Mandari Insight

V/0705/2008

Trägerschaftsentscheidung für die Kombi-Einrichtung in Sprakel

Vorlagen 21.08.2008

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 05.11.2008, TOP 20

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 - AWO - Gesamtbewerbung

· application/pdf

Ansehen

Anlage 4 - Verein - Jugendarbeit - Mecklenbeck

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3 - Ev. Kirchenkreis - Gesamtbewerbung

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 - OUTLAW - Gesamtbewerbung

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

15024 Zeichen

V/0705/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Entscheidung über die Trägerschaft für die Kombi-Einrichtung in Sprakel - Kindertageseinrichtung 
und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
28.10.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
29.10.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
05.11.2008 Hauptausschuss Vorberatung 
05.11.2008 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Stadt Münster überträgt dem Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW gGmbH die Be-
triebsträgerschaft für die Kombinationseinrichtung - Kindertageseinrichtung und Einrichtung 
der Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach - im Stadtteil Münster-Sprakel (Konzept s. An-
lage 1). 
 
2. Die Trägerschaft beginnt mit der Betriebsaufnahme der Einrichtung – voraussichtlich zum 01. 
August 2009. 
 
3. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten zum Betrieb der Einrichtung, zur Nut-
zung des Gebäudes und der Außenanlagen sowie zu den finanziellen Regelungen zum Be-
trieb der Einrichtung wird zwischen der Stadt und dem Träger eine vertragliche Vereinbarung 
geschlossen. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen V/0577/2007 (Errichtungsbe-
schluss) und V/0212/2008 dargelegt und beschlossen worden. 
 
Demnach belaufen sich die Kosten für den Betrieb der Einrichtung in folgender Höhe
 
(ohne Berücksichtigung der Miete): 
 
Kindertagesbetreuung: jährlich ab 2010 = 262.000 € (Anteilig für 2009 vom 01.08.-31.12 = rd. 
110.000 €) 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0705/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Philipp 
Ruf: 
492 51 11 
E-Mail: 
PhilippF@stadt-muenster.de  
Datum: 
21.08.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0705/2008 
Kinder- u. Jugendarbeit: jährlich ab 2010 = 75.000 € (Anteilig für 2009 vom 01.08-31.12 =  
31.250 €) 
 
 
Demgegenüber stehen Trägeranteile des Trägers in folgender Höhe
 
(ohne Berücksichtigung der Miete): 
 
Kindertagesbetreuung – geleisteter gesetzlicher Trägeranteil in Höhe von 9 % -  
jährlich ab 2010 = rd. 23.600 € (Anteilig für 2009 vom 01.08.-31.12 = rd. 10.000 €) 
 
Kinder- u. Jugendarbeit: - geleisteter Trägeranteil in Höhe von 10 % 
jährlich ab 2010 = 7.500 € (Anteilig für 2009 vom 01.08-31.12 =  3.125 €) 
 
 
Daraus ergeben sich folgenden Aufwendungen (= Kosten für den Betrieb ./. Trägeranteile):
 
 
Kindertagesbetreuung: jährlich ab 2010 = 239.000 € (Anteilig für 2008 vom 01.08.-31.12 = rd. 
100.000 €) 
 
Kinder- u. Jugendarbeit: jährlich ab 2010 = 67.500 € (Anteilig für 2008 vom 01.08-31.12 =  
28.125 €) 
 
 
 
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
 
Aufwendungen 
 Nr. Bezeichnung Haus h.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
- Ansätze - 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in Ta-
gesbetreuung 
   
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
15 Transferaufwendungen 2009 
 
2010ff 
100.000 
 
239.000 
Ansatz 2009: 
50.794.790 € 
Ansatz 2010: 
54.877.420 € 
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit    
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
15 Transferaufwendungen 2009 
 
2010ff 
  28.125 
 
  67.500 
Ansatz 2009: 
2.254.980 € 
Ansatz 2010: 
2.254.980 € 
Insgesamt:                                                                                           2009 
                                                                                                             2010ff 
128.125 
306.500 
 
 
 
 
Erträge 
 Nr. Bezeichnung Haus h.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in Ta-
gesbetreuung 
   
Teilergebnisplan (Zei-
le) 
02 Zuwendungen und allgemeine 
Umlagen 
2009 
 
39.600 
 
Ansatz 2009: 
19.071.960 €

- 3 - 
V/0705/2008 
20010ff 94.320 Ansatz 2010: 
20.429.130€ 
 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Im Stadtteil Münster-Sprakel wird eine Einrichtung errichtet, die dem Bedarf an Kindertagesbetreu-
ung und Kinder- und Jugendarbeit entspricht und für Kinder, Jugendliche und Familien Angebote 
schafft, die dem wachsenden Stadtteil und den damit verbundenen Bedarfen Rechnung trägt. 
 
Die Einrichtung wird als sogenannte Kombinations-Einrichtung gebaut, die eine Kindertagesein-
richtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit „unter einem Dach“ umfasst. 
 
Die Kindertageseinrichtung besteht aus zwei Gruppen – zunächst für Kinder im Alter von 2 bis 6 
Jahren -, die entsprechend den bestehenden Bedarfen weiter entwickelt werden sollen; die Ein-
richtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit umfasst einen ca. 180 qm großen Bereich, der viel-
fältige Möglichkeiten für eine stadtteilbezogene und bedarfsgerechte Kinder- und Jugendarbeit 
bietet. 
 
Grundlage für die Errichtung und für den Bau der Einrichtung sind die Beschlüsse zu den Vorlagen 
V/0577/2007 (Errichtungsbeschluss) und V/0212/2008 (Baubeschluss). 
 
Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips gem. § 4 SG B VIII hat der Rat beschlossen, die Trägerschaft 
für diese neue Kindertageseinrichtung vorrangig einem geeigneten Träger der freien Jugendhilfe 
zu übertragen, wenn dieser dabei den erforderlichen Trägeranteil leistet. 
 
 
 
2. Interessenbekundungen freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft  
 
Die im Bezirk tätigen Träger sowie die in den Arbeitsgemeinschaften gem. § 78 SGB VIII (AG 2 – 
Kinder- und Jugendarbeit sowie AG 5 – Kindertagesbetreuung) und weitere zentrale Verwaltungs-
einrichtungen der in Münster tätigen Träger wurden über die Planungen der Stadt Münster zum 
Neubau dieser Kombinationseinrichtung informiert und gebeten, ihr Interesse an einer Übernahme 
der Trägerschaft mitzuteilen. Die Trägersuche wurde auch durch Pressemitteilungen bekannt ge-
macht. 
 
Die folgenden drei Träger haben sich für die Übernahme der Trägerschaft für die Kindertagesein-
richtung und für die offene Kinder- und Jugendarbeit verbindlich beworben: 
 
• Outlaw - Gesellschaft für Jugendhilfe gGmbH, Münsterstraße 105, 48268 Greven, 
Standort in Münster: Studtstraße , 48149 Münster 
 
• Arbeiterwohlfahrt - AWO - Unterbezirk Münsterland und Recklinghausen, Hochstraße 12 48151 
Münster, 
 
• Evangelischer Kirchenkreis Münster, An der Apostelkirche 1-3, 48143 Münster (in Kooperation 
mit der ev. Andreas Kirchengemeinde Coerde im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit) 
 
 
Für die separate Trägerschaft ausschließlich für den Bereich der offenen Kinder- und Ju-
gendarbeit hat sich ein Träger verbindlich beworben:

- 4 - 
V/0705/2008 
 
• Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck,  
Am Hof Schultmann 77, 48163 Münster 
 
 
3. Kriterien für die Trägerschaft  
 
Trägerschaftliche Anforderungen an die Kombinationseinrichtung liegen insbesondere in folgenden 
Bereichen: 
 
ƒ Wirtschaftlichkeit:  
o Es wurden die trägerbezogenen gesetzlichen Trägeranteile erwartet 
 
ƒ Fachliches Konzept:  
o Erfahrungen und Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen, 
o Geeignete und fachliche Konzepte gleichermaßen für die Kindertagesbetreuung und für die 
offene Kinder- und Jugendarbeit und 
o Aussagen zu den fachlichen und konzeptionellen Anforderungen, die sich aus der Kombi-
nation der Kindertageseinrichtung und der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung in Bezug 
auf die Stadtteilbedarfe ergeben 
 
ƒ Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen 
o Kooperationsbezüge im Stadtteil, 
o Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, 
o Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote und 
o flexible bedarfsgerechte Anpassungen der Angebote 
 
 
 
4 Trägerauswahl - zusammenfassende Bewertung und Entscheidung 
 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche geführt und diese ausge-
wertet. Alle Bewerber sind fachlich geeignet, die Trägerschaft zu übernehmen. 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils und hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung gibt es 
für die Trägerschaft entscheidungsleitende Unterschiede. 
 
 
4.1 Wirtschaftlichkeit  
 
1.  Der Kinder- und Jugendhilfeträger „OUTLAW gGmbH“
 leistet den vollen gesetzlichen Träger-
anteil entsprechend ihres Status als finanzschwacher Träger mit  
• 9 % an den Betriebskosten der Kindertageseinrichtung und  
• 10 % an den Betriebskosten der Kinder- und Jugendeinrichtung. 
 
Der Träger „OUTLAW“ hat damit die vollen gesetzlichen finanziellen Voraussetzungen 
erfüllt. 
 
 
2. Die AWO
 hat ebenfalls die Übernahme der gesetzlichen Trägeranteile entsprechend ihres 
Trägerstatus als finanzschwacher Träger angekündigt  
• 9 % für die Kindertageseinrichtung und  
• 10 % für die Kinder- und Jugendeinrichtung).  
Sie bedient sich dazu den Möglichkeiten einer Tochtergesellschaft und der Drittmittelförderung 
(z.B. EU-Mittel) für besondere, innovative Projekte.

- 5 - 
V/0705/2008 
Falls die AWO die entsprechenden Drittelmittel regelmäßig einwerben kann, hat sie mit 
diesem Finanzkonzept die finanziellen Voraussetzungen ebenfalls erfüllt. 
 
 
 
3. Der evangelische Kirchenkreis
 bewirbt sich mit einem Trägeranteil von  
• 6 % für die Kindertageseinrichtung (der gesetzliche Trägeranteil für Kirchengemeinschaf-
ten beläuft sich auf 12 %). 
• Für die Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit will der ev. Kirchenkreis einen gemischten 
Trägeranteil leisten: 20 % für die Personalkosten und 10 % für die Sach- und Mietkosten. 
Bezogen auf die Personalkosten bzw. auf den Personaleinsatz will der Träger in Kooperation 
mit der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde keine neue Stelle schaffen, sondern eine 
bestehende Stelle aus dem „HOT-Coerde“ einsetzen. 
 
Der evangelische Kirchenkreis hat die gesetzlichen finanziellen Voraussetzungen damit 
sowohl für die Kindertageseinrichtung als auch für die offene Kinder- und Jugendarbeit 
nicht erfüllt. 
Eine volle gesetzliche Übernahme der Trägeranteils in Höhe von 12 % ist gemäß des KiBiz 
und im Zusammenhang mit dem dortigen „Budgetprinzip“ (Kindpauschalen) unabdingbar er-
forderlich. Städtische Mittel zum Ausgleich des Trägeranteils stehen nicht zur Verfügung. 
 
Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit steht eine Stellenverlagerung vom HOT-Coerde zur 
Einrichtung in Sprakel nicht im Einklang mit dem Jugendförderplan. 
 
 
4. Der „Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck
“ kommt in kon-
sensualer Abstimmung zwischen Träger und Stadt für die Trägerschaft nicht in Frage, da er 
sich nicht in der Lage sieht, die Trägerschaft für die Gesamteinrichtung zu übernehmen und 
dem Träger keine Mittel für einen entsprechenden Trägeranteil für die Kindertageseinrichtung 
zur Verfügung stehen. 
 
 
4.2 Konzeptionelle und stadtteilbezogene Aspekte 
 
Alle drei Träger, die in nähere Auswahl gek ommen sind (OUTLAW, AWO und Evangelischer Kir-
chenkreis), haben fachlich gute Konzepte vorgelegt und diese entsprechend erläutert.  
 
Der Träger „OUTLAW - Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH“ hat gegenüber den an-
deren Trägern, die ebenfalls in die engere Auswahl gekommen waren (AWO und Evangelischer 
Kirchenkreis) eine weitergehende Konzeption für die Gesamteinrichtung vorgelegt, da es sich um 
eine bedarfsgerechte Gesamtkonzeption für den Stadtteil Sprakel handelt. 
 
„OUTLAW“ hat zusätzlich zu den o.g. finanziellen Voraussetzungen die konzeptionellen Voraus-
setzungen aus Sicht der Verwaltung am besten erfüllt. 
 
Der Träger hat eine umfassende Konzeption zum Betrieb der Einrichtung vorgelegt, die sich insbe-
sondere durch folgende Aspekte besonders hervorhebt: 
 
In seiner Konzeption hat der Träger die Grundlagen für den Betrieb einer modernen und flexiblen 
Kindertageseinrichtung und offenen Kinder- und Jugendarbeit beschrieben und dabei insbesonde-
re einen bedarfsgerechten Bezug zum Stadtteil Münster-Sprakel hergestellt. 
 
Dabei hat er nicht nur seine konzeptionellen Vorstellungen bezogen auf die Kindertageseinrichtung 
und die Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit beschrieben, sondern auch eine umfangreiche 
Konzeption für die Gesamteinrichtung vorangestellt, die die fachlich pädagogischen und synergeti-
schen Möglichkeiten beschreibt und für die künftige Arbeit der Einrichtung zugrundelegt.

- 6 - 
V/0705/2008 
 
Zudem verfügt der Träger über Erfahrungen in einer Referenzeinrichtung für den Betrieb einer sol-
chen Kombinationseinrichtung und der damit verbundenen Stadtteilarbeit. Neben der Kinderta-
geseinrichtung in Münster-Gievenbeck (Gescher weg) mit drei Gruppen betreibt der Träger in 
Dresden bereits eine Kombinationseinrichtung, die die Bereiche „Kindertageseinrichtung“ und „of-
fene Kinder- und Jugendarbeit“ beinhaltet. 
 
Herzuheben ist, dass der Träger über eine fachlich qualifizierte Fachberatung für beide Bereiche 
verfügt. 
Das Besondere ist, dass für die Kombinationseinrichtung eine Fachberatung für beide Bereiche, 
Kindertageseinrichtung und Kinder- und Jugendarbeit, eingesetzt wird. 
Die anderen Träger haben eine solche Fachberatung aus einer Hand bisher noch nicht in diesem 
Umfang für eine solche Einrichtung wie in Sprakel entwickelt. 
 
Für die übergreifenden Angebote hat OUTLAW auf die Perspektiven eines Mehrgenerationenhau-
ses hingewiesen und will seine Erfahrungen auch in der Gewinnung zusätzlicher Fördermittel ein-
bringen und dazu besonders innovative Projekte entwickeln. 
 
 
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass der Träger OUTLAW mit der Übernahme der Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung in Münster-Gievenbeck, Gescherweg, in kurzer Zeit unter 
erschwerten Bedingungen eine Arbeit geleistet hat, die zwei bisher getrennte Kindertageseinrich-
tungen zusammengeführt und im Verbund mit zwei weiteren Kindertageseinrichtungen ein Famili-
enzentrum geschaffen hat. 
In Kooperation mit weiteren Trägern aus dem Stadtteil konnte der Träger wichtige Impulse für eine 
bedarfsgerechte Stadtteilarbeit leisten. 
 
 
5. Zusammenfassung und Entwicklungsperspektiven 
 
Aus den unter Punkt 4 angeführten Gründen, wird vorgeschlagen, dem Kinder- und Jugendhilfe-
träger OUTLAW gGmbH die Betriebsträgerschaft für die Gesamteinrichtung zu übertragen. 
 
Mit dem Träger wird ein entsprechender Nutzungs-/Mietvertrag für die Überlassung des Gebäudes 
geschlossen und eine Leistungsvereinbarung zum Betrieb der Kindertageseinrichtung und der Ein-
richtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit getroffen, die die fachlichen und synergetischen 
Möglichkeiten der Gesamteinrichtung umfasst. 
 
Die bisherige aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit in Sprakel, die von der ev. Andreas-
Kirchengemeinde durchgeführt wird, soll in vollem Umfang erhalten bleiben und von der ev. Kir-
chengemeinde weiter betrieben werden. 
 
 
 
 
 
 
 
I.V. 
 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Beigeordnete

- 7 - 
V/0705/2008 
 
Anlagen: 
 
Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger: 
 
1 OUTLAW – Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH 
 
2. Arbeiterwohlfahrt - AWO - Unterbezirk Münsterland und Recklinghausen 
 
3. Evangelischer Kirchenkreis Münster 
 
4. Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck

Anlage 2 - AWO - Gesamtbewerbung

35284 Zeichen

Vorsitzender: Friedhelm Schlichting 
Geschäftsführer: Uwe Hildebrandt 
Mitglied im AWO Bezirksverband 
Westliches Westfalen e.V. 
Geschäftsführer: Wolfgang Altenbernd 
Eintrag unter VR 1598 Amtsgericht Dortmund. 
Von der Körperschaftssteuer befreit, gemäß 
§ 5(1) Nr. 9 KStG als 
gemeinnützig anerkannt 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
Ihr Zeichen/Ihr Schreiben Ihre Nachricht vom Datum  
51 12 0001 01.09.2008 12.09.2008  
    
    
    
Ausschreibung der Trägerschaft für die „Kombi-Einrichtung Sprakel - 
Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit 
unter einem Dach“ 
 
Sehr geehrte Frau Pohl, 
 
die AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen bekundet ihr Interesse an der 
Trägerschaft für das oben näher bezeichnete Objekt. 
Eine ausführliche Konzeption zum Betrieb der Einrichtung fügen wir bei. 
 
Den Trägeranteil übernimmt die AWO und deren Tochtergesellschaft Rebeq GmbH  
aus besonderen Projektmitteln zur Durchführung von innovativen Konzepten. 
 
Wir würden uns freuen, wenn unser Angebot Ihre Zustimmung findet und sind zu einem 
persönlichen Gespräch gerne bereit. 
 
  
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
(Michael Groß) 
Geschäftsbereichsleiter 
 
 
 
Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen,  
Hochstr. 12, 48151 Münster 
Der Oberbürgermeister 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien 
 
48127 Münster 
 
 
Geschäftsstelle Münster 
Hochstr. 12 
48151 Münster 
Geschäftsbereichsleiter 
Michael Groß 
Telefon: 
 0251 / 77 94-11 
Telefax:   0251 / 77 94-20 
E-Mail:  m.gross@awo-msl-re.de  
  
 
 
Arbeiterwohlfahrt 
 
Unterbezirk 
Münsterland- 
Recklinghausen 
 
 
Clemensstr. 2-4 
45699 Herten 
 
Telefon: 02366 - 1091-17 
Telefax: 02366 - 1091- 90

Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft für 
die „ Kombi - Einrichtung Sprakel - 
Kindertageseinrichtung und Einrichtung der 
offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem 
Dach 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontakt: Michael Groß, Hochstraße 12, Münster, 
Tel: 0251/779411  
 
 
Arbeiterwohlfahrt 
Unterbezirk  Münsterland-Recklinghausen

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
2 
 
 
 
 
 
Das Leitbild der Einrichtung als Element der Qualit ätssicherung 
und -entwicklung  
Die Arbeiterwohlfahrt ist ein überregional tätiger Wohlfahrtsverband mit 
diversifizierten Angeboten in der Sozialen Arbeit.  
AWO-Leitsätze auf einen Blick 
Die Arbeiterwohlfahrt kämpft mit ehrenamtlichem Eng agement und 
professionellen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft: 
Eins: Wir bestimmen – vor unserem geschichtlichen Hinterg rund als 
Teil der Arbeiterbewegung – unser Handeln durch uns ere Werte des 
freiheitlichen demokratischen Sozialismus: Solidari tät, Toleranz, 
Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. 
Zwei: Wir sind ein Mitgliederverband, der für eine sozial  gerechte 
Gesellschaft kämpft und politisch Einfluss nimmt. D ieses Ziel verfolgen 
wir mit ehrenamtlichem Engagement und professionell en 
Dienstleistungen.  
Drei: Wir fördern demokratisches und soziales Denken und Handeln. 
Wir haben gesellschaftliche Visionen. 
Vier: Wir unterstützen Menschen, ihr Leben eigenständig u nd 
verantwortlich zu gestalten und zu fördern alternative Lebenskonzepte. 
Fünf: Wir praktizieren Solidarität und stärken die Verant wortung der 
Menschen für die Gemeinschaft. 
Sechs: Wir bieten soziale Dienstleistungen mit hoher Quali tät für alle 
an. 
Sieben: Wir handeln in sozialer, wirtschaftlicher, ökologis cher und 
internationaler Verantwortung und setzen uns nachha ltig für einen 
sorgsamen Umgang mit vorhandenen Ressourcen ein.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
3 
 
 
 
 
 
Acht: Wir wahren die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit unseres 
Verbandes; wir gewährleisten Transparenz und Kontro lle unserer 
Arbeit.  
Neun: Wir sind fachlich kompetent, innovativ, verlässlich  und sichern 
dies durch unsere ehren- und hauptamtliche Mitarbei terinnen und 
Mitarbeiter zu.  
Leitlinien unserer Arbeit  
Parameter für unsere Arbeit, Konzepte und Methoden sind 
Selbstverantwortung, Selbstbestimmung und das Recht  auf Teilhabe 
am gesellschaftlichen Leben. Wir gehen davon aus, d ass der Mensch 
lebenslang lernen kann. Auf dieser Basis möchten wi r positive 
Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in ihrem 
Zuhause und im Lebensfeld mit gestalten und damit a uch dazu 
beitragen, eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu entwickeln. 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO arbeit en auf der 
Grundlage einer lebensweltorientierten Jugendhilfe.  Mit einem 
ressourcenorientierten Ansatz (Empowerment) werden die Stärken und 
Fähigkeiten der Kinder, Jugendlichen und Erziehungs berechtigten zum 
Ausgangspunkt für die Gestaltung und Organisation d er Hilfen. Die 
Alltagswelt der Familien, ihre persönlichen und kul turellen Ressourcen 
soll erfasst werden und sich in der Unterstützungsp lanung wieder 
finden. 
Die AWO verfolgt eine aufsuchende Arbeit. Die Mitar beiter/innen 
tauchen als „Kümmerer“ in die Sozialisationsorte  F amilie, Schule, 
soziales Umfeld und Betriebe ein, um so frühzeitig wie möglich die 
richtigen Angebote. Unterstützungen und Hilfen zu i dentifizieren und zu 
organisieren. Die aufgetretenen Probleme der Jugend lichen werden im 
Kontext der Lebensverhältnisse betrachtet und dort geklärt. Das 
Angebot muss so dicht wie möglich am gewohnten Allt ag ausgerichtet 
werden. Die Familie wird in ihrem sozialen und räum lichen Lebensfeld

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
4 
 
 
 
 
 
aufgesucht. Dort, wo die Familienmitglieder ihre Le benserfahrung 
machen, wird die Hilfe angeboten. 
Die Beteiligung der Kinder, Jugendlichen und Famili en, eine 
wertschätzende und emanzipatorische Haltung gegenüber den Kindern, 
Jugendlichen, deren Eltern und dem Umfeld sind eben so 
Arbeitsprinzipien wie die Orientierung an den Bedür fnissen und 
Interessen der Genannten. Die schulische und berufl iche Integration 
der Kinder und Jugendlichen haben eine wesentliche Bedeutung.  
Ein niederschwelliger Zugang zu den Angeboten muss gewährleistet 
sein: durch z.B. gute Erreichbarkeit, Freundlichkei t im Umgang, 
Balance zwischen Begleitung, Ermutigung, Befähigung  (Empowerment) 
und Intervention. Weitere Ausgrenzungen sollen verh indert werden. 
Gerade Kinder und Jugendliche, deren Lebensführung keiner 
„Normalbiografie“ entspricht, werden in ihrer Suche  nach einem 
eigenen Lebensentwurf unterstützt. Wir wollen Notla gen identifizieren 
und möglichst beheben. Dabei sind wir in einer Anwa ltsfunktion für die 
Kinder, Jugendlichen und ihre Familien. 
Lebensweltorientierung als Handlungsprinzip, Alltag sorientierung 
als Verstehens- und Handlungskonzept  
Bedarfsorientierte individuelles Handeln 
Basis der Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und Familien ist eine 
individuelle Diagnostik, Unterstützung, Beratung un d Förderplanung 
aus einer Hand („Hand in Hand“ mit Eltern, Personensorgeberechtigten, 
Jugendamt, Schule) – auf der Grundlage eines individuellen Portfolios.  
Ausgehend von der konkreten Lebenssituation wird ge meinsam mit 
allen Beteiligten die konkrete Arbeitsgrundlage für  die Arbeit mit den 
Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern geschaffen. Genaue Kenntnisse 
über die Lebensführung und die Lebenslage sind Vora ussetzungen für 
das Arrangement und die Kreation von Bildungsplänen  und möglichen 
Förderungen. Sowohl die Kinder und Jugendlichen wie  auch ihre Eltern 
müssen sich nicht in ein Hilfeschema einpassen, son dern das

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
5 
 
 
 
 
 
Unterstützungsangebot muss für sie passend sein. Pr ozessorientiert 
werden Erziehungs- und Förderplanung kontinuierlich  im 
beschriebenen Kontext fortgeschrieben. 
Ganzheitlichkeit und Ressourcenorientierung 
Die Angebote sollen den Lebenslagen der Familien en tsprechen, ihre 
Ressourcen, Kompetenzen und die ihres Umfeldes wahr nehmen und 
fördern. Unterstützt und ausgebildet sollen die ind ividuellen 
Gestaltungskompetenzen in den sozialen Bezügen  werden - vor dem 
Hintergrund des (geschichtlichen) Alltags.  
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Hilfe zur Selbs thilfe und 
Selbstorganisation. Die (verschütteten) Ressourcen zur Veränderung 
und zur Lebensbewältigung werden aufgedeckt und aktiviert, alternative 
Bewältigungsstrategien und Handlungsmuster erarbeitet. 
Prävention und Stärkung des familiären Umfeldes (Netzwerke)  
Einrichtungen in einem geografisch abgrenzbaren Rau m stellen ein 
institutionelles Netzwerk dar. Dort, wo eng kooperi ert wird, sind die 
Maschen enger, d.h. es fallen weniger Kinder, Jugen dliche und 
Familien durch das Hilfesystem. Deshalb heißt leben sweltorientierte 
Jugendhilfe, (präventiv) Netzwerke zu knüpfen und K ooperationen zu 
verstärken. Es muss also gelingen, die geeigneten u nd notwendigen 
Angebote und Hilfen im Stadtteil zu verschränken und zu integrieren.  
 „Ressourcen fischen“ heißt die Bündelung der Resso urcen und 
Kompetenzen für eine präventive, aktivierende, aufs uchende Arbeit mit 
den Kindern und Jugendlichen und deren Eltern.  
Hauptschwerpunkte der Arbeit sind die Einbindung de r Angebote in 
einen konkreten Lebensraum. Aufgabe einer lebenswel torientierten 
Jugendhilfe (als Arbeitsprinzip) ist es deshalb, ei nerseits die Kinder und 
Jugendlichen bei der Bewältigung des Alltags in ihr er Lebenswelt zu 
unterstützen, zu begleiten und zu beraten, anderers eits diese 
Lebenswelt so zu gestalten, dass Kinder und Jugendl iche neue positive

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
6 
 
 
 
 
 
Erfahrungen machen können – sowohl im sozialen Raum  des 
Elternhauses wie  auch der Einrichtung. 
Partizipation und Vertrauensschutz 
Menschen, die Angebote nutzen, suchen und annehmen,  sind immer 
Experten und Expertinnen für ihre eigene Lebenssitu ation. Aufgrund 
unseres Leitbildes und unserer konzeptionellen und methodischen 
Parameter ist Partizipation unser Anliegen, sehen w ir Kinder, 
Jugendliche und Eltern als Partner und Partnerinnen . Die Zustimmung 
der Hilfesuchenden und ihr größtmögliches Vertrauen  sind 
Voraussetzungen und Katalysatoren für das Gelingen einer Maßnahme, 
schaffen Optionen für die eigene Veränderung und Mi t- und 
Selbstverantwortung im Prozess. Alle Betroffenen mü ssen zunehmend 
Kontrolle über die Gestaltung der Lebensverhältnisse gelangen. 
Integration 
In einer „Zeit riskanter Chancen“ benötigen Kinder und junge Menschen 
einen Koffer voller Kompetenzen und Ressourcen. Ein e 
lebensweltorientierte Jugendhilfe verfolgt als Hand lungsprinzip 
Normaleinrichtungen vor Sondereinrichtungen zu stel len. Gerade 
Menschen, deren bisherige Lebensführung keiner Norm albiografie 
entspricht, werden unterstützt, ihren Platz in der Stadt, im Stadtteil, in 
der Nachbarschaft zu finden. 
Geschlechterdifferenzierender Ansatz 
Wir wollen die Gleichberechtigung von Mädchen und J ungen fördern. 
Wir reflektieren unsere Konzepte, Methoden und unse r Handeln im 
Alltag, ob sie für die Chancengleichheit förderlich  sind. Dabei tragen wir 
der Geschlechterperspektive Rechnung, um Nachteile zu vermeiden 
oder auszugleichen. 
Durchlässigkeit, Flexibilität, Kooperation  
Wir bieten flexible Teams, ein diversifiziertes und  differenziertes 
Angebot, das individuell und situationsangepasst di e Angebote 
umsetzen kann. Von hoher Bedeutung sind dabei die V erschränkung,

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
7 
 
 
 
 
 
Durchlässigkeit von Angeboten und die Ausgestaltung  von 
Schnittstellen und deren Management. Eine erforderl iche Kooperation 
bei veränderten Bedarfen ist jederzeit möglich und wird aktiv 
unterstützt. 
 
Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen 
Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland - Rec klinghausen (im 
folgenden AWO) betreibt zurzeit in verschiedenen St ädten bzw. 
Gemeinden (wie z.B. Münster, Steinfurt, Coesfeld, B orken, 
Recklinghausen) 67 Kindertageseinrichtungen sowie v erschiedene 
offene Kinder- und Jugendeinrichtungen. 
 Die AWO organisiert präventive und bedarfsgerechte , am Einzelfall 
orientierte Leistungen. Zum Leistungsspektrum gehör en 
Familienzentren, Bewegungskindergärten ebenso wie i ntegrative 
Projekte in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. D ie in der 
nachfolgenden Trägerbewerbung aufgeführten Angebote  sollen in 
örtliche Netzwerke und Kooperationen eingebunden se in und deren 
Ressourcen für die Arbeit nutzen. 
Im Mittelpunkt der Angebote stehen die individuelle  Lebenssituation,  
sozialräumliche Gegebenheiten von Kindern, Jugendli chen und 
Familien. 
Für die AWO ist es ein besonderes Anliegen, dass die Hilfsangebote für 
alle ethnischen Gruppen offen sind.  
Interkulturelle Kompetenz einer Vielzahl von Mitarb eiter/innen der AWO 
macht dies möglich. 
Räumliche Synergien sind durch die Planung des Gebä udes in einem 
großen Maße vorgegeben. Dies allein ist notwendige,  aber nicht 
hinreichende Bedingung für das Gelingen optimaler g emeinsamer 
Nutzung der Räumlichkeiten.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
8 
 
 
 
 
 
Hierfür ist vielmehr auch eine inhaltlich konsisten te konzeptuelle 
Übereinstimmung unabdingbar. Nur so können in der a lltäglichen Arbeit 
auftretende konfligierende Interessen und Bedürfnis se der 
verschiedenen Angebotsarten ohne übermäßigen Reibun gsverlust 
befriedigt werden. 
Als Folge der oben beschriebenen Faktoren ist ein w irtschaftlich 
messbarer Synergieeffekt zu erwarten. Das sich dies  nicht auf Kosten 
der Qualität des Angebotes negativ auswirkt, sonder n gerade 
umgekehrt ein Mehrwert für Betreiber und Nutzer gen eriert wird, ist 
hohe Priorität unseres Strebens. 
 
 Fazit: „Ein Zentrum für Familien und Generationen“ 
Es ist uns bewusst: 
Mit der Trägerschaft der Kombieinrichtung übernimmt  der Anbieter eine 
hohe Verantwortung für den Stadtteil und damit für die Bürgerinnen und 
Bürger von Sprakel. 
 
Sprakel ist ein Stadtteil mit wachsender Bevölkerun gsstruktur. 
Hauptsächlich werden Kinder und Jugendliche von dem  aktiven 
Sportverein SC Sprakel und anderen Verbänden betreu t. Kinder und 
Jugendliche, die von diesen Angeboten nicht erfasst  werden, brauchen 
weitere  Anlaufstellen. Dieses ist eine der Kernauf gaben der neuen 
Kombieinrichtung. 
Eine weitere Adressatengruppe für neue Angebote ist  sicherlich in den 
zuziehenden Familien zu sehen – mit diesen sollten Freizeitgestaltung 
sowie Begegnungsräume gemeinsam geplant,  umgesetzt  und genutzt  
werden. 
 
Die Kombieinrichtung hat zum einen die Aufgabe der Integration von 
Kindern, Jugendlichen und Familien in den Stadtteil  - darüber hinaus soll 
sie aber auch ein Ort des Stadtteiles werden, der a ls Zentrum von Sprakel 
die Ressourcen bündelt und für die Bürger und Bürge rinnen wieder zur

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
9 
 
 
 
 
 
Verfügung stellt. 
Die räumliche  Nähe zum Sportverein mit dem Sportplatz direkt vor der 
Tür bietet die Möglichkeit einer intensiven Kooperation von zum Beispiel 
gemeinsamen Angeboten und Raumnutzungen. 
Ebenso bietet sich eine enge Verknüpfung ( sowohl d er Kita als auch der 
Jugendeinrichtung ) mit der Sprakeler Grundschule a n durch zum Beispiel 
Angebote der Schule, die im Kombihaus durchgeführt werden könnten  
( wie zum Beispiel eine gemeinsame  Hausaufgabenbetreuung ). 
 
Darüber hinaus könnte ein wichtiger Baustein eine A ufsuchende Arbeit 
sein, um Kinder und Jugendliche in Sprakel bedarfsgerecht zu erreichen.  
Oberste Prämisse aller Angebote ist dabei eine stän dige Abstimmung  mit 
den Kindern, Jugendlichen und Familien sowie weiter en Vereinen und 
Verbänden vor Ort, um passgenaue Angebote sicher zu stellen. 
 
Bezüglich der gesamten Angebotsgestaltung legt die AWO allergrößten 
Wert auf Partizipation – eine erste Grundlage für b edarfsgerechte 
Angebote und Öffnungszeiten werden die Umfrageergeb nisse des 
Jugendforums Nord sein, aber auch weitere Beteiligu ngsmöglichkeiten 
sollen genutzt werden. 
 
Für eine Trägerschaft der Kombi-Einrichtung Sprakel bedeutet das: 
Mit der Modelleinrichtung Sprakel soll ein echtes „Zentrum für Familien“ 
entstehen, welches  Anlaufpunkt für Menschen versch iedenen Alters 
und verschiedener Lebenssituationen ist. 
Kurze Wege und große Bandbreite professioneller Fac hlichkeit ergeben 
vielfältige Möglichkeiten der Nutzung durch Kinder,  Jugendliche und 
Familien. 
Die Orientierung an den Bedürfnissen der Adressaten  in ihren 
unterschiedlichen Lebensphasen sowie deren Einbezie hung und 
Beteiligung zur Gestaltung der gesamten Arbeit ist Voraussetzung für

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
10 
 
 
 
 
 
uns. Stadtteilorientierung sowie Vernetzung der Kit as, Schulen und 
anderer sozialer Dienstleistungsanbieter ist uns selbstverständlich.  
 
Kindertageseinrichtung: 
Als erste Anlaufstelle für Angelegenheiten von jung en Familien bietet 
sich eine Kindertageseinrichtung an. Das Knüpfen vo n Kontakten und 
Netzwerken unter Familien wird gefördert. Dementspr echend werden 
die Eltern frühzeitig und nachhaltig im Rahmen unse rer Möglichkeiten 
bei auftretenden Bedarfen beraten und unterstützt. Um die Ziele zu 
erreichen, streben wir eine verstärkte Zusammenarbe it und Vernetzung 
unserer Arbeit mit Bildungsträgern sowie Einrichtun gen der 
Familienhilfe an. Die Kindertageseinrichtung bietet  ein wohnortnahes 
Zentrum mit einem niederschwelligen Beratungsangebo t. Es ist ein 
Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten der Kindertag esbetreuung, 
Familienberatung und –Bildung. 
Die Kundenorientierung ist dabei das wichtigste Ins trument. Wir 
evaluieren den Bedarf der Familien regelmäßig im Ra hmen einer 
Elternbefragung. Anhand der Auswertung legen wir de n "Kurs" für das 
nächste Jahr fest, und verbessern, bzw. gleichen un ser Angebot im 
Rahmen unserer Möglichkeiten dem Bedarf der Eltern und Familien an. 
Besondere Berücksichtigung muss im Stadtteil Sprake l finden, dass der 
Anteil junger neu hinzugezogener Familien hoch sein wird. 
Die Kindertageseinrichtung soll zweigruppig betrieb en werden - analog 
der Vorlage gemäß dem Gruppentyp I mit jeweils 20 P lätzen für Kinder 
im Alter von zwei Jahren bis zur Schulpflicht, davo n eine Gruppe mit 
einer Betreuungszeit von 35 Std. und einer von 45  Std.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
11 
 
 
 
 
 
Eine Angebotsmöglichkeit könnte sein: 
45 Stunden wöchentliche Betreuungszeit mit Mittagessen 
35 Stunden wöchentliche Betreuungszeit  - mit getei lter Öffnungszeit 
ohne Mittagessen 
35 Stunden wöchentliche Betreuungszeit  - im Block mit Mittagessen 
Die Einrichtung wird bei Bedarf integrativ arbeiten , d.h. Kinder mit 
einem erhöhten Förderbedarf können integrativ betreut werden.  
 
Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit 
Wir arbeiten nach dem Ansatz der Situationsorientie rten Arbeit und 
nach dem Konzept der offenen Gruppen. 
Der "Situationsorientierte Ansatz" versucht, gegenw ärtige Erlebnisse 
der Kinder zu verstehen und zu entschlüsseln, dabei auf Erlebnisse und 
Erfahrungen in der Vergangenheit Bezug zu nehmen un d diese in die 
Gegenwart "verarbeitend" zu übertragen. Auf diese W eise können die 
Kinder Kompetenzen für die Zukunft auf- und ausbaue n. Der Weg ist 
dabei das Ziel. 
Dieser Ansatz bietet den Kindern vielfältige Möglic hkeiten des 
miteinander Lebens und Lernens.  
Die Kinder bekommen den Raum und die nötige Zeit, um individuelle 
Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu begreifen, um 
bedeutsame Fragen zu beantworten und um Zusammenhänge zu 
verstehen. Dies ermöglicht den Kindern eine positive Entwicklung in 
allen Kompetenzbereichen -  motorisch, kognitiv, emotional und sozial. 
Es bestehen Regeln und Normen, die mit den Kindern abgesprochen 
und ausgearbeitet werden, um das soziale Miteinander zu strukturieren.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
12 
 
 
 
 
 
Die Erzieherin begleitet die Kinder dabei konsequent und kompetent. 
Sie beobachtet die Kinder in ihren Ausdrucksformen, versucht diese zu 
verstehen und in den entsprechenden Projektplanungen mit zu 
berücksichtigen. Die Kinder können sich durch Projekte, die ihre 
persönlichen "Lebensthemen" bearbeiten, auf angemessene Weise mit 
ihren Erlebnissen auseinander setzen. Die Kinder werden an den 
Entscheidungen beteiligt. Die Erzieherin gibt sich dabei mit ihrer ganzen 
Persönlichkeit in die praktische Arbeit ein. Sie ist jederzeit 
Spielpartnerin und Bündnispartnerin für die Kinder und setzt den 
Kindern im Freispiel Impulse. 
Die offene Arbeit bedeutet, dass den Kindern die ge samte Einrichtung 
als Erfahrungsraum zur Verfügung steht. Das Kind su cht sich den für 
seine Bedürfnisse geeignetesten Platz selber aus. S omit werden wir 
den aktuellen Bedürfnissen der Kinder wie z.B. nach  Ruhe, Bewegung, 
Gruppenaktivitäten oder Einzelzuwendungen eines jed en Kindes 
gerecht. Die Kinder „lernen“ ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, 
selbständig Entscheidungen zu treffen und sich in e iner Gesellschaft 
zurechtzufinden. 
Durch die „offene Arbeit” ist ein enger Kontakt und Austausch zwischen 
den Mitarbeiterinnen der einzelnen Gruppen besonder s wichtig. Alle 
pädagogischen Mitarbeiterinnen kennen die Kinder de r anderen 
Gruppen, ebenso wie auch die Kinder alle Mitarbeite rinnen kennen. 
Durch die gruppenübergreifenden Projekte wird diese r Prozess 
gefördert. Die Kinder können die gesamte Einrichtun g für ihren 
Entdeckungs- und Bewegungsdrang nutzen und werden d abei immer 
selbstsicherer -  je länger sie in der Einrichtung sind.  
Die Kinder finden bei jeder Erzieherin ein offenes Ohr und Zuwendung. 
Durch einen regelmäßigen Austausch ist gewährleiste t, dass ein Kind 
von mehreren Pädagoginnen in seiner Entwicklung beo bachtet und 
gefördert wird. In den Fallbesprechungen können so mehrere 
Beobachtungen in die Dokumentation eingebaut werden.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
13 
 
 
 
 
 
Förderung der Kinder 
Verfahren zur allgemeinen Früherkennung  
Eine wichtige Voraussetzung einer guten pädagogisch en Arbeit ist die 
Beobachtung und Dokumentation des aktuellen Entwick lungsstandes 
des Kindes, diverser Konstellationen innerhalb der Gruppe und der 
Einrichtung. Das stellt die AWO sicher. 
Als Dokumentationshilfen nutzen wir folgende anerkannte Verfahren: 
Portfolio -  Das ist eine kontinuierlich fortgeschriebene Samml ung 
verschiedenster Entwicklungsdokumente über jedes Ki nd, in der die 
individuelle Bildungsbiographie festgehalten wird. Es enthält z. B. 
dokumentierte Kurzzeitbeobachtungen, Zeichnungen, F otos des 
Kindes, evtl. notierte Kinderäußerungen sowie Beoba chtungsnotizen 
oder Bemerkungen der Erzieherinnen. Mit der Entwick lungs-
dokumentation lassen sich mit zunehmender Fülle und  Dichte der 
Materialien Entwicklungsschübe und Entwicklungsverl angsamungen 
ausmachen. Diese Erinnerungsmappe an die Kindergart enzeit 
bekommt das Kind beim Verlassen der Kindertageseinr ichtung 
ausgehändigt.  
Bildungsdokumentation - In dieser werden die Stärken, 
Kompetenzen, Vorlieben, Fortschritte und die indivi duelle 
Lerngeschichte des Kindes, insbesondere in den vier  
Bildungsbereichen: „Bewegung“, „Spielen, Gestalten und Medien“, 
„Sprache(n)“ und in „Natur und kulturelle Umwelt“ s chriftlich 
festgehalten. Diese Dokumentation wird den Eltern a m Ende der 
Kindergartenzeit ausgehändigt und kann zum Übergang  vom 
Kindergarten in die Schule an die Grundschullehrer weitergeben 
werden. 
Delfin 4 als Pflichtleistung -  Ein Verfahren zur Diagnose der 
Sprachkompetenz von Kindern zwei Jahre vor der Schu le (Dr. Lilian 
Fried).

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
14 
 
 
 
 
 
Sensomotorisches Entwicklungsgitter (E.J. Kiphard) - Eine 
tabellarische Entwicklungsprüfung der fünf Funktion sbereiche: Sinnes- 
und Bewegungsentwicklung, optische Wahrnehmung, Han d- und 
Fingergeschick, Fortbewegung und Körperkontrolle, S prache und 
akustische Wahrnehmung. 
BISC (Bielefelder Screening) - Das BISC erlaubt die zuverlässige 
individuelle Identifizierung von Vorschulkindern mi t einem Risiko zur 
Ausbildung von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten. D iagnostizierte 
Kinder werden mit dem HLL (Hören-Lauschen-Lernen) trainiert. 
MOT 4-6 - Ein Motoriktest für vier- bis sechsjährige Kinder, der folgende 
Dimensionen der Motorik beinhaltet: gesamtkörperlic he Gewandtheit 
und Beweglichkeit; feinmotorische Geschicklichkeit;  
Gleichgewichtsvermögen; Reaktionsfähigkeit; Sprungk raft und 
Schnelligkeit; Bewegungsgenauigkeit; Koordinationsf ähigkeit. (R. 
Zimmer und M. Volkamer) 
Seldak (Ulich, M. & Mayr) -  Mit den Beobachtungsbögen ist die 
Sprachentwicklung eines deutschsprachigen Kindes (4 -6 Jahre) 
festzustellen und zu dokumentieren. 
 „Mann-Zeichen-Test“ - Dieser wird als diagnostisches Hilfsmittel -  
besonders bei Fragen der Schulreife - als ergänzend es 
Untersuchungsverfahren verwendet.  
 
Ohne Sprache keine Gedanken 
Sprachförderung: Die Aufgabe einer Erzieherin ist e s, 
Sprachlernchancen zu schaffen, um gezielt Sprachent wicklung 
anzuregen. Sprache und Geist hängen eng zusammen. I m Austausch 
mit Anderen können viele Dinge -  vor allem über di e Sprache - 
vermittelt werden. Ohne Sprache gibt es auch keine Gedanken.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
15 
 
 
 
 
 
Die Erzieherinnen halten die Kinder in vielfältiger  Weise zum Sprechen 
an und geben ihnen beim Zuhören Sprechgelegenheiten , z.B. bei einer 
gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung, bei Spielen und Liedern oder 
nach dem Vorlesen. Dabei sind sie ganz bewusst „Vor bilder“, denn 
Kinder orientieren sich an den Sprachvorbildern ihr er Umwelt. Der 
Dialog geschieht auf Augenhöhe mit den Kindern, dam it auch die Mimik 
und Mundstellung beobachtet werden kann. Die Sprach e wird als 
wichtiger Bestandteil in alltäglichen Handlungen ei ngebaut. Dabei wird 
auf eine gute Aussprache und auf ganze Sätze geacht et. Jedes Kind 
wird bewusst begrüßt und verabschiedet. 
Je vielfältiger die Erfahrungen sind, desto intensi ver begreifen die 
Kinder ihre Umwelt, eine wichtige Basis sowohl für die sprachliche als 
auch kognitive Entwicklung. Der situationsorientier te Ansatz ist hierfür 
eine gute Basis. Es werden sprachanregende Situatio nen geschaffen, 
die „unfertig“ sind, deren Ablauf nicht vorgegeben ist und die „offene“ 
Fragen aufwerfen. Ebenso wichtig sind Rituale, wie z.B. ein gemeinsam 
gesungenes/gesprochenes Tischgedicht, Lieder/Finger spiele im 
Stuhlkreis oder das Abschiedslied. Gerade durch Rei men erfahren die 
Kinder, dass Sprache keine einzelnen Buchstaben sin d, sondern aus 
vielen Silben besteht. 
Kinder gebrauchen ihre Sprache im Rollenspielbereic h genauso wie in 
der Auseinandersetzung mit anderen. Die Sprachförde rung kann sich 
dabei auf die sozial-kommunikativen Fähigkeiten der  Kinder beziehen. 
Sprachförderung kann aber auch bedeuten, dass man K inder frühzeitig 
auf den Schriftspracherwerb vorbereitet. Beispielsw eise durch Übungen 
zur phonologischen Bewusstheit.  
Bilinguale Erziehung:   
Die AWO begrüßt die Einrichtung einer bilingualen G ruppe in der 
Kindertageseinrichtung Sprakel ausdrücklich – sollt e sich ein weiterer 
Bedarf zeigen, würde die AWO auch die Gesamteinrich tung bilingual 
betreiben.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
16 
 
 
 
 
 
Die AWO ist bereits Träger von bilingualen Gruppen und hat inzwischen 
entsprechende Erfahrungen gesammelt. 
Die bereits existierenden Gruppen arbeiten nach dem   
Immersionsansatz. 
Der Immersionsansatz - das Sprachbad. Es handelt si ch um eine 
moderne und erfolgreiche Methode der Sprachvermittl ung. Die 
Vermittlung geschieht im Zusammenhang (Kontextualis ierung)  - die 
Sprache muss in Handlungen eingebunden sein und wir d durch Gesten 
und Mimik unterstützt. 
Das pädagogische Konzept:   
Eine Fachkraft (native speaker) spricht nur die Zwe itsprache (für die 
Kombieinrichtung Sprakel Englisch), die anderen nur  die Erstsprache. 
Es findet kein strukturierter Sprachunterricht stat t – es wird bilingual 
gesprochen. Verschiedene Lebensbedingungen und Inte lligenzgrade 
beeinträchtigen das Lernen nicht. Drei - bis achtjä hrige Kinder 
entschlüsseln neue Wörter, Sätze und Wendungen in der Zweitsprache. 
Die Kinder können somit den Klang und die Melodie v on Sprache 
entdecken, ihre Neugier für fremde Sprachen und Kul turen wird 
geweckt. Sie können ihre Gabe nutzen, eine Sprache selbstverständlich 
und ganz nebenbei zu erwerben. Das Fundament für de n späteren 
Sprachgebrauch wird gelegt, und der Erfahrungshoriz ont wird erweitert. 
Mehrsprachige Kinder sind langfristig sprachlich we ndiger, im Denken 
leistungsfähiger und fremden Kulturen gegenüber tol eranter. Wichtige 
Bedingungen sind, dass die Entwicklung der Muttersp rache nicht 
beeinträchtigt oder unterbrochen wird und eine Abst immung und 
Fortführung der weiteren bilingualen Erziehung mit den Schulen 
stattfinden  muss. 
Neben der bilingualen Erziehung bieten wir in unserer Trägerschaft 
auch weitere Schwerpunktkonzepte an wie zum Beispiel:

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
17 
 
 
 
 
 
Bewegungskindergarten:  
( Träger von 14 anerkannten Bewegungskindergärten) 
Bewegung hat für die Entwicklung eines jeden Kindes  eine 
grundlegende Bedeutung. Über Bewegung sammeln Kinde r 
Erfahrungen, die weit über die körperlich-motorisch en Bereiche 
hinausgehen. Sie lernen sich und ihren Körper kenne n, sie treten in 
Kontakt mit ihrer Umwelt und mit anderen Menschen u nd sie sammeln 
Wissen. Dieses Wissen bildet die Grundlage für alle s Lernen, z. B. 
Lesen, Schreiben und Rechnen. 
Psyche und Motorik bilden eine Einheit, die es zu f ördern gilt, da sie 
beide abhängig voneinander sind. Die Psychomotorik trägt durch 
positive Bewegungs- und Wahrnehmungserlebnisse zur Entwicklung 
und Stabilisierung der Persönlichkeit bei ( die Ent wicklung hin zum 
Bewegungskindergarten würde die AWO auch für Sprakel anstreben). 
Die AWO begrüßt ausdrücklich die Einrichtung von Familienzentren  
und die damit verbunden speziellen Angebote für die  Nutzer wie zum 
Beispiel: 
- Sozial- und Beratungsdienste 
- Bildungsangebote 
- Tagesmütter/ Tagespflege  
- Babysitterkurse 
- Spielgruppen mit und ohne Eltern 
(für die Kita Sprakel würde die AWO die Entwicklung  zum 
Familienzentrum anstreben).

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
18 
 
 
 
 
 
Kinder- und Jugendarbeit 
Neben der Trägerschaft von Kindertageseinrichtungen  ist ein weiterer 
Schwerpunkt der AWO das Betreiben von offenen Kinde r- und 
Jugendeinrichtungen. 
Die Erfahrungen zeigen, dass nicht geregelte und ni cht pädagogisierte 
soziale Räumen fehlen, in denen in komplexer und ni cht nur in 
rollenspezifischer Weise Begegnungen stattfinden kö nnen. So finden 
Jugendliche immer seltener Platz, sich mit Gleichal trigen ungestört zu 
treffen, ohne Teilnahme- und Mitmachzwang, ohne Ler n- und 
Konsumzwang. Um diesen Entwicklungen entgegen zu wi rken, ist es 
unserer Ansicht nach sinnvoll, weitgehend unverrege lt zu arbeiten und 
Jugendlichen - mit verschiedenen Lebenserfahrungen und Perspektiven 
-Räumlichkeiten zu bieten, in welchen sie sich bege gnen und 
kennenlernen können sowie Handlungskompetenzen selb stbestimmt 
weiterentwickelt und Orientierungsprozesse geförder t werden können. 
Dazu ist es erforderlich, den Jugendlichen persönli ch und authentisch 
zu begegnen.  
In der offenen Kinder – und Jugendarbeit setzen wir  folgende 
Schwerpunkte: 
- Partizipation  
- Integration 
- Beziehungsorientierter Ansatz 
- Geschlechtsspezifischer Ansatz (Gender) 
- Parteilichkeit 
- Interkulturelle Kompetenz 
- Alltagsbegleitung 
- Schulische Hilfen/Berufswahlorientierung/Bewerbungstraining

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
19 
 
 
 
 
 
- Freizeitgestaltung 
- Begleitung und Beratung  
- Übergang Schule - Beruf 
- cliquenorientierte Arbeitsweise (einzelne Gruppen  werden nicht 
ausgeschlossen - stattdessen werden bedarfsorientie rte 
Gruppenangebote entwickelt) 
- Einzelkontakte/Gespräche 
- Ressourcenorientiertes Empowerment  
- Konflikttrainings 
- Moderierte Gruppengespräche 
- Arbeit an jugend- und geschlechtsspezifischen Themen mit 
 verschiedenen Medien  
Die Angebote in der Kombieinrichtung Sprakel könnte n – aber nur 
in Abstimmung mit dem Jugendforum Nord sowie weiter en 
Vereinen und Verbänden und Nutzer und Nutzerinnen d er 
zukünftigen Einrichtung- wie folgt aussehen: 
- Offener Treff 
- Freizeitangebote/ Ferienbetreuung 
- Kreative Gruppenangebote  
- Bildungsangebote ( Hausaufgabenbetreuung)   
- geschlechtsspezifische Angebote ( auch eigener  Mädchen- und     
  Jungenraum)

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
20 
 
 
 
 
 
Die Altersstruktur der zukünftigen Nutzer und Nutze rinnen der offenen 
Kinder- und Jugendeinrichtung beginnt mit dem Grund schulalter und 
endet im Erwachsenendasein. 
Das bedeutet für einen Träger einer solchen Einrich tung 
unterschiedliche, bedarfsorientierte und  altersger echte  Angebote vor 
zu halten in enger Kooperation mit weiteren Anbiete rn aus dem 
Stadtteil. 
Dazu könnten für den Stadtteil Sprakel folgende „Ba usteine“ denkbar 
sein 
1. Baustein: Angebote für  Kinder von  7 bis 10 Jahren  
- Hausaufgabenbetreuung/Bildungsangebote 
- Freizeitgestaltung/Ferienangebote/Ausflüge 
2. Baustein: Angebote für Kinder/Jugendliche von11 bis 14 Jahren 
- Hausaufgabenbetreuung/Bildungsangebote 
- Freizeitgestaltung/ Ferienangebote/Ausflüge 
3. Baustein: Angebote für Jugendliche von 14  Jahren  und älter  
- Freizeitgestaltung/ Ferienangebote/Ausflüge 
- Bildungsangebote  
- Berufsfindung/Bewerbungstraining ( Übergang Schule und Beruf ). 
Für alle drei „Altersbausteine“ gilt, die detaillie rte inhaltliche 
Abstimmung mit den Nutzern/ Nutzerinnen vorzunehmen  und mit 
anderen Angeboten weiterer Anbieter zu vernetzen. 
Zu allen Bausteinen werden begleitende Elternarbeit  mit Beratungs- 
und Kursangeboten bei Bedarf vorgehalten.

AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel  
 
 
21 
 
 
 
 
 
Zielsetzungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind  
- Stärkung des Selbstvertrauens 
- Persönlichkeitsentwicklung fördern 
- Stärkung der Konfliktfähigkeit  
- Erlernen von Kommunikationsregeln.  
 
Die AWO bewirbt sich ausdrücklich um die Trägerscha ft der 
Gesamteinrichtung, um pädagogische, räumliche sowie  
betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen. 
Die Einrichtung wird bedarfs- und fachgerecht gefüh rt mit 
entsprechenden Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien. 
Die Angebote der Kombieinrichtung werden als Ergänz ung 
gesehen zu Angeboten ortsansässiger Vereine und Verbände.

Anlage 4 - Verein - Jugendarbeit - Mecklenbeck

2529 Zeichen

"ar wer auun LED +49-201= 7476708 FIEGE MLENSTER S- er’el

Am Hof Schulimann 77

48183 - Münster

Tel: 0251 74 78 702

Fax: 0251 74 78 703

Mail; vorstand@Jugend-mecklenbeck.de
Website: www. jugend-mecklenback.de
Bankverbindung:

Sparkasse Münstsrland-Ost

BLZ 40060150 Konto Nr.: 11 015 894

Ends

I 7 Mürater - Mocklenheck a.
Am Hal Schulimann.7?

163 Minsior

Stadt Münster 11. September 2002

Amt für Kinder, Jugendlichen und Familien

7. H. Frau Anna Pohl 2 Spielmobil

f Ü Tugendtreif am Skaterplatz
48127 Münster n r N Ei mobiler Mädchentreff
& U Ferienfreizeiten

ax ! N © Ferienprogramm
ar Fax: 492 4% \
a, 206“ - 17, DR, I Toms Anti-Gewalt Mobil

Ü Ferienbetreuumg OGTS
U) Ganztagsheiremmg
&] Vorstand ’ Geschäftsführung

Bewerbung für die Tägerschaft der "offenen Kinder- und Tugendarbeit” is der "Kombi-Einrichtung
Sprakei''

Sehr gechtte Frau Pohl,

mit diesem Schreiben, möchten wir uns als Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Kombi-
Einrichtung Sprakel bewerben, Der Verein ist bereits seit 12 Jahren in diesem Arbeitsbereich tätig. Stetig
erweitern wir unser Aufgabenspektryun weit über die Stadtteilgrenzen hinaus. Dies hat uns auch dazu be-
wugen, uns auf das cben genannte Arbeitsfeld zu bewerben. Unsere Leitlinien Regen vor allem im Bereich
der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit. Diese möchten wir konzepüonell in dieser Einrichtung
umsetzen, Neben dem klassischen Konzept der sinrichtungsberogenen offenen Kinder- und Jugendarbeit,
welches wir selbstverständlich in der neunen Einrichtung verkörpern wollen, sollte die Verantwortung für
den Sozialraum ebenfalls cin wichtiger Bestatidteit der Arbeit sein. In diesem Zusammenhang möchten wir
sowohl Synergien als auch unser Know-How im Rahmen unserer Vereinsstrukturen, wie z.B, das Spielmo-
bil (mobile Einrichtung), Ferienangebote und Freizeiten sowie die Vernetzung :nit Grundschulen usw. nut-
zen.

Wir bewerben uns bewusst nur auf einen Teil der Kumbi-Einrichtung, da wir im Bereich der Kinderta-
geseinrichtungen bisher keine Erfahrungen sammeln konnten und der Trägerantcil von 9 % für uns nicht
refinanziorbar iat,

Im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit können wir jedoch eine verbindliche Zusage Alr den Trä-
geranteil von mindestens 10 Prozent abgeben. Weitere evil, Trägerzusagen bestätigen wir Ihmen geme in
einem persönlichen Gespräch.

ßen

Ä
‘haclfki
Vorstand /

© a ü {
Stan bw. Den ae
Sarah-Lynn Ehfie Lennart von Kannen
sschäftsführung Vorstand Erw, Vorstand

Ei im Vereinsnmglene
Sraner Ne. DIE ADET E00

Anlage 3 - Ev. Kirchenkreis - Gesamtbewerbung

11116 Zeichen

Superintendentur + Postfach 3046 + 48016 Münster

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien

Abteilung Tagesbetreuung für Kinder

48127 Münster

Münster, 08. September 2008
B/Hi.

Bewerbung um die Trägerschaft der „Kombi-Einrichtung Sprakel — Kindertagesein-
richtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach“

Sehr geehrte Frau Pohl,

sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bekunden wir Ihnen unser Interesse an der Übernahme der kombinierten
Kinder- und Jugendeinrichtung in Münster-Sprakel und bewerben uns um die
Trägerschaft.

Der Evangelische Kirchenkreis Münster ist bewährter und anerkannter Träger von
insgesamt 19 Tageseinrichtungen für Kinder (davon 6 Familienzentren) sowie 9
Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Der Ev. Kirchenkreis und die Ev. Andreas-Kirchengemeinde als Trägerin des Ju-
gendheims „Haus der Offenen Tür für die Jugend“ (HOT) in Münster-Coerde pla-
nen, in enger Kooperation auf der Grundlage einer Vertragsvereinbarung die Kin-
der- und Jugendarbeit in der neuen Kombi-Einrichtung in Münster-Sprakel zu
betreiben.

Die Ev. Andreas Kirchengemeinde betreibt bereits seit Sommer 2007 mit einem
Mitarbeiter des HOT-Coerde aufsuchende Jugendarbeit im Stadtteil Sprakel. Da-
bei steht sie in enger Kooperation mit der Kath. St. Marien-Gemeinde. Aus einer
personellen und strukturellen Verklammerung der geplanten Jugendeinrichtung in
Sprakel mit dem HOT-Coerde ließen sich Synergien freisetzen, die die Schaffung

einer zusätzlichen Stelle für pädagogisches Personal nicht notwenig machen. Die
VASUPIKK MS\FB 4 - Bildung und Erziehung\Kindertagesstätten\Bewerbung Trägerschaft Kombi-Einrichtung-
Sprakel_080908.doc

Der Superintendent

Evangelischer
Kirchenkreis
Münster

Superintendent

Dr. Dieter Beese

An der Apostelkirche 1/3
48143 Münster
Postfach 3046

48016 Münster

Ruf (02 51) 510 28-20
Fax (02 51) 510 28-12

dbeese@kk-ekww.de
www.kirchenkreis-
muenster.de

für jede pädagogische Arbeit wichtigen Beziehungsstrukturen wurden von dem
Mitarbeiter der Andreas-Kirchengemeinde bereits aufgebaut und können in die
zukünftige Arbeit in der Einrichtung eingebracht werden. Erste Erfahrungen und
Beobachtungen lassen uns davon überzeugt sein, dass Familien mit Migrations-
hintergrund vermehrt zu den Neubürgern von Sprakel zählen werden. In Fragen
der notwendigen Integrationsarbeit hat sich das Team des HOT-Coerde nicht
allein durch sein Handlungskonzept „Hände reichen“, bereits in dem Stadtteil

Coerde mit einem hohen Migrantenanteil bestens bewährt.

Für die neue Kindertageseinrichtung in Münster-Sprakel als Kombi-Einrichtung
gehen wir von einer dem KiBiz entsprechenden Personalbesetzung aus. Die fach-
liche Begleitung ist über die Fachberatung des Kirchenkreises und die Einbindung
in der Fachkonferenz der Tageseinrichtung für Kinder im Ev. Kirchenkreis Münster
gewährleistet. Die von der Stadt Münster vorgegebene bilinguale konzeptionelle
Arbeit für diese Einrichtung wird von uns begrüßt. Sie ist jedoch im Laufe des
konkreten Betriebes der Einrichtung bezogen auf die tatsächlichen Realitäten der
Kinder und Familien (zum Beispiel familiale Mehrsprachigkeit etc.) weiter zu ent-
wickeln. Bausteine für eine Konzeption liegen diesem Schreiben bei.

In Fragen der Kinder- und Jugendarbeit gerät die Ganzheitlichkeit der Familiensi-
tuation der Kinder und Jugendlichen im Falle unserer Trägerschaft für die Kombi-
Einrichtung verstärkt in den Blick. Das bedeutet für uns, wie in anderen Arbeits-

feldern auch, die Zusammenarbeit mit

- der Grundschule-Sprakel

- dem Kath. Kindergarten St. Marien

- den Ortsvereinen (Fußball-Verein, Karnevalsverein u.a.)
- der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde

- der Kath. Kirchengemeinde St. Marien

- den Familienbildungsstätten in der Stadt Münster

- den Ev. Beratungsdiensten.

Wegen des von uns im Stadtteil bereits vorgehaltenen sozialpädagogischen und
sozialarbeiterischen Engagements sind wir an einer Trägerschaft der neuen Kin-
der- und Jugendeinrichtung sehr interessiert. Wir können Ihnen zur Zeit 50 % des
gesetzlichen Trägeranteils zum Betrieb der Kindertageseinrichtung in Bindung an

die Entscheidungsgremien unseres Kirchenkreises zusagen.

Im Ersatz für das verminderte Angebot im Trägeranteil für die Kindertageseinrich-
tung ist die Andreas-Kirchengemeinde bereit und in der Lage die Jugendarbeit im
Stadtteil Sprakel in Kombination mit dem HOT-Coerde zu übernehmen. Die oben
aufgezeigten Synergieeffekte würden mit unserer Trägerschaft zum Wohl von
Kindern und Jugendlichen eintreten.

Vorgesehene Betriebskosten:

Kindertageseinrichtung
300.000,00 € Gesamtbetriebskosten

36.000,00 € gesetzlicher Trägeranteil 12% (Trägeranteil bei 6% 18.000,00€)
264.000,00 € Fördersumme

Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Personalkosten

50.000,00 €

10.000,00 € Trägeranteil 20%
40.000,00 € Fördersumme

Sach- und Mietkosten
ca. 25.000 €
2.500,00 € Trägeranteil 10%
22.500,00 € Fördersumme

Aus der Sicht des Ev. Kirchenkreises Münster ergibt sich folgendes Finanzie-
rungsmodell:

40.000,00 € Einsparung von Personalkosten im Bereich Münster-Nord

18.000,00 € Zuschuss zum Trägeranteil der Kindertageseinrichtung

22.000,00 € Einsparung der Stadt Münster (diese Finanzmittel könnten eventuell

für zusätzliches Honorarkräfte eingesetzt werden)

Mit einem Trägeranteil von 18.000 € für die Kindertageseinrichtung
und 12.500 € für den Jugendbereich beteiligt sich der Ev. Kirchenkreis Münster
mit insgesamt ca. 30.000,00 € an den Gesamtbetriebskosten.

Die Personalkosten im Jugendbereich sind bei der Übernahme mit unserer Träger-
schaft in einem höheren Maße verringert, als die Belastung durch das von uns
gemachte Angebot eines halbierten Trägeranteils für die Tageseinrichtung für
Kinder ausmacht.

Für weiterführende Informationen zur Jugendarbeit stehen Ihnen Herr Pfarrer
Frank Beckmann (Tel.: 0251/ 249900) und für den Arbeitsbereich Tageseinrich-
tungen für Kinder Frau Sabine Busch-Böckmann (Tel.: 0251/510 28-46) gerne

bereit.

Wir hoffen, in das Gespräch über die Trägerentscheidung mit einbezogen zu wer-
den und verbleiben

mit freundlichem- ß

a ek.
Anlage:

Tageseinrichtung für Kinder in Münster Sprakel
Bausteine einer pädagogischen Konzeption

1. Bildungs- und Erziehungsauftrag

Die Arbeit Evangelischer Kindertageseinrichtungen orientiert sich an
« den gesetzlichen Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfe Weiterentwicklungsgesetz
(KICK) und des Kinderbildungsgesetzes NRW (KiBiz)
« der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Bildungsarbeit der
Tageseinrichtungen für Kinder - Bildungsvereinbarung NRW- und
e dem Bildungskonzept evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Westfalen und
Lippe

Evangelische Kindertageseinrichtungen sind Bildungseinrichtungen. Bildung ist die
wichtigste Grundlage, mit der Menschen die Gegenwart bewältigen und die Zukunft gestalten
können. Sie wird immer mehr zur Voraussetzung dafür, sich in einer pluralen und medialen
Welt zurechtzufinden und behaupten zu können. Unter „Bildung“ verstehen wir nicht nur den
Erwerb von Wissen, sondern auch die Befähigung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen
und sich Scelbstbildungsmöglichkeiten erschließen und aneignen zu können. Dabei kommt
dem Erwerb von Basiskompetenzen eine hohe Bedeutung zu. Bildungsprozesse sollen die
Kräfte zur „Aneignung der Welt‘ und zur Entfaltung der Persönlichkeit anregen und
unterstützen.

Ziele der pädagogischen Arbeit mit Kindern sind dabei die
e Unterstützung und Begleitung der Kinder in der Gestaltung ihrer Bildungsprozesse
Stärkung kindlicher Autonomie und sozialer Mitverantwortung
Vermittlung lernmethodischer Kompetenzen,
Begleitung der Sprachentwicktung, Bilingualität und Literacy-Erziehung,
Förderung von Basiskompetenzen und Ressourcen (Resilienz), die das Kind
befähigen, mit Belastungen, Veränderungen und Krisen umzugehen
« Förderung eines naturwissenschaftlichen und musischen Grundverständnisses auf
von Wirklichkeit
®e Bewegungs- und Gesundheitserziehung.

Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die wahrnehmende Beobachtung und die
regelmäßige Dokumentation der Bildungsprozesse des Kindes.

Die Arbeit in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder ist geprägt vom christlichen
Menschenbild. Gottes Liebe gill jedern Menschen von Anfang an und verleiht ihm eine
individuelle Wertschätzung. Dies zu erfahren begründet unser Gott- und Selbstvertrauen und
ermutigt uns zu einem verlässlichen, vertrauensvollen, freundlichen und weltoffenen Umgang
miteinander. Religiöse Bildung ist kein „Anhängsel“ sondern integraler Bestandteil der
pädagogischen Arbeit evangelischer Kindertageseinrichtungen und bezieht sich sowohl auf
eine Sinnorientierung im Horizont der christlichen Botschaft als auch auf eine
Werteorientierung, die christliche Lebenshaltungen vermittelt.

2. Unter dreijährige Kinder
Der ganzheitliche Bildungsansatz evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder fördert die
Entwicklung auch von Kindern unter drei Jahren und nimmt die unterschiedlichen

Bedürfnisse und Bildungsprozesse der Kinder in verschiednen Altersstufen in den Blick.

In der konkreten Umsetzung wird dabei
- ein differenziertes Aufnahmeverfahren,

- die individuelle Eingewöhnung (bezugspersonenorientiert und
elternbegleitet),
- die Gewährleistung der Altersmischung und Altersgleichheit in Gruppen,
- eine bedürfnisorientierte und entwicklungsfördernde Raumgestaltung mit
Rückzugs- und Spielmöglichkeiten, Ruhe-, Schlaf- und Pflegebereichen
berücksichtigt.

3. Zusammenarbeit mit Familien
Bedarfsorientierung

Evangelische Kindertageseinrichtungen entwickeln ein bedarfsgerechtes und
familienorientiertes Angebot. Voraussetzung dafür ist die Wahrnehmung der
Lebenswirklichkeit von Familien und die Erfassung von Wünschen, Bedürfnissen,
Einschätzungen und Rückmeldungen der Eltern durch Befragungen, Information und
Austausch.

Erziehungspartnerschaft

Die Zusammenarbeit mit Eltern verstehen Evangelische Kindertageseinrichtungen als
wertschätzenden, vertrauensvollen „Dialog zwischen Experten in ihrem jeweiligen System“
und erkennen Eltern als Partner in der Wahrnehmung des Erziehungs- und
Bildungsauftrages an. Sie fördern die aktive Mitwirkung der Eltern und ermutigen die Arbeit
der Kindertageseinrichtung mitzugestalten.

Förderung von Eltern und Familien durch Bildungsangebote

In Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte Münster halten Evangelische
Kindertageseinrichtungen Angebote vor, die die Arbeit der Tageseinrichtung ergänzen,
Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken und eine Begleitung von Familien in
unterschiedlichen Lebenssituationen ermöglichen.

4. Kontinuierliche Qualitätsentwicklung

In allen Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises Münster ist das Qualitätssystem „IQUE
— Integrierte Qualitäts- und Personalentwicklung“ eingeführt. Durch die Erarbeitung und
Umsetzung der Schlüsselsituationen „Bildungsprozesse‘, „Rituale“ und „Zusammenarbeit
mit Familien“ wird auf der Grundlage gemeinsam festgelegter Leitsätzen die pädagogische
Arbeit kontinuierlich weiter entwickelt.

Münster, im September 2008 Sabine Busch-Böckmann
(Fachberatein für
Kindertageseinrichtungen im Ev. KK-Münster

Beratungsverlauf (4)

28.10.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.10.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.11.2008 Hauptausschuss
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.11.2008 Rat
TOP 20 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Münsterstraße 105
  • Studtstraße
  • Hochstraße 12
  • Gescherweg
  • An der Apostelkirche 1
  • Am Hof Schultmann 77

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0705/2008
Typ
Vorlagen
Datum
21.08.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37