V/0140/2019
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage A
4573 Zeichen
Anlage A zur V/0140/2019 Kurzüberblick Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH die Trä- gerschaft für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck zu übertra- gen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Bundesregierung hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens- jahr. Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe- treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen auf. Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah- ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn- wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for- ciert. Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung am Meckmannweg und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0680/2018 beschlossen. Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH die Trä- gerschaft für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck zu übertra- gen. Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung am Meckmannweg wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere Detailpla- nungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Finanzierung Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen Juni bis Dezember 2020 458.410 € und 2021 ff. 814.853 €. Der städtische Betriebskostenanteil liegt für Juni bis Dezember 2020 bei 265.877,80 € und für 2021 ff. bei 472.445,59 €. Die Betriebskostenzuschüsse wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0680/2018 dargestellt. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig Vollständig frei- willig Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh- ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs- tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita- ausbauplanung. Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi- gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli- che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei. Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As- pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich- tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender Wirtschaftsstandort.
Anlage 3.1 Bewerbung Am Eichenwäldchen
2120 Zeichen
Ihr Zeichen: Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V., Eichstedtstr. 44, 59075 Hamm Ihre Nachricht vom: Stadt Münster Unser Zeichen: PW Hafenstr. 30 48127 Münster Name: Patrick Westerteicher Telefon: 02381 27396-50 E-Mail: info@kita-hamm.de Datum: 04.02.2019 Bestätigung der Bewerbung um Trägerschaft für die Ausschreibungsnummern: 09/2018 Sonnenstraße im Stadtteil Alststadt 12/2018 Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel 13/2018 Meckmannweg Stadtteil Mecklenbeck Sehr geehrte Damen und Herren, wir bedanken uns für das Gespräch am 29.01.2019 und bestätigen hiermit unsere Bewerbung um die Trägerschaft für die oben angegebenen Standorte in Münster. Seit nun mehr 20 Jahren sind wir als Träger von Kindertageseinrichtungen tätig. Unsere bisherigen Einrichtungen befinden sich in Hamm und zukünftig in Warendorf, welche auch als Referenzein- richtungen zu betrachten sind. In unserer 20-jährigen Arbeit als Vorstand bringen wir Erfahrungen mit, die durch Verlässlichkeit und Beständigkeit geprägt sind. Durch unsere professionelle Geschäftsführung sichern wir Strukturen und Abläufe. Durch weitere Einrichtungen mit dem Offenen Konzept in Münster, wird die pädagogische Landschaft um ein Vielfältiges bereichert. Auch mit einer weiteren Elterninitiative wird die Trägerlandschaft verändert und die Mitwirkung von Eltern in Kindertageseinrichtungen weiter fokussiert. Als Elterninitiative übernehmen wir einen Trägeranteil von 4 %. Zudem erklärt sich der Träger bereit, sich an den Ausstattungskosten der neuen Einrichtung zu beteiligen. Aus unseren vergangenen Pro- jekten können wir ggf. auch auf vertrauensvolle Investoren zurückgreifen. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.kita-hamm.de. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichep/Grüßen def eßschilesierleliher Postanschrift Bankverbindung Internet Mail Fon Eichstedtstr. 44 Spar- und Darlehnskasse kita-hamm.de info@kita-harnm.de = 0 23 81/27 39 650 59075 Hamm Bockum-Hövel Kto. 3 410 500 300 Registergericht Träger BLZ 410 610 11 Hamm - VR 1314 Elterninitiative „Am Eichenwäldchen" e.V.
Anlage 10.2 Konzeption Kleine Riesen
91916 Zeichen
<ĂƉŝƚĞů͗ ϭ W 'K'/^,^<KEWd ĨƺƌĚŝĞ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŝŶDƺŶƐƚĞƌ͕DĞĐŬŵĂŶŶǁĞŐ <ĂƉŝƚĞů͗ Ϯ WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ <ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƚćƚƚĞ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ DĞĐŬŵĂŶŶǁĞŐʹ^ƚĂĚƚƚĞŝůDĞĐŬůĞŶďĞĐŬ dZ 'Z ͗ <ůĞŝŶĞZŝĞƐĞŶEŽƌĚŐĞŵĞŝŶŶƺƚnjŝŐĞ'ŵď, ƐƐůŝŶŐĞƌ^ƚƌĂƘĞϲϵ ϳϯϳϯϮƐƐůŝŶŐĞŶĂŵEĞĐŬĂƌ dĞů͗ ;ϬϳϭϭͿϯϱϭϭϲϰͲϬ &Ădž͗ ;ϬϳϭϭͿϯϱϭϭϲϰͲϭϳ ͲDĂŝů͗ ŝŶĨŽΛůŝƚƚůĞŐŝĂŶƚƐ͘ĚĞ /ŶƚĞƌŶĞƚ͗ ǁǁǁ͘ůŝƚƚůĞŐŝĂŶƚƐ͘ĚĞ <ĂƉŝƚĞů͗ ϯ /E,>d^sZ/,E/^ ϭ͘ ůůŐĞŵĞŝŶĞŶŐĂďĞŶnjƵŵdƌćŐĞƌ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ ϭ͘ϭ͘ <ŽŶƚĂŬƚŝŶĨŽƌŵĂƚŝŽŶĞŶͬZĞĐŚƚƐĨŽƌŵ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ ϭ͘Ϯ͘ hŶƚĞƌŶĞŚŵĞŶƐŐĞŐĞŶƐƚĂŶĚͬ'ĞƐĐŚćĨƚƐĨĞůĚ͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ Ϯ͘ KƌŐĂŶŝƐĂƚŝŽŶƵŶĚsĞƌǁĂůƚƵŶŐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϱ ϯ͘ ŶŐĂďĞŶnjƵƌdƌćŐĞƌŬŽŶnjĞƉƚŝŽŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϲ ϯ͘ϭ͘>ĞŝƚďŝůĚ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϲ ϯ͘Ϯ͘tĞƌƚĞ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϲ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϳ ϰ͘ϭ͘ŝĞůƐĞƚnjƵŶŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϳ ϰ͘Ϯ͘ĞƚƌĞƵƵŶŐƐͲ͕ŝůĚƵŶŐƐͲƵŶĚƌnjŝĞŚƵŶŐƐĂƵĨƚƌĂŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϳ ϰ͘ϯ͘'ƌƵŶĚƐćƚnjĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϴ ϰ͘ϰ͘WŚŝůŽƐŽƉŚŝĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϵ ϰ͘ϱ͘ŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϭ ϰ͘ϲ WĂƌƚŝnjŝƉĂƚŝŽŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϯ ϰ͘ϳ͘WćĚĂŐŽŐŝŬŶĂĐŚůƚĞƌƐŐƌƵƉƉĞŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϯ ϮͲϮϰDŽŶĂƚĞ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϯ ϮϰͲϯϲDŽŶĂƚĞ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϱ <ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶΘsŽƌƐĐŚƵůĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϱ WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŐĞďŽƚĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϳ ϱ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶƵŶĚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϳ ϱ͘ϭ͘'ƌƵŶĚƐćƚnjůŝĐŚĞƐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘Ϯ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘ϯ͘/ŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐĚĞƌWĞƌƐŽŶĂůƉŽůŝƚŝŬ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘ϰ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶǀŽŶ<ŝŶĚĞƌŶǀŽŶ'ĞĨůƺĐŚƚĞƚĞŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϴ ϱ͘ϱ'ĞŶĚĞƌƚŚĞŵĂƚŝŬ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϭϵ ϲ͘&ĂŵŝůŝĞŶŽƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐƵŶĚůƚĞƌŶďĞƚĞŝůŝŐƵŶŐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϮϬ ϲ͘ϭůƚĞƌŶŐĞƐƉƌćĐŚĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϮϬ ϲ͘ϮůƚĞƌŶďĞĨƌĂŐƵŶŐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϮϬ ϲ͘ϯůƚĞƌŶďĞŝƌĂƚ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϮϬ ϲ͘ϰ'ĞǁĂůƚƉƌćǀĞŶƚŝŽŶƵŶĚhŵŐĂŶŐŵŝƚ'ĞǁĂůƚ ͘͘͘͘͘͘͘͘ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϭ ϳ͘^ŽnjŝĂůƌĂƵŵŽƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ;<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶƵŶĚsĞƌŶĞƚnjƵŶŐͿ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϭ ϵ͘YƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϮϮ ϵ͘ϭ͘ŽŬƵŵĞŶƚĂƚŝŽŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϮϮ <ĂƉŝƚĞů͗ ůůŐĞŵĞŝŶĞŶŐĂďĞŶnjƵŵdƌćŐĞƌ ϰ ϵ͘Ϯ͘ůƚĞƌŶďĞĨƌĂŐƵŶŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϯ ϵ͘ϯ͘WĞƌƐŽŶĂůƵƐƐƚĂƚƚƵŶŐ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϯ ϵ͘ϰ͘,LJŐŝĞŶĞƉůĂŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϯ ϵ͘ϱ͘YƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚŚĂŶĚďƵĐŚ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϯ ϵ͘ϲ͘YƵĂůŝƚćƚƐƐŝĐŚĞƌƵŶŐƐŵĞƚŚŽĚĞŶ;ϲͲ^ŝŐŵĂʹD/Ϳ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϯ ϵ͘ϳ͘YƵĂůŝƚćƚƐnjŝƌŬĞů ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϰ ϵ͘ϴ͘/ŶƐŽǁĞŝƚƌĨĂŚƌĞŶĞ&ĂĐŚŬƌĂĨƚ^'s///͕ϴĂ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϰ ϵ͘ϵ͘&ĂĐŚďĞƌĂƚƵŶŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϱ ϵ͘ϭϬ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞdĂŐĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϱ ϵ͘ϭϭ͘<ĞŶŶĞŶůĞƌŶĞŶǀŽŶĂŶĚĞƌĞŶŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϱ ϵ͘ϭϮ͘>ĞŝƚƵŶŐƐŬŽŶĨĞƌĞŶnjĞŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϱ ϵ͘ϭϯ͘ĞƐĐŚǁĞƌĚĞŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚŝ͘^͘Ě͘ΑϰϱďƐ͘ϮEƌ͘ϯ^'s/// ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϱ ϵ͘ϭϰ͘ĞƐĐŚǁĞƌĚĞŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϱ ϭϬ͘ƌŶćŚƌƵŶŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϲ ϭϭ͘WĞƌƐŽŶĂůŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϲ ϭϭ͘ϭ͘WĞƌƐŽŶĂůŐĞǁŝŶŶƵŶŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϳ ϭϭ͘Ϯ͘DŝƚĂƌďĞŝƚĞƌĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϳ ϭϮ͘&ŝŶĂŶnjŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϳ ϭϯ͘^ĐŚƵƚnjĂƵĨƚƌĂŐďĞŝ<ŝŶĚĞƐǁŽŚůŐĞĨćŚƌĚƵŶŐŝ͘^͘Ě͘ΑϴĂ^'s/// ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘Ϯϵ ŶůĂŐĞϭ͗ƌŶćŚƌƵŶŐƐŬƌĞŝƐ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϬ ŶůĂŐĞϮ͗,LJŐŝĞŶĞWůĂŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϬ ,LJŐŝĞŶĞŝŵ^ĂŶŝƚćƌďĞƌĞŝĐŚ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϬ dƌŝŶŬǁĂƐƐĞƌŚLJŐŝĞŶĞ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϭ ƌƐƚĞ,ŝůĨĞ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϭ <ƺĐŚĞ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϮ ,ĂŶĚŚLJŐŝĞŶĞ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϮ &ůćĐŚĞŶƌĞŝŶŝŐƵŶŐƵŶĚĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϯ ƵƘĞŶĂŶůĂŐĞŶ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϯ ŶůĂŐĞϯ͗sĞƌĨĂŚƌĞŶƐĂŶǁĞŝƐƵŶŐďĞŝ,ŽŚĞŶdĞŵƉĞƌĂƚƵƌĞŶ ͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘͘ϯϯ <ĂƉŝƚĞů͗ ůůŐĞŵĞŝŶĞŶŐĂďĞŶnjƵŵdƌćŐĞƌ ϱ ϭ͘ >>'D/EE'EhDdZ 'Z ϭ͘ϭ͘ <KEd<d/E&KZDd/KEEͬZ,d^&KZD <ŽŶƚĂŬƚĚĂƚĞŶ͗ <ůĞŝŶĞZŝĞƐĞŶEŽƌĚŐĞŵĞŝŶŶƺƚnjŝŐĞ'ŵď, ƐƐůŝŶŐĞƌ^ƚƌĂƘĞϲϵ ϳϯϳϯϮƐƐůŝŶŐĞŶ 'ĞƐĐŚćĨƚƐĨƺŚƌĞƌ͗ :ĞůĞŶĂtĂŚůĞƌ͕WĞƚĞƌtĂŚůĞƌ ϭ͘Ϯ͘ hEdZE,DE^''E^dEͬ'^, &d^&> <ůĞŝŶĞZŝĞƐĞŶEŽƌĚďĞƚƌĞŝďƚ<ŝŶĚĞƌŬƌŝƉƉĞŶƵŶĚ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶ͘ Ϯ͘ KZ'E/^d/KEhEsZt>dhE' dƌćŐĞƌ ŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐ WćĚĂŐŽŐŝŬ WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞZŝĐŚƚůŝŶŝĞŶ tŝƐƐĞŶƐĂƵƐƚĂƵƐĐŚnjǁŝƐĐŚĞŶŝŶͲ ƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶ <ŝŶĚĞƌƐĐŚƵƚnj &ƌƺŚŬŝŶĚůŝĐŚĞŝůĚƵŶŐ;WůĂͲ ŶƵŶŐƵŶĚƵƌĐŚĨƺŚƌƵŶŐ ǀŽŶŶŐĞďŽƚĞŶͿ ŽŬƵŵĞŶƚĂƚŝŽŶ tĞŝƚĞƌƐĐŚƌĞŝďƵŶŐ<ŽŶnjĞƉͲ ƚŝŽŶ <ŝŶĚĞƌŬŽŶĨĞƌĞŶnjĞŶ &ŝŶĂŶnjĞŶ ƵĐŚŚĂůƚƵŶŐ :ĂŚƌĞƐĂďƐĐŚůƵƐƐ ŽŶƚƌŽůůŝŶŐ ƵĚŐĞƚŝĞƌƵŶŐ <ĂƐƐĞŶďƵĐŚ ŝŶŬćƵĨĞ WĞƌƐŽŶĂůŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ ĞǁĞƌďĞƌŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ >ŽŚŶďƵĐŚŚĂůƚƵŶŐ &ŽƌƚďŝůĚƵŶŐ ϯϲϬΣͲ&ĞĞĚďĂĐŬ ĞǁĞƌďƵŶŐƐŐĞƐƉƌćĐŚĞ ĞƚĞŝůŝŐƵŶŐĂŶWĞƌƐŽŶĂůĞŶƚͲ ƐĐŚĞŝĚƵŶŐĞŶ ZĞĨůĞdžŝŽŶƐŐĞƐƉƌćĐŚĞ ĞƚĞŝůŝŐƵŶŐĂŶ&ŽƌƚďŝůͲ ĚƵŶŐƐĞŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐĞŶ ĞƐĐŚĂĨĨƵŶŐ ďƐĐŚůƵƐƐǀŽŶZĂŚŵĞŶǀĞƌƚƌćŐĞŶ <ƌĞĚŝƚŽƌĞŶďƵĐŚŚĂůƚƵŶŐĞďŝƚŽͲ ƌĞŶďƵĐŚŚĂůƚƵŶŐ ĞĚĂƌĨƐŵĞůĚƵŶŐ ĞƐĐŚĂĨĨƵŶŐƵŶĚĞƐƚĞůͲ ůƵŶŐ ůƚĞƌŶĂƌďĞŝƚ sĞƌƚƌĂŐƐŐĞƐƚĂůƚƵŶŐ ůƚĞƌŶďĞĨƌĂŐƵŶŐĞŶ ZŝĐŚƚůŝŶŝĞŶnjƵƌůƚĞƌŶĂƌďĞŝƚ ZŝĐŚƚůŝŶŝĞŶnjƵƌŝŶŐĞǁƂůŚŶƵŶŐ ůƚĞƌŶŐĞƐƉƌćĐŚĞ ĞƚĞŝůŝŐƵŶŐĂŶůƚĞƌŶďĞĨƌĂͲ ŐƵŶŐĞŶ ůƚĞƌŶĂďĞŶĚĞƵŶĚ&ĞƐƚĞ ƌnjŝĞŚƵŶŐƐͲƵŶĚŝůĚƵŶŐƐͲ ƉĂƌƚŶĞƌƐĐŚĂĨƚ /ŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐ /ŶǀĞƐƚŝƚŝŽŶĞŶ ƵĚŐĞƚŝĞƌƵŶŐ ĞƐĐŚĂĨĨƵŶŐǀŽŶŐƌŽƘĞŶ/ŶǀĞƐƚŝƚŝͲ ŽŶƐŐƺƚĞƌŶ ĞĚĂƌĨƐĞƌŚĞďƵŶŐƵŶĚ ʹ ŵĞůĚƵŶŐ YƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ YƵĂůŝƚćƚƐŚĂŶĚďƵĐŚ ƵĚŝƚƐ ĞƐĐŚǁĞƌĚĞŵĂŶĂŐŵĞŶƚ YƵĂůŝƚćƚƐnjŝƌŬĞů WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞdĂŐĞ ĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶďĞĂƌďĞŝƚĞŶ ƵŶĚƌďĞŝƚƐŬƌĞŝƐĞďŝůĚĞŶ <ĂƉŝƚĞů͗ ŶŐĂďĞŶnjƵƌdƌćŐĞƌŬŽŶnjĞƉƚŝŽŶ ϲ ϯ͘ E'EhZdZ 'Z<KEWd/KE ϯ͘ϭ͘>/d/> <ůĞŝŶĞZŝĞƐĞŶEŽƌĚďŝĞƚĞƚƋƵĂůŝƚĂƚŝǀŚŽĐŚǁĞƌƚŝŐĞ'ĂŶnjƚĂŐĞƐŬŝŶĚĞƌďĞƚƌĞƵƵŶŐĂŶ͘ tŝƌǁŽůůĞŶ<ŝŶĚĞƌďĞŝŵƌǁĞƌďǀŽŶĂƐŝƐŬŽŵƉĞƚĞŶnjĞŶĂůƚĞƌƐŐĞƌĞĐŚƚƵŶĚŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ͘ tŝƌƐĞŚĞŶũĞĚĞƐ<ŝŶĚĂůƐĞŝŶnjŝŐĂƌƚŝŐĞƐ/ŶĚŝǀŝĚƵƵŵ͘hŶƐĞƌƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐŝĞŚƚǀŽƌ͕ŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĂƵĨĚŝĞ ĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞƵŶĚ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶĞŝŶĞƐũĞĚĞŶ<ŝŶĚĞƐĞŝŶnjƵŐĞŚĞŶ͘ĂĚƵƌĐŚǁŽůůĞŶǁŝƌĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŝŶĞƐŐĞƐƵŶĚĞŶ ^ĞůďƐƚďŝůĚĞƐƵŶĚ^ĞůďƐƚǀĞƌƚƌĂƵĞŶƐĨƂƌĚĞƌŶ͘ tŝƌǀĞƌƐƚĞŚĞŶƵŶƐĂůƐŝĞŶƐƚůĞŝƐƚĞƌ͕ĚĞƌĞƐďĞƌƵĨƐƚćƚŝŐĞŶDƺƚƚĞƌŶƵŶĚsćƚĞƌŶĞƌŵƂŐůŝĐŚƚƐŽƌŐĞŶĨƌĞŝĞƌƵĨƵŶĚ &ĂŵŝůŝĞnjƵǀĞƌĞŝŶďĂƌĞŶ͕ĚĞƌŝŶĞŶŐĞŵƵƐƚĂƵƐĐŚŵŝƚĚĞŵ:ƵŐĞŶĚĂŵƵŶĚĚĞƌWŽůŝƚŝŬƐƚĞŚƚ͕ƵŵŵŝƚũĞĚĞƌŶĞƵĞŶ <ŝƚĂĞŝŶĞŶDĞŚƌǁĞƌƚĨƺƌĚŝĞ'ĞŵĞŝŶĚĞnjƵƐĐŚĂĨĨĞŶ͘ ϯ͘Ϯ͘tZd /E/s/h>/d d͗ :ĞĚĞƐ<ŝŶĚŝƐƚĞŝŶĞŝŶnjŝŐĂƌƚŝŐĞƐ/ŶĚŝǀŝĚƵƵŵ͕ĚĂƐĞŝŐĞŶĞ /ŶƚĞƌĞƐƐĞŶ͕ĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞƵŶĚ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶŚĂƚ͘tŝƌƌĞƐƉĞŬƚŝĞƌĞŶĚŝĞĞƐŽŶͲ ĚĞƌŚĞŝƚĞŶĞŝŶĞƐũĞĚĞŶ<ŝŶĚĞƐƵŶĚƐĞŚĞŶĚŝĞƐĞĂůƐ'ĞƐĐŚĞŶŬĂŶ͘>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ ĨƂƌĚĞƌƚ<ŝŶĚĞƌŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůďĞŝŵŶƚĨĂůƚĞŶŝŚƌĞƌ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶƵŶĚ/ŚƌĞƌWĞƌƐƂŶͲ ůŝĐŚŬĞŝƚ͘ /Ed>><dh>>^d/Dh>d/KE͗ <ŝŶĚĞƌŚĂďĞŶĞŝŶĞŶĂŶŐĞďŽƌĞŶĞŶ>ĞƌŶͲ ƵŶĚŶƚĚĞĐŬĞƌĚƌĂŶŐ͘hŵĚŝĞǁĞƌƚǀŽůůĞĞŝƚĚĞƌ<ŝŶĚŚĞŝƚŵŝƚƐŝŶŶǀŽůůĞŶ >ĞƌŶĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵĞƌĨƺůůĞŶ͕ƐŽǁŽŚůƐĞůďƐƚĞŶƚĚĞĐŬĞŶ͕ĂďĞƌĂƵĐŚƐƉŝĞůĞƌŝƐĐŚ ŝŶĚĞƌ'ƌƵƉƉĞ͕ŐĞŚƚ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĂƵĨĚŝĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞũĞĚĞƌůƚĞƌƐͲ ƐƚƵĨĞƵŶĚũĞĚĞƐĞŝŶnjĞůŶĞŶ<ŝŶĚĞƐĞŝŶ͘hŶƐĞƌZĂƵŵŬŽŶnjĞƉƚƵŶĚƵŶƐĞƌĞƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŶŐĞďŽƚĞƐŝŶĚƐŽĂƵƐŐĞͲ ůĞŐƚ͕ĚĂƐƐ<ŝŶĚĞƌŐĂŶnjŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůǀŽŶĚĞƌĞƚƌĞƵĞƌ/ŶůĞƌŶĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ '^hE,/dhE^/,Z,/d͗ <ŝŶĚĞƌƐŽůůĞŶŝŶĞŝŶĞƌƐŽǁŽŚůƉŚLJƐŝƐĐŚĂůƐĂƵĐŚƉƐLJĐŚŝƐĐŚŐĞƐƵŶĚĞŶƵŶĚƐŝͲ ĐŚĞƌĞŶhŵŐĞďƵŶŐĂƵĨǁĂĐŚƐĞŶ͕ĚŝĞŝŚŶĞŶ&ƌĞŝƌĂƵŵnjƵŵŶƚĚĞĐŬĞŶ͕^ƉŝĞůĞŶƵŶĚ>ĞƌŶĞŶďŝĞƚĞƚ͘ƵƌĐŚŐĞƐƵŶĚĞ ƵŶĚĂƵƐŐĞǁŽŐĞŶĞƌŶćŚƌƵŶŐ͕ĂƵƐƌĞŝĐŚĞŶĚĞǁĞŐƵŶŐ͕ĨƌƺŚnjĞŝƚŝŐĞƐƌůĞƌŶĞŶǀŽŶĂŚŶͲƵŶĚ,ĂŶĚǁĂƐĐŚŚLJŐŝĞŶĞ͕ ƐŽǁŝĞĚƵƌĐŚĞŝŶĚƵƌĐŚĚĂĐŚƚĞƐƵŶĚƐŝĐŚĞƌĞƐZĂƵŵŬŽŶnjĞƉƚǁĞƌĚĞŶǁŝƌĚŝĞƐĞŶŶƐƉƌƺĐŚĞŶŐĞƌĞĐŚƚ͘ĂƌƺďĞƌŚŝŶͲ ĂƵƐǁĞƌĚĞŶsĞƌĨĂŚƌĞŶnjƵƌhŶĨĂůůƉƌćǀĞŶƚŝŽŶƵŶĚĚĞŵĨƌƺŚnjĞŝƚŝŐĞŶƌŬĞŶŶĞŶǀŽŶ'ĞǁĂůƚĞŶƚǁŝĐŬĞůƚƵŶĚDĂƘͲ ŶĂŚŵĞŶĨƺƌĚĞŶEŽƚĨĂůůǀŽƌŐĞƐƚĞůůƚ͘ WZdEZ^,&dD/dE>dZE͗ tŝƌŐůĂƵďĞŶĚĂƌĂŶ͕ĚĂƐƐƋƵĂůŝƚĂƚŝǀŚŽĐŚǁĞƌƚŝŐĞ<ŝŶĚĞƌďĞƚƌĞƵƵŶŐĞŝŶĞƐ ŝŶƚĞŶƐŝǀĞŶƵƐƚĂƵƐĐŚƐnjǁŝƐĐŚĞŶĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶƵŶĚůƚĞƌŶďĞĚĂƌĨ͘ĞŝƵŶƐǁĞƌĚĞŶĚŝĞůƚĞƌŶƚćŐůŝĐŚƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚ ŽĚĞƌŵƺŶĚůŝĐŚƺďĞƌĚĞŶdĂŐĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŝŶĨŽƌŵŝĞƌƚ͘ŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƌ<ŝŶĚĞƌǁŝƌĚǁćŚƌĞŶĚĚĞƌŐĞƐĂŵƚĞŶĞŝƚ ďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĂƵƐĨƺŚƌůŝĐŚĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌƚ͘ZĞŐĞůŵćƘŝŐĞůƚĞƌŶͲĞƚƌĞƵĞƌͲ'ĞƐƉƌćĐŚĞŚĂůƚĞŶĚŝĞůƚĞƌŶƺďĞƌĚŝĞ ŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĂƵĨĚĞŵ>ĂƵĨĞŶĚĞŶ͘ t ZDhEhtEhE'͗ ůůĞ<ŝŶĚĞƌ͕ŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞƐĞŚƌũƵŶŐĞ<ŝŶĚĞƌ͕ďƌĂƵĐŚĞŶĚŝĞtćƌŵĞƵŶĚƵǁĞŶͲ ĚƵŶŐĞŝŶĞƌĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶ͘>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐŝƐƚďĞƐƚƌĞďƚŝŵZĂŚŵĞŶĚĞƌŽƉĞƌĂƚŝǀĞŶDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞŝŶĞƌ ĞƚƌĞƵĞƌ/ŶnjƵnjƵŽƌĚŶĞŶ͘ŝĞƐĞďĞŐůĞŝƚĞƚĚĂƐ<ŝŶĚƵŶĚĚĞƐƐĞŶůƚĞƌŶŐĂŶnjŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůǁćŚƌĞŶĚƐĞŝŶĞƌĞŝƚďĞŝ >ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ͕ƐƉĞŶĚĞƚƵǁĞŶĚƵŶŐƵŶĚĞƌŵƵƚŝŐƚĚĂƐ<ŝŶĚďĞŝƐĞŝŶĞŶŶƚĚĞĐŬƵŶŐƐƌĞŝƐĞŶ͘ DKd/s/ZE^Z/d^hD&>͗ tŝƌƐŝŶĚĚĞƌĨĞƐƚĞŶmďĞƌnjĞƵŐƵŶŐ͕ĚĂƐƐŶƵƌnjƵĨƌŝĞĚĞŶĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ ŐƵƚĞ<ŝŶĚĞƌďĞƚƌĞƵƵŶŐŐĞǁćŚƌůĞŝƐƚĞŶŬƂŶŶĞŶ͘>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐďŝĞƚĞƚ͕ƐĞŝŶĞŶDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶĞŝŶĞŶƐŝĐŚĞƌĞŶƵŶĚ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϳ ŵŽƚŝǀŝĞƌĞŶĚĞŶƌďĞŝƚƐƉůĂƚnjĂŶ͕ĚĞŶƐŝĞũĞĚĞŶdĂŐŐĞƌŶĞǁŝĞĚĞƌnjƵƌƺĐŬŬĞŚƌĞŶ͘ZĞŐĞůŵćƘŝŐĞ^ĐŚƵůƵŶŐĞŶǀĞƌďĞƐͲ ƐĞƌŶŶŝĐŚƚŶƵƌĚŝĞYƵĂůŝƚćƚĚĞƌĞƚƌĞƵƵŶŐ͕ƐŽŶĚĞƌŶĂƵĐŚĚŝĞƵĨƌŝĞĚĞŶŚĞŝƚƵŶƐĞƌĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ͘&ůĞdžŝďĞů ƌĞĂŐŝĞƌĞŶǁŝƌĂƵĨĚŝĞƐŝĐŚǁĂŶĚĞůŶĚĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞƵŶƐĞƌĞƐdĞĂŵƐ͘ŝĞƐĞƐǁŝĞĚĞƌƵŵŬŽŵŵƚĂƵĐŚƵŶƐĞƌĞŶ<ůĞŝͲ ŶĞŶnjƵŐƵƚĞ͘ ϰ͘W 'K'/^,^<KEWd ϰ͘ϭ͘/>^dhE' tŝƌǀĞƌƐƚĞŚĞŶƵŶƐĞƌĞƵĨŐĂďĞĚĂƌŝŶ͕ƌnjŝĞŚƵŶŐ͕ĞƚƌĞƵƵŶŐƵŶĚŝůĚƵŶŐƐĂƵĨƚƌĂŐŝŶŝŶŬůĂŶŐŵŝƚĞŝŶĂŶĚĞƌnjƵ ďƌŝŶŐĞŶ͕ĚĂďĞŝƐƚĞŚĞŶĚŝĞŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶĂůƚĞƌƐŐĞƌĞĐŚƚĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐƐƚĞƚƐŝŵDŝƚƚĞůƉƵŶŬƚ͘ /ŵ^ŝŶŶĞĚĞƌhEͲ<ŝŶĚĞƌĞĐŚƚƐŬŽŶǀĞŶƚŝŽŶƐŝŶĚǁŝƌĚĞƌĨĞƐƚĞŶmďĞƌnjĞƵŐƵŶŐ͕ĚĂƐƐ<ŝŶĚĞƌĞŝŶZĞĐŚƚĂƵĨƌnjŝĞŚƵŶŐ ƵŶĚŝůĚƵŶŐ͕ĚŝĞĚŝĞWĞƌƐƂŶůŝĐŚŬĞŝƚ͕ĚŝĞĞŐĂďƵŶŐƵŶĚĚŝĞŐĞŝƐƚŝŐĞŶ͕ŬƂƌƉĞƌůŝĐŚĞŶƵŶĚƐŽnjŝĂůĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶnjƵƌ ŶƚĨĂůƚƵŶŐďƌŝŶŐƚ͕ŚĂďĞŶ͘ďĞŶƐŽĞƌĂĐŚƚĞŶǁŝƌĞƐĂůƐƐĞůďƐƚǀĞƌƐƚćŶĚůŝĐŚ͕ĚĂƐƐ<ŝŶĚĞƌĞŝŶZĞĐŚƚĂƵĨdĞŝůŚĂďĞƵŶĚ ĞƚĞŝůŝŐƵŶŐ͕ĂƵĨ'ĞƐƵŶĚŚĞŝƚ͕ĂƵĨ^ĐŚƵƚnjǀŽƌ'ĞǁĂůƚƵŶĚŝƐŬƌŝŵŝŶŝĞƌƵŶŐŚĂďĞŶ͘ ϰ͘Ϯ͘dZhhE'^Ͳ͕/>hE'^ͲhEZ/,hE'^h&dZ' tŝƌƐĞŚĞŶƵŶƐĞƌĞŶĞƚƌĞƵƵŶŐƐͲ͕ŝůĚƵŶŐƐͲƵŶĚƌnjŝĞͲ ŚƵŶŐƐĂƵĨƚƌĂŐŝŶĚĞƌ^ŝĐŚĞƌƐƚĞůůƵŶŐĚĞƌĨŽůŐĞŶĚĞŶŝĞůĞ ďĞŐƌƺŶĚĞƚ͗ • hŶƚĞƌŝůĚƵŶŐǀĞƌƐƚĞŚĞŶǁŝƌĚĞŶůĞďĞŶƐůĂŶŐĞŶ WƌŽnjĞƐƐnjƵƌŶĞŝŐŶƵŶŐĚĞƌtĞůƚǀŽŶ'ĞďƵƌƚĂŶ͘Ɛ ŚĂŶĚĞůƚƐŝĐŚƵŵĞŝŶĞŶĂŬƚŝǀĞŶƵĨŶĂŚŵĞͲƵŶĚ sĞƌĂƌďĞŝƚƵŶŐƐƉƌŽnjĞƐƐǀŽŶ/ŶĨŽƌŵĂƚŝŽŶĞŶ͕ǁĞůĐŚĞƌ ŝŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞĚƵƌĐŚ/ŶƚĞƌĂŬƚŝŽŶŵŝƚĂŶͲ ĚĞƌĞŶ<ŝŶĚĞƌŶƵŶĚƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŵWĞƌƐŽŶĂůŝŶĞŝͲ ŶĞƌĂŶƌĞŐĞŶĚĞŶhŵŐĞďƵŶŐĂďůćƵĨƚ͘ĂďĞŝƐƉŝĞůĞŶ ƌnjŝĞŚĞƌŝŶŶĞŶƵŶĚƌnjŝĞŚĞƌĞŝŶĞǀŝƚĂůĞZŽůůĞ͘ • ƌnjŝĞŚƵŶŐďĞĚĞƵƚĞƚĨƺƌƵŶƐhŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚĞƌŝůͲ ĚƵŶŐƐƉƌŽnjĞƐƐĞƐŽǁŽŚůĚƵƌĐŚsŽƌŵĂĐŚĞŶĂůƐĂƵĐŚĚƵƌĐŚŶŚĂůƚĞŶĞŝŐĞŶĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵŵĂĐŚĞŶ͘ • ŝůĚƵŶŐŝƐƚĚĞƌƵƐĂŵŵĞŶŚĂŶŐǀŽŶ>ĞƌŶĞŶ͕tŝƐƐĞŶ͕tĞƌƚĞďĞǁƵƐƐƚƐĞŝŶ͕,ĂůƚƵŶŐĞŶƵŶĚ,ĂŶĚĞůƐĨćŚŝŐŬĞŝƚ ŝŵƵƐĂŵŵĞŶŚĂŶŐŵŝƚĞŝŶĞŵƐŝŶŶĞƌĨƺůůƚĞŶ>ĞďĞŶ͘ • tŝƌďŝĞƚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĞŝŶĞƐŝĐŚĞƌĞ>ĞƌŶƵŵŐĞďƵŶŐƵŶĚĞƚƌĞƵƵŶŐ͕ŝŶĚĞƌĚĂƐŬƂƌƉĞƌůŝĐŚĞƵŶĚƐĞĞůŝƐĐŚĞtŽŚů ĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƐŝĐŚĞƌŐĞƐƚĞůůƚŝƐƚ͘ • tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ<ŝŶĚĞƌďĞŝĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŝŶĞƌĞŝŐĞŶƐƚćŶĚŝŐĞŶWĞƌƐƂŶůŝĐŚŬĞŝƚ͕ŐƌƂƘƚŵƂŐůŝĐŚĞƌ^ĞůďƐƚͲ ƐƚćŶĚŝŐŬĞŝƚƵŶĚŝŐĞŶŝŶŝƚŝĂƚŝǀĞ͘ • tŝƌǁŽůůĞŶĚŝĞŶĂƚƺƌůŝĐŚĞ>ĞƌŶĨƌĞƵĚĞǀŽŶ<ŝŶĚĞƌŶĂŶƌĞŐĞŶƵŶĚƐƚćƌŬĞŶƵŶĚŐůĞŝĐŚnjĞŝƚŝŐĚŝĞ<ƌĞĂƚŝǀŝƚćƚĚĞƌ <ŝŶĚĞƌƵŶƚĞƌĞƌƺĐŬƐŝĐŚƚŝŐƵŶŐŝŚƌĞƌŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶƵŶĚĞŐĂďƵŶŐĞŶ͘ • tŝƌǁŽůůĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĞůĞŵĞŶƚĂƌĞ<ĞŶŶƚŶŝƐƐĞĚĞƌhŵǁĞůƚĚƵƌĐŚĞŝŶďƌĞŝƚĞƐŶŐĞďŽƚĂŶƌĨĂŚƌƵŶŐƐŵƂŐůŝĐŚͲ ŬĞŝƚĞŶǀĞƌŵŝƚƚĞůŶ͘ • tŝƌďĞƚƌĂĐŚƚĞŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞĂůƐĞŐĞŐŶƵŶŐƐƌĂƵŵĨƺƌƐŽnjŝĂůĞƐ>ĞƌŶĞŶ͘<ŝŶĚĞƌƐŽůůĞŶƐŽnjŝĂůĞsĞƌŚĂůͲ ƚĞŶƐǁĞŝƐĞŶ͕^ŝƚƵĂƚŝŽŶĞŶƵŶĚWƌŽďůĞŵĞďĞǁƵƐƐƚĞƌůĞďĞŶ͘ • ĂƐ>ĞƌŶĞŶĨŝŶĚĞƚĚƵƌĐŚƐŽnjŝĂůĞ/ŶƚĞƌĂŬƚŝŽŶnjǁŝƐĐŚĞŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶƵŶĚ<ŝŶĚƐƚĂƚƚ͘ŝĞ ƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶĨƵŶŐŝĞƌĞŶĂůƐDĞŶƚŽƌĞŶƵŶĚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚĂƐ<ŝŶĚďĞŝŵƌǁĞƌďǀŽŶtŝƐͲ ƐĞŶƵŶĚ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶ͘^ŝĞŐĞďĞŶĚĞŵ<ŝŶĚ,ŝůĨĞƐƚĞůůƵŶŐĞŶƵŶĚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĞƐĚĂďĞŝWƌŽďůĞŵůƂƐƵŶŐƐƐƚƌĂƚĞͲ ŐŝĞŶnjƵĞŶƚǁŝĐŬĞůŶ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϴ • ŝĞ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞĂƌďĞŝƚĞƚŝŶĞŶŐĞƌ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶŵŝƚĚĞƌ^ƚĂĚƚDƺŶƐƚĞƌ͕ŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞŵŝƚĂůůĞŶŝŵ ^ƚĂĚƚƚĞŝůǀĞƌĨƺŐďĂƌĞŶZĞƐƐŽƵƌĐĞŶ͘͘ • <ŝŶĚĞƌǁĞƌĚĞŶƵŶĂďŚćŶŐŝŐǀŽŶĞŬĞŶŶƚŶŝƐ͕EĂƚŝŽŶĂůŝƚćƚƵŶĚ,ĞƌŬƵŶĨƚĂƵĨŐĞŶŽŵŵĞŶ͘ ĞŝĚĞƌhŵƐĞƚnjƵŶŐƵŶƐĞƌĞƐĞƚƌĞƵŶŐƐͲ͕ƌnjŝĞŚƵŶŐƐͲƵŶĚŝůĚƵŶŐƐĂƵĨƚƌĂŐĞƐŽƌŝĞŶƚŝĞƌĞŶǁŝƌƵŶƐĂŶĚĞŶŝĞůƐĞƚͲ njƵŶŐĞŶĚĞƐ<ŝŝnjƵŶĚĚĞƌ^ƚĂĚƚDƺŶƐƚĞƌ͘ ϰ͘ϯ͘'ZhE^ d YƵĂůŝƚĂƚŝǀŚŽĐŚǁĞƌƚŝŐĞ<ŝŶĚĞƌďĞƚƌĞƵƵŶŐŵƵƐƐŐĞǁŝƐƐĞ sŽƌĂƵƐƐĞƚnjƵŶŐĞƌĨƺůůĞŶ͕ƵŵĚŝĞŽƉƚŝŵĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ ĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƐŝĐŚĞƌnjƵƐƚĞůůĞŶ͘hŶƐĞƌĞƌWćĚĂŐŽŐŝŬůŝĞŐĞŶ ĨŽůŐĞŶĚĞǀŝĞƌWƌŝŶnjŝƉŝĞŶnjƵŐƌƵŶĚĞ͗ dZhhE'hZ,h'^dD^͗ ĞŝĚĞŶ>ŝƚƚůĞ 'ŝĂŶƚƐŝƐƚũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞŝŶĞƌ'ƌƵƉƉĞnjƵŐĞŽƌĚŶĞƚ͘ĂƐƉćͲ ĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞWĞƌƐŽŶĂůŝŶĚŝĞƐĞƌŝƐƚĨƺƌĚĂƐ<ŝŶĚƵŶĚĚĂͲ ŵŝƚĨƺƌƐĞŝŶĞWĨůĞŐĞǀĞƌĂŶƚǁŽƌƚůŝĐŚ͘hŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌ/ŶͲ ŶĞŶĂƌďĞŝƚĞŶĞŶŐnjƵƐĂŵŵĞŶ͕ĚĂ ĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵƵŶŐ Ăŵ ďĞƐƚĞŶŝŶŐƵƚŽƌŐĂŶŝƐŝĞƌƚĞŶdĞĂŵƐĨƵŶŬƚŝŽŶŝĞƌƚ͘ĂƌͲ ƺďĞƌŚŝŶĂƵƐǀĞƌƐƵĐŚĞŶǁŝƌ͕ƐŽĨĞƌŶŽƌŐĂŶŝƐĂƚŽƌŝƐĐŚ ŵƂŐůŝĐŚ͕ĞŝŶĞŚĂƵƉƚǀĞƌĂŶƚǁŽƌƚůŝĐŚĞĞƚƌĞƵƵŶŐƐƉĞƌƐŽŶ ũĞĚĞŵ<ŝŶĚƵŶĚƐĞŝŶĞƌ&ĂŵŝůŝĞnjƵnjƵŽƌĚŶĞŶ͘ ĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵƵŶŐŚĞŝƘƚŶŝĐŚƚ͕ĚĂƐƐĞŝŶ<ŝŶĚŶƵƌ<ŽŶͲ ƚĂŬƚnjƵĞŝŶĞƌĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŚĂƚ͘sŝĞůŵĞŚƌŝƐƚƐƚĞƚƐŬůĂƌ͕ ǁĞƌĚŝĞ,ĂƵƉƚǀĞƌĂŶƚǁŽƌƚƵŶŐĨƺƌĞŝŶ<ŝŶĚƚƌćŐƚƵŶĚĚĞƐƐĞŶŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌƚ͘ <>/E'ZhWWE ͗ &ŽƌƐĐŚƵŶŐƐĞƌŐĞďŶŝƐƐĞnjĞŝŐĞŶ͕ĚĂƐƐĞŝŶĞŬůĞŝŶĞ'ƌƵƉƉĞƵŶĚĞŝŶŐƵƚĞƌĞƚƌĞƵƵŶŐƐƐĐŚůƺƐƐĞů ĚŝĞǁŝĐŚƚŝŐƐƚĞŶ<ƌŝƚĞƌŝĞŶĨƺƌƋƵĂůŝƚĂƚŝǀŚŽĐŚǁĞƌƚŝŐĞ<ůĞŝŶŬŝŶĚďĞƚƌĞƵƵŶŐƐŝŶĚ͘hŶƐĞƌĞZŝĐŚƚůŝŶŝĞůĂƵƚĞƚ͗ũĞũƺŶŐĞƌ ĚĂƐ<ŝŶĚ͕ĚĞƐƚŽŬůĞŝŶĞƌĚŝĞ'ƌƵƉƉĞ͘ <ůĞŝŶĞ'ƌƵƉƉĞŶƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞĞƚƌĞƵƵŶŐ͕ǁĞůĐŚĞĂďLJƐƵŶĚ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌďƌĂƵĐŚĞŶ͕&ƌĞŝŚĞŝƚƵŶĚ^ŝͲ ĐŚĞƌŚĞŝƚďĞŝŵĞǁĞŐĞŶƵŶĚŶƚĚĞĐŬĞŶƐŽǁŝĞĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŝŶĞƌĨĞƐƚĞŶŝŶĚƵŶŐnjǁŝƐĐŚĞŶ<ŝŶĚƵŶĚĞƚƌĞƵĞͲ ƌ/ŶŶĞŶ͘ <KEd/Eh/d d/EZdZhhE'͗ <ŽŶƚŝŶƵŝƚćƚŝŶĚĞƌĞƚƌĞƵƵŶŐƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjƚĚĂƐĞĚƺƌĨŶŝƐĚĞƐ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƐ ŶĂĐŚŝŶŶŝŐĞŶĞnjŝĞŚƵŶŐĞŶƵŶĚŝŶĚƵŶŐĂŶĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶ͘ƵƐĚŝĞƐĞŵ'ƌƵŶĚǁŝƌĚďĞŝĚĞŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐŐƌƂƘͲ ƚĞƌtĞƌƚƐŽǁŽŚůĂƵĨĞŝŶĞďĞŚƵƚƐĂŵĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐĂůƐĂƵĐŚĂƵĨĞŝŶĞŶůĂŶŐƐĂŵĞŶmďĞƌŐĂŶŐŝŶĚŝĞŶćĐŚƐƚĞůͲ ƚĞƌƐŐƌƵƉƉĞƵŶƚĞƌĞŐůĞŝƚƵŶŐĞŝŶĞƌĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶŐĞůĞŐƚ͘ /E/s/h>>dZhhE'͗ tŝƌŐĞŚĞŶĂƵĨĚĞŶŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶŝŽƌŚLJƚŚŵƵƐũĞĚĞƐďĞƚƌĞƵƚĞŶ<ŝŶĚĞƐĞŝŶ͘ ĂĚƵƌĐŚǁĞƌĚĞŶĚĂƐtŽŚůŐĞĨƺŚůƵŶĚĚĂƐƉŽƐŝƚŝǀĞ^ĞůďƐƚǁĞƌƚŐĞĨƺŚůĚĞƐ<ŝŶĚĞƐƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjƚ͘ƐŝƐƚǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐ ĞŝŶ<ŝŶĚƐŝĐŚŶŝĐŚƚƐĐŚůĞĐŚƚŽĚĞƌĂƵƐŐĞŐƌĞŶnjƚĨƺŚůƚ͕ǁĞŝůƐĞŝŶŝŽƌŚLJƚŚŵƵƐƵŶĚƐĞŝŶĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞǀŽŶĚĞŶĞŶĂŶͲ ĚĞƌĞƌ<ŝŶĚĞƌĂďǁĞŝĐŚĞŶ͘ ŝĞƵŵŐĞŚĞŶĚĞZĞĂŬƚŝŽŶĂƵĨĚŝĞŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjƚĚĂƐ<ŝŶĚďĞŝŵƌůĞƌŶĞŶĚĞƐƐĞůďƐƚƐƚćŶĚŝͲ ŐĞŶ,ĂŶĚĞůŶƐ͘ ĂƐ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŽŶnjĞƉƚƉĂƐƐƚƐŝĐŚĂƵĨĚĂƐ<ŝŶĚĂŶƵŶĚŶŝĐŚƚĚĂƐ<ŝŶĚĂƵĨĚĂƐ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŽŶnjĞƉƚ͘ĂĚƵƌĐŚ ƐƉƺƌƚĚĂƐ<ŝŶĚ͕ĚĂƐƐĞƐǁŝĐŚƚŝŐŝƐƚ͕ĚĂƐƐƐĞŝŶĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞŐĞƐƚŝůůƚƵŶĚƐĞŝŶĞƵƐǁĂŚů͕sŽƌůŝĞďĞŶƵŶĚ/ŵƉƵůƐĞƌĞƐͲ ƉĞŬƚŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϵ ϰ͘ϰ͘W,/>K^KW,/ &ƺƌ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐďĞĚĞƵƚĞƚƌnjŝĞŚƵŶŐ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚnjƵŐĞďĞŶ ƐŝĐŚnjƵƐĞůďƐƚďĞǁƵƐƐƚĞŶDĞŶƐĐŚĞŶnjƵĞŶƚǁŝĐŬĞůŶ͘ŝĞtĞůƚďĞŐƌĞŝĨĞŶƵŶͲ ƐĞƌĞ<ŝŶĚĞƌĂůƐĞŝŶĞŝŶůĂĚƵŶŐnjƵŵ>ĞƌŶĞŶƵŶĚtĂĐŚƐĞŶ͘Ğŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ ǁĞƌĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŵŝƚĚĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶƵŶĚĚĞŵ^ĞůďƐƚǀĞƌƚƌĂƵĞŶĂƵƐŐĞƐƚĂƚͲ ƚĞƚ͕ĚŝĞŝŵƐƉćƚĞƌĞŶ>ĞďĞŶǁŝĐŚƚŝŐƐŝŶĚ͘ /EW>d&mZ</EZ ͗ :ĞĚĞƐ<ŝŶĚŚĂƚĞŝŶŶƌĞĐŚƚĂƵĨĞŝŶĞĞƌĨƺůůƚĞ <ŝŶĚŚĞŝƚ͘<ŝŶĚĞƌŝŶĞŝŶĞƌ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐǀĞƌĚŝĞŶĞŶĞŝŶĞƐŝĐŚĞƌĞ hŵŐĞďƵŶŐ͕ŝŶĚĞƌ^ŝĞĚŝĞtƵŶĚĞƌƵŶƐĞƌĞƌtĞůƚĞŶƚĚĞĐŬĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ĂďĞŝ ŝƐƚĞƐǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐĚŝĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƐŽŐĞƐƚĂůƚĞƚŝƐƚ͕ĚĂƐƐƐŝĞĚŝĞƌŝĐŚƚŝŐĞDŝͲ ƐĐŚƵŶŐĂƵƐ&ƌĞŝŚĞŝƚƵŶĚĞƐĐŚƌćŶŬƵŶŐĞŶ͕ĂƵƐƵƐŐĞůĂƐƐĞŶŚĞŝƚƵŶĚZƵŚĞ ƵŶĚtćƌŵĞƵŶĚ>ĂĐŚĞŶŝŵmďĞƌĨůƵƐƐŐŝďƚ͘hŶƐĞƌĞ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĞŶƚĞƌŚĂͲ ďĞŶĚĞŶŶƐƉƌƵĐŚ͕ĚĂƐƐƐŝĞǁĂƌŵƵŶĚĨƌĞƵŶĚůŝĐŚŐĞƐƚĂůƚĞƚƐŝŶĚ͘tŝƌǁŽůůĞŶƵŶƐĞƌĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĞŝŶĞƚŵŽƐƉŚćƌĞ ďŝĞƚĞŶ͕ĚŝĞĞŝŶnjǁĞŝƚĞƐƵŚĂƵƐĞŝƐƚƵŶĚŶŝĐŚƚĞŝŶƐĐŚƵůćŚŶůŝĐŚĞƌĞƚƌŝĞď͘ <d/s^>ZEE͗ <ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶĂŬƚŝǀ͘^ŝĞĞƌǁĞƌďĞŶĂƐŝƐŬŽŵƉĞƚĞŶnjĞŶĂŵďĞƐƚĞŶĚƵƌĐŚŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ĚŝĞƐŝĞ ƐĞůďƐƚƉůĂŶĞŶƵŶĚĂƵƐĨƺŚƌĞŶůĞƌŶĞŶ͘^ŝĞƐŝŶĚĂůůĞŬůĞŝŶĞtŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůĞƌ͕ĂƵŵĞŝƐƚĞƌ͕ŬƌŽďĂƚĞŶƵŶĚ<ƺŶƐƚůĞƌ͕ ĚŝĞΗďĞŐƌĞŝĨďĂƌĞΗƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶŵŝƚŝŚƌĞƌhŵǁĞůƚ͕DĞŶƐĐŚĞŶƵŶĚŝŶŐĞŶďĞŶƂƚŝŐĞŶ͘<ŝŶĚĞƌďƌĂƵĐŚĞŶĚŝĞDƂŐͲ ůŝĐŚŬĞŝƚƐŝĐŚŝĞůĞnjƵƐĞƚnjĞŶ͕njƵƉůĂŶĞŶ͕ŶĂĐŚnjƵĚĞŶŬĞŶƵŶĚsĞƌĂŶƚǁŽƌƚƵŶŐnjƵƺďĞƌŶĞŚŵĞŶ͘ĂďĞŝŬŽŵŵƵŶŝnjŝĞͲ ƌĞŶƐŝĞǀŽŶ'ĞďƵƌƚĂŶƵŶĚďĞŶƂƚŝŐĞŶĞŝŶĞhŵŐĞďƵŶŐ͕ĚŝĞŐĞĨƺůůƚŝƐƚŵŝƚƺĐŚĞƌŶ͕^ƉƌĂĐŚĞƌůĞďŶŝƐƐĞŶƵŶĚ<ŽŶͲ ǀĞƌƐĂƚŝŽŶ͘ dZhZ^/EDEdKZE͗ ŝĞƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞŝŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĞŶƚĞƌŶƐŝŶĚdĞŝůĞĞŝŶĞƐdĞĂŵƐ͕ ĚĂƐ<ŝŶĚĞƌŶĞŝŶĞ>ĞƌŶƵŵŐĞďƵŶŐnjƵŵ^ĂŵŵĞůŶǀŽŶƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵƌsĞƌĨƺŐƵŶŐƐƚĞůůƚ͘^ŝĞďŝĞƚĞŶĂůƚĞƌƐŐĞƌĞĐŚƚĞ ƌůĞďŶŝƐƐĞĨƺƌũĞĚĞƐŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞ<ŝŶĚ͕ƐƚĞůůĞŶ&ƌĂŐĞŶ͕ƐĐŚĂĨĨĞŶ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶƵŶĚŚĞůĨĞŶ<ŝŶĚĞƌŶďĞŝŵ&ŝŶͲ ĚĞŶǀŽŶŶƚǁŽƌƚĞŶ͘ŝĞĞƚƌĞƵƵŶŐƐĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjƚĚŝĞƐĞďĞŝĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŝŶĞƐŐĞƐƵŶĚĞŶ^ĞůďƐƚͲ ǀĞƌƚƌĂƵĞŶƐ͘ĂĚƵƌĐŚĞŶƚǁŝĐŬĞůŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌnjƵŶĞŚŵĞŶĚŝŶƚĞůůĞŬƚƵĞůůĞ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶƵŶĚtŝƐƐĞŶ͕ĚĂƐƐŝĞĂƵĨĚŝĞ ^ĐŚƵůĞƐƉŝĞůĞƌŝƐĐŚǀŽƌďĞƌĞŝƚĞƚ͘ E'D^^EhD'hE'͗ hŶƐĞƌ<ŽŶnjĞƉƚƐĐŚĂĨĨƚĞŝŶĞĂůƚĞƌƐŐĞƌĞĐŚƚĞƵŶĚŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞhŵŐĞďƵŶŐ͕ŝŶĚĞƌ ũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞŶƚĚĞĐŬĞŶŬĂŶŶ͕ǁŝĞĚŝĞtĞůƚďĞƐĐŚĂĨĨĞŶŝƐƚƵŶĚǁŝĞƐŝĞĨƵŶŬƚŝŽŶŝĞƌƚ͘ƐŬĂŶŶƐĞŝŶĞ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶƚĞƐͲ ƚĞŶƵŶĚƐĞŝŶĞ'ƌĞŶnjĞŶŬĞŶŶĞŶůĞƌŶĞŶ͘ŝĞƚćŐůŝĐŚĞZŽƵƚŝŶĞƵŶĚĚŝĞ'ƌƵƉƉĞŶƌćƵŵĞƐŝŶĚƐŽŐĞƉůĂŶƚ͕ĚĂƐƐĚŝĞ<ŝŶͲ ĚĞƌŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶƚĚĞĐŬĞŶ͕ůĞƌŶĞŶƵŶĚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶƐĂŵŵĞůŶŬƂŶŶĞŶ͗ĞƐĐŚƌŝĨƚĞƚĞZĞŐĂůĞďĞŶƵƚnjĞŶ&ĂƌďĞŶ͕ ^LJŵďŽůĞƵŶĚtŽƌƚĞ͕ĚŝĞĚĞŶ^ŝŶŶĚĞƌŐĞƐĐŚƌŝĞďĞŶĞŶ^ƉƌĂĐŚĞnjƵǀĞƌƐƚĞŚĞŶŚĞůĨĞŶ͘^ƉŝĞůŽƌƚĞďĞŝŶŚĂůƚĞŶĞŝŶĨĂͲ ĐŚĞǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞdžƉĞƌŝŵĞŶƚĞĂƵƐĚĞŶĞƌĞŝĐŚĞŶŝŽůŽŐŝĞ͕WŚLJƐŝŬƵŶĚŚĞŵŝĞ͘^ƉƌĞĐŚĞŶƵŶĚćŚůĞŶƐŝŶĚ ĞƐƚĂŶĚƚĞŝůĚĞƌƚćŐůŝĐŚĞŶZŽƵƚŝŶĞƚćƚŝŐŬĞŝƚĞŶ͕ǁŝĞDŝƚƚĂŐĞƐƐĞŶŽĚĞƌƵĨƌćƵŵĞŶ͘ ŝĞƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞƉůĂŶĞŶƵŶĚǁĞĐŚƐĞůŶ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌĂƵƐ͘ĂƌƺďĞƌŚŝŶĂƵƐďŝĞƚĞŶƐŝĞ'ƌƵƉƉĞŶĂŬƚŝǀŝƚćͲ ƚĞŶĂŶ͕ďĞŝĚĞŶĞŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶ͕WƌŽũĞŬƚĞŝŚƌĞŶ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶĞŶƚƐƉƌĞĐŚĞŶĚnjƵǁćŚůĞŶƵŶĚĚŝĞƐĞĚĂŶŶŝŶĞŝŶĞƌ 'ƌƵƉƉĞnjƵďĞĂƌďĞŝƚĞŶ͘^ŝĐŚŝŶĞŝŶdĞĂŵĞŝŶnjƵŐůŝĞĚĞƌŶ͕njƵĨƺŚƌĞŶĂďĞƌĂƵĐŚƵŶƚĞƌnjƵŽƌĚŶĞŶƐŝŶĚ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶ͕ĚŝĞ ŝŶĚĞƌĨƌƺŚĞƐƚĞŶ<ŝŶĚŚĞŝƚŐĞůĞƌŶƚǁĞƌĚĞŶƐŽůůƚĞŶ͘ K<hDEdd/KE ͗ ŝĞŽŬƵŵĞŶƚĂƚŝŽŶĚĞƐƌǁĞƌďƐĚĞƌĂƐŝƐŬŽŵƉĞƚĞŶnjĞŶƵŶĚĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŝŶĞƐũĞĚĞŶ <ŝŶĚĞƐŝƐƚĞŝŶǁŝĐŚƚŝŐĞƐůĞŵĞŶƚĚĞƐƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶ<ŽŶnjĞƉƚĞƐǀŽŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ͘ ĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌĞŶƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵƐĂŵŵĞŶŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶŝŶWŽƌƚĨŽůŝŽƐ͘YƵĂƌƚĂůƐǁĞŝƐĞǁĞƌĚĞŶ ŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐƉƌŽĨŝůĞĨƺƌũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƌƐƚĞůůƚ͘/ŵhϯĞƌĞŝĐŚƐĞƚnj ƚĞŶǁŝƌŝŶĚĞƌZĞŐĞů͞DŽŶĚĞLJ͕͞ŝŵmϯĞƌĞŝĐŚ ͣ'ƌĞŶnjƐƚĞŝŶĞĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͞ĂůƐ/ŶƐƚƌƵŵĞŶƚĞĞŝŶ͘ŝĞƐĞǁĞƌĚĞŶ͕ǁĞŶŶĞƐŬĞŝŶĞƵĨĨćůůŝŐŬĞŝƚĞŶŐŝďƚ͕njǁĞŝŵĂů <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϭϬ ũćŚƌůŝĐŚŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶďĞƐƉƌŽĐŚĞŶ͘͘ hŶƐĞƌĞŽŬƵŵĞŶƚĂƚŝŽŶƐƚĞůůƚĚŝĞĂƐŝƐĨƺƌĚŝĞĞǁĞƌƚƵŶŐĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐĚĂƌ͘ŝĞƐĞǁŝĞĚĞƌƵŵŚŝůĨƚ ĚĞƌĞƚƌĞƵĞƌ/Ŷ͕ĚĞŶůƚĞƌŶƵŶĚĚĞŵ<ŝŶĚŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐĚĞĨŝnjŝƚĞĂƵĨnjƵĚĞĐŬĞŶƵŶĚďĞƐŽŶĚĞƌĞĞŐĂďƵŶŐĞŶĨƌƺŚͲ njĞŝƚŝŐnjƵĞƌŬĞŶŶĞŶ͘^ŽŬƂŶŶĞŶŐĞnjŝĞůƚŬnjĞŶƚĞŝŵƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŶŐĞďŽƚŐĞƐĞƚnjƚǁĞƌĚĞŶ͘ >dZE^/EWZdEZ͗ Ğŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐƐŝŶĚůƚĞƌŶŐůĞŝĐŚďĞƌĞĐŚƚŝŐƚĞWĂƌƚŶĞƌŝŶũĞĚĞƌ,ŝŶƐŝĐŚƚ͘^ŝĞŚĞůĨĞŶ ŝĞůĞƵŶĚWƌŝŽƌŝƚćƚĞŶnjƵƐĞƚnjĞŶƵŶĚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐŝŚƌĞƐ<ŝŶĚĞƐĚƵƌĐŚŐĞnjŝĞůƚĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵͲ ŚĂƵƐĞ͘dćŐůŝĐŚĞĞƌŝĐŚƚĞƌƐƚĂƚƚƵŶŐ͕ŝŶĚĞƌ<ƌŝƉƉĞƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚ͕ŝŵ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶŵƺŶĚůŝĐŚ͕ƐĞŝƚĞŶƐĚĞƌĞƚƌĞƵĞƌŝŶ͕ ĚŝĞŶŝĐŚƚŶƵƌĚĞŶƌŶćŚƌƵŶŐƐƉůĂŶĚĞƐ<ŝŶĚĞƐ͕ƐŽŶĚĞƌŶĂƵĐŚĚŝĞĞŵŽƚŝŽŶĂůĞŶ,ƂŚĞͲƐŽǁŝĞdŝĞĨƉƵŶŬƚĞǁŝĞĚĞƌͲ Őŝďƚ͕ŚĞůĨĞŶĚĞŶůƚĞƌŶnjƵďĞƵƌƚĞŝůĞŶ͕ǁŝĞƐŝĐŚŝŚƌ<ŝŶĚĞŶƚǁŝĐŬĞůƚ͘ 'ZhE>'E͗ ĂƐƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞ<ŽŶnjĞƉƚǀŽŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐďĂƐŝĞƌƚĂƵĨdŚĞŽƌŝĞŶĚĞƌĨƌƺŚŬŝŶĚůŝĐŚĞŶŶƚǁŝĐŬͲ ůƵŶŐ͘ŝĞĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐƉƐLJĐŚŽůŽŐŝƐĐŚĞŶƌŬĞŶŶƚŶŝƐƐĞǀŽŶ:ĞĂŶWŝĂŐĞƚ͕>ĞǀsLJŐŽƚƐŬLJ͕ƌŝĐƌŝĐŬƐŽŶƵŶĚ,ŽǁĂƌĚ 'ĂƌĚŶĞƌƐŝŶĚĞƐƚĂŶĚƚĞŝůƵŶƐĞƌĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐ͘tŝƌďĞnjŝĞŚĞŶĚŝĞƌďĞŝƚĞŶǀŽŶĂŶŝĞů'ŽůĞŵĂŶnjƵƌĞŵŽƚŝŽŶĂůĞŶ /ŶƚĞůůŝŐĞŶnjŝŶƵŶƐĞƌĞWćĚĂŐŽŐŝŬŵŝƚĞŝŶ͘ ŝĞ^ĐŚůƺƐƐĞůĨĂŬƚŽƌĞŶĚĞƌ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐWćĚĂŐŽŐŝŬƐŝŶĚ͗ • <ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶĂŬƚŝǀ͘ • ƵƌĐŚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶǁĞƌĚĞŶ^LJŶĂƉƐĞŶŐĞďŝůĚĞƚ͘ • <ŝŶĚĞƌďŝůĚĞŶďĞŝŵ>ĞƌŶĞŶƐĞůďƐƚZĞŐĞůŶƵŶĚ^ƚƌƵŬƚƵƌĞŶ͘ • <ŝŶĚĞƌƐŝŶĚŝŵ^ƚĂŶĚĞŵŝƚŚŽŚĞƌ'ĞƐĐŚǁŝŶĚŝŐŬĞŝƚƵŶĚ/ŶƚĞŶƐŝƚćƚnjƵůĞƌŶĞŶ͘ • <ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶŵŝƚĂůůĞŶ^ŝŶŶĞŶ͘ • <ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶŵŝƚĂŶĚĞƌĞŶ͘ • ^ƉŝĞůĞŶďĞĚĞƵƚĞƚ>ĞƌŶĞŶ͘ • hŶƐĞƌĞWćĚĂŐŽŐĞŶƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚŝĞŝŶƚƌŝŶƐŝƐĐŚĞ>ĞƌŶŵŽƚŝǀĂƚŝŽŶƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶũĞĚĞƐ<ŝŶĚŝŶĚŝǀŝĚƵĞůů͘ • /ŶƚĞůůŝŐĞŶnjŚĂƚǀŝĞůĞ&ŽƌŵĞŶ͘ • ^ƉƌĂĐŚĞƐƉŝĞůƚĞŝŶĞŬƌŝƚŝƐĐŚĞZŽůůĞǁćŚƌĞŶĚĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͕ĚĂƐŝĞƵŶƐĞƌƉƌŝŵćƌĞƐ<ŽŵŵƵŶŝŬĂƚŝŽŶƐŵŝƚƚĞů ŝƐƚ͘ • ĂƐŝĞƌĞŶĚĂƵĨĚĞƌ'ĞŚŝƌŶĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͕ŐŝďƚĞƐŽƉƚŝŵĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐnjĞŝƚĨĞŶƐƚĞƌ͕ŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞǁĂƐĚŝĞŶƚͲ ǁŝĐŬůƵŶŐǀŽŶƐƉƌĂĐŚůŝĐŚĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶďĞƚƌŝĨĨƚ͘ĂŚĞƌŝƐƚĞŝŶƐƉƌĂĐŚůŝĐŚƐƚŝŵƵůŝĞƌĞŶĚĞƐhŵĨĞůĚǁćŚƌĞŶĚĚĞƌ ĞƌƐƚĞŶĨƺŶĨ>ĞďĞŶƐũĂŚƌĞďĞƐŽŶĚĞƌƐǁŝĐŚƚŝŐ͘ • <ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶŚĂƵƉƚƐćĐŚůŝĐŚĚƵƌĐŚŶƚĚĞĐŬĞŶƵŶĚhŶƚĞƌƐƵĐŚĞŶ͕ĚƵƌĐŚ/ŶƚĞƌĂŬƚŝŽŶĞŶŵŝƚĂŶĚĞƌĞŶ<ŝŶĚĞƌŶ ƵŶĚƌǁĂĐŚƐĞŶĞŶƐŽǁŝĞĚƵƌĐŚZĞĨůĞŬƚŝĞƌĞŶǀŽŶƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶ͘ • ŝĞƵĨŐĂďĞƵŶƐĞƌĞƌĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶŝƐƚĞƐ͕ĞŝŶĞhŵŐĞďƵŶŐnjƵƐĐŚĂĨĨĞŶ͕ĚŝĞĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƌ<ŝŶĚĞƌ ďĞƐƚŵƂŐůŝĐŚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjƚ͘ ^W 'K'/^,hD&>͗ ĂƐƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞhŵĨĞůĚŐĞƐƚĂůƚĞƚƐŝĐŚǁŝĞĨŽůŐƚ͘ • hŶƐĞƌƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐWĞƌƐŽŶĂůĂƌďĞŝƚĞƚŝŶƐƚĞƚŝŐĞŵƵƐƚĂƵƐĐŚŵŝƚůƚĞƌŶĞŝŶĞŶWůĂŶnjƵƌŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶ&ƂƌĚĞͲ ƌƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐĂƵƐ͘ŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐǁŝƌĚƌĞŐĞůŵćƘŝŐ ŐĞŵĞŝŶƐĂŵďĞƐƉƌŽĐŚĞŶƵŶĚĞǀĂůƵŝĞƌƚ͘ • tŝƌďŝĞƚĞŶĞŝŶĞŐƵƚŐĞƉůĂŶƚĞƵŶĚĞƌƉƌŽďƚĞZĂƵŵƐƚƌƵŬƚƵƌĂŶ͕ĚŝĞĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶtĂŚůŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶůćƐƐƚ͘ŝĞ ZćƵŵĞŵƺƐƐĞŶĚĞŶŶƚĚĞĐŬƵŶŐƐͲƵŶĚhŶƚĞƌƐƵĐŚƵŶŐƐĚƌĂŶŐĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶƵŶĚĂůƚĞƌƐŐĞƌĞĐŚƚĞ ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶďŝĞƚĞŶ͘ • ŬƚŝǀŝƚćƚĞŶƵŶĚWƌŽũĞŬƚĞŵƺƐƐĞŶĚŝĞ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶƵŶĚ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌǁŝĚĞƌƐƉŝĞŐĞůŶ͘<ŝŶĚĞƌŶĞŚŵĞŶ ĂŬƚŝǀĂŶĚĞƌZĂƵŵŐĞƐƚĂůƚƵŶŐƵŶĚsĞƌćŶĚĞƌƵŶŐƚĞŝů͘ • tŝƌŶƵƚnjĞŶďĞǁƵƐƐƚĚŝĞ/ŶĨƌĂƐƚƌƵŬƚƵƌĚĞƌhŵŐĞďƵŶŐ͕ƐĞŝĞŶĞƐEĂŚĞƌŚŽůƵŶŐƐŐĞďŝĞƚĞ͕^ƉŽƌƚƐƚćƚƚĞŶŽĚĞƌŝďͲ ůŝŽƚŚĞŬĞŶ͘ • hŶƐĞƌƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐWĞƌƐŽŶĂůƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjƚĞ<ŝŶĚĞƌďĞŝŵŶƚĚĞĐŬĞŶ͘^ŝĞĞƌŬĞŶŶĞŶDŽŵĞŶƚĞ͕ŝŶĚĞŶĞŶĚĂƐ <ŝŶĚůĞƌŶƚ͕ƵŶĚďŝĞƚĞŶhŶƚĞƌƐƚƺƚnjƵŶŐ͕ƌŵƵƚŝŐƵŶŐƵŶĚĚŝĞŶŽƚǁĞŶĚŝŐĞ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϭϭ • ŬƚŝǀŝƚćƚĞŶǁĞƌĚĞŶŝŶdĞĂŵƐŐĞŵĞŝŶƐĂŵŵŝƚ<ŝŶĚĞƌŶŽĚĞƌ͕ƐŽĨĞƌŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌŶŽĐŚnjƵŬůĞŝŶƐŝŶĚ͕ƵŶƚĞƌĞͲ ƌƺĐŬƐŝĐŚƚŝŐƵŶŐĚĞƌĞƌ/ŶƚĞƌĞĞƌĞƐƐĞŶĞƌĂƌďĞŝƚĞƚ͘ • ŝĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƵŶĚĚĞƌ'ƌƵƉƉĞǁĞƌĚĞŶĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌƚƵŶĚŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶďĞƐƉƌŽĐŚĞŶ͘ • hŶƐĞƌƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚďĞnjŝĞŚƚƐŽǁŽŚůŐĞnjŝĞůƚĞ/ŶƚĞƌĂŬƚŝŽŶĞŶĂůƐĂƵĐŚĞŝŶĞŝŶĨƺŚůƐĂŵŐĞƉůĂŶƚĞƐ ZĂƵŵŬŽŶnjĞƉƚŝŶĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŵŝƚĞŝŶ͘tŝƌŝŶƚĞŐƌŝĞƌĞŶůĞŵĞŶƚĞĚĞƌ^ƉƌĂĐŚĞƌnjŝĞŚƵŶŐ͕ĚĞƐ ŵĂƚŚĞŵĂƚŝƐĐŚĞŶƵŶĚŶĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞŶĞŶŬĞŶƐ͕ĚĞƌWƌŽũĞŬƚĂƌďĞŝƚ͕ĚĞƌ^ĂĐŚŬƵŶĚĞƵŶĚĚĞƌ<ƵŶƐƚͲ ƐŽǁŝĞDƵƐŝŬĞƌnjŝĞŚƵŶŐŝŶĂůůĞƐƉĞŬƚĞƵŶƐĞƌĞƌĞŶƚĞƌ͕ĂŶƐƚĂƚƚĚŝĞƐĞŬƺŶƐƚůŝĐŚnjƵƚƌĞŶŶĞŶ͘tŝƌǁŽůůĞŶ͕ĚĂƐƐ <ŝŶĚĞƌͣďĞŐƌĞŝĨĞŶ͞ĂŶƐƚĂƚƚŝŵŬůĂƐƐŝƐĐŚĞŶ^ŝŶŶĞŵŝƚ>ĞƌŶƐƚŽĨĨͣďĞƌŝĞƐĞůƚ͞ǁĞƌĚĞŶ͘ W 'K'/^,^^>^dsZ^d EE/^ • tŝƌƵŶĚƵŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐŝŶĚƵŶƐďĞǁƵƐƐƚ͕ĚĂƐƐƵŶƐĞƌ,ĂŶĚĞůŶ͕ƵŶƐĞƌĞtĞƌƚĞ͕ŶƐƉƌƺĐŚĞƵŶĚƌͲ ĨĂŚƌƵŶŐĞŶĚŝƌĞŬƚĞŶŝŶĨůƵƐƐĂƵĨƵŶƐĞƌĞƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƌďĞŝƚ͘ • tŝƌƵŶĚƵŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐĞŚĞŶƵŶƐĞƌ,ĂŶĚĞůŶĨĞƐƚǀĞƌĂŶŬĞƌƚŝŶĚĞŶĚĞŵŽŬƌĂƚŝƐĐŚĞŶ'ƌƵŶĚǁĞƌƚĞŶ ƵŶƐĞƌĞƌ'ĞƐĞůůƐĐŚĂĨƚ͘ • hŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐŝŶĚĂŶŐĞŚĂůƚĞŶƐƚĞƚƐĚĞŶDŝƚƚĞůƉƵŶŬƚ/ŚƌĞƐ,ĂŶĚĞůƐĂƵƐŐĞŚĞŶĚǀŽŶĚĞƌ^ŝĐŚƚͲ ǁĞŝƐĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐnjƵƐĞƚnjĞŶ͘ • hŶƐĞƌĞƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞƐƚŝŵŵĞŶŝŵdĞĂŵŝŚƌƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶWůĂŶĞŶƵŶĚ,ĂŶĚĞůŶĂďƵŶĚƚĂƵͲ ƐĐŚĞŶƌĞŐĞůŵćƘŝŐƌŬĞŶŶƚŶŝƐƐĞƺďĞƌĚĞŶŝůĚƵŶŐƐͲƵŶĚŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐƉƌŽnjĞƐƐĞŝŶnjĞůŶĞƌ<ŝŶĚĞƌĂƵƐ͘ • hŶƐĞƌĞ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞŐĞďĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐƵŶĚ^ŝĐŚĞƌŚĞŝƚĚƵƌĐŚůŝĞďĞǀŽůůĞƵǁĞŶĚƵŶŐƵŶĚĚƵƌĐŚ ĚĞŶƵĨďĂƵĞŝŶĞƌŬŽŶƚŝŶƵŝĞƌůŝĐŚĞŶ͕ƐƚĂďŝůĞŶŝŶĚƵŶŐ͘ • hŶƐĞƌĞ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞǀĞƌƐƚĞŚĞŶƐŝĐŚĂůƐWĂƌƚŶĞƌĚĞƌůƚĞƌŶ͕ĚŝĞĚŝĞƐĞŶĂƵĨƵŐĞŶŚƂŚĞďĞŐĞŐŶĞŶ͘ ϰ͘ϱ͘/E'tP,EhE' 'ZhE^ d>/,^ :ĞĚĞƐ<ŝŶĚŝƐƚĂŶĚĞƌƐ͘hŶƐĞƌĞƌĨĂŚƌƵŶŐnjĞŝŐƚ͕ĚĂƐƐĚŝĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐƐƉŚĂƐĞďĞŝũĞĚĞŵ<ŝŶĚƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚŝƐƚ͘ tćŚƌĞŶĚŵĂŶĐŚĞ<ŝŶĚĞƌƐŝĐŚƐĐŚŽŶŝŶĚĞŶĞƌƐƚĞŶdĂŐĞŶŐĂŶnjůĞŝĐŚƚĂŶĚĞŶ<ŝƚĂĂůůƚĂŐƵŶĚĚŝĞdƌĞŶŶƵŶŐǀŽŶĚĞŶ ůƚĞƌŶŐĞǁƂŚŶĞŶ͕ďƌĂƵĐŚĞŶĂŶĚĞƌĞďŝƐnjƵǀŝĞƌtŽĐŚĞŶƵŵƐŝĐŚŵŝƚĚĞƌŶĞƵĞŶ^ŝƚƵĂƚŝŽŶnjƵƌĞĐŚƚnjƵĨŝŶĚĞŶ͘ ĂŚĞƌŐůĂƵďĞŶǁŝƌĂƵĐŚ͕ĚĂƐƐĞƐŬĞŝŶWĂƚĞŶƚƌĞnjĞƉƚnjƵƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐŵŝƚĨĞƐƚǀŽƌŐĞƐĐŚƌŝĞďĞŶĞŶĞŝƚƉƵŶŬƚĞŶ͕ njƵĚĞŶĞŶŐĞǁŝƐƐĞŝŶŐĞŐĞƐĐŚĞŚĞŶŵƺƐƐĞŶ͕Őŝďƚ͘ŝĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐǀĞƌůĂŶŐƚǀŽŶĂůůĞŶĞƚĞŝůŝŐƚĞŶ͕Ě͘Ś͘ůƚĞƌŶ͕ ƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŵWĞƌƐŽŶĂůƵŶĚ<ŝŶĚ͕ŚŽŚĞ&ůĞdžŝďŝůŝƚćƚ͕ďĞŝĚĞƌĚŝĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐŝŵsŽƌĚĞƌŐƌƵŶĚƐƚĞŚĞŶ ŵƺƐƐĞŶ͘ ŝĞĞŝƚ͕ĚŝĞĚŝĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐƐƉŚĂƐĞĞŝŶŶŝŵŵƚǁŝƌĚĂůůĞŝŶǀŽŵ<ŝŶĚǀŽƌŐĞŐĞďĞŶ͘ŝĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐŬĂŶŶƵŶĚ ĚĂƌĨĚĂďĞŝŶŝĐŚƚǀŽŶĂƵƘĞŶďĞƐĐŚůĞƵŶŝŐƚǁĞƌĚĞŶ͘ƐŬƂŶŶĞŶůĞĚŝŐůŝĐŚsŽƌŬĞŚƌƵŶŐĞŶŐĞƚƌŽĨĨĞŶǁĞƌĚĞŶ͕ĚŝĞĞƐ ĚĞŵ<ŝŶĚůĞŝĐŚƚĞƌŵĂĐŚĞŶƐŝĐŚĞŝŶnjƵůĞďĞŶ͘,ŝĞƌĨƺƌŵƵƐƐƐŝĐŚŵŝŶĚĞƐƚĞŶƐĞŝŶůƚĞƌŶƚĞŝůĚŝĞĞŝƚŶĞŚŵĞŶ͘ h&<> ZhE'Z>dZE sŽƌĞŐŝŶŶĚĞƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐƐƉŚĂƐĞǁŝƌĚŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶĞŝŶ'ĞƐƉƌćĐŚŐĞĨƺŚƌƚ͘ŝĞůƚĞƌŶǁĞƌĚĞŶŝŶƐďĞƐŽŶͲ ĚĞƌĞƺďĞƌĨŽůŐĞŶĚĞdŚĞŵĞŶŝŶĨŽƌŵŝĞƌƚ͗ • ďůĂƵĨƵŶĚĂƵĞƌĚĞƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐ • EŽƚǁĞŶĚŝŐŬĞŝƚǀŽŶnjĞŝƚůŝĐŚĞƌ&ůĞdžŝďŝůŝƚćƚ • dƌĞŶŶƵŶŐƐƐƚƌĞƐƐďĞŝŵ<ŝŶĚ • <ƌŝƚĞƌŝĞŶĨƺƌĞŝŶĞŶĞƌĨŽůŐƌĞŝĐŚĞŶďƐĐŚůƵƐƐďnjǁ͘ďďƌƵĐŚĚĞƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐ ZZ^dd' <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϭϮ ĞƌĞƌƐƚĞdĂŐďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐŝƐƚŐĞŶĞƌĞůůŶŝĞĚĞƌĞƌƐƚĞĞƚƌĞƵƵŶŐƐƚĂŐ͘sŝĞůŵĞŚƌĚŝĞŶƚĚŝĞƐĞƌĚĂnjƵ͕ĚĂƐƐĚĂƐ <ŝŶĚĚŝĞŶĞƵĞhŵŐĞďƵŶŐ͕ĚŝĞ<ŝŶĚĞƌƵŶĚƐĞŝŶĞĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵĞƌŝŶŝŵĞŝƐĞŝŶǀŽŶĞŝŶĞŵŽĚĞƌnjǁĞŝůƚĞƌŶƚĞŝůĞŶ ŬĞŶŶĞŶůĞƌŶƚ͘ ĞƌĂŶǁĞƐĞŶĚĞůƚĞƌŶƚĞŝůǀĞƌŚćůƚƐŝĐŚǁćŚƌĞŶĚĚĞƌŐĞƐĂŵƚĞŶĞŝƚƉĂƐƐŝǀƵŶĚůćƐƐƚĚĂƐ<ŝŶĚƐŽƐĞůďƐƚƐƚćŶĚŝŐǁŝĞ ŵƂŐůŝĐŚŶƚĚĞĐŬƵŶŐĞŶŵĂĐŚĞŶƵŶĚƐĞŝŶĞĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŬĞŶŶĞŶůĞƌŶĞŶ͘ ŝĞŶǁĞƐĞŶŚĞŝƚƐĚĂƵĞƌŝŶĚĞƌ<ŝƚĂƐŽůůƚĞĂŵĞƌƐƚĞŶdĂŐnjǁĞŝ͕ŚƂĐŚƐƚĞŶƐũĞĚŽĐŚĚƌĞŝ^ƚƵŶĚĞŶŶŝĐŚƚƺďĞƌƐĐŚƌĞŝͲ ƚĞŶ͘ŵŶĚĞĚĞƐĞƌƐƚĞŶdĂŐĞƐĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶĚŝĞůƚĞƌŶƵŶĚĚŝĞĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶ͕ŽďĞŝŶǁĞŝƚĞƌĞƌ<ĞŶŶĞŶůĞƌŶƚĂŐ ŶŽƚǁĞŶĚŝŐŝƐƚ͕ŽĚĞƌŽďĚĂƐ<ŝŶĚĂŵŶćĐŚƐƚĞŶdĂŐďĞƌĞŝƚƐĨƺƌĞŝŶĞƐĞŚƌŬƵƌnjĞĞŝƚĂůůĞŝŶĞŝŶƐĞŝŶĞŵ'ƌƵƉƉĞŶͲ ƌĂƵŵďůĞŝďĞŶƐŽůů͘ /Z^dEt/tK,E tŝĞnjƵǀŽƌĞƌǁćŚŶƚ͕ǀĞƌůĂŶŐĞŶĚŝĞĞƌƐƚĞŶtŽĐŚĞŶĚĞƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐǀŽŶĂůůĞŶ^ĞŝƚĞŶŚŽŚĞ&ůĞdžŝďŝůŝƚćƚ͗ĂƐ <ŝŶĚŵƵƐƐƐŝĐŚĂƵĨĞŝŶĞŶĞƵĞƵŶĚŶŝĐŚƚǀĞƌƚƌĂƵƚĞhŵŐĞďƵŶŐĞŝŶƐƚĞůůĞŶ͕ĚŝĞĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵĞƌŵƺƐƐĞŶƐŝĐŚŝŶƚĞŶͲ ƐŝǀŵŝƚĚĞŵ<ŝŶĚďĞƐĐŚćĨƚŝŐĞŶƵŶĚĂƵĨƐĞŝŶĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĞŝŶŐĞŚĞŶ͘ĞƌĂŶĚĞƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐďĞƚĞŝůŝŐƚĞůƚĞƌŶͲ ƚĞŝůŵƵƐƐƐŝĐŚƐƚĞƚƐŝŶĚĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐŽĚĞƌŝŶĚĞƌĞŶEćŚĞĂƵĨŚĂůƚĞŶ͕ƐŽĚĂƐƐĚĂƐ<ŝŶĚďĞŝĞĚĂƌĨŬƵƌnjĨƌŝƐƚŝŐĂďŐĞͲ ŚŽůƚǁĞƌĚĞŶŬĂŶŶ͘ ŵĞƌƐƚĞŶdĂŐ͕ĂŶĚĞŵĚĂƐ<ŝŶĚĂůůĞŝŶĞŝŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞďůĞŝďĞŶƐŽůů͕ǀĞƌĂďƐĐŚŝĞĚĞƚƐŝĐŚĚĞƌůƚĞƌŶƚĞŝů͕ ĚĞƌĚĂƐ<ŝŶĚďƌŝŶŐƚ͕ƵŶĚǀĞƌůćƐƐƚĚĞŶ'ƌƵƉƉĞŶƌĂƵŵ͘ŝŶĞĨƺƌĚŝĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐnjƵƐƚćŶĚŝŐĞĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵĞƌ/Ŷ ŬƺŵŵĞƌƚƐŝĐŚŝŶƚĞŶƐŝǀƵŵĚĂƐ<ŝŶĚƵŶĚǀĞƌƐƵĐŚƚĞƐĂďnjƵůĞŶŬĞŶ͕njƵďĞƐĐŚćĨƚŝŐĞŶƵŶĚďĞŝĞĚĂƌĨnjƵƚƌƂƐƚĞŶ͘Ğƌ ůƚĞƌŶƚĞŝůŚćůƚƐŝĐŚǁćŚƌĞŶĚĚĞƐƐĞŶĞŶƚǁĞĚĞƌŝŵƵĨĞŶƚŚĂůƚƐƌĂƵŵĚĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐŽĚĞƌŝŶĚĞƌŶćŚĞƌĞŶhŵŐĞͲ ďƵŶŐĂƵĨ͘^ŽůůƚĞĚĞƌdƌĞŶŶƵŶŐƐƐƚƌĞƐƐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐnjƵŐƌŽƘǁĞƌĚĞŶ͕ĚŝĞƐŬĂŶŶďĞƌĞŝƚƐŶĂĐŚϭϱͲϯϬDŝŶƵƚĞŶĚĞƌ&Ăůů ƐĞŝŶ͕ǁŝƌĚĚĞƌĞŝŶŐĞǁƂŚŶĞŶĚĞůƚĞƌŶƚĞŝůďĞŶĂĐŚƌŝĐŚƚŝŐƚ͘ŝĞƐĞƌŬŽŵŵƚĚĂŶŶƵŶĚŶŝŵŵƚĚĂƐ<ŝŶĚŵŝƚ͘tŝĐŚƚŝŐ ŝƐƚ͕ĚĂƐƐĚĂƐ<ŝŶĚďĞŐƌĞŝĨƚ͕ĚĂƐƐĞƐŽŚŶĞƐĞŝŶĞůƚĞƌŶŝŶĚĞƌ<ƌŝƉƉĞŝƐƚƵŶĚĚĂƐƐĞƐĚŽƌƚŶƵƌĚĂŶŶďůĞŝďĞŶƵŶĚ ƐƉŝĞůĞŶŬĂŶŶ͕ǁĞŶŶŬĞŝŶĞůƚĞƌŶĚĂďĞŝƐŝŶĚ͘ /ŶĚĞŶĨŽůŐĞŶĚĞŶϭϰdĂŐĞŶǁŝƌĚĚĞƌĞŝƚƌĂƵŵ͕ŝŶĚĞŵĚĂƐ<ŝŶĚĚŝĞ<ƌŝƉƉĞďĞƐƵĐŚƚƐƵŬnjĞƐƐŝǀĞǀĞƌůćŶŐĞƌƚ͘ /Z/ddhEs/ZdtK, hŶƐĞƌĞƌĨĂŚƌƵŶŐnjĞŝŐƚƵŶƐ͕ĚĂƐƐĚŝĞŵĞŝƐƚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĂĐŚnjǁĞŝtŽĐŚĞŶ͕<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶŽĨƚŵĂůƐĂƵĐŚƐĐŚŽŶĨƌƺͲ ŚĞƌ͕ƐŽǁĞŝƚƐŝŶĚ͕ĞŝŶĞŶŐĂŶnjĞŶdĂŐŝŶĚĞƌ<ŝƚĂnjƵǀĞƌďƌŝŶŐĞŶ͘ĞŶŶŽĐŚŝƐƚĞƐǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐĚŝĞůƚĞƌŶĂƵĐŚǁćŚͲ ƌĞŶĚtŽĐŚĞϯƵŶĚϰĚĞƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐƐƉŚĂƐĞũĞĚĞƌnjĞŝƚĞƌƌĞŝĐŚďĂƌƵŶĚďĞƌĞŝƚĚĂƐ<ŝŶĚĂďnjƵŚŽůĞŶƐŝŶĚ͕ƵŵĂƵĨ ĞǀĞŶƚƵĞůůĂƵĨŬŽŵŵĞŶĚĞŶdƌĞŶŶƵŶŐƐƐƚƌĞƐƐnjĞŝƚŶĂŚƌĞĂŐŝĞƌĞŶnjƵŬƂŶŶĞŶ͘ EĂĐŚǀŝĞƌtŽĐŚĞŶĨƺŚƌĞŶĞŝŶĞĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵĞƌ/ŶƵŶĚůƚĞƌŶĞŝŶ'ĞƐƉƌćĐŚ͘ĞƌsĞƌůĂƵĨĚĞƌŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐǁŝƌĚ ďĞƐƉƌŽĐŚĞŶ͘'ĞŵĞŝŶƐĂŵǁŝƌĚĞŶƚƐĐŚŝĞĚĞŶ͕Žď • ĚĂƐ<ŝŶĚǀŽůůƐƚćŶĚŝŐĞŝŶŐĞǁƂŚŶƚŝƐƚ͕ • ĚŝĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐƐƉŚĂƐĞǀĞƌůćŶŐĞƌƚǁĞƌĚĞŶƐŽůůƚĞ͕ • ŽĚĞƌŽďĚĞƌdƌĞŶŶƵŶŐƐƐƚƌĞƐƐĨƺƌĚĂƐ<ŝŶĚnjƵŐƌŽƘŝƐƚƵŶĚǀŽŶĞŝŶĞƌǁĞŝƚĞƌĞŶĞƚƌĞƵƵŶŐŝŶĞŝŶĞƌ<ƌŝƉƉĞ ďĞƐƐĞƌĂďŐĞƐĞŚĞŶǁĞƌĚĞŶƐŽůůƚĞ͘ mZ'E'sKEZ<Z/WW/EE</EZ'ZdE ƵĐŚĚĞƌmďĞƌŐĂŶŐǀŽŶĚĞƌ<ƌŝƉƉĞŝŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶŝŵĞŝŐĞŶĞŶ,ĂƵƐĞƌĨŽƌĚĞƌƚĞŝŶĞŝŶŐĞǁƂŚŶƵŶŐ͘ĂƐ <ŝŶĚǀĞƌůćƐƐƚƐĞŝŶĞ&ƌĞƵŶĚĞŝŶĚĞƌĂůƚĞŶ'ƌƵƉƉĞ͕ƚƌŝĨĨƚĂƵĨŶĞƵĞZćƵŵĞƵŶĚćůƚĞƌĞ<ŝŶĚĞƌʹĞƐǁĞĐŚƐĞůƚĂƵƐĚĞƌ WŽƐŝƚŝŽŶͣĚĞƐ ůƚĞƐƚĞŶ͞njƵƌͣ:ƺŶŐƐƚĞŶ͘͞ĂŝŶƵŶƐĞƌĞŶ,ćƵƐĞƌŶĂůůĞ<ŝŶĚĞƌŐĞŵĞŝŶƐĂŵĂƵĨĚĞŵ^ƉŝĞůƉůĂƚnjƐŝŶĚ͕ ŝŵŵĞƌǁŝĞĚĞƌŐŵĞŝŶƐĂŵĞƵƐĨůƺŐĞŵĂĐŚĞŶƵŶĚĂƵĐŚŵĂůŵŽƌŐĞŶƐnjƵƐĂŵŵĞŶĨƌƺŚƐƚƺĐŬĞŶ͕ŝƐƚĚĞƌtĞĐŚƐĞů ǀŽŶĚĞƌ<ƌŝƉƉĞŝŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶŝŶĚĞƌZĞŐĞůƐĞŚƌƐĂŶĨƚ͘^ĐŚŽŶŵĞŚƌĞƌDŽŶĂƚĞǀŽƌĚĞŵŐĞƉůĂŶƚĞŶmďĞƌͲ ŐĂŶŐ͕ŐĞŚƚŝŵŵĞƌĞŝŶĞƌnjŝĞŚƌ/ŶŵŝƚĚĞŵͬĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶ͕ĚŝĞŝŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶǁĞĐŚƐĞůŶƐŽůůĞŶ͕ŝŶĚŝĞ'ƌƵƉƉĞ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϭϯ njƵĚĞŶ ůƚĞƌĞŶƵŶĚŶŝŵŵƚĚŽƌƚĂŶƐĞůĞŬƚŝĞƌƚĞŶŬƚŝǀŝƚćƚĞŶƚĞŝů͘^ŽƐĐŚĂĨĨĞŶǁŝƌŶŝĐŚƚŶƵƌsŽƌĨƌĞƵĚĞĂƵĨĚĞŶ tĞĐŚƐĞůŶ͕ƐŽŶĚĞƌŶŐĞďĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚŝŶĞŝŶĞƌĞŶƚƐƉĂŶŶƚĞŶƚŵŽƐƉŚćƌĞ͕ŽŚŶĞsĞƌůƵƐƚćŶŐƐƚĞ͕ ĚŝĞŶĞƵĞhŵŐĞďƵŶŐŬĞŶŶĞŶnjƵůĞƌŶĞŶƵŶĚ&ƌĞƵŶĚĞnjƵŐĞǁŝŶŶĞŶ͘mďůŝĐŚĞƌǁĞŝƐĞĨƵŶŬƚŝŽŶŝĞƌƚĚĂŶŶĚĞƌ^ƚĂƌƚŝŵ <ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶŽŚŶĞǁĞŝƚĞƌĞƐƵƚƵŶĚĞƌůƚĞƌŶʹƐĐŚůŝĞƘůŝĐŚƐŝŶĚĞƐƵĐŚĞĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŝŶŝŚƌĞƌĂůƚĞŶ'ƌƵƉƉĞŝŵͲ ŵĞƌŶŽĐŚƐƚĞƚƐǁŝůůŬŽŵĞŶ͕ǁĂƐĂďĞƌŵŝƚĚĞƌĞŝƚŝŵŵĞƌǁĞŶŝŐĞƌǁŝƌĚƵŶĚƐŝĐŚƐĐŚůŝĞƘůŝĐŚĂƵĨĚĂƐĨƌĞƵŶĚůŝĐŚĞ 'ƌƺƘĞŶĚĞƌƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶƵŶĚ/ŚƌĞƌƂŐůŝŶŐĞďĞƐĐŚƌćŶŬƚ ϰ͘ϲ WZd//Wd/KEZ</EZ tŝƌďĞƚƌĂĐŚƚĞŶĚŝĞWĂƌƚŝnjŝƉĂƚŝŽŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŶŝĐŚƚŶƵƌĂůƐĞŝŶǁŝĐŚƚŝŐĞƐůĞŵĞŶƚƵŶƐĞƌĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐ͕ƐŽŶĚĞƌŶĂƵĐŚ ǀŽŶnjĞŶƚƌĂůĞƌĞĚĞƵƚƵŶŐĨƺƌĚŝĞĚĞŵŽŬƌĂƚŝƐĐŚĞ'ƌƵŶĚŽƌĚŶƵŶŐƵŶƐĞƌĞƌ'ĞƐĞůůƐĐŚĂĨƚ͘ <ŝŶĚĞƌ͕ĚŝĞ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶďĞƐƵĐŚĞŶ͕ŬƂŶŶĞŶ͕ƐŽǁĞŝƚĚŝĞƐŵŝƚĚĞŵtŽŚůĚĞƐ<ŝŶĚĞƐĂůƐĂƵĐŚ ŵŝƚĚĞŵtŽŚůĚĞƌĂŶĚĞƌĞŶ<ŝŶĚĞƌǀĞƌĞŝŶďĂƌƚŝƐƚ͕ƐĞůďƐƚďĞƐƚŝŵŵƚŚĂŶĚĞůŶƵŶĚĚĂƐƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞhŵĨĞůĚŝŵ ZĂŚŵĞŶŝŚƌĞƌDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶŵŝƚďĞƐƚŝŵŵĞŶ͘ tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĞŝŶĞĞƚĞŝůŝŐƵŶŐĚĞƌ<ŝŶĚĞƌďĞƌĞŝƚƐŝŵũƺŶŐƐƚĞŶůƚĞƌ͘ŝĞƌƚĚĞƌĞƚĞŝůŝŐƵŶŐŝƐƚĚĂďĞŝƐĞůďƐƚͲ ǀĞƌƐƚćŶĚůŝĐŚǀŽŵůƚĞƌĂďŚćŶŐŝŐ͘tŝƌƐŝŶĚĚĞƌƵĨĨĂƐƐƵŶŐ͕ĚĂƐƐ<ŝŶĚĞƌƐŽǁŽŚůǀĞƌďĂůĂůƐĂƵĐŚŶŽŶǀĞƌďĂůŝŚƌĞ ĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞƵŶĚtƺŶƐĐŚĞŵŝƚƚĞŝůĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ƵĨĚŝĞƐĞǁŝƌĚŝŵZĂŚŵĞŶĚĞƌDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶ͕ĚŝĞĞŝŶĞ<ŝŶĚĞƌƚĂͲ ŐĞƐĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐďŝĞƚĞƚ͕ŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŝŶŐĞŐĂŶŐĞŶ͘ ůůĞŶŐĞďŽƚĞƵŶĚŬƚŝǀŝƚćƚĞŶďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐƐŝŶĚƐŽĂƵƐŐĞůĞŐƚ͕ĚĂƐ<ŝŶĚĞƌƐƚĞƚƐĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶŬƂŶŶĞŶ͕ǁĞůĐŚĞ ŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ^ŝĞŝŶƚĞƌĞƐƐŝĞƌĞŶ͘hŶƐŝƐƚǁŝĐŚƚŝŐĚŝĞŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐƐĨćŚŝŐŬĞŝƚĚĞƌ<ŝŶĚĞƌnjƵƐƚćƌŬĞŶƵŶĚ/ŚŶĞŶnjƵĞƌͲ ŵƂŐůŝĐŚĞŶ͕ƐŝĐŚ/ŚƌĞŶ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶnjƵǁŝĚŵĞŶ͘ tĞŝƚĞƌŚŝŶďĞƚƌĂĐŚƚĞŶǁŝƌĚŝĞWĂƌƚŝnjŝƉĂƚŝŽŶĂůƐĞƐƐĞŶnjŝĞůůĨƺƌĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŝŶĞƌŐĞƐƵŶĚĞŶ^ŽnjŝĂůŬŽŵƉĞƚĞŶnj͘ ŝĞ<ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶ͕ĚĂƐƐ/ŚƌĞtƺŶƐĐŚĞƵŶĚĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞŶŝĐŚƚĂůůĞŝŶŝŶĚĞƌtĞůƚƐƚĞŚĞŶ͕ƐŽŶĚĞƌŶŽĨƚŵĂůƐŵŝƚĚĞŶ tƺŶƐĐŚĞŶƵŶĚĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞŶĂŶĚĞƌĞƌ<ŝŶĚĞƌŝŶŝŶŬůĂŶŐŐĞďƌĂĐŚƚǁĞƌĚĞŶŵƺƐƐĞŶ͘ hŵĚĞŶ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŐĞƌĞĐŚƚnjƵǁĞƌĚĞŶƵŶĚďĞƌĞŝƚƐŝŵũƵŶŐĞŶůƚĞƌĂŶĚĞŵŽŬƌĂƚŝƐĐŚĞŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐƐͲ ƉƌŽnjĞƐƐĞŚĞƌĂŶnjƵĨƺŚƌĞŶ͕ǁĞƌĚĞŶƌĞŐĞůŵćƘŝŐ<ŝŶĚĞƌŬŽŶĨĞƌĞŶnjĞŶĂďŐĞŚĂůƚĞŶ͘ ϰ͘ϳ͘W 'K'/<E,>dZ^'ZhWWE ϮͲϮϰDKEd ŝĞĞƌƐƚĞŶ>ĞďĞŶƐũĂŚƌĞƐŝŶĚĞŝŶĞďĞƐŽŶĚĞƌĞĞŝƚ͕ĚŝĞĂƵĨĚĂƐƌĞƐƚůŝĐŚĞ>ĞďĞŶǀŽƌďĞƌĞŝƚĞƚ͘:ĞĚĞƐ<ŝŶĚĞŶƚǁŝĐŬĞůƚ ĞŝŶ'ĞĨƺŚůĚĞƌƵƚŽŶŽŵŝĞ͕ĚĂƐ'ĞĨƺŚůĞŝŶ/ŶĚŝǀŝĚƵƵŵnjƵƐĞŝŶ͘ ƐŝƐƚǁŝĐŚƚŝŐ͕ũĞĚĞƐ<ŝŶĚĂůƐĞŝŶĞĞŝŐĞŶƐƚćŶĚŝŐĞWĞƌƐƂŶůŝĐŚŬĞŝƚnjƵďĞŚĂŶĚĞůŶƵŶĚŝŚŵDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶnjƵŐĞďĞŶ͕ ĨƌĞŝnjƵĂŐŝĞƌĞŶ͘EƵƌǁĞŶŶ<ŝŶĚĞƌĞƌŬĞŶŶĞŶ͕ĚĂƐƐƐŝĞĂƵƐĞŝŐĞŶĞŶ<ƌćĨƚĞŶŝŶŐĞďĞĞŝŶĨůƵƐƐĞŶŬƂŶŶĞŶ͕ƐŝŶĚƐŝĞ ďĞƌĞŝƚĚĞŶŶćĐŚƐƚĞŶǁŝĐŚƚŝŐĞŶ^ĐŚƌŝƚƚŝŶ/ŚƌĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐnjƵŐĞŚĞŶ͗^ŝĞǁĞƌĚĞŶƐŝĐŚŝŚƌĞƌ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶďĞǁƵƐƐƚ ƵŶĚŵĞƌŬĞŶ͕ĚĂƐƐƐŝĞŝŶŐĞĞƌƌĞŝĐŚĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ĂĚƵƌĐŚǁĞƌĚĞŶ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌnjƵĂŬƚŝǀĞŶ>ĞƌŶĞƌŶƵŶĚWƌŽďůĞŵůƂͲ ƐĞƌŶƵŶĚŬƂŶŶĞŶŝŚƌĞhŵǁĞůƚďĞƐƐĞƌŬĞŶŶĞŶůĞƌŶĞŶ͘ ŝĞĞƌƐƚĞŶĚƌĞŝ:ĂŚƌĞŝŵ>ĞďĞŶĞŝŶĞƐDĞŶƐĐŚĞŶƐŝŶĚĚŝĞtŝĐŚƚŝŐƐƚĞŶĨƺƌĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐǀŽŶ'ĞŚŝƌŶƵŶĚ^ƉƌĂͲ ĐŚĞ͘tćŚƌĞŶĚĚŝĞƐĞƌĞŝƚƐƉŝĞůĞŶĚŝĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶĚĞƐ<ŝŶĚĞƐĞŝŶĞĨƵŶĚĂŵĞŶƚĂůĞZŽůůĞďĞŝŵ^ĐŚĂĨĨĞŶǀŽŶsĞƌͲ ŬŶƺƉĨƵŶŐĞŶŝŵ'ĞŚŝƌŶƵŶĚƐŽŵŝƚďĞŝŵ>ĞŐĞŶĚĞƐ&ƵŶĚĂŵĞŶƚƐĨƺƌĚŝĞŶĂĐŚĨŽůŐĞŶĚĞŝŶƚĞůůĞŬƚƵĞůůĞƵŶĚĞŵŽƚŝŽͲ ŶĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϭϰ sŽŶ'ĞďƵƌƚĂŶƐŝŶĚĂďLJƐŚĞƌǀŽƌƌĂŐĞŶĚĞ>ĞƌŶĞƌ͘^ŝĞƵŶƚĞƌƐƵĐŚĞŶŽƉƚŝƐĐŚĞŝŶĚƌƺĐŬĞ͕'ĞƌćƵƐĐŚĞƵŶĚĨƺŚůĞŶ ŝŚƌĞhŵǁĞůƚ͘ĂďLJƐƵŶĚũƵŶŐĞ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌĞƌŚĂůƚĞŶďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐůŝĞďĞǀŽůůĞĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶ͕ĚŝĞƐŝĞďƌĂƵͲ ĐŚĞŶ͕ƵŶĚĞŝŶĞƐŝĐŚĞƌĞhŵŐĞďƵŶŐŵŝƚǀŝĞůĞŶ'ĞůĞŐĞŶŚĞŝƚĞŶnjƵŵĂŬƚŝǀĞŶŶƚĚĞĐŬĞŶƵŶĚ^ƉĂƘŚĂďĞŶ͘ŝĞ<ŝŶͲ ĚĞƌŬƂŶŶĞŶƐĞŚĞŶ͕ŚƂƌĞŶ͕ĨƺŚůĞŶ͕ĂŶĨĂƐƐĞŶƵŶĚŝŶŐĞďĞǁĞŐĞŶ͘ ^ĞŚƌũƵŶŐĞ<ŝŶĚĞƌďƌĂƵĐŚĞŶĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶĚŝĞŵŝƚŝŚŶĞŶŝŶƚĞƌĂŐŝĞƌĞŶ͕ŝŚŶĞŶ^ŝĐŚĞƌŚĞŝƚŐĞďĞŶƵŶĚǀŽƌĂůůĞŵ ǀŝĞůŵŝƚ/ŚŶĞŶƐƉƌĞĐŚĞŶ͘ƐŝƐƚǁŝĐŚƚŝŐ͕ƐŝĞŝŶ<ŽŶǀĞƌƐĂƚŝŽŶĞŶĞŝŶnjƵďĞnjŝĞŚĞŶƵŶĚƐĞůďƐƚũƵŶŐĞĂďLJƐŵŝƚƺĐŚĞƌŶ ǀĞƌƚƌĂƵƚnjƵŵĂĐŚĞŶ͘>ŝĞĚĞƌƐŝŶŐĞŶ͕njƵŚƂƌĞŶƵŶĚĂƵĨĚŝĞ>ĂƵƚĞƵŶĚtŽƌƚĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐƌĞĂŐŝĞƌĞŶƌƵŶĚĞŶĚĂƐŝůĚ Ăď͘Ğŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĞƌŚĂůƚĞŶĂďLJƐƵŶĚ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌĚŝĞƵĨŵĞƌŬƐĂŵŬĞŝƚƵŶĚĚŝĞŶƚĨĂůƚƵŶŐƐŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶ͕ĚŝĞ ƐŝĞďƌĂƵĐŚĞŶ͕ƵŵƐŝĐŚŽƉƚŝŵĂůnjƵĞŶƚǁŝĐŬĞůŶ͗ /E/s/h>>dZhhE'͗ ĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶƐƚĞůůĞŶŝŶ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶĞŝŶĞŶŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶĞͲ ƚƌĞƵƵŶŐƐƉůĂŶĂƵĨ͘ŝĞƐĞƌǁŝƌĚƐƚćŶĚŝŐ͕ĚĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞŶĚĞƐ<ŝŶĚĞƐĂŶŐĞƉĂƐƐƚ͕ƐŽĚĂƐƐƐŝĐŚĞƌŝƐƚ͕ĚĂƐƐĚŝĞĞͲ ƚƌĞƵƵŶŐďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐnjƵŵ<ŝŶĚƵŶĚnjƵƐĞŝŶĞƌ&ĂŵŝůŝĞƉĂƐƐƚ͘ >/sK>>dZhhE'͗ ĂďLJƐďƌĂƵĐŚĞŶǀŝĞů<ƂƌƉĞƌŬŽŶƚĂŬƚnjƵŝŚƌĞŶĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶ͕ƵŵƐŝĐŚŐĞƐƵŶĚnjƵ ĞŶƚǁŝĐŬĞůŶ͘hŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶǀĞƌďƌŝŶŐĞŶ͕ĚĞƐŚĂůďǀŝĞůĞŝƚĚĂŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞůŝĞďĞǀŽůůĞƵĨŵĞƌŬƐĂŵͲ ŬĞŝƚnjƵŐĞďĞŶ͕ĚŝĞƐŝĞďƌĂƵĐŚĞŶ͘ƵĨũĞĚĞŶ>ĂƵƚƵŶĚũĞĚĞĞǁĞŐƵŶŐĞƌŚćůƚĚĂƐĂďLJĞŝŶĞĨƌĞƵŶĚůŝĐŚĞŶƚǁŽƌƚ͗ ŝŶtŽƌƚ͕ĞŝŶ>ćĐŚĞůŶŽĚĞƌĞŝŶĞǀŽƌƐŝĐŚƚŝŐĞĞƌƺŚƌƵŶŐůĂƐƐĞŶĚĂƐ<ŝŶĚƐƉƺƌĞŶ͕ĚĂƐƐĞƐĞƚǁĂƐĞƐŽŶĚĞƌĞƐŝƐƚ͘ sKZ>^E͗ >ĂŶŐĞďĞǀŽƌĂďLJƐtŽƌƚĞŽĚĞƌŝůĚĞƌďĞŐƌĞŝĨĞŶ͕ŬƂŶŶĞŶƐŝĞǀŽŵsŽƌůĞƐĞŶĞŝŶĞƐƵĐŚĞƐƉƌŽĨŝƚŝĞͲ ƌĞŶ͘^ĐŚŽŶŝŵĨƌƺŚƐƚĞŶůƚĞƌŬĂŶŶƐŽĚŝĞ'ƌƵŶĚůĂŐĞĨƺƌĚŝĞ>ŝĞďĞnjƵŵ>ĞƐĞŶŐĞůĞŐƚǁĞƌĚĞŶ͘KďĂƵĨĚĞŵ^ĐŚŽƘ͕ ĂƵĨĚĞŵŽĚĞŶŽĚĞƌďĞŝŵŝŶƐĐŚůĂĨĞŶ͕ĂďLJƐƵŶĚ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĨƌƺŚnjĞŝƚŝŐ͕ĚŝĞDĂŐŝĞǀŽŶ ƺĐŚĞƌŶƵŶĚ'ĞƐĐŚŝĐŚƚĞŶnjƵƐĐŚćƚnjĞŶ͘ /EW>dhDt,^E͗ ĂďLJƐƵŶĚ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌĞŶƚĚĞĐŬĞŶĚŝĞtĞůƚŵŝƚĂůůĞŶ^ŝŶŶĞŶƵŶĚŵŝƚŝŚƌĞŶŵŽƚŽͲ ƌŝƐĐŚĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶ͘>ĂŶŐĞďĞǀŽƌĞŝŶ<ŝŶĚďĞŐƌĞŝĨƚ͕ǁĂƐΗƵŶƚĞƌΗŽĚĞƌΗĞŶƚĨĞƌŶƚΗďĞĚĞƵƚĞƚ͕ůĞƌŶĞŶƐŝĞƐŝĐŚĨŽƌƚnjƵͲ ďĞǁĞŐĞŶ͗ŚŝŶĂƵĨƵŶĚŚŝŶĂď͕ƵŶƚĞƌdŝƐĐŚĞŶŚŝŶĚƵƌĐŚƵŶĚƺďĞƌ'ĞŐĞŶƐƚćŶĚĞŚŝŶǁĞŐ͘hŶƐĞƌĞ'ƌƵƉƉĞŶƌćƵŵĞďŝĞͲ ƚĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĞŝŶĞƌĞŝĐŚŚĂůƚŝŐĞ>ĞƌŶƵŵŐĞďƵŶŐŵŝƚĂůƚĞƌƐŐĞƌĞĐŚƚĞŶ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌŶ͕ĚŝĞĚĂƌĂƵĨĂƵƐŐĞƌŝĐŚƚĞƚƐŝŶĚ͕ >ĞƌŶĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵĞƌŵƂŐůŝĐŚĞŶ͗ • 'ƌŽďͲƵŶĚĨĞŝŶŵŽƚŽƌŝƐĐŚĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶ͗ ĂďLJƐŬƂŶŶĞŶŐƌĞŝĨĞŶ͕ƚƌĞƚĞŶ͕ŚĂůƚĞŶ͕njŝĞŚĞŶ͕ƐƚĞŚĞŶ͕ŬƌŝĞĐŚĞŶƵŶĚ ŬƌĂďďĞůŶ͘<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌŬƂŶŶĞŶďĞŐƌĞŝĨĞŶ͕ǁĞƌĨĞŶ͕'ĞŐĞŶƐƚćŶĚĞŵĂŶŝƉƵůŝĞƌĞŶ͕ůĂƵĨĞŶ͕ŬůĞƚƚĞƌŶ͕ƐĐŚŝĞďĞŶ͕ njŝĞŚĞŶ͕ƵƐǁ͘ • ^ŝŶŶĞƐĞŝŶĚƌƺĐŬĞ͗ Ğŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĞŶƚĚĞĐŬĞŶ<ŝŶĚĞƌKďĞƌĨůćĐŚĞŶďĞƐĐŚĂĨĨĞŶŚĞŝƚ͕&ĂƌďĞŶ͕DƵƐƚĞƌ͕&ŽƌŵĞŶ͕ 'ĞƌƵĐŚ͕'ĞƐĐŚŵĂĐŬƵŶĚ'ĞǁŝĐŚƚ͘ • <ŽŐŶŝƚŝǀĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶ͗ <ŝŶĚĞƌĞŶƚĚĞĐŬĞŶĚŝĞKďũĞŬƚƉĞƌŵĂŶĞŶnjƵŶĚƌćƵŵůŝĐŚĞƵƐĂŵŵĞŶŚćŶŐĞ͘^ŝĞůĞƌŶĞŶ ŝŶŐĞnjƵƐĂŵŵĞůŶ͕ŬůĂƐƐŝĨŝnjŝĞƌĞŶƵŶĚǀŽŶĞŝŶĞŵĞŚćůƚĞƌŝŶĚĞŶĂŶĚĞƌĞŶnjƵƐĐŚƺƚƚĞŶ͘/ŶĞŝŶĨĂĐŚĞŶdžƉĞƌŝͲ ŵĞŶƚĞŶǀĞƌŵŝƚƚĞůŶǁŝƌĚĂƐWƌŝŶnjŝƉǀŽŶhƌƐĂĐŚĞƵŶĚtŝƌŬƵŶŐƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶũĞŶĞ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶ͕ĚŝĞďĞŶƂƚŝŐƚ ǁĞƌĚĞŶ͕ƵŵWƌŽďůĞŵĞnjƵůƂƐĞŶ͘ • ^ƉƌĂĐŚĞƵŶĚDƵƐŝŬ͗ hŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶƐƉƌĞĐŚĞŶǀŝĞůŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶ͕ƐŽǁŽŚůŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĂůƐĂƵĐŚŝŶĚĞƌ 'ƌƵƉƉĞ͘tŝƌŵĂĐŚĞŶ>ĞƐĞͲƵŶĚ^ƉƌĂĐŚƐƉŝĞůĞƵŶĚĞŶƚĚĞĐŬĞŶDƵƐŝŬ͕ZĞŝŵĞƵŶĚ'ĞƌćƵƐĐŚĞ͘ • WĞƌƐƂŶůŝĐŚĞƐƵƐĚƌƵĐŬƐǀĞƌŵƂŐĞŶ͗ <ƵŶƐƚ͕ĞǁĞŐƵŶŐ͕EĂĐŚĂŚŵƵŶŐ͕ĞƌƐƚĞZŽůůĞŶƐƉŝĞůĞƵŶĚĚĂƐ^ƉŝĞů ŵŝƚ WƵƉƉĞŶƵŶĚ<ƵƐĐŚĞůƚŝĞƌĞŶ͘ >dZE>^,hWdh'͗ hŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶǁŝƐƐĞŶ͕ĚĂƐƐĚŝĞĞnjŝĞŚƵŶŐnjǁŝƐĐŚĞŶůƚĞƌŶƵŶĚ<ŝŶĚ ĚƵƌĐŚŶŝĐŚƚƐnjƵĞƌƐĞƚnjĞŶŝƐƚ͘tŝƌĨƌĞƵĞŶƵŶƐĂƵĐŚƺďĞƌũĞĚĞ/ĚĞĞ͕ũĞĚĞ&ƌĂŐĞƵŶĚũĞĚĞŶsĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐǀŽƌƐĐŚůĂŐ͘ ƵƐćƚnjůŝĐŚnjƵŬůĂƐƐƐŝĐŚĞŶsŝĞƌͲ͕^ĞĐŚƐŽĚĞƌĂƵĐŚĐŚƚĂƵŐĞŶŐĞƐƉƌćĐŚĞŶŚĂďĞŶǁŝƌŝŶĚĞŶ<ŝƚĂƐͣ/ĚĞĞŶŽdžĞŶ͕͞ŝŶ ĚŝĞůƚĞƌŶũĞĚĞƌnjĞŝƚ͕ĂƵĐŚĂŶŽŶLJŵ͕ŶĞƵĞĞŶŬĂŶƐćƚnjĞĂŶƌĞŐĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϭϱ ϮϰͲϯϲDKEd ŝĞtĞůƚĞŝŶĞƐǁĞŝũćŚƌŝŐĞŶƐƉŝĞŐĞůƚĚĞŶmďĞƌŐĂŶŐƐĐŚĂƌĂŬƚĞƌĚĞƐĚƌŝƚƚĞŶ>ĞďĞŶƐũĂŚƌĞƐǁŝĚĞƌ͘hŶƐĞƌWƌŽŐƌĂŵŵ ŝƐƚĚĂƌĂƵĨĂƵƐŐĞůĞŐƚ͕ĚĞŵ<ŝŶĚĚĞŶmďĞƌŐĂŶŐǀŽŶĚĞƌŵŽƚŽƌŝƐĐŚͲƐĞŶƐŽƌŝƐĐŚĞŶtĞůƚĞŝŶĞƐŝŶũćŚƌŝŐĞŶŝŶĞŝŶĞ njƵŶĞŚŵĞŶĚƐŽnjŝĂůĞtĞůƚnjƵĞƌůĞŝĐŚƚĞƌŶ͘ ŝĞ<ŽŵŵƵŶŝŬĂƚŝŽŶƐĨćŚŝŐŬĞŝƚ͕ĚŝĞŝĞůƐƚƌĞďŝŐŬĞŝƚ͕ĚĂƐĞƐƚĞŚĞŶĂƵĨ/ŶĚŝǀŝĚƵĂůŝƚćƚƵŶĚhŶĂďŚćŶŐŝŐŬĞŝƚƵŶĚĚŝĞ <ŽŶƚƌŽůůĞƺďĞƌ<ƂƌƉĞƌĨƵŶŬƚŝŽŶĞŶĞdžƉůŽĚŝĞƌĞŶďĞŝǁĞŝũćŚƌŝŐĞŶŐĞƌĂĚĞnjƵ͘ŝĞƐĞĞŝƚŬĂŶŶĨƺƌĚĂƐ<ŝŶĚĨƌƵƐƚƌŝĞͲ ƌĞŶĚƐĞŝŶ͘ŚĂƌĂŬƚĞƌŝƐƚŝƐĐŚƐŝŶĚĚĂƐǁĞĐŚƐĞůŚĂĨƚĞ'ĞŵƺƚƵŶĚĚŝĞhŶƐŝĐŚĞƌŚĞŝƚĚĂƌƺďĞƌ͕ǁĂƐĚĂƐ<ŝŶĚĞŝŐĞŶƚůŝĐŚ ƚƵŶǁŝůů͘KĨƚŵĂůƐƺďĞƌƐƚĞŝŐĞŶtƵŶƐĐŚƵŶĚsŽƌƐƚĞůůƵŶŐƐŬƌĂĨƚĚŝĞĞŝŐĞŶĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶ͘ǁĞŝũćŚƌŝŐĞďƌĂƵĐŚĞŶĚĞƐͲ ŚĂůď,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶ͕ĚŝĞƐŝĞŵĞŝƐƚĞƌŶŬƂŶŶĞŶ͕ƵŶĚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶ͕ĚŝĞŝŚƌĞ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶĨĞƐƚŝŐĞŶ͘ŝŶĞĞŶƚͲ ƐƉĂŶŶƚĞƚŵŽƐƉŚćƌĞŵĂĐŚƚĞƐůĞŝĐŚƚĞƌŵŝƚŚćƵĨŝŐĞŶ^ƚŝŵŵƵŶŐƐǁĞĐŚƐĞůŶƵŶĚ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶƵŵnjƵŐĞŚĞŶ͘ĞƐŽŶͲ ĚĞƌƐǁĞŝũćŚƌŝŐĞďƌĂƵĐŚĞŶĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶ͕ĚŝĞŝŚŶĞŶďĞŝŵƌĨĂŚƌĞŶƵŶĚŶƚĚĞĐŬĞŶnjƵƌ^ĞŝƚĞƐƚĞŚĞŶ͕ŝŚƌĞ/ŶŬŽŶͲ ƐŝƐƚĞŶnjĂŬnjĞƉƚŝĞƌĞŶƵŶĚǁĞŶŶŶƂƚŝŐƌƵŚŝŐĂďĞƌďĞƐƚŝŵŵƚ'ƌĞŶnjĞŶƐĞƚnjĞŶ͘ ĂƐƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞhŵĨĞůĚĨƺƌnjǁĞŝũćŚƌŝŐĞ<ŝŶĚĞƌďĞƐƚĞŚƚƐŽǁŽŚůĂƵƐ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌŶĂůƐĂƵĐŚĂƵƐĞŝŶĞŵŬƌĞĂƚŝǀĞŶ <ŽŶnjĞƉƚ͘'ƵƚŐĞƉůĂŶƚĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚŝĞƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŬƚŝǀŝƚćƚĞŶƵŶĚĞƌůĂƵďĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶ ƐĞůďƐƚďĞƐƚŝŵŵƚŝŶŬůĞŝŶĞŶ'ƌƵƉƉĞŶnjƵƐƉŝĞůĞŶ͘^ƉƌĂĐŚĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͕ŵĂƚŚĞŵĂƚŝƐĐŚĞƐƵŶĚǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞƐ ĞŶŬĞŶǁŝƌĚŝŶĂůůĞŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĞŶƚĞƌŶďĞƚŽŶƚ͘tŝƌƉĂƐƐĞŶĚŝĞZćƵŵĞƌĞŐĞůŵćƘŝŐĂŶ͕ƵŵĂƵĨŬŽŵŵĞŶĚĞŶ /ŶƚĞƌĞƐƐĞŶƵŶĚŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞŶŐĞƌĞĐŚƚnjƵǁĞƌĚĞŶ͕EĞƵŐŝĞƌnjƵǁĞĐŬĞŶƵŶĚƵŵďǁĞĐŚƐůƵŶŐnjƵ ƐĐŚĂĨĨĞŶ͘hŶƐĞƌĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌďŝĞƚĞŶďĞƚƌĞƵƚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶĂŶ͕ĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐǀŽŶĂƐŝƐŬŽŵƉĞƚĞŶnjĞŶĨƂƌĚĞƌŶ͘ dLJƉŝƐĐŚĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌƐŝŶĚ͗ ƺĐŚĞƌ ĞǁĞŐƵŶŐ ĂƵŬůƂƚnjĞ ŶƚĚĞĐŬĞŶͬtŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚ ,ĂƵƐŚĂůƚͬZŽůůĞŶƐƉŝĞů >ĞƌŶĞ Ŷŝŵ&ƌĞŝĞŶ <ƵŶƐƚͬDƵƐŝŬ ^ĞŶƐŽƌŝŬ͗tĂƐƐĞƌƵŶĚ^ĂŶĚ dŝƐĐŚƐƉŝĞůnjĞƵŐ͗WƵnjnjůĞƐ͕ ĞƚĐ͘ >ĞƌŶĐĞŶƚĞƌǁĞƌĚĞŶĞƌŐćŶnjƚĚƵƌĐŚŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ĚŝĞũĞǁĞŝůƐŶƵƌĞŝŶŽĚĞƌnjǁĞŝ<ŝŶĚĞƌŐůĞŝĐŚnjĞŝƚŝŐĂƵƐƺďĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ /ŵďůĂƵĨĞŝŶĞƐdĂŐĞƐ͕ĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌĞŶƚǁĞĚĞƌƐĞůďƐƚ͕ǁĂƐƐŝĞŵĂĐŚĞŶǁŽůůĞŶ͕ŽĚĞƌĞƌŚĂůƚĞŶ,ŝůĨĞƵŵ ĞŝŶĞŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐƚƌĞĨĨĞŶnjƵŬƂŶŶĞŶ͘^ŝĞŶĞŚŵĞŶĂŶ'ƌƵƉƉĞŶĂŬƚŝǀŝƚćƚĞŶƵŶĚWƌŽũĞŬƚĞŶƚĞŝůƵŶĚǀĞƌƐĂŵŵĞůŶ ƐŝĐŚŝŵ'ƌƵƉƉĞŶŬƌĞŝƐ͕ƵŵƺďĞƌŝŚƌƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵƌĞĨůĞŬƚŝĞƌĞŶ͘ŝĞ<ŝŶĚĞƌǁĞƌĚĞŶĂŶŐĞůĞŝƚĞƚŬƌŝƚŝƐĐŚĞƌĨĂŚƌƵŶͲ ŐĞŶ͕ĚŝĞĚŝĞĂƵƐƚĞŝŶĞĞŝŶĞƌŐĞƐƵŶĚĞŶŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐŝŶĚ͕njƵŵĂĐŚĞŶ͘DŝƚƵŶƐĞƌĞŵ>ĞŚƌƉůĂŶƵŶĚĚĞƌ<ĞŶŶƚŶŝƐ ĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƵŶĚĚĞƌĞŶ&ĂŵŝůŝĞŶĞŶƚǁŝĐŬĞůŶƵŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌŝŶŶĞŶƐƚćŶĚŝŐŶĞƵĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌ͕ĚŝĞĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶŝŶ ŝŚƌĞŵZĂƵŵŐĞƌĞĐŚƚǁĞƌĚĞŶ͘ ĂƐ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŽŶnjĞƉƚǀĞƌŵŝƚƚĞůƚ^ƉƌĂĐŚŬĞŶŶƚŶŝƐƐĞ͕ŵĂƚŚĞŵĂƚŝƐĐŚĞƐƵŶĚǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞƐĞŶŬĞŶ͕WƌŽũĞŬͲ ƚĂƌďĞŝƚ͕^ĂĐŚŬĞŶŶƚŶŝƐƐĞƵŶĚ<ƌĞĂƚŝǀŝƚćƚ͘ĂďĞŝƐŽƌŐĞŶǁŝƌĨƺƌĂƵƐƌĞŝĐŚĞŶĚĞǁĞŐƵŶŐƵŶĚĂƵƐŐĞǁŽŐĞŶĞƌŶćŚͲ ƌƵŶŐ͕ĚĂŵŝƚƐŝĐŚĚŝĞ<ŝŶĚĞƌĂƵĐŚŬƂƌƉĞƌůŝĐŚŽƉƚŝŵĂůĞŶƚǁŝĐŬĞůŶŬƂŶŶĞŶ͘ŝĞƐĂůůĞƐŝƐƚĞƐƚĂŶĚƚĞŝůĚĞƐůůƚĂŐƐĚĞƌ <ŝŶĚĞƌ͘ </EZ'ZdEΘsKZ^,h> /ŵĞŶƚƌƵŵƵŶƐĞƌĞƌ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶͲƵŶĚsŽƌƐĐŚƵůƉćĚĂŐŽŐŝŬƐƚĞŚĞŶŐƵƚĚƵƌĐŚĚĂĐŚƚĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌ;ƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞ ŶŐĞďŽƚĞͿ͕ĚŝĞĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚŐĞďĞŶ͕ƐĞůďƐƚƐƚćŶĚŝŐŽĚĞƌŝŶŬůĞŝŶĞŶ'ƌƵƉƉĞŶnjƵƐƉŝĞůĞŶƵŶĚnjƵůĞƌͲ ŶĞŶ͘ hŶƐĞƌĞƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌĚĂďĞŝƐƉŝĞůĞƌŝƐĐŚ͘^ƉƌĂĐŚĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͕ƐŽǁŝĞŵĂƚŚĞŵĂƚŝƐĐŚĞƐƵŶĚ ŶĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞƐĞŶŬĞŶƐŝŶĚƐĞůďƐƚǀĞƌƐƚćŶĚůŝĐŚĞƌĞƐƚĂŶĚƚĞŝůĂůůĞƌŶŐĞďŽƚĞ͘tŝƌǁĞĐŚƐĞůŶĚĂƐ>ĞƌͲ ŶƵŵĨĞůĚ͕ŬƚŝǀŝƚćƚĞŶƵŶĚWƌŽũĞŬƚĞŚćƵĨŝŐĂď͕ƵŵĚĞŶ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŐĞƌĞĐŚƚnjƵǁĞƌĚĞŶ͘>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌďŝĞͲ ƚĞŶĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚƵŶƚĞƌŶůĞŝƚƵŶŐƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶnjƵŵĂĐŚĞŶ͕ĚŝĞĞŝŶĞŽƉƚŝŵĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐĨƂƌĚĞƌŶ <ĂƉŝƚĞů͗ ϰ͘WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚ ϭϲ ƵŶĚĞƐĂƵĨĚŝĞ^ĐŚƵůĞǀŽƌďĞƌĞŝƚĞŶ͘,ŝĞƌŝƐƚĞŝŶĞĞŶŐĞ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶŵŝƚĚĞƌnjƵŬƺŶĨƚŝŐĞŶ'ƌƵŶĚƐĐŚƵůĞǁŝĐŚƚŝŐ͘ĞͲ ƐƵĐŚĞĚĞƐhŶƚĞƌƌŝĐŚƚƐƐŽǁŝĞĚŝĞdĞŝůŶĂŚŵĞĂŶ^ĐŚƵůǀĞƌĂŶƐƚĂůƚƵŶŐĞŶǁŝĞĚĞŵ^ŽŵŵĞƌĨĞƐƚǀĞƌŚĞůĨĞŶnjƵĞŝŶĞŵ ƐĂŶĨƚĞŶmďĞƌŐĂŶŐ͘ dLJƉŝƐĐŚĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌƐŝŶĚ͗ ƺĐŚĞƌ ĞǁĞŐƵŶŐ ĂƵŬůƂƚnjĞ ŶƚĚĞĐŬĞŶͬtŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚ ,ĂƵƐŚĂůƚͬZŽůůĞŶƐƉŝĞů >ĞƌŶĞ Ŷŝŵ&ƌĞŝĞŶ <ƵŶƐƚͬDƵƐŝŬ ^ĞŶƐŽƌŝŬ͗tĂƐƐĞƌƵŶĚ^ĂŶĚ dŝƐĐŚƐƉŝĞůnjĞƵŐ͗WƵnjnjůĞƐ͕ĞƚĐ͘ <ŝŶĚĞƌĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶƐĞůďƐƚ͕ǁĂƐƐŝĞƐƉŝĞůĞŶǁŽůůĞŶ͘tĞŝƚĞƌŚŝŶďŝĞƚĞŶǁŝƌ'ƌƵƉƉĞŶĂŬƚŝǀŝƚćƚĞŶƵŶĚWƌŽũĞŬƚĞĂŶ͘ :ĞĚŽĐŚŚĂƚũĞĚĞƐ<ŝŶĚŝŵŵĞƌĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĨƌĞŝnjƵƐƉŝĞůĞŶ͘ŝĞŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐƐĨƌĞŝŚĞŝƚĚĞƐ<ŝŶĚĞƐŝƐƚĞŝŶǁŝĐŚƚŝͲ ŐĞƌĞƐƚĂŶĚƚĞŝůƵŶƐĞƌĞƌWćĚĂŐŽŐŝŬ͘ ŝŶŵĂůĂŵdĂŐǀĞƌƐĂŵŵĞůŶƐŝĐŚĚŝĞ<ŝŶĚĞƌƵŶĚƐƉƌĞĐŚĞŶƺďĞƌŝŚƌĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶƵŶĚƌůĞďŶŝƐƐĞ͘ ƵĨ'ƌƵŶĚůĂŐĞĚĞƐ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŽŶnjĞƉƚƐĨƺƌƵŶĚŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶŐĞƐƚĂůƚĞŶƵŶƐĞƌĞƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶƐƚćŶĚŝŐŶĞƵĞ >ĞƌŶĐĞŶƚĞƌ͕ĚŝĞĂƵĨĚŝĞ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŝŶŝŚƌĞŵZĂƵŵĂŶŐĞƉĂƐƐƚƐŝŶĚ͘hŶƐĞƌ<ŽŶnjĞƉƚƵŵĨĂƐƐƚůĞŵĞŶƚĞ ĚĞƌ^ƉƌĂĐŚĞƌnjŝĞŚƵŶŐ͕ĚĞƐŵĂƚŚĞŵĂƚŝƐĐŚĞŶƵŶĚŶĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞŶĞŶŬĞŶƐ͕ĚĞƌWƌŽũĞŬƚĂƌďĞŝƚ͕ĚĞƌ^ĂĐŚͲ ŬƵŶĚĞ͕ĚĞƌDƵƐŝŬĂůŝƐĐŚĞŶͲƐŽǁŝĞĚĞƌ<ƵŶƐƚĞƌnjŝĞŚƵŶŐ͘ŝĞƐĞǁĞƌĚĞŶŝŶƚćŐůŝĐŚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ŝŶ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌƵŶĚ WƌŽũĞŬƚĞŝŶƚĞŐƌŝĞƌƚ͘ tĂƐŝƐƚŝŵ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶǁŝĐŚƚŝŐ͍ tŝƌǁŽůůĞŶ<ŝŶĚĞƌƐƉŝĞůĞƌŝƐĐŚƵŶĚŵŝƚǀŝĞů'ĞĚƵůĚĂƵĨsŽƌƐĐŚƵůĞƵŶĚ^ĐŚƵůĞǀŽƌďĞƌĞŝƚĞŶ͘ĂďĞŝůĞŐĞŶǁŝƌŐƌƂƘͲ ƚĞŶtĞƌƚĂƵĨĞŝŶĞŐƵƚĞŝŶƚĞůůĞŬƚƵĞůůĞƵŶĚƐŽnjŝĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐ͘ĂƐƉŚLJƐŝƐĐŚĞtŽŚůďĞĨŝŶĚĞŶǁŝƌĚĚĂͲ ďĞŝŬĞŝŶĞƐĨĂůůƐǀĞƌŶĂĐŚůćƐƐŝŐƚ͘dćŐůŝĐŚǁĞƌĚĞŶƐƉŽƌƚůŝĐŚĞmďƵŶŐĞŶŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶŐĞŵĂĐŚƚ͘ĂƌƵŶƚĞƌǀĞƌƐƚĞͲ ŚĞŶǁŝƌnjƵŵĞŝƐƉŝĞůĚĂƐ&ĂŶŐĞŶǀŽŶ^ĞŝĨĞŶďůĂƐĞŶĨƺƌƵŶƐĞƌĞ<ůĞŝŶƐƚĞŶŽĚĞƌŽďďLJĂƌƵŶĚƌĞŝƌĂĚͲtĞƚƚƌĞŶͲ ŶĞŶĨƺƌĚŝĞĞƚǁĂƐ'ƌƂƘĞƌĞŶ͘ĞŝƐĐŚůĞĐŚƚĞŵtĞƚƚĞƌƚĂŶnjĞŶǁŝƌnjƵƌDƵƐŝŬƵŶĚŵĂĐŚĞŶĞŚŶƵŶŐƐƺďƵŶŐĞŶ͘ƵͲ ƐćƚnjůŝĐŚǁĞƌĚĞŶĂƵĨtƵŶƐĐŚĞdžƚĞƌŶďĞƚƌĞƵƚĞ^ƉŽƌƚĂƌƚĞŶĂŶŐĞďŽƚĞŶ͘ 'ĂŶnjŚĞŝƚůŝĐŚĞƌŶƐĂƚnjŝŶĚĞƌsŽƌƐĐŚƵůĞ >ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐďĞƌĞŝƚĞƚ<ŝŶĚĞƌŐĂŶnjŚĞŝƚůŝĐŚĂƵĨĚŝĞŶĞƵĞ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐ^ĐŚƵůĞǀŽƌ͘tŝƌĨŽƌĚĞƌŶƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶĚŝĞ <ŝŶĚĞƌĂƵĨĂůůĞŶ'ĞďŝĞƚĞŶ͘ĂďĞŝŝƐƚŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐ<ŝŶĚĞƌŵŝƚ>ĞƌŶĞŶƉŽƐŝƚŝǀĞ'ĞĨƺŚůĞǀĞƌďŝŶĚĞŶ ƵŶĚ^ƉĂƘŚĂďĞŶ͘ tŝĞŝŶĚĞŶĂŶĚĞƌĞŶůƚĞƌƐŐƌƵƉƉĞŶŽƌŝĞŶƚŝĞƌƚƐŝĐŚƵŶƐĞƌ<ŽŶnjĞƉƚĂŶĚĞŶ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌ͕ũĞĚŽĐŚǁŝƌĚĚŝĞ hŵƐĞƚnjƵŶŐ͕ĨƺƌĚŝĞ<ŝŶĚĞƌĞƌƐŝĐŚƚůŝĐŚ͕ƐƚƌƵŬƚƵƌŝĞƌƚĞƌŐĞŚĂŶĚŚĂďƚ͘tćŚƌĞŶĚĚŝĞ<ŝŶĚĞƌďŝƐũĞƚnjƚƺďĞƌĂůůŝŵĞŶͲ ƚĞƌ>ĞƌŶĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶŐĞƐĂŵŵĞůƚŚĂďĞŶ͕ĂƌďĞŝƚĞŶ^ŝĞĂďũĞƚnjƚƚćŐůŝĐŚĞŝŶĞƺďĞƌƐĐŚĂƵďĂƌĞĞŝƚŬŽŶnjĞŶƚƌŝĞƌƚĂŵ dŝƐĐŚ͘ /ŶĚĞƌsŽƌƐĐŚƵůĞŚĂďĞŶĚĂƐƐƉŝĞůĞƌŝƐĐŚĞ&ƂƌĚĞƌŶǀŽŶ&ĞŝŶŵŽƚŽƌŝŬ͕ĚŝĞsŽƌĂƵƐƐĞƚnjƵŶŐĨƺƌƐƉćƚĞƌĞƐ^ĐŚƌĞŝďĞŶ ƵŶĚĚĂƐsĞƌƐƚĞŚĞŶĚĞƌ'ƌƵŶĚƌĞĐŚĞŶĂƌƚĞŶĞŝŶĞŶŐƌŽƘĞŶ^ƚĞůůĞŶǁĞƌƚ͘ hŶƐĞƌĞƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶďĞŽďĂĐŚƚĞŶĚŝĞ>ĞƌŶĨŽƌƚƐĐŚƌŝƚƚĞũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůƵŶĚĞŶƚǁŝĐŬĞůŶŝĚĞĂůĞƌtĞŝƐĞ njƵƐĂŵŵĞŶŵŝƚĚĞŶ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶƐůĞŚƌĞƌŶWƌŽũĞŬƚĞƵŶĚŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ĚŝĞĚĂnjƵďĞŝƚƌĂŐĞŶ͕ĚĂƐƐũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƌĨŽůŐͲ ƌĞŝĐŚŝŶĚŝĞ^ĐŚƵůĞƐƚĂƌƚĞŶŬĂŶŶ͘ ŝŶǁŝĐŚƚŝŐĞƌWƵŶŬƚƵŶƐĞƌĞƌsŽƌƐĐŚƵůĂƌďĞŝƚŝƐƚĚŝĞƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚŵŝƚĚĞŶ'ƌƵŶĚƐĐŚƵůĞŶ͘'ĞŵĞŝŶƐĂŵŵŝƚĚĞŶ >ĞŚƌŬƌćĨƚĞŶĚĞƌ^ĐŚƵůĞŶǁŽůůĞŶǁŝƌĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĞŝŶĞŶƐĂŶĨƚĞŶŝŶƐƚŝĞŐŝŶĚŝĞ^ĐŚƵůnjĞŝƚĞƌŵƂŐůŝĐŚĞŶ͘tŝƌŶƵƚnjĞŶ ũĞĚĞ'ĞůĞŐĞŶŚĞŝƚĚŝĞnjƵŬƺŶĨƚŝŐĞ^ĐŚƵůĞnjƵďĞƐƵĐŚĞŶƵŶĚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚnjƵŐĞďĞŶƐŝĐŚƐĐŚŽŶǀŽƌ ĞŐŝŶŶĂƵĨĚĞŶŶĞƵĞŶ>ĞďĞŶƐĂďƐĐŚŶŝƚƚnjƵĨƌĞƵĞŶ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϱ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶƵŶĚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ ϭϳ W 'K'/^,E'Kd ^WZ,Z/,hE' ͗>ĂŶŐĞďĞǀŽƌ<ŝŶĚĞƌůĞƐĞŶůĞƌŶĞŶ͕ŬƂŶŶĞŶƐŝĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶĂƵƐŐĞƐĞƚnjƚǁĞƌĚĞŶ͕ĚŝĞůĞďĞŶƐͲ ůĂŶŐĞĞǁƵŶĚĞƌƵŶŐƵŶĚZĞƐƉĞŬƚǀŽƌĚĞƌ<ƌĂĨƚƵŶĚ^ĐŚƂŶŚĞŝƚƵŶƐĞƌĞƌ^ƉƌĂĐŚĞƐĐŚĂĨĨĞŶ͘WŚŽŶĞŵŝƐĐŚĞƐĞͲ ǁƵƐƐƚƐĞŝŶŝƐƚŝŶƚĞŐƌĂůĞƌĞƐƚĂŶĚƚĞŝůƵŶƐĞƌĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐ͘^ƉƌĂĐŚĞŝƐƚdĞŝůũĞĚĞƌ/ŶƚĞƌĂŬƚŝŽŶƵŶĚũĞĚĞƐƐƉĞŬƚĞƐƵŶͲ ƐĞƌĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐ͘ tŝƌďŝĞƚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ĚŝĞĂƵĐŚĨƺƌŝŚƌĞƐƉƌĂĐŚůŝĐŚĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶĞŝŶĞ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĚĂƌƐƚĞůůĞŶƵŶĚ ƐŽŵŝƚŝŚƌtŝƐƐĞŶƐƚĞŝŐĞƌŶ͘hŶƐĞƌĞĞƚƌĞƵĞƌ/ŶŶĞŶďŝĞƚĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞŚĂŶĐĞ͕ŝŚƌĞ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶŝŶĞnjƵŐĂƵĨ >ĞƐĞŶ͕^ĐŚƌĞŝďĞŶ͕^ƉƌĞĐŚĞŶƵŶĚƵŚƂƌĞŶĂƵƐnjƵďĂƵĞŶ͘tŽƌƚĞǁĞƌĚĞŶŝŶ>ĂƵƚĞnjĞƌůĞŐƚƵŶĚ'ĞĚŝĐŚƚĞĂƵĨŐĞƐĂŐƚ͘ &ŝŶŐĞƌƐƉŝĞůĞƵŶĚsŽƌůĞƐĞŶĞƌŐćŶnjĞŶĚĞŶ>ĞƌŶƉƌŽnjĞƐƐ͘<ŝŶĚĞƌĞƌĨĂŚƌĞŶĚŝĞDĂŐŝĞĚĞƌ^ƉƌĂĐŚĞĚƵƌĐŚZĞŝŵĞ͕WƵƉͲ ƉĞŶƐƉŝĞůĞƵŶĚZŽůůĞŶƐƉŝĞůĞ͘ Dd,Dd/^,^E<E͗ hŶƐĞƌ<ŽŶnjĞƉƚĞƌŵƵƚŝŐƚĂůůĞƌǁĂĐŚƐĞŶĞŶŝŵ>ĞďĞŶĚĞƐ<ŝŶĚĞƐDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶ njƵƐĐŚĂĨĨĞŶ͕ĚŝĞĚĞŵ<ŝŶĚnjĞŝŐĞŶ͕ĚĂƐDĂƚŚĞŵĂƚŝŬĞƐƚĂŶĚƚĞŝůĚĞƐƚćŐůŝĐŚĞŶ>ĞďĞŶƐŝƐƚ͘ĞƌĞŝƚƐ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌŚĂͲ ďĞŶ&ƌĞƵĚĞĂŵƐŽƌƚŝĞƌĞŶ͕ŽƌĚŶĞŶƵŶĚnjćŚůĞŶ͘'ƌƂƘĞƌĞ<ŝŶĚĞƌůĞƌŶĞŶ͕ĚĂƐƐďĞŝŵ<ƵĐŚĞŶďĂĐŬĞŶďĞƐƚŝŵŵƚĞ DĞŶŐĞŶĂŶƵƚĂƚĞŶŶŽƚǁĞŶĚŝŐƐŝŶĚ͘Ğŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐŵĂĐŚĞŶ<ŝŶĚĞƌƐƉŝĞůĞƌŝƐĐŚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶŵŝƚŝĨĨĞƌŶ͕ƵŽƌĚͲ ŶƵŶŐĞŶƵŶĚZĞŝŚĞŶ͘ EdhZt/^^E^,&d>/,^E<E͗ tŝƌůĂƐƐĞŶŶĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞWŚćŶŽŵĞŶĞůĞďĞŶĚŝŐǁĞƌĚĞŶ͕ ŝŶĚĞŵǁŝƌĂůůƚćŐůŝĐŚĞƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌĂƵƐŶƵƚnjĞŶ͗ĨĂůůĞŶĚĞ'ĞŐĞŶƐƚćŶĚĞ͕ŐĞŵŝƐĐŚƚĞ&ĂƌďĞŶ͕ďĞƐĐŚůĂŐĞŶĞ &ĞŶƐƚĞƌŽĚĞƌĚĂƐtĂĐŚƐƚƵŵǀŽŶWĨůĂŶnjĞŶ͘hŶƐĞƌĞ>ĞƌŶĐĞŶƚĞƌŶƵƚnjĞŶĚŝĞEĞƵŐŝĞƌĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶŝŚƌĞ &ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶWƌŽďůĞŵĞnjƵůƂƐĞŶŚĞƌĂƵƐ͘ŝĞ<ŝŶĚĞƌǁĞƌĚĞŶĞƌŵƵƚŝŐƚnjƵďĞŽďĂĐŚƚĞŶ͕njƵŚŝŶƚĞƌĨƌĂŐĞŶ͕ĂƵƐnjƵƉƌŽͲ ďŝĞƌĞŶƵŶĚŶĂĐŚnjƵĚĞŶŬĞŶ͘:ĞĚĞƌdĂŐŝƐƚǀŽůůĞƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞƌWŚćŶŽŵĞŶĞ͕ŵĂŶŵƵƐƐƐŝĞŶƵƌĞƌŬĞŶŶĞŶƵŶĚ njƵǀĞƌŵŝƚƚĞůŶǁŝƐƐĞŶ͘ /ŵ<ƌŝƉƉĞŶďĞƌĞŝĐŚďĞĚĞƵƚĞƚEĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚĚĂƐƌĨĂŚƌĞŶǀŽŶEĂƚƵƌŐĞƐĞƚnjĞŶ͘ŝĞƐŐĞƐĐŚŝĞŚƚĚƵƌĐŚĞŝŶĨĂĐŚĞ ƵŶĚĚĞŵůƚĞƌĂŶŐĞƉĂƐƐƚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶǁŝĞnj͘͘ĚĂƐ&ĂůůĞŶůĂƐƐĞŶǀŽŶ'ĞŐĞŶƐƚćŶĚĞŶ;Ăůů͕&ĞĚĞƌ͕ĞƚĐ͘Ϳ͕^ĞŝĨĞŶďůĂͲ ƐĞŶ͕WĨůĂŶnjĂŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ƐĞŶƐŽƌŝƐĐŚĞ^ƉŝĞůĞŵŝƚtĂƐƐĞƌƵŶĚ^ĂŶĚ͕ĞƚĐ͘ /ŵ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶĂůƚĞƌŬƂŶŶĞŶ<ŝŶĚĞƌƐĐŚŽŶŶćŚĞƌŵŝƚEĂƚƵƌǁŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚĞŶǀĞƌƚƌĂƵƚǁĞƌĚĞŶ͘tŝƌŵĞƐƐĞŶnj͘͘ ĚĂƐtĂĐŚƐƚƵŵǀŽŶWĨůĂŶnjĞŶ͕hŶƚĞƌƐƵĐŚĞŶŐŐƌĞŐĂƚnjƵƐƚćŶĚĞǀŽŶtĂƐƐĞƌ͕ĞƌĨĂƐƐĞŶĞŝƚ͕ĞƚĐ͘ <hE^dͲhEDh^/<Z/,hE'͗ tŝƌǁŝƐƐĞŶ͕ĚĂƐƐďĞƌĞŝƚƐŬůĞŝŶĞ<ŝŶĚĞƌ<ƵŶƐƚ͕DƵƐŝŬ͕dŚĞĂƚĞƌƵŶĚdĂŶnjůŝĞͲ ďĞŶ͘^ĐŚŽŶŝŵũƵŶŐĞŶůƚĞƌŬƂŶŶĞŶĚŝĞĞƌƐƚĞŶ^ĐŚƌŝƚƚĞŐĞƚćƚŝŐƚǁĞƌĚĞŶ͕ƵŵŬƺŶƐƚůĞƌŝƐĐŚĞ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶnjƵĨƂƌͲ ĚĞƌŶ͘tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ<ŝŶĚĞƌďĞŝĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ/ŚƌĞƌŬƺŶƐƚůĞƌŝƐĐŚĞŶƵŶĚŵƵƐŝƐĐŚĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶ͘/ŵ<ƌŝƉƉĞŶͲ ĂůƚĞƌŵĂůĞŶ͕ŵŽĚĞůůŝĞƌĞŶƵŶĚƐŝŶŐĞŶǁŝƌŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶƵŶĚĨƺŚƌĞŶdĂŶnjƐƉŝĞůĞĚƵƌĐŚ͘/ŵ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶĂůƚĞƌ ǁĞƌĚĞŶĚŝĞƐĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶĚĂŶŶĚƵƌĐŚ/ŶƐƚƌƵŵĞŶƚĞŶƵŶƚĞƌƌŝĐŚƚƵŶĚĂƵĨtƵŶƐĐŚĚƵƌĐŚĂůůĞƚƚĂŶŐĞďŽƚĞĞƌŐćŶnjƚ͘ Ğŝ&ĞƐƚĞŶĨƺŚƌĞŶĂůůĞůƚĞƌƐŐƌƵƉƉĞŶŐĞŵĞŝŶƐĂŵŬůĞŝŶĞdŚĞĂƚĞƌƐƚƺĐŬĞ͕>ŝĞĚĞƌƵŶĚdćŶnjĞĂƵĨ͘ <K,EhEZE ,ZhE'͗ ĞƌĞŝƚƐŝŵũƵŶŐĞŶůƚĞƌǁĞƌĚĞŶĚŝĞƌŶćŚƌƵŶŐƐŐĞǁŽŚŶŚĞŝƚĞŶĨƺƌĚĂƐŐĂŶnjĞ>ĞͲ ďĞŶĂŶŐĞůĞŐƚ͘ĞƐŚĂůďƐƚĞůůĞŶĚĂƐŐĞŵĞŝŶƐĂŵĞƵďĞƌĞŝƚĞŶƵŶĚƐƐĞŶǀŽŶDĂŚůnjĞŝƚĞŶŝŵZĂŚŵĞŶƉćĚĂŐŽŐŝͲ ƐĐŚĞƌŶŐĞďŽƚĞĂďĚĞŵ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶĂůƚĞƌǁŝĐŚƚŝŐĞůĞŵĞŶƚĞĚĞƐ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŽŶnjĞƉƚƐĚĂƌ͘ZĞŐĞůŵćƘŝŐŐĞŚĞŶ ĚŝĞ<ŝŶĚĞƌĚĞƌ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŝŶĚĞƌŐćƌƚĞŶŐĞŵĞŝŶƐĂŵŵŝƚĚĞŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶĞŝŶŬĂƵĨĞŶ͘^ĞŝĞƐ ĂƵĨĚĞŵtŽĐŚĞŶŵĂƌŬƚŽĚĞƌŝŵ^ƵƉĞƌŵĂƌŬƚ͕ĞƐǁĞƌĚĞŶĨƌŝƐĐŚĞƵƚĂƚĞŶĞŝŶŐĞŬĂƵĨƚ͘ƵƐĚŝĞƐĞŶǁĞƌĚĞŶŐĞŵĞŝŶͲ ƐĂŵůĞĐŬĞƌĞǁŝƐĐŚĞŶŵĂŚůnjĞŝƚĞŶŐĞŬŽĐŚƚ͘ ϱ͘/Ed'Zd/KEhE/EdZ<h>dhZ>>KZ/Ed/ZhE' >ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐďĞŐƌƺƘƚŝǀĞƌƐŝƚćƚ͘tŝƌƐŝŶĚďĞƐƚƌĞďƚ͕ĚĂƐƐƵŶƐĞƌĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶŵŝƚ<ŝŶĚĞƌŶƵŶĚDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ ƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĞƌ,ĞƌŬƵŶĨƚďĞůĞŐƚƐŝŶĚ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϱ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶƵŶĚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ ϭϴ ϱ͘ϭ͘'ZhE^ d>/,^ /ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶƵŶĚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐďĂƐŝĞƌƚĂƵĨĨŽůŐĞŶĚĞŶWƌćŵŝƐƐĞŶ͗ • ŶĞƌŬĞŶŶƵŶŐĚĞƌ'ƌƵŶĚǁĞƌƚĞĚĞƐ'ƌƵŶĚŐĞƐĞƚnjĞƐƵŶĚĞŝŶĞƐĨƌĞŝŚĞŝƚůŝĐŚĚĞŵŽŬƌĂƚŝƐĐŚĞŶtĞůƚďŝůĚĞƐ • ŶĞƌŬĞŶŶƵŶŐǀŽŶ'ƌƵŶĚƵŶĚDĞŶƐĐŚĞŶƌĞĐŚƚĞŶ • ĂƐĞŐƌĞŝĨĞŶǀŽŶŝǀĞƌƐŝƚćƚƵŶĚŬƵůƚƵƌĞůůĞŶhŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚŬĞŝƚĞŶĂůƐŚĂŶĐĞ • sĞƌƐƚćŶĚŶŝƐƵŶĚdŽůĞƌĂŶnjĨƺƌŬƵůƚƵƌĞůůĞhŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚĞ ϱ͘Ϯ͘/Ed'Zd/KE /sZ^/d dhE<h>dhZ>>s/>&>d tŝƌǀĞƌƐƚĞŚĞŶŝǀĞƌƐŝƚćƚƵŶĚŬƵůƚƵƌĞůůĞsŝĞůĨĂůƚĂůƐŚĂŶĐĞƵŶĚĞƌĞŝĐŚĞƌƵŶŐĨƺƌƵŶƐĞƌĞ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶ͘ ĂǀŝĞůĞƵŶƐĞƌĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶďŝůŝŶŐƵĂůďĞƚƌŝĞďĞŶǁĞƌĚĞŶƵŶĚĚŝĞƐĞŐĞŶĞƌĞůůnjƵĞŝŶĞŵŐƌŽƘĞŶWƌŽnjĞŶƚƐĂƚnjŵŝƚ <ŝŶĚĞƌŶŵŝƚDŝŐƌĂƚŝŽŶƐŚŝŶƚĞƌŐƌƵŶĚďĞůĞŐƚƐŝŶĚ͕ďĞƚƌĂĐŚƚĞŶǁŝƌŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐĂůƐƵŶĂďĚŝŶŐďĂƌ͘ /E',Eh&mZ&E/^^ tŝƌƐŝŶĚƵŶƐďĞǁƵƐƐƚ͕ĚĂƐƐtĞƌƚǀŽƌƐƚĞůůƵŶŐĞŶƵŶĚdƌĂĚŝƚŝŽŶĞŶŬƵůƚƵƌƐƉĞnjŝĨŝƐĐŚƐŝŶĚ͘tŝƌďĞŐƌƺƘĞŶĚŝĞƐƵŶĚ ďĞŐĞŐŶĞŶĚŝĞƐĞŵͣŶĚĞƌƐƐĞŝŶ͞ŵŝƚZĞƐƉĞŬƚƵŶĚdŽůĞƌĂŶnj͘ĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞ͕ĚŝĞƐŝĐŚĂƵƐŬƵůƚƵƌĞůůĞŶhŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚĞŶ ĞƌŐĞďĞŶ͕ǀĞƌƐƵĐŚĞŶǁŝƌ͕ƐŽǁĞŝƚĚŝĞƐŝŶƵŶƐĞƌĞŶDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶƐƚĞŚƚnjƵĞƌĨƺůůĞŶ͘ ^WZ, ŝĞ<ĞŶŶƚŶŝƐĚĞƌĚĞƵƚƐĐŚĞŶ^ƉƌĂĐŚĞďĞƚƌĂĐŚƚĞŶǁŝƌĂůƐĞŝŶĞŶĚĞƌ^ĐŚůƺƐƐĞůĨĂŬƚŽƌĞŶďĞŝĞŝŶĞƌĞƌĨŽůŐƌĞŝĐŚĞŶ/ŶͲ ƚĞŐƌĂƚŝŽŶ͘ĞƐŚĂůďǀĞƌƐƵĐŚĞŶǁŝƌĂůůĞ<ŝŶĚĞƌ͕ƵŶŐĞĂĐŚƚĞƚĚĞƌ,ĞƌŬƵŶĨƚ͕ďŝƐnjƵƌŝŶƐĐŚƵůƵŶŐĂƵĨĚĞƵƚƐĐŚĞƐDƵƚͲ ƚĞƌƐƉƌĂĐŚůĞƌŶŝǀĞĂƵnjƵďƌŝŶŐĞŶ͘ t/Z^W/'>hE'/EZd '>/,EW 'K'/^,EZ /d ƐŝƐƚƵŶƐǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐƵŶƐĞƌĞƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƌďĞŝƚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞƐƵƐĂŵŵĞŶůĞďĞŶƵŶĚĚŝĞtĞƌƚƐĐŚćƚnjƵŶŐ ǀŽŶŝǀĞƌƐŝƚćƚďĞƌĞŝƚƐǀŽŶĨƌƺŚƐƚĞƌ<ŝŶĚŚĞŝƚĂŶŐĞĨƂƌĚĞƌƚǁĞƌĚĞŶ͘tŝƌĨƺŚƌĞŶƌĞŐĞůŵćƘŝŐŶŐĞďŽƚĚƵƌĐŚ͕ĚŝĞĚŝĞ ŬƵůƚƵƌĞůůĞŶĞƐŽŶĚĞƌŚĞŝƚĞŶĚĞƌďĞƚƌĞƵƚĞŶ<ŝŶĚĞƌŵŝƚĞŝŶďĞnjŝĞŚĞŶ͘ƵĐŚǁĞƌĚĞŶďĞŝ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĂůůĞ&ĞƐƚĞ ;tĞŝŚŶĂĐŚƚĞŶ͕,ĂŶƵŬŬĂŚ͕ŝƐůĂŵŝƐĐŚĞƐKƉĨĞƌĨĞƐƚ͕ƵĐŬĞƌĨĞƐƚ͕ĞƚĐ͘ͿŐĞĨĞŝĞƌƚ͘ ϱ͘ϯ͘/EdZ<h>dhZ>>KZ/Ed/ZhE'ZWZ^KE>WK>/d /< ĞŝƵŶƐĞƌĞƌWĞƌƐŽŶĂůǁĂŚůƐŝŶĚǁŝƌďĞƐƚƌĞďƚDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶnjƵŐĞǁŝŶŶĞŶ͕ĚŝĞŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůŬŽŵƉĞƚĞŶƚƐŝŶĚ͘ tĞŝƚĞƌŚŝŶǀĞƌĨŽůŐĞŶǁŝƌĚĂƐŝĞů͕ĚŝĞŝǀĞƌƐŝƚćƚŝŶƵŶƐĞƌĞƌĞůĞŐƐĐŚĂĨƚŚŽĐŚnjƵŚĂůƚĞŶ͘ ϱ͘ϰ͘/Ed'Zd/KEsKE</EZEsKE'&>m,ddE tŝƌƐŝŶĚĚĞƌƵĨĨĂƐƐƵŶŐ͕ĚĂƐƐĞŝŶĞŐĞůƵŶŐĞŶĞ/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶďĞƌĞŝƚƐŝŵĨƌƺŚƐƚĞŶ<ŝŶĚĞƐĂůƚĞƌďĞŐŝŶŶƚ͘Ğƌ<ŝdĂ ŬŽŵŵƚĚĂďĞŝĞŝŶĞďĞƐŽŶĚĞƌĞƵĨŐĂďĞnjƵ͘ tŝƌƐĞŚĞŶƵŶƐĞƌĞƵĨŐĂďĞĚĂďĞŝŶŝĐŚƚŶƵƌŝŶĚĞƌŬƵůƚƵƌƐĞŶƐŝƚŝǀĞŶsĞƌŵŝƚƚůƵŶŐǀŽŶdŽůĞƌĂŶnjƵŶĚĚĞŵŽŬƌĂƚŝͲ ƐĐŚĞŶtĞƌƚĞŶĂŶ<ŝŶĚĞƌ͕ƐŽŶĚĞƌŶĂƵĐŚĚĂƌŝŶ͕ĚĞƌĞŶůƚĞƌŶĚĂďĞŝnjƵďĞŐůĞŝƚĞŶƵŶĚnjƵƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶŝŶĞƵƚƐĐŚͲ ůĂŶĚĂŶnjƵŬŽŵŵĞŶ͘tŝĞǁŝĐŚƚŝŐƵŶĚǁĞƌƚǀŽůůĚŝĞƐĞƵĨŐĂďĞŝƐƚ͕ĞƌŬĞŶŶĞŶǁŝƌƚćŐůŝĐŚŝŶƵŶƐĞƌĞŶ<ŝdĂƐŝŶĚĞŶ <ĂƉŝƚĞů͗ ϱ͘/ŶƚĞŐƌĂƚŝŽŶƵŶĚŝŶƚĞƌŬƵůƚƵƌĞůůĞKƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ ϭϵ <ƂůŶĞƌ^ƚĂĚƚƚĞŝůĞŶ'ƌĞŵďĞƌŐŚŽǀĞŶƵŶĚKƐƚŚĞŝŵ͘ŝĞƐĞůŝĞŐĞŶŵŝƚƚĞŶŝŶƐŽnjŝĂůĞŶƌĞŶŶƉƵŶŬƚĞŶƵŶĚŝŶƵŶŵŝƚƚĞůͲ ďĂƌĞƌEćŚĞnjƵhŶƚĞƌŬƺŶĨƚĞŶĨƺƌ'ĞĨůƺĐŚƚĞƚĞ͘ ƵĐŚǁĞŶŶǁŝƌĚĂƐƌůĞƌŶĞŶĚĞƌĚĞƵƚƐĐŚĞŶ^ƉƌĂĐŚĞĂůƐĞŝŶĞŶĚĞƌǁŝĐŚƚŝŐƐƚĞŶ'ƌƵŶĚƉĨĞŝůĞƌĞƌĨŽůŐƌĞŝĐŚĞƌ/ŶƚĞƌͲ ŐƌĂƚŝŽŶĂŶƐĞŚĞŶ͕ŝƐƚĞƐŝŵůůƚĂŐŐĞŶĂƵƐŽǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚŝĞůƚĞƌŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŝŶĚĞƌĞŶ>ĂŶĚĞƐƐƉƌĂĐŚĞŽĚĞƌnjƵŵŝŶĚĞƐƚ ĂƵĨŶŐůŝƐĐŚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶnjƵŬƂŶŶĞŶ͘ĞƐŚĂůďŝƐƚĞŝŶĞŝŶƚĞƌŶĂƚŝŽŶĂůĞĞůĞŐƐĐŚĂĨƚ͕ĚŝĞƚŽůĞƌĂŶƚƵŶĚŬƵůƚƵƌƐĞŶƐŝƚŝǀ ŝƐƚ͕ĨƺƌƐŽůĐŚĞ<ŝdĂƐďĞƐŽŶĚĞƌƐǁŝĐŚƚŝŐ͘ŝĞhŵƐĞƚnjƵŶŐƵŶƐĞƌĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐďĞŐŝŶŶƚĚĂŚĞƌďĞƌĞŝƚƐŵŝƚĚĞƌWĞƌƐŽͲ ŶĂůĂƵƐǁĂŚů͘hŵDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶĚŝĞďĞƐŽŶĚĞƌĞŶ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶďĞŝĚĞƌhŶƚĞƌƐƚƺƚnjƵŶŐƵŶĚĞƚƌĞƵƵŶŐ ǀŽŶ<ŝŶĚĞƌŶǀŽŶ'ĞĨůƺĐŚƚĞƚĞŶǀŽƌnjƵďĞƌĞŝƚĞŶ͕ŶƵƚnjĞŶǁŝƌĚŝĞdžƉĞƌƚŝƐĞƵŶƐĞƌĞƌƌĞŶŶƉƵŶŬƚŬŝƚĂƐŝŶ<ƂůŶ͕ĚŝĞ ĂƵĐŚĂůƐ^ĐŚƵůƵŶŐƐnjĞŶƚƌƵŵĚŝĞŶĞŶ͘ <ŝŶĚĞƌ͕ĚŝĞǁćŚƌĞŶĚĚĞƌ&ůƵĐŚƚŬĞŝŶƵŚĂƵƐĞŚĂƚƚĞŶ͕ƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶǁŝƌƵŶƚĞƌĂŶĚĞƌĞŵĂƵĐŚŵŝƚƐƉĞnjŝĞůůĞŶĂƵĨ ĚĂƐƌůĞƌŶĞŶǀŽŶ<ƂƌƉĞƌŚLJŐŝĞŶĞnjƵŐĞƐĐŚŶŝƚƚĞŶĞŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŶŐĞďŽƚĞŶ͘^ƚĞƚƐŐĞŚĞŶƵŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ ŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĂƵĨĚĂƐ<ŝŶĚĞŝŶ͕ƵŵŝŚŵnjƵŚĞůĨĞŶ͕ĞǀĞŶƚƵĞůůĞ&ůƵĐŚƚƌĂƵŵĂƚĂnjƵƺďĞƌǁŝŶĚĞŶ͘ĞŝĞĚĂƌĨǁŝƌĚ&ĂĐŚͲ ƉĞƌƐŽŶĂůǀŽŶƵƘĞŶŚŝnjƵŐĞnjŽŐĞŶ͘ ϱ͘ϱ'EZd,Dd/< ƵĐŚŚŝĞƌŐĞŚĞŶǁŝƌĂƵĨĚŝĞŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞũĞĚĞƐďĞƚƌĞƵƚĞŶ<ŝŶĚĞƐĞŝŶ͘ĂĚƵƌĐŚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶǁŝƌ ƐĞŝŶƉŽƐŝƚŝǀĞƐ^ĞůďƐƚǁĞƌƚŐĞĨƺŚů͘ƐŝƐƚǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐĞŝŶ<ŝŶĚƐŝĐŚŶŝĐŚƚƐĐŚůĞĐŚƚŽĚĞƌĂƵƐŐĞŐƌĞŶnjƚĨƺŚůƚ͕ǁĞŝů ƐĞŝŶĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞǀŽŶĚĞŶĞŶĂŶĚĞƌĞƌ<ŝŶĚĞƌĂďǁĞŝĐŚĞŶ͘ /ŶĚĞŵǁŝƌĚŝĞƐĞ ƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ͕ĨƂƌĚĞƌŶǁŝƌĚŝĞŶƚǁŝĐŬͲ ůƵŶŐĞŝŶĞƐƉŽƐŝƚŝǀĞŶ^ĞůďƐƚďŝůĚĞƐƵŶĚƐĞůďƐƚƐƚćŶĚŝŐĞƐ,ĂŶĚĞůŶ͘ ƐŝƐƚƵŶƐĞŝŶĞ,ĞƌnjĞŶƐĂŶŐĞůĞŐĞŶŚĞŝƚ͕ĚĂƐƐ'ĞŶĚĞƌDĂŝŶƐƚƌĞĂŵŝŶŐŝŶƵŶƐĞƌĞŶ,ćƵƐĞƌŶŵĞŚƌƵŶĚŵĞŚƌŐĞůĞďƚ ƵŶĚǀŽƌĂůůĞŵƌĞŐĞůŵćƘŝŐŝŶĚĞŶǀĞƌƐĐŚŝĞĚĞŶĞŶ'ƌŽƘͲƵŶĚ<ůĞŝŶƚĞĂŵƐŝƚnjƵŶŐĞŶƌĞĨůĞŬƚŝĞƌƚǁŝƌĚ͘^ŽǁŝĞ^ƉƌĂĐŚͲ ĨƂƌĚĞƌƵŶŐŶŝĐŚƚĂƵƐƐĐŚůŝĞƘůŝĐŚŐĞnjŝĞůƚ͕ƐŽŶĚĞƌŶǀŽƌĂůůĞŵĂůůƚĂŐƐŝŶƚĞŐƌŝĞƌƚƐƚĂƚƚĨŝŶĚĞƚ͕ŝƐƚĂƵĐŚƵŶƐĞƌ'ĞŶĚĞƌ DĂŝŶƐƚƌĞĂŵŝŶŐŶƐĂƚnjƺďĞƌŐƌĞŝĨĞŶĚƵŶĚnjŝĞŚƚƐŝĐŚĚƵƌĐŚĂůůĞƐƉĞŬƚĞĚĞƐ<ŝƚĂĂůůƚĂŐƐ͘ ĂƐĨćŶŐƚƐĐŚŽŶďĞŝĚĞŶdĞĂŵƐĂŶ͘ĂƐŝĞůŝƐƚďĞŝĚĞƌƵƐĂŵŵĞŶƐĞƚnjƵŶŐĨŽůŐĞŶĚĞ<ƌŝƚĞƌŝĞŶnjƵĞƌĨƺůůĞŶ͗ ϭ͘ DƵůƚŝƉƌŽĨĞƐƐŝŽŶĞůů;WƌĂŬƚŝŬĂŶƚ/ŶŶĞŶ͕ƌŐćŶnjƵŶŐƐŬƌćĨƚĞ͕,ĞŝůƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞ͕ƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶ͕ ƵŶĚDĂƐƚĞƌƵŶĚŝƉůŽŵʹďƐŽůǀĞŶƚĞŶͿ Ϯ͘ DƵůƚŝŬƵůƚƵƌĞůů;ǁŝƌƐĞƚnjƚĞŶƵŶƐĂŬƚŝǀĨƺƌĚŝĞŶĞƌŬĞŶŶƵŶŐĂƵƐůćŶĚŝƐĐŚĞŶ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞƉĞƌƐŽŶĂůƐĞŝŶƵŶĚ ƺďĞƌŶĞŚŵĞŶ^ƉƌĂĐŚŬƵƌƐĞǀŽƌƵŶĚŶĂĐŚĚĞƌŶĞƌŬĞŶŶƵŶŐͿ ϯ͘ ŚŽŚĞƌDćŶŶĞƌĂŶƚĞŝůĂŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶ&ĂĐŚƉĞƌƐŽŶĂů ϰ͘ tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶƵŶĚĨƂƌĚĞƌŶďĞŝŐůĞŝĐŚĞƌŝŐŶƵŶŐĞŝŶĞĚĞƌĞŵŽŐƌĂƉŚŝĞͲŶƚǁŝĐŬůƵŶŐĞŶƚƐƉƌĞĐŚĞŶĚĞ ůƚĞƌƐŵŝƐĐŚƵŶŐŝŶŶĞƌŚĂůďĚĞƐdĞĂŵƐ ϱ͘ DĞŶƐĐŚĞŶŵŝƚƵŶĚŽŚŶĞĞŚŝŶĚĞƌƵŶŐ Ƶϯ͘ ƐŝƐƚǁŝĐŚƚŝŐ͕ĚĂƐƐŝŶĚĞƌĨƌƺŚŬŝŶĚůŝĐŚĞŶƌnjŝĞŚƵŶŐ&ƌĂƵĞŶƵŶĚDćŶŶĞƌŐĞŵĞŝŶƐĂŵĂƌďĞŝƚĞŶ͕ƵŶĚ njǁĂƌĨƺƌ:ƵŶŐĞŶĞďĞŶƐŽǁŝĞDćĚĐŚĞŶ͕ĚĞŶŶŝŵĨƌƺŚŬŝŶĚůŝĐŚĞŶĞƌĞŝĐŚĨĞŚůĞŶŵŽĚĞƌŶĞŵćŶŶůŝĐŚĞZŽůůĞŶͲ ǀŽƌďŝůĚĞƌƵŶĚĞnjƵŐƐƉĞƌƐŽŶĞŶĨƺƌDćĚĐŚĞŶƵŶĚ:ƵŶŐĞŶ͗'ĞƐĞůůƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞƵŶĚǁŝƌƚƐĐŚĂĨƚůŝĐŚĞsĞƌćŶĚĞƌƵŶͲ ŐĞŶĨƺŚƌĞŶŚćƵĨŝŐnjƵĂďǁĞƐĞŶĚĞŶĨĂŵŝůŝćƌĞŶsŽƌďŝůĚĞƌŶƵŶĚĚŝĞǀŽƌŚĂŶĚĞŶĞŶĨĂŵŝůŝćƌĞŶsŽƌďŝůĚĞƌŵƺƐƐĞŶ ŶŝĐŚƚƵŶďĞĚŝŶŐƚĚĞŶƌǁĂƌƚƵŶŐĞŶĂŶŵŽĚĞƌŶĞŵćŶŶůŝĐŚĞZŽůůĞŶďŝůĚĞƌĞŶƚƐƉƌĞĐŚĞŶ͘;D&^s:͕ϬϰͬϬϴͬϮϬϭϱͿ DŝƚĚŝĞƐĞŵŶƐĂƚnjďnjǁ͘ŶƐƉƌƵĐŚĚĞƌŝǀĞƌƐŝƚćƚĂŶƐdĞĂŵ͕ƐĐŚĂĨĨĞŶǁŝƌƵŶƐĞƌĞƌDĞŝŶƵŶŐŶĂĐŚ͕ĚŝĞĂƐŝƐƵŶĚ ĚĞŶEćŚƌďŽĚĞŶĂƵĨĚĞŵ'ĞŶĚĞƌDĂŝŶƐƚƌĞĂŵŝŶŐƐƚĂƚƚĨŝŶĚĞŶƵŶĚŐĞůĞďƚǁĞƌĚĞŶŬĂŶŶ͘ ƵƌĐŚĚŝĞƐĞŚŽŚĞŝǀĞƌƐŝƚćƚĂƵĨĂůůĞŶďĞŶĞŶ͕ŬŽŵďŝŶŝĞƌƚŵŝƚĚĞƌ&ƂƌĚĞƌƵŶŐĞŶƵŶĚWĂƌƚŝnjŝƉĂƚŝŽŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌ͕ ǁŝƌĚĞƌƌĞŝĐŚƚ͕ĚĂƐƐ:ƵŶŐĞŶƵŶĚDćĚĐŚĞŶŝŶĚĞŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŝƚĂƐŵŝƚǀĂƌŝĂďůĞŶƵŶĚǀŝĞůƐĞŝƚŝŐĞŶ&ćŚŝŐŬĞŝƚĞŶŝŶ ŝŚƌĞƵŬƵŶĨƚnjƵƐƚĂƌƚĞŶ͕ƵŵũĞƚnjƚƵŶĚƐƉćƚĞƌ͕ĚŝĞĨƺƌƐŝĐŚƌŝĐŚƚŝŐĞŶŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐĞŶnjƵƚƌĞĨĨĞŶ͘DćĚĐŚĞŶǁŝĞ:ƵŶͲ ŐĞŶůĞƌŶĞŶƐĐŚŽŶũĞƚnjƚ͕ŝŵ<ŝƚĂͲůƚĞƌƵŶĚůůƚĂŐ͕ĨƺƌŝŚƌĞ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶƵŶĚĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĞŝŶnjƵƐƚĞŚĞŶ͘ƵĐŚĚĞƐǁĞͲ ŐĞŶŝƐƚWĂƌƚŝnjŝƉĂƚŝŽŶƵŶĚ'ĞŶĚĞƌDĂŝŶƐƚƌĞĂŵŝŶŐŬŽŶnjĞƉƚŝŽŶĞůůďĞŝĚĞŶ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƐĞŶŐŵŝƚĞŝŶĂŶĚĞƌǀĞƌŬŶƺƉĨƚ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϲ͘&ĂŵŝůŝĞŶŽƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐƵŶĚůƚĞƌŶďĞƚĞŝůŝŐƵŶŐ ϮϬ tŝƌďĞŽďĂĐŚƚĞŶŵŝƚ,ŝůĨĞĚĞƐƐLJƐƚĞŵŝƐĐŚĞŶŶƐĂƚnjĞƐĚŝĞŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶZĞƐƐŽƵƌĐĞŶũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐ;ƵŶĚĚĞƌĞŶ&ĂͲ ŵŝůŝĞŶͿ͕ǀĞƌƐƵĐŚĞŶĚŝĞƐĞŚĞƌĂƵƐnjƵŬƌŝƐƚĂůůŝƐŝĞƌĞŶƵŶĚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚŝĞ<ůĞŝŶĞŶďĞŝĚĞƌĞŶtĞŝƚĞƌĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͘ŝĞͲ ƐĞƐƐĞƚnjƚĞŶǁŝƌŵŝƚĚĞƌmďĞƌnjĞƵŐƵŶŐƵŵ͕ĚĂƐƐŝŚŶĞŶĚĂŵŝƚũĞƚnjƚƵŶĚƐƉćƚĞƌŵƂŐůŝĐŚƐƚǀŝĞůĞ;ŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐƐͲͿ DƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶŽĨĨĞŶƐƚĞŚĞŶ͘tŝƌnjŝĞůĞŶŵŝƚƵŶƐĞƌĞŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶŶŐĞďŽƚĞŶĚĂƌĂƵĨĂď͕ĚĂƐ^ĞůďƐƚǁĞƌƚŐĞĨƺŚů ĞŝŶĞƐũĞĚĞŶ<ŝŶĚĞƐnjƵƐƚćƌŬĞŶ͕ƐŽǁŝĞĚŝĞtĂŚƌŶĞŚŵƵŶŐĚĞƌhŵǁĞůƚƵŶĚĚĂŵŝƚĚĞƐĞŝŐĞŶĞŶ>ĞďĞŶƐnjƵĞƌǁĞŝͲ ƚĞƌŶ͕ƵŵĚĂƌĂƵĨŝŵĞŝŐĞŶĞŶ^ŝŶŶĞƌĞĂŐŝĞƌĞŶnjƵŬƂŶŶĞŶ͘ ϲ͘&D/>/EKZ/Ed/ZhE'hE>dZEd/>/'hE' ůƚĞƌŶƐŝŶĚĚŝĞdžƉĞƌƚĞŶĨƺƌŝŚƌĞ<ŝŶĚĞƌ͘ĂƐWĞƌƐŽŶĂůǀŽƌKƌƚŬĂŶŶĚƵƌĐŚĨĂĐŚůŝĐŚĞ<ŽŵƉĞƚĞŶnjĞŶĚŝĞůƚĞƌŶďĞͲ ƌĂƚĞƌŝƐĐŚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ͘tŝƌǀĞƌƐƚĞŚĞŶĚŝĞƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶĚĂŚĞƌĂůƐĞŝŶĞƌnjŝĞŚƵŶŐƐƉĂƌƚŶĞƌͲ ƐĐŚĂĨƚ͘ ^ŽůůƚĞĞƐďĞnjƺŐůŝĐŚĚĞƌƌnjŝĞŚƵŶŐĚĞƐ<ŝŶĚĞƐŽĚĞƌŝŶĚĞƌ&ĂŵŝůŝĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐWƌŽďůĞŵĞŐĞďĞŶ͕ƐŽďŝĞƚĞƚƵŶƐĞƌ WĞƌƐŽŶĂůnjƵŶćĐŚƐƚǀŽƌKƌƚ,ŝůĨĞĂŶƵŵĚĂŶŶ͕ďĞŝƚŝĞĨĞƌŐƌĞŝĨĞŶĚĞŶWƌŽďůĞŵĞŶĞŝŶĞŐĞĞŝŐŶĞƚĞĞƌĂƚƵŶŐƐƐƚĞůůĞ ĞŝŶnjƵďĞnjŝĞŚĞŶ͘ ϲ͘ϭůƚĞƌŶŐĞƐƉƌćĐŚĞ ůƚĞƌŶŐĞƐƉƌćĐŚĞƐŝŶĚĞŝŶǁŝĐŚƚŝŐĞƌĞƐƚĂŶĚƚĞŝůĚĞƐ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐ<ŽŶnjĞƉƚƐ͘ŝŶĞĞnjƵŐƐďĞƚƌĞƵĞƌŝŶũĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐ ƐƵĐŚƚŵŝŶĚĞƐƚĞŶƐnjǁĞŝŵĂůŝŵ:ĂŚƌĞŝŶ'ĞƐƉƌćĐŚŵŝƚĚĞƐƐĞŶůƚĞƌŶ͕ƵŵƐĞŝŶĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƵŶĚ&ƂƌĚĞƌŵĂƘŶĂŚͲ ŵĞŶĚƵƌĐŚnjƵƐƉƌĞĐŚĞŶ͘ ĞŝŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐĂƵĨĨćůůŝŐŬĞŝƚĞŶďŝĞƚĞŶǁŝƌĚĂƌƺďĞƌŚŝŶĂƵƐĞďĞŶĨĂůůƐhŶƚĞƌƐƚƺƚnjƵŶŐƵŶĚ,ŝůĨĞĂŶ͕ŐŐĨ͘njŝĞŚĞŶǁŝƌ ŚŝĞƌĞdžƚĞƌŶĞƐ&ĂĐŚƉĞƌƐŽŶĂůŚŝnjƵ͘ ϲ͘ϮůƚĞƌŶďĞĨƌĂŐƵŶŐ hŵĚŝĞƵĨƌŝĞĚĞŶŚĞŝƚĚĞƌůƚĞƌŶŵŝƚƵŶƐĞƌĞƌŝĞŶƐƚůĞŝƐƚƵŶŐƐŝĐŚĞƌnjƵƐƚĞůůĞŶ͕ĨƺŚƌƚ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐũćŚƌůŝĐŚĞŝŶĞůͲ ƚĞƌŶďĞĨƌĂŐƵŶŐĚƵƌĐŚ͘ƐǁĞƌĚĞŶĚŝĞŶĂĐŚƐƚĞŚĞŶĚĞŶdŚĞŵĞŶŐĞďŝĞƚĞĂďŐĞĨƌĂŐƚ͗ • PĨĨŶƵŶŐƐnjĞŝƚĞŶ • ƵĨƌŝĞĚĞŶŚĞŝƚĚĞƐ</ŶĚĞƐ • WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ • ƌŶćŚƌƵŶŐ • <ƵŶĚĞŶĨƌĞƵŶĚůŝĐŚŬĞŝƚ • ƵƐƐƚĂƚƚƵŶŐ ϲ͘ϯůƚĞƌŶďĞŝƌĂƚ tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶƵŶĚŵŽƚŝǀŝĞƌĞŶůƚĞƌŶĞŝŶĞŶůƚĞƌŶďĞŝƌĂƚnjƵŐƌƺŶĚĞŶ͘ŝĞƐĞƌǁŝƌĚŝŵũćŚƌůŝĐŚĞŶdƵƌŶƵƐĚĞŵŽͲ ŬƌĂƚŝƐĐŚŐĞǁćŚůƚ͘ ŝĞƵĨŐĂďĞŶĚĞƐůƚĞƌŶďĞŝƌĂƚĞƐƐŝŶĚ͗ • sĞƌƚƌĞƚĞŶĚĞƌůƚĞƌŶŝŶƚĞƌĞƐƐĞŶ • sŽƌƐĐŚůĂŐƐͲƵŶĚĞƐĐŚǁĞƌĚĞŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ • DŽƚŝǀĂƚŝŽŶǀŽŶůƚĞƌŶƐŝĐŚĂŬƚŝǀĂŵ<ŝƚĂͲ>ĞďĞŶnjƵďĞƚĞŝůŝŐĞŶ͘ • KƌŐĂŶŝƐĂƚŝŽŶǀŽŶ&ĞƐƚĞŶ • ^ƉĞŶĚĞŶĂŬƚŝŽŶĞŶ <ĂƉŝƚĞů͗ ϳ͘^ŽnjŝĂůƌĂƵŵŽƌŝĞŶƚŝĞƌƵŶŐ;<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶƵŶĚsĞƌŶĞƚnjƵŶŐͿ Ϯϭ ϲ͘ϰ'ĞǁĂůƚƉƌćǀĞŶƚŝŽŶƵŶĚhŵŐĂŶŐŵŝƚ'ĞǁĂůƚ 'ĞǁĂůƚƉƌćǀĞŶƚŝŽŶĨƵŶŬƚŝŽŶŝĞƌƚŶƵƌŝŶƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚŵŝƚĚĞŶ&ĂŵŝůŝĞŶ͕ĚĞƐŚĂůďŐĞŚƂƌƚƐŝĞďĞŝƵŶƐŝŶĚĞŶĞͲ ƌĞŝĐŚůƚĞƌŶĂƌďĞŝƚ͘ <ŝŶĚĞƌŝŵŝƚŝĞƌĞŶƌǁĂĐŚƐĞŶĞ͕ǁĂƐƐŝĞĚĂŚĞŝŵŽĚĞƌŝŵ&ĞƌŶƐĞŚĞŶƐĞŚĞŶ͕ŚĂůƚĞŶƐŝĞĨƺƌƌŝĐŚƚŝŐƵŶĚƉƌŽďŝĞƌĞŶĞƐ ĚĂŶŶŝŶĚĞƌ<ŝƚĂĂƵƐ͘tĞŶŶ^ŝĞŝŶĞŝŶĞŵhŵĨĞůĚĂƵĨǁĂĐŚƐĞŶ͕ŝŶĚĞŵ'ĞǁĂůƚnjƵŵůůƚĂŐŐĞŚƂƌƚ͕ŬĞŶŶĞŶƐŝĞ ŶŝĐŚƚƐĂŶĚĞƌĞƐ͘ďĞƌĞƐŵƵƐƐŶŝĐŚƚŝŵŵĞƌĚĂƐůƚĞƌŶŚĂƵƐŽĚĞƌĚĞƌ&ƌĞƵŶĚĞƐŬƌĞŝƐƐĞŝŶ͘DĂŶĐŚŵĂůŬŽŵŵĞŶ<ŝŶͲ ĚĞƌĚƵƌĐŚƵĨĂůů͕ŐĂŶnjǀŽŶƐĞůďƐƚ͕njƵĚĞŵ^ĐŚůƵƐƐ͕ĚĂƐƐŶĞŐĂƚŝǀĞƐsĞƌŚĂůƚĞŶ͕ǁĞŶŶĂƵĐŚŶĞŐĂƚŝǀĞ͕ĂďĞƌĚĞŶŶŽĐŚ ƵĨŵĞƌŬƐĂŵŬĞŝƚĂƵĨƐŝĐŚůĞŶŬƚ͘DĞŝƐƚĞŶƐĨĞŚůƚĚĞŵ<ŝŶĚĂďĞƌĞŝŶĨĂĐŚĚŝĞ&ćŚŝŐŬĞŝƚƐĞŝŶĞ'ĞĨƺŚůĞnjƵŬŽŶƚƌŽůůŝĞͲ ƌĞŶ͕ƐĞŝŶĞŵƉĂƚŚŝĞĨćŚŝŐŬĞŝƚŝƐƚŶŽĐŚŶŝĐŚƚǀŽůůĞŶƚǁŝĐŬĞůƚ͕ĞƐǁĞŶĚĞƚĞŝŶĨĂĐŚ'ĞǁĂůƚĂŶ͕ǁĞŝůĞƐŬĞŝŶĞĂŶĚĞƌĞ >ƂƐƵŶŐǁĞŝƘ͘ĂƐ<ŝŶĚŵĂĐŚƚĞƐŝŵŵĞƌǁŝĞĚĞƌ͕ďŝƐŝŚŵƐĞŝŶĞhŵǁĞůƚͬĂŶĚĞƌĞ<ŝŶĚĞƌƐĐŚŽŶŵŝƚŶŐƐƚďĞŐĞŐͲ ŶĞŶŽĚĞƌĂůƐďǁĞŚƌƐĞůďƐƚnjƵƐĐŚůĂŐĞŶ͘ĂƐĨƺŚƌƚnjƵĞŝŶĞŵdĞƵĨĞůƐŬƌĞŝƐ͕ĂƵƐĚĞŵĚĂƐ<ŝŶĚŶŝĐŚƚĂůůĞŝŶĞŚĞƌĂƵƐͲ ĨŝŶĚĞƚʹĞƐďĞŶŝŵŵƚƐŝĐŚ͕ǁŝĞŵĂŶĞƐǀŽŶŝŚŵĞƌǁĂƌƚĞƚ͘ ,ŝĞƌƐŝŶĚĚĂŶŶĚŝĞƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶŐĞĨƌĂŐƚ͕ĚĞƌĞŶƵĨŐĂďĞĚĞƌ^ĐŚƵƚnjĂůůĞƌ<ŝŶĚĞƌŝƐƚ͕ĂůƐŽŐůĞŝĐŚĞƌŵĂƘĞŶĂƵĐŚ ĚĞƐŐĞǁĂůƚĂƵƐƺďĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƐ͘<ůĞŝŶĞ<ŝŶĚĞƌŐŝůƚĞƐĂƵƐĚĞŶ^ŝƚƵĂƚŝŽŶĞŶ͕ŝŶĚĞŶĞŶƐŝĞnjƵŵĞŝƐƉŝĞůƚLJƉŝƐĐŚĞƌ tĞŝƐĞnjƵďĞŝƘĞŶǁƺƌĚĞŶ͕ŚĞƌĂƵƐnjƵŶĞŚŵĞŶƵŶĚƐŝĞƐŽĂďnjƵůĞŶŬĞŶ͕ĚĂƐƐĞƐŐĂƌŶŝĐŚƚnjƵĚĞŵŬƚĚĞƐsĞƌůĞƚnjĞŶƐ ĞŝŶĞƌĂŶĚĞƌĞŶWĞƌƐŽŶŬŽŵŵĞŶŬĂŶŶ͘Dŝƚ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶŬŝŶĚĞƌŶŵƵƐƐŵĂŶƐƉƌĞĐŚĞŶ͕ǀĞƌƐƵĐŚĞŶŝŚŶĞŶĚŝĞ<ŽŶƐĞͲ ƋƵĞŶnjĞŶŝŚƌĞƐ,ĂŶĚĞůŶƐnjƵĞƌŬůćƌĞŶ͘ůƐ<ŝƚĂŬĂŶŶŵĂŶŝŶǀŝĞůĞƌůĞŝ,ŝŶƐŝĐŚƚĞŝŶĞŵ'ĞǁĂůƚĂƵƐďƌƵĐŚĞŶƚŐĞŐĞŶͲ ǁŝƌŬĞŶʹŵĂŶŬĂŶŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌďĞƐĐŚćĨƚŝŐĞŶ͕ŵĂŶŬĂŶŶƐŝĞƚŽďĞŶůĂƐƐĞŶ͕ďŝƐƐŝĞŵƺĚĞƐŝŶĚ͕ŵĂŶŬĂŶŶŝŚŶĞŶWƌŽͲ ũĞŬƚĞnjƵǁĞŝƐĞŶŽĚĞƌ'ĞǁĂůƚŝŶ&ŽƌŵǀŽŶWƌŽŐƌĂŵŵĞŶĂƵĨĂƌďĞŝƚĞŶƵŶĚŐĞŵĞŝŶƐĂŵĚĂŐĞŐĞŶǀŽƌŐĞŚĞŶ͘'ĞŶĞƌĞůů ǁĞƌĚĞŶƵŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶŝŵhŵŐĂŶŐŵŝƚ'ĞǁĂůƚŐĞƐĐŚƵůƚ͘ƵĐŚůƚĞƌŶďŝĞƚĞŶǁŝƌ͕ĨĂůůƐŶŽƚǁĞŶĚŝŐ͕ ^ĐŚƵůƵŶŐĞŶƵŶĚ,ŝůĨĞŶĂŶ͘/ŶũĞĚĞŵ&ĂůůŐŝůƚĂďĞƌ͕ĚĂƐƐůƚĞƌŶĂŬƚŝǀĂŶĚĞƌĞŚĞďƵŶŐĚĞƐWƌŽďůĞŵƐƚĞŝůŚĂďĞŶ ŵƺƐƐĞŶ͘'ĞŵĞŝŶƐĂŵǀĞƌƐƵĐŚĞŶĚŝĞƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶƵŶĚ<ŝŶĚĞƌŶĚŝĞhƌƐĂĐŚĞŶĨƺƌĚĂƐsĞƌŚĂůƚĞŶ ŚĞƌĂƵƐnjƵĨŝŶĚĞŶ͕ĚĂŶĂĐŚůĞŐĞŶƐŝĞĞŝŶĞŶƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĞŶDĂƘŶĂŚŵĞŶƉůĂŶĨĞƐƚ͕ĚĞŶďĞŝĚĞ^ĞŝƚĞŶƵŶƚĞƌƐĐŚƌĞŝďĞŶ͘ WƌŝŶnjŝƉŝĞůůǁŝƌĚĚŝĞ&ĂĐŚŬƌĂĨƚŶĂĐŚ^'ϴĂĞŝŶŐĞƐĐŚĂůƚĞƚƵŶĚƵŵZĂƚŐĞĨƌĂŐƚ͕ŵĂŶĐŚŵĂůĂƵĐŚnjƵŵ'ĞƐƉƌćĐŚŵŝƚ ĚĞŶůƚĞƌŶŚŝŶnjƵŐĞnjŽŐĞŶ͘'ĞŐĞďĞŶĞŶĨĂůůƐďĞĚĞƵƚĞŶĚŝĞDĂƘŶĂŚŵĞŶ͕ĚĂƐƐĂƵĐŚ,ŝůĨĞǀŽŶĂƵƘĞŶŝŶ&ŽƌŵǀŽŶ WƐLJĐŚŽůŽŐĞŶŐĞŚŽůƚǁĞƌĚĞŶŵƵƐƐ͘/ŶũĞĚĞŵ&ĂůůŐŝůƚĂďĞƌ͕ĚĂƐƐnjƵĞŝŶĞƌĞƌĨŽůŐƌĞŝĐŚĞŶWƌćǀĞŶƚŝŽŶŐĞƐĐŚƵůƚĞƐWĞͲ ƐŽŶĂůƵŶĚĚĞƌŬŽŶƐĞƋƵĞŶƚĞhŵŐĂŶŐŵŝƚ'ĞǁĂůƚŐĞŚƂƌƚ͘ ϳ͘^K/>ZhDKZ/Ed/ZhE';<KKWZd/KEhEsZEdh E'Ϳ tŝƌƐŝŶĚďĞƐƚƌĞďƚƵŶƐĞƌĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶŵŝƚ&ĂĐŚĚŝĞŶƐƚĞŶ͕^ĐŚƵůĞŶ͕hŶƚĞƌŶĞŚŵĞŶƵŶĚŬƵůƚƵƌĞůůĞŶKƌŐĂŶŝƐĂƚŝŽͲ ŶĞŶƐŽǁŝĞ^ƉŽƌƚƐƚćƚƚĞŶŝŵhŵĨĞůĚnjƵǀĞƌŶĞƚnjĞŶ͘tŝƌƉĨůĞŐĞŶ<ŽŶƚĂŬƚĞnjƵtŝƐƐĞŶƐĐŚĂĨƚ͕WŽůŝƚŝŬ͕tŝƌƚƐĐŚĂĨƚƵŶĚ <ƵůƚƵƌ͘ƵĐŚƉĂƐƐĞŶǁŝƌƵŶƐĞƌ<ŽŶnjĞƉƚĚĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞŶĚĞƐũĞǁĞŝůŝŐĞŶ^ƚĂŶĚŽƌƚĞƐ͕ĂŶĚŝĞ&ĂŵŝůŝĞŶĂŶ͘ tŝƌƐƚƌĞďĞŶĞŝŶĞƐĞŚƌĞŶŐĞ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶŵŝƚĚĞŶƵŵůŝĞŐĞŶĚĞŶ'ƌƵŶĚƐĐŚƵůĞŶ͕ǁŝĞĚĞƌWĞƚĞƌͲtƵƐƚͲŽĚĞƌĚĞƌ >ŽĞǀĞůŝŶŐůŽŚƐĐŚƵůĞ͕ĚŝĞďĞŝĚĞĂƵĨĚŝĞ/ŶƚĞƌĞƐƐĞŶĚĞƌĂŬƚƵĞůůĞŶ:ĂŚƌŐćŶŐĞŵŝƚWƌŽũĞŬƚĞŶǁŝĞĚĞŵ^ĐŚƵůůŝĞĚŽĚĞƌ ĞŝŶĞŵ:ƵĚŽŬƵƌƐƌĞĂŐŝĞƌĞŶ͕ĂŶ͘ĂŚĞƌŬĂŶŶĚĞƌmďĞƌŐĂŶŐǀŽŵ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶŝŶĚŝĞ^ĐŚƵůĞĚƵƌĐŚǀŝĞůĞĞƐƵĐŚĞ ƵŶĚĂůůŵćŚůŝĐŚĞƐ<ĞŶŶĞŶůĞƌŶĞŶĚĞƌhŵŐĞďƵŶŐƐĞŚƌƐĂŶĨƚĞƌĨŽůŐĞŶ͘/ŵůĞƚnjƚĞŶ<ŝŶĚĞƌŐĂƌƚĞŶũĂŚƌǁĞƌĚĞŶƵŶƐĞƌĞ <ŝŶĚĞƌĚŝĞZćƵŵůŝĐŚŬĞŝƚĞŶĚĞƌ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶƐƐĐŚƵůĞŶďĞƐƵĐŚĞŶ͕ŐĞŐĞďĞŶĞŶĨĂůůƐĂŵ^ĐŚƵůƐŽŵŵĞƌĨĞƐƚŽĚĞƌĂŶĚĞͲ ƌĞŶŬƚŝŽŶĞŶƚĞŝůŶĞŚŵĞŶƵŶĚƉĂƌĂůůĞůĚƵƌĐŚĞŶŐƐƚĞƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚĚĞŶŶĨŽƌĚĞƌƵŶŐƐƐƉŝĞŐĞůĨƺƌĚŝĞĞƌƐƚĞ <ůĂƐƐĞĞƌƌĞŝĐŚĞŶ͘ ƵĐŚŶƵƚnjĞŶǁŝƌŐĞƌŶĞĚŝĞ^ƉŽƌƚŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶĚĞƐ^ƚĂĚƚƚĞŝůƐ͘,ŝĞƌŝƐƚĞŝŶĞ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶŵŝƚĚĞŵĚĞŵ:<tĂͲ ĐŬĞƌDĞĐŬůĞŶďĞĐŬĞ͘s͘ŐĞƉůĂŶƚ͘ŝĞƐĞƌsĞƌĞŝŶďŝĞƚĞƚǀŝĞůĨćůƚŝŐĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶǁŝĞnj͘͘<ŝŶĚĞƌƚƵƌŶĞŶ͘ďĞŶĨĂůůƐ <ĂƉŝƚĞů͗ ϵ͘YƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ ϮϮ ǁĞƌĚĞŶŚŝĞƌŐĞnjŝĞŚůƚĞĞǁĞŐƵŶŐƐĂŶŐĞďŽƚĞĨƺƌ<ŝŶĚĞƌĂŶŐĞďŽƚĞŶ͕ĚŝĞŶĂƚƺƌůŝĐŚĂƵĐŚŐĞƌŶĞŝŶƵŶƐĞƌĞŶZćƵŵͲ ůŝĐŚŬĞŝƚĞŶƐƚĂƚƚĨŝŶĚĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ ŝŶĞƐƵĐŚĚĞƌƺĐŚĞƌĞŝ^ƚ͘ŶĂŬĂŶŶŝŶĚĂƐsŽƌƐĐŚƵůƉƌŽŐƌĂŵŵŵŝƚŝŶƚĞŐƌŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶ͘,ŝĞƌŬƂŶŶĞŶƺĐŚĞƌĂƵƐͲ ŐĞůŝĞŚĞŶŽĚĞƌǀŽƌKƌƚĂŶŐĞƐĐŚĂƵƚǁĞƌĚĞŶ͘EĂĐŚĞĚĂƌĨǁŝƌĚĞŝŶĨĞƐƚĞƌ>ĞƐĞƚĂŐŝŶĚĞŶ<ŝƚĂͲůůƚĂŐĞŝŶŐĞďĂƵƚ͘ ďĞŶĨĂůůƐŶƵƚnjĞŶǁŝƌŐĞƌŶĞĚŝĞŝŶĚĞƌhŵŐĞďƵŶŐǀŽƌŚĂŶĚĞŶĞŶ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞůŐĞƐĐŚćĨƚĞŽĚĞƌćĐŬĞƌĞŝĞŶĨƺƌĞŝͲ ŶĞŶŬůĞŝŶĞŶƵƐĨůƵŐ͘,ŝĞƌŬƂŶŶĞŶĚŝĞƵƚĂƚĞŶĨƺƌĞŝŶĞŶEĂĐŚŵŝƚƚĂŐƐŝŵďŝƐƐŐĞŬĂƵĨƚƵŶĚƐƉćƚĞƌŝŶĚĞƌ<ŝƚĂnjƵďĞͲ ƌĞŝƚĞƚǁĞƌĚĞŶ͘ƵƐćƚnjůŝĐŚŶƵƚnjĞŶǁŝƌĚŝĞŐƵƚĞŶsĞƌŬĞŚƌƐĂŶďŝŶĚƵŶŐĞŶĨƺƌƵƐĨůƺŐĞĂƵƘĞƌŚĂůď͘ ZĞŐĞůŵćƘŝŐůĂĚĞŶǁŝƌDƵƐŝŬƐĐŚƵůĞŶnjƵƵŶƐĞŝŶƵŶĚďŝĞƚĞŶĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĚĂŵŝƚĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚƉƌŽĨĞƐƐŝŽŶĞůůĞŶ hŶƚĞƌƌŝĐŚƚnjƵŐĞŶŝĞƘĞŶʹŚŝĞƌƉůĂŶĞŶǁŝƌĚŝĞDƵƐŝŬƐĐŚƵůĞůďĂĐŚƚĞŶĂŶnjƵƐƉƌĞĐŚĞŶ͘ ŝĞĞǀĂŶŐĞůŝƐĐŚĞ<ŝƌĐŚĞŶŐĞŵĞŝŶĚĞŶ:ŽŚĂŶŶĞƐƵŶĚĚŝĞŬĂƚŚŽůŝƐĐŚĞ<ŝƌĐŚĞŶŐĞŵĞŝŶĚĞ^ƚ͘>ŝƵĚŐĞƌǁƺƌĚĞŶǁŝƌŝŵ ZĂŚŵĞŶǀŽŶƵƐĨůƺŐĞŶŝŵŵĞƌǁŝĞĚĞƌĞŝŶĞŶĞƐƵĐŚĂďƐƚĂƚƚĞŶ͘^ŽĨĞƌŶ<ŝŶĚĞƌǀŽŵůƚĞƌŶŚĂƵƐĂƵƐĚŝĞŝŶƌŝĐŚͲ ƚƵŶŐĞŶŬĞŶŶĞŶ͕ĚƺƌĨĞŶƐŝĞĚĂŶŶŝŚƌĞŶ&ƌĞƵŶĚĞŶǀŽŶĚĞŶƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶĞƌnjćŚůĞŶ͘ ŝŶĞďĞƐŽŶĚĞƌƐĞŶŐĞƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚƐƚƌĞďĞŶǁŝƌŵŝƚƵŶƐĞƌĞŶĞŝŐĞŶĞŶ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶĚĞƌDĞLJĞƌďĞĞƌͲ ƐƚƌĂƘĞƐŽǁŝĞĚĞƌ<ŝƚĂůďĂĐŚƚĞŶĂŶ͕ĂďĞƌĂƵĐŚŵŝƚĚĞŶŶĂŚĞŐĞůĞŐĞŶĞŶŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶǁŝĞĚĞŵŬĂƚŚ͘<ŝŶĚĞƌŐĂƌͲ ƚĞŶ^ƚ͘ŶŶĂ͕ĚĞƌƐƚćĚƚ͘<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐDĞĐŬůĞŶďĞĐŬƵŶĚĂŶĚĞƌĞŶ<ŝƚĂƐŝŶĚĞƌhŵŐĞďƵŶŐ͘ ĂĚŝĞ<ůĞŝŶĞŶZŝĞƐĞŶĨůĞdžŝďůĞPĨĨŶƵŶŐƐnjĞŝƚĞŶƵŶĚ&ĂŵŝůŝĞŶĨƌĞƵŶĚůŝĐŚŬĞŝƚĂƵƐnjĞŝĐŚŶĞŶ͕ǁĞƌĚĞŶǁŝƌĂƵĐŚĂŵ DĞĐŬŵĂŶŶǁĞŐŐĞƌŶĞĨůĞdžŝďůĞ͕ĚĞŶĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞŶĚĞƌůƚĞƌŶĂŶŐĞƉĂƐƐƚĞ͕PĨĨŶƵŶŐƐnjĞŝƚĞŶĂŶďŝĞƚĞŶ͘ŝŶĞmďĞƌŵŝƚͲ ƚĂŐďĞƚƌĞƵƵŶŐŝƐƚƵŶƐǁŝĐŚƚŝŐ͕ŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞĂďĞƌĚĂƐƐĚŝĞYƵĂůŝƚćƚŶŝĐŚƚĚĂƌƵŶƚĞƌůĞŝĚĞƚ͘ƵƌĐŚĞŝŶƉćĚĂŐŽŐŝͲ ƐĐŚĞƐŶŐĞďŽƚ͕ĚĂƐƐƐŝĐŚĂƵĨĚĞŶŐĂŶnjĞŶdĂŐĞƌƐƚƌĞĐŬƚ͕ŚĂďĞŶǁŝƌĞƐŝŶĂůůĞŶƵŶƐĞƌĞŶ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶŐĞͲ ƐĐŚĂĨĨƚ͕ŵŝƚĚĞƌ'ĂŶnjƚĂŐĞƐďĞƚƌĞƵƵŶŐ͕ĂŶƐƚĂƚƚĞŝŶĞƐͣĂďLJƐŝƚƚĞƌƐĞƌǀŝĐĞƐ͞ŝŶĚĞŶEĂĐŚŵŝƚƚŐĂƐƐƚƵŶĚĞŶ͕ĞŝŶĞŶĞĐŚͲ ƚĞŶDĞŚƌǁĞƌƚĨƺƌƵŶƐĞƌĞ<ŝŶĚĞƌƵŶĚ&ĂŵŝůŝĞŶnjƵƐĐŚĂĨĨĞŶ͘hŶƐĞƌĞWćĚĂŐŽŐĞŶŐĞŶŝĞƘĞŶĚŝĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚ͕ĚŝĞ <ŝŶĚĞƌĚƵƌĐŚĚĞŶŐĂŶnjĞŶdĂŐnjƵďĞŐůĞŝƚĞŶƵŶĚƐŝĞnjƵƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ͕ĚŝĞtĞůƚŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶnjƵĞŶƚĚĞĐŬĞŶ͘ ĂƐŝĐŚũĞĚĞƵŶƐĞƌĞƌ<ŝƚĂƐĚĞŵũĞǁĞŝůŝŐĞŶ^ŽnjŝĂůƌĂƵŵŝŶĚĞŶŶŐĞďŽƚĞŶĂŶƉĂƐƐƚ͕ǁĞƌĚĞŶǁŝƌĂƵĐŚŚŝĞƌĞŝŶŝŶĚŝͲ ǀŝĚƵĞůůĞƐŶŐĞďŽƚĨƺƌƵŶƐĞƌĞ<ƵŶĚĞŶĞƌƐƚĞůůĞŶ͘DŝƚŐƌŽƘĞƌĞŐŝĞŝƐƚĞƌƵŶŐǁĞƌĚĞŶƵŶƐĞƌĞďŝůŝŶŐƵĂůĞŶ͕ĂďĞƌĂƵĐŚ ƵŶƐĞƌĞĂƵĨƐƉŽƌƚůŝĐŚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶŽĚĞƌĂƵĐŚƐƚćĚƚŝƐĐŚĞhŶƚĞƌŶĞŚŵƵŶŐĞŶĂƵƐŐĞůĞŐƚĞŶ<ŽŶnjĞƉƚĞĂŶŐĞŶŽŵŵĞŶ͘ /ŶĚĞƌZĞŐĞůďĞƐƉƌĞĐŚĞŶǁŝƌŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶ͕ǁĞůĐŚĞtƺŶƐĐŚĞǀŽƌŚĂŶĚĞŶƐŝŶĚƵŶĚŐĞŚĞŶĚĂŶŶĚĂƌĂƵĨĞŝŶ͘ ϵ͘Yh>/d d^DE'DEd ϵ͘ϭ͘K<hDEdd/KE d'^Z/,d ŝĞůƚĞƌŶĞŝŶĞƐũĞĚĞŶ<ƌŝƉƉĞŶŬŝŶĚĞƐĞƌŚĂůƚĞŶƚćŐůŝĐŚĞŝŶĞŶŬƵƌnjĞŶĞƌŝĐŚƚ͕ŝŶĚĞŵ^ŝĞƺďĞƌĨŽůŐĞŶĚĞWƵŶŬƚĞ ŝŶĨŽƌŵŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶ͗ • >ĂƵŶĞĚĞƐ<ŝŶĚĞƐ • DĂŚůnjĞŝƚĞŶ • tŝŶĚĞůǁĞĐŚƐĞůƵŶĚ^ƚƵŚůŐĂŶŐ • ĂƵĞƌĚĞƐDŝƚƚĂŐƐƐĐŚůĂĨƐͬĚĞƌDŝƚƚĂŐƐƌƵŚĞ • ĞƐŽŶĚĞƌĞƌĞŝŐŶŝƐƐĞƵŶĚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶ͕ĚŝĞĚĂƐ<ŝŶĚĂŵdĂŐŐĞŵĂĐŚƚŚĂƚ͘ Edt/<>hE'^WZK&/> <ĂƉŝƚĞů͗ ϵ͘YƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ Ϯϯ >ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĞƌƐƚĞůůƚƵŶƚĞƌƵŚŝůĨĞŶĂŚŵĞǀŽŶͣDŽŶĚĞLJ͞ƵŶĚͣ'ƌĞŶnjƐƚĞŝŶĞĚĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ͞ĨƺƌũĞĚĞƐ<ŝŶĚƋƵĂƌͲ ƚĂůƐǁĞŝƐĞĞŝŶƐƚĂŶĚĂƌĚŝƐŝĞƌƚĞƐŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐƉƌŽĨŝů͘ĂďĞŝǁŝƌĚĂůƚĞƌƐƐƉĞnjŝĨŝƐĐŚĚŝĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐǀŽŶĂƐŝƐŬŽŵƉĞͲ ƚĞŶnjĞŶĂďŐĞĨƌĂŐƚ͘ŶůĂŐĞϭĞƌŚćůƚǁĞŝƚĞƌĞ/ŶĨŽƌŵĂƚŝŽŶĞŶ͘ ϵ͘Ϯ͘>dZE&Z'hE' hŵĚŝĞƵĨƌŝĞĚĞŶŚĞŝƚĚĞƌůƚĞƌŶŵŝƚƵŶƐĞƌĞƌŝĞŶƐƚůĞŝƐƚƵŶŐƐŝĐŚĞƌnjƵƐƚĞůůĞŶ͕ĨƺŚƌƚ>ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐũćŚƌůŝĐŚĞŝŶĞůͲ ƚĞƌŶďĞĨƌĂŐƵŶŐĚƵƌĐŚ͘ƐǁĞƌĚĞŶĚŝĞŶĂĐŚƐƚĞŚĞŶĚĞŶdŚĞŵĞŶŐĞďŝĞƚĞĂďŐĞĨƌĂŐƚ͗ • PĨĨŶƵŶŐƐnjĞŝƚĞŶ • WćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ • ƌŶćŚƌƵŶŐ • <ƵŶĚĞŶĨƌĞƵŶĚůŝĐŚŬĞŝƚ ϵ͘ϯ͘WZ^KE>h^^dddhE' YƵĂůŝƚćƚŬŽŵŵƚĚƵƌĐŚŵĞŚƌƵŶĚǀŽƌĂůůĞŵďĞƐƐĞƌŐĞƐĐŚƵůƚĞƐWĞƌƐŽŶĂů͘ ƵĐŚǁĞŶŶĚŝĞDŝŶĚĞƐƚƉĞƌƐŽŶĂůĂŶĨŽƌͲ ĚĞƌƵŶŐĞŶĚƵƌĐŚĚĂƐ<ŝŝnjǀŽƌŐĞŐĞďĞŶƐŝŶĚ͕ǀĞƌƐƵĐŚĞŶǁŝƌŝŵŵĞƌĚĂƌƺďĞƌŚŝŶĂƵƐnjƵŐĞŚĞŶ͘EŝĐŚƚŶƵƌǁĞƌĚĞŶ ƵŶƐĞƌĞƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶĚƵƌĐŚWƌĂŬƚŝŬĂŶƚ/ŶŶĞŶ͕,ĂƵƐǁŝƌƚƐĐŚĂĨƚƐŬƌćĨƚĞƵŶĚƵŶĚĞƐĨƌĞŝǁŝůůŝŐĞŶĚŝĞŶƐƚůĞƌ/ŶŶĞŶĞŶƚͲ ůĂƐƚĞƚ͕ƐŽŶĚĞƌŶĞƐǁŝƌĚĂƵĐŚtĞƌƚĚĂƌĂƵĨŐĞůĞŐƚ͕ũĞĚĞƐdĞĂŵĚƵƌĐŚĚŝĞŝǀĞƌƐŝƚćƚĂƵƐǀĞƌƐĐŚŝĞĚĞŶĞŶĂŶĞƌŬĂŶŶͲ ƚĞŶďƐĐŚůƺƐƐĞŶ͕ůƚĞƌƐͲƵŶĚ>ĞďĞŶƐƐŝƚƵĂƚŝŽŶĞŶ͕'ĞƐĐŚůĞĐŚƚĞƌŶƵŶĚ<ƵůƚƵƌĞŶĞŝŶnjŝŐĂƌƚŝŐnjƵŵĂĐŚĞŶ͘ŝĞdĞĂŵƐ ŵĞƌŬĞŶƐĞŚƌƐĐŚŶĞůů͕ĚĂƐƐƐŝĞĚƵƌĐŚĚŝĞǀŝĞůĨćůƚŝŐĞŶƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶ͕ŝŶĚĞŶĞŶƐŝĐŚĚŝĞĞŝŶnjĞůŶĞŶDŝƚŐůŝĞĚĞƌĞƌŐćŶͲ njĞŶ͕ŐĞŵĞŝŶƐĂŵǀŝĞůƐƚćƌŬĞƌĂůƐĚŝĞ^ƵŵŵĞĚĞƌ/ŶĚŝǀŝĚƵĞŶƐŝŶĚ͘ ϵ͘ϰ͘,z'/EW>E ŝĞ,LJŐŝĞŶĞƐŝĐŚĞƌƵŶŐŝƐƚŝŵYƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚŚĂŶĚďƵĐŚĂƵƐĨƺŚƌůŝĐŚĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌƚ͘ŝŶĞƵƐĂŵŵĞŶĨĂƐƐƵŶŐ ĚĞƐ,LJŐŝĞŶĞƉůĂŶƐĨŝŶĚĞƚƐŝĐŚŝŶŶůĂŐĞϯ͘ ϵ͘ϱ͘Yh>/d d^DE'DEd,Eh, ůůĞƋƵĂůŝƚćƚƐƐŝĐŚĞƌŶĚĞŶsĞƌĨĂŚƌĞŶƵŶĚƵŶƐĞƌƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞƐ<ŽŶnjĞƉƚƐŝŶĚĂƵƐĨƺŚƌůŝĐŚŝŵ>ŝƚƚůĞ'ŝĂƚƐYƵĂůŝƚćƚƐͲ ŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚŚĂŶĚďƵĐŚĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌƚ͘ ϵ͘ϲ͘Yh>/d d^^/,ZhE'^Dd,KE;ϲͲ^/'DʹD/Ϳ ůůĞŝŵYƵĂůŝƚćƚƐŚĂŶĚďƵĐŚĂďŐĞďŝůĚĞƚĞŶWƌŽnjĞƐƐĞǁĞƌĚĞŶŶĂĐŚĚĞŵϲͲ^ŝŐŵĂͲ<ŽŶnjĞƉƚƺďĞƌǁĂĐŚƚ͕ƵŵƵŶƐĞƌĞŶ ŬŽŶƚŝŶƵŝĞƌůŝĐŚĞŶsĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐƉƌŽnjĞƐƐnjƵƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ;ƌŬůćƌƵŶŐƐ͘Ƶ͘Ϳ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϵ͘YƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ Ϯϰ ĞĨŝŶŝĞƌĞŶ ĞĨŝŶŝĞƌƚǁŝƌĚ͕ĨƺƌǁĞŶĚĞƌWƌŽnjĞƐƐǁŝĐŚƚŝŐŝƐƚ ƵŶĚǁĞůĐŚĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĚƵƌĐŚĚĞŶWƌŽnjĞƐƐĞƌͲ ĨƺůůƚǁĞƌĚĞŶƐŽůůĞŶ͘ĂƌĂƵĨĂƵĨďĂƵĞŶĚǁĞƌͲ ĚĞŶĚŝĞDĞƌŬŵĂůĞĚĞƐWƌŽnjĞƐƐĞƐĚĞĨŝŶŝĞƌƚ͕ĚŝĞ ŬƌŝƚŝƐĐŚĨƺƌĚŝĞƌĨƺůůƵŶŐĚĞƌ<ƵŶĚĞŶĞƌǁĂƌƚƵŶͲ ŐĞŶƐŝŶĚ͘ ĂƚĞŶĞƌŚĞďƵŶŐ ^ĂŵŵůƵŶŐǀŽŶĂƚĞŶƺďĞƌĚŝĞĚĞƌnjĞŝƚŝŐĞƵƐͲ ƉƌćŐƵŶŐĚĞƌDĞƌŬŵĂůĞĚĞƐWƌŽnjĞƐƐĞƐ͘ ŶĂůLJƐŝĞƌĞŶ hƌƐĂĐŚĞŶĨƺƌ ďǁĞŝĐŚƵŶŐǀŽŶĚĞŶĚĞĨŝŶŝĞƌƚĞŶ >ĞŝƐƚƵŶŐƐnjŝĞůĞŶŝĚĞŶƚŝĨŝnjŝĞƌĞŶ͘ sĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐƉŚĂƐĞ /ŶĚĞƌsĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐƉŚĂƐĞƐŽůůĞŶ>ƂƐƵŶŐƐͲ ŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶĨƺƌĚŝĞŝŶĚĞƌŶĂůLJƐĞͲWŚĂƐĞ ŝĚĞŶƚŝĨŝnjŝĞƌƚĞŶƵŶĚĂƵƐŐĞǁćŚůƚĞŶWƌŽďůĞŵĞ ŐĞĨƵŶĚĞŶǁĞƌĚĞŶ͘ mďĞƌǁĂĐŚĞŶ sĞƌĂŶŬĞƌƵŶŐĚĞƌŐĞĨƵŶĚĞŶĞŶsĞƌďĞƐƐĞƌƵŶͲ ŐĞŶŝŵůůƚĂŐ͘ ϵ͘ϳ͘Yh>/d d^/Z<> hŵsĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐƉŽƚĞŶnjŝĂůĞŝŵĞŝŐĞŶĞŶƌďĞŝƚƐďĞƌĞŝĐŚĂƵĨnjƵĚĞĐŬĞŶƵŶĚ>ƂƐƵŶŐĞŶnjƵĞŶƚǁŝĐŬĞůŶĂƌďĞŝƚĞŶƵŶͲ ƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞ/ŶŶĞŶƌŝŶ<ůĞŝŶŐƌƵƉƉĞŶŝŶƌĞŐĞůŵćƘŝŐĞŶďƐƚćŶĚĞŶ>ƂƐƵŶŐĞŶĂƵƐ͘ŝĞŝƌŬĞůƐĞƚnjĞŶĚŝĞŐĞĨƵŶͲ ĚĞŶ>ƂƐƵŶŐĞŶŵĞŝƐƚƐĞůďƐƚƐƚćŶĚŝŐƵŵƵŶĚŶĞŚŵĞŶĂƵĐŚĞŝŶĞƌŐĞďŶŝƐŬŽŶƚƌŽůůĞǀŽƌ͘ YƵĂůŝƚćƚƐnjŝƌŬĞůǁĞƌĚĞŶƐŽǁŽŚůŝŶĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƐŝŶƚĞƌŶĞŶdĞĂŵƐŝƚnjƵŶŐĞŶŐĞďŝůĚĞƚĂůƐĂƵĐŚĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƐƺďĞƌŐƌĞŝͲ ĨĞŶĚĂƵĨ>ĞŝƚƵŶŐƐĞďĞŶĞ͘ ƵƌDŽĚĞƌĂƚŝŽŶƵŶĚŵĞƚŚŽĚŝƐĐŚĞŶhŶƚĞƌƐƚƺƚnjƵŶŐƐƚĞŚƚĚĞƌYƵĂůŝƚćƚƐďĞĂƵĨƚƌĂŐƚĞĚĞŶYƵĂůŝƚćƚƐnjŝƌŬĞůŶũĞĚĞƌnjĞŝƚ ŵŝƚZĂƚƵŶĚdĂƚnjƵƌsĞƌĨƺŐƵŶŐ͘ ϵ͘ϴ͘/E^Kt/dZ&,ZE&,<Z&d^'s///͕ϴ ĂƐhŶƚĞƌŶĞŚŵĞŶďĞƐĐŚćĨƚŝŐƚŵĞŚƌĞƌĞŝŶƐŽǁĞŝƚĞƌĨĂŚƌĞŶĞ&ĂĐŚŬƌćĨƚĞ͕ĚŝĞǀŽŶĚĞŶ>ĞŝƚƵŶŐĞŶŝŵ&ĂůůĞĞŝŶĞƐ sĞƌĚĂĐŚƚƐĂƵĨ<ŝŶĚĞƐǁŽŚůŐĞĨćŚƌĚƵŶŐƵŵŐĞŚĞŶĚĞŝŶŐĞƐĐŚĂůƚĞƚǁĞƌĚĞŶ͘ƐĞƌĨŽůŐƚnjƵŶćĐŚƐƚĞŝŶĞƚĞůĞĨŽŶŝƐĐŚĞ ĞƌĂƚƵŶŐ͘^ŽůůƚĞĚŝĞ&ĂĐŚŬƌĂĨƚĚĞƌDĞŝŶƵŶŐƐĞŝŶ͕ĚĂƐƐĞŝŶĞ<ŝŶĚĞƐǁŽŚŐĞĨćŚƌĚƵŶŐǀŽƌůŝĞŐƚ͕ǁĞƌĚĞŶǁĞŝƚĞƌĞ ĞĨŝŶŝĞƌĞŶ ĞĨŝŶĞ ĂƚĞŶĞƌŚĞďƵŶŐ DĞĂƐƵƌĞ ŶĂůLJƐŝĞƌĞŶ ŶĂůLJnjĞ sĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐͲ ƉŚĂƐĞ /ŵƉůĞŵĞŶƚ mďĞƌǁĂĐŚĞŶ ŽŶƚƌŽů <ĂƉŝƚĞů͗ ϵ͘YƵĂůŝƚćƚƐŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ Ϯϱ ^ĐŚƌŝƚƚĞ͕njƵĚĞŶĞŶŶĞďĞŶ'ĞƐƉƌćĐŚĞŶŵŝƚƌnjŝĞŚĞƌ/ŶŶĞŶ͕ůƚĞƌŶƵŶĚ<ŝŶĚĞƌŶĂƵĐŚĚŝĞŝŶƐĐŚĂůƚƵŶŐǀŽŶĂŶĚĞƌĞŶ ĞƌĂƚƵŶŐƐƐƚĞůůĞŶŐĞŚƂƌĞŶŬƂŶŶĞŶ͘EćŚĞƌĞƐŝŶ<ĂƉŝƚĞůϭϮ͘ ϵ͘ϵ͘&,ZdhE' &ƺƌĚŝĞ&ĂĐŚďĞƌĂƚƵŶŐǁĞƌĚĞŶŝŵŐůĞŝĐŚĞŶDĂƘĞŝŶƚĞƌŶĞƵŶĚĞdžƚĞƌŶĞ^ƚĞůůĞŶŚŝŶnjƵŐĞnjŽŐĞŶ͘/ŶƵŶƐĞƌĞŵhŶƚĞƌͲ ŶĞŚŵĞŶŚĂďĞŶǁŝƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ͕ĚŝĞĚŝĞƌĨĂŚƌƵŶŐƵŶĚYƵĂůŝĨŝŬĂƚŝŽŶŚĂďĞŶĞŝŶĞ&ĂĐŚďĞƌĂƚƵŶŐĚƵƌĐŚnjƵĨƺŚͲ ƌĞŶ͘KĨƚŵĂůƐƺďĞƌŶŝŵŵƚĚŝĞƌĞŐŝŽŶĂůĞ>ĞŝƚƵŶŐĂƵĐŚĚŝĞ&ĂĐŚďĞƌĂƚƵŶŐĚĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶ͕ĨƺƌĚŝĞƐŝĞnjƵƐƚćŶĚŝŐ ŝƐƚ͘^ŽůůƚĞĚŝĞƐĞŝŶŵĂůŶŝĐŚƚĂƵƐƌĞŝĐŚĞŶŽĚĞƌŵĂŶŝŶďĞƐŽŶĚĞƌƐƐĐŚǁŝĞƌŝŐĞŶ&ćůůĞŶĞŝŶĞǀŽůůŬŽŵŵĞŶŶĞƵƚƌĂůĞ DĞŝŶƵŶŐ͕ĚŝĞĂƵƐĚĞƌŝƐƚĂŶnjĚĂƐWƌŽďůĞŵĂŶĂůLJƐŝĞƌƚ͕ďĞŶƂƚŝŐĞŶ͕ƐŽǁŝƌĚĞŝŶĞĞdžƚĞƌŶĞ&ĂĐŚďĞƌĂƚƵŶŐ͕njƵŵĞŝͲ ƐƉŝĞůǀŽŵWĂƌŝƚćƚŝƐĐŚĞŶŽĚĞƌĚĞƌĂƌŝƚĂƐ͕ĞŝŶŐĞƐĐŚĂůƚĞƚ͘ ϵ͘ϭϬ͘W 'K'/^,d' ůůĞƵŶƐĞƌĞ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶŚĂůƚĞŶϱƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞdĂŐĞŝŵ:ĂŚƌĂď͘ŝĞƐĞǁĞƌĚĞŶŐĞŶƵƚnjƚĨƺƌ Ͳ &ŽƌƚƐĐŚƌĞŝďƵŶŐĚĞƌ<ŽŶnjĞƉƚŝŽŶ͖ Ͳ :ĂŚƌĞƐƉůĂŶƵŶŐ͖ Ͳ WƌćƐĞŶƚĂƚŝŽŶƵŶĚŝƐŬƵƐƐŝŽŶĚĞƌƌďĞŝƚĚĞƌYͲŝƌŬĞů͖ Ͳ dĞĂŵďƵŝůĚŝŶŐŵĂƘŶĂŚŵĞŶ Ͳ 'ƌƵƉƉĞŶƐĐŚƵůƵŶŐĞŶ Ͳ hŵƐƚƌƵŬƚƵƌŝĞƌƵŶŐĚĞƌƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞŶZćƵŵĞ ϵ͘ϭϭ͘<EEE>ZEEsKEEZE/EZ/,dhE'E hŵĚĂƐŽƌŐĂŶŝƐĂƚŝŽŶƐŝŶƚĞƌŶĞ>ĞƌŶĞŶnjƵƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶďĞƐƵĐŚƚũĞĚĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌŝŵŵĞƌǁŝĞĚĞƌĞŝŶĞĂŶĚĞƌĞ<ŝŶͲ ĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞĚĞƐĞŝŐĞŶĞŶŽĚĞƌĂƵĐŚĞŝŶĞƐ<ŽŽƉĞƌĂƚŝŽŶƐͲdƌćŐĞƌƐ͘ ϵ͘ϭϮ͘>/dhE'^<KE&ZEE sŝĞƌDĂůŝŵ:ĂŚƌƚƌĞĨĨĞŶƐŝĐŚĂůůĞ>ŝƚƚůĞͲ'ŝĂŶƚƐͲ>ĞŝƚƵŶŐĞŶĞŝŶĞƌZĞŐŝŽŶnjƵĞŝŶĞƌ>ĞŝƚƵŶŐƐŬŽŶĨĞƌĞŶnj͕ƵŵĞŝŶƌŝĐŚͲ ƚƵŶŐƐƺďĞƌŐƌĞŝŐĞŶĚYƵĂůŝƚćƚƐǀĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐƐŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶĂƵƐnjƵĂƌďĞŝƚĞŶƵŶĚƌĨĂŚƌƵŶŐĞŶĂƵƐnjƵƚĂƵƐĐŚĞŶ͘ ϵ͘ϭϯ͘^,tZDE'DEd/͘^͘͘Αϰϱ^͘ϮEZ͘ ϯ^'s/// Ƶƌ^ŝĐŚĞƌƵŶŐĚĞƌZĞĐŚƚĞĚĞƌ<ŝŶĚĞƌŝŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞ͕ǁĞƌĚĞŶϲͲŵĂůŝŵ:ĂŚƌ<ŝŶĚĞƌŬŽŶĨĞƌĞŶnjĞŶĂďŐĞͲ ŚĂůƚĞŶ͘hŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐŝŶĚĂŶŐĞŚĂůƚĞŶ^ŽƌŐĞŶ͕ŶůŝĞŐĞŶƵŶĚĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĨĞƐƚͲ njƵŚĂůƚĞŶ͕ƐŽĚĂƐƐĚŝĞƐĞŝŶĚĞŵƵƐĂŵŵĞŶŚĂŶŐǀŽŶƵŶĚŵŝƚĚĞŶ<ŝŶĚĞƌŶĂƵƐĚŝƐŬƵƚŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ <ůĞŝŶĞƌĞŶůŝĞŐĞŶďĞƐƉƌĞĐŚĞŶĚŝĞ<ŝŶĚĞƌŝŵƚćŐůŝĐŚĞŶDŽƌŐĞŶŬƌĞŝƐ͘ ^ŽůůƚĞŶ<ŝŶĚĞƌĞŝŶWƌŽďůĞŵŚĂďĞŶ͕ĚĂƐƐƐŝĞŶŝĐŚƚŵŝƚĚĞŵWĞƌƐŽŶĂůŝŵ'ƌƵƉƉĞŶĚŝĞŶƐƚďĞƐƉƌĞĐŚĞŶǁŽůůĞŶ͕ŬƂŶͲ ŶĞŶƐŝĞƐŝĐŚĂŶĚŝĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƐůĞŝƚƵŶŐǁĞŶĚĞŶ͘ĞŶ<ŝŶĚĞƌŶǁŝƌĚŝĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƐůĞŝƚƵŶŐĂůƐsĞƌƚƌĂƵĞŶƐƉĞƌƐŽŶ ƌĞŐĞůŵćƘŝŐĂŶƐ,ĞƌnjŐĞůĞŐƚ͘ Ğŝ<ůĞŝŶŬŝŶĚĞƌŶ͕ĚŝĞŶŽĐŚŶŝĐŚƚƐƉƌĞĐŚĞŶŬƂŶŶĞŶ͕ĂĐŚƚĞƚƵŶƐĞƌWĞƌƐŽŶĂůĂƵĨ&ĞŝŶnjĞŝĐŚĞŶŝŶ&ŽƌŵǀŽŶ'ĞƐƚĞŶ͕ DŝŵŝŬƵŶĚ>ĂƵƚĞŶ͕ƵŵĂƵĨĞŝŶĞǀĞŶƚƵĞůůĞƐhŶǁŽŚůƐĞŝŶĚĞƌ<ŝŶĚĞƌĞŝŶnjƵŐĞŚĞŶ͘ ϵ͘ϭϰ͘^,tZDE'DEd <ĂƉŝƚĞů͗ ϭϬ͘ƌŶćŚƌƵŶŐ Ϯϲ tŝƌďĞƚƌĂĐŚƚĞŶĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶǀŽŶůƚĞƌŶĂůƐĞŝŶĞŶŶƐƉŽƌŶ͕ƵŶƐĞƌĞ<ŽŶnjĞƉƚŝŽŶŬŽŶƚŝŶƵŝĞƌůŝĐŚnjƵǀĞƌďĞƐƐĞƌŶ͘ ĞƌWƌŽnjĞƐƐnjƵŵhŵŐĂŶŐŵŝƚĞŝŶŐĞŚĞŶĚĞŶĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶƵŶƚĞƌůŝĞŐƚĨŽůŐĞŶĚĞŶWƌŝŶnjŝƉŝĞŶ͗ ŝŶŐĂŶŐĚĞƌĞƐĐŚǁĞƌĚĞ ĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶŬƂŶŶĞŶƐŽǁŽŚůƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĂůƐĂƵĐŚ ŵƺŶĚůŝĐŚĞŝŶŐĞŚĞŶ͘ŵƉĨćŶŐĞƌĚĞƌĞƐĐŚǁĞƌĚĞ ŬƂŶŶĞŶƉćĚĂŐŽŐŝƐĐŚĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶĂƵĨ'ƌƵƉͲ ƉĞŶͲďnjǁ͘>ĞŝƚƵŶŐƐĞďĞŶĞŽĚĞƌĚĞƌdƌćŐĞƌƐĞŝŶ͘ ĞĞƐŬĂůĂƚŝŽŶǀŽŶ<ŽŶĨůŝŬƚĞŶ tŝƌƐŝŶĚƵŶƐďĞǁƵƐƐƚ͕ĚĂƐƐĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶďĞnjƺŐůŝĐŚ ĚĞƌĞƚƌĞƵƵŶŐĚĞƌĞŝŐĞŶĞŶ<ŝŶĚĞƌƚĞŝůǁĞŝƐĞĂƵĨĞŝͲ ŶĞƌƐĞŚƌĞŵŽƚŝŽŶĂůĞŶďĞŶĞĞŝŶŐĞƌĞŝĐŚƚǁĞƌĚĞŶ͘ ĂŚĞƌŚĂƚĚŝĞZĞĂŬƚŝŽŶĚĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐƚĞƚƐ ƐĂĐŚůŝĐŚ͕ĞŵŽƚŝŽŶĂůnjƵƌƺĐŬŚĂůƚĞŶĚƵŶĚůƂƐƵŶŐƐŽƌŝͲ ĞŶƚŝĞƌƚnjƵƐĞŝŶ͘ ŽŬƵŵĞŶƚĂƚŝŽŶͬŶĂůLJƐĞ :ĞĚĞĞƐĐŚǁĞƌĚĞǁŝƌĚŝŶ ĞŝŶĞƌŬƚĞŶŶŽƚŝnjĨĞƐƚŐĞͲ ŚĂůƚĞŶ͘^ŽůůƚĞĞŝŶĞ>ƂƐƵŶŐĂĚŚŽĐŶŝĐŚƚŵƂŐůŝĐŚ ƐĞŝŶ͕ƐŽǁŝƌĚŝŵdĞĂŵĚĂƐWƌŽďůĞŵĂŶĂůLJƐŝĞƌƚƵŶĚ ŶĂĐŚ>ƂƐƵŶŐƐŵƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶŐĞƐƵĐŚƚ͘ŝĞ>ƂƐƵŶŐŝƐƚ njƵĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌĞŶ͘ ŶƚǁŽƌƚnjĞŝƚ ůůĞĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶƐŝŶĚǀŽŶĞƐĐŚǁĞƌĚĞĞŝŶŐĂŶŐďŝƐ njƵƌZƺĐŬŵĞůĚƵŶŐĂŶĚŝĞůƚĞƌŶŝŶŶĞƌŚĂůďĞŝŶĞƌĞŝƚ ǀŽŶnjǁĞŝtŽĐŚĞŶĂďnjƵĂƌďĞŝƚĞŶ͘ŝĞZƺĐŬŵĞůĚƵŶŐ ĂŶĚŝĞůƚĞƌŶŬĂŶŶƐŽǁŽŚůƐĐŚƌŝĨƚůŝĐŚĂůƐĂƵĐŚ ŵƺŶĚůŝĐŚĞƌĨŽůŐĞŶ͘ ŝŶďŝŶĚƵŶŐĚĞƐdƌćŐĞƌƐͬǀŽŶĞdžƚĞƌŶĞŶĞƌĂͲ ƚƵŶŐƐƐƚĞůůĞŶ ^ŽůůƚĞĚĂƐĚĞƌĞƐĐŚǁĞƌĚĞnjƵŐƌƵŶĚĞůŝĞŐĞŶĚĞWƌŽďͲ ůĞŵŶŝĐŚƚŬŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶŝŶƚĞƌŶŐĞůƂƐƚǁĞƌĚĞŶ ŬƂŶŶĞŶ͕ƐŽŚĂƚĚŝĞ>ĞŝƚƵŶŐĚĞŶdƌćŐĞƌĞŝŶnjƵƐĐŚĂůͲ ƚĞŶ͘/ŵŝĂůŽŐĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶ>ĞŝƚƵŶŐƵŶĚdƌćŐĞƌĞŝŶĞ ĂĚćƋƵĂƚĞWƌŽďůĞŵůƂƐƵŶŐ͘^ŽůůƚĞŝŶďŝŶĚƵŶŐĞŝŶĞƌ ĞdžƚĞƌŶĞŶĞƌĂƚƵŶŐƐƐƚĞůůĞŶŽƚǁĞŶĚŝŐƐĞŝŶ͕ƐŽǁŝƌĚ ĚŝĞƐĞDĂƘŶĂŚŵĞĞďĞŶĨĂůůƐǀŽŶdƌćŐĞƌƵŶĚ>ĞŝƚƵŶŐ ŐĞŵĞŝŶƐĂŵďĞƐĐŚůŽƐƐĞŶƵŶĚĞŝŶŐĞůĞŝƚĞƚ͘ ϭϬ͘ZE ,ZhE' >ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐůĞŐƚŐƌŽƘĞŶtĞƌƚĂƵĨĂƵƐŐĞǁŽŐĞŶĞƵŶĚŐĞƐƵŶĚĞƌŶćŚƌƵŶŐ͘tŝƌƐŝŶĚĚĞƌmďĞƌnjĞƵŐƵŶŐ͕ĚĂƐƐĚŝĞ tĞŝĐŚĞŶƐƚĞůůƵŶŐĨƺƌƌŝĐŚƚŝŐĞƐƌŶćŚƌƵŶŐƐǀĞƌŚĂůƚĞŶďĞƌĞŝƚƐŝŵ<ŝŶĚĞƐĂůƚĞƌĞƌĨŽůŐƚ͘ hŶƐĞƌƌŶćŚƌƵŶŐƐŬŽŶnjĞƉƚďĂƐŝĞƌƚĂƵĨĚĞŶŶĂĐŚƐƚĞŚĞŶĚĞŶ'ƌƵŶĚƐćƚnjĞŶ͗ • tŝƌǀĞƌǁĞŶĚĞŶďĞǀŽƌnjƵŐƚƂŬŽůŽŐŝƐĐŚĞ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞů͕ǁĞŶŶŐĞǁƺŶƐĐŚƚŝŶŝŽͲYƵĂůŝƚćƚ͕ƐŽĨĞƌŶŵƂŐůŝĐŚ ĂƵƐĚĞƌZĞŐŝŽŶ͘ • ŝĞƵƐĂŵŵĞŶƐĞƚnjƵŶŐĚĞƌ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞůŽƌŝĞŶƚŝĞƌƚƐŝĐŚĂŵƌŶćŚƌƵŶŐƐŬƌĞŝƐĚĞƌ';ƐŝĞŚĞŶůĂŐĞϮͿ͘ • ŝĞDŝƚƚĂŐƐŵĂůnjĞŝƚǁŝƌĚǀŽŶĞŝŶĞŵĂƚĞƌĞƌ;ĐŽŽŬĂŶĚĐŚŝůů͕ǁĂƌŵŽĚĞƌĐŽŽŬĂŶĚĨƌĞĞnjĞͿŐĞůŝĞĨĞƌƚ͘ • ůůĞDĂŚůnjĞŝƚĞŶǁĞƌĚĞŶŐĞŵĞŝŶƐĂŵĂŵdŝƐĐŚĞŝŶŐĞŶŽŵŵĞŶ͘ ϭϭ͘WZ^KE>DE'DEd <ŝŶĚĞƌďĞƚƌĞƵƵŶŐůĞďƚǀŽŶĚĞƌYƵĂůŝƚćƚƵŶĚǀŽŵŶŐĂŐĞŵĞŶƚĚĞƐWĞƌƐŽŶĂůƐ͘tŝƌƐĞŚĞŶĚĂŚĞƌƵŶƐĞƌĞDŝƚĂƌďĞŝͲ ƚĞƌ/ŶŶĞŶĂůƐƵŶƐĞƌĞǁŝĐŚƚŝŐƐƚĞZĞƐƐŽƵƌĐĞĂŶ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϭϮ͘&ŝŶĂŶnjŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ Ϯϳ ϭϭ͘ϭ͘WZ^KE>'t/EEhE' ĞŝEĞƵďĞƐĞƚnjƵŶŐĞŝŶĞƌ^ƚĞůůĞǁŝƌĚĚŝĞƐĞǀŽŵdƌćŐĞƌĂƵƐŐĞƐĐŚƌŝĞďĞŶ͘ŝĞĞŝŶŐĞŚĞŶĚĞŶĞǁĞƌďƵŶŐĞŶǁĞƌĚĞŶ ĂŶĚŝĞũĞǁĞŝůŝŐĞ<ŝƚĂǁĞŝƚĞƌŐĞůĞŝƚĞƚ͘ /ŶĞŝŶĞƌnjǁĞŝƚĞŶZƵŶĚĞ͕ŽĨƚŵĂůƐŝŵ:ŽƵƌĨŝdžĞ͕ǁŝƌĚŝŶƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚŵŝƚĚĞƌũĞǁĞŝůŝŐĞŶ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶůĞŝͲ ƚƵŶŐĞŶƚƐĐŚŝĞĚĞŶ͕ǁĞůĐŚĞĞǁĞƌďĞƌ/ŶŶĞŶnjƵsŽƌƐƚĞůůƵŶŐƐŐĞƐƉƌćĐŚĞŶĞŝŶŐĞůĂĚĞŶǁĞƌĚĞŶ͘ ŝĞŶƚƐĐŚĞŝĚƵŶŐƺďĞƌĚŝĞŝŶƐƚĞůůƵŶŐǁŝƌĚǀŽŵdƌćŐĞƌƵŶĚĚĞƌ<ŝŶĚĞƌƚĂŐĞƐƐƚćƚƚĞŶůĞŝƚƵŶŐŐĞŵĞŝŶƐĂŵŐĞƚƌŽĨͲ ĨĞŶ͘ ϭϭ͘Ϯ͘D/dZ/dZEdt/<>hE' /ŶĚĞƌŚĞƵƚŝŐĞŶĞŝƚŝƐƚĞƐĞŝŶĨĂĐŚĞƌWĞƌƐŽŶĂůnjƵŐĞǁŝŶŶĞŶĂůƐnjƵŚĂůƚĞŶ͘ƵƐĚŝĞƐĞŵ'ƌƵŶĚůĞŐĞŶǁŝƌŐƌŽƘĞŶ tĞƌƚĂƵĨĞŝŶĞŐƵƚĞWĞƌƐŽŶĂůĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƵŶĚͲďŝŶĚƵŶŐ͘ t/dZ/>hE' tŝƌƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶĚŝĞtĞŝƚĞƌďŝůĚƵŶŐƵŶƐĞƌĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ͘tĞŝƚĞƌďŝůĚƵŶŐƐŵĂƘŶĂŚŵĞŶŵƺƐƐĞŶũĞǁĞŝůƐĂŶ ĚŝĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĚĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƵŶĚĚĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĂŶŐĞƉĂƐƐƚƐĞŝŶ͘'ĞŵĞŝŶƐĂŵŵŝƚĚĞƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ ďĞƐƉƌŝĐŚƚĚŝĞ>ĞŝƚƵŶŐǁĞůĐŚĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐǁƺŶƐĐŚĞĚŝĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŚĂƚƵŶĚǁĞůĐŚĞEŽƚǁĞŶĚŝŐŬĞŝƚĚĂƐhŶƚĞƌͲ ŶĞŚŵĞŶƐŝĞŚƚ͘ĂŶĂĐŚůĞŐĞŶƐŝĞŐĞŵĞŝŶƐĂŵĨĞƐƚ͕ǁĞůĐŚĞ^ĐŚƵůƵŶŐͬͲĞŶĨƺƌƐ&ŽůŐĞũĂŚƌďĞůĞŐƚǁĞƌĚĞŶ͘ Z&>y/KE^'^WZ , ZĞŐĞůŵćƘŝŐĞZĞĨůĞdžŝŽŶƐŐĞƐƉƌćĐŚĞƐŝŶĚĞŝŶǁŝĐŚƚŝŐĞƌĞƐƚĂŶĚƚĞŝůƵŶƐĞƌĞƌWĞƌƐŽŶĂůƐƚƌĂƚĞŐŝĞ͘tŝƌǀĞƌƐƚĞŚĞŶZĞͲ ĨůĞdžŝŽŶƐŐĞƐƉƌćĐŚĞƐƚĞƚƐŶƵƌĂůƐŬŽŶƐƚƌƵŬƚŝǀĞ<ƌŝƚŝŬ͕ĚŝĞĂůƐ/ŵƉƵůƐnjƵƌŬŽŶƚŝŶƵŝĞƌůŝĐŚĞŶsĞƌďĞƐƐĞƌƵŶŐĚŝĞŶĞŶƐŽůů͘ /sZ^/d d >ŝƚƚůĞ'ŝĂŶƚƐĨƂƌĚĞƌƚŝǀĞƌƐŝƚćƚƵŶƚĞƌĚĞƌĞůĞŐƐĐŚĂĨƚ͘tŝƌƐŝŶĚĚĞƌĨĞƐƚĞŶmďĞƌnjĞƵŐƵŶŐ͕ĚĂƐƐĚŝĞƐƐŽǁŽŚůĚŝĞ dĞĂŵĂƌďĞŝƚ͕ĚĂƐŐĞŐĞŶƐĞŝƚŝŐĞ>ĞƌŶĞŶĂůƐĂƵĐŚĚŝĞĞƚƌĞƵƵŶŐƐƋƵĂůŝƚćƚƐĞůďƐƚǀĞƌďĞƐƐĞƌƚ͘ hEdZ^dmdhE'ZD/dZ/dZ/E>>E>E^>'E ƵĐŚƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjƚĚŝĞ<ůĞŝŶĞZŝĞƐĞŶEŽƌĚƐĞŝŶĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶŝŶŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĞŶ>ĞďĞŶƐůĂŐĞŶ͘^ŽƌĞĂŐŝĞƌĞŶǁŝƌ ĨůĞdžŝďĞůĂƵĨWĨůĞŐĞĂŶĨƌĂŐĞŶ͕ůƚĞƌŶnjĞŝƚŵŽĚĞůůĞŽĚĞƌŶĞŚŵĞŶĂƵĐŚŐĞƌŶĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶŬŝŶĚĞƌŝŶƵŶƐĞƌĞŶ <ŝƚĂƐĂƵĨ͘ sZt>dhE'^d d/'</dE ůůĞsĞƌǁĂůƚƵŶŐƐƚćƚŝŐŬĞŝƚĞŶ͕ĚŝĞŝŵƵƐĂŵŵĞŶŚĂŶŐŵŝƚDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶƐƚĞŚĞŶ;>ŽŚŶďƵĐŚŚĂůƚƵŶŐ͕ĞƚĐ͘Ϳ͕ǁĞƌͲ ĚĞŶĨƺƌĂůůĞ^ƚĂŶĚŽƌƚĞnjĞŶƚƌĂůŝƐŝĞƌƚĂƵƐŐĞƺďƚ͘ ϭϮ͘&/EEDE'DEd ĂƐ&ŝŶĂŶnjŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚĞƌĨŽůŐƚŶĂĐŚŬĂƵĨŵćŶŶŝƐĐŚĞŶ'ƌƵŶĚƐćƚnjĞŶ͘ ŝĞ&ŝŶĂŶnjƉůĂŶƵŶŐƵŵĨĂƐƐƚĨŽůŐĞŶĚĞůĞŵĞŶƚĞ͗ <ĂƉŝƚĞů͗ ϭϮ͘&ŝŶĂŶnjŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ Ϯϴ • ZŽůůŝĞƌĞŶĚĞhŵƐĂƚnjƉůĂŶƵŶŐƵŶĚ>ŝƋƵŝĚŝƚćƚƐƉůĂŶƵŶŐ • <ŽƐƚĞŶƐƚĞůůĞŶͬ<ŽƐƚĞŶƚƌćŐĞƌͲZĞĐŚŶƵŶŐŵŝƚƵĚŐĞƚŝĞƌƵŶŐ • ŽŶƚƌŽůůŝŶŐͲ^LJƐƚĞŵ ^ĐŚŽŶĂůůĞŝŶĂƵƐĚĞƌ'ĞƐĞůůƐĐŚĂĨƚƐĨŽƌŵĞƌŐŝďƚƐŝĐŚĚŝĞsĞƌƉĨůŝĐŚƚƵŶŐnjƵƌĚŽƉƉĞůƚĞŶƵĐŚĨƺŚƌƵŶŐƵŶĚĚĞƌsĞƌƂĨͲ ĨĞŶƚůŝĐŚƵŶŐĚĞƐ:ĂŚƌĞƐĂďƐĐŚůƵƐƐĞƐŝŵĞůĞŬƚƌŽŶŝƐĐŚĞŶhŶƚĞƌŶĞŚŵĞŶƐƌĞŐŝƐƚĞƌ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ϭϯ͘^ĐŚƵƚnjĂƵĨƚƌĂŐďĞŝ<ŝŶĚĞƐǁŽŚůŐĞĨćŚƌĚƵŶŐŝ͘^͘Ě͘ΑϴĂ^'s/// Ϯϵ ϭϯ͘^,hdh&dZ'/</E^tK,>'& ,ZhE'/͘^͘͘ Αϴ^'s/// ^,h>hE' • ŝĞ>ĞŝƚƵŶŐĚĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐŝƐƚ ďĞnjƺŐůŝĐŚĚĞƌdŚĞŵĂƚŝŬnjƵƐĐŚƵůĞŶ͘ • ĂƐtŝƐƐĞŶŝƐƚĚƵƌĐŚũćŚƌůŝĐŚĞ ^ĐŚƵůƵŶŐĞŶĂŶĚŝĞĂŶĚĞƌĞŶ DŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶǁĞŝƚĞƌnjƵŐĞďĞŶ͘ E/,E&mZ'& ,ZhE'^ </E^tK,>^;'& ,ZhE'^Z/^/<EͿ • <ƂƌƉĞƌůŝĐŚĞƵŶĚƐĞĞůŝƐĐŚĞ'ĞǁĂůƚ • ŵŽƚŝŽŶĂůĞƵŶĚŬƂƌƉĞƌůŝĐŚͲ ŐĞƐƵŶĚŚĞŝƚůŝĐŚĞsĞƌŶĂĐŚůćƐƐŝŐƵŶŐ • ^ĞdžƵĞůůĞƌDŝƐƐďƌĂƵĐŚ • sĞƌƐĂŐƵŶŐĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶĚĞƌĞdžŝƐƚĞŶnjŝͲ ĞůůĞƌŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐĐŚĂŶĐĞŶ /E^Kt/dZ&,ZE&,<Z&d ĞƌdƌćŐĞƌďĞƐĐŚćĨƚŝŐƚŵĞŚƌĞƌĞŝŶƐŽǁĞŝƚĞƌĨĂŚƌĞŶĞ &ĂĐŚŬƌćĨƚĞ͕ĚŝĞĚĞŶŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶďĞŝĚĞƌƌŬĞŶŶƵŶŐ ƵŶĚŝŶƐĐŚćƚnjƵŶŐĞŝŶĞƌ<ŝŶĚĞƐǁŽŚůŐĞĨćŚƌͲ ĚƵŶŐŚĞůĨĞŶ͘ƐĨŝŶĚĞƚďŝƐnjƵŵďƐĐŚůƵƐƐĚĞƐ &ĂůůĞƐĞŝŶĞWƌŽnjĞƐƐďĞŐůĞŝƚƵŶŐƐƚĂƚƚ͕ĨĂůůƐŶŽƚͲ ǁĞŶĚŝŐĂƵĐŚŝŵ'ĞƐƉƌćĐŚŵŝƚĚĞŶůƚĞƌŶ͘ (QGH (UNHQQHQ *HIlKUGXQJVULVLNR ,QIRUPDWLRQ HUIDKUHQH )DFKNUDIW /HLWXQJ 'RNXPHQWDWLRQ *HIlKUGXQJVULVLNR *HVSUlFKPLW (U]LHKXQJV EHUHFKWLJWHQ 5LVLNR DXVJUlXPW +LQZLUNHQDXI ,QDQVSUXFKQDKPH YRQ+LOIHQ +LOIHXQG %HUDWXQJVSODQ 'RNXPHQWDWLRQ *HVSUlFK %HUDWXQJVSODQ HLQJHKDOWHQ" %HUDWXQJVSODQ HUIROJUHLFK 'RNXPHQWDWLRQ GHU6FKULWWH -XJHQGDPW LQIRUPLHUHQ 'RNXPHQWDWLRQ 1HLQ -D 1HLQ 1HLQ -D 'RNXPHQWDWLRQ -D 5LVLNR DXVJUlXPW -D 1HLQ <ĂƉŝƚĞů͗ ŶůĂŐĞϭ͗ƌŶćŚƌƵŶŐƐŬƌĞŝƐ ϯϬ E>'ϭ͗ZE ,ZhE'^<Z/^ tćŚƌĞŶĚĚŝĞsĞƌƐŽƌŐƵŶŐŵŝƚƌĞŐŝŽŶĂůĞŶWƌŽĚƵŬƚĞŶďĞŝƵŶƐĞŝŶĞ^ĞůďƐƚǀĞƌƐƚćŶĚůŝĐŚŬĞŝƚŝƐƚ͕ďŝĞƚĞŶǁŝƌĂƵĨ tƵŶƐĐŚĚĞƌůƚĞƌŶ͕ĂƵĐŚŝŽ<ŽƐƚĂŶ͘hŶƐĞƌĞ<ŽŶnjĞƉƚĞƐŝŶĚĚĞƌƐƐĞŶƐǀĞƌƐŽƌŐƵŶŐƐŝŶĚǁĞŝƚƌĞŝĐŚĞŶĚƵŶĚƉĂƐƐĞŶ ƐŝĐŚĂŶĚŝĞĞĚƺƌĨŶŝƐƐĞĚĞƌ&ĂŵŝůŝĞŶĂŶ͕ůĞĚŝŐůŝĐŚĞŝŶĞƐŚĂďĞŶƐŝĞĂůůĞŐĞŵĞŝŶƐĂŵʹƐŝĞƐŝŶĚŐĞƐƵŶĚ͘ E>'Ϯ͗,z'/EW>E ,z'/E/D^E/d ZZ/, ^E/d Zh^^dddhE' ŝĞ^ĂŶŝƚćƌďĞƌĞŝĐŚĞƐŝŶĚŵŝƚŝŶŵĂůŚĂŶĚƚƺĐŚĞƌŶƵŶĚ^ƉĞŶĚĞƌǀŽƌƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶĨƺƌ&ůƺƐƐŝŐƐĞŝĨĞĂƵƐŐĞƐƚĂƚƚĞƚ͘ŝĞ ^ĂŶŝƚćƌďĞƌĞŝĐŚĞĨƺƌDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌƐŝŶĚnjƵƐćƚnjůŝĐŚŵŝƚ^ƉĞŶĚĞƌǀŽƌƌŝĐŚƚƵŶŐĞŶĨƺƌĂůŬŽŚŽůŝƐĐŚĞ,ĂŶĚĚĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶƐůƂͲ ƐƵŶŐnjƵǀĞƌƐĞŚĞŶ͘ tZdhE'hEW&>' ŝĞdŽŝůĞƚƚĞŶĂŶůĂŐĞŶƵŶĚĚŝĞƵƐƐƚĂƚƚƵŶŐǁĞƌĚĞŶƌĞŐĞůŵćƘŝŐŬŽŶƚƌŽůůŝĞƌƚ͕ŐĞƉĨůĞŐƚƵŶĚŐĞǁĂƌƚĞƚ͘ŝĞ<ŽŶƚƌŽůůĞ ƵŶĚWĨůĞŐĞǁŝƌĚĚŽŬƵŵĞŶƚŝĞƌƚ͘ t/<>Z/, ŝĞtŝĐŬĞůďĞƌĞŝĐŚĞǁĞƌĚĞŶŶĂĐŚũĞĚĞƌsĞƌǁĞŶĚƵŶŐĚĞƐŝŶĨŝnjŝĞƌƚ͘sĞƌƵŶƌĞŝŶŝŐƵŶŐĞŶŵŝƚ&ćŬĂůŝĞŶǁĞƌĚĞŶŵŝƚ ĞŝŶĞŵŵŝƚĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶƐŵŝƚƚĞůŐĞƚƌćŶŬƚĞŶdƵĐŚŐĞƌĞŝŶŝŐƚƵŶĚĚĂŶĂĐŚŶŽĐŚŵĂůƐĚĞƐŝŶĨŝnjŝĞƌƚ͘DŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ ŚĂďĞŶŶĂĐŚĚĞŵtŝĐŬĞůŶĚŝĞ,ćŶĚĞnjƵǁĂƐĐŚĞŶƵŶĚnjƵĚĞƐŝŶĨŝnjŝĞƌĞŶ͘/ŵtŝĐŬĞůďĞƌĞŝĐŚŚćŶŐƚŐƵƚƐŝĐŚƚďĂƌĞŝŶĞ sĞƌĨĂŚƌĞŶƐĂŶǁĞŝƐƵŶŐnjƵƌtŝĐŬĞůŚLJŐŝĞŶĞĂƵƐ͘ >ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞů͕ĚŝĞ ǀŝĞů^ƚćƌŬĞ ĞŶƚŚĂůƚĞŶ͕ǁŝĞ 'ĞƚƌĞŝĚĞƉƌŽĚƵŬƚĞ ƵŶĚ<ĂƌƚŽĨĨĞůŶ 'ĞŵƺƐĞƵŶĚ ,ƺůƐĞŶĨƌƺĐŚƚĞ KďƐƚ 'ĞƚƌćŶŬĞ;tĂƐƐĞƌͿ DŝůĐŚƵŶĚ DŝůĐŚƉƌŽĚƵŬƚĞ &ůĞŝƐĐŚ͕tƵƌƐƚƵŶĚ &ŝƐĐŚ ^ƚƌĞŝĐŚͲ ƵŶĚ <ŽĐŚĨĞƚƚĞ <ĂƉŝƚĞů͗ ŶůĂŐĞϮ͗,LJŐŝĞŶĞWůĂŶ ϯϭ ͲhEEd>m&dE ŝĞŶƚůƺĨƚƵŶŐƐĂŶůĂŐĞŶĚĞƌ^ĂŶŝƚćƌĂŶůĂŐĞŶǁĞƌĚĞŶƌĞŐĞůŵćƘŝŐǀŽŶĞŝŶĞƌ&ĂĐŚĨŝƌŵĂŐĞǁĂƌƚĞƚ͘ĞĨĞŬƚĞǁĞƌĚĞŶ ĞŝƚŶĂŚŝŶ^ƚĂŶĚŐĞƐĞƚnjƚ͘ dZ/E<t^^Z,z'/E >'/KE>>EWZKW,z>y ĞŝƵƐĐŚĞŶ͕ĚŝĞŶŝĐŚƚƚćŐůŝĐŚŐĞŶƵƚnjƚǁĞƌĚĞŶ͕ŵƵƐƐĚĂƐtĂƐƐĞƌ͕ƐŽĨĞƌŶĞƐĂƵƐ'ƌŽƘĂŶůĂŐĞŶďĞnjŽŐĞŶǁŝƌĚ͕ďĞŝ ,ƂĐŚƐƚƚĞŵƉĞƌĂƚƵƌŵĞŚƌĞƌĞDŝŶƵƚĞŶĂďůĂƵĨĞŶ͘^ƉƌŝƚnjĞŶƵŶĚĞƌƐƚćƵďĞŶĚĞƐtĂƐƐĞƌƐƐŝŶĚĚĂďĞŝnjƵǀĞƌŵĞŝĚĞŶ͘ <ĂůŬĂďůĂŐĞƌƵŶŐĞŶǁĞƌĚĞŶƌĞŐĞůŵćƘŝŐĞŶƚĨĞƌŶƚ͘ WZ sEd/KEsKE^d'Ed/KE^WZK>DE ŵtŽĐŚĞŶĂŶĨĂŶŐƵŶĚŶĂĐŚůćŶŐĞƌĞƌ^ĐŚůŝĞƘƵŶŐĚĞƌ<ƌŝƉƉĞǁŝƌĚĚĂƐtĂƐƐĞƌĂƵƐ>ĞŝƚƵŶŐĞŶ͕ĂƵƐĚĞŶĞŶdƌŝŶŬͲ ǁĂƐƐĞƌĞŶƚŶŽŵŵĞŶǁŝƌĚ͕ĨƺŶĨDŝŶƵƚĞŶĂďůĂƵĨĞŶŐĞůĂƐƐĞŶ͘:ĞĚĞƌtĂƐƐĞƌĂƵƐůĂƐƐŵƵƐƐŵŝŶĚĞƐƚĞŶƐũĞĚĞŶĚƌŝƚƚĞŶ dĂŐďĞŶƵƚnjƚŽĚĞƌĂůƚĞƌŶĂƚŝǀŐĞƐƉƺůƚǁĞƌĚĞŶ͘ WZ sEd/KEsKE^d'Ed/KE^WZK>DE tĂƐƐĞƌƵŶƚĞƌƐƵĐŚƵŶŐĞŶĂƵĨĐŚĞŵŝƐĐŚĞƵŶĚŵŝŬƌŽďŝůŽŐŝƐĐŚĞZĞŝŶŚĞŝƚǁĞƌĚĞŶŐĞŵćƘdƌŝŶŬǁĂƐƐĞƌǀĞƌŽĚŶƵŐŶ ũćŚƌůŝĐŚĚƵƌĐŚŐĞĨƺŚƌƚ͘ Z^d,/>& Z^dͲ,/>&Ͳ/EsEdZ ŝĞŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐŚćůƚĨŽůŐĞŶĚĞƐƌƐƚĞͲ,ŝůĨĞͲDĂƚĞƌŝĂůǀŽƌ͗ • sĞƌďĂŶĚƐŬĂƐƚĞŶŶĂĐŚ/EϭϯϭϱϳͣsĞƌďĂŶĚƐŬĂƐƚĞŶ͞ • ůŬŽŚŽůŝƐĐŚĞƐĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶƐŵŝƚƚĞůnjƵƌ,ĂŶĚĚĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶ sĞƌďƌĂƵĐŚƐŵĂƚĞƌŝĂůŝĞŶ͕ǁŝĞWĨůĂƐƚĞƌƵŶĚŝŶŵĂůŚĂŶĚƐĐŚƵŚĞ͕ǁĞƌĚĞŶŶĂĐŚsĞƌďƌĂƵĐŚĞƌƐĞƚnjƚ͘ sZ^KZ'hE'sKE'd>>thEE ƐǁĞƌĚĞŶŐƌƵŶĚƐćƚnjůŝĐŚŝŶŵĂůŚĂŶĚƐĐŚƵŚĞŐĞƚƌĂŐĞŶ͘ŝĞtƵŶĚĞǁŝƌĚŵŝƚĞŝŶĞŵWĨůĂƐƚĞƌŽĚĞƌsĞƌďĂŶĚƐŽǀĞƌͲ ƐĞŚĞŶ͕ĚĂƐƐĚĞƌ<ŽŶƚĂŬƚƌŝƚƚĞƌŵŝƚůƵƚĂƵƐŐĞƐĐŚůŽƐƐĞŶŝƐƚ͘EĂĐŚĚĞƌtƵŶĚǀĞƌƐŽƌŐƵŶŐǁĞƌĚĞŶĚŝĞ,ćŶĚĞ ŐƌƺŶĚůŝĐŚŐĞǁĂƐĐŚĞŶƵŶĚĚĞƐŝŶĨŝnjŝĞƌƚ͘ Z/E/'hE'<KEdD/E/ZdZ&> ,E &ůćĐŚĞŶ͕ĚŝĞŵŝƚ<ƂƌƉĞƌĨůƺƐƐŝŐŬĞŝƚĞŶ;ůƵƚ͕džŬƌĞŵĞŶƚĞ͕ƌďƌŽĐŚĞŶĞƐͿŬŽŶƚĂŵŝŶŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶƵŶƚĞƌsĞƌǁĞŶĚƵŶŐ ǀŽŶŝŶǁĞŐŚĂŶĚƐĐŚƵŚĞŶŵŝƚĞŝŶĞŵŵŝƚĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶƐůƂƐƵŶŐŐĞƚƌćŶŬƚĞŶdƵĐŚŐĞƌĞŝŶŝŐƚ͘ŶƐĐŚůŝĞƘĞŶĚǁŝƌĚĚŝĞ &ůćĐŚĞŶŽĐŚŵĂůƐĚĞƐŝŶĨŝnjŝĞƌĞŶ͘ EKd&>><KEd<d EĞďĞŶĂůůĞŶdĞůĞĨŽŶĞŶƵŶĚŝŶĂůůĞŶ'ƌƵƉƉĞŶƌćƵŵĞŶǁŝƌĚĞŝŶƵƐŚĂŶŐŵŝƚĨŽůŐĞŶĚĞŶEŽƚĨĂůůŬŽŶƚĂŬƚĞŶĂƵĨŐĞͲ ŚćŶŐƚ͗ • WŽůŝnjĞŝ <ĂƉŝƚĞů͗ ŶůĂŐĞϮ͗,LJŐŝĞŶĞWůĂŶ ϯϮ • &ĞƵĞƌǁĞŚƌ • ƌnjƚůŝĐŚĞƌĞƌĞŝƚƐĐŚĂĨƚƐĚŝĞŶƐƚ • 'ŝĨƚŝŶĨŽƌŵĂƚŝŽŶƐnjĞŶƚƌƵŵ • <ŝŶĚĞƌĂƌnjƚ <m, >>'D/EE&KZZhE'E WĞƌƐŽŶĞŶ͕ĚŝĞĂŶƌŬƌĂŶŬƵŶŐĞŶŝŵ^ŝŶŶĞĚĞƐΑϰϮ/Ĩ^'ŽĚĞƌĂŶ,ĂƵƚĞƌŬƌĂŶŬƵŶŐĞŶůĞŝĚĞŶŽĚĞƌtƵŶĚĞŶŚĂďĞŶ ĚƺƌĨĞŶŶŝĐŚƚŝŶƵŶƐĞƌĞƌsĞƌƚĞŝůĞƌŬƺĐŚĞƚćƚŝŐƐĞŝŶ ĂƐŝŶĚĞƌ<ƺĐŚĞƚćƚŝŐĞWĞƌƐŽŶĂůǁŝƌĚǀŽŶƵŶƐĞŝŶŵĂůũćŚƌůŝĐŚŝŵ^ŝŶŶĞĚĞƐΑϰϯ/Ĩ^'ƺďĞƌdćƚŝŐŬĞŝƚƐǀĞƌďŽƚĞƐŽͲ ǁŝĞƺďĞƌ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞůŚLJŐŝĞŶĞŐĞƐĐŚƵůƚ͘ Yh>/d d^^/,ZEDƘE,DEhE>E^D/dd>,z'/E ƐǁĞƌĚĞŶƋƵĂůŝƚćƚƐƐŝĐŚĞƌŶĚĞDĂƘŶĂŚŵĞŶŝŵ^ŝŶŶĞǀŽŶ,WŐĞƚƌŽĨĨĞŶ͘ůůĞDĂƘŶĂŚŵĞŶǁĞƌĚĞŶĚŽŬƵŵĞŶͲ ƚŝĞƌƚ͗ • DĞƐƐƵŶŐĚĞƌ<ƺŚůƐĐŚƌĂŶŬƚĞŵƉĞƌĂƚƵƌ • tĂƌĞŶĞŝŶŐĂŶŐƐŬŽŶƚƌŽůůĞ;dĞŵƉĞƌĂƚƵƌ͕^ĞŶƐŽƌŝŬ͕'ĞƌƵĐŚͿ • ZĞŝŶŝŐƵŶŐƵŶĚĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶŶĂĐŚZĞŝŶŝŐƵŶŐƐƉůĂŶ • <ŽŶƚƌŽůůĞĂƵĨ^ĐŚćĚůŝŶŐĞ Ğŝŵ,ĂŶĚŚĂďĞŶǀŽŶ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞůŶǁĞƌĚĞŶ,ĂŶĚƐĐŚƵŚĞŐĞƚƌĂŐĞŶ͘ ,E,z'/E ,ćŶĚĞƐŝŶĚǁŝĞĨŽůŐƚnjƵǁĂƐĐŚĞŶ͗ ͘ ĞŝŶŬƵŶĨƚŝŶĚĞƌŝŶƌŝĐŚƚƵŶŐƵŶĚďĞŝŵtĞĐŚƐĞůǀŽŶĞŝŶĞƌ'ƌƵƉƉĞŝŶĞŝŶĞĂŶĚĞƌĞ͘ ͘ sŽƌƵŶĚEĂĐŚ͗ • ƐƐĞŶ͕,ĂŶĚŚĂďƵŶŐǀŽŶ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞůŶ͕&ƺƚƚĞƌŶĞŝŶĞƐ<ŝŶĚĞƐ • sĞƌĂďƌĞŝĐŚĞŶǀŽŶDĞĚŝnjŝŶ • tĂƐƐĞƌƐƉŝĞůĞŶ͕ĨĂůůƐĚĂƐtĂƐƐĞƌǀŽŶŵĞŚƌĂůƐĞŝŶĞƌWĞƌƐŽŶďĞŶƵƚnjƚǁŝƌĚ͘ ͘ EĂĐŚ͗ • tŝŶĚĞůǁĞĐŚƐĞů • dŽŝůĞƚƚĞŶŐĂŶŐ͕ƐƐŝƐƚŝĞƌĞŶĞŝŶĞƐ<ŝŶĚĞƐďĞŝŵdŽŝůĞƚƚĞŶŐĂŶŐ͘ • ,ĂŶĚŚĂďƵŶŐǀŽŶ<ƂƌƉĞƌĨůƺƐƐŝŐŬĞŝƚĞŶ;^ƉĞŝĐŚĞů͕ůƵƚ͕ƌďƌŽĐŚĞŶĞŵͿ͕EŝĞƐĞŶ͕EĂƐĞƉƵƚnjĞŶ͕ďǁŝͲ ƐĐŚĞŶĚĞƐDƵŶĚĞƐŽĚĞƌǀŽŶtƵŶĚĞŶ͘ • ,ĂŶĚŚĂďƵŶŐǀŽŶƌŽŚĞŵ>ĞďĞŶƐŵŝƚƚĞůŶ͕ŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞ&ůĞŝƐĐŚƵŶĚ'ĞĨůƺŐĞů͘ • ĞƌƺŚƌĞŶǀŽŶdŝĞƌĞŶ͘ • ^ƉŝĞůŝŵ^ĂŶĚŬĂƐƚĞŶ • ZĞŝŶŝŐƵŶŐƵŶĚ,ĂŶĚŚĂďƵŶŐǀŽŶDƺůů • ĞƌƺŚƌĞŶǀŽŶ'ĞůĚ • ,ĂŶĚŚĂďƵŶŐǀŽŶǀĞƌƐĐŚŵƵƚnjƚĞŵ'ĞƐĐŚŝƌƌ ŝĞƐĞZĞŐĞůƵŶŐĞŶŐĞůƚĞŶĨƺƌĂůůĞDŝƚĂƌďĞŝƚĞƌ/ŶŶĞŶ͕ŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞĂďĞƌĨƺƌŝŶĚĞƌ<ƺĐŚĞƚćƚŝŐĞƐWĞƌƐŽŶĂů͘ ŝĞ,ĂŶĚƌĞŝŶŝŐƵŶŐĞƌĨŽůŐƚŵŝƚ&ůƺƐƐŝŐƐĞŝĨĞƵŶĚĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶƐŵŝƚƚĞůĂƵƐtĂŶĚƐƉĞŶĚĞƌŶ͘ƐǁĞƌĚĞŶŶƵƌŝŶŵĂůͲ ŚĂŶĚƚƺĐŚĞƌǀĞƌǁĞŶĚĞƚ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ŶůĂŐĞϯ͗sĞƌĨĂŚƌĞŶƐĂŶǁĞŝƐƵŶŐďĞŝ,ŽŚĞŶdĞŵƉĞƌĂƚƵƌĞŶ ϯϯ ŶĂůůĞŶtĂƐĐŚďĞĐŬĞŶǁĞƌĚĞŶsĞƌĨĂŚƌĞŶƐĂŶǁĞŝƐƵŶŐĞŶƵŶĚ,ĂƵƚƐĐŚƵƚnjƉůćŶĞĂƵƐŐĞŚćŶŐƚ͘ &> ,EZ/E/'hE'hE^/E&<d/KE ůůĞ&ƵƘďƂĚĞŶĚĞƌ<ƌŝƉƉĞǁĞƌĚĞŶƚćŐůŝĐŚĨĞƵĐŚƚŐĞƌĞŝŶŝŐƚ͘ƌďĞŝƚƐĨůćĐŚĞŶŝŶĚĞƌsĞƌƚĞŝůĞƌŬƺĐŚĞǁĞƌĚĞŶƚćŐůŝĐŚ ĚĞƐŝŶĨŝnjŝĞƌƚ͘ĂŶŝĐŚƚŵŝƚŬƌŝƚŝƐĐŚĞŶZŽŚǁĂƌĞŶŐĞĂƌďĞŝƚĞƚǁŝƌĚ͕ŝƐƚĞŝŶĞĞŝŶŵĂůƚćŐůŝĐŚĞĞƐŝŶĨĞŬƚŝŽŶŝŵEŽƌŵĂůͲ ĨĂůůĂƵƐƌĞŝĐŚĞŶĚ͘ hƘEE>'E hŶƐĞƌƵƘĞŶĂŶůĂŐĞǁŝƌďĞŝũĞĚĞŵĞƐƵĐŚĂƵĨdŝĞƌŬŽƚƵŶƚĞƌƐƵĐŚƚ͘dĂƵďĞŶǁĞƌĚĞŶĚƵƌĐŚŐĞĞŝŐŶĞƚĞDĂƘŶĂŚŵĞŶ ĨĞƌŶŐĞŚĂůƚĞŶ͘ Ğƌ^ĂŶĚŝŵ^ĂŶĚŬĂƐƚĞŶǁŝƌĚĂůůĞnjǁĞŝ:ĂŚƌĞĂƵƐŐĞƚĂƵƐĐŚƚ͘ E>'ϯ͗sZ&,ZE^Et/^hE'/,K,EdDWZdhZ E ƵŶĞŚŵĞŶĚƐƚĞŝŐĞŶŝŵ^ŽŵŵĞƌĂƵĐŚŝŶĞƵƚƐĐŚůĂŶĚ͕ĚŝĞƐĞƐ:ĂŚƌďĞƌĞŝƚƐŝŵDĂŝ͕ĚŝĞdĞŵƉĞƌĂƚƵƌĞŶĂƵĨĚĞƵƚůŝĐŚ ƺďĞƌϯϬΣ͘ƵĐŚǁĞŶŶĞƐĞŝŶ^ƚƺĐŬǁĞŝƚŶŽƌŵĂůŝƐƚ͕ĚĂƐƐƐŝĐŚ'ĞďćƵĚĞ͕ŝŶĚĞƌŚĞŝƘĞŶ:ĂŚƌĞƐnjĞŝƚƐƚĂƌŬĂƵĨŚĞŝnjĞŶ ƵŶĚǁŝƌDĞŶƐĐŚĞŶƵŶƐŵŝƚĚĞƌĞŝƚĚĂƌĂŶŐĞǁƂŚŶĞŶ͕ǀĞƌƐƵĐŚĞŶǁŝƌŝŶĚĞƌ<ŝƚĂĚĞŶůůƚĂŐĂƵĐŚĂŶdĂŐĞŶ͕ĂŶ ĚĞŶĞŶůĂƵƚtĞƚƚĞƌǀŽƌŚĞƌƐĂŐĞĚŝĞƵƘĞŶƚĞŵƉĞƌĂƚƵƌƺďĞƌϮϴΣƐƚĞŝŐĞŶƐŽůů͕ƐŽĂŶŐĞŶĞŚŵƵŶĚƐŝĐŚĞƌǁŝĞŵƂŐůŝĐŚ njƵŐĞƐƚĂůƚĞŶ͘&ŽůŐĞŶĚĞDĂƘŶĂŚŵĞŶǁĞƌĚĞŶĞŝŶŐĞůĞŝƚĞƚ͗ • DŽƌŐĞŶƐŵŝŶĚĞƐƚĞŶƐϯϬDŝŶƵƚĞŶǀŽƌPĨĨŶƵŶŐĚĞƌ<ŝƚĂǁĞƌĚĞŶĚŝĞ&ĞŶƐƚĞƌƵŶĚdƺƌĞŶŝŶĂůůĞŶZćƵŵĞŶŐĞͲ ƂĨĨŶĞƚ͕ĚŝĞƐĞĂƌƌĞƚŝĞƌƚ͕ƐŽĚĂƐƐĞŝŶƵŐƵŶĚĚĂŵŝƚ>ƵĨƚĂƵƐƚĂƵƐĐŚĞŶƚƐƚĞŚƚ͘ • EĂĐŚĚĞŵ>ƺĨƚĞŶǁĞƌĚĞŶĚŝĞĞƐĐŚĂƚƚƵŶŐĞŶŝŶ'ƌƵƉƉĞŶͲƵŶĚEĞďĞŶƌćƵŵĞŶ͕ŝŶĚĞŶ^ĐŚůĂĨƌćƵŵĞŶZŽůůůćͲ ĚĞŶ͕ŚĞƌƵŶƚĞƌŐĞůĂƐƐĞŶ͘/ŵŶƐĐŚůƵƐƐƐŝŶĚĚŝĞdƺƌĞŶnjƵĚĞŶ^ĐŚůĂĨƌćƵŵĞŶnjƵǀĞƌƐĐŚůŝĞƘĞŶƵŶĚĞƌƐƚnjƵƌ ^ĐŚůĂĨĞŶƐnjĞŝƚǁŝĞĚĞƌnjƵƂĨĨŶĞŶ͕ƵŵĚĂƐ,ŝŶĞŝŶƐƚƌƂŵĞŶĚĞƌŚĞŝƘĞŶ>ƵĨƚǀŽŶĚĞŶ&ůƵƌĞŶnjƵǀĞƌŚŝŶĚĞƌŶ͘ • /ŵůůŐĞŵĞŝŶĞŶƐŝŶĚŝŵKďĞƌŐĞƐĐŚŽƐƐ͕ƐŽĨĞƌŶǀŽƌŚĂŶĚĞŶ͕ĚŝĞdƺƌĞŶnjƵĂůůĞŶǀĞƌƐĐŚĂƚƚĞƚĞŶZćƵŵĞŶǁćŚͲ ƌĞŶĚĚĞƐdĂŐĞƐŐĞƐĐŚůŽƐƐĞŶnjƵŚĂůƚĞŶ͕ƵŵĞŝŶƵĨŚĞŝnjĞŶnjƵǀĞƌŚŝŶĚĞƌŶ͘ • tĞŶŶĚŝĞdĞŵƉĞƌĂƚƵƌƺďĞƌϯϬΣŝŵK'ƐƚĞŝŐƚ͕ƐŝŶĚĚŝĞ<ŝŶĚĞƌŝŶƐƌĚŐĞƐĐŚŽƐƐnjƵďƌŝŶŐĞŶ͘,ŝĞƌƐŝŶĚĚĂŶŶ ĂůůĞ'ƌƵƉƉĞŶƌĂƵŵƚƺƌĞŶnjƵŵ'ĂŶŐƵŶĚŝŶĚĞŶƵƘĞŶďĞƌĞŝĐŚnjƵƂĨĨŶĞŶƵŶĚĚĂŵŝƚĞŝŶ>ƵĨƚĂƵƐƚĂƵƐĐŚnjƵ ƐĐŚĂĨĨĞŶ͘ • tĞŶŶĚŝĞ^ĐŚůĂĨƌćƵŵĞŝŵKďĞƌŐĞƐĐŚŽƐƐǀŽƌĞŐŝŶŶĚĞƌ^ĐŚůĂĨĞŶƐnjĞŝƚƺďĞƌϮϴΣŚĂďĞŶ͕ƐŝŶĚ^ĐŚůĂĨĂůƚĞƌŶĂͲ ƚŝǀĞŶŝŵ'ŵŝƚŐƵƚĞƌƵƌĐŚůƺĨƚƵŶŐnjƵƐĐŚĂĨĨĞŶ͘tćŚƌĞŶĚĚĞƌ^ŽŵŵĞƌŵŽŶĂƚĞŝƐƚĚƵƌĐŚŐĞŚĞŶĚ^ĐŚůĂĨǁĂͲ ĐŚĞĂƵĐŚĨƺƌƺďĞƌƌĞŝũćŚƌŝŐĞnjƵŚĂůƚĞŶ͘ • ŝĞ<ŝŶĚĞƌǁĞƌĚĞŶŝŶĚĞƌĞŝƚŶĂĐŚĞŝŶĞŵƚĞŝůŽĨĨĞŶĞŶ<ŽŶnjĞƉƚďĞƚƌĞƵƚ͘ • tćŚƌĞŶĚŝŵŵĞƌŐŝůƚ͕ĚĂƐƐƐƚĞƚƐĂƵƐƌĞŝĐŚĞŶĚ&ůƺƐƐŝŐŬĞŝƚĂŶnjƵďŝĞƚĞŶŝƐƚƵŶĚĚŝĞ<ŝŶĚĞƌĂŶƐdƌŝŶŬĞŶĞƌŝŶŶĞƌƚ ǁĞƌĚĞŶƐŽůůĞŶ͕ŐŝůƚŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞĂŶŚĞŝƘĞŶdĂŐĞŶ͕ĚĂƐƐĨĞƐƚĞʹnj͘͘ŚĂůďƐƚƺŶĚůŝĐŚĞͲͣdƌŝŶŬƌƵŶĚĞŶ͞njƵŵĂͲ ĐŚĞŶƐŝŶĚ͘ • tĞŶŶĞƐ<ŝŶĚĞƌŶnjƵŚĞŝƘǁŝƌĚ͕ƐŽůůĞŶďĞŝĞĚĂƌĨDĂƘŶĂŚŵĞŶǁŝĞƵƐĐŚĞŶŽĚĞƌĞƐƉƌŝƚnjĞŶŵŝƚtĂƐƐĞƌĞŝŶͲ ŐĞůĞŝƚĞƚǁĞƌĚĞŶ͘ • tĂƐƐĞƌƐƉŝĞůĞŝŵƵƘĞŶďĞƌĞŝĐŚƐŝŶĚŝŶƐĐŚĂƚƚŝŐĞŶĞƌĞŝĐŚĞŶĞŝŶĞŐƵƚĞDƂŐůŝĐŚŬĞŝƚƐŝĐŚĂďnjƵŬƺŚůĞŶ͘ĂďĞŝ ŝƐƚĚĂƌĂƵĨnjƵĂĐŚƚĞŶ͕ĚĂƐƐŬĞŝŶtĂƐƐĞƌŝŶŐƌŽƘĞŶ'ĞĨćƘĞŶƐƚĞŚƚ͕ĚĂ<ŝŶĚĞƌďĞƌĞŝƚƐŝŶϯĐŵƚŝĞĨĞŵtĂƐƐĞƌŝŶ ĞŝŶĞŵŝŵĞƌĞƌƚƌŝŶŬĞŶŬƂŶŶĞŶ͘ • 'ĞŶĞƌĞůůŐŝůƚ͕ĚĂƐƐ<ŝŶĚĞƌŶŝĞŝŶĚĞƌƉƌĂůůĞŶŽĚĞƌDŝƚƚĂŐƐƐŽŶŶĞƐƉŝĞůĞŶƐŽůůĞŶ͕ƐĞůďƐƚǁĞŶŶ^ŝĞDƺƚnjĞŶƚƌĂͲ ŐĞŶƵŶĚŐƵƚĞŝŶŐĞĐƌĞŵƚƐŝŶĚ͘sŝĞůŵĞŚƌƐŽůůƚĞĂŶŚĞŝƘĞŶdĂŐĞŶŚĂƵƉƚƐćĐŚůŝĐŚĂŵĨƌƺŚĞŶDŽƌŐĞŶ͕ŐŐĨ͘ĂƵĐŚ ĂŵƐƉćƚĞŶEĂĐŚŵŝƚƚĂŐ͕ĚĞƌƵƘĞŶďĞƌĞŝĐŚŐĞŶƵƚnjƚǁĞƌĚĞŶ͘ďĞƌĂƵĐŚŚŝĞƌŐŝůƚ͗ŶƵƌŝŵ^ĐŚĂƚƚĞŶƐƉŝĞůĞŶ͊ • ŶƐƚƌĞŶŐĞŶĚĞŬƚŝǀŝƚćƚĞŶ͕ǁŝĞůĂŶŐĞƐ'ĞŚĞŶ͕dŽďĞŶ͕&ƵƘďĂůůƐƉŝĞůĞŶ͕ĞƚĐ͘ƐŽůůƚĞŶĂŶĚĞŶŚĞŝƘĞŶdĂŐĞŶŐĞͲ ŵŝĞĚĞŶŽĚĞƌnjƵZĂŶĚnjĞŝƚĞŶĚƵƌĐŚŐĞĨƺŚƌƚǁĞƌĚĞŶ͘ <ĂƉŝƚĞů͗ ŶůĂŐĞϯ͗sĞƌĨĂŚƌĞŶƐĂŶǁĞŝƐƵŶŐďĞŝ,ŽŚĞŶdĞŵƉĞƌĂƚƵƌĞŶ ϯϰ • ƐŝƐƚŝŵŵĞƌĚĂƌĂƵĨnjƵĂĐŚƚĞŶ͕ĚĂƐƐĚŝĞ<ŝŶĚĞƌĞŶƚƐƉƌĞĐŚĞŶĚůĞŝĐŚƚƵŶĚůƵĨƚŝŐĂŶŐĞnjŽŐĞŶƐŝŶĚ͘'ĞŐĞďĞŶĞŶͲ ĨĂůůƐƐŝŶĚůƚĞƌŶĚĂƌĂƵĨŚŝŶnjƵǁĞŝƐĞŶ͕ĂŶŐĞŵĞƐƐĞŶĞ^ĐŚůĂĨͲƵŶĚdĂŐĞƐŬůĞŝĚƵŶŐŵŝƚnjƵďƌŝŶŐĞŶ͘&ƺƌĚĞŶƵĨͲ ĞŶƚŚĂůƚŝŵ&ƌĞŝĞŶƐŝŶĚĚƺŶŶĞ͕ŚĞůůĞĂƵŵǁŽůůͲŽĚĞƌ>ĞŝŶĞŶŚĞŵĚĞŶŐƵƚ͕ĚĂƐŝĞĞŝŶĞŶnjƵƐćƚnjůŝĐŚĞŶ^ĐŚƵƚnj ǀŽƌ^ŽŶŶĞŶďƌĂŶĚďŝĞƚĞŶ͘ŶŐĞ͕ĚŝĐŬĞ<ůĞŝĚƵŶŐŝƐƚ;nj͘͘:ĞĂŶƐͿ͕ƐĞůďƐƚǁĞŶŶƐŝĞŬƵƌnjƐĞŝŶƐŽůůƚĞ͕ƵŶŐĞĞŝŐŶĞƚ͘ • ƵĐŚďĞĚĞĐŬƚĞ<ƂƌƉĞƌƐƚĞůůĞŶƐŽůůĞŶĞŝŶŐĞĐƌĞŵƚǁĞƌĚĞŶ͘ • ^ĐŚůŝĞƘůŝĐŚŝƐƚũĞĚĞƐ<ŝŶĚŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůƵŶĚƌĞĂŐŝĞƌƚͲƐŽǁŝĞƌǁĂĐŚƐĞŶĞͲƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĂƵĨŚĞŝƘĞdĞŵƉĞƌĂͲ ƚƵƌĞŶ͘/ŶũĞĚĞŵ&ĂůůƐŝŶĚƌnjŝĞŚĞƌĂŶŐĞŚĂůƚĞŶ͕DĂƘŶĂŚŵĞŶŝŶĚŝǀŝĚƵĞůůĂŶnjƵƉĂƐƐĞŶƵŶĚďĞŝĚĞŵŐĞƌŝŶŐƐƚĞŶ sĞƌĚĂĐŚƚ͕ĚĂƐƐĞƐĞŝŶĞŵ<ŝŶĚŶŝĐŚƚŐƵƚŐĞŚƚ͕ĚŝĞůƚĞƌŶnjƵŝŶĨŽƌŵŝĞƌĞŶƵŶĚĞŝŶĞůƵŶŐĚƵƌĐŚĂůďĞͲ ƌĞĐŚƚŝŐƚĞWĞƌƐŽŶĞŶĞŝŶnjƵůĞŝƚĞŶ͘ /ŵůůŐĞŵĞŝŶĞŶŐĞǁƂŚŶĞŶƐŝĐŚ<ŝŶĚĞƌƌĞůĂƚŝǀŐƵƚĂŶƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĞdĞŵƉĞƌĂƚƵƌĞŶƵŶĚǁĞŶŶƐƚĞƚƐĂƵƐƌĞŝͲ ĐŚĞŶĚ'ĞƚƌćŶŬĞ͕ƐĐŚĂƚƚŝŐĞWůćƚnjĞ;ĚĂnjƵnjćŚůƚĂƵĐŚĚĂƐ/ŶŶĞƌĞǀŽŶ'ĞďćƵĚĞŶͿǀŽƌŚĂŶĚĞŶƐŝŶĚƵŶĚ^ŽƌŐĞŐĞƚƌĂͲ ŐĞŶǁŝƌĚ͕ĚĂƐƐĞƐŶŝĐŚƚnjƵ,ŝƚnjĞƐƚĂƵƐŬŽŵŵƚ͕ŬƂŶŶĞŶƐŝĞĚĞŶ^ŽŵŵĞƌĂƵĐŚƵŶďĞƐĐŚǁĞƌƚŐĞŶŝĞƘĞŶ͘
Anlage 11.1 Bewerbung Step Kids
1328 Zeichen
GR Richtig gute KiTa. Step Kids KiTas gGmbH + Am Friedrichshain 22 « 10407 Berlin Step Kids KiTas gGmbH Stadt Münster Am Friedrichshain 22 10407 Berlin Amt für Kinder, Jugendliche und Familien z.H. Frau Gerick Tel.: +49 (0) 30 209 271 71 Fax: +49 (0) 30 209 271 72 Hafenstraße 30 www.stepke-kitas.de 48127 Münster Ansprechpartnerin Denise Landmann d.landmann@stepke-kitas.de Mobil: +49 (0) 176 60 60 72 57 Berlin, 04.02.2019 Verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Agruppige Kindertageseinrichtung am Standort Meckmannweg (13/2018) Sehr geehrte Frau Gerick, sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erklären wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die 4gruppige Einrichtung am Standort Meckmannweg entsprechend Ihrer Ausschreibung 13/2018. Die von uns eingereichten Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Interessensbekundung sind für dieses Angebot maßgeblich und verbindlich. Gerne stehen wir für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung. Mit freund iche n Grüßen urt Berlin Geschäftsführer Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: ‚Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B
Anlage 12.1 Bewerbung Villa Luna
1596 Zeichen
Villa Luna gGmbH
Elternservice · Aachener Str. 164 · 40223 Düsseldorf · T +49 2 11 737777-0 · F +49 2 11 737777-10 ·
elternservice@villaluna.de · www.villaluna.de
Geschäftsführung: Dr. Jürgen Reul · Sitz der Gesellschaft Aachen · Amtsgericht Aachen · HRB 18501
Sparkasse Aachen · IBAN: DE42 3905 0000 1071 2664 70 · BIC: AACSDE33XXX
Villa Luna Kindertagestätten
Aachener Str. 164 · 40223 Düsseldorf
Düsseldorf, den 01.02.2019
Bewerbung um eine Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im
Stadtteil Mecklenberg (Ref: 13/2018)
Sehr geehrte Frau Gerick, sehr geehrte Frau Tigger,
hiermit erhalten wir unsere Interessenbekundung für die geplante Kindertageseinrichtung am
Meckmannweg aufrecht.
Im Auftrag des Geschäftsführers Herrn Dr. Reul erklären wir verbindlich, dass wir im Falle einer
Zusage der Stadt Münster, Trägeranteile von 9% für den Betrieb der Einrichtung übernehmen.
Anbei finden Sie unsere konzeptionellen Unterlagen, aus denen unsere Vorstellungen zum Betrieb
der Einrichtung hervorgehen.
Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Herrn Dr. Reul unter 02402-7636330, oder
reul@villaluna.de.
Wir freuen uns auf eine positive Rückmeldung.
Herzliche Grüße
Angelika Steinberg
Kitaprojekte und Kooperationen
E: steinberg@villaluna.de
W: www.villaluna.de
Besuchen Sie unsere Kitas in Aachen, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Köln.
Anlage 5.2 Konzeption educcare
98943 Zeichen
h RAUM FÜR INDIVIDUELLE MÖGLICHKEITEN Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung für fünf neue Kindertageseinrichtungen in Münster F a m i l i e n f r e u n d l i c h i s t e r f o l g r e i c h ! Seite 2 von 67 Seite 3 von 67 Seite 4 von 67 Inhalt 1 Ausgangssituation ....................................................................................... 6 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ .................. 8 2.1 Allgemeines ................................................................................. 8 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ........................... 8 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ......... 9 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ........................................... 9 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag 10 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis ....... 12 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 12 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-konzeption .... 13 3.3.1 Individuelle Förderung ...................................................................... 14 3.3.2 Partizipation der Kinder .................................................................... 14 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz ........................................................... 15 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag ................................................. 17 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung .......................................... 18 3.3.6 Musikerziehung ................................................................................ 20 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften ....................................................... 20 3.3.8 Medien und Technik ......................................................................... 21 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ ..... 22 3.3.10 Verpflegung ................................................................................. 24 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten .................................. 26 4 Kinderschutzkonzept ..................................................................................27 5 Integration, Inklusion und Genderthematik ................................................28 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 31 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 32 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 33 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger ...........................................34 Seite 5 von 67 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 39 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ ...................................................................................... 40 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule ................................................................................................... 41 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ ...................................................... 42 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 42 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ...................................... 43 8 Tagesablauf ................................................................................................ 45 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation .............. 48 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung............................................................................................ 48 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 50 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder 53 10 Personalmanagement ................................................................................ 55 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 56 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 59 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, Tarifbindung............................................................................................ 60 11 Beweggründe für die Bewerbung ............................................................... 62 Seite 6 von 67 1 Ausgangssituation Münster ist eine lebendige Großstadt mit vielen Gesichtern – Wissen- schaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des Westfälischen Friedens, Fahrra d- stadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und Familienfreundlic h- keit legt. Familien sollen sich in Münster wohlfühlen, deswegen werden die Belange von Familien in den zentralen Mittelpunkt gestellt. Zur Familienförderung werden optimale Rahmenbedingu ngen, Unterstützung und Beratung geb o- ten. Das breitgefächerte Angebot für Familien hat zum Ziel, Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung zu stärken und die bunte Vielfalt von Familienl e- ben zu fördern. Kinder- und Familienfreundlichkeit soll in Münster in a llen gesellschaftlichen Bereichen ausgebaut werden und zu einem familienfreundlichen Klima be i- tragen. Münster hat erkannt, dass die Punkte wie Kinder aufwachsen, we l- che Rahmenbedingungen und welches Klima Familien vorfinden, Qualität s- merkmale und zentrale Aufgaben für eine zukunftsfähige Stadt sind. Aktuell hat Münster fünf Kindertageseinrichtungen in den Stadtteilen Al t- stadt, Amelsbüren, Mecklenbeck und Roxel ausgeschrieben und möchte damit die Attraktivität als familienfreundliche Stadt erhöhen. Mit qual itativ hochwertigen Kindertagesstätte n soll der Betreuungsbedarf in Münster wei- ter gedeckt werden. Zudem soll mit hochwertigen Betreuungs - und Bildungseinrichtungen Eltern Angebote und Unterstützung im Bereich Betreuung und früher Bildung zur Verfügung ges tellt werden. Die Einrichtung en sollen den hinzuziehenden Familien das Ankommen sowie die Etablierung in und Identifizierung mit der neuen Umgebung erleichtern. Dafür müssen die Einrichtungen in Konzepti- on, Kultur, Verhalten und durch Angebote auf diese Be darfe und Anford e- rungen zugeschnitten sein. Seite 7 von 67 Folgende Gruppenstrukturen sind für die Einrichtungen aktuell berücksic h- tigt: Eine viergruppige Einrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt: 4 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe für 10 Kinder von 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung südlich des Nottulner Landwegs im Stadtteil Roxel: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 2 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Seite 8 von 67 educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings „Lacki Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet und eröffnet im Sommer 2019 eine kommunale sechsgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck. Durch die gesammelten Erfahr ungen am Standort Münster und die sich durch mehrere Einrichtungen in direkter Umgebung ergebenden Synergiee f- fekte bewirbt sich educcare als erfahrener Träger für die neue Kindertages- einrichtungen in Münster. Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die Übernahme der Trägerschaften für die neue Kitas. 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ 2.1 Allgemeines educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem o. g. Anspruch des „neu Denkens“ ge gründet. Antrieb sfeder waren persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie gemeinsame Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf folgenden Jahren konnte n Personen aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, frühkindliche Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu verbessern. 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten Seit 2002 ist educcare bu ndesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. educcare plant, realisiert und betreibt im Auftrag von Seite 9 von 67 innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare Kindertagesstätten. Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand Februar 2019 verantwortet educcare 32 eigene Kindertagesstätten in fünf Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen. Beispielhafte Auftraggeber von educcare si nd innovative Kommunen/Städte wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe und Darm- stadt; schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BARBOR und Miltenyi Biotec sowie Konzerne beispielsweise BASF SE, Bayer Crop Science, BMW Group und Bosch. 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel verantwortet educcare das Projektdesign und -management des Projektes „Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2005 die Zielsetzung , trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi- onen und Städte) zu erhöhen. 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk Viele Experten und engagierte Bürger haben sich auch auf den Weg gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat. Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Seite 10 von 67 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Englischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel Dr. Patrick Adenauer, Köln, Unternehmer und engagierter Bürger 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs -, Erzi e- hungs- und Bildungsauftrag „Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individ uellen Bedürfnissen und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung möchten wir bestmöglich fördern und fordern. Anspruch von educcare ist es, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause und elementarer Bildungsort zu sein Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, Kommunen bei der Herausforderung von hohen Qualitätsanforderungen und engen Budgets zu unterstützen Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung zu ermöglichen eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, das unser Land dringend benötigt: Eine Bildung, die früh beginnt, die individuellen Potenziale der Kinder zu entwickeln. Seite 11 von 67 educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick vom Kind aus. Gerade weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welc he Kompetenzen gerade jetzt und in besonderer Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, Analyse und Bewertung sind Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und selbstbewussten Menschen, gelingen kann. Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ bildet die Grundlage aller Zielformulierungen. Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestalt ung, Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonzept näher erläutert. Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: eine Atmosphäre der Geborgenheit Beachtung, Zuwendung und Anerkennung Bindungen und Beziehungen die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet. Seite 12 von 67 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis Als pädagogische Basis dient die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption. Sie basiert auf dem situationsorientierten Ansatz sowie der Reggio und Montessori Pädagogik. D as Konzept baut auf den fortschrittlichsten nationalen und internationalen Bildungsplänen sowie wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf. Die educcare Bildungskonzept ion, unterteilt in die verschiedenen Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenze n je Bereich und formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und Entwicklungsstufen. Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit Orientierung. 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln sie Erkenntnisse. Kinder lieben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende und überzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“ All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. Einfach nicht vergleichbar. Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es verlangt von uns, die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichz eitig Liebe und Schutz Seite 13 von 67 gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer wieder in unseren Armen erholen kann. Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten – für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort. Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgende Bildungszeit in der Schule. 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs- konzeption Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische Ausschnitte aus de r educcare Bildungskonzept ion darstellen. Es handelt sich hierbei eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in den Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den verschiedenen Bildungsbereichen. Individuelle Förderung Partizipation der Kinder Kreativität als Bildungsansatz Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Sprachförderung Bewegungs- und Gesundheitsförderung Musikerziehung Natur und Naturwissenschaften Medien und Technik Seite 14 von 67 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 3.3.1 Individuelle Förderung Der educcare Bildungsansatz betont die Individualität des Kindes und geht von seinen Stärken aus. Dabei verfolgt es einen spielerischen und ganzhei t- lichen Ansatz und setzt die Partizipation von Kindern als un abdingbar v o- raus. Die Grundhaltung der Erzieher/innen gegenüber den Kindern und ihrer partizipatorischen Möglichkeiten lässt den Kindern viel Freiraum zum Exp e- rimentieren und um die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Sie stärkt die Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie dessen Selbstbewusstsein, was grundlegend in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist. Um das einzelne Kind wirklich individuell begleiten zu können, bilden syst e- matische und wertschätzende Beobachtung und Dokumentation sowie la u- fender Austausch mit Eltern wichtige Bausteine im educcare Konzept. Die gemeinsame Einschätzung bildet dann die Grundlage der pädagogischen Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen Themen, u.a.: B e- wegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache , Kunst und Musik, Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt theme n- übergreifend. 3.3.2 Partizipation der Kinder Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entspre- chend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN - Kinderrechtskonvention). Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene einzube- ziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen. Die geschützte Atmosphäre der Kindertagesstätte ist e in ideales Lern - und Übungsfeld für gemeinschaftliches Handeln und das Einüben demokratischer Prozesse. Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich. Das Kindesalter spielt für die Beteiligungsform eine Rolle, nicht jedoch für die Beteiligung als solch e. Die Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus fähig sind, ihren Lebensalltag Seite 15 von 67 bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie entscheiden z.B., ob und womit sie spielen möchten. Aufgabe der Erzieher/in ist es hier, die individuellen Wü n- sche des Kindes zu e rfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch einen Teller wegräumen bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung für sich und andere. Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituat i- onen mit den pädagogischen Zielen der Konze ption und den aktuellen Not- wendigkeiten zu verbinden. Sie setzt die Partizipation von Kindern als unab- dingbar voraus. Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder sind: Redekreis / Morgenkreis Kinderkonferenz gemeinsame Reflexion mit Kinder im Anschluss von Angeboten Die Kinder erfahren durch ihre aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind, Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern kön- nen. Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und kleine sowie große Welten gestalten zu können. 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz Die educcare Bildungs - und Betreuungskonzept ion formuliert durchgängig ein Bild vom Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung und –bewusstsein, sowie die Freih eit des Denkens und Handelns betont. Auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besond e- ren Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein. Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten krea- tive, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und experimentelle Lernorte sein müssen. Seite 16 von 67 So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferische Tun innerhalb künstleri- scher Prozesse reduzier t, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz „norma- len“ Alltag gesehen und gefördert. Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und Verantwortung vorrangig betrachtet wird und Angebote primär unter dem Fokus der Entwicklung kreativ en, individuellen Lernens geplant bzw. ausge- wertet werden. Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher/innen als „krea- tiv“ ein. Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur Verfü- gung, die eine Verbindung zur Problemlösungskom petenz und zur grund- sätzlichen Haltung von Neugier, Offenheit und Experimentierfreude herstel- len. Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich der Kinder erreicht werden sollen: Die Kinder in den educcare Einrichtungen vert rauen in ihre Fähi g- keit, schöpferisch zu denken und zu handeln. Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskomp e- tenzen maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfä l- tig und umfassend. Durch die Klientel der Mitarbeiter und M itarbeiterinnen des Auftraggebers könnte sich zusätzlicher Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben: bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die Qualität der Einrichtung ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, Wahrnehmung, Natur / Naturwissenschaft, mathematische Grunderfahrungen, Medien / Technik, … Seite 17 von 67 intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des Kindes. Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländes (Natur) in den pädagogischen Alltag die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegung s- freude, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motor i- schen Herausforderungen anregen zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche K o- operationsmodelle (z.B. mit Kitas im Bereich „Übergänge gestalten“, Frühförderstell en oder Familienberatungen) a n- gestrebt. 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Internationalität. Gerade in den ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines spie lerischen Sprach erwerbs so gut wie nie wieder. Zugleich eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen Entwicklung. Deshalb gilt es, den Spracherwerb in der Kindertagesstätte gezielt zu fördern. Mehrsprachige Förderung und das Erlernen der Muttersprache bilden keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Voraussetzung für den Spracherwerb ist ein möglichst intensiver und anhaltender Umgang mit der Sprache. Im Krippen- und Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder, neue Laute, Worte, Sätze und Wendungen zu erfassen und zu entschlüsseln. In diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet, und das Leben in der Tages stätte stellt mit seiner Fülle eine ideale Voraussetzung für den Spracherwerb dar. Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – mit der Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“. Dies bedeutet, dass eine der der beiden Gruppenerzieherinnen konsequent mit den Kindern in der Fremdsprache als Alltagssprache – bisher in allen Seite 18 von 67 educcare Kindertagesstätten Englisch – spricht. Diese klaren Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb. Die Kommunikation wird – ebenfalls wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mim ik, Gestik und begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen liefern. Bilingualität (deutsch -englisch) mittels der Immersionsmethode gilt durch ihren natürlichen und spielerischen Ansatz nachweislich als die erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die englisch sprachige Erzieherin ist eine ausgebildete pädagogische Fachkraft und Muttersprachler/in bzw. Mitarbeiter/in mit annähernd "Native Niveau" und mindestens einem Jahr Auslandsaufenthalt. Die als „Native Speaker“ eingesetzten Erzieher/innen vermitteln mit und neben der Sprache auch die Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieherinnen sprechen mit den Kindern in der zweiten Sprache, wodurch keine Sprachvermischung zustande kommt. 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald -) Ausflügen, auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche Bewe- gungsfreude von Kindern zudem du rch eine Raumgestaltung, die Körperer- fahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite Ebenen, Hän- geschaukeln) Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu fördern ist ein w e- sentlicher Bestandteil de r educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption und w ird entsprechend von den Erzieher/innen „selbstverständlich“ in den Tagesablauf eingebunden. Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper und machen dadurc h Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie Seite 19 von 67 erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können. Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die Identi- tätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für eine körperliche Entwicklung, sonde rn auch für die geistige und emotionale Ent- faltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt oder vernachlässigt, gehen diese Informationen für die innere Verarbeitung verloren. Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote, Ru- he und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu. Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, innere Empfindungen spüren, sich wohlfühlen, seiner Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein... Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen Situatio- nen: Koordination, Anspannung –Entspannung, zielgerichteter Ein- satz der Muskulatur Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: Z u- sammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden Fingerfertigkeit / Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge – Hand–Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssigkeit in unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen... Seite 20 von 67 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und zu unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch lebens- lang handhaben kann. 3.3.6 Musikerziehung Der Aufbau von musisc hen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu anderen Kindern. Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den größtmöglichen Spielraum für die eigene Fantasi e ein. Sie stellen den Ki n- dern Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbeiten können und schaffen ihnen den Platz, der Ihrem kindlichen Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprach d er Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Th e- orien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben. Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: aktives gestalterisches Lernen Erweiterung der Lebenskompetenzen Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und –melodie. 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften Kinder wollen die Zusamm enhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes ergrün- den und brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur betreffen die belebte Welt – den Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte Natur. Die belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten, Beschreiben, Vergle i- Seite 21 von 67 chen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem Interesse und ihrer e i- genen Logik folgend Themen aus der Biologie, der Chemie, Physik und Technik: Warum fallen die Blätter von den Bäumen? Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? Woraus besteht ein Regenbogen? Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den Forscher- geist und unterstützt die Kinder, ihr int uitives Wissen oder die diffuse Kennt- nis von etwas zu überprüfen. Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit kindorientier- ten Themen Teil des pädagogischen Alltags – passend zum Entwicklungs- stand des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbez ug. So lernen die Kinder in kleinsten bis hin zu übergeordneten Zusammenhängen. Sie erweitern Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und entwickeln B e- wusstsein für den Umweltschutz. 3.3.8 Medien und Technik Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und T echnik auf. Sie zeigen Inte- resse an deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an begeistern sie sich für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank. Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ein – und aus- schalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben unterschiedl i- chen Zugang zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nichts ver- schließt sich ihrer Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, agieren und reagieren. Kinder ve rstehen die Bedeutung unterschiedlicher technischer Geräte am besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im Alltag erfahren. Radio, CD – Seite 22 von 67 Player, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus der Informations – und Kommunikationstechnik, mit denen Kinde r heute selbstverständlich aufwachsen. Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und andere Beispiele lassen Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die Arbeit erleichtert oder auch mitunter nicht funktioniert. Kinder setzen die Dinge mit ihrer Erfahrungswelt in Bezug. Kann der Mensch auch einmal nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann? Medien und Technik sind in diesem Sinne ein nicht wegzudenkender Teil der pädagogischen Arbeit. Die Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz allein. 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildung sprozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivität von Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entspr e- chend ausgestattet sind die konkreten „Spielräume in der Praxis: funktion s- bereite Materialien, einladend gestaltende Nischen, wechselnde, attrak tive Herausforderungen. Räume haben Ordnungen und bieten damit Orientierung und Verlässlichkeit für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, soziales Miteinander, Körpererfahrung und ästhetische Bildung. Bei der Gestaltung der „Spielräume“ sind Abwec hslungsreichtum und Rei z- überflutung sorgsam abzuwägen. Kinder werden durch die Gestaltung der Räumlichkeiten auf den Zeitgeist, Unterschiede zwischen den Kulturen und subjektive Geschmacksvorstellu n- gen aufmerksam. Sie setzen sich mit diesen auseinander, je mehr Einfluss sie auf die Gestaltung nehmen. Die pädagogische Arbeit educcares basiert unter anderem auf der Reggio -Pädagogik, bei der der Raum eine sehr wic h- tige Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher. Räume wirken als reichhalt i- ge, vorbereitete Um gebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herau s- Seite 23 von 67 forderung bieten, als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie können als Gruppenräume strukturiert sein, wie auch als Funktionsräume, z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung etc. Einrichtung und Mate- rial haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern verschi e- dene Wahrnehmung heraus und laden zum forschenden Lernen ein.“ Der Raumgestaltung kommt in den educca re Kindertagesstätten eine wichtige Bedeutung zu, denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlichkeitsen t- wicklung der Kinder aus. Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, Ruhe, Entspannung usw. haben auch die räumlichen Bedingungen wie Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. Der Lärmpegel ist in Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich Kinder in der Einrichtung beim Spielen und der kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmen de Fußbodenbeläge ein Muss. In den Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn bei Tageslicht ist nicht nur die Sinneswahrnehmung anders geschärft als bei Kunstlicht, sondern das Tageslicht steuert die körperlichen Vorgänge wie Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit und Hormo n- produktion. In den Schlafräumen werden gerne sogenannte Hochebenen eingebaut, diese dienen zum einen als platzsparende Schlafmöglichkeit, zum anderen als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten. Das Außengelände sollte möglichst direkt an die Einrichtung angrenzen. Die Gesamtfläche sollte in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: Sand, Wiese, fester Boden, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser -/Bachlauf mit Auffang-/Spielbecken und mit Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen Baumbestandes), Wege für Ki n- derfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), Spielbereich für Kleins t- kinder. Seite 24 von 67 3.3.10 Verpflegung educcare hat ein umfassendes Verpflegungskonzept entwickelt, das den Leitungen, Teams, Eltern und Auftraggebern zur Verfügung steht. In dem Konzept wird der Umgang mit Speisen, Hygienevorschriften und praktisches Vorgehen im Detail erläutert. Ernährung bedeutet mehr als nur ausreichende Nahrungsaufnahm e. Der Genuss ist wichtig, genauso wie die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder. Bei educcare werden täglich rund 2.200 Kinder (Stan d September 2018) verpflegt – vom Frühstück über das Mittagessen bis hin zum Nachmittagssnack, je nach Angebotsumfang der Kita. Das Verpflegungskonzept soll die Ernährungsversorgung der Kinder in educcare Kindertagesstätten sichern. Es dient übergreifend d er Qualitätssicherung in allen educcare Einrichtungen. educcare Mitarbeitern bietet es einen fachlichen Leitfaden und Eltern eine Informationsgrundlage für die Ernährung ihrer Kinder. Sprachliche Bildung/ Sprachförderung Sprache ist – im Unterschied zu Kr abbeln, Laufen, Klettern usw. – die einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört werden. Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale Verständigung wie Gestik, Mimik, Körperspr ache, Tonfall, Rhythmus. Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und Seite 25 von 67 Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen und Bed ürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe Bedeutung als Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende Anforderungen an den Erwa chsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in den Dialog zu treten. Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie brauchen verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. K inder ohne die Erfahrung positiver Resonanz verstummen. Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspiele n. Sie bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag. In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je mehr Kinder in einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, Zahlen, Buchstaben sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten Denken. Die Möglichkeit, si ch mitzuteilen, ohne selbst anwesend zu sein, ja sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. Seite 26 von 67 Ziele der Sprachförderung: Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt mit Spaß erleben Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun- gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und des Raumes sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor- bildfunktion) Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, Lernen in Sinn-zusammenhängen altersgemäße grammatikalische Kompetenz phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen und Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, Hausnummern, chinesische Zeichen) Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er- finden 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maximal 9 Stunden pro Tag betragen: Öffnungszeiten im Jahresverlauf: In der Regel habe n educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative Seite 27 von 67 hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Te amfortbildungstage vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. Öffnungszeiten je Tag: Die Öffnungszeiten sollten sich nach den Anforderungen der Eltern richten. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern und der Kommune , so dass auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann. Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: Um Flexibilität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Sozial - und Jugendamt besprochen werden können. Dazu gehören z.B. die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außer halb der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch bezahlt. Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie auch unangekündigt). Notfallbetreuung soweit rechtlich zulässig und gewünscht kann educcare auch Platzsharing einrichten. 4 Kinderschutzkonzept educcare versteht sich als ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den Schutz der ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Z u- sammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger so r- gen wir dafür, dass sich die Kinder sicher, wohl und geborgen fühlen, uns e- rem Anspruch folgend, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites zu Hause und ein exzellenter Bildungsort zu sein. Seite 28 von 67 educcare hat ein Kinderschutzkonzept entwickelt, dass alle G rundsätze zum Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang darstellt. Die educcare Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit. Somit ist Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet: für Kinder, sich in anregender und beschützender Umgebung i ndivi- duell entfalten zu können für Eltern, die sich als Erziehungspartner an - und ernstgenommen fühlen für Pädagogen, die die individuelle Ausprägung vor Ort gestalten und sich weiterentwickeln wollen und für den Träger in seiner Gesamtverantwortung. Das Kinderschutzkonzept versteht sich als wichtiger Bestandteil der edu c- care Konzeption. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Kinderschutz geschaffen, welches für alle educcare Einrichtungen verbindlich ist. Ziel des educcare Schutzkonzeptes ist es, den p ädagogischen Fachkräften Orienti e- rung und Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge für das Wohl des Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbe i- tenden im Blick. 5 Integration, Inklusion und Genderthematik Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten. „Inklusive Bildung bedeutet, es allen Menschen in gleichem Maße zu ermöglichen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potentia l zu entwickeln. Dieser Seite 29 von 67 Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“ educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlicht die Offenheit und Achtung gegenüber der Verschiedenheit und des Andersseins eines jeden Kindes mit all seinen Potentialen und Herausforderungen. Im Sinne und im Anspruch ermögl icht educcare allen Kindern, insbesondere auch den Kindern mit Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: Respektierung der eigenen Persönlichkeit Würde und Selbständigkeit Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen kulturelle Unterschiede und Vielfalt Wohlfühlen im familiären Umfeld. educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, behinderte und nichtbehinderte Kinder so fr üh wie möglic h zusammenzuführen, da sich Einstellungen und Vorurteile bereits im Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt Bewertungen von Behinderung übernommen werden können. educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens: das Le rnen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben die Vermeidung von Vorurteilen das unbefangene Aufeinander zugehen Seite 30 von 67 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich für nichtbehinderte Kinder aus der Vielfalt an anderen Kontaktmöglichkeiten ergeben der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an gemeinsamen Spiel - und Lernorten, sondern schließen ein gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder, die ohne einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen. Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbei t mit allen Beteiligten des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und Jugendamt, ggf. auch den Integrationshelfern. educcare Bildungseinrichtungen erfüllen nicht nu r integrative Aufgaben im sozialen Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch eingebunden in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung. Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das Spielen und das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als Ansprechpartner/innen für die Herausforderungen, Unsicherheiten bis zu Ängsten der Eltern, beraten und geben wenn möglich Hilfestellung. Sie verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen Partnern und Institutionen. Seite 31 von 67 Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist neben der interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen Die educcare Kindertagesstätten orientieren sich in besonderer Weise an den Idee n der internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO -Projektschulen/- Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv das Ziel der UNESCO – die Erziehung zu internationaler Verständigu ng und Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare Kindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. So wurde beispielsweise die educcare Kindertagesstätte in der Stuttgarter Hasenbergstraße von der Deutschen UNESCO -Kommission zur „mitarbe i- tenden UNESCO Projektschule“ ernannt. Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s- weisen zu vermitteln, die sie für eine glückliche und erfolgrei che Zukunft benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Viel- falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t- ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und Multikulturalität werden in den Einrichtunge n als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u- ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t- arbeiter/innen repräsentiert. Seite 32 von 67 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung Weder gegenüber dem einzelnen Kind noch gegenüber der Gesellschaft ist es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entschieden die Auffassung, dass hochwertige Bi ldung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel, mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i- ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u- nehmen, bei denen die verantwortlichen Stellen besonderen Handlungsb e- darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n- schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell begle i- tet und umfassend gefördert wird. Ansp ruch von educcare ist es, dass die Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a- len Leben und erweitert so das Angebot für Familien. Die interkulturelle O ri- entierung der educcare Kindertagesstätten zeigt sich allein schon durch die bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / englisch), die bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkisch sein könnte. Zudem arbeiten die Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Fö r- derung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In den Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit ke n- nen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert. Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in Seite 33 von 67 der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h- keiten zu schaffen. 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n- gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ und „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a- len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt. Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gesellschaftl i- chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkom men, und kein Kind soll ausgegrenzt werden. Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend. Kinder mit Behinderung in den Alltag der Kindertagesstätte zu integrieren bietet eine besondere Chance, Kinder für individuelle Unterschiede zu se n- sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l- ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen. Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf biete t für alle Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen. Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten. Seite 34 von 67 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend gefördert werden können. Mit den Eltern und den Förderstellen muss abgewogen werden, was sinnvoll ist. Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache mit dem Jugendamt). Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erha lten durch eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. Hier zu möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten. Die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption bildet die fundierte und verbindliche Basis für die pädagogische Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die konkrete Ausprägung des Profils d er jeweiligen Kindertagesstätte und der täglichen pädagogischen Arbeit. Der Auftrag der educcare Kindertagesstätte in Münster soll zum einen der Deckung des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zugezogenen Kindern unter sechs Jahren liegen, zum andere n in der anforderungsgerech- ten Un terstützung der Familien und des Stadtteils . Eine Kindertagesstätte bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und kann integri e- rend wirken. Seite 35 von 67 Grundsätzliches zu Münster Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a- dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord (Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbeck, Nienberge, Häger und Roxel) , Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck) und Hiltrup (Amelsbü- ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert. Münster hat über 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer großen Träger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Fam i- lienzentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstü t- zung. Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen. Strukturdaten zum Sozialraum Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 310.000 Ein- wohner (Stand Dezember 2015). Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es ca. 7.700 Kinder. Münster-Mitte – Altstadt Münster ist eine Stadt, die ihre Geschichte lebendig hält. Häuser, Kirchen und Plätze in der restaurierten Altstadt „erzählen“ Geschichten aus ve r- schiedenen Jahrhunderten und schaffen eine Kulisse, die Münster einziga r- tig war. Münster-Mitte, der zentrale und größte Stadtbezirk Münsters, umfasst den Kernbereich der Stadt mit ca. 122.432 Einwohnern (Stand Dezember 2011). Die Gesamtfläche von 23,95 km² wird in die vier Teilbereiche Altstadt, I n- nenstadtring, Mitte -Süd und Mitte -Nordost un tergliedert. Viele Sehenswü r- digkeiten Münsters finden sich in der Altstadt, beispielsweise der Prinzipa l- markt – eine Flaniermeile in historischer Kulisse – der St. Paulus -Dom, das Seite 36 von 67 gotische Rathaus in dem sich der Friedenssaal befindet, sowie der Erbdro s- tenhof – Münsters schönster Adelshof. Das Fürstbischöfliche Schloss der Stadt beherbergt heute die Universität. In unmittelbarer Nähe zur neu entstehenden Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße gibt es die städtische katholische Martinischule, sowie mehrere Kitas in freier Trägerschaft, beispielsweise die Kindergruppe K o- tenbeis und die Kita Kinderwerkstatt. Nahe der neuen Einrichtung an der Sonnenstraße gibt es zwei Kitas in freier Trägerschaft, die AWO Kindertageseinrichtung Fürstenbergstraße und di e Kita Kinderwerkstatt. Amelsbüren Amelsbüren ist der südlichste Stadtteil von Münster und stark landwirtschaf t- liche geprägt. Amelsbüren ist mit einer Fläche von ca. 43,35 km² der größte Stadtteil und hat aktuell ca. 6.400 Einwohner (Stand Dezember 2015). Auch umfangreiche Waldgebiete wie die Davert und die Hohe Ward gehören zu Amelsbüren. In Amelsbüren gibt es zwei Grundschulen, die Davert Schule Amelsbüren und die Grundschule Loevelingloh, sowie drei Kindertageseinrichtungen: die Kita und Familienzentrum St. Sebastian in Trägerschaft der Kirchengemei n- de St. Clemens, die städtische Kindertageseinrichtung und Familienzentrum Sonnentau, sowie die Einrichtung Pezzettino in Trägerschaft der evangel i- schen Jugendhilfe Münsterland gGmbH. Mecklenbeck Der Stadtteil Mecklenbeck befindet sich im Westen von Münster. Meckle n- beck ist deutlich gegliedert und bietet neben Wohnvierteln auch landwir t- schaftlich genutzte Flächen und Gewerbegebiete. Aktuell leben hier rund 9.300 Einwohner auf einer Fläche von knapp 6,24 km ² und der Stadtteil ent- wickelt sich kontinuierlich weiter. So gibt es verschiedene neue Wohnb e- bauungen in der Mitte Mecklenbecks rund um die St. Anna -Kirche und auch Seite 37 von 67 ein neues Stadtbereichszentrum befindet sich an der Weseler Straße im Bau. Für sportliche Aktivi täten bietet der Stadtteil zwei Fußball - bzw. Sport- vereine, den DJK Wacker Mecklenbeck 1956 e.V. und den 1. FC Meckle n- beck, die beide zusammen auf einer der modernsten Sportanlagen von Münster und Umgebung ihre Sportprogramme ausführen (110.360m²). Hi n- zu k ommt der Skaterpark mit dazugehörigem Fußballplatz und Volleybal l- spielfeld. Für junge Leute gibt es das Kinder - und Jugendmobil, das mit zahlreichen Spiel- und Bastelmaterialien den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen gestalten und spielen bietet, s owie den Jugendtreff am Skaterpark und den Jugendtreff in Gelmer. Es gibt zwei Grundschulen im Stadtteil: die städtische Grundschule am Di n- bängerweg Peter -Wust-Schule und die städtisch katholsiche Grundschule Loevelinglohschule an der Wiedaustraße In unmit telbarer Nähe zur neu entstehenden Einrichtung gibt es drei Kindergärten: die Kita Kotenkotten e.V., die katholische Kindertageseinrichtung Maria Aparecida und die Kita Unter den Eichen der evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Roxel Roxel ist ein Wohnbe reich im Stadtbezirk West von Münster . Hier wohnen 9.184 Einwohner (Stand Dezember 2015) auf einer Fläche von 19,92 km². Roxel bietet viele Freizeitangebote, beispielsweise das Roxeler Hallenbad, das Sportzentrum Roxel mit Outdoor - und Hallensportangeboten oder auch die Musikschule in Roxel, die regelmäßig Vorspiel-Konzerte veranstaltet. In Roxel gibt es eine Grundschule: die katholische Marienschule Roxel, die allen Kindern offen steht; sowie vier Kindergärten: die AWO Kindertagesei n- richtung Aloysia Delsen , zwei Einrichtungen des CVJM Münster e.V., Kita auf dem Dorn und das Anne -Jakobi-Haus und die katholische Kindertage s- stätte St. Pantaleon. Das Anne -Jakobi-Haus richtet sich mit den ve r- Seite 38 von 67 schiedensten Angeboten an unterschiedliche Altersgruppen, sowohl an Ki n- der und Jugendliche als auch an Familien. Unter einem Dach befinden sich eine Kindertagesstätte, ein Jugendbereich und ein Familienzentrum. Gerne möchte educcare sich mit den im Stadtteil Roxel vertretenen Akteuren ve r- netzen und gemeinsame Angebote für Fam ilien gestalten. Auch die Koop e- ration von pädagogischem Fachpersonal aus den verschiedenen Einrichtu n- gen sehen wir als selbstverständlich an, zum fachlichen Austausch und zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit. Auch die Teilnahme an For t- bildungs- und Qualifikationsveranstaltungen trägt zu einer verbesserten Z u- sammenarbeit bei. Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l- tern in Münster Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l- len Entfaltung in de n Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen i n der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption zum Beispiel: Vernetzung in den Stadtteilen und in den Bezirken aktiv unterstützen u.a. zu umliegenden Kindergärten und Grundschulen kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte hinaus den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e- bung erleichtern , z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, g e- meinsames Kochen, Elterncafé , sportliche Aktivitäten wie Yogaku r- se, Eltern-Kind-Zelten… Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden und Verantwortung für sie zu übernehmen Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs herstellen: Schwabschule Stuttgart Seite 39 von 67 umfeldadäquate Angebote für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l- terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z. B . als Haus der Kulturen; o.ä.) Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a- chige Informationen, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidar i- scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten... educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen Trägern, Angebote für die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung mit den anderen Akteuren können in der Kita familienzentrum -ähnliche Strukturen geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifende Fortbi l- dungs- und Beratungsangebote anzubieten. Im Falle der Auftrag serteilung soll educcare in Münster den Bedarf der Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen. 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Be treuung ist nur in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht das Ju gendamt als Handlungs partner, welcher die gleichen Ziele mit derselben Beharrlichkeit und gleichem „neue n Denken“ verfolgt. Eine gute Partnerschaft hat educcare schon in a nderen Kommunen in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Seite 40 von 67 Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten: gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und Abläufen gemeinsame Durchführung von Schulungen Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. ed uccare entwickelt zusammen mit Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Nicht nur im Hinblick auf individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung muss somit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule eine besondere Verantwortung beigemessen werden. Kinder, die in die Schule kommen, stehen in der Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern Verantwortung für eine beständige, ganzheitl iche Bildungs - und Erziehungsentwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von Elementar- und Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmöglichen Förderung für jedes einzelne Kind. Seite 41 von 67 Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die Verantwortung dafür, dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine zu gestaltende Übergangsphase ist, dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine Lerngeschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung kommt, dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in der Umgebung zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute Vorbereitung auf die Schule zu bi eten. educcare sieht sich in der Verpflic h- tung die umliegende Grundschulen anzusprechen und sich zusammen mit ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch Kooperationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Informa tionsabende, übergreifende Portfolios, Projekte zwischen Kita - und Schulkindern, Evaluierung des Übergangsprozesses). 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule Konkret ist es beispielsweise gelungen , an zwei öffen tlichen Schulen im Stuttgarter Westen (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales Unterrichtsmodell einzuführen. Initiator waren Eltern der educcare Kindertagesstätte Hasenbergstraße. Damit ist in unmittelbarer Nachbarschaft der bilingualen Kita die Weiterführung der Bilingualität in der Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des Trägers ist auch ein Seite 42 von 67 gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in einen Stadtteil bringen und Schulentwicklung mit gestalten können. 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ Auf Grund entstehender Neubaugebiete und damit verbundenem Zuzug von Familien soll die neue Kita den Eltern anforde rungsgerechte Kinderbildung und -betreuung anbieten. Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und Betreuungszeiten ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherhe it in der Umsetzung ihres Lebensmodells garantiert. Die Stadt Münster will nicht ausschließlich den Bedarf abdecken, sondern auch eine qualitativ hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung der jüngsten Bewohner im Stadtteil Münster-Mitte zur Verfügung stellen. Die Wohn- und Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil we rden mit der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, des Kennenlernens und des Dialogs zusätzlich gestärkt. educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen stets transparent halten und dynamisch weiterentwickeln. 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, die sich je nach Lebens situation und Umfeld ändern können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von de r hochwertigen Umsetzung unsere r Bildungskonzeption über die Beratung von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin z u offenen, generationenübergreifenden Angeboten. Seite 43 von 67 educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies wird mit Hilfe der Sozialraumanalyse und Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft. Folgende Partnerschaften werden angestrebt: Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen (z.B. mit (Grund-)Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe Kindertagesstätten Jugend- und Familienhäusern Hilfen zur Erziehung Sprachförderprojekten Vereinen Vernetzung mit anderen Trägern Austausch über pädagogische Konzepte ggf. gemeinsame Schulungen Bereitstellung der Räumlichkeiten 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame Verantwortung mit den Eltern. Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe so wie Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer Seite 44 von 67 besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten individuelle Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulture lle Zusammenhänge und vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine vertrauensvolle Partnerschaft ent stehen und familienergänzend und - entlastend wirken kann. Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Re chnung. Alle Mitarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult. Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am stru kturierten Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse. Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell) vier (für Kinder unter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben diese Gespräche) Seite 45 von 67 halbjährliche Elternbefragung jährliche Mitwirkung von Eltern bei der Ausrichtung und Entwicklung der jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s- ergebnisse) Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die Bildungsarbeit und den Alltag der Tagesstätte diverse Elternmitwirkungsmöglichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, Projekt-/Themengruppen) lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: „Rituale“, „Grenzen setzen“) 8 Tagesablauf Durch Rituale Orientierung und Halt geben. Strukturierung des Tagesablaufs Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im Kindergarten- und besonders im Krippenalter wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den Kindern wird ein Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch Sicherheit bietet. Hierbei wird stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes ausgegangen. So ist unser Tage sablauf eine Stütze für das Kind, aber keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den Wasserflöhen“). Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der Morgenkreis / Morning Circle mit allen Kindern, das gemeinsame Obstfrühstück, das Mittagsessen sowie die Mittagsruhe und der Seite 46 von 67 nachmittagliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer wieder neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. Ein exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“, der Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau 7:30-8:00 Uhr Gruppenübergreifende Frühbetreuung: Der entspannte Start in den Tag steht im Vordergrund. Die Kinder werden liebevoll begrüßt und Informationen mit den Eltern ausg e- tauscht. 8:00 Uhr Bringzeit der Kinder in ihre Bez ugsgruppen - erste Fre i- spielphase 8:00-11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten 9:00-Uhr Start in den Tag: Morning Circle - in der Gruppe anko m- men, begrüßen; gemeinsam schmieden die Kinder Pläne für den Tag; es wird gesungen, getanz t, gelacht und d a- nach gibt es gemeinsames Obstfrühstück 9:30-11:00 Uhr Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase: Die Kinder können altersentsprechend frei wählen, ob sie an einem gezielten Angebot (Piazza, Atelier, Bad) tei l- nehmen wollen oder eigenen Wünschen nachgehen: z.B. im Garten spielen, sich ausruhen, kuscheln oder in der Küche nachschauen, was es später zu essen gibt. Die Erzieher/innen unterstützen die Kinder bei der Real i- sierung ihrer Ideen, sie schaffen Anreize und fördern die Kinder mit ihren individuellen Interessen. Sie beobachten und dokumentieren und tauschen sich später mit den E l- tern darüber aus. 11:30 Uhr Mittagessen für die Krippenkinder 12:30 Uhr Mittagessen für die Kita-Kinder. 13:15-15:00 Uhr Mittagsruhe. Es kehrt Ruhe ein im Haus. Seite 47 von 67 Die großen Kinder beschäftig en sich leise, bekommen e t- was vorgelesen oder ruhen und kuscheln miteinander. Die jüngeren Kinder machen sich bettfertig, klettern in ihre Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, ruht. Die Schlafdau er richtete sich individuell nach dem Bedürfnis des Kindes. Wer wach wird, ruft oder kommt a l- lein aus dem Schlafraum und wird von einer Gruppene r- zieherin begrüßt. 15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase 15:15 Uhr Der Snack - Energie für den Nachmittag: Dieser kleine Snack variiert täglich. Abgestimmt auf den Mittagstisch, bietet er einen Energienachschub, der die Kinder für Ihre Aktivitäten am Nachmittag stärkt. Je nach Belegung der Gruppen, findet der Imbiss gemeinsam mit Kindern der anderen Gruppen statt. 15:45 Uhr 2. Entdeckerphase: Die Kinder können sich zwischen vereinzelten Angeboten entscheiden, Garten und Fre i- spiel. 17:00 Uhr Ende Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher Sprache gestaltet. Der Tagesablauf wi rd natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder sonstige Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des Tagesablaufes bleibt aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und Abläufe den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten. Seite 48 von 67 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsvers prechen an Kinder, Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart). Beispiele für definierte Prozesse sind: Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis führender methodischer und inh altlicher Konzepte (Beispiel für Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte Die Schwerpunkte der Förderung sind: Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische Kompetenz sowie Lebenskompetenzen Förderung in den klassischen Bereichen, wie Bewegung/ Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, Naturwissenschaft sowie Technik und MedienPraktische Beispiele für wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind: Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s . auch educcare Beiratsmitglied Herr Prof. Wode) Seite 49 von 67 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, Universität Mannheim Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd Grafik zur Darstellung der pädagogischen Basis, der Methoden und Förderung: educcare Bildungs- und Betreuungskonzept mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… Best practice Methoden Beobachtung & Doku, Reflektion, Ange- botsplanung, -durchführung, …. (Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) Sozialkonstruktivistischer Ansatz Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz Elternpartnerschaft Basis- kompetenzen Förder- schwerpunkte Bildungspläne (national und international) Best practice Inhalte Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu- sik, Naturwissenschaft, …. (Kanada, Frankreich, Deutschland, …. ) Seite 50 von 67 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine transparente Qualität. educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf der anderen Seit e betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen. Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die Transparenz in der Entwicklung des Kindes laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für Qualität und Wirtschaftlichkeit Seite 51 von 67 Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche Prozesse: Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und Konsequenz der Umsetzung , und damit die hochwertige und verlässliche Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom Konzept als auch in der Praxis in einer educcare Kindertagesstätte vor Ort. Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen. Zuverlässige und effiziente Umsetzung von Bildungskonzept und Anforderungen Pädagogisch • Review • Benchmarking • Kooperationen • ....... • Befragungen • Elterngespräche • ........ • Dokumentation • Beobachtung • Betriebswirtschaftlich • Nutzungsanalysen • Arbeitszeitmodelle • Modellförderung • ....... • Personalbedarf • Personalmanagement • ........ • Arbeitsteilung • Raum = 3 Erzieher • Strukturen und Prozesse • Review Seite 52 von 67 Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht in dem Review darum, zu prüfen ob die richtigen Dinge getan werden (Effektivität) und ob diese richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die kontinuierliche Analyse auf Basis der educcare Bildungskonzeption. Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe Evaluation trennt, gehen in die Analyse der Arbeit auch noch folgende Informationen ein: jährliche Elternbefragung jährliche Mitarbeiterbefragung jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kic koff Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an. Seite 53 von 67 Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt. Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen do kumentiert und an die Beteiligten Informationen verteilt. 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiges Kernelement einer qualitativ hochwertigen Pädagogik. Sie zeichnet verantwortlich handelnde pädagogische Fachkräfte aus und ist Bestandteil ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das Kind in seinen Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, die Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Koll eginnen und Kollegen zu reflektieren und die Eltern in regelmäßigen Abständen über die Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kin- des Beobachten, um Kinder besser zu verstehen Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unter- stützen Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen Beobachtung und Dokumentation ist eine verpflichtende Aufgabe für alle pädagogischen Fachkräfte. educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch gerecht zu werden und entwickelt sein Beobachtungs - und Dokumentationssystem kontinuierlich weiter und greift dabei sowohl auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Entwicklun gspsychologie als auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in ein Seite 54 von 67 Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung und Dokumentation umgesetzt: Beobachtung und Begleitung von Kindern (Arbeitsbuch zur Leuve- ner Engagiertheits-Skala) (Vandenbussche & Laevers, 2009), Learning Stories (Carr, 2001), Entwicklungsbeobachtung und –Dokumentation (EBD 3-48 Monate und EBD 48-72 Monate - Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 2015). Übersicht über das educcare Beobachtungs - und Dokumentationssystem Seite 55 von 67 10 Personalmanagement Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt- zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten Aufgabe des/der Erzieher /in ist es , das Konzept durch situations - und entwicklungsbezogenes pädagogisches Ha ndeln umzusetzen, das heißt ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe. Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen ist unerlässlich, um f ür das einzelne Kind als auch für entwicklungs - homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu können. Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nach – durch entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio - nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann. Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die Arbeit mi t Kindern, erkennbarer und nachgewiesener Wille zur Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer Schwerpunkte. Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz u nd des Zutrauens sowie der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung. Seite 56 von 67 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleginnen und Kollegen zu schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv ihren/seinen Weg s uchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösungen zu suchen, den Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, was immer bedeutet, lernen zu können. educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an dieser Kultur mitzuwirken. Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der Einrichtung bemerkbar wird. Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Tea mordnung, die Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern getragen wird. 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, die die Fachkräfte vor Ort für di e verlässliche Leistungserfüllung gegenüber Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen. Seite 57 von 67 Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfäh ig und lebenstüchtig), Einstellung zum Kind und zu den Eltern, Leidenschaft zu bestimmten Themen, Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: Sachkompetenz Handlungskompetenz Selbstkompetenz Reflektionskompetenz Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung zu dem ersten Arbeitstag). Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind insbesondere: intensive Schulungen, kontinuierliches Coaching sowie laufendes Feedback, Reflektion, Projektarbeit. Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen Rollen. Seite 58 von 67 Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen Fachkraft: Exkurs educcare Commitment Schulungen Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach der Schulung eingeht. Beispiel hier für sind die durch die teilnehmende Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach der Schulung mit der Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Seite 59 von 67 Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den pädagogischen Alltag be sprochen und festgelegt. Das beschlossene Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des Reviews auf seine Umsetzung überprüft. Konkret bedeutet dies: erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag bereits terminlich vereinbart), im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs Monaten ein Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept ion, Grundlagen Bildung und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement. 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um die educcare Erziehungs- und Bildungskonzeption und die hohe Qualität in den Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtun gen, die sich im Aufbau befinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge zu geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st überflüssig zu machen. Seite 60 von 67 Verantwortung des Coaches Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt. Die benötigten Kompetenzen un d Fachwis sen sind durch die Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach der educcare Konzepti- on. Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gest ellten Anforderungen selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit umzusetzen. Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in d er Zusammenarbeit mit der Kita Leitung. Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt. Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung in Deutschland. 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun- gen, Tarifbindung Qualität dank Professionalität Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte n ergibt sich folgendes mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten: Seite 61 von 67 Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 Stunden pro Tag Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr) flexible Betreuungsangebote bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal sichergestellt werden kann educcare Bildungskonzeption Notfallbetreuung (optional) Personal: Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von Einrichtungen sowie mit einem besonderen Blick für Familien und das Gemeinwesen / den Sozialraum Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des Sozialraums ausgewählt fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis drei Tagen Entgelt angelehnt an TVöD In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen einspringen Seite 62 von 67 11 Beweggründe für die Bewerbung Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft en zu bewerben, unterteilen sich in zwei Bereiche. Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da in Münster durch Verwal- tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die folgenden Eigenschaften auszeichnet: Hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt Qualitätsorientierte Ausrichtung Offenheit gegenüber neuen Trägern Interessiert an einer breiten Angebotsvielfalt Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung Vernetzung der Träger Viel Potenzial in Münster durch viele neu hinzuziehende Familien Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erstrebenswert mit den Verantwortlichen der Stadt die Zusammenarbeit zu intensivieren und weitere Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen. Zudem ergeben sich mit weiteren Einrichtungen in Münster viele Synergie- effekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien liegen in den Verzahnungsmöglichkeiten in den Themen Pädagogik und B e- trieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten und Kita -übergreifenden Angeboten für Kinder und Eltern, einem Patenmodell der Leitungen und Mitarbeiterinnen sowie gemeinsamen Management mit unte r- schiedlichen Themenschwerpunkten Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien ergeben sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapazitäten und insb e- sondere bei unkomplizierter Aushi lfe bei Personalengpässen Seite 63 von 67 (Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) auf Fachkraft - als auch Le i- tungsebene Zu den Synergien bezogen auf die Effizienz: Effizienzen entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sow ie gemei n- same Schulung der Teams. Durch Nutzung dieser Syne r- gien entstehen Potenziale sich noch intensiver auf pädag o- gische Themen zu konzentrieren Durch die zukünftig enge Zusammenarbeit der bestehenden bzw. im Aufbau befindlichen educcare Kitas in Hiltru p und Wolbeck kann eine neue Kita - insbesondere im Aufbau und später im laufenden Betrieb – sehr gut unterstützt werden, sodass hohe Qualität von Anfang an gewährleistet wird. Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t- ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien und der Stadt Münster einbringen können: Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n- gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, so bildet die educcare Kindertagesstätte „Der bunte Luftba l- lon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit der i n- tegrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste e.V.“ im Verbund das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet Familien einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfragen, En t- wicklungsauffälligkeiten, F örderbedarf, Sprach - und Bew e- gungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund ums Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachkursen und Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. Neben Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Familienzen t- rum kreative und sportliche Angebote für Kinder und Eltern, Seite 64 von 67 wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische Frühfö r- derung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche Angeb o- te, z.B. Yoga, Zumba… Gerne bringen wir unsere Expertise auch in Familienzentren in Münster mit ein. Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in einem schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote und Maßnahmen in der Kita zu unterstützen, ist eine He r- ausforderung, die der educcare Philosophie entspricht Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h- landweit und auch in Münster durch die Kindertagesstätte „ Lacki Kids“ und bald mit einer zweiten Einrichtung mit kommunalem Ve r- sorgungsauftrag im Stadtteil Wolbeck, die sich derzeit im Aufbau be- findet und voraussichtlich 2019 eröffnet Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertages stätte sehr zufrieden sind. Die letzte Befragung im Zeitraum 05.06.2018 – 19.06.2018 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h- mequote 61,4%) die Weiterempfehlungsquote bei 92% liegt. d.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem. Zur Übernahme der Trägerschaften für die Einrichtungen benötigen wir die finanzielle Unterstützung der Stadt Münster. Die Übernahme der Träge r- schaft die die fünf Einrichtung ist für educcare nur unter folgenden Aspekten möglich: Seite 65 von 67 1. Einrichtungen Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (4 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 2. Einrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (8 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig. 3. Einrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 4. Einrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 5. Einrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (6 Gruppen) Anrechnung von 50% der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den pädagogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen Seite 66 von 67 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig Auf Basis der Erfahru ngen von educcare zu kommunalen und betrieblichen Kitas betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, diese Herau s- forderungen zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dürfen. Köln, 07.02.2019 Axel Thelen Sabrina Klein Geschäftsführer Projektentwicklerin Seite 67 von 67
Anlage 8.2 Konzeption Meckmannweg
94202 Zeichen
Angaben zur Einrichtung
Personal
Grundsätze Bildung und Förderung
Pädagogische Ansätze
Inklusion
Beobachtung und Dokumentation
Zusammenarbeit mit den Eltern
Eingewöhnung
Schutz des Kindeswohls
Qualitätssicherung
Konzeption
für die
Kindertageseinrichtung
am Meckmannweg
Seite 2
Seite 3
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ................................ ................................ ......................... 5
2. Rahmenbedingungen ................................ ................................ ....... 7
2.1. Gesetzliche Grundlagen ......................................................................................... 7
2.2. Begriffsbestimmungen ........................................................................................... 7
3. Angaben zur Einrichtung ................................ ................................ 10
3.1. Tagesstruktur ........................................................................................................ 10
3.2. Gruppenstruktur ................................................................................................... 11
3.3. Raumkonzept ....................................................................................................... 12
3.4. Lange Öffnungszeiten / wenig Schließzeiten ...................................................... 12
3.5. Anmeldeverfahren ................................................................................................ 13
3.6. Verpflegung mit frischen Zutaten ......................................................................... 13
3.7. Sicherheit: Aufsichtspflicht & Unfälle ................................................................... 14
4. Personal ................................ ................................ ........................ 15
5. Unsere Grundsätze der Bildung und Förderung ............................. 15
5.1. Unsere Haltung .................................................................................................... 15
5.2. Unser Bild vom Kind ............................................................................................. 16
5.3. Unser eigenes Rollenverständnis ........................................................................ 16
5.4. Bildungsbereiche .................................................................................................. 18
5.4.1. Bewegung ............................................................................................... 20
5.4.2. Körper, Gesundheit und Ernährung ........................................................ 20
5.4.3. Sprache und Kommunikation .................................................................. 21
– Alltagsintegrierte Sprachförderung ................................................... 21
– Angebote der Sprachförderung: Early Bird ....................................... 22
– Umgang mit Mehrsprachigkeit .......................................................... 23
5.4.4. Soziale und (inter-)kulturelle Bildung ...................................................... 23
5.4.5. Musisch-ästhetische Bildung .................................................................. 24
5.4.6. Religion und Ethik ................................................................................... 24
5.4.7. Mathematische Bildung ........................................................................... 25
5.4.8. Naturwissenschaftlich-technische Bildung ............................................. 25
5.4.9. Ökologische Bildung ............................................................................... 25
5.4.10. Medien ..................................................................................................... 26
Seite 4
6. Pädagogische Ansätze/Partizipation ................................ .............. 27
6.1. Gestaltung des Freispiels mit dem situationsorientierten Ansatz ....................... 27
6.2. Montessori ............................................................................................................ 29
6.3. Pikler ..................................................................................................................... 30
6.4. Marte Meo ............................................................................................................. 32
7. Inklusion ................................ ................................ ........................ 32
8. Beobachtung und Dokumentation ................................ .................. 33
8.1. Portfolio ................................................................................................................ 33
8.2. Beobachtungsmethoden ...................................................................................... 34
9. Zusammenarbeit mit den Eltern ................................ ..................... 34
9.1. Elternkommunikation ............................................................................................ 34
9.1.1. Alltagskommunikation ............................................................................. 35
9.1.2. Entwicklungsgespräche .......................................................................... 36
9.2. Elternmitwirkung ................................................................................................... 36
9.2.1. Eltern-Zeit ................................................................................................ 36
9.2.2. Rat der Kita und Elternbeirat................................................................... 37
10. Eingewöhnung ................................ ................................ ............... 37
11. Kindeswohl / Schutzauftrag ................................ ............................ 39
12. Qualitätssicherung ................................ ................................ ......... 40
12.1. Kita-übergreifende Qualitätssicherung ................................................................ 40
12.2. Zusammenarbeit mit dem Träger ......................................................................... 41
12.3. Fortbildung und Team-Entwicklung ..................................................................... 41
12.4. Sozialräumliche Vernetzung ................................................................................ 42
Literaturangabe ................................ ................................ ................... 44
Seite 5
1. Einleitung
Kindertageseinrichtungen bei KinderHut verstehen wir als aktive
Lebensorte, als Bildungswelten, in de nen sich die Kinder
umfassend, altersgerecht und mit allen Sinnen auf ihr Leben
vorbereiten.
Jede einzelne Kita erfordert in ihrem Sozialraum und aufgrund
der besonderen Bedarfe der nutzenden Eltern und Familien eine
eigene konzeptionelle Grundlage.
Die hier vorliegende Konzeption versteht sich als Grundlage der
Arbeit in der Kita am Meckmannweg: Sie greift das fachliche und
betriebliche Rahmenkonzept von KinderHut auf und gestaltet es
gemäß den sozialräumlichen Bedingungen in d iesem
Münsteraner Stadtteil.
Dabei gibt es einige „Fixpunkte“ für uns als KinderHut, die sich in
allen unseren Kitas wiederfinden:
Unser pädagogisches Kita-Team versteht seine tägliche
Aufgabe darin, die uns anvertrauten Kinder in ihrem Drang nach
Erkundung ihres Umfeldes zu begleite n un d unterstützend zu
wirken. Dafür gilt es, eine entsprechende Umgebung für die
Kinder zu schaffen, Sinneserfahrungen zu ermöglichen und
somit den Kindern die Chance zu geben für Lernen mit allen
Sinnen.
Unser Anliegen ist es, dass sich die Kinder in den
Räumlichkeiten unserer Kita sicher und geborgen fühlen können.
Dies schließt einen respektvollen, wertschätzenden Umgang und
die Achtung vor ihnen als Persönlichkeiten mit ein.
Wenn Kinder die Kita vor allem als einen anderen Teil ihrer
Lebenswelt erleben und wenn sie so ein Teil ihrer Erfahrung en
und Bildung wird, dann ist es gut, dass der Gesetzgeber in
Deutschland den Kitas und den Kita -Trägern kein starres
„Einheits-Korsett“ für ihre fachliche Arbeit und ihre Ideen
vorschreibt. Vielmehr liegen den gesetzlichen Regelungen in
diesem Bereich die Anerkennung und Förderung der Vielfalt von
Kita-Trägern zugrunde und die Vorstellung, dass die Kitas und
Kita-Träger eigene Gestaltungsräume brauchen.
Seite 6
Uns ist wichtig, dass unseren Eltern und allen „Außenstehenden“
die Ideen und das Konzept der Gestaltung „ihrer“ Kita
transparent werden.
Daher beschreiben wir i n der folgenden Konzeption die
Rahmenbedingungen der Kita am Meckmannweg und das
pädagogische Konzept mit seinen Ansätzen und
Bildungsbereichen sowie die Zusammenarbeit mit den Eltern.
Als langjähriger Dienstleister für Vereinbarkeit von Beruf und
Familie und als Kita-Träger mit diesem Blick suchen wir in einer
sich ständig verändernden Welt , auch den Austausch und die
Rückmeldung zu unseren Ideen und Überlegungen.
Die Eltern, unsere Mitarbeiter/ -innen und Fach-Kolleginnen und
-Kollegen sind die uns wichtigen Partner dafür: Über Ihre Fragen
und Rückmeldungen freuen wir uns!
Rena Fischer-Bremen und
das KinderHut-Team
Kinder-Individualität
braucht Träger-Individualität
„
“
Seite 7
2. Rahmenbedingungen
2.1. Die gesetzlichen Grundlagen
Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz), das Sozialgesetzbuch (SGB) und das Kinder-
und Jugendhilferecht (KJHG) bilden die gesetzliche Grundlage für die
Kindertageseinrichtung.
Dieses Konzept führt insbesondere näher aus,
▪ wie KinderHut die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen
und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördert,
▪ KinderHut die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützt und ergänzt
und die Erziehungspartnerschaft mit Eltern lebt und
▪ die Eltern dabei unterstützt, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser
miteinander vereinbaren zu können (Vgl. SGB XIII § 22) In der Konzeption
wird daher
▪ der Umsetzung der Bildungsgrundsätzen Nordrhein-Westfalen
▪ der Gestaltung der Erziehungs- und Elternpartnerschaft
▪ der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
▪ dem multikulturellen Ansatz, sowie der Inklusion und Partizipation
besondere Beachtung geschenkt.
2.2. Der Kita-Träger: KinderHut gGmbH
Als Träger der Kindertageseinrichtung bewirbt sich:
KinderHut
Projektgesellschaft für gemeinnützige sozialpädagogische Projekte mbH
(KinderHut gGmbH)
Die Gesellschaft wurde am 07. Januar 2008 errichtet und ist beim Amtsgericht
Essen im Handelsregister B unter der Ziffer 20575 eingetragen.
Die Gesellschaft wurde am 31. März 2008 als Träger der Freien Jugendhilfe vom
Landschaftsverband Rheinland anerkannt.
Der besondere Zugang als Träger zur (früh)kindlicher Entwicklung und Bildung
ergibt sich aus unserer Entstehungsgeschichte von KinderHut und den Impul sen
der Gründerin, Rena Fischer-Bremen.
Für KinderHut steht insbesondere die Unterstützung und Förderung der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrund: Die
Kindertageseinrichtungen bei KinderHut stehen Unternehmen , den dort
beschäftigten Eltern und den Kommunen mit einem Betriebskonzept zur Seite, das
sich an den besondere n Bedarfen berufstätiger Eltern und einer ausgeprägten
Seite 8
Dienstleistungs-Konzept orientiert. KinderHut unterstützt Eltern in einer
veränderten Arbeitswelt, berufliche Aufgaben und das Leben in der Familie zu
vereinbaren.
KinderHut hat seit 1995 Erfahrungen als flexibler Familienservice-Dienstleister und
mit einem spezifischen Betreuungsangebot in den Kitas – fokussiert auf die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei insbesondere
▪ Leistungen zur Beratung und Information von berufstätigen Eltern,
▪ flexible Dienstleistungen zur Unterstützung der Familien
▪ auch zeitlich passgenaue Betreuungsangebote mit dem Schwerpunkt der
Förderung von Entwicklung und Bildung von Kindern in Kindertagesstätten
▪ Die Umsetzung unseres KinderHut-Ansatzes beinhaltet
▪ eine konsequente Dienstleistungs-Orientierung
▪ eine Unternehmenskultur, die sich an Fachlichkeit und dem
kontinuierlichen Bemühen um Qualität orientiert
▪ die Kontinuität und Sicherheit des Angebotes für die Kinder und die
Familien
▪ ein Angebot für Familien und Kinder, das sich an dem in der abendländisch-
christlichen Kultur geprägten Verständnis vom Menschen orientiert und an
der Achtung vor Leben und Umwelt
Ein Element im KinderHut-Ansatz ist, mit dem KinderHut- Dienstleistungsangebot
die Partnerschaft mit Unternehmen zu pflegen und als „ Möglichmacher“, die
gemeinsame Kooperation von Jugendhilfeplanung und Kommune, Unternehmen
und KinderHut als Kita -Träger zu suchen. An den bestehenden KinderHut -
Standorten ist da s KinderHut -Bildungsangebot ein Beitrag zur
Attraktivitätssteigerung auch der Kommune als Wirtschaftsstandort.
Unsere Leitlinie in der Gestal tung solcher „Bildungsbündnisse “ ist der faire
Interessensausgleich zwischen Unternehmen , den dort beschäftigten Eltern, der
Kommune und KinderHut als Träger.
KinderHut hat bereits das Gespräch mit einem Arbeitgeber im Stadtteil
Mecklenbeck gesucht, der sich dort neu ansiedeln und über 100 n eue
Arbeitsplätze schaffen wird.
KinderHut – Die Dienstleistungs-Orientierung
Wir sehen die Familien als Systeme, die wir behutsam in ihren Aufgaben
unterstützen und im Sinne von Empowerment stärken wollen – insbesondere in
ihren Fähigkeiten, Kinder und Jugendliche zu bilden bzw. auch älteren Familien-
Angehörigen beizustehen.
Seite 9
Es ist unsere Überzeugung, dass dies in den heutigen Lebensbedingungen der
Familien vor allem dann gelingen kann, wenn wir unsere Unterstützungsleistungen
konsequent als kundenorientierte Dienstleistungen erbringen:
▪ Familien sollen sich nicht an unsere Angebote anpassen müssen, sondern
unsere Angebote wollen sich der heutigen Lebensrealität der Familien
anpassen.
▪ Unsere Kunden können maßgeblich auch durch ihr eigenes Handeln am
Erfolg unserer Dienstleistungen mitwirken.
Mit dem Angebot unserer Dienstleis tungen und unserem Betreuungsangebot
übernehmen wir als KinderHut eine besondere Verantwortung für alle unsere
Kunden, insbesondere für Eltern und Familien: In einer vertraglich abgestimmten
Arbeitsteilung werden wir zu „Ko-Produzenten“ der Familien, zum Beispiel bei der
Förderung der Entwicklung und Bildung der Kinder oder bei der Bewältigung von
Betreuungs- und Pflegeanforderungen.
Das kann nur gelingen, wenn die (erwerbstätigen) Eltern und KinderHut eine
Partnerschaft dazu begründen: Wenn Vereinbarkeit gelingen soll, dann gilt es, zum
Wohl der Kinder und zum Wohl der Familien vertrauensvoll zusammenzuwirken
und diese Partnerschaft als Kultur der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Familien
und KinderHut immer neu zu entwickeln. In dieser Partnerschaft haben auch Eltern
und Familien ihre besondere Verantwortung: Unsere Dienstleistungen wirken dann
erfolgreich, wenn sie von ihnen aktiv unterstützt werden.
Im Hinblick auf die Eltern und Familien, die wir mit unseren Leistungen
unterstützen, muss es Ziel und Aufgabe sein, sie am Alltag der Kinder außerhalb
des familiären Binnen-Kreises, an der Entwicklung der Kinder und an den von uns
initiierten Bildungs- und Entwicklungsprozessen teilhaben zu lassen.
Das gilt im pflegerischen Bereich ebenso wie in pä dagogischer Hinsicht.
Voraussetzung dafür ist die Transparenz des Dienstleistungsgeschehens und
unserer fachlichen Arbeit. Die kontinuierliche Information und die Beratung der
Eltern sowie die Zusammenarbeit mit ihnen hat daher in unserer Arbeit von
KinderHut eine
besondere Bedeutung und schlägt sich bis in unser Raumkonzept nieder.
Seite 10
3. Angaben zur Einrichtung
3.1. Tagesstruktur
Für die Arbeit mit Kindern im U3- und Ü3- Bereich ist eine Tagesstrukturierung
sinnvoll und notwendig, die mit ihren „Gewohnheiten“ den Kindern Sicherheit und
Orientierung vermittelt. Zudem erlaubt diese Struktur dem Kita-Team, die fachliche
Arbeit zu planen und Arbeitsprozesse zu organisieren.
Gruppenform II:
Uhrzeit: Ablaufplan:
7:30 - 9:00 Uhr Treffpunkt für ankommende Kinder und Erzieher/-innen in der Gruppe
9:00 - 9:10 Uhr Gemeinsamer Morgenkreis
9:10 - 9:40 Uhr Gemeinsames Frühstück
9:40 - 10:00 Uhr Wickelrunde* eventl. auch Schlafenszeit
ab 10:00 - 11:20 Uhr Freispielzeit oder Angebote/Projekte
ab ca. 11:30 Uhr Gemeinsames Mittagessen mit anschließender 2. Wickelrunde*
12:00 - 14:15 Uhr Schlafenszeit je nach Bedarf
ab 14:00 Uhr Aufwachen und 3. Wickelrunde*
14:30 Uhr Gemeinsame Snackrunde
ab 15:00 (oder bei
Bedarf früher) - 18:30
Uhr
Start Abholzeit und zweite Freispielphase oder Angebote/Projekte
* neben den festen Wickelrunden wird zusätzlich immer nach Bedarf gewickelt.
Seite 11
Gruppenform I und III:
Uhrzeit: Ablaufplan:
7:30 - 9:00 Uhr Treffpunkt für ankommende Kinder und Erzieher in der Gruppe
08:30 - 09:30 Uhr Gleitendes Frühstück und Freispiel
ca. 09:30 Uhr Gemeinsamer Morgenkreis und Absprache mit den Kindern, welche
Räumlichkeiten und Angebote sie wahrnehmen möchten
9:40 - 10:00 Uhr Toilettenrunde mit den jüngeren Kindern und eventuelle Wickelrunde*
10:00 - 11:30 Uhr Aktives Freispiel oder Teilnahme an Angeboten/Projekten in den
verschiedenen Räumlichkeiten
ca. 11:40 Uhr Im Gesprächskreis werden gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung des
Zusammengehörigkeitsgefühls und der Aufmerksamkeit der Kinder
untereinander gefördert. Individuelle Erlebnisse und
Interessensgebiete der Kinder werden aufgegriffen und mit in die
weitere Planung aufgenommen.
ca.12:15 Uhr Gemeinsames Mittagessen
ca. 13:00 Uhr Bei Bedarf Ruhephase oder auch Schlafphase - eine halbe (oder
länger) Stunde den Körper zur Ruhe kommen lassen, einer
Geschichte lauschen
ca. 13.30 Uhr - 14:30 Uhr Freispiel und gemeinsame Vorbereitung der Snackrunde
14:30 Uhr - 15:00 Uhr Snackphase
15:00 Uhr - 18:30 Uhr Beginn der Abholphase, Freispiel oder Teilnahme an einem
Nachmittagsangebot
* für Kinder, die noch eine Windel benötigen werden, im Tagesverlauf verteilt, mehrere Wickelrunden angeboten.
Zusätzlich wird immer bei Bedarf gewickelt
3.2. Gruppenstruktur
Gruppenname Gruppentyp Anzahl Kinder Alter
Gruppe 1
GIIIc 20 3 – 6 Jahre
Gruppe 2 GIIc 10 4 Mon. - 3 Jahre
Gruppe 3 GIc 20 2 - 6 Jahre
Gruppe 4 GIc 20 2 – 6 Jahre
Seite 12
3.3. Raumkonzept
Idealerweise zeichnen sich unsere Kitas dadurch aus, dass sie mit einem eigenen
Empfang ausgestattet sind. Hier adressieren Eltern Ihre Wünsche an die
Versorgung des Kindes untertags, berichten von der aktuellen Situation des
Kindes und ggf. wer das Kind am Nachmittag abholen wird. Der Empfang bildet
die „Schnittstelle“ zwischen Familie und Kita.
Für die Kinder gibt es im Innern der Kita und für ihre Gruppe einen großen
Gruppenraum. Das KinderHut -Konzept sieht eine ästhetisch -ansprechende
Ausstattung mit hochwertigen Materialien und mit ausgewählten Spielmaterialien
vor, die die Kinder in ihrer Phantasie und Spielfreude anregen sollen und darin, in
unterschiedlichsten (Bildungs-)Bereichen aktiv zu werden. Die Ausstattung
spiegelt
dabei auch die pädagogischen Überlegungen von KinderHut wieder, die u.a. Ideen
von Maria Montessori aufgreifen.
Für Kleingruppen -Arbeit verfügt jede Gruppe über einen sog.
Differenzierungsraum: Dort können besondere Sprachförderangebote (auch in
englischer
Sprache), Inklusionsarbeit und unsere Angebote für baldige Schulanfänger
stattfinden.
Insbesondere auch für Angebote der Bewegungsförderung, die innerhalb der Kita-
Räumlichkeiten stattfinden (sollen), gib t es einen entsprechend ausgestatteten
Bewegungs- bzw. Mehrzweckraum.
Weitere Rä ume sollen den Kindern zum Ausruhen und Schlafen dienen:
Verschiedene Lichtquellen, Liegefläche n und Betten laden zum Träumen und
Entspannen ein.
Die Waschräume sind mit kindgerechten Sanitärobjekten und Wickel-Möglichkeit
ausgestattet.
Die Kita verfügt über eine eigene Küche , Abstellräume, einen Putz mittelraum
sowie Abstellflächen für die Kinderwagen.
Für Gespräche mit Eltern ist das Leitungsbüro ausgestattet.
Das Kita-Team kann sich in einen eigenen Personalraum zurückziehen.
Das große Außengelände ist abwechslungsreich naturnah gestaltet und lädt mit
unterschiedlichen (Spiel-)Geräten zum Entdecken, Bewegen und Forschen ein.
3.4. Lange Öffnungszeiten / wenig Schließzeiten
Unsere täglichen Betreuungszeiten:
Seite 13
Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 18:30 Uhr. Die Kinder können bis zu
45 Stunden wöchentlich betreut werden, wobei eine tägliche Betreuungszeit von
9 Stunden nicht überschritten wird.
Über die Feiertage an Weihnachten schließt unsere Kita jedes Jahr am 23.12. und
startet wieder am 02.01. des neuen Kalenderjahres.
Darüber hinaus gibt es keine Schließungszeiten. Lediglich an fünf pädagogischen
Rüsttagen wie Rosenmontag oder an den Brückenfreitagen zu Christi Himmelfahrt,
bleibt die Kita geschlossen.
Die genauen Daten bekommen die Eltern immer zum Oktober des Vorjahres, um
eine frühe Urlaubsplanung zu unterstützen.
3.5. Anmeldeverfahren
Interessierte Eltern müssen Ihr Kind im Verwaltungssystem KiTa Navigator der
Stadt Münster anmelden. Über dieses Verwaltungssystem wird der gesamte
Anmelde- und Vertragsprozess bearbeitet.
3.6. Verpflegung frisch zubereitet
Für die Kita am Meckmannweg bereitet eine Köchin /ein Koch die Mahlzeiten
täglich frisch und gesund aus Zutaten der regionalen Küche zu. Die Auswahl der
Speisen erfolgt mit Blick auf die Kinder. Es ist unser Bestreben, deren Bedürfnisse
und die Anforderungen einer gesunden Ernährung im Gleichgewicht zu halten.
Die Speiseplan -Kriterien basieren auf den Empfehlungen der D eutschen
Gesellschaft für Ernährung (DGE). Der dort empfohlene Standard bildet die
ernährungswissenschaftliche Basis für alle Anforderungen, die an eine gute,
ausgewogene und gesundheitsfördernde Verpflegung von Kindern gestellt
werden.
Wir bieten täglich eine Rohkostplatte als Vorspeise an. Außerdem steht täglich
auch frisches Obst auf dem reichhaltigen Speiseplan.
Ein- bis zweimal in der Woche bieten wir mageres Fleisch an. Wenn zum
Mittagessen Fleisch zubereitet wird, ist der Snack an diesem Tag fleischl os. Nur
in
geringen Mengen, ein- bis zweimal im Monat, bieten wir Fleischerzeugnisse und
Wurstwaren an. Fisch steht einmal pro Woche auf dem Speiseplan.
Als Sättigungsbeilage reichen wir täglich wechselnde Stärkekomponenten
(z.B. Reis, Nudeln, Hirse, Kartoffeln, Brot – Vollkornprodukte).
Für den Snack am Nachmittag bieten wir unter anderem folgende Speisen an:
frisches und saisonales Obst ohne Zuckerzusatz, Quark und Joghurt mit Früchten
Seite 14
gesüßt, Rohkost mit pikanten Dips, herzhafte Snacks wie Gemüse Muf fins,
Käsewürfel, belegte Brote mit Frischkäse.
Wir b ereiten alle Speisen möglichst zucker - und salz arm zu und verwenden
stattdessen Kräuter.
Zur Sicherung von Küchen-Hygiene und der Qualität des Speisen -Angebots wird
die Arbeit der hauswirtschaftlichen Mitarbeiterinnen und der Köchinnen auch durch
eine externe Beratung begleitet , zudem wird diese Mitarbeiterinnen -Gruppe
regelmäßig fortgebildet.
Für uns bedeuten die Essenszeiten allerdings nicht nur Nahrungsaufnahme.
Vielmehr sind diese Zeiten ein wichtiger Treffpunkt während des Tages , um
Gemeinschaft zu erleben. Die Kinder decken für die Gruppe den Tisch und sagen
gemeinsam mit den Mitarbeitern/ -innen einen Tischspruch auf. Das Kita -Team
achtet auf eine ruhige und entspannte Atmosphäre, so dass die Kinder gemeinsam
essen können.
Für die Entwicklung der Kinder ist nicht nur die sinnliche Erfahrung in einer
geeigneten Atmosphäre wichtig: Es geht auch darum, mit ihnen über diese
Erfahrung zu sprechen und dass sie lernen, Lebensmittel und Geschmäcker zu
benennen
3.7. Sicherheit: Aufsichtspflicht und Unfälle
Vor aller Bildung und Förderung der Kinder in der Kita ist deren Sicherheit eine
notwendige und unverzichtbare Grundbedingung.
Das betrifft insbesondere drei Themen:
Sicherheit der Kinder
KinderHut-Standard die Beratung durch die Experten bzw. Expertinnen der
zuständigen Unfallkasse in der Phase der Planung und Errichtung der Kita.
Über die ohnehin geltenden Verfahrensregeln der Meldung von Unfällen an die
Unfallkasse hinaus, gilt bei KinderHut ein besonderes Verfahren: Es sieht vor, alle
Unfall-Vorgänge zu dokumentieren und KinderHut als Träger weiterzuleiten. Diese
Meldungen werden im „Vier -Augen“-Verfahren durch unbeteiligte und der Kita
außenstehende Mitarbeiter/innen überprüft: Diese Überprüfung soll dazu dienen,
unvoreingenommen von einem möglichen Unfallgeschehen Gefahrenquellen in
der Kita aufzudecken, abzustellen bzw. mit den Mitarbeitern/ -innen optimierte
Arbeitsroutinen zu vereinbaren.
Für den Weg zur und von der Kita am Meckmannweg bis nach Hause sind die
Eltern verantwortlich. Das Personal übernimmt im Moment der Übergabe von den
Erziehungsberechtigten die Aufsichtspflicht des Kindes und trägt diese bis zur
erneuten Übergabe an die Erziehungsberechtigten.
Seite 15
Arbeitsschutz der Mitarbeiter/innen
Zur Sicherheit in der Kita trägt auch der bei KinderHut gepflegte Arbeitsschutz bei.
KinderHut beschäftigt eine externe Sicherheitsfachkraft, der Aufgabe unter
anderem die jährliche Begehung aller Kitas, die Anpassung der
Gefährdungsbeurteilungen der jeweiligen Arbeitsplätze und die Beratung der
Geschäftsführung über den Arbeitssicherheit-Ausschuss (ASA) ist.
Brandschutz
Über die geltenden planungs - und baurechtlichen Vorschriften hinaus praktiziert
KinderHut in Zusammenarbeit mit Fach-Unternehmen am Standort Essen und der
externer Sicherheitsfachkraft den vorbeugenden Brandschutz durch Brandschutz-
Begehungen der Kitas, wenn sie aufgrund baulicher oder sonstiger Änderungen
angezeigt sind, durch jährliche Evakuierungsübungen auf der Grundlage der
Brandschutz-Ordnung und den besonderen Flucht - und Evakuierungsplänen
sowie durch Unterweisungen von Mitarbeiter/innen, insbesondere der Kita -
Leitungen.
4. Personal
Um d ie KinderHut-Konzeption mit verlängerten Öffnungszeiten und der
jahresdurchgängigen Öffnung der Kindertageseinrichtung umzusetzen, bietet
KinderHut regelmäßig einen erhöhten Personalschlüssel, über den KiB iz-
Personalschlüssel hinaus, an.
5. Unsere Grundsätze der Bildung und Förderung
5.1. Unser Bild vom Kind
KinderHut sieht das Kind von Geburt an als kompetent an: Es ist kein Gefäß,
welches erst von uns gefüllt werden muss.
Maria Montessori beschreibt das Kind als „Baumeister seines Selbst“: Jedes Kind
darf und wird in seinem eigenen Tempo seine Fähigkeiten und Stärken entwickeln.
Jedes Kind kommt mit seiner eigenen Persönlichkeit und ganz individuellen
Voraussetzungen auf die Welt.
Zugleich sind Kinder von Geburt empfindsame soziale Wesen: Sie möchten
grundsätzlich kooperieren und in den Dialog mit ihren Mitmenschen treten. Sie sind
sehr früh in der Lage, ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Kinder stehen in emotionaler
Resonanz mit ihrer Umwelt: Sie zeigen bereits ab den ersten Lebensmonaten eine
Lernbereitschaft für jeden Entwicklungsbereich und sie sind „Weltmeister“ im
Seite 16
Lernen. Dabei stellt für Kinder vor allem ihre sinnliche Wahrnehmung den Zugang
zur Welt dar.
An den Kita -Teams bei KinderHut liegt es, ihnen immer wieder neue
Wahrnehmungserfahrungen zu bieten, damit sie ihre Welt begreifen können.
Als menschliche Wesen hat j edes Kind besondere Rechte, vor allem das Recht
auf Selbstbestimmung und auf Selbstentfaltung. Jedes Kind hat das Recht, zu
spielen, sich selbstständig zu einem mündigen Bürger oder einer mündigen
Bürgerin zu entwickeln (Recht auf Emanzipation) und in den Angelegenheiten der
Gesellschaft mitzureden (Recht auf Partizipation).
Kinder haben das Recht auf gleiche Chancen.
5.2. Unsere Haltung
Die pädagogischen Mitarbeiter/innen bei KinderHut orientieren sich in ihrer
täglichen Arbeit an diesem Menschenbild, das jeden Menschen in seiner
Einzigartigkeit respektiert und akzeptiert.
Jede Familie, jedes Kind und auch jedes Team -Mitglied kommt mit einer eigenen
Geschichte, mit eigenen Stärken und S chwächen in die Kita. KinderHut-Haltung
ist, dem Gegenüber mit einer wertschätzenden und von Offenheit und Neugierde
geprägten inneren Einstellung zu begegnen. Ziel ist es, dass jeder Mensch seine
natürlichen Stärken in einer vertrauensvollen Umgebung entf alten kann. Für eine
solche Umgebung ist es wichtig, wertschätzend und gewaltfrei zu kommunizieren.
Diese Art des Kontaktes pfleg t KinderHut im Umgang mit den Kindern und deren
Familien: KinderHut sieht seine Kita-Teams als Vorbilder für diesen Umgang.
KinderHut ist es wichtig, dass Eltern und Kinder das Handeln unserer Teams und
des Trägers als authentisch und übereinstimmend wahrnehmen. Dies fördert die
Beziehungen und die Beziehungs arbeit von KinderHut. Die KinderHut-Botschaft
lautet: Du bist gut, so wie du bist.
Der gewaltfreie und wertschätzende Umgang ist der Ki nderHut-Wunsch für ein
gelungenes Miteinander. Daher identifizier t sich KinderHut mit den
Grundprinzipien von Maria Montessori und Emmi Pikler.
5.3. Unser eigenes Rollenverständnis
Ein afrikanischer Spruch sagt: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran
zieht.“
Im Laufe der Jahre hat sich bei uns ein eigenes Rollenverständnis für den
Erzieher/-innen-Beruf entwickelt, das auf folgenden Grundhaltungen fußt:
▪ Die passive Erzieherin / der passive Erzieher
Seite 17
Auch Maria Montessori beschreibt die Erzieherin bzw. den Erzieher als passiven
Erzieher/in: Sie/er nimmt im Alltag eine geduldige und erst einmal abwartende
wahrnehmend beobachtende Grundhaltung dem Kind gegenüber ein. Dadurch
unterstützen die Mitarbeiter/innen die vom Kind ausgehenden inneren
Entwicklungsprozesse und geben ihm zunächst die Möglichkeit, eigene
Erfahrungen zu machen. Dies beobachtet die Erzieh erin bzw. der Erzieher und
greift situationsgerecht lenkend und unterstützend ein.
Diese Art, der von Maria Montessori beschriebenen Passivität erfordert dabei
besondere Kompetenzen von der Erzieherin bzw. dem Erzieher – aufmerksame
Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung.
Dies nennt die Gründerin von KinderHut „Pädagogische Kreativität.
Ein wichtiges Mittel für die passive Erzieher in / den passiven Erzieher ist die
vorbereitete Umgebung. Daher achten die Kita-Teams bei KinderHut darauf, dass
das alltägliche Umfeld der Kinder in der Kita stets vorbereitet und ordentlich
gepflegt ist, so dass alle spontanen Aktivitäten und Impulse der Kinder Raum
haben können.
Durch diese beobachtende und nicht sofort einschreitende Haltung ist es möglich,
genaue Einblicke in die Entwicklungsphasen und -weisen der Kinder zu
bekommen, um daran anknüpfend auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder
eingehen zu können und sie in ihrer Selbsttätigkeit zu fördern.
▪ Die Erzieherin/ der Erzieher als Beziehungsperson
Die Mitarbeiter/innen sind neben den primären Beziehungspersonen (Mutter,
Vater, Geschwister, usw.) wichtige Begleitpersonen, die mit den Kindern i n Ihrer
Kita-Zeit die ersten außerfamiliären Beziehungen eingehen. KinderHut weiß, dass
ein positives und förderliches Umfeld nur entstehen kann, wenn sich Kinder sicher
und geborgen fühlen.
Lernen findet auch über Beziehungsgestaltung statt. Deshalb ist es KinderHut
wichtig, zu allen Kindern eine tragfähige Beziehung aufzubauen, damit sie in Ruhe
und in ihrem eigenen Tempo wachsen können.
▪ Die Erzieherin/der Erzieher als Vorbild
Wie beschrieben, ist ein wichtiges Merkmal in der pädagogischen Arbeit mit
Kindern die Vorbildfunktion. Diese Vorbild-Funktion nimmt K inderHut ernst und
unsere Mitarbeiter/innen versuchen, sich ihr in jedem Moment der täglichen Arbeit
bewusst zu sein. KinderHut will , dass sich die Kinder an den Mitarbeiter/innen
orientieren, eigene Werte ableiten und entwickeln können.
▪ Die Erzieherin/der Erzieher als leitende Person
Feste Regeln, klare Grenzen , deren Einhaltung und Umsetzung bieten Kindern
einen sicheren Raum, den sie für ihre Entwicklung benötigen. Unsere Teams
Seite 18
bieten ihnen in der Kita durch feste Abläufe, Rituale und die KinderHut- Regeln im
Miteinander diesen sicheren Rahmen. Neben der Beobac htung als wichtiges
Instrument, leiten die Mitarbeiter/innen die Kinder auch an.
Vor allem in schwierigen Situationen, wenn es zum Beispiel Konflikte gibt und der
eigene Wille zurückgestellt werden muss oder die Wut und Überforderung in
manchen Situationen Überhand gewinnt, bieten unsere Mitarbeiter/innen durch
ihre sichere Haltung dem Kind die Hilfestellung an, auch aus unangenehmen
Situationen gestärkt heraus kommen zu können und diese selbst zu bewältigen.
▪ Die Erzieherin/der Erzieher als selbst Lernende/r
Es ist KinderHut- Überzeugung, dass wir im pädagogischen Feld und in der Arbeit
mit Menschen nie auslernen. Unsere Arbeit in der Kita ist vor allem eine „Face-to-
face“-Arbeit (Susan Pinker): Diese Arbeit mit Kindern und eingebettet in das Kita -
Team erfordert , neugierig zu bleiben und uns stetig durch Reflexionen und
Gespräche weiterzuentwickeln.
Den Raum für diese Gespräche und Reflektionen bietet der KinderHut Campus mit
seinen Angeboten vor allem des Präsenzlernens – den Marte Meo
Ausbildungsangeboten, den Angeboten kollegialer Beratung oder zu fachlichen
Schwerpunkt-Themen, z.B. Portfolio.
KinderHut versteht die berufliche Haltung von Mitarbeiter/innen vor allem dann als
professionell, wenn sie diese in ihrem beruflichen Handeln und durch gemeinsame
Reflexion immer wieder überprüfen und weiterentwickeln.
▪ Die Erzieherin/der Erzieher als Anwalt der Kinder
Kinder haben Rechte. KinderHut steht dafür ein, dass diese Rechte gewahrt
werden.
KinderHut will vor allem, dass sich die Kinder zu Menschen entwickeln, die ihre
eigenen Rechte kennen und sich für diese stark machen und einsetzen können.
Unsere Mitarbeiter/innen und unsere Kita -Teams können nur bis zu einem
bestimmten Grad für die körperliche und psy chische Unversehrtheit der
anvertrauten Kinder Verantwortung tragen. Das Kita-Team will den Kindern das
Wissen vermitteln und mit auf den Weg geben, dass sie wertvolle Individuen sind,
die eigene Grenzen formulieren und von anderen einfordern können und dass sie
zugleich in der Lage sind, die Grenzen ihrer Mitmenschen zu akzeptieren und zu
wahren.
5.4. Bildungsbereiche
Insbesondere in der frühen Phase ihrer Entwicklung lernen Kinder als organische
Wesen durch ihre sinnliche Anschauung und den Kontakt zu ihrer Umwelt und –
durch den Kontakt zu den Menschen, denen sie begegnen.
Seite 19
Dabei bringen bereits Babys eine organische Fähigkeit mit, die die kanadische
Psychologin Susan Pinker schlicht „to connect face -to-face“ nennt. Nac h Pinker
handelt es sich in diesen Kontakten zum Beispiel des Babys mit seinen Eltern um
ein wachsendes „soziales Duett“ und nicht um einen sozialen „Monolog“.
Diese Hinweise der kanadischen Forscherin betonen - wie viele andere
wissenschaftliche Untersuchungen und Studien - die Besonderheit der
frühkindlichen Entwicklung: Als organische Wesen lernen Kinder vor allem in
solchen „face-to-face“-Situationen.
Zugleich ist mittlerweile Standard-Erkenntnis in der neurobiologischen Forschung
und der Psychologie und Medizin , dass gerade diese Jahre der frühen Kindheit
entscheidende Lern-Jahre sind.
Pinkers Hinweise ebenso wie die Studienlage in der Forschung über frühkindliche
Entwicklung geben bedeutsame Hinweise auf den – vermutlich zunehmenden -
Stellenwert der Kita als Bildungswelt: Ihre Stärke ist es, in einer zunehmend durch
digitale Medien geprägten Arbeitswelt und in Familien, in denen Kinder schon früh
mit solchen Medien in Berührung kommen, Räume anzubieten, die Lernen in face-
to-face-Situationen ermöglichen.
Vielleicht muss sich langfristig damit auch das Bild verschieben, dass unsere
Gesellschaft vom Lernen und einer „Lern-Karriere“ hat: Galt über viele Jahrzehnte
das an Didaktik und Curriculum orientierte „Schul-Lernen“ als „eigentliches „Lernen
und die Kita nur als „Vor -Schule“, so wird die Schule eher eine „Nach -Kita“ - für
erfolgreiches Lernen gilt es dann, stärker `face-to-face-orientierte Lern-Prozesse‘
in den frühkindlichen Jahren zu fördern.
KinderHut lädt m it Gerald Hüther die Kinder ein, „ihre“ Lern -Erfahrungen zu
machen, unsere Mitarbeiter/innen begleiten und inspirieren sie, sich mit der Welt
innerhalb und außerhalb der Kita auseinanderzusetzen. In einer Gesellschaft mit
vielen Klein-Familien hilft die Kita auch durch ihren besonderen sozialen Charakter
als Gemeinschafts- und Gruppen-Einrichtung.
Dass „Face-to-face“-Situationen bedeutsame Lernsituationen sind, stellt zugleich
eine besondere Herausforderung für die Kita-Teams und KinderHut als Träger dar:
In ihrer „Lern-Karriere“ in der Kita gilt es, die Kinder mit für ihre Entwicklung und
Förderung bedeutsamen Erfahrungsbereichen in Kontakt und in die aktive
Auseinandersetzung zu bringen und „Lern-Erfahrungen“ mit ihnen zu organisieren.
KinderHut dienen dabei die jeweils auf der Ebene der Bundesländer entwickelten
Bildungsgrundsätze als „roter Faden“, an dem sich die Mitarbeiter/innen und das
Kita-Team orientieren – in diesem Fall die Bildungsgrundsätze für Nordrhein -
Westfalen. Sie sind eine Art Bildungsraster, das nutzbar ist von der Zeit in der Kita
bis zur Grundschule , und das Grundlage der Planung in der Kita, der
Entwicklungsbeobachtung und der Portfolio-Arbeit ist.
Seite 20
Daran orientieren sich Mitarbeiter/innen und Kita -Team in ihrer täglichen und
praktischen Arbeit – nicht im Sinne eines „Lehrplans“ und Bildungskanons,
sondern als „Landkarte“ der alltäglichen Arbeit und Erfahrung mit den Kindern. Die
Bildungsgrundsätze unterstützen das Kita -Team dabei, ihre fachlichen Impulse
und Arbeitsansätze zu verorten und dort weitere Anregungen einzubringen, wo die
Kinder in ihrer Entwicklung noch keine weitergehenden Erfahrungen gemacht
haben.
Was kann das konkret bedeuten?
Im Folgenden stellen wir die zehn Bildungs bereiche mit Beispielen aus der
alltäglichen Umsetzung vor.
5.4.1. Bewegung
Die Kita -Planung sieht in der täglichen Arbeit einen festen Rahmen und viele
verschiedene Möglichkeiten vor, damit Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben
können. Dies sind neben den anregend gestalteten Gruppenräumen auch die
Bewegungsangebote im Bewegungsraum, Bewegungsspiele in den Gruppen, das
freie Spiel auf dem Außengelände sowie Spaziergänge.
Für das freie Spiel und entsprechende Angebote und Projekte bietet das Kita -
Team unterschiedliche Materialien zur Bewegungsförderung an : Bälle,
Sprungkästen, Matten, Schaukel, verschiedene Fahrzeuge.
Für Aktivitäten mit den Kindern in der Kita Meckmannweg kann nach Absprache
auch der nahegelegene Sportplatz genutzt werden.
5.4.2. Körper, Gesundheit, Ernährung
In dem an Emmi Pikler angelehnten Vorgehen von KinderHut in der Pflege bietet
das Kita -Team den Kindern in Wickelsituationen die Möglichkeit, sich in einer
vertrauten und respektvollen Umgebung neugierig mit i hrem Körper auseinander
zu setz en: Die Mitarbeiter/innen begleiten diese Impulse in altersgerechter
sprachlicher Form.
Im täglichen Zähneputzen oder im Händewaschen ist wichtig, die Achtsamkeit für
den eigenen Körper und die Hygiene zu fördern.
Die Entdeckung und Auseinandersetzung mit dem eigenen Geschlecht und der
Geschlechtsunterschiede ist ebenso Bestandteil dieser Arbeit, gerade bei älteren
Kindern.
Sexualpädagogik hilft den Kindern dabei, unbefangen mit diesen Fragen
umzugehen und sie als Schritt in der Entwicklung der Persönlichkeit und
Selbstfindung anzunehmen. Das bewahrt davor, die Welt zu sexualisieren und
diesen Themen eine ihnen nicht gemäße Bedeutung zu geben.
Seite 21
Auch in der Ernährung fördern unsere Mitarbeiter/innen die Kinder dabei, zu
entdecken, was sie mögen – und zu ihnen gehört – und was sie nicht mögen:
Während der Essenz eiten entscheiden die Kinder selbstständig, was sie vom
Speise-Angebot essen mögen und wie viel sie davon essen.
Mit frisch zubereiteten Speisen biete t das Kit a-Team den Kindern eine
abwechslungsreiche Ernährung, die sie dazu anregen soll, unterschiedliche
Lebensmittel kennenzulernen und deren Geschmack zu erleben.
Zudem bieten unsere Mitarbeiter/innen den Kindern immer wieder Möglichkeiten,
sich mit „Essen“ und „Ernährung“ zu beschäftigen, zum Beispiel, wenn die
Mitarbeiter/innen sie einladen, einen Obstsalat frisch zuzubereiten.
5.4.3. Sprache und Kommunikation
Alltagsintegrierte Sprachförderung, Sprache erlernen – das findet in der Kita bei
KinderHut in jedem Moment des Tages statt.
Emmi Pikler und Maria Aarts als Persönlichkeiten, an denen sich KinderHut
orientiert, haben gelehrt, die eigenen Handlungen als Erzieherin oder Erzieher
stetig sprachlich zu begleiten.
In ihren eigenen Handlungen erschließen sich die Kinder z.B. in den
Pflegesituationen, im freien Spiel oder bei den Mahlzeiten auf organische Weise
selbst jeden Tag neue Worte und ihre Bedeutungen.
Durch Singspiele, Reime und Lieder in den gemeinsamen Spiel- und Singkreisen
bringen unsere Mitarbeiter/innen den Kindern spielerisch die Sprache näher. Das
Kita-Team fördert „Literacy“ - die Freude an Büchern, Geschichten und
Erzählungen, durch viele Bücher, die in den Gruppen zum gemeinsamen Lesen
oder Vorlesen angeboten werden und durch die jährliche Beteiligung von
KinderHut am bundesweiten Vorlesetag.
Kinder erwerben Sprache „leicht“, wenn sie sich für Themen begeistern und ihre
Welt interessiert und aufmerksam mit allen Sinnen erleben können. Dafür sind ein
sprachanregendes Umfeld und viele sprachliche Vorbilder – andere Kinder und die
Erwachsenen in der Kita - nötig.
Alltagsintegrierte Sprachförderung
Alltagsintegrierte Sprachförderu ng bedeutet, den Kindern Sprachimpulse und
Sprachanlässe im ganz normalen Alltag, ohne gezielte und geplante Angebote, zu
bieten. Es ist eine begleitende Methode, die vor allem durch gelebte
Vorbildfunktion funktionieren kann. Unsere Mitarbeiter/innen benennen
durchgängig ihre Handlungen und die Tätigkeiten der Kinder. Dadurch greifen sie
die Initiative der Kinder auf und machen sich selbst vorhersehbar (Marte Meo -
Ansatz).
Seite 22
Durch genaue Beobachtungen nehmen wir den Entwicklungsstand jedes Kindes
wahr und bauen darauf unsere sprachlichen Impulse auf.
Damit alltagsintegrierte Sprachförderung gelingen kann, bedarf es vor allem einer
Grundhaltung des Kita-Teams und aller Bezugspersonen.
Seite 23
Folgende Punkte sind in der täglichen Arbeit des Kita-Teams von Bedeutung:
▪ Direkte Zuwendung und Blickkontakt: Die Begegnung findet auf
Augenhöhe statt, dann fühlt sich das Kind wahrgenommen.
▪ Aktives Zuhören: Unsere Mitarbeiter/innen hören d em Kind aufmerksam
und interessiert zu und nehmen sich Zeit - das Kind darf zu Ende reden.
▪ Einfühlen: Die Mitarbeiter/innen versetzen sich in die Situation des Kindes,
stellen Rückfragen, wiederholen das Gesagte.
▪ Aufgreifen und Erweitern: Die Mitarbeiter/innen greifen die Aussagen des
Kindes auf und erweitern sie. Da durch unterstützen sie das Kind, seine
Gedanken und Sätze zu strukturieren.
Als Vorbilder müssen unsere Mitarbeiter/innen das eigene Sprachverhalten stetig
im Auge behalten und folgende Prinzipien reflektieren:
▪ Bildung kurzer und einfacher Sätze mit klarer Aussage und der jeweiligen
Anpassung komplexer Satzstrukturen bei fortlaufender Entwicklung
▪ Verwendung und Wiederholung einfacher Wörter
▪ deutliches und langsames Sprechen
▪ Nachahmung von den Lauten und Tönen der Kleinsten
▪ Das Kita-Team begleitet seine Handlungen und die der Kinder sprachlich ,
um den Kindern bei der Verknüpfung von Erlebten und sprachlicher
Benennung zu helfen
▪ Gestik und Mimik sind kongruent mit dem Gesagten.
▪ Es wird keine Ironie, Sarkasmus oder „Negativsprache“ verwendet
▪ Die Mitarbeiter/inn en verwenden offene W -Fragen: Wer? Was? Wieso?
Weshalb? Warum?
▪ Indirekte Korrektur: Fehler werden nicht bewertet und verbessert.
Die Sätze oder Wörter werden in richtiger Form einfach wiederholt
Angebote der Sprachförderung: Early-Bird
Als zusätzliches Angebot neben der alltagsintegrierten Sprachförderung biete t
KinderHut ab dem 2. Lebensjahr einmal in der Woche an einem Vormittag eine
„Early-Bird-Lesson“ an.
In dieser Stunde wird den Kindern in spielerischer Weise die englische Sprache
nähergebracht. Durch die Phonetik einer anderen Sprache und der Anwendung
dieser Sprache in spielerischen Aktivitäten, wird die im 2. Lebensjahr stark
Seite 24
steigende Sprachfähigkeit und Sprachfreude der Kinder weiter angeregt. Ihr Spaß
an „fremden“ Worten, Reimen und Liedern wird ebenso geweckt, wie der Eifer, die
Zuordnung von fremden Begriffen (Vokabeln) zu vertrauten Gegenständen und
Dingen zu verstehen.
Ziel bei alldem ist es, die Kinder neugierig zu mach en auf Neues und Fremdes –
und i hnen die damit verbundene Freude zu erschließen, auch dabei, einander
besser zu verstehen. Hierbei werden erste Grundlagen für die spätere Entwicklung
und Nähe zu einer fremden Sprache entwickelt.
Umgang mit Mehrsprachigkeit
Die Kita bei KinderHut ist ein Ort, an dem viele unterschiedliche Menschen aus
verschiedenen Kulturkreisen und Muttersprachen aufeinandertreffen.
Als KinderHut wollen den Kindern von Beginn an verschiedene Lebensstile und
Gewohnheiten vermitteln und den Alltag damit zu beleben. Unsere
Mitarbeiter/innen greifen dafür unterschiedliche Muttersprachen im Alltag auf und
bieten den Kindern Raum für das Entdecken und Kennenlernen. Dafür bieten sich
Begrüßungen und Verabschiedungen, Zahlen, Lieder, Tiernamen, Körperteile etc.
an. Unsere Mitarbeiter/innen fragen unsere Familien gerne nach bestimmten
Worten in ihrer Muttersprache, damit wir die Kinder in ihrer Sprachentwicklung
besser begleiten können.
Zur Verständigung i n der Kita ermuntern das Team, Kinder und Eltern , dort
Deutsch zu sprechen.
5.4.4. Soziale und (inter-)kulturelle Bildung
Kinder sind von Geburt an soziale Wesen, die Mitgefühl zeigen können und sich
für andere Menschen interessieren. Dieses natürliche Interesse nutzen unsere
Mitarbeiter/innen und gestalten von Anfang an durch gemeinsame Rituale und
Erlebnisse das Gruppengefü hl. Kinder erfahren in der Kita bei KinderHut , wie
wichtig in einer Gruppe das Teilen ist, dass jeder auch mal abwarten muss und
andere Menschen ebenso viele Bedürfnisse haben, wie man selbst. Unsere
Mitarbeiter/innen begleiten Kinder in Konfliktsituationen, indem sie die Gefühle der
Kinder anerkennen und benennen und nach gemeinsamen Lösungen suchen.
Nur dadurch kann ein Leben in einer Gemeinschaft funktionieren. Unser Kita-Team
fördert die individuellen Bedürfnisse und dass Kinder ihre Gefühle frei äußern. Die
Mitarbeiter/innen betten zugleich die jeweilige Individualität in den gemeinsamen
Gruppenrahmen, sodass die Kinder lernen, dass sie in ihrer ganzen Individualität
so gut sind wie sie sind und trotzdem authentisch in einer Gruppe vo n
Mitmenschen leben und einen Platz finden können.
Das Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen und deren Besonderheiten weckt
die Neugierde bei den Kindern. Unterschiedliche Sprachen entdecken, andere
Seite 25
Rituale und Essgewohnheiten kennen und achten zu lernen, ist täglicher
Bestandteil der Kita- Arbeit.
5.4.5. Musisch-ästhetische Bildung
In einem täglichen Freispiel matschen, malen, bewegen, und gestalten die
Mitarbeiter/innen mit den Kindern.
Kreative Ideen entstehen situativ und zugleich durch geplante Angebote und
Projekte.
Ziel ist es, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, ihre inneren Bilder auszudrücken.
Dazu brauchen Kinder genügend Raum, Zeit, Material und Begleitung, sodass sie
schöpferisch tätig werden und ihre Kreativität leben können.
Eine besondere Bedeutung hat für KinderHut die musikalische Frühförderung:
KinderHut fördert, dass sich die Kita -Teams dafür besonders weiterbilden und
KinderHut stattet die Kita mit geeigneten Orff-Instrumenten aus. Klatschen, singen,
tanzen und musizieren – das gehört in den Alltag einer KinderHut-Kita.
KinderHut unterstützt stets neu Projekte der Mitarbeiter/innen in diesem Bereich:
So engagiert sich eine Mitarbeiter/-innen-Gruppe zur Zeit am Standort essen in
dem Projekt ,,Toni singt“ des Chor -Verbandes NRW : Diese Bildungsinitiative
fördert Singen in der Kita und somit auch in Familie und Gesellschaft.
5.4.6. Religion und Ethik
KinderHut ist als Träger k onfessionell nicht gebunden und in Bezug auf Glauben
und Religion neutral.
Als Grundlage der Begegnung mit anderen Kulturen fördert KinderHut zugleich das
Bewusstsein für die jeweils eigene Kultur: Damit wird die Vermittlung von religiösen
Themen und Zusammenhängen sowie das Kulturgut und d as Brauchtum unserer
christlich-jüdischen Kultur zu einem bedeutsamen Teil des Bildungsangebots.
Das Kita -Team ist zugleich an anderen religiösen Ritualen und Festlichkeiten
interessiert und greif t diese auf , um alle Kinder und ihre Kulturkreise gleich zu
achten und wahrzunehmen.
Das Kennenlernen anderer Religionen hilft Fremdes zu versteh en sowie
einzuordnen und stärkt die e igene Identität. Durch dieses Aufz eigen der Vielfalt
können Kinder eine eigene Vorstellung von Werten und Normen entwickeln und
eine
eigene Haltung und „Philosophie“.
Seite 26
5.4.7. Mathematische Bildung
In der mathematischen Bildung greift unser Kita -Team zunächst auf das zurück,
was die Kinder als Materialien und Rituale in Alltag begleitet: Knöpfe zählen gehört
ebenso dazu wie die Anzahl der Kinder im Morgenkreis. Teller werden
entsprechend der Personenanzahl verteilt, Schuhpaare werden
zusammengestellt. Es gibt Abzählreime und kleine Mengen von Erbsen und
Nudeln, die auf dem Teller zu sehen sind - Momente, die ganz natürlich im
alltäglichen Leben Raum finden.
Diese Angebote entwick eln sich altersgerecht weiter: Durch gezieltes Material
zum Bauen, Konstruieren und zum Kennenlernen von geometrischen Figuren oder
statischen Gegebenheiten. Das Kita-Team bietet den Kindern ein e Vielzahl von
Sortier-Tabletts an, damit können sie Mengen erfassen und systematisieren.
Zuordnen und Sortieren – das sind im U3 Bereich die kindgerechten Methoden,
um das erste vorhandene mathematische Bewusstsein spielerisch zu fördern.
Im Ü3-Bereich kommen zunächst Tischgesellschaftsspiele, vor allem mit Würfeln,
hinzu. Die vom Kita -Team eingesetzten Spielmaterialien lassen dann Zahlen
greifbar machen oder Mengen anschaulich erleben.
Schließlich bieten die Mitarbeiter/innen im Vorschul -Bereich Aufgaben und kleine
Experimente an.
5.4.8. Naturwissenschaftlich-technische Bildung
Kinder sind fasziniert von den Phänomenen der Natur und wir greifen sie in unserer
Arbeit auf. KinderHut ist es wichtig, dass das Kita -Team gemeinsam mit den
Kindern die Umwelt zu beobachte t und experimentiert. So fällt jeder Gegenstand
in Richtung Erde - eine beliebte Spielsituation schon für die kleinsten Kinder.
Das Element Was ser ist gerade im U3 -Bereich ein s pannender Stoff und lädt -
gerade draußen in der warmen Jahreszeit auch zum Experimentieren ein.
Ausflüge und das Außengelände bieten dem Kita -Team die Möglichkeit, Natur
hautnah zu erleben. Wo leben die Tie re im Baum oder wo verstecken si ch die
Käfer?
Hier gilt besonders: Nur was greifbar gemacht wird, kann ein Kind auch begreifen.
Seite 27
5.4.9. Ökologische Bildung
Je mehr Kinder von der Welt erfahren und wissen, umso interessanter wird sie .
Die Natu r ist ein Ort der Ruhe und Erholung und eine Quelle der sinnlichen
Wahrnehmung.
Unser Kita-Team unternimmt so Ausflüge in den Wald oder zum Bauernhof. Die
Kinder können in der Natur viele sinnliche Erfahrungen sammeln . Das
ganzheitliche Erleben steht dabei immer im Vordergrund: über einen Baumstamm
balancieren, den Hügel hinaufrennen, klettern, mit Ästen etwas bauen. Dann aber
auch wieder zur Ruhe kommen können, den Tierstimmen lauschen, sie erkennen,
das Moos fühlen und riechen, die Sonnenstrahlen durch die Baumkronen
beobachten, den Wind spüren.
Ausgewählte Bücher machen unseren Kindern dann auch später Erlebtes
nochmals anschaulich. Warum Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander leben
und voneinander abhängig sind, warum sie sich gegenseitig brauchen und nur
gemeinsam funktionieren.
Besonders wichtig sind KinderHut die Themen Nachhaltigkeit und ein bewusster
Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen der Natur : KinderHut
fördert auch hier kleine Projekte, z.B. die Wiederverwertung von Mobiltelefonen.
5.4.10. Medien
Im U3-Bereich arbeiten unsere Mitarbeiter/innen überwiegend mit herkömmlichen
Medien: Die Kinder lernen in der Kita den Umgang mit Büchern, Zeitschriften, CD-
Playern und Fotoapparaten.
Gerade die technischen Medien faszinieren schon die Kleinsten und sie
lernen, int uitiv damit umzugehen. So telefonieren sie zum Beispiel in ihrem
Rollenspiel mit Bauklötzen.
Bei den Ü3 Kindern werden vermehrt Bücher eingesetzt, aber auch Info -
Materialien aus der Bibliothek oder Zeitschriften kommen zum Einsatz, wenn wir
ein bestimmtes Thema verfolgen.
KinderHut engagiert sich – in Zusammenarbeit mit dem Verein „Junge Tüftler“
(Berlin) und der Vodafone Stiftung in Coding als Projekt zur digitalen Bildung. Ziel
ist es, den Kindern über einen spielerischen Umgang die digitale Welt und ihre
Beherrschbarkeit nahezubringen . In diesem Projekt lernen die Kinder unter
anderem den Umgang mit BeeBoots: Diese kleinen Bienen werden zuvor von den
Kindern programmiert und von ihnen über ein Spiel-Feld gesteuert.
Seite 28
6. Pädagogische Ansätze: Partizipation
Partizipation ist eine der Grundlagen für die Arbeit mit den Kindern : Sie ist zentrale
Komponente der Entfaltung einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft.
Kinder entscheiden altersgemäß bei Aktivitäten in der Kita mit, sie sollen so teilhaben an
relevanten Prozessen. Dabei gilt Partizipation als Lernprozess: Sie braucht Übung und
Erfahrung. Diese Erfahrungen können Kinder nur praktisch sammeln – wenn sie Einfluss
nehmen können auf Planungs- und Entscheidungsprozesse.
Dabei werden die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten betrachtet und als solche
gestärkt: Entscheidungen, die die Kinder betreffen, bespricht das Kita -Team auch mit
ihnen, z.B. im Morgenkreis.
Zugleich werden die Kinder angeregt, Visionen, Ideen und Phantasien zu entwickeln,
z.B. für Angebote und Projekte. Das Kita-Team bespricht Umsetzungsmöglichkeiten für
die Ideen der Kinder gemeinsam mit ihnen und legt zeitlich die Aktivitäten fest: z.B. „Wir
kaufen morgen für das Backrezept ein, übermorgen backen wir.“
Zugleich werden d ie Kinder in alltägliche Prozesse eingebunden und nach ihren
Wünschen befragt, u.a. beim Auftragen des Mittagessens. Die Haltung der
Erzieher/innen ist eine zulassende und den Willen der Kinder fördernde Haltung, die sich
durch alle
beschriebenen Bildungsbereiche hindurch zieht.
Unsere Mitarbeiter/innen stehen v or der Herausforderung, in einem entscheidenden
Zeitraum Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Unsere Haltung zum Kind ist, es als
ein selbsttätig agierendes Individuum zu sehen , welches all ‘ seine schöpferischen
Potenziale bereits in sich trägt.
Auf der Grundlage der Erfahrungen in der Arbeit insbesondere im U 3 - und
Elementarbereich, hat KinderHut sein eigenes fachliches Konzept entwickel t, in das
pragmatisch folgende weitere fachlichen Ansätzen integriert wurden:
6.1. Freispiel nach dem situationsorientierten Ansatz
Die Bedeutung des Spiels
Was zu KinderHut passt: Im Zentrum des aktiven Tuns eines Kindes steht das
Spiel.
Alle Erfahrungen und Erkenntnisse erlangt das Kind in seinem eigenen Handeln.
Kinder probieren sich aus und entwickeln Strategien, die sie für ihr Leben
brauchen.
Die Eigeninitiative ist für den Lernerfolg von Bedeutung: Kinder, die eine hohe
Motivation und Neugier haben, probieren selbstbestimmt alles aus. "Spiel"-Räume
sollen frei wählbar sein und den Materialien teilen die Kinder während der
Spielphase Funktionen und Sinn zu.
Seite 29
Kompetenzen in den Bereichen Emotionalität, Körpererfahrungen, soziale
Beziehungen und geistige Erfahrungen werden zudem in Lernprozessen in
unterschiedlichem Tempo gebildet und n eue Lernsituationen können zu
Veränderungen oder Vertiefung der Kompetenzen führen.
Deshalb ist im Alltag das Freispiel eine wichtigste Zeit für die kindliche Entwicklung.
Unser Kita-Team sieht sich als Begleiter der Kinder: Die Räumlichkeiten wie auch
die Materialien werden auf die Kinder und deren jeweils aktuelles Interesse
abgestimmt und verändert.
Folgende Zielsetzungen sind für die Gestaltung des Freispiels in der Kita
bedeutsam:
▪ Eigenständigkeit: Das Kind wählt das Spielmaterial, die Spielpartner, die
Spieldauer und den Spielort.
▪ Soziales Verhalten: Im Freispiel bedeutet dies aufeinander zuzugehen,
Kontakt aufzunehmen, sich durchzusetzen und auch nachzugeben.
▪ Gruppen- und Spielregeln beachten: Beinhaltet das Rücksicht nehmen,
im Rollenspiel alltägliche Situationen durch zuspielen und zu verarbeiten,
sich an Neues heran zu wagen und eventuelle Misserfolge aus zuhalten,
anderen zu helfen, zu teilen, Freundschaften zu schließen.
▪ Die Rolle de r Erzieherin bzw. de s Erziehers während der
Freispielphase ist es, zu beobachten, mitzuspielen, anzuregen und zu
fördern.
- Dokumentation der im Spiel sichtbar werde nden Fähigkeiten und
eventuellen Förderbereiche
- Beobachtung des Sprechverhal tens, des Verhaltens in der
Spielgruppe, Unterstützung durch Mitspielen, um neue Spiele
einzuführen, um Spielgruppen zu formen bzw. zusammenzuhalten, um
kontaktschwachen Kindern im Freispiel zu helfen
- Anregung, die zu neuen Spieli deen führen, Konflikte selbst zu lösen,
Unterstützung zuzusichern
- Förderung einzelner Kinder durch gezielte Angebote z.B. Farben
lernen, Förderung unsicherer Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, sie
ermutigen, ihnen Erfolgserlebnisse verschaffen, ihnen Sicherheit
geben.
Seite 30
6.2. Montessori-Elemente
Maria Montessori, geboren in Italien, lebte von 1870 bis 1952. Sie war Ärztin und
Pädagogin. Durch ihr Studium, Beobachtung und Reflexion gewann sie
Erkenntnisse über den kindlichen Selbsterziehungsprozess und schuf eine
pädagogische Philosophie und Praxis, die von der Achtung der Person und ihrer
Selbstbestimmung und von einem Bewusstsein für die Verantwortung dieser Welt
bestimmt und geleitet wird.
Was zu KinderHut passt: Ein Kind wird mit dem Drang geboren zu lernen und zu
wachsen. Das spontane Bedürfnis, sich aktiv mit der Umwelt
auseinanderzusetzen, führt zu Erkenntnisprozessen, die die Persönlichkeit bilden.
Die Erziehungsaufgabe sieht Montessori im Wesentlichen als einen Prozess der
Selbsterziehung. Daher ist das Zitat „Hilf mir, es selbst zu tun“ zu dem Leitsatz in
der Montessori-Pädagogik geworden.
Dieser Leitsatz enthält die beiden wichtigsten K omponenten der Montessori -
Pädagogik:
▪ Die Erwachsenen schaffen durch die vorbereitete Umgebung die
Bedingungen, die das Kind braucht.
▪ Das Kind treibt durch eigene Kraft seinen Wachstums - und
Bildungsprozess voran.
Montessori konnte in ihrer täglichen Arbe it in einem römischen Kinderheim
beobachten, dass schon kleine Kinder in der Lage sind, sich in tiefer Konzentration
mit einer Sache zu beschäftigen und dadurch zu wesentlichen Erfahrungen zu
kommen.
Durch diese „Polarisation der Aufmerksamkeit“ (Montessor i, M., Schule des
Kindes, Freiburg, 1967, S. 34) setzt sich das Kind mit Dingen und Erscheinungen
seiner Umwelt auseinander und lernt sie zu verstehen und in sein Denken
einzuordnen. Dadurch gewinnt das Kind nicht nur Wissen über die Umwelt,
sondern entwickelt auch Selbsterkenntnis und Selbstvertrauen.
Jedes Kind durchläuft verschiedene Entwicklungsphasen. Diese sind nach
Montessoris Beobachtungen durch sogenannte „sensible Perioden“ (Montessori,
M., Kinder sind anders, München, 1987, S 46 f.) gekennzeich net. In diesen Zeit -
Fenstern sind die Kinder besonders empfänglich und bereit spezifische
Fähigkeiten zu erlernen.
Diese Erkenntnisse bedeuten für die Mitarbeiter/innen eine genaue
Beobachtungsweise der sensiblen Perioden der Kinder. Gerade im alltäglichen
Leben fordern die Kinder viel selbstständiges Handeln ein. Diesem Wunsch
können wir durch die Übungen des tägl ichen Lebens (Hände waschen, An - und
Ausziehen, Tisch decken, Blumen gießen) erfüllen. Dadurch erlangen die Kinder
erste Selbstständigkeit.
Seite 31
KinderHut setzt zudem Montessori-Materialien im Spiel und Handlungsumfeld der
Kinder ein. Der Respekt im Umgang mit Montessori s Grundgedanken, zeigt sich
in der besonderen, methodischen Art die Lernprozesse eines Kindes zu fördern :
Ziel ist es, die Kinder zu motivieren und ihnen die Freude am Lernen zu erhalten.
6.3. Emmi Pikler
Emmi Pikler war eine ungarische Kinderärztin : Sie gründete 1940 ein
Säuglingsheim und entwickelte eine revolutionäre Pädagogik, geprägt von
Wertschätzung und einer sehr achtsamen Haltung dem Menschen gegenüber. Die
Gesundheit der Kinder und die Entwicklung von Selbstbewusstsein waren ihr
besondere Anliegen.
Was zu KinderH ut passt: Die Arbeit von Emmi Pikler ist unter anderem geprägt
von dem Kernsatz „Lasst mir Zeit “. Sie ist der Überzeugung, dass der Säugling
kompetent zur Welt kommt und alles in sich trägt. Er besitzt schon eine eigene
Persönlichkeit und wird eigenständige Schritte in der Bewegungsentwicklung
gehen.
Anhand ihrer Beobachtungen entwickelte sie drei Säulen ihrer Pädagogik:
▪ Die freie Bewegungsentwicklung
Die Kinder sollen sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln und ausreichend
Zeit haben, neue Positionen und Körperhaltungen einzuüben. Die
Mitarbeiter/innen bereiten die Räume so vor, dass die Kinder ausreichend
Platz haben und Möglichkeiten vorfinden, z.B. a n geeigneten Möbeln das
Stehen und spätere Laufen einzuüben.
Ein weiteres Eingreifen ist bei gesunden Kindern nicht erforderlich. Als Basis
dient immer die Rückenlage. Das Kita -Team verwendet keine
unterstützenden Maßnahmen, um die Kinder in eine Sitzposition zu bringen
oder das Laufen „zu üben“. Kinder, die noch nicht laufen können, werd en
von uns getragen oder krabbeln.
Auch bei den Mahlzeiten achten unsere Mitarbeiter/innen darauf, dass sie
die Kinder nicht in eine Position bringen, in die sie noch nich t von alleine
herein oder heraus kommen. Dies bedeutet, dass Kinder als Säuglinge bei
der Mahlzeit auf dem Schoss der Fachkräfte ihre Mahlzeiten bekommen, bis
sie selber sicher sitzen können.
KinderHut ist ebenfalls wichtig, dass die Kinder sich gut bewege n können,
hierfür ist bequeme Kleidung erforderlich. Die Kinder dürfen und sollen sich
viel barfuß bewegen.
▪ Das freie Spiel
Seite 32
KinderHut ist wichtig, dass die Räume so vorbereitet werden, dass ein
wahrhaft freies Spiel möglich wird.
Ausreichendes Spielzeug, viel von dem Gleichen , soll für eine
Ausgeglichenheit in der Gruppe sorgen.
▪ Beziehungsvolle Pflege
Klein-Kinder machen während der Pflege die meisten ihrer sozialen
Erfahrungen. Pikler misst in diesem Zusammenhang den Händen der
Pflegerinnen/Pfleger eine große Bedeutung bei.
Emmi Pikler beschreibt es als „Da ist nie Eile oder Hast .“. Unsere
Mitarbeiter/innen haben eine geduldige und abwartende Haltung und
schauen, wieviel das Kind schon von alleine kann.
Dabei wird es aber nicht überfordert oder alleine gelassen , sondern stets
vom Kita-Team begleitet.
Beim Anziehen zum Beispiel reicht es oft schon , die Hose anzureichen
oder mit Wort en zu unterstützen. So wird die Eigenleistung von uns eren
Mitarbeiter/innen anerkannt und dennoch in Situationen unterstützt, in denen
dies notwendig ist. KinderHut sieht es als Merkmal der Qualität, die Kinder
als Partner in der Pflege wahrzunehmen und mit ihnen zu kooperieren. Dies
geschieht dadurch, indem achtsam auf die Signale des Kindes eingegangen
und zu jeder Zeit der Blickkontakt gesucht wird.
KinderHut bietet die Möglichkeit, dass die Kinder im Liegen oder im Stehen
gewickelt werden; ältere Kinder begleiten wir zur Toilette.
Das Kita -Team geht mit den Bewegungen des Kindes mit und freu t sich
jeweils über Moment e der Zweisamkeit. Die Pflege fördert ein positives
Selbstbild und das Kind „ kann in seinem Körper wohnen“. Unsere
Mitarbeiter/innen vermitteln durch achtsame Bewegungen und das
sprachliche Ankündigen der Handlungen („Möchtest du schon deinen
Socken ausziehen oder soll ich das machen?“), dass das Kind als Partner in
der Pflege willkommen ist und Entscheidungen treffen darf. Das Kind ist kein
Objekt an dem gearbeitet wird, sondern gestaltet seine Entwicklung mit.
Auch beim Essen reichen ist das Kind seinem Alter entsprechend beteiligt
und wird von Mitarbeiter/innen als Bezugspersonen begleitet und unterstützt.
Sie reichen den Kind ern schon früh Besteck und Gläser, so dass sie sich
motorisch erproben können und das selbstständige Essen erlernen.
Der Situation angepasst halten Mitarbeiter/innen das Glas noch mit fest oder
füttern mit einem zweiten Löffel Essen zu.
Insgesamt finden der alltä gliche, habituelle Ablauf und die Pflege das
Besondere. Die dialogische Grundhaltung von KinderHut sorgt für
Seite 33
Entwicklung, für ein positives Körpergefühl und für den Aufbau von Resilienz
und Selbstsicherheit.
Seite 34
6.4. Das Element Marte Meo
Marte Meo ist ein entwickelter fachlicher Handlungsansatz für die Fachkräfte
in der frühkindlichen Bildung und Förderung. Der Name umschreibt, welche
Zielsetzung Marte Meo verfolgt: Marte Meo ist dem Lateinischen entliehen und
bedeutet sinngemäß „aus eigener Kraft“.
Marte Meo, begründet von Maria Aarts, als fachlicher Ansatz unterstützt in der
frühkindlichen Bildung und Förderung tätige Fachkräfte, Kinder besser zu
verstehen und sie gezielter zu fördern.
Was zu KinderHut passt: Maria Aarts geht davon aus, dass jedes Kind mit einer
,,Goldmine“ geboren wird. Dies e wird sichtbar , wenn die Initiative der Kinder
wahrgenommen wird. Für die Mitarbeiter/innen bedeutet dies: „warten, folgen,
benennen“.
Wenn das Kind Initiative zeigt, unterstützt und begleitet das Kita -Team das
Kind: Es wird sprachlich im Tun begleitet, so nimmt es sich selbst wa hr und
entwickelt sein Selbstbild.
Marte Meo nutzt als unterstützendes Beobachtungsinstrument eine Video-
Kamera. Damit werden Alltagssituationen in der Kita-Arbeit und dem Kita-Leben
aufgezeichnet.
Diese Video-Aufzeichnungen werden anhand der speziellen Fragestellungen
des Marte Meo Ansatzes im Kita -Team ausgewertet. Dabei spielen die
speziellen Bedürfnisse der Kinder sowie das Handeln der Fachkräfte im
Umgang mit den Kindern eine besondere Rolle: Sie werden nach dem Marte
Meo Ans atz analysiert. Der Ansatz nutzt unterschiedliche wissenschaftliche
Grundlagen unter anderem der Psychologie, der Interaktions - und
Kommunikationsforschung und der Neurobiologie.
7. Inklusion
In der UN -Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist in dem
Artikel 24, Abs. 1, das Recht auf eine inklusive und diskriminierungsfreie Bildung auf der
Grundlage der Chancengleichheit verankert.
Dies bedeutet in der Umsetzung für die Kita, dass das Kita -Team Kindern mit
Behinderung und solchen, die von einer Behinderung bedroht sind , die Möglichkeit
bieten, gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut und gefördert zu werden.
In diesem Prozess beraten unsere Mitarbeiter/innen die Elter n und entscheiden
gemeinsam, wie eine passende Betreuung und Förderung aussehen kann. Für jedes
Kind wird ein individueller Förder - und Teilhabeplan erstellt . D ieser ist darauf
ausgerichtet, dass das Kind an allen Prozessen innerhalb des Ki ta-Lebens teilhaben
kann und die Gemeinschaft der Kinder untereinander fördert.
Seite 35
Inklusion bedeutet für das Kita-Team, den Blick für eine organische Entwicklung der
Kinder zu haben und im engen Kontakt mit den Eltern die Zusammenarbeit mit anderen
Fachkräften (Therapeuten etc.) zu suchen.
KinderHut verfügt in seinen Einrichtungen über erfahrene Fachkräfte im Bereich
Inklusion, die einrichtungsübergreifend und als kollegiale Konsultation einbezogen
werden.
8. Beobachtung und Dokumentation
8.1. Portfolio
Der Begriff „Portfolio“ setzt sich aus den lateinischen Wörtern portare „tragen“ und
folium „Blatt“ zusammen (im ursprünglichen Sinne „Brieftasche“). Durch das KiBiz
wurde festgelegt, dass Kitas die Entwicklung und Bildung der Kinder beobachten
und dokumentieren sollen. Die ,,Brieftasche“ ist eine bild liche und leicht
zugängliche Möglichkeit diese Prozesse sichtbar zu machen.
Im Kita-Team arbeiten wir angelehnt an die Portfolio Methode von Antje
Bostelmann: Ihre Grundsätze spiegeln die Haltung von KinderHut und den
gewünschten Blick auf das Kind wieder.
Zum Kita-Start bekommt jedes Kind einen Ordner. Das Kita-Team, das Kind und
seine Eltern werden diesen Ordner während der Kita-Zeit beleben.
Das Kita-Team arbeitet vorwiegend mit Fotografien, die die besonderen und auch
alltäglichen Momente darstellen und wiedergeben. Neben den Fotos beschreib t
das Kita -Team immer wieder beobachtbare Lern wege und Kompetenzen des
Kindes – das zentrale Thema jeder Dokumentation.
Das Kita-Team dokumentiert Lernprozesse und die Fähigkeiten und Interessen der
Kinder. Elte rn beteiligen sich, indem sie „ Familienseiten“ gestalten. So können
unsere Mitarbeiter/innen mit den Kindern in der Kita auch über die Eltern, da s
Haustier oder das neue Geschwister kind reden: Dadurch erfahren die Kinder die
Vernetzung zwischen Kita und Familie. Auch die Kleinsten arbeiten schon mit: Das
Kita-Team sammelt gemalte Bilder, Gebasteltes sowie Hand- und Fußabdrücke.
Mit zunehmende m Alter bestimmen d ie Kinder aktiv mit, welche von ihnen
gemalten Bilder zum Beispiel in den Ordner eingeheftet werden sollen. Die Kinder
können ihren Ordner jederzeit betrachten und oft erzählen sie dann beim
gemeinsamen Betrachten der Bilder Geschichten dazu. Sie erkennen Freunde und
Kuscheltiere. Dies bietet schöne Momente um miteinander in Kontakt zu treten.
Seite 36
Der Portfolioordner hat mehrere Funktionen und dient:
▪ als Einstieg in die Entwicklungsgespräche
▪ als Verbindung zwischen Alltag in der Kita und dem Zuhause
▪ als Einstieg für gemeinsame Sprachanlässe
▪ als Sammelordner der schönsten Erinnerungen aus der Kita-Zeit
▪ den Mitarbeiter/innen als Beobachtungsinstrument, um daraus Ideen zur
Entwicklungsförderung zu entwickeln : Der Ordner ist auch
Dokumentationshilfe eines positiven Entwicklungsprozesses
▪ der Sichtbarmachung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen der
Kinder
Am Ende der Kita-Zeit wird aus dem Portfolio-Ordner ein Geschenk an das Kind –
als Schatz von Erinnerungen.
8.2. Beobachtungsmethoden
Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertagesein-
richtungen (BaSiK)
Gemäß den in Nordrhein -Westfalen geltenden rechtlichen Grundlagen wendet
KinderHut regelhaft (mit Ausnahmen vereinzelter Städte) dass
Sprachbeobachtungsverfahren BaSiK zur Dokumentation der Sprachentwicklung
von Kindern an.
Begleitende alltagsintegrierte S prachentwicklungsbeobachtung in
Kindertageseinrichtungen (BaSIK) verbindet Beobachtung, Dokumentation und
Sprachförderung für Kinder. Das Beobachtungsverfahren dient als Grundlage für
die Dokumentation der kindlichen Sprachentwicklung ebenso wie als Basis für
Elterngespräche. Die Auswertungsmöglichkeiten des Bogens (Skalen) stellen den
Prozess der Sprachentwicklung eines Kindes bildlich dar. BaSiK ermöglicht
praxisnah die Dokumentation der alltagsintegrierte Sprachbildung im
Kindergarten.
9. Zusammenarbeit mit den Eltern
9.1. Elternkommunikation
Im Hinblick auf die Eltern und Familien, die wir mit unseren Leistungen
unterstützen, muss es Aufgabe und Ziel sein, sie am Alltag der Kinder außerhalb
des familiären Binnen-Kreises, an der Entwicklung der Kinder und an den von uns
initiierten Bildungs- und Entwicklungsprozessen teilhaben zu lassen.
Das gilt im pflegerischen Bereich ebenso wie in pädagogischer Hinsicht.
Voraussetzung dafür ist die Transparenz des Dienstleistungsgeschehens und der
fachlichen Arbeit des Kita-Teams.
Seite 37
Die kontinuierliche Information und Beratung der Eltern sowie die Zusammenarbeit
mit ihnen hat daher in unserer Arbeit von KinderHut eine besondere Bedeutung.
Der Begriff Erziehungspartnerschaft beschreibt die Zusammenarbeit von Eltern
und Kita. Der wichtigste Aspekt ist, dass es sich dabei nicht um einen einseitigen,
von dem/der Erzieher/-in ausgehenden Informationsfluss handelt.
Erziehungspartnerschaft ist vielmehr ein gemeinsamer Lernprozess. Eltern und
Erzieher/-innen sind im gemeinsamen Gespräch über Ziele und Methoden in der
gemeinsamen Erziehung von Kindern. Probleme werden gemeinschaftlich
besprochen und es wird nach Lösungen gesucht.
Dabei bringen sowohl die Fachkräfte als auch die Eltern spezifische Kompetenzen
mit in den Dialog ein. Die Mitarbeiter /innen von KinderHut verfügen über ein
fundiertes Wissen über die Entwicklungsphasen von Kindern und haben durch ihre
Berufserfahrung viele V ergleichsmöglichkeiten. Die Eltern wiederum sind die
Experten für ihr Kind und begleiten es vom ersten Atemzug an.
Eine gelungene Erziehungspartnerschaft im Verständnis von KinderHut zeichnet
sich dadurch aus, dass Fachkräfte und Eltern die jeweilige andere Lebenswelt des
Kindes kennen lernen, ihre Bedeutung schätzen lernen und somit die
Verantwortung für die Entwicklung des Kindes teilen. Um diesen Dialog zu fördern
und zu entwickeln stehen viele Methoden zur Verfügung, die weiter unten
beschrieben sind.
9.1.1. Alltagskommunikation
Viele Wege - Eltern-Newsletter und Co.
Um Eltern über den Tag zu informieren führen die Mitarbeiter/innen ein
Übergabetagebuch, in dem Informationen z.B. zum Essverhalten, Schlafzeiten etc.
notiert
werden. Durch diese Form der Dokumentation ist jede /r Mitarbeiter/in in der Kita
in der Lage, jedem Elternteil Informationen über den Tag mitteilen zu können.
Durch einen Wochenplan als Aushang an de r Gruppeninfo-Wand, erhalten die
Eltern zusätzlich einen Einblick in die geplanten Angebote und pädagogischen
Themen der Woche.
Unter dem Begriff „Tür und Angel-Gespräche“ findet die Kommunikation statt, die
für den Tagesablauf und das Befinden des Kindes am bedeutendsten ist.
Durch bebilderte Aushänge erlangen die Eltern einen weiteren Einblick in Projekte
und die Bildungsarbeit.
Informationen zu Themen wie Feste, Veranstaltungen, personelle Veränderungen,
allgemeine Mittteilungen werden den Familien durch Elternbriefe u nd Aushänge
an der Eltern-Infowand mitgeteilt.
Seite 38
9.1.2. Entwicklungsgespräche
Entwicklungsgespräche biete t das Kita -Team mindestens einmal pro
Kindergartenjahr oder nach Bedarf an. Dies sind individuelle Gespräche, in denen
sich die Eltern und Erzieher/-innen über die Entwicklung des Kindes austauschen.
Die Entwicklungsgespräche orientieren sich fachlich insbesondere an den oben
beschriebenen Bildungsgrundsätzen und darauf beruhenden Impulsen zur Bildung
und Förderung durch das Kita -Team. Sie beruhen auf Beobachtungen, die
Erzieher/-innen und Eltern beim Kind machen und beziehen auch andere für die
Entwicklung des Kindes wesentliche Themen mit ein, z.B. die Themen schlafen
oder essen.
Die Entwicklungsgespräche dienen der Sensibilisierung der Eltern für ihr Kind und
der gemeinsamen Abstimmung in der Beglei tung der kindlichen Entwicklung.
Neben den jährlichen bzw. halbjährlichen Entwicklungsgesprächen bietet das Kita-
Team am Ende der Eingewöhnungszeit und als Abschlussgespräch vor dem
Wechsel in die Schule ein solches Gespräch an.
9.2. Elternmitwirkung
9.2.1. Eltern-Zeit
Die Elternzeit bei KinderHut - einmal im Quartal - ist die besondere KinderHut -
Ausgestaltung des sog. Eltern abends, den berufstätige Eltern ohnehin kaum
besuchen können. Denn wer bleibt abends bei den Kindern, während Eltern in der
Kita sind?
Dieses Problem löst das Kita -Team mit der spezifischen Organisation der
Elternzeit: Da die Eltern berufstätig sind, finden Eltern-Zeiten nach ihrer Arbeitszeit
und innerhalb der Betreuungszeit ihrer Kinder statt.
Eltern-Zeit – das ist die Zeit, in der sich die Eltern über den Alltag und die
Entwicklung ihrer Kinder informieren, mit anderen Eltern in Kontakt treten und
dadurch auch den Austausch mit den anderen Eltern in der Kita pflegen kö nnen.
Im Dialog mit den Eltern entscheide t das Kita -Team, wel che Thematiken und
Inhalte die einzelnen Eltern -Zeiten haben sollen – das kann ein Vortrag sein zu
einem bestimmten Thema oder ein Gespräch , in de m die Elternschaft mit dem
Kita-Team ins Gespräch über Alltags-Themen und Abläufe in der Kita führt.
Diese Eltern-Zeiten stärken - neben den Festen in der Kita - das Wir-Gefühl der
Eltern als Kita-Elternschaft.
Seite 39
9.2.2. Rat der Kita und Elternbeirat
Grundlage der Elternmitwirkung in Nordrhein-Westfalen ist das „Gesetz zur frühen
Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz). Danach (vgl.
§ 9 Abs. 2 KiBiz) werden in jeder Kindertageseinrichtung zur Förderung der
Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Träger gebildet
▪ die Elternversammlung
▪ der Elternbeirat und
▪ der Rat der Kindertageseinrichtung
Elternversammlungen heißen bei KinderHut - wie oben erwähnt - „Eltern-Zeit“.
Die Aufgabe und das Ziel der ersten Eltern-Zeit im Kita-Jahr im September, ist es
einen Elternbeirat für jede Gruppe zu wählen. Das Wahlverfahren kann über eine
Urnenwahl oder per direkter Abstimmung erfolgen. Aus den ersten und zweiten
Vorsitzenden der jeweiligen Gruppen wird der Elternbeiratsvorsitzender und eine
Vertretung gewählt, die für diese Kita -Jahr gemeinsam mit einem Vertreter der
Institution und der Leitung den Rat der Kindertageseinrichtung bildet.
Aufgabe der Elternbeiräte ist es als Sprachrohr zwischen Elternschaft und Team
zu fungieren. An sie können Fragen gerichtet werden, die sie weiterleiten. Bei uns
hat es sich etabliert, dass Eltern aus dem Elternbeirat bei der Planung und
Gestaltung von Eltern-Zeit und Veranstaltungen mitarbeiten und sich einbringen.
Der Elternbeirat trifft sich nach eigenen Absprachen im Laufe des Ja hres
gemeinsam, um sich auszutauschen.
Der Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal pro Kita -Jahr, wird
aber auch zu besonderen Thematiken oder Vorkommnissen einberufen werden.
10. Eingewöhnung
Die Eingewöhnung nach dem KinderHut-Konzept ist angelehnt an das Berliner Modell.
Es ist notwendig, jedem einzelnen Kind in der Eingewöhnung ausreichend Zeit zu
widmen und alle Aufmerksamkeit auf dieses Kind zu richten. Daher gehört zu r
Eingewöhnung in der Kita, dass die Mitarbeiter/innen sie in Absprache mit der neuen
Familie terminlich so platzieren, dass nicht alle neuen Kinder in einer Gruppe am
gleichen Tag mit der Eingewöhnung starten.
Mit den betreffenden Familien führen die Mitarbeiter /-innen vor Aufnahme ein
individuelles Eltern-Erstgespräch. Daran nehmen Eltern und von Seiten der Einrichtung
die
künftige Fachkraft der Gruppe teil. Dabei lernt die Familie die Einrichtung k ennen,
begegnet den Fachkräften und erfährt Grundelemente des pädagogischen Konzepts der
Einrichtung.
Seite 40
Mit den künftigen Ansprechpartner/innen aus dem Kita-Team besprechen die Eltern die
individuell für das Kind notwendigen Schritte zur Eingewöhnung. Dazu sammeln die
Mitarbeiter/innen im Erst-Gespräch Informationen über die familiären Gewohnheiten, die
Rituale der Familie mit dem Kind, insbesondere in den Situationen der Trennung von
den Eltern, bei Begrüßung und Verabschiedung, hinsichtlich der Mahlzeiten, der Ruhe-
und Schlafphasen, dem Wickeln, dem Trösten, dem Umgang mit anderen Kindern sowie
im Hinblick auf Besonderheiten in der Ernährung des Kindes oder gesundheitliche
Einschränkungen.
Das Erst-Gespräch dient auch dazu, den Eltern einen Einblick sowohl in die alltäglichen
Abläufe der Kita zu geben, wie auch eine Vorstellung davon zu vermi tteln, wie die
Eingewöhnung verlaufen kann. Für die Eltern ist es von besonderer Bedeutung, dass
die Dauer der Eingewöhnung sich nach der Familie und deren Bedürfnissen richtet.
Und: Die Eltern bleiben die „Experten“ für ihr Kind.
Nach dem Berliner Modell wird das Kind in seinen ersten Kita -Tagen und innerhalb der
Eingewöhnung von einem Elternteil begleitet. Dies gibt Sicherheit in einer neuen
Umgebung und zugleich bekommt die Familie einen praktischen Einblick in den
Tagesablauf, lernt die dort gelebten Regeln und Rituale kennen und wird so als Partner
aktiver Teil der Einrichtung.
Am ersten Tag verbringen Eltern und Kind zunächst einen überschaubaren Zeitraum von
rd. ein bis zwei Stunden gemeinsam in der Kita. Die Anwesenheitszeit des Kindes wird
in Absprache mit den Eltern allmählich erhöht. Durch die Beobachtungen des Kindes
werden dann situativ und individuell mit den Eltern die ersten Trennungsmomente
besprochen. Diese können, je nach Einschätzung, von wenigen ersten Minuten bis hin
zu einem schon längeren Zeitraum erfolgen. Danach wird immer geschaut, wie das Kind
die Trennung erlebt und darauf aufbauend wird für die nächste Situatio n wieder eine
Absprache getroffen. Wenn Eltern nach den Trennungen wieder zum Kind zurückkehren
wird immer eine Abschiedssituation eingeleitet, damit das Kind von Beginn an lernt, dass
wenn ein Elternteil in die Gruppe kommt, es dann abgeholt und nach Hause gebracht
wird.
Kinder gewinnen in dieser Zeit unter Begleitung der Eltern Sicherheit durch
wiederkehrende Strukturen, Tätigkeiten und Rituale. Dabei können auch Eltern in der
Eingewöhnungsphase unterstützen, indem sie verlässliche Partner der Fachkräfte sind,
Absprachen einhalten und mit ihnen gemeinsam auf den Rhythmus des Tagesablaufs
achten.
Um das kindliche Selbstvert rauen zu stärken, ist es notwendig, die neue Situation für
Kinder übersichtlich zu halten. So muss zum Beispiel die Zahl der Eltern in der
Begleitung der Eingewöhnungsphase überschaubar bleiben, damit der Kontakt
zwischen Kind und Fachkräften aufgebaut und die Abläufe in der Gruppe insgesamt
gewährleistet
werden können.
Seite 41
Für die Zeit der Eingewöhnung, dies schließt auch noc h die ersten Wochen mit ein, in
der das Kind ohne Eltern in der Gruppe ist, betreut immer eine Fachkraft als
Bezugsperson das Kind im Ankommen. Jedoch wird schnell der Kontakt zu den anderen
Mitarbeiter/innen in der Gruppe aufgebaut, damit das Kind von Beginn an Vertrauen zu
allen Fachkräften aufbauen kann.
11. Kindeswohl / Schutzauftrag
Im Folgenden wird das KinderHut Konzept zum Schutzauftrag sowie die Regelung der
Zusammenarbeit mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft zur Gefährdungseinschätzung
beschrieben.
Das Verfahren
Für den Fall, dass sich aus den Wahrnehmungen und Beobachtungen von Mitarbeiter/-
innen gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung ergeben, sind die
Mitarbeiter/-innen gemäß § 8a SGB VIII gehalten, diese Wahrnehmungen und
Beobachtungen unverzüglich der Leitung der Kita bei KinderHut mitzuteilen.
Für die Bearbeitung dieser Wahrnehmungen und Beobachtungen gilt bei KinderHut das
„Vier-Augen-Prinzip“: Wenn sich gewichtige Anhaltspunkte für eine
Kindeswohlgefährdung ergeben, sind diese stets von mindestens zwei
Mitarbeiter/innen zu sichten und zu bewerten.
Die Leitung der Einrichtung dokumentiert diese Wahrnehmung en und Beobachtungen,
zunächst noch als formlosen Vermerk.
Die Leitung zieht zugleich dafür qualifizierte KinderHut -Mitarbeiter/-innen sowie die
zuständige KinderHut -Bereichsleitung zur gemeinsamen Bewertu ng der
Wahrnehmungen und Beobachtungen zu Rate.
Über die zuständige Bereichsleitung bei KinderHut wird das in der KinderHut -
Unternehmensleitung für Fälle der Kindeswohlgefährdung zuständige Mitglied informiert.
In einem gemeinsamen Beratungsgespräch der beteiligten KinderHut-Mitarbeiter/-innen
werden die weiteren Schrit te festgelegt und dokumentiert: Sie umfassen einen
Maßnahmen-Katalog vom gezielten Elterngespräch über das Einbeziehen des
Jugendamtes bis zur Anzeige bei Strafverfolgungsbehörden . Letzteres geschieht
grundsätzlich nur nach Konsultation mit dem zuständigen Jugendamt.
Bestätigen sich die Anhaltspunkte, so ist die Einleitung weiterer Maßnahmen vor allem
Aufgabe des zuständigen Jugendamtes. In den Absprachen mit dem Jugendamt trägt
KinderHut dafür Sorge, dass eigene Maßnahmen und Handlungsschritte, die das Ziel
der Abwendung der Kindeswoh lgefährdung unterstützen können, eng mit dem
Jugendamt und anderen Beteiligten abgestimmt werden.
Seite 42
Die allgemeine Erfahrung zeigt, dass auch in der Kita tätige Fachkräfte an Kindeswohl -
gefährdenden Handlungen beteiligt sein können. Daher sind neben den Fach kräften
auch die Eltern aufgefordert, Wahrnehmungen und Beobachtungen, aus denen sich
gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung durch Fachkräfte ergeben,
unverzüglich der Leitung der Einrichtung mitzuteilen.
In diesen Fällen ist vorgesehen, da ss unmittelbar das für Kindeswohlgefährdung
zuständige Mitglied der Unternehmensleitung von KinderHut gemeinsam mit der
Bereichsleitung tätig wird. Zugleich ist obligatorisch die Information und der Einbezug
des zuständigen Jugendamtes vorgesehen, da für d ie Bearbeitung dieser
Wahrnehmungen und Beobachtun gen stets das „Vier-Augen-Prinzip“ anzuwenden ist.
In die Bewertung gewichtiger Anhaltspunkte und die Maßnahmenplanung sollen der/die
o.a. fachkundige externe Mitarbeiter/in einbezogen werden.
Die KinderHut -Sicherheitsbestimmungen im Hinblick auf die Vorbeugung der
Kindeswohlgefährdung umfassen vor allem die nachfolgenden Maßnahmen:
▪ standardmäßige mündliche Aufklärung neu eingestellter Mitarbeiter/-innen
▪ schriftliche Belehrungen zu den §§ 8a und 72a, SGB VIII (KJHG) als Anlage zum
Arbeitsvertrag, die von neuen Mitarbeiter/-innen zu unterzeichnen ist
▪ erweitertes polizeiliche s Führungszeugnis bei Einstellung und alle fünf Jahre
erneute Beantragung
▪ regelmäßige Behandlung der Thematik Kindeswohlgefährdung in den Team-
Besprechungen der Einrichtungen, insbesondere auch Achtsamkeit für
erzieherische Tätigkeiten, die eine besondere Sensibilität für die Integrität der
kindlichen Entwicklung erfordern (zum Beispiel das Wickeln)
12. Qualitätssicherung
Die Prozesse und Verfa hren der Dienstleistungen werden bei KinderHut regelmäßig
überprüft. Ziel der Überprüfung ist es, die Prozess-Qualität der Dienstleistungen und die
Ergebnis-Qualität, insbesondere im Bereich der Dienstleistungen, die Vereinbarkeit
unterstützen, in einem kontinuierlichen Prozess zu verbessern.
Grundlage ist das KinderHut- Verfahren der prozessorientierte interne Selbstevaluation.
Dieses Verfahren setzt an bei spezifisc hen Bestandteilen des Prozesses der
Dienstlleistungs-Erbringung, die KinderHut als Schlüssel -Bestandteile für die
Qualitätsentwicklung in dem jeweiligen Bereich identifiziert hat.
12.1. Kita-übergreifende Qualitätssicherung
Die Elternbefragung
Seite 43
Die Eltern als Partner der KinderHut -Dienstleistungen sind bedeutsame
Auskunftgeber und strukturell integriert in das Verfahren der Selbstevaluation:
Dazu wird Kita-übergreifend und jährlich – und sowohl zum Vorjahr als auch zu
anderen Kitas vergleichbar – mithilfe einer Online -Befragung erhoben, wie die
Eltern die Kita-Arbeit bewerten.
KinderHut stellt den Eltern die Befragungsergebnisse in aggregierter Form zur
Verfügung.
Die Sichtweise der Eltern stellt in der prozessorientierten internen Selbstevaluation
ein wichtiges Gegenstück und ggf. Korrektiv zu den intern stattfindenden
Evaluationsmaßnahmen dar: Die KinderHut -Auswertung erfasst auch die
Entwicklungsthemen, die sich als Ergebnis der Eltern-Befragung für das jeweilige
Kita-Team ergeben.
Die Mitarbeiter/-innen-Befragung
Ein weiteres Instrument innerhalb dieser Selbstevaluation ist die Bewertung der
Arbeit von KinderHut durch die Mitarbeiter/-innen.
Methodisch vergleichbar mit der Eltern -Befragung wird dazu, ebenfalls
entsprechend der Vorjahre, mithilfe einer Online -Umfrage erhoben, wie die
Mitarbeiter/-innen für sie relevante Sachverhalte bewerten.
12.2. Zusammenarbeit mit dem Träger
Insbesondere die fachliche Zusammenarbeit mit dem Träger ist organisatorisch im
zuständigen Bereich der Geschäftsleitung von KinderHut verankert. Im Bereich
Kitas ist eine Bereichsleitung zugeordnet.
In ihre Zuständigkeit fällt die Organisation der KinderHut-Leitungskonferenzen,
ebenso die Aktivitäten des KinderHut Campus mit eigenen Fortbildungsangeboten
und der Förderung der Teilnahme an Fortbildungen externer Anbieter.
In jeweiliger Arbeitsteilung mit dem Träger erfolgen die Belegung, die
wirtschaftliche Betriebsführung der Kita sowi e Personalarbeit und das Facility
Management.
Zudem arbeiten die Kitas bei KinderHut regional als Partner -Kitas verstärkt in
Regionalkoordinations-Gruppen zusammen.
12.3. Fortbildung und Team-Entwicklung
Die Aktivitäten des Trägers KinderHut in den Bereichen Fortbildung und
Teamentwicklung sind unter der Marke KinderHut Campus zusammengefasst:
Damit wirbt KinderHut verstärkt intern für seine Fortbildungs-Angebote und für die
Maßnahmen der Qualitätsentwicklung.
Seite 44
Der KinderHut Campus umfasst eigene Angebote der Fortbildung und
Personalentwicklung z.B. die Leitungs -Fortbildung „Wirkungsvoll führen“ ,
Qualifikationen in bedeutsamen Konzept-Bestandteilen wie zum Beispiel zu Emmi
Pikler, die Ausbildung zum Marte-Meo-Practitioner/Colleague Trainer ebenso wie
die Förderung geeigneter Angebote bei externen Anbietern, z.B. die einjährige
Qualifikation zur U3-Fachkraft.
Zum Angebot des KinderHut Campus gehören auch „maßgeschneiderte“ Projekt-
Maßnahmen zur Team -Entwicklung: So haben zum Beispiel die Kitas bei
KinderHut in Essen in einem Projekt „Eltern kompetent begegnen“ gemeinsam ihre
Team-Kompetenzen in der Elternzusammenarbeit weiterentwickelt.
12.4. Sozialräumliche Vernetzung
Konzept-Bestandteil bei KinderHut ist die sozia lräumliche Orientierung der Kitas
und ihre langfristig angelegte Einbettung in das Quartier und das städtische
Umfeld, in dem sie tätig werden.
Unsere an Aufgaben der Familienzentren orientierte Arbeit im Quartier soll auch
insbesondere den Eltern Möglichkeiten bieten, sich zu vernetzen und kompetent
bestehende Angebote wahrzunehmen.
Zugleich bedeutet Vernetzung auch das Angebot an Nachbarn und an im Stadtteil
lebende Menschen, sich am Kita-Leben zu beteiligen und sich dort freiwillig mit zu
engagieren. Wir freuen uns über Lesepaten in den Kitas von KinderHut, über
Begleiter/innen bei Spaziergängen, über Early -English-Partner und gar über eine
Dame, die einmal in der Woche gemeinsam mit den Kindern kocht.
Drei konkrete Arbeitst hemen sind für diese sozialräumliche Orientierung von
Bedeutung:
▪ Vernetzung mit für den Entwicklungsprozess der Kinder aus dem Quartier
bedeutsamen Einrichtungen - das sind die anderen
Kindertageseinrichtungen in der Nachbarschaft, ggf. Betreiber des
Sportplatzes und die umliegenden Grundschulen
▪ Vernetzung mit Einrichtungen, die Lernerfahrungen der Kinder anregen
und unterstützen können, zum Beispiel ein Seniorenheim oder die
zuständige Polizei-Wache
▪ Vernetzung mit Einrichtungen, die Ressourcen für die Unterstützung der
von der Kita betreuten Familien zur Verfügung stellen können: Das sind
z.B. niedergelassene Fachärzte, Beratungsstellen,
Elternbildungseinrichtungen etc.
Es gehört zu den Aufgaben der Anlauf-Phase unserer Kitas, über die Leitung bzw.
das Kita -Team nach einer entsprechenden Bestandsaufnahme die
sozialräumliche Vernetzung und den Kontakt in das jeweilige Quartier und den
städtischen Raum zu suchen.
Seite 45
Grundlage eines freiwilligen Engagements von Nachbarn und Menschen aus dem
Quartier ist eine schriftlich gefasste „ Vereinbarung zur freiwilligen Mitarbeit “, die
nicht zuletzt auch die Schutzbedürfnisse der Kita und der Kinder wahrt. Dieser
Vertrag sieht auch eine die begleitende Betreuung der Freiwilligen aus dem
Quartier durch KinderHut vor.
In den Fragen der sozialräumlichen Vernetzung kann KinderHut auf langjährige
Expertise von dafür zuständigen Mitarbeiter/innen zurückgreifen: Dazu gehört eine
Mitarbeiterin, die über „Pionier“-Erfahrungen im Aufbau und der Arbeit eines
Familienzentrums und seiner mehrfachen Re-Zertifizierung verfügt ebenso wie
Mitarbeiter, die Erfahrungen in de r Anregung und Begleitung freiwilligen
Engagements haben.
.
Seite 46
Literaturangabe
Dr. Pikler, Emmi:
Friedliche Babys - zufriedene Mütter
Freiburg im Breisgau - 2013
Kinderbildungsgesetz (KiBiz)
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern
Stand vom 19.04.2017
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.):
Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren
Freiburg im Breisgau - 2016
Montessori, Maria:
Schule des Kindes
Freiburg im Breisgau - 1967
Montessori, Maria:
Kinder sind anders
München – 1987
Pinker, Susan:
The Village Effect: Why Face-to-face-contact matters
(Random House) - 1994
Seite 47
Impressum
KinderHut Gesellschaft für gemeinnützige
sozialpädagogische Projekte GmbH (Verantwortliche Redaktion)
KinderHut GmbH (Beratung, Mitwirkung)
Veronikastraße 32
45131 Essen
Telefon 0201 – 95 99 63-0
E-Mail ansprechbar@kinderhut.de
Redaktion:
Sandra Lunte-Wolfram (Bereichsleitung Kita)
Klaus Bremen (Geschäftsführung)
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt.
Die Vervielfältigung für private und gewerbliche Zwecke ist nicht erlaubt.
Alle Bildrechte / Copyright: KinderHut
Stand: Januar 2019
Anlage 11.2 Konzeption Step Kids
15822 Zeichen
GERDREY Richtig gute KiTa. Ideenkonzept zum Standort Münster - Meckmannweg Grundlage für den Betrieb unserer KiTas ist unsere pädagogische Basis-Konzeption. Sie wird in seinen pädagogischen Inhalten vom KiTa-Team, in enger Zusammenarbeit mit der pädagogischen Fachberatung, erstellt. Die KiTa-Konzeption orientiert sich am pädagogischen Konzept des Situationsorientierten Ansatzes und seiner durchgängigen systemischen Bildungs- und Erziehungsansätze. Der konzeptionelle Grundsatz für die Bildungs- und Erziehungsarbeit im Situationsansatz ist die Orientierung der Arbeit mit den Kindern an ihrer individuellen sozialen und kulturellen Lebenssituation. Dadurch unterstützen wir die Selbstständigkeitsentwicklung jedes Kindes indem wir ihnen die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung geben. Um eine individuelle Betreuung der Kinder gewährleisten zu können und um Angebote zu schaffen, die für alle Kinder aus dem Stadtteil attraktiv sind, veranstalten wir einige Monate vor der Eröffnung Interessensabende und Elternabende. Im Austausch mit den Eltern und durch Beobachtungen der Kinder, passen wir unser bestehendes pädagogisches Konzept in Zusammenarbeit mit dem KiTa an die Bedürfnisse der Eltern und Kinder an. Aufgabe der Erzieher*innen ist es den Kontakt zu suchen, zuzuhören, zu beobachten und Schlussfolgerungen zu ziehen. Dies kann auch bedeuten, dass geplante Aktionen im Sinne der Kinder verändert oder abgewandelt werden. Wir verfolgen dafür das Best Practice Modell, welches wir, ähnlich wie in unseren bereits bestehenden KiTa-Einrichtungen, auch in der zukünftigen KiTa in Münster umsetzen möchten. Auf diese Themen legen wir besonderen Wert: Standortspezifische Sozialraumorientierung e Vernetzung mit dem Sozialraum und Kooperationspartner In unseren Einrichtungen ist eine Kooperation mit umliegenden Institutionen und Vereinen selbstverständlich. Unsere KiTas sind ein aktiver Teil der sozialen Infrastruktur des jeweiligen Stadtteils/Gemeinde. Durch die Kooperation mit den Fachdiensten der Stadt Münster, mit anderen Institutionen und Initiativen bringen wir die Vernetzung in den Stadtteilen voran. Bei der Sozialraumarbeit der KiTa spielt das Mitwirken des sozialen Umfelds der Kinder eine wichtige Rolle. Die Nutzung von standortbezogenen Chancen sowie die Einbindung der Eltern in den KiTa-Alltag ist uns ein besonderes Anliegen. Nicht nur der Einzelfall steht im Fokus, sondern die gesamte Lebenswelt des Kindes, inklusive der räumlichen Gegebenheiten. Um dies zu gewährleisten wird eine niederschwellige Öffnung der KiTa durch Kooperationen mit umliegenden Familien- und Jugendzentren, der örtlichen Feuerwehr sowie Kultur- und Sporteinrichtungen angestrebt, um diese konstruktiv in die Arbeit mit den Kindern einzubinden. Dadurch sollen die Kinder dazu motiviert werden, ihren Blick auf den umliegenden Sozialraum zu erweitern wodurch sich wertvolle Synergieeffekte für Kinder und Familien ergeben können. Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. Regelmäßig pflegen wir Kontakt zu: e anderen Kindertageseinrichtungen (z.B. Kath. Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Maria Aparecida, Kath. Kindertageseinrichtung St. Anna) «e Sport und Freizeitangeboten (z.B. Allwetterzoo Münster, Sportverein Blau-weiß Aasee etc.) «e Polizei, Krankenhäuser und Feuerwehr (z.B. Feuerwache Mecklenbeck) e Schulen (z.B. Peter Wust Schule) e sowie mit (Sprach-)Heilpädagogen, Frühförderstellen, Kinderpsychologen, Kinderärzten, usw.. Den Kindern können damit außerinstitutionelle Bildungsangebote in Bereichen Bewegung, Natur und Gesellschaft angeboten werden, welche die Bildungsarbeit innerhalb der Einrichtung ergänzt. Umliegende Freizeitangebote wie Spiel- und Sportplätze bieten sich für die Kita-übergreifende Aktivitäten besonders an. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Vorschläge unsererseits handelt -— Kooperationen müssten im Detail mit der anderen Partei besprochen werden. Auch mit der umliegenden Trägerlandschaft wie dem Ev. Perthes-Werk und dem DJK Mecklenbeck 1956 e.V., sowie umliegenden Kirchengemeinden und Vereinen ergeben sich, sofern Interesse der anderen Partei besteht, mögliche Kooperationsmöglichkeiten und Synergieeffekte. Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ erkennen wir in den Besonderheiten des Gebiets fruchtbare Gestaltungsmöglichkeiten um Best Practice Lösungen zu entwickeln, Erfahrungswerte nutzen oder einrichtungsübergreifende Fortbildungen zu vor Ort benötigten Aspekten interkultureller Arbeit wahrzunehmen. Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Stadtteil Mecklenbeck und den dort wirkenden Akteuren wie Jugendhilfen oder Arbeitskreisen sehr wichtig. Den Anforderungen wollen wir flexibel und zuverlässig entsprechen. Die Kommunen/Stadtteile in denen Stepke bereits vertreten ist, können das bestätigen. Ebenso pflegen wir enge Kontakte zu den Eltern und legen Wert auf ein vertrauensvolles, offenes Miteinander. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle auch die Synergieeffekte mit der nahegelegenen Einrichtung am Nordkirchenweg, für dessen Trägerschaft sich Stepke ebenfalls bewirbt. Hier könnten gemeinsame Projekte angestoßen werden. e Erziehungs- und Bildungspartnerschaften In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, in dem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von den Fachkräften pädagogisch unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte, in Gesprächskreisen und fest installierten Kinderkonferenzen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ziel ist die aktive Beteiligung an den Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita und die frühzeitige Übernahme von Verantwortung. Kinder sind aktive und kreative Gestalter ihrer Entwicklung in deren Prozess unsere pädagogischen Fachkräfte sie begleiten und unterstützen. Wir verwirklichen Partizipation, weil es wichtig ist, Kinder bei Entscheidungsprozessen frühzeitig mit zu beteiligen. Wir schaffen familienbegleitend gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten um individuelle Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken, zu entwickeln und die Kinder auf ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. Bewusst verstehen wir uns als familienergänzende Einrichtung, indem wir die Familie als das wichtigste Erziehungsfeld ansehen. Daher ist auch Elternarbeit ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Grundverständnisses und wird aktiv gefördert. Elternstammtische und viele gemeinsame Ausflüge, Aktionen und Feste werden in unseren KiTas regelmäßig angeboten. Elternabende, interkulturelle Elterncafes, Trödelmärkte und interkulturelle Feste können Barrieren abbauen. Auch das Mitwirken der Eltern im KiTa-Alltag ist uns ein wichtiges Anliegen. Eltern werden dazu angeregt sich in den KiTa-Alltag ihrer Kinder einzubringen und es werden Ansatzpunkte gegeben das Leben in unseren Häusern aktiv mitzugestalten. So wird die pädagogische Arbeit transparent. Elternaktivitäten werden anhand eines Elternpasses festgehalten. | Vermittlung von Werten * e Querschnittsaufgaben (Genderthematik, Integration, Inklusion) Die Individualität und die Bedürfnisse der Kinder, ihrer Familien und der in der Einrichtung tätigen Menschen stehen im Mittelpunkt des täglichen Handelns. Der Inklusionsgedanke ist als eine Frage des würdevollen und respektvollen Umgangs miteinander zu verstehen. In unseren Einrichtungen ist jedes Kind willkommen, unabhängig seiner Herkunft, Religion, körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen oder Hautfarbe. Die Anerkennung von Vielfalt und Verschiedenheit der Kinder, ihrer Familienkulturen und -situationen wird als Bereicherung im KiTa- Alltag verstanden. Ziel ist es, allen Kindern die gleichen Möglichkeiten zu geben, sich optimal zu entwickeln, die Umwelt zu erkunden und seinen Interessen nachzugehen. Die Wertschätzung jedes Menschen, und damit auch jedes Kindes als individuelle Persönlichkeit, ist in unserem Leitbild verankert. Unser pädagogisches Konzept beruht auf einer Haltung, die auf der Anerkennung vielfältiger Lebensweisen basiert und Chancengerechtigkeit und Inklusion betont. Wir haben es uns zum Ziel gemacht in unseren Stepke KiTas unterschiedlichste Entwicklungspotentiale von Kindern frühzeitig zu erkennen und dementsprechend individuell zu fördern. Dies geschieht in gemeinsamer Bildungs- ‚ Erziehungs- und Betreuungsverantwortung gegenüber Kindern mit und ohne Handicaps oder einem speziellen Förderbedarf. Wir wenden dabei das Prinzip integrierter Hilfen aus einer Hand und alltagsintegrierter Förderstrategien an und sorgen für angemessene Rahmenbedingungen. Dies geschieht durch reduzierte Platzzahlen von Kindern, einem zusätzlichen und bedarfsgerechten Therapieraum in Kombination mit qqualifiziertem, interdisziplinärem Fachpersonal sowie barrierefreier Raumgestaltung. Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten werden gemeinsam mit anderen Kindern im Haus betreut. Der gemeinsame KiTa-Alltag ermöglicht es, dass alle Kinder voneinander profitieren. Das Ziel der Arbeit nach dem Inklusionsgedanken besteht in der Befähigung aller Kinder mit den eigenen Besonderheiten und denen anderer vorurteilsbewusst umzugehen und selbständig, selbstbestimmt und aktiv am Leben teilzunehmen. Zusätzlich ist es uns wichtig, Kinder von klein auf für körperliche und/oder geistige Beeinträchtigungen zu sensibilisieren. Mit Projekten im Rahmen von Eingliederungsmaßnahmen erleben die Kinder ein vorurteilsfreies Miteinander. So Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. wird vermeintliche Andersartigkeit „normal“ und zum festen Bestandteil der kindlichen Lebenswelt. Auch ist es uns ein wichtiges Anliegen, Kinder — jenseits von Geschlechterklischees - in ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten zu fördern. Teil dessen ist auch, sie bei der Ausgestaltung ihrer individuellen Geschlechtsidentitäten zu unterstützen, unabhängig von den jeweils herrschenden Vorstellungen vom „richtigen Mädchen“ und „richtigen Jungen“. Ein geschlechtsbewusster pädagogischer Zugang beinhaltet, dass Mädchen und Jungen Gelegenheit haben, sich jenseits von Rollenklischees entwickeln zu können. Kinder aus anderen Kulturkreisen werden in die neue Einrichtung aufgenommen und unter Beachtung ihrer eigenen und der Familienbiographie, ihrer Heimatkultur sowie unter Einbeziehung ihrer Eltern in die Kindergemeinschaft integriert. Besonders Kinder mit z.T. traumatischen Erlebnissen und Fluchterfahrungen benötigen Geborgenheit, Anerkennung, Zuwendung und vor allem Sicherheit. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Kinder und ihre Familien erfahren, dass sie bei uns willkommen und anerkannt sind, dass sie am Leben der Einrichtung teilhaben und sich wohlfühlen können. Bei unserer Personalakquise achten wir auf Diversität. Fachkräfte mit Migrationshintergrund mindern Hemmschwellen und Sprachbarrieren v.a. zwischen Eltern und Pädagogen, Fortbildungen ergänzen das Profil unserer Pädagogen. Durch unsere eigene Stepke-Akademie bilden wir unsere Mitarbeiter*innen fort und reagieren damit auf individuelle Bedarfe. In unserem aktuellen Akademieprogramm finden sich u.a. „Interkulturelle Zusammenarbeit mit geflüchteten Eltern“, „Das Trauma bei Kindern mit Kriegs- und Fluchterfahrung“ oder „Inklusive Kita — Wie bringe ich alle unter ein Dach?“. Weitere Informationen e Öffnungszeiten In unseren unterschiedlichen Häusern und Gruppen können verschiedene Zeitfenster innerhalb der Öffnungszeit gebucht werden. Dies variiert nach Standorten und kann je nach Bedürfnis der Eltern und Kinder angepasst werden. Grundsätzlich öffnen wir unsere Einrichtungen von Montag bis Freitag bis zu maximal 11 Stunden täglich. Ergänzende Angebote und Notfallbetreuung kann nach Bedarf angeboten werden. e Personalgewinnung Zur Gewinnung qualifizierten Personals sind wir selbstverständlich auf unterschiedlichen Online- Jobplattformen vertreten. Zusätzlich pflegen wir engen Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit, wodurch wir viele qualifizierte Mitarbeiter*innen vermittelt bekommen. Wir legen bei der Personalwahl Wert auf Diversität und altersgemischte Teams. Damit werden unterschiedliche Kompetenzen gebündelt, wodurch zusammen mit einer Vielfalt an Perspektiven Synergieeffekte entstehen können. Gerne kooperieren wir auch mit der Ev. Sozialpädagogische Ausbildungsstätte Münster gGmbH, um Nachwuchskräfte in Münster zu fördern. Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B GERDREY Richtig gute KiTa. In der Personalgewinnung unterscheidet sich Stepke hauptsächlich durch unser zentralisiertes, eigens für Stepke entwickeltes Bewerbersystem. Durch diese bewerberorientierte Software wird der Bewerbungsprozess zum einem für den/die Bewerber*in erleichtert zum anderen so optimiert, dass der gesamte Bewerbungsprozess maximal einen Monat andauert. Unser engagiertes Recruiting- Team sichtet täglich eingehende Bewerbungen, antworten auf diese innerhalb von drei Tagen und leiten sie zeitgleich direkt an die entsprechenden Häuser weiter. Zusätzlich bietet Stepke neben Gehaltsoptimierungsoptionen unbefristete Verträge, da uns eine langfristige Bindung unserer Mitarbeiter*innen sehr am Herzen liegt, da nur so die hohe Qualität in unseren Einrichtungen gewährleistet werden kann. e Umfang des geplanten Personaleinsatzes: Die Auswahl und der Einsatz des pädagogischen Fachpersonals erfolgt auf der Grundlage der aktuellen Gesetzlichkeiten (SGB VIII) sowie dazugehöriger Verordnungen und Vereinbarungen für Kindertagesstätten des Landes Nordrhein-Westfalen (KiBiz). Der Einsatz von Leitungspersonal und Erzieher*innen wird entsprechend der vertraglich belegten Plätze nach Alter, betreuungsumfang, Integrationsstatus der Kinder errechnet und vorgehalten. Grundlage des Personaleinsatzes für eine 4-gruppige KiTa-Einrichtung bildet 819 KiBiZ. Bei einer Gruppenstruktur von 2x Typ I, 1x Typ II und 1x Typ Ill, wie in der Beschlussvorlage angegeben, sowie einer 100%igen Auslastung würde die zukünftige KiTa mit folgenden Personalstellen besetzt sein: 1 Hausleitung in Vollzeit 12 päd. Fachkräfte Hausmeister in Teilzeit 1 Koch/Köchin in Teilzeit 3 Hauswirtschaftskräfte (Minijob) Der Personaleinsatz ist abhängig von den gewünschten Gruppentypen der Einrichtung und kann daher bei Gruppentypänderung abweichen. Durch örtliche Nähe zur ausgeschriebenen Einrichtung am Nordkirchenweg, hätten wir in Zeiten personeller Engpässe die Möglichkeit, diese durch Fachpersonal aus anderen Einrichtungen kurzfristig auszugleichen. Zusätzlich können auch positive fachliche Synergieeffekte genutzt werden. Step Kids KiTas gGmbH Geschäftsführer: Johannes Nagel, Dr. Kurt Berlin Finanzamt für Körperschaften Ill, Berlin Steuernummer: Am Friedrichshain 22 Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg 29/026/630247/69729 10407 Berlin HRB 149735 B
Anlage 9.1 Bewerbung Kinderzentren Kunterbunt
2479 Zeichen
! "#$%&"' !"#$ %!! ! &' !"(!" )* ! *+ ! ! !!" &' ! , * +*+-" !) ( ./ ! &! 0 11 0! !!"!+ "#+2 * # ! , * +*! ! "(2 ! # ./ ! %0 !( * $ ( 3( !!!!& 2 ( ! 2! 4 + !#' &'+ "/ 56-7,!",'(( 4+) ! 3!"# ,& +! (2! 2!1/'! "* ! $* !") 1/'! " ,#', 1!'* ! ((* ! ! , +! ! 8+ #', 1!'$! !+9 :'6 #1 !,3- ! 5 ! * 6 + ! + ! 6 2 !(! ! !!" 1 2! ! , *, !" * ( ; , ! $ ! "(! 0 , ! <! . ,2! " = !" 6>"" $ 2! "(! (!" 505 ! *&'! / 1 ,!(! ! * 6 ! / * 1/" +! +% +*! !,3- 2/ + + 5 ! * "+/! " 1 ,!(! ! , ?( ./ ! &! 0 11 0! !!"! ! , * +*+-(!"*! ,&! :', 1# ./ !( ,* + )8=* 2! ! !'( "2 1# !+!& "! 3!!" ! 8 ,(! * !& @! ,2 !3!!" !. ( $!#3+ 1! '0 2! ! !!#9 (<'++ >#- ! "#+2 ( :0 !!"&', !)"2 +!" ) ', 1$ ?0 * ! 2 ! !( ./ 1 -(!"/ ,*! A ! (!" '+
Anlage 4.2 Konzeption ASB
42929 Zeichen
Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch/B. Gedenk
Pädagogische Konzeption
Arbeiter – Samariter - Bund
Regionalverband Münsterland e.V.
ASB Kindertageseinrichtung
Seite 1 von 20
Vorwort
Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in der
Kinder- und Jugendhilfe und betreibt eine weitere Kindertageseinrichtung im Stadtgebiet
Münster.
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Kindertageseinrichtung ist der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation un d Wohlfahrtsverband. Er ist ein
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und
Ausland.
Der ASB war, ist und bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einrichtung des Arbe iter-Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt am Meckmannweg in Münster-Mecklenbeck.
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer Einstellung
oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach sozialen
Kriterien.
Aufnahmekriterien:
Seite 2 von 20
Kinder aus dem Einzugsgebiet
Geschwisterkinder
Kinder berufstätiger Eltern
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
in 2 Gruppen Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut (G 1)
in 1 Gruppe Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut (G 2)
in 1 Gruppe Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut (G 3)
1.5 Team und Personalstruktur
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen Bildung
und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverständnis gehört es, innerhalb unserer
Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team . Ein kollegialer Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientiertes Aufeinander -Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 Einrichtungsleitung (mit anteiliger Freistellung)
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft (Teilzeit)
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil: dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von Aufgaben
und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
Seite 3 von 20
1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Erziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der Träger
nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:00 Uhr – 16:30 Uhr
Freitag 7:00 Uhr – 15:00 Uhr
Nach Absprache mit dem Jugendamt und nach Anhörung des Elternrats wird geprüft, ob ein
Bedarf besteht, erweiterte Öffnungszeiten von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr – 20:00 Uhr anzubieten.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) –
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII
Personalvereinbarung der Träge rzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag an den
Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester Beitrag
monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
Tägliches Mittagessen 70,- €
(45 Stunden Buchungszeit/35 Stunden Block-Buchungszeit mit täglichem Mittagessen)
2 Tage Mittagessen 30,- €
(35 Stunden Block-Buchungszeit mit zwei langen Betreuungstagen)
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,50 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
Seite 4 von 20
Für Frühstück, Nachmittag-Snack und Getränke entrichten die Eltern pro Kind in unserer
Einrichtung einen Beitrag von 10,- € monatlich an den Träger der Einrichtung.
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freundschaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokr atisches, tolerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen Netzwerkes
Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einer bunt gemischten Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu gestalten,
bedarf es eine r hohen Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kin des. Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
Seite 5 von 20
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige Situationen
mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse.
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung de r Kinder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erk annt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut u nd
zugemutet.“
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dahin gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale- gefördert
werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen Lernsituationen
das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre besondere Begabung und das
Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische Arbeit
evaluiert.
Seite 6 von 20
3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und als
Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indire kten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durch
die Übernahme von kleinen Verantwort lichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme zu
finden
Wir legen besonderes Aug enmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipation ist, dass die Erwachsenen die Äuße rungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen
Persönlichkeiten, engagierten und kritischen Bürgern/innen in einer demokrat ischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B. :
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) ,
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie Beschwerden
zu äußern. Sie können und d ürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter wenden . Im
morgendlichen Sing- und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit sich und ihre
Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre Anliegen
formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
Seite 7 von 20
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertr auen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der Kinder
werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der einzelnen
Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklungs - und Betreuungsansprüche der
Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur erleichtert.
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den Jüngeren
Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge zeigen,
Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft f inden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
Seite 8 von 20
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen.
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehren, ist die Betreuung des
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozesse anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren.
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und die
Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“.
Zudem gibt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgestellt werden, z. B. ein igen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständigkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kindertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet in
den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen In teressen und
Bedürfnissen
was
wann und wie lange
wo
wie
und mit wem es spielt.
Seite 9 von 20
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Durch Eigeninitiative und auch durch Beobachtung von anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu schließen,
zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes Lernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was sie gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust a n etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die Situation
im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst meistern kann.
Es verfügt über Muster der Wi rklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in seiner
Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der
Ergebnisse.
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt werden.
In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso wie die
Gemeinschaft untereinander, gefördert.
Seite 10 von 20
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene und geschlossene AG s, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhaft e Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung vo n Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen äst hetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbauen, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Gr enzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortung für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes Bedürfnis
jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wichtiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, ver bale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
Seite 11 von 20
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf werden in Kooperation mit einer Frühförderstelle
spezielle Förderangebote eingeleitet.
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstütze n die Lernprozesse der Kind er und steigern ihre
Bewegungsfreude.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten Fähigkeiten
zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir u nterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachlich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen lernen, Selbständigkeit, Orientierungs -
und Lernfähigkeit)
Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
Intensivierung des selbständigen Handelns und der Eigenverantwortlichkeit (zuhören,
sich mitteilen, die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen Auffassungen
auseinandersetzen)
Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintrit t (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
Seite 12 von 20
Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung, etc.)
Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen anwenden
und ggf. verändern)
In der Maxi -Gruppe werden di e Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 4 – 6 Jahren.
In der Regel findet die Maxi -Gruppe einmal wöchentlich (je nach Inhalt vormittags oder
nachmittags) statt.
Anhand von Aktionen und Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind.
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben somit
eine kurze Eingewöhnungsphase.
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotionale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regel n. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, Verständnis und eine besondere
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
Wir achten darauf - wenn möglich - dass die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt werden,
damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
Seite 13 von 20
3.13. Interkulturelle Orientierung
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammenleben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und fremdländische
Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusam menleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung d er genannten Ziele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum inter kulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Bei allen Mahlzeiten wird darauf
geachtet, dass die Kinder Achtung vor Lebensmitteln bekommen. Wir bieten eine gesunde,
ausgewogene und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und
das Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.).
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen möchten.
Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten und üben
ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen Ernährung
gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so g ereicht, dass alle Kinder einer Gruppe als
Gemeinschaft essen.
Von allen Gruppen werden Projekte zum Thema „Ernährung“ (z.B. Kochen, Lebensmittelkunde
usw.) durchgeführt.
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich, dass die Kinder einbez ogen
werden. So wird elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
Seite 14 von 20
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Das Essen der Mittagsmahlzeit wird uns aus der Küche unserer bereits bestehenden Kit a am
Carlo-Schmid-Weg geliefert. Dort kochen eine Hauswirtschafterin und eine Küchenkraft das
Essen täglich frisch. Damit stellen wir eine sensorische und ernährungsphysiologische Qualität
des Essens sicher.
Wir können den Kindern Mahlzeiten mit einem hohen Anteil an regionalen und/oder
ökologisch erzeugten Produkten anbieten. Durch den Synergieeffekt der beiden Kitas können
Ernährungseinschränkungen einzelner Kinder gezielt berücksichtigt werden , der Einfluss auf
die Qualität ist unmittelbar möglich.
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur Ruhe
kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer Gemeinschaft
erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt.
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereic he unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und das
Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen Perspektive
zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Kuschelecke, Schlafraum, Lese - und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die u nterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -,
Konstruktions-, Rollenspiel - und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierten Materialien als auch die Gegen stände des täglichen Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bälle, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
Seite 15 von 20
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit
anderen Eltern.
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt ein entsprechendes Außengelände, dass den allgemeinen
Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung und
Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachkräften und
Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten, Ärzten, Psychologen
sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und Behörden, Kliniken sowie
familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel- und Weiterführenden Schulen pflegen
wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung einen
regen Austausch in Form von Besuchen der Praxisleitertreffen, Praxisbesuchen der Lehrkräfte,
Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in Bild
und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
Seite 16 von 20
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit und
des Einrichtungsprofils.
Im Rahmen dessen werden
Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen, Info-Stände,
Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger veröffentlicht
Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre
Zusammenarbeit)
Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagement
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragte r für das
Qualitätsmanagement (QB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
Mögliche Gefahrenquellen u nd deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung und eine Beratung in
Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der ständigen
Impfkommission ausreichenden Impfschutz für alle Kinder durch einen Arzt erforderlich. Bei
ansteckenden Krankheiten wie z. B. Röteln wird das Gesundheitsamt sofort von uns
informiert. Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst wieder besuchen, wenn durch
eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer ausgeschlossen wird.
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevor schriften und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen. Alle Mitarbeiter/innen
Seite 17 von 20
wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen Vorsorgemaßna hmen, um
gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
Infektionsschutzgesetz
Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7. Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen
zu bewahren
Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erken nen und rechtzeitig zu
beheben
Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenquellen i m Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei ver fügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen
teil.
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Ges undheits- und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Mitgeltende Unterlagen:
Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
Seite 18 von 20
Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
Gewährleistung der Aufsichtspflicht
Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
Seite 19 von 20
8. Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Träger Seite 1
1.1 Allgemeines Leitbild Seite 1
1.2 Lage Seite 1
1.3 Aufnahmekriterien Seite 1
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur Seite 2
1.5 Team und Personalstruktur Seite 2
1.6 Öffnungszeiten Seite 3
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze Seite 3
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern Seite 3
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Seite 4
Arbeiter-Samariter-Bundes
3.1 Fachlichkeit Seite 4
3.2 Selbstverständnis Seite 5
3.3 Partizipation Seite 6
3.3.1 Beschwerdemanagement Seite 6
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen Seite 7
3.5 Regeln Seite 8
3.6 Freispiel Seite 8
3.7 Projekte und AGs Seite 9
3.8 Bildung/ päd. Arbeit Seite 10
3.9 Kommunikation und Sprache Seite 10
3.10 Bewegung Seite 11
3.11 Maxi- Gruppe Seite 11
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme Seite 12
3.13 Interkulturelle Orientierung Seite 13
3.14 Ernährung Seite 13
4. Räume Seite 14
4.1 Raumplan Seite 15
4.2 Außengelände bis Fertigstellung Seite 15
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation Seite 15
5.1 Öffentlichkeitsarbeit Seite 16
6. Qualitätsmanagement Seite 16
Seite 20 von 20
6.1 Hygiene Seite 16
7.0 Prävention und Sicherheit Seite 17
8.0 Inhaltsverzeichnis Seite 19
Anlage 7.1 Bewerbung pme
3345 Zeichen
pmefamilienservice ...o pme Familienservice g6mbH pme Familienservice g6mbH Friesenring 50 | 48147 Münster Friesenring 50 48147 Münster Stadt Münster Telefon: +49 251 703776-0 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Telefax: +49 281 70377622 Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 muenster@familienservice.de www.familienservice.de D-48127 Münster 4. Februar 2019 Ausschreibungsverfahren 9-13/2018 verbindlicher Trägeranteil Sehr geehrte Frau Gerick, gerne beteiligen wir uns an den Ausschreibungen der Trägerschaften für neue Kindertageseinrichtungen Kita Sonnenstraße (Ausschreibungsnummer 09/2018), Kita Neubrückenstraße (Ausschreibungsnr. 10/2018), Kita Nordkirchenweg (Ausschreibungsnr. 11/2018), Kita Nottulner Landweg (Ausschreibungsnr. 12/2018) und Kita Meckmannweg (Ausschreibungsnr. 13/2018) Hierbei möchten wir unsere umfänglichen Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf einbringen. Aus unserem pädagogischen Konzept sind dabei insbesondere unsere Erfahrungen mit langen Öffnungszeiten, flexiblen Betreuungszeiten, eine gesunde und frische Vollverpflegung, eine Personalkalkulation, die Ausfallzeiten berücksichtigt und eine digitalisierte Dokumentation hervorzuheben. Außerdem unterstützen lokale Strukturen eine Anbindung und Loyalität gegenüber dem Träger. Die Trägerschaft wird durch unsere 100%-ige Tochter, die Global Education gGmbH angeboten. Aktuell ist die pme Familienservice gGmbH in Gütersioh und Halle Träger von zwei Betriebskindertagesstätten mit einer Mischung aus öffentlichen und betrieblich unterstützten Plätzen. Im August 2019 werden wir in Ochtrup eine Kindertagesstätte eröffnen. Das Angebot in Münster möchten wir aufgrund der Struktur der rein Öffentlichen Kindertagesstätten in unserer eigens für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Tochtergesellschaft zur Verfügung stellen. Das Kitamanagement und die Fachberatung wird über die bewährten Strukturen der pme Familienservice gGmbH übernommen. Beiliegend finden Sie einen Gesellschaftsvertrag, einen Auszug aus dem Handelsregister und eine Übersicht der Struktur des pme Familienservice zur internen Verwendung. Bislang fehlt für diese Gesellschaft eine Anerkennung nach 875 SGB VIII. Wir würden diese im Falle eines Zuschlags beantragen wollen. Die Voraussetzungen für eine öffentliche Förderung sind nach 874 SGB VIII gegeben, Wir freuen uns sehr über eine positive Nachricht im weiteren Verfahren berücksichtigt zu werden und die Trägerlandschaft in Münster konzeptionell, vielfältig und innovativ zu bereichern. Einer Teilnahme an Ausschreibungsverfahren geht eine individuelle Kalk! Träger der Einrichtung: pme Familienservice gGmbH | Geschäftsführerin: Alexa Ahmad Registergericht: AG Frankfurt am Main | HRB 75728 | Steuernummer: 047/250/11164 pmefamilienservice eo ooo Kalkulationszentrums voraus. Hierbei werden mögliche Belegungsszenarien und die Gruppenkonstellation beachtet und Risiken abgewägt. Bei der Übernahme der Trägerschaft von den oben genannten Kindertagesstätten können wir verbindlich einen Trägeranteil von 4,5% garantieren und erwarten eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von ebenso 4,5%. Für die Ausschreibung 09/18 Kita Sonnenstraße können wir abweichend einen Trägeranteil von 7,2% anbieten. Eine freiwillige kommunale Leistung der Stadt Münster von 1,8% würde erwartet werden.
Beschlussvorlage
25062 Zeichen
V/0140/2019 V/0140/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Beratungsfolge 21.03.2019 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 27.03.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 03.04.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 03.04.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die viergruppige Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck dem Kinder- und Jugendhilfeträger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (siehe Begründung zu Ziffer 3). Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 01.06.2020 geplant. 2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun- gen entsprechend getroffen: 2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver- einbarung) zwischen dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH und der Stadt Müns- ter getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 6,0% vereinbart. 2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Wohn- und Stadtbau GmbH (Vermieter) und dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH getroffen. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 27.02.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Gerick, Frau Tigger, Frau Kratz-Trutti, Frau Pohl Telefon: 492-5528 -5768 Gerick@stadt-muenster.de Tigger@stadt-muenster.de - 2 - V/0140/2019 II. Finanzielle Auswirkungen: Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e- triebskostenzuschüssen) Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen für Juni bis Dezember 2020 = 458.410 € für 2021 ff. = 814.853 € Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, ge- setzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (Erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 educcare 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 6,0% 3,0% 58,0% Jun. - Dez. 2020 2021ff. Träger Trägeranteil Städtischer Trägeranteil Städtischer Anteil Anteil BKZ Angebot Stadt. (erfor- derlicher Zu- schuss) gesamt Angebot Stadt. erfor- derlicher Zu- schuss gesamt 5 6 7 5 6 7 educcare 27.504,60 € 13.752,30 € 265.877,80 € 48.891,18 € 24.445,59 € 472.614,74 € III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0680/2018 dargestellt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit diesem Beschluss eine hau s- haltsmäßige Belastung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2020ff. erfolgt. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der Vorlage V/0680/2018 beschlossen: Die Kindertageseinrichtung im Stadtteil Mecklenbeck beginnt zunächst mit folgenden Gruppen: 2 Gruppen für Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 1 Gruppe für Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) - 3 - V/0140/2019 Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstru k- turen bedarfsgerecht weiterentwickelt. Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe- treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu vergeben. Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit/FlexiZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Möglichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der Kita wahrzunehmen. 2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 03.12.2018 über die Pla- nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 11.01.2019 ihr Interesse an einer Übernah- me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgten diesbezüglich eine Pressemitteilung am 03.12.2018 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 21.01. und 06.02.2019 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 genannten Kriterien dar. Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 08.02.2019. Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer Reihenfolge): Am Eichenwäldchen e. V. (Am Eichenwäldchen), Eichstedtstraße 44, 59075 Hamm Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB), Gustav-Stresemann-Weg 62, 48155 Münster educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH (Fröbel), Komödienstraße 18-24, 50667 Köln Global Education gGmbH (Global Education), Friesenring 50, 48147 Münster KinderHut gGmbH (KinderHut), Veronikastraße 32, 45131 Essen Kinderzentren Kunterbunt gGmbH (Kinderzentren Kunterbunt), Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 Nürnberg Kleine Riesen Nord gGmbH (Kleine Riesen Nord), Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen Step Kids KiTas gGmbH (Step Kids), Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin Villa Luna gGmbH (Villa Luna), Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg - 4 - V/0140/2019 3. Trägerauswahl 3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge- stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: - Wirtschaftlichkeit - Fachlichkeit/Pädagogik o Rahmenkonzept o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik o Gesundheitsförderung o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen - Besondere Merkmale des Trägers Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh- men. 3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun- gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt. Trägeranteile Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta- belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers). a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. An- teil BKZ gesamt Gesamt Land Stadt Gesamt, gesetzlicher Trägeranteil Angebot Stadt (erforderlicher Zuschuss) 1 2 3 4 5 6 7 Am Eichen- wäldchen 96,0% 38,5% 57,5% 4,0% 4,0% 0,0% 57,5% ASB 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,0% 5,0% 60,0% educcare 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 6,0% 3,0% 58,0% Fröbel 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Global Educa- tion 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,5% 4,5% 59,5% KinderHut 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Kinderzentren Kunterbunt 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 4,0% 5,0% 60,0% - 5 - V/0140/2019 Kleine Riesen Nord 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Step Kids 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Villa Luna 91,0% 36,0% 55,0% 9,0% 9,0% 0,0% 55,0% Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg betragen ab 2021ff. 814.853 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ Jährliche Kosten ab 2021ff. Träger Trägeranteil Städtischer Anteil BKZ Angebot Stadt. (FWZ) gesamt % € % € % € 5 6 7 Am Eichen- wäldchen 4,0 32.594,12 0,0% 0,00 57,5 468.540,48 ASB 4,0 32.594,12 5,0% 40.742,65 60,0 488.911,80 educcare 6,0 48.891,18 3,0% 24.445,59 58,0 472.614,74 Fröbel 9,0 73.336,77 0,0% 0,00 55,0 448.169,15 Global Educ a- tion 4,5 36.668,39 4,5% 36.668,39 59,5 484.837,54 KinderHut 9,0 73.336,77 0,0% 0,00 55,0 448.169,15 Kinderzentren Kunterbunt 4,0 32.594,12 5,0% 40.742,65 60,0 488.911,80 Kleine Riesen Nord 9,0 73.336,77 0,0% 0,00 55,0 448.169,15 Step Kids 9,0 73.336,77 0,0% 0,00 55,0 448.169,15 Villa Luna 9,0 73.336,77 0,0% 0,00 55,0 448.169,15 Die Träger Am Eichenwäldchen, Fröbel, Kleine Riesen Nord, KinderHut, Step Kids und Villa Luna bieten den vollen Trägeranteil von 4,0% (Elterninitiative) bzw. von 9,0% (freier Träger) für den Betrieb der Kindertageseinrichtung an. Die Träger ASB, educcare, Global Education und Kinderzentren Kunterbunt bieten einen geringeren Trägeranteil an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. 3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich- keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer- tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage). Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) getätigt wird. Der Träger: Am Eichenwäldchen e. V. Der Träger Am Eichenwäldchen e. V. ist eine Elterninitiative mit Sitz in Hamm. Er betreibt aktuell vier Kindertageseinrichtungen in Hamm und ab dem 01.08.2019 eine weitere Einrichtung in Warendorf. Der Verein ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das Thema Partizipation als einen - 6 - V/0140/2019 grundsätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Weitere Schwerpunktthemen der Einrichtungen sind insbesondere Gesundheit und Ernährung sowie eine Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“. Der Träger: ASB Regionalverband Münsterland e.V. Der Träger betreibt seit März 2017 die Kindertageseinrichtung Grünschleife in Kinderhaus und ab dem Kitajahr 2019/2020 zwei weitere Einrichtungen am Dahlweg und an der Regina-Protmann- Straße. Weiterhin wurden die Trägerschaften für die Kita Alt Angelmodde und die Kita Petersheide übertragen. Zudem ist er Träger von Großtagespflegestellen mit angestellten Tagespflegepersonen. Er ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Be- werbungsverfahren zudem das Thema Migration als einen grundsätzlichen Bestandteil der pädagogi- schen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Ein weiterer konzeptioneller Schwerpunkt liegt im Bereich der Gesundheit, Ernährung und Bewegung. Der Träger: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger. Zurzeit be- treibt educcare eine Kindertageseinrichtung (Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup) und ab dem 01.08.2019 die Einrichtung an der Middelerstraße in Wolbeck. Bundesweit ist educcare Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie- hung. Weitere konzeptionelle Schwerpunkte stellen die Bewegungsförderung und Naturwissenschaf- ten dar. Zudem bietet educcare flexible Öffnungszeiten nach den Bedarfen der Eltern an. Der Träger benannte darüber hinaus seine Offenheit für eine Vernetzung im Stadtteil sowie der Kooperation mit der Kindertagespflege. Darüber hinaus ergeben sich durch den Ausbau weiterer Standorte in Münster Synergien zu den Einrichtungen in Hiltrup und Wolbeck. Der Träger: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Dem Träger sind in Münster bislang drei Einrichtungen übertragen worden. Die Kita am Emmy- Herzog-Platz (Markweg) eröffnet in 2019, die Einrichtung an der Landsberger Straße in 2020 und die Kita im Zentrum Nord wird zum 01.08.2021 in Betrieb genommen. Ab Mitte 2019 eröffnet der Träger eine Geschäftsstelle in Münster, um für Familien als Ansprechpartner vor Ort zu sein. Der Träger be- treibt aktuell bundesweit rund 180 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda- gogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren für diesen Standort zudem Schwerpunkte im Bereich Medien und Mobilität. Darüber hinaus sollen Vernetzungen und en- ge Kooperationen mit der Kita Landsberger Straße entstehen, um Synergieeffekte zu nutzen. Durch den Ausbau weiterer Einrichtung im Stadtgebiet soll der Standort Münster etabliert werden. Der Träger: Global Education gGmbH (pme Familienservice) Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten (davon 3 in NRW). Eine Geschäftsstelle besteht in Münster. Die Global Education gGmbH ist eine Tochtergesellschaft mit dem Fokus auf öffentliche Kindertagesein- richtungen und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. In Münster betreibt der Träger ein Back-up Center für Unternehmen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Konzeptionelle Schwerpunkte liegen bei der Global Education gGmbH im Bereich der Bewegungsför- derung, tiergestützter Pädagogik und auch Naturwissenschaften und Technik. Der Träger strebt an, Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Zudem bietet der Träger flexible Öffnungszeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. - 7 - V/0140/2019 Der Träger: KinderHut gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. KinderHut mit Sitz in Essen ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und betreibt bundesweit 13 Kitas. Er hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren seine Schwerpunkte in den Bereichen Gesundheit Bewegung und Bilingualität. Der Träger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen, Sportvereinen und stellte seine Erfahrung mit Kindertages- pflegestellen vor. Zudem bietet der Träger flexible und bedarfsgerechte Öffnungszeiten zur Verein- barkeit von Familie und Beruf an. Der Träger möchte in Münster keine Zusatzbeiträge erheben. Am Standort Meckmannweg ist eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen gewünscht. Der Träger: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH Der Träger mit Sitz in Nürnberg ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Er ist ein bundesweit tätiger Träger mit insgesamt 80 Einrichtungen, davon 30 in Nordrhein- Westfalen. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Zusätzlich hat der Träger Erfahrung im Bereich der flexiblen Betreuung und bietet verlängerte Öffnungszeiten, analog zum Modellprojekt ExtraZeit/FlexiZeit, an. Die Vernetzung und Kooperation im Stadtteil ist geplant. Darüber hinaus sollen zwei neue Einrichtungen in Telgte als Partnereinrichtungen zur Verfügung stehen. Der Träger: Kleine Riesen Nord gGmbH Der Träger betreibt bereits drei Kitas in Münster (Willingrott, Hermannschule, Pavillon Albachten-Ost). In 2019 werden die Einrichtungen an der Meyerbeerstraße, an der Eichendorffstraße und der Pavillon Beckstraße hinzukommen. Zudem hat Kleine Riesen Nord eine anteilige Fachberatung in Münster eingesetzt. Der Träger betreibt aktuell bundesweit 30 Kindertageseinrichtungen und ist als freier Trä- ger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem das mögliche Angebot von Bilingualität in der Kita und das Thema Migration als einen grund- sätzlichen Bestandteil der pädagogischen Aufgabenstellung in einer Kindertageseinrichtung. Der Trä- ger plant darüber hinaus eine konkrete Zusammenarbeit mit den im Sozialraum ansässigen Kitas, Schulen, Sportvereinen und stellte seine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kindertagespflegestel- len vor. Für diesen Standort ergeben sich Synergien zu den trägereigenen Einrichtungen in Mecklen- beck und Albachten im Bezirk West. Der Träger: Step Kids KiTas gGmbH Der Träger ist bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Der Träger mit Sitz in Berlin betreibt aktuell bundesweit 15 Kindertageseinrichtungen (Schwerpunkt Berlin und NRW) und ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren zudem Schwerpunkte im Bereich der Gesundheit und regelmäßiger Bewe- gungsangebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage. Darüber hinaus wird auch eine bilin- guale Spracherziehung in den Einrichtungen angeboten. In Münster werden die Aufnahmegebühr sowie die Servicepauschale für Zusatzangebote entfallen. Der Träger: Villa Luna gGmbH Der Träger ist in Düsseldorf ansässig und bislang nicht als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster tätig. Villa Luna betreibt aktuell acht Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern. Der Träger ist als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. Er hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. Der Träger benannte im Bewer- bungsverfahren zudem Schwerpunkte in den Bereichen Bewegung, Sprache, Natur, Kunst und Mu- - 8 - V/0140/2019 sik sowie Naturwissenschaften. Für ein mögliches Zusatzangebot „Bilingualität“ erhebt der Träger einen monatlichen Zusatzbeitrag. Zudem bietet der Träger flexible und bedarfsgerechte Öffnungszei- ten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. 4. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Meck- lenbeck zu übertragen. educcare bietet einen Trägeranteil von 6,0%, während die Träger Am Eichenwäldchen, KinderHut, Kleine Riesen Nord, Step Kids und Villa Luna den vollen Trägeranteil von 4,0% bzw. 9,0% leisten. Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen des Trägers educcare sowie der anderen neun Träger waren in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit / Päda- gogik überzeugend. Dennoch empfiehlt die Verwaltung die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Ver- fahren an den Träger educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH aus folgenden Gründen zu über- tragen: - Sozialraumbezug und Vernetzungen der educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH durch die Einrichtungen Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup und ab dem 01.08.2019 die Einrichtung an der Middelerstraße in Wolbeck; - Synergieeffekte hinsichtlich der Vertretungsregelungen und des Personaleinsatzes durch die beiden Kitas im Stadtgebiet von Münster und - Trägerpluralität im Stadtteil Mecklenbeck, als auch in der Vergabe von Trägerschaften im lau- fenden Trägerauswahlverfahren. Die Angebote und Erfahrungen sowie die bereits vorhandenen Vernetzungen und Kooperationen des Trägers in diesem Umfang stellen somit ein Alleinstellungsmerkmal des Trägers educcare Bildungs- kindertagesstätten gGmbH dar, die einen wesentlichen Vorteil für die schnelle und umfassende Ver- ortung der Kita in den Stadtteil Mecklenbeck mit sich bringt. Neben den beiden bereits übertragenen Trägerschaften an educcare kann sich der Träger langfristig als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster weiterentwickeln. Durch den Ausbau weiterer Standorte können Synergieeffekte (Vertretungsregelungen, Personaleinsatz, etc.) erzielt werden. Der Träger zahlt nach Tarif. Dem Träger Kleine Riesen Nord gGmbH wurden in den vergangenen Trägervergabeverfahren sechs Standorte übertragen. Wegen der Pluralität der Träger im Stadtteil, soll auf die Vergabe an Kleine Riesen Nord gGmbH verzichtet werden, da bereits eine Einrichtung dieses Trägers in Mecklenbeck besteht. In diesem Verfahren wurde dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die Emp- fehlung zur Übertragung der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in der Sonnenstraße (sh. Vorlage V/0137/2019) ausgesprochen. Sie gibt dem Träger ebenfalls die Möglichkeit, sich in Münster weiterzuentwickeln. Die Träger Am Eichenwäldchen e.V., KinderHut gGmbH, Step Kids KiTas gGmbH und Villa Luna gGmbH sind bisher nicht in Münster als Betreiber von Kindertageseinrichtungen tätig, sodass an die- ser Stelle dem Träger educcare die Möglichkeit eröffnet wird, den Standort Münster auszubauen. Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt. Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass erneut neue Träger mit einem hohen Trägeranteil bereit sind, sich zu engagieren. Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie- ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben. - 9 - V/0140/2019 Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus zehn Bewerbern unter der gleichgewichteten Wür- digung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewer- ber zu Grunde. I.V. Gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: 1. Anlage A 2. Auswertungsformulare aller Träger 3. Bewerbungsunterlagen: Am Eichenwäldchen e. V., Eichstedtstraße 44, 59075 Hamm 4. Bewerbungsunterlagen: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V., Gustav- Stresemann-Weg 62, 48155 Münster 5. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 6. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH, Komödienstraße 18-24, 50667 Köln 7. Bewerbungsunterlagen: Global Education gGmbH, Friesenring 50, 48147 Münster 8. Bewerbungsunterlagen: KinderHut gGmbH, Veronikastraße 32, 45131 Essen 9. Bewerbungsunterlagen: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, Carl-Schwemmer-Straße 9, 90427 Nürnberg 10. Bewerbungsunterlagen: Kleine Riesen Nord gGmbH, Esslinger Straße 69, 73732 Esslingen 11. Bewerbungsunterlagen: Step Kids KiTas gGmbH, Am Friedrichshain 22, 10407 Berlin 12. Bewerbungsunterlagen: Villa Luna gGmbH, Am Flachsbach 19, 52223 Stolberg Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 12: Anschreiben und Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0140/2019 zur Verfügung. Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php
Anlage 6.2 Konzeption Fröbel
71929 Zeichen
Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft am M eckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (Ausschreibungsnummer: 13/2018) Zeichen: 51 10 0014 / 51.10.0013 08.01.2019 FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen Komödienstraße 18-24 50667 Köln Internet: www.froebel-gruppe.de Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Region West Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 71 just@froebel-gruppe.de Bärbel Klünter, Geschäftsleiterin Komödienstraße 18-24 50667 Köln Telefon 0221 29 99 42 62 kluenter@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 2 2 Der FRÖBEL e.V. betreibt über die Tochtergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH mittlerweile rund 180 Einrichtungen in zehn Bundesländern. In einem stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres Handelns stehen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwick- lung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesentliche Ziele. Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen für Kinder anzubieten, setzen wir bisher in 57 Kinderg ärten in NRW um. Von diesen 57 Einrichtungen sind neunzehn als Familienzentren zertifiziert. Gern möchten wir unser Angebot durch die Betriebsträgerschaft der neuen Kinderta- gesstätte am Meckmannweg in Münster erweitern. Nicht zuletzt wird diese Kita von den Synergieeffekten sowie dem fachlichen Austausch mit den bereits neu entst ehenden Kindergärten Am Emmy-Herzog-Platz, in der Landsberger Straße sowie im Zentrum -Nord profitieren und umgekehrt. Von besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte da- bei unsere langjährige Erfahrung in der Betreuung von Kindern unter drei Jahren, unsere an die Bedürfnisse der Familien flexibel anzupassende Öffnungszeit sowie unsere durch- gängige Betreuung auch in der Ferienzeit sein. Für den Start einer neuen Einrichtung in Münster Mecklenbeck steht ein Expertenteam aus unserem pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfü- gung. Sie übernehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorberei- tungen zur Inbetriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalakquise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkom- munikation zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kindertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die pro- fessionelle Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglichkeit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption), des FRÖBEL-Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erar- beiten. Zur Unterstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Lei- tung und dem Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Da- bei kann sowohl auf regionale Unterstützung aus der Geschäftsstelle der Region Rhein- Ruhr als auch auf Unterstützung aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In- formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan- zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL-Haustarifvertrag und eine Referenz- liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL-Rahmenkonzeption (Anlage 1), das FRÖBEL-Leitbild (Anlage 2) und unser Leporello „FRÖBEL als Arbeitgeber“ mit einem Überblick der be- sonderen Leistungen für Mitarbeiter*innen (Anlage 3). Für Rückfragen stehen wir jeder- zeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 3 3 Inhalt 1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 6 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 6 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ......................................................................... 6 2.1.2 Was Bildung für uns ist .............................................................................. 6 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms .......... 7 2.1.4 Partizipation .............................................................................................. 7 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ....................................................... 8 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ........... 8 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 11 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 14 2.5.1 Gestaltung von Übergängen ............................................................... 15 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 16 2.6.1 Interne Selbstevaluation ....................................................................... 17 2.6.2 Externe Evaluation ................................................................................. 17 2.6.3 Fachberatung ........................................................................................ 18 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................ 18 2.6.5 Elternbefragung ..................................................................................... 18 2.6.6 Personalmanagement .......................................................................... 18 2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................ 20 3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 22 4 Finanzierung ..................................................................................................................... 23 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 24 5 Referenzliste ..................................................................................................................... 25 www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 4 4 1 Trägerhintergrund 1.1 Organisation und Struktur Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI- SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bildung und Erziehung gemei n- nützige GmbH bundesweit rund 180 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtun- gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen 3.600 Mitarbeiter*innen rund 16.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig -Holstein sowie in Australien und Polen. Durch die Unterschiede im Hinblick auf Bildungspläne, Sozial- räume, unterschiedliche Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund und verschie- dene kulturelle Bezüge haben wir vielfältige Erfahrungen in der Umsetzung und Gewähr- leistung pädagogischer Qualität im Rahmen institutioneller Betreuung von Kindern. 1.2 FRÖBEL als Träger Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in der Übernahme einer Träger- schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda- gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago- gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg in Münster wird diese in die Region Rhein -Ruhr eingegliedert. Alle buchhalterisch not- wendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung der landesspezifischen Bildungsschwer- punkte werden durch die Geschäftsleitung und Fachberatung vor Ort sowie Mitarbei- ter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sichergestellt und koordiniert. Neben Verwal- tungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, Lohnabrechnung, Mittelver waltung und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäftsstelle auch eine zentrale fachliche Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorganisation. Ebenso stellt FRÖBEL als Trä- ger die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal sicher. Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri- gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech- nungssysteme zu erfüllen. 1.3 Trägerkonzeption Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich- tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein- richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit auf der einen und Individualität auf der anderen Seite. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 5 5 Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL -Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli- chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente beinhaltet. Ne- ben der Umsetzung der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme , für Ein- richtungen in Münster die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinderta- gesbetreuung und Schulen im Prima rbereich in Nordrhein -Westfalen“ geben die FRÖ- BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogi- sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens- leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit- bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin- der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs- prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi- schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis- tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der- zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be- obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So- zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen gepr ägt. So kann eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be- wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien- tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte und wird in der Einrichtungskonzeption festgeschrieben. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 6 6 2 Fachlichkeit 2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder- gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö- bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün- dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf- fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For- schung. In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungspro- zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er- worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu einer ästheti- schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 2.1.2 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da- rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil- dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni- tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent- decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter- schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen sich mit den Spielideen der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa- tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be- zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago- gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un- terstützen. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 7 7 In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen wer- den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ- BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis. Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, ▲ Bewegung, ▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, ▲ Sprache und Kommunikation, ▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, ▲ Musisch-ästhetische Bildung, ▲ Religion und Ethik, ▲ Mathematische Bildung, ▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, ▲ Ökologische Bildung, ▲ Medien, werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan- der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago- gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den Themen und Interessen der Kinder – um. Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti- gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen die Sinne an, regen Aktiv itäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick- lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi- schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich ist. 2.1.4 Partizipation Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent- scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 8 8 kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder- tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent- scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind. Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon- vention beschrieben sind, aner kannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün- sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de- mokratische Strukturen hinein. In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie- dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna- tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz- lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin- der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei- tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar- über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen. 2.1.5 Beobachtung und Dokumentation Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge- staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen und ggf. zu verändern. Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokume ntation, die es aktiv mit ge- stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern- prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho- discher Kompetenzen, da die K inder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes. Um die pädagogische Arbeit transparent zu gestalten, werden verschiedene Doku - mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati- onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktivitäten der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden. 2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut- scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 9 9 Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe- tenzen von Kindern bei. Pädagogische Fachkräf te begleiten Alltagssituationen als sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin- dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter- hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine weitere Fremdsprache ins pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung da- für ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweiligen Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit einer Fremdsprache nicht durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. Durch die sie umgebende Fremdsprache kommen die Kinder ganz selbstverständlich in Kontakt mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags selbst beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. Damit stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. Denn nur wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und ihren In- teressen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbild ungsprozesse von Kindern geschaffen. 2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Erzie- hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil- dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern an Bildung und Gesellschaft eine große Bedeutung zu. Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussagen und den int ernational aner- kannten Prinzipien der UN -Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindertageseinrich- tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslagen , das Ge- schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Ressourcen von Kindern und damit sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden D oku- mentationen nachhalten. Über eine enge Bildungs - und Erziehungspartnerschaft mit den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 10 10 fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe - und Handlungspläne zu erstellen. Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Ethnien und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von Benach- teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen- lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra- ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge- meinen werden an Wänden, als Beschrift ungen von Gegenständen oder in mehrspra- chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und gleichzeitig in ihren interkulturellen Kompetenzen gefördert. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge- schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an- gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen unsere Fachkräfte sensibel und aufmerksam Mädchen und Jungen darin, handlungs- kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er- fahrungen erleben können. Im Bereich „Sozi ale und emotionale Entwicklung“ werden im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön- lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern untermauern. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 11 11 2.3 Gesundheitsförderung Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf- gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour- cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz- heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh- rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven- tion. Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen- wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi- schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo- torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den Innen räu- men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin- den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress- regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück- zugsbedürfnissen. Im pädagogisch gefüh rten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge- schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen. Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentspre- chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge- sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Ki ndern im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas- ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran- staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er- höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsförderung inte- griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss- handlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt und geht damit weit über die üblichen Standards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wichtiger Be- standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi- bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutz- teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen. Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär- ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi- ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei- ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits- schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 12 12 sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel- bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote. 2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammen- arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regio- nen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband. Die künftige Einrichtung wird am Meckmannweg, Stadtteil Mecklenbeck, Bezirk West, von einem Investor errichtet. Im nahen Umkreis befinden sich weitere Kindertagesstätten anderer Träger sowie die städtis che Gemeinschaftsgrundschule Pe ter-Wust-Schule Münster, mit der wir eine Zusammenarbeit anstreben: Gegenseitige Besuche, gegebe- nenfalls gemeinsame Projekte sowie ein enger pädagogischer Austausch ermöglichen einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Die Teilnahme am „Kita-Navigator“ ist für FRÖBEL selbstverständlich. Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Übernahme der Trägerschaft einer vier- gruppigen Kindertageseinrichtung mit einem Angebot von insgesamt 70–75 Plätzen, die sich in 22 U3-Plätze und 48–53 Ü3-Plätze aufgliedern. Für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichtetes Konzept, das unter anderem eine sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell, so- genannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile, liebevolle Beziehungen zu Be- zugserzieher*innen vorsieht. In fast allen FRÖBEL-Einrichtungen können Kinder ab einem Alter von acht Wochen betreut werden, sodass wir im Gebiet der U3-Betreuung umfas- sende Erfahrungen besitzen, die auf die neue Einrichtun g übertragen werden. Bei der Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebotsstruktur orientieren wir uns an den Bedürf- nissen der Familien und ermöglichen so eine bessere Vereinbarkeit von „Familie und Be- ruf“. Schließtage durch Teamfortbildungen und Konzeptionstage werden langfristig an- gekündigt. Die sozialräumliche Einbindung der Einrichtung als Ort der Begegnung von Familien ist für uns von großer Bedeutung. Sie soll ein kommunikativer Schnittpunkt von Lebens- und Alltagsthemen der Familien sein. Desh alb betrachten wir die Zusammen arbeit mit den Familien und damit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als grundle- gende Elemente der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfahrungen ei- gener Einrichtungen als Familienzentren zurückgreifen. Fam ilienmitglieder können bei- spielsweise Ausflüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und Feiern orga- nisieren oder sich als Lesepaten in den pädagogischen Alltag einbringen. Neben den zehn verankerten Bildungsbereichen der „Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit rücken, das sich wie ein roter Faden durch den Kindergartenalltag zieht: „Medien und Mobilität“. Die künftige Einrichtung wird Teil des Wohnquartiers Meckmannweg/ Schwarzer Kamp und entsteht auf dem ehemaligen Beresa-Gelände. An das Quartier schließt sich im Sü- den, getrennt durch einen schmalen Baumstreifen, zwischen der Weseler Straße und der Bahntrasse ein Gewerbegebiet an, in dem neben Lebensmitteleinzelhändlern vor allem auch Autohäuser un d Autozubehör bzw. -services ansässig sind. Daneben haben die www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 13 13 Aschendorf Medien GmbH (u.a. Druckzentrum für die Westfälische Zeitun g) und die Westfälische Reihe – Der Selbstverlag der Westfälischen Nachrichten dort ih ren Sitz. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Einrichtung erwartet der Fahrradladen „Das Gelbe U – Urbane Mobilität“ seine Kundschaft. Im Norden grenzt das Wohngebiet an einen Wald, durch den der Meckelbach fließt, sowie an landwirtschaftliche Nutzfläche n. Es bietet sich an, die vorhandene Infrastruktur in den Kitalltag zu integrieren. Die Nähe zur Druckerei und zum Selbstverlag der Westfälischen Zeitung bietet Koopera- tionsmöglichkeiten rund um das Thema Medien, insbesondere zum Medium Zeitung. Bei wiederkehrenden Besuchen in der Druckerei können die Kinder die imposanten Druck- maschinen bestaunen und druckfrische Zeitungen mit in die Einrichtung und nach Hause nehmen. Während Bücher zur Standardausstattung einer jeden Kita gehören, ist die „Zei- tungslektüre“ eher selten im pädagogi schen Alltag der Kinder integriert. Dabei bietet auch dieses Medium zahlreiche Aktivitäten im pädagogischen Alltag an – von der „Lek- türe“ durch die Kinder über das gemein-same Anschauen und Vorlesen bis hin zur Ge- staltung einer eigenen Kita-Zeitung. Einher gehen damit Aspekte der Literacy-Erziehung und Medienkompetenz. Ausgeweitet werden kann das Thema auch auf die Rezeption und Produktion weiterer M edien (Bücher, Hörmedien, Apps etc.). Das Thema Medien wird insbesondere bei der Ausstattung der Kita berücksichtigt. Eine entsprechende Me- dienvielfalt mit Zeitungen, Zeitschriften, Büchern und elektronisch en Medien sowie die entsprechende technische Ausstattung wie Beamer und Leinwand für Bilderbuchkino, Drucker, Tablets, gegebenenfalls historische Gerätschaften wie Druckerpresse, Setzkas- ten mit Lettern wird die Kinder zum Experimentieren und Entdecken einladen. FRÖBEL wird darüber hinaus versuchen, eine Kooperation mit dem in der Nachbar - schaft ansässigen Bürgerzentrum Hof Hesselmann und dem in diesem Rahmen stattfin- denden offenen Treff für Senior*innen aufzubauen. Bereits an anderen Standorten ha- ben wir durch Lesepatenschaften sowie gemeinsame Aktivitäte n ein für beide Seiten gewinnbringendes Miteinander etabliert. Darüber hinaus hat FRÖBEL durch eine große Kooperation mit der „Stiftung Lesen“ der Thematik seit einigen Jahren einen besonderen Schwerpunkt eingeräumt. Die Verbreitung von gedruckten Medien steht seit jeher in enger Verbindung zur Mobili- tät – die gedruckte Tageszeitung wird durch den Boten ausgeliefert, das bestellte Buch wird mit dem LKW in die Buchhandlung transportiert. Hier lässt sich vom Schwerpunkt- thema Medien eine Brücke zum Schwerpunktthema Mobilität schlagen, über die auch Kinder bereits gehen können. Wie kommt die Zeitung aus der Druckerei auf den Tisch im Elternhaus? Wie früh steht der/die Zeitungsbot*in auf? Diesen und anderen Fragen kön- nen die Kinder in Projekten nachforschen. Und einmal angestoßen, ergeben sich zahl- reiche weitere Anknüpfungspunkte: Könnte der/die Zeitungsbot*in nicht auch mit dem Rad die Zeitungen ausfahren? Ob der/die Fahrradhändler*in gegenüber der Einrichtung darauf wohl eine Antwort hat? Und wie kommen die Kind er eigentlich zur Einrichtung? Zu Fuß? Mit dem Auto? Oder mit dem Rad? Die Autohäuser und Werks tätten im nahe- gelegenen Gewerbegebiet können besucht werden und auch eine Bahnfahrt ausge- hend von der Haltestelle Münster Mecklenbeck lässt sich gemeinsam mit de n Kindern organisieren. Darüber hinaus bietet das Thema Mobilität zahlreiche Anknüpfungspunkte zu anderen The menfeldern, z.B. Mobilitätserziehung, Bewegung, Sport und Spiel, Ge- sundheit, Klima und Umwelt, Nachhaltigkeit. Auch in der Innenausstattung und der Ge- staltung des Außengeländes kann das Thema aufgegriffen werden: Neben einer im In- www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 14 14 nenraum befindlichen Miniatur-Eisenbahn, die zum Teil von den Kindern gesteuert wer- den kann und ihre Runden durch die Kita dreht, können die Kinder im Außenbereich auf einer Bobbycar- und Rollerbahn ihrem Bewegungsdrang nachgehen. Neben dem Netzwerkaufbau zur Profilbildung der Einrichtung sehen wir eine Vernetzung mit weiteren im Sozialraum verankerten Institutionen vor. Dieses Bestreben kann insbe- sondere durch die geplante Teilnahme am örtlichen Sozialkreis Münster -Mecklenbeck, bei dem sich regelmäßig die Vertreter*innen der verschiedenen Einrichtungen in Meck- lenbeck austauschen, forciert werden. 2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie- hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehu ngspartnerschaft münden zu lassen, in der sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein- richtung austauschen und kooperieren, die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich- tung) anerkannt wird, die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages- einrichtung wahrgenommen wird, die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich- tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und Erziehung des Kin- des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit auch die entsprechende Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Familien und Kindern - beides bedingt sich. In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind daher neben Elternabenden, Tür - und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko- operationsangebote vorgesehen: Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge- wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf eingehen zu können. Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein- schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge- schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 15 15 Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder- tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi- scher Aktivitäten und Projekte. Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla- fen, Interessen und Neigungen des Kindes. Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch der Eltern untereinander. Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer- den. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdemanagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 2.5.1 Gestaltung von Übergängen Eingewöhnung Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreich end Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih- ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihr e Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart- ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich entweder am Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri- tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin- der und Familien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände- rung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperson können sie die neue www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 16 16 Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf- bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. Übergang in die Grundschule Auch der Übergang in die Grundschule wird von unseren Fachkräften kompetent vor- bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei- tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten- jahr an Bedeutung. Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl Angebote für die Kind er als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar- beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten. Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon- nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau- ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ- BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral verantwortlich für das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog (NKK) in Kindertageseinrichtungen. Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda- gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro- zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher- zustellen. Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS. Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun- gen. Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The- men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher- heit, Hygiene und Datenschutz. Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe- rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 17 17 wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver- pflichtende externe Evaluation in Berlin). Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs- strategie. Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge- meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu erschließen. Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie- ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 2.6.1 Interne Selbstevaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio- nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitäts bereichen wird beste Fachpraxis durch kon- krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantwor- tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages- einrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick- lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 2.6.2 Externe Evaluation FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei- nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto- ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu- ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädQUIS gGmbH anhand der Krippen-, Kin- dergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ihrer pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende System einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Einrich- tungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourcenorientierten Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich- tungen integriert und durch die Fachberatung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge- stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werden. Neue FRÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte- griert. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 18 18 2.6.3 Fachberatung Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb bei FRÖBEL. Sie sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali- tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä- dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be- reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste- mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach- beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fachbe- ratung bei FRÖBEL nicht. 2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele- ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei- nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be- dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 2.6.5 Elternbefragung Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be- standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergänzt damit als Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädag ogi- schen Fachkräften. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die allen Ak- teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort am Meckmannweg wird einmal jährlich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch die Be- fragung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokussiert zu formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kindes/ihrer Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in anonymisierter Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 2.6.6 Personalmanagement Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bez üglich Anzahl sowie Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge- setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta- geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 19 19 zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä- dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellenbeschreibungen, die sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professioneller Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL- Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. Individuelle berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinu- ierlicher kollegialer Fachaustausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und akademischen Berufsabschlüssen sind weitere wesentliche Elemente unseres Personal- entwicklungskonzepts. Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen hospitieren und sich in regionalen Arbeit skreisen zu pädagogischen Fragestellungen austauschen. Eine besondere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe ei- nes Konzepts von Fach- und Führungskarrieren realisiert, das eine Karrieremöglichkeit bei FRÖBEL darstellt. Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein tariflich verankertes Recht auf Freistellung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran- staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage im Zuge der Fortbi ldungsinitiative des FRÖBEL-Curriculums ermöglichen den Teams ge- meinsames Diskutieren, Reflektieren und Verständigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzten Instru menten der Perso- nalführung und -entwicklung: Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Regelmäßig stattfindende Teamberatungen Jährliches Personalentwicklungsgespräch Fachtage Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor- bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimmt mit ei- nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nach einem transparenten Leitungs- konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBE L-Leitbild) Rahmen und Ori- entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter- stützt: Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der Geschäftsleitung und Fachberatung Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 20 20 Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich- keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh- men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera- tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 2.6.7 Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der Kinder ist in unseren Einrichtungen oberstes Gebot und ist im FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“ festgeschrieben. Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept wurde erstma- lig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst: ▲ Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren bei Ki nderschutzfällen nach § 8a – Reaktion auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung außerhalb der Einrichtung: Hierzu arbeitet ein internes Kinderschutznetzwerk mit verantwortli- chen Kinderschutzbeauftragten und intern ausgebildeten Fachkräften vor Ort in den Regionen. Der Ablauf und die Dokumentation sind verbindlich geregelt. ▲ Der institutionelle Kinderschutz – das Vorgehen, wenn die Kindeswohlgefährdung vermutlich von Mitarbeiter*innen an den zu betreuenden Kindern ausgeht. Grundlegend sind dabei die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen (er- weitertes Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen wie der Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. Darüber hinaus sind vorrangig die präventiven Maßnahmen, auch in Verbindung mit dem FRÖBEL-Curriculum und der Umsetzung des Leitbildes und der Rahmen- konzeption, umzusetzen. Das Ablaufverfahren im Falle einer vermutlichen Kinder- schutzproblematik, ausgehend von Mitarbeiter*innen, steht in Verbindung mit dem professionellen Umgang mit diesbezüglichen Elternbeschwerden und akti- viert in der Regel das Krisenmanagement von FRÖBEL. ▲ Das Sexualpädagogische Konzept in Kindertagesstätten (sowie in anderen Berei- chen der „Hilfen zur Erziehung“, insbesondere für die Tagesgruppe und die Wohn- gruppe) und der Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern. Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlgefährdung bei von FRÖBEL betreuten Kindern und Familien er- folgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kinder- schutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fach- stellen vor Ort. Kinderschutz heißt auch, dass selbstverständlich gewaltfrei mit den uns anvertrauten Kin- dern umgegangen wird. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team werden Haltung sowie die Wirkung von Worten und www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 21 21 Handlungen geprüft. Dieser fest installierte Teamprozess stellt sicher, dass sich alle Mitar- beiter*innen der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kin- der zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. Vor diesem Hintergrund wurde in Nordrhein -Westfalen der Bereich Kinderschutz mit einer eigenen Stelle a usgeprägt. Als Kinderschutzbeauftragte ist Frau Carmen Breitsch zentrale Ansprechpartnerin für alle FRÖBEL-Kindergärten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 22 22 3 Finanzmanagement Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung von FRÖBEL in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni- sche Führung gewährleistet. Der FRÖBEL-Haustarifvertrag FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli- che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitkonten, Regelungen zur Höhergruppierung auf der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah- lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver- träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden. Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit Gültigkeit ab 01. Januar 2019 (in EUR) befindet sich im Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL -Haustarifvertrag). Weitere Leis tungsmerkmale des Haustarifvertrages haben wir in einem Leporello zusammengefasst, welches Sie als An- lage zu dieser Interessenbekundung erhalten. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 23 23 4 Finanzierung Als frei gemeinnütziger Träger bestätigt FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschaftsent- scheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil an den entstehenden Betriebskosten in Höhe von 9 Prozent. FRÖBEL erklärt, die erforderlichen Mittel für die Anschaffung von Möblierung und Spiel- material des neuen Kindergartens aus Eigenmitteln bereitzustellen. Sofern zum Zeitpunkt der angedachten Eröffnung des Kindergartens ein Fördermittelprogramm für die Aus- stattung des Kindergartens erreichbar ist, wird FRÖBEL einen Antrag auf investive Förder- mittel stellen um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren. Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen als auch durch Spenden. Die Kostenanteile für Verwaltung und Overhead entsprechen den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Maximalwerten. Sofern die Stadt Müns- ter der Bereitstellung von Belegplätzen an Unternehmen im Rahmen der besseren Ver- einbarkeit von Familie und Beruf positiv gegenüber steht, so stünden dem Kindergarten weitere finanzielle Mittel zur Verfügung, die in die weit ere Ausprägung von Bildungs- schwerpunkten investiert werden können. Zur Refinanzierung der Frischküche erhebt FRÖBEL ein Essensgeld welches pro Kind rund 60 Euro im Monat beträgt. Hinzukommen Einnahmen für Verpflegung von eigenen Beschäftigten. Das Angebot einer Frischküche ist in allen von FRÖBEL neu eröffneten Kindertageseinrichtungen fester Bestandteil und Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. FRÖBEL hat allein in den letzten zwei Jahren elf neue Kindergärten eröffnet und verfügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen die Pla- nungsprozesse daher fundiert und praxisnah. FRÖBEL steht für diese Trägerschaft als Mie- ter und für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung mit dem von der Stadt bestimmten Investor zur Verfügung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen den durch das Kinderbildungsgesetz refinanzierten Werten entsprechen und als Planungsgrundlage dienen. Sofern eine Überschreitung der refinanzierten Mietflächen bzw. Quadratmeter vorliegt, geht FRÖBEL davon aus, dass die entstehen- den Mehrkosten durch eine kommunale Sonderförderung ausgeglichen werden. www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 24 24 4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag *) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung Gruppe Stellenbezeichnung Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Stufe E Stufe F 1 Jahr 4Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre Einstieg 3 FP 9 FP 15 FP 15 FP 9 FP P10 Kindergartenleitung mehr als 17 Mitarbeiterinnen (VbE)3.689,86 3.815,57 3.951,30 4.077,01 4.202,73 4.346,42 P9 Kindergartenleitung bis 17 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.312,71 3.438,42 3.574,16 3.699,86 3.825,57 3.969,28 P8 Kindergartenleitung bis 8 Mitarbeiterinnen (VbE) 3.182,93 3.308,62 3.444,36 3.570,08 3.695,78 3.839,48 P7 Koordinatorin 2.935,56 3.061,27 3.197,00 3.322,71 3.448,42 3.592,12 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.961,48 3.097,21 3.222,93 3.348,62 3.492,33 Erzieherin mit besonderen Aufgaben/Multiplikatorin 2.805,77 2.931,48 3.067,21 3.192,93 3.318,62 3.462,33 Erzieherin im Regeldienst mit Zusatzqualifikation und abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.879,04 3.024,74 3.150,47 3.266,19 3.409,88 Erzieherin im Regeldienst 2.723,31 2.849,04 2.994,74 3.120,47 3.236,19 3.379,88 Erzieherin im Regeldienst mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.818,59 2.984,31 3.110,02 3.205,74 3.349,45 Erzieherin im Regeldienst 2.662,86 2.788,59 2.954,31 3.080,02 3.175,74 3.319,45 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin mit abgeschlossenem FRÖBEL-Curriculum - 2.525,55 2.661,28 2.786,99 2.912,70 3.056,39 Erziehungshelferin/Kinderpflegerin 2.369,84 2.495,55 2.631,28 2.756,99 2.882,70 2.026,39 P2 Berufsbegleitende Ausbildung "PiA-Modell" *) 1.093,29 1.201,30 entfällt entfällt entfällt entfällt P1 Erziehungshelferin ohne Ausbildung 1.862,89 1.988,60 entfällt entfällt entfällt entfällt P4 P3 Beschäftigungszeit: Pädagogischer Bereich P6 P5 1 Jahr 4 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre Einstieg 1 FP 4 FP 4 FP 4 FP 3 FP T4 Küchenleitung ab 5 Regel-Beschäftigten 2.217,05 2.342,77 2.468,47 2.594,19 2.719,92 2.863,62 T3 Köchin/ technische Koordinatorin 2.157,17 2.282,91 2.408,62 2.534,32 2.660,05 2.803,75 T2 Wirtschaftsdienst/Haushandwerkerin/Reinigerin 1.666,89 1.729,76 1.792,60 1.855,46 1.981,18 2.124,89 T1 Ungelernte Reinigungskräfte/Hauswirtschaftshelferin 1.643,93 entfällt entfällt entfällt entfällt entfällt Beschäftigungszeit: Technischer Bereich www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte am Meckmannweg 08.01.2019 25 25 5 Referenzliste Berlin Herr Sven Nachmann Abteilungsleitung Jugend und Familie, Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung Stadt Berlin, Tel. 030 - 90 22 75 503 Hamburg Herr Dr. Dirk Bange Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg, Tel. 040 - 428 63 2438 Bonn und Rheinland Frau Carolin Krause Dezernentin Dezernat für Soziales, Bildung und Gesundheit der Bundesstadt Bonn Tel. 0228 – 77 2030 Leipzig Herr Dr. Nicolas Tsapos Jugendamt Stadt Leipzig, Tel. 0341 – 1234683 München Frau Dr. Susanne Herrmann Leitung Abteilung KITA, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, Tel. 089 – 239 84440
Anlage 9.4 Referenzliste Kinderzentren Kunterbunt
5330 Zeichen
1 Referenzen Derzeit betreibt die Kinderzentren Kunterbunt gGmbH in NRW 30 und deutschlandweit rund 80 Kinderbildungseinrichtungen. Für die nächsten Jahre sind zudem bereits weitere neue Standorte fest geplant. Im Folgenden finden Sie unsere Referenzenliste für NRW. Nordrhein-Westfalen » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“, Brühl / 70 Plätze Herr Lorenz Schmitz, 02232/794600 2 Gruppen GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland 1 u. 2“, Bonn / 115 Plätze (in Koop. mit der Deutschen Post) Frau Rieck, 0228/18253068 (Deutsche Post) 2 Gruppen GF III, 3 Gruppen GFI, 5 Gruppen GFII Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr » Kindertagesstätte „Xkids“, Leverkusen / 50 Plätze (in Koop. mit LANXESS) Frau Dr. Peilstöcker (Lanxess) 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GF I, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 18.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Wäldchen“ Troisdorf / jeweils 30 Plätze Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 jeweils 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Zauberwald“, Troisdorf / 55 Plätze Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Erweiterung um 2 Gruppen in 2018/19 Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Apfelbäumchen“, St. Augustin / 55 Plätze Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225 1 Gruppe GFI, 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Wunderland“, St. Augustin / 70 Plätze Frau Sandra Clauß und Herr Marcus Lübken, 02241/243225 3 Gruppen GFIII, Umzug und Erweiterung in Planung Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Seepferdchen“, Gütersloh / 80 Plätze Herr Karsten Amshoff, 0524 /822365 1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr 2 » Kindertagesstätte „KiKu Sonnenschein“, Hennef / 90 Plätze Frau Miriam Immisch 02242-888-399 2 Gruppen GFII, 3 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Wolkenburg“, Hennef / 65 Plätze Frau Miriam Immisch 02242-888-399 1 Gruppe GFI, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7:30 -17:00 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ und „KiKu Hoppelhasen“ (weitere Kita in 2018/19) Pulheim / jeweils 40 Plätze Frau Gabriele Tatas, 02238/808303 jeweils 4 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu NePoMuK“, Meerbusch / 110 Plätze Frau Smittmanns, 02159/916571 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Alfter / 70 Plätze Herr Dr. Rolf Schumacher, 0228/6484141 2 Gruppen GFI (1x integrativ), 1 Gruppe GFII, 1 Gruppe GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Kinderland“ Köln / 110 Plätze Herr Gringmuth-Held Jeweils 2 Gruppen GFI, 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Kindertagesstätte „Kiku Bärenbande“ und „KiKu Rheinpiraten“ Köln / jeweils 60-70 Plätze Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 Jeweils 2 Gruppen GFII, 2 Gruppen GFIII Öffnungszeiten: 7.30 - 16.30 Uhr » Zwei Kindertagesstätten in Euskirchen 3 und 4 Gruppen Herr Alfred Jaax , 02251/14386 Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu-Kinderland Mülheim / 110 Plätze Frau Bode-Brock, 0208/4554558 Jeweils 1 Gruppe GF II und III und 4 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu Burgmäuse (Koop. mit ALDI Süd) in Mülheim a. d. Ruhr / 100 Plätze Frau Bode-Brock, 0208/4554558 und Herr Pina Nell, 0208/89925000 Jeweils 2 Gruppen GF I, II und III Öffnungszeiten: 7 - 18 Uhr 3 » Kita/FamZ Wasserwerk/ 45 Plätze 3 inklusive Gruppen GF III und FamZ Herr Dr. Markus Wüst , 02241/900551 » Kindertagesstätte KiKu Grasshüpfer in Swisttal/ 52 Plätze Frau Adamek 02255/309530 Jeweils 1 Gruppe GF I, II und III Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte KiKu Waldwichtel in Neuss/ 70 Plätze Frau Kaup 02131/905157 Jeweils 1 Gruppe GF II und III sowie 2 Gruppen GF I Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte „KiKu Bullerbü“, Harsewinkel / 44 Plätze Frau Tröster, 05241/85 2434 2 Gruppen GFIII (Erweiterung um 2 Gruppen im Nov. 2019) Öffnungszeiten: 8 - 17 Uhr » Kindertagesstätte Kiku Emspiraten in Telgte Frau Schnur 02504/13301 3 Gruppen » Kindertagesstätten Kiku Lüttenland in Telgte 4 Gruppen, (Eröffnung Mai 2019) Frau Schnur 02504/13301 » Neue Kindertagesstätte in Kleve (Eröffnung Sept. 2018/19) Erweiterung für 1-3 Gruppen für 2020/21 geplant Herr Träder 02821/99799-625 » Neue Kindertagesstätten in Euskirchen, 3 Gruppen (Eröffnung Jan. 2019) Herr Alfred Jaax , 02251/14386 » Zwei neue Kindertagesstätten in Langenfeld, 4 und 6 Gruppen (Eröffnung 2019/20) Frau Oberfranc 02173/794-3301 » Neue Kindertagesstätte Mülheim-Barbarastraße, 5 Gruppen (Eröffnung März 2020) Frau Bode-Brock, 0208/4554558 » Neue Kindertagesstätte in Köln, 4 Gruppen (Eröffnung 2019/20) Herr Gringmuth-Held, 0221/22129153 » Neue Kindertagesstätte in Essen-Krey (Koop. mit ALDI Nord), 4 Gruppen (Eröffnung 2020/21) Frau Mees 0201/88-51586 » Neue Kindertagesstätte in Essen-Kettwig, 3 Gruppen (Eröffnung 2020/21) Frau Mees 0201/88-51586
Anlage 9.3 Kurzkonzept Kinderzentren Kunterbunt
13395 Zeichen
- 1 - Pädagogische Kurz-Konzeption für den Betrieb einer Kin- dertagesstätte Die Grundlage der pädagogischen Arbeit in der Einrichtung wird in unserem allgemeinen Be- treuungskonzept ausführlich dargestellt. Unsere strategischen Zielvorstellungen sind unserem Leitbild zu entnehmen. Sowohl das allgemeine Betreuungskonzept als auch unser Leitbild sind unter www.kinderzentren.de einsehbar. Das Bildungskonzept orientiert sich an der Bildungs- vereinbarung Nordrhein-Westfalens. Gruppenstruktur Kinderzentren Kunterbunt bietet die Gruppenform I (2-6 Jahre), die Gruppenform II (0-3 Jahre) und die Gruppenform III (3-6 Jahre) an. Die Gruppenstruktur wird entsprechend der baulichen Voraussetzungen und der Nachfrage im sozialen Raum in Absprache mit dem jeweiligen Ju- gendamt angepasst. Personal Das Personal orientiert sich an den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes, Anlage zu § 19, ausgewiesene Fach- bzw. Ergänzungskraftstunden und der anteiligen Leitungsfreistellung. Jedem Mitarbeiter der KiKu -Familie steht ein festes Ausbildungsbudget zur Verfügung über das er sich weiterentwickeln kann. Hierzu führen unsere Qualitätsleitungen mit den Mitarbei- tern Zielvereinbarungsgespräche. Eingewöhnung Bei der Eingewöhnung orientieren wir uns am „Münchener Eingewöhnungsmodell“, dieses sieht eine sanfte, gestaffelte Eingewöhnung vor die sich am individuellen Bedürfnis des Kindes orientiert. Bei jedem Kind wird die Eingewöhnungszeit protokolliert und auf einem dafür vorge- sehen Formblatt dokumentiert. Bildungspartnerschaft mit Eltern Eltern sind Experten für ihre Kinder. Mit ihnen gehen wir eine Partnerschaft ein, die das Ziel verfolgt, gemeinsam den Bildungsprozess ihres Kindes optimal zu unterstützen und begleiten. Inklusion Inklusion ist ein international abgesicherter Rechtsanspruch. Natürlich ist es für uns ein selbst- verständliches Anliegen, eine gelebte Inklusion fest im Elementarbereic h zu verankern und den Kerngedanken der Inklusion in unseren Kindertagesstätten zu leben. - 2 - Gelebte Inklusion mit den Kindern Wir wollen Kinder mit „Leuchteaugen“, unabhängig davon ob eine sprachliche, körperliche o- der sonstige Benachteiligung vorliegt. Dazu gehört, dass wir kein Kind ausgrenzen oder als Fürsorgeobjekt sehen, sondern sie an allem teilhaben lassen und ressourcenorientiert fördern. Durch diese inklusive Haltung schätzen wir alle Kinder gleichermaßen, was dazu führt, dass das Resilienzvermögen der Kinder gestärkt und gefestigt wird. Wir machen es uns zur Auf- gabe, sowohl für Kinder als auch für Eltern als „Resilientin“ wirksam zu werden und die „seeli- schen Widerstandskräfte“ der Kinder zu wecken. Dafür schaffen wir Alltagssituationen in de- nen die Kompetenzen der Kinder im Vordergrund stehen und erweitert werden. Die Kinder erhalten so eine Basis, sich als „starke Kinder“ erfahren. Sie erleben und spüren, dass sie etwas bewirken können, gebraucht werden und den Alltag mit bestimmen können. Gelebte Inklusion unter den Fachkräften Wir verstehen die gelebte Inklusion nicht nur als Arbeitsprinzip sondern als Lebensprinzip. In diesem Zusammenhang ist die ständige Überprüfung der eigenen Haltungen eine Grund- voraussetzung, um eine gute Zusammenarbeit mit den Kindern sicherzustellen. Wir legen Wert darauf, dass die pädagogischen Fachkräfte eine engagierte, lebendige und begeisterungsfä- hige Haltung ausstrahlen. Durch eine Inklusionsfachberaterin finden außerdem interne Fort- bildungen statt, in denen der inklusive Blick und die pädagogische Alltagsgestaltung im Vor- dergrund stehen. Unser Ziel ist es, das unsere Fachkräfte eine inklusive Pädagogik gestalten, die neugierig, bunt, individuell, spannend und den Alltag der Kinder immer wieder zu einem Abenteuer werden lässt. In diesem Sinne ist es für uns von Interesse die derzeit bereits tätigen, erfahrenen und engagierten Fachkräfte einzubinden und weiter zu fördern. Gelebte Inklusion in der Bildungsarbeit mit den Eltern Um eine wertschätzende und bereichernde Bildungsarbeit mit den Eltern zu praktizieren, be- gegnen wir den Eltern mit einer hohen professionellen Aufmerksamkeit. Schon immer galten die Eltern in unseren Einrichtungen als die Experten ihrer Kinder. Im Zuge der Inklusion haben wir neue Interventionen für eine noch optimalere Bildungsarbeit mit den Eltern entwickelt. Für die Entwicklungsgespräche benutzen wir unter anderem als Dokumentationsvorlage einen Baum, die Wurzel füllen wir mit den schon vorhandenen Stärken der Kinder, dabei holen wir die Eltern aktiv ins Boot, indem sie die Stärken ihrer Kinder benennen. Im Baumstamm werden die noch nicht vorhandenen Fähigkeiten benannt, welches das Kind noch erlernen muss. In der Baumkrone wird dann das individuelle Handlungskonzept mit den Eltern gemeinsam ent- wickelt, welche Handlungsmöglichkeiten wir, als Einrichtung haben, und was die Familie zu Hause tun kann, um das Kind positiv in seiner Entwicklung begleiten zu können. Durch die veränderte Sichtweise, dass die Kinder keine Probleme mit sich bringen, sondern noch unge- lernte Fähigkeiten, können wir als Team, sowie auch die Eltern, erneut den Kindern eine in- klusive Haltung vermitteln, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Wir bieten ganzheitliche Elternabende zum Thema „Inklusion“ an. Um die Eltern optimal in den Prozess zur Entstehung einer inklusiven Kindertagesstätte einzubinden, entwickeln wir praktische Me- thoden, die den Eltern das Verständnis für gelebte Inklusion näher bringt. In unserer pädagogischen Arbeit heißt Inklusion auch, die Unterschiede aller Kinder und Eltern wahrzunehmen, um Beteiligung unter Berücksichtigung der individuellen spezifischen Beson- derheiten erkennen und entwickeln zu können. - 3 - Teiloffen und kokonstruktiv Die Einrichtung wird teiloffen geführt. D.h. dass jedes Kind einer Gruppe zugeordnet ist, diese durch gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten auch als soziales Zuhause erlebt und sich mit dieser Gruppe identifiziert, dabei aber auf offene Türen im Hause trifft, die Raum für Begeg- nung und gruppenübergreifendes Spiel ermöglichen. Daneben können Kinder zu bestimmten Zeiten am Tag an gruppenübergreifenden Angeboten z.B. in den Funktionsräumen teilneh- men. In Anlehnung an die Bildungsvereinbarung NRW bieten wir neben Einzel- und Gruppenange- boten auch gr uppenübergreifende Angebote und Projek te an. Die Spiel - und Bildungsange- bote werden hierdurch erweitert und Kontakte über die eigene Gruppe hinaus ermöglicht. Dadurch lernen die Kinder Akzeptanz und Alternativen wahr - und anzunehmen. Sie bauen Kontakte zu Kindern anderer Gruppen und Mitarbeiter/innen auf und lassen sich auf „Neues“ ein. Hierbei wird ihre soziale Kompetenz gestärkt. Sie lernen, sich in anderen Räumlichkeiten und weniger vertrauten Umgebungen zurechtzufinden. Durch diese Form der pädagogischen Arbeit werden verschiedene Fähigkeiten der Kinder und besondere Neigungen gefördert. Unser Ziel ist, eine altersgerechte Entwicklung durch eine entwicklungsstandgerechte Förde- rung zu ermöglichen und dabei den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Die Grund- bedürfnisse sowohl im körperlichen, kognitiven, emotionalen als auch sozialen Bereich der Kinder von 0-3 Jahren unterscheiden sich wesentlich von denen der 3 - bis 6-Jährigen. Die unter dreijährigen Kinder benötigen in allen Belangen eine noch engere Begleitung im Alltag. Kindergartenkinder ab drei Jahren sind bereits selbstständiger und haben somit andere Mög- lichkeiten zu agieren, gefordert und gefördert zu werden. Beispiele dafür sind u.a. die motori- schen und sprachlichen Fähigkeiten, die Sauberkeitserziehung und der Schlafrhythmus. Auf diese Unterschiede wird bei uns in der Raumgestaltung, der pädagogischen Ausrichtung, den bereit gestellten Materialien und durch das geschulte Fachpersonal eingegangen. So lernen die unter dreijährigen Kinder die teiloffene Arbeit z.B. durch gruppenübergreifende Projekte für eine Altersgruppe oder auch durch das Nutzen des Ateliers „der Großen“ für ge- zielte Angebote kennen. Für die Kindergartenkinder ab drei Jahren ist es erforderlich, dass die Funktionsbereiche differenzierter und täglich nutzbar sind, um ihre große Wissbegierde befrie- digen zu können. In unserer Arbeit ist es uns wichtig, die Kinder nicht voneinander in Gruppen zu isolieren. Begegnungen, gruppen- und altersüberreifend, sind daher möglich. Im Tagesablauf ermöglichen die pädagogischen Fachkräfte abwechslungsreiche und span- nende Projekte. Hier werden die Kinder mit Lebenssituationen konfrontiert, in denen sie kog- nitive, soziale und emotionale Kompetenzen erwerben können. Wichtig ist dabei, dass die Be- dürfnisse und Wünsche der Kinder berücksichtigt werden. Das betrifft sowohl das Thema des Projektes als auch seine Dauer, welche am Interesse der Kinder orientiert sind. Die Kinder wählen ihr Projekt im Rahmen von Kinderkonferenzen selber aus , dabei spielen Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit eine große Rolle. In einer solchen Kinderkon- ferenz schlagen die Kindergartenkinder Themen vor, über die in einer demokratischen Wahl entschieden wird . Auch in den Gruppenformen II können Kinder schon Mit entscheidungs- rechte wahrnehmen. Die Inhalte sind überschaubarer und die Wahl -Methoden altersentspre- chend. - 4 - Die Entwicklung der Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung ist wesentlich durch das Einüben und Erlangen von Selbstständigkeit geprägt. Beiderseitige Besuche und gemeinsame Aktivitäten von unter dreijährigen - und Kindergartenkindern erleichtern den jungen Kindern den Übergang in die Kindergartengruppen. Aber auch die Kindergartenkinder profitieren, in- dem sie neue Freundschaften weiter pflegen können. Neben den Berührungspunkten, die sich aus der Gemeinschaft der Kinder ergeben, wie z.B. gemeinsam genutzte Räume, das Außen- gelände, wird die Kooperation von Gruppen für unter dreijährige Kinder und Kindergarten- gruppen vor allem bei der Planun g und Durchführung von gemeinsamen Feiern und Festen gepflegt. Kindergartenkinder können auch Patenschaften für Krippenkinder übernehmen. Hierdurch werden die sozialen und die emotionalen Kompetenzen, sowie die Werteorientierung en der Kinder gefördert. Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, damit ein Kind lernt, sich in soziale Gemeinschaften zu integrieren. Soziales Verständnis setzt voraus, dass sich ein Kind in andere einfühlen, hineinversetzen und deren Perspektive (wie Gefühle, Wün- sche, Bedürfnisse) erkennen kann. Die Kindergartenkinder üben sich in Verantwortung, Rück- sichtnahme und Toleranz. Zur Spiel- und Freizeitgestaltung stehen den Kindern die vielfältig en Möglichkeiten des Frei- spiels zur Verfügung. Neben den Gruppenräumen mit altersgemäßen Spielen, Literatur und Rollenspielmaterialien bieten die Funktionsräume eine Auswahl an Bastel- und Werkmateria- lien, Forscherutensilien, Musik- und Rhythmusinstrumenten. In der Einrichtung gibt es für die Kinder verschiedene Rückzugsmöglichkeiten, so dass sie mit ihren Freunden auch ungestört spielen können. Für unbeobachtete Spielsituationen bestehen Regeln, die mit den Kindern vereinbart und die eingehalten werden müssen. An die Nutzung solcher Spielräume werden sie langsam herangeführt. Partizipation von Kindern Unter Partizipation verstehen wir die Teilhabe von Personen an Entscheidungsprozessen und Handlungsabläufen. Für das Heranwachsen zu einer selbständigen Persönlichkeit ist es wich- tig, Standpunkte beziehen zu können und in seinen Entscheidungen ernst genommen zu wer- den. In der Kita ermöglichen wir den Kindern viele Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten. Bei den im Alltag anfallenden Entscheidungsprozessen wie z. B. Auswahl des Frühstücks in Kinderkrippe sowie Kindergarten (bei Angebot eines Frühstücksbuffets) und bei der Wahl des Spielbereichs/Spielpartners, etc. können die Kinder ihre Wünsche einbringen. Die Spielzeuge und Gebrauchsgegenstände sind frei zugänglich für die Kinder ebenso die Mögli chkeit zum Rückzug. Das Kind entscheidet selbst, wann es welchen Bedürfnissen nachkommen möchte. Größten Wert legen wir auf die Beteiligung von Kindern an Planungen für die Gestaltung der Räumlichkeiten, der Projekte und der verschiedenen Veranstaltungen. Die Pädagogen/innen beteiligen die Kinder bei sämtlichen Entscheidungsprozessen und unterstützen sie, eigene Strategien/Ergebnisse herbeizuführen. Sozialraumorientierung In der Einrichtung greifen wir die Gegebenheiten des Sozialraumes auf und machen sie zum Gegenstand der pädagogischen Arbeit. Wir verstehen uns als Teil eines Bildungsnetzwerkes für Kinder und kooperieren mit Institutionen, wie z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien, Beratungsstellen, Sport- und Bürgervereinen, Ärzten, Therapeuten, etc - 5 - Versorgungssystem Das Mittagessen wird durch die Firma Hofmann tiefgekühlt angeliefert und in einem Convec- tomaten schonend erhitzt. Die Mahlzeiten sind kindgerecht. Es werden überwiegend Produkte in Bio-Qualität verarbeitet. Es gibt täglich Obst, Salat und/oder Gemüse aus Bio -Anbau. Es wird auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung großen Wert gelegt. Als Getränke stehen den Kindern Wasser und ungesüß te Tees ständig zur Verfügung. Unsere Einrichtungen werden nach dem HACCP Hygiene-Standard geführt.
Anlage 6.4 Leitbild Fröbel
10824 Zeichen
Die Rechte von Kindern sind Fundament unserer
Arbeit. Schon unser Namensgeber Friedrich Fröbel stell
te als Innovator der Pädagogik das Kind als eigen
ständiges Individuum in den Mittelpunkt seiner päda
gogischen Idee. Diesem Ideal und dieser Tradition füh
len wir uns auch in Zukunft verpflichtet.
Wir sind ein zuverlässiger Partner für Eltern und ihre Kin
der und gewährleisten eine beziehungsbasierte und lie
bevolle Erziehung und Betreuung. Wir legen Wert dar
auf, Menschen zu bilden, um sie darin zu unterstützen,
selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste
und verantwortungsvolle Mitglieder einer demokrati
schen Gesellschaft zu werden. Wir unterstützen Kinder
dabei, eigene Wertmaßstäbe zu entwickeln.
Wir stehen für eine interkulturelle Offenheit in unseren
Krippen, Kindergärten und Horten, um Menschen mit
vielfältigen kulturellen und sprachlichen Lebenswelten
an der Bildung, Erziehung und Betreuung zu beteiligen.
Wir leben alle Facetten einer inklusiven Pädagogik –
Verschiedenheit ist unsere Normalität.
Wir leisten einen aktiven Beitrag zu einer chancenge
rechten Gesellschaft, indem wir Kindern aus Familien
aller Schichten bestmögliche Start und Bildungschan
cen ermöglichen. Dies schließt die Unterstützung der
Eltern und Familien mit ein. Die Gemeinschaft unserer
Fördermitglieder und ehren amtlichen Unterstützer ist
hierbei eine wesentliche und wertvolle Ressource.
Wir engagieren uns für die Anerkennung der Profession
von Erzieherinnen und Erziehern im Bereich der Aus
und Weiterbildung, insbesondere durch moderne
Fortbildungsangebote und die Förderung der akade
mischen Qualifikation in der Frühpädagogik - auch
dafür steht unser Motto „Kompetenz für Kinder“.
Wir verstehen uns als Partner aller, die für eine bildungs
gerechte Gesellschaft eintreten. In diesem Sinne setzen
wir uns gemeinsam mit Verbänden, wissenschaftlichen
Organisationen, Unternehmen und öffentlichen Trägern
für optimale Bedingungen des Aufwachsens von Kin
dern ein. Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf le
gen wir großen Wert und schaffen dafür die notwendi
gen Rahmenbedingungen.
Wir handeln verantwortungsbewusst vor dem
Hintergrund der Größe und des Wachstums unserer
Organisation. In diesem Bewusstsein wollen wir als inno
vativer und gesellschaftspolitisch engagierter Akteur
Maßstäbe für eine hohe Qualität in der Früh
pädagogik setzen.
FRÖBEL steht als Marke für eine qualitativ hochwertige
Pädagogik. Diese wollen wir möglichst vielen Kindern
und ihren Familien in Deutschland zugänglich machen.
Wir nehmen als überregionaler Träger die Herausforde
rung an, die in Deutschland etablierten pädagogi
schen Standards international zu verbreiten.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter
www.froebel-gruppe.de/leitbild.
UNTERNEHMENSLEITBILD
„Kompetenz für Kinder“: Mit diesem Leitgedanken betreiben wir als ge-
meinnütziger, überregionaler Träger Krippen, Kindergärten, Horte und
bieten familienunterstützende Leistungen an. Unsere Einrichtungen sind
Orte für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von sozialer und kul tu r-
eller Herkunft, von individuellem Förderbedarf und vom Geschlecht.
Unser Leitbild gibt es auch zum Download unter
www.froebel-gruppe.de/leitbild.© 2018, 1. Auflage
FÜHRUNGSLEITBILD
Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Eigeninitiative und Engage-
ment als grundlegende Prinzipien ihres Arbeitens verinnerlicht haben, sind
die wichtigste Ressource von FRÖBEL. Alle Führungskräfte bei FRÖBEL
tragen die Verantwortung, die dafür notwendigen Bedingungen bereitzu-
stellen.
Führungskräfte bei FRÖBEL schaffen durch transparen
tes und klares Führungshandeln ein von Vertrauen ge
prägtes Arbeitsklima und binden Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter frühzeitig in für sie relevante Veränderungs
prozesse ein. Dabei planen, strukturieren und organisie
ren unsere Führungskräfte die Arbeitsprozesse so, dass
alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mitverant
wortlich einbringen können.
Führungskräfte bei FRÖBEL achten darauf, dass in ihren
Teams unterschiedliche Qualifikationen und Persönlich
keiten vertreten sind. Sie legen beson deren Wert auf
heterogene Teams, in denen Menschen verschiedener
Generationen und Kulturen, mit verschiedenen Aus
bildungen und fach lichen Hintergründen sowie unter
schiedlichen Geschlechts zusammen arbeiten.
Führungskräfte bei FRÖBEL bilden damit die Grundlage
für einen vorurteilsbewussten Umgang miteinander und
für eine inklusive Pädagogik.
Führungskräfte bei FRÖBEL erfüllen ihren Auftrag, gezielt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuwählen, die sich
mit Begeisterung für Kinder engagieren, die deren Ent
wicklung planen und fördern und sich für eine hohe
Qualität in der Kindertagesbetreuung einsetzen.
Führungskräfte bei FRÖBEL geben als qualifizierte
Leitungspersonen fachliche Orientierung und Impulse
für die Weiterentwicklung ihrer Teams.
Führen bedeutet, offen zu kommunizieren, eigenver
antwortlich zu entscheiden und unternehmerisch zu
handeln. Darüber hinaus reflektieren Führungskräfte
bei FRÖBEL ihr Handeln und setzen sich konstruktiv mit
eigenen Fehlern und Fehlern ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter auseinander.
Führungskräfte bei FRÖBEL begreifen innovative päda
gogische Konzepte als herausfordernde Arbeitsfelder
und stehen aktuellen Bildungsthemen aufgeschlossen
gegenüber. Sie sind neugierig, entwickeln Ideen und
sind offen für Veränderungen. Im Sinne eines lebenslan
gen Lernens vertiefen und stärken sie durch regel
mäßige Fort- und Weiterbildung ihre fachliche Qualifi
kation und ihre Kompetenzen in der Personal und Team
entwicklung.
Führungskräfte bei FRÖBEL engagieren sich für optima
le Start und Bildungschancen aller Kinder. Sie stehen für
eine interkulturelle Offenheit und leben das pädagogi
sche Leitbild und das Unternehmensleitbild. Führungs
kräfte folgen in ihrem Anspruch und ihrem Handeln den
Rechten der Kinder und setzen sich täglich für diese ein.
Führungshandeln bei FRÖBEL bedeutet, Modelle zur
Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verwirklichen
und damit gesellschaftspolitische Akzente zu setzen.
Führungskräfte bei FRÖBEL sind Teil einer Gemeinschaft,
die offen für Kooperationen mit Dritten ist. Sie schaffen
Netzwerke mit und für Familien und kooperieren mit
Politik, Verbänden und anderen Trägern, um ein stabi
les Fundament für Bildung in unserer Gesellschaft zu
schaffen.
Führungskräfte bei FRÖBEL übernehmen als Expertin
nen und Experten Verantwortung und erfüllen ihre
Vorbildfunktion für eine hohe Qualität in der institutio
nellen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern.
Mit unserem Leitbild greifen wir diese Rechte auf und erweitern und akzentuieren sie für unseren pädagogischen
Alltag. Kinder erfahren in unseren Einrichtungen Gemeinschaft und lernen dadurch soziales Handeln. Im Mitein-
ander erkennen sie die Grenzen ihrer Rechte darin, dass andere Menschen gleichermaßen anzuerkennende
und zu respektierende Rechte haben.
Bei uns sollen Kinder erfahren, was es heißt, eigene Rechte zu haben, und erleben, dass diese sowohl für
sie selbst als auch für Erwachsene verbindliche Maßstäbe im Umgang miteinander sind. Damit sind für uns wesent-
liche und täglich wiederkehrende Herausforderungen verbunden:
Die Herausforderung, die Individualität des einzelnen
Kindes, seine Besonderheiten, seinen Willen und seine
Rechte im pädagogischen Alltag jederzeit zu achten
und zu wahren und die Grenzen des eigenen Verhal-
tens dabei zu erkennen.
Die Herausforderung, Vielfalt und Gemeinsamkeit für
Kinder erlebbar zu machen und vorurteilsbewusst zu
gestalten.
Die Herausforderung, Kinder in ihrem familiären Umfeld
wahrzunehmen und Eltern und Familien aktiv einzube-
ziehen und zu beteiligen.
Die Herausforderung, dass alle Kinder an der sozialen
Gemeinschaft im Kindergarten teilhaben und die
Rechte der jeweils anderen Kinder von allen geachtet
und respektiert werden.
Die Herausforderung, die Qualität unserer Arbeit
stets im Sinne dieser Rechte und der bestmöglichen
Förderung der Kinder laufend weiterzuentwickeln.
Die Herausforderung, Kinder dabei zu be gleiten, anzu-
regen und zu unterstützen, ihre eigenen Fragen und In-
teressen zu verfolgen, um sich so ein Bild von sich und
der Welt zu machen.
Die Herausforderung, Kindern gerade im hektischen
Alltag liebevolle und stabile Beziehungen und einen
sicheren Erfahrungsraum zu bieten.
Die Herausforderung, das eigene pädag ogische
Handeln immer wieder zu hinterfragen -
ren und uns fortzubilden.
In unseren Krippe n , Kindergärten
und Horten füllen wir
die Rechte von Kindern
täglich neu mit Leben.
Kinder haben das Recht auf Bildung und die
Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Sie haben ein Recht
auf die Zeit, die sie brauchen, um die Welt zu erfor-
schen und ihre eigenen Ideen zu verfolgen. Kinder
haben das Recht, Fragen zu stellen und eigene
Kinder haben das Recht, frei von Gewalt und mit
Achtung ihrer persönlichen Würde aufzuwachsen.
Dazu gehört das Recht auf Hilfe, wenn ihre
Grenzen nicht respektiert werden.
Kinder haben das Recht auf Selbstbestimmung .
Dazu gehört das Recht, eigenen Bedürfnissen und
Interessen nachgehen zu können, Nein zu sagen
und sich zurückzuziehen, wach zu bleiben, wenn sie
nicht müde sind, zu essen, wenn sie hungrig sind und
das zu essen, was ihnen schmeckt.
Kinder haben das Recht auf Partizipation. Dazu
gehört, Teil einer sozialen Gemeinschaft zu sein,
eigene Entscheidungen zu treffen, die mit ihnen
selbst und dem Leben in der Gemeinschaft zu tun
haben, und den Alltag aktiv mitzugestalten.
Kin der haben das Recht auf kompetentes
pädagogisches Personal sowie eine hohe Qualität
der pädagogischen Arbeit.
Kinder haben das Recht, so zu sein, wie sie sind:
Junge oder Mädchen, schüchtern, mutig, ängst-
lich, wild, unordentlich, kreativ, mit ihren individuel-
len Fähigkeiten, ihrer jeweiligen Sprache, ihrer
sozialen und kulturellen Herkunft und ihrer familiären
Lebensweise.
PÄDAGOGISCHES LEITB ILD
Kinder sollen in unseren Krippen, Kindergärten und Horten die Erfahrung
machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention
beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden. So unterstützen wir Kinder
darin, selbstständige, selbstbewusste, vorurteilsbewusste und verantwor-
tungsvolle Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden.
Kinder haben das Recht auf eigene Erfahrungen.
Dies bedeutet auch, zu lernen mit Risiken und
Herausforderungen umzugehen.
Kinder haben das Recht auf verlässliche und
vertrauensvolle Beziehungen zu Erwachsenen, auf
Kontakte und Freundschaften mit anderen Kindern
und auf gemeinsam vereinbarte Regeln, die
Orientierung und Sicherheit bieten.
Anlage 9.2 Konzeption Kinderzentren Kunterbunt
21524 Zeichen
!"## $%##%& '()**+,$%++*%-*$,"#) ./()**+,$%++*%"#0 1 ( '2 ' 1 ( ' 2 ' 3 (444' ' ! " #'# 5 ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''% # $ %& ' *'# & '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''6 *'* 7 8 ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''$ " ( ! & ! ) %'# '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''0 %'* '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''0 %'% 9: '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''; ' *&&+ , 6'# 9< ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''+ 6'#'# " 5 ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''+ 6'#'* ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''+ 6'* 3 '''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''! 6'% ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''#) 6'%'# ''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''#) ! #'#5 #!!+ 1 5 7 9 &=>9 ? @ 91 '4 & 51 7 5. & 'A19 99 4 9@ < ? / & 9 B : 9 =9 C? 9 D ? E E B< 49@9 F5 C ' . 9 G H 9 < 9 ? 4 9 *))0 35 9 IF91 8J ' 4 +)19 5 9 . 'K 94 .="?& " & ? 9 =9A 1 ' < 9 A : . 4 'K < 9' # $ %& *'#& K 9 9 44 = ' . 9 B 3? 33? 333C 8 9F '4 3? 33 333' 3 *) L%$6$? 33 #) L%$6$ 333 *)"*$ %$6$'@ 4 7 5 A%" M%" ' K 497F ' 319 40 N< <9 1, 1' 1< =9? 'K< 97F ? 49 7 5 ' K@ 4 ? & 9 G@G= ?444 9" 9 : 99 ' < 5= 4 9 F 9 4 /& 9 8 ' = 1 E 49 & 7 9'K& 9 4 7 9 9 =9<9 ,1 , 4'K &" < 4 /9& . ' *'*7 8 K =9 9 @ 9 9 5 4 9 ? ' G 4 1 5 & =9 1 49 . ' 4 9 1 " 5 4 G 9 " ? ' K1 9 9 91 K 99 1 BK1C'KF 9& >9 ' K 19 5 "99? 4' K ? 4 9 9? 4&"D ?45 . 'K 419 9 >59 ' K 4 5 4 9 9 9 ' M < =9 9=& G ' @ '.. 9 & 1 1 19 ' 41 1 19 ? < ' F 5 9 4 4? 9 1 9 4 F 5 & ' K G B'&' 1 C4 9M 4 8 ' K 9 49 9. 431 4 4 ' 4 95 9 '&' 9 9 9 9 4'< 91 "< 9 4'A 4 9 < 9? / < 95 4 5' " ( ! & ! %'# K5 :9 < 9 4'F < 9 7 '@ < ? 4 4 49'K 4 ,?1 ? ? < ? ' %'* @ < 50 0 H '@ =9? 4 " 9 9 ' < 19 5 9 979 & G' 3 19 4 5 59F 4 ' A = ? E 19 = 9 99 .9 B< ? '&' 49 @9 ? 19 5 & =9C' K 5 9 E 19 9 99 & 9 F ' 3<9 95 O 4 : E 5!'))-#%') )A=& 5 9@9 1 9 4'K9 4 9 95& ?4944 F F9 95 @ ' 114 & =9?4 5 '< 9=9 ? F 9? '1 : & 7 =9'KG B% C5& P ? @ F =9' %'% 9: -%& & QF 9BF&C<9 & 9B7333C" H Q & QG9& & 1 5 9 QG 5 Q3 9 QK 9 ' *&&+ 6'#9< A19 94 9& '1 < & <9 ' 6'#'# " 5 19 " 5< 9 ' F9 9 5 99@ 1 4'K 5 F9 3 9 " 5 =9' F 9 3 ?49& 19 . 'K3 9 F 9&9 '< 9 9< 1?9 =9 5G 4?9 ' 6'#'* 19 :9 9 5 ' K ? " 5 9 ? 1 9 " < 'A 5 4 5 1 9 ' . 49 =9 49 ?F 1 9 " 4' 5 9" 4 =9 ' . / 0! Q 3 4 5? 5 5 @' Q 3 4=9 ?9 9 49' Q 3 4: ? 59K @ 4 5 Q 3 4 4 5 5 Q 3 4F 3 & < 6'*3 3 9 'F 9 = ? 5 = 9 5& ' K79 9 > ? 9 " =9. '@4?< G= ' K 4 4 9 4? : 9? A 99 &9 1 4' <& : - & 9? ?? - 4& ' 3 3 ?& ? . " 19 5 &1 G 19 B 9? C ' &&4 5 " 4 ?9 <- F F9 - ' G= ? 4 ? 7 9 G 4 4 'K5 19 F 4 F 4 9 &9 5< ' - 1 3 9 K5 9 4'1 9 99 59&?3 . ? < 'K7 4 O ' 3 19 =9 457 G 9?5 1 99 4 ' ? < ?9 H ?. ? 9 99 ? : < 3 19 ? '@ 1 5 3 9 &9 ' 3 F 3 44 A 'K(&7 9 =9'1 : ? < " 1 9 5 K =9 G= 49' K9 9 49& ? " 4 R 57 1 9 ' ?3 49? G= ' K 4? 7 49'9 5 'F7 5 149 1 '.9 5 94 =9? 9 9 9 9 9 ' < & @? 49 4 ? 5 ?4 ' 6'% 6'%'# 3 19 4 9 9 " < 9 9 9 " R & ' @ =9? 4 9 & , " , F ' & 4 9 ? 99 G ? 91 49 5 & 9 4=' K < 5 =9 7" 9 @ 9 'K7 < 7=KB6) ,4C'1A 9' 9& 4=9 9< 5 . 1 4 'K@ =94 "O < H"9 '=9 99 1 49 4 9 . ? 9 9 9 < =9 = ' H , , 9. / . 7 ' K . 4 9 D 5 ' . 4 9 D . 9 ' K D 9 ? . 99 9 4 ? =9 4 .9 9'K G 49 4? & " 1 O ' 3 : 5 4 @9 9 1 49 @ ' A ? 9 ? 4 < 5 'K 4 @9 19 4 9 ' K 9 B 9C9 9. 54 < ': .9 4=9 9 1"? " 9 4 & ? 1" ?9D < ' ( 0 K G 19 7 4 19 ' < = ''( QA QK 9 Q1 K Q7 4 '9< 19 Q ? 1 ? H ? &= B 9 ?.= 9'C 1F 5 . .<4 '
Anlage 4.1 Bewerbung ASB
1590 Zeichen
ASB-RV Münsterland e.V. · Gustav-Stresemann-Weg 62 · 48155 Münster Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00 Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 Steuernummer: 336 / 5754 / 4041 - IK-Nummer: 500 552 690 Vorstand (§ 26 BGB): André Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Andre Dahlhaus (Vorstand) Eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 Regionalverband Münsterland e.V. Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster Zentrale: 0251 / 2897 - 0 Fax: 0251 / 2897 - 219 Verwaltung: 0251 / 2897 - 100 Fax: 0251 / 2897 - 119 Mail: info@asb-muenster.de Internet: www.asb-muenster.de 0251 -2897 381 29.01.2019 Sehr geehrte Damen und Herren, bezugnehmend auf unser Gespräch vom 24.01.2019 teilen wir Ihnen verbindlich mit, dass wir un- ser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck aufrechterhalten. Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich , Trägeranteile von 4% zu übernehmen. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Elisabeth Hegele unter der oben genannten Durchwahl gerne zur Verfügung. Freundliche Grüße gez. Dirk Winter Geschäftsführer Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Hafenstraße 30 48153 Münster Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
Anlage 5.1 Bewerbung educcare
2594 Zeichen
educcare • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH • Alter Markt 36-42 • 50667 Köln • Telefon 0 221 466 194 00 • Fax 0 221 466 194 99 • Email info@educcare.deBankverbindung: Sparkasse KölnBonn • BLZ 370 501 98 • Konto 144 862 950 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen • AG Köln HRB 48030 • USt-Idnr DE226823572 • Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 48153 Münster Köln, 7. Februar 2019 Interessensbekundung für die Kindertageseinrichtungen in Münster Sehr geehrte Frau Gerick, mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen für die folgende n Kindertageseinrichtungen: 1. Kindertageseinrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (09/2018) 2. Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (10/2018) 3. Kindertageseinrichtung am Nordkirchenwerg im Stadtteil Amelsbüren (11/2018) 4. Kindertageseinrichtung südlich Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (12/2018) 5. Kindertageseinrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (13/2018) Den gewünschten Trägeranteil von 9% der Betriebskosten kann educcare allerdings nicht übernehmen. Um den qualitativen Standard des educcare Bildungskonzeptes umzusetzen, wäre für die Kita s eine öffentliche Förderung notwendig. Die Angaben zum Trägeranteil finden Sie in den Bewerbungsunterlagen. Qualitative Betreuung ist für Unternehmen, aber auch zunehmend für Städte und Kommunen, in deren Auftrag educcare Kindertagesstätten betreiben, ein bedeutendes Thema. Wir setzen flexible Betreuung in unseren Kitas weitestgehend um, vorausgesetzt, dass die educcare Qualitätsstandards eingehalten werden. So werden wir den heutigen Lebenswelten von Familien gerecht und schaffen für ihre Kinder ein zweites Zuhause. Mit den Lacki Kids, die wir im Auftrag der BASF Coatings seit dem 1. März 2013 in Hiltrup betreiben, sind wir bereits in Münster vertreten, sowie ab Sommer 2019 mit der neuen sechsgruppigen Einrichtung in der Middeler Straße im Stadtteil Wolbe ck. Wir würden uns freuen, wenn wir die Zusammenarbeit mit der Stadt Münster mit der Übernahme der Trägerschaft einer weiteren öffentlichen Kita intensivieren können. Mit diesem Schreiben übersenden wir Ihnen unsere konzeptionellen Unterlagen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Mit freundlichen Grüßen, Sabrina Klein Projektentwicklung
Anlage 7.2 Konzeption pme
57307 Zeichen
Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 1 von 15 Die Einrichtungen des pme Familienservice Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0-6 Jahren Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 2 von 15 Die Einrichtungen der Global Education – pme Familienservice Gruppe Konzept für die Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen von 0 bis 6 Jahren Vorwort Dieses Rahmenkonzept stellt die Überlegungen und Planungen des Trägers Global Education (Teil von pme Familienservice) dar. Unsere pädagogischen Teams, die vor Ort in unseren Kindertagesstätten tätig sind, greifen dieses Konzept auf, um es in einem kontinuierlichen Prozess den lokalen Gegebenheiten anzupassen, weiterzuentwickeln und gezielt eigene Schwerpunkte zu setzen. Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt. In unserer pädagogischen Arbeit bieten wir allen Kindern viel Raum für Kreativität und Fantasie. Die Raumgestaltung und der Tagesablauf orientieren sich an den Bedürfnissen sowohl der Gruppe als auch der einzelnen Kinder. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Alle tragen zum Wohl des Kindes bei und bringen gemeinsam ihre Kompetenzen ein, um jedem Kind die besten Entwicklungschancen zu geben. Wir freuen uns, wenn wir Kinder und ihre Familien ein Stück auf dem Lebensweg begleiten dürfen, und möchten mit dem vorliegenden Konzept unsere pädagogische Grundhaltung näherbringen. Stand: August 2018 Inhalt Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen ............................................. 3 Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind ................................................. 3 Beschreibung der Rahmenbedingungen ........................................................................... 4 Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle .................................................................................. 4 Raumkonzept ..................................................................................................................... 5 Pädagogisches Fachteam ...................................................................................................... 5 Gesunde Ernährung der Kinder ............................................................................................. 5 Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit .......................................................... 6 Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht ................................................................... 6 Inklusive Bildung ................................................................................................................ 7 Eingewöhnung der Kinder ..................................................................................................... 8 Bildungsziele ...................................................................................................................... 8 Bildungsschwerpunkte ....................................................................................................... 10 Qualitätssicherung ............................................................................................................ 11 Unser Kinderschutzauftrag ................................................................................................. 11 Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien .......................................................... 12 Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien ...................................................................... 13 Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ ............................................................. 13 Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte ........................................................... 13 Literatur ........................................................................................................................ 14 Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 3 von 15 Vorstellung des Trägers und Entstehung der Einrichtungen Der pme Familienservice beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und sieht es als eine seiner Kernaufgaben, die Lebenssituation von berufstätigen Eltern und ihren Kindern zu erleichtern. Hierbei arbeiten wir mit Unternehmen und Institutionen zusammen, die durch Aktivitäten im Bereich Work-Life-Balance ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen möchten. Seit unserer Entstehung im Jahr 1991 haben wir unser Netzwerk kontinuierlich ausgebaut. Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien vertreten und betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Kindertagesstätten des pme Familienservice stellen einen innovativen Beitrag für die Kinderbetreuungslandschaft in den einzelnen Regionen dar. Ende 1999 haben wir mit Unterstützung der Commerzbank in Frankfurt „Kids & Co. Back-up“ eröffnet – Europas erste Back- up-Einrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von acht Wochen bis ca. 12 Jahren in Ausnahmefällen. Inzwischen hat sich der pme Familienservice als Träger von betriebsnahen, bedarfsorientierten sowie öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen etabliert. Heute betreiben wir über 60 Einrichtungen in ganz Deutschland – Kindergärten, Kinderkrippen, Back-up- Einrichtungen, Familienkrippen und Schülerbetreuungen. Die Global-Education-Einrichtungen der pme Familienservice Gruppe sind speziell auf öffentlich zugängliche, institutionelle Kinderbetreuung ausgerichtet. Der Standort Münster des pme Familienservice betreibt zwei Regeleinrichtungen, welche beide durch das KiBiz finanziert werden. Sowohl die sechsgruppige Einrichtung Kids World im Kreis Gütersloh, als auch die viergruppige (eine fünfte Gruppe startet 2019) Einrichtung Kita Ideenreich haben ein erweiteretes Öffnungszeitenkonzept. Dieses wird durch eine Unternehmensbeteiligung refinanziert. In Münster und Gütersloh betreiben wir des Weiteren Einrichtungen für den Ausnahmefall, sogenannte Back-up Center. Hier werden Kinder bei Bedarf betreut, wenn die Regelbetreuung ausfällt (Unternehmensgebunden). Allgemeines Selbstverständnis und unser Bild vom Kind Zufriedene Kinder bedeuten zufriedene Mütter und Väter – dies gilt auch im Umkehrschluss. In unseren Kinderbetreuuungseinrichtungen stehen die Bedürfnisse von Eltern und ihrer Kinder im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, dass Eltern mit gutem Gewissen ihrer Arbeit nachgehen können und ihre Kinder bestens betreut wissen. Wir orientieren uns inhaltlich und strukturell an den Bedingungen eines modernen Familien- und Arbeitslebens und verstehen uns als Dienstleister, der lebendige, zuverlässige und nachhaltige Bildungsorte für Kinder schafft. Das vorliegende pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtungen knüpft an die Ergebnisse der Nationalen Qualitätsinitiative (NQI) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) an (Tietze/Viernickel 2002). Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse der Krippenforschung, der Gleichaltrigenforschung und der Hirnforschung (vgl. Beller 1995; Dornes 1993; Schneider/Wüstenberg 1996; Singer 2004) sowie die nationale und internationale Diskussion zum Thema „Häuser für Kinder und Familien“, ausgelöst von den in Großbritannien gegründeten Einrichtungen zur frühkindlichen Erziehung „Early Excellence Centers“ (vgl. Hebenstreit-Müller 2003; Seehausen 2004) gehen in dieses Konzept ein. Unser Verständnis von Kleinstkind- und Elementarpädagogik geht von einem grundsätzlichen Bild vom Kind aus, bei dem Kinder heranwachsende Menschen und von Geburt an eigenständige Persönlichkeiten sind, die als „Akteure ihrer Entwicklung“ zu respektieren sind. Die Säuglings- und Kleinkindforschung der letzten Jahrzehnte hat deutlich gemacht, dass jedes Kind mit einer Vielzahl an Kompetenzen und Bedürfnissen auf die Welt kommt. Kinder sind fähig, mit dem Rückhalt einer Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 4 von 15 Bezugsperson eigenaktiv die Welt mit allen Sinnen zu entdecken und zu erkunden. Sie eignen sich dabei Wissen an, das ihr Weltbild tagtäglich komplexer werden lässt. Wir verstehen Bildung und Erziehung als einen Prozess, bei dem die Erwachsenen die Kinder auf ihrem jeweiligen Entwicklungsweg begleiten, unterstützen und motivieren, ihnen Lob und Anerkennung geben und sie in ihren „Stärken stärken“. Der Erwachsene sieht sich als aufmerksamer, wacher Begleiter des Kindes und seiner Entwicklungsprozesse. Er ist nicht aktiv eingreifender Förderer der Entwicklung, sondern seine innere Haltung ist geprägt von Respekt und Achtsamkeit gegenüber der Eigenständigkeit seiner Mitmenschen. In unserer täglichen Arbeit respektieren wir die Autonomie und Individualität des Kindes und unterstützen den Entwicklungsprozess, indem wir emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Schutz bieten und die Umgebung und die Tagesstruktur so gestalten, dass ein ganzheitliches Lernen und ein Einfinden in die soziale Welt ermöglicht wird. Wir beobachten und erkennen die individuellen Lern- und Entwicklungsthemen des einzelnen Kindes und knüpfen in der pädagogischen Arbeit daran an. Die autonome Bewegungsentwicklung, das freie Spiel und die beziehungsvolle, kooperative Pflege sind Grundthemen der Pikler/Hengstenberg-Pädagogik und wesentliche Elemente in unserem Verständnis des Bildes vom Kind. Sie prägen den Umgang mit dem einzelnen Kind. (Kleinst-)Kinder lernen permanent mit all ihren Sinnen durch Imitation, Beobachtung, Zuhören und auch durch Ruhephasen. Wichtig ist ein geregelter Tagesablauf, der Freiräume zum aktiven Erkunden zulässt, Entwicklungsanreize gibt und nötige Ruhephasen bietet, damit die vielen Erlebnisse und Eindrücke verarbeitet werden können. Jedes Kind folgt seinem eigenen Entwicklungsplan. Diese Selbstbildungsprozesse unterliegen dem individuellen Tempo und orientieren sich an kindlichen Interessen. Kinder sind Forscher und Gestalter ihrer Lebenswelt. Deshalb brauchen sie · die Möglichkeit, mit allen Sinnen die Welt zu erfahren und begreifen zu können, · eine Welt, die ihnen ganzheitliche Erfahrungen ermöglicht, · Spiel- und Bewegungsräume, die sie in ihrer Tätigkeit und Fantasie anregen und ihnen Herausforderungen und gleichzeitig Schutz bieten, · Zeit zum Einfinden in neue Situationen, Zeit für Übergänge, Zeit für individuelle Lernerfahrungen, Zeit zum eigenständigen Ausprobieren und Zeit für Zuneigung, Ruhe und Pflege, · andere Kinder, mit denen sie auf Entdeckungsreise gehen, an denen sie sich messen und denen sie helfen können und · Erwachsene, die auf die Signale der Kinder im Dialog eingehen, sich Zeit nehmen und Halt und Orientierung bieten. Beschreibung der Rahmenbedingungen Die beschriebenen Rahmenbedingungen gelten grundsätzlich für alle unsere Einrichtungen. Lokale Unterschiede ergeben sich durch Vorgaben und Richtlinien der Kommunen. Öffnungszeiten und Betreuungsmodelle Die Global Education bietet den Eltern nach Möglichkeit eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung an. Die Öffnungs- und Schließzeiten der Einrichtungen richten sich nach den regionalen Vorgaben und nach Möglichkeit an den Bedürfnissen der Eltern. Wir bieten eine „Flexizeit“ an, d.h. Eltern können bei ungeplantem Betreuungsbedarf, der über die regulär gebuchten Zeiten hinaus geht, kurzfristig Entlastung erfahren. Unsere Personalplanung und pädagogischen Konzepte unterstützen eine lange Öffnungszeit. Mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage und der regional festgelegten Schließzeiten (20 Schließtage in vier Perioden) wird die Einrichtung ganzjährig geöffnet sein. In den Einrichtungen der Global Education können Kinder im Alter von ca. einem Jahr bis zum Schuleintritt ganztags betreut werden, wobei auf eine ausgewogene Altersmischung geachtet wird. Die Global Education legt besonderen Wert auf einen positiven Übergang zu weiterführenden Betreuungslösungen. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 5 von 15 Raumkonzept Jede Einrichtung der Global Education verfügt über ein individuelles Raumkonzept, das sich an den Bedarfen der jeweiligen Altersgruppe orientiert. Räume als „dritter Erzieher“ haben eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kinder und müssen vor allem für Kinder, die sich ganztags in Kitas aufhalten, eine Reihe von Funktionen bereithalten. Wir konzipieren flexible Raumkonzepte, die sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder anpassen und den nötigen Sicherheitsstandards gerecht werden. Hierbei arbeiten wir mit den Jugendämtern und pädagogischen Fachberaterinnen und Fachberatern, mit Unfallkassen und Feuerwehren zusammen. Pädagogisches Fachteam Bei der Personalauswahl achten wir auf ein hohes Ausbildungsniveau und auf einschlägige pädagogische Erfahrung. Wertgelegt wird auf eine hohe Bildungsorientierung und Motivation in Bezug auf lebenslanges Lernen. Die Leitung der Einrichtung wird von einer pädagogischen Fachkraft (nach Möglichkeit mit Studienabschluss) übernommen. Für fachliche Fragen steht eine Fachberatung zur Verfügung. Wir verstehen uns als Lern- und Lehrbetrieb und ermöglichen eine Vielzahl von Praktika und berufsbegleitende pädagogische Ausbildungen. Wir möchten das in unserem Leitbild verankerte Ziel von Vielfältigkeit/Diversity in unserer Mitarbeiterschaft auch fördern. Da wir auch als Arbeitgeber Vorbild sein möchten, ist es für Einrichtungen der Global Education selbstverständlich, im Rahmen von Selbstevaluationsprozessen die Qualität der Arbeitspraxis zu überprüfen. Wir geben unseren Fachkräften · Zeit für kollegialen Erfahrungsaustausch, · Verfügungszeit zur Kooperation mit Eltern und mit anderen Einrichtungen, · flexible Arbeitszeiten für eigene Interessen und die familiäre Lebenssituation, · Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten und · Zeit zur Beteiligung an Forschungsprojekten. · Eine Personalentwicklung –begleitung hat in der Gesamtorganisation einen hohen Stellenwert. Festlegungen und Dokumente für die Fortbildungsteilnahme, für Mitarbeitergespräche, für Fachsupervision, für soziale Betreuung und Lebensphasenorientierung stehen allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem pme Familienservice –Wikipedia zur Verfügung. Eine Ausstattung der Einrichtungen mit ausreichenden Personalstunden wird auf der Basis einer Kalkulation hergestellt, die eine Ausfallquote durch Krankheit, Urlaub und Fortbildung berücksichtigt. Dabei werden im Personalgerüst Springerstunden ausgewiesen, die in der Personalplanung und –einstellung berücksichtigt werden. Die Einrichtungsleitung und Kolleginnen und Kollegen vernetzen sich innerhalb der Kommune und nehmen an Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften teil. Unser Leitbild („unsere Gene“) berücksichtigt die Werte Herz und Verstand, Flexibilität, Respekt, Weiterentwicklung, Vielfältigkeit, Vertrauen und Profssionalität. Eine Übesicht befindet sich am Ende der Konzeption. Gesunde Ernährung der Kinder Essen ist für uns mehr als Nahrungsaufnahme. Essen bedeutet für uns Gemeinsamkeit, Wohlbefinden und Austausch. Deshalb nehmen wir unsere Mahlzeiten gemeinsam ein, richten sie bei Bedarf jedoch an den individuellen Zeiten und Bedürfnisse der Kinder aus. In unseren Einrichtungen legen wir großen Wert auf eine gesunde, kindgerechte, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Wir setzen uns für eine Errichtung einer Kochküche ein, um frisch und selbständig für die Kinder unserer Einrichtungen zu kochen. Neben dem Mittagessen versorgen wir alle Kinder mit Frühstück und einem Snack am Nachmittag. Dies dient auch der besseren Vereinabrkeit von Beruf und Privatleben. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 6 von 15 Ziele und Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit Die Einrichtungen der Global Education möchten als außerfamiliäres System das Heranwachsen in der Familie ergänzen. Aufgabe der Einrichtung ist es, den Kindern neue, vielfältige Erfahrungen außerhalb der Familie zu ermöglichen. In der Kommunikation und im Zusammenleben in einer Kindergruppe sollen die Kinder emotionale Sicherheit erhalten, Anregungen für die Auseinandersetzung mit der Umwelt erleben und altersgemäße Erfahrungsräume für ihre Entwicklung kennenlernen. Klare zeitliche Strukturen und räumliche Vielfalt unterstützen diesen Prozess. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Kindern als zuverlässige und kontinuierlich tätige Bezugspersonen zur Seite. Geborgenheit und Orientierungshilfen stehen im Vordergrund des Umgangs mit dem Kind. In Erziehungspartnerschaft mit den Eltern wollen wir die Persönlichkeit des Kindes fördern, mit ihm seine Umgebung für selbstständige Betätigungsmöglichkeiten vorbereiten. Das Kind wird unterstützt, eine fröhliche und an seiner Umwelt interessierte Person zu werden, die lernt, in der Gruppe mit anderen Kindern zu spielen, seine Umwelt zu entdecken und Verantwortung zu übernehmen. In den Einrichtungen der Global Education werden Kinder mit Beeinträchtigungen oder mit speziellem Förderbedarf im Rahmen von Einzelintegrationsmaßnahmen in den pädagogischen Alltag integriert. Die Einrichtungen der Global Education arbeiten im Rahmen des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII zum Wohle des Kindes mit den Sorgeberechtigten und gegebenenfalls mit den örtlichen öffentlichen Behörden zusammen, um einem begründeten Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bestmöglich zu begegnen. Die pme Familienservice Gruppe verfügt über ausgebildete Kinderschutzfachkräfte und jede Einrichtung über eigene Kinderschutzbeauftragte. Beteiligungsverfahren für Kinder – ein Grundrecht Die aktive Teilhabe der Kinder an allen sie betreffenden Abläufen ist konzeptionelles Gestaltungsmerkmal in unseren Kindertagesstätten. Jedes Kind erhält die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen und eigene Aktivitäten zu gestalten, soweit sich dies mit seinem Wohl und dem der Gruppe vereinbaren lässt. Je jünger Kinder sind, desto weniger können sie selbst Beteiligungsrechte einfordern. Umso größer ist die Verantwortung der Erwachsenen, Kindern Partizipation zu ermöglichen. Eine partizipative Grundhaltung unserer pädagogischen Fachkräfte zeigt sich darin, dass Kinder in die Gestaltung des Lebens in der Einrichtung eingebunden werden. Wir begegnen den Kindern mit einer zugewandten und interessierten Haltung, hören ihnen zu und nehmen sie als Individuen mit spezifischen Bedürfnissen und Rechten ernst. Wir achten · die Selbstbestimmungsrechte der Kinder, insbesondere das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, · die Grundbedürfnisse der Kinder, · das Recht des Kindes auf freie Meinungsäußerung, · das Recht des Kindes, als Individuum gesehen zu werden, und · das Recht des Kindes auf die Wahl seiner Kontaktpersonen. Erste Partizipationserfahrungen können Kleinstkinder machen, wenn sie in alltäglichen Situationen erleben, dass sie mit ihren Signalen und Bedürfnissen wahrgenommen und respektiert werden, zum Beispiel beim Essen, Schlafen und Anziehen. Die Teilhabe und Mitgestaltung an Entscheidungen und Abläufen reicht vom täglichen Tisch decken über die Gestaltung der Räume bis zur Mitsprache an Regeln im pädagogischen Gruppenalltag. Kinder werden dabei unterstützt, ihre Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken – bzw. je nach Alter der Kinder müssen diese sensibel von den Fachkräften „erfragt“ und beobachtet werden. Babys benötigen aufgrund der noch fehlenden verbalen Fähigkeiten eine individuellere Prozessbegleitung. Unser pädagogisches Personal verfügt über ein hohes Maß an Feinfühligkeit, um die nonverbalen Mitteilungen der Kleinstkinder wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und angemessen zu reagieren. Hierfür werden unsere Fachkräfte auch in entsprechenden Seminaren zu „Feinzeichen“ geschult. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 7 von 15 Durch die Methode der Projektarbeit werden Themen und Vorhaben für den Alltag gemeinsam mit den Kindern ausgehandelt, entschieden, geplant und bearbeitet. Im Rahmen der Projektarbeit gibt es offene Beteiligungsformen, die den Kindern die Möglichkeit gibt, sich an Aktionen zu beteiligen. Voraussetzung dafür ist ein dialogisches Verständnis der Kommunikation zwischen dem Betreuerteam und den Kindern. So werden Kinder bei Konflikten begleitet und unterstützt. Lösungsmöglichkeiten werden nicht vorgegeben, sondern gemeinsam im Dialog gefunden. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder werden unterschiedlichste Beteiligungsformen in den Kita-Alltag integriert, zum Beispiel: · Kinderkonferenzen · Stuhlkreise/Morgenkreise · Kindersprecher · Beobachtung und Dokumentation (Portfolio) So werden beispielsweise im Stuhlkreis freie Aktionen für den Tag vorgestellt, die meist in Kleingruppen angeboten werden. Die Kinder können selbst entscheiden, ob und woran sie teilnehmen möchten, oder können eigene Vorschläge einbringen, die gerne aufgegriffen werden. Durch eine partizipative Haltung und gut entwickelte Strukturen in unseren Teams sichern wir das Recht der Kinder auf Schutz vor Unrecht. Wir verstehen es als unseren Auftrag, Kindern die Beteiligung zu ermöglichen, um sie dadurch zu stärken. Dies ist auch Bestandteil eines präventiven Kinderschutzes, denn starke Kinder sind besser vor möglichen Gefährdungen geschützt. Inklusive Bildung Kinder mit Beeinträchtigungen Die Pädagogik der Vielfalt will eine Kultur der Akzeptanz und der demokratischen Teilhabe von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Lebenswelten fördern und stärken. Dieser Gedanke stellt uns alle vor die Herausforderung, uns mit dem Fremden und dem Anderssein aktiv auseinanderzusetzen – frei von Vorurteilen und daraus resultierender Ablehnung. Kinder mit speziellen Bedürfnissen werden in die Einrichtungen der Global Education integriert. Alle Kinder, ob mit Erschwernissen oder nicht, finden in unseren heterogenen Gruppen stimulierende Spielpartner und Gegebenheiten, die für ihre Bildungsprozesse förderlich sind. In der Gemeinschaft erfahren Kinder die Andersartigkeit als Lernmöglichkeit und Bereicherung. Die Einrichtungen der Global Education sind Orte, an denen Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt wird. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder, nicht deren Defizite. Dabei werden Spiel - und Lernangebote genutzt, bei denen Kinder mit unterschiedlicher Ausgangslage unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen gemeinsam aktiv werden können. Ein wertschätzender Umgang zwischen Mitarbeiter/in und Kind setzt das tiefe Vertrauen in das Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags. Wichtig ist die Unterstützung der Eltern in einem behutsamen Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Entwicklungsverläufen. Ausgehend von Vorgesprächen und der Beobachtung erfolgt eine individuel-le klare, überschaubare, ggf. individuelle Regeln und Grenzen für das soziale Zusammenleben und den Alltag werden mit den Kindern erarbeitet, festgehalten und weiterentwickelt, dabei werden die Kinder aktiv mit einbezogen. In unseren Fachteams wird mindestens eine Fachkraft zur Fachkraft für Inklusion weitergebildet. Mädchen und Jungen Bereits im Kindergartenalter eifern Kinder unterschiedlichen Geschlechtsmustern nach und haben in der Regel unterschiedliche Interessengebiete. Was sich im Laufe ihrer Entwicklung als typisch mädchen- oder jungenhaft zeigt, ist ein multifaktorelles Zusammenspiel von genetischen Veranlagungen und neurobiologischen Prozessen und vor allem das Ergebnis der entsprechenden Sozialisation. Es wird in der ständigen Interaktion und Kommunikation mit anderen Kindern, besonders aber mit Erwachsenen verstärkt. Vor diesem Hintergrund begleiten wir die Kinder, individuelle Wege bei ihrer Identitätsentwicklung zu finden. Wichtig sind hierbei Vorbilder, die beiden Geschlechtern angehören. Viele unserer Kitas zeichnen sich durch eine hohe Männerquote aus, die wir dadurch erreichen, dass wir Männer als pädagogisches Fachpersonal, als Honorarkräfte und als zusätzliches Betreuungspersonal einstellen. Dabei wird die Genderkompetenz sowohl durch Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 8 von 15 die Anwesenheit beider Geschlechter als auch in der Auseinandersetzung im Betreuungsteam und in der Elternschaft in unseren Einrichtungen gefördert. Kulturelle Herkunft Die Global Education steht in ihrer gesamten Ausrichtung für eine Pädagogik der Vielfalt. Dies zieht sich als roter Faden durch sämtliche Arbeitsfelder. In unseren Einrichtungen sind Familien mit unterschiedlichen Familienkulturen eine Selbstverständlichkeit und werden stets als Bereicherung angesehen. Wir schätzen die unterschiedlichen Erfahrungen, Sprachen und interkulturellen Zusammenhänge und unterstreichen dies sowohl in unserem erzieherischen Alltag als auch in vielfältiger Projektarbeit und Festgestaltung („Diversity-Kalender“). Dazu zählen beispielsweise fremd- und zweisprachige Bücher in der Leseecke, Begrüßungsformeln und Mitteilungen am Informationsbrett in den jeweiligen Familiensprachen und feste Tage mit dem Motto: „Heute lerne ich eine andere Sprache“. Auch unser pädagogisches Team versuchen wir interkulturell zusammenzustellen. Regelmäßig nehmen Kolleginnen und Kollegen an internen Weiterbildungsmaßnahmen teil. Die Einrichtungsleitung knüpft aktiv Kontakte zu Beratungsstellen, um geeignete Unterstützungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Eingewöhnung der Kinder Bei der Eingewöhnung der Kinder orientieren wir uns an dem Berliner Eingewöhnungsmodell (Laewen 2002; Pikler 1988). Die Dauer des Ablösungsprozesses gestaltet sich variabel und orientiert sich grundsätzlich am Kind und seinen Erfahrungen. Auch für die Eltern stellt der Start in einer Kindertageseinrichtung oder der Wechsel in eine andere Betreungsform den Beginn einer neuen Lebensphase dar. Eine Eingewöhnungsphase, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder und gleichermaßen den beruflichen Anforderungen der Eltern gerecht wird, ist die Basis für eine positive Entwicklung des Betreuungsverhältnisses. Bildungsziele Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Kinder mit ihren Bedürfnissen und Interessen. Die pädagogische Zielrichtung und die Methoden werden bestimmt von altersgemäßen Entwicklungsthemen wie Identitätsbildung, Selbstständigkeit, Autonomiesuche, Bewältigen von Ängsten, Erforschen und Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Die Zielsetzungen der lokalen Konzepte orientieren sich stets an den Bildungsplänen und -programmen der einzelnen Bundesländer. Als Querschnittsthema ist die Gesundheitsförderung ein Anliegen unserer Einrichtungen. Neben der grundsätzlichen Bewegungsförderung nutzen wir als Baustein in der Körpererfahung die Bewegungsförderung nach Pikler Hengstenberg. Eine gesunde Ernährung wird durch die Versorgung durch unsere Kochküche und durch Angebote in den einzelnen Gruppen geleistet. Alle nachgeführten Bereiche dienen allgemein der Prävention. Dabei nutzen wir auch Angebote von Anbietern in der Gesundheitsförderung. Aus dem Bereich Hygiene und Qualitätssicherung befindet sich als Beispiel am Ende der Konzeption ein Prozesskette „Händewaschen“. Sinnliche und körperliche Erfahrungen Körperliche, geistige und soziale Empfindungen in Einklang zu bringen, heißt den eigenen Körper mit allen Sinnen kennenzulernen und die Freude an Bewegung und körperlicher Herausforderung zu entdecken. Dabei ist die Ausbildung des körpereigenen Schemas und das Erleben, was Psyche und Körper gesund hält, von besonderer Bedeutung. Außderm ist es wichtig, dass Kinder ihre kindliche Sexualität entwickeln. Der Umgang mit der körperlichen Neugier von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter ist ein zentraler Baustein der kindlichen Entwicklung, der viele Lebensbereiche innerhalb Kita und Familie berührt. Kinder sind von Geburt an geschlechtliche Wesen mit körperlichen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen. Sie mögen es zu kuscheln, zu schmusen, berührt zu werden und auch den eigenen Körper zu berühren. Eine Trennung zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität gibt es bei Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 9 von 15 Kindern nicht. Sie erleben Schmusen, Kuscheln und Berührungen ihres Körpers als lustvoll und sinnlich. Sexualität ist nicht nur Genitalität. Die Entwicklung der Sexualität ist ein fortlaufender Prozess und vollzieht sich im Laufe der kindlichen Entwicklung immer wieder, entweder als bewusste Mitteilung über Sachverhalte auf dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes oder aber als „Lernen am Modell“. Zu einer ganzheitlichen Förderung in unseren Einrichtungen zählt auch der bewusste Umgang mit der Sexualentwicklung. In einer geschützten und liebevollen Atmosphäre dürfen Kinder ihren Körper auf ihre eigene, kindgerechte Art und Weise kennenlernen und erleben. Nur wenn ein Kind seinen Körper, seine Gefühle und auch seine Grenzen kennt, kann es diese deutlich machen, benennen und einfordern. Dies ist ein grundlegender Aspekt in der Prävention vor sexuellen Übergriffen. Außerdem wird die Sensibilität im Hinblick auf die Einschätzung der Gefühle anderer gestärkt und gelernt, deren Grenzen zu wahren, zu respektieren und zu achten. Eine gute Zusammenarbeit mit Eltern in diesem sensiblen Entwicklungsbereich ist ein wichtiger Grundsatz in der sexualpädagogischen Arbeit. Sorgen und Bedenken dürfen bzw. müssen unbedingt angesprochen werden, damit Kinder nicht verunsichert werden und sich auch bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper gut begleitet und unterstützt fühlen. Emotionale Entwicklung Ich-Kompetenz als Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit und psychosoziales Wohlbefinden: · Eigene Bedürfnisse kennen und adäquat ausdrücken können · Selbstbewusstsein entwickeln · Selbstverantwortung für das eigene Handeln übernehmen · Gemeinschaftssinn entwickeln · Neugier, Kreativität und Spontaneität ausleben Soziales und interkulturelles Lernen Bindung und soziale Beziehungen als Grundstock für Bildung und Lernen: · Wertschätzung und Empathie entgegenbringen · Unterschiedlichkeiten erkennen und anerkennen · Regeln des Zusammenlebens kennen · Konflikt- und Kompromissfähigkeit ausbilden · Demokratieverständnis und Solidarität entwickeln Sprechen und Denken als Einheit Sprache als Schlüssel, um die Welt zu begreifen: · Lust und Freude an Austausch und Sprache allerart · Mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen, zuhören können · Wortschatz ausbauen, auch Mehrsprachigkeit erleben · Unterschiedlichkeit der Kommunikation erfahren · Medienkompetenz entwickeln Kreativität und Musik Kreativität und Musikalität als Bestandteil des Lebens: · Eigene Ausdrucksmöglichkeiten erleben · Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Beschaffenheiten usw. · Spaß am Musizieren, an Melodien und Rhythmus · Wissen über Lieder, Tänze und deren Bedeutung · Fantasie und Kreativität als Motor für weiteres Lernen erfahren Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 10 von 15 Mathematik und Naturwissenschaften Naturwissenschaftliche Auseinandersetzung als Grunderfahrung: · Spaß am Umgang mit Zahlen und Formen · Grundverständnis für Ordnungsstrukturen bekommen · Lust entwickeln, Dingen auf den Grund zu gehen · Zusammenhänge von Natur und Technik sehen · Gemeinsames Forschen und Erkunden Bildungsschwerpunkte „Kleine Forscher“ In unseren Einrichtungen arbeiten wir nach dem Konzept des „Haus der kleinen Forscher“. Jedem Kind werden damit Möglichkeiten eröffnet, seine Neigungen, Interessen und Begabungen für Naturwissenschaften und Technik zu entdecken und die spannende Welt um sich herum zu erkunden. Es geht dabei nicht primär um die Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte, sondern um das Wecken der Neugierde der Kinder und die Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen wie Formen, Farben, Muster und Strukturen, Größen oder Entfernungen im Alltag. Bewegungsförderung nach Pikler und Hengstenberg In unsere Einrichtungen legen wir besonders großes Augenmerk auf die Möglichkeiten einer gezielten Bewegungsförderung von Anfang an. Wir orientieren uns dabei an den Konzepten von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg, die die individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes in den Vordergrund stellen. Jedes Kind erhält in unseren Kitas gemäß seinem individuellen Entwicklungsstand die Möglichkeit, Bewegungsabläufe in seinem eigenen Tempo zu entfalten und zu entwickeln. Bewegung ist in unseren Einrichtungen ein fester Bestandteil und in vielfältigen Formen vorhanden: spontan, als gezieltes Angebot, im Freispiel, während „Bewegungseinheiten “, drinnen und draußen, alleine und in der Gruppe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global Education erhalten spezielle Schulungen zum Bewegungskonzept nach Pikler und Hengstenberg. Tiergestützte Pädagogik Wir ermöglichen den Kindern in unseren Einrichtungen, eine Beziehung zu Tieren aufzubauen und eröffnen ihnen somit neue Lernchancen. Empirische Befunde bestätigen den positiven Einfluss von Tieren auf die kindliche Entwicklung: Die geistige, emotionale und körperliche Entwicklung wird gefördert. Die Einrichtungen stellen den Bezug zu den Tieren auf unterschiedliche Weise her. Wenn möglich haben die Einrichtungen der Global Education ein eigenes Tier (Wüstenrennmäuse, Fische, Schnecken etc) Die Kinder haben die Möglichkeit, das Tier zu versorgen und zu pflegen und den täglichen Kontakt zu suchen. Dabei wird auf die artgerechte Haltung des Tieres besonders viel Wert gelegt. Andere Einrichtungen suchen den Kontakt zu Tieren durch regelmäßige Zoobesuche, Ausflüge zu Kleintierzuchtvereinen, Waldausflüge oder Hofbesuche. Der direkte Kontakt zu Tieren wird durch eine tiergestützte Arbeitsweise in Form von Bilderbuchbetrachtungen, thematisch bezogenen Kreisspielen, Bastelangeboten, Kontaktaufnahme mit Experten (Tierpfleger, Tierärzte etc.) und Kreisgesprächen begleitet. Alltagsintegrierte Sprachbildung In unseren Einrichtungen leben wir eine gezielte alltagsintegrierte und durchgängige Sprachbil-dung, die sich an alle Kinder richtet. In Zusammenarbeit zwischen dem pme Familienservice und der Stiftung Zuhören haben wir ein Konzept geschaffen, das die kindliche Sprachentwicklung auch auf der Ebene der Zuhörkompetenz stärkt. Alltagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, den gesamten Alltag sprachlich anregend zu gestalten und Sprache durch einen wertschätzenden, fein-fühligen Dialog als wichtiges Kommunikationsmittel erfahrbar zu machen. Kinder können sich in der Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 11 von 15 deutschen, englischen wie auch in anderen Sprachen in vielfältiger Weise ausprobieren und mit Sprache experimentieren und erleben sich dadurch selbstwirksam und kompetent. Nachhaltigkeit In unserem Konzept für nachhaltige Entwicklung geht es um Verantwortung für unsere Umwelt und darum, Position zu beziehen für einen bewussteren Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Wir möchten gemeinsam mit allen Generationen, die mit unseren Kitas zu tun haben (vom Krippenkind über Eltern bis zu Erzieherinnen und Erziehern), ein Bewusstsein für einen Wertewandel im Umgang mit der Natur und unseren Lebensgrundlagen schaffen. Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule Die ganzheitliche Schulvorbereitung der Kinder beginnt mit dem ersten Tag in unseren Kindertageseinrichtungen. Sie bezieht sich sowohl auf die Stärkung von Basiskompetenzen als auch auf die Entwicklung schulnaher Kompetenzen, auf die die Schule aufbauen kann (z. B. Sprachentwicklung, Begegnung mit der Schriftkultur, mathematische Bildung, naturwissenschaftlich-technische Bildung). Bei jedem Kind besteht das Interesse, die Vorfreude und somit auch die Bereitschaft, ein Schulkind zu werden. Im Jahr vor der Einschulung intensiviert sich die Schulvorbereitung durch gezielte Angebote und Aktivitäten. Durch Schulbesuche, Kindergartenbesuche von Lehrkräften und regelmäßige Informationsgespräche mit den Kindern und das Eingehen auf ihre Fragen geben wir den Kindern die Gelegenheit, den Lebensraum Schule frühzeitig kennenzulernen. Zu den Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte zählt auch die Übergangsbegleitung der Eltern. Frühzeitige Gespräche thematisieren sowohl die Kompetenzen und Probleme der Kinder als auch die Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Eltern. Vernetzung im Sozialraum Die Kindertageseinrichtung ist immer auch ein Teil des Sozialraumes und kooperiert mit verschie-denen Institutionen in der Stadt. Kontakte zum örtlichen Jugendamt, z.B. auf Trägerkonferenzen, sind obligatorisch. Auch die Kooperation mit sozialpädriatischen Zentren, Frühförderstellen, Zahn-ärzten, Therapeuten, Kooperationen mit dem Gesundheitswesen und anderen Kindertagesstätten in Münster sind Bestandteil der Arbeit in der Einrichtung. Regelmäßige Ausflüge in die nähere Umgebung oder das Einbeziehen der Kinder bei Alltäglichen Erledigungen (z.B. Einkauf beim Bäcker, Besuche bei der Post) helfen dabei, den Kindern eine Ori-entierung zu geben. Die Kindertagesstätte strebt an, Kooperationen mit den Akteuren in Münster einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Dies kann beispielsweise in Form von Beteiligungen an Stadt-teilarbeitskreisen, Kinder- oder Ortsteilfesten, gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen Ausflügen, sowie Informationsveranstaltungen geschehen. Unsere Einrichtungen werden nach Möglichkeit zum Familienzentrum weiterentwickelt, um eine Vernetzung im Stadtteil auszubauen. Dabei greifen wir auf die Unterstützung und die Konatkte aus unserem Beratungs- und Bildungsbereich der pme Familienservicefamilie zurück. In Münster findet sich am Friesenring eine Niederlassung. Qualitätssicherung Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit überprüfen die Teams und Fachberatungen kontinuierlich anhand der Kriterien des Nationalen Kriterienkatalogs (NKK) und entwickeln sie daraufhin weiter. Darüber hinaus orientieren wir uns an den jeweiligen Bildungsprogrammen mit den entsprechenden Vorgaben zur Qualitätsentwicklung. Unser Kinderschutzauftrag Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf · eine gewaltfreie Erziehung · die Entfaltung seiner Persönlichkeit · staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen · Beteiligung bei Entscheidungen, die es selbst betrifft Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 12 von 15 · Fürsorge · Ernährung · Partizipation · Meinungsäußerung · Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt Der Schutz dieser Rechte und des Kindeswohls ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrags von Kindertageseinrichtungen (§ 22 Abs.3 SGB VIII). Unser Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Global-Education-Einrichtungen umgesetzt wird. Mit dem Schutzkonzept von Global Education stellen wir sicher, dass Kinder nach §1 Abs. 3 Nr. 3 SGB VIII vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Gleichfalls stellen wir damit und mit den hieraus resultierenden innerbetrieblichen Maßnahmen sicher, dass die übernommenen Verpflichtungen durch die jeweils geschlossenen Vereinbarungen mit den zuständigen Ämtern eingehalten werden. Alle Beschäftigten unserer Kindertageseinrichtungen sind mit dem Schutzkonzept vertraut und werden im Umgang mit Fragen zum Kinderschutz kontinuierlich fortgebildet. Jede Einrichtung verfügt über mindestens eine/n intern geschulte/n Kinderschutzbeauftragte/n, welche/r in Verdachtsfällen die Teammitglieder unterstützt und den weiteren Prozess steuert, ggf. gemeinsam mit der Einrichtungsleitung Kontakt zur insoweit erfahrenen Fachkraft aufnimmt. Unsere Fachkräfte dokumentieren die Wahrnehmung der Aufgaben und Verpflichtungen aus diesem Schutzkonzept umgehend schriftlich und nachvollziehbar. Diese Dokumentationspflicht erfasst alle Verfahrensschritte und muss bei jedem dieser Schritte mindestens beinhalten: · Beteiligte Fachkräfte · Zu beurteilende Situation · Ergebnis der Beurteilung · Art und Weise der Ermessensausübung (Gefährdungseinschätzung) · Weitere Entscheidungen · Definition der Verantwortlichkeiten für den nächsten Schritt · Zeitvorgaben und Überprüfungen Die pme Familienservice Gruppe hat eigene „insoweit erfahrene Fachkräfte“ zur Erfüllung des § 8b Abs. 1 SGB VIII, welche die bundesweiten Einrichtungen beraten und betreuen. Sie haben die Ausbildung zur IseF mit entsprechender Zertifizierung bei einem anerkannten Träger absolviert und verfügen über folgende Qualifikationen: · Einschlägige Berufsausbildung · Qualifizierung durch nachgewiesene Fortbildung · Praxiserfahrung im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Problemfamilien · Kompetenz zur kollegialen Beratung · Persönliche Eignung (z. B. Belastbarkeit, professionelle Distanz, Urteilsfähigkeit) Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Global-Education-Einrichtungen, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kommen. Das Schutzkonzept wurde im Sommer 2005 implementiert und wird seither fortlaufend gemäß den neuesten gesetzlichen Bestimmungen aktualisiert. Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien Familien werden als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet. Sie werden mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. In unseren Kitas werden alle familialen Lebensformen gleichwertig anerkannt und unterstützt. Insbesondere werden die Väter der Kinder wahrgenommen und in die Arbeit der Kita einbezogen. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 13 von 15 Wir sind an vertrauensvollen und kontinuierlichen Beziehungen zu unseren Eltern und der Eltern untereinander interessiert. Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien Jährlich stattfindende Elternbefragungen sollen die Bewertung und Zufriedenheit über die Angebote und die pädagogische Qualität der Einrichtung feststellen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden für die Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Die Einbindung der Eltern ist uns wichtig: · Kommunikation und Information auf vielen Ebenen (regelmäßige News, E-Mails, Fotos ...) · Jährlich gewählte Elternvertretungen · Eltern können im Alltag der Einrichtungen mitarbeiten (z. B. Ausflüge, Feiern) Die Global Education bietet verschiedene Veranstaltungen für Eltern: · Themenbezogene Elternabende nach Bedarf der Eltern · Informationen z. B. über psychosoziale Dienste, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ Die Kitas der Global Education möchten ihre pädagogische Arbeit den Eltern gegenüber veröffentlichen und eine gute Kommunkation und Transparenz herstellen. Dies geschieht durch vielfältige Gespräche bereits bei der Eingewöhnung und in den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen. Anhand unserer Beobachtungen über den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder bieten wir den Eltern ausführliche Gespräche an. Das Kind wird seinem Entwicklungsstand entsprechend einbezogen. Ziel dieser Gespräche ist, die Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung ihres Kindes in die tägliche Arbeit einzubeziehen. „BeDo“ – die Beobachtungsdokumentation für Eltern und Kind Mit „BeDo“ haben wir speziell für unsere Kitas ein Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument für Kinder und Eltern entwickelt. Nach der Beobachtung des Kindes wird beim Erstellen des BeDo- Bogens der Schwerpunkt auf Stärken und Interessen des einzelnen Kindes gelegt. Die Beobachtungen zu allen Entwicklungsbereichen sowie zu speziellen Themen, die das Kind beschäftigen, werden mit zahlreichen Fotos unterlegt. Zudem wird für jedes Kind ein sogenannter BeDo-Ordner bzw. ein Portfolio angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Ordner, in dem neben selbstgemalten Werken des Kindes auch Themenblätter Platz finden, die gemeinsam mit dem Kind bearbeitet werden. Diese werden mit Fotos, die die Kinder selbst auswählen, wörtlichen Zitaten, Geschichten über die Kinder und ihr Leben in der Kita und zu Hause bestückt. Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte Die Familien werden bei der Global Education als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet und mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. Kinder werden hierbei besonders sensibel wahrgenommen. Sie äußern ihre Beschwerden entsprechend ihrem Alter und ihren entwicklungsbedingten Fähigkeiten noch nicht mit Worten, sondern z. B. durch Rückzug, Verweigerung, Aggression. Unser pädagogisches Personal wird hierfür durch geeignete Schulungsmaßnahmen für eine professionelle Wahrnehmung und eine professionelle Responsivität im Umgang mit Kindern sensibilisiert. Durch eine partizipative Grundhaltung und durch unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten wie Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder Einzelgespräche werden den Kindern Möglichkeiten gegeben, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Hierbei werden auch Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 14 von 15 Unzufriedenheitsäußerungen der Kinder bewusst wahrgenommen und durch das Personal konkretisiert. Gemeinsam mit den Kindern wird dann nach Lösungen gesucht. Im Team wird gemeinsam reflektiert, in welcher Form Beschwerden wahrgenommen werden und wie damit umgegangen wird. In Protokollen werden diese dokumentiert und eventuelle Handlungsmaßnahmen festgehalten. Die Sorgeberechtigten erhalten vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden einzubringen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Beschwerden direkt an die Fachkräfte, die Leitung oder auch den Träger zu richten, sei es persönlich oder über den Elternbeirat. In den regelmäßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen und bei Feedbackrunden an Elternabenden werden die Sorgeberechtigten nach ihrem Befinden in der Einrichtung befragt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Online-Elternbefragung zur Zufriedenheit statt. Verbesserungsvorschläge werden auch hier entgegengenommen und als Anlass gesehen, die Beziehung zu den Sorgeberechtigten und die Erziehungspartnerschaft anzupassen und zu verbessern. Die Eltern erfahren u. a. im Anmeldegespräch von der Möglichkeit, Beschwerden an Fachkräfte, Leitungen oder Träger zu richten. Zusätzlich bieten wir für unsere Kunden an jedem unserer Standorte eine/n Ansprechpartner/in im Bereich Beschwerdemanagement an. Der/Die jeweilige Ansprechpartner/in erfasst alle relevanten Informationen über den Beschwerdefall und leitet diese zeitnah an den betroffenen Bereich weiter. Folgende Punkte werden aufgenommen, um eine reale Problemlösung bewirken zu können: · Identität des Beschwerdeführers/Angaben zur Person und Firma · Erreichbarkeit des Beschwerdeführers · Verärgerungsgrad/Verhaltenskonsequenz des Beschwerdeführers · Erst- oder Folgebeschwerde · Art des Problems · Genaue Umstände des Beschwerdevorfalls/Problemursache. Literatur · · Bundesjugendkuratorium (Hrsg.): Bildung fängt vor der Schule an. Zur Förderung von Kindern unter sechs Jahren. Bonn 2004 · Dornes, Martin: Der kompetente Säugling. Frankfurt/M. 1993 · Erler, Gisela: Diesseits und jenseits der Kindergruppe: Das Kinderbetreuungspuzzle der postindustriellen Welt. In: KiTa-aktuell Bayern, Heft 2/2000, S. 29-35 · Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung/Commerzbank AG (Autor Harald Seehausen): Das Modellprojekt Kids & Co. Kinderbetreuung in Ausnahmefällen. Evaluationsstudie. Frankfurt am Main 2004 · Gutknecht, Dorothee: Bildung in der Kinderkrippe. Wege zur professionellen Responsivität. Stuttgart Kohlhammer 2015 · Hauser, Bernhard: Spielen. Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten. 2. Auflage. Suttgart 2016 · Hebenstreit-Müller, Sabine: Ein Blick zu unseren Nachbarn am Beispiel des Pen-Green Centre – Aufbau eines Early Excellence Centres in Berlin. In: Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (Hrsg.): Nicht nur gut aufgehoben. Kindestagesbetreuung als zukunftsorientierte Dienstleistung. Tagungsdokumentation. Berlin 2003, S. 20-30 · Kasten, Hartmut (Hrsg.): Entwicklungspsychologie. Lehrbuch. Europa-Lehrmittel 2014 · Knauf, Tassilio: Beobachtung und Dokumentation: Stärken statt Defizitorientierung. In: KiTa- aktuell, BW Heft 2/2005, S.28-33 · Krabbelstube „Dreikäsehoch“ (Hrsg.): Kleinstkind und außerfamiliäre Betreuung. Konzeption frühkindliche Pädagogik der Krabbelstube an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1999 · Krappmann, Lothar: Keine Angst vor Flexibilisierung: In: Kiga heute, Heft 11-12/2001, S. 6-13. Bitte beachten Sie unseren Haftungshinweis unter: https://www.familienservice.de/haftung © pme Familienservice Gruppe | www.familienservice.de | Konzeption Münster.doc_180215_e | Seite 15 von 15 · Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Qualität im Dialog entwickeln. Wie Kindertageseinrichtungen besser werden. Seelze/Velber 1998 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Forscher, Künstler, Konstrukteure. Werkstattbuch zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen. Weinheim 2002 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate (Hrsg.): Das infans-Konzept der Frühpädagogik. Bildung und Erziehung in der Kindertagessätte. Verlag Das Netz 2011 · Laewen, Hans-Joachim/Andres, Beate/Hédervari, Éva: Die ersten Tage: Ein Modell zur Eingewöhung in der Krippe und Tagespflege. 7., überarbeitete Auflage. Berlin 2011 · Lorenz, Jens-Holger. Kinder begreifen Mathematik. Frühe mathematische Bildung und Förderung. 2. Auflage Stuttgart 2016 · Pikler, Emmi: Lasst mir Zeit. Die selbständige Bewegungsentwicklung bis zum freien Gehen. 3. Auflage. München 2001 · Ruberg, Tobias & Rothweiler, Monika. Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa. Stuttgart: Kohlhammer 2012 · Rühl, Monika/Seehausen, Harald: Flexibilisierung von Arbeits- und Betreuungszeiten. Chancen und Risiken für Kinder, Eltern, Unternehmen. In: Hagemann/Kreß/Seehausen 1999, S. 77-98 · Schäfer, Gerd. E. (Hrsg.): Bildung beginnt mit der Geburt. Förderung von Bildungsprozessen in den ersten sechs Lebensjahren. Weinheim 2003 · Schneider, Kornelia/Wüstenberg, Wiebke: Soziale Kompetenz bei Kindern unter drei Jahren. In: Engelhard, Dorothee u.a. (Hrsg.): Handbuch der Elementarerziehung. Ergänzungslieferung 1.4. Seelze-Velber 1996 · Schneider, Kornelia: Qualitätskriterien zur Förderung sozialer und kognitiver Kompetenz von Kindern unter 3 Jahren. Manuskript. München. November 2004 · Tietze, Wolfgang/Viernickel, Susanne (Hrsg.): Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein Nationaler Kriterienkatalog. 5. Auflage. Weinheim 2016 · Seehausen, Harald: Zukunftsmodell „Haus des Kindes in Melsungen“. Ergebnis-Dokumentation. Abschlussbericht. Frankfurt/M/Berlin/Melsungen 2004 · Singer, Wolf: „Was kann ein Mensch wann lernen?“ In: KiTa-aktuell HRS, Heft. 2/2004, S. 27- 34 § Stamm, Margit/Doris Edelmann (Hrsg.): Handbuch frühkindlicher Bildungsforschung. Wiesbaden 2013 · Trägerverbund frei gemeinnütziger Träger Frankfurt (Hrsg.): Die ersten gemeinsamen Schritte in die Welt. Lüneburg 2004 Herz und Verstand – leiten uns und sind bei all unseren Entscheidungen dabei Im Herzen entstand die Idee, so- ziale Dienstleistungen in der freien Wirtschaft anzubieten. Heute wird sie rentabel umgesetzt. Wir arbeiten mit Herz und Verstand, um unsere Kunden in emotionalen Bereichen zu unter- stützen, ökonomische Potenziale aufzudecken und unser Unter- nehmen wirtschaftlich zu führen. Flexibilität – ist unsere Stärke und unser Anspruch an uns selbst Wir gehen auf die Wünsche unserer Kunden flexibel ein und finden effektive und Nutzen spen- dende Lösungen. Von unseren Teammitgliedern fordern wir Ein- satzbereitschaft auf vielfältige Weise und gehen gleichzeitig mit variablen Möglichkeiten der Work-Life-Balance auf sie ein. Respekt – vor den Werten und Lebensentwürfen jedes Einzelnen bestimmt unsere Arbeit Respekt prägt unseren Umgang mit den Kunden, innerhalb unseres Unternehmens und mit den Individuen in der Gesellschaft. Im Gegenzug erwarten wir respektvollen Umgang von unseren Auftraggeberinnen und Auftraggebern sowie von unseren Partnerinnen und Partnern. Wir respek- tieren Privatleben und Lebensstile des Einzelnen sowie die individuellen Bedürfnisse und Talente der uns anvertrauten Men- schen. Vertrauen – ist die Grundlage unserer Beziehungen Von unseren Teammitgliedern sowie von unseren Partnerinnen und Partnern erwarten wir volles Vertrauen und Zuverlässigkeit, wäh- rend wir ihnen dies als Unternehmen schenken. Gegenüber unseren Kun- den fördern wir durch Transpa- renz und Diskretion die vertrau- ensvolle Beziehung beider Seiten. Weiter- entwicklung – ist unser Ideal und unsere Verantwortung Wir tragen die Verantwortung, unse- re Produkte ständig weiterzuentwickeln. Damit unterstützen wir die Entwicklung unserer Kunden und unseres Unterneh- mens. Wir fördern die Menschen und Ta- lente bei uns, bei unseren Kunden und insbesondere bei den uns anvertrauten Kindern. Wir geben unseren Team- mitgliedern Freiräume und Verant- wortung zur beruflichen und persönlichen Weiterent- wicklung. Professionalität – zeichnet unsere Lösungen und Konzepte aus Wir besitzen die Kompetenz, qualitativ hochwertige Konzepte im Bereich Work-Life-Balance und Diversity zu entwickeln, internatio- nal erprobte Konzepte dem Markt anzupassen und diese einer im- mer breiter werdenden Öf- fentlichkeit zugänglich zu machen. Vielfältigkeit – leben wir, denn sie bestimmt unseren Erfolg Wir respektieren Unterschiede und fördern bewusst die Verschieden- artigkeit in unserem Unternehmen. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass Di- versity auch in anderen Unternehmen und der Gesellschaft als sinnvoll und förder- lich verstanden wird. Gemeinsam wol- len wir diese Werte auch in unserem wachsenden Unternehmen und in einer sich verändernden Kultur leben und vertiefen. unser leitbild Weiterentwicklung Vertrauen Respekt Flexibilität Herz und Verstand Vielfältigkeit Professionalität Händewaschen Kita Legende: Beginn/Ende Prozessschritt Entscheidung© pme Familienservice Gruppe Output, Input, MaterialStand: 01.06.2013 kleinere Kinder und Betreuerinnen/Betreuer gehen gemein- sam zum Händewaschen in kleinen Gruppen • die Kinder waschen sich unter der begleitenden Anleitung durch die Be- treuerin/den Betreuer die Hände Ende pädagogische Aspekte den Kinder beschreiben/erklären, was gemacht wird und warum • die Kinder soviel wie möglich selbst machen lassen • auch die Erwachsenen waschen sich sichtbar die Hände, sie sind Vorbild für das Händewaschen • je nach Situation: beim Waschen auch auf ökologische Aspekte kindgerecht hinweisen (nur soviel Seife/Wasser, wie nötig, v.a. bei äl- teren Kindern) • andererseits auch auf die Experi- mentierfreude der Kinder mit Wasser eingehen und ihre Handlungen in vertretbarem Rahmen zulassen vor und nach dem Mittagessen, nach dem Raus- gehen, Malen/Basteln, nach dem Toilettengang Hände nass machen, danach das Wasser abdrehen Hände gut abwaschen, dass sie frei von Seifenresten sind Hände abtrocknen (CWS-Rollen) Sicherheits-Aspekte geeignete Seife wird von der Einrich- tung zur Verfügung gestellt • Seife nach Gebrauch ggf. wegstellen • den Nachfüllbehälter für Seifen- spender an einem für die Kinder nicht zu erreichenden Ort stellen Hygieneplan der Einrichtung Seife in den Händen gut verreiben und richtig einseifen, auch zwischen den Fingern den Kindern (nach Bedarf) geeignete Seife in die Hände geben oder selbst entnehmen lassen
Anlage 6.3 Rahmenkonzept Fröbel
71329 Zeichen
FRÖBEL-Rahmenkonzeption 2., überarbeitete Auflage Impressum Herausgeber: FRÖBEL e.V., Stefan Spieker (Vorstandsvorsitzender), Alexanderstraße 9, 10178 Berlin Redaktion: Jule Marx, Elisa Steinfeldt Autorinnen: Annegret Kieschnick, Jule Marx, Elisa Steinfeldt Beteiligte: Henrike Früchtenicht, Dr. Gudrun Rannacher, Pia Schnadt, Christine Ulbrich Satz und Grafik: LOVETO. Kommunikation, die bewegt. www.loveto.de Druck: Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann GmbH & Co. KG Alle verwendeten Fotos sind in FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten entstanden. Copyright FRÖBEL e. V. Oktober 2015, 2., überarbeitete Auflage Keine unerlaubte Vervielfältigung oder Verbreitung. Wir wünschen … … allen Kolleginnen und Kollegen viel Freude beim Lesen der zweiten Auflage der FRÖBEL- Rahmenkonzeption und Impulse, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesein - richtungen bei FRÖBEL bereichern. www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Seite 3 Inhalt FRÖBEL ................................................................................................................................................................................................................... 05 Kompetenz für Kinder ........................................................................................................................................................................ 05 Wie wir organisiert sind ...................................................................................................................................................................... 05 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel .................................................................................................................................. 07 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt ..................................................................................................................................... 08 Leitbild und Werte ................................................................................................................................................................................. 09 Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte .................................................................. 09 Was Bildung für uns ist ........................................................................................................................................................................ 11 Beziehung als Prinzip .................................................................................................................................................................... 12 Individualisierung als Prinzip ................................................................................................................................................... 13 Partizipation als Prinzip ............................................................................................................................................................... 13 Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit ............................................................................................ 14 Das pädagogische Profil von FRÖBEL .......................................................................................................................................... 16 Fachlicher Orientierungsrahmen .............................................................................................................................................. 16 FRÖBEL-Standards ................................................................................................................................................................................. 17 FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung ....................................................................................................................... 17 Einrichtungsschwerpunkte ............................................................................................................................................................. 18 Umsetzung des pädagogischen Profils ............................................................................................................................... 19 Gestaltung des pädagogischen Alltags .................................................................................................................................... 20 Übergänge ................................................................................................................................................................................................. 21 Beobachtung und Dokumentation im Dialog ............................................................................................................... 23 Alltagsintegrierte Sprachförderung ........................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit der Grundschule ................................................................................................................................ 24 Zusammenarbeit mit Familien ..................................................................................................................................................... 25 Leitung und Team ................................................................................................................................................................................. 26 Kinderschutz ............................................................................................................................................................................................... 27 Ehrenamtliche im Alltag ................................................................................................................................................................... 29 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ...................................................................................................................................... 30 Qualität und Qualitätsentwicklung ................................................................................................................................................ 31 Fortbildung und Wissenstransfer ....................................................................................................................................................... 33 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung ........................................................................................................................ 34 Seite 5 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL Kompetenz für Kinder „Kompetenz für Kinder“ bedeutet zum einen, Kindern kompetente Er - wachsene als Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter zur Seite zu stellen. Des Weiteren wird das Ziel von FRÖBEL deutlich, Kindern zu ermöglichen, sich in einem offenen Miteinander zu selbständigen, selbst- bewussten, vorurteilsbewussten und verantwortungsvollen Mitgliedern einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Wir nehmen damit den Auftrag wahr, Orte für Kinder und ihre Familien zu gestalten, in denen sie willkommen sind und im Mittelpunkt stehen. Chancengleichheit Gelebte Chancengleichheit heißt für uns, dass jedes Kind die Möglich - keiten erhält, die eigenen Kompetenzen zu entdecken und zu stärken und dadurch individuelle Potenziale ausbauen kann. Wir sind davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, hohe Qualität in der frühpä- dagogischen Bildung, Erziehung und Betreuung allen Kindern und ihren Familien zu ermöglichen. Wir leben ein inklusives Verständnis von Pädagogik, das auf einer Kultur des wertschätzenden, gleichberechtigten Miteinanders und der Teil- habe aller Kinder und Familien in der Einrichtung basiert und von Teams und Fachkräften im täglichen Handeln umgesetzt und weiterent- wickelt wird. Dazu gehört es, Gemeinsamkeiten ebenso wie Unter- schiede zu erkennen und individuelle Voraussetzungen wahrzunehmen, um das pädagogische Handeln vorurteilsbewusst daran auszurichten. à mehr unter „Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit“ S. 14 Wie wir organisiert sind Die FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e. V., anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTISCHEN Gesamtverband. FRÖBEL betreibt Krippen, Kindergärten, Horte und weitere Einrichtungen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung in mehreren Bundesländern Deutschlands sowie in Australien, in der Türkei und in Polen. Gegenwärtig werden circa 12.500 Kinder von mehr als 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 145 Einrichtungen betreut. Alle FRÖBEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind regionalen Ge - schäftsstellen zugeordnet, die von regionalen Geschäftsleitungen Seite 6 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 geführt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dort direkte An - sprechpartnerinnen und Ansprechpartner in fachlichen und organisatori- schen Fragen der Region. Die fachliche Begleitung der Einrichtung findet durch eine regionale Fachberatung statt. Regionalübergreifende Themen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle in Berlin bearbeitet. Hierzu gehören neben den Verwaltungs- und Organi- sationsbereichen wie Personal, Controlling und Elternbeitragsverwaltung sowie Bau, Softwareentwicklung/IT und Unternehmenskommunikation/ Marketing auch die Fachabteilungen für Pädagogik und Qualitätsent - wicklung, Personalentwicklung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung, Ehrenamt und Beschwerdemanagement. In regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungs- sowie Fachberatungs - konferenzen werden aktuelle Themen und Entwicklungen diskutiert und Entscheidungen für FRÖBEL getroffen. Die regionale Information und Bearbeitung von Themen erfolgt in monatlichen Leitungskonferenzen zwischen regionaler Geschäftsleitung, Fachberatung und Einrichtungs - leitung. Weitere Informationen zu FRÖBEL, Ansprechpartnerinnen und Ansprech- partnern sowie die einzelnen Standorte finden Sie unter: www.froebel-gruppe.de Seite 7 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unser Namensgeber: Friedrich Fröbel Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782–1852) gilt als Vater des Kinder- gartens und Pionier der Reformpädagogik. Als internationaler Ideen - geber war er Verfechter einer kindgerechten Bildung und Entwicklung. Sein Erziehungsziel war der „freie, denkende, selbsttätige Mensch“. Er forderte daher für Kinder eine Umgebung, die ihnen Handlungs-, Ge - staltungs- und Entscheidungsspielraum lässt. In dieser Umgebung hielt Friedrich Fröbel eine Erziehung von Körper, Geist und Seele, die alle Stärken des Menschen anregt, weckt und fördert, für das Beste. Friedrich Fröbel gründete Kindergärten, in denen seine Ideen von Erzie - hung umgesetzt wurden. Im Unterschied zu dem Personal der damals bestehenden Bewahranstalten für Kinder beschäftigte Friedrich Fröbel Kindergärtnerinnen, die er nach seinen pädagogischen Vorstellungen ausbildete. Hiermit legte er einen wichtigen Grundstein für die Qualifikati- on pädagogischer Fachkräfte. Das ausgebildete Personal war bereits zu dieser Zeit nicht allein für die Bildung und Erziehung der Kinder verantwort- lich. Vielmehr ging Friedrich Fröbel davon aus, dass die Kindererziehung von Familien und Bildungsinstitutionen gemeinsam gestaltet wird. Die pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL schaffen täglich eine an - regende Umgebung für die Kinder, um den pädagogischen Grundge - danken von Friedrich Fröbel, „freie, denkende, selbsttätige Menschen“ zu erziehen, umzusetzen und eine lebensweltorientierte Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe wirksam zu unterstützen. Familien werden aktiv in diese Ausgestaltung eingebunden und haben die Gelegenheit, diese pädagogische Grundorientierung kennenzulernen. So können Familie und Kindertageseinrichtung als zentrale Lebensmittelpunkte von Kindern eine gemeinsame Werteorientierung ausbilden. Seite 8 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gemeinsame Orientierung und Vielfalt Unsere Krippen, Kindergärten und Horte erstrecken sich über weite Teile der Bundesrepublik, nach Australien, Polen und in die Türkei. Den Rah - men bildet unsere gemeinsame pädagogische Orientierung, die alle Einrichtungen miteinander verbindet und zusammenhält. Diese Gemeinsamkeit ist im FRÖBEL-Leitbild beschrieben und wird in dieser FRÖBEL-Rahmenkonzeption konkretisiert. Hier sind neben Prinzipien des Umgangs und der pädagogischen Arbeit mit Kindern und deren Familien gemeinsame fachliche Themen beschrieben, die für alle FRÖBEL-Einrich - tungen eine hohe Verbindlichkeit besitzen und dabei unterstützen, den pädagogischen Alltag mit dem Anspruch bester Fachpraxis zu gestalten. Alle FRÖBEL-Einrichtungen sind individuell: schon allein deswegen, weil sie in jeweils unterschiedlich geprägten Umgebungen liegen und weil die Menschen, die sich in den Häusern aufhalten und miteinander agieren, verschieden sind. Jede Krippe, jeder Kindergarten und jeder Hort ver - fügt über eine eigene Einrichtungskonzeption. Die dort beschriebenen Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit werden von den pädagogi - schen Fachkräften zusammen mit der Leitung entwickelt. Dabei finden die Bedürfnisse aller Kinder und ihrer Familien Berücksichtigung. Die Einrichtungskonzeptionen sind darüber hinaus konkret an standortge - bundenen Voraussetzungen und Bedingungen ausgerichtet und werden kontinuierlich geprüft und entsprechend weiterentwickelt. LEITBILD EINRICHTUNGS- KONZEPTION RAHMEN- KONZEPTION Seite 9 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Leitbild und Werte Das Leitbild von FRÖBEL setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmensleitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leitbild ist das Herzstück der Pädagogik. Es betont die Rechte von Kindern im pädagogischen Alltag in allen FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horten. So unterstützen wir Kinder darin, sich zu Menschen zu entwickeln, die in gemeinsamen Aushandlungspro - zessen ihren Alltag und ihre Umgebung mitgestalten. Die Beteiligten: Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte In FRÖBEL-Einrichtungen ist immer viel los, denn bei uns gestalten alle Akteurinnen und Akteure das Leben in Krippe, Kindergarten und Hort gemeinsam. Kinder Kinder sind die Hauptpersonen in unseren Krippen, Kindergärten und Hor- ten. Sie sind von Natur aus neugierig und haben Lust, sich ihre Umwelt mit all ihren Facetten selbst anzueignen und diese zu gestalten. Sie wollen aktiv sein und sich bewegen und erobern sich Stück für Stück mit allen Sinnen die Welt. Kinder lernen durch eigenes Tätigsein, insbesondere auch im Spiel, indem sie ausprobieren, Erfahrungen sammeln und sich als soziale Wesen im Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erleben. Kinder wollen Spaß haben, Freunde finden, spielen und so ihre Bildungsprozesse selbst gestalten. Kinder bringen viele Fähigkeiten mit, brauchen aber andere Kinder und kompetente Erwachsene, die ihnen Anreize bieten, sie bei ihren Entde - ckungen ernst nehmen und ihre Entwicklung begleiten. FRÖBEL-Einrichtungen werden von Kindern unterschiedlichen Alters be - sucht. Die Spannbreite ist dabei sehr groß und kann von acht Wochen bis zu zwölf Jahren reichen. Der individuelle Entwicklungsstand eines jeden Kindes ist handlungsleitend für die pädagogischen Fachkräfte in unseren Einrichtungen. So wird jedes Kind in seinem persönlichen Bildungsprozess angeregt und in seiner Entwicklung dort abgeholt, wo es gerade steht. LEITBILD DER FRÖBEL-GRUPPE Unternehmensleitbild Pädagogisches Leitbild Führungsleitbild Seite 10 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern und Familien Zuhause sind es in der Regel die Eltern und Familien der Kinder, die den Kindern Orientierung in ihrer Entwicklung bieten, ihnen Schutz und Ge - borgenheit geben und Bildungssituationen für sie schaffen. Zu ihnen wird das Kind immer eine besondere Beziehung haben. Aufgabe der päda - gogischen Fachkräfte ist es, diese Beziehung zu stützen und Eltern und Familien an der institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder zu beteiligen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit Familien“, S. 25 Pädagogische Fachkräfte Bei der Teamzusammensetzung achten wir darauf, dass Menschen ver - schiedener Generationen, Kulturen und Ausbildungen sowie unterschied- lichen Geschlechts zusammenarbeiten. Eine respektvolle, empathische und ressourcenorientierte Grundhaltung unserer pädagogischen Fach - kräfte ist selbstverständlicher Bestandteil ihres professionellen Habitus. Das Handeln unserer pädagogischen Fachkräfte orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien. Wo die Rechte von Kindern im Vordergrund stehen, fängt die Verantwortung und Herausfor- derung für die pädagogischen Fachkräfte an. In ihrem pädagogischen Selbstverständnis verstehen sie sich als Begleiterinnen, Gesprächspartner, Beobachterinnen, Lernende, Sicherheitsgeberinnen, Fragensteller und Unterstützerinnen. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten liebevolle und zugewandte Erwachsene, die sich ideenreich und fach - kompetent mit Kindern beschäftigen. Sie sind mit aktuellen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsthemen vertraut, bilden sich stetig fort und suchen den Erfahrungsaustausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen. à mehr unter „Fortbildung und Wissenstransfer“, S. 33 Seite 11 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Was Bildung für uns ist Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht darauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bildungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Um- gebung und den Menschen um sich herum in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem Weg eignen sie sich die Welt selbsttätig an und entwickeln so ihre eigene Persönlichkeit. Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl das Entwi - ckeln sozialer und emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kognitiver Fähigkeiten umfasst. Bildungs - prozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche Prozesse, an de - nen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind. Diese Bildungsprozesse vollziehen sich bei Kindern vor allem im Spiel. Wenn Kinder spielen, dann ist das nicht nur Spielerei, sondern vielmehr die Gelegenheit, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu erfahren, mit anderen – Kindern und Erwachsenen – in Kontakt zu treten. Die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte liegt darin, die räum- liche Umgebung und vor allem die Interaktionen so zu gestalten, dass die Kinder vielfältige Erfahrungen machen können. Das Selbst- und Weltverständnis von Kindern entwickelt sich immer auch in einem sozialen Kontext. Indem Kinder ihre Handlungen auf andere Menschen beziehen und ihre eigenen Handlungen bei anderen Reso - nanzen erzeugen, entdecken Kinder Selbstwirksamkeit. Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetraut wird, dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzu - wenden und sich in neuen Situationen und immer wieder anderen Kons- tellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädagogischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu unter- stützen. Seite 12 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 In unseren Krippen, Kindergärten und Horten schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die notwendigen Voraussetzungen, damit diese kom- plexen Bildungsprozesse angeregt und begleitet werden. ▲ Beziehung als Prinzip ▲ Individualisierung als Prinzip ▲ Partizipation als Prinzip Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entspre - chend ihrer individuellen Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie ernst sie genommen werden und mitbestimmen können, das alles sind dabei bedeutsame Faktoren. ▲ Beziehung als Prinzip Stabile emotionale und soziale Beziehungen geben dem Kind Sicherheit. Von dieser sicheren Basis aus können Kinder aktiv mit ihrer Umwelt in Kon- takt treten und diese mit all ihren Sinnen erforschen und auch verändern. Deswegen haben Kinder ein Recht auf verlässliche Beziehungen, denn diese bilden die Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwick - lungsprozesse. Durch die Feinfühligkeit und emotionale Verfügbarkeit unserer pädagogischen Fachkräfte unterstützen wir diesen so bedeu - tenden Beziehungsaufbau. In den ersten Lebensjahren baut das Kind zunächst primäre Bindungen zu den Personen auf, die auf seine körperlichen und psychischen Be - dürfnisse regelmäßig eingehen. Es handelt sich dabei zumeist um die Eltern-Kind-Bindung. Zugleich entwickelt das Kind individuelle Beziehun - gen zu anderen Erwachsenen, die sich in ihrer Intensität von der Bindung zu seinen Hauptbezugspersonen unterscheiden, aber nicht weniger wichtig sind. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ermöglicht es einem Kind, sich in einer sozialen Gemeinschaft zu erleben, die sich vom Zusammenleben in der Familie unterscheidet. Es trifft dort auf Kinder verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen und Herkunftsfamilien, die zum Teil gleiche, aber auch teils andere Vorstellungen und Interessen haben. Gemein - sam mit ihnen Spielideen zu besprechen, Freundschaften zu knüpfen, über die Welt zu philosophieren, aber auch Konflikte zu lösen, fördert die Persönlichkeit eines Kindes und die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen. Unsere pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern das Erleben trag - fähiger Beziehungen zu ermöglichen. Wir gestalten den Alltag in unseren Krippen, Kindergärten und Horten so, dass Kinder vielfältige Erfahrungen Seite 13 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 machen und sich in unterschiedlichen Beziehungen, Rollen und Formen des sozialen Miteinanders erleben können. ▲ Individualisierung als Prinzip Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Persönlichkeit und ihre Bildungs- und Lernprozesse berücksichtigt werden. Die pädagogische Arbeit orien - tiert sich deshalb an den Themen und Interessen der Kinder. Jedes Kind ist in der Krippe, dem Kindergarten und dem Hort Teil einer Gemeinschaft. Daraus ergeben sich Möglichkeiten, aber auch Grenzen im Hinblick auf individuelle Vorlieben und Interessen. Nicht immer können die pädagogi - schen Fachkräfte alle Bedürfnisse jedes Kindes erfüllen – entscheidend ist, dass die pädagogischen Fachkräfte diese wahrnehmen und den Kindern signalisieren, dass sie diese grundsätzlich anerkennen. Wenn sie auf die Bedürfnisse zu diesem Zeitpunkt nicht eingehen können, erklären sie die Gründe dafür. Im Sinne einer Individualisierung der pädagogischen Arbeit haben Kinder die Gelegenheit, Angebote wahrzunehmen, Materialien selbständig zu nutzen und sich für oder gegen eine Gruppenaktivität im Tagesverlauf zu entscheiden. Indem alle pädagogischen Fachkräfte die spezifischen Be- dürfnisse sowie Bildungs- und Entwicklungsthemen der Kinder erkennen, gestalten sie eine Umgebung, die die Individualität und die Bildungspro - zesse eines jeden Kindes in den Mittelpunkt stellt. ▲ Partizipation als Prinzip Kinder haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung. Sie sind zu Entscheidungen und Urteilen fähig und werden bei uns ermutigt, dies in die Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. So entwickeln sie Vertrauen in ihre eigenen Kräfte und lernen sich selbst, aber auch das Wohl und die Wünsche anderer zu achten. Demokratie wird so schon früh erlebbar, indem Kinder die Gele- genheit haben, sich in einer von demokratischen Strukturen geprägten Umwelt auszuprobieren und diese mitzugestalten. Jedes Kind soll die Chance haben, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten in die Entwicklung der Gemeinschaft einzubrin - gen. Dies setzt eine partizipative Grundhaltung voraus. In unseren Kinder- tageseinrichtungen schaffen wir deshalb verschiedene Situationen der Teilhabe von Kindern. Kinder werden so als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen. Hierbei ist es wichtig, Kinder nicht einfach sich selbst zu überlassen, sondern sie entwicklungsangemessen in ihren Entscheidungsprozessen zu begleiten. Seite 14 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Durch Öffnungsprozesse in unseren Krippen, Kindergärten und Horten er- weitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Kindern, in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume erweitern können. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist. Inklusion – Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit Die Heterogenität von Menschen – Kindern und Erwachsenen – ist unsere Normalität und Fundgrube für das Gestalten einer inklusiven Pädago - gik. Dort, wo Menschen zusammenkommen, treffen immer Personen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen, Nationalitäten, Temperamenten, sozioökonomischen Hintergründen und Lebenswelten, Fähigkeiten und (biologischen und sozialen) Geschlechtern aufeinander. Wir sehen diese Heterogenität als Chance, die vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht und neue Horizonte eröffnet. In einem offenen, wertschätzenden und gleichberechtigten Miteinander wirken wir so Benachteiligung und Dis - kriminierung aufgrund von Verschiedenheit aktiv entgegen. Wir sehen es als unseren Auftrag, die gleichberechtigte Teilhabe und ganzheitliche Förderung aller Kinder in unseren Einrichtungen zu sichern. Im pädagogischen Alltag wird die Vielfalt von Menschen in Gesprächen, Projekten, der Raum- und Materialgestaltung sowie im Spiel aufgegriffen. Mit Neugierde, Anerkennung und Wertschätzung wird Gemeinsamkeiten und Unterschieden begegnet. Kinder und ihre Familien sowie die päd - agogischen Fachkräfte sind mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Stärken, Interessen und Sichtweisen in unseren Einrichtungen willkommen. Haben Kinder einen besonderen Förderbedarf, ermöglichen wir bei ent - sprechend vorhandenen Rahmenbedingungen eine bedürfnisgerechte Betreuung. Sozioökonomische Vielfalt Kinder wachsen in Familien mit vielfältigen bildungs- und sozioökono - mischen Hintergründen und Lebensformen auf. Dies bedeutet, dass die Lebenslagen der Kinder von unterschiedlichen finanziellen Ressourcen, Wohn- und Lebensumständen und Alltagserfahrungen geprägt sind. Mögliche sozioökonomische Risikolagen von Kindern und ihren Familien werden von unseren pädagogischen Fachkräften berücksichtigt, indem der pädagogische Alltag entsprechend gestaltet wird. So können pä - dagogische Angebote von allen Kindern wahrgenommen werden. Es gibt keine zusätzlichen kostenpflichtigen Angebote Dritter, es sei denn, die Teilhabe aller Kinder ist z. B. durch Spenden/Fördermitgliedschafts - beiträge oder Bildungs- und Teilhabepakete gesichert. Seite 15 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Kulturelle und religiöse Vielfalt FRÖBEL ist ein weltoffener Träger. In unseren Kindertageseinrichtungen kommen Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kul - turen, Ethnien und Religionen zusammen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennenlernen können. Wir möchten für verschiedene Weltanschauungen sensibilisieren und in - terkulturelle und religiöse Kompetenzen der Kinder und Erwachsenen för- dern. Ermöglicht wird dies über Gespräche, das Erleben unterschiedlicher Traditionen, durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem Zuckerfest sowie durch die Präsenz der in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrsprachigen Büchern. Kinder mit besonderem Förderbedarf Alle Kinder sind in ihrer Entwicklung individuell und einzigartig. Kogniti - ve, motorische, sprachliche sowie soziale und emotionale Fertig- und Fähigkeiten werden unterschiedlich schnell entwickelt, variieren im Ent - wicklungsverlauf und sind stets verschieden stark ausgeprägt. Diese Un - terschiedlichkeit ist nicht nur zwischen Kindern, sondern auch zwischen den Entwicklungsbereichen eines jeden Kindes zu beobachten. In FRÖBEL-Einrichtungen werden alle Kinder so gefördert, dass sie ihr Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Sie werden dort abgeholt, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Fördereinheiten für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden, wenn möglich, in den nor - malen Alltag integriert, sodass diese nicht als separate Angebote erlebt werden, sondern als Bereicherung für alle Kinder. Geschlechtssensible Pädagogik Ein sensibler, gleichberechtigter Umgang mit Mädchen und Jungen im pädagogischen Alltag ist für uns selbstverständlich. Es geht uns darum, Mädchen und Jungen gleichermaßen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu unterstützen, sich zu behaupten, sich in ihrer Geschlechts - entwicklung zurechtzufinden und eine positive Geschlechtsidentität her - auszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Sie werden darin begleitet, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Erfahrungen erleben können. Seite 16 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Das pädagogische Profil von FRÖBEL Unser pädagogisches Profil ist durch einen verbindlichen Rahmen ge - kennzeichnet, der für alle FRÖBEL-Einrichtungen gilt. So ergibt sich eine gemeinsame Orientierung, durch die Qualität gesichert und Zusammen - gehörigkeit ausgedrückt wird. Darüber hinaus gibt es individuelle Aus - prägungen, die jede FRÖBEL-Einrichtung zu etwas Besonderem machen. Fachlicher Orientierungsrahmen Grundlage der pädagogischen Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten sind die jeweiligen Landesgesetze und Verordnungen sowie die Bildungsprogramme der Bundesländer. Die Regelungen des SGB VIII weisen dabei Kindertageseinrichtungen bundesweit einen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag zu. Da FRÖBEL in verschiedenen Bundesländern Krippen, Kindergärten und Horte betreibt, dient der „Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“ der Jugendministerkonferenz und der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2004 mit folgenden Bildungs - bereichen für uns als überregionale Orientierung: ▲ Sprache, Schrift, Kommunikation ▲ Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung ▲ Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik ▲ Musische Bildung/Umgang mit Medien ▲ Körper, Bewegung, Gesundheit ▲ Natur und kulturelle Umwelten Diese Bildungsbereiche werden von all unseren Einrichtungen je nach Ausprägung innerhalb des jeweils gültigen Bildungsprogramms umge - setzt. Unsere Aufgabe als Träger ist es, die fachlichen Kompetenzen unserer pädagogischen Fachkräfte zur professionellen Arbeit mit den Bildungsprogrammen zu stärken. Neben den Bildungsprogrammen bilden die vorliegende Rahmenkon - zeption sowie das pädagogische Leitbild einen verbindenden Rahmen für die tägliche Arbeit aller pädagogischen Fachkräfte von FRÖBEL. Seite 17 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eine zusätzliche Orientierung gibt der Nationale Kriterienkatalog „Päda - gogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze & Vierni- ckel, 20151). In ihm wird beste Fachpraxis in Kindertageseinrichtungen in sogenannten Qualitätsbereichen beschrieben. Dabei wird die konkrete Handlungspraxis von pädagogischen Fachkräften angesprochen, wobei vielfältige Themen der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung fokussiert werden. Wiederkehrende und strukturierende Leitgesichtspunk- te gliedern die Themenkomplexe und lenken den Blick auf bedeutsame Faktoren pädagogischer Praxis, wie Erzieherin-Kind-Interaktion, Partizi - pation und Individualisierung. FRÖBEL-Standards Pädagogische Qualitätskriterien, die als sogenannte FRÖBEL-Standards einen verbindenden Charakter für alle Einrichtungen haben, konkreti - sieren das pädagogische Profil bei FRÖBEL. Unabhängig von den bun - desslandspezifischen Bildungsprogrammen finden sich so Querschnitts- themen, die in der pädagogischen Praxis in jeder Krippe, in jedem Kindergarten und in jedem Hort verankert sind. Zu den FRÖBEL-Standards gehören: ▲ Zusammenarbeit mit Familien ▲ Gesunde Ernährung ▲ Übergänge ▲ Ausstattung ▲ Beobachtung und Dokumentation ▲ Beziehung ▲ Individualisierung ▲ Partizipation ▲ Qualitätsentwicklung FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung FRÖBEL ist bestrebt, Kindern die Möglichkeit zu geben, frühzeitig eine Fremdsprache kennenzulernen. Deshalb ist bereits in einem Teil unserer Einrichtungen der FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung durch fremd- sprachige pädagogische Fachkräfte fest verankert. Zumeist können die Kinder beim Besuch einer solchen Einrichtung mit der englischen Sprache in Kontakt treten, aber auch Polnisch, Italienisch und Spanisch werden vereinzelt angeboten. Perspektivisch wird dieser Schwerpunkt in allen 1 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 18 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 FRÖBEL-Einrichtungen aufgebaut. Das frühe Heranführen an eine weitere Sprache fördert kommunikative und sprachliche Kompetenzen der Kinder sowie die Offenheit und Fähigkeit für das Erlernen von Sprachen im Allge- meinen. Bilinguale Erziehung bietet darüber hinaus die Chance, andere Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Uns kommt es darauf an, dass die Kinder in unseren Krippen, Kinder - gärten und Horten spielerisch und nach dem Prinzip „Eine Person, eine Sprache" in ihrem Alltag mit der Fremdsprache in Kontakt kommen. Auf diese Weise können sie diese Sprache beiläufig und nach den Prinzipien des Muttersprachenerwerbs kennenlernen. In Einrichtungen mit dem FRÖBEL-Schwerpunkt Bilinguale Erziehung wer - den die Kinder daher sowohl von deutschsprachigen als auch einem Anteil fremdsprachiger pädagogischer Fachkräfte begleitet. Damit sind zwei Sprachen selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags und die Kinder können in Form eines „Sprachbads“ in eine Fremdsprache ein- tauchen. In der Sprachwissenschaft und Pädagogik wird dieses Konzept Immersion (lat. „Eintauchen/Einbetten“) genannt. Durch die Integration der weiteren Sprache in den Alltag ermöglichen wir allen Kindern den Zugang zu diesem Angebot – unabhängig von der finanziellen und sozi - alen Situation der Familie. Einrichtungsschwerpunkte Jede FRÖBEL-Einrichtung hat ein individuelles Profil, das sich durch Ein - richtungsschwerpunkte ausdrückt. Diese Schwerpunkte liegen z. B. im Bereich Musik, Bewegung, Medien oder stellen andere Bildungsthemen in den Mittelpunkt. Das Profil orientiert sich an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen Bedarf und den individu - ellen Fähigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Es wird fortlaufend weiterentwickelt, angepasst und in der eigenen Einrichtungskonzeption festgehalten. So unterscheiden sich FRÖBEL-Einrichtungen trotz des ge - meinsamen Orientierungsrahmens über ihr individuell ausgestaltetes und gelebtes Einrichtungsprofil. Seite 19 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umsetzung des pädagogischen Profils Verantwortlichkeit der pädagogischen Fachkräfte Die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bildungsprogram - men, der FRÖBEL-Rahmenkonzeption, den sogenannten FRÖBEL-Stan - dards, dem Leitbild von FRÖBEL und dem Nationalen Kriterienkatalog (NKK; Tietze & Viernickel, 20152) liegt in der Verantwortung der pädago - gischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Durch eine qua - lifizierte Ausbildung sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen besitzen sie die fachliche Kompetenz, um die Inhalte in den Alltag zu integrieren. Kooperationen zur Ergänzung des pädagogischen Angebots In bestimmten Bildungsbereichen arbeiten wir darüber hinaus mit ver - schiedenen Kooperationspartnern zusammen. Diese stellen fachlich fundierte Materialien zu speziellen Themenbereichen für unsere päda - gogischen Fachkräfte zur Verfügung. In Bezug auf Sprach- und Leseförderung kooperiert FRÖBEL mit der Stif - tung Lesen und entwickelt gemeinsam ergänzende Materialien für den Einsatz in der Praxis. Um den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu stär - ken, kooperieren wir mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Unsere pädagogischen Fachkräfte erhalten umfangreiche Anregungen, wie sie diesen Bildungsbereich noch stärker in den Alltag verankern können. Über die Möglichkeiten des naturwissenschaftlichen Experimentierens greifen sie das Bedürfnis der Kinder auf, sich die (Um-)Welt aktiv zu erschließen. Nicht zuletzt hat jede Einrichtung ein eigenes Netzwerk mit verschiede - nen Kooperationspartnern, um die Einrichtungskonzeption und eigene pädagogische Schwerpunkte zu leben. 2 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. Seite 20 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gestaltung des pädagogischen Alltags In FRÖBEL-Einrichtungen richtet sich die Gestaltung des pädagogischen Alltags nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Er ist geprägt durch eine Offenheit, die den Kindern die Entfaltung ihrer Persönlichkeit ermöglicht, Zeit für individuelle Bildungs- und Entwicklungsprozesse gibt und den Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen fördert. Den Rahmen dafür bilden Tagesstrukturen, die durch Beständigkeit und Fle - xibilität gekennzeichnet sind, sowie anregend gestaltete Räumlichkeiten. Offen sein In unseren Kindertageseinrichtungen wird eine offene Pädagogik gelebt. Die pädagogische Arbeit ist gekennzeichnet durch eine gute Balance von Kontinuität und Veränderung, die sich am jeweiligen Bedarf der Beteiligten entwickelt. Pädagogische Fachkräfte ermöglichen aktives, selbstgesteuertes Lernen, indem sie die Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrnehmen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass sie aufbauend auf individuellen Beobachtungen Impulse setzen und dem Kind zutrauen, geleitet von seiner Neugier, selbst Interessen nachzuge - hen und sich auf diesem Weg eigene Bildungskontexte und -inhalte zu schaffen. Sie sind offen für die Ideen der Kinder und stehen ihnen über den gesamten Tag als Bezugspersonen zur Verfügung. Tagesstruktur Bei der gemeinsamen Planung von Tagesabläufen, dem Ausloten von unterschiedlichen Interessen und im Aushandeln von Konflikten erleben Kinder Wertschätzung, fühlen sich ernst genommen und lernen, Verant - wortung zu übernehmen. Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten für die Kinder, eigenständig und spielerisch zu handeln und zu experimentieren. Zudem gibt es feste Elemente im Tagesverlauf, die den Kindern Orientie- rung und Struktur bieten. Zeit für Entwicklung Die pädagogischen Fachkräfte richten die Angebote und die Ausstat - tung an dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. Jedes Kind hat ausreichend Zeit, sich in seinem Tempo mit Inhalten und Themen zu beschäftigen, die es interessieren. Seite 21 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Gruppen von Kindern Dort, wo Menschen aufeinandertreffen, entstehen automatisch und spon- tan Gruppen. So finden sich auch in Kindertageseinrichtungen im Laufe des Tages immer wieder Gruppen von Kindern zusammen, die – zum Teil begleitet von Erwachsenen – mit einer Sache beschäftigt sind. In unseren Krippen, Kindergärten und Horten entstehen diese Gruppen nach den Interessen der Kinder und variieren im Tagesablauf in ihrer Größe und Zusammensetzung. Spielpartnerinnen und Spielpartner sind selbst ge - wählt. Über die Anregung der pädagogischen Fachkräfte können gezielt Angebote für Gruppen von Kindern unter Beachtung der individuellen Bildungsthemen gestaltet werden. Sich in einer Gruppe zu erleben, bedeutet, am sozialen Leben teilzuneh - men. In diesen vielfältigen sozialen Kontexten können Kinder wiederum neue Erfahrungen machen, verschiedene Rollen einnehmen und eigene Möglichkeiten und Grenzen erproben. Offene Räume Unsere Kindertageseinrichtungen sind auch daran zu erkennen, dass sich die Gestaltung der Räume durch eine möglichst flexible Struktur und ei - nen hohen Anregungsgehalt auszeichnet. Sie lassen zu, dass die Kinder im Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Durch Räume mit verschiedenen Themen- und Möglichkeitsbereichen können Kinder vielfältigen Tätigkeiten nachgehen. Die Räumlichkeiten werden immer wieder den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder, die aktiv an der Umgestaltung beteiligt sind, angepasst. Übergänge Das Leben eines Kindes ist von vielfältigen Übergängen geprägt – so auch von den klassischen Übergängen, wie zum Beispiel von der Familie in eine Kindertageseinrichtung oder von der Kindertageseinrichtung in die Schule. Auch im Tagesverlauf gibt es für ein Kind viele kleinere Über - gänge, die aus pädagogischer Sicht ebenfalls von Bedeutung sind. All diese Übergänge werden von unseren pädagogischen Fachkräften ernst genommen und professionell begleitet. Eingewöhnung Ein bedeutender Übergang im Leben eines Kindes und dessen Familie ist der von der Familie in die Krippe bzw. in den Kindergarten. Er stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Bei uns wird diese Zeit kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung begleitet. Seite 22 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kin - dertageseinrichtung und ihren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, die Kindertages- einrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen kennenzulernen. Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihr Kind wahrnehmen. Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich beispiels- weise am Berliner Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert in unseren Einrichtungen diesen Übergang für alle Beteiligten. Alltägliche Übergänge Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Rituale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kinder und Fa - milien gleichermaßen. Übergänge im Haus Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Veränderung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen pädagogischen Bezugsperson können sie die neue Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften aufbauen und erste Kontakte zu neuen Spielkameraden knüpfen. Übergang in die Grundschule Ein weiterer bedeutsamer Schritt ist für jedes Kind der Übergang in die Grundschule. Daher hat die Vorbereitung auf die Schule im letzten Kin - dergartenjahr einen wichtigen Stellenwert. Wenngleich im letzten Jahr im Kindergarten Themen, die mit der Schule verbunden sind, an Bedeu - tung gewinnen, so gilt für uns immer, dass Kinder während der gesamten Krippen- und Kindergartenzeit Kompetenzen erwerben, die sie auf die Schule und auf das Leben vorbereiten. Seite 23 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Auch für die Familien ist das letzte Jahr im Kindergarten häufig mit Aufre- gung verbunden und Eltern fragen sich, ob ihr Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist. Durch Entwicklungsgespräche und Veranstaltun - gen werden den Familien in dieser Zeit bedarfsgerechte Informationen zu dem Thema Übergang in die Grundschule angeboten, um dieser Sorge kompetent zu begegnen. à mehr unter „Zusammenarbeit mit der Grundschule“, S. 24 Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt aus dem Kindergarten auch eine Trennung von Gewohn- tem und Liebgewonnenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundin - nen und Freunden und von vertrauten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist Aufgabe im letzten Kindergartenjahr. Beobachtung und Dokumentation im Dialog Beobachtung und Dokumentation bildet die Grundlage für das profes - sionelle Handeln von pädagogischen Fachkräften. Wenn Kinder regel - mäßig und systematisch beobachtet werden, können ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse, Interessen, Stärken, Themen und Zugangswege zur Welt erkannt und von pädagogischen Fachkräften für die Gestaltung und Anregung von Projekten, Räumen, Angeboten etc. genutzt werden. Zur systematischen Beobachtung werden in FRÖBEL-Einrichtungen aner - kannte Verfahren genutzt, die individuelle Bildungs- und Entwicklungspro- zesse von Kindern abbilden können. Je nachdem, welches Ziel bei einer Beobachtung verfolgt wird, setzen unsere pädagogischen Fachkräfte ein dafür geeignetes Verfahren ein. Die Beobachtungsergebnisse werden festgehalten und bilden die Grundlage für das Ableiten pädagogischer Schritte. Auf diesem Weg können pädagogische Fachkräfte individuelle Angebote und Projekte an den Themen der Kinder ausrichten. Wichtig ist dabei, dass die Beobachtungen in erster Linie den Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder folgen. Beobachtungen werden von pädagogischen Fachkräften auch genutzt, um mit den Kindern in einen Dialog zu treten. Dadurch entsteht oft ein intensiver Austausch mit dem Kind, der zusätzliche Einblicke in seine aktuellen Interessen und Wünsche gibt. In regelmäßigen Teamsitzungen besprechen die pädagogischen Fachkräfte ihre Beobachtungen und tauschen sich zu unterschiedlichen Erfahrungen und Einschätzungen aus. Der Blickwinkel auf das Kind wird zudem durch Gespräche mit den Familien erweitert. Gleichzeitig sind die Beobachtungen Grundlage für die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche. Seite 24 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Teile der Beobachtungen werden für die Kinder und Familien in einer individuellen Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu - sammengefasst. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Kind und dessen Familie aktiv in den Prozess einzubinden und gemeinsam zu entscheiden, welche Inhalte präsentiert und dokumentiert werden sollen. Alltagsintegrierte Sprachförderung Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere zu verstehen. Sprachförderung ist somit eine grundlegende Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen. Den ge - samten Alltag für Sprachförderung zu nutzen, trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen von Kindern bei. Dazu gehört, dass pädagogische Fachkräfte als sprachliches Vor - bild Alltagssituationen begleiten, Gespräche initiieren, weiterführende Fragen stellen, mit den Kindern zusammen denken, ihnen zuhören und ihre Themen und Interessen sprachlich aufgreifen. Auch die Gestaltung von Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnung von Gegenständen und Darbietung von Büchern sind ein wichtiges Element der alltagsintegrier - ten Sprachförderung. Zusammenarbeit mit der Grundschule Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder, deren Familien und die pädagogischen Fachkräfte ein bedeutender Schritt. Ihn gemeinsam zu bewältigen, sehen wir als spezielle Entwicklungsaufgabe im letzten Kindergartenjahr. In diesem Zeitraum unterstützen wir die an - gehenden Schulkinder mit Projekten und Ausflügen zum Themengebiet Einschulung. Dabei kooperieren die Kindergärten mit den Grundschulen der Umgebung. Besonders durch Besuche der Grundschule lernen die Kinder die neue Bildungseinrichtung kennen und können sich ein Bild davon machen, was es heißt, ein Schulkind zu sein. Begleitet und unterstützt wird dies von den pädagogischen Fachkräften aus der Einrichtung des Kindes. Parallel dazu wird angestrebt, dass Lehrerinnen und Lehrer den Kindergarten besuchen und so ein Austausch mit Kindern und den pädagogischen Fachkräften stattfindet. Familien im letzten Jahr vor der Schule intensiv zu begleiten, gelingt zum Beispiel über Elternabende und Entwicklungsgespräche, die den Schuleintritt der Kinder thematisieren. Hier haben Familien Gelegenheit, Fragen zu stellen, Ängste zu besprechen und eine kompetente Beratung durch die pädagogischen Fachkräfte in Anspruch zu nehmen. Seite 25 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Zusammenarbeit mit Familien Kinder sind immer Teil eines Familiensystems. Sie wachsen mit Mutter und Vater, bei einem alleinerziehenden Elternteil, bei einem Elternteil in neuer Partnerschaft, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit Geschwistern, mit den Großeltern oder in anderen Familienkonstellationen auf. Vor dem Hintergrund vieler verschiedener Familienformen beziehen wir mehr Menschen ein, als der Begriff Eltern fasst. Die wichtigsten Bezugspersonen und Expertinnen und Experten für das Kind sind jene, die von zu Hause bekannt sind. Bildungs- und Erziehungsprozesse in Krippe, Kindergarten und Hort gelingen daher am besten, wenn sie in enger und vertrauens - voller Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfolgen. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft Zusammenarbeit mit Familien bedeutet für uns immer eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, die zwischen pädagogischen Fachkräften, Leitung und den Familien im Sinne der Kinder besteht. Sie basiert auf einer wertschätzenden Grundhaltung, die die individuellen Erziehungs- kompetenzen der Eltern anerkennt und die Unterschiedlichkeit der fami - lialen Lebensbedingungen und Lebensentwürfe respektiert. Eine stabile Zusammenarbeit wächst in vielen kleinen Schritten des Miteinanders und der gemeinsamen Freude und braucht eine gute Gesprächskultur. FRÖ - BEL-Krippen, -Kindergärten und -Horte sind Lebens- und Erfahrungswelten von und für Kinder – und Orte, an denen Familien selbstverständlicher Teil des Geschehens sind. Dialog als Basis gelingender Zusammenarbeit Wesentlich für diese Zusammenarbeit ist zum einen der regelmäßige Dialog über die Entwicklung und die Bildungsinteressen des Kindes. Zum anderen ist es aber auch eine Verständigung über gegenseitige Erwar - tungen, familiale und kindliche Bedürfnisse sowie mögliche Probleme. Diese Gespräche finden regelmäßig und geplant statt, orientieren sich an den Themen der Kinder und nehmen den Bedarf der Familien und der Einrichtung auf. Den grundlegenden Rahmen bilden ein ausführli - ches Aufnahmegespräch zur Vorbereitung der Eingewöhnung sowie das mindestens einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch, in dem aktuelle Themen, Stärken und Entwicklungspotenziale des Kindes bespro- chen werden. Der Erziehungsdialog lebt von gegenseitigem Vertrauen, guten Kommunikationsstrukturen und dem Anspruch, dass die Bezugs - personen des Kindes kontinuierlich über die pädagogische Arbeit und das Alltagsgeschehen in der Kindertageseinrichtung informiert werden. Die transparente Gestaltung der pädagogischen Arbeit gehört ebenso zu den Eckpfeilern einer gelingenden Zusammenarbeit. Anhand von Dokumentationen in Form von Fotostrecken oder -reihen, Projektmappen Seite 26 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 oder kurzen Alltagsanekdoten werden Erlebnisse, Projekte und Momente des Alltags sichtbar gemacht. Beteiligung von Familien Familien sind willkommen, sich in die Gestaltung des pädagogischen All- tags einzubringen und eingeladen, an Bildungsangeboten mitzuwirken. à mehr unter „Ehrenamtliche im Alltag“, S. 29 Unsere Krippen, Kindergärten und Horte sind als Bildungseinrichtungen auch immer Begegnungsräume für Eltern und Familien. Sie ermöglichen den Aufbau von Kontakten und Netzwerken. Dazu tragen auch ge - meinsame Veranstaltungen wie Feste, Elternabende und gemeinsame Projekte bei. Die Beteiligung der Eltern erfolgt darüber hinaus in Mitwir - kungsgremien, die durch die jährliche Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt werden. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL-Beschwerdema - nagements auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklä- rend bearbeitet und als Impuls zur Veränderung unserer Arbeit gewertet. Leitung und Team Eine funktionierende Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mit - arbeiter einer Einrichtung ist Grundlage für die Qualität des Alltags. Die Verantwortung hierfür liegt bei der Leitung und bei jeder einzelnen pä - dagogischen Fachkraft, die sich engagiert und eigenverantwortlich in den gesamten Prozess einbringt. Die Herausbildung einer gemeinsamen Teamkultur sowie einer ressourcenorientierten Zusammenarbeit, die die gesamte Einrichtung in den Blick nimmt, ist dabei ein anspruchsvoller Prozess, zu dem Leitung, pädagogische Fachkräfte, Küchenpersonal wie auch technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Beitrag leisten. Alle sind durch ihre Haltung und ihre Handlungen Vorbilder für Kinder und deren Familien. Sie sorgen für eine offene und beteiligungsfreundliche Atmosphäre, in der die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden und in der eine Partizipationskultur im Team, mit den Kindern und ihren Familien entsteht. Kinder erhalten außerdem die Möglichkeit, ihre Rech - te, wie sie im Leitbild formuliert sind, kennenzulernen und zu leben. Bei Veränderungen im Haus wird die Perspektive der Kinder stets mitgedacht. Die pädagogischen Aufgaben und Ziele werden durch eine interne Organisationsstruktur unterstützt, die den Informationsfluss zwischen den Teammitgliedern sicherstellt und einen regelmäßigen fachlichen Aus - tausch sowie gemeinsame Reflexionen ermöglicht. Seite 27 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Die Einrichtungsleitung nimmt in der Planung und Gestaltung aller Prozesse eine besondere Rolle ein. Ihre Aufgabe ist es, durch transparentes und klares Führungshandeln alle Beteiligten einzubinden und Impulse für die (Weiter-)Entwicklung der pädagogischen Arbeit zu geben. Sie trägt die Verantwortung dafür, die Bedingungen für eine fachlich hochwertige Pädagogik bei FRÖBEL bereitzustellen, die die gesamte Einrichtung und die Kinder mit ihren Familien in den Blick nimmt und so optimale Bildungs- und Entwicklungschancen der Kinder ermöglicht. Kinderschutz Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes Gebot. In allen Krippen, Kindergärten und Horten gilt das FRÖBEL-Kin - derschutzkonzept: „Kinder schützen – Eltern unterstützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“. Handeln bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient als Nachschlagewerk und Orien - tierungshilfe. Dort sind die Verantwortlichkeiten auf Einrichtungsebene und im FRÖBEL-Kinderschutznetzwerk, die Verfahrensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge - fährdung bei von uns betreuten Kindern und Familien erfolgt eine Risiko- abschätzung unter Hinzuziehung der internen regionalen FRÖBEL-Kin - derschutzfachkräfte und ggf. der zentralen Kinderschutzkoordinatorin sowie externer Fachstellen vor Ort. Ziel ist es, durch die vertrauensvolle Einbeziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden. Sollte dies nicht gelingen, werden weitere Wege aufgezeigt. Im Kontakt mit dem zustän- digen Jugendamt streben die FRÖBEL-Fachkräfte eine Lotsenfunktion an. Gewaltfreie Erziehung bei FRÖBEL Kinderschutz heißt für uns auch, dass alle in den FRÖBEL-Einrichtungen Tätigen selbstverständlich gewaltfrei mit den ihnen anvertrauten Kindern umgehen. In einem gemeinsamen Fachaustausch und dem kontinuierlich geführten Reflexionsprozess im Team überprüfen sie ihre Haltung sowie die Wirkung ihrer Worte und ihres Handelns. Dieser in allen FRÖBEL-Einrich- tungen installierte Teamprozess stellt sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der Thematik sowie ihrer Verantwortung bewusst sind und sich nicht nur aus akutem Anlass damit auseinandersetzen. Zusätzlich zu diesem Teamprozess geht FRÖBEL über die gesetzliche For - derung nach der Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses hinaus. So verpflichten sich die pädagogischen Fachkräfte sowie die längerfristig Seite 28 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 tätigen Praktikantinnen oder Praktikanten bei FRÖBEL mit einer „Persön- lichen Erklärung zum Kinderschutz“, das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung und ihren Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form anzuerken - nen und umzusetzen. Kindliche Sexualität und körperliche Selbstbestimmung Das FRÖBEL-Kinderschutzkonzept und das FRÖBEL-Leitbild bieten auch den Rahmen für die ganzheitliche Bearbeitung von Themen der ge - schlechtersensiblen Pädagogik und Sexualpädagogik sowie zum fairen Miteinander der Kinder und zur Problematik sexueller Übergriffe von Kin - dern untereinander. Es geht darum, dass die pädagogischen Fachkräfte im Team zunächst eine gemeinsame Haltung entwickeln, altersangemes- sene sexuelle Aktivitäten von Übergriffen unterscheiden sowie zeitnah und angemessen darauf reagieren können. Sexuelle Übergriffe werden als Gewaltthema mit besonderer Spezifik betrachtet. Konfliktpräventions- und Konfliktlösungsstrategien werden ebenso gemeinsam mit den Kindern erarbeitet wie die Regeln zu den sogenannten Doktorspielen. Kinder und auch deren Familien sollen die Erwachsenen zu diesen Problematiken als offen und ansprechbar wahrnehmen, die ihr Anliegen ernst nehmen und ihnen Sicherheit bieten. Präventiver Kinderschutz Pädagogische Arbeit bewegt sich oft im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Die Sicherheit für Kinder und das Handeln der Fachkräfte werden gestärkt, wenn es im Team ein Bewusstsein für risikobelastete Alltagssituationen gibt und regelmäßige Reflexionsprozesse stattfinden. Darüber hinaus gibt es in allen Einrichtungen verbindliche Regeln im täglichen Umgang, z. B. dass Kinder nicht mit Koseworten angesprochen werden oder unbekleidet umherlaufen. Grenzsetzungen sind pädagogisch begründet und werden im Team und im Dialog mit den Eltern abgestimmt. Unbeabsichtigte grenzwerti - ge Situationen werden gegenüber den Kindern und ihren Eltern zeitnah und proaktiv kommuniziert. Das schafft Vertrauen und beugt Missver - ständnissen vor. Wenn Grenzverletzungen gegenseitig niedrigschwellig angesprochen werden, erfahren Kinder dadurch ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Eltern erleben, dass die Fachkräfte mit den ihnen anvertrauten Kindern verantwortlich umgehen. Seite 29 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Umgang mit Beschwerden Beschwerden im Rahmen des Kinderschutzes werden vertrauensvoll, verantwortlich und immer mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt. Ziel ist es, jederzeit den Schutz der Kinder in den Krippen, Kindergärten und Horten zu gewährleisten, Missstände schnellstmöglich abzubauen und in der Konsequenz präventiv zu wirken. Gemeinsam mit den Kindern werden entwicklungsangemessene Formen der Beteiligung und offenen Kommunikation gefunden und etabliert. So bekommen sie die Möglich - keit, sich zu äußern, wenn ihnen etwas unangenehm ist und sie in ihren Gefühlen verletzt sind. Auch für die Familienangehörigen der Kinder sind innerhalb der FRÖBEL-Gruppe klare Strukturen vorhanden, die es ihnen ermöglichen, auf direktem Wege Bedenken und Beschwerden zu äußern. Ehrenamtliche im Alltag Die pädagogische Arbeit in unseren Krippen, Kindergärten und Horten kann und soll durch ehrenamtliche Tätigkeiten von Familien und anderen Freiwilligen unterstützt und bereichert werden. Auf diese Weise werden zusätzliche Bildungsmöglichkeiten und Erfahrungen für Kinder geschaf - fen. Die Förderung ehrenamtlichen Engagements gehört daher zum Selbstverständnis jeder FRÖBEL-Einrichtung – sie soll die hauptamtliche pädagogische Tätigkeit ergänzen, nicht ersetzen. Eltern und Familien erhalten durch eigenes ehrenamtliches Engagement die Möglichkeit, den Alltag des eigenen Kindes mitzuerleben und aktiv zu bereichern. Darüber hinaus begrüßen wir in unseren Kindertageseinrich - tungen Menschen aller Altersgruppen, aus verschiedenen Kulturen und Berufen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben. Im pädagogischen Alltag unterstützen ehrenamtlich Tätige bei besonde- ren Projekten. Sie bringen ihre Kompetenzen und Fähigkeiten beispielswei- se im Sport oder durch musikalische Aktivitäten ein oder lesen Kindern vor. Ehrenamtliche werden in FRÖBEL-Einrichtungen in die bestehenden Struk- turen eingebunden, fachlich vorbereitet und begleitet. Auf diese Weise erhalten sie wichtige Informationen und werden in die Teams der Krippen, Kindergärten und Horte integriert. Seite 30 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Vereinbarkeit von Familie und Beruf Viele Familien stehen vor der besonderen Herausforderung, Berufsleben und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen. Um diese Ansprü - che verwirklichen zu können, brauchen sie Unterstützung vonseiten der Kindertageseinrichtung. Als familienunterstützender Dienstleister nehmen wir die damit verbundene Verantwortung wahr und reagieren engagiert auf die Wünsche und Bedürfnisse berufstätiger Eltern. Wir passen unsere Angebote und Öffnungszeiten an die Familien an. Schließtage aufgrund von Teamfortbildungen oder Brückentagen wer - den langfristig angekündigt, damit Familien sich darauf einstellen können. Kooperationen mit Unternehmen Unser Ziel ist es auch, Wünsche und Belange von Unternehmen sowie berufstätiger Eltern in eine optimale Betreuungslösung zu integrieren. Vor diesem Hintergrund haben viele unserer Einrichtungen Partnerschaften zu Unternehmen aufgebaut. Arbeitgeber und Kindertageseinrichtung arbeiten gemeinsam daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Seite 31 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Qualität und Qualitätsentwicklung Kinder, die eine Krippe, einen Kindergarten oder einen Hort der FRÖBEL-Gruppe besuchen, erhalten ein hochwertiges pädagogisches Angebot. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist durch einen gemein- samen Orientierungsrahmen definiert und wird durch die FRÖBEL-Stan - dards betont. Durch den Einsatz verschiedener Verfahren zur internen und externen Evaluation wird die pädagogische Qualität stetig weiter - entwickelt und gesichert. Damit sind Qualitätsentwicklungsmaßnahmen verankert, die zwei unterschiedliche Perspektiven auf das System einer Kindertageseinrichtung ermöglichen und sich sinnvoll ergänzen. Interne und externe Evaluation Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der NKK (Tietze & Viernickel, 2015 3). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch konkrete Handlungsempfehlungen für pä- dagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der Checklisten des dazuge- hörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ (Tietze, 2013 4) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen werden verstärkt die Verantwortung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Per - sonals unseren Kindertageseinrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener Methodenbausteine des Hand- buchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwicklungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante Umsetzungsschritte ausgeführt werden. Auf der anderen Seite wird die externe Evaluation als fester Bestandteil der Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt. Durch eine objektive und unabhängige Expertensicht von außen erhalten die Teams weitere wertvolle Impulse als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung der päda - gogischen Arbeit. 3 Tietze, W. & Viernickel, S. (Hrsg.) (2015). Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder. Ein nationaler Kriterienkatalog (5., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage). Weimar, Berlin: verlag das netz. 4 Tietze, W. (Hrsg.) (2013). Pädagogische Qualität entwickeln. Praktische Anleitung und Methoden - bausteine für die Bildung, Betreuung und Erziehung in Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren (3., Auflage). Berlin: Cornelsen. Seite 32 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Eltern- und Mitarbeiter*innenbefragung Des Weiteren ist die regelmäßig stattfindende Eltern- und Mitarbeiter*in - nenbefragung fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rück - meldungen, aus denen sich durch kritische Auseinandersetzungen Verän- derungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Bedingungen nicht nur Kindern und deren Familien, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen. Seite 33 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Fortbildung und Wissenstransfer Um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ihren Bedürfnissen und Inter - essen entsprechend entwickeln zu können, arbeiten wir in einem stetigen Prozess an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Qualität. Dazu gehören insbesondere auch Angebote zur Fort- und Weiterbildung sowie eine gemeinsame Reflexion des pädagogischen Handelns und fachliche Profilierung in den Teams der FRÖBEL-Einrichtungen. Mit dem 2014 eingeführten FRÖBEL-Curriculum haben alle Mitarbeiterin - nen und Mitarbeitern die Möglichkeit, die Grundlagen der pädagogi - schen Arbeit bei FRÖBEL sowie spezifische Themengemeinsam in ihren Teams oder auch in überregionalen und damit teamübergreifenden Seminaren zu diskutieren und zu reflektieren. Darüber hinaus stehen in unserem jährlichen Fortbildungsprogramm Seminarangebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FRÖBEL, auch denjenigen aus Verwaltung, Küche und Hauswirtschaft sowie Tech- nik, zur Verfügung. Sie erhalten über diesen Seminarkatalog die Chance, ihre Kompetenzen individuell in ausgewählten Themenschwerpunkten zu vertiefen und so eine Fachkarriere anzustreben. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Führungskarriere einzuschlagen, um sich langfristig auf eine Leitungstätigkeit vorzubereiten. Durch dieses umfangreiche Bildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können diese ihre Kompetenzen auf Basis aktueller wis - senschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel stetiger Qualitätsverbesserung der pädagogischen Arbeit systematisch weiterentwickeln. Seite 34 Notizen www.froebel-gruppe.de | FRÖBEL-Rahmenkonzeption | Stand Oktober 2015 Unterstützung vor Ort: FRÖBEL-Fachberatung Seit Juli 2010 gibt es in allen regionalen Geschäftsstellen bei FRÖBEL Fachberaterinnen und Fachberater, die die pädagogische Arbeit der Krippen, Kindergärten und Horte unterstützen. Übergeordnetes Ziel der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, durch den direkten Kontakt zu den Leitungen und Teams die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen im Sinne bestmöglicher Bildung, Erziehung und Betreuung vertrauensvoll zu begleiten. Ebenso werden in Gesprächen zwischen Fachberatung und regionaler Geschäftsleitung aktuelle Themen aus der Praxis aufgegriffen, diskutiert und gemeinsam Entwicklungen angestoßen. Die Fachberaterinnen und Fachberater sind Begleitende der pädago - gischen Fachkräfte und bieten durch professionelle Beratungsange - bote Hilfe zur Selbsthilfe. Vornehmliche Aufgabe ist es, die Fachkräfte in den Einrichtungen so zu stärken, dass sie befähigt sind, nicht nur die pädagogische Qualität voranzutreiben und zu sichern, sondern auch die einrichtungsbezogenen Abläufe zu optimieren. Fachberatung bei FRÖBEL ist dabei gekennzeichnet von einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Bereichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. In dem engen Kontakt zu den Teams der Krippen, Kindergärten und Horte liegt die Chance, konkrete und auf die Bedürfnisse der Kindertagesein - richtung abgestimmte Unterstützungsleistungen zu erbringen. So werden Qualitätsentwicklungsprozesse systematisch begleitet und methodisch unterstützt. Die Fachberaterinnen und Fachberater beraten bei der pä - dagogischen Profilbildung der Einrichtungen, bei der Erarbeitung von Einrichtungskonzeptionen und bei der Umsetzung unternehmensspezi - fischer Anforderungen. Zur fachlichen Unterstützung der Teams bieten sie Fortbildungen zu verschiedenen pädagogischen Themen an oder initiieren und moderieren regionale Arbeitskreise, die dem kollegialen Austausch dienen sowie die Fachkompetenz der pädagogischen Fach - kräfte erweitern. Um den überregionalen Austausch unter den regional angesiedelten Fachberaterinnen und Fachberatern sicherzustellen, finden in regelmä - ßigen Abständen Fachberatungskonferenzen statt. Diese werden von dem Team Pädagogik und Qualitätsentwicklung ausgestaltet und dienen darüber hinaus als Rückmeldeinstanz, um eine Optimierung der von dort aus gesteuerten Unterstützungsleistungen für FRÖBEL zu erreichen. FRÖBEL e.V. Alexanderstr. 9 10178 Berlin info@froebel-gruppe.de www.froebel-gruppe.de
Anlage 8.1 Bewerbung KinderHut
984 Zeichen
KT Gute Zeiten für Familien * Gesellschaft für gemeinnützige sozialpädagogische Projekte mbH ® Stadt Münster Der Oberbürgermeister - Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Hafenstraße 30 48153 Münster 07.02.2019 Bewerbung für die Trägerschaft der neuen Tageseinrichtung für Kinder Meckmannweg, MS-Mecklenbeck, Ausschreibung-Nr. 13/2018 Sehr geehrte Damen und Herren, wir bewerben uns für die Übernahme der Trägerschaft der im Betreff genannten Kindertageseinrichtung. Wir erklären dazu verbindlich, für den Fall der Trägerschaft den Trägeranteil gem. KiBiz i.H. von 9% zu übernehmen. Unser Konzept für den Betrieb dieser Einrichtung fügen wir anliegend bei. f Rena Fischer-Bremen Geschäftsführung Veronikastr. 32 |] 45131 Essen || T 02 01 / 77 21 10 II F 02 01 / 8 77 56 65 || www.kinderhut.de KinderHut® gGmbH || Geschäftsführung: Rena Fischer-Bremen || HRB 20575 Il USt-IdNr.: DE278861859 National-Bank Essen || IBAN: DE72 3602 0030 0001 4415 23 II BIC: NBAG DE 3 E
Anlage 6.1 Bewerbung Fröbel
1508 Zeichen
FRÖBEL Kompetenz für Kinder 4 FRÖBEL Bildung und Erziehung - Komödiensir. 18-24 - 50447 Köln Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anja Gerick Hafenstraße 30 48127 Münster Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kinderfageseinrichtung am Meckmannweg (Ausschreibungsnummer: 13/2018), Zeichen: 51 10 0014 / 51 10 0013 Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Sehr geehrte Frau Gerick, hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches Ange- bot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertageseinrichtung am Meckmannweg ab. Wie in unseren ausführlichen Bewerbungsunterlagen auf- geführt, ist es uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 9,0 % zu leisten. Für weiterführende Gespräche stehen wir sehr gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH : n Vertrieb Nordrhein-Westfalen Köln, 05. Februar 2017 Von Oliver Just Tel 0221| 2999 42-71 just@froebel-gruppe.de FRÖBEL Bildung und Erziehung ge- meinnützige GmbH Komödienstr. 18-24 50667 Köln Tel 0221|29 99 42 60 Fax 022129 99 4280 www.froebel-gruppe,de Geschäftsführung: Dr. Gudrun Rannacher Stefan Spieker (Sprecher) Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Borgmann-Quade Bank für Sozialwirtschaft IBAN DE72 1002 0500 0003 3635 00 BIC BFSWDES3BER Amtsgericht Charlottenburg HRB 102668 B Sitz der Gesellschaft: Berlin Steuernummer 271603/52722 Steuermummer des Organträgers 27/635/52999 Gläubiger-Identifikationsnummer DE1122200000342860
Anlage 10.1 Bewerbung Kleine Riesen
1343 Zeichen
Bilinguale Kindertagesstätten Kieme R1esen Nord gGmbH I Esslmger Straße 69 1 73732 Esslingen PER EXPRESS Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Famile 48127 Münster VORAB PER MAll gerick@stadt-muenster.de VORAB PER FAX (0251) 4927909 Ihr Zeichen, Ihre Nachr1cht vom Unsere Ze1chen, unsere Nachricht vom Telefon, Name (0711) 35 116 40, PW Kindertagesstätten Datum 06.02.2019 Aufrechterhaltung der Bewerbung als Träger für die Kindertagßseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck 1 Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, hiermit zeigen wir an, dass wir unser Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der Kindertagesstätte "Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck" aufrechterhalten. Den Eigenanteil des Trägers in Höhe von 9 Prozent können sicherstellen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. rvlit f~~~ßtithen Grüßen tl d P'eterWa~J Geschäftsführer Kleine Riesen Nord gemeinnützige GmbH I Esslinger Straße 69 I 73732 Esslingen I Telefon: (0711) 35116 40 I Telefax: (0711) 35 116 417 I www.littlegiants.de I info@littlegiants.de Geschäftsführer I Dtpl.-lng. Jelena Wahler, MBA (Duke) I Dipl.-lng. Peter Wahler, MBA (Duke) Sitz der Gesellschaft I Esslingen am Neckar I Amtsgencht Stuttgart HRB 7393 Bankverbindung I Volksbank Essl1ngen eG I I BAN DE17 6119 0110 0244 0280 01 I BIC GENODESlESS
Anlage 2 Auswertungsformulare aller Träger V 0140 2019
57988 Zeichen
1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: Elterninitiative Am Eichenwäldchen e. V. Eichstedtstraße 44 59075 Hamm 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Elterninitiative seit 20 Jahren in der Kindertagesbetreuung aktiv - Der Träger hat seinen Sitz in Hamm - Der Träger betreibt aktuell vier Einrichtungen in Hamm und ab August 2019 eine weite- re Kita in Warendorf - Der Träger wird über eine Geschäftsführung und nicht über einen Elternvorstand ge- führt - Die Elterninitiative ist konfessionell neutral und arbeitet nach dem humanistischen Menschenbild - Ausbau der Einrichtungen, Münster als attraktiver Standort 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4,00% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor - Einrichtungen arbeiten im offenen Konzept mit offenen Raumnutzungskonzep ten - Ganzheitliche alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung - Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vordergrund - Marte Meo-Ansatz in der pädagogischen Arbeit - Tiergestützte Pädagogik - Zertifizierung „Haus der kleinen Forscher“ - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Kernzeit: 7.00 Uhr – 17.00 Uhr - Jährliche Bedarfsabfrage in den Einrichtungen - Flexible Nutzung der wöchentlichen Buchungsstunden - Ca. 15 Schließtage pro Jahr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt des offenen Konzeptes - Barrierefreie Gestaltung der Kitas ist vorgesehen - Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interku l- turellen Kompetenz gefördert - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams - Pro Einrichtung wird ein Heilpädagoge eingestellt - Rucksackprojekt in Hamm, Begleitung der Eltern in Ihrer Herkunfts- und in deutscher Sprache - Genderperspektive in der pädagogischen Arbeit und in Zusammenarbeit mit de n Eltern 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Ernährungskonzept der Einrichtung zertifiziert nach FitKid-Konzept der DGE - Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküche in Bioqualität (Frischkostküche , sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) - Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita - Einbindung der Natur und Umwelt - Zertifizierung als Bewegungskita angestrebt - Kooperation mit Ärzten und Gesundheitsamt zu verschiedenen Themen 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Kooperation mit Grundschulen: Austausch im Übergang Kita Schule durch gemeinsa- me Projekte und Unternehmungen gewünscht, um frühzeitig die Übergänge spielerisch zu gestalten (Patenschaften der Schulkinder für Kitakinder) - Zusammenarbeit mit Frühförderstellen, Ärzten, Therapeuten etc. ist geplant - Teilnahme und Stadtteilarbeitskreisen und Netzwerken - Kooperation mit der Kindertagespflege: monatlich stattfindendes Frühstück in der Kita mit Schwerpunktthemen - Generationsübergreifende Arbeit: Einbindung von Senioreneinrichtungen 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Eingewöhnung nach Münchener Eingewöhnungsmodell - Grundverständnis: Eltern sind Experten für ihr Kind - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Beratung und Unterstützung der Eltern, Vermittlung auch an Fachleute im präventiven Kontext - Elternengagement gewünscht für die Erledigung bestimmter Aufgaben (z .B. Reparatu- ren in der Kita) - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Beschwerdemanagement für Eltern 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD - Einsatz von Heilpädagogen in den Einrichtungen - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Alle Mitarbeiter/-innen werden zum systemischen Berater weitergebildet (Inhouse- Schulung alle zwei Jahre) - Supervision sechsmal jährlich, zusätzlich nach Bedarf - Intervision (kollegiale Fallberatung) regelmäßig in den Kitas - Qualitätsentwicklungsmanagement der Stadt Hamm TQE (extern) sowi e KES-RZ Ska- la (intern) - Zentrale Verwaltung durch Geschäftsführung und Verwaltungsmitarbeiter - Enge Zusammenarbeit mit den Eltern - Ehrenamtlicher Vorstand - Zusammenarbeit mit einem Steuerberater bzgl. der Jahresabrechnung - Kinderschutzkonzept liegt vor - Eltern- und Mitarbeiterbefragungen - Beschwerdemanagement 4. Besondere Merkmale / Eignung - Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernährung - Alle Einrichtungen in der Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“ - Eltern sind Teil der Organisation 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. Gustav-Stresemann-Weg 62 48155 Münster 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung des ASB Kreisverbandes Münsterland e.V.: 1972 - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Betreibt bereits eine Kita in Münster, ab 2019 zwei weitere (Regina-Protman n-Straße, Dahlweg) und in 2020 ebenfalls zwei weitere Kitas (Alt Angelmodde und Petersheide) - Der ASB ist eine Hilfsorganisation und ein Wohlfahrtsverband - Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, den Landesverbänden sowie Kreis- und Ortsverbänden zusammen - Die Grundlage der Arbeit bilden humanitäre und demokratische Grundsätze - Der ASB arbeitet parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden - Der ASB Kreisverband arbeitet am Leitbild der Gesamtorganisation - Der ASB ist in der Flüchtlingsarbeit in Münster tätig - Der Träger bietet ein breites Spektrum an Leistungen an und nutzt daher Sy nergieef- fekte in diesen Bereichen (z.B. Einsatz eines Musiktherapeuten) - Der ASB ist bestrebt den Bereich Kinder- und Jugendhilfe in Münster auszubauen 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4,00% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindert agesbe- treuung liegen vor - Situationsorientierter Ansatz mit Freispielgestaltung - Jedes Kind soll den gleichen Zugang zur Bildung erhalten - Potentiale und Ressourcen der Kinder durch ganzheitliches Lernen fördern - Raumgestaltung: Aufteilung in Funktionsbereiche - Schwerpunkte im Bereich Bewegung und gesunder Ernährung - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden - Öffnungszeiten: 07.00 - 16.30 Uhr, bei Bedarf bis 20.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Aufnahme von Kindern mit und ohne Behinderung ist erwünscht, personelle Re ssour- cen stehen dafür zur Verfügung (Inklusionsfachkräfte) - Multikulturelle und multiprofessionelle Teams - Inklusive, altersgemischte Gruppen - Die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Familien stehen im Vordergrund - Partizipation und Integration grundlegend in der Arbeit verankert (Beschwerdem a- nagement für Kinder) - Träger hat bereits Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingshilfe und in der Betreuung von Kindern / Flüchtlingskindern 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Bewegungsförderung steht im Vordergrund - Gesundes Essen: Belieferung mit Frischkost (aus bestehender ASB Kita Gr ünschleife) angestrebt - Frühstücksbuffet, Kinder werden aktiv einbezogen - Projekte zum Thema Ernährung / Gesundheit im Kitaalltag - Kooperation mit Ärzten und Zahnärzten - Angebote zur Verkehrserziehung / Unfallprävention - Schulung der Mitarbeiter/-innen hinsichtlich Themen wie Hygiene, Pflege, Sau berkeit 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Bereits bestehende Vernetzungen: - Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen des ASB - Bestehende Verknüpfungen und Kooperationen im Bezirk West durch die Angebote der Sozialstation in Roxel Geplante Vernetzungen: - Vernetzungen mit Pädagogen, Therapeuten, Ärzten, Psychologen, Frühför derstellen, familienentlastenden Diensten etc. - Kooperation mit Schulen (z.B. Schulbesuche) - Kooperation mit Tagespflegepersonen im Stadtteil - Generationenübergreifende Projekte mit Seniorengruppen geplant - Kooperation mit Eltern-Kind-Gruppen, Familienbildungsstätten etc. - Kooperation mit Fachschulen für Sozialpädagogik - Aktive Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen, Fachgremien und AGs ist geplant 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Kita als familienergänzende und -unterstützende Einrichtung - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Elternhospitationen möglich - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Feste und Aktionen für Familien - Hilfestellung und Begleitung von Familien in besonderen Lebenslagen - Jährliche Abfrage der Betreuungszeiten 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen (5 Bildungsta ge pro Jahr) - Regionale Fachberatung - Bestehendes Qualitätsmanagement - Regelmäßige Befragungen und Evaluationen - Betriebliches Gesundheitsmanagement für alle Mitarbeiter/-innen - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD - Online gestütztes Arbeitsmaterial für Mitarbeiter/-innen zur Entlastung - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Ausbau des stadtweiten Angebotes von Leistungen für Familien - Durch ein breites Angebotsspektrum können Dienste und Ressourcen der Einrichtu n- gen innerhalb der Hilfsorganisation verknüpft werden - Im Bezirk West betreibt der ASB eine Sozialstation in Roxel - Einsatz eines Musiktherapeuten in den Einrichtungen - Bei Bedarf Erweiterung der Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH Alter Markt 36-42 50667 Köln 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - educcare ist ein gemeinnütziger Träger, häufige Kooperationen mit Unternehmen - Gründung 2001; der Träger ist seit 2002 bundesweit anerkannter Träge r der freien Kinder- und Jugendhilfe - Betreiber von aktuell 34 Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern mit über 900 Mitarbeiter/-innen - Seit 2013 Betreiber der Betriebskita „Lacki Kids“ in Münster-Hiltrup - Ab dem 1.8.2019 Betreiber der Kindertageseinrichtung an der Middelerstraße (Wo l- beck) - Weiterer Ausbau der Kindertagesbetreuungsangebote in Münster, um stadtweit Syner- gien zu schaffen - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 6,00% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor - Bildungs- und Betreuungskonzept als Grundlage der Arbeit - Kita wird als zweites Zuhause für Kinder gesehen - Individuelle Bildung mit partizipativem Ansatz - „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ ist Grundlage aller Zielformulierungen - Angebote und Impulse für Kinder aufgrund eines bestimmten Beobachtungssystems - Bilinguale Erziehung kann angeboten werden - Gruppenübergreifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen - Raum als ‚dritter Erzieher‘ / Reggiopädagogik / sozialkonstruktivistischer Ansatz - Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, z.B. B u- chung von Zusatzstunden innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten (ExtraZeit) - Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 19.00 Uhr, Betreuung max. 9 Std./Tag - Ca. 20 Schließtage im Jahr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Toleranz und Demokratie sind die Grundwerte des Trägers - Jedes Kind wird individuell wahrgenommen und entsprechend seiner Bedürfnisse g e- fördert - auch hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern - Barrierefreie Raumgestaltung - Interdisziplinäre Fortbildungen für Fachkräfte - Hohe Bedeutung interkultureller Kompetenz in Einrichtungen - Partizipation im Kitaalltag integriert (z.B. Kinderkonferenzen - Genderpädagogik: Raumangebote mit ausgewogenen Spielmaterialien - Einsatz von multiprofessionellen / multikulturellen Teams 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Bewegungs- und Gesundheitsförderung durch verschiedene pädagogische Bausteine - Individuelle Verpflegungskonzepte und Angebotsgestaltung je nach Kita (Zusamme n- arbeit mit einem Caterer) - Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, gemeinsames Kochen mit den Kindern - Körpererfahrungen sammeln - Kooperation mit Ärzten, Zahnärzten und Therapeuten - Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Bestehende Vernetzungen - Kooperationen mit der Kita Lacki Kids in Hiltrup und Kita Middelerstr aße in Wolbeck Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit der Peter-Wust-Schule und umliegenden Kitas im Sozialraum - Vernetzung mit anderen Kitas und Trägern im Sozialraum: Gemeinsame Feste, g e- meinsame Projekte, gegenseitige Besuche usw. - Kooperationen mit Vereinen, Karnevalsgesellschaften Institutionen, anderen Tr ägern - Kooperation mit Ärzten, Therapeuten, sonderpädagogischen Einrichtungen - Ort familiärer Unterstützung (familienzentrumähnliche Strukturen) - Kontakte mit bestehenden Kindertagespflegepersonen / Großtagespfleges telle denk- bar - interkulturelle und generationenübergreifende Angebote - Weiterentwicklung als Familienzentrum denkbar, Angebote je nach Bedarfen der Fa mi- lien im Stadtteil 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrund - Individuelles Eingewöhnungskonzept am Kind orientiert (Berliner Modell) - Fokus auf familienunterstützender Arbeit (Familie im Fokus) - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Regelmäßige Elterngespräche, Informationsgespräche, Tür- und Angelgespräche, E l- ternabende/-nachmittage usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Halbjährliche Elternbefragung 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Synergieeffekte mit bestehender Einrichtung „Lacki Kids“ und zukünftiger Einrichtung an der Middelerstraße - Coach als Fachberatung und Bindeglied zwischen zentralem Träger und Einrichtung - Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeiter/-innen, Leitung, Eltern - Coach hat i.d.R. einen zusätzlichen fachlichen Schwerpunkt (z.B. Sprache, Naturwis- senschaften etc.) und ist für die Vermittlung dieser Inhalte an andere Coaches und Lei- tungen zuständig ist - Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - 7 Teamtage pro Jahr für jede Einrichtung - Verschiedene Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeiter/-innen und Eltern - Personalentwicklungskonzept (z.B. durch Coaching) - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale des Trägers - Ausbau der stadtweiten Angebote in Münster (Synergieeffekte hinsichtlich Persona l- einsatz und Fachberatung) - Flexible Öffnungszeiten; Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Insbesondere Erfahrung bei Betriebskitas - Bilingualer Kita-Alltag wird angestrebt 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH Komödienstraße 18-24 50667 Köln 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft des FRÖBEL e.V. - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im paritätisc hen Gesamt- verband - Bundesweit tätiger Träger im Bereich der Kinderbetreuung und Hilfen zur Erziehung (insgesamt über 180 Kitas in Deutschland, rund 60 davon in NRW) - Philosophie des Friedrich Fröbel (Kinder verfügen über individuelles Bildungspotential) - Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor - In 2019 Eröffnung der Kindertageseinrichtungen Emmy-Herzog-Platz (Markweg) und 2020 der Kita Landsberger Straße in Amelsbüren - Ab 01.08.2021 Betreiber der Kindertageseinrichtung im Zentrum Nord 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor - Arbeit mit offenem Konzept, Raumgestaltung in Funktionsbereiche - Konzeptioneller Schwerpunkt Meckmannweg : Medien und Mobilität - Schwerpunkt Bilingualität - Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung - Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren - Individualisierung und Partizipation von Kindern Flexible Betreuung: - Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr - Flexible Öffnungszeiten, an die Bedürfnisse der Eltern ausgerichtet. - Durchgängige Betreuung - auch während der Ferienzeit 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stell fol- gende Merkmale besonders heraus: - Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen - Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt (Rechte durch die EU- Kinderrechtskonvention) - Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interku l- turellen Kompetenz gefördert - Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Beh inderun- gen - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams - Einsatz von männlichen Fachkräften - Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Ki n- der - Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer erreichb ar 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Als zentrale Aufgabe: Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheit sförde- rung - Das Ernährungskonzept sieht eine ausgewogene, altersentsprechende und hochwert i- ge Ernährung vor - Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzung in A b- stimmung mit dem Investor möglich); Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur, Erlernen von Essenszubereitung - Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körperlichen / seelischen Entspannung und Ruhe - Bereits Erfahrung in der Zertifizierung von Bewegungskitas - Gewalt- und Suchtprävention - Betriebliches Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter/-innen 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Bestehende Vernetzungen: - Kindertageseinrichtung Landsberger Straße in Amelsbüren (Eröffnung Herbst 2019) Geplante Vernetzungen: - Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakteure ist geplant - Kooperation mit der Peter-Wust-Schule , um einen reibungslosen Übergang vom Kin- dergarten in die Grundschule zu ermöglichen und gemeinsame Projekte durchzuführen - Kooperation mit der Kindertagespflege, um Übergänge zu gestalten; Erfah rungen durch die Übernahme einer Tagespflege mit angestellten Tagespflegepersonen - Aufgrund des Schwerpunktes „Medien und Mobilität“ sind Kooperationen zum Thema Medien mit dem Aschendorff Medien Verlag, der Druckerei, der Bücherei und dem Hof Hesselmann (Lesepatenschaften) geplant - Für den Schwerpunkt Mobilität sollen Vernetzungen mit umliegenden Autohäusern und Fahrradläden geschaffen werden - Exkursionen und Ausflüge im Sozialraum - Weiterentwicklung zum Familienzentrum bei Bedarf gewünscht 3 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlb e- finden des Kindes - Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Elternhospitationen möglich - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Regelmäßige Elternbefragungen - Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten - Errichtung einer Lounge, die Eltern zum Austausch und Verweilen einlädt 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement - Externe Qualitätsentwicklung durch PädQuis (einem pädagogischen Qualitäts- und In- formationssystem) - Interne Evaluation anhand des Nationalen Kriterienkataloges (NKK) - Jährliche Evaluation der pädagogischen Arbeit - Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu pädagogischen Themen - Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen - Kinderschutzkonzept liegt vor - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach eigenem Haustarifvertrag - Betreiber einer Fachschule für Sozialpädagogik 4. Besondere Merkmale des Trägers - Durchgängige Betreuungszeiten - auch in den Ferien - Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte zu nutzen (hier mit den na hege- legenen Kita Landsberger Straße in Amelsbüren) - Eröffnung einer Geschäftsstelle in Münster ab Juni 2019 - Erfahrungen als Träger in der Kindertagespflege 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: Global Education gGmbH Tochtergesellschaft der: pme Familienservice gGmbH Friesenring 50 48147 Münster 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Global Education gGmbH ist eine 100%ige Tochterge sellschaft der pme Familienser- vice gGmbH - Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Öster- reich, der Schweiz und Tschechien vertreten - Betreibt über 60 betriebsnahe Kinderbetreuungsein richtungen in Deutschland (Kinder- gärten, Kinderkrippen, Back-up-Einrichtungen, Familienkrippen, Schülerbetreuungen) - In Münster mit einer Geschäftsstelle und einem Ba ck-up-Service vertreten - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4,50% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbe- treuung liegen vor - Orientierung am modenen Familien- und Arbeitslebe n, Verständnis als Dienstleister - Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Mittelpunkt - Kind als „autonomer und individueller Akteur sein er Entwicklung“ (ressourcenorientiert, Resilienz fördernd), Fachkraft bzw. Erwachsener als Begleiter der Entwicklungspro- zesse - Teilnahme „Haus der kleinen Forscher“ (Forschende s Lernen) - Tiergestützte Pädagogik - Alltagsintegrierte Sprachbildung - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert - Flexible Betreuungsmodelle möglich 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrati- onshintergründen - Hoher Anteil von männlichen Fachkräften - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn - Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Par tizipation - Schulungen der Mitarbeiter/-innen zu den einzelne n Themenfeldern (Experten) 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Gesunde Ernährung und Bewegung als Schwerpunkt - Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküc he (Frischkostküche, sofern bauli- che Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) - Regionale und saisonale Lebensmittel - Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a - Hygieneerziehung und Zahngesundheit sind Bestandt eile der Gesundheitsförderung - Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit Schulen ist konzeptionell vorg esehen - Teilnahme an Fachgremien und Arbeitsgemeinschafte n - Kontakte zu Beratungs- und Frühförderstellen - Kontakte zum Jugendamt, sozialpädiatrischen Zentr en, Zahnärzten, Therapeuten - Kooperation mit anderen Kindertagesstätten im Soz ialraum (z. B. Projekte) - Sozialraumorientierung bei Ausflügen - Die Übergänge zwischen Tagespflege, Kita und Schu le werden sensibel begleitet 3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell - Jährlich stattfindende Elternbefragungen - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Feedback als Chance für die Weiterentwicklung - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elt ernabende usw. finden statt - Regelmäßige Newsletter für die Eltern - Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter/-innen - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen nach Tarif - Betriebliches Gesundheitsmanagement - Kitamanagement und Fachberatung bei pme Familiens ervice gGmbH angesiedelt - internes pme Familienservice – Wikipedia als Plat tform für Fachkräfte - Kinderschutzkonzept liegt vor 3 - Beschwerdemanagementkonzept liegt vor - Qualitätssicherung nach DIN ISO-Zertifizierung so wie anhand des Nationalen Kriteri- enkatalogs (NKK) 4. Besondere Merkmale / Eignung - Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Erfahrungen mit flexiblen und erweiterten Betreuu ngszeiten - Bildungsschwerpunkt: „Haus der kleinen Forscher“, Ernährung, Bewegung - Lokaler Bezug durch die Geschäftsstelle in Münste r 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: KinderHut gGmbH Veronikastraße 32 45131 Essen 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung des Unternehmens in 2008 durch Rena Fischer-Bremen - Unbefristete Anerkennung als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe - KinderHut ist Träger von bundesweit 13 Kitas - KinderHut steht insbesondere für die Unterstützung und Förderung von Beruf und F a- milie - Enge Kooperationen mit Unternehmen bzw. Träger von Betriebskitas - Ausbau der Einrichtungen, Münster als attraktiver Standort 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor - Einrichtungen verstehen sich als aktive Lernorte mit Wohlfühlatmosphäre - Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vordergrund - Elemente von Montessori, Emmi Pikler und Marte Meo in der pädagogischen A rbeit kombiniert - Bilingualität nach dem Early-Bird Prinzip - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Kernzeit: 7.30 Uhr – 18.30 Uhr - Tägliche Betreuungszeit von 9 Stunden - Ca. 10 Schließtage pro Jahr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Inklusionsverständnis ist Basis des pädagogischen Konzeptes - Barrierefreie Gestaltung der Kitas ist vorgesehen - Die Grundhaltung beinhaltet das Recht auf Chancengleichheit - Partizipation: Recht auf eigene Entscheidung und Entfaltung wird gefördert - Interkulturelle Bildung: Familien aus allen Nationen und Kulturen in den Einrichtunge n sind willkommen - Sexualpädagogik: Geschlechtlichkeit entdecken ist wichtiger Bereich der Selbstentfa l- tung und -bestimmung - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschied enen Migrati- onshintergründen 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Schwerpunkt: gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zur Verpflegung - Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküche (Frischkostküche, sofern baul i- che Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) - Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita (Nutzung des nahegelegenen Sportplatzes) - Seelische und körperliches Wohlbefinden werden im Hinblick auf Resilienz vermittelt - Kooperation mit Ärzten und Gesundheitsamt zu verschiedenen Themen - Angebote wie z. B. Kinderyoga 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas , Grundschulen, Sportvereinen etc. - Unterstützung, Beratung und Vernetzung mit der Kindertagespflege - Teilnahme und Stadtteilarbeitskreisen und Netzwerken - Kooperation mit Ärzten, Logopäden, Therapeuten, sozialpädiatrischen Zentren etc. - Ausflüge und Exkursionen im Stadtteil zur Erkundung des Sozialraumes - Beratung und Unterstützung von Familien hinsichtlich verschiedener Fragestellungen - Interesse an der Zusammenarbeit mit ansässigen Unternehmen 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell - Offenheit und Transparenz gegenüber den Eltern, z. B. Online Newsletter, digitale Bil- derrahmen, Wochenpläne - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - 1 x Quartal Eltern-Zeit: während der Betreuungszeit werden thematische Angebo te für Eltern vorgehalten - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Beschwerdemanagement für Eltern 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, überdurchschnittlicher Betreuungsschlüssel - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD - Einsatz von Heilpädagogen in den Einrichtungen - Intensiver Einarbeitung und Begleitung neuer Erzieher/-innen anhand eines Handb u- ches zur pädagogischen Arbeit und Patenbetreuung durch Kolleg/-innen - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Eltern- und Mitarbeiterbefragungen - Externe Supervision möglich - Qualitätsmanagement: internes Modell mit Hilfe von Prozessbeschreibung, Austausch und interner Evaluation - Zentrale Verwaltung übernimmt die administrativen Aufgaben - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Zusammenarbeit mit Unternehmen - Bilingualität nach dem Early-Bird-Prinzip 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: Kinderzentren Kunterbunt gGmbH Carl-Schwemmer-Straße 9 90427 Nürnberg 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe mit Sitz in Nürnberg - 1998 als Elterninitiative gegründet - Spezialisiert auf Kinderbetreuung, Weiterbildung und frühkindliche Erziehun g - Idee: Erweiterte und ganzjährige Öffnungszeit zur Vereinbarkeit von Fami lie und Beruf - Seit 2004 / 2005 eingetragen als gGmbH - Aktuell Träger von bundesweit 80 Kitas – hiervon 30 in NRW (hauptsächlich Köln / Bonn) - Betreiber von zwei Einrichtungen in Telgte (Eröffnung 09/2018 und 09/2019, als Par t- nereinrichtungen dienend) - Übergeordnete Rahmenkonzeption – individuelle Konzeptentwicklung am Standort an- hand der Bedarfe und Ressourcen - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 4,00 % Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor - Übergeordnetes Rahmenkonzept - Ko-konstruktive Arbeit in den Kitas, Lernen durch Zusammenarbeit - Schwerpunkte werden individuell am Standort entwickelt anhand der Bedarfe und Re s- sourcen - Träger hat bisher noch wenig Erfahrungen mit Familienzentren, steht dem aber offen gegenüber und plant in zwei Einrichtungen aktuell die Weiterentwicklung zum Familien- zentrum - Teiloffenes Konzept (angepasst auf altersspezifische Differenzen) Flexible Betreuung: - Regelöffnungszeiten: 07.30 Uhr – 17.00 Uhr - Flexibles Stundenbuchungssystem - Öffnungszeiten werden anhand von Bedarfsabfragen angepasst - Zusätzliches Angebot von flexiblen Buchungsstunden (ExtraZeit) 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Inklusion als wichtiger Faktor für gelingende Bildungs- und Betreuungsarbei t im ganz- heitlichen Sinne (Kinder, Familie, Fachkräfte) - Qualitätsleitungen betreuen jeweils 15 Kitas in päd. Fragen und allen Querschn ittsfra- gen - Konzept der Ko-Konstruktion: Individuelle Betrachtung und Partizipation des Kindes (z.B. Kinderkonferenz) - Beteiligung der Eltern und Kinder in Entscheidungsprozessen - Möglichst gemischtgeschlechtliche Zusammensetzung des Teams 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Bereits in bestehenden Kitas ist der Bereich der Gesundheitsförderung ein Schwe r- punkt - Aktive Arbeit im Bereich Bewegung und Ernährung - Hygiene und Zahngesundheit konzeptionell verankert - Beratung und Angebote für Familien zum Thema Gesundheitsförderung - Kräutergarten im Außenbereich - Angebote für Eltern zu diesen Themen 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Kooperation mit z.B. Jugendamt, Grundschulen, Kindergärten, Büchereien im Stadtteil - Vernetzung mit Kindertagespflege gewünscht, Übernahme der Trägerschaft ei ner Groß- tagespflegestelle vom Träger gut vorstellbar - Teilnahme an AKs und AGs ist gewünscht - Synergien mit Partnereinrichtungen in Telgte (u.a. Vertretungsregelungen) 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Eingewöhnung nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell - Ko-Kunstruktion in der Elternarbeit durch die aktive Beteiligung der Eltern und Kinder in Entscheidungsprozessen - Sicherstellung der Partnerschaft durch gemeinsame Gremienarbeit - Offener Austausch mit Eltern (Transparenz) - Feedbackgespräche bei Verlassen der Kita 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Interne und externe Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen - Interne Fortbildungen durch Inklusionsfachberaterin - Vier Fortbildungstage pro Mitarbeiter/-innen / Jahr - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD - Jährliche anonyme Mitarbeiter/-innen- sowie Elternbefragung - Feedbackgespräche sind jederzeit möglich - Facilitymanagement zur kurzfristigen Behebung von Sachmängeln 3 4. Besondere Merkmale / Eignung - Ausbau der Angebote in Ballungszentren / Raum Westfalen - Angebot der erweiterten und ganzjährigen Öffnungszeiten 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: Kleine Riesen Nord gGmbH Esslinger Straße 69 73732 Esslingen 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Kleine Riesen Nord gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Giant Leap GmbH und Co KG - Gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Betreiber von bundesweit aktuell 30 Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen - Seit 2018 Betreiber von drei Kindertageseinrichtungen Willingrott, H ermannschule, und Interims-Pavillon Albachten (dauerhafte Folgeeinrichtung in Albachten-Ost) und in 2019 Inbetriebnahme von drei weiteren Einrichtungen (Meyerbeerstraße, Eichendorff- straße, Pavillon Beckstraße) - Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor - Individuelle Förderung und Entwicklung des Kindes - Entwicklung des Schwerpunktes der Einrichtung anhand der bestehenden Bedarfe und Ressourcen des Teams, der Eltern und Kinder - Geschlossenes Konzept mit festen Bezugserziehern für die Kinder - Sprachförderung im Kitaalltag - Bildungsdokumentationskonzept (quartalsweise Entwicklungsprofile) liegt vor - Bei Bedarf soll Bilingualität angeboten werden Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in das Modell ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten : 07.00 Uhr - 16.00 Uhr 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation - Jedes Kind wird individuell wahrgenommen - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschi edenen Migrati- onshintergründen - Externe und interne Schulungen der Mitarbeiter/-innen in Bezug auf Migration / Inklusi- on - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern - Möglichst Einsatz von männlichen Fachkräften 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Der Träger bietet Essen vom Zulieferer in Kombination mit frischen Lebensmittel n an nach DGE-Standards - Gemeinsame Essenssituation als schöner und besonderer Moment im Kitaaltag - Projekte zur Gesundheitserziehung und Zahngesundheit in Kooperation mit dem G e- sundheitsamt - Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita, auch in Kooperation mit Vere i- nen im Stadtteil - Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesundheitsförderung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit Schulen (z.B. Peter-Wust Schule, Loevelingloh) im S ozialraum - Zusammenarbeit mit Frühförderung in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung - Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum: Gemeinsame Feste, gemeinsame Pr o- jekte usw. - Kooperation mit Sportvereinen im Sozialraum geplant - Zertifizierung zum Familienzentrum nach Entwicklungsphase in Münster anvisiert - Weitere Zusammenarbeit mit Musikschulen, Tagespflegepersonen, Ärzten , Betrieben und anderen Akteuren im Sozialraum geplant - Kooperation und Synergien mit den trägereigenen Kitas in Albachten und Meckl enbeck - Teilna hme an Arbeitskreisen und AG’s ist geplant 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Individuelles Eingewöhnungskonzept nach dem Berliner Modell am Kind orientiert - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Stichwortartige Tagesdokumentation bei den u3-Kindern - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat - Jährliche Elternbefragung - Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, Flexibilität des personellen Einsatzes durch mehrere Einrichtungen in Münster zukünftig gegeben - Implementierung einer anteiligen Fachberatung in Münster - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Fünf Konzeptionstage pro Einrichtung im Jahr - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD - Qualitätssicherung anhand der 6-SIGMA-DMAIC Methode - Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale des Trägers - Möglichkeit verschiedener Schwerpunktbildungen anhand sozialräumlicher Bedarfe (Bilingualität, Naturwissenschaftliche Bildung, usw.) - Erfahrungen in der Arbeit der Interkulturalität und mit bildungsfe rnen Familien - Ausbau des Standortes Münster, um Synergieeffekte (Vertretungsregelungen, Fachbe- ratung vor Ort) zu erzielen - Kooperation und Synergien mit den trägereigenen Kitas in Albachten und Meckl enbeck durch die sozialräumliche Nähe im Bezirk West 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: Step Kids KiTas gGmbH Am Friedrichshain 22 10407 Berlin 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Step Kids Kitas gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Step Kids Education GmbH – ein bundesweit tätiger Träger von aktuell 15 Kindertageseinrichtungen in NRW und Brandenburg / Berlin - Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe - Angebot von Brückenprojekten: Mobile Kitas (für Kinder mit Fluchthinterg rund) - Seit April 2017 gehört Stepke zur AcadeMedia Gruppe - Überkonfessioneller und diskriminierungsfreier Träger - Ausbau der Angebote in NRW - Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung liegt vor 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil In Münster entfallen sowohl die Aufnahmegebühr als auch die Zusatzbeiträge. 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor - Situationsorientierter und systemischer Ansatz - Konzeptausrichtung: Best Practice Ansatz abhängig vom Sozialraum - Konzeptionsschwerpunkte z.B. Schwimmen, Wald- und Wiesentage, Musik, Bew e- gung, Natur, Ernährung - Bilingualität durch Native Speaker in allen Einrichtungen - Alltagsintegrierte Sprachbildung, Kommunikationskultur - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor Flexible Betreuung: - Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der Eltern eingerichtet werden, Einstieg in die Modellprojekte ExtraZeit / FlexiZeit vorstellbar - Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr - Bei Bedarf 11 Stunden Öffnungszeit möglich 2 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthemat ik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Individuelle Arbeit mit jedem Kind entsprechend seiner Bedarfe - Gleichbehandlung aller Kinder hinsichtlich Integration / Inklusion / Migration un d Ge- schlechtsidentität - Barrierefreie Kitas - Schulung der Mitarbeiter/-innen im Bereich der Querschnittsaufgaben (z.B. Sprachliche Begleitung aller Handlungen - Sprachförderung im Alltag) - Einsatz von multiprofessionellen Teams (Diversität) - Hoher Stellenwert von Partizipation auch im u3-Bereich (Kinderparlament, Einbezug bei Stuhlkreisen) - Bereits Erfahrung mit dem Thema Migration: Mobile Kita im Rahmen de r Brückenpro- jekte für Flüchtlingskinder 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Einrichtung einer Frischkostküche (sofern bauliche Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) - Ganztägiges freies Angebot von Obst und Gemüse - Regelmäßiges Schwimmen, regelmäßige Wald- und Wiesentage - Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita - Kräuter- und Gemüsegarten - Zahngesundheit (tägliches Zähneputzen, Kooperation mit Gesundheitsamt) - Entspannung in Form von Ruhephasen und Schaffung von Rückzugsorten durch g e- zielte Ausstattung der Räume - Unfallprävention in Kooperation mit der Polizei 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Vernetzung im Stadtteil durch Teilnahme an Stadtteilarbeitskreisen und Integra tions- sowie Brückenprojekten geplant - Niederschwellige Öffnung der Kita durch Kooperationen im Stadtteil (z.B. Fami lien- /Jugendzentren, Sporteinrichtungen) - Kooperation mit anderen Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie umliegender Trägerlandschaft und sozialen Institutionen des Stadtteils angestrebt - Regelmäßiger Austausch mit den Grundschulen, um die Vorschulgruppen an den B e- darfen der Schule auszurichten - Kontakt mit Tagespflegepersonen ist wünschenswert, um guten Übergan g in die Kita zu schaffen - Ausbau zum Familienzentrum gewünscht 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende, Elternstammt ische, gemeinsame Aktionen und (interkulturelle) Feste usw. finden statt - Transparente Elterninformationen durch TV im Eingangsbereich, Dokumentationen etc . - Regelmäßige Feste und Aktionen sollen stattfinden - Elternhospitationen möglich - Teilnahme an Fachgremien und AGs ist geplant 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, freigestellte Leitung, drei Vollzeitkräfte pro Gruppe - Einarbeitung neuer Leitungskräfte ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme der Kita - Jährliche Fachtagungen für alle Fachkräfte - Regionalbüro in Wuppertal - Ein Qualitätsentwicklungskonzept liegt vor und wird vor Ort in den Kitas u mgesetzt - Regelmäßige Evaluationen durch Eltern- und Mitarbeiterumfragen - Kostenfreie Fortbildungsangebote für alle Mitarbeiter/-innen in der Stepke Akadem ie zu aktuellen Themen - Bezahlung der Mitarbeiter/-innen in Anlehnung an den TVöD - Kinderschutzkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Eigene Akademie mit Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter/-innen und Ext erne - Regelmäßige Angebote, wie Schwimmen und Wald- und Wiesentage - Bilingualität 1 Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster Auswertungsformular Ausgeschriebene Einrichtung: Kindertageseinrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck Name und Adresse des Trägers: Villa Luna gGmbH Am Flachsbach 19 52223 Stolberg 1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, Leitbild etc. - Gründung des Unternehmens in 2005 durch Dr. Jürgen Reul - Erste Eröffnungen in Düsseldorf und Aachen - Unbefristete Anerkennung als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe seit 2016 - Villa Luna ist in fünf Bundesländern mit insgesamt acht Einrichtungen vertreten, davon fünf in NRW - Elternservice in Düsseldorf angesiedelt - Die Klett-Gruppe ist Teilhaber der Kindertageseinrichtungen - Ausbau der Einrichtungen in NRW, Münster als attraktiver Standort 2. Wirtschaftlichkeit Angebotener Trägeranteil 9,00% Trägeranteil Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. Bei einem bilingualen Angebot ist ein Zusatzbeitrag von ca. 100€ e rforderlich (Native Speaker werden nicht über KiBiz finanziert). 3. Fachlichkeit / Pädagogik 3.1. Rahmenkonzept Fachliche Ausrichtung: - Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kinderta gesbe- treuung liegen vor. - Individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Vordergrund - Teiloffene Arbeit mit fester Gruppenzugehörigkeit für Kinder - Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung - Pädagogische Ansätze: Montessori, situationsorientiert er und kokonstruktiver Ansatz sowie projektbezogene Arbeiten - Konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers: Bewegung, Musikalische Früherziehung, Sprache / Bilingualität, Natur und kulturelle Umwelt, Kunst und gestalterische Arbei- ten/Malort (angelehnt an Arno Stern), Naturwissenschaften - Bildungsdokumentationskonzept liegt vor - Zusatzangebot: Bilinguale Spracherziehung durch die Immersionsmethode 2 Flexible Betreuung: - Kernzeit: 7.30 Uhr – 16.30 Uhr - Erweiterte Öffnungszeiten bis 18.00 Uhr möglich - Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert - Schließzeiten in den Ferien sowie Konzeptionstage 3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Alltag ist durch Partizipation und Toleranz geprägt - Partizipation: Selbstwirksamkeit und Mitbestimmung fördern; Grenzen und Mög lichkei- ten ausloten - Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams mit verschied enen Migrati- onshintergründen - Träger lebt ausgeprägte Willkommenskultur für Familien und Mitarbeiter - Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kindern - Bereits Erfahrungen mit dem Thema Migration / Partizipation - Einsatz von männlichen Erziehern 3.3. Gesundheitsförderung Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- gende Merkmale besonders heraus: - Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kita (Bewegungsraum, Naturerku n- dungen) - Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküche (Frischkostküche , sofern bauli- che Umsetzung in Abstimmung mit dem Investor möglich) - Projektangebote zum Umgang und der Zubereitung von Lebensmitteln - Kooperation mit Ärzten und Gesundheitsamt zu verschiedenen Themen - Medienerziehung 3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner Geplante Vernetzungen: - Zusammenarbeit mit umliegenden Kitas , Grundschulen, Sportvereinen etc. - Kooperation mit Ärzten, Logopäden, Therapeuten, sozialpädiatrischen Zentren etc. - Erschließung der Nachbarschaft um Beziehungen und Strukturen zu schaffen - Ausflüge und Exkursionen im Stadtteil zur Erkundung des Sozialraumes - Beratung und Unterstützung von Familien hinsichtlich verschiedener Fragestellungen - Teilnahme und Stadtteilarbeitskreisen und Netzwerken 3.5. Erziehun gs- und Bildungspartnerschaften Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell - Einrichtung als familienergänzende, -unterstützende und –freundliche Institution - Strukturierte Elternarbeit findet statt - Wöchentliche Newsletter per Email für Eltern - Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, Elternabende usw. finden statt - Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 3 3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde Maß- nahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: - Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben, überdurchschnittlicher Betreuungsschlüssel von drei bis vier Fachkräfte pro Gruppe - Stellvertretende Leitung wird ebenfalls anteilig freigestellt - Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mitarbeiter/-innen - Qualitätsleitung als Fachberatung für die Einrichtungen - Regelmäßige Evaluation in Zusammenarbeit mit der Klett-Gruppe - Zentraler Elternservice für Informationen und Fragen der Eltern - Übertarifliche Bezahlung der Mitarbeiter/-innen - Kinderschutzkonzept liegt vor - Beschwerdemanagementkonzept liegt vor 4. Besondere Merkmale / Eignung - Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Bilingualität bei Bedarf
Anlage 3.2 Konzeption Am Eichenwäldchen
140180 Zeichen
2 Inhalt 1. Der Träger ...................................................................................................................................... 4 1.1 Leitbild ...................................................................................................................................... 4 1.2 Professionelle Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. .................... 5 1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung ................................................................................... 6 1.2.2 Personalgewinnung............................................................................................................. 7 1.2.3 Personalentwicklung ........................................................................................................... 7 1.2.4 Betriebsführung ................................................................................................................... 8 1.2.5 Fachberatung ....................................................................................................................... 8 1.2.6 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung ............................................................. 8 1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz ............................................................................................... 13 1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien .................................................................. 13 1.3 Entlohnung ............................................................................................................................. 13 2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie ........................................................................................ 14 2.1 Öffnungszeiten ...................................................................................................................... 14 2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten ....................................................................................... 14 2.3 Anzahl der Schließungstage ............................................................................................... 14 3. Pädagogische Arbeit .................................................................................................................. 15 Das Bild vom Kind ................................................................................................................... 15 Offene Arbeit ............................................................................................................................ 16 Ziele unserer pädagogischen Arbeit ..................................................................................... 17 Die Bedeutung des Spiels ...................................................................................................... 18 Rolle der Fachkraft .................................................................................................................. 19 Entwicklungsfördernde Raumgestaltung ............................................................................. 20 3.1 Inklusion ................................................................................................................................. 22 3.2 Konzeptionelle Verankerungen .......................................................................................... 23 3.2.1 Eingewöhnungskonzept ................................................................................................... 23 3.2.2 Sprachförderkonzept ........................................................................................................ 29 3.2.3 Interkulturelles Lernen ...................................................................................................... 35 3.2.4 Genderpädagogik .............................................................................................................. 36 3.2.5 Bewegungskonzept ........................................................................................................... 39 3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ......................................................................... 48 Formen der Beteiligung von Kindern .................................................................................... 51 3.2.7 Bildungsdokumentation .................................................................................................... 52 Entwicklungsdokumentation .................................................................................................. 52 Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio) .......................................................................... 52 3 3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt ................................................................................. 54 3.2.9 Umwelterziehung ............................................................................................................... 55 3.2.10 Gesundheitserziehung ................................................................................................... 56 3.2.11 Gesunde Ernährung ........................................................................................................ 57 3.2.12 Bewegungskindergarten ................................................................................................ 62 3.2.13 Haus der kleinen Forscher ............................................................................................ 62 3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule ................................................................................. 62 4. Sozialraumorientierung .............................................................................................................. 63 5. Familienzentrum .......................................................................................................................... 64 6. Verschiedenes ............................................................................................................................. 64 6.1 Alleinstellungsmerkmal ........................................................................................................ 64 4 1. Der Träger 1.1 Leitbild Wir, die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . haben es uns zur Aufgabe gemacht, „Das Kind zur Rose zu machen“. Diese Metapher beschreibt das „offene Konzept“, das sich nicht allein auf ein verändertes Menschenbild, sondern vor allem auf einen veränderten Umgang mit den Menschen bezieht. „Schön, dass es dich gibt und dass du so bist, wie du bist.“ Die Elterninitiative ist Träger von Bildungseinrichtungen für Kinder mit un terschiedlichen Schwerpunkten. Wir sind konfessionell neutral und vertreten ein humanistisches Menschenbild. Gleich welcher Herkunft und Religion, begegnen wir uns von Mensch zu Mensch. In unseren Häusern leben wir mit unseren Mitmenschen, mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern, eine Ethik des Verstehen- Wollens. Die Kooperation mit den Eltern ist daher mehr als die herkömmliche Elternarbeit, sie versteht sich als Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Das Kind steht im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit. Für eine positive und erfolgreiche Entwicklung ist es erforderlich, die Grundbedürfnisse eines Kindes zu erkennen und zu unterstützten. Unsere Einrichtungen stehen für Offenheit, Respekt und Wertschätzung gegenüber Eltern und Kindern sowie dem sozialen Umfeld. 5 Vorstand (Ingrid Westerteicher) (Patrick Westerteicher) (Daniela Büchner) Familienbegleitung Ernährungs-/ Hygienebeauftragte Leitung Haus 1 Mitarbeiter Haus 1 Leitung Haus 2 Mitarbeiter Haus 2 Leitung Haus 4 Mitarbeiter Haus 4 Leitung Haus 3 Mitarbeiter Haus 3 Geschäftsführung (Patrick Westerteicher) Geschäftsführung Pädagogik/Personal (Patrick Westerteicher) Informationstechnik Datenschutz- beauftragter Verwaltungsleitung Finanzen (Laura Braun) Öffentlichkeitsarbeit Sicherheits- beauftragter 1.2 Professionelle Strukturen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V. 6 1.2.1 Personalverwaltung / Buchhaltung Der V orstand der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . setzt sich aus der ersten V orsitzenden Frau Ingrid Westerteicher, dem zweiten V orsitzenden Herrn Patrick Westerteicher und der Kassenwartin Frau Daniela Büchner zusammen. Die Geschäftsführung der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . liegt bei Herrn Patrick Westerteicher. Die untergliederte Abteilung Geschäftsführung Pädagogik/Personal wird von Herrn Patrick Westerteicher geleitet. Die Abteilung Finanzen wird von der Verwaltungsleitung Frau Laura Braun geführt. Beiden Abteilungen unterstehen jeweils zwei kaufmännische Mitarbeiter, die für die IT, die Öffentlichkeitsarbeit, den Datenschutz und die Sicherheit (Beauftragte) zuständig sind. Die Leitungen der Einrichtungen unterstehen dem V orstand und die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen direkt den jeweiligen Leitungen. Frau Daniela Büchner ist als Familienbegleitung und Frau Christina Wilzer als Ernährungs- und Hygienebeauftragte einrichtungsübergreifend zuständig. Arbeitsverträge und sämtliche zusätzliche Vereinbarungen werden mit Beratung durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht erstellt. Gleiches gilt für die Erstellung von Abmahnungen und Aufhebungsverträgen. Die Personalverwaltung führt Personalakten (anlegen, verwalten und pflegen, inkl. Ablage des allgemeinen Schriftverkehrs) und erstellt sämtliche Bescheinigungen und Formulare in Verbindung mit dem Arbeitsverhältnis. Ebenso werden Gehälter entsprechend den vorgegebenen Arbeitsverträgen überwa cht und angepasst sowie Weihnachtsgeld berechnet Die Verwaltung überwacht und passt sämtliche abrechnungsrelevante Daten wie Direktversicherungen, VL -Verträge etc. an. Bei Ausscheiden oder auf Wunsch eines Mitarbeiters, werden qualifizierte Arbeitszeugniss e erstellt. Die einzelnen Verwaltungsmitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . verfügen über individuell zugeordnete Telefondurchwahlen sowie über E -Mail-Adressen, über die sie für hauptamtliche Mitarbeiter, Behörden, Ämter, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Abrechnungsstellen, Versicherungen sowie Kooperationspartner erreichbar sind. Ebenso führen Sie mit den genannten Stellen den Schriftverkehr. 7 1.2.2 Personalgewinnung Im Bereich der professionellen Personalgewin nung arbeitet die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Kommunalen Jobcenter AöR zusammen. Hierbei werden Anforderungsprofile erstellt und Bewerbungsverfahren durchgeführt. Neue pädagogische Mitarbeiter werden nach einem Einarbeitungskonzept angeleitet. Die Elterninitiative ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des Kommunalen Jobcenters in Projekten wie „Arbeitsgelegenheiten“ und „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Zusätzlich werden fortlaufend Stellen im Bundesfreiwilligendienst angeboten. Weitere Kooperationspartner sind die privaten Fachhochschulen SRH Hamm und IUBH für das duale Studium im Bereich der Sozialen Arbeit. Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . bildet zudem jedes Jahr Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr aus. Zusätzlich wird die Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher angeboten. Alle Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . bilden fortlaufend Praktikantinnen und Praktikanten von der Sekundarstufe I bis zur Fachschule für Sozialwesen aus. 1.2.3 Personalentwicklung Im Bereich der professionellen Personalentwicklung nehmen die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil, um ihre Arbeit konstant den aktuellen und sich verändernden Anforderungen anpassen zu können. Die Mitarbeiter werden z. B. zu Systemischen Beratern ausgebildet und erhalten eine Ausbildung in der Marte Meo-Methode. Da alle pädagogischen Mitarbeiter der Einrichtungen in ständigem Austausch miteinander stehen (z. B. kollegiale Beratung, Expertengruppen, Mitarbeiterversammlungen), sind einrichtungs - übergreifende Vertretungen gewährleistet. Mitarbeitergespräche werden regelmäßig (mind. zweimal jährlich) sowohl von dem V orstand mit den Mitarbeitern, als auch von den Leitungen der Einrichtungen mit Mitarbeitern ihres Teams geführt. Die Teams der einzelnen Einrichtungen sind dazu angehalten, regelmäßige Supervisionen mit einem von ihnen ausgewählten externen Supervisor abzuhalten. Das gemeinsame Ziel ist es, das Kind in der positiven und individuellen Entwicklung zu begleiten. Die persönlichen Ressourcen der Mitarbeiter werden zusammengebracht und weiterentwickelt. Diese 8 Entwicklung weiterzuführen, ist auch die Aufgabe der einrichtungsübergreifenden Expertengruppen. Sie erarbeiten V orschläge und Anregungen zur Optimierung der Arbeit im Team. Sich mit den Zielen und fachlichen Aufgaben der Einrichtung zu identifizieren, motiviert, neugierig und engagiert zu einer positiven Teamkultur beizutragen. Unter dem Begriff Expertentreff werden aus verschiedenen Fachkräften bestehende kleine funktionsgegliederte Arbeitsgruppen verstanden, die zur Erfüllung bestimmter Aufgaben zusammenwirken (Teamarbeit). Charakteristisch für diese Gruppen sind ein partnerschaftliches Verhalten, relativ intensive wechselseitige Beziehungen und eine gleichberechtigte Mitbestimmung aller Mitglieder bei der Diskussion von Methoden, Inhalten und Zielen ihrer Arbeit. 1.2.4 Betriebsführung In der professionellen Betriebsführung wird die Finanzbuchhaltung von der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . geführt, wobei der Jahresabschluss von einem Steuerberater durchgeführt wird. Verwendungsnachweise, Meldebögen und Statistiken werden eigenständig erstellt sowie die Portale Kibiz.web und Kita-Planer gepflegt. Alle Mitarbeiter haben Zugriff auf einen gesicherten Server, auf dem z. B. die Bildungsdokumentationen gespeichert werden. Hierbei wird die Sicherheit von einem internen Datenschutzbeauftragten überwacht. 1.2.5 Fachberatung Die Beratung im fachlichen Kontext wird von dem Geschäftsführer (Pädagogik/Personal) Patrick Westerteicher übernommen. 1.2.6 Verfahren der Qualitätsentwicklung, -sicherung Die Einrichtungen des Trägers „Am Eichenw äldchen“ e. V . arbeiten seit mehreren Jahren bei dem trägerübergreifenden Qualitätsmanagement der Stadt Hamm mit. Zudem arbeitet der Träger mit der Kindergarten – Skala (KES-RZ). 9 Der Dialogorientierte Qualitätsprozess Die Methode Das trägerübergreifen de Qualitätsprojekt lehnt sich an das Qualitätsmanagement -System der Integrierten Qualitätsentwicklung (IQUE) von Ulrike Zische und dem Kronberger Kreis an. Entscheidende Impulse für die Wahl des dialogischen Verfahrens ergaben sich aus der besonderen Handlungssituation, die der pädagogischen Arbeit zu Grunde liegt: Pädagogische Tätigkeit ist ein personales Geschehen zwischen einer oder mehrerer Personen. Die pädagogischen Fachkräfte wirken in einem kommunikativen Feld, verhalten sich, handeln, kommunizieren und empfinden in einem komplexen Erziehungsgeschehen. Daraus folgt, dass pädagogische Praxis nie einseitig sein kann. Sie ist immer dialogisch, weil sie sich auf ein Gegenüber bezieht. Deshalb bietet sich für die Entwicklung von Qualitätsstandards das dialogische Verfahren an. Es zielt auf die Initiierung eines nachhaltigen Prozesses, in dessen Verlauf die Mitarbeitenden der beteiligten Tageseinrichtung selbst die Verantwortung für die Entwicklung und die Überprüfung der Qualität in ihrer Einrichtung übernehmen. Dies tun sie in gemeinsamer Verantwortung mit den Personen und Institutionen, deren Arbeit in besonderer Weise die Qualität der jeweiligen Kindertageseinrichtung beeinflusst, nämlich den Trägervertretungen und der Fachberatung. Dialogische Qualitätsentwicklung ist in diesem Sinne ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der Fachlichkeit im Bereich der Kindertageseinrichtungen und unmittelbarer Bestandteil der Professionalisierung in diesem Arbeitsfeld. Qualitätsentwicklung selbst muss nach Merchel folgenden Qualitätskriterien genügen: • Mitarbeiterpartizipation: Einbeziehung der Mitarbeiter von der Definition der Qualitätskriterien bis zur Auswertung der Qualitätserhebung. • Prozessorientierung: Qualitätsentwicklung muss flexibel sein, d.h. in seinem Verlauf immer ein sich veränderndes V orgehen zulassen. • Adressatenorientierung: Konsequente Einbeziehung der Adressatenperspektive in die Qualitätsbewertung. • Dialogorientierung: Dialogische Formen der Qualitätsbewertung sind Ausgangspunkt für individuelles und organisationales Lernen. 10 Dialogische Qualitätsentwicklung benötigt, wenn ihre Aussagen valide sein sollen, eine externe Prozessberatung und eine wissenschaftliche Begleitung. Im Focus der Prozessberatung steht der methodische Ablauf ; die wissenschaftliche Begleitung hat die Aufgabe, Qualitätsstandards auf Begrifflichkeit und Gültigkeit hin zu überprüfen. V on den Einrichtungen implementierte und evaluierte Standards werden nach Beendigung des Projektes durch Zertifizierung bestätigt. Eine weitergehende Zertifizierung und damit ein Abschluss der Qualitätsentwicklung im Sinne eines Qualitätsaudits durch eine externe Zertifizierungsorganisation ist in diesem Qualitätsentwicklungsprozess nicht angedacht. Das Ziel des Prozesses ist vielmeh r eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und der pädagogischen Arbeit. Der Qualitätsentwicklungsprozess kann deshalb nicht abgeschlossen sein. Die Prozessstruktur Ziele des Prozesses Der Prozess verfolgte drei wesentliche Ziele: • Begleitung und Unterstützung von Familien • Sicherung der Professionalität der pädagogischen Mitarbeiter • Selbstdefinition und Entwicklung von Qualität mit den Beteiligten im Dialog Die Prozessbeteiligten An dem trägerübergreifenden Qualitätsmanagement nehmen zur Zeit ca. 100 Einrichtungen der Stadt Hamm und Umgebung teil. Die Übertragung der Theorie auf den konkreten trägerübergreifenden Qualitätsprozess bedeutet die Einbeziehung von Träger - und Elternvertretern, Fachleuten aus der beruflichen Ausbildung und Fachberatern auf allen Ebenen des Prozesses. Die Qualität ist also in einem gemeinsamen arbeits - und zeitintensivem Prozess von der Basis aus nach dem Bottom up Prinzip festgelegt. Die Standardgruppen setzten sich aus Mitarbeit enden, Eltern - und Trägervertretungen unterschiedlicher Einrichtungen und Trägergruppen zusammen. Ihr Auftrag bestand darin, Qualitätsstandards nach vereinbartem Schema gemeinsam zu entwickeln. In der Satellitengruppe Standard trafen sich die Vertreter der einzelnen Standardgruppen, die sog. „Läufer“, Fachberaterinnen und ein Trägervertreter. In dieser Gruppe wurden die Ergebnisse der einzelnen Standardgruppen auf aktuelle Fachlichkeit, Verständlichkeit und den logischen Aufbau hin überprüft und die Ergebni sse 11 gebündelt. Die Läufer eines Standards vertraten dabei die Sichtweise ihrer Standardgruppe und meldeten Anregungen seitens der Satellitengruppe in ihre Standardgruppe zurück. Die Impulsgruppe war der Kopf des Unternehmens. Sie setzte sich zusammen aus j eweils einem Vertreter der Gruppierungen, die am Geschehen einer Tageseinrichtung beteiligt sind: einem Träger, einer Leitung, sowie einem Elternteil. Hinzu kam die Ausbildungsstätte mit einem Vertreter und nicht zuletzt die Fachberaterinnen, die diesen Prozess initiiert hatten. Dieses Gremium koordinierte und steuerte den Gesamtprozess und setzte Impulse. Die Impulsgruppe führt den Entwicklungsprozess in einem trägerübergreifenden Netzwerk fort. Sie regt die Entwicklung aktueller Standards an, forciert die Überarbeitung bestehender Standards und unterstützt den Prozess durch flankierende Maßnahmen. Im Rahmen des Projektmanagements unterstützte eine Coacherin die Impulsgruppe in der strukturellen und inhaltlichen Planung und Umsetzung einzelner Projektphasen. Mit ihrer Unterstützung wurde die Struktur des Projektes aufgebaut, die Beteiligten in gesicherte Kommunikations- und Informationsstrukturen eingebunden und ein geeignetes Evaluationsverfahren auf den Prozess zugeschnitten. Mit der wissensc haftlichen Absicherung des Prozesses war die Uni Bielefeld beauftragt. Ihr besonderes Augenmerk lag auf der Aktualität und in der Überprüfbarkeit der Standards. Darüber hinaus sollten Datenerhebung zu Beginn und zum Ende des Projektes den Veränderungs - bzw. Entwicklungsprozess in den TE dokumentieren. In einem Abschluss Bericht werden die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitung aufgezeigt. Ablauf des Prozesses: Der Ablauf des Prozesses kann im Sinne eines Qualitätskreises beschrieben werden, der inh altlich fortgeführt wird. Entwicklung von Standards Seit 1999 wurden insgesamt 20 Standards unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Angebotsformen der Tageseinrichtungen für Kinder erarbeitet. 17 Standards haben aktuell Gültigkeit. Den Standards vora us stehen Leitqualitäten, die im Kreis der Fachberaterinnen formuliert wurden. Die Leitqualitäten gelten als Orientierungsrahmen bei der Ausformulierung der Standards. In den jeweiligen Standardgruppen wurden auch die entsprechenden Evaluationsinstrumente (Fragebögen) 12 entwickelt. Diese enthalten Indikatoren, die eine Überprüfung der Qualität in der Praxis zulassen. Je nach formuliertem Standard richten sich die Fragebögen an unterschiedliche Zielgruppen. Die 17 Standards im Prozess Pädagogische Arbeit mit dem Kind: Eingewöhnung, Freispiele, Die Mittagszeit, Medienpädagogik, Interkulturelles Lernen, Hausaufgabenbetreuung, Freizeit im Hort, Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren, Sprachliche Bildung, Inklusion, Arbeit mit Eltern: Gepla ntes Elterngespräch, Zusammenarbeit mit Eltern Die Kindertageseinrichtung als Organisation: Leitung, Team, Konzeption, Öffentlichkeitsarbeit, Praxisanleitung In den Standards wird die mindestens zu gewährende Qualität, und das Qualitätsziel definiert. V o m Aufbau her enthält jeder Standard mehrere Merkmale. Die Merkmale beinhalten fünf aufeinander aufbauende Stufen. Für jedes Merkmal ist ein Ziel formuliert. Das Evaluationsverfahren Evaluation wird allgemein verstanden als eine umfassende, systematische u nd regelmäßige Überprüfung der Tätigkeiten und Ergebnisse einer Einrichtung anhand eines Kriterienmodells. Im Prozess wird zwischen der Selbst- und externen Evaluation unterschieden. Selbstevaluation ist • Selbstreflexion der Arbeit, der Entwicklung, Selbstkontrolle und Rechenschaft. • ein bewusst eingeleiteter, geplanter, auch kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der pädagogischen Arbeit und der Einrichtung. • Bestandaufnahme und Auswertung. • Analyse der V oraussetzungen, der Planung und Durchführung der Arbeit. Sie bedient sich dazu folgender Instrumente • Datenerhebung durch Fragebögen oder Interview, Umfragen • Dokumentenanalyse, z.B. Protokollauswertung, Konzeptionsauswertung 13 Externe Evaluation ist • Analyse und Bewertung, die durch Vereinbarung oder Verpflichtung veranlasst und von externen Gremien/Personen durchgeführt wird. • Analyse und Bewertung vorhandener oder eigens zu diesem Zweck erhobener Daten und Informationen der Einrichtung und ihrer Mitarbeitenden. • Rückmeldung zu dem angestrebten Qualitätsstandard und den angestrebten Zielen. • Rückmeldung zum Vergleich mit anderen Einrichtungen. • Kontrolle und Korrektur. • Ausgangslage für Beratung / Fortbildung. Sie kann durchgeführt werden von • einem externen (Fach-) Gremium. • einem Fremdinstitut - durch Auftrag vergeben. • kritischen Fachkräften der Kitas anderer Trägergruppen 1.2.7 Fachkraft für Kinderschutz Die Fachberatung des Trägers ist zugleich die „insoweit erfahrene Fachkraft“ und übernimmt die Aufgabe der Kinderschutzfachkraft. Herr Westerteicher hat seine Weiterbildung zur „Kinderschutz- fachkraft“ an der FH Münster absolviert. Er ist Sozial - und Heilpädagoge und hat einen Master - Abschluss in Beratung, Mediation & Coaching von der FH Münster. Des Weiteren befindet sich Herr Westerteicher in der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. 1.2.8 Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . arbeiten in den unterschiedlichsten Arbeitskreisen mit: • TQE (Träger übergreifendes Qualitätsmanagement) Stadt Hamm • Arbeitskreis „gesunde Kita“ Stadt Hamm • Arbeitsgruppe „Haus der kleinen Forscher“ • Regionale Arbeitsgruppe „Kinderschutz“ • AG 78 Träger Stadt Hamm • Arbeitsgruppe Fachberatung Stadt Hamm • Arbeitskreis „Inklusion“ 14 1.3 Entlohnung Die Mitarbeiter der Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . werden in Anlehnung an den TVöD angestellt (Entlohnung, Urlaubsanspruch). 15 2. Vereinbarkeit von Beruf und Familie 2.1 Öffnungszeiten Die Einrichtungen des Trägers öffnen in der Regel montags bis freitags um 07.00 Uhr und schließen um 17.00 Uhr. Der Bedarf in Bezug auf Öffnungs - und Schließungszeiten wird jährlich durch die Anmeldung der Eltern erfragt und den Bedarfen entsprechend angepasst. 2.2 Flexibilität von Betreuungszeiten Der Träger vereinbart aufgrund des gebuchten Stundenkontingents mit jeder Familie individuelle Betreuungszeiten. Diese individuellen Betreuungszeiten können sich auch unterschiedlich auf die einzelnen Wochentage verteilen. Die Betreuungszeiten werden über ein digitales Zeiterfassungssystem erhoben, welches die Flexibilität und Überprüfung garantiert. In der Praxis bedeutet dies, dass Eltern, die für ihr Kind z. B. nur an vier Tagen eine Ganztagsbetreuung brauchen, dieses auch mit einem Stundenkontingent von 35 Stunden abdecken können. 2.3 Anzahl der Schließungstage Um eine verlässliche Betreuung als Einrichtung gewähren zu können, werden Schließungstage mindestens sechs Monate im V orf eld bekannt gegeben. Für Schließungstage außerhalb der Betriebsferien wird immer eine Notgruppe angeboten. Die Betriebsferien des Trägers belaufen sich auf zehn Tage in den Sommerferien und fünf Tage in den Weihnachtsferien. Für die Ferienzeiten werden mit kooperierenden Einrichtungen Vertretungsregelungen vereinbart, um eine Betreuung sicherstellen zu können. 16 3. Pädagogische Arbeit Das Bild vom Kind Unser Menschenbild orientiert sich am humanistischen Ansatz. Toleranz, Gewaltfreiheit und die Würde des Menschen bilden hierfür die Basis. Alle Menschen sind gleichwertige Geschöpfe und wir sind der Überzeugung, dass die Würde, die Persönlichkeit sowie die Individualität eines jeden Einzelnen respektiert werden muss. Das Bild vom Kind hat sich in d er Pädagogik verändert. Unsere Kinder entwickeln sich selbstbewusster, eigenständiger und emanzipierter. Die Individualität, die Persönlichkeit und die Selbständigkeit des Kindes bilden, unter Berücksichtigung der Selbstbildungsprozesse, die Basis der gesamten pädagogischen Arbeit. Unser Bild vom Kind ist geprägt durch die Überzeugung, dass jedes Kind einzigartig ist und nach Selbstverwirklichung strebt. Jedes Kind ist von Geburt an, ein vollwertiger Mensch. Es hat seine persönliche Art zu sehen, zu fühlen , zu denken und sich zu äußern. Schon die Kleinsten haben Persönlichkeit, Rechte, Pflichten und einen Anspruch auf Individualität. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Interessen der Kinder betrachten wir als Chance mit- und voneinander zu lernen. Das Kind ist aktiver Konstrukteur seines Wissens. Es ist motiviert, kreativ, konzentriert und ausdauernd, wenn es selbst handeln, denken und experimentieren kann. Es nimmt nicht durch Belehrung Wissen auf. Es lernt nachhaltig, wenn es Erfahrungen selber mac ht. Die Aussage „Das Kind ist Selbstgestalter“ bedeutet für uns, dass jedes Kind das Bedürfnis hat, sich zu entwickeln und zu entfalten und dass es auf eine Umwelt angewiesen ist, die darauf vertraut und die entsprechenden V oraussetzungen schafft. Unsere Aufgabe sehen wir entsprechend in der Schaffung dieser V oraussetzungen durch Begleitung und durch das Geben von Impulsen und Anregungen. Wir unterstützen den Selbstbestimmungsprozess und die Entwicklung des Kindes, in dem wir Geborgenheit und Schutz bieten und die Umgebung so gestalten, dass es ganzheitlich lernen und sich entwickeln kann. Dabei spielt für uns weder die Herkunft noch die Religion der Kinder eine Rolle. Jedes Kind ist ein gleichwertiges Mitglied unserer Gemeinschaft und Gesellschaft. Ein res pektvoller Umgang miteinander ist dabei von wesentlicher Bedeutung. 17 Offene Arbeit „Offene Arbeit“ ist mehr als ein pädagogisches Konzept und erst recht mehr als ein verändertes Raumkonzept. Es handelt sich um eine Grundeinstellung zum Zusammenleben – speziell in der Arbeit mit Kindern. „Offene Arbeit“ bedeutet vor allem ins „Offene“ denken, Anderes als das Gewohnte für möglich halten, „Offen“ für neue Blickwinkel und Perspektiven sein. Dem Konzept der "Offenen Arbeit" liegt ein Partizipationsverständnis zugrunde, das alle Betroffenen zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer Umwelt macht. Ihm wohnt die Überzeugung inne, dass Erwachsene auf die Entwicklungspotenziale von Kindern vertrauen und Kinder in selbstinitiierten, - gesteuerten und -geregelten Situationen optimale Lernvoraussetzungen für ihre persönlichen Entwicklungschancen finden können. In der „Offenen Arbeit“ wird das Kind von seinem Wesen her als grundsätzlich aktiv, neugierig und interessiert angesehen. Wichtig ist eine gut vorbereitete Umgebung. Die „Offene Arbeit“ im Kindergarten eignet sich für alle Kinder, denn Offenheit bedeutet vor allem offen sein für die Bedürfnisse der Kinder, ihre Wünsche, ihre Entwicklungsstufen und ihre Entfaltungswünsche. Wir bieten unseren Kindern einen Lebens - und Erfahrungsraum zum Wohlfühlen. Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Selbst -, Sozial - und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer entspannten und vorbereiteten Umgebung spielen und lernen können. So ist jeder Tag für die Kinder interessant, spannend und aufregend. Das Konzept der „Offenen Arbeit“ bedeutet im Kern genau dies, Unterschiedlichkeit und Besonderheit als Normalität zu sehen, sie wahrzunehmen, darauf jew eils angemessen zu reagieren und einen entsprechend differenzierten Rahmen zu bieten. Wir lösen uns von dem Begriff „Akteur seiner Entwicklung“ und sprechen stattdessen vom Kind als „Selbstgestalter“. Wenn Kinder durch aktives Handeln eigenständig ihre Kom petenzen aufbauen, mag der Begriff Akteur noch stimmig sein. Entwicklung ist jedoch mehr als Kompetenzerwerb. Kinder bringen sich in der Auseinandersetzung mit der Umwelt originär zum Ausdruck, ziehen aus den Erfahrungen Rückschlüsse, weil sie spüren, was gut für sie ist. Sie verändern dabei ständig ihre Sicht von der Welt und werden so zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit. Zur „Offenen Arbeit“ gehört weiterhin ein offener Umgang der ErzieherInnen, die durch den täglichen Austausch und die gemeinsame Arbeit einen reichen Erfahrungsschatz und damit eine hohe Qualität der Arbeit gewinnen. Wenn wir die einzelnen Bereiche der Arbeit darstellen, werden Sie merken, dass das Konzept der „Offenheit“ überall sichtbar wird, wir aber dennoch eine Einrichtung 18 sind, in der es klare V orstellungen und Grenzen gibt. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildungsangeboten und Themen eingerichtet. Die Kinder entscheiden über ihr Spiel, Material, Zeit und Partner. Die „Offene Arbeit “ zeichnet sich durch das Einbeziehen der Kinder in die Planung und Organisation von Aktivitäten und Spielprozessen aus. Ziele unserer pädagogischen Arbeit Um unsere pädagogischen Ziele zu formulieren, stellt sich uns die Frage, welche Kompetenzen in der Zukunft für unsere Kinder wichtig sei n werden und darüber hinaus, wie es uns gelingt, das Herausbilden dieser Kompetenzen in unseren Einrichtungen zu ermöglichen. Die momentane wirtschaftliche Situation verlangt neben berufsspezifischen Fähigkeiten, vor allem die sogenannten „weichen skills“ - also solche Fähigkeiten, die im Bereich der Persönlichkeit verankert sind und allgemeingültig das Leben in der Gesellschaft bzw. die Teilhabe begründen. Also Kompetenzen, die aus Erfahrungen gewonnen werden, nicht einfach gelehrt werden können. Bezogen auf die eigene Person, sind es Merkmale wie Belastbarkeit, eine realistische Einschätzung der eigenen Leistung, daraus erwachsend eine positive Grundeinstellung und Selbstvertrauen, die einen Menschen handlungsfähig machen. Um dies zu erreichen, benötigt de r Mensch/das Kind Herausforderungen, an denen er/es wachsen kann. Neben dieser Selbstkompetenz bedarf es sozialer Fähigkeiten, um mit anderen Menschen positiv umgehen zu können. Zusätzlich bedarf es eines Grundgerüsts an Empathie sowie Kommunikations - und Konfliktfähigkeit. Daneben benötigt der Mensch ein Gefühl für Nähe und Distanz, um die eigene Autonomie zu sichern und eine eigene Identität herauszubilden. Neben diesen gibt es weitere Schlüssel- oder Basiskompetenzen, die es gilt, möglichst früh im Leben als Start für eine gelungene Bildungsbiographie zu erwerben. Neben sozialen Kompetenzen, erlangt das Kind schon früh Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich von Körper, Bewegung und Gesundheit. Im Sinne des Empowerments lernen die Kinder ihre eigenen Bedür fnisse und Wünsche zunächst zu erkennen und dann zu verbalisieren. Dafür müssen sie Vertrauen aufbauen und erfahren, dass sie die Fähigkeit besitzen, für sich selbst erfolgreich eintreten zu können. Sie müssen gehört werden, und Worte bzw. Verabredungen mü ssen verlässlich sein. Bildung setzt eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen voraus. Somit fordern wir in unseren Einrichtungen sprachliche Bildungsprozesse heraus, die Interaktion ermöglichen. Im Zuge des Spracherwerbs erfahren die Kinder im Sinn e der Abstraktion, dass Sprache aus Zeichen und Symbolen besteht. Eine stimulierende und interessante Umgebung soll die Kinder ästhetisch und kreativ anregen. 19 Unterschiedliche Materialien und Methoden fördern hierbei den Ausdruck von Ideen, Gefühlen und Gedanken. Der Forscherdrang der Kinder ist die Grundvoraussetzung für ihr späteres mathematisches und naturwissenschaftliches Verständnis und Interesse. Über das Ausprobieren, Konstruieren und Überprüfen von selbst aufgestellten Hypothesen ergibt sich eine wichtige Basis für spätere Lernbereitschaft. Für den Umgang mit Zahlen, Formen, Mengen, Relationen und Zeit geben die Fachkräfte Hilfestellung. Dies geschieht über Hinweise zur Informationssuche, Geräte und Instrumente zur Beantwortung der selbst gestellte n Fragen. Diese frühen Lernerfahrungen können nicht isoliert „verabreicht“ werden. Sie sollen eingebunden sein in die Lebenswirklichkeit und Themen des Kindes und möglichst viele Sinneskanäle ansprechen. Die Bedeutung des Spiels Die Kinder verbringen den Großteil der Zeit, die sie im Kindergarten sind, im Spiel, daher ist das Spiel für sie ein wichtiges Lernfeld. Das Spiel ist eine feste Zeit, über welche die Kinder frei verfügen können. Sie wählen Spielpartner, Spielorte und Spielinhalte selbst, ohne von der ErzieherIn beeinflusst zu werden. Da Kinder im Spiel Bildungsprozesse vollziehen, steht das Spiel im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Denn Spielen ist Bildungszeit! Die Kinder probieren Situationen aus und wiederholen und ordnen starke Eindr ücke. Eine große Bedeutung hat das Spiel für die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung. Im kognitiven Bereich geht es dabei um die Entwicklung des logischen Denkens und um Neugier, Ausprobieren und Erfinden. Im emotionalen Bereich werden durch das Spiel emotionale Beziehungen vergegenwärtigt, strukturiert und teilweise bewältigt. Die soziale und moralische Entwicklung begründet sozusagen die Bedeutung des Spiels. Im Spiel der Kinder können Gegensätze und Widersprüche nebeneinander bestehen bleiben und müssen nicht logisch entschieden werden. V orstellungskraft und Phantasie bilden eigene Gesetze neben denen der Wirklichkeit. Nach diesen Gesetzen können die Kinder die Wirklichkeit den eigenen Wünschen entsprechend gestalten und ausprobieren. Sie tun -als-ob. Durch das Spielen entstehen beim Kind Begriffe, die ihm helfen, die Welt zu strukturieren. So macht sich das Kind ein Bild von der Welt. Die Motorik, die Imagination und das bildhafte und symbolische Denken des Kindes entwickeln sich in seinem Spiel. 20 Das Spiel ist die „Arbeit“ der Kinder und eine ihrer wichtigsten Beschäftigungen. Sie setzen sich mit einer selbst gestellten Aufgabe auseinander, die ständig wiederholt wird. Nach und nach tauchen sie dabei immer mehr in eine Phantasiewelt ein. Unterschiedliche Spielformen sind abhängig vom Alter und der Entwicklung der Kinder. Unsere verschiedenen Erlebnisbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in einer entspannten und vorbereiteten Umgebung spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildungsangebote und Themen eingerichtet. In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener Initiative mit Tätigkeiten oder Themen zu beschäftigen, d. h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern Spielpartner, Ort, Zeitdauer sowie Materialien zu wählen. Räume sollten derart gestaltet sein, dass sie Kinder immer und überall dazu einladen und auffordern, sich ganzheitlich zu bewegen. Das Ausleben kindlicher Bewegungsbedürfnisse darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, wie Turnraum oder Außenspielgelände, reduziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern alltägliche Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit zu gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden können: Erkunden, Forschen, Handeln, Experimentieren, Werkeln, Ausprobieren und dabei die eigenen körperlichen Grenzen und die anderer erfahren. Kinder können beispielsweise malen, indem sie sitzen, auf dem Boden knien, an einem höheren Tisch, vor einer Staffelei, Tafel oder einer Malwand stehen. Dazu finden die Kinder in unseren Einrichtungen Bereiche, die ihren elementaren Bedürfnissen nach Begegnungen, Bewegung und Ruhe, Spiel und Gestaltung entsprechen. Wir bieten unseren Kindern strukturierte Räume so, dass sie Neugierde und den Forscherdrang der Kinder befriedigen. Rolle der Fachkraft Wir, die Fachkräfte, haben die Aufgabe die Selbstbildungsprozesse der Kinder anzuregen. Wir greifen die Lernbereitschaft und die Potenziale der Kinder auf, unterstützen und begleiten sie sowie organisieren und moderieren ihre Bildungsaktivitäten. Dies gelingt uns mit Hilfe der Raumgestaltung und durch Einsatz von verschiedenen Materialien. Bei uns wird in Prozessen gelernt, da zusammenhangslose Übungen wenig Lernerfolg bringen. Die Prozesse knüpfen an der Lebenswirklichkeit der Kinder an und richten sich an das, was sie beschäftigt und interessiert. Es entstehen wertvolle Bildungssituationen. Um an der Lebenswirklichkeit und den Interessen der Kinder anzuknüpfen, ist es wichtig, die Kinder in ihren Spielprozessen zu beobachten. 21 Diese Beobachtungen werden im Prozessverlauf festgehalten, mit dessen Hilfe der Prozess geplant und reflektie rt wird. Dieser Prozessverlauf wird in der Organisationsbesprechung den Kollegen vorgestellt und dient zur Planung des Tagesablaufs. Da es in Bildungsprozessen darum geht, Phänomene und Situationen zu verstehen und Lösungen für Fragen und Probleme zu finde n, ist es unsere Aufgabe, das Kind und auch uns selbst als Forscher zu verstehen. In der Arbeit mit den Kindern haben wir unsere Rolle als V orbild anzuerkennen, anzunehmen und verantwortlich zu erfüllen. V or allem benötigt das Kind V orbilder, um den Umgang mit Herausforderungen des Lebens und mit sich selbst zu erfahren. Außerdem bringen wir dem Kind Achtung, Wertschätzung und Respekt entgegen. In der pädagogischen Arbeit mit den Kindern haben wir die Aufgabe, den Wissensdurst und den Drang nach Kompetenze rwerb der Kinder zu stillen und gleichzeitig darauf zu achten, ihre Eigeninitiative nicht zu stoppen. Als Fachkraft gehört es zu unseren Aufgaben, das Kind in der Entfaltung seiner Autonomie zu unterstützen und ihm Gelegenheiten zu geben, seine Selbständigkeit zu testen, Situationen mitzugestalten und sein Handeln zu bestimmen. Dadurch entwickelt es die Fähigkeit zum selbstorganisierten Lernen. Wir unterstützen das Kind in seinen Bildungsprozessen durch einen wertschätzenden, einfühlsamen und authentischen Umgang. Entwicklungsfördernde Raumgestaltung In unseren Kindertagesstätten gehen wir von einem aktiven Kind aus, das sich aus eigener Initiative und mit den Mitteln bildet, die ihm seine Umwelt bereitstellt. In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener Initiative mit Tätigkeiten oder Themen zu beschäftigen, d. h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Im Innen - und Außenbereich stellen wir den Kindern Räume, in denen sie ihren Initiativen nachgehen können, zur Verfügung. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern, Spielpartner, Orte, Zeitdauer, sowie Materialien zu wählen. Dazu finden die Kinder in unseren Einrichtungen Bereiche, die ihren elementaren Bedürfnissen nach Begegnungen, Bewegung und Ruhe, Spiel und Gestaltung entsprechen. Wir bieten unseren Kindern strukturierte Räume mit klaren Funktionen. Wir gestalten Räume so, dass sie Neugierde und den Forscherdrang der Kinder befriedigen. Die räumliche Gestaltung und materielle Ausstattung unserer Bildungsbereiche stellen eine komplexe Aufgabe in unserer pädagogischen Arbeit dar. Durch die Raumgestaltung regen wir als Fachkräfte die individuellen körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen kindlichen Entwicklungen 22 indirekt an. In unseren Bildungsbereichen arbeiten Fachkräfte, die sich mit diesem Bildungsbereich identifizieren können. Dadurch ist es ihnen möglich, authentisch und motiviert Kompetenzen zu vermitteln. 23 3.1 Inklusion In allen Einrichtungen der Elterninitiative „Am Eichenw äldchen“ e. V . werden Kinder inklusiv betreut. Inklusion bedeutet für uns, die zielgerichtete Förderung jedes Kindes, da Kinder individuelle Stärken und Schwächen mitbringen. Wir wollen Bildungsträger für alle Kinder sein. Die „Offene Arbeit“ basiert auf der Überzeugung, dass niemand aufgrund von Besonderheiten ausgegrenzt werden darf. Dies bezieht sich nicht nur auf die Inklusion im Falle von Entwicklungsverzögerungen oder (drohender) Behinderungen. Dies ist auch schon eine Frage bei der (zusätzlichen) Be treuung von Kindern unter drei Jahren oder generell der Altersmischung in der Betreuung. In der Vergangenheit wurde davon ausgegangen, dass es für alle Beteiligten am besten sei, wenn sie in homogenen Gruppen lernen. Die angeblich gleichen V oraussetzungen sollten in diesem Rahmen optimale Lernergebnisse erzeugen. Doch diese Sichtweise ist schon ohne die Teilhabe sogenannte behinderter Kinder eine Illusion: Gleichheit lässt sich nicht durch Standards und normbezogene Beurteilungen verwirklichen, sondern führ t zu Selektion und der Abhängigkeit der Bildungschancen von sozialen und sonstigen V oraussetzungen. Jedes Kind kommt mit individuellen Erfahrungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Kindergarten. In unseren Einrichtungen sehen wir es als unsere Aufgabe an, nicht das Kind an unsere Planung, sondern jeweils Methodik und Didaktik an das Kind und seine Ressourcen, Bedürfnisse und Lebenswirklichkeit anzupassen. Dies bedeutet einen Perspektivenwechsel: Es bedeutet nicht, dass wir das einzelne Kind neu in den Blick nehmen müssen - dies ist eine generelle pädagogische Forderung - sondern eher, dass Unterschiede und Vielfalt als Bereicherung und „normal“ zu betrachten sind, nicht als Abweichung. Damit die Idee der Inklusion nicht nur auf dem Papier besteht, müssen pädagogische Fachkräfte teilweise der Umsetzung politischer und ethischer Forderungen vorgreifen. Sie sollen aus der Praxis und ihrer persönlichen pädagogischen Professionalität heraus grundsätzliche Fragen „zulassen“, weiterdenken und nach Antworten suchen, auch wenn diese zunächst nicht umsetzbar erscheinen. Der Träger hat den Anspruch, in jedem einzelnen Team eine Heilpädagogin oder einen Heilpädago- gen zu beschäftigen, um den Anforderungen der individuellen Betreuung besser gerecht zu werden. 24 3.2 Konzeptionelle Verankerungen In diesem Abschnitt werden konzeptionelle Schwerpunkte des Trägers dargestellt. 3.2.1 Eingewöhnungskonzept Die Eingewöhnungszeit ist eine wichtige Basis für ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Eltern und Einrichtungen im Interesse des Kindes, daher arbeitet die Elterninitiative seit mehreren Jahren in der Kennenlernphase nach dem Münchener Eingewöhnungsmodell und in der Eingewöhnungsphase nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Information an die Eltern Der Prozess der Eingewöhnung beginnt, in unserem Verständnis, mit der Zusage für den Platz in der Kindertageseinrichtung. Nach der schriftlichen Zusage werden die Eltern zu einem ersten Elterngespräch eingeladen, in welchem die vertraglichen Angelegenheiten geregelt werden, aber auch ein erstes Kennenlernen der Eltern und des Kindes stattfindet. Bei diesem Kennenlernen stehen die Erfahrungen des Kindes und der Eltern in Bezug auf Trennungserfahrungen und Fremdbetreuung im V ordergrund. Diese Informationen sollen es uns möglich machen, die Eingewöhnung individuell auf die Bedürfnisse des Kindes und die der Eltern abzustimmen. Des Weiteren wird den Eltern ein Überblick über den Prozess der Eingewöhnung gegeben und das die Teilnahme an dem Eingewöhnungsprozess für alle Eltern und Kinder verpflichtend ist. Der nächste Schritt ist der Konzeptionsnachmittag, an dem die Eltern über Themen wie das pädagogische Konzept, die Essenssituation, die Zusammenarbeit mit Eltern, die Dokumentation, Alltägliches, die Kennenlerntage, die Eingewöhnung und den Familienbesuch informiert werden. Die Kennlernphase In den darauffolgenden fünf Wochen finden die Kennenlernnachmittage in der Einrichtung statt. An diesen Tagen kommen sechs Kinder gemeinsam mit ihren Bezugspersonen für zwei Stunden in die Einrichtung, um gemeinsam erste Kindergarteneindrücke zu erleben. Während der Kennenlernphase besuchen die Mutter und/oder der Vater gemeinsam mit ihrem Kind die Kindertageseinrichtung, um den Alltag kennenzulernen. Das Kind soll sich in Anwesenheit der Eltern in Ruhe darüber „informieren“, was unsere Kindertageseinrichtung zu bieten hat. Damit das Kind Abläufe versteht, muss es diese wiederholt durchlaufen dürfen. Dafür sind längere Anwesenheitszeiten und mehrere Tage notwendig. Wichtig ist, dass das Kind die Einrichtung nach seinen Interessen und seinem Tempo 25 erkunden darf. Es wird freundlich eingeladen, weder animiert noch gedrängt, sich bereits aktiv zu beteiligen. Menschen sind von Geburt an autarke Lerner, alles Neue löst einen s tarken Impuls aus, es zu erforschen Das Neugier - und Erkundungsverhalten gehört zur Grundausstattung des Menschen. Gleichzeitig verunsichern uns neue Situationen. „Werde ich diese Situation meistern können, oder überfordert mich das?“ Neugierde und Unsicherheit sind also die zwei Seiten des Erkundungsdrangs. Die Anwesenheit der Eltern ist für das Kind in dieser Kennenlernphase unverzichtbar. Die Eltern haben bisher diese Welterkundung ermöglicht und abgesichert. Es waren die Eltern, die dem Kind Gegenstände zum Erkunden anboten oder vorenthielten, wenn sich dieser Gegenstand nicht zum Erkunden eignete. Das Kind kann also sicher sein, dass die Eltern diese Rolle auch in der neuen Umgebung spielen. Sie werden „nein“ sagen, wenn hier Gefahr droht. Deshalb darf es in dieser Phase keine Trennungen zwischen Eltern und Kind geben. Die Gefahr eines Kontrollverlustes und so entstehender Panik ist einfach zu groß. Wichtig ist auch, dass das Kind wirklich den Alltag erleben kann, denn es informiert sich in gewissem Sinne über zwei Kanäle. Zum einen erforscht das Kind selbst die Materialien, die Räume, die Interaktionen, zum anderen beobachtet es die anderen Kinder und die ErzieherInnen und entdeckt an diesen Modellen, was es hier in Zukunft erwarten kann. Das Kind kann so erkennen, dass die pädagogischen Fachkräfte hier die Rolle übernehmen, die es bisher an den Eltern kennengelernt hat, nämlich Erfahrungen ermöglichen und Grenzen setzen, wenn es erforderlich ist. An den ErzieherIn - Kind-Interaktionen können Kind und Eltern beobachten, ob Kinder hier als Subjekte wahrgenommen werden und wie ihre individuellen Bedürfnisse befriedigt werden. Es sind also vor allem die anderen Kinder, die „die Neuen“ in ihre Gruppe aufnehmen, integrieren und ihnen zeigen, dass sie sich hier wohlfühlen und gut weiterentwickeln können. Auch die „alten“ Kinder brauchen diese Kennenlernphase, denn sie möchten erleben, dass sie weiterhin Subjekte sind und auf ihre ErzieherInnen zählen können. Immer wieder wird Eingewöhnung erschwert, weil sich der/ die ErzieherIn nur auf das neue Kind fokussiert und die „alten“ Kinder vor allem Rücksicht nehmen sollen. In dieser Zeit sollen die Kinder und auch die Eltern die Möglichkeit haben, die gesamte Einrichtung zu entdecken und erste Kontakte zu den Mitarbeite rn aufzubauen. In dieser Phase kann das pädagogische Personal reflektieren, zu welchen Eltern und Kindern eine gute Beziehung entstanden ist und wer die Eingewöhnung als Bezugsperson in der Kita übernehmen kann. 26 Die Eingewöhnungsphase Die Eingewöhnung der neuen Kindergartenkinder beginnt in den Sommerferien, während die alten Kinder die Einrichtung nicht besuchen. Dies bedeutet, dass die neuen Kinder mit den Eltern und Mitarbeitern in den ersten fünf Tagen allein die Einrichtung besuchen. In diesen fünf T agen beginnt die Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Jeder Mitarbeitet gewöhnt max. drei Kinder zu Beginn eines Kindergartenjahres ein. Die dreitägige Grundphase Die Kinder kommen in dieser Zeit täglich für zwei Stunden mit ihrer Bezugsperson in die Kita und verbleiben an einem zentralen Ort, von welchem aus, die Kinder die Kita für sich entdecken können. Der Personalschlüssel ist der besonderen Situation der Eingewöhnung angepasst, damit die Fachkraft entsprechend Zeit für das Kind und die Eltern hat. Der Mitarbeiter, der die Eingewöhnung des Kindes übernimmt, baut über Spielangebote in einem Eins-zu-Eins-Kontakt eine vertrauensvolle und tragfähige Bindung auf. Die Eltern bilden in dieser Zeit den „sicheren Hafen“ , d. h. sie folg en dem Kind nicht, sind aber immer gut erreichbar und aufmerksam (Zeitung lesen und das Spielen mit anderen Kindern wäre hier sehr kontraproduktiv), so dass die Kinder während des Aufbaus der neuen Beziehung jeder Zeit zurückkehren können. Es finden keine Trennungsversuche statt. Die Pflegeroutinen vollzieht die Mutter/der Vater. Bei Säuglingen ist der Geruchssinn sehr gut ausgeprägt und stellt einen intensiven Zugang zur Welt dar. Daher sollte die Fachkraft im Idealfall kein Parfüm oder nur einen sehr dezenten Duft tragen, der gleichbleibend ist, so dass das Kind ihn mit der Person verbinden kann. Ein Gegenstand, der nach Mutter oder Vater riecht (Schnuffeltuch, getragenes T -Shirt) kann die Eingewöhnung für das Kind erleichtern. Insbesondere bei den ersten Schlafversuchen ist es für das Kind meist sehr hilfreich, sich darin einzukuscheln. Der erste Trennungsversuch In Begleitung der vertrauten Bezugsperson sowie des Mitarbeiters, werden die unterschiedlichen Situationen erlebbargemacht. Dies beinhaltet d ie Wickelsituation, die Schlafsituation, die Essensphase und vieles mehr. Des Weiteren werden an diesen Tagen Verabschiedungsrituale mit den Eltern und Kindern eingeführt. Am vierten Tag entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Raum, nach dem sie sich 27 vom Kind verabschiedet hat. Lässt sich das Kind schnell von der Fachkraft beruhigen oder ist es eher gleichmütig, sollte die erste Trennungsperiode 30 Minuten betragen. Wirkt das Kind hingegen verstört oder beginnt zu weinen, ohne sich schnell trösten zu lassen, so sollte die Trennung nicht länger als zwei bis drei Minuten betragen. Das kindliche Verhalten in dieser Situation hat erfahrungsgemäß einen gewissen V oraussagewert für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung. Die Länge der Eingewöhnung Sicher gebundene Kinder (häufiger Blickkontakt zur Bezugsperson, heftiges Weinen beim Verlassenwerden und offene Annäherung/Körperkontakt bei Wiederkehr der Bezugsperson) brauchen eine längere Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen. Unsicher gebunden e Kinder (je nach Bindungstyp eher gleichgültig bei der Trennung und der Wiederkehr der Bezugsperson oder große Erregung bei der Trennung, aber ambivalentes Verhalten bei der Wiederkehr) benötigen eher eine kürzere Eingewöhnungszeit von ca. ein bis eineinhalb Wochen. Die Stabilisierungsphase Die Stabilisierungsphase beginnt mit dem fünften Tag (mit dem sechsten, wenn der fünfte Tag ein Montag ist). Die Fachkraft übernimmt zunehmend – erst im Beisein der Bezugsperson – die Versorgung des Kindes (Füttern, Wickeln etc.). Sie bietet sich gezielt als Spielpartner an und reagiert auf die Signale des Kindes. Die Trennungszeiten werden, unter Beachtung der Bedürfnisse des Kindes, täglich verlängert. Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, wird bis zur zweiten Woche mit einer neuen Trennung gewartet. Es wird jedoch nie an einem Montag mit einem neuen Schritt begonnen. Nach unserem Konzept können Kinder ab dem fünften Tag auch bereits in der Einrichtung schlafen, allerdings werden sie von der Bezugsperson, in Be gleitung der Fachkraft, hingelegt und beim Aufwachen sollte die Bezugsperson das Kind begrüßen. Bei der kürzeren Eingewöhnung werden die täglichen Trennungen stetig ausgebaut, ebenso wie die Anwesenheit des Kindes in der Einrichtung. Am sechsten Tag ist da s Kind häufig schon ohne Begleitung seiner Bezugsperson für mehrere Stunden in der Einrichtung. Bei der längeren Eingewöhnung von Kindern mit einer sicheren Bindung erfolgt ein erneuter Trennungsversuch erst am siebten Tag und wird sensibel von der Fachkr aft begleitet. Erste Schlafversuche erfolgen für diese Kinder nicht vor dem neunten Tag und werden entsprechend in Begleitung der Bezugsperson gestaltet. Alle Pflege- und Routineaktivitäten werden mehrmals in der Eingewöhnung gemeinsam mit der Bezugsperson zusammen durchgeführt. Auf diesem Weg erfährt das Kind, dass diese Situationen auch zum Alltag in der Einrichtung gehören. Dies bietet der 28 Fachkraft zusätzlich die Möglichkeit, sich einige Tricks und Tipps bei der Mutter/dem Vater abzugucken, um es dem Ki nd später so angenehm und einfach wie möglich zu machen. Für die Kinder, die sich am zehnten Tag während der Trennungsphase von der Fachkraft trösten lassen, gilt der elfte Tag als Stabilisierungstag. Die Eingewöhnung wird um eine weitere Woche verlängert, wenn das Kind während der Trennungsphasen am zehnten Tag noch deutliche Verunsicherungen zeigt. Dabei richtet sich der weitere Verlauf der Eingewöhnung nach dem Verhalten des Kindes. Die dritte Woche läuft in ihrer Struktur genauso ab wie die zweite. Zei chen dafür, dass die Eingewöhnung abgeschlossen ist, sind, dass sich das Kind in der Trennungssituation von der Fachkraft trösten lässt und in der Zeit ohne die Bezugsperson neugierig und aktiv an der Umgebung, den Materialien und Personen interessiert ist. Sofern sich das Kind auch nach drei Wochen nicht von der Fachkraft in der Trennungssituation nachhaltig trösten lässt, sollte ein Gespräch mit den Eltern stattfinden. Die Schlussphase In der Schlussphase der Eingewöhnung ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung anwesend, jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar. Die Fachkraft wird nun als „sichere Basis“ vom Kind akzeptiert, d. h. es lässt sich auch nachhaltig von ihr trösten. Das Kind ist nun bereits für mehrere Stunden täglich in der Kita. Es hat den Alltag kennen gelernt und ist dabei, sich in die Kita einzufügen. Für unsere Fachkräfte beginnt damit trotzdem eine noch schwierige Zeit, denn die Hilfestellungen durch die KollegInnen fallen meist weg und die Beziehung zu dem eingewöhnten Kind hat eine Grundlage, die jedoch häufig noch nicht sehr stabil ist, erlangt. Die Fachkraft muss jetzt sozusagen beweisen, dass sie das noch junge Vertrauen des Kindes auch „verdient“. Für das Kind kommen nun täglich neue kleine Regeln und Abläufe dazu, die es eventuell noch nicht kennt. Es wird in dieser Zeit vielleicht noch die eine oder andere Situation geben, in denen die neue Bindungsbeziehung noch nicht ausreicht bzw. stabil genug ist, um das Kind in besonders belasteten Situationen zu trösten. An dieser Stelle werden, die Eltern als „sicherer Hafen“ angerufen und gebeten, ihr Kind abzuholen. Ist die Fachkraft in besonders stressvollen Situationen einmal nicht mehr als sichere Basis für das Kind verfügbar und braucht dieses aber eine Bindungsperson in seiner Nähe, so muss dafür gesorgt werden. Ansonsten wird das Kind in seinem Glauben an die Verfügbarkeit seiner vertrauten Menschen erschüttert und darüber hinaus eventuell die Eingewöhnung gefährdet. Abschluss der Eingewöhnung Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind von der Fachkraft trösten lässt, aber auch grundsätzlich bereitwillig und gern in die Einrichtung kommt. Dies lässt sich gut daran 29 erkennen, dass es Spaß und Freude im Alltag hat und sich aktiv an Gruppenprozessen beteiligt. Die Eingewöhnung schließt mit dem Eingewöhnungsabschlussgespräch ab. In diesem Elterngespräch erfolgt eine gemeinsame Reflexion des Eingewöhnungsprozesses. > mit Elternblick auf das Kind: ● Wie hat Ihr Kind die erste Zeit ohne Eltern im Kindergarten erlebt? ● Wie ist seine Gemütslage? ● Mit welcher Motivation geht es morgens in den Kindergarten? ● Erzählt es über seine Aktivitäten und Erlebnisse im Kindergarten? ● Nehmen Sie an Ihrem Kind, seit es den Kindergarten besucht, Veränderungen wahr? > mit Erzieherblick auf das Kind: ● Welche Interessen zeigt das Kind im Kindergarten? ● Ist es mit anderen Kindern in Kontakt getreten? ● Wie aktiv ist es im Kindergarten? > mit Blick auf die Eltern: ● Wie haben Sie für sich selbst die Trennung von Ihrem Kind erlebt? ● Hat sich, seitdem ihr Kind ein Kindergartenkind ist, etwas bei Ihnen in der Familie verändert? Ausblick: > Wünsche der Eltern für die weitere Kindergartenzeit für Ihr Kind > Eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes Der Familienbesuch Im Anschluss an die Eingewöhnung besuchen wir die Familie in ihrem häuslichen Umfeld, um das Vertrauensverhältnis und die Beziehung zu festigen. Schwerpunkte dieses Besuches sind der inten- sive Austausch über die familiäre Situation und der enge Kontakt mit dem Kind in der vertrauten Umgebung. 30 3.2.2 Sprachförderkonzept Eltern und Kinder bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Sprachen mit in den Kindergartenalltag. Das ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflikten. Interkulturelles Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinanderzusetzen. Unser Ziel ist die Fähigkeit, sich in einer vielfältig kulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und andere wertschätzen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch fremde und spannende Eindrücke beginnt für die meisten Kinder in unseren Kindergärten. Mit Neugier und Offenheit gehen sie a uf Lernsituationen zu: Neues kennen lernen, Fremdes akzeptieren, Unbekanntes ausprobieren, Konflikte austragen, Sprachen lernen. Für all das sind die Antennen der U3- bis 6-Jährigen auf Empfang gestellt. Wir, die Mitarbeiter, haben viele Möglichkeiten, die se frühe Lernbereitschaft für die Entwicklung sozialer Kompetenzen zu fördern. Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Interkulturelles Lernen ist ein Prozess, welchen wir in unserem Konzept integriert haben. Dieser Prozess bedarf einer Offenheit im Team, kontinuierliche Reflexionen und eine gewisse Flexibilität im Umgang mit fremden Kulturen. Unser Team setzt sich durch Mitarbeiter vieler verschiedener Nationalitäten zusammen. Unsere nicht deutsch sprechenden Kinder sollen möglichst alle in ihrer Muttersprache begleitet und unterstützt werden. Nur so ist eine Einschätzung und Sprachförderung von Beginn an möglich. Dabei sollten wir den V ornamen und Nachnamen der Kinder richtig aussprechen und schreiben lernen. Rücksicht auf Essgewohnheiten, wie z. B. den Verzicht auf Schweinefleisch, nehmen, wichtige Feiertage unterschiedlicher Religionen im Laufe des Kalenderjahres feiern, die Lebenssituation der einzelnen Kinder kennenlernen, indem wir u. a. Elternabende, Elterngespräche un d Hausbesuche auf Wunsch durchführen, wobei Elterngespräche gegebenenfalls mit Dolmetscher geführt, mehrsprachige Informationen erteilt und herausgegeben werden sollten. In unserem Rucksackprojekt der Stadt Hamm, welches sowohl in der russischen, als auch in der türkischen Sprache stattfindet, treffen sich Mütter und Kinder einmal wöchentlich im Kindergarten. Angeleitet und unterstützt werden diese Treffen durch geschulte Mitarbeiter der Stadt Hamm, welche sowohl die russische, als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Eltern und Kinder werden in einem ganzheitlichen Projekt in ihrer Muttersprache geschult. Darüber hinaus finden viele Sprachangebote in der deutschen Sprache statt. 31 Selbstverständnis und pädagogisches Handeln der Mitarbeiter Durch gezielte vorschulische Sprachförderung soll eine stabile Grundlage für das schulische Fortkommen aller Kinder gesichert und eine Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Familien sowie Kindern mit Migrationshintergrund verringert werden. Die Fähigkeit zum Spracherwerb ist angeboren, d. h. welche Sprache Kinder erwerben, hängt davon ab, welche Sprache Vater, Mutter oder andere Personen, bei denen das Kind aufwächst, sprechen. • Bezugspersonen werden imitiert • Wörter werden erstmals allgemein gebraucht (Hund – für alle Vierbeiner) • Neue Wörter werden gebildet: z. B. Analogien • Wiederholungen von Wörtern oder kleinen Sätzen Viele Fragen nach Benennung der umgebenden kindlichen Welt fordern Aufmerksamkeit und Zuwendung ein, um ihrem Bedürfnis nach Kommunikation nachkommen zu können. Da ein Kind diese Prozesse immer durchläuft, lernt es die Regeln und den Gebrauch von Sprache kennen. Sprachförderkompetenz des/der Erziehers/Erzieherin durch: • Sprachvorbildliches Erzieherverhalten • Sprachunterstützendes Erzieherverhalten • Korrigierende Rückmeldung durch den Erzieher • Selbstverständnis des „pädagogischen Personals“ im Umgang mit umfangreichem Wissen über entwicklungspsychologische Zusammenhänge der kindlichen Sprachentwicklung • Bereitschaft zur Fort - und Weiterbildung • Erweiterung und Ausbau der diagnostischen Fähigkeiten • Gezielte Beobachtungsfähigkeit und Auswertungsfähigkeit • Erstellung einer Systematik über die inhaltliche Schwerpunktsetzung in der Sprachförderung und der Wahl der Formen von methodischer Umsetzung • Festigung und Erweiterung der grammatischen Kompetenz durch den Ausbau des eigenen Wissens über die deutsche Sprache Kinder entdecken ihre Welt mit allen Sinnen. Alles wird erobert, benannt und begriffen in seinem doppelten Wortsinn. Daher kann Sprachförderung bei Kindern im Kindergartenalter nicht isoliert wie 32 in einer Sprachlaborsituation stattfinden, sondern sie ist der rote Faden, der sich durch alle Ereignisse des Tages zieht. Für Kinder findet Sprache überall statt. Sie singen, toben, spiel en, handeln Spielregeln aus und entdecken in Büchern und Geschichten Vertrautes aus ihrem Alltag und Faszinierendes von Dinosauriern und aus dem Weltall. Sprache ist für die Kinder der Schlüssel zur Welt. Über sie lernen sie die Umwelt kennen und treten mit ihr in Interaktion. Indem sie zunehmend Sprache beherrschen, in Wörtern und Sätzen formulieren, was ihre Ideen, Wünsche und V orstellungen sind, entdecken sie, was sich mit Sprache bewirken lässt. Sie können sich anderen mitteilen und sie zu Handlungen in ihrem Sinne bewegen. Sie erfahren etwas darüber, wie die Welt beschaffen ist und was andere Menschen meinen, denken und fühlen. Kinder können mit Hilfe der Sprache über das unmittelbare Handeln nachdenken und es im V orfeld planen. Sie erwerben da rum nicht nur Strukturen von Sprache, lernen nicht nur Wörter und Grammatik. Vielmehr sind die Funktionen und die Wirksamkeit von Sprache gleichsam der Motor dafür, dass sie ihr sprachliches Können ausbauen. Ganzheitliche Sprachförderung geschieht nicht in Abgrenzung zu anderen Bildungsbereichen. Die Sinneserfahrungen, welche Kinder machen, müssen mit allen Sinnen erfolgen. Die Kinder müssen Wörter riechen, schmecken, fühlen und erleben können und zugleich muss ihr Entdeckerdrang, ihre Bewegungsfreude, ihre Neugierde befriedigt und ihr soziales Lernen gefördert werden. In diesem ganzheitlichen Ansatz bestätigen sich die Empfehlungen von Frau Prof. Lilian Fried, die als geeignete Maßnahmen einer Sprachförderung in den Kindertagesstätten, neben einem gezielten Förderangebot, eine ganzheitliche Förderung favorisiert. Eine ganzheitliche Sprachförderung bezieht die vier Sprachebenen des Sprachsystems ein. Diese umfassen alle Elemente der Sprache und des Sprechens. Dabei ist keine starre Abgrenzung, sondern ein fließender Übergang der Ebenen zu berücksichtigen. Das Erlernen der Sprache und das Teilhaben an der Sprachgemeinschaft ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und den Aufbau sozialer Beziehungen. Sprechen zu können macht es leichter, mit anderen Per sonen in Kontakt zu kommen, Gedanken und Gefühle auszudrücken, Wünsche zu äußern, Erlebnisse zu verarbeiten, Handlungen zu planen, Zusammenhänge zu verstehen und Erfahrungen auszutauschen. Für uns bedeutet dies auch, Sprachförderung nicht isoliert in einzelnen Angeboten zu sehen, sondern den Alltag so zu gestalten, dass Sprache den ganzen Tag gepflegt werden kann, z. B. im Spiel, im Lied oder in der Bewegung. Durch flexible Tagesabläufe mit immer wiederkehrenden Ritualen, die zum Sprechen einladen, kann Neu es eingeübt und 33 Bekanntes wiederholt werden. Dies gibt Kindern Sicherheit. Förderlich für eine optimale Sprachförderung ist eine vertrauensvolle offene Beziehung zu den Bezugspersonen der Kinder. Wir signalisieren daher: „Ich habe Zeit. Ich höre dir zu. Ich habe Interesse an dem, was du erzählst.“ Die Motivation des Kindes und seine emotionale Befindlichkeit spielen eine wichtige Rolle für die Eigenaktivität des Kindes, denn nur, wenn die Tätigkeiten dem Kind auch Spaß machen, kommt es zu dem angestrebten Erfahrungsgewinn. Deshalb fördern wir die Kinder auf spielerische Weise in ihrer Sprachentwicklung. Prinzipien unserer Sprachförderung Unsere Sprachförderung orientiert sich im Wesentlichen an einer ganzheitlichen Unterstützung der Wahrnehmungsbereiche. • Sprechen: Beim Trainieren des Sprechens geht es um die Förderung der Motorik der Sprechorgane sowie um die Verbindung von Sprache und Bewegung. Durch Fingerspiele wird die Sprache durch symbolische Mittel verdeutlicht. Mit Sprachspielen wie Abzählreime, Fingerspiele, Reimen, Rollenspielen, Lautgedichten und Zungenbrechern wollen wir das Sprechen spielerisch und lustvoll fördern. • Bewegung: Bewegungserfahrungen tragen dazu bei, dass sich das kindliche Gehirn differenziert entwickelt, was eine wichtige V orauss etzung für den Spracherwerb ist. Wir bieten den Kindern dazu Kreis- und Bewegungsspiele, Hüpfspiele, Schwungübungen usw. an, die auch dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden. • Hören: Beim Hörtraining lernen die Kinder sich auf das Hören zu konzentriere n, z. B. durch Geräusche erraten, durch Richtungshören, oder beim heraushören leichte Unterschiede der Sprachlaute. Dazu bieten wir Spiele an, wie Bewegungsspiele, Hund und Knochen, und Anlautverse. Diese Spiele setzen wir kurzzeitig und regelmäßig ein, da die Konzentrationsfähigkeit der Kinder in diesem Alter noch nicht so hoch entwickelt ist. • Verstehen und Merken: Mit Hilfe von Kim - Spielen (Wahrnehmungsspiele) werden die Kinder über verschiedene Sinne zum Sprachverständnis geführt. Im Rollenspiel lernt das Kind im Umgang mit anderen, sich sprachlich angemessen auszudrücken. Durch das Bilderbuch kommt es beim Betrachten und Zuhören zu einer Verknüpfung von Gesehenem und Gehörtem. Kinder werden zum Sprechen, Nachfragen und zur freien Assoziation angeregt. • Rhythmik und Melodik: Rhythmik und Melodik sind wichtige Grundlagen zur Erfassung von Wort und Satzstrukturen sowie Lieder, Sing -, Tanz-, Klatsch- und Handgestenspiele. Dabei 34 können die Kinder die Bedeutung von Wörtern über Augen, Ohren, Hände und Bewegungen erfahren. Diese Spiele bieten auch Kindern mit geringen Sprachkenntnissen die Möglichkeit, sich zu beteiligen und zurückhaltende Kinder finden in der Gruppe den nötigen Schutz, Sprachhemmungen zu überwinden. Über Wiederholungen prägen sich die sprachlich en Strukturen ein, die dann auch in anderen Zusammenhängen eingesetzt werden können. Zusammenarbeit mit Eltern Wir verstehen Sprachförderung als Basisaufgabe unseres Bildungs - und Erziehungsauftrages. Dies bedeutet nicht, dass wir die alleinige Verantwortung tragen, sondern das häuslich,- familiäre Umfeld einbeziehen. Wir verstehen die Eltern als Erziehungspartner. Bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung, der Hospitation, der Eingewöhnung und der Aufnahme finden Anamnesegespräche mit den Eltern statt. Ein off ener und ehrlicher Dialog ist uns sehr wichtig, um die uns anvertrauten Kinder noch besser verstehen und sie in ihren Bedürfnissen sowie Interessen unterstützen zu können. Ein wichtiger Aspekt dieser Gespräche ist die Sprachentwicklung und die Sprachfreude der Kinder. Über die im pädagogischen Alltag angesiedelten Tür- und Angelgespräche hinaus, finden regelmäßige Elterngespräche statt, die unter anderem die Sprachentwicklung zum Inhalt haben. Ein wichtiges Ziel dieser Gespräche ist es, gemeinsam mit den El tern Möglichkeiten der Sprachförderung zu finden bzw. Wege aufzuzeigen. Insbesondere mit den Eltern der Kinder, die in Familien mit Migrationshintergrund aufwachsen, in der die Erstsprache nicht Deutsch ist, pflegen wir einen besonders intensiven Austausc h, eine umfassende Beratung und Unterstützung. Einige unserer Mitarbeiter sprechen türkisch oder russisch. Diese Ressourcen setzten wir gewinnbringend in der Elternarbeit ein. Die Eltern sind für uns ein wichtiger Partner für die Arbeit mit den Kindern. V on Ihnen können wir Informationen über die Situation in der Familie erhalten und wir können etwas über das sprachliche Umfeld des Kindes erfahren, z. B. • Wie war die sprachliche Entwicklung des Kindes bisher? • Wird das Kind zweisprachig erzogen? • Wird in der Familie generell wenig oder viel gesprochen? Sprachentwicklung und Sprachförderung sind vor diesem Hintergrund als eine gemeinsame Aufgabe 35 der Tageseinrichtung für Kinder und des Elternhauses zu sehen. Als V oraussetzung dafür sehen wir die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Grundlage dafür bildet die gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung. Als Formen der Elternarbeit bieten wir den Eltern in diesem Zusammenhang eine Informationsveranstaltung an, in der wir den Eltern die Arbeit mit den Kindern in der Sprachförderung erklären, einen Überblick über die Sprachentwicklung geben, Tipps für eine förderliche Sprachpflege zu Hause und gegenseitige Erwartungen abklären. Außerdem sind uns regelmäßige Elternsprechzeiten wichtig, um die Eltern über die sprachliche Entwicklung ihres Kindes zu informieren. Das Ziel dieser Gespräche ist, ein Austausch über die individuelle Sprach - und Lernentwicklung mit dem Schwerpunkt „Lernen mit allen Sinnen“. Beobachtung und Dokumentation Die Sprachentwicklungsdokumentation ist Bestandteil der Bildungsdokumentationen und obliegt den gleichfalls für die Bildungsdokumentation gültigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Wir arbeiten in unseren Häusern zusätzlich zu unseren eigenen B eobachtungsbögen mit den altersbezogenen Merkmalen sowie den BASIK-Bögen. Des Weiteren bieten wir in Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum das Rucksackprojekt in den Sprachen türkisch und russisch an. Dieses Projekt ist ein Konzept zur Sprachförderung und Elternbildung, es zielt auf die Förderung der Muttersprachendkompetenz, der deutschen Sprache und der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Unser Sprachförderkonzept ist angelehnt an unsere Trägerkonzeptionen und vertritt unser humanistisches Menschenbild und unsere pädagogischen Grundlagen. Unsere Ziele sind dabei: • Die Sprechfreude der Kinder zu wecken und den Umgang mit Sprache zu fördern und zu festigen • Die Kinder zum Sprechen, Zuhören, Fragen und Antworten zu animieren und somit ihr Sprachverständnis zu erweitern • Durch einen sicheren Umgang mit Sprache, soll das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt werden • Auf spielerische Weise soll der Wortschatz der Kinder erweitert werden • Elternkompetenz stärken. 36 3.2.3 Interkulturelles Lernen Interkulturelle Pädagogik sieht in der Unterschiedlichkeit eine Chance, voneinander zu lernen und einen Weg zu finden, mit Fremdheit und Andersartigkeit umzugehen (interkulturelle Kompetenz). Unterschiede und Gemeinsamkeiten können bewusst gemacht werden und dazu führen, dass eigene, nicht hinterfragte Standpunkte überdacht und vielleicht neue Umgangsmöglichkeiten gefunden werden können. Ausgangspunkt ist, dass es nur eine, ungeteilte menschliche Kultur gibt mit vielen historisch bedingten unterschiedlichen Traditionen, Bräuchen, etc. Interkulturelle Erziehung will zum konfliktarmen Zusammenleben der Zugewanderten und der einheimischen Mehrheitsbevölkerung beitragen und das Miteinander als Quelle von Anregung und Chance erfahrbar machen. Kulturelle Vielfalt ist in allen unseren Einrichtungen gegeben. Unsere Kinder kommen aus sozial schwachen Elternhäusern, aus Patchworkfamilien und aus Familien mit anderen kulturellen oder religiösen Hintergründen. Sie bringen ihre unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Sprachen mit in den Kindergarten. Dies ist einerseits bereichernd, andererseits nicht frei von Konflikten. Interkulturelles Lernen bedeutet für uns, sich mit Vielfalt und Identität auseinander zu setzen. Unser Ziel ist die Fähigkei t, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zurechtzufinden, sich selbst und andere wertschätzen zu können und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Das positive Selbstbild von der eigenen Kultur und Ethnie schafft die V oraussetzungen für Aufgeschlossenheit g egenüber anderen Kulturen. Die Erweiterung des Erfahrungsschatzes durch fremde und spannende Eindrücke beginnt für die meisten Kinder in unserem Kindergarten. Mit Neugierde und Offenheit gehen sie auf Lernsituationen zu: Neues kennen lernen, Fremdes akzeptieren, Unbekanntes ausprobieren, Konflikte austragen und Sprachen lernen. Für alles das sind Zwei- bis Dreijährige empfänglich. Wir, die Mitarbeiter, haben viele Möglichkeiten, diese frühe Lernbereitschaft für die Entwicklung sozialer Kompetenzen zu fördern. Der Anspruch interkultureller Pädagogik ist ganzheitlich. Interkulturelles Lernen ist ein Programm, welches wir in unserer Konzeption integriert haben. Dies bedarf auch einer kontinuierlichen Reflexion und Handlungsplanung im Team wie die ErzieherInnen selbst mit fremdem und kulturellem Anderssein umgehen. 37 3.2.4 Genderpädagogik „Bildung ist die im Menschen angelegte Fähigkeit, ein Bild von der Welt aufzubauen. Es ist eine aktive Konstruktionsleistung, sich die physische und geistige Welt anzueignen, den Dingen Sinn und Bedeutung zu verleihen“ (Liegle 2008, 95). Schon in den ersten Monaten des Lebens beginnen Kinder damit, Kategorien zu bilden. Zum Beispiel unterscheiden sie Lebendiges von Leblosem, Menschen von Tieren, Erwachsene von Kindern und Jungen von Mädchen. Das große Bildungsthema für jedes Kind ist die Frage: Was ist ein Mädchen, was ist ein Junge, und was bin ich? Mit Beginn der Kindergartenzeit verstehen Kinder, dass es zwei Geschlechter gibt und dass sie entweder zur Kategorie „Junge“ oder „Mädchen“ gehören. Damit beginnt die Identifizierung der Kriterien, die für die jeweilige Kategorie typisch sind. Kinder konstruieren sich ihr Bild von einem „richtigen“ Jungen bzw. einem „richtigen“ Mädchen, sie bilden sich bezüglich ihres eigenen sozial en Geschlechtes (Gender). Vermeintliche Klarheit entsteht für junge Kinder zunächst nicht durch das biologische Geschlecht, sondern durch die äußere Erscheinung (Haarspange = Mädchen; Basecap = Junge). So ist zu verstehen, dass plötzlich stereotypes Verhalten zu beobachten ist. Die Mädchenwelt verfärbt sich rosa – falls Erwachsene dafür nicht schon früher gesorgt haben -, und die meisten Jungen verweigern sich allem, was den Anschein hat „für Mädchen“ zu sein. Für die psychische und soziale Entwicklung sind die ersten Lebensjahre von zentraler Bedeutung. Bis zum sechsten Lebensjahr erwerben Kinder eine basale Geschlechtsidentität, ein grundlegendes Verständnis von Geschlechterunterschieden, Geschlechtskonstanz und Sexualität sowie das Wissen von Geschlechtsstereotypen. Auch die allmähliche Entwicklung von Spielvorlieben und Interessen sowie differenzierten Beziehungen und Freundschaften zu anderen Kindern hängen entscheidend mit der Geschlechtszugehörigkeit zusammen. Im Jahre 1998 öffneten unsere ersten Einrichtungen. Sie sollten ein Ort der Gleichheit sein, ein Ort, um eine Antwort zu geben auf eine uralte Frage, nämlich, ob die Natur oder die Gesellschaft bestimmt, welchen Weg Mädchen und Jungen im Leben einschlagen, welche Rollen sie annehmen. Es sind auf den ersten Blick eher Kleinigkeiten, die einen Hinweis darauf geben, dass unsere Einrichtungen anders sind. Spielzeug wird nicht getrennt voneinander aufgehoben, Puppen, Lastwagen, Dinosaurier und Schmuckbänder werden in Behältnissen aufbewahrt. In den Bücherregalen stehen eher keine Klassiker, sondern Neuerscheinungen, die sich mit Themen 38 auseinandersetzen, die zu einer „normalen“ Kindheit heute dazugehören, z. B. Adoption und gleichgeschlechtliche Elternschaft. Wichtig sind folgende Anforderungen an eine geschlechterbewusste Pädagogik: ● Unsere Fachkräfte benötigen aktuelles Wissen über geschlechtsbezogene Entwicklung und Sozialisation in den ersten Lebensjahren. Zudem müssen sie ihre eigene geschlechtstypische Sozialisation und ihre Einstellungen zu Jungen und Mädchen reflektieren (vgl. Walter 2012). Daher ist sowohl eine Weiterentwicklung der Ausbildung als auch gezielte berufsbegleitende Fortbildung zum Thema erforderlich (Systemischer Berater). ● Die pädagogische Arbeit muss unter geschlechtsbezo gener Perspektive reflektiert und verändert werden. Dies betrifft nicht zuletzt die Gestaltung von Räumen und Materialien, die den Rahmen für die (Selbst-)Bildungsprozesse von Kindern bereitstellen. ● Eine geschlechtsspezifische Pädagogik braucht es dageg en in der Regel nicht. Es gibt kaum Aspekte kindlicher Entwicklung, die in den ersten Lebensjahren eine grundsätzlich unterschiedliche Behandlung von Mädchen und Jungen rechtfertigen können. ● Es sollte auch in der Frühpädagogik mehr männliche Fachkräfte geben. Somit können wir vor Stolz berichten, dass in all unseren Einrichtungen männliche Fachkräfte beschäftigt sind. Wesentliche Ansatzpunkte für die Berücksichtigung der Genderperspektive in der Frühpädagogik liegen darüber hinaus in der Zusammenarbeit mit Eltern. Die Geburt eines Kindes ist ein großer Einschnitt in das Leben der Eltern und führt auch bei Paaren, die zuvor eine eher gleichberechtigte Beziehung gelebt haben, zu einer – oft ungewollten – Re-Traditionalisierung des Geschlechterverhältnisses. Gleichzeitig sind auch Väter gerade in dieser Phase auf der Suche nach Orientierung, offen für neue Ideen und Unterstützung. Unsere pädagogischen Fachkräfte, die ihren Blick für geschlechtsbezogene Zusammenhänge geschärft haben, können Eltern auf vielfache Weise unterstützen: ● Sie können darauf hinweisen, wie Eltern ihre Jungen und Mädchen geschlechtstypisch behandeln – oft ohne dies zu beabsichtigen. 39 ● Auf der Grundlage entwicklungspsychologischen Wissens können sie Eltern beruhigen, die sich Sorgen machen, weil ihr Kind sich „unangemessen“ verhält, z. B. wenn Eltern irritiert sind, dass ihr kleiner Sohn seine Nägel „wie Mama“ lackiert bekommen hat und später selbst eine Mama werden möchte. ● Sie können Eltern positive Rückmeldungen über vielfältiges und nicht stereotypes Verhalten von Jungen und Mädchen geben und damit geschlechtstypischen Klischees und Einengungen entgegenwirken. ● Unsere Einrichtungen können schließlich eine aktive Rolle darin übernehmen, Väter mehr in die Betreuung und Begleitung ihrer Kinder einzubeziehen. Sie können darüber hinaus Vätern ermöglichen, ihre Erfahrungen und Fragen einzubringen, und einen Dialog von Müttern und Vätern anregen und begleiten. Die Einführung der Genderperspektive in Kindertageseinrichtungen ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Angesichts des großen Drucks, unter dem im Moment viele Einrichtungen stehen, die in kurzer Zeit ein Angebot für Kinder in den ersten drei Lebensjahren entwickeln sollen, wird dieses Thema oft hinten angestellt oder ga nz übersehen. Ein gezieltes Aufgreifen geschlechtsbezogener Zusammenhänge ist aber dringend erforderlich, wenn die Frühpädagogik nicht aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen hinterherlaufen will. Schließlich sind es Veränderungen der Geschlechterverhältnisse, die dazu geführt haben, dass die Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern momentan eine solche Aufmerksamkeit erhält. 40 3.2.5 Bewegungskonzept Bewegung ist das Tor zum Leben. Dass Kinder sich ständig bewegen müssen ist ein natürliches Phänomen, welches dazu beiträgt den Körper und die Seele in Einklang zu bringen. Bewegung ist daher ein pädagogisches Prinzip im Kindergarten. V oraussetzungen für dessen Umsetzung sind ein bewegungsförderliches pädagogisches Konzept, motivierte und quali fizierte Erziehrinnen, hinreichend Bewegungsraum und ein bewegungsfreundliches Raumnutzungskonzept. Der Kindergarten, als zumeist erste pädagogische Institution außerhalb der Familie, hat viele Einflussmöglichkeiten den zivilisationsbedingten Bewegungsmang el auszugleichen und Kindern mehr Zeit und Raum zu geben, sich ganzheitlich zu entwickeln. Seine besondere Stellung ergibt sich daraus, dass hier alle Kinder, unabhängig von der sozioökonomischen Lage der Eltern in gleicher Weise gefördert werden. Nur wenn die Grundeinstellung der ErzieherIn zur Bewegung und zum eigenen Körper positiv ist, wird sie in der Lage sein, Kinder erfolgreich zu motivieren und zu begleiten. Die ErzieherIn steuert den pädagogischen Prozess und fungiert als V orbild. Ihre pädagogisch e Grundhaltung entscheidet über die Wirksamkeit von Impulsen und Angeboten. Sieht sich die ErzieherIn eher als im Hintergrund beobachtende Begleiterin und Partnerin des Kindes, das sich die Umwelt selbständig erobert, wird das Kind selbst zur bestimmenden Instanz des spielerischen Lernprozesses. Die ErzieherIn gibt nur bei Bedarf Hilfestellungen, gibt Anregungen, Impulse oder motiviert. Ansonsten überlässt sie dem Kind das Feld zur freien Erkundung und hält sich mit vorschnellem Eingreifen zurück. Dies stär kt das Selbstkonzept des Kindes in allen Bereichen. Die beste Möglichkeit zur effektiven Nutzung der zur Verfügung stehenden Räume besteht für uns in einer inneren Öffnung der Kita. Bewegung findet in unserer Kita nicht nur im Bewegungsbereich statt, sond ern überall dort, wo Kinder leben und spielen. Die Verteilung der Kinder auf mehrere Funktionsräume, schafft eine gelöste und bewegte Atmosphäre für Kinder und Erzieherinnen. Dabei ist gleichzeitig die Anforderung an die Kinder, Regeln einzuhalten, der Umg ang mit Materialien sowie deren größere Selbständigkeit und Verantwortlichkeit von großem Wert. In Bezug auf das Konzept (Offene Arbeit) gelten für unsere pädagogischen Fachkräfte besondere Anforderungen wie: • Vertrauen in die Kollegen • inhaltliche Gestaltung • pädagogische Betreuung 41 • ständiger Austausch im Team • Verantwortungsgefühl für alle Kinder • Aufsichtspflicht Letztlich bewirkt diese Entflechtung in allen Räumen mehr Bewegungsraum und weniger Reizüberflutung. Übersichtliche Räume mit einer dos ierten Auswahl an Materialien verführen zur phantasievollen Entwicklung und Ausgestaltung von Spielprozessen. Offene Türen und auf das Wesentliche reduzierte Material und Mobiliar, schaffen ein bewegungsfreundliches Klima. Bewegung im Freien, bei jedem Wetter und zu jeder Zeit, ist unabdingbar. Folgende Kompetenzen werden durch die Bewegungsvielfalt unterstützt: 1. Stärkung der Bewegungsentwicklung • Kraft • Ausdauer • Beweglichkeit • Schnelligkeit • Koordination • unterschiedliche Erfahrungen mit Material 2. Stärkung der geistigen Entwicklung • Unterscheidungsvermögen • Einschätzung von Situationen • Begriffsbildung • Materialkompetenz • Wahrnehmungsprozesse 3. Stärkung der sozialen Entwicklung • soziale Sensibilität • Einfühlungsvermögen • Regelverständnis • Kontakt- und Kooperationsfähigkeit • Toleranz und Rücksichtnahme • Konfliktfähigkeit 42 4. Stärkung der Gefühlsentwicklung • Erlebnis - und Ausdrucksfähigkeit • Selbstvertrauen • Selbstwertgefühl • Selbstbewusstsein • Frustrationstoleranz 5. Stärkung der sensomotorischen Kompetenzen • vestibuläre Wahrnehmung (Gleichgewicht) • kinästhetische Wahrnehmung (Bewegungsempfinden) • taktile Wahrnehmung (Fühlen) • visuelle Wahrnehmung (Sehen) • auditive Wahrnehmung (Hören) • Raumwahrnehmung/Raumorientierung Die Bildungsbereiche in unseren Einrichtungen Unsere Bildungsbereiche laden dazu ein, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Selbst -, Sozial- und Sachkompetenz entwickeln und ungestört in ei ner entspannten und vorbereiteten Umgebung spielen. Die Räume sind gezielt auf Funktionen, Bildung, Bewegung und Themen eingerichtet. In unseren Einrichtungen sind es die Räume, die den Kindern Gelegenheit geben, sich aus eigener Initiative mit Tätigkeite n oder Themen zu beschäftigen, d.h. ihre Selbstbildungspotenziale zu entwickeln. Die Räume und ihre Ausstattung erlauben den Kindern Spielpartner, Ort, Zeit sowie Materialien zu wählen. Räume sollten derart gestaltet sein, dass sie Kinder immer und überall dazu einladen und auffordern, sich ganzheitlich zu bewegen. Bewegung darf nicht nur auf hierfür eigens ausgewiesene Räume, wie Turnraum oder Außenspielgelände reduziert werden. Es geht vielmehr darum, Kindern alltägliche Bewegungs- und Entscheidungsfreih eit zu gewähren, damit sie eigenaktiv tätig werden können: Erkunden, Forschen, Handeln, Experimentieren, Werkeln, Ausprobieren und dabei die eigenen körperlichen Grenzen und Kompetenzen zu erfahren. Kinder können beispielsweise malen, indem sie sitzen, knien, stehen oder liegen. 43 Bewegungsbereich Der Bewegungsbereich ist einer der größten Räume in der Einrichtung und bietet allen Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Es werden nach den Interessen der Kinder Bewegungslandschaften oder Bewegungsbaustelle n aus unterschiedlichen Materialien zusammengestellt. Feste Bestandteile des Bewegungsbereiches sind variabel (Kletterwand, Weichbodenmatte, Trampolin, etc.) und nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder austauschbar. Bällebad Es besitzt einen hohen Aufforderungscharakter für Kinder. Tiefensensibilität, Gleichgewicht und taktile Wahrnehmungsbereiche werden hier ebenso gefördert, wie Entspannung und Fantasie. Des Weiteren schult es die Hand -Auge-Koordination, die sensorischen Fähigkeiten und bereitet den Kindern eine Menge Spaß und Freude. Außengelände Gerade die Kombination von frischer Luft, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, und die Möglichkeit zu vielfältigen Bewegungsspielen tragen zur Gesunderhaltung bei. Mit Roller, Laufrad und Pedalos können auf unterschiedlichen Bodenbelägen Gleichgewicht, Körperspannung und Kraft sowie Angstüberwindung, aber auch Grenzerfahrung, geübt werden. Mobile Gegenstände wie Autoreifen, Bretter und vieles mehr erhöhen den Reiz draußen zu spielen und setzen der Entwicklung von Phantasie und Experimentierfreude keine Grenzen. Turnen und Schwimmen Regelmäßig gehen wir mit unseren Kindern zum Turnen in die große Turnhalle einer Grundschule und mit unseren angehenden Schulkindern zur Wassergewöhnung ins Hallenbad. In der Turnhalle stehen uns andere Turngeräte zur Verfügung, die es uns möglich machen, den Kindern durch Großgeräte Bewegungslandschaften zur Verfügung zu stellen, die wir in unseren Räumlichkeiten in dieser Form nicht anbieten können. Bewegungen im Wasser fördern die natürlichen Bewegungsabläufe des Körpers. Zudem sind Wasserspiele auch außerordentlich förderlich für die Koordination. Im Wasser spüren die Kinder ein anderes Körpergefühl, das sie zu anderen Bewegungsmöglichkeiten motiviert. 44 Entspannung und Ruhe In unserer Einrichtung stehen den Kindern ebenfalls Räumlichkeiten in Form von Höhlen, Ecken, Nischen und anderen Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung, um ihrem Bedürfnis nach Entspannung, Ruhe oder Schlaf nachgehen zu können. Gesund lernen Gesundheit ist eine wichtige V oraussetzung dafür, dass Kinder effektiv lernen können und sich körperlich und geistig gut entwickeln. Eine ausgewogene, kindgerechte Ernährung und vielseitige Bewegung sowie ausreichende Entspannungsmöglichkeiten sind dabei von grundlegender Bedeutung. Ist die Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungenganzheitlich ausgerichtet und in das pädagogische Konzept eingebettet, lassen sich mit ihrer Hilfe Bildungs - und Erziehungsqualität nachhaltig verbessern. Gleichermaßen, wie Gesun dheit die Grundlage für eine gute Bildung und Entwicklung der Kinder darstellt, sind eine optimale Entwicklung und Bildung die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Gut entwickelte und kompetente Kinder finden eher ihr körperliches und seelisches Gleichgewicht, sind selbstbewusster und widerstandsfähiger gegenüber Belastungen und Lebenskrisen. In der Bewegung erkunden, gestalten und entdecken Kinder ihre Lebenswelt. Die Neugier der Kinder ist groß. Dieses ist etwas Natürliches und ein wichtiger Bestandte il einer gesunden Entwicklung. Es liegt grundsätzlich in der Natur der Kinder, sich zu bewegen. Ohne dieser natürlichen Anlage wäre eine Entwicklung vom unselbstständigen Säugling zu einer selbstständigen, selbstbewussten und gesunden erwachsenen Persönlichkeit nicht möglich. Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, Bewegung zuzulassen, Möglichkeiten für Bewegungserfahrungen zu schaffen und die Entwicklung unterstützend und fördernd zu begleiten. Spielräume Kinder brauchen somit ausreichend Spielräume, in denen sie neue Bewegungsmöglichkeiten und bislang unbekannte Zusammenhänge ihrer Lebenswirklichkeit erfahren. Durch neue Bewegungsversuche gewinnen sie gleichzeitig Körper - und Umwelterfahrungen, die sie für die nächsten Entwicklungsschritte brauchen. Sie lernen handelnd, forschend und gestaltend. Kinder, die gern tanzen, sich verkleiden oder Theater spielen, erfahren in entsprechenden Bewegungsspielen neue darstellende und gestaltende Ausdrucksmöglichkeiten. Kinder verstehen Zusammenhänge in ihrer 45 Lebenswelt erst dann, wenn sie Sachinformationen nicht über Erzählungen oder flimmernde Bilder erhalten, sondern über Körperbewegung und über sinnliches Beobachten und Begreifen. Sie entwickeln auf diese Weise eine sinnvo lle Strategie zum Problemlösen. Wer mehr erlebt, kann daraus auch mehr Schlussfolgerungen ziehen. Bewusste Bewegungen, in denen Kinder mit hellwachen Sinnen spüren und beobachten, fördern die Lernfähigkeit. Kinder können sich ihren Handlungen aufmerksamer widmen und die Aufmerksamkeit durch Bewegung länger beibehalten. Sie gewinnen an Selbstkontrolle und können ihre Körperbewegungen besser kontrollieren. Die ganzheitliche Entwicklungsförderung unterstützt Kinder gleichermaßen in ihren sinnlichen, motorischen, sozialen und kognitiven Erlebnissen. Durch bewegungsreiche Handlungen wird das zentrale Nervensystem intensiv aktiviert. Dies ermöglicht körperliche und geistige Lernzusammenhänge, z. B. abwechselndes V or - und Rückwärtsgehen oder das Hinzufügen und Abz iehen von Materialien können das spätere Addieren und Subtrahieren vorbereiten. Bewegungsrhythmus Bewegung, Musik und Sprache sind von Natur aus miteinander verknüpft. Kinder haben durch die Verbindung von rhythmischen Bewegungen mit Sprache und Liedern die Möglichkeit ihre geistigen Fähigkeiten auszubauen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Denk - und Bewegungsrhythmus. Wenn Kinder Melodien lernen oder erfinden oder zu Melodien tanzen, erleben sie einen fließenden Verlauf und eine sinnhafte Gliederung. Wenn z u der Melodie Texte gehören, müssen die Kinder über die Bedeutung der Wörter nachdenken. Verstärkt wird es noch, wenn zu den Wörtern Bewegungsformen hinzukommen und weil diese Wörter wichtig für die Kinder sind, bleiben sie im Gedächtnis. Kinder erwerben somit über Jahre hinweg ein Gespür für die körperlichen Fähigkeiten und eine möglichst realistische Einschätzung. Sie entwickeln einen gesunden Umgang mit ihrem Körper und ein positives Selbstkonzept. Sie erweitern ihre konditionellen und koordinativen Fä higkeiten, insbesondere ihre grob- und feinmotorischen Fertigkeiten. Besonders nachhaltig ist es, wenn sie beim Spielen und Lernen schöne Erlebnisse und angenehme Gefühle erfahren. Bewegung fördert zudem Wahrnehmung und Konzentration. Mit ihren Bewegunge n lernen Kinder ihre Umwelt und ihren Körper mit all seinen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Sie erfahren den Unterschied zwischen oben und unten, schnell und langsam, schwach und stark. Ebenso ist die Entwicklung des Denkens und des Lernvermögens eng an die Motorik gebunden. So ist 46 beispielsweise die Fähigkeit rückwärts zu laufen mit der Fähigkeit rückwärts zu zählen verknüpft. Durch Bewegung setzen sich die Kinder mit sich selbst und mit anderen auseinander und können ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. B ewegungsspiele fördern deshalb soziales Lernen und die Kommunikationsfähigkeit. In Fangspielen beispielsweise kommt es darauf an, die Mitspieler genau zu beobachten, um selbst nicht gefangen zu werden. Die Kinder lernen, sich in andere hineinzuversetzen und darauf ihre Reaktionen abzustimmen. Auf diese Weise schult Bewegung die Wahrnehmung, auch nonverbaler Signale. Bewegung ist die Grundlage aller Sinneswahrnehmung. V or allem die Nahsinne werden über Bewegung gefordert und gefördert. Dazu gehören der Gleichgewichtssinn (vestibulärer Sinn), die Wahrnehmung von Muskeln, Sehnen und Gelenken (kinästhetischer Sinn) und die Tastwahrnehmung über die Haut (taktiler Sinn). Der Gleichgewichtssinn bildet die Grundlage für Haltung, Bewegung und die motorische Koordinat ion. Er befähigt Kinder dazu, sich im Raum sicher zu orientieren. Eine gute Raumorientierung ist beispielsweise förderlich für das mathematische Verständnis. Denn mathematische Beziehungen sind räumlicher Natur. So können wir uns auf dem Zahlenstrahl und der Hunderter-Tafel vorwärts, rückwärts, diagonal oder nach rechts und links bewegen. Eine gut funktionierende taktil-kinästhetische Wahrnehmung bildet die Grundlage für den geschickten Einsatz des Körpers, besonders der Hände. Kinder mit einem ausgeprägt en taktil -kinästhetischem Sinn können deshalb besser malen und schreiben. Mit dem taktil -kinästhetischen Sinn erschließen sich Kinder auch die Welt der Formen. Sie drehen sich im Kreis, hüpfen hoch und runter, schlängeln sich am Boden und balancieren auf g eraden und schiefen Linien. Dabei erspüren sie mit ihren Muskeln, Sehnen, Bändern und der Haut die verschiedenen Formen und Oberflächen ihrer Umgebung. Die vielfältigsten und interessantesten Bewegungsanreize finden Kinder in naturnahen Räumen: Balancieren auf Baumstämmen, Laufen, Hüpfen, Springen, Rollen und Kriechen auf Wiesen, Hügeln, Schleichwegen, Mauern oder wackelnden Steinen im Bach – das schult die Sinne und macht Kindern viel Spaß. Gezielte Bewegungsangebote für V orschulkinder müssen für sie nachvollziehbar sein und sich zum Wiederholen eignen: Bewegung auf wiederkehrende Rhythmen und Reime, Lieder und Refrains oder im Rahmen von Kreisspielen bietet den Kindern ein System und motiviert sie zum weiteren Tun. Psychomotorik in unserer Einrichtung Als eine Antwort auf die veränderten Lebensbedingungen der Kinder versucht die Psychomotorik einen ganzheitlichen Zugang zum Kind über Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung zu erreichen. 47 Dabei steht das Kind stets im Mittelpunkt allen Geschehens. Entwicklungsprozesse werden über eine enge Verknüpfung zwischen Körper, Geist und Seele in Gang gesetzt. Die Psychomotorik befähigt das Kind, sich mit sich selbst und seiner materiellen und personalen Umwelt auseinander zu setzen. Auf diese drei wichtigen Bausteine b auen wir die täglichen Impulse auf. Die sogenannte Ich - Kompetenz, Sach-Kompetenz und Sozial-Kompetenz, die das Kind dabei erlangt, dient als Basis für eine umfassende Handlungskompetenz. • Durch die Ich-Kompetenz lernen die Kinder den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, zu erleben und mit ihm umzugehen. • Durch die Sach -Kompetenz nehmen die Kinder die Umwelt wahr, lernen sich an Umweltgegebenheiten anzupassen und erhalten die Möglichkeit, Gegebenheiten zu verändern oder zu beeinflussen und unterstützt die Entwicklung der Intelligenz. • Durch die Sozial-Kompetenz nehmen die Kinder andere Kinder wahr, passen sich an diese an, z. B. in Spielsituationen, gehen mit ihnen rücksichtsvoll um und erleben Kommunikationssituationen immer wieder neu. Über Bewegung und Spiel werden die Kinder über Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und V orlieben so motiviert, dass Schwächen, Defizite und Auffälligkeiten in den Hintergrund rücken. Das Selbstbewusstsein der Kinder wird gestärkt, da es sich in vielfältigen Situation en als kompetent erleben kann. Indem sich an den Stärken der Kinder orientiert wird, bleiben den Kindern Misserfolge und Frustration erspart. Sie gewinnen an Selbstvertrauen und wagen sich an neue Dinge heran. Die positiven Erfahrungen, die die Kinder über die Psychomotorik machen, übertragen sich meist auch auf den gesamten Lernbereich. Somit wird eine solide Basis in einer wichtigen Entwicklungsphase der Kinder gelegt, die für die Persönlichkeitsentwicklung und somit für das spätere Lernen in der Schule notwendig ist. Tiergestützte Pädagogik Nicht außer Acht zu lassen sind unsere zusätzlichen pädagogischen Mitarbeiter: die Tiere. Wir geben in unseren Einrichtungen den Kindern die Möglichkeit, Tiere als Haus - und Stalltiere kennenzulernen. In unserem Wohnumfeld ist es den meisten Familien nicht möglich, eigene Haustiere zu halten, sodass die Kinder ein großes Interesse an Tieren zeigen. Durch die Tierhaltung in unseren Einrichtungen ist es vielen Kindern erstmals möglich, persönlich mit Tieren in Kontakt z u treten. Momentan leben bei uns Ponys, Hühner, Vögel und ein Kindergartenhund. Die elementaren Grundbedürfnisse der Tiere ähneln denen der Menschen und sind aus diesem Grund für die Kinder 48 einfach zu verstehen. Durch die Unterstützung bei der Versorgung, übernehmen die Kinder schon früh Verantwortung für ein anderes Lebewesen. Auch über diese täglichen Rituale und verschiedenen Aktionen mit den Tieren werden zusätzliche Sprachanlässe geschaffen. Die Fähigkeit zur sozialen Interaktion wird durch den Kontakt zwischen Kind und Tier gefördert. Will das Kind eine Beziehung zu dem Tier aufbauen und mit diesem kommunizieren, so muss es lernen, Einfühlungsvermögen für ein anderes Lebewesen zu entwickeln und es zu schätzen Ziele: in Bezug auf Bewegung in Verbindung mit unseren Tieren: • wirken motivierend und steigern die Lebensqualität • haben einen hohen Aufforderungscharakter • fördern Verantwortungsbereitschaft und das Bewusstsein für andere Lebewesen • wirken entspannend und stressreduzierend • erlauben Körperkontakt • stärken die Entwicklung der sensomotorischen-perzeptiven Kompetenzen • ermuntern zu körperlicher und geistiger Aktivität • verhelfen zu mehr Selbstvertrauen • regen zu motorischer Bewegung an • sind eine soziale Unterstützung für das Kind • stärken das Selbstwertgefühl 49 3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . richtet sich in der Zusammenarbeit mit Eltern nach dem systemischen Ansatz. Der Träger befindet sich momentan im Zertifizierungsproz ess zur DGSF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V .) „empfohlenen Einrichtung“ der Kinder- und Jugendhilfe. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Mitarbeitern, in denen beide Parteien gemeinsam Verantwortung für den Bildungsprozess des Kindes tragen. Die gemeinsame Sorge für das Kind, seine Entwicklung, Erziehung und Förderung steht hierbei im Zentrum der Zusammenarbeit, welche durch ein wertschätzendes, empathisches M iteinander und gegenseitigen Respekt geprägt ist. Eltern sind die Experten für ihr Kind. Die bisherigen Erfahrungen aus der Familie bilden die Grundlagen für die Zusammenarbeit, auf denen wir gemeinsam aufbauen. Mit diesem Wissen kann u. a. die Eingewöhnun g eines Kindes individuell gestaltet werden. Eine wichtige Aufgabe in der Elternpartnerschaft besteht also darin, beide Lebenswelten des Kindes zu verbinden. Angebote Der Träger arbeitet mit zwei einrichtungsübergreifenden „Elternbegleitern“, die den Familien mit einem hohen Bedarf an praktischer Hilfe und Unterstützung, im Hinblick auf die Bildungsverläufe ihrer Kinder, mit Rat und praktischer Anleitung zur Seite stehen. Insbesondere Familien mit Migrationshintergrund, Familien aus sozial benachteiligten Lebenslagen und bildungsungewohnte Familien profitieren von niederschwelligen und aufsuchenden Angeboten der Elternbegleitung. Ziel der Elternbegleitung ist die Stärkung der Familie als zentraler Ort der frühen Bildung und Förderung von Kindern. Die Bildungsbegleitung von Familien, die Beratung von Eltern und Erziehungsverantwortlichen zu Bildungssystem und Bildungsübergängen sowie die Stärkung von Erziehungskompetenzen sind wesentliche Bausteine auf dem Weg zu früher Bildung und sozialer Chancengleichheit aller. Aufgabenbereiche: • Stärkung der Elternkompetenz: Eltern und Familien werden für den Stellenwert von Bildung sensibilisiert und bei der individuellen Förderung der Kinder und der Stärkung von Alltagsbildung in der Familie unterstützt. • Eröffnen von Bildungsoptionen: Es werden Angebote zur Beratung und Begleitung der Eltern zu Themen wie kindliche Bildungsverläufe und Bildungsinstitutionen eingerichtet. 50 • Beratung zu Bildungsübergängen: Eltern erhalten Unterstützung bei Fragen zum Übergang in die Kita, von der Kita in die Schule und zur Schulwahl. • Stärkung der partnerschaftlichen Vereinbarkeit: Familien werden mit handlungsorientier -ten Hilfen, insbesondere zur Rolle von Vätern in Erziehungsverantwortung und partner -schaftlicher Elternschaft, unterstützt. • Verstehen von Familien: Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern schätzen die Fähigkeiten der Kinder ein und vermitteln Familien bei Bedarf an andere Dienste. • Verbessern der Zusammenarbeit: Elternbegleiterinnen u nd Elternbegleiter fungieren als Bindeglied zwischen Familien und Bildungseinrichtungen und unterstützen die Erziehungs - und Bildungspartnerschaft zwischen Fachkräften und Eltern. • Entwicklung neuer Angebote: In den Einrichtungen werden neue, niederschwel lige Formen und Inhalte der Eltern- und Familienbildung erprobt und etabliert. • Einrichten von Netzwerkstrukturen: Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen eltern- und kindbezogenen Einrichtungen, Institutionen und Trägern im Sozialraum wird initiier t und verstetigt. Die Erziehungs - und Bildungspartnerschaft hat in unserer Elterninitiative einen besonderen Stellenwert. Die Eltern lassen nicht nur ihr Kind in unserer Einrichtung betreuen, sondern werden auch selbst Mitglied im Verein. Dies bedeutet, da ss sie über das Organ der Mitgliederversammlung über sämtliche V orgänge in der Geschäftsführung informiert werden, Transparenz bezüglich der Finanzen besteht und sie durch ihr Stimmrecht Mitgestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Trägerschaft finden. Eine weitere Möglichkeit, sich aktiv in das Kita geschehen einzubringen, gibt es über die Mitwirkung im Elternrat. Der Elternrat bildet eine zusätzliche Brücke zu der Elternschaft und wird aktiv in unseren Einrichtungen in folgende Aufgaben einbezogen: • Das Rec ht auf Information über alle die Einrichtung betreffenden Angelegenheiten durch Kita-Leitung und Träger • Ausgestaltung der Kindertagesstätte • Organisatorische und finanzielle Angelegenheiten • Personalausstattung • Die Öffnungs- und Schließzeiten • Kriterien für die Aufnahme von Kindern • Die Grundsätze der pädagogischen Konzeption • Die Jahresplanung • Die Elternarbeit der Kindertageseinrichtung • uvm. Transparenz ist in unserer Arbeit grundlegend, wie auch der Name des pädagogischen Ansatzes schon sagt „Offenes Konzept“. Die Eltern finden in den Einrichtungen des Trägers zu jedem Schwerpunktbereich einen Aushang, der wöchentlich die aktuellen Spielprozesse und Spielinhalte 51 der Kinder beschreibt. Wir nennen diese „sprechende Wände“. So sind die Eltern neben den Tür-und- Angel-Gesprächen jederzeit über die aktuellen Geschehnisse in der Einrichtung informiert. In den Einrichtungen befindet sich im Eingangsbereich der „Empfang“, an dem die Eltern und Kinder jederzeit einen Ansprechpartner für ihre Anliegen f inden. Der Empfang bietet die Möglichkeit, die Eltern und Kinder zu begrüßen und zu verabschieden, die Anwesenheit zu dokumentieren und Informationen auszutauschen. Zudem steht jeder Mitarbeiter den Eltern für sogenannte Tür -und- Angel-Gespräche zur Verfügung. Mindestens zweimal jährlich findet ein Beratungsgespräch nach den systemischen Grundlagen statt. In diesen Gesprächen soll es einen Austausch über die familiäre Situation und die Kitasituation geben. Der Gesprächsinhalt richtet sich in erster Linie ganz nach dem Anliegen der Eltern und erst zweitrangig nach dem Anliegen der Einrichtung. Der Elternabend/Elternnachmittag Das Kindergartenjahr ist gespickt von Angeboten für die Familien und den Sozialraum. Wir verstehen unsere Einrichtungen als Bildungsstätten für alle Interessierten. Die Themen für diese Veranstaltungen ergeben sich aus den Bedürfnissen und Interessen der Eltern oder werden direkt von uns ausgewählt. Methodisch setzen wir auf Vielfalt, dies kann z. B. ein gemeinsames Frühstück mit einem besonderen Gesprächsthema oder ein V ortrag durch externe Referenten sein. Hier kommt der Einsatz unserer beiden „Elternbegleiter“ zum Tragen, die ihre Aufgaben hauptsächlich in der Betreuung der Eltern sehen. Sie erarbeiten gemeinsam mit den Eltern einen Kalender mit Themen und Veranstaltungen und sind zu jederzeit Ansprechpartner für jegliche Anliegen der Eltern. Das Anmeldegespräch Das Anmeldegespräch ist für uns besonders wichtig, um die interessierten Eltern kennenzulernen und ihnen unsere besondere Arbeit vorzustellen. Das Gespräch beinhaltet auch eine Führung durch die Einrichtung, die Mitgabe von Informationsmaterial und die Information über den Träger als Elterninitiative. Insgesamt nehmen wir uns für das Anmeldegespräch eine Stunde Zeit. Feste Gemeinsam feiern wir mit den Eltern die Feste der unterschiedlichen Religionen und Kulturen. 52 Formen der Beteiligung von Kindern Kinder sind kompetente Akteure der eigenen Entwicklung. Sie setzen sich von Beginn ihres Lebens an aktiv und aus eigenem Antrieb mit ihrer sozialen und materiellen Umwelt auseinander und fällen dabei immerzu wichtige Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben. Partizipation auf der Beziehungsebene bedeutet, Kinder als Experten ihres eigenen Lebens ernst zu nehmen. Unseren Kindern wird das Leben in einer demokratischen Gemeinschaft vermittelt. Sie lernen und erfahren die Grundprinzipien einer Demokratie. Die Kinder erleben, dass eigene Beiträge und Ideen wichtig sind und ernst genommen werden. Jedes einzelne Kind so ll ein Bewusstsein dafür erlangen, dass seine Mitarbeit bei der Gestaltung des Alltags möglich und ausdrücklich erwünscht ist und somit zum gelingenden Miteinander beiträgt. Die Kinder nehmen aus dem Kindergarten wichtige Erfahrungen mit, wie man sich in e iner Gemeinschaft einbringen kann, nach welchen Regeln Entscheidungsprozesse stattfinden können und wie wichtig eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Partizipation ist ein Schlüsselprozess für gelingende Bildung und als "Demokratie lernen" zu verstehen. In unseren Einrichtungen ist Partizipation ein Recht der Kinder und damit eine Verpflichtung für jeden einzelnen Mitarbeiter. Unser Ziel ist es, kindgerechte Formen sozialer Partizipation zu fördern und die aktive Beteiligung von Kinde rn an demokratischen Entscheidungsprozessen zu erhöhen. Dazu gehören die Haltung, sich zuständig zu fühlen für die eigenen Belange und die der Gemeinschaft und die Kompetenz, sich konstruktiv streiten zu können, also eigene Interessen vertreten und sich in andere hineinversetzen zu können. Derartige Haltungen und Kompetenzen entwickeln sich früh. Und wie andere Bildungsinhalte können sie nicht vermittelt, sondern nur handelnd erworben werden. Partizipation ist in unseren Kindertageseinrichtungen strukturell verankert und findet sich in Kinderparlamenten, Kinderräten oder Kinderkonferenzen wieder, welche unterschiedliche Möglichkeiten mit sich bringen. Diese Gremien treten im Alltag selbstverständlich mit allen Beteiligten zusammen und sind mit Entscheidungsb efugnissen ausgestattet, die nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erwachsenen bedeutsam sind. 53 3.2.7 Bildungsdokumentation Die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ e. V . hat für sich ein Beobachtungs - und Dokumentationssystem entwickelt, das si ch dank regelmäßiger Fortschreibung ganz auf die individuelle Bildungsgeschichte der Kinder bezieht. Neben den eher zufälligen Alltagsbeobachtungen und Wahrnehmungen, welche die Grundlagen für Beurteilungen über die Kinder bilden, ist für die Einrichtungen der Elterninitiative eine Ergänzung durch systematische- und methodische Beobachtungen von besonderer Bedeutung. Entwicklungsdokumentation Die Entwicklungsdokumentation konzentriert sich auf die Fortschritte in den einzelnen Kompetenzbereichen. Hierbei steht der aktuelle Entwicklungsstand im V ordergrund. Die Dokumentation erfolgt auf dem Kita Server, der für alle Mitarbeiter durch einen persönlichen Login zugänglich ist. Dies bietet den V orteil, dass alle Informationen zu den Kindern und Familien allen Kollegen gleichzeitig und zentral zur Verfügung stehen. Das spezielle Beobachtungssystem beinhaltet Beobachtungen für die verschiedenen Kompetenzbereiche. Zu jedem einzelnen Kind werden monatlich von mind. drei unterschiedlichen Fachkräfte Beobachtungen zu jedem Kompetenzbereich niedergeschrieben. Alle vier Monate wird anhand der Beobachtungen ein, auf die Bildungsgeschichte des Kindes, ausgerichteter Entwicklungsbericht erstellt. Dieser Entwicklungsbericht beinhaltet die Familienanamnese sowie die Entwick lungen in den einzelnen Kompetenzbereichen. Den Abschluss bilden die formulierten Ziele für die kommenden drei Monate. Der Schwerpunkt dieser Dokumentationsarbeit liegt hier ganz auf den positiven Entwicklungsschritten, Stärken und Interessen des Kindes. E rgänzt wird diese Entwicklungsdokumentation durch die „Altersbezogenen Merkmale“ und den Basik -Bogen (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen). Bildungs- und Lerngeschichten (Portfolio) Unser Portfolio ist ein bleibendes Erinnerungsstück und eine individuelle Dokumentation der Entwicklung von, mit und für die Kinder. Um die Bildungsgeschichte transparent zu machen, wird für jedes Kind ein Portfolio angelegt. In Gemeinschaftsarbeit von Kind, Eltern und Erziehern werden einzelne bedeutende Lern - und Bildungsprozesse dokumentiert und festgehalten. Es entsteht eine Biografie des Lernens, eine positiv dargestellte Kindergartenzeitreise mit den wichtigsten Bildungs - und Entwicklungsschritten des Kindes. So kann das Kind selbst erkennen, wie es sich verändert hat. Tag für Tag erleben wir mit den Kindern Situationen, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden. Die 54 kleinen oder auch größeren Entwicklungsschritte, die jedes Kind individuell für sich meistert, gilt es in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen. Die Kinder spüren unsere Wertschätzung, wenn sie erleben, dass wir ihrem Tun Bedeutung beimessen und es dokumentieren. Sie begleiten das Aufschreiben und fügen oft noch erklärende und ergänzende Kommentare hinzu. Portfolios geben uns die Chance, die Lernschritte und die Entwicklungsgeschichte der Kinder professionell und wertschätzend festzuhalten. Jedes Portfolio ist anders - ganz so, wie auch jedes Kind einzigartig ist. Für unser Portfolio haben wir folgende Ziele: • Kinder werden angeregt, über sich selbst nachzudenken • Dem Kind bei jeglichen Inhalten mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen • Positive Nähe zu jedem Kind • Sammlung wertvoller Erinnerungen für das Kind • Entwicklungsschritte werden für und vor allem mit den Kindern erarbeitet • Kinder sammeln Erfahrungen über ihre Arbeitsweise und wie sie dokumentiert werden kann Das Kind lernt sich selbst Ziele zu stecken und zu erreichen. Es lernt Selbstinitiator zu werden, sich selbst zu reflektieren, V erantwortung für sein eigenes Lernen mit zu übernehmen und weitere Lernschritte eigenständig zu planen. Die von Grund auf positive Ausrichtung verhilft so zu Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Das Portfolio dient nicht nur dem Kind selbst, sondern au ch seinen Eltern, die sich anhand der Dokumentationen immer wieder über den Bildungsstand und die Bildungsprozesse ihres Kindes informieren können. Dies bildet die Basis für den Austausch und die Kooperation mit den Eltern. Die Erzieherinnen können mit die ser Dokumentation ihr pädagogisches Handeln für die Weiterbildung des Kindes abstimmen. Die Beobachtungen sind ein Bestandteil der Beziehung zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Kindern, die sich in der direkten Kommunikation und Interaktion weiterentwickeln. Die Einrichtung hat darüber hinaus die Möglichkeit, eigene pädagogische Arbeit darzustellen und diese als unterstützendes Element zur Qualitätsentwicklung zu nutzen. Sprechende Wände Zuzüglich verwenden die Schwerpunktbereiche die „sprechenden Wände“ aus der Reggiopädagogik, die in kleinen Schritten Entwicklung für und mit Kindern durch Fotos aufzeigen 55 3.2.8 Zusammenleben von Jung und Alt Nicht jedes Kind hat Großeltern oder sieht die eigenen oft genug. Dabei ist eine Begegnung zwischen den Generationen nicht nur für alte Menschen, sondern auch für Kinder sehr wichtig. Die intergenerative Pädagogik bietet solch eine Möglichkeit. Wir konnten feststellen, dass der regelmäßige Kontakt zwischen unseren Kindern und Senioren nicht nur den institutionellen Alltag in unseren Einrichtungen bereichert, sondern auch zu einem neuen gegenseitigen Verständnis der beiden Generationen führt. Unsere Mitarbeiter sind sich darin einig, dass die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen jungen und alten Menschen für beide Seiten eine enorme Bereicherung darstellt. Sie stabilisiert die Identität von Senioren und steigert ihre Lebensfreude. Kinder wiederum erleben mit den alten Menschen, etwa durch Erzählungen und alte Lieder, Bereiche und Facetten des Leb ens, die ihnen sonst verschlossen blieben. Die kindliche Phantasie wird angeregt und erhält neue Impulse, während den alten Menschen wichtige Erfahrungs- und Lernprozesse ermöglicht werden. Senioren, die in Altenheimen versorgt werden und in den Einrichtungen häufig die Verbindung zur Außenwelt verlieren, können durch den regelmäßigen Kontakt zu Kindern leichter den Bezug zum heutigen Leben erhalten. Sie bleiben auf diese Weise aktiv und müssen sich mit neuen Gegebenheiten, wie etwa mit zeitgemäßen Erziehungsweisen, auseinandersetzen. Sie lernen dabei, eigene V orstellungen zu hinterfragen und sich auf den heutigen - weniger autoritären - Umgang mit Kindern einzustellen. Genau diese geistige Mühe, eigene Anschauungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidi eren, beschreiben unsere Mitarbeiter als erstaunlich dynamisierend für alte Menschen. Unsere Erzieherinnen und die Pflegekräfte aus den Altenheimen arbeiten hier eng zusammen. Sie planen Aktionen und schaffen Begegnungsräume und -situationen, in denen sich alle Beteiligten angesprochen und aufgehoben fühlen. Dabei geht es weniger um einmalige Veranstaltungen, wie das ritualisierte V orsingen von Kindern in Altenheimen während der Adventszeit. Der Schwerpunkt der intergenerativen Arbeit liegt vielmehr auf der Kontinuität der Kontakte, d. h. auf einer echten Chance für Kinder und Senioren, sich individuell zu begegnen und tiefergehende Beziehungen aufzubauen. 56 3.2.9 Umwelterziehung Der Begriff „Umwelt“ umfasst ein weites Spektrum. Im V ordergrund steht für uns die Nachhaltigkeit sowie die Umwelterziehung. Diese umfasst nicht nur die Pflege von Gärten, sondern bezieht sich auf unsere pädagogische Arbeit mit den Kindern. Daher arbeiten wir in unseren Einrichtungen mit vielen natürlichen Materialen. Diese bieten den Kindern optimale Bedingungen, um ihren Forscherdrang auszuleben. Dabei ist uns die Natur eine große Hilfe. Dies geschieht z. B. durch Waldspaziergänge oder auf unseren Außenanlagen. Uns ist es wichtig, dass die Kinder ein Gefühl für die Um welt und Natur bekommen. Um Ihnen dieses Verständnis näherzubringen, besitzen unsere Einrichtungen verschiedenste Bücher zu den Themen Umwelt und die Tiere unserer Erde. V or allem unsere Außenanlagen bieten mit unseren Naturpädagogen viele Möglichkeiten durch natürliche Materialien die Natur näher kennenzulernen sowie zu erforschen und zu experimentieren. Aber nicht nur das Außengelände bietet den Kindern ein Forschererlebnis, sondern auch unser Forscherbereich in den Einrichtungen schafft Möglichkeiten, in denen die Kinder verschiedene Materialien kennenlernen und mit ihnen experimentieren können. Natürlich möchten wir unserer Umwelt auch etwas zurückgeben, daher ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ bei uns von besonderer Bedeutung. Wir verzichten auf Materialien, welche Plastik aufweisen, z. B. bei Spielzeugen, sondern setzen auf Mittel aus der Natur. Zu diesen zählen z. B. Steine, Blätter oder auch Sand. Auch viele Spielgeräte sind aus Bruchstücken erbaut worden. Des Weiteren haben wir unsere Arbeit digi talisiert. Dies geschieht durch unseren internen Server. Damit ist es möglich, die Dokumente und Fotos intern zu speichern, sodass nur ein Bruchteil der geschriebenen Arbeiten ausgedruckt werden muss. Auf diese Art wird eine Menge Papier eingespart und die Umwelt geschont. Auch im Bereich der Ernährung wird bei uns auf Nachhaltigkeit geachtet. Dabei ist unsere Ökotrophologin eine große Unterstützung. Sie gibt uns Ratschläge, z. B. für Verbrauchsmengen und Lebensmittelprodukte. Dabei steht das Thema Gesundhe it im V ordergrund. Unsere Einrichtungen sind ebenfalls von Plastikflaschen auf einen Soda -Stream umgestiegen, um Müll zu vermeiden. Wir möchten unsere Arbeit im Bereich der Umwelt immer weiter ausbessern, daher sind in der nächsten Zeit Kompostanlagen, wei terhin die Gesundheitsförderung unserer Mitarbeiter und weitere digitale Erneuerungen, wie z. B. die Verteilung von Elternbriefen per E-Mail, geplant. 57 3.2.10 Gesundheitserziehung Gesundheitserziehung findet in unseren Einrichtungen alltäglich statt. De r Bezug zu gesunder Ernährung, Bewegung, Hygiene, Sicherheit, Krankheiten, Stress und Belastungen der Psyche wird in unseren Einrichtungen mit den Kindern hergestellt. Mit Hilfe unseres Bewegungskonzeptes stellen unsere ErzieherInnen nicht nur sicher, dass Kinder sich ausreichend bewegen, sondern dass Kinder auch dazu motiviert werden, sich zu bewegen. Sie sollen den Zusammenhang zwischen der Gesundheit und ausreichender Bewegung herstellen können. Unsere Kinder haben die Möglichkeit, sich aufgrund des „Off enen Konzeptes“ ganztägig und ganzjährig im Freien aufhalten. Durch die begleiteten Spielprozesse auf unserem Außengelände halten sich unsere Kinder auch bei schlechtem Wetter draußen auf. Einmal jährlich bekommen unsere Einrichtungen Besuch vom Zahnarzt. Hier wird den Kindern nicht nur die Wichtigkeit der Zahn - und Mundhygiene nähergebracht, sondern auch das richtige Zähneputzen gezeigt. Die Entstehung von Parodontose und Karies wird den Kindern erklärt und die Bedeutung der V orbeugung aufgezeigt. Die Kinder lernen den Aufbau und die Funktion des Gebisses kennen. Aber nicht nur der Zahnarzt klärt die Kinder über die Zahn - und Mundhygiene auf, sondern auch unsere ErzierInnen. Sie geben den Kindern Erklärungen zum Thema anhand von Bilderbüchern oder durch Gespräche. Täglich werden unsere Kinder daran erinnert, nach den Mahlzeiten ihre Zähne zu putzen. Dazu steht jedem Kind eine eigene Zahnbürste und ein eigener Zahnputzbecher zur Verfügung. Einer unserer Schwerpunkte ist die gesunde Ernährung. Unsere Kinder sollen nicht nur gesunde Mahlzeiten zu sich nehmen können, sondern auch ein Verständnis dafür bekommen, wieso eine gesunde Ernährung so wichtig für die Gesundheit ist. Dazu gehört das begleitete Einkaufen auf dem Wochenmarkt oder in den Supermärkten, die aktive Beteiligung am Kochen und das Bewusstmachen von ungesunden und gesunden Lebensmitteln. Bei dem Thema gesunde Ernährung spielen die Eltern eine wichtige Rolle. 58 3.2.11 Gesunde Ernährung Unsere Kinder sollen gesund aufwachsen. Dazu ist ein qu alitatives Essen eine wichtige V oraussetzung. In unserer Kita sammeln unsere Kinder prägende Erfahrungen im Umgang mit Lebensmitteln. Die Verpflegung in unseren Kindertageseinrichtungen leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der geistigen und körperlichen Entwicklung. In unseren Einrichtungen steht den Kindern ein Kinderrestaurant zur Verfügung, welches durch unsere Frischküchen in den Kitas mit ausgewählten und ausgewogenen Mahlzeiten, wie das Frühstücks- und auch Mittagsbuffet, bestückt wird. Jede Mahlzeit, ob Frühstück oder Mittagessen, wird täglich frisch in der Kita zubereitet und den Kindern angeboten. Dabei arbeiten wir nach dem FitKid Konzept der DGE. Alle unsere Einrichtungen werden von der trägereigenen Ökotrophologin begleitet und unterstü tzt. Unser „Ernährungskonzept“ wurde durch den Pluspunkt Ernährung der Anerkannten Bewegungskindertageseinrichtung und durch die DGE zertifiziert. Das Restaurant ist strukturell so ausgestattet, dass es den Kindern beim Betreten möglich ist, die Abläufe zu erkennen. Der Raum zeichnet sich durch die Gestaltung der Kinder über Wand - und Tischdekoration aus. Das Mobiliar in der Küche ist so ausgesucht, dass es den Kindern die für das Essen erforderlichen Bewegungsmöglichkeiten bietet. Das Mobiliar besteht aus runden Hockern und Bänken, die unterschiedliche Möglichkeiten des Sitzens zulassen. Dies soll den Kindern die Möglichkeit geben, eine ihnen angenehme Sitzposition zu wählen. Gleichzeitig bieten wir dem Kind die Möglichkeit, auch auf anderen Ebenen, ihr E ssen zu sich zu nehmen. Das kann zum einen auf Bodenebene stattfinden oder auch im Freien in Form eines Picknicks. Das Essen im Restaurant wird auf einem großen Tisch in Buffetform, sowohl zum Frühstück, als auch zum Mittagessen, angeboten. Das Restaurant ist für die Kinder den ganzen Tag geöffnet und bietet zwischen den Hauptmahlzeiten Zwischenmahlzeiten an. 1. Der Einrichtung steht ein separater Raum als Restaurant zur Verfügung. Das hat den V orteil, dass die Mahlzeiten klar von den übrigen Aktivitäten abgrenzt sind. 2. Die Kinder entscheiden, wann sie essen möchten und bestimmen somit auch die Dauer der Mahlzeit (Selbstbestimmung). Somit entscheiden die Kinder in ihren Spielprozessen, wann sie diese unterbrechen möchten. Die Kinder lernen so Rücksicht zu nehmen auf ihre Gefühle wie Hunger und Sättigung. Dies unterstreicht noch einmal die Verantwortung für sich selbst. 59 3. Die Kinder organisieren ihr Frühstück in Bezug auf ihre Partner. Sie laden sich entweder Partner ein oder werden eingeladen. So werden gemeinsam e Interessen am Tisch thematisiert und es erfolgt ein verbal gemeinsames Miteinander. 4. Durch die kleineren Gruppen ist der Geräuschpegel bedeutend geringer, dies wird durch Kommunikationsregeln unterstützt. 5. Bei der Auswahl der Nahrungsmittel stehen den Kindern eine Vielzahl von gesunden Lebensmitteln zur Verfügung die unterschiedlich probiert werden können. Die Kinder tauschen sich beim Verzehr der Lebensmittel über ihre V orlieben und Abneigungen aus. Dies wiederum unterstützt die Motivation der Kinder von a nderen Kindern Lebensmittel zu probieren. Die Möglichkeit andere Kinder bei der Auswahl und dem Verzehr ihrer Lebensmittel zu beobachten, animiert dazu, unbekannte Lebensmittel auszuprobieren. 6. Die Kinder entscheiden über Menge und angebotene Lebensmittel s elbständig und werden in ihrem Tun durch eine anwesende Erzieherin positiv unterstützt. 7. Die Kinder werden keinesfalls angehalten Lebensmittel zu probieren. 8. Da wir zu unseren Mahlzeiten ausschließlich gesunde Lebensmittel anbieten bleibt die Auswahl der Lebensmittel, sowohl zum Frühstück als auch zum Mittagessen, in der Entscheidung des Kindes. 9. Das Angebot des Buffets bedeutet für unsere Kinder ein sehr selbständiges Agieren, angefangen mit dem Eindecken des Tisches sowie mit dem Auffüllen ihres Tellers. 10. In den Einrichtungen hat das Buffet den V orteil, dass sowohl die Räumlichkeiten nicht umstrukturiert werden müssen, als auch den, dass alle Kinder nicht zeitgleich ihre Mahlzeit einnehmen müssen. Zur Erläuterung beziehen wir uns besonders auf die evolutionäre Entwicklung des Menschen, speziell auf die Entstehung und Entwicklung des Geschmackssinns und dessen Bedeutung. Uns ist zunächst genetisch gegeben, Süßes und Fettiges auszuwählen, Bitteres jedoch abzulehnen – Muttermilch erfüllt diese beiden Anforderungen perfekt. Die gute Erfahrung, dass die Kinder mit der süßen und fetten Milch in den ersten Lebensmonaten gut gedeihen, führt dazu, dass sie während der Beikostzeit und später auch dann am Familientisch immer wieder auf der Suche nach Süßem und Fettigem sind. Wenn ein Lebensmittel süß und fettig ist, enthält es konzentrierte Energie. Und das ist genau das, was Kinder brauchen. Sie haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht einen sehr hohen Energiebedarf und gleichzeitig einen relativ kleinen Magen, der noch nicht so große 60 Nahrungsmengen aufnehmen kann. So brauchen Kinder Nahrungsmittel, die bei geringem V olumen viel Energie enthalten. Der kritische Blick auf das Gemüse, den Kinder häufig zeigen, ist vor diesem Hintergrund leicht zu verstehen. Das Ablehnen von Gemüse - besonders von grünem Gemüse - ist kein Trotzverhalten, sondern pure Überlebensstrategie. Gemüse mit geringem Energiegehalt, das noch nicht einmal sü ß ist, füllt zwar den Magen, macht jedoch nicht ausreichend satt. Gemüse als Frischkost -Fingerfood wird sehr gerne gegessen, hat aber in der Hauptsache einen spielerischen und durstlöschenden Effekt. Knabbergemüse kracht so schön, macht aber nicht satt, was aber auch nicht der Anspruch ist. Bei der warmen Mahlzeit hingegen haben die Kinder das Bedürfnis, sich zu sättigen, da reicht das pure gegarte Gemüse einfach nicht aus. Eltern und Erzieher sind sich in einem Punkt einig. Wenn es um das Essen geht, sind kleine Kinder komplett unvernünftig. Sie präferieren ungesunde Nahrungsmittel. Nicht selten werden gesunde Lebensmittel von ihnen außer Acht gelassen. Neben dem Geschmackssinn gibt es noch weitere Leitplanken, die alle Menschen zu einem sicheren Essen f ühren. Etwa der sogenannte Garcia- Effekt: Hat ein Nahrungsmittel einmal Übelkeit oder Erbrechen ausgelöst – und sich so als potenziell giftig erwiesen –, so wird es langfristig abgelehnt. Eine einzige schlechte Erfahrung reicht dabei aus, um das jeweilige Nahrungsmittel jahrelang zu meiden – zumindest bei Kindern. Die Neophobie folgt einem bei allen Kindern in etwa gleichen zeitlichen Verlauf: Zwischen vier und sechs Monaten ist sie am geringsten ausgeprägt – die meisten Säuglinge probieren in diesem Alte r praktisch alles, was ihnen angeboten wird. Ab etwa dem 18. Monat verengt sich der Auswahlhorizont allmählich, der Blick wird immer kritischer, der Mund öffnet sich immer zögerlicher. Im späten Kleinkind- und Kindergartenalter hat die Skepsis gegenüber Ne uem ihr Maximum erreicht: Kinder sind dann wirklich schlechte Esser und lehnen neue geschmacklich komplexe oder eventuell bitter schmeckende Nahrungsmittel oft komplett ab. Erst zwischen acht und zwölf Jahren weitet sich der Wahlhorizont wieder, Kinder be ginnen jetzt mit vorher undenkbaren Nahrungsmitteln wie Pilzen, stärkeren Käsesorten und auch Gemüse wie Brokkoli zu experimentieren. Auf der Hitliste der kindlichen Ablehnung stehen Kohlgewächse, wie z. B. Rosenkohl, ganz oben. Diese Gemüsesorten sind schwefelhaltige Senfgewächse, die kleinen Kindern nicht selten Bauchweh 61 bereiten. Der zeitliche Verlauf der Neophobie erklärt sich evolutionsbiologisch so: Während das Kind gestillt wird und in unmittelbarer Nähe der Mutter lebt, soll sein Geschmackshorizont noch breit sein – schließlich sorgt die Mutter (oder andere vernünftige Erwachsene) dafür, dass das, was das Kind zu essen bekommt, auch sicher ist. Ganz anders ist es, wenn das Kind die Umwelt auf eigenen Beinen erforschen kann. Was ab jetzt in den Mund kommt, unterliegt nicht mehr der Kontrolle der Eltern. Anstelle der Eltern sichert nun die natürliche Verengung des Wahl - und Geschmackshorizonts das Überleben. Alles was unbekannt ist, wird hartnäckig gemieden – insbesondere dann, wenn es dazu noch grün i st oder bitter schmeckt. Erst wenn die kindlichen Organe reifer (d. h. weniger anfällig gegenüber Giftstoffen) sind und, wenn die Nahrungsauswahl durch soziales Lernen »abgesichert« ist, kann sich der Geschmacks- und Wahlhorizont wieder öffnen. Soziales Lernen Langfristig bedeutet dies, dass Kinder durch V orbilder und Gewöhnung lernen. Kinder, die bestimmte Nahrungsmittel zunächst ablehnen, zeigen sich später oft doch bereit diese anzunehmen, wenn sie ihnen an aufeinanderfolgenden Tagen mehrfach angeboten werden. Kinder essen bestimmte Nahrungsmittel nicht deshalb, weil sie ihnen schmecken, sondern sie schmecken ihnen, weil sie immer wieder davon essen. Kinder nähern sich dem neuen Nahrungsmittel in vorsichtigen kleinen Schritten. Wenn sie probieren, dann zuerst nur ganz wenig. Auch hat sich gezeigt, wie wichtig V orbilder bei der Entwicklung des kindlichen Geschmacks sind. Das Kind am Tisch greift oft spontan nach dem, was sich die Mutter in den Mund stecken will. Studien bestätigen: Ein- bis Vierjährige probieren ein neues Nahrungsmittel doppelt so häufig, wenn ein freundlicher Erwachsener davon zuerst nimmt! Auch wenn sie sehen, dass andere, vor allem Geschwister, das Essen mögen, greifen sie eher zu. Darüber hinaus beschleunigt lustvolles Spielen die Gew öhnung. Wie Experimente zeigen, wird Nahrung besser akzeptiert, wenn Kinder die nicht gerade geförderten Verhaltensweisen wie In -den- Mund-Stecken, Ablutschen und Wegwerfen zeigen dürfen. Auch das taktile Erleben scheint zum »Kennenlernen« von Nahrungsmitteln zu gehören. Dabei scheint es für die geschmackliche Prägung eine – womöglich je nach Nahrungsmittel unterschiedliche – sensible Phase zu geben. Hydrolysierte Säuglingsnahrungen etwa lassen sich in den ersten vier Monaten recht einfach einführen, danach werden Hydrolysatnahrungen von Kindern praktisch nicht mehr akzeptiert. 62 In welcher Geschmackswelt Kinder letzten Endes landen, folgt aber auch erblichen Einflüssen: Rund ein Viertel der Mitteleuropäer sind sogenannte Supertaster. Sie haben besonders viele Geschmacksrezeptoren für Bitterstoffe auf der Zunge. Bitteres schmeckt für sie also noch bitterer! Manches Kind, das »besonders schlecht isst«, dürfte zu dieser Gruppegehören. Andererseits können sie auch feinere Unterschiede in der Welt des Bitteren erkennen. Supertaster verfügen über ein sehr empfindliches Mundgefühl. Sie empfinden etwa sehr fette Nahrung als unangenehm. Auch die V orliebe für eiweißreiche Nahrung hat eine erbliche Komponente. Der evolutionäre »Sinn« von Ekel ist leicht zu verstehen: Ekelgefühle schützen vor der Aufnahme von verdorbener oder mit Krankheitserregern belasteter Nahrung. Was die Ernährung angeht, kommt das Kleinkindalter einer Revolution gleich: Das Kind wechselt von einem sicheren, von der Mutter hautnah übe rwachten Nahrungsumfeld in eine Welt voller Gefahren. War vorher die hygienisch einwandfreie und optimal auf die Bedürfnisse des Kindes zugeschnittene Muttermilch das Grundnahrungsmittel, so muss das Kind ab dem Kleinkindalter seinen Hunger in einer Welt s tillen, in der Nahrhaftes und Ungenießbares oft direkt nebeneinander wächst. Um in dieser Welt zu überleben, hat die Evolution dem Kind folgende Regeln mitgegeben • Bevorzuge »Überlebensnahrung« – die süßen, energiedichten »Lieblingsspeisen« eben, die nicht nur sicher sind, sondern auch gut sättigen. • Iss nur, was du kennst. Hüte dich vor allem vor bitteren Sachen. Darin könnten schließlich größere Mengen an Giftstoffen stecken. • Wenn du was Neues essen musst, nimm ganz wenig davon. • Iss, was deine Eltern und Geschwister mögen – damit liegst du immer richtig. • Iss nicht noch einmal, was dir einmal den Magen verdorben hat. Diese Regeln bringen uns zu einer radikalen Erkenntnis. Dass Kinder so wählerisch und so auf süße und fette Nahrung versessen sind , Gemüse aber kritisch gegenüberstehen, ist Teil der normalen Entwicklung des Kleinkindes. Ein vorbehaltlos von Gemüse, Früchten und Beeren begeistertes Kleinkind wäre zu 99 Prozent unserer Geschichte bald ein totes Kind gewesen! Wir als Mitarbeiter einer Kindertagesstätte haben großen Einfluss auf die Entwicklung des Essverhaltens unserer zu betreuenden Kinder. Eine liebevolle Ernährungserziehung in der Kindertagesstätte sowie das V orbild der Erzieher spielen als Ergänzung eine große Rolle zur Familie. 63 3.2.12 Bewegungskindergarten Alle Einrichtungen des Trägers sind Anerkannte Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernährung (siehe Bewegungskonzept). 3.2.13 Haus der kleinen Forscher Das Konzept „Haus der kleinen Forscher“ ist fester Bestandteil in jeder Einrichtung des Trägers. Zur Zeit befinden sich alle vier Einrichtung in der Zertifizierungsphase. 3.2.14 Übergang Kindergarten – Schule Eine besondere Rolle in der Kooperation zwischen Elementar - und Primarbereich spielen die Fach - und Lehrkräfte. Gegenseitige Hospitationen, V orstellung der jeweiligen pädagogischen Konzepte und ein Austausch auf „Augenhöhe“ erleichtern dabei auch einen Einstieg in eine inhaltliche Auseinandersetzung. Im Wesentlichen geht es dabei zunächst einmal darum, sich bess er kennenzulernen. V orbehalte entstehen zu einem Großteil aus Unkenntnis über die grundlegende Arbeitsweise und Materialien der jeweiligen anderen Berufsgruppe. Fach- und Lehrkräfte sind gleichermaßen gefordert dazu beizutragen, dass sich die Potenziale der Kinder gerade in diesen jungen Jahren herausbilden und weiterentwickeln können. V orrangiges Ziel muss es sein, bei Kindern bereits in den ersten Lebensjahren die Motivation zum entdeckenden Lernen zu wecken, die Chancen und Möglichkeiten in den Kindertageseinrichtungen besser zu nutzen und die individuelle Förderung zur Basis des Lernens in der Schule zu machen. Kooperation geht über die üblichen „Schnuppertage“ von Kindergartenkindern und ihren Eltern in Schulen weit hinaus. Sie umfasst beispielsweise auch gemeinsame Projekte und Unternehmungen lange vor dem Übergang zur Schule oder auch gemeinsame kontinuierliche institutionsübergreifende Arbeitsgruppen und Netzwerke. Projekte aller Art, gemeinsame Ausflüge, aber auch einzelne Lernvorhaben und Unterrichtsprojekte lassen sich ohne weiteres jahrgangs - und institutionsübergreifend organisieren und durchführen. 64 4. Sozialraumorientierung Ziel ist es, eine systematische und institutionell angelegte Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Kooperationspartnern und deren Vernetzung und Kommunikation auf - bzw. auszubauen. Das Zusammenwirken, die zeitnahe persönliche und fachliche Verständigung zwischen Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, Eltern und Institutionen der Familie nbildung und - beratung ermöglicht schnelle, effektive und lebensnahe Hilfen. Wenn wir als Kooperationspartner und die Schulen die individuellen Bildungsprozesse der Kinder in den Mittelpunkt stellen, können Chancen, die mit den unterschiedlichen Perspektiv en und der spezifischen Professionalität der Fachkräfte einhergehen, genutzt werden. Zentrales Gestaltungsprinzip einer gelingenden Kooperation ist die partnerschaftliche Partizipation aller Beteiligten, der Kinder, der Erzieher/innen sowie anderer pädagogischer Fachkräfte und Eltern. Gefördert wird Kooperation durch: • Transparenz der handlungsfeldbezogenen Arbeitsansätze, der fachlichen Möglichkeiten aber auch Grenzen des Handelns, • Bereitschaft zur Kooperation (einschließlich zur Durchführung gemeinsamer Projekte zur ge- meinsamen Nutzung der personellen, sächlichen und räumlichen Ressourcen), • Anerkennung von Expertenstatus aller Beteiligten, gegenseitiges Vertrauen, Kollegialität, • fachlichen Austausch, • verbindliche Kooperationsvereinbarungen zur Institution alisierung von Zusammenarbeit (einschließlich personeller Kontinuität, Zeit und Raum), • Zielvereinbarungen (z. B. mit Abstimmung zu konzeptionellen Fragen, Dokumentationsin- strumente) und • Sicherstellung der notwendigen Ressourcen bei den Kooperationspartnern und beim Jugend- amt (vor allem Personal und Zeitbudget). 65 5. Familienzentrum Der Träger betreibt seit 2015 ein zertifiziertes Familienzentrum in einem Trägerverbund. Sehr gerne sind wir bereit, uns zu einem Familienzentrum am Standort weiterzuentwickeln. 6. Verschiedenes 6.1 Alleinstellungsmerkmal Die Kindertageseinrichtungen des Trägers arbeiten nach dem „offenen Konzept“, welches als solches ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.
Anlage 5.2 Konzept educcare
98943 Zeichen
h RAUM FÜR INDIVIDUELLE MÖGLICHKEITEN Trägerselbstdarstellung zur Interessensbekundung für fünf neue Kindertageseinrichtungen in Münster F a m i l i e n f r e u n d l i c h i s t e r f o l g r e i c h ! Seite 2 von 67 Seite 3 von 67 Seite 4 von 67 Inhalt 1 Ausgangssituation ....................................................................................... 6 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ .................. 8 2.1 Allgemeines ................................................................................. 8 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten ........................... 8 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation ......... 9 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk ........................................... 9 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag 10 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis ....... 12 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind .................................... 12 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs-konzeption .... 13 3.3.1 Individuelle Förderung ...................................................................... 14 3.3.2 Partizipation der Kinder .................................................................... 14 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz ........................................................... 15 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag ................................................. 17 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung .......................................... 18 3.3.6 Musikerziehung ................................................................................ 20 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften ....................................................... 20 3.3.8 Medien und Technik ......................................................................... 21 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ ..... 22 3.3.10 Verpflegung ................................................................................. 24 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten .................................. 26 4 Kinderschutzkonzept ..................................................................................27 5 Integration, Inklusion und Genderthematik ................................................28 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen ............ 31 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung .......................... 32 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung .............................. 33 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger ...........................................34 Seite 5 von 67 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt .................................... 39 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ ...................................................................................... 40 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule ................................................................................................... 41 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ ...................................................... 42 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen ................................... 42 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern ...................................... 43 8 Tagesablauf ................................................................................................ 45 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation .............. 48 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung............................................................................................ 48 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung ............................................. 50 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder 53 10 Personalmanagement ................................................................................ 55 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ............ 56 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................... 59 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingungen, Tarifbindung............................................................................................ 60 11 Beweggründe für die Bewerbung ............................................................... 62 Seite 6 von 67 1 Ausgangssituation Münster ist eine lebendige Großstadt mit vielen Gesichtern – Wissen- schaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des Westfälischen Friedens, Fahrra d- stadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und Familienfreundlic h- keit legt. Familien sollen sich in Münster wohlfühlen, deswegen werden die Belange von Familien in den zentralen Mittelpunkt gestellt. Zur Familienförderung werden optimale Rahmenbedingu ngen, Unterstützung und Beratung geb o- ten. Das breitgefächerte Angebot für Familien hat zum Ziel, Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung zu stärken und die bunte Vielfalt von Familienl e- ben zu fördern. Kinder- und Familienfreundlichkeit soll in Münster in a llen gesellschaftlichen Bereichen ausgebaut werden und zu einem familienfreundlichen Klima be i- tragen. Münster hat erkannt, dass die Punkte wie Kinder aufwachsen, we l- che Rahmenbedingungen und welches Klima Familien vorfinden, Qualität s- merkmale und zentrale Aufgaben für eine zukunftsfähige Stadt sind. Aktuell hat Münster fünf Kindertageseinrichtungen in den Stadtteilen Al t- stadt, Amelsbüren, Mecklenbeck und Roxel ausgeschrieben und möchte damit die Attraktivität als familienfreundliche Stadt erhöhen. Mit qual itativ hochwertigen Kindertagesstätte n soll der Betreuungsbedarf in Münster wei- ter gedeckt werden. Zudem soll mit hochwertigen Betreuungs - und Bildungseinrichtungen Eltern Angebote und Unterstützung im Bereich Betreuung und früher Bildung zur Verfügung ges tellt werden. Die Einrichtung en sollen den hinzuziehenden Familien das Ankommen sowie die Etablierung in und Identifizierung mit der neuen Umgebung erleichtern. Dafür müssen die Einrichtungen in Konzepti- on, Kultur, Verhalten und durch Angebote auf diese Be darfe und Anford e- rungen zugeschnitten sein. Seite 7 von 67 Folgende Gruppenstrukturen sind für die Einrichtungen aktuell berücksic h- tigt: Eine viergruppige Einrichtung an der Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung an der Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt: 4 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe für 10 Kinder von 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine viergruppige Einrichtung am Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 1 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 1 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Eine sechsgruppige Einrichtung südlich des Nottulner Landwegs im Stadtteil Roxel: 2 GT-Gruppe 2 bis 6 Jahren 2 GT-Gruppe 0 bis 3 Jahren 2 GT-Gruppe 3 bis 6 Jahren Seite 8 von 67 educcare ist mit der Betriebskindertagesstätte der BASF Coatings „Lacki Kids“ in Münster Hiltrup bereits seit 2013 vertreten, die Platz für 60 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zur Einschulung bietet und eröffnet im Sommer 2019 eine kommunale sechsgruppige Einrichtung im Stadtteil Wolbeck. Durch die gesammelten Erfahr ungen am Standort Münster und die sich durch mehrere Einrichtungen in direkter Umgebung ergebenden Synergiee f- fekte bewirbt sich educcare als erfahrener Träger für die neue Kindertages- einrichtungen in Münster. Mit der vorliegenden Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft für die Übernahme der Trägerschaften für die neue Kitas. 2 educcare – frühkindliche Bildung und Betreuung „neu denken“ 2.1 Allgemeines educcare wurde von Marcus Bracht und Axel Thelen im Jahr 2001 mit dem o. g. Anspruch des „neu Denkens“ ge gründet. Antrieb sfeder waren persönliche Erfahrungen mit Kindertagesstätten sowie gemeinsame Forderungen von Eltern, Erzieherinnen, Unternehmen und der Politik nach neuen umsetzbaren Ansätzen im frühkindlichen Bereich. In den darauf folgenden Jahren konnte n Personen aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung gewonnen werden, mit dem gemeinsamen Ziel, frühkindliche Bildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie signifikant zu verbessern. 2.2 educcare als Träger von Kindertagesstätten Seit 2002 ist educcare bu ndesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. educcare plant, realisiert und betreibt im Auftrag von Seite 9 von 67 innovativen Städten und Unternehmen sogenannte educcare Kindertagesstätten. Diese stellen konsequent die Anforderun gen von Kindern, Eltern, Städten und Unternehmen in den Mittelpunkt ihres professionellen Handelns. Stand Februar 2019 verantwortet educcare 32 eigene Kindertagesstätten in fünf Bundesländern mit insgesamt über 900 engagierten Mitarbeiter/-innen. Beispielhafte Auftraggeber von educcare si nd innovative Kommunen/Städte wie Bergisch Gladbach, Overath, Hennef, Stuttgart, Karlsruhe und Darm- stadt; schnell wachsende Mittelständler wie Grünenthal, FEV, BARBOR und Miltenyi Biotec sowie Konzerne beispielsweise BASF SE, Bayer Crop Science, BMW Group und Bosch. 2.3 educcare als im Sozialumfeld engagierte Organisation educcare unterstützt Kommunen und Regionen im Rahmen von Projekten bei der weiteren Verbesserung frühkindlicher Bildung. Als ein Beispiel verantwortet educcare das Projektdesign und -management des Projektes „Offensive Bildung“. Dieses Projekt hat seit 2005 die Zielsetzung , trägerübergreifend die Qualität frühkindlicher Bildung in inzwischen 250 Kindertagesstätten signifikant, nachhaltig und übertragbar (auf andere Regi- onen und Städte) zu erhöhen. 2.4 educcare - Begleiter und Netzwerk Viele Experten und engagierte Bürger haben sich auch auf den Weg gemacht, frühkindliche Bildung und Unterstützung von Familien zu verbessern. Einige konnten wir gewinnen, den Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Sie unterstützen uns mit Rat und Tat im educcare Beirat. Mitglieder des educcare Beirats (Auszug): Dr. Roland Bernecker, Bonn, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Seite 10 von 67 Prof. Dr. Henning Wode, Kiel, Sprachwissenschaftler am Englischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel Dr. Patrick Adenauer, Köln, Unternehmer und engagierter Bürger 3 Pädagogisches Konzept zum Betreuungs -, Erzi e- hungs- und Bildungsauftrag „Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen individ uellen Bedürfnissen und seinem Streben nach Entwicklung. Die frühkindliche Entwicklung möchten wir bestmöglich fördern und fordern. Anspruch von educcare ist es, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause und elementarer Bildungsort zu sein Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, Kommunen bei der Herausforderung von hohen Qualitätsanforderungen und engen Budgets zu unterstützen Unternehmen eine effektive und effiziente betriebsnahe Kinderbetreuung zu ermöglichen eigenen Mitarbeiter/innen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Mit diesem Engagement möchte educcare etwas in Bewegung setzen, das unser Land dringend benötigt: Eine Bildung, die früh beginnt, die individuellen Potenziale der Kinder zu entwickeln. Seite 11 von 67 educcare beschreibt (Richtungs)ziele als Muss in der pädagogischen Arbeit, prozessbetonend und mit dem kon sequenten Blick vom Kind aus. Gerade weil Bildungsprozesse von Kindern subjektiv und eigensinnig sind, hat Pädagogik die Aufgabe, herauszufinden, welc he Kompetenzen gerade jetzt und in besonderer Ausprägung für das Kind von Bedeutung sind. Ziele, Analyse und Bewertung sind Voraussetzungen, damit Bildungs arbeit, das heißt die Entwicklung von Kindern hin zu weltoffenen, fröh lichen und selbstbewussten Menschen, gelingen kann. Die Haltung „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ bildet die Grundlage aller Zielformulierungen. Mit dem Blickwinkel sowohl auf das einzelne Kind als auch auf die Gruppe sind einflussnehmende Faktoren – wie Gruppenstruktur, Raumgestalt ung, Materialangebot, Spiel – und Angebotsformen – im Bildungskonzept näher erläutert. Qualitäten die für ein zweites Zuhause gefordert und notwendig sind: eine Atmosphäre der Geborgenheit Beachtung, Zuwendung und Anerkennung Bindungen und Beziehungen die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse. Wir sind davon überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen und die Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt positiv auseinanderzusetzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet. Seite 12 von 67 3.1 educcare Bildungskonzeption als pädagogische Basis Als pädagogische Basis dient die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption. Sie basiert auf dem situationsorientierten Ansatz sowie der Reggio und Montessori Pädagogik. D as Konzept baut auf den fortschrittlichsten nationalen und internationalen Bildungsplänen sowie wegweisenden Methoden zur Umsetzung auf. Die educcare Bildungskonzept ion, unterteilt in die verschiedenen Bildungsbereiche, beschreibt die Ziele und Kompetenze n je Bereich und formuliert Praxisbeispiele für verschiedene Alters - und Entwicklungsstufen. Die Differenzierungen fokussieren Themen und Aufgaben und bieten damit Orientierung. 3.2 Bild vom Kind und Haltung zum Kind Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortakrobaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge an, ihren Wissensdurst zu stillen, und stürzen sich mit Wagemut in das tägliche Abenteuer der Entdeckung ihrer Welt. In ihren Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Herausforderungen. Spielend sammeln sie Erkenntnisse. Kinder lieben es, Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu untersuchen und aus ihren Forschungsergebnissen überraschende und überzeugende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“ All dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unablässig auf ihre ganz individuelle Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich wie Kinder nun mal sind. Einfach nicht vergleichbar. Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für uns Erwachsene. Es verlangt von uns, die Individualität eines jeden Kindes bedingungslos anzuerkennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ihm ab der Geburt auf rasante Entdeckungsreise gehen und ihm gleichz eitig Liebe und Schutz Seite 13 von 67 gewähren, damit es sich von den ‚Strapazen’ des Weltentdeckens immer wieder in unseren Armen erholen kann. Dies ist eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten – für Eltern, für educcare und für die educcare Mitarbeiterin vor Ort. Wir verstehen die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende Bildungszeit. In ihrer Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und Lebensglück mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgende Bildungszeit in der Schule. 3.3 Schwerpunkte und Umsetzung der Bildungs- konzeption Die im Folgenden dargestellten Schwerpunkte können nur exemplarische Ausschnitte aus de r educcare Bildungskonzept ion darstellen. Es handelt sich hierbei eher um die Grundlagen des pädagogischen Handelns in den Kindertagesstätten als um spezifische Förderangebote, die educcare ebenfalls bei Bedarf bereithält. educcare legt Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Lebenskompetenzen sowie der Kompetenzen in den verschiedenen Bildungsbereichen. Individuelle Förderung Partizipation der Kinder Kreativität als Bildungsansatz Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Sprachförderung Bewegungs- und Gesundheitsförderung Musikerziehung Natur und Naturwissenschaften Medien und Technik Seite 14 von 67 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ 3.3.1 Individuelle Förderung Der educcare Bildungsansatz betont die Individualität des Kindes und geht von seinen Stärken aus. Dabei verfolgt es einen spielerischen und ganzhei t- lichen Ansatz und setzt die Partizipation von Kindern als un abdingbar v o- raus. Die Grundhaltung der Erzieher/innen gegenüber den Kindern und ihrer partizipatorischen Möglichkeiten lässt den Kindern viel Freiraum zum Exp e- rimentieren und um die Welt mit allen Sinnen zu entdecken. Sie stärkt die Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie dessen Selbstbewusstsein, was grundlegend in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist. Um das einzelne Kind wirklich individuell begleiten zu können, bilden syst e- matische und wertschätzende Beobachtung und Dokumentation sowie la u- fender Austausch mit Eltern wichtige Bausteine im educcare Konzept. Die gemeinsame Einschätzung bildet dann die Grundlage der pädagogischen Förderung, Impulse und Angebote in unterschiedlichen Themen, u.a.: B e- wegung und Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache , Kunst und Musik, Natur und deren Phänomene, Lernkompetenzen, soziale und personale Kompetenz sowie Technologie und Medien. Die Förderung erfolgt theme n- übergreifend. 3.3.2 Partizipation der Kinder Kinder haben ein Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entspre- chend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN - Kinderrechtskonvention). Beteiligung heißt, Kinder als Betroffene einzube- ziehen und ihnen ernsthaft Einflussnahme zuzugestehen. Die geschützte Atmosphäre der Kindertagesstätte ist e in ideales Lern - und Übungsfeld für gemeinschaftliches Handeln und das Einüben demokratischer Prozesse. Beteiligung ist bereits für junge Kinder möglich. Das Kindesalter spielt für die Beteiligungsform eine Rolle, nicht jedoch für die Beteiligung als solch e. Die Erfahrungen zeigen, dass Kinder durchaus fähig sind, ihren Lebensalltag Seite 15 von 67 bewusst und gezielt mitzugestalten. Sie entscheiden z.B., ob und womit sie spielen möchten. Aufgabe der Erzieher/in ist es hier, die individuellen Wü n- sche des Kindes zu e rfragen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Auch einen Teller wegräumen bedeutet Beteiligung im Sinne von Verantwortung für sich und andere. Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individuelle Ausgangssituat i- onen mit den pädagogischen Zielen der Konze ption und den aktuellen Not- wendigkeiten zu verbinden. Sie setzt die Partizipation von Kindern als unab- dingbar voraus. Institutionalisierte Instrumente der Partizipation der Kinder sind: Redekreis / Morgenkreis Kinderkonferenz gemeinsame Reflexion mit Kinder im Anschluss von Angeboten Die Kinder erfahren durch ihre aktive Beteiligung, dass sie kompetent sind, Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern kön- nen. Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und kleine sowie große Welten gestalten zu können. 3.3.3 Kreativität als Bildungsansatz Die educcare Bildungs - und Betreuungskonzept ion formuliert durchgängig ein Bild vom Kind, das dessen Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung und –bewusstsein, sowie die Freih eit des Denkens und Handelns betont. Auf dem Weg der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt die Erfahrung mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besond e- ren Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein. Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten krea- tive, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und experimentelle Lernorte sein müssen. Seite 16 von 67 So wird „Kreativität“ nicht nur auf das schöpferische Tun innerhalb künstleri- scher Prozesse reduzier t, sondern als „kreative Lernkultur“ im ganz „norma- len“ Alltag gesehen und gefördert. Dies hat zur Folge, dass die Berücksichtigung kindlicher Autonomie und Verantwortung vorrangig betrachtet wird und Angebote primär unter dem Fokus der Entwicklung kreativ en, individuellen Lernens geplant bzw. ausge- wertet werden. Gleichzeitig stuft sich die überwiegende Anzahl von Erzieher/innen als „krea- tiv“ ein. Damit stehen den Kindern „bewusst“ kreative Vorbilder zur Verfü- gung, die eine Verbindung zur Problemlösungskom petenz und zur grund- sätzlichen Haltung von Neugier, Offenheit und Experimentierfreude herstel- len. Hauptziele, die im Projektauftrag Kreativität beschrieben sind und bezüglich der Kinder erreicht werden sollen: Die Kinder in den educcare Einrichtungen vert rauen in ihre Fähi g- keit, schöpferisch zu denken und zu handeln. Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskomp e- tenzen maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfä l- tig und umfassend. Durch die Klientel der Mitarbeiter und M itarbeiterinnen des Auftraggebers könnte sich zusätzlicher Bedarf an die pädagogische Arbeit ergeben: bildungsnahe Familien mit entsprechenden Anforderungen an die Qualität der Einrichtung ausgeprägte Angebote in den Bereichen Musik, Ernährung, Wahrnehmung, Natur / Naturwissenschaft, mathematische Grunderfahrungen, Medien / Technik, … Seite 17 von 67 intensiver und qualifizierter Austausch über Entwicklung des Kindes. Gestaltung und Einbeziehung des Außengeländes (Natur) in den pädagogischen Alltag die Gestaltung des Außengeländes soll zur Bewegung s- freude, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motor i- schen Herausforderungen anregen zu einem späteren Zeitpunkt werden partnerschaftliche K o- operationsmodelle (z.B. mit Kitas im Bereich „Übergänge gestalten“, Frühförderstell en oder Familienberatungen) a n- gestrebt. 3.3.4 Angestrebter bilingualer Kita-Alltag Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Internationalität. Gerade in den ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines spie lerischen Sprach erwerbs so gut wie nie wieder. Zugleich eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen Entwicklung. Deshalb gilt es, den Spracherwerb in der Kindertagesstätte gezielt zu fördern. Mehrsprachige Förderung und das Erlernen der Muttersprache bilden keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Voraussetzung für den Spracherwerb ist ein möglichst intensiver und anhaltender Umgang mit der Sprache. Im Krippen- und Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder, neue Laute, Worte, Sätze und Wendungen zu erfassen und zu entschlüsseln. In diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet, und das Leben in der Tages stätte stellt mit seiner Fülle eine ideale Voraussetzung für den Spracherwerb dar. Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – mit der Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“. Dies bedeutet, dass eine der der beiden Gruppenerzieherinnen konsequent mit den Kindern in der Fremdsprache als Alltagssprache – bisher in allen Seite 18 von 67 educcare Kindertagesstätten Englisch – spricht. Diese klaren Sprachtrennungsregeln nach dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ erleichtern den Kindern den (Zweit)Spracherwerb. Die Kommunikation wird – ebenfalls wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mim ik, Gestik und begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen liefern. Bilingualität (deutsch -englisch) mittels der Immersionsmethode gilt durch ihren natürlichen und spielerischen Ansatz nachweislich als die erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Die englisch sprachige Erzieherin ist eine ausgebildete pädagogische Fachkraft und Muttersprachler/in bzw. Mitarbeiter/in mit annähernd "Native Niveau" und mindestens einem Jahr Auslandsaufenthalt. Die als „Native Speaker“ eingesetzten Erzieher/innen vermitteln mit und neben der Sprache auch die Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieherinnen sprechen mit den Kindern in der zweiten Sprache, wodurch keine Sprachvermischung zustande kommt. 3.3.5 Bewegungs- und Gesundheitsförderung Bewegungsförderung findet in den educcare Kindertagesstätten täglich auf unterschiedliche Art statt: Auf dem Außengelände, bei (Wald -) Ausflügen, auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche Bewe- gungsfreude von Kindern zudem du rch eine Raumgestaltung, die Körperer- fahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite Ebenen, Hän- geschaukeln) Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu fördern ist ein w e- sentlicher Bestandteil de r educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption und w ird entsprechend von den Erzieher/innen „selbstverständlich“ in den Tagesablauf eingebunden. Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper und machen dadurc h Erfahrungen über sich selbst und ihre Umgebung. Sie Seite 19 von 67 erleben durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können. Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die Identi- tätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für eine körperliche Entwicklung, sonde rn auch für die geistige und emotionale Ent- faltung. Werden Sinneserfahrungen gering geschätzt oder vernachlässigt, gehen diese Informationen für die innere Verarbeitung verloren. Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote, Ru- he und Entspannung, gesunde Ernährung und ein unbefangenes Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu. Ziele der Bewegungs- und Gesundheitsförderung: Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, innere Empfindungen spüren, sich wohlfühlen, seiner Möglichkeiten und Grenzen bewusst sein... Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen Situatio- nen: Koordination, Anspannung –Entspannung, zielgerichteter Ein- satz der Muskulatur Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen darüber erlangen, was dem Körper gut tut und was ihm schadet Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: Z u- sammenhänge erkennen zwischen Bewegung und Wohlbefinden Fingerfertigkeit / Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, greifen und loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge – Hand–Koordination: Einen Faden in die Nadel fädeln, Flüssigkeit in unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen... Seite 20 von 67 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und zu unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben Vorfreude entwickeln: Auf alle Fertigkeiten, die ein Mensch lebens- lang handhaben kann. 3.3.6 Musikerziehung Der Aufbau von musisc hen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu anderen Kindern. Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den größtmöglichen Spielraum für die eigene Fantasi e ein. Sie stellen den Ki n- dern Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbeiten können und schaffen ihnen den Platz, der Ihrem kindlichen Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprach d er Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen, Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Th e- orien, Ideen von etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben. Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: aktives gestalterisches Lernen Erweiterung der Lebenskompetenzen Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und –melodie. 3.3.7 Natur und Naturwissenschaften Kinder wollen die Zusamm enhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes ergrün- den und brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur betreffen die belebte Welt – den Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte Natur. Die belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten, Beschreiben, Vergle i- Seite 21 von 67 chen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem Interesse und ihrer e i- genen Logik folgend Themen aus der Biologie, der Chemie, Physik und Technik: Warum fallen die Blätter von den Bäumen? Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? Woraus besteht ein Regenbogen? Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? Staunen – als Ausgangspunkt – regt die Neugier an, weckt den Forscher- geist und unterstützt die Kinder, ihr int uitives Wissen oder die diffuse Kennt- nis von etwas zu überprüfen. Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit kindorientier- ten Themen Teil des pädagogischen Alltags – passend zum Entwicklungs- stand des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbez ug. So lernen die Kinder in kleinsten bis hin zu übergeordneten Zusammenhängen. Sie erweitern Wissen und Fähigkeiten, übernehmen Verantwortung und entwickeln B e- wusstsein für den Umweltschutz. 3.3.8 Medien und Technik Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und T echnik auf. Sie zeigen Inte- resse an deren Funktionen und Verwendungsweisen. Bereits von Anfang an begeistern sie sich für das Telefon, den Lichtschalter oder den Kühlschrank. Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ein – und aus- schalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben unterschiedl i- chen Zugang zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nichts ver- schließt sich ihrer Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, agieren und reagieren. Kinder ve rstehen die Bedeutung unterschiedlicher technischer Geräte am besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im Alltag erfahren. Radio, CD – Seite 22 von 67 Player, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus der Informations – und Kommunikationstechnik, mit denen Kinde r heute selbstverständlich aufwachsen. Lichtschalter, Waschmaschine, Mixer, Bohrmaschine, Auto und andere Beispiele lassen Kinder erkennen, dass Technik dem Menschen die Arbeit erleichtert oder auch mitunter nicht funktioniert. Kinder setzen die Dinge mit ihrer Erfahrungswelt in Bezug. Kann der Mensch auch einmal nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann? Medien und Technik sind in diesem Sinne ein nicht wegzudenkender Teil der pädagogischen Arbeit. Die Fragen liefern die Kinder entwicklungsentsprechend von ganz allein. 3.3.9 Raumnutzung und -gestaltung oder „Raum als dritter Erzieher“ Die Räume in den Kindertagesstätten und in den Außenbereichen sind als Erfahrungswelten konzipiert und stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildung sprozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivität von Kindern, Selbstbestimmung und Verantwortung. Entspr e- chend ausgestattet sind die konkreten „Spielräume in der Praxis: funktion s- bereite Materialien, einladend gestaltende Nischen, wechselnde, attrak tive Herausforderungen. Räume haben Ordnungen und bieten damit Orientierung und Verlässlichkeit für Kinder. Ihre Gestaltung fördert Kommunikation, soziales Miteinander, Körpererfahrung und ästhetische Bildung. Bei der Gestaltung der „Spielräume“ sind Abwec hslungsreichtum und Rei z- überflutung sorgsam abzuwägen. Kinder werden durch die Gestaltung der Räumlichkeiten auf den Zeitgeist, Unterschiede zwischen den Kulturen und subjektive Geschmacksvorstellu n- gen aufmerksam. Sie setzen sich mit diesen auseinander, je mehr Einfluss sie auf die Gestaltung nehmen. Die pädagogische Arbeit educcares basiert unter anderem auf der Reggio -Pädagogik, bei der der Raum eine sehr wic h- tige Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher. Räume wirken als reichhalt i- ge, vorbereitete Um gebung, die den Kindern sowohl Anregung und Herau s- Seite 23 von 67 forderung bieten, als auch Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten. Sie können als Gruppenräume strukturiert sein, wie auch als Funktionsräume, z.B. Räume für Atelier, Bewegung, Entspannung etc. Einrichtung und Mate- rial haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern verschi e- dene Wahrnehmung heraus und laden zum forschenden Lernen ein.“ Der Raumgestaltung kommt in den educca re Kindertagesstätten eine wichtige Bedeutung zu, denn diese wirkt sich wesentlich auf die Persönlichkeitsen t- wicklung der Kinder aus. Neben den verschiedenen Räumen für Bewegung, Ruhe, Entspannung usw. haben auch die räumlichen Bedingungen wie Licht, Farben und Akustik eine wesentliche Bedeutung. Der Lärmpegel ist in Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel enorm hoch. Damit sich Kinder in der Einrichtung beim Spielen und der kreativen Entfaltung nicht gestört fühlen sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmen de Fußbodenbeläge ein Muss. In den Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, denn bei Tageslicht ist nicht nur die Sinneswahrnehmung anders geschärft als bei Kunstlicht, sondern das Tageslicht steuert die körperlichen Vorgänge wie Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit und Hormo n- produktion. In den Schlafräumen werden gerne sogenannte Hochebenen eingebaut, diese dienen zum einen als platzsparende Schlafmöglichkeit, zum anderen als Spiel- und Kletterobjekt zu Nicht-Schlafenszeiten. Das Außengelände sollte möglichst direkt an die Einrichtung angrenzen. Die Gesamtfläche sollte in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt werden: Sand, Wiese, fester Boden, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser -/Bachlauf mit Auffang-/Spielbecken und mit Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und Tiefen, naturnah (Einbindung vorhandenen Baumbestandes), Wege für Ki n- derfahrzeuge, Klettergerüste (möglichst aus Holz), Spielbereich für Kleins t- kinder. Seite 24 von 67 3.3.10 Verpflegung educcare hat ein umfassendes Verpflegungskonzept entwickelt, das den Leitungen, Teams, Eltern und Auftraggebern zur Verfügung steht. In dem Konzept wird der Umgang mit Speisen, Hygienevorschriften und praktisches Vorgehen im Detail erläutert. Ernährung bedeutet mehr als nur ausreichende Nahrungsaufnahm e. Der Genuss ist wichtig, genauso wie die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. Eine vielfältige und ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder. Bei educcare werden täglich rund 2.200 Kinder (Stan d September 2018) verpflegt – vom Frühstück über das Mittagessen bis hin zum Nachmittagssnack, je nach Angebotsumfang der Kita. Das Verpflegungskonzept soll die Ernährungsversorgung der Kinder in educcare Kindertagesstätten sichern. Es dient übergreifend d er Qualitätssicherung in allen educcare Einrichtungen. educcare Mitarbeitern bietet es einen fachlichen Leitfaden und Eltern eine Informationsgrundlage für die Ernährung ihrer Kinder. Sprachliche Bildung/ Sprachförderung Sprache ist – im Unterschied zu Kr abbeln, Laufen, Klettern usw. – die einzige Fähigkeit, die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem Menschen gelernt und verfestigt werden kann. Kinder nehmen wahr, wie Menschen miteinander kommunizieren, wie sie einander zuhören und gehört werden. Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus andauert. Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonverbale Verständigung wie Gestik, Mimik, Körperspr ache, Tonfall, Rhythmus. Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, Lautbildung, Neugierde und Seite 25 von 67 Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden Sprachen, die Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen und Bed ürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten Bildungsziele in der Sprachentwicklung dar. Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe Bedeutung als Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende Anforderungen an den Erwa chsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in den Dialog zu treten. Kinder wollen sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie brauchen verantwortliche Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die Nutzung all ihrer sprachlichen Möglichkeiten. K inder ohne die Erfahrung positiver Resonanz verstummen. Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung basiert auf dieser Lust an Tönen, Sprachmelodien und Wortspiele n. Sie bilden im ständigen Dialog die Basis für die Förderung im Alltag. In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je mehr Kinder in einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und Motivation erhalten sie, sich sprachlich weiterzuentwickeln. Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder lernen, dass diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, Zahlen, Buchstaben sind ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten Denken. Die Möglichkeit, si ch mitzuteilen, ohne selbst anwesend zu sein, ja sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein faszinierender Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg zum Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. Seite 26 von 67 Ziele der Sprachförderung: Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt mit Spaß erleben Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrun- gen und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können kommunikationsoffene und anregende Gestaltung der Atmosphäre und des Raumes sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein Korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in den meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vor- bildfunktion) Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, Lernen in Sinn-zusammenhängen altersgemäße grammatikalische Kompetenz phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen und Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, Hausnummern, chinesische Zeichen) Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen er- finden 3.3.11 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten Die Betreuungszeiten sollen den Eltern Planungssicherheit und Flexibilität gewähren, aus pädagogischen Gründen jedoch maximal 9 Stunden pro Tag betragen: Öffnungszeiten im Jahresverlauf: In der Regel habe n educcare Einrichtu ng zwanzig jährliche Schließtage . Innerhalb dieser Schließtage können die fünf Fortbildungs -/ Konzept -/ Teamtage für das Team stattfinden. Im ersten Jahr sind für eine qualitative Seite 27 von 67 hochwertige Einarbeitung der Mitarbeiter zwei weitere Te amfortbildungstage vorgesehen, die in der o. g. Schließungszeit stattfinden können. Öffnungszeiten je Tag: Die Öffnungszeiten sollten sich nach den Anforderungen der Eltern richten. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag. Die Uhrzeit kann je nach Bedarf zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr festgelegt werden. Hier richtet sich educcare flexibel nach dem Bedarf der Eltern und der Kommune , so dass auch eine spätere oder frühere Öffnung umgesetzt werden kann. Sonstige, ergänzende Betreuungsangebote / Stundenbuchung: Um Flexibilität in der Betreuung zu ermöglichen, kann educcare weitere Möglichkeiten anbieten, die bei Bedarf mit dem Sozial - und Jugendamt besprochen werden können. Dazu gehören z.B. die zeitweilige Buchung von Zusatzstunden innerhalb und außer halb der Öffnungszeiten. Diese werden von den Eltern gebucht und auch bezahlt. Buchungskontingente mit zubuchbaren Stunden (angekündigt wie auch unangekündigt). Notfallbetreuung soweit rechtlich zulässig und gewünscht kann educcare auch Platzsharing einrichten. 4 Kinderschutzkonzept educcare versteht sich als ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den Schutz der ihm anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Z u- sammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger so r- gen wir dafür, dass sich die Kinder sicher, wohl und geborgen fühlen, uns e- rem Anspruch folgend, Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites zu Hause und ein exzellenter Bildungsort zu sein. Seite 28 von 67 educcare hat ein Kinderschutzkonzept entwickelt, dass alle G rundsätze zum Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang darstellt. Die educcare Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit. Somit ist Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet: für Kinder, sich in anregender und beschützender Umgebung i ndivi- duell entfalten zu können für Eltern, die sich als Erziehungspartner an - und ernstgenommen fühlen für Pädagogen, die die individuelle Ausprägung vor Ort gestalten und sich weiterentwickeln wollen und für den Träger in seiner Gesamtverantwortung. Das Kinderschutzkonzept versteht sich als wichtiger Bestandteil der edu c- care Konzeption. Wir haben ein gemeinsames Verständnis von Kinderschutz geschaffen, welches für alle educcare Einrichtungen verbindlich ist. Ziel des educcare Schutzkonzeptes ist es, den p ädagogischen Fachkräften Orienti e- rung und Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge für das Wohl des Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbe i- tenden im Blick. 5 Integration, Inklusion und Genderthematik Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie eröffnet allen Kindern die Möglichkeit, ihr Recht auf die Erreichung ihres individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen. In den UNESCO „Leitlinien für die Bildungspolitik“, die von der Bundesrepublik Deutschland unterschrieben wurden, geht es um die Inklusion von Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten. „Inklusive Bildung bedeutet, es allen Menschen in gleichem Maße zu ermöglichen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihr Potentia l zu entwickeln. Dieser Seite 29 von 67 Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen.“ educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Jedes Kind ist willkommen, kein Kind wird ausgegrenzt! Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlicht die Offenheit und Achtung gegenüber der Verschiedenheit und des Andersseins eines jeden Kindes mit all seinen Potentialen und Herausforderungen. Im Sinne und im Anspruch ermögl icht educcare allen Kindern, insbesondere auch den Kindern mit Benachteiligungen und besonderen Bedürfnissen: Respektierung der eigenen Persönlichkeit Würde und Selbständigkeit Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen kulturelle Unterschiede und Vielfalt Wohlfühlen im familiären Umfeld. educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, behinderte und nichtbehinderte Kinder so fr üh wie möglic h zusammenzuführen, da sich Einstellungen und Vorurteile bereits im Kindergartenalter bilden und da von der Umwelt Bewertungen von Behinderung übernommen werden können. educcare sieht folgende Vorteile gemeinsamen Spielens und Lernens: das Le rnen der Akzeptanz von "Anderssein", das für die Identitätsbildung behinderter Kinder besonders wichtig ist das Verarbeiten von neuen Erfahrungen, die sich für nichtbehinderte Kinder im Kontakt mit behinderten Kindern ergeben die Vermeidung von Vorurteilen das unbefangene Aufeinander zugehen Seite 30 von 67 die Chance, verstärkte soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sich für nichtbehinderte Kinder aus der Vielfalt an anderen Kontaktmöglichkeiten ergeben der Anreiz der gegenseitigen Vorbildfunkt ion bei der Ausbildung sozialer, sprachlicher, kognitiver und sensomotorischer Fähigkeiten. educcare–Bildungseinrichtungen beschränken sich nicht auf das Zusammensein von behinderten und nichtbehinderten Kindern an gemeinsamen Spiel - und Lernorten, sondern schließen ein gemeinschaftliches Betreuungsangebot ein. Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse aller Kinder ein, insbesondere derjenigen Kinder, die ohne einen speziellen Aufwand an Betreuung und Pflege nicht zurechtkommen. Voraussetzung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbei t mit allen Beteiligten des Netzwerks: mit den Eltern des Kindes, den behandelnden Ärzten und Therapeuten, den sonderpädagogischen Einrichtungen, dem Sozial - und Jugendamt, ggf. auch den Integrationshelfern. educcare Bildungseinrichtungen erfüllen nicht nu r integrative Aufgaben im sozialen Umfeld des Kindes und seiner Familie, sondern sie sind auch eingebunden in eine umfassende Förderung und gemeinsame Erziehung und Bildung. Wir vereinbaren und verfolgen gemeinsame Ziele. Die Erwartungen an das Spielen und das Lernen berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. educcare Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen zeichnen sich durch hohe Empathie und Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als Ansprechpartner/innen für die Herausforderungen, Unsicherheiten bis zu Ängsten der Eltern, beraten und geben wenn möglich Hilfestellung. Sie verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen Partnern und Institutionen. Seite 31 von 67 Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist neben der interdisziplinären Kooperation die Fort - und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen und ihre pädagogische Begleitung. 5.1 Interkulturelle Arbeit der Kindertageseinrichtungen Die educcare Kindertagesstätten orientieren sich in besonderer Weise an den Idee n der internationalen Verständigung, der interkulturellen Bildung und des Lernens gemäß der Leitlinien der UNESCO -Projektschulen/- Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen unterstützen aktiv das Ziel der UNESCO – die Erziehung zu internationaler Verständigu ng und Zusammenarbeit – in allen Bereichen. Die Themen Toleranz, Demokratie, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung werden in den educcare Kindertagesstätten bereits intensiv und verlässlich gelebt. So wurde beispielsweise die educcare Kindertagesstätte in der Stuttgarter Hasenbergstraße von der Deutschen UNESCO -Kommission zur „mitarbe i- tenden UNESCO Projektschule“ ernannt. Zielsetzung es ist, Kindern die Fähigkeit, das Wissen und die Verhalten s- weisen zu vermitteln, die sie für eine glückliche und erfolgrei che Zukunft benötigen. Dies schließt die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit ausdrücklich mit ein. Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Viel- falt geprägt. Interkulturelle Kompetenz hat in den educcare Kindertagesstä t- ten eine hohe Bedeutung. Dabei gilt es, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Mehrsprachigkeit und Multikulturalität werden in den Einrichtunge n als Bereicherung und Chance gelebt. Die Tagesstätten spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Verschiedene Familienkult u- ren mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch die Familien und Mi t- arbeiter/innen repräsentiert. Seite 32 von 67 5.2 Integration und interkulturelle Orientierung Weder gegenüber dem einzelnen Kind noch gegenüber der Gesellschaft ist es zu verantworten, dass anforderungsgerechte Betreuung und Bildung nur wenigen zugänglich ist. educcare vertritt entschieden die Auffassung, dass hochwertige Bi ldung allen Kindern und Familien zugänglich sein muss. Durch konsequentes Kostenmanagement gelingt es educcare in der Regel, mit der regulären öffentlichen Förderung für freie Träger die ortsüblichen Elternbeiträge beizubehalten. Neben den Elternbeiträgen sind hier die richt i- ge Ansprache der Familien sowie bedarfsgerechte Angebote entscheidend. Weiterhin ist es für educcare selbstverständlich, Kinder und Familien aufz u- nehmen, bei denen die verantwortlichen Stellen besonderen Handlungsb e- darf sehen. educcare Tagesstätten sind zweites Zuhause für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von Abstammung, Sprache, Herkunft, Welta n- schauung oder Konfession. Die Tür steht für sie stets offen, ob es sich um Betreuungs-, Beratungs-, Gesprächs-, Vermittlungsbedürfnisse handelt oder um öffentliche Veranstaltungen oder private Feiern. Die educcare Einrichtungen sind exzellente Bildungseinrichtungen, in denen jedes Kind in einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern individuell begle i- tet und umfassend gefördert wird. Ansp ruch von educcare ist es, dass die Elternschaft in der Zusammensetzung das soziale Umfeld widerspiegelt. Im Verbund mit lokalen Einrichtungen beteiligt sich die Kita aktiv am kommun a- len Leben und erweitert so das Angebot für Familien. Die interkulturelle O ri- entierung der educcare Kindertagesstätten zeigt sich allein schon durch die bilinguale Ausrichtung jeder educcare Kita (bisher deutsch / englisch), die bei Bedarf z.B. auch deutsch / türkisch sein könnte. Zudem arbeiten die Einrichtungen nach den UNESCO Leitlinien, deren Grundsätze u.a. die Fö r- derung von Demokratie, gegenseitiger Achtung und Toleranz sind. In den Einrichtungen werden die unterschiedlichen Kulturen gelebt und somit ke n- nen gelernt als auch das gegenseitige Verständnis füreinander gefördert. Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den Alltag in Seite 33 von 67 der Kindertagesstätte zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglic h- keiten zu schaffen. 5.3 Integration von Kindern mit Behinderung educcare Kindertagesstätten stehen konzeptionell allen Kindern, unabhä n- gig von Religion, sozialem Status, kulturellem Hintergrund oder körperlichen/ seelischen Beeinträchtigungen, offen. Leitsätze wie „Jedes Kind ist anders“ und „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ verdeutlichen die Offenheit gegenüber der Verschiedenheit und die Achtung des Andersseins mit all den Potenti a- len und Herausforderungen, die eine solche Haltung birgt. Die educcare Kindertagesstätten streben ein Spiegelbild des gesellschaftl i- chen Umfeldes an. Dies bedeutet, jedes Kind ist willkom men, und kein Kind soll ausgegrenzt werden. Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Entwicklung und seiner individuellen Interessen und Stärken anerkannt und gefördert. Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Eine zusätzliche Förderkraft wird, wenn es die Situation erfordert, angestellt, entweder stundenweise oder alltagsbegleitend. Kinder mit Behinderung in den Alltag der Kindertagesstätte zu integrieren bietet eine besondere Chance, Kinder für individuelle Unterschiede zu se n- sibilisieren und ihnen mit Respekt und Achtsamkeit zu begegnen. Sie erha l- ten die Möglichkeit, den vorurteilslosen Umgang mit Gleichaltrigen zu lernen. Die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf biete t für alle Kinder wichtige Entwicklungserfahrungen. Die Räumlichkeiten sind, soweit möglich und mit der Stadt abgesprochen, auf die Nutzbarkeit eines Rollstuhlfahrers ausgelegt. Im Grundsatz versuchen wir, allen Kindern einen Kitaplatz anzubieten. Seite 34 von 67 Jeder Fall sollte als Einzelfallentscheidung genauer betrachtet werden, da die Betreuung in einer Regeleinrichtung vom Grad der Behinderung abhängig ist und nicht alle Kinder in einer Regeleinrichtung ausreichend gefördert werden können. Mit den Eltern und den Förderstellen muss abgewogen werden, was sinnvoll ist. Ggf. sind unterstützende Kräfte einzusetzen (i.d.R. nach Absprache mit dem Jugendamt). Erfahrungen aus unserer Einrichtung in Stuttgart Hasenbergstraße: Es gibt zwei Integrationspl ätze. Die Kinder erha lten durch eine unterstützende Kraft entsprechen de Förderung. Die Kräfte werden von der Frühförderstelle finanziert. 6 educcare als im Sozialraum engagierter Träger educcare Kindertagesstätten verstehen sich immer als Teil einer Stadtteilgemeinschaft – mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien die notwendigen Angebote „auf Augenhöhe und mit passender Ansprache“ zur Verfügung zu stellen, die sie bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags benötigen. Hier zu möchte educcare verlässlich einen Beitrag leisten. Die educcare Bildungs - und Erziehungskonzeption bildet die fundierte und verbindliche Basis für die pädagogische Arbeit. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die konkrete Ausprägung des Profils d er jeweiligen Kindertagesstätte und der täglichen pädagogischen Arbeit. Der Auftrag der educcare Kindertagesstätte in Münster soll zum einen der Deckung des Bedarfs der Bildung und Betreuung von neu zugezogenen Kindern unter sechs Jahren liegen, zum andere n in der anforderungsgerech- ten Un terstützung der Familien und des Stadtteils . Eine Kindertagesstätte bietet sich hier idealerweise als Treffpunkt für Familien an und kann integri e- rend wirken. Seite 35 von 67 Grundsätzliches zu Münster Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, Fahrradpar a- dies und Studentenstadt. Münster ist in die sechs Stadtbezirke Mitte, Nord (Coerde, Kinderhaus, Sprakel mit Sandrup) , Ost (Gelmer und Handorf), West (Albachten, Gievenbeck, Mecklenbeck, Nienberge, Häger und Roxel) , Süd-Ost (Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck) und Hiltrup (Amelsbü- ren, Berg Fidel und Hiltrup) gegliedert. Münster hat über 180 Kindertageseinrichtungen und ist von einer großen Träger- und Angebotsvielfalt geprägt. Ca. 30 Einrichtungen bieten als Fam i- lienzentrum Angebote für Familien im Bereich der Beratung und Unterstü t- zung. Die Stadt selbst ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen. Strukturdaten zum Sozialraum Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 310.000 Ein- wohner (Stand Dezember 2015). Stand Juni 2017 gibt es ca. 8.600 Kinder im Alter von 0 -2 Jahren in Münster. Mit den derzeitig vorhandenen Kindertageseinrichtungen kann ca. 42,4% des Betreuungsbedarfes abgedeckt werden. Im Alter von 3 -5 Jahren gibt es ca. 7.700 Kinder. Münster-Mitte – Altstadt Münster ist eine Stadt, die ihre Geschichte lebendig hält. Häuser, Kirchen und Plätze in der restaurierten Altstadt „erzählen“ Geschichten aus ve r- schiedenen Jahrhunderten und schaffen eine Kulisse, die Münster einziga r- tig war. Münster-Mitte, der zentrale und größte Stadtbezirk Münsters, umfasst den Kernbereich der Stadt mit ca. 122.432 Einwohnern (Stand Dezember 2011). Die Gesamtfläche von 23,95 km² wird in die vier Teilbereiche Altstadt, I n- nenstadtring, Mitte -Süd und Mitte -Nordost un tergliedert. Viele Sehenswü r- digkeiten Münsters finden sich in der Altstadt, beispielsweise der Prinzipa l- markt – eine Flaniermeile in historischer Kulisse – der St. Paulus -Dom, das Seite 36 von 67 gotische Rathaus in dem sich der Friedenssaal befindet, sowie der Erbdro s- tenhof – Münsters schönster Adelshof. Das Fürstbischöfliche Schloss der Stadt beherbergt heute die Universität. In unmittelbarer Nähe zur neu entstehenden Kindertageseinrichtung an der Neubrückenstraße gibt es die städtische katholische Martinischule, sowie mehrere Kitas in freier Trägerschaft, beispielsweise die Kindergruppe K o- tenbeis und die Kita Kinderwerkstatt. Nahe der neuen Einrichtung an der Sonnenstraße gibt es zwei Kitas in freier Trägerschaft, die AWO Kindertageseinrichtung Fürstenbergstraße und di e Kita Kinderwerkstatt. Amelsbüren Amelsbüren ist der südlichste Stadtteil von Münster und stark landwirtschaf t- liche geprägt. Amelsbüren ist mit einer Fläche von ca. 43,35 km² der größte Stadtteil und hat aktuell ca. 6.400 Einwohner (Stand Dezember 2015). Auch umfangreiche Waldgebiete wie die Davert und die Hohe Ward gehören zu Amelsbüren. In Amelsbüren gibt es zwei Grundschulen, die Davert Schule Amelsbüren und die Grundschule Loevelingloh, sowie drei Kindertageseinrichtungen: die Kita und Familienzentrum St. Sebastian in Trägerschaft der Kirchengemei n- de St. Clemens, die städtische Kindertageseinrichtung und Familienzentrum Sonnentau, sowie die Einrichtung Pezzettino in Trägerschaft der evangel i- schen Jugendhilfe Münsterland gGmbH. Mecklenbeck Der Stadtteil Mecklenbeck befindet sich im Westen von Münster. Meckle n- beck ist deutlich gegliedert und bietet neben Wohnvierteln auch landwir t- schaftlich genutzte Flächen und Gewerbegebiete. Aktuell leben hier rund 9.300 Einwohner auf einer Fläche von knapp 6,24 km ² und der Stadtteil ent- wickelt sich kontinuierlich weiter. So gibt es verschiedene neue Wohnb e- bauungen in der Mitte Mecklenbecks rund um die St. Anna -Kirche und auch Seite 37 von 67 ein neues Stadtbereichszentrum befindet sich an der Weseler Straße im Bau. Für sportliche Aktivi täten bietet der Stadtteil zwei Fußball - bzw. Sport- vereine, den DJK Wacker Mecklenbeck 1956 e.V. und den 1. FC Meckle n- beck, die beide zusammen auf einer der modernsten Sportanlagen von Münster und Umgebung ihre Sportprogramme ausführen (110.360m²). Hi n- zu k ommt der Skaterpark mit dazugehörigem Fußballplatz und Volleybal l- spielfeld. Für junge Leute gibt es das Kinder - und Jugendmobil, das mit zahlreichen Spiel- und Bastelmaterialien den Kindern viele Möglichkeiten zum kreativen gestalten und spielen bietet, s owie den Jugendtreff am Skaterpark und den Jugendtreff in Gelmer. Es gibt zwei Grundschulen im Stadtteil: die städtische Grundschule am Di n- bängerweg Peter -Wust-Schule und die städtisch katholsiche Grundschule Loevelinglohschule an der Wiedaustraße In unmit telbarer Nähe zur neu entstehenden Einrichtung gibt es drei Kindergärten: die Kita Kotenkotten e.V., die katholische Kindertageseinrichtung Maria Aparecida und die Kita Unter den Eichen der evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Roxel Roxel ist ein Wohnbe reich im Stadtbezirk West von Münster . Hier wohnen 9.184 Einwohner (Stand Dezember 2015) auf einer Fläche von 19,92 km². Roxel bietet viele Freizeitangebote, beispielsweise das Roxeler Hallenbad, das Sportzentrum Roxel mit Outdoor - und Hallensportangeboten oder auch die Musikschule in Roxel, die regelmäßig Vorspiel-Konzerte veranstaltet. In Roxel gibt es eine Grundschule: die katholische Marienschule Roxel, die allen Kindern offen steht; sowie vier Kindergärten: die AWO Kindertagesei n- richtung Aloysia Delsen , zwei Einrichtungen des CVJM Münster e.V., Kita auf dem Dorn und das Anne -Jakobi-Haus und die katholische Kindertage s- stätte St. Pantaleon. Das Anne -Jakobi-Haus richtet sich mit den ve r- Seite 38 von 67 schiedensten Angeboten an unterschiedliche Altersgruppen, sowohl an Ki n- der und Jugendliche als auch an Familien. Unter einem Dach befinden sich eine Kindertagesstätte, ein Jugendbereich und ein Familienzentrum. Gerne möchte educcare sich mit den im Stadtteil Roxel vertretenen Akteuren ve r- netzen und gemeinsame Angebote für Fam ilien gestalten. Auch die Koop e- ration von pädagogischem Fachpersonal aus den verschiedenen Einrichtu n- gen sehen wir als selbstverständlich an, zum fachlichen Austausch und zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit. Auch die Teilnahme an For t- bildungs- und Qualifikationsveranstaltungen trägt zu einer verbesserten Z u- sammenarbeit bei. Ein „zweites Zuhause“ und exzellenter Bildungsort für Kinder und E l- tern in Münster Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individue l- len Entfaltung in de n Kindertagesstätten Münster zu bieten, heißt für uns ergänzend zu den grundsätzlichen Aussagen i n der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption zum Beispiel: Vernetzung in den Stadtteilen und in den Bezirken aktiv unterstützen u.a. zu umliegenden Kindergärten und Grundschulen kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte hinaus den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umg e- bung erleichtern , z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, g e- meinsames Kochen, Elterncafé , sportliche Aktivitäten wie Yogaku r- se, Eltern-Kind-Zelten… Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden und Verantwortung für sie zu übernehmen Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs herstellen: Schwabschule Stuttgart Seite 39 von 67 umfeldadäquate Angebote für die Familien zur Kontaktknüpfung (z. B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, E l- terncafé; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung (beispielsweise an den Aasee, den Wolbecker Tiergarten…) interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z. B . als Haus der Kulturen; o.ä.) Ort familiärer Unterstützung z. B. Sprachförderung für die ganze Familie; Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrspr a- chige Informationen, Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidar i- scher Netzwerkbildung z. B. für Alleinerziehende, Studenten... educcare möchte aktiv einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Münster leisten und in enger Zusammenarbeit mit den bereits vertretenen Trägern, Angebote für die Familien in Münster realisieren. In Abstimmung mit den anderen Akteuren können in der Kita familienzentrum -ähnliche Strukturen geschaffen werden, um den Eltern trägerübergreifende Fortbi l- dungs- und Beratungsangebote anzubieten. Im Falle der Auftrag serteilung soll educcare in Münster den Bedarf der Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt decken sowie Familien anforderungsgerecht unterstützen. 6.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Be treuung ist nur in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht das Ju gendamt als Handlungs partner, welcher die gleichen Ziele mit derselben Beharrlichkeit und gleichem „neue n Denken“ verfolgt. Eine gute Partnerschaft hat educcare schon in a nderen Kommunen in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Seite 40 von 67 Aufbauend auf diesen Erfahrungen würden wir gerne in den folgenden Themen mit dem Jugendamt konkret zusammenarbeiten: gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und Abläufen gemeinsame Durchführung von Schulungen Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen 6.2 Zusammenarbeit mit Grundschulen oder „lebenslanges Lernen fördern“ Einen besonderen Schwerpunkt setzt educcare für Kindergartengruppen auf die Vorbereitung auf die Grundschulzeit. ed uccare entwickelt zusammen mit Grundschulen Prozessbeschreibungen für den Übergang in die Schule. Dem Übergang vom Kindergarten in das Schulsystem kommt ein besonderer Stellenwert zu, denn was bei den Kindern in der Elementar - und Primarbildung grundgelegt – oder aber versäumt – wird, prägt den weiteren Bildungsverlauf und somit auch den Bildungserfolg oder -misserfolg von Kindern und Jugendlichen entscheidend mit. Nicht nur im Hinblick auf individuelle Lebenschancen, sondern auch mit Blick auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung muss somit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule eine besondere Verantwortung beigemessen werden. Kinder, die in die Schule kommen, stehen in der Kontinuität längst begonnener Bildungsprozesse. Kindertagesstätten und Schule haben die gemeinsame Verantwortung und Verpflichtung, durch ihre Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs - und Lernprozesse für die Kinder zu gewährleisten und gemeinsam mit den Eltern Verantwortung für eine beständige, ganzheitl iche Bildungs - und Erziehungsentwicklung zu übernehmen. Die enge Verzahnung von Elementar- und Primarbereich dient der frühzeitigen und bestmöglichen Förderung für jedes einzelne Kind. Seite 41 von 67 Kindertagesstätte und Schule tragen gemeinsam und gleichberechtigt die Verantwortung dafür, dass ein guter Schulanfang kein punktuelles Ereignis, sondern eine zu gestaltende Übergangsphase ist, dass die persönliche Eigenart des einzelnen Kindes und seine Lerngeschichte berücksichtigt wird und in der Schule zur Geltung kommt, dass wechselseitig und kontinuierlich Informationen ausgetauscht, Fragen aufgenommen und Ideen entwickelt werden. educcare sieht sich deswegen in der Verantwortung, mit Grundschulen in der Umgebung zusammenzuarbeiten und Kindergartenkindern eine gute Vorbereitung auf die Schule zu bi eten. educcare sieht sich in der Verpflic h- tung die umliegende Grundschulen anzusprechen und sich zusammen mit ihnen diesen Aufgaben zu stellen (z.B. durch Kooperationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Informa tionsabende, übergreifende Portfolios, Projekte zwischen Kita - und Schulkindern, Evaluierung des Übergangsprozesses). 6.2.1 Beispiel für Sozialraumorientierung: Zusammenarbeit der educcare Kita Stuttgart Hasenbergstraße mit den Grundschulen Schwabschule und Falkertschule Konkret ist es beispielsweise gelungen , an zwei öffen tlichen Schulen im Stuttgarter Westen (Schwabschule und Falkertschule) ein bilinguales Unterrichtsmodell einzuführen. Initiator waren Eltern der educcare Kindertagesstätte Hasenbergstraße. Damit ist in unmittelbarer Nachbarschaft der bilingualen Kita die Weiterführung der Bilingualität in der Schule gewährleistet. Der Erfolg der Eltern und des Trägers ist auch ein Seite 42 von 67 gelungenes Beispiel dafür, wie Kindertagesstätten Bewegung in einen Stadtteil bringen und Schulentwicklung mit gestalten können. 6.3 educcare als Partner der Stadt Münster oder „Transparenz herstellen und Kooperation leben“ Auf Grund entstehender Neubaugebiete und damit verbundenem Zuzug von Familien soll die neue Kita den Eltern anforde rungsgerechte Kinderbildung und -betreuung anbieten. Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und Betreuungszeiten ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherhe it in der Umsetzung ihres Lebensmodells garantiert. Die Stadt Münster will nicht ausschließlich den Bedarf abdecken, sondern auch eine qualitativ hochwertige, gut kommunizierbare Betreuung und Bildung der jüngsten Bewohner im Stadtteil Münster-Mitte zur Verfügung stellen. Die Wohn- und Lebensqualität sowie Identifikation der Bewohner mit dem Stadtteil we rden mit der Kindertagesstätte als Ort der Begegnung, des Kennenlernens und des Dialogs zusätzlich gestärkt. educcare wird verantwortlich und effizient mit der Stadt Münster zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen stets transparent halten und dynamisch weiterentwickeln. 6.4 Kooperation mit anderen Institutionen Grundgedanke von educcare Kindertagesstätten ist es, Familien – Kinder wie Eltern – als Partner zu sehen. Diese haben unterschiedliche Bedarfe, die sich je nach Lebens situation und Umfeld ändern können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Familien adäquate Angebote anzubieten: von de r hochwertigen Umsetzung unsere r Bildungskonzeption über die Beratung von jungen Eltern oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin z u offenen, generationenübergreifenden Angeboten. Seite 43 von 67 educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies wird mit Hilfe der Sozialraumanalyse und Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft. Folgende Partnerschaften werden angestrebt: Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen (z.B. mit (Grund-)Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe Kindertagesstätten Jugend- und Familienhäusern Hilfen zur Erziehung Sprachförderprojekten Vereinen Vernetzung mit anderen Trägern Austausch über pädagogische Konzepte ggf. gemeinsame Schulungen Bereitstellung der Räumlichkeiten 7 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern educcare sieht in der Bildung und Erziehung der Kinder eine gemeinsame Verantwortung mit den Eltern. Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind authentisches Interesse, individuelles Eingehen, gleiche Augenhöhe so wie Professionalität in der Kommunikation bei den educcare Mitarbeiter/innen. Erzieher/innen in educcare Einrichtungen respektieren Eltern in ihrer Seite 44 von 67 besonderen Bedeutung für ihr Kind. Sie (be)achten individuelle Lebenssituationen, Wertvorstellungen, kulture lle Zusammenhänge und vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen Lebenssituation formulieren. Voneinander erfahren, sich austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln sind unverzichtbare Schritte, damit eine vertrauensvolle Partnerschaft ent stehen und familienergänzend und - entlastend wirken kann. Beteiligung, Verständigung und manchmal auch Auseinandersetzung verlangen von Erzieher/innen besondere Kompetenzen. educcare trägt diesem Aspekt u. a. durch eine sehr sorgfältige Personalauswahl Re chnung. Alle Mitarbeiter/innen in den educcare Einrichtungen werden in Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult. Wesentliche Grundeinstellungskriterien sind z. B. Begeisterung für die Arbeit mit Kindern und Eltern, ausgeprägte Hobbys, Spaß am stru kturierten Arbeiten, nachgewiesener Wille zur persönlichen Weiterentwicklung und eine freundliche Ausstrahlung. Ergänzt wird dies um spezifische Kriterien wie kultureller Hintergrund oder spezielle Kenntnisse. Die konkrete Elternarbeit bei educcare beinhaltet z. B.: intensive Vorab-Information über educcare und die Ziele intensives Vorab -Gespräch mit den Eltern über das Kind, seine bisherige Entwicklung, Wünsche und Ängste von Eltern individuelle Eingewöhnung von Kindern und Eltern (Berliner Modell) vier (für Kinder unter 3 Jahren) bzw. zwei (für Kinder über 3 Jahren) ca. einstündige Elterngespräche pro Jahr zum Austausch über die individuelle Entwicklung der Kinder (die “ educcare-Eltern“ lieben diese Gespräche) Seite 45 von 67 halbjährliche Elternbefragung jährliche Mitwirkung von Eltern bei der Ausrichtung und Entwicklung der jeweiligen Kita im Rahmen des „Kickoff“ (u.a. auf Basis der Befragung s- ergebnisse) Einbinden von Elternkompetenzen und Ressourcen in die Bildungsarbeit und den Alltag der Tagesstätte diverse Elternmitwirkungsmöglichkeiten (z. B. Arbeitsgruppen, Elternrat, Projekt-/Themengruppen) lebendige Elternversammlungen mit Themenabenden (z. B. Naturwissenschaften), Vernetzen und Vergnügen, z. B. Kochen Angebote der Beratung und Unterstützung von Familien Angebote für Eltern in gewünschten Themen (z. B. das Elternseminar: „Rituale“, „Grenzen setzen“) 8 Tagesablauf Durch Rituale Orientierung und Halt geben. Strukturierung des Tagesablaufs Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder im Kindergarten- und besonders im Krippenalter wichtiger Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den Kindern wird ein Tagesablauf geboten, der Orientierung und damit auch Sicherheit bietet. Hierbei wird stets vom Wohlbefinden des einzelnen Kindes ausgegangen. So ist unser Tage sablauf eine Stütze für das Kind, aber keinesfalls ein Muss (s. „Ein exemplarischer Tag bei den Wasserflöhen“). Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind dabei täglich der Morgenkreis / Morning Circle mit allen Kindern, das gemeinsame Obstfrühstück, das Mittagsessen sowie die Mittagsruhe und der Seite 46 von 67 nachmittagliche Snack. In den Zwischenzeiten kann der Tag immer wieder neu erfunden werden, ausprobiert und variiert werden. Ein exemplarischer Tag bei den „Wasserflöhen“, der Betriebskindertagesstätte der Bundesanstalt für Wasserbau 7:30-8:00 Uhr Gruppenübergreifende Frühbetreuung: Der entspannte Start in den Tag steht im Vordergrund. Die Kinder werden liebevoll begrüßt und Informationen mit den Eltern ausg e- tauscht. 8:00 Uhr Bringzeit der Kinder in ihre Bez ugsgruppen - erste Fre i- spielphase 8:00-11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten 9:00-Uhr Start in den Tag: Morning Circle - in der Gruppe anko m- men, begrüßen; gemeinsam schmieden die Kinder Pläne für den Tag; es wird gesungen, getanz t, gelacht und d a- nach gibt es gemeinsames Obstfrühstück 9:30-11:00 Uhr Treffpunkt Piazza, offene Angebote 1. Entdeckerphase: Die Kinder können altersentsprechend frei wählen, ob sie an einem gezielten Angebot (Piazza, Atelier, Bad) tei l- nehmen wollen oder eigenen Wünschen nachgehen: z.B. im Garten spielen, sich ausruhen, kuscheln oder in der Küche nachschauen, was es später zu essen gibt. Die Erzieher/innen unterstützen die Kinder bei der Real i- sierung ihrer Ideen, sie schaffen Anreize und fördern die Kinder mit ihren individuellen Interessen. Sie beobachten und dokumentieren und tauschen sich später mit den E l- tern darüber aus. 11:30 Uhr Mittagessen für die Krippenkinder 12:30 Uhr Mittagessen für die Kita-Kinder. 13:15-15:00 Uhr Mittagsruhe. Es kehrt Ruhe ein im Haus. Seite 47 von 67 Die großen Kinder beschäftig en sich leise, bekommen e t- was vorgelesen oder ruhen und kuscheln miteinander. Die jüngeren Kinder machen sich bettfertig, klettern in ihre Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, ruht. Die Schlafdau er richtete sich individuell nach dem Bedürfnis des Kindes. Wer wach wird, ruft oder kommt a l- lein aus dem Schlafraum und wird von einer Gruppene r- zieherin begrüßt. 15:00 Uhr Treffpunkt Piazza, 2. Freispielphase 15:15 Uhr Der Snack - Energie für den Nachmittag: Dieser kleine Snack variiert täglich. Abgestimmt auf den Mittagstisch, bietet er einen Energienachschub, der die Kinder für Ihre Aktivitäten am Nachmittag stärkt. Je nach Belegung der Gruppen, findet der Imbiss gemeinsam mit Kindern der anderen Gruppen statt. 15:45 Uhr 2. Entdeckerphase: Die Kinder können sich zwischen vereinzelten Angeboten entscheiden, Garten und Fre i- spiel. 17:00 Uhr Ende Der Alltag wird für alle Kinder durchgehend in englischer und deutscher Sprache gestaltet. Der Tagesablauf wi rd natürlich an lange Öffnungszeiten in der Kita oder sonstige Besonderheiten entsprechend verändert und angepasst. Basis des Tagesablaufes bleibt aber immer eine Grundstruktur, in der feste Rituale und Abläufe den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten. Seite 48 von 67 9 Organisationskultur, Qualitätsmanagement und Dokumentation 9.1 educcare Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet und sichern die verlässliche Erfüllung der Qualitätsvers prechen an Kinder, Eltern und Auftraggeber (z.B. das Jugendamt Stuttgart). Beispiele für definierte Prozesse sind: Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und fundierte Entwicklungsgespräche mit den Eltern Prozess der individualisierten Entwicklungsbegleitung auf der Basis führender methodischer und inh altlicher Konzepte (Beispiel für Methoden im Rahmen der Angebotsplanung bilden das havard teaching model sowie das Konzept der International Baccalaureate Organisation) Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte Die Schwerpunkte der Förderung sind: Förderung der Basisk ompetenzen, wie lernmethodische Kompetenz sowie Lebenskompetenzen Förderung in den klassischen Bereichen, wie Bewegung/ Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, Naturwissenschaft sowie Technik und MedienPraktische Beispiele für wissenschaftlich fundierte Methoden in den Schwerpunkten sind: Immersion bei der Zweitsprachenförderung (s . auch educcare Beiratsmitglied Herr Prof. Wode) Seite 49 von 67 naturwissenschaftlicher Vorschul -Ansatz (s. auch educcare Beiratsmitglied Frau Prof. Lück) Frühförderkonzept in Sprache nach dem Ansatz von Prof. Tracy, Universität Mannheim Übergangsmodell Kita -Grundschule nach dem Ansatz von Prof. Schumacher, PH Schwäbisch Gmünd Grafik zur Darstellung der pädagogischen Basis, der Methoden und Förderung: educcare Bildungs- und Betreuungskonzept mit Zielen, Teilzielen je Bereich, konkreten Aufgabenbeschreibungen Praxiswerkstatt: mit Anregungen für Raum, Material, Alltag und Projekte… Best practice Methoden Beobachtung & Doku, Reflektion, Ange- botsplanung, -durchführung, …. (Belgien, Australien, USA, Schweiz, …. ) Sozialkonstruktivistischer Ansatz Reggio, Montessori, situationsorientierter Ansatz Elternpartnerschaft Basis- kompetenzen Förder- schwerpunkte Bildungspläne (national und international) Best practice Inhalte Sprache, Bilingualität, Wahrnehmung, Mu- sik, Naturwissenschaft, …. (Kanada, Frankreich, Deutschland, …. ) Seite 50 von 67 9.2 Angaben zur Qualitätssicherung Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt Strukturen und Prozesse, um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen. Strukturen und Prozesse geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit und erzeugen eine transparente Qualität. educcare unterscheidet dabei auf der einen Seite in pädagogische und auf der anderen Seit e betriebswirtschaftliche Strukturen und Prozesse. Der betriebswirtschaftliche Teil stellt u.a. sicher, dass die Mittelverwendung hoch effizient ist, um einen breiten demokratischen Zugang zu ermöglichen. Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: Prozess der Eingewöhnung (nach Berliner Modell) der Beobachtungs - und Dokumen tationsprozess erzeugt z.B. die Transparenz in der Entwicklung des Kindes laufende Umsetzungsreviews dur ch den Träger als Fundament für Qualität und Wirtschaftlichkeit Seite 51 von 67 Grafik zur Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche Prozesse: Im Folgenden wird exemplarisch auf die Prozesse „Review“ und Beobachtungsmanagement eingegangen. An ihnen soll die Philosophie und Konsequenz der Umsetzung , und damit die hochwertige und verlässliche Erfüllung der Versprechen dargestellt werden. Gerne stellen wir die anderen Prozesse im Detail dar, dies sowohl vom Konzept als auch in der Praxis in einer educcare Kindertagesstätte vor Ort. Das educcare Team würde sich über das Interesse freuen. Zuverlässige und effiziente Umsetzung von Bildungskonzept und Anforderungen Pädagogisch • Review • Benchmarking • Kooperationen • ....... • Befragungen • Elterngespräche • ........ • Dokumentation • Beobachtung • Betriebswirtschaftlich • Nutzungsanalysen • Arbeitszeitmodelle • Modellförderung • ....... • Personalbedarf • Personalmanagement • ........ • Arbeitsteilung • Raum = 3 Erzieher • Strukturen und Prozesse • Review Seite 52 von 67 Grafik zum Beispielprozess Reviewmanagement: Kern des educcare Qualitätsmanagements ist das Reviewverfahren. Es geht in dem Review darum, zu prüfen ob die richtigen Dinge getan werden (Effektivität) und ob diese richtig getan werden (Effizienz). Dies sichert die kontinuierliche Analyse auf Basis der educcare Bildungskonzeption. Ergänzend zu dem Review, das sich in Selbstevaluation und externe Evaluation trennt, gehen in die Analyse der Arbeit auch noch folgende Informationen ein: jährliche Elternbefragung jährliche Mitarbeiterbefragung jährliche Auftraggeberbefragung (z.B. Jugendamt) An die externe Evaluation schließt sich die Auswertung und gemeinsame Vereinbarung von Zielen und Vorgehen in einem gemeinsamen Kic koff Workshop mit Eltern, Mitarbeitern und Träger an. Seite 53 von 67 Die vereinbarten Ziele und Vorgehen für die nächste Zeitperiode (meistens das kommende Jahr) werden dokumentiert und über das Jahr verfolgt. Über regelmäßige Statusreporte werden die Entwicklungen do kumentiert und an die Beteiligten Informationen verteilt. 9.2.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiges Kernelement einer qualitativ hochwertigen Pädagogik. Sie zeichnet verantwortlich handelnde pädagogische Fachkräfte aus und ist Bestandteil ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das Kind in seinen Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, die Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Koll eginnen und Kollegen zu reflektieren und die Eltern in regelmäßigen Abständen über die Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kin- des Beobachten, um Kinder besser zu verstehen Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unter- stützen Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen Beobachtung und Dokumentation ist eine verpflichtende Aufgabe für alle pädagogischen Fachkräfte. educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch gerecht zu werden und entwickelt sein Beobachtungs - und Dokumentationssystem kontinuierlich weiter und greift dabei sowohl auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Entwicklun gspsychologie als auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in ein Seite 54 von 67 Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung und Dokumentation umgesetzt: Beobachtung und Begleitung von Kindern (Arbeitsbuch zur Leuve- ner Engagiertheits-Skala) (Vandenbussche & Laevers, 2009), Learning Stories (Carr, 2001), Entwicklungsbeobachtung und –Dokumentation (EBD 3-48 Monate und EBD 48-72 Monate - Petermann, Petermann & Koglin, 2012; 2015). Übersicht über das educcare Beobachtungs - und Dokumentationssystem Seite 55 von 67 10 Personalmanagement Professionelles, engagiertes Personal durch umfangreiche Unterstüt- zungsleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten Aufgabe des/der Erzieher /in ist es , das Konzept durch situations - und entwicklungsbezogenes pädagogisches Ha ndeln umzusetzen, das heißt ausgerichtet am einzelnen Kind bzw. den Erfordernissen der Gruppe. Das Wissen um die grundlegenden Entwicklungsschritte des Kindes von der Wahrnehmung zum Denken, Gestalten, Sprechen und forschendem Lernen ist unerlässlich, um f ür das einzelne Kind als auch für entwicklungs - homogene Gruppen passende Impulse setzen und Angebote formulieren zu können. Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht nur Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den Erzieher/innen. Dies ist eine Grund voraussetzung, um den Kindern und Eltern gerecht zu werden. Der Träger hat – unserer Meinung nach – durch entsprechende Rahmen bedingungen sicherzustellen, dass diese Professio - nalität entstehen und sich permanent weiterentwickeln kann. Zu den professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: Eine genaue, kompromisslose Auswahl der Mitarbeiter/innen anhand eines klaren Qualifikationsprofils: authentische Begeisterung für die Arbeit mi t Kindern, erkennbarer und nachgewiesener Wille zur Weiterentwicklung, Bereitschaft un d Fähigkeit zur Selbstverantwor tung sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer Schwerpunkte. Eine Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz u nd des Zutrauens sowie der Selbstverantwortung, ständig aktiv zu initiieren, zu pflegen und zu fordern. Entscheidungen werden vor Ort und in gemeinsamer Verantwortung getroffen, in Ab stimmung zwischen den unterstüt zenden Kräften, den Fachkräften, den Gruppenleitungen und der Kita-Leitung. Seite 56 von 67 Als Träger ist es eine unserer v ornehmsten Aufgaben, mit dieser Kultur des Vertrauens die Basis für eine Entfaltung unserer Kolleginnen und Kollegen zu schaffen. So kann die Einzelne/ der Einzelne aktiv ihren/seinen Weg s uchen und gestalten. Aktiv heißt in diesem Zusammenhang, selbst die Initiative zu übernehmen und die educcare Kultur zu nutzen , selbst nach Ansätzen und Lösungen zu suchen, den Austausch hierüber a nzustoßen und Verantwortung für die Realisierung zu übernehmen – auch mit dem Bewusstsein Fehler machen zu können, was immer bedeutet, lernen zu können. educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind alle – insbesondere Erzieherinnen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an dieser Kultur mitzuwirken. Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit geprägt. Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter/innen als Team begreifen und die Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. Die Leitung ist u.a. dafür verantwortlich, dass sich die Mitarbeiter /innen zu Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder und der Einrichtung bemerkbar wird. Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch eine Tea mordnung, die Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen Teammitgliedern getragen wird. 10.1 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung Die educcare Personalentwicklung entwickelt und sichert die Kompetenzen, die die Fachkräfte vor Ort für di e verlässliche Leistungserfüllung gegenüber Kindern, Eltern und Auftraggebern benötigen. Seite 57 von 67 Die Personalentwicklung von educcare basiert auf der richtigen Auswahl der Mitarbeiter u.a. hinsichtlich: Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfäh ig und lebenstüchtig), Einstellung zum Kind und zu den Eltern, Leidenschaft zu bestimmten Themen, Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen Verantwortungsbereich folgende Kompetenzen: Sachkompetenz Handlungskompetenz Selbstkompetenz Reflektionskompetenz Die Personalentwicklung startet mit dem Tag der Einstellung (in Abgrenzung zu dem ersten Arbeitstag). Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind insbesondere: intensive Schulungen, kontinuierliches Coaching sowie laufendes Feedback, Reflektion, Projektarbeit. Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft verstanden, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen Rollen. Seite 58 von 67 Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen Fachkraft: Exkurs educcare Commitment Schulungen Je Verantwortungsprofil (z.B. Kita -Leitung oder Gruppenleitung) sind bestimmte Schulungen als Pflichtschulungen definiert. Die Schulungen finden in Form von „ Commitment Schulungen“ statt. Dies im Sinne von Verpflichtungen, die jeder an der Schulung Beteiligte (d.h. teilnehmen de Fachkraft, Kita -Leitung, Träger und Dozent) im Vorfeld, während und nach der Schulung eingeht. Beispiel hier für sind die durch die teilnehmende Fachkraft vorbereitete n Transfergespräche, die nach der Schulung mit der Kita-Leitung stattfinden. In diesen Transfergesprächen werden die Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Coach Päd. Fachkraft Kollegin/nen Kita Leitung Laufendes FeedbackCoaching Laufendes Feedback Institutionalisierte Reflexion Coaching * Mitarbeiter - gespr äch ** * in Ausnahmefällen, auf Anforderung der Kita Leiterin ** bis Kita Leiterin übernimmt *** Gruppenleiterin für ergänzende Fachkraft Mitarbeiter - gespr äch Coaching *** Coaching Coaching Geschäftsführung Seite 59 von 67 Umsetzung und die Verankerung der Schulungsinhalte in den pädagogischen Alltag be sprochen und festgelegt. Das beschlossene Vorgehen wird protokolliert und u.a. im Rahmen des Reviews auf seine Umsetzung überprüft. Konkret bedeutet dies: erstes Statusgespräch in der Mitte der Probezeit (wird im Arbeitsvertrag bereits terminlich vereinbart), im weiteren Verlauf einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren Zielen und Meilensteinen ; nach fünf bis sechs Monaten ein Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, obligatorische Schulungen sind u.a.: educcare Konzept ion, Grundlagen Bildung und frühkindliche Bildung, Beobachtung, Dokumentation, Elterngespräche, Angebotsplanung, Zeitmanagement. 10.2 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching Die Coaches der educcare Einrichtungen sind ein weiteres Instrument, um die educcare Erziehungs- und Bildungskonzeption und die hohe Qualität in den Einrichtungen umzusetzen und sicherzustellen. Sie sind ständiger Ansprechpartner für die Einrichtungen, und bilden die Erzieherinnen und das Team stetig fort. Je ein Coach steht für ca. fünf educcare Einrichtun gen, die sich im Aufbau befinden, unterstützend bereit bzw. für ca. zehn Einrichtungen, die bereits mindestens ein Jahr in Betrieb sind. Coaching bedeutet, dass ein Coach die Mitarbeiter /innen sowie die Leitung darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne selbst Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge zu geben. Der Coach stärkt Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selb st überflüssig zu machen. Seite 60 von 67 Verantwortung des Coaches Die educcare Einrichtungen, die durch den Coach betreut werden sind in der Wahrnehmung der Eltern und Kinder ein zweites Zuhause, exzellenter Bildungsort und Raum für verlässlichen Rückhalt. Die benötigten Kompetenzen un d Fachwis sen sind durch die Mitarbeiter/innen in den betreuten Kitas abgedeckt. Jeder Mitarbeiter/innen kennt und arbeitet nach der educcare Konzepti- on. Es existieren Rahmenbedingungen in den Kitas , die es den Mitarbeiter/innen ermöglichen, die an sie gest ellten Anforderungen selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher Arbeitszufriedenheit umzusetzen. Mitarbeiter/innen der betreuten Einrichtungen sehen educcare als attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Der Coach substituiert sich zunehmend selb st in d er Zusammenarbeit mit der Kita Leitung. Das Bildungs - und Erbringungskonzept (Prozesse und Strukturen) gelten als Best-Practice und werden als Benchmark genutzt. Der Coach selbst leistet ein en Beitrag zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung in Deutschland. 10.3 Personalausstattung, Arbeits- und Vertragsbedingun- gen, Tarifbindung Qualität dank Professionalität Für die Betreibung der geplanten Kindertagesstätte n ergibt sich folgendes mögliches Zielprofil in Bezug auf Alter und Betreuungszeiten: Seite 61 von 67 Ganztagsöffnung je nach Bedarf der Stadt, Betreuungszeiten max. 9 Stunden pro Tag Schließung gem. KiBiz (20 Tage pro Jahr) flexible Betreuungsangebote bilinguale Betreuung, falls dies durch qualifiziertes Personal sichergestellt werden kann educcare Bildungskonzeption Notfallbetreuung (optional) Personal: Leitung mit Erfahrung im Neuaufbau von Einrichtungen sowie mit einem besonderen Blick für Familien und das Gemeinwesen / den Sozialraum Team wird nach Möglichkeit entsprechend des Spiege ls des Sozialraums ausgewählt fünf bis acht Tage Fortbildung je Mitarbeiter und Jahr monatliches Coaching der Leitung / des Teams von zwei bis drei Tagen Entgelt angelehnt an TVöD In der Regel unbefristete Arbeitsverhältnisse bei Personalengpässen (z.B. wegen Krankheit / Urlaub) können Fachkräfte aus anderen educcare Einrichtungen einspringen Seite 62 von 67 11 Beweggründe für die Bewerbung Die Beweggründe von educcare , sich für die Trägerschaft en zu bewerben, unterteilen sich in zwei Bereiche. Erstens, grundsätzlich in Münster tätig zu sein, da in Münster durch Verwal- tung und Politik ein Umfeld geschaffen worden ist, welches sich durch die folgenden Eigenschaften auszeichnet: Hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt Qualitätsorientierte Ausrichtung Offenheit gegenüber neuen Trägern Interessiert an einer breiten Angebotsvielfalt Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung Vernetzung der Träger Viel Potenzial in Münster durch viele neu hinzuziehende Familien Diese Eigenschaften machen es für educcare sehr erstrebenswert mit den Verantwortlichen der Stadt die Zusammenarbeit zu intensivieren und weitere Kindertagesstätten in Münster zu eröffnen. Zudem ergeben sich mit weiteren Einrichtungen in Münster viele Synergie- effekte in den Bereichen Qualität, Stabilität und Effizient Zu den Synergien bezogen auf die Qualität: Die Synergien liegen in den Verzahnungsmöglichkeiten in den Themen Pädagogik und B e- trieb der Kitas. Konkret u.a. in erweiterten und Kita -übergreifenden Angeboten für Kinder und Eltern, einem Patenmodell der Leitungen und Mitarbeiterinnen sowie gemeinsamen Management mit unte r- schiedlichen Themenschwerpunkten Zu den Synergien bezogen auf die Stabilität: Die Synergien ergeben sich hier durch die Nutzung der erweiterten Kapazitäten und insb e- sondere bei unkomplizierter Aushi lfe bei Personalengpässen Seite 63 von 67 (Krankheit und sonstige Ausfallzeiten) auf Fachkraft - als auch Le i- tungsebene Zu den Synergien bezogen auf die Effizienz: Effizienzen entstehen durch gemeinsames Coaching der Leitungen, Themenaufteilung zwischen den Leitungen, sow ie gemei n- same Schulung der Teams. Durch Nutzung dieser Syne r- gien entstehen Potenziale sich noch intensiver auf pädag o- gische Themen zu konzentrieren Durch die zukünftig enge Zusammenarbeit der bestehenden bzw. im Aufbau befindlichen educcare Kitas in Hiltru p und Wolbeck kann eine neue Kita - insbesondere im Aufbau und später im laufenden Betrieb – sehr gut unterstützt werden, sodass hohe Qualität von Anfang an gewährleistet wird. Wir haben aus gleich gelagerten anderen educcare Kindertagesstä t- ten Erfahrungen, die wir hier zum Nutzen der Familien und der Stadt Münster einbringen können: Beispielweise hat educcare bereits umfangreiche Erfahru n- gen in der Zusammenarbeit mit anderen Kitas und Trägern, so bildet die educcare Kindertagesstätte „Der bunte Luftba l- lon“ in Overath seit vielen Jahren in Kooperation mit der i n- tegrativen Kindertagesstätte „Zauberkiste e.V.“ im Verbund das Familienzentrum Overath -Mitte. Dieses bietet Familien einen Anlaufpunkt zu Beratung in Erziehungsfragen, En t- wicklungsauffälligkeiten, F örderbedarf, Sprach - und Bew e- gungsförderung, Therapieangeboten oder Fragen rund ums Baby und Kleinkind. Zudem vermittelt das Zentrum Kontakte zu Beratungsstellen und Therapeuten, Sprachkursen und Angeboten zu Kindertagespflege und Babysittern. Neben Beratung und Kontaktvermittlung bietet das Familienzen t- rum kreative und sportliche Angebote für Kinder und Eltern, Seite 64 von 67 wie beispielsweise einen Kinderchor, musikalische Frühfö r- derung, einen Lauftreff und viele weitere sportliche Angeb o- te, z.B. Yoga, Zumba… Gerne bringen wir unsere Expertise auch in Familienzentren in Münster mit ein. Das Ankommen und Zusammenwachsen der Menschen in einem schnell wachsenden Wohngebiet durch Angebote und Maßnahmen in der Kita zu unterstützen, ist eine He r- ausforderung, die der educcare Philosophie entspricht Umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich Kinderbetreuung, deutsc h- landweit und auch in Münster durch die Kindertagesstätte „ Lacki Kids“ und bald mit einer zweiten Einrichtung mit kommunalem Ve r- sorgungsauftrag im Stadtteil Wolbeck, die sich derzeit im Aufbau be- findet und voraussichtlich 2019 eröffnet Hohe Zufriedenheit der Eltern in Münster in der Kita „ Lacki Kids “: Durch regelmäßige Elternbefragungen (2mal jährlich) kann educcare belegen, dass die Eltern mit der Arbeit in der Kindertages stätte sehr zufrieden sind. Die letzte Befragung im Zeitraum 05.06.2018 – 19.06.2018 hat ergeben, dass bei den befragten Eltern (Teilna h- mequote 61,4%) die Weiterempfehlungsquote bei 92% liegt. d.h. der Standort Münster bietet eine interessante Kombination von bereits erfolgreich Erprobtem sowie noch gemeinsam zu Entwickelndem. Zur Übernahme der Trägerschaften für die Einrichtungen benötigen wir die finanzielle Unterstützung der Stadt Münster. Die Übernahme der Träge r- schaft die die fünf Einrichtung ist für educcare nur unter folgenden Aspekten möglich: Seite 65 von 67 1. Einrichtungen Neubrückenstraße im Stadtteil Altstadt (4 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 2. Einrichtung Sonnenstraße im Stadtteil Altstadt (8 Gruppen): Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig. 3. Einrichtung Nordkirchenweg im Stadtteil Amelsbüren (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 4. Einrichtung Meckmannweg im Stadtteil Mecklenbeck (4 Gruppen) Anrechnung der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den päd a- gogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig 5. Einrichtung Nottulner Landweg im Stadtteil Roxel (6 Gruppen) Anrechnung von 50% der Wochenstunden für Hauswirtschaftskraft in den pädagogischen (Kibiz-)Personalschlüssel Berücksichtigung von 25 – 35 und 45 Stunden Plätzen Seite 66 von 67 3% freiwillige kommunale Förderung notwendig Auf Basis der Erfahru ngen von educcare zu kommunalen und betrieblichen Kitas betonen wir hiermit unser außerordentliches Interesse, diese Herau s- forderungen zusammen mit der Stadt Münster annehmen zu dürfen. Köln, 07.02.2019 Axel Thelen Sabrina Klein Geschäftsführer Projektentwicklerin Seite 67 von 67
Anlage 12.2 Konzeption Villa Luna
32616 Zeichen
Pädagogisches Konzept
zur Bewerbung um eine Trägerschaft
für eine Kindertagesstätte in der Stadt Münster
Ihre Ansprechpartner:
Dr. Jürgen Reul, Geschäftsführer: reul@villaluna.de – 02402/12446-0
Stefanie Vieira-Mykoniatis, Projektleiterin: vieira@villaluna.de – 0173/172 49 75
Am Flachsbach 19
52223 Stolberg
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 1/17
1. Darstellung der eigenen Kompetenzen
In der Villa Luna haben Qualität und Fachkompetenz einen ho hen Stellenwert. Damit
Kinder und Eltern sich in unseren Kindertagesstätten wohlfühlen und optimale Be-
dingungen für Bildung, Erziehung und Betreuung vorfinden, überprüfen wir fortwäh-
rend die Qualität unserer pädagogischen Arbeit und der Zusatzangebote durch unse-
re Abteilung Pädagogik & Qualität in Zusammenarbeit mit den Leitung skräften. Die
individuellen Bedürfnisse der Kinder und die neusten Entwicklungen in der Pädago-
gik stehen für uns dabei im Vordergrund.
Für uns sind Aspekte wie
Naturnähe
individuelles Lernen
soziale Erfahrungen erleben und sammeln
Selbstwirksamkeit durch Partizipation erfahren
verlässliche Bezugspersonen
prozessorientiertes Arbeiten
verschiedene Erfahrungsräume erleben und
atmosphärisch eingerichtete und multifunktionale Räume mit viel Platz zum
Wohlfühlen
von großer Bedeutung in der täglichen Arbeit mit den Kindern.
In unseren Kindertagesstätten bieten wir einen überdurchschnittlichen Betreuungs-
schlüssel mit 3 -4 Fachkräften in Teil - und Vollzeit sowie bilinguale Betreuung mit je
einem/einer englischsprachigen Mitarbeiter/in pro Gruppe, motivierte und fachkompe-
tente Mitarbeiter, gesundes und täglich frisch zubereitetes Essen, flexible Öffnungs-
zeiten, zusätzliche Vorschularbeit im Jahr vor der Einschulung sowie enge Erzie-
hungspartnerschaft mit den Eltern. Bei Villa Luna wird nach dem geschlossenen
Konzept gearbeitet: Die Gruppenzugehörigkeit mit festen Bezugspersonen bietet den
Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig arbeiten wir nach dem Prinzip der
Partizipation und einige Angebote finden teiloffen statt. Durch die erhöhte Anzahl der
Mitarbeiter ist uns zudem eine Arbeit in Kleingruppen möglich , woraus eine höhere
pädagogische Qualität und individuelle Präsenz am Kind resultieren.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 2/17
2. Darstellung der eigenen Wertehaltung
Die Phase der ersten sechs Lebensjahre ist für Kinder sehr prägend. Gerade in die-
ser Zeit wollen wir Kindern den Entwicklungsspi elraum und die Aufmerksamkeit ge-
ben, die sie für ihre individuelle Entwicklung brauchen. Dazu gehört zunächst eine
feste Bezugsperson, die den Kindern die notwendige Sicherheit gibt, um sich frei
entwickeln zu können. Diese bildet (nach den Sorgeberechtigt en) die Basis für den
Entdeckerdrang der Kinder.
Die Kinder sollten, unserer Ansicht nach, so früh wie möglich vielfältige Möglichkeiten
in unterschiedlichen Bildungsbereichen wie Musik, Sprache, Naturwissenschaften,
Bewegung oder Natur erhalten , um sich ausprobieren zu können. Hierbei werden
Stärken individuell entdeckt, geweckt und entfaltet. Die Kinder lernen bei uns mit Be-
geisterung, wodurch sich das Gehirn am besten ausbildet.
Vielfalt und Verschiedenheit sind unser gesell schaftlicher Alltag und bede uten Nor-
malität in den Villa Luna Kindertagesstätten. Für uns ist es eine Selbstverständlich-
keit, gemeinsam einen wertschätzenden Umgang zu leben, der durch Partizipation
und Toleranz geprägt ist. Daher fühlen sich viele Mensche n aus verschiedenen Nati-
onen zu unseren Einrichtungen hingezogen. Wir pflegen für Mitarbeiter /innen und
Familien gleichermaßen eine ausgeprägte Willkommenskultur.
3. Schwerpunkte des Trägers
Durch verschiedene Projekte und Angebote werden die Kinder in den Villa Luna Kin-
dertagesstätten behutsam an unsere Schwerpunktthemen herangeführt. Diese wer-
den alters - und teilweise gruppenübergreifend sowie altersspezifisch zur Auswahl
gestellt.
„Der Weg ist das Ziel“ ist diesbezüglich unser Leitsatz. Um den individuellen Bedürf-
nissen der K inder gerecht zu werden, bedienen wir uns an unterschiedlichen päda-
gogischen Ansätzen , wie z.B. Montessori, dem situationsorientierten und ko-
konstruktiven Ansatz und dem projektbezogenen Arbeiten. Hier achten wir stets da-
rauf, alle Bildungsbereiche abzudecken. Um dies qualitativ hochwertig anbieten zu
können, werden unsere Mitarbeiter regelmäßig und umfassend in den hierfür essen-
ziellen Bereichen geschult. Die Weiterentwicklung unserer pädagogischen Mitarbeiter
ist von unschätzbarem Wert für uns, weil sie die Fachlichkeit und Begeisterung der
Kollegen und damit die Qualität in der Arbeit am Kind und mit den Eltern erhöht. Dies
führt zu einer hohen Zufriedenheit auf allen Ebenen.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 3/17
3.1 Soziale Kompetenz:
Kinder entdecken gemeinsam mit anderen Kindern und Erwachsenen die Welt. Diese
Gemeinschaftlichkeit bedeutet Toleranz und Akzeptanz des Gegenübers, gleichzeitig
auch sich durchzusetzen oder Kompromisse einzugehen, Stärken und Schwächen
von sich und anderen zu kennen und diese zu akzeptieren.
Bei uns erhalten di e Kinder dazu den nötigen Raum sowie zahlreiche Anregungen
und Hilfen. Wir zeigen den Kindern , die Dinge selbst in die Hand zu nehmen , und
arbeiten lösungsorientiert mit ihnen an den Themen, die sie beschäftigen.
Gemeinsam mit den Kindern entwickeln di e Pädagogen Regeln und sinnvolle Gren-
zen, die ihnen den Rahmen und die Sicherheit für das Leben in einer Gemeinschaft
geben und ihr Selbstwertgefühl stärken.
Sozial-emotionale Fähigkeiten zu stärken, steht für uns im Vordergrund, weil sie die
Grundvoraussetzung für das kognitive Lernen in der Schule sind.
3.2 Bewegung:
Kinder entdecken sich und ihre materielle und personale Umwelt durch Bewegung
und machen sie sich über ihren Körper und die Sinne zu eigen. Bewegung dient dem
Kind als Ausdrucksmittel seine r Gefühle und als wichtigste Kommunikationsform in
der vorsprachlichen Phase. Bewegung und Sprache ntwicklung sind daher eng mitei-
nander verknüpft und bedingen sich gegenseitig. Wir bieten den Kindern vielfältige
Möglichkeiten, ihrem Bewegungsdrang nachzugehen. Die Kinder haben die Möglich-
keit, in der Gruppe, auf dem Außengelände, beim Spaziergang, bei Ausflügen sowie
in Bewegu ngsräumen und Spielefluren ihren Drang nach Bewegung auszuleben –
frei oder auch unter Anleitung.
3.3 Ernährung:
Wir bieten den Kindern täglich durch eigene Köche frisch zubereitetes Essen. Durch
unseren Qualitätsstandard unterstützen wir eine gesundheitsfördernde und vollwerti-
ge Verpflegung und die Ernährungsbildung. Durch verschiedene Projektangebote
probieren die Kinder leckere Rezepte aus und lernen den Umgang mit und die Zube-
reitung von Lebensmitteln kennen.
3.4 Sprachentwicklung/Bilingualität:
Das Konzept der altersintegrierten Sprachförderung ist bei Villa Luna , zusätzlich zur
Bilingualität, gelebte Praxis (siehe S.12 Sprachbildung).
Die Kinder der Villa Luna lernen die englische Sprache nach dem Immersionsprinzip
so frei und im Alltag eingebunden wie eine Muttersprache – spielerisch und ohne
Druck. Bilingualität verleiht den Kindern eine starke Sprachkompetenz. Die weitere
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 4/17
Sprache wird in den ersten Jahren des Lebens in der gleichen Gehirnregion gespei-
chert, in der die Muttersprache liegt. Die Kinder tauchen in ein „Sprachbad“ ein und
erlangen eine höhere Flexibilität im Denken. Englischsprachige Mitarbeiter /innen
sprechen ausschließlich Englisch mit den Kindern. Neben der Sprache vermitteln sie
auch ein kulturelles Bewusstsein über ihre einzelnen Herkunftsländer und fördern so
die Offenheit und Toleranz der Kinder. In jede Gruppe ist ein /e englischsprachige/r
Mitarbeiter/in eingebunden.
3.5 Kreativität und Musik:
In der musisch -ästhetischen Bildung machen Kinder ihre Gedanken, Gefühle und
Interpretationen in der Auseinandersetzung mit der Welt sichtbar, indem sie ihnen
eine Form, Farbe oder einen Klang geben. Unsere pädagog ischen Fachkräfte unter-
stützen die Kinder darin, indem sie ihnen ansprechendes Material zur Verfügung stel-
len und ihnen das Kennenlernen neuer und unbekannter Ausdrucksforme n ermögli-
chen. Eine gängige Form der kreativen Ausdrucksform ist bei Villa Luna z.B . der
Malort nach Arno Stern, in dem die Kind er frei und ohne Bewertung von a ußen ihre
Empfindungen in einem eigenen Raum zu Papier bringen können.
3.6 Naturwissenschaften:
Kinder erforschen ihre Umwelt selbständig und mit allen Sinnen. Diese Sinne serfah-
rungen werden von unseren pädagogischen Fachkräften in Form von Fragen, Dialo-
gen und der gemeinsamen Suche nach Antworten aufgeno mmen, um den Entde-
ckerdrang der Kinder zu unterstützen . Die partizipatorische Einbindung der Kinder
fördert ihre Begeiste rung. Unsere pädagogischen Fachkräfte sehen sich als Lernbe-
gleiter, die Kinder neugierig auf etwas Neues machen, die gemeinsam Spaß am
Ausprobieren haben, hartnäckig nach Lösungen und kreativ nach Antworten suchen.
So erlernen Kinder das forschende Lernen. Dabei ist auf allen Seiten auch eine Feh-
lerkultur erwünscht. Es wird in Forscherräumen und -ecken und in der Natur, mit For-
scherkisten oder mit ausgebildeten Chemikern wöchentlich geforscht, experimentiert
und entdeckt.
3.7 Ich-Stärke/Alltagskompetenzen:
Zu einer persönlichen Entwicklung gehört, dass sich die Kinder mit ihrer Person und
der Umwelt vertraut machen. Daher legen wir einen Fokus auf das Erlernen von
Selbstorganisation und Alltagskompetenzen. Die Kinder bekommen die Zeit und den
Raum, sich mit sich und der Umwelt zu beschäftigen. Dies wird jedem Alters stand
angepasst. Während die U3-Kinder noch sehr stark mit dem ganzen Körper
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 5/17
wahrnehmen und lernen wollen, wie sie sich z.B. anziehen oder den Tisch abräumen
können, sind die Ü3 -Kinder schon m it der Außenwelt beschäftigt und freuen sich,
wenn sie z.B. beim Einkaufen die Milch im Regal gefunden haben , oder das Altglas
im Container verschwindet.
3.8 Vorschule:
Unser Vorschulprogramm findet in allen Einrichtungen der Villa Luna Kindertages-
stätten statt und beginnt bereits mit dem Eintritt in unsere Kindertagesstätte. Die Kin-
der erschließen sich ihre Umwelt handelnd und experimentierend; sie lernen beim
Spielen und verbinden Freude damit. Mit Beginn des letzten Kindergartenjahres ent-
wickeln wir mi t den Kindern gemeinsam besondere Angebote und Projekte, die die
Kinder individuell in ihren Kompetenzen fordern, aber nicht überfordern. Eine hohe
Gewichtung haben hier die s ozial-emotionale und die ICH -Kompetenz der Kinder.
Sich auch mal zurücknehmen, se lbständig sein und sich Hilfe holen zu können,
Selbstorganisation und Frustrationstoleranz sind wichtige Fähigkeiten für die Schul-
reife.
Das Lernen -Lernen hat für uns eine hohe P riorität und dazu müssen die Kinder
Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Sel bstwertgefühl entwickeln. Je nach Vor-
schulgruppe schauen die Pädagogen sich die Bedürfnisse der Kinder an und entwi-
ckeln einen i ndividuellen Schwerpunkt für jedes Vorschuljahr. Die Themen werden
mit den Kindern partizipativ besprochen.
3.9 Partizipation
Die Beteiligung von Kindern ist im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbe-
stimmung zu verstehen. Voraussetzung hierfür sind eine enge Beziehung und der
stetige Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen. Auf dieser Basis können
Kinder in die Planung und Entscheidung mit einbezogen werden, Probleme anspre-
chen und gemeinsam mit Erwachsenen Lösungen finden.
In den Kindergartengruppen werden die Kinder hauptsächlich durch Dialoge oder
Gespräche zur Mitbestimmung angeregt. Dies kann in unterschiedlichen Formen er-
folgen, z.B. durch Alltagsgespräche im Stuhlkreis, Kinderbefragungen zu einem be-
stimmten Rahmenthema, Ausflugszielort en oder Wunschessen, sowie durch Beteili-
gungsprojekte zur Innen - und Außenraumgestaltung ( etwa zur Umgestaltung der
Gruppenräume bzw. des Außengeländes).
Die Beteiligung in der U3 -Betreuung erfolgt weniger in Dialogform, wichtiger ist es
hier, Signale und Körpersprache (Gestik und Mimik) der Kinder zu beobachten und
auf diese einzugehen.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 6/17
4. Eingewöhnungskonzept
Das Eingewöhnungskonzept der Villa Luna Kindertagesstätten lehnt sich an das Ber-
liner Modell an und sieht, um eine erfolgreiche Eingewöhnung des Kindes zu ge-
währleisten, eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindern, Eltern und den pädago-
gischen Fachkräften der Einrichtung vor.
In ei nem erste n persönlichen Gespräch, dem so genannten Erstgespräch, werden
das Konzept, der Ablauf der Eingewöhnung und, durch einen Fragebogen, die Ent-
wicklung des Kindes bis zu diesem Zeitpunkt thematisiert. Die Bedeutung der Eltern
als Hauptbezugsperson des Kindes während des Eingewöhnungsprozesses wird
erläutert, ebenso wie der Vorgang des Aufbaues einer Beziehung zwischen Kind und
pädagogischer Fachkraft. Hierbei ist es wichtig, dass die betreuende (päd.) Fachkraft
den Eltern verdeutlicht, dass diese die H auptbindungspersonen für das Kind bleiben
werden, jedoch eine Kind-Erzieher-Bindung wünschenswert ist.
In der ersten Phase der Eingewöhnung, die ca. 1 -2 Wochen dauert (je nach den Be-
dürfnissen des Kindes auch länger), ist die Bezugsperson immer anwesend, sodass
das Kind zu jeder Zeit eine sichere Basis hat. Die betreuende (päd.) Fachkraft beo-
bachtet das Bindungsverhalten des Kindes und seine Interaktion mit dem begleiten-
den Elternteil. Durch Spielangebote und Beteiligung an den Aktivitäten des Kindes
nimmt die Fachkraft dann ersten Kontakt zum Kind auf. In dieser Phase, die 2 -3
Stunden am Tag nicht überschreitet, ist es wichtig, dass es zu keiner Trennung von
der Bezugsperson kommt. Erst zum Ende dieser Phase findet die erste Trennung
statt, welche je nach Verhalten des Kindes zunächst ca. 10 -30 Minuten andauert.
Danach kann die Fachkraft aus den Beobachtungen der ersten Woche und dem
Verhalten des Kindes während der Trennung, gemeinsam mit den Eltern, den weite-
ren Verlauf der Eingewöhnung festlegen.
In der zweiten Phase übernimmt die betreuende (päd.) Fachkraft im Beisein der El-
tern allmählich die beziehungsabhängigen und pflegerischen Tätigkeiten (z.B. Wi-
ckeln und Füttern im U3 -Bereich). Die Kinder werden von den Eltern und der Fach-
kraft gemeinsam ins Bett gebracht. In dieser Phase wird die Abwesenheitszeit der
Eltern langsam gesteigert, wobei die Eltern die Einrichtung noch nicht verlassen, um
jederzeit zur Verfügung zu stehen. In der Schlussphase halten sich die Eltern nicht
mehr in der unmittelbaren Nähe ihres Kindes auf, sind aber abrufbereit. Die Einge-
wöhnungszeit ist beendet, wenn das Kind eine tragfähige Beziehung zur (päd.)
Fachkraft aufgebaut hat und bei Bedarf von ihm/ihr beruhigt werden kann.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 7/17
Um den Kindern und Eltern den Neustart zusätzlich zu erleichtern, finden bereits drei
Monate vor Betreuungsbeginn sogenannte Schnuppertage statt, welche die betreu-
ende (päd.) Fachkraft nach Vertragsabschluss mit den Eltern vereinbart.
5. Elternarbeit
Beim Wahrnehmen ihrer Aufgaben arbeiten die in der Einricht ung tätigen Fachkräfte
mit den Erziehungsberechtigten zum Wohl der Kinder wertschätzend und auf Augen-
höhe zusammen.
Unser Leistungsangebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Familien; die Eltern
werden an allen wesentlichen Angelegenheiten der Tagese inrichtung beteiligt. In
diesem Sinne gehen wir mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft ein, sodass
beide Seiten Verantwortung für die Förderung des jeweiligen Kindes übernehmen
bzw. diese miteinander teilen. Eltern und Fachkräfte tauschen sich über di e Entwick-
lung, das Erleben und Verhalten des Kindes, über ihre Erziehungsvorstellungen und
über die Situation in Familie und Tageseinrichtung aus. Je nach Alter des Kindes fin-
den hierzu 1 -2 Mal jährlich Entwicklungsgespräche , je nach Alter des Kindes , statt.
Diese basieren auf Beobachtungen der (päd.) Fachkräfte, welche zuvor in Dokumen-
ten wie dem Entwicklungsbaum, dem Portfolio und dem Basic -Bogen festgehalten
wurden.
Weitere Formen der Elternarbeit sind bei uns:
Das Aufnahmegespräch
Eltern- sowie Tür- und Angelgespräche
Elternabende
Hospitationstage für Eltern
Feste und Feiern
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 8/17
6. Erfahrungen des Trägers im Bereich der Kindertagesbetreuung
Seit über 13 Jahren sind wir in fünf Bundesländern und acht Einrichtungen mit
Schwerpunkt in NRW vertreten und k ennen die organisatorischen, pädagogischen
und administrativen Rahmenbedingungen zum Betrieb von Kindertagesstätten. Das
Kinderbildungsgesetz (KiBiz) ist uns, mit bereits fünf Einrichtungen in NRW, als ge-
setzliche Grundlage seit Jahren vertraut.
Die Klett-Gruppe als renommiertes Bildungsunternehmen ist Teilhaber der Kinderta-
gesstätten und evaluiert regelmäßig die Qualität in unseren Einrichtungen mit uns.
7. Leistungsbeschreibung
Betreuung von Kindern ab 4 Monate bis zum Schuleintritt
Bilingualität durch die Immersionsmethode
Reichhaltige Förderangebote im Bereich Musik, Kunst, Bewegung Naturwis-
senschaften
Täglich frische und ausgewogene Mahlzeiten aus der eigenen Küche
Flexible und damit familienfreundliche Öffnungszeiten
Möglichst geringe Schließzeiten
Erhöhter Betreuungsschlüssel durch englischsprachige Mitarbeiter
Zum Teil Unterstützung durch externe Anbieter/Zusatzangebote
Ausgewähltes und hochmotiviertes Personal mit Zusatzqualifikationen (unsere
Mitarbeiter müssen regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen und sich aktiv an
der Gestaltung und Umsetzung des Konzeptes zu beteiligen)
Freigestellte Einrichtungsleitungen
Intensive Unterstützung und Fachberatung der Standorte durch trägereigene,
pädagogische Qualitätsleitungen (eine Qualitätsleitung betreut 3 -4 Einrichtun-
gen)
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 9/17
8. Frühkindliche Bildung, Dokumentation
Wir sehen das Kind al s eigenen Akteur seiner Bildung/ Selbstbildung und jeden Er-
wachsenen als Begleiter in diesem Prozess. Die individuellen Bedürfnisse der Kinder
stehen im täglichen Umgang für uns im Vordergrund. Unsere Rahmenbedingungen
ermöglichen Kindern, dass sie sich wohlfühlen und sich entsprechend ihrer Persön-
lichkeit entfalten können.
Unser Bildungskonzept orientiert sich an den Standards, die sich aus den gesetzli-
chen Vorgaben ableiten. Zusätzlich haben Villa Luna Kindertagesstätten ihre eigenen
individuellen Schwerpunkte:
Bewegung
Musikalische Früherziehung
Sprache / Bilingualität
Natur und kulturelle Umwelt
Kunst und gestalterische Arbeiten/Malort (angelehnt an Arno Stern)
Naturwissenschaften
Die Schwerpunkte finden sich im gesamten Tages - und Jahresablauf des Alltags
wieder. Sie sind Bestandteil von Projekten, des Freispiels im Haus und auf dem Au-
ßengelände, der Exkursionen, der Vorschularbeit sowie der Sprachförderung.
Durch einen partiz ipativen Ansatz wird den Kindern Raum gegeben , Neugier und
Lernfreude zu entfalten. Eine Pädagogik auf Augenhöhe mit demokratischer Gestal-
tung ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Sie stärkt die Kinder in ihrer Entwicklung
zu einer eigenständigen, selbst- und verantwortungsbewussten Persönlichkeit.
Die Beteiligung von Kindern ist im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbe-
stimmung zu verstehen. Über einen ko - konstruktiven Ansatz und den Dialog gehen
wir in den gemeinsamen Austausch mit dem Kind, g ehen Fragen nach, planen Pro-
jekte, treffen Entscheidungen (Umgestaltung von Räumen, Speiseplangestaltung)
oder besprechen Probleme in Gesprächskreisen oder Kinderkonferenzen.
Mitbestimmung findet bereits im U3 -Bereich seine Beachtung und hat auch dort für
uns einen hohen Stellenwert. Auch Kleinkinder können bereits partnerschaftlich und
nachvollziehbar an Entscheidungen beteiligt werden. Dies erfolgt weniger in Dialog-
form, sondern meist durch den Einsatz von Bildkarten und Fotos. Die nonverbale
Kommunikation wird weiterhin durch eine d eutliche Mimik und verstärkende Gestik
mit den Händen oder dem ganzen Körper unterstützt.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 10/17
Die Ziele unserer frühkindlichen Bildung sind:
Entwicklung von sozialen Kompetenzen
Förderung von Selbständigkeit
ein Recht auf Selbstbestimmung
Selbstbildung
Förderung von Inklusion
Eltern sind für uns Partner in der frühkindlichen Bildung. Wir sehen Eltern als Exper-
ten für ihr Kind. Gemeinsam gehen wir eine Bildungspartnerschaft ein, um Kinder in
ihren Entwicklungsprozessen optimal zu un terstützen, zu begleiten, zu fördern. Im
Zusammenführen der Erziehungskompetenz der Eltern und des Wissens unserer
Fachkräfte schaffen wir eine Basis für die beste Entwicklungsmöglichkeit der Kinder.
Die Entwicklung des Kindes wird anhand von
Karteikarten im Alltag
dem Portfolio sowie
einem Entwicklungsbaum
durch die Bezugserzieher beobachtet und dokumentiert.
Der Entwicklungsbaum (siehe Abbildung auf der nächsten Seite ) wurde in einem trä-
gereigenen Arbeitskreis entwickelt und dient als Gesprächsgrundlage für die Entwick-
lungsgespräche. In ihm sind alle Bildungsbereiche nach Alter aufgelistet. Es gibt für
jedes Entwicklungsalter einen eigenen Baum.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 11/17
Die Entwicklungsgespräche finden zwei Mal im Jahr im U3 - und jährlich im Ü3 - Be-
reich zwischen Elter n und pädagogischer Fachkraft/ Bezugserzieher statt. D as Kind
darf hierbei für eine gewisse Zeit an dem Gespräch teilnehmen und gemeinsam mit
den Eltern das Portfolio anschauen. Im Alter von 3 - 6 Jahren findet zusätzlich ein
Portfolio-Tag für Eltern mit ihren Kindern statt. Weitere Gespräche finden je nach Be-
darf statt.
Das Portfolio ist ein Ordner , der gemeinsam mit dem Kind gefüllt wird und ist sein
Eigentum. Die Kinder haben jederzeit Einsicht in die Ordner. Die Eltern haben die
Möglichkeit an bestimmten Seiten des Portfolios mitzuarbeiten.
Der Eingewöhnungsprozess eines jeden Kind es wird ebenfalls anhand eines Tage-
buches dokumentiert . Nach Beendigung dieses Prozesses findet ein kurzes Ge-
spräch mit den Eltern über den Verlauf statt.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 12/17
9. Sprachbildung
Alle Kinder unserer Einrichtung haben ein Anrecht auf Spra chbildung und Sprachför-
derung, und damit auf eine gezielte Erweiterung ihres Sprachvermögens.
Hierzu nutzen wir den ganzheitlichen Ansatz der Alltagsintegration und orientieren
uns an den Stärken der Kinder. Jede Einrichtung verfügt über eigene Sprachförde r-
kräfte, die sich regelmäßig einrichtungsübergreifend in einem Arbeitskreis austau-
schen und reflektieren.
Die pädagogischen Fachkräfte beobachten und d okumentieren die sprachliche Ent-
wicklung der Kinder. Als Dokumentationsverfahren arbeitet Villa L una mit BaSiK für
Kinder unter drei Jahren und BaSiK für Kinder über drei Jahren. Das Verfahren
sismik findet Anwendung in der Beobachtung und Dokumentation von Migrantenkin-
dern.
Die Beobachtung und Dokumentation der sprachlichen E ntwicklung ist entwicklungs-
und prozessorientiert und ermöglicht die Beurteilung der kindlichen Sprachkompe-
tenz in realen Alltagssituationen. Die Dokumentation dient als Grundlage für ein El-
terngespräch.
Im Rahmen von Netzwerkarbeit und Qualitätssicherung arbeiten wir mit weiteren In-
stituten zusammen, die u.a. auch Fortbildungen und Seminare für pädagogische
Fachkräfte und Eltern anbieten:
Ortsansässige Logopäden
Ortsansässige logopädische Dienste wie z.B. Gesundheitsämter
Grundschulen
Sozialpädiatrische Zentren
Sprachheilambulanzen
Wir begleiten und fördern die Kinder täglich in ihrer sprachlichen Bildung im ganzheit-
lichen Ansatz. So treten unsere Mitarbeiter/innen z.B. in den Dialog mit den Kindern
und regen so deren Spracherwerb an. Sprachförderung findet bei uns an vielen Stel-
len im Alltag der Kinder statt:
Beim Wickeln und Füttern/Essen
Bei Bilderbuchbetrachtungen
Durch Literacy
Mit der Kinderbibliothek
Beim Reimen
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 13/17
Durch Musik und Sprache (Singkreis/Klanggeschichten)
Beim Morgenkreis in deutscher und englischer Sprache
Bei gemeinsamen Mahlzeiten
Durch Sprachspiele
Durch Bewegung und Sprache/Tanz
Mithilfe von Geschichtensäckchen
Während der Projektarbeit
Mit dem Würzburger-Sprachtraining im letzten Kita-Jahr.
Die Kinder der Villa Luna Kindertagesstätten lernen neben der deutschen auch die
englische Sprache nach dem Immersionsprinzip. Bilingualität verleiht Kindern eine
starke Sprachkompet enz. Bilinguale Mitarbeiter sprechen in den Gruppen aus-
schließlich Englisch mit den Kindern. In jeder Gruppe ist ein /e englischsprachige/r
Mitarbeiter/in eingebunden.
10. Kommunikation und Beschwerdemanagement
Eine der wichtigsten Aufgaben der Kita -Leiter/innen ist die Kommunikationsfähigkeit
und damit auch der Austausch zwischen der Leitung und dem Team bzw. den Eltern.
Das Büro is t täglich mindestens von 08:00 bis 16:00 Uhr besetzt, womit dem Team
und den Eltern eine große Zeitspanne eröffnet wird, mit der L eitung ins Gespräch zu
kommen.
Bezüglich der Platzvergabe von Kitaplätzen und zu administrativen Themen haben
Eltern darüber hinaus die Möglichkeit, die in Düsseldorf ansässige Abteilung Eltern-
service zu kontaktieren. Dies trägt vor allem auch zur admini strativen Entlastung un-
serer Kita-Leitungen und zur besseren Informierung der Eltern bei.
11. Vernetzung und Kooperation
Ausgehend vom ganzheitlichen Blick auf die einzelne Familie und das bei uns be-
treute Kind ergibt sich der Anspruch, jedem Kind angemessene und auf die persönli-
chen Bedürfnisse zugeschnittene Bildungs - und Beratungsangebote sowie Betreu-
ungsformen anzubieten.
Ganzheitliche Förderung von Kindern bedarf der Vernetzung des kindlichen Lebens-
raumes mit der Kindertagesstätte und dem Sozialraum vor Ort.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 14/17
Neben der Erziehungspartnerschaft mit Eltern ergeben sich Kooperationsmöglichkei-
ten vor allem in der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jugendamt, Grundschulen,
Kinderärzten, Logopäden, Ergotherapeuten, sozialpädiatrischen Zentren usw.
Wir verstehen uns als Partner der Elt ern und stellen bei Bedarf Hilfs möglichkeiten
innerhalb der Beratung zu verschiedenen Themenfeldern zur Verfügung und stellen
erste Kontakt her. Wir unterstüt zen Eltern innerhalb ihrer Erziehungskompetenz und
bündeln Ressourcen, um einen gemeinsamen Erziehungsauftrag zu entwickeln und
diesen partnerschaftlich umsetzen zu können.
Bildungsangebote werden nicht nur innerhalb der eigenen Kita gestaltet, vielmehr
stellt die Erschließung des Lebensraumes außerhalb der Kitaräumlichkeiten einen
weiteren konzeptionellen Schwerpunkt unserer Arbeit dar. Dazu gehören z.B. die
Verkehrserziehung zusammen mit der Polizei, Ausflüge und Exkursionen zu kulturel-
len Einrichtungen innerhalb der Umgebung sowie die Zusammenarbeit mit verschie-
denen Grundschulen.
12. Kinderschutzkonzept
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für die Bundesregierung oberste Prio-
rität. Dieser Schutz beginnt schon im Säuglingsalter und soll Kleinkinder, Kinder und
Jugendliche in allen Lebensphasen und Lebenssituationen begleiten.
In der pädagogischen Arbeit akzentuieren wir die Grundpfeiler zum Wohl und Schutz
des Kindes. Dies ist eine Selbstverständlichkeit und zugleich ein Thema mit beson-
derer Wichtigkeit, welches bei den Villa Luna Kindertagesstätten eine essentielle Rol-
le im Alltag spielt.
Für alle Akteure in der pädagogischen Arbeit von Villa Luna steht das körperliche
und seelische Wohl der Kinder an erster Stelle. Das Recht eines jeden Kindes ist es ,
„umgeben von Liebe, Geborgenheit und Verständnis aufzuwachsen“. Es soll sich frei,
individuell und in einer geschützten Atmosphäre entwickeln dürfen. Das Kindeswohl
muss, beginnend in der Familie und auch darüber hinaus in sozialen Institutionen,
auf allen Ebenen gegeben sein. Das SGB VI II wurde 2015 durch das Kinder - und
Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz verändert. Es hat sich vor allem zum Ziel ge-
setzt, den Schutz von Kindern und Jugendlichen bei Gefahren für ihr Wohl zu ver-
bessern. § 8a regelt das Verfahren zur Erfüllung des Schutzauftrages bei Kindes-
wohlgefährdung. In diesem Sinne verpflichtet sich Villa Luna, dass alle Einrichtungen
als schützender Raum für die dort betreuten Kinder fungieren.
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 15/17
Villa Luna hat zu diesem Zweck ein trägereigenes Schutzkonzept entwi ckelt und im-
plementiert. In unseren Einrichtungen finden regelmäßige Schulungen, Belehrungen
und Fachgespräche mit dem pädagogischen Fachpersonal statt , und die Mitarbeiter
arbeiten stetig an der Weiterentwicklung des genannten Konzeptes.
Das Gesamtkonzept kann bei Bedarf gerne vollumfänglich nachgereicht werden.
13. Qualitätsentwicklung und -sicherung
Bei Villa Luna werden acht Formen der Qualitätsentwicklung und -sicherung nach-
haltig betrieben:
Leitungstreffen (LT): In regelmäßigen Abständen finden Leitungstreffen statt,
im Zuge derer aktuelle Situationen in den Einri chtungen besprochen werden
und nach einem gemeinsamen Lösungsweg gesucht wird.
Dienstbesprechung: Hier trifft sich das gesamte pädagogische Personal mit
der Leitung und tauscht sich über pädagogische und organisatorische Punkte
aus.
Kleinteam (Vorbereitungszeit): Jede Gruppe hat wöchentlich eine Vorberei-
tungszeit. Sie beinhaltet einen Wochenrückblick und einen Wochenausblick
und darüber hinaus werden organisatorische Punkte, wie Ausflüge oder El-
ternabende, geklärt. Außerdem tauschen sich die Gruppenkollege n über Ent-
wicklungsstände der Kinder aus.
Die Leitung geht 1x im Monat mit ins Kleinteam, um u.a. regelmäßig die Arbeit
der (päd.) Fachkräfte zu reflektieren.
Fachberatung: Unsere Abteilung für Pädagogik & Qualitä tsentwicklung (PQ)
besteht aus drei Kolleginnen, die in regelmäßigen Abständen unsere Quali-
tätskriterien in den Einrichtungen überprüfen, weiterentwickeln bzw. den Kol-
legen/Kolleginnen in pädagogischen Fragen zur Seite stehen.
Personalabteilung (HR): Unsere Personalabteilung ist neben der allgemeinen
Personalbetreuung an unseren aktuell acht Standorten insbesondere auch für
die Personalentwicklung (Altersstruktur, Fachlichkeit und Schwerpunkte, re-
gelmäßige Fortbildungen) in allen Einrichtungen zuständig. Dies geschieht in
enger Abstimmung mit dem F achbereich „Pädagogik & Qualitätsentwicklung“
(PQ).
Pädagogik & Qualität Stand:1/2019 Seite 16/17
Ausbildung von Fachkräften: Wir verstehen uns als Ausbildungsbetrieb und
beteiligen uns aktiv an der Beseitigung des Fachkräftemangels. Wir stellen
verschiedene Formen an Praxisstellen zur Verfügung und b ieten uns bei
Fachschulen als Ausbildungsträger an. Wir nehmen an Tagungen von Fach-
schulen teil und informieren uns über die jeweiligen Ausbildungsmöglichkeiten
und Veränderungen. Wir bieten zudem Begleitung durch Praxisanleitung an
und ermöglichen Umschulungs- und/oder Qualifizierungsmaßnahmen.
Feedback-Bogen: Eltern und Team mitglieder erhalten einen Feedback -
Bogen, in dem sie ihre Wünsche, Kritik und Zufriedenheit äußern können. Die-
se Bögen werden von uns ausgewertet und Ergebnisse dazu genutzt , uns als
Träger stetig weiterzuentwickeln.
Klausurtagung (KT): Einmal jährlich kommen alle Kita -Leitungskräfte sowie
alle administrativen Mitarbeiter/innen und das Management zusammen, um
pädagogische und organisatorische Kernthemen sowie die strategische Aus-
richtung als deutschlandweiter Betreiber zu diskutieren und gemeinsam fest-
zulegen.
14. Öffnungszeiten
Durch unser flexibles Betreuungssystem bieten wir eine realistische Lösung zur Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf. Dabei finden das Kindeswohl und auch die El tern-
wünsche Berücksichtigung. Auf Wunsch bieten wir Eltern wochentags verlänge rte
Öffnungszeiten wie folgt an:
Kernzeit: 07.30 Uhr - 16.30 Uhr
Erweiterung: 07.00 Uhr - 18.00 Uhr (Frühdienst & Late Care)
Unsere Schließzeiten sind (vorbehaltlich ortsspezifischer Besonderheiten) wie folgt:
2 Wochen Schließzeit in den Sommerferien
3 Konzeptionstage werktags
bis zu 3 Brückentage
Schließung zwischen Weihnachten und Neujahr
Anlage 12.3 Anerkennung freien Träger Villa Luna
1457 Zeichen
En En Jugendamt 7 Landeshauptstadt Düsseldorf N Bnefpostanschuft Stadtverwaltung Amt 51/18. 40200 Dusseldorf Villa Luna gGmbH Herrn Dr. Reul Am Flachsbach 19 52223 Stolberg (Rheinland) 01 Jun 2016 /k Anerkennung als Trägerder freien Jugendhilfe gem. $ 75 SGB VIll hier: Villa Luna Kindertagesstätten g6mbH Sehr geehrter Herr Dr. Reul, ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass der Jugendhilfeausschuss der Stadt Düsseldorf in seiner Sitzung am 21.06.2016 die „Villa Luna Kindertagesstätten gGmbH" als Träger der freien Jugendhilfe gem. $ 75 SGB VIII in Verbindung mit $ 6 KiBiz nunmehr unbefristet anerkannt hat. Die öffentliche Anerkennung erfolgt für den Betrieb von Tageseinrichtungen für Kinder. Sie wird widerrufen, wenn die Voraussetzungen für die Anerkennung nicht mehr vorliegen. Eine Durchschrift dieses Schreibens erhält der Landschaftsverband Rheinland — Landesjugendamt - zur Kenntnis. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Seite 1/1 An lage ı Landeshauptstadt Dusseldorf Der Oberburgermeister Jugendamt Betriebskostenzu Kındertageseinric -Becker-Allee 7 4022 7 Dusseldorf Kontakt Frau Berz Zimmer 40la Telefon 0211 89-96471 Fax 021189-36471 E-Mail sılke.berz@ duesseldort.ae Datum 24.06 2016 AZ 51/18 Telefonzentrale 021189-91 Internet www duesseldorf de Sprechzeiten Montag bis Bus. Bahn. U-Bahn Hauptbannhof Bankkonto Stadtsparnasse Dusselago: BAN DES! 3005 07! 81 SSDEDDXAX Glaubiger-ID DE15DUSO0000
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (31)
- Middelerstraße
- Landsberger Straße
- Meyerbeerstraße
- Eichendorffstraße
- Beckstraße
- Sonnenstraße
- Hafenstraße 30
- Neubrückenstraße
- Weseler Straße
- Wiedaustraße
- Meckmannweg 08
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Friesenring 50
- Dahlweg
- Markweg
- Nordkirchenweg
- Carlo-Schmid-Weg
- Nottulner Landweg
- Emmy-Herzog-Platz
- Schwarzer Kamp
- Regina-Protmann-Straße
- Fürstenbergstraße
- Alt Angelmodde
- Willingrott
- Loevelingloh
- Auf dem Dorn
- Kinderhaus
- Petersheide
- Hohe Ward
- Tiergarten
- Brock
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0140/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.02.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37