V/0177/2009
Errichtungsbeschluss - Davertschule Amelsbüren - Modellprojekt zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen sowie der bedarfsgerechten Angebotsentwicklung und Gestaltung des Übergangs
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Beschlussvorlage
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V/0177/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Errichtungsbeschluss - Davertschule Amelsbüren - Modellprojekt zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen sowie der bedarfsgerechten Angebotsentwicklung und Gestaltung des Übergangs. Beratungsfolge 03.06.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Einbringung 10.06.2009 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 17.06.2009 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 18.06.2009 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 24.06.2009 Rat Entscheidung 24.06.2009 Hauptausschuss Vorberatung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Stadt Münster errichtet an der Davertschule Amelsbüren (Lageplan – Anlage 1 und Kos- tenschätzung – Anlage 2) eine gemeinsame Einrichtung für die Offene Ganztagsschule (OGS) der Grundschule Davertschule und Kindertagesbetreuung (schwerpunktmäßig für Kinder im Vorschulalter) in einer Kindertageseinrichtung als Modellprojekt zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrichtung und Ganztagsschulen sowie der bedarfsge- rechten Gestaltung des Übergangs. Die Einrichtung geht voraussichtlich im Sommer 2010 in Betrieb. 2. Das Raumprogramm umfasst insgesamt rd. 650 qm (inkl. Verkehrsflächen) mit drei integrier- ten Bereichen: o Räume für die OGS (u.a. 2 Betreuungsräume und einen Speiseraum) mit einer Größe von 215 qm Programmfläche zuzüglich rd. 85 qm Verkehrsflächen o Räume für die Kindertagesbetreuung, insbesondere für die Kinder im Vorschulalter (u.a. 2 Gruppenräume, 3 Neben- und Differenzie rungsräume, 1 Mehrzweckraum) mit ei- ner Größe von 223 qm Programmfläche zuzüglich 44 qm Verkehrsfläche. Darin enthalten ist eine Raumreserve (Gruppen- und Nebenraum mit insg. 70 qm) für steigende Kita- Bedarfe in den kommenden Jahren; diese kann zunächst übergangsweise der Grund- schule als Unterrichtsraum zur Verfügung gestellt. Vorlagen-Nr.: V/0177/2009 Auskunft erteilt: Herr Philipp Ruf: 492 51 11 E-Mail: PhilippF@stadt-muenster.de Datum: 12.05.2009 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0177/2009 o Gemeinsame Räume (u.a. Leitungs- und Personalräume, Küche, Beratungsraum) mit ei- ner Größe von rd. 80 qm Programmfläche zuzüglich rd. 20 qm Verkehrfläche/Foyer Für die Gesamtfunktionen ist das in der Anlage 3 aufgeführte Raumprogramm zugrunde zu legen. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, die weitere Planung auf der Grundlage des Errichtungsbe- schlusses zu entwickeln und den Baubeschluss herbeizuführen. 4. Der Teil der Erweiterung, der die Kindertageseinrichtung umfasst, wird als Dependance der städtischen Kindertageseinrichtung Amelsbüren (Sonnentau) betrieben. 5. Unter der Bedingung, dass zum Kindergar tenjahr 2010/2011 die notwendigen Anmeldungen zustande kommen, werden im Stellenplan 2010 zum 01.08.2010 2,77 Stellen EGr. 6 (VergGr. VIb/Vc BAT) in der Produktgruppe 0601 für Erzieher/innen (108 Fachkraftstunden) eingerichtet. 6. Die OGS und die Kindertageseinrichtung gestalten ihre Zusammenarbeit und konzeptionelle Entwicklung durch entsprechende Kooperationsvereinbarungen. 7. Zur Deckung des Raumbedarfs für die Dreiz ügigkeit wird schnellstmöglich eine Fertigbauklas- se auf dem Schulgrundstück aufgestellt. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Baumaßnahmen auf dem Grundstück der Davert- schule einmalige Investitionskosten in Höhe von voraussichtlich 1,5 Mio. € entstehen. Davon entfallen 1.370.000 € auf die neuen Räume zum Betrieb der OGS und der Kita und 137.500 € auf die Schaffung einer Fertigbauklasse. Zusätzliche jährliche Betriebskosten entstehen wie folgt: Kindertageseinrichtung Für die Betreuung der Vorschulkinder in den Erweiterungsräumen an der Davertschule ent- stehen keine zusätzlichen Betriebskosten, da die erforderlichen Ressourcen (Personal- und Sachkosten) bereits in der städtischen Kita „Sonnentau“ vorhanden sind. Mit der Verlagerung der Gruppe vom „Sonnentau“ zur Davertschule wird in der Kita Sonnentau eine Gruppe für unter dreijährige Kinder (entsprechend dem Gruppentyp IIc = 10 Kinder im Al- ter von unter drei Jahren) eingerichtet. Für diese Gruppe fallen für die Stadt Münster jährliche Betriebskosten in Höhe von 150.000€ (maximal 200.000 € an) - 3 - V/0177/2009 III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die erforderlichen Mittel für die Durchführung der Sachentscheidung stehen wie folgt bei den Teil- finanz- und Teilergebnisplänen nachstehender Produktgruppen zur Verfügung bzw. sind noch wie folgt bereitzustellen: Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0601 Kindertagesbetreuung Teilergebnisplan (Zeile) 11 Personalaufwendungen 2010 2011 ff. 50.750 121.800 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2010 2011 ff. 49.250 78.200 Insgesamt 2010 2011 ff. 100.000 200.000 Erträge Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0601 Kindertagesbetreuung Teilergebnisplan (Zeile) 02 Zuwendungen und allgemeine Umlagen 2010 2011 33.300 66.700 Insgesamt: 100.000 Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen Teilfinanzplan (Zei- le) 08 Auszahlungen für Baumaßnah- men 2009 2010 400.000 723.000 insgesamt 1.123.000 Teilfinanzplan (Zei- le) 09 Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermö- gen Investitionsmaßn. 4140 Erw. Davertschule Amelsbüren 2010 77.000 Insgesamt: 1.200.000 Die Finanzierung der vorstehenden Auszahlungen in Höhe von insgesamt 1.200.000 € erfolgt aus Fördermitteln des zweiten Konjunkturprogrammes des Bundes (siehe hierzu Beschuss des Rates vom 25.03.200+ zur Ratsvorlage V/0137/2). - 4 - V/0177/2009 Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0601 Kindertagesbetreuung Teilfinanzplan (Zei- le) 11 Auszahlungen für aktivierbare Zuwendungen Investitionsmaßn. 0210 Zusch. z. Ausbau KiTa-Betr. (u3) 2010 170.000 Insgesamt: 170.000 Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen Teilfinanzplan (Zei- le) 08 Auszahlungen für Baumaßnah- men 2009 130.000 Teilfinanzplan (Zei- le) 09 Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermö- gen Investitionsmaßn. 4300 Erweiterung Davertschule Amelsbüren - Fertigbauklasse 2009 7.500 über- bzw. au- ßerpl. Mittelbe- reitstellung gem. § 83 (1) GO NW Insgesamt: 137.500 Die Zustimmung zur Leistung vorstehender außerplanmäßigen Mittelbereitstellung gem. § 83 (1) GO NRW wird erteilt. Die vorläufige Deckung der außerplanmäßigen Mittelbereitstellung erfolgt durch Sperrung bei nachfolgender Maßnahme: Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen Teilfinanzplan (Zei- le) 09 Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermö- gen Investitionsmaßn. 0030 Besch. Lehrm. im Rahmen in- vestiver Maßnahmen 2009 137.500 außerpl. Mittel- bereitstellung gem. § 83 (1) GO NW Insgesamt: 137.500 Die endgültige Deckung erfolgt über den I. Nachtragshaushaltsplan 2009. - 5 - V/0177/2009 Begründung: 1. Vorbemerkungen und Anliegen dieser Vorlage Mit dieser Vorlage und den hier aufgeführten Beschlüssen sind folgende Anliegen und konzeptio- nelle sowie bauliche Regelungserfordernisse verbunden: Ganztagsbetreuungsangebote an der Davertschule Amelsbüren: Auf der Grundlage der Vorlage 0257/2009 hat der Rat die Umwandlung der Davertschule in eine offene Ganztagsschule beschlossen. Diesem Vorhaben Rechnung tragend werden die entsprechenden räumlichen und konzeptionellen Grundlagen geschaffen. Bedarfsgerechter Ausbau der erforderlichen Infrastruktur zur Bildung und Betreuung von Kindern im Alter bis zu 10 Jahren (Kindertageseinrichtung und Grundschule): Durch die bedarfsgerechte Schaffung von Räumlichkeiten an der Davertschule, die sowohl für die Betreuung von Vorschulkindern (Kindertageseinrichtung) und Schulkindern genutzt wer- den, ergeben sich bauliche und konzeptionelle Synergien, die den Kinder und deren Familien sowie den beteiligten Institutionen zu Gute kommen. - Bedarfsgerechte Anpassung der für die unterrichtliche Versorgung erforderlichen Inf- rastruktur Der Raumbedarf für die unterrichtliche Versorgung der Davertschule Amelsbüren kann auch mittel- und langfristig durch eine flexible Nutzung von Schulgebäude, multifunktionaler Kom- bieinrichtung und ergänzender Fertigbauklasse zur Abfederung von Spitzenzeiten bedarfsge- recht aufgefangen werden. Modellprojekt zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrich- tungen und Offenen Ganztagsgrundschulen: Das Modellprojekt dient als Grundlage der bedarfsgerechten Angebotsentwicklung und zur Gestaltung des Übergangs von Kindertageseinrichtung und Grundschule. In der Umsetzung werden konzeptionelle Eckpunkte zur Sicherung angemessener und be- darfsgerechter räumlicher Entwicklungen sowie zur kind- und praxisgerechten Gestaltung des Übergangs von Kindertageseinrichtung und Grundschule entwickelt. Umsetzung des Konjunkturpaketes II im Rahmen der erforderlichen Einzelvorlagen: Diese Vorlage bildet zugleich den Errichtungsbeschluss für die Baumaßnahmen auf dem Grundstück der Davertschule auf der Grundlage des entsprechenden Raumprogramms (Anla- ge) für den Ausbau der Kindertagesbetreuung in Amelsbüren und für die offene Ganztags- schule und die erforderlichen Unterrichtsräume. Die hier beschriebenen konzeptionellen und baulichen Eckpunkte bilden die Grundlage für die weiteren erforderlichen Beschlüsse („Zustimmung zur Planung“ und „Baubeschluss“) 2. Konzeptionelle Ausgangslage Betreuung, Bildung und Prävention sind die aktuellen und grundlegenden Leitmotive für die Förde- rung und Unterstützung von Kindern. Vielfältige und zielgerichtete Angebote und Maßnahmen der dazu zuständigen Institutionen tragen dazu bei, Kinder in ihren Entwicklungen und in der Persönlichkeitsbildung zu begleiten. - 6 - V/0177/2009 Der Betreuung und Bildung von Kindern in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Beide Institutionen haben einen pädagogischen Auftrag für die ganzheitliche Betreuung und Bil- dung. Sie tragen damit gleichermaßen dazu bei, Familien und ihre Kinder in ihrer Erziehung sowie in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Als eine der zentralen Schnittstellen in der Biografie von Kindern kann der Übergang von der Kin- dertageseinrichtung in die Grundschule betrachtet werden. Damit ist oft der Übergang von sehr unterschiedlichen Bildungs- und Betreuungsbereichen verbunden. Für die betroffenen Kinder und Familien wird dieser Übergang als außerordentlich einschneidend erlebt, da die damit verbunden Regelungen nicht immer abgestimmt und ganzheitlich aufeinander bezogen sind. Lösungen der quantitativen Bedarfsdeckung und qualitativen Konzeptentwicklung im Übergang zwischen Kindergarten-Grundschule sind erforderlich. Die jeweiligen Bildungseinrichtungen müs- sen einem kooperativen und integrativen Bildungsauftrag folgen. Ohne strukturelle Lösungen gibt es für die professionellen Akteure nur wenig Veranlassung, sich mit den Bildungszielen und päda- gogischen Praktiken in Kindergarten und Grundschule so ernsthaft auseinander zu setzen, dass Anschlussfähigkeit zwischen beiden Einrichtungen für alle Kinder hergestellt wird. Im Stadtteil Amelsbüren besteht Bedarf für den Ausbau der Betreuungsangebote in den vorhande- nen Kindertageseinrichtungen und in der Davertschule (im Zusammenhang mit der Offenen Ganz- tagsschule) und bietet damit die einmalige Möglichkeit, den Übergang konzeptionell intensiver zu gestalten. 3. Bedarfsgrundlagen Im Bereich der Kindertagesbetreuung ist durch verschiedene Erweiterungsmaßnahmen der Rechtsanspruch der Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Eintritt in die Schule bedarfsgerecht abgedeckt worden. Die Versorgungsquote liegt aktuell bei 95,0 % Die in den vergangenen Jahren getroffenen Maßnahmen haben perspektivisch und vorsorglich die Möglichkeit der u3-Betreuung eingeplant und eine sofortige Umsetzung ermöglicht, sobald die Be- darfsdeckung im Rechtsanspruchbereich dieses zulässt. Die Versorgungsquote im Bereich der u3-Betreuung liegt aktuell bei 17,6 %. Dieser Wert entspricht noch nicht den gesamtstädtischen Ausbauplanungen und ist im Hinblick auf die Vorgaben des Kinderfördergesetzes im Zusammenhang mit den städtischen Planungen noch weiterzuentwickeln. In der Kindertagesbetreuung sind durch den Ausbau v on Plätzen für Kinder im Alter von drei Jah- ren bis zum Schuleintritt Nutzungsmöglichkeiten in der städtischen Kindertageseinrichtung „Son- nentau“ für u3-Kinder zu realisieren. Für die Grundschule bestehen Raumbedarfe für die OGS und für den Unterrichtsbereich. Der Rat hat in seiner Sitzung am 13.05.2009 die Umwandlung der Davertschule Amelsbüren in eine offene Ganztagsschule beschlossen. Nach den vom Rat festgelegten städt. Standards sind dafür eine Küche und ein Speiseraum sowie je Gruppe ein Betreuungsraum vorzusehen. Auch wenn voraussichtlich zunächst nur eine Betreuungsgruppe gebildet werden kann, ist die Errichtung von 2 Betreuungsräumen vorgesehen, um auf künftige Entwicklungen vorbereitet zu sein. Ein weiterer Raumbedarf besteht für den Unterrichtsbereich. Im Schulgebäude der Davertschule Amelsbüren sind insgesamt 13 Unterrichtsräume vorhanden. - 7 - V/0177/2009 Die Schule hat aktuell 10 Klassen gebildet, wird zum kommenden Schuljahr 11 Klassen und vor- aussichtlich zum Schuljahr 2010/2011 12 Klassen bilden. Bei einer vollen Dreizügigkeit hat die Schule einen Raumbedarf von 12 Klassen und drei Mehrzweckräumen, somit insgesamt 15 Unter- richtsräumen. Es besteht somit für die volle Dreizügigkeit ein zusätzlicher Bedarf gegenüber dem Ist-Bestand von zwei Unterrichtsräumen. „Auf Basis der letzten kleinräumigen Bevölkerungsprognose 2005 bis 2015 war für die Schuljahre 2010/11 und 2011/12, also für zwei Jahre, von drei Eingangsklassen, für die Folgejahre mit konti- nuierlich weniger Eingangsklassen zu rechnen. Die dieser Prognose zugrundeliegenden Werte sind auf der Grundlage statistischer Mittelwerte und langjähriger Durchschnittswerte ermittelt wor- den. Diese angenommenen Zuwächse durch Geburten sind durch eine überdurchschnittliche Zahl von Geburten in den Jahren 2006 und 2007 überschritten worden. In diesen Jahren waren die in der Prognose errechneten Geburtenzahlen für Amelsbüren um ca. 20 bis 25 Geburten niedriger als die in der Realität eingetroffenen Zahlen. Fraglich ist, ob diese Spitzenwerte in den nächsten Jahren einfach durchlaufen und nur kurzfristig zu Spitzenbelastungen führen oder ob es weitere hohe Besetzungen in den Altersgruppen geben wird. Jedenfalls ist auf der Grundlage der o. a. genannten Prognose und der beschriebenen real eingetretenen Veränderungen über den zu- nächst für zwei Jahre angenommenen Spitzenzeitraum nunmehr für den Prognosezeitraum, also bis 2015/16, mit einer Dreizügigkeit zu rechnen. Inwieweit sich dies darüber hinaus fortsetzt, wird der nächsten kleinräumigen Bevölkerungsprognose zu entnehmen sein, die voraussichtlich 2010 für die Zeit bis 2020 vorliegt. Um so mehr ist es aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, in der beschriebenen mehrteiligen Lösung aus Schulgebäude, multifunktionaler Kombieinrichtung und ergänzenden Pavillons eine flexible Lösung zu schaffen, die auch in den kommenden Jahren modulartig sich verändernden Bedarfen und auch Nutzungen anpassen kann. 4. Maßnahmeplanung Für die o.g. Umsetzung der bedarfplanerischen Erfordernisse sind 1,37 Mio. € (Anm. KP II insges. 1,2 Mio. € und 170.000 € städt. Mittel) eingesetzt worden. Für die Errichtung einer Fertigbauklasse müssen weitere 137.500 € bereitgestellt werden. Dieses Mittel sollen eingesetzt werden für ein Modellprojekt und eine integrative Kooperation, die sowohl den jeweiligen Ausbaubedarfen als auch den synergetischen konzeptionellen und wirt- schaftlichen Bedarfen Rechnung trägt. Das dazu zwischen den Ämtern 40 und 51 abgestimmte Raumprogramm (Anlage 3) deckt die An- forderungen. Das Raumprogramm ermöglicht für die unterschiedlichen und übergreifen Bedarfe eine höchst- mögliche räumliche Flexibilität bei der differenzie rten Nutzung im Übergang von Kindertagseinrich- tung und Grundschule. Neben den räumlichen und baulichen Synergien gibt es vor allem auch Synergien im Rahmen der pädagogischen und wirtschaftlichen Kooperationsgrundlagen, die modellhaft für den Übergang von Kindertagesbetreuung und Grundschule zugrundegelegt werden können. Wie unter Ziffer 3 dargestellt besteht für den Unterrichtsbereich der Davertschule bei voller Dreizü- gigkeit ein Bedarf an 2 Unterrichtsräumen. Dieser Bedarf wird durch die Errichtung einer Fertig- bauklasse und die Bereitstellung eines Unterrichtsraumes in dem Erweiterungsgebäude gedeckt. Die Grundschule kann dort übergangsweise einen Raum als Unterrichtsraum nutzen, der für stei- gende Kita-Bedarfe in den kommenden Jahren hergerichtet wird und dazu vorübergehend als Raumreserve dient. Die Fertigbauklasse soll schnellstmöglich aufgestellt werden, da der Davertschule bereits im kom- menden Schuljahr Räume zur Deckung der Unterricht- und Betreuungsbedarfe fehlen und die Er- weiterung in massiver Bauweise erst 2010 fertiggestellt werden kann. - 8 - V/0177/2009 5. Konzeptionelle Umsetzung Die konzeptionellen Überlegungen zielen darauf ab, dass in der Erweiterungsmaßnahme an der Davertschule Kinder betreut werden, die im Übergang zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule stehen. Das heißt für den Kindertageseinrichtungsbereich, das dort Kinder betreut werden, die kurz vor dem Eintritt in die Grundschule stehen und die OGS-Betreuung hinsichtlich der schulischen Ent- wicklung diese Kinder perspektivisch einbezieht. Die Anbindung der Kindertagesbetreuung an die Kita „Sonnentau“ und die Schaffung von Plätzen für Kinder im Übergang von Kita zur Schule eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit in der Kita Son- nentau bedarfgerechte Plätze für u3-Kinder zu schaffen. Die Kita „Sonnentau“ ist im Verbund mit der Kita „St. Sebastian“ als Familienzentrum anerkannt. Die damit verbundenen konzeptionellen und strukturellen Möglichkeiten können in die konzeptio- nelle Ausrichtung der Erweiterungsmaßnahme eingebracht werden. In konzeptioneller Hinsicht für den Übergang von Kindertageseinrichtung zur Grundschule biete die Erweiterung folgende Möglichkeiten und Chancen: Neue Perspektiven für eine Neustrukturierung des Schulanfangs und die Stärkung von Bil- dungsprozessen, Lernkompetenz und Entwicklungspotenzialen von Kindergarten- und Grund- schulkindern. Systemische Vernetzung auf der institutionellen, professionsbezogenen, methodisch- lernkulturellen und familialen Ebene. Um eine für alle Beteiligten zufrieden stellende Umsetzung Einschulung zu erreichen, ist es von grundlegender Bedeutung, dass der Wechsel von der Bildungseinrichtung Kindergarten in die Bildungseinrichtung Grundschule ein niederschwelliger Übergang wird. Aus diesem Grun- de sollten: - Kinder mit Personen, Aktionsstrukturen und Räumen in der Grundschule, in die sie ein- geschult werden, bereits im Vorfeld vertraut gemacht werden, - sich die Lernkulturen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen aneinander annä- hern, - aufeinander bezogene Verfahren der diagnostischen Erfassung von Entwicklungen und Fähigkeitsprofilen entwickelt, erprobt, evaluiert und implementiert werden. Dabei soll ein Akzent auch auf der Erweiterung der Kooperation unterschiedlicher Institutionen, insbesondere von Kindergarten, Grundschule und Eltern liegen. Einbezogen wird die bereits bestehende Kooperation zur Kinder- und Jugendeinrichtung in Bezug auf das Familienzentrum und in Bezug auf kinderpädagogische Angebote, die Unterstützung bei den Hausaufgaben und die Ferienbetreuungsangebote. Mit dem Modellprojekt sind insbesondere folgende Chancen für die konzeptionelle Weiterentwick- lung verbunden: • In Kindertageseinrichtung und Grundschule werden regelmäßig Räume, personelle und säch- liche Ressourcen entsprechend den getroffenen Vereinbarungen wechselseitig zur Verfügung gestellt, um ein differenziertes und zugleich verzahntes Erfahrungsspektrum für entwicklungs- fördernde Aktivitäten der Kinder bereit zu stellen. - 9 - V/0177/2009 • Durch gemeinsame Planung sowie durch gemeinsame oder aufeinander bezogene Gestaltung pädagogischer Situationen und Handlungsstrategien können die unterschiedlichen pädagogi- schen Ansätze zwischen Erzieherinnen und Grundschullehrkräften enger aufeinander abge- stimmt und wechselseitig entwickelt werden. • In Kindertageseinrichtung und Grundschule können die Instrumente pädagogischer Diagnostik aufeinander abgestimmt werden und als Grundlage für die individuelle und gemeinsame För- derung der Kinder in der Schuleingangsphase dienen.(einschl. der Fragen zur individuell ge- eigneten Einschulungszeit) • Die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern, Erziehern/-innen und Grundschullehrkräften wird durch Intensivierung informativer, beratender und partizipativer Elemente gestärkt. • Jedes Kind wird optimal in seiner Bildungsbiographie unterstützt • Das Kind wird in dem sensiblen Übergang Kita- Grundschule entlastet 6. Weitere Umsetzung Grundlage dafür ist die Entwicklung gemeinsamer Elemente einer Bildungskonzeption von Kita und Grundschule, die Leitideen und Prinzipien, Ziele und Inhalte einer gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsphilosophie herausarbeitet. Dabei werden die strukturellen Unterschiede sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten und B egrenzungen von Schule und Kindertagesbetreuung be- rücksichtigt. I.V. gez. Dr. Andrea Hanke Stadträtin Anlagen: 1. Lageplan 2. Kostenschätzung 3. Raumprogramm
DAVERTSCHULE_Vorlage-0177-2009_Anlage-Kostenschaetzung
1125 Zeichen
Machbarkeitsstudie - Erweiterung der Davertschule, Münster-Amelsbüren Kostenschätzung nach DIN 276 V15c OGS + Kita Wiese Nord Kostengruppe € incl. 19% MwSt 200 Herrichten und Erschliessen 25.500,00 € 300 Bauwerk - Baukonstruktion incl. KG 400 1.001.000,00 € 400 Bauwerk - Technische Anlagen in KG 300 0,00 € 500 Außenanlagen 66.000,00 € 600 Ausstattung und Kunstwerke 77.000,00 € 700 Baunebenkosten 200.500,00 € Gesamtinvestitionskosten 1.370.000,00 € FBG Fläche Baugrundstück 850,00 m² BGF Bruttogrundrissfläche 770,00 m² NFL Nutzfläche 649,00 m² AUF Außenfläche 400,00 m² AUF Außenfläche Spielplatz Kita 400,00 m² Münster, 12. Mai 2009 gez. Rembert Becker (Becker+Laux Architekten) Dio o.g. 1.Kostenschätzung wurde auf Grundlage der Machbarkeitsstudie der Variante V 15c vom 12.05.09 erstellt. Die Realisierbarkeit dieser Kostenkennwerte bzw. die Möglichkeit weiterer Einsparungen ist in detaillierterer Planung zu prüfen. 092D Kostenschätzung_V15c_DIN 267_1.Ebene_2009-05-12 REMBERT BECKER + JOHANNA LAUX @ DIPL. ING. ARCHITEKTEN @ HÜFFERSTRASSE 22 @ 48 149 MÜNSTER @ Fon: 02 51 / 8 57 07 -14 @ Fax: -16
Davertschule_Vorlage-0177-2009_Anlage_Raumprogramm
1477 Zeichen
Raumprogramm für
Offene Ganztagsschule der Davertschule Amelsbüren und
Kindertageseinrichtung (Dependance der städt. Kita „Sonnentau“)
Bezeichnung Anzahl qm qm-
ges.
Mindest-
raum-
höhe i. L.
Bemerkungen
OGS-Räume
A1 Betreuungsraum 2 65 130 3,00 m
A2 Speiseraum 1 65 65 3,00 m
A3 Wasch/WC/ 2 10 20 2,50 m
Garderobe 2 Im Flurbereich
215
Kita-Räume
B1 Gruppenraum *) 2 46 92 2,70 m
B2 Nebenraum *) 3 20 60 2,70 m
B3 Wasch/WC/ 1 10 10 2,50 m
B4 Abstellraum 1 6 6 2,50 m
B5 Mehrzweckraum 1 55 55 3,50 m
Garderobe Im Flurbereich
223
Gemeinsame Räume
C1 Leitungs- u. Personalraum Kita/OGS 1 15 15 2,50 m
C2 Personal-WC (D/H) 2 5 10 2,50 m
C3 Abstellraum MZR 1 6 6 2,50 m
C4 Küche 1 20 20 2,50 m
C5 AR Küche 1 5 5 2,50 m
C7 Beratungsraum 1 20 20 2,50 m
76
Summe der Programmfläche 514
Sonstige Räumlichkeiten
Hausanschlussraum 1 4 4 2,50 m
Serverraum 1
Putzraum 1 6 6 2,50 m
Verkehrsflächen, Kinderwagenab-
stellraum
2,50 m Entwurfsabhängig
Summe aller Verkehrsflächen 136
*) Ein Gruppen- und Nebenraum wird übergangsweise für schulische Zwecke genutzt und ist zunächst als ein
großer Raum zu konzipieren
Außenfläche - Kita:
zusammenhängende südostliche Ausrichtung
300 qm je Gruppe = rd. 400qm
zuzüglich der Zuwegung, Stellplätze, Flächen für Bring- und Abholverkehr, Abstandsgrün etc.
(diese Positionen sind entwurfs- und lageabhängig)
DAVERTSCHULE_Vorlage-0177-2009_Anlage-Lageplan
652 Zeichen
7
15
13
11
16
6
4
12
11
15
11
10
S pielplatz
S chulhof
5PKW
8a
15
Parkplätze
W ies e W es t
W ies e Nord
T urnhalle
WC-Anlage
Zum Häpper
Pater-Kolbe-Straße
Alte
Furt
H
4PKW
G ymnas tik
Daverts chule
Fahrradständer
18
16
9 nicht erforderliche
Parkplätze im B estand
400 m/two.superior
Freifläche
Mehrzweckraum
B G F 770m/two.superior
BAUHERR:
ARCHITEKT:
STADT MÜNSTER
KITA
OGS
1-geschossig
1-geschossig
1-geschossig
2-geschossig
Freifläche
KITA EG
OGS OG
MEHRZWECK
TEMPORÄR
BÄUME
BESTAND
BÄUME
NEU
2-geschossig
V15c OGS + KITA
WIESE NORD
12.05.2009
M 1:750MACHBARKEITSSTUDIE
ERWEITERUNG
DAVERTSCHULE
IN MÜNSTER AMELSBÜREN
N
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: eingebracht
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Pater-Kolbe-Straße
- Hüfferstraße 22
- Zum Häpper
- Alte Furt
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0177/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 12.05.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37