V/0705/2008
Trägerschaftsentscheidung für die Kombi-Einrichtung in Sprakel
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Beschlussvorlage
15024 Zeichen
V/0705/2008
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Betrifft
Entscheidung über die Trägerschaft für die Kombi-Einrichtung in Sprakel - Kindertageseinrichtung
und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach
Beratungsfolge
28.10.2008 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
29.10.2008 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
05.11.2008 Hauptausschuss Vorberatung
05.11.2008 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Die Stadt Münster überträgt dem Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW gGmbH die Be-
triebsträgerschaft für die Kombinationseinrichtung - Kindertageseinrichtung und Einrichtung
der Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach - im Stadtteil Münster-Sprakel (Konzept s. An-
lage 1).
2. Die Trägerschaft beginnt mit der Betriebsaufnahme der Einrichtung – voraussichtlich zum 01.
August 2009.
3. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten zum Betrieb der Einrichtung, zur Nut-
zung des Gebäudes und der Außenanlagen sowie zu den finanziellen Regelungen zum Be-
trieb der Einrichtung wird zwischen der Stadt und dem Träger eine vertragliche Vereinbarung
geschlossen.
II. Kosten/Folgekosten
Die Kosten und Folgekosten sind in den vorangegangenen Vorlagen V/0577/2007 (Errichtungsbe-
schluss) und V/0212/2008 dargelegt und beschlossen worden.
Demnach belaufen sich die Kosten für den Betrieb der Einrichtung in folgender Höhe
(ohne Berücksichtigung der Miete):
Kindertagesbetreuung: jährlich ab 2010 = 262.000 € (Anteilig für 2009 vom 01.08.-31.12 = rd.
110.000 €)
Vorlagen-Nr.:
V/0705/2008
Auskunft erteilt:
Herr Philipp
Ruf:
492 51 11
E-Mail:
PhilippF@stadt-muenster.de
Datum:
21.08.2008
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0705/2008
Kinder- u. Jugendarbeit: jährlich ab 2010 = 75.000 € (Anteilig für 2009 vom 01.08-31.12 =
31.250 €)
Demgegenüber stehen Trägeranteile des Trägers in folgender Höhe
(ohne Berücksichtigung der Miete):
Kindertagesbetreuung – geleisteter gesetzlicher Trägeranteil in Höhe von 9 % -
jährlich ab 2010 = rd. 23.600 € (Anteilig für 2009 vom 01.08.-31.12 = rd. 10.000 €)
Kinder- u. Jugendarbeit: - geleisteter Trägeranteil in Höhe von 10 %
jährlich ab 2010 = 7.500 € (Anteilig für 2009 vom 01.08-31.12 = 3.125 €)
Daraus ergeben sich folgenden Aufwendungen (= Kosten für den Betrieb ./. Trägeranteile):
Kindertagesbetreuung: jährlich ab 2010 = 239.000 € (Anteilig für 2008 vom 01.08.-31.12 = rd.
100.000 €)
Kinder- u. Jugendarbeit: jährlich ab 2010 = 67.500 € (Anteilig für 2008 vom 01.08-31.12 =
28.125 €)
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Aufwendungen
Nr. Bezeichnung Haus h.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
- Ansätze -
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in Ta-
gesbetreuung
Teilergebnisplan (Zei-
le)
15 Transferaufwendungen 2009
2010ff
100.000
239.000
Ansatz 2009:
50.794.790 €
Ansatz 2010:
54.877.420 €
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit
Teilergebnisplan (Zei-
le)
15 Transferaufwendungen 2009
2010ff
28.125
67.500
Ansatz 2009:
2.254.980 €
Ansatz 2010:
2.254.980 €
Insgesamt: 2009
2010ff
128.125
306.500
Erträge
Nr. Bezeichnung Haus h.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in Ta-
gesbetreuung
Teilergebnisplan (Zei-
le)
02 Zuwendungen und allgemeine
Umlagen
2009
39.600
Ansatz 2009:
19.071.960 €
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20010ff 94.320 Ansatz 2010:
20.429.130€
Begründung:
1. Ausgangslage
Im Stadtteil Münster-Sprakel wird eine Einrichtung errichtet, die dem Bedarf an Kindertagesbetreu-
ung und Kinder- und Jugendarbeit entspricht und für Kinder, Jugendliche und Familien Angebote
schafft, die dem wachsenden Stadtteil und den damit verbundenen Bedarfen Rechnung trägt.
Die Einrichtung wird als sogenannte Kombinations-Einrichtung gebaut, die eine Kindertagesein-
richtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit „unter einem Dach“ umfasst.
Die Kindertageseinrichtung besteht aus zwei Gruppen – zunächst für Kinder im Alter von 2 bis 6
Jahren -, die entsprechend den bestehenden Bedarfen weiter entwickelt werden sollen; die Ein-
richtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit umfasst einen ca. 180 qm großen Bereich, der viel-
fältige Möglichkeiten für eine stadtteilbezogene und bedarfsgerechte Kinder- und Jugendarbeit
bietet.
Grundlage für die Errichtung und für den Bau der Einrichtung sind die Beschlüsse zu den Vorlagen
V/0577/2007 (Errichtungsbeschluss) und V/0212/2008 (Baubeschluss).
Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips gem. § 4 SG B VIII hat der Rat beschlossen, die Trägerschaft
für diese neue Kindertageseinrichtung vorrangig einem geeigneten Träger der freien Jugendhilfe
zu übertragen, wenn dieser dabei den erforderlichen Trägeranteil leistet.
2. Interessenbekundungen freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft
Die im Bezirk tätigen Träger sowie die in den Arbeitsgemeinschaften gem. § 78 SGB VIII (AG 2 –
Kinder- und Jugendarbeit sowie AG 5 – Kindertagesbetreuung) und weitere zentrale Verwaltungs-
einrichtungen der in Münster tätigen Träger wurden über die Planungen der Stadt Münster zum
Neubau dieser Kombinationseinrichtung informiert und gebeten, ihr Interesse an einer Übernahme
der Trägerschaft mitzuteilen. Die Trägersuche wurde auch durch Pressemitteilungen bekannt ge-
macht.
Die folgenden drei Träger haben sich für die Übernahme der Trägerschaft für die Kindertagesein-
richtung und für die offene Kinder- und Jugendarbeit verbindlich beworben:
• Outlaw - Gesellschaft für Jugendhilfe gGmbH, Münsterstraße 105, 48268 Greven,
Standort in Münster: Studtstraße , 48149 Münster
• Arbeiterwohlfahrt - AWO - Unterbezirk Münsterland und Recklinghausen, Hochstraße 12 48151
Münster,
• Evangelischer Kirchenkreis Münster, An der Apostelkirche 1-3, 48143 Münster (in Kooperation
mit der ev. Andreas Kirchengemeinde Coerde im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit)
Für die separate Trägerschaft ausschließlich für den Bereich der offenen Kinder- und Ju-
gendarbeit hat sich ein Träger verbindlich beworben:
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• Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck,
Am Hof Schultmann 77, 48163 Münster
3. Kriterien für die Trägerschaft
Trägerschaftliche Anforderungen an die Kombinationseinrichtung liegen insbesondere in folgenden
Bereichen:
Wirtschaftlichkeit:
o Es wurden die trägerbezogenen gesetzlichen Trägeranteile erwartet
Fachliches Konzept:
o Erfahrungen und Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen,
o Geeignete und fachliche Konzepte gleichermaßen für die Kindertagesbetreuung und für die
offene Kinder- und Jugendarbeit und
o Aussagen zu den fachlichen und konzeptionellen Anforderungen, die sich aus der Kombi-
nation der Kindertageseinrichtung und der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung in Bezug
auf die Stadtteilbedarfe ergeben
Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen
o Kooperationsbezüge im Stadtteil,
o Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil,
o Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote und
o flexible bedarfsgerechte Anpassungen der Angebote
4 Trägerauswahl - zusammenfassende Bewertung und Entscheidung
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche geführt und diese ausge-
wertet. Alle Bewerber sind fachlich geeignet, die Trägerschaft zu übernehmen.
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils und hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung gibt es
für die Trägerschaft entscheidungsleitende Unterschiede.
4.1 Wirtschaftlichkeit
1. Der Kinder- und Jugendhilfeträger „OUTLAW gGmbH“
leistet den vollen gesetzlichen Träger-
anteil entsprechend ihres Status als finanzschwacher Träger mit
• 9 % an den Betriebskosten der Kindertageseinrichtung und
• 10 % an den Betriebskosten der Kinder- und Jugendeinrichtung.
Der Träger „OUTLAW“ hat damit die vollen gesetzlichen finanziellen Voraussetzungen
erfüllt.
2. Die AWO
hat ebenfalls die Übernahme der gesetzlichen Trägeranteile entsprechend ihres
Trägerstatus als finanzschwacher Träger angekündigt
• 9 % für die Kindertageseinrichtung und
• 10 % für die Kinder- und Jugendeinrichtung).
Sie bedient sich dazu den Möglichkeiten einer Tochtergesellschaft und der Drittmittelförderung
(z.B. EU-Mittel) für besondere, innovative Projekte.
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Falls die AWO die entsprechenden Drittelmittel regelmäßig einwerben kann, hat sie mit
diesem Finanzkonzept die finanziellen Voraussetzungen ebenfalls erfüllt.
3. Der evangelische Kirchenkreis
bewirbt sich mit einem Trägeranteil von
• 6 % für die Kindertageseinrichtung (der gesetzliche Trägeranteil für Kirchengemeinschaf-
ten beläuft sich auf 12 %).
• Für die Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit will der ev. Kirchenkreis einen gemischten
Trägeranteil leisten: 20 % für die Personalkosten und 10 % für die Sach- und Mietkosten.
Bezogen auf die Personalkosten bzw. auf den Personaleinsatz will der Träger in Kooperation
mit der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde keine neue Stelle schaffen, sondern eine
bestehende Stelle aus dem „HOT-Coerde“ einsetzen.
Der evangelische Kirchenkreis hat die gesetzlichen finanziellen Voraussetzungen damit
sowohl für die Kindertageseinrichtung als auch für die offene Kinder- und Jugendarbeit
nicht erfüllt.
Eine volle gesetzliche Übernahme der Trägeranteils in Höhe von 12 % ist gemäß des KiBiz
und im Zusammenhang mit dem dortigen „Budgetprinzip“ (Kindpauschalen) unabdingbar er-
forderlich. Städtische Mittel zum Ausgleich des Trägeranteils stehen nicht zur Verfügung.
Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit steht eine Stellenverlagerung vom HOT-Coerde zur
Einrichtung in Sprakel nicht im Einklang mit dem Jugendförderplan.
4. Der „Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck
“ kommt in kon-
sensualer Abstimmung zwischen Träger und Stadt für die Trägerschaft nicht in Frage, da er
sich nicht in der Lage sieht, die Trägerschaft für die Gesamteinrichtung zu übernehmen und
dem Träger keine Mittel für einen entsprechenden Trägeranteil für die Kindertageseinrichtung
zur Verfügung stehen.
4.2 Konzeptionelle und stadtteilbezogene Aspekte
Alle drei Träger, die in nähere Auswahl gek ommen sind (OUTLAW, AWO und Evangelischer Kir-
chenkreis), haben fachlich gute Konzepte vorgelegt und diese entsprechend erläutert.
Der Träger „OUTLAW - Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH“ hat gegenüber den an-
deren Trägern, die ebenfalls in die engere Auswahl gekommen waren (AWO und Evangelischer
Kirchenkreis) eine weitergehende Konzeption für die Gesamteinrichtung vorgelegt, da es sich um
eine bedarfsgerechte Gesamtkonzeption für den Stadtteil Sprakel handelt.
„OUTLAW“ hat zusätzlich zu den o.g. finanziellen Voraussetzungen die konzeptionellen Voraus-
setzungen aus Sicht der Verwaltung am besten erfüllt.
Der Träger hat eine umfassende Konzeption zum Betrieb der Einrichtung vorgelegt, die sich insbe-
sondere durch folgende Aspekte besonders hervorhebt:
In seiner Konzeption hat der Träger die Grundlagen für den Betrieb einer modernen und flexiblen
Kindertageseinrichtung und offenen Kinder- und Jugendarbeit beschrieben und dabei insbesonde-
re einen bedarfsgerechten Bezug zum Stadtteil Münster-Sprakel hergestellt.
Dabei hat er nicht nur seine konzeptionellen Vorstellungen bezogen auf die Kindertageseinrichtung
und die Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit beschrieben, sondern auch eine umfangreiche
Konzeption für die Gesamteinrichtung vorangestellt, die die fachlich pädagogischen und synergeti-
schen Möglichkeiten beschreibt und für die künftige Arbeit der Einrichtung zugrundelegt.
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Zudem verfügt der Träger über Erfahrungen in einer Referenzeinrichtung für den Betrieb einer sol-
chen Kombinationseinrichtung und der damit verbundenen Stadtteilarbeit. Neben der Kinderta-
geseinrichtung in Münster-Gievenbeck (Gescher weg) mit drei Gruppen betreibt der Träger in
Dresden bereits eine Kombinationseinrichtung, die die Bereiche „Kindertageseinrichtung“ und „of-
fene Kinder- und Jugendarbeit“ beinhaltet.
Herzuheben ist, dass der Träger über eine fachlich qualifizierte Fachberatung für beide Bereiche
verfügt.
Das Besondere ist, dass für die Kombinationseinrichtung eine Fachberatung für beide Bereiche,
Kindertageseinrichtung und Kinder- und Jugendarbeit, eingesetzt wird.
Die anderen Träger haben eine solche Fachberatung aus einer Hand bisher noch nicht in diesem
Umfang für eine solche Einrichtung wie in Sprakel entwickelt.
Für die übergreifenden Angebote hat OUTLAW auf die Perspektiven eines Mehrgenerationenhau-
ses hingewiesen und will seine Erfahrungen auch in der Gewinnung zusätzlicher Fördermittel ein-
bringen und dazu besonders innovative Projekte entwickeln.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass der Träger OUTLAW mit der Übernahme der Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung in Münster-Gievenbeck, Gescherweg, in kurzer Zeit unter
erschwerten Bedingungen eine Arbeit geleistet hat, die zwei bisher getrennte Kindertageseinrich-
tungen zusammengeführt und im Verbund mit zwei weiteren Kindertageseinrichtungen ein Famili-
enzentrum geschaffen hat.
In Kooperation mit weiteren Trägern aus dem Stadtteil konnte der Träger wichtige Impulse für eine
bedarfsgerechte Stadtteilarbeit leisten.
5. Zusammenfassung und Entwicklungsperspektiven
Aus den unter Punkt 4 angeführten Gründen, wird vorgeschlagen, dem Kinder- und Jugendhilfe-
träger OUTLAW gGmbH die Betriebsträgerschaft für die Gesamteinrichtung zu übertragen.
Mit dem Träger wird ein entsprechender Nutzungs-/Mietvertrag für die Überlassung des Gebäudes
geschlossen und eine Leistungsvereinbarung zum Betrieb der Kindertageseinrichtung und der Ein-
richtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit getroffen, die die fachlichen und synergetischen
Möglichkeiten der Gesamteinrichtung umfasst.
Die bisherige aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit in Sprakel, die von der ev. Andreas-
Kirchengemeinde durchgeführt wird, soll in vollem Umfang erhalten bleiben und von der ev. Kir-
chengemeinde weiter betrieben werden.
I.V.
gez.
Dr. Hanke
Beigeordnete
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Anlagen:
Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger:
1 OUTLAW – Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
2. Arbeiterwohlfahrt - AWO - Unterbezirk Münsterland und Recklinghausen
3. Evangelischer Kirchenkreis Münster
4. Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck
Anlage 2 - AWO - Gesamtbewerbung
35284 Zeichen
Vorsitzender: Friedhelm Schlichting
Geschäftsführer: Uwe Hildebrandt
Mitglied im AWO Bezirksverband
Westliches Westfalen e.V.
Geschäftsführer: Wolfgang Altenbernd
Eintrag unter VR 1598 Amtsgericht Dortmund.
Von der Körperschaftssteuer befreit, gemäß
§ 5(1) Nr. 9 KStG als
gemeinnützig anerkannt
Ihr Zeichen/Ihr Schreiben Ihre Nachricht vom Datum
51 12 0001 01.09.2008 12.09.2008
Ausschreibung der Trägerschaft für die „Kombi-Einrichtung Sprakel -
Kindertageseinrichtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit
unter einem Dach“
Sehr geehrte Frau Pohl,
die AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen bekundet ihr Interesse an der
Trägerschaft für das oben näher bezeichnete Objekt.
Eine ausführliche Konzeption zum Betrieb der Einrichtung fügen wir bei.
Den Trägeranteil übernimmt die AWO und deren Tochtergesellschaft Rebeq GmbH
aus besonderen Projektmitteln zur Durchführung von innovativen Konzepten.
Wir würden uns freuen, wenn unser Angebot Ihre Zustimmung findet und sind zu einem
persönlichen Gespräch gerne bereit.
Mit freundlichen Grüßen
(Michael Groß)
Geschäftsbereichsleiter
Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen,
Hochstr. 12, 48151 Münster
Der Oberbürgermeister
Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien
48127 Münster
Geschäftsstelle Münster
Hochstr. 12
48151 Münster
Geschäftsbereichsleiter
Michael Groß
Telefon:
0251 / 77 94-11
Telefax: 0251 / 77 94-20
E-Mail: m.gross@awo-msl-re.de
Arbeiterwohlfahrt
Unterbezirk
Münsterland-
Recklinghausen
Clemensstr. 2-4
45699 Herten
Telefon: 02366 - 1091-17
Telefax: 02366 - 1091- 90
Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft für
die „ Kombi - Einrichtung Sprakel -
Kindertageseinrichtung und Einrichtung der
offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem
Dach
Kontakt: Michael Groß, Hochstraße 12, Münster,
Tel: 0251/779411
Arbeiterwohlfahrt
Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
2
Das Leitbild der Einrichtung als Element der Qualit ätssicherung
und -entwicklung
Die Arbeiterwohlfahrt ist ein überregional tätiger Wohlfahrtsverband mit
diversifizierten Angeboten in der Sozialen Arbeit.
AWO-Leitsätze auf einen Blick
Die Arbeiterwohlfahrt kämpft mit ehrenamtlichem Eng agement und
professionellen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft:
Eins: Wir bestimmen – vor unserem geschichtlichen Hinterg rund als
Teil der Arbeiterbewegung – unser Handeln durch uns ere Werte des
freiheitlichen demokratischen Sozialismus: Solidari tät, Toleranz,
Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.
Zwei: Wir sind ein Mitgliederverband, der für eine sozial gerechte
Gesellschaft kämpft und politisch Einfluss nimmt. D ieses Ziel verfolgen
wir mit ehrenamtlichem Engagement und professionell en
Dienstleistungen.
Drei: Wir fördern demokratisches und soziales Denken und Handeln.
Wir haben gesellschaftliche Visionen.
Vier: Wir unterstützen Menschen, ihr Leben eigenständig u nd
verantwortlich zu gestalten und zu fördern alternative Lebenskonzepte.
Fünf: Wir praktizieren Solidarität und stärken die Verant wortung der
Menschen für die Gemeinschaft.
Sechs: Wir bieten soziale Dienstleistungen mit hoher Quali tät für alle
an.
Sieben: Wir handeln in sozialer, wirtschaftlicher, ökologis cher und
internationaler Verantwortung und setzen uns nachha ltig für einen
sorgsamen Umgang mit vorhandenen Ressourcen ein.
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
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Acht: Wir wahren die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit unseres
Verbandes; wir gewährleisten Transparenz und Kontro lle unserer
Arbeit.
Neun: Wir sind fachlich kompetent, innovativ, verlässlich und sichern
dies durch unsere ehren- und hauptamtliche Mitarbei terinnen und
Mitarbeiter zu.
Leitlinien unserer Arbeit
Parameter für unsere Arbeit, Konzepte und Methoden sind
Selbstverantwortung, Selbstbestimmung und das Recht auf Teilhabe
am gesellschaftlichen Leben. Wir gehen davon aus, d ass der Mensch
lebenslang lernen kann. Auf dieser Basis möchten wi r positive
Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in ihrem
Zuhause und im Lebensfeld mit gestalten und damit a uch dazu
beitragen, eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu entwickeln.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO arbeit en auf der
Grundlage einer lebensweltorientierten Jugendhilfe. Mit einem
ressourcenorientierten Ansatz (Empowerment) werden die Stärken und
Fähigkeiten der Kinder, Jugendlichen und Erziehungs berechtigten zum
Ausgangspunkt für die Gestaltung und Organisation d er Hilfen. Die
Alltagswelt der Familien, ihre persönlichen und kul turellen Ressourcen
soll erfasst werden und sich in der Unterstützungsp lanung wieder
finden.
Die AWO verfolgt eine aufsuchende Arbeit. Die Mitar beiter/innen
tauchen als „Kümmerer“ in die Sozialisationsorte F amilie, Schule,
soziales Umfeld und Betriebe ein, um so frühzeitig wie möglich die
richtigen Angebote. Unterstützungen und Hilfen zu i dentifizieren und zu
organisieren. Die aufgetretenen Probleme der Jugend lichen werden im
Kontext der Lebensverhältnisse betrachtet und dort geklärt. Das
Angebot muss so dicht wie möglich am gewohnten Allt ag ausgerichtet
werden. Die Familie wird in ihrem sozialen und räum lichen Lebensfeld
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
4
aufgesucht. Dort, wo die Familienmitglieder ihre Le benserfahrung
machen, wird die Hilfe angeboten.
Die Beteiligung der Kinder, Jugendlichen und Famili en, eine
wertschätzende und emanzipatorische Haltung gegenüber den Kindern,
Jugendlichen, deren Eltern und dem Umfeld sind eben so
Arbeitsprinzipien wie die Orientierung an den Bedür fnissen und
Interessen der Genannten. Die schulische und berufl iche Integration
der Kinder und Jugendlichen haben eine wesentliche Bedeutung.
Ein niederschwelliger Zugang zu den Angeboten muss gewährleistet
sein: durch z.B. gute Erreichbarkeit, Freundlichkei t im Umgang,
Balance zwischen Begleitung, Ermutigung, Befähigung (Empowerment)
und Intervention. Weitere Ausgrenzungen sollen verh indert werden.
Gerade Kinder und Jugendliche, deren Lebensführung keiner
„Normalbiografie“ entspricht, werden in ihrer Suche nach einem
eigenen Lebensentwurf unterstützt. Wir wollen Notla gen identifizieren
und möglichst beheben. Dabei sind wir in einer Anwa ltsfunktion für die
Kinder, Jugendlichen und ihre Familien.
Lebensweltorientierung als Handlungsprinzip, Alltag sorientierung
als Verstehens- und Handlungskonzept
Bedarfsorientierte individuelles Handeln
Basis der Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und Familien ist eine
individuelle Diagnostik, Unterstützung, Beratung un d Förderplanung
aus einer Hand („Hand in Hand“ mit Eltern, Personensorgeberechtigten,
Jugendamt, Schule) – auf der Grundlage eines individuellen Portfolios.
Ausgehend von der konkreten Lebenssituation wird ge meinsam mit
allen Beteiligten die konkrete Arbeitsgrundlage für die Arbeit mit den
Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern geschaffen. Genaue Kenntnisse
über die Lebensführung und die Lebenslage sind Vora ussetzungen für
das Arrangement und die Kreation von Bildungsplänen und möglichen
Förderungen. Sowohl die Kinder und Jugendlichen wie auch ihre Eltern
müssen sich nicht in ein Hilfeschema einpassen, son dern das
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
5
Unterstützungsangebot muss für sie passend sein. Pr ozessorientiert
werden Erziehungs- und Förderplanung kontinuierlich im
beschriebenen Kontext fortgeschrieben.
Ganzheitlichkeit und Ressourcenorientierung
Die Angebote sollen den Lebenslagen der Familien en tsprechen, ihre
Ressourcen, Kompetenzen und die ihres Umfeldes wahr nehmen und
fördern. Unterstützt und ausgebildet sollen die ind ividuellen
Gestaltungskompetenzen in den sozialen Bezügen werden - vor dem
Hintergrund des (geschichtlichen) Alltags.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Hilfe zur Selbs thilfe und
Selbstorganisation. Die (verschütteten) Ressourcen zur Veränderung
und zur Lebensbewältigung werden aufgedeckt und aktiviert, alternative
Bewältigungsstrategien und Handlungsmuster erarbeitet.
Prävention und Stärkung des familiären Umfeldes (Netzwerke)
Einrichtungen in einem geografisch abgrenzbaren Rau m stellen ein
institutionelles Netzwerk dar. Dort, wo eng kooperi ert wird, sind die
Maschen enger, d.h. es fallen weniger Kinder, Jugen dliche und
Familien durch das Hilfesystem. Deshalb heißt leben sweltorientierte
Jugendhilfe, (präventiv) Netzwerke zu knüpfen und K ooperationen zu
verstärken. Es muss also gelingen, die geeigneten u nd notwendigen
Angebote und Hilfen im Stadtteil zu verschränken und zu integrieren.
„Ressourcen fischen“ heißt die Bündelung der Resso urcen und
Kompetenzen für eine präventive, aktivierende, aufs uchende Arbeit mit
den Kindern und Jugendlichen und deren Eltern.
Hauptschwerpunkte der Arbeit sind die Einbindung de r Angebote in
einen konkreten Lebensraum. Aufgabe einer lebenswel torientierten
Jugendhilfe (als Arbeitsprinzip) ist es deshalb, ei nerseits die Kinder und
Jugendlichen bei der Bewältigung des Alltags in ihr er Lebenswelt zu
unterstützen, zu begleiten und zu beraten, anderers eits diese
Lebenswelt so zu gestalten, dass Kinder und Jugendl iche neue positive
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
6
Erfahrungen machen können – sowohl im sozialen Raum des
Elternhauses wie auch der Einrichtung.
Partizipation und Vertrauensschutz
Menschen, die Angebote nutzen, suchen und annehmen, sind immer
Experten und Expertinnen für ihre eigene Lebenssitu ation. Aufgrund
unseres Leitbildes und unserer konzeptionellen und methodischen
Parameter ist Partizipation unser Anliegen, sehen w ir Kinder,
Jugendliche und Eltern als Partner und Partnerinnen . Die Zustimmung
der Hilfesuchenden und ihr größtmögliches Vertrauen sind
Voraussetzungen und Katalysatoren für das Gelingen einer Maßnahme,
schaffen Optionen für die eigene Veränderung und Mi t- und
Selbstverantwortung im Prozess. Alle Betroffenen mü ssen zunehmend
Kontrolle über die Gestaltung der Lebensverhältnisse gelangen.
Integration
In einer „Zeit riskanter Chancen“ benötigen Kinder und junge Menschen
einen Koffer voller Kompetenzen und Ressourcen. Ein e
lebensweltorientierte Jugendhilfe verfolgt als Hand lungsprinzip
Normaleinrichtungen vor Sondereinrichtungen zu stel len. Gerade
Menschen, deren bisherige Lebensführung keiner Norm albiografie
entspricht, werden unterstützt, ihren Platz in der Stadt, im Stadtteil, in
der Nachbarschaft zu finden.
Geschlechterdifferenzierender Ansatz
Wir wollen die Gleichberechtigung von Mädchen und J ungen fördern.
Wir reflektieren unsere Konzepte, Methoden und unse r Handeln im
Alltag, ob sie für die Chancengleichheit förderlich sind. Dabei tragen wir
der Geschlechterperspektive Rechnung, um Nachteile zu vermeiden
oder auszugleichen.
Durchlässigkeit, Flexibilität, Kooperation
Wir bieten flexible Teams, ein diversifiziertes und differenziertes
Angebot, das individuell und situationsangepasst di e Angebote
umsetzen kann. Von hoher Bedeutung sind dabei die V erschränkung,
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
7
Durchlässigkeit von Angeboten und die Ausgestaltung von
Schnittstellen und deren Management. Eine erforderl iche Kooperation
bei veränderten Bedarfen ist jederzeit möglich und wird aktiv
unterstützt.
Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen
Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland - Rec klinghausen (im
folgenden AWO) betreibt zurzeit in verschiedenen St ädten bzw.
Gemeinden (wie z.B. Münster, Steinfurt, Coesfeld, B orken,
Recklinghausen) 67 Kindertageseinrichtungen sowie v erschiedene
offene Kinder- und Jugendeinrichtungen.
Die AWO organisiert präventive und bedarfsgerechte , am Einzelfall
orientierte Leistungen. Zum Leistungsspektrum gehör en
Familienzentren, Bewegungskindergärten ebenso wie i ntegrative
Projekte in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. D ie in der
nachfolgenden Trägerbewerbung aufgeführten Angebote sollen in
örtliche Netzwerke und Kooperationen eingebunden se in und deren
Ressourcen für die Arbeit nutzen.
Im Mittelpunkt der Angebote stehen die individuelle Lebenssituation,
sozialräumliche Gegebenheiten von Kindern, Jugendli chen und
Familien.
Für die AWO ist es ein besonderes Anliegen, dass die Hilfsangebote für
alle ethnischen Gruppen offen sind.
Interkulturelle Kompetenz einer Vielzahl von Mitarb eiter/innen der AWO
macht dies möglich.
Räumliche Synergien sind durch die Planung des Gebä udes in einem
großen Maße vorgegeben. Dies allein ist notwendige, aber nicht
hinreichende Bedingung für das Gelingen optimaler g emeinsamer
Nutzung der Räumlichkeiten.
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
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Hierfür ist vielmehr auch eine inhaltlich konsisten te konzeptuelle
Übereinstimmung unabdingbar. Nur so können in der a lltäglichen Arbeit
auftretende konfligierende Interessen und Bedürfnis se der
verschiedenen Angebotsarten ohne übermäßigen Reibun gsverlust
befriedigt werden.
Als Folge der oben beschriebenen Faktoren ist ein w irtschaftlich
messbarer Synergieeffekt zu erwarten. Das sich dies nicht auf Kosten
der Qualität des Angebotes negativ auswirkt, sonder n gerade
umgekehrt ein Mehrwert für Betreiber und Nutzer gen eriert wird, ist
hohe Priorität unseres Strebens.
Fazit: „Ein Zentrum für Familien und Generationen“
Es ist uns bewusst:
Mit der Trägerschaft der Kombieinrichtung übernimmt der Anbieter eine
hohe Verantwortung für den Stadtteil und damit für die Bürgerinnen und
Bürger von Sprakel.
Sprakel ist ein Stadtteil mit wachsender Bevölkerun gsstruktur.
Hauptsächlich werden Kinder und Jugendliche von dem aktiven
Sportverein SC Sprakel und anderen Verbänden betreu t. Kinder und
Jugendliche, die von diesen Angeboten nicht erfasst werden, brauchen
weitere Anlaufstellen. Dieses ist eine der Kernauf gaben der neuen
Kombieinrichtung.
Eine weitere Adressatengruppe für neue Angebote ist sicherlich in den
zuziehenden Familien zu sehen – mit diesen sollten Freizeitgestaltung
sowie Begegnungsräume gemeinsam geplant, umgesetzt und genutzt
werden.
Die Kombieinrichtung hat zum einen die Aufgabe der Integration von
Kindern, Jugendlichen und Familien in den Stadtteil - darüber hinaus soll
sie aber auch ein Ort des Stadtteiles werden, der a ls Zentrum von Sprakel
die Ressourcen bündelt und für die Bürger und Bürge rinnen wieder zur
AWO Unterbezirk Münsterland – Recklinghausen Bewerbung - Kombieinrichtung Sprakel
9
Verfügung stellt.
Die räumliche Nähe zum Sportverein mit dem Sportplatz direkt vor der
Tür bietet die Möglichkeit einer intensiven Kooperation von zum Beispiel
gemeinsamen Angeboten und Raumnutzungen.
Ebenso bietet sich eine enge Verknüpfung ( sowohl d er Kita als auch der
Jugendeinrichtung ) mit der Sprakeler Grundschule a n durch zum Beispiel
Angebote der Schule, die im Kombihaus durchgeführt werden könnten
( wie zum Beispiel eine gemeinsame Hausaufgabenbetreuung ).
Darüber hinaus könnte ein wichtiger Baustein eine A ufsuchende Arbeit
sein, um Kinder und Jugendliche in Sprakel bedarfsgerecht zu erreichen.
Oberste Prämisse aller Angebote ist dabei eine stän dige Abstimmung mit
den Kindern, Jugendlichen und Familien sowie weiter en Vereinen und
Verbänden vor Ort, um passgenaue Angebote sicher zu stellen.
Bezüglich der gesamten Angebotsgestaltung legt die AWO allergrößten
Wert auf Partizipation – eine erste Grundlage für b edarfsgerechte
Angebote und Öffnungszeiten werden die Umfrageergeb nisse des
Jugendforums Nord sein, aber auch weitere Beteiligu ngsmöglichkeiten
sollen genutzt werden.
Für eine Trägerschaft der Kombi-Einrichtung Sprakel bedeutet das:
Mit der Modelleinrichtung Sprakel soll ein echtes „Zentrum für Familien“
entstehen, welches Anlaufpunkt für Menschen versch iedenen Alters
und verschiedener Lebenssituationen ist.
Kurze Wege und große Bandbreite professioneller Fac hlichkeit ergeben
vielfältige Möglichkeiten der Nutzung durch Kinder, Jugendliche und
Familien.
Die Orientierung an den Bedürfnissen der Adressaten in ihren
unterschiedlichen Lebensphasen sowie deren Einbezie hung und
Beteiligung zur Gestaltung der gesamten Arbeit ist Voraussetzung für
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uns. Stadtteilorientierung sowie Vernetzung der Kit as, Schulen und
anderer sozialer Dienstleistungsanbieter ist uns selbstverständlich.
Kindertageseinrichtung:
Als erste Anlaufstelle für Angelegenheiten von jung en Familien bietet
sich eine Kindertageseinrichtung an. Das Knüpfen vo n Kontakten und
Netzwerken unter Familien wird gefördert. Dementspr echend werden
die Eltern frühzeitig und nachhaltig im Rahmen unse rer Möglichkeiten
bei auftretenden Bedarfen beraten und unterstützt. Um die Ziele zu
erreichen, streben wir eine verstärkte Zusammenarbe it und Vernetzung
unserer Arbeit mit Bildungsträgern sowie Einrichtun gen der
Familienhilfe an. Die Kindertageseinrichtung bietet ein wohnortnahes
Zentrum mit einem niederschwelligen Beratungsangebo t. Es ist ein
Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten der Kindertag esbetreuung,
Familienberatung und –Bildung.
Die Kundenorientierung ist dabei das wichtigste Ins trument. Wir
evaluieren den Bedarf der Familien regelmäßig im Ra hmen einer
Elternbefragung. Anhand der Auswertung legen wir de n "Kurs" für das
nächste Jahr fest, und verbessern, bzw. gleichen un ser Angebot im
Rahmen unserer Möglichkeiten dem Bedarf der Eltern und Familien an.
Besondere Berücksichtigung muss im Stadtteil Sprake l finden, dass der
Anteil junger neu hinzugezogener Familien hoch sein wird.
Die Kindertageseinrichtung soll zweigruppig betrieb en werden - analog
der Vorlage gemäß dem Gruppentyp I mit jeweils 20 P lätzen für Kinder
im Alter von zwei Jahren bis zur Schulpflicht, davo n eine Gruppe mit
einer Betreuungszeit von 35 Std. und einer von 45 Std.
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Eine Angebotsmöglichkeit könnte sein:
45 Stunden wöchentliche Betreuungszeit mit Mittagessen
35 Stunden wöchentliche Betreuungszeit - mit getei lter Öffnungszeit
ohne Mittagessen
35 Stunden wöchentliche Betreuungszeit - im Block mit Mittagessen
Die Einrichtung wird bei Bedarf integrativ arbeiten , d.h. Kinder mit
einem erhöhten Förderbedarf können integrativ betreut werden.
Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit
Wir arbeiten nach dem Ansatz der Situationsorientie rten Arbeit und
nach dem Konzept der offenen Gruppen.
Der "Situationsorientierte Ansatz" versucht, gegenw ärtige Erlebnisse
der Kinder zu verstehen und zu entschlüsseln, dabei auf Erlebnisse und
Erfahrungen in der Vergangenheit Bezug zu nehmen un d diese in die
Gegenwart "verarbeitend" zu übertragen. Auf diese W eise können die
Kinder Kompetenzen für die Zukunft auf- und ausbaue n. Der Weg ist
dabei das Ziel.
Dieser Ansatz bietet den Kindern vielfältige Möglic hkeiten des
miteinander Lebens und Lernens.
Die Kinder bekommen den Raum und die nötige Zeit, um individuelle
Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu begreifen, um
bedeutsame Fragen zu beantworten und um Zusammenhänge zu
verstehen. Dies ermöglicht den Kindern eine positive Entwicklung in
allen Kompetenzbereichen - motorisch, kognitiv, emotional und sozial.
Es bestehen Regeln und Normen, die mit den Kindern abgesprochen
und ausgearbeitet werden, um das soziale Miteinander zu strukturieren.
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Die Erzieherin begleitet die Kinder dabei konsequent und kompetent.
Sie beobachtet die Kinder in ihren Ausdrucksformen, versucht diese zu
verstehen und in den entsprechenden Projektplanungen mit zu
berücksichtigen. Die Kinder können sich durch Projekte, die ihre
persönlichen "Lebensthemen" bearbeiten, auf angemessene Weise mit
ihren Erlebnissen auseinander setzen. Die Kinder werden an den
Entscheidungen beteiligt. Die Erzieherin gibt sich dabei mit ihrer ganzen
Persönlichkeit in die praktische Arbeit ein. Sie ist jederzeit
Spielpartnerin und Bündnispartnerin für die Kinder und setzt den
Kindern im Freispiel Impulse.
Die offene Arbeit bedeutet, dass den Kindern die ge samte Einrichtung
als Erfahrungsraum zur Verfügung steht. Das Kind su cht sich den für
seine Bedürfnisse geeignetesten Platz selber aus. S omit werden wir
den aktuellen Bedürfnissen der Kinder wie z.B. nach Ruhe, Bewegung,
Gruppenaktivitäten oder Einzelzuwendungen eines jed en Kindes
gerecht. Die Kinder „lernen“ ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen,
selbständig Entscheidungen zu treffen und sich in e iner Gesellschaft
zurechtzufinden.
Durch die „offene Arbeit” ist ein enger Kontakt und Austausch zwischen
den Mitarbeiterinnen der einzelnen Gruppen besonder s wichtig. Alle
pädagogischen Mitarbeiterinnen kennen die Kinder de r anderen
Gruppen, ebenso wie auch die Kinder alle Mitarbeite rinnen kennen.
Durch die gruppenübergreifenden Projekte wird diese r Prozess
gefördert. Die Kinder können die gesamte Einrichtun g für ihren
Entdeckungs- und Bewegungsdrang nutzen und werden d abei immer
selbstsicherer - je länger sie in der Einrichtung sind.
Die Kinder finden bei jeder Erzieherin ein offenes Ohr und Zuwendung.
Durch einen regelmäßigen Austausch ist gewährleiste t, dass ein Kind
von mehreren Pädagoginnen in seiner Entwicklung beo bachtet und
gefördert wird. In den Fallbesprechungen können so mehrere
Beobachtungen in die Dokumentation eingebaut werden.
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Förderung der Kinder
Verfahren zur allgemeinen Früherkennung
Eine wichtige Voraussetzung einer guten pädagogisch en Arbeit ist die
Beobachtung und Dokumentation des aktuellen Entwick lungsstandes
des Kindes, diverser Konstellationen innerhalb der Gruppe und der
Einrichtung. Das stellt die AWO sicher.
Als Dokumentationshilfen nutzen wir folgende anerkannte Verfahren:
Portfolio - Das ist eine kontinuierlich fortgeschriebene Samml ung
verschiedenster Entwicklungsdokumente über jedes Ki nd, in der die
individuelle Bildungsbiographie festgehalten wird. Es enthält z. B.
dokumentierte Kurzzeitbeobachtungen, Zeichnungen, F otos des
Kindes, evtl. notierte Kinderäußerungen sowie Beoba chtungsnotizen
oder Bemerkungen der Erzieherinnen. Mit der Entwick lungs-
dokumentation lassen sich mit zunehmender Fülle und Dichte der
Materialien Entwicklungsschübe und Entwicklungsverl angsamungen
ausmachen. Diese Erinnerungsmappe an die Kindergart enzeit
bekommt das Kind beim Verlassen der Kindertageseinr ichtung
ausgehändigt.
Bildungsdokumentation - In dieser werden die Stärken,
Kompetenzen, Vorlieben, Fortschritte und die indivi duelle
Lerngeschichte des Kindes, insbesondere in den vier
Bildungsbereichen: „Bewegung“, „Spielen, Gestalten und Medien“,
„Sprache(n)“ und in „Natur und kulturelle Umwelt“ s chriftlich
festgehalten. Diese Dokumentation wird den Eltern a m Ende der
Kindergartenzeit ausgehändigt und kann zum Übergang vom
Kindergarten in die Schule an die Grundschullehrer weitergeben
werden.
Delfin 4 als Pflichtleistung - Ein Verfahren zur Diagnose der
Sprachkompetenz von Kindern zwei Jahre vor der Schu le (Dr. Lilian
Fried).
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Sensomotorisches Entwicklungsgitter (E.J. Kiphard) - Eine
tabellarische Entwicklungsprüfung der fünf Funktion sbereiche: Sinnes-
und Bewegungsentwicklung, optische Wahrnehmung, Han d- und
Fingergeschick, Fortbewegung und Körperkontrolle, S prache und
akustische Wahrnehmung.
BISC (Bielefelder Screening) - Das BISC erlaubt die zuverlässige
individuelle Identifizierung von Vorschulkindern mi t einem Risiko zur
Ausbildung von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten. D iagnostizierte
Kinder werden mit dem HLL (Hören-Lauschen-Lernen) trainiert.
MOT 4-6 - Ein Motoriktest für vier- bis sechsjährige Kinder, der folgende
Dimensionen der Motorik beinhaltet: gesamtkörperlic he Gewandtheit
und Beweglichkeit; feinmotorische Geschicklichkeit;
Gleichgewichtsvermögen; Reaktionsfähigkeit; Sprungk raft und
Schnelligkeit; Bewegungsgenauigkeit; Koordinationsf ähigkeit. (R.
Zimmer und M. Volkamer)
Seldak (Ulich, M. & Mayr) - Mit den Beobachtungsbögen ist die
Sprachentwicklung eines deutschsprachigen Kindes (4 -6 Jahre)
festzustellen und zu dokumentieren.
„Mann-Zeichen-Test“ - Dieser wird als diagnostisches Hilfsmittel -
besonders bei Fragen der Schulreife - als ergänzend es
Untersuchungsverfahren verwendet.
Ohne Sprache keine Gedanken
Sprachförderung: Die Aufgabe einer Erzieherin ist e s,
Sprachlernchancen zu schaffen, um gezielt Sprachent wicklung
anzuregen. Sprache und Geist hängen eng zusammen. I m Austausch
mit Anderen können viele Dinge - vor allem über di e Sprache -
vermittelt werden. Ohne Sprache gibt es auch keine Gedanken.
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Die Erzieherinnen halten die Kinder in vielfältiger Weise zum Sprechen
an und geben ihnen beim Zuhören Sprechgelegenheiten , z.B. bei einer
gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung, bei Spielen und Liedern oder
nach dem Vorlesen. Dabei sind sie ganz bewusst „Vor bilder“, denn
Kinder orientieren sich an den Sprachvorbildern ihr er Umwelt. Der
Dialog geschieht auf Augenhöhe mit den Kindern, dam it auch die Mimik
und Mundstellung beobachtet werden kann. Die Sprach e wird als
wichtiger Bestandteil in alltäglichen Handlungen ei ngebaut. Dabei wird
auf eine gute Aussprache und auf ganze Sätze geacht et. Jedes Kind
wird bewusst begrüßt und verabschiedet.
Je vielfältiger die Erfahrungen sind, desto intensi ver begreifen die
Kinder ihre Umwelt, eine wichtige Basis sowohl für die sprachliche als
auch kognitive Entwicklung. Der situationsorientier te Ansatz ist hierfür
eine gute Basis. Es werden sprachanregende Situatio nen geschaffen,
die „unfertig“ sind, deren Ablauf nicht vorgegeben ist und die „offene“
Fragen aufwerfen. Ebenso wichtig sind Rituale, wie z.B. ein gemeinsam
gesungenes/gesprochenes Tischgedicht, Lieder/Finger spiele im
Stuhlkreis oder das Abschiedslied. Gerade durch Rei men erfahren die
Kinder, dass Sprache keine einzelnen Buchstaben sin d, sondern aus
vielen Silben besteht.
Kinder gebrauchen ihre Sprache im Rollenspielbereic h genauso wie in
der Auseinandersetzung mit anderen. Die Sprachförde rung kann sich
dabei auf die sozial-kommunikativen Fähigkeiten der Kinder beziehen.
Sprachförderung kann aber auch bedeuten, dass man K inder frühzeitig
auf den Schriftspracherwerb vorbereitet. Beispielsw eise durch Übungen
zur phonologischen Bewusstheit.
Bilinguale Erziehung:
Die AWO begrüßt die Einrichtung einer bilingualen G ruppe in der
Kindertageseinrichtung Sprakel ausdrücklich – sollt e sich ein weiterer
Bedarf zeigen, würde die AWO auch die Gesamteinrich tung bilingual
betreiben.
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Die AWO ist bereits Träger von bilingualen Gruppen und hat inzwischen
entsprechende Erfahrungen gesammelt.
Die bereits existierenden Gruppen arbeiten nach dem
Immersionsansatz.
Der Immersionsansatz - das Sprachbad. Es handelt si ch um eine
moderne und erfolgreiche Methode der Sprachvermittl ung. Die
Vermittlung geschieht im Zusammenhang (Kontextualis ierung) - die
Sprache muss in Handlungen eingebunden sein und wir d durch Gesten
und Mimik unterstützt.
Das pädagogische Konzept:
Eine Fachkraft (native speaker) spricht nur die Zwe itsprache (für die
Kombieinrichtung Sprakel Englisch), die anderen nur die Erstsprache.
Es findet kein strukturierter Sprachunterricht stat t – es wird bilingual
gesprochen. Verschiedene Lebensbedingungen und Inte lligenzgrade
beeinträchtigen das Lernen nicht. Drei - bis achtjä hrige Kinder
entschlüsseln neue Wörter, Sätze und Wendungen in der Zweitsprache.
Die Kinder können somit den Klang und die Melodie v on Sprache
entdecken, ihre Neugier für fremde Sprachen und Kul turen wird
geweckt. Sie können ihre Gabe nutzen, eine Sprache selbstverständlich
und ganz nebenbei zu erwerben. Das Fundament für de n späteren
Sprachgebrauch wird gelegt, und der Erfahrungshoriz ont wird erweitert.
Mehrsprachige Kinder sind langfristig sprachlich we ndiger, im Denken
leistungsfähiger und fremden Kulturen gegenüber tol eranter. Wichtige
Bedingungen sind, dass die Entwicklung der Muttersp rache nicht
beeinträchtigt oder unterbrochen wird und eine Abst immung und
Fortführung der weiteren bilingualen Erziehung mit den Schulen
stattfinden muss.
Neben der bilingualen Erziehung bieten wir in unserer Trägerschaft
auch weitere Schwerpunktkonzepte an wie zum Beispiel:
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Bewegungskindergarten:
( Träger von 14 anerkannten Bewegungskindergärten)
Bewegung hat für die Entwicklung eines jeden Kindes eine
grundlegende Bedeutung. Über Bewegung sammeln Kinde r
Erfahrungen, die weit über die körperlich-motorisch en Bereiche
hinausgehen. Sie lernen sich und ihren Körper kenne n, sie treten in
Kontakt mit ihrer Umwelt und mit anderen Menschen u nd sie sammeln
Wissen. Dieses Wissen bildet die Grundlage für alle s Lernen, z. B.
Lesen, Schreiben und Rechnen.
Psyche und Motorik bilden eine Einheit, die es zu f ördern gilt, da sie
beide abhängig voneinander sind. Die Psychomotorik trägt durch
positive Bewegungs- und Wahrnehmungserlebnisse zur Entwicklung
und Stabilisierung der Persönlichkeit bei ( die Ent wicklung hin zum
Bewegungskindergarten würde die AWO auch für Sprakel anstreben).
Die AWO begrüßt ausdrücklich die Einrichtung von Familienzentren
und die damit verbunden speziellen Angebote für die Nutzer wie zum
Beispiel:
- Sozial- und Beratungsdienste
- Bildungsangebote
- Tagesmütter/ Tagespflege
- Babysitterkurse
- Spielgruppen mit und ohne Eltern
(für die Kita Sprakel würde die AWO die Entwicklung zum
Familienzentrum anstreben).
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Kinder- und Jugendarbeit
Neben der Trägerschaft von Kindertageseinrichtungen ist ein weiterer
Schwerpunkt der AWO das Betreiben von offenen Kinde r- und
Jugendeinrichtungen.
Die Erfahrungen zeigen, dass nicht geregelte und ni cht pädagogisierte
soziale Räumen fehlen, in denen in komplexer und ni cht nur in
rollenspezifischer Weise Begegnungen stattfinden kö nnen. So finden
Jugendliche immer seltener Platz, sich mit Gleichal trigen ungestört zu
treffen, ohne Teilnahme- und Mitmachzwang, ohne Ler n- und
Konsumzwang. Um diesen Entwicklungen entgegen zu wi rken, ist es
unserer Ansicht nach sinnvoll, weitgehend unverrege lt zu arbeiten und
Jugendlichen - mit verschiedenen Lebenserfahrungen und Perspektiven
-Räumlichkeiten zu bieten, in welchen sie sich bege gnen und
kennenlernen können sowie Handlungskompetenzen selb stbestimmt
weiterentwickelt und Orientierungsprozesse geförder t werden können.
Dazu ist es erforderlich, den Jugendlichen persönli ch und authentisch
zu begegnen.
In der offenen Kinder – und Jugendarbeit setzen wir folgende
Schwerpunkte:
- Partizipation
- Integration
- Beziehungsorientierter Ansatz
- Geschlechtsspezifischer Ansatz (Gender)
- Parteilichkeit
- Interkulturelle Kompetenz
- Alltagsbegleitung
- Schulische Hilfen/Berufswahlorientierung/Bewerbungstraining
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- Freizeitgestaltung
- Begleitung und Beratung
- Übergang Schule - Beruf
- cliquenorientierte Arbeitsweise (einzelne Gruppen werden nicht
ausgeschlossen - stattdessen werden bedarfsorientie rte
Gruppenangebote entwickelt)
- Einzelkontakte/Gespräche
- Ressourcenorientiertes Empowerment
- Konflikttrainings
- Moderierte Gruppengespräche
- Arbeit an jugend- und geschlechtsspezifischen Themen mit
verschiedenen Medien
Die Angebote in der Kombieinrichtung Sprakel könnte n – aber nur
in Abstimmung mit dem Jugendforum Nord sowie weiter en
Vereinen und Verbänden und Nutzer und Nutzerinnen d er
zukünftigen Einrichtung- wie folgt aussehen:
- Offener Treff
- Freizeitangebote/ Ferienbetreuung
- Kreative Gruppenangebote
- Bildungsangebote ( Hausaufgabenbetreuung)
- geschlechtsspezifische Angebote ( auch eigener Mädchen- und
Jungenraum)
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Die Altersstruktur der zukünftigen Nutzer und Nutze rinnen der offenen
Kinder- und Jugendeinrichtung beginnt mit dem Grund schulalter und
endet im Erwachsenendasein.
Das bedeutet für einen Träger einer solchen Einrich tung
unterschiedliche, bedarfsorientierte und altersger echte Angebote vor
zu halten in enger Kooperation mit weiteren Anbiete rn aus dem
Stadtteil.
Dazu könnten für den Stadtteil Sprakel folgende „Ba usteine“ denkbar
sein
1. Baustein: Angebote für Kinder von 7 bis 10 Jahren
- Hausaufgabenbetreuung/Bildungsangebote
- Freizeitgestaltung/Ferienangebote/Ausflüge
2. Baustein: Angebote für Kinder/Jugendliche von11 bis 14 Jahren
- Hausaufgabenbetreuung/Bildungsangebote
- Freizeitgestaltung/ Ferienangebote/Ausflüge
3. Baustein: Angebote für Jugendliche von 14 Jahren und älter
- Freizeitgestaltung/ Ferienangebote/Ausflüge
- Bildungsangebote
- Berufsfindung/Bewerbungstraining ( Übergang Schule und Beruf ).
Für alle drei „Altersbausteine“ gilt, die detaillie rte inhaltliche
Abstimmung mit den Nutzern/ Nutzerinnen vorzunehmen und mit
anderen Angeboten weiterer Anbieter zu vernetzen.
Zu allen Bausteinen werden begleitende Elternarbeit mit Beratungs-
und Kursangeboten bei Bedarf vorgehalten.
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Zielsetzungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind
- Stärkung des Selbstvertrauens
- Persönlichkeitsentwicklung fördern
- Stärkung der Konfliktfähigkeit
- Erlernen von Kommunikationsregeln.
Die AWO bewirbt sich ausdrücklich um die Trägerscha ft der
Gesamteinrichtung, um pädagogische, räumliche sowie
betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen.
Die Einrichtung wird bedarfs- und fachgerecht gefüh rt mit
entsprechenden Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien.
Die Angebote der Kombieinrichtung werden als Ergänz ung
gesehen zu Angeboten ortsansässiger Vereine und Verbände.
Anlage 4 - Verein - Jugendarbeit - Mecklenbeck
2529 Zeichen
"ar wer auun LED +49-201= 7476708 FIEGE MLENSTER S- er’el
Am Hof Schulimann 77
48183 - Münster
Tel: 0251 74 78 702
Fax: 0251 74 78 703
Mail; vorstand@Jugend-mecklenbeck.de
Website: www. jugend-mecklenback.de
Bankverbindung:
Sparkasse Münstsrland-Ost
BLZ 40060150 Konto Nr.: 11 015 894
Ends
I 7 Mürater - Mocklenheck a.
Am Hal Schulimann.7?
163 Minsior
Stadt Münster 11. September 2002
Amt für Kinder, Jugendlichen und Familien
7. H. Frau Anna Pohl 2 Spielmobil
f Ü Tugendtreif am Skaterplatz
48127 Münster n r N Ei mobiler Mädchentreff
& U Ferienfreizeiten
ax ! N © Ferienprogramm
ar Fax: 492 4% \
a, 206“ - 17, DR, I Toms Anti-Gewalt Mobil
Ü Ferienbetreuumg OGTS
U) Ganztagsheiremmg
&] Vorstand ’ Geschäftsführung
Bewerbung für die Tägerschaft der "offenen Kinder- und Tugendarbeit” is der "Kombi-Einrichtung
Sprakei''
Sehr gechtte Frau Pohl,
mit diesem Schreiben, möchten wir uns als Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Kombi-
Einrichtung Sprakel bewerben, Der Verein ist bereits seit 12 Jahren in diesem Arbeitsbereich tätig. Stetig
erweitern wir unser Aufgabenspektryun weit über die Stadtteilgrenzen hinaus. Dies hat uns auch dazu be-
wugen, uns auf das cben genannte Arbeitsfeld zu bewerben. Unsere Leitlinien Regen vor allem im Bereich
der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit. Diese möchten wir konzepüonell in dieser Einrichtung
umsetzen, Neben dem klassischen Konzept der sinrichtungsberogenen offenen Kinder- und Jugendarbeit,
welches wir selbstverständlich in der neunen Einrichtung verkörpern wollen, sollte die Verantwortung für
den Sozialraum ebenfalls cin wichtiger Bestatidteit der Arbeit sein. In diesem Zusammenhang möchten wir
sowohl Synergien als auch unser Know-How im Rahmen unserer Vereinsstrukturen, wie z.B, das Spielmo-
bil (mobile Einrichtung), Ferienangebote und Freizeiten sowie die Vernetzung :nit Grundschulen usw. nut-
zen.
Wir bewerben uns bewusst nur auf einen Teil der Kumbi-Einrichtung, da wir im Bereich der Kinderta-
geseinrichtungen bisher keine Erfahrungen sammeln konnten und der Trägerantcil von 9 % für uns nicht
refinanziorbar iat,
Im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit können wir jedoch eine verbindliche Zusage Alr den Trä-
geranteil von mindestens 10 Prozent abgeben. Weitere evil, Trägerzusagen bestätigen wir Ihmen geme in
einem persönlichen Gespräch.
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Vorstand /
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Sarah-Lynn Ehfie Lennart von Kannen
sschäftsführung Vorstand Erw, Vorstand
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Anlage 3 - Ev. Kirchenkreis - Gesamtbewerbung
11116 Zeichen
Superintendentur + Postfach 3046 + 48016 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Abteilung Tagesbetreuung für Kinder 48127 Münster Münster, 08. September 2008 B/Hi. Bewerbung um die Trägerschaft der „Kombi-Einrichtung Sprakel — Kindertagesein- richtung und Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach“ Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bekunden wir Ihnen unser Interesse an der Übernahme der kombinierten Kinder- und Jugendeinrichtung in Münster-Sprakel und bewerben uns um die Trägerschaft. Der Evangelische Kirchenkreis Münster ist bewährter und anerkannter Träger von insgesamt 19 Tageseinrichtungen für Kinder (davon 6 Familienzentren) sowie 9 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Der Ev. Kirchenkreis und die Ev. Andreas-Kirchengemeinde als Trägerin des Ju- gendheims „Haus der Offenen Tür für die Jugend“ (HOT) in Münster-Coerde pla- nen, in enger Kooperation auf der Grundlage einer Vertragsvereinbarung die Kin- der- und Jugendarbeit in der neuen Kombi-Einrichtung in Münster-Sprakel zu betreiben. Die Ev. Andreas Kirchengemeinde betreibt bereits seit Sommer 2007 mit einem Mitarbeiter des HOT-Coerde aufsuchende Jugendarbeit im Stadtteil Sprakel. Da- bei steht sie in enger Kooperation mit der Kath. St. Marien-Gemeinde. Aus einer personellen und strukturellen Verklammerung der geplanten Jugendeinrichtung in Sprakel mit dem HOT-Coerde ließen sich Synergien freisetzen, die die Schaffung einer zusätzlichen Stelle für pädagogisches Personal nicht notwenig machen. Die VASUPIKK MS\FB 4 - Bildung und Erziehung\Kindertagesstätten\Bewerbung Trägerschaft Kombi-Einrichtung- Sprakel_080908.doc Der Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Münster Superintendent Dr. Dieter Beese An der Apostelkirche 1/3 48143 Münster Postfach 3046 48016 Münster Ruf (02 51) 510 28-20 Fax (02 51) 510 28-12 dbeese@kk-ekww.de www.kirchenkreis- muenster.de für jede pädagogische Arbeit wichtigen Beziehungsstrukturen wurden von dem Mitarbeiter der Andreas-Kirchengemeinde bereits aufgebaut und können in die zukünftige Arbeit in der Einrichtung eingebracht werden. Erste Erfahrungen und Beobachtungen lassen uns davon überzeugt sein, dass Familien mit Migrations- hintergrund vermehrt zu den Neubürgern von Sprakel zählen werden. In Fragen der notwendigen Integrationsarbeit hat sich das Team des HOT-Coerde nicht allein durch sein Handlungskonzept „Hände reichen“, bereits in dem Stadtteil Coerde mit einem hohen Migrantenanteil bestens bewährt. Für die neue Kindertageseinrichtung in Münster-Sprakel als Kombi-Einrichtung gehen wir von einer dem KiBiz entsprechenden Personalbesetzung aus. Die fach- liche Begleitung ist über die Fachberatung des Kirchenkreises und die Einbindung in der Fachkonferenz der Tageseinrichtung für Kinder im Ev. Kirchenkreis Münster gewährleistet. Die von der Stadt Münster vorgegebene bilinguale konzeptionelle Arbeit für diese Einrichtung wird von uns begrüßt. Sie ist jedoch im Laufe des konkreten Betriebes der Einrichtung bezogen auf die tatsächlichen Realitäten der Kinder und Familien (zum Beispiel familiale Mehrsprachigkeit etc.) weiter zu ent- wickeln. Bausteine für eine Konzeption liegen diesem Schreiben bei. In Fragen der Kinder- und Jugendarbeit gerät die Ganzheitlichkeit der Familiensi- tuation der Kinder und Jugendlichen im Falle unserer Trägerschaft für die Kombi- Einrichtung verstärkt in den Blick. Das bedeutet für uns, wie in anderen Arbeits- feldern auch, die Zusammenarbeit mit - der Grundschule-Sprakel - dem Kath. Kindergarten St. Marien - den Ortsvereinen (Fußball-Verein, Karnevalsverein u.a.) - der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde - der Kath. Kirchengemeinde St. Marien - den Familienbildungsstätten in der Stadt Münster - den Ev. Beratungsdiensten. Wegen des von uns im Stadtteil bereits vorgehaltenen sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Engagements sind wir an einer Trägerschaft der neuen Kin- der- und Jugendeinrichtung sehr interessiert. Wir können Ihnen zur Zeit 50 % des gesetzlichen Trägeranteils zum Betrieb der Kindertageseinrichtung in Bindung an die Entscheidungsgremien unseres Kirchenkreises zusagen. Im Ersatz für das verminderte Angebot im Trägeranteil für die Kindertageseinrich- tung ist die Andreas-Kirchengemeinde bereit und in der Lage die Jugendarbeit im Stadtteil Sprakel in Kombination mit dem HOT-Coerde zu übernehmen. Die oben aufgezeigten Synergieeffekte würden mit unserer Trägerschaft zum Wohl von Kindern und Jugendlichen eintreten. Vorgesehene Betriebskosten: Kindertageseinrichtung 300.000,00 € Gesamtbetriebskosten 36.000,00 € gesetzlicher Trägeranteil 12% (Trägeranteil bei 6% 18.000,00€) 264.000,00 € Fördersumme Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit Personalkosten 50.000,00 € 10.000,00 € Trägeranteil 20% 40.000,00 € Fördersumme Sach- und Mietkosten ca. 25.000 € 2.500,00 € Trägeranteil 10% 22.500,00 € Fördersumme Aus der Sicht des Ev. Kirchenkreises Münster ergibt sich folgendes Finanzie- rungsmodell: 40.000,00 € Einsparung von Personalkosten im Bereich Münster-Nord 18.000,00 € Zuschuss zum Trägeranteil der Kindertageseinrichtung 22.000,00 € Einsparung der Stadt Münster (diese Finanzmittel könnten eventuell für zusätzliches Honorarkräfte eingesetzt werden) Mit einem Trägeranteil von 18.000 € für die Kindertageseinrichtung und 12.500 € für den Jugendbereich beteiligt sich der Ev. Kirchenkreis Münster mit insgesamt ca. 30.000,00 € an den Gesamtbetriebskosten. Die Personalkosten im Jugendbereich sind bei der Übernahme mit unserer Träger- schaft in einem höheren Maße verringert, als die Belastung durch das von uns gemachte Angebot eines halbierten Trägeranteils für die Tageseinrichtung für Kinder ausmacht. Für weiterführende Informationen zur Jugendarbeit stehen Ihnen Herr Pfarrer Frank Beckmann (Tel.: 0251/ 249900) und für den Arbeitsbereich Tageseinrich- tungen für Kinder Frau Sabine Busch-Böckmann (Tel.: 0251/510 28-46) gerne bereit. Wir hoffen, in das Gespräch über die Trägerentscheidung mit einbezogen zu wer- den und verbleiben mit freundlichem- ß a ek. Anlage: Tageseinrichtung für Kinder in Münster Sprakel Bausteine einer pädagogischen Konzeption 1. Bildungs- und Erziehungsauftrag Die Arbeit Evangelischer Kindertageseinrichtungen orientiert sich an « den gesetzlichen Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfe Weiterentwicklungsgesetz (KICK) und des Kinderbildungsgesetzes NRW (KiBiz) « der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Bildungsarbeit der Tageseinrichtungen für Kinder - Bildungsvereinbarung NRW- und e dem Bildungskonzept evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Westfalen und Lippe Evangelische Kindertageseinrichtungen sind Bildungseinrichtungen. Bildung ist die wichtigste Grundlage, mit der Menschen die Gegenwart bewältigen und die Zukunft gestalten können. Sie wird immer mehr zur Voraussetzung dafür, sich in einer pluralen und medialen Welt zurechtzufinden und behaupten zu können. Unter „Bildung“ verstehen wir nicht nur den Erwerb von Wissen, sondern auch die Befähigung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich Scelbstbildungsmöglichkeiten erschließen und aneignen zu können. Dabei kommt dem Erwerb von Basiskompetenzen eine hohe Bedeutung zu. Bildungsprozesse sollen die Kräfte zur „Aneignung der Welt‘ und zur Entfaltung der Persönlichkeit anregen und unterstützen. Ziele der pädagogischen Arbeit mit Kindern sind dabei die e Unterstützung und Begleitung der Kinder in der Gestaltung ihrer Bildungsprozesse Stärkung kindlicher Autonomie und sozialer Mitverantwortung Vermittlung lernmethodischer Kompetenzen, Begleitung der Sprachentwicktung, Bilingualität und Literacy-Erziehung, Förderung von Basiskompetenzen und Ressourcen (Resilienz), die das Kind befähigen, mit Belastungen, Veränderungen und Krisen umzugehen « Förderung eines naturwissenschaftlichen und musischen Grundverständnisses auf von Wirklichkeit ®e Bewegungs- und Gesundheitserziehung. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die wahrnehmende Beobachtung und die regelmäßige Dokumentation der Bildungsprozesse des Kindes. Die Arbeit in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder ist geprägt vom christlichen Menschenbild. Gottes Liebe gill jedern Menschen von Anfang an und verleiht ihm eine individuelle Wertschätzung. Dies zu erfahren begründet unser Gott- und Selbstvertrauen und ermutigt uns zu einem verlässlichen, vertrauensvollen, freundlichen und weltoffenen Umgang miteinander. Religiöse Bildung ist kein „Anhängsel“ sondern integraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit evangelischer Kindertageseinrichtungen und bezieht sich sowohl auf eine Sinnorientierung im Horizont der christlichen Botschaft als auch auf eine Werteorientierung, die christliche Lebenshaltungen vermittelt. 2. Unter dreijährige Kinder Der ganzheitliche Bildungsansatz evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder fördert die Entwicklung auch von Kindern unter drei Jahren und nimmt die unterschiedlichen Bedürfnisse und Bildungsprozesse der Kinder in verschiednen Altersstufen in den Blick. In der konkreten Umsetzung wird dabei - ein differenziertes Aufnahmeverfahren, - die individuelle Eingewöhnung (bezugspersonenorientiert und elternbegleitet), - die Gewährleistung der Altersmischung und Altersgleichheit in Gruppen, - eine bedürfnisorientierte und entwicklungsfördernde Raumgestaltung mit Rückzugs- und Spielmöglichkeiten, Ruhe-, Schlaf- und Pflegebereichen berücksichtigt. 3. Zusammenarbeit mit Familien Bedarfsorientierung Evangelische Kindertageseinrichtungen entwickeln ein bedarfsgerechtes und familienorientiertes Angebot. Voraussetzung dafür ist die Wahrnehmung der Lebenswirklichkeit von Familien und die Erfassung von Wünschen, Bedürfnissen, Einschätzungen und Rückmeldungen der Eltern durch Befragungen, Information und Austausch. Erziehungspartnerschaft Die Zusammenarbeit mit Eltern verstehen Evangelische Kindertageseinrichtungen als wertschätzenden, vertrauensvollen „Dialog zwischen Experten in ihrem jeweiligen System“ und erkennen Eltern als Partner in der Wahrnehmung des Erziehungs- und Bildungsauftrages an. Sie fördern die aktive Mitwirkung der Eltern und ermutigen die Arbeit der Kindertageseinrichtung mitzugestalten. Förderung von Eltern und Familien durch Bildungsangebote In Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte Münster halten Evangelische Kindertageseinrichtungen Angebote vor, die die Arbeit der Tageseinrichtung ergänzen, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken und eine Begleitung von Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen ermöglichen. 4. Kontinuierliche Qualitätsentwicklung In allen Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises Münster ist das Qualitätssystem „IQUE — Integrierte Qualitäts- und Personalentwicklung“ eingeführt. Durch die Erarbeitung und Umsetzung der Schlüsselsituationen „Bildungsprozesse‘, „Rituale“ und „Zusammenarbeit mit Familien“ wird auf der Grundlage gemeinsam festgelegter Leitsätzen die pädagogische Arbeit kontinuierlich weiter entwickelt. Münster, im September 2008 Sabine Busch-Böckmann (Fachberatein für Kindertageseinrichtungen im Ev. KK-Münster
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Münsterstraße 105
- Studtstraße
- Hochstraße 12
- Gescherweg
- An der Apostelkirche 1
- Am Hof Schultmann 77
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0705/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 21.08.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37