichen Funktionalitäten sind für 
alle Ämter des NKF-Roll-outs (1. Welle) im SAP-
System eingerichtet worden. Die Namenskonven- 
tionen der Stammdaten wurden durch die beteilig- 
ten Fachbereiche dokumentiert. Ein Anwender- 
handbuch für die Ausgabenbewirtschaftung wurde 
erstellt. Die Aktualisierung des vorhandenen Fein- 
konzeptes (Münster) bzw. Rahmenkonzeptes 
(Hamm) erfolgt laufend im Rahmen der Projektar- 
beit. 
 
Die Städte haben vereinbart, die Personenkonten- 
führung mit dem Modul „Public Sector Collections 
and Disbursement“ (PSCD) zu realisieren. Die 
Einführung von PSCD erfolgte als eigenständiges 
Projekt, weil auf keine Vorgaben aus dem NKF-
Pilotbetrieb seit dem Jahre 2002 zurückgegriffen 
werden konnte. Die bisherige Finanzadressdatei 
(FAD) wurde durch das führende Geschäftspart- 
nerprinzip abgelöst. Die FAD wird weiterhin für die  
noch unter BS2000 ablaufenden Veranlagungs- 
verfahren über eine Schnittstelle fortgeschrieben. 
Eine entsprechende Geschäftspartnerpflege über 
ein Mitarbeiterportal wurde erstellt. Bei der Web- 
applikation handelt es sich um eine Neuentwick- 
lung in technischer und fachlicher Art. Die erfor- 
derlichen Funktionalitäten für die neue Personen- 
kontenführung sind für alle Ämter des NKF-Roll-
outs (1. Welle) im SAP-System eingerichtet wor- 
den. Die Stammdaten und Geschäftsprozesse 
wurden dokumentiert.

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Lagebericht 
      - 17 - 
 
Veranlagungsverfahren mit SAP  
Ab Mitte des Jahres 2005 beteiligte sich die citeq 
an einem Auswahlprozess der KDN für ein neues 
Veranlagungsverfahren für die Städte Hamm und 
Münster. Der KDN-Arbeitskreis Veranlagungswe- 
sen wurde gebildet und ein Pflichtenheft und Test- 
fälle erarbeitet. Nach einem Auswahlverfahren 
und einer Präsentation von 2 Verfahren (KRZN 
mit dem Produkt KIVI und die Firma CSC Ploenz- 
ke AG mit dem Produkt Tax & Fee Assessment 
(TFA)) erfolgte eine Teststellung durch CSC. Der 
KDN-Arbeitskreis Veranlagungswesen bereitet 
einen Vergabevorschlag vor. Es ist geplant, die 
Veranlagungssoftware der Firma CSC möglichst 
zur Jahresveranlagung 2007 im Parallelbetrieb zu 
testen und zum 01.01.2008 mit dem Produktivbe- 
trieb zu starten. Die bisherigen BS2000 Veranla- 
gungsprogramme und das Verfahren ALSOL (All- 
gemeine Sollstellungen) entfallen dann. 
 
Einführung NKF mit INFOMA newsystem 
 
Am 11.04.2003 wurde auf einer gemeinsamen 
Sitzung der Arbeitskreise Haushalts- und Kas- 
senwesen das Verfahren "newsystem kommunal" 
der Firma INFOMA ausgewählt .
  
 
Der Ersteinsatz des Produktes "newsystem kom- 
munal" bei den Kooperationspartnern im geplan- 
ten Zeitraum 2004 bis 2008 wird von der citeq 
betreut. 
 
Nachdem der Kreis Warendorf (kameral) zum 
01.01.2004 und die Gemeinde Nottuln zum 
01.01.2005 (doppisch) produktiv gegangen sind, 
haben zum 01.01.2006 die Städte Coesfeld, Sas- 
senberg und Warendorf die Produktion kameral 
und die Gemeinden Everswinkel und Wadersloh 
die doppische Produktion aufgenommen. Die 
anderen Gemeinden folgen zum 01.01.2007 bzw. 
2008. 
 
Im Finanzbereich ist die Übernahme der Einnah- 
mereste bzw. der Überzahlungen aus GINFIS 
abgeschlossen. Die Werte der Anlagenbuchhal- 
tung sind von den Anwendern noch nicht zur Ü- 
bernahme freigegeben. Die anderen Werte für die 
Eröffnungsbilanz werden manuell übernommen. 
 
Im Bereich der Veranlagung (Stand: 24.01.2006) 
haben die ersten Jahresveranlagungen stattge- 
funden (Gemeinde Nottuln, Stadt Coesfeld). Die 
Besonderheiten bei den Entwässerungsgebühren 
für Warendorf bzw. der Verbrauchsabrechnung für 
Sassenberg sind programmiert. Die Übernahme 
der Entwässerungsdaten vom Versorger für die 
Gemeinde Wadersloh sind erfolgt. Die Jahressoll- 
stellung fand in der 4. Woche statt. 
Für die Gemeinde Everswinkel sind die entspre- 
chenden Daten noch zu übernehmen. Anschlie- 
ßend erfolgt die Jahressollstellung. 
Der Bescheiddruck für die Stadt Coesfeld, Stadt 
Warendorf und Gemeinde Everswinkel wird erst- 
malig über ein Druckmanagementsystem erfol- 
gen. Die maschinelle Kuvertierung berücksichtigt 
unterschiedliche Portoklassen. Ebenfalls werden 
die Archivierungsdateien mit Hilfe dieses neuen 
Programms erstellt. 
 
Software zur Straßenerhaltung – PMS 
 
Im Rahmen der Einführung des NKF im Tiefbau- 
amt der Stadt Münster wurde der Bedarf an einer 
Softwareunterstützung für die Erfassung und Be- 
wertung des Anlagevermögens der Verkehrsflä- 
chen und Bauwerke angemeldet. Bislang wurde 
eine umfassende, messtechnische Zustandser- 
fassung nur für Hauptverkehrsstraßen, d. h. ca. 
20 % der Verkehrsflächen, gemacht, so dass 
darüber hinaus lediglich wenig Informationen und 
dazu noch in Papierform vorliegen. Um die nun zu 
erfassenden Daten sinnvoll fortschreiben zu kön- 
nen und damit dauerhaft Unterstützung bei der 
Erstellung einer nachhaltigen Erhaltungsstrategie 
der Verkehrsflächen zu erhalten, wurde die Prü- 
fung der Einführung eines PMS (Pavement Ma- 
nagement System) angeregt. Das PMS soll neben 
der Zustandserfassung und der technischen Zu- 
standsbewertung den Einsatz der Mittel bei der 
Straßenerhaltung durch Prognosen und Szena- 
rien optimieren, bei der Planung, Priorisierung und 
Abstimmung der Erhaltungsmaßnahmen unter- 
stützen und Daten für die Vermögensbewertung, 
das Projektmanagement und die Auftragsvergabe 
im liefern. 
 
Nach Ermittlung der Geschäftsprozesse und des 
vorhandenen Verbesserungspotentials wurde 
zusammen mit der Uni Essen/Duisburg eine 
Marktanalyse PMS durchgeführt, an der sich 21 
von 33 angeschriebenen Anbietern beteiligt ha- 
ben. Von diesen wurde aufgrund der Angaben in 
der Marktanalyse acht Anbietern das Pflichtenheft 
zugesandt, das fünf Firmen beantwortet haben. 
Drei dieser Firmen werden Anfang April Ihre Soft- 
ware in Münster nach vorgegebenen Kriterien und 
mit Daten des Tiefbauamtes präsentieren. Die 
Einführung und Produktivsetzung der Standard- 
module ist für das Ende des dritten Quartals 2006 
geplant.

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Lagebericht 
      - 18 - 
 
Wohnungswesen - Wohnung2000  
Die Stadt Münster ist seit dem 07.06.2005 und die 
Stadt Ahlen seit dem 01.08.2005 produktiv. 
 
Die Stadt Hamm wird das Programm erst dann 
einsetzen, wenn alle Module programmiert sind. 
Dies wird voraussichtlich in 2006 geschehen. 
 
Die Stadt Coesfeld wird voraussichtlich Ende 
2006 das Programm einsetzen. 
 
Medienentwicklungsplan (MEP) 
 
In den drei Schulen (Grund-, Hauptschule und 
Gymnasium) des Schulzentrums Kinderhaus wur- 
de in den ersten Wochen des Jahres 2006 neue 
Computertechnik installiert. Anschließend werden 
die Schulen in die laufende Betreuung durch die 
citeq aufgenommen. Damit sind 65 von den ins- 
gesamt 84 allgemeinbildenden Schulen der Stadt 
Münster nach dem Medienentwicklungsplan aus- 
gestattet. In dem Zeitraum Sommerferien 2003 bis 
Januar 2006 wurden rd. 1.630 PC, 360 Note- 
books, 390 Drucker sowie 100 Scanner und 130 
Beamer installiert. 
 
Schulformbezogen verteilt sich die Ausstattung 
wie folgt: 
 
Schulform (Anzahl) PC Notebooks Drucker Scanner Beamer 
Grundschulen (41): 523 22 141 31 14 
Hauptschulen (6): 187 127 49 18 17 
Realschulen (5): 170 55 40 19 27 
Gymnasien (8): 642 153 94 24 71 
Sonderschulen (5): 109 4 64 12 2 
Summe 1.631 361 388 104 131 
 
Nach der bestehenden Terminplanung ist davon 
auszugehen, dass die Ausstattung aller Schulen, 
wie im Projekt vorgegeben bis zum Ende des 
Jahres 2006 abgeschlossen sein wird. 
 
Die Schulen entscheiden weitgehend eigenver- 
antwortlich über den tatsächlichen Ausstattungs- 
umfang. 
 
Die Anforderungen der Schulen hinsichtlich des 
Umfangs und der Komplexität der Softwareinstal- 
lationen sowie des Beratungs- und Betreuungs- 
bedarfes haben sich im Projektverlauf als deutlich 
höher herausgestellt als zunächst kalkuliert. Um 
diesem Umstand Rechnung zu tragen, hat die 
citeq verschiedene Maßnahmen ergriffen. U. a. 
werden technische Verbesserungen im Bereich 
der Installationen erarbeitet und der Bereich Bera-
tung wurde organisatorisch verstärkt. Grundsätz- 
lich wird das technische Konzept des MEP stän- 
dig weiterentwickelt, um neuen oder geänderten 
Anforderungen begegnen zu können, soweit sie 
den Grundsätzen des MEP (insbesondere der 
Standardisierung) nicht widersprechen. 
 
Nach der aktuellen Kalkulation ist im Vergleich zu 
den ursprünglich vorgesehenen Haushaltsansät- 
zen der Jahre 2003 bis 2009 mit einer Kostenre- 
duzierung von 16 % (3.131 T€), zu rechnen. Die- 
ses Ergebnis beruht im Wesentlichen auf folgen- 
den Faktoren: 
 
• Einsparungen bei Personalaufwendun- 
gen. 
• Einsparungen durch Preisvorteile aus 
Ausschreibungen und Rahmenverträgen. 
• Verlängerung der Standzeiten der Gerä- 
tegruppen CRT-Monitore und PC. 
 
Jugendamtssoftware OK.Jug 
 
Am 31.01.2003 wurden mit der Fa. kommIT BVB-
Verträge für die Überlassung und Pflege der mo- 
dular aufgebauten Software OK.JUG geschlos- 
sen. Die modulare Einführung in den der citeq 
angeschlossenen Jugendämtern war für das Jahr 
2003 geplant. Das letzte Modul sollte am 
01.01.2004 produktiv eingesetzt werden. 
 
Im Rahmen der Verfahrenstests stellte sich her- 
aus, dass die Software äußerst fehlerbehaftet war 
und die Fa. kommIT vertraglich zugesicherte 
Funktionalitäten nicht implementiert hatte. 
 
Nach dem gescheiterten Versuch einer außerge- 
richtlichen Einigung wurde beim Landgericht 
Münster Klage eingereicht und Schadensersatz 
geltend gemacht. Der Gütetermin ist für den 
24.03.2006 angesetzt. 
 
Jugendamtsverfahren - LogoData:
 
Zur Unterstützung der Geschäftsprozesse für die 
Bereiche 
 
- Unterhaltsvorschuss, 
- Amtsvormund- und Beistandschaften, 
- Allgemeiner Sozialer Dienst, 
- Wirtschaftliche Jugendhilfe, 
- Jugendgerichtshilfe und  
- Adoption

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Lagebericht 
      - 19 - 
 
der Jugendämter in Ahlen, Coesfeld, Dülmen, 
Hamm und Münster wurde ein neues modular 
aufgebautes Verfahren ausgewählt.  
 
Unter intensiver Beteiligung der vorgenannten 
Jugendämter wurde die Software LogoData-
Jugendamtsverfahren der Fa. LogoData im Rah- 
men eines EU-weiten nicht offenen Verfahrens 
ausgewählt, weil die Fa. LogoData das mit Ab- 
stand beste Angebot auch in Bezug auf die Wirt- 
schaftlichkeit abgegeben hatte. Die BVB-Verträge 
für Überlassung und Pflege der Software wurden 
noch im Dezember 2005 unterschrieben. Das 
erste Abstimmungsgespräch zur Klärung der 
technischen Details für die Implementierung der 
Software in die technische Umgebung der citeq 
hat im Januar 2006 stattgefunden. Das Verfahren 
soll an insgesamt 262 Arbeitsplätzen sukzessive, 
beginnend mit dem Bereich Amtsvormund- und 
Beistandschaften im ersten Halbjahr 2006, einge- 
setzt werden. 
 
Kindergartenverfahren - KITA 2000: 
 
Die Verwaltungen Ahlen, Coesfeld, Dülmen, 
Hamm und Münster wurden im Dezember 2005 
auf das neue Verfahren umgestellt und sind suk- 
zessive produktiv gegangen. Die ersten echten 
Sollstellungsläufe wurden Anfang Januar erstellt 
und zur Kasse geleitet. 
 
Die restlichen Verwaltungen (Ascheberg, Havix- 
beck, Lüdinghausen, Nottuln und Nordkirchen) 
wurden im Januar auf das neue Verfahren umge- 
stellt. Gleiches gilt für die Verwaltungen, die ne-
ben den Elternbeiträgen auch die Fälle der offe- 
nen Ganztagsschule (OGS) mit dem Verfahren 
abwickeln und dieses bereits mit dem Altverfahren 
kiga taten. 
 
Ab Februar 2006 werden weitere Verwaltungen, 
die bereits KITA2000 für die Elternbeiträge nach 
dem Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder 
nutzen, ihre OGS-Fälle mit dem Verfahren abwi- 
ckeln können. Danach wird die Projektierung der 
Produktivsetzung der weiteren Funktionalitäten 
von KITA2000 (Warteliste, Verwaltung des Kita-
Personals mit TAB-AV-Schnittstelle usw.) erfol- 
gen. Im Anschluss daran werden die  Optimie- 
rungsmaßnahmen zu Kita2000 und die SAP-
PSCD-Schnittstellenerstellung in Angriff genom- 
men. 
 
 
 
Personalmanagementsystem - Dsoft2000 
 
Die Module ds-Stellenbewirtschaftung, ds-
Persinfo und ds-Zutrittssteuerung sind für den 
Produktivbetrieb bereitgestellt.  
 
Nach Umstellung auf den Tarifvertrag des öffentli- 
chen Dienstes (TVöD) wurde im Februar 2006 
das Modul für die Personalkostenhochrechnung 
parametriert. Damit sind nun Hochrechnungen in 
ds2000 möglich. Ab März werden die Feineinstel- 
lungen und gegebenenfalls weitere Schnittstellen 
zwischen PAISY und ds2000 definiert und umge- 
setzt. 
 
ds2000 wird derzeit von den Städten Hamm und 
Münster sowie vom Kreis Coesfeld genutzt. 
 
Mit einigen interessierten Städten wird derzeit 
eine Präsentation vorbereitet. 
 
Objektverwaltung - IMSWare 
 
Zum Jahresende sind in der Stadt Münster weite- 
re Module der Software in den Produktivbetrieb 
gegangen. Hierbei handelt es sich insbesondere 
um die Projektsteuerung, die Budgetsteuerung, 
die PDA-gestützte Inventarisierung und um Erwei- 
terungen im Bereich der Instandhaltung und Auf- 
tragsvergabe. Neben der Datenübernahme aus 
GINFIS wurden auch Schnittstellen zu SAP in 
Betrieb genommen. Der Einführungsprozess wird 
fortgesetzt. 
 
Die Stadt Coesfeld hat mit der Einführung der 
Fachmodule begonnen. In diesem Zusammen- 
hang werden Schnittstellen zwischen IMSware 
und newsystem.kommunal bereitgestellt. 
 
Die Stadt Hamm schreitet ebenfalls mit der Ein- 
führung voran. 
 
E-Government 
 
 
Virtuelle Poststelle 
 
Im Zuge des weiteren Ausbaus von E-
Government ist eine sichere und nachvollziehbare 
Kommunikation auf elektronischem Weg im glei- 
chen Maße zu gewährleisten wie auf dem traditio- 
nellen Postweg. Zu diesem Zweck ist das Instru- 
ment einer Virtuellen Poststelle (VPS) entwickelt 
worden, das jede Behörde in die Lage versetzt, 
bei der Kommunikation mit Dritten alle verfügba- 
ren Sicherheitsmechanismen im elektronischen 
Datenverkehr wie Verschlüsselung, elektronische 
Signaturen (aller Sicherheitsstufen), Authentisie-

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      - 20 - 
 
rungsprüfungen und Zeitstempeldienste zu nut- 
zen. 
 
Rechtliche Grundlage ist das Elektronik-
Anpassungsgesetz des Landes NRW, das mit 
dem neu eingefügten § 3a Verwaltungsverfah- 
rensgesetz die elektronische Signatur einer hand- 
schriftlichen Signatur rechtlich gleichsetzt sowie 
die Frage der Zugangseröffnung durch Veröffent- 
lichung einer E-Mail-Adresse regelt. In Überarbei- 
tung befindet sich das Verwaltungszustellungsge- 
setz, das eine elektronische Zustellung ermögli- 
chen wird. 
 
Auf Basis eines Prüfauftrags durch den Ar- 
beitsausschuss hat die citeq eine Konzeption für 
Aufbau und Betrieb einer VPS erstellt und diese 
im Arbeitsausschuss am 19.10.2005 vorgestellt. 
Das Angebot basiert auf der so genannten VPS 
des Bundes, die vom Bundesamt für Sicherheit in 
der Informationstechnik zertifiziert ist, beinhalte t 
die beiden technischen Plattformen OSCI und 
SMTP und bietet Synergien durch die gemeinsa- 
me Nutzung technischer Komponenten der Clea- 
ringstelle DataClearing NRW (siehe dort). Der 
Arbeitsausschuss hat die citeq mit Aufbau und 
Betrieb einer VPS beauftragt. 
 
In einem ersten Workshop im Januar 2006 hat die 
citeq mit den Kreisen Coesfeld und Warendorf 
sowie den Städten Ahlen, Hamm und Münster die 
Positionierung einer VPS erörtert. Inhaltlich wird 
der Schwerpunkt auf der Umsetzung der Mail- 
komponente über SMTP gesehen, parallel wird 
ein Pilotprojekt mit dem Oberverwaltungsgericht 
Münster zur Nutzung des dortigen elektronischen 
Gerichts- und Verwaltungspostfaches aufgesetzt. 
Die SMTP-Variante der VPS wird bis Mitte des 2. 
Quartals 2006 realisiert. 
 
Parallel haben die Kreise Borken und Steinfurt 
sowie die Rechenzentren Paderborn und Güters- 
loh Interesse an der Konzeption und ggfls. Betrieb 
der VPS durch die citeq angemeldet. 
 
Portal@komm 
 
Auf Basis der Ergebnisse des citeq-Projektes 
regio@komm hat die citeq gemeinsam mit den 
Projektpartnern Deutsche Telekom - T-Systems 
und Universität Münster - Institut für Wirtschaftsi n- 
formatik im Auftrag der Städte Hamm und Müns- 
ter das Projekt portal@komm aufgesetzt. Das 
Projekt lief von September 2004 bis Sommer 
2005. 
Die citeq entwickelte anhand ihrer Erfahrungen 
und ihrem Verständnis von E-Government die 
beiden Ebenen der E-Basis und der E-
Funktionen. Die E-Basis besteht dabei aus immer 
wiederkehrenden und von mehreren Anwendun- 
gen genutzten Diensten, wie zum Beispiel E-
Signatur, E-Payment und elektronische Formula- 
re. Die darauf aufbauenden E-Funktionen sind 
das eigentliche Kernstück des E-Government, es 
handelt sich hier um die optimierten und medien- 
gerecht aufbereiteten Geschäftsprozesse der 
Verwaltung. Die Bedarfe an E-Basis ergeben sich 
aus der Aufnahme und Analyse der Geschäfts- 
prozesse, die nach entsprechender Modellierung 
und Optimierung durch Nutzung verschiedener 
Basisdienste als Funktionen im E-Government zur 
Verfügung gestellt werden. 
 
Mit dem Testprojekt portal@komm wurden nicht 
nur die Interessen und Fähigkeiten der einzelnen 
Partner aufgegriffen und einbezogen, sondern vor 
allem auch in Kooperation mit den Auftraggebern 
folgende Ziele definiert: 
 
• Evaluierung der Praktikabilität des Prinzips 
Portalserver für die Kommunalwelt. 
• Analyse und Auswahl hinsichtlich des auszu- 
wählenden Produktes. 
• Strukturierte Aufnahmen von Geschäftspro- 
zessen, die in einem definierten Roll-Out in 
Lösungen überführt und integriert werden 
können. 
• Erstellung einer umfassenden Dokumentati- 
on. 
 
Stichwortartig können hier folgende Ergebnis- 
se des Projektes zusammengefasst werden.  
 
• Die Teststudie und Untersuchung ist gemäß 
der Zielsetzung abgeschlossen. 
• Die Prozesse sind aufgenommen, analysiert 
und auf E-Government-Umsetzbarkeit opti- 
miert. 
• Potenzielle Mehrwerte aus der Umsetzung der 
Prozesse sind dokumentiert. 
• Die Methode zur Prozessanalyse und Umset- 
zung ist wieder verwendbar. 
• Die Praktikabilität eines Portalservers im 
kommunalen Umfeld ist erwiesen. 
• Der Portalserver ist in einer Teststellung instal-
liert. 
• Die Prozesse sind eingebunden und könnten 
bei Entscheidung für die Lösung und Realisie-

ebericht 
 
Lagebericht 
      - 21 - 
 
rung gemäß den Ergebnissen der Qualitätssi- 
cherung aktiviert werden. 
• Das virtuelle Rathaus O.S.I.R.I.S. ist entwickelt 
und könnte umgesetzt werden. 
• Governikus als zentraler Intermediär ist imp- 
lementiert. 
• Formularservice und E-Signatur sind in Pro- 
duktivbetrieb eingebunden. 
• Aufbauend auf portal@komm ist das Projekt 
picture / progress entwickelt worden, das nun 
in Kooperation mit der KGSt zu einem bun- 
desweiten Standard werden könnte. 
 
Die Barrierefreiheit ist vorbereitet und kann mit 
geringen Zusatzmitteln umgesetzt werden. 
 
DataClearing NRW / Dienste der Clearingstelle 
 
Der KoopA ADV hat im Rahmen der bundeswei- 
ten E-Government-Initiativen BundOnline 2005 
und Deutschland Online die Erstellung eines ver- 
waltungseinheitlichen sicheren Inhalts- und Über- 
tragungsstandards von Daten über das Internet 
(OSCI) beauftragt. In einer ersten Umsetzung ist 
die Nutzung von OSCI zwingend vorgegeben im 
Rahmen der bundesländerübergreifenden elekt- 
ronischen Rückmeldung im Meldewesen zum 
01.01.2007 (Standard X-Meld). Weitere gesetzli- 
che Vorgaben sind bereits verabschiedet oder 
befinden sich im Gesetzgebungsverfahren. Paral- 
lel werden auch in weiteren Fachthemen X-ÖV-
Standards entwickelt.  
 
Für die Übertragung der OSCI-Daten empfiehlt 
der KoopA ADV die Einrichtung von Clearingstel- 
len. Für NRW haben die kommunalen Rechen- 
zentren einstimmig die citeq Münster und das 
KRZN Moers beauftragt, eine entsprechende 
Konzeption zu entwickeln. 
 
Die citeq-Gremien haben der Aufgabenübernah- 
me zugestimmt mit der Maßgabe, dass mit Aus- 
nahme der durch jede Kommune in NRW zu tra- 
genden Anteile keine Finanzierung der Aufgabe 
durch die ÖrV-Partner erfolgt. 
 
citeq Münster und KRZN Moers haben das Kon- 
zept Ende 2005 vorgelegt. Darin bieten die beiden 
Rechenzentren unter dem Namen DataClearing 
NRW den Betrieb der für OSCI-Übermittlungen 
erforderlichen Infrastruktur auf Basis einer Flatrate 
an. Insbesondere greift DataClearing die zu- 
kunftsorientierte und generelle Nutzbarkeit der 
Infrastruktur für weitere Dienste auf. So können 
auch landesinterne Datenübermittlungen im Rah- 
men des Mammografiescreenings gemäß Krebs- 
registergesetz sowie bundesweite Übermittlungen 
der SteuerID gemäß Abgabenordnung ab 2007 
oder die anstehende Einführung biometrischer 
Merkmale im Reisepass vorgenommen werden. 
 
Die citeq Münster ist an der weiteren Identifikatio n 
von Diensten, die über die Clearingstelle höchst 
wirtschaftlich abgebildet werden können, in ho- 
hem Maße beteiligt und leitet eine AKDN-
Arbeitsgruppe zu diesem Thema. Gemeinsam mit 
weiteren Rechenzentren werden Potenziale erho- 
ben, analysiert und den Kommunen zur Verfü- 
gung gestellt. 
 
Parallel ist die citeq an der Entwicklung des für die 
OSCI-Kommunikation erforderlichen zentralen 
Verzeichnisdienstes DVDV (Deutsches Verwal- 
tungsdiensteverzeichnis) intensiv beteiligt. Die 
citeq hat in der Qualitätssicherung des DVDV 
mitgearbeitet und ist vorgesehen als einziger 
Standort für den NRW-Replikationsserver des 
DVDV. DataClearing NRW ist NRW-weit die ein- 
zige pflegende Stelle für die im DVDV vorgehalte- 
nen Daten. 
 
Nicht zuletzt nimmt die citeq eine intensive Lob- 
byarbeit bei den kommunalen Spitzenverbänden, 
dem Innen- und weiteren Fachministerien des 
Landes, Softwareherstellern, den kommunalen 
Rechenzentren, übergeordneten Gremien (KoopA 
E-Gov, AG Clearingstellen) sowie im bundeswei- 
ten Kontext bei den Clearingstellenbetreibern 
anderer Bundesländer wahr. Auf allen Ebenen ist 
die citeq neben dem KRZN Moers als das kom- 
munale Komptenzzentrum zu OSCI und sicherer 
Datenübermittlung in NRW anerkannt. 
 
Sollten sich nicht anderweitige Tendenzen in 
NRW entwickeln, wird die citeq im Verbund mit 
dem KRZN Moers DataClearing NRW kostende- 
ckend spätestens zum 01.01.2007 anbieten. 
 
SAN (Storage Area Network 
) 
Vor allem in den Bereichen Verfügbarkeit und 
Sicherung sind die Anforderungen an die System- 
technik in den letzten Jahren stark gestiegen. Um 
diesen Anforderungen auch in Zukunft genügen 
zu können, wird die citeq ein SAN einführen. Die 
Einführung erfolgt in mehreren Schritten in den 
Jahren 2006 bis 2008 mit geschätzten Kosten von 
insgesamt 825.000,00 EUR.

ebericht 
 
Lagebericht 
      - 22 - 
 
Bei der Erstellung des SAN Konzeptes und bei 
der Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen 
wurde die citeq von einem auf SAN (Storage) 
spezialisierten unabhängigen Berater unterstützt.  
Erste Gespräche zur Auswahl eines Beraters 
wurden ab Juli 2005 geführt. Mit dem Berater 
wurde das SAN Konzept im August 2005 erstellt 
und im Anschluss die Unterlagen für die herstelle- 
runabhängige EU-weite Ausschreibung. Nach der 
Submission Anfang Dezember 2005 musste die 
Ausschreibung aufgehoben werden, da kein An- 
gebot formell und technisch den Anforderungen 
der Ausschreibung genügte. Das freie Verhand- 
lungsverfahren wird im März/April 2006 durchge- 
führt. Nach Beschluss durch die Gremien 
Werksausschuss und Hauptausschuss wird Ju- 
ni/Juli 2006 ein Auftrag vergeben 
. 
 
Dokumenten-Management / digitale Archivie- 
rung  
Bisher werden bei der citeq digitale Archive im 
Bereich Steuern und Abgaben und in der KFZ-
Zulassungsstelle der Stadt Münster für das Füh- 
rerscheinwesen und die KFZ-Zulassung einge- 
setzt.  
 
Vermehrte Anfragen aus dem ÖrV-Bereich um der 
steigenden Informations- und Dokumentenflut mit 
einem Dokumenten-Management-System (DMS) 
effektiv zu begegnen, gehen einher mit der Ent- 
wicklung einzuhaltender gesetzlicher Bestimmun- 
gen und Verfahrensvorgaben. 
Dazu gehört beispielsweise die Gewährleistung 
der revisionssicheren Archivierung. In einigen 
Anwendungsfällen sind ferner die Grundsätze des 
Datenzugriffs und der Prüfbarkeit digitaler Unter- 
lagen (GDPdU) zu gewährleisten.  
 
Prozesse aus dem Bereich E-Government basie- 
ren auf technischen Standards, wozu neben der 
virtuellen Poststelle, dem OSCI-Protokoll und 
anderen, beispielsweise auch die digitale revisi- 
onssichere Archivierung hinzu zurechnen ist. 
Die Anforderungen aber auch die Möglichkeiten in 
Bezug auf DM-Systeme sind weit gefasst und 
implizieren über die digitale Schriftgutverwaltung 
und Langzeitarchivierung hinaus insbesondere 
auch Workflow-Funktionalitäten. 
 
Im September 2005 wurde ein Projekt zur Evalu- 
ierung einer geeigneten Systemlösung aufgesetzt. 
Ziel die Aufnahme eines Standards in das Pro- 
dukt-Portfolio der citeq.  
Dazu wurde bislang vorrangig das bereits einge- 
setzte System einer Eignungsüberprüfung und 
–bewertung unterzogen aber auch weitere für den 
kommunalen Bereich geeignete Systeme wurden 
parallel betrachtet.  
 
Auf Basis der evaluierten Standardlösung könnte 
ab Sommer 2006 die Konzeption für den Betrieb 
und die Einführung projektiert werden, sofern die 
dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 
 
 
Berichterstattung zur Vermögens-, Finanz- 
und Liquiditätslage 
Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und 
Liquiditätsanalyse 
2005 2004 2003 
Aufbereitete Bilanzsumme T €  21.185  19.542  17.499  
Eigenkapital T €  2.714  2.329  1.945  
Eigenkapitalquote 
(Eigenkapital / Gesamtkapital) %
 13  12  11  
Anlagevermögen T €  13.764  12.067  10.326  
Investitionen in das Anlagevermögen T €  6.160  5.242  6.734  
Anlagenintensität 
(Nettoanlagevermögen / Gesamtver- 
mögen) 
%
 65  62  59  
Goldene Finanzierungsregel 
(Langfristiges Vermögen / Langfristi- 
ges Kapital) 
 1,55  1,56  1,53  
net working capital 
(Kurzfristiges Vermögen –
 kurzfristiges 
Fremdkapital) 
T € -7.167  -6.508  -5.761  
 
Entwicklung des Eigenkapitals und der Rück- 
stellungen 
Der allgemeinen Rücklage wurden aus dem Jah- 
resgewinn 2004 383.968,07 € zugeführt. 
Die Berechnungen für Pensions-, Altersteilzeit- 
und Beihilferückstellungen wurden durch das 
Personal- und Organisationsamt der Stadt Müns- 
ter durchgeführt. Dabei wurden die neuen Heu- 
beck-Tabellen 2005 zu Grunde gelegt. Bei der 
Berechnung der Teilwerte wird ein durchschnittli- 
chen Krankenkassentarif verwendet, welcher mit 
den durchschnittlichen Beihilfeleistungen an die 
Pensionäre der citeq nicht vergleichbar ist. Daher 
wurde der Teilwert zum 31.12.2005 für die Beihil- 
ferückstellung auf 75 % (2004 = 60 %) korrigiert. 
Die citeq wird sich schrittweise den berechneten 
Teilwerten nähern.

ebericht 
 
Lagebericht 
      - 23 - 
 
Konsolidierung  
Im Rahmen der Konsolidierungsanstrengungen 
seitens der Stadt Münster, hat die citeq einen 
nicht unerheblichen Anteil zu leisten. So muss die 
citeq aus dem Jahresabschluss 2005 in 2006 statt 
800 T€ mindestens 1.570 € an die Stadt Münster 
ausschütten. Zusätzlich unterstützt die citeq die 
Ämter der Stadt Münster technisch bei ihren Kon- 
solidierungsmaßnahmen. Auf Grund des struktu- 
rellen Defizits im städtischen Haushalt werden 
auch in den Folgejahren erhöhte Ausschüttungen 
erwartet und Einsparungen unabdingbar sein. 
 
Voraussichtliche Entwicklung des Eigenbe- 
triebs 
Im Rahmen der Bestandssicherung und der Ent- 
wicklung der citeq sind in 2006 die Untersuchun- 
gen mit der Infokom Gütersloh und der GKD Pa- 
derborn im Hinblick auf eine gemeinsame Fusion 
von besonderer Bedeutung. Dabei ruht ein be- 
sonderes Augenmerk auf den wirtschaftlichen und 
personellen/personalrechtlichen Konsequenzen 
einer solchen Fusion. 
 
Aufgabentechnisch wird der Schwerpunkt auch in 
2006 die weitere Einführung der Doppik bei den 
Städten und Gemeinden mit den Produkten SAP 
und newsystem von Infoma sowie die Inbetrieb- 
nahme der neuen Produkte für Kindergärten und 
die anderen Bereiche der Jugendämter sein. Dar- 
über hinaus gilt es auch in 2006 weitere Module in 
den Bereichen Personalmanagement und Facili- 
tymanagement produktionsreif zu platzieren. 
 
Die Ausstattung der münsteraner Schulen mit IT 
wird im Rahmen des Projektes MEP zum Ab- 
schluss gebracht und in den laufenden Betrieb 
übernommen. 
 
Im Anwendungsbereich E-Government werden 
sich die Arbeiten der citeq auf die Einrichtung von  
virtuellen Poststellen bei unseren Kunden und auf 
den Aufbau und Betrieb der Clearingstelle kon- 
zentrieren. Parallel hierzu läuft die Einführung vo n 
O.S.I.R.I.S – das digitale Rathaus – bei den Städ- 
ten Hamm und Münster. 
 
Die citeq wird sich in 2006 auch weiterhin an dem 
EU-weiten Projekt PICTURE beteiligen, in dem u. 
a. mit der Universität Münster ein Tool zur Ge- 
schäftsprozessoptimierung entwickelt wird.

Anlage 2 
Organigramm            - 24 -

Titelseite_Jahresabschlussbericht_2005

55 Zeichen

Jahresabschluss 
Lagebericht 
 
 
  
Geschäftsjahr 2005

Beratungsverlauf (4)

01.06.2006 Werksausschuss der citeq
TOP 4.1 Vorberatung
Zur Sitzung
14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.06.2006 Hauptausschuss
TOP 13.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
21.06.2006 Rat
TOP 11.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Scheibenstraße 109
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0267/2006
Typ
Vorlage
Datum
03.05.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37