230688
Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beteiligungskonzept
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Beschlussvorlage öffentlich 230688 Die Oberbürgermeisterin —— Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Bebauungsplan 6224-3 "Im Rosenfeld" - Beteiligungskonzept Beratungsfolge Beirat Bürgerbeteiligung 05.05.2023 Empfehlung Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 10.05.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Dem als Anlage beigefügten Entwurf des Beteiligungskonzeptes für den Bebauungsplan Nr. 6224-3 "Im Rosenfeld" wird zugestimmt. Begründung Mit Beschluss des Rates am 16.09.2021 ist das Bebauungsplanverfahren in die Vorhabenliste der Bundesstadt Bonn aufgenommen worden. Das Beteiligungsverfahren soll als komplexes Verfahren entsprechend der Leitlinien für Bürgerbeteiligung behandelt werden. Im Rahmen der Beteiligung werden Bürger*innen in die Ideenentwicklung und Entscheidungsfindung darüber einbezogen, wie das Quartier künftig entwickelt und gestaltet werden soll. Die Themen der Beteiligung richten sich nach den konkretisierten Planungszielen (DS Nr 211141) und sollen durch Anregungen aus den unterschiedlichen Beteiligungsformaten ergänzt und fortlaufend präzisiert werden. Das Beteiligungskonzept sieht die Einbindung der Bürger*innen an drei Stellen begleitend zur städtebaulichen Qualifizierung vor. Der Schwerpunkt liegt auf einer intensiven frühen Informations- und Beteiligungsphase, um auf den Gesamtprozess einzustimmen und die Aufgabenstellung des folgenden Wettbewerbsverfahrens zu ergänzen. Die Beteiligungsformate sind so gewählt, dass sie a) die Bürger*innen informieren, sensibilisieren und aktivieren, um eine Grundlage für die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit den Fragestellungen der Stadtentwicklung zu schaffen b) die Bedarfe der Beteiligten z. T. als bindende Anforderungen für die Entwicklung der Entwürfe erfassen c) eine Empfehlung für den Umgang mit den Wettbewerbsergebnissen Seite 1 von 5 Seite 2 —— generieren d) Teil der Entscheidungsfindung für den Ausgang des Wettbewerbs sind (Vertretung der Bürgerschaft im Preisgericht) Grundsätzlich richtet sich das Beteiligungsangebot an die gesamte Stadtgesellschaft. Aufgrund ihrer spezifischen Betroffenheit soll die prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit und -beteiligung die Zielgruppen "Zukunftswerkstatt Buschdorf", Jugendliche und Akteur*innen aus den Bereichen neue Wohnformen und gemeinschaftliche Einrichtungen gezielt ansprechen. Die Verwaltung schlägt nun das in der Anlage beigefügte Beteiligungskonzept zur Beschlussfassung vor, das in Abstimmung zwischen Stadtverwaltung, der Stabsstelle für Bürgerbeteiligung und den beauftragten Planungs- und Moderationsbüros erstellt wurde. Anlage/n 1 Beteiligungskonzept (öffentlich) Seite 2 von 5 Beteiligungskonzept „Bonn – Im Rosenfeld“ Stand: 03.04.2023 PROZESSGESTALTUNG Vor der Auslobung – Bürgerdialog 1 Der Fokus in dieser frühen, intensiven Informations- und Beteiligungsphase liegt auf der Aktivierung der Bürgerschaft und „Einstimmung“ auf den Gesamtprozess zur Entwicklung des Rosenfeldes (Horizont: 10 – 15 Jahre). Neben der grundsätzlichen Aktivierung / Bewusstseinsschaffung für die anstehenden Veränderungen, geht es ebenfalls – sehr konkret – um das aktive Einbringen der BügerInnen in den ersten Entwicklungsschritt, das Wettbewerbsverfahren. Vor diesem Hintergrund schlagen wir folgende Formate für die erste Beteiligungsphase vor: • Informations- und Bewerbungskampagne zum Gesamtprozess o Öffentlichkeitsarbeit: Zusammenstellung umfangreicher Informationen über das Projekt, den Gesamtprozess, die gewählte Verfahrensart, Beteiligungsmöglichkeiten und Beteiligungsgegenstände z.B. in Form von PM, Dokumenten, Erklärvideo, Kontaktmöglichkeiten, Nutzen bestehender Kanäle o Aufsuchende Beteiligungsformate vor Ort, z. B. gezielte Ansprache an Schulen, im Rahmen des (reaktivierten) Zukunftsforums (zeitliche Machbarkeit zu prüfen) o Begleitende Online-Umfrage (optional auch analog) zu den zentralen Fragestellungen des Wettbewerbsgegenstands zur Einarbeitung in die Leitideen für die Auslobung • Auftakt- und Informationsveranstaltung – erste größere Veranstaltung o Informieren und Aktivieren der Bürgerschaft, Politik und beteiligten Fachämter für den Beteiligungs- und Planungsprozess im Rahmen einer großen vor Ort Veranstaltung in Buschdorf o Ermöglicht die gebündelte Vorstellung des Prozesses und der Gesichter dahinter, Ziele und Themenstellungen der Entwicklung des Rosenfeldes, ggf. Raum für Anliegen von Stakeholdern o Erste Arbeit an Zielvorstellungen der Bürgerschaft für die Entwicklung Im Rosenfeld • Bürger-Werkstatt – zweite größere Veranstaltung o Good-Practice-Impulse aus vergleichbaren Projekten regen die Vorstellungskraft der interessierten Bürgerinnen und Bürger an, o kreative Arbeitsformate erarbeiten Zielvorstellungen für Schwerpunktthemen, die in einem Zukunftsleitbild für den Standort Im Rosenfeld zusammengeführt werden o Ergebnis: Erarbeitung von Leitideen der Bürgerschaft für die Auslobung Öffentliche Informationsveranstaltung vor dem Juryentscheid in Phase 2 – Bürgerdialog 2 Bei Bürgerdialog 2 handelt es sich um eine Abendveranstaltung vor Ort, die unmittelbar vor der Juryentscheidung im Realisierungswettbewerb stattfindet. Dabei wird allen Interessierten die Möglichkeit geboten, der in Phase 1 ausgesuchten Entwürfe vorgestellt zu bekommen und unter Teilnahme der Preisgericht-Jury in einem moderierten Format Feedback zu den Entwürfen zu geben. Der Fokus soll auf der Umsetzung der mit in die Auslobung gegebenen „Leitideen der Bürgerschaft“ liegen. Seite 3 von 5 Beteiligungskonzept „Bonn – Im Rosenfeld“ Stand: 03.04.2023 Infoveranstaltung zu den Ergebnissen des Wettbewerbs – Bürgerdialog 3 Bürgerdialog 3 kann je nach Bedarf als Präsenzveranstaltung vor Ort oder als moderierter Online-Dialog durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine öffentlich beworbene, moderierte Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung der jurierten Preisträger. Optimalerweise erfolgt im Rahmen der Veranstaltung die Vorstellung des siegreichen Entwurfs durch die Büros selbst und ein direkter Austausch zwischen den Planenden und der Bürgerschaft kommt zustande. Der Fokus im direkten Austausch liegt auf Fragen und Feedback der Bürgerschaft zu den Entwürfen, welche den Büros als Anregungen für die weitere Bearbeitung dienen sollen. Weitergehende Beauftragungen: Einbeziehung der Bürgerschaft nach Auftragserteilung – Bürgerdialog 4 Nach Beendigung des Wettbewerbsverfahren bietet die Fortführung der Dialogformate die wichtige Chance, die Bürgerschaft in die weiteren Entwicklungsschritte einzubinden. Im Rahmen der beauftragten Öffentlichkeitsarbeit wird in Abstimmung mit der Auftraggeberin, dem Wettbewerbsmanagement und der Architektenkammer eine Information zum Siegerentwurf erfolgen. Sinnvolle, weiterführende Schritte, die den begonnen Kommunikations- und Beteiligungsprozess verstetigen, können Bestandteil weiterer Abstimmungen sein. Auf dem Weg zur Bauleitplanung plädieren wir für eine intensive, kooperative Begleitung der planenden Bürogemeinschaft durch die Bürgerschaft. Auftakt hierfür könnte ein Bürgerdialog 4 sein. Seite 4 von 5 1 öff. Inforundgang > Vorst. durch Vorprüfung > mitTeilnahme Jury > mitTeilnahme Bürgerschaft Ausstellung/ Inforveranstaltung Ergebnis > Vorst. durch Vorprüfung > ggf. Vorst. Preisträger durch Büros selbst diverse Beteiligungsformate > Auftaktveranstaltung, Abholen der Bürgerschaft/Politik/Fachämter > Werkstatt, Expertenworkshops > Online-Umfrage begleitend etc. ZWEIPHASIGEROFFENERREALISIERUNGSWETTBEWERB MITBETEILIGUNGVORJURYSITZUNGPHASE2 ggf. AUSSCHÜTTEN EINES BEARBEITUNGSHONORARS FÜRPHASE2 +PREISE (INKL. ANERKENNUNGEN) TEILNAHMEBERECHTIGT SIND TEAMS AUS STADTPLANER*INNEN UND LANDSCHAFTSARCHITEKT*INNEN – > GGF. VERKEHRSPLANER MIT INS TEAM PHASE2-AUSARBEITUNG PHASE1- PRINZIPIELLELÖSUNGSANSÄTZE 5-7 TN AUS PHASE 1 JURYENTSCHEID AUSWAHL TN FÜR STUFE 2 JURYENTSCHEID AUSWAHL DER PREISTRÄGER BÜRGERDIALOG 1OFFEN CA. 15 BÜROS anonym anonym 3 Preisträger > EMPFEHLUNGEN AUS JURY ALS INPUT FÜR PHASE 2 INPUT FÜR AUSLOBUNG > „LEITIDEEN“ BEAUFTRAGUNG/AUFTRAGSGEGENSTAND STÄDTEBAULICHER ENTWURF(LPH1-3) GRÜNORDNUNGSPLAN O.Ä.(LPH1-4) GGF.Z.B.VERKEHRS- KONZEPTO.Ä. GGF.BAULEIT- PLANUNG > FEEDBACK AUS BÜRGERSCHAFT AN JURY > FEEDBACK AUS BÜRGERSCHAFT FÜR WEITERES VORGEHEN > INPUT AUS BÜRGERSCHAFT ZUR WEITERENE BEARBEITUNG AN BEAUFTRAGTES BÜRO Präsenzveranstaltung am Abend vor JurysitzungBÜRGERDIALOG 2 BÜRGERDIALOG 3 BÜRGERDIALOG 4 >> STRUKTURUNDABLAUFDESVERFAHRENS- VARIANTE1 >ABGESTIMMTMITAKNW,24.03.2023 31.03.2023 Präesenzveranstaltung, ggf. moderierter online-Dialog Einbeziehung Bürgerschaft nach Auftragserteilung Einbeziehung Bürgerschaft in Gesamtprozess - auch über den Wettbewerb hinaus Seite 5 von 5
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- 230688
- Typ
- Beschlussvorlage
- Datum
- 16.04.2023
- Erstellt
- 18.01.2026 04:40