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0338/2026

Dokumentation zur Konferenz Interkulturelles Köln 2025

Mitteilung Ausschuss 23.03.2026

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 - Dokumentation KIK 2025

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Mitteilung Ausschuss

1879 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/3 
 
Vorlagen-Nummer 23.03.2026 
 0338/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 21.04.2026 
Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 23.04.2026 
Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 24.04.2026 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 27.04.2026 
 
Dokumentation zur Konferenz Interkulturelles Köln 2025 
Mitteilung 
 
In Köln findet jedes Jahr die Konferenz Interkulturelles Köln (KIK) statt. Eine Steue-
rungsgruppe, deren Vertreter*innen in 2016 per Ratsbeschluss (Session-Nr.: 
2504/2016) festgelegt wurden, übernimmt zusammen mit dem Kommunalen Integrati-
onszentrum (KI) im Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Köln die inhaltlichen Vor-
bereitungen, wie z.B. Festlegung Titel und Workshops der Konferenz, Auswahl exter-
ner Expert*innen für die fachliche Begleitung etc. 
Die KIK 2025 fand am 12.11.2025 im Kulturbunker in Köln-Mülheim mit ca. 150 Teil-
nehmenden statt. Auf Wunsch der Verwaltung im Einvernehmen mit der Steuerungs-
gruppe wurde die Konferenz wie in 2024 mit der Weiterentwicklung des städtischen 
Konzeptes zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft beziehungsweise unter 
dem neuen Titel Partizipation in der postmigrantischen Stadtgesellschaft verknüpft. 
Das Konferenzthema lautete entsprechend „Von der integrativen zur postmigranti-
schen Gesellschaft – Gemeinsam Wege gestalten!“.  
Bürgermeisterin Derya Karadag eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort, 
Tuğba Tekkal (Ex-Fußballspielerin des 1. FC Köln) gab einen fachlichen Input, der mit 
ihrer eigenen Geschichte eng verknüpft war. 
Eine umfangreiche Dokumentation mit den Ergebnissen aus den Workshops ist der 
Mitteilung als Anlage beigefügt. 
Mit diesem Link kann die Konferenz direkt auf YouTube angeschaut werden. 
  
Anlage: Dokumentation KIK 2025 
 
Gez. Burmester

Anlage 1 - Dokumentation KIK 2025

25150 Zeichen

Amt für Integration und Vielfalt 
Kommunales Integrationszentrum 
Frau Delonge 
Telefon:  (0221) 221 31116 
E-Mail:  anne.dolonge@stadt-koeln.de 
 
Dokumentation 
Konferenz Interkulturelles Köln 2025 
„Von der integrativen zur postmigrantischen Gesellschaft – 
Gemeinsam Wege gestalten!“  
Mittwoch, 12.11.2025 im Kulturbunker Köln-Mülheim

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 2 
Inhalt             Seite: 
 
Vorwort           3 
 
Grußwort der Bürgermeisterin Derya Karadag    5 
 
Aktueller Stand der Weiterentwicklung „Konzept zur Stärkung der  
integrativen Stadtgesellschaft“, Vorstellung durch Sevinç  
Topal, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums  5 
 
Input Tu ğba Tekkal         6 
 
Workshops zu den Handlungsfeldern:  
Bildung           8 
Gesundheit          10 
Arbeit           12 
Wohnen           13 
 
Podiumsgespräch zu den Ergebnissen der Workshops  1 5 
 
Ausblick von Bettina Baum, Leitung des Amtes für  
Integration und Vielfalt        16

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 3 
Vorwort 
Das Kommunale Integrationszentrum im Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Köln 
richtet jedes Jahr die Konferenz Interkulturelles Köln (KIK) aus . Die Konferenz trägt 
seit Jahren dazu bei, Akteur*innen aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und 
Stadtgesellschaft zu vernetzen und Impulse für eine nachhaltige Zusammenarbeit in 
den Bereichen Migration und Integration zu setzen. Am 12.11.2025 fand sie unter dem 
Titel „Von der integrativen zur postmigrantischen Gesellschaft – Gemeinsam 
Wege gestalten!“ im Kulturbunker Köln-Mülheim statt. 
 
Über 40% der Kölner*innen haben eine internationale Familiengeschichte.  
Die Repräsentation dieser Kölner*innen in der Politik, in Leitungspositionen der 
Verwaltung oder in den Bereichen Kultur, Sport oder der Wohlfahrtspflege ist deutlich 
geringer.  
Auf dem Weg von einer integrativen zu einer postmigrantischen Gesellschaft müssen 
Ein- und Auswanderung als wichtige gesamtgesellschaftliche Elemente gesehen 
werden, die es anzuerkennen und zu besprechen gilt. In einer postmigrantischen 
Gesellschaft wird die Notwendigkeit erkannt, dass Regeln und Strukturen neu 
gestaltet und Ressourcen nachholend (also postmigrantisch) gerecht verteilt werden 
müssen (Quelle: Naika Foroutan „Die postmigrantische Gesellschaft“).  
 
2011 wurde das Kölner „ Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft “ 
veröffentlicht. Im Fokus der Fachveranstaltung steht die Frage: Wie sollte eine 
Stadtgesellschaft, in der alle Kölner*innen gut leben können, aussehen? Die 
Ergebnisse der Konferenz 2024 konnten bereits in die Weiterentwicklung  des 
bestehenden Konzeptes einfließen. Auch in diesem Jahr sollen Erkenntnisse aus den 
Workshops für das Konzept genutzt werden. 
 
Ein herzlicher Dank geht an die durch Beschluss des Rates der Stadt Köln 
implementierte Steuerungsgruppe . Dieses Gremium setzt sich zusammen aus 
Vertreter*innen des Integrationsrates, des Runden Tischs für Integration, 
verschiedener Institutionen wie BAMF und Ausländerbehörde sowie Vertreter*innen 
Interkultureller Zentren der Stadt und Kölner Integrationsagenturen.

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 4 
Dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) ist es als Veranstalterin der Konferenz 
wichtig, dass die KIK ein sicherer und diskriminierungssensibler Ort für alle 
Teilnehmenden ist. Um dies zu ermöglichen, wurde die Konferenz auch in diesem 
Jahr von einem Support-Team begleitet. Zum Support-Konzept gehörten ein „Safer 
Space“ als Rückzugs- und Schutzraum für Konferenzteilnehmer*innen of Color und 
ein „Irritationsraum“ als Möglichkeit zur Reflektion für Konferenzteilnehmer*innen ohne 
eigene Rassismuserfahrungen.  
 
Die Veranstaltung wurde durch Gebärdensprachdolmetscher*innen der Firma 
„Manos“ unterstützt. Durch die Veranstaltung führte Moderatorin  Prasanna Oommen. 
 
                            
Gebärdendolmetscherinnen; C. Ehrchen©Stadt Köln       Prasanna Oommen; C. Ehrchen©Stadt Köln

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 5 
Grußwort der Bürgermeisterin Derya Karadag   
Die Bürgermeisterin stellt fest, dass wir in einer vielfältigen Gesellschaft leben und 
dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Erfahrungen und 
Hintergründen unser Zusammenleben gestalten. Sie betont, dass diese Vielfalt eine 
Stärke ist – sie uns aber auch vor neue Fragen stellt. Man müsse gemeinsam darüber 
sprechen, wie wir Zusammenhalt in dieser Vielfalt gestalten können und die Frage 
stellen, was es bedeutet, Integration neu und darüber hinaus zu denken? 
    
Bürgermeisterin Derya Karadag; 
C. Ehrchen©Stadt Köln 
 
 
Link zum vollständigen Grußwort der Bürgermeisterin: 
https://youtu.be/Owi4ZwQFLLA  
 
 
Aktueller Stand der Weiterentwicklung „Konzept zur Stärkung der  
integrativen Stadtgesellschaft“, Vorstellung durch Sevinç  
Topal, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums
  
Sevinç Topal fasst für die Teilnehmenden die Ergebnisse der Vorstudie  zur 
Weiterentwicklung des o.g. Konzeptes zusammen. Im Wesentlichen sind das die 
folgenden Punkte: 
- In den Leitlinien zur Entwicklung des neuen Konze ptes sollen zwei 
Querschnittsthemen als zentral angesehen werden: Gesellschaftliche Teilhabe 
und Abbau von Diskriminierungen. 
- Acht bis zehn Handlungsfelder werden für das Konz ept als angemessen 
angesehen. Ein besonders wichtiges Handlungsfeld könnte „ Bildung “ sein. Mit

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 6 
diesem Handlungsfeld sollte bei der Entwicklung von Handlungsschritten 
begonnen werden. 
- Stakeholder, also am Prozess Beteiligte oder Betr offene, sollten in 
verschiedenen Gremien, die sich mit der Weiterentwicklung des Konzeptes 
befassen, einbezogen werden. Dies sind Vertretende aus der Verwaltung, der 
Politik, der Sozialen Arbeit, von zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie 
Betroffenengruppen. 
- Zu den Gremien gehören beispielsweise eine Aufbau gruppe, eine Handlungs-
feldgruppe und eine zentrale Koordinierung. 
- Das entstehende neue Konzept sollte einen anderen  Titel erhalten: 
„Partizipation in der postmigrantischen Stadtgesellschaft “. 
 
 
Leiterin Kommunales Integrationszentrum, Sevinç Topal; 
C. Ehrchen©Stadt Köln 
 
 
Input von Tu ğba Tekkal 
Tu ğba Tekkal ist Menschenrechtsaktivistin und ehemalige Profifußballerin (u.a. 1.FC 
Köln). Gemeinsam mit ihren Schwestern gründete sie die 
Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help und die Bildungsinitiative German Dream. 
2016 gründete Tu ğba Tekkal das Empowerment- und Sportprojekt SCORING GIRLS*, 
das die Teilhabe junger Frauen und Mädchen durch den Fußball stärken soll, 
unabhängig von Herkunft, Religion oder sozioökonomischem Status.

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 7 
 
Tu 
ğba Tekkal  berichtet in ihrem Vortrag über hindernde und fördernde Faktoren für 
ihren Lebensweg: 
Hindernd seien in jedem Fall Menschen wie z.B. eine Lehrerin gewesen, die bei 
mehreren Gelegenheiten betonte, dass sie – Tu 
ğba Tekkal – nie dazu gehören werde, 
egal, wie sie sich anstrenge.  
Fördernd hingegen waren andere Erwachsene, die sie gestärkt hätten und eher ihre 
Persönlichkeit als ihre Herkunft gesehen hätten. 
Der Fußball sei in ihrem Fall auf jeden Fall ein sehr wichtiges förderndes Element 
gewesen, weil hier nur die sportliche Performance zähle und nicht wo jemand 
herkomme. 
 Menschen mit internationaler Geschichte seien ein Mehrwert für die 
Gesellschaft. Die Repräsentanz dieser Gruppe müsse gestärkt werden . Sie forderte 
die Zuhörenden auf, den Boden dafür zu bereiten und immer wieder in einen 
Wertedialog zu gehen und die Gleichzeitigkeit von verschiedenen Meinungen 
auszuhalten. 
Integration dürfe nicht das Ende, das Ziel sein, sie sei lediglich der Anfang für 
gesellschaftsverändernde Prozesse. 
Sie wünsche allen ein gutes Maß an Zivilcourage und dass wir uns immer fragen: 
„In welcher Welt wollen wir leben?“ 
 
  
Tu ğba Tekkal; C. Ehrchen©Stadt Köln 
 
Link zum vollständigen Input von Tu 
ğba Tekkal: 
https://youtu.be/aTaMzE_Q0ho

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 8 
Workshops zu den Handlungsfeldern:  
1. Bildung, 2. Gesundheit, 3. Arbeit, 4. Wohnen 
 
Das Kernelement einer jeden KIK ist der themenbezogene Diskurs und die Arbeit in 
den Workshops. Die Größe der vier Workshops umfasst ein Teilnehmendenfeld von 
ca. 20-25 Personen je Workshop. Für die Arbeit in den Workshops standen den 
Teilnehmenden 2 Stunden Zeit zur Verfügung. 
In diesem Jahr erfolgte die Arbeit in den Workshops erneut im Kontext der 
Weiterentwicklung des städtischen Integrationskonzeptes. Zu den vorgegebenen 
Handlungsfeldern „Bildung“, „Gesundheit“, „Arbeit“ und „Wohnen“ wurden die gleichen 
Fragestellungen  behandelt: 
a) Welche Fokusbereiche  gehören zum jeweiligen Handlungsfeld?  
b) Warum sind diese Fokusbereiche wichtig für das j eweilige Handlungsfeld? 
c) Welche kommunalen Einflussmöglichkeiten  gibt es, um das Handlungsfeld in 
Richtung Chancengerechtigkeit/ postmigrantische Gesellschaft 
weiterzuentwickeln? (bzw. welche Grenzen sind/wären hinderlich?). 
Zusatzfrage: 
Was muss im Hinblick auf eine postmigrantische Gesellschaft in den Fokusbereichen 
entwickelt werden, um 
- Zugänge und Partizipation  allen Kölner*innen zu ermöglichen 
- die Potenziale  aller Kölner*innen bestmöglich zu nutzen? 
Die Ergebnisse der Workshops sollen in die Weiterentwicklung des Konzeptes 
„Partizipation in der postmigrantischen Stadtgesellschaft“ (alter Titel des Konzeptes: 
„Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft“) einfließen.

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 9 
1. Handlungsfeld Bildung (Moderation: Hanim Ezder u nd Amena Afzali, BfmF 
e.V.) 
Welche Fokusbereiche  gehören zum Handlungsfeld Bildung ? 
Die Teilnehmenden fokussieren sich nach einer umfangreichen Untergliederung von 
Bildungsbereichen (allgemein, formell, non-formell, politisch, demokratisch, sprachlich, 
kommunikativ, digital, medienbezogen, kulturell, religiös, gesundheits- und 
körperbezogen) auf die nachfolgenden Bereiche: 
- Formelle Bildung  
- Politische Bildung 
- Kulturelle Bildung  
- Außerschulische- und Jugendbildung 
- Erwachsenenbildung 
 
Warum sind diese Fokusbereiche wichtig für das Handlungsfeld Bildung? 
Formelle Bildungswege  (z.B. frühkindliche Bildung, Schulpflicht) gelten als 
entscheidende Grundlage für Teilhabe in einer postmigrantischen Gesellschaft. Der 
Aspekt der Chancengleichheit ist den Teilnehmenden dabei besonders wichtig .  
Die Gruppe identifizierte politische Bildung  als essenziell für Demokratie, Teilhabe 
und gesellschaftliche Stabilität. Politische Bildung leistet einen Beitrag zur 
Radikalisierungsprävention, was besonders relevant für Jugendliche und vulnerable 
Gruppen ist.   
Kultur wird als Schlüssel der Verständigung (Empathie, Reflexion) gesehen sowie 
als Bereich, in dem Spaß, Motivation und Kreativität zentrale Zugänge darstellen.  
Kunst und Musik bieten niedrigschwellige Ausdrucksformen, die „jeder Mensch 
erreichen kann“. Dabei ist Sprache Teil von Identität und kulturellem Ausdruck.  
Außerschulische und Jugendbildung  ist wichtig, weil sie Räume schafft und jungen 
Menschen ermöglicht, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Dabei werden ihr 
Selbstbewusstsein und ihre Kompetenzen gestärkt. Es werden Themen aufgegriffen, 
die im formellen Bildungssystem kaum stattfinden. 
Die Teilnehmenden befinden, dass auch Erwachsenenbildung  von Bedeutung ist. 
Sie sichert Chancen in der Berufswelt durch Qualifikationen, sie stärkt das 
Selbstbewusstsein und trägt zur gesellschaftlichen, sozialen und politischen Teilhabe 
bei. Dabei ist für sich wandelnde Arbeits- und Lebensanforderungen ein lebenslanges 
Lernen notwendig

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 10 
Welche kommunalen Einflussmöglichkeiten  gibt es, um das Handlungsfeld Bildung  
in Richtung Chancengerechtigkeit/ postmigrantische Gesellschaft weiterzuentwickeln? 
Für alle Fokusbereiche gilt, dass die Kommune sichere und diskriminierungsfreie 
Räume schaffen und die Zusammenarbeit sowie Vernetzung zwischen den 
verschiedenen Akteur*innen der Bildungslandschaft stärken kann. Die Kommune kann 
im Rahmen politischer Beschlüsse und gesicherter Finanzierung Strukturen und 
Projekte von Kooperationspartner*innen finanziell fördern. Dies trägt zur 
Verlässlichkeit der Bereitstellung von Angeboten der Träger bei. Die Kommune kann 
zudem Wissen vermitteln und die Bedeutung von Sprache als Ressource nutzen. 
 
Was muss im Hinblick auf eine postmigrantische Gesellschaft in den Fokusbereichen 
entwickelt werden, um Zugänge und Partizipation  allen Kölner*innen zu ermöglichen 
und um die Potenziale  aller Kölner*innen bestmöglich zu nutzen? 
Über die zuvor genannten Einflussmöglichkeiten der Kommune hinaus gehören auch 
die Entwicklung von Standards und Formaten für junge Menschen sowie 
niedrigschwellige und sprachsensible Bildungsarbeit in den Stadtteilen, 
Empowermentangebote und (politische) Dialogräume, in denen Menschen 
voneinander lernen und die für Selbstorganisationen geöffnet werden können. 
Kooperationen zwischen Schulen, Kulturstätten und migrantischen Organisationen 
sollten gegründet/ausgebaut werden. Mehrsprachigkeit muss systematisch gefördert, 
alle Ansätze sollten ganzheitlich und lebensweltorientiert weiterentwickelt werden. 
 
2. Handlungsfeld Gesundheit (Moderation: Kira Lenze n und Marcus Böhmer, 
Caritas Therapiezentrum für Menschen nach Flucht und Folter Köln) 
Welche Fokusbereiche  gehören zum Handlungsfeld Gesundheit ? 
Zum Handlungsfeld Gesundheit gehören nach Auffassung der Teilnehmenden die 
Fokusbereiche: 
- Prävention 
- Information zur Gesundheitsversorgung multilingua l 
- Kommunikation und Begleitung 
- Ausbildung/Weiterbildung Gesundheitsberufe 
- Empowerment

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 11 
 
Warum sind diese Fokusbereiche wichtig für das Handlungsfeld Gesundheit? 
Die Teilnehmenden sprechen hier insbesondere über Haupteinflussfaktoren , die die 
Teilhabe am Handlungsfeld „Gesundheit“ beeinflussen und welche Bedingungen 
erfüllt sein müssten, um Teilhabe zu ermöglichen. Der Risikofaktor Armut beeinflusst 
dabei in entscheidender Weise die Themen Ernährung, die psychische Gesundheit 
und den Faktor Wohnen. Um Teilhabe zu ermöglichen, müsste nach Auffassung der 
Gruppe die 3-Klassen-Medizin abgeschafft werden. Angebote müssten erhalten und 
erweitert, Präventionsmaßnahmen, z.B. Vernetzung, zur Vermeidung von Einsamkeit 
ergriffen werden. Bezahlbarer Wohnraum könnte dazu beitragen, den Risikofaktor 
Armut zu vermindern. 
 
Welche kommunalen Einflussmöglichkeiten  gibt es, um das Handlungsfeld 
Gesundheit  in Richtung Chancengerechtigkeit/ postmigrantische Gesellschaft 
weiterzuentwickeln? 
Hier werden z.B. die folgenden Punkte genannt: 
- Bürokratieabbau 
- Fortlaufende Bedarfsanalyse durch Bürgerbefragung  
- Vernetzung fördern 
- Einfache Sprache nutzen 
- Fortlaufende Sensibilisierung aller Beteiligten z .B. der Mitarbeitenden zum 
Thema postmigrantische Gesellschaft 
- Kundenorientierung 
- Finanzierungssicherheit/Planbarkeit erreichen 
- Digitalisierung im Gesundheitswesen 
 
Was muss im Hinblick auf eine postmigrantische Gesellschaft in den Fokusbereichen 
entwickelt werden, um Zugänge und Partizipation  allen Kölner*innen zu ermöglichen 
und um die Potenziale  aller Kölner*innen bestmöglich zu nutzen? 
Um Zugänge/Partizipation zu ermöglichen, wäre von Bedeutung: 
- Sprach -und Kulturmittlung 
- Digitale Hilfsmittel (DocLip mehrsprachig mit Hil fe künstlicher Intelligenz) 
- Berufliche Anerkennung ausländischer Abschlüsse  
- Ausbau der Versorgungslandschaft

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 12 
- Transkulturelle kultursensible Weiterbildung 
In Bezug auf die Nutzung von Potenzialen wurde u.a. genannt: 
- Sprachbarrieren und institutionelle Diskriminieru ng abbauen 
- Bildungsabschlüsse anerkennen 
- Ehrenamtliche Unterstützer*innen fördern 
- Politische Partizipation fördern 
 
3. Handlungsfeld Arbeit (Moderation: Markus Geis, J ama Nyeta gGmbH., 
Katharina Schück, Migrafrica gGmbH) 
Welche Fokusbereiche  gehören zum Handlungsfeld Arbeit ? 
Die nachfolgenden Fokusbereiche werden den Bereichen a) „Verwaltung/Politik“ und  
b) „Operative Soziale Arbeit“ zugeordnet: 
- Politische und rechtliche Rahmenbedingungen (a) 
- Zugänge und Arbeitsbedingungen (a)  
- Anerkennung Bildungsabschlüsse/Berufserfahrung (a ) 
- Verwaltung & Bürokratie, Bewerbungsprozesse (a) 
- Bildung, Sprache und Gesundheit (b) 
- Soziale Netzwerk (b) 
- Rassismuskritik & Diversity (b) 
- Vereinbarkeit von Familie & Beruf (b) 
 
Warum sind diese Fokusbereiche wichtig für das Handlungsfeld Arbeit? 
Eine gut funktionierende und kompetente Verwaltung wird hier als „Ermöglicher“ 
genannt, z.B. bei der Anerkennung von Abschlüssen. Diversität wird dabei als 
Ressource eingeordnet. Die Fokusbereiche haben Einfluss auf Chancengleichheit bei 
Zugängen zu unterstützenden Strukturen. Menschenwürde und Antidiskriminierung 
sind dabei Grundvoraussetzungen. 
 
Welche kommunalen Einflussmöglichkeiten  gibt es, um das Handlungsfeld Arbeit in 
Richtung Chancengerechtigkeit/ postmigrantische Gesellschaft weiterzuentwickeln? 
Die Kommune kann dafür Sorge tragen, dass: 
- die Quote für Menschen mit internationaler Famili engeschichte in 
Führungspositionen/ in Ausbildung erhöht wird und diese Menschen gezielt 
gefördert werden

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 13 
- politische Partizipation gefördert wird 
- Träger, Interkulturelle Zentren auskömmlich finan ziell unterstützt werden 
- Verwaltungsprozesse vereinfacht/erleichtert werde n (Entbürokratisierung) 
- Entscheider*innen (verpflichtend) diversitätssens ibel und antirassistisch 
geschult werden 
- Verwaltung nach außen als Vorbild wahrgenommen wi rd 
- Mehrsprachigkeit und leichte Sprache ermöglicht w erden 
 
Was muss im Hinblick auf eine postmigrantische Gesellschaft in den Fokusbereichen 
entwickelt werden, um Zugänge und Partizipation  allen Kölner*innen zu ermöglichen 
und um die Potenziale  aller Kölner*innen bestmöglich zu nutzen? 
Die Gruppe ist sich über die Bedeutung folgender Aspekte einig:  
- Anerkennung einer postmigrantischen Realität  
- Rassismuskritik und Diversity als Querschnittsthe men in der Regelstruktur 
- Sichtbarkeit von Angeboten/Netzwerken/Strukturen 
- Gleichberechtigter Zugang zum Arbeitsmarkt, unabh ängig vom Aufenthaltstitel 
- Kommunales Wahlrecht für alle, die hier in Köln w ohnen 
- Repräsentation und Mitentscheidung von/ Perspekti venvielfalt durch Menschen 
mit internationaler Familiengeschichte 
- Abschaffung von Sprachhierarchien 
- Mehrsprachigkeit und Transkulturalität als Kompet enz 
 
4.  Handlungsfeld Wohnen (Moderation: Hans Oster, R under Tisch für 
Integration) 
Welche Fokusbereiche  gehören zum Handlungsfeld Wohnen ? 
- Zugänge  
- ÖPNV / Mobilität 
- Bezahlbarer Wohnraum 
- Wohnumfeld / Nachbarschaft 
- Arbeit der Behörden  
- Wohnraumbedarfsdeckung 
- Rechtlicher Schutz von Mietenden 
- Infrastruktur

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 14 
Die Teilnehmenden sind sich einig, die Fokusbereiche: „Zugänge“, „Bezahlbarer 
Wohnraum“, „Arbeit der Behörden“ und „Infrastruktur“ näher zu betrachten. Nur diese 
Fokusbereiche waren Gegenstand der nachfolgenden Fragen. 
 
Warum sind diese Fokusbereiche wichtig für das Handlungsfeld Wohnen? 
Auch wenn „ Zugänge “ in allen Workshops und Handlungsfeldern als 
Querschnittsthema mit betrachtet werden sollten, war es den Teilnehmenden wichtig, 
das Thema als eigenen Fokusbereich zu definieren. Im Resümee ging es dabei 
hauptsächlich um den Aspekt der Chancengleichheit für alle Kölner*innen. In der 
Praxis haben insbesondere Menschen mit geringem Einkommen oder mit nicht-
deutschem Namen erheblich schlechtere Chancen, den Zuschlag für eine 
Mietwohnung zu erhalten als Menschen mit nachweisbar besserem Einkommen 
und/oder anzunehmender deutscher Herkunft. 
Nicht genügend vorhandener bezahlbarer Miet-Wohnraum  birgt großen sozialen 
Sprengstoff. Im Umkehrschluss trügen ausreichend vorhandene und bezahlbare 
Mietwohnungen dazu bei, soziale Spaltungen zu verhindern und die Demokratie zu 
stützen. 
Die service- und bedarfsorientierte Arbeit der Behörden  wird als 
Grundvoraussetzung für alle Fokusbereiche im Handlungsfeld „Wohnen“ betrachtet.  
Die Aspekte „Vermeidung von Leerständen“ und „Erhalt von Wohnraum“ sind für die 
Teilnehmenden insbesondere von Bedeutung. 
In Fokusbereich Infrastruktur  werden insbesondere ÖPNV-Anbindung, Schulen, 
Kitas und ein gutes Wohnumfeld als Punkte genannt. Wohnen sei mehr als „ein Dach 
über den Kopf“. Wohnen und Leben sind Teilhabevoraussetzungen. 
 
Welche kommunalen Einflussmöglichkeiten  gibt es, um das Handlungsfeld Wohnen  
in Richtung Chancengerechtigkeit/ postmigrantische Gesellschaft weiterzuentwickeln? 
Bei dem Thema Zugang zu Behörden  gibt es Möglichkeiten der Kommune, z.B. die 
Sicherstellung analoger Zugangsmöglichkeiten für ältere Menschen. Ebenso wären 
unterstützende digitale Assistent*innen hilfreich für die Online-Kommunikation mit der 
Verwaltung. Ein anderer Aspekt wäre eine (verbesserte) Zusammenarbeit der Stadt 
Köln mit Akteur*innen der Wohnungswirtschaft. 
Für mehr bezahlbaren Wohnraum  müssten mehr Flächen für die Bebauung von 
Mietwohnraum von der Kommune ausgewiesen werden. Insbesondere der öffentlich

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 15 
geförderte Wohnungsbau sollte gesteigert werden. Die Mietpreisbremse kann ein 
wirksames Instrument darstellen, damit Mieten nicht oder nur angemessen weiter 
ansteigen. Zu prüfen wäre, ob die Stadt Köln eine eigene Wohnungsbaugesellschaft 
mit neuen innovativen Ansätzen gründen könnte. 
Für eine verbesserte Arbeit der Behörden  befanden die Teilnehmenden, dass 
eine neue (Fehler-)Kultur des Arbeitens aufgebaut und etabliert werden müsste, bei 
der es um kreative, innovative Lösungen (z.B. Wohnungstauschkonzepte) geht. 
Konkret müssten aufenthaltsrechtliche Vorgänge und Verfahren schneller bearbeitet 
und durchgeführt werden. 
In Infrastruktur -Planungsprozessen müsste eine ÖPNV-Anbindung frühzeitig und 
umfassend mitgedacht werden, das betrifft insbesondere Busanbindungen in weiter 
außerhalb gelegener Wohngebiete. 
 
Was muss im Hinblick auf eine postmigrantische Gesellschaft in den Fokusbereichen 
entwickelt werden, um Zugänge und Partizipation  allen Kölner*innen zu ermöglichen 
und um die Potenziale  aller Kölner*innen bestmöglich zu nutzen? 
Für alle Fokusbereiche gilt, dass Menschen mit internationaler Familiengeschichte 
motiviert werden sollten, sich in Gremien einzubringen und mitzuwirken und es ein 
Ziel sein muss entsprechende Zugangshürden abzubauen.  
Die Schaffung von neuen Dialogformaten  und -räumen, um Ungerechtigkeiten 
gemeinsam zu begegnen, ist ein einvernehmlicher Wunsch der Teilnehmenden. Es 
müsse ein neues WIR-Gefühl in der Gesellschaft entstehen, z.B. in 
Bürgerkonferenzen. 
 
 
Podiumsgespräch zu den Ergebnissen der Workshops   
Die Moderationen der Workshops berichteten von der Arbeit und den Ergebnissen in 
den jeweiligen Workshops. 
 
Link zum Podiumsgespräch : 
https://youtu.be/fk4_mSzJEg0

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 16 
Ausblick von Bettina Baum, Leitung des Amtes für Integration und 
Vielfalt  
 
Leitung Amt für Integration und Vielfalt, Bettina Baum; 
C. Ehrchen©Stadt Köln 
 
Bettina Baum bedankt sich bei allen Teilnehmenden und Mitgestaltenden der 
Konferenz. 
Sie informiert abschließend über die nächsten Schritte bei der Weiterentwicklung des 
Integrationskonzeptes mit dem neuen Titel: „ Partizipation in der postmigrantischen 
Stadtgesellschaft “. Sie betont, wie wichtig die Ergebnisse der KIK-Workshops im 
letzten und in diesem Jahr für die Weiterentwicklung des Konzeptes seien. In die 
Vorstudie konnten bereits die Ergebnisse aus 2024 einfließen; die Ergebnisse der 
diesjährigen Workshops werden insbesondere bei der Entwicklung der 
Handlungsfelder des Konzeptes mitberücksichtigt. Mit dem Handlungsfeld Bildung  
wird bei der Entwicklung von ersten Handlungsschritten begonnen. Acht bis zehn 
Handlungsfelder werden für das Konzept insgesamt als angemessen angesehen. 
Derzeit läuft ein Ausschreibungsverfahren . Gesucht wird ein erfahrenes Institut, 
welches den weiteren Prozess der Konzeptentwicklung mit begleitet. Danach kann mit 
der Arbeit in den neu zu gründenden Gremien begonnen werden. Beispielsweise soll 
es eine zentrale Koordinierungseinheit geben, sowie eine Aufbaugruppe und eine 
Handlungsfeldgruppe.  
Das Amt für Integration und Vielfalt wird regelmäßig über den aktuellen Sachstand der 
Weiterentwicklung des Integrationskonzeptes informieren.

Dokumentation der Konferenz Interkulturelles Köln am 12.11.2025 
 
 17 
 
Die Konferenz wurde musikalisch begleitet von Sidiki Coulibaly. 
 
Sidiki Coulibaly; C. Ehrchen©Stadt Köln

Beratungsverlauf (4)

21.04.2026 Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
TOP 5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
23.04.2026 Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren
TOP 5.3.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.04.2026 Runder Tisch für Flüchtlingsfragen
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung
27.04.2026 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0338/2026
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
23.03.2026
Erstellt
02.02.2026 14:14