V/0110/2009
Erneuerung der Beleuchtung im Stadtmuseum
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Ergänzungsvorlage V/0110/2009/1
9988 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Immobilienmanagement
Vorlagen-Nr.:
V/0110/2009/1
Öffentliche Beschlussvorlage Auskunft erteilt:
Herr Niewind
Ruf:
Betrifft
Erneuerung der Beleuchtung im Stadtmuseum
Errichtungsbeschluss
Beratungsfolge
17.03.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
18.03.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
19.03.2009 Kulturausschuss Vorberatung
25.03.2009 Hauptausschuss Vorberatung
25.03.2009 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat der Stadt Münster stimmt der Baumaßnahme - Erneuerung der Beleuchtung im
Stadtmuseum - zu.
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass sowohl Investitionskosten in Höhe von 728.000 Euro
als auch jährliche Abschreibungskosten von 36.400 Euro anfallen. Die angenommene Nut-
zungsdauer beträgt 20 Jahre.
3. Es wird zur Kenntnis genommen, dass – wie vom AUB am 03.03.2009 gewünscht - die
ergänzenden Informationen zum technischen Konzept, zu den mit den Neuerungen ver-
bundenen Energieeinsparungen und zu den Investitionskosten in der überarbeiteten
Begründung aufgenommen wurden.
Mittelbereitstellung/Finanzierung
4. Die oben genannte Sachentscheidung ist wie folgt finanziert:
Die erforderlichen Aufwands- bzw. Auszahlungsermächtigungen werden außerplanmäßig be-
reitgestellt. Die Finanzierung erfolgt durch die Fördermittel aus dem zweiten Konjunkturpaket
des Bundes (Ratsvorlage V/0137/2009).
492-2462
E-Mail:
NiewindB@stadt-muenster.de
Datum:
09.03.2009
V/0110/2009/1
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Begründung:
Zu 3.:
Das Bauwerk in dem sich das Stadtmuseum befindet besteht aus:
- der unter Denkmalschutz stehenden Fassade aus dem Jahre 1910 / 1911,
- einem Neubauteil, der anschließt an die Salzstraße, Winkelstraße und Arztkarren-
gasse,
- einer glasüberdachten Rotunde mit ca. 11m Durchmesser als optisches Verbin-
dungsglied zwischen den Ausstellungsräumen und dem kommerziellen Teil.
Baubeginn war am 6.4.1987, das Stadtmuseum wurde am 31.08.1989 eröffnet.
Das Bauwerk hat eine Gesamtfläche von 7400 m², davon umfasst der kommerzielle Bereich
1600 m² und der Bereich des Stadtmuseums 5800 m².
Die Flächenverteilung im Stadtmuseum gliedert sich wie folgt auf:
- Publikumsbereich 3220 m²
- Magazine und Läger 750 m²
- Verwaltung und Forschung 500 m²
- Nebenflächen 1330 m²
In dem Publikumsbereich befindet sich zum größten Teil (ca. 70 %) ein abgehängtes direk-
tes und indirektes Beleuchtungssystem und in den verbleibenden Bereichen Ein- und An-
baudownlights mit einer satinierten Glasscheibe.
Die Beleuchtung wird zum größten Teil morgens gegen 8 Uhr eingeschaltet und gegen
18 Uhr ausgeschaltet. Samstags und sonntags erfolgt die Beleuchtung von 10 Uhr bis
18 Uhr.
In dem abgehängten Beleuchtungssystem sind Strahler sowie die Not- und Bereitschaftsbe-
leuchtung integriert. Die einzelnen Beleuchtungselemente dieses abgehängten Beleuch-
tungssystems waren ursprünglich komplett dimmbar und für die verschiedensten Ausstel-
lungen nutzbar.
Die direkte und indirekte Beleuchtung besteht je aus einer Leuchtstofflampe (1 x 58 Watt)
mit KVG (konventionellem Vorschaltgerät). Die Strahler sind mit Glühlampen (1 x 60 Watt
und 1 x 80 Watt) bestückt.
Für die direkte und indirekte Beleuchtung wurde ein Plexiglasstreifen entwickelt, der über
das Leuchtmittel montiert wurde, damit UV-Schutz gegeben ist. Es wurde in Kauf genom-
men, dass dadurch der Wirkungsgrad der Leuchte stark reduziert wird. Für die meisten
Strahler gibt es keinen UV-Schutz.
Seit ca. 10 Jahren fallen vermehrt Komponenten aus und das vorhandene System kann nur
noch durch aufwendige Umbauten eingeschränkt genutzt werden. Ersatzteile sind nicht
mehr erhältlich und das interne Ersatzteillager ist bereits seit längerem ausgeschöpft. Da-
durch sind die derzeitigen Provisorien sehr kostenintensiv.
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Folgende Ausfälle seien hier genannt:
- defekte und nicht mehr reparierbare Strahler.
30 % bis 40 % der Strahler sind nicht mehr justierbar und sind mechanisch im deso-
laten Zustand. Des Weiteren sind viele Kontakte verschmort.
- Das Dimmen einzelner Leuchten ist nicht mehr möglich.
70 % der Dimmer sind defekt. Durch die besondere Bauform der Leuchte können
neue Dimmer baukonstruktiv nicht ausgetauscht werden.
- Defekte Abdeckhauben, die als UV- Schutz dienten.
Der UV-Schutz für die direkte Beleuchtung ist aus Sicherheitsgründen demontiert
worden, da diese ständig aus den Befestigungsankern fielen. Durch die permanente
Wärme verflüchtigte sich der Weichmacher, die Plexiglasstreifen wurden spröde
und fielen auf den Boden. Über der indirekten Beleuchtung liegen noch vereinzelt
spröde Plexiglasstreifen. Da für die direkte Beleuchtung kein UV-Schutz mehr vor-
handen ist und man durch die Leuchtstofflampen geblendet wird, als auch Licht-
spiegelungen auftreten, sind diese Leuchtstofflampen schon seit längerem demon-
tiert worden. Im Ergebnis erfolgt daher derzeit keine direkte Beleuchtung.
- Defekte Leuchtenfassungen.
Durch die enorme Wärmeentwicklung verschmoren häufig Leuchtenfassungen und
müssen mit hohem Personalaufwand ausgetauscht werden.
Analyse der Lichttechnik:
Die Lichttechnik im Publikumsbereich befindet sich nicht auf dem derzeitigen Stand der
Technik.
Es befinden sich KVG’s (konventionelle Vorschaltgeräte), Wickeltransformatoren, Leucht-
stofflampen mit geringem Lichtstrom, Glühlampen und ineffiziente Reflektoren in dem Be-
leuchtungssystem.
Die gesamte Beleuchtungsanlage ist wegen fehlender Präsenzmelder und entsprechendem
Ansteuerungskonzept permanent eingeschaltet.
Die Ausstellung wird von zu viel und sehr hellem, den gesamten Raum ausleuchtenden
Leuchtstofflampenlicht dominiert. Das Licht sollte aber gezielter platziert und angewendet
werden, um einen abwechselungsreichen und belebenden Museumsrundgang zu erreichen.
Die bestehende Beleuchtungsanlage wirkt in ihrer Dimensionierung dem anspruchsvollen
und eindrucksvollen Raum- und Ausstellungskonzept entgegen.
Der Schwerpunkt liegt hier konstruktionsbedingt auf einer indirekten Beleuchtung. Das ist
für die Raumatmosphäre des Museums jedoch ungünstig. Denn zu starke Lichteinblendung
über die reflektierenden Decken verursacht Spiegelungen in den Glasscheiben der Expona-
te. Die jetzigen Strahlerpositionen führen zu starker Blendung und Schlagschattenbildung.
Unter folgenden Gesichtspunkten soll nun ein Beleuchtungskonzept erarbeitet und umge-
setzt werden:
- Entwicklung eines durchgängigen Systems für alle Ausstellungsbereiche
- Reduzierung von Leuchtkörpern auf das Notwendigste
- Energieeinsparung durch effiziente Leuchtmittel
- UV- Schutz für die Ausstellungsstücke
- Überarbeitung der Deckenansichten
- Anpassung der Lüftungstechnik
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Energiebetrachtung:
Der Stromverbrauch 2007 lag bei 440.560 kWh und der Kennwert bei 67 kWh/m².
Mit 67 kWh/m² liegt der Kennwert für den Stromverbrauch im Extremwert.
Die Ursache liegt im Bereich Beleuchtung in dem Publikumsbereich:
- defekte und veraltete Beleuchtung und Lichttechnik
- Dauerbetrieb der Beleuchtung während der Gebäudereinigung und Öffnungszeiten
Das Einsparpotential beim Stromverbrauch liegt bei geschätzten 20 % vom derzeitigen
Verbrauch in Höhe von 440.560 kWh im Jahr. Dieses entspricht bei einem derzeitigen
Strompreis von 0,20 Euro/ kWh einem Einsparpotential in Höhe von ca. 17.000 Euro jährlich.
Dieses Einsparpotential kann nur durch konsequente Umsetzung der folgenden Maßnah-
men erreicht werden:
- Austausch der kompletten ineffizienten Beleuchtung
- Verminderung von Lichtspiegelungen und Effizienzsteigerung durch Optimierung
der Anordnung von Leuchten und Einsatz neuartiger Leuchten und separater Vitri-
nenbeleuchtung
- Erneuerung der kompletten Beleuchtungssteuerung. Einsatz einer flexiblen Be-
leuchtungssteuerung mit Lichtszenarien
- Bedarfsabhängige Steuerung, dimmen der Beleuchtung und trennen von Schaltkrei-
sen
- Tagesabhängige Steuerung im Foyerbereich
Durch konsequenten Abbau der inneren Wärmelasten der Beleuchtungsanlage wird ferner
eine Verringerung des Kühlbedarfs erreicht.
Zusammenfassende Aufgabenstellung:
Entwicklung eines Beleuchtungskonzeptes, das die Ausstellungsinhalte mit Ihren spezifi-
schen Schwerpunkten angemessen in Szene setzt. Das bedeutet neben der Herbeiführung
eines Wechsels von hellen und dunkleren Bereichen:
Einsatz moderner und effizienter Leuchtmittel in Leuchten auf dem derzeitigen Stand der
Technik, Einsatz von EVG´s (elektronischen Vorschaltgeräten), Einsatz unterschiedlicher
Leuchtmittel wie LED, Entladungslampen, Leuchtstofflampen und Halogenlampen je nach
Beleuchtungsaufgabe, Reduzierung von ca. 25 % installierter Leistung, differenzierte Be-
leuchtungsniveaus aufgrund sehr strenger konservat orischer Anforderungen bei gleichzei-
tigem Anspruch der speziellen Akzentuierung dieser Objekte.
Unter den vorgenannten Aspekten wurden folgende Schätzkosten ermittelt:
- Beleuchtung 320.000 Euro
- Installation 50.000 Euro
- Trockenbau und Malerarbeiten 90.000 Euro
- Honorarkosten 50.000 Euro
- Anpassungsarbeiten Lüftungstechnik 112.000 Euro
- Ausräum- und Schutzmaßnahmen 40.000 Euro
der Kunstobjekte
- Nebenkosten 10 % 66.000 Euro
Gesamtkosten ( Brutto ) 728.000 Euro
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Zu 4.: Kosten / Folgekosten
Die Investitionskosten betragen 728.000 Euro.
Als Folgekosten sind Abschreibungen wie folgt zu berücksichtigen:
Anschaffungskosten 728.000 Euro
Geschätzte Nutzungsdauer 20 Jahre
Abschreibung 5 % p.a. 36.400 Euro
I. V.
gez.
Bickeböller
Stadtkämmerin
Beschlussvorlage
2946 Zeichen
V/0110/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Immobilienmanagement Betrifft Erneuerung der Beleuchtung im Stadtmuseum Errichtungsbeschluss Beratungsfolge 03.03.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 17.03.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 18.03.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 19.03.2009 Kulturausschuss Vorberatung 25.03.2009 Hauptausschuss Vorberatung 25.03.2009 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster stimmt der Baumaßnahme - Erneuerung der Beleuchtung im Stadtmuseum - zu. 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass sowohl Investitionskosten in Höhe von 728.000 Euro als auch jährliche Abschreibungskosten von 36.400 Euro anfallen. Die angenommene Nut- zungsdauer beträgt 20 Jahre. Mttelbereitstellung/Finanzierung 3. Die oben genannte Sachentscheidung ist wie folgt finanziert: Die erforderlichen Aufwands- bzw. Auszahlungsermächtigungen werden außerplanmäßig bereit- gestellt. Die Finanzierung erfolgt durch die Fördermittel aus dem zweiten Konjunkturpaket des Bundes (Ratsvorlage V/0137/2009).: Begründung: Beim Neubau des Stadtmuseums im Jahr 1989 wurde in vielen Ausstellungsräumen ein abge- hängtes direktes und indirektes Beleuchtungssystem montiert. Zusätzlich sind Strahler sowie Not- und Bereitschaftsbeleuchtung integriert. Dieses System war komplett dimmbar und für die verschiedensten Ausstellungen nutzbar. Vorlagen-Nr.: V/0110/2009 Auskunft erteilt: Herr Niewind Ruf: 492-2462 E-Mail: NiewindB@stadt-muenster.de Datum: 24.02.2009 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0110/2009 Seit ca. 10 Jahren fallen vermehrt Komponenten aus und das vorhandene System kann nur noch durch aufwendige Umbauten eingeschränkt genutzt werden. Ersatzteile sind nicht mehr erhältlich. Die derzeitigen Provisorien sind sehr kostenintensiv. Folgende Ausfälle seien hier genannt: - defekte und nicht mehr reparierbare Strahler - Dimmbarkeit einzelner Leuchten ist nicht mehr möglich - defekte Abdeckhauben die als UV- Schutz dienten - defekte Leuchtenfassung usw. Unter folgenden Gesichtspunkten soll nun ein Beleuchtungskonzept erarbeitet und umgesetzt wer- den: - ein durchgängiges System für alle Ausstellungsräume - Reduzierung von Leuchtkörpern auf das Notwendigste - Energieeinsparung durch effiziente Leuchtmittel - UV – Schutz für die Ausstellungsstücke - Überarbeitung der Deckenansichten - Anpassung der Lüftungsanlage Zu 2.: Kosten/Folgekosten Die Investitionskosten betragen 728.000 Euro. Als Folgekosten sind Abschreibungen wie folgt zu berücksichtigen: Anschaffungskosten 728.000 Euro Geschätzte Nutzungsdauer 20 Jahre Abschreibung 5 % p.a. 36.400 Euro I. V. gez.: Bickeböller Stadtkämmerin
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (2)
- Salzstraße
- Winkelstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0110/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 05.02.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37