260020
CDU-Große Anfrage: Unterschutzstellung der „Wohnanlage Oberer Lyngsberg“ in die Denkmalliste der Stadt Bonn, Stadtbezirk Bad Godesberg, Ortsteil Heiderhof
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Große Anfrage öffentlich 260020 — — Fragesteller/in: Elke Melzer Inge Stauder CDU Bezirksfraktion Bad Godesberg 05.01.2026, gez. BBM Yildiz CDU-Große Anfrage: Unterschutzstellung der „Wohnanlage Oberer Lyngsberg“ in die Denkmalliste der Stadt Bonn, Stadtbezirk Bad Godesberg, Ortsteil Heiderhof Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 28.01.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zur beabsichtigten Unterschutzstellung der „Wohnanlage Oberer Lyngsberg“ in die Denkmalliste der Stadt Bonn zu beantworten: Fragestellung: Fragekomplex I: Geltungsbereich und konkrete Auflagen 1. Welche konkreten denkmalrechtlichen Vorgaben gelten künftig für Gebäude mit ihren Fassaden, Außenanlagen und Nebenanlagen mit der dazugehörigen Verkehrsinfrastruktur im Areal „Oberer Lyngsberg“ auf dem Heiderhof? 2. Welche baulichen Veränderungen und Maßnahmen im gestalteten Außenraum sind genehmigungspflichtig, welche grundsätzlich ausgeschlossen, welche regelmäßig genehmigungsfähig? 3. Inwieweit werden bereits bestehende, genehmigte oder geduldete bauliche Veränderungen berücksichtigt? Fragekomplex II: Wirtschaftliche Zumutbarkeit & Kosten 1. Mit welchen durchschnittlichen Mehrkosten ist bei typischen Sanierungsmaßnahmen (Instandhaltung, energetische Sanierung, Fassaden, Fenster, Türanalgen, Außenanlagen) zu rechnen? 2. Nach welchen Kriterien beurteilt die Verwaltung die wirtschaftliche Unzumutbarkeit bei künftigen Veränderungen? 3. Wer trägt Mehrkosten, die durch Verzögerungen oder zusätzliche Auflagen entstehen? 4. Wird es belastbare Kostenprognosen für ggf. notwendige Rückbaumaßnahmen für die rund 540 betroffenen Eigentümer insgesamt und Seite 1 von 3 Seite 2 — — pro Haushalt geben? Fragekomplex III: Förderungen & Ausgleich 1. Welche Förderprogramme stehen konkret zur Verfügung (kommunale Ebene, Landes-, Bundesebene)? 2. In welchem Umfang wurden diese in den letzten fünf Jahren bei Unterschutzstellungsmaßnahmen in Anspruch genommen? 3. Reichen diese Förderungen aus, um denkmalbedingte Mehrkosten realistisch auszugleichen? 4. In welcher Höhe können Steuervorteile bei der Sanierung einer denkmalgeschützten Immobilie in Anspruch genommen werden? Fragekomplex IV: Verfahren, Fristen & Bürokratie 1. Welche Bearbeitungsfristen gelten für die vorgesehenen Anhörungen verbindlich? 2. Welche Konsequenzen hat eine Fristüberschreitung? 3. Wie viele Mitarbeitende stehen auf der Seite der unteren Denkmalschutzbehörde für Beratung und Antragsausarbeitung zur Verfügung? 4. Gibt es Pläne für digitale, gebündelte Antrags- und Förderverfahren? Fragekomplex V: Rückbau, Haftung & Risiken 1. Nach welchen Kriterien der Unterschutzstellung werden Rückbau, Anpassung oder nachträgliche Genehmigungen verlangt? 2. Wer haftet bei Folgeschäden (z.B. Schimmel) infolge noch nicht durchgeführter Maßnahmen aufgrund jetzt anstehender denkmalrechtlicher Vorgaben? 3. Welche Versicherungsprobleme sind der Verwaltung durch eine Unterschutzstellung bekannt? Fragekomplex VI: Soziale Härten & besondere Lebenslagen 1. Welche konkreten Härtefallregelungen existieren? 2. Wie werden ältere, pflegebedürftige oder digital überforderte Eigentümer unterstützt? 3. Wie wird sichergestellt, dass Barrierefreiheit und Pflegebedarfe berücksichtigt werden? Fragekomplex VII: Grundsatzfragen 1. Wie bewertet die Verwaltung den Zielkonflikt zwischen Denkmalschutz und Klimaschutz (Art. 20a GG)? Seite 2 von 3 Seite 3 — — 2. Wie rechtfertigt die Verwaltung die vorgesehene Unterschutzstellungsmaßnahme im Bereich der „Wohnanlage Oberer Lyngsberg“ vor dem Hintergrund von Wohnraummangel? Begründung Angesichts der beabsichtigten Unterschutzstellung der „Wohnanlage Oberer Lyngsberg“ in die Denkmalliste der Stadt Bonn haben die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sehr vielen Fragen gestellt mit der Bitte, dass diese von der Denkmalschutzbehörde schriftlich beantwortet werden. Auch wenn zu einzelnen Fragen in den digital zur Verfügung gestellten Unterlagen auch einzelne Antworten gegeben werden, besteht der Wunsch, möglichst detailliert auf die oben genannten Fragen der Fragekomplexe einzugehen. Die Sorgen über langfristige wirtschaftliche Nachteile sind recht groß. Anlage/n Keine Seite 3 von 3
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 260020
- Typ
- Große Anfrage
- Datum
- 05.01.2026
- Erstellt
- 05.01.2026 14:53