0051/2024
Mehrsprachige Veranstaltungsreihe zu Gesundheitsthemen für Senior*innen mit internationaler Familiengeschichte durch die Interkulturellen Zentren der Stadt Köln
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162/3 Vorlagen-Nummer 10.01.2024 0051/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 16.01.2024 Gesundheitsausschuss 16.01.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.01.2024 Mehrsprachige Veranstaltungsreihe zu Gesundheitsthemen für Senior*innen mit internationaler Familiengeschichte durch die Interkulturellen Zentren der Stadt Köln Evaluation der durchgeführten Veranstaltungen im Jahr 2023 Zusammenfassung in einfacher Sprache: Schon im Jahr 2022 wurden mehrsprachige Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen in den Interkulturellen Zentren durchgeführt. Die Menschen wurden über Themen wie Bewegung, Gesundheit, Ernährung und Vergesslichkeit im Alter informiert. Es haben viele Menschen in unterschiedlichem Alter teilgenommen. Deshalb wurden auch im Jahr 2023 Veranstaltungen besonders für Senior*innen mit internationaler Familienge- schichte durchgeführt, um noch mehr Menschen zu informieren. Die Veranstaltungen waren gut besucht. Die Teilnehmer*innen wünschen eine Fortführung. Deshalb soll es auch im Jahr 2024 solche Veranstaltungen geben Mitteilung Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 03.02.2022 über die Verwendung der Finanzmittel aus dem Integrationsbudget für das Jahr 2022 (3815/2021) entschieden. Hierbei wurde jedoch die weitere Finanzierung eines Gesundheitswegweisers in Höhe von 8.476,00 € ausgeklammert, da die Erstellung eines solchen aus Sicht der Fach- verwaltung (2717/2021) nicht mehr erforderlich war. Der Facharbeitskreis „Gesundheit, Senior*innen und Soziales“ des Integrationsrates hat daraufhin mit Blick auf einen adäquaten anderweiten Mitteleinsatz zunächst für das Jahr 2022 die Durchführung einer mehrsprachigen Informationskampagne zu un- terschiedlichen Gesundheitsthemen in den Stadtbezirken beauftragt. Diese Veranstaltungen haben sehr großen Anklang gefunden, so dass der o.g. Fach- 2 arbeitskreis angeregt hat, die Finanzmittel auch im Jahr 2023 für eine Informations- kampagne in den meistgesprochenen Fremdsprachen in Köln zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen in den Stadtbezirken einzusetzen. Der Vorschlag wurde dahingehend konkretisiert, aufgrund des demographischen Wandels die Zielgruppe der Senior*innen mit internationaler Familiengeschichte in den Fokus zu nehmen und die Veranstaltungen wegen bereits bestehender guter Zu- gänge zu mehrsprachigen Senior*innen in Interkulturellen Zentren durchzuführen. Die Empfehlung wurde durch den Arbeitskreis der Interkulturellen Zentren ausdrücklich begrüßt. In seiner Sitzung am 15.06.2023 (1533/2023) hat der Rat die Verwendung des Betra- ges in Höhe von 8.403,00 € aus dem Integrationsbudget 2023 für eine mehrsprachige Informationskampagne zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen für die Zielgruppe der Senior*innen mit internationaler Familiengeschichte beschlossen. Die Gesamtkoordination lag beim Deutsch-Türkischen-Verein-Köln (DTVK) e.V. im Rahmen der Mitarbeit im Projekt“ Guter Lebensabend NRW“ und in Kooperation mit den beteiligten Interkulturellen Zentren. Rückblick auf das Jahr 2023 Nachdem sich im Jahr 2022 zunächst 7 Zentren an der Veranstaltungsdurchführung beteiligt hatten, waren es in diesem Jahr bereits 14 Zentren, bei denen – über das ge- samte Stadtgebiet verteilt - bis Anfang Dezember insgesamt 20 Einzelveranstaltungen stattgefunden haben. Innenstadt: DAKO e.V. Antonio Machado e.V. Offene Welt e. V. Ehrenfeld: Afrikanische Gemeinde Köln e.V. Aktion Nachbarschaft e. V. Nippes: 23 Nisan e. V. Chorweiler: DTVK e.V. Mülheim: Interkultur e.V. Raum B (Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH) Kalk: Förderungs-& Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenar- beit Vingst/Ostheim (Vingster Treff) Magnet e.V. Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Mittelrhein Porz: Alevitisches Kulturzentrum Deutsch-Griechisches Kulturzentrum 3 Die Veranstaltungen wurden in den Räumlichkeiten der o.g. Zentren durchgeführt. In Bezug auf Themen, Zielgruppen und Sprachen waren die Veranstaltungen so vielfältig wie die Zentren es sind. Bevorzugte Themen waren vor allem Gesundheit und Bewe- gung, Gesundheit und Ernährung, Demenz sowie altersspezifische Erkrankungen wie z.B. Diabetes. Insgesamt konnten neben Deutsch die Sprachen Türkisch, Griechisch, Spanisch, Pol- nisch, Italienisch, Ukrainisch, Russisch, Farsi und Französisch angeboten und so die häufigsten Sprachen der Zielgruppe abdeckt werden. Es nahmen über 160 Personen an den Veranstaltungen teil, die zum Teil auch Multiplikator*innen in ihren Zentren sind und so das Gelernte weitergeben können. Durch den DTVK wurde ein Flyer mit einem Gesamtveranstaltungsplan erstellt und den Interkulturellen Zentren zwecks Bewerbung zur Verfügung gestellt. Sowohl von den Teilnehmenden als auch den Zentren hat es ein durchweg positives Feedback gegeben. Es wurde Interesse daran geäußert, die Veranstaltungsreihe auch 2024 durchzuführen, um noch mehr Menschen mit internationaler Familienge- schichte erreichen und informieren zu können. Der Bedarf und das Interesse an Infor- mationen zur gesundheitlichen Versorgung und Vorsorge ist bei dieser Zielgruppe sehr hoch. Es besteht insbesondere Bedarf an Informationen über das Gesundheitssystem sowie Prävention, gesunde Ernährung und Bewegung. Da viele Zentren von Frauen aufge- sucht werden, gibt es auch ein großes Interesse speziell an Themen der Frauen- gesundheit wie Schwangerschaft und Verhütung. Hierauf konnte in diesem Jahr nicht eingegangen werden, da der Schwerpunkt auf der Gruppe der älteren Menschen mit Einwanderungsgeschichte lag. Resümee Aus Sicht der Fachverwaltung ist auch im Jahr 2024 eine Weiterführung der Informati- onsveranstaltungen zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen wünschenswert, da die Erfahrungen aus den letzten beiden Jahren deutlich machen, dass durch diese Art der Informationsvermittlung sowie durch die Einbindung der Interkulturellen Zentren viele Menschen mit internationaler Familiengeschichte erreicht werden können. Das Ziel, die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und für Maßnahmen zur Präven- tion bei Menschen mit internationaler Familiengeschichte zu stärken sowie langfristig einen Beitrag zur Reduzierung von Ungleichheiten bezüglich der Gesundheitschancen zu leisten kann durch eine Weiterführung der Informationsreihe vorangetrieben wer- den. Auf diese Weise wird eine gleichberechtigte Inanspruchnahme von Angeboten der Regelversorgung sowie der Zugang zu relevanten Gesundheitsinformationen er- möglicht bzw. erleichtert. Gez. Reker
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0051/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 10.01.2024
- Erstellt
- 04.01.2024 08:33