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V/0251/2020

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg Fidel, Bezirk Hiltrup

Vorlagen 04.05.2020

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Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Anlage_5.2_Konzept_e_Konzept_Robert-Bosch-Staße

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Anlage_3.1_DRK_Bewerbung_Robert Bosch Straße

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Anlage_5.1_Konzept_e_Bewerbung_Robert-Bosch-Staße

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Anlage_4.2_Kleine_Riesen_Konzept_Robert-Bosch-Straße

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Anlage_3.2_DRK_Konzept_Robert-Bosch-Straße

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Anlage_2_Trägerauswertungen_Robert_Bosch_Str

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Ansehen

Anlage_4.1_Kleine_Riesen_Bewerbung_Robert-Bosch-Str.

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Ansehen

Anlage A

4606 Zeichen

Anlage A zur V/0251/2020 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg Fidel zu über-
tragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr.  
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreu-
ung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen auf.  
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jahren 
sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit einer 
Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden  
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und  
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn-
wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ forciert.   
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung Robert-
Bosch-Straße im Stadtteil Berg Fidel und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage 
V/0830/2019 beschlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk die Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung im Stadtteil Berg Fidel zu übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße wird 
rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailplanun-
gen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2020 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße betragen auf der Grundlage 
der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen Februar bis Dezember 2022 
465.200 € und 2023 ff. 514.800 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für Februar bis Dezem-
ber 2022 bei  258.186,00 € und für 2023 ff. bei  285.714,00 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden 
bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0830/2019 dargestellt.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
Gesetzliche Grundlagen:  SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzüge 
im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwohner 
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum 
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wach-
sende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich 
Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kitaaus-
bauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumigen 
Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundliche 
Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen 
zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige Aspekte 
wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und 
unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kin-
dertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirt-
schaftsstandort.

Beschlussvorlage

15866 Zeichen

V/0251/2020 
V/0251/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg Fidel, 
Bezirk Hiltrup 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   28.05.2020 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
   17.06.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   24.06.2020 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   24.06.2020 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die zweigruppige Kindertageseinrichtung 
an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg Fidel dem Kinder- und Jugendhilfeträger Deutsches 
Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH (siehe Begründung zu Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.02.2022 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver-
einbarung) zwischen dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH und der Stadt 
Münster getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 4,5% vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor, der CM Immobilien Entwicklung 
GmbH (Vermieter) und dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH getroffen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
05.05.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Tigger, Frau Kratz-
Trutti, Frau Trockel 
Telefon: 492-5768 
Tigger@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0251/2020 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße betragen auf der Grundlage 
der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für Februar  bis Dezember 2022 = 465.200 € 
 für 2023 ff. =  514.800 € 
 
Die voraussichtliche Inbetriebnahme ist für Februar 2022 geplant. Die Kosten teilen sich wie folgt auf 
Land, Stadt und Träger auf 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
DRK 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 4,5% 3,3% 55,5% 
 
 Feb. - Dez. 2022 2023ff. 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher Zu-
schuss) 
gesamt Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss 
gesamt 
  5 6 7 5 6 7 
DRK     20.934,00 €  15.351,60 €   258.186,00 €      23.166,00 €  16.988,40 €   285.714,00 €  
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss 
V/0830/2019 dargestellt und sind im Haushaltsplan 2020 ff. veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0830/2019 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung im Stadtteil Berg Fidel ist mit folgenden Gruppen geplant:  
 
 1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für 10 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren (G2)  
 
und umfasst insgesamt 30 Plätze, davon 16 u3-Plätze und 14 ü3-Plätze. 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.

- 3 - 
V/0251/2020 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerber darauf hingewiesen, dass abhängig von den B e-
darfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Angebo te der 
flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NW entwickelt werden sollen.  
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 16.12.2019 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 30.01.2020 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
16.12.2019 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 12.02. 
und 13.03.2020 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 
genannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 20.03.2020. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH (DRK), Zumsandestraße 25/27, 48145 
Münster 
 
 Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
 Konzept-e Trägernetzwerk, Familie und Beruf gGmbH(Konzept-e), Wankelstraße 1, 70563 Stutt-
gart 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge-
stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers

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V/0251/2020 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men. 
  
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil 
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
DRK 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 4,5% 3,3% 55,5% 
Kleine Riesen 
Nord 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 7,8% 0,0% 52,2% 
Konzept-e 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 7,8% 0,0% 52,2% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Robert -Bosch-Straße betragen ab 
2022ff. 514.800 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
  Jährliche Kosten ab 2023ff. 
Träger 
Trägeranteil 
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt 
% € % € % € 
  5 6 7 
DRK 4,5%  23.166,00 €  3,3% 16.988,40 € 55,5%   285.714,00 €  
Kleine Riesen 
Nord 7,8%  40.154,40 €  0,0% 0,00 € 52,2%   268.725,60 €  
Konzept-e 7,8%  40.154,40 €  0,0% 0,00 € 52,2%   268.725,60 €  
 
Die Träger Kleine Riesen Nord und Konzept-e bieten den vollen Trägeranteil von 7,8% (freier Träger) 
für den Betrieb der Kindertageseinrichtung an. 
Der Träger DRK bietet einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss 
notwendig wird.

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3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVöD) getätigt wird. 
 
Der Träger: 
 DRK Münster Sozialwerk gGmbH  
Das DRK ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und in Münster als Träger von 
acht Kindertageseinrichtungen (Schatzkiste, Meerwiese, Erpho-Bogen, Wirbelwind, Wolkenburg, 
Lummerland, Hand in Hand sowie die Interimskita Wartburgschule und Folgeeinrichtung Hüfferstra-
ße) aktiv. Zudem ist das DRK Träger von zwei Großtagespflegestellen mit angestellten Tagespflege-
personen. Das Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH hat Konzepte vorgelegt, die die 
wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Die Themen Migration, Inklusion 
und Kinderschutz wurden vom Träger als Schwerpunkte  der pädagogischen Arbeit in Münster vertre-
ten. Zudem benannte der Träger seine Offenheit für Vernetzungen im Sozialraum Berg Fidel sowie 
zur DRK-Kita Schatzkiste in Gremmendorf. Zusätzlich verfügt der Träger DRK bereits über Erfahrun-
gen im Bereich der flexiblen Betreuung durch die Teilnahme an Projekt FlexiZeit und dem Bundespro-
jekt KitaPlus und unterstützt kontinuierlich die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Müns-
ter. 
 
Der Träger: 
 Kleine Riesen Nord gGmbH 
Der Träger betreibt bereits sechs Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-
Ost, Meyerbeerstraße, an der Eichendorffstraße und der Pavillon Beckstraße sowie die jeweiligen 
Folgeeinrichtungen in Albachten und in der Aaseestadt). Der Träger betreibt aktuell bundesweit 31 
Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger 
hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Thema Migration als einen grundsätzlichen Be-
standteil der pädagogischen Aufgabenstellung in der Kindertageseinrichtung. Der Träger plant dar-
über hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen und 
Sportvereinen und stellte seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestellen vor. 
Für diesen Standort ergeben sich Synergien zur trägereigenen Einrichtung Kita Hermannschule im 
Bezirk Mitte. 
 
Der Träger: 
 Konzept-e Trägernetzwerk, Familie und Beruf gGmbH 
Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger be-
treibt aktuell bundesweit 40 Kindertageseinrichtungen, zwei Grundschulen, ein Bildungshaus (Kita, 
Grundschule, weiterführende Schule und Fachschule unter einem Dach) sowie drei Fachschulen für 
Erzieher/-innen. Er ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, 
die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im 
Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der kindzentrierten Arbeit durch gezielte Be-
wegungs- und Ernährungsangebote sowie Konzepte zu flexiblen Betreuungszeiten. Kooperationen 
und Vernetzungen sollen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil aufgebaut werden.

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V/0251/2020 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk 
gGmbH die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg 
Fidel zu übertragen. 
Das DRK bietet einen Trägeranteil von 4,5%, während die Träger Kleine Riesen Nord und Konzept-e 
den vollen Trägeranteil von 7,8 % leisten.  
 
Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen des Trägers 
DRK sowie der anderen beiden Träger waren in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit / Pädago-
gik überzeugend. 
 
Dennoch empfiehlt die Verwaltung die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Ver-
fahren an den Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH aus folgenden Gründen zu 
übertragen: 
- Erfahrungen mit Angeboten im Bereich der flexiblen Kindertagesbetreuung (KitaPlus) im Zusam-
menhang mit dem Standort der Kita im geplanten Bürokomplex sowie dem Gewerbegebiet „Ro-
bert-Bosch-Straße / Siemenstraße“ 
- Synergieeffekte hinsichtlich der Vertretungsregelungen und des Personaleinsatzes durch acht 
Kitas und der Großtagespflegestellen im Stadtgebiet von Münster  
- breites Angebotsspektrum des Deutschen Roten Kreuzes mit vielfältigen Vernetzungsstrukturen in 
Münster (Kinderschutzambulanz, Autismus Beratung, Migrationsarbeit, Ehrenamtsarbeit u.v.m.) 
 
Die Angebote und Erfahrungen sowie die bereits vorhandenen Vernetzungen und Kooperationen des 
Trägers in diesem Umfang stellen somit ein Alleinstellungsmerkmal des Trägers Deutsches Rotes 
Kreuz Münster gGmbH dar, die einen wesentlichen Vorteil für die schnelle und umfassende Verortung 
der Kita in den Stadtteil Berg Fidel mit sich bringt. 
 
Neben den bereits übertragenen Trägerschaften an das DRK kann sich der Träger langfristig als Trä-
ger von Kindertageseinrichtungen in Münster weiterentwickeln. Durch den Ausbau weiterer Standorte 
können Synergieeffekte (Vertretungsregelungen, Personaleinsatz, etc.) erzielt werden.  
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil 
bereit sind, sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
 
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus drei Bewerbern unter der gleichgewichteten Würdi-
gung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der 
Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber 
zu Grunde. 
 
 
I.V. 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor

- 7 - 
V/0251/2020 
Anlagen:  
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, Zumsandestraße 
25/27, 48145 Münster 
 
4. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 
 
5. Bewerbungsunterlagen: Konzept-e Trägernetzwerk, Familie und Beruf gGmbH, Wankelstraße 1, 
70563 Stuttgart 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 5: Anschreiben und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0251/2020 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php

Anlage_5.2_Konzept_e_Konzept_Robert-Bosch-Staße

58530 Zeichen

INTERESSENSBEKUNDUNG 
 
Für die Übernahme der  Trägerschaft für die Kinderhäu-
ser 
 
- Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg-Fidel, 
- Holtmannshof im Stadtteil Coerde,  
- Alte Post am Sankt-Josefs-Kirchplatz im Stadtteil Schützenhof und  
- Am Dahlweg im Stadtteil Schützenhof  
 
 in Münster. 
 
 
Name des Trägers: Familie und Beruf gGmbH 
Geschäftssitz:  Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
Gerichtsstand:  Amtsgericht Stuttgart 
 
     
 
Ansprechpartner: Daniel Braunstein, Standortleitung Norddeutschland 
   Anschrift: Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
Mobil: 0176 143 62 401 
E-Mail: daniel.braunstein@konzept-e.de 
                                
    
   Ulrich Kraft, Bereichsleitung Kundenprojekte 
Anschrift: Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart 
Telefon: 0711-656960-23 
Mobil: 0151-74215005 
E-Mail: ulrich.kraft@konzept-e.de

Inhaltsverzeichnis 
 
1. Trägerprofil und Zielsetzung..................................................................................................... 1-1 
2. Referenzliste element-i Kinderhäuser ..................................................................................... 2-2 
3. Konzept und Organisationsstruktur ......................................................................................... 3-3 
4. Konzept für ein Haus für Kinder .............................................................................................. 4-4 
4.1. Leitziele der element-i Pädagogik .................................................................................... 4-4 
4.2. Der pädagogische Alltag ................................................................................................... 4-4 
4.3. Pädagogische Räume mit dynamischer Gruppenstruktur ............................................ 4-6 
4.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ......................................................... 4-8 
4.5. Gesundheitsförderung / Bewegung / Ernährung / Kinderschutz ................................ 4-8 
4.6. Eingewöhnung .................................................................................................................. 4-10 
4.7. Querschnittsaufgaben Integration, Inklusion und Genderthematik ......................... 4-11 
4.8. Beobachtung und Dokumentation ................................................................................. 4-12 
4.9. Organisationskultur und Qualitätsmanagement .......................................................... 4-13 
4.10. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften ................................................................ 4-15 
4.11. Öffnungszeiten und Schließtage ................................................................................ 4-16 
4.12. Konzept zur flexiblen Kindertagesbetreuung ........................................................... 4-17 
5. Personalgewinnung, Fort- und Weiterbildung von Personal .............................................. 5-17 
6. Warum ist uns Ihr Standort wichtig? .................................................................................... 6-18 
7. Publikationen ............................................................................................................................ 7-19

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 1 
1. Trägerprofil und Zielsetzung 
 
Die Familie und Beruf gGmbH ist eine Trägergesellschaft von Kinderkrippen und Kindertages-
stätten und Teil des Konzept -e Trägernetzwerks, mit über 40 Kindertagesstätten in Baden-
Württemberg, Bayern und Nordrhein -Westfalen, zwei Grundschulen , eine r Gemeinschafts-
schule und drei pädagogischen Fachschulen. In Karlsruhe entstand das element-i Bildungs-
haus. Dort können Kinder seit September 2019 eine nahtlose Bildungsbiografie von der Krip-
pe bis zum Realschulabschluss oder Abitur erleben – alles unter einem Dach. 
Unser Anspruch ist es, Kindern unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Sprache eine qua-
litativ hochwertige Erziehung, Betreuung und Bildung zu bieten – und das in Abstimmung mit 
der Lebensrealität der Familien. Wir vertrauen auf eine gute Erziehungspartnerschaft mit den 
Eltern und wollen in Münster ein flexibles Betreuungsangebot sowie hervorragende Qualität 
in Erziehung, Bildung und Betreuung anbieten. In der Kindertageseinrichtung wird unser 
pädagogisches element-i Konzept umgesetzt, welches sich an die Leitlinien zum Bildungsauf-
trag von Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen und dessen Ausführungsveror d-
nung anlehnt. Die Familie und Beruf gGmbH  ist als Träger der freien und öffentlichen J u-
gendhilfe gemäß § 75 KJHG anerkannt.  
Das Konzept-e Netzwerk mit insgesamt sechs Trägergesellschaften engagiert sich  seit 30 
Jahren für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und leistet mit langjäh-
riger Erfahrung einen wesentlichen Beitrag bei der Erziehung,  Bildung und Betreuung  von 
Kindern.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 2 
2. Referenzliste element-i Kinderhäuser 
(1) = Neubau (2) = Sanierungsumbau 
Kinderhaus  Ort  Gründung  Plätze  Alter  Eigenbau 
durch 
Häuser für 
Kinder 
Bärcheninsel  Stuttgart  1993  80  0-14 Jahre  X (1) 
Regenbogenhaus  Stuttgart  1999  25  0-6 Jahre   
Steppkes  Stuttgart  2002  80  0-12 Jahre  X (2) 
Bienenkorb  Stuttgart  2003  17  0-6 Jahre   
Technido  Karlsruhe  2003  105  0-12 Jahre   
Junges Gemüse  Stuttgart  2004  105  0-12 Jahre   
Bengelbande  Stuttgart  2004  46  2-14 Jahre   
Spatzennest  Stuttgart  2005  45  0-6 Jahre   
FrechDax  Stuttgart  2007  45  0-6 Jahre   
Gummi-Bärchen  Karlsruhe  2007  55  0-6 Jahre   
Grünschnabel  Karlsruhe  2008  55  0-6 Jahre   
Forscherzwerge  Stuttgart  2009  25  0-6 Jahre   
Wiki  Friedrichshafen  2010  60  0-6 Jahre   
Sterngucker  Karlsruhe  2010  55  0-6 Jahre   
Energiebündel  Stuttgart  2010  60  0-6 Jahre   
Weleda Kita  Schwäbisch Gmünd  2010  40  2-6 Jahre   
Pallassimo  Stuttgart  2011  10  0-3 Jahre   
Kinderländle  Stuttgart  2011  45  0-6 Jahre   
Südstadtstrolche Karlsruhe 2012 90 0-6 Jahre  
Rheinpiloten Düsseldorf 2012 80 0-6 Jahre X (1) 
Sportkita Wirbelwind Karlsruhe 2012 65 0-6 Jahre  
Spielzeit Stuttgart 2012  25 0-6 Jahre  
Abenteuerland Besigheim 2013 20 0-3 Jahre  
Die Tüftler Kusterdingen 2013 40 0-6 Jahre  
Die Willys Stuttgart 2013 20 0-3 Jahre  
Justizzwerge Mannheim 2013 40 0-6 Jahre  
Knax-Garten Ludwigsburg 2013 35 0-6 Jahre  
Reinsburg Stuttgart 2013 85 0-6 Jahre X (2) 
Feuerseepiraten Stuttgart 2013 30 0-3 Jahre  
Königskinder München 2014 86 0-6 Jahre  
Finkenburg Waiblingen 2014 75 0-6 Jahre X (1) 
Pressekiste Stuttgart 2014 40 0-6 Jahre  
Villa Reizensteinle Stuttgart 2014 50 0-6 Jahre  
Neckarlöwen Stuttgart 2015 50 0-6 Jahre X (1) 
Zauberwald München 2016 48 0-3 Jahre  
Neckarsterne Esslingen 2016 65 0-6 Jahre X (1) 
Feuerland Stuttgart 2016 120 0-6 Jahre  
Seehasen Friedrichshafen  2018 40 0-6 Jahre  
Bildungshaus Karlsruhe Karlsruhe 2019 640 0-18 Jahre X (1) 
Kappelbande Fellbach 2019 ca. 100 0-6 Jahre X (1) 
Hans im Brück Köln 2020 ca. 130 0-6 Jahre X (1) 
Anna-Lindtstraße Köln 2020  ca. 90 0-6 Jahre X (1) 
Summe:   3.017

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 3 
3. Konzept und Organisationsstruktur 
 
Das Konzept-e Netzwerk hat eine einzigartige innovative Struktur und Führungskultur entw i-
ckelt, die Einrichtungen weitgehend von Verwaltungsaufgaben befreit und ihnen einen gr o-
ßen Entscheidungs- und Entwicklungsspielraum bietet.  
Die pädagogische und organisatorische Steuerung und Leitung werden zentral geregelt. Dies 
ermöglicht ein durchgängiges Konzept an all  unseren Standorten sowie dessen Weiteren t-
wicklung und Umsetzung in allen Kitas. An der konzeptionellen Weiterentwicklung der Päd a-
gogik sind die pädagogischen Mitarbeiter*innen beteiligt.  
Auf Grund der Verteilung unserer element -i Kinderhäuser in ganz Deutschland, haben wir 
eine Struktur entwickelt, die einen regionalen Bezug, sowie eine regionale Nähe, zur Kinde r-
tagesstätte und ein autonomes Arbeiten möglich macht. Unsere Kinderhäuser werd en von 
regionalen Standortleitungen betreut, die sich vor Ort um die Belange der Erzieher*innen 
kümmern, als direkte Ansprechpartner für Gemeinden, Städte und Jugendämter fungieren 
und die regionaler Vertreter des Konzept -e Netzwerks sind. Die Standortleit ungen fungieren 
als Schnittstelle zur Zentrale in Stuttgart, um kurze Wege aufrechtzuerhalten. Durch unsere 
Standortleitungen vor Ort, können wir kommunal tätig sein, um den Bezug zur Region zu 
stärken und das Lebensumfeld der Kinder, Eltern und Erzieher*innen zu gestalten.  
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung sind wir in der Lage, laufende Kosten mit großer 
Sicherheit zu planen. Es gehört darüber hinaus zu unseren Aufgaben, tragfähige Finanzie-
rungskonzepte unter Einbeziehung kommunaler Förderung und Landeszuschüsse aufzustel-
len und die Budgets entsprechend zu steuern. Mit den Bezuschussungssystemen und den 
gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von Kindertagestätten sind wir vertraut. 
Die Familie und Beruf gGmbH beantragt als Träger alle notwendigen Genehmigungen, die 
Betriebserlaubnis und kümmert sich um die Abnahme der Kindertagesstätte durch die zu-
ständigen Behörden. 
 
Üblicherweise arbeiten wir mit  unserem standardisierten Anmeldefahren, damit können sich 
die Eltern auf der Homepage https://www.element-i.de/kinderhaeuser/ das entsprechende 
Kinderhaus aussuchen und werden hier Schritt für Schritt durch die Anmeldung geführt. Für 
Fragen und weitere Details stehen unsere Mitarbeiter aus der O rganisation Mo. – Do. von 
08:00 Uhr bis 17.00 Uhr und Freitag von 08.00 Uhr bis 16.30 Uhr auch telefonisch zur Verfü-
gung. Wenn das ausgewählte Kinderhaus keine freien Plätze hat, kommen die Kinder auf 
eine Warteliste. Sobald ein Platz frei wird, werden die  Eltern telefonisch zirka 3 -6 Monate 
vorher über den freiwerdenden Platz informiert. Sie haben die Möglichkeit, den Platz inne r-
halb einer Frist von 10 Werktagen anzunehmen oder abzulehnen.   
Die Abwicklung des Aufnahmeverfahrens und die Platzvergabe für Kinder mit Kita-Navigator 
Münster ist aber ohne Schwierigkeiten möglich. Auch in anderen Städten wie Karlsruhe, 
München oder Düsseldorf erfolgt das Aufnahmeverfahren und die Kinderaufnahme au s-
schließlich über den Kita-Navigator.  
Die Kinder können ab einem Alter von 6 Monaten in die Kinderhäuser aufgenommen werden 
und werden bis zur Einschulung (i. d. R. bis 6 Jahre) betreut. Eine wesentliche Rolle b ei der

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 4 
Vergabe der Plätze spielen beispielsweise der Wohnort, das Anmeldedatum (bzw. die Wart e-
zeit) oder auch, ob bereits ein Geschwisterkind in der Einrichtung ist. Dabei ist es uns wic h-
tig, dass Kinder möglichst bis zum Eintritt in die Schule kontinuierlich in einer Einrichtung 
betreut werden. Wir er hoffen uns dadurch eine gute Erziehungs -und Bildungspartnerschaft 
zwischen den element-i Einrichtung und den Eltern.  
 
4. Konzept für ein Haus für Kinder 
 
4.1. Leitziele der element-i Pädagogik 
 
Oberster Leitgedanke des element-i Kinderhauskonzepts ist das Recht eines jeden Kindes auf 
Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und g e-
meinschaftsfähigen Persönlichkeit (§1 Abs.1 SGB VIII). 
Dies bildet den Bezugsrahmen für die wichtigsten allgemeinen Ziele von Bildung und Erzi e-
hung: Autonomie und Verbundenheit  sowie Gesundheit, Resilienz und Freude am 
Lernen. Handlungsleitend für die Umsetzung, sind die in den Orientierungs - bzw. Bildungs-
plänen der Länder formulierten Lern- und Entwicklungsziele. 
Das element-i Kinderhauskonzept verknüpft das Prinzip der kindlichen Selbstbildung durch  
Eigenaktivität mit einer ganzheitlichen an Geist, Seele und Körper orientierten Erziehung. Das 
Zutrauen in die Fähigkeiten der Kinder und deren Anerkennung sind grundlegende Elemente  
unserer Pädagogik. Diese baut darauf auf, dass Kinder über Fähigkeiten und Möglichkeiten  
verfügen, die wir erkennen und aufgreifen. Im Zusammenspiel mit sorgfältiger Beobachtung  
und Sicherheit gebendem Rückhalt gewähren wir den Kindern einen möglichst großen  Frei-
raum für eigene Interessen und Entscheidungen. Dies ermöglicht und fördert die  Selbstän-
digkeit und das Engagement der Kinder.  
Menschen bilden sich ganz individuell in der Auseinandersetzung mit einer für sie interes-
santen Umgebung und in Interaktion mit Anderen. 
 
4.2. Der pädagogische Alltag 
 
Unser Tagesablauf hat eine klare Struktur, die den Kindern Regelmäßigkeit sowie Verlässlich-
keit vermittelt. Dies erreichen wir durch eine zeitlich klar definierte Tagesstruktur, welche 
den Kindern den Wechsel von Freispiel  und Angeboten sowie von Aktions- und Ruhephasen 
bietet. Außerdem stellen feste Zeiten und Rituale Orientierungspunkte im Alltag dar.  
Wir beginnen den Tag mit einer Ankomm- und Freispielphase sowie mit einem offenen Früh-
stücksbuffet. Auf dem Tisch, an dem die Kinder sitzen, findet sich ein gesundes und a b-
wechslungsreiches Angebot an Speisen. Die Kinder können sich selbstständig bedienen und

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 5 
entscheiden, wann sie mit wem frühs tücken möchten. Durch diese Art der Frühstücksgesta l-
tung sollen die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und eigenständige Entsche i-
dungen treffen; die Pädagog*innen begleiten die Essenssituation.  
Parallel zum Frühstücksbuffet findet die erste Freispielphase statt. Im freien Spiel bestimmen 
die Kinder ihren Spielort, das Spielmaterial und ihre Spielpartner *innen. Durch Absprachen 
zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften wird den Kindern ein sicherer Rahmen 
geboten, gleichzeitig auch der Freiraum, den sie zum ungestörten Experimentieren und Au s-
probieren benötigen.  
Um etwa 9.30/10.00 Uhr findet jeden Tag die Kinderkonferenz (KiKo) statt. Diese stellt einen 
zentralen Punkt im Tagesablauf der Kindertageseinrichtung dar, bietet Ra um für Rituale und 
wird von der Fragestellung „Was habt ihr heute vor?“ geleitet. 
Die Konferenzen werden mit einem „KiKo -Lied“ eingeleitet und mit einem Abschlusslied b e-
endet. Der Schwerpunkt der Kinderkonferenz liegt auf der Partizipation der Kinder.  Die KiKo 
ist eine Möglichkeit der Kinder, die eigenen Interessen, Anliegen und Themen in den Kitaal l-
tag einzubringen. Die Kinder lernen, dass ihre Stimme Gewicht hat und gehört wird.  Sie er-
fahren Selbstwirksamkeit, indem ihre Ideen ernstgenommen werden und ihr  Tun das Mitei-
nander aller bereichert. 
In der KiKo erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihre Interessen für die anschließende Inte n-
sivphase zu äußern. Es finden zwei Kinderkonferenz en statt, die auf die unterschiedlichen 
Entwicklungsstände der Kinder einge hen können. In der KiKo der jüngeren Kinder werden 
die Inhalte von den Pädagog*innen bildlich dargestellt (z.B. symbolisieren Pinsel und Farbfla-
sche ein Angebot im Atelier)  und die geplanten Aktivitäten in der anschließenden Intensi v-
phase stehen im Vordergrund. Die älteren Kinder erarbeiten die Themen der Kinderkonferenz 
(wie bspw. das aktuelle Wetter, die Wochentage und die geplanten Aktivitä ten) gemeinsam 
mit den Pädagog*innen. Egal welches Alter die Kinder haben, im Fokus stehen die Bedürfnis-
se der Kinder. Jedes Kind entscheidet sich nach seinem Interesse für eine Aktivität. Die jün-
geren Kinder werden in ihrer Entscheidung stärker begleitet . Alters- oder bildungsbereichs-
übergreifende Angebote werden regelmäßig eingeplant. Die Kinder sollen möglichst viel Frei-
heit für selbstständiges, selbstverantwortliches und eigeninitiatives Handeln haben, denn 
dadurch wird für uns die Autonomie und Selbstwirksamkeit der Kinder gestärkt.  
Die nach der KiKo beginnende Intensivphase orientiert sich an den Int eressen und Wü n-
schen der Kinder. Diese können durch die genaue und feinfühlige Beobachtung der Kinder im 
Alltag herausgefunden werden. Eine weitere Leitlinie  unserer Arbeit ist die Freude am Le r-
nen. Diese entsteht bspw. durch die Beschäftigung mit eigengewählten Themen und Interes-
sen. Ideen können tagesaktuell entstehen und fordern somit ein e hohe Flexibilität der Päda-
gog*innen. Die pädagogischen Fachkräfte agieren als  Ko-Konstrukteure und begeben sich 
gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungsreise, ohne den Kinde rn abgeschlossenes Wis-
sen zu präsentieren. Das Interesse an einem aktuellen Thema ist der Zugang des Kindes zu 
einem Bildungsbereich. Das Wissen der Pädagog *innen, um die Stärken und bereits erwo r-
benen Kompetenzen eines Kindes, bietet einen Gesamtüberblick über den Entwicklungsstand 
in den verschiedenen Bildungsbereichen.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 6 
Nach der Intensivphase schließt sich ein Singkreis an. Dieser findet ebenfalls in mehreren 
Kleingruppen statt, damit optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse eingegangen werden kann. 
Für die Kleinen werden kürzere Lieder und einfache Fingerspiele oder Bewegungslieder au s-
gewählt. Mit den älteren Kindern werden komplexere Lieder mit Text gesungen, welche mit 
Kreisspielen verbunden werden. Durch regelmäßige Sprech- und Singspiele wird die Erweite-
rung des Wortschatzes angeregt  und die Kinder entwickeln Sicherheit im Umgang mit der 
Sprache und Freude am Sprechen.  
Anschließend findet ein gemeinschaftliches Mittagessen statt, das von unseren hauseigenen 
Köch*innen vor Ort zubereitet wird. Es findet jeden Tag zur gleichen Zeit statt (um Orienti e-
rung und Halt zu bieten) , wiederum aufgeteilt in bedürfnisorientierte Gruppen. Für das Mi t-
tagessen gibt es einen Ernährungsplan, der mit Spezialist *innen entwickelt wurde. Die zube-
reiteten Speisen werden appet itlich in Porzellan - oder Glasschüsseln oder auf Platten mit 
Vorlegebesteck gereicht. Jedes Kind hat die Möglichkeit, selber zu schöpfen, um auf diese 
Weise Mengen zu erfahren und zu lernen, das eigene Hungergefühl einzuschätzen. Selbs t-
verständlich begleit en die Pädagog *innen vor allem die Krippenkinder bei Bedarf beim 
Schöpfen.  
Auf das Mittagessen folgt eine Ruhephase. Die Krippenkinder haben im Schlafraum ihren 
eigenen Schlafplatz, um dort einen Mittagsschlaf zu halten. Die Kinder sollen Geborgenheit 
und Verbundenheit spüren. Die etwas älteren Kinder, die nicht mehr schlafen möchten, b e-
kommen in ruhiger Atmosphäre Rückzugsorte geboten, um sich dort eine Auszeit zu ne h-
men. In dieser Zeit werden beispielsweise  Bücher angesehen oder es finden Massagen mit 
Entspannungsmusik statt. Je nach Interesse der Kinder kann ein Spielkreis oder eine zweite 
Kinderkonferenz stattfinden, in der die Kinder ihre Vorschläge und Ideen  für die Gestaltung 
des Nachmittags einbringen können.  
Um etwa 15:00 Uhr gibt es eine Zwischen mahlzeit, die beispielsweise aus Obst oder Gem ü-
se, Brot oder Quark besteht. Wie beim Mittagessen sitzen die Kinder gemeinsam in einem 
Raum an kindgerechten Tischen und Stühlen. Nach der Zwischenmahlz eit beginnt eine Fre i-
spielphase. Während dieser besteht e ine weitere Gelegenheit für Aktivitäten oder kleine re 
Projekte. In dieser Zeit können die Kinder den Tag ausklingen lassen, bis sie von ihren Eltern 
abgeholt werden. 
 
4.3. Pädagogische Räume mit dynamischer Gruppenstruktur 
 
Jeder Bereich oder auch Raum in der Kita hat eine ihm zugewiesene Funktion, die durch ent-
sprechende Bilder und Beschriftungen an den Türen gekennzeichnet ist. Die Basis der Fun k-
tionsräume sind die neun Bildungsbereiche, welche von den pädagogischen Fachkräften für 
jedes Kind regelmäßig bearb eitet und reflektiert werden. Die einzelnen Bereiche/Räume ori-
entieren sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder, deshalb werden diese nach 
Möglichkeit in die Raumgestaltung einbezogen. Ein regelmäßiger Austausch von Materialien 
verwandelt die Räume und eröffnet den Kindern neue Möglichkeiten der Entfaltung und He r-

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 7 
ausforderung. Je nach Platzangebot kombinieren wir Funktionsbereiche in einem Raum, die 
thematisch und umsetzungstechnisch zusammenpassen.  
Beim Entdecken und Erkunden der Räume orientier en wir uns an dem individuellen Tempo 
jedes einzelnen Kindes. Ausgehend vom überschaubaren und geschützten Rahmen des 
‚Nests‘ kommen die Kinder in der Einrichtung an, bauen Vertrauen auf und knüpfen erste 
Beziehungen und Kontakte. Sobald die Kinder sicher angekommen sind und Interesse signa-
lisieren das ‚Nest‘ zu verlassen, werden sie von den Pädagog*innen beim Erkunden der 
Funktionsräume begleitet. Dies geschieht in einer überschaubaren Stammgruppe von Ki n-
dern ähnlichen Entwicklungsniveaus und einer bzw. ei nem fest zugeordneten Bezugserzi e-
her*in. Nach und nach erschließen sich die Kinder unter fürsorglicher Begleitung die gesamte 
Kita. Entwicklungsangemessen lösen sie sich mit der Zeit interessensorientiert für einzelne 
Intensivphasen, dann zunehmend mehr aus der Stammgruppe, um sich immer selbständiger 
in dynamischen Kleingruppen zusammenzufinden.  
 
Folgende Funktionsräume stehen den Kindern zur Verfügung: 
 Der Marktplatz: Empfangsbereich für Kinder und Eltern , Dreh- und Angelpunkt sowie 
Ausgangspunkt für den Zugang zu den anderen Räumlichkeiten.  
 Das Nest: Raum für die Jüngsten. Durch unmittelbare Nähe zu seiner Bezugsperson 
gibt er Sicherheit und unterstützt in einer heimeligen und behüteten Atmosphäre die 
Entwicklung von Verbundenheit und Vertrauen, was insbesondere für sehr junge Kin-
der, aber auch für ältere Kinder in der Eingewöhnung, von großer Bedeutung ist. Die-
ser Raum wird meist für die Eingewöhnung genutzt, der wir eine zentrale Bedeutung 
für den Start in die Kindertageseinrichtung beimessen.  
 Der Bewegungsraum: Der Bewegung kann freien Lauf gelassen werden. Freie Fl ä-
chen wechseln sich mit schiefen Ebenen, Podesten oder flexibel einsetzbaren Materia-
lien ab und können täglich umgestaltet werden. Auch das Bad wird als Erfahrung s-
raum für die Kinder genutzt. 
 Das Bauzimmer: Kinder haben die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Baumateria-
lien in ihren Gestaltungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen, wodurch ihr logisches 
Denken, ihre mathematischen Fähigkeiten und ihr physikalisches Wissen gefördert 
und gefestigt werden.  
 Das Rollenspielzimmer: Bietet den Kindern viele Möglichkeiten, sich in verschiedenen 
Rollen auszuprobieren, um dadurch angeregt zu werden , ihre Fantasie auszuleben 
und Gelegenheit zu bekommen, sich mit erlebten Situationen auf spielerische We ise 
auseinanderzusetzen.  
 Das Atelier: Kinder können kreativ handeln und künstlerisch tätig werden , mit den 
unterschiedlichsten Materialien.  
 Die Werkstatt: Für die älteren Kinder sehen wir eine Werkstatt (oder einen Wer k-
stattbereich) vor, der das Arbeiten mit echten Werkzeugen und unterschiedlichsten 
Materialien ermöglicht.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 8 
4.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
 
Je mehr sich die pädagogische Arbeit an den Lebensrealitäten der Menschen, die sich inne r-
halb und außerhalb der Kinderhäuser begegnen, orientiert und je mehr die Kinder am Leben 
in der Kommune teilhaben, um so mehr wird diese zum Erfahrungsraum für die Kin der. Sie 
sollen in der Stadt Münster als partizipie rende Mitbürger *innen wahrgenommen werden.  
Hierbei spielt der Sozialraum, in welchem sich die Kindertagesstätte befindet, eine bedeuten-
de Rolle. Dieser soll in die tägliche Arbeit integriert werden und als naheliegendes selbstve r-
ständliches Ausflugsziel genutzt werden. Die Orte des täglichen Lebens , wie Bäckerei, Met z-
gerei, Lebensmittelhändler, Gärtnerei, Bibliothek, Post Feuerwehr oder Polizei bieten sich als 
Anknüpfungspunkte an die Interessen der Kinder und den Alltag an. Die Kinder sollen ihr 
Umfeld als natürlichen Lebensraum wahrnehmen und nutz en. Besonders die Stadtteilbibli o-
thek bietet sich als Ausflugsziel mit den Kindern an. Die Kinder können sich Bücher anscha u-
en oder ausleihen. Auch Ausflugsziele wie der Allwetterzoo oder den Wolbecker Tiergarten 
dienen für alle Altersstufen als Anknüpfungspunkte im Sozialraum und verstärken den Bezug 
zur Natur- und Tierwelt, was uns in der pädagogischen Arbeit wichtig ist.  
Zum einen beschäftigen sich die Erzieher *innen daher genau mit der Lebensrealität der F a-
milien, in denen die Kinder aufwachsen sowie m it den Menschen, Kulturen und sozialen 
Strukturen in Münster, um sie in ihre pädagogische Arbeit einbeziehen zu können. Sie unte r-
stützen die Kinder darin, die Spiel- und Lebensräume der Stadt Münster zu erkunden und zu 
lernen, sich dort auch selbständig zu rechtzufinden. Auch Eltern mit ihren individuellen, pe r-
sönlichen und kulturellen Hintergründen sowie  mit deren professionellen Fähig - und Fertig-
keiten dienen als Ressource. 
Durch eine gemeinsame Zugehörigkeit der vier genannten Einrichtungen zu einem größeren 
Standort lassen sich die jeweiligen Ressourcen vielfältig nutzen. Weitere Vorteile sehen wir in 
der flexibleren Handhabung des Personalmanagements. Durch die Trägerschaft mehrerer 
Häuser aus einer Hand lassen sich viele weitere Synergien erzeugen. 
Zum anderen sind die Kinderhäuser aber auch offen für Kinder aus der Umgebung. Durch die 
Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten im direkten Umfeld werden ebenfalls Synergien er-
zeugt. Zur Sozialraumorientierung zählen für uns auch Institutionen des öffentlichen Lebens. 
Die Vernetzung mit Fach diensten und -schulen sowie die Teilnahme an Fachgremien sollen 
Fachkompetenzen und Ressourcen vereinen, um die Arbeit effektiv und qualitativ hochwertig 
zu gestalten. Somit werden die Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten für die 
Kinder insgesamt optimiert.  
 
4.5. Gesundheitsförderung / Bewegung / Ernährung / Kinderschutz 
 
Bewegung ist ein elementares Bedürfnis des Kindes und zugleich die wichtigste Vorausse t-
zung für seine körperliche, geistige und soziale Entwicklung. Kinder brauchen dementspr e-
chend Raum für Spiele, bei denen sie ihren Körper und alle Sinne einsetzen können.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 9 
Das Wissen um die Bedeutung von Bewegung und Wahrnehmung für die Gesamtentwicklung  
und die Ausbildung der Persönlichkeit von Kindern  sowie das Wissen um die enge Verbi n-
dung mit der psychischen, geistigen und sozialen Entwicklung , führt zu der erzieherischen 
Vorgabe, Kindern jederzeit Raum, Spielmaterialien und Gelegenheit für abwechslungsreiche 
Bewegungsspiele zu geben, die sie zu selbs ttätigen Bewegungserfahrungen herausfordern. 
In den element -i Kinderhäusern erhalten Kinder vielfältige Bewegungsanreize, die in den 
Alltag integriert und nicht auf bestimmte Zeiten und Räumlichkeiten begrenzt sind. Zudem 
findet Bewegung natürlich auch außerhalb in der Natur oder im Sozialraum des Kinderhauses 
statt.  
In einer erlebnisreichen und motivierenden Umwelt gehören kleine Beulen und Tränen dazu, 
wenn die Kinder in Bewegung sind. Viel schlimmer wären die unsichtbaren und langfristigen 
Folgen einer gut gemeinten, aber behindernden Bewegungsbegrenzung. Denn nur was die 
Kinder erproben können, können sie auch wirklich lernen. 
Nach unserem Ernährungskonzept verwenden wir ausschließlich hochwertige sowie nach 
Möglichkeit regionale und saisonale Produkte,  die nährstoffschonend jeden Tag in der eig e-
nen Küche des Kinderhauses frisch zubereitet werden. Hierfür wird ein Koch oder eine K ö-
chin, beziehungsweise geeignetes hauswirtschaftliches Personal , eingestellt. Die Speisen 
sollen ihren Eigengeschmack nicht ve rlieren, deshalb wird bei uns sparsam gewürzt. Aus 
pädagogischer Sicht legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder die Speisen und Me ngen 
selbst wählen. Die Pädagog*innen begleiten die Mahlzeiten und sind sich ihrer Vorbildfunkt i-
on bewusst. Obst und Gemü se werden regelmäßig angeboten, stehen beim Frühstück, Mi t-
tagessen und dem Nachmittagssnack bereit. Das Mittagessen findet bei Bedarf zeitlich ve r-
setzt oder in getrennten Räumen statt. Die Krippenkinder beginnen früher mit der Mahlzeit 
und gehen meist nach dem Essen schlafen.  
Beim Thema Gesundheit ist es wichtig, dass die Pädagog *innen mit dem Küchenpersonal 
eng zusammenarbeiten. Es findet ein ständiger Austausch statt. Zudem werden Kinder – 
wenn es sich anbietet – in die Speisenzubereitung einbezogen und verbringen auch Zeit mit 
dem Küchenpersonal. Im Garten des Kinderhauses wird m it den Kindern ein Gemüsegarten 
angelegt, aus dem die Kinder gemeinsam mit der Köchin oder dem Koch ihre Produkte er n-
ten können. Die Kinder lernen so den Weg von der Saat über das Pflanzenwachstum bis hin 
zur Speise kennen. Der Austausch mit den Eltern ist für beide Themen – Ernährung wie auch 
Bewegung – unser besonderes Anliegen.    
Die Pädagog*innen bestärken und begleiten die Kinder darin, sich mit ihre n Gefühlen und 
Emotionen auseinander zu setzen, sich kennen und verstehen zu lernen und einen individuel-
len Ausdruck und Umgang damit zu entwickeln, Konflikte selbstständig zu lösen, positive  
Lösungsmöglichkeiten zu finden und Kompromisse zu schließen. Darüber hinaus machen sie 
die Kinder mit verschiedenen Formen der Aggressionsbewältigung vertraut. Die Kinder lernen 
Regeln und Grenzen sowie Konsequenzen, die Regelbrüche und Grenzverletzungen mit sich 
bringen, kennen und werden mit zunehmendem Entwicklungsstand an der Gestaltung der 
Regeln beteiligt. Die Kinder werden ermutigt, Gerechtigkeit und Ungerechtigk eit zu unte r-
scheiden und sich für einen gerechten und erwünschten Umgang mit Personen und Situati o-
nen einzusetzen. Teilhabe und Verantwortungsübernahme kann im Kinderhaus z.B. bei 
hauswirtschaftlichen oder handwerklichen Tätigkeiten sowie im Kontakt mit jüngeren Kindern

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 10 
oder bei der Anleitung von Spielsituationen eingeübt werden. Darüber hinaus werden die 
Kinder darin unterstützt, Toleranz und Wertschätzung gegenüber Personen mit Besonderhe i-
ten und / oder Beeinträchtigungen zu entwickeln, sinnvolle Unterstützungsmöglichkeiten und 
alternative Zugangsweisen zu Aktivitäten zu schaffen und  zu erproben. Die Kinder setzten 
sich mit verschiedenartigem Witz und Ironie auseinander und können einen i ndividuellen 
Humor entwickeln.  
Im Rahmen der Vereinbarungen zur Sicherstellung der Umsetzung der §§ 8a und  72a des 8. 
Sozialgesetzbuches zum Wohl und Schutz der Kinder mit den jeweils örtlich zuständigen J u-
gendämtern, liegen für alle von  der Familie und Beruf gGmbH  betriebenen Kinderhäuser 
Schutzkonzepte vor. Diese sehen vor, dass die Mitarbeitenden Hinweise auf Gesundheitsg e-
fährdung, Gewalt gegen Kinder und Vernachlässigung wahrnehmen und mit den Eltern th e-
matisieren. Es wird auf geeignete Hilfeangebote hingewiesen und gemeinsam ein Maßna h-
menplan festgelegt. Zudem kooperieren alle Kinderhäuser eng mit Fachberatungsstellen, auf 
die sie immer zugreifen können, wenn sie Hilfe bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos 
oder fachliche Beratung und Unterstützung in der Zusammenarbeit mit den Eltern benötigen. 
Die Familie und Beruf gGmbH  hält für diese Fälle eigene sogenannte „Insoweit erfahrene 
Fachkräfte (Kinderschutz) (IsoFaK)“ sowie eine fachpädagogische Leitung mit Theme n-
schwerpunkt Kinderschutz vor. Die aus der Vereinb arung mit dem Jugendamt stammende 
Verpflichtung ist auf jeden Fall, sämtliche Beobachtungen, Gespräche und vereinbarte Ma ß-
nahmen zu dokumentieren, den Sachverhalt mit einer „IsoFaK“ zu beraten und eng mit dem 
Jugendamt zu kooperieren. 
Zum Schutz der Kinder in unseren Einrichtungen müssen alle Mitarbeitenden vor Arbeitsau f-
nahme ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Außerdem regelt das „Konzept zum U m-
gang mit Mitarbeiter*innen im Missbrauchs-Verdachtsfall“ das entsprechende Vorgehen. Das 
Schutzkonzept für Kinder legt zudem Regeln für den Alltag fest.  
 
4.6. Eingewöhnung 
 
Auf der Grundlage der Erkenntnisse der Bindungsforschung messen wir der Eingewöhnung s-
phase der Kinder im Rahmen des element -i-Kinderhauskonzeptes eine hohe Bedeutung bei 
und gestalten diese entsprechend sorgfältig. Dabei ist eine enge Kooperation und große  Un-
terstützung durch die Eltern unerlässlich. 
Der Aufbau eines Bindungssystems im Kinderhaus kann nur durch die Begleitung einer e r-
wachsenen, familiär -vertrauten Person erfolgreich sein. Diese Person fungiert solange als 
sichere Basis, die das Kind für sein Wohlbefinden in der neuen Umgebung braucht, bis es die 
Bezugserzieher*in als Vermittler eines Gefühls von Sicherheit, Vertrauen, Unterstützung und 
Trost akzeptiert. 
Wir arbeiten in Anlehnung an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“, demnach die Kinder für 
den Aufbau einer solchen Beziehung normalerweise zwischen zwei und vier Wochen benöt i-
gen. Die individuelle Anpassung des Zeitrahmens findet in Absprache mit der /dem Bezugser-
zieher*in statt.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 11 
Die Eltern verpflichten sich daher, vier Wochen einzuplanen, in den en sie ihr Kind nur wä h-
rend der Dienstzeit der zuständigen Bezugserzieher*in in das Kinderhaus bringen und dafür 
Sorge tragen, dass ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson des Kindes während dieser 
Zeit anwesend sein kann, um das Kind nach Bedarf zu b egleiten und sich selbst mit dem 
Leben im Kinderhaus vertraut zu machen. Eine gelungene Eingewöhnungsphase bietet eine 
solide Grundlage für ein vertrauensvolles Zusammensein im „Lebensraum Kindertagesstätte“ 
über viele Jahre hinweg. 
 
4.7. Querschnittsaufgaben Integration, Inklusion und Genderthematik 
 
Die wertschätzende, unbegrenzt entwicklungsorientierte Perspektive auf das Kind, die Scha f-
fung eines Rahmens, in welchem das einzelne Kind seinen Bildungsprozess individuell ausge-
stalten kann und das Ziel, Kinder zu starken Persönlichkeiten zu erziehen, gehen Hand in 
Hand mit den Kerngedanken der Inklusion: Alle Kinder sollen gemeinsam betreut werden 
und lernen können, unabhängig von individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten, sozialer 
oder kultureller Zugehörigkeit, Sprache oder anderen Vielfaltsdimensionen. Vielfalt erfährt 
Akzeptanz und Wertschätzung.  
Unsere Mitarbeitenden begegnen Vielfalt mit Akzeptanz und Wertschätzung und legen im 
Kinderhaus einen Grundstein für gleiche Chancen auf Te ilhabe an Bildung und Gesellschaft. 
Die Anwesenheit von vielfältigen Kindern und Erwachsenen im Kinderhaus  bietet die Gel e-
genheit, sich im Umgang mit Unterschiedlichkeit in gegenseitiger Achtung und Anerkennung 
zu üben.  
Die individuellen Bedürfnisse jede s Kindes zu berücksichtigen steht hierbei im Vordergrund. 
Wir erarbeiten und realisieren individuelle Lösungsansätze für besondere Lebens - und B e-
treuungssituationen, auch in Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Beratungsstellen und med i-
zinischem Fachpersonal. Die Voraussetzung hierfür ist die gemeinsame Feststellung und Ver-
gewisserung aller Beteiligten, dass diese Form der Betreuung für das einzelne Kind förderlich 
ist und dabei für die Mitarbeitenden leistbar bleibt.  
Wir achten auf Barrierefreiheit und den Abbau von nicht-baulichen, sprachlichen, kulturellen, 
vorurteilsbezogenen und sozialen Hürden und Barrieren.  
Der Kern einer inklusiven frühen Bildung bilden Aktivitäten und Angebote, die die ganze Ki n-
dergruppe einbeziehen und zu denen jedes Kind einen Beitrag leisten kann. 
Jungen und Mädchen haben in unserer Gesellschaft unterschiedliche Lebensbedingungen 
und Entwicklungslinien. Wir wollen diesen Unterschieden gerecht werden, geschlechterro l-
lenspezifische Benachteiligungen ausgleichen und gleichberechtigte E ntwicklungsmöglichkei-
ten für Mädchen und Jungen bieten. Hierbei berücksichtigen und fördern wir die unterschied-
lichen Interessen und Lebenssituationen aller Kinder, gleich welchen Geschlechts. Jedes Kind 
kann sich seine eigene Geschlechterrolle, welche nic ht zwangsläufig mit Rollenstereotypen 
und dem biologischen Geschlecht verbunden ist, konstruieren.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 12 
Wir setzen Chancengleichheit, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit im Kinderhaus 
bzgl. nachfolgender Blickwinkel um: Eine geschlechterbezogene Perspe ktive auf die Kinder 
bedeutet, diese auch in ihrer Geschlechtlichkeit als Mädchen und Jungen wahrzunehmen. Die 
Geschlechter unterscheiden sich in manchem, verhalten sich in vielem aber auch ganz äh n-
lich. Wir fördern die positive Kör perwahrnehmung und indiv iduelle (emotionale) Ausdrucks-
fähigkeit sowie ein gesundes Selbstbewusstseins aller Kinder. Im Rahmen der Erziehung s-
partnerschaft sprechen wir beide Elternteile an, nehmen die ganze Familie in den Blick und 
beachten die unterschiedlichen Zugänge, Interesse n und Möglichkeiten, die Mütter, Väter 
und andere elterliche Sorge - und Pflegepersonen für eine aktive Beteiligung am Geschehen 
im Kinderhaus haben. Wir forcieren geschlechtergemischte Teams, reflektieren die G e-
schlechterperspektive kontinuierlich und schä tzen die Vielfalt aller Mitarbeitenden. Bei der 
Gestaltung der pädagogischen Rahmenbedingungen (z.B. in der Raumgestaltung und bei der 
Materialauswahl) achten wir auf Diversität und  individuelle sowie geschlechterbezogene För-
derung. In jedem Bildungsbereich sind Aspekte der Geschlechterbildung aufzufinden, ebenso 
in den Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumenten. Darüber hinaus achten wir im p ä-
dagogischen Alltag auf geschlechtsheterogene sowie geschlechtshomogene  Aktivitäten und 
Angebote – je nach Anlass, Zielsetzung und Interesse des Kindes bzw. der Kinder. Im Ra h-
men unserer Kooperationsbeziehungen und der Vernetzung im Sozialraum achten wir auf 
vielfältige Gesprächspartner *innen, übernehmen Verantwortung bei der Erhaltung und 
Schaffung von positiven Leb ensbedingungen für junge Menschen und deren Familien und 
thematisieren Geschlechteraspekte bspw. auch in Fachberatung und träger übergreifender 
Gremienarbeit.    
 
4.8. Beobachtung und Dokumentation  
 
Die Vorstellung von Bildung als eigenaktivem Konstruktions - und sozialem Interaktionspr o-
zess setzt Verständigung mit dem Kind voraus. Die Verständigung darüber, welchen Themen 
das Kind solche Bedeutung beimisst, dass es sich aus eigener Motivation forschend -
problemlösend damit auseinandersetzt, muss handlungsleitend für unsere tägliche Arbeit 
sein. 
Wir haben eine Vielfalt von Beobachtungs - und Dokumentationsinstrumenten entwickelt, die 
in Kombination ihre volle Wirkung zum Wohle des Kindes entfalten, wie zum Beispiel die 
Grenzsteine der Entwicklung, die element -i Bögen, Reisepässe und  Portfolios. Diese dienen 
als Grundlage für die regelmäßig stattfindenden Elterngespräche. 
Dabei gibt es Instrumente, die verstärkt erfassen und festhalten, welche Entwicklungsschritte 
ein Kind bereits gegangen ist (Grenzsteine, Portfolio), die also das Vergangene beleuchten. 
Zentral für unser pädagogisches Handeln ist jedoch, das Kind beim nächsten Entwicklung s-
schritt angemessen zu begleiten, sozusagen die Impulse anzubieten, die ein Kind in seiner  
Entwicklung weiter voranbringen. Dazu nutzen wir die element -i Bögen für alle Bildungsb e-
reiche und den Reisepass, der einen Überblick über die Interessen des Kindes in den Bi l-

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 13 
dungsbereichen widerspiegelt. Die unterschiedlichen Bildungs - und Entwicklungsfelder sind 
auf die Inhalte der Orientierungs- bzw. Bildungspläne der Länder abgestimmt. 
Die Pädagogen greifen die Themen der Kinder auf, bieten ihnen dementsprechende Angebo-
te oder Bildungsimpulse an und ermöglichen den Kindern, ihre Interessen zu vertiefen, w e-
cken die Neugier für Neues u nd unterstützen die Kinder ggf. dabei, den nächsten anstehe n-
den Entwicklungsschritt zu gehen (Zone der nächsten Entwicklung). 
Die element -i Bildungsbögen veranschaulichen unseren kompetenz - bzw. ressourcenorie n-
tierten Blick auf das Kind. Mit ihm werden Stä rken der Kinder, ihre bereits erworbenen Kom-
petenzen sowie die aktuell für sie bedeutsamen Themen erfasst . Die Bögen bieten zudem 
einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen, die sich aus dem aktuellen Interesse erschließen. 
Das Wissen um die Stärken und ber eits erworbenen Kompetenzen eines Kindes , ermöglicht 
sowohl einen Gesamtüberblick über die Entwicklung in den verschiedenen Bildungsbereichen, 
als auch Zugangsmöglichkeiten für eine längerfristig geplante Gestaltung der Umwelt des 
Kindes sowie der Interaktion mit ihm. So können den Kindern Anregungen gegeben werden, 
ihre Stärken weiter auszubauen, denn besondere Begabungen sind wichtig und eine wertvol-
le Bereicherung des Lebens. Ebenso können sie auch als Ressourcen dienen, über die man 
Kinder in weniger beliebten oder gar ganz vernachlässigten Bildungsbereichen erreichen und 
herausfordern kann. Sie bieten einen Ansatzpunkt, Kinder in für wichtig und richtig eracht e-
ten Themen anzuregen, ohne auf ihre Zustimmung verzichten zu müssen.  
Die element-i-Bildungsbögen werden für jedes Kind alle drei Monate ausgefüllt. Grundlage 
für diese Arbeit sollen unter anderem Beobachtungsnotizen, Kindbesprechungen oder Info r-
mationen von Kolleginnen oder Kollegen aus dem Kita -Alltag sein. Auch tragen die element-i 
Bildungsbögen dazu bei, die eigene Arbeit zu reflektieren und die Bildungsziele im Blick zu 
behalten, ohne das Kind zu bevormunden und seine Interessen zu übergehen. 
 
4.9. Organisationskultur und Qualitätsmanagement 
 
Wir sind überzeugt, dass professionelle soziale Arbeit ko nzeptionell abgesichertes method i-
sches Arbeiten braucht. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, ein eigenes Qualitätsma-
nagementsystem unter Beteiligung der Mitarbeiter*i nnen zu entwickeln. Professionelles Ar-
beiten unter den Kriterien der Effektivität und Effizienz soll nicht zufällig stattfinden, sondern 
gezielt angestrebt werden. Ausgehend von diesem Verständnis von Qualität streben wir ein 
Qualitätsmanagement nach ISO 9001 an, welches: 
• das gesamte Unternehmen umfasst, 
• Klarheit über Ziele, Abläufe und Zuständigkeiten schafft, 
• die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit verbessert, 
• anerkannte organisatorische und pädagogische Qualitätsstandards integriert,

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 14 
• eine kontinuierliche Verbesserung der Organisation steuert. 
Pädagogisches Handeln hat eine Sonderstellung in unserem Qualitätsmanagementsystem. In 
diesem Bereich ist nachweisbar gute Qualität das Ziel, welche durch die Umsetzung des i n-
tern entwickelten pädagogischen Konzeptes (element-i) und die damit verbundenen pädago-
gischen Qualitätsziele erreicht wird. In unseren element-i Kinderhäusern steht allen Mitarbei-
ter*innen ein Qualitätsmanagement-Handbuch zur Verfügung, in dem sämtliche Abläufe b e-
schrieben und in der Zielerreichung definiert sind. Auf Grundlage des Qualitätshandbuches 
erfolgt eine kon tinuierliche Qualitätsentwicklung in den Kinderhäusern. Teamleitungen sind 
für die Ergebnisqualität des Kinderhauses verantwortlich. Dafür werden sie fachberatend 
durch eine Pädagogische Leitung unterstützt. Die Qualitätssteuerung erfolgt bei uns durch 
Selbstreflexionen der Erziehenden , u.a. auch  im Rahmen der Online Plattform TopKita und 
deren Leitfäden zu den Bildungsbereichen. Zusätzlich zur selbst evaluierten Qualitätsentwick-
lung werden alle Kinderhäuser jährlich fremd evaluiert: über eine Elternbefragung sowie eine 
Fremdevaluation durch das TopKita Institut für Qualität gGmbH (ab Ende 2018). 
Um den Qualitätsstandard in unseren element -i Kinderhäusern weiterzuentwickeln, konzipie-
ren wir Fortbildun gen mit qualifizierten  Referent*innen aus Wissenschaft, Fo rschung und 
Praxis. Sie vermitteln grundlegende und neue pädagogische Kenntnisse, die in die Arbeit der 
Kinderhäuser einfließen. Alle Mitarbeiter*i nnen können ein umfassendes Qualifizierungssy s-
tem in der eigenen Konzept -e Akademie, beim eigenen Zukunftskongress für Bildung und 
Betreuung „Invest in future“, durch Seminare und Qualitätszirkel in Anspruch nehmen. 
Alle Mitarbeiter *innen beginnen in unserem Netzwerk mit einem Einarbeitungsprogramm, 
welches eine zeitnahe fachliche Einarbeitung und soziale Einbindung vorsieht. Dafür stehen 
erfahrene Fachkräfte als Pat *innen zur Verfügung, ein zweitägiger Einarbeitungs -Workshop 
bietet die Möglichkeit, sich mit der Konzeption, der element-i-Pädagogik und den Abteilungen 
vertraut zu machen.  
Reflektiert und gesteuert werden die Potentiale und  Entwicklungschancen der Mitarbe i-
ter*innen in regelmäßig stattfinden Gesprächen mit dem/r jeweiligen  Vorgesetzen. Einmal 
jährlich findet das Jahresgespräch statt, dem ein 360 -Grad-Feedback (Mitarbeiter-Reflexion 
im Team) vorausgeht. Darin werden Entwicklungs - und Unterstützungsbedarf eruiert und 
Ziele vereinbart. Im Alltag steht der jeweilige Vorgesetze für Kurz- bzw. qualifiziertes Feed-
back bei Impulsreflexionen, Bildungsbereichs - und Kindbesprechungen zur Verfügung. Auf 
dieser Grundlage, und im Interessensgebiet des jeweiligen Mitarbeiters, werden miteinander 
Weiter- oder Fortbildungen ausgewählt und be i Bedarf Teamentwicklung oder Supervision 
angestoßen und umgesetzt. 
Fachliches Know-How und ein konzeptionsbezogener  Theorie-Praxis-Transfer findet in den 
Qualitätszirkeln statt. Dort bringen sich die Mitarbeiter *innen als Fach - und/ oder Praxis -
Expert*innen ein, diskutieren Prozess - und Ergebnisqualität und verabreden konkrete Pr o-
zessbeschreibungen.  
Im Rahmen des Arbeitsauftrages in den Einrichtungen übernehmen die Mitarbeiter *innen 
zusätzlich für einzelne übergeordnete Aufgaben Verantwortung. Diese sind mit deren fachli-
cher Kompetenz verknüpft, fokussieren deren Entscheidungskompetenz und nehmen sie in

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 15 
Verantwortung (AKV-Prinzip). Auch daraus leitet sich im Einzelfall die individuelle Entwic k-
lung zur Fachkarriere oder hierarchischen Karriere ab. 
Für (angehende) Leitungskräfte stehen unterschiedliche Bausteine der Leitungsqualifizierung 
zur Verfügung. Die Leitungen in den Häusern sind für die pädagogische Qualität verantwor t-
lich und steuern bzw. coachen die pädagogischen Fachkräfte. Die unterschiedlichen Fo rmate 
für Fort- und Weiterbildungen, die größtenteils an der Konzept -e Akademie stattfinden, bi e-
ten Möglichkeiten, die Fachkräfte berufsbegleitend zu fördern und auch neu herauszufo r-
dern. 
Als Träger -Netzwerk sehen wir unsere Verantwortung auch in einer hoc hwertigen Nac h-
wuchsförderung. Wir bilden in Zusammenarbeit mit unserer Freien dualen Fachakademie für 
Pädagogik Erzieher*innen und Berufs-Quereinsteiger*innen aus sowie vorrangig in Kooper a-
tion mit der Dualen Hochschule Baden -Württemberg Kindheits - und Soz ialpädagog*innen. 
Wir sind Maßnahmenträger für Freiwilligendienste sowie für die Nachqualifizierung von Mi t-
arbeiter*innen des erweiterten Fachkraftkatalogs. Die Fortbildungsmodule sind zertifiziert 
und vom öffentlichen Träger als Fortbildungen anerkannt. 
 
 
4.10. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
 
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kinderhaus ist eine wichtige Säule in der Arbeit der 
Kinderhäuser. Auf Basis des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Akzeptanz 
ist eine enge Zusammenarbeit und ein offener Austausch zwischen den Erzieher*innen sowie 
den Eltern eines Kindes Grundlage einer guten Erziehung, Betreuung und damit der Bildung. 
So achten die Erzieher *innen die Eltern als Experten für ihre Kinder. Ebenso sind aber die 
Pädagogen Fachleute in einer Gemeinschaftseinrichtung und treffen somit in der täglichen 
Arbeit mit den Kindern eigenverantwortliche und unabhängige Entscheidungen. 
Kindertagesstätten sind familienergänzende Einrichtungen mit eigenständigem Bildungsau f-
trag. Wir verknüpfen diesen Auftrag mit dem Leistungsversprechen an Eltern größtmöglicher 
Flexibilität für familiäre und berufliche Abläufe und Erforderlichkeiten bei zugleich höchster 
Qualität für ihr Kind. Um dies umzusetzen, muss die Ausschöpfung eines zeitlich großen und 
flexiblen Rahmens durch die Eltern immer mit den individuellen Bedürfnissen des einzelnen 
Kindes bzw. des Gruppengeschehens in Einklang gebracht werden. Dadurch können Spa n-
nungsfelder entstehen, die die Erzieher*i nnen mit den Eltern und einem gemeinsamen Blic k 
auf das Wohl des Kindes im Einzelnen bzw. als Mitglied der Gemeinschaft , zu lösen vers u-
chen. In diesem Zusammenhang  sind beispielsweise die Dauer der Anwesenheit vor allem 
junger Kinder in der Kita oder generell die aktuell gesundheitliche Verfassung , besonders 
sensible Themen. Wünsche nach Ausnahmen (auch bezüglich der Ernährung) bringen Kinder 
in eine Sonderrolle oder -situation. Die Erzieher *innen wägen jeden Fall gewissenhaft ab, 
handlungsleitend ist aber der fachliche Blick der Erzieher *innen auf die Teilhabemöglichkei-
ten des Kindes in der Gemeinschaft bzw. deren persönliche Verantwortlichkeit in der konkr e-

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 16 
ten Situation. Dies betrifft selbstverständlich medizinisch indizierte notwendige Einzelfallrege-
lungen nicht. 
Die Erzieher*innen führen mit den Elt ern regelmäßig Einzelgespräche über die Entwicklung 
ihres Kindes. Dieser Austausch fördert sowohl das gegenseitige Verständnis, als auch die 
gegenseitige Information. Im laufenden Betrieb informiert das Team die Eltern über das 
schwarze Brett. Darüber hina us können sich die Eltern bei Nachfragen gerne direkt an ei n-
zelne Mitglieder des Teams wenden oder über den Elternbeirat Vorschläge und Wünsche an 
das Kinderhaus geben. Zwei- bis dreimal jährlich finden Elternabende statt, die aktuelle En t-
wicklungen in der Einrichtung, pädagogische Inhalte sowie den gegenseitigen Austausch zum 
Thema haben. 
Die Eltern der Kinder in den Kinderhäusern wählen einmal jährlich einen Elternbeirat. In g e-
meinsamen Sitzungen mit Vertretern des Kinderhausteams kann der Elternbeirat di e Wün-
sche der Eltern vertreten und ist in der Diskussion der pädagogischen Arbeit ein wichtiger 
Gesprächspartner für die pädagogisch Tätigen. Zielsetzung ist eine vertrauensvolle Zusa m-
menarbeit zum Wohle aller Kinder, Eltern und des pädagogischen Teams. Di e Regelungen 
des jeweilig gültigen Kindergartengesetzes finden Anwendung. 
Die Träger der Kinderhäuser wünschen sich eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, 
bei der sich diese aktiv einbringen, eigene Initiativen starten und realisieren. Dabei sind die 
Vereinbarkeit mit der Tagesarbeit im Kinderhaus und die Übereinstimmung mit dem pädag o-
gischen Konzept von entscheidender Bedeutung. 
4.11. Öffnungszeiten und Schließtage  
 
Das Betreuungsangebot orientiert sich in Bezug auf die Öffnungszeiten am Bedarf berufstäti-
ger Eltern und umfasst ca. 10 Stunden. Die Eltern können zwischen Ganztages -, Halbtages- 
(Vor- oder Nachmittag) oder flexiblen Betreuungsplätzen wählen. Diese flexiblen Plätze bi e-
ten den Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder entsprechend ihrem wechselnden Bedarf betreuen 
zu lassen. Änderungen sind – sofern sie dies wünschen – jederzeit möglich. 
Die Betreuungszeit kann für die kommende Woche – in Ausnahme für den kommenden Tag 
– tageweise flexibel festgelegt werden. Durch die gruppenübergreifende Arbeit pla nen wir 
die Belegung für die Funktionsbereiche im gesamten Haus und nicht im wesentlich unflexi b-
leren Gruppensystem. Der Tagesablauf ist durch dynamische Kleingruppen geprägt, die sich 
zu einem bestimmten Thema, altersgemäß oder –übergreifend, selbstständig oder gezielt , 
zusammenfinden. Das element-i Kinderhaus bietet demnach für flexible Betreuungsangebote 
den optimalen und pädagogisch sinnvollen Rahmen. 
Die Einrichtungen sind montags bis freitags geöffnet. Unsere Kalkulationen basieren auf ma-
ximal 20 Schließtagen; davon zwei Wochen im Rahmen der Nordrhein-Westfälischen Som-
merferien, ca. eine Woche nach Weihnachten, ggf. Brückentage und ca. 3 Tagen für Fortbil-
dungen/Klausurtage, je nach Einrichtungsart.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 17 
4.12. Konzept zur flexiblen Kindertagesbetreuung  
 
Da uns eine bestmögliche Betreuung der Kinder, mit möglichst wenig Brüchen und Übergä n-
gen am Herzen liegt, haben wir uns gezielt mit der Betreuung von Kindern bei verlängerten 
und erweiterten Öffnungszeiten auseinandergesetzt. Unser Konzept befasst sich unter and e-
rem mit der Gestaltung der Übergänge vom normalen Kitabetrieb in die Tagespflege. Diese 
möchten wir für die Kinder so weich wie möglich gestalten.  Dabei achten wir stets darauf, 
dass sich die Kinder wohl und geborgen fühlen.  
Dabei liegt es uns am Herzen, dass die Erweiterung der Betreuungszeiten qualitativ hochwer-
tig ist, stets nach dem Motto:  „Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist! “  Dies wird 
unter anderem durch folgende Aspekte gewährleistet:  
 Die Übergänge der Betreuungsphasen sind für die Kinder gut gestaltet. Die Betre u-
ungspersonen nehmen am Nachmittag frühzeitig Kontakt zu den Kindern auf und in i-
tiieren Rituale. So arbeitet die Tagespflege auch schon im Kitaalltag mit.  
 Auf eine Beziehungskontinuität wird Wert gelegt. Die Eltern und Kinder kennen das 
Betreuungspersonal. Die Kinder sehen jederzeit eine ihnen bekannte Betreuungspe r-
son. 
 Zwischen den Betreuungspersonen der verschiedenen Betreuungsformen findet ein 
geregelter Austausch statt, so dass Informationen zu den Kindern und deren Entwick-
lung nicht verloren gehen. 
 Es finden qualitativ hochwertige, an den Interessen orientierte  Angebote für die Ki n-
der statt. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen und die erweiter-
ten Betreuungszeiten aktiv mitzugestalten.  
 Wir legen großen Wert auf die Gestaltung des Ablaufs am Abend. Feste Rituale, wie 
das gemeinsame Abendessen und das Zu -Bett-gehen spielen dabei eine besondere 
Rolle, damit die Kinder den Tag  gemütlich ausklingen lassen, das Erlebte verarbeiten 
und zur Ruhe kommen können. 
 Da Kinder am Abend besondere Kontinuität brauchen und 19 Uhr dabei eine „mag i-
sche“ Grenze darstellt, finden  danach keine Trennung en und kein Wechsel des B e-
treuungsortes mehr für die Kinder statt. Im Falle, dass Eltern eine Betreuung nach 19 
Uhr benötigen, übernachten die Kinder entweder in der Einrichtung oder zu Hause 
bei der Tagespflegeperson. 
5. Personalgewinnung, Fort- und Weiterbildung von Personal  
 
 
Wer über 40 Kitas leitet, weiß genau, wo die Defizite bei der Erzieherausbildung liegen. Weil 
es zudem viel zu wenig Erzieher*innen gibt, haben wir 2011 die FDFP-Freie Duale Fachschu-
le für Pädagogik (PIA) und Jugend- und Heimerziehung (JuH) gegründet. Weitere Fachschu-
len werden 2019 in Fellbach bei Stuttgart, sowie 2019/2020 in Köln in Betrieb genommen.  
Darüber hinaus planen wir die Übernahme einer weiteren Fachschule in Bayern.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 18 
Bei unseren Kampagnen zur Gewinnung neuer Fachkräfte setzte n wir sowohl auf Social -
Media-Kanäle, wie auch auf die diversen Stellenportale. Durch den Erwerb von Wohnungen 
gewährleisten wir unseren Mitarbeiter*innen kostengünstigen Wohnraum und kurze Arbeit s-
wege.   
Auch Quereinsteiger*innen bilden wir durch unsere einzigartige Qualifizierungsmaßnahme an 
der FDFP zu Fachkräften mit besonderer Qualifikation aus. Nach dieser Maßnahme haben die 
Teilnehmer*innen als vollwertiger Teil des Teams die Möglichkeit, ihre speziell en Kenntnisse 
– zum Beispiel im MINT Bereich – in den Kinderhäusern weiterzugeben. 
An der Akademie unseres Trägernetzwerks bieten wir in unterschiedlichen Rubriken Fortbi l-
dungen, Seminare und Workshops aus den Bereichen Pädagogik & Familie, Beruf & Karriere 
oder zur Weiterentwicklung der individuellen Pe rsönlichkeit an. Nur wenn Erzieherinnen und 
Erzieher mit den aktuellen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung versorgt werden, 
kann eine dauerhaft hohe Qualität in der Kinderbetreuung gewährleistet werden. 
 
 
 
 
 
6. Warum ist uns Ihr Standort wichtig? 
 
Münster besitzt als bede utende Universitätsstadt eine hohe Wohnqualität und gilt als eine 
der lebenswertesten Städte der Welt. Die Stadt Münster ist sehr aktiv in Bezug auf Nachha l-
tigkeit, sie begegnet uns als sehr grüne Stadt, für deren Bewohner das Fahrr ad ein Muss zu 
sein scheint. Daher sehen wir die Stadt Münster als idealen Partner und Standort um unser 
Wirken auch im Norden Deutschlands weiter auszudehnen. Wir nehmen in Stuttgart am Fö r-
derprogramm „Nachhaltig fit für morgen mit dem Gemeinwohl -Kompakt-Bericht“ teil und 
arbeiten aktuell am ersten Nachhaltigkeitsbericht für das Konzept -e Trägernetzwerk. Aktuell 
statten wir beispielsweise u nsere eigenen Kinderhä user im Raum Stuttgart und  Karlsruhe  
mit Photovoltaikanlagen und Ladesäulen für unsere Elektrofahrzeuge aus.  
Zudem schafft Münster Arbeitsplätze mit einem Netzwerk aus Spitzenforschung und innov a-
tiven Zentren für Forschungs - und Technologietransfer und sichert somit die Zukunft  der 
Stadt und Region.

Interessensbekundung Trägerschaft Haus für Kinder in Münster   Seite 19 
Damit ist die Frage „Wo möchte ich meine Kinder g roßziehen?“ ein wichtiger Punkt bei der 
Ansiedlungsfrage für jungen Familien. 
Die Tendenz der Ansiedlung besonders von jungen Familien ist steigend. Münster tut viel für 
seine Bewohner – dazu wollen wir unseren Teil beitragen. 
Wir möchten Sie darin unterst ützen Ihrem Auftrag gegenüber Ihren Einwohnern gerecht zu 
werden. In der Vereinbarkeit von Familie & Beruf sehen wir unsere Passion. 
Mit unserem fachlichen Know -how aus über 30 Jahren und unserem ausgereiften und wi s-
senschaftlich unterstützten pädagogische m Konzept von element -i sind wir ein exzellenter 
Partner für Ihre Betreuungs- und Bildungsinfrastrukturangebote nach Maß. 
 
7. Publikationen 
 
 
Fachleute aus dem Konzept -e-Netzwerk publizieren regelmäßig in frühpädagogischen Zei t-
schriften wie Kindergarten heute, Kita aktuell, didacta – Das Magazin für lebenslanges Le r-
nen u.a.m. 
 
 Weegmann, W. / Ostendorf, E.: Freie Träger und ihre Bedeutung für die Kundenb e-
treuung in Deutschland. Das Kita-Handbuch, 4/2017. Martin R. Textor (Hrsg.) 
 
 Weegmann, C. M.: Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, Carl Link Ver-
lag, 2011 
 
 Weegmann, W. /Kammerlander, C. (Hrsg.): Die Jüngsten in der Kita. Ein Handbuch 
zur Krippenpädagogik, Kohlhammer, 2010

Anlage_3.1_DRK_Bewerbung_Robert Bosch Straße

1325 Zeichen

DRK Münster Sozialwerk gGmbH - Zumsandestraße 25/27 : 48145 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Sabine Trockel

Hafenstraße 30

48127 Münster

Münster, den 19.03.2020

Ausschreibung der Trägerschaft für eine Kindertageseinrichtung in
Münster-Berg Fidel, Robert-Bosch-Straße

Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft
Ausschreibungs-Nr. 03/2019

Sehr geehrte Frau Trockel,

wir freuen uns über den stetig wachsenden Ausbau der
Kindertagesstättenplätze in Münster und beteiligen uns gerne an der
Ausschreibung zur Kita-Trägerschaft für eine 2-gruppige
Kindertageseinrichtung an der Robert-Bosch-Straße.

Wir sind bereit, einen Trägeranteil von 4,5 % einzubringen.

Mit freundlichen Grüßen

Ha ore Böhnke-Bruns
Geschäftsführerin

Deutsches
Rotes
Kreuz

DRK Münster Sozialwerk
gemeinnützige GmbH

Fachbereich Kinder, Jugend
und Familien

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Tel. 0251 3788-0

Fax 0251 3788-55
info@drk-muenster.de
www.drk-muenster.de

Geschäftsführerin
Hannelore Böhnke-Bruns

Bearbeiter/in

Anne Westendorf
Bereichsleiterin

Fachbereich Kinder, Jugend und
Familien

Tel. 0251 3788-22
Fax 0251 3788-55
anne.westendorf@drk-muenster.de

‚Amtsgericht Münster
Handelsregister-Nr. HRB 14637

Steuernummer
337/5906/1913

Bankverbindung
IBAN DEO4 4005 0150 0000 5514 32

Seite 1/1

Anlage_5.1_Konzept_e_Bewerbung_Robert-Bosch-Staße

2138 Zeichen

.elemeut-i

Familie und Beruf gGmbH. c/o Konzept-e GmbH . Wankelstraße 1. 70563 Stuttgart Ihr/e Ansprechpartner/in:
Ulrich Kraft
Telefon +49 (0) 71165 69 60-23
Stadt Münster Telefax +49 (0) 711 65 69 60-98

E-Mail ulrich.kraft@&konzept-e.de

Frau Sibylle Kratz-Trutti

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
. 35008 - 002/03.2019

48127 Münster

Stuttgart, 19.03.2020

Bewerbung für die Übernahme der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung
an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg-Fidel
Ausschreibungsnummer 03/19

Sehr geehrte Frau Kratz-Trutti, Frau Sroka, Frau Tigger,
wir möchten uns nochmals für das gute Gespräch bei Ihnen in Münster am 12. März bedanken.

Hiermit bestätigen wir unsere Bewerbung als anerkannter freier Träger auf den Betrieb der o.g.

Kindertageseinrichtung in Münster.

Wir erklären hiermit verbindlich, dass der zu erwartende Trägeranteil für den Betrieb dieser
Einrichtung 7,8% beträgt, sofern die tatsächliche Miete voll bezuschusst wird.

Familie und Beruf gGmbH Sitz der Gesellschaft Bankverbindung Geschäftsführerin
c/o Konzept-e GmbH Knappenweg 42i Bank für Sozialwirtschaft Waltraud Weegmann
Wankelstraße 1 D-70569 Stuttgart IBAN: DE43601205000008798600 HRB: 762927
D-70563 Stuttgart BIC: BFSWDE33STG ‚Amtsgericht Stuttgart

www.element-i.de St. Nr. 99124/03485

Wir hatten im persönlichen Gespräch ja bereits darüber gesprochen, dass wir für einen
reibungslosen Start in Münster den Synergieeffekt von drei Kindertagesstätten benötigen.

Wir wären begeistert, wenn wir die Vielfalt der Träger in Münster mit unserem pädagogischen
Konzept weiter bereichern können und freuen uns auf Ihre Rückmeldung Ende Juni.

Mit herzlichen-Grüßen

4

Waltkau

i.V, Ulrich
Geschäftsführerin Leiter Kundenprojekte
Familie und Beruf/gGmbH Konzept-e für Bildung und Soziales GmbH
Familie und Beruf gGmbH Sitz der Gesellschaft Bankverbindung Geschäftsführerin
c/o Konzept-e GmbH Knappenweg 42i Bank für Sozialwirtschaft Waltraud Weegmann
Wankelstraße 1 D-70569 Stuttgart IBAN: DE43601205000008798600 HRB: 762927
D-70563 Stuttgart BIC: BFSWDE33STG ‚Amtsgericht Stuttgart

www.element-i.de St. Nr. 99124/03485

Anlage_4.2_Kleine_Riesen_Konzept_Robert-Bosch-Straße

123552 Zeichen

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
1 
 
 
 
  
PÄDAGOGISCHES KONZEPT
  
Stand 2020

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
2 
 
 
Pädagogische s Konzept 
Kindertagestätte Kleine Riesen  
 
 
Robert-Bosch-Straße, 48153 Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
TRÄGER : 
Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen am Neckar 
Tel:  (0711) 35 116 4 - 0 
Fax:   (0711) 35 116 4 - 17 
E-Mail:  info@littlegiants.de 
Internet: www.littlegiants.de

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
3 
 
INHALTSVERZEICHNIS  
1. Allgemeine Angaben zum Träger .................................................................................................... 5 
1.1. Kontaktinformationen / Rechtsform ....................................................................................... 5 
1.2. Unternehmensgegenstand / Geschäftsfeld ............................................................................ 5 
2. Organisation und Verwaltung ......................................................................................................... 5 
3. Angaben zur Trägerkonzeption ....................................................................................................... 6 
3.1. Leitbild .......................................................................................................................................... 6 
3.2. Werte ............................................................................................................................................ 6 
4. Pädagogisches Konzept ....................................................................................................................... 7 
4.1. Zielsetzung .................................................................................................................................... 7 
4.2. Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag ............................................................................ 7 
4.3. Grundsätze ................................................................................................................................... 8 
4.4. Philosophie ................................................................................................................................... 9 
4.5. Eingewöhnung ............................................................................................................................ 11 
4.6 Schlaf- und Ruhemöglichkeiten ............................................................................................. 13 
4.7 Partizipation der Kinder ......................................................................................................... 13 
4.8.   Pädagogik nach Altersgruppen ................................................................................................. 14 
2-24 Monate .................................................................................................................................. 14 
24-36 Monate ................................................................................................................................ 15 
Kindergarten & Vorschule ............................................................................................................. 16 
Pädagogische Angebote ................................................................................................................ 17 
5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung .................................................................... 18 
5.1. Grundsätzliches .......................................................................................................................... 18 
5.2. INKLUSION  .............................................................................................................................. 18 
5.3. Integration .................................................................................................................................. 19 
5.4. Interkulturelle Orientierung der Personalpolitik ........................................................................ 19 
5.5. Integration von Kindern von Geflüchteten ................................................................................ 19 
5.6 Genderthematik .......................................................................................................................... 20 
6. Familienorientierung und Elternbeteiligung ..................................................................................... 21 
6.1. ELTERNGESPRÄCHE  ................................................................................................................. 21 
6.2. ELTERNBEFRAGUNG  ............................................................................................................... 21 
6.3. ELTERNBEIRAT  ......................................................................................................................... 21 
6.4. GEWALTPRÄVENTION UND UMGANG MIT GEWALT  ......................................................... 21 
7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) ................................................................... 22 
8. Qualitätsmanagement ....................................................................................................................... 23

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
4 
 
8.1. Dokumentation........................................................................................................................... 23 
8.2. Elternbefragung .......................................................................................................................... 23 
8.3. PersonalAusstattung .................................................................................................................. 23 
8.4. Hygieneplan ................................................................................................................................ 24 
8.5. Qualitätsmanagementhandbuch................................................................................................ 24 
8.6. Qualitätssicherungsmethoden (6-Sigma – DMAIC) .................................................................... 24 
8.7. Qualitätszirkel ............................................................................................................................. 25 
8.8. Insoweit Erfahrene Fachkraft SGB VIII, 8a .................................................................................. 25 
8.9. Fachberatung .............................................................................................................................. 25 
8.10. Pädagogische Tage ................................................................................................................... 25 
8.11. Kennenlernen von anderen Einrichtungen .............................................................................. 25 
8.12. Leitungskonferenzen ................................................................................................................ 25 
8.13. Beschwerdemanagement i. S. d. § 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII ..................................................... 26 
8.14. Beschwerdemanagement......................................................................................................... 26 
9. Ernährung .......................................................................................................................................... 27 
10. Personalmanagement ..................................................................................................................... 27 
10.1. Personalgewinnung .................................................................................................................. 27 
10.2. Mitarbeiterentwicklung ............................................................................................................ 28 
11. Finanzmanagement ......................................................................................................................... 28 
12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. § 8a SGB VIII ....................................................... 29 
Anlage 1: Ernährungskreis ..................................................................................................................... 30 
Anlage 2: Hygiene Plan .......................................................................................................................... 30 
Hygiene im Sanitärbereich ................................................................................................................ 30 
Trinkwasserhygiene ........................................................................................................................... 31 
Erste Hilfe .......................................................................................................................................... 31 
Küche ................................................................................................................................................. 32 
Handhygiene...................................................................................................................................... 32 
Flächenreinigung und Desinfektion ................................................................................................... 33 
Außenanlagen.................................................................................................................................... 33 
Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen .................................................................. 33 
Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen .................................................................. 34 
Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption ........................................................................................... 35 
Anlage 6: Personalmangel ..................................................................................................................... 41 
Anlage 7: Aufnahmekriterien ................................................................................................................ 42

Kapitel: Allgemeine Angaben zum Träger 
5 
 
1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM TRÄGER  
1.1.  KONTAKTINFORMATIONEN / RECHTSFORM   
Kontaktdaten: Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
Geschäftsführer:    Jelena Wahler, Peter Wahler 
1.2.  UNTERNEHMENSGEGENSTAND / GESCHÄFTSFELD  
Kleine Riesen Nord betreibt Kinderkrippen und Kindertagesstätten.  
2. ORGANISATION UND VERWALTUNG  
  
Träger 
 
Einrichtung 
Pädagogik Pädagogische Richtlinien 
Wissensaustausch zwischen Ein-
richtungen 
Kinderschutz 
 
Frühkindliche Bildung (Pla-
nung und Durchführung 
von Angeboten) 
Dokumentation 
Weiterschreibung Konzep-
tion 
Kinderkonferenzen 
Finanzen Buchhaltung 
Jahresabschluss 
Controlling 
Budgetierung 
Kassenbuch 
Einkäufe 
Personalmanagement Bewerbermanagement 
Lohnbuchhaltung 
Fortbildung 
360°-Feedback 
Bewerbungsgespräche 
Beteiligung an Personalent-
scheidungen 
Reflexionsgespräche 
Beteiligung an Fortbil-
dungsentscheidungen 
Beschaffung Abschluss von Rahmenverträgen 
Kreditorenbuchhaltung Debito-
renbuchhaltung 
Bedarfsmeldung 
Beschaffung und Bestel-
lung 
Elternarbeit Vertragsgestaltung 
Elternbefragungen 
Richtlinien zur Elternarbeit 
Richtlinien zur Eingewölhnung 
Elterngespräche 
Beteiligung an Elternbefra-
gungen 
Elternabende und Feste 
Erziehungs- und Bildungs-
partnerschaft 
Individuelle Eingewöhnung 
Investitionen Budgetierung 
Beschaffung von großen Investiti-
onsgütern 
Bedarfserhebung und –
meldung 
Qualitätsmanagement Qualitätshandbuch 
Audits 
Beschwerdemanagment 
Qualitätszirkel 
Pädagogische Tage 
Beschwerden bearbeiten 
und Arbeitskreise bilden

Kapitel: Angaben zur Trägerkonzeption 
6 
 
3. ANGABEN ZUR TRÄGERKONZEPTION  
3.1. LEITBILD  
Kleine Riesen Nord bietet qualitativ hochwertige Ganztageskinderbetreuung an.  
Wir wollen Kinder beim Erwerb von Basiskompetenzen altersgerecht und individuell unterstützen.  
Wir sehen jedes Kind als einzigartiges Individuum. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, individuell auf die 
Bedürfnisse und Interessen eines jeden Kindes einzugehen. Dadurch wollen wir die Entwicklung eines gesunden 
Selbstbildes und Selbstvertrauens fördern.  
Wir verstehen uns als Dienstleister, der es berufstätigen Müttern und Vätern ermöglicht sorgenfrei Beruf und 
Familie zu vereinbaren, der in engem Austausch mit dem Jugendamt und der Politik steht, um mit jeder neuen 
Kita einen Mehrwert für die Gemeinde zu schaffen. 
3.2. WERTE  
INDIVIDUALITÄT : Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum, das eigene 
Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Wir respektieren die Beson-
derheiten eines jeden Kindes und sehen diese als Geschenk an. Kleine Rie-
sen fördert Kinder individuell beim Entfalten ihrer Fähigkeiten und Ihrer 
Persönlichkeit. 
INTELLEKTUELLE STIMULATION : Kinder haben einen angeborenen Lern- 
und Entdeckerdrang. Um die wertvolle Zeit der Kindheit mit sinnvollen 
Lernerfahrungen zu erfüllen, sowohl selbst entdecken, aber auch spielerisch 
in der Gruppe, gehen die Kleinen Riesen individuell auf die Bedürfnisse je-
der Altersstufe und jedes einzelnen Kindes ein. Unser Raumkonzept und unsere pädagogischen Angebote sind 
so ausgelegt, dass Kinder ganz individuell von den Betreuer*innen lernen können. 
GESUNDHE IT UND SICHERHEIT : Kinder sollen in einer sowohl physisch als auch psychisch gesunden und si-
cheren Umgebung aufwachsen, die ihnen Freiraum zum Entdecken, Spielen und Lernen bietet. Durch gesunde 
und ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygiene, 
sowie durch ein durchdachtes und sicheres Raumkonzept werden wir diesen Ansprüchen gerecht.  Darüber hin-
aus werden Verfahren zur Unfallprävention und dem frühzeitigen Erkennen von Gewalt entwickelt und Maß-
nahmen für den Notfall vorgestellt. 
PARTNERSCHAFT MIT DEN ELTERN : Wir glauben daran, dass qualitativ hochwertige Kinderbetreuung eines 
intensiven Austauschs zwischen Pädagog*innen und Eltern bedarf. Bei uns werden die Eltern täglich mündlich 
über den Tag der Kinder informiert. Die Entwicklung der Kinder wird während der gesamten Zeit bei den Klei-
nen Riesen ausführlich dokumentiert. Regelmäßige Eltern-Betreuer-Gespräche halten die Eltern über die Ent-
wicklung des Kindes auf dem Laufenden. 
WÄRME UND ZUWENDUNG : Alle Kinder, insbesondere sehr junge Kinder, brauchen die Wärme und Zuwen-
dung einer Bezugsperson. Kleine Riesen ist bestrebt im Rahmen der operativen  Möglichkeiten  jedes Kind einer 
Pädagog*in zuzuordnen. Diese begleitet das Kind und dessen Eltern  ganz individuell während seiner Zeit bei 
den Keinen Riesen, spendet Zuwendung und ermutigt das Kind bei seinen Entdeckungsreisen.  
MOTIVIERENDES ARBEITSUMFELD : Wir sind der festen Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter*in-
nen gute Kinderbetreuung gewährleisten können. Kleine Riesen bietet einen sicheren und motivierenden Ar-
beitsplatz, an den sie jeden Tag gerne wieder zurückkehren. Regelmäßige Schulungen verbessern nicht nur die

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
7 
 
Qualität der Betreuung, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter *innen. Flexibel reagieren wir auf 
die sich wandelnden Bedürfnisse unseres Teams. Dieses wiederum kommt auch unseren Kleinen zugute. 
 
4. PÄDAGOGISCHES KONZEPT  
4.1. ZIELSETZUNG  
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, Erziehung, Betreuung und Bildungsauftrag in Einklang miteinander zu 
bringen, dabei stehen die individuellen altersgerechten Bedürfnisse des Kindes stets im Mittelpunkt.  
Im Sinne der UN-Kinderechtskonvention sind wir der festen Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf Erziehung 
und Bildung, die die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten zur 
Entfaltung bringt, haben. Ebenso erachten wir es als selbstverständlich, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe und 
Beteiligung, auf Gesundheit, auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung haben. 
4.2 . BETREUUNGS -, BILDUNGS - UND ERZIEHUNGSAUFTRAG  
Wir sehen unseren Betreuungs-, Bildungs- und Erzie-
hungsauftrag in der Sicherstellung der folgenden Ziele 
begründet: 
• Unter Bildung verstehen wir den lebenslangen 
Prozess zur Aneignung der Welt von Geburt an. Es 
handelt sich um einen aktiven Aufnahme- und 
Verarbeitungsprozess von Informationen, welcher 
in der Kindertagesstätte durch Interaktion mit an-
deren Kindern und pädagogischem Personal in ei-
ner anregenden Umgebung abläuft. Dabei spielen 
Erzieherinnen und Erzieher eine vitale Rolle. 
• Erziehung bedeutet für uns Unterstützen der Bil-
dungsprozesse sowohl durch Vormachen als auch durch Anhalten eigene Erfahrungen zu machen.  
• Bildung ist der Zusammenhang von Lernen,  Wissen, Wertebewusstsein, Haltungen und Handelsfähigkeit 
im Zusammenhang mit einem sinnerfüllten Leben. 
• Wir bieten Kindern eine sichere Lernumgebung und Betreuung, in der das körperliche und seelische Wohl 
der Kinder sichergestellt ist. 
• Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, größtmöglicher Selbst-
ständigkeit und Eigeninitiative. 
• Wir wollen die natürliche Lernfreude von Kindern anregen und gleichzeitig die Kreativität der Kind er unter 
Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und Begabungen stärken. 
• Wir wollen Kindern elementare Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot an Erfahrungsmöglich-
keiten vermitteln. 
• Wir betrachten die Kindertagesstätte als Begegnungsraum für soziales Lernen. Kinder sollen soziale Verhal-
tensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben. 
• Das Lernen findet durch soziale Interaktion zwischen pädagogischen Bezugspersonen und Kind statt. Die 
pädagogischen Bezugspersonen  fungieren  als Mentoren und unterstützen das Kind beim Erwerb von Wis-
sen und Fähigkeiten. Sie geben dem Kind Hilfestellungen und unterstützen es dabei Problemlösungsstrate-
gien zu entwickeln. 
• Die Kindertagesstätte arbeitet in enger Kooperation mit der jeweiligen Stadt, insbesondere mit allen im 
Stadtteil verfügbaren Ressourcen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
8 
 
• Kinder werden unabhängig von Bekenntnis, Nationalität und Herkunft aufgenommen.  
Bei der Umsetzung unseres Betreungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages orientieren wir uns an den Zielset-
zungen des KiBiz und der Stadt. 
4.3. GRUNDSÄTZE  
Qualitativ hochwertige Kinderbetreuung muss gewisse 
Voraussetzung erfüllen, um die optimale Entwicklung 
der Kinder sicherzustellen. Unserer Pädagogik liegen 
folgende vier Prinzipien zugrunde: 
BETREUUNG DURCH BEZUGSTEAMS : Bei den Klei-
nen Riesen ist jedes Kind einer Gruppe  zugeordnet. 
Das pädagogische Personal in dieser ist für das Kind 
und damit für seine Pflege verantwortlich. Unsere Be-
treuer*innen arbeiten eng zusammen, da Bezugsbe-
treuung am besten in gut organisierten Teams funktio-
niert. Darüber hinaus versuchen wir, sofern organisa-
torisch möglich, eine hauptverantwortliche Betreu-
ungsperson jedem Kind und seiner Familie zuzuord-
nen. 
 
Bezugsbetreuung heißt nicht, dass ein Kind nur Kon-
takt zu einer Pädagog*in hat. Vielmehr ist stets klar, wer die Hauptverantwortung für ein Kind trägt und dessen 
Entwicklung dokumentiert. 
KLEINE GRUPPEN : Forschungsergebnisse zeigen, dass eine kleine Gruppe und ein guter Betreuungsschlüssel 
die wichtigsten Kriterien für qualitativ hochwertige Kleinkindbetreuung sind. Unser e Richtlinie lautet: je jünger 
das Kind, desto kleiner die Gruppe.  
 
Kleine Gruppen unterstützen individuelle Betreuung, welche Babys und Kleinkinder brauchen, Freiheit und Si-
cherheit beim Bewegen und Entdecken sowie die Entwicklung einer festen Bindung zwischen Kind und Betreu-
ern. 
KONTINUITÄT IN DER BETREUUNG : Kontinuität in der Betreuung unterstützt das Bedürfnis des Kleinkindes 
nach innigen Beziehungen und Bindung an  Bezugspersonen. Aus diesem Grund wird bei den Kleinen Riesen 
größter Wert sowohl auf eine behutsame Eingewöhnung als auch auf einen langsamen Übergang in die nächste 
Altersgruppe unter Begleitung einer Bezugsperson gelegt. 
INDIVIDUELLE BETREUUNG : Wir gehen auf den individuellen Biorhythmus jedes betreuten Kindes ein. 
Dadurch werden das Wohlgefühl und das positive Selbstwertgefühl des Kindes unterstützt. Es ist wichtig, dass 
ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil sein Biorhythmus und seine Bedürfnisse v on denen an-
derer Kinder abweichen.  
 
Die umgehende Reaktion auf die individuellen Bedürfnisse unterstützt das Kind beim Erlernen des selbstständi-
gen Handelns.  
 
Das Kleine Riesen Konzept passt sich auf das Kind an und nicht das Kind auf das Konzept. Dadurch spürt das 
Kind, dass es wichtig ist, dass seine Bedürfnisse gestillt und seine Auswahl, Vorlieben und Impulse respektiert 
werden.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
9 
 
 
4.4. PHILOSOPHIE  
Für die Kleinen Riesen bedeutet Erziehung Kindern die Möglichkeit zu ge-
ben sich zu selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Die Welt begreifen 
unsere Kinder als eine Einladung zum Lernen und Wachsen. Bei den Klei-
nen Riesen werden Kinder mit den Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen 
ausgestattet, die im späteren Leben wichtig sind. 
EIN PLATZ FÜR KINDER : Jedes Kind hat ein Anrecht auf eine erfüllte 
Kindheit. Kinder in einer Kindertageseinrichtung verdienen eine sichere 
Umgebung, in der Sie die Wunder unserer Welt entdecken können. Dabei 
ist es wichtig, dass die Einrichtung so gestaltet ist, dass sie die richtige Mi-
schung aus Freiheit und Beschränkungen, aus Ausgelassenheit und Ruhe 
und Wärme und Lachen im Überfluss gibt. Unsere Einrichtungen haben 
den Anspruch, dass sie warm und freundlich gestaltet sind. Wir wollen unseren Kindern eine Atmosphäre bie-
ten, die ein zweites Zuhause ist und nicht ein schulähnlicher Betrieb.  
AKTIVE S LERNE N: Kinder lernen aktiv. Sie erwerben Basiskompetenzen am besten durch  Aktivitäten, die sie 
selbst planen und ausführen lernen. Sie sind alle kleine Wissenschaftler, Baumeister, Akrobaten und Künstler, 
die "begreifbare" Erfahrungen mit ihrer Umwelt, Menschen und Dingen benötigen. Kinder brauchen die Mög-
lichkeit sich Ziele zu setzen, zu planen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kommunizie-
ren sie von Geburt an und benötigen eine Umgebung, die gefüllt ist mit Büchern, Spracherlebnissen und Kon-
versation.  
BETREUER SIND MENTOREN:  Die pädagogischen Fachkräfte sind Teile eines Teams, das Kindern eine Ler-
numgebung zum Sammeln von Erfahrungen zur Verfügung stellt. Sie bieten altersgerechte Erlebnisse für jedes 
individuelle Kind, stellen Fragen, schaffen Herausforderungen und helfen Kindern beim Finden von Antworten. 
Die Betreuungseinrichtung unterstützt diese bei der Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Dadurch 
entwickeln die Kinder zunehmend intellektuelle Fähigkeiten und Wissen, das sie auf die Schule spielerisch vor-
bereitet. 
ANGEMESSENE U MGEBUNG : Unser Konzept schafft eine altersgerechte und individuelle Umgebung, in der 
jedes Kind entdecken kann, wie die Welt beschaffen ist und wie sie funktioniert. Es kann seine Fähigkeiten tes-
ten und seine Grenzen kennenlernen. Die tägliche Routine und die Gruppenräume sind so geplant, dass die Kin-
der individuell entdecken, lernen und Erfahrungen sammeln können: Beschriftete Regale benutzen Farben, 
Symbole und Worte, die den Sinn der geschriebenen Sprache zu verstehen helfen. Spielorte beinhalten einfa-
che wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Sprechen und Zählen sind 
Bestandteil der täglichen Routinetätigkeiten, wie Mittagessen oder Aufräumen.  
 
Die pädagogischen Fachkräfte planen und wechseln Lernbereiche aus. Darüber hinaus bieten sie Gruppenakti-
vitäten an, bei denen die Kinder lernen, Projekte ihren Interessen entsprechend zu wählen und diese dann in 
einer Gruppe zu bearbeiten. Sich in ein Team einzugliedern, zu führen aber auch unterzuordnen sind Fähigkei-
ten, die in der frühesten Kindheit gelernt werden sollten. 
DOKUMENTATION : Die Dokumentation des Erwerbs der Basiskompetenzen und der Entwicklung eines jeden 
Kindes ist ein wichtiges Element des pädagogischen Konzeptes von den Kleinen Riesen.  
 
Pädagog*innen dokumentieren Erfahrungen zusammen mit den Kindern  in Portfolios. Jährlich werden Ent-
wicklungsprofile mit Hilfe des Gabip Programms für jedes Kind erstellt. Diese werden mit den Eltern bespro-
chen.  Das Fachpersonal bietet insgesamt zweimal jählich ein Entwicklungsgespräch an.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
10 
 
 
Unsere Dokumentation stellt die Basis für die Bewertung der Entwicklung des Kindes dar. Diese wiederum hilft 
den Pädagog*innen, den Eltern und dem Kind Entwicklungsdefizite aufzudecken und besondere Begabungen 
frühzeitig zu erkennen. So können gezielt Akzente im pädagogischen Angebot gesetzt werden.  
ELTERN SIND PARTNER : Bei den Kleinen Riesen sind Eltern gleichberechtigte Partner in jeder Hinsicht. Sie 
helfen Ziele und Prioritäten zu setzen und unterstützen die Entwicklung ihres Kindes durch gezielte Erfahrun-
gen zuhause. Tägliche mündliche Berichterstattung seitens der Pädagog*in, die nicht nur den Ernährungsplan 
des Kindes, sondern auch die emotionalen Höhe- sowie Tiefpunkte wiedergibt, helfen den Eltern zu beurteilen , 
wie sich ihr Kind entwickelt.  
GRUNDLAGEN : Das pädagogische Konzept von den kleinen Riesen basiert auf Theorien der frühkindlichen 
Entwicklung.  Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse von Jean Piaget, Lev Vygotsk y, Eric Erickson und 
Howard Gardner sind Bestandteil unseres Konzepts. Wir beziehen die Arbeiten von Daniel Goleman zur emotio-
nalen Intelligenz in unsere Pädagogik mit ein.  
Die Schlüsselfaktoren der Kleine Riesen Pädagogik sind: 
• Kinder lernen aktiv.  
• Durch Erfahrungen werden Synapsen gebildet. 
• Kinder bilden beim Lernen selbst Regeln und Strukturen. 
• Kinder sind im Stande mit hoher Geschwindigkeit und Intensität zu lernen.  
• Kinder lernen mit allen Sinnen. 
• Kinder lernen mit anderen. 
• Spielen bedeutet Lernen. 
• Unsere Pädagog*innen unterstützen die intrinsische Lernmotivation und fördern  jedes Kind individuell. 
• Intelligenz hat viele Formen.  
• Sprache spielt eine kritische Rolle während der Entwicklung, da sie unser primäres Kommunikationsmittel 
ist.  
• Basierend auf der Gehirnentwicklung, gibt es optimale Entwicklungszeitfenster, insbesondere was die Ent-
wicklung von sprachlichen Fähigkeiten betrifft. Daher ist ein sprachlich stimulierendes Umfeld während der 
ersten fünf Lebensjahre besonders wichtig.  
• Kinder lernen hauptsächlich durch Entdecken und Untersuchen, durch Interaktionen mit anderen Kindern 
und Erwachsenen sowie durch Reflektieren von Erfahrungen.  
• Die Aufgabe unserer Pädagog*innen ist es, eine Umgebung zu schaffen, die die Entwicklung der Kinder 
bestmöglich unterstützt. 
DAS PÄDAGOGISCHE UMFELD : Das pädagogische Umfeld gestaltet sich wie folgt:  
• Unser Pädagogisches Personal arbeitet in stetigem Austausch mit Eltern einen Plan zur individuellen Förde-
rung des Kindes aus. Die Entwicklung des Kindes wird regelmäßig gemeinsam besprochen und evaluiert.  
• Wir bieten eine gut geplante und erprobte Raumstruktur an, die den Kindern Wahlmöglichkeiten lässt. Die 
Räume müssen den Entdeckungs- und Untersuchungsdrang der Kinder unterstützen und altersgerechte 
Herausforderungen bieten. 
• Aktivitäten und Projekte müssen die Interessen und Fähigkeiten der Kinder widerspiegeln.  Kinder nehmen 
aktiv an der Raumgestaltung und Veränderung teil. 
• Wir nutzen bewusst die Infrastruktur der Umgebung, seien es Naherholungsgebiete, Sportstätten oder Bib-
liotheken. 
• Unser pädagogisches Personal unterstützt Kinder beim Entdecken. Sie erkennen Momente, in denen das 
Kind lernt, und bieten Unterstützung, Ermutigung und die notwendige Herausforderung.  
• Aktivitäten werden in Teams gemeinsam mit Kindern oder, sofern die Kinder noch zu klein sind, unter Be-
rücksichtigung derer Intereeressen erarbeitet.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
11 
 
• Die Erfahrungen der Kinder und der Gruppe werden dokumentiert und mit den Eltern besprochen.  
• Unser pädagogisches Konzept bezieht sowohl gezielte Interaktionen als auch ein einfühlsam geplantes 
Raumkonzept in die Entwicklung der Kinder mit ein. Wir integrieren Elemente der Spracherziehung (so-
wohl der Mutter- als auch der Fremdsprachen), des mathematischen und naturwissenschaftlichen Den-
kens, der Projektarbeit, der Sachkunde und der Kunst- sowie Musikerziehung in alle Aspekte unserer Ein-
richtungen, anstatt diese künstlich zu trennen. Wir wollen, dass Kinder „begreifen“ anstatt im klassischen 
Sinne mit Lernstoff „berieselt“ werden. 
PÄDAGOGISCHES SELBSTVERSTÄNDNIS  
 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sind uns bewusst, dass unser Handeln, unsere Werte, Ansprüche und 
Erfahrungen direkten Einfluss auf unsere pädagogische Arbeit hat. 
• Wir und unsere Mitarbeiter*innen sehen unser Handeln fest verankert in den demokratischen Grundwer-
ten unserer Gesellschaft. 
• Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten stets den Mittelpunkt Ihres Handels ausgehend von der Sicht-
weise des Kindes zu setzen. 
• Unsere pädagogischen Fachkräfte stimmen im Team ihr pädagogischen Planen und Handeln ab und tau-
schen regelmäßig Erkenntnisse über den Bildungs- und Entwicklungsprozess einzelner Kinder aus. 
• Unsere Fachkräfte geben den Kindern Orientierung und Sicherheit durch liebevolle Zuwendung und durch 
den Aufbau einer kontinuierlichen, stabilen Bindung. 
• Unsere Fachkräfte verstehen sich als Partner der Eltern, die diesen auf Augenhöhe begegnen. 
4.5. EINGEWÖHNUNG  
GRUNDSÄTZLICHES  
Jedes Kind ist anders. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Eingewöhnungsphase bei jedem Kind unterschiedlich ist. 
Während manche Kinder sich schon in den ersten Tagen ganz leicht an den Kitaalltag und die Trennung von den 
Eltern gewöhnen, brauchen andere bis zu vier Wochen um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden.  
Daher glauben wir auch, dass es kein Patentrezept zur Eingewöhnung mit f est vorgeschriebenen Zeitpunkten, 
zu denen gewisse Dinge geschehen müssen, gibt. Die Eingewöhnung verlangt von allen Beteiligten, d. h. Eltern, 
pädagogischem Personal und Kind, hohe Flexibilität, bei der die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen 
müssen. 
Die Zeit, die die Eingewöhnungsphase einnimmt wird allein vom Kind vorgegeben. Die Eingewöhnung kann und 
darf dabei nicht von außen beschleunigt werden. Es können lediglich Vorkehrungen getroffen werden, die es 
dem Kind leichter machen sich einzuleben. Hierfür muss sich mindestens ein Elternteil die Zeit nehmen. 
AUFKLÄRUNG DER ELTERN  
Vor Beginn der Eingewöhnungsphase wird mit den Eltern ein Gespräch geführt. Die Eltern werden insbeson-
dere über folgende Themen informiert: 
• Ablauf und Dauer der Eingewöhnung 
• Notwendigkeit von zeitlicher Flexibilität 
• Trennungsstress beim Kind 
• Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss bzw. Abbruch der Eingewöhnung

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
12 
 
DER ERSTE TAG  
Der erste Tag bei den Kleinen Riesen ist generell nie der erste Betreuungstag. Vielmehr dient dieser dazu, dass 
das Kind die neue Umgebung, die Kinder und seine Bezugsbetreuerin im Beisein von einem oder zwei Elterntei-
len kennenlernt. 
Der anwesende Elternteil verhält sich während der gesamten Zeit passiv und lässt das Kind so selbstständi g wie 
möglich Entdeckungen machen und seine Bezugsbetreuer*in kennenlernen. 
Die Anwesenheitsdauer in der Kita sollte am ersten Tag zwei, höchstens jedoch drei Stunden nicht überschrei-
ten. Am Ende des ersten Tages entscheiden die Eltern und die Bezugsperson , ob ein weiterer Kennenlerntag 
notwendig ist, oder ob das Kind am nächsten Tag bereits für eine sehr kurze Zeit alleine in seinem Gruppen-
raum bleiben soll. 
DIE ERSTEN ZWEI WOCHEN  
Wie zuvor erwähnt, verlangen die ersten Wochen der Eingewöhnung von allen Seiten hohe Flexibilität: Das 
Kind muss sich auf eine neue und nicht vertraute Umgebung einstellen, die Bezugsbetreuer*innen müssen sich 
intensiv mit dem Kind beschäftigen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Der an der Eingewöhnung beteiligte 
Elternteil muss sich stets in der Einrichtung oder in deren Nähe aufhalten, sodass das Kind bei Bedarf kurzfristig 
abgeholt werden kann. 
Am ersten Tag, an dem das Kind alleine in der Kindertagesstätte bleiben soll, verabschiedet sich der Elternteil, 
der das Kind bringt, und verlässt den Gruppenraum. Eine für die Eingewöhnung zuständige Bezugsbetreuer*in 
kümmert sich intensiv um das Kind und versucht es abzulenken, zu beschäftigen und bei Bedarf zu trösten. Der 
Elternteil hält sich während dessen entweder im Aufenthaltsraum der Einrichtung oder in der näheren Umge-
bung auf. Sollte der Trennungsstress des Kindes zu groß werden , dies kann bereits nach 15-30 Minuten der Fall 
sein,  wird der eingewöhnende Elternteil benachrichtigt. Dieser kommt dann und nimmt das Kind mit. Wichtig 
ist, dass das Kind begreift, dass es ohne seine Eltern in der Krippe ist und dass es dort nur dann bleiben und 
spielen kann, wenn keine Eltern dabei sind. 
In den folgenden 14 Tagen wird der Zeitraum, in dem das Kind die Krippe besucht, sukzessive verlängert.  
DIE DRITTE UND VIERTE WOCHE  
Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die meisten Kinder nach zwei Wochen, Kindergarten oftmals auch schon frü-
her, so weit sind, einen ganzen Tag in der Kita zu verbringen. Dennoch ist es wichtig, dass die Eltern auch wäh-
rend Woche 3 und 4 der Eingewöhnungsphase jederzeit erreichbar und bereit das Kind abzuholen sind, um auf 
eventuell aufkommenden Trennungsstress zeitnah reagieren zu könn en. 
Nach vier Wochen führen eine Bezugsbetreuer*in und Eltern ein Gespräch. Der Verlauf der Eingewöhnung wird 
besprochen. Gemeinsam wird entschieden, ob  
• das Kind vollständig eingewöhnt ist,  
• die Eingewöhnungsphase verlängert werden sollte, 
• oder ob der Trennungsstress für das Kind zu groß ist und von einer weiteren Betreuung in einer Krippe 
besser abgesehen werden sollte. 
ÜBERGANG VON DER KRIPPE IN DEN KINDERGARTEN  
Auch der Übergang von der Krippe in den Kindergarten im eigenen Haus erfordert eine Eingewöhnung. Das 
Kind verlässt seine Freunde in der alten Gruppe, trifft auf neue Räume und ältere Kinder – es wechselt aus der 
Position „des Ältesten“ zur „Jüngsten“. Da in unseren Häusern alle Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz sind, 
immer wieder gemeinsame Ausflüge machen und auch mal morgens zusammen frühstücken, ist der Wechsel

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
13 
 
von der Krippe in den Kindergarten in der Regel sehr sanft. Schon mehrere Monate vor dem geplanten Über-
gang, geht immer eine Erziehr*in mit dem/den Kindern, die in den Kindergarten wechseln sollen, in die Gruppe 
zu den Älteren und nimmt dort an selektierten Aktivitäten teil. So schaffen wir nicht nur Vorfreude auf den 
Wechseln, sondern geben den Kindern die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre, ohne Verlustängste, 
die neue Umgebung kennen zu lernen und Freunde zu gewinnen. Üblicherweise funktioniert dann der Start im 
Kindergarten ohne weiteres Zutun der Eltern – schließlich sind Besuche der Kinder in ihrer alten Gruppe im-
mernoch stets willkomen, was aber mit der Zeit immer weniger wird. 
 
4.6  SCHLAF - UND RUHEMÖGLICHKEITEN  
Das Schlafbedürfnis eines jeden Kindes und sein aktuelles Befinden sind ausschlaggebend für die Gestaltung 
der Mittagssituationen. Jedes Kind hat ein anderes Schlafbedürfnis, so benötigt ein Kind nach dem Essen noch 
einen einstündigen Mittagsschlaf, ein anderes Kind dagegen gar keinen Schlaf mehr. Manche Kinder strengt der 
Kita-Tag sehr an, andere sind mittags noch fit. Das Bedürfnis nach Schlaf kann in einer Kindergruppe sehr unter-
schiedlich sein. Da gilt es, für Kinder, die sehr müde sind, Schlafmöglichkeiten zu schaffen, aber auch die Kinder 
zu berücksichtigen, die keinen Schlaf benötigen. 
Wir geben hier eine Trennung anhand des Alters bzw. des Entwicklungsstandes des Kindes vor. Kinder von 0 -2 
Jahren und Kinder von 2-3 Jahren haben jeweils die Möglichkeit nach dem Mittagessen, in nahegelegenen Räu-
men zum Gruppenraum hin, zu schlafen. Die Mittagsruhe wird durch, auf die Kinder abgestimmte Rituale, 
eingeleitet und von den Pädagog*innen begleitet. Verschiedene angenehme Lichtquellen, Sterne an der Decke, 
gemütliche Kissen und kuschelige Decken oder Geschichten hören, das Mitbestimmen der Geschichten oder 
Hörspiele, ein schöner „Einschlafspruch“ ist möglich. Bei Kindern unter 2 Jahren findet eine Schlafwache durch 
eine Pädagog*in statt. 
Für Kinder ab 3 Jahre können unterschiedliche Entspannungsmöglichkeiten geschaffen werden. So kann viel-
leicht eine Kolleg*in mit Kindern in den Garten gehen, eine Kolleg*in in der kuscheligen Leseecke eine entspan-
nende Geschichte vorlesen und eine dritte Kolleg*in übernimmt den Schlafraum. Die „wachen“ Kinder können 
nach dem Geschichte hören vielleicht selbst entscheiden, ob sie im Raum ihren Spielinteressen nachgehen. 
Kinder brauchen somit in den Räumen Rückzugsmöglichkeiten, Höhlen oder Matratzen zum Ausruhen. Sie 
müssen die Möglichkeit des Rückzuges, ruhigen Spiels oder auch zum Schlafen erhalten. Das kindliche Gehirn 
muss all diese Eindrücke verarbeiten können, um dieses vor Überreizung und Überforderung zu schützen . 
Auch beim Thema Schlafen/Ausruhen ist eine enge Zusammenarbeit mit Eltern wichtig. Die Erfahrungen der 
Eltern und die Beobachtungen der Erzieher*innen sollten gut miteinander ausgetauscht werden, immer zum 
Wohle des Kindes. Das Bedürfnis des Kindes steht im Vordergrund und das bedeutet: Kinder, die Schlaf benöti-
gen, dürfen schlafen und Kinder, die nicht schlafen können, werden auf keinen Fall von den Pädagog*innen 
dazu gezwungen.  
 
4.7  PARTIZIPATION DER KINDER  
Wir betrachten die Partizipation der Kinder nicht nur als ein wichtiges Element unseres Konzepts, sondern auch 
von zentraler Bedeutung für die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft.  
Kinder, die Kleine Riesen Kindertagesstätten besuchen, können, soweit dies mit dem Wohl des Kindes als auch 
mit dem Wohl der anderen Kinder vereinbart ist, selbstbestimmt handeln und das pädagogische Umfeld im 
Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
14 
 
Wir unterstützen eine Beteiligung der Kinder bereits im jüngsten Alter. Die Art der Beteiligung ist dabei selbst-
verständlich vom Alter abhängig. Wir sind der Auffassung, dass Kinder sowohl verbal als auch nonverbal ihre 
Bedürfnisse und Wünsche mitteilen können. Auf diese wird im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Kinderta-
geseinrichtung bietet, individuell eingegangen. 
Alle Angebote und Aktivitäten bei den Kleinen Riesen sind so ausgelegt, das Kinder stets entscheiden können, 
welche Aktivitäten Sie interessieren. Uns ist wichtig die Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu stärken und Ihnen 
zu ermöglichen, sich Ihren Interessen zu widmen. 
Weiterhin betrachten wir die Partizipation als essenziell für die Entwicklung einer gesunden Sozialkompetenz. 
Die Kinder lernen, dass Ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht allein in der Welt stehen, sondern oftmals mit den 
Wünschen und Bedürfnissen anderer Kinder in Einklang gebracht werden müssen.  
Um den Interessen der Kinder gerecht zu werden und bereits im jungen Alter an demokratische Entscheidungs-
prozesse heranzuführen, werden regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten.  
4. 8.   PÄDAGOGIK NACH  ALTERSGRUPPEN  
 2-24 MONATE  
Die ersten Lebensjahre sind eine besondere Zeit, die auf das restliche Leben vorbereitet. Jedes Kind entwickelt 
ein Gefühl der Autonomie, das Gefühl ein Individuum zu sein.  
Es ist wichtig, jedes Kind als eine eigenständige Persönlichkeit zu behandeln und ihm Möglichkeiten zu geben, 
frei zu agieren. Nur wenn Kinder erkennen, dass sie aus eigenen Kräften Dinge beeinflussen können, sind sie 
bereit den nächsten wichtigen Schritt in Ihrer Entwicklung zu gehen: Sie werden sich ihrer Fähigkeiten bewusst 
und merken, dass sie Dinge erreichen können. Dadurch werden Kleinkinder zu aktiven Lernern und Problemlö-
sern und können ihre Umwelt besser kennenlernen. 
Die ersten drei Jahre im Leben eines Menschen sind die Wichtigsten für die Entwicklung von Gehirn und Spra-
che. Während dieser Zeit spielen die Erfahrungen des Kindes eine fundamentale Rolle beim Schaffen von Ver-
knüpfungen im Gehirn und somit beim Legen des Fundaments für die nachfolgende intellektuelle und emotio-
nale Entwicklung.  
Von Geburt an sind Babys hervorragende Lerner. Sie untersuchen optische Eindrücke, G eräusche und fühlen 
ihre Umwelt. Babys und junge Kleinkinder erhalten bei den Kleinen Riesen liebevolle Bezugspersonen,  die sie 
brauchen, und eine sichere Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum aktiven Entdecken und Spaß haben. Die 
Kinder können sehen, hören, fühlen, anfassen und Dinge bewegen.  
Sehr junge Kinder brauchen Bezugspersonen die mit ihnen interagieren, ihnen Sicherheit geben und vor allem 
viel mit Ihnen sprechen. Es ist wichtig, sie in Konversationen einzubeziehen und selbst junge Babys mit Büch ern 
vertraut zu machen. Lieder singen, zuhören und auf die Laute und Worte des Kindes reagieren runden das Bild 
ab. Bei den Kleinen Riesen erhalten Babys und Kleinkinder die Aufmerksamkeit und die Entfaltungsmöglichkei-
ten, die sie brauchen, um sich optimal zu entwickeln: 
INDIVIDUELLE BETREUUNG: Betreuer*innen stellen in Kooperation mit den Eltern  einen individuellen Be-
treuungsplan auf. Dieser wird ständig, den Bedürfnissen des Kindes angepasst, sodass sicher ist, dass die Be-
treuung bei den Kleinen Riesen zum Kind und zu seiner Familie passt. 
LIEBEVOLLE BETREUUNG: Babys brauchen viel Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen, um sich gesund zu 
entwickeln. Unsere Betreuer*innen verbringen, deshalb viel Zeit damit den Kindern die liebevolle Aufmerksam-
keit zu geben, die sie brauchen. Auf jeden Laut und jede Bewegung erhält das Baby eine freundliche Antwort: 
Ein Wort, ein Lächeln oder eine vorsichtige Berührung lassen das Kind spüren, dass es etwas Besonderes ist.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
15 
 
VORLESEN: Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitie-
ren. Schon im frühsten Alter kann so die Grundlage für die Liebe zum Lesen gelegt werden. Ob auf dem Schoß, 
auf dem Boden oder beim Einschlafen, Babys und Kleinkinder lernen frühzeitig , die Magie von Büchern und Ge-
schichten zu schätzen.  
EIN PLATZ ZUM WACHSEN: Babys und Kleinkinder entdecken die Welt mit allen Sinnen und mit ihren moto-
rischen Fähigkeiten. Lange bevor ein Kind begreift, was "unter" oder "entfernt" bedeutet, lernen sie sich fortzu-
bewegen: hinauf und hinab, unter Tischen hindurch und über Gegenstände hinweg. Unsere Gruppenräume bie-
ten den Kindern eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind , 
Lernerfahrungen zu ermöglichen: 
• Grob- und feinmotorische Erfahrungen: Babys können greifen, treten, halten, ziehen, stehen, kriechen und 
krabbeln. Kleinkinder können begreifen, werfen, Gegenstände manipulieren, laufen, klettern, schieben, 
ziehen, usw. 
• Sinneseindrücke: Bei den Kleinen Riesen entdecken Kinder Oberflächenbeschaffenheit, Farben, Muster, 
Formen, Geruch, Geschmack und Gewicht. 
• Kognitive Erfahrungen: Kinder entdecken die Objektpermanenz und räumliche Zusammenhänge. Sie lernen 
Dinge zu sammeln, klassifizieren und von einem Behälter in den anderen zu schütten. In einfachen Experi-
menten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern jene Fähigkeiten, die benötigt 
werden, um Probleme zu lösen. 
• Sprache und Musik: Unsere Pädagog*innen sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in 
der Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusch e. 
• Persönliches Ausdrucksvermögen: Kunst, Bewegung, Nachahmung, erste Rollenspiele und das Spiel mit 
Puppen und Kuscheltieren. 
ELTERN ALS HAUPTBEZUG: Unsere Erzieher*innen wissen, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kind 
durch nichts zu ersetzen ist. Wir freuen uns auch über jede Idee, jede Frage und jeden Verbesserungsvorschlag.  
 
24 -36  MONATE  
Die Welt eines Zweijährigen spiegelt den Übergangscharakter des dritten Lebensjahres wider. Unser Programm 
ist darauf ausgelegt, dem Kind den Übergang von der motorisch-sensorischen Welt eines Einjährigen in eine 
zunehmend soziale Welt zu erleichtern. 
Die Kommunikationsfähigkeit, die Zielstrebigkeit, das Bestehen auf Individualität und Unabhängigkeit und die 
Kontrolle über Körperfunktionen explodieren bei Zweijährigen geradezu. Diese Zeit kann für das Kind frustrie-
rend sein. Charakteristisch sind das wechselhafte Gemüt und die Unsicherheit darüber, was das Kind eigentlich 
tun will. Oftmals übersteigen Wunsch und Vorstellungskraft die eigenen Fähigkeiten. Zweijährige  brauchen des-
halb Herausforderungen, die sie meistern können, und Erfahrungen, die ihre Fähigkeiten festigen. Eine ent-
spannte Atmosphäre macht es leichter mit häufigen Stimmungswechseln und Interessen umzugehen. Beson-
ders Zweijährige brauchen Pädagog*innen, die ihnen beim Erfahren und Entdecken zur Seite stehen, ihre In-
konsistenz akzeptieren und wenn nötig ruhig aber bestimmt Grenzen setzen. 
Das pädagogische Umfeld für zweijährige Kinder besteht sowohl aus Lern bereichen als auch aus einem kreati-
ven Konzept. Gut geplante Lerncenter unterstützen die pädagogischen Aktivitäten und erlauben den Kindern 
selbstbestimmt in kleinen Gruppen zu spielen. Sprachentwicklung, mathematisches und wissenschaftliches 
Denken wird in allen Einrichtungen betont. Wir passen die Räume regelmäßig an, um aufkommenden Interes-
sen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, Neugier zu wecken und um Abwechslung zu schaffen. 
Unsere Lernbereiche bieten betreute Aktivitäten an, die Entwicklung von Basiskompetenzen fördern.

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
16 
 
Typische Lernbereiche sind: 
Bücher Bewegung Bauklötze 
Entdecken / Wissenschaft Haushalt / Rollenspiel Lernen im Freien 
Kunst/Musik Sensorik: Wasser und Sand Tischspielzeug: Puzzles, 
etc. 
Diese werden ergänzt durch Aktivitäten, die jeweils nur ein oder zwei Kinder gleichzeitig ausüben können.  
Im Ablauf eines Tages, entscheiden die Kinder entweder selbst, was sie machen wollen, oder erhalten Hilfe um 
eine Entscheidung treffen zu können. Sie nehmen an Gruppenaktivitäten und Projekten teil und versammeln 
sich im Gruppenkreis, um über ihr Erfahrungen zu reflektieren. Die Kinder werden angeleitet kritische Erfahrun-
gen, die die Bausteine einer gesunden Entwicklung sind, zu machen. Mit  unserem Lehrplan und der Kenntnis 
der Kinder und deren Familien entwickeln unsere Betreuer*innen ständig neue Lernbereiche, die den Kindern 
in ihrem Raum gerecht werden. 
Das Kleine Riesen Konzept vermittelt Sprachkenntnisse, mathematisches und wissenschaf tliches Denken, Pro-
jektarbeit, Sachkenntnisse und Kreativität. Dabei sorgen wir für ausreichend Bewegung und ausgewogene Er-
nährung, damit sich die Kinder auch körperlich optimal entwickeln können. Dies alles ist Bestandteil des Alltags 
der Kinder. 
KINDERGA RTEN & VORSCHULE  
 
Um die Vorschulkinder gut auf die Anforderungen in der Schule vorzubereiten n ehmen die Kleinen Riesen 
insbesondere folgende Entwicklungsbereiche nochmals näher in den Fokus:  
Die  
• sozial – emotionale Entwicklung 
• Grob- und Feinmotorik (z.B. Schwungübungen, um die Schreibfähigkeit vorzubereiten)  
• Sprachförderung 
• kognitive Entwicklung 
• Förderung der Selbständigkeit (selber an- und ausziehen, Schleife binden etc.) 
• Mengen/ Zahlenverständnis  
 
Da für die Vorschulkinder das letzte Kindertagesstätten Jahr von besonderer Bedeutung ist, ist es uns ein An-
liegen nach zumeist 4 Jahren Kita Erfahrung die Kinder partizipativ und je nach kognitiver Entwicklung in die 
Inhalte des letzten Kita Jahres einzubinden. 
Unter Berücksichtigung der Interessen der Kinder und den oben genannten Zielen zum Erlangen der 
Schulfähigkeit erarbeitet das pädagogische Fachpersonal entsprechende Angebote und Projekte.  
 
In regelmäßigen Abständen treffen sich die Kinder in den Vorschulgruppen und erfahren hier gleich zeitig 
Selbstbewusstsein und gemeinsame Stärke für einen guten Übergang von Kindergarten zur Grundschule.  
 
Auch Ausflüge zur Erkundung der näheren und weiteren Umgebung werden durchgeführt, z.B. Besuch bei der 
Polizei, Feuerwehr und/ oder ähnliches. 
 
Unser pädagogisches Personal beobachtet und dokumentiert die Entwicklungsfortschritte der Kinder zum 
förderlichen und wertschätzenden Austausch zwischen Schule, Eltern und Kindertagesstätte . 
 
Ein wichtiger Punkt unserer Vorschularbeit ist die Kooperation mit den umliegenden Grundschulen. Ge-
meinsam mit den Lehrkräften der Schulen wollen wir den Kindern einen sanften Einstieg in die Schulzeit er-
möglichen. Auch im Arbeitskreis Kita - Grundschule sind wir zur Netzwerkarbeit vertreten. 
Eine Kooperation kann beispielsweise folgendes beinhalten: 
 
• Hospitation mit den Vorschulkindern im Unterricht der Grundschule  
• Patenschaften zwischen Grundschülern und Vorschulkindern  
• Gemeinsames Turnen in der Turnhalle der Schule

Kapitel: 4. Pädagogisches Konzept 
17 
 
• Lesepatenschaften zwischen den Grundschülern und den Vors chulkindern 
• Teilnahme am Sommerfest o.ä. 
 
Zum Abschluss der gemeinsamen Kindergartenzeit ist der Abschied zwischen den Kindern, Eltern und Kita -Per-
sonal von besonderer Bedeutung. 
Er kann Ausdruck finden in: 
 
• einem gemeinsamen Abschiedsfest 
• einem Abschiedsritual 
• einem abschließenden Ausflug o.ä. 
 
PÄDAGOGISCHE ANGEBOTE  
SPRACHERZIEHUNG : Lange bevor Kinder lesen lernen, können sie Aktivitäten ausgesetzt werden, die lebens-
lange Bewunderung und Respekt vor der Kraft und Schönheit unserer Sprache schaffe n. Phonemisches Be-
wusstsein ist integraler Bestandteil unseres Konzepts. Sprache ist Teil jeder Interaktion und jedes Aspektes un-
seres Konzepts. 
Wir bieten Kindern Aktivitäten, die auch für ihre sprachlichen Fähigkeiten eine Herausforderung darstellen und 
somit ihr Wissen steigern. Unsere Betreuerinnen bieten den Kindern die Chance , ihre Interessen in Bezug auf 
Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören auszubauen. Worte werden in Laute zerlegt und Gedichte aufgesagt. 
Fingerspiele und Vorlesen ergänzen den Lernprozess. Kinder erfahren die Magie der Sprache durch Reime, Pup-
penspiele und Rollenspiele. 
MATHEMATISCHES DENKEN: Unser Konzept ermutigt alle Erwachsenen im Leben des Kindes Möglichkeiten 
zu schaffen, die dem Kind zeigen, das Mathematik Bestandteil des täglichen Lebens ist. Bereits Kleinkinder ha-
ben Freude am sortieren, ordnen und zählen. Größere Kinder lernen, dass beim Kuchenbacken bestimmte 
Mengen an Zutaten notwendig sind. Bei den Kleinen Riesen machen Kinder spielerisch Erfahrungen mit Ziffern, 
Zuordnungen und Reihen. 
NATURWISSENSCHAFTLICHES DENKEN:  Wir lassen naturwissenschaftliche Phänomene lebendig werden, 
indem wir alltägliche Erfahrungen der Kinder ausnutzen: fallende Gegenstände, gemischte Farben, beschlagene 
Fenster oder das Wachstum von Pflanzen. Unsere Lernbereiche nutzen die Neugier der Kinder und fördern ihre 
Fähigkeiten Probleme zu lösen heraus. Die Kinder werden ermutigt zu beobachten, zu hinterfragen, auszupro-
bieren und nachzudenken. Jeder Tag ist voller wissenschaftlicher Phänomene, man muss sie nur erkennen und 
zu vermitteln wissen. 
Im Krippenbereich bedeutet Naturwissenschaft das Erfahren von Naturgesetzen. Dies geschieht durch einfache 
und dem Alter angepasste Aktivitäten wie z. B. das Fallenlassen von Gegenständen (Ball, Feder, etc.), Seifenbla-
sen, Pflanzaktivitäten, sensorische Spiele mit Wasser und Sand, etc.  
Im Kindergartenalter können Kinder schon näher mit Naturwissenschaften vertraut werden. Wir messen z. B. 
das Wachstum von Pflanzen, Untersuchen Aggregatzustände von Wasser, erfassen Zeit, etc. 
KUNST - UND MUSIKERZIEHUNG:  Wir wissen, dass bereits kleine Kinder Kunst, Musik, Theater und Tanz lie-
ben. Schon im jungen Alter können die ersten Schritte getätigt werden, um künstlerische Fähigkeiten zu för-
dern. Wir unterstützen Kinder bei der Entwicklung Ihrer künstlerischen und musischen Fähigkeiten. Im Krippen-
alter malen, modellieren und singen wir mit den Kindern und führen Tanzspiele durch.  Bei Festen führen alle 
Altersgruppen gemeinsam kleine Theaterstücke, Lieder und Tänze  auf. 
KOCHEN UND ERNÄHRUNG:  Bereits im jungen Alter werden die Ernährungsgewohnheiten für das ganze Le-
ben angelegt. Deshalb stellen das gemeinsame Zubereiten und Essen von Mahlzeiten im Rahmen pädagogi-

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
18 
 
scher Angebote ab dem Kindergartenalter wichtige Elemente des Kleine Riesen Konzepts dar. Regelmäßig ge-
hen die Kinder der Einrichtungen gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen einkaufen. Sei es auf 
dem Wochenmarkt oder im Supermarkt, es werden frische Zutaten eingekauft. Aus d iesen werden gemeinsam 
leckere Zwischenmahlzeiten gekocht. 
 
5. INKLUSION,  INTEGRATION  UND INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG  
Die Kleinen Riesen begrüßen Diversität. Wir sind bestrebt, dass unsere Einrichtungen mit Kindern und Mitarbei-
ter*innen unterschiedlicher Herkunft belegt sind. 
5.1.  GRUNDSÄTZLICHES  
Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung basiert auf folgenden Prämissen: 
• Anerkennung der Grundwerte des Grundgesetzes und eines freiheitlich demokratischen Weltbildes 
• Anerkennung von Grund und Menschenrechten 
• Das Begreifen von Diversität und kulturellen Unterschiedlichkeiten als Chance  
• Verständnis und Toleranz für kulturelle Unterschiede 
5.2. INKLUSION  
 
Der Grundgedanke der Kleinen Riesen besteht darin, das natürliche und vorurteilsfreie Zusammenleben von 
allen Kindern zu fördern. Jedes Kind in unserer Einrichtung hat ein Anrecht auf Bildung nach dem  Kinderbil-
dungsgesetz. Inklusion ist für die Kleinen Riesen und das pädagogische Team selbstverständlich  und wird aktiv 
gelebt. 
Unser inklusiver Leitgedanke spiegelt sich im täglichen Leben, in unserem Herzen und in unserer Gruppenstruk-
tur wider. Bei uns sind ALLE herzlich willkommen, unabhängig von Förderbedarf, Herkunft, Religion, Alter, Se-
xualität, Erstsprache oder Entwicklungsstand. Neben unserem Konzept ist auch unser Alltag auf die bunte Viel-
falt unserer Kinder ausgelegt. So achten wir stets darauf, alle mit einzubeziehen u nd allen zu ermöglichen teil-
zuhaben.  
Bei der Aufnahme achten wir darauf, dass sich im Rahmen einer späteren Betreuung alle Kinder bei uns wohl 
fühlen und von uns bestmöglich während ihrer Kindergartenzeit begleitet werden können. Hierfür müssen für 
alle, natürlich insbesondere bei Kindern mit besonderem Förderbedarf, die personellen und räumlichen Vo-
raussetzungen stimmen. Diese besprechen wir vorab gemeinsam und bemühen uns darum, wenn erforderlich, 
die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. 
Um die pädagogische Betreuung beeinträchtigter Kinder zu gewährleisten, wird die jeweilige Gruppengröße 
entsprechend reduziert und ausreichend Mitarbeitende beschäftigt, die für die Arbeit mit Kindern aus unter-
schiedlichen Lebensbedingungen fachspezifisch qualifiziert sind oder durch Fortbildungen nachgeschult wer-
den. 
Wir arbeiten mit allen Kindern nach dem situationsorientierten Ansatz. Pädagogische Angebote, 
Veranstaltungen und Projekte sind so gestaltet, dass sie die unterschiedlichen körperlichen, emotionalen, 
sozialen und geistigen Möglichkeiten aller Mädchen und Jungen berücksichtigen.  
Besondere Bedeutung in unserer integrativen und inklusiven Arbeit findet eine interdisziplinäre Vernetzung 
zwischen Tageseinrichtung, Eltern und externen Fördermaßnahmen.  Alle Angebot e der Tageseinrichtung für 
Kinder berücksichtigen die unterschiedlichen und wechselnden Bedarfslagen der Kinder und Eltern. Durch 
Kontakte zu externen Stellen und Therapeuten versuchen wir, eine Hand -in-Hand-Arbeit zu gewährleisten, um 
die bestmöglichen Fördermaßnahmen für die Kinder zu erzielen. Die Eltern werden in allen Fragen zur 
individuellen Entwicklung ihres Kindes regelmäßig beraten und unterstützt.

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
19 
 
Ein Schwerpunkt der Kleinen Riesen ist es, den Kindern im Rahmen der inklusiven Erziehung zu vermitt eln, sich 
gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Dadurch erlernen die Kinder einen rücksichts - und 
respektvollen und natürlichen Umgang untereinander.  
 
5.3. INTEGRATION  
DIVERSITÄT UND KULTURELLE VIELFALT  
Wir verstehen Diversität und kulturelle Vielfalt als Chance und Bereicherung für unsere Kindertagesstätten.   
Da viele unserer Einrichtungen bilingual betrieben werden und diese generell zu einem großen Prozentsatz mit 
Kindern mit Migrationshintergrund belegt sind, betrachten wir interkulturelle Orientierung als unabdingbar. 
EINGEHEN AUF BEDÜRFNISSE  
Wir sind uns bewusst, dass Wertvorstellungen und Traditionen kulturspezifisch sind. Wir begrüßen dies und 
begegnen diesem „Anderssein“ mit Respekt und Toleranz. Bedürfnisse, die sich aus kulturellen Unterschieden 
ergeben, versuchen wir, soweit dies in unseren Möglichkeiten steht zu erfüllen. 
SPRACHE  
Die Kenntnis der deutschen Sprache betrachten wir als einen der Schlüsselfaktoren bei einer erfolgreichen In-
tegration. Deshalb versuchen wir alle Kinder, ungeachtet der Herkunft, bis zur Einschulung auf deutsches Mut-
tersprachlerniveau zu bringen. 
WIDERSPIEGELUNG IN DER TÄGLICHEN PÄDAGOGISCHEN ARBEIT  
Es ist uns wichtig, dass unsere pädagogische Arbeit interkulturelles Zusammenleben und die Wertschätzung 
von Diversität bereits von frühster Kindheit an gefördert werden. Wir führen regelmäßig Angebot durch, die die 
kulturellen Besonderheiten der betreuten Kinder mit einbeziehen. Auch werden bei den Kleinen Riesen alle 
Feste (Weihnachten, Hanukkah, islamisches Opferfest, Zuckerfest, etc.) gefeiert. 
 
5.4. INTERKULTURELLE ORIENTIERUNG DER PERSONALPOLITIK  
Bei unserer Personalwahl sind wir bestrebt Mitarbeiter*innen zu gewinnen, die interkulturell kompetent sind. 
Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Diversität in unserer Belegschaft hochzuhalten.  
5. 5. INTEGRATION VON KINDERN VON GEFLÜCHTE TEN  
Wir sind der Auffassung, dass eine gelungene Integration bereits im frühsten Kindesalter beginnt. Der KiTa 
kommt dabei eine besondere Aufgabe zu.  
Wir sehen unsere Aufgabe dabei nicht nur in der kultursensitiven Vermittlung von Toleranz und  demokrati-
schen Werten an Kinder, sondern auch darin, deren Eltern dabei zu begleiten und zu unterstützen in Deutsch-
land anzukommen.  
Auch wenn wir das Erlernen der deutschen Sprache als einen der wichtigsten Grundpfeiler erfolgreicher Inter-
gration ansehen, ist es im Alltag genauso wichtig, die Eltern der Kinder in deren Landessprache oder zumindest 
auf Englisch unterstützen zu können. Deshalb ist eine internationale Belegschaft, die tolerant und kultursensitiv 
ist, für solche KiTas besonders wichtig. Die Umsetzung unseres Konzepts beginnt daher bereits mit der Perso-
nalauswahl. Um Mitarbeiter*innen die besonderen Herausforderungen bei der Unterstützung und Betreuung

Kapitel: 5.Inklusion, Integration und interkulturelle Orientierung 
20 
 
von Kindern von Geflüchteten vorzubereiten, bieten wir fachlichen Austausch in Arbeitskreisen und Fortbildun-
gen an. 
Stets gehen unsere Mitarbeiter*innen individuell auf das Kind ein, um ihm zu helfen, eventuelle Fluchtraumata 
zu überwinden. 
5. 6 GENDER THEMATIK  
Auch hier gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse jedes betreuten Kindes ein. Dadurch unterstützen wir 
sein positives Selbstwertgefühl. Es ist wichtig, dass ein Kind sich nicht schlecht oder ausgegrenzt fühlt, weil 
seine Bedürfnisse von denen anderer Kinder abweichen. Indem wir diese unterstützen, fördern wir die Entwick-
lung eines positiven Selbstbildes und selbstständiges Handeln. 
Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass Gender Mainstreaming in unseren Häusern mehr und mehr gelebt 
und vor allem regelmäßig in den verschiedenen Groß- und Kleinteamsitzungen reflektiert wird. So wie Sprach-
förderung nicht ausschließlich gezielt, sondern vor allem alltagsintegriert statt findet, ist auch unser Gender 
Mainstreaming Ansatz übergreifend und zieht sich durch alle Aspekte des Kitaalltags. 
Das fängt schon bei den Teams an. Das Ziel ist bei der Zusammensetzung folgende Kriterien zu erfüllen:  
1. Multiprofessionell (Praktikanten, Ergänzungskräfte, Heilpädagogische Fachkräfte, Erzieher, BA und 
Master und Diplom – Absolventen) 
2. Multikulturell (wir setzten uns aktiv für die Anerkennung ausländischen Fachkräftepersonals ein und 
übernehmen Sprachkurse vor und nach der Anerkennung) 
3. hoher Männeranteil an pädagogischen Fachpersonal  
4. Wir unterstützen und fördern bei gleicher Eignung eine der Demographie-Entwicklung entsprechende 
Altersmischung innerhalb des Teams 
5. Menschen mit und ohne Behinderung 
Zu 3. Es ist wichtig, dass in der frühkindlichen Erziehung Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, und 
zwar für Jungen ebenso wie Mädchen, denn im frühkindlichen Bereich fehlen moderne männliche Rollen-
vorbilder und Bezugspersonen für Mädchen und Jungen: Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderun-
gen führen häufig zu abwesenden familiären Vorbildern und die vorhandenen familiären Vorbilder müssen 
nicht unbedingt den Erwartungen an moderne männliche Rollenbilder entsprechen. (BMFSVJ, 04/08/2015)  
Mit diesem Ansatz bzw. Anspruch der Diversität ans Team, schaffen wir unserer Meinung nach, die Basis und 
den Nährboden auf dem Gender Mainstreaming stattfinden und gelebt werden kann. 
Durch diese hohe Diversität auf allen Ebenen, kombiniert mit der Förderungen und Partizipation der Kinder, 
wird erreicht, dass Jungen und Mädchen in den Kleine Riesen Kitas mit variablen und vielseitigen Fähigkeiten in 
ihre Zukunft zu starten, um jetzt und später, die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen. Mädchen wie Jun-
gen lernen schon jetzt, im Kita-Alter und Alltag, für ihre Interessen und Bedürfnisse einzustehen. Auch deswe-
gen ist Partizipation und Gender Mainstreaming konzeptionell bei den Kleinen Riesen eng miteinander ver-
knüpft.  
Wir beobachten mit Hilfe des systemischen Ansatzes die individuellen Ressourcen jedes Kindes (und deren Fa-
milien), versuchen diese herauszukristallisieren und unterstützen die Kleinen bei deren Weiterentwicklung. Die-
ses setzten wir mit der Überzeugung um, dass ihnen damit jetzt und später möglichst viele (Entscheidung s-) 
Möglichkeiten offen stehen. Wir zielen mit unseren pädagogischen Angeboten darauf ab, das Selbstwert gefühl 
eines jeden Kindes zu stärken, sowie die Wahrnehmung der Umwelt und damit des eigenen Lebens zu erwei-
tern, um darauf im eigenen Sinne reagieren zu können.

Kapitel: 6. Familienorientierung und Elternbeteiligung 
21 
 
6. FAMILIENORIENTIERUNG UND ELTERNBETEILIGUNG  
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an um dann, bei tiefer greifenden Problemen eine geeignete Beratungsstelle 
einzubeziehen.  
6.1 . ELTERNGESPRÄCHE  
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil des Kleine Riesen Konzepts. Eine Bezugsbetreuer*in jedes Kin-
des sucht mindestens zweimal im Jahr  ein Gespräch mit dessen Eltern, um seine Entwicklung und Fördermaß-
nahmen durchzusprechen. 
Sollte es bezüglich der Erziehung des Kindes oder in der Familie des Kindes Probleme geben, so bietet unser 
Personal zunächst vor Ort Hilfe an, um dann, bei tiefer greifenden Problemen, eine geeignete Beratungsstelle 
zu vermitteln. 
6.2 . ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen , führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Zufriedenheit des Kindes 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
• Ausstattung 
6.3 . ELTERNBEIRAT  
Wir unterstützen und motivieren Eltern einen Elternbeirat zu gründen. Dieser wird im jährlichen Turnus demo-
kratisch gewählt. 
Die Aufgaben des Elternbeirates sind: 
• Vertreten der Elterninteressen 
• Vorschlags- und Beschwerdemanagement 
• Motivation von Eltern sich aktiv am Kita-Leben zu beteiligen. 
• Organisation von Festen 
• Spendenaktionen 
 
6.4 . GEWALTPRÄVENTION UND UMGANG MIT GEWALT  
Gewaltprävention funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Familien, deshalb gehört sie bei uns in den Be-
reich Elternarbeit. 
 Kinder imitieren Erwachsene, was sie daheim oder im Fernsehen sehen, halten sie für richti g und probieren es 
dann in der Kita aus. Wenn Sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem Gewalt zum Alltag gehört, kennen sie 
nichts anderes. Aber es muss nicht immer das Elternhaus oder der Freundeskreis sein. Manchmal kommen Kin-
der durch Zufall, ganz von selbst, zu dem Schluss, dass negatives Verhalten, wenn auch negative, aber dennoch

Kapitel: 7. Sozialraumorientierung (Kooperation und Vernetzung) 
22 
 
Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Meistens fehlt dem Kind aber einfach die Fähigkeit seine Gefühle zu kontrollie-
ren, seine Empathiefähigkeit ist noch nicht voll entwickelt, es wendet einfach Gewalt an, weil es keine andere 
Lösung weiß.  Das Kind macht es immer wieder, bis ihm seine Umwelt/andere Kinder schon mit Angst begeg-
nen oder als Abwehr selbst zuschlagen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem das Kind nicht alleine heraus-
findet – es benimmt sich, wie man es von ihm erwartet.  
Hier sind dann die Erzieher*innen gefragt, deren Aufgabe der Schutz aller Kinder ist, also gleichermaßen auch 
des gewaltausübenden Kindes. Kleine Kinder gilt es aus den Situationen, in denen sie zum Beispiel typischer 
Weise zubeißen würden, herauszunehmen und sie so abzulenken, dass es gar nicht zu dem Akt des Verletzens 
einer anderen Person kommen kann. Mit Kindergartenkindern muss man sprechen, versuchen ihnen die Konse-
quenzen ihres Handelns zu erklären. Als Kita kann man in vielerlei Hinsicht einem Gewaltausbruch entgegen-
wirken – man kann die Kinder beschäftigen, man kann sie toben lassen, bis sie müde sind, man kann ihnen Pro-
jekte zuweisen oder Gewalt in Form von Programmen aufarbeiten und gemeinsam dagegen vorgehen. Generell 
werden unsere Mitarbeiter*innen im Umgang mit Gewalt geschult. Auch Eltern bieten wir, falls notwendig, 
Schulungen und Hilfen an. In jedem Fall gilt aber, dass Eltern aktiv an der Behebung des Problems teilhaben 
müssen. Gemeinsam versuchen die Erzieher mit den Eltern und Kindern die Ursachen für das Verhalten heraus-
zufinden, danach legen sie einen schriftlichen Maßnahmenplan fest, den beide Seiten unterschreiben. Prinzipi-
ell wird die Fachkraft nach SGB 8a eingeschaltet und um Rat gefragt, manchmal auch zum Gespräch mit den 
Eltern hinzugezogen . Gegebenenfalls bedeuten die Maßnahmen, dass auch Hilfe von außen in Form von 
Psychologen geholt werden muss. In jedem Fall gilt aber, dass zu einer erfolgreichen Prävention geschultes Pe-
sonal und der konsequente Umgang mit Gewalt gehört. 
 
7. SOZIALRAUMORIENTIERUNG (KOOPERATION UND VERNETZUNG)  
Wir sind bestrebt unsere Einrichtungen mit Fachdiensten, Schulen, Unternehmen und kulturellen Organisa-
tionen sowie Sportstätten im Umfeld zu vernetzen. Wir pflegen Kontakte zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft 
und Kultur. Auch passen wir unser Konzept den Bedürfnissen des jeweiligen Standortes, an die Familien an.   
Gerne streben wir eine sehr enge Kooperation mit der Grundschule Primus Schule an. Daher kann der Über-
gang vom Kindergarten in die Schule durch viele Besuche und allmähliches Kennenlernen der Umgebung sehr 
sanft erfolgen.  Im letzten Kindergartenjahr werden unsere Kinder die Räumlichkeiten der Kooperationsschulen 
besuchen, gegebenenfalls am Schulsommerfest oder anderen Aktionen teilnehmen und parallel durch engste 
Zusammenarbeit den Anforderungsspiegel für die erste Klasse erreichen.  
Auch nutzen wir gerne die Sportmöglichkeiten, wie Sportverein ESV Münster oder Sportverein DJK und Spiel-
plätze des Stadtteils. Ein Besuch der Bücherei oder den Bücherbus kann gut in das Vorschulprogramm mit inte-
griert werden. Hier können Bücher ausgeliehen oder vor Ort angeschaut werden. Nach Bedarf wird ein fester 
Lesetage in den Kita-Alltag eingebaut. Ebenfalls nutzen wir gerne die in der Umgebung vorhandenen Lebens-
mittelgeschäfte, Köller Zoo oder Bäckereien für einen kleinen Ausflug. Hier können die Zutaten für einen Nach-
mittagsimbiss gekauft und später in der Kita zubereitet werden. Zusätzlich nutzen wir die guten Verkehrsanbin-
dungen für Ausflüge außerhalb. . Wir werden uns den Stadtteilarbeitskreisen anschließen, um eine Kooperation 
mit den sozialen Einrichtungen, Trägern und Ehrenämter zu gewährleisten. Somit können wir im Bedarfsfall im 
Sinne der Familien die Netzwerke nutzen und passgenaue Hilfe oder Ansprechpartner anbieten . Eine Zusam-
menarbeit mit den umliegenden Kindertagesstätten wie z. B. der Kita Süd e.V. oder der kath. Kita St. Ida ist 
selbstverständlich. Den beiden Kirchengemeinden St. Ida und Heilig Geist würden wir im Rahmen von Ausflü-
gen immer wieder einen Besuch abstatten.  
Da die Kleinen Riesen Familienfreundlichkeit auszeichnen, bieten wir gerne flexible, den Bedürfnissen der El-
tern angepasste, Öffnungszeiten (im Rahmen der 45 Wochenstunden) an. Eine Übermittagbetreuung ist uns 
wichtig, insbesondere aber dass die Qualität nicht darunter leidet. Durch ein pädagogisches Angebot, dass sich

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
23 
 
auf den ganzen Tag erstreckt, haben wir es in allen unseren Kindertagesstätten geschafft, mit der Ganztagesbe-
treuung, anstatt eines „Babysitterservices“ in den Nachmittgasstunden, einen echten Mehrwert für unsere Kin-
der und Familien zu schaffen. Unsere Pädagog*innen genießen die Möglichkeit, die Kinder durch den ganzen 
Tag zu begleiten und sie zu unterstützen, die Welt mit den Kindern zu entdecken.Da sich jede unserer Kitas 
dem jeweiligen Sozialraum in den Angeboten anpasst, erstellen wir gerne ein individuelles Angebot für unsere 
Kunden- hier orientieren wir uns stark an den Bedürfnissen der Kinder und den Ressourcen im Team . In der Re-
gel besprechen wir mit den Eltern, welche Wünsche vorhanden sind und gehen dann darauf ein. Eine enge Zu-
sammenarbeit und Austausch findet mit der nahgelegenen Kindertagesstätte Hermannschule, Scheibenstraße 
statt.  Angebote von Außen, wie zum Beispiel Musikfrühförderung sind frei von zusätzlichen Kosten, um eine 
Teilnahme alller Kinder zu ermöglichen und werden im Alltag der Kindertagesstätte integriert. Entsprechende 
Angebote werden über Spenden, Förderverein oder Einnahmen aus Aktivitäten, wie Basare finanziert. 
8. QUALITÄTSMANAGEMENT  
8.1.  DOKUMENTATION  
TAGESBERICHTE  
Die Eltern eines jeden Krippenkindes erhalten täglich mündlich einen kurzen Bericht, in dem Sie über folgende 
Punkte informiert werden: 
• Laune des Kindes 
• Mahlzeiten 
• Windelwechsel und Stuhlgang 
• Dauer des Mittagsschlafs/der Mittagsruhe 
• Besondere Ereignisse und Erfahrungen, die das Kind am Tag gemacht hat.  
ENTWICKLUNGSPROFILE  
Die Kleinen Riesen erstellen unter Zuhilfenahme von „ Gabip“ für jedes Kind ein standardisiertes Entwicklungs-
profil. Dabei wird altersspezifisch die Entwicklung von Basiskompetenzen abgefragt.  
8.2. ELTERNBEFRAGUNG  
Um die Zufriedenheit der Eltern mit unserer Dienstleistung sicherzustellen , führen die Kleinen Riesen jährlich 
eine Elternbefragung durch. Es werden die nachstehenden Themengebiete abgefragt: 
• Öffnungszeiten 
• Pädagogische Aktivitäten 
• Ernährung 
• Kundenfreundlichkeit 
8.3. PERSONAL AUSSTATTUNG  
Qualität kommt durch mehr und vor allem besser geschultes Personal.  Auch wenn die Mindestpersonalanfor-
derungen durch das KiBiz vorgegeben sind, versuchen wir immer darüber hinaus zu gehen. Nicht nur werden  
unsere Erzieher*innen durch Praktikant*innen, Hauswirtschaftskräfte und Bundesfreiwilligendienstler entlas-
tet, sondern es wird auch Wert darauf gelegt, jedes Team durch die Diversität aus verschiedenen anerkannten 
Abschlüssen, Alters- und Lebenssituationen, Geschlechtern und Kulturen einzigartig zu machen. Die Teams 
merken sehr schnell, dass sie durch die vielfältigen Erfahrungen, in denen sich die einzelnen Mitglieder ergän-
zen, gemeinsam viel stärker als die Summe der Individuen sind.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
24 
 
8.4 . HYGIENEPLAN  
Die Hygienesicherung ist im Qualitätsmanagementhandbuch ausführlich dokumentiert. Eine Zusammenfassung 
des Hygieneplans findet sich in Anlage 3. 
 
8.5 . QUALITÄTSMANAGEMENTHANDBUCH  
Alle qualitätssichernden Verfahren und unser pädagogisches Konzept sind ausführlich im Kleine Riesen Quali-
tätsmanagementhandbuch dokumentiert. 
8.6 . QUALITÄTSSICHERUNGSMETHODEN (6 -SIGMA – DMAIC)  
Alle im Qualitätshandbuch abgebildeten Prozesse werden nach dem 6-Sigma-Konzept überwacht, um unseren 
kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen (Erklärung s.u.). 
 
Definieren Definiert wird, für wen der Prozess wichtig ist 
und welche Bedürfnisse durch den Prozess er-
füllt werden sollen. Darauf aufbauend wer-
den die Merkmale des Prozesses definiert, die 
kritisch für die Erfüllung der Kundenerwartun-
gen sind. 
 
Datenerhebung Sammlung von Daten über die derzeitige Aus-
prägung der Merkmale des Prozesses.  
 
Analysieren Ursachen für Abweichung von den definierten 
Leistungszielen identifizieren. 
 
Verbesserungsphase In der Verbesserungsphase sollen Lösungs-
möglichkeiten für die in der Analyse-Phase 
identifizierten und ausgewählten Probleme 
gefunden werden. 
 
Überwachen Verankerung der gefundenen Verbesserun-
gen im Alltag. 
 
Definieren 
[Define]
Datenerhebung 
[Measure]
Analysieren 
[Analyze]
Verbesserungs-
phase 
[Implement]
Überwachen 
[Control]

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
25 
 
8.7 . QUALITÄTSZIRKEL  
Um Verbesserungspotenziale im eigenen Arbeitsbereich aufzudecken und Lösungen zu entwickeln arbeiten un-
sere Mitarbeiter*innen in Kleingruppen/ Arbeitskreisen in regelmäßigen Abständen Lösungen aus. Die Zirkel 
setzen die gefunden Lösungen meist selbstständig um und nehmen auch eine Ergebniskontrolle vor.  
Qualitätszirkel werden sowohl in einrichtungsinternen Teamsitzungen gebildet als auch einrichtungsübergrei-
fend auf Leitungsebene. 
Zur Moderation und methodischen Unterstützung steht der Qualitätsbeauftragte den Qualitätszirkeln jederzeit 
mit Rat und Tat zur Verfügung. 
8.8 . INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT SGB VIII, 8A  
Das Unternehmen beschäftigt mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte, die von den Leitungen im Falle eines 
Verdachts auf Kindeswohlgefährdung umgehend eingeschlatet werden. Es erfolgt zunächst eine telefonische 
Beratung. Sollte die Fachkraft der Meinung sein, dass eine Kindeswohgefährdung vorliegt, werden weitere 
Schritte, zu denen neben Gesprächen mit Erzieher*innen, Eltern und Kindern auch die Einschaltung von ande-
ren Beratungsstellen gehören können. Näheres in Kapitel 12. 
8.9. FACHBERATUNG  
Für die Fachberatung werden im gleichen Maße interne und externe Stellen hinzugezogen. In unserem Unter-
nehmen haben wir Mitarbeiter*innen, die die Erfahrung und Qualifikation haben eine Fachberatung durchzu-
führen. Oftmals übernimmt die regionale Leitung auch die Fachberatung der Einrichtungen, für die sie zustän-
dig ist. Sollte dies einmal nicht ausreichen oder man in besonders schwierigen Fällen eine vollkommen neutrale 
Meinung, die aus der Distanz das Problem analysiert, benötigen, so wird eine externe Fachberatung eingeschal-
tet. 
8.10 . PÄD AGOGISCHE TAGE  
Alle unsere Kindertagesstätten halten 5 pädagogische Tage im Jahr ab. Diese werden genutzt für 
- Fortschreibung der Konzeption; 
- Jahresplanung; 
- Präsentation und Diskussion der Arbeit der Q-Zirkel; 
- Teambuildingmaßnahmen 
- Gruppenschulungen 
- Umstrukturierung der pädagogischen Räume 
8.11 . KENNENLERNEN VON ANDEREN EINRICHTUNGEN  
Um das organisationsinterne Lernen zu unterstützen hat jede Mitarbeiter*in immer wieder die Möglichkeit 
eine andere Kindertagesstätte des eigenen Trägers kennenzulernen und vor Ort zu hospitieren. 
8.12 . LEITUNGSKONFERENZEN  
Vier Mal im Jahr treffen sich alle Kleine Riesen Leitungen einer Region  zu einer Leitungskonferenz, um einrich-
tungsübergreigend Qualitätsverbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen.

Kapitel: 8. Qualitätsmanagement 
26 
 
 
8.13 . BESCHWERDEMANAGEMENT  I. S. D. § 45 ABS. 2 NR. 3 SGB VIII  
Zur Sicherung der Rechte der Kinder in der Kindertagesstätte, werden 4 bis 6-mal im Jahr  Kinderkonferenzen 
abgehalten. Unsere Mitarbeiter*innen sind angehalten Sorgen, Anliegen und Beschwerden der Kinder schrift-
lich festzuhalten, sodass diese in dem Zusammenhang  von und mit den Kindern ausdiskutiert werden können. 
Kleinere Anliegen besprechen die Kinder im täglichen Morgenkreis. 
Sollten Kinder ein Problem haben, dass sie nicht mit dem Personal im Gruppendienst besprechen wollen, kön-
nen sie sich an die Einrichtungsleitung wenden. Den Kindern wir die Einrichtungsleitung als Ve rtrauensperson 
regelmäßig ans Herz gelegt. 
Bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, achtet unser Personal auf Feinzeichen in Form von Gesten, 
Mimik und Lauten, um auf ein eventuelles Unwohlsein der Kinder einzugehen.  
8.1 4. BESCHWERDEMANAGEMENT  
Wir betrachten Beschwerden von Eltern als einen Ansporn, unsere Konzeption kontinuierlich zu verbessern.  
Offizieller Beschwerdeweg für Eltern 
 
Erziehungsberechtigte 
 
Hilfestellung durch den Elternbeirat möglich 
 
                                                                           Gruppenfachkräfte 
 
 
 
Kita- Leitung 
 
 
      
Bereichsleitung 
 
 
 
Regionale Leitung 
 
          Geschäftsführung 
       
 
Der Prozess zum Umgang mit eingehenden Beschwerden unterliegt folgenden Prinzipien:  
Eingang der Beschwerde Beschwerden können sowohl schriftlich als auch 
mündlich eingehen. Empfänger der Beschwerde 
können pädagogische Mitarbeiter*innen auf Grup-
pen- bzw. Leitungsebene oder der Träger sein.

Kapitel: 9. Ernährung 
27 
 
 
Deeskalation von Konflikten Wir sind uns bewusst, dass Beschwerden bezüglich 
der Betreuung der eigenen Kinder teilweise auf ei-
ner sehr emotionalen Ebene eingereicht werden. 
Daher hat die Reaktion der Mitarbeiter*in stets 
sachlich, emotional zurückhaltend und lösungsori-
entiert zu sein. 
 
Dokumentation / Analyse Jede Beschwerde wird in einer Aktennotiz festge-
halten. Sollte eine Lösung ad hoc nicht möglich 
sein, so wird im Team das Problem analysiert und 
nach  Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Lösung ist 
zu dokumentieren. 
 
Antwortzeit Alle Beschwerden sind von Beschwerdeeingang bis 
zur Rückmeldung an die Eltern innerhalb einer Zeit 
von zwei Wochen abzuarbeiten. Die Rückmeldung 
an die Eltern kann sowohl schriftlich als auch 
mündlich erfolgen. 
 
Einbindung des Trägers / von externen Bera-
tungsstellen 
Sollte das der Beschwerde zugrunde liegende Prob-
lem nicht kindertagesstättenintern gelöst werden 
können, so hat die Leitung den Träger einzuschal-
ten. Im Dialog entscheiden Leitung und Träger eine 
adäquate Problemlösung. Sollte Einbindung einer 
externen Beratungsstelle notwendig sein, so wird 
diese Maßnahme ebenfalls von Träger und Leitung 
gemeinsam beschlossen und eingeleitet. 
 
9. ERNÄHRUNG  
Die Kleinen Riesen legen großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung. Wir sind der Überzeugung, 
dass die Weichenstellung für richtiges Ernährungsverhalten bereits im Kindesalter erfolgt.  
Unser Ernährungskonzept basiert auf den nachstehenden Grundsätzen:  
• Wir verwenden bevorzugt ökologische Lebensmittel, wenn gewünscht in Bio-Qualität,sofern möglich 
aus der Region. 
• Die Zusammensetzung der Lebensmittel orientiert sich am Ernährungskreis der DGE (siehe Anlage 2).  
• Die Mittagsmahlzeit wird von einem Caterer (cook and chill, warm oder cook and freeze) geliefert.  
• Alle Mahlzeiten werden gemeinsam am Tisch eingenommen. 
10. PERSONALMANAGEMENT  
Kinderbetreuung lebt von der Qualität und vom Engagement des Personals. Wir sehen daher unsere Mitarbei-
ter als unsere wichtigste Ressource an. 
10.1.  PERSONALGEWINNUNG  
Bei Neubesetzung einer Stelle wird diese vom Träger ausgeschrieben. Die eingehenden Bewerbungen werden 
an die jeweilige Kita weitergeleitet.  
Die Entscheidung über die Einstellung wird vom Träger und der Kindertagesstättenleitung gemeinsam getrof-
fen.

Kapitel: 11. Finanzmanagement 
28 
 
 
 
10.2.  MITARBEITERENTWICKLUNG  
In der heutigen Zeit ist es einfacher Personal zu gewinnen als zu halten. Aus diesem Grund legen wir großen 
Wert auf eine gute Personalentwicklung und -bindung.  
WEITERBILDUNG  
Wir unterstützen die Weiterbildung unserer Mitarbeiter*innen. Weiterbildungsmaßnahmen müssen jeweils an 
die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen und der Einrichtung angepasst sein. Gemeinsam bespricht die Leitung 
welche Entwicklungswünsche die Mitarbeiter*in hat und welche Notwendigkeit das Unternehmen sieht. Da-
nach legen sie gemeinsam fest, welche Schulung/-en fürs Folgejahr belegt werden. 
REFLEXIONSGESPRÄCHE  
Regelmäßige Reflexionsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie. Wir verstehen Re-
flexionsgespräche stets nur als konstruktive Kritik, die als Impuls zur kontinuierlichen Verbesserung dienen soll. 
Daher wird einmal im Jahr ein 360 Grad Feedback durchgeführt.  
DIVERSITÄT  
Die Kleinen Riesen fördern Diversität unter der Belegschaft. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies sowohl 
die Teamarbeit, das gegenseitige Lernen als auch die Betreuungsqualitä t selbst verbessert. 
UNTERSTÜTZUNG DER MITARBEITER IN ALLEN LEBENSLAGEN  
Auch unterstützt die Kleine Riesen Nord seine Mitarbeiter*innen in individuellen Lebenslagen. So reagieren wir 
flexibel auf Pflegeanfragen, Elternzeitmodelle oder nehmen auch gerne Mitarbeiterkinder in unseren Kitas auf.  
VERWALTUNGSTÄTIGKEITEN  
Alle Verwaltungstätigkeiten, die im Zusammenhang mit Mitarbeiter*innen stehen (Lohnbuchhaltung, etc.), 
werden für alle Standorte zentralisiert ausgeübt. 
 
11. FINANZMANAGEMENT  
Das Finanzmanagement erfolgt nach kaufmännischen Grundsätzen.  
Die Finanzplanung umfasst folgende Elemente: 
• Rollierende Umsatzplanung und Liquiditätsplanung 
• Kostenstellen / Kostenträger-Rechnung mit Budgetierung 
• Controlling-System 
Schon allein aus der Gesellschaftsform ergibt sich die Verpflichtung zur doppelten Buchführung und der Veröf-
fentlichung des Jahresabschlusses im elektronischen Unternehmensregister.

Kapitel: 12. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung i. S. d. §  8a SGB VIII  
29 
 
12. SCHUTZAUFTRAG BEI KINDESWOHLGEFÄHRDUNG I.  S.  D. § 8A SGB VIII  
SCHULUNG  
• Die Leitung der Einrichtung ist   
bezüglich der Thematik zu schulen. 
• Das Wissen ist durch jährliche  
 Schulungen an die anderen  
 Mitarbeiter weiterzugeben. 
ANZEICHEN FÜR GEFÄHRDUNG DES   
KINDESWOHLS (GEFÄHR DUNGSRISIKEN)  
• Körperliche und seelische Gewalt 
• Emotionale und körperlich- 
gesundheitliche Vernachlässigung 
• Sexueller Missbrauch 
• Versagung entscheidender existenzi-
eller Entwicklungschancen 
INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRAFT  
 
Der Träger beschäftigt mehrere insoweit erfahrene  
Fachkräfte, die den Einrichtungen bei der Erkennung 
und Einschätzung einer Kindeswohlgefähr-
dung helfen. Es findet bis zum Abschluss des 
Falles eine Prozessbegleitung statt, falls not-
wendig auch im Gespräch mit den Eltern.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ende
Erkennen 
Gefährdungsrisiko
Information 
erfahrene 
Fachkraft 
(Leitung)
Dokumentation 
Gefährdungsrisiko
Gespräch mit 
Erziehungs-
berechtigten
Risiko 
ausgräumt
Hinwirken auf 
Inanspruchnahme 
von Hilfen
Hilfe- und 
Beratungsplan
Dokumentation 
Gespräch
Beratungsplan 
eingehalten?
Beratungsplan 
erfolgreich
Dokumentation 
der Schritte
Jugendamt 
informieren
Dokumentation
Nein
Ja
Nein
Nein
JaDokumentation
Ja
Risiko 
ausgräumt
Ja
Nein

Kapitel: Anlage 1: Ernährungskreis 
30 
 
ANLAGE 1: ERNÄHRUNGSKREIS  
 
 
Während die Versorgung mit regionalen Produkten bei uns eine Selbstverständlichkeit ist, biete n wir auf 
Wunsch der Eltern, auch BioKost an. Unsere Konzepte der Essensversorgung sind weitreichend und passen sich 
an die Bedürfnisse der Familien an, lediglich eines haben sie alle gemeinsam – sie sind gesund. 
ANLAGE 2: HYGIENE PLAN  
HYGIENE IM SANITÄRBE REICH  
SANITÄRAUSSTATTUNG  
Die Sanitärbereiche sind mit Einmalhandtüchern und Spendervorrichtungen für Flüssigseife ausgestattet. Die 
Sanitärbereiche für Mitarbeiter*innen sind zusätzlich mit Spendervorrichtungen für alkoholische Handdesinfek-
tionslösung zu versehen. 
WARTUNG UND PFLEGE  
Die Toilettenanlagen und die Ausstattung werden regelmäßig kontrolliert, gepflegt und gewartet. Die Kontrolle 
und Pflege wird dokumentiert.  
WICKELBEREICHE  
Die Wickelbereiche werden nach jeder Verwendung desinfiziert. Verunreini gungen mit Fäkalien werden mit 
einem mit Desinfektionsmittel getränkten Tuch gereinigt und danach nochmals desinfiziert. Mitarbeiter *innen 
haben nach dem Wickeln die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Im Wickelbereich hängt gut sichtbar eine 
Verfahrensanweisung zur Wickelhygiene aus.  
BE- UND ENTLÜFTEN  
Die Entlüftungsanlagen der Sanitäranlagen werden regelmäßig von einer Fachfirma gewartet. Defekte werden 
Zeitnah in Stand gesetzt. 
Lebensmittel, die 
viel Stärke 
enthalten, wie 
Getreideprodukte  
und Kartoffeln
Gemüse und 
HülsenfrüchteObst
Getränke (Wasser)
Milch und 
Milchprodukte
Fleisch, Wurst und 
Fisch
Streich- und 
Kochfette

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
31 
 
TRINKWASSERHYGIENE  
LEGIONELLENPROPHYLAXE  
Bei Duschen, die nicht täglich genutzt werden, muss das Wasser, sofern es aus Großanlagen bezogen wird, bei 
Höchsttemperatur mehrere Minuten ablaufen. Spritzen und Zerstäuben des Wassers sind dabei zu vermeiden. 
Kalkablagerungen werden regelmäßig entfernt. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Am Wochenanfang und nach längerer Schließung der Krippe wird das Wasser aus Leitungen, aus denen Trink-
wasser entnommen wird, fünf Minuten ablaufen gelassen. Jeder Wasserauslass muss mindestens jeden dritten 
Tag benutzt oder alternativ gespült werden. 
PRÄVENTION VON STAGNATIONSPROBLEMEN  
Wasseruntersuchungen auf chemische und mikrobilogische Reinheit werden gemäß Trinkwasserver ordnung 
jährlich durchgeführt. 
ERSTE HILFE  
ERSTE -HILFE -INVENTAR  
Die Einrichtung hält folgendes Erste-Hilfe-Material vor: 
• Verbandskasten nach DIN 13157 „Verbandskasten C“ 
• Alkoholisches Desinfektionsmittel zur Handdesinfektion 
Verbrauchsmaterialien, wie Pflaster und Einmalhandschuhe, werden nach Verbrauch ersetzt.  
VERSORGUNG VON BAGATELLWUNDEN  
Es werden grundsätzlich Einmalhandschuhe getragen. Die Wunde wird mit einem Pflaster oder Ver band so ver-
sehen, dass der Kontakt Dritter mit Blut ausgeschlossen ist. Nach der Wundversorgung werden die Hände 
gründlich gewaschen und desinfiziert. 
REINIGUNG KONTAMINIERTER FLÄCHEN  
Flächen, die mit Körperflüssigkeiten (Blut, Exkremente, Erbrochenes) kontaminiert werden unter Verwendung 
von Einweghandschuhen mit einem mit Desinfektionslösung getränkten Tuch gereinigt. Anschließend wird die 
Fläche nochmals desinfizieren. 
NOTFALLKONTAKTE  
Neben allen Telefonen und in allen Gruppenräumen wird  ein Aushang mit folgenden Notfallkontakten aufge-
hängt: 
• Polizei 
• Feuerwehr 
• Ärztlicher Bereitschaftsdienst 
• Giftinformationszentrum 
• Kinderarzt

Kapitel: Anlage 2: Hygiene Plan 
32 
 
KÜCHE  
ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN  
Personen, die an Erkrankungen im Sinne des § 42 IfSG oder an Hauterkrankungen leiden oder Wunden haben 
dürfen nicht in unserer Verteilerküche tätig sein 
Das in der Küche tätige Personal wird von uns einmal jährlich im Sinne des § 43 IfSG über Tätigkeitsverbote so-
wie über Lebensmittelhygiene geschult. 
QUALITÄTSSICHERNDE MAßNAHMEN UND LEBENSMITTELHYGIENE  
Es werden qualitätssichernde Maßnahmen im Sinne von HACCP getroffen. Alle Maßnahmen werden dokumen-
tiert: 
• Messung der Kühlschranktemperatur 
• Wareneingangskontrolle (Temperatur, Sensorik, Geruch) 
• Reinigung und Desinfektion nach Reinigungsplan 
• Kontrolle auf Schädlinge 
Beim Handhaben von Lebensmitteln werden Handschuhe getragen.  
HANDHYGIENE  
Hände sind wie folgt zu waschen: 
A. Bei Ankunft in der Einrichtung und beim Wechsel von einer Gruppe in eine andere. 
B. Vor und Nach: 
• Essen, Handhabung von Lebensmitteln, Füttern eines Kindes 
• Verabreichen von Medizin 
• Wasserspielen, falls das Wasser von mehr als einer Person benutzt wird.  
C. Nach: 
• Windelwechsel 
• Toilettengang, Assistieren eines Kindes beim Toilettengang. 
• Handhabung von Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut, Erbrochenem), Niesen, Naseputzen, Abwi-
schen des Mundes oder von Wunden. 
• Handhabung von rohem Lebensmitteln, insbesondere Fleisch und Geflügel.  
• Berühren von Tieren. 
• Spiel im Sandkasten 
• Reinigung und Handhabung von Müll 
• Berühren von Geld 
• Handhabung von verschmutztem Geschirr  
Diese Regelungen gelten für alle Mitarbeiter, insbesondere aber für in der Küche tätiges Personal. 
Die Handreinigung erfolgt mit Flüssigseife und Desinfektionsmittel aus Wandspendern. Es werden nur Einmal-
handtücher verwendet. 
An allen Waschbecken werden Verfahrensanweisungen und Hautschutzpläne ausgehängt.

Kapitel: Anlage 3: Verfahrensanweisung bei Hohen Temperaturen 
33 
 
FLÄCHENREINIGUNG UND DESINFEKTION  
Alle Fußböden der Krippe werden täglich feucht gereinigt. Arbeitsflächen in der Verteilerküche werden täglich 
desinfiziert. Da nicht mit kritischen Rohwaren gearbeitet wird , ist eine einmal tägliche Desinfektion im Normal-
fall ausreichend. 
AUßENANLAGEN  
Unser Außenanlage wird bei jedem Besuch auf Tierkot und Verunreinigungen untersucht. Tauben werden 
durch geeignete Maßnahmen ferngehalten. 
Der Sand im Sandkasten wird alle zwei Jahre ausgetauscht. 
 
ANLAGE 3: VERFAHRENSANWEISUNG BEI HOHEN TEMPERATUREN  
Zunehmend steigen im Sommer auch in Deutschland, dieses Jahr bereit s im Mai, die Temperaturen auf deutlich 
über 30 °C. Auch wenn es ein Stück weit normal ist, dass sich Gebäude in der heißen Jahreszeit stark aufheizen 
und wir Menschen uns mit der Zeit daran gewöhnen, versuchen wir in der Kita den Alltag auch an Tagen, an 
denen laut Wettervorhersage die Außentemperatur über 28 ° steigen soll, so angenehm und sicher wie möglich 
zu gestalten. Folgende Maßnahmen werden eingeleitet: 
• Morgens, mindestens 30 Minuten vor Öffnung der Kita, werden die Fenster und Türen in allen Räu-
men geöffnet, diese arretiert, sodass ein Zug und damit Luftaustausch entsteht.  
• Nach dem Lüften werden die Beschattungen in Gruppen- und Nebenräumen, in den Schlafräumen 
Rollläden, heruntergelassen. Im Anschluss sind die Türen zu den Schlafräumen zu verschli eßen und 
erst zur Schlafenszeit wieder zu öffnen, um das Hineinströmen der heißen Luft von den Fluren zu 
verhindern. 
• Im Allgemeinen sind im Obergeschoss die Türen zu allen verschatteten Räumen während des Tages 
geschlossen zu halten, um ein Aufheizen zu verhindern. 
• Wenn die Temperatur über 30 °C im OG steigt, sind die Kinder ins Erdgeschoss zu bringen. Hier sind 
dann alle Gruppenraumtüren zum Gang und in den Außenbereich zu öffnen , um damit ein 
Luftaustausch zu schaffen.  
• Wenn die Schlafräume im Obergeschoss vor Beginn der Schlafenszeit über 28 °C haben, sind Schlafal-
ternativen im EG mit guter Durchlüftung zu schaffen. Während der Sommermonate ist durchgehend 
Schlafwache auch für über Dreijährige zu halten.  
• Die Kinder werden in der Zeit nach einem teiloffenen Konzept betreut. 
• Während immer gilt, dass stets ausreichend Flüssigkeit anzubieten ist und die Kinder ans Trinken erin-
nert werden sollen,  gilt insbesondere an heißen Tagen, dass feste – z.B. halbstündliche - „Trinkrun-
den“ zu machen sind. 
• Wenn es Kindern zu heiß wird, sollen bei Bedarf Maßnahmen wie Duschen oder Bespritzen mit Wasser 
eingeleitet werden. 
• Wasserspiele im Außenbereich sind in schattigen Bereichen eine gute Möglichkeit sich abzukühlen. 
Dabei ist darauf zu achten, dass kein Wasser in großen Gefäßen steht, da Kinder bereits in 3 cm tiefem 
Wasser in einem Eimer ertrinken können. 
• Generell gilt, dass Kinder nie in der prallen oder Mittagssonne spielen sollen, selbst wenn Sie Mützen 
tragen und gut eingecremt sind. Vielmehr sollte an heißen Tagen hauptsächlich am frühen Morgen, 
ggf. auch am späten Nachmittag, der Außenbereich genutzt werden. Aber auch hier gilt: nur im 
Schatten spielen! 
• Anstrengende Aktivitäten, wie langes Gehen, Toben, Fußballspielen, etc. sollten an den heißen Tagen 
gemieden oder zu Randzeiten durchgeführt werden.

Kapitel: Anlage 4: Verfahrensanweisung bei Tiefen Temperaturen 
34 
 
• Es ist immer darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend leicht und luftig angezogen sind. Geg-
ebenenfalls sind Eltern darauf hinzuweisen, angemessene Schlaf- und Tageskleidung mitzubringen. Für 
den Aufenthalt im Freien sind dünne, helle Baumwoll- oder Leinenhemden gut, da sie einen zusätzli-
chen Schutz vor Sonnenbrand bieten. Enge, dicke Kleidung ist (z.B. Jeans), selbst wenn sie kurz sein 
sollte, ungeeignet. 
• Auch bedeckte Körperstellen sollen eingecremt werden. 
• Schließlich ist jedes Kind individuell und reagiert - so wie Erwachsene - unterschiedlich auf heiße Tem-
peraturen. In jedem Fall sind Erzieher angehalten, Maßnahmen individuell anzupassen und bei dem 
geringsten Verdacht, dass es einem Kind nicht gut geht, die Eltern zu informieren und eine Abholung  
durch abholberechtigte Personen einzuleiten.  
• Sollten die Temperaturen in den Innenräumen für mehr als zwei Stunden auf über 35 ° C steigen, wird 
empfohlen sich mit den Kindern auf schattigen Freiflächen aufzuhalten . Hierzu sind das Außengelände 
der Kita, Spielplätze im Park, Wasserspielplätze oder auch Spaziergänge im Wald besonders zu 
empfehlen. Sollte aufgrund einer besonderen Gegebenheit der Aufenthalt im Freien nicht möglich 
sein, so müssen die Kinder nach Hause geschickt werden. Generell ist im Sommer der Wetterbericht 
zu verfolgen und schon im Voraus Aktivitäten zu planen, die für Abkühlung sorgen.   
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn stets 
ausreichend Getränke, schattige Plätze (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) vorhanden sind und Sorge 
getragen wird, dass es nicht zu Hitzestaus kommt, können sie den Sommer auch unbeschwert genießen.  
 
ANLAGE 4: VERFAHRENSANWEISUNG BEI TIEFEN TEMPERATUREN  
Jeden Winter fallen die Temperaturen so stark, dass besondere Maßnahmen erforderlich sind:  
• Es ist darauf zu achten, dass jedes Kind ausreichend warme und wetterfeste Kleidung, incl. Handschuhen 
und Mützen und eine Fettcreme in der Kita hat. 
• Empfehlenswert ist der Zwiebellook: Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke, denn zwi-
schen jeder Schicht bildet sich eine Luftschicht, die als Wärmeisolator dient.  
Die erste Schicht sorgt für den Feuchtigkeitstransport, die Unterwäsche sollte eng am Körper anlieg en. Die 
zweite Schicht sorgt für Isolierung, sie speichert die Körperwärme und sollte atmungsaktiv sein. Die dritte 
Schicht schützt vor Wind und Wetter, sollte wind- und wasserabweisend sein. Hier eigenen sich Schneean-
züge sehr gut. 
• Mütze, Schal und Handschuhe sind bei tiefen Temperaturen ein „Muss“. Der Körper gibt die meiste Wärme 
an die Körperpartien ab, die weit vom Rumpf entfernt liegen. Kopf und Finger sind daher schneller kalt.  
• Das richtige Schuhwerk sorgt stets für warme Füße: Jedes Kind sollte  Wollsocken und wasserfeste Schuhe, 
am besten wäre es, wenn die Schuhe mit Membranen versehen wären, dabeihaben. Ein Ersatzpaar Schuhe 
ist wichtig, da auch Schuhe mit Membran nass werden können. 
• Da die Kinderhaut besonders zart ist, empfiehlt es sich mit einer reichhaltigen Creme das Gesicht der Kin-
der vor dem Austrocknen zu schützen. Die Creme sollte fetthaltig sein und kein Wasser enthalten, damit 
sie nicht auf der Haut gefriert.  
• Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 22 °C betragen. Im Schlafraum sollen 17°C nicht unterschrit-
ten werden warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was zu Problemen führt, wenn sie auf kalte 
Oberflächen, wie zum Beispiel Außenwände trifft. Es ist daher wichtig, regelmäßig zu lüften, um die 
feuchte Luft abzuführen. Die Fenster müssen mehrmals täglich komplett für fünf Minuten geöffnet wer-
den, um die Luft auszutauschen (wenn sich keine Kinder in dem Raum befinden).  
• Damit das Trinken in der kalten Jahreszeit nicht vergessen wird, sollten Getränke in der Einrichtung sicht-
bar hingestellt werden, um sich an das regelmäßige Trinken zu erinnern. Pro Tag empfiehlt es sich etwa 1,5 
bis 2 Liter zu trinken.  
• Die Verweildauer im Freien bei Temperaturen unter -5 °C sollte nicht eine halbe Stunde je Aufenthalt über-
schreiten. Dieser kann auch gestückelt werden, z.B. in der Bringphase wenn alle Kinder schon eingemum-
melt in die Kita kommen oder auch kurz zur Mittagszeit oder zur Abholphase. Jedoch ist immer auf das 
Wohlbefinden der Kinder zu achten und bei tiefen Temperaturen die maximale Verweildauer nicht zu 
überschreiten

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
35 
 
 
Im Allgemeinen gewöhnen sich Kinder relativ gut an unterschiedliche Temperaturen und wenn ste ts ausrei-
chend Getränke, Möglichkeiten, sich aufzuwärmen (dazu zählt auch das Innere von Gebäuden) sowie sensible 
Betreuer, die auf die Bedürfnisse der Kinder umgehend reagieren vorhanden sind, steht dem Spaß im Schnee 
auch bei tiefen Temperaturen nichts im Weg. 
ANLAGE 5: SEXUALPÄDAGOGISCHE KONZEPTION  
Vorwort: 
Alle Mädchen und Jungen sollen auf eine sensible und individuelle Weise in ihrer altersgemäßen körperlichen, 
seelischen und geistigen Entwicklung begleitet werden. Hierzu gehört selbstverständlich auc h die kindliche Sex-
ualentwicklung. Wir wollen uns dem Thema ganz natürlich und offen anhand von respektvollem Umgang mit 
dem eigenen Körper und Nähe empfinden sowie auch dem Gegenüber widmen. Auch zu den Themen Liebe, 
Sexualität, Zeugung und Geburt sollen sie altersangemessen anhand ihres Entwicklungsstandes informiert 
werden. Damit wollen wir dem Recht auf Schutz und Entwicklung jedes Kindes Rechnung tragen.  
Wir sehen jedes Kind als Individuum, das sich in allen Entwicklungsbereichen in seinem eigenen Tem po 
entwickelt. Diesem Recht Raum zu verschaffen, ist Aufgabe der Mitarbeiter*innen. Ziel des Konzeptes ist es 
Kinder handlungsleitend und durch Wissen über ihren eigenen Körper Selbstbestimmung und eine körper -be-
jahende Haltung zu vermitteln und sie so möglichst vor Missbrauch zu schützen. So lernen die Kinder schon 
früh, sich mit einer distanzierenden Handbewegung und dem Wort „Stopp“ oder „Lass das -ich will das nicht- 
hör auf.“ abzugrenzen. 
 
1. Zusammenarbeit mit Eltern  
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Kindertagesstätten Kleine Riesen Nord ist es wichtig, 
dass die Familie über die pädagogische Arbeit informiert wird. Dazu zählen auch Informationen über 
die kindliche Entwicklung, einschließlich der kindlichen Sexualität.  
Diese Informationen ermöglichen einen intensiven und offenen Austausch über das Kind und seine 
Entwicklung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Einrichtung, in der dieses täglich be-
treut wird. Zudem werden mögliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Thema der „ki nd-
lichen Sexualität“ abgebaut und das Kind in seiner individuellen Entwicklung gestärkt.  
Um die Fragen, die Mütter und Väter stellen, richtig beantworten zu können, erhalten alle Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren KiTas eine Schulung zum Thema „ Kindliche Entwicklung“ 
und „Sexualpädagogik“. Bei Bedarf gibt es die Möglichkeit, Experten für gemeinsame Infor-
mationsabende in die Einrichtung einzuladen, entsprechende Beratungsangebote vorzustellen oder 
nach den individuellen Bedarfen zu entwickeln.  
Zudem stellt der Träger speziell geschulte Mitarbeiter*innen als Ansprechpartner für „Kindes-
wohlgefährdung“.  
 
2. Teilhabe und Selbstbestimmung  
Teilhabe im Zusammenhang mit der Arbeit mit Mädchen und Jungen bedeutet, dass Kinder aktiv in sie 
betreffenden Entscheidungen einbezogen werden und so ihren Alltag mitgestalten können. Dadurch 
werden Kinder in ihrer Selbständigkeit und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und können lernen, sich 
für oder gegen etwas zu entscheiden und die Entscheidungen anderer zu respektieren.  
Dies beginnt schon bei dem ganz jungen Kind, das sich aussuchen kann, mit wem es spielen möchte 
oder welche Mitarbeiter*in es wickeln soll. So erfahren Mädchen und Jungen, dass sie mit ihren 
Wünschen gehört und ernst genommen werden. Es liegt in der Verantwortung der Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter, die Bereiche festzulegen, in denen die Kinder mitentscheiden. Es gibt Bereiche, in

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
36 
 
denen Mädchen und Jungen keine eigenen Entscheidungen treffen können, wenn ihre Gesundheit 
oder ihre Sicherheit gefährdet ist 
(z.B. nicht umziehen wollen bei nasser Kleidung, im Winter barfuß laufen o.ä.)  
  
Partizipation betrifft grundsätzlich alle Bereiche des Alltags mit Kindern. Wir beziehen uns hier vor al-
lem auf das Erziehungsziel der Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Körper und die eigenen 
Gefühle der Kinder: Mädchen und Jungen werden darin bestärkt, ihre eigenen Gefühle und die Ge-
fühle anderer wahrzunehmen und sie zu beachten. So haben sie das Recht „Nein“ zu sagen und ihr 
„Nein“ wird akzeptiert. Dies bezieht sich auch darauf, wenn sie zum Beispiel nicht auf den Schoß ge-
nommen werden, nach mehrfacher Motivation und Unterstützung/Begleitung nicht fotografiert oder 
berührt werden möchten. 
Bei allen Handlungen achtet der Mitarbeiter/die MitarbeiterInnen darauf, eigene Vorstellungen und 
Einstellungen dem Kind gegenüber neutral zu halten und/oder gegebenenfalls an andere Mi-
tarbeiter*innen abzugeben. 
 
3. Nähe und Distanz 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter respektieren die Wünsche des Kindes in Bezug auf Nähe und 
Distanz, wie zum Beispiel beim Wickeln oder Kuscheln.  
Mädchen und Jungen suchen sich dabei die eigene Bindungsperson unter den Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern aus, der sie sich anvertrauen und bei der sie Nähe suchen.  
Grundsätzlich soll das Bedürfnis nach körperlicher Nähe nur vom Kind und nicht vom Erwachsenen 
ausgehen- Sonderfall: Trösten, Pflege, Sicherheit. 
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist wichtig, dass jedes Kind das Maß an Nähe bekommt, dass 
es benötigt, um sich sicher und beschützt zu fühlen. Dafür achten sie auf die Signale des Kindes und 
orientieren sich an seinen Bedürfnissen. Sie achten auf individuelle Äußerungen des Kindes, z. B. in 
Bezug auf Berührungen, und reagieren angemessen. Dabei gilt es dem Kind auch ein a ngemessenes 
Nähe- Distanz Verhalten gegenüber Fremden, Erwachsenen usw. erfahrbar zu machen, um ein Ver-
trauen gezielt und vorsichtig im Sinne von Selbstschutz und Prophylaxe zu entwickeln.  
 
Das Maß an körperlicher Nähe ist abhängig von dem Alter der Kinder. Die Jüngsten benötigen noch 
viel Schutz und Zuwendung. Die älteren Kinder sind häufig nicht mehr so anhänglich wie die jüngeren 
und erkunden neugierig ihr Umfeld, so dass auch das Nähe-suchende Verhalten gegenüber den Mi-
tarbeiterinnen und Mitarbeitern allmählich abnimmt. In Situationen, in denen das Kind Unterstützung 
oder Nähe wünscht, weil es zum Beispiel traurig ist, reagieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
entsprechend feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes, bis es sich wieder wohlfühlt. Dann  wird es zu 
neuen Aktivitäten bzw. zum Spiel angeregt.  
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten auf ihre eigenen Grenzen. Mitarbeiterinnen bzw. ein Mi-
tarbeiter werden sich nicht von Kindern auf den Mund küssen oder im Intimbereich anfassen (Brust, 
Scheidenbereich) lassen.  
So lernen die Kinder nach und nach, dass sie selbst, wie auch ihre authentischen und selbstverant-
wortlichen Erzieherinnen und Erzieher, für sich entscheiden können, wie viel körperliche Nähe sie 
darüber hinaus, zulassen möchten. Zudem lernen sie durch die Vorbildfunktion der Erzieherin bzw. des 
Erziehers, sich selbstbestimmt zu verhalten und „Nein“ zu unerwünschtem Verhalten, wie ungewollte 
Berührungen, zu sagen. Die Kinder lernen über Grenzen setzen, sich selbst auch abgrenzen zu könn en 
und/oder sich zu trauen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
37 
 
4. Typisch Mädchen - typisch Junge  
Für die Entwicklung eines Kindes ist es wichtig, sich in vielen verschiedenen Bereichen auszuprobieren 
- unabhängig davon, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist.  
Diese gesellschaftliche Entwicklung findet sich in vielen Aspekten des alltäglichen Angebotes in der 
KiTa wieder. So erhalten Kinder Anregungen und Impulse, die von den Interessen der Kinder aus-
gehen, egal welchem Geschlecht sie angehören. Jungen und Mädchen erhalten kreative Angebote,  wie 
zum Beispiel Musik und Tanz, Bewegungsangebote wie Fußball und Klettern, Angebote im haus-
wirtschaftlichen Bereich, wie zum Beispiel Kochen und Backen oder handwerkliche Tätigkeiten.  
Es ist die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darauf zu a chten, dass sich alle Kinder glei-
chermaßen daran beteiligen können. Die Gruppenräume sind so ausgestattet, dass Mädchen und 
Jungen Spiel- und Beschäftigungsmaterial vorfinden, das vielfältig und für alle Kinder zugänglich ist. So 
bieten die Fachkräfte Kindern gezielt Material und Spielmöglichkeiten an, die ihre Kompetenzen er-
weitern und ihre Interessen fördern. So sollen die Kinder angeregt werden, Tätigkeiten und 
Verhaltensweisen zu erproben und entwickeln, die nicht den typischen Rollenzuschreibungen 
entsprechen. 
 Alle Gefühlsäußerungen sind willkommen und wertgeschätzt, unabhängig von gesellschaftlichen 
Erwartungen an das Verhalten von Mädchen und Jungen.  
Gleichzeitig ist den Mitarbeiter*innen bewusst, dass sie auch mit ihrem Handeln wichtige Rollenmod-
elle für die Kinder sind.  
 
In regelmäßigen Abständen gibt es Entwicklungsgespräche, in denen auch die Identitätsfindung des 
Kindes ein Thema sein kann, damit sowohl die Eltern als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
das Kind darin unterstützen, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. 
 
 
5. Wickeln  
Es gehört zu den Aufgaben aller beschäftigten Erzieherinnen und Erziehern, Kinderpflegerinnen und 
Kinderpflegern sowie Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten, das Wickeln der Kinder zu 
übernehmen- geschlechterunabhängig. 
Voraussetzung ist ein vorliegendes einwandfreies Führungszeugnis. Ebenso bedarfs es gerade bei 
neuen Mitarbeitern*innen einen Beziehungsaufbau zu den Kindern. 
Praktikantinnen und Praktikanten, die nur wenige Wochen oder kürzer in der KiT a sind, wickeln nicht.  
Während der Eingewöhnungszeit begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Eltern beim 
Wickeln Ihres Kindes. Es ist das Ziel, in dieser Zeit das Vertrauen des Kindes zu gewinnen, so dass es 
sich bald auch gerne von den Pädagogen*innen der Gruppe wickeln lässt. Außerdem können Sie auf 
Besonderheiten und Rituale beim Wickeln hinweisen.  
Die Wickelsituation ist nicht nur eine reine Pflege- sondern auch eine soziale Situation, die die Mäd-
chen und Jungen oft genießen. Damit sich das zu versorgende Kind nicht mit seinem Körper aus-
geliefert fühlt, wird das Kind nach seinen Möglichkeiten in den Prozess des Wickelns und Umziehen, 
sowie Versorgung nach Toilettengang aktiv einbezogen- so entwickelt das Kind zudem ein Gefühl und 
eine Verantwortung für den eigenen Körper. Andere Kinder dürfen die Wickelsituation begleiten, 
wenn das Kind sowie die begleitenden Kinder dies wünschen und die Situation für sie damit gelöster 
wird. 
Zudem bildet die Gestaltung des Wickelns (Rituale, kleine Körperspiele, Lieder usw.…) sowie die hy-
gienische Umsetzung eine wichtige Grundlage für den intimen Wickelprozess des Kindes.  
Als Schutz für den Intimbereich, stehen die Mitarbeiter*innen schützend vor dem Kind und lehnen die 
Türe zum Waschraum während eines erhöhten Publikumsverkehrs (Bring -und Holzeiten) sichtges-
chützt an.  Eltern, die ihre Kinder noch in der KiTa wickeln möchten, werden gebeten zu warten, bis 
die Mitarbeiter*in ihre Wickelsituation beendet hat. 
 
Die Kinder bei den Kleinen Riesen werden nach Bedarf und nicht nach Zeitplan gewickelt.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
38 
 
Die Entwöhnung von der Windel ist eine große Aufgabe für die Familie und das Kind, die individuell 
unterschiedlich bewältigt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten durch z. B. Gespräche, 
Informationsveranstaltungen und Literaturtipps unterstützen.  
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Entwöhnung Ihres Kindes von der 
Windel gelassen und beugen Leistungsdruck vor.  
Zum Umkleiden wird den Kindern natürlich ein sichtgeschützter Bereich ermöglicht. 
Natürlich werden Kinder, die sich von der Windel entwöhnen, darin unterstützt und erinnert, die Toi-
lette aufzusuchen. So werden die Kinder vor und nach längeren Beschäftigungen, Essenssituationen 
und außer Haus Aktivitäten angehalten die Toilette nochmal aufzusuchen. Da Kinder in erster Linie 
bedürfnisorientiert entscheiden, soll der Erwachsene dem Kind eine Erinnerungshilfe sein.  
 
Grundsätzlich werden Kinder, die eine Toilette aufsuchen darin unterstützt, diese intime Situation ges-
chützt und alleine wahrzunehmen und bei Bedarf nach Hilfe durch eine Mitarbeiter*in zu rufen.  
 
 
6. Kindliche Sexualentwicklung  
Mütter und Väter sind oft irritiert, wenn im Zusammenhang mit ihren jungen Kindern von Sexualität 
gesprochen wird. Die kindliche Sexualität unterscheidet sich jedoch grundlegend von der Sexualität 
Erwachsener. 
Mädchen und Jungen nehmen angenehme Gefühle mit allen Sinnen wahr und reagieren spontan, neu-
gierig und unbefangen auf alles, was sie im Zusammenhang mit Körperlichkeit erleben.  
Die Regeln, nach denen Erwachsene Handlungen bewerten - also entscheiden, was „erlaubt“ ist und 
was nicht -, erlernen die Kinder in den ersten Lebensjahren dadurch, dass Erwachsene ihnen diese 
vorleben oder dadurch, dass ihnen bestimmte Handlungen erlaubt oder verboten werden.  
 
 
Was bedeutet das konkret für das Alltagshandeln in der KiTa?  
 
o Über den eigenen Körper sprechen  
Genauso selbstverständlich wie Kleinkinder ihre Hände und Füße betrachten und begreifen, erkunden 
sie auch ihre Geschlechtsteile und so selbstverständlich wie Eltern z. B. beim Wickeln und Waschen 
des Kindes Arme, Beine, oder Bauch benennen, sollten sie auch die Geschlechtsteile benennen. So ler-
nen die Mädchen und Jungen mit der Sprachentwicklung die Benennung aller Körperteile, was für d en 
Aufbau eines positiven Körpergefühls ein wichtiger Schritt ist. Die Fachkräfte setzen dies bei ihrer Ar-
beit in der KiTa fort und achten darauf angemessene Bezeichnungen bei der Benennung der Ges-
chlechtsteile zu verwenden. Verniedlichungen in den Begriffen seitens der Erwachsenen ist eine „Kon-
traindikation“ hinsichtlich eines natürlichen Umgangs mit Sexualität. 
Die Nutzung von Vulgärbegriffen wird hinterfragt und so korrigiert, dass ein wertschätzender respektv-
oller Umgang beibehalten wird. Den Mitarbeiter*innen ist bewusst, dass sowohl im Krippen-als auch 
im Kindergartenalter Vulgär- und Fäkalbegriffe Ausdruck von Scham sein kann und somit eine Atmos-
phäre von Natürlichkeit umso wichtiger ist.  
Dazu gehört auch, dass Fragen von Kindern ernsthaft beantwortet werden. Mit der Sprachentwicklung 
geht das sogenannte „Fragealter“ der Kinder einher. Sie möchten alles ergründen und stellen zu jedem 
Thema Fragen. Die Kinder erhalten auf ihre Fragen Antworten in kindgerechter Sprache, die 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand formuliert und erklärt werden und in Absprache mit den 
Eltern erfolgen.  
 
o Kennenlernen des eigenen Körpers  
Bemerken Erwachsene, dass ein Kind sich an seinen Geschlechtsteilen berührt, ist ihnen dies 
manchmal unangenehm und sie neigen dazu, dies zu verbieten. Für eine positive Einstellung zum 
eigenen Körper ist es förderlich, seine Erkundungen zuzulassen. In jedem Fall achten die Erzieherinnen

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
39 
 
und Erzieher darauf, dass dies in einem geschützten Rahmen (WC Bereich) und nicht öffentlich ges-
chieht.  
Zur kindlichen Sexualentwicklung gehört die Neugier auf alles, was mit dem eigenen Körper und des-
sen Funktionen zusammenhängt. Deutlich tritt dieses Interesse bei dem Thema Selbstberührungen 
und bei „Doktorspielen“ zu Tage. Es gehört zur kindlichen Sexualentwicklung, dass manche Kinder ih-
rer Neugier durch Berührungen im Genitalbereich Ausdruck verleihen. Manche Kinder tun dies, andere 
nicht. Diesem Interesse des Kindes begegnen die Fachkräfte mit einer offenen und wertschätzenden 
Haltung auf der Basis von fachlichem Wissen.  
 
Genauso wichtig wie das Thema Selbsterkundung ist die Auseinandersetzung mit den so genannten 
„Doktorspielen“. Bei „Doktorspielen“ stillen Kinder ihre Neugierde und ihr Interesse in Bezug auf ihren 
eigenen Körper und den anderen Kindern. Sie schauen sich gegenseitig unbekleidet an und vergleichen 
ihren Körper mit den anderen Kindern.  
Aus Rücksicht zu verschiedenen Kulturen und familiären Hintergründen lassen wir dies in unseren Ein-
richtungen nicht zu.  Die Mitarbeiter*innen reagieren sachlich, neutral und verweisen die Kinder 
darauf dies im Kindergarten zu unterlassen. 
So darf niemand einem anderen Kind oder sich selbst einen Gegenstand in den Mund, die Nase, das 
Ohr, den Po, die Scheide oder den Penis stecken oder die Grenzen des  Spielpartners missachten. 
 
Jedes Mädchen und jeder Junge bestimmt selbst, ob und mit wem sie oder er spielen möchte. Die 
Fachkräfte kennen die Grenzen und vermitteln diese den Kindern und achten immer auf deren Einhal-
tung.  
Mütter und Väter sind und bleiben die Experten für Ihr Kind. Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit 
sind die Entwicklungsgespräche, in denen sich die Eltern mit den Fachkräften auch über die sexuelle 
Entwicklung ihres Kindes austauschen können, sehr wichtig.  
Unser Ziel, die Kinder zu gesunden, selbstbewussten und selbstbestimmten Mädchen und Jungen zu 
erziehen, können wir nur gemeinsam erreichen, indem wir dazu beitragen, den Kindern eine Stärkung 
des Körpergefühls zu vermitteln, sie gut zu informieren und somit möglicher Kindeswohlgef ährdung 
vorzubeugen. 
 
 
7. Sexualpädagogik in der KiTa  
Das Thema Sexualpädagogik ist ein wichtiges Thema im Bildungsbereich „Körper und Sinne“ mit Ange-
boten für Familien, Mitarbeitende und Kinder.  
Ziel ist es, dass alle Mädchen und Jungen einen positiven Zugang zu ihrem Körper und zu ihrer Sexuali-
tät finden. So lernen sie, respektvoll mit sich und anderen umzugehen und ihre eigenen Grenzen zu 
wahren. Auch Angebote zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder sowie entsprechende 
Auflagen zum Schutz der Kinder im Alltag gehören dazu. 
Die Kinder tragen immer eine Badehose, Schwimmwindel und/oder einen Badeanzug. Die Umkleideak-
tion wird immer in den Räumlichkeiten der Kita vorgenommen. 
  
Das Themenfeld Sexualpädagogik wird, wie alle Bildungsbereiche in unserer  KiTa, sowohl zu Hause als 
auch in der KiTa umgesetzt. Über die pädagogische Umsetzung in der KiTa des Kindes werden Eltern z. 
B. durch Informationsabende, zum Teil mit externen Referentinnen und Referenten, durch Aushänge, 
in den Entwicklungsgesprächen und natürlich in der vorliegenden Konzeption informiert.  
Das Thema Sexualpädagogik findet sich in den Gruppenräumen der KiTa durch vielfältiges Material, 
wie z. B. Bilderbücher wieder.  
Unser Ziel ist es dabei, dass die Kinder ihren Körper ohne Schamgefühl wahrnehmen und als Ich-
Erfahrung schätzen, schützen und akzeptieren zu lernen.

Kapitel: Anlage 5: sexualpädagogische Konzeption 
40 
 
In ihrer Kindergartenzeit sollen alle Mädchen und Jungen die Bezeichnungen und die Funktionen der 
Körperteile des menschlichen Körpers kennenlernen. Dazu gehört auch, dass Kind er die Bezeich-
nungen für die Geschlechtsorgane kennen und benutzen können und Antworten auf ihre Fragen 
bezüglich Liebe, Sexualität, Zeugung und Geburt erhalten. Themen, die durch die Kinder aufkommen, 
werden erzieherisch begleitet, damit die Kinder mit diesem Thema und damit aufkommenden Gefüh-
len nicht allein gelassen werden.  
 
Die Kinder erleben, dass alle Lebens- und Familienformen in der KiTa gleichermaßen wertgeschätzt 
werden. Ziel unserer Gesellschaft und unserer Kita ist eine vorurteilsfreie Erziehun g- in der der 
Mensch mit seinem Charakter und Wesen im Vordergrund steht und niemals aufgrund seiner Gesin-
nung.  
 
Um die Kinder und Eltern kompetent begleiten zu können, besuchen die Mitarbeiterinnen und Mi-
tarbeiter unserer KiTas u.a. Fortbildungen zum Thema Sexualpädagogik und Prävention.  
Einzelfallbesprechungen und kollegialer offener Austausch verbunden mit selbstreflektierendem 
Verhalten bilden die Grundlage für einen sensible und möglichst  
vorurteilsfreie Begleitung in der Sexualpädagogik Ihres Kindes.  
 
Regeln kurzgefasst für den Kita-Alltag bei den Kleinen Riesen: 
▪ Der Wunsch nach körperlicher Nähe geht nur vom Kind aus, nicht vom Pädagogen *innen 
▪ Gefühle, Meinungen sowie Grenzen werden von allen respektiert und akzeptiert („Nein heißt Nein“)  
▪ Körperteile werden immer klar benannt (Penis, Vagina, Brust, Gesäß, Brustwarzen)  
▪ Vulgäre Ausdrucksformen werden nicht geduldet 
▪ Das Kind agiert Selbstbestimmt mit Rücksicht auf andere Spielpartner (Grenzen wahren)  
▪ Erkundungsspiele finden nur in voller Bekleidung mit Kindern des gleichen Entwicklungsstand statt 
▪ Körperöffnung sind Tabu 
▪ Das Entkleiden des Körpers beim Spielen ist verboten 
▪ Die Selbsterkundung findet immer ohne jegliche Beobachter (Kinder, Eltern, Pädagogen) und in der Toi-
lettenkabine statt 
▪ Die Kinder werden sowohl von weiblichen, männlichen und diversen Pädagogen*innen, gewickelt sowie 
beim Toilettengang begleitet (Voraussetzungen sind eine aufgebaute Bindung zum Kind sowie ein Füh-
rungszeugnis ohne Einträge) 
▪ Das Mitteilen bzw. Hilfe holen ist kein Petzen, sondern wird positiv bewertet 
▪ Eltern werden noch am gleichen Tag über Vorkommnisse informiert  
▪ Pädagogen*innen und Kinder küssen sich nicht auf den Mund 
Zum Schluss ist noch hinzuzufügen, dass jede Kita diese Konzeption auf den entsprechenden Sozialraum 
anpasst. Dies wird in der hauseigenen Konzeption ausgeführt.

Kapitel: Anlage 6: Personalmangel 
41 
 
ANLAGE 6: PERSONALMANGEL  
Definition:  
Es kann jederzeit vorkommen, dass Personal durch Krankheit, Urlaub oder Fortbildung ausfällt und es dadurch 
zu personellen Engpässen kommt. Um d ie sichere Betreuung der uns anvertrauten Kinder zu gewährleisten, ist 
immer eine gewisse Anzahl an Personal notwendig.  Wenn eine voll belegte Gruppe an Kindern von weniger als 
zwei Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt ist, gilt dies als Personalmangel.  
Infobox 
➢ Die Gruppenstärke darf folgende Kinderanzahl nicht überschreiten:  
o Gruppenform 1: 22 Kinder 
o Gruppenform 2: 11 Kinder 
o Gruppenform 3: 27 Kinder 
➢ Jede Gruppe ist mit 2 Kräften mit Aufsichtspflicht besetzt. 
➢ Die Einrichtungsleitung oder in Abwesenheit die Stell - / Abwesenheitsvertretung ist berechtigt fol-
gendes zu streichen bzw. anzuordnen: 
- Überstunden (Auf- oder Abbau von Überstunden) anzuordnen 
- Fortbildungen der MA abzusagen bzw. abzubrechen (wenn Personalnotstand vorhersehbar oder 
akut ist) 
- Je nach Situation Arzttermine (auch Facharzttermine) sowie Urlaube von MA streichen  
- Bei Streichung von Fortbildungen, kostenpflichtigen Arztterminen bzw. Urlauben wird die regionale 
Leitung / der Träger informiert & Absprachen bezüglich der Kostenersta ttung bzw. Kostenentste-
hung getroffen. 
 
Maßnahmen: 
1. Internes Aufteilen der Kräfte auf die einzelnen Gruppen. Bei geringer Gruppenstärke Zusammenlegen 
der Gruppen. 
Beispiel:  
Gruppe A hat eine Kraft und Gruppe C hat drei Kräfte auf jeweils volle Gruppenstärken. Es wechselt eine 
Kraft aus Gruppe C in Gruppe A, um in beiden Gruppen den Personalschlüssel zu gewährleisten.  
Wenn nicht möglich, da in allen anderen Gruppen auch nur zwei Kräfte sind übernimmt dies die Stel-
lvertretung bzw. Leitung und geht in den Gruppendienst (ggf. Ganztägig). 
2. Dienstzeiten der MA überprüfen und anpassen, damit wenn möglich die Schichten abgedeckt sind.  
3. Individuelles Abwägen der Teilzeitkräfte / Springer 
Bei der Regionalleitung Springerkraft anfragen oder bei den Teilzeitkräften die Dienstzeit entsprechend 
dem Bedarf schieben bzw. den Überstundenaufbau anordnen zum Abdecken der Kernzeitbetreuung.  
4. Wenn möglich Personal „zurückrufen“ 
- Von Fortbildungen 
- Bei Arztterminen / Terminen 
- Vom Überstundenabbau 
 
5. Notbetreuung: 
 
5.1. Gruppenbelegung (Gruppenstärke) überprüfen . Je nach Kinderzahl können Gruppen zusam-
mengelegt werden. -siehe Infobox-  
5.2. Öffnungszeiten verkürzen . Die Einrichtung wird eine halbe Stunde früher geschlossen, je nach 
Möglichkeit auch eine Stunde.  
5.3.  Gruppenstärke verringern, dabei werden Kinder nach Hause geschickt.  
Beachte folgende „Platzierung“:

Kapitel: Anlage 7: Aufnahmekriterien 
42 
 
1. Berufstätige Familien (wo beide Eltern arbeiten) haben Vorrang 
2. Familien deren Eltern zur Schule, Ausbildung, Uni gehen (mit Nachweis)  
3. Eltern die wirklich wichtigen Termine haben (nur mit Nachweis, sonst werden diese ebenfalls 
nach Hause geschickt) 
5.4.  Gruppen schließen  
Hier muss abgewogen werden, ob eine einzelne Gruppe, ein Bereich oder alle Gruppen betroffen sind. 
Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht immer die gleiche Gruppe betroffen ist. In kleinen Einrich-
tungen, evtl. direkt Gruppenübergreifend arbeiten (orientiert an 5.2.).  
Die regionale Leitung/ Träger wird über folgende Maßnahmen informiert, so dass der Ablauf an das Landesju-
gendamt weitergegeben werden kann.  
 
ANLAGE 7: AUFNAHMEKRITERIEN  
 
o Kinder, die in der Gemeinde/Stadt wohnen und gemeldet sind, vorzugsweise Kinder aus dem Einzugs-
bereich. 
o Aufnahme der Kinder im Rahmen der festgelegten Betreuungsstruktur.  
o Kinder, deren Geschwister die Einrichtung zeitgleich besuchen haben Vorrang zum Besuch derselben 
Kindertageseinrichtung 
o Kinder, deren Eltern einer Berufstätigkeit nachgehen, eine Ausbildung absolvieren bzw. dem Arbeits-
markt zu Verfügung stehen müssen. (Die Bescheinigung einer Erwerbstätigkeit oder eine Bescheini-
gung der Ausbildungsstelle kann eingefordert werden) 
o Beachtung der Gruppenaltersstruktur 
o Kinder, deren Eltern Mitarbeiter*innen der Kitas der Kleinen Riesen Nord gGmbH sind, haben Vorrang 
zum Besuch einer der Kindertageseinrichtungen. 
o Kinder, die aufgrund einer persönlichen Notlage einen Kitaplatz benötigen. Als persönliche Notlagen 
gelten der nachgewiesene Ausfall der wesentlichen Betreuungsperson/en durch Tod oder durch Er-
krankung, die eine Betreuung des Kindes unmöglich macht und d ie wirtschaftliche Absicherung der 
Familie gefährdet sowie eine Betreuungsnotwendigkeit zum Schutz des Kindes erforderlich ist. Die 
Prüfung und Entscheidung hierzu obliegt der Kita-Leitung in Abstimmung mit dem Träger. 
o Geschlechterverhältnis 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund 
o Verhältnis von Kindern mit und ohne Behinderung 
o Ältere Kinder werden vorrangig aufgenommen 
o  Zusammenarbeit mit Eltern (Gesprächsbereitschaft, Einhaltung von Kita -Regeln und Absprachen, Ver-
ständnis von Erziehungspartnerschaft) 
 
 
Platzvergabe 
Die Platzvergabe erfolgt durch die Leitung, ohne dass eine Begründung der Entscheidung erfolgt.

Anlage_3.2_DRK_Konzept_Robert-Bosch-Straße

56773 Zeichen

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
 
 
Dezember 2019 
 
 
 
 
 
Pädagogische 
Einrichtungskonzeption  
DRK-Kindertageseinrichtung  
Robert-Bosch-Straße

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 2 von 24 
Dezember 2019 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1 Kurzporträt des Trägers ................................ ................................ ................................ ........... 3 
2 Fachbereich: Kinder, Jugend und Familien ................................ ................................ .............. 5 
3 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in der DRK-Kindertagesbetreuung ..............................  6 
4 Kurzportrait DRK-Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße ................................ .............. 8 
4.1 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ................................ ................................ ................. 8 
5 Situationsorientierte Ansatz ................................ ................................ ................................ ..... 9 
6 Naturwissenschaftlich-technische Bildung ................................ ................................ ............. 10 
7 Bildungsarbeit................................ ................................ ................................ ........................ 11 
7.1 Bildungsverständnis und Bildungsziele ................................ ................................ ........... 12 
7.2 Erweitertes Bildungsangbot durch externe Anbieter ................................ ....................... 14 
7.3 Entwicklungs- und Bildungsdokumentation ................................ ................................ ..... 14 
8 Inklusive Pädagogik ................................ ................................ ................................ .............. 15 
9 Eingewöhnungskonzept ................................ ................................ ................................ ........ 16 
10 Partizipation von Kindern ................................ ................................ ................................ ..... 17 
11 Gemeinschaftsverpflegung ................................ ................................ ................................ .. 19 
12 Ruhephasen im Tagesablauf ................................ ................................ ...............................  19 
13 Zusammenarbeit mit Familien ................................ ................................ ............................. 19 
14 Kinderschutz................................ ................................ ................................ ........................ 21 
15 Zusammenarbeit zwischen den DRK-Kitas und mit dem Träger ................................ .......... 22 
16 Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ ...................... 23 
17 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt................................ ................................ .................. 23 
18 Qualitätsmanagement ................................ ................................ ................................ ......... 23

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 3 von 24 
Dezember 2019 
1 Kurzporträt des Trägers  
Der DRK-Kreisverband Münster e.V. wurde 1907 gegründet. Er ist ein anerkannter Verband der 
freien Wohlfahrtspflege und Nationale Hilfsgesellschaft mit ca. 400 ehrenamtlichen Helfern und 
mehr als 320 hauptamtlichen Mitarbeiter *innen. Der Kreisverband  untergliedert sich in drei 
nicht-selbständige Ortsvereine (Hiltrup, Nienberge und Roxel -Albachten) sowie einige direkt 
dem Kreisverband zugeordnete Rotkreuzgemeinschaften. 
Die "DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH" und die "DRK Münster Sozialwerk 
gGmbH" sind 100%ige T ochtergesellschaften des Kreisverbandes.  Mehr als 8.000 
Fördermitglieder unterstützen die Arbeit des DRK Münster. 
Die DRK-Geschäftsstelle befindet sich in zentraler Lage von Münster und dient unseren Kita -
Fachkräften als Anlauf - und Beratungsstelle. In den vergangenen zwei Jahren haben wir den 
Geschäftsbereich Kinder, Jugend und Familien  durch eine Bereichsleitung, eine Fachberatung 
und Verwaltungskräfte personell stark erweitert. Diese Ressource ermöglicht es , uns aktiv in 
Münsteraner Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss, der AG 78 und angeschlossenen 
Unterarbeitsgruppen zur Umsetzung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung einbringen 
zu können. 
Ehrenamtliche Projekte und hauptamtliche Geschäftsbereiche:

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 4 von 24 
Dezember 2019 
Organigramm des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 5 von 24 
Dezember 2019 
2 Fachbereich: Kinder, Jugend und Familien 
Von dem DRK -Kreisverband Münster e. V. und der 
Tochtergesellschaft, der DRK Münster Sozialwerk 
gGmbH werden in acht DRK-
Kindertageseinrichtungen, zwei DRK-
Großtagespflegestellen, unterschiedlich en 
Projekten und einem Jugendtreff Familien mit ihren 
Kindern in der Stadt Münster betreut.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 6 von 24 
Dezember 2019 
3 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in der DRK-Kindertagesbetreuung 
Die pädagogische Arbeit in der Kindertagesbetreuung in NRW erfolgt auf d er Grundlage des 
Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)  zur frühen Bildung und Förderung von Kindern. Die dort 
genannten Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Einrichtungen der 
Kindertagesbetreuung des Deutschen Roten Kreuzes. Neben den g esetzlichen Bemühungen 
bilden die Grundsätze des Roten Kreuzes eine Leitlinie in der pädagogischen Arbeit. Die 
Auseinandersetzung mit diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das 
Selbstverständnis und auf das Verhalten der Fachkräfte aus, zum anderen ergeben sich 
Konsequenzen für die inhaltliche Arbeit.  
Menschlichkeit Das pädagogische Handeln ist geleitet vom Grundsatz 
der Menschlichkeit. Jedes Kind steht mit seiner Einzigartigkeit und 
Menschenwürde im Zentrum unserer Arbeit. Die Fa chkräfte schaffen 
Raum, Sicherheit und Strukturen für eine bestmögliche individuelle 
Entwicklung. Sie eröffnen den Kindern Erfahrungsräume, ermutigen und 
unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung.  Damit Kinder sich in der 
DRK-Kindertagesbetreuung sicher fühlen können, schaffen Fachkräfte 
eine äußere Sicherheit für Kinder durch Rituale, Regeln, eine zugewandte Atmosphäre und eine 
anregende Raumgestaltung. Die innere Sicherheit der Kinder fördern die pädagogischen 
Fachkräfte durch die Stärkung der Selbstwi rksamkeit. Akzeptanz und Wertschätzung prägen 
dabei die pädagogische Grundhaltung. Die DRK -Kindertagebetreuung bietet einen Ort, um 
Achtung und Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaf tliche Beziehungen 
aufzubauen. 
Unparteilichkeit Die Vielfal t der Lebensentwürfe von Familien, die 
geprägt sind von kulturellen Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen 
Bedingungen, bieten große Chancen für die pädagogische Arbeit der 
Kindertagesbetreuung. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung, aber auch durch 
unterschiedliche Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. 
Es gehört zur Aufgabe des Teams, dieses Zusammenleben als 
wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen. Hierzu zäh lt auch der bewusste 
Umgang mit Vielfalt und die Motivation der Kinder zur Wahrnehmung der unterschiedlichen 
Fähigkeiten und Interessen. Eine vorurteilsbewusste Erziehung basiert auf dem bewussten und 
kompetenten Umgang mit Unterschieden und Vielfältigkeit. Diese Grundhaltung basiert auf dem 
Verständnis der Inklusion, welches die Teilhabe aller Menschen und eine Ausrichtung der 
Strukturen und Angebote nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder umfasst.  
Neutralität Die Einnahme einer neutralen Position  macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und 
Konfliktlösungen zu erarbeiten. Die Fachkräfte deuten nicht 
eigenmächtig die Gefühle der Kinder, sondern führen einen Dialog mit 
den Kindern über deren Gefühle und kindlichen Si gnale. Die 
Vertrauensbildung ist eng verknüpft mit der Ermöglichung sicherer

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Dezember 2019 
Bindungserfahrungen. Die positiven Bindungserfahrungen der Kinder in der 
Kindertagesbetreuung spielen eine wesentliche Rolle für deren Explorationsverhalten und 
Teilnahme an Bildungsangeboten. Die Fachkräfte initiieren Vermittlungsversuche und begeben 
sich mit den Kindern in einen gemeinsamen Prozess des Erforschens, indem sie sich mit den 
Kindern über deren Wahrnehmungen und Ansichten austauschen und ergänzen. Um 
Konfliktlösungen mit den Kindern zu erarbeiten, begleiten die Fachkräfte die Kinder dabei, ihre 
eigenen Interessen wahrzunehmen, mitzuteilen und sich eigenständig zu entscheiden. Die 
Fachkräfte berücksichtigen dabei die Entwicklungsschritte der Kompetenzen der Kinder für d ie 
Konfliktbewältigung.  
Unabhängigkeit Unabhängig von den Einflüssen und Interessen 
jedweder Art nehmen die Fachkräfte  Verantwortung wahr und sind 
dabei einzig dem Wohle des Kindes verpflichtet. Die Fachkräfte 
begleiten und unterstützen die Kinder in ihr er Entwicklung zur 
Eigenständigkeit und geben ihnen den dafür notwendigen Raum, um im 
selbstbestimmten Lernen Selbstvertrauen zu gewinnen. Im Rahmen der 
gesetzlichen Bestimmungen wird die Eigenständigkeit bewahrt, um 
nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs- und 
Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene Aufnahmekriterien und ein 
selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
Freiwilligkeit In den DRK -Kindertagesbetreuung wird eine  
Einrichtungskultur gepflegt, in der die Entwicklung von Hilfsbereit schaft 
und Kooperation bei Kindern, Eltern und Besuchern gefördert wird. In 
der pädagogischen Arbeit haben die Kinder ein Recht auf Beteiligung, 
das sowohl Mitentscheiden als auch Mithandeln umfasst.  
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die 
ihre eigene Persönlichkeit und Individualität einbringen. Die 
Individualität der Einrichtungen ist in einen einheitlichen Rahmen 
gefasst: Allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung liegen die 
Grundsätze des Roten Kreuzes zugrunde. Diese w erden durch die 
Umsetzung des Situationsorientierten Ansatzes in die Praxis umgesetzt. 
Darüber hinaus entwickeln die Einrichtungen bedarfsgerechte und an 
den Kompetenzen des Teams orientierte weitere pädagogische 
Schwerpunkte.  
Universalität Die Rotkreuz - und Rothalbmond -Bewegung ist 
weltumfassend. Für die Fachkräfte bedeutet das, sich darüber bewusst 
zu sein, dass die DRK -Kindertagesbetreuung ideell und aktiv in eine 
weltumfassende Institution eingebunden ist. In den Einrichtungen der 
Kindertagesbetreuung begegnen die Fachkräfte anderen Menschen, 
Kulturen und Gesellschaften mit Interesse, Offenheit und 
Hilfsbereitschaft. Die Vielfalt der Kinder und Familien ist eine große 
Bereicherung für die Gemeinschaft der Kindertages betreuung. Nach dem Ansatz der 
vorurteilsbewussten Bildung  wird die Identität aller Kinder gestärkt, Erfahren mit Vielfalt

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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ermöglicht, kritisches Denken über Gerechtigkeit angeregt und die Auseinandersetzung mit 
Unrecht und Diskriminierung thematisiert.  
Das pädagogische DRK -Konzept für Einrichtungen der 
Kindertagesbetreuung „Henry + Mischi“ wurde von der Musikpädagogin 
Elisabeth Junk und dem Illustrator Daniel Hinkenbrandt mit  
Vertreter*innen des DRK in den vergangenen Jahren entwickelt, damit 
Kinder und Eltern in den DRK-Einrichtungen alles über die Arbeit des 
Deutschen Roten Kreuzes auf spielerische Art erfahren und erleben 
können.  
Als Nachfahre des Rot -Kreuz-Gründers Henry Dunant steckt dem 5 -
jährigen Henry das Helfen einfach im Blut. Er ist gerne mit seinem 
Onkel Heinrich, dem Rettungssanitäter, in den unterschiedlichsten DRK-
Einrichtungen unterwegs. Dort erlebt er zusammen mit seinem Hund Mischi  (beides 
Handpuppen) viele Abenteuer und lernt, worauf es beim Helfen wirklich ankommt: auf ein 
großes Herz! 
4 Kurzportrait DRK-Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße 
Die DRK -Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße liegt im Stadtteil Berg -Fidel. In zwei 
Gruppen bietet die Kindertageseinrichtung insgesamt 30 Betreuungsplätze für Kinder im Alter 
von 1 bis 6 Jahren an.   
Folgende Gruppenstrukturen bietet die DRK-Kindertageseinrichtung Berg Fidel:  
 Eine Gruppe für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren 
 Eine Gruppe für Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren  
Die DRK-Kindertageseinrichtung ist von Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.  
„Extra-Zeit“ wird bedarfsgerecht für alle Familien darüber hinaus angeboten. 
Schließungstage sind in den Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr. Zusätzlich 
ist die DRK-Kita an einzelnen Tagen für pädagogische Konzeptionstage geschlossen. 
4.1 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
Mit unserem Betreuungsangebot in der DRK -Kindertageseinrichtung unterstützen wir Familien 
aus Münster in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Sicherung des Lebensunterhaltes 
und in einer familienfreundlichen Organisation des beruflichen und persönlichen Alltags.  
Seit August 2016 n ahm die achtgruppige DRK -Kindertageseinrichtung Schatzkiste am 
Bundesprogram „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“  teil. Basierend auf 
den vielfältigen und positiven Erfah rungen haben wir ein erprobtes Konzept für die Umsetzung 
erweiterter Betreuungszeiten vor 7:00 Uhr und nach 17:00 Uhr als Regelangebot entwickelt.

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In der Konzeptentwicklung wurden personelle, räumliche und strukturelle Ressourcen 
betrachtet und aus der Pe rspektive von Kindern, Familien, Fachkräften und dem Träger 
reflektiert. Als Ergebnis unserer positiven Erfahrungen mit den erweiterten Betreuungszeiten 
und aufgrund erhobener Bedarfe der Familien, n ahm seit August 2017 auch die zweigruppige 
DRK-Kindertageseinrichtung Wirbelwind an dem Bundesprogramm KitaPlus teil. 
Das individuelle Wohlbefinden der Kinder steht für uns im Mittelpunkt der Umsetzung . In einem 
ersten Bedarfsermittlungsgespräch werden die Familien über die Rahmenbedingungen und 
über die Gestaltung der erweiterten Betreuungszeiten  informiert und beraten. Die Familien 
formulieren ihre Bedarfe an erweiterten Betreuungszeiten und besprechen mit der Leitung die 
Möglichkeiten der Umsetzung. Gemeinsam wird auch eine Form der Eingewöhnung des Kindes 
in seine neuen Betreuungszeiten besprochen.  
Kontinuität und Sicherheit werden durch ein konstantes Team an Mitarbeiter *innen in der 
erweiterten Betreuungszeit gesichert. Ein „Übergabeprotokoll“ unterstützt den gelingenden 
Übergang für die Kinder und den Info rmationsaustausch zwischen Fach kräften und Familien. 
Bei der Abholung der Kinder können die Eltern über den gesamten Tag des Kindes informiert 
werden. Die wertvollen Tür- und Angelgespräche bleiben auf diese Weise erhalten. 
5 Situationsorientierte Ansatz 
Zur Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze liegt dem pädagogischen Konzept 
der DRK -Kindertagesbetreuung der Situationsorientierte Ansatz zugrunde. Der 
Situationsorientierte Ansatz ist keine Methode, sondern eine Grundsatzhaltung, bei der das 
methodische pädagogische Handeln an erster Stelle steht. Die Bedürfnisse und Interessen der 
Kinder werden zum Ausgangspunkt der pädagogischen Angebote gesetzt. Den pädagogischen 
Fachkräften kommt im Situationsorientierten Ansatz die Aufgabe zu, ausgehend von 
Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an Fragen, Problemen und 
Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen Lernmöglichkeiten und 
Erfahrungsräume zu erschließen. Der Grundsatz dieses pädagogischen Ansatzes lautet: 
„Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle Dimensionen des Wahrnehmens und 
Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -emotional, individuell und sozial) und des 
Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und kreativ) einbezogen. Kinder können si ch 
freiwillig, selbst- und auch fremdmotiviert ohne Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. 
Die Kinder werden als eigenständige Akteure in ihren Bildungsprozessen wahrgenommen und 
in die pädagogische Arbeit eingebunden. Bildungs - und Lernangebote orientieren sich an dem 
Lerntempo und den Interessen der Kinder. Die Fachkräfte begeben sich mit den Kindern auf 
einen gemeinsamen Weg des Forschens, Lernens und Entdeckens. Sie sind Vorbilder, 
Unterstützer, Mitspieler und Berater für die Kinder.   
Die Aufgabe der  Fachkräfte liegt auch darin, den Kindern dabei zu helfen, zu einer starken 
Gemeinschaft zusammen zu wachsen. Sie beraten bei Konflikten, hören zu und unterstützen 
die Kinder darin, Regeln für ein soziales Miteinander zu entwickeln. Die Fachkräfte helfen d en 
Kindern dabei, ihre Fähigkeiten und Leistungen zu erkennen und auch zu benennen. Ziel des 
Situationsorientierten Ansatzes ist es, dass die Kinder mit Freude und Stolz erkennen, dass sie

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der Akteur ihrer eigenen Entwicklung sind. Die Bildung, Erziehung u nd Betreuung der DRK -
Kindertagesbetreuung schließt auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf ein.  
6 Naturwissenschaftlich-technische Bildung 
Kinder gehen ständig damit um,  sich mit Fragen und der Suche nach Antworten zu 
beschäftigen. Die Neugierde und Wissbegierde erscheint grenzenlos. Sie verfolgen mit großem 
Interesse die Veränderungen und Phänomene ihrer Umwelt. Auch in der naturwissenschaftlich-
technischen Bildung finden wichtige Prozesse der Selbst- und Weltbildentwicklung statt.  
Besonders die jüngeren K inder haben noch kein strategisches Vorgehen bei der Suche nach 
Lösungen - Versuch und Irrtum spielen für sie eine wichtige Rolle. Im Ausprobieren und 
Beobachten nähern sie sich einem Lösungsweg an. Kinder erfahren sich im eigenen 
Ausprobieren als selbstwirksame Schöpfer.  
Um Informationen über die materielle Welt zu gewinnen, brauchen Kinder eine Begleitung durch 
Erwachsene. Die pädagogischen Fachkräfte beschäftigen sich gemeinsam mit den Kindern zu 
den Merkmalen und Eigenschaften der Gegenstän de sowie zu den grundlegenden 
Gesetzmäßigkeiten in Technik, Natur und Mathematik. Bei den Themen der 
naturwissenschaftlich-technischen Bildung spielen die Elemente Wasser, Feuer, Luft, 
Elektrizität und Informatik stets eine wichtige Rolle.  
Für Experimente werden die Interessen und Fragestellungen der Kinder aufgegriffen 
(intrinsische Motivation). Dabei geht es nicht um die vorschnelle Beantwortung der Fragen 
durch die Erwachsenen. Die Fachkräfte begeben sich - im Sinne situationsorientierten 
Arbeitens - gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach Antworten. Häufig werden zunächst 
die Lösungsideen der Kinder gesammelt und gemeinsam diskutiert. Kinder sammeln 
Informationen, beobachten, vergleichen und bewerten ihre Erfahrungen.  
Eine Annäherung an sachlich richtige Ant worten 
wird im Rahmen von Ausflügen, Projekten und 
unter Einbezug unterschiedlicher Medien (Film, 
Sachbücher, Zeitungsartikel) erreicht. Die Kinder 
können sich in diesem Prozess als höchst 
kompetent erleben. Die neuen Erkenntnisse kann 
das Kind auf andere Situationen übertragen . Die 
naturwissenschaftlich-technische Bildung bietet 
große Chancen für Lernerfahrungen in der 
sozialen Gruppe. Die Kinder üben in einer 
Kleingruppe zu agieren, ihre Meinung zu äußern, zuzuhören und Rücksicht auf andere zu 
nehmen. Außerdem machen Kinder die Erfahrung, dass sie in der Gruppe auf andere und 
vielfältigere Lösung als im Einzelspiel kommen.  
Auch die sprachliche Bildung wird im Rahmen naturwissenschaftlich -technischer Bildung auf 
natürliche Weise gefördert. In der Auseinand ersetzung mit neuen Materialien und der 
Beschreibung von Beobachtungen, differenziert und erweitert jedes Kind seinen Wortschatz auf 
spielerische Weise.

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Anlässe für naturwissenschaftlich -technische 
Bildung sind vielfältig im Kita -Alltag zu finden : bei 
Ausflügen, bei Museumsbesu chen, im Freispiel 
oder beim Umgang mit technischen Geräten. 
Besonders mit technischen Geräten haben Kinder 
einen sehr natürlichen Umgang und sind an der en 
Funktionsweise interessiert. Erste 
Wirkungszusammenhänge können ganz einfach  
durch das Erkunden, Kaputtmachen und 
Reparieren beobachtet werden  (alte technische 
Geräte, Kassettenrekorder, Becher, Lupen, Baukästen, Taschenlampen) . Das Erkennen von 
Zusammenhängen und die Übertragungsleistung auf neue Situationen  sind wichtige 
Fähigkeiten der Alltagskompetenz und für die spätere Schulbildung.  
Wichtig in der naturwissenschaftlich -technischen Bildung ist es, dass die Kinder genügend Zeit 
bekommen, um ihre eigenen Hypothesen zu entwickeln. In der Raumgestaltu ng findet sich 
unterschiedliches Alltagsmaterial aus de n Bereichen der Technik, Wasser und  Luft, sowie 
Haushaltsgegenstände (Becher, Gläser, Behältnisse etc.), aus der Mathematik und Ökologie. In 
dem selbstständigen Ausprobieren können Kinder ihre ganz eigenen Erfindungen konstruieren . 
Die Räume der Einrichtung sind mit verschiedenen Schwerpunkten gestaltet, um attraktiv zu 
sein und einen hohen Aufforderungscharakter auszustrahlen. Die Materialen sind in der Weise 
ausgewählt, dass Kinder ohne Anleitung experimentieren können. Der Baube reich ist auf einer 
großen Fläche mit unterschiedlichem Bau- und Konstruktionsmaterial  für die verschiedenen 
Altersgruppen ausgestattet. Die Materialen unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit (Holz, 
Magnete, Kunststoff) und Funktionsweise.  
Besonders ge winnbringend ist der Einbezug von Familien, die im naturwissenschaftlich -
technischen Berufsfeld tätig sind. Die Erwachsenen können von ihren Themen am Arbeitsplatz 
berichten oder ihr Fachwissen für Experimente einbringen. Auch können spannende 
Arbeitsplätze der Eltern mit den Kindern besucht werden.  
Seit August 2018 ist die Stiftung Haus der Kleinen Forscher in Münster auf der Corrensstraße 
zu finden. Das Haus der kleinen Forscher bietet Fort - und Weiterbildungsangebote für 
pädagogische Fachkräfte mit hohe m Praxisbezug an: Informatik, Mathematik, menschliche r 
Körper, nachhaltige Entwicklung, Licht, Sehen, Farben, Strom und Energie. Die Workshops für 
pädagogische Fachkräfte können in den Räumlichkeiten vom Haus der kleinen Forscher oder 
auch in der Kindertag eseinrichtung stattfinden. Neben theoretischen Inputs probieren die 
Fachkräfte hauptsächlich das Material selbst aus (Materialerfahrung) und erhalten umfassende 
Informationen und Medien für die Umsetzung in der eigenen Kindertageseinrichtung.  
7 Bildungsarbeit  
Lernen geschieht aus eigener Motivation heraus (intrin sische Motivation). Den pädagogischen 
Fachkräften kommt hier die Aufgabe zu, Bildungsräume für die Kinder zu gestalten, die die 
eigenen Themen  und Fragestellungen der Kinder aufgreifen und mit Imp ulsen von den

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Fachkräften zu kombinieren. Bildungsräume meint hier nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich 
und sozial. 
Der eigenständige Bildungsauftrag der Kindertagesbetreuung umfasst die Bildung, Betreuung 
und Erziehung der ihnen anvertrauten Kinder. In der Bildungsvereinbarung NRW werden 
folgende Bildungsbereiche unterschieden: 
 Bewegung 
 Körper, Gesundheit, Ernährung 
 Sprache und Kommunikation 
 Soziale und (inter-)kulturelle Bildung 
 Musisch-ästhetische Bildung  
 Religion und Ethik 
 Mathematik 
 Naturwissenschaft und technische Bildung 
 Ökologische Bildung  
 Medien 
Diese 10 Bildungsbereiche werden in der täglichen pädagogischen Arbeit der DRK -
Kindestagesbetreuung mit dem Situationsorientieren Ansatz und in der Projektarbeit 
angesprochen oder gezielt gefördert. Das Wohlbefinden der Kinder ist dabei ein zentraler Wert 
und Ziel der Bildungsarbeit.  
7.1 Bildungsverständnis und Bildungsziele  
Kinder setzen sich - seit ihrer Geburt - als aktives Wesen mit ihrer Umtwelt auseinander und 
treiben auf diese Weise die eigen e Entwicklung voran. Kinder sind eigenständige Akteure ihrer 
kindlichen Bildung und Entwicklung. Die ersten drei Lebensjahre sind besonders prägend: 
zwischen enormer Entwicklungsgeschwindigkeit und gleichzeitig hoher Sensibilität und 
Verletztlichkeit machen Säuglinge und Kleinkinder grundlegende Erfahrungen für ihre späteren 
Entwicklungsschritte.  
Kinder haben eigene Ideen von sich selbst und der Welt (Selbst- und Weltwahrnehmung). Neue 
Erfahrungen versuchen Kinder zunächst in Einklang mit bereits bestehenden Denksturkturen zu 
bringen (Assmilisation). Kinder eignen sich dann neue Denkmuster und Handlungsstrategien 
an, wenn sie Erfahrungen nicht mehr mit den alten Mustern beantworten, sondern ihre 
Handlungs- und Denkmöglichkeiten erweitern können (Akkomodatio n). 
(Entwicklungsstufenmodell von Jean Piaget ) Hier belgeiten die Fachkräfte die Kinder bei der 
Entwicklung von Antworten, Handlungs-, und Lösungskompetenzen.  
Bildungsräume bzw. -anlässe sollten in der Weise gestaltet sein, dass die gewählten Themen… 
 für die Kinder relevant und interessant sind (Sinnhaftigkeit). 
 so gestaltet sind, dass die Kinder sie verstehen können (Verstehbarkeit). 
 für die Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu bewältigen sind (Handhabbarkeit).

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Kinder fühlen sich durch Impulse und Anre gungen besonders dann angesprochen, wenn sie 
emotional beteiligt sind und sich den Dingen über sinnliche Erfahrungen nähern. Den 
Fachkräften eröffnen sich auf diese Weise vielfältige Anlässe alltagsintegrierter 
Sprachförderung. 
Das Lernen in sozialen Grupp en ist ein weiteres Ziel der Bildungsarbeit. In der Gruppe werden 
nochmals ganz andere Ideen und Lösungen entwickelt, wie Kinder es alleine für sich entwickeln 
könnten. Lernen vollzieht sich zum größten Teil in sozialen Austauschprozessen. In 
gemeinsamen L ernprozessen werden wichtige soziale Fähigkeiten entiwickelt und gestärkt, 
sowie kulturelle und gesellschftliche Werte, Regeln und Praktiken erfahren und gemeinsam 
kultiviert.  
Vielfalt und Verschiedenheit gehören zum Alltag unserer Kita. Wir setzen uns mi t 
Gemeinsamkeiten, Stärken und Unterschieden der Kinder auseinander und lernen mit den 
Kindern einen wertschätzenden und respektvollen Umgang in der Gruppe. 
Die pädagogischen Fachkräfte reflektieren ihr sprachliches Handeln und nutzen im Kita -Alltag 
eine V ielzahl an Situationen für die sprachliche Bildung. Gemeinsam entwickeln wir neue 
Sprachangebote für Kinder und Familien. Dabei ist uns die Berücksichtigung der Vielfalt der 
Familien und einzelnen Kinder sehr wichtig.  
„Sprachliche Bildung“ umfasst alle A nlässe, 
Situationen und Prozesse bei denen eine 
Sprachanregung des Kindes und seiner 
Bezugspersonen erfolgt. Mit der sprachlichen 
Bildung unterstützen wir die natürliche 
Sprachentwicklung des Kindes. Ein umfassendes, 
anregendes Sprachangebot sowie die Anre gung 
der Sprechfreude des Kindes sind hier besonders 
wichtig. Durch den Grundstein einer frühen 
sprachlichen Bildung leisten wir einen wichtigen 
Beitrag zur Chancengleichheit für die Teilnahme und Teilhabe an unseren Bildungsangeboten.  
Durch die Teilnahme von fünf DRK -Kindertageseinrichtungen am Bundesprogramm „Sprach -
Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ haben wir einen wertvollen Erfahrungsschatz 
aufbauen können und umfangreiches Fachwissen im Team der DRK-Kindertageseinrichtungen. 
Die zusätzlic hen Fachkräfte für sprachliche Bildung qualifizieren das gesamte Team und 
bringen professionelle Beratungskompetenzen für Familien mit ein. Für Kinder entwickeln sie 
individuelle Sprachförderangebote und Methoden alltagsintegrierter sprachlicher Bildung. 
Auch die Entwicklung der persönlichen Identität ist ein wichtiges Bildungsziel. Die Kinder sollen 
ausreichend Erfahrungen in der Kita sammeln, um ihr Selbstwertgefühl zu bestärken und 
Selbstverantwortung zu übernehmen. Kinder sollen sich als gesellschaftlic hes und individuelles 
Wesen begreifen: sie vertreten in der Gruppe ihre eigene Position und können diese mit der 
Umwelt in Einklang bringen.  
Letztendlich stellt sich auch die Frage, wie Kinder für ihre weitere Bildungsbiografie durch die 
Kindertageseinrichtung unterstützt werden können . Umbrüche und Diskontiutäten sind mit die

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größten Herausforderungen, denen sich Kinder in unserer Zukunft stellen müssen. Sowohl das 
Privat-, wie auch das berufliche Leben hat sich so ausdifferenziert, dass Umbrüche und 
Veränderungen Teil wahrscheinlich jeder Biografie sind. Im Elementarbereich sollen die Kinder 
eine solche Selbstsicherheit aufbauen, dass sie in der Lage sind, Verunsicherungen und 
Veränderungen auszuhalten und mit vielfältigen Handlungsstrategien zu antworten.  
7.2 Erweitertes Bildungsangbot durch externe Anbieter 
In der Kooperation mit externen Bildungseinrichtungen bzw. Dienstleistern ergänzen wir die 
pädagogische Arbeit der Teams. Auf diese Weise bieten wir eine zusätzliche Vielfalt an 
Bildungsangeboten, di e die Diversität unserer Einrichtung wiederspiegeln. Wir nutzen die 
externen Angebote auch dahingehend, neue Impulse in die eigene pädagogische Arbeit 
aufzunehmen und stützen diese Synergieeffekte durch die spezifische Fortbildung von 
Mitarbeiter*innen.  
Angebote und Aktionen musisch -ästethischer Bildung  
bieten den Kinder Möglichkeiten, schöpferisch tätig zu sein, 
musikalischen, tänzerischen, emotionalen und sprachlichen 
Ausdruck zu erfahren. Beim Musizieren sollen die Kinder 
der Kita Aufmerksamkeit für das entwickeln, was klingt. Sie 
erleben, wie Dinge klingen, wie sie Töne auslösen oder 
variieren können. Auch erfahren die Kinder, dass Musik 
Emotionen und Phantasien anregen und ausdrücken kann. 
Geräusche, Klänge, Körperbewegung, Worte, Rhythmen 
eröffnen de n Kindern neue Ausdrucks - und 
Erfahrungsräume.  
In Kooperation mit der Jugendkunstschule Münster e.V. bieten der DRK -Kreisverband Münster 
e.V. und die DRK Münster Sozialwerk gGmbH Angebote aus den Bereichen Musik, Tanz und 
Theater in den DRK-Kitas an. Das Angebot entwickelt sich in enger Zusammenarbeit zwischen 
dem pädagogischen Team und den Mitarbeiter*innen der Jugendkunstschule.  
Darüber hinaus nutzen wir die vielfältige Landschaft von Leistungsanbietern in Münster, um - je 
nach Bedürfnislage der Kindertageseinrichtung und Kinder - externe pädagogische Angebote in 
die eigene Bildungsarbeit zu integrieren. Hierzu gehören beispielsweise motopädische 
Angebote zur gezielten Bewegungsförderung oder auch Kinderyoga -Angebote für alternative 
Bewegungsangebote in Form von Entspannung. Gleichzeitig findet eine Qualifizierung der 
Fachkräfte durch die Teilnahme und Mitbegleitung statt. Die unterschiedlichen Professionen 
bereichern unsere Kita-Gemeinschaft.  
7.3 Entwicklungs- und Bildungsdokumentation  
Die Entwicklungs- und Bildungsdokumentation besteht aus zwei Bausteinen: alltagsintegrierte 
wahrnehmende Beobachtung und die anschließende Dokumentation. Nach § 13b KiBiz ist die 
Entwicklungs- und Bildungsdokumentation in Form von Portfolios oder anderen Formen der 
Dokumentation (z. B. Lerngeschichten, (halb -)standardisierte Instrumente der Beobachtung,

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Fragebögen etc.) zu leisten. Auf diese Weise werden die Bildungsprozesse der Kinder 
beobachtet, dokumentiert und für die weitere Bildungsarbeit mit dem Kind verwendet.  
In der Entwicklungs- und Bildungsdokumentation werden folgende Bereiche dokumentiert:  
 die Entwicklungsschritte und Lösungswege eines Kindes 
 die wichtigen Themen des Kindes (z. B. mit der Dokumentation von „Werken“ des Kindes) 
 die Art und Weise, wie sich das Kind Wissen aneignet 
 bevorzugte Spielpartner und Spielpartnerinnen  
 beliebte Spielbereiche des Kindes 
 Themen, von denen das Kind vorzugsweise erzählt  
Darüber hinaus können weitere Instrumente zur Erhebung des Entwicklungsstandes in der 
Entwicklungs- und B ildungsdokumentation eingesetzt werden. Außerdem führen wir mit allen 
Kindern den BaSiK -Sprachbeobachtungsbogen durch. Hier werden besondere 
Unterstützungsbedarfe der Kinder sichtbar, auf die mit gezielten und alltagsintegrierten 
Angeboten sprachlicher Bildung reagiert wird. 
Mindestens einmal im Kindergartenjahr wird den Eltern ein Entwicklungsgespräch angeboten. 
Die Entwicklungs- und Bildungsdokumentation ist Grundlage dieser Gespräche. Kontinuierlich 
stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder 
zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege zu vereinbaren.  
Die Erkenntnisse werden mit den Eltern in Elterngesprächen besprochen und werden  
fortlaufend in der pädagogischen Arbeit mit umgesetzt.  
8 Inklusive Pädagogik 
Die Inklusive Pädagogik ist ein 
Prozess der Entwicklung und 
Gestaltung eines angemessenen 
Bildungs-, Erziehungs - und 
Entwicklungsraum für alle Kinder. 
Die pädagogische Förderung von 
Kindern mit erhöhtem Förderbedarf 
ist Teil der inklusiven Grundhaltung. 
Kinder mit und ohne Behinderung 
bzw. besonderem Förderbedarf 
nehmen gemeinsam an den 
pädagogischen Angeboten und der 
Förderung in der 
Kindertageseinrichtung teil.  Kinder 
mit einem besonderen Förderbedarf werden mit dem Antrag auf F örderung von Kindern mit 
Behinderung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe besonders unterstützt.   
Inklusion in der DRK -Kindertageseinrichtung ist kein optionales Zusatzprogramm, sondern ein 
das ganze Team und alle Arbeitsbereiche betreffende Leitgedanke, der eine kontinuierliche und

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professionelle Reflexion mit dem Ziel der gleichberechtigten Teilhabe und Beteiligung aller 
Kinder erfordert. Inklusion ist eine Aufgabe des gesamten Teams der DRK -
Kindertageseinrichtung. Die zusätzlichen Fachkräfte für Inkl usion nehmen an Arbeitskreisen, 
organisiert und geleitet von der Fachberatung des Trägers teil.  
Die Anerkennung der Vielfalt von Lebenslagen und Lebensentwürfe n der Familien ist eine 
wichtige Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer i nklusiven Konzeption 
sowie einer inklusiven Handlungspraxis in den DRK -Kindertageseinrichtungen. Einrichtungen 
und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte dieser Vielfalt 
offen zu sein und Angebote zu entwickeln, in denen  sich Menschen in ihren Lebensbezügen 
diskriminierungsfrei wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben können. 
Gemäß dem Grundgedanken inklusiver Pädagogik soll jedes Kind seiner individuellen 
Entwicklung und seinen Bedürfnissen entsprechend begle itet und unterstützt werden. Die 
inklusive Pädagogik spricht nicht nur Kinder mit Behinderung an, sondern alle Kinder. Die 
Kinder werden dazu befähigt, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten in der sozialen 
Gruppe wahrzunehmen, zu respektieren u nd Rücksicht zu nehmen. Das solidarische 
Miteinander wird gemeinsam in der Gruppe geübt und gepflegt.  
Zur Förderung sozialer Lernprozessen werden alle Kinder an der Entwicklung von Regeln und 
Absprachen für das gemeinsame Spielen und Lernen beteiligt. Das  Recht der Partizipation in 
der Kindertageseinrichtung schließt kein Kind aus.  
9 Eingewöhnungskonzept 
Eine sensible Eingewöhnung der Kinder liegt den 
pädagogischen Fachkräften besonders am 
Herzen, damit sich die Kinder in der DRK-Kita wohl 
fühlen und sie die Kinder in ihrer Entwicklung 
bestmöglich begleiten können. Auch bietet die 
Eingewöhnungszeit den Eltern die Möglichkeit, 
gemeinsam mit ihrem Kind gut in unserer DRK -
Kindertageseinrichtung anzukommen.  
Das Ziel der Eingewöhnung liegt darin, dass das 
Kind zu den pädagogischen Fachkräften eine 
verlässliche und nahe Beziehung aufbauen kann. Dazu braucht das Kind die Unterstützung der 
Eltern. Nur wenn die Eltern ihr Kind in der Eingewöhnung verlässlich begleiten und ihm ein 
Gefühl der Sicherheit vermitteln, kann es sich dem neuen Ort der Kindertageseinrichtung und 
den neuen Bezugspersonen neugierig und liebevoll zuwenden. Die Eingewöhnung in der DRK -
Kindertageseinrichtung erfolgt in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell.  
Die Eingewöhnungszeit dauert etwa zwei bis drei Wochen. Das Kind wird von einem Elternteil 
in der Eingewöhnung begleitet. In manchen Fällen dauert die Eingewöhnung von Kindern etwas 
kürzer oder länger. Während dieser Zeit soll das Kind die Räumlichkeiten, die Rituale, die 
Tagesstruktur, die Regeln, die Menschen und die Angebote in Ruhe kennenlernen.

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In den ersten Gesprächen werden den Eltern die Grundzüge des Eingewöhnungsmodells 
erläutert und gemeinsam werden die gegenseitigen Erwartungen und Vorstellungen zur 
Eingewöhnung des Kindes besprochen.  
In den ersten drei Tagen bleibt ein Elternteil mit dem Kind im Gruppenraum, um eine erste 
Vertrautheit mit dem neuen Ort, den anderen Kindern und seiner Bezugserzieherin zu 
ermöglichen.  
Aufgabe des Elternteils ist es, einen „sichere n Hafen“ f ür das Kind zu bilden. Das bedeutet, 
dass sich das Elternteil gegenüber dem Kind zwar passiv aber aufmerksam verhält. Sie 
drängen ihr Kind nicht zu Aktionen oder Kontaktaufnahmen, sondern unterstützen das Kind und 
geben ihm Sicherheit, indem sie positiv auf alle Signale des Kindes mit Blickkontakt, Ansprache 
oder Annäherung reagieren.  
In der Regel findet am vierten Tag das erste Mal eine kurze Trennung statt. Die erste 
Trennungssituation wird vorab zwischen dem Elternteil und der pädagogischen Fachkraft 
besprochen. Das Elternteil verabschiedet sich vom Kind und wartet einen kurzen Moment 
außerhalb der Gruppe. Je nachdem, wie das Kind reagiert, dauert die Trennungsphase 
zwischen zwei und dreißig Minuten. 
Wenn das Kind die Trennung akzeptiert, finden tägliche Trennungen mit zunehmender zeitlicher 
Ausdehnung statt. Wichtig ist, dass sich das Elternteil immer vom Kind verabschiedet und 
vielleicht sogar ein gemeinsames Abschiedsritual entwickelt wird.  
Zum Ende der Stabilisierungsphase nimmt sich das Elternteil i mmer mehr zurück und gibt der 
pädagogischen Fachkraft die Möglichkeit, als Erste auf die Signale des Kindes zu reagieren. So 
können die Eltern und die pädagogischen Fachkräfte gemeinsam daraufhin arbeiten, dass das 
Kind eine verlässliche Beziehung zur päda gogischen Fachkraft aufbaut. Auch die 
Pflegeroutinen werden zunehmend von der Fachkraft übernommen.  
Die Eingewöhnung des Kindes ist dann abgeschlossen, wenn das Kind die pädagogische 
Fachkraft als sichere Basis akzeptiert hat und sie das Kind auch nachhal tig trösten kann, 
nachdem sich das Elternteil von dem Kind verabschiedet hat. Das Kind besucht die DRK -
Kindertageseinrichtung zunehmend mit Freude und fügt sich in die Gruppe ein.  
10 Partizipation von Kindern  
Die Partizipation der Kinder beginnt damit, d ass die Fachkräfte ausreichend über die Rechte 
von Kindern informiert sind und diese in den pädagogischen Alltag umzusetzen wissen. Die 
Motivation zur Partizipation von Kindern entspringt allerdings nicht nur dem Recht auf 
Beteiligung von Kindern, sondern auch der fachlichen Haltung der pädagogischen Fachkräfte, 
die Kinder aufgrund eines entsprechenden Bildes vom Kind zu beteiligen und Beschwerden von 
Kindern wahrzunehmen, zu zulassen und zu bearbeiten.  
In der Kindertageseinrichtung gibt es Entscheidungen,  die Fachkräfte treffen müssen. Es gibt 
aber auch Entscheidungen, an denen die Kinder alters - und entwicklungsgerecht beiliegt 
werden sollen und können.

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Die Leitung der DRK -Kita verständigt sich mit ihrem Team, wie die alters - und 
entwicklungsgerechte/reifeangemessene Beteiligung der Kinder in der DRK -
Kindertageseinrichtung konkret umgesetzt wird.  
Als Grundlagen für die Partizipation von Kindern können folgende Voraussetzungen genannt 
werden:  
 Information: Kinder haben das Recht auf umfassende Information. 
 Transparenz: Kinder erfahren, wie sie sich beteiligen können.  
 Freiwilligkeit: Kinder entscheiden selbst, ob und wie sie ihre Rechte in Anspruch nehmen. 
 Verlässlichkeit: Kinder können sich darauf verlassen, dass sie ihre Rechte wahrnehmen 
können. 
 Unterstützung: Kinder werden individuell bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt. 
Der Wille von Säuglingen und Kleinstkindern äußert sich in der Regel nicht sprachlich, sondern 
durch Mimik, Gestik und jeden körperlichen Ausdruck von Wohl - und Unwohlsein. Für  die 
Partizipation der sehr jungen Kinder arbeiten und agieren die pädagogischen Fachkräfte in 
hohem Maße feinfühlig. Die pädagogische Fachkraft interpretiert die kindlichen Signale aus der 
Perspektive des Kindes und nicht aus der Eigenperspektive heraus. Sie reagiert angemessen 
und prompt auf die Signale des Kindes, damit dieses eine Verbindung zwischen den eigenen 
Signalen und der Reaktion der Bezugsperson herstellen kann. Dadurch wird das Kind in die 
Lage versetzt aktiv am Geschehen teilzunehmen. Bei den  Hygienetätigkeiten darf das Kind 
beispielsweise mitentscheiden, von welcher pädagogischen Fachkraft das Kind gewickelt 
werden möchte oder nicht. Beim Einkauf von Lebensmitteln werden die Kinder beispielweise an 
der Auswahl von Lebensmitteln beteiligt.  
Partizipation von Kindern stärkt die Kinderrechte und schützt vor Missbrauch.

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11 Gemeinschaftsverpflegung 
Eine Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein 
ausgewogenes Mittagessen  für die 
Tagesstättenkinder zu. Die 
Kindertageseinrichtungen werden durch apetito mit 
tiefkühlfrischen Zutaten für das Mittagessen 
beliefert. Zusätzlich werden die 
Kindertageseinrichtungen von regionalen 
Lebensmittelanbietern und Bauerhöfen  mit Obst, 
Getränken, Gemüse und Milchprodukten beliefert.  
Die Kinder essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 
Uhr. Sie werden in den jeweiligen Gruppen von zwei pädagogischen Fachkräften beim Essen 
begleitet.  
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle, religiöse und 
medizinische Besonderheiten im Umgang mit Nahrung smitteln wird selbstverständlich 
Rücksicht genommen.  
12 Ruhephasen im Tagesablauf 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen 
beginnt für die Kinder die Ruhephase. 
Die jüngeren Kinder haben einen eigenen 
Schlafplatz in der Kita. In einem abgedunkelten 
Raum mit entspannter Atmosphäre schlafen die 
Kinder ca. ein- bis anderthalb Stunden.   
In dieser Zeit werden in de n Gruppen oder de n 
Nebenräumen Geschichten und Musik zur Entspannung gehört. Die älteren Kinder können sich 
auf Decken und Kissen ausruhen. 
13 Zusammenarbeit mit Familien 
Die Familie ist der erste und wichtigste Bindungs- und Bildungsort für Kinder. Die 
pädagogischen Fachkräfte arbeiten mit den Eltern bei der Bildung, Betreuung und Erziehung 
der Kinder partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen. D ie Zusammenarbeit orientiert sich 
am Wohl des Kindes und sichert die Kontinuität in ihrem Entwicklungsprozess.  
Die Eltern haben einen Anspruch auf regelmäßige Information über den Stand des Bildungs - 
und Entwicklungsprozesses ihres Kindes. Mindestens einm al im Kindergartenjahr findet ein 
gemeinsames Gespräch über die Entwicklung des Kindes, seine besonderen Interessen und 
Fähigkeiten sowie geplante Maßnahmen der gezielten Förderung statt. Die Kita -Teams beraten

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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und unterstützen die Familien im Rahmen ihrer  Kompetenzen zu wichtigen Fragen der Bildung, 
Erziehung und Betreuung des Kindes (siehe § 9 KiBiz). 
In der Beteiligung der Eltern werden die Eltern als Mitwirkende im Betreuungs -, Erziehungs- 
und Bildungsprozess der Kinder einbezogen, indem sie über Gremie narbeit in der Kita 
angesprochen und aktiv einbezogen werden.  
Der kontinuierliche Austausch zwischen der Kita-Leitung, den pädagogischen Fachkräften und 
den Eltern ist das Herzstück einer gelingenden Erziehungs - und Bildungspartnerschaft. Die 
Teams schaffen stets verschiedene Anlässe für Kommunikation und Information:  
 Tür- Angelgespräche 
 Eltern-und Entwicklungsgespräche 
 Schriftliche Elterninformation in Form von Aushängen und 
Elternbriefen 
 Elternabende zu verschiedenen (pädagogischen) 
Themen  
 Beteiligung und Mitwirkung der Eltern bei Festen und 
Feierlichkeiten 
Beschwerden und Sorgen der Eltern werden von den pädagogischen Fachkräften und der 
Leitung entgegengenommen. Abhängig vom Beschwerdeanlass suchen die Eltern das 
Gespräch zunächst auf der Gruppeneben e oder direkt mit der Leitung. Um einen gleichen 
Informationsstand zu haben, tauschen sich die Leitung und die pädagogischen Fachkräfte über 
die Beschwerdeanlässe aus. Auch die Bereichsleitung als Vertretung des Trägers wird zur 
Bearbeitung einer Beschwerde hinzugezogen.   
Das KiBiz (Kinderbildungsgesetz) beschreibt in § 9a formelle Formen der Zusammenarbeit mit 
Eltern als Maßnahmen zur Förderung und Sicherung der Elternmitwirkung in der 
Kindertageseinrichtung: Elternversammlung, Elternbeirat, Rat der Kindertageseinrichtung.  
Bei Wahlen in den einzelnen Gremien haben Eltern eine Stimme je Kind. Ziel dieser 
Mitwirkungsgremien ist, das Interesse der Eltern für die Arbeit der Einrichtung zu fördern und 
die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, pädagogischen Fachk räften und dem Träger zu 
stärken.  
13.1 Elternversammlung  
Die Eltern der Kinder, die die Einrichtung besuchen, bilden die Elternversammlung. Diese tagt 
mindestens einmal im Kindergartenjahr, spätestens am 10. Oktober des Jahres. In der 
Elternversammlung i nformiert der Träger alle Eltern über personelle Veränderungen, über 
pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie über angebotene Öffnungs - und 
Betreuungszeiten. Zu den Aufgaben der Elternversammlung zählt die Wahl der Mitglieder des 
Elternbeirates.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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13.2 Elternbeirat 
Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Eltern gegenüber dem Träger und der Leitung der 
DRK-Kindertageseinrichtung. Das Mandat des Elternbeirates endet erst mit der Wahl eines 
neuen Elternbeirates. Der Träger muss den Elternbeir at rechtzeitig und umfassend über 
wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Einrichtung informieren und vor wichtigen 
Entscheidungen den Elternbeirat anhören. Hierzu gehören folgende Bereiche: die 
pädagogische Konzeption, die personelle Besetzung, die rä umliche und sachliche Ausstattung, 
die Hausordnung, die Öffnungszeiten, ein Trägerwechsel und die Aufnahmekriterien. 
Entscheidungen, die die Eltern in finanzieller Hinsicht tangieren, erfordern eine Zustimmung des 
Elternbeirates.  
13.3 Rat der Kindertageseinrichtung 
Der Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich und setzt sich zusammen 
aus Vertreter*innen des Trägers, des Personals und des Elternbeirates. Zu den Aufgaben 
gehören die Beratung in Angelegenheiten der Bildungs - und Erziehung sarbeit, hinsichtlich 
räumlicher, personeller und sachlicher Ausstattung sowie die Vereinbarung von 
Aufnahmekriterien. 
14 Kinderschutz  
Im Kinderschutz arbeiten die DRK-Kitas eng mit der DRK-Ärztlichen Kinderschutzambulanz und 
dem Jugendamt der Stadt Münster zusammen.  
Ein Leitfaden zum Handeln im Kinderschutz bietet den pädagogischen Mitarbeiter*innen 
Handlungssicherheit und fachliche Anleitung. Der Leitfaden ist allen Mitarbeitern bekannt und 
die DRK-Kitas werden bei der Umsetzung durch die Fachberatung unterstützt.  
Die DRK -Kinderschutzambulanz begleitet die DRK -Kindertageseinrichtungen in allen 
Situationen, in denen Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung beobachte t und 
wahrgenommen werden. Die DRK -Kinderschutzambulanz bietet neben der Beratung im § 8a 
SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) auch eine anonyme Fallberatung an.  
Darüber hinaus arbeiten die DRK -Kitas in Münster mit einem Konzept , welches sowohl 
mögliche Macht- und Hierarchiebeziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern und auch 
Übergriffe unter Kindern thematisiert.  
Zum präventiven Kinderschutz gehört eine zweitägige Fortbildung der pädagogischen 
Mitarbeiter*innen durch die DRK -Ärztliche Kinderschutzambulanz mit dem Schwerpunkt 
„sexueller Missbrauch“.  
Ein sexualpädagogisches Konze pt entsteht in der Zusammenarbeit zwischen dem Träger und 
den Kindertageseinrichtungen und basiert auf den Erfahrungen aus der Präventionsschulung 
mit der Ärztlichen Kinderschutzambulanz. Das sexualpädagogische Konzept umfasst Themen 
zur Sexualentwicklung von Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren und Pflegesituationen in der 
Betreuung der Kinder, wie zum Beispiel beim Wickeln und dem Begleiten des Toilettengangs.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Außerdem beschreibt das Konzept den Umgang mit alters - und entwicklungsgerechtem 
Sexualverhalten der Kinder in der Kita und setzt sich mit dem professionellem Verhalten der 
Fachkräfte bei einem sexuellen Übergriff durch ein Kind auseinander und gibt hier 
Handlungssicherheit.   
15 Zusammenarbeit zwischen den DRK-Kitas und mit dem Träger 
Teamarbeit ist d ie Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der Einrichtung. 
Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue Absprachen und 
gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich. Regelmäßig finden Klein - und 
Großteamsitzungen st att. Diese dienen dem Austausch, der Reflexion und der weiteren 
Planung. 
Die Kindertageseinrichtungen  und Familienzentren  in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes 
Münster und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH stehen im regelmäßigen Dialog miteinander 
(z. B. monatliche DRK-Kita-Leitungssitzungen und AG´s zu unterschiedlichen 
Schwerpunktthemen). Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres 
pädagogischen Angebotes. Hilfestellungen erfahren sie dabei durch die Bereichsleitung und die 
pädagogische Fachberatung in Form von individuellen und regelmäßigen Beratungsterminen, 
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter*innentagungen, Fortbildungen und Arbeitskreisen.  
Alle vier Wochen findet die Leitungssitzung aller DRK -Kindertageseinrichtungen unter Leitung 
der Bereichsleitung und der pädagogischen Fachberatung statt.  
Supervision, als Methode der Teamentwicklung, Fallberatung und persönlicher 
Weiterentwicklung, gehört zum Standard der DRK -Kindertageseinrichtungen. Sowohl die Kita -
Leitungen wi e auch die pädagogischen Fachkräfte können an Einzel - und 
Gruppensupervisionen teilnehmen.  
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der Besetzung des Personals. Er i st 
verantwortlich für die personelle Besetzung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung 
und Supervision der pädagogischen Mitarbeiter*innen.  Auch Hilfestellungen bei administrativen 
Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des Personals g ehören zur 
gemeinsamen Zusammenarbeit mit allen Kita-Mitarbeiter*innen. 
Die Leitziele des Trägers liegen in der Sicherung pädagogischer Qualität durch die Entwicklung 
neuer Qualitätsstandards sowie in der Schaffung gleicher Entwicklungs - und 
Bildungsmöglichkeiten für Kinder. Die Bereichsleitung und die pädagogische Fachberatung 
vermitteln Fachwissen an die Kita-Leitungskräfte und das gesamte Kita-Team. Sie erarbeiten 
gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeiter*innen bedarfsgerechte pädagogische und 
personelle Konzepte zur Weiterentwicklung und Sicherung der pädagogischen Qualität.  
Nicht nur bei der Entwicklung neuer Konzeptbausteine, sondern auch bei deren Umsetzung in 
die praktische Arbeit werden die pädagogischen Mitarbeiter*innen im regelmäßigen Austausc h 
mit der Bereichsleitung und der Fachberatung unterstützt.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Darüber hinaus gibt es R aum und Gelegenheit zur fachlichen Weiterentwicklung und 
Synergieeffektiven innerhalb der DRK -Kindertageseinrichtungen mit der Initiierung von 
Arbeitskreisen, beispielweise zur Sprachförderung, Inklusion und Qualitätsentwicklung , die von 
der pädagogischen Fachberatung angeleitet werden.  
Selbstverständlich profitiert die DRK -Kindertageseinrichtung auch von weiteren Arbeitsfeldern 
der DRK Münster Sozialwerk gGmbH und des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. , wie zum 
Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -Therapiezentrums, deren 
Dienste wir regelmäßig in Anspruch nehmen. Die Ärztliche Kinderschutzambulanz begleitet alle 
DRK-Kindertageseinrichtungen im Kontex t des Kinderschutzes in der Rolle der insoweit 
erfahrenen Fachkraft bei Gefährdungseinschätzungen. Darüber hinaus bietet die Ärztliche 
Kinderschutzambulanz eine anonyme Beratung für Fachkräfte bei Fragen in Fällen des 
Kindesschutzes an.  
16 Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung und Ergänzung unserer Arbeit ansehen: 
 den Kinderärzten 
 den Logopäden 
 den Ergotherapeuten 
 der Frühförderstelle 
 dem Kommunalen Sozialdienst (KSD) 
 der DRK-Kinderschutzambulanz  
 
17 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. Die gute Zusammenarbeit 
mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster ist ein wesentlicher Faktor 
für die erfolgreiche Umsetzung unseres pädagogischen Auftrages und Angebotes. Darüber 
hinaus stehen wir zum Thema Kinderschutz in einer gelungenen Kooperation mit dem 
Jugendamt im Sinne einer gemeinsamen Verantwortungsgemeinschaft. 
18 Qualitätsmanagement 
Der Träger entwickelte in den vergangenen Jahren neue Konzepte  für die Qualitätsentwicklung 
und Sicherung der pädagogischen Qualität für die  DRK-Kindertageseinrichtungen. In 
Zusammenarbeit mit den Trägervertretern ist die Leitung der DRK -Kindertageseinrichtung 
verantwortlich für die Qualitätssicherung und Entwicklung der pädagogischen Qualität in der 
täglichen pädagogischen Arbeit.  
Alle DRK -Kindertageseinrichtungen sind  durch PädQuis gGmbH in Maßnahmen zur 
Qualitätsentwicklung und Sicherung von Qualität in Kindertageseinrichtungen zertifiziert. 
PädQuis gGmbH ist ein Forschungs - und Entwicklungsinstitut zur Qualifikation von

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Trägerorganisationen und pädagogischem 
Personal mit dem Ziel der dauerhaften pädagogischen Qualitätssicherung. 
Der Nationale Kriterienkatalog von Wolfgang Tietze und Susanne Viernickel (2016) dient der 
Beschreibung von Qualität in Tageseinrichtungen f ür Kinder. Der Nationale Kriterienkatalog 
bietet mit 20 verschiedenen Qualitätsbereichen ein systematisches Instrument zur Gestaltung 
pädagogischer Arbeit, Evaluation und Weiterentwicklung. Jeder Qualitätsbereich ist in eine 
Checkliste mit mehreren Qualitä tskriterien überführt. Die Bearbeitung der Checkliste durch die 
pädagogischen Fachkräfte und die Leitung ermöglicht eine Beschreibung von Stärken und 
Schwächen und bietet eine Methode, diese gemeinsamen im Team zu diskutieren und als 
Ausgangspunkt von Prozessen der Qualitätsentwicklung zu setzen. 
Nach § 11 KiBiz erfordert die Umsetzung des Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrages 
eine ständige Fortbildung der mit dem Auftrag betrauten Personen. Die Sicherung und 
Weiterentwicklung der pädagogischen Arb eit in der Tagesbetreuung bedarf einer 
kontinuierlichen Evaluierung. Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH sorgt mit qualifizierter 
Fachberatung für bedarfsgerechte Fortbildungsmöglichkeiten. Die Fachberatung ermittelt die 
Fortbildungsbedarfe der pädagogischen Fachkräfte und setzt diese in Zusammenhang mit den 
gegenwärtigen Herausforderungen in der Tagesbetreuung von Kindern und den 
Qualitätsentwicklungsprozessen der DR K-Kindertageseinrichtungen mit externen Referenten 
um.  
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem 
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage 
im Internet unter www.DRK-muenster.de. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Gestaltung: Anne Westendorf,  Bereichsleitung; Kim Liebsch, pädagogische 
Fachberatung; Stand: Dezember 2019

Anlage_2_Trägerauswertungen_Robert_Bosch_Str

21844 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Robert-Bosch Straße im Stadtteil Berg Fidel 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gründung des DRK Kreisverbandes Münster: 1907 
- Anerkannter Träger der freien Wohlfahrtspflege und nationale Hilfsgesellschaft mit ca. 400 
ehrenamtlichen Helfern und mehr als 300 hauptamtlichen Helfern in Münster 
- DRK Sozialwerk gGmbH ist 100% Tochter des Kreisverbandes 
- Betreiber von acht Kindertageseinrichtungen und zwei Großtagespflegestellen als Kreisver-
band und Sozialwerk gGmbH in Münster  
- Ehrenamtliche Gemeinschaften und Projekte: Blutspende, Jugendrotkreuz, Katastrophen-
schutz, Kleiderladen, Mentoren „Fit für den Job“, Rettungshunde, Sanitäts- und Rettungs-
dienst, Suchdienst, Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, Arbeit mit Migranten  
- Hauptamtliche Geschäftsbereiche: Autismus-Therapiezentrum, Breitenausbildung, Freiwilli-
gendienste, Hausnotruf, häusliche Pflege, Kinderschutzambulanz, Kindertageseinrichtungen, 
Krankentransport, Migration und Integration, Seniorenwohngemeinschaften 
- Leitbild in Bezug auf Kind, Grundhaltung und Personal liegt vor 
- Strategischer Ausbau von Kindertageseinrichtungen 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
4,5 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Situationsorientierter Ansatz nach Armin Krenz und Projektarbeit; Schwerpunkt Bewegung 
und Gesundheit 
- Zertifizierung als Bewegungskita angestrebt (siehe Gesundheitsförderung) 
- DRK eigenes päd. Konzept zum Erlernen der DRK Grundsätze („Henry und Mischi“); alle Mit-
arbeiter/-innen werden diesbezüglich geschult 
- Teilnahme am Bundesprogramm SprachKitas in fünf Einrichtungen in Münster 
- Transparente Bildungsdokumentation gegenüber den Eltern 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr – 17.00 Uhr, erweiterte Öffnungszeiten nach Bedarf der Eltern 
möglich 
- Träger bietet Modell ExtraZeit und FlexiZeit an 
- Teilnahme am Bundesprogramm KitaPlus  
-

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Das DRK Konzept ist aufgeschlossen ggü. allen Kon fessionen / Nationen / Kulturen 
- Erfahrung insbesondere durch Brückenprojekte und Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge 
wird in die Kitas vor Ort übertragen 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams 
- Partizipation aller Kinder im Alltag durch Kinder konferenzen, Kinderparlament usw., auch für 
die Elternschaft (Beteiligung sowie Beschwerdemanagement) 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus:  
- Schwerpunkt der Einrichtung ist gesunde Ernährung  und Bewegung 
- Bewegungsförderung im Konzept des DRK verankert ( viel Platz für Bewegung) 
- Zertifizierung zur Bewegungs-Kita in naher Zukunf t angestrebt (tägliche bedürfnisorientierte 
Bewegungsangebote, abwechslungsreiche Möglichkeiten der Körpererfahrung, Wahrneh-
mung, ganzheitliche Erfahrungen)  
- Bewegungskonzept wird  von einer Expertin (Reggio -Pädagogik) durch Raumkonzepte, zur 
Schaffung von Bewegungslandschaften, entwickelt. 
- Das DRK bietet zukünftig in ihren Kitas in Münste r Essen von einem Zulieferer in Kombination 
mit frischen, überwiegend zuckerfreien Lebensmitteln an 
- Sprachbildung soll zur gesunden Entwicklung der K inder beitragen (Möglichkeit der freien 
Meinungsäußerung) 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung, Unfallprävention etc. 
- Kooperation mit Ärzten und Zahnärzten (Impfberatu ng, U-Vorsorge, Zahngesundheit) 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Zusammenarbeit mit Fachdiensten, Kinderschutzambu lanz, Ärzten usw. 
- Kooperationen mit Schulen in Münster vorhanden 
- Kooperation und bestehende Vernetzungen der Kita Schatzkiste aufgreifen und erweitern 
- Angebote durch den DRK Ortsverband  
- Kooperation mit den beiden Großtagespflegestellen  des DRK an der  Warendorfer Straße   
 
Geplante Vernetzungen: 
- Familienbildungsangebote, Vernetzung von Familien  und externen Partnern und Betrieben  
- Schwerpunkten der pädagogischen Arbeit: Naturwisse nschaftlich- technische Bildung  
- Mitarbeit im Stadtteilarbeitskreis Berg Fidel 
- Vernetzung mit umliegenden Kindertageseinrichtung en und Tagespflegepersonen 
- Kooperation mit Kreativ-Haus e.V. Jugendkunstschu le (Musikpädagogik) 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum erstrebensw ert 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodel l 
- Strukturierte, intensive Elternarbeit findet stat t 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Partnerschaftliche und unterstützende Beratung; s ystemische Beratung in den Familienzen-
tren 
- Interkulturelle Öffnung in der Elternarbeit

3 
 
- Mitgestaltung und Einbezug der Eltern dort wo es sinnvoll und nötig ist (z.B. Gestaltung der 
Räume oder des Außenspielgeländes) 
- Bedarfsabfragen und Beschwerdemanagement für Elte rn 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Organisationsentwicklung: Verwaltung wird zentral isiert und sorgt für Entlastungen der Kitas 
vor Ort 
- Fachbereich ist personell und konzeptionell breit  aufgestellt, z.B. Fachstelle für den Themen-
bereich Inklusion. 
- Systematische Qualitätssicherung und -entwicklung  zur Einführung von DRK-einheitlichen 
Standards für Einrichtungen in Münster 
- Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagog ischen Qualitäts- und Informationssys-
tem)  
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität  des personellen Einsatzes durch mehrere 
Einrichtungen in Münster gegeben 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD  
- Inhouse Schulungen sowie externe Fortbildungsange bote für Mitarbeiter/-innen 
- Mitarbeiter werden durch Supervison / Moderationg espräche intensiv begleitet 
- Nutzung des Institutes für Bildung und Kommunikat ion des Landesverbandes  
- Teilnahme an Fachgremien und AGs 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Erfahrungen im Bereich von  bedarfsorientierten u nd flexiblen Betreuungszeiten (KitaPlus und 
FlexiZeit) kann am Bürostandort Robert-Bosch-Straße von Vorteil sein 
- DRK eigenes päd. Konzept zum Erlernen der DRK Gru ndsätze („Henry und Mischi“) 
- Schaffung weiterer Synergien zwischen den DRK Kit as  
- Ortsansässiger und breit aufgestellter Träger mit  langjähriger Erfahrung in Münster insbeson-
dere in den Bereichen familienbezogener und sozialer Dienste, Migrationsarbeit und Einbin-
dung von Ehrenamtlichen (Kinderschutzambulanz, Autismus Beratung, Brückenprojekte, Ju-
gendtreff Coerde, Erste-Hilfe-Kurse, Kleiderladen u.v.m.)

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg Fidel  
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Kleine Riesen Nord gGmbH 
Esslinger Straße 69 
73732 Esslingen 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehm en der Giant Leap GmbH und Co. KG 
- Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe  
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
- Betreiber von bundesweit aktuell 31 Kindertagesei nrichtungen und Kinderkrippen 
- Seit 2018 Betreiber von drei Kindertageseinrichtu ngen Willingrott, Hermannschule, und Inte-
rims-Pavillon Albachten (dauerhafte Folgeeinrichtung in Albachten-Ost) und seit 2019 drei 
weiteren Kitas Meyerbeerstraße, Eichendorffstraße sowie  Pavillon Beckstraße 
- anteilige Fachberatung in Münster Implementiert 
- Motivation: Stärkere und bessere Vernetzung mit w eiterem Ausbau in Münster: Schaffung 
einer vollen Bereichsleitungsstelle und Springerkräfte soll installiert werden 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes  
- Entwicklung des Schwerpunktes der Einrichtung anh and der bestehenden Bedarfe und Res-
sourcen des Teams, der Eltern und Kinder 
- Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern für die Kinder 
- Die pädagogischen Schwerpunkte der Einrichtungen werden individuell im Kontext der Sozial-
raumbedarfe entwickelt 
- Sprachförderung im Kitaalltag, bilinguale Ausrich tung möglich 
- Mathematisches und naturwissenschaftliches Denken  
- Kunst- und Musikerziehung 
- Kochen und Ernährung 
- Bildungsdokumentationskonzept (quartalsweise Entw icklungsprofile) liegt vor 
- Drei KitaPlus Einrichtungen in Münster 
 
Flexible Betreuung: 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern eingerichtet werden  
- Regelöffnungszeiten: 07.00 - 16.00 Uhr

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Jedes Kind wird individuell wahrgenommen  
- Partizipation ist konzeptionell verankert 
- Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter in  Bezug auf Migration/Inklusion  
- Einsatz von multikulturellen/multiprofessionellen  sowie inklusiven Teams (Diversität)  
- Hoher Männeranteil im Team angestrebt 
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn 
- Gender-Mainstreaming wird in den Einrichtungen ge lebt 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombina tion mit frischen Lebensmitteln an nach 
DGE-Standards 
- Gemeinsame Essenssituation als schöner und besond erer Moment im Kitaaltag 
- Frühzeitiges Erlernen von Zahn- und Handwaschhygi ene 
- Projekte zu den Themen: Gesundes Essen, Zahngesun dheit etc. werden regelmäßig aufge-
griffen 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a, auch in Kooperation mit Vereinen im 
Stadtteil, z.B. Nutzung von Sportmöglichkeiten des Stadtteils  
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Enge Zusammenarbeit mit der Kita Hermannschule so wie Austausch mit den bestehenden 
Einrichtungen des Trägers in Münster 
- Enge Zusammenarbeit mit der Primusschule 
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemei nsame Feste, gemeinsame Projekte usw. 
- Kooperation mit der Tagespflegestellen im Stadtte il  
- Nutzung der lokalen Lebensmittelgeschäfte und Bäc kereien 
- Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichk eiten der Kindertageseinrichtung 
- Mitwirken in Stadtteilarbeitskreisen und Teilnahm e an Arbeitskreisen und AGs  
- Kooperation mit den umliegenden Sportvereinen ESV  und DJK 
- Enge Kooperation Ausflugsmöglichkeiten in der Umg ebung 
- Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, der Büch erei, Ärzten, Betrieben und anderen 
Akteuren im Sozialraum  
- Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklu ngsphase in Münster anvisiert 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berli ner Modell am Kind orientiert 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Einbezug der Eltern durch Elterncafés, Gespräche,  Sprechzeiten für Eltern, Qualitätsabfragen 
der Eltern zur Pädagogik und Zufriedenheit, Pinnwand 
- Stichwortartige Tagesdokumentation bei den u3-Kin dern 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Jährliche Elternbefragung 
- Beschwerdemanagementkonzept liegt vor

3 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehr ere Einrichtungen in Münster zukünftig ge-
geben 
- Fachbereichsleitung / Kinderschutzfachkraft in Mü nster vor Ort  
- Qualitätsbeauftragte sind die Fachbereichsleitung en 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen 
- Sprachkurse Verbesserung/ Vertiefung der deutsche n Sprache von ausländischen Mitarbei-
tern über die Standards hinaus 
- Fünf Konzeptionstage pro Einrichtung im Jahr 
- Bezahlung der Mitarbeiter/-innen  in Anlehnung an  den TVöD 
- Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Metho de 
- Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale des Trägers 
- Anpassung an das Kind /  Kind im Zentrum der Päda gogik 
- Einrichtungskonzepte flexibel in der Anpassung an  den Sozialraum und an die Einbringung 
der Fähigkeiten der Mitarbeiter/-innen, Entwicklung der Mitarbeiter/-innen 
- Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität u nd mit bildungsfernen Familien 
- Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte  (Vertretungsregelungen, Fachberatung 
vor Ort) zu erzielen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg Fidel 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Konzept – e Trägernetzwerk 
Familie und Beruf gGmbH 
Wankelstraße 1 
70563 Stuttgart 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Gründung Familie und Beruf gGmbH im Jahr 2011 zur  Verbesserung sozialer Infrastruktur 
hinsichtlich Bildung, Betreuung und Vereinbarkeit von Familie & Beruf 
- Mitglied im Konzept-e Trägernetzwerk, dass bundes weit über 40 Kitas, 2 Grundschulen, 1 
Gemeinschaftsschule und 3 Fachschulen für Erzieherinnen umfasst 
- Zentrale Organisation und Verwaltung in Stuttgart   
- Engagieren sich seit 30 Jahren für das Thema Vere inbarkeit Familie & Beruf 
- Entwicklung des element-i-Konzeptes 
- Selbstverständnis: Elternergänzende Institution m it Offenheit und Toleranz gegenüber unter-
schiedlichen Kulturen, Ort der Begegnung 
- Erfahrung in der Übernahme von Elterninitiativen 
- Betreibt bisher noch keine Kita in Münster 
- Ziel ist der Ausbau des Standortes NRW  
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
7,8 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept:  
Fachliche Ausrichtung:  
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Die kindliche Selbstbildung wird als ganzheitlich er Prozess verstanden 
- Element-i-Konzept bezieht sich auf „Individuum, I nteresse, Integration“  
- Individuelle Bildung in der Auseinandersetzung mi t anregender Umgebung  
- Offenes Konzept mit Entwicklungs- und Bildungsthe men  in Funktionsräumen  
- Krippenkinder werden im geschützten Rahmen „Nest“  betreut  
- Pädagogen als Ko-Konstrukteure, Interessen der Ki nder werden beobachtet und Angebote als 
Impulse  eingebracht 
- Systematisch, strukturierte Entwicklungsdokumenta tion mit dem element-i-Bildungsbogen 
- Verankerung der Schwerpunkte je nach Bedarfen der  Familien im Sozialraum 
- Familienzentren sind im Netzwerk Konzept-e bekann t und können in MS umgesetzt werden

2 
 
Flexible Angebote:  
- Bedarfsgerechte Öffnungszeiten 9 bis 12 Std. tägl ich 
- Tageweise flexible Festlegung der Betreuungszeit  
- Zusammenarbeit mit Kindertagespflege z.B. zu Nach tbetreuung: Tagespflegeperson ist ange-
stellt, arbeitet am Nachmittag in der Kita und nimmt Kinder mit nach Hause / in die Familie 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Für Kinder mit Behinderung werden in Zusammenarbe it mit Förderkräften individuelle Teilha-
bemöglichkeiten entwickelt und umgesetzt, Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachstellen 
- Wertschätzender Umgang mit dem kulturellen Hinter grund der Kinder 
- Sprachförderung  durch kommunikatives Klima, bei Bedarf Ergänzung durch externe Fach-
kräfte  
- Offener und reflektierter Umgang mit Rollenmuster n und Geschlechterperspektive 
- Multiprofessionelle und geschlechtergemischte Tea ms 
- Partizipation der Kinder in Kinderkonferenzen, di e dem Alter angepasst sind 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Vielfältige Bewegungsanreize innerhalb und außerh alb der Kita 
- Wechselspiel zwischen Bewegung und Ruheangebot si nd im Alltag / in den Räumen integriert 
- Körperliches, soziales, psychisches und seelische s Wohlbefinden der Kinder soll gefördert 
werden 
- Ernährungskonzept: Frischkostzubereitung in der E inrichtung durch Koch / Köchin geplant 
(sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich)  
- Schwimmangebot: Kinder werden abgeholt und gemein sam mit Pädagogen und Schwimmleh-
rern beim Schwimmen begleitet 
- Kinderschutzkonzept und Fachkraft vorhanden 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Geplante Vernetzungen: 
- Erkunden des Sozialraums mit Kindern  
- Aktive Einbeziehung der Lebensrealität der Famili en 
- Zusammenarbeit mit Krabbelgruppen, anderen Kitas,  Schulen u.a. Institutionen des öffentli-
chen Lebens wie Altenheim, Polizei, Feuerwehr 
- Einbezug von Frühförderstellen, Kinderärzten, soz ialpädagogisches Zentrum zur Entwicklung 
von weitergehenden Hilfen 
- Austausch mit Kitas und Sozialraumakteuren, wie S tadtteilkoordinatoren und in Stadtteilar-
beitskreisen  
- Schul-Hüpfer Programm zum Übergang  
- Teilnahme an Fachgremien und AG’s geplant 
- Weiterentwicklung zum Familienzentrum denkbar 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodel l 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt: Erstgesp räche, Tür- und Angelgespräche, Wanddoku-
mentation, Portfolio und Reisepass (Überblick über die Interessen des Kindes in den Bil-
dungsbereichen)

3 
 
- Enger Austausch mit den Eltern, z.B. Rezeption in  der Kita zur individuellen Begrüßung an der 
Hinweise und Wünsche der Eltern aufgenommen werden 
- Öffnung der Workshops, Vorträge und Fortbildungen  für Eltern, regelmäßige Elternabende, 
Elternecke, Elterngespräche, Elternhospitation, Feste 
- Bildungsdokumentation durch den Bezugserzieher 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß-
nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Qualitätsmanagement nach ISO 9001 
- Mitarbeiter/-innen nehmen an Fortbildungswochenen den 2x jährlich teil 
- Jährliche Mitarbeitergespräche sowie Feedbackgesp räche bei Bedarf 
- Fachkräfte erhalten zweitägigen Einarbeitungswork shop und können Qualifizierungssystem 
u.a. in eigener Konzept-e-Akademie in Anspruch nehmen 
- Hospitationen in anderen Einrichtungen mit gegens eitigem Austausch 
- Partizipation der Mitarbeiter/-innen und Eltern, z.B. durch jährliche thematische Befragungen 
- Bezahlung der Mitarbeiter in Anlehnung an den TVö D 
- Fachberatung und Coaching wird sichergestellt 
- Klare Organisationsstrukturen mit Aufgabendefinit ion, Kitaleitung nur für die Umsetzung der 
Qualität zuständig, keine organisatorischen Aufgaben 
- Internes Qualitätsmanagementsystem und ab Ende 20 18 Fremdevaluation durch TopKita 
Institut für Qualität gGmbH 
- Ausbildung von Mitarbeiter/-innen an der staatlic h anerkannten Freien Dualen Fachschule für 
Pädagogik (FDFP) in Stuttgart, Gründungen in 2012 & 2016  
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrun d 
- Freie Duale Fachschule für Pädagogik (FDFP) in St uttgart  
- Das Konzept passt sich den gesellschaftlichen Anf orderungen an 
- Mehrere Kitas in Münster gewünscht, die parallel starten, um Synergien zu schaffen 
- Ziel ist der Ausbau weiterer Angebote in NRW

Anlage_4.1_Kleine_Riesen_Bewerbung_Robert-Bosch-Str.

1425 Zeichen

©) dnlTS \®) Riesen

Bilinguale Kindertagesstätten Kindertagesstätten

Kleine Riesen Nord gGmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen

EINSCHREIBEN-EINWURF

Stadt Münster

Amt für Kinder Jugendliche und Familie
48127 Münster

VORAB PER FAX: (0251) 4927909
VORAB PER MAIL: gerick@stadt-muenster.de

Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unsere Zeichen, unsere Nachricht vom Telefon, Name Datum

(0711) 35 116 40, J. Wahler 16.03.2020

Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertageseinrichtung an der
Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg-Fidel

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der
Kindertagesstätte in der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Berg-Fidel aufrechterhalten.

Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 7,8 Prozent können wir sicherstellen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

fi

Jelend Wahler
Geschäftsführerin

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Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH | Esslinger Straße 69 | 73732 Esslingen | Telefon: (0711) 35 11640 | Telefax: (0711) 35 116 417|'\www.littlegiants.de | info@littlegiants.de |

Geschäftsführer | Dipl.-Ing. Jelena Wahler, MBA (Duke) | Dipl.-Ing. Peter Wahler, MBA (Duke)

Sitz der Gesellschaft | Esslingen am Neckar | Amtsgericht Stuttgart HRB 7393
Bankverbindung | Volksbank Esslingen eG | IBAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 | BIC GENODES1ESS =’

Beratungsverlauf (4)

28.05.2020 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 5.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.06.2020 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 17.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
24.06.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 31.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
24.06.2020 Rat
TOP 33.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (14)

  • Robert-Bosch-Straße
  • Zumsandestraße 25
  • Meyerbeerstraße
  • Eichendorffstraße
  • Corrensstraße
  • Scheibenstraße
  • Hafenstraße 30
  • Warendorfer Straße
  • Sankt-Josefs-Kirchplatz
  • Dahlweg
  • Willingrott
  • Kinderhaus
  • Tiergarten
  • Beckstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0251/2020
Typ
Vorlagen
Datum
04.05.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37