V/0267/2006
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2005
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Beschlussvorlage
3824 Zeichen
V/0267/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2005 Beratungsfolge 01.06.2006 Werksausschuss der citeq Vorberatung 14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 21.06.2006 Hauptausschuss Vorberatung 21.06.2006 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: Der Jahresabschluss der citeq zum 31.12.2005 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 23.350.916,47 € und einem Jahresüberschuss von 2.324.470,94 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2005 in Höhe von 2.324.470,94 € wird wie folgt verwendet: • 384.701,12 € werden in eine Rücklage eingestellt • 1.939.769,82 € werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. 2. Dem Werksausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2005 Entlastung erteilt. Begründung: Die WIBERA Wirtschaftsberatung AG, Bielefeld, hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Kalenderjahres 2005 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der Betriebssatzung dem Werksausschuss sowie dem Rat vorzulegen. Zu 1. Jahresabschluss 2005 Die Gewinn- und Verlustrechung für das Kalenderjahr 2005 vom 01.01.2005 bis 31.12.2005 weist einen Jahresgewinn von 2.324.470,94 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl Vorlagen-Nr.: V/0267/2006 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: boenigk@citeq.de Datum: 10.04.2006 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0267/2006 • bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 364.655,45 € an die Kooperations- partner gemäß der Öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat, • der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 248.764,35 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre auch künftig abdecken zu können Lagebericht 2005 Die WIBERA Wirtschaftsberatung AG hat festgestellt, dass der Lagebericht gemäß § 25 EigVO aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebe- richt keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wecken. Prüfungsergebnis Die WIBERA Wirtschaftsberatung AG, Bielefeld, erteilt der citeq für das Kalenderjahr 2005 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wurde eine Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen: • Danach verpflichtet sich die Stadt Münster den Barwert der übertragenden Pensionslasten mit 5 % zu verzinsen (319.701,12 € für das Jahr 2005). • Ferner wurde zwischen der Stadt Münster und der citeq vereinbart, dass der Jahresüber- schuss u. a. dafür verwendet wird, um jährliche Rücklagen in Höhe von 65.000,00 € für die Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel- und Telekommunikations- vermögen einstellen zu können. Die citeq ihrerseits verpflichtet sich, • die Zinsen in Höhe von 319.701,12 €, • die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 572.992,00 €, • die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 248.764,35 € in einen vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds einzuzahlen. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden in 2005 erstmals teilweise aufgelöst. Der Restüberschuss in Höhe von 1.939.769,82 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Zu 2. Dem Werkausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2005 Entlastung erteilt. Die Entlastung des Werkleiters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO in der nächsten Sitzung des Werksausschusses. I. V. gez. Dr. Heinrichs Anlagen: Jahresabschluss
Jahresabschlussbericht_2005
65332 Zeichen
Jahresabschluss | Lagebericht
Geschäftsjahr 2005
-
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Scheibenstraße 109
48153 Münster
April 2006
Inhalt
Jahresabschluss
Seite
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 6
Anhang 7
Anlage:
Anlagennachweis 14
Lagebericht 15
citeq
Bilanz zum 31.12.2005
Bilanz - 4 -
A K T I V S E I T E 31.12.2005 31.12.2004
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 2.267.353,00 2.291.979,00
2. Geleistete Anzahlungen 298.306,52 304.599,24
2.565.659,52 2.596.578,24
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge 51.213,00 18.560,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 6.895.750,00 7.285.152,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.874,28
6.946.963,00 7.316.586,28
III. FINANZANLAGEN
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.286.361,86 2.154.351,62
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Betriebsstoffe 91.246,88 95.527,35
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 170.313, 72 331.750,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2005 0,00 €
31.12.2004 0,00 €
2. Forderungen an die Stadt 8.524.051,18 8.353.002,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2005 6.394.022,36 €
31.12.2004 6.379.361,36 €
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.188,00 2.942,59
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2005 256,00 €
31.12.2004 1.024,00 € 8.697.552,90 8.687.695,54
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 763.132,31 717.743,02
23.350.916,47 21.568.482,05
Bilanz
- 5 -
P A S S I V S E I T E
31.12.2005 31.12.2004
EUR EUR EUR
A.
EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL
200.000,00 200.000,00
II. RÜCKLAGEN
1. Allgemeine Rücklage 2.129.341,39 1.745.373,32
III. GEWINN
Gewinn des Vorjahres 1.610.426,20
Verwendung für
Zuführung zur allgemeine Rücklage - 383.968,07
Abführung an den Haushalt - 1.226.458,13
0,00
Jahresgewinn 2.324.470,94 1.610.426,20
4.653.812,33 3.555.799,52
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND 34.360,00 57.888,68
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpfli chtungen 10.024.124,75 9.202.368,40
2. Steuerrückstellungen 54.354,39 32.501,39
3. Sonstige Rückstellungen 852.939,90 1.029.026,44
10.931.419,04 10.263.896,23
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 92.274,46 65.201,33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 531.110,99 324.965,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2005 531.110,99 €
31.12.2004 324.965,42 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 5.669.797, 27 5.725.798,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2005 5.417.219,09 €
31.12.2004 5.370.961,89 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.438.142,38 1.574.932,42
davon
a) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2005 1.438.142,38 €
31.12.2004 1.574.932,42 €
b) aus Steuern
31.12.2005 35.054,60 €
31.12.2004 27.134,80 €
7.731.325,10 7.690.897,62
23.350.916,47 21.568.482,05
Gewinn- und Verlustrechnung
- 6 -
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005
2005 2005 2004
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.134.978,95 16.976.909,23
./. Rückerstattung ÖrV -364.655,45 -629.230,57
18.770.323,50 16.347.678,66
2. Sonstige betriebliche Erträge 154.004,84
74.328,38
18.924.328,34 16.422.007,04
3. Materialaufwand
a)
Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 183.354,96 117.997,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.207.232,40 3.664.748,27
4. Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter 4.567.074,74 4.318.342,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 1.722.380 ,05 1.707.612,89
davon für Altersversorgung:
2005: 1.122.138,78 €
2004: 1.030.087,64 €
5.
Abschreibungen auf immaterielle Vermö-
gensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen 4.355.678,38
3.431.460,31
6.
Erträge aus der Auflösung des Sonderpos-
tens aus Zuschüssen der öffentlichen Hand 0,00
28.377,32
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.919.446,15 1.952.451,83
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 515.113,94
504.834,50
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 136.992,88
144.115,44
16.577.045,62 14.803.516,96
10. Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.34 7.282,72 1.618.490,08
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.853,00 7.232,65
12.
Sonstige Steuern 958,78 831,23
22.811,78 8.063,88
13. Jahresgewinn 2.324.470,94 1.610.426,20
Nachrichtlich:
Behandlung des Jahresgewinns
Zur Einstellung in Rücklagen 384.701,12 EUR
Zur Abführung an den Haushalt der Stadt Münster 1.939.769,82 EUR
bericht
Anhang
- 7 -
I. Angaben zur Form und Darstellung
von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlust-
rechnung
Der Jahresabschluss wurde gemäß den gelten-
den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung
(EigVO NW) aufgestellt.
Die Wertansätze der Jahresabschlussbilanz zum
31.12.2004 wurden unverändert übernommen.
II. Erläuterungen zu den Positionen von
Bilanz sowie Gewinn- und Verlust-
rechnung bezüglich Ausweis, Bilanzie-
rung und Bewertung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs-
oder Herstellungskosten bewertet.
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem
Nettoanschaffungswert bis 410,00 Euro werden
ab dem 01.01.2005 als Trivialsoftware im Jahr der
Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Es wurde die lineare und die degressive Ab-
schreibungsmethode unter Zugrundelegung der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewen-
det. Es wurde grundsätzlich pro rata tempore
abgeschrieben, geringwertige Vermögensgegens-
tände wurden voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu
Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Be-
standsaufnahme ermittelt und unter Beachtung
des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstän-
de sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung
des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versi-
cherungsmathematisch ermittelten Barwert unter
Berücksichtigung der Generationentafel von Dr. K.
Heubeck, Köln 2005, angesetzt; es wurde ein
Rechnungszinsfuß von 6 % zu Grunde gelegt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle
erkennbaren Risiken und sind grundsätzlich mit
dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen er-
mittelt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Ge-
nerationentafeln von Dr. K. Heubeck, Köln 2005;
es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,5 % zu
Grunde gelegt.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen er-
mittelt; es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,5 %
zu Grunde gelegt.
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbe-
trag ausgewiesen.
b) Angaben zu Positionen der Bilanz
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im
beigefügten Anlagennachweis (Anlage 1) gezeigt.
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2005 bei
6.160.305,40 €.
Die Investitionen setzen sich wie
folgt zusammen:
Bezeichnung Investitionen
2005 in €
Investitionen
2004 in €
Investitionen
2003 in €
EDV-Software 737.074,23 1.484.117,19 725.339,30
Geleistete Anzahlung für SW 113.179,32 97.045,24 222.254,68
PKW 42.733,60 21.666,58 0,00
Technische Ausstattung 6.199,60 631.438,50 16.180,00
Mobiliar 17.701,84 44.454,26 117.434,95
Sonstiges Inventar 3.480,00
Rechnersysteme 1.684.694,08 1.316.697,50 2.464.412,44
Monitore 249.028,91 271.880,47 183.893,90
Drucker, Plotter, Scanner 219.750,32 294.440,72 162.546,33
Sonstige DV-Peripheriegeräte 177.890,86 112.762,83 82.069,24
Router, Hub, Switch 7.690,39 67.083,33 173.074,16
DV-Netzkomponenten 1.755,08 229.338,96 562.563,21
TK-Anlagen, Komponenten, 44.442,37 218.050,49 15.223,44
Telefax 0,00 0,00 742,32
GWG 722.674,56 124.128,75 171.227,29
Anlagen im Bau 0,00 12.874,28 0,00
Finanzanlagen 2.132.010,24 316.888,37 1.837.463,25
Summe 6.160.305,40 5.242.867,47 6.734.424,51
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im
Wesentlichen technisch und wirtschaftlich optimal
genutzt werden. Im Sinne einer sicheren Bewälti-
bericht
Anhang
- 8 -
gung der Aufgabenstellung sind sie zur Zeit aus-
reichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen
sich auf 8.524.051,18
€ Darin enthalten sind For-
derungen aus der gestundeten Abgeltung für ü-
bernommene, laufende und zukünftige Pensions-
verpflichtungen von der Stadt Münster bei Eigen-
betriebsgründung in Höhe von 6.394.022,36 €
sowie kurzfristige Geldanlagen aus dem ÖrV-
Bereich (s. a. Gegenposten unter „sonstige Ver-
bindlichkeiten“) in Höhe von 1.212.628,70 €, die
Rücklage des ÖrV-Bereichs in Höhe von
385.000,00 € sowie Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 478.345,99 €.
Passivseite
Eigenkapital
Stammkapital
Nach § 12 der Satzung der citeq beträgt das
Stammkapital 200.000,00 €.
Rücklagen
Die Partnerstädte und Gemeinden im Rahmen der
öffentlich-rechtlichen Vereinbarung stellten der
citeq eine Rücklage zur Verfügung, die dazu be-
stimmt ist, Verluste aus der Neuentwicklung oder
wesentlichen Änderungen des IT-Angebotes zu
decken.
Ferner wurden aus den Jahresgewinnen 2001 bis
2004 Dotierungen vorgenommen.
Gewinn
Der Jahresgewinn der citeq beläuft sich auf
2.324.470,94 €.
Sonderposten
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüs-
sen der öffentlichen Hand erfolgt analog zur Ab-
schreibung der bezuschussten Anlagegüter.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der fol-
genden Tabelle zu entnehmen:
01.01.2005
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2005
€
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrück-
stellung
8.241.850,00 766.091,85 193.099,85 0,00 8.814.842,00
Rückstellung für
Beihilfeverpflich-
tung
960.518,40 260.672,84 11.908,49 0,00 1.209.282,75
Summe Pensi-
onsrückstellun-
gen und ähnli-
che Verpflich-
tungen
9.202.368,40 1.026.764,69 205.008,34 0,00 10.024.124,75
Sonstige Rückstellungen
Urlaub und
Überstunden 319.488,77
313.431,21 319.488,77 0,00 313.431,21
Altersteilzeit 285.366,00 36.078,00 58.694,00 0,00 262.750,00
Ausstehende
Rechnungen 393.622,42
225.221,56 361.850,59 10.783,95 246.209,44
Jahresab-
schluss 25.000,00
25.000,00 24.946,23 53,77 25.000,00
Prozesskosten 5.549,25 0,00 0,00 0,00 5.549,25
Summe
Sonstige
Rückstellun-
gen
1.029.026,44 599.730,77 764.979,59 10.837,72 852.939,90
Gesamt-
summe 10.231.394,84 1.626.495,46 969.987,93 10.837,72 10.877.064,65
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungs-
betrag ausgewiesen.
Die erhaltenen Anzahlungen betragen
92.274,46 € für Leistungen, die in 2006 erbracht
werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen belaufen sich auf 531.110,99 €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt
Münster belaufen sich auf 5.669.797,27 €. Davon
betreffen 4.321.201,50 € Bankverbindlichkeiten
auf Konten, die von der Stadtkasse für die citeq
geführt werden, 354.836,56 €
für ein inneres Dar-
lehen bei der Stadt Münster und 175.034,63 €
Leistungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von
1.438.142,38 € enthalten im Wesentlichen Ver-
bindlichkeiten
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt
Münster)
in Höhe von 1.402.249,52 € (darin
enthalten sind 1.212.628,70 € aus kurzfristi-
gen Geldanlagen und 189.620,82 € Leis-
tungsentgeltrückerstattung an Kunden des
ÖrV-Bereichs) und
bericht
Anhang
- 9 -
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von
35.054,60 €.
Für die Verbindlichkeiten bestehen die fol-
genden Restlaufzeiten:
davon mit einer Laufzeit
Verbindlichkeiten
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen 92 92 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
531 531 0
Verbindlichkeiten gegenüber der
Stadt Münster
5.670 5.417 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.438 1.438 0
Gesamt 7.731 7.478 0
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge
mit Einrichtungen der Stadt Münster, mit Koopera-
tionspartnern und Dritten aus
• Bereitstellung von Hard- und Software,
• Bereitstellung des Datennetzes,
• gesondert abzurechnenden Dienstleistungen,
• Schulungen sowie
• sonstigen privatrechtlichen Leistungsentgel-
ten
erzielt.
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für
die Stadt Münster erbracht:
Leistung Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2005
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2004
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2003
Bereitstellung von Zentralein-
heiten (PC, Notebooks) 2.872 2.772 2.738
Bereitstellung von Monitoren
und Beamern 2.671 2.614 2.552
Bereitstellung von Druckern /
Plottern 1.299 1.284 1.216
Bereitstellung von Scannern 185 161 152
Bereitstellung von Sicherungs-
systemen 22 24 28
Bereitstellung von Telefaxgerä-
ten 280 251 234
Bereitstellung von Telefongerä-
ten / -einrichtungen 3.224 2.998 2.892
Internet / Intranet Pauschal Pauschal Pauschal
Überlassung Softwareprodukte Pauschal Pauschal Pauschal
Gesamterträge hierzu 7.852.521,49 € 7.603.225,91 € 7.762.704,31 €
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für
den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster
erbracht:
Leistung Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2005
Durchschnitt
(Anzahl) /
Abrechnung
2004
Bereitstellung von Zentralein-
heiten (PC, Notebooks) 1.461 506
Bereitstellung von Monitoren
und Beamern 1.239 475
Bereitstellung von Druckern /
Plottern 310 131
Bereitstellung von Scannern 85 33
Bereitstellung von sonstigen
Gerätetypen 15 3
Schulungen Preisliste Preisliste
Einrichtung der Anlagen Nach Aufwand Nach Aufwand
Gesamterträge hierzu
1.714.683,93 €
1.075.756,04 €
bericht
Anhang
- 10 -
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen
der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte
erbracht:
Aufgabenbereich
2005
Umsatzanteil
2005
Umsatzanteil
2004
Umsatzanteil
2003
Zentrale Verwaltung (KSD) 0,03% 0,16% 0,53%
Personalwesen 5,19% 6,81% 5,55%
Statistik und Wahlen 1,97% 2,28% 0,03%
Kämmerei (Kosten- und Leis-
tungsrechnung, Haushaltswesen,
-überwachung, SAP)
23,04%
13,18% 12,44%
Kasse (Kassenwesen, FAD,
Allgemeines Veranlagungswesen,
Verwaltungsvollstreckung)
9,47%
11,17% 14,07%
Steuern 7,49% 10,15% 11,02%
Sicherheit und Ordnung ( Aus-
länderwesen, Verkehrsordnungs-
widrigkeiten, Veterinärangelegen-
heiten, Ordnungsangelegenheiten,
Führerscheinwesen)
8,72%
9,01% 10,08%
Einwohner- und Meldewesen 6,16% 6,95% 7,48%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,74% 0,17% 0,22%
Büchereiwesen 0,11% 0,07%
Weiterbildung 0,01% 0,01%
Musikschulwesen 0,00% 0,07% 0,08%
Soziales (Sozialwesen, Über-
gangsheime, BaföG)
6,50% 6,15% 6,48%
Jugend (Mündelgeld, Kostener-
mittlung Kindergärten, Kindergar-
tenverfahren, Jugendamtsverfah-
ren)
0,46%
0,51% 0,65%
Gesundheitswesen 0,22% 0,04%
Bauverwaltung 0,51%
Vermessung und Kataster 1,45% 1,97% 1,97%
Bauordnung 0,09% 0,07%
Wohnungsförderung ( Woh-
nungswesen, Fehlbelegungsab-
gabe)
0,42%
0,25% 0,45%
Hochbau 0,02% 0,13%
Tiefbau (Fäkalschlammentsor-
gung)
0,32% 0,23% 0,19%
Friedhofswesen 0,06% 0,07%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken,
IMSWare)
4,98%
4,79% 0,67%
Bereitstellung Server 0,11% 0,07% 0,08%
Betrieb, Unterhaltung von
Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von
Leistungen, Anbindung von
Nebenstandorten)
8,16%
9,25% 9,45%
Dienste
(Internet-Server/Nutzer, Internet-
Leistungen nach Angebot,
Redaktionssystem, E-
Government)
5,84%
7,11% 7,79%
Dienstleistung / Betreuung
(Betreuung fremder Systeme,
Arbeitsstunden / Rechenzeit,
Datensicherung, digitale Archivie-
rung)
2,51%
3,30% 3,68%
Schulungen 0,01% 0,01% 0,01%
Pauschalen
(Einwohnerpauschale u. a.)
5,41%
6,03% 7,08%
IT-Management für Schulen
Sonderarbeiten
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
Zusammenstellung der Erträge
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preis-
verzeichnis abgerechnet.
Erträge Erträge Erträge Leistung
2005 in € 2004 in € 2003 in €
Dienstleistungen ausschließlich
für die Stadt Münster 7.852.521,49 7.603.225,91 7.762.704,31
Dienstleistungen ausschließlich
für den Bereich Medienentwick-
lungsplan der Stadt Münster
1.714.683,93 1.075.756,04 567.116,40
Dienstleistungen für die Koopera-
tionspartner (Anteil Stadt Müns-
ter)
4.354.933,51 3.548.529,66 2.848.290,29
Dienstleistungen für die Koopera-
tionspartner /(Dritte) 5.091.142,28 4.679.093,39 4.355.160,50
Sonstige Leistungen (Veranstal-
tungen, Schulungen, Beraterleis-
tungen, kurzfristige Ausleihen von
Hardware)
121.697,74 70.304,23 73.495,05
Leistungsentgeltrückerstattung an
die Kooperationspartner
-364.655,45 -629.230,57 -300.074,89
Umsatzerlöse gesamt 18.770.323,50 16.347.678,66 15.306.691,66
Sonstige betriebliche Erträge
(Veräußerung von Anlagevermö-
gen, Versicherungserstattungen,
Auflösung Sonderposten)
154.004,84 102.705,70 150.887,11
Finanzerträge 515.113,94 504.834,50 541.159,26
Erträge gesamt 19.439.442,28 16.955.218,86 15.998.738,03
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung
von beweglichen und immateriellen Vermögens-
gegenständen des Anlagevermögens, Versiche-
rungserstattungen sowie Erträge aus der Auflö-
sung des Sonderpostens aus Zuschüssen der
öffentlichen Hand (24.396,36 €) (2004: eigene
Position in der GuV).
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesent-
lichen Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe,
für bezogene Waren sowie für die Unterhaltung
und Miete der Betriebs- und Geschäftsausstat-
tung, der immateriellen Vermögensgegenstände
und für Datenleitungen.
Die Personalaufwendungen setzen sich aus den
Regelzahlungen, Sonderzuwendungen, Urlaubs-
geldern, Beihilfen, Versorgungsaufwendungen
sowie vermögenswirksamen Leistungen zusam-
men. Für die Angestellten und Arbeiter enthalten
sie zusätzlich die Beiträge zu den Versorgungs-
kassen, Beiträge zur gesetzlichen Sozialversiche-
rung und pauschalierte Lohnsteuern.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für
Verwaltungsleistungen der Stadt Münster, sonsti-
bericht
Anhang
- 11 -
ge Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen,
Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto.
Angaben zum Jahresergebnis
Die citeq deckt die entstehenden Kosten durch
Leistungsentgelte. Die citeq erstrebt keinen Ge-
winn.
Das Wirtschaftsjahr 2005 ergab einen Jahresge-
winn in Höhe von 2.324.470,94 €
Kennzahlen zur Erfolgsanalyse 2005 2004 2003
Umsatzerlöse T € 18.770 16.348 15.307
Veränderungsrate % 14,8 6,8 2,6
Materialaufwand T € 4.391 3.783 3.049
Materialaufwandsquote % 23,4 23,1 19,9
Personalaufwand T € 6.289 6.026 5.859
Personalaufwandsquote % 33,5 36,9 38,3
Mitarbeiter An-
zahl 115 110 103
Jahresgewinn T € 2.324 1.610 1.770
Personalausstattung
In der citeq waren in 2005 durchschnittlich be-
schäftigt:
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt
(ohne
Azubis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2005 51 56 107 5
30.06.2005 51 59 110 5
30.09.2005 50 58 108 6
31.12.2005 51 58 109 6
Durchschnitt 51 58 109 6
Die citeq ist als Teil der Stadt Münster Mitglied der
Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfa-
len-Lippe (ZKW). Das Mitgliedsverhältnis ist ein
privatrechtliches Versicherungsverhältnis zwi-
schen dem Arbeitgeber und der ZKW. Die ZKW
hat die Aufgabe, durch Versicherung den Be-
schäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alter s,
Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversor-
gung nach Maßgabe der Satzung und der dazu
erlassenen Durchführungsvorschriften zu gewäh-
ren.
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen
und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse
sowie die Versicherungsleistungen richten sich
nach den Bestimmungen des Tarifvertrages über
die zusätzliche Altersversorgung der Beschäftig-
ten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV
– (ATV-K vom 01.03.2002).
Der Umlagesatz für 2005 beträgt 4,5 %, das Sa-
nierungsgeld beträgt 2,0 %. Bemessungsgrundla-
ge waren die Löhne und Gehälter 2005. Die Ar-
beitgeberaufwendungen für die ZKW betrugen
146.836,09 €.
Einzelheiten und Berichterstattung zum Per-
sonalaufwand
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Auf-
wandskomponenten geht aus der nachfolgenden
Übersicht hervor:
Die Leistungen der citeq werden erbracht von
insgesamt 109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
(einschließlich 5 überplanmäßig befristet beschäf-
tigten Personen) sowie 6 Auszubildenden. Die
Organisation der citeq ist aus dem Organigramm
– Anlage 2 – ersichtlich.
Beamte
Grundlage für die Besoldung der Beamten war
das Bundesbesoldungsgesetz in der jeweils gülti-
gen Fassung.
Personalaufwand 2005
in €
2004
in €
2003
in €
Beamtenbezüge 2.278.695,82 2.226.041,49 2.122.481,67
Gehälter 2.293.720,40 2.077.045,30 1.855.078,47
Löhne 716,08 9.998,06 50.947,15
Dienstaufwendungen für
sonstige Beschäftigte 0,00
3.605,52 15.029,02
Veränderung Urlaubs- u.
Überstundenrückstellung
-6.057,56 1.652,23 33.438,08
Zwischensumme 4.567.074,74 4.318.342,60 4.076.974,39
Soziale Abgaben und Aufwen-
dungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
1.722.380,05
1.707.612,89 1.781.818,32
davon für Altersversorgung 1.122.138,78 1.030.087,64 1.135.174,58
Gesamtsumme 6.289.454,79 6.025.955,49 5.858.792,71
bericht
Anhang
- 12 -
Beschäftigte
Die Grundlagen für Vergütung (Vergütungstarif-
vertrag Nr. 35 zum BAT) und Löhne (Monatslohn-
tarifvertrag Nr. 29 zum BMT-G) galten bis zum
30.09.2005. Seit dem 01.10.2005 gilt für alle Be-
schäftigten (früher Angestellte und Arbeiter) der
Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
vom 13.09.2005. Alle am 30.09.2005 Beschäftig-
ten wurden zum 01.10.2005 auf den TVöD über-
geleitet. Statt Vergütung und Lohn wird einheitlich
Entgelt gezahlt.
Aus- und Fortbildung
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich
weitergebildet, um den Anforderungen gewachsen
zu sein. Insgesamt wurden dafür 111.236,27 €
aufgewandt.
d) Ergänzende Angaben
Zusammensetzung der Organe und Aufwen-
dungen für Organe
Alleiniger Werkleiter ist Herr Rolf Tewes.
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe
der Gesamtbezüge der Werkleitung verzichtet.
Für ein ehemaliges Mitglied der Werkleitung und
eine Hinterbliebene wurden an Pensionen
73.315,51 €
aufgewendet. Für beide Personen
bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von
789.198,00 €
Eine Informations- und Entscheidungspflicht
der citeq besteht gegenüber folgenden Gre-
mien:
Werksausschuss der citeq
Der Werksausschuss wurde im Jahr 2005 in 4
öffentlichen und 4 nicht-öffentlichen Sitzungen
von der Werkleitung über die Entwicklung der
citeq und alle wichtigen Angelegenheiten unter-
richtet. Dabei hat er Entscheidungen im Rahmen
seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder
des Werksausschusses sind sämtlich in Münster
wohnhaft.
Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zu-
sammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkun-
dige Bürger/innen
Stellvertretende Mitglieder
1. RH Stefan Weber, selbst.
EDV-Berater
(Vorsitzender)
1. RH Frank Baumann, Online
Designer
2. RF Marliese Kosmider,
Oberstudienrätin
(Stellvertr. Vorsitzende)
2. RH Georg Berding, Schullei-
ter
3. RF Helga Welker, Notarsek-
retärin
3. Renate Buschermöhle,
kaufm. Angestellte
4. Christian Moll, Geschäftsfüh-
rer
4. RH Rolf Klein, Systemanaly-
tiker
5. RH Moritz von Schmeling,
Student
5. RH Alexander Bercht, Stu-
dent
6. Uwe Buddelmeyer, Unter-
nehmensberater
6. Clemens Kraus, Systemad-
ministrator
7. Jürgen Lemke, Dozent für
Medientechnik
7. Otto Reiners, Organisations-
berater
Beratendes Mitglied gem. § 58
Abs. 1 S. 7 GO NRW
8. Andreas Glaeser, System-
techniker und -administrator
8. Karl-Heinz Henrichmöller,
Versicherungskaufmann i. R.
9. Arne Reuter, Unternehmer 9. Dieter Sumbeck, Archit ekt
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für
den Werksausschuss:
Bürgermeister Gottschling, Havixbeck, und Bür-
germeister Borgmann, Lüdinghausen.
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wich-
tigen Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u.
a. über Umlagen, Produkte und deren Preise. Er
hat im Jahr 2005 zweimal getagt.
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen
der öffentlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten
Kooperationspartner (Stimmanteil in Höhe des
Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen
die Beschlüsse und Empfehlungen des Zentral-
ausschusses vor. Er hat im Jahr 2005 zweimal
getagt.
bericht
Anhang
- 13 -
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zu-
ständigen Organisationseinheit der Kooperations-
partner.
Arbeitskreise
Für verschiedene Anwendungen sind Arbeitskrei-
se gebildet worden, die sich in unregelmäßigen
Abständen, je nach fachlichen Anlässen, treffen.
Mitglieder
Vertreter/-innen aus den Fachämtern der Nutzer
der jeweiligen Anwendung .
Die citeq kooperiert mit verschiedenen Unterneh-
men, aber insbesondere mit den kommunalen
Datenzentralen innerhalb der Vereinigung „KDN -
Dachverband kommunaler IT-Dienstleister“.
Münster, den 23.03.2005
citeq
Rolf Tewes
Anlagennachweis
- 14 -
Anlagennachweis
der citeq - Informations-Technologie für Kommunen
Anlage 1
Posten des Anlagever-
mögens
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Kennzahlen
Anfangsbe-
stand
01.01.2005
Zugang 2005 Abgang 2005 Umbu-
chungen
Endstand
31.12.2005
Anfangsbe-
stand
01.01.2005
Zugang (d.h.
Abschrei-
bungen im
WJ 2005)
Abgang (d.h.
angesam-
melte Ab-
schreibun-
gen auf die
in Spalte 4
ausgewiese-
nen Beträge)
Endstand
31.12.2005 Restbuch-
werte am
Ende des WJ
Restbuch-
werte am
Ende des
vorange-
gangenen
WJ
Durch-
schnittl.
Ab-
schrei-
bungs-
satz
Durch-
schnittl.
Rest-
buch-
wert
€ € € € € € € € € € € v.H. v.H.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 7.436.008,37 737.074,23 35.168,11 119.472,04 8.257.386,53 5.144.029,37 880.425,27 34.421,11 5.990.033,53 2.267.353,00 2.291.979,00
2. Geleistete Anzahlung 304.599,24 113.179,32 0,00 -119.472,04 298.306,52 0,00 0,00 0,00 0,00 298.306,52 304.599,24
Summe immat. VG 7.740.607,61 850.253,55 35.168,11 0,00 8.555.693,05 5.144.029,37 880.425,27 34.421,11 5.990.033,53 2.565.659,52 2.596.578,24 10,29 29,99
II. Sachanlagen
1. PKW 42.967,51 42.733,60 0,00 0,00 85.701,11 24.407,51 10.080,60 0,00 34.488,11 51.213,00 18.560,00
2. Betriebs- und Ge-
schäftsausstattung
19.480.552,65 3.135.308,01 2.412.186,50 12.874,28 20.216.548,44 12.195.400, 65 3.465.172,51 2.339.774,72 13.320.798,44 6.895.750,00 7.285.152,00
3.
Geleistete Anzahlun-
gen und Anlagen im
Bau
12.874,28 0,00 0,00 -12.874,28 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12.874,28
Summe Sachanlagen 19.536.394,44 3.1 78.041,61 2.412.186,50 0,00 20.302.249,55 12.219.808,16 3.475.253,11 2.339.774,72 13.355.286,55 6.946.963,00 7.316.586,28 17,1 34,2
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
2.154.351,62 2.132.010,24 0,0 0 0,00 4.286.361,86 0,00 0,00 0,00 0,00 4.286.361,86 2.154.351,62
Summe Finanzanlagen 2.154.351,62 2.132.010,24 0,00 0,00 4.286.361,86 0,00 0,00 0,00 0,00 4.286.361,86 2.154.351,62 0,0 100,0
Gesamtsumme 29.431.353,67 6.160.305,40 2.447.354,61 0,00 33.144.304,46 17.363.837,53 4.355.678,38 2.374.195,83 19.345.320,08 13.798.984,38 12.067.516,14
ebericht
Lagebericht
- 15 -
Allgemeine Übersicht
Die citeq ist seit dem 01.01.2001 eine eigenbe-
triebsähnliche Einrichtung. Sie entspricht den
Vorschriften der Gemeindeordnung für das Land
Nordrhein-Westfalen und wird gemäß der Eigen-
betriebsverordnung (EigVO) sowie nach den Be-
stimmungen der Betriebssatzung geführt. Der
citeq obliegt die Erbringung von Dienstleistungen
im Bereich der Informationstechnologie (IT) ein-
schließlich der Kommunikationstechnologie für die
Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner
(20 Städte, Gemeinden und Kreise im Münster-
land) der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (öf-
fentlich-rechtliche Vereinbarung über die gemein-
same Inanspruchnahme der eigenbetriebsähnli-
chen Einrichtung citeq der Stadt Münster) und
sonstiger Kunden im Rahmen des § 107 der Ge-
meindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Die citeq ist für die komplette Steuerung, Planung
und den Betrieb der Informationstechnologie (IT)
einschließlich der Kommunikationstechnologie für
die Stadt Münster zuständig.
Das Jahr 2005 war in diesem Zusammenhang
stark geprägt von der Haushaltskonsolidierung.
Die citeq hat sowohl im Hinblick auf die IT-
Planung als auch für den Betrieb entsprechende
Maßnahmen eingeleitet, um dieses Ziel zu unter-
stützen. Dabei kommt der IT im Hinblick auf die
Verdichtung der Aufgaben und den damit verbun-
denen Geschäftsprozessen erhebliche Bedeutung
zu.
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Ver-
pflichtung zur Erhaltung des Vermögens und der
Leistungsfähigkeit (§ 10 der überarbeiteten Ei-
genbetriebsverordnung EigVO) und entsprechend
den für Aktiengesellschaften geltenden gesetzli-
chen Bestimmungen mit dem Aufbau eines Risi-
komanagementsystems begonnen.
Ziel ist es, bestehende und mögliche Risiken für
alle Betriebsbereiche zu identifizieren, sie zu be-
werten und strategische Maßnahmen zur Redu-
zierung und Vermeidung von Risiken zu planen,
umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollie-
ren.
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt
Münster als Hauptabnehmer der Leistungen der
citeq, der langjährigen Zusammenarbeit mit den
Kooperationspartnern und der Kündigungsfrist
von mindestens 18 Monaten im Rahmen der ÖrV
für Leistungen der citeq ist das unternehmerische
Risiko zur Zeit als gering zu bezeichnen.
Vorjahresabschluss
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2004 erteilte
die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA AG,
Niederlassung Bielefeld, am 18.03.2005 den un-
eingeschränkten Bestätigungsvermerk. Diesen
hat die Gemeindeprüfungsanstalt in Herne unver-
ändert mit Datum vom 21.09.2005 in ihren eige-
nen abschließenden Vermerk übernommen.
Entwicklung der citeq
Für die citeq stellt sich das Jahr 2005 als sehr
erfolgreich dar. So konnten nicht nur weitere Pro-
dukte platziert, sondern auch zusätzliche Aufga-
ben von bisherigen und von neuen Kunden über-
nommen werden. Hinzu kommt, dass wichtige
Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss oder
wesentlich weiter geführt werden konnten.
Einkauf
Im Jahr 2005 hat die citeq die Abnahme des Pro-
duktes „Einkauf“ intensivieren können. Die citeq
hat in den vergangenen Jahren verschiedene
Rahmenverträge abgeschlossen. So werden über
eigene Rahmenverträge inzwischen PC, Monitore,
Notebooks, Drucker, Server, Netzkomponenten
und IT-Verbrauchsmaterialien beschafft. Die hier-
bei erzielten Konditionen und die Möglichkeit zeit-
nah ohne eigene Ausschreibung IT-Produkte zu
beschaffen haben auch das Interesse der Koope-
rationspartner der citeq geweckt. Neben der pro-
jektbezogenen Einzelfallbeschaffung für einzelne
Kunden und Abrechnung über einen auftragsbe-
zogenen Preis hat die Stadt Hamm nach ersten
Gesprächen im Januar 2005 die citeq beauftragt
den gesamten IT-Einkauf für sie abzuwickeln. Hier
erfolgt eine Abrechnung nach einer vereinbarten
Monatspauschale. Aufgrund der verstärkten Nut-
zung auch durch die Kooperationspartner konnte
der Preis für die Beschaffungen aus den Rah-
menverträgen zum Jahresbeginn 2006 reduziert
werden. Mittelfristig wird sich das damit gebündel-
te größere Auftragsvolumen auch auf die im
Rahmen der Ausschreibungen zu erzielenden
Preise für die citeq und die Kooperationspartner
positiv auswirken.
Picture – Darstellung von Verwaltungsprozes-
sen
Im Sommersemester 2005 wurde von 15 Studen-
ten des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Uni -
ebericht
Lagebericht
- 16 -
versität Münster in Zusammenarbeit mit der Stadt
Münster der Prototyp eines Werkzeugs entwickelt,
welches die transparente Darstellung von Verwal-
tungsprozessen unterstützt.
Die Idee des Tools ist, über verteiltes Modellieren
aller Geschäftsprozesse einer öffentlichen Verwal-
tung auf anwenderfreundlichem Weg mit leicht
verständlichen, vorgefertigten Bausteinen durch
die beteiligten Sachbearbeiter ein umfassendes
Bild der Prozesslandschaft zu erhalten. Die Aus-
wertung aller modellierten Geschäftsprozesse
zum Aufzeigen von Verbesserungspotenzial durch
Identifikation der zu den Prozessbausteinen pas-
senden IT-Funktionalitäten in qualitative und mo-
netäre Dimensionen kann dann als Grundlage für
Investitionsentscheidungen dienen.
Im laufenden Wintersemester wird das Tool unter
Leitung des European Research Center for Infor-
mation Systems (ERCIS) von Studenten in der
Universitätsverwaltung Münster zur Qualitätssi-
cherung eingesetzt. Ab dem Sommersemester
2006 soll PICTURE dann in der Stadt Münster im
Rahmen eines weiteren Praxissemesters von
Studenten der Wirtschaftsinformatik ausgerollt
werden. Neben der Stadt Münster haben ver-
schiedene Städte (Dortmund, Bielefeld,…) und
Rechenzentren (HABIT, GKD Recklinghausen,…)
großes Interesse an der Idee und dem Tool be-
kundet.
Die „PICTURE-Idee“ ist in ein EU-Projekt der
Wirtschaftsinformatiker der Uni Münster mit SAP
und Universitäten und Firmen in der Schweiz,
Polen, Griechenland, Großbritannien und Italien
eingeflossen. Auch die Stadt Münster, citeq ist an
diesem Projekt beteiligt, die Zusage der EU und
damit für eine finanzielle Unterstützung von ins-
gesamt ca. 2.000.000 € (ca. 70.000 € für die ci-
teq) erfolgte im Januar 2006. Das Projekt läuft
über 3 Jahre, der Projektstart ist im Februar 2006.
Einführung NKF mit SAP
Im Jahre 2005 hat die citeq mit Unterstützung der
Firma best practice consulting (bpc) den Rollout
des Neuen kommunalen Finanzmanagements
(NKF) als Gemeinschaftsprojekt für die Städte
Münster und Hamm begonnen. Die Stadt Münster
wird in 3 Wellen (2006, 2007, 2008) die Ämter
umstellen. In Hamm erfolgt die Umstellung in 2
Wellen (2006 und 2008), weil Hamm mit einem
Doppelhaushalt
arbeitet. Der gesamte Roll-out
soll in beiden Städten zum 01.01.2008 abge-
schlossen sein.
Für die Stadt Münster war eine umfangreiche
Migration erforderlich, um die aus dem Pilotbe-
trieb gespeicherten Daten in den neuen Bu-
chungskreis 3000 übernehmen zu können. Der
Kontenplan war an die neuen gesetzlichen Anfor-
derungen anzupassen. Die Migration erfolgte in
zwei Etappen: Migration für die Planung und dann
für die Bewirtschaftung.
Für den Test der Haushaltsplanung 2006 wurde
erstmalig das SAP-Werkzeug „Test Workbench“
genutzt. Der Haushaltsplan konnte planmäßig
erstellt werden. Der Druck des Hauhaltsplans
erfolgte mit einem von der Firma bpc erstellten
Programm (ZPLAN).
Die für die Bewirtschaftung der Einnahmen und
Ausgaben erforderlichen Funktionalitäten sind für
alle Ämter des NKF-Roll-outs (1. Welle) im SAP-
System eingerichtet worden. Die Namenskonven-
tionen der Stammdaten wurden durch die beteilig-
ten Fachbereiche dokumentiert. Ein Anwender-
handbuch für die Ausgabenbewirtschaftung wurde
erstellt. Die Aktualisierung des vorhandenen Fein-
konzeptes (Münster) bzw. Rahmenkonzeptes
(Hamm) erfolgt laufend im Rahmen der Projektar-
beit.
Die Städte haben vereinbart, die Personenkonten-
führung mit dem Modul „Public Sector Collections
and Disbursement“ (PSCD) zu realisieren. Die
Einführung von PSCD erfolgte als eigenständiges
Projekt, weil auf keine Vorgaben aus dem NKF-
Pilotbetrieb seit dem Jahre 2002 zurückgegriffen
werden konnte. Die bisherige Finanzadressdatei
(FAD) wurde durch das führende Geschäftspart-
nerprinzip abgelöst. Die FAD wird weiterhin für die
noch unter BS2000 ablaufenden Veranlagungs-
verfahren über eine Schnittstelle fortgeschrieben.
Eine entsprechende Geschäftspartnerpflege über
ein Mitarbeiterportal wurde erstellt. Bei der Web-
applikation handelt es sich um eine Neuentwick-
lung in technischer und fachlicher Art. Die erfor-
derlichen Funktionalitäten für die neue Personen-
kontenführung sind für alle Ämter des NKF-Roll-
outs (1. Welle) im SAP-System eingerichtet wor-
den. Die Stammdaten und Geschäftsprozesse
wurden dokumentiert.
ebericht
Lagebericht
- 17 -
Veranlagungsverfahren mit SAP
Ab Mitte des Jahres 2005 beteiligte sich die citeq
an einem Auswahlprozess der KDN für ein neues
Veranlagungsverfahren für die Städte Hamm und
Münster. Der KDN-Arbeitskreis Veranlagungswe-
sen wurde gebildet und ein Pflichtenheft und Test-
fälle erarbeitet. Nach einem Auswahlverfahren
und einer Präsentation von 2 Verfahren (KRZN
mit dem Produkt KIVI und die Firma CSC Ploenz-
ke AG mit dem Produkt Tax & Fee Assessment
(TFA)) erfolgte eine Teststellung durch CSC. Der
KDN-Arbeitskreis Veranlagungswesen bereitet
einen Vergabevorschlag vor. Es ist geplant, die
Veranlagungssoftware der Firma CSC möglichst
zur Jahresveranlagung 2007 im Parallelbetrieb zu
testen und zum 01.01.2008 mit dem Produktivbe-
trieb zu starten. Die bisherigen BS2000 Veranla-
gungsprogramme und das Verfahren ALSOL (All-
gemeine Sollstellungen) entfallen dann.
Einführung NKF mit INFOMA newsystem
Am 11.04.2003 wurde auf einer gemeinsamen
Sitzung der Arbeitskreise Haushalts- und Kas-
senwesen das Verfahren "newsystem kommunal"
der Firma INFOMA ausgewählt .
Der Ersteinsatz des Produktes "newsystem kom-
munal" bei den Kooperationspartnern im geplan-
ten Zeitraum 2004 bis 2008 wird von der citeq
betreut.
Nachdem der Kreis Warendorf (kameral) zum
01.01.2004 und die Gemeinde Nottuln zum
01.01.2005 (doppisch) produktiv gegangen sind,
haben zum 01.01.2006 die Städte Coesfeld, Sas-
senberg und Warendorf die Produktion kameral
und die Gemeinden Everswinkel und Wadersloh
die doppische Produktion aufgenommen. Die
anderen Gemeinden folgen zum 01.01.2007 bzw.
2008.
Im Finanzbereich ist die Übernahme der Einnah-
mereste bzw. der Überzahlungen aus GINFIS
abgeschlossen. Die Werte der Anlagenbuchhal-
tung sind von den Anwendern noch nicht zur Ü-
bernahme freigegeben. Die anderen Werte für die
Eröffnungsbilanz werden manuell übernommen.
Im Bereich der Veranlagung (Stand: 24.01.2006)
haben die ersten Jahresveranlagungen stattge-
funden (Gemeinde Nottuln, Stadt Coesfeld). Die
Besonderheiten bei den Entwässerungsgebühren
für Warendorf bzw. der Verbrauchsabrechnung für
Sassenberg sind programmiert. Die Übernahme
der Entwässerungsdaten vom Versorger für die
Gemeinde Wadersloh sind erfolgt. Die Jahressoll-
stellung fand in der 4. Woche statt.
Für die Gemeinde Everswinkel sind die entspre-
chenden Daten noch zu übernehmen. Anschlie-
ßend erfolgt die Jahressollstellung.
Der Bescheiddruck für die Stadt Coesfeld, Stadt
Warendorf und Gemeinde Everswinkel wird erst-
malig über ein Druckmanagementsystem erfol-
gen. Die maschinelle Kuvertierung berücksichtigt
unterschiedliche Portoklassen. Ebenfalls werden
die Archivierungsdateien mit Hilfe dieses neuen
Programms erstellt.
Software zur Straßenerhaltung – PMS
Im Rahmen der Einführung des NKF im Tiefbau-
amt der Stadt Münster wurde der Bedarf an einer
Softwareunterstützung für die Erfassung und Be-
wertung des Anlagevermögens der Verkehrsflä-
chen und Bauwerke angemeldet. Bislang wurde
eine umfassende, messtechnische Zustandser-
fassung nur für Hauptverkehrsstraßen, d. h. ca.
20 % der Verkehrsflächen, gemacht, so dass
darüber hinaus lediglich wenig Informationen und
dazu noch in Papierform vorliegen. Um die nun zu
erfassenden Daten sinnvoll fortschreiben zu kön-
nen und damit dauerhaft Unterstützung bei der
Erstellung einer nachhaltigen Erhaltungsstrategie
der Verkehrsflächen zu erhalten, wurde die Prü-
fung der Einführung eines PMS (Pavement Ma-
nagement System) angeregt. Das PMS soll neben
der Zustandserfassung und der technischen Zu-
standsbewertung den Einsatz der Mittel bei der
Straßenerhaltung durch Prognosen und Szena-
rien optimieren, bei der Planung, Priorisierung und
Abstimmung der Erhaltungsmaßnahmen unter-
stützen und Daten für die Vermögensbewertung,
das Projektmanagement und die Auftragsvergabe
im liefern.
Nach Ermittlung der Geschäftsprozesse und des
vorhandenen Verbesserungspotentials wurde
zusammen mit der Uni Essen/Duisburg eine
Marktanalyse PMS durchgeführt, an der sich 21
von 33 angeschriebenen Anbietern beteiligt ha-
ben. Von diesen wurde aufgrund der Angaben in
der Marktanalyse acht Anbietern das Pflichtenheft
zugesandt, das fünf Firmen beantwortet haben.
Drei dieser Firmen werden Anfang April Ihre Soft-
ware in Münster nach vorgegebenen Kriterien und
mit Daten des Tiefbauamtes präsentieren. Die
Einführung und Produktivsetzung der Standard-
module ist für das Ende des dritten Quartals 2006
geplant.
ebericht
Lagebericht
- 18 -
Wohnungswesen - Wohnung2000
Die Stadt Münster ist seit dem 07.06.2005 und die
Stadt Ahlen seit dem 01.08.2005 produktiv.
Die Stadt Hamm wird das Programm erst dann
einsetzen, wenn alle Module programmiert sind.
Dies wird voraussichtlich in 2006 geschehen.
Die Stadt Coesfeld wird voraussichtlich Ende
2006 das Programm einsetzen.
Medienentwicklungsplan (MEP)
In den drei Schulen (Grund-, Hauptschule und
Gymnasium) des Schulzentrums Kinderhaus wur-
de in den ersten Wochen des Jahres 2006 neue
Computertechnik installiert. Anschließend werden
die Schulen in die laufende Betreuung durch die
citeq aufgenommen. Damit sind 65 von den ins-
gesamt 84 allgemeinbildenden Schulen der Stadt
Münster nach dem Medienentwicklungsplan aus-
gestattet. In dem Zeitraum Sommerferien 2003 bis
Januar 2006 wurden rd. 1.630 PC, 360 Note-
books, 390 Drucker sowie 100 Scanner und 130
Beamer installiert.
Schulformbezogen verteilt sich die Ausstattung
wie folgt:
Schulform (Anzahl) PC Notebooks Drucker Scanner Beamer
Grundschulen (41): 523 22 141 31 14
Hauptschulen (6): 187 127 49 18 17
Realschulen (5): 170 55 40 19 27
Gymnasien (8): 642 153 94 24 71
Sonderschulen (5): 109 4 64 12 2
Summe 1.631 361 388 104 131
Nach der bestehenden Terminplanung ist davon
auszugehen, dass die Ausstattung aller Schulen,
wie im Projekt vorgegeben bis zum Ende des
Jahres 2006 abgeschlossen sein wird.
Die Schulen entscheiden weitgehend eigenver-
antwortlich über den tatsächlichen Ausstattungs-
umfang.
Die Anforderungen der Schulen hinsichtlich des
Umfangs und der Komplexität der Softwareinstal-
lationen sowie des Beratungs- und Betreuungs-
bedarfes haben sich im Projektverlauf als deutlich
höher herausgestellt als zunächst kalkuliert. Um
diesem Umstand Rechnung zu tragen, hat die
citeq verschiedene Maßnahmen ergriffen. U. a.
werden technische Verbesserungen im Bereich
der Installationen erarbeitet und der Bereich Bera-
tung wurde organisatorisch verstärkt. Grundsätz-
lich wird das technische Konzept des MEP stän-
dig weiterentwickelt, um neuen oder geänderten
Anforderungen begegnen zu können, soweit sie
den Grundsätzen des MEP (insbesondere der
Standardisierung) nicht widersprechen.
Nach der aktuellen Kalkulation ist im Vergleich zu
den ursprünglich vorgesehenen Haushaltsansät-
zen der Jahre 2003 bis 2009 mit einer Kostenre-
duzierung von 16 % (3.131 T€), zu rechnen. Die-
ses Ergebnis beruht im Wesentlichen auf folgen-
den Faktoren:
• Einsparungen bei Personalaufwendun-
gen.
• Einsparungen durch Preisvorteile aus
Ausschreibungen und Rahmenverträgen.
• Verlängerung der Standzeiten der Gerä-
tegruppen CRT-Monitore und PC.
Jugendamtssoftware OK.Jug
Am 31.01.2003 wurden mit der Fa. kommIT BVB-
Verträge für die Überlassung und Pflege der mo-
dular aufgebauten Software OK.JUG geschlos-
sen. Die modulare Einführung in den der citeq
angeschlossenen Jugendämtern war für das Jahr
2003 geplant. Das letzte Modul sollte am
01.01.2004 produktiv eingesetzt werden.
Im Rahmen der Verfahrenstests stellte sich her-
aus, dass die Software äußerst fehlerbehaftet war
und die Fa. kommIT vertraglich zugesicherte
Funktionalitäten nicht implementiert hatte.
Nach dem gescheiterten Versuch einer außerge-
richtlichen Einigung wurde beim Landgericht
Münster Klage eingereicht und Schadensersatz
geltend gemacht. Der Gütetermin ist für den
24.03.2006 angesetzt.
Jugendamtsverfahren - LogoData:
Zur Unterstützung der Geschäftsprozesse für die
Bereiche
- Unterhaltsvorschuss,
- Amtsvormund- und Beistandschaften,
- Allgemeiner Sozialer Dienst,
- Wirtschaftliche Jugendhilfe,
- Jugendgerichtshilfe und
- Adoption
ebericht
Lagebericht
- 19 -
der Jugendämter in Ahlen, Coesfeld, Dülmen,
Hamm und Münster wurde ein neues modular
aufgebautes Verfahren ausgewählt.
Unter intensiver Beteiligung der vorgenannten
Jugendämter wurde die Software LogoData-
Jugendamtsverfahren der Fa. LogoData im Rah-
men eines EU-weiten nicht offenen Verfahrens
ausgewählt, weil die Fa. LogoData das mit Ab-
stand beste Angebot auch in Bezug auf die Wirt-
schaftlichkeit abgegeben hatte. Die BVB-Verträge
für Überlassung und Pflege der Software wurden
noch im Dezember 2005 unterschrieben. Das
erste Abstimmungsgespräch zur Klärung der
technischen Details für die Implementierung der
Software in die technische Umgebung der citeq
hat im Januar 2006 stattgefunden. Das Verfahren
soll an insgesamt 262 Arbeitsplätzen sukzessive,
beginnend mit dem Bereich Amtsvormund- und
Beistandschaften im ersten Halbjahr 2006, einge-
setzt werden.
Kindergartenverfahren - KITA 2000:
Die Verwaltungen Ahlen, Coesfeld, Dülmen,
Hamm und Münster wurden im Dezember 2005
auf das neue Verfahren umgestellt und sind suk-
zessive produktiv gegangen. Die ersten echten
Sollstellungsläufe wurden Anfang Januar erstellt
und zur Kasse geleitet.
Die restlichen Verwaltungen (Ascheberg, Havix-
beck, Lüdinghausen, Nottuln und Nordkirchen)
wurden im Januar auf das neue Verfahren umge-
stellt. Gleiches gilt für die Verwaltungen, die ne-
ben den Elternbeiträgen auch die Fälle der offe-
nen Ganztagsschule (OGS) mit dem Verfahren
abwickeln und dieses bereits mit dem Altverfahren
kiga taten.
Ab Februar 2006 werden weitere Verwaltungen,
die bereits KITA2000 für die Elternbeiträge nach
dem Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder
nutzen, ihre OGS-Fälle mit dem Verfahren abwi-
ckeln können. Danach wird die Projektierung der
Produktivsetzung der weiteren Funktionalitäten
von KITA2000 (Warteliste, Verwaltung des Kita-
Personals mit TAB-AV-Schnittstelle usw.) erfol-
gen. Im Anschluss daran werden die Optimie-
rungsmaßnahmen zu Kita2000 und die SAP-
PSCD-Schnittstellenerstellung in Angriff genom-
men.
Personalmanagementsystem - Dsoft2000
Die Module ds-Stellenbewirtschaftung, ds-
Persinfo und ds-Zutrittssteuerung sind für den
Produktivbetrieb bereitgestellt.
Nach Umstellung auf den Tarifvertrag des öffentli-
chen Dienstes (TVöD) wurde im Februar 2006
das Modul für die Personalkostenhochrechnung
parametriert. Damit sind nun Hochrechnungen in
ds2000 möglich. Ab März werden die Feineinstel-
lungen und gegebenenfalls weitere Schnittstellen
zwischen PAISY und ds2000 definiert und umge-
setzt.
ds2000 wird derzeit von den Städten Hamm und
Münster sowie vom Kreis Coesfeld genutzt.
Mit einigen interessierten Städten wird derzeit
eine Präsentation vorbereitet.
Objektverwaltung - IMSWare
Zum Jahresende sind in der Stadt Münster weite-
re Module der Software in den Produktivbetrieb
gegangen. Hierbei handelt es sich insbesondere
um die Projektsteuerung, die Budgetsteuerung,
die PDA-gestützte Inventarisierung und um Erwei-
terungen im Bereich der Instandhaltung und Auf-
tragsvergabe. Neben der Datenübernahme aus
GINFIS wurden auch Schnittstellen zu SAP in
Betrieb genommen. Der Einführungsprozess wird
fortgesetzt.
Die Stadt Coesfeld hat mit der Einführung der
Fachmodule begonnen. In diesem Zusammen-
hang werden Schnittstellen zwischen IMSware
und newsystem.kommunal bereitgestellt.
Die Stadt Hamm schreitet ebenfalls mit der Ein-
führung voran.
E-Government
Virtuelle Poststelle
Im Zuge des weiteren Ausbaus von E-
Government ist eine sichere und nachvollziehbare
Kommunikation auf elektronischem Weg im glei-
chen Maße zu gewährleisten wie auf dem traditio-
nellen Postweg. Zu diesem Zweck ist das Instru-
ment einer Virtuellen Poststelle (VPS) entwickelt
worden, das jede Behörde in die Lage versetzt,
bei der Kommunikation mit Dritten alle verfügba-
ren Sicherheitsmechanismen im elektronischen
Datenverkehr wie Verschlüsselung, elektronische
Signaturen (aller Sicherheitsstufen), Authentisie-
ebericht
Lagebericht
- 20 -
rungsprüfungen und Zeitstempeldienste zu nut-
zen.
Rechtliche Grundlage ist das Elektronik-
Anpassungsgesetz des Landes NRW, das mit
dem neu eingefügten § 3a Verwaltungsverfah-
rensgesetz die elektronische Signatur einer hand-
schriftlichen Signatur rechtlich gleichsetzt sowie
die Frage der Zugangseröffnung durch Veröffent-
lichung einer E-Mail-Adresse regelt. In Überarbei-
tung befindet sich das Verwaltungszustellungsge-
setz, das eine elektronische Zustellung ermögli-
chen wird.
Auf Basis eines Prüfauftrags durch den Ar-
beitsausschuss hat die citeq eine Konzeption für
Aufbau und Betrieb einer VPS erstellt und diese
im Arbeitsausschuss am 19.10.2005 vorgestellt.
Das Angebot basiert auf der so genannten VPS
des Bundes, die vom Bundesamt für Sicherheit in
der Informationstechnik zertifiziert ist, beinhalte t
die beiden technischen Plattformen OSCI und
SMTP und bietet Synergien durch die gemeinsa-
me Nutzung technischer Komponenten der Clea-
ringstelle DataClearing NRW (siehe dort). Der
Arbeitsausschuss hat die citeq mit Aufbau und
Betrieb einer VPS beauftragt.
In einem ersten Workshop im Januar 2006 hat die
citeq mit den Kreisen Coesfeld und Warendorf
sowie den Städten Ahlen, Hamm und Münster die
Positionierung einer VPS erörtert. Inhaltlich wird
der Schwerpunkt auf der Umsetzung der Mail-
komponente über SMTP gesehen, parallel wird
ein Pilotprojekt mit dem Oberverwaltungsgericht
Münster zur Nutzung des dortigen elektronischen
Gerichts- und Verwaltungspostfaches aufgesetzt.
Die SMTP-Variante der VPS wird bis Mitte des 2.
Quartals 2006 realisiert.
Parallel haben die Kreise Borken und Steinfurt
sowie die Rechenzentren Paderborn und Güters-
loh Interesse an der Konzeption und ggfls. Betrieb
der VPS durch die citeq angemeldet.
Portal@komm
Auf Basis der Ergebnisse des citeq-Projektes
regio@komm hat die citeq gemeinsam mit den
Projektpartnern Deutsche Telekom - T-Systems
und Universität Münster - Institut für Wirtschaftsi n-
formatik im Auftrag der Städte Hamm und Müns-
ter das Projekt portal@komm aufgesetzt. Das
Projekt lief von September 2004 bis Sommer
2005.
Die citeq entwickelte anhand ihrer Erfahrungen
und ihrem Verständnis von E-Government die
beiden Ebenen der E-Basis und der E-
Funktionen. Die E-Basis besteht dabei aus immer
wiederkehrenden und von mehreren Anwendun-
gen genutzten Diensten, wie zum Beispiel E-
Signatur, E-Payment und elektronische Formula-
re. Die darauf aufbauenden E-Funktionen sind
das eigentliche Kernstück des E-Government, es
handelt sich hier um die optimierten und medien-
gerecht aufbereiteten Geschäftsprozesse der
Verwaltung. Die Bedarfe an E-Basis ergeben sich
aus der Aufnahme und Analyse der Geschäfts-
prozesse, die nach entsprechender Modellierung
und Optimierung durch Nutzung verschiedener
Basisdienste als Funktionen im E-Government zur
Verfügung gestellt werden.
Mit dem Testprojekt portal@komm wurden nicht
nur die Interessen und Fähigkeiten der einzelnen
Partner aufgegriffen und einbezogen, sondern vor
allem auch in Kooperation mit den Auftraggebern
folgende Ziele definiert:
• Evaluierung der Praktikabilität des Prinzips
Portalserver für die Kommunalwelt.
• Analyse und Auswahl hinsichtlich des auszu-
wählenden Produktes.
• Strukturierte Aufnahmen von Geschäftspro-
zessen, die in einem definierten Roll-Out in
Lösungen überführt und integriert werden
können.
• Erstellung einer umfassenden Dokumentati-
on.
Stichwortartig können hier folgende Ergebnis-
se des Projektes zusammengefasst werden.
• Die Teststudie und Untersuchung ist gemäß
der Zielsetzung abgeschlossen.
• Die Prozesse sind aufgenommen, analysiert
und auf E-Government-Umsetzbarkeit opti-
miert.
• Potenzielle Mehrwerte aus der Umsetzung der
Prozesse sind dokumentiert.
• Die Methode zur Prozessanalyse und Umset-
zung ist wieder verwendbar.
• Die Praktikabilität eines Portalservers im
kommunalen Umfeld ist erwiesen.
• Der Portalserver ist in einer Teststellung instal-
liert.
• Die Prozesse sind eingebunden und könnten
bei Entscheidung für die Lösung und Realisie-
ebericht
Lagebericht
- 21 -
rung gemäß den Ergebnissen der Qualitätssi-
cherung aktiviert werden.
• Das virtuelle Rathaus O.S.I.R.I.S. ist entwickelt
und könnte umgesetzt werden.
• Governikus als zentraler Intermediär ist imp-
lementiert.
• Formularservice und E-Signatur sind in Pro-
duktivbetrieb eingebunden.
• Aufbauend auf portal@komm ist das Projekt
picture / progress entwickelt worden, das nun
in Kooperation mit der KGSt zu einem bun-
desweiten Standard werden könnte.
Die Barrierefreiheit ist vorbereitet und kann mit
geringen Zusatzmitteln umgesetzt werden.
DataClearing NRW / Dienste der Clearingstelle
Der KoopA ADV hat im Rahmen der bundeswei-
ten E-Government-Initiativen BundOnline 2005
und Deutschland Online die Erstellung eines ver-
waltungseinheitlichen sicheren Inhalts- und Über-
tragungsstandards von Daten über das Internet
(OSCI) beauftragt. In einer ersten Umsetzung ist
die Nutzung von OSCI zwingend vorgegeben im
Rahmen der bundesländerübergreifenden elekt-
ronischen Rückmeldung im Meldewesen zum
01.01.2007 (Standard X-Meld). Weitere gesetzli-
che Vorgaben sind bereits verabschiedet oder
befinden sich im Gesetzgebungsverfahren. Paral-
lel werden auch in weiteren Fachthemen X-ÖV-
Standards entwickelt.
Für die Übertragung der OSCI-Daten empfiehlt
der KoopA ADV die Einrichtung von Clearingstel-
len. Für NRW haben die kommunalen Rechen-
zentren einstimmig die citeq Münster und das
KRZN Moers beauftragt, eine entsprechende
Konzeption zu entwickeln.
Die citeq-Gremien haben der Aufgabenübernah-
me zugestimmt mit der Maßgabe, dass mit Aus-
nahme der durch jede Kommune in NRW zu tra-
genden Anteile keine Finanzierung der Aufgabe
durch die ÖrV-Partner erfolgt.
citeq Münster und KRZN Moers haben das Kon-
zept Ende 2005 vorgelegt. Darin bieten die beiden
Rechenzentren unter dem Namen DataClearing
NRW den Betrieb der für OSCI-Übermittlungen
erforderlichen Infrastruktur auf Basis einer Flatrate
an. Insbesondere greift DataClearing die zu-
kunftsorientierte und generelle Nutzbarkeit der
Infrastruktur für weitere Dienste auf. So können
auch landesinterne Datenübermittlungen im Rah-
men des Mammografiescreenings gemäß Krebs-
registergesetz sowie bundesweite Übermittlungen
der SteuerID gemäß Abgabenordnung ab 2007
oder die anstehende Einführung biometrischer
Merkmale im Reisepass vorgenommen werden.
Die citeq Münster ist an der weiteren Identifikatio n
von Diensten, die über die Clearingstelle höchst
wirtschaftlich abgebildet werden können, in ho-
hem Maße beteiligt und leitet eine AKDN-
Arbeitsgruppe zu diesem Thema. Gemeinsam mit
weiteren Rechenzentren werden Potenziale erho-
ben, analysiert und den Kommunen zur Verfü-
gung gestellt.
Parallel ist die citeq an der Entwicklung des für die
OSCI-Kommunikation erforderlichen zentralen
Verzeichnisdienstes DVDV (Deutsches Verwal-
tungsdiensteverzeichnis) intensiv beteiligt. Die
citeq hat in der Qualitätssicherung des DVDV
mitgearbeitet und ist vorgesehen als einziger
Standort für den NRW-Replikationsserver des
DVDV. DataClearing NRW ist NRW-weit die ein-
zige pflegende Stelle für die im DVDV vorgehalte-
nen Daten.
Nicht zuletzt nimmt die citeq eine intensive Lob-
byarbeit bei den kommunalen Spitzenverbänden,
dem Innen- und weiteren Fachministerien des
Landes, Softwareherstellern, den kommunalen
Rechenzentren, übergeordneten Gremien (KoopA
E-Gov, AG Clearingstellen) sowie im bundeswei-
ten Kontext bei den Clearingstellenbetreibern
anderer Bundesländer wahr. Auf allen Ebenen ist
die citeq neben dem KRZN Moers als das kom-
munale Komptenzzentrum zu OSCI und sicherer
Datenübermittlung in NRW anerkannt.
Sollten sich nicht anderweitige Tendenzen in
NRW entwickeln, wird die citeq im Verbund mit
dem KRZN Moers DataClearing NRW kostende-
ckend spätestens zum 01.01.2007 anbieten.
SAN (Storage Area Network
)
Vor allem in den Bereichen Verfügbarkeit und
Sicherung sind die Anforderungen an die System-
technik in den letzten Jahren stark gestiegen. Um
diesen Anforderungen auch in Zukunft genügen
zu können, wird die citeq ein SAN einführen. Die
Einführung erfolgt in mehreren Schritten in den
Jahren 2006 bis 2008 mit geschätzten Kosten von
insgesamt 825.000,00 EUR.
ebericht
Lagebericht
- 22 -
Bei der Erstellung des SAN Konzeptes und bei
der Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen
wurde die citeq von einem auf SAN (Storage)
spezialisierten unabhängigen Berater unterstützt.
Erste Gespräche zur Auswahl eines Beraters
wurden ab Juli 2005 geführt. Mit dem Berater
wurde das SAN Konzept im August 2005 erstellt
und im Anschluss die Unterlagen für die herstelle-
runabhängige EU-weite Ausschreibung. Nach der
Submission Anfang Dezember 2005 musste die
Ausschreibung aufgehoben werden, da kein An-
gebot formell und technisch den Anforderungen
der Ausschreibung genügte. Das freie Verhand-
lungsverfahren wird im März/April 2006 durchge-
führt. Nach Beschluss durch die Gremien
Werksausschuss und Hauptausschuss wird Ju-
ni/Juli 2006 ein Auftrag vergeben
.
Dokumenten-Management / digitale Archivie-
rung
Bisher werden bei der citeq digitale Archive im
Bereich Steuern und Abgaben und in der KFZ-
Zulassungsstelle der Stadt Münster für das Füh-
rerscheinwesen und die KFZ-Zulassung einge-
setzt.
Vermehrte Anfragen aus dem ÖrV-Bereich um der
steigenden Informations- und Dokumentenflut mit
einem Dokumenten-Management-System (DMS)
effektiv zu begegnen, gehen einher mit der Ent-
wicklung einzuhaltender gesetzlicher Bestimmun-
gen und Verfahrensvorgaben.
Dazu gehört beispielsweise die Gewährleistung
der revisionssicheren Archivierung. In einigen
Anwendungsfällen sind ferner die Grundsätze des
Datenzugriffs und der Prüfbarkeit digitaler Unter-
lagen (GDPdU) zu gewährleisten.
Prozesse aus dem Bereich E-Government basie-
ren auf technischen Standards, wozu neben der
virtuellen Poststelle, dem OSCI-Protokoll und
anderen, beispielsweise auch die digitale revisi-
onssichere Archivierung hinzu zurechnen ist.
Die Anforderungen aber auch die Möglichkeiten in
Bezug auf DM-Systeme sind weit gefasst und
implizieren über die digitale Schriftgutverwaltung
und Langzeitarchivierung hinaus insbesondere
auch Workflow-Funktionalitäten.
Im September 2005 wurde ein Projekt zur Evalu-
ierung einer geeigneten Systemlösung aufgesetzt.
Ziel die Aufnahme eines Standards in das Pro-
dukt-Portfolio der citeq.
Dazu wurde bislang vorrangig das bereits einge-
setzte System einer Eignungsüberprüfung und
–bewertung unterzogen aber auch weitere für den
kommunalen Bereich geeignete Systeme wurden
parallel betrachtet.
Auf Basis der evaluierten Standardlösung könnte
ab Sommer 2006 die Konzeption für den Betrieb
und die Einführung projektiert werden, sofern die
dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen.
Berichterstattung zur Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätslage
Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und
Liquiditätsanalyse
2005 2004 2003
Aufbereitete Bilanzsumme T € 21.185 19.542 17.499
Eigenkapital T € 2.714 2.329 1.945
Eigenkapitalquote
(Eigenkapital / Gesamtkapital) %
13 12 11
Anlagevermögen T € 13.764 12.067 10.326
Investitionen in das Anlagevermögen T € 6.160 5.242 6.734
Anlagenintensität
(Nettoanlagevermögen / Gesamtver-
mögen)
%
65 62 59
Goldene Finanzierungsregel
(Langfristiges Vermögen / Langfristi-
ges Kapital)
1,55 1,56 1,53
net working capital
(Kurzfristiges Vermögen –
kurzfristiges
Fremdkapital)
T € -7.167 -6.508 -5.761
Entwicklung des Eigenkapitals und der Rück-
stellungen
Der allgemeinen Rücklage wurden aus dem Jah-
resgewinn 2004 383.968,07 € zugeführt.
Die Berechnungen für Pensions-, Altersteilzeit-
und Beihilferückstellungen wurden durch das
Personal- und Organisationsamt der Stadt Müns-
ter durchgeführt. Dabei wurden die neuen Heu-
beck-Tabellen 2005 zu Grunde gelegt. Bei der
Berechnung der Teilwerte wird ein durchschnittli-
chen Krankenkassentarif verwendet, welcher mit
den durchschnittlichen Beihilfeleistungen an die
Pensionäre der citeq nicht vergleichbar ist. Daher
wurde der Teilwert zum 31.12.2005 für die Beihil-
ferückstellung auf 75 % (2004 = 60 %) korrigiert.
Die citeq wird sich schrittweise den berechneten
Teilwerten nähern.
ebericht
Lagebericht
- 23 -
Konsolidierung
Im Rahmen der Konsolidierungsanstrengungen
seitens der Stadt Münster, hat die citeq einen
nicht unerheblichen Anteil zu leisten. So muss die
citeq aus dem Jahresabschluss 2005 in 2006 statt
800 T€ mindestens 1.570 € an die Stadt Münster
ausschütten. Zusätzlich unterstützt die citeq die
Ämter der Stadt Münster technisch bei ihren Kon-
solidierungsmaßnahmen. Auf Grund des struktu-
rellen Defizits im städtischen Haushalt werden
auch in den Folgejahren erhöhte Ausschüttungen
erwartet und Einsparungen unabdingbar sein.
Voraussichtliche Entwicklung des Eigenbe-
triebs
Im Rahmen der Bestandssicherung und der Ent-
wicklung der citeq sind in 2006 die Untersuchun-
gen mit der Infokom Gütersloh und der GKD Pa-
derborn im Hinblick auf eine gemeinsame Fusion
von besonderer Bedeutung. Dabei ruht ein be-
sonderes Augenmerk auf den wirtschaftlichen und
personellen/personalrechtlichen Konsequenzen
einer solchen Fusion.
Aufgabentechnisch wird der Schwerpunkt auch in
2006 die weitere Einführung der Doppik bei den
Städten und Gemeinden mit den Produkten SAP
und newsystem von Infoma sowie die Inbetrieb-
nahme der neuen Produkte für Kindergärten und
die anderen Bereiche der Jugendämter sein. Dar-
über hinaus gilt es auch in 2006 weitere Module in
den Bereichen Personalmanagement und Facili-
tymanagement produktionsreif zu platzieren.
Die Ausstattung der münsteraner Schulen mit IT
wird im Rahmen des Projektes MEP zum Ab-
schluss gebracht und in den laufenden Betrieb
übernommen.
Im Anwendungsbereich E-Government werden
sich die Arbeiten der citeq auf die Einrichtung von
virtuellen Poststellen bei unseren Kunden und auf
den Aufbau und Betrieb der Clearingstelle kon-
zentrieren. Parallel hierzu läuft die Einführung vo n
O.S.I.R.I.S – das digitale Rathaus – bei den Städ-
ten Hamm und Münster.
Die citeq wird sich in 2006 auch weiterhin an dem
EU-weiten Projekt PICTURE beteiligen, in dem u.
a. mit der Universität Münster ein Tool zur Ge-
schäftsprozessoptimierung entwickelt wird.
Anlage 2
Organigramm - 24 -
Titelseite_Jahresabschlussbericht_2005
55 Zeichen
Jahresabschluss Lagebericht Geschäftsjahr 2005
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (2)
- Scheibenstraße 109
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0267/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 03.05.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37